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    Verräterische Namen

    Comment

    Ich hatte mir kürzlich einen uralten John Grisham (A Time to Kill) aus unserem kommunalen Bücherregal mitgenommen als Lektüre auf Reisen. Leider habe ich den auch schon wieder zurückgegeben, so dass ich das jetzt nicht mehr nachsehen kann. Jedenfalls fiel mir heute in der Früh eine Stelle ein, bei der es darum ging, dass der Anwalt und seine Gehilfin die Liste der möglichen Geschworenen durchgehen und anhand der Vornamen schon mal eine Einteilung in Schwarze und Weiße vornehmen. Ich erinnere mich noch, dass typische Redneck-Vornamen das Muster Rita Mae, Sue Ellen aufweisen.


    Fragen:

    Weiß jemand was typische Namen von Schwarzen sind (bzw. in den 80ern waren)?

    Ist das nur typisch im Süden (hier: Mississippi) oder generell in den USA?

    AuthorSelima (107) 07 Jul 22, 07:27
    Comment

    Sowas wie Lamal (Schreibweise unbekannt) etc. vielleicht

    #1Authorvirus (343741) 07 Jul 22, 07:28
    Comment

    Es gibt sogar einen Wikipedia-Artikel dazu:


    https://en.wikipedia.org/wiki/African-America...


    Auszug:


    By the 1970s and 1980s, it had become common within African-American culture to invent new names. Many of the invented names took elements from popular existing names. Prefixes such as La/Le, Da/De, Ra/Re, or Ja/Je and suffixes such as -ique/iqua, -isha, -ari, and -aun/-awn are common, as well as inventive spellings for common names. 


    [...]


    In his dictionary of black names, Cenoura asserts that in the early 21st century, black names are "unique names that come from combinations of two or more names, names constructed with common prefixes and suffixes...'conjugated' with a formula..."[13] "Da", "La", and related sounds may originate from the French spoken in Louisiana. Attached to a common name such as Seán and spelled phonetically, one obtains "DaShawn". Diminutive suffixes from French, Spanish and Scottish such as "ita" may be combined directly with prefixes or to a name, as is often found in white naming or nicknaming. Conventions followed usually make the person's gender easily identifiable. Following Spanish, masculine names often end in "o", e.g. "Carmello", while feminine names end with "a", e.g. "Jeretta". Following Irish, French and Italian, apostrophes may be used, e.g. "D'Andre" and "Rene'e". Parents' names may be blended, e.g. the son of "Raymond" and "Yvonne" might be named "Rayvon".

    #2AuthorJalapeño (236154) 07 Jul 22, 08:45
    Comment

    Zwei Sketche zum Thema "amerikanische schwarze Vornamen" vom Comedy-Duo Key & Peele.


    Vertretungslehrer aus der Inner City nimmt die Anwesenheitsliste einer weißen Mittelklassenklasse auf: https://youtu.be/Dd7FixvoKBw

    Namen von College-Footballspielern: https://www.youtube.com/watch?v=gODZzSOelss


    (Ob das bei Grisham aber auch schon so abgefahrene Namen waren? Ich kenne das mit dem Apostroph erst seit The Wire, also den 2000ern. Im Wikipedia-Artikel wird nicht ganz klar, ob das seit den 70ern oder erst im frühen 21. Jahrhundert wirklich typisch ist.)

    #3AuthorMattes (236368) 07 Jul 22, 11:16
    Comment

    ...nicht ganz klar, ob das seit den 70ern oder erst im frühen 21. Jahrhundert wirklich typisch ist


    Hinweis: Die Sängerin La Toya Jackson ist Jahrgang 1956.

    #4AuthorIrene (236484) 07 Jul 22, 11:39
    Comment

    #4: Das wollte ich mit den Namen ihrer Geschwister wie Michael als "nicht unbedingt typisch" widerlegen, aber Wikipedia hat mich teilweise eines Besseren belehrt, denn zumindest in der Jackson-Familie passen etwa die Hälfte der Namen ins Muster: Die in den 50ern und 60ern geborenen Jackson-Geschwister waren, in der Reihenfolge ihrer Geburt: Maureen Reillette, Sigmund Esco, Toriano Adaryll, Jermaine La Juane, La Toya Yvonne, Marlon David, Brandon, Michael Joseph, Steven Randall und Janet Damita Jo. Dass die Jackson-Familie was die Namensgebung angeht eine typische schwarze US-Familie war, halte ich allerdings nicht für selbstverständlich. Eher schon, dass solche Prominentenfamilien einen Trend angestoßen haben könnten.

