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    Alte Begleiter

    Comment

    Nachdem mein Wecker aus Schulzeiten den Geist aufgab und ich mich von ihm trennen musste, fiel mir erst auf, seit wie vielen Jahren er mich schon begleitete. Andere alte Begleiter sind von ähnlich unauffälliger Art, eine kleine Auswahl:

    • Stofftüten zum Einkauf - ich habe noch immer eine Anzahl davon mit dem Werbeaufdruck längst nicht mehr existenter Fleischereien oder Lebensmittelketten, andere weisen noch die alten vierstelligen Postleitzahlen auf.
    • Einige Stücke des spottbilligen ersten eigenen Bestecks (mit Plastikgriff), einzelne noch nicht entzwei gegangene Teller meines ersten eigenen Tellerservice..

    Welche unauffälligen alten Begleiter haben die p. t. Leoniden, die nach all den Jahren immer noch klaglos und unauffällig ihren Dienst verrichten?

    AuthorGart (646339)  03 Jul 22, 12:03
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    Der Kartoffelschäler, der damalsschon von meiner Oma in der Küche benutzt wurde ... und der Gurkenhobel ... auch von dort ...

    #1Authorno me bré (700807) 03 Jul 22, 12:09
    Comment

    Meiner Mutter erste Küchenmaschine aus den späten 60ern. Sie hat nach c. 25 Jahren eine neue Maschine wollen, die ist mittlerweile auch schon ersetzt. Die ganz alte, die ich übernommen habe, tut's immer noch ganz hervorragend.


    Die Hemden, die meine Oma meinem Vater genäht hat auf ihrer antiken Singer. Mögen sie noch lange halten.


    Der alte "Damenspaten" und manch anderes Gartengerät meiner anderen Oma.



    #2AuthorSelima (107) 03 Jul 22, 12:34
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    Meinen Handmixer habe, wenn ich mich recht erinnere, bekommen, als ich im Studentenwohnheim wohnte - dort bin ich 1995 ausgezogen. Ich weiß nicht, ob modernere Ausgaben dieses Geräts auch so lange halten würden. Und aus der Schüssel, in der ich in der Küche meine Tomaten aufbewahre, hat meine Mutter in ihrer Kindheit vermutlich ihren Porridge gegessen. Zwei meiner Auflaufformen und zwei Schüsseln kenne ich auch aus meiner Kindheit, da weiß ich aber nicht, ob meine Mutter sie neu gekauft/geschenkt bekommen hat oder ob sie sie aus ihrem Elternhaus mitnehmen durfte. Mindestens 50 Jahre alt sind sie in jedem Fall.


    Ich habe auch ein Service aus der Studentenzeit meiner Mutter und ein Service, das ich in meiner Teenagerzeit stückweise geschenkt bekommen habe, aber die zählen eher nicht, da sie eigentlich nur im Schrank leben.

    #3AuthorDragon (238202)  03 Jul 22, 13:05
    Comment

    Dienst verrichten 

    Wenn Flöten zu "Dienst verrichten" zählt:

    Ein Dompfaff aus Ton, finnische Handarbeit. Sein Schwanz ist das Mundstück, an den Flügeln hat er Löcher. Geschenkt hat ihn mir in den späten 80ern meine lappische Freundin. Man kann mit ihm perfekt das Huuh-Hu-Hu der Tauben imitieren. Sämtliche Umzüge im In- und Ausland hat der Vogel überlebt. Meine Freundin ist seit zehn Jahren im Himmel. Immer wenn mein Blick auf den Vogel fällt, denke ich an sie.

    #4AuthorWittGenStein (1323045)  03 Jul 22, 14:12
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    Mein Badetuch von Walp Dopsney (sic) mit den Dalmatinern, das vom Billigmarkt, war 1999 schon mit mir im im Urlaub, ist seitdem um die halbe Welt gereist und hängt gerade auf der Leine um sich vom Bade heute morgen zu trocknen.
    #5AuthorSchw4rzbeere (949126) 03 Jul 22, 15:10
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    ich hab noch ein Badetuch, das ich mir 1988 für einen Jugoslawien-Urlaub gekauft hab, und einen Fleece-Pullover von Patagonia, den ich 1991 im PX in Garmisch-Partenkirchen gekauft bekam.



    #6AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 03 Jul 22, 15:18
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    Dieses 0,64 qm Badetuch. *schwarzweissbeweisfotovonAnfangder60erhochhalt*

    Das da ist mein lachender Papa, der seine recht missmutig blickende Tochter nach dem Bade darin eingewickelt auf dem Arm hält.

    #7AuthorMasu (613197)  03 Jul 22, 15:40
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    Ich biete ein Badehandtuch von meinem Mitte der 1970er Jahre verstorbenen Großvater. Bis vor kurzem noch als Handtuch benutzt, mittlerweile habe ich Putztücher draus geschnitten.
    Ein Porzellan-Melitta-Kaffeefilter und eine mechanische Kaffeemühle aus dem Nachlass meiner Großeltern (beides vermutlich aus den 50ern).
    Der Filter wird nach wie vor verwendet, die Kaffeemühle ist nur noch Deko.

    Ein Zollstock von meiner ersten Praktikumsstellen, bedruckt mit dem Firmenlogo, vierstelliger PLZ und dreistelliger Telefonnummer.
    #8Authoredoardo_1_4 (1297108) 03 Jul 22, 16:39
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    Handtücher sind ein vorzügliches Beispiel! Ich habe bis heute einige aus meinem Elternhaus, die mir nicht nur dort zur Verfügung standen, sondern mich seither mein Leben lang begleiteten.

    #9AuthorGart (646339) 03 Jul 22, 16:56
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    Tut zwar nicht "seinen Dienst", fiel mir aber zum Thema ein: Ein Teddy, den ich von einer Großtante zur Taufe bekommen habe. Zugegeben er wohnt im Schrank, aber es gibt ihn noch. Als ältestes Kind (zumindest auf einer Seite der Familie und zu unseren einzigen Nachbarn) habe ich praktisch keine Spielsachen oder ähnliches, die nicht in irgendeiner Weise weitergeben wurden. Im Schülerpraktikum vor *räusper* knapp 30 Jahren *räusper* hat er eine Brille gebastelt bekommen.


    Zum tatsächlichen Thema: wir haben immer noch 2 Pfannenwender im praktisch täglichen Einsatz, die mein Mann in der Erstaustattung seiner Küche vor ca. 20 Jahren gekauft hat.

    #10Authorfab kat (303993)  03 Jul 22, 17:08
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    Stimmt, ich hab noch Teller aus dem Starter-Paket von Ikea und Kochlöffel von 1990. Und Besteck, das locker 60 Jahre alt ist.
    #11AuthorB.L.Z. Bubb (601295)  03 Jul 22, 18:05
    Comment
    • Das Komet-Handrührgerät von meiner Tante, mit verschiedenen Aufsätzen (Pürierstab, Reibe/Gemüsehobel, Mahlwerk, Zerkleinerer). Baujahr Ende der 1960er und unverwüstlich.
    • Ein Kurzzeitwecker, vermutlich aus den 1970ern.
    • Mein altes Kinderbesteck (also die Zwischengröße zwischen Baby- und Erwachsenengarnitur).
    • Ein 4er Set Huhn-Eierbecher, Einzelverkaufspreis 82 Pfennig (Ost). Heute in DDR-Museen oder DDR-Nostalgiepaketen zu finden.
    • 2 Auflaufformen mit Deckel aus Jenaer Glas.
    • 2 Flügelquirle mit Holzgriff, entweder von meiner Oma oder meiner Tante übernommen.

    Interessanterweise alles DDR-Ware.


    Die 2 Leinenhandtücher aus dem Nachlass meiner Oma, die inzwischen als Haarhandtücher im Einsatz sind, könnten noch Vorkriegsware sein.

    Die Damastbettwäsche, die meine Eltern vor fast 50 Jahren zur Hochzeit geschenkt bekommen haben und die seit ein paar Jahren bei mir „wohnt“, aber nicht benutzt wird, war unter Umständen ein West-Import.

    Das eine oder andere Handtuch aus den 70ern oder 80ern ist auch noch im Umlauf. Die sind, im Gegensatz zu vielen neueren Modellen, nicht tot zu kriegen.

    #12Authorskye (236351)  03 Jul 22, 18:08
    Comment

    Ein Küchentuch, das ich im Einsatz habe, stammt noch aus der Aussteuer einer Urgroßtante, hatte allerdings zwischendurch mehrere Jahrzehnte Pause, soweit ich das nachhalten kann. Diverse Töpfe und Pfannen stammen aus den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts, einiges Gartenwerkzeug ist mit Sicherheit noch Vorkriegsware, wobei bei manchen Teilen nicht ganz sicher ist, vor welchem Krieg.


    Ein paar Sachen von meinen Urgroßeltern haben außerdem den Weg in den Requisitenfundus eines großen Filmstudios gefunden.

    #13AuthorPottkieker (871812) 03 Jul 22, 18:26
    Comment

    Ein Badehandtuch (die scheinen tatsächlich Jahrzehnte zu überleben), das mir meine Freundin, die wir 1976 oder '77 in einen Dänemarkurlaub mitgenommen haben, geschenkt hat (braun-oranges Dekor, muss ichmehr sagen?).


