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    wieder zu

    Kommentar

    Hallo Zusammen!

    könnt Ihr bitte mir helfen?

    Ist das richtig?

    ich schlage vor, Wein und Sekt anbieten zu trinken? Oder ist es nur eine Variante möglich: ich schlage vor, Wein und Sekt zu trinken anbieten?

    Danke schön!

    Beste Grüße

    Erzähler

    Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 04:50
    Kommentar

    Es geht um die Organisation einer Feier oder eines Empfangs? Ich schlage vor, Wein und Sekt anzubieten.


    Natürlich kann man an Getränken oder zum Trinken einfügen, aber nötig ist es nicht. Nötig ist aber das zu beim Anbieten, da sich der Vorschlag auf dieses Verb bezieht.

    #1Verfasser mbshu (874725) 05 Nov. 19, 05:34
    Kommentar

    Es ist vollkommen klar. Aber es ist einfach so gewollt...

    #2Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 05:45
    Kommentar

    Gewollt oder nicht, Deine beiden Varianten im OP sind beide falsch. Ich schlage vor, etwas zu machen / anzubieten.

    #3Verfasser mbshu (874725)  05 Nov. 19, 06:05
    Kommentar

    Was macht man mit Wein und Sekt, außer sie zu trinken?


    Wenn man sagt "Wein und Sekt anbieten", dann ist dabei eingeschlossen, dass man sie zum Trinken anbietet; "trinken" muss nicht extra erwähnt werden.


    "anbieten zu trinken" oder "zu trinken anbieten" ist schlechter Stil. (Man bietet auch nicht Essen zu essen an ...)


    Edit: Support mbshu!

    #4Verfasser MiMo (236780)  05 Nov. 19, 06:08
    Kommentar

    Lieber MiMo! Es ist klar, dass es ein schlechter Still ist. Trotzdem.. Welcher Satz ist grammatikalisch richtig? Danke schön!

    #5Verfasser Erzaehler (1284751)  05 Nov. 19, 07:15
    Kommentar

    Keiner der beden.

    #6Verfasser wienergriessler (925617) 05 Nov. 19, 07:26
    Kommentar

    Oki. Wenn ich umformuliere?

    Ich schlage vor, etwas zu trinken anbieten

    oder: ich schlage vor, etwas anbieten zu trinken?


    #7Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 07:29
    Kommentar

    Auch beides grammatisch falsch. Sprachlich verkürzt wäre theoretisch möglich:


    Ich schlage vor: Etwas zu trinken anbieten.


    #8Verfasser wienergriessler (925617)  05 Nov. 19, 07:31
    Kommentar
    Ich schlage vor, etwas zu trinken anzubieten.
    #9Verfasser Qual der Wal (877524) 05 Nov. 19, 07:37
    Kommentar

    Eine Frage hätte ich noch)) Warum sagen wir zu trinken? zu essen?

    #10Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 08:45
    Kommentar

    @Erzaehler : Bitte sei doch so nett und fülle Dein Sprachprofil aus. Dann kann man besser abschätzen, wie man entsprechend Deinen Sprachkenntnissen Deine Grammatikfrage beantworten kann.

    #11Verfasser wienergriessler (925617) 05 Nov. 19, 08:49
    Kommentar

    Wie der Wahl in 9. Alternativ: Ich schlage vor, etwas zum Trinken anzubieten.

    #12Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 05 Nov. 19, 08:57
    Kommentar

    @Qual der Wal danke schön!

    @wienergriessler habe gemacht)


    Trotzdem ist die Frage, warum sagt man Ich habe was zu trinken? Ist es ein erweiterter Ininitiv? Es scheint so zu sein, aber ich denke nicht. Oder? Wie kann man das aus der Perspektive der Grammatik erklären? Wie kann man andere Konstruktionen erklären?

    2. auf meinem Schreibtisch habe ich mehrere Bücher zu liegen

    3. in der Garage habe ich zwei Fahrräder zu stehen

    Auch die Muttersprachler haben Probleme damit :-)


    Ich wäre wirklich dankbar!

    #13Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 09:13
    Kommentar

    2. auf meinem Schreibtisch habe ich mehrere Bücher zu liegen

    3. in der Garage habe ich zwei Fahrräder zu stehen


    Du gibst an, in Norddeutschland (sprachlich) zu Hause zu sein, aber die beiden von Dir genannten Beispiele klingen für mich sehr süddeutsch bzw. österreichisch!

    Im Norden Deutschlands würden die beiden "zu" wegfallen.

