•  
  • Übersicht

    Quasselzimmer

    Schlangen und anderes Gewürm

    Betrifft

    Schlangen und anderes Gewürm

    Kommentar
    Um den Witzefaden zu entlasten, schlage ich vor,die dort begonnene Diskussion zu den Themen "Sind Schlangen cool oder hassenswert?", "Ist die Angst vor Schlangen angeboren?", "Bild der Schlange in verschiedenen Kulturen" hier fortzusetzen.

    Zum Einlesen siehe hier, ab Beitrag 244 Siehe auch: Witze XVII - #244

    VerfasserGaleazzo (259943) 16 Sep. 16, 10:11
    Kommentar
    easy hat im anderen Faden eine Studie gepostet, wonach die Furcht vor Schlangen anerzogen sei.
    Wie kommt es dann, dass einige Tiere tatsächlich "instinktiv" Angst vor Schlangen oder schlangenförmigen Objekten haben? Z.B. unser ehemaliger Kanarienvogel der auf den Anblick von langen Bändern, z.B. an einem Sonnenhut, panisch reagierte. Oder die von dirk erwähnten Pferde?


    Dass die Schlange im alten Ägypten als böse und unheilbringend gegolten habe (so im anderen Faden behauptet), stimmt übrigens nicht. Die Pharaonen trugen an ihrer Krone eine Schlange, die sie durch ihre Gefährlichkeit vor feindlichen Mächten beschützen sollte.
    #1VerfasserGaleazzo (259943) 16 Sep. 16, 10:29
    Kommentar
    Danke, Galeazzo!

    Aus dem Witzefaden #286 (easy):
    Die Angst vor Schlangen ist übrigens nachgewiesenermaßen anerzogen, nicht instinktiv vorhanden.

    Na ja, anerzogen würde ich das nicht nennen. Da steht:

    “The original research by Ohman and Mineka with monkeys and adults suggested two important things that make snakes and spiders different,” LoBue says. “One is that we detect them quickly. The other is that we learn to be afraid of them really quickly.”

    Das heißt, Schlangen und Spinnen zeichnen sich gegenüber anderen Tieren und Pflanzen dadurch aus, dass wir sie erstens sehr schnell erkennen und zweitens sehr schnell Furcht davor entwickeln. Auch wenn diese Furcht nicht von Geburt an automatisch vorhanden ist, so ist sie in unseren Genen offenbar bereits angelegt.

    Was mich betrifft, so lege ich jedenfalls keinerlei Wert auf persönliche Begegnungen mit den Viechern, sei das konkrete Exemplar auch noch so harmlos, und ich verspüre auch kein Verlangen, mich von dieser Abneigung kurieren zu lassen.


    Die Pharaonen trugen an ihrer Krone eine Schlange, die sie durch ihre Gefährlichkeit vor feindlichen Mächten beschützen sollte.

    Klar. Eben dadurch, dass sie furchteinflößend ist. Wer Macht über die Schlange hat, kann andere bedrohen. Ist doch logisch. Ein Kaninchen hätten die Pharaonen sich wohl kaum an die Krone geheftet. Da hätte man sie ja ausglacht.
    #2Verfasserdirk (236321) 16 Sep. 16, 10:37
    Kommentar
    Ich denke auch, dass die Ägypter Angst vor Schlangen hatten. Gibt es nicht die Geschichte, dass sich der Stab von Moses in eine Schlange verwandelt hat? (Bin zugegebenermassen nicht so fit im alten Testament... hab mehr so eine Filmszene vor Augen)
    #3VerfasserBellydancer (1117479) 16 Sep. 16, 10:43
    Kommentar
    Die Angst vor Hunden ist auch nicht angeboren und doch haben viele Kinder panische Angst vor ihnen und auch manche Erwachsene. Woher kommt das, sie haben oft keine schlechten Erfahrungen gemacht?

    Meine Theorie aufgrund von Beobachtung ist: Kinder übernehmen im ganz jungen Alter schon die Reaktion ihrer Eltern. Eine Mutter mit Furcht vor einem Hund (oder Schlange oder Spinne) überträgt das auf die nächste Generation.

    Also weder bewusst anerzogen noch angeboren!
    #4VerfasserPuppengesicht (807439) 16 Sep. 16, 10:44
    Kommentar
    Aber ich habe panische Angst vor Spinnen und das ist garantiert nicht anerzogen! Sowohl meine Mutter als auch meine Oma konnten die mit der Hand fangen und rausschmeißen.
    Ich bin NICHT zur Spinnenphobie erzogen worden, sondern im Gegenteil immer ausgelacht worden und bekam zu hören "stell dich nicht so an!".


    #5VerfasserBellydancer (1117479) 16 Sep. 16, 10:46
    Kommentar
    dirk: Die Ägypter hätten nicht gelacht, wenn es sich um das Karnickel gehandelt hätte: https://www.youtube.com/watch?v=dLXxZduFcAE (ab 3.14)
    #6VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 16 Sep. 16, 10:53
    Kommentar
    Auch schlechte Erfahrungen führen nicht unbedingt zu Angst vor dem entsprechenden Tier. Ich habe und hatte nie Angst vor Hunden, obwohl ich als Kind den ein oder anderen Biss kassiert habe.

    Warum sich so viele Leute gerade vor Spinnen und nicht vor Insekten und anderen Krabblern fürchten, ist nicht nachvollziehbar. Von einer Spinne wurde ich noch nie gebissen, wohl aber von "niedlichen" Marienkäfern..
    #7VerfasserGaleazzo (259943) 16 Sep. 16, 10:58
    Kommentar
    Für mich selbst ist die Angst vor Spinnen auch unverständlich. Aber ich hatte schon immer Angst vor Spinnen, obwohl ich auch schon immer wusste, dass Spinnen harmlos sind. Kommentar von meinem Mann, wenn ich einen Schreikrampf kriege: "Na was meinste, wer gewinnt?".

    (Übrigens: Die tatsächlich gefährlichen tropischen Spinnen und Gedöns hab's hier noch NICHT in meiner Kindheit; d.h. schon damals wusste ich - vom Verstand her - dass Spinnen harmlos sind. Nutzte aber nichts).

    Vor Schlangen und sonstigen Reptilien habe ich mich übrigens noch nie gefürchtet oder geekelt. Die finde ich sogar schön.

    #6 B.L.Z. Bubb: Ich kann im Moment leider nicht auf YouTube (Arbeit!) - Ist es das was ich denke? Ritter der Kokosnuss?
    #8VerfasserBellydancer (1117479) 16 Sep. 16, 11:06
    Kommentar
    Was mich betrifft, so lege ich jedenfalls keinerlei Wert auf persönliche Begegnungen mit den Viechern, sei das konkrete Exemplar auch noch so harmlos, und ich verspüre auch kein Verlangen, mich von dieser Abneigung kurieren zu lassen.

