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    Customs and culture

    "Sein Se vo do (Sind Sie von hier)?" - nach dem Weg fragen

    Topic

    "Sein Se vo do (Sind Sie von hier)?" - nach dem Weg fragen

    Comment
    Nachdem ich fast täglich über Wien Hbf pendle, werde ich öfter (in verschiedenen Sprachen) nach dem Weg gefragt.
    Gestern war es eine offenhörlich aus Osttirol stammende Reisende. Bevor sie mir aber ihre Frage stellte, vergewisserte sie sich mit "Sein Se vo do?", ob ich sie beantworten könnte.
    Das erlebe ich selten, weiß nicht genau was ich antworten soll, und frage mich immer, warum gewisse Leute - nämlich die größten Landeier, Entschuldigung - das wohl fragen.
    Das wird sie ja merken, ob jemand ihre konkrete Frage beantworten kann, ist es dafür nicht egal woher man kommt? Ich bin nicht "von Wien" und kann ihr trotzdem sagen dass der nächste Regionalzug nach Mödling fährt. Ein Wiener mit Migrahigru würde vielleicht besser als ich wissen, wie man vom Bahnhof am besten zur Quellenstraße kommt, aber die Ausgangsfrage in dem harten Dialekt nicht verstehen. Oder man ist auch nur Tourist und kennt sich trotzdem aus.

    Wie lauten eure Theorien? Was habt ihr aktiv und passiv erlebt, in welchen Sprachen und an welchen Orten?
    Authortigger (236106) 17 Feb 20, 14:59
    Comment

    Wenn mich jemand fragen würde "Sind Sie von hier?" würde ich das nicht auf meine Geburtsstadt beziehen, sondern einfach darauf, ob ich hier wohne und mich somit wahrscheinlich auskenne. Ich emfpinde die Frage einfach als höflichen Gesprächsanfang. In Heidelberg z.B. macht es durchaus Sinn, jemanden etwas in der Art zu fragen, zu groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einem anderen Ortsunkundigen gegenüber steht.

    #1Authorthisismyknick (1117613) 17 Feb 20, 15:09
    Comment

    Ich wurde schon öfters gefragt: "Kennen Sie sich hier aus?"


    Nachdem ich es schon mehrfach erlebt habe, dass ich umständlich mein Orientierungsproblem schildere und dann nur ein "Tut mir leid, ich bin nicht von hier" zu hören bekomme, frage ich in letzter Zeit auch erst mal nach, ob sich der Angesprochene auch auskennt.

    #2AuthorKopfloser_Nick (1064761) 17 Feb 20, 15:10
    Comment

    Das hat gar nichts mit Herkunft oder Migrationshintergrund zu tun, sondern die Frau wollte nur wissen, ob du aus Wien kommst, sprich: dort lebst. Sie hätte auch fragen können: "Kennen Sie sich hier aus?"

    Meiner Erfahrung nach will der Fragende dadurch vermeiden, einen langen Sermon loszulassen und nach dem Wohin zu fragen, womöglich noch mit Adresse oder was weiß ich, nur um dann zu hören: Tut mir leid, ich bin nicht von hier. Oder: Tut mir leid, ich kenne mich hier nicht aus.

    #3AuthorBloomfield_91 (1275718) 17 Feb 20, 15:11
    Comment

    Da waren wir ja fast synchron :-)

    #4AuthorKopfloser_Nick (1064761) 17 Feb 20, 15:12
    Comment

    Ich wurde schon öfters gefragt: "Kennen Sie sich hier aus?"


    Das halte ich in dem Zusammenhang auch für die deutlich sinnvollere Formulierung. Meine eigene Erfahrung ist aber, dass meist einfach gefragt wird. Die Frage selbst ist ja meist nicht so kompliziert, und antworten, dass man sich nicht auskennt, kann man immer noch.

    #5AuthorJanZ (805098)  17 Feb 20, 15:13
    Comment

    Tigger, sei den Landeiern nicht böse. Natürlich ist "Kennen Sie sich hier aus?" geschickter gefragt. Aber hauptsächlich geht es doch darum, einem Fremden möglichst unverzüglich zu signalisieren, dass man nach dem Weg sucht.


    Meine lustigsten Erlebnisse:

    Mit einem Freund in Neapel, er war Neapolitaner, wurden wir von deutschen Touristen auf Englisch nach dem Weg gefragt. Wir merkten schnell, dass die beiden Deutsche waren. Mein Freund beschrieb den Weg, ich übersetzte wo sein Deutsch nicht ausreichte. Die Touris bedankten sich und ... attestierten mir ein ausgezeichnetes Deusch :-)


    Und die Familie am Nebentisch in einem italienischen Café, deren Sprache ich absolut nicht zuordnen konnte. Ich war neugierig, fragte also "Do you speak English?"

    Antwort: "Sorry, only little bit"

    Ich: "I've never heard your language, where do you come from?"

    Antwort: "We Czech - and you, where you from?"

    Ich: "Germany"

    Antwort: "Oh, Deutsch können wir"


    #6AuthorEifelblume (341002) 17 Feb 20, 15:16
    Comment

    Ich verstehe es so, daß der Fragesteller niemanden belästigen will, der die Antwort ohnehin nicht weiß (und sozusagen auch nicht verpflichtet ist, sie zu wissen) - was ich als Form der Höflichkeit anzusehen bereit bin.


