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    Reisen mit (Klein-)Kindern

    Comment

    Hier related discussion: travel cot - das Kinderreisebett hat sich eine Diskussion entwickelt, ob das Reisen mit (Klein-)Kindern in unseren verschiedenen Ländern und Gesellschaften üblich ist und wie es vonstatten geht.


    Gesellschaftlich hängt es natürlich davon ab, wie viel Zeit und Geld Eltern für Urlaub und Reisen haben. Die Voraussetzungen für bezahlten Urlaub, gesichertes Einkommen etc. sind nahezu unvergleichlich unterschiedlich...

    Dies vorausgesetzt, ist es vielleicht trotzdem möglich, auf eher anekdotische Weise kulturell unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln? Besonders interessant fände ich auch Berichte aus binationaler Familien. Wie seid ihr mit euren Eltern gereist bzw. habt Urlaub gemacht, habt ihr Kinder, und wie reist ihr im Vergleich zu eurer Kindheit mit ihnen?

    ----------------------


    Bei mir ist es so:

    Meine Eltern hatten drei Kinder. Wir sind vor allem im Sommer, aber auch in den übrigen Schulferien, meistens mit dem Auto zum Campen gefahren. Nach Italien und Jugoslawien, später - dann nur mehr ich als Jüngste mit den Eltern - nach Frankreich. Ansonsten haben wir jedes Wochenende Bergtouren in der Umgebung gemacht, mit einer Autoanfahrt von 1-2 Stunden. Das erste Mal geflogen bin ich zum Schüleraustausch mit 16 Jahren.


    Mit unseren eigenen Kleinkindern reisen wir meist mit dem Auto in Ferienwohnungen. Wir bleiben auch in Europa, meist in Österreich, im Sommer waren wir schon öfter an der Adria.

    Im Gegensatz zu unseren Eltern sind aber auch Fernreisen denkbar: Meine Schwägerin war schon mehrmals mit zwei Kindern in Südostasien, wir haben letztes Jahr eine Rucksackreise nach Vietnam gemacht. Davon sprechen unsere Kinder (damals 3,5 und 5) heute noch, es war für die ganze Familie ein sehr beeindruckendes Erlebnis. (Trotzdem mach ich das sicher nicht jedes Jahr. x-))

    Authortigger (236106) 17 Jun 19, 10:57
    Comment

    Zum Thema "Mit Säuglingen auf Flugreisen": eine neuseeländische Schülerin von mir hat in Deutschland ihr erstes Kind gekriegt und ist dann ein halbes Jahr später heim zu ihrer Mutter geflogen. Das Kind hat den ganzen Flug geschrieen. Kommentar der Mutter: At the end, everybody wanted to kill me, and I didn't blame them. I wanted to kill myself.


    Man lernt: Mit Kurzstrecken anfangen und erst mal testen ;-)

    #1AuthorGibson (418762) 17 Jun 19, 11:27
    Comment

    Urlaub war in meiner Kindheit Horror pur. Wenn wir Glück hatten, regnete es und wir konnten in der Ferienwohnung bleiben, auch wenn es dort nichts zu spielen gab und ziemlich langweilig war.


    Wenn es nicht regnete, wurden meine Geschwister und ich erbarmungslos auf Berge hinaufgehetzt.

    Wer jammerte, bekam keine Brotzeit. Wer stolperte oder stürzte, wurde ausgeschimpft. Wer vor Erschöpfung weinte, bekam anheimgestellt, am Wegrand zu warten, bis die anderen wiederkommen - selbstverständlich ohne Verpflegung. Ich war einmal so am Ende meiner Kräfte, dass ich tatsächlich sitzenblieb. Die Eltern mit den Geschwistern gingen wie geplant zum Gipfel weiter. Ich saß stundenlang weinend am Wegrand und wagte mich nicht zu rühren. Da war ich 9 oder 10 Jahre.


    Meine Kinder habe ich an Mittelmeerstrände gebracht.

    #2AuthorEifelblume (341002) 17 Jun 19, 11:40
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    Dann kopier ich das mal von drüben rüber:


    In der Tat ist/war das Verreisen mit sehr kleinen Kindern mitunter ziemlich anstrengend - jedenfalls für mich und offensichtlich auch für meine Eltern.

    Meine Eltern sind das erste Mal mit uns überhaupt mal* verreist, da war meine erste Schwester über 2 Jahre. In dem Jahr, als meine kleinste Schwester geboren wurde, fuhren wir überhaupt nicht fort und das Jahr drauf ließen wir die kleine Schwester tatsächlich bei der Oma, weil meine Eltern der Einjährigen (und sich) die lange Autofahrt nicht zumuten wollten. Wir fuhren mit unserem Kind auch erst weiter fort, als es schon ca. 3 Jahre alt war. Davor war mir das einfach zu streßig (und dem Kind war's eigentlich wurscht, wo's im spielt ... ob der Bach oder Badeweiher jetzt ein halbes Dorf weiter war oder mehrere hundert km weg.)


    * das lag aber mehr an den wirtschaftlichen Möglichkeiten und der abstammungsbedingten Einstellung zum Thema "Urlaubmachen". Für meine bäuerlichen Großeltern war das zeitlebens ein komplett unsinniges Konzept. Die sind nie irgendwohin gefahren einfach nur zum Spaß. Da hat unsere Mutter eine ziemlich langen Kampf gekämpft, bis wir - natürlich außerhalb der Erntezeiten - auch mal en famille wegfuhren.


    #3AuthorSelima (107) 17 Jun 19, 11:41
    Comment

    Mit Unterschieden zwischen verschiedenen Ländern kann ich nicht dienen, aber mit zeitlichen: Als ich noch sehr klein war (d.h. meine allerersten Erinnerungen), waren wir immer an familienfreundlichen Stränden in Holland oder Dänemark. Als meine Schwester und ich älter wurden, ging es immer noch an die Küste, aber dann eher nach Frankreich oder später nach Südengland. Verkehrsmittel war immer das Auto und Unterkunft immer das Ferienhaus. Das erste Mal geflogen bin ich mit 23, und dann gleich nach Kanada.

    Im Gegensatz dazu kenne ich in meinem Umfeld gleich zwei junge Familien, die zwei Monate Elternzeit mit dem Wohnwagen/-mobil gemacht haben, die einen in Südeuropa, die anderen in Neuseeland. Das Modell scheint inzwischen so verbreitet zu sein, dass das Netz voll einerseits von Blogs über solche Reisen ist, andererseits von Artikeln, die den Sinn und Unsinn davon diskutieren.

    #4AuthorJanZ (805098)  17 Jun 19, 11:42
    Comment

    Re: #1 - That really depends on the kid, Gibson. We took the exactly same trip to visit my parents when our eldest son - their first grandchild - was 6 months old. No real problems until the last leg from Sydney to Auckland, mainly because the plane was much smaller and much too warm.


    At the beginning of this year, I flew to NZ alone with our boys (6 and 3.5 years old at the time). I can't say that the flights were particularly easy, but travelling for close to 30 hours with only a short stopover is difficult even for an adult ;-)

    #5Authorcovellite (520987)  17 Jun 19, 11:44
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    Flüge mit Säugling sind Glückssache, das stimmt. Wir sind nur kurz mal nach Deutschland geflogen, das war mit Stillen ganz einfach. Der Hinflug nach Vietnam mit zwei Kleinkindern war auch ganz easy über Nacht, eins schlief verbotenerweise auf dem Fußboden. Der Rückflug tagsüber war grässlich, aber nicht speziell wegen der Kinder. So toll es war, das muss man sich gut überlegen und nicht unbedingt machen, muss ich ehrlich zugeben.


    Eifelblume, so haben meine Tante und mein Onkel ihren vier Töchtern das Wandern auch ausgetrieben. Dieser Leistungsgedanke, Zwang und so weiter, scheußlich. Daran können sie doch selbst auch keinen Spaß gehabt haben...

    War es dir möglich, deinen Kindern anderer Erlebnisse zu bieten? Wart ihr auch mal weg, oder wie habt ihr die Ferienzeit verbracht?

    #6Authortigger (236106) 17 Jun 19, 12:00
    Comment

    covellite, ich glaube, das waren auch so die Erfahrungen, von denen sie gehört hatte, weswegen sie sich unbeschwert auf die Reise gemacht hat ;-)


    Der Vater von einem Exfreund arbeitete bei BA und wurde durch die ganze Welt geschickt, und die Familie hat er immer mitgenommen. Mein Exfreund meinte, die exotischen Orte wären an ihn und seinen Bruder tatsächlich völlig verschwendet gewesen, bis sie so 12, 13 waren - ob Nairobi oder Herne Bay machte für sie wenig Unterschied. Aber seine Mutter wollte verständlicherweise auch gerne die Welt sehen, wenn der Arbeitgeber denn schon zahlt, und auch der Vater fand es nicht störend, seine Kinder mal mehr als zwei Stunden am Stück zu sehen.


    Ich selbst bin das erste Mal mit zwei geflogen und habe keine Erinnerung daran. Dann erst wieder mit 26; Flugreisen mit 4 Personen konnten sich meine Eltern auch nicht leisten. Die eine Ausnahme war irgendwie besonders billig gewesen. Sonst waren wir eigentlich immer campen, was ich für Kinder auch wirklich toll finde.

    #7AuthorGibson (418762)  17 Jun 19, 12:05
    Comment

    Das ist noch mal was anderes, wenn einer beruflich viel unterwegs ist. Diplomatenkinder, die jedes Jahr in eine andere internationale Schule gehen, tun mir ja eher leid... aber so lange die Kinder klein sind, ist es doch schön, wenn die Familie mitkommen kann. Wir kennen auch einige Ingenieure, die die ersten Babyjahre so verbracht haben. Da muss man eben aufpassen, wann es genug ist oder zu viel wird für die Kinder; ab Schulbeginn ist es wohl ratsam, etwas sesshafter zu werden, wenn das möglich ist.

    #8Authortigger (236106) 17 Jun 19, 12:11
    Comment

    Nein, das hast du missverstanden. Er hat da nicht gewohnt, er war nur ein paar Wochen da für irgendein Projekt, manchmal auch Tage. Und in den Ferien gingen halt alle mit. (BA ist British Airways, die waren damals noch sehr großzügig mit Familientickets)


    Aber ich hatte auch einen Schüler mit typischer Top-Manager-Karriere, alle paar Jahre in einem neuen Land, der hatte 5 Kinder zwischen Baby und 8. Er sagte: Unsere Heimat ist die Familie. Aber dass das ein ungetrübter Spaß für die Kinder war, glaube ich auch eher nicht.

    #9AuthorGibson (418762)  17 Jun 19, 12:15
    Comment

    Ah verstehe. Auch nett - so eine BA-Angestellte kenne ich auch, die damit als Alleinerziehende ihrem Sohn sehr schöne Reisen ermöglichen konnte.


    Zum Top-Manager: Vor allem für die Mutter war's garantiert kein Spaß, Nanny hin oder her. :-P

    Nein, allzu viele Ortswechsel schaden älteren Kindern bestimmt, sie können ja überhaupt keine Freundschaften mehr schließen und pflegen. Die Familie ist nicht alles, sie brauchen doch auch Kontakt zu Gleichaltrigen.

    #10Authortigger (236106) 17 Jun 19, 12:31
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    Im anderen Faden habe ich ja eine Facebook-Bekanntschaft erwähnt: eine amerikanische Mutter mit 5 Kindern, deren jüngstes schwerstbehindert ist. Sie zieht offenbar so oft wie möglich los in die Wälder mit der Brut, meistens Tageswanderungen, manchmal mit Freunden auch mit Übernachtung. Gerade weil das Kind nur eine basale Wahrnehmung seiner Umwelt hat, steigt seine Lebensqualität sicherlich, wenn es den Waldboden spürt, die Vögel singen und Wasser plätschern hört. Ein langes Leben wird es ohnehin nicht haben. Gleichzeitig kommen seine gesunden Geschwister auf ihre Kosten, indem sie Gepäck und Verantwortung tragen, Abenteuer erleben, nicht immer zu Hause sitzen müssen.

    #11Authortigger (236106) 17 Jun 19, 13:07
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    @6 tigger: Mit meinen Kindern bin ich immer ans Mittelmeer. Sand, Meer und italienische Kinderfreundlichkeit.

    Wenn ich sie ermahnt habe, nicht GAR so laut zu toben, kam der Bademeister: "Ma, signora, sind-a bambini, muss-a man 'ören die bambini, darf sein laut."


    Selbstverständlich haben wir auch etwas Kultur gemacht. Tagestrips nach Rom, Neapel, Pompei, von Rimini aus St. Apollinare in Classe, aber in niedriger Dosierung, sodass die Kinder Lust auf mehr davon bekamen.

    #12AuthorEifelblume (341002)  17 Jun 19, 13:17
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    Meine frühen Kindheitserinnerungen (ca. 1970) an Urlaub sind wild und schmutzig und einfach klasse: Wir fuhren drei Sommer hintereinander in ein Feriendorf an der Ostsee. Das Auto wurde am Abend vorher gepackt, wir fuhren um 5 Uhr morgens los, "damit es sich lohnte" - uns beiden Schwestern egal, wir schliefen im Auto weiter.


    Das Feriendorf war eine Ansammlung von Häuschen, in denen früher wohl mal Landarbeiterfamilien gewohnt hatten. Dazwischen: Wege und Wiesen und kleine Wäldchen und allerlei Viehzeug. Wir Kinder tobten den ganzen Tag im Rudel durch die Gegend. (Ich muss mal meine Eltern fragen, was die den ganzen Tag gemacht haben ...) Wir waren damit beschäftigt, die kleine Ziegenherde einzufangen oder den Ponyhengst von den Stuten wegzuholen. Oder wir bauten Hütten aus Zweigen. Abends gab es Ponyreiten oder auch selbst organisierte Partys (das hieß damals "Feten") in der Scheune.


    Kein Club-All-inclusive-Komfort, keine Animation. Und nicht einmal Gemecker, als der Dorfkater sich mein Bett als Klo aussuchte - da gab es halt frisches Bettzeug, und wir hielten die Tür danach geschlossen.


    An Tagen mit schönem Wetter fuhren wir an den Strand, das war der Familienteil - ebenfalls toll.


    Um 2000: Als unsere Tochter klein war, machten wir auch immer Ostsee-Urlaub. Wenig Programm, einfach Sand und Meer. Da sind wir nicht mehr um 5 Uhr morgens losgefahren, aber ansonsten war es ähnlich: Das Auto für Selbstversorgung vollgepackt, frische Lebensmittel vor Ort eingekauft, nur gelegentlich Essen gegangen (Kleinkinder finden ja meistens Restaurants doof und langweilig).

    #13AuthorRaudona (255425) 17 Jun 19, 13:49
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    Bevor wir 5 waren, fuhren wir nicht ins Ausland außer nach Österreich (von München aus akzeptable Entfernung). Das hatte allerdings mehr damit zu tun, dass schon der zweiwöchentliche Ausflug München-Augsburg-München zu den Schwiegereltern ein - ich kann es nicht anders sagen - wiederkehrendes Kotzdrama war. Entweder ich, oder meine Schwester, oder der Hund, oder alle. So fuhren wir dann mit Nierenschalen und manchmal vor lauter Verzweiflung mit dem Kopf durch blaue Müllsäcke gesteckt durch die Gegend.


    Später dann Jugoslawien, und dann Griechenland. Das war dann zu weit fürs Auto, und das wurde ab meinem 10. Lebensjahr die jährliche Destination. Zu meiner Kinderzeit waren Flugreisen noch was, was man ein Dreivierteljahr im Voraus für den jährlichen Sommerurlaub buchte. Mit richtigem Essen im Flieger und Kinderhütchen und Comics...

    OT: Und dann auch noch für den Rückflug "bestätigen" musste - frühe Erinnerung: Mein Vater in ansteigender Lautstärke zu griechischem Fluggesellschaftsangestellten: "I want to confirm our flights. (...) "I WANT TO CONFIRM OUR FLIGHTS" (...) "FLIGHTS! FLIGHTS BACK! ATHENS TO MUNICH!" (...) "NO, BACK! JUST BACK!!" Den Sinn habe ich nie verstanden.

    #14Authorigm (387309) 17 Jun 19, 14:17
    Comment

    wiederkehrendes Kotzdrama


    Das war es immer bei meinem besten Freund, der mit seinen Eltern meist bei unseren Sommerurlauben dabei war. Zum Glück fuhren wir nicht im selben Auto …


    Den Sinn habe ich nie verstanden.


    Ich anfangs auch nicht, der Sinn war aber ganz einfach, dass sich die Flugzeit ja geändert haben kann und man das im Urlaub nicht unbedingt mitbekommt. Heute ist das weniger ein Problem, da man meist per E-Mail und/oder Handy erreichbar ist.

    #15AuthorJanZ (805098) 17 Jun 19, 14:23
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    Ah, so hatte ich das noch nie betrachtet - danke!

    #16Authorigm (387309) 17 Jun 19, 14:29
    Comment

    @#14:

    Bevor wir 5 waren, fuhren wir....... zu den Schwiegereltern


    Hast du da in einer früh arrangierten Kinderehe gelebt?


    #17Authoreineing (771776) 17 Jun 19, 14:35
    Comment

    Wenn ich jetzt "Großeltern" geschrieben hätte, hättest Du gefragt, wessen, oder? ;-)

    Ich hatte drüber nachgedacht, ob das zu verkürzt formuliert ist, und das Problem dann als nebensächlich abgeschrieben. Sprachforen...

    #18Authorigm (387309) 17 Jun 19, 15:29
    Comment
    Oh ja die Kotzerei! O.o
    Vor allem, weil auch meiner Mutter immer schlecht wurde. Hingen vier über der Leitplanke, stand mein Vater daneben und feixte - oder putzte fluchend, je nachdem.

    Ich denke da schaudernd an eine Kollegin in Deutschland, deren Familie aus Marokko stammte. Die sind jeden Sommer von Düsseldorf dorthin mit dem Auto gefahren, mit wachsender Kinderzahl (sie war das vierte von 6 oder so).

    Das ist wirklich besser geworden mit der Qualität der Autos, der Straßen und der Auto(kinder)sitze! Meine Kinder haben zwar auch schon ins Auto gekotzt, aber viel seltener.
    #19Authortigger (236106) 17 Jun 19, 17:18
    Comment

    Wir hatten früher immer eine Schale (mit Deckel) im Auto, die bei Bedarf im Stau auch als Töpfchen genutzt werden konnte. Jetzt ist es nur noch ein kleiner Eimer ...

    #20AuthorRaudona (255425) 17 Jun 19, 18:42
    Comment

    Ich erinnere mich nur einmal, dass ich mir wirklich total schlecht war, das war auf den Serpentinen in den Pyrenäen. Mein Vater musste 6mal halten, glaube ich. Sonst war mir früher nur schlecht, wenn ich gelesen habe (das hat sich aber zum Glück gelegt).


