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  • Betrifft

    dar/darle

    Kommentar
    ich wage mich jetzt noch an eines der letzten Themen heran, die ich noch nicht verstanden habe und dies kann ich am folgenden Satz veranschaulichen.


    Es geht um das indirekte Objekt "le/les"

    In den meisten Faellen ist es ja mit dem deutschen Dativ gleichzustellen.


    propocionar-besorgen

    La escuela proporcionará a los participantes en sus cursos y a modo de préstamo, aquel material docente sea preciso para los mismos: libros y material complementario.


    Hier wird kein "les" vor propocionar gebraucht, obwohl ich sage "wem besorgt die Schule es?"

    aconsejar-raten


    La escuela aconseja a los participantes en sus cursos.

    Gleiches Problem.

    dar/darle


    Oftmals stosse ich jedoch immer auf das Verb "dar".
    Meistens steht davor "le/les" aber nicht immer, wenn es sich auf etwas bezieht wie hier z.B

    El hombre no reza para dar a Dios una orientación, sino para orientarse debidamente a sí mismo.

    Warum steht hier kein "le dar a Dios"?


    Ich habe auch schon Saetze gelesen wie:


    Dije a él anstatt Le dije a él.

    Le he dicho la historia a él.


    Koennte mir da irgendjemand weiterhelfen?

    Und ist es generell so, dass bei Woertern, die im deutschen mit Akkusativ stehen also direktes Objekt wie "preguntar, ver, tocar, oir", nie ein "le/les" gebraucht wird?

    enviar/enviarle

    Le he enviado el e-mail a ella.

    He enviado a ella.


    Vielen Dank, wenn sich hier jemand versuchen koennte.
    Verfasser Kiwi4ever (962755) 22 Aug. 14, 12:58
    Kommentar
    Zum letzten Teil deiner Anfrage:
    Akkusativ stehen also direktes Objekt wie "preguntar, ver, tocar, oir", nie ein "le/les" gebraucht wird?

    enviar/enviarle

    Le he enviado el e-mail a ella.

    He enviado a ella.



    Was du da geschrieben hast, ist leider nicht richtig! Lass es mich ein wenig ordnen.
    'preguntar' => immer Dativ im Spanischen
    'enviar' => Dativ (wenn jemandem etwas geschickt wird)

    'Ver, tocar, oír' => mit Akkusativ

    Ansonsten rate ich dir, 'leísmo' nachzuschauen, entweder in deiner Grammatik oder im Internet. Auf die Art bekämst du Antworten auf einige deiner Fragen. Wenn du dann noch Unklarheiten hast, wendest du dich nochmal ans Forum.

    #1Verfassercookie crumbler (484354) 22 Aug. 14, 15:00
    Kommentar
    Hallo Kiwi! Zu deiner Anfrage: im europäischen Spanischen fällt oft das redundante Pronomen im Dativ weg:

    Le he dicho a Pablo. (Amerika)
    He dicho a Pablo. (Spanien)

    Ansonsten lässt sich 'proporcionar' auch mit 'bereitstellen' übersetzen, womit du wieder Dativ in beiden Sprachen hast.
    #2Verfasser Doktor Faustus (397365) 23 Aug. 14, 05:16
    Kommentar
    Andere Verben, die in der jeweils anderen Sprache anders ticken: gratulieren, folgen, schaden, bitten, helfen.
    #3Verfasser Doktor Faustus (397365) 23 Aug. 14, 05:31
    Kommentar
    >im europäischen Spanischen fällt oft das redundante Pronomen im Dativ weg:

    >Le he dicho a Pablo. (Amerika)
    >He dicho a Pablo. (Spanien)


    Hallo Doc! Ich glaube, da liegst du ganz falsch.

    Im europäischen Spanisch im Gegensatz zu den Varianten des Spanischen, die in Cono Sur gesprochen werden, wird ganz selten ein redundantes Pronomen im Akkusativ gebraucht:
     
    5. a) En el caso del complemento indirecto, la coaparición del pronombre átono es normalmente opcional y suele ser lo más frecuente, especialmente en la lengua oral [..].