    Dirk, das finde ich bedenklich. Du kokettierst mit Deiner Furcht und möchtest sie am liebsten ein Leben lang behalten? Aber warum? Sollen Schlangen, Spinnen, Mäuse, Hunde oder oder Dich und Dein Leben beherrschen? Nimm Dir ein Herz und drehe den Spieß um!

    Man muss ja kein Kuschelfreund werden, emotionslos zu werden reicht doch schon. Es lohnt sich, man kann viel unbeschwerter durch das Leben gehen!
    #9VerfasserPuppengesicht (807439) 16 Sep. 16, 11:08
    Kommentar
    Man sollte doch unterscheiden zwischen vernünftiger Vorsicht (bei Schlangen und Hunden z.B.) und unreflektierter Angst, die wohl eher in Richtung Hysterie deutet.
    Wenn man ein Lebewesen nicht kennt, ist es sinnvoll, Abstand zu halten, nicht aber, hektisch zu werden. Geordneter Rückzug ist immer besser.
    Angst vor Hunden ist fast 100% antrainiert, da muß an sich nur auf die Straße begeben und den Müttern zuhören. Auch da gilt: Sinnvoll ist der Abstand, wenn man sich unsicher ist, aber eigentlich auch so. Auch Tiere wollen nicht von jedem angegrabscht werden.
    Hysterie ist grundsätzlich fehl am Platz. Kontraproduktiv.
    #10Verfasserulinne (894128) 16 Sep. 16, 11:13
    Kommentar
    @9: Ich kokettiere nicht. Aber da ich Schlangen in freier Wildbahn nun mal recht selten begegne, sehe ich auch keinen Grund, mich mit ihnen anzufreunden. Sollte  ich mal irgendwohin auswandern, wo mich täglich drei harmlose Exemplare zum Tee besuchen, dann werd ich mir überlegen, ein Anti-Schlangenphobie-Seminar zu besuchen. Sollte darunter aber auch nur alle paar Tage mal eine giftige sein, dann lieber nicht.
    #11Verfasserdirk (236321) 16 Sep. 16, 11:41
    Kommentar
    Na ja, ich wundere mich immer über Leute, die, sobald die Rede auf Spinnen oder Schlangen kommt, betonen müssen sie mögen sie nicht :-)
    #12VerfasserPuppengesicht (807439) 16 Sep. 16, 11:51
    Kommentar
    Ich mag Schlangen und Spinnen (und Haie), aber Insekten kann ich nicht viel abgewinnen. So ein Schmetterling ist ja aus der Ferne ganz hübsch anzusehen, aber bei Motten regt sich mein Ekelreflex und bei Wetas (die ja zum Glück in Australien/Neuseeland - also weit weg - beheimatet sind) reicht ein Bild für meine Phobie...
    #13Verfasserimaxchen (238029) 16 Sep. 16, 12:10
    Kommentar
    re ##6/8 : ja, genau das ... das süße kleine, blutrünstige Kaninchen ...
    #14Verfasserno me bré (700807) 16 Sep. 16, 12:21
    Kommentar
    Jetzt musste ich glatt einmal nachsehen, was ein Weta überhaupt ist. In der Tat: schee isch des id. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/common...
    #15VerfasserGart (646339) 16 Sep. 16, 12:22
    Kommentar
    Wetas kannte ich bis jetzt auch nicht. Außer bei Schlangen regt sich mein Abscheureflex bei Silberfischchen. Widerlich!!!
    #16Verfasserdirk (236321) 16 Sep. 16, 12:24
    Kommentar
    "Der Name „Weta“ entstammt der Sprache der Maori,[2] deren Bezeichnung Wetapunga bedeutet „Gott der hässlichen Dinge“."

    Gnihihi ;-)

    Silberfischchen sind aber echt arg.
    #17VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 16 Sep. 16, 12:24
    Kommentar
    Die Angst vor Hunden ist offensichtlich nicht angeboren. Mein eines Kind hielt immer Respektabstand, das andere würde zu jedem Hund hinlaufen und ihn streicheln, wenn ich das erlaubte. Ich erziehe sie aber beide zum Respektabstand, weil auch der liebste Hund beißen kann, wenn ihm ein Kleinkind mit dem Finger ins Auge fährt.
    (Besonders gefährlich: Die Tiere von "Dertutnix"-Haltern...)

    Mir graust übrigens vor Nacktschnecken, was sicher nicht angeboren ist, weil sich diese spanischen Wegschnecken, die roten, erst im Laufe meiner Kindheit immer mehr in Österreich ausgebreitet haben.
    #18Verfassertigger (236106) 16 Sep. 16, 12:26
    Kommentar
    Angst vor Hunden kann auch darin begründet sein, dass man sich einfach nicht mit Hunden auskennt.
    Ich hatte früher große Angst vor kläffenden Hunden.
    Mein Mann ist ein großer Hundeliebhaber und durch ihn habe ich es - über viele Jahre - gelernt zu unterscheiden, ob ein Hund böse kläfft oder "einfach nur spielen" will. Inzwischen sehe ich das auch deutlich, wenn ein Hund einfach nur fröhlich ist oder einen begrüßen will.

    Ich kann sogar große Hunde von Freunden und Bekannten tätscheln und streicheln (obwohl ich Hundesabber voll eklig finde - bäh! - ich wasch mir dann bei nächster Gelegenheit ausgiebigst die Hände)

    Sicherheitsabstand vor fremden Hunden halte ich trotzdem.
    #19VerfasserBellydancer (1117479) 16 Sep. 16, 12:31
    Kommentar
    Also mit dem "Gott der hässlichen Dinge" werde ich mich sicher auch nicht anfreunden.
    #20Verfasserulinne (894128) 16 Sep. 16, 12:49
    Kommentar
    Ich habe mit Schlangen nie ein Problem gehabt, einmal habe ich sogar eine zahme Königspython angefasst (und sie war NICHT schleimig, sondern trocken und kühl), und mit einer sehr großen und sehr haarigen Spinne spürte ich sogar Mitleid, als ich sah, wie sie vor einem Besen um ihr Leben rannte. Bei Stechmücken allerdings erwacht bei mir ein unbändiger Killerinstinkt: ein leises "eeeeeeeee" neben meinem Ohr und ich liege einen Meter über dem Bett, wie Fredl Fesl sagen würde.

