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    Mich interessiert eure Meinung

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    Mich interessiert eure Meinung

    Comment
    ich habe ein Angebot abgegeben für die Übersetzung einer Technischen Dokumentation (Automobilzulieferindustrie, Schwierigkeitsgrad: schwer, ca. 860 Normzeilen ohne Zwischenräume. Meine Kostenkalkulation 1,40 Euro pro Normzeile (55 Anschläge)Lieferfrist 2 Wochen, da der Auftraggeber keine besondere Dringlichkeit angegeben hat. Ich habe den Auftrag nicht erhalten, mit der Begründung "wegen der Kosten und Lieferfrist".
    Mich würde interessieren ob ich in diesem Fall hätte anrufen und mich nach der Lieferfrist hätte erkundigen sollen, und ob eurer Meinung nach die Kosten zu hoch lagen. Ich habe mit der Abgabe von Angeboten nicht viel Erfahrung,da ich als Übersetzer angestellt bin. Bin für nützliche Anregungen dankbar.
    AuthorMicha12 Dec 05, 14:17
    Comment
    Den Preis finde ich in Ordnung. Bei der Lieferfrist hätte ich wahrscheinlich nachgefragt. Ich handhabe das jedenfalls in den meisten Fällen so, daß ich keine Lieferfrist angebe, sondern nachfrage, wann die Übersetzung denn benötigt wird und dann sage, ja das kann ich machen oder nein, da bräuchte ich etwas länger. Bin damit bis jetzt meistens ganz gut gefahren.
    Ansonsten muß die Aussage "es lag am Preis und der Lieferfrist" ja auch nicht unbedingt der eigentliche Grund für die Absage sein. Das ist ja sozusagen immer die Pauschalantwort, wenn man einen Auftrag nicht bekommt. Wo wie wahren Gründe liegen weiß man nie so genau. Also laß Dich durch so eine Aussage nicht dazu hinreißen, mit den Preisen in den Keller zu gehen.
    #1AuthorEni12 Dec 05, 14:24
    Comment
    Zum Preis: Bewegt sich an der oberen Grenze

    zur Lieferfrist: auch 2 Wochen erscheint mir für einen (Neu-)Anbieter als gemütlich.

    Mindestens genauso wichtig wie Preis und Lieferfrist sind aber Informationen an den Auftraggeber wie einschlägige Branchenerfahrungen, renommierte Referenzen und vielfältige Formatakzeptanzen.

    Verglichen mit anderen Angeboten, die ich auf den Tisch bekomme, hätte ich Ihnen den Auftrag auch nicht gegeben.

    #2AuthorTextor12 Dec 05, 14:52
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    Mich wurde auch die Meinung anderen interessieren, da ich den Preis für traumhaft erachte, und nach 15 Jahre Erfahrung als Diplomübersetzer im technischen Bereich € 1,20 als einen guten Preis empfinde. In der Regel bekomme ich aber €1,00/Zeile, viel mehr ist nicht drin.
    #3AuthorMark uk12 Dec 05, 16:17
    Comment
    Ich erteile in der Arbeit Aufträge für Übersetzungen in zehn verschiedene Sprachen (darunter auch Chinesisch) an ein Übersetzungsbüro. Fließtext lasse ich pro Zeile abrechnen, technische Dokumentationen, in denen viele Tabellen enthalten sind und pro Zeile oft nur sehr wenige Wörter, lasse ich mit Preis pro Wort abrechnen.
    Der Preis pro Wort in den gängigen europäischen Sprachen beläuft sich auf 0,10 Euro bis 0,22 Euro. Der Zeilenpreis liegt zwischen 0,87 Euro und (für Chinesisch) 1,50 Euro.
    Im Preis inbegriffen ist der Aufbau einer Wortschatzdatenbank und die Verwendung eines TMS (Trados).