    Im sogenannten "Rollboy" (so ein Schreibtischmöbel, das ich unter diesem Namen gekauft habe, das aber seit langen keine Rollen mehr hat) befindet sich noch ein Rechenschieber (!) meines Mannes.


    Ich habe einen Zirkelkasten von meinem Vater, über 60 Jahre alt, mit so einem Parallelzirkel, den man auch noch verlängern kann (Radius dann bis zu ca. 30 cm), und vielen Schreib-/Zeichenfedern.


    Irgendwann müssen wir das Haus meiner Mutter in Berlin ausräumen. Da gibt es noch Tisch-/Bettwäsche plus Handtücher, die ihr ihre Schwiegermutter zur ersten Hochzeit Anfang der 60er geschenkt hat.

    #14Authorvirus (343741) 03 Jul 22, 18:38
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    Ach ja, eigentlich hab' ich den ganzen Küchenschrank meiner Großeltern hier ... einschließlich der Keramikschublädchen für Muskat, Nelken, Grieß, Mehl, Zucker etc. ...


    ... allerdings sind in diesen Schubfächern jetzt kleine Löffelchen drin, Gummiringe, Batterien und sonstiger Kleinkram ...

    #15Authorno me bré (700807) 03 Jul 22, 19:31
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    Ein mit Gewebeband geflickter, vom Grill etwas angeschmolzener Tischventilator, der schon in meiner Kindheit im Urlaub im Vorzelt gestanden hat. Ich benutze ihn selten, kann mich aber nicht davon trennen.

    #16AuthorGibson (418762) 03 Jul 22, 19:52
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    Ich werd' nicht mehr - heute dachte ich daran, einen Faden auf LEO zu eröffnen mit ebendiesem Thema.


    Anlass war, dass ich gerade zu einem bestimmten Zweck meine bunte griechische Hirtentasche, wahrscheinlich 70er Jahre, verwende, da passt zwar fast nix rein, aber ich erinnere mich, wie wir im Gymi hier in KN damit umherliefen. Lange lag sie auf dem elterlichen Dachboden in einer der vielen Kisten, zusammen mit sehr alten Schulheften und mit den mit Plaka-Farben bemalten Steinen, und einem Cassettenrecorder! und vielem mehr, bis ich sie mal nach M mitnahm.

    #17AuthorBraunbärin (757733) 03 Jul 22, 20:02
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    Ein böhmisches Wolltrachtentuch, das die Vertreibung mitgemacht hat. Wenn es kommenden Winter kalt wird, hole ich es vom Dachboden.


    ...mein Kinderrucksack aus grobem Leinen mit Lederriemen liegt dort auch noch. Den werde ich niemals wegwerfen...

    #18AuthorWittGenStein (1323045)  03 Jul 22, 20:05
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    In meiner Küche befinden sich einige Sachen aus dem Bestand meiner Eltern, die sicher schon mindestens 30 Jahre auf dem Buckel haben, wie eine mechanische Küchenwaage und eine Schöpfkelle. Ebenso habe ich mal zwecks Temperaturmessung in meiner Wohnung ein uraltes Baro- und Thermometer „mitgehen“ lassen. Bei meinen Eltern haben wir neulich noch über die Unverwüstlichkeit der Mikrowelle gestaunt, die sie 1985 gekauft haben, damit meine Schwester ihre warme Milch bekommen konnte. Heute hat sie selber Kinder, und die Mikrowelle hat alle anderen Geräte und einen Umzug überlebt.

    #19AuthorJanZ (805098) 03 Jul 22, 20:07
    Comment

    Omas geblümtes Bareuther Nachkriegsporzellan (wie auf dem Foto) steht in meinem Wohnzimmer, ebenso ihre Kaffeemühle. Beides hat viele Umzüge überlebt.

    #20AuthorWittGenStein (1323045)  03 Jul 22, 20:16
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    Das wohl frühe-70er-Jahre-Service in Schlammbraungrün und schwarzem Dekor steht in einem Teil der Schrankwand hier (bei Muttern) und würde sicher zum 863. Mal verwendet werden, seinen "Dienst verrichten", wenn mal wieder größere Runden zusammenkämen.

    #21AuthorBraunbärin (757733) 03 Jul 22, 20:46
    Comment
    Mein erstes Stofftier, ein Eichhörnchen. Es ist schon recht abgeliebt, aber sind wir das nicht alle über 40.

    Ein hübsches Kaffeeservice mit Goldrand, das von irgendwelchen Urstrumpftanten stammt und sicher 100+ ist.

    Eine kleine Biedermeier-Tischuhr, die meine Ururgroßmutter einmal gebraucht gekauft hat.
    #22Authortigger (236106) 03 Jul 22, 21:23
    Comment

    ... and what should I do with my great aunt´s silver cigarette box, fitting only filterless turkish cigarettes, with matching silver matchbox, both with her initials? I haven´t smoked for twenty years ...

    #23Authorisabelll (918354)  04 Jul 22, 03:33
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    Turkish delight reinstapeln ...

    #24AuthorSelima (107) 04 Jul 22, 05:46
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    Oh, da könnte ich jetzt tausend Dinge nennen, da ich mich eigentlich von nichts trennen kann, was ich einmal besessen habe.


    Gerade gestern beim Ansehen von Urlaubsfotos aus dem Jahr 2013 fiel mir durch Zufall auf, dass ich auf einem davon exakt dasselbe trug, wie gerade im Moment. Und ich bin sicher, dass die betreffenden Klamotten damals auch schon lange nicht mehr neu waren. Kleidung sowieso. Es soll ja Leute geben, die sich jedes Jahr komplett neu einkleiden. Nicht mein Ding ...


    In meinem Wohnzimmer steht ein Philipps Fernseher Baujahr 1994. Damals absolutes Spitzenmodell mit allen Schikanen. Hat 3000 DM gekostet, wiegt fast 50 kg(*) und funktioniert wie am ersten Tag. Ich bring's einfach nicht fertig, ihn zum Elektroschrott zu bringen und durch etwas Zeitgemäßes zu ersetzen.

    (*) Als er -- ein einziges Mal! -- kaputt war und ich ihn zum Servicetechniker bringen wollte, hab ich es gerade bis zur Wohnungstür geschafft und bin direkt dahinter mit dem Gerät vorm Bauch zusammengebrochen, sodass ich im Treppenhaus auf dem Rücken zu liegen kam und der Fernseher auf mir drauf. Erstaunlicherweise haben wir beide es schadlos überstanden.

    #25Authordirk (236321)  04 Jul 22, 08:02
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    Mit dem Küchenschrank kam auch eine kleine Anrichte ... der Werkzeugschrank von meinem Opa ... mit allem was eher im Haus als in der Werkstatt gebraucht wurde ... so hab' ich noch diverse Hämmer, Schraubenzieher und Zangen, Schrauben und Nägel in allen Größen ... und auch einen Lötkolben ... das ganze ergänzt durch eine Stichsäge und eine Bohrmaschine, beiides mit Zubehör, von meinem Herrn Papa ...

    #26Authorno me bré (700807) 04 Jul 22, 10:15
    Comment

    Ich habe ein Tischtuch mit dem Monogramm meiner Urgroßmutter. Und unser Klavier habe ich von meinem Opa geerbt, er hatte es um 1960 billig gebraucht gekauft, Baujahr 1898. Das war damals altes Gelumpe, heute wäre es ordentlich was wert, wenn man etwas mehr Geld reinstecken würde.


    Das Babybettchen, in dem meine Kinder schliefen, hat auch schon meinen Vater und Onkel, meine Geschwister, Cousins und mich beherbergt. Und die Kleiderschränkchen haben eine ähnliche Geschichte auf mütterlicher Seite, wurden von jeder Generation nach dem Zeitgeschmack angestrichen und dann weitergereicht.


    Meine Familie mütterlicherseits hat schwäbische Wurzeln, und dank des gängigen Klischees bleiben bei uns Bettwäsche und Handtücher auch sehr lange in Gebrauch. Ich habe noch einige Teile aus meinem Kinderzimmer.


    Aber eines der ältesten Dinge, die ich selbst angeschafft habe und von denen ich nicht angenommen hätte, dass sie so lange halten: der Wasserkocher, den ich beim Auszug von daheim gekauft habe ist inzwischen über 20 Jahre alt und funktioniert noch einwandfrei. Und der Gameboy meines Mannes wurde letztens ausgemottet. Auch der funktioniert noch, mit neuen Batterien, und ist eher schon 30 Jahre alt.

    #27Authorgrinsessa (1265817)  04 Jul 22, 10:24
    Comment

    Eine Holzmurmelbahn, die mein Großvater meinem Vater gebaut hat, als er ein kleines Kind war, hat inzwischen schon drei Generationen an Kindern glücklich gemacht. Er würde sich sicher freuen, wenn er sehen könnte, dass sie momentan bei seinen Urenkeln hoch im Kurs steht.

    #28Authorcaissa (225192) 04 Jul 22, 10:31
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    Tischdecken, Trockentücher u.ä. habe ich noch ausreichend von Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, auch diverse Küchengerätschaften, wie Gurkenhobel und Rühr-"gerät" aus Kunststoff. Die Tischdecken wollte ich alle schon mal weggeben, weil ich dafür keinen passenden Tisch (mehr) habe. Verschiedene Werkzeuge aus der Werkstatt meines Großvaters haben auch den Weg hierher gefunden.


