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    Hässliche Geschenke...

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    ...und wie man sie loswird.

    Weihnachtszeit = Geschenkezeit, und nicht immer ist das Beschenktwerden die reine Freude.

    Enge Angehörige kennen einen hoffentlich gut genug, um einem nicht ganz abseitige Dinge zu schenken, oder können, wenn sie doch mal danebengegriffen haben, mit einer ehrlichen Antwort leben ("Öhm.. lieb gemeint ,aber Krawatten mit Comicfiguren sind einfach nicht meins. Nein, auch nicht als ironisches Statement!")

    Aber was macht man mit Scheußlichkeiten, die einem von entfernten Verwandten, Nachbarn, Bekannten verehrt wurden?

    Mülleimer und diverse Recyclingbehälter sind eine direkte, aber phantasielose Lösung.
    Schrottwichteln hat den Nachteil, dass man nicht mit weniger, sondern nur mit anderem Schrott nach Hause geht.

    Also, was tun?
    Auf dem Flohmarkt oder im Internet verticken?
    Weiterverschenken an Leute, die den entsprechenden Geschmack haben (oder die man ärgern will)?
    Der Gemeindetombola spenden?
    Bei zerbrechlichen Dingen einen bedauerlichen Unfall herbeiführen?

    Gibt es keine kreativere Möglichkeit, sich unerwünschter Dinge zu entledigen?
    Heimlich beim kitschliebenden Nachbarn zu all seinen anderen "niedlichen" Gartendekofiguren hinstellen?
    Sie arglosen Flohmarktverkäufern unterjubeln (etwas unbemerkt dem Nippeskram hinzufügen ist mindestens so spannend wie das Entwenden von Gegenständen)?
    Durch Fenster/offene Verdecke in fremde Autos legen (eher was für Buchentsorgung im Sommer)?

    Was habt ihr für Ideen bzw. wie geht ihr allgemein mit unerwünschten Geschenken um?

    Und wie lang ist die Frist, die man etwas anstandshalber in seinem Haushalt dulden sollte/muss? Eine Saison? Bis zum nächsten Besuch des Schenkers, der den wunderhübschen Gegenstand natürlich bei einem sehen will?

    Lasst mal hören.

    VerfasserGaleazzo (259943) 06 Dez. 16, 09:02
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    Vorbeugen :-)
    Ich hab allgemein verkündet, daß ich am allerliebsten Geschenke habe, die man vertilgen kann. Und so krieg ich seit einiger Zeit sehr interessante Spezialitäten aus aller Welt oder selbergemachtes. Da war noch nie was dabei, was ganz daneben war, Wiederholungen sind kein Problem - und viele Schenker waren sehr erleichtert :-)

    Und ansonsten Bücher - und denen, die mich gut kennen, fällt dann auch noch was anderes ein.
    #1VerfasserSelima (107) 06 Dez. 16, 09:14
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    Kreative Entsorgungsmöglichkeiten kenne ich wenige. Die Caritas in meiner Nähe freut sich über Gaben jeglicher Art. Meiner Verwandtschaft habe ich von dieser guten Einrichtung erzählt und alle wissen, dass es besser ist, mir nichts zu schenken, denn 'we come with nothing and we go with nothing.'
    #2Verfassercookie crumbler (484354) 06 Dez. 16, 09:24
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    Die Caritas freut sich nicht über jegliches Zeug, weil sie nicht die Müllabfuhr ist. Es ist eine Zumutung, was alles als "eh noch brauchbar" an die Hilfsorganisationen geht. Das Flüchtlingsnetzwerk unserer Gemeinde schreibt schon sehr genau auf seine Homepage, was wirklich gebraucht wird - Babygewand zum Beispiel nicht, weil sie das eh in Bergen geschenkt bekommen und es noch gut ist, aber gutes Kindergewand, insbesondere Hosen ohne Löcher! Und Erwachsenenjacken mit funktionierenden Reißverschlüssen.
    /rantoff

    Zum Thema:
    Am Flohmarkt was dazustellen finde ich super. :-)
    Ansonsten bringt man in Österreich noch Unglaubliches über eine gewisse Vertick-Plattform los, die viel einfacher funktioniert als eBay.
    #3Verfassertigger (236106) 06 Dez. 16, 10:40
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    Die Caritas freut sich nicht über jegliches Zeug, weil sie nicht die Müllabfuhr ist.
    Moment mal - ich wohne fast daneben und bin regelmäßig dort. Die Caritas freut sich immer und die Mitarbeiter wollen schon gar nicht mehr in meine Tüten hineinschauen, weil sie mittlerweile wissen, dass kein Müll, sondern Brauchbares darin ist.

    Galeazzo, hässliche Gartendeko habe ich mal im Schlossgarten gesehen. Glaube kaum, dass die Landschaftsgärtner dafür verantwortlich waren, denn es war in einem schlecht sichtbaren Eckchen und wirkte wie 'Guerilla-Deko'. Hat man wohl stehen lassen, weil es so hässlich war, dass es schon etwas Kultiges hatte.

    #4Verfassercookie crumbler (484354) 06 Dez. 16, 11:03
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    kleine Kitschobjekte haben wir schonmal im Gartencenter bei den Zimmerpalmen ausgesetzt.

    Aber ansonsten trage ich stoisch Blusen, die nicht so ganz mein Ding sind, lese seichte Bücher und gehe auf fragwürdige Comedy-Abende und so weiter, denn ich bin wirklich immer sehr von der Vorstellung berührt, wie meine Mutter z.B. noch mal 20 Euro draufgelegt hat, in der Annahme, mit en bisschen mehr Detail würde mir ein Oberteil noch besser gefallen. Oder wie meine Freundin, die sich in einem Buch total wiedergefunden hat, gemeint hat, das wäre genau auch was für mich.
    Dieses Gestöhne über angeblich geschmacklose Geschenke ist mir fremd.
    #5VerfasserSpinatwachtel (341764) 06 Dez. 16, 11:27
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    [OT:
    kleine Kitschobjekte haben wir schonmal im Gartencenter bei den Zimmerpalmen ausgesetzt

    Macht ihr das zufällig manchmal auch in Parks? ;-)]
    #6Verfassercookie crumbler (484354) 06 Dez. 16, 11:32
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    das habe ich danach dann auch gelesen, nee, das waren wir nicht. In die freie Natur entsorge ich nix!
    #7VerfasserSpinatwachtel (341764) 06 Dez. 16, 11:34
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    OK, cookie crumbler, weil sie dich schon kennen und du weißt, was gebraucht wird. Aber meine Nachbarin hat in der Kleidersammlung gearbeitet, als die große Flüchtlingswelle bei uns ankam, und es war wirklich zum Fremdschämen: Wer schenkt syrischen Männern ein "Bier-formte-diesen-wunderschönen-Körper"-T-Shirt, weil es doch noch neu und ungetragen ist?! (Sie konnte es gerade noch entsorgen.)

    Zum Thema: Ich bekomme eigentlich auch kaum geschmackloses Zeug. Einen gewissen Glasteller meiner Schwiegermutter habe ich gestern auf gut Glück für Kindergarten-Kuchen verwendet, aber er hat es leider überstanden. Der Teller. Der Kuchen nicht.
    #8Verfassertigger (236106) 06 Dez. 16, 11:37
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    Gerade unerwünschtes Geschirr kann man doch relativ gut mal gefüllt irgendwo mit hinnehmen und dann unauffällig vergessen oder verlieren. Oder man geht, bevor die Schüssel / der Teller leer ist. Tupperware geht bei sowas doch immer ganz unabsichtlich verschütt...

    Spinatwachtel: Du bist ein bewunderungswürdiges Exemplar Mensch! Fragwürdige Comedy und seichte Bücher, okay, das schaffe ich auch. Aber Kleidung tragen, die mir eigentlich nicht gefällt - das bringe ich echt nicht über mich.
    Ich halte es mit Ameisl - am liebsten habe ich Geschenke, die man aufessen oder wegbrauchen kann.
    #9VerfasserChaja (236098) 06 Dez. 16, 11:51
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    Naja, aber es gibt ja auch nette Bekannte, die einen nicht so gut kennen. Ich habe von meiner russischen Klavierlehrerin zum Abschied ein Kerze-mit-Glitzer-vor-Spiegel-mit-Sinnspruch-Objekt geschenkt bekommen.
    Weil ich wirklich gerührt war, hatten wir es noch drei Jahre im Regal stehen. Beim Umzug ist es dann aber doch in die Nicht-mit-Umziehen-Kiste gekommen.
    Umzüge helfen überhaupt sehr beim Sachen loswerden, auch wenn es nicht sehr kreativ ist.
    #10VerfasserQual der Wal (877524) 06 Dez. 16, 12:03
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    #10, genau, die syrische Freundin meiner Mutter, deren Kinder die Kleider unserer Kinder tragen, deren Bücher lesen und mit deren Rädern fahren, hat mir mal zum Dank eine Vase geschenkt, die hätte ich mir selbst auch nicht ausgesucht, aber darum ging / geht es ja auch gar nicht.
    #11VerfasserSpinatwachtel (341764) 06 Dez. 16, 12:07
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    Die Idee, Parks oder allgemein den öffentlichen Raum zu verschönern, gefällt mir.

    Oder man kann etwas in der Straßenbahn "vergessen"...
    #12VerfasserGaleazzo (259943) 06 Dez. 16, 12:54
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    Umziehen ist ein guter Tipp!

    Gartendeko, die ich geschenkt bekomme und die mir nicht so gut gefällt, stelle ich trotzdem in den Garten. Es gibt immer eine Ecke hinter einem Busch für den ungeliebten Zwerg. Ist das Zeug nicht wetterfest, wird es im nächsten Frühling guten Gewissens entsorgt; ist es winterfest, dann darf das Teil noch ein Jahr bleiben.

    Manche Dinge schenke ich auch weiter. Nämlich dann wenn ich glaube, dass dem anderen das gefallen könnte. Natürlich dürfen sich dann der Schenker und der Beschenkte nicht über den Weg laufen bzw. daheim besuchen, sonst fällt die Aktion auf.

    Ich kenne Leute, die packen ungeliebte Geschenke in den Keller und stellen sie nur dann auf, wenn der Schenker zu Besuch kommt. Das wäre mir jetzt zu blöd.
    #13VerfasserRed Poppy (876587) 06 Dez. 16, 13:02
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    Hierr kann man die im Rathaushof versteigern lassen.
    #14Verfasserbluesky (236159) 06 Dez. 16, 13:05
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    OT: Es fragt ein Teilnehmer den anderen Teilnehmer des München-Stammtisches: HIER?
    Dann muss ich mich mal in der Presse schlau machen wegen der Termine.
    #15Verfasserrufus (de) (398798) 06 Dez. 16, 13:24
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    Oh cool, öffentliches Schrottwichteln! :-)

    Derzeit übrigens auch sehr hilfreich: den Kleinstreifen zum Spielen geben. Was da nicht innert Stunden kaputt ist, darf bleiben.

    Extra aufstellen finde ich auch bigott, Red Poppy.
    #16Verfassertigger (236106) 06 Dez. 16, 13:26
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    #12
    Cookie hat sich gerade ein Süppchen in ihrer potthässlichen Küche gemacht und laut dabei gelacht:
    Geleazzo wird als durch Fremdsprachenfreaks angestachelte(r) gefährliche(r) Guerilla-Dekorateur(in) in die Schlagzeilen geraten...
    *prust*
    #17Verfassercookie crumbler (484354) 06 Dez. 16, 13:28
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    Wobei ich immer noch Guerilla knitting am schönsten finde. Geht man durch eine Stadt, findet man plötzlich irgendwas Öffentliches umstrickt oder umhäkelt. Kann man mit hässlicher geschenkter Wolle machen.

