•  
  • Betrifft

    Was lest Ihr gerade? *

    Kommentar
    In der lockeren Reihe zum Thema "Das Buch und ich" haben wir bisher u.a. geklärt, welche Bücher nerven, welche für sprachlich-kulturelle Verwirrung sorgen und welche wir nicht lesen woll(t)en. Aber welche sind die, die gerade gelesen werden?


    * Für die sprach- u./o. rechtswissenschaftlich Belasteten unter uns:
    Die Frage "Was lest Ihr gerade?" ist zu verstehen als: "Welches schriftliche Werk in gedruckter oder elektronischer Form wartet darauf, von Euch außerhalb Eurer dienstlichen Tätigkeit und Verpflichtungen zu Eurer privaten Weiterbildung u./o. Erbauung (neu, fertig- oder weiter-)gelesen zu werden?"

    Beispiel für unpassende Antworten:
    "Ich lese grundsätzlich in gekrümmter Haltung."
    "Ich lese stets von schräg links oben nach rechts unten."
    "Diese Anfrage."
    "Klageerwiderung der Vertreterin der Gegenpartei."
    "Patentschrift zur Erfindung eines automatischen Schnürsenkelbinders."
    "Misslungene Englischaufsätze."
    usw.

    Passende Antworten z.B.:
    "Mansfield Park von Jane Austen."
    "Die Künstlerbiografien von Giorgio Vasari."

    Alles klar? ;-)
    VerfasserGaleazzo (259943) 28 Sep. 11, 10:24
    Kommentar
    Ich sehe schon, die Bücher treiben us gerade um - siehe auch mein gerade eröffneter Thread zum Thema Lieblingsbücher

    Ich lese übrigens gerade "Eine kurze Geschichte über die Zeit" von Stephen Hawking
    #1VerfasserNefertit (584922) 28 Sep. 11, 10:31
    Kommentar
    Auf meinem Tisch liegt grad Der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski.
    Da ich den vorerst letzten Band der Hexerreihe neulich erst erstanden hab werd ich sie alle nochmal lesen. Angefangen mit obigem Werk.
    #2VerfasserNarfmonsta (238074) 28 Sep. 11, 10:37
    Kommentar
    Die Eleganz des Igels by Barbery, trans. from French.

    I'm only on p. 50 or so but I have to reach for the dictionary quite often--something I try to avoid when reading German for fun. Not as much of a pleasure read as I had hoped. I even read the first few pages in English (thank you, Amazon book preview) and I think I understand why it's giving me trouble. It's difficult in English too (at least the concierge parts). Has anyone else read this?
    #3VerfasserStrawberry (357492) 28 Sep. 11, 10:39
    Kommentar
    Strawberry, das Buch hab ich auch gerade angefangen, aber im Original. Dabei wird mir immer klarer, dass ich mein Französisch in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt habe...
    #4VerfasserTumbleStaub (463468) 28 Sep. 11, 10:43
    Kommentar
    Ich schnitze seit Monaten langsam, aber beharrlich, an Faust II - sozusagen in homöopathischen Dosen.

    Ansonsten fröhne ich meiner Krimi-Leidenschaft und lese Unravelled von Maggie Sefton. Und ich habe mir gerade den neuesten Donna Andrews (The real Macaw) bestellt - für's lange Wochenende...
    #5Verfasserkrazy_mom (D) (238333) 28 Sep. 11, 10:45
    Kommentar
    Ich schnitze seit Monaten langsam, aber beharrlich, an Faust II - sozusagen in homöopathischen Dosen.

    Ansonsten fröne ich meiner Krimi-Leidenschaft und lese Unravelled von Maggie Sefton. Und ich habe mir gerade den neuesten Donna Andrews (The real Macaw) bestellt - für's lange Wochenende...
    #6Verfasserkrazy_mom (D) (238333) 28 Sep. 11, 10:46
    Kommentar
    aktuell: "The Disappearing Spoon" von Sam Keane

    Wenn ich damit fertig bin, ist entweder Ian McEwan "Solar", Howard Jacobson "The Finkler Question" oder ein Krimi von Tess Gerritsen dran. Oder noch etwas anderes, mal sehen.

    Edit: Die Eleganz des Igels hatte ich als Hörbuch angefangen, gefiel mir gut, ich habe es aber aus irgendeinem Grund nicht weitergehört. Danke für die Erinnerung, das krame ich nachher wieder hervor.
    #7VerfasserDragon (238202) 28 Sep. 11, 10:48
    Kommentar
    "Die perfekte Liebhaberin" von Lou Paget und "Das Prinzip" von Andreas Campobasso.
    #8Verfassereastworld (238866) 28 Sep. 11, 10:51
    Kommentar
    I'm currently reading "Lucky Man", the memoirs of Michael J. Fox. Just re-watched the Back to the Future series with the kids - they loved it - and wanted to go back in time to 1985 for a bit longer :-) The book turns out to be reasonably well written.
    #9VerfasserCM2DD (236324) 28 Sep. 11, 10:52
    Kommentar
    Ich lese gerade "Fast tot" von R. Haselberger, sehr spannender Zombie-Horror aus Deutschland. Das Buch liest sich in etwa so, wie sich eine Iron-Maiden-Platte anhört.
    Wenn ich damit fertig bin, brauche ich wohl eher erstmal was Ruhigeres!

    Was mir an diesem Buch besonders gefällt ist, dass dieser Roman in Deutschland spielt und die Figuren keine englischen Namen tragen. Das ist bei Horror-Romanen eher selten und macht die Story seeehr viel realistischer. Man muss beim Lesen nicht immer überlegen: War der Autor überhaupt schonmal in USA / England / den schottischen Highlands ;-)
    #10VerfasserNyota Uhura (796577) 28 Sep. 11, 10:57
    Kommentar
    Eine neuere E. M. Forster Biographie, "A New Life" von Wendy Moffat als Bettlektüre.
    Gelten Kochbücher auch? "Everyday Harumi", eine Einführung in die alltägliche japanische Küche, habe ich gerade angefangen (in die Praxis umzusetzen). Und Alice Fowlers "Edible Garden" hält mir ständig imaginäre Karotten vor.


    Mann, eigentlich wollte ich gestern Nacht noch einen Gegenfaden zu den ungelesenen Büchern aufmachen, "Welche Bücher lest Ihr immer wieder?" - Und was seh' ich beim Aufwachen? Eine ganze Liste von neuen Bücherfäden! Jetzt muss ich mir den wohl noch aufheben ...
    #11VerfasserLady Grey (235863) 28 Sep. 11, 11:02
    Kommentar
    Lady Grey, immer wieder gelesene Bücher kannst Du hier unterbringen: Siehe auch: Lieblingsbücher die keiner kennt

    Ich lese übrigens gerade die beiden unten in meinem Eingangsbeitrag genannten.
    #12VerfasserGaleazzo (259943) 28 Sep. 11, 11:04
    Kommentar
    Ich bin gerade mit "The Night Stalker" von Chris Carter durch.

    Was ich als Nächstes anfange ist noch nicht entschieden.
    #13VerfasserCeeJayThe1 (764057) 28 Sep. 11, 11:10
    Kommentar
    Nein, Trittbrett wollte ich nicht fahren. Vor allem, weil diese Bücher zumindest in meinem Fall ganz ordinäre Feld- Wald- und Wiesenbücher sind, die ganz bestimmt jeder kennt.
    Ich warte bis Freitag :-)
    #14VerfasserLady Grey (235863) 28 Sep. 11, 11:10
    Kommentar
    Joseph Gelinek "Die 10. Symphonie" - ein Thriller rund um Beethovens 10. - Und ja, Skizzen dazu gibt es wirklich, und es gibt auch wirklich Versuche daraus zumindest einen 1. Satz zu kreieren. Auch sonst sind darin neben der Krimihandlung immer wieder interessante reale Fakten aus der Welt der klassischen Musik zu finden - spannende Lektüre (für mich jedenfalls) also.
    #15VerfasserSachs (638558) 28 Sep. 11, 11:10
    Kommentar
    Ich lese gerade What I Loved von Siri Hustvedt.

    Dragon, wenn Du auch nur ansatzweise den gleichen Lesegeschmack hast wie ich, solltest Du "The Finkler Question" schleunigst entsorgen.

    Uneingeschränkt empfehlen kann ich:

    Room (dt. Raum) von Emma Donoghue
    und To the End of the Land (dt. Eine Frau flieht vor einer Nachricht) von David Grossman
    #16Verfasserpenguin (236245) 28 Sep. 11, 11:10
    Kommentar
    Aktuell: "Die Monster von Templeton", von Lauren Groff. Ein sehr amüsanter Erstling (zugegeben, nicht im Original, sondern die - nicht schlechte - Übersetzung).

    Oft kann ich mich aber an die Titel bzw. den/die Autoren/in nicht mehr erinnern, was mich besonders als Bibliotheksjunkie (im Durchschnitt 6 Bücher/Monat, davon mindestens 3 Krimis) dann ärgert, wenn ich vor den Regalen stehe und mir was neues suche. ("Wie hiess gleich die Autorin? Grr.")

    Danke für all die schönen neuen Bücherfäden! :)
    #17Verfasservirus (343741) 28 Sep. 11, 11:11
    Kommentar
    Pride and Prejudice von Jane Austen.

    Wenn damit fertig und das dürfte bald sein, dann folgt entweder ein weiterer Band aus der Sherlock Holmes Reihe oder der neue von Val McDermid oder endlich mal Pope Joan. Die sind alle schon auf meinem Kindle. Oder doch ganz was anderes, Tendenz geht aber definitiv Richtung Krimi.
    #18Verfasserfab kat (303993) 28 Sep. 11, 11:20
    Kommentar
    @Lady Grey

    bei mir sind diese Lieblingsbücher auch die, die ich bei Dir reinschreiben würde (Wenn Du den Thread startest werd ich gerne meinen Beitrag dazu noch leisten). Ich denke so unpassend wären Deine Bücher da sicher nicht aufgehoben, aber ich überlasse das Dir. Darfst meinen Thread auch gerne "hijacken" ;)
    #19VerfasserNefertit (584922) 28 Sep. 11, 11:28
    Kommentar
    Zwei Bücher von Heinrich Steinfest, Gewitter über Pluto und Nervöse Fische, (next: Der Mann, der den Flug der Kugel durchkreuzte), außerdem Rhys Bowen, Bless the Bride (next: Naughty in Nice). Alles Krimis, manche skurriler als andere.

    Daneben noch Simon Winchester, Outposts: Journeys to the Surviving Relics of the British Empire und Alan Bennett, The Uncommon Reader.
    #20VerfasserCarullus (670120) 28 Sep. 11, 11:34
    Kommentar
    @penguin: Dragon, wenn Du auch nur ansatzweise den gleichen Lesegeschmack hast wie ich, solltest Du "The Finkler Question" schleunigst entsorgen

    Ja, ja, das befürchte ich nach Selimas Thread von neulich auch, aber wenigstens das Buch anlesen und dem guten Mann eine Chance geben wollte ich schon.

    Vielleicht nehme ich mir aber doch erst "A Visit from the Goon Squad" vor. Mal sehen. "Room" hatte ich kürzlich in der Hand, habe es dann aber doch nicht gekauft, warum, weiß ich nicht. Vielleicht beim nächsten Besuch in der Buchhandlung.
    #21VerfasserDragon (238202) 28 Sep. 11, 11:55
    Kommentar
    Mit fiel gestern eine Schullektüre in die Hände, das Theaterstück Stolen von Jane Harrison. Es thematisiert den Begriff der Stolen Generations, verschiedene Generationen von Kindern von australischen Ureinwohnern, die von der australischen Regierung aus ihren Familien entfernt (gestohlen) wurden.

    Lange schon warten außerdem die restlichen Bände von The House of Niccolò von Dorothy Dunnett darauf, dass ich sie endlich fertig lese. Dazu brauche ich ganz viel Ruhe.

    #22VerfasserCath (236489) 28 Sep. 11, 12:25
    Kommentar
    Bin seit ca. 1 Jahr von Büchern übersättigt. Nebst Zeitungsteilen, Prospekten, mal einem alten Kinderbuch u.dgl. hüpfe ich abends seitdem zwischen so Unterschiedlichem wie

    - Max Goldt (egal welche seiner Bücher. Reingreifen, ein zwei Texte lesen und sich an der Sprache und den Beobachtungen freuen)

    - Peter Gaymann Hühner-Cartoons

    - Tschikk von Wolfgang Herrndorfer

    - Wo die Geister wandern: Topographie der Schwabinger Bohème um 1900

    - und über Erika Mann nun auch (nach Klaus und Viktor und Katia etc.)

    - und immer liegt ein Atlas da, in dem ich stundenlang Karten (physisch/ politisch / Wirtschaftsstruktur) sowie Stadtpläne anschaue.

    Und eins noch: Ich guckte neulich durch 3 BUNTE. Grauenvoll. Das Niveau (allein das französische Wort hier sollte hier nicht angewendet werden), der level - ist nun sozusagen unterm Meeresspiegel..., verglichen mit den späten 70ern.

    Also lieber weiter mit Euren guten Büchern!
    Oh, dazu noch eine Erinnerung: Ein 12-jähriger Nachbarssohn, streng gescheitelt, mit einem scheußlichen Namen, stellte sich mal meiner Familie vor, ich war gleich alt wie er, er sagte: "Guten Tag. Ich heiße xxxx Rabe und lese gute Bücher." Und machte einen Diener.
    Weiteren Kontakt gab es nicht.

    #23VerfasserBraunbärin (757733) 28 Sep. 11, 15:58
    Kommentar
    Veneno y sombra y adiós - letzter Teil von Javier Marías' Trilogie Tu rostro mañana. Schon vor zwei Jahren angefangen, oft monatelang pausiert, letzten Samstag wieder ein Stückchen weitergelesen, und endlich nahe am Ende. El sueño del celta von Mario Vargas Llosa, im Januar angefangen, müßte ich auch mal fertiglesen. (Manche Bücher lese ich aber schneller. Den ersten Teil der Stieg-Larsson-Trilogie habe ich im März zur Hälfte in englischer Übersetzung und die zweite Hälfte innerhalb weniger Tage in spanischer Übersetzung gelesen.)
    #24VerfasserWachtelkönig (396690) 28 Sep. 11, 16:33
    Kommentar
    Javier Marías "Mein Herz so weiß" (sogar auf Deutsch) hab' ich auch nie zu Ende gelesen, und das, obwohl meine Freundin sich das so schlau ausgedacht hatte als Geschenk für mich ... PS: Das war für den "unvollendeten" Faden gedacht.
    #25VerfasserLady Grey (235863) 28 Sep. 11, 16:41
    Kommentar
    I just started "The Giver" by Lois Lowry last night. It's only about 160 pages, so that'll be finished by the end of the week.
    I'm also savoring every moment of a slow re-read of "The Wise Man's Fear" by Patrick Rothfuss during my lunch breaks at work.

    Not sure what I'll pick up next... I have a lot of books on the shelf where I keep my to-reads :o)
    #26VerfasserLara Chu (AmE) (236716) 28 Sep. 11, 16:42
    Kommentar
    (off-topic:) "Mein Herz so weiß" hatte ich auch nur mit 2 Anläufen mit etwa einem Jahr dazwischen geschafft.
    #27Verfassereastworld (238866) 28 Sep. 11, 16:46
    Kommentar
    OT: Dann sollte ich es wohl mal wieder hervorkramen.
    #28VerfasserLady Grey (235863) 28 Sep. 11, 16:49
    Kommentar
    @Dragon: An "Room" muß man dranbleiben, das erste Kapitel scheint erst mal ein wenig nichtssagend.
    #29Verfasserpenguin (236245) 28 Sep. 11, 17:00
    Kommentar
    "Room" by Emma Donoghue? I was gripped from the start.
    #30VerfasserCM2DD (236324) 28 Sep. 11, 17:11
    Kommentar
    After the first chapter I thought, what's the big deal, for me it only became interesting after that. But then I read it in two days or rather two evenings ...
    #31Verfasserpenguin (236245) 28 Sep. 11, 17:14
    Kommentar
    "Mein Herz so weiß" habe ich zwar geschafft (im ersten Anlauf) aber ich mochte es nicht und habe es einem Freund weitergegeben, der interessiert war und ihm ging es genauso. Er mochte es auch nicht.