    Ich habe noch alle meine Puppen und Stofftiere, die ich als Kind bekommen habe, ebenso die Puppenmöbel, die einstens die andere Oma von ihrem Vater bekommen hat, also locker 120 Jahre alt.


    Mein erstes vierteiliges Silber-Besteck liegt auch noch in der Schublade. Seinen "Dienst" tut noch meine zweite Stereoanlage von Sony (die erste war ein Kompaktgerät, aber nicht von S.), die ich vor 45 Jahren erstanden habe und auf die ich ganz stolz war. Ein damaliger Bekannte unkte, die Geräte würden nicht lange halten, da die vorhandenen Dreh- und Kippschalter sicher bald abbrechen würden. Taten sie aber nicht. Den Plattenspieler habe ich vor ein paar Jahren überholen lassen; das Cassettendeck brauche ich nicht mehr. Radio, Verstärker und Vorverstärker funktionieren noch einwandfrei.

    #29AuthorRed Poppy (876587) 04 Jul 22, 10:36
    Comment

    #27: Hehe, einen Gameboy habe ich auch noch. Den hat mir meine Schwester zum 30. (also auch schon vor mehr als zehn Jahren) geschenkt, nachdem ich als Teenager begeistert auf dem eines Freundes gespielt habe. Ich habe ihn lange nicht mehr benutzt, aber ich gehe davon aus, dass er immer noch funktioniert.

    #30AuthorJanZ (805098)  04 Jul 22, 10:37
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    My current watch is about 7 years old. But it's paired now with the steel bracelet that came with the watch I received from my parents on my 18th birthday, almost 50 years ago.

    #31AuthorSpike BE (535528) 04 Jul 22, 10:48
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    Wirklich noch "im Dienst" sind: CD-Player und Verstärker von 1989 (?), erstes Besteck, Töpfe/Pfannen und Toaster von 1996, als ich ausgezogen bin, Mixer und Wasserkocher aus den 90ern.

    Ansonsten Taschenrechner und mein "Mäppchen" (Blechbehälter) aus der Schulzeit (80er), Stofftiere, ein paar Klamotten aus den 90ern.

    Das älteste ist eine Eieruhr von meiner Oma, schätze aus den 50er/60er Jahren, aus Metall und recht schwer.

    #32Authoreastworld (238866)  04 Jul 22, 11:10
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    Werkzeug: Im Keller habe ich so manches Teil, das mein Vater schon von seinem Vater geerbt hat. Darunter ein Ständer-Bohrmaschine mit Drehstrommotor. Gewaltiges Ding, bohrt aber ganz präzise. Freiwillig gebe ich die nicht her.


    Spielzeug: Der Großvater meiner Großmutter, so die Überlieferung, hat einst, etwa um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, für seine Enkelkinder ein Schaukelpferd gebastelt, welches bis heute lebt. Diverse Male wurde es aufgearbeitet, mal war es weiß, mal grau, mal braun. Zurzeit ist es grau-weiß gescheckt, hat einen schicken roten Sattel und wird von der 5. Kindergeneration genutzt.

    #33Authordirk (236321) 04 Jul 22, 11:21
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    Ich habe noch eine aufziehbare Armbanduhr, entweder von meiner Oma oder einer Großtante.

    Keine Ahnung, wie alt die ist, aber sie funktioniert noch. Wird aber nur selten getragen.

    Nachdem ich sie übernommen hatte, war allerdings das Uhrwerk etwas falsch eingestellt, so dass der Stundenzeiger zwischen 2 Stunden stand, wenn der Minutenzeiger oben war. Das wurde dann repariert und seitdem ist alles ok.


    Stofftiere habe ich auch noch ein paar, wohl auch mein erstes. Und zwei als Erbstücke, die immer bei Oma im Regal standen.

    Wieder keiner Ahnung, wie alt die sind, aber auf meinem Regal dürfen die noch lange stehen.

    #34AuthorDodolina (379349)  04 Jul 22, 11:21
    Comment

    Oh ja, Handtücher!


    Ich habe noch immer die meisten der "kleinen" Handtücher in Betrieb, die ich 1978 zur Konfirmation bekommen habe.


    Und ein paar leinene Küchenhandtücher, die in dritter oder vierter Generation verwendet werden; von einigen weiß ich nicht, ob meine Großmütter oder doch eher die Urgroßmütter sie gewebt (!) haben.


    Dito Leinentischdecken. Einige sind an die 100 Jahre alt. Und Vorhänge und Servietten, die meine Mutter aus dem ebenfalls ungefähr 100 Jahre alten Leinen genäht hat. Wir haben noch 2 oder drei völlig unverarbeitete Ballen Leinen.

    #35AuthorSerendipity_4 (677936) 04 Jul 22, 11:51
    Comment

    Zwei kleine herzförmige Kettenanhänger. Einer aus Bernstein, der andere aus Lapislazuli. Beide bekam ich zur Kommunion geschenkt. Herzchen haben zwar einen Hauch von Kitsch, passen aber vom Stil ganz gut zu geblümten Sommerstoffen. Deshalb trage ich sie sogar noch heute, vor allem im Sommer.


    Von meiner Oma bestickte Deckchen. Sie waren vor 15 Jahren bei ihrem Urenkel im Einsatz, der damit seine Stofftiere zum Schlafen zugedeckt hat. Jetzt lagern sie in der Schublade. Wer weiß, vielleicht deckt eines Tages ein Ururenkel seine Stofftiere damit zu.

    #36AuthorWittGenStein (1323045)  04 Jul 22, 12:34
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    Wir hatten auch einen oder zwei unverarbeiteten Leinenballen aus der Aussteuer einer unverheiratet gebliebenen Großtante. Meine Mutter hat dann nach und nach den Stoff verwendet und zu Decken oder Deckchen umgearbeitet bzw. umhäkelt. Der alte Stoff war beliebt und die Sachen gingen auf den Kirchen-Weihnachtsmarkt weg wir warme Semmeln (oder Glühwein). Der restliche Stoff ging dann eine Frau, die sich sehr gefreut hat.

    #37AuthorRed Poppy (876587) 04 Jul 22, 12:48
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    Als ich noch richtig klein war, durften einer meiner Brüder und ich uns manchmal Pudding kochen. Zum Abmessen der Milchmenge gab es einen hohen Becher mit Henkel aus Alu-Blech, bei dem auf 1/4 und 1/2 l je eine kleine Prägung innen angebracht war. Diesen Messbecher wollte meine Mutter vor Jahren entsorgen, was ich eben noch verhindern konnte. Seither diente er brav in meiner Küche weiter und erinnerte mich bei jeder Benutzung an Pudding-Schleckereien.

    Vor zwei Wochen dann das Aus: er hat ein winziges Loch auf 1/3 Höhe und ist nicht mehr verwendbar. Wegwerfen konnte ich ihn noch nicht...

    #38AuthorLa chatte (823589) 04 Jul 22, 13:11
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    La chatte: Mir fällt spontan die Verwendung als Blumenübertopf ein. Oder als Halter für irgendwas ... Pinsel, langes Werkzeug, solchene Sachen....

    #39AuthorBraunbärin (757733) 04 Jul 22, 13:13
    Comment

    Mir fällt spontan ein altes Gesellschaftsspiel ein, das immer noch an jedem Sylvester seit fast 40 Jahren herausgeholt und von der Familie nach dem Fondue gespielt wird:

    Ostseetörn. Ein Würfelspiel, bei dem man mit seiner Spielfigur (ein stilisiertes Schiff) 10 verschiedene Häfen in der dänischen/schwedischen Ostsee anlaufen muss. Originalgetreu von 1983 (war eine Edition der Fachzeitschrift "Yacht", die meine Eltern damals abonniert hatten). Da ist noch die deutsch-deutsche Grenze drauf und man darf nicht in die Boddengewässer oder nach Rügen 🙂

    Was für ein Drama, als das Spiel letztes Sylvester zuhause vergessen wurde ...

    Ich bin sicher, das passiert Sylvester 2022 nicht nochmal!

    #40AuthorHassos Frauchen (270200) 04 Jul 22, 13:15
    Comment

    Hm, meine mit 17 Lenzen gekaufte erste E-Gitarre. Eine Aria Pro II. Sie hat sich als der totale Glücksgriff erwiesen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht viel Ahnung von solchen Geräten und es hätte genau so gut schwer daneben gehen können. Mit vielen Dings und Dongs ist sie trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) immer noch meine Lieblingsgitarre. Ich kenne jede ihrer kleinen Unzulänglichkeiten, sie kennt meine und wir verzeihen uns gegenseitig. 😉

    #41Authorlyri (236943)  04 Jul 22, 13:16
    Comment

    In meinem Leben gibt es viele alte Begleiter. Von dem Geschirr, Besteck, Töpfen und Handtüchern meiner Aussteuer ist noch einiges vorhanden. Auch habe ich noch so manchen Schmuck aus meiner Kindheit und Jugend.