    Ich kann mir kaum vorstellen, wie es ist, als Kind stundenlang im Sitz festgeschnallt zu sein (ja, mehr Pausen, ist mir schon klar). Aber mein Bruder und ich sind völlig unbefestigt auf der Sitzbank herumgerollt, es gab nicht mal Gurte. Die Hälfte der Zeit haben wir gelegen, die anderen Hälfte in diversen Positionen gefläzt, und die ganze Zeit haben wir uns gekloppt, wer unberechtigt auf der Seite des anderen war. O glückliche Kindheit ;-)


    Aber mit so viel mehr Bewegung kommt man halt auch mit dem Auto nach Südfrankreich, weil man ewig durchfahren kann, vor allem, wenn die Eltern sich abwechseln.


    Andererseits, was das 'mit kleinen Kindern reisen kein Problem' betrifft: Mein Bruder, der drei Kinder hat, hat sich nach Geburt des zweiten geweigert, zu Weihnachten nach Hause zu kommen (vom Niedersachsen nach NRW), weil er sagt, für die beiden Kleinen zu packen sei so ein Aufwand, als würde er umziehen. Wer Weihnachten die Kinder sehen wollte, konnte gerne zu ihm kommen. Heimatbesuche gab's außer zu runden Geburtstagen erst wieder, als der Jüngste drei oder vier war.

    #21AuthorGibson (418762)  17 Jun 19, 19:30
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    In D aufgewachsen. Sommerurlaub waren meist vier Wochen in Italien oder Frankreich am Meer. Ferienwohnung, Anreise per Auto. Am Strand rumhängen, schnorcheln (später auch tauchen), windsurfen,...


    Lebe inzwischen seit 20 Jahren in Kalifornien (habe für hiesige Verhältnisse inzwischen luxuriöse 18 Urlaubstage pro Jahr). Sohn (17, Vater auch aus D) ist hier geboren. Im Sommer üblicherweise zwei Wochen in der Sierra Nevada. Eine Woche Carcamping (meist in Tuolumne Meadows, Yosemite NP) und eine Woche Backpacken (meist in und um Yosemite oder SEKI). Weihnachten und/oder Spring Break oft einige Tage bis eine Woche Hotelurlaub in der Nähe von einem oder mehreren Nationalparks.

    #22AuthorIna R. (425467) 17 Jun 19, 20:10
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    Siehste, ich habe 20 Tage Urlaub (Österreich, Teilzeit). Auch nicht mehr so ein Unterschied - habt ihr Feiertage dazu, und gibt's so was wie Freinehmen für Überstunden?
    #23Authortigger (236106) 18 Jun 19, 07:57
    Comment

    Meine früheste Urlaubserinnerung - mit der ganzen Familie im Trabbi an die Ostsee. Unser Hund saß bei meiner Mutsch im Fußraum, ich hinten in der Mitte, das ganze Auto war rappelvoll gepackt *lach* Aus irgendeinem Grund musste sogar der kleine schwarz-weiß Fernseher mit (ich werde das mal recherchieren, wir haben ja im Urlaub nicht fern gesehen)


    Nach der Wende waren meine Brüder dann (zum Glück ;o) ) zu alt, um noch mit der Familie in den Urlaub zu fahren (sind 11 bzw 9 Jahre älter als ich). Da hatte ich dann Platz - und wir keinen Trabbi mehr. Urlaubsziele waren Dänemark und die Tschechei, immer ein Mix aus Kultur und Natur.


    Mit dem Mini waren wir schon zweimal zelten, der Knubbi war noch nicht mit, weil er uns letztes Jahr dafür noch bisschen zu klein war und dieses Jahr die Urlaubstage zu knapp sind für "richtigen" Urlaub (Ich habe 24 Tage, bin aber dieses Jahr mit Minus gestartet und 9 Tage gehen für diverse Untersuchungen beim Mini drauf).


    Habe dafür aber schon das Urlaubsziel für nächstes Jahr auserkoren - Nordsee - und festgelegt, dass wir da mit dem Zug hin und zurück fahren. Weil ich keine Lust habe, mit zwei Kindern den ganzen Tag im Auto unterwegs zu sein. Der Holzwurm meinte zwar, es wäre Erpressung, als ich ihm vor die Wahl stellte: entweder ich fahre und er bespaßt die Kinder, die im Auto angeschnallt nicht ewig ruhig bleiben (und es bestimmt Stau gibt), oder wir fahren alle ganz entspannt Zug.

    #24AuthorHugolinchen (464632)  18 Jun 19, 08:33
    Comment

    Hugolinchen, meine Aversion gegen die Bahn ist ja bestens bekannt hier im Forum, da brauche ich mich hier nicht wiederholen.

    Aber deine Erfahrungen nach der Bahnreise mit Kindern darfst du uns keinesfalls vorenthalten, da bin ich jetzt schon gespannt.


    Ja, richtig, Gibson. Kind auf dem Kardantunnel stehend mit Kopf aus dem Schiebedach war meinen Eltern keine Bemerkung wert. Nur die Lautstärke beim Geschwisterkampf um den Stehplatz führte zu elterlichen Ermahnungen.

    #25AuthorEifelblume (341002) 18 Jun 19, 09:31
    Comment

    Bisher fand ich Bahnfahren mit meinen Kindern eher entspannend. Man muss halt aufpassen, dass sie den Zug nicht während der Fahrt auseinandernehmen ;o)

    #26AuthorHugolinchen (464632) 18 Jun 19, 09:59
    Comment
    Haha genau, ich durfte auch auf einer Kiste stehend den Kopf zum Dachfenster unseres VW-Busses raushalten. 😁
    (Was ich meinen Kindern niemals erlauben würde, viel zu gefährlich. 😱)

    Wir sind noch nicht viel Bahn gefahren mit den Kleinstreifen, aber es war entspannt.
    Ich kenne mehrere Familien, bei denen einer mit den Kindern Zug fährt und der andere mit dem vollgepackten Auto nachkommt. Mit zwei Kindern nach Osttirol, mit vier Kindern nach Venedig. Mit der ÖBB durchaus bequem, sollten wir auch mal bedenken!
    #27Authortigger (236106) 18 Jun 19, 10:23
    Comment

    Bin zwar nicht Hugolinchen,


    Aber deine Erfahrungen nach der Bahnreise mit Kindern darfst du uns keinesfalls vorenthalten, da bin ich jetzt schon gespannt.


    Aber Bahnfahrerfahrung mit Kindern habe ich reichlich ab 1 (mein Neffe) und 2 (meine Tochter) Jahren.

    Erste Fahrt (oben genanntes Alter) Nachtzug ohne Liegewagen. Wir wurden auf dem Weg von München an die Nordsee von Fußballfans beglückt, die es 3mal schafften, unsere gerade eingeschlafenen Kinder mit ihrem Gegröhle zu wecken. Danach war klar: Nachtzug immer im Liegewagen, da sorgte schon der Zugbegleiter für Ruhe. Das hat dann wiederholt nach Frankreich (Nachtzug nach Paris, von dort an den Atlantik über tags) wunderbar geklappt.

    Mit meiner Enkelin (damals 4) war es auch noch super im Nachtzug nach Amsterdam, das Kind schlief vor der Abfahrt in München schon ein. Da hat meine Tochter sie einfach schonmal auf die Liege getragen, während mein Mann und ich die Fahrräder in den Zug luden.

    Als ich Kind war (jüngst von 5) fuhren wir gar nicht in den Urlaub, da trieb ich mich immer in den Ferien rund um die Kleinstadt, in der wir wohnten, in Flußauen, an Baggerseen, o.ä. herum.

    #28AuthorKarin H. (236988)  18 Jun 19, 11:59
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    Wirbelwind ist nun 1.5 und war schon viel unterwegs. Bedingt durch die Familiensituation sind wir schon mehrmals die 850 km zwischen meiner und Pinsuos Heimat gependelt. Das erste Mal als Wirbelwind gerade mal 5 Wochen alt war - kurz nachdem der Personalausweis gekommen ist. Bisher sind wir immer im Auto (Campingbus) gefahren. Meistens nachts, da hat er geschlafen und dadurch auch mit nicht so vielen Pausen. Da ist es von Vorteil, wenn am Ankunftstag dann Oma und Opa etwas Zeit haben, damit die Eltern nachschlafen können, ansonsten mussten wir uns halt abwechseln mit Ruhen nach der Fahrt. die letzte Fahrt machten wir Tagsüber mit mehreren längeren Pausen zum Austoben. Mit 8 Monaten sind wir mit Campingbus und Fähre nach Finnland - dort viel gewandert und weitergezogen zu den Schlafenszeiten (da hat er am Tag noch zwei/drei mal geschlafen). mit dem Baby ist der Plan, dass wir die Reise das erste Mal machen, wenn es auch etwa 5/6 Wochen alt ist - halt je nachdem wie das Baby dann so ist....


    Fliegen wöllte ich nicht - aber das liegt weniger am Kind als an mir ;-). Als Kind haben wir die erste grössere Reise (CH --> DK) erst gemacht als ich 12 war - das lag aber eher an der Reisefaulheit meines Vaters als an uns Kindern. Zug dann gerne wenn der Nachtzug hoffentlich mal wieder in die "richtige Richtung" fährt oder die Kinder so gross sind, dass sie sich auch mit Büchern/Spielen für die Zeit beschäftigen lassen.


    Die Reiseverweigerung wie Gibsons Bruder fände ich schwierig - da würde ich meine Familie ja nie sehen. Oder Pinsuos Familie nicht. Irgendwer muss reisen, sonst gibt es kein Treffen.

    #29AuthorPinsua (935672) 18 Jun 19, 14:27
    Comment

    Ich habe, auch auf Langstreckenflügen, bisher immer neben Säuglingen gesessen (die Reihe mit der "Babyklappe" ist einfach viiiiel bequemer) - die normal bis entspannt waren.

    Möglicherweise habe ich aber auch nur Glück gehabt.

    #30AuthorDuugu (965864) 18 Jun 19, 15:29
    Comment

    Bei meinen Erfahrungen mit mitfliegenden Kindern anderer Fluggäste ist die Bandbreite groß. Viele Kinder haben weitgehend durchgeschlafen, aber es gab auch die, die gefühlt durchgeschrien haben. Etwas überrascht war ich bei einem Fernflug aus Singapur, als mir eine mir unbekannte Frau, mit der ich vorher lediglich ein paar Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht hatte, ihr gerade aufgewachtes wenige Monate altes Kind in den Arm gab, weil sie selbst mal auf Toilette musste. Es dauerte ewig, bis sie zurück war. Wahrscheinlich war das Kind auch völlig überrascht und hat deswegen vergessen, zu schreien. Ich war trotzdem froh, als die Mutter zurück war.

    #31Authorharambee (91833) 18 Jun 19, 15:41
    Comment

    Liest die SpOn-Redaktion hier mit? Die haben just heute einen Artikel zum Thema „Flugreisen mit Baby/Kleinkind“ veröffentlicht: https://www.spiegel.de/reise/aktuell/fliegen-...

    #32AuthorJanZ (805098)  18 Jun 19, 16:50
    Comment

    Meine Eltern sind mit meinen beiden Geschwistern und mir schon immer nach Dänemark in den Urlaub gefahren. Drei Wochen ins Ferienhaus, lange Sandstrände und das Meer. Ich kann mich nur an schöne Ferien erinnern. Wir sind das erste Mal dorthin gefahren, als mein Bruder vier, ich sieben und meine Schwester 11 Jahre alt waren.

    Geflogen sind wir nie, das erste Mal bin ich geflogen, da war ich schon über 20 Jahre alt.


    Ich habe keine eigenen Kinder, bin aber häufig mit meinen Neffen alleine verreist, als sie noch klein waren.

    Auch Ferien in Dänemark, der "Kleine" war das erste Mal drei Jahre und der Große sechs Jahre alt. Beide waren gute "Auto-Kinder", alles hat mit vielen Pausen gut geklappt.

    #33AuthorFienchen_19 (748404) 19 Jun 19, 08:20
    Comment

    Meine Kindheit: Immer nur zum Onkel nach Aschaffenburg. Immer mit dem Zug. Mehr war finanziell nicht drin. Ich habe als Kind nichts vermisst und hatte dort immer Spaß. Mit 15 erstmals am Meer gewesen, als ich mit Freunden mitgefahren bin.


    Meine Kinder, vier an der Zahl: Noch nie geflogen. Mit dem Auto (plus Zelt oder Wohnwagen) nach Italien ans Meer. Oder ins traumhafte, uralte Haus der Schwiegermutter nach Tirol mit 5.000 Quadratmeter Garten. Morgens Tür auf, Kinder raus. Abends Tür auf, Kinder reinrufen. Dazwischen zum Bach, zum See, auf einen Berg. (Ohne Zwang.)


    In den letzten Jahren waren wir im Sommer zweimal mit dem Auto in Schweden. Jeweils fast die kompletten sechs Wochen Sommerferien (ich kann meine Arbeit mitnehmen). Jeweils kurz vorher einen alten Wohnwagen gekauft, bisschen hergerichtet und los. Wohnwagen anschließend mit ca. 100 Euro Verlust wieder verkauft.


    Letztes Jahr an Pfingsten waren wir mit dem Zug in der Toskana. So entspannt war es noch nie. Zwei Interrail-Tickets gekauft, da dürfen jeweils ein Erwachsener und zwei Kinder unter 12 Jahren mitfahren. Plätze reserviert, fertig. Wir waren etwas spät dran mit der Reservierung, deswegen mussten wir auf der Hinfahrt eine Weile stehen. Sonst hatten wir die ganze Zeit zu sechst ein Sechserabteil und keiner hatte Stress. Würde ich sofort wieder machen.


    #34AuthorJalapeño (236154) 19 Jun 19, 08:54
    Comment

    Immer nur zum Onkel nach Aschaffenburg. Immer mit dem Zug. Mehr war finanziell nicht drin. Ich habe als Kind nichts vermisst und hatte dort immer Spaß.


    Etwas anderes kann ich mir bei Aschaffenburg auch nicht vorstellen :-D.

    #35AuthorJanZ (805098) 19 Jun 19, 09:19
    Comment

    Aus dem Link von JanZ (Nr. 32): Es soll Kinder geben, die sich schon mit eineinhalb Jahren stundenlang in ein Buch vertiefen können. Das sind vermutlich jene, die uns später den Brexit erklären können.

    *grins*


    Ich muss mich leider als jemand mit einer ganz miesen CO2-Bilanz outen - wir haben schon sehr früh auch sehr weite Flugreisen mit unserem Sohn gemacht. Das erste Mal mit 6 Monaten (über Nacht, im Babybettchen schlafend), dann mit einem, drei, vier.... Jahren. Als "Toddler" mit einem Jahr hatte er das Glück, auf sehr kinderliebe Erwachsene zu treffen - er ist immer duch den Gang gekrabbelt und hat die Leute abwechselnd mit einem strahlenden Lächeln begrüsst - sie fanden ihn "cute". Als er drei wurde, kamen wir von einem Jahr in Seattle zurück - stundenlange Verspätung in London wegen Gewitter. Ich hatte genügend Bücher dabei und konnte ihm auf dem Flughafen vorlesen (es hat sich gleich noch ein anderes Kind dazugesellt), und auch während weiterer 2 Stunden im Flugzeug auf der Rollbahn verliess ihn seine gute Laune nicht. Wir wurden schon manches Mal um unser "pflegeleichtes" Kind beneidet... (nun hat er halt keine Geschwister zum Streiten. Dann wär's vielleicht anders...)

    #36Authorvirus (343741) 20 Jun 19, 10:40
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    #36 Meine Kinder waren pflegeleichte Reisende (sonst eher nicht), wenn man sich mit ihnen beschäftigte. Ich kann mich an eine 10stündige Zugfahrt erinnern, vom Süden der Republik in den Norden derselben, wo ich die beiden, damals etwa 9 und 10jährig, eingefangen habe, weil ich merkte, dass die anderen Reisenden im ICE anfingen, sich gestört zu fühlen. Ich las LotR vor, das hatten wir zuhause schon angefangen. Auf Englisch. Nicht sehr laut, aber es war halt ein Großraumabteil. Der Herr und die Dame gegenüber regten sich furchtbar auf, vor allen Dingen, weil ich auf Englisch gelesen habe. Das würde ich doch nur machen, um hier Eindruck zu schinden. Wie bitte?! Eine sehr nette Dame am anderen Ende des Abteils hat uns dann angeboten, doch in ihrer Nähe zu sitzen. Sie hätte absolut nichts dagegen, auch zuzuhören. Man kann es nicht immer allen recht machen, ich hätte die beiden ja auch rumrennen lassen können.

    Ansonsten sind sie schon von klein auf ziemlich problemlos geflogen. Weniger, weil wir das wollten, sondern weil es der Beruf meines Mannes so mit sich brachte.

    #37Authorthisismyknick (1117613)  20 Jun 19, 10:50
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    *lach* Da fällt mir etwas ein, was ich ganz sicher an anderer Stelle schon mal erzählt habe: 2012 war mein Sohn knapp 11 Jahre alt. Wir flogen zu zweit zu meinem Mann nach Kalifornien für 4 Monate. Im Flugzeug (Flugzeit ca. 9 Stunden) war das Entertainment-System ausgefallen, spassige Handys oder Tablets hatten wir noch nicht und mein Laptop einen ganz schwachen Akku. Was macht man da? Man spielt Wortspiele - z.B. dass sich der eine einen Begriff ausdenkt und der andere rät ("Ist es ein Lebewesen?") - die Antwort ist nur ja oder nein.


    Und diverse weitere Spiele. Was soll ich sagen - es geht! (Ich glaube, er hatte nicht mal ein Buch dabei, was ihn interessierte.)

    #38Authorvirus (343741)  20 Jun 19, 13:28
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    Deswegen will ich lieber mit dem Zug fahren. Wir waren mit dem Mini zweimal an der Küste, und ein gelangweiltes Kind bespaßen, wenn man selber auf dem Beifahrersitz sitzt (ohne die Möglichkeit, sich schnell hinten hin zu setzen), ist schon mit einigen Verrenkungen verbunden. Buch vorlesen, Spiele spielen etc geht im Zug deutlich einfacher. Zumal dann ja auch der Elternteil, der sonst das Auto fahren würde, sich mit beteiligen kann.

    #39AuthorHugolinchen (464632) 20 Jun 19, 13:45
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    On a very different note, I'm surprised how often parents traveling with infants don't seem to realize that the reason that the kids are crying when ascending and descending is that they don't know how to equalize the pressure in their ears. The easiest solution is to give them a pacifier or similar to suck on.

    #40Authorhbberlin (420040) 20 Jun 19, 15:13
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    Im oben erwähnten Spiegel-Artikel wird als Trick genannt, dem Kind zwei erwärmte Becher an die Ohren zu halten. Soll dann vermutlich durch den entstehenden Unterdruck beim Abkühlen den Druckausgleich herbeiführen. Stelle ich mir schwierig vor, ohne dem Kind die Ohren zu verbrennen.


    Würde mich echt interessieren, ob das schon mal jemand probiert hat. Und natürlich, ob das funktioniert.


    Vermutlich klappt das mit allem, mit dem man einen leichten Unterdruck erzeugen kann. Wäre vielleicht eine Marktlücke. Irgendeine Vorrichtung, die einen (auf jeden Fall ungefährlichen) Unterdruck erzeugt, um Kindern im Flugzeug den Druckausgleich zu erleichtern. Eine Art Gummipümpel oder so. :)

    #41AuthorDuugu (965864)  20 Jun 19, 15:16
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    That sure seems like a complicated solution to a problem that is usually easily solved just by having the infant suck on something, such as a pacifier, bottle, or breastfeeding!


