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    Language lab

    Standardwerk(e) der Englischen Sprache?

    Topic

    Standardwerk(e) der Englischen Sprache?

    Comment

    Im Deutschen ist es der "Rechtschreibduden" (Duden Rechtschreibung).


    Gibt es da ein vergleichbares Werk für das Englische?


    Ich vermute mal, dass sich da Cameford und Oxbridge da gegenseitig den Rang ablaufen, aber was ist das "Standardwerk" falls es so etwas gibt .... (... und wenn einem siedend heiß einfällt, dass man von englischer Zeichensetzung keinen blassen Schimmer hat ... ich müsste mich den auch mal selbstironisch fragen, ob ich denn von "deutscher" Zeichensetzung eine Ahnung hätte, zumindest reicht es aus, um mich verständlich zu machen, und könnte, falls es lebenswichtig werden sollte im Duden nachgucken... wo gucke ich denn nach, wenn es sich um ein "englisches" Problem handelt?


    Gibt es da eigentlich auch spezielle Bücher für britisches Englisch, amerikanisches Englisch, australisches Englisch, indisches Englisch..... und weiß der Geier, wo welche weitere Modifikationen dieser Sprache sonst noch so zugange sind....


    Bei einem Artikel über die Kriegskosten Amerikas aus dem 1. Weltkrieg bin ich auf die Zahl von 4 Trillionen Dollar gestolpert. Dummerweise sind 4 Trillionen in amerikanischem Englisch etwa 1000 mal mehr als in britischem Englisch, und dummerweise stand bei dem Artikel auch nicht dabei, ob er in britischem oder amerikanischem Englisch geschrieben war :-/, so dass ich nicht wirklich nachvollziehen konnte, wie viel Geld der 1. WK die USA gekostet hat. Ich bin lediglich verwundert/erbost darüber, dass man solche internationalen Stolpersteine nicht schon längst ausgeräumt hat

    AuthorStony0815 (607758) 06 Jul 22, 08:27
    Comment

    I guess the OED (the big one) is considered the crème de la crème, but Merriam-Webster is highly respected too and more relevant for the US.


    nicht schon längst ausgeräumt hat

    Is 1974 long enough ago?

    https://commonslibrary.parliament.uk/research...

    Obviously, you can't force people to use the modern meaning, but if your article was written in the last 30 years I'd assume that was intended.

    #1AuthorCM2DD (236324)  06 Jul 22, 09:10
    Comment

    Wenn man kein Abo abschließen möchte:

    https://www.lexico.com

    #2Authoreastworld (238866) 06 Jul 22, 09:14
    Comment

    As you mention punctuation and grammar, that's also available on the free Oxford site:

    https://www.lexico.com/grammar/grammar-a-z

    Not very easy to navigate, though. And the punctuation is very much British English, not US English.

    English is simply a world language, not confined to such a small area as German. And even in little old Germany, you have half a dozen names for a bread roll. Not such a big surprise if a language spread across continents has a few variants.

    #3AuthorCM2DD (236324)  06 Jul 22, 09:27
    Comment

    With respect to spelling, for American English, Merriam Webster is pretty standard, the influential APA style guide and the Chicago Manual of Style both refer to it as the preferred reference.


    For BE, personally, I use the New Oxford Spelling Dictionary from the Oxford University Press (for spelling and hyphenating). But the BE experts here are certainly a better source of information on this. Edit - Presumably Lexico.com matches this, but I don't know.

    #4AuthorAE procrastinator (1268904)  06 Jul 22, 09:34
    Comment

    I also have the New Oxford Spelling Dictionary for hyphenation in particular - the spellings are the same as in the other Oxford works, but it is nice and small if you are really only interested in the spelling, and not the meaning.


    For questions about US punctuation, I have an old copy of Chicago, which is laid out really well. For British English, my favourite is the Oxford Style Guide.


    Then there's usage - questions such as "Is it OK to use they to mean a single individual?' or 'Should I use dramaturg, dramaturge or dramaturgist?' - I have the Cambridge Guide to English Usage for this. Otherwise, I mostly use Oxford for consistency, but I like this particular Cambridge book more.

    #5AuthorCM2DD (236324) 06 Jul 22, 09:47
    Comment

    Ich muss da noch einmal nachfragen:


    In den Staaten, in denen Englisch die offizielle Amtssprache ist, die müssten doch zumindest mal ein Werk herausgeben, in dem der Umfang des "gültigen" Sprachumfangs sowie die gültige Rechtschreibung definiert ist.


    Und wie ich gerade feststelle, gibt es in der USA gar keine "offizielle" Sprache - können die Schüler dort schreiben "wie sie wollen"? (In Australien ebenfalls nicht, aber dafür in Indien).