    1,40 Euro pro Zeile für eine Übersetzung aus dem Englischen/ins Englische finde ich enorm teuer. Selbst bei den weiter unten in einem Posting erwähnten 1,20 Euro plagt mich noch der Geiz.
    #4AuthorRiKo12 Dec 05, 16:35
    Comment
    Wir haben hier verschiedene Diskussionen über Preise geführt. Soweit ich erinnere, wurden Preise über 1 Euro als wünschenswert, aber als immer weniger durchsetzbar angesehen, von Sonderfällen abgesehen.
    Über das allgemeine Preisniveau kann man sich bei Google unter "Preise Übersetzungen" o.ä. informieren.
    #5AuthorUwe12 Dec 05, 16:38
    Comment
    I am surprised at some of these answers. Much of my own work is on longer texts (books) and for that you accept less money, because you have a job for maybe a month.
    But for a text of this length I don't know anybody who works for less than 1,20.
    However, this is about three days' work. I would've asked: When do you need it?
    #6Authorescoville12 Dec 05, 17:30
    Comment
    RiKo - €1,50 für eine Übersetzung ins oder aus dem Chinesischen = Abzocke.
    Für diesen Preis kann man auch gewiss keine Qualität verlangen oder auch bekommen. Im Schnitt verlangen professionelle Übersetzer für Übersetzungen in gängige Europäische Sprachen zwischen €1,30 und € 1,60 mit Leerzeichen!. Das mitzählen von Leerzeichen führt auch zu erheblichen Unterschieden im Endpreis (€1,40 ist da nicht gleich € 1,40).
    Qualität hat eben nun mal seinen Preis, aber dafür sind die Kunden meistens leider nicht bereit zu bezahlen. Der Wettbewerb führt zu Dumpingpreisen, und damit einher geht miese Qualität
    #7AuthorAnna12 Dec 05, 20:28
    Comment
    @Anna

    "Im Schnitt verlangen professionelle Übersetzer für Übersetzungen in gängige Europäische Sprachen zwischen €1,30 und € 1,60 mit Leerzeichen!"

    Wirklich? Ich weiss von 2 Uebersetzerbueros, von denen das eine EUR 1,40 - 1,60 pro Zeile verlangt (allerdings auch fuer beeidigte Uebersetzungen), das andere EUR 1,36. Die Uebersetzer selbst bekommen natuerlich dementsprechend weniger (die, die 1,40 - 1,60 verlangen hatten mir 0,66 pro Zeile geboten, was ich abgelehnt habe, die anderen zahlen mir 1,20 pro Zeile).

    Ich dachte mit EUR 1,20 laege ich schon verhaeltnismaessig hoch (mein Lehrer hatte erzaehlt, dass er teilweise bis auf 80 Cent pro Zeile runtergeht, da es viel Konkurrenz gibt).

    Aber verkaufe ich mich denn mit 1,20 pro Zeile unter Wert?

    Per Google habe ich hier ein paar Preise zum Vergleich gefunden:

    http://www.twigg.de/unserep.htm

    http://www.panasera.de/trans/preise.htm

    http://www.madrelingua.de/uebersetzer-ueberse...

    http://www.dws-translate.de/Preise.htm


    Auch auf dieser Uebersetzer-website scheinen die Preise nicht viel hoeher zu liegen: http://www.translatorscafe.com/cafe/Community...
    #8AuthorRichard12 Dec 05, 21:11
    Comment
    @Anna

    Puh, da bin ich aber froh, daß hier noch jemand solche Zeilenpreise (1,30 - 1,60) als normal empfindet. Dachte schon, ich wäre die einzige...

    Also ein Übersetzungsbüro, das für die Normzeile 0,87 € verlangt ist ja schon eine Frechheit. Da bleiben für den Übersetzer höchstens 50 Cent die Zeile - und da will der Kunde noch Qualität erwarten? Ist immer wieder schade, daß es wirklich Leute gibt, die für so einen Preis arbeiten, vor allem für die, die wirklich davon leben wollen.

    @Richard
    1,20 finde ich noch in Ordnung für Texte mit normalem Schwierigkeitsgrad. Bei der Übersetzer-Website, die Du genannt hast, muß man meiner Meinung nach etwas vorsichtig sein, wer da seine Dienste anbietet.
    #9AuthorEni12 Dec 05, 21:27
    Comment
    @Eni

    Die Uebersetzer-website war nur als Beispiel genannt, da dort die Uebersetzer angaben wie viel sie verlangen- ansonsten gilt natuerlich, wie ueberall, caveat emptor.

    "1,20 finde ich noch in Ordnung für Texte mit normalem Schwierigkeitsgrad."

    Ich mache vorwiegend juristische Uebersetzungen, also schon fachspezifisch- ist da EUR 1,20 wirklich schon etwas niedrig gegriffen?