    A propos, was mache ich mit den unzähligen mehr oder weniger schönen unbrauchbaren und ungebrauchten Babydeckchen?
    #18Verfassertigger (236106) 06 Dez. 16, 13:31
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    #18:
    Ungebrauchte: Caritas *wegduck*
    Gebrauchte: Flickenteppich machen oder um Bäume wickeln. Die frieren doch jetzt, wenn niemand etwas für sie häkelt.
    ;-)

    Oh Mann, unser Mietshaus ist hellhörig und ich musste schon wieder 'unmotiviert' loslachen bei dem Gedanken an eine Horde von Fremdsprachenfreaks, die sich zwischen den Jahren trifft, um gemeinsam Straßenbahn zu fahren und dort ihre hässlichsten Geschenke zu vergessen...
    ...


    #19Verfassercookie crumbler (484354) 06 Dez. 16, 13:48
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    unbrauchbar weil? Wenn nur für Dich unbrauchbar und für allgemein durchaus verwendbar, vielleicht doch der Weg zur Spendenbasis?
    #20VerfasserChaja (236098) 06 Dez. 16, 13:48
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    Ja, wahrscheinlich geb ich die doch zur Caritas. Ich finde sie unbrauchbar, weil meine Winterbabys unter so kleinen Deckchen gefroren hätten, aber für Sommerkinder mag das brauchbar sein. Nur mit der einen gehäkelten friert sogar ein Baum, weil sie so viele Löcher hat.
    #21Verfassertigger (236106) 06 Dez. 16, 13:51
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    Ja, wahrscheinlich geb ich die doch zur Caritas

    :-)
    #22Verfassercookie crumbler (484354) 06 Dez. 16, 13:52
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    cc ! :-))))

    Hier müssten wir Bus fahren ... :-)
    #23Verfasserno me bré (700807) 06 Dez. 16, 13:53
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    Hatten wir ncht einmal einen Faden, in dem die Rede davon war, Bücher im Möbelhaus in die dort aufgebauten Bücherregale zu stellen oder in der U-Bahn in ein freies Sitzplatz-Geviert zu legen?
    #24VerfasserGart (646339) 06 Dez. 16, 13:59
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    Wenn es sich um so etwas wie SAUBERE Babydecken, Handtücher und so handelt, fragt mal beim örtlichen Tierheim nach, was die alles gebrauchen können.
    Da kommen manchmal die interessantesten Sachen bei raus, denn die suchen nicht immer nur Futter und Spielzeug oder gebrauchte Käfige.
    Natürlich ist das auch keine Müllkippe, aber man kriegt erstaunlich vieles unter. Natürlich nicht die xte Dekovase, aber Fragen schadet nicht.
    #25Verfasserrufus (de) (398798) 06 Dez. 16, 14:04
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    Für die nächsten Kinder aufbewahren? :D In meinem Bekanntenkreis geht die zweite Runde los
    #26VerfasserJepito (717099) 06 Dez. 16, 14:09
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    @tigger - zu den Babydeckchen:
    Zu einem großen Bettüberwurf oder einer großen Spiel- und Krabbeldecke für die Kinder zusammennähen? So patchworkmäßig?
    #27VerfasserGaleazzo (259943) 06 Dez. 16, 14:14
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    Das dürfte dann wieder am 28. oder 29. steigen.
    #28Verfasserbluesky (236159) 06 Dez. 16, 15:22
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    OT zu #24: Sind im Möbelhaus eigentlich noch Bücherregale aufgebaut, oder gibt's da nur noch Platzhalter für Flatscreens?
    #29Verfassertwocents (460778) 06 Dez. 16, 15:36
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    Man könnt alles in den Restmüll werfen - aber das ist bei mir tabu. Alles bekommt bei mir seinen Platz im Recycling z.B., oder auf Flohmärkten oder in Buchtausch-Regalen.

    Hier ein Beispiel:

    Gestern habe ich aus meinem Büro einen Stein (hoffentlich kein wertvoller Amethyst) mitgenommen, so etwas Quarziges, in Helllila, handflächengroß, das mich nun genug genervt hat.

    Als ich dann durch Schwabing bzw. der Maxvorstadt lief, hielt ich Ausschau nach einer geeigneten Gelegenheit, das Ding gut loszuwerden. Ich trug es in der Jackentasche, und nicht mal warm wurde das Teil, vor lauter Kälte.

    Wäre ich mutig gewesen, hätte ich den Stein zwei-, dreimal einem sympathisch aussehenden Menschen geschenkt. Aber ich will ja nicht wie ein Hare-Krishna-Typ auf jemanden zugehen und etwas verschenken und dann gefragt werden, was das für eine esoterische Aktion ist.... Und die alte Dame, die mich bat, ihr über die Straße zu helfen, sah schon so zerbrechlich aus....

    Etwas später kam ich an einem Laden vorbei, der derartige Steine und Schmuck verkauft. Ich überlegte, da der Laden geschlossen war, ob ich den Stein vor die Tür in den Windfang legen soll. Ließ ich auch bleiben.

    Bei einem Schnellimbissitaliener (mit grauenhafter Einrichtung) holte ich mir was, und ich hätte noch Zeit gehabt, den Stein schnell in den Plastikpalmentopf zu legen, nahm aber auch hiervorn Abstand, als Maestro sich wieder zu mir gedreht hatte.

    An der Tramhaltestelle dann die Lösung: Ich legte den Stein auf das Außenfensterbrett des "Schelling-Salons" Da kommen viele viele Menschen vorbei, und sicherlich hat der Stein jetzt ein neues Zuhause.

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    Kürzlich habe ich einen Becher zertrümmert, mit einem Hammer, aber vorher musste ich ihn zur Erinnerung fotografieren, weil er mir eine Zeitlang sehr wichtig gewesen war.

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    Verschenken (bzw. bis zu 10 Euro gehen) geht, z.B. hier in München auch, und zwar über das Portal des Abfallwirtschaftsamts. Ich habe hier einen Boxsack für unter 10 Euro verkauft. Sicher kann man hier auch "Flohmarktware 2 Kisten" kostenlos inserieren.

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    Ansonsten sei noch gesagt, dass ich auch zu der Fraktion gehöre, die sich, wenn überhaupt, Verbrauchbares schenken lässt, Gutscheine auch gern - und damit ist das Geschenktkriegen-Problem schon fast gelöst.

    #30VerfasserBraunbärin (757733) 06 Dez. 16, 16:15
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    Danke, bluesky.
    #31Verfasserrufus (de) (398798) 06 Dez. 16, 16:24
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    Meiner Erfahrung nach, nehmen sie bei der Diakonie alles, die machen auch Entrümpelungen. Was sie nicht selbst im eigenen Gebraucht-Kaufhaus oder in der Kleiderkammer verwenden können, wird halt anderweitig verwertet.

    Textile Reststoffe z.B. werden in Autoinnenverkleidungen verwendet.
    #32Verfasserbluesky (236159) 06 Dez. 16, 17:30
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    Textile Reststoffe z.B. werden in Autoinnenverkleidungen verwendet.

    Für den Hippiebus von VW werden gerne auch Tiggers Babydeckchen benutzt. PEACE!
    #33Verfasserzirp_ (703877) 06 Dez. 16, 21:18
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    Extra aufstellen finde ich auch bigott, Red Poppy. - Stimmt! Und seit ich das weiß, frage ich mich immer, wenn ich dort zu Besuch bin und eines meiner Geschenke sehe, ob das nun extra für mich aufgestellt wurde.

    Am liebsten verschenke ich "Verbrauchsgüter", die nicht zu Stehrümchen mutieren.

    Was antwortet ihr eigentlich, wenn ihr vom Schenker eines hässlichen Geschenkes gefragt werdet, ob es euch gefallen hat?
    #34VerfasserRed Poppy (876587) 07 Dez. 16, 08:51
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    Das hat mich jetzt zum Nachdenken gebracht. Bei uns ist das einfach nicht üblich, nachzufragen. Ich kann mich jedenfalls nciht erinnern, schon einmal gefragt worden zu sein. Somit ist mir diese Peinlichkeit bisher erspart geblieben - denn mir sieht man Gemütsregungen meist recht gut an und ich kann ganz schlecht lügen ... einziger Ausweg: eine positive Seite des Geschenks hervorheben. Ich würde es aus diesem Grund wohl auch nie machen. Bei uns ist es üblich, dem Schenker, wenn man nicht eh gleich vom Geschenk überwältigt ist und vor Freude in Tränen ausbricht ;-), nach einiger Zeit eine Rückmeldung zu geben. Die ist dann auch ehrlich. Abgesehen davon merkt man das eh meist, ob man total daneben liegt. Nur wenige Menschen können komplett verbergen. Und die, die immer jubeln, sind mir eh suspekt.
    #35VerfasserSelima (107) 07 Dez. 16, 08:56
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    Wenn ich es mir recht überlege, dann waren es meistens die unsicheren Schenker, die nachfragten. Was es natürlich noch schwieriger macht ehrlich zu antworten, wenn das Geschenk nicht gefällt.

    Dazu fällt mir immer meine mittlerweile verstorbene Schwiegermutter ein, der ich nie gesagt habe, dass ich zwar Mohnkuchen gerne esse, aber nicht jedes Mal und ständig, wenn ich zu Besuch bin....
    #36VerfasserRed Poppy (876587) 07 Dez. 16, 09:22
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    Red Poppy, der Name ist also Programm :-)
    #37Verfassertwocents (460778) 07 Dez. 16, 09:38
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    Unsere andere Nachbarin, die in ihrem Keller einen kompletten Raum mit den verschiedenen jahreszeitlich passenden Deko-Artikeln haben muss und diese auch ständig wechselnd aufstellt, hat uns anfangs nach dem Einzug Adventsgeschenke gebracht - Tassen oder Kerzengläser mit Sinnsprüchen oder anderen Verzierungen. Solches Zeugs landet bei mir im Keller, und wenn ich da irgendwann keinen Platz mehr haben sollte, im Altglas oder im Müll. Eine dieser unsäglichen Orchideen, die in jedem dritten Fenster stehen, habe ich einfach nicht mehr gegossen und so fast eingehen lassen, bis sich jemand erbarmt, sie mir weggenommen und wieder aufgepäppelt hat. Da war sie wenigstens auch weg. Meine Schwiegermutter hat mir manchmal Bücher geschenkt, von denen sie dachte, dass sie mir gefallen könnten - meist, weil sie sie wohl selber gern lesen würde (z.B. Bestseller von Hirschhausen oder Richard David Precht). Dir habe ich noch nicht einmal von der Folie befreit, sondern gleich wieder verkauft.