    Pediatricians, flight attendants, and seasoned parents alike commonly suggest offering a bottle, breast, or pacifier during the times when the pressure changes in the cabin are likely to be greatest-during takeoff and initial descent. You'll notice we said initial descent, not landing. That's because the pressure change is typically most noticeable as much as a half hour or more before landing, depending on a flight's cruising altitude. The higher up you are, the earlier in the flight the descent usually starts.

    #42Authorhbberlin (420040) 20 Jun 19, 15:33
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    Duugu, ich weiß von einer Mutter, deren Kind beim Heimflug spezielle Ohrenkäppchen bekommen hat (sie kam aus Stockholm und ihr Kind kam als Frühchen-Urlaubsüberraschung in Deutschland zur Welt). Sowas gibt's also schon, selbst für die ganz ganz Kleinen.

    #43AuthorHugolinchen (464632)  20 Jun 19, 15:36
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    Das würde ich zu den Nachteilen einer Bahnreise zählen: Kaum bewegen sich die Kinder oder machen den Mund auf, hast du den ganzen Waggon gegen dich.

    Allerdings, Reisen mit Kindern im Abteil stelle ich mir auch recht bequem vor, zumal man nur bei totaler Überfüllung des Zuges Mitpassagiere im selben Abteil zu befürchten hat (siehe oben).

    Allerdings: Ich hätte heute noch nicht das Geld, eine Zugreise für mich und 4 Kinder zu bezahlen, und als sie noch klein genug waren, um mit Mami zu verreisen, hätte ich das nötige Geld schon zweimal nicht gehabt.

    #44AuthorEifelblume (341002) 21 Jun 19, 13:31
    Comment

    Kinder unter 15 Jahren fahren in Begleitung Ihrer Eltern oder Großeltern kostenlos mit!

    https://www.bahn.de/p/view/angebot/zusatztick...

    #45AuthorHarri Beau (812872) 21 Jun 19, 13:43
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    Allerdings: Ich hätte heute noch nicht das Geld, eine Zugreise für mich und 4 Kinder zu bezahlen, und als sie noch klein genug waren, um mit Mami zu verreisen, hätte ich das nötige Geld schon zweimal nicht gehabt.


    Damals hättest du auch für jedes Kind extra bezahlen müssen, heute reisen Kinder mit den Eltern kostenlos.

    #46AuthorJanZ (805098) 21 Jun 19, 13:43
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    Sowas gibt's also schon, selbst für die ganz ganz Kleinen.


    War ja klar. Da hat man einmal im Leben eine Millionen-Geschäftsidee ... ;D

    #47AuthorDuugu (965864) 21 Jun 19, 17:55
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    Eifelblume: In Niedersachsen, Bremen und Hamburg kannst Du einen ganzen Tag zu fünft durchs Land fahren, für 24 EUR für die erste + 5 EUR pro weitere Person, sind dann 8,80 EUR pro Nase, Alter egal

    #48Authordrkimble (463961) 24 Jun 19, 08:27
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    Meine Eltern sind jede Sommerferien für 3 Wochen mit mir und meinem Bruder nach Rimini gefahren, immer in das gleiche Hotel. 1300km Autofahrt, in den ersten Jahren wurde aus Kostengründen die Zwischenübernachtung gespart, mein Vater (Mutter hatte keinen Führerschein) ist die gesamte Strecke alleine gefahren. Auf einem Parkplatz bei München hat er immer geschlafen, in der Zeit musste meine Mutter mit uns nach München in die Innenstadt gehen (da sie nicht so reiseerfahren war, war die Tram/U-Bahnfahrt schon immer ein Erlebnis, und wir haben ungewollt viele außenliegende Stadtteile von München kennengelernt).

    Der Urlaub selbst war immer toll, wir haben es geliebt und hatten dort Sommerfreunde, andere Familien, die auch jedes Jahr in dieses Hotel fuhren.


    Ab der Pubertät fand ich Italien dann langweilig und wollte unbedingt mal etwas anderes machen. Meine Eltern kamen diesem Wunsch nach und wir fuhren einen Sommer tatsächlich nach Schlüchtern in der Rhön!


    Danach war ich geheilt und bin dankbar wieder mit nach Italien gefahren.


    Meine Reiselust war damit allerdings nicht gestillt und sobald ich 18 war, bin ich raus in die weite Welt. Kurz nach dem 18. Geburtstag Interrail, nach dem Abi USA, in den Semesterferien China, Indien usw.


    Das Fernweh hat mich nie verlassen und meine eigenen Kinder sind deshalb das erste Mal mit 6 Monaten nach USA geflogen und waren inzwischen (sie sind 18 und 20 Jahre) außer in Australien auf jedem Kontinent. Wir reisen, wann immer Zeit und Portemonnaie es zulassen. In Italien waren wir mit ihnen nur einmal am Gardasee, weiter sind sie in diese Richtung noch nicht gekommen...

    #49AuthorSilvia(D) (320521)  24 Jun 19, 08:30
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    Also das Ticket für mich und den Holzwurm (die Kinder sind mit erwähnt, zahlen aber nix) kostet um die 100 Euro bis auf die Insel, weil man das Bahnticket gleich mit für die Fähre nutzen kann). Da komm ich mit Benzin auch nicht billiger.


    #50AuthorHugolinchen (464632) 24 Jun 19, 09:13
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    Bahnfahren mit Kindern wird erst jetzt immer besser, es gibt gute Angebote und vor allem Familienabteile, auf die man halt lauern muss, weil sie schnell ausverkauft sind. Aber vor 15-20 Jahren war das Angebot noch deutlich geringer, muss man schon sagen.

    (Vorlesen auf Englisch würde stören, die waren ja nicht bei Trost...)


    Im Übrigen finde ich #42 befremdlich, das weiß tatsächlich nicht jeder? Ich hätte gedacht, als erstes bei der Googlesuche nach "Fliegen mit Baby" käme "Stillen oder Schnuller zum Druckausgleich"... *kopfkratz*


    Re #49: Das wäre ja mein Albtraum. So weit immer ans gleiche Ziel... :-)

    Wobei ich zugebe, dass mein Vater nahezu ähnlich irre war und tausende Kilometer nach Frankreich gefahren ist - von Ostösterreich ist das ja sehr weit. Meine Mutter hatte einen Führerschein und fuhr auch zwischendurch, aber so schlecht bzw. nicht zu seiner Zufriedenheit, dass das eher noch stressiger war. Aber wir waren jedes Jahr woanders.

    #51Authortigger (236106)  24 Jun 19, 10:31
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    Hehe, fürs Fahren ist noch heute meine Mutter zuständig. Ich erinnere mich zwar, dass mein Vater sie bei den Urlaubsfahrten manchmal abgelöst hat, aber meine Familie meinte unisono, diese Erinnerung sei falsch.

    #52AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 10:35
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    Weiter oben: Das würde ich zu den Nachteilen einer Bahnreise zählen: Kaum bewegen sich die Kinder oder machen den Mund auf, hast du den ganzen Waggon gegen dich.


    Echt? Nach meiner Erfahrung kann ein kommunikatives Kleinkind einen ganzen Wagen bestens unterhalten. Wenn da so ein Windelpopo angewackelt kommt, dann strecken sich ganz automatisch helfende Hände in den Gang, damit das Schnuckelchen nicht hinfällt. Erfahrene Geschäftsreisende, die auf der Bahnfahrt am Notebook arbeiten wollen, haben i.d.R. einen reservierten Platz am Fenster und müssen also beim Kleinkindauffangen nicht mitmachen. Da muss ein Kind schon verschärft nerven, damit die Mitreisenden genervt sind.


    Und Babys schützen sogar: Vor Jahren landete ich auf der Rückfahrt von Stuttgart nach Hannover mal in einem Zug voller Fußballfans. Die Hölle! Ein Mitreisender und ich versuchten gar nicht erst, unsere reservierten Plätze einzunehmen. Auf dem Weg zur 1. Klasse, den uns die tapfere Zugbegleiterin wies, kamen wir an einem Familienabteil mit einem schlafenden Baby vorbei und erbaten dort Asyl, was uns gewährt wurde. Die 1. Klasse wurde kurz darauf von den gröhlenden Massen gestürmt, aber sobald sie des Babys ansichtig wurden, waren sie kurzfristig still und ließen auch uns in Ruhe.

    #53AuthorRaudona (255425) 24 Jun 19, 10:49
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    Ja, der Zug darf halt nicht zu voll sein. Und die Bahn gibt sich doch auch wirklich Mühe mit der Trennung, erste Klasse, zweite Klasse, Ruhezone, Kinderabteile, Arbeitsplätze, Speisewagen. Ich fahre ja selten weiter, habe aber schon Zugbegleiter erlebt, die Reisende darauf hingewiesen haben, dass sie in der Ruhezone eines Großraumwagens gefälligst nicht zu telefonieren hätten.

    #54Authortigger (236106) 24 Jun 19, 11:02
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    Ja, die Telefonierer liebe ich auch, die in der Ruhezone ihren Sitzplatz gebucht haben, damit sie ihre Ruhe haben, wenn sie nicht gerade selbst telefonieren.

    #55Authoreineing (771776) 24 Jun 19, 11:07
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    Ich fahre ja selten weiter, habe aber schon Zugbegleiter erlebt, die Reisende darauf hingewiesen haben, dass sie in der Ruhezone eines Großraumwagens gefälligst nicht zu telefonieren hätten.


    Die habe ich allerdings noch nicht erlebt. Wenn man Glück hat, traut sich mal einer der anderen Fahrgäste, darauf hinzuweisen. Aber vielleicht ist das in Österreich anders.

    #56AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 11:09
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    Ich habe noch keine Zugfahrt im Ruhezonenbereich erlebt, bei der nicht mitunter sehr ausgiebig telephoniert wurde.

    #57AuthorSelima (107) 24 Jun 19, 11:17
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    Kann sein dass sich ein Fahrgast beim Zugbegleiter beschwert hat und dieser deswegen aktiv wurde. Das wäre doch typisch deutsch und österreichisch.

    #58Authortigger (236106) 24 Jun 19, 11:31
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    Nach meiner Beobachtung sind Kinder im Zug überhaupt kein Problem. Wildes Gerenne und Gekreisch wird dagegen nicht gerne gesehen, aber normales Plaudern und Spielen wird gerne toleriert.

    Wenn man in einem 6er-Abteil mit vier Personen Plätze reserviert, bleiben die restlichen zwei häufig frei. Oder es kommen andere Fahrgäste freiwillig hinzu, die sehen ja dann, daß Kinder vorhanden sind und wissen hoffentlich, was das bedeutet.

    Ich habe Zugfahren als Kind nur in guter Erinnerung. Man kann andere Leute beobachten oder den Zug durchwandern bis es nicht mehr weitergeht und wieder zurück zum anderen Ende.

    Spannend waren auch die Fahrten im Liegewagen die Nacht hindurch. Ich kann mich nur an eine Fahrt mit dem Nachtzug erinnern, die unangenehm war: Grölende Fußballfans auf dem Weg nach München. (Oder von dort zurück, weiß nicht mehr so genau)

    #59AuthorHarri Beau (812872) 24 Jun 19, 11:36
    Comment

    Dass Kinder inzwischen gratis Bahn fahren, wusste ich nicht. Als meine Kinder noch auf meine Kosten reisten, war sogar Taxi fahren günstiger als die Bahn, wenn wir gemeinsam unterwegs waren.


    @48, drkimble: Ich fürchte, günstige Tickets in Niedersachsen nützen wenig, wenn man von Rheinland-Pfalz Richtung Süden will :-)

    #60AuthorEifelblume (341002) 24 Jun 19, 11:59
    Comment

    Dass Kinder inzwischen gratis Bahn fahren, wusste ich nicht. 


    Das ist - soweit ich weiß - schon urlange der Fall. Es stammt jedenfalls noch aus dem vorigen Jahrhundert. Oder ich müsste mich mächtig täuschen.

    #61AuthorHarri Beau (812872) 24 Jun 19, 12:03
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    Schon wieder Vietnam, aber weil es so schön passt: Dort kann man generell sehr gut mit dem Zug reisen. Obwohl die Durchschnittsgröße der Einwohner viel geringer ist, ist viel mehr Platz in den Zügen. Vom Preis nicht zu reden, Pünktlichkeit ist auch keine größere Glückssache als bei der DB. Das Herumlaufen stellen die Kinder dann auch bald ein, weil die Vietnamesen sehr kinderlieb sind und vor allem hellhaarige Kleinkinder zum Fressen gern haben. Dem dunkelblonden tiggerino wurde das schnell zu viel. :-DD

    Die Fahrt mit dem Nachtzug war ein wildes Erlebnis, laut und holprig, aber trotzdem nicht unbequem. Ein Reisebus wäre viel schlimmer gewesen (bzw. war es, weil sie natürlich gekotzt haben.)


    Äh, eine Kinderschar zwischen 6 und 15 mit einem (!) Erwachsenen fährt bestimmt nicht ganz gratis von Deutschland nach Italien.

    #62Authortigger (236106)  24 Jun 19, 12:05
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    Ich fürchte, günstige Tickets in Niedersachsen nützen wenig, wenn man von Rheinland-Pfalz Richtung Süden will :-)


    Ländertickets gibt es für jedes Bundesland. Und wenn man über das Bundesland hinausfahren will, ist garantiert auch kein Taxi günstiger.

    #63AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 12:06
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    Naja, nehmen wir mal Eifelblumes Italienurlaube her: Ein Erwachsener reist mit fünf Kindern bestimmt nicht sooo billig von Deutschland nach Italien. Da muss man schon einen Schnäppchenpreis ergattern.

    #64Authortigger (236106) 24 Jun 19, 12:08
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    Was meinst du mit „sooo billig“? Zum Preis eines Ländertickets? Natürlich nicht, aber das kann man auf so einer Strecke auch nicht erwarten. Und ja, nach Italien reisen eigene Kinder auch kostenlos mit.

    #65AuthorJanZ (805098)  24 Jun 19, 12:10
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    Also die DB-Seite ist unübersichtlich wie immer schon, ich seh da "nur" günstige Gruppentickets ins Ausland, bei denen Kinder von 6-14 die Hälfte zahlen. Ich glaube eh, dass es tolle günstige Angebote gibt, aber da muss man wohl ins Reisebüro. Online lässt sich das nicht ganz herausfinden (was ich jetzt nicht verwerflich finde, ist ja schon umständlich).

    #66Authortigger (236106) 24 Jun 19, 12:14
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    Online lässt sich das nicht ganz herausfinden (was ich jetzt nicht verwerflich finde, ist ja schon umständlich).


    Wenn der eigene Algorithmus der eigenen Webseite die Angebote nicht findet, dann braucht offenbar das System eine Generalüberholung. Es kann ja wohl nicht sein, dass man in die Stadt fahren und dann 45 Minuten in der Schlange am Schalter der DB stehen muss, um die günstigste Verbindung zu bekommen.

    #67AuthorGibson (418762) 24 Jun 19, 12:21
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    Nö. Man geht ins Reisebüro oder ruft bei der DB an. Es gibt sogar einen Link zu einem Kontaktformular für kompliziertere Buchungen, da füllt man alles aus und wird dann zurückgerufen. Dafür kann die Bahn jetzt echt nix, internationale Zugverbindungen für Gruppen mit Kindern und Ermäßigung und Pipapo sind halt nicht so einfach, zumal nach Italien, wo Verbindungen nun wirklich Glückssache sind, wenn's kein durchgehender Nachtzug ist.

    #68Authortigger (236106) 24 Jun 19, 13:00
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    Man findet es, man muss nur wissen, hinter welchen Begriffen es versteckt ist :-). Für Sparpreise: https://www.bahn.de/p/view/angebot/sparpreis-.... Für Flexpreise: https://www.bahn.de/p/view/angebot/flexpreis-....


    Allerdings gibt es durchgehende Fahrkarten ab D nach Italien nicht überallhin und nicht für alle Züge. Das ist generell ein Manko des europäischen Bahnsystems, nicht speziell der Deutschen Bahn.

    #69AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 13:08
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    Ja so weit war ich, dann wurde es mir zu dumm, da ich ja nicht wusste, ob es Venedig oder Rimini sein soll. :-)

    Jedenfalls sehe ich es auch so, das europäische Bahnsystem ist halt leider kompliziert, dafür kann die Deutsche Bahn ausnahmsweise nicht viel. Ihr Reisebüro scheint ja nicht ganz schlecht zu sein - das der ÖBB übrigens auch nicht: meine Schwiegermutter fährt viel Bahn, ist aber schon 80 und kann kein Internet, also lässt sie sich am Bahnhof buchen und ist's zufrieden.

    #70Authortigger (236106) 24 Jun 19, 13:12
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    @61: Das ist - soweit ich weiß - schon urlange der Fall. Es stammt jedenfalls noch aus dem vorigen Jahrhundert. Oder ich müsste mich mächtig täuschen.


    Da täuschst du dich ganz mächtig.1999 zahlt definitif noch jedes Kind extra, Ermäßigung gab es nur für Kinder unter 10, mein Jüngster war 11.

    1999 habe ich Bahn und Auto+Parken am 200 km entfernten Flughafen verglichen, weil irgendwer behauptet hatte, Parken am Flughafen sei so unerschwinglich teuer, dass sich die Bahn sogar für 6 Personen noch rechnet.

    Die Bahnfahrt für mich, meinen damaligen Partner und die 4 Kinder hätte über 1000 DM gekostet, 2 Wochen Parken am Flughafen 200 DM pro Auto. Zu sechst mit Gepäck hätten wir 2 Autos gebraucht.

    Dann habe ich den örtlichen Taxiunternehmer zufällig getroffen und ihn aus Jux gefragt, was ein Großraumtaxi meineHaustür-Abflugterminal und zwei Wochen später Ankunftterminal-meine Haustür kostet. Er wollte 600 DM, also nur wenig mehr, als es mit den eigenen Autos gekostet hätte. In diesem Jahr begann der Urlaub an der Haustür...

    #71AuthorEifelblume (341002) 24 Jun 19, 13:26
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    Oh sorry, mir war nicht klar, dass es um internationale Reisen geht. Ich kenne das Problem auch innerdeutsch.

    #72AuthorGibson (418762) 24 Jun 19, 13:31
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    Kann sein, dass die kostenlose Kindermitnahme 2002 mit dem neuen Preissystem eingeführt wurde. Ich meine aber, vorher hätte es eine Kinderermäßigung bis zum 12. Geburtstag gegeben. Aber ist ja jetzt auch wurscht.

    #73AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 13:31
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    No. 70: Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!

    #74Authormbshu (874725) 24 Jun 19, 13:37
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     Ich meine aber, vorher hätte es eine Kinderermäßigung bis zum 12. Geburtstag gegeben.


    Vielleicht der Wuermeling-Pass? Jedenfalls war Bahnreisen für Familien mit Kindern großzügig subventioniert.

    #75AuthorHarri Beau (812872) 24 Jun 19, 13:37
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    Quatsch, der Wuermeling-Pass war speziell für kinderreiche Familien und auch nur für Kinder ab 12, die sonst den Erwachsenenpreis zahlen mussten. Ich meine die ganz normale Kinderermäßigung, die es auch heute noch für Kinder gibt, die nicht mit ihren Eltern reisen.