    Vielleicht will der Fragesteller sich auch die Mühe sparen, eine komplizierte Frage vergeblich zu stellen (ich will jetzt nach Hinterfurzing, komme dann am Nachmittag zurück und will heute abend noch nach Vorderfurzing - wissen Sie, ob da eine Tageskarte günstiger ist?). Auch das empfinde ich als berechtigt.


    Überdies fasse ich die Frage nicht als eine nach dem Heimatrecht meiner Vorfahren auf. Zumindest als Angelernter bin ich in Budapest und Houston auch von hier.

    #7Authormbshu (874725) 17 Feb 20, 15:18
    Comment
    Natürlich ist "kennen Sie sich hier aus" gemeint. Aber dann formuliert man das doch auch so und nicht so heimatdialektal, dass es auch autochthone Wiener nicht verstehen? Ich habe sie nur verstanden, weil ich eben nicht vo do bin, sondern im Studentenheim auch mit Südnordosttirolern zusammen gewohnt habe.

    Anderswo versucht man es ja auch in der Landessprache, so deutlich wie man sie eben beherrscht, oder auf Englisch.

    Und bevor einer fragt: die konnte sicher genügend Hochdeutsch, die Zeiten sind vorbei, in denen jemand ausschließlich Dialekt beherrschte.
    #8Authortigger (236106) 17 Feb 20, 15:24
    Comment

    die konnte sicher genügend Hochdeutsch, die Zeiten sind vorbei, in denen jemand ausschließlich Dialekt beherrschte

    Ich bin mit solchen Annahmen immer vorsichtig; so etwas kann man nie mit Sicherheit sagen.

    Aber wenn du dich über eine Frage, die so vorgebracht wird (und die die meisten hier eher als Höflichkeit deuten), so ärgerst, dann sag doch demnächst einfach "Nein".

    #9AuthorBloomfield_91 (1275718) 17 Feb 20, 15:28
    Comment

    Ich würde das auch einfach als höflichen Gesprächseinstieg werten - und eben um zu vermeiden, dass man jemand das Problem schildert, der einem sowieso nicht helfen kann.


    "kennen Sie sich hier aus" würde die Dame vielleicht sogar eher noch als unhöflich empfinden, wahrscheinlich ist ihre Formulierung für sie aber einfach idiomatischer, gerade wenn sie Dialekt spricht.

    #10AuthorCynara (1118057) 17 Feb 20, 15:30
    Comment

    Gerade auf einem Hauptbahnhof ist eine Frage nach Art von "sind sie von hier" oder eben "vo do" nach meiner Auffassung nicht so fernliegend, dass man sie nicht auch in dialektaler Beimengung in der Regel verstünde. Und falls nicht, kann sich der Fragesteller ja beim zweiten Anlauf seiner Hochdeutschkenntnisse besinnen, so er welche hat.

    #11AuthorGart (646339)  17 Feb 20, 15:35
    Comment

    Tigger, ich habe ganz ohne Übertreibung schon einmal für einen sogar verhältnismäßig jungen Niederbayern gedolmetscht - Niederbayerisch-Deutsch und umgekehrt. Er hat Deutsch weder gesprochen noch verstanden, wirklich nicht. Er war in keiner Weise dumm oder zurückgeblieben, nur eben einsprachig aufgewachsen im tiefsten Niederbayern.


    Die reinen Dialektsprecher werden zwar weniger, aber es gibt sie noch.


    Außerdem kenne ich dieses absichtlich so unverständlich wie möglich sprechen nicht von Österreichern, das machen meiner subjektiven Erfahrung nach eher die Franzosen.

    #12AuthorEifelblume (341002) 17 Feb 20, 15:42
    Comment

    Auch nicht mehr. Ich war (sehr) kürzlich in Frankreich - alle, alle, alle waren bemüht, mein Rudimentärfranzösisch zu verstehen oder sogar englisch mit mir zu sprechen. Sehr angenehm.


    tigger, sehr wahrscheinlich ist das einfach die Floskel, die diese Person halt für solche Gesprächsanfänge gelernt hat. In meiner Herkunftsgegend beginnt man Gespräche gern mit "so, isch mr au dau", was meine manchmal zur Schelmenhaftigkeit neigende Mutter gern mit "nein" beantwortet, was die anderen Personen dann immer auf dem falschen Fuß erwischt.

    In München wird in vollen U-Bahn-Zügen gern "steigen Sie auch aus?" gefragt, wenn der/die Fragende aussteigen will und die im Weg stehende Person darauf aufmerksam machen will. Das ist eigentlich auch eine völlig dämliche Strategie. Denn ich könnte darauf einfach "nein" antworten und stehenbleiben. Direkter und eher zum Ziel führend wäre "würden Sie mich bitte aussteigen lassen?" Aber natürlich kann man auch menschenfreundlich sein und die Floskel richtig verstehen.

    #13AuthorSelima (107) 17 Feb 20, 15:50
    Comment

    Die Unterhaltung hätte ja auch so ablaufen können:


    - Kennen Sie den Weg zum Steffel?

    - Nein.

    - Soll ich ihn Ihnen zeigen?


    #14Authorrufus (de) (398798) 17 Feb 20, 15:53
    Comment

    *g*

    #15AuthorMöwe [de] (534573) 17 Feb 20, 16:00
    Comment

    "Sind Sie von hier?" ist eine Frage, die ich durchaus auch auf einem Hauptbahnhof im Ruhrgebiet erwarte oder stellen würde.


    Denn auf die Frage "Können Sie mir sagen, wie ich zum XXX-Gebäude komme?" lautet die Antwort sowieso meist "Ich bin nicht von hier!"