    5. b) [...] La duplicación del complemento directo en otros casos (LO vi A JUAN; LA saludé A MARÍA) es ajena a la norma culta de gran parte del ámbito hispánico, pero es normal en algunas regiones americanas, especialmente en los países del Río de la Plata: «Al pasar la madre cerca del baño LA vio A MARIANA tomando comprimidos» (Rausch/Bay Anorexia [Arg. 1990]).
    DPD: http://lema.rae.es/dpd/srv/search?id=elLl31yY...
    #4Verfasser vlad (419882) 23 Aug. 14, 20:29
    Kommentar
    >im europäischen Spanischen fällt oft das redundante Pronomen im Dativ weg:

    >Le he dicho a Pablo. (Amerika)
    >He dicho a Pablo. (Spanien)


    Hallo Doc! Ich glaube, da liegst du ganz falsch.


    Stimme vlad zu! Auch im europäischen Spanisch ist mMn die Form mit "redundantem Pronomen im Dativ" die weitaus "natürlichere" und gebräuchlichere, zumindest im mündlichen Bereich. Ob sich hier im Schriftlichen eventuell eine andere Tendenz abzeichnet, wage ich nicht zu beurteilen... (glaube ich aber ehrlich gesagt nicht).
    #5Verfasser la bella durmiente (548586) 23 Aug. 14, 23:07
    Kommentar
    Referencia bibliográfica:
    Baltés, Blanca: «Oráculo a medias. Comedia en tres actos». Baltés, Blanca... [et al.]: Teatro. Piezas breves. Madrid: Fundamentos, 2001.
    Clasificación CORPES:
    Año: 2001. Criterio: Primera edición. Medio: Escrito. Bloque: Ficción. Soporte: Libro. Tema: Teatro.
    País: España. Tipología: Ficción.

    Cayo.- Pues sí, ¿y qué? Debería ser como Junius Brutus. (Ufano.) He dicho a César que confíe plenamente en Brutus, que le dé plena libertad de acción como pretor. Roma necesita jóvenes como él.

    Referencia bibliográfica:
    Siccardi, Xiana: «Las conversaciones de los Mossos durante el desalojo de plaza Catalunya, al detalle». El Mundo.es. Madrid: elmundo.es, 2012-03-09.
    Clasificación CORPES:
    Año: 2012. Criterio: Primera edición. Medio: Escrito. Bloque: No ficción. Soporte: Prensa. Tema: Política, economía y justicia.
    País: España. Tipología: Reportaje.

    7:18 horas.- Uno de los mandos comunica: "He pedido a la Guardia Urbana que empiece a enviar camiones de limpieza" y que "en menos de cinco minutos, ya le informaré, comenzaremos las actividades de limpieza".

    http://web.frl.es/CORPES/org/publico/pages/co...

    @vlad
    Die Anfrage Kiwis richtete sich eher auf den Dativ, und so fiel meine Antwort auch aus. Dein Auszug aus dem DPD steht nicht im Widerspruch zu meinen Ausführungen - vielmehr erweitert er sie. Ich teile zwei Beispiele mit euch, je für die Verben decir und pedir, die Dativ regieren. Dem könnte man natürlich beliebig saludar, ver (siehe Beitrag von vlad), etc., eben Verben, die Akkusativ nach sich ziehen.
    Und: Ich berichte aus direkter Erfahrung mit spanischen Freunden. Als Amerikaner fallen mir die Unterschiede sofort auf. ¡Saludos!
    #6Verfasser Doktor Faustus (397365) 24 Aug. 14, 05:45
    Kommentar
    Doc, Morgenstund ist ungesund. :Ð

    Das alles, natürlich aus einer deutschen Sicht. ;-)
    #7Verfasser vlad (419882) 24 Aug. 14, 06:01
    Kommentar
    Dem könnte man natürlich beliebig saludar, ver (siehe Beitrag von vlad), etc., eben Verben, die Akkusativ nach sich ziehen, hinzufügen.

    Hähä, Nachtstund in meinem Falle. Die ist sicher ungesund, ¡pero quién te quita lo bailado!
    #8Verfasser Doktor Faustus (397365) 24 Aug. 14, 13:50
    Kommentar
    Ein - vielleicht - interessanter Fall für Kiwi:

    Juan le pegó a María.
    Con brusquedad tiró de ella y la pegó en la pared.
    Mario le pegó bien a la pelota.
    La foto de sus pelotas, Mario la pegó en la pared. :Ð
    #9Verfasser vlad (419882) 25 Aug. 14, 00:10
    Kommentar
    Vielen Dank fuer die zahlreichen Antworten und fuer deinen interesanten Fall vlad, jedoch verstehe ich immer noch nicht warum manchmel le vor decir gebraucht wird und manchmal nicht.