    Es gibt aber die Theorie, dass wir im Durchschnitt andere Geschöpfe um so abstoßender finden, je weiter sie von unserem eigenen Aussehen abweichen. Bei den Schlangen sind es eben die fehlenden Beine (jedenfalls kenne ich wenige Leute, die panische Angst vor Eidechsen äußern), bei Spinnen deren beängstigende Vielzahl, beides verbunden mit der vagen Erinnerung an "Giftig!", aber man weiß nicht genau, welche Sorten, also lieber Vorsicht.

    Im Hinduismus zählen Schlangen im Übrigen zu den heiligen Tieren.
    #21VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 16 Sep. 16, 17:54
    Kommentar
    Dem "Gott der hässlichen Dinge" bin ich übrigens gestern erstmals begegnet ... im Arte-Programmheft ...
    #22Verfasserno me bré (700807) 16 Sep. 16, 18:30
    Kommentar
    Mir geht es wie Bellydancer - ich habe eine nicht-anerzogene Spinnenphobie (und ich werde schon mal hysterisch, und ausgelacht).
    Ich kann aber auch dirk voll verstehen, denn ich moechte Spinnen nicht naeher kennenlernen, nicht in eine Spinnenausstellung gehen und Spinnen bestimmt nicht mal streicheln. Ich kann sie auch nicht im Fernsehen - und nur schlecht auf Bildern - ertragen. (Im Fernsehen ist mir aber auch Insektengewusel in Nahaufnahme eher unangenehm...)

    Bei Skorpionen, wenn ich ihnen begegne, bin ich viel gelassener. Es ist nicht logisch.

    Schlangen 'mag ich' sehr - finde sie schoen, sehe sie gerne an, und wuerde durchaus gerne mal eine anfassen und halten. Wie ich reagieren wuerde, wenn ich eine Otter oder auch einen Babypython in meinem Bett faende, weiss ich allerdings nicht!

    Und bei Hunden halte ich einen Sicherheitsabstand (meine Kinder haben als sie klein waren auch ganz unterschiedlich reagiert; der grosse mit Panik, und der kleine mit Kuschelwunsch - inzwischen bei beiden etwas abgeschwaecht). Gerade bei Kindern sind 'der will doch nur spielen' Viecher wirklich eine Pest, denn im Zweifelsfall schmeissen sie die Kinder um...das finde ich ganz unmoeglich.
    Aber Hunde moegen mich! Warum, das weiss ich auch nicht.
    #23VerfasserJabonah (874310) 16 Sep. 16, 19:36
    Kommentar
    Man muss auch bedenken, dass viele Hunde Angst vor kleinen Kindern haben, weil sie ihr Verhalten genausowenig zu deuten wissen und unsicher-aggressiv reagieren können. Bei fremden Hunden und Dertutnix-Haltern will ich daher immer wissen, ob der Hund Kinder gewöhnt ist. ("Mag Ihr Hund Kinder?" - "Sehr, aber ich gebe ihm Rindfleisch, das ist billiger.")
    #24Verfassertigger (236106) 17 Sep. 16, 10:17
    Kommentar
    Vor einigen Jahren klingelte meine damalige Nachbarin von der Wohnung nebenan an meiner Tür, blass und zitternd, mit ihrer etwa achtjährigen Tochter an der Hand. Beide waren den Tränen nahe. Sie erklärte, sie habe ein großes Problem, und ob mein Mann da sein und ihnen vielleicht helfen könne. Ich verneinte und erkundigte mich, um welches Problem es sich handle, und ob ich vielleicht ... Nein, auf gar keinen Fall. Es gehe um eine RIESIGE Spinne an der Wand im Flur.

    Ich habe keinerlei Angst vor Spinnen, habe mich also, um das arme Tier zu retten, mit einem Glas und einem Blatt Papier bewaffnet, an die Arbeit gemacht, die Spinne gefangen und im Treppenhaus auf ein Fensterbrett gesetzt und nach draußen in die Freiheit entlassen. Danach wurde ich von den beiden Damen gefeiert wie eine Heldin. Leider wohnen sie schon lange nicht mehr hier, also muss ich wieder ohne Heldenverehrung leben ... ;)

    Vor Schlangen habe ich auch keine Angst, aber großen Respekt, falls sie giftig sein könnten - und die sind verflixt schnell, also halte ich lieber Abstand. Nachtfalter (werden von meinen Katzen gern gefangen!), Marienkäfer oder ähnliches Käferzeug, was hier mal durchs offene Fenster hereinkommt, mag ich nicht in meiner Wohnung haben, aber Angst oder Panik stellt sich da nicht ein. DIe Insekten sollen halt möglichst schnell wieder nach draußen, dorthin, wo sie hingehören.

    Aber, und das kann ich auch überhaupt nicht erklären, ich raste bei Kakerlaken völlig aus! Wenn ich nur daran denke, bekomme ich Gänsehaut, mir wird übel und ich gerate in Panik. Selbst Bilder davon - vor allem im TV, wenn man sieht, wie sie sich bewegen -, lösen diese Reaktion schon bei mir aus.

    Das war für mich auf meinen Reisen in jungen Jahren oft ein enormes Problem, denn in manchen Ländern wohnen Kakerlaken einfach überall. Und es hat es nicht besser gemacht, dass sich einmal auf einer indonesischen Insel eines dieser Viecher, fett und groß, mitten in der Nacht, als ich mal musste, im Klo von der Decke fallen ließ und mit einem lauten Platschen direkt auf meinem nackten Po landete .... Mein Schrei hallte über die ganze Insel, da bin ich sicher!

    Mir bricht schon leicht kalter Schweiß aus, während ich das schreibe, und ich wollte damit nur sagen, dass ich jegliche Phopien dieser Art daher sehr gut verstehen kann!

    Woher sie kommen? Anerzogen oder Urängste? Ich weiß es nicht.


    #25VerfasserFragezeichen (240970) 17 Sep. 16, 14:37
    Kommentar
    Dein Schrei - seeeehr verständlich, Fragezeichen!!

    Ich kann, allgemein gesagt, ganz gut mit Spinnen und Schlangen und Regenwürmern und Insekten diverser Art, auch Ekel vor Motten verstehe ich nicht.
    Aber Maden und Kakerlaken finde ich scheußlich.
    Und sicher so manches mehr.

