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    Customs and culture

    Was macht ihr mit alten Handys?

    Topic

    Was macht ihr mit alten Handys?

    Comment
    Liebes Forum,
    wir Bewohner der Industrienationen haben ja alle 1-10 alte Handys in der Schublade. Bei mir sind es drei, wobei ich das älteste behalte für die Wertkarten-Auslandstelefonie (ein Nokia... unkaputtbar. :-)).

    Was macht man damit?
    Man kann sie:
    1) in den Restmüll schmeißen. Da gehören sie aber nicht hin.
    2) zur Recyclingstelle geben. Da werden sie, wenn ich das bei unserer Gemeinde richtig erkannt habe, wie alles Verwertbare vom Schwippschwager des Müllmanns aussortiert und privat verkauft.
    3) Spenden. Da werden sie von Non-Profit-organisierten Langzeitarbeitslosen geputzt, repariert, getestet, dann an einen Großhändler verkauft, der sie in China höchst gewinnbringend weiterverkauft.

    Kennt ihr irgendeine Möglichkeit, funktionierende (aber klapprige) Handys ohne Zwischenhändler an Leute zu bringen, die sie noch brauchen können?
    Und eine Möglichkeit, kaputte Handys direkt dem Rohstoffrecycling zuzuführen, und zwar nicht dem hochgefährlichen händischen auf den Müllhalden Afrikas?

    Unter den obigen Möglichkeiten finde ich 2) noch am schmerzlosesten, hat wenigstens der Schwippschwager direkt was davon (der, jetzt mal ehrlich, für gewöhnlich ein nicht gerade wohlhabender Rumäne ist). Aber so ganz toll ist das natürlich auch nicht.
    Authortigger (236106) 22 Mar 17, 08:26
    Comment
    nehmen die Secondhand-Läden der AWO / Oxfam / Kleiderkammern / Flüchtlingsspendenstellen die denn nicht?
    #1AuthorSpinatwachtel (341764) 22 Mar 17, 08:40
    Comment
    Hi..
    sicher nicht der allgemein anerkannte Weg aber mein altes Handy (ich besitze grad erst mein zweites) habe ich folgendermassen entsorgt:

    Es liegt in einer Schatztruhe unter dem Fußboden meines Hauses, zusammen mit 2 kg Münzen, einem Fotobuch, einer Reihe von Prozessoren, angefangen mit Motorola 8080 über 286, 386 und Pentium, Zeitungsausschnitten von 1964 bis heute, einer Flasche Whisky und vielen anderen Dingen...

    Das Handy (ein Siemens 760) wird dereinst, wenn die Schatztruhe gefunden wird, als technologischer Zeuge des beginnenden 21. Jahrhunderts dienen. Auch ein Ein-Platinen-PC und eine Handvoll alter Radioröhren von ca. 1920 wird dabei sein..

    Ansonsten würde ich Variante 2. bevorzugen, Recyclinghof...
    #2AuthorPudelwohl (1107942) 22 Mar 17, 08:44
    Comment
    Im Ernst? Du hast eine Zeitkapsel unter deinem Haus? Wie interessant!
    #3AuthorSpinatwachtel (341764) 22 Mar 17, 08:48
    Comment
    Ja. Und das Tollste ist, ich weiss genau, wann und von wem sie gefunden werden wird...
    #4AuthorPudelwohl (1107942) 22 Mar 17, 08:49
    Comment
    Ich habe schon mehrfach alte Handys auf ebay gekauft und auch verkauft, vor ein paar Jahren sogar ein Blackberry. Mein aktuelles Handy habe ich schon seit gut sieben Jahren, es ist aber älter (auch ein unkaputtbares Nokia).
    #5Authorpenguin (236245) 22 Mar 17, 09:02
    Comment
    Mein Nokia-Handy wird heuer vierzehn Jahre alt, es hat vor nun auch schon wieder drei Jahren sogar einmal ein Bad in einer Pfütze bei Platzregen überstanden :-)
    #6AuthorGart (646339) 22 Mar 17, 09:07
    Comment
    Auf eBay verkaufen hat bei mir immer gut geklappt. Es findet sich oft noch für die ältesten Knochen ein Käufer (mehr als ein paar Euro kommen dann natürlich nicht bei raus).


    #7AuthorPizzaburger (978634) 22 Mar 17, 09:08
    Comment
    Nehmen sie, Spinatwachtel. Das ist aber Punkt 3: Erst machen Leute, die aus dem normalen Arbeitsleben geflogen sind, um ein Butterbrot die Arbeit, dann verkaufen die Organisationen die Handys um 5 EUR das Stück an Großhändler, und die verkaufen sie dann um 10-100 EUR (!) in China oder Hong Kong als gebrauchte Neuware. Das gilt leider auch für Organisationen wie die Caritas, und das will ich nicht unbedingt mitmachen.

    Mein Zeitzeuge ist mein erstes Handy, ein Nokia 6610, ca. 15 Jahre alt. Das behalte ich auch. :-)

    Ebay, meint ihr? Ja gut, in Österreich haben wir das wesentlich unkompliziertere willhaben, da könnte ich es versuchen. Aber wie gesagt, beide Smartphones sind etwas klapprig und haben Simlock. Und man weiß natürlich auch nicht, was damit passiert. Momentan habe ich wegen der enthaltenen Rohstoffe und des Umgangs damit ein ziemlich schlechtes Gewissen.
    #8Authortigger (236106) 22 Mar 17, 09:08
    Comment
    Ich benutze es weiter. Das neue Basis-Nokia ist angeblich ein Verkaufsschlager, aber wenn man noch sein altes hat....
    #9Authorescoville (237761) 22 Mar 17, 09:19
    Comment
    Ja wie gesagt, ich hebe mir das auch auf für Auslandsaufenthalte, das ist ja SIM-frei und schon ein Triband.

    Aber die alten Smartphones sind ja alle ein klappriger Dreck - mein altes Nokia C7 noch weniger, aber auch teilkaputt. Bis tiggerchen in drei Jahren ein Handy braucht, hab ich schon das nächste alte liegen bzw. besorg ihr ein aktuelles Kinderhandy zu meinem Vertrag.
    #10Authortigger (236106) 22 Mar 17, 09:22
    Comment
    nehmen die Secondhand-Läden der AWO / Oxfam / Kleiderkammern / Flüchtlingsspendenstellen die denn nicht?