    Weil anscheinend stimmt die Aussage ja nicht, dass im europaeischen Spanisch das "le,les" oefter mal weggelassen wird.

    Gibt es hierfuer nun eine Regel, ist es schlichtweg falsch oder kann man das nicht lernen?


    Estoy desesperado...:/
    #10Verfasser Kiwi4ever (962755) 25 Aug. 14, 15:20
    Kommentar
    Gibt es hierfuer nun eine Regel, ist es schlichtweg falsch oder kann man das nicht lernen?

    Nicht verzweifeln, Kiwi4ever! Ja, es gibt hier einige Regeln: Manchmal ist die Verdoppelung obligatorisch, in vielen anderen Fällen ist sie jedoch optional. Entscheidend sind hier vor allem folgende Kriterien:

    Ist das Akkusativ-/Dativ-Objekt (complemento directo/indirecto)dem Verb voran- oder nachgestellt? Handelt es sich bei diesem complemento um ein betontes Personalpronomen (pronombre tónico)? Und dann gibt es noch bestimmte Verben, bei denen eine Verdoppelung obligatorisch ist.

    Lies dir am Besten mal durch, was auf den Seiten der hispanoteca dazu steht. Wenn du dann noch Fragen hast oder konkrete Beispiele brauchst, melde dich einfach noch einmal.

    Hier findest du auch eine schematische Darstellung anhand einer Tabelle:
    http://hispanoteca.eu/gram%C3%A1ticas/Gram%C3...

    http://hispanoteca.eu/gram%C3%A1ticas/Gram%C3...

    Und hier der entsprechende Eintrag im DPD, Punkt 5.:
    http://lema.rae.es/dpd/srv/search?id=elLl31yY...

    Edit: Auf den Seiten der hispanoteca findest du auch Erklärungen auf Deutsch:

    http://hispanoteca.eu/Gram%C3%A1ticas/Grammat...

    Und hier eine recht übersichtliche Zusammenfassung im pdf-Format:
    http://hispanoteca.eu/Gram%C3%A1ticas/Grammat...

    PS: Ich habe die Seiten der hispanoteca nur überflogen und nicht im Einzelnen genau durchgelesen. In der Regel findet man dort recht gute und verständliche Erklärungen/Zusammenfassungen, aber beim Überfliegen sind mir doch ein paar Stellen aufgefallen, die möglicherweise etwas verwirrend formuliert sind. Im Zweifelsfall würde ich dir jedenfalls raten, den Eintrag im DPD zu konsultieren.


    Edit 2: Und um deine konkreten Sätze aus der Anfrage doch noch kurz aufzugreifen, die noch unbeantwortet geblieben sind:

    El hombre no reza para dar a Dios una orientación, sino para orientarse debidamente a sí mismo.

    Warum steht hier kein "le dar a Dios"?
    -> Die unbetonte Form wird an den Infinitiv drangehängt, nicht vorangestell. Also: "para darle a Dios". Die Verdoppelung ist hier aber fakultativ, obwohl sehr gebräuchlich und üblich.

    Ich habe auch schon Saetze gelesen wie:
    *Dije a él anstatt Le dije a él.

    Le he dicho [besser:contado] la historia a él. - Hier ist die Verdoppelung obligatorisch, da das Dativobjekt ansonsten nur aus einem betonten Personalpronomen besteht/bestünde, dieses jedoch nie alleine/unverdoppelt stehen darf! D.h. ohne Verdoppelung sind diese Sätze grammatikalisch nicht korrekt. Du kannst aber eine einfache Alternative ohne betontes Personalpronomen formulieren: Le dije... Le he contado la historia. (Die betonten Personalpronomen a él/a ella dienen hier nur zur Betonung/zur Verdeutlichung, auf wen sich die unbetonte Form le jeweils bezieht.)

    Le he enviado el e-mail (a ella). - Le ist obligatorisch. Siehe oben, du kannst aber das a ella weglassen, das ja nur dazu dient zu verdeutlichen, auf wen sich le genau bezieht.

    *He enviado [el e-mail] a ella. - Dieser Satz ist demnach grammatikalisch nicht korrekt, weil hier das obligatorische le fehlt, da ein unbetontes Pronomen nie alleine in Objektfunktion stehen darf.