    Aber um zum Fadenthema zurückzukommen:
    Ich lese gerade wieder mal einige Krimis von Dick Francis: Scherben, Rivalen, Hurrican...
    #32VerfasserGutelaune (519354) 28 Sep. 11, 17:22
    Kommentar
    #31 Ah, if you read it so slowly that explains things :-)
    I think I was reading between the lines at the start and imagining how each little point might work into the plot later. You knew roughly what might happen later, after all.
    #33VerfasserCM2DD (236324) 28 Sep. 11, 17:30
    Kommentar
    I had no idea what might happen since I refrained from reading any write-ups. But it wasn't the plot that interested me most but the language-related story.
    #34Verfasserpenguin (236245) 28 Sep. 11, 17:37
    Kommentar
    I mean; it's a book about people kept in a room, so you can guess that they might at least try to get out.
    #35VerfasserCM2DD (236324) 28 Sep. 11, 17:39
    Kommentar
    yes, OK, but the plot (or rather, what happened next) still took me by surprise :-)
    #36Verfasserpenguin (236245) 28 Sep. 11, 17:40
    Kommentar
    #26 "The Giver" habe ich auch gerade erst gelesen, allerdings in deutscher Übersetzung ("Hüter der Erinnerung"). Die las sich sehr schnell - fast zu schnell, fand ich; bis die Geschichte so richtig anfing, war sie schon fast zu Ende :-(

    Momentan lese ich im Bus "The Idea of Justice" von Amartya Sen und im Bett "Mansfield Park" von Jane Austen. Und auf der Toilette "The Orientalist" von Tom Reiss (aber das sagt nichts über die Qualität des Buches aus!). Bei drei Büchern auf einmal werde ich für alle noch eine ganze Weile brauchen, deshalb weiß ich noch nicht, was danach kommt (der SUB ist hoch genug...).
    #37Verfassershhh (665776) 28 Sep. 11, 17:56
    Kommentar
    Aha, Katzen lesen Austen.
    Wie fab kat lese ich auch gerade Pride and Prejudice...
    #38Verfassertigger (236106) 28 Sep. 11, 18:43
    Kommentar
    I liked a couple of things by Marías, but not so much that I felt compelled to go out and find everything else he wrote. Ditto for Laxness, though I've read three of those (paging Spinatwachtel (-: ).

    Like Dragon, I read some reviews of 'Room,' or maybe looked at it in the store, and felt pretty sure that I didn't want to read it; perhaps something about the subject matter. Tried 'Slammerkin' by the same author instead (at half price) and was not impressed.

    It's been a while since I actually bought a recent book at a normal bookstore; I've been going to the half-price bookstore every few months and just stocking up on whatever I came across, on the theory that I might find something I wouldn't otherwise try. Which is true, but I also get sort of a chronic backlog of TBR dregs because the same ones keep moving lower down the stack as I finish the ones that look more promising.

    Recently read:
    Ignazio Silone, Wein und Brot (tr.) -- Italian small-town resistance during the war, isolated educated man struggles against general ignorance and apathy, largely good despite disappointing ending
    Wolfram Fleischauer, Drei Minuten der Wirklichkeit -- implausible German-Argentinian romance, utterly predictable tango plot & ending, weak characters, but atmospheric and engaging
    Boris Akunin, Die Bibliothek des Zaren (tr.) -- shamelessly flip Russian murder mystery, grossly unbelievable plot masquerading as satire, vicious gratuitous violence masquerading as dark humor, but atmospheric and engaging
    T. C. Boyle, Riven Rock -- based on real life of an early 20th-century millionaire with unmedicated schizophrenia and his unfortunate wife; not an enjoyable read, few sympathetic characters, but informative, atmospheric, moderately engaging
    T. C. Boyle, The Women -- based on real life of Frank Lloyd Wright and his wives and mistresses; not an enjoyable read, few sympathetic characters, but informative, atmospheric, moderately engaging
    Dickens, Dombey and Son -- Victorian pathos affecting in spite of itself, implausible plot nevertheless engaging, faint proto-feminism not entirely spoiled by condescendingly patriarchal tone
    John Banville, The Untouchables -- fictional memoir by only moderately trustworthy narrator based on real mid-20th-century UK spy scandal involving Cambridge homosexuals; bleak descriptions of feeling outcast from modern life; elegant prose, but coldly unsympathetic view of characters

    current bedtime:
    Ernst Wiechert, Das einfache Leben -- German naval captain comes to terms with having lost the war, retires from morally corrupt city society to a lonely seaside island; I only wish I could tell which war, whose black-and-white flag he went down clutching, and whether this northern island is in Usedom or Poland or Russia or where; beautiful lyric descriptions of midlife disappointment, bleak solitude in nature, but after 100 pages or so am beginning to wish for people, not just forests and sea birds; also wondering why Ps. 90:9, if that's the verse, seems to have 'Geschwätz' in German but 'sigh' in English; still, so far I generally like it and it matches my mood. As remote as Laxness, but perhaps not as bleak.

    chronic TBR:
    Siegfried Lenz, Heimatsmuseum -- it's just so fat and it starts so slowly, and I keep having to start over because I leave it there for months and come back ...
    Goethe, Aus meinem Leben: Dichtung und Wahrheit, Bd. 1 -- a cute little Reklam edition that's easy to carry around, and occasional bits where something actually happens, but the tiresome descriptions outweigh them and just go on and on and on ...

    Partly I can't skim as fast in German, so I find myself bogged down in dull parts that I would have preferred to flip past. But I'm still not ready to write those two off totally. (Unlike the David Foster Wallace at the bottom of the stack, which God knows why I ever bought.)

    On the whole, though, maybe it's time to go back to a regular bookstore (Borders R.I.P., sniff) and find something more recent by a writer I already know and like.

    Thank you very much, everyone, for all the book threads, and I will also look forward to Lady Grey's on rereadables / comfort reading, whenever it comes. (-:
    #39Verfasserhm -- us (236141) 28 Sep. 11, 18:44
    Kommentar
    Luc Panhuysen, "De Ware Vrijheid - De levens van Johan en Cornelis deWitt". (die "wahre Freiheit" - die Leben von Johan und Cornelis de Witt).

    Aus naheliegenden Gründen ;-) befasse ich mich mit niederländischer Geschichte. Das Buch oben ist sehr gut zu lesen, fast schon romanhaft geschrieben, aber zugleich hoch informativ. Es handelt vom niederländischen "goldenen Zeitalter" des 17. Jahrhunderts, fokussiert auf das politische und private Leben der Gebrüder de Witt (die lange Jahre das politische Geschehen im Lande prägten, und 1672, im "Katastrophenjahr", in Den Haag gelyncht wurden). Eine Geschichte voller Interessenkonflikte, die "kleinen" und doch reichen und mächtigen Niederlande versuchen, sich zwischen Spanien, England und dem unter Ludwig XIV aufstrebenden Frankreich zu behaupten - und das als Republik, also ohne eigenen König, denn die Abwesenheit einer Monarchie wurde seinerzeit als "die wahre Freiheit" verstanden. Wer sich für Jan de Witt auch ohne Niederländisch-Kenntnisse interessieren sollte, kann die englisch geschriebene Biographie von Rowen lesen
    (John de Witt, Grand Pensionary of Holland, 1625-1672. Princeton, N.J.: Princeton University Press, 1978; John de Witt, statesman of the "true freedom" . Cambridge and New York: Cambridge University Press, 1986); auf diese Werke wird in "meinem" Buch häufiger verwiesen.

    Sehr interessant auch "Hetzelfde anders zien" (dasselbe anders sehen) von H. M. Kuitert. K. ist protestantischer Theologe und hinterfragt gängige Glaubens- bzw. Kirchenstrukturen. Man liest, dass er selbst an seiner Kirche verzweifelt sei...

    @#39 - Wiechert refers to WW I; on of the "points" of this book will have been that it was published in 1939, and to say it was not well received by the then German government is an understatement. "So kam es gleichsam zur Druckgenehmigung „aus Versehen“" !
    #40Verfasserweißnix (236288) 29 Sep. 11, 08:23
    Kommentar
    Ich lese gerade "Verblendung" von Stieg Larsson. Wollte die Reihe schon seit einigen Jahren anfangen und habe es dann doch nicht gemacht. Dann habe ich das Buch zum Geburtstag bekommen und stecke nun mitten drin.

    Danach habe ich die Wahl zwischen "The white queen" (Philippa Gregory), "The Apprentice" (Tess Gerritsen)or "Nachtzug nach Lissabon" (Pascal Mercier).
    #41VerfasserCanny Lass (817760) 29 Sep. 11, 08:42
    Kommentar
    @ Braunbärin (#23): deine Geschichte ist super, habe grade fast meinen Tee ueber meinen Schreibtisch versprueht... :-)


    Ich lese grade - mal wieder - Harry Potter (and the Goblet of Fire). Gelegentlich brauche ich das, wenn sonst nix anderes da ist, und auch einfach, weil es mich immer so nett ablenkt.
    Danach freue ich mich aber schon auf Rebecca Gablé, Der dunkle Thron.
    #42VerfasserAbertawe (809721) 29 Sep. 11, 08:53
    Kommentar
    Abertawe, Du hast meinen Tag versüßt! Ich wusste gar nicht das es einen neuen Waringham-Roman gibt. Super!
    #43VerfasserCanny Lass (817760) 29 Sep. 11, 08:59
    Kommentar
    I am looking forward to the new Terry Pratchett coming out in two weeks' (or so) time. Finally another "Watch" themed Discworld novel!
    #44VerfasserCarullus (670120) 29 Sep. 11, 09:05
    Kommentar
    shhh (37) wie findest Du Mansfield Park bisher? Mich beginnt die so schrecklich brave und tugendhafte Heldin gerade ziemlich zu nerven...
    #45VerfasserGaleazzo (259943) 29 Sep. 11, 09:41
    Kommentar
    Galeazzo, ich weiß, was du meinst ;-) Wobei mich am meisten nervt, dass sie eigentlich nur Edmunds Schatten ist. Die Frau hat überhaupt keinen Charakter außer "schüchtern" und keine Meinung außer "Edmund hat Recht". Und Edmund nervt mich mit seiner Tugendhaftigkeit...

    Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass Mansfield Park von den Austens, die ich bisher gelesen habe, die schwächsten Charaktere hat. Die "Guten" sind ganz furchtbar tugendhaft und die "Bösen" ganz furchtbar ...untugendhaft? So wirklich böse sind sie ja nicht einmal, nur halt recht gedankenlos und manchmal egoistisch, aber man merkt in jedem Absatz, wie sehr man das als Leser verurteilen sollte.

    Jedenfalls würde ich Mansfield Park nicht für Jane Austens Meisterleistung halten... ;-)

    Carullus, oooh, ein neuer Pratchett? :D Mit den Wachen? :D :D Zu dumm, dass ich momentan Bücherkaufsperre habe :-(
    #46Verfassershhh (665776) 29 Sep. 11, 10:33
    Kommentar
    (1)
    @shhhh:Zu dumm, dass ich momentan Bücherkaufsperre habe
    Hast Du keinen Zugang zu einer Stadtbücherei? Für 18 €/Jahr kann man hier (allerdings Großstadt) ausleihen: Romane, Sachbücher, Bildbände, Zeitschriften, Zeitungen, Musik, Filme, Fernsehserien, Hörbücher, etc. Fast nichts, was es nicht gibt.

    (2)
    @shhh und Galeazzo: Mansfield Park. Mit diesem Buch verbinde ich eine der übelsten Stunden meines Lebens! Was mit dem Buch selber nichts zu tun hat.

    (2)zusätzlich zu meiner #23:
    Gerne greife ich auch zu Eva Demskis Essays; recht dichte Sprache, aber nicht zu maniriert.
    #47VerfasserBraunbärin (757733) 29 Sep. 11, 11:22
    Kommentar
    neulich hab ich irgendwo gelesen, dass "Room" das Buch sei, das den Booker Prize hätte gewinnen sollen. Nicht die Finkler Question.

    "Room" kann ich auch sehr empfehlen, allerdings nur, wenn man nicht zu Alpträumen neigt. Und die Finkler Question schenk ich mir evtl. jetzt ganz.

    Ich hab gerade fertig gelesen: Natasha Solomons "Mr Rosenblum's List" und les jetzt gerade. Bella Pollen "The Summer of the Bear".
    (das zweite wurde mir aufgedrängt - buy one get one half price...)

    Sind beide sehr unterhaltsam bisher.

    #48Verfasseranorak (489071) 29 Sep. 11, 11:32
    Kommentar
    @ Braunbärin (#23): (leicht OT)

    Der Junge hieß nicht zufällig mit Vornamen Max und leitet heute das "Palastorchester"? Wäre nämlich genau der Typ, den ich mir schon als 12jährigen dienernd vorstellen könnte ... ;-)
    #49VerfasserSachs (638558) 29 Sep. 11, 11:42
    Kommentar
    Kann nicht sein. Max ist schließlich kein häßlicher Name ;-)
    #50VerfasserLady Grey (235863) 29 Sep. 11, 11:43
    Kommentar
    dass "Room" das Buch sei, das den Booker Prize hätte gewinnen sollen

    Emma Donoghue ist irischer Abstammung, lesbisch und lebt in Kanada mit einer Kanadierin zusammen. Sie haben zwei Kinder, die Donoghue ausgetragen hat; der Vater war ein Samenspender. Ob das wohl die Jury beeinflußt hat?
    #51Verfasserpenguin (236245) 29 Sep. 11, 11:52
    Kommentar
    Had a moment of confusion about whether the description in #51 was supposed to work in favour of her winning the prize or against her!

    Is the BP panel very conservative?
    #52VerfasserCM2DD (236324) 29 Sep. 11, 12:18
    Kommentar
    könnte mir jemand, der Room gelesen hat, vielleicht erklären, warum das Buch nicht eine schäbige Ausnutzung der Horrorgeschichten um Fritzl, Kampusch etc. ist? Es nutzt nicht jedermanns Sensationsgier aus? Es ist keine Trittbrettfahrerei?

    Diese Vermutung meinerseits ist ein Grund, warum das Buch bei mir eher in den "Bücher, die ihr nie gelesen habt" - Faden gehört... aber eben nur vage Vermutung.

    #53VerfasserSpinatwachtel (341764) 29 Sep. 11, 12:41
    Kommentar
    Spinatwachtel, nein. Es ist ja auch weniger ein Buch über das Eingesperrtsein als ein Buch über das Entdecken einer völlig neuen Welt, was auch sehr plausibel und zum Teil witzig beschrieben wird.

    I have no idea whether or not the Booker Prize Panel is conservative or not, but it might have influenced them against her.
    #54Verfasserpenguin (236245) 29 Sep. 11, 12:46
    Kommentar
    #54 doubt her personal circumstances influenced the jury; she did make it to the shortlist after all.
    #55Verfasserpapousek (343122) 29 Sep. 11, 13:07
    Kommentar
    #53 That's what made me hesitate to buy it at first, but then I heard a review on the radio somewhere and changed my mind. It's handled very intelligently - part of it deals with the "sensation" aspect - and the drama is there for a purpose, and not at all exaggerated. It's seen from the point of view of the child narrator, for whom the room is familiar and friendly.
    #56VerfasserCM2DD (236324) 29 Sep. 11, 13:27
    Kommentar
    Ich lese im Moment ein Sachbuch, "No such thing as society - A history of Britain in the 1980s" von Andy Mc Smith. Die Mischung aus Politik und Popkultur gefällt mir ganz gut. Tony Blair kommt auch öfter darin vor... für mich insofern ein Aha-Erlebnis, weil ich den Mann, bevor er Premierminster wurde, nie wahrgenommen hatte, glaube ich.

    "Room" habe ich auch gelesen und fand es gräßlich. Den kindlichen Erzählstil, der in vielen Rezensionen so gelobt wird, fand ich einfach nur affektiert. Deswegen habe ich das Buch auch gleich an jemanden aus dem Darcy-Faden im Quasselzimmer verschenkt.
    #57VerfasserLe Chat (489415) 29 Sep. 11, 20:28
    Kommentar
    Ich lese gerade "The Lincoln Lawyer" von Michael Connelly - ein wirklicher Thriller, weil man nie weiß, was als nächstes passieren wird. Empfehlenswert.
    Orion Paperback
    #58VerfasserWolfman (236211) 29 Sep. 11, 23:42
    Kommentar
    @weißnix re #40:

    Thank you very much, that's helpful to know. My edition, an old hardback from the half-price store, only has 1956 as the publication date -- no clue that it was written earlier. I also had no idea that the book was at all well known, but then that's why I read things in German, to fill in some cultural gaps. So far it doesn't seem at all political, but maybe there are allusions that were more obvious at the time.