    Da kann man sich mit der OP-Frage doch viele Worte und die Preisgabe von Informationen sparen.

    #16Authortraveler in time (757476) 17 Feb 20, 16:09
    Comment

    Was den deutschen Sprachraum angeht, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen.


    Weiters (;-)) könnte ich das französische "Pardon, vous êtes d'ici?" beisteuern, das genau das gleiche fragt als Einleitung zu einer die nähere oder weitere Umgebung betreffende Wegbeschreibungsanfrage.

    Witzigerweise falle ich in der Bahnhofskapellenstadt nach über einem Vierteljahrhundert wohl defininitv in die Kategorie "von hier", kann auch das Straba-Netz nebst Umsteigestationen nachts um drei rückwärts herbeten, aber man frage mich doch bitte nicht nach Straßennamen. Da bin ich dann nämlich schnell überfordert. Selbst in meiner direkten Nachbarschaft. Da stelle ich dann eher mal die Gegenfrage nach der zur gesuchten Straße gehörigen PLZ - da weiß ich dann wenigstens, in welche Richtung ich die Leute schicken muß.


    #17AuthorChaja (236098) 17 Feb 20, 16:11
    Comment

    Grins - ich saß auch mal auf meiner eigenen Terrasse am Ende der Sackgasse, wo die Hausnummern von einem Zufallsgenerator vergeben wurden, anders kann man sie nicht erklären.

    Ein Auto hielt, der Fahrer kurbelte das Fenster herunter und fragte mich nach Nummer 10 (ich wohne in Nr. 7).

    Ich: Keine Ahnung, zu wem wollen Sie denn?

    Er: Müller

    Ich: Das ist da *mitFingeraufNachbarhauszeig*

    #18AuthorEifelblume (341002) 17 Feb 20, 16:16
    Comment

    Was ist denn deine Theorie, warum die Fragende nicht Hochdeutsch gesprochen hat, tigger?


    Anekdote 1: Ich hab mal nach einem anstrengenden Tag meine (ausschließlich Englisch sprechende) kanadische Zimmernachbarin auf Deutsch angequatscht und erst an ihrem Blick gemerkt, das etwas nicht stimmt. (Theorie: das Gefühl, jetzt zuhause zu sein, hat wohl den Schalter umgelegt) 


    Anekdote 2: Sowohl "Ich komme nicht aus dieser Stadt" als auch "Ich bin nicht ortskundig" lernt man im VHS-Dänisch-Kurs sehr früh. Vermutlich auf vielfachen Wunsch ...

    #19Authorkikært (236250) 17 Feb 20, 16:32
    Comment
    Meine Theorie ist natürlich auch, dass sie es aus Gewohnheit gesagt hat. Sie hat mich zuerst unsicher angeschaut und erst angesprochen, als ich ihren Blick erwidert habe. Auf ihre erste Frage habe ich aber wirklich keine Antwort gewusst, denn "ja" stimmt nicht und "nein" auch nicht. Stattdessen habe ich gegengefragt wo sie den hinwolle, worauf ein hinreichend hochdeutscher Satz kam. Den konnte ich beantworten.

    Gerade am Hauptbahnhof einer Großstadt kann es doch von Vorteil sein, ebenfalls fremde Mitreisende zu finden, die schon wissen wo der gemeinsame Zug abfährt. Ich würde jedenfalls in Roma Termini nach typischen Deutschen suchen, weil ich kein Italienisch kann. 😊
    #20Authortigger (236106) 17 Feb 20, 16:46
    Comment
    (Und zum Kapitel typisch Wien: "Entschuldigung, wie komme ich am besten ins Naturhistorische Museum?" - " Wanns Ihna ausstopfm lassn.")
    #21Authortigger (236106) 17 Feb 20, 16:51
    Comment

    Gerade am Hauptbahnhof einer Großstadt kann es doch von Vorteil sein, ebenfalls fremde Mitreisende zu finden, die schon wissen wo der gemeinsame Zug abfährt.


    Eben, vielleicht hat die Fragende ja auf diese Weise eine andere Osttirolerin gesucht. Es ist ja nicht gesagt, dass ihre Wunschantwort auf die Frage ein Ja war ;-).

    #22AuthorJanZ (805098)  17 Feb 20, 17:05
    Comment

    Jetzt wäre interessant zu wissen, ob tigger wie eine typische Osttirolerin aussieht. :-)

    #23AuthorGart (646339) 17 Feb 20, 17:09
    Comment

    @16 Denn auf die Frage "Können Sie mir sagen, wie ich zum XXX-Gebäude komme?" lautet die Antwort sowieso meist "Ich bin nicht von hier!"

    Und manchmal antwortet der Angesprochene auch nur mit Ja, geht einfach weiter und kommt sich dabei sehr witzig vor.