    So viel zu unerwünschten Geschenken. Andere Menschen schenken eigentlich nichts, was man nicht haben möchte, weil sie einen kennen.
    #38Verfasserpenguin (236245) 07 Dez. 16, 09:49
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    Nicht erwünschter Nippeskram wird gerne in Reichweite der Katzen oder des kleinen Neffen aufgestellt - wobei ich sagen muss: Ich habe sowas nicht, bekomme auch nichts dergleichen geschenkt. Bei den wenigen Gelegenheiten, zu denen ich Geschenke über mich ergehen lassen muss (ist mir immer unangenehm), sind die Schenker meist gut darüber informiert, was ich nicht haben will. Schnittblumen finde ich zum Beispiel toll. Selber verschenke ich jetzt an Weihnachten auch selbstgemachte Verbrauchsgüter.
    #39VerfasserCath (236489) 07 Dez. 16, 10:08
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    (OT:
    #37: Solange Red Poppy kein Mohnhaupt hat, ist doch alles im grünen Bereich...)
    #40Verfassercookie crumbler (484354) 07 Dez. 16, 10:24
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    Das mit den verzehrbaren Geschenken ist auch schwierig... Jedes Jahr bekomme ich von meiner Schwiegermutter zu Weihnachten nebst anderen Geschenken eine Packung Mon Chéri. Jedes Jahr. Nun mag ich zwar an sich gerne Pralinen und gute Schokolade, aber Mon Chéri mag ich nicht. Die esse ich wirklich nur, wenn ich einen totalen Schokoladenjieper habe (kommt mit zunehmendem Alter immer seltener vor, stelle ich fest) und wirklich nichts anderes da ist (die kluge Frau sorgt vor). Herr Dragon freut sich, kann er so neben seiner eigenen Schachtel auch noch die meine verzehren, er mag die Dinger im Gegensatz zu mir nämlich. Alternativ kommen sie auf den Tisch, wenn wir Gäste haben. Ich habe eigentlich auch schon mehrfach kundgetan, dass ich die nicht mag, in einem Jahr hat's auch funktioniert, da bekam ich stattdessen ein anderes Produkt aus dem Hause Ferrero (ich weiß nicht mehr, ob Küßchen oder Rocher), das war besser. Ich freute mich schon, aber beim nächsten Weihnachtsfest war das wieder vergessen, und es gab wieder die Piemont-Kirsche.

    Ansonsten finde ich aber auch Verzehrbares, Schnittblumen usw. toll. Vor allem, wenn's auch noch selbst gemacht ist.

    Geschenke, die mir nicht so gut gefallen, bekomme ich gelegentlich auch, ob das nun Deko-Stehrumchen sind, die meinem Stil nicht so recht entsprechen, oder Halstücher in Farben, die nicht mein Fall sind. Die nehme ich entgegen, lächle freundlich und stelle oder lege sie irgendwo hin, wo sie nicht stören. Ich käme nicht auf die Idee, sie umzutauschen oder dem Schenker zu sagen, dass das nicht passt (Ausnahme: wenn ich etwas bekomme, das ich schon habe, was bei Büchern gelegentlich passieren kann, da gebe ich dann schon Bescheid, dass das schon in meinem Regal steht), da bin ich bei Spinatwachtel. Ich kann ja meist erkennen, dass der Schenker sich etwas dabei gedacht hat, und dass er meinen Geschmack dabei nicht getroffen hat - nun ja. Es kommt aber recht selten vor. Wer mich gut kennt, weiß, was für Bücher ich gerne lese, welche Musik ich mag, wie meine Einrichtung zuhause aussieht, wie ich mich kleide...
    #41VerfasserDragon (238202) 07 Dez. 16, 10:30
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    Bücher, die ich schon habe, hat man mir auch schon geschenkt. Doch die Bücherschenker wissen gemeinhin, dass dies bei mir durchaus passieren kann. Zumindest wissen sie dann, dass sie meinen Geschmack getroffen haben. Und wenn das Buch mir nicht gefällt, kann ich mit anderen Lesern (Schenkern) immer gut darüber diskutieren; das ist dann auch in Ordnung.

    (OT: Red Poppy ist nur ein bescheidenes Blümchen am Feldrain; im grünen Bereich eben... :-) ).
    #42VerfasserRed Poppy (876587) 07 Dez. 16, 10:39
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    Ja, stimmt. Ich würde dem Schenker von nicht Passendem auch nie sagen, dass sein Geschenk mir nicht gefällt. Dazu bin ich zu höflich. Einmal habe ich es aber gewagt, nach Jahren kundzutun, dass ich in der Adventszeit um Himmels Willen bitte nie wieder einen Weihnachtsstern geschenkt haben will, egal welcher Größe und Farbe. Im Jahr darauf bekam ich von besagter Person einen künstlichen, und seither ist's gut.
    #43VerfasserCath (236489) 07 Dez. 16, 10:51
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    Was ich gar nicht gerne mache, ist, im Beisein des/der Schenkenden das Geschenk zu öffnen. Diese Anspannung, wenn man beobachtet wird!

    Die Schenkerei hat sich ohnehin sehr reduziert, bei mir/uns, aus verschiedenen Gründen (z.B. das weit-weg-voneinander-Wohnen in der Familie), aber interessanterweise habe ich Freundinnen, wo beiden von vornherein klar ist, dass man mit dem Öffnen wartet - wo man sich also die Geschenke überreicht, und man sagt dann, das Danke begleitend, "Mache ich dann gern zuhause / an Weihnachten auf". Dies erspart einem das Rumgeeiere, das Heucheln (und das schnelle Themenwechseln als Notausgang).

    Ich erinnere mich aber auch an gemeinsames Öffnen von Geschenken mit Lachsalven und Rührungsanfällen wegen gut getroffener Schenk-Entscheidungen.
    #44VerfasserBraunbärin (757733) 07 Dez. 16, 10:58
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    Hässliche Deko ist glücklicherweise meist zerbrechlich. Mir fällt die immer nach kurzer Zeit runter. Ein hässliches Halstuch, vorausgesetzt es kratzt nicht, geht unter einem hochgeschlossenen Mantel.

    Was ich in diesem Faden nicht verstehe: Kommt es tatsächlich öfter vor, dass Geschirr oder Kleidung ohne vorherige Absprache geschenkt wird?

    Als mein Haushalt noch ausbaufähig war, bekam ich Gutscheine für entsprechende Fachgeschäfte. Besonders lieb war, als ich unter dem Vorwand "kleiner Einkaufsbummel" scheinbar ziellos durch die Kaufhäuser geschleppt wurde - bis ich beim Anblick eines Geschirrs in Begeisterungsrufe ausbrach; das bekam ich dann auf der Stelle geschenkt. Aber ich habe nie ein Geschirr einfach unter den Weihnachtsbaum oder auf den Geburtstagstisch gestellt bekommen.

    Kleider, dito. Verschenkt tatsächlich jemand Oberbekleidung an Erwachsene ohne Absprache? Selbst die Pelzmäntel, die meine Mutter und Großmutter zu Weihnachten bekamen, waren die, die ihnen Monate vorher erkennbar gut gefallen hatten.
    #45VerfasserEifelblume (341002) 07 Dez. 16, 11:06
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    Meine Freundin hat einen Ledermantel mit Pelz samt passender Fuchskappe von meiner Großmutter geerbt. Meine Mutter hat sich aufrichtig gefreut, dass das tatsächlich jemand trägt, noch dazu aus der übernächsten Generation. Sie selbst wollte die Sachen ja doch nicht anziehen.
    #46Verfassertigger (236106) 07 Dez. 16, 11:42
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    #18: ich habe bei den Babydeckchen auch an Katzen- oder Hundebesitzer/-sitter gedacht, die ihre Möbel schonen wollen.

    #30: "Und die alte Dame, die mich bat, ihr über die Straße zu helfen, sah schon so zerbrechlich aus...." - so dass ihr eine esoterische Schenkaktion den Rest gegeben hätte, oder wie hast du das gemeint? :-)
    Zum Thema Becher und Hammer fiel mir ein: Trümmer herstellen für Archäologie- bzw. Puzzlefans, quasi selbstgemachtes 3-D-Puzzle ...

    #47Verfassercorbie (745439) 07 Dez. 16, 12:16
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    [OT:
    #42:
    Red Poppy ist nur ein bescheidenes Blümchen am Feldrain; im grünen Bereich eben...
    Beruhigend, denn in diesem Faden lagert bereits genug revolutionärer Zündstoff, s. Guerillagehäkel, Guerilladeko, 'If I had a hammer', etc.

    #47 und #30:
     #30: "Und die alte Dame, die mich bat, ihr über die Straße zu helfen, sah schon so zerbrechlich aus...." - so dass ihr eine esoterische Schenkaktion den Rest gegeben hätte, oder wie hast du das gemeint?
    Zum Thema Becher und Hammer fiel mir ein: Trümmer herstellen für Archäologie- bzw. Puzzlefans, quasi selbstgemachtes 3-D-Puzzle ...
    ihr seid echt süß! :-) ]
    #48Verfassercookie crumbler (484354) 07 Dez. 16, 13:55
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    Bei uns gibt es nie Probleme mit Geschenken. Ich schenke nur das, von dem ich weiß, daß es sich jemand wünscht. Und das zu einem bliebigen Zeitpunkt. Selten eher bei besonderen Anlässen. Geschenkezwang haben wir schon abgeschafft, als ich noch sehr klein war.
    Umso größer die Freude der Beschenkten, die einfach mal so irgendwann etwas bekommen, das sie total freut.
    Mir macht das viel mehr Spaß und ich glaube, den Beschenkten auch.
    #49Verfasserulinne (894128) 07 Dez. 16, 14:02
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    Etwas neben dem Thema: Habt ihr Hemmungen, Bücher zu lesen und dann weiterzuschenken?
    #50VerfasserEifelblume (341002) 07 Dez. 16, 15:05
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    Das haben wir (meine Mutter und ich) damals (TM), als ich Kind war, immer so gemacht. Ich kann auch Taschenbücher so lesen, dass sie nachher wie neu aussehen. Heute mache ich das mit Ansage: Meine Mutter oder meine Schwester bekommt das Buch, das ich gelesen habe, wenn ich sicher bin, dass ich es nicht noch einmal lesen will. Und sie machen es so mit mir, also eine Art Tauschhandel.

    Insebsondere zu Partys (alle ca. 2 Jahre machen wir ein grösseres Sommerfest, so 40-60 Personen) bekommen wir öfter selbstgemachte Konfitüre, Liköre etc. Oft sind diese nicht unser Geschmack, und dann wäre es eine gute Idee, diese Produkte weiter zu verschenken. Nur: In all dem Trubel wissen wir fast nie, was wir von wem bekommen haben. Also geht Weiterverschenken auch nicht: Es könnte ja sein, dass das Glas Konfi dann wieder beim Erzeuger landet: "Oh, habe ich Euch das nicht vor 2 Jahren mitgebracht? Das waren Kirschen aus dem eigenen Garten"... *blush* - nene, lassen wir dann lieber.
    #51Verfasservirus (343741) 07 Dez. 16, 15:20
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    Habt ihr Hemmungen, Bücher zu lesen und dann weiterzuschenken? - nein, nicht solange die Bücher noch gut aussehen, keine Flecken oder Eselsohren oder so haben. Bei Taschenbüchern ist das etwas schwierig, weil der Rücken leicht Knickspuren aufweist, auch wenn man noch so behutsam die Bücher öffnet.

