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    Etymological Eurekas IV

    Comment

    Nachdem ich den alten Faden aus Versehen zugemacht habe, hier ein neuer. Wir kommen von hier:


    related discussion: Etymological eurekas

    related discussion: Etymological eurekas II

    related discussion: Etymological Eurekas III

    AuthorGart (646339)  13 Aug 19, 11:51
    Comment

    Na, dann legen wir doch gleich mal los.


    Meine Russischkenntnisse sind gleich null, aber neulich wollte mir jemand, dessen Russischkenntnisse ebenfalls gleich null sind, mit den Worten seiner russischen Arbeitskollegen zu verstehen geben, wie schrecklich viel er arbeiten muss:

    Raboti, raboti!


    Mir fiel auf, dass das Wort auf den ersten Blick keinerlei Ähnlichkeit mit dem Wort "Arbeit" hat, aber auf den zweiten Blick genau dieselben Konsonanten enthält. Möglicherweise doch eine Verwandtschaft?


    RaBoTi - aRBeiT

    - ?

    #1AuthorCalifornia81 (642214) 13 Aug 19, 17:11
    Comment

    Don't know, but according to Wiktionary "arbeiten" goes back to an IE root that means "orphan" (!), and Japanese アルバイト {aru-}baito and Korean 아르바이트 areubaiteu are derived words. A random internet site claims that Russian работа goes back to a root "rab" meaning slave.

    #2AuthorNorbert Juffa (236158)  13 Aug 19, 17:17
    Comment

    Ach ja, Wiktionary! Hätte ich auch mal drauf kommen können.

    Zu работа:

    Herkunft:

    aus altkirchenslavisch: „работа“ (Mühe, Arbeit, Sklaverei) ins Russische übernommen; (Original russische Lautgestalt wäre *робота) von indogermanisch: *orbhos; vergleiche Gotisch: arbaiþs, althochdeutsch: аrаbеit


    Also zumindest keine völlig abwegige Idee mit der Verbindung.

    #3AuthorCalifornia81 (642214) 13 Aug 19, 17:28
    Comment

    *orbhos ist das in #2 erwähnte Waisenkind. Die mussten offensichtlich besonders schwer arbeiten bei den alten Indoeuropäern.

    #4AuthorNorbert Juffa (236158) 13 Aug 19, 17:33
    Comment

    Das halte ich durchaus für eine realistische Erklärung. Waisenkinder wurden sicherlich in früheren Kulturen (und mancherorts heute noch) wenig gehätschelt, sondern mehr als billige - sklavenähnliche - Arbeitskräfte eingesetzt.

    #5AuthorCalifornia81 (642214) 13 Aug 19, 17:35
    Comment

    Noch zu #303 im vorhergehenden Faden:


    "Morgenstund hat Gold im Mund"


    In grauer Vorzeit der automatischen Übersetzung in den 1970-er Jahren gab es ein Gerücht, irgendein Pionier habe den Spruch "Morgenstund hat Gold im Mund" per Computer ins Russische übersetzt und danach wieder zurück ins Deutsche, und bei der Rückübersetzung sei herausgekommen "Zum Frühstück falsche Zähne."

    ;-)

    #6AuthorMiMo (236780) 13 Aug 19, 17:53
    Comment

    Zum Thema Rückübersetzung auch noch

    books.google.de - Interkulturelles Marketing-Management: Erfolgsstrategien, Konzepte, Analysen

    von Christin Emrich


    Wer hätte bspw. gedacht, das sich hinter dem reichlich unverständlichen Satz "Zum Frühstück blonde Zähne" das zunächst ins Chinesische übersetzte und dann ins Deutsche rückübersetzte Sprichwort "Morgenstund hat Gold im Mund" verbirgt?

    Quelle Müller/Gelbrich [2004], S. 255

    #7Authormanni3 (305129) 13 Aug 19, 23:05
    Comment

    Ich hatte schon befürchtet, dass die modernen Übersetzungsmaschinen völlig unkreativ nur noch korrekt übersetzen, aber Google Translate enttäuscht auch heute noch nicht:


    "Morgenstund(e) hat Gold im Mund" in...

    ... traditionelles Chinesisch und zurück: "Es gibt morgens Gold"

    ... Tadschikisch: "Die Morgenuhr ist Gold."

    ... Xhosa: "Das Frühstück hat Gold im Mund."

    ... Hawaiisch: "Gold ist ein Morgen im Mund."


    Und man soll ja nicht glauben, dass die nächste Rückübersetzung die Sache nur rückgängig machen würde. Hawaiisch z.B. geht dann weiter:

    Morgenstund(e) hat Gold im Mund => Gold ist ein Morgen im Mund. => Das Frühstück ist ein Morgen im Mund. => Am nächsten Morgen war das Frühstück im Mund. => Am nächsten Morgen in den Mund.


    Wäre jetzt eher was für den "Übelsetzungs"-Faden, ist aber auch hier schön. :-)

    #8AuthorCalifornia81 (642214)  14 Aug 19, 01:41
    Comment

    California, da hast du ja ein lustiges Spiel entdeckt :-)


    Koreanisch:

    Morgenstunde hat Gold im Mund -> Es ist ein Riss im Mund am Morgen 

    aber (viel netter):

    morgenstund hat gold im mund -> Morgen wird in den Mund geknackt -> Morgen knackte es in meinem Mund -> Morgen ist mein Mund aufgesprungen -> Morgen ist mir der Mund gesprungen


    Sundanesisch:

    morgenstund hat gold im mund -> Gerüchten zufolge Gold haben in den Mund -> Gerüchte haben Gold in den Mund -> Gerüchte haben Gold im Mund


    Hindi:

    morgenstund hat gold im mund -> Schlafen Sie morgen im Mund -> Schlaf morgen offen -> Ich bin morgen aufgewacht -> Ich bin gestern aufgewacht


    Damit könnte man jetzt Stunden verbringen, alle Sprichwörter und Sprachen durchzuprobieren ;-)

    #9Authordirk (236321) 14 Aug 19, 09:45
    Comment

    Lustig, aber wohl falscher Faden:

    Hmong

    morgenstund hat Gold im Mund -> Morgen ist Gold im Mund -> Morgen ist heiß im Mund -> Morgen kommt wieder Fieber


    Macht jemand einen eigenen Faden im QZ?


    Edith verweist noch auf ein Etymological Eureka im falschen Faden:

    Heven -> heaven


    #10Authortraveler in time (757476)  14 Aug 19, 10:13
    Comment

    #10 Ist das QZ oder Sprachlabor? :-)

    #11AuthorCalifornia81 (642214) 15 Aug 19, 00:24
    Comment
    Man mag an meiner linguistischen Kompetenz zweifeln, aber es ist noch nicht so lange her, dass ich gemerkt habe, dass in "betäuben" das Wort "taub" steckt ...
    #12AuthorJanZ (805098) 15 Aug 19, 10:49
    Comment

    Und doof ist jemand, der nichts versteht.


    doof -> niederdeutsch für „taub“ -> englisch deaf

    #13AuthorHarri Beau (812872)  15 Aug 19, 11:41
    Comment

    Ja. Und stumm / tumb/ dumm -> dumb.


    Einer der vielen Gründe, warum Gehörlose hüben und drüben sich heute nicht mehr gerne als "taubstumm" bzw. "deaf and dumb" bezeichnen lassen.

    #14AuthorCalifornia81 (642214) 15 Aug 19, 13:14
    Comment

    Re #13: Und doof ist jemand, der nichts versteht.

    doof -> niederdeutsch für „taub“ -> englisch deaf


    Diese Herleitung ist IMHO leider ein wenig falsch.

    dow, doov -> niederdeutsch für „taub“ -> englisch deaf


    Das hochdeutsche "doof" (mit "f", nicht "w"-Laut) leitet sich meines Wissen nach aus der Abkürzung DoV (Dauernd ohne Verstand) her, auch wenn Tante Wiki Anderes behauptet.

    #15Authortraveler in time (757476) 15 Aug 19, 15:06
    Comment

    Das hochdeutsche "doof" (mit "f", nicht "w"-Laut) leitet sich meines Wissen nach aus der Abkürzung DoV (Dauernd ohne Verstand) her, auch wenn Tante Wiki Anderes behauptet.


    Wo hast du denn die Theorie her? Und was behauptet Tante Wiki?

    #16Authordirk (236321) 15 Aug 19, 15:21
    Comment

    "Der" Kluge, und das ist ein renommiertes (wenn nicht das renommierteste) etymologisches Wörterbuch, stellt doof auch zu taub, und hat z. B. die Formen ahd. mhd. toup/toub, nl. doof, anord. daufr, got. dauís.

    #17Authormanni3 (305129) 15 Aug 19, 15:30
    Comment

    Den Fragen in #16 schließe ich mich an und wüsste ergänzend auch noch gerne, ob mit "f", nicht "w"-Laut bedeuten soll, dass das niederdeutsche "doov" mit einem w-Laut am Ende ausgesprochen wird.

    Wenn ja, was für ein "w" meinst Du? Wie im hochdeutschen "Wasser" oder eher wie im englischen "water"? Also möglicherweise wie das "v" in "Vase" oder "Vitamin", oder vielleicht auch anders, aber keinesfalls wie das "v" in "Vogel" oder "verrückt"?

    Und egal wie der Konsonant am Ende klingt, "doof" kann nicht daher kommen, weil??

    #18AuthorDragon (238202)  15 Aug 19, 15:36
    Comment

    Ich kann es nur so wiedergeben, wie es mir vor etwa einem halben Jahrhundert erklärt wurde.

    Da ich, mit niederdeutschen Eltern, des Niederdeutschen noch ein wenig mächtig bin, spreche ich "dow" oder "doov" ähnlich wie das englische "dove" aus, also eben nicht mit "f".

    Wir dürfen nicht vergessen, daß das Angelsächsische auch nur ein niederdeutscher Dialekt ist. ;-)


    Und je nach Dialektart klingt "dow" fast schon wie "taub".

    #19Authortraveler in time (757476) 15 Aug 19, 15:50
    Comment

    Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

    doof Adj. ‘geistig beschränkt, dumm, langweilig, uninteressant’. Mnd. dōf, nd. doof ist die Entsprechung von hd. ↗taub (s. d.). Aus der verminderten Tauglichkeit des Gehörsinns entstehen dem Tauben Verständigungsschwierigkeiten, so daß er irrtümlich für einfältig gehalten wurde. In der Alltagssprache entwickelt sich die Bedeutung ‘geistig beschränkt, dumm’, mit der sich doof seit dem Anfang des 20. Jhs. von Berlin aus im dt. Sprachgebiet verbreitet.

    https://www.dwds.de/wb/doof


    Duden:

    Herkunft

    niederdeutsch Entsprechung zu hochdeutsch taub < mittelniederdeutsch dōf = taub

    https://www.duden.de/rechtschreibung/doof


    WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

    doof

    dumm, langweilig ♦ nddt. doof, dof „taub, schwerhörig“, dann auf leere, gehaltlose Gegenstände übertragen, wie taube Nüsse oder Körner, unfruchtbare Eier, schließlich auf jmdn., bei dem geistig nicht viel da ist, oder eine Sache, die nichts zu bieten hat

    https://www.wissen.de/wortherkunft/doof


    #15: Das hochdeutsche "doof" (mit "f", nicht "w"-Laut) leitet sich meines Wissen nach aus der Abkürzung DoV (Dauernd ohne Verstand) her

    #19: ...wie es mir vor etwa einem halben Jahrhundert erklärt wurde.


    Für diese abenteuerliche Herleitung (so traditionsreich sie sein mag) haben sämtliche renommierte Nachschlagewerke nichts übrig (vgl. #17).


    #20Authorlingua franca (48253) 15 Aug 19, 16:59
    Comment

    Wenn man ein wenig entlang der t-->s/z-Lautverschiebung (to bite/beißen, town/Zaun) auf Pirsch geht, wird man (wie es scheint) mit to treat - triezen und to heat - heizen fündig.

    #21AuthorGart (646339)  24 Aug 19, 13:12
    Comment

    Haben wir hier schon einmal notiert, dass Haus, Haut, Hütte, Hose, Hode/Hoden etymologisch miteinander verknüpft sind?

    https://www.dwds.de/wb/Haus

    #22AuthorMiMo (236780)  24 Aug 19, 14:48
    Comment

    Zu #21 treat - triezen

    Treat ist durch die Normannen ins Englische gekommen (von traitier, heute traiter). Ein ähnliches Wort (ev. Vulgärlatein) müsste dann vor dem Beginn der hochdeutschen Lautverschiebung (also deutlich vor dem 8. Jahrhundert) ins Deutsche entlehnt worden und sprachliches Gemeingut geworden sein. Das ist eher unwahrscheinlich, sodass eine etymologische Verwandtschaft wohl zweifelhaft ist.

    #23AuthorViking_ (925763) 24 Aug 19, 15:39
    Comment

    Danke für den Hinweis. Im DWDS heißt es:


    triezen Vb. ‘quälen, peinigen, schikanieren, foppen’, nach nd. tritzen, trissen ‘mit der Trieze auf-, hochziehen’ (16. Jh.), zu mnd. tritze, trisse, triste f., literatursprachlich (19. Jh.) Trieze ‘Taurolle, Winde’; Herkunft unbekannt. Die heutige Bedeutung des Verbs (nordd. und md.) nach dem Brauch, Matrosen zur Strafe an einem Tau hochzuziehen. [...]https://www.dwds.de/wb/triezen


    Damit dürften "treat" und "triezen" in der Tat zueinander nicht im vermuteten Verwandtschaftsverhältnis stehen. Es ist auch etymologisch nicht alles Gold, was glänzt...

    #24AuthorGart (646339) 24 Aug 19, 17:01
    Comment

     Harper hat vielleicht doch noch eine glänzende Gemeinsamkeit zur Herkunft aus ziehen:


    treat (v.)c. 1300, "negotiate, bargain, deal with," from Old French traitier "deal with, act toward; set forth (in speech or writing)" (12c.), from Latin tractare "manage, handle, deal with, conduct oneself toward," originally "drag about, tug, haul, pull violently," frequentative of trahere (past participle tractus) "to pull, draw"

    #25Authormanni3 (305129)  24 Aug 19, 19:48
    Comment
    Auch wenn man feststellt, dass zwei Wörter (vermutlich) nicht verwandt sind, kann das ein Heureka sein: Deutsch Feuer kommt aus einem der beiden rekonstruierten idg. Stämme mit derselben Bedeutung, französisch feu kommt von lateinisch focus "Herd", dessen Herkunft unklar, aber wohl eine andere ist.
    #26AuthorJanZ (805098) 25 Aug 19, 21:35
    Comment

    Erstaunlich, da hatte ich eine gemeinsame Herkunft der germanischen (Feuer/fire/kann leider kein isländisch o.ä.) und romanischen Wörter (feu/fuego/fogo/fuoco) immer angenommen.

    #27Authorunnaix (769252) 27 Aug 19, 13:41
    Comment

    Isländisch ist auch komplett raus: Eldur, from Old Norse eldr.

    #28Authorkikært (236250) 27 Aug 19, 13:49
    Comment

    Eigentlich hatte ich das ja schonmal gehört/gelesen, heute aber wieder ("fast wie neu*) entdeckt:


    Die Bezeichnung Schmetten bildet auch den Ursprung des Wortes Schmetterling, da diesem früher die Zuneigung zu Milchprodukten nachgesagt wurde (vergleiche auch englisch butterfly oder landschaftlich Molkendieb). (aus Wikipedia, Artikel zu Schmand)

    #29Authorvirus (343741) 27 Aug 19, 14:42
    Comment

    Das ist meines Wissens auch einer der Ansätze zur Etymologie der butterfly.


    Edith fragt sich, ob in ital. farfalla ein "Falter" steckt.

    #30AuthorGart (646339)  27 Aug 19, 15:41
    Comment

    Das WB von Palazzi & Folena teilt mit, dass die Etymologie von farfalla unbekannt sei, vielleicht handle es sich bei diesem Wort, das im Italienischen seit ca. 1300 in Gebrauch ist, um ein Onomapoetikon.

    #31AuthorMiMo (236780) 27 Aug 19, 16:01
    Comment

    Die Bezeichnung Schmetten habe ich noch nie gehört, wo sagt man das, und wozu genau? 


    Dass Du den Zusammenhang zu Milchprodukten herstellst, führt bei mir allerdings zu dem Aha-Erlebnis, dass ja das tschechische (glaube ich zumindest, oder war's russisch oder polnisch? Ich beherrsche keine dieser Sprachen) Wort für Sahne smetana ist, soweit ich weiß.


    Edith sagt mir, dass Du ja schriebst, das stamme aus dem Wikipedia-Eintrag zu Schmand.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schmand

    #32AuthorDragon (238202)  27 Aug 19, 16:04
    Comment

    #31: Aus DWDS:


    Falter m. ‘Schmetterling’. Ahd. fīfalt(a)ra f. (9. Jh.), fīfaltar m. (Hs. 12. Jh.), mhd. vīvalter m., asächs. fīfoldara, mnl. vīveltere (weitergebildet zu nl. vijfwouter), aengl. fīfalde, anord. fīfrildi sind wie lat. pāpilio ‘Schmetterling’ reduplizierende Bildungen zur Wurzel ie. *pel(ə)- ‘gießen, fließen, füllen, schwimmen, fliegen, flattern’

    https://www.dwds.de/wb/Falter


    "Farfalla" wird nicht ausdrücklich erwähnt, aber fast möchte ich einen Besen fressen, wenn hier gar kein Zusammenhang mit Worten wie "fifaltar" oder "vivalter" besteht.