    Mal ganz ohne Neid oder was man mir sonst noch alles unterstellen könnte: Meine Beobachtung ist, daß die Flüchtlinge wesentlich moderner ausgestattet sind als ich und besseres besitzen als die abgelegten Mobitels meiner Umgebung. Die möchten unseren alten Schrott sicher nicht geschenkt bekommen.

    Secondhand-Läden oder Kleiderkammern freuen sich auch nicht über Omas Sitzgarnitur oder Kleiderschrank, wenn es eigentlich Sperrmüll ist.

    Alte Brillen sammelt hier der lokale Optiker, die sollen in die Dritte Welt. Das glaube ich ihm auch, da lohnt kein ebay.
    #11AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 09:29
    Comment
    Bis tiggerchen in drei Jahren ein Handy braucht, hab ich schon das nächste alte liegen bzw. besorg ihr ein aktuelles Kinderhandy zu meinem Vertrag.

    man könnte auch einfach weniger häufig Handys kaufen.
    #12AuthorSpinatwachtel (341764) 22 Mar 17, 09:37
    Comment
    Wir machen seit Jahren Recycling im kleinen Kreis: Ein Onkel bekommt alle vier Jahre ein neues Mobiltelefon über einen Vertrag, er braucht es beruflich und hat immer ein ganz gutes und aktuelles. Sein altes bekomme ich dann und freue mich darüber . Es ist für meine Zwecke ausreichend oder sogar besser. Mein altes bekommen dann die Kinder, die knurren zwar über so eine alte Version, aber können damit auch fast alles machen und sie bekommen es ja geschenkt, das wissen sie auch zu schätzen.
    Wenn sie es dann nach vier Jahren ablegen, kommt es zum Elektroschrott. Was dann damit geschieht, das weiß ich nicht und es ist mir auch egal.

    Ein ganz altes von Siemens haben wir noch aufbewahrt, das ist dann im Spiel ein Funkgerät der Kinder und eine Belustigung von Erwachsenen.
    #13AuthorPuppengesicht (807439) 22 Mar 17, 09:40
    Comment
    #8 Kommt natürlich auch auf den Zustand an. Aber letztes Jahr hab ich noch ein 10 Jahre altes, gut erhaltenes Sony-Handy bei eBay verkloppt für ein paar Euro.
    #14AuthorPizzaburger (978634) 22 Mar 17, 09:52
    Comment
    Mit Simlock??
    #15AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 10:01
    Comment
    @11 Tja, ganz ohne Neid.... ist es vielleicht so, dass wir zwar in einer globalisierten Welt leben, der gleiche Mist aber nicht überall das gleiche kostet, weil die Kaufkraft unterschiedlich ist.
    Dann gibt es eben Originale und Nachbauten, erstere nur für die Prestigejünger wirklich erkennbar und meist auch ohne wirklichen Nutzwert.
    Als Flüchtling ist man in jedem Fall auf ein funktionierendes Smartphone angewiesen, viel mehr noch als unsereins mit einem geregelten Tagesablauf in einer vertrauten Umgebung.
    #16AuthorUljae (831733) 22 Mar 17, 10:01
    Comment
    Nutzt dir vermutlich nichts, tigger, aber für Berliner oder die, die Berlin oft besuchen: im Besucherzentrum im Zoo (am Löwentor) kann man sein altes Handy abgeben.

    Die Geräte werden durch einen zertifizierten Partner recycelt.

    Der Erlös aus dem Recycling der Wertstoffe oder dem Weiterverkauf noch funktionsfähiger Handys kommt der Stiftung Zoologischer Garten Berlinzugute und fließt zu 100 % in Artenschutzprojekte.

    #17Authorcovellite (520987) 22 Mar 17, 10:02
    Comment
    Nutzt dir vermutlich nichts, tigger, aber für Berliner oder die, die Berlin oft besuchen: im Besucherzentrum im Zoo (am Löwentor) kann man sein altes Handy abgeben.

    covellite, I don't know if you noticed, but your post seems to have been truncated again.
    #18Authorpenguin (236245) 22 Mar 17, 10:08
    Comment
    #15 Nein, das war ohne. Simlock ist natürlich ein Riesenhindernis...
    #19AuthorPizzaburger (978634) 22 Mar 17, 10:13
    Comment
    @penguin -I hadn't noticed,because my browser was open on my main monitor (widescreen), but I see the problem on my second, smaller monitor :(
    #20Authorcovellite (520987) 22 Mar 17, 10:15
    Comment
    #16: Ich bin mir absolut sicher, mit einem "Aber wie gesagt, beide Smartphones sind etwas klapprig und haben Simlock." macht man keinen typischen Flüchtling glücklich.

    Höchstens vielleicht seine kleinen Kinder, die einfach nur WLAN brauchen um damit irgendwelche Spiele zu machen. Falls es in der Unterkunft Freinetz gibt. Oder es als Fotoapparat zu nutzen.
    #21AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 10:16
    Comment
    @Spinatwachtel: Ich besorge mir ein neues Handy von meinem Provider, wenn das alte am Kaputtwerden ist. Ich kann nicht plötzlich ohne dastehen. Ich nehme jeweils ein Modell, das es mit Vertrag gratis oder um wenig Geld gibt. Mein derzeitiges Huawei ist drei Jahre alt und hält hoffentlich noch eine Weile. (Es wäre aber zu groß als Kinderhandy.)

    @Harri: Das kommt auf die Herkunft der Flüchtlinge an. Die Syrer und Iraker, die es bis nach Europa geschafft haben, kommen ja aus gut situierten Familien, weil sie sich sonst die Schlepper nicht hätten leisten können. Syrien ist ein moderner Staat, natürlich haben sie dort die gleichen Handys wie wir. Außerdem ist das Handy absolut lebenswichtig auf der Flucht, als Kompass, Navi, Informationsquelle.
    Die Afghanen und Tschetschenen sind meist ärmer, haben ja auch zu Hause schon keine Bildung und Jobs gehabt, und können sich keine teuren Handys leisten.
    Wie dem auch sei, beim Verschenken geht es wohl eher um arme Europäer, mehr oder weniger gestrandete Österreicher, Rumänen oder Albaner.