    Dann gibt es noch die Erbstücke, wie das Buffet das mein Großvater meiner Großmutter 1920 zur Geburt meines Vater schenkte, ein paar Stücke Meißner Porzellan aus den 40er Jahren und einiges an wunderschönem handbemalten Geschirr.


    Am wertvollsten sind mir jedoch die Polycromos (Buntstifte), die ich von meiner Schwester erbte, als sie vor 25 Jahren starb, mit denen ich noch heute male. Ein paar sind schon so kurz, dass ich sie nicht mehr benutzen kann. Sie ruhen nun in meinem Setzkasten, zusammen mit einigen Kleinoden meiner Kindheit/Jugend wie z.B. Margarinefiguren, das Bärenmarke Bärchen, ein eingepacktes Stück Würfelzucker mit einer Kornblume darauf, einem Sounds-Dollar (Eintritts-Marke meiner "Stammdisko") im Wert von DM 5,-- bzw. eines Bieres...

    #42AuthorGreenhouse (19027) 04 Jul 22, 13:22
    Comment

    Heute übergab mir meine sehr alte Mutter eine Brosche, könnte eine Kamee sein (oder eine Gemme)..., die ihr Opa ihrer Mutter (gest. 1977) geschenkt hatte: Das muss vor mindestens 100 Jahren gewesen sein. Alles sehr fein gearbeitet, mit Gold und einem Frauenkopf in Weiß auf Rötlich. ... Ich werde sie nie tragen wollen, aber aufbewahren werde ich sie. Sie hat vielleicht zwei Weltkriege überlebt (ist NICHT verbrannt in DD im Mai '45) und war 20 Jahre in Afrika in den Händen meiner lieben Oma... Ich darf sie auch verkaufen. Soll sie eingeschmolzen werden wegen des Goldes?? *seufz* ... Also begleitet mich dieses Schmuckteil wohl noch nebst einer 100 Jahre alten Kette von der anderen Oma (gest. 1987)...


    Alte Fotos - natürlich, riesige Mengen, sogar auch etliches von Uropa und Uromas, und transkribierte Briefe meines Großonkels aus dem 1. Weltkrieg, und und und ....

    #43AuthorBraunbärin (757733) 04 Jul 22, 13:35
    Comment

    Braunbärin, Du bist ein Schatz!!!

    Natürlich, die Pinsel, die jetzt gerade in einer Glaskaraffe hausen, die dürfen in das Blech-Maß umziehen und die Karaffe ist endlich wieder frei *freuhüpf*

    #44AuthorLa chatte (823589) 04 Jul 22, 13:48
    Comment

    .

    #45AuthorWittGenStein (1323045)  04 Jul 22, 13:56
    Comment

    Mein verstorbener Schwager hatte eine riesige Stehleuchte mit einem breiten Lampenschirm, an dem sich bei jedem Besuch mindestens eine/r den Kopf anstieß, was immer für einen Lacher sorgte. Die Lampe war so sehr mit Erinnerungen an schöne Besuche bei meinem Schwager verbunden, dass sie nach seinem Tod nicht entsorgt werden sollte. Weil wir damals den meisten Platz haben, kam sie zu uns, leider inklusive des Kopfstoßsyndroms.

    Inzwischen ist die Lampe entsorgt. Den großen Schirm haben wir allerdings behalten, umgedreht, das Anschlußloch unten mit einer großen Tonscherbe geschlossen und sie zu einer Pflanzschale umgewidmet. Nun blühen bunte Sommerblumen darin und das Erinnerungsstück ist nach wie vor präsent.



    #46AuthorB_Elanna (240251) 04 Jul 22, 14:06
    Comment

    Schöner Faden :)


    Ich habe auch noch einige Dinge aus dem Bestand meiner Eltern (und teilweise noch meiner Großeltern), aber einer meiner ältesten ständigen Begleiter ist tatsächlich mein ältestes eigenes Geschirrstück: Ein handbemaltes Schüsselchen mit der französischen Version meines Vornamens drauf, das ich vor *nuschel* Jahren beim ersten größeren Familienurlaub in der Bretagne bekommen habe, da war ich ungefähr sieben oder acht. Das habe ich immer noch regelmäßig in Benutzung. Jetzt gerade steht es neben der Tastatur, und ich futtere köstliche Kirschen aus dem Nachbardorf daraus :)

    #47Authorsoopay (1126699) 04 Jul 22, 14:16
    Comment

    Ein handbemaltes Schüsselchen mit der französischen Version meines Vornamens drauf, das ich vor *nuschel* Jahren beim ersten größeren Familienurlaub in der Bretagne bekommen habe, da war ich ungefähr sieben oder acht.


    Ach ja, sowas hatten wir auch. Weiß aber nicht, ob die noch bei meinen Eltern stehen.

    #48AuthorJanZ (805098) 04 Jul 22, 14:24
    Comment

    Was für ein schöner Faden!


    Den Melitta-Porzellanfilter habe ich auch. Außerdem habe ich eine rosa Zitronenpresse aus Plastik aus den 70er Jahren, aus der Studentenzeit meiner Eltern. Gestern hat meine Tochter eine pressopresso-Untertasse zerbrochen, schade drum. Jetzt ist die zugehörige Espressotasse so nackt. Ihre Schwester ist noch komplett.

    #49AuthorAnglophil (1104026) 04 Jul 22, 14:30
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    Meinen solarbetriebenen Casio-Taschenrechner habe ich seit 1986. 🙂

    #50Authorbavarianna (1035365)  04 Jul 22, 14:31
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    Alte Begleiter? -- Mein Körper ... und die Seele, die darin haust...

    ... Kleiner Zwischenruf mit andersartiger Richtung! :--)

    #51AuthorBraunbärin (757733) 04 Jul 22, 14:53
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    Da nun zwischendurch auch Dinge genannt wurden, die nicht unbedingt nützlich sind/einen Dienst verrichten:
    Mein alter Teddybär, den, soweit ich weiß, vor mir auch schon eine etwa 10 Jahre ältere Cousine hatte, sitzt auf einer Kommode in meinem Schlafzimmer und bewacht meinen Schlaf. Er ist von Steiff und konnte früher auch brummen, wenn man ihn hingelegt hat, aber das klappt schon lange nicht mehr. Der Gute hat mittlerweile bestimmt um die 60 Jahre auf dem Buckel.
    Neben meinem Fernseher stehen zwei Plastik-Mainzelmännchen aus den 1970ern, und im Bad liegt ein Fisher Price-Badewannenspielzeug, das ich in meiner Kindheit hatte, auf der Fensterbank :o)

    Dann habe ich noch ein paar Keramikfiguren, die mich an meinen Opa erinnern und die ich inzwischen auch schon über 40 Jahre habe, und ein Gemälde, das zuletzt bei meiner Oma hing und das ein Bekannter meiner Großeltern wohl irgendwann vor 45-75 Jahren gemalt hat (ich weiß leider nicht genau, seit wann meine Großeltern es hatten, aber gefühlt „seit immer“ - als Kind habe ich nicht so sehr darauf geachtet, weshalb ich es auch stärker mit meiner Oma assoziiere, die meinen Opa um ungefähr 40 Jahre überlebt hat).
    #52AuthorDragon (238202)  04 Jul 22, 15:25
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    Etwas Altes, was keinen Dienst verrichtet, habe ich auch noch.

    Das Maskottchen der Fußball-WM 1974*. Irgendwann hat mal ein Bekannter diese Figur bei mir entdeckt, war ganz beeindruckt und meinte, dass die heutzutage viel wert sei.

    Ich gebe sie aber nicht ab, denn sie erinnert mich an meinen fußballbegeisterten Großvater.


    *Wer sich noch erinnert: Das waren zwei Kunstsoff-Figuren, sahen ähnlich aus wie Max und Moritz im Fußballtrikot, hörten auf den Namen Tip&Tap.

    #53Authoredoardo_1_4 (1297108) 04 Jul 22, 15:31
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     Irgendwann hat mal ein Bekannter diese Figur bei mir entdeckt, war ganz beeindruckt und meinte, dass die heutzutage viel wert sei


    Ach, mit dem Wert solcher Sachen ist es oft nicht so weit her. Ich hatte eine Zigarrenkiste von der Olympiade 1972, noch mit Original-Zigarren drin und einer Spieluhr, die "in München steht ein Hofbräuhaus" dudelte. Hat auf Ebay mit Mühe 5 Euro gebracht.

    #54Authordirk (236321) 04 Jul 22, 16:17
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    Drei Tische und ein paar Frösche


    Tischchen eins hat eine Schublade und ist schätzungsweise aus den 40ern. Es ist sehr oft umgezogen und hatte verschiedene Funktionen. In meiner Kindheit stand es im Gästezimmer. Während meines Studiums verwendete ich es als Esstisch, da ich den Schreibtisch zum Arbeiten brauchte. Jetzt steht mein Drucker darauf.


    Tisch zwei war ein Massivholzbundeswehrschreibtisch aus den 50ern. Er begleitete mich von der Oberstufe bis lange in mein Arbeitsleben hinein. Letztes Jahr habe ich mich von ihm getrennt, weil er mir einfach zu massiv wurde. Seither gehört er einer Lehramtsstudentin.