    Edit: ich habe vor Jahren Weinbrandbohnen weiterverschenkt, die ich selbst geschenkt bekommen habe, aber nicht mag. Das war etwas peinlich, weil sich der Weinbrand schon ziemlich verflüchtigt hatte. Ich gehe davon aus, dass die Schenker die Pralinen auch selbst bekommen und wieder in den nachbarschaftlichen Geschenkekreis zurückgeführt haben.
    Ich habe übrigens eine frische Packung nachgeliefert....
    #52VerfasserRed Poppy (876587) 07 Dez. 16, 15:20
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    Bei Büchern habe ich allgemein Probleme, sie weiterzugeben. Ich leihe gern was aus, wenn ich weiß, dass sie gern gelesen werden - und wieder zurück kommen. Einmal hab ich die Rücknahme eines ausgeliehenen Buches verweigert, es sah schrecklich aus. Das tat mir so leid. Habe es dann noch mal geschenkt bekommen, vom Verursacher des Schadens. Aber es gibt tatsächlich ein paar Bücher, die ich nicht gerne gelesen habe und auch kein zweites Mal mehr anfasse. Die würde ich abgeben.
    #53VerfasserCath (236489) 07 Dez. 16, 15:45
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    @corbie,
    die alte Dame war so alt und klein, und mein Stein wog so 200 g...
    :-)
    #54VerfasserBraunbärin (757733) 07 Dez. 16, 16:41
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    Mit meinen Geschwistern (die genau wie ich viel und gerne lesen und alles haben, was sie brauchen) betreibe ich Bücherweiterverschenken anstatt Sinnlosgeschenke auf Teufel komm raus.
    Ich habe von meiner Schwester schon ein Buch bekommen mit der Maßgabe: Schenk es dann dem Peter, der hatte es noch nicht, ich habe es von Steffi bekommen und die hatte es von Robert.
    Extrem schlechte Bücher, die aber aus welchem Grund auch immer auf der Bestsellerliste stehen, melden wir sogar vor nach dem Motto: Kauf sich ja keiner "Irre, wir behandeln die Falschen" - ich hab den Mist und geb ihn bei nächster Gelegenheit weiter.

    Aber von außenstehenden Freunden mit viel Bedacht ausgesuchte Bücher halte ich in Ehren, die abzugeben fällt mir schwer, das empfinde ich als irgendwie undankbar.
    #55VerfasserEifelblume (341002) 07 Dez. 16, 19:43
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    Wenn sie noch wie neu aussehen, verschenke* ich auch gelesene Bücher (aus eingenen Beständen oder Second.Hand-Laden).
    Oder verschenke ein frisch gekauftes, noch jungfräuliches Buch, das ich selbst gerne lesen, aber dann nicht bei mir rumstehen haben will, mit der Bemerkung: "Wenn du's fertig hast, möchte ich es bitte auch lesen."


    (*verschenken hier im Sinne von: "Das ist Dein Geburtstags-/Weihnachtsgeschenk", nicht im Sinne von im öffentlichen Bücherschrank der Allgemeinheit zur Verfügung stellen oder mal eben so an eine Kollegin weitergeben.
    Ich denke, so war auch Eifelblumes Frage gemeint.)
    #56VerfasserGaleazzo (259943) 08 Dez. 16, 07:45
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    Ich verschenke keine gelesenen Bücher, fände es auch nicht so toll, wenn ich ein gelesenes Buch geschenkt bekäme-

    Geschenke, die mir nicht gefallen, erhalte ich sehr selten, da meine Familie und Freunde mich gut kennen.
    Sollte es doch mal ein "Oh-Gott-was ist-das-denn Geschenk" geben, z.B. von Nachbarn, verschenke ich es an meine Schwägerin, die mag ich nämlich nicht *lach*
    #57VerfasserFienchen_19 (748404) 08 Dez. 16, 09:11
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    Red Poppy, kennst Du die Geschichte "Schokolade auf Reisen" von Ephraim Kishon? Passt haargenau...
    #58Verfasservirus (343741) 08 Dez. 16, 17:54
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    Da fällt mir - leicht off-Topic - eine kleine Anekdote mit meiner Oma ein: Eines Tages wollte sie mir Schokolade anbieten und holte ein noch in Geschenkpapier gewickeltes Päckchen aus dem Kühlschrank, das genau das Format einer Tafel Schokolade hatte und seit ihrem letzten Geburtstag im Kühlschrank lag (mehrere Wochen).
    Welche Freude für sie - und welche Enttäuschung für mich, Menno! - als sich die vermeintliche Schokolade als kleines Holzbild mit einer Madonna drauf entpuppte :-)

    Wir haben noch Jahre drüber gelacht, wie sehr die Mutter Gottes die ganze Zeit gefroren haben muss. Beim Ausräumen von Omas Haus habe ich auch dieses kleine Madonnenbild gefunden und es wandert seither bei mir von einer Schublade in die nächste, denn ich weiß nicht so recht, wo ich es hinhängen soll, weil ich eigentlich nicht so gern so fromme Bilder aufhänge, aber kann es unmöglich wegschmeißen (obwohl ich gar nicht weiß, von wem sie es damals geschenkt bekommen hat). Die Madonna aus dem Kühlschrank.
    #59VerfasserBellydancer (1117479) 09 Dez. 16, 12:59
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    @18 Bin nicht mehr sicher, aber falls da was von mir dabei ist: darfst Du gerne weitergeben oder den nächsten Laternenmast oder Bauzaun mit dekorieren :-). Beim Baumumwickeln habe ich Hemmungen, ob das für den Baum so gut ist? Aber an Straßenmobiliar vergreife ich mich gelegentlich *räusper*. Ein Pollor sieht mit Plümmelmütze einfach besser aus.

    Nichts sagen, wenn einem ein Geschenk wirklich nicht gefällt - außer bei Einmalaktionen wie mit der Klavierlehrerin - finde ich nicht so gut. Dann denkt der Schenkende doch, daß das gut war und nächstes Jahr bekommt man wieder sowas. Das ist werder dem Schenkenden noch dem Beschenkten gegenüber in Ordnung.

    Was ich wirklich hasse ist, wenn ich mir auf Nachfrage etwas ganz bestimmtes gewünscht habe und stattdessen etwas bekomme, das genau daran vorbei schrammt. Wünsche mir bestimmtes Buch und bekomme Teekanne ist völlig in Ordnung. Wünsche mir bestimmtes Taschenbuch und bekomme dieses Buch in gebundener Ausgabe, argh!

    #60VerfasserRussisch Brot (340782) 09 Dez. 16, 23:55
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    Stimmt, das kann schwere Traumata hervorrufen. Mein Vater hat sich als Kind mal Schraubzwingen für seine Laubsägearbeit gewünscht und viel zu große, unhandliche Dinger bekommen. Das erzählt er heute noch leidend. (Er ist 78.)

    Bellydancer, dann heb die Madonna doch weiter im Kühlschrank auf! Kannst ihr ja einen Schal stricken. (Oder Russisch Brot darum bitten.)
    #61Verfassertigger (236106) 12 Dez. 16, 10:53
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    Was ich wirklich hasse ist, wenn ich mir auf Nachfrage etwas ganz bestimmtes gewünscht habe und stattdessen etwas bekomme, das genau daran vorbei schrammt. Wünsche mir bestimmtes Buch und bekomme Teekanne ist völlig in Ordnung. Wünsche mir bestimmtes Taschenbuch und bekomme dieses Buch in gebundener Ausgabe, argh!

    Trauma meiner Kindheit in den 1970ern: Klein-Dragon wünscht sich nichts sehnlicher als Discoroller. Die coolen Rollschuhe, an denen der Schuh schon dranhängt und mit dem coolen Stopper. (wobei, damals war der bestimmt noch nicht "cool", sondern "toll" ;o)) Was gab es dann zum Geburtstag? Stinknormale Rollschuhe. Zum unter-die-Schuhe-schnallen, ohne Stopper, und natürlich hatten die Rollen auch nicht so schöne Farben, sondern waren schwarz. Meine Eltern haben überhaupt nicht verstanden, warum ich beim Auspacken in Tränen ausbrach und die Dinger auch erst gar nicht anziehen wollte...
    #62VerfasserDragon (238202) 12 Dez. 16, 11:07
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    Beim Thema Geschenke schoß meine Großmutter den Vogel ab: Sie schenkte meiner Frau einen Seidenschal, den sie selbst zwei Jahre vorher von meiner Frau bekommen hatte. Inzwischen war Oma nämlich am Grauen Star operiert worden, erkannte infolgedessen den Schal nicht mehr wieder und entsetzte sich über seine in ihren neuen Augen viel zu grellen Farben.

    #63VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 12 Dez. 16, 11:15
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    Ach, das ist ja schon wieder lustig, C++. Meine Mutter hat sich fürchterlich geschämt, ihrem Schwiegersohn zweimal das gleiche Buch geschenkt zu haben, wo sie doch eine Liste der verschenkten Bücher führt. Er meinte nur, er läse es gerne noch einmal.

    Aber zur Kategorie "verständnislose Eltern", wo wir gerade dabei sind: Kann jemand tiggerchens Omi noch mal erklären, dass tiggerchens Lieblingsfarbe grün ist? Zum Glück kann ich hier noch vorsortieren, aber falls jemand Strumpfhosen in Türkis und Schlammbraun braucht... die sind nicht grün.
    #64Verfassertigger (236106) 12 Dez. 16, 11:16
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    Schlimm ist auch, wenn man sich was sehr, sehr wünscht - und die kleine Schwester bekommt dann genau das zu Weihnachten. Oder wenn man als unartiges Kind schon mal einen kleinen Blick unters elterliche Bett wagt, etwas türkisfarbenes erspäht und sich auf das heißgewünschte Barbypferd mit türkisfarbenem Sattel freut - und dann einen Wattebauschspender mit einem Deckel in, genau, Türkis, bekommt. Und sich darüber freuen muss.
    #65VerfasserCath (236489) 12 Dez. 16, 11:35
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    Ohhh, das Grün-Schlammbraun-Problem! Meine Mutter hatte für mich auch einmal ein angeblich grünes Kleidungsstück mitgebracht. Wie sich dann herausstellte war es das Grün von Matsch mit ein paar noch nicht allzulange verstorbenen Algen darin (und nicht das damals sehr favorisierte Mintgrün).

    @tigger:
    Vielleicht kannst Du die Farbbeschreibung präzisieren (z. B. grasgrün).

    Ich freue mich bei Geschenken eigentlich fast immer. Wenn dann doch einmal nicht ganz das Wahre ist, freue ich mich halt ein bisschen weniger. In der Regel ist es sowieso viel "Verbrauchsmaterial" wie leckere Chutneys, Wein u. ä. - mmmh!
    Bei den meisten Dingen weiß ich ja, dass sich jemand zumindest viel Mühe gemacht hat, was auch schon ein Geschenk ist (mit denen, die es nur als notwendiges Übel sehen, haben wir sehr erfolgreich "keine Geschenke" ausgemacht).
    #66VerfasserHe-le-na (743297) 12 Dez. 16, 11:56
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    Wünsche mir bestimmtes Taschenbuch und bekomme dieses Buch in gebundener Ausgabe, argh!
    Echt? Das ist ja jetzt wirklich ziemlich speziell.
    #67VerfasserSpinatwachtel (341764) 12 Dez. 16, 12:26
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    Mir ist eh schleierhaft, wie die Omi diese unglaublich hässliche grünbraune Strumpfhose mit roten Punkten gefunden hat, dieses Schlamm-Algen-Matschgrün gibt es eigentlich nur für Buben. Die türkise hingegen fand ich ja nett, aber sie ist tiggerchen leider schon zu klein, weil sich ändernde Kindergrößen ja das nächste Problem sind... nein, die bleiben bei allen vier Enkeln (2-6) nicht über ein ganzes Jahr gleich.
    Egal, mein Schwager hat seine Mutter insgesamt schon so gedrillt, dass sie wichtige Geschenke nur mehr auf exakte Anweisung hin kauft.
    #68Verfassertigger (236106) 12 Dez. 16, 12:27
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    Und die Strumpfhosen-Probleme von den Großeltern hätte ich haben wollen! Ich hatte meine liebe Not, diese ganzen erzieherisch völlig unguten "Spiel"sachen abzuwehren, wie Pistolen, Gameboy usw. Inklusive vor den Kindern aufgezwungene Diskussionen, warum ich das partout nicht will... Ich hätte rosa Glitzerstrümpfe für die Jungs mit Kusshand genommen, glaub mir... :-)
    #69VerfasserSpinatwachtel (341764) 12 Dez. 16, 12:28
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    Ich habe diesen Faden erst jetzt entdeckt (*schäm*), habe aber ein paarmal herzhaft lachen müssen.

