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  • Betrifft

    Schöne Wörter III

    Kommentar

    Wie kommen von hier: Siehe auch: Schöne Wörter II


    Hamann spricht hier von einem Hypochondriaker, wo er einen Hypochonder meint.


    Edith fügt "Reviewee" hinzu. Fast ein kleines Lied!

    VerfasserGart (646339)  28 Jun. 19, 13:00
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    Heute nahm ich u.a. das Rückerwerbsanwartschaftsrecht durch. Ein Rückerwerbsanwartschaftsrecht erwirbt man, wenn man eine durch die Tilgung der Forderung auflösend bedingte Sicherungsübereignung durchführt. Dieses Rückerwerbsanwartschaftsrecht erstarkt im Moment der vollständigen Tilgung wieder zum Eigentum des Sicherungsgebers.

    #1VerfasserBenatarsComrade (1182552) 09 Jul. 19, 03:21
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    Das konnte ich jetzt erst beim 5. Anlauf vollständig korrekt aussprechen!

    #2Verfasserulinne (894128) 09 Jul. 19, 06:33
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    #0 Edith fügt "Reviewee" hinzu. Fast ein kleines Lied!


    So hatte ich das Wort noch nie betrachtet. Aber jetzt, wo Du's sagst... könnte fast ein mnemonic für den Gesang des Red-winged Blackbird sein:

    https://www.audubon.org/sites/default/files/R...

    #3VerfasserCalifornia81 (642214) 09 Jul. 19, 08:29
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    https://de.wikipedia.org/wiki/Dünndarmfehlbe...


    Ein soziologisches Phänomen? Oder ein Begriff aus der Gamer-Szene?

    #4Verfassermbshu (874725) 21 Jul. 19, 22:04
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    Tolle Berufsbezeichnung: der Erzprobierer. Leider kein Chefvorkoster, sondern jemand, der Erzproben untersucht(e).

    #5VerfasserGart (646339) 22 Jul. 19, 10:42
    Kommentar

    Zu #1 kam heute die Auflassungsanwartschaft. Sie kommt zustande, wenn die Auflassung eines Grundstücks notariell beurkundet worden ist und der Erwerber (das ist übrigens wichtig!) den Antrag auf Eintragung des Eigentümerwechsels beim Grundbuchamt gestellt hat. Dann erwirbt eben jener Erwerber zunächst eine Auflassungsanwartschaft.



    #6VerfasserBenatarsComrade (1182552) 23 Jul. 19, 02:35
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    Alalie - nein, nicht der französische Ruf zur großen Jagd, sondern eine Sprechstörung.

    #7VerfasserSelima (107) 23 Jul. 19, 10:36
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    Lautmalerisch ist dagegen die Ululation - eine bestimmte Art, einen Heulton hervorzustoßen.

    #8VerfasserGart (646339) 23 Jul. 19, 11:28
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    #8:

    https://www.youtube.com/watch?v=__JksGpN1rw

    They start ululating at 3:50.

    #9VerfasserStravinsky (637051) 23 Jul. 19, 12:19
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    Ich kenne Ululation als das Trillern (nicht Heulen) von Frauen bei Festen etc.

    #10VerfasserSelima (107)  23 Jul. 19, 16:33
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    Gerade in einem ZEIT-Artikel in einem Bericht über einen 99jährigen Zeitzeugen gelesen: vortrefflich. Wie schön.

    #11Verfasservirus (343741) 31 Jul. 19, 16:51
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    Ein bißchen enttäuscht dreinschau, daß er nicht fürtrefflich gesagt hat ...

    #12Verfassermbshu (874725) 01 Aug. 19, 07:55
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    Re #11: Was ist an "vortrefflich" denn so besonders???

    Gehört zu meinem normalen aktiven Wortschatz und wird auch vom Duden als garnicht mal so selten angesehen.

    #13Verfassertraveler in time (757476) 01 Aug. 19, 08:25
    Kommentar

    Vortrefflich gehört schon zu den Wörtern, die auch ich nicht so oft höre oder lese... Aber wenn wir das vor weglassen, können wir uns daraus sogar ein schönes trefflich basteln :)

    #14VerfasserPippilotta007 (1196225) 01 Aug. 19, 09:38
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    Kappapagei: Siehe auch: Cape parrot - Kappapagei, m - Kap-Papagei, ... (hatte erst Kappapapagei gelesen …)

    #15VerfasserJanZ (805098)  06 Aug. 19, 19:12
    Kommentar


    lichtdurchflutet


    #16VerfasserBraunbärin (757733) 14 Sep. 19, 19:46
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    lebenssatt


    Und Abraham verschied und starb in einem guten Alter, als er alt und lebenssatt war, und wurde zu seinen Vätern versammelt. (1. Mose/Genesis 25,8)

    #17VerfasserStravinsky (637051) 14 Sep. 19, 23:44
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    Sich an jemanden ranwanzen stößt mitnichten auf einhellige Zustimmung. Wer wird davon schon hellauf begeistert sein?

    #18VerfasserAnalphabet (1034545) 19 Sep. 19, 11:20
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    tadellos


    finde ich auch ein schönes Wort.

    #19Verfasserulinne (894128) 20 Sep. 19, 06:21
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    ... wie einwandfrei, makellos und unbescholten.

    #20VerfasserStravinsky (637051)  20 Sep. 19, 07:00
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    Pillepallisten

    "Das ist das Werk der Pillepallisten"


    sagte eine/r nach dem Klimapaket der Bundesregierung.



    ***********


    Über einen link "drübermausen" (schrieb Raudona woanders) ...

    #21VerfasserBraunbärin (757733)  21 Sep. 19, 22:44
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    Mit Borborygmus (griech. βορβορυγµός „Bauchknurren“) werden kollernde und gurrende Darmgeräusche, bedingt durch die Bewegungen des mit Gas und Flüssigkeit gemischten Darminhaltes, bezeichnet. (Wikipedia)

    #22VerfasserMiMo (236780) 25 Sep. 19, 07:54
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    "Federführend" ... wurde heute früh im Radio jemand genannt. Das ist doch ein schöner Ausdruck dafür, daß jemand etwas anführt oder leitet. Man sieht und hört den Unterzeichner mit der prächtigen Gänsefeder ein Pergament unterzeichnen (falls der Begriff überhaupt daher kommt - aber ich stellte mir das heute früh so vor).

    #23VerfasserSelima (107)  25 Sep. 19, 08:41
    Kommentar

    "Federführung" hatte früher noch einen anderen Sinn: Ein junger Mensch, der in die Welt hinausziehen wollte, aber nicht wusste, in welche Richtung er gehen sollte, der blies eine Feder in die Luft, und dorthin, wo die Feder flog, ließ es sih führen:


    "es ist auch sonst ein gemein sprichwort vorhanden, das gemeinlich diejenigen brauchen, so fremde land bauen wollen oder sollen, 'ich will ein feder aufblasen, wo dieselbig hinaus fleugt, will ich nachfahren'. Aventin 98b; in Hessen: 'wo wird der seine federn hinblasen?' wohin wird er ziehen?; kere der sünd den rücken und gang also für der nasen nach, das ist diner angebornen erberkeit, blas ein feder, das ist entpfilch din fürsatz dem wind des heiligen geists, der wird dich füren das dir wol wird sin. Keisersberg"


    (Keisersberg = Johann Geiler von Kaysersberg (1445 - 1510), der bedeutendste deutsche Prediger des ausgehenden Mittelalters)


    http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgu...