    Persönliche Horrorfantasie:
    Dunkle Nacht, ich bin draußen, allein, ich gehe durch eine Gasse einer stillen Stadt. Eine, zwei Ratten tauchen auf, schauen mich mit leuchtend gelben (oder auch blutunterlaufenen roten!) Augen an. Stürzen sich auf mich, springen mir ans Bein hoch und verbeißen sich.
    !
    Ratten in einem Käfig anzuschauen dagegen geht schon, und vorsichtiges Streicheln, sofern ich sie nicht halten muss.
    #26VerfasserBraunbärin (757733) 17 Sep. 16, 15:44
    Kommentar
    ... allmählich wird's hier gruselig ...
    #27VerfasserBellydancer (1117479) 17 Sep. 16, 18:56
    Kommentar
    Das schnelle Wahrnehmen von Spinnen und Schlangen mag ja instinktiv vorhanden sein, aber das heißt eben noch lange nicht, dass eine instinktive Abneigung oder Angst vorhanden ist. Die wird eben doch beigebracht. Ich rede übrigens nicht von pathologischen Phobien, da scheint man vielfach die Ursachen nicht zu kennen.

    Bei zahlreichen Führungen konnte ich immer wieder erleben, wie Kindergartenkinder vs Grundschuldkinder vs "weiterführende Schule"-kinder vs Erwachsene auf Schlangen reagieren. Das durchschnittliche, in Deutschland geborene und aufgewachsene Kindergartenkind geht meist recht angstfrei an Schlange ran, mit großer Neugier. Kindergartenkinder, die aus Gebieten stammen, in denen es Giftschlangen gibt (also zB Asien oder Afrika) reagieren oft hysterisch-panisch, wenn ich eine Schlange in die Hand nehme, um sie der Gruppe zu zeigen, weil denen von klein auf beigebracht wird, wie gefährlich Schlangen sind. Je nach Herkunftsland ist das ja auch irgendwie sinnvoll, wenn man nicht will, dass Kleinkinder mit irgendwelchen Schlangen kuscheln...
    Im Grundschulalter überwiegt häufig noch Neugier, es kommt aber sehr oft schon Angst und Ekel hinzu. Ältere Kinder haben oft viel mehr Angst und Ekel.
    Echte Phobiker kommen uns nur selten besuchen, kommt aber vor.
    Aber bis auf einen Menschen habe ich bisher noch jeden dazu gebracht, seine Angst zu überwinden und eine Schlange anzufassen. Das sind oft die besten Führungen, wenn man Menschen dabei hat, denen man zeigen kann, wie faszinierend Schlangen sind - und dass man normalerweise weder Angst noch Ekel haben muß. Meist sind die Leute hinterher total glücklich, dass sie sich überwunden haben - na gut, vielleicht strahlen sie auch nur so, weil ihnen nichts passiert ist ;o)
    Eine Frau, deren Abneigung durchaus schon pathologische Züge hatte, ist mir hinterher fast heulend um den Hals gefallen, weil sie so glücklich war, das sie es geschafft hatte, ihre Angst zu überwinden und die schlange sogar ganz allein zu halten. Mehrfach.
    Ich kann nur sagen, dass die Studie, die ich verlinkt hatte in dem Witzefaden, sehr genau das beschreibt, was ich fast tagtäglich mit Menschen erlebe. Die Furcht und vor allem der Ekel sind anerzogen - und es sind ja nicht nur dei Eltern, die einen erziehen. Das fängt in unseren Gefilden schon mit der elendigen Schöpfungsgeschichte an, wie die Schlange in der Bibel beschrieben wird, wissen wir ja vermutlich alle.

    Es wäre einfach schön, wenn Schlangen der ganz normale Respekt entgegengebracht würde, den man normalerweise auch für Hunde und Katzen hat. Das sind leidensfähige Tiere mit Daseinsberechtigung, auf die man nicht einfach mit einer Schaufel eindreschen darf, nur, weil man eine harmlose, hochgeschützte Ringelnatter im eigenen Garten für eine grüne Mamba hält.

    Mücken hingegen sind des Teufels und werden erbarmungslos verfolgt ;)
    Deswegen mag ich auch Spinnen. Jeder Feind einer Mücke ist mein Freund.
    #28Verfassereasy (238884) 19 Sep. 16, 01:13
    Kommentar
    Kakerlaken muß ich auch nicht unbedingt haben, allerdings machen sie mir jetzt nicht SO viel aus. Ich war mal im Zoo von Arnheim und machte gerade völlig versunken an eine Wand gelehnt Fotos von einem Python, als ich merkte, wie mir etwas über den Hals und dann die Wange krabbelte.
    Im Zoo weiß man ja nicht immer, was da so rumkreucht, also hab ich gaaaaaaanz vorsichtig hingelangt (betend, dass mich nix beißt) - und hielt eine riesige amerikanische Großschabe in der Hand. Die Leute um mich rum schüttelte es nur so. Ich hab das Viech einfach rausgetragen und laufen lassen.
    #29Verfassereasy (238884) 19 Sep. 16, 01:22
    Kommentar
    @Fragezeichen

    Die Geschichte mit der Spinne veranschaulicht aber schön, wie man so eine Panik von Mutter auf Kind überträgt.
    Hätte die Kleine alleine auch so reagiert, wenn sie die Situation vorher noch nie erlebt hätte? Vermutlich nicht. Reicht ja schon ein herzfahtes "IIIIIhhhh". Dann weiß das Kind ja schon, daß es sich um Etwas handelt, das man besser nicht haben will. Aus dem Haus zu fliehen, weil eine Spinne drin ist, ist ja schon fast krank! Bekanntermaßen neigen Spinnen ja dazu, sich auf wehrlose Menschen zu stürzen, ihnen ins Gesicht zu springen und sie mit Haut und Haaren aufzufressen - oder verwechsle ich da gerade was?
    Ich kann Schlangen z.B. auch nicht leiden, habe aber im Wald schon oft welche gesehen und bin hin und wieder fast auf eine draufgetreten (in Norwegen hauen die Kreuzottern einfach nicht ab, sondern bleiben liegen, bis man drauftritt). Aber mein Gott, die gehören dort hin, die wohnen da. Ich bin sozusagen bei ihnen Gast, nicht sie bei mir. Die dürfen da sein. und vermutlich finden die mich auch "IIIIhhh".
    #30Verfasserulinne (894128) 19 Sep. 16, 07:03
    Kommentar
    @28: easy, ich verstehe gar nicht, weshalb du die von dir im Witzefaden verlinkte Studie so vehement als Beleg dafür anführst, dass die Angst vor Schlangen oder Spinnen "anerzogen" sei. Das steht da nicht drin. Erworben ja, wodurch auch immer, aber nicht anerzogen, was ja gezielte erzieherische Maßnahmen ("Schlangen und Spinnen sind bäh!!! Ihh!! Pfui!!!") bedeuten würde. Mehrere hier haben versichert, dass sie solche Ängste definitiv ohne Zutun ihrer Eltern oder Erzieher entwickelt haben.