    Zur ursprünglichen Frage: Geschmäcker sind verschieden und was der Eine ganz toll findet, muss dem Anderen noch lange nicht gefallen. Das sollte man als Schenkender wissen und berücksichtigen. Wenn ich was verschenke und damit daneben liege stört es mich nicht, wenn ich das auch mitgeteilt kriege. Was zählt ist ja der Wunsch dem anderen eine Freude zu machen und allein, dass man diesen Wunsch zum Ausdruck gebracht hat (wenn auch nicht so erfolgreich wie erhofft) macht dem anderen ja schon eine Freude (bei mir ist es jedenfalls so).

    Am leichtesten tut man sich natürlich, wenn man den anderen schon kenn und etwas über dessen Vorlieben weiß. So bekomme ich z.B. relativ häufig was mit Schokolade oder Nutella geschenkt, weil das aktenkundig ist, dass ich das eben sehr gern mag - und über solche Geschenke freue ich mich auch am meisten. Aber selbst wenn mir jemand Bier oder Wein schenkt (so was schmeckt mir nunmal nicht) freue ich mich drüber, weil 1. derjenige mir eine Freude machen wollte und ich 2. was zum Weiterverschenken habe - und ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich das tun werde. Immerhin kann ich damit nochmal jemand anderem eine Freude machen, was i.d.R. auch gut funktioniert, weil ich genügend Bier- und Weinliebhaber für alle denkbaren Geschmacksrichtungen kenne, die sich dann darüber freuen.
    #70Verfasserschwabeinösterreich (406078) 12 Dez. 16, 12:40
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    Oma & Opa (ansonsten ganz vernünftig) haben unserem Sohn auch einmal so ein fiepsendes und piependes Plastikteil geschenkt, da er von uns sowas ja sicher nicht bekommen würde (richtig!). Einmal angeschaltet, als sie zu Besuch waren und nicht verraten, wo der Schalter ist. Hatte einen nachhaltigen Erfolg - das nächste Geschenk hatte keine Computerpiepsmelodien gespeichert! ;-)

    Diskussionen vor den Kindern finde ich ja besonders blöd!
    #71VerfasserHe-le-na (743297) 12 Dez. 16, 12:45
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    Au ja, Großeltern, die ihren kleinen Enkeln kleine Trommeln und Xylophone schenken sind sehr beliebt. Aber die Variante: "Spielt den Großeltern doch mal was auf euren Instrumenten vor" funktioniert in der Regel.

    Kleine Anekdote zum Thema "Büchertauschregal": In unserem Haus gibt es unten bei den Briefkästen ein solches Regal, das für derartige Täusche genutzt wird. Bücher, Gesellschaftsspiele, Stofftiere, und anderer Kleinkram wechselte über dieses Regal bereits den Besitzer. Einmal brachte meine liebe Frau zwei Gesellschaftsspiele hinunter, die wir einfach nicht mehr spielen mochten, die aber noch in einwandfreiem Zustand waren (kaputter Schrott wird dort nicht so gern gesehen). Dann hat sie den Müll weggebracht und noch kurz was ins Auto gelegt. Keine 5 Minuten nachdem sie die beiden Spiele da unten hingelegt hatte kam sie auf dem Rückweg zur Wohnung wieder an dem Regal vorbei und was soll ich sagen: Die beiden Spiele waren bereits weg. Da haben wir uns wirklich gefreut, dass sich jetzt offenbar jemand anderer an diesen Spielen freut, die uns nicht gefallen haben.
    #72Verfasserschwabeinösterreich (406078) 12 Dez. 16, 12:55
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    Oh ja, wenn ich beim Aufräumen / Ausmisten weiß, dass die Dinge nicht im Müll landen, sondern im Tauschregal, Second-Hand-Laden oder Oxfam-Shop, dann kann ich mich auch immer viel leichter trennen. Den Weltresourcenverbrauch senken wir mit unserem bisschen Kram zwar nicht nennenswert, aber immerhin ein ganz klitzekleines Bisschen - und wenn dann noch jemand Freude daran hat, um so besser!

    Mit Trommel oder Xylophon hätte ich sogar noch leben können... aber diese computergenerierte "Musik" ... *schüttel*
    #73VerfasserHe-le-na (743297) 12 Dez. 16, 13:12
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    Mein absolutes Alptraumgeschenk liegt fast ein halbes Jahrhundert zurück:
    Geographie hat mich als Schulfach von Anfang an nicht interessiert (tut es bis heute nicht). Folgerichtig hatte ich einige schlechte Noten gesammelt (unter schlecht verstanden meine Eltern bereits Note 3).
    Zu Weihnachten bekam ich zwei Bücher über Geographie - und sonst absolut nichts.
    #74VerfasserEifelblume (341002) 12 Dez. 16, 13:18
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    @67 Gebundene Bücher passen in aller Regel nicht in Jackentaschen, nehmen selbst im Rucksack viel Platz weg und sind schwer, meist sogar zu schwer und unhandlich, um sie im Sitzen gemütlich zu lesen. Wenn die gebundene Variante billiger wäre, könnte ich es ja noch verstehen, aber warum gibt man mehr Geld aus für etwas, das dem Empfänger dann weniger nützt? Doch höchstens, um sich selbst zu profilieren: "Hier, ich hab's Dir gebunden gekauft, das ist besser und das bist Du mir wert. Daß Du damit dann nichts anfangen kannst ist mir doch egal."
    #75VerfasserRussisch Brot (340782) 12 Dez. 16, 13:19
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    Omas Geschenke für die Enkel....
    Die Eltern eines meiner Enkel versenden Amazon-Wunschlisten, mit den anderen spreche ich.
    Meine handgestrickten Pullis bekommen die Kleinen mindestens einmal in meiner Gegenwart an, was ansonsten damit passiert, weiß ich nicht :-)
    Die älteste Enkelin ist jetzt schon 4. Die hat präzise Vorstellungen, wie der nächste Pulli aussehen soll. Und wenn er genau nach Bestellung ausgeführt ist, haben ihre Eltern wenig zu sagen, dann setzt die Kleine sich durch.
    #76VerfasserEifelblume (341002) 12 Dez. 16, 13:23
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    #75 ojeoje, das ist aber eine sehr negative Einstellung. Ganz ehrlich, das könnte mir als Schenkerin auch passieren: Eine Person, die ich mag, wünscht sich dasunddas Buch als Taschenbuch - ich würde annehmen, sie tut das aus Bescheidenheit und würde ihr auch die gebundene Version schenken, und zwar wirklich als Zeichen der Wertschätzung und nicht um MICH zu profilieren.
    Deine Sichtweise erschreckt mich ehrlich gesagt schon ein wenig...
    #77VerfasserBellydancer (1117479) 12 Dez. 16, 13:25
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    Am Anfang war das Wort - sehr bald gefolgt vom Missverständnis...
    #78VerfasserHe-le-na (743297) 12 Dez. 16, 13:27
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    @77 Würdest Du das auch bei Deiner im selben Haushalt lebenden Tochter machen, von der Du ganz genau weißt, daß sie Taschenbücher bevorzugt, da ihr schon mehrfach darüber geredet habt?
    #79VerfasserRussisch Brot (340782) 12 Dez. 16, 13:32
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    #79 Neejaissklar - in dem Fall natürlich nicht ;-)
    #80VerfasserBellydancer (1117479) 12 Dez. 16, 13:34
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    Da schickt man extra vor Weihnachten einen Wunschzettel (einen sehr ausführlichen, damit noch etwas Überraschung übrig bleibt) in der Familie rum, schreibt ISBN zu Buchwünschen und setzt die Bilder von DVD-Covern rein, damit auch ja nix verwechselt wird und dann gibt's (normalerweise immer von einer Person) immer irgendwas. "imaxchen liest gern, also greif ich mir das erstbeste Buch in der Buchhandlung". "imaxchen hat viele DVDs, also kauf ich mal irgendeine." Das eine Mal, wo dann doch der Wunschzettel einigermaßen beachtet wurde, ist eine Bluray rausgesprungen, vom richtigen Titel, aber nützte mir ohne entsprechenden Player auch nix. Und wenn das einmal passieren würde, ok, aber bei dieser Person passiert das jedes Mal! Die Bücher sind inzwischen in den Bücherschrank gewandert, die "irgendeine DVD" steht bei mir in zweiter Reihe im Bücherregal und die Bluray hab ich durch die DVD-Ausgabe ergänzt und beide Scheiben in eine 2-Disc-Hülle gepackt, man kann ja nicht ausschließen, dass nicht irgendwann doch noch ein entsprechender Player ins Haus kommt. Ich sag dieser Person im Normalfall aber nur noch, dass sie (knapp) daneben gegriffen hat, wenn das Geschenk nicht für mich, sondern für meinen Holden war, weil ich manchmal das Gefühl hab, dass der sich bei so permanenter Unaufmerksamkeit etwas ungewollt vorkommt... (bei Geschenken für mich hab ich's inzwischen aufgegeben)
    #81Verfasserimaxchen (238029) 12 Dez. 16, 13:56
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    Jessas, bei dem Thema wird's für mich befremdlich: Wunschzettel schreiben ... (insbes. post von imaxchen, #81, klingt so genervt... )

    Ein Wunschzettel mit Vorgaben, was ich haben will, mir bisher nicht kaufen wollte, obwohl ich es vielleicht könnte, und sollte?

    Habe ich noch nie gemacht und nie gewollt und nie verlangt usw.

    Jemandem was schenken heißt doch nicht wirklich das Abarbeiten von Listen .... mit x items drauf mit genauer Vorgabe?

    Wie schrecklich ist das denn.

    Und wehe, ich kaufe davon - bzw. kriege von der Liste - nur 1 von 10 Dingen?!, ist da die Enttäuschung nicht schon vorprogrammiert?

    Kurz gesagt:

    Man horche und schaue, wenn es geht das ganze Jahr über, was beim Anderen ankommen würde... was ihm/ihr eine Freude bereiten würde.

    ----

    Die #78 von He-le-na gefällt mir.
    #82VerfasserBraunbärin (757733) 12 Dez. 16, 15:02
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    Das größte Geschenk für einen selbst bleibt doch immer noch, jemanden glücklich zu machen. Das wärmt das Herz.

    Geben ist seliger denn nehmen.

    Das trifft zu, auch wenn es sehr altbacken klingt. Wir haben eine Raffzahngesellschaft, die diese Erfahrung nicht kennt.
    Wobei auch das Nehmen gelernt sein will. Auch damit kann man so seine Probleme haben.

    Ich habe gerade gestern ein verbales Geschenk bekommen, das mich unglaublich gefreut hat.
    #83Verfasserulinne (894128) 12 Dez. 16, 15:29
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    Eine meiner Schwägerinnen hat auch eine Wunschliste am Amazonas, wo ich jedes Jahr vor ihrem Geburtstag einfach was raussuche und bestelle. Absolut stressfrei für mich - und ganz nebenbei auch absolut lieblos. Sie freut sich zwar immer, aber ich mache mir um alle anderen Geschenke wesentlich mehr Gedanken. Das ist quasi das "Pflicht-Geschenk", oder die "Eintrittskarte für die Geburtstagsfeier" - aber auf keinen Fall ein liebevoll ausgesuchtes Geschenk.