    #24VerfasserMiMo (236780) 25 Sep. 19, 10:30
    Kommentar

    In einer hierarchisch geführten Organisation ist "federführend" ein sehr gängiges Adjektiv....!

    #25VerfasserBraunbärin (757733) 25 Sep. 19, 10:56
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    Re #22: Die Borborygmen kenn ich ausm Asterix! Asterix bei den Pikten, da kommt das vo. Und der running gag mit Obelix' Missverständnis von den Boborhythmen ist wirklich gelungen.
    Der beste (einzig akzeptable...) Band ohne Uderzo/Goscinny bisher, übrigens.
    #26Verfassertigger (236106) 26 Sep. 19, 14:28
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    Ich mag das Wort Krochhochhaus (ein Gebäude in Leipzig), anschließend bin ich den Frosch im Hals los :-)

    #27VerfasserGart (646339) 04 Nov. 19, 08:32
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    Ich mag das Wort "künstlich", wenn es altmodischerweise nicht antonym zu "natürlich" gebraucht wird, sondern synonym zu "kunstvoll", z.B. im Satze "Und Telemachos stieg auf den künstlich gebildeten Wagen." (Voss' Übersetzung der Odyssee natürlich ... hach).

    #28Verfasserfrischwasser (689006) 04 Nov. 19, 11:54
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    Und ich mag küsslich - "wert, geküsst zu werden; zum Küssen reizend"

    https://www.dwds.de/wb/k%C3%BCsslich


    Ach, wie küsslich war Larissa!


    Auch Goethe hat es verwendet: denen vom küsslichen mund floss ein verführendes lied.

    (die neue sirene);

    #29VerfasserMiMo (236780)  04 Nov. 19, 12:17
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    Wie eben im Nachbarfaden erwähnt: Paradoxurus hermaphroditus, die Schleichkatzenart "Fleckenmusang", die für die Produktion des sog. Kopi Luwak-Kaffees bekannt ist.


    Passt auch in den Faden mit den kuriosen Tier- und Pflanzennamen.

    #30Verfasservirus (343741) 04 Nov. 19, 14:42
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    #31VerfasserMiMo (236780) 04 Nov. 19, 19:19
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    juchzend

    #32Verfasserad.joe (236303) 05 Nov. 19, 17:28
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    woo

    happenstance


    pupipar

    pupipare Insekten (Insekten, deren Larven sich gleich nach der Geburt verpuppen) – Duden

    #33VerfasserStravinsky (637051)  02 Dez. 19, 07:36
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    gallivant


    Auf MSNBC gehört. "Rudy Giuliani is gallivanting around Europe."

    #34VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 07 Dez. 19, 08:23
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    Hättest du Game of Thrones geguckt, würdest du es kennen, Chekov.

    Banause... ;-)

    #35VerfasserFrolf (DE) (1270837) 07 Dez. 19, 17:27
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    ungetümlich

    gefunden in "Die Wasserfälle von Slunj" von Heimito von Doderer,

    es bezeichnet dort ein goßes, sperriges Möbelstück, ein "Ungetüm" von Möbel.


    Die Gebr. Grimm haben "ungetümlich" noch gekannt, DWDS kennt es nicht mehr ...

    #36VerfasserMiMo (236780) 30 Dez. 19, 23:15
    Kommentar

    Siehe Wörterbuch: Reißverschlussschloss


    Verwunschen wie im Märchen, oder in einem Film von Kurosawa ...

    #37Verfassermbshu (874725) 08 Jan. 20, 12:15
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    busybody

    stickybeak

    #38VerfasserStravinsky (637051) 10 Jan. 20, 08:41
    Kommentar

    busybody habe ich auch schon immer gemocht (#38).


    Jemand mailte mir heute:

    ... dieser breitnüstrige englische Schauspieler damals....

    :-)

    Gemeint war Michael York.

    #39VerfasserBraunbärin (757733)  27 Jan. 20, 16:29
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    Schallzeichen


    Die Straßenverkehrsordnung (StVO) spricht vom sogenannten Schallzeichen, wenn es ums Hupen geht.

    (gmx)

    #40VerfasserStravinsky (637051) 28 Jan. 20, 17:30
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    unzermorscht


    (von einer alten Holzhütte auf einem Berg)

    #41VerfasserMiMo (236780) 29 Jan. 20, 10:05
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    (#41... nie gehört....)

    'vermorscht' habe ich lange nicht mehr gelesen, aber ist auch ein schönes Wort, klanglich...


    #42VerfasserBraunbärin (757733) 29 Jan. 20, 10:22
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    Kürzlich in der Geschichte meiner Gemeinde (es gibt ein interessantes Buch dazu) gelesen:

    inskünftig

    Von einem Schweizer Historiker um 1980 herum geschrieben. bedeutung: künftig, in Zukunft, fortan. Laut Duden schweizerisch, ansonsten veraltet. (In diesem Fall vielleicht sogar beides! :-))

    #43Verfasservirus (343741) 29 Jan. 20, 10:27
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    zermorschen

    im WB der Gebr. Grimm:

    http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgu...

    #44VerfasserMiMo (236780) 29 Jan. 20, 15:31
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    Der Schabrackenschakal hat auf Englisch einen nicht weniger a-lastigen Namen: Black-backed jackal.

    #45VerfasserJanZ (805098) 19 Feb. 20, 11:21
    Kommentar

    Schierschandudel finde ich ein sehr schönes Wort.

    Und, falls nicht irgendwann in der Fadenreihe schon einmal erwähnt, Kokolores ebenso.

    #46Verfasserskye (236351) 19 Feb. 20, 11:39
    Kommentar

    Insektenhotel

    #47VerfasserStravinsky (637051) 23 Feb. 20, 12:36
    Kommentar

    Siehe auch: die Jemandin (trotz der Gegenargumente ...) - oder noch besser: die Jemandine.

    #48Verfassermbshu (874725) 23 Feb. 20, 13:57
    Kommentar

    Passend zum Schabrackenschakal aus #45:


    Die Tüpfelhyäne (Crocuta crocuta)


    Ein paar Mal hintereinander deutlich ausgesprochen, sorgt sie für hervorragende Lippengymnastik. ;-)

    #49VerfasserFragezeichen (240970) 23 Feb. 20, 16:43
    Kommentar

    Habe ich vor einiger Zeit mal gehört, seither gehört es zu meinem aktiven Wortschatz (ich hab nämlich selbst zu viele davon ... :)


    Das Stehrümchen


    Und gerade gesehen, dass es im Französisch-Forum schon einmal aufgetaucht ist:

    Siehe auch: [fr-de] ramasse-poussière (m.) - Stehrümchen (n.) [...

    #50Verfasserminima (507790) 23 Feb. 20, 19:02
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    Stehrümchen - ein sehr nettes Wort! Das merke ich mir.


    Ich habe allerdings dabei zuerst an ein Gläschen Schnaps (Rum) gedacht, das man schnell mal im Stehen kippt. ;-)



    #51VerfasserFragezeichen (240970) 24 Feb. 20, 13:02
    Kommentar

    --

    #52VerfasserBraunbärin (757733)  08 Mär. 20, 19:18
    Kommentar

    heiopopeio


    = eiapopeia

    (Duden)

    #53VerfasserStravinsky (637051) 25 Mär. 20, 20:23
    Kommentar

    Abendstraßeneleganz


    © Thomas Mann; c/o Bob C.