    #24Authormanni3 (305129) 17 Feb 20, 17:14
    Comment

    Ich habe häufiger den Eindruck, daß irgendetwas an meiner Erscheinung den Anschein umfassender Kompetenz hervorruft :-). Das kann allerdings zu herber Enttäuschung führen. In München stand ich an einer Fußgängerampel, das Rathaus im Rücken, und wurde von einer entgegenkommenden jungen Chinesin gefragt „can you tell me where the aitch bee is“? „No, sorry, I’m a tourist too“. Erst ca 50 m später wurde mir klar, daß sie wohl keineswegs auf der Suche nach einer mir unbekannten In-Disco oder Ähnlichem war…

    #25AuthorC3PO (877869) 17 Feb 20, 17:24
    Comment

    Hihi, ich hab wohl auch ein "ich-kenn-mich-hier-aus"-Gesicht. Mich fragen auch ständig Leute nach dem Weg. Oft hab ich das Glück, daß ich genau nach dem einzigen Ort gefragt werde, den ich an dem Ort kenne. Z.B. in Chicago, gerade den ersten halben Tag in der Stadt und mit meiner Kollegin auf Wegerkundung zu unserer Arbeitsstätte, damit wir am nächsten Tag da auch gleich hinfinden. Wir waren gerade auf dem Rückweg, als wir von US-Besuchern der Stadt genau nach dem Gebäude gefragt werden. Da konnten wir mal voll kompetent aus der Wäsche gucken.

    #26AuthorSelima (107) 17 Feb 20, 18:02
    Comment

    Meine Hypothese: Man geht doch immer von sich selbst aus. In überschaubaren Orten, wo oft noch jeder jeden kennt, gibt es (meine These) zwei Hauptkategorien von Einwohnern: von hier (Einheimische) und nicht von hier (Nicht-Einheimische). Die von hier, kennen sich automatisch aus, klar. Die Kombination nicht von hier und kennt sich aus kommt weniger häufig vor. Da mag die Frage ‘Sein se von do?’ einfach näher liegen, als ‘kennen Sie sich hier aus’?

    #27AuthorDoris (LEO-Team) (33) 17 Feb 20, 18:44
    Comment

    Ich habe häufiger den Eindruck, daß irgendetwas an meiner Erscheinung den Anschein umfassender Kompetenz hervorruft :-).


    In einem Bahnforum mutmaßte mal jemand, dass Bahnfans drei Meilen gegen den Wind zu erkennen seien, weil andere Fahrgäste ihnen gerne Fragen stellten wie die, wann oder von welchem Gleis der nächste Zug nach X fahre. Wahrscheinlich reicht es dafür aber schon aus, dass Bahnfans naturgemäß oft in den Zügen anzutreffen sind und nicht total hilflos wirken :-).

    #28AuthorJanZ (805098) 17 Feb 20, 18:50
    Comment

    Ende der 90er in China haben wir gezielt Langnasen nach dem Weg gefragt. Warum? Sie kennen eher die für unsereinen relevanten Orte (und zwar unter deren englischen Namen), sie können den Weg auf Englisch beschreiben - und sie erzählen einem nicht irgendeinen Weg irgendwo anders hin, wenn sie den richtigen Weg nicht wissen ...

    #29Authormbshu (874725) 17 Feb 20, 18:53
    Comment

    Ich habe häufiger den Eindruck, daß irgendetwas an meiner Erscheinung den Anschein umfassender Kompetenz hervorruft :-).


    Na ja, du beherrschst schließlich über sechs Millionen Kommunikationsformen.

    #30Authorweirdo (236636) 17 Feb 20, 19:12
    Comment

    Komisch, mich fragt eigentlich nie jemand nach dem Weg. Seit alle ein Schlaufon haben, gucken sie sowieso nur noch auf den Routenplaner. Ich biete dann gelegentlich meine Hilfe an.


    Fragt ein Tourist in München zwei Polizisten nach dem Weg. Die schauen ihn bloß unverständlich an. Daraufhin probiert es der Tourist auf Englisch, Französisch und einem weiteren halben Dutzend Sprachen. Schließlich gibt er entnervt auf. Sagt der eine: "Scho beeindruckend, was de ois für Schbrocha kennan." "Ja, und was hots eam gnutzt? Nix. Bairisch hätt er redn miassa."

    #31Authorbluesky (236159) 17 Feb 20, 19:26
    Comment

    #30: Aber Ortskenntnisse oder sonstiges Faktenwissen gehen damit nicht immer einher😜.

     

    Wobei ich nach Entschlüsseln der Abkürzung aus #25 durchaus zumindest einen U-Turn empfohlen hätte.

     

    #25: Ich bin das Gegenteil eines Bahnfans! Kann aber in dem Kontext sehr gut Hilflosigkeit simulieren. Fahrkartenautomat weigerte sich, einen Hunderter anzunehmen, mit einem Fünfziger konnte ich aber gerade nicht dienen. In der ständig anwachsenden Schlange hinter mir erbarmte sich dann recht bald jemand und wechselte mir den Schein aus seiner Tasche ein.

    #32AuthorC3PO (877869) 17 Feb 20, 19:58
    Comment
    Re #27: Aber der Unterschied zwischen Wien und Innervillgraten ist doch augenscheinlich. 36 % der WienerInnen sind nicht in Österreich geboren...
    #33Authortigger (236106) 17 Feb 20, 20:47
    Comment
    ...und weitere 17 % nicht in Wien, lese ich gerade. Sein Se vo do sollte also keinesfalls wörtlich gemeint und genommen werden, die Chance ist zu gering... :-D
    #34Authortigger (236106) 17 Feb 20, 20:57
    Comment

    Ist herich aber keine neue Entwicklung. Schon zu Leo Slezaks Zeiten stammten alle echten Wiener aus Brünn oder sonstwoher aus Mähren. Und Wiki merkt an: "In den 1950er und 1960er Jahren sang der Wiener Conferencier Heinz Conrads gern das Lied Wie Böhmen noch bei Österreich war, / vor fünfzig Jahr, vor fünfzig Jahr / hat sich mein Vater gholt aus Brünn / a echte Wienerin."