    Habe mich aber schon so oft über die geärgert - z. B. haben wir vor vielen Jahren mal Karten für Bülent Ceylan geschenkt; der war damals noch relativ unbekannt und spielte bei uns im Nachbarort in einer Kleinkunstbühne. ALLE haben sich halb tot gelacht, und sie fand alles nur doof und so stickig dort und es hat ihr überhaupt nicht gefallen (jetzt wo er große Stadien füllt denke ich mir immer, wie exklusiv war das doch damals für uns, in so einem kleinen Rahmen und in der Provinz wird der nie wieder auftreten).

    Oder anderes Beispiel: Sie ist große Katzenfreundin (wie ich auch). Hatte ihr oft mal was in der Richtung geschenkt, z. B. einen Fußabstreifer von Rosina Wachtmeister oder eine schöne Katzenfigur usw. Die Freude hielt sich immer sehr in Grenzen, so nach dem Motto wo soll ich denn hin mit dem ganzen Zeug, was mich immer sehr geärgert hat, denn die Sachen waren liebevoll ausgesucht und ich hätte sie am liebsten behalten (der Fußabstreifer ist so toll, war auch gar nicht so billig. Der liegt bei denen jetzt im Hof auf dem Weg zum Garten und ist total hinüber).

    So könnte ich noch X Beispiele aufzählen, aber seit etwa fünf Jahren gibt's was lieblos aus der Liste vom Amazonas angeklickt und fertig.
    #84VerfasserBellydancer (1117479) 12 Dez. 16, 15:38
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    Bellydancer, natürlich ist es frustrierend, wenn man extra etwas für jemanden ausgesucht hat und dieser sich dann nicht angemessen freut: Aber warum hast Du der Schwägerin "oft" Katzen-Fanartikel geschenkt, wenn Du doch gemerkt hast, dass sie damit nichts anfangen kann? Wäre es nicht nach dem erstenmal, als sich die Freude arg in Grenzen hielt, klar gewesen, dass das nichts für sie ist?

    Es gibt wirklich Leute (kenne selbst mehrere davon), die lebendige Katzen sehr lieben, aber all die Katzenkalender, -figürchen, mit Katzenmotiven bedruckte Schürzen, Geschirrtücher, Fußabtreter usw., mit denen Katzenliebhaber gerne "beglückt" werden, einfach nur scheußlich finden.

    Wenn der eigene Geschmack mit dem des Beschenkten nun mal einfach nicht zusammenpasst, finde ich Wunschzettel, an denen man sich orientieren kann, sehr praktisch.
    #85VerfasserGaleazzo (259943) 12 Dez. 16, 15:52
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    Ja, Galeazzo, drum hab ich ja damit aufgehört und geh jetzt immer zum Amazonas ;-)

    #86VerfasserBellydancer (1117479) 12 Dez. 16, 15:57
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    Gut ;-)

    Lieblos finde ich das übrigens nicht. Sie wünscht sich das, Du schenkst es ihr - also machst Du ihr doch eine Freude!
    #87VerfasserGaleazzo (259943) 12 Dez. 16, 16:00
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    Braunbärin, ich find's halt schon schade, wenn einen die eigene Mutter nicht gut genug kennt, um zu wissen, worüber ich mich freue und wenn ich ihr sage, worüber ich mich freuen würde, dann wird da auch nicht zugehört (und meine Mutter ist jetzt Anfang 60 und weder dement, senil oder sonstwie geistig eingeschränkt). Und wenn das über Jahre, über Geburtstage und Weihnachten so geht - ich geb mir eine Riesenmühe für ein Geburtstagsgeschenk, suche über Wochen sorgfältig aus, damit alles zusammen passt und verpacke das Ganze hübsch und bekomm dann selber ne Tafel Schokolade, wo sie dann noch meiner Schwester gesagt hat "du wolltest doch imaxchen eine Tafel Schokolade zum Geschenk legen, leg für mich mal auch eine dazu", also null Gedanken um irgendwas - dann frag ich mich halt auf Dauer schon, wozu der ganze Zauber jetzt veranstaltet wird.
    Dieses Jahr wird das erste Mal innerhalb der Familie gewichtelt, ich bin gespannt, was das gibt :-)
    #88Verfasserimaxchen (238029) 12 Dez. 16, 16:00
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    Verzeih, Bellydancer, aber da kann ich deine Schwägerin verstehen.

    Ich mag Katzen auch, aber Rosina Wachtmeister finde ich entsetzlich kitschig.
    Bülent Ceylan mag ich zwar auch, aber z.B. Louis de Funes finde ich unerträglich nervig, was viele nicht nachempfinden können.

    Wenn du den Geschmack dieser Schwägerin so oft verfehlst, freu dich doch über die Wunschliste - ein Geschenk muss doch dem Beschenkten gefallen, nicht dem Schenker.


    #89VerfasserEifelblume (341002) 12 Dez. 16, 16:01
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    @82 Da hast Du die Posts hier glaube ich falsch verstanden. Wenn mich jemand nach meinen Wünschen fragt und ich eine Antwort gebe, steht es ihm frei, auch was ganz anderes oder nichts zu schenken. Es geht nicht darum, alles auf der Liste tatsächlich zu bekommen, wie imäxchen ja auch schreibt. Aber wenn auf der Liste DVD A steht und man bekommt Blu-Ray A, ohne einen entsprechenden Abspieler zu haben, ist das einfach nur eine hohle Geste und rausgeschmissenes Geld. Dann lieber nichts. 
    #90VerfasserRussisch Brot (340782) 12 Dez. 16, 16:12
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    @90: So sehe ich das auch. Es gibt Leute, die fragen mich, was ich mir zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünsche, und es gibt Leute, die nicht fragen. Wenn ich denjenigen, die mich fragen, eine entsprechende Liste an Wünschen zukommen lasse (was mir schon schwer fällt, weil ich mir die Dinge, die ich haben möchte, in der Regel auch selber kaufe), dann können sie sich an diese Liste halten, es steht ihnen aber auch selbstverständlich frei, mir etwas anderes zu schenken, das nicht auf der Liste steht. Bei Büchern kann es dann aber sehr leicht passieren, dass ich das Buch schon habe oder dass es meinem Geschmack überhaupt nicht entspricht, außerdem bin auch ich ein Fan von Taschenbüchern, weil man gebundene Bücher kaum unterwegs lesen kann (und ich habe schon recht große Handtaschen) und ich daheim kaum zum Lesen komme, da kann es dann passieren, dass mich der Schenkende nach zwei Jahren fragt, wie mir das Buch denn eigentlich gefallen hat, und es steht immer noch in der Plastikhülle im Noch-nicht-gelesen-Regal. Bei DVD oder BluRay ist es mir von der technischen Seite her egal, mein Abspielgerät kann beides, aber mich interessiert nicht jeder Film. Da ist es doch für beide Seiten einfacher, ich gebe vorher an, dass ich mich über eine der folgenden DVDs oder Blurays freuen würde, und gebe eine Liste vor.
    Und wenn ich auf meiner Wunschliste dann fünf Bücher, zehn Spielfilme und acht CDs (ja, ich bin altmodisch und kaufe mir noch gelegentlich Tonträger bestimmter Interpreten) stehen, dann kann der Schenkende sich natürlich auch überlegen, mir stattdessen ein Halstuch oder eine Blumenvase zu schenken, und darüber werde ich mich sicher auch sehr freuen, aber wenn dann anstelle eines der fünf Krimis auf meiner Liste auf einmal, "Buch ist Buch", der neueste humorige Bestseller mit Pennälerwitzen oder ein kitschiger Vampirliebesroman unterm Christbaum liegt, ist meine Begeisterung eher begrenzt. Dann lieber einen Gutschein, gleich ob vom Buchhändler des Vertrauens oder von Amazon, oder tatsächlich nichts. Ich bin schon groß und komme mit so etwas klar. Aber wenn man schon so unsicher ist, dass man mich extra fragt, was ich mir wünsche, und wirklich konkrete Vorschläge von mir erhält, frage ich mich, was in diesen Leuten vorgeht, wenn sie dann einfach etwas anderes nehmen, das irgendwie so ähnlich wie meine Wünsche ist, aber dann doch ganz anders. Dann sollen sie doch lieber gar nicht erst fragen.

    Wie gesagt, ich bin nicht enttäuscht, wenn ich von der Liste nichts oder nicht alles bekomme, darum geht es auch nicht. Die Liste ist doch wirklich nur eine Hilfestellung für Leute, die mich entweder nicht ganz so gut kennen oder meinen Geschmack aus irgendeinem Grund nicht so gut einschätzen können, mir aber dennoch etwas schenken wollen.

    Und Horchen und Schauen klappt auch nur bei Leuten, die man häufig sieht und spricht. Wenn man dann aber überraschend bei der alten Schulfreundin, die man nach Jahren, in denen man sich aus den Augen verloren hatte, im Internet wiedergefunden hat, zum Geburtstag eingeladen ist, weiß man weder, wie sie eingerichtet ist noch was sie liest oder worüber sie sich freuen würde. Außer man fragt konkret nach. Oder wenn man beim Jobwechsel in einer neuen Abteilung landet, in der es Usus ist, dass zu den einschlägigen Anlässen gesammelt und ein Geschenk besorgt wird, man kennt sich aber noch gar nicht richtig. Da kann man dann die klassischen Verlegenheitsgeschenke wählen - Blumen, Pralinen, Flasche Wein, falls in der Firma erlaubt - oder nachfragen.

    #91VerfasserDragon (238202) 12 Dez. 16, 17:09
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    #88: Schenk auch nur was Einfaches, Unüberlegtes, Unaufwendiges, dann ist die Enttäuschung nicht so groß. Dein Aufwand-Betreiben wird nicht bewirken, dass dasselbe retour kommt.
    #92Verfassercorbie (745439) 12 Dez. 16, 17:32
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    @84:
    Ich finde es überhaupt nicht lieblos, wenn Du Deiner Schwägerin etwas von ihrer Amazon-Wunschliste schenkst. Sie freut sich doch darüber, und offensichtlich seid ihr ansonsten so verschieden, was Euren Geschmack angeht, das Du ihr Dinge schenkst, über die sie sich gerade nicht freut. Ich für meinen Teil verschenke lieber Dinge, über die der Beschenkte sich dann auch ehrlich freut. Und das sind dann eben nicht unbedingt Dinge, über die ich mich freuen würde. Mir kommt es aber ein wenig vor, als ob Du vor allem Dinge verschenkt hast, die Dir gut gefallen, seien es nun die Karten für Bülent Ceylan, dessen Auftritt Dir offensichtlich wesentlich besser gefallen hat als ihr, oder die Fußmatte mit Rosina-Wachtmeister-Motiv und die Katzenfiguren. Vielleicht tue ich Dir da unrecht, aber so kommt es bei mir an. Wie andere schon schrieben, da scheinen sich Dein Geschmack und ihr Geschmack einfach nicht zu decken. Du kannst Dich nicht gut genug in sie hinein versetzen, um etwas zu finden, was ihr tatsächlich gefällt, und sie kann sich nicht gut genug in Dich hineinversetzen, um zu erkennen, welche Gedanken Du Dir beim Geschenkeaussuchen gemacht hast und zumindest etwas dankbarer oder erfreuter zu erscheinen. Vielleicht kommt ihr sogar das, was Du als "liebevoll ausgewählt" empfindest, eher lieblos vor, weil Du Dich ja (für sie) offensichtlich nicht mit ihrem Geschmack auseinandergesetzt hast und (in ihren Augen) einfach nur irgendwas gekauft hast...