    #54VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  20 Apr. 20, 09:10
    Kommentar

    to decomplexify

    #55VerfasserBraunbärin (757733) 21 Apr. 20, 20:47
    Kommentar

    @53: ist das die Eiapopeia, der Heiopopeio, das Heiumpopeium?

    #56Verfasserunnaix (769252) 22 Apr. 20, 09:49
    Kommentar

    #50/51 hat mich an das Schmückedeinheim erinnert - ein Wort, das z. B. im Karl Kraus'schen Opus mitunter anzutreffen ist, etwa hier: https://www.textlog.de/36105.html


    Das Wort finde ich auch deswegen nett, weil es mich an eine Gepflogenheit besonders der französischen Sprache erinnert, bei der der Gebrauch dem Gegenstand in charakteristischer Weise den Namen verleiht: ein "Portemonnaie" ist ein Tragedasgeld, das "Portepee" ein Tragedasschwert, die "Garderobe" ein Verwahredaskleid...

    #57VerfasserGart (646339)  22 Apr. 20, 10:16
    Kommentar

    Und „Stelldichein“ war mal als deutsche Übersetzung von Rendezvous gebräuchlich. Das Italienische macht es übrigens ganz ähnlich, Handtuch heißt asciugamani „Trockne Hände“, Fliegenklatsche acchiappamosche „Fang Fliegen".

    #58VerfasserJanZ (805098) 22 Apr. 20, 10:30
    Kommentar

    Ab und zu auch im Englischen anzutreffen, z. B. keepsake oder killjoy.


    Hat das Phänomen eigentlich einen besonderen Namen?


    Edith fällt gerade auf, dass solche Komposita öfter bei Personenbezeichnungen auftreten (gewöhnlich pej.): Taugenichts, Tunichtgut, Hans Guckindieluft.

    #59VerfasserGart (646339)  22 Apr. 20, 10:41
    Kommentar
    #60Verfassermbshu (874725) 22 Apr. 20, 10:59
    Kommentar

    eine Gewitterziege

    #61VerfasserBraunbärin (757733) 18 Mai 20, 17:33
    Kommentar

    hullabaloo

    #62VerfasserBraunbärin (757733) 19 Mai 20, 20:03
    Kommentar

    irk

    vergackeiern

    neunmalklug

    Dreikäsehoch

    wundernett

    (Letzteres wohl eigens für dieses Lied kreiert:)

    https://www.youtube.com/watch?v=IXKGE0g4asM

    #63VerfasserStravinsky (637051) 31 Mai 20, 22:41
    Kommentar

    Zu # 59: Hat das Phänomen [d. h. Wortbildungen wie Taugenichts oder Tunichtgut] eigentlich einen besonderen Namen?


    Manche Wortbildungslehren* bezeichnen solche Wörter als Satznamen. Es handelt sich überwiegend um Substantive als Personenbezeichnungen, die als zum Wort verdichtete Sätze verstanden werden können. Die zugrunde liegende Verbform kann man als 1. Person Präsens oder als Imperativ deuten. Dazu zählen - und manche der Wörter sind so ausdrucksstark, dass sie wohl die Erwähnung in diesem Faden verdienen -:


    der Springinsfeld

    der Wagehals

    das Rührmichnichtan

    das Vergissmeinnicht

    der Schauinsland (ein Berg im Schwarzwald)

    der Störenfried

    Reißaus (nehmen)

    der Schlagetot

    das Stelldichein


    *so etwa Fleischer/Barz (2. Aufl.1995): Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, S. 213f.

    #64VerfasserCro-Mignon (751134) 01 Jun. 20, 00:23
    Kommentar

    … or ne’er-do-well (= Tunichtgut)

    #65VerfasserStravinsky (637051)  01 Jun. 20, 07:56
    Kommentar

    Diese Satznamen gibt es nichtzuletzt auch als Familiennamen (die mich seit früher Jugend fasziniert haben). Die entstammen dem Mittelalter und sind anscheinend stets Imperative:


    Störtebecker (nddt.: Stürz den Becher)

    Hastenteufel

    Schlagintweit

    Springinsfeld

    Luginsland (analog zum Schauinsland)

    Kistenpfennig (Küss den Pfennig)

    Bleibtreu

    Schnappauf

    Rürup (nddt.: Rühr auf )

    Thudium (Tu dich um)

    Fuerchtenicht


    Und dann gibt es naürlich noch die pietistischen Vornamen:

    Fürchtegott, Gotthilf/Gotthelf, Gottlieb, Gottlob, Helfgott, Leb(e)recht, Traugott,...

    Das puritanische England hatte da aber längst vorgelegt: Praisegod, Killsin, Befaithful, Fearnot, Hate-Evil, Stand-Fest-in-the-Faith, ...

    Praisegod Barbon (1596-1679) taufte seinen Sohn angeblich auf den schönen Namen If-Jesus-Christ-Had-Not-Died-for-Thee-Thou-Hadst-Been-Damned, der sich dann aber aus unerfindlichen Gründen schlicht Nicholas nannte...

    #66Verfasserlingua franca (48253)  01 Jun. 20, 11:22
    Kommentar

    die Rennsemmel


    Wird anscheinend wieder öfter verwendet in Bezug auf die neuen kleinen Autos.

    #67VerfasserBraunbärin (757733)  09 Jun. 20, 08:46
    Kommentar

    stadium

     

    also called a discorectangle, obround, or sausage body

    https://mathworld.wolfram.com/Stadium.html

     

    Stadium ist an sich nichts Besonderes, die Alternativbezeichnungen finde ich aber schön.

    #69VerfasserStravinsky (637051) 13 Jul. 20, 08:35
    Kommentar

    ohnosecond



    https://www.lexico.com/definition/ohnosecond

    ... A moment in which one realizes that one has made a serious mistake, typically by pressing the wrong key on a computer keyboard. ...

    #70Verfasserno me bré (700807) 13 Jul. 20, 13:18
    Kommentar
    Pfefferbutterbreze

    Heute im Backshop entdeckt
    #71VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  13 Jul. 20, 13:57
    Kommentar

    #70:


    Da gefällt mir die deutsche Schrecksekunde aber besser.


    #71:


    Wirklich Pfefferbutterbreze ohne l oder n?

    #72VerfasserAnalphabet (1034545)  13 Jul. 20, 14:40
    Kommentar

    Synonymgruppe nach DWDS: Breze · Brezel · Brezn · ↗Kringel ● Bretzel schweiz.

    #73Verfassermanni3 (305129)  13 Jul. 20, 16:06
    Kommentar

    + Brezg(e)


    Pfefferbrezen hab ich kürzlich auch das erste Mal gesehen - die Vorstellung hat mich nicht angesprochen.

    #74VerfasserSelima (107) 13 Jul. 20, 16:49
    Kommentar

    Wirklich Pfefferbutterbreze ohne l oder n?


    So nennt sie der Betreiber des Backshops (bayerische Kette). Ich seh' das leidenschaftslos. (Probieren möchte ich die Dinger übrigens nicht.)

    #75VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  14 Jul. 20, 06:52
    Kommentar

    Ich esse die Dinger ganz gerne, egal wie sie heißen :-). Bin aber auch kein Bayer.

    #76VerfasserJanZ (805098) 14 Jul. 20, 10:01
    Kommentar

    Feederreeder


    Leider nur ein Scheinreim.