    Vielleicht hatte irgendein durch Italien latschender Gote oder Langobarde das Wort im Gepäck? Oder ein durch Germanien latschender Legionär?

    #33AuthorGart (646339)  27 Aug 19, 16:47
    Comment

    Re #32 (Die Bezeichnung Schmetten habe ich noch nie gehört, wo sagt man das, und wozu genau?)


    From Kluge: Damit ist Anknüpfung an das aus tschech. smétana 'Milchrahm" entlehnte ostmd. Schmetten 'Sahne' gegeben (Schmetterling dissimiliert aus *schmettenling?) ...


    Also, as a bit of lagniappe, I looked up the etymology of the Spanish 'mariposa' (butterfly), which is said to derive from a verse in a children's ditty that goes 'María pósate, descansa en el suelo" (Maria, alight, rest on the ground). If you can read Spanish, there's a short interesting paragraph or two on butterfly etymologies here: http://etimologias.dechile.net/?mariposa

    #34AuthorMartin--cal (272273)  27 Aug 19, 17:32
    Comment

    Zu #27

    Erstaunlich, da hatte ich eine gemeinsame Herkunft der germanischen (Feuer/fire/kann leider kein isländisch o.ä.) und romanischen Wörter (feu/fuego/fogo/fuoco) immer angenommen.

    zu #28

    Isländisch ist auch komplett raus: Eldur, from Old Norse eldr.

     

    tldr: Es gibt auch auf Isländisch mit Feuer verwandte Wörter.

     

    (Anmerkung: -ur, -r ist die Nominativendung (Gotisch -s), die die heutigen festlandsskandinavischen und westgermanischen Sprachen nicht mehr haben)

     

    Nun zu Isländisch ist auch komplett raus.

    Nicht ganz. In meinem norwegischen etymologischen Wörterbuch "Våre arveord" (unsere Erbwörter) stehen (seiten)lange Artikel über ild und fyr. Die Ausführungen gehen in alle erdenklichen Einzelheiten bis zu Vorkommen in anderen indoeuropäischen Sprachen und den erschlossenen IE Wurzeln. Einige wenige der Erklärungen habe ich extrahiert (und übersetzt).

    -----------------------------------------------------------

    Das heutige norwegische "fyr" (ebenso Schwedisch, Dänisch) ist aus dem Mittelniederdeutschen entlehnt. Altnordisch hatte ein ganz ähnliches Wort "fúrr" (m), und Neuisländisch ebenfalls (als fúr (m)). (Meine Anmerkung: laut Verfasser des Buches. Mein kleines isländisches Wörterbuch enthält "fúr" nicht, sodass nicht sicher ist, ob es nur Feuer bedeutet oder (auch) etwas Sinnverwandtes). Das germanische Wort dazu ist "fūr" (n).

     

    Zusätzlich zu den Formen mit *r gibt es auch eine Reihe von Formen mit *n, d.h., dass wir es hier mit Reflexen eines germanischen neutralen r/n-Stammes zu tun haben (vergl. norw. vatn und engl. water). Diese Form liegt vor in Altnordisch und Neuisländisch "funi". (Anmerkung: ebenfalls nicht in meinem kleinen Wörterbuch.) Zu diesen -n-Formen gesellt sich "Funke". (Heureka!)

    -----------------------------------------------------------

     

    Sidespor 1. (Nebengleis / Nebenthema). Weiter mit "eld"

     

    Eld und das unter Sidespor 2 behandelte Wort gehören letztendlich zu einer germanischen Verbwurzel *ai (brennen). Dazu gab es Althochdeutsch "eit" (Feuer) und Mittelhochdeutsch "eit" (Feuer, Ofen). Wo ist dieses Wort geblieben? Hat jemand eine Spur, vielleicht in einem Dialekt?

     

    Sidespor 2. Mein norwegisches etymologisches Heureka

     

    Die germanische Wurzel zu eld, *ai, führt auch zum norwegischen Wort "elske" (lieben, DK elske, SE älska, IS elska). Die Vorstellung ist also, dass Liebe etwas Feurisches (sic, d.h. feuriges) ist (isch entspricht sk, vergl. dänisch / dansk)

    Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß,

    als heimliche Liebe, von der niemand nichts weiß.

     

    Ich muss sagen, dass unsere Vorfahren sprachlich recht erfinderisch waren.

    -------------------------------------------------

    Edith fand, dass "funi" Lohe bedeutet

    #35AuthorViking_ (925763)  27 Aug 19, 21:32
    Comment

    Leider nur ein vermeintliches Heureka: Beim Anstehen in der Supermarktschlange hatte ich vorhin über hurtig und hurry nachgedacht (nicht, weil's mir zu langsam ging, sondern weil dort eine Werbetafel angebracht ist, auf der ein Ortsname auftaucht, der mit Hur*** anfängt). Aber meine Nachforschung ergab, daß hurry von

    "... from Proto-Germanic *hurza "to move with haste" (source also of Middle High German hurren "to whir, move fast," Old Swedish hurra "to whirl round")" kommt,

    während hurtig von hurt, m. das mhd. hurt der turniersprache, stosz, anprall, stoszendes losrennen, dem franz. heurt, ital. urto stosz entlehnt (vgl. Lexer wb. 1, 1397), ist seit dem 14. jahrh. erloschen, soweit es nicht noch in dem unten folgenden adj. hurtig, sowie in der kärntnischen mundart fortlebt: hurt, m. die schnelligkeit, das rasche muntere arbeiten, an hurt haben, schnell sein, eile haben Lexer 146, also aus dem Französischen kommt. Schad. Hätte ja passen können.

    #36AuthorSelima (107)  07 Sep 19, 10:52
    Comment

    Re #32: Und Wiktionary hat es noch etwas präziser:


    Schmetten

    ...

    Bedeutungen:

    [1] ostmitteldeutsch, österreichisch, schlesisch: Sahne


    Herkunft:

    Entlehnt aus tschechisch smetana → cs[1]


    Wortbildungen:

    Schmetterling


    https://de.wiktionary.org/wiki/Schmetten


    Und dass der "Sahnefalter" und die "Butterfliege" sprachlich eng verwandt sind versteht sich von selbst.

    #37Authortraveler in time (757476) 09 Sep 19, 12:32
    Comment

    Ich bin gestern über das hier gestolpert:

    „Ne discere cessa (Höre nicht auf zu lernen), heißt es in einem lateinischen Sprichwort.“

    aus: https://www.bento.de/future/latein-lernen-heu... ,

    was mich auf die Idee brachte, dass "necessary" und "cease" offenbar miteinander verwandt sind. Leider besitze ich kein etymologisches Wörterbuch (schon gar nicht auf englisch), aber ich habe zumindest dies gefunden:

    >> Apparenté [1] à nanciscor (« saisir ») ou à [2]cedo, cedere, cessum : ne-cessum « qui ne cède pas ».

    ( https://fr.wiktionary.org/wiki/necesse#la )


    Dabei ist die Nr. [1] natürlich völliger Blödsinn, richtig kann nur [2] sein ;-)


    #38AuthornetteLimette (1278631) 13 Sep 19, 08:56
    Comment

    Gerade hatte ich mal wieder ein Anti-Heureka: Ich hatte mich schon länger gefragt, ob das ungarische szín „Bühne“ vom englischen scene oder einer der Varianten in anderen europäischen Sprachen kommt. Laut Wiktionary ist das aber nicht der Fall, sondern das ungarische Wort geht über das Slawische auf eine idg. Wurzel *skéh₂ih₂ „Schatten“ zurück, während scene ironischerweise auf eine semitische Wurzel mit der Bedeutung „Behausung“ zurückgehen soll. So unerwartet kann Etymologie sein!

    #39AuthorJanZ (805098) 13 Sep 19, 17:52
    Comment

    Which reference work indicates a semitic origin for scene? "Klein's Comphrehensive Etymological Dictionary of the English Language", generally considered to be the most thorough etymological dictionary of English when it comes to semitic roots, does not mention it, stopping at an IE root *sk̂ā(i), *sk̂ī to shine, to flicker, to glimmer. Since Rabbi Klein's work dates to the 1960s (the dictionary itself was published in 1971), it is entire possible that more recent research has come to a different conclusion. The "Oxford Dictionary of English Etymology" traces the origin back to: IE *skiā shadow (cf. shimmer). Looking under shimmer, II find it it is traced to IE *skī to shine.


    Re #38: Dictionaries say both words go back to Latin cedere and ultimately to the IE root *ked to yield, so your idea is spot on.

    #40AuthorNorbert Juffa (236158)  13 Sep 19, 18:52
    Comment

    #40: Danke, das freut mich!

    #41AuthornetteLimette (1278631) 13 Sep 19, 20:18
    Comment

    Which reference work indicates a semitic origin for scene?


    Tja, leider ist im Wiktionary außer den angeblichen Kognaten س ك ن und שכן‎ keine Quelle angegeben. Vielleicht sind sich die Linguisten da nicht einig, vielleicht sollte ich mich auch nicht auf Wiktionary als Quelle verlassen. In jedem Fall scheint aber szín mit scene allenfalls mit Umweg über das PIE verwandt zu sein.

    #42AuthorJanZ (805098) 15 Sep 19, 21:47
    Comment

    Ich sehe diese Information bei Wiktionary nicht:


    https://en.wiktionary.org/wiki/scene

    From Middle French scene, from Latin scaena, scēna, from Ancient Greek σκηνή (skēnḗ, “scene, stage”).


    Die einzige Quelle zu einem hebr. Ursprung, die ich ausfindig machen konnte ist: Isaac E. Mozeson, "The Word: The Dictionary That Reveals the Hebrew Source of English", p. 144. Das scheint mir (als Nicht-Linguist) eher ein pseudowissenschaftliches Werk zu sein, das Etymologie einfach anhand von Lautähnlichkeiten etablieren will. Das in #42 zitierte Wort scheint "scha-chen" = "Nachbar" zu sein.

    #43AuthorNorbert Juffa (236158)  15 Sep 19, 22:23
    Comment

    from Ancient Greek σκηνή (skēnḗ, “scene, stage”).


    Und genau auf dieses σκηνή musst du klicken :-).

    #44AuthorJanZ (805098) 15 Sep 19, 22:46
    Comment

    Aha, da muss man erst einmal darauf kommen! Vielleicht findet sich noch ein Linguist (von denen schwirren ja einige hier herum), der die Ableitung aus einer semitischen Sprache mit entsprechendem Literaturhinweis belegen kann.

    #45AuthorNorbert Juffa (236158) 15 Sep 19, 22:59
    Comment

    Über meine Recherche zu Wampe habe ich gerade gelernt, daß das ein gemeingermanisches Wort ist und somit dt. Wampe mit engl. womb verwandt ist: http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgu...


    Ein lustiges Heureka, denn bei Wampe denkt man in Bayern zumindest vornehmlich an Bierbäuche ;-)

    #46AuthorSelima (107) 08 Oct 19, 09:34
    Comment
    'Ojibway and Chippewa are the same language.'

    https://onbeing.org/programs/david-treuer-lan...

    'The most difficult language to learn ...'
    'What it had in its favor was geography ... incredibly hard to get to ... remote ...'

    Who knew?
    #47Authorhm -- us (236141) 13 Oct 19, 13:29
    Comment
    And Ankara was historically called Angora, as in Angora wool, goats, rabbits.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Ankara
    #48Authorhm -- us (236141) 17 Oct 19, 01:08
    Comment

    Speaking of Turkish cities, there is some speculation that Izmir (the country's third largest city, long known in the West as Smyrna) is named after the plant which produces the resin myrrh.


    Also (less contentiously) Istanbul comes from the Greek phrase "to the city". (The "bul" is Greek "poli", the same root appearing in police, policy, polity, and dozens more.)

    #49AuthorMartin--cal (272273)  17 Oct 19, 06:24
    Comment

    #49: Istanbul = Constantinopel?

    #50AuthorStravinsky (637051) 17 Oct 19, 08:35
    Comment

    #49: Könnte Izmir nicht gleichermaßen eine Turkisierung von Smyrna sein? Es genügt, vor den griechischen Namen ein "i" zu setzen und die letzte Silbe fallen zu lassen. Dasselbe Schema finden wir bei Iznik, vormals Nicäa. (Es sei denn, Du wolltest zum Ausdruck bringen, dass schon der Name "Smyrna" von der btreffenden Pflanze stammt.)

    #51AuthorGart (646339)  17 Oct 19, 08:47
    Comment

    Hier ein ganzer Artikel zur Etymologie von Istanbul (mit der "eis ten poli(n)"- und der Konstantinopolis-Theorie):

    http://www.ejournals.eu/SEC/2015/Issue-4/art/4471/


    Darin auch ein Abschnitt zum İ- am Anfang türkischer Lehnwörter, die in den Ursprungssprachen diese İ- nicht haben. Aus der Zusammenfassung am Ende: The intial vowel of İstanbul is a Turkish prosthesis to displace the consonant cluster from the anlaut.


    ... also ähnlich wie in romanischen Sprachen, z.B. Latein -> Spanisch/Französisch: sperare -> esperar/espérer; status -> estado/état


    In der Tat ist eine Theorie zum Ursprung des gr. Namens, daß er sich bereits von Myrrhe ableitet.


    #52AuthorSelima (107)  17 Oct 19, 09:51
    Comment

    I'd always imagined, naively enough no doubt, that G. mündig and cognates were somehow related to der Mund, and only discovered very late (like three weeks ago) that they’re not at all, but to die Mund (not listed in the LEO dictionary).

    #53AuthorBion (1092007) 27 Oct 19, 11:19
    Comment

    Aus dem Duden-Link in #53 :



    Mund, die

    Wortart      Substantiv, feminin

    ... Verwandte Form      Munt

    Bedeutung   im germanischen Recht Gewalt des Hausherrn über die in der Hausgemeinschaft lebenden, von ihm zu schützenden Personen

    Herkunft      mittelhochdeutsch, althochdeutsch munt = (Rechts)schutz, Schirm ...


    #54Authorno me bré (700807) 27 Oct 19, 12:03
    Comment

    Aber das Mündel ist in LEO.

    Und dann gibt es noch mündelsicher, das waren Vermögensklassen, in denen das Vermögen eines Mündels treuhänderisch angelegt werden durften, im wesentlichen Staatsanleihen.

    #55Authorjudex (239096)  27 Oct 19, 17:14
    Comment

    Sure, unmündig, Unmündigkeit, mündig, Mündigkeit, Mündel, Vormund, Vormundschaft, bevormunden, and numerous others, I expect---are all in the dictionary; but not the root they derive from. It was an etymological eureka (and eek!) moment for me is what I really wanted to say ;-)

    #56AuthorBion (1092007)  27 Oct 19, 17:54
    Comment

    'Ojibway and Chippewa are the same language.'


    Who knew?


    Maybe some people in Michigan. The Saginaw Chippewa Indian Tribe of Michigan is a federally recognized band of Chippewa (a.k.a. Ojibwe) Indians located in central Michigan in the United States. https://en.wikipedia.org/wiki/Saginaw_Chippew... Central Michigan University is located in Mount Pleasant, Michigan, part of which lies withing the boundaries of the Isabella Indian Reservation, home of the Saginaw Chippewa Indian Tribe of Michigan. The university's sports teams are the Chippewas, a name that has the full support of the tribe. The Saginaw Chippewa have a center that educates visitors about the culture and history of the Anishnabe: http://www.sagchip.org/ziibiwing/ Whenever we go to visit my sister-in-law, we drive through the reservation. A few years ago we took our exchange student from Kyrgyzstan to the Ziibiwing Center and would go again. It was interesting and thought provoking. For information on Anishnaabe, Tante Wiki knows something: https://en.wikipedia.org/wiki/Anishinaabe

    #57AuthorAmy-MiMi (236989) 27 Oct 19, 19:16
    Comment

    Noch zu 46 Wampe, womb: wame


    I ganged so gäen aufd Kampnwand, wann i mid meiner Wampn kannd.


    #58Authormanni3 (305129)  27 Oct 19, 23:03
    Comment

    Erzähl mir nichts vom Gipskrieg


    Nach Wikipedia ist Gips weltweit so reichlich vorhanden, dass es nie eine machtpolitische Auseinandersetzung um diesen wichtigen Rohstoff gegeben hat. Es gibt ihn also nicht, den Gipskrieg.

    #59Authorjudex (239096) 17 Nov 19, 10:14
    Comment

    Erleuchtung beim gestrigen Einkauf im türkischen Laden:

     

    Käse ist peynir. Da liegt die Vermutung nahe, daß eine Verwandtschaft zu Panir (persisch: پنیر, hindi: पनीर, engl.: Paneer) (Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Panir ) besteht.

     

    Leider habe ich von den dabei beteiligten Sprachen so gut wie keine Ahnung, daher weiß ich nicht, wie ich das überprüfen könnte.

