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    Absurde Vergleiche - oder wie schildere ich etwas anschaulich?

    Topic

    Absurde Vergleiche - oder wie schildere ich etwas anschaulich?

    Comment

    Über Fussballfelder etc. gab es schon einmal einen Faden. Heute aber bin ich über einen Vergleich in der NZZ am Sonntag gestolpert, der mich irritiert hat: "Ein Schwarm in der Grösse von Paris

    .

    .

    .

    konsumiert an einem Tag so viel wie die Bevölkerung von ganz Frankreich." (Die Rede ist von den Wüstenheuschrecken am Horn von Afrika.)


    Dieser Satz erinnerte mich an Vergleiche à la "Welt im Spiegel", z.B. "Die Erde wiegt zur Zeit der Schneeschmelze ca. 5.97 Trilliarden Tonnen. Das ist insofern bemerkenswert, wenn man weiss, dass ein durchschnittlicher Wagenheber ca. 2.5 kg wiegt." (Abb. ähnlich)


    Welche Vergleiche haben euch irritiert / verstört / geärgert oder auch amüsiert?


    Authorvirus (343741) 23 Feb 20, 17:35
    Comment

    Sehr beliebt: das Saarland als Größenvergleich.

    Anfangs hat mich das genervt, mittlerweile amüsiert es mich eher. :)


    https://www.sol.de/news/update/News-Update,26...


    https://www.sol.de/news/update/News-Update,26...


    https://www.rheinpfalz.de/nachrichten/zeitges...

    #1Authorminima (507790)  23 Feb 20, 18:32
    Comment

    Sehr beliebt: das Saarland als Größenvergleich.

     

    … oder soundso viele Fußballfelder.

    #2AuthorStravinsky (637051) 24 Feb 20, 06:38
    Comment

    Siehe oben... - Fussballfelder hatten wir woanders schon...

    #3Authorvirus (343741) 24 Feb 20, 06:41
    Comment

    Ich sehe nichts Absurdes in den beiden Vergleichen im OP.

    #4Authormbshu (874725) 24 Feb 20, 07:37
    Comment

    Ich auch nicht. Eigentlich finde ich das sogar ganz anschaulich und aussagekräftig.

    #5Authordirk (236321) 24 Feb 20, 08:11
    Comment

    Die Erde wiegt zur Zeit der Schneeschmelze ca. 5.97 Trilliarden Tonnen.


    Und davor oder danach? Wiegt sie genausoviel. Das Wasser kommt ja nicht einfach aus dem Weltraum geschneit.


    Davon abgesehen ist das Gewicht eines Körpers irrelevant, solange er nicht von einem anderen Körper angezogen wird. Aber versuch mal jemand, einem Dschornalisten den Unterschied zwischen Gewicht und Masse zu erklären - aussichtslos.

    #6Authorbluesky (236159) 24 Feb 20, 09:49
    Comment

    "Und davor oder danach? Wiegt sie genausoviel. Das Wasser kommt ja nicht einfach aus dem Weltraum geschneit."


    Zählt denn die Luft - und damit die darin enthaltene Feuchtigkeit - auch zum Erdgewicht? Wenn nein, finde ich die Angabe jedenfalls nicht aus diesem Grund absurd.

    #7AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Feb 20, 09:51
    Comment

    In meiner No. 4 bezog ich mich auf die beiden fettgedruckten Vergleiche im OP, nicht auf den darauf folgenden konstruierten. 

    #8Authormbshu (874725)  24 Feb 20, 09:52
    Comment

    Ich auch. Das mit der Erde und dem Wagenheber ist natürlich völliger Blödsinn.

    #9Authordirk (236321) 24 Feb 20, 09:58
    Comment

    "Ein Schwarm in der Grösse von Paris" - ist das eigentlich räumlich oder zahlenmäßig gemeint?


    "konsumiert an einem Tag so viel wie die Bevölkerung von ganz Frankreich" - Konsum im Sinne von Elektrogeräten, Kleidung, etc.? Ich find die Wortwahl merkwürdig.

    #10AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Feb 20, 10:01
    Comment

    Ich nicht.


    Größe verstehe ich hier flächenmäßig, sonst würde man wohl explizit mit der Einwohnerzahl vergleichen.


    Und konsumiert hier wie bei der Konsumation im Restaurant.

    #11Authormbshu (874725) 24 Feb 20, 10:11
    Comment

    Ich finde den Heuschrecken-Franzosen-Konsum-Vergleich absurd und wenig hilfreich. Oder könnt ihr euch die tägliche Menge an konsumierten Lebensmittels in Frankreich vorstellen? Wie rechnet man die Masse an Blättern, die von den Heuschrecken gefressen werden, um in Croissants, Cassoulet oder Flammkuchen?