    #76AuthorJanZ (805098)  24 Jun 19, 13:46
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    Na klar, Kinder zahlen die Hälfte. Aber wo sie überregional gratis fahren sollen, weiß ich immer noch nicht.

    Bei den ÖBB fahren nicht mal mehr die Familien von ÖBB-Mitarbeitern kostenlos wie früher, sondern nur mehr ermäßigt.

    #77Authortigger (236106) 24 Jun 19, 13:58
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    Kinderreich war man aber schon ab drei Kindern, also für Eifelblume hätte das gegolten.


    Ich weiß aber nicht, wie das nach den 70-ern des vorigen Jahrhu7nderts war, danach waren wir alle zu alt für den Würmeling-Pass

    #78AuthorKarin H. (236988) 24 Jun 19, 13:59
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    So einen Pass sollte es mal von Lufthansa geben.

    Jedenfalls meine ich auch, es hätte vor 2002 schon eine Mitnahmemöglichkeit gegeben. Müssten meine Eltern besser wissen.

    #79AuthorHarri Beau (812872) 24 Jun 19, 13:59
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    Subventioniert? Wo?


    Harri, als meine Kinder noch mit mir gereist sind, HABE ich immer wieder mal aktuelle Bahnpreise erfragt. Es war einfach immer viel zu teuer. Dass die Bahn außerdem saumäßig unbequem ist, weiß ich erst, seit ich ohne Kinder reise.


    In den 70-er Jahren bin ich ein paarmal von München nach Rom gefahren (allein). Die Rückfahrkarte war tatsächlich erschwinglich, um die 120 DM. Das lag daran, dass nur für die ca. 100 km München-Kufstein der deutsche Bahnpreis fällig war, der fast 1/3 des Gesamtpreises ausmachte. Ab dem Brenner fuhr man zum Tarif der Ferrovie Italiane. Damals (TM) gab es noch Gepäcknetze über jedem Sitz, in denen pro Passagier zwei Koffer passten, ein normaler und ein Übergroßer. Die Toiletten waren nicht angenehm, aber vorhanden und in Betrieb.


    Die Idee, einer fährt mit den Kindern Zug und der andere fährt mit dem Gepäck im Auto vorneweg finde ich auch gut. Achtung Spott: Wenn man im Zug ausnahmsweise Netzverbindung hat, kann man das Auto sogar zum nächsten Bahnhof bestellen, nachdem es am Ziel angelangt ist und das Gepäck abgeladen hat. :-)

    #80AuthorEifelblume (341002) 24 Jun 19, 14:01
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    Na klar, Kinder zahlen die Hälfte. Aber wo sie überregional gratis fahren sollen, weiß ich immer noch nicht.


    Wie gesagt, bei der Deutschen Bahn, wenn sie mit ihren Eltern oder Großeltern reisen. Wie das innerhalb Österreichs geregelt ist, weiß ich nicht.

    #81AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 14:01
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    @81 JanZ: Und alleinerzogene Kinder mit nur einem Elternteil?

    #82AuthorEifelblume (341002) 24 Jun 19, 14:03
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    Bin zwar nicht JanZ: Dann hat halt nur ein Erwachsener zahlen müssen.


    Übrigens fällt mir gerade ein, dass 1998 eingeführt wurde, dass die Bahncard für Familien mit Kindern unter 18 Jahren stark verbilligt wurde. Da hätte sie sich für uns schon bei der Urlaubsreise nach Ungarn gelohnt gehabt. Wenn meine Tochter da nicht schon über 18 gewesen wäre.

    #83AuthorKarin H. (236988) 24 Jun 19, 14:05
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    Mittlerweile selbstverständlich auch, Eifelblume. Aber früher... wage ich nicht zu vermuten. :-P

    #84Authortigger (236106) 24 Jun 19, 14:06
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    Heute reicht selbstverständlich auch ein Elternteil, früher™ gab es die Regelung, wie wir ja nun festgestellt haben, gar nicht. Da haben die Kinder alleine, mit einem, mit zwei oder mit 25 Elternteilen den normalen Kinderpreis bezahlt :-P.

    #85AuthorJanZ (805098)  24 Jun 19, 14:08
    Comment

    Ich hab grad mal geguckt und bin begeistert, für 90 Euro zwei Erwachsene und zwei Kinder mit dem ICE/TGV von Dresden nach Paris. Brauch ich jetzt nur noch Urlaubstage für ein langes Wochenende. Ich bin davon echt begeistert gerade :o) Danke für die Links, JanZ!


    Mit einem Erwachsenen fahren die auch kostenlos. Funktioniert sogar, wenn Mama+Oma mitfahren. Es hat auch ehrlich noch nie Jemand einen Verwandtschaftsnachweis von mir gefordert. Die Bezeichnung "Mama" aus dem Kindermunde langte bisher immer :o)


    Edit: vielleicht mag ich Bahnfahren auch einfach, weil es für mich immer günstig war. Erst Bahnmitarbeiterverwandschaftskostenlos-Ticket, dann Semesterticket (das gibt's auch für Stockholm, so genial günstig!), dann Abokarte. Jetzt Rad ;o)

    #86AuthorHugolinchen (464632)  24 Jun 19, 14:09
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    Du musst jetzt nur bestätigen, dass dir bekannt ist, dass die Bahn öfter mal Verspätung hat. Sonst packen gleich wieder alle ihre Bahn-Horrorgeschichten aus, Eifelblume als allererstes :-).

    #87AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 14:13
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    Bei der ÖBB kenne ich mich auch nicht so aus. Aber: Im Schweizer Postauto fahren bei unter Siebenjährigen maximal 8 Kinder pro Begleitperson gratis. Das sollte für die meisten Familien reichen. Die Begleitperson muss allerdings mindestens 12 und in der Lage sein, die Obhut zu übernehmen.


    Filmreif: Zwölfjährige mit acht Ströpsen an der Hand kutschiert im Postauto durch die Berge und macht sich mit ihnen einen schönen Tag.

    #88AuthorHarri Beau (812872) 24 Jun 19, 14:15
    Comment

    Ja doch. Verspätungen gibt es. Es sei denn natürlich, man wäre mal drauf angewiesen, weil selber zu spät - da sind'se dann pünktlich ;o)


    Harri, das ist doch ne schöne Vorstellung *lach*

    #89AuthorHugolinchen (464632) 24 Jun 19, 14:19
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    #87 Tu ich nicht, denn ich fahr grundsätzlich gern mit dem Zug. Aber ich hab die 25%-Fahrpreisrückerstattung dann gestern doch genommen (einmal für die Hin- und einmal für die Rückfahrt). Denn ich vermute, daß die obere Etage bei der Bahn erst durch konsequentes Beschweren (samt finanzieller Entschädigung) vielleicht einmal die Bahn ordentlich strukturiert, was Personal und Wartung der Garnituren angeht.

    #90AuthorSelima (107)  24 Jun 19, 14:22
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    Es soll angeblich auch Verspätungen auf Flügen oder Autofahrten geben.

    #91AuthorHarri Beau (812872) 24 Jun 19, 14:23
    Comment

    Bei den ÖBB fahren nicht mal mehr die Familien von ÖBB-Mitarbeitern kostenlos wie früher, sondern nur mehr ermäßigt.


    Das ist bei der DB-Mitarbeitern (aktuellen oder ehemaligen) und ihren Angehörigen auch nicht so viel anders.

    Ob die früher(TM) wie bei der DR komplett kostenlos fahren durften, weiß ich nicht, aber heute bekommt man als ehemaliger DB-Mitarbeiter ein minimales Kontingent an Karten für den Fern- und Nahverkehr, die aber auch nicht komplett für umme sind, damit das hinterher nicht bei der Steuererklärung als geldwerter Vorteil zum Tragen kommt. Dazu kommt, dass diese Freifahrten natürlich nur in von der DB selbst betriebenen Zügen eingesetzt werden können und damit all die Regionalverbindungen, die von anderen Bahnunternehmen bewirtschaftet werden, wegfallen. Ebenso wie ein Großteil der ICE-Verbindungen, die an bestimmten Tagen oder auf bestimmten Streckenabschnitten für Freifahrer gesperrt sind.


    Zu meinen Studienzeiten hat sich die Bahn allerdings großzügig gezeigt: Ich habe kostenlos einmal im Monat eine Heimfahrt vom Studienort nach Hause und zurück bekommen (weil Bahnmitarbeiterverwandtschaft).

    #92Authorskye (236351) 24 Jun 19, 14:40
    Comment

    Sonst packen gleich wieder alle ihre Bahn-Horrorgeschichten aus


    Ist halt so, dass fast jeder, der mal Bahn gefahren ist, meist auch was zu erzählen hat. Und das ist in den meisten Fällen eben nicht positiv.

    #93Authorskye (236351) 24 Jun 19, 14:42
    Comment

    Weil gute Nachrichten in diesem Fall eben keine Nachrichten sind. Aber es stimmt schon, insgesamt geht zu viel schief. Ich fahre trotzdem gerne Bahn, andere nicht, darüber hat aber auch eine Diskussion wenig Sinn.

    #94AuthorJanZ (805098) 24 Jun 19, 14:52
    Comment

    Das ist halt das woran sich die Leute erinnern... wer würde schon erzählen:

    'Hey, du glaubst es nicht. Heute hat meine Fahrt zur Arbeit schon wieder wunderbar geklappt. Das ist jetzt schon das 196. Mal in den letzten 197 Arbeitstagen.' ;-)

    #95Authortraveller in time (589684) 24 Jun 19, 14:57
    Comment

    Weil gute Nachrichten in diesem Fall eben keine Nachrichten sind.


    Das ist aber nicht nur in Sachen Bahn der Fall, sondern generell. Negativmeldungen sind eben einfach eher eine Meldung (oder eine Diskussion) wert. Und negative Erlebnisse bleiben leider meist auch eher im Gedächtnis.


    Ich fahre auch viel Bahn - und habe nach fast jeder Bahnfahrt was zu erzählen. Und das ist - leider - in den seltensten Fällen positiv.

    #96Authorskye (236351) 24 Jun 19, 15:07
    Comment

    Sonst packen gleich wieder alle ihre Auto-Horrorgeschichten aus


    Ist halt so, dass fast jeder der mal Auto gefahren ist, meist auch was zu erzählen hat. Und das ist in den meisten Fällen eben nicht positiv.

    *unterschreib*

    scnr

    Ich fahre oft genug Auto um Staus, Unfälle etc. zu häufig zu sehen. NUR als Fahrer fühlst du dich nicht so ausgeliefert.

    Und wer hat schon eine feste Ankunftszeit im Kopf, wenn er/sie 'mal eben' ein paar hundert Kilometer von A nach B fährt? Da fällt die Verspätung einfach nicht so auf.

    #97AuthorMasu (613197)  24 Jun 19, 15:34
    Comment

    Ha, mein allerschönster Stau dauerte 4 Stunden über 70 km. Was für eine spannende Fahrt - auf dem Beifahrersitz des überbreiten und überlangen Schwertransports, der ihn verursacht hat.

    Um einen Bezug zum Fadenthema herzustellen: Meine Enkel wären vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen gewesen, wenn sie da mitgedurft hätten.


    PS.: Bitte keine Anfragen für euch oder eure Enkel, es war eine einmalige Gelegenheit, ich kann da nichts vermitteln :-)

    #98AuthorEifelblume (341002) 24 Jun 19, 15:40
    Comment

    Da bestätigt sich wieder mal das Sprichwort, dass Stau nur hinten blöd ist ;-) (genau wie Verspätung nur blöd ist, wenn man selber pünktlich ist, siehe #89).

    #99AuthorJanZ (805098) 25 Jun 19, 09:42
    Comment

    Ha, das haben die Kleinstreifen sogar schon erlebt: Unser Auto verreckte und musste vom ÖAMTC aufgeladen und nach Hause gebracht werden. Wir durften alle im Abschleppwagen mitfahren! tiggerino war leider zu klein um sich dran zu erinnern.

    #100Authortigger (236106) 25 Jun 19, 10:08
    Comment

    Das habe ich als erwachsener Beifahrer zweimal erlebt und fand es immer noch spannend genug. Zum Beispiel, dass man da inoffizielle Autobahnausfahrten benutzen durfte :-).

    #101AuthorJanZ (805098)  25 Jun 19, 10:14
    Comment

    Wenn ich mit den Kindern unterwegs bin, dann fahre ich deutlich lieber Zug als Bahn (außer ich muss > 2mal umsteigen). Mit einem Baby sowieso. Kommunikative Kleinkinder sind meist gern gesehen, aber durch Bewegungsmangel und Urlaubsaufregung aufgedrehte Kindergarten- und Grundschulkinder sorgen schon für böse Blicke. Ich gehe deswegen nach Möglichkeit immer ins Abteil. Meistens hat man da auch schön viel Platz, weil sich viele andere Reisende nur im Notfall in ein mit Kindern besetztes Abteil setzen. Selbst dann, wenn die friedlich rätselnd am Tisch sitzen. Aber die zusätzliche Beinfreiheit nehme ich gerne mit. Einizges Problem beim Zugfahren ist, dass die Kinder im Mittagschlafalter oft sehr schwer zur Ruhe zu bringen sind, das klappt im Auto besser.

    Noch ein Nachtrag zum Wuermling-Pass: Ich erinnere mich, dass ich als 11jährige Mitte der 90er den Viertelpreis beim Bahnfahren gezahlt habe: 50% Ermäßigung  auf den Kinderpreis.


    Beim Fliegen haben wir auch schon alle Erfahrungen gemacht. Der schlimmste Flug war allerdings nicht der, als mein Sohn fast 2h durchgeschrien hat (ich habe ihm was zum Nuckeln gegeben, aber er hat Fieber bekommen und es ging ihm einfach mies - und tonnenweise Kommentare von Mitreisenden, ob ich keine Nuckelflasche dabei hätte, haben wirklich nicht geholfen), sondern als wir morgens um 5 abgeflogen sind und durch Bewegungs-, Schlafmangel und Urlaubsaufregung aufgedrehte Kindergarten- und Grundschulkinder für Unruhe bei ebenfalls übernächtigten Mitreisenden gesorgt haben...


    Autofahren geht auch zunehmend besser. Meinen Kinder lieben Hörspiele und Musik, und ihnen wird nie übel. Da wird es mir auf dem Beifahrersitz schon flau und die merken immer noch nichts. Haben sie vom Papa. Die Kleine (3 3/4) schläft nur nicht gut im Auto, sie fängt immer nach einer Stunde an, im Halbschlaf zu schreien, vermutlich tun ihr der Po oder der Hals weh. Deswegen fallen Über-Nacht-Fahrten flach. Aber letztes Wochenende sind wir 1100 km gefahren, mit 2x einer Stunde Pause, das ging tatsächlich überraschend gut.


    Im Urlaub versuchen wir halt, das für jeden was dabei ist. Die Richtlinie ist 2 Tage Programm, 1 Tag Pause. Wandern müssen meine Kinder auch, die Kleine schafft inzwischen 6-7km. Wir suchen die Wanderungen aus, die für Erwachsene auf 2h angelegt sind und lassen uns den ganzen Tag Zeit. Nach Möglichkeit gibt es eine Badegelegenheit am Ende, Kletterfelsen, Bäche, Höhlen...Zu Beginn der Wanderung bestehen wir auch noch aufs Selberlaufen, aber wenn jemand Kurzes schon fleißig war, wird auch getragen oder an den Händen den Berg hochgezogen. Gequengel gibt es fast nie. Ich habe auch den Eindruck, sie wandern lieber, als sich eine Stadt anzuschauen, was wir in diesem Urlaub trotz Gelegenheiten fast komplett ausgeklammert haben. 2 Wochen komplett am Strand oder in der Ferienanlage/Campingplatz am Swimmingpool geht gar nicht, da würden mein Mann und ich einen Vogel kriegen und dann gibt's dicke Luft. Also, im Moment läuft es nach der 2-1-Regel gut, kann ich nur empfehlen. 

    #102Authorgrinsessa (1265817) 27 Jun 19, 11:08
    Comment

    Wenn ich mit den Kindern unterwegs bin, dann fahre ich deutlich lieber Zug als Bahn

    *verwirrtguck*


    (scnr)

    #103Authorvirus (343741) 27 Jun 19, 11:12
    Comment

    Sie meint sicher das Wohnmobil mit Anhänger = HängerZUG


    scnr, neither

    #104AuthorEifelblume (341002) 27 Jun 19, 13:18
    Comment

    Puh, mir hat's das Hirn erweicht. Lieber Zug als Auto, meinte ich natürlich. 

    #105Authorgrinsessa (1265817) 27 Jun 19, 13:47
    Comment
    Als unsere Kinder noch zur Schule gingen, sind wir am liebsten mit Freunden, die auch Kinder haben, in ein schönes Ferienhaus gefahren. Die Kosten halbieren sich, die Kinder haben jemanden zum Spielen, man kocht gemeinsam, unterhält sich bis spät nachts - herrlich. Das funktioniert aber nur, wenn man sich gut kennt und weiß, dass die andern ähnliche Erziehungsprinzipien haben, ähnliches Essen mögen, einen ähnlichen Mix aus Kultur, Wandern und Faulsein haben und auch gerne mal was alleine machen. Nix Schlimmeres, als wenn sich erst vor Ort rausstellt, dass die anderen Kinder verwöhnte Rotzlöffel sind und die Eltern taubblinde Küchenflüchtlinge mit Hang zum Messietum.

    Jetzt wo meine Kinder groß sind, habe ich mich zum ersten Mal im Leben ganz allein für drei Monate abgeseilt und sitze in einem irischen Cottage und blicke übers Meer auf die sensationellen Wolkenberge über Iveragh. Kann ich uneingeschränkt empfehlen! (Alleinsein, Irland und Meer).
    #106AuthorBirgila/DE (172576) 30 Jun 19, 20:44
    Comment

    Verschärfung: Das Ferienhaus gehört der Familie. Und zwar einer großen Familie, deren Mitglieder nicht alle gleichzeitig dort sein können.

    Meine Mutter erzählt jetzt manchmal, dass unsere Sommer dort nicht immer friktionsfrei waren, ich habe sie auch nicht ganz idealisiert in Erinnerung. Aber es war schon sehr schön, mit einer Rasselbande von Cousinen und Nachbarn im See und durch die Gärten zu toben... mittlerweile toben die (Ur-)Enkel der Ferienhaus-Erbauer dort. Die Friktionen setzen sich aber teils fort in der Familie.

    Ich freue mich auf Irland in 30 Jahren. Dann muss ich auch keine Enkel mehr hüten in jenem Ferienhaus... :P

    #107Authortigger (236106) 01 Jul 19, 12:18
    Comment

    OT - Familienhaus in Irland, das ist ja toll! Darf ich fragen, in welcher Gegend?

    #108AuthorBirgila/DE (172576) 01 Jul 19, 12:39
    Comment

    Noch viel mehr OT: Ist 'Friktion' in Österreich üblich? Im Bundesdeutschen ist es mir noch nie begegnet, ich kenne es nur aus dem Englischen.

    #109AuthorGibson (418762) 01 Jul 19, 12:41
    Comment

    Äh nein, das Ferienhaus steht schon in Österreich.