    #60AuthorC3PO (877869) 17 Nov 19, 14:29
    Comment

    Sowas kann man (mit den üblichen Vorbehalten gegenüber Wikis) im Wiktionary (vorzugsweise dem englischsprachigen) überprüfen. Das gibt dir recht: https://en.wiktionary.org/wiki/peynir

    #61AuthorJanZ (805098)  17 Nov 19, 14:32
    Comment

    Ein berechtigtes Aha:

    Peynir

    ~ Fa/OFa panīr پنير a.a. << OFa panīr a.a. (= Ave payah- süt = Sans páyas पयस् süt ) </p>


    Im ausführlicheren Teil darunter steht in etwa, daß das Wort vom (Mittel-)Persischen panīr پنير kommt. Es wird auf das Wort payah- für Milch im Heiligen Buch der Zoroastrier und das Sanskrit-Wort páyas पयस् = Milch verwiesen. Des weiteren wir angeführt, daß es im modernen Hindi panir, im Armenischen panir/banir und in Bengali ponir gibt.https://www.etimolojiturkce.com/kelime/peynir

    #62AuthorSelima (107) 17 Nov 19, 14:43
    Comment

    Danke!

    #63AuthorC3PO (877869) 17 Nov 19, 14:43
    Comment

    Edit verhindert. Zweimal zu langsam ;-)

    #64AuthorSelima (107) 17 Nov 19, 14:44
    Comment

    Bei Studium von Briefen des 18. Jahrhunderts fiel mir heute nachmittag der dort recht oft verwendete Ausdruck auf, man habe "ein Felleisen erhalten" - ein hübscher totum-pro-parte-Ausdruck dafür, dass man ein Schreiben erhalten habe: unter dem Felleisen versteht man den Postsack der damaligen Zeiten. Der Name entstammt einer gerade so hübschen Volksetymologie, hinter dem "Felleisen" steht frz. valise, der Koffer.

    #65AuthorGart (646339)  17 Nov 19, 17:30
    Comment
    I haven't read back through all the past threads, so someone may have mentioned this already, but it was just in a Jeopardy clue today and it was a complete surprise to me, though my mom knew it:

    'Denim' apparently comes from 'de Nimes,' since that's where the cloth was once made.
    #66Authorhm -- us (236141) 22 Nov 19, 23:14
    Comment

    Right, and jeans come from Genoa (via French Gênes).

    #67AuthorMartin--cal (272273) 23 Nov 19, 01:40
    Comment

    I got to wondering about the relationship between garden, Garten, and (French) jardin. They seem all three to be somehow related, but what is the source: Latin, or Germanic, or (unlikely) Ur-Indo-European, or (more unlikely) a different source?


    Apparently this is a case where the French borrowed the word from German, and (as in thousands of other words), English from French.


    According to Partridge: Frankish (assumed) gardo -> old northern French gartin (modified from gart) -> English garden and French jardin.


    Also related is English yard (yet another case where Germanic /g/ becomes English /y/)

    #68AuthorMartin--cal (272273)  25 Nov 19, 01:49
    Comment

    https://www.dwds.de/wb/Garten bietet eine ausführliche Etymologie für "Garten", die bis ins Altindische schweift.

    #69AuthorMiMo (236780) 25 Nov 19, 05:48
    Comment

    Also, for what it's worth, the gardenia (die Gardenie) was not so called because it grows in a garden (as I had thought), but was named after a Scottish naturalist, one Alexander Garden.

    #70AuthorMartin--cal (272273) 25 Nov 19, 07:58
    Comment

    Jetzt, wo mir's aufgefallen ist, find ich's trivial, aber dass pencil und Pinsel verwandt sind, ist mir erst über das isländische pensill klar geworden.

    #71Authorkikært (236250) 25 Nov 19, 09:35
    Comment

    #71 The connection is actually pretty risqué if you look up the details :)


    Nice etymology podcast if anyone is interested: http://www.lexitecture.com/


    #72AuthorCM2DD (236324) 25 Nov 19, 11:22
    Comment

    Kluge und Pfeifer in DWDS stützen #71.

    #73Authormanni3 (305129) 25 Nov 19, 12:29
    Comment

    Ich hätte risqué erst im En-WB nachschlagen sollen. Dann wär ich nicht auf den falschen Freund reingefallen ;-)

    #75Authormanni3 (305129) 25 Nov 19, 12:46
    Comment

    @72: Another podcast about language (mostly the English language) and often also the etymology of various words is The Allusionist:  https://www.theallusionist.org/

    #76AuthorDragon (238202) 25 Nov 19, 13:34
    Comment

    Ich weiß nicht, ob das ein etymologisches Eureka! ist, aber schreib's trotzdem mal in diesen Faden: Heute früh grübelte ich, nach Lesen des Satzes "Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht" (aus der Theaterwelt) ob des Wortes 'gewaltig'. 'Gewaltig' steht für 'sehr, äußerst, ...'. Es steckt [aber] das Wort 'Gewalt' drin. Ich lass das mal so für mich stehen, und wundere mich..., ohne zu googeln usw.


    #77AuthorBraunbärin (757733) 25 Nov 19, 14:45
    Comment

    #75 Oh, yes, I meant risqué as in "phwoar, that'll put lead in your pencil", not as in taking liberties with the etymology or anything :)

    #78AuthorCM2DD (236324) 25 Nov 19, 14:52
    Comment

    #77 That's a mighty fine idea :)

    #79AuthorCM2DD (236324) 25 Nov 19, 14:54
    Comment

    Re #77: Ich denke die Verwendung von "gewaltig" ist hier beabsichtigt und passend:

    Gewalt, die

    • 3. elementare Kraft von zwingender Wirkung

    https://www.duden.de/rechtschreibung/Gewalt


    Der Erde eine "gewaltige Schönheit" zuzuschreiben ist schon fast philosophisch.

    #80Authortraveler in time (757476) 25 Nov 19, 15:04
    Comment

    gripstock = Griffstück, das klingt doch recht ähnlich, hmm.

    #81Authoreastworld (238866) 29 Nov 19, 11:40
    Comment

    Synode = Koitus

     

    Beides heißt „Zusammengang“.

    #82AuthorStravinsky (637051) 01 Dec 19, 22:08
    Comment

    Tickle = Kitzeln = chatouiller, the first two and likely the third from a Germanic root *kutilōn. The Anglo-Saxon word was cytelian, becoming kittle in early English, where the word remains, apparently, in some dialects, but at some point the /k/ and /t/ became transposed to give us our current tickle. And French chatouller, according to Larousse,  may be derived from the Dutch katelen (now kietelen.)

    #83AuthorMartin--cal (272273) 13 Dec 19, 03:19
    Comment
    A topical word: impeach.
    Originates from Latin for foot via a nice chain of intermediates.
    Eg see https://www.lexico.com/en/definition/impeach
    #84AuthorEcgberht (469528) 14 Dec 19, 00:19
    Comment

    Ein bisher nur potentielles etymologisches Eureka:

     

    Nach dem Anhören einer in mehreren Sprachen wiederholten Lautsprecherdurchsage glaube ich erkannt zu haben, daß die Zahl „Sieben“ auf Arabisch „Sabah“ (oder so ähnlich, Schreibung nach Gehör) lautet. Dazu fiel mir dann der „Sabbat“, der siebte Tag, ein. Könnte es also sein, daß die Lautfolge s –b –  in allen Fällen auf eine gemeinsame Wurzel zurückgeht?

     

    (Ich hatte noch weder die Zeit noch die passende Idee, wie man dieser Frage nachgehen könnte).

    #85AuthorC3PO (877869) 16 Dec 19, 11:27
    Comment

    Klein's Etymological Dictionary traces Sabbath to a semitic root meaning to rest, to cease, to be completed.


    It is certainly interesting to note that the names of six and seven in modern Hebrew (Ivrit) are shesh and sheva, but I am not aware of a direct connection to IE numerals.

    #86AuthorNorbert Juffa (236158)  16 Dec 19, 11:46
    Comment

    Meine Quelle für sowas ist immer das englischsprachige Wiktionary, und da habe ich tatsächlich eine Seite gefunden, die den Sabbat mit der semitischen (in dem Fall akkadischen) Sieben in Verbindung bringt: https://en.wiktionary.org/wiki/%D8%A7%D9%84%D.... Über eine Verbindung mit der indogermanischen Sieben habe ich nichts gefunden, die Ähnlichkeit kann auch Zufall sein.

    #87AuthorJanZ (805098)  16 Dec 19, 11:58
    Comment

    Danke Euch beiden! Da unsere „arabischen“ Zahlen ja eigentlich indische sind, halte ich einen Zusammenhang für zumindest möglich, ohne eine qualifizierte Meinung äußern zu können.

    #88AuthorC3PO (877869) 16 Dec 19, 12:23
    Comment

    Mit den etymologischen Angaben im Wiktionary bin ich sehr vorsichtig geworden, seit ich mehrfach feststellen musste, dass da auch sehr windige Herleitungen dabei sind, die dem Anschein nach primär auf phonetischer Ähnlichkeit beruhen und sich in der Literatur so nicht gut belegen lassen. Hier zum Bespiel würde ich fragen, ob das zitierte akkadische Wörterbuch die Verwandheit der beiden genannten Wörter auch explizit benennt, oder ob das lediglich eine Hypothese des Wiki-Authors ist.


    Unsere geschriebenen Ziffern sind die indisch-arabischen, aber die IE Zahlwörter selbst sind viel älteren Ursprungs.

    #89AuthorNorbert Juffa (236158)  16 Dec 19, 12:46
    Comment

    Sabbath und sheva/sabah sind demnach etym. nicht verwandt:


    The concept of the Sabbath is inevitably tied up with that of the week, in Hebrew šòḇūaʽ, which is manifestly derived from the number ‘seven’ šέḇaʽ. The words for ‘week’ and for ‘Sabbath’ share the same first two consonants, but the third consonant is different: /t/ in the case of ‘Sabbath’ and ‘rest’, and /ʽ/ in the case of ‘week’ and ‘seven’. There is of course the view that Semitic or Hamito-Semitic roots originally consisted of only two consonants, to which a third, semantically empty, consonant could be appended (very much like the ‘root’ and ‘extension’ posited for ancient Indo-European), but this, if true, would apply to proto-Semitic or pre-Semitic but would have no relevance for a concept like that of the week, which emerged in historic times. We need therefore to regard š‑b‑t and š‑b‑ʽ as two totally separate roots.

    https://blogs.ucl.ac.uk/calendars-ancient-med...

    #90AuthorSelima (107)  16 Dec 19, 13:36
    Comment

    Auch Dir ein Danke! Damit ist der Sabbat(h) aus dem Rennen. Aber mein Gedanke bezüglich š‑b‑ war dann nicht völlig abwegig.

     

    Ich habe zu diesem Thema eben keinerlei Kenntnisse, welche Quellen als zuverlässig gelten können. Sehr nett von Euch, mir da auf die Sprünge zu helfen.

    #91AuthorC3PO (877869) 16 Dec 19, 13:55
    Comment

    #89: Völlig richtig. Ich habe versäumt, meine Zweifel an der Quelle klarzumachen, die unter anderem daher rührten, dass überhaupt nur eine der Wiktionary-Seiten zu diesem Wortfeld die Verwandtschaft ins Spiel brachte.

    Was die Zahlsymbole betrifft, so gehe ich auch davon aus, dass diese deutlich jünger als die Zahlwörter sind und letztere auch eher selten aus anderen Sprachen entlehnt werden. Die „arabischen“ Zahlsymbole in der europäischen Form werden ja mittlerweile in fast allen Sprachen verwendet, ohne dass diese ihre Zahlwörter deswegen aufgegeben hätten.

    #92AuthorJanZ (805098)  16 Dec 19, 14:55
    Comment

    Ein Heureka, das bei mir schon etwas länger zurückliegt:

    upper case

    lower case

    Aus Wikipedia:

    These terms originated from the common layouts of the shallow drawers called type cases used to hold the movable type for letterpress printing. Traditionally, the capital letters were stored in a separate shallow tray or "case" that was located above the case that held the small letters.

    #93Authorjudex (239096) 16 Dec 19, 14:59
    Comment

    martin--cal schrieb hier a cup of rose hip tea (Hagebuttentee)


    Das war mir dann mal Anlass zu gucken, woher dieses auffällige fränkische Hiffenmark für Hagebuttenmarmelade kommt.


    Laut etymonline:    hip (n.2)

    "seed pod" (especially of wild rose), a 16c. alteration of Middle English hepe, from Old English heope, hiope "seed vessel of the wild rose," from Proto-Germanic *hiup- (source also of dialectal Norwegian hjupa, Old Saxon hiopo, Dutch joop, Old High German hiafo, dialectal German Hiefe


    #94Authormanni3 (305129)  16 Dec 19, 22:57
    Comment

    Auch auf die Gefahr hin, dass das reichlich simpel klingt - bis gerade eben war es mir noch nie ins Bewusstsein gedrungen, dass frz. monter (aufsteigen, hochsteigen) und mont (Berg) offenkundig etwas miteinander zu tun haben.

    #95AuthorGart (646339) 17 Dec 19, 09:14
    Comment
    No entiendo ni jota – ... iota ... jot or tittle ...

    related discussion: Assoziationsfaden Nr. 412 - #190
    #96Authorhm -- us (236141) 01 Jan 20, 21:16
    Comment

    re #95 : und auch wohl montieren ... in seiner ganzen Bedeutungsvielfalt ...

    #97Authorno me bré (700807)  01 Jan 20, 22:58
    Comment

    Someone in the Crossover Chat mentioned that Bleigießen is molydomancy in English. When I saw that, I realized that there must be etymological connection between the metals molybdenum and lead, which a look at Wikipedia confirmed:


    https://en.wikipedia.org/wiki/Molybdenum

    Molybdenum is a chemical element with the symbol Mo and atomic number 42. The name is from Neo-Latin molybdaenum, from Ancient Greek Μόλυβδος molybdos, meaning lead, since its ores were confused with lead ores.

    #98AuthorNorbert Juffa (236158) 03 Jan 20, 00:03
    Comment

    Ich fand es recht interessant und erhellend, beim Lesen dieser Anfrage im Sprachlabor mitzubekommen, dass sich der Begriff Öl etymologisch vom Wort Olive ableiten lässt, was dann ja z.B. die Wikipedia dann auch bestätigt.

    #99AuthorChrysalis66 (1189140)  05 Jan 20, 21:17
    Comment

    liver = Leber

    #100AuthorStravinsky (637051) 06 Jan 20, 06:37
    Comment

    Gestern dachte ich erstmals im Leben darüber nach, dass 'verstehen' aus 'ver-' und 'stehen' zusammengesetzt ist. Warum nur etwas mit 'stehen'?

    Komme zu keinem Eureka. (Google auch absichtlich nicht.)

    Fand es interessant auch zu merken, dass 'verstehen' im Englischen 'understand' heißt ... "unterstehen". Hat mit 'sich unterstehen, etwas zu tun' aber wiederum nichts zu tun.

    #101AuthorBraunbärin (757733) 06 Jan 20, 08:30
    Comment

    Das geht auch über meinen Verstand.

    Der Kluge weiß auch nur bedingt Rat:


    verstehen stV. Mhd. verstan, versten, ahd.farstan, farstantan, as. farstandan, wie afr. forstan, ae. forstandan. Die Ausgangsbedeutung ist offenbar “davor stehen“, doch ist die Präfigierung schon von Anfang übertragen gebraucht, so dass die Einzelheiten des Bedeutungsübergangs nicht mehr recht fassbar sind. In Frage kommt “vor einem Objekt stehen“ (und es damit besser wahrnehmen) oder “vor Gericht, vor etwas oder jmd. stehen“, “eine Sache vertreten“ und damit “sie verstehen“. Zu der bereits weiterentwickelten Bedeutung gehört Verstand.

    #102AuthorViking_ (925763)  08 Jan 20, 16:41
    Comment

    For the E., OED suggests the “under” of “understand” could derive from the G. sense of unter, i.e., among (not underneath); etymonline points out that as far back as Ancient Greece the verb for knowing, to know, is equated with a form of standing, epistamai “to stand upon,” and suggests that the “ultimate sense” is perhaps “to be close to.” The metaphors derived from the physical world that we use to express much if not just about all of our thoughts and reasoning are dealt with in depth and at great length in George Lakoff & Mark Johnson’s Metaphors We Live By (not exactly an easy read though).

    #103AuthorBion (1092007) 08 Jan 20, 17:13
    Comment

    Verwandt sind:

    englisch     soft

    niederdeutsch sacht

    hochdeutsch  sanft


    Der Unterschied -ft/-cht zwischen hochdeutsch und niederdeutsch kommt öfter vor, Beispiele dafür, in denen niederdeutsche Formen zum Standard geworden ist:


    Gerücht: Hat nichts mit riechen zu tun, sondern mit rufen. Hochdeutsche Formen waren Geruft(e), Gerüft(e).

    Auch von rufen, und nicht von riechen, kommen anrüchig, berüchtigt, ruchbar.


    Nichts damit zu tun haben aber ruchlos und verrucht, die hängen vielleicht damit zusammen.

    Erg.: Mit ruchlos und verrucht verwandt sind geruhen, engl. reck, reckless.


    echt: Verkürzt aus mnd. e(h)acht, mhd. ehaft zu mhd. e, ewe ‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag, Ehe’


    Nichte: Hochdeutsch Nifte(l), vgl. auch altenglisch nift. Altenglisches nefa und nift wurden durch aus dem Französischen übernommenes nephew und niece ersetzt.


    Schlucht: Hochdeutsch Schluft, vom Verb schliefen, verwandt mit schlüpfen. Von schliefen abgeleitet ist auch der Schluf. Wie der Schluf mit der Schlucht/Schluft zusammenhängt, weiß ich nicht.