    @covellite, #17: Ja, sowas in der Art klingt gut! Wer kennt noch was?
    #22Authortigger (236106) 22 Mar 17, 10:42
    Comment
    In der Maus :-) war mal ein höchst interessanter Beitrag, wie alte Händis zerlegt und verschrottet werden, einschließlich Goldbarrengießen. Die Akkus werden von Hand rausgenommen, alles andere klein geschreddert und dann maschinell sortiert. Faszinös! Wie die Dinger zur Verwertung kommen, wurde aber glaube ich nicht gesagt :-(.
    #23AuthorRussisch Brot (340782) 22 Mar 17, 11:05
    Comment
    Das wär doch was fürs Kinderzimmer: http://www.ecofriend.com/eco-arts-discarded-c...
    #24Authordulcinea (238640) 22 Mar 17, 11:05
    Comment
    Sehr hybsch, dulcinea!
    Aber recyclingtechnisch ist das ein Wahnsinn, wie viel seltene Metalle sind in 300 Blackberrys?!

    @Russisch Brot: Echt, die Folge hab ich verpasst. Aber ich kann die Maus ja mal fragen! - Hab gefragt, warte auf Antwort.
    #25Authortigger (236106) 22 Mar 17, 11:15
    Comment
    Ich hab gerade mal in der Mediathek geguckt, die Sachgeschichte aber nicht gefunden. Daran, die Maus zu fragen, hab ich auch schon gedacht, mach's doch einfach! --Ah, schon geschehen :-)

    Echt, das ist die einzige Sendung, die mich im Fernsehen interessiert *ggg*!
    #26AuthorRussisch Brot (340782) 22 Mar 17, 11:19
    Comment
    #22: Ich habe doch ausdrücklich betont, ich bin nicht neidisch auf deren Mobiltelefone. Was gibt es daran misszuverstehen? Natürlich brauchen sie diese Dinger zum Kontakt nach Hause und von mir aus auch zur Navigation und sonst noch was. Und genau aus diesem Grund möchten sie keinen abgelegten Schrott gespendet bekommen. Sie sind versorgt und wenn nicht, möchten sie etwas Zeitgemäßes.
    Mit Wirtschaftsflüchtlingen aus Albanien kenne ich mich nicht so aus, vermute aber auch bei ihnen modernere Geräte als ich aktuell besitze. Auch ihnen sei es gegönnt.
    #27AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 11:31
    Comment
    Das war auch kein Angriff auf dich, Harri, nur eine Ergänzung.
    Ebenso wie der Kommentar zu den Albanern und Kosovaren, die ja genauso wenig Chancen auf einen längeren legalen Aufenthalt in der EU haben. Das sind großteils richtig arme Schlucker.
    ...deswegen werden die besseren abgelegten Handys ja von Großhändlern nach China verschickt, das gibt mehr Gewinn.
    #28Authortigger (236106) 22 Mar 17, 11:50
    Comment
    Ich habe gerade irgendwo einen Artikel über eine Organisation gelesen, die gebrauchte Informationselektronik ehrenamtlich aufmöbelt und spendet. Evtl. nehmen die auch Handys?
    Der Name der Organisation ist mir entfallen, aber ich hatte mir das irgendwo notiert und könnte bei Bedarf nachsehen.

    Ob dieser Weg der Entsorgung dann besser ist weiß ich auch nicht. Aber mir erscheint das zumindest sinnvoller als der Wertstoffhof.
    #29Authorsonselit (596984) 22 Mar 17, 12:46
    Comment
    @tigger:
    Fällt die Ö3 Wundertüte unter Punkt 3 deiner Anfrage?
    #30Authorsenseless.at (777729) 22 Mar 17, 12:58
    Comment
    Ja leider, senseless. Das ist genau die Masche: Spendet eure alten Handys, die Caritas bekommt 5 Euro pro Stück dafür - von Großhändlern, die sie um ein Vielfaches weiterverkaufen.
    Wenn ich es schaffe, meine zwei Handys um mehr als 5 EUR pro Stück zu verkaufen, verspreche ich, den Gesamterlös der Caritas zu spenden.
    Hier übrigens ein kurzer Artikel zum Thema: https://futurezone.at/digital-life/europaeisc...

    Eins hab ich noch gefunden: Den Kostnixladen.
    Da kann man alles Funktionierende (!) hinbringen, das man alleine tragen kann. Jeder kann maximal drei Sachen auf einmal mitnehmen.
    #31Authortigger (236106) 22 Mar 17, 13:33
    Comment
    Apropos, hat eigentlich jemand ein Fairphone?
    #32Authortigger (236106) 22 Mar 17, 13:44
    Comment
    Ich hatte eins, tigger - war auch ganz zufrieden damit, bis es von jetzt auf gleich aus- und nur noch für Milli-Sekunden wieder anging. Dann kam der eigentliche Frust: die lapidare Antwort des Supports, dass da nix zu machen sei.
    #33Authorkikært (236250) 22 Mar 17, 13:51
    Comment
    Ja, so ähnlich war es wohl bei meiner Schwester auch. Alles nicht so einfach ... Wenn Großhändler so viel mit den Handys verdienen, kann man sie ihnen vielleicht direkt verkaufen? Ansonsten macht's halt die Masse. An Altpapier oder Blutspenden verdienen Zwischenhändler auch Geld, die "Spender" meist nicht.
    #34AuthorJanZ (805098) 22 Mar 17, 13:59
    Comment
    Naja, es geht. Blutspenden geht übers Rote Kreuz, und Altpapier reist nicht als giftiger Müll um die Welt, sondern wird vor Ort recyclet. Plasmaspenden sind allerdings schon wieder eine andere Sache...

    "Nix zu machen"? Na sehr lustig, kiki. Und das von einer Firma, die aus Abfall wieder Werte macht?!
    #35Authortigger (236106) 22 Mar 17, 14:09
    Comment
    Blutspenden geht übers Rote Kreuz,

    Schon, aber in einer Kommentarspalte regte sich mal jemand darüber auf, dass das RK Geld für die Spenden bekäme, wenn es sie weitergibt, die Spender selber aber nicht. Inwieweit diese Wut berechtigt ist, weiß ich nicht.

    und Altpapier reist nicht als giftiger Müll um die Welt, sondern wird vor Ort recyclet.