    Die Studie, so wie ich sie verstehe, sagt im Gegenteil, dass gerade diese Ängste extrem leicht erworben werden. Kleinkinder (und auch Affen) widmen Abbildungen von Schlangen und Spinnen anscheinend instinkitv besondere Aufmerksamkeit, und oft reicht ein kleiner Auslöser, um eine Phobie zu entwickeln.

    Warum eigentlich erfreuen sich Schlangenvorführungen so großer Beliebtheit? Warum sagen so viele Leute (auch hier im Faden) nicht ohne einen gewissen Stolz, dass sie schon mal eine Schlange angefasst hätten und diese sich auch gar nicht glitschig angefühlt hätte? Würde jemand zu einer Meerschweinchenschau gehen und nachher herumerzählen, er hätte schon mal ein Meerschweinchen angefasst? In gewisser Weise muss da wohl doch der Nervenkitzel-Effekt eine Rolle spielen, und der würde ja nicht existieren, wenn nicht doch die meisten Leute eine mehr oder weniger latente Abneigung gegen die Viecher hegten. Das ist wie Achterbahnfahren oder Bungee-Springen: Die natürliche Angst über den Verstand ausschalten und stattdessen den Nervenkitzel genießen. Ich brauch sowas nicht.
    #31Verfasserdirk (236321) 19 Sep. 16, 08:46
    Kommentar
    @dirk
    Ich bewundere dein erstaunliches Gedächtnis. Ich kann mich an alles, was vor meinem 5. Lebensjahr geschah, nur bruchstückhaft erinnern.
    Meines Wissens haben Kinder von anfang an aber bereits Sinne und verstehen viel mehr, als man so glauben mag.

    Kein Mensch muß irgendwelche Tiere oder andere Dinge mögen. Aber zu behaupten, das sei "normal", nun ja. Das ist etwa wie die Vorliebe für Oliven. In manchen Ländern essen die Kinder das täglich, weil sie es von zu Hause gewöhnt sind, in anderen Ländern ist es "IIIIhhhh".

    ich persönlich habe eine Plastikphobie, von der kein Mensch bisher weiß, wo sie herkommt. Ich würde aber im Leben nie behaupten, das sei normal. ich reagiere definitiv auf Plastik viel heftiger als Hans Mustermann. Nicht zu wissen, wo diese Reaktionen herkommen heißt ja nicht, daß es keine Ursache gibt.
    #32Verfasserulinne (894128) 19 Sep. 16, 09:21
    Kommentar
    #28 "Es wäre einfach schön, wenn Schlangen der ganz normale Respekt entgegengebracht würde, den man normalerweise auch für Hunde und Katzen hat. Das sind leidensfähige Tiere mit Daseinsberechtigung (..)"

    - Diese Bitte sollte man auf alle Tiere ausweiten und gerade auch auf Insekten, Spinnentiere, Würmer, Schnecken usw. Dass etwas klein ist und nicht unserer Vorstellung von "niedlich" entspricht, ist kein Grund, es umzubringen; und dass sie in vieler Hinsicht anders aussehen und funktionieren als wir, muss nicht heißen, dass sie nicht auch Angst und Schmerz empfinden. (Mal ganz zu schweigen davon, dass sie z.T. Fähigkeiten und Sinneswahrnehmungen haben, von denen unsereins nur träumen kann.)


    dirk #31, mag sein ,dass bei manchem der Nervenkitzel eine Rolle spielt. Genausogut kann es sein, dass man sich einfach freut, Gelegenheit zu haben, ein Tier buchstäblich "hautnah" zu erleben, dem man sonst nie so nahekommen würde, und eben Fragen klären zu können wie "Ist die Schlange glitschig oder nicht?" (Ging mir jedenfalls bei meiner ersten Schlange als Kind so. Ich hatte erwartet, sie fühle sich an wie ein Frosch oder Regenwurm (die kannte ich) und war angenehm überrascht. )
    Vor Jahren liefen mal zu Werbezwecken Zirkusleute mit einem Jung-Elefanten bei uns über den Campus. Da bildete sich auch sofort eine Traube von Studenten, die das Tier unbedingt mal anfassen wollten. Einfache menschliche Neugier: Was ist das, wie fühlt sich das an? Ganz ohne "Angst überwinden wollen".
    #33VerfasserGaleazzo (259943) 19 Sep. 16, 09:21
    Kommentar
    - Diese Bitte sollte man auf alle Tiere ausweiten und gerade auch auf Insekten, Spinnentiere, Würmer, Schnecken usw. Dass etwas klein ist und nicht unserer Vorstellung von "niedlich" entspricht, ist kein Grund, es umzubringen; und dass sie in vieler Hinsicht anders aussehen und funktionieren als wir, muss nicht heißen, dass sie nicht auch Angst und Schmerz empfinden. (Mal ganz zu schweigen davon, dass sie z.T. Fähigkeiten und Sinneswahrnehmungen haben, von denen unsereins nur träumen kann.)

    Ja, Galeazzo, so sehe ich das auch.
    Weitergedacht:
    Wir Menschen versuchen seit Jahrtausenden uns die Natur untertan zu machen und rotten uns dabei nur selber aus.
    #34VerfasserBraunbärin (757733) 19 Sep. 16, 09:28
    Kommentar
    Insofern sollte man seine Phobien erhalten und schreiend davonlaufen, wenn man das entsprechende Tier zu Gesicht bekommt. Das ist für das Tier am sichersten.
    #35Verfassertigger (236106) 19 Sep. 16, 09:38
    Kommentar
    #31: Würde jemand zu einer Meerschweinchenschau gehen und nachher herumerzählen, er hätte schon mal ein Meerschweinchen angefasst?

    Genau DAS wäre für meine Großmutter selig der absolute Nervenkitzel gewesen! Die Frau konnte Engerlinge, Würmer, Spinnen und alles mögliche Gewürm problemlos und ohne Ekel anfassen, hatte aber einen unbeschreiblichen Ekel vor allem Flauschigen und Pelzigen.
    Unsere Katze durfte ihr nicht zu nahe kommen! Nicht dass sie sie nicht mochte (hat sie auch gefüttert und versorgt, wenn meine Eltern und ich in Urlaub waren)  - nur nicht anfassen, igitt!
    Für mich als Kind war das total absurd.
    Oma hat erzählt, sie habe als ganz, ganz kleines Mädchen fröhlich mit flauschigen Küken gespielt und fand die so niedlich und schön anzufassen wie alle anderen Kinder auch. Dabei habe sie aber eins der Küken zu fest gedrückt und plötzlich war es tot.
    Meine Oma konnte sich daran nicht erinnern (sie hatte es nur von ihrer Mutter so erzählt bekommen), aber dieser Vorfall war sicher der Grund, warum sie keine flauschigen Tiere anfassen konnte.
    #36VerfasserBellydancer (1117479) 19 Sep. 16, 09:45
    Kommentar
    ...was gut zu #32 passt: Frühkindliche Erinnerungen erhalten sich für gewöhnlich nur, wenn sie traumatisch sind. :-P
    #37Verfassertigger (236106) 19 Sep. 16, 10:07
    Kommentar
    #30
    >>Bekanntermaßen neigen Spinnen ja dazu, sich auf wehrlose Menschen zu stürzen, ihnen ins Gesicht zu springen und sie mit Haut und Haaren aufzufressen - oder verwechsle ich da gerade was?