    Also gibt es gar kein "offizielles" AE?


    #6AuthorStony0815 (607758) 06 Jul 22, 12:56
    Comment

    In den Staaten, in denen Englisch die offizielle Amtssprache ist, die müssten doch zumindest mal ein Werk herausgeben, in dem der Umfang des "gültigen" Sprachumfangs sowie die gültige Rechtschreibung definiert ist.


    Das ist eine sehr vom Deutschen geprägte Sichtweise. Eine staatlich festgelegte Rechtschreibung gibt es längst nicht für alle Sprachen. Einen "gültigen" Sprachumfang meines Wissens nicht mal für das Deutsche.

    #7AuthorJanZ (805098) 06 Jul 22, 13:02
    Comment

    #6: "... die müssten doch zumindest mal ein Werk herausgeben, in dem ..."


    Stony, ich frage dich das jetzt ganz im Ernst: Was bringt dich dazu, zu fordern, dass "die müssten"? Warum? Überhaupt nichts müssen "die".


    Warum fällt es dir dermaßen schwer bis unmöglich, einzusehen, dass es nicht überall so zugeht wie in Deutschland?


    Und dass andere Sprachen - in deinem Fall die englische - nicht auf dem Reißbrett nach Vorbild der deutschen Sprache entstanden sind?


    Das gilt ebenso für Kulturen anderer Länder, die vorwiegend englischsprachig sind, und die du immer wieder nennst.


    Sprachen entwickeln sich durch täglichen Gebrauch, permanent und unabhängig voneinander. Nimm es hin, sei demütig allen Sprachen gegenüber, die du lernst, und hör bitte, bitte, bitte in deinem eigenen Interesse auf, dir zu wünschen, Deutsch sei die maßgebliche Schablone für Sprachen, die du lernen möchtest. Ist es nicht. Wird es nie sein.


    Und gewöhn dir bitte, bitte in deinem eigenen Interesse ab, Fehler bei Muttersprachlern zur vermuten, nur weil du als Lernender etwas nicht verstehst, bzw. weil dir ein bestimmter Aspekt des Englischen zum ersten Mal begegnet. Das ist, mit Verlaub gesagt, eine ziemlich kindliche Auflehnung deinerseits. Das irritiert.


    Wie gesagt, du frustrierst dich doch bloß unendlich selbst, indem du ewig gegen nicht existierende Windmühlen anrennst. Und du bekommst hier so unendlich viele wichtige Fragen zu deinem eigenen Lernverhalten gestellt. Beantworte sie uns und dir, und dir wird das Lernen leichter fallen.

    #8AuthorSerendipity_4 (677936)  06 Jul 22, 13:05
    Comment

    Es geht auch in Deutschland nicht so zu, es stimmt nämlich nicht, dass der Duden normativ wäre. Auch für Deutsch gibt es kein Standardwerk, das einen "gültigen Sprachumfang" vorschreiben würde. Ich glaube, so etwas gibt es in den wenigsten Sprachen - in Frankreich versucht es die Académie Francaise* standhaft und mehr oder weniger erfolgreich.

    Stattdessen ist der Duden deskriptiv, er bildet den Gebrauch der Sprache ab.


    *Cedille bitte dazudenken, finde ich nicht.


    Ansonsten muss ich Serendipidy zustimmen, ich glaube, Stony0815 hat ganz grundsätzlich den falschen Eindruck von Sprache an sich. Das funktioniert nicht einmal in der Mathematik, alles in einen fixen Rahmen zu pressen, an den Rändern franst es immer aus.

    #9Authortigger (236106)  06 Jul 22, 13:48
    Comment

    Und wie ich gerade feststelle, gibt es in der USA gar keine "offizielle" Sprache - können die Schüler dort schreiben "wie sie wollen"? ... Also gibt es gar kein "offizielles" AE?


    Hmmmm .... just how is it possible to speak, write, and spell correctly when English isn't the "official" language of the States?* Hard to imagine how I ever learned to do so.

    Oh, wait: We had teachers who taught us to do so, and who expected that we would implement that which they taught us. They taught us to use dictionaries and grammar books. Does everybody learn English perfectly? Of course not -- but I see enough bad German writing to know that things aren't any different here in Germany.


    * While the US as a whole doesn't have an official language, I believe that there may be some states (typically Republican-led) that have declared English as their official language. Doesn't improve the quality of the English there, either.