    #35Authormbshu (874725) 17 Feb 20, 22:01
    Comment
    Mich hatten Anfang der 90er in der Metro in Paris zwei japanische Touristen nach dem Weg gefragt. Ich war gerade ein paar Wochen dort und kannte mich aus und konnte den Weg gut beschreiben. Sie hatten sich auch sehr höflich bedankt, ich hatte aber trotzdem das Gefühl, dass sie nicht alles verstanden hatten. Naja, ich bin dann weitergegangen. Nach 20 Metern die Erkenntnis: Ich hatte durchgängig Französisch gesprochen, obwohl sie mich auf Englisch angesprochen hatten. Mein Gehirn war nur zu „Nicht Deutsch = Französisch“ in der Lage. Ich habe mich damit getröstet, dass die Franzosen es ja auch nicht anders machen. (und habe bis heute ein schlechtes Gewissen).
    #36AuthorQual der Wal (877524)  17 Feb 20, 22:56
    Comment
    Freunde von mir sind seit 15 Jahren zusammen, seit er (Deutscher) sie (Österreicherin) in der Métro auf Englisch nach dem Weg gefragt hat. Ich muss ihn mal fragen, ob er den Weg echt nicht wusste.

    Ich wurde nur einmal in Deutschland auf Türkisch angesprochen, weil ich doch aussähe als verstünde ich das. Gut, ich bin nicht blond... Der Rest des Gesprächs erfolgte in fürs Ruhrgebiet akzentfreiem Deutsch (also nicht meinerseits. :-))
    #37Authortigger (236106) 18 Feb 20, 01:40
    Comment

    #12

    "ich habe ganz ohne Übertreibung schon einmal für einen sogar verhältnismäßig jungen Niederbayern gedolmetscht - Niederbayerisch-Deutsch und umgekehrt. Er hat Deutsch weder gesprochen noch verstanden, wirklich nicht. Er war in keiner Weise dumm oder zurückgeblieben, nur eben einsprachig aufgewachsen im tiefsten Niederbayern."


    Dass im "tiefsten Niederbayern" ein junger Mensch einsprachig bairisch aufwächst, ohne seine Schulpflicht zumindest in der Volksschule erfüllt zu haben, wo (Hoch-)Deutsch die Unterrichtssprache ist, halte ich für einen Mythos. Und dass dieser Mensch nie deutschsprachigen Radio gehört und nie deutschsprachiges Fernsehen geschaut haben soll, halte ich ebenfalls für unwahrscheinlich. Im übrigen werden auch in Niederbayern die Zeitungen auf Hochdeutsch gedruckt, und bairische Illustrierte gibt es nicht ...


    Ich bin nach dem Krieg in Oberrbayern 4 Jahre in die Volksschule gegangen; meine Schulkameraden, fast alles Bauernkinder, hatten als Muttersprache und Verkehrsprache Bairisch, haben aber in der Schule Hochdeutsch lesen und schreiben gelernt.


    Der Niederbayer von #12 war wohl ein niederbayerische Kaspar Hauser ...

    ;-)

    #38AuthorMiMo (236780)  18 Feb 20, 06:31
    Comment

    Da der Faden sich sowieso schon zum allgemeinen Erlebnisse-und-Anekdoten-beim-Nach-dem-Weg-Fragen-Faden entwickelt hat: Die bedauernswerten Individuen, die ein unglückliches Schicksal in meine Arme treibt, wenn sie irgendwo auf der Welt den Weg nicht kennen, landen regelmäßig in der Irre. Selbst, wenn die Begegnung nur einen Kilometer von meinem Wohnhaus entfernt stattfindet. Ich kann einfach keine Wege erklären. Ich finde zwar überall hin, aber im Geist vorstellen und gar mit Worten beschreiben kann ich den Weg nicht. Woher wissen Leute sowas wie "dritte Straße links abbiegen"? Ich zähle doch keine Straßen, in die ich nie reingehe/fahre. Ich weiß einfach nicht, ob zwischen hier und "da hinten" zwei, fünf oder achtzehn Querstraßen liegen, auch wenn ich schon ein paar tausend Mal dort lang gefahren oder gegangen bin.

    Ich hab mal ein Auto fahrendes Paar, das verzweifelt die nächste Tankstelle suchte, wie mir nachher klar wurde, versehentlich auf die Autobahn geschickt. Vermutlich sind sie nach ein paar Kilometern auf dem Standstreifen liegen geblieben.

    #39Authordirk (236321) 18 Feb 20, 07:35
    Comment

    Schoenes aus dem Fruehstuecksfernsehen: Herr Dibaba in Veitshoechheim fragt froehlich Rumstehende "Was muss ich machen, damit nicht gleich jeder weiss 'ich bin nicht von hier'?" ... Yared Dibaba ist einfach KLASSE!!

    #40AuthorSock5_0 (1257990) 18 Feb 20, 07:57
    Comment

    Das kann ich mir gar nicht vorstellen, so zu leben. In meinem Kopf bildet sich immer sofort eine Karte, wenn ich neu an einem Ort bin. Wenn ich nicht weiß, wo Norden ist, fühl ich mich total unsicher. Viel U-Bahn fahren in einer neuen Stadt, ist für mich total anstrengend, weil mein Stadtplan im Kopf dann viel schwieriger zu erstellen ist (bzw. den Stadtplan, den ich mir vorher genau angeschaut habe, mit den realen, fürs Wiedererkennen relevanten Gebäuden etc. befüllen ... ich habe kein Smartphone). Darum geh ich auch freiwillig weite Strecken, registriere dabei Landmarken etc. Ich zähl dabei aber keine Straßen - die werden automatisch "aufgezeichnet".