    Falls ich auf die Schnelle irgendwelche Fehler gemacht haben sollte, mögen dies bitte andere richtigstellen, denn ich muss jetzt weg.
    #11Verfasser la bella durmiente (548586) 25 Aug. 14, 18:09
    Kommentar
    Referencia bibliográfica:
    «Mi amor desgraciado». López Mondéjar, Lola: Mi amor desgraciado. Madrid: Siruela, 2010.
    Clasificación CORPES:
    Año: 2010. Criterio: Primera edición. Medio: Escrito. Bloque: Ficción. Soporte: Libro. Tema: Novela.
    País: España. Tipología: Ficción.

    He escrito a mi hija una carta larga, expresiva, diciéndole cómo me encuentro. Espero de ella cordura, tal vez que no me juzgue desde los parámetros de una hija sino desde los de otra mujer, una semejante. Sé que esto es imposible, que generaré malentendidos nuevos que odiaré esclarecer después. Pero me he dejado llevar por una ligera esperanza de comprensión. He querido abrirme un poco a ella. ¡Es tan hermoso el sol! y el olor a pan caliente que sale de la boulangerie, y la lluvia detrás de la ventana mientras hace calor aquí adentro, que me reconcilio con los humanos y olvido la radical diferencia que nos separa a unos de otros.

    @bella
    Nein, weder ist die Unterlassung falsch noch ist das redundante Pronomen obligatorisch. Es ist einfach typisch spanisch. Besos.
    #12Verfasser Doktor Faustus (397365) 25 Aug. 14, 23:28
    Kommentar
    >Ich habe auch schon Saetze gelesen wie:
    >Dije a él anstatt Le dije a él.

    *Dije a él ist mMn nicht ohne weiteres akzeptabel. Man sagt etweder Le dije a él oder Se lo dije a él.

    In Le he contado la historia a él sowie in Le dije a él oder Se lo dije a él kann nur a él ausgelassen werden, da die betonte Pronominalform nach dem Verb steht, wenn sie allerdings vorm Verb stehen würde (A él le he contado la historia), wäre die Auslassung von a él unmöglich.

    In Le he contado la historia a mi amigo ist a mi amigo schon eine nominale Ergänzung, daher der Gerbrauch der unbetonten Pronomen le fakultativ ist. Allerdings bevorzugen die meisten Muttersprachler dennoch die Vorwegnahme des indirekten Objekts, z. B. Le he dicho a mi hermano que venga mañana.

    Ich würde dir empfehlen, immer indirektes Objekt - ob es pronominal (immer obligatorisch) oder nominal (fakultativ, aber nur im Fall, wenn es nach dem Prädikat steht) ist - mit zu gebrauchen, zumal es Verben gibt, die eine Vorwegnahme des direkten Objektes durch ein entsprechendes unbetontes Pronomen erzwingen. Somit machst so gut wie keinen Fehler.

    #13Verfasser vlad (419882) 26 Aug. 14, 01:07
    Kommentar
    @Doktor Faustus:
    @bella
    Nein, weder ist die Unterlassung falsch noch ist das redundante Pronomen obligatorisch. Es ist einfach typisch spanisch. Besos.


    Das redundante Pronomen ist ganz gewiss nicht obligatorisch. ;-) Aber es gibt eben sehr wohl gewisse Regel, wann ein unbetontes Pronomen im Spanischen stehen muss, das dann eben nicht redundant ist.

    Siehe die Erklärungen im DPD, Punkt 5.:

    La duplicación del complemento indirecto a través del pronombre átono es siempre posible y, en algunos casos, obligatoria, mientras que la del complemento directo está sujeta a muchas más restricciones. En el español general culto la coaparición del pronombre átono y el complemento tónico responde a las pautas siguientes:[...]
    http://lema.rae.es/dpd/srv/search?id=elLl31yY...

    Aber ich vermute, du wolltest mich mit deiner Aussage ohnehin nur veräppeln, oder? ;-)


    @vlad: wenn sie allerdings vorm Verb stehen würde (A él le he contado la historia), wäre die Auslassung von a él [wolltest du wirklich schreiben a él ?] unmöglich.