    Ja, aber dann spräche bei den Handys auch nichts gegen Lösung 2 oder Vergleichbares. Aber ich dachte, es ginge auch darum, dass nicht Dritte profitieren, wenn man selber nichts bekommt?
    #36AuthorJanZ (805098) 22 Mar 17, 14:24
    Comment
    Was habt ihr eigentlich mit dem Simlock?
    Früher bekam man nach Ende der Vertragslaufzeit (24 Monate) auf Wunsch einen Entsperrcode vom Provider, zumindest war es bei meinem Nokia 6610i so.
    Danach hatte ich nur noch Smartphones, ein Eierphone 3GS, gebraucht gekauft und nachdem es Mitte 2014 nicht mehr geladen hat, habe ich es für 20 Euro beim Gebrauchtelektronikhändler gelassen, womit auch die Eingangsfrage beantwortet wäre. Der hat vermutlich einen funktionierenden (nicht umbedingt neuen) Akku reingesetzt und das Ding für 80,-€ ins Schaufenster gestellt.
    #37AuthorTTMM (236247) 22 Mar 17, 14:41
    Comment
    Ein Blutspender ist wütend, weil er kein Geld dafür bekommt?? Sobald er etwas dafür bekommt, ist er doch kein Spender mehr, sondern Verkäufer.

    In Deutschland bekommt der Spender eine Mahlzeit und manchmal ein kleines Werbegeschenk als Anerkennung.

    Natürlich "verkauft" das Rote Kreuz die Blutkonserven weiter an die Krankenhäuser usw. Das finde ich auch ganz in Ordnung so. Das Sammeln und Verarbeiten von Blutkonserven muss ja nun jemand finanzieren.

    Bevor ich ein Telefon bei ebay einstelle und es für 5,- weggeht, bringe ich es lieber zum Recyclinghof. Mir egal, ob irgendjemand es dann aufgemöbeld (refurbisht) für 20,- weiterverkaufen sollte. Wenn er mit dieser Geschäftsidee reich werden sollte, stört es mich nicht.

    Wenn aber jemand für arme Flüchtlinge sammelt und in Wirklichkeit verkauft er es auf eigene Rechnung, dann ist das Betrug und nicht in Ordnung.
    #38AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 14:41
    Comment
    Ein Blutspender ist wütend, weil er kein Geld dafür bekommt?? Sobald er etwas dafür bekommt, ist er doch kein Spender mehr, sondern Verkäufer.

    Das stimmt nicht ganz. In D darf man sein eigenes Blut in der Tat nicht verkaufen, Aufwandsentschädigungen sind in gewissem Rahmen aber erlaubt und werden z.B. von manchen Kliniken auch bezahlt.

    Für mich persönlich macht es schon einen Unterschied, ob das Rote Kreuz/Malteser/Ähnliche meine Blut-/Händi-/Sonstwasspende verkauft und mit dem Erlös etwas mehr oder weniger Gutes tut, oder ob ein Unternehmer ihn als persönlichen Gewinn einstreicht.
    #39AuthorRussisch Brot (340782) 22 Mar 17, 14:50
    Comment
    Mag sein, daß man direkt im Krankenhaus auch Geld für sein Blut bekommt. Aber für mein Sprachgefühl ist man dann kein Spender mehr, sondern Verkäufer.

    Wenn ich sage: ich spendiere euch allen eine Runde Eis, dann kann ich kein Geld von euch erwarten, oder?
    #40AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 14:57
    Comment
    Nun, vielleicht wollte der Kommentator ja auch, dass das Rote Kreuz seine Blutspende auch weiterverschenkt. Was weiß ich, was in Internet-Kommentatoren so vorgeht ...
    #41AuthorJanZ (805098) 22 Mar 17, 15:04
    Comment
    @40 Du bis Eishersteller und möchtest eine LKW-Ladung verschenken, sofern Dir der Empfänger den für die Lieferung nötigen Sprit und die Arbeitszeit des Fahrers bezahlt. Du möchtest also etwas ohne Bezahlung abgeben, dafür aber nicht noch Geld oben drauf legen. Ist das für Dich eine Spende oder nicht?

    So ist es mit den Blutspenden, das Blut ist umsonst, die Spender bekommen eine Entschädigung für Zeit und Anfahrt.

    Wenn Du Deine Spende für eine anerkannt Organisation von der Steuer absetzt, läßt Du Dich gewissermaßen auch für's Spenden bezahlen.
    #42AuthorRussisch Brot (340782) 22 Mar 17, 15:14
    Comment
    Russisch Brot, man kann es aber auch so sehen:

    Nur mal als grobes Beispiel:

    Ich möchte 100 € für eine Spende ausgeben.
    Dann kann ich 140 Euro spenden und 40 Euro über die Steuererklärung "zurückholen".

    So bekommt die Organisation 40 Euro mehr Spende und der Staat 40 Euro weniger Steuern.
    Ob DAS wiederum sinnvoll ist, ist natürlich Ansichtssache.
    #43Authorschwäble (951819) 22 Mar 17, 16:05
    Comment
    #41: Internet-Kommentatoren denken nicht immer richtig nach. Ein Blutspendetag kostet richtig viel Aufwand an Personal und Technik. Dazu bekommt man gratis von einem Arzt Blutdruck, Fieber und Hb-Wert gemessen, dazu werden eine Mahlzeit und Getränke angeboten, alles in einem angemieteten Raum (zB. Turnhalle einer Schule).
    Es ist doch wohl klar, daß eine Blutkonserve den Krankenkassen einfach so überlassen wird. Die müssen schon zahlen dafür. Wenn die Preise überzogen wären, würden sich die Kassen schon melden.

    Der Spender bekommt kein Geld, sondern einen geldwerten Vorteil, nämlich ein kostenloses Abendbrot + eine Tafel Schokolade oder Obst als Anerkennung für seine freiwillige Gabe.