    Und "friktionsfrei" ein Austriazismus wenn kein terminus technicus? Mag sein...

    #110Authortigger (236106) 01 Jul 19, 13:29
    Comment

    Der Duden meint "bildungssprachlich" https://www.duden.de/rechtschreibung/Friktion

    #111AuthorSelima (107) 01 Jul 19, 13:32
    Comment

    Nona, ist ja ein Fremdwort.

    Aber die Guhgelergebnisse sind wirklich auffallend österreichisch. Lustig!

    #112Authortigger (236106) 01 Jul 19, 13:33
    Comment

    Naja, auch 'Information' ist ein Fremdwort, aber ich würde die Verbreitung nicht gleichsetzen ;-)


    Selima, da etwa hätte ich es auch verortet. So bei 'konzis'.


    Aber jetzt Schluß mit OT, sorry.

    #113AuthorGibson (418762) 01 Jul 19, 13:49
    Comment

    @tigger: Deine Beschreibung des Ferienhauses und der damit verbundenen Friktion lässt mich fast glauben, du stammst aus der Familie meiner Frau ...

    #114AuthorJalapeño (236154) 01 Jul 19, 14:28
    Comment

    Wir haben vor ein paar Jahren auf Korsika in einem Chambre d'hôtes gewohnt. Die Betreiber waren keine Korsen, sondern von Festlandfrankreich zugezogen. An sich waren die Leute ganz familienfreundlich, es gab große Zimmer mit der Option von Zustellbetten usw. An unserem zweiten Tag wurden wir gefragt, ob wir an einem table d'hôtes interessiert wären, und weil ich das aus meiner Kindheit in guter Erinnerung hatte, haben wir sofort zugesagt. Als wir mit unseren (damals) 2 Kindern (1 und 4 Jahre) abends zum Essen erschienen, war für diese kein Essen eingeplant. Ich glaube, es wurde dann schnell ein Rührei für sie produziert und von uns erwartet, dass wir sie zügig ins Bett verfrachten. Alle anderen Gäste haben gewartet, bis wir wieder kamen. Eine französische Familie mit einem kleinen Kind, die auch dabei war, schien das nicht weiter zu stören, das Kind bekam sowieso irgendein Fertig-Babygericht, dabei war es ein ganzes Stück älter als unser Einjähriger. Ein paar Tage später wurde wieder ein table d'hôtes angeboten. Wir baten darum, dass die Kinder mitessen können. Am Ende wurde für sie dann trotzdem ein separates Gericht zubereitet, dass sie wieder vor den anderen Gästen und an einem anderen Tisch essen mussten. Mir war die Situation insgesamt ziemlich unangenehm. Ist das in Frankreich normal, dass man nicht mit den Kindern isst? Bei den tables d'hotes in meiner Kindheit war das anders, da durften wir mitessen. Allerdings waren wir schon älter, mein jüngster Bruder vielleicht 7. In GB essen die Erwachsenen ja auch häufig erst, wenn die Kinder im Bett sind.


    Eine andere ulkige Erfahrung beim Essen war mit Kleinkind in Kanada. Wir wollten der 1 1/2jährigen nicht jeden Tag Pommes geben, deshalb haben wir in den Diners für sie meist "vegetables" bestellt und dann von unseren Tellern noch etwas dazu gegeben. Das hatte ein paar mal wunderbar geklappt, bis einmal eine (zugegebenermaßen sehr junge) Kellnerin uns rohe Karotten mit Dip brachte. War für die Kleine mangels Backenzähnen nicht essbar, aber irgendwie haben wir sie auch so satt bekommen. Und in der Folge "steamed vegetables" bestellt (und ab und zu Pommes). 

    #115Authorgrinsessa (1265817) 01 Jul 19, 15:44
    Comment

    In meiner Au-pair-Familie in Frankreich haben die Kinder, solange sie „sich nicht richtig benehmen können“, in der Küche gegessen, meist vor dem Essen der Erwachsenen. Erst so ab 5 oder 6 durften sie mit an den großen Tisch.

    #116AuthorQual der Wal (877524) 01 Jul 19, 20:58
    Comment

    Für Kleine ist das langgezogene Abendessen wie in Frankreich oder Italien üblich doch nur eine Qual. Unsere Kinder hab ich da freiwillig zuerst abgefüttert und dann ins Bett verfrachtet. Dann konnte ich den Abend richtig genießen. Ab Grundschulalter gehts dann schon besser.

    #117AuthorBirgila/DE (172576) 01 Jul 19, 22:45
    Comment

    Ich habe in Wirklichkeit keine Ahnung, aber ich vermute stark, dass das immer noch so ist in Frankreich. Es gibt da so ein merkwürdiges - englischsprachiges? deutsches? - Klischee von der französischen Mutter, die ihre Kinder immer ganz toll im Griff hat und trotzdem jederzeit gut aussieht. Dass das von der Erziehung durch Kindermädchen oder sehr früher Fremdbetreuung und viel Drill kommt, scheint nicht wahrgenommen zu werden.


    Übrigens auch so ein Schwank aus dem Ferienhaus: Mein Großvater erwartete, dass meine Mutter und meine Tante ihre Kinder zuerst abfütterten, die Kleinen dann mittagsschlafen legten und sich danach noch mit ihm zu Tische begeben würden. Tatsächlich fand das maximal zwei Sommer bis ca. zum vierten Enkel statt, dann streikten die beiden und legten sich mit einem Buch in den Garten, um den Mittagsschlaf sinnvoll zu nutzen. (Als neunte Enkelin habe ich das nicht mehr so mitbekommen, ich saß gerne still dabei, wenn die Großeltern später Kaffee tranken.)

    #118Authortigger (236106)  02 Jul 19, 09:42
    Comment

    Dass unsere Kinder weder daheim noch im Urlaub bockig waren und abends ohne Terror ins Bett gingen, haben wir auch ohne Nanny und Drill geschafft. Aber dass ich dabei immer gut ausgesehen hätte, wage ich zu bezweifeln...

    #119AuthorBirgila/DE (172576) 02 Jul 19, 10:32
    Comment

    tiggerino erledigt seine tantrums für gewöhnlich auch zu Hause und nicht im Restaurant. Und da er bald fünf ist, werden sie auch weniger, seine große Schwester ist schon länger drüber hinaus. Ich glaube nicht, dass Nanny, Drill oder die in Frankreich nicht verbotene Ohrfeige daran viel geändert hätten. Vielleicht müsste ich eines dieser Machwerke doch mal lesen um präzisere Kommentare darüber abzugeben. :-)

    #120Authortigger (236106) 02 Jul 19, 10:42
    Comment

    Birgila, du sitzt drei Monate alleine in Irland mit Blick aufs Meer!?? Schreibst du ein Buch?

    #121AuthorDoris (LEO-Team) (33) 02 Jul 19, 10:59
    Comment

    Das wäre jedenfalls steuersparend. :-)

    #122Authortigger (236106) 02 Jul 19, 11:14
    Comment

    Nun ja, mein Mann und ich sind beide berufstätig, damals noch beide 100%, und verbringen im Urlaub gerne Zeit mit unseren Kindern, auch beim Essen. Sie haben, insbesondere als kleinere Kinder, lange Essen immer gut mitgemacht. Inzwischen ist es fast schwieriger, weil sie sich gegenseitig hochschaukeln. Wenn das Essen zu lang wurde, haben wir sie halt zwischen zwei Gängen ins Bett gebracht. Abgesehen davon kann ich es nicht ausstehen, wenn Kinder Sonder-Essen bekommen, "das ihnen auch schmeckt". Unsere haben bisher immer alles probiert und dann auch fast alles gegessen, bis auf die Kleine, aber die wird auch ohne Sonderlocken satt. Aber das ist eigentlich wieder ein anderes Thema. 

    #123Authorgrinsessa (1265817) 02 Jul 19, 12:22
    Comment

    OT - Hallo Doris, ich hab mir einfach einen langgehegten Traum erfüllt. Die Kinder sind groß, die Eltern noch fit, der Ehemann hat Verständnis, die Kunden hab ich auf Herbst verschoben. Ich wollte einfach mal nicht gebraucht werden und keine Aufgabe haben und sehen, was passiert, wenn ich im wildesten, herrlichsten Südwestzipfel Irlands 5 km vom nächsten Dorf entfernt nur noch tue, wozu ich Lust habe. (Ich verrat‘s euch: es passiert nichts und es ist wunderbar :)))

    #124AuthorBirgila/DE (172576) 02 Jul 19, 12:50
    Comment

    Ferienhaus mit Kleinkindern und befreundeter Familie hatte ich auch einmal. Sehr traumatisch ... :-)


    Keine Spülmaschine, keine Küchenmaschine, stumpfe Küchenmesser, schlechtes Wetter. Die Männer hatten selbstverständlich Urlaub und rührten keinen Finger. Sobald man die Kinder eine Sekunde aus den Augen ließ, war mindestens eines entwischt und wälzte sich im Matsch. Keine Waschmaschine.

    Über dem Stress gerieten die Freundin und ich uns schließlich auch total in die Haare. Es dauerte Monate, bis wir uns aussöhnten. Es war Horror pur.


    Übrigens, sehr erholsam ist auch: Kinder alle zur Omi verfrachten und allein zuhause bleiben ;-)

    #125AuthorEifelblume (341002) 02 Jul 19, 13:50
    Comment

    Keine Spülmaschine, keine Küchenmaschine, stumpfe Küchenmesser, schlechtes Wetter. Die Männer hatten selbstverständlich Urlaub und rührten keinen Finger. Sobald man die Kinder eine Sekunde aus den Augen ließ, war mindestens eines entwischt und wälzte sich im Matsch. Keine Waschmaschine.


    Was wäre der Unterschied zum Urlaub ohne befreundete Familie? Oder haben die alleine das Haus ausgewählt? Und welche der beiden Familien war schuld am schlechten Wetter?

    #126AuthorHarri Beau (812872) 02 Jul 19, 13:54
    Comment

    Mich interessiert eher die Geschichte mit der Freundin (mit Horrorgeschichten sind wir ja gut versorgt): wie haben es Eifelblume und ihre Freundin wohl geschafft, sich wieder zu versöhnen? Vielleicht finden andere Reisende hier Inspiration für den Umgang mit Streit im Urlaub mit Kleinkindern.

    #127AuthorDoris (LEO-Team) (33)  02 Jul 19, 13:58
    Comment

    was passiert, wenn ich im wildesten, herrlichsten Südwestzipfel Irlands 5 km vom nächsten Dorf entfernt nur noch tue, wozu ich Lust habe. (Ich verrat‘s euch: es passiert nichts und es ist wunderbar :)))


    OT: Entschleunigung tut gut. Sage ich als jemand im frühen Ruhestand. Tipp: Für das Sahnehäuptchen noch wochenweise von Internet und Handy abnabeln.



    Übrigens, sehr erholsam ist auch: Kinder alle zur Omi verfrachten und allein zuhause bleiben ;-)


    Ich meine, von dir letztens gelesen zu haben, du seist jetzt diese Omi? Womit dann ja Schluss mit der Ruhe wäre, oder? :-)

    #128AuthorNorbert Juffa (236158) 02 Jul 19, 14:02
    Comment

    mich würde interessieren, wieso man den Männern den Urlaub so hat durchgehen lassen?

    Aber das wäre glaube ich ein anderer Faden.

    #129Authorrennmotte (617913) 02 Jul 19, 14:05
    Comment

    *rofl* @Norbert

    #130AuthorDoris (LEO-Team) (33)  02 Jul 19, 14:05
    Comment

    @ Norbert - Ich mache das Handy hauptsächlich an, um Bescheid zu geben, dass ich von meinen Wanderungen durchs wilde Bergland wieder heimgefunden habe.


    @ rennmotte - Das war auch mein erster Gedanke.

    #131AuthorBirgila/DE (172576)  02 Jul 19, 14:17
    Comment

    Auswahlkriterien fürs Ferienhaus mit kleinen Kindern mit abnehmender Wichtigkeit:

    eingezäunter Garten

    Spülmaschine

    Waschmaschine


    je größer die Kinder werden zunehmend wichtig: Pool...


    Bei Urlaub mit Freunden (oder Eltern) an 1. Stelle: mindestens eine separate Toilette, am besten ein zweites Bad.


    #132Authorgrinsessa (1265817) 02 Jul 19, 14:46
    Comment

    Wir machen seit vielen Jahren Ferienhausurlaub. Unsere Erfahrung: Die Messer sind immer stumpf und es fehlen Müslischalen in der richtigen Größe :-) Messer bringen wir also mit, Müslischüsseln kaufen wir und sehen es als typischen Teil des Urlaubsbudgets.

    #133AuthorBirgila/DE (172576) 02 Jul 19, 16:10
    Comment

    ...und der Vormieter war ein Schweinchen, alles muss man zuerst nochmal spülen. Ich bin aber ziemlich sicher, der Nachmieter denkt das von seinem Vormieter auch.

    #134AuthorHarri Beau (812872) 02 Jul 19, 16:12
    Comment

    Nachtrag: Vor dem Buchen unbedingt das Haus auf Google Maps suchen, das klappt in den meisten Fällen super. Das Satellitenbild bewahrt einen vor unliebsamen Überraschungen (Nähe der Nachbarn, Lage des Pools, Weg zum Meer, Umgehungsstraße hinterm Haus, Gleise, Mülldeponien....)

    #135AuthorBirgila/DE (172576) 02 Jul 19, 16:13
    Comment

    Wir haben immer Messer und Sparschäler dabei, und ein Schneidbrett in einer vernünftigen Größe. Als die Kinder noch ganz klein waren, außerdem einen Satz Plastikteller und -becher. Inzwischen werden die von unserer 5köpfigen Familie verputzten Nahrungsmengen so groß, dass wir demnächst vielleicht noch einen großen Nudeltopf oder sowas mitbringen müssen. Aber so weit sind wir noch nicht :-)

    #136Authorgrinsessa (1265817) 02 Jul 19, 22:47
    Comment

    Ich frage mich, warum Häuser für 8-10 Personen ausgeschrieben werden und dann gibt es nicht mal ne große Salatschüssel. Von großen Pfannen und Töpfen ganz zu schweigen.

    Anders ist es bei Häusern, die auch von den Vermietern genutzt werden. Die sind viel besser ausgestattet und die Betten sind bequemer. Mittlerweile fragen wir da immer nach.

    #137AuthorBirgila/DE (172576) 02 Jul 19, 23:18
    Comment

    In unserer Ferienhaus-Urlaubskiste ist neben scharfem Messer und Schneidebrett auch eine kleine Gewürzausstattung, ein Feuerzeug, falls Gasherd und ein Dosenöffner mit drinne. Dazu zwei Rollen Toilettenpapier und Küchentücher, falls dies in der Erstaustattung fehlen sollte und man abends ankommt. Wenn es eine Spülmaschine gibt, sind auch 2-3 Tabs sinnvoll mitzunehmen


    #138Authordrkimble (463961) 03 Jul 19, 08:30
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    Oh ja, die Ferienhäuser meiner Kindheit: Sie waren nett und "wohnlich" eingerichtet, aus Sicht von uns Kindern war da nichts zum Spielen, dafür überall irgendwelcher Nippes, der bei Berührung kaputtging oder nicht entfernbare Flecken bekam.


    Als Erwachsene und Mama hat mir eine Ferienhauserfahrung gereicht. Sicherlich hatten wir in dieser prähistorischen Zeit ohne Internet besonders viel Pech mit dem Haus - die Einrichtung war wahrscheinlich alles, was die Vermieter irgendwann aussortiert hatten. Aber hauptsächlich ist das nicht meine Vorstellung von Verreisen und Urlaub. Wenn ich selbst kochen und saubermachen muss, kann ich gleich zuhause bleiben.


    Ganz wunderbar waren dagegen die Hotelurlaube mit den Kindern in Italien. Die Mahlzeiten wurden serviert, die Zimmer geputzt, ich konnte 100 % der Zeit stressfrei mit meinen Kindern genießen. Die schwierigste Aufgabe des Tages war die Entscheidung zwischen Pool und Strand :-)


    Weil einige danach gefragt haben:

    Die besagten Männer im Ferienhaus gehörten noch zu den letzten Vertretern der Männergeneration, die neben einem vollen Kühlschrank verhungern und niemals eine Klobürste berühren würden. Wenn wir Frauen dagegen aufmuckten, bekamen wir keinerlei Unterstützung. Unsere Mütter und Schwiegermütter standen da 100 % auf der Seite der Männer.


    Doris, die Versöhnung, nach der du 127 fragst, war kein besonderer Akt.

    Man konnte sich im Dorf nicht aus dem Weg gehen, sah sich immer wieder im Kindergarten und auf Dorffesten. Irgendwann wurden unverbindliche erste Worte gewechselt. Der misslungene Urlaub wurde nicht erwähnt, man tastete sich vorsichtig wieder heran. Dann kam die Faschingszeit. Die Freundin trainierte das Hausfrauenballett, in dem ich mitmachte, und ich hatte den Sketch für zwei schon fertig geschrieben, sodass wir uns häufig treffen mussten.

    Als die Hochphase des Faschings begann, war in stiller Übereinkunft der Urlaub aus dem Gedächtnis gestrichen.

    #139AuthorEifelblume (341002) 03 Jul 19, 16:26
    Comment

    Es beruhigt mich außerordentlich, zu lesen, Eifelblume, dass du Urlaubsvarianten gefunden hast, die für dich funktioniert haben/funktionieren. Ich hoffe, die Erinnerungen daran sind lebendiger als die an die anderen Urlaube. Und die Männer hast du hoffentlich dahin geschickt, wo der Pfeffer wächst (auch wenn’s da sehr schön sein soll).

    #140AuthorDoris (LEO-Team) (33) 03 Jul 19, 16:32
    Comment

    Im Ferienhaus mach ich nicht selber sauber. Da kommt am Ende ne Putzfrau. Und zwischendrin macht jeder seinen eigenen Dreck weg. Da man meistens draußen ist, kommt da nicht viel zusammen. Gekocht wird nur einmal am Tag. Wenn jeder mithilft beim Schnippeln, und der Wein schon die Runde macht, ist das richtig nett und unterhaltsam.

    Ansonsten wird der Kühlschrank mit den leckersten Schweinereien vollgestopft, die die Gegend zu bieten hat und jeder bedient sich selbst.

    #141AuthorBirgila/DE (172576) 03 Jul 19, 16:51
    Comment

    @Doris: Vor 30 Jahren hab ich ihn hinausgeschmissen, seit ein paar Jahren ist er sowieso tot.


    Wo der Pfeffer wächst, war ich selbst schon - mit Hotel in Strandnähe.


    Birgila/DE, das hört sich richtig nett an in deinem Ferienhaus.

    Wenn ich tief in mich gehe - ähhh..... - nein, ich sag es lieber nicht, ......




    dass ich in deiner Gruppe wahrscheinlich der unerträgliche Messie wäre

    #142AuthorEifelblume (341002) 03 Jul 19, 16:57
    Comment

    @Tigger: re Frankreich - ja, da werden die Kinder oft immer noch vorab oder separat mit anderem Futter abgefüllt und nicht zu den Erwachsenen an den Tisch gelassen, selbst "größere" Kinder jenseits der Grundschule.

