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  • Betrifft

    As colônias menonitas

    Kommentar
    Gente, olha só que loucura! O artigo é longo (5 páginas), mas vale a leitura.

    Colônia alemã que vive de forma insular e radicalmente antiquada - como os amish - em muitos países do mundo, fala baixo alemão e não fala o idioma do país onde vivem.

    http://www.vice.com/pt_br/read/os-estupros-fa...
    Verfasser CARIOCA (324416) 13 Mär. 14, 17:14
    Kommentar
    Gut, natürlich empfielt es sich immer, die Amtssprache des jeweiligen Landes zu sprechen. Wobei die deutsch- und italienschsprachigen Einwanderer Brasiliens auch lange Zeit sprachlich unter sich bleiben konnten, ehe Getúlio Vargas dem ein Ende bereitete. Die Leute damals in Brasilien überlebten nicht nur so recht und schlecht, sondern diese Fleckchen der "Kolonisten" prosperierten, sei es Blumenau, die Serra Gaúcha oder Pomerode, oder das italienisch gefärbte Caxias do Sul. Heute wiederum sei es an wenigen Orten in Rio Grande do Sul bzw. Santa Catarina sogar der Fall, dass "pomerense" oder "hunsrick-riograndense" als Minderheitensprachen von einigen sehr ambitionierten Verfechtern dieser Sache zu etablieren versucht werden. Wie es mit "Talian" aussieht, weiss ich nicht genau. Doch zumindest Polenta ist nach wie vor ein lokal populäres Essen. Wenn diese Leute portugiesisch-sprechend ein Teil von Brasilien sind, und darüber hinaus nicht ihre Wurzeln vergessen, dann ist das doch eine tolle Sache und eher eine Bereicherung für ganz Brasilien. Wir frühstückten einmal in Porto Alegre, als ein Mann neben uns am Tisch Rúcola-Salat aß, schon zum Frühstück. Mein Kollege sagte auf gut bayrisch, "schau Dir den an, der ißt in der Frühe schon einen Rukola". Als der Mann das hörte, fragte er woher wir seien und als er vernahm, deutsche Deutsche vor sich zu haben, war er sehr erfreut und erzählte von seinen Vorfahren. Und wie einstmals sehr viel deutsch gesprochen wurde, aber mittlerweile er in seiner Familie die letzte Generation sei. Seine Kinder verstünden zwar noch Einiges, wendeten die Sprache aber nicht mehr an. Und die Enkel lernen kein Deutsch mehr.

    Amish, Mennoniten, Quäker, Hutterer, Mormonen, ... dürfen nicht pauschal verurteilt werden; Ich sehe da viel weniger die Religion, deren positiv interpretierte Werte ja durchaus ein Zusammensein zwar regulieren, aber ermöglichen. Diese "Sonderlinge" sind immerhin in der Lage, sich selbst zu versorgen. Dabei greifen sie weniger auf kriminelle Machenschaften zurück noch bedürfen sie der Alimentierung staatlicher oder anderweitig wohltätiger Seite. Bemerkenswert, wie eine Ablehnung des meisten technologischen Fortschrittes scheinbar bis in diese Tage überlebensfähig ist. Aber jede religiöse und andere Gemeinschaft, der es gelingt, sich staatlich-neutraler Kontrolle zu entziehen, kann freilich Gefahr laufen, dass sich darin Dinge zutragen können, die zu missbilligen sind. Ich sehe da als Fehlerursache nicht primär eine Religion, sondern die Tatsache, dass es Menschen sind, und Menschen machen Fehler. Der bolivianische Fall schildert dann, wie die Gemeinschaft selbst dem Treiben kein Ende zu setzen vermochte. Sicher hilft die Religion hier wiederum, indem die Betroffenen leidensfähiger sind, körperlich-seelische Pein als himmlische Prüfung werten und diese sogar zu ertragen bereit sind. Aufgrund des propagierten Verhaltenskodex für Frauen wie den nicht stattgefundenen inneren Ermittlungen oder einem Stillschweigen des Geschehenen wäre das Ganze vielleicht noch geraume Zeit so weitergegangen.
    #1Verfasser tropeiro (940786) 05 Apr. 14, 07:50
     
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