    Es gibt aber auch Belege für Schlucht im Süden, bei denen ein niederdeutscher Einfluss unwahrscheinlich ist. Der DWB-Artikel (aus dem Jahr 1895) meint dazu:

    die etymologischen beziehungen des wortes sind dunkel


    Schacht: Niederdeutsche Form von hochdeutsch Schaft. Wie sich die abweichende Bedeutung entwickelt hat, kann man nachlesen. Es ist deshalb plausibel, dass engl. shaft auch beides bedeutet, Schaft und Schacht, etymonline

    meint aber, dass es nicht klar ist, wie die Bedeutung 'Schacht' für shaft im Englischen entstanden ist.


    achtern, Achter-: Niederdeutsche Form zu After-


    (Quellen: DWDS, Wiktionary, etymonline, DWB)

    #104AuthorGorboduk (983882)  14 Jan 20, 00:30
    Comment

    Soldaten wohnen auf den Kanonen von Cap bis Couch Behar.


    Das ist aus dem Kanonensong (Dreigroschenoper) von B. Brecht/K. Weill. Ich hatte es 1000 mal gehört, aber erst heute geschrieben gesehen, weil wir den Text schon als Kinder von der Schallplatte (78 RPM) lernten. Koch Bihar (Cooch/Couch Behar) ist eine Mittelstadt ganz im Nord-Osten von Westbengalen und heute ziemlich unbedeutend, ehemals aber ein Fürstensitz.

    Das "missing link", das diese Ortswahl erklärt, ist wohl eine Ballade R. Kiplings, Screw guns.


    PS.:

    Mit "Cap" ist doch das Kap der guten Hoffnung gemeint, oder? Wäre als Ausdruck der größten West-Ost-Spanne in der die screw-guns kämpften, dann ja auch sinnvoll.

    #105Authorjudex (239096)  15 Jan 20, 13:17
    Comment

    Here a lengthier snippet from an on-line article I encountered that has several etymological eurekas. Many of them are probably not new for this thread, but I found it interesting to see so many under a single rubric. https://www.quora.com/What-are-some-Latin-der...


    A number of Latin words diffused into the Germanic languages before the Angles, Saxons, Jutes, Frisians, Ripuarian Franks, and Co. ever made it to Britain. Romans and Germans may have invaded and battled each other pretty frequently in the first through fifth centuries—but they traded as well, and many Germanic men served in the Roman legions. So Latin words ended up in Germanic, and were already incorporated in the languages of the Angles and Saxons, well before they first sailed off to ruin Vortigern’s day.


    One set of borrowings are found primarily in the West Germanic languages. Latin caseus ended up in Old English as cyse, which in turn became Modern English cheese (and German Käse, Dutch kaas, and so on). Latin butyrum became butere in Old English, butter in Modern English, Butter in German, boter in Dutch. (Latin had borrowed the word from Greek bouturon, literally “cow cheese.”) Latin vallum, meaning a palisade or row of stakes, ended up as Old English weall and Modern English wall.


    Other borrowings show up in all branches of the Germanic languages, and were presumably borrowed into Proto-Germanic at a much earlier date. Catillus is Latin for “little bowl”; it ended up in Proto-Germanic as something like *katilaz, which gives you Old English cytel, Modern English kettle, German Kessel, Old Norse ketill, Gothic ketils. Latin caupo, “shopkeeper”, is the source for Proto-Germanic *kaupona, “to buy”, which turned into Old Norse kaupa, Dutch koop, German kaufen, Gothic kaupon. . . and Modern English lost the verb, but Old English had ceapian, and Modern English still retains the related word cheap. (Modern English also retains the root in words like chapman and chapbook.) Interestingly, both these were borrowed from Germanic into Slavic; they show up in Russian as kotël and kupit’/pokupat’.


    Still others include Latin puteus, “well”, which went from pG *putjaz to OE pytt and ME pit (and German Pfütze); and Latin prunum giving rise to pG *prumo, which became OE plume and ME plum. Latin vinum became pG *winam, the root of OE win and ME wine. Late Latin cuprum is a contraction of Cyprium, “from Cyprus”; it ended up borrowed into Proto-Germanic as *kupar, from whence OE coper and ME copper. Late Latin cucina was borrowed into Proto-Germanic (*kokina), which gives rise to Old English cycene and Modern English kitchen and Dutch keuken and German Küche. The related Latin coquus ended up as Old English coc and Modern English cook and German Koch. The Romans borrowed Greek diskos as Latin discus; it entered Old English as disc, and from there ended up in Modern English as dish, but in German the word shifted meanings and became Tisch, “table.”


    The Romans made coins in a temple to Juno Moneta, which may mean “Juno the Warner” or “Juno the Admonisher” (from Latin monere, “to warn”). Anyway, moneta ended up in West Germanic as *munita, and from there as OE mynet > ME mint, in the sense of “place where money is coined”. It’s also the root of German Münze, “coin”. Incidentally, moneta evolved into Old French monnaie, from which English borrowed the word money. The same Latin word evolved into two different English words via different pathways.

    #106AuthorMartin--cal (272273)  16 Jan 20, 18:29
    Comment

    Der Schabernack ist ein rauher Winterhut, der im Nacken schabt. Wie es aber zur heutigen Bedeutung gekommen ist, scheint man nicht zu wissen.

    #107Authorjudex (239096) 18 Jan 20, 09:51
    Comment

    Und dann gibt es noch den Münchner Schabernackt. Dieser jährlich unter dem Motto „Kommen’s so oder so – aber mit’m bisserl was o“ stattfindende Faschingsball genießt überregionale Bekanntheit und gilt als gewagtester öffentlicher Faschingsball der Umgebung. Es gibt keine feste Kostümvorgaben, außer dass die Scham bedeckt sein muss.


    Ein rauher Winterhut ist nicht erforderlich. :-)

    #108AuthorMiMo (236780)  18 Jan 20, 17:26
    Comment
    #109Authormanni3 (305129) 20 Jan 20, 18:55
    Comment

    Oh ja. Auch Rat im Sinne von Ratschlag heißt im Russischen сове́т, was gemeinhin mit „Sowjet“ transkribiert wird.

    #110AuthorJanZ (805098) 20 Jan 20, 19:14
    Comment

    poetaster : criticaster : oleaster : cotoneaster : bleuâtre ...


    ---"Latin -aster, suffix of nouns and adjectives, expressing incomplete resemblance, hence generally pejorative ... Extensively used in Romance languages (Italian -astro, Spanish -astro, -astre, Provençal -astre, Old French -astre, modern French -âtre), esp. in French as adjectival suffix, e.g. bleuâtre bluish, blanchâtre whitish, etc." [OED]

    #111AuthorBion (1092007) 04 Feb 20, 17:47
    Comment

    But not disaster - there the "aster" comes from the Greek word for "star" (as in astronomy). The disaster happens when the stars don't line up for you (i.e. there is a deviation from the stars.)

    #112AuthorMartin--cal (272273)  04 Feb 20, 18:22
    Comment

    ---and not alabaster, plaster (not even master although many do bear an incomplete resemblance to something or other ;-))


    And thanks, Martin--cal, for the etymology of "disaster," new to me, a nice one. (And apparently [OED] Catalan malastre [C14] misfortune, and bon astre [ditto] good fortune.)

    #113AuthorBion (1092007)  04 Feb 20, 18:38
    Comment

    Da ich leaflet immer als lea-flet geparst habe, hat es eine Weile gedauert, bis ich erkannt habe, dass es schlicht und einfach die Verkleinerungsform von leaf ist …

    #114AuthorJanZ (805098)  22 Feb 20, 22:23
    Comment

    leaflet - hier war mir das klar, aber gerade recherchierte ich mal, was z.B. bei "Toilette" der Wortstamm ist. Aus wissen.de/wortherkunft:


    Toilette

    1.Frisiertisch, Spiegeltisch

    2. festliche Kleidung

    3. das Ankleiden

    4. Klosett

    ♦ frz. toilette in denselben Bedeutungen,

    urspr. „Tuch über dem Frisiertisch“, zu frz. toile „Leinen, Leintuch, Gewebe“, aus lat. tela „Gewebe“; die (verhüllende) Bedeutungsübertragung auf „Klosett“ deshalb, weil man sich dort (meist) auch frisieren und zurechtmachen kann.


    Interessant.


    Dass Bedeutungen 1 - 3 veraltend bzw. gehoben sind, ist klar.

    #115AuthorBraunbärin (757733) 23 Feb 20, 10:31
    Comment

    Was mich an die Herleitung von "loo" erinnert, die ich bei einer Stadtführung in Edinburgh zu hören bekam: Früher kippte man den Inhalt des Potschamberles aus den oberen Stockwerken einfach aus dem Fenster hinaus auf die Gasse. Damit Passanten zumindest einen Chance hatte, sich davor zu retten, war man angehalten "Gardyloo" (von frz. "Prenez garde a l’eau") zu rufen. Nochmals verkürzt sei das "loo" daraus geworden.

    https://www.scotsman.com/lifestyle-2-15039/ga...


    Dies wird hier zwar angezweifelt: https://www.lexico.com/explore/what-is-the-or...

    Allerdings sind die alternativen Herleitungen noch fragwürdiger.

    #116AuthorSelima (107) 23 Feb 20, 10:53
    Comment

    I had never looked it up, but had always assumed that loo was the anglicisation of "lieu" -- a euphemism for the "place" where you go when you have to "go".

    #117AuthorMartin--cal (272273)  23 Feb 20, 19:10
    Comment

    etymonline sagt zu loo:


    "lavatory," 1940, but perhaps 1922 (based on a pun of Joyce's); perhaps [Dictionary of American Slang] from French lieux d'aisances "lavatory," literally "place of ease," picked up by British servicemen in France during World War I. Or possibly a pun on Waterloo, based on water closet.

    #118AuthorMiMo (236780) 23 Feb 20, 19:34
    Comment

    Overwhelm <=> wölben


    The "whelm" of "overwhelm" comes from an Old English root hwelfan meaning "to cover over". The same German root appears in "wölben", to curve or bend, but in the earlier sense of to arch / to overarch.


    Also (although this may not be of interest to anyone else), the Spanish word abrumador comes from "broma", which generally means a joke, but also means "shipworm".


    In English, when we are overwhelmed, we are covered over; in German, you are overpowered (überwältigt); in Spanish, they are infested with shipworms... :-)


    #119AuthorMartin--cal (272273)  27 Feb 20, 21:17
    Comment

    Carpenter und car haben vermutlich eine gemeinsame Wurzel. Darauf gekommen bin ich, weil ich wissen wollte, ob carpet und carpenter etwas miteinander zu tun haben. Tun sie nicht. Aber da bin ich auf die gemeinsame Wurzel von carpenter und car gestoßen.


    S.v. Carpenter

    "artificer in timber, one who does the heavier sort of wood-working," (...), from Late Latin (artifex) carpentarius "wagon (maker), carriage-maker" ([...] from Latin carpentum "wagon, two-wheeled carriage, cart." This word is from Gaulish, from Old Celtic *carpentom (...), which probably is related to Gaulish karros "chariot" (source of car), from PIE root *kers- "to run."

    https://www.etymonline.com/word/carpenter#ety...

    #120AuthorSelima (107)  03 Mar 20, 06:38
    Comment

    Neues Aha-Erlebnis heute: Panik kommt von Pan. Eigentlich offensichtlich :-)


    panisch Adj. (...) Griech.Panikós (Πανικός) ‘zu Pan gehörig, von Pan herrührend’ ist Adjektivbildung zu Pán (Πάν), dem Namen des Wald- und Hirtengottes, auf dessen plötzliches Erscheinen die Griechen den ohne erkennbaren Grund ausbrechenden und sofort eine große Menschenmenge, besonders das Heer, ergreifenden Schrecken zurückführten.

    https://www.dwds.de/wb/Panik

    #121AuthorSelima (107)  08 Mar 20, 12:05
    Comment

    @ Martin-cal # 119 "overwhelm"


    Dazu dt. Walm(dach), älter Walbe, und vielleicht auch Wolm, der nach innen gewölbte Teil einer Glocke (worauf ich erst gestern gestoßen bin).


    #122Authorjudex (239096) 08 Mar 20, 15:23
    Comment

    Ich überlegte heute, ob to gain (engl.) nicht nur mit gagner (frz.) zusammenhängt (relativ klar), sondern auch mit 'gewinnen' (dt.).


    ... Ich könnte ja auch googlen, aber lass das einfach mal im Raum stehen.

    #123AuthorBraunbärin (757733) 13 Mar 20, 17:29
    Comment

    Ich habe dazu meine Etymologiewörterbücher des Deutschen und des Französischen und Wiktionary konsultiert, und alle zusammen sagen Nein, weil sie die beiden Wortstämme auf unterschiedliche idg. Wurzeln zurückführen. Lustigerweise kommt aber auch gagner aus dem Germanischen, nämlich von *waiþanjaną, was mit dem deutschen weiden zusammenhängt. Das ge- in gewinnen ist ohnehin eine hochdeutsche Bildung, die die anderen germanischen Sprachen nicht haben (siehe englisch to win).


    Zu gain/gagner noch eine Anekdote: Im Englischen sagt man ja für „(an Gewicht) zunehmen“ to gain weight. Ich habe mal beim Französisch-Stammtisch für Erheiterung gesorgt, als ich das mit gagner du poids übersetzt habe (richtig wäre prendre du poids) :-).

    #124AuthorJanZ (805098)  13 Mar 20, 18:02
    Comment

    ... and when I went to the police in Brussels after I was robbed at knifepoint, they asked me, “Were you blessed [= blessé] in the incident?”

    #125AuthorStravinsky (637051) 13 Mar 20, 18:51
    Comment

    Oh ja, bei to bless/blesser stocke ich auch jedesmal kurz, um sicherzugehen, dass ich es richtig verstehe. Übrigens sind die beiden Wörter auch unverwandt, auch wenn laut Wiktionary „to bless“ ursprünglich „mit Blut besprenkeln“ bedeutete.

    #126AuthorJanZ (805098)  13 Mar 20, 19:00
    Comment

    Die Älteren, besonders im berliner Raum kennen sicher den Ausruf: " Da kriegste die Motten!".

    Heute bin ich durch Zufall darauf gestoßen, dass das ein Synonym für Tuberkulose ist, weil die Lunge wie von Motten zerfressen aussieht.

    #127Authorjudex (239096) 23 Mar 20, 21:23
    Comment

    #125 siehe auch Blessur

    https://www.dwds.de/wb/Blessur

    #128AuthorSpinatwachtel (341764) 24 Mar 20, 11:32
    Comment

    Die Blesse, der weiße Fleck auf Nase und Stirn bei Tieren kommt allerding von "blass". (Blesshuhn, ältere Schreibung Bläßhuhn)

    https://www.dwds.de/wb/Blesse

    #129Authormanni3 (305129) 24 Mar 20, 12:01
    Comment

    curfew = couvre-feu ("das Feuer abdecken")

    #130Authorpenguin (236245) 04 Apr 20, 17:01
    Comment

    Es ist mehr als offensichtlich, aber erst vor kurzem ist mir einmal klargeworden, dass natürlich die Begriffe "Autor" und "Autorität" eng zusammengehören müssen, was mir aber doch in gewisser Hinsicht seltsam vorkommt und geradezu etwas unbehaglich erscheint, da die Autorität im originalen Wortsinn ja dann eigentlich erstmal nur von einem "Autor" ausgehen kann!

    #131AuthorRoland-DUES (1290252)  05 Apr 20, 23:23
    Comment

    Warum unbehaglich? Ein "auctor" ist ein Urheber, Förderer. Die "auctoritas" ist das Ansehen, das ein Förderer wegen seiner Leistungen oder Kenntnisse hat. Wenn man derzeit Herrn Drosten und Hernn Kekulé als Autoritäten auf dem Gebiet der Virologie bezeichnet, muß es einem doch nicht unwohl werden. Autoritär - da wird es dann unbehaglich - ist jemand, der dieses Ansehen einseitig ausnutzt.


    Abgeleitet vom selben verb "augere"

    augment (v.)

    late 14c., "become more severe;" c. 1400, "to make larger; become larger," from Old French augmenter "increase, enhance" (14c.), from Late Latin augmentare "to increase," from Latin augmentum "an increase, growth," from augere "to increase, make big, enlarge, enrich," from PIE root *aug- (1) "to increase." Related: Augmented; augmenting. As a noun from early 15c.

    https://www.etymonline.com/word/augment

    #132AuthorSelima (107)  06 Apr 20, 06:13
    Comment

    Ach, hallo Selima!

    Danke für deine Rückmeldung! Unbehaglich wahrscheinlich wohl deshalb, weil ich selber als Autor gerne ein wenig dilettieren möchte, mich dabei aber, zumindest was einige der Stoffe und Texte betrifft, mit denen ich mich aus einem starken inneren Bedürfnis befassen möchte, eher als infantiles großes Kind empfinde und empfinden muss, denn als "Autorität"! :-)

    #133AuthorRoland-DUES (1290252) 08 Apr 20, 11:21
    Comment

    Es ist mir ja schon fast peinlich, aber mir ist neulich aufgegangen, dass Genehmigung mit genehm zusammenhängt.

    #134AuthorJanZ (805098) 08 Apr 20, 11:27
    Comment

    In "Erlaubnis" steckt ein nicht mehr gebräuchliches Wort "erlouben", das in etwa "gutheißen" besagte und mit "loben" verwandt ist. (Bei DWDS überprüft. https://www.dwds.de/wb/Erlaubnis )

    #135AuthorGart (646339)  08 Apr 20, 13:54
    Comment

    Die Ascorbinsäure hat ihren Namen von Skorbut; die Skorbut verhindernde Säure.