    I may read the Wiki article later, so as not to spoil the story. (-:
    #59Verfasserhm -- us (236141) 29 Sep. 11, 23:52
    Kommentar
    Nachden ich vor Kurzem in Julian Rathbone The Mutiny (ca. mittig) verendet war, hatte ich mir leichte Lektüre verordnet und einige der mittelalterlichen Krimis von Kate Sedley mit Roger the Chapman gelesen und war sehr davon angetan.
    Zur Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, Kurzgeschichten von Ruth Rendell - Piranha to Scurfy - zu lesen, zögere aber noch, da ich ihren Romanen wegen tötender Langeweile abgeschworen habe. Möglicherweise ist es aber ja ähnlich wie bei Patricia Highsmith: bei ihr finde ich die Romane ebenfalls tödlich, aber die Kurzgeschichten sind ausgezeichnet. Falls Rendell durchfällt, wäre mal wieder was von Alexander Kent - Richard Bolitho - an der Reihe.
    #60VerfasserKlausB (299369) 30 Sep. 11, 00:08
    Kommentar
    Fast fertig bin ich mit Ingrid Noll "Kalt ist der Abendhauch". Ingrid Nolls Bücher kämen dann in Lady Greys Freitagsfaden. (-:

    Danach, auch dank @Braunbärin in #23, kommt "Ein Buch Namens Zimbo" von Max Goldt dran, steht schon länger im Regal. Oder "Corpus Delicti" von Juli Zeh. Gestern kam die neue Amazon Lieferung aus Deutschland. (-:
    #61VerfasserAnna_10022 (683244) 30 Sep. 11, 00:17
    Kommentar
    Ich bin ja immer noch nicht ganz sicher, ob das Buch nicht in den "nicht zuende gelesen" Faden gehört, aber zur Zeit kämpfe ich mit "Im dreißigsten Jahr" von Ingeborg Bachmann. Hat man das früher so gemacht, als "ernste" Autorin unter lauter Männern, dass man dann wenigstens immer einen Mann als Protagonisten seiner Geschichten gewählt hat? Ich finde das völlig befremdlich, zumal die Geschichten auch allesamt im Detail auf die Befindlichkeit und Gefühlswelt besagter männlicher Protagonisten eingehen, wenn nicht sogar sie zum Thema haben. Für mich hat das geradezu anbiedernde Züge (anbiedernd an die männliche Literaturwelt.), ganz unangenehm.
    Schade, dabei kann die Frau so gut schreiben.
    #62VerfasserSpinatwachtel (341764) 30 Sep. 11, 09:59
    Kommentar
    Braunbärin (#47): *seufz* Das hilft auch nicht... Ich habe ja nicht Bücherkaufsperre, weil meine Mama mir die Kreditkarte abgenommen hat, oder weil ich mir keine Bücher mehr leisten könnte - ich wohne seit langem nicht mehr zu Hause und verdiene ausreichend Geld. Aber ich habe letztes Jahr zu Weihnachten "so viele Bücher, wie ich tragen kann" (O-Ton Geschenkgutschein) bekommen, und bevor die nicht durchgelesen sind, gibt's nix Neues. Zwischen mir und dem nächsten Buch stehen also noch geschätzte 3000 Seiten...
    #63Verfassershhh (665776) 30 Sep. 11, 11:10
    Kommentar
    @Spinatwachtel: So ungefähr. Bachmann steht ganz am Anfang moderner feministischer Literatur, in späteren Werken hat sie auch aus explizit weiblicher Perspektive geschrieben.

    @shhh: *lol* Boah ey, cool.
    #64Verfassertigger (236106) 30 Sep. 11, 11:20
    Kommentar
    Ich lese im Moment grad zwei Riesenwälzer: Zu Hause (weil absolut S-Bahn-untauglich) "Infinite Jest" von David Foster Wallace, habe jetzt so etwas über hundert Seiten gelesen, habe aber irgendwie noch immer keine rechte Meinung dazu. Jedenfalls ist es (noch) nicht so schrecklich, dass ich nicht weiterlesen würde.
    In der S-Bahn: "Ein unauffälliger Mann" von Charles Chadwick; habe ich mal irgendwo im Ramsch aufgegabelt, bin auf S. 87 und habe auch hierzu noch keine Meinung ...
    #65Verfasseratalante (480508) 30 Sep. 11, 15:09
    Kommentar
    Just finished Ella Minnow Pea by Mark Dunn.Interesting concept. I quite enjoyed it.

    Just started Snowflower and the Secret Fan by Lisa See. I haven't got very far yet, but I'm enjoying it up to now. I know next to nothing about Chinese society/history, so it will be interesting to learn more.

    Re. Die Eleganz des Igels I read this in German. It took me a while to get into it (the beginning was hard!) but I read it on the train to work, so it was either read that or sit and do nothing every day. Once I got past the first 2-3 chapters I really enjoyed it.

    Room - I loved this book! I especially liked the way it was told from the point of view of a 5 year old who (at the beginning) has no idea that anything outside of the room of the title exists. It really made me think.
    #66Verfasserbevalisch (GB)30 Sep. 11, 15:25
    Kommentar

    Im Nachgang zu #16: Ich lese "Eine Frau flieht vor einer Nachricht" gerade zum zweiten Mal, diesmal auf Deutsch, und bin genau so fasziniert und beeindruckt wie vor knapp elf Jahren.

    #67Verfasserpenguin (236245) 09 Jun. 22, 21:10
    Kommentar

    Ich lese gerade einen (im weiter gefassten Sinn) Krimi - nach einer langen Pause von 5 Jahren gibt es ein neues Buch aus der Merrily-Watkins-Reihe von Phil Rickman, und da ich überhaupt nicht mehr weiß, was als Letztes passiert ist, lese ich den vorletzten Band jetzt noch mal, bevor ich das neue anfange.


    (Der Plot ist mitunter etwas hanebüchen und Rickman hat eine etwas nervige Neigung, die Kapitel mit einem Cliffhanger zu beenden, der sich dann als völlig harmlos herausstellt, aber trotzdem ist das meine Lieblingskrimireihe.)


    Re das oben angesprochene "Room": Ich wollte es auch den in #53 angesprochenem Gründen (und weil ich so was auch nicht gut aushalte) nicht lesen, habe aber dann nach viel Zureden den Film gesehen und war angenehm überrascht. Ganz anders, als ich erwartet hatte, und gar nicht billig oder sensationslüstern. Der größte Teil spielt ja auch sowieso hinterher, wenn ich mich richtig erinnere (ich weiß nicht, ob das im Buch auch so ist). Ich weiß allerdings nicht, wie diese Nach-Raum-Zeit aus der Sicht des Kindes beschrieben werden kann, das ist zumindest im Film eine erwachsene Sicht.

    #68VerfasserGibson (418762)  09 Jun. 22, 22:40
    Kommentar

    Ich lese momentan Worldshaker von Richard Harland.

    Es spielt in einer Steampunk Parallel-Welt und ist ein Fundbuch aus der Tauschbörse im Supermarkt.

    Noch weiß ich nicht genau, was ich davon halten soll, aber es fesselt mich genügend, dass ich fast meine Haltestelle verpasst hätte.


    Ich liebe die Rivers of London Reihe von Ben Aaronowitch, die ich inzwischen im Original lese, obwohl ich finde, dass die Ironie in der deutschen Übersetzung durchaus zu fühlen ist!

    Und ich warte geduldig bis ein neuer Brother Athlestan Roman von Paul Harding/Paul Doherty erscheint...

    #69VerfasserLanni (1131571) 10 Jun. 22, 00:16
    Kommentar

    Nachdem letztens ein neuer Band der "Slough House"-Reihe von Mick Herron rauskam, hab ich alle bisherigen Romane der Reihe noch mal hintereinander weg gelesen, bevor ich mich dem neuen Band widme.


    Danach kommt die "Vinyl Detective"-Reihe von Andrew Cartmel wieder dran; da ist auch grad ein neuer Band erschienen.


    Und DANACH dürfte die "Rivers of London"-Reihe mal wieder an der Reihe sein; die kann ich immer wieder lesen. ohne dass es langweilig wird.

    #70VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 10 Jun. 22, 08:05
    Kommentar

    Ich lese gerade "Die singuläre Frau" von Katja Kullmann und freue mich unglaublich darüber, dass die Perspektive von nicht-verpartnerten nicht mehr ganz jungen Frauen in immer mehr Büchern zum Ausdruck kommt. Andere Beispiele sind "Ungebunden" von Malin Lindroth und "Self-contained" von Emma John. Alle drei sind im Stil sehr unterschiedlich, aber unbedingt lesenswert. Außerdem natürlich, nicht von einer Frau, sondern von dem grandiosen Daniel Schreiber, "Allein".

    #71VerfasserLunda (254456) 10 Jun. 22, 08:16
    Kommentar

    Den Titeln nach geht es in den Büchern auf vorwiegend um diese Frauen und... was? Ich lese kaum Bücher, in denen es "nur" um Beziehungen geht, ich brauche immer ordentlich Plot, deshalb kenne ich mich nicht aus. Geht es um Frauen als Protagonisten, die zufällig single sind, aber das Thema des Buches ist ein anderes, oder ist der Single-Status quasi das Thema des Buches?


    Drücke ich mich verständlich aus? Meine Frage ist, ob es in der Literatur normal wird, dass Frauen nicht zwangsläufig danach streben, einen Partner zu finden, oder ob dieser Zustand als bemerkens- und beschreibenswert behandelt wird. So ungefähr wie der Unterschied Hauptperson schwarz --> Buch über Rassismus, oder Hauptperson Detektiv, der schwarz ist --> Buch über eine Entführung.




    Außerdem fällt mir auf, dass ich meine Frage in #68 nicht sonderlich gut gestellt habe, deshalb noch mal klarer:

    Spielt "Room" auch zu einem großen Teil nach der Gefangenschaft und erzählt davon, wie alles Beteiligten damit umgehen, auch die Eltern zum Beispiel? Und wenn ja, wie kriegt man das in die Erzählstimme eines Fünfjährigen? Könnte ihr das etwas beschreiben?

    #72VerfasserGibson (418762)  10 Jun. 22, 12:42
    Kommentar

    https://www.srf.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:...

    Katja Kullmann erzählt hier was über sich und ihr Buch.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/autorin-...

    Es ist non-fiction...

    #73VerfasserBraunbärin (757733)  10 Jun. 22, 14:38
    Kommentar

    Danke, aber ich wollte eigentlich keinen Link (auch Amazon hat ja Inhaltsangaben). Ich fände einen Faden schön, wo man sich wirklich über Bücher unterhalten kann (im Darcy-Faden geht es, soweit ich das beim gelegentlichen Überfliegen sehe, ja eher um das Auflisten dessen, was man gelesen hat, es findet aber wenig Austausch über ein bestimmtes Buch statt). Ich bin an Lundas Meinung interessiert (oder die von anderen natürlich).


    Edit: NIcht, dass es falsch rüberkommt: Ich meinte "Danke für den Link" durchaus ernst. Ich wollte nur erklären, dass es mir speziell hier nicht um reine Info geht.

    #74VerfasserGibson (418762)  10 Jun. 22, 14:52
    Kommentar
    Ich lese gerade „Ein großer Sommer“ von Ewald Arenz. Ist ein schöner „coming of age“ Roman, ein bisschen Richtung Tschick, und ich habe es geschenkt bekommen, weil der Autor bei mir auf der Schule war und die Protagonisten aufmdiesemSchule gehen und vor allem unsere Lehrer von damals haben.
    Ich war positiv überrascht, weil mich bei nicht so bekannten Autoren meist die Sprache stört (zu viele Adjektive oder jedes unwichtige Detail ausgewälzt oder Worte leicht neben der Bedeutung benutzt etc.). Aber das Buch ist wirklich gut geschrieben (und die Lehrer sehr lebensecht :-) )
    #75VerfasserQual der Wal (877524) 10 Jun. 22, 15:08
    Kommentar

    Eine hervorragende Frage! :)


    Alle genannten Bücher sind "Sachbücher", insoweit als sie keine fiktionale Geschichte erzählen. Sie sind alle autobiografisch geprägt, gehen aber weit darüber hinaus. So geht es bei Daniel Schreiber z.B. viel um den Wert von Freundschaften und über Einsamkeit, Katja Kullmann und Malin Lindroth schreiben auch über alleinstehende Frauen im Lauf der Geschichte. Sie setzen dem allgemeinen Paar-Narrativ eine gleichwertige Erzählung der alleinlebenden Frau entgegen (oder versuchen es zumindest ...:). Katja Kullmann tut das oft in einem etwas flapsigen, lockeren Ton, sie schreibt z.B. von der "Monsterfrage", die nichts anderes ist als eine Unverschämtheit: "Du bist doch eine schöne kluge Frau, wie kommt es denn, dass Du noch alleine bist?" Ihre Antwort ist so etwas wie: "Weiß ich auch nicht, aber pass auf, es könnte ansteckend sein."


    Malin Lindroths Buch heißt im Original "Nuckan", "Die alte Jungfer", und sie reklamiert diesen Begriff für ältere Singlefrauen, die unfreiwillig allein leben. Denn faktisch ist es so, dass man - so argumentieren die Autorinnen - als Singlefrau reduziert wird auf eines der folgenden Narrative:

    (1) Sie hat sich das bewusst so ausgesucht und genießt ihre Freiheit. Verpartnerte Frauen fühlen sich vielleicht einerseits ein bisschen "besser" als diese Singlefrau (weil sie ja selbst einen abgekriegt haben), aber sie empfinden vor allem auch viel Neid. (Aus einem anderen Buch von einer älteren Singlefrau, die immer gern einen Partner gehabt hätte, aber am Ende immer allein gelebt hat: "When I speak of my life, my words are translated as ingratitude for the solitude everyone desires.")


    (2) Sie muss noch an sich arbeiten - wenn sie nur lernt, sich selbst genug zu lieben, dann findet sie auch einen. Ihr fehlt es an Selbstliebe und Selbstvertrauen; mit ihr stimmt etwas nicht. Verpartnerte Frauen empfinden Mitleid.


    Die Bücher räumen damit auf (oder versuchen es zumindest :)


    Noch ein Satz: "I long for a rich, intelligent, elucidating conversation about my life that doesn't compete with the agonies of partnering and parenting."


    #76VerfasserLunda (254456) 10 Jun. 22, 15:18
    Kommentar

    Ewald Arenz finde ich auch sehr nett!


    #77VerfasserLunda (254456) 10 Jun. 22, 15:18
    Kommentar

    Das klingt sehr interessant, und auch sehr überfällig. Wir haben ja schon mit einigen Normen aufgeräumt (dass eine romantischen Partnerschaft immer aus einem Mann und einer Frau besteht zum Beispiel), also ist es vielleicht an der Zeit, die Paar-Norm generell kritischer zu betrachten. Und auch zu sehen, dass das Leben, das jemand führt, ganz individuelle Gründe hat, mal selbst gewählte, mal nicht.


    Lesen werde ich die Bücher aber vermutlich nicht, weil ich wirklich extrem wenig non-fiction lese und die Bücher, die ich anfange, auch meist nicht beende, selbst wenn sie mich interessieren. Attention span of a goldfish :-/ Deshalb ist es für mich besonders spannend, auf diese Weise davon zu hören. (Aber ich werde mir Leseproben runterladen. Wer weiß.)

    #78VerfasserGibson (418762) 10 Jun. 22, 16:48
    Kommentar

    I recently read the latest Rivers of London - having not even got to the end of the last one as I couldn't remember what was going on or who was who. Liked the latest one again.

    Now reading "Achtsam morden", which is mildly entertaining. It's making me quite interested in mindfulness; not sure that was the idea!

    #79VerfasserCM2DD (236324) 10 Jun. 22, 18:15
    Kommentar

    Da es so oft erwähnt wird: Als jemand, der weder Terry Pratchett noch Jasper Ffjorde (?) noch Neil Gaiman (außer Neverwhere, das ich liebe) mag, würde ich vermutlich auch Ben Aaronovitch eher nicht mögen, oder? Ich überlege immer mal, eins zu probieren, lass es aber dann doch immer.

    #80VerfasserGibson (418762) 10 Jun. 22, 18:50
    Kommentar

    #78 Gibson, das hast Du sehr schön zusammengefasst. In der Tat vergleicht Katja Kullmann die Erkenntnis, dass man eine ältere Singlefrau ist, und die Entscheidung, das zu akzeptieren, mit einem Coming-Out. (Ich habe seit der Lektüre dieser Bücher auch viel offener darüber gesprochen, dass ich alleine lebe. Beispielsweise habe ich eine Wohnung gekauft, und als ich einem Kollegen davon erzählt habe, hat er permanent gefragt, "und wie habt IHR sie eingerichtet" etc, weil der "Default" eben das Paar ist, und da habe ich mal ganz deutlich gesagt, es gibt kein "IHR", es gibt nur mich. Und das hat gut getan, auch wenn es das Gegenüber deutlich befremdet.)

    #81VerfasserLunda (254456) 10 Jun. 22, 20:09
    Kommentar
    Aaronovich ist weder mit Pratchett noch mit Ffjorde wirklich vergleichbar, und mit Neverwhere auch nicht. Finde ich.
    #82VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 10 Jun. 22, 20:56
    Kommentar

    auch wenn es das Gegenüber deutlich befremdet


    Wahrscheinlich mehr, dass du es "zugegeben" hast, als der Umstand selbst. Als solltest du dich zumindest grämen, wenn du schon nicht den Erwartungen entsprichst. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich das mit der Zeit ändern wird. Good for you being open about it!



    Bubb, sagen wir (bzw. fragen wir) so: Ist es lustig? Also durchgehend? Dann ist er eher nichts für mich. Ich mag Bücher, in denen es auch mal trockene Beschreibungen oder Dialoge gibt (auch der von uns beiden sehr geschätzte MMS ist ja zwischendurch sehr komisch), aber wenn ich keine emotionale Bindung an die Figuren habe, funktioniert das Buch für mich nicht, und bei einem vorwiegend humoristischen Stil ist es fast unmöglich, die Figuren nicht auf Distanz zu halten. Ich bin z.B. nicht sicher, ob mir der Anhalter durch die Galaxis heute noch so gefallen würde.

    (Und nicht ausstehen kann ich es, wenn aus jeder Zeile dringt, für wie wahnsinnig lustig der Verfasser sich hält - ein Gefühl, dass ich z.B. bei Pratchett ständig hatte.)

    #83VerfasserGibson (418762) 10 Jun. 22, 23:08
    Kommentar

    Neverwhere habe ich gelesen und fand es gut. Aber das war für mich eine Ausnahme. Pratchett habe ich nie gelesen, andere Fantasy-Romane auch nicht (Harry Potter übrigens auch nicht). Ich kann dir also da nicht helfen.