    #77VerfasserJanZ (805098) 17 Jul. 20, 13:47
    Kommentar

    "Die ersten Tage .... waren ungemein trubulös und anstrengend", schreibt Katia Mann an Erika Mann am 1. November 1927 über einen Aufenthalt in Berlin.


    trubulös - bisher nie gehört/gelesen, aber man weiß ja gleich, was gemeint ist.


    Wenige Zeilen weiter warnt sie (nochmals) davor, bei "den Fischers" zu wohnen, denn


    "... Frau Fischer ... wirkt auf Dauer als Hausgenossin durch ihre sagenhafte Putenhaftigkeit so angreifend, daß es beständig an einem zerrt und einen zermürbt."


    'Putenhaftigkeit' - da entstehen auch Bilder im Kopf, in alle Richtungen.

    #78VerfasserBraunbärin (757733) 26 Jul. 20, 10:42
    Kommentar

    i-Tüpfelchen

    #79VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 06 Aug. 20, 12:36
    Kommentar

    Ringel-S zur Unterscheidung vom Rucksack-S

    #80Verfassermanni3 (305129) 06 Aug. 20, 15:06
    Kommentar

    Hatten wir “discombobulateschon?

    #81VerfasserJesse_Pinkman (991550) 06 Aug. 20, 19:11
    Kommentar

    Nr. 80: Ich verstehe nur Bahnhof-S.


    Außer es sind das Wortende-Sigma und Wortmitte-Sigma gemeint..

    #82Verfassermbshu (874725) 06 Aug. 20, 19:52
    Kommentar

    Die Ausdrücke stammen noch aus der Kurrent- bzw. Sütterlinschrift und beschreiben das End-S und das scharfe S.


    Nachtrag: Das Ringel-S hat noch andere Namen. Hier heißt es Rund-s.


    #83Verfassermanni3 (305129)  06 Aug. 20, 20:00
    Kommentar

    full stop für 'Punkt' am Satzende - sozusagen der 'volle Halt'.

    Hatte ich bisher noch nie drüber nachgedacht!

    #84VerfasserBraunbärin (757733)  09 Aug. 20, 08:43
    Kommentar

    Etymologie: Ausruf an derTankstelle ;-)

    klnw

    #85Verfassermanni3 (305129)  09 Aug. 20, 09:45
    Kommentar

    Gartenschnirkelschnecke! Hatte ich für eine Erfindung von Goldammer (im Schönes gesehen-Faden) gehalten, gibt es aber wirklich. Märchenhaft schön!

    #86Verfassermbshu (874725)  13 Aug. 20, 15:21
    Kommentar

    #85: Nee, das ist eine Haltestelle, an der das Fahrzeug ganz hält und man nicht bei 20 km/h ab- und aufspringen muss.

    #87VerfasserJanZ (805098) 13 Aug. 20, 15:38
    Kommentar

    @#59ff.: Freu mich grad an den Satznamen, die auch in Dialekten häufig sind, z.B. als Bezeichnung für bestimmte Eigenschaften, wie der Gehstherda, der Gehsthinter, das Siemannderl, der Ungustl, der Adabei, die Bixlmadam...

    #88VerfasserLeseratz (238114) 16 Aug. 20, 22:00
    Kommentar

    Justizikone


    in memoriam RBG

    #89VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 19 Sep. 20, 12:38
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    Gehstherda - den der Bertl selbstverständlich als Geherda verfremdet hat.

    #90Verfasserbluesky (236159) 19 Sep. 20, 18:14
    Kommentar

    Zählt der biblische Ortsname Bethesda ("Du betest da") auch?

    #91Verfassermbshu (874725)  19 Sep. 20, 20:13
    Kommentar

    Schön nur im Wortbild: waffenaffin.


    [Auch schön und zutreffender: Waffenaffen]

    #92VerfasserSelima (107)  20 Sep. 20, 09:19
    Kommentar

    Wir könnten noch gelten lassen:

    waffelaffin

    #93VerfasserBraunbärin (757733) 20 Sep. 20, 22:25
    Kommentar

    Ein waffelaffiner Laffe, wie affig!

    #94Verfassermbshu (874725)  21 Sep. 20, 07:18
    Kommentar

    Nippelspanner - darauf bin ich bei der Suche nach einem Speichenschlüssel zur Reparatur des Achters in meinem Hinterrad gestoßen.

    #95Verfassermanni3 (305129)  24 Sep. 20, 22:50
    Kommentar

    So was. Für mich klingt das nach Männern am Loch im Zaun vom Damenstrand (zu längst vergangenen Zeiten).

    #96Verfassermbshu (874725) 24 Sep. 20, 23:20
    Kommentar

    Für mich klingt das nach Spielzeug aus dem Schades of Grey™-Universum.


    Dazu passend (und mir heute untergekommen): Zweisamkeit

    #97VerfasserCarullus (670120) 25 Sep. 20, 08:22
    Kommentar

    Zwiderwurzn


    (Inspiriert durch diesen Faden: related discussion: contrary - zuwider)

    #98VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  27 Okt. 20, 06:12
    Kommentar

    Eine Fundgrube allerschönster Wörter und darüber hinaus ein Gesamtkunstwerk ist diese in so gut wie jeder Hinsicht barocke Vernehmlassung, mit der Joseph II. im Jahr 1766 das bis dahin dem Erzhause als Jagdrevier vorbehaltete Areal des Wiener Prater der Öffentlichkeit zugänglich machte:


    Es wird anmit jedermanniglich kund gemacht, wasmaßen Se. kaiserl. Majest. aus allerhöchst zu dem hiesigen Publico allermildest hegenden Zuneigung Sich allergnädigst entschlossen, und verordnet haben, daß künftighin und von nun an, zu allen Zeiten des Jahrs, und zu allen Stunden des Tags, ohne Unterschied jedermann in den Bratter sowohl, als in das Stadtgut frey spatzieren zu gehen, zu reiten, und zu fahren, und zwar nicht nur in der Hauptallee, sondern auch in den Seitenalleen, Wiesen und Plätzen (die allzu abgelegene Orte, und dicke Waldungen, wegen sonst etwa zu besorgenden Unfugs und Mißbrauchs alleinig ausgenommen) erlaubet, auch Niemanden verwehrt seyn soll, sich daselbst mit Ballonschlagen, Keglscheiben, und andern erlaubten Unterhaltungen eigenen Gefallens zu divertiren: wobey man aber versiehet, daß niemand bey solcher zu mehrerer Ergötzlichkeit des Publici allergnädigst verstattenden Freyheit sich gelüsten lassen werde, einige Unfüglichkeit, oder sonstig unerlaubte Ausschweifungen zu unternehmen, und anmit zu einem allerhöchsten Mißfallen Anlaß zu geben.

    #99VerfasserGart (646339)  30 Okt. 20, 09:02
    Kommentar

    Herrliche Formulierungen, bin begeistert! Herzlichen Dank fürs 'Ausgraben', Gart.

    #100VerfasserLeseratz (238114)  30 Okt. 20, 20:34
    Kommentar

    Ist aber ungemein tröstlich, daß es laut sotaner Vernehmlassung auch solcherartige Ausschweifungen gibt, die zu den erlaubten gehören!

    #101Verfassermbshu (874725) 30 Okt. 20, 22:17
    Kommentar
    #102VerfasserBraunbärin (757733) 31 Okt. 20, 11:10
    Kommentar

    @99, wirklich ein schöner Text und ein vorbildlicher Erlass. Zu einem allerhöchsten Mißfallen Anlaß zu geben, das sollten wir auch heute noch unbedingt vermeiden.