    #41AuthorSelima (107) 18 Feb 20, 08:02
    Comment
    Karte nur bei neuen Gegenden, in meiner Heimatstadt gehts mir wie dirk.
    Aber bleibt doch im Anekdotischen auch ein bisschen beim Sprachlichen, bitte!
    #42Authortigger (236106) 18 Feb 20, 08:21
    Comment

    @Sock5_0: ich mußte jetzt erstmal Herrn Dibaba guhgeln, damit ich den verstand. Erinnert mich an eine Konversation eines unserer französischen Außendienstlern mit einem neuen Bürokollegen (auf Französisch, hier der Einfachheit halber in der Übersetzung wiedergegeben):

    AD - "Und was hat Dich nach Deutschland verschlagen?"

    BK - "Ich bin Deutscher, in [Ort in der Nähe] geboren."

    AD - *verwirrtkuck*

    Erklärung: Der Kollege ähnelt optisch ein wenig Herrn Dibaba.


    @dirk: mir geht es da wie Selima - mein Hirn kartiert automatisch mit. 


    #43AuthorChaja (236098) 18 Feb 20, 08:24
    Comment

    Die Hypothese von Doris in #27 ist plausibel.


    Andere Möglichkeit: Die Frau war in ihrem Heimatland Österreich, also hat sie (eventuell etwas abgelenkt oder aufgeregt) das Gespräch in ihrer Muttersprache angefangen und nach deiner hochdeutschen Antwort umgeschaltet auf die "Fremdsprache"


    @Mimo #38: Wie dieser "Kaspar Hauser" es angestellt hat, dem Hochdeutschen ein Leben lang zu entkommen, weiß ich auch nicht. Nach seinen Schulerlebnissen habe ich ihn nicht gefragt.

    Wir waren Mitglieder einer Gruppenreise mit 10 aus ganz Deutschland zusammengewürfelten sehr netten Menschen. Ich weiß, es klingt unglaublich, aber dieser junge Mann hat nur mich, die andere Münchnerin und einen Stuttgarter verstanden, wenn wir hochdeutsch gesprochen haben. Die Reiseteilnehmer aus Nord- und Ostdeutschland hat er nicht verstanden, obwohl keiner extremen Dialekt sprach.

    #44AuthorEifelblume (341002) 18 Feb 20, 09:20
    Comment
    Oder er hat euch verarscht. Manche Baiern (mit i) finden sowas lustig, kommt auch in Tirol vor, wenn sie glauben du bist Wiener.
    #45Authortigger (236106) 18 Feb 20, 09:27
    Comment

    Ich kenne durchaus auch Menschen, die ausschließlich Dialekt sprechen, auch jüngere.


    Im letzten Urlaub waren wir mit einigen Schwaben mittleren Alters zusammen, mit denen sich die Kommunikation äußerst schwierig gestaltete, weil sie mit der aus ganz Deutschland zusammengewürfelten Reisegruppe ausschließlich breitestes Schwäbisch sprachen.


    Vor zwei Jahren waren mein Mann und ich in Oberbayern und wurden dort von einer jungen Dame bedient, die schönstes Bayrisch sprach. Als sie herausfand, dass mein Mann aus Norddeutschland stammt, sagte sie ehrlich erschrocken auf Bayrisch (das ich jetzt nicht nachzuahmen versuche): Oh, da muss ich ja Hochdeutsch reden. Das kann ich gar nicht!


    Und noch was ganz anderes:

    Neulich ist mir auf dem Universitätsgelände eine asiatisch aussehende junge Frau begegnet, die offensichtlich nach dem Weg suchte. Da wir viele rein englischsprechende Studenten haben, fragte ich sie auf Englisch, ob ich ihr helfen könnte. Sie antwortete auf Englisch, ich konnte ihr den Weg zeigen ... und erst dann fiel mir auf, dass ihr Englisch einen sehr deutschen Akzent gehabt hatte :-)

    #46AuthorKopfloser_Nick (1064761)  18 Feb 20, 09:43
    Comment

    Ich habe auch schon Leute angesprochen mit „Entschuldigung, sind Sie von hier?“, um nach dem Weg zu fragen. Wäre im Leben nie darauf gekommen, dass sich daran jemand stören könnte. Kann es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Tigger hätte ja antworten können „Nicht direkt, aber aus der Gegend / Nein, aber ich kenn mich hier aus /…“ 


    Mir geht es übrigens wie Dirk – selbst in meinem Heimatort fällt mir das Erklären von Wegen schwer ;-) Und in der Fremde verlaufe ich mich oft. Orientierungssinn NULL. Erst vor ein paar Monaten – ich muss selber noch drüber lachen – habe ich mich in Hamburg verlaufen: Wir hatten so ein Zwischending zwischen Hotelzimmer und Ferienwohnung, d.h. ein Familienzimmer mit Küchenzeile. Der nächste Edeka war ganz in der Nähe, keine fünf Minuten Fußweg, und die Dame an der Hotelrezeption hatte den Weg so schön erklärt – ich musste nur zwei Mal links abbiegen. Und - Jubel! - den Laden sofort ohne Probleme gefunden. Nach meinem Einkauf kam ich aus dem Edeka raus und freute mich „ja, zurück muss ich entsprechend einfach wieder zwei Mal rechts!“ – aber, auweia, ich hatte mich so gefreut, den Edeka gefunden zu haben, dass ich gar nicht aufgepasst hatte, aus welcher Straße ich gekommen war – und natürlich „zielsicher“ die falsche Straße für den Rückweg gewählt – und einen laaaaangen Spaziergang gemacht, musste mehrmals nach dem Weg fragen.  