    #84Verfasserpenguin (236245) 10 Jun. 22, 23:14
    Kommentar
    Humorvoll, ja, manchmal "grim", manchmal ernsthaft, manchmal lustig, durchgehend unterhaltsam, Gibson.
    #85VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 10 Jun. 22, 23:41
    Kommentar

    Ich lese aus der 'neueren Abteilung' gerade zwei Erzählbände von Clemens J. Setz: Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes und Der Trost runder Dinge. Hat jemand schon etwas davon gelesen?


    Aus der 'älteren Abteilung' lese ich derzeit von Martin Walser Ein springender Brunnen - und bin wieder begeistert über die Schilderung einer Kindheit im Dritten Reich aus der Sicht eben dieses Kindes.


    Auf Englisch lese ich zur Zeit wieder einmal My Secret Garden und Forbidden Flowers von Nancy Friday; auf Italienisch Racconti romani von Alberto Moravia und Il Gattopardo von Giuseppe Tomasi di Lampedusa; daneben A Certain Justice von P. D. James parallel mit dessen Übersetzung ins Italienische, Una certa giustizia, um den Geheimnissen der Übersetzungskunst Englisch -> Italienisch auf die Schliche zu kommen.


    Abseits der Belletristik lese ich gerade wieder einmal The Problems of Philosophy von Bertrand Russell, ein Exerzitium des grundlegenden philosophischen Denkens, und dazu Tod und Teufel und Mystik für Anfänger von Adolf Holl, beides ein intellektuelles Vergnügen.


    Auf Lateinisch lese ich derzeit Seneca und Catull - auszugsweise. Auf Rätoromanisch Vierv Ladin von J.C.Arquint - in Engadiner Schriftsprache (Romantsch Ladin).

    #86VerfasserMiMo (236780)  11 Jun. 22, 03:01
    Kommentar

    I'm not into fantasy at all and respond to Rivers of London more as a detective story, I'd say. With interesting snippets of information about the real history of London, and its myths - but primarily pragmatic rather than spiritualistic and mystical. The humour is laid-back, not trying hard to be clever, with some dry observational humour about the real, modern world. It's not all punchlines. The characters don't have a huge lot of depth to them, and there's no great feeling of peril or emotion when they're threatened. But the stories are nicely crafted.

    #87VerfasserCM2DD (236324) 11 Jun. 22, 10:22
    Kommentar

    Cartmel hat mir auch gut gefallen. Schade nur, dass ich mit Jazz nicht viel anfangen kann.


    Die altmodisch britischen Murder Mysteries von Richard Osman (Thursday Murder Club) und Robert Thorogood (Marlow Murder Club) sind angenehm und unaufgeregt unterhaltsam.


    Aaronovitch geht eh immer (nur die Graphic Novels sind nicht meins).


    Vor einiger Zeit mit Vergnügen gelesen: Adam Rutherford, The book of humans. A brief history of culture, sex, war and the ecolution of us.

    #88VerfasserSelima (107) 11 Jun. 22, 10:38
    Kommentar

    Das Wort ecolution gefällt mir sehr gut, aber nach einer Kurzrecherche musste ich enttäuscht (-; feststellen, dass das leider nur ein Tippfehler war.

    #89Verfasserharambee (91833) 11 Jun. 22, 10:45
    Kommentar

    *gg*

    #90VerfasserSelima (107) 11 Jun. 22, 11:05
    Kommentar

    Der Austausch oben hätte auch gut in ein Comedy-Programm gepasst:


    Sie: Ich brauche eine emotionale Bindung zu den Figuren (*schluchzt in ihr Taschentuch*)

    Er: Das war voll unterhaltsam (*macht sich ein Bier auf*)

    🤣


    Mimo, du liest all diese Bücher gleichzeitig?? Wow. Ich kriege mit Mühe ein Buch und ein Hörbuch auf die Reihe (kann dann aber schon abends keine Miniserie bei Netflix mehr gucken). Multi-reading lebt.


    Danke, CM2DD, das gibt mir eine gute Vorstellung.

    #91VerfasserGibson (418762) 11 Jun. 22, 15:25
    Kommentar

    The Thursday Murder Club and the sequel are brilliant - humour, emotions, exciting, unexpected twists and turns, real peril and proper in-depth characters you can relate to.

    #92VerfasserCM2DD (236324) 11 Jun. 22, 15:36
    Kommentar

    Wobei der Plot des zweiten Thursday-Murder-Club-Romans schon etwas verschwurbelt war. Aber das spielt eh eine untergeordnete Rolle, wenn er gut geschrieben und unterhaltsam ist - wie auch bei den Rivers-or-London-Romanen. Bei letzteren hat es auch etwas gedauert, bis ich mich an einen herangetraut hat, weil mich das Genre "Krimi mit Zauberei" eher abgeschreckt hat. Meine Skepsis war schnell verflogen.

    #93VerfasserSelima (107)  11 Jun. 22, 17:40
    Kommentar

    "The Order" von Daniel Silva, aber ich bin versucht, es aufzugeben (nach rund 50 Seiten). Er schreibt nicht besonders spannend. Vielleicht wird's später besser.

    #94VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  11 Jun. 22, 18:19
    Kommentar
    Also, wenn es ein Autor nicht geschafft hat, mir die ersten 50-60 Seiten Spaß zu machen, wird er gekickt. Das Leben ist zu kurz, um langweilige Bücher zu lesen.
    #95VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 11 Jun. 22, 19:45
    Kommentar

    Seh ich auch so. 20 Seiten reichen auch schon. Dieses Schicksal hat u.a. Hesse (Steppenwolf - so viel Selbstmitleid) und Goethe (Werther - ditto) ereilt; auch keine schlechte Gesellschaft.

    #96VerfasserSelima (107)  11 Jun. 22, 20:10
    Kommentar

    -> #91


    "Gleichzeitig" im strengen Sinn lese ich natürlich nicht mehrere Bücher, sondern one thing at a time. Ich halte mir dreimal am Tag (Vormittag, Nachmittag, Abend) Lesezeit frei und lese dann jeweils, wonach es mich gerade verlockt. Von Sachen wie Russell, Holl, den Lateinern oder der P.D.James-Doppellektüre lese ich dann jeweils nur fünf bis sechs Seiten, weil darin meist viel Stoff zu Nachdenken enthalten ist.


    Bei erzählenden Texten kommt es schon vor, dass die Lektüre mich zu einer größeren Seitenzahl verleitet. Als ich z.B. vor Jahren den Dick-Francis-Kosmos kennenlernte und von diesen Geschichten gefesselt wurde, da habe ich manche Nacht der Leserei gewidmet, weil ich einfach dazu verführt wurde, immer weiter und weiter zu lesen.

    #97VerfasserMiMo (236780) 11 Jun. 22, 20:24
    Kommentar
    #94 Ich selbst kenne keinen Roman von Daniel Silva, aber mein Mann hat fast alle Gabriel-Allon-Thriller von ihm gelesen. Er meint, die frühen Bände seien weitaus besser.
    #98VerfasserfehlerTeufel (1317098) 11 Jun. 22, 20:55
    Kommentar

    Seit längerem endlich wieder am Lesen:

    Graeber&Wengrow: The Dawn of Everything, interessante Sichtweise auf Vieles, was wir über die Geschichte der Menschheit zu wissen glaubten.


    Und dann: Marcella Hazan: The essentials of classic Italian cooking. Viel Wissenswertes über Italiens Küche, und sprachlich ein Genuss.

    #99VerfasserWik (237414) 11 Jun. 22, 20:57
    Kommentar

    Mimo, ich hatte auch nicht angenommen, dass du vier Bücher aufgeschlagen vor dir liegen hast und dann die erste Zeile durchgehend nach rechts weiterliest, bis du am Ende von Zeile 1, Buch 4 angekommen bist ;-) Aber auch morgens ein Buch, mittags ein anderes und abends noch ein anderes würde bei mir absolut nicht funktionieren. Allerdings ist es eben auch fast ausschließlich Belletristik, von der du ja auch sagst, da wäre es anders. Da bin ich beruhigt :-)


    So ich denn Sachbücher läse, könnte ich mir schon vorstellen, dass ich sie durcheinander läse.


    Wie Selima ist bei mir auch nach maximal 20 Seiten Schluss, wenn das Buch mir bis dahin nicht gefällt. Manchmal reicht auch eine.

    #100VerfasserGibson (418762) 11 Jun. 22, 21:02
    Kommentar

    Graeber&Wengrow lese ich auch gerade, nicht nur, weil grad viele es lesen. Das Buch hat den entscheidnenden Nachteil, dass es sehr schwer und unhandlich ist und dass man außerdem wach sein sollte.

    #101VerfasserSelima (107) 11 Jun. 22, 22:48
    Kommentar

    @CM2DD #79

    "Achtsam morden" habe ich vor kurzen gelesen und musste es sofort meiner Freundin ausleihen.

    Herrlich schräg und eine sehr konsequente Anwendung der Regeln der Achtsamkeit!


    Hat hier schon wer Alan Bradleys "Flavia de Luce" Romane gelesen?


    Ich finde sie eine nette Abwechslung und meiner bescheidenen Meinung nach, gehen sie ein bischen in Richtung "Rivers of London".

    Bei letzteren muss ich mich erstmal daran gewöhnen, dass sich das Feld irgendwie weitet, es also mehr feste Protagonisten und kompilzertere Verflechtungen von Freund und Feind gibt.


    Und "Worldshacker" war dann doch etwas langatmig und hat mich nicht binden können, dafür habe ich den ersten Roman um "Trix Soiler" von Sergej Lukianenko, flott durchgelesen, die Handlung ist recht schnell und die Charakterentwicklung ebenso, aber als ein S-Bahn-Buch gut geeignet.


    #102VerfasserLanni (1131571) 11 Jun. 22, 23:48
    Kommentar

    Ja, Graeber&Wengrow habe ich auch angefangen, bin aber noch nicht sehr weit damit gekommen.


    Gestern habe ich in meiner E-Book-Bibliothek ein Buch entdeckt, das ich vor rund zehn Jahren gekauft habe, von dem ich mich aber nicht erinnere, es gelesen zu haben: Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum. Mal sehen, ob beim Lesen die Erinnerung zurückkommt oder ob es wirklich damals einfach runtergerutscht ist und ungelesen blieb. Den Grossman kann ich auch später weiterlesen.

    #103Verfasserpenguin (236245) 12 Jun. 22, 07:48
    Kommentar

    Von Kate Atkinson haben mir die ersten Bände der "Case History" sehr gut gefallen, alles andere aber gar nicht. Ich bestimmt drei oder vier andere Bücher gelesen oder zumindest angefangen, kam aber irgendwie in keins mehr rein. Und spätestens beim vierten "Jackson Brody" war auch die Luft raus, fand ich.

     

    Dass gerade Serien irgendwann nachlassen, ist ja nicht so ungewöhnlich, aber - etwas Themawechsel -, ich nehme es sehr persönlich, wenn ich eine:n Autor:in gefunden habe, der/die mir so gut gefällt, dass ich die Bücher blind kaufen kann, und dann ändert sich das. (David Mitchell und Richard Morgan sind solche Fällle, die beide aus unerfindlichen Gründen plötzlich angefangen habe, Fantasy zu schreiben). Das ist, als hätte man sich mit einem Freund gestritten und spricht jetzt nicht mehr miteinander. Unverschämt! Können die nicht weiterhin Bücher schreiben, die MIR gefallen? Wer hat ihnen erlaubt, sich in eine andere Richtung zu entwicklen? ;-)

    #104VerfasserGibson (418762) 12 Jun. 22, 13:52
    Kommentar

    Ich lese gerade


    The Precipice

    Noam Chomsky (Interviews by C.J. Polychroniou)

    Neoliberalism, The Pandemic and the Urgent Need for Social Change


    In this powerful collection of interviews, Noam Chomsky exposes the problems of our world today, as we stand in this period of monumental change, preparing for a more hopeful tomorrow.

    https://www.bookdepository.com/Precipice-Noam...

    #105VerfasserWittGenStein (1323045) 12 Jun. 22, 19:13
    Kommentar

    #74 Ich fände einen Faden schön, wo man sich wirklich über Bücher unterhalten kann


    Den Gedanken finde ich auch reizvoll, aber in der Praxis wird das wohl sehr schwer umzusetzen sein. Schon die Auswahl eines geeigneten Buches würde vermutlich Jahrzehnte dauern und zu lebenslangen Feindschaften zwischen Leuten führen, die sich bislang ganz leidlich verstanden haben. Dann müsste man sich vermutlich auf ein einheitliches Lesetempo einigen, was vermutlich auch schwierig ist. Und dann bleibt da noch das Problem, dass einige hier vermutlich eher wissenschaftlich an ein Buch herangehen würden, auch weil sie das in ihrer Ausbildung so gelernt haben, während andere sich intuitiv äußern würden. Das kann reizvoll sein, aber eben auch zu Unstimmigkeiten führen.


    Vermutlich wäre ich auch nicht der einzige, der auch mal fürchten würde, dass er das, was er gerade geschrieben hat, besser nicht in ein öffentliches Forum stellen sollte, weil es von Leuten, die sich auskennen, für Blödsinn gehalten wird. Ich schreibe hier im Forum ja durchaus häufig über Dinge, von denen ich wenig weiß, aber Literatur ist nunmal ein Fachgebiet, bei dem ich schon in der Schule erfahren habe, dass ich davon überhaupt keine Ahnung habe LOL

    #106Verfasserharambee (91833) 13 Jun. 22, 11:43
    Kommentar

    Ich glaube eher, Gibson meinte einen Austausch über Bücher, die man bereits gelesen hat und nicht über Bücher, die man erst noch gemeinsam lesen möchte.

    #107Verfasserpenguin (236245) 13 Jun. 22, 11:50
    Kommentar

    It would be a real shame, and extremely counterproductive, if people didn't discuss books because they thought there was an amazing literati elite that could do it better. Even people who have studied literature can and should still learn from people who have not.

    Reminds me a bit of my daughter's boyfriend, who didn't like going to museums and art galleries as he thought they were for knowledgeable people. For some years now, he's been dragged to them by my daughter, and has learned to enjoy discussing his own personal interpretation of each piece without a care in the world for what the creator might actually have intended! Imagine what he'd have missed if he'd gone on thinking art was not for people like him.

    #108VerfasserCM2DD (236324) 13 Jun. 22, 12:12
    Kommentar

    Ach so, das ist natürlich was anderes. Da gibt es dann zumindest bei mir eher das Problem, dass ich bei Büchern, die ich vor mehr als einem Jahr gelesen habe, nicht mehr so sicher bin, was in dem Buch eigentlich passiert ist und wie ich darauf reagiert habe. Das verschwimmt dann doch um so mehr, je länger das Lesen zurück liegt.


    PS zu #108: Ja, grundsätzlich sehe ich das natürlich genauso, aber in der Praxis ist es doch etwas schwieriger, Zweifel an den eigenen Gedanken so selbstbewusst bei Seite zu schieben (oder zu akzeptieren), dass man sie trotz der Zweifel öffentlich diskutiert und Freude daran hat. Der Vergleich zu Kunstausstellungen ist aber sehr gut.

    #109Verfasserharambee (91833)  13 Jun. 22, 12:14
    Kommentar

    Gibson, weil du dich oben über David Mitchells Fantasy-Entwicklungen ärgerst -- hast du sein letztes Buch gelesen? Utopia Avenue? Das kommt ganz ohne Fantasy aus, auch wenn Bezüge zu den Fantasyromanen angelegt sind. Die kann man als Easter Eggs wertschätzen, wenn man die anderen Bücher kennt und mochte, sonst kann man sie aber auch einfach ganz anders perspektiviert in die Rahmenhandlung einfügen. Es hat mich nicht ganz so begeistert wie die frühen Bücher (ich mag aber auch das Surreale an seinen Erzählungen sehr gern), aber ich fand es sehr schön zu lesen.

    #110Verfassersummse (1153228) 13 Jun. 22, 13:01
    Kommentar

    nicht über Bücher, die man erst noch gemeinsam lesen möchte.


    Ich sehe die praktischen Probleme und hatte das tatsächlich nicht gemeint, finde die Idee aber durchaus reizvoll. Einen virtuellen Buchclub, sozusagen. Vielleicht könnte man es einfach versuchen. (In Buchclubs finden sich ja auch selten studierte Literaten. Man redet einfach darüber, wie man das Buch verstanden hat, was einem gefallen hat oder nicht etc. - nehme ich an, ich war erst in einem. Und je mehr Blickwinkel, desto interessanter, finde ich.)


    summse, als ich Utopia Avenue gesehen habe, habe ich mich erst gefreut, weil es nicht nach Fantasy aussah, aber das Thema klang für mich dann leider völlig uninteressant. Ich vertrete im Prinzip die Theorie, dass ein guter Autor über alles schreiben kann und ein lesbares Buch daraus wird, aber ideal ist es halt schon, wenn man Stil und Inhalt mag... Ich würde nicht ausschließen, dass ich es je lese, aber im Moment ist es nicht oben auf meiner Wunschliste.