    Und was den Geschmack angeht - ehrlich gesagt, da wäre mir Deine Schwägerin auch näher (ohne dass ich jetzt wüsste, was so alles auf ihrem Amazon-Wunschzettel steht, vielleicht wäre das auch nicht mein Fall). Bülent Ceylan finde ich nicht so wahnsinnig toll, mir würde man mit anderen Comedians/Kabarettisten deutlich mehr Freude machen (außer, die Alternative ist Mario Barth). Da wäre ich wohl ohne zu meckern hingegangen, aber ich weiß nicht, ob ich mich zwischendurch nicht auch woandershin gewünscht hätte. Und Rosina Wachtmeister finde ich ganz schlimm. Da würde eine Fußmatte sicher auch eher draußen auf der Terrasse lande und bald nicht so hübsch aussehen, den Ehrenplatz vor der Wohnungstür mit regelmäßigem Staubsaugen würde ich dafür sicher nicht parat halten. Und auch andere Katzenfiguren muss man mögen. Wenn ich weiß, dass jemand Eulen, Kühe, Pinguine, was auch immer sammelt, egal was, Hauptsache das richtige Tier, ist das eine Sache. Aber wenn man irgendwann unschuldig sagt, dass man Echsen mag, oder sich einen Hund anschafft, und daraufhin ständig Figürchen in allen Größen, Formen und Farben geschenkt bekommt, ist das nur bei den ersten drei bis fünf Anlässen noch leidlich nett und originell und kann dann sehr schnell sehr lästig werden. Meine Mutter hat auch ein Händchen für so etwas, oder für Geschenke der Art "Aber du magst doch XYZ" (ja, mochte ich, als ich 17 war, das ist über ein Vierteljahrhundert her).

    #93VerfasserDragon (238202) 12 Dez. 16, 17:50
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    Meine Mutter hat es einmal geschafft, die erkannten Wünsche verschiedener "Geschenksempfänger" durcheinander zu bringen. Während das von mir benötigte, praktische Geschenk bei jemandem Irritationen hervorrief, der sich praktische Dinge selber kauft, aber keinesfalls (nie!!!) als Geschenk haben möchte, hatte ich dann zwar etwas Nettes, für das ich aber in meiner Studentenbude nun wirklich keinen Platz hatte. Die o. g. Irritationen waren sichtbar und führten dann a) zu einer Klärung und b) zum Geschenketausch. Ich glaube aber, dass meine Mutter trotzdem nicht wirklich froh über den Gang der Dinge war.

    Wunschlisten finde ich nicht so schrecklich. Gerade wenn jemand sehr spezielle Hobbies hat, freut er sich über Zubehör, während der schenkende Laie oft mit dem Aussuchen in diesem Bereich überfordert ist. Wenn genug kleine Dinge auf dem Wunschzettel stehen, nehme ich dann gerne etwas davon und lege noch etwas Selbstüberlegtes dazu. Dann passt wenigstens eines der Geschenke!
    #94VerfasserHe-le-na (743297) 12 Dez. 16, 18:16
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    Man horche und schaue, wenn es geht das ganze Jahr über, was beim Anderen ankommen würde.

    Das kann aber auch furchtbar in die Hose gehen.

    Es begab sich also zu jener Zeit, wo ich noch ein ganz kleines Blauhimmelchen war. Da sah ich in einem Versandhauskatalog so ein Wigwam, bunt bemalt, zum Indianerspielen. Ich zeigte es meiner Mutter, weil ich das Ding einfach nur kurios fand. Und was stand am Weihnachtsabend hinterm Christbaum? Genau.
    (Das hatte aber vermutlich noch andere Gründe, wie mir gerade auffällt. Die erläutere ich aber nicht in einem offenen Forum.)
    #95Verfasserbluesky (236159) 12 Dez. 16, 19:54
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    Das kommt alles vom Zwang des Schenkenmüssens. Gerade erwachsene Schwägerinnen müssen sich gar nichts schenken, wenn sie sich eigentlich nicht so gut verstehen.

    Aber von den eigenen Eltern möchte man halt doch gern verstanden werden, in jedem Alter.
    #96Verfassertigger (236106) 12 Dez. 16, 23:09
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    Mittlerweile passiert mir das nicht mehr, aber bis weit ins Erwachsenenalter gab es immer wieder Menschen in meinem Umfeld, deren Geschenke Erziehungsmaßnahmen darstellten.
    Tonträger mit Musik, zu der mich der Schenker bekehren wollte, Eintrittskarten für Sportveranstaltungen (mein Motto: Ich renne nicht sinnlos im Kreis, ich renne keinem Ball nach und ich sehe anderen bei solchen Tätigkeiten nicht zu), Bücher, die mich zu dem Geber wichtigen Themen belehren sollen. Den Spitzenplatz hält ein sehr schönes, teures Abendkleid - mit Absicht drei Nummern zu groß gekauft, damit ich mich hineinfresse, weil ich dem großzügigen Spender zu dünn war.

    Kennt das noch jemand hier? Wenn ja, findet ihr, man darf die Heavy-Metal-CD dem Spender direkt wieder mitgeben bzw. vor seinen Augen in den Mülleimer werfen?
    #97VerfasserEifelblume (341002) 13 Dez. 16, 10:30
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    Boah, ich bin inzwischen völlig verunsichert. Kampfzone Gabentisch!
    #98VerfasserSpinatwachtel (341764) 13 Dez. 16, 10:44
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    Eifelblume: Ich glaube, das lohnt den Stress nicht. Lächeln, Danke, aber das trifft nicht meinen Geschmack/etc. sagen, entweder nehmen die das dann freiwillig mit, oder man kann es am nächsten Tag weiterverschenken/wegtun.
    #99VerfasserJepito (717099) 13 Dez. 16, 10:46
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    "von den eigenen Eltern möchte man halt doch gern verstanden werden, in jedem Alter"
    Ja, möchte man. Aber leider funktioniert das i.d.R. nicht. Spätestens wenn die Kinder mal aus dem Haus sind und ihr eigenes Leben leben, das sich womöglich - etwa durch den Einfluss dritter (z.B. der Schwiegertochter bzw. des Schwiegersohns) - deutlich von dem der Eltern unterscheidet wird das mit dem "verstehen der eigenen Kinder" immer schwieriger. Viele Eltern bleiben da auf dem Stand hängen als "dr Bua" oder "s Dirnderl" noch daheim war - auch wenn dr Bua oder s Dirnderl mit deren Ehepartnern inzwischen selbst schon Großeltern geworden sind und ihre eigenen Kinder schon nicht mehr richtig verstehen ...
    #100Verfasserschwabeinösterreich (406078) 13 Dez. 16, 10:51
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    Eifelblume, mir wurde "Moppel-ich" geschenkt... Das ist bei irgendeinem Umzug rausgeflogen. 
    Ob ich ein Geschenk vor dem Schenkenden wegwerfe (das hab ich noch nie gemacht), ihm wieder zurückgebe oder erstmal mitnehme und dann bei Gelegenheit weiterverschenke/spende, hängt stark vom Schenkenden, vom Geschenk und von meiner Laune ab.

    He-le-na, das mach ich auch oft, also gewünschte Sachen mit Überraschungen kombinieren.

    bluesky, meine Mutter hat meinen beiden Schwestern offenbar jeweils mit nur einem Ohr zugehört, als die beiden ihr erzählten, dass sie sich von ihren jeweiligen Männern ein bestimmtes Gerät (ich glaube, beide wollten ein Waffeleisen, eine Herzwaffeln, eine belgische Waffeln) zu Weihnachten wünschten. Natürlich lagen dann 4 Waffeleisen unter dem Tannenbaum. Und einmal gab's Bettbezüge in falscher Größe und grausigen Farben, weil Schwester wohl mal erwähnt hatte, dass sie noch neue kaufen wollte.

    Selbige Schwester hatte mit 14 einen weihnachtlichen Zusammenbruch, weil sie mit 8 oder so einmal gesagt hatte, dass sie Elefanten mag und irgendwie gab's dann nur noch Plüsch-/Holz-/Keramikelefanten für sie und an dem Weihnachten bekam sie eine Elefantenspardose, die das Fass zum Überlaufen brachte.

    Edit: schwabeinösterreich, klar ändert sich das, aber wenn man unbedingt was schenken möchte und jedesmal eine Geschichte hat wie "du hast ja gesagt, du wünschst dir silberne Ohrringe, ich hatte im Schmuckladen welche ausgesucht, die ein bisschen auffälliger waren, aber die Verkäuferin meinte dann, das wär eher nicht dein Stil und hat mir dann die verkauft, die ich jetzt geschickt habe", die dann genau dem entsprachen, was ich mir gewünscht hatte (schlichte, silberne Creolen ohne Steine, ohne alles, einfach schlichtes Silber), wobei ich das meiner Mutter auch so oder ähnlich gesagt hatte auf ihre Anfrage und ich mit selbiger Schmuckverkäuferin 5x in meinem Leben geredet habe... vielleicht sollte man dann einfach wirklich irgendwann den Wunschzettel zu Rate ziehen. Man gibt zwar zu, dass man die Person nicht (mehr) besonders gut kennt, aber man zeigt auch, dass man der Person zuhört und eine Freude machen möchte und dass man seine eigenen Vorlieben zurückstecken kann, da ist für mich nichts Verwerfliches dran.
    #101Verfasserimaxchen (238029) 13 Dez. 16, 10:54
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    So etwas wie die Schmuckverkäuferin habe ich in einem Buchladen erlebt: Mein Sohn kauft dort immer die Buchgeschenke für mich und besorgt mir meine selbst ausgesuchten Bücher, weil der Laden auf seinem Arbeitsweg liegt.
    Als ich dann das erste Mal selbst in diesem Laden war, hat mich die Besitzerin mit Namen angesprochen, obwohl ich bar bezahlte. Ich wollte wissen, woher sie mich kennt. Antwort: Die Zusammenstellung sah dermaßen nach dem jungen Herrn Eifel aus, der immer die Bücher für die Mama besorgt, Sie müssen einfach Mama Eifel sein.
    #102VerfasserEifelblume (341002) 13 Dez. 16, 11:39
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    Also ein zu großes Abendkleid als Hinweis, dass der Umfang für unzureichend gehalten wird - das ist schon ziemlich unverschämt. Vielleicht sollte man sich in so einem Fall demonstrativ einen zugehörigen "Fatsuit" dazu wünschen...
    #103VerfasserHe-le-na (743297) 13 Dez. 16, 11:39
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    Au ja, danke He-le-na, auf die Idee bin ich noch nie gekommen, diese Erziehungsmaßnahmengeschenke mit Humor zu nehmen.
    "Endlich mal eine CD, mit der ich Nachbars Hund vom Grundstück verjagen kann"

    Wie gesagt, ich spreche hier nicht von liebevoll ausgesucht und meinen Geschmack etwas verfehlt, sondern von gezielt an meinem Geschmack vorbeigekauft.
    #104VerfasserEifelblume (341002) 13 Dez. 16, 11:56
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    Angesichts der ganzen hier geäußerten Wut und Enttäuschung kommt mir das teilweise wirklich noch ein bisschen so vor, als wäre man 5 und würde das ganze Jahr auf Weihnachten / den Geburtstag hinfiebern, und wehe, es ist dann nicht das Pony oder das rosa Glitzerkleid geworden!