    In einer Weltstadt wie Hamburg – oder Wien – frage ich dabei automatisch erst mal „Entschuldigung, sind Sie von hier?“, weil es in solchen Städten eben viele Besucher gibt, die sich selbst nicht auskennen.

    #47AuthorBellydancer (1117479) 18 Feb 20, 10:15
    Comment

    Ja, die Schwaben und die Bayern - sorrry für das Klischee, aber irgendiwe ist da doch etwas dran.

    Während meiner Sprachstudienzeit in Brighton (Sussex, GB) begegnete ich so manchen deutschen Sprachenschülen/schülerinnen, die den schwäbischen oder baierischen Einschlag auch in der englischen Sprache nicht unterdrücken konnten.

    Anekdote:

    Meine Mutter war zu Besuch bei mir in England und ich zeigte ihr London, wo ich schon öfter gewesen war und mich ein bisschen auskannte. Dort wurden wir des Öfteren mal von deutschen Touristen auf Englisch nach dem Weg oder U-Bahn Stationen gefragt, u.a. auch mal von offensichtlich schwäbelnden Mädchen, so ca. 16 Jahre alt nach dem nächsten Briefkasten. Ich antwortete zunächst immer auf Englisch und bemühte mich dabei um einen möglichst gut nachgeahmten "Cockney-Dialekt", um dann am Ende doch noch eine Bemerkung auf Deutsch zu machen. Die Verblüffung war immer groß. Es hat einfach zu großen Spaß gemacht!

    #48Authorgemini58 (826606) 18 Feb 20, 10:25
    Comment

    #46: Neulich ist mir auf dem Universitätsgelände eine asiatisch aussehende junge Frau begegnet, die offensichtlich nach dem Weg suchte. Da wir viele rein englischsprechende Studenten haben, fragte ich sie auf Englisch, ob ich ihr helfen könnte.


    Sprachzuordnungsprognosen habe ich mir abgewöhnt. NIcht nur, weil man zu oft daneben liegt. Beim Gespräch mit Unbekannten ist es für mich ein primäres Gebot der Höflichkeit, mich (zunächst) der lokalen Verkehrssprache zu bedienen. So biete ich Wegweisungshilfe stets auf Deutsch an und bin nicht erfreut, wenn ich an der Isar mit ansatzlosem fremdsprachlichem Wortschwall um etwas gebeten werde. Im Ausland gehört für mich, wenn ich die Landessprache nicht beherrsche, die landessprachliche Phrase "Sprechen Sie Englisch/Deutsch..." zur Grundausstattung.


    Insofern wäre es für die im OP erwähnte Reisende vielleicht keine schlechte Idee gewesen, eingangs zumindest zu fragen: "Sprrechn / Vrrstähn Se Oschddirrolerrisch?" (Abb. ähnl.) ;-)

    #49Authorlingua franca (48253)  18 Feb 20, 10:53
    Comment

    "Sprechen Sie Englisch/Deutsch..."


    Ja, das halte ich auch für ein Gebot der Höflichkeit. Allerdings stelle ich diese Frage nicht in der Landessprache,  da müsste ja der Angesprochene annehmen, dass ich diese zumindest rudimentär verstehe. Wenn ich mit Deutsch nicht rechnen kann, frage ich zunächst: "Sorry, do you speak English?" Meistens wird das verstanden, oft genug allerdings mit einer bedenklichen Geste quittiert. Kommunikationstaugliche Englischkenntnisse sind längst nicht so selbstverständlich, wie manche annehmen. Einheimische in beliebigen Ländern direkt mit komplizierten Fragen auf Englisch anzuquatschen, was viele tun, scheint mir einfach unhöflich.

    #50Authordirk (236321) 18 Feb 20, 11:17
    Comment

    #50 + 1

    Das kann allerdings auch nach hinten losgehen.


    Ich wurde, vor vielen Jahren, im 17. Bundesland mal von einer netten, jungen, sonnengebräunten Dame in recht gutem Englisch angesprochen. Es ergab sich ein längeres Gespräch um die Vorzüge eines bestimmten Clubs. Ich hatte allerdings nicht die rechte Lust diesen zu Besuchen und wollte in einen britischen Pub, in dem ich regelmäßig abhing.

    Das irritierte sie wohl und sie fragte:

    "Where do you come from?"

    "Germany!"

    "Ja, warum hast du das nicht gleich gesagt?"

    "Why should I? We are in Spain!"

    Dann dackelte sie betröppelt ab ....


    #51Authortraveler in time (757476) 18 Feb 20, 11:40
    Comment

    Das ist ja fast wie in dem alten Witz:


    Zwei deutsche Touristen begegnen sich in Englands Hauptstadt London.


    "Hello, Sir! How goes it you?"

    "Oh, thanks the afterquestion. Are you already long here?"

    "No, first a pair days. I'm not out London."

    "Thunderweather, that overrushes me, you see not so out."

    "That can yes beforecome. Makes yes nothing. How find you the weather here?"

    "Such a soup the full day! Man sees often the hand before the eyes not."