    Es hat mich nicht ganz so begeistert wie die frühen Bücher (ich mag aber auch das Surreale an seinen Erzählungen sehr gern)

    Das hatte ich schon bei "Black Swan Green", was ich ein bisschen blass fand. Im Gegensatz zu den anderen Mitchells, die ich gelesen habe, habe ich keinerlei Erinnerung daran, um was es ging.


    [NB: Ich würde einen Fortsetzungsfaden, so es einen gibt, im QZ ansiedeln, und von mir aus kann Doris auch diesen verschieben, wenn das kein klassisches L&L-Thema ist.]

    #111VerfasserGibson (418762)  13 Jun. 22, 13:53
    Kommentar

    Ich sehe die praktischen Probleme und hatte das tatsächlich nicht gemeint, finde die Idee aber durchaus reizvoll. Einen virtuellen Buchclub, sozusagen. Vielleicht könnte man es einfach versuchen. (In Buchclubs finden sich ja auch selten studierte Literaten. Man redet einfach darüber, wie man das Buch verstanden hat, was einem gefallen hat oder nicht etc. - nehme ich an, ich war erst in einem. Und je mehr Blickwinkel, desto interessanter, finde ich.)


    Da sieht man mal wieder, dass ich keine Ahnung habe. Wenn mich jemand gefragt hätte, was ein Buchclub ist, hätte ich behauptet, dass das ein Marketing-Trick eines Verlages ist, in dem Leute dazu verpflichtet werden, zum Beispiel einmal im Monat ein Buch zu kaufen. Eine Verpflichtung, das Buch auch zu lesen, besteht bei dieser Art des Buchclubs nicht. Wie man sieht, war ich im Gegensatz zu Gibson noch nie Mitglied in einem Buchclub.


    Falls es bei LEO versucht werden soll, wäre ich grundsätzlich dabei, behalte mir aber vor, wieder auszusteigen, wenn mich die Details (nur portugiesisch-sprachige feministische Originalliteratur, ein Buch muss innerhalb von 24 Stunden gelesen werden, jeder muss nach jedem Kapitel eine mindestens fünfseitige Abhandlung schreiben, ...) so gar nicht überzeugen. Bevor eventuell über Details gesprochen wird, müsste sich aber eine ausreichend große Zahl von Interessenten finden. Hat noch jemand Lust? Es ist ja eine Schnapsidee, aber ist das ein Grund, es nicht zu probieren?

    #112Verfasserharambee (91833) 13 Jun. 22, 14:16
    Kommentar

    Solche Buchclubs gab's früher mal. Wenn man versäumte, sich das monatliche Buch auszusuchen, wurde einem der "Toptitel" des Verlags geschickt. Ich weiß nicht, ob es die noch gibt, glaube aber eher nicht. Aber in den öffentlichen Bücherschränken findet man immer noch die unsterblichen Überreste dieser Mitgliedschaften.


    Es ist ja eine Schnapsidee, aber ist das ein Grund, es nicht zu probieren?

    That's the spirit! :-)

    #113VerfasserGibson (418762)  13 Jun. 22, 14:25
    Kommentar

    Beispielsweise die Büchergilde Gutenberg, die es, wie ich gerade festgestellt habe, sogar noch gibt. Die haben auch besonders schöne Bücher produziert. Dort waren wir so lange Mitglied, bis wir alles aus dem Programm gelesen hatten, was uns interessiert, und sind dann ausgetreten.


    Und ja, Buchclubs sind absolut nichts Elitäres. Es gibt sie sogar online, beispielsweise auf Goodreads. Es muss auch nicht Jahre dauern, bis man sich auf ein Buch einigt, das wird entweder durch Mehrheitsentscheid bestimmt oder aus Vorschlägen ausgelost. Disclaimer: Dieses Wissen habe ich mir angelesen.


    Dass ich keine Fantasyromane lese, hat etwas mit persönlicher Vorliebe zu tun und ist auch nichts Elitäres. Auch hier könnte man ja abstimmen, ob man lieber aktuelle Romane liest, Krimis, Sachbücher oder eben Fantasy - und ob sie übersetzt sein sollten, damit man sie nicht im Original lesen muss.

    #114Verfasserpenguin (236245) 13 Jun. 22, 14:40
    Kommentar

    Bei einem Buchclub oder einer Leserunde oder wie auch immer wir das nennen wollen, wäre ich dabei - sofern mich das Buch auch nur im Ansatz interessiert. Wir können es probieren.


    Ich war in einem Lesekreis (so nannten wir es), in dem wir uns monatlich getroffen und über ein Buch diskutiert haben. Die aktuelle Runde, die leider bald nicht existieren wird, nennt sich Lesecafé. In solch einem Buchclub ist es gut, einen Moderator zu haben, der aufpasst, dass die Gespräche nicht zu sehr abschweifen. Aber wahrscheinlich ist es virtuell einfacher beim Thema zu bleibenl


    Bei der Büchergilde Gutenberg bin ich auch Mitglied. Dort werden immer noch richtig schöne Bücher hergestellt. Und auch immer aktuelle Bücher aufgenommen, so dass ich befürchte, nicht alles lesen zu können, was mich interessiert.

    #115VerfasserRed Poppy (876587)  13 Jun. 22, 14:40
    Kommentar

    Eine solche Leserunde hatten wir mehrfach in den Anfängen des Darcy-Fadens.

    Ich erinnere mich an "Train Man", "Deutschland - ein Wintermärchen" und "Die Brüder Karamasoff" - und dann war Schluß.

    Wenn es ein Buch wäre, das mich interessiert, hätte ich daran ebenfalls Interesse.


    Ansonsten kann man ja wirklich wie im Darcyfaden und ansatzweise auch hier nur aufzählen, welche Bücher man gerne gelesen hat und sie weiterempfehlen (oder "entfehlen", falls eben nicht so toll).


     

    #116VerfasserB_Elanna (240251) 13 Jun. 22, 15:11
    Kommentar

    ...auch hier nur aufzählen, welche Bücher man gerne gelesen hat und sie weiterempfehlen (oder "entfehlen", falls eben nicht so toll). - und genau das passiert bei den Darcys: wir geben Antwort auf die Frage "Was lest ihr gerade".

    #117VerfasserRed Poppy (876587) 13 Jun. 22, 15:34
    Kommentar

    "Buchclubs" like the Bertelsmann-Club were just book subscriptions, not "book clubs" as in discussion clubs. I found it quite a good way to "make" myself read German books at a time when that was quite hard work for me. And I still have a couple of pretty good cookbooks from the months that even the book subscription did not entice me to read any of the German novels on offer!

    #118VerfasserCM2DD (236324) 13 Jun. 22, 15:40
    Kommentar

    Und das finde ich persönlich eben nicht so interessant. Ich fände es schöner, wenn man etwas zu dem Buch sagt, dass man gerade liest, oder man sich auf eines bezieht, das hier genannt wurde, und man sich über das Buch unterhält. Da es die reinen Listen ja schon bei Darcy gibt, könnte man hier vielleicht etwas aufeinander eingehen und weiter ausholen? Durchaus auch mit Spoilern, wenn man die anderen vorher warnt, denn ohne auf Details einzugehen, kann man schlecht über etwas reden, finde ich.


    Edit: Das gehört natürlich hinter #117

    #119VerfasserGibson (418762)  13 Jun. 22, 15:42
    Kommentar

    Und wie, Gibson, meinst du, sollten wir vorgehen? Wir sollten ein Buch finden, das mindestens zwei, möglichst mehr Leoniden gelesen haben oder gerade lesen, um darüber im Detail sprechen zu können.

    #120VerfasserRed Poppy (876587) 13 Jun. 22, 15:54
    Kommentar

    Ich wäre dafür, ein Buch zu finden, dass keiner der Teilnehmer gelesen hat oder gerade liest, sondern eines, von dem sich alle überzeugen lassen, es lesen zu wollen. Natürlich muss das keine absolut strikte Regel sein (überhaupt muss es keine strikten Regeln geben), aber wir sind ja jetzt kurz vor der Phase, in der wir diskutieren könnten, wie wir uns das vorstellen. Dass wir es dann - wenn überhaupt - ganz anders machen, ist ja nicht schlimm.


    Inhaltlich wäre ich eher gegen Sachbücher, wobei auch das kein absolutes Muss ist, und vermutlich gegen Fantasy.


    PS: In meinem Idealszenario würden alle mehr oder weniger gemeinsam mit dem Lesen anfangen und vielleicht sogar (praktisch vermutlich kaum durchzuhalten) nach den ersten x Kapiteln pausieren, damit wir uns auf dem gleichen Stand befinden, wenn wir über unsere ersten Eindrücke diskutieren. Wie gesagt vermutlich kaum praktikabel, aber ...

    #121Verfasserharambee (91833)  13 Jun. 22, 16:03
    Kommentar

    *harambee zustimme*

    #122VerfasserRed Poppy (876587) 13 Jun. 22, 16:08
    Kommentar

    *harambee zustimme*


    Vor oder nach dem PS?

    #123Verfasserharambee (91833) 13 Jun. 22, 16:09
    Kommentar

    Vor oder nach dem PS? - sowohl als auch.


    Bei Sachbüchern bin ich zwiegespalten. Ich würde jetzt kein Lehrbuch über organische Chemie lesen wollen, aber vielleicht ein Buch von Mai Thi Nguyen-Kim. Genauso gibt es auch in der Gattung der Biografien lesens- und besprechenswerte Bücher.

    #124VerfasserRed Poppy (876587)  13 Jun. 22, 16:13
    Kommentar

    Man kann es ja auch zweigleisig fahren - zum einen die geplante Diskussion, bei der wir uns vorher auf ein Buch einigen (auch für mich bitte keine Sachbücher - es geht mir beim Lesen immer auch um die Sprache, und das ist bei Sachbüchern einfach viel weniger Thema), und zum anderen kann sich ja durchaus mit der Zeit etwas entwickeln, wenn eben zufällig mehrere Leute das gleiche Buch lesen oder aber jemand anfängt, ein Buch zu lesen, weil ihn die Beschreibung & Empfehlung her interessiert hat. Wir haben ja keinen Zeitdruck. Wenn jemand 4 Woche später auf ein besprochenes Buch zurückkommt, ist das ja nicht schlimm.


    So, und jetzt muss ich lesen gehen :-)

    #125VerfasserGibson (418762)  13 Jun. 22, 16:57
    Kommentar

    Ich möchte doch gerne nochmal eine Lanze für die Darcys brechen - es ist ja nicht so, dass wir NUR aufzählen, was wir gelesen haben oder gerade lesen - nicht für jedes Buch, aber doch öfter als nur gelegentlich, gibt es auch Diskussionen zu Büchern, die von mehreren gelesen wurden, Empfehlungen werden aufgegriffen und auch diskutiert und sogar Bücher weitergegeben an interessierte Mitleser.


    Eine solche Runde lebt immer von gemeinsamen Interessen. Den Darcyfaden gibt es ja schon sehr, sehr lange und die Vorlieben der Mitschreibenden ändern sich hin und wieder - oder wechseln mit neuen Mitschreibenden. Es gab eine Zeit, da wurden fast nur Fantasybücher diskutiert - ein Thema, mit dem ich nicht soo viel anfangen kann. In dieser Zeit habe ich mich zwar nicht an der Diskussion beteiligt, aber zumindest weiter mitgelesen, bis es wieder zu anderen Themen ging. Man läuft allerdings auch Gefahr, dass Leute ganz aussteigen, wenn es zu einseitig wird.


    Diesen Faden gibt es natürlich auch schon sehr lange (2011) - aber er war 11 Jahre tot und wird nun wiederbelebt. Ich will die Diskussionsansätze nicht kaputtschreiben und bin sehr gespannt auf die Entwicklung, die das hier nimmt. Meine Erwartungshaltung aus dem Eröffnungspost wäre aber eine andere, nämlich tatsächlich eine reine Leseliste.


    #126VerfasserB_Elanna (240251) 13 Jun. 22, 16:58
    Kommentar

    Nun, ein eventueller Buchclub oder wie immer wir das nennen, hätte natürlich nur wenig mit dem Anliegen des OP zu tun. Spätestens, wenn wir das Experiment wagen, vielleicht aber auch schon jetzt, sollte dafür ein neuer Faden eröffnet werden.


    Zum Darcyfaden: Ich war da ja auch gelegentlicher Mitschreiber und etwas häufiger Mitleser. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass es sehr viel um Fantasy ging. Da spricht nichts gegen, auch ich habe den Herrn der Ringe mit Freude gelesen, aber so sehr interessierte es mich dann doch nicht. Zudem hatte ich dann eine Phase, in der ich wenig gelesen habe, und die führte dazu, dass ich nur noch selten reingeschaut habe.

    #127Verfasserharambee (91833) 13 Jun. 22, 17:16
    Kommentar

    Danke für die Unterstützung, B_Elanna.


    Zurzeit sprechen immerhin drei Darcys über ein Buch (von Josephine Tey). Und das kommt öfter vor, als andere glauben.


    Klar, geht es bei den Darcys auch um Fantasy oder um Krimis, aber auch sehr oft um andere Bücher - was natürlich immer von den Teilnehmern abhängt.

    #128VerfasserRed Poppy (876587) 13 Jun. 22, 17:26
    Kommentar

    Ich habe über die Jahre immer mal in die Darcys geguckt und tu das auch immer noch sehr gelegentlich, aber ich habe noch nie eine richtige Diskussion mitgekriegt. Vielleicht Zufall, es sind eben auch immer große Lücken dazwischen, aber mehr als "ich fand es so-und-so, und x hat mir gefallen" und als Antwort "Ja, das ging mir ähnlich" habe ich zumindest nicht erlebt. Ich denke auch nicht, dass wir zwei Diskussionsfäden brauchen, aber vielleicht kann mal jemand zu so einer weitergehenden Diskussion verlinken?


    Edit: Ich meine, so ganz grob, so etwas:

    Siehe auch: Did anybody happen to read 'The Passage' by J...

    #129VerfasserGibson (418762)  13 Jun. 22, 18:02
    Kommentar

    aber vielleicht kann mal jemand zu so einer weitergehenden Diskussion verlinken? - eine solche habe ich in meiner #128 erwähnt. Schau dir die letzten 10 Einträge im gerade geschlossenen Darcy-Faden an. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Diskussion für dich "weitergehend" genug ist. Hätten mehr Leute das Buch gelesen oder in bester Erinnerung, dann hätte es noch mehr Stimmen dazu gegeben.

    #130VerfasserRed Poppy (876587) 13 Jun. 22, 20:22
    Kommentar

    Gut, ich habe den Faden jetzt gesucht, und da geht es tatsächlich mal eine Weile um das gleiche Buch, aber ist wirklich eher selten, oder? Wenn sich da eine andere Entwicklung abzeichnet, wäre das ja schon mal gut. In meinem Fall kommt dazu, dass die Bücher dort alle nicht so meins sind, aber das würde sich mit neuen Teilnehmern ja möglicherweise auch ändern.


    Allerdings ist mir nicht so klar, warum - jedenfalls empfinde ich es so, vielleicht stimmt das gar nicht - ein Faden hier ein Problem wäre. Offenbar gibt es ja ein paar Leute, die an einem Bücherfaden nicht uninteressiert wären, sich aber aus welchen Gründen auch immer aber nicht im Darcy aufgehoben fühlen. Da ergibt es für mich Sinn, parallel einen anderen laufen zu lassen, mit vielleicht leicht anderen Schwerpunkten. Der geneigte Leonide kann ja durchaus beide Fäden lesen :-)

    #131VerfasserGibson (418762)  13 Jun. 22, 21:43
    Kommentar

    OT, weil nicht Antwort auf "Was lest Ihr gerade?", sondern auf "Was hast du als Erstes gelesen?"


    Aus den Lebenserinnerungen eines Lesers (I):

    Als wir (meine Mutter und ich) nach dem 2. Weltkrieg als Flüchtlinge (= Heimatvertriebene, nicht "Geflüchtete") aus Schlesien nach Bayern kamen, hatte die Mutter nur ein einziges Buch mit dabei: das Gebetbuch des Erzbistums Breslau. Einige Zeit später bekam ich ein eigenes Buch: Das Erstlesebuch der Schule. Und dann schenkte eine wohlmeinende Nachbarin, die um meiner Mutter Seelenheil besorgt war, ihr ein weiteres Buch: das Neue Testament (in der 1946 neu erschienenen Übersetzung von Konstantin Rösch). Meine Mutter reichte den kleinen Band an mich weiter und der war während der ersten Klasse mein einziger Lesestoff außer dem Schullesebuch. Ich las das NT eifrig von vorn bis hinten durch, und meine Mutter war damit zufrieden, bis ich eines Tages in die Geheime Offenbarung vordrang und dann sie in aller Arglosigkeit fragte: "Was ist eigentlich die 'Große Hure Babylon'?" Mutter war entsetzt: "Steht das in diesem Buch?" Ich nickte. Und so nahm sie das 'gefährliche Buch' in Verwahrung.

    Bald darauf bekam ich zum Geburtstag mein erstes eigenes Buch geschenkt: Eine schön illustrierte Ausgabe der Geschichten des Barons von Münchhausen ...