    #136Authormordnilap (835133) 20 Apr 20, 17:19
    Comment

    Moose, der amerikanische Elch, stammt aus der Sprache der Algonquin, die in moz nannten, was "der Abstreifer" bedeuten soll.

    #137AuthorHarri Beau (812872) 20 Apr 20, 17:31
    Comment

    #126: Ja, das Heureka hatte ich auch mal. Und das Scharbockskraut heißt so, weil man damit Skorbut (=Scharbock) verhindern kann.

    #138AuthorJanZ (805098) 20 Apr 20, 17:46
    Comment

    Als ich heut nacht folk-lore mit Bindestrich las, richtete sich erstmal meine Aufmerksamkeit auf 'lore', den zweiten Teil des Wortes. Gerade hab ich's nachgeschlagen:

    lore (n.)

    Old English lar "learning, what is taught, knowledge, science, doctrine; art or act of teaching," from Proto-Germanic *laisti- (compare Old Saxon lera, Old Frisian lare, Middle Dutch lere, Dutch leer, Old High German lera, German Lehre "teaching, precept, doctrine"), from PIE root *lois- "furrow, track;" compare learn.

    https://www.etymonline.com/word/lore


    Demnach folklore = die Lehre/Wissen des Volks.


    In der Tat kommt 'lore' auch noch als eigenständiges Wort im WB vor. Ich war ihm zuvor noch nie begegnet.

    #139AuthorSelima (107)  05 May 20, 06:57
    Comment

    Wohingegen die Lore-lei aus aus lure = summen, singen (umstritten) und lei = Stein besteht. Ursprünglich gab es an dieser ohnehin engen Stelle im Rhein noch Felsen an denen das Wasser rauschte, aber auch diese Herleitung ist umstritten.

    #140Authorjudex (239096)  05 May 20, 11:27
    Comment

    Und dann gibt's noch Hannelore und Güterlore. Die eine kommt von Eleonore, die andere vom englischen lorry, die weitere Herkunft von beidem ist unbekannt.

    #141AuthorJanZ (805098)  05 May 20, 11:37
    Comment

    Galore nicht zu vergessen. Das kommt aus dem Irischen:


    galore (adv.)

    1670s, from Irish go leór, and equivalent Scottish Gaelic gu leóir "sufficiently, enough," from Old Irish roar "enough," from Proto-Celtic *ro-wero- "sufficiency." The particle go/gu usually means "to," but it also is affixed to adjectives to form adverbs, as here. Often used in English with the force of a predicate adjective.

    https://www.etymonline.com/search?q=galore

    #142AuthorSelima (107) 05 May 20, 11:42
    Comment

    Haben eigentlich poop und pupsen etwas miteinander zu tun? Fiel mir jetzt mal so auf. Aber von Proto-Germanic oder Middle Dutch habe ich keine Ahnung..

    #143Authorzacki (1263445) 05 May 20, 13:06
    Comment

    Zu faul zum Selbernachschlagen?

    Erst bei LEO nachschlagen: Dictionary: poop

    Dann den Link unter (i) aufschlagen https://www.etymonline.com/word/poop

    Ergebnis:

    "excrement," 1744, a children's euphemism, probably of imitative origin. The verb in this sense is from 1903. The same word in the sense "to break wind softly" is attested from 1721; earlier "to make a short blast on a horn" (late 14c.). Meaning "stupid or dull person" is from 1915. Pooper-scooper attested from 1970.


    Nochmal bei LEO nachschlagen:

    Dictionary: pupsen

    dieses mal den dt. Link unter (i) öffnen:

    https://www.dwds.de/wb/pupsen -> dort unter pupen nachschlagen: https://www.dwds.de/wb/pupen

    Ergebnis:

    pupen Vb. ‘furzen’, dazu die Intensiva pumpern, pompern, pupsen, sämtlich lautmalend; vgl. mhd.pumpern, pümpern ‘hämmern, pochen’. Pup m. ‘Furz’, auch Pups, Pumpf, Pumper, Pomper sowie bombart (Luther).


    Ergebnis: Beide wohl lautmalerisch.

    #144AuthorSelima (107) 05 May 20, 13:32
    Comment

    nee, nicht zu faul. ich wusste nicht, dass man hier etwas nachschlagen kann. Es hat also nichts miteinander zu tun, höchstens über den Umweg Geräusch. Na ja, hätte ja sein können.

    #145Authorzacki (1263445) 05 May 20, 13:42
    Comment

    Ok, dann nehm ich das 'faul' zurück. Dann war ja der Tag auch schon nicht umsonst :-)

    #146AuthorSelima (107) 05 May 20, 13:46
    Comment

    Kurios ist in dem Zusammenhang noch, dass das niederländische poepen (pupen gesprochen) in den Niederlanden dasselbe wie das englische to poop bedeutet, in Belgien aber so viel wie "bumsen". Das hat schon zu sehr peinlichen Missverständnissen geführt ...

    #147AuthorJanZ (805098)  05 May 20, 13:47
    Comment

    Duden nennt als Herkunft von pupsen 

    mittelniederdeutsch pupen, zu Pup


    Im kleinen Wörterbuch der deutschen Sprache nach Joh. Christ:

    Pup, niederdeutsch für Wind.

    #148AuthorHarri Beau (812872) 05 May 20, 13:55
    Comment

    Sabotage kommt offenbar von dem französischen Holzschuh Sabot.

    #149Authormordnilap (835133) 22 May 20, 19:16
    Comment

    Der Holzschuh hat auch noch anderwärts, nämlich bei den sogenannten Wuchtgeschossen, Karriere gemacht:

    Aus historischen Gründen bezeichnet man den Treibspiegel in der französischen und englischen Sprache als „Sabot“, was „Holzschuh“ bedeutet.

    (c) Wikipedia

    Ist auch im Deutschen nicht ganz unüblich. Die historischen Gründe sind wohl, dass früher die Kugeln, weil etwas unterkalibrig, von einem Holzpfropfen aus dem Lauf getrieben wurden.

    #150Authorjudex (239096)  23 May 20, 08:59
    Comment

    Rising Fawn Soldier Sings at the White House

    (YT)

    ???


    Was ist das für eine Soldatin? Bis ich dann alles gelesen habe. Rising Fawn ist ein Dorf in Georgia. Heureka!


    PS: hier ist das Kitz:

    https://www.youtube.com/watch?v=4dBPAmP1Sa4&l...


    #151Authorjudex (239096)  25 May 20, 22:29
    Comment

    Gestern hab ich mal bei Figaros Arie Non più andrai den Text mitgelesen und kam zu der Stelle

    Ed invece del fandango,

    una marcia per il fango.


    Da wusste ich, woher die Fango-Packung ihren Namen hat ;-)


    #152Authormanni3 (305129) 13 Aug 20, 08:43
    Comment

    Für alle, denen das alleine noch nichts sagt ;-):


    Dictionary: [it-de] fango


    Interessanterweise scheint unser deutsches Wort Fango im Italienischen mit dem Plural übersetzt zu werden.

    #153AuthorJanZ (805098) 13 Aug 20, 08:53
    Comment

    In Latin, -ula indicates a diminuitive. So it occured to me: is a spatula a little spade? As it turns out, not quite, but the two words go back to the same IE root:


    https://www.etymonline.com/search?q=spatula

    spatula (n.) 1520s (from early 15c. as a type of medical instrument), from Latin spatula "broad piece, spatula," diminutive of spatha "broad, flat tool or weapon," from Greek spathe "broad flat blade (used by weavers)" [...]


    https://www.etymonline.com/search?q=spade

    spade (n.1) "tool for digging," Old English spadu "spade," from Proto-Germanic *spadan (source also of Old Frisian spada "a spade," Middle Dutch spade "a sword," Old Saxon spado, Middle Low German spade, German Spaten), from PIE *spe-dh-, from root *spe- (2) "long, flat piece of wood" (source also of Greek spathe "wooden blade, paddle" [...]

    #154AuthorNorbert Juffa (236158) 23 Aug 20, 12:50
    Comment

    den Willen für die Tat nehmen


    geht angeblich zurück auf


    Jonathan Swifts (1667-1745) »Polite Conversations« (»Höfliche Gespräche«) . Es heißt dort im Original: Thou must take the will for the deed.


    Das widerum soll auf


    Ovids: Ut desint vires, tamen est laudanda voluntas (Wenn auch die Kräfte fehlen, so ist dennoch der Wille zu loben)


    zurückzuführen sein.


    Letzteres haben wir als Schüler verballhornt:

    Ut desint virgines, tamen est laudanda voluptas.


    #155Authorjudex (239096) 24 Aug 20, 22:14
    Comment

    Eben habe ich hier bei LEO über das Wort einemsen gelesen. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass die Amsel ihren Namen wahrscheinlich deswegen bekommen hat, weil sie genau das besonders gern tut.

    #156AuthorPippilotta007 (1196225) 26 Aug 20, 11:46
    Comment

    Pippilotta007, DWDS weiß davon aber nix.

    #157Authorkikært (236250) 26 Aug 20, 14:33
    Comment

    DWDS kennt einemsen nicht.

    #158Authormanni3 (305129) 26 Aug 20, 14:53
    Comment

    Aber die Etymologie von Amsel, und darum ging es doch grade, oder?

    #159Authorkikært (236250) 26 Aug 20, 15:02
    Comment

    Grimm hat Emse als Ameise, aber kein Verb dazu.

    Nach DWDS hat Amsel eine andere Etymologie als Ameise.


    Wenn DWDS einemsen und Emse nicht kennt, kanns ja auch keine Etymologie dazu kennen ;-)


    nach DWDS

    Ameise: ahd.meiʒan, mhd.meiʒen, anord.meita ‘schneiden’, got.maitan ‘hauen, schneiden’

    Amsel: ahd.amsla (9. Jh.), amsala (Hs. 12. Jh.), mhd.mnd.amsel, aengl.ōsle (mit Schwund des Nasals vor -s), engl.ousel, ouzel lassen sich auf ie.*ams- oder *oms- ‘Amsel’,

    #160Authormanni3 (305129)  26 Aug 20, 15:03
    Comment

    Grimm hat Emse als Ameise, aber kein Verb dazu.


    Auch nicht emsig (fleißig, geschäftig)?

    #161AuthorHarri Beau (812872)  26 Aug 20, 15:11
    Comment

    glaublich ist der name der fleiszigen, wimmelnden ameise unmittelbar verwandt, nicht aber emsig aus dem thier, sondern emsig und ameise, emse beide aus jenem subst. ëmaʒ


    Keine Erwähnung von Amsel.

    Der Link ist übrigens in #160!

    #162Authormanni3 (305129)  26 Aug 20, 15:16
    Comment

    Jetzt bin ich zwar ein bisschen enttäuscht, dass meine Theorie nicht zu belegen ist, aber danke euch für eure Antworten! Dabei kann man bei "amelse" (mittelniederdeutsch), sich ja sogar leicht verlesen... ;)


    https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction...

    #163AuthorPippilotta007 (1196225) 27 Aug 20, 09:40
    Comment

    Grimm hat Emse als Ameise. (#160)

     

    Ich kenne Emse aus Kreuzworträtseln. Hatte mir schon immer gedacht: „Klar, sie heißt wohl so, weil sie eben emsig ist.“ Jetzt erst leuchtet mir ein, dass es eher umgekehrt ging.

    #164AuthorStravinsky (637051) 27 Aug 20, 11:14
    Comment

    Der Chauffeur ist eigentlich ein Heizer. Eigentlich klar, aber ich hab nie drüber nachgedacht.

    #165AuthorSelima (107) 15 Sep 20, 15:54
    Comment

    Hallo Selima,

    nach dem Krige war das für eine Weile mit den Holzvergasern sogar wörtlich richtig.

    #166Authorjudex (239096) 15 Sep 20, 16:39
    Comment

    Da kann ich mich aber nimmer erinnern ;-)

    #167AuthorSelima (107) 15 Sep 20, 17:44
    Comment

    Heizen ist ja auch ein Synonym für rasen. Da passt der Chauffeur dann auch wieder.

    #168Authoreineing (771776) 15 Sep 20, 18:50
    Comment

    #167 nimmer erinnern - junge Hupferin ;-))

    Aber vielleicht als Ersatz: Unmittelbar nach dem Abstellen des Autos mal den Motor anfassen, genauer gesagt: die Auspuffkrümmer 😈

    #169Authormanni3 (305129)  15 Sep 20, 19:07
    Comment

    I knew that E fruit and G Frucht have only a distant relationship: the English word being derived from the French, and the German directly from the Latin.


    But curiosity drove me to look into the issue a little more closely, whereupon I read that the Latin root (infinitive frui = to enjoy, to profit by ..., with perfect form fructus) is from a supposed IE root *brugh-i, whence also the G brauchen.

    #170AuthorMartin--cal (272273) 15 Sep 20, 23:39
    Comment

    Wurde mir erst klar, nachdem ich eine Doku über Guglielmo Marconi sah:


    Durch den Übersprung eines durch Elektrizität erzeugten Funkens im Entladungsraum zwischen zwei Elektroden wird eine elektromagnetische Welle erzeugt, mit der sich Signale übermitteln lassen. Diese nennt man Funksignale und das Verb zu dieser Tätigkeit ist "funken".


    spark [NAUT.] - der Funker 

    #171AuthorHarri Beau (812872) 18 Sep 20, 11:03
    Comment

    RE: Funken:

    Dazu auch die Gründung der "Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H., System Telefunken", da der Stand der Technik damals Knallfunken-, später Löschfunkensender waren. Wir haben als Buben sowas Ähnliches gebastelt und die Nachbarschaft geärgert.

    Wäre interessant, ob der "Funken" auch in anderen Sprachen seine Spuren hinterlassen hat, oder ob es in gewisser Weise Ausdruck der damaligen deutschen Spitzenstellung war.


    RE: Chauffeur:

    Wer hat da eigentlich was geheizt, bevor er die Herrschaft spazieren fuhr? War es der für die damals aufkommende Zentral-(Naßdampf-)heizung zuständig Mann, also so eine Art Haustechniker?

    #172Authorjudex (239096)  19 Sep 20, 09:32
    Comment

    In DWDS - Etymologie ist zu finden:

    eine Übernahme (20. Jh.) von frz.chauffeur, das seit dem 17. Jh. ‘Heizer’ bedeutet und im 19. Jh. in den Verbindungen chauffeur de locomotive und (Ende 19. Jh.) chauffeur (d’automobile) ‘Kraftfahrer’ belegt ist.

    #173Authormanni3 (305129)  19 Sep 20, 09:37
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    Danke manni3. Daran habe ich auch gedacht, aber es für unwahrscheinlich gehalten.


    PS zu "Funken" aus Wiki zu "spark-gap transmitter:

    One legacy of spark-gap transmitters is that radio operators were regularly nicknamed "Sparky" long after the devices ceased to be used. Even today, the German verb funken, literally, "to spark", also means "to send a radio message".

    #174Authorjudex (239096) 19 Sep 20, 10:34
    Comment

    Rundfunk - sparking around ;-)

    #175Authormanni3 (305129) 19 Sep 20, 14:41
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    Stampfmelis

    related discussion: Wörter, von denen ich im Leben noch nicht ge... - #189


    melis ist das normale norwegische Wort für Puderzucker. Habe ich immer mit norw. mel = Mehl verbunden, und Stampfmelis schien mir daher doppelt gemoppelt zu sein (gestampfter Puderzucker? Noch feiner?).

    Aber denkste:

    Melis kommt von älterem franz. (sucre) mélis, das wiederum von Mittelalterlatin (sacharum) melitense '(Zucker) aus Malta'

    #176AuthorViking_ (925763) 23 Sep 20, 12:06
    Comment

    I don’t recall if it’s been mentioned before, but it turns out that the word “yesterday” in Germanic languages (G. Gestern) is related to the Romance word (L. herī, F. hier, Sp. ayer.)

     

    I just learned the Latin word hersternus (“pertaining to yesterday”) and thought that the resemblance between “yesterday” and “hesternī diēī” was too close to be a coincidence, and my etymological dictionary (“Origins” by Eric Partridge) confirms that it is indeed no coincidence. It says L. herī comes from an assumed earlier form *hesī “whence, with another suffix, the E hesternal – Gr khthes – Skt hyás – Alb dje. The IE r is perh *ghyes- or *ghthyes, with var *ghes-, yesterday.”

    #177AuthorMartin--cal (272273)  27 Sep 20, 21:25
    Comment

    Vom Bergsteigen in Frankreich kenne ich "la brèche" - die Scharte. Und heute habe ich überlegt, wie man auf Deutsch das Wort "Bresche" verwendet (in dieselbe Bresche schlagen? nein ... eine Bresche für jemanden schlagen? in die Bresche werfen) und habe im Internet gesucht und Wikipedia sagt:


    Eine Bresche ist eine Lücke, die von Angreifern in eine Burg- oder Festungsmauer gerissen wird, um einen Sturmangriff zu ermöglichen. Die Bezeichnung kam zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf und wurde von dem französischen Wort „brèche“ abgeleitet, welches wiederum dem altfränkischen Wort „breka“ für „brechen“ entlehnt wurde.