    You may laugh, but actually I have sometimes wondered if the default defense mode among cockroaches isn't to run towards the human, in an often-successful attempt to incite panic. In my experience -- which is of course colored by a pretty strong dislike of cockroaches, though not reaching the level of phobia -- it seems a little too common to be just coincidence. I've wondered if, for example, they might be attracted to heat sources (which might also explain why they've occasionally shown up in bed with me, or in the shower, which is indeed memorably disgusting).

    I also had that happen recently with one of the tiny salamander-like night lizards, the flesh-colored translucent 1-inch ones. I'm not scared of them at all -- indeed, I hope they're busy eating bugs while I sleep. But it was a little uncanny to have one run right at me. I wanted to say, Look, pal, you really want to go the other way, into the shadows.

    Re #33:

    I admire that kind of Buddhist principle in principle, and like Fragezeichen I have nothing against ushering spiders gently outside with an upside-down glass and a piece of paper. But in practice, I draw the line at certain bugs with which the world is clearly oversupplied, such as mosquitoes, gnats, aphids, fire ants, and cockroaches. If you don't kill them, they only multiply faster.

    Picking up snakes does indeed give you a sense of accomplishment -- I remember that from summer camp. Not to mention the tarantula, which we were told was perfectly safe as long as we kept the palm of our hand very flat, because it needed to bite from two sides of a surface to get a grip. Not that I would want to test that in the wild, just as I don't really want to get close enough to a spider in a dark corner to tell if it has the funny mark supposedly characteristic of a black widow ...

    On the other hand, really dangerous critters such as poisonous snakes (which we also have in America, not just in Asia and Africa) I would just back off from as far as possible, not endanger myself by getting close enough to try to kill. I still remember being frightened as a child seeing a water moccasin my grandfather had shot at the lake, and seeing a rattlesnake cross the path in front of us at the farm as a teenager. My first and only coral snake I saw on a path in a very well-traveled park in the middle of a big city, and perhaps for that reason it scared me more than any of the others. I've never seen a copperhead in the wild, but the yard men have told me our ivy is probably full of them (cheering thought).

    The five-foot rat snake, though, was so absolutely cool (from a safe distance) that I would love to see it again sometime, even though I understand they can be mean-tempered though not poisonous. (-:
    #38Verfasserhm -- us (236141) 19 Sep. 16, 10:14
    Kommentar
    :-)
    Meine Erfahrung mit Kakerlaken ist die, daß die eigentlich immer nur fressen wollen und wenn ich nach irgendwas rieche, was sie wollen, dann bin ich interessant, ansonsten nicht.
    Jo, die sind eklig. Aber vor allem auch, weil man weiß, wo sie sich immer so rumtrieben. Wie Schmeißfliegen, die mag ich auch nicht. Trotzdem würde ich nicht wild panisch vor einer Kakerlake oder einer Schmeißfliege davonlaufen.
    #39Verfasserulinne (894128) 19 Sep. 16, 10:55
    Kommentar
    Aber wie soll man sicher sein, dass man den gesamten Speiseplan von Kakerlaken kennt und daher sicher nicht nach etwas für sie Appetitlichem riecht?!
    #40Verfassertigger (236106) 19 Sep. 16, 11:03
    Kommentar
    Wenn sie mit umgebundenem Lätzchen und Besteck in den Vorderbeinen auf dich zukrabbeln, solltest du misstrauisch werden.
    #41VerfasserGaleazzo (259943) 19 Sep. 16, 11:09
    Kommentar
    no me bré: #14(+6+8):

    Ihr Kaninchen hat meinen Rottweiler getötet!
    Mein süßes kleines Wuschelchen? Wie soll denn das passiert sein?
    Er ist daran erstickt!
    #42VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 19 Sep. 16, 11:15
    Kommentar
    Ich habe mal eine große Kakerlake ohnmächtig geschlagen mit einer Zeitung. Dann kam eine Ameise und hat sie umrundet.
    Ging wieder weg und kam mit vielen anderen im Gefolge wieder. Dann haben sie die arme Kakerlake bei lebendigem Leib abgebaut. Erst die Fühler, Stückchen für Stückchen, dann die Beine usw. Hin und wieder hat sie noch gezuckt. Es war sehr gruselig, aber doch auch spannend.
    Nein, ich bin kein Sadist. Normalerweise mache ich sowas nicht. Aber ich bekenne freimütig, daß ich hingebungsvoller Nacktschneckenmörder bin. Da heißt es im Garten immer Du oder ich.
    #43Verfasserulinne (894128) 19 Sep. 16, 11:19
    Kommentar
    Da heißt es im Garten immer Du oder ich.

    Du bist 'ne Salatpflanze?!
    #44VerfasserGaleazzo (259943) 19 Sep. 16, 15:17
    Kommentar
    Du futtern oder ich futtern.


    #45Verfasserulinne (894128) 19 Sep. 16, 15:29
    Kommentar
    Haben die von Euch, die tatsächlich große Angst vor Schlangen haben, eigentlich auch Probleme, gezeichnete bzw. animierte Schlangen in Cartoons oder Filmen anzuschauen? Ich denke an einer meiner Lieblingsfiguren "Sir Hiss" in Walt Disney's "Robin Hood" oder die Kaa im "Dschungelbuch"... ("Hör auf mich...., glaube mir....)?
    Ich vermute mal, es geht problemlos.
    #46VerfasserBraunbärin (757733) 19 Sep. 16, 19:12
    Kommentar
    Das hat ja auch überhaupt nichts miteinander zu tun. Ich bitte dich, eine animierte Comic-Schlange.
    #47Verfassertigger (236106) 19 Sep. 16, 21:04
    Kommentar
    @46: Gruselig! 