    (P.S. Wäre es vielleicht sinnvoll oder nützlich, einen Faden einzurichten mit dem Thema "Mein erstes Buch"?)

    #132VerfasserMiMo (236780) 14 Jun. 22, 07:55
    Kommentar

    (P.S. Wäre es vielleicht sinnvoll oder nützlich, einen Faden einzurichten mit dem Thema "Mein erstes Buch"?)


    Ich erinnere mich nicht an mein erstes Buch und ich vermute, dass es vielen ähnlich geht.

    #133Verfasserharambee (91833) 14 Jun. 22, 10:09
    Kommentar

    Durch Mimos Erzählung angestoßen erinnere ich mich daran, dass ich eine Kinderbibel hatte, die ich in der Kirche dabeihaben durfte, damit ich stillsitze, aber an mein erstes Buch erinnere ich mich auch nicht. Bei einigen war es vielleicht auch ein Sparbuch ;-)

    #134VerfasserGibson (418762) 14 Jun. 22, 10:30
    Kommentar

    Ich erinnere mich an das erste Buch, das ich im Alter von 6 Jahren selbstständig gelesen habe. Mio mein Mio von Astrid Lindgren. Himmel war ich damals stolz... und vor allem froh, dass ich nicht mehr auf meine Mutter angewiesen war, die für meinen Geschmack viel zu wenig Zeit für's Vorlesen hatte.

    #135VerfasserGreenhouse (19027) 14 Jun. 22, 11:38
    Kommentar

    I remember the first book I read in school, when I was 4. It was a Peter and Jane book, and I'm pretty sure it involved a ball in a tree. And a dog. Google supports this memory :) We had to read independently in the school and at home, and the books had different coloured bands on them depending how difficult they were supposed to be: brown, purple etc. My home life being extremely boring, as an only child living with my grandad, I was pretty desperate for something - anything - to do, so flew through the books. Was probably annoying for the teacher!

    #136VerfasserCM2DD (236324) 14 Jun. 22, 11:55
    Kommentar

    Ich weiß nicht mehr, ob das meine ersten Bücher waren aber zwei sind mir aus meiner Kindheit sehr in Erinnerung geblieben.

    1. Buch: die Protagonistin trug meinen Vornamen. Sie fand in der Geschichte ein Dinosaurier-Ei, aus dem ein pflanzenfressender Dino schlüpfte und fortan mit der Protagonistin befreundet war, durch dick und dünn ging. Merkwürdigerweise hatten die Buch-Eltern die gleichen Namen wie meine Eltern, gleiches bei den Geschwistern. Ich war total verblüfft und verzaubert. :)

    Später stellte sich für mich heraus, dass meine Eltern das Buch hatten personalisieren lassen, um es mir, damals großer Dino-Fan, zum Geburtstag zu schenken. Ich denke, ich war 6 oder 7.

    2. Buch: Nero Corleone. Ich habe das Buch gehütet wie einen Schatz. Ich liebte die Geschichten über den mutigen Kater und besonders liebte ich die Illustrationen. Ich habe oft darin gelesen, manchmal nur geblättert und war stolz auf mich, dass keine einzige Seite ein Eselsohr oder einen Fettfleck hatte, nichts angemalt war.

    Leider ist mir das Buch irgendwann verloren gegangen..

    #137VerfasserNachteule (463921) 14 Jun. 22, 12:05
    Kommentar

    Christopher Clark: The Sleepwalkers.


    Nachdem ich so viel Gutes über dieses Buch gehört habe, das den Vorlauf zum Ersten Weltkrieg beschreibt, wollte ich es dann doch auch selbst gelesen haben. Wirklich ausgezeichnet! Ich habe gerade den ersten Teil zu Ende gelesen, der die Gemengelage auf dem Balkan unter Einbeziehung der umliegenden Großmächte, vor allem Österreich-Ungarn und Russland, beschreibt. Junge, was für komplexe Zustände. Irgendwie denkt man ja immer: Thronfolger & Gattin ermordet, zack, Weltkrieg. (Etwas pointiert dargestellt.)


    Aber was da für Allianzen, Bestrebungen, Nationalismen, Abhängigkeiten, Königs- und Politikermorde, wilde Gestalten in den davor liegenden Jahrzehnten mitgespielt haben, das reicht, um einen völlig den Überblick verlieren zu lassen. Und dabei habe ich mit der Lage an den anderen Fronten noch gar nicht angefangen. Jetzt aber!


    P.S. & Edit: Ach sorry, hatte die letzte Diskussion noch gar nicht gelesen sondern mich nur am OP orientiert. Na, egal.

    #138VerfasserJesse_Pinkman (991550)  14 Jun. 22, 12:09
    Kommentar
    An mein erstes Buch kann ich mich auch nicht erinnern, aber an ein paar Bücher aus meiner Kindheit erinnere ich mich bis heute:

    Als ich klein war, habe ich das “European Word Book” von Richard Scarry geliebt. Alle möglichen gezeichneten Dinge (eine Doppelseite mit verschiedenen Fahrzeugen, eine mit Sachen zum Frühstücken, verschiedenen Gebäuden, einem Spielplatz usw.) und neben jedem Ding stand sein Name auf deutsch, englisch und französisch. Sehr praktisch, da ich damals Deutsch und Englisch konnte und über den damaligen Wohnort meiner Großeltern auch mit Französisch in Berührung kam.

    Zu meinem fünften oder sechsten Geburtstag bekam ich, weil ich immer so viele Fragen stellte, Knaurs Jugendlexikon, damit ich zukünftig selber nachschlagen möge. Das habe ich von vorn bis hinten durchgelesen und meinen Eltern ständig die neuesten Fakten referiert :o) Besonders konnte ich mich für die verschiedenen mythologischen Figuren begeistern und bekam kurz darauf je einen Band Germanische Göttersagen und Artussagen geschenkt, das waren in der ersten Hälfte meiner Grundschulzeit wohl meine Lieblingsbücher.

    Und zur Einschulung hatte ich ein Buch von Paul Gallico in der Schultüte, eine Geschichte mit einem Meerschweinchen. An die Handlung kann ich mich nicht mehr erinnern, aber an ein oder zwei Formulierungen aus dem Buch, z.B. „zwischen zwölf Uhr“, das war die Zeit, in der die Uhr zwölfmal schlägt (ich glaube, in dieser Zeit konnte das Meerschweinchen sprechen). Leider habe ich dieses Buch (im Gegensatz zu den anderen) nicht mehr.
    #139VerfasserDragon (238202)  14 Jun. 22, 12:47
    Kommentar
    Zur Frage, was ich gerade lese: ich habe gerade „The Mad Women‘s Ball“ von Victoria Mas (eine Übersetzung aus dem Französischen) beendet, jetzt wende ich mich wieder den vorher begonnenen „Troubles“ von J. G. Farrell zu. Zufällig beides Bücher, die in der Vergangenheit spielen, die „Troubles“ kurz nach dem ersten Weltkrieg in England und vor allem Irland, die „Mad Women“ im Paris der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, größtenteils in einem Irrenhaus, der Salpetrière.

    Der Mad Women‘s Ball ist ein recht schmales Buch und hat mich aufgrund des ungewöhnlichen Settings und der damit einher gehenden Betrachtung der Behandlungsweise für psychisch kranke (oder als solche wahrgenommene) Frauen sehr interessiert; eine Figur in diesem Roman kann allerdings Tote sehen und mit ihnen kommunizieren, was ich persönlich nicht gebraucht hätte.

    „Troubles“ ist voll mit skurril-schrägen Personen und Erlebnissen vor dem Hintergrund zunehmender Unruhen in Irland. Manche Szenen sind unglaublich komisch, mit anderen kann ich nichts anfangen. Ich habe gut die Hälfte des Buches gelesen und weiß immer noch nicht, ob oder wem ich es empfehlen würde.

    Die Idee eines „Leseclubs“ finde ich schön. Wenn ihr ein Buch auswählt, das bereits auf meinem Mount TBR liegt oder das mich anspricht, wäre ich gern dabei. Ob ich viel Sinnvolles zu einer eventuellen Diskussion beitragen kann, wird man dann sehen…
    #140VerfasserDragon (238202) 14 Jun. 22, 13:12
    Kommentar

    An mein erstes selbstgelesenes Buch kann ich mich nicht erinnern, aber hier im Reagl stehen viele der Bilder-Sach-Erklärbücher von "Mein erstes Buch von/vom..." "So funktioniert mein Körper" und so weiter.

    Und "Die kleine Rauper Nimmersatt" und "Die kleine Katze" und ähnliches.

    Mir wurde früh schon sehr viel vorgelesen, "Ronja Räubertochter", "Jim Knopf", "Momo", "Die unendliche Geschichte" und später "Tom Saywer" und "Huckleberry Finn".

    Die Reihe "Der Drachenbeinthron" von Tad Williams hat dann zuerst mein Vater gelesen und im Anschluss ich.

    Die Krimis von Charlotte MacLeod waren dann unsere Urlaubslektüre, welche meine Eltern und ich hintereinander gelesen haben, und wenn dann jemand in der Hängmatte/auf dem Liegestuhl vor sich hin kicherte genügte ein Stichwort und alle lachten, :-)


    Ich fände es schön, auch mal den Inhalt von Büchern zu diskutieren.

    Wir müssten halt einen Zeitpunkt festlegen an dem man die Diskussion startet.

    Nur lesen manche schnell und manche lamgsamer, auch der Zeit geschuldet die man dafür hat.

    Wie einigt man sich darauf, ob alle noch warten oder das Gespräch schon beginnen kann?

    Finden wir ein Buch das alle noch nicht gelesen haben oder ist es in ordnung wenn manche ihr Wiseen darum wieder auffrischen und versprechen auf keinen Fall etwas zu verraten was die anderen noch nicht gelesen haben?

    Darf man stiller Leser werden, wenn man merkt: "neee also das ist so garnicht mein Buch"?


    Ich lese gerne Fantasy, und (historische) Krimis und schräge Krimis, und gut geschriebene (halb-)fikitonale Erzählungen aus allen Teilen der Weltgeschichte.

    Was nicht sein muss sind die düsteren/brutalen Thriller, das Leben ist momentan beunruhigend genug für mich.

    Wobei ich Clive/Cussler früher auch gerne gelesen habe...

    #141VerfasserLanni (1131571) 15 Jun. 22, 00:19
    Kommentar



    Ich schlage vor, dass einfach jemand anfängt und ein Buch vorschlägt (Lanni, du?) - die anderen können ja dann entscheiden, ob sie mitlesen, das Buch vielleicht sogar kennen oder sich ausklinken.


    Wem das Genre nicht so gefällt, der kann ja als Nächste/r einen Vorschlag machen.



    #142Verfasserpenguin (236245) 15 Jun. 22, 13:08
    Kommentar

    Zwischenfrage:


    Passende Antworten z.B.:

    "Mansfield Park von Jane Austen."

    "Die Künstlerbiografien von Giorgio Vasari."


    Alles klar? [Zwinkersmiley] (#0)


    Geht es der Fadeneröffenerin, dem Fadeneröffner überhaupt um einen Austausch? Bin mir gerade nicht so sicher.

    #143VerfasserWittGenStein (1323045)  15 Jun. 22, 13:15
    Kommentar

    Der (fast 11 Jahre alte!) Faden hat sich halt in diese Richtung entwickelt. Soll vorkommen.

    #144Verfasserpenguin (236245) 15 Jun. 22, 13:17
    Kommentar

    Geht es der Fadeneröffenerin, dem Fadeneröffner überhaupt um einen Austausch? Bin mir gerade nicht so sicher.


    Ich zitiere die weise Bemerkung aus #127:


    Nun, ein eventueller Buchclub oder wie immer wir das nennen, hätte natürlich nur wenig mit dem Anliegen des OP zu tun. Spätestens, wenn wir das Experiment wagen, vielleicht aber auch schon jetzt, sollte dafür ein neuer Faden eröffnet werden.

    #145Verfasserharambee (91833) 15 Jun. 22, 13:17
    Kommentar

    Morgen sollten doch alle Literaturexperten/innen ihren Ulysses aufschlagen 😉

    #146VerfasserWik (237414) 15 Jun. 22, 13:25
    Kommentar

    Die Clublektüre würde ich aussitzen und beim nächsten Buch wieder einsteigen, Bloomsday hin oder her.

    Wer aber auch mit Hörbüchern etwas anfangen kann: es gibt einen Podcast “Friends of Shakespeare and Company read Ulysses”, in dem das Werk häppchenweise von vielen mehr oder weniger bekannten Leuten vorgelesen wird. Gestartet ist das Ganze im Februar und wurde so terminiert, dass sie am Bloomsday durch sind. Das habe ich mir tatsächlich vorgenommen und bin gespannt, wie lange ich durchhalte…

    #147VerfasserDragon (238202) 15 Jun. 22, 13:38
    Kommentar

    Ich mache morgen, wenn ich mehr Zeit habe, einen Faden, und dann gucken wir einfach mal.

    #148VerfasserGibson (418762) 15 Jun. 22, 16:46
    Kommentar
    #149VerfasserGibson (418762)  16 Jun. 22, 14:36
    Kommentar

    Ich habe innerhalb von 28 Stunden die Autobiografie von Hardy Krüger junior gelesen "Wendepunkte". Sehr gut geschrieben, ein echt spannendes Leben (äußerlich und "innerlich") und ein Treffer für jemanden wie mich, der als Buchgenre fast nur noch Autobiografien liest, aber manchmal am Schreibstil der Autoren bzw. Co-Autoren scheiterte. Hier stimmte für mich alles, auch die Dramaturgie. Und das Fehlen von Larmoyanz, Schuldzuweisungen, Anklagen, Schmutzige-Wäsche-Waschen etc.

    #150VerfasserBraunbärin (757733) 19 Jun. 22, 08:34
    Kommentar

    Ich habe die Leseprobe von "Self-contained" beendet (#71), aber es hat mir leider nicht gefallen, was wahrscheinlich vor allem daran liegt, dass ich mit der Protagonisten nicht viel gemeinsam habe und sie auch nicht sehr sympathisch finde. Ich fand auch die humorvoll-selbstironischen Beschreibungen eher klischeehaft. Ich würde aber schrecklich gern das Ende wissen - zum Schluss doch eine Beziehung, oder bleibt sie Single? Lunda, liest du noch mit und kannst mir das verraten?

    Dann habe ich ebenfalls die Leseprobe von "Ungebunden" gelesen, die leider sehr kurz ist - gerade mal das Vorwort der deutschen Ausgabe. Das fand ich aber schon sehr interessant. Vielleicht lese ich ja doch mal ein Sachbuch.


    Braunbärin, kennst du Peter Ackroyd? Das ist eigentlich ein Autor, der aber auch einige Biographien schreibt. Letztere habe ich nicht gelesen (da ich ja lieber fiction lese), aber ich gehe davon aus, dass die auch sprachlich gut sind.

    #151VerfasserGibson (418762) 19 Jun. 22, 13:10
    Kommentar

    Braunbärin, kennst du Peter Ackroyd? 

    Nein, wenn dann nur vom Namen, wie auch Dan Ackroyd, ...

    ... habe ihn aber jetzt kurz geg°°gelt. Das ist glaube ich eher nichts für mich. Aber vielen Dank, Gibson.

    ---

    Das zweite Buch, das ich Freitag aus der Stadtbibliothek XY mitnahm, war eines von Hermann van Veen, war auch bei den Autobiografien. "Solange es leicht ist".

    Ich habe vorhin so 30 Seiten gelesen. Es ist recht typisch van Veen, witzig-melancholisch z.B., gut beobachtend (es geht u.a. auch ums Altern), aber mir fast zu poetisch.

    #152VerfasserBraunbärin (757733)  19 Jun. 22, 13:43
    Kommentar

    @Braunbärin: Nein, wenn dann nur vom Namen, wie auch Dan Ackroyd, ...


    Dann gehe ich davon aus, dass Du kein Fan der Blues Brothers bist?

    #153VerfasserJesse_Pinkman (991550) 19 Jun. 22, 15:12
    Kommentar

    (Nein, die haben mich nie interessiert ...)

    #154VerfasserBraunbärin (757733)  19 Jun. 22, 15:22
    Kommentar

    # 151 Ja, ich schaue immer mal wieder rein. Ich fand den Stil von Emma John auch eher flapsig und irgendwie sehr englisch-ironisch, und mein Leben ist auch ein bisschen anders, aber einiges hat mich schon angesprochen, z.B. wie "außen vor" man sich fühlen kann, wenn die Freundinnen auf einmal nur noch über Babyschalen für das Auto reden und darüber, wie schwer es ist, ein Lokal für die Hochzeitsfeier zu finden, wie anstrengend es sein kann, sich ganz alleine um Dinge wie "das Wohnzimmer streichen" kümmern zu müssen, und wie Freundschaften auseinandergehen, wenn die Freunde und Freundinnen eine feste Beziehung eingehen. Sie ist am Ende immer noch Single, kümmert sich um ihre erkrankte Mutter und wird eine tolle Tante.


    Das Vorwort von Teresa Bücker in "Ungebunden" finde ich grandios. (Es ist aber zugegeben doof, dass man bei der Leseprobe nur das Vorwort bekommt und nichts von dem eigentlichen Buch.)