    #14Verfasser wienergriessler (925617) 05 Nov. 19, 09:17
    Kommentar

    @14: Für mich klingt das nicht süd-, sondern ostdeutsch. Möglicherweise kommt das mit Norddeutschland schon hin, wenn es um den Teil Norddeutschlands geht, der eher an die Ostsee oder Polen grenzt, und nicht um den Teil, den ich als Westkind üblicherweise unter "Norddeutschland" verstehe, nämlich den, der an die Nordsee oder die Niederlande grenzt...

    #15Verfasser Dragon (238202) 05 Nov. 19, 10:13
    Kommentar

    +1 für #15

    Dieses "zu" wird in Süddeutschland / Österreich weg gelassen.

    #16Verfasser YviMiez (1269748) 05 Nov. 19, 10:19
    Kommentar

    Ich kenne


    "ich hab ... zu stehen/liegen" auch eher aus Bandit Country, sprich dem wilden Osten ;-)

    #17Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 05 Nov. 19, 10:22
    Kommentar

    Es gibt viele Meinungen dazu)

    #18Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 10:35
    Kommentar

    Letzte Frage: Welcher Satz ist richtig?


    Als ich angefangen habe zu arbeiten

    oder

    Als ich zu arbeiten angefangen habe

    Wo ist der Unterschied?

    Ist es regional geprägt? DANKE SEHR!

    #19Verfasser Erzaehler (1284751)  05 Nov. 19, 12:48
    Kommentar

    Als ich angefangen habe zu arbeiten ist richtig (bzw. idiomatischer. Der andere klingt nur holprig. Meine Meinung).

    #20Verfasser eastworld (238866) 05 Nov. 19, 13:47
    Kommentar

    Für mich (süddeutsch) klingt "Als ich zu arbeiten angefangen habe" gar nicht holprig. Das macht es aber natürlich nicht automatisch richtig.


    Edit: Wenn ausgedrückt werden soll, dass ich zum ersten Mal einer festen Beschäftigung nachgehe, würde ich allerdings die andere Form wählen. Aber auch das ist wohl eher subjektiv.


    "Als ich [nach meinem Studium] angefangen habe zu arbeiten, war das eine große Umstellung."

    Aber: "Als ich [heute Morgen] zu arbeiten angefangen habe, musste ich erst mal 3 Updaten installieren."

    #21Verfasser LauraLaurent (1236879)  05 Nov. 19, 14:15
    Kommentar

    Danke sehr!

    #22Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 14:58
    Kommentar

    Danke schön! Ich stehe gar auf dem Schlauch. Teilen Sie bitte dann Ihre Meinung zu diesem Sachverhalt mit:

    Welcher Satz ist richtig?

    1. Ich biete an etwas zu essen?

    2. Ich biete etwas zu essen an? 

    M.E. lässt es sich vermuten, dass der 2. Satz richtig ist. Aber warum? Ist es ein fester Ausdruck?` Warum steht die Vorsilbe "an" nicht direkt hinter dem Verb, sondern am Ende? Warum ist es richtig zu sagen, ich fange an Deutsch zu lernen? und warm nicht ich fange Deutsch zu lernen an?

    Ich zerbreche mir den Kopf bald))

    #23Verfasser Erzaehler (1284751) 05 Nov. 19, 15:04
    Kommentar

    Eine Grammatikregel habe ich gerade nicht parat, aber es kommt darauf an, ob du eine Sache anbietest, oder ob du anbietest, etwas zu tun.


    1) Ich biete an, heute für dich einkaufen zu gehen.

    2) Ich biete meine Hilfe an.


    Demzufolge hast du recht, dein zweiter Vorschlag ist richtig. Du bietest eine Sache an, nämlich Essen (oder im OP Sekt und Wein).


    Analog dazu: Wenn du sagst "Ich fange an, Deutsch zu lernen" fängst du an, etwas zu tun.

    Wenn du dagegen z. B. einen Kurs anfängst, sagst du: "Ich fange einen Deutschkurs an".


    Hier gibt es bestimmt Leute, die das noch mit Regeln belegen können.


    Lass dich bitte von meinem Beispiel in #21 nicht verunsichern. Das ist umgangsprachlich und war vor allem an eastworld gerichtet. :)



    #24Verfasser LauraLaurent (1236879)  05 Nov. 19, 16:12
    Kommentar

    comment deleted, irrelevant.

    #25Verfasser isabelll (918354)  05 Nov. 19, 23:55
    Kommentar

    @laura. Besten Dank! Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

    #26Verfasser Erzaehler (1284751) 06 Nov. 19, 02:54
    Kommentar

    @Laura. Ich verstehe trotzdem nicht.