    Eine "Schlangen"-Story fällt mir gerade noch ein. Ich kam zu meiner Mutter und wurde von ihr mit Nachdruck gebeten, doch mal bitte mit in den Garten zu kommen. Gebührenden Abstand einhaltend wies sie auf ein ca. 50 cm langes geringeltes Etwas mit Kopf, das vollkommen bewegungslos in der Hecke hing und sich sonnte. Für eine Schlange eigentlich viel zu dünn, eher ein sonderbarer exotischer Wurm. Aber man weiß ja nie. Vorsichtiges Wackeln an der Hecke ließ das Wesen unbeeindruckt. Nach einigem Zögern wurde mutig beschlossen, dem Untier mit einem langen Gartenwerkzeug zu Leibe zu rücken. Kaum hing es auf der Harke, mussten wir laut loslachen: der vermeintliche Vertreter einer seltenen biologischen Spezies materialisierte sich als Zugkordel einer Anorak-Kapzue, die sich bei der Gartenarbeit offenbar unbemerkt verselbstständigt hatte. Mit einem Endknoten als Kopf.
    #48Verfasserdirk (236321) 20 Sep. 16, 08:35
    Kommentar
    Kaa ist sssseeeehr ssssüüüüüßßßßß!
    #49Verfasserulinne (894128) 20 Sep. 16, 09:48
    Kommentar
    #48
    Jaja, man hat's nicht leicht als Kapuzenkordel: Nicht mal in Ruhe sonnen kann man sich... *grins*
    #50VerfasserGaleazzo (259943) 20 Sep. 16, 09:59
    Kommentar
    Meine Lieblingszusammenfassung zu giftigen Viechern ist übrigens das Kapitel über die Komodo-Warane in Last Chance to See (von Douglas Adams und Mark Cawardine), das Gespräch mit dem australischen Giftspezialisten ^^
    #51Verfasserimaxchen (238029) 20 Sep. 16, 10:43
    Kommentar
    @ Dirk #31
    Ich verteidige da gar nichts vehement, ich hab die nur angeführt, weil sie etwas zeigt, was ich selbst beobachte. Und es ging nunmal um Schlangen. In unseren Führungen dürfen die Leute auch Bartagamen und Schildkröten anfassen und sind davon meistens genaus begeistert, einfach, weil es etwas exotischeres als hund und Katze ist, außer es liegt eine gewisse Grundangst vor, die viele einfach aus den unter anderem in der Studie genannten Gründen (oder nicht-Gründen) haben. Mir geht es auch in erster Linie darum, das die Schlangenangst nicht inhärent ist, was immer wieder behauptet wird. Wie sie erworben wird, sei jetzt einfach dahingestellt. Es ist jedenfalls keine instinktiv vorhandene Angst. Und in Kulturen, in denen das Bild der Schlange negativ besetzt ist, wie zum Beispiel in christlichen Kulturen, empfinden viele Leute Schlangen als ekelig und angsteinflössend. Ein Baby empfindet das noch nicht. So einfach ist das ;)
    #52Verfassereasy (238884) 21 Sep. 16, 16:50
    Kommentar
    @ Galeazzo #33
    Ja, das wäre wünschenswert. Ich habs nur für Schlangen aufgeführt, weil es hier um Schlangen geht. Läßt sich beliebig ausweiten. Wobei das von Leiden und Schmerzen bisher nun einmal nicht für alle Tiere, gerade, was Insekten und Spinnentiere angeht, nachgewiesen ist. Für Reptilien und Fische aber eben schon, nur ist das noch nicht in den Köpfen der Menschheit angekommen.
    Oder warum sonst guckt ein Besitzer zu, wie sich ein Bartagamenpärchen wochenlang blutig beißen? Kauft ein zweites Weibchen dazu, statt zu trennen, in der Hoffnung, dass es dadurch besser wird, schaut dem ganzen anderthalb Jahre lang zu (mit ständigen Bissverletzungen), selbst, als schon ganze Zehen und Schwanzspitzen fehlen, trennt man die Tiere nicht, und als dann alle drei Tiere ganze Beine amputiert haben müssen, entscheidet er sich zur Abgabe, weil es ja teuer ist, die jetzt vom Tierarzt flicken zu lassen und hässlich sind sie ja jetzt auch noch, so mit nur noch halben oder ganz fehlenden Gliedmaßen.
    Ja, das war eine E-Mail, die wir so bekommen haben. Und sie steht stellvertretend für immer dieselbe Geschichte. Kaum eine Bartagame in unserem Bestand hat alle Zehen oder Schwanzspitzen, meistens ist schon irgendetwas weggebissen.
    Kaum ein Mensch käme bei Hund ofer Katze auf die Idee so lang zuzuschauen, bis ganze Beine fehlen...
    #53Verfassereasy (238884) 21 Sep. 16, 17:02
    Kommentar
    re #51 : Ach ja, der australische Giftschlangenspezialist ... der sich nicht zu neuseeländischen Giftschlangen äußern wollte und konnte ...
    #54Verfasserno me bré (700807) 21 Sep. 16, 17:13
    Kommentar
    Hallo, no me bré *wildwink*
    Wer war denn der australische Giftschlangenspezialist?
    #55Verfassereasy (238884) 21 Sep. 16, 17:21
    Kommentar
    dirk, #31, die Meerschweinchen-Ausstellung wäre für mich die grösste Mutprobe: Ich bin gegen alles Tierhaar (oder die Proteine oder Milben dadrin) allergisch, mit Abstand am schlimmsten ist es aber bei Meerschweinchen - und Pferden! ;o) Zum Glück kann man das meistens ja vermeiden...

    Und Silberfischchen finde ich süss! Nützlich sind sie auch noch! Nur zu viele im Haus hätte ich nicht gern...
    #56Verfasservirus (343741) 21 Sep. 16, 19:10
    Kommentar
    Huhu easy !

    Ich weiß nicht mehr, ob sein Name überhaupt in dem Buch erwähnt wurde (und hab' es auch gerade nicht zur Hand), er beantwortete aber alle Fragen die D.A. und M.C. ihm gestellt haben mit (Abb. ähnlich, da aus dem Gedächtnis nur ungefähr zitiert und übersetzt) "Wenn das keine australischen Schlangen sind, dann kann ich dazu nichts sagen" ...
    #57Verfasserno me bré (700807) 21 Sep. 16, 19:32
    Kommentar
    Vielleicht sollte ich das Buch einfach mal lesen :)
    #58Verfassereasy (238884) 21 Sep. 16, 22:15
    Kommentar
    Apropos australischer Giftschlangenspezialist: Gab's da nicht mal so einen, der barfuß und kurzbehost in seiner regelmäßigen Fernsehshow fröhlich durch die gesamte australische Schlangenfauna turnte, bis er an einem Giftschlangenbiss starb?
    #59Verfasserdirk (236321) 22 Sep. 16, 08:31
    Kommentar
    @dirk
    Die Typen (oder auch Frauen) habe ich sowas von gefressen. Die Helden der Nation. Geben sich mit normalem Viechzeug nicht ab und müssen unbedingt alles angrapschen. Das hat mit Naturfilmen so GAR NICHTS zu tun.