    #143AuthorChaja (236098) 04 Jul 19, 10:32
    Comment

    Wer seinen Urlaub zusammen mit den Kindern in der Verwöhnatmosphäre eines Hotels verbringen will und trotzdem will, dass seine Kinder sich bewegen oder laut sein dürfen, ohne dass man Ärger mit den anderen Gästen oder dem Hotelpersonal bekommt, der fährt oder fliegt am besten nach Süditalien.

    #144AuthorEifelblume (341002) 04 Jul 19, 13:52
    Comment

    #143 et al: Kann ich bestätigen. Wir waren Silvester mal in einem Ferienheim in den französischen Alpen (meine Tante, die seit 40 Jahren in Lyon wohnt, hatte das organisiert und war dabei). Da gab es ein großes Festessen im Saal für die Erwachsenen, die Kinder aßen separat in einem kleinen Raum im Keller. Es war sogar ein Stuhl vor die Treppe gestellt, damit man nicht unbefugt hochgeht. Meine Schwester, die das nicht gewohnt war (und auch kein Französisch konnte), hatte irgendwann solche Sehnsucht nach den Eltern, dass sie das einfach ignoriert hat und hochgelaufen ist. Regelverliebt, wie ich damals schon war, fand ich das nicht so toll, kann mich aber nicht erinnern, dass das sonst jemanden gestört hätte.

    #145AuthorJanZ (805098)  04 Jul 19, 14:55
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    Das ist aber wohl kein rein französisches Phänomen. Mein Eltern haben uns auch gelegentlich am sogenannten Katzentisch plaziert, wenn entweder bei größerer Gästemenge die Sitzgelegenheiten am normalen Eßtisch nicht ausreichten oder irgendwelche Leute eingeladen waren, mit denen man sich ohne den Nachwuchs unterhalten wollte. Zudem kam mir gerade das Geburtstagsmahl aus Pappa ante portas in den Sinn: „Für dich ist bei den Damen vom Chor gedeckt“.

    #146AuthorC3PO (877869) 04 Jul 19, 18:14
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    Da wir vom Reisen mit Kindern jetzt zum Füttern von Kinder gelangt sind:

    Wie haltet ihr das mit Restaurantessen für Kinder? Ich habe immer kleine Portionen eines "normalen" Essens bestellt, oder einen zusätzlichen Teller. Ich fand es nie gut, Kinder mit der Gewissheit "Essen gehen = Pommes essen gehen" aufwachsen zu lassen.

    #147AuthorEifelblume (341002) 05 Jul 19, 08:16
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    Mein Bruder und ich haben als Kinder früher oft einen Räuberteller im Restaurant bekommen.

    Leerer Teller mit Gabel und dann durfte man bei den Eltern räubern ;-)

    #148Authordrkimble (463961) 05 Jul 19, 08:32
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    Ja, dass es bei größeren Veranstaltungen einen Katzentisch gibt, kenne ich auch. Aber dass man gar nicht en famille isst, bevor das Kind nicht von seinem Kindermädchen perfekte Tischmanieren gelernt hat, finde ich schon ausreichend merkwürdig im 21. Jahrhundert. Siezen diese Kinder ihre Eltern, weil sie sie eh nicht näher kennen? :-P


    Beim Restaurantessen kommt es auf die Kinder an, denke ich: Viele sind ja ziemlich eigen und essen nur sehr ausgewählte Dinge, sie zu etwas anderem zu zwingen bringt auch nicht viel. Die Kleinstreifen sind durchaus bereit, auch was anderes als Pommes zu essen - tiggerchen isst am liebsten Sushi!

    Oft mit Räuberteller bei uns, oder sie teilen sich ein Gericht. tiggerino ist noch im Ich-esse-alles-einzeln-Alter (und mag kein Sushi), der kriegt auch mal eine Extraportion Kartoffeln oder Reis ohne alles. Es gibt tatsächlich Gasthäuser, in denen es keine Pommes gibt, sondern maximal Bratkartoffeln! :-)


    Benehmen können sie sich so halbwegs. Wir führen sie nicht in ein "feines" Restaurant, das macht doch keinen Spaß, aber normal essen gehen kann man mit ihnen. Zwischendurch gab's mal eine Phase in der es nicht ging, da waren wir nur in Gastgärten mit Rumrennen, oder in Ferienwohnungen mit Selbstkochen.


    Übrigens ein Schwank aus meiner Jugend: Wir waren nie essen. Mein Vater mochte das noch nie und meine Mutter kochte fast immer selbst. Das hat mich als Kind dann überfordert, als ich mal alleine von Freunden mitgenommen wurde - ich hatte nämlich kein Geld und traute mich nicht was zu bestellen, obwohl meine Mitnehmer selbstverständlich gezahlt hätten. Da war ich wohl ca. 8 und kann mich genau erinnern, muss traumatisch gewesen sein. :-)

    #149Authortigger (236106)  05 Jul 19, 09:58
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    Übrigens zum eigentlichen Thema:

    In der Backpacking-with-children-Facebook-Gruppe hat jemand ein Riesendankesschreiben für all die Ermutigung und die Tipps verfasst, nachdem die Familie von anderen Wanderern sehr dumm angemacht wurde, wie sie nur ein Baby durch den Wald tragen könnte (USA).

    Schon spaßig, wie sich da die Geister scheiden - ich sag ja, ein Säugling ist überall glücklich im Tragetuch bei Mama oder Papa. Aber das ist wohl auch ein Unterpunkt der Religion "Die einzig wahre Methode ein Kind aufzuziehen".

    #150Authortigger (236106) 05 Jul 19, 10:05
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    Ich kann mich sehr sehr vage daran erinnern, dass wir, als ich noch recht klein war, wie meistens Urlaub in England machten, aber nicht bei Verwandten, sondern in einem "family hotel", und dass da die Kinder auch früher und anders abgefüttert wurden als die Eltern. Da gab es dann Dinge, "die Kinder mögen", z.B. Baked beans on toast (mochte ich schon damals nicht und hat sich seitdem auch nicht geändert - vielleicht wäre das selbstgekocht in Ordnung, aber natürlich wurde dort nur die Heinz-Dose geöffnet und der Inhalt erwärmt), als Getränk orange squash (mit den wertvollen Vtaminen B, A, S und F, leuchtet im Dunklen - auch das habe ich nie gern getrunken) und ähnliche Köstlichkeiten. Ich glaube, Kinder bekammen ihr Essen um fünf oder so, die Eltern konnten sie danach ins Bett bringen und anschließend zu ihrem Abendessen in den Speiseraum gehen. Ich glaube, in dem Hotel waren wird auch nur das eine Mal, muss ich mal meine Eltern fragen, ob die sich daran noch erinnern.


    Bei meinen Neffen gab es anfangs auch meist den "Räuberteller", später dann den Kinderteller. Wir haben gelegentlich großen Familienurlaub gemacht, also alle im gleichen Hotel, da sah man dann die Unterschiede: Mein ältester Neffe ist schon früh von den Kinder- auf die Erwachsenenmenues umgestiegen, weil es beim Abendessen für uns Dinge gab, die er mochte (Fisch z.B., der nicht in Stäbchenform geschniten und paniert war), einer meiner jüngeren Neffen hat dann eine Woche lang immer nur Würstchen mit Pommes gegessen, weil die Eltern froh waren, dass er das aß, bei den Neffen aus dem anderen Zweig haben die Eltern sehr darauf geachtet, dass sie unter den sechs oder acht Kindergerichten immer verschiedene Dinge auswählten, also gerade nicht jeden Tag Pommes, sondern auch mal ein Nudelgericht, und dass sie auch immer mit zum Salatbuffet gingen und sich ein paar Vitamine mitnahmen.

    Das Hotel war auf Familien eingestellt. Die Kinder bekamen vor uns ihr Hauptgericht, und wenn sie gegessen hatten, durften sie nach draußen auf den Spielplatz und wurden zum Nachtisch wieder hereingerufen, dazwischen haben die Erwachsenen durch Haupt- und Zwischengänge gearbeitet. Auch das eine Veränderung gegenüber meiner eigenen Kindheit: Von uns wurde erwartet, dass wir sitzenbleiben. Wer vorher aufstehen wollte, musste nachfragen und durfte dann je nach Situation sofort gehen oder musste warten, bis alle ihren Teller leer hatten, aber danach gab es keine Rückkehr, d.h. wer nach dem Hauptgericht schon aufstehen wollte, bekam auch keinen Nachtisch. Das galt aber nur für das Essen in der Familie. Im Restaurant (waren wir in meiner Kindheit nicht oft, aber gelegentlich, vor allem im Urlaub) hatten wir ruhig am Tisch sitzenzubleiben. Ich nehme an, ich wurde mit Büchern gefügig gemacht, keine Ahnung, wie meine Eltern das mit meinen Geschwistern gemacht haben.

    #151AuthorDragon (238202)  05 Jul 19, 10:30
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    Irgendwie klingt für mich Katzentisch nach: alle Kinder dürfen zusammen Spaß haben und keiner schaut so genau auf die Tischmanieren, aber wenn eines lieber bei den Eltern sitzen will, ist das auch ok. Das was JanZ beschreibt und wie es sich für mich auf Korsika angefühlt hat, ist aber von der Intention her umgekehrt: Die Kinder haben gefälligst für sich zu essen (in einem anderen Raum!) und die Erwachsenen in Ruhe zu lassen. Dass natürlich auch der Katzentisch für die Eltern den Vorteil hat, dass sie nicht dauernd an ihren Kinden rummäkeln müssen, und auch in Frankreich an den separaten Kindertischen möglicherweise größere Freiheiten herrschen als am Erwachsenentisch, ist klar.

    #152Authorgrinsessa (1265817) 05 Jul 19, 10:45
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    Bei Familienfeiern gab es auch immer den Kindertisch und den Erwachsenentisch. Als ich klein war, fand ich das, glaube ich, eher gut, da konnten wir Quatsch machen, ohne dass die Eltern das so genau mitbekamen, aber spätestens mit Einsetzen der Pubertät fand ich mich ja eigentlich selbst schon ganz schön erwachsen und meinte, doch jetzt an den Erwachsenentisch zu gehören, was die Erwachsenen aus irgendeinem Grund anders sahen ;o)

    Ich erinnere mich, dass, als ich meinen 40. Geburtstag feierte (damals... *seufz*), sich der Mann einer meiner Freundinnen zu meinen Eltern und Schwiegereltern an den Tisch setzte und sich mit ihnen unterhielt und wir dann witzelten "guck mal, der XY sitzt am Erwachsenentisch"... Das kannte jeder.

    #153AuthorDragon (238202) 05 Jul 19, 10:59
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    Allerdings möchte ich gar nicht, dass meine Kinder unbeaufsichtig mit Gleichaltrigen an einem Katzentisch sitzen... o.O

    (Wie meine Schwägerin mal über ihre Brut sagte: "Sie sind wohlerzogen".)


    Bei mir waren die Regeln beim Familientisch genau gleich wie bei Dragon. Bei den Kleinstreifen haben wir das leider verabsäumt, und jetzt müssen wir tiggerchen dauernd zurechtweisen doch sitzen zu bleiben...

    #154Authortigger (236106) 05 Jul 19, 11:02
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    Einmal war ich mit meinen Kindern in einem sehr gehobenen Restaurant. Das war während des Horror-Ferienhausurlaubs. Die Freunde gingen lieber zum bekannten amerikanischen Schnellimbiss, weil so ein Spitzenrestaurant im historischen Gebäude doch nichts für Kinder ist - und wurden dort angemeckert, weil der Zweijährige auf dem Plastikstuhl kniete.


    Wir bekamen im Luxusrestaurant einen Tisch am Rand des Geschehens, aber mit gutem Überblick über den schönen Saal, abwischbare Stuhlkissen für die Kinder ("Das Kleine darf sich gern auch darauf knien"), 3 Portionen Ente mit Rosinensoße mit 4 Tellern, die auf einem Servierwagen zum Tisch gebracht und dort vorgelegt wurden - mit Nachfrage beim jeweiligen Kind, ob viele, mittel oder wenig Rosinen gewünscht waren, alles vom Feinsten.

    Die Kinder benahmen sich dem Ambiente entsprechend, es war einfach toll.


    Grundsätzlich wurde bei uns gemeinsam gegessen. Sitzenbleiben bis alle aufstehen war nicht die strenge Regel, aber eine eiserne Regel war: Der Fernseher bleibt aus, bis alle aufgegessen haben. Es gab eine Phase, da hätten sie ohne diese Regel ihr Essen in 30 Sekunden hinuntergeschlungen.


    #155AuthorEifelblume (341002) 05 Jul 19, 11:52
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    @eifelblume: so was bringt Spaß. Eines von uns hat im Restaurant mal einen Teller runtergeworfen, sie war noch ganz klein. Auf unsere Entschuldigung kam nur “sie ist ja noch so klein. Darf sie denn schon ein Eis zum Nachtisch?“

    Re was: sie suchen selbst aus.Ich lese vor und mische kinderangebote mit normalem Essen. Pommes haben schon Suchtfaktor, das ändert sich irgendwann. Sie sollen das im Restaurant als Genuss erleben, nicht als Essensrziehung. Und dann füttere ich Probierhäpochen von meinem Teller.
    #156Authorh h (38469) 05 Jul 19, 12:03
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    Mich stressen im Restaurant eher die Kunden an den Nachbartischen als die Kellner. Bei uns müssen die Kinder sitzen bleiben, bis alle anderen Kinder fertig gegessen haben. Ausnahmen kommen vor, wenn eines so viel erzählt, dass es nicht zum Essen kommt. Unser Sohn hat Tendenzen zum ADHS und tut sich extrem schwer damit, länger sitzen zu bleiben. Deswegen ist er Tischbote, darf also aufstehen, wenn eine Sprudelflasche leer ist oder so.


    Die besten Restaurants mit Kindern sind für mich griechische Tavernen, am besten die am Strand oder auf dem Dorfplatz...


    Re Tigger: Wenn sich die Kinder am Katzentisch gegenseitig kontrollieren kann das viel effektiver sein als eine erwachsene Aufsichtsperson...probier's mal aus. zustände wie beim Kindergeburtstag hatte ich da noch nie.

    #157Authorgrinsessa (1265817) 05 Jul 19, 12:08
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    Es gibt Feiern, da würde ich gerne am Kindertisch sitzen...

    #158AuthorGibson (418762) 05 Jul 19, 14:44
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    Ja, manchmal führen Elfjährige am Kindertisch das Regiment und es klappt wunderbar. Auf unserer Hochzeit lief das, mein Neffe kümmerte sich sehr freundlich um mehrere Fünfjährige. Die Kleinen bis ca. 3/4 saßen sowieso bei den Eltern.

    Klasse Erlebnis, Eifelblume! Freundliche Kellner sind doch immer ihr Trinkgeld wert. Sollten sich manche Erwachsenen mal hinter die Löffel schreiben.
    Kein TV versteht sich von selbst, die Phase hätten wir auch gerade ohne diese Regel... das erinnert mich an die französische Gastfamilie, bei der ich mit 13 war. Der Fernseher beim Essen hat mich derart irritiert, furchtbar! Obwohl die sonst sehr nett waren.
    #159Authortigger (236106) 05 Jul 19, 20:10
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    Als Kind gabs bei mir daheim niemals Pommes und niemals Cola, Limo oder Spezi. Das durfte ich aber bestellen, wenn wir - selten - essen gingen. Das war dann was ganz, ganz Besonderes und Klein-Birgila glücklich. Auch Kindertische bei Feiern mochte ich Einzelkind total gern.


    Ich bekam übrigens als Kind zuhause zum Abendessen - alle Mann festhalten - BIER. Ich hatte dafür so ein kleines bedrucktes Senfglas, kennt ihr vielleicht noch. 150 ml schätze ich mal. Mein damaliger Kinderarzt hat meiner Mutter gesagt, das wär gesünder als jedes Limo. Bayern halt. Was ich daraus gelernt habe: Bier trinkt man zum Essen, nach einem Gläschen ist Schluss :-)

    #160AuthorBirgila/DE (172576) 05 Jul 19, 23:31
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    Ich durfte Limo und Pommes nicht mal zu den (s.o.) seltenen Gelegenheiten des Restaurantbesuchs. Cola mag ich eigentlich immer noch nicht (außer im Cuba Libre, hehe.)
    Die Kleinstreifen mögen überhaupt kein Bitzelwasser, das wollen wir doch möglichst lange beibehalten.
    #161Authortigger (236106) 07 Jul 19, 08:01
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    Tv während des Essens? Da fällt mir ein Türkeiurlaub ein, bei dem die Familie am Nachbartisch den TV vom Zimmer mitbrachte und den Kellner nach einer Steckdose dafür fragte. Neeiin, ich sag jetzt nicht die Nationalität.

    #162Authordrkimble (463961) 08 Jul 19, 08:41
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    OT: Hier lernt man doch immer wieder etwas über seine eigene Sprache: Bitzelwasser hätte ich mir vermutlich zusammenreimen können, aber bekannt war mir das Wort bislang nicht :-)

    #163Authorharambee (91833) 08 Jul 19, 11:02
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    #162, TV aus dem Zimmer vielleicht nicht, aber inzwischen sieht man doch total oft Einzelkinder am Tisch mit ihren Eltern, die mithilfe eines Tablets ruhig gestellt werden (oft aber leider: Kind ruhig, Elektronik laut). Von manischem Smartphone-Gebrauch am Essenstisch ganz zu schweigen.

    #164AuthorSpinatwachtel (341764) 08 Jul 19, 11:28
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    Ja übel! Insbesondere tiggerchen pirscht sich dann oft ran und will den Kindern über die Schulter schauen, da muss ich sie dann zurückpfeifen... anstatt dass sie sich vielleicht mit den Kindern anfreunden könnte und das in vielen kinderfreundlichen Restaurants vorhandene Malzeug benutzt o.ä. Danke für nix.


    (Bitzelwasser ist auch eher ein Großvaterwort bei mir, aber ich dachte, ich bring's mal an, weil es doch leicht verständlich ist. Koh-len-säu-re-hal-ti-ge-Ge-trän-ke. :-))

    #165Authortigger (236106)  08 Jul 19, 11:33
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    Bei uns daheim gab's Wasser "mit oder ohne Bitzl", bzw. wenn die Limo/das Mineralwasser zu lange offen war, "ist das Bitzl raus" oder noch schöner "kein Bitzl mehr drin". Inzwischen verwenden mein Mann und meine Kinder das auch. Ist doch viel praktischer als "Kohlensäure".

    #166Authorgrinsessa (1265817) 08 Jul 19, 11:50
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    #164 zeigt mir wiederum auf, wie lange der Türkeiurlaub zurückliegt. Damals(tm) waren Smartphones oder gar Handybenutzung im Ausland unbezahlbar und die Displays zum Videogucken ungeeignet...

    #167Authordrkimble (463961) 08 Jul 19, 12:37
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    @#164: Ich sehe sehr viel häufiger die umgekehrte Situation: Die Kinder, besonders die noch ganz kleinen, bemühen sich um die Aufmerksamkeit der Eltern, die kleben jedoch fest an ihren Smart Phones.