    (Das wäre für mich auch ohne die Mahlzeit in Ordnung, allerdings warnen die Ärzte davor, ohne Erholungspause als Stärkung und Nachschub an Kohlehydraten und Flüssigkeit einfach so wieder zu gehen)

    Duden schreibt:

    Spende
    etwas, was zur Hilfe, Unterstützung, Förderung einer Sache oder Person gegeben wird, beitragen soll
    Beispiele:
    - eine große, großzügige, kleine Spende
    - Spenden an Geld, Kleidung, Medikamenten, Lebensmitteln
    - Spenden für wohltätige Zwecke
    - es gingen viele Spenden ein
    - Spenden sammeln
    - um eine Spende bitten

    Für mich ist eine Spende immer ohne Geld oder Gegenleistung verbunden. Bekomme ich Geld für etwas was ich gebe, ist es ein Verkauf. Bekomme ich einen Gegenstand, ist es ein Tausch.
    #44AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 16:30
    Comment
    Ein Essen ist keine Gegenleistung? Sowas gibt es bei den Kliniken z.B. nicht, das kannst Du Dir dann von Deiner Aufwandsentschädigung kaufen.
    #45AuthorRussisch Brot (340782) 22 Mar 17, 16:38
    Comment
    Könnte man. Oder ein neues Telefon oder eine Pulle Schnaps.
    #46AuthorHarri Beau (812872) 22 Mar 17, 16:44
    Comment
    Was glaubst Du denn, um was für Reichtümer es da geht? 20 Euro. http://www.blutspendezentren.de/aktuelle-neui...
    #47AuthorRussisch Brot (340782) 22 Mar 17, 16:55
    Comment
    Und bevor(?) Du mich jetzt für den letzten Raffzahn hältst: ich darf aus medizinischen Gründen kein Blut spenden. Bin also noch mehr darauf angewiesen, daß andere es tun.
    #48AuthorRussisch Brot (340782) 22 Mar 17, 16:57
    Comment
    Pfff, na da feiert der Forenirrsinn ja wieder fröhliche Urständ. Ist LEO eigentlich das einzig öffentliche, wo man in Ruhe reden kann?

    Aber zum Thema: Mir geht es nicht darum, etwas zu kriegen. Mir geht es darum, dass mit den Rohstoffen aus meinem Handy oder dem Gerät selbst in der Verwertungskette nicht noch mehr Menschen ausgebeutet werden als eh schon bei der Herstellung.
    #49Authortigger (236106) 22 Mar 17, 17:04
    Comment
    re #23 et al : hier ist der Beitrag aus der "Sendung mit der Maus" :

    ... und nicht von der (spanischen) Beschriftung irritieren lassen ... der Beitrag läuft im O-Ton ...
    :-)
    #50Authorno me bré (700807) 22 Mar 17, 17:57
    Comment
    Aber zum Thema: Mir geht es nicht darum, etwas zu kriegen. Mir geht es darum, dass mit den Rohstoffen aus meinem Handy oder dem Gerät selbst in der Verwertungskette nicht noch mehr Menschen ausgebeutet werden als eh schon bei der Herstellung.

    Wer wird denn in deiner Variante 2 ausgebeutet?
    #51AuthorJanZ (805098) 22 Mar 17, 18:00
    Comment
    #52Authorbluesky (236159) 22 Mar 17, 19:18
    Comment
    Ich verliere mein Handy in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen. Deswegen habe ich nicht dieses Problem. Dafür aber andere...
    #53Authorwupper (354075) 22 Mar 17, 23:37
    Comment
    Is that a good solution for you, wupper, or just a solution? SCNR. *gg*

    #54AuthorAmy-MiMi (236989) 23 Mar 17, 02:12
    Comment
    wir Bewohner der Industrienationen haben ja alle 1-10 alte Handys in der Schublade

    Is it too late to challenge your premise? :-) I do not own a mobile phone, and never have owned one. However, I do accumulate e-waste (e.g. computers, printers, monitors) which I drop off occasionally, free of charge, at a local state-approved e-waste recycler that claims to be in "strict compliance with Cal Recycle, EPA, and DTSC guidelines". If I had an old mobile phone I needed to get rid of, I would bring it there as well.
    #55AuthorNorbert Juffa (236158) 23 Mar 17, 03:43
    Comment
    tigger, wenn du das Handy dem Recycling zuführen willst, dann sorge dafür, dass es ein Recycling Fall wird:
    -> Akku raus (wenn es geht)
    -> Handy in Tüte
    -> Hammer auf Tüte.
    Das hat auch den Vorteil, dass du die Datenträger unbrauchbar machst. Also auch bei einem eventuellen Weiterverkauf kommt keiner an deine privaten Daten.
    Da läufst du allerdings auch Gefar, das der Recyclinghof nicht in Europa ist...
    #56AuthorEmily Chambers (310963) 23 Mar 17, 06:15
    Comment
    RE #52: Nein, da steht ja schon wieder die Ö3-Wundertüte. Die Seite hab ich schon gesehen; Siehe 2) in meiner ersten Liste.

    Re #55: Ja, der Zoodirektor hatte auch bisher nur Diensthandys, und meine vier in 15 Jahren sind ja auch nicht wirklich viel. Aber folge mal dem Link in #24, da steht, dass der Durchschnitt sein Handy alle 18 Monate wechselt! Irre.
    Und ja, "a local state-approved e-waste recycler", genau so einen suche ich.

    Re #56: Ich habe die Geräte immerhin auf Werkseinstellungen zurückgesetzt, und die SIM-Karte habe ich ja noch in Gebrauch im neuesten Gerät. Ich nehme an, dass meine Daten davon doch ziemlich weg sind? Nicht ganz, ich weiß.

    Momentan stehe ich immer noch bei Punkt 2), JanZ hat ja recht.
    #57Authortigger (236106) 23 Mar 17, 10:54
    Comment
    @55 Das erinnert mich an eine Absurdität, die einem Kollegen mal passiert ist. Er wollte diverse ausgemusterte Computerbauteile (Soundkarte, Festplatten, etc.) zum Recyclinghof bringen. Dort hat man ihm gesagt, daß sie keine Einzelteile annehmen, nur komplette Computer. Er hat dann zuhause ein altes Gehäuse genommen und den Schrott einfach nur reingelegt. Diesen "Rechner" haben sie dann angenommen und er ist schnell weg, bevor auffällt, daß das Ding verdächtig schwer ist.
    #58AuthorRussisch Brot (340782) 23 Mar 17, 11:01
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    #57: Man muss schon ein ziemlicher Profi sein, dann noch Daten zu rekonstruieren. Das sind die typischen Gebrauchtsachenkäufer sicher nicht.
    #59AuthorHarri Beau (812872) 23 Mar 17, 11:17
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    #57 Nicht vergessen, evtl. vorhandene SD-Karten auch zu löschen ;)
    #60AuthorPizzaburger (978634) 23 Mar 17, 11:19
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    Oder besser noch: Sie rausnehmen und ins neue Gerät einlegen.
    #61AuthorHarri Beau (812872) 23 Mar 17, 11:25
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    *groan* Jeder 5 EUR in die Mansplaining-Kasse!
    ;-)
    #62Authortigger (236106) 23 Mar 17, 12:02
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    wir Bewohner der Industrienationen haben ja alle 1-10 alte Handys in der Schublade.