    #12AuthorSelima (107) 24 Feb 20, 10:20
    Comment

    #10: Wie "groß" ist denn Paris zahlenmäßig? Dass sich das auf die Bevölkerungszahl bezieht, ist wohl kaum anzunehmen, denn das würde im Kontext ja bedeuten, dass jede einzelne Heuschrecke an einem Tag zehn- bis zwanzig mal (je nachdem, wie weit man Paris fasst) mehr "konsumiert" als ein Mensch. Was dabei mit "Konsum" gemeint ist, dürfte aus dem im OP nicht wiedergegebenen Kontext folgen.


    Für mich sagt der Vergleich zweierlei:

    1. Es gibt Heuschreckenschwärme, die in der flächigen Ausdehnung (das, nehme ich an, ist gemeint) so groß sind wie die Stadt Paris,
    2. Ein solcher Schwarm vernichtet an einem Tag so viel (Getreide?) wie die menschliche Bevölkerung von ganz Frankreich im selben Zeitraum verbraucht.

    Das finde ich durchaus interessant.

    #13Authordirk (236321) 24 Feb 20, 10:20
    Comment

    Paris kann man vom Flugzeug sehen, wenn man von Spanien nach Deutschland fliegt. Es ist also ein Bild/eine Größe, die ich mir vorstellen kann. Wesentlich besser als z.B. 15 Hektar.

    Manche Menschen können sich solche Vergleiche einfach besser vorstellen als 15 Hektar und 600 Tonnen Getreide (oder wie die Zahlen auch immer sind).

    Ich entschuldige mich im Namen aller derer, die soetwas besser verarbeiten als trockene Nummern bei denen, die diese Vergleiche absurd sind. Es tut mir leid. (Ich habe ein Abitur auf Umweg und komme vom Land, das ist meine Entschuldigung)

    #14AuthorDixie (426973) 24 Feb 20, 10:56
    Comment

    "Für mich sagt der Vergleich zweierlei:


    1. Es gibt Heuschreckenschwärme, die in der flächigen Ausdehnung (das, nehme ich an, ist gemeint) so groß sind wie die Stadt Paris,
    2. Ein solcher Schwarm vernichtet an einem Tag so viel (Getreide?) wie die menschliche Bevölkerung von ganz Frankreich im selben Zeitraum verbraucht.

    Das finde ich durchaus interessant."


    INTERESSANT finde ich das ja auch, nur eine klare Beschreibung wie von dirk finde ich noch viel interessanter, weil klarer.

    #15AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Feb 20, 11:12
    Comment

    So aussagekräftig scheint mir der Vergleich nicht zu sein, weil es doch verschiedene Bezugsgrößen von Paris gibt. Die eigentliche Stadt ist mit 105 qkm eher ein Quetschennest unter den Hauptstädten, während das "zusammenhängend bebaute städtische Siedlungsgebiet" mit 2.845 qkm etwas größer als ... nun ja ... das Saarland ist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paris


    Wenn die Wüstenheuschrecken Körnerfresser wären, könnte man im Kopf vielleicht alles in Baguettes umrechnen.😋 Videos zeigen aber, dass sie sich an Blättern gütlich tun.

    https://www.bbc.co.uk/news/world-africa-51348517


    Der Vergleich der Essgewohnheiten ist doch ziemlich weit hergeholt. Die Katastrophe für die Bevölkerung wird für mich schon deutlich, wenn ich weiß, dass jedes einzelne der in die Milliarden(?) gehenden Viecher jeden Tag das x-fache seines eigenen Gewichts an Nahrung aufnimmt.

    #16AuthorAnalphabet (1034545)  24 Feb 20, 12:01
    Comment

    Mir geht es ähnlich wie Dixie und anderen - ich kann mir das mit solchen Bildern auch besser vorstellen (anders als die berühmten Hagelkörner in Taubeneingröße. Wie groß ist ein Taubenei???)


    Was würden denn die von euch, die den Vergleich dämlich finden, besser finden? Was ist für euch eine gute Beschreibung?

    #17AuthorGibson (418762) 24 Feb 20, 12:26
    Comment

    Ich denke z. B. bei Paris an die eigentliche Stadt, die durch die sie umgebende Stadtautobahn klar begrenzt und vielen ein Begriff ist.

    Bei der Futtermenge habe ich den Umfang vor Augen (Essen eines Tages auf einen Haufen und das entsprechend in Blättern. Da kommt allerdings die Frage nach dem Gewicht auf).

    #18Authorcorbie (745439) 24 Feb 20, 12:30
    Comment

    Ein Taubenei (irgendwas zwischen Singvogel und Hühnerei) ist für mich eher vorstellbar als die Menge an Essen, das in