    #103VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 01 Nov. 20, 09:57
    Kommentar

    Mich beeindruckt ja, dass der endlos mäandernde Satz (die Gliederung eines Textes in mehrere Sätze ist überschätzt) gleich zweimal die allerhöchste Sorge streift, die (buchstäblich) Landeskinder könnten das ihnen eingeräumte Zutrittsrecht zu Unfug bzw. "Unfüglichkeiten" missbrauchen.

    #104VerfasserGart (646339)  01 Nov. 20, 12:17
    Kommentar

    Kalamität - changiert zwischen Distanziert- und Ironiegebrochenheit. Das portugiesische Wort für Staatsnotstand, das sie in Portugal keineswegs ironisch oder verniedlichend meinen - estado de calamidade - schmeckt mit dem Nachgeschmack dieses deutschen Worts im Sprechermunde fast augenzwinkernd und nach einem Missstand von überschaubareren Ausmaßen, wie Schlamassel oder Bredouille.

    #105VerfasserGart (646339)  02 Nov. 20, 18:41
    Kommentar

    Zu einem allerhöchsten Mißfallen Anlaß zu geben,


    In Anbetracht oben genannter Formulierug vermeine ich mich dessen zu erinnern, dass in einer etwa 50 Jahre alten Übersetzung von Wolves around Willoughby (dt. Wölfe ums Schloss) von Joan Aiken einem Mädchen von der gestrengen Gouvernante beschieden wird: "Wenn deine Näharbeit nicht bis heute abend fertig ist, wirst du dir mein strengstes Missfallen zuziehen." (Abb. ähnlich).

    #106VerfasserLeseratz (238114) 02 Nov. 20, 21:08
    Kommentar

    Das "allerhöchste Missfallen" bezieht sich meiner Auffassung nach nicht auf das Grad des Missfallens (geringfügiges Missfallen, höhergradiges Missfallen, allerhöchstes Missfallen), sondern auf die Person dessen, der an einer Handlung sein Missfallen hat - nämlich des Herrschers. Beispiel: Den Umstand, dass der Kaiser Oberbefehlshaber der Streitkräfte war, nannte man in Ö-U den Allerhöchsten Oberbefehl.

    #107VerfasserGart (646339)  03 Nov. 20, 09:38
    Kommentar

    War aber doch eigentlich klar, dass hier gegebenenfalls das Missfallen des Allerhöchsten erregt werden könnte.

    #108Verfassereineing (771776) 03 Nov. 20, 10:30
    Kommentar
    Ich finde ja am besten, dass man bei all dem Wortreichtum für gewöhnlich Seine Kaiserliche Majestät nicht ausgeschrieben hat, um Platz zu sparen.
    (Nein, Gart, das ist keine Aufforderung, die vollständigen Titel des gnädigen Herrn zu posten.)
    #102 ist aber auch sehr schön, kann man dreimal lesen.
    #109Verfassertigger (236106)  03 Nov. 20, 13:22
    Kommentar

    Auch wenn ich #102 dreimal lese, steht da Kambodschaschwuchtel ;-(

    #110Verfassermanni3 (305129) 03 Nov. 20, 13:27
    Kommentar

    Ging mir genauso.

    Beim vierten Mal dann: Kambodschaschuhschachtel.

    #111Verfassermbshu (874725) 03 Nov. 20, 14:02
    Kommentar

    Solange Du nicht Kambodschambschuhschachtel liest ... ;-)

    Nix für ungut, gell! klnw

    #112Verfassermanni3 (305129)  03 Nov. 20, 15:00
    Kommentar

    #99: Ballonschlagen


    Endlich mal ein schönes deutsches Wort für Volleyball...

    #113VerfasserHarri Beau (812872) 03 Nov. 20, 15:30
    Kommentar
    Ich les immer Kambod-schabu-schwachtel und denk an japanisches Shabu shabu.
    Ja, wir hatten um diese Zeit eigentlich eine Asienreise geplant...
    #114Verfassertigger (236106) 03 Nov. 20, 15:45
    Kommentar

    Was könnte wohl der Xénoperdrix des Udzungwa sein? (Auflösung hier)

    #115VerfasserHarri Beau (812872) 03 Nov. 20, 16:55
    Kommentar

    Aus gegebenem Anlass:


    Hupkonzert

    #116VerfasserStravinsky (637051) 09 Nov. 20, 12:57
    Kommentar

    Eine andere Bezeichnung für den oben schon vorgestellten Beruf des "Erzprobierers" ist Berggegenprobierer.

    #117VerfasserGart (646339)  09 Nov. 20, 14:26
    Kommentar

    Gerade entdeckt:


    Fusulunide Großforaminifere


    Erklärung hier: Siehe auch: Seltsame Tier- und Pflanzennamen - #184

    #118Verfasservirus (343741) 25 Nov. 20, 18:07
    Kommentar

    Mir gerade in den Sinn gekommen und in einer anderen Rubrik benutzt: Dampfplauderer. Gibt es eine englische Entsprechung?

    #119Verfasservirus (343741) 28 Nov. 20, 10:28
    Kommentar
    #120Verfassermbshu (874725) 28 Nov. 20, 10:44
    Kommentar

    ... or (even less respectful): gasbag.

    #121VerfasserStravinsky (637051) 28 Nov. 20, 10:51
    Kommentar

    Oh, die sind beide klasse, danke.

    #122Verfasservirus (343741) 28 Nov. 20, 12:00
    Kommentar

    flimmerkistig

    Siehe auch: Trump-Ära XXIII - Auf der Zielgeraden - #184


    Im heute journal wurde ein Wissenschaftler porträtiert, der sich mit dem Spazierengehen beschäftigt. Er ist Promenadologe.

    #123VerfasserStravinsky (637051)  20 Jan. 21, 18:42
    Kommentar

    Klanglich nicht ohne Interesse: ombrophob Siehe auch: ombrophobous - ombrophob

    #124VerfasserGart (646339)  30 Jan. 21, 18:25
    Kommentar

    isoosmolar

    Siehe auch: Wörter, von denen ich im Leben noch nicht ge... - #44

    Jedenfalls ist das Wort viel schöner als seine Bedeutung.


    snubification

    https://books.google.de/books?id=zXwQGo8jyHUC...


    smithereens


    irk

    eke

    #125VerfasserStravinsky (637051)  01 Feb. 21, 11:26
    Kommentar

    Betonkanuregatta


    klingt irgendwie nach einem viereinhalbhebigen Jambus aus Homers Odyssee, oder so.


    (in Augenkrebs erregendem dünn-grau-auf-weiß hier gefunden: https://www.beton.org/inspiration/betonkanu-r... )

    #126VerfasserHarald S (236719)  13 Jul. 21, 14:17
    Kommentar
    #127VerfasserStravinsky (637051) 13 Jul. 21, 14:26
    Kommentar
    #128VerfasserEcgberht (469528) 13 Jul. 21, 23:16
    Kommentar

    Die Guimpe (franz.[ˈgɛ̃p], ‚Brustschleier‘) oder der Wimpel (von ahd.wimpal ‚leichtes Gewand‘, ‚Schleier‘) ist ein um Kopf, Hals und Nacken auf verschiedene Weise drapiertes Tuch.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Guimpe


    Guimpe aus dem Altniederdeutschen *wimpil (CNRTL)

    #129Verfassermanni3 (305129)  14 Jul. 21, 01:37
    Kommentar
    #130VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  28 Jul. 21, 17:36
    Kommentar

    Eine Freundin schrieb im Brief: "Auf dem Herd schmurgelt ein Topf mit Gemüse."