    #10AuthorRichard 12 Dec 05, 21:35
    Comment
    Also für juristische Übersetzungen ist 1,20 schon etwas wenig. Das sind ja Preise für den Endkunden, oder? Ist natürlich schwierig bei bestehenden Kunden die Preise zu erhöhen, aber für Neukunden würde ich schon etwas höher gehen.
    #11AuthorEni12 Dec 05, 22:24
    Comment
    @ Eni

    Gut zu wissen, danke
    #12AuthorRichard 12 Dec 05, 22:56
    Comment
    Das Gesetz der Wirtschaft:
    Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.
    John Ruskin engl. Sozialreformer (1819-1900)
    #13AuthorNorbert13 Dec 05, 00:14
    Comment
    Das ist ja alles schön und gut, aber wusstet Ihr, dass für Litteraturübersetzungen, die meistens um Einiges anspruchsvoller sind als technische Übersetzungen, ein Stundenlohn von etwa 1.50 € angeboten wird? Die Gesellschaft hat's mit uns Übersetzern wirklich nicht gut gemeint, eigentlich sollte man sie im Stich lassen, Pech für die, die keine Sprachen können!

    Sharum
    #14AuthorSharum13 Dec 05, 00:19
    Comment
    Übersetzer sollten nicht soviel über die Preise nachdenken. Um einen Auftrag zu erhalten sind andere Kriterien entscheidend.

    Wie bereits oben aufgeführt, Angebote fallen durch, hat der Übersetzer keine einschlägigen Referenzen und passen die Datenwege (Soft- und Hardware) nicht.

    Übersetzer sollten den Markt genau beobachten und darauf eingehen, was erwartet die potentielle Kundschaft vom Übersetzer und nicht primär welche Preise sind bei ihm durchsetzbar.

    Bei Nachfragen erlebe ich immer wieder, daß man z.B. von Quicksilver-Dateien (früher Interleaf) noch nie etwas gehört hat. Dies ist aber in größeren Unternehmen ein gängiges Dokumentationsprogramm.

    Also nicht der Zeilenpreis ist das k.o.-Kriterium.
    #15AuthorTextor13 Dec 05, 07:58
    Comment
    Zum Thema "billigster Anbieter": mein Arbeitgeber ist mindestens zweimal mit der Vergabe größerer Übersetzungsaufträge an eine "Ganz-Fix"-Übersetzungsagentur gewaltig auf die Nase gefallen. Die technischen Übersetzungen waren zwar schnell fertig, aber leider völlig unbrauchbar - selbst Nachbesserungen brachten keinen durchschlagenden Erfolg. Im Endeffekt waren die mehrere Tausend DM aus dem Fenster rausgeworfen.
    Dann doch besser etwas mehr bezahlen und länger darauf warten, meine ich.
    #16AuthorIngrid13 Dec 05, 09:09
    Comment
    Meine Erfahrung mit Übersetzern ist sehr einfach.
    Lieber etwas teurer, dafuer bekomme ich dann aber auch das Ergebnis, dass ich erwaretete.
    Oder eben billig und gut, dann allerdings verschwende ich Unmengen an Geld, nur um mich mit dem Übersetzer zu einigen, wie wir eine brauchbare Lösung finden.

    und Übersetzungen unter einem Euro je Zeile sind für mich einfach schon Fragwürdig in Bezug auf Sorgfalt.
    #17Authorla.ktho13 Dec 05, 09:38
    Comment
    Bevor es Krankenkassen gab, haben die Ärzte nur so viel verlangt, wie der Patient zahlen konnte. Ein Künstler, der selbst zahlt, kann nicht so viel zahlen wie ein Rechtsanwalt oder ein Industriekonzern. Wenn die Arbeit interessant ist und man Zeit hat, kann man für weniger als ein Euro pro Zeile verlangen, aber das ist die Ausnahme.

    Apropos Leerzeichen: ich hatte einmal einen Kunden, der die Leerzeichen nicht zahlen wollte. Er bekam den Text dann ohne Leerzeichen. Dann gab er nach.