    Tisch drei ist für meine Verhältnisse jung. Für meinen Sohn dagegen ist er ein alter Wegbegleiter aus seiner Grundschulzeit. Da er höhenverstellbar ist, wuchs er ständig mit. In der Grundschulzeit meines Sohnes stand eine himmelblaue Emaillelampe mit Frosch- und Seerosenmotiven darauf. Davor stand sie neben seinem Kinderbett und jetzt setzt sie quietschige Akzente in meinem Zimmer. Ich kann mich einfach nicht von ihr trennen.


     

    #55AuthorWittGenStein (1323045)  04 Jul 22, 17:01
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    'Der Herr der Ringe' in der Übersetzung von Margaret Carroux, drei zerfledderte Bände im Schuber. Das müsste der Gegenstand sein, der am längsten bei mir wohnt -- seit vielen Jahrzehnten.


    Wobei ich neulich auch ein Demo-Plakat von 1983 wiedergefunden habe :-)

    #56AuthorMr Chekov (DE) (522758)  04 Jul 22, 19:14
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    Der alte Handbohrer für Holz von meinem Opa, den ich zwar nie benutze, den ich aber auch nie weggeben würde.



    #57Authormike.be_1 (1283251)  05 Jul 22, 10:50
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    Es gibt im Haushalt meiner Eltern ein paar Sachen aus Vorkiki'schen Epochen, wie alt sie genau sind, weiß ich leider nicht (Der Büchsenöffner, mit dem ich keine Büchse aufkriege, aber das Vakuum unter festsitzenden Glasdeckeln entweichen lassen kann, total zerdengelte Alu-Schüsseln, in denen der Biomüll gesammelt wird, Messer, die niemalsnienicht in die Spülmaschine dürfen, da die Klingen nicht rostfrei sind (und zum Teil die Füllung in den Griffen aufquillt).


    Das älteste "Deko-Stück" bei mir, an dem ich noch hänge wie am ersten Tag, ist ein Poster vom Musikmuseum in Stockholm, das ich auf der Rucksacktour nach dem Abi mit viel Mühe durch halb Skandinavien transportiert habe. Ohne Knick! Das sind jetzt 30 Jahre her - alle anderen Deko- und Einrichtungsgegenstände haben sich seitdem mehrfach geändert, aber das bleibt.

    #58Authorkikært (236250) 05 Jul 22, 11:08
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    Mein ältestes Küchengerät, das ich immer noch gerne und viel nutze ist ein Alu-Set aus verschiedenen Reiben mit Auffangschale. Es ist von dem schwedischen Hersteller Nilsjohan aus den 50er Jahren aus dem Nachlass meiner Oma. Von dort kommt auch das älteste "Herzensstück", das Bilderbuch "Tomtebobarnen" von Elsa Beskow auf schwedisch aus dem Jahr 1942.


    Ich kann nicht gut wegschmeißen und finde auch, dass die schönen alten Dinge oft eine bessere Qualität haben als das neue Zeug. Das betrifft Bettwäsche (ich nutze mit Begeisterung die alten Damaststücke aus den großelterlichen Wäschetruhen), aber auch Gläser und Geschirr.

    Als wir den Haushalt meiner Eltern aufgelöst haben, ist viel wunderschönes Geschirr, Silberbesteck und Glas bei mir gelandet - alles Dinge, die teilweise noch von den Großeltern kamen und immer hinter Glas standen und nie benutzt wurden. Ich habe seitdem vieles von meinem "Gebrauchszeug" entsorgt und nutze die schönen Dinge häufig und gerne. Klar, sie sind empfindlicher als die dickwandigen Ikea-Gläser und es sind auch schon einige kaputtgegangen, aber sie wandern auch in die Spülmaschine und wenn dann der Goldrand weg ist, dann ist es halt so. Wahrscheinlich wird später niemand etwas von den Sachen haben wollen, und wenn sie bis dahin den Lauf aller Dinge gehen, dann bitte. Aber dann habe ich wenigstens mein Leben mit schönen Dingen gelebt, statt sie nur aufzubewahren.





    #59AuthorB_Elanna (240251) 05 Jul 22, 11:59
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    Gläser von meiner Oma habe ich auch noch, aber leider benutze ich die nicht gern, weil die Form irgendwie nicht stimmt und ich lieber aus dickwandigeren Gläsern trinke. Lieber mit "schönen Dingen" zu leben, als sie einfach nur aufzubewahren, finde ich genau richtig!

    #60Authorkikært (236250) 05 Jul 22, 13:21
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    Als meine Eltern Goldene Hochzeit gefeiert haben, gab es eine kleine Dia-Show der Hochzeits- und Verlobungsbilder, unter anderem auch den Geschenketisch zu beiden Feiern. Wir hatten einen Riesenspaß damit, zu entdecken, welche Gegenstände auf den Bildern 50 Jahre und 6 Umzüge später immer noch im Haushalt benutzt wurden - es war eine ganze Menge. Hatte ich schon erwähnt, dass ich aus einer Familie von Beutelratten (mit extremer "Nachkriegsmeise" komme?


    Diaprojektor und Leinwand sind bei meinem Bruder gelandet. Wir hatten nach der Haushaltsauflösung einen langen fröhlichen gemeinsamen Diaabend, bei dem x Magazine durchgejagt wurden und wir gemeinsam beschlossen haben, welche wir behalten wollen.


    Medientechnik: die gute alte Denon-Anlage meines Mannes aus den frühen 80ern ist noch im Gebrauch. Der Receiver ist am Ende seiner Kräfte und funzt nur noch mit guten Zureden, für das Radio brauchen wir seit der Umstellung auf digital ein Zusatzgerät, CD-Player, Plattenspieler und Cassettenspieler wurden mittlerweile erneuert. 72 Cassetten lagern noch im Keller, zusammen mit zwei Plattensammlungen von ihm und von mir.


    #61AuthorB_Elanna (240251) 05 Jul 22, 13:49
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    Das Geschirr und Besteck, das ich mir für meine Studentenbude gekauft habe, ist 30 Jahre später immer noch im täglichen Gebrauch. Metall-Vorratsdosen, Kochtöpfe und Küchenmesser auch (die haben aber über die Jahre Zuwachs bekommen).


    Ein Badetuch, das ich in den 80ern geliebt habe, gibt es auch noch und wird auch noch ab und zu benutzt. Und einige Kleidungsstücke aus Studienzeiten ziehe ich immer noch mal wieder an.


    Armbanduhr ist seit 1995 eine Reverso (zum Aufziehen). Trage ich immer noch täglich.

    #62AuthorIna R. (425467) 06 Jul 22, 22:19
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    Die alte Rotlichtlampe der Großmutter meines Mannes wärmt mir immer noch die Stirnhöhlen, wenn ich erkältet bin.


    Ein Sammelsurium teils verblichener und etwas spröde gewordener Wäscheklammern, von denen ich nur einen kleinen Teil (den neueren) selbst gekauft habe.


    Eine Camel-Sporttasche, die mir vermutlich Anfang der 90-er meine damalige Schwiegermutter-in-spe geschenkt hat. Die Farbe ist inzwischen ziemlich verschossen, aber das (Kunstfaser-)Material ist unverwüstlich.


    Ein Ficus Benjamini, der noch aus meiner Studentenbude stammt, sowie ein Weihnachtskaktus, den ich damals mit angefaulten Wurzeln (halb totgegossen) für 99 Pfenning aus dem Kaiser's gerettet habe.

    #63AuthorDaja (356053) 07 Jul 22, 15:34
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    Ein Ficus Benjamini, der noch aus meiner Studentenbude stammt, 

    Oh ja, so einen habe ich auch, als fensterbanktaugliches Pflänzchen vor 30 angefangen, mittlerweile ein echter Baum!

    #64Authoredoardo_1_4 (1297108) 07 Jul 22, 17:18
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    Heute Morgen habe ich durch Zufallen einen alten Begleiter in der Nachttischschublade gefunden (wahrscheinlich wusste ich nicht, wohin damit....): eine Kerze, die ich im Kindergarten mit buntem Wachs verziert und anschließend wahrscheinlich Muttern geschenkt habe. Aus dem Kindergarten habe ich noch mehr behalten: Eine Wanddeko aus Holz, die ein Gänseliesel darstellt und das Kindergarten-Abschlussheft, in das wir über die drei Jahre hinweg immer besondere Arbeiten eingeklebt oder in das wir direkt hineingemalt haben.


    Erwähnte ich schon, dass ich nichts wegwerfen kann? *seufz*

    #65AuthorRed Poppy (876587) 08 Jul 22, 09:21
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    Beim Durchlesen dieses netten Fadens bin ich natürlich auch ins Nachdenken gekommen. Mit dem Ergebnis, dass die ältesten Dinge, die ich habe, vermutlich zwei sehr kleine Tierfiguren sind, aus Keramik, Steingut, was weiß ich, beide höchstens drei Zentimeter groß.


    Es handelt sich um eine Katze und ein Nilpferd. Beide haben mich auf allen Schreibtischen meines Berufslebens begleitet, seit 1984 in Fellbach über München, Garching, Stuttgart, Singapore, Hong Kong, Beijing, wieder Stuttgart, wo sie auch jetzt noch auf meinem (jetzt privaten) Schreibtisch stehen


    Der Katze fehlt mittlerweile eine Pfote, und das Nilpferd hat - vermutlich schon seit den frühen Jahren - einen dicken TippEx-Fleck auf der Nase. Namen haben die beiden nicht, aber sie grinsen immer noch so fröhlich wie damals.