    Generell kann ich gut verstehen, dass diese Bücher für Frauen, die nicht in derselben Situation sind, einfach nicht besonders relevant sind. Ich selbst lese ja auch keine Bücher "Wie ich nach 10 Jahren Ehe immer noch meinen Mann sexy finde" oder "Wie ich meine Karriere auch mit drei Kindern voranbringe" - einfach weil das nicht mein Leben ist.


    Ansonsten lese ich gerade "The Great Circle" von Maggie Shipstead. Ich kopiere kurz was dazu rein:


    After being rescued as infants from a sinking ocean liner in 1914, Marian and Jamie Graves are raised by their dissolute uncle in Missoula, Montana. There—after encountering a pair of barnstorming pilots passing through town in beat-up biplanes—Marian commences her lifelong love affair with flight. At fourteen she drops out of school and finds an unexpected and dangerous patron in a wealthy bootlegger who provides a plane and subsidizes her lessons, an arrangement that will haunt her for the rest of her life, even as it allows her to fulfill her destiny: circumnavigating the globe by flying over the North and South Poles.


    A century later, Hadley Baxter is cast to play Marian in a film that centers on Marian's disappearance in Antarctica. Vibrant, canny, disgusted with the claustrophobia of Hollywood, Hadley is eager to redefine herself after a romantic film franchise has imprisoned her in the grip of cult celebrity. Her immersion into the character of Marian unfolds, thrillingly, alongside Marian's own story, as the two women's fates—and their hunger for self-determination in vastly different geographies and times—collide. Epic and emotional, meticulously researched and gloriously told, Great Circle is a monumental work of art, and a tremendous leap forward for the prodigiously gifted Maggie Shipstead.(less)

    https://www.goodreads.com/book/show/54976986-...


    Gefällt mir gut; habe heute den ganzen Tag damit verbracht.

    #155VerfasserLunda (254456) 19 Jun. 22, 20:40
    Kommentar

    Wie schön, dass dieser alte Faden nicht nur wiederbelebt wurde, sondern sogar einen Leseclub-Ableger bekommen hat!


    Da weiter oben jemand Bedenken hatte, ob ein solcher Leseclub oder überhaupt weiterer Austausch von dem/der Fadeneröffner/in gewünscht sei:


    Aber klar doch! Tut mit dem Faden, was Euch gefällt! :-)

    #156VerfasserMöwe [de] (534573)  20 Jun. 22, 08:57
    Kommentar

    Edith griff nun zur neuen "Schrot und Korn" mit recht politisch-gesellschaftlich wichtigen Themen. Damit sind zwei Abende abgedeckt.

    #157VerfasserBraunbärin (757733)  26 Jun. 22, 10:15
    Kommentar

    @152

    Der Dan heißt mit Nachnamen Aykroyd, nicht Ackroyd.

    #158VerfasserPippilotta007 (1196225) 29 Jun. 22, 10:36
    Kommentar

    Danke.

    #159VerfasserBraunbärin (757733) 29 Jun. 22, 10:56
    Kommentar

    Was lest Ihr gerade? 


    I'm reading "Rosewater" by Tade Thompson - Nigerian science fiction set only a few decades in the future. Since I don't know anything about Nigeria, the bits about normal life are as alien (no pun intended) to me as the actual sci-fi bits (that I don't know that much about yet - there's some kind of artifact in the city that bestows a certain sensitivity on some people, but because the story it told backwards and forwards, from before the artifact to now, not much has been explained (I'm only at 17%)). So far I'm really enjoying it.


    (later: I still like it, but there's some disturbing imagery, so if you're as faint-hearted as I am, be warned.)

    #160VerfasserGibson (418762)  30 Jun. 22, 18:11
    Kommentar

    "The Sweetness of Water" by Nathan Harris


    Wunderschön geschrieben (aber ich habe den dunklen Verdacht, dass es stellenweise zu grausam für mich sein könnte; zwei der Hauptpersonen sind gerade freigelassene Sklaven, einer etwas geistig behindert, was vermutlich von einer Misshandlung stammt. Ich bin da wirklich mimosig.) Aber sonst ist es toll bisher.

    #161VerfasserGibson (418762) 12 Jul. 22, 10:52
    Kommentar


    Von Eva Demski lese ich "Neue Gartengeschichten", geschrieben im ersten Corona-Jahr 2020 (und vielleicht noch in 2021 rein). Sie hat diesen Garten seit ca. 50 Jahren - eine sehr lange Zeit!

    Der Stil von der Demski ist besonders; insgesamt nicht so leicht, ihrem Duktus zu folgen. Mit ihren anderen Büchern ging es mir in den letzten 20 Jahren genauso.

    #162VerfasserBraunbärin (757733) 15 Jul. 22, 10:38
    Kommentar

    Die "neuen Gartengeschichten" habe ich im letzten Jahr gelesen. Es war das erste "nichtwissenschaftliche" Buch für mich, in dem Corona eine Rolle spielte. Als ich es gelesen habe, war ich definitiv noch nicht soweit, mich mit dem Thema auch literarisch-passiv (als Leserin) auseinander zu setzen, so dass es mich eher gestört hat. Jetzt, ein Jahr später, frage ich mich, inwieweit Autoren den Corona-Alltag aufgreifen und in ihre Werke einarbeiten. Wird es zum Beispiel einen Roman im Stile von "Passing" geben, in dem Ungeimpfte versuchen, in einer 2G-Welt ein einigermassen normales Leben führen?


    #163VerfasserB_Elanna (240251) 15 Jul. 22, 11:07
    Kommentar

     inwieweit Autoren den Corona-Alltag aufgreifen und in ihre Werke einarbeiten. 


    Der weiter oben (#68) erwähnte Phil Rickman lässt den aktuellen Band seiner Krimireihe wirklich im aktuellen England spielen: mit Corona. Die Pandemie ist kein Haupthandlungsstrang, aber sie existiert und wird erwähnt; das fand ich gut. Es hat mich die ganze Zeit irritiert, wenn im Fernsehen oder in der Literatur etwas "jetzt" stattfinden sollte und es kein Corona gab.

    #164VerfasserGibson (418762) 15 Jul. 22, 11:30
    Kommentar

    Ich habe zuletzt "Sea of Tranquility" von Emily St John Mandel gelesen. Dort spielen Pandemien auch eine Rolle, und Covid19 kommt ganz am Rande vor. Es ist eine verschachtelte Geschichte, die in verschiedenen Zeiten spielt - auch und viel in der Zukunft. (Man sollte sich davon aber nicht abhalten lassen; es geht zwar um Zeitreisen, aber viel mehr geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe, Verantwortung, Familie, Freundschaft, die Bedeutung von Literatur und Kunst, den Umgang mit Krisen.) Man erfährt am Rande, dass es immer wieder solche Pandemien wie Covid19 gegeben hat, mal schlimmer, mal weniger schlimm, und auch in ferner Zukunft gibt es Lockdowns, um die Verbreitung von (nicht näher beschriebenen) Krankheiten zu verhindern.


    https://www.theguardian.com/books/2022/apr/20...


    Ich kann das Buch sehr empfehlen; liest sich gut und manche Szenen bleiben noch lange im Kopf.



    #165VerfasserLunda (254456) 17 Jul. 22, 21:32
    Kommentar
    Klingt super.
    #166VerfasserJesse_Pinkman (991550) 17 Jul. 22, 21:34
    Kommentar

    Es freut mich, dass es dir gefällt - das war mein erster Vorschlag im ersten "Leo liest"-Faden gewesen: Siehe auch: Leo liest Convenience Store Woman Hat sich aber damals nicht durchgesetzt ;-)

    #167VerfasserGibson (418762)  17 Jul. 22, 21:36
    Kommentar

    Auch ich lese mit "Dragon Fly Sea" von Yvonne Adhiambo Owuor" ( https://www.goodreads.com/book/show/40640865-... ) gerade ein Buch, dass sich bei "Leo liest" nicht hat durchsetzen können. Ich bin gerade erst bei einem Drittel, also immer noch auf Pate und bereue es nicht, das Buch ausgewählt zu haben. Ganz leichte Kost ist es nicht und die Sprache ist für mich nicht immer ohne. Deshalb lese ich das Buch vergleichsweise langsam.

    #168Verfasserharambee (91833) 18 Jul. 22, 06:49
    Kommentar

    Was ist "auf Pate lesen"?

    #169VerfasserSelima (107) 18 Jul. 22, 06:50
    Kommentar

    Selima, das war ein unbeabsichtigtes geographisches Rätsel. (-; , das ich durch das fehelnde Komma nach pate vielleicht noch erschwert habe. Pate ist eine Insel, auf der der erste Teil des Romans spielt:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Pate_(Insel)

    #170Verfasserharambee (91833)  18 Jul. 22, 06:54
    Kommentar

    ;) Ah, danke. Bei mir steht das Buch auch schon seit einer Weile auf "besorgen". Mal sehen, wie Dein Fazit sein wird.

    #171VerfasserSelima (107) 18 Jul. 22, 06:56
    Kommentar

    Als Geschenk bekam ich kürzlich "Unexpected Magic", einen Band von Diana Wynne Jones, einer Autorin, die mir bisher unbekannt war. Es sind 16 ganz unterschiedliche Geschichten aus den Genres Fantasy und SF und auch realistisch-skurrile Stories aus Familiendramen, wenn etwa die Mutter stur auf 'Bio' umschaltet oder die ungeliebte Tante Nichten und Neffen als Dienstboten in den Urlaub mitnimmt. Dabei sind auch Parodien auf Fantasy (eine junge Frau ist unsterblich in die Sonne /the sun ist männlich!/ verliebt und mutiert deshalb zum Baum, einer Buche) oder auf SF (der PC einer SF-Autorin wird von außerirdischen Aliens zur Kommunikationszentrale für einen Sprung aus einem Wurmloch auf die Erde umfunktioniert). Alle Geschichten sind amüsant und von einem feinen Humor durchzogen. Ich werde wohl darauf hin wirken, dass mein Umfeld mir öfter Bücher von Diana Wynne Jones schenkt. (Nota bene: Ironie!)


    https://en.wikipedia.org/wiki/Diana_Wynne_Jones

    https://en.wikipedia.org/wiki/Diana_Wynne_Jon...

    #172VerfasserMiMo (236780) 19 Jul. 22, 19:07
    Kommentar

    Ich bin jetzt durch mit "Dragonfly Sea". Da Selima in #171 um ein Fazit gebeten hat, versuche ich mich mal, obwohl es nicht einfach ist.


    Für mich war es kein ganz einfaches Buch. Es gab Phasen, in denen ich sehr berührt war und andere, in denen sich die Handlung etwas in die Länge zog. Die Druckausgabe hat ja auch über 500 Seiten. Was die Emotionen betrifft, war es in jedem Fall eine Achterbahnfahrt. Es gab einige Stellen, die ich vermutlich nicht komplett verstanden habe und andere, die ich nicht verstehen wollte. Es gab schon fast zu viele Anspielungen auf Geschehnisse in der Welt in den letzten zwanzig Jahren. Vermutlich habe ich bei weitem nicht alle erkannt. Für lesenswert halte ich das Buch auf jeden Fall, aber am Ende bleibt bei mir ein gewisses Gefühl der Ratlosigkeit.


    Ich hatte das Buch ja zweimal für LEO liest vorgeschlagen. Ich denke, es wäre interessant, aber auch schwierig gewesen, über das Buch zu sprechen. Entweder hätten wir irgendwann aufgegeben oder es hätte recht lange gedauert.


    Sollte jemand von Euch es irgendwann lesen, würde mich Euer Eindruck interessieren.

    #173Verfasserharambee (91833) 24 Jul. 22, 16:42
    Kommentar

    Noch lese ich es nicht, aber hoffentlich bald:


    "Das Monster danach" (Nils Winkler, Gitta Meiner)





    Buchbeschreibung von Thalia.de:


    Millionen Menschen weltweit leiden an ME/CFS, dem Chronischen Fatigue Syndrom. Sehr viele in Folge einer Covid-Infektion, dem Post Covid Syndrom. Über 60% sind nicht mehr arbeitsfähig. Dennoch sind die Betroffenen meist auf sich allein gestellt, da ME/CFS bei Ärzten weitgehend unbekannt und wegen der vielfältigen Symptome schwer zu greifen ist.

    Familienmitglieder und Freunde tun sich oft schwer mit der Erkrankung, die sehr viele Gesichter hat und die Betroffenen aus dem Leben reißt – obwohl sie gar nicht krank aussehen.

     

    Das Buch erklärt ME/CFS verständlich und ist ein Handbuch für Betroffene und ihre Angehörigen, um mit der Krankheit umzugehen. Es vermittelt das notwendige Basiswissen für Gespräche mit Ärzten, behandelt auch soziale Fragen wie die Anerkennung einer Behinderung, Reha und Rente. Es ist aber auch ein leichter Einstieg in das Thema für behandelnde Ärzte und medizinisches Personal.

     

    Hier findet man das gesammelte Basiswissen zu ME/CFS –auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und Medizin: Woran erkenne ich, dass ich ME/CFS habe? Was ist dabei zu beachten? Wie kann man mit der Krankheit leben und wie mit Behörden und Leistungsträgern umgehen? Vielleicht die wichtigste Frage: was bedeutet diese Diagnose überhaupt? Und was hat es mit Long Covid zu tun?

     

    Betroffene kommen zu Wort, wichtige Fachbegriffe werden erklärt und es wird aufgezeigt, wo es seriöse, vertiefende Informationen gibt.

     

    „Dieses Buch gibt einen fundierten Einblick in das Krankheitsbild ME/CFS“, so der 2. Vorsitzende der Patientenorganisation Fatigatio e.V., Rüdiger Stumpp: „Gestützt auf aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen kombiniert es medizinische Fakten und hilfreiche Empfehlungen in sozialen Fragen“.



    #174VerfasserWittGenStein (1323045) 24 Jul. 22, 18:03
    Kommentar

    und andere, die ich nicht verstehen wollte. 


    Das schreckt mich jetzt eher ab. Das Buch ist nach wie vor auf meiner "Wenn ich Lesenachschub brauche"-Liste, aber ich bin noch unentschlossen. Leider bleiben mir Misshandlungen und Grausamkeiten (ich nehme an, dass sich der Satz darauf bezieht) monate-, wenn nicht jahrelang im Kopf, und es gibt Beschreibungen, von denen ich ehrlich wünschte, ich hätte sie nie gelesen.


    "Sea of Tranquility" habe ich heute als Audio- statt als normales Buch gekauft in der Hoffnung, dass es mich auf lange Spaziergänge treibt (im Moment bin ich sehr faul, weil es mir zu warm ist).

    #175VerfasserGibson (418762) 24 Jul. 22, 20:17
    Kommentar

    Leider bleiben mir Misshandlungen und Grausamkeiten (ich nehme an, dass sich der Satz darauf bezieht) monate-, wenn nicht jahrelang im Kopf, und es gibt Beschreibungen, von denen ich ehrlich wünschte, ich hätte sie nie gelesen.


    Nein, um Misshandlungen ging es mir bei dem Satz nicht und um Grausamkeiten nur insofern, dass das Leben der Akteure nicht immer schön ist. Es gibt aber keine expliziten Beschreibungen von Gewaltszenen. Zwischen den Zeilen schon vereinzelt (und da mehr auf psychologischer Ebene), aber ich denke nicht, dass Du deswegen auf das Buch verzichten musst. Ich bin auch niemand, der mit Gewaltszenen gut zurecht kommt, aber das war hier kein Problem. Es gab viele Stellen, die mich zum Nachdenken angeregt haben, aber schlaflose Nächte hat mir das Buch nicht beschert.


    Mit "die ich nicht verstehen wollte" meinte ich eher Situationen, in denen ich nicht darüber nachdenken wollte, warum sich Menschen (und Staaten) manchmal so merkwürdig verhalten können. Ich würde nicht mal sagen, dass die Stimmung im Buch überwiegend trübe ist. Überwiegend fröhlich ist sie aber auch nicht. Wie schon gesagt war es für mich emotional eine Achterbahnfahrt, aber das ist ja kein schlechtes Zeichen für ein Buch.


    PS: Nach allem, was ich gehört habe, ist "Das verlorene Paradies", das ja in "Leo liest" vorgeschlagen wurde, ein Buch, das sehr belasten kann. "Dragonfly Sea" ist nicht auf ähnliche Weise belastend, aber ein Gute-Laune-Buch ist es auch nicht, auch wenn es durchaus amüsante und schöne Szenen gibt.

    #176Verfasserharambee (91833)  24 Jul. 22, 22:31
    Kommentar

    Danke für die Erklärung, das klingt dann schon wesentlich besser. Dann bleibt es auf meiner Liste :-)


    (Ich glaube, ich hatte unbewusst im Kopf, dass ich als Teenager, als ich Stephen King auf Englisch zu lesen angefangen habe, manche ekligen Beschreibungen tatsächlich nicht verstanden habe, weil ich die Wörter nicht kannte, das aber ganz okay fand, weil ich die Details gar nicht wissen wollte. Das ist zwar ein ganz anderer Fall, hat aber mein Verständnis des Satzes in eine bestimmte Richtung gedreht.)