    Das Wort habe ich länger nicht mehr gehört: schmurgeln

    #131VerfasserBraunbärin (757733) 18 Aug. 21, 10:16
    Kommentar

    Eine Wissenschaftlerin untersucht Totipotenz; schönes Wort, das mir heute erstmals unterkam.

    #132VerfasserBraunbärin (757733) 24 Aug. 21, 08:45
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    Oh nee, das Wort (dessen schöne Bedeutung ich erst nachschlagen musste) finde ich gar nicht schön und klingt mir zu morbid-sexuell.

    #133Verfasserlingua franca (48253) 24 Aug. 21, 10:41
    Kommentar

    Das Wort habe ich im Zuge der Berichte über Stammzellforschung aber schon öfter gehört oder gelesen.

    #134VerfasserProgad (1278851) 27 Aug. 21, 12:21
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    Ein schönes englisches Wort finde ich


    to chuckle

    #135VerfasserBraunbärin (757733) 27 Aug. 21, 13:17
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    To be knackered. Leo bildet nicht nur, es macht auch manchmal Spaß!


    Schade nur, daß das k stumm ist. Obwohl, daß es wie nackig klingt, ist auch witzig.

    #136Verfassermbshu (874725)  10 Sep. 21, 10:34
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    Flagellen finde ich schön. Ganz im Gegensatz zu Geißeln.

    #137VerfasserPippilotta007 (1196225) 10 Sep. 21, 10:51
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    In einer Meme-Sammlung über die deutsche Sprache stieß ich gerade auf zuzuzurren. Könnte glatt Baskisch sein 😀.

    #138VerfasserJanZ (805098) 11 Okt. 21, 23:07
    Kommentar

    In der ÖPNV-Planung hat jede Linie eine Hinrichtung. Im Gegensatz zum richtigen Leben gibt es allerdings fast immer auch eine Rückrichtung 😀.

    #139VerfasserJanZ (805098) 02 Nov. 21, 17:33
    Kommentar

    Ein Arzt beklagte sich im Fernsehen, die STIKO gebe eine Empfehlung aus Bauchevidenz.

    #140VerfasserStravinsky (637051) 02 Nov. 21, 19:18
    Kommentar

    Was mir beim Einkaufen jetzt häufiger begegnet, ist das Wort Kassenumhausung.


    Gemeint sind die Kabinen aus durchsichtigem Material, die die Kassierer*innen von der Kundschaft trennen und die es ermöglichen, dass das Personal nicht den ganzen Arbeitstag lang Maske tragen muss.


    Ich finde, das hat etwas Heimeliges an sich 🙂

    #141VerfasserRaudona (255425) 02 Nov. 21, 20:22
    Kommentar

    fuddy-duddy

    #142VerfasserStravinsky (637051) 12 Nov. 21, 07:24
    Kommentar

    nervtötende Trötröhre


    (=Vuvuzela)

    #143Verfassergrinsessa (1265817) 12 Nov. 21, 11:58
    Kommentar

    Lapislazuli - der blaue Stein

    #144VerfasserLeseratz (238114) 14 Nov. 21, 14:30
    Kommentar

    hodgepodge klingt doch viel schöner als Mischmasch.


    Und dann habe ich kürzlich in einem Buch vom Plumplori gelesen. Der ist doch allerliebst.

    #145Verfasservirus (343741)  17 Nov. 21, 14:01
    Kommentar

    Zestenreißer

    Eigentlich brauche ich heute einen Julienneschneider, aber Zestenreißer ist ein viel schöneres Wort.

    #146VerfasserSelima (107) 15 Jan. 22, 16:22
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    Wordsworthvers


    c/o wupperwolf

    #147VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  01 Feb. 22, 08:15
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    #148VerfasserStravinsky (637051) 17 Feb. 22, 10:24
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    Meine neue Chefin nutzt gern den Begriff "(sich oder jemanden) aufschlauen". Das finde ich wunderschön ... Bislang hat sie noch keine Formulierung verwendet, bei dem das Verb getrennt werden müsste (*wir schlauen uns auf), aber als Infinitiv und Partizip flutscht das besser als "sich informieren" oder "sich schlau machen".

    #149VerfasserRaudona (255425) 17 Feb. 22, 10:59
    Kommentar

    Das Uakari ist nicht schön, hat aber einen schönen Namen.

    #150Verfasserulinne (894128) 17 Feb. 22, 11:38
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    #149: Da ich bei einer Eisenbahn arbeite, heißt das bei uns immer "aufgleisen" 😀.

    #151VerfasserJanZ (805098) 17 Feb. 22, 11:45
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    #151: "aufgleisen" im Sinne von "schlauer werden"? Gefällt mir auch 🙂

    #152VerfasserRaudona (255425) 17 Feb. 22, 14:34
    Kommentar

    #148 Garkleinflötlein


    Damals, in der Alte-Musik-Combo: "Gib doch mal die Garklein rüber!"

    #153VerfasserSerendipity_4 (677936) 17 Feb. 22, 14:35
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    #152: Jein, im Sinne von "jemanden mit einem Thema vertraut machen". Sich selber aufgleisen kann man nicht, kann ein echter Zug ja auch nicht 😀.

    #154VerfasserJanZ (805098)  17 Feb. 22, 14:36
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    Ah, also "aufs Gleis bringen" (und nicht "mehr Gleise legen"). Hab's verstanden. Geht in meinen aktiven Wortschatz über.


    EDIT einen Tag später: Gerade berichtete meine neue Chefin in einer Videokonferenz, sie habe mich gestern aufgegleist. Dabei haben wir gar nichts mit Eisenbahnen zu tun 🙂

    #155VerfasserRaudona (255425)  17 Feb. 22, 15:38
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    Hehe 🙂.


    Gerade sehe ich, dass "Museen" auf Luxemburgisch "Muséeën" heißt. Sieht schon irgendwie witzig aus mit den drei verschiedenen e.

    #156VerfasserJanZ (805098) 28 Feb. 22, 11:11
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    unverblümt - ist mir gerade untergekommen, und dann dachte ich, was für ein schönes Wort!

    #157VerfasserGoldammer (428405) 01 Apr. 22, 18:30
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    Dipl.-Bibl. für Diplombibliothekar. (Ob es einen Dipl.-Bibl. Hugendubel gibt? Schönheit im Quadrat.)

    #158VerfasserGart (646339)  13 Apr. 22, 12:30
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    (Gibt es nicht. Die haben nach meiner Erfahrung absolut niemanden, der sich mit Büchern auskennt.)

    #159Verfassermbshu (874725) 13 Apr. 22, 12:54
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    Deutlich hübscher als ein Uakari ist ein Coatimundi, vor allem die Exemplare, die ich z.B. in Tikal gesehen habe. Nur der deutsche Name ist etwas langweilig...

    #160Verfasservirus (343741) 13 Apr. 22, 14:19
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    in rude health

    #161VerfasserStravinsky (637051) 28 Apr. 22, 15:55
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    Taschenaschenbecher


    Mit Zungenbrescherpotenzial. 😉

    #162VerfasserKapustiner (1229425) 04 Mai 22, 18:44
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    Schierschandudel


    Nie zuvor gehört, und adoptieren kann ich es wahrscheinlich auch nicht (schlechtes Gedächtnis). Trotzdem schön, stammt von skye: Siehe auch: matecat Erfahrungen (Übersetzungssoftware) - #8

    #163Verfasservirus (343741) 11 Mai 22, 12:32
    Kommentar

    Das kenne ich von meiner Freundin (aufgewachsen in Hessen, wohnt jetzt in Bremen) und sehe es jetzt das erste Mal geschrieben 🙂.