    Ältere Dinge aus meinem Leben fallen mir nicht ein, es sei denn, ich will in Braunbärins Richtung gehen - mein Körper, meine Seele und viele Gedanken, die ich schon länger habe als Katze und Nilpferd.


    Nachtrag: Hier sind die beiden. Als Größenvergleich das Saarland.

    #66AuthorJesse_Pinkman (991550)  09 Jul 22, 00:25
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    Ich benutze immer noch einen Radiergummi, den ich Ende 1981 für mein erstes Büro bekam. Ist natürlich inzwischen auf etwa 1/4 seiner Originalgröße abgenutzt.

    #67AuthorDr. Dark (658186) 09 Jul 22, 12:56
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    Ich habe noch von meinem Vater aus der Kapstädter Firma einen Datumsstempel, so'n Prägedingens, wo man an so Gummirollen drehte, der 1974 als letztes Jahr eingestellt hat. Ich finde die toll. Riecht so nach Büro - ich mag das.

    #68AuthorBraunbärin (757733)  09 Jul 22, 13:30
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    Seit es diesen Faden gibt, achte ich auf "alte Begleiter" und habe heute tatsächlich noch einen gefunden: ein Tafelläppchen.

    Zur Erklärung für die Jüngeren unter uns: Als ich in de Schule kam, hatte ich natürlich eine Schiefertafel. Dazu gehörte ein Schwämmchen in einer Schwammdose zum Putzen und das besagte Tafelläppchen zum Trocknen der Tafel - gehäkelt von Mutter oder Großmutter, mit einer Luftmaschenkette an der Tafel befestigt und an der Seite aus dem Ranzen zum heraushängend.

    #69AuthorRed Poppy (876587) 10 Jul 22, 12:55
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    Zählen Glücksbringer auch als Gebrauchsgegenstände? 🙂

    Eine Brockenhexe aus den späten 1980er/frühen 1990er Jahren hängt in meinem Oldtimer (Golf II, Baujahr 1986), seit ich ihn im Jahr 2000 von meinem Großonkel geschenkt bekommen habe und beschützt seitdem zuverlässig Auto und Insassen.


    Ich bin übrigens mit dem Golf zu fast jedem Vorstellungsgespräch gefahren und habe immer den Job bekommen, wenn ich mit "Goldie" gefahren bin. Wenn ich nicht mit ihm gefahren bin, gab's auch keinen Job hinterher.

    Da hat die Brockenhexe wohl ihre Finger im Spiel gehabt!


    Sie ist mittlerweile weißhaarig und ihr Besen ist dünn geworden. Aber wenn ich mal mit dem Oldie nach Wernigerode fahre, tanzt sie vor Freude (sie hängt am Rückspiegel) und lässt den Brocken nicht aus dem Blick.

    #70AuthorHassos Frauchen (270200) 11 Jul 22, 07:55
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    Klasse erzählt, Hassos Frauchen :)

    #71AuthorBraunbärin (757733) 11 Jul 22, 11:28
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    Hey, Braunbärin,

    lieben Dank nochmal für die Idee, Pinsel im alten Maßbecher unterzubringen.

    Passt, funktioniert und sieht irgendwie auch total passend aus : -)

    #72AuthorLa chatte (823589) 11 Jul 22, 11:50
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    Ähnlich wie Ina R. #62 hab auch ich etwas von meinem allerersten eigenen Essservice aus dem Jahr 1971 übrig.

    Es ist zwar nur noch ein einziger flacher Teller, den ich in der Küche zum Zubereiten nehme, bevor ich den Nachfolger der xten Generation auf den Tisch stelle. Es ist ihm aber in all den Jahren gelungen, nicht runterzufallen und kaputt zu gehen.

    Wäre ich in Religion mehr bewandert, wäre ich überzeugt, dass er einen eigenen Schutzengel hat.🤔

    #73AuthorAnalphabet (1034545) 11 Jul 22, 12:32
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    Im Sommer 1982 habe ich als armer Student ein paar Wochen lang in meinem alten Peugeot 204 auf einem Parkplatz in Mestre bei Venedig gehaust. Zweimal habe ich da Sachen gekauft, die ich heute noch täglich (bzw. nächtlich) gebrauche: 1. zwei Obstmesser und 2. (jetzt müsst Ihr tapfer sein) mein Kopfkissen.

    #74AuthorStravinsky (637051) 12 Jul 22, 08:38
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    Da musst Du aber ein schlechtes Gewissen haben, wenn Du ein gesondertes Ruhekissen benötigst.😉

    #75AuthorAnalphabet (1034545) 12 Jul 22, 10:29
    Comment

    Als Größenvergleich das Saarland.


    LOL

    #76AuthorGibson (418762) 12 Jul 22, 11:29
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    Als Größenvergleich das Saarland

    Ah, Danke. Das war wirklich hilfreich.


    Ich finde den Faden einfach schön. Dennoch treibt er mir Feuchtigkeit in die Augenwinkel, musste ich doch vor Kurzem die Wohnung meiner Mutter abwickeln und lese hier von so manchen Dingen die ich zurück lassen musste. Seien es diverse Tischdecken die einfach zuviel waren, sei es die - Zitat Papa: Nüdelmaschine (Handbohrmaschine vom Grossvater, sogar mit Vorwärts-und Rückwärtslauf), der Metallmessbecher aus der Küche, und und und.

    #77AuthorMasu (613197)  12 Jul 22, 12:57
    Comment

    Als Größenvergleich das Saarland


    related discussion: Absurde Vergleiche - oder wie schildere ich e... - #33

     … und öfter in diesem Faden.

    #78AuthorStravinsky (637051) 12 Jul 22, 13:23
    Comment

    Ich denke mal, den Faden hatte hier mehrere im Sinn 🤭

    #79AuthorMasu (613197) 12 Jul 22, 18:17
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    Ich nutze, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, Servietten unbekannten Alters. Sie sind mindestens schon zweimal vererbt worden. Meine Eltern haben sie von meiner in den 90-gern verstorbenen Großmutter geerbt. Diese Großmutter hat noch ihre Initialen neben die ursprünglichen Initialen eingestickt. Die familieninterne Schätzung ist, dass diese Servietten über 100 Jahre alt sind. Sie sind noch in täglichem Gebrauch, aber sie werden langsam dünn.

    #80AuthorAGB (236120) 13 Jul 22, 09:34
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    Ich finde den Faden auch einfach schön. Und, ähnlich wie Red Poppy, wandere ich jetzt mit Adleraugen durchs Haus, falls mir etwas Erwähnenswertes begegnet.


    "Familienerbstücke" sind auch hier ein paar Handtücher (und Servietten und Tischtücher), Besteck, Geschirrteile, teils noch aus dem 19. Jahrhundert. Teils in Gebrauch, teils nicht (12-teiliges versilbertes Besteck mit allen Fisimatenten...), ein paar hübsche Teedosen. Nähutensilien habe ich sowohl von meiner Großmutter als auch von Tante Herta geerbt; da sind einige Nadeln und Stecknadeln dabei, die den Großteil des 20. Jahrhunderts durchlebt haben.


    Meine ganz eigenen Begleiter, also nicht ererbte, sind mein Teddy (der sitzt hier und guckt mich an), die Uhr, die ich zum 6. Geburtstag von lieben Freundinnen bekam (ich trage sie kaum, da ich inzwischen sowieso selten Armbanduhren trage, aber mehrere habe [auch noch eine von meiner anderen Großmutter]), und mein Brillengestell, das in diesem Jahr - glaube ich - 30 Jahre alt wird. Es gefällt mir immer noch genauso gut wie am ersten Tag, und obwohl die Optiker*innen mich immer warnen, dass es einen weiteren Glaswechsel nicht überleben könnte, hat es bisher alles überstanden (und hält hoffentlich noch weitere 30 Jahre).

    #81AuthorJabonah (874310)  13 Jul 22, 09:43
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    To convert characters into lines for my translations, I use a slide rule that I was issued with in 5th form in 1971.

    #82AuthorStravinsky (637051) 13 Jul 22, 10:41
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    I still use a pencil sharpener dating from the late 1950s or early 60s, one of those with a turning handle and a drawer for the shavings.

    #83AuthorHecuba - UK (250280)  13 Jul 22, 15:37
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    Ich benutze ein 3 Jahre altes Smartphone 😀

    #84AuthorDaja (356053) 13 Jul 22, 17:12
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    🙂

    #85AuthorJesse_Pinkman (991550) 13 Jul 22, 18:11
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    Und ich nutze ein 70 Jahre altes Hirn. Versteht sich von selbst, dass ich es gerne schone. 😆

    #86AuthorAnalphabet (1034545) 13 Jul 22, 18:28
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    Ich habe vor beinahe 25 Jahren von meiner Großmutter einen Kompass bekommen, der angeblich ihren Vater vor dem Ersten Weltkrieg als Marinesoldat auf einer Weldumrundung begleitet hat.

    ich kann das nicht definitiv verifizieren, aber meinem Laienverständnis nach könnte das zumindest altersmäßig hinhauen.