    #168Authoreineing (771776) 08 Jul 19, 16:48
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    @164 ff:


    Am letzten Geburtstag meiner Oma waren wir mittags mit ihr essen, das jüngste Kind eines meiner Cousins war auch mit von der Partie (die anderen Kinder in der Verwandtschaft waren in der Schule), und für die Bespaßung des Kleinen hatten seine Eltern bestens vorgesorgt: Laptop aufgeklappt, Kopfhörer aufgesetzt, und schon konnte er ein paar Folgen seiner Lieblings-Kinderserie gucken (und war nur mit Müh und Not dazu zu bewegen, zwischendurch auch etwas zu essen). Die Erwachsenen hatten ihre Smartphones im Wesentlichen in der Hand, um das Geburtstagskind und die Gäste zu fotografieren, ansonsten wurden sie beiseite gelegt, wir haben uns ganz normal unterhalten, die Verwandten sehe ich auch nicht so oft. Das Ganze fand in Nordamerika statt, aber ich könnte mir vorstellen, dass solche Szenen auch bei hiesigen Uromageburtstagen zu sehen sind.


    Das mit den Smartphone guckenden Eltern, die gar nicht mitbekommen, wenn ihre Kinder etwas von ihnen wollen, beobachte ich seltener in Restaurants, eher im ÖPNV. Auf jede Mutter oder jeden Vater, die mit Kind einsteigen und sich mit ihm unterhalten oder anderweitig beschäftigen, kommen gefühlt sieben bis zehn, die den Kinderwagen abstellen, das Smartphone zücken und die gesamte Fahrt weder Blicke noch gar Worte mit dem Kind wechseln.

    #169AuthorDragon (238202)  08 Jul 19, 17:21
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    Das geht mir ähnlich. Und ich bin mehr als einmal versucht gewesen zu fragen:

    "Brauchen Sie das Kind noch oder kann ich es haben?"

    #170AuthorcutYes (849789) 08 Jul 19, 20:04
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    ... Das mit den Smartphone guckenden Eltern, die gar nicht mitbekommen, wenn ihre Kinder etwas von ihnen wollen, ... -- sowas sehe ich auch ständig von meinem Schreibtischfenster aus ...

    #171Authorno me bré (700807) 08 Jul 19, 20:09
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    Apropos, hat jemand eine Idee, wie man die Kinder auf langen Autofahrten am besten mit Hörspielen versorgt? Jedem einen MP3-Player mit Kopfhörern?
    Bis jetzt haben wir immer gemeinsam CDs gehört, aber wir Eltern wollen auch mal wieder was anderes als den kleinen Drachen Kokosnuss... : )
    #172Authortigger (236106) 08 Jul 19, 20:11
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    Es gibt Adapter mit Mehrfachstecker für Kopfhörer, so kann man zu zweit hören. Das hat sich in unserem Auto auf der Rückbank ganz gut bewährt.
    Statt Drache Kokosnuss empfehle ich Ritter Rost. Da ist die Musik auch für Erwachsene nett. Und Hörbücher von Cornelia Funke (die für die Kleineren)
    #173AuthorBirgila/DE (172576)  08 Jul 19, 20:17
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    Unter Mehrfachstecker für Kopfhörer leicht  gugelbar  - Fünfer ab ca. 5 €


    #174Authormanni3 (305129)  08 Jul 19, 20:52
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    Vor der Reise in der Stadtbücherei mit bislang unbekannten Hör(kinder)büchern eindecken und sich dann gemeinsam daran erfreuen oder drüber lästern. Wenn sie blöd sind, braucht man sie ja auch nur einmal hören und kann sie dann wieder abgeben. Es gibt tolle Hörbücher von Kirsten Boie (Thabo ist genial, aber eher fürs Grundschulalter, für jüngere Kinder gibt's auch andere Helden und Heldinnen, wie z.B. Juli oder Linnea. Das ist immer so herrlich aus dem Leben gegriffen und vielschichtig, da versteht jedes Familienmitglied was anderes.) Oder natürlich die ganzen Otfried Preußler-Sachen. Es gibt ein schönes Hörbuch von Frederik Vahle, der Frederick (die Maus) aufgenommen hat. Die Bücher, die Anna Thalbach eingelesen hat, fand ich bislang auch sehr empfehlenswert. Das dann immer schön abwechselnd mit einer Kinder-Klassik-CD (dann schlafen die Kleinen) oder einer coolen Kinderlieder-CD (Rotz'n'Roll Radio oder Giraffenaffen oder so, Anne Kaffeekanne geht auch immer) - auf die Art sind wir neulich 11 Stunden gefahren. Aber nur Drache Kokosnuss oder - Gott bewahre - Conni, da würde ich auch nen Vogel kriegen.

    #175Authorgrinsessa (1265817) 08 Jul 19, 21:43
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    Jaja, Mehrfachstecker haben wir und die CDs der Leihbücherei bald durch. Die meisten aufgezählten kennen wir schon, und noch Ausgefalleneres dazu. (Derzeit "Ayda, Bär und Hase" von Navid Kermani, gelesen von Dietmar Bär. Das ist super!) Ich bin dem Leben auch dankbar, dass uns Conni und der Rest vom rosa Glitzerponypups-Mädchenkram erspart bleibt. Stattdessen amüsieren wir uns über das altvatrische Linkentum von Fredrik Vahle...

    Weiter stöbern werde ich noch bei ohrka.de, kennt ihr das? Ein ganz tolles Hörbücherprojekt, kostenlos, für Spenden.

    Meine Frage bezog sich eigentlich auf die Hardware.
    #176Authortigger (236106) 08 Jul 19, 23:34
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    Ich würde Kindern keine Kopfhörer aufsetzen, die haben doch so ein empfindliches Gehör.

    Wenn ihr ins anderssprachige Ausland fahrt, könnt ihr auch einen Sprachkurs aus der Bibliothek ausleihen, das ist auch ziemlich lustig, das zusammen anzuhören. Dann können alle am Zielort wenigstens bitte, danke, guten Morgen, die Postkarten sind zu teuer, haben Sie keine billigeren sagen... :-)

    #177AuthorSpinatwachtel (341764) 09 Jul 19, 08:47
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    Es gibt wohl Kinderkopfhörer mit gedrosselter Lautstärke. Ich dachte vielleicht hat jemand eine konkrete Empfehlung.

    ...und selbstverständlich lernen sie schon seit Jahren Chinesisch, aber weiß jemand, ob es Kindersprachkurse für Montenegrinisch gibt?

    #178Authortigger (236106) 09 Jul 19, 09:08
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    Klingt so als hülfe da nur noch eins: Zug fahren ;-)

    #179Authorgrinsessa (1265817) 09 Jul 19, 09:53
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    @tigger - When I took the kids to NZ to visit their grandparents at the beginning of the year, I bought them these headphones for the flight. Three volume limits, foldable, detachable cable (otherwise a weak point), and tough as nails. They came with stickers, too, so the kids could personalize them.

    #180Authorcovellite (520987)  09 Jul 19, 09:58
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    Dann such mir doch bitte eine Zugverbindung in die Bucht von Kotor (MNE), grinsessa. :-DD

    (Einen Flug gäbe es, aber wir werden gemütlich mit dem Auto reisen.)


    Danke, covellite, klingt gut! Bei dem Preis hat man doch gern eine persönliche Empfehlung.

    #181Authortigger (236106) 09 Jul 19, 10:03
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    Okay, Korrektur: Es hilft nur Zug fahren und einfachere Reiseziele wählen :-)

    #182Authorgrinsessa (1265817) 09 Jul 19, 10:05
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    Ich hab alles ertragen außer Benjamin Blümchen und Bibi und Tina. Das kam mir nicht ins Haus oder Auto.

    Pumuckl geht auch immer, die alten Geschichten mag ich selbst heute noch :)


    Die Kopfhörer müssen übrigens nicht unbedingt ne Lautstärkesperre haben, falls man die Hörbücher über Smartphone hört. Dann kann man dort die Lautstärke beschränken. Die Kinder können den Player zwar dann nicht selber bedienen, aber das ist kein arg großes Problem.


    Nachtrag: Kenne die Hörbuchversionen nicht, aber die Bücher der Millie-Reihe von Dagmar Chidolue habe ich sehr gern vorgelesen. Da kommts schon mal vor, dass Milli heimlich wo reinbieselt, weil sie keine Lust hat, aufs Klo zu gehen. Alles nicht so betulich und korrekt. Kein „Buch über die Freundschaft“ oder „ein Mutmachbuch“ (würg).



    #183AuthorBirgila/DE (172576) 09 Jul 19, 15:42
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    Etwas OT: Unser Sohn wollte damals[TM] mit knapp 3 Jahren im Auto in Amerika am liebsten Van Morrison und Jimi Hendrix hören. Braves Kind!

    #184Authorvirus (343741) 09 Jul 19, 17:14
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    In den Zeiten, 70er Jahre, als es noch nicht mal Cassetten zum Hören gab, als wir - meine Herkunftsfamilie - per Auto durch die Lande reisten, haben wir uns zu fünft (wir kids auf der Rückbank) die Zeit vertrieben mit Singen, gern im Kanon!, gern deutsche Volkslieder, mit diversen Sprach-/Wortspielen auf Deutsch und Englisch und mit Erzählen. Eigentlich was Schönes, da wir Gemeinsamkeit versucht haben. Manches gelang da, denke ich im Rückblick, trotz der Probleme und des Stunks. 


    Auch konnten meine kleine Schwester und ich trotz sehr großer inhaltlicher Verstehensprobleme die 1963er LP der "Münchner Lach- und Schießgesellschaft" halb auswendig runtersagen (Drechsel, Hildebrandt, Noack, Havenstein!) Das war sehr amüsant! Nix kapieren, aber geschliffene Wendungen aufsagen ("Wir Russän habän die bästen Schacherer...")!


    Meinem Vater haben wir, während er fuhr, den Nacken gekrault oder mit einem Kamm die Haare auf Hinterkopf gekämmt. Das entspannte ihn.

    Parallel dazu wurde auf dem Beifahrersitz seine Frau noch nervöser, als sie ohnehin immer schon beim Autofahren war. ... Das gab wieder Gereiztheiten. "Ach Barbara, nun lass doch mal!!" "Wolfgang, BITTE!" "MAMAA, cool dich!"


    Dann gab es noch so Sprüche, wenn mein Vater Tiere sah. Bei Schafen hieß es: "Schäfchen zur Linken, Freude tut winken" bzw. "Schäfchen zur Rechten, Streiten und Fechten!" War wohl noch aus seiner Jugend?


    Erinnere mich auch an diese stops irgendwo in den Alpen, wo der "der Buht" (wir sagten nicht Kofferraum) aufgerissen wurde und warmgewordene Käse- und Leberwurstbrote verteilt und vertilgt wurden. 

    Dazu irgendwas aus Thermoskannen. 

    Essengehen war nicht drin.


    That said - ich bin meinen Eltern dankbar, dass uns Kindern so viel ermöglicht wurde, in S.A. und in Europa. Wir haben viel gesehen, als Kleinkinder und als Teens. All das musste vorbereitet, geplant - und bezahlt werden z.T. in Zeiten, die von Umbrüchen und Unsicherheiten in der Familie geprägt waren. (Von denen ich nicht ein Bruchteil direkt und bewusst mitbekam.)


    ***


    Gibt es von der Fadenerstellerin, tigger, eigentlich noch bestimmte, offene Fragen zu diesem Reise/Kinder-Thema? (Habe nicht wirklich mitgelesen und es sind ja schon 185 posts...)

    #185AuthorBraunbärin (757733)  09 Jul 19, 17:25
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    Wo wir schon bei den Hörbuch-Tipps sind: Mein Kollege, eigentlich Italienisch-Lehrer, hat seinen Kindern auf den Fahrten nach Italien immer Italienisch-Bücher für Kinder mit TING-Funktion gegeben. TING ist ein Audio-Ausgabestift: Man tippt auf das Symbol im Buch und bekommt den Text vorgelesen oder Lieder vorgespielt. Man kann einen Kopfhörer anschließen oder den (winzigen und ziemlich blechern klingenden ...) eingebauten Lautsprecher nutzen.


    Den TING-Stift kann man für alle möglichen Bücher nutzen, auch für Mathe-Lernhefte, Weltkarten (und Globen), Vogelführer ...

    #186AuthorRaudona (255425) 09 Jul 19, 17:59
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    Da verwendet man jetzt TipToi, auch so'n System. Würde ich aber nicht zum Autofahren nehmen, davon wird ihnen wahrscheinlich schlecht...

    Braunbärin, darum ging es. Wie reisen wir jetzt, wir früher, wo gibt's international Unterschiede. Erzähl doch noch mehr von Südafrika!
    #187Authortigger (236106) 09 Jul 19, 18:28
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    @tigger, ein wahrlich weites veld... :-)


    Wo ansetzen?


    Und so lange her!


    "Ein weites Feld": Bei den Reisen und - öfter - bei unseren Sonntagsausflügen: Fahren, fahren, fahren. Kaum eine Menschenseele sehen. Mir damals völlig normal erscheinende, wunderbare Landschaften; ich kenne nichts anderes. Manchmal gehörte uns die Welt, the Orange Free State, das Kapland mit den blühenden veijies, der Tafelberg. Wo ich heute auch zehntausende von Menschen und Touristen wähne, ein Gewimmel. Undenkbar damals.


    ...


    Bilder im Kopf erscheinen:


    Dezember 1973, Sommerurlaub in einem Hotel in Lourenço Marques (heute Maputo), Mosambik; wir fuhren mit dem Schiff - bestätigt mir eines der Schwarzweißfotos jenes Urlaubs. Wir Mädchen tragen Mini - modische, schweißresistente Nylonkleider und blinzeln in die grelle Sonne; meine Mutter hat auf dem Kopf einen Bienenkorb. Trägt slacks und eine enge Blumenbluse ... mit riesen Kragenzacken. ... Sie sieht ernst und gestresst aus. Kein Wunder, bei dieser Familie, denke ich mir im Nachhinein.


    Im Speisesaal des "Hotel Girasol": Der Dessertwagen wird herangerollt. Unter anderem sehe ich und wähle aus: eine spanische Karamellcreme. Kühle, gelbe Milchcreme. Karamellzuckergeschmack. Ich bin hingerissen.

    Bald ein halbes Jahrhundert später weiß ich das noch. (Und danke nebenbei dem schwarzen Hotelpersonal, das sicher zu all diesen guten Erfahrungen beitrug.)


    ***


    Gibt es von Euch weitere punktuelle Erinnerungen an eine Reise als Kind?


    #188AuthorBraunbärin (757733) 09 Jul 19, 19:29
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    Birgila ab dem 3. Lebensjahr - wir sind also in den 60ern - immer mit den Eltern nach Italien über die alte Brennerstraße (regelmäßig ab der dritten Kurve gek....) Im Auto: deutsche Volkslieder vor und zurück, irgendwann Lieder aus einem kleinen orangen Büchlein, genannt „Der Bettelstudent“. Darin gabs so interessante Sachen wie „Negeraufstand ist in Kuba“ und andere Kulturschätze.

    In Italien dann jedes Jahr dasselbe kleine tiefenentspannte 2-Sterne-Hotel mit lauter plärrenden Italienerkindern im Speisesaal und zwei Wochen lang mittags und abends Schbagetti Bolonehse für mich (von mir selbst bestellt und heißgeliebt). Als Vorspeise gab es dann mal „Mozzarella“ - wir wussten nicht, was das ist. „Buffelkäise“ sagte die Bedienung. Das klang nicht sehr appetitlich, also haben wir uns nicht getraut, das zu bestellen.

    #189AuthorBirgila/DE (172576) 09 Jul 19, 19:56
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    Urlaubsreisen im eigentlichen Sinne gab es in meiner Kindheit nicht, dafür fehlte das nötige Kleingeld. In einigen wenigen Jahren fuhren wir Kinder mit der Mutter im Sommer Verwandte besuchen, mit der Bahn. Mein Vater musste arbeiten bzw. als "Republikflüchtling" konnte er nicht mit in die DDR.


    Die Verwandschaft hat manchmal Tagesausflüge organisiert. Erinnern kann ich mich an den Altenberger Dom, die Wartburg, und die Saalfelder Feengrotten. So etwas muss prägend gewirkt haben, denn Kirchen, Burgen, Höhlen und Bergwerke schaue ich mir heute noch gerne an, einen Strandurlaub oder Urlaub in den Bergen habe ich dagegen noch nie gemacht (ein paar Tage Spazieren in der Rhön wären am nächsten dran).

    #190AuthorNorbert Juffa (236158) 09 Jul 19, 20:14
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    (OT *aufstand ist in Kuba haben wir noch in den 90ern bei den Pfadfindern gesungen. Sonst waren die eigentlich nicht so drauf, ich weiß nicht was sie sich dabei - nicht - gedacht haben.)
    #191Authortigger (236106) 09 Jul 19, 23:15
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    Weil meine Eltern Hörspiele nicht ausstehen konnten (oder können) gab's früher im Auto nur Fredrik Vahle und die Mundorgel. Das ist so ein rotes, kleines Liederbuch mit Volks- und Wanderliedern, aber auch ein paar Klamauk-Liedern mit teilweise 70er-linksorientiertem Inhalt. Wir haben sie tatsächlich auch oft im Auto dabei, aber als Unterhaltung für Kinder, die noch nicht (gut) lesen können, nur mäßig geeignet.

    #192Authorgrinsessa (1265817) 10 Jul 19, 08:40
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    Damals:

    Mundorgel früher im Auto dabei: check

    Meine Eltern konnten weder Benjamin Blümchen noch Bibi Blocksberg (Tina gab's damals glaube ich noch nicht) ausstehen: check

    In unserem Auto gab es nur vorne Lautsprecher, darum musste das Radio/Kassette immer superlaut gestellt werden, damit wir hinten etwas hören konnten, aber für meine Eltern muss es unglaublich laut gewesen sein: check (in unserem Auto heute kann man die Lautsprecheransteuerung nach hinten regeln, ein Segen)

    Wir waren einmal in den USA, nachdem Freunde dorthin ausgewandert sind. Eine Woche lang hatten wir einen Mietwagen und sind durch Nationalparks gezeltet. Wir hatten genau eine Kassette dabei: Die Prinzen :) Ich kann glaube ich noch heute alle Lieder mitsingen!

    Aber eigentlich waren wir im Sommer quasi immer in Holland zelten, immer auf dem gleichen Campingplatz, und ich fand's toll!