    Ich hatte nie eine Vorstellung davon, was eine "Bresche" in dem deutschen Ausdruck eignentich ist - aber der Gedake an Bergsteigen und "brèche" hat mir jetzt ein Heureka verschafft.

    #178AuthorLunda (254456) 29 Sep 20, 22:26
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    Ich wollte nur nachschauen, wie die Etymologie von "vereiteln" ausschaut. Dabei bin ich darauf gestoßen, dass "eitel" auch die Bedeutung "nichtig" und "leer" hatte. Dies wiederum führte zu engl. "idle", in dem sich ähnliche Bedeutungen erhalten haben.


    #179Authorjudex (239096) 09 Oct 20, 11:11
    Comment

    # 179 Beim "eitlen Geschwätz" hat sich die alte Bedeutung von eitel ja noch erhalten.


    Ich bin zufällig auf die Begriffe kitty-cornered bzw. catty-cornered (dt.: schräg gegenüber) gestoßen und habe mich gefragt, ob das irgendetwas mit der Lauffreudigkeit von Katzen zu tun hat oder mit ihrer unterstellten Unfähigkeit, geradeaus zu laufen ;)


    Hier habe ich eine schöne Erklärung gelesen, nach der es allerdings überhaupt nichts mit Katzen zu tun hat: https://www.merriam-webster.com/words-at-play...


    Zusammengefasst: Es hat sich aus dem französischen Wort für "vier" entwickelt (über die Assoziation der vier Augen eines Würfels mit einem Kreuz).

    #180AuthorPippilotta007 (1196225)  25 Nov 20, 13:06
    Comment

    Die Zitrone geht auf lat. citrus zurück. Dies wiederum auf gr. κέδρος (kedros) = Zeder, vermutlich wegen des starken Geruchs von Zedernholz. Auch unser "Zeder" ist mit "κέδρος" stammverwandt. Folglich sind Zitrone und Zeder etymologische Geschwister.

    Was ich bei dieser Gelegenheit auch gelernt habe: Alle unsere Zitrusfrüchte stammen von der Mandarine, der Pampelmuse und der Zitronatzitrone ab; nur diese drei sind echte Arten, alles andere sind hybride Züchtungen.

    #181Authorjudex (239096) 05 Dec 20, 10:12
    Comment

    „Brille“ und „brillant“/„brillieren“ gehen beide auf „Beryll“ zurück.


    Das finnische Wort für Bibel, Raamattu, hat nicht, wie meine erste Finnischlehrerin behauptete, mit „Rahmen“ zu tun, sondern kommt (laut Wiktionary) über das Slawische vom altgriechischen grámmata und ist daher mit „Grammatik“ verwandt.


    Interessanterweise gibt es sowohl im Finnischen als auch in den skandinavischen Sprachen eine Verneinungspartikel ei/ej, diese sind aber (wie bei so elementaren Wörtern auch zu erwarten ist) nicht verwandt.

    #182AuthorJanZ (805098) 05 Dec 20, 13:16
    Comment

    ej/inte

    Das hab ich dazu in einem Forum gefunden:

    There is also nej which isn't exactly the same meaning but also has the meaning "no".

    Incidentally, nej, ej, inte, are all "ei" in Finnish, probably a Swedish loan word.

    #183Authorjudex (239096)  05 Dec 20, 15:45
    Comment

    Wiktionary ist da anderer Meinung:

    From Proto-Finnic*e-, from Proto-Uralic*e- ~ *ä- ~ *a- (negative verb stem). Cognates include Estonianei, Karelianei, Livonianä’b, Vepsei, Northern Samiii, Skolt Samiij, Erzyaэ-(e-), Eastern Mariы-(y-), Udmurtу-(u-), Komi-Zyrianо-(o-), Mansi[script needed](ä-), Forest Enets[Term?](i-) and Selkup[script needed](i-), [script needed](e-).


    Zumal ei im Finnischen nur die 3. Person Singular des Verneinungsverbs ist. Wäre schon sehr ungewöhnlich, ein völlig anderes grammatisches Konstrukt für eine elementare Funktion der Sprache aus einem einzigen Lehnwort zu entwickeln.

    Ich hatte tatsächlich auch eher vermutet, dass die Skandinavier das von den Finnen übernommen haben (auch wenn es die unwahrscheinlichere Entlehnungsrichtung ist), aber Wiktionary gibt eine proto-germanische Quelle an.

    #184AuthorJanZ (805098)  05 Dec 20, 16:15
    Comment

    Die Überraschung, wenn man feststellt, wie sehr sich die Bedeutung des Wortes "ungeschlacht" verschoben hat: was heute in etwa einen besonders großen Menschen von massiger Gestalt in Tateinheit mit Grobmotorik bezeichnet, war nach dem Adelung (einem gegen Ende des 18. Jahrhunderts herausgegebenen Wörterbuch) rauh, wild, ungebildet und längst nicht auf Menschen beschränkt:


    Eine rauhe und ungeschlachte Luft, Opitz. Ein ungeschlachtes Land, ein rauhes so wohl, als ein unangebauetes, ein wildes. Ein ungeschlachter Boden, der nichts trägt. Ein ungeschlachter Mensch, ein roher, wilder, ungebildeter. https://lexika.digitale-sammlungen.de/adelung...


    Um es mit einem Leoschätzchen zu sagen: Э́то соверше́нно пра́вильно. - Das steht im Adelung.  obsolet

    #185AuthorGart (646339)  12 Dec 20, 14:00
    Comment

    # 179 Gryphius: Es ist alles eitel. Eines meiner liebsten Gedichte.

    #186AuthorSelima (107) 12 Dec 20, 14:20
    Comment

    Mele Kalikimaka


    https://www.youtube.com/watch?v=SwzgBAFCBYY


    Dazu aus Wikipedia:

    The expression Mele Kalikimaka is a loan phrase from English. But since the Hawaiian language has a different phonological system from English, it is not possible to render a pronunciation that is especially close to Merry Christmas. Standard Hawaiian does not have the /r/ or /s/ sounds of English and its phonotactic constraints do not permit consonants at the end of syllables or consonant clusters. Thus the closest approximation to Merry Christmas is Mele Kalikimaka.[6] The earliest record of Mele Kalikimaka in print is from 1904, in the Hawaiian language newspaper Ka Nupepa Kuokoa, published between 1861 and 1927.[7]

    • Christmas
    • In Hawaiian, two consonants can not be next to each other
    • Carisimas
    • C is not a letter in Hawaiian
    • Karisimas
    • Every consonant must be followed by a vowel in Hawaiian
    • Karisimasa
    • R is not a letter in Hawaiian
    • Kalisimasa
    • S is not a letter in Hawaiian
    • Kalikimaka


    #187Authorjudex (239096) 14 Dec 20, 10:08
    Comment

    vielen Dank, Judex, das ist total schön. Wort und Herleitung.

    #188AuthorSpinatwachtel (341764) 14 Dec 20, 11:15
    Comment

    Gern geschehen. Aber die Petersens sind auch ganz große Klasse:

    https://www.youtube.com/watch?v=X_XVrm6zXmw

    #189Authorjudex (239096) 14 Dec 20, 11:41
    Comment

    Wunderbar, auch von mir vielen Dank!

    #190Authorvirus (343741) 14 Dec 20, 11:42
    Comment

    PS zu #189


    Ich mag den Song inhaltlich eigentlich nicht, aber der Vortrag ist wirklich vom Feinsten.

    #191Authorjudex (239096) 14 Dec 20, 11:51
    Comment

    Eigentlich ist es total offensichtlich, mir aber erst heute aufgefallen: Trubel und trouble kommen vom selben altfrz. afrz.torbler, trobler ‘trüben, aufregen, beunruhigen, verwirren’

    https://www.dwds.de/wb/Trubel


    #192AuthorSelima (107) 23 Dec 20, 14:07
    Comment

    @ Selima

    Witzigerweise ist "trüben" aber nicht von diesem Stamme. Das franz. torbler hingegen geht auf lat. turbare zurück: Noli turbare circulos meos - Störe meine Kreise nicht (Archimedes)

    #193Authorjudex (239096)  23 Dec 20, 17:19
    Comment

    For Christmas, it's good to conjecture that Mistel (and English mistletoe) are very likely related to Mist: "weil [ sie ] sich ... mit Hilfe von Vogelmist fortpflanzt. (Kluge, 1960)

    #194AuthorMartin--cal (272273) 24 Dec 20, 01:55
    Comment

    In meinem Allgäuer Dialekt unterscheiden einige (Ältere?) noch beim Zahlwort zwei (besonders als Pronomen) zwischen den Geschlechtern:

    2 Brüder: die zwea

    2 Schwestern: die zwoa

    2 Autos: die zwei


    Im älteren Deutsch war es auch noch üblich:

    Der dumme Gärtner aus dem Gebürge oder Die zween Anton (Wien, 1789)


    Im Englischen entspricht dem die Form twain


    Leo hat:

    twain num.  veraltet   zween  - männliche Form

    twain num.  veraltet   zwo  - weibliche Form

    twain num.  veraltet   zwei


    to cut in twain              entzweischneiden   

    mark twain [NAUT.]     zwei Faden tief


    #195Authormanni3 (305129)  04 Jan 21, 04:45
    Comment

    Mark Twain, eigentlich Samuel Langhorne Clemens, hat angeblich diesen Namen von der Missisippi-Schiffahrt. Er hatte ein Lotsenpatent, übte den Beruf aber nur zwei Jahre aus. Da dieser Fluß seine Hauptrinne oft verlegt, mußte am Bug jemand die Tiefe peilen und ausrufen. Zwei Faden, also 3,60 m, war vermutlich sicheres Fahrwasser.

    #196Authorjudex (239096) 04 Jan 21, 11:28
    Comment

    In zeitlichem Zusammenhang mit dem Siebenjährigen Krieg kam es nach der britischen Eroberung Akadiens (heute Nova Scotia und New Brunswick, Kanada) zur Deportation der französischstämmigen Bevölkerung. Eine Anzahl der Siedler entzog sich der Deportation durch Flucht, und einige schafften es bis in den heutigen Staat Lousiana, wo ihre Nachfahren heute unter der Bezeichnung Cajuns leben (das unbetonte A am Anfang ist weggefallen).

    #197AuthorGart (646339)  11 Jan 21, 15:53
    Comment

    Vermutlich haben die Engländer das A als (they) a(re) cajuns interpretiert.

    #198Authormanni3 (305129) 11 Jan 21, 18:14
    Comment

    Quacksalber


    Der Begriff wurde im 16. Jahrhundert aus dem Niederländischen (kwakszalver, Kompositum aus kwaken „quaken, schwatzen, prahlen“ und zalver „Salber, Verkäufer von Salben“) ins Deutsche entlehnt und meint ursprünglich offenbar jemanden, der marktschreierisch Salben und sonstige Heilmittel und -methoden zum Verkauf anpreist. (C) Wikipedia

    #199Authorjudex (239096) 21 Jan 21, 09:23
    Comment

    @ 198: oder aus he/she's a cadien -> a cajun.

    Und sein Haustier an atter.

    #200Authorunnaix (769252)  21 Jan 21, 15:00
    Comment

    Impfen always struck me as a rather strange word, for some reason, and I just thought to check its etymology. It turns out that impfen is related to impute, in that both are derived from Latin impute / imputāre; the English directly, and the German by a round-about route. One of the meanings of the Latin, apparently, is “to graft” (in the botanical sense); or, in the words of Wahrig,« ‘ein Pfropfreis einsetzen, veredeln’; im 18. Jh. In der jetzigen Bedeutung in die medizin. Fachsprache übernommen. »

    #201AuthorMartin--cal (272273) 26 Feb 21, 01:57
    Comment

    Danke, Martin! :-))


    Das ist auch ein schönes Heureka für mich, weiß ich jetzt doch endlich, woher das Wort emden im Allgäu für das Veredeln von Obstbäumen kommt, und wie es sein kann, dass das gleiche Wort auch noch in Schleswig, dem anderen Ende des deutschen Sprachgebiets, erscheint! Karte


    #202Authormanni3 (305129) 26 Feb 21, 08:53
    Comment

    ... wobei mir inoculate einfällt, das mich - ich hab's kürzlich in einem anderen Faden geschrieben - immer grinsen macht, weil ich dabei an meinen Vater denken muß, wie er Apfelbäume aufbelzt = inokuliert, und ich dann einen Patienten sehe, dem ein Apfelreis aus dem Oberarm sprießt.


    Details aus dem WB Grimm:

    3

    impfen, verb. inserere. ahd. impitôn, imptôn, imphôn (Graff 1, 262), mhd. impfeten, inpfeten, impfen (Lexer wb. 1, 1422); noch bair. impten, impfen Schm. 1, 80 Fromm. die herleitung des wortes von ἐμφυτεύειν einpflanzen, pfropfen darf wol als sicher gelten; das wort ist, wie so manches andere, aus dem griechischen ins späte latein eingedrungen und in den romanischen ländern gebraucht worden, wo sowol dem griech. ἔμφυτος zunächst entsprechend, ein inpotus in der bedeutung pfropfreis in der lex salica belegt ist: si quis in potus (l. inpotus) de pomario aut de perario deruperit. ed. Merkel s. 62; si quis inpotus de milario aut de pirario tulerit. s. 85; als sich auch bis jetzt im piemontesischen und parmesanischen enta, modenesisch entin, franz. ente pfropfreis, enter pfropfen erhalten hat (Diez wb. 2, 286).

    impfen heiszt

    https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB#5

    #203AuthorSelima (107)  26 Feb 21, 09:00
    Comment

    Zu Selimas Beitrag:

    Ich kannte bisher nur "okulieren" und war immer davon ausgegangen, dass sich das auf die Propfung eines einzelnen Auges = Knospe bezieht. Die Ableitung von lat. oculus drängt sich da natürlich auf.

    #204Authorjudex (239096) 26 Feb 21, 10:21
    Comment

    @ 202 Schleswig Holstein

    #205Authormanni3 (305129) 26 Feb 21, 10:52
    Comment

    Re #204 How very interesting, that inoculate is built on the same metaphor as impfen. Here is what Kluge has to say about it:


    L oculus has LL derivative v oculāre, to eye, with cpd inoculāre, lit to put an eye into, to put a bud or graft – a derivative sense of oculus --  into, to engraft, with pp inoculātus, whence ‘to inoculate’, orig to graft (a tree) by budding, hence the Med sense.


    Edit, as a PS - speaking of inoculation / Impfung, I would assume that everyone on this thread recognizes that vaccine is derived ultimately from Latin uacca cow (via the less common adjective "vaccine"; of, for, from a cow), and thus -- this is new to me -- is related via the Spanish vaquero (cowboy), to the AE buckaroo. (The word is missing from the Leo dictionary, in case anyone is motivated to make a new entry.)

    #206AuthorMartin--cal (272273)  26 Feb 21, 18:38
    Comment

    Da "la vaca loca" mir immer noch im Ohr tönt, war der Schritt nicht weit, zumal wenn einem dann noch Edward Jenner und die geniale Idee mit den Kuhpocken einfällt, dann paßt plötzlich alles zusammen.


    Das wiederum bringt mich zu pecunia (Geld, eigentlich Bestand an Kleinvieh) - pecus (Vieh, v.a. Schafe) - pecunia non olet ... Kleinvieh macht auch Mist ... der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen

    Gedankenketten!

    #207AuthorSelima (107)  26 Feb 21, 19:25
    Comment

    Und die Verbindung zu Kuh rührt wohl daher, dass die Pocken(?)-vaccine in Kühen gezüchtet wurden oder weil man die Kuhpocken-Viren zu Vaccinen für die richtigen Pocken verarbeitet hat. Bin zu faul zum nachlesen.


    PS: Selima war schneller.

    #208Authorjudex (239096)  26 Feb 21, 20:24
    Comment

    Re #207, FWIW Latin pecus has the same IE root as German Vieh (and English fee); they illustrate the same sound shift as pater/Vater; piscis/Fisch; pēs/Fuß, etc. ).

    #209AuthorMartin--cal (272273)  26 Feb 21, 22:54
    Comment

    isolieren, Isolation, Isolierung - lat. insula, / ital. isola, die Insel.


    so schlicht und einfach.



    #210AuthorSpinatwachtel (341764) 08 Mar 21, 09:09
    Comment

    @ 210


    Interessanterweise, unterscheidet man auf Englisch zwischen insulation und isolation.

    #211Authorjudex (239096) 08 Mar 21, 09:40
    Comment

    #207: pecunia (Geld, eigentlich Bestand an Kleinvieh) - pecus (Vieh, v.a. Schafe) 


    Nicht nur das Geld, auch das Kapital beruht wohl auf der Größe = Kopfzahl (caput, das Haupt) des Viehbestandes. Der Großbauer als Kapitalist - von den Massentierhaltern ganz zu schweigen...

    #212Authorlingua franca (48253)  08 Mar 21, 09:53
    Comment

    Caput ist überhaupt ein produktives Wort: Kapital, Kapitel, der Capo, die Kapuze, kapitulieren, Kapitell, Bizeps, Kapitän, Chef u.v.a ... im Engl. u.a. auch cattle.

    #213AuthorSelima (107) 08 Mar 21, 10:08
    Comment

    Nur kaputt ist nicht vom caput...


    Bizeps und cattle sind meine nächsten lauten Heurekas! Die konnte ich mir nicht mal erschließen, als du es geschrieben hattest.