    Wenn dir deine Mutter lahme Blusen schenkt, oder dein Vater eher so gar nichts, die Freundin ein zu großes Buch und der Bruder Tickets für seine Lieblingssportart, dann macht das doch nicht alles andere, was man in diesem Jahr füreinander getan hat, ungültig? Ein Geschenk ist doch nur eine Aktion von ganz vielen, oder? Ist die Geschenkübergabe wirklich der alles-oder-nichts-Beweis der wahren Liebe/Freundschaft? Doch wohl kaum, oder?
    #105VerfasserSpinatwachtel (341764) 13 Dez. 16, 11:56
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    Imaxchen, #101, ich halte Wunschzetteln grundsätzlich für eine sehr gute Idee. Als Schenkendem erleichtert mir ein Wunschzettel die Auswahl des Geschenks erheblich, denn mir geht es ja darum dem anderen eine Freude zu machen. Wenn sich der Beschenkte dann auch wirklich über das Geschenk freut, das ich gemäß Wunschzettel für ihn besorgt habe, dann freut mich als Schenkenden das auch. Das Argument dies sei "lieblos" kann ich nicht nachvollziehen. Lieblos ist es eher, wenn man an dem Wunschzettel vorbeischenkt, insbesondere wenn dies absichtlich geschieht wie bei dem zu großen Abendkleid.
    #106Verfasserschwabeinösterreich (406078) 13 Dez. 16, 12:06
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    "...Nachbars Hund vom Grundstück verjagen..."
    Der gefällt mir auch! Für die Gesichter sollte man dann noch eine Kamera zur Hand haben...
    Aber ernsthaft, "erzieherisches Schenken" als Hinweis darauf, wie man sich gefälligst zu ändern hat, ist übeflüssig wie ein Kropf. Da sollte man es lieber sein lassen.
    #107VerfasserHe-le-na (743297) 13 Dez. 16, 12:20
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    Spinatwachtel, die OP-Frage, was man mit hässlichen Geschenken macht, war doch ungefähr bei +20 erledigt. Jetzt sind die besonderen Missgriffe an der Reihe.

    Du hast natürlich Recht mit #105. Ein nicht so tolles Geschenk wird eine gute Beziehung nicht zerstören.

    Eine Bluse, von der meine Mutter ehrlich glaubt, sie müsste mir gefallen, werde ich sogar ein oder zweimal anziehen, wenn ich Mutter besuche.

    Ich hätte mich auch über das Kleid gefreut, wenn der Mann sich einfach verschätzt hätte. Aber er hatte es mit voller Absicht viel zu groß gekauft, weil er auf dicke Frauen steht.

    99 % der Geschenke machen Freude, entweder direkt, oder wenigstens die gute Absicht dahinter. Lass uns doch ein bisschen über das letzte Prozentchen heulen.
    #108VerfasserEifelblume (341002) 13 Dez. 16, 12:26
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    Eifelblume, gerade für gelernte Buchhändler gehört so etwas zur Berufsehre. Ich sage meiner Mutter ja auch immer, sie soll für alle ihre Schenkziele die Buchhändlerin fragen, was als nächstes angebracht wäre nach dieser oder jener Lektüre. Aber nein, sie glaubt immer noch, es selbst aussuchen zu müssen, und tut sich weiß Gott was an und macht sich Sorgen und was weiß ich.

    Das Kleid ist eine Unverschämtheit, angesichts dieser Beweggründe.
    Wenn es wirklich sehr teuer war und dir grundsätzlich gefällt, wäre allerdings zu überlegen, es von einer guten Schneiderin ändern zu lassen. Das mag einiges kosten, aber den Grundpreis hast ja nicht du bezahlt.
    #109Verfassertigger (236106) 13 Dez. 16, 12:45
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    Ich habe inzwischen aufgegeben, von meiner Mutter ein Geschenk zu bekommen, das mir wirklich gefällt. Und ich bin kein bisschen enttäuscht drüber. Das liegt einfach daran, dass unser Geschmack schon immer zu verschieden war. Im Gegensatz zu meinem früheren Ich sehe ich jetzt eben genau den Aufwand, die Zeit und die Kosten die meine Mutter in Geschenke investiert. Das "Ding" selbst nehme ich dankbar an. Und entsorge es meist durch Weiterschenken.
    Kennt ihr z.B. diese Schokokringel aus ganz billiger Schokolade mit ganz bunten Streuseln drauf? Die kriege ich jedes Jahr zum Geschenk dazu. Die schmecken furchtbar, finde ich. Aber ich bin auch ein Schoko-Snob. Aber für meine Mama sind sie das beste der Welt, weil es die einzige Schokolade war, die sie als Kind der Nachkriegszeit jemals bekommen hat.
    Ich würdige also die große Geste meiner Mama, mir die allerbeste Schokolade der Welt schenken zu wollen. Und gebe die Schokolade einer Kollegin weiter, die die tatsächlich gerne isst.
    #110Verfasserzweihundertzehn (855890) 13 Dez. 16, 13:02
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    So ist es richtig, 210. :-)

    Mir machen nicht so gut getroffene Geschenke auch nichts aus. Ich kenne eigentlich niemanden, der mir absichtlich etwas völlig unüberlegt Blödes schenkt. Meine Tante hat mir schon weiß Gott für Zeug geschenkt, aber ich habe eher ein schlechtes Gewissen, dass ich ihr nicht einfach sage, was ich mir wünsche. Neujahrsvorsatz! (Könnte immerhin bis zum meinem Geburtstag halten.)
    #111Verfassertigger (236106) 13 Dez. 16, 13:13
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    Ganz genau, zweihundertzehn, Mama will dir die beste Schokolade der Welt zukommen lassen, nur das zählt.

    tigger, das Kleid nebst Schenker gibt es schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht, ob er je die geeignete Trägerin dafür gefunden hat. Ich habe damals auch kurz daran gedacht es zu ändern, aber ich war zu verärgert und habe lieber den Kerl samt Kleid hinausgeworfen.

    Mein Herz hat früher oft geblutet, wenn die Oma väterlicherseits meiner Kinder wieder ankam, mit "so ein hübsches Anzügchen", das sooo günstig gewesen war; selbstverständlich eine Nummer größer, damit es nächstes Jahr noch passt. Ich weiß nicht, wo sie immer wieder all das minderwertige Zeug gefunden hat, das oft nach der ersten Wäsche schon hinüber war, oder unerträglich hässlich (Sweatshirt für ein Kindergartenkind mit Kerberos bedruckt), oder wegen unübersehbarer Mängel (Laufmasche über das gesamte Vorderteil) heruntergesetzt.
    Diese Frau war ein durch und durch guter Mensch und hat ihre Enkel abgöttisch geliebt. Sie hatte so gut wie gar kein Geld, und das wenige hat sie für diese Horrorklamotten zum Fenster hinausgeworfen.

    Ich bin selbst ein ziemlich fantasieloser und unsensibler Schenker. Mein Sohn meinte, T-Shirts wären OK, die könne man einmal in meiner Gegenwart anziehen und dann zu den Schlafanzügen legen.
    Meistens bekommen meine Kinder Geld. Einen kleinen Unterschied macht es, hoffe ich wenigstens, aber schon, wenn es hübsch verpackt ist. Dazu noch die Anregung: Vielleicht siehst du mal etwas schönes, das du dir normalerweise nicht kaufen würdest, obwohl du es gern hättest. Dann kauf es dir von genau diesem Schein.
    Umgekehrt freuen sich meine Eltern, wenn ich gelegentlich berichte, dass die die neue Kaffeemaschine eine Nummer luxuriöser als nötig ausfallen durfte, weil ich ja noch das Geburtstagsgeld hatte.
    #112VerfasserEifelblume (341002) 13 Dez. 16, 13:25
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    Ich bin nur amuesierter stiller Mitleser, und weil ich so gar nichts zum Thema beitragen kann, hier ein Gedicht von Wilhelm Busch das mir, ich weiss nicht wie, gerade in den Sinn kam:

    Die erste alte Tante sprach:
    wir müssen nun auch dran denken,
    Was wir zu ihrem Namenstag
    Dem guten Sophiechen schenken.

    Drauf sprach die zweite Tante kühn:
    Ich schlage vor, wir entscheiden
    Uns für ein Kleid in Erbsengrün,
    Das mag Sophiechen nicht leiden.

    Der dritten Tante war das recht:
    Ja, sprach sie, mit gelben Ranken!
    Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht
    Und muß sich auch noch bedanken.
    #113VerfasserJabonah (874310) 13 Dez. 16, 14:27
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    :-))
    #114Verfasserno me bré (700807) 13 Dez. 16, 14:29
    Kommentar
    Hey, kann ich das für tiggerchen haben? S.o. :-D
    #115Verfassertigger (236106) 13 Dez. 16, 15:05
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    Diesmal fällt das öffentliche Schrottwichteln aus. Es gibt eine neue Regelung.
    #116Verfasserbluesky (236159) 19 Dez. 16, 16:01
    Kommentar
    Für wirklich absolut hässliche und nutzlose Geschenke habe ich noch eine Idee:

    Man kann versuchen, sie auf möglichst originelle, vor allem aber effektive Art und Weise komplett und unwiederbringlich zu vernichten:
    zerdeppern, verbrennen, einschmelzen, pulverisieren, sprengen ...

    Dies kann - insbesondere, wenn man es in einer Gemeinschaft zelebriert - eine durchaus reinigende, läuternde Wirkung auf die Seele haben ...
    und macht obendrein noch Laune :-)

    Auf jeden Fall ist damit die Gefahr von "Wiedergängern" definitiv gebannt.
    #117VerfasserWoody 1 (455616) 19 Dez. 16, 16:37
    Kommentar
    Polterabend machen ja heutzutage nicht mehr so viele Brautpaare.
    Aber meine Eltern, die seit 49 Jahren verheiratet sind, erzählen immer noch, dass sie bei ihrem Polterabend unter anderem eine alte Kloschüssel zerschmissen hätten. (Reife Leistung, so leicht brechen die nicht. Ich erinnere mich daran, dass mein Vater das mir und dem Nachbarsbuben auch einmal erlaubt hat, aber mit Handschuhen und Skibrillen.)
    #118Verfassertigger (236106) 19 Dez. 16, 16:42
    Kommentar
    @116 bluesky
    Das ist an und für sich ja 'ne gute Idee, aber ich hab gerade vor Augen, wie Tante Peppi und Onkel Franz (echte Namen der Redaktion bekannt) bei dieser Dult sind und den von mir abgegebenen Gartenzwerg* vom letzten Jahr sehen:
    "Schau mal, so einen haben wir letztes Jahr doch Henriette geschenkt, den kaufen wir, dann hat sie zwei!!!*"

    Der Horror! :-)

    (*beliebiges hässliches Geschenk einsetzen)
    #119VerfasserHenriette DE (1151406) 20 Dez. 16, 07:25
    Kommentar
    Was denn, Henriette, auf diese Weise bekommst du immer dasselbe hässliche Geschenk, musst dich nicht ärgern über was Neues und weißt schon, was du damit machst. So lange Tante Peppi und Onkel Franz die vermeintliche Gartenzwergkolonie nicht inspizieren wollen, ist das doch perfekt.
    #120Verfassertigger (236106) 20 Dez. 16, 10:06
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    #121Verfassercookie crumbler (484354) 22 Jan. 17, 21:31
     
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