    Wie du das meinst, verstehe ich nicht. Was ist an dem Satz Le he contado la historia deiner Meinung nach auszusetzen? Zumal du kurz zuvor ja selbst seine Richtigkeit bestätigst. Oder willst du hier lediglich auf einen pragmatischen Bedeutungsunterschied zwischen Sätzen wie Le he contado la historia a él und A él le he contado la historia hinaus, wodurch es im zweiten Fall gerade widersinnig wäre, a él wegzulassen? Ich nehme an, so in der Art hast du es gemeint, oder? Ob das für kiwi4ever jedoch verständlich formuliert sein wird, weiß ich nicht. Für mich war es das auf Anhieb zumindest nicht. Und wer weiß, ob ich dich überhaupt richtig verstanden habe...
    #14Verfasser la bella durmiente (548586) 26 Aug. 14, 02:23
    Kommentar
    @bella, gut, dass du den Quatsch gemerkt hast.

    Kiwi, hier kommt die korrigierte Version:

    In Le he contado la historia a él sowie in Le dije a él oder Se lo dije a él kann nur a él ausgelassen werden, da dieses nach dem Verb steht, wenn aber das betonte Pronomen a él vorm Verb stehen würde (A él le he contado la historia), wäre die Auslassung von a él unmöglich.


    Hoffe, Kiwi wird das verstehen.
    #15Verfasser vlad (419882) 26 Aug. 14, 02:51
    Kommentar
    @vlad: Hä? Und wo ist jetzt der Unterschied zur ersten Version?

    Eieiei... entweder ich bin zu müde oder du bist es, der noch einmal über das Geschriebene nachdenken sollte. Ich verstehe es nämlich auch in der "korrigierten" Version immer noch nicht und weiß nach wie vor nicht, ob du es so meintes, wie in meiner #13 vermutet. ;-) Was für ein Durcheinander! Zuerst Doktor Faustus, der anscheinend (oder hoffentlich doch nur scheinbar?) Sätze wie *Dije a él que... und *A mí castigaron für völlig korrekt hält, und dann auch noch vlad, der in Le he contado la historia a él die Weglassung von a él für möglich hält, in A él le he contado la historia aber nicht.

    So wird ein Schuh draus:

    Le he contado la historia (a él).
    (A él) le he contado la historia.
    falsch wären:
    *He contado la historia a él.
    *A él he contado la historia.

    Bei nicht-pronominalem complemento indirecto muss das unbetonte Pronomen jedoch nicht stehen, es darf dort aber sehr gerne erscheinen und tut dies auch sehr oft (was Doktor Faustus eben als "typisch Spanisch" bezeichnet hat ;-):
    (Le) he contado la historia a Juan.
    Wenn das indirekte Objekt allerdings dem Verb vorangestellt ist (und zwar egal, ob es sich um ein Pronomen handelt oder nicht), muss es durch das unbetonte Pronomen wiederholt werden:
    A Juan le he contado la historia.

    falsch wäre also:
    *A Juan he contado la historia.

    Fettdruck=obligatorisch
    *=grammatikalisch nicht korrekt
    ()=fakultativ
    #16Verfasser la bella durmiente (548586) 26 Aug. 14, 03:03
    Kommentar
    @bella, du hast recht, ich bin zu müde, und ich habe den Quatsch wiederholt.

    Wie ich jetzt sehe, du hast es auf den Punkt gebracht.
    #17Verfasser vlad (419882) 26 Aug. 14, 03:47
    Kommentar
    Grammatikalischer Denksport, und das mitten in der Nacht ;-)
    #18Verfasser neoparac (934585) 26 Aug. 14, 11:35
    Kommentar
    Ja, in der Tat. Zum Denksport kann es bisweilen tatsächlich ausufern. ;-)

    Weitere Feinheiten kann der geneigte Leser zum Beispiel in der NGLE nachlesen.
    Siehe dort §16.14 http://aplica.rae.es/grweb/cgi-bin/v.cgi?i=pu...

    So zum Beispiel, dass es bei "construcciones de anteposición focalizadora" (§16.14h)eben doch möglich und üblich ist, das Pronomen nicht noch einmal aufzunehmen(*) (Beispiel aus der NGLE: A él y solo a él debe todo lo que tiene), im Gegensatz zu den nicht-enfatischen construcciones dislocadas (§16.14e), die die Verdoppelung verlangen (Beispiel dort: A Carmen la eligieron presidenta). Aber das würde sicher zu weit führen und Kiwi4ever vermutlich mehr verwirren als weiterhelfen. Ich würde mich an seiner Stelle an die kompakte und mMn sehr übersichtliche Zusammenfassung im DPD halten, die ich (für das indirekte Objekt) in #16 versucht habe zu illustrieren.