    (Das erreicht man in Word, indem man ein Leerzeichen durch gar nichts "alles ersetzt". Natürlich behält man eine saubere Kopie.)
    #18Authorescoville13 Dec 05, 09:44
    Comment
    Und noch etwas:

    Ich denke, ein Übersetzer soll ungefähr soviel verdienen wie ein Studienrat. Wenn man alle Stunden und alle Einnahmen (einschl. Pensionsansprüche usw.) zusammenrechnet, bekommt ein Studienrat ca. 60 Euro brutto pro Zeitstunde. Ich denke, das ist der Maßstab. (ohne MWSt.)
    #19Authorescoville13 Dec 05, 09:49
    Comment
    Das meinte ich in meinem ersten Posting, daß meistens als Grund dafür, daß man einen Auftrag nicht bekommen hat, der Preis angegeben wird. Meistens ist das allerdings nicht der eigentliche Grund, sondern es liegt an fehlenden Referenzen, fehlender Software etc. Wenn sonst alles passen würde, nur der Preis nicht, würde der Kunde sich bestimmt melden und fragen, ob es nicht auch für ein paar Cent billiger geht. Deswegen bringt es meist gar nichts, mit den Zeilenpreisen in den Keller zu gehen, in der Hoffnung dann einen Auftrag zu bekommen.
    #20AuthorEni13 Dec 05, 10:02
    Comment
    Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Lieferfrist eine Rolle spielt - da würde ich beim nächsten Mal unbedingt nachfragen, ehe ich das Angebot abgebe. Auftraggeber haben meistens ganz andere Zeitvorstellungen als Übersetzer. Da heißt "dringend" so viel wie "in zwei Stunden" und "nicht dringend" bedeutet "brauche es erst übermorgen".
    #21Authorruth13 Dec 05, 10:09
    Comment
    Hi escoville, Dein Beitrag mit den Leerzeichen ist herrlich, wunderbar! Danke für den Tip und die Argumentationshilfe. Darauf werde ich bei Gelegenheit sicher selbst auch mal zurückgreifen ...

    Wenn ich ab und an für Übersetzerbüros arbeite, mache ich in letzter Zeit zunehmend die Erfahrung, dass man versucht, mit absoluten Dumpingpreisen zu arbeiten. Letzthin kam allen Ernstes die Frage, ob ich bereit sei, für 0,40 Eure pro Zeile (Englisch>Deutsch) zu übersetzen, da die Angebote aus dem Osten so niedrig seien und das mit dem Internet heute ja kein Problem mehr sei, z.B. einen Auftrag nach Polen zu vergeben. Meine Antwort: Dann müssten sie den Auftrag halt nach Polen vergeben, ich könnte es mir schlechterdings als Freiberuflerin nicht leisten, für diesen Preis zu arbeiten, denn das würde nicht mal reichen, um meine Fixkosten zu bezahlen, geschweige denn bei dem Preisniveau in Deutschland zu überleben.
    Gruss
    #22AuthorKlara13 Dec 05, 10:37
    Comment
    "escoville": Dein Beitrag ist eine sichere Methode nicht um höhere Preise durchzusetzen, sondern garantiert einen Kunden zu verlieren. Denn an Erpressung grenzende Methoden wird sich kein Kunde zweimal gefallen lassen.

    Und weiter: Sein Verdienst nach "soll ungefähr soviel verdienen wie ein Studienrat" ist so etwas von naiv. Er soll doppelt soviel verdienen, wenn er kooperativ mit dem Kunden arbeitet, genau seinen Anforderungen entspricht, die Qualität dem Kunden zufriedenstellt und vielleicht in eine Sprache übersetzt die auf dem Markt gesucht wird.
    #23AuthorTextor13 Dec 05, 11:08
    Comment
    @Textor: Kunden verlieren bei einer Demonstration, wie escoville sie vorgeschlagen hat? Das passiert dann wohl vor allem bei Kunden, die gern Aufträge für 87 Cent die Zeile vergeben - und für die würde ich sowieso nicht arbeiten wollen! Was die Leerzeichen angeht: Schau mal in die neue gesetzliche Regelung über die Bezahlung von Übersetzungsleistungen für die Justiz. Selbst da werden die Leerzeichen mitgezählt.

    Meine Erfahrung entspricht im übrigen der der Mehrzahl der Poster in diesem Thread: Pay peanuts - get monkeys, und das auch beim Übersetzen, nicht nur beim Dolmetschen. Ebensowenig wie in der Regel der frisch niedergelassene Anwalt, der im Elternhaus ein Messingschild neben die Haustür geschraubt hat, in der Lage ist, eine komplexe internationale Rechtsfrage kompetent zu beurteilen, sind in der Regel Übersetzer, die bereit sind, für Pfennigbeträge zu arbeiten, in der Lage, komplexe Fachübersetzungen kompetent zu bewältigen.