    I am intrigued by this statement (quite apart from the fact that mobile phones have always been more important in developing countries, where there is poor landline infrastructure). I can see why someone might have downsized from a 1980s brick, and I can see why someone might have upgraded from a dumbphone to a smartphone. That makes two old mobiles. But I can't see why anyone should have more than that, unless they're the sort who keep dropping them in baths or toilets (there are such people, I know some).
    #63Authorescoville (237761) 23 Mar 17, 12:04
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    @ Frag mal Leute, die sich ein neues Auto kaufen, obwohl das alte noch fährt.
    #64AuthorRussisch Brot (340782) 23 Mar 17, 12:15
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    escoville, dafür sorgen die Anbieter. Selbst wenn es einem egal ist, dass alles etwas länger dauert oder die Kamera nix taugt: Falls man sein Smartphone wirklich als Smartphone nutzen will, benötigt man irgendwann aktuelle Betriebssysteme und mehr Speicherplatz. (Als mein Fairphone irreparabel die Grätsche gemacht hat, habe ich übergangsweise ein vor ewigen Zeiten von meinem Vater abgelegtes Handy genutzt. Einige Apps liefen nicht, und ich musste aus Speicherplatz-Gründen einen alten Browser nutzen, auf dem viele "mobile sites" nicht funktionierten.)
    #65Authorkikært (236250) 23 Mar 17, 12:16
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    Das sollte noch ein Satz rein: Und die überhaupt eins haben, obwohl es funktionierenden öffentlichen Nah- und Fernverkehr gibt.
    #66AuthorRussisch Brot (340782) 23 Mar 17, 12:18
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    Leider gehen auch Handys auf dem aktuellen Stand der Technik gelegentlich mal kaputt, und manchmal ändert sich der Stand der Technik auch noch innerhalb der Kette Knochen-Dumbphone-Smartphone. Mein erstes Smartphone hatte ich gebraucht gekauft, war dann aber irgendwann so unzufrieden mit Betriebssystem und Displaygröße (die Zugbegleiter, die meine Handytickets kontrolliert haben, übrigens auch), dass ich mir ein neueres Modell ebenfalls gebraucht gekauft habe.
    #67AuthorJanZ (805098) 23 Mar 17, 12:19
    Comment
    #63: There are three main reasons:

    1. Manufacturers change charger design and shops no longer stock them, among other attempts to make your model obsolete, such as no longer updating OSs for older phones.
    2. They break very easily without a cover and screen, which not everyone has.
    3. Shiny new models!
    #68AuthorPipper (917363) 23 Mar 17, 12:26
    Comment
    3. Shiny new models!

    Hear, hear!

    Das dürfte wohl der verbreitetste Grund sein.
    #69Authorvirus (343741) 23 Mar 17, 12:30
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    Das, was Norbert in #55 beschreibt klingt stark nach den auch bei uns üblichen Sammelstellen der Gemeinden. Ich spreche jetzt mal aus (nieder-)österreichischer Sicht, wo ja tigger auch wohnt. In unserer Gemeinde werden alle mögliche Arten von Müll (Sperrmüll, Problemstoffe, Altstoffe etc.) entweder am Bauhof oder einem speziellen Abladeplatz schön säuberlich getrennt gesammelt (sogar Nescafe Kapseln). E-Schrott, wie es hier heißt, wird von der Feuerwehr gesammelt. Da hat zwar keiner einen rumänischen Schwippschwager ;-) aber ich vertraue mal darauf, dass die wissen, was sie damit machen. Wenn Deine Gemeinde das Abfallsystem seltsam organisiert hat, dann gib das alte Händi einem Freund oder einer Bekannten, die es dann zu einer besser organisierten Stelle bringen können. ;-)

    Für andere zur Info: Die Ö3 Wundertüte (die mir auch zuerst eingefallen ist) übrigens sammelt speziell zur Weihnachtszeit für den Nothilfefonds von Licht ins Dunkel. Die geben schnelle, unbürokratische finanzielle Hilfe für österreichische Familien in Not, z.B. wenn der Ehemann und Geldverdiener plötzlich einem Gehirnschlag erliegt, und die Frau nicht weiß, wie sie für sich und die Kinder die Miete bezahlen soll (echter Fall).

    Selbst wenn dann brauchbare Geräte in China zum Weiterverkauf landen, hat man wenigstens eine Spende für eine gute Sache gemacht. Wer weiß schließlich, was der rumänische Schwippschwager damit macht...

    #63: I agree with you on the question of "Need" - I've had two cells in 15 years and just got my third. But! Think teenagers, think Apple acolytes and think managers (mostly male) who absolutely need to have the very newest machine (you know...a version of who has the longest...) ;-)

    Edith: Wow, sechs Antworten, während ich eine einzige schreibe.... ich werde alt...seufz...
    #70AuthorPinscheline (1070141) 23 Mar 17, 12:31
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    #70: Think teenagers, think Apple acolytes and think managers (mostly male) who absolutely need to have the very newest machine (you know...a version of who has the longest...) ;-)

    Managers have company phones for the most part, paid for by their employers. A lot of them don't have much choice (not that they're complaining, getting the latest model when it comes out). This has more to do with the company's projection of a modern image.

    Interestingly, the Apple acolytes I know are all female. This kind of "tech" appeals to both men and women equally though, I would argue.
    #71AuthorPipper (917363) 23 Mar 17, 12:37
    Comment
    This has more to do with the company's projection of a modern image.

    Und mit dem allgemeinen Fortschreiten der Technik, wie schon die erwähnte Einstellung des Supports für ältere Betriebssysteme (IT-Sicherheit!). Ob man das gut oder schlecht findet, ist eine andere Frage.
    #72AuthorJanZ (805098) 23 Mar 17, 13:03
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    Wir haben bislang noch kein einziges Mobiltelefon dem Müll oder Recycling zuführen müssen: Das erste Klapphandy unserer Tochter liegt für Gäste aus dem Ausland im Schrank, da kommt dann kurzfristig die Sim-Karte aus dem Tablet rein, damit unsere Gäste zu akzeptablen Gebühren in Deutschland telefonieren können. (Demnächst fallen ja in der EU die Roaming-Gebühren weg, bleiben aber immer noch Gäste aus den USA o.ä.) Funktionierende Smartphones, die nicht mehr unseren Ansprüchen genügten, gingen über ebay weg. Funktionierende Einfach-Handys sammeln wir im weiteren Familienkreis und geben sie weiter, wenn ein Handyverweigerer aus der Familie oder dem Bekanntenkreis feststellt, dass ein Handy für Notfälle doch ganz gut wäre.