    Da passiert sowas schon mal. Man könnte auch sagen: da mendelt sich was raus. Keine Sorge, der/die Nächste steht schon bald auf der Matte.
    #60Verfasserulinne (894128) 22 Sep. 16, 08:36
    Kommentar
    Speaking of Australian (or was it South African?) couples and snakes, there was a film that aired on PBS's "Nature" series about a couple who devoted their lives to getting extremely dangerous mambas out of ordinary people's houses, somewhere in Africa. I think this is the right link:

    http://www.pbs.org/wnet/nature/episodes/black...

    I found it pretty scary. We have poisonous snakes here, but none of them come inside houses, and their venom isn't so terrible that you don't even have time to go to the emergency room. I can't even remember the difference between black mambas and green mambas, but they both sound pretty dire. Not to mention cobras ...

    Are there even any poisonous snakes left anywhere in Europe, or is it just those of us out here in the jungle who have to think about them? What are the chances that dirk finds a life-threatening reptile in his backyard or in the park?
    #61Verfasserhm -- us (236141) 22 Sep. 16, 08:54
    Kommentar
    Die (soweit ich weiß) einzige in Deutschland vorkommende Giftschlange ist die Kreuzotter. Begegnet ist mir in einem halben Jahrhundert noch keine. Offenbar legen die Biester ebenso wenig Wert auf persönliche Bekanntschaft wie ich.
    #62Verfasserdirk (236321) 22 Sep. 16, 09:15
    Kommentar
    Als Waldwanderer oder Bergbegeher kann man mal über die ein- oder andere Kreuzotter stolpern.
    Die sind giftig, aber nicht sehr. Also normalerweise wird man´s wohl überleben.
    In nordischen Ländern habe ich sie deutlich häufiger gesehen.
    #63Verfasserulinne (894128) 22 Sep. 16, 09:35
    Kommentar
    re #58 : Buch gefunden ... Name steht doch drin ... und es gibt eine Wiki-Seite über ihn : https://en.wikipedia.org/wiki/Struan_Sutherland

    PS : die entsprechende Stelle aus "Last Chance to See" gibt es auch online : http://lifeinthefastlane.com/when-doug-met-struan/
    #64Verfasserno me bré (700807) 22 Sep. 16, 11:46
    Kommentar
    Ich habe Erfahrungen ähnlich der von Easy gemacht.
    Ab und an helfe ich in einem Tiergarten aus, der verschiedene Tiere hält. Unter anderem Schlangen, Spinnen, Bartagamen, Riesentausendfüßler, Stab- und Gespenstschrecken.
    Sowohl mit den Schlangen, als auch bei den anderen Tieren ist es immer wieder zu folgendem Szenario gekommen. Zuerst kommen die Kinder in den Raum. Hat man dann ein Tier auf dem Arm, wird es interessiert betrachtet und auch angefasst und Fragen gestellt.
    Kommen dann die Mütter rein, hört man oft " Iiiieeehh".
    Daraufhin dreht sich das Kind um, macht eine abfällige Handbewegung und sagt so was wie: "äh, das ist eh doof / ekelig / scheiße ..."
    Was soll ich dazu sagen? Konditionierung?????



    #65Verfasserrennmotte (617913) 22 Sep. 16, 12:51
    Kommentar
     Ich kam zu meiner Mutter und wurde von ihr mit Nachdruck gebeten, doch mal bitte mit in den Garten zu kommen. Gebührenden Abstand einhaltend wies sie auf ein ca. 50 cm langes geringeltes Etwas mit Kopf, das vollkommen bewegungslos in der Hecke hing und sich sonnte.

    Dirk, und Du bist sicher, dein Problem nicht bereits von der Mutter übertragen / anerzogen bekommen zu haben?
    #66VerfasserPuppengesicht (807439) 22 Sep. 16, 13:45
    Kommentar
    Das klappt aber auch mit Pelztieren.

    Wildpark, Highlandrinder. Einer davon riesengroß. Kleines Kind will ihn füttern. Legt Fertigfutter auf die Hand und streckt sie rein. Rind leckt alles ganz lieb ab, hat aber eine riesige, klebrige Zunge. Der Junge kuckt etwas unglücklich, die Mutter laut IIIIIhhhh. Darauf der Junge auch: Blöder Ochse und die Mutter und er immer im Chor: Blöder Ochse, blödes Vieh.

    Manchmal doch schade, daß es keinen Zauberspruch gibt wie bei Harry Potter, um den Zaun um einen Meter zu versetzen.
    #67Verfasserulinne (894128) 22 Sep. 16, 13:55
    Kommentar
    @66: Mag sein, kann ich nicht ausschließen. Aber hab ich irgendwo Gegenteiliges behauptet?
    #68Verfasserdirk (236321) 22 Sep. 16, 16:39
    Kommentar
    Oh, Entschuldigung. Ich hatte es so verstanden, wegen der "Urangst", von der Du sprachst.
    #69VerfasserPuppengesicht (807439) 22 Sep. 16, 17:02
    Kommentar
    Dann haben sie die arme Kakerlake bei lebendigem Leib abgebaut. Erst die Fühler, Stückchen für Stückchen, dann die Beine usw. Hin und wieder hat sie noch gezuckt. Es war sehr gruselig, aber doch auch spannend.

    Es gibt Schlimmeres. Vor zwei Jahren hatte sich ein Wespenschwarm unter unserem Dach eingenistet. Sie haben nicht weiter gestört außer, dass sie Nachts über unserem Bett Rabatz gemacht haben, aber die Burschen haben sich wohl heimlich ein paar Notausgänge durchs Gebälk gefressen. Jedenfalls, als wir aus dem Sommerurlaub zurückkamen, lagen im Schlafzimmer Hunderte toter Wespen in mehr oder minder angefressenen Zuständen herum und dazwischen immer wieder ebenso tote Hornissen. Gott sei Dank waren wir nicht zu Hause gewesen, als das Gemetzel begann!
    #70VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 22 Sep. 16, 21:04
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
  • Pinyin
     
  • Tastatur
     
  • Sonderzeichen
     
  • Lautschrift
     
 
:-) automatisch zu 🙂 umgewandelt