    (*)Vielleicht wollte vlad gestern in seinem müden oder übermüdeten Zustand eigentlich hierauf hinaus?

    @Doktor Faustus: Als redundant wird zumindest in deutschsprachigen Grammatiken des Spanischen grundsätzlich jede Verdoppelung des Dativ- oder Akkusativobjektes durch die unbetonten Pronomen bezeichnet, unabhängig davon, ob diese nach den grammatikalischen Regeln obligatorisch und also notwendig ist oder fakultativ und in diesem Sinne überflüssig. Das mag ein etwas widersprüchlicher Sprachgebrauch sein, denn wenn sie nach den inhärenten Regeln einer Sprache obligatorisch ist, so ist sie in diesem Sinne ja nicht wirklich "redundant", aber unter diesem Begriff wird diese Verdoppelung eben immer wieder zusammengefasst. Möglicherweise beruhte dein Kommentar in #12 also auf einem terminologischen Missverständnis?
    #19Verfasser la bella durmiente (548586) 26 Aug. 14, 20:35
    Kommentar
    Hallo bella!

    Früher konnte ich nicht antworten, da ich malochen musste :-#

    Möglicherweise beruhte dein Kommentar in #12 also auf einem terminologischen Missverständnis?

    Ja, das mag sein. Dich veräppeln aber keineswegs :D Vlad und du beherrschen die Fachbegriffe der spanischen Grammatik besser als ich. Dafür halte ich mich für einen stilsicheren Muttersprachler, der in der Lage ist, zu erkennen, was richtig und falsch sei ;-P Und da kann ich dir sagen, bella, dass du Beispiele für "obligatorisch" angeführt hast, wo das wirklich nicht so ist. Folgendes:

    Dije a Carmen que viniera más temprano. - kein Problem. Selten bis ungebräuchlich in Amerika, mehrmals von Spaniern gehört (darauf beziehe ich mich nämlich mit "typisch spanisch").

    *Dijo a mí que acudiera cuanto antes. - falsch. Da ist me tatsächlich obligatorisch.

    Du siehst bella, wir haben es mit demselben Verb auf uns. In einem Falle mit Objekt (Carmen), in anderem mit Pronomen (mí). Ich hätte gerne einen Klartext dafür vonseiten der NGLE, es ist aber auch so, dass Theorie oft dem Gebrauch hinterherhinkt ...

    Liebe Grüße
    #20Verfasser Doktor Faustus (397365) 07 Sep. 14, 13:29
    Kommentar
    Und da kann ich dir sagen, bella, dass du Beispiele für "obligatorisch" angeführt hast, wo das wirklich nicht so ist. Folgendes:

    Aber Faustiño, die Beispiele, die du anführst, interpretieren wir doch genau gleich! Und sie werden auch genau so von der RAE beschrieben. Wo hätte ich denn behauptet, dass dije a Carmen falsch wäre???? Dass das Weglassen des hier fakultativen le allerdings in Spanien verbreitet(er) wäre, kann ich nach wie vor nach meinen persönlichen Erfahrungen absolut nicht bestätigen.

    Ich wiederhole zur Verdeutlichung, was ich diesbezüglich geschrieben hatte:

    Also: "para darle a Dios". Die Verdoppelung ist hier aber fakultativ, obwohl sehr gebräuchlich und üblich.

    Le he dicho [besser:contado] la historia a él. - Hier ist die Verdoppelung obligatorisch, da das Dativobjekt ansonsten nur aus einem betonten Personalpronomen besteht/bestünde,

    Bei nicht-pronominalem complemento indirectomuss das unbetonte Pronomen jedoch nicht stehen, es darf dort aber sehr gerne erscheinen und tut dies auch sehr oft (was Doktor Faustus eben als "typisch Spanisch" bezeichnet hat ;-):
    (Le) he contado la historia a Juan. 

    Das le in Klammern bedeutet=optional/fakultativ
    Obligatorisch wird die Verdoppelung allerdings wieder bei Voranstellung des complemento tónico.

    Und genau so wird es auch nach dem DPD und der NGLE beschrieben, unter Berücksichtigung der weiter oben ebenfalls erwähnten, aber sehr spezifischen Ausnahmen.
    #21Verfasser la bella durmiente (548586) 07 Sep. 14, 16:56
     
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