    • lateinisch biceps = zwei-, doppelköpfig (nach dem doppelten Ansatz am Schultergelenk), zu: bi- = zwei und caput = Haupt, Kopf


    • Cattle did not originate as the term for bovine animals. It was borrowed from Anglo-Norman catel, itself from medieval Latin capitale 'principal sum of money, capital', itself derived in turn from Latin caput 'head'.
    #214Authorlingua franca (48253)  08 Mar 21, 11:14
    Comment

    Dann gibt das hier vielleicht noch ein "Ahhhhhhhhhhhhhh!"


    chattel (n.)

    early 13c., chatel "property, goods," from Old French chatel "chattels, goods, wealth, possessions, property; profit; cattle," from Late Latin capitale "property" (see cattle, which is the Old North French form of the same word). Application to slaves is from 1640s and later became a rhetorical figure in the writings of abolitionists.

    https://www.etymonline.com/word/chattel

    #215AuthorSelima (107) 08 Mar 21, 11:20
    Comment

    Ahhhhhhhhhhhhhhhh! :-D

    #216Authorlingua franca (48253) 08 Mar 21, 11:23
    Comment

    *test* cabbage?

    #217AuthorSelima (107) 08 Mar 21, 11:29
    Comment

    Na ja, Kohlköpfe sind in der Tat nicht ganz abwegig;-)

    #218Authorlingua franca (48253)  08 Mar 21, 11:32
    Comment

    Pfff. Für mich war vorhin der cabbage deutlich erstaunlicher als cattle und chattel ;-)

    #219AuthorSelima (107) 08 Mar 21, 11:42
    Comment

    Bei cattle, chattels hat mir der mittlere P/B-Konsonant gefehlt. Den hat der cabbage und das [dʒ] am Ende passt auch ins Bild - von der Optik mal ganz abgesehen.

    #220Authorlingua franca (48253) 08 Mar 21, 11:53
    Comment

    @ 213 und 214

    Ich dachte immer kaputt käme von jidd. kapores (rituelles Opfer), dem ist aber nicht so. Kaputt geht auf franz. capot zurück, in der Bedeutung aus dem Kartenspiel, jemanden "schwarz spielen", also ohne Stich lassen. Wie sich das zu capote im Sinne von Kapuze verhält, ist wohl unklar, mäglicherweise zu spätlat. cappa, also doch wieder caput.

    #221Authorjudex (239096)  08 Mar 21, 12:06
    Comment

    Kluge (1975) führt "kaputt" auf frz. capoter [CNRTL mar. « chavirer » - capote 1688 « grand manteau à capuchon »] - kentern zurück. In capuchon ist wieder die Kapuze ;-)


    Die Seemannssprache war übrigens das Spezialgebiet von Friedrich Kluge ;-)

    #222Authormanni3 (305129)  08 Mar 21, 14:52
    Comment

    I like the joint etymology of horse (English) and Ross (German). (And presumably the short vowel sounds in the early cognates led to the common AE and dialect BE hoss as compared with the longer vowel sound in modern BE horse.)

    See Wiki article:

    https://en.wiktionary.org/wiki/hross

    #223AuthorEcgberht (469528) 08 Mar 21, 15:56
    Comment

    Das deutsche Wort siech für krank, schwach und hinfällig wird weiter westlich zu niederländisch ziek, springt über den Kanal und wird dort zum englischen sick.

    #224AuthorHarri Beau (812872) 11 Mar 21, 12:36
    Comment

    Steckt auch in Sucht, hat nichts zu tun mit er sucht (he seeks) und erscheint auch in nordischen Sprachen in sjukhus - Krankenhaus.

    Etymologisch gesehen ist Grillparzers Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft Quatsch ;-)

    Siehe auch: Etymological eurekas - #249 (2011 ;-))

    #225Authormanni3 (305129)  11 Mar 21, 12:52
    Comment

    Marshmallows - marsh mallow (Althaea officinalis - echter Eibisch)

    " A confection made from the root since ancient Egyptian times evolved into today's marshmallow treat, but most modern marshmallow treats no longer contain any marsh-mallow root."


    Eigentlich habe ich nie über das Wort "Marshmallow" nachgedacht, aber hätte man mich dazu genötigt, hätte ich eher eine "Sarah Marshmallow, Erfinderin der nach ihr benannten Süßigkeiten" vermutet.

    #226AuthorSpinatwachtel (341764) 06 Apr 21, 10:39
    Comment

    Also sind Marshmallows quasi „weiche“ Eibischzuckerl? Again what learned.

    #227AuthorCarullus (670120) 06 Apr 21, 11:05
    Comment

    Ein "Moormalven-Mann" ist ja gleich mal eine Ecke gruseliger als ein Schaumzucker-Mann! :)

    #228AuthorPippilotta007 (1196225) 08 Apr 21, 11:26
    Comment

    Walken bei der Tuchherstellung entspricht dem englischen walk, schottisch waulk, sowohl in der Bedeutung "walken", "mit den Füßen kneten" als auch in der modernen Bedeutung "gehen". Jonny Walkers Vorfahren waren also Tuchmacher 😉


    Ich bin über Waulking song auf diesen Zusammenhang gestoßen.


    https://www.youtube.com/watch?v=QeSrkZfpAjc

    #229Authorjudex (239096)  08 Apr 21, 12:23
    Comment
    #227: Sie sind weicher Eibischteig.
    https://www.egger-suesswaren.at/unsere-produk...
    #230Authortigger (236106) 09 Apr 21, 05:29
    Comment

    Ein Heureka für Süddeutsche, besonders solche, die vor 1960 geboren sind: Ich nehme an, dass der bayerische "Plafond" von einer flachen Grundlage kommt (plat fonds). Ich reime mir zusammen, dass es eine Kunst war, eine Zimmerdecke flach gestalten zu können statt mit einem Gewölbe.

    #231Authormutabor (522871) 30 May 21, 23:29
    Comment

    Und noch etwas für die Bewohner südlich der Mainlinie: Ein paar der stummen bs im Englischen werden bei dem entsprechenden Objekt im Bayerischen gesprochen. Mir bekannt sind der "Kampe" für comb und das "Lamperl" für lamb. In dem vorhergehenden gleichlautenden Faden wurde die Zusammengehörigkeit von "Wampe" mit womb erwähnt. Für weitere Nennungen wäre ich dankbar.

    #232Authormutabor (522871)  30 May 21, 23:35
    Comment

    Nochmal zu Eibisch:

    Der deutsche Pflanzenname Eibisch lässt sich über mittelhochdeutsch ībesch (auch ĩbeschenwurz) auf lateinisch (h)ibiscum zurückführen. (c) Wikipedia

    #233Authorjudex (239096) 31 May 21, 08:51
    Comment


    horse radish = Meerrettich / Mähren-Rettich

    (Und ich wunderte mich immer, so nebenbei, was das Meer da zu suchen hat.)


    Ein spannender arte -Film (YT, 7. Juno 2021) über die zunehmende Wiederentdeckung bzw. Erfolg von naturheilkundlichen Verfahren bringt u.a. etwas dazu.

    #234AuthorBraunbärin (757733)  13 Jun 21, 19:07
    Comment

    Aber was hat die Mähre mit dem Rettich zu tun?

    #235Authorjudex (239096) 13 Jun 21, 21:16
    Comment

    Wahrscheinlich gar nichts:

    Die Meinung, dass Meerrettich aus Mährrettich (von Mähre = altes Pferd) entstanden sei (so bei Adelung) und so dem englischen horseradish bzw. dem französischen radis de cheval entspräche, hält bereits Marzell für eine oft vorkommende „gelehrte Volksetymologie“.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Meerrettich#Nam...


    Bliebe noch die Frage, was das horse mit dem radish zu tun hat:

    The word horseradish is attested in English from the 1590s. It combines the word horse (formerly used in a figurative sense to mean strong or coarse) and the word radish.[17]

    https://en.wikipedia.org/wiki/Horseradish#Ety...

    #236AuthorJanZ (805098) 13 Jun 21, 22:09
    Comment

    DWDS zur Etymologie von "Meerrettich":


     Meerrettich m. Name der scharfschmeckenden Gewürzwurzel, die etwa im 9. Jh., aus Südosteuropa kommend, in Mitteleuropa bekannt wird. Ahd.mer(i)ratih (9./10. Jh.), mhd.merretich ist wohl als eine Zusammensetzung des unter ↗Rettich (s. d.) behandelten Wortes mit ahd.meri (nhd. ↗Meer, s. d.) anzusehen, der Name also als ‘der über das Meer gekommene’, d. h. ‘der fremde, der ausländische Rettich’ zu verstehen (s. ↗Meerkatze, ↗Meerschweinchen). Dagegen ist Anschluß an ahd.mēr ‘größer’ (s. ↗mehr) und Annahme einer Bedeutung ‘größerer Rettich’ (gegenüber dem einheimischen kleineren) wenig wahrscheinlich, da für das Ahd. langes ē in mer- durch die überlieferten Schreibungen nicht zu stützen ist.

    #237AuthorMiMo (236780) 14 Jun 21, 05:51
    Comment

    Sehr interessant, danke!


    #238Authorjudex (239096) 14 Jun 21, 10:11
    Comment

    other = andere(r/s)

    in the sense of “second, zweite(r/s)”

     

    I’d been musing over the fact that some people say “every other week” for “every second week”. The same phenomenon in German then occurred to me, e.g. “Die Andere Epistel des Hl. Pauli an die Gemeinde in Korinth”, as seen in old editions of the Bible in an antiquated type font.

     

    Andra is modern standard Swedish for second in this sense.

    #239AuthorStravinsky (637051) 17 Jun 21, 06:50
    Comment

    War mir erst vor einer Woche aufgefallen:


    Wenn lilac (EN) = Flieder (DE), ist lila somit fliederfarben. Beides (lilac und lila) wohl über das Französische aus dem Türkischen.

    #240AuthorNorbert Juffa (236158) 17 Jun 21, 06:59
    Comment

    #239 Im Schwäbischen gibt es "all ander" wie in "all ander Tag" = jeder zweite Tag.


    [Ich sehe gerade: ich wiederhole mich ... und nicht nur ich ;-) related discussion: Im Teufelskreis der Wordkorrektur - #9]

    #241AuthorSelima (107) 17 Jun 21, 07:06
    Comment

    ich wiederhole mich ... und nicht nur ich 😉


    Pardauz!

    #242AuthorStravinsky (637051) 17 Jun 21, 07:18
    Comment

    @ lila #240 - DWDS hat dazu noch:

    Der Name des über Südosteuropa nach Mitteleuropa eingeführten Zierstrauchs (s. ↗Flieder) stammt aus arab. līlāk, das über pers. līläǧ auf aind. nī́laḥ ‘dunkelfarbig, (dunkel)blau, schwarz’ (vgl. aind. nīlī ‘Indigopflanze’, s. ↗Anilin) zurückgeht.

    #243Authormanni3 (305129) 17 Jun 21, 09:11
    Comment

    Ich wollte wissen, wo "soccer" herkommt:


    British English; Colloquial abbreviation for association football, via abbreviation assoc. +‎ -er(slang suffix); earlier socker (1885), also socca (1889), with soccer attested 1888.


    (C) Wikipedia

    #244Authorjudex (239096) 25 Jun 21, 11:42
    Comment

    Harper


    soccer (n.) 1889, socca, later socker (1891), soccer (1895), originally university slang (with jocular formation -er (3)), from a shortened form of Assoc., abbreviation of association in Football Association (as opposed to Rugby football); compare rugger. An unusual method of formation, but those who did it perhaps shied away from making a name out of the first three letters of Assoc. Compare 1890s English schoolboy slang leccer, from lecture (n.).


    #245Authormanni3 (305129) 26 Jun 21, 11:30
    Comment

    Siehe auch: No jokes with names - #31

    Hier habe ich gerade gelernt, dass der Name des Löwen Aslan in „The Lion, the Witch and the Wardrobe“ schlicht „Löwe“ bedeutet…

    #246AuthorDragon (238202)  20 Jul 21, 16:00
    Comment

    Wusstest du denn, dass der Name des Löwen Simba im "König der Löwen" auch schlicht "Löwe" bedeutet?


    https://en.wiktionary.org/wiki/simba#Noun_6

    #247AuthorJanZ (805098) 20 Jul 21, 17:31
    Comment

    Ähnlich

    Baloo -> Bhalu = Bär

    Bagheera = Leopard/Panther

    #248AuthorSelima (107) 20 Jul 21, 17:37
    Comment

    Ihr könnt jetzt ruhig über mich kichern, aber ich merkte erst jetzt, als jemand im Radio das englische Wort 'nothing' sagte und es aussprach wie noth-ing (eher o als a), dass das Wort ja tatsächlich no thing heißt, also: "kein Ding"! (Ja, über no-body hatte ich mir schon mal früher kurz Gedanken gemacht...)

    #249AuthorBraunbärin (757733) 21 Jul 21, 21:01
    Comment

    Macht doch nichts, gerade bei so häufig verwendeten Wörtern sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht,


    #248: Danke, das wusste ich auch noch nicht! (Aslan=Löwe wusste ich, kannte dafür aber die Figur und das Werk nicht.) In derselben Liga spielt der hier erwähnte Hund namens Kutya.

    #250AuthorJanZ (805098)  21 Jul 21, 21:29
    Comment

    @Braunbärin: Das "no-thing" wurde doch im Nichts-Faden schon ausführlich diskutiert:

    related discussion: - #143

    #251Authortraveler in time (757476) 22 Jul 21, 08:40
    Comment

    Hatten wir das schon?


    Dictionary: trug

    trug = die Schwinge


    I would have to think that trug is related to tragen, since you carry garden produce in a trug. https://en.wikipedia.org/wiki/Sussex_trug


    My mother-in-law had a trug that is very similar to the Sussex trug pictured in the Wikipedia article. My sister-in-law now has said trug, and this past weekend I asked her, "Hey, where is your trug?" We were picking beans and beets in the garden, and I wanted to load up the trug to carry things into the house.

    #252AuthorAmy-MiMi (236989) 11 Aug 21, 04:56
    Comment

    I would have to think that trug is related to tragen


    Das scheint nicht so zu sein. Laut Wiktionary und Etymologieduden gehen beide auf unterschiedliche germanische und letztendlich indogermanische Wurzeln zurück. Englisch trug ist aber mit deutsch Trog verwandt.

    #253AuthorJanZ (805098) 11 Aug 21, 09:17
    Comment

    engl. kink - dt. der Kink [naut.] stehen ihm Wörterbuch. Bei uns, völlig unnautisch, gibt es Kinken im Sinne von Kerben, Fehlstellen, Beschädigungen. Da engl. kink auch Knick und Schwachstelle heißt, scheint mein Aha gerechtfertig (werd ich später prüfen).


    related discussion: Kink

    #254AuthorSelima (107) 11 Aug 21, 12:02
    Comment

    #252: "Schwinge" als Bezeichnung für eine Korbart war mir bis eben völlig unbekannt.


    Ist das Österreichisch? Bairisch?

    #255AuthorKapustiner (1229425) 11 Aug 21, 15:27
    Comment

    @JanZ: Spoilsport. Could you include the information here?

    #256AuthorAmy-MiMi (236989) 11 Aug 21, 17:03
    Comment

    Der Wiktionary-Eintrag zu trug (Englisch) verweist auf trough, dort werden die germanische Wurzel *trugaz und die PIE-Wurzel *dru-kó genannt.

    Für das deutsche tragen wird *dragan (“to draw, drag”) als Wurzel genannt. Mein Etymologieduden von 1963 behauptet, diese habe "keine außergerm. Beziehungen", im Wiktionary kann man sich jedoch durchklicken zu einer PIE-Wurzel  *dʰregʰ- (“to pull, draw, drag”).


    HTH 🙂.

    #257AuthorJanZ (805098) 11 Aug 21, 18:05
    Comment

    #255: "Schwinge" als Bezeichnung für eine Korbart ... ist das Österreichisch? Bairisch?


    Wo es das genau gibt, weiß ich nicht.


    Die Salzburger Lagerhäuser* bieten Holzschwingen an:

    Geflochtener Holzkorb mit zwei Griffen.


    Eine Lokalzeitung berichtete 2013 über einen Mann, der Schwingen herstellte:

    https://www.meinbezirk.at/rohrbach/c-leute/sc...

    (Um das Endprodukt zu sehen, muss man auf "Mehr Bilder" klicken.)


    Duden:

    2. flacher, ovaler Korb aus Span- oder Weidengeflecht

    Gebrauch: landschaftlich 


    DWDS:

    2. [landschaftlich] flaches Gefäß

      [österreichisch] flacher, ovaler Korb


    Wikipedia:

    Rahmenkorb, ein flacher geflochtener Korb, siehe Korb (Behälter) #Flechttechniken


    Eine Webseite korbflechtkunst.de meint, dass das eine Art von Körben ist, die 

    "Schwingen (auch Rahmenkörbe, Schanzen, Wannen oder Rispen)"

    genannt werden. Die dort angegebene Etymologie

    "Der Flechtfaden schwingt dabei meist von Rand zu Rand hin und her (daher auch die Bezeichnung „Schwinge“)."

    ist aber sicher falsch.


    Was die ursprüngliche Verwendung der Schwingen war, findet man im Wikipedia-Artikel "Worfel":

    Die Worfel, auch als Getreideschwinge, Kornschwinge, Wanne oder Liknon bezeichnet, ist ein einfaches landwirtschaftliches Gerät zur Trennung von Partikeln.

    Die Worfel hat die Form eines flachen Korbes und arbeitet nach dem Prinzip der Windsichtung.