    #164VerfasserJanZ (805098) 11 Mai 22, 13:15
    Kommentar

    Oh, dann kann ich mir vorstellen, wie's ausgesprochen wird (Halbhessin). Muss mal meine Cousine fragen, die spricht ein ganz breites Hessisch...

    #165Verfasservirus (343741) 11 Mai 22, 16:04
    Kommentar

    ... Entscheide mich für einen anderen Faden ...

    #166VerfasserBraunbärin (757733)  17 Mai 22, 08:27
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    Hier meint einer, Schierschandudel sei Bremer Missingsch:

    Schierschandudel, ein Wort das mir bisher nur in Bremen und Umland begegnet ist. Eigentlich lautet die Schreibweise wohl richtiger „aus schier Schandudel“ – was auf die Herkunft hinweisen könnte:

    Schandudel steht im Plattdeutschen für (auch derben) Spaß. Für Ulk, oder schlicht ‚aus Jux und Dollerei‚.


    #167Verfassermanni3 (305129)  17 Mai 22, 09:56
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    Ich hätte es vom Klang her auch eher für Bremisch als für Hessisch gehalten.

    #168VerfasserJanZ (805098) 17 Mai 22, 10:21
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    Taumelscheibe


    Ich rannte davor und taumelte zurück? Nein, es ist ein Teil eines Hubschraubers.

    #169VerfasserSven DE (263308) 17 Mai 22, 10:51
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    Nachspeiseventil


    Wenn man das einbauen läßt, macht Tiramisù nicht mehr dick?


    (Ich arbeite jetzt in einer Firma für Gebäudetechnik. Sinnigerweise haben wir das Ventil bei einem Schokoladenfabrikanten eingebaut.)

    #170Verfassermbshu (874725) 20 Mai 22, 10:10
    Kommentar

    Gerade im Radio gehört: Sekkatur. Schönes Wort, werde ich in meinen aktiven Wortschatz übernehmen.

    #171VerfasserCarullus (670120) 16 Jun. 22, 17:42
    Kommentar

    Aus gegebenem Anlass (hier und auf der Alb wird gerade überall die sonnige Hitzeperiode genutzt um auf allen Wiesen zu heuen) fiel mir heut ein unspektakuläres, aber einfach wunderschönes Wort auf: die Mahd.

    #172VerfasserGoldammer (428405) 16 Jun. 22, 23:21
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    Mahd steckt übrigens auch in den zwei Bergnamen Mädelegabel und Matterhorn.

    #173Verfassermanni3 (305129)  17 Jun. 22, 00:43
    Kommentar

    Ein Paraprosdokian ist eine Redewendung, deren Schluss überraschend oder unerwartet ist, so dass der Leser oder Hörer den Anfang überdenken und neu einordnen muss. (Wikipedia)


    Beispiel laut WP: "I’ve had a perfectly wonderful evening, but this wasn’t it." – Groucho Marx

    #174VerfasserGart (646339) 20 Jun. 22, 14:42
    Kommentar

    Gleitreibbeiwert - nicht schön, aber selten.

    Der Wert wird in µ angegeben, weil es große Müh' macht, ihn zu errechnen, es gibt aber auch Tabellen, in denen man nachschauen kann. Er gibt Auskunft darüber, wieviel Reibung zwischen zwei aufeinanderliegenden Materialien entsteht, um dann z. B. den richtigen Anpressdruck durch entsprechende Ladungssicherungsmaßnahmen zu erreichen.



    #175VerfasserSista T (779197) 20 Jun. 22, 15:48
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    Vergeilung tritt bei Pflanzen ein, die zuwenig Licht bekommen.

    #176VerfasserGart (646339) 21 Jun. 22, 10:45
    Kommentar

    Das Muggeseggele ("a humorous Alemannic German idiom used in Swabia to designate a nonspecific very small length or amount of something; it refers to a housefly's scrotum") hat es zu einem eigenen Artikel in der englischen Wikipedia gebracht: https://en.wikipedia.org/wiki/Muggeseggele

    #177VerfasserGart (646339)  22 Jun. 22, 12:56
    Kommentar

    OT@177


    Ich wundere mich über das folgende, dem deutschen Wikipedie-Artikel entnommene Zitat:


    Der „Seckel“ ist eines der wenigen explizit sexuell konnotierten Schimpfwörter in der deutschen Sprache, in der sonst eher mit Ausdrücken der Fäkalsprache verunglimpft wird.


    Ich kenne nur den "Säckel" (die Hosentasche oder auch der Geldbeutel - entsprechende Einträge fehlen übrigens im Wörterbuch, musste ich feststellen), aber das angebliche Schimpfwort "Seckel" ist mir völlig neu. Wohlbekannt dagegen ist mir die unverniedlichte Form davon.

    #178VerfasserPippilotta007 (1196225) 22 Jun. 22, 14:08
    Kommentar

    Da hat dem Schreiber in der englischen Wikipedia aber einer einen halben Bären aufgebunden. Das Muggàseggàle ist nicht das Skrotum, sondern das Glied.


    Im Übrigen ist Seckel (Seggl) weit weniger beleidigend als Halbdackel (Halbdaggl). ;-)


    Wie lautet denn die unverniedlichte Form von Seckel?

    #179Verfasseropadeldok (1319435)  22 Jun. 22, 14:34
    Kommentar

    Wie lautet denn die unverniedlichte Form von Seckel?


    Sack, zumindest nach meinem Verständnis.

    #180VerfasserPippilotta007 (1196225) 22 Jun. 22, 14:47
    Kommentar

    Danke. Ich habe den letzten Satz auf den unmittelbar davor stehenden Halbsatz bezogen.


    Das Schimpfwort bedeutet im schwäbischen Dialekt eben nicht Sack und ist auch keine Verniedlichung davon.


    .

    #181Verfasseropadeldok (1319435)  22 Jun. 22, 14:52
    Kommentar

    Da muss ich jetzt nochmal aus demselben Artikel wie eben schon zitieren:


    Die Bezeichnung Muggeseggele geht ursprünglich auf das lateinische saccellus, sprich den Hodensack zurück. Mit dem Ausdruck ist aber mittlerweile der Aedagus, das die Spermien übertragende Zeugungsglied der Stubenfliege, gemeint.


    Ursprünglich bedeutete es jedenfalls (Hoden-)Sack, und inzwischen - zumindest bezüglich Mücken/Fliegen - Penis.


    Wie verniedlicht man denn als Schwabe sonst einen Sack?

    #182VerfasserPippilotta007 (1196225)  22 Jun. 22, 15:29
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    Das DWB s.v. Säckel:

    2) mundartlich hodensack, vgl. Schöpf 574. Hintner 202. daher auch scheltwort gegen mannspersonen. ebenda.

    https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB#2

    #183VerfasserSelima (107) 22 Jun. 22, 15:30
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    Ein kleiner Sack ist ein Säckle.


    Die Herkunft des Wortes war mir bekannt, die Umdeutung im allgemeinen Sprachgebrauch im Schwäbischen fand aber bereits lange vor meiner Geburt statt. Ich kann allerdings nur für den württembergischen Teil sprechen.