    Frederik Vahle, damals wie heute: check


    Heute:

    Hörbücher aus der Bücherei für die drei auf der Rückbank: check - hier kann ich Pu der Bär absolut empfehlen, die sechsjährigen und wir Erwachsenen haben es sooo gerne gehört! (Die Dreijährige kann mit Hörspielen generell auf Dauer noch nicht so viel anfangen)

    Tiptoi-Bücher aus der Bücherei gehen auch gut, unseren wird davon auch nicht schlecht. Aber NUR mit Kopfhörern (und nur auf langen Strecken, nicht für mal eben). Wir haben diese: https://www.philips.de/c-p/SHK2000BL_00/kopfh... und sind zufrieden

    Wir haben auch schon die Toniebox aus der Bücherei ausgeliehen und ein paar Tonies, die konnten sie dann auf der Rückbank halten, das hat erstaunlich gut geklappt


    Grundsätzlich fahren wir aber definitiv lieber Bahn, da gehen jetzt sogar Kartenspiele (Uno spielt schon die Dreijährige mit, ich war etwas überrascht), essen, oder die Kinder malen Bilder und wir schreiben (nach ihrem Diktat) die Geschichte dazu, oder natürlich durch den Zug laufen, essen, "ich sehe was was Du nicht siehst", essen, trinken, Autos / Schleichtiere mitnehmen und dann aus Papier und tesa eine Landschaft dafür bauen, essen...... :)


    Oder eine Radtour, ggf. kombiniert mit der Bahn (Nahverkehr), so waren wir letztes Jahr auf Pellworm, es war toll! Die Großen fahren selber (für dieses Jahr haben sie unsere kleinen Packtaschen für ihre Räder bekommen und finden das großartig), die Kleine im Anhänger, umgeben von Zeugs :) Viel Pausen einplanen, viel zeitlichen Puffer, dann geht das (bei uns) wirklich gut. Nur wenn's stressig wird, weil die Fähre demnächst ablegt..... *räusper* aber wir haben es geschafft! *g*

    #193Authorestrellita (236267)  10 Jul 19, 09:00
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    An anderer Stelle schonmal erzählt: Tagesausflüge in die Flumserberge (Skigebiet, in etwa 1 h Fahrt von uns erreichbar), Sohn (4) macht einen Skikurs. Am Donnerstag hats geregnet, da haben wir es ausfallen lassen. Am Freitag dann das obligate "Abschlussrennen" - wir mussten davor noch wieder die Ski und Skischuhe ausleihen, die wir am Mittwochabend abgegeben hatten. Es geht bis zur Talstation etwas kurvig nach oben - Sohn hatte ein neues "Wieso, weshalb, warum"-Buch und "las" das die ganze Zeit hinten im Auto. Als wir ausstiegen, war er grün um die Nase. Dann noch die Skiausrüstung anlegen - Mama, mir ist nicht gut - aber er ist immerhin nur Vorletzter geworden. Es gab noch ein Mädchen, das nach einem "Sturz" nicht mehr aufstehen wollte...


    Ich habe dagegen als Kind und Jugendliche auf der Rückbank immer gelesen, ohne irgendwelche Probleme. Kanon gesungen haben wir auch, und rote und grüne "Enten" gezählt (2CV).

    #194Authorvirus (343741)  10 Jul 19, 09:27
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    Ich hatte als Kind im Auto immer eine riesige Häkeldecke dabei, in die ich reingeschnuffelt habe, weil das Auto so nach unserer Hochhaustiefgarage stank. Damals musste man sich noch nicht anschnallen - super. Ich glaub, unser Opel Kadett hatte hinten gar keine Gurte. Ich hab mir hinten mit Kissen ein richtig bequemes Nest gebaut.

    #195AuthorBirgila/DE (172576) 10 Jul 19, 09:36
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    Flumserberge, lustig. Da waren wir im Familienskiurlaub, bevor die Schweiz unbezahlbar wurde.


    Ich habe als Jugendliche im Auto viel gelesen. Da gab's mal ein Zeitfenster, als es ging. Inzwischen wird mir bei kurvigen Strecken schon auf dem Beifahrersitz schlecht, wenn ich zu viel ins Handy gucken muss wegen der Navigation (Jaja, ich weiß, dafür gibt's technische Lösungen). Meine Kinder sind so reisefest, dass es fast unheimlich ist. Denen wird nach 1h Kurven vielleicht mal flau, aber gekübelt hat in 9 Jahren erst einmal eins (nach einem ganzen Tag Gekurve und vielen Weintrauben).

    #196Authorgrinsessa (1265817) 10 Jul 19, 09:42
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    Mich hat mein Vater damals (so im KiGa-Alter) immer schlafend ins Auto getragen, mitten in der Nacht. Die Rückbank hatte er ganz an die Vordersitze rangeschoben (bei dem alten Renault ging das), so daß die Rückbank quasi eine Wanne war. Da wurde ich dann mitsamt Bettdecke reingelegt und verschlief einen Großteil der langen Fahrt an die Nordsee. Sehr zur Nervenschonung meiner Eltern. Anschnallpflicht hinten gab es ja noch nicht.

    Später wurde mir hinten immer schlecht (wird es bis heute übrigens), und meine Mutter hat sich geopfert und nach hinten gesetzt. Gehört wurde maximal Radio, jedenfalls nur etwas, was mein Vater ertrug. Und das war tendenziell wenig. Meine Mutter hat versucht, mich mit den üblichen Autobahnspielchen (Ich sehe was was du nicht siehst, Kennzeichensuchen, Kennzeichenraten, etc. pp) halbwegs bei Laune zu halten.

    Alle bis auf einen Kindheitssommer gingen an die Nordsee. Und der eine Ausnahmesommer ist mir immer noch als der schrecklichste Urlaub aller Zeiten im Gedächtnis. Da waren wir im Schwarzwald. Ich fand es grausam. Es war fürchterlich heiß und der ganze Urlaub bestand aus Mitdemautorumfahren und Imwaldrumlatschen. Hölle in Tüten für mich, die bis heute mit Hügeln/Bergen nix anfangen kann und ein Wassertierchen ist.

    #197AuthorChaja (236098) 10 Jul 19, 09:47
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    Das erste Auto hatten wir erst, da ging ich schon zur Schule, vorher sind wir, denke ich, mit der Bahn gefahren. Urlaub war in der Regel England, wir sind dann mit der Bahn nach Brüssel, dort lebten meine Großeltern und von dort aus fuhr auch der Zubringerbus zum Hovercraft. In Bus und Bahn konnte ich lesen, das passte, etwa ab dem Alter 4-5 war ich somit ruhiggestellt. Vorher werden meine Eltern wohl Geschichten vorgelesen/erzählt haben oder "Ich sehe was, was du nicht siehst" (bzw. "I Spy" mit uns gespielt haben, keine Ahnung.

    Später mit dem Auto: Ich glaube, das erste Auto hate nur Radio, kein Kassettendeck, und wir hatten eh keine Kassetten, sondern eher Schallplatten mit Hörspielen oder Kinderliedern. Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg waren auch nach meiner Zeit. Wir haben also selber gesungen (die Lieder, die wir in der Schule bzw. meine Geschwister im Kindergarten gelernt hatten), und Geschichten erzählt, Nummernschilderraten, "Ich sehe was, was Du nicht siehst" oder "Grüne Ente - stop" (wer zuerst einen grünen Citroen 2CV sieht, kneift seinen Nachbarn und ruft dazu "Grüne Ente - Stop!) gespielt. Ich konnte damals auch gut im Auto lesen, was ich auch getan habe. Bei einer Autorundreise, die wir mal machten, ich mag etwa 9 oder 10 gewesen sein, bekam jede/r von uns ein Klemmbrett mit einigen Blättern Papier, darauf konnten wir unterwegs z.B. den Kilometerstand protokollieren, komische Städtenamen notieren, Strichlisten über gelbe Autos oder Nummernschilder aus anderen Ländern führen usw.; am jeweiligen Übernachtungsort angekommen, konnten wir Bilder malen oder ein kleines Reisetagebuch über die Erlebnisse des Tages führen. 

    Noch später hatten wir zwar ein Auto mit Cassettendeck und selber auch Cassetten (eher mit Musik als mit Hörspielen), ab und zu durften wir auch etwas abspielen, aber meistens wurde es meinem Vater schnell zuviel (zumal es für ihn wahrscheinlich arg laut war, damit wir hinten auch etwas hören konnten). Lesen ging aber nach wie vor.  

    Ich kann mich auch nicht erinnern, dass irgendeinem von uns jemals schlecht geworden wäre im Auto, wir waren (und sind) alle recht reisefest. Mittlerweile lese ich allerdings nicht mehr so gerne im Auto, im Bus oder in der Bahn geht das dagegen nach wie vor problemlos.

    #198AuthorDragon (238202)  10 Jul 19, 10:42
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    Oh ja, nach Enten Ausschau halten! Ich kriege nicht mehr zusammen, was bei welcher Farbe gemacht werden durfte, aber es war lustig.


    Als meiner großen Schwester das zu blöd wurde oder wenn sie nicht dabei war (sie klinkte sich viel früher als ich aus den Familienurlauben aus), begann ich zu rechnen: Wenn auf dem Straßenschild "Stadt XY x km" stand, schaute ich auf den Tacho (und tadelte meinen Papa, wenn er zu schnell fuhr) und rechnete aus, wie lange wir dahin brauchen würden. Das mache ich übrigens heute immer noch und vergleiche dann mit dem Navi. - Komisch, bis zu diesem Faden habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, dass das für eine mäßig mathe-affine Linguistin doch eher seltsam ist ...

    #199AuthorRaudona (255425) 10 Jul 19, 18:12
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    OT @ Raudona: Vielleicht bist du mehr mathe-affin, als du selber meinst zu sein?


    Vielleicht ist das Interesse auch noch spezieller. Ich bin zwar ziemlich mathe-affin, aber besonders stark faszinieren mich Zahlen. Das war schon so, bevor ich in die Grundschule kam, und auch im Beruf haben mich vor allem immer die numerischen Probleme gereizt. Zahlen kann ich mir auch gut merken, Namen dagegen fast gar nicht.

    #200AuthorNorbert Juffa (236158)  10 Jul 19, 19:22
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    Eine befreundete Familie, die mich öfter auf Tagesausflüge mitnahm, hat immer "Zwick" gespielt: Die alten weiß-auf-schwarzen österreichischen Nummern waren ja sechsstellig, wer eine mit viermal der gleichen Ziffer sah, durfte "Zwick" rufen und den anderen zwicken!


    Fredrik Vahle ist natürlich immer noch nett, die meisten Lieder rocken doch ganz gut und sind witzig. Aber ein paar friedensbewegt/sozial gerechte sind schon ziemlich komisch heutzutage. ("Der Vater ist die Arbeit los" /"...das sind ja alles Kinder von so Gastarbeitern, mein Vater sagt immer die verschwänden viel besser.." / "...ein Mann ist nicht was Bessres, sondern ein Kollege...") :-D

    #201Authortigger (236106) 11 Jul 19, 11:29
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    Andere erlangen traurigerweise wieder eine gewisse Aktualität. Auf der Rübe glaube ich, ist das Lied, in dem die Familie ausziehen muss, weil Spekulanten ihr Haus aufkaufen und die Mieten nicht mehr bezahlbar sind. Der Text wurde bei uns in der Familie immer zitiert, wenn alle mit anpacken oder tragen mussten:  "Mutter schleppt, die Kisten auf den Wagen, Papa muss die Waschmaschine tragen, Schwesterchen die große Gipsfigur, und der kleine Benjamin die Bügeleisenschnur." (V.a. die letzte Zeile)

    #202Authorgrinsessa (1265817) 11 Jul 19, 11:45
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    @tigger Hey, nun aber mal nichts gegen die Postfrau sagen ;) (Krass, Jahre nicht gehört, sofort alles wieder da)

    #203Authorhelga_HH (247600) 11 Jul 19, 11:45
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    Ich habe erst vor ein paar Jahren erfahren, dass viele Lieder, die mich in der Kindheit begleitet haben, von Vahle sind, allerdings eher die unpolitischen wie der Cowboy Jim aus Texas, der Hühnerhof oder Anne Kaffeekanne.

    #204AuthorJanZ (805098) 11 Jul 19, 11:47
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    Ich glaube, die sind alle komplett an mir vorbeigegangen... Mir sagt der Name auch gar nichts.

    #205AuthorDragon (238202)  11 Jul 19, 11:48
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    Verrückt - ich habe grinessas (magst Du mal Deine PM-Funktion einschalten?) Text direkt und sofort mit der richtigen Melodie gelesen - obwohl ich die Rübe auch ewig nicht gehört habe!

    #206Authorestrellita (236267) 11 Jul 19, 11:57
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    Mein Kopf kann sich gerade gar nicht für einen Ohrwurm entscheiden, der Tag könnte etwas anstrengend werden ;)

    #207Authorhelga_HH (247600) 11 Jul 19, 11:59
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    Helga, genau! Ich werde zuhause wohl erstmal das Kassettendeck bemühen :)

    (Die Rübe und Der Elefant haben wir nur meine alten Kassetten, die anderen auch neu als CD)

    #208Authorestrellita (236267)  11 Jul 19, 12:01
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    @estrellita Spotify kann helfen

    #209Authorhelga_HH (247600) 11 Jul 19, 12:07
    Comment

    "Die Rübe" hatten wir sogar in Kapstadt; ein Onkel schickte uns die - nebst all der EUROPA-Märchenplatten - aus Dtl. Ich habe wie ihr auch die Lieder im Ohr. Die etwas komische Intonation von Vahle und die klare, fast penetrante Stimme von jener Christiane XY, die mit ihm im Duo sang.

    Die politischen Botschaften hinter den Songs sagten mir aber gar nichts. Ich war zu jung dafür und anders als heutige 10-Jährige ziemlich unwissend auf eine bestimmte Art und Weise. Von "Spaghettifressern" hatte ich natürlich auch noch nie gehört.


    "Hau-ruck zieht der Paul, und hau-ruck zieht der Fritz - alle Mann, nix wie ran, ganz egal, ob man schwitzt".


    Kann gut sein, dass wir auch diese Songs beim Rumfahren sangen... (um zum Fadenthema zurückzukommen)


    #210AuthorBraunbärin (757733)  11 Jul 19, 12:25
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    Christiane XY = Christiane Knauf

    #211Authordrkimble (463961) 11 Jul 19, 13:10
    Comment

    Ich liebe auch den eingestreuten Feminismus, so wunderschön unsubtil:


    Der Hahn läuft im Hühnerhof hin und her

    und denkt sich dass er hier der Größte wär,

    und er springt auf den Mist und singt ….


    Das Huhn läuft auch über den Hühnerhof

    und denkt sich der Hahn ist schön bunt, doch doof ….


    Die Ente, die watschelt am Mist vorbei

    und denkt sich: "Der Kerl legt nicht mal ein Ei!" …


    [aus dem Hühnerhof]

    #212Authorgrinsessa (1265817) 11 Jul 19, 13:27
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    Haha, stimmt, insofern ist natürlich auch dieses Lied ganz und gar nicht unpolitisch.

    #213AuthorJanZ (805098) 11 Jul 19, 13:51
    Comment

    "Mutter schleppt, die Kisten auf den Wagen, Papa muss die Waschmaschine tragen, Schwesterchen die große Gipsfigur, und der kleine Benjamin die Bügeleisenschnur." - das kenne sogar ich, allerdings mit einem anderen Text, in dem es darum geht, dass Adam, Eva und Familie aus dem Paradies ausziehen müssen; die letzte Zeile hier lautet: " .....und das kleine Abelchen die Bügeleisenschnur."


    Alle anderen Lieder sagen mir nichts, wahrscheinlich waren die nach meiner Zeit.


    Unsere ersten Autos hatten kein Radio, so dass wir uns auf Urlaubsreisen mit Spielchen wie "Ich sehe was, was du nichts siehst" usw. die Zeit vertreiben mussten. Der erste Wagen war ein Käfer; wenn außer den Eltern noch weitere Erwachsene mitfahren wollten, dann wurden wir Kinder kurzerhand in diese Mini-Gepäckablage hinter dem Rücksitz gesteckt. Das wir sicherlich schon damals nicht erlaubt. Und ich kann mich noch erinnern, dass der Bezug dieser Gebäckablage an den Beinen ziemlich gekratzt hat.


    Aber sehr weit gingen diese Reisen nie, höchstens mal 2 - 3 Stunden (Käfer!) zu Tante und Onkel.

    #214AuthorRed Poppy (876587)  11 Jul 19, 14:15
    Comment

    "Ich sehe was, was du nicht siehst" ist doch im Auto total frustrierend, weil man an allem so schnell vorbei ist. Aber fürs Restaurant immer noch der beste Zeitvertreib.

    #215Authorgrinsessa (1265817) 11 Jul 19, 15:08
    Comment

    Der erste Wagen war ein Käfer; wenn außer den Eltern noch weitere Erwachsene mitfahren wollten, dann wurden wir Kinder kurzerhand in diese Mini-Gepäckablage hinter dem Rücksitz gesteckt. Das wir sicherlich schon damals nicht erlaubt. Und ich kann mich noch erinnern, dass der Bezug dieser Gebäckablage an den Beinen ziemlich gekratzt hat.

    (Red Poppy)


    Genauso war das bei uns. Aber nur, wenn wir, von meiner Mutter, zur Schule gefahren wurden. Dass ich da in diese Ablage in den VW-Käfer reinpasste! Samt Hund auch noch! Aber ich war handtuchschmal...

    :-) ("Gebäckablage"?)


    Wir sind aber auch mal mit dem anderen Auto, dem dieseligen Mercedes, die 10 min zum Strand zu dritt im "Buht" - Kofferraum - gefahren, die Haube hielten wir dabei fest. Also drei Kinder hinten drin, Blick gegen die Fahrtrichtung. Über dem Auspuff des Diesel-Mercedes. Mein Vater hatte wohl einen Knall...?

    #216AuthorBraunbärin (757733) 11 Jul 19, 15:23
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    In meiner Kindheit fuhren die Autos nicht ganz so schnell an allem vorbei ;o) Aber es gab auch innerhalb des Autos genug zu sehen und zu raten, und gelegentlich stand man im Stau (zum Beispiel an Grenzübergängen), da konnte man auch Dinge außerhalb des Autos erraten.

    Im Restaurant ist das wohl nur ein guter Zeitvertreib, wenn das/die Kind(er) nicht dazu neigen, die mögliche Antwort herauszukreischen, sondern das Spiel in normaler Gesprächslautstärke vonstatten geht. Da hängt es also vom Temperament der Kinder ab.


    @214: Bei uns war das erste Auto ein Kombi, ein VW, keine Ahnung, wie das Modell hieß. Hinten keine Gurte, die waren noch nicht Pflicht, und wenn weitere Erwachsene mitfuhren, saßen wir Kinder im Kofferraum.

    #217AuthorDragon (238202)  11 Jul 19, 15:26
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    @217 "VW Variant" wahrscheinlich.

    #218AuthorMöwe [de] (534573) 11 Jul 19, 15:29
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    Aber ich war handtuchschmal... - Ich auch, aber wahrscheinlich wurde das Gebäck nicht nur abgelegt..... ;-)


    Generell war dieser Zusatzkofferraum (um das Gep/bäck zu vermeiden) aber abgedeckt und diente tatsächlich als Hutablage. Ich hatte wirklich so einen Vater mit Hut und eine Tante (meine Mutter war unschuldig), die Toilettenpapierrollen umhäkelt hat.

    #219AuthorRed Poppy (876587)  11 Jul 19, 15:46
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    Muhaha, na wenigstens bin ich nicht mehr alleine mit den Vahle-Ohrwürmern. Gern geschehn. Cowboy Jim, Anne Kaffeekanne, der Fuchs... alle wirklich nett. Am liebsten habe ich ja den Schnurrbart, der ist so schön kurz und blöd. : D

    Trotzdem mag ich was Neues noch lieber, nämlich die Donaupiraten und die Geschichten aus Asagan. Mehr ein Geheimtipp, gibt's aber auch bei Spotify und so!
    #220Authortigger (236106) 11 Jul 19, 17:34
     
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