    Weiter oben wurden Brillen erwähnt. Ich werde meine alten Brillen schon lange nicht mehr los - direkt einsetzbar wären sie auch nicht, weil meine Sehschwäche sehr speziell ist (4 Dioptrien Unterschied zwischen rechts und links). Dafür habe ich auf der letzten Bildungsmesse ein tolles Projekt entdeckt: die Ein-Dollar-Brille. https://www.eindollarbrille.de/ In den ärmsten Ländern werden "Optiker" angelernt, die ganz einfache Brillen herstellen können.
    #73AuthorRaudona (255425) 23 Mar 17, 13:30
    Comment
    #68 4. Man hat einen Mobilvertrag "mit Handy" und bekommt so alle 2 Jahre ein Neues.

    Oh, ich wollte ja nicht mehr mansplainen... ;-(
    #74AuthorPizzaburger (978634) 23 Mar 17, 13:35
    Comment
    #71 I used to work for a consulting company for a couple of years. They did have company phones, but not the same for everyone (think lower and higher orders).

    Also, I know several guys who have two phones, a company one and a - shinier - personal one (or one for the wife and one for the girlfriend - no kidding).
    #75AuthorPinscheline (1070141) 23 Mar 17, 13:40
    Comment
    #75: Das mit "one for the wife and one for the girlfriend" kann aber prima nach hinten losgehen: Eine Kollegin war bereits auf Haussuche mit ihrem langjährigen Lebensgefährten, als ihr Handy den Geist aufgab und er ihr anbot, sie könne doch übergangsweise sein altes nehmen, das seit Jahren unbenutzt in der Schublade lag. WhatsApp-Kundige ahnen es schon .... Das Handy war für den Empfang seiner WhatsApp-Nachrichten registriert, und nach dem Einschalten plobbten sämtliche Nachrichten seit der letzten Nutzung auf - z.B. "Du musst L. endlich von uns erzählen, mein Schatz". Tja, er hätte wohl gern noch länger "zwei Eisen im Feuer" gehabt.
    #76AuthorRaudona (255425) 23 Mar 17, 13:47
    Comment
    #74: Not necessarily, and often only if you are willing to pay more, depending on the model.

    #75: I bet there are a lot of male tech nerds who always need the newest one. I just think it isn't only down to who's got the biggest...balance.

    As soon as I (and many others of my age, male and female) could, I always had the most compact portable music device which could carry the most music. My trajectory went: Sony Walkman -> Discman -> MiniDisc (who remembers?) -> iPod -> iPod Touch. The latter two bound me somewhat to iTunes, which works best with Apple media. Smartphones appeared and I naturally went with the most compatible one for my entire music collection. This is the same for many other people who digitalised their music collection as soon as they could.

    iTunes is by no means perfect. Every time there is an iOS update, some bug in it is fixed. If I want my entire music collection at my disposal, I will need the newest model. Thus, I am a slave to Apple. On the other hand, I am not willing to pay more per month as soon as the newest model comes out. If the provider wants my custom, they can work for it.
    #77AuthorPipper (917363) 23 Mar 17, 14:00
    Comment
    Ich geb's ja zu, ich habe das Nokia-Smartphone nur, weil mir beim Erwerb desselben nicht klar war, dass ein Symbian-Handy wenig sinnvoll ist ohne geeignete Apps. Sonst hätte ich es länger verwendet als seine zwei Vertragsjahre. Ich hatte es ja gerade wieder in der Hand: Es ist so unglaublich viel hochwertiger verarbeitet als mein jetziges! *snif*

    Aber leider ist Aktualität auch wichtig für Egal-User: Meine Bank hat zu meinem Leidwesen die Papier-TAN-Listen aufgelassen und erlaubt nur mehr Einmal-TANs, die direkt aufs Handy geschickt werden. Naturgemäß sollte man die zugehörige App nur auf einem gut geschützten Handy verwenden...

    Pinscheline, ich habe eigentlich ausführlich dargelegt, warum ich nicht über Ö3 fünf Euro spenden will, wenn das Gerät offensichtlich viel mehr wert ist. Spendenschmähs kann ich nicht ausstehen.

    Ich trag die Geräte jetzt einmal in den Secondhand-Laden und werde berichten.
    #78Authortigger (236106) 23 Mar 17, 14:47
    Comment
    die Papier-TAN-Listen aufgelassen und erlaubt nur mehr Einmal-TANs

    auflassen? Ist das österreichisch für "abschaffen"?
    Edith erinnert sich außerdem an aufgelassene Bushaltestellen in Wien, die eben nicht offen sind, sondern gar nicht bedient werden.
    #79Authorpenguin (236245) 23 Mar 17, 20:42
    Comment
    Stimmt. Steht auch im LEO-Wörterbuch. Aber haben wir das nicht schon mal besprochen?
    #80Authortigger (236106) 23 Mar 17, 23:07
    Comment
    In Deutschland werden Bahnhöfe oder andere Betriebsstellen auch aufgelassen, zumindest im Fachjargon.
    #81AuthorJanZ (805098) 24 Mar 17, 08:14
    Comment
    Man kann seine alten Handys in einer ansonsten leeren Tasche auf den Beifahrersitz des Autos legen und den Wagen über Nacht in einer ruhigen Ecke parken.
    Man braucht am nächsten Tag eine neue Seitenscheibe, aber die Handys ist man zuverlässig los.
    #82AuthorEifelblume (341002) 24 Mar 17, 09:11
    Comment
    Das ist mir zu teuer. Mein Auto - also, des Zoodirektors Auto - ist 17 Jahre alt, das fällt ohne Seitenscheibe auseinander.
    #83Authortigger (236106) 24 Mar 17, 09:27
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    Die letzte Person aus meinem Bekanntenkreis, die eine Ente fuhr (für die Nachgeborenen: so etwas wie das Klapphandy unter den Autos https://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_2CV ), ließ die Türen immer offen. Zu klauen gab es eh nichts.