    Zur Etymologie habe ich nichts Glaubwürdiges gelesen, aber ich nehme an, "Schwinge" bezieht sich auf die Bewegung des Korbes, die man beim Worfeln ausführt.


    *)

    Über die spezifisch österreichische Bedeutung von "Lagerhaus" findet man wenig.

    Duden: -

    DWDS: -

    Variantenwörterbuch, 1. und 2. Auflage: -

    Leo: von den verschiedenen angebotenen Übersetzungen entspricht wahrscheinlich keine


    Auf Wikipedia gibt es eine Begriffsklärung:

    die Lagerhausgenossenschaften in Österreich, siehe RWA Raiffeisen Ware Austria


    Österreichisches Wörterbuch, 41. Auflage:

    Lagerhaus (Wirt.): genossenschaftliche Handelsniederlassung zur Versorgung im ländlichen Raum; -> Raiffeisen


    Edit:

    Noch zu #252: Dass hier im Wörterbuch 'Schwinge' als einzige Übersetzung für 'trug' angeboten wird, ist aber sicherlich fragwürdig. Einmal weil 'Schwinge' nur regional verwendet wird, dann aber auch weil es sachlich falsch ist. Die geflochtenen 'trugs', die mir die Google-Bildersuche anzeigt, haben alle einen Henkel, was ein Rahmenkorb (bzw. eine Schwinge) nie hat. 'plastic trugs' sind aber tatsächlich ungefähr so ausgeführt wie Rahmenkörbe, also mit zwei Handgriffen auf der Seite.

    #258AuthorGorboduk (983882)  13 Aug 21, 00:16
    Comment

    Aha, interessant. Die Herleitung von dem Getreidedingsbums kommt mir plausibel vor.

    #259AuthorKapustiner (1229425)  13 Aug 21, 14:30
    Comment

    Vielleicht ist es für euch selbstverständlich, aber ich habe erst am Wochenende gemerkt (und durch Nachschlagen bestätigt), dass Wurzel und würzen/Gewürz verwandt sind.

    #260AuthorJanZ (805098) 23 Aug 21, 12:33
    Comment

    Kürzlich bei der Lektüre auf der Couch blieb mir im Kopf die Frage hängen, ob reckless und ruchlos eventuell eine gemeinsame Herkunft haben. Heute nachgesehen: Heureka! Haben sie:


    reckless (adj.)

    Middle English recheles, from Old English receleas "careless, thoughtless, heedless," earlier reccileas, literally "not recking (of consequences)" from *rece, recce "care, heed," from reccan "to care" (see reck (v.)) + -less. The same affixed form is in German ruchlos, Dutch roekeloos "wicked."

    https://www.etymonline.com/word/reckless


    ruchlos Adj. ‘gewissenlos, niederträchtig, gemein, verrucht’, ahd. ruohhalōs (9. Jh.), mhd. ruochelōs ‘sorglos, unbekümmert’ ist von ahd. ruohha f. ‘Fürsorge, Bemühung’ (8. Jh.), ruoh m. ‘Bedenken, Beachtung’ (9. Jh.), mhd. ruoche, ruoch ‘Acht, Bedacht, Sorge’ (s. geruhen und verrucht) abgeleitet; vgl. die Entsprechungen mnd. rōkelōs, mnl. roekeloos, nl. roekeloos. Aus ‘sorglos, unbekümmert gegenüber dem, was als geheiligt gilt’ entwickelt sich im 16. Jh. die Bedeutung ‘gottlos, frevelhaft’, die danach in ‘gewissenlos, gemein, verbrecherisch’ übergeht

    https://www.dwds.de/wb/ruchlos


    Allerdings haben sie sich doch deutlich auseinander entwickelt.

    #261AuthorSelima (107) 23 Aug 21, 12:55
    Comment

    #260 Vielleicht ist es für euch selbstverständlich


    Da wäre ich nie drauf gekommen. Danke, JanZ!

    #262AuthorKapustiner (1229425) 23 Aug 21, 16:16
    Comment

    Mein englisch-französisches Heureka: breakfast = déjeuner (jeuner = fasten) = Fastenbrechen.


    Und noch ein rein französisches Heureka (für jemanden, der nie weit über das Schulfranzösisch hinausgekommen ist): das Frühstück ist in weiten Teilen der Frankophonie tatsächlich le déjeuner ohne petit. 


    #263AuthorEukaryot (1125917)  23 Aug 21, 18:41
    Comment

    En. dinner und fr. diner sind etymologisch auch das gleiche wie déjeuner.

    #264AuthorGorboduk (983882) 23 Aug 21, 19:18
    Comment

    #261: Danke! Das hatte ich schon stark vermutet, nur noch nicht überprüft.


    Und noch ein rein französisches Heureka (für jemanden, der nie weit über das Schulfranzösisch hinausgekommen ist): das Frühstück ist in weiten Teilen der Frankophonie tatsächlich le déjeuner ohne petit. 


    Nur halt im Herkunftsland der Frankophonie nicht 😀.


    #265AuthorJanZ (805098) 23 Aug 21, 19:21
    Comment

    Grad gelernt: Frass - engl. für Insektenkot ... kommt tatsächlich vom deutschen Fraß:

    insect excrement, 1854, from German frasz, from root of fressen "to devour, to eat as a beast does"

    https://www.etymonline.com/word/frass

    #266AuthorSelima (107) 20 Sep 21, 08:49
    Comment
    Re Eukaryot #263, if you like

    >>breakfast = déjeuner (jeuner = fasten) = Fastenbrechen,

    you might also like

    break+fast = des+ayuno
    Dictionary: [en-es] breakfast
    Dictionary: [en-es] ayuno

    But Portuguese goes in a different direction.

    el desayuno – café da manhã (Brasil)
    el desayuno – pequeno-almoço (Portugal)
    Dictionary: [es-pt] desayuno

    (Is anyone else occasionally visiting the newer LEO dicts? They could use some support and traffic ...)


    #267Authorhm -- us (236141) 20 Sep 21, 11:10
    Comment

    This one is more a case of noticing the relatively obvious etymology and then realising exactly what the English meant:

    Dictionary: to smack of

    #268AuthorCM2DD (236324) 20 Sep 21, 12:08
    Comment

    Dazu Norw./Schwedisch smak = Geschmack. Dänisch smag und Isländisch smekkur.

    #269Authorjudex (239096) 20 Sep 21, 12:24
    Comment

    # 265 Und noch ein rein französisches Heureka (für jemanden, der nie weit über das Schulfranzösisch hinausgekommen ist): das Frühstück ist in weiten Teilen der Frankophonie tatsächlich le déjeuner ohne petit. 


    Bist du da sicher? Ich habe mal nach Quellen aus Madagaskar und dem Senegal gegoogelt. Da gibt es, wie ich es in der Schule gelernt habe das Petit déjeuner als Frühstück und das Déjeuner als Mittagessen.

    #270Authorghost_4 (1278168) 20 Sep 21, 12:57
    Comment

    New to me the etymology of this one: E. “dirge” (G. Klagelied) : a contraction, of the L. dirige in Dirige, Domine, Deus meus, in conspectu tuo viam meam (Direct, O Lord, my God, my way in thy sight)—from the opening antiphon in the First Nocturne (Mondays and Thursdays) in the Office for the Dead (Matins).

    #271AuthorBion (1092007) 29 Sep 21, 12:42
    Comment
    #270: Kommt halt drauf an, was man unter "weiten Teilen der Frankophonie" versteht. Meines Wissens gilt "Mittagessen" für "déjeuner" in Frankreich, während das Wort in Belgien, der Schweiz und Kanada "Frühstück" bedeutet. Da Senegal und Madagaskar Kolonien Frankreichs waren, werden sie den dortigen Sprachgebrauch übernommen haben.
    #272AuthorJanZ (805098) 29 Sep 21, 20:37
    Comment

    Jetzt erst fiel mir auf, dass in 'emergency' 'to emerge' drinsteckt.


    Ich finde das deutsche Wort 'Notfall', 'Notlage' besser nachzuvollziehen, zumindest wird am Wort selbst eher deutlich, was die Bedeutung ist.

    #273AuthorBraunbärin (757733)  27 Oct 21, 21:12
    Comment
    Wir haben aber mit Vorkommniss etwas ähnliches, wenn auch etwas weniger dringend...
    #274AuthorCarullus (670120) 27 Oct 21, 22:19
    Comment

    Pergament leitet sich tatsächlich von Pergamon (heute Bergama) ab! Warum mir diese offensichtliche Ableitung nicht schon früher aufgefallen ist, ist mir völlig schleierhaft (oder war's mir schon bekannt, ist mir nur entfallen? - Altwerden ist kein Spaß).

    #275AuthorSelima (107)  12 Nov 21, 10:09
    Comment

    #274 Vorkommnis -- stimmt! ... Und in "etwas kommt vor" klingt es noch etwas undringlicher.

    Da kommt mir noch ein Wort hoch:

    Vorfall - etwas ist vor-gefallen...!

    #276AuthorBraunbärin (757733)  12 Nov 21, 15:02
    Comment

    Ja, eine Bandscheibe ;-(

    #277Authormanni3 (305129) 12 Nov 21, 15:08
    Comment

    Now that's an emergency, mannythree!

    #278AuthorBraunbärin (757733) 12 Nov 21, 16:08
    Comment

    Auch da stimmt die Etymologie: to emerge - hervortreten, brown she-bear ;-)

    #279Authormanni3 (305129)  12 Nov 21, 16:35
    Comment

    Bin gerade durch Zufall darauf gestoßen, dass die Namen Suleiman und Salomon nicht nur miteinander, sondern auch mit dem Wort für "Frieden" verwandt sind.

    #280AuthorJanZ (805098) 19 Nov 21, 12:13
    Comment

    Als ich mir überlegte, ob ich mir "The French Dispatch" anschauen sollte und mich über das seltsame Wort "dispatch" für Zeitung wunderte, da kam mir die Vermutung, dass "dispatch" vom gleichen Wort abstammt wie "Depesche". Da wäre es dann ja gleich nicht mehr so seltsam...

    #281Authormutabor (522871)  25 Nov 21, 07:04
    Comment

    se dépêcher - sich beeilen

    Daher auch die Depesche....

    #282AuthorBraunbärin (757733) 25 Nov 21, 15:56
    Comment

    to lift - lüften


    https://www.dwds.de/wb/etymwb/Lift

    Lift m. ‘Aufzug’, Übernahme (1889) von gleichbed. engl.lift, das zum Verb to lift (s. unten) gehört; [...] verwandt mit Luft, lüften1 (s. d.). 

    #283AuthorYarith (877626) 26 Nov 21, 10:55
    Comment

    Und als ich "Mull of Kintyre" vor mich hinsang, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Das "Glencheck", ein Karomuster, das in meiner Kindheit bei meinen Verwandten als der Gipfel der Eleganz galt, ist das Karo aus dem Tal!

    #284Authormutabor (522871) 26 Nov 21, 18:39
    Comment

    Super peinlich: Erst mit der neuen C-Variante ist mir aufgefallen, dass o-mikron das kleine und o-mega das große o sind. Entweder haben unsere Lehrer es verabsäumt, uns darauf aufmerksam zu machen, oder ich die Stunde verträumt.

    #285AuthorSelima (107) 29 Nov 21, 05:45
    Comment

    But Selima, you already told us how embarrassing it was not to have realized this.

    related discussion: Etymological Eurekas III - #184. (But no worries -- neither did I, obvious though it is in hindsight. 🙂)

    #286AuthorMartin--cal (272273) 29 Nov 21, 06:01
    Comment

    Oh weh, das ist ja noch peinlicher. Wo ist das Loch, in das ich freundlicherweise verschwinden darf?

    #287AuthorSelima (107) 29 Nov 21, 06:09
    Comment

    Speaking of the alphabet, however, brings up another etymological eureka. The word "alphabet", of course, derives from the first two letters in the Greek alphabet. The Greeks, however, got their writing system from the Phoenicians, where the first two letters are alep and bet. Each of the letters in the alphabet was derived from a simplified stick drawing of an object: alep for ox; bet for house; etc. (https://en.wikipedia.org/wiki/Phoenician_alphabet), The "Eureka" is that the second letter, bet ( = house) is cognate with the equivalent words in both Arabic and Hebrew, and appears as the first element of Bethlehem, which originally meant "House of Lahmu" (the Canaanite fertility god.)

    #288AuthorMartin--cal (272273)  29 Nov 21, 06:37
    Comment

    Der Begriff „Tattoo“ stammt vom niederländischen „tap toe“ ab (zu Deutsch: „Zapfhahn zu“ bzw. „Zapfenstreich“).


    Ui. Und weil die Soldaten danach nichts Besseres zu tun hatten, haben sie sich wohl gegenseitig tätowiert?

    #289AuthorKapustiner (1229425)  06 Dec 21, 17:47
    Comment

    Re #288 When I was in Israel, it was explained to me that it's from Beit Lechem = house of bread.

    #290AuthorNorbert Juffa (236158)  06 Dec 21, 20:13
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    @Norbert, yes, I read that in the Wikipedia article https://en.wikipedia.org/wiki/Bethlehem , which adds that the town's name in Arabic, Bait Lahm, is understood to mean "House of Meal." But I believe that both the Arabic and the Hebrew are the current interpretation of the meaning in the respective languages, both of which diverged from the original meaning of the Semitic root over the course of their evolution.

    #291AuthorMartin--cal (272273)  06 Dec 21, 23:42
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    Die Walküre ist die, die die ehrenvoll Gefallenen (valr) aussucht (kjosa) und nach Walhall begleitet.

    Und kjosa ist sowohl mit choose verwandt, als auch mit kiesen/kören. Aber die Verwandtschaft geht noch viel weiter, dazu siehe hier:

    https://www.etymonline.com/word/choose

    https://de.wiktionary.org/wiki/kiesen

    #292Authorjudex (239096) 12 Dec 21, 13:22
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    Toll-like-Rezeptoren sind ein Teil des Immunsystems. Aber woher kommt der Name? Hat das mit einer Gebühr zu tun oder wurden die von einem Herr Toll entdeckt?


    Nein, die Entdeckerin hatte "toll" gerufen!


    "Der Name „Toll“ entstammt dem Ausruf der Überraschung der Nobelpreisträgerin C. Nüsslein-Volhard angesichts eines unerwarteten Befundes bei der Untersuchung der Entwicklung der Fruchtfliege („Das ist ja toll!“) siehe hier. Die von ihr entdeckte Entwicklungsanomalie hing mit einem Verlust des Toll-Gens zusammen [1]."


    https://www.medicoconsult.de/toll-like-rezeptoren/

    #293Authormordnilap (835133)  12 Dec 21, 14:36
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    Ob 'chest' mit 'Kasten' zu tun hat? Ich habe keine Lust zu g°°geln, und denke mir einfach mein Teil seit heute Morgen beim Anblick meiner beiden chests of drawers --- Kommoden --- eben solche Kästen mit Schubladen. Und dann: chest (bei Personen) --- Brustkasten

    #294AuthorBraunbärin (757733)  13 Dec 21, 17:15
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    Mit "Kasten" wohl nicht, aber mit "Kiste": Kasten - Wiktionary chest - Wiktionary

    Im Wiktionary findet man auf solche Fragen fast immer eine Antwort. Am besten ausgestattet ist die englischsprachige Version, für Wörter aus egal welcher Sprache.

    #295AuthorJanZ (805098) 13 Dec 21, 17:34
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    Felix Hoffmann, Chemiker bei Bayer, gilt als Erfinder des Diacethylmorphins - das Bayer unter dem Namen Heroin vermarktete. Heroin, das "heroische" Mittel.

    #296Authorzacki (1263445) 03 Jan 22, 22:23
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    "Toll" war ja auch, dass man Hustensaft mit Heroin für Kinder ("Jarabe Bayer de Heroina") beworben hat:


    https://www.businessinsider.com/yes-bayer-pro...

    Yes, Bayer Promoted Heroin for Children -- Here Are The Ads That Prove It

    #297AuthorNorbert Juffa (236158)  04 Jan 22, 10:49
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    Das Kind fragte nach der Bedeutung von "malträtiert".


    mal = schlecht

    traiter = behandeln


    Na sowas. Hätte einem schon früher auffallen können.

    #298Authorgrinsessa (1265817) 04 Jan 22, 10:55
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    Man muss aber fairerweise dazu sagen, Bayer hat sein Medikament als Hustenmittel usw. als orale Einnahme empfohlen und nicht intravenös. Was passiert wenn man sich heutigen Hustensaft in die Blutbahn spritzt, weiß ich nicht aber gesund ist das bestimmt nicht.

    Sehr wirksam schien es ja gewesen zu sein, nur die Nebenwirkungen wurden bestritten. Ist zwar schon 100 Jahre her, aber die Pharmaindustrie hat sich da nicht groß geändert.

    #299Authorzacki (1263445) 04 Jan 22, 11:01
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    OT #299: Zur Bekämpfung des Hustenreizes wirken Opioide hervorragend. Es gibt auch heute Hustensäfte mit z.B. Codein oder Hydrocodon. Gegen Rezept und meines Wissens nicht für Kinder. Eine gewisse Suchtgefahr existiert auch bei oraler Einnahme.



    Hier weiter, bitte: related discussion: Etymological Eurekas V

    #300AuthorNorbert Juffa (236158)  04 Jan 22, 11:19
    This thread has been closed.
     
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