    Ausnahmen bestätigen nur die Regel (Ich kenne z. B. eine Frau, der nicht zu helfen ist: Sie arbeitet toll, hat aber trotz Hinweisen aus verschiedenen Ecken (sogar von Kunden!) seit 15 Jahren ihre Preise nicht verändert.)
    #24AuthorUte13 Dec 05, 11:23
    Comment
    Über Preise für Übersetzungen wurde hier im Forum schon sehr oft diskutiert. Ich habe leider gerade zu wenig Zeit, um alle entsprechenden threads zu suchen. Meine Zusammenfassung: Bitte E/D/E nicht unter 1,20 pro Zeile, außer bei Sonderabsprachen für größere Aufträge oder Stammkunden.

    @Norbert: Ein gutes Zitat!

    @Textor: 'Übersetzer sollten nicht soviel über Preise nachdenken. Für freiberuflich tätige Übersetzer spielt der Preis durchaus eine Rolle. (Mein Vermieter, meine Krankenversicherungsanstalt, die Dame an der Kasse im Supermarkt etc. sind da leider auch meiner Meinung - ohne Moos ist bei denen nix los!)Ich würd's ja auch lieber nur aus Spaß an der Freude machen, aber ... Und um für alle Anforderungen der Kundschaft technisch gerüstet zu sein, müsste ich auch erst einmal die finanzielle Möglichkeit haben, dementsprechend zu investieren!

    @Sharum: Dass literarische Übersetzungen schlecht bezahlt sind, ist bekannt. Aber 1,50 Euro pro Stunde? Da bleibt sogar mir der Mund offen stehen! Normalerweise wird pro Normseite gezahlt, und die miesesten Preise, die es dafür zur Zeit auf dem Markt gibt, sind ca. 8 Euro. Von wem hast du denn diese Information über einen solchen Stundenlohn? Würde mich wirklich interessieren!
    #25AuthorFragezeichen13 Dec 05, 11:30
    Comment
    @Ute: Ich glaubte deutlich gemacht zu haben, daß ein Übersetzer sein Geld wert sein muß. Ich plädiere nicht für billigste Preise, sondern für Kundenzufriedenheit und die erreiche ich nicht nur durch Dumpingpreise.

    Und einen Kunden, der Leerschritte nicht zahlen will, den spricht man an, verweist auf das vorgelegte Angebot (dort wurde hoffentlich der Preis pro Normzeile festgelegt) und einigt sich in vernünftiger Weise. Die escoville-Methode ist arrogantes Gehabe zur Kundenabwehr.
    #26AuthorTextor13 Dec 05, 11:39
    Comment
    @Fragezeichen: Ich wollte damit doch nur sagen, eine Diskussion zu Preisen ist zweitrangig, erstrangig ist die Kundenzufriedenheit, denn damit kommen auch gute Preise.

    Ein freiberuflicher Übersetzer ist auch ein Wirtschaftsunternehmen. Wenn das nicht in die Bedürfnisse des Marktes investiert, also immer noch Produkte produziert, die zu diesen Preis keiner kauft, dann hat er eben klare Nachteile gegenüber denen die in Ausstattung und Kundenaufmerksamkeit investieren.

    Bei einem Handyproduzenten sieht das jeder ein, warum nicht bei einem Übersetzer?
    #27AuthorTextor13 Dec 05, 11:47
    Comment
    @Textor - keinenfalls Arroganz seinerseits - eine einfallsreiche und witzige Art auf Arroganz zu reagieren. Dass es dir als Auftraggeber nicht passt ist verständlich.
    #28AuthorAnna13 Dec 05, 11:51
    Comment
    @Textor

    Not arrogant, and I didn't lose the customer. I just wanted to show that spaces are a necessary part of the text.

    If a translator is to earn twice as much as a teacher (as you say he or she should), then he/she would have to charge about 2.50 euros a line. From your other contributions I infer that you consider this excessive. I cannot follow your logic.
    #29Authorescoville13 Dec 05, 12:04
    Comment
    @ Textor

    > Bei einem Handyproduzenten sieht das jeder ein, warum nicht bei einem Übersetzer?