    #184Verfasseropadeldok (1319435) 22 Jun. 22, 16:05
    Kommentar

    Vielleicht trägt das auch noch zur Klärung bei (vielleicht aber auch eher zu weiterer Verwirrung....):


    der Sack - durchaus auch als Schimpfwort gebräuchlich, besonders mit dem Zusatz "alt" - so en alter Sack! (Als Kind hab ich mir da immer einen alten, muffigen Rupfensack dabei vorgestellt....)


    der Seckel - Schimpfwort, das nicht das Scrotum meint, sondern den Penis. Steigerungsmöglichkeit: Granatenseckel


    das Säckle - das Säckchen, kleiner Sack


    das Muggaseggele - Seckelchen, also linguistisch gesehen wohl eine zweifache Verkleinerungsform


    #185VerfasserGoldammer (428405)  22 Jun. 22, 17:00
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    Ja, ich bin leider tatsächlich verwirrt. Wenn ich das richtig verstehe, dass zwar Säckle die Verkleinerung von Sack ist, aber Seckel ausdrücklich nicht, dann muss doch Seckelchen eine einfache Verkleinerung sein und keine zweifache.

    #186VerfasserPippilotta007 (1196225) 23 Jun. 22, 14:01
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    #182: Ursprünglich bedeutete es jedenfalls (Hoden-)Sack, und inzwischen - zumindest bezüglich Mücken/Fliegen - Penis.


    Ich habe das Muggeseggele auch nie anders aufgefasst als den Hoden der Fliege (wir hatten für den Penis andere Bezeichnungen), aber sei's drum. Entsprechend scheint die Entwicklung beim wienerischen "Beidl" verlaufen zu sein, was eindeutig "Penis" bedeutet; übrigens auch beim schwäbischen "Fiedle", das "Hintern" bedeutet und meines Wissens eine nach hinten gerutschte "Fut" ist.

    #187VerfasserGart (646339)  23 Jun. 22, 14:13
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    @Pippilotta: die doppelte Verneinung meinte ich rein linguistisch - sprachgeschichtlich. Ursprünglich ist ja Seckel = Säckel eine Verkleinerungsform von Sack. Hat sich dann als Schimpfwort verselbständigt (und in der Bedeutung anatomisch etwas verschoben....), d.h. wurde nicht mehr als Verkleinerungsform empfunden und dann zu ...seggele verkleinert.


    Gart: Beidl kannte ich nicht - das untermauert die Bedeutungsentwicklung doch sehr schön!


    (Mir wird gerade bewusst, was für eine unglaublich leo'sche Diskussion das hier ist! Einfach klasse, oder??)



    #188VerfasserGoldammer (428405)  23 Jun. 22, 17:25
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    lull

    #189VerfasserStravinsky (637051) 24 Jun. 22, 08:01
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    lull ist mir völlig neu. Ich kannte bis jetzt nur einlullen.
    #190Verfassersenseless.at (777729)  24 Jun. 22, 08:54
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    Spontan fiel mir, außer einlullen und lullaby, noch Carbonara von Spliff ein: "Amaretto ist ein geiles Zeug, ich bin schon lull und lall".

    #191Verfasseropadeldok (1319435) 24 Jun. 22, 10:01
    Kommentar

    Ich kannte außer dem schon erwähnten Einlullen nur das süddt., jedenfalls aber öst. "lullen" für "pissen" (die Pisse ist entsprechend - mW gewöhnlich aber nur in der für Kleinkinder gedachten Sprache - das "Lulu", ich kann mich an einen spontanen Heiterkeitsausbruch erinnern, als es einmal hieß, die Stadt Ludwigslust in MeckPomm werde in Kurzform als "Lulu" bezeichnet. Auch als pej. Vorsilbe gebräuchlich, die Schwächlichkeit und Halbherzigkeit anzeigt, z. B. "was ist das nur für ein Lulu-Verein, der nicht einmal XY hinkriegt").

    #192VerfasserGart (646339)  24 Jun. 22, 10:24
    Kommentar

    Lullen - wie strullen, aber mit weniger Druck ;)

    #193VerfasserPippilotta007 (1196225) 24 Jun. 22, 11:32
    Kommentar

    Ringelpiez

    (Ringelpiez mit Anfassen)

    Siehe auch: Ringelpiez

    #194VerfasserBraunbärin (757733) 27 Jun. 22, 11:20
    Kommentar

    OT - hat das was mit piezoelektrisch zu tun? ;-)

    #195Verfassermanni3 (305129) 27 Jun. 22, 13:00
    Kommentar

    "wohlgestalt"


    Als Adjektiv: In des Schleusenwärters blindes Töchterlein:

    Auf seiner Brücke stand auf der Barkasse ein wohlgestalter junger Maat............


    Klingt besser als gut gebaut.

    #196Verfasserulinne (894128)  28 Jun. 22, 11:33
    Kommentar

    missfarben

    #197VerfasserGart (646339) 28 Jun. 22, 11:50
    Kommentar

    --

    #198VerfasserBraunbärin (757733)  21 Jul. 22, 21:55
    Kommentar

    An einem Kartenständer gab es Karten mit Fremdwörtern und deren Erklärungen. Unter anderem das Wort:


    Mamihlapinatapai

    (Yaghan*, Substantiv, Neutrum)


    = Stillschweigende Übereinkunft darüber, dass etwas zu unternehmen sei - aber niemand damit anfangen möchte.


    *Die Yámana (auch: Yagan oder Yaghan [...]) war eine der vier ethnischen Gruppen, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Wassernomaden auf Feuerland siedelten.

    #199VerfasserBraunbärin (757733) 03 Aug. 22, 16:28
    Kommentar

    Wobei mir


    Šuppiluliuma


    einfällt, ein hethitischer König, bei dem ich immer sofort an das Marsupilami denken muss - auch so ein schönes Wort.

    #200VerfasserSelima (107) 03 Aug. 22, 16:43
    Kommentar

    Mamihlapinatapai

    (Yaghan*, Substantiv, Neutrum)


    = Stillschweigende Übereinkunft darüber, dass etwas zu unternehmen sei - aber niemand damit anfangen möchte.


    1. Fassungslos, dass dieses Wort sich nicht schon längst in sämtlichen Winkeln dieser Erde verbreitet hat - pandemisch, quasi
    2. Noch fassungsloser, dass keine mir bekannte Sprache dafür einen einzigen Begriff hat, sondern sich mit Umschreibungen behelfen muss


    #201Verfassertalla (314655) 03 Aug. 22, 18:04
    Kommentar

    Stillschweigende Übereinkunft darüber, dass etwas zu unternehmen sei - aber niemand damit anfangen möchte.


    Ich dachte, das nennt man Beamtenmikado.

    #202Verfasserbluesky (236159) 03 Aug. 22, 18:17
    Kommentar

    Kugeltimpen


    Eine Straße in Rheine.

    #203VerfasserStravinsky (637051) 11 Aug. 22, 14:29
    Kommentar

    Das Streiflicht erinnert an das schöne Wort Amourschaften eine französisch-bairische Kombination, erfunden von Annette Kolb.

    #204Verfasserbluesky (236159) 11 Aug. 22, 18:49
    Kommentar

    combobulate

    #205VerfasserStravinsky (637051) 13 Sep. 22, 08:13
    Kommentar

    Gerade nebenan den Kratzfuss(ß) wiederentdeckt.

    #206Verfasservirus (343741) 14 Sep. 22, 12:16
     
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