    Ich habe neulich gehört, dass Profi-Einbrecher einen Bogen um ortbare Geräte machen, also Smartphones und Tablets nicht mitnehmen. Tja, die Form der Entsorgung funktioniert also dann doch vielleicht nicht.
    #84AuthorRaudona (255425) 24 Mar 17, 10:34
    Comment
    Bei den beiden Geräten täte mir der Beschaffungskriminelle auch leid, der tut sich doch weh an meiner Seitenscheibe, und kriegt auch nix dafür im Handyladen. (Da keine SIM-Karten drin sind, wären sie nicht ortbar.) Dann lieber Variante 2) wie oben.
    #85Authortigger (236106) 24 Mar 17, 10:36
    Comment
    Klar sind die ortbar. Sobald sie sich irgendwo in ein W-Lan einwählen. Man muss nur die Gerätenummer kennen, die 15-stellige IMEI-Nummer (International Mobile Equipment Identity).

    #86AuthorHarri Beau (812872) 24 Mar 17, 10:48
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    Boah ey. Wer hat sein Handy so eingestellt, dass es sich ungefragt in irgendwelche WLANs einwählt?! Und jetzt bitte noch einmal den Erklärbären für Bluetooth...
    #87Authortigger (236106) 24 Mar 17, 12:48
    Comment
    Versteh ich nicht. Oder mach einen Aufkleber drauf: Telefonieren und WLAN-Benutzung mit diesem Gerät ist verboten. Vielleicht hält sich der Räuber dran und nutzt es nur als Diktiergerät, dann kann er seine Beute behalten .
    #88AuthorHarri Beau (812872) 24 Mar 17, 13:12
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    Bei uns gibt es einen Tauschladen - da bin ich schnell ein altes Nokia ohne simlock losgeworden. Hat sich eine ältere Dame mit dem Kommentar "ich will nur erreichbar sein" geschnappt.
    #89AuthorGolikaterle (1185381) 24 Mar 17, 16:49
    Comment
    @64: Frag mal Leute, die sich ein neues Auto kaufen, obwohl das alte noch fährt.

    Wenn der 7-er BMW mit 50.000 km praktisch nicht mehr die Garage verlassen darf, weil er nur eine gelbe Umwelthysterieplakette hat, dann muss man ihn weit unter Wert verkaufen und sich einen neuen zulegen.

    Sollte die geplante blaue Plakette kommen, werden wieder auf einen Schlag Tausende technisch einwandfreie Autos, die noch jahrelang hätten fahren können, vorzeitig abgestoßen oder verschrottet und durch Neuwagen ersetzt.
    #90AuthorEifelblume (341002) 27 Mar 17, 10:07
    Comment
    Das ist jetzt - im weiteren Sinne - aber das Problem, Eifelblume: Der Umweltschutz.
    Ein altes Handy weiterzuverwenden ist gut, weil ressourcenschonend. Wenn es kaputt ist, muss es korrekt recyclet werden.
    Ein altes Dieselauto weiterzuverwenden ist zwiespältig, weil alles andere als umweltverträglich. Weltwirtschaftlich und umweltbezogen gesehen wäre es verantwortungsvoller, es korrekt zu recyclen.

    (Und bevor du dich für den somit staatlich bevormundeten Unterdurchschnittsverdiener in die Bresche wirfst, der sich vielleicht kein neues Auto leisten könnte: Der Wechsel müsste natürlich auch staatlich unterstützt werden, insbesondere durch einen brauchbaren ÖPNV. Aber der Besitzer eines 7er-BMWs tut mir da eh nicht leid.)
    #91Authortigger (236106) 27 Mar 17, 10:29
    Comment
    Sie können aber noch gut nach Polen oder Litauen verkauft werden. Das ist bei dem vorherrschendem Westwind auch gar kein Umweltproblem für Deutschland.
    #92AuthorHarri Beau (812872) 27 Mar 17, 10:30
    Comment
    :-D
    #93Authortigger (236106) 27 Mar 17, 10:31
    Comment
    Ja, tigger, außerhalb der Großstädte ist ÖPNV Fehlanzeige. Da fährt ein Bus morgens vom Dorf zur nächsten Stadt, meistens um eine Uhrzeit, die für Berufstätige zu spät ist, abends fährt einer zurück - und das war's.

    Aber auch in der Großstadt tut man gut daran, abends immer genug Geld für ein Taxi dabei zu haben. Die letzte U- oder S-Bahn fährt gern ein paar Minuten früher ab.
    Um den Bezug zum Handy-Faden wieder herzustellen: Für den Anruf in der Taxizentrale braucht man ein Handy.
    #94AuthorEifelblume (341002) 27 Mar 17, 11:31
    Comment
    Du könntest dein altes Handy bei deinem nächten Münchenbesuch am hiesigen Wertstoffhof abgeben. Da wird nix abgezweigt. Die letzten, die das gemacht haben, wurden alle gefeuert. Und es wird garantiert recycelt. Dafür hat die Stadt entsprechende Kooperationspartner.

    Mir ist noch eine Möglichkeit eingefallen. Du hast das Handy ja noch, dann kannst du die IMEI sperren, dann nützt es dem Schwippschwager nichts mehr.
    #95Authorbluesky (236159) 27 Mar 17, 13:40
    Comment
    Mein Smartphone hat wohl die Grätsche gemacht. :°-(
    Kann ich sicher sein, dass kein Baddie mein halbes Privatleben liest, wenn ich es zum Recycling gebe? (Ja, so interessant es es natürlich nicht...)
    #96Authoreastworld (238866) 27 Mar 17, 14:46
    Comment
    eastworld, wer daran wirklich Interesse hat, wartet nicht, bis du das Handy zum Recycling gibst, sondern liest schon seit Monaten oder sogar Jahren zeitgleich mit.
    #97AuthorEifelblume (341002) 27 Mar 17, 15:17
    Comment
    Indeed.
    Und für die anderen reicht wie gesagt die Rücksetzung auf die Werkseinstellungen und Entfernung der SIM- und SD-Karte.
    #98Authortigger (236106) 27 Mar 17, 21:53
    Comment
    @Amy-MiMi (belatedly, Hi!)
    Hey, it is what it is. I think it's an environmentally friendly solution. ;-)
    #99Authorwupper (354075) 27 Mar 17, 22:08
     
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