    Ich nehme den immer noch gerne mit, wenn ich mal in abgelegeneren Gegenden wandern gehe (mit einer Landkarte), weil im ländlichen Irland das Internet auf dem Smartphone nicht immer unbedingt verlässlich ist.

    #87AuthorWik (237414) 13 Jul 22, 18:55
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    Wie Jabonah schreibt, sind die Adleraugen wachsamer geworden. Da drüben hängt das Zeichenutensil meines Großvaters und liegt die lederbezogene Kassette mit seinem noch vollständigen Zirkelbestecks. Von meinem Vater habe ich sehr viel meines Werkzeugkastens. Frisch importiert aus Mutters Wohnung ihre Weihachtsdecke von 1954, sowie zwei Sorten Silberbesteck. Ich möchte es nutzen, Held mumpfelt. Nein, kein immenser Putzbedarf. Das kommt seit Jahren in die Spülmaschine. Die Reiniger sind nicht mehr so aggressiv wie früher und schaden ihm nicht.

    #88AuthorMasu (613197)  13 Jul 22, 22:34
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    "Held mumpfelt" - wer tut was?
    #89AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 14 Jul 22, 04:58
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    Ich übersetze mal:

    Masus Lebenspartner grummelt rum, weil er meint, Silberbesteck wäre zu viel Arbeit.

    #90AuthorDodolina (379349) 14 Jul 22, 06:15
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    Ah, ergibt Sinn. Ich dachte, die Autokorrektur hätte wieder zugeschlagen ;-)
    #91AuthorB.L.Z. Bubb (601295)  14 Jul 22, 06:21
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    Ich benutze ein 3 Jahre altes Smartphone 😀


    Ich habe überhaupt erst mein drittes Mobiltelefon. Irgendein Klappding (Samsung?) ab 2005 (Sohn war 4, ich trat eine neue Arbeitsstelle an, Sohn in Kindergarten und Hort), dann ein iPhone 4, jetzt ein iPhone 7. Seit wieviel Jahren?


    Eine Küchenwaage von der Art, auf die man eine Schüssel stellt (mechanisch, Vollplastik). Die Schüssel war irgendwann hinüber, aber meine Mutter hatte noch Ersatz in einer anderen Farbe.


    Ein Luftgewehr aus meines Mannes Jugend (ist also auch mehr als 50 Jahre her).

    #92Authorvirus (343741) 14 Jul 22, 08:44
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    Und hier:

    Kein Smartphone - ein Handy von 2014. Nicht mal die Version mit Kamera (die ich auch schon mal hatte).


    Eine rötlichkupferne Puddingform, in Guglhupf-Form, aus den 60er Jahren, auch schon lang im Familienbesitz also. Wenn ich sie sehe, denke ich unweigerlich an die Dr.-Oetker-Pudding-Werbung mit Frau Renate!

    https://www.youtube.com/watch?v=pRHb4k9p7Ek&a...

    Wer sich amüsieren will, muss sich dies geben.


    ("Eine Frau hat zwei Lebensfragen", tönt da der Sprecher: "Was zieh ich an - und was koche ich!")

    #93AuthorBraunbärin (757733)  14 Jul 22, 11:33
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    Habe ich den Porzellankaffeefilter mit der Aufschrift "Melitta" erwähnt? 😉 Und eine gläserne Obstschale mit Unterteller von Schwiegermutter, die sich bei jedem Besuch darüber gefreut hat, dass wir sie noch haben... (also, gefreut hat sich Schwiegermutter, und wir haben die Schale).

    #94Authorvirus (343741) 14 Jul 22, 12:10
    Comment

    Reine Verständnisfrage zu #87: Wie kann ein Kompass ein Smartphone mit Internetanbindung ersetzen? Ich verstehe schon, dass es auf dem Smartphone Apps geben kann, die die Kompassfunktion übernehmen, aber ich dachte, die brauchen nur die Satellitensignale und sind unabhänig vom internet? Natürlich kann man über das Internet auch noch Karten nutzen, aber das kann ein Kompass doch auch nichtohne Karte, wie Wik ja auch schreibt. Wo irre ich? Könnte die Kombination aus Kompass und Karte nicht durch die Kombination aus Smartphone mit GPS (ohne Internetanbindung) mit Karte ersetzt werden?


    Natürlich ist es trotzdem schön, mit Kompass und Karte zu wandern, aber den Zusammenhang zu


    weil im ländlichen Irland das Internet auf dem Smartphone nicht immer unbedingt verlässlich ist


    sehe ich nicht.

    #95Authorharambee (91833)  14 Jul 22, 12:53
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    GPS und eine gute Offline-Wanderkarte reichen für normale Ausflüge.


    Hier zu Beispiel: related discussion: GPS route tracker - #2


    Geht es aber richtig in die Wildnis, geht nichts über Karte und Kompass, die brauchen keine Batterie 🙄


    Dazu passend: Meine alten Wanderstiefel, die dürften jetzt schon 20 Jahre alt sein, total abgelaufen und das Futter innendrin schon durch. Aber sie passen mir gut und ich geh ja nicht auf Schönheitswettbewerbe. Ich weiß auch nicht warum, aber ich habe gar keinen Drang danach, mir neue zu kaufen, die alten erinnern mich an die schönen Erlebnisse mit ihnen, ich werfe doch keine alten Freunde weg?

    #96Authorzacki (1263445) 14 Jul 22, 13:01
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    Ich würde es so verstehen: Ganz einfach wäre es, sich anhand des Telefons fortzugewegen, mit Wegführungen, Ortung etc.

    Wenn das wg. mangelndem Internet nicht geht, braucht man eine Alternative: Karte und Kompass ist eine.

    #97Authorestrellita (236267) 14 Jul 22, 13:01
    Comment

    Ganz einfach wäre es, sich anhand des Telefons fortzugewegen, mit Wegführungen, Ortung etc.

    Wenn das wg. mangelndem Internet nicht geht, braucht man eine Alternative: Eine App mit einer Offline-Wanderkarte!

    #98Authorzacki (1263445) 14 Jul 22, 13:04
    Comment

    Schwierig wird es erst dann, wenn man sich total verlaufen oder verletzt hat und versucht, mit dem Kompass die Rettung anzurufen.

    #99AuthorMöwe [de] (534573) 14 Jul 22, 13:08
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    Wie kann man sich denn mit Karte und Kompass so total verlaufen dass man die Rettung anrufen muss? 😜

    #100Authorzacki (1263445) 14 Jul 22, 13:49
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    Man verzeihe mir, wenn ich technisch nicht die Möglichkeiten meines Smartphones ausnutze. Ich habe einfach kein Interesse daran, offline/online Apps 🙄

    Wenn whateverapp nicht funktioniert, weil kein Netzwerk, Papierkarte hilft; und wenn man unsicher ist, hilft meistens der Kompass weiter. Ja, das Telefon hat Kompassfunktion…

    Aber wenn mein Telefon ständig nach einem Netzwerk sucht, nervt das irgendwie nur.

    Ich gebe zu, ich bin ein Dinosaurier, Asche auf mein Haupt 🤐



    #101AuthorWik (237414) 14 Jul 22, 21:57
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    Wik, ich bin noch viel mehr Dinosaurier als Du, denn mein uraltes sogenanntes Smartphone, das ich mir nur habe schenken lassen, damit ich an meinem Computer (also nicht mit dem Smartphone) Bankgeschäfte erledigen kann, wird nie mit dem Internet verbunden, weil ich dafür gar keinen Vertrag habe. Kompass kann es trotzdem. Mal sehen, wie lange ich dieses Saurierleben noch beibehalten kann.

    #102Authorharambee (91833) 14 Jul 22, 22:46
    Comment

    (Ich verleihe Euch hiermit den neuen, auffällig am Revers zu tragenden "Ich-hab-mit-dem-neumodischen-Technikquatsch-nix-am-Hut"-Orden.)

    #103AuthorJesse_Pinkman (991550) 14 Jul 22, 23:07
    Comment

    Sobald ich ein Revers gefunden habe, werde ich den Orden befestigen und stolz tragen.

    #104Authorharambee (91833) 15 Jul 22, 06:44
    Comment

    Wenn ihr Dinos seid, dann bin ich aus dem Präkambrium. Ich nutze gar kein mobiles Telephon ;-)

    #105AuthorSelima (107) 15 Jul 22, 07:51
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    Wunderbar, Selima. Gefällt mir. Und dein -ph- in Telephon schon auch :)

    #106AuthorBraunbärin (757733) 15 Jul 22, 08:12
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    Hm, neumodischer Technikquatsch? Es gibt ja auch triftigere Gründe, auf die Dinger so weit wie möglich zu verzichten.

    #107AuthorMr Chekov (DE) (522758) 15 Jul 22, 08:17
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    Damit hier kein Eindruck entsteht (-; :


    Natürlich will ich nicht sagen, dass die Nutzung von Smartphones in irgendeiner Weise verwerflich ist. Es ist nur einfach so, dass ich bislang gut ohne sie ausgekommen bin. Ich sehe natürlich durchaus die Möglichkeiten. Mich ärgert etwas, dass sowas wie Bankgeschäfte mich mehr oder weniger gezwungen haben, doch eines zu besitzen, aber ich schließe trotzdem nicht aus, dass ich sowas in Zukunft mehr nutze, auch wenn ich aktuell keine derartigen Pläne haben. Bei mir also keine religiöse Ablehnung, sondern nur ...