    Bei einem Artikel über die Kriegskosten Amerikas aus dem 1. Weltkrieg bin ich auf die Zahl von 4 Trillionen Dollar gestolpert. Dummerweise sind 4 Trillionen in amerikanischem Englisch etwa 1000 mal mehr als in britischem Englisch, und dummerweise stand bei dem Artikel auch nicht dabei, ob er in britischem oder amerikanischem Englisch geschrieben war


    Actually, what you need to know is when the article was written to determine how much was meant. In 1974, the UK's treasury officially adopted the "American" system of hundreds, thousands, millions, billions, and trillions, so "milliard" dropped out (Lexico says that it has for the most part been replaced by the US understanding of billion).

    #10Authorhbberlin (420040)  06 Jul 22, 16:34
    Comment

    Zustimmung zu den Vorrednern, ein "offizielles" Deutsch gibt es so wenig wie ein offizielles britisches oder amerikanisches Englisch. Der Duden gibt ungefähr den Mainstream wieder, auf den man sich, wenn's gut läuft, einigen kann, aber es existieren qualitative Abweichungen nach unten (Kiez-Deutsch, Unternehmensberater-Gequassel) und nach oben (keine Ahnung, jemand wie Raoul Schrott vielleicht).

    #11AuthorMr Chekov (DE) (522758)  06 Jul 22, 16:50
    Comment

    oder Martin Walser - oder noch 10x schöner: Peter Sloterdijk...

    #12AuthorBraunbärin (757733) 06 Jul 22, 17:00
    Comment

    #11: Natürlich gibt es die, und das ist auch gut so. Jedenfalls möchte ich nicht in einem Land leben, in dem irgendeine offizielle Instanz darüber entscheidet, wie Kiezbewohner oder Unternehmensberater zu sprechen haben.

    #13AuthorJanZ (805098)  06 Jul 22, 17:00
    Comment

    Genau.

    #14AuthorMr Chekov (DE) (522758) 06 Jul 22, 17:02
    Comment

    In Deutschland und in (nicht allen) anderen deutschsprachigen Ländern ist die Rechtschreibung festgelegt vom Rat für deutsche Rechtschreibung (kurz "Rechtschreibrat"):


    Der Rat für deutsche Rechtschreibung ist ein zwischenstaatliches Gremium, das von den staatlichen Stellen damit betraut wurde, die Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum zu bewahren und die Rechtschreibung auf der Grundlage des orthografischen Regelwerks im unerlässlichen Umfang weiterzuentwickeln.

    Der Rat ist somit die maßgebende Instanz in Fragen der deutschen Rechtschreibung und gibt mit dem amtlichen Regelwerk das Referenzwerk für die deutsche Rechtschreibung heraus. [meine Hervorhebungen]

    Rechtschreibrat


    Auf der Website findet sich auch das aktuelle amtliche Regelwerk zusammen mit dem Wörterverzeichnis. Diese Regeln sind maßgeblich für den offiziellen Gebrauch der deutschen Rechtschreibung (nicht der Grammatik und der Sprachverwendung!). Im Privaten darfst du schreiben, wie du willst.


    Übrigens haben alle Kulturen es jahrtausendelang ganz gut hingekriegt, sich zu verständigen und komplexe Sprachsysteme zu entwickeln, ohne dass sie irgendwelche Regeln niedergeschrieben hätten (die der Großteil der Bevölkerung gar nicht hätte lesen können).

    #15AuthorRaudona (255425) 06 Jul 22, 17:04
    Comment

    In Deutschland und in (nicht allen) anderen deutschsprachigen Ländern


    In welchen denn nicht? Und was gilt dann da?

    #16AuthorJanZ (805098) 06 Jul 22, 17:06
    Comment

    In den Staaten, in denen Englisch die offizielle Amtssprache ist, die müssten doch zumindest mal ein Werk herausgeben, in dem der Umfang des "gültigen" Sprachumfangs sowie die gültige Rechtschreibung definiert ist.

    A few works have been named so far. Are the works we named not the sort you meant in your original question? I thought you were looking for authoritative sources similar to Duden?

    #17AuthorCM2DD (236324) 06 Jul 22, 17:59
    Comment

    In the U.S., scholars and lawyers are still arguing over the interpretation of the commas in the Second Amendment to the Constitution: "A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed." There is no "Duden" which can be cited for a definitive statement about the meaning of the reference to "a well regulated Militia", nor of the precise meaning of "bear arms".


    OT: @tigger (#9) ç is generated by ALT 0231.

    #18AuthorMartin--cal (272273)  06 Jul 22, 18:20
    Comment

    #16: Ich bin mir nicht ganz sicher über die Situation in der Schweiz, wo es natürlich Spezialregeln gibt (z.B. das nicht vorhandene ß) und wo zumindest der Kanton Bern einige Jahre lang die Einführung der reformierten Rechtschreibung verweigert hat.

    #19AuthorRaudona (255425) 06 Jul 22, 21:23
     
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