    #177VerfasserGibson (418762)  24 Jul. 22, 22:51
    Kommentar

    Re Sea of Tranquility: Leider finde ich das Buch sehr irritierend. Wenn ich etwas lese, das in 200 bzw. 400 Jahren spielt, hätte ich auch gerne eine andere Gesellschaft. Aber in beiden Fällen ist es genauso wie hier - die Beschreibung des Pandiemiealltags z.B. hätte auch aus Düsseldorf 2022 stammen können. Da fragt man sich schon, was das soll. Unser Leben ist sehr anders als 1620 bzw. 1820, und die gesellschaftliche (und technische) Entwicklung ist ja eher schneller als langsamer geworden. Ich bin echt enttäuscht und muss mich durchringen, die letzten Kapitel zu lesen.

    #178VerfasserGibson (418762) 29 Jul. 22, 13:40
    Kommentar

    Gibson, hat sich denn wenigstens bestätigt, dass die Sprache ansprechend ist, wie Du in


    Siehe auch: Leo liest Convenience Store Woman - #0


    gehofft hattest? Dort hattest Du geschrieben:


    (Eine Autorin, von der ich ein Buch - Station Eleven - sehr mochte, aber alle anderen viel weniger. Hier hoffe ich, dass es mir wieder gefällt, weil das Thema eher in die gleiche Richtung geht. Ihre Sprache gefällt mir allerdings immer, auch wenn die Geschichten selbst mich nicht umgerissen haben.)

    #179Verfasserharambee (91833) 29 Jul. 22, 15:22
    Kommentar

    Das finde ich in diesem Fall schwerer zu beantworten als normalerweise, weil ich bei Hörbüchern (es hat übrigens geklappt, ich habe schon zwei lange, über 2-Stunden-Spaziergänge gemacht) viel weniger auf Sprache achte als beim Lesen. (Das hat den erfreulichen Nebeneffekt, dass ich auch Bücher hören "kann", die ich geschrieben vermutlich kritischer sehen würde, z.B. habe ich durchaus mit Begeisterung die "Hunger Games" gehört, die ich sehr wahrscheinlich nicht gelesen hätte. Andererseits, weil die Stimme so wichtig ist, kann das Buch noch so gut sein - wenn der/die Sprecher/in mir nicht gefällt, wird es nix. Sorry, schon sehr OT jetzt.)


    Sagen wir mal so: Es sind mir weder viele Formulierungen aufgefallen, bei denen ich innegehalten habe, weil sie so gut/ schön/ kreativ waren, noch gab es Stellen, die mich geärgert haben, weil klischeehaft oder holperig. Ich würde sagen, es ist "normal"; etwas, das ich weder enthusiastisch empfehlen würde noch als negativ empfinde. Aber das mag zumindest z.T. wirklich am Medium liegen.

    #180VerfasserGibson (418762) 29 Jul. 22, 15:51
    Kommentar


    Durch "das Literarische Quartett" und kürzlich durch den PEN-Konflikt bin ich auf Eva Menasse gestoßen. Eine extrem interessante, x-fach preisgekrönte Autorin, die sich schon lang in den politischen und gesellschaftlichen Debatten zu Wort meldet (sie ist ja auch ehemalige Journalistin). Menasse ist immer eine Spur zu intellektuell für mich. Ich schlage mich tapfer und lese den ein oder anderen Essay ihres 2015er Buches "Lieber aufgeregt als abgeklärt - Essays", einem Bücherschrankfund.

    #181VerfasserBraunbärin (757733) 30 Jul. 22, 10:23
    Kommentar

    Ich habe auf meinem Kindle mit "The Invisible Library" von Genevieve Cogman ( https://www.goodreads.com/book/show/21416690-... ) ein ungelesenes Buch gefunden, bei dem ich mich frage, warum es auf meinem Kindle ist, warum ich es dann doch nicht gelesen habe und warum ich mich nicht erinnere, warum es auf meinem Kindle ist und warum ich es dann doch nicht gelesen habe.


    Eine Suche bei LEO zeigte mir, dass die Serie, zu der das Buch gehört) mal im Darcyfaden besprochen wurde. Vielleicht habe ich mich da motivieren lassen, obwohl Fantasy mit Steampunkkomponenten nicht unbedingt mein Genre ist (wenn ich denn Genres habe).


    Ich bin jetzt bei der Hälfte und habe mich noch nicht ganz entschieden, ob und gegebenenfalls wie sehr ich das Buch mag. Es ist jetzt aber durchaus spannend, so dass ich sicher weiterlesen werde.

    #182Verfasserharambee (91833) 03 Aug. 22, 08:21
    Kommentar
    I read an article somewhere recently claiming that the loss of the ability to read fiction is one of the earliest symptoms of cognitive decline. Because, the theory goes, it's harder to keep up with the plot if you can't remember the characters or the previous plot developments.

    Although I was an obsessive reader for the first several decades of my life, with thousands of books on my shelves, I have to confess that in recent decades, I've totally stopped reading fiction and gravitated more toward news. I can't really explain why that is, except that the endings of most novels are now so terribly unsatisfying.

    However, when I read that about dementia, I thought, okay, I have to read a novel now or die. So I chose this one: 'Horse,' by Geraldine Brooks. And I read it. (Any cheers?)

    https://www.goodreads.com/book/show/59109077-horse
    https://www.washingtonpost.com/books/2022/06/...
    https://www.nytimes.com/2022/06/07/books/revi...
    https://www.theguardian.com/books/2022/jun/10...
    https://www.theatlantic.com/magazine/archive/...

    It was readable and moderately enjoyable, and full of historical detail, but ultimately again not satisfying. Every possible coincidence came true -- if a character first appeared halfway across the country, it was only natural that he would pop up hundreds of miles away when he suddenly became necessary to the plot. And the love interest of the main female character was far too noble and highly educated to be true -- a polo-playing, Oxbridge-educated son of African diplomats? Oh, please. Clearly she could never have fallen in love with a rough-spoken guy from the violent streets of Baltimore.

    I would still recommend other books by Brooks (the one about the Alcott girls' father, or the one about the Haggadah), but I can't say this one revived my flagging interest in fiction.

    So maybe some of you have better suggestions.



    #183Verfasserhm -- us (236141) 03 Aug. 22, 12:34
    Kommentar

    I read an article somewhere recently claiming that the loss of the ability to read fiction is one of the earliest symptoms of cognitive decline.


    Ich habe dazu vor ein paar Tagen die Neurologen an meinem Arbeitsplatz befragt. Sie waren etwas skeptisch. Ganz grundsätzlich kann die Aufgabe von Hobbies etwas mit beginnender Demenz zu tun haben, also auch das seltenere Lesen von "fiction". Allerdings ist es auch normal, dass man den Fokus seiner Hobbies verschiebt und eben auch was anderes liest. Sie waren skeptisch, dass das wirklich ein frühes Zeichen für Demenz ist, wollten es auch nicht völlig ausschließen, dass es eines von mehreren Anzeichen sein kann. Dass jemand keine "fiction" mehr liest, ist jedenfalls noch kein Alarmsignal. Natürlich ist "does not read fiction anymore" nicht gleichzusetzen mit "loss of ability to read fiction".


    Klarer - aber immer noch kompliziert - schien ihnen die Umkehrung: Wer viel fiction liest, kann sich dadurch in gewisser (und sicherlich begrenzter) Weise vor manchen Demenzvarianten (oder zumindest vor dem Tempo der Verschlimmerung) schützen.

    #184Verfasserharambee (91833) 03 Aug. 22, 13:00
    Kommentar

    Das prominenteste Gegenbeispiel ist wohl Walter Jens, der seinen Intellekt jahrzehntelang geübt hat und trotzdem dement wurde.

    #185Verfasserpenguin (236245) 03 Aug. 22, 13:07
    Kommentar

    Wenn du gegen Demenz antrainieren möchtest, empfehle ich klassische chinesische Romane, besonders "Die Geschichte der Drei Reiche"/"Die drei Reiche" von Luo Guanzhong (engl. "Romance of the Three Kingdoms"). Grund: Gefühlt drei Dutzend Charaktere heissen mit Familiennamen "Li", mehr als zwanzig "Bao" und alle relevanten Charaktere haben noch "Beinamen", in der Form "Li Soundso, auch genannt Derundder". Nach ihrer ersten Nennung werden ca. die Hälfte der Personen für mehrere Kapitel nicht mehr erwähnt, um dann mehrere hundert Seiten später eine wichtige Rolle zu spielen. Wenn du das locker schulterst, kannst du unbesorgt sein.


    Sollte dir das Schwierigkeiten bereiten, sind russische Romane des 18. und 19. Jahrhunderts als Zwischenstufe prima geeignet: Die Vor- und Nachnamen und die speziellen Formen von Patronym und - wie heisst das, wenn die Ehefrau in einer Form angelehnt an den Namen ihres Ehemannes angesprochen wird? - plus eventueller Kosenamen zu verinnerlichen und der jeweils richtigen Person zuzuordnen, ist ein gutes Gedächtnistraining, das auch geistige Beweglichkeit erfordert, um in diesem Namensdschungel überhaupt durchzublicken.


    Ist am effektivsten, wenn man weder mit der einen noch der anderen Kultur vertraut ist und die jeweilige Sprache nicht beherrscht.

    #186Verfassertalla (314655)  03 Aug. 22, 14:13
    Kommentar

    #181

    Zu Eva Menasse


    Eva Menasse hat einen sehr schönen Essay geschrieben mit dem Titel "Die Landschaft der Vollendung", worin sie darlegt, weshalb sie "Die Wasserfälle von Slunj" für Heimito von Doderers besten Roman hält, ein Meisterwerk der Erzählkunst.


    Der Aufsatz ist der Jubiläumsausgabe 2016 des Romans angefügt, vermutlich aber auch andernorts zugänglich. (Ich habe "Die Wasserfälle von Slunj" inzwischen dreimal gelesen und tendiere zu Eva Menasses Einschätzung.)

    #187VerfasserMiMo (236780) 03 Aug. 22, 15:45
    Kommentar

    Ist eine Antwort wie "Skript zum Zivilrecht von Alpmann-Schmidt" oder "Rolf Schmidt: BGB AT" auch dann unpassend, wenn ich mich tatsächlich beim/über das Lesen dieses Buches freue? Wenn nicht, dann kann ich sehr bald solche Antworten geben. Am Skript zum Zivilrecht mache ich morgen weiter im Rahmen eines Quick-Reps, aber ich genieße es als Herausforderung und im Rahmen meines Ziels, das erste Staatsexamen zu machen!

    #188VerfasserBenatarsComrade (1182552) 04 Aug. 22, 23:37
    Kommentar

    Ich lese als Wiedereinschlafhilfe "everyone worth knowing", wenn ich nachts aufwache und Umdrehen nicht reicht. Nicht meine Welt. Wie kann man sich so viel mit Marken so 'nem Zeug beschäftigen?!?!

    Ansonsten lese ich noch "Eats, shoots and leaves" - ganz nett, aber schon etwas arrogant im Ton.


    Beides sind Fundstücke aus unserem öffentlichen Bücherregal, die ich lediglich mitgenommen habe, weil sie auf Englisch sind und ich zum Einschlafen keine wirklich guten Bücher lesen darf, weil ich dann nämlich eben nicht schlafe.

    #189VerfasserSelima (107) 05 Aug. 22, 09:23
    Kommentar

     "Eats, shoots and leaves" - ganz nett, aber schon etwas arrogant im Ton.


    Habe ich vor fast 20 Jahren auch mal gelesen. Ich fand es nett, aber der Hauptgrund, warum ich mich dran erinnere, ist, dass die Autorin, obwohl es ihr um gutes Englisch geht, an einer Stelle eins meiner "pet peeves" verwendet hat: "... didn't used to..."

    #190VerfasserJesse_Pinkman (991550) 05 Aug. 22, 12:43
    Kommentar

    Ich habe gerade angefangen, Less is More von Jason Hickel zu lesen. Wurde mir empfohlen.


    The answer is: DEGROWTH. Less is More is the wake-up call we need. By shining a light on ecological breakdown and the system that's causing it, Hickel shows how we can bring our economy back into balance with the living world and build a thriving society for all. This is our chance to change course, but we must act now.


    https://www.penguin.co.uk/books/441772/less-i...


    https://en.wikipedia.org/wiki/Jason_Hickel

    #191VerfasserWittGenStein (1323045)  09 Aug. 22, 14:39
    Kommentar

    Entdecke gerade die Märchen von Oscar Wilde (Complete Fairy Tales). Das Buch besitze ich schon mindestens seit 25 Jahren als mittlerweile ziemlich vergilbte Signet Classic-Ausgabe. Bin gerade sehr empfänglich für den Charme dieser feinsinnig gesponnen, durchaus poetisch und ziemlich typisch märchenhaft geschriebenen, aber eben auch satirischen und oft deutlich sozialkritischen Texte, die mich streckenweise und auch im Abschluss meist bewegt zurücklassen.

    #192VerfasserRightSaidFred (1322814) 12 Aug. 22, 10:40
    Kommentar

    Ich habe vor ein paar Monaten Old Filth von Jane Gardam gelesen. Ein wunderschönes Buch aus der Perspektive eines alten, pensionierten Richters, der sich an sein Leben erinnert. Die Autorin geht sehr liebevoll mit ihren sehr fehlbaren Charakteren um, ich habe zum ersten Mal über den Umgang mit Kindern im Empire gelesen und auch die Schrullen des Alters werden sehr feinsinnig behandelt. Jetzt habe ich auch den zweiten Teil The Man in the Wooden Hat gelesen, aus der Perspektive seiner Frau. Fand ich nicht ganz so gut, aber immer noch sehr lesenswert. Den dritten Teil (Last Friends) aus der Perspektive des ewigen Rivalen werde ich sicher auch noch lesen.


    (Die deutschen Ausgaben heißen Ein untadeliger Mann, Eine treue Frau und Letzte Freunde. Vom Titel her hätten die mich nicht angesprochen, schade.)

    #193Verfassergrinsessa (1265817)  12 Aug. 22, 14:05
    Kommentar

    Ich bin jetzt auch fast durch mit Denise Minas "Conviction" und finde es schon sehr anders, als was ich normalerweise von ihr kenne. Ich hätte eine etwas glaubwürdigere Geschichte nicht störend gefunden :-) , aber es gefällt mir gut, es ist auf trockene Art witzig, hat immer wieder kluge und interessante Beschreibungen, und es ist ordentlich was los.


    Old Filth ist mir auch schon ein paar Mal in Rezensionen oder Empfehlungen begegnet, vielleicht sollte ich es wirklich mal lesen. Irgendwie hat es sich bis jetzt nie ergeben.

    #194VerfasserGibson (418762)  12 Aug. 22, 20:25
    Kommentar

    #193 Die Old-Filth-Trilogie habe ich vor ein paar Jahren gelesen, hat mir gut gefallen.


    Momentan lese ich Apeirogon von Colum McCann. Es dürfte eines der besten und berührendsten Bücher sein, die ich je gelesen habe. Gleichzeitig schwer zu ertragen, ich kann es nur auf Etappen lesen.


    Hier der Link zur Inhaltsbeschreibung: http://www.randomhousebooks.com/books/207433/


    Parallel dazu – auch kein ganz einfacher Stoff, aber großartig und v.a. zum Schluss hin sehr spannend erzählt – Where the Crawdads Sing von Delia Owens.

    #195VerfasserArnold Layne (1302580) 13 Aug. 22, 12:50
    Kommentar

    Durchgeblättert und immer wieder mal ein Kapitel gelesen:

    Ein ca. 450 Seiten starkes Buch von 2001 von Wolf Schneider - dem bekannten...:

    "Die Gruner-&-Jahr-Story". Es geht also um die Jahrzehnte ab ca. 1949 - 1999, mit sehr sehr vielen Namen von all den Verlegern, Herausgebern, Chefredakteuren, Zeitungsmachern und deren Gebaren, eingebettet in Schlaglichter auf die Zeitgeschichtliches. Man liest mehr oder weniger zwischen den Zeilen eine Menge über diese Spezies der mittlerweile fast alles alten oder schon gestorbenen Journalisten und Zeitungsmachern!

    Ich gendere hier sehr absichtlich nicht, denn "It's a man's world indeed", und der Schneider bedient das auch in für mich etwas unangenehmer Weise - er scheint dieses Haifischbecken über Jahrzehnte sehr gern beobachtet zu haben (u teils hat er mitgemischt).

    Interessant wahrscheinlich der Ausblick anno 1999/2000 auf die Zukunft der Zeitschriften. Aber das Buch kommt heute zurück in einen öffentlichen Bücherschrank.


    ---


    Als nächstes auf meinem Tisch liegt von der Dr. Svenja Flaßpöhler:

    "Sensibel: Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren" (2021). Die Frau und ihre Perspektive interessiert mich, nachdem ich sie mit Precht schon sprechen hörte/sah. Zudem finde/fände ich es sehr spannend, einzukreisen, was ihre eigene nicht einfache Lebensgeschichte zu dieser Perspektive beitrug.

    #196VerfasserBraunbärin (757733)  13 Aug. 22, 13:07
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
  • Pinyin
     
  • Tastatur
     
  • Sonderzeichen
     
  • Lautschrift
     
 
:-) automatisch zu 🙂 umgewandelt