    #108Authorharambee (91833) 15 Jul 22, 08:29
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    Verleser:

    ... triftigere Gründe, die Dinger so weit wie möglich (... von sich zu werfen). (#107)

    -> ... triftigere Gründe, auf die Dinger so weit wie möglich zu verzichten.


    Und dann lese ich in #108:

    nicht ... in irgendeiner Weise verwerflich

    #109AuthorStravinsky (637051) 15 Jul 22, 08:34
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    Klapphandy von 2006, mit Kamera. Einfaches Bügeleisen von 1982, Handmixer von ca. 1984. Fernseher von ca. 1996 ...

    #110Authorcorbie (745439) 15 Jul 22, 10:26
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    Aber wenn mein Telefon ständig nach einem Netzwerk sucht, nervt das irgendwie nur.


    In solchen Fällen stelle ich den Flugmodus ein. GPS und vorher installierte Offline-Karten funktionieren dann immer noch und sind sowieso genauer als die Funkzellenortung.


    Trotzdem verbrauchen Kompass und Papierkarte 100% weniger Strom und sind somit für lange Wanderungen sehr empfehlenswert, sofern man gelernt hat, damit umzugehen (was die meisten digital Natives nicht haben).


    On Topic:

    Mein Handmixer gehört auch noch zur Erstausstattung, ebenso wie ein geflochtener Besteckeinsatz, der mir schon in mehreren Küchenschubladen gedient hat.

    #111AuthorDaja (356053) 15 Jul 22, 12:23
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    Wie kann man sich denn mit Karte und Kompass so total verlaufen dass man die Rettung anrufen muss? 😜


    Hach, das erinnert mich an Klassenfahrten! Unser Lehrer war Spezialist darin. Nicht unbedingt die Rettung, aber wir haben mehrfach hinterher den Bus genommen, weil zurück laufen einfach zu weit gewesen wäre.

    #112AuthorMasu (613197) 15 Jul 22, 23:00
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    Im Assoziationsfaden stand vorhin "Kulturbeutel" - und da dachte ich an mein kleines Necessaire, bald 50 Jahre alt, das ich immer noch auf meinen kurzen Reisen verwende.

    Es ist tatsächlich von 1973 oder 1974. Es hat stilisierte, knallig-rote, orangene, rosa Blüten drauf, nach Art der Zeit. Der Reißverschluss geht nicht mehr zu, aber nie im Leben könnte ich mein Necessaire (! wie der Name schon sagt) wegwerfen.


    Geschenkt hatte mir den Kulturbeutel (und meinen Geschwistern jeweils auch einen) die "Auntie Olga", eine Kollegin meines Vaters, um etliches älter als er.

    Alte Begleiter: Also auch Gedanken an Menschen - an Auntie Olga, die uns immer Geschenke mitbrachte, aber deren Hauptansinnen es wohl war, bei meinen Eltern ein schönes deutsches Abendessen einzunehmen und überaus freundliche Zuhörer für ihre wilden Geschichten zu haben. Sie war alleinstehend und hatte nie eigene Kinder. Die Schwierigkeit war es, hörte ich später, Olga an so einem Abend wieder loszuwerden... Sie war eben eine begnadete Erzählerin und ihre möglichen und unmöglichen Erlebnisse und Abenteuer konnte sie endlos witzig rüberbringen. Ich vermute jetzt mal, dass sie ein bisschen hysterisch war und einiges wohl sehr ausschmückte und dazu-erdachte, jedenfalls war sie lebendig, unterhaltsam, und very outgoing. :-) Sie trug sehr bunte Kleider, weiße Perlenketten und große weiße Plastik-Ohrclips. Knallroten Lippenstift. Oben aufm Kopf die damals übliche Lady-Frisur mit Locken.

    Auntie Olga schrieb meinen Eltern dann noch nach Deutschland ein paarmal im Jahr handschriftliche Briefe, mit denen sie für weitere Lacher sorgte. Ich erinnere mich an einen Satz von ihr, den ich mir jetzt 30 oder mehr Jahre lang gemerkt haben muss: "... and my leg was chucked out ....! .... ". Hier lasen mir meine Eltern eine von Olgas stories vor - "Just GUESS what happened to me the other day!", - als sie nämlich auf einen Bus rannte (klein und pummelig wie sie war), um noch auf die offene Plattform des Stadtbusses zu gelangen. Woraufhin sie sich was brach, oder den Knöchel verstauchte.


    R.I.P., Olga, long gone Olga, and thanks for the 70s toilet bag!

    #113AuthorBraunbärin (757733) 01 Aug 22, 15:49
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    Hab ich gern gelesen. Hast Du schon mal daran gedacht, ein Buch zu schreiben? Du kannst sehr gut erzählen.

    #114AuthorArnold Layne (1302580) 01 Aug 22, 16:04
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    Danke dir. Für einen netten Schreibkurs 1999, drei Tage lange, am Starnberger See, reichte es, mit bits and pieces, aber nie im Leben würde ich ein Buch zammkriegen. Nee-nee, da lass ich die Finger von.

    Auntie Olga hätte so viel zu erzählen gehabt, aber sie wäre eher was für ne Bühne gewesen. Stand-up-Comedy, One-Woman-Show! Dabei sah sie bissl so aus - so sage ich jetzt aus der Erinnerung - wie eine Mischung zwischen der Queen Elizabeth und der Miss Marple Margaret Rutherford :))


    off-topic zuende :)


    -----


    Alte Begleiter, vor kurzem für einen Flohmarkt gespendet:

    "Peter und der Wolf" als Buch und mit der dazugehörigen Schallplatte, Musik dirigiert vom von Karajan (ich meine: Berliner Philharmoniker), Texte gesprochen von der jungen Romy Schneider. Um 1958 herum.

    Irgendwann muss man das alte Zeug mal loslassen.

    (Seeehr viele EUROPA-Märchenplatten sind aber noch in der Familie.)

    #115AuthorBraunbärin (757733) 01 Aug 22, 19:39
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    Ich fahre seit 23 Jahren meinen Alfa ohne größere Reparaturen.

    Durch den Nichtkauf von anderen Autos habe ich viel Geld gespart, Treibstoffpreise interessieren mich daher nicht. Laßt den Liter doch 3€ kosten, vielleicht werden die Straßen dann leerer.

    #116Authorkehd (353378) 01 Aug 22, 23:57
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    Europa-Märchenplatten! Ich bin sicher, mein Bruder in Berlin hat noch ein paar davon. Aus Wikipedia:


    Am bekanntesten wurde Hans Paetsch einem breiten Publikum seit den 1960er-Jahren als Erzähler in zahllosen Aufnahmen klassischer Märchen und anderen Hörspielproduktionen für Kinder, hauptsächlich für das Tonstudio Europa (darunter Die Hexe Schrumpeldei, Der kleine Muck oder Hui Buh), denen er mehr als 30 Jahre lang seine markante Stimme lieh.


    Was habe ich seine Stimme geliebt!

    #117Authorvirus (343741) 02 Aug 22, 07:08
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    Alte Begleiter von mir sind z.B. ein Baby-Stubenwagen aus den 1950er Jahren aus Korbgeflecht. Dort lagen schon meine Cousinen und Cousins, ich selbst, mein Patenkind und als vorläufig letzte Generation meine Tochter drin. Vor 30 Jahren habe ich ihn vom Scheunenboden meiner verstorbenen Oma gerettet. Mein Vater hatte dann den Korb und das Fahrgestell gründlich mit Wasser und Wurzelbürste gereinigt und die Rädchen geölt. Wir kauften für meine Tochter eine neue Matratze und neue Stoffumrandung und Himmel und der Stubenwagen sah wieder aus wie neu. Ich hoffe, dass auch ein zukünftiges Enkelkind mal dort drin schlafen wird 😊.

    Weiterhin gibt es einen großen Koffer voller Steiff-Tiere, die ich auch nie wegwerfen werde. Ebenso eine „Schildkröt“-Puppe.

    Mein Vater hatte einige Armbanduhren, die ich noch aufhebe. Dann den einen oder anderen Nippes aus meiner Kindheit und einige Küchenutensilien von meiner Mutter, z.B. eine alte Vierkantreibe und eine Spätzlepresse aus Alu-Guss, so eine mit einem langen Hebel zum Durchdrücken des Teigs. Die benutze ich immer noch, wenn ich Spätzle mache. Und es stimmt wirklich: die alten Sachen sind robust und fast unverwüstlich.

    Viele alte Schallplatten und Bücher, meine Eltern waren in diesem Bertelsmann-Buch- und Schallplatten-Club. Märchen-Schallplatten, alles aus den späten 1950er bis 1960er Jahren. Die kann ich heute zum Teil noch auswendig mitsprechen.

    (Damast-)Tischdecken, die ich heutzutage im Alltag zwar nicht benutze, die aber bei größeren Feiern durchaus die Tische schmücken.

    Ich glaube, die Liste könnte beim Nachdenken noch viel länger werden…..

     

    #118Authorgemini58 (826606) 04 Aug 22, 09:53
     
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