    Übersetzungen sind Einzelanfertigungen, und können wohl kaum mit Massenproduktion verglichen werden. Ein Handyproduzent kann beschließen, mehr Handys in der gleichen Zeit zu produzieren und mit dem Preis runterzugehen in der Hoffnung, mehr Leute kaufen es dann. Wie bitte soll ein Übersetzer das machen? Doppelt so viel übersetzen in der gleichen Zeit?
    #30AuthorAnja13 Dec 05, 12:14
    Comment
    @escoville: Die Logik liegt darin, daß Preise durchsetzbar und begründet sein müssen. Ich bekomme, täglich Angebote, die Preise anbieten, die unter denen liegen, die ich für Übersetzungen z.Zt. zahle. Ich wechsle aber nicht, da ich mit der Arbeit meiner Übersetzer jetzt sehr zufrieden bin. In Jahren baute sich ein Vetrauensverhältnis auf, der auf zunehmenden Sachverstand zu unserer Technik beruht und aber auch auf Entgegenkommen, wenn Übersetzungen auch einmal über Nacht erwartet werden. Und das hat seinen Preis, den ich akzeptiere.

    Aber so ein Verhältnis muß sich entwickeln, will sagen, die Kundenzufriedenheit muß aufgebaut werden, ob da deine Methode hilfreich ist?

    Wie gesagt, ein vernünftiges Gespräch mit dem Verweis auf dein Angebot ist wichtiger als deine, von @Anna als "witzig und einfallsreich" bezeichnete, Holzhammermethode.
    #31AuthorTextor13 Dec 05, 12:25
    Comment
    I'm not a translator, nor have I much to do with translating, but I'd like narrate an anecdote, from personal experience:

    I used to earn my money doing trade fair construction as freelancer, charging, at the time, about DM35 an hour, which was on the low side, but bearable.

    then, the Wall fell, and suddenly the trade fair construction market (which required no formal training, no qualifications of any kind, was flooded with East German and East European workers looking for jobs in West Germany.

    These poor unfortunates lived in caravans, ate 'Graubrot', drank Buttermilch, and charged about DM15 an hour.

    It took roughly 3 months for, imo, about one third of the professional trade fair constructors to change their professions - none of us could match those prices - dumping pure.

    The irony of the story comes now: about two years later I got calls from all my former clients, begging (not too strong a term here, btw) me to take on contracts. The nub: the guys who put us out of business were really busy, really dedicated, but had no idea of modern construction methods and materials, had no idea of service, customer relations, and their continuous, forced low prices meant they had to make all sorts of short-cuts to get the job done.

    in short: pay peanuts, get monkeys
    #32Authorodondon irl13 Dec 05, 12:27
    Comment
    @Anja: Genau.
    Übersetzen ist nun mal "Handarbeit", die einfach eine gewisse Zeit braucht, wenn die Qualität gut sein soll. Und was Zeit braucht, kostet Geld.

    Mir ist schon klar, dass aus Sicht des Kunden eine Übersetzung sehr teuer ist, aber als Mensch kann man nun mal seine Produktionszahlen nicht unbegrenzt in die Höhe schrauben.

    Nur Maschinenübersetzung geht schneller, aber ... na ja, das Thema hatten wir schon zu Genüge.
    #33Authorruth13 Dec 05, 12:28
    Comment
    @Textor
    Es scheint eine Kommunikationsbarriere zwischen uns zu sein, da Sie mich weiterhin missverstehen wollen (woraus ich schließe, dass Sie nicht Kunde von mir sind -- das wäre peinlich).

    Sie sind zufrieden mit Ihren Übersetzern, ich mit meinen Kunden. (Und ich denke, meine Kunden mit mir.)

    Gut so. Schluss jetzt.
    #34Authorescoville13 Dec 05, 12:35
    Comment
    @Anja: Es ging um die Bereitschaft zu investieren. Der Handyproduzent muß auch investieren, wenn er mehr produzieren will, da reicht nicht nur der Wunsch.

    Der Übersetzer schafft sich Trados (o.Ä.) an, kann daher für Wiederholtexte die Preise und die Lieferfristen senken. Er bietet Software-Kompatibilitäten (s.o. Quicksilver/Interleaf), die andere nicht haben, erreicht dadurch mehr Kunden. Dadurch hat er eine größere Auswahl an (vielleicht zahlungskräftigeren) Kunden...
    #35AuthorTextor13 Dec 05, 12:37
     
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