    #5AuthorMattes (236368)  07 Jul 22, 12:05
    Comment

    Der erste Sketch aus #3 gefällt mir (-:

    #6Authorharambee (91833) 07 Jul 22, 12:24
    Comment

    Ja, der ist ganz unterhaltsam.


    Danke für die Infos zu afro-amerikanischen Vornamen. Dass es da was auf Wikipedia gibt, hätte ich mir ja fast denken können ;-) Also habe ich jetzt versucht etwas mehr zu den typischen Redneck-Namen zu finden. Leider erfolglos. Falls dazu jemand noch etwas hat ...


    Doch noch was gefunden:


    Double names of the South

    Double names, such as Billy Bob or Ida Mae, are a deep-rooted naming tradition of the South. These Southern names are created by a choosing a traditional name and combining it with a family name. The combinations are endless — and no, they don’t all sound like hillbillies (maybe skip ending in “Bob” if you want to avoid that).

    https://www.sheknows.com/parenting/articles/8...


    [und eine längere Liste darunter]

    #7AuthorSelima (107)  07 Jul 22, 13:15
    Comment

    Ich fand, wie so oft bei Comedy, die Idee gut und die Ausführung gräßlich. Warum muss immer alles so hysterisch und völlig übertrieben sein? Ich habe nach Ay Ay Ron ausgemacht.

    #8AuthorGibson (418762) 07 Jul 22, 13:59
    Comment


    re #1, hier taucht der Name bei den typischen Redneck-Namen für Jungs auf :


    https://www.momjunction.com/articles/redneck-...

     85 Interesting Redneck Baby Names For Girls And Boys ...

     ... 26. Lamar:

    Lamar is another good guy name, meaning ‘famous throughout the land’. Hopefully, your son will live up to his name and try to do something worthy to be famous in his land. ...


    #9Authorno me bré (700807) 07 Jul 22, 14:31
    Comment

    re double names of the South: Da fällt mir natürlich spontan die ewige Abschluss-Szene bei den Waltons ein: "Gute Nacht, John-Boy." – "Gute Nacht, Mary Ellen." – "Gute Nacht, Jim Bob." etc.

    #10Authorkikært (236250) 07 Jul 22, 14:36
    Comment

    +1 für #8 und #10

    #11AuthorNirak (264416) 07 Jul 22, 15:38
    Comment

    Stimmt, genau, die Waltons. Wo wohnten denn eigentlich die Waltons?


    Und nicht zu vergessen, J.R.'s Sue Ellen.

    #12AuthorSelima (107) 07 Jul 22, 15:50
    Comment

    Aus L.A. Crash, wo der weiße Polizist mit der schwarzen nurse (?) streitet:


    Officer Ryan : I wanna talk to your supervisor...

    Shaniqua : I am my supervisor!

    Officer Ryan : Yeah, what's your name?

    Shaniqua : Shaniqua Johnson.

    Officer Ryan : Shaniqua. Big fucking surprise that is!

    Shaniqua : Oh!

    [Shaniqua hangs up] 


    #13AuthorGibson (418762) 07 Jul 22, 15:59
    Comment

    Ist das nicht auch in Deutschland so, wie stellt man sich eine Familie vor, in der die Kinder Mats-Ole, Nils-Christopher und Mia-Carina heißen, oder wie ist das mit Ashley Samantha und Sarah-Joy?


    So ein klein wenig verräterisch ist das schon, finde ich.

    #14Authorzacki (1263445) 07 Jul 22, 16:20
    Comment

    Dazu hamwer ja die Kevin-Chantal-etc.-Fäden:

    related discussion: Kevin, Schantal und Schakkeline XXVIII

    #15AuthorSelima (107) 07 Jul 22, 16:35
    Comment

    No. 13: Meine Kollegin Shanetta in Houston war jedenfalls eine Weiße ...

    #16Authormbshu (874725) 07 Jul 22, 18:00
     
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