    "In the act. I wish the sun would let view itself."

    "But now what other: me stood the hair to mountains as I the traffic saw. So much cars gives it here. All nose long."

    "You are heavy on the woodway if you believe that London horsedroveworks go. They are not from the day before yesterday here."

    "Will we now drink a beer? My throat is outdried. But look, there is a guesthouse, let us there man go!"

    "All attention, that is a good idea. I will only my shoeband close. I must me sohowso my legs replace."

    "Here we are. Make me please the door open."

    "Look only! A beforehangingcastle. The economy is too. How sorry! Then I will go back to the hotel, it is already retard. On againsee!"

    "Oh, yes I will too go. I must become my draught to bristol. Auf Wiedersehen."

    "Nanu, sie sind Deutscher?"

    "Ja, sie auch? Das wundert mich aber. Ihr Englisch ist so hervorragend, dass mir das gar nicht aufgefallen ist."

    "Ach, danke gleichfalls."


    Wobei ich auch noch eine Version kenne, in der einer der beiden aus Backsidemonkeycastle kommt :-).

    #52AuthorJanZ (805098)  18 Feb 20, 11:52
    Comment

    Meine erste Polenreise, wir haben gerade die deutsch-polnische Grenze überschritten und besuchen in Szczecin ein Café. Da ich die Toilette nicht finden kann, frage ich den polnischen Kellner auf Englisch: Excuse me, where are the toilets?


    Daraufhin sieht er mich ganz erschrocken an und fragt fast akzentfrei: Sprechen Sie auch deutsch?

    #53AuthorKopfloser_Nick (1064761) 18 Feb 20, 12:00
    Comment

    Uiuiui, bin ich froh, als Bayrisch-Schwäbin in London bisher nur auf freundliche Briten oder freundliche Nicht-Deutsche getroffen zu sein. Die Quadratur des Klischees hätte mir vermutlich eine Antwort im Orkney-Englisch eingebracht.

    #54AuthorSelima (107)  18 Feb 20, 12:02
    Comment

    Re #53: Hättest du das Cafe in Stettin besucht, hättest du gewußt daß man da Deutsch spricht ;-)


    Ich habe es auch mal in Venlo mit Englisch versucht - oft Fehlanzeige - Deutsch kann fast jeder.

    Allerdings war die Bedienung deutlich freundlicher zu einem nicht-deutschen Touristen.

    #55Authortraveler in time (757476)  18 Feb 20, 12:33
    Comment

    #52: Fehlt da nicht was mit „how much watch“? 😀

     

    Zum ursprünglichen Thema: Die Herkunft des potentiellen Auskunfterteilers ist natürlich völlig irrelevant. Was daran irritiert, ist die Implikation, man müsse „von hier“ sein, um sich auszukennen sowie die „Aufdringlichkeit“ (was geht‘s dich an, wo ich „von wech“ bin?). Da liegt die Unterstellung „Landei“ nahe, denn es scheint ja jemand zu sein, der sich nicht vorstellen kann, daß Menschen auch mal über größere Distanzen umziehen.

     

    In London hingegen (schon lange her) wird man sofort von höflichen Briten mit einem Hilfsangebot angesprochen, wenn man auch nur den Anschein erweckt, seinen Weg zu suchen.

     

    #56AuthorC3PO (877869) 18 Feb 20, 12:48
    Comment
    Re #52, I suppose that brings us back full circle to *6g* ...

    related discussion: disgusting 6-gear menu - sechsgängiges Degus...


    I still remember how happy I was once in Berlin, just west of Kreuzberg (the other side of that long north-south ditch that was once a railway line or something) when a couple of tourists stopped me to ask for directions, as if I looked like someone who lived there! (Black jacket, black backpack, black jeans, clunky black Josef Seidel shoes -- I thought I might have managed at least not to look too obviously American. In retrospect, that was probably the Rick Steves uniform.)

    But as it happened, their map was only in Japanese, so I couldn't even read it. Even though I usually know where north is and have a mental map of subway stations and so on.

    That was obviously before the days of smartphone translation apps that you can just point at a text to have it translated, from a map to a menu. Technology isn't all bad -- though I would still use the Apple version for better security, even though it has fewer features like menu reading. If I had a smartphone ...


    >>Allerdings war die Bedienung deutlich freundlicher zu einem nicht-deutschen Touristen.

    In Zurich, all the service staff spoke English, and we had been given to understand that it was better to speak English than German German. I found that a pity, and never even got a chance to try a word of Schwyzerdutsch. The hotel housekeeping staff were mainly from Africa. /-:

    #57Authorhm -- us (236141) 18 Feb 20, 13:08
    Comment

    Maybe what you took for an African tribal dialect was in fact Schwyzerdüütsch ... ;)

    #58Authormbshu (874725) 18 Feb 20, 13:50
    Comment
    Oh, for heaven's sake. Their English was better than their German. No one anywhere was speaking Swiss -- that was a language kept well away from tourists.
    #59Authorhm -- us (236141) 18 Feb 20, 14:41
    Comment
    Re #56: So ähnlich kam es mir vor. Ich ärgere mich aber gar nicht drüber, das wäre doch auch irgendwie hochnäsig, ich habe mich nur gewundert.
    #60Authortigger (236106) 18 Feb 20, 14:48
    Comment

    @ hm--us

    There is a dictionary with swissgerman words / various dialects :-)

    http://www.dialektwoerter.ch/


    #61Authoremz27 (805689)  18 Feb 20, 14:57
     
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