    Warum sagen wir

    ich biete zu essen an und nicht

    ich biete an zu essen? Wo ist der Unterschied?

    Sieht es so aus, dass ich an an einer beliebigen Stelle platzieren kann? Warum steht zu nicht ganz am Ende? Ist das ein fester Ausdruck?

    Ich kann das wirklich nicht begreifen, sorry.

    #27Verfasser Erzaehler (1284751) 06 Nov. 19, 10:46
    Kommentar

    Ich kann es leider nicht von der Grammatik her erklären, aber

    Ich biete etwas (!) zu essen an = Du stellst deinen Gästen einen Teller mit Schnittchen hin und sagst "Greift zu!"

    Ich biete an, etwas zu essen = Du sagst "Ich glaube, ihr habt Hunger. Soll ich euch Schnittchen machen / Wollen wir essen gehen/Pizza bestellen?" (Wie in #23, Du schlägst vor, etwas zu tun. Die eigentliche Aktivität folgt danach.)

    #28Verfasser eastworld (238866) 06 Nov. 19, 11:21
    Kommentar

    wenn ich in dieser Logik bleibe, dann soll der Satz auch gehen:


    Ich biete zu schlafen an. Oder?

    #29Verfasser Erzaehler (1284751)  06 Nov. 19, 13:07
    Kommentar

    Da Sprache nicht immer, sondern leider nur höchst selten "logisch" ist, geht dieser Satz leider nicht ;-)


    Allerdings würde auch "ich biete an zu schlafen" zwar grammatisch richtig sein, aber trotzdem so nicht gesagt werden ;-)

    #30Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 06 Nov. 19, 13:17
    Kommentar

    :-) Danke schön! Ich muss mich wohl abfinden)

    #31Verfasser Erzaehler (1284751) 06 Nov. 19, 13:20
    Kommentar

    Grammatisch nennt sich das Verbalklammer. Die von der finiten Verbform abgetrennte Partikel wandert an das Satzende, sodass andere Satzbestandteile eingeklammert werden:

    Ein Buch vorlesen -> ich lese ein Buch vor.

    Ein Taxi anhalten -> er hält ein Taxi an.

    Jemanden kennenlernen -> sie lernt jemanden kennen.

    Etwas zu essen anbieten -> wir bieten etwas zu essen an.


    Die Verbalklammer ist nicht immer zwingend, manchmal sogar unschön. Man spricht dann ggf. von Ausklammerung:

    Es fängt zu regnen an -- oder: es fängt an zu regnen.

    Sie sieht wie ihre Mutter aus -- oder: sie sieht aus wie ihre Mutter.

    Wir schlagen zu warten vor -- besser: wir schlagen vor zu warten.


    Einfache nominale Subjekte und Objekte können aber normalerweise nicht ausgeklammert werden:

    Auf Gleis 3 kommt der Zug an -- nicht: auf Gleis 3 kommt an der Zug.

    Ich sehe mir einen Film an -- nicht: ich sehe mir an einen Film.


    So etwas wird höchstens ausnahmsweise bei sehr langen Subjekten/Objekten gemacht, wenn die Satzstruktur sonst unklar zu werden droht:

    Auf Gleis 3 fährt ein der verspätete Intercity aus Hamburg mit Weiterfahrt nach München über Göttingen, Kassel, Würzburg.

    Wir sehen uns jetzt an den Film "Das Leben der Anderen" mit Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck, Ulrich Tukur in der Regie von Florian Henckel von Donnersmarck.


    Da "etwas zu essen" ein nominales Objekt ist, kann man es nicht ausklammern. "Ich biete an etwas zu essen" wäre in diesem Sinne ebenso falsch wie "ich biete an ein Käsebrötchen". Man kann allerdings -- in anderer Bedeutung, siehe #28 -- sagen, "ich biete an, etwas zu essen" (mit Komma), denn da ist "etwas zu essen" eine Infinitivgruppe, und die kann (und sollte hier auch) ausgeklammert werden.



    #32Verfasser dirk (236321)  06 Nov. 19, 13:23
    Kommentar

    Danke schön!

    Also "etwas zu essen" ist eine Infinitivgruppe:


    Ich biete etwas zu essen an

    Wenn ich das selbe ohne etwas sage:


    Ich biete 000 zu essen an. Ist es auch korrekt, oder etwas eine Bedingung für eine Infinitvgruppe? Also muss unbedingt da sein?


    Danke schön für eure Mühen!

    #33Verfasser Erzaehler (1284751) 07 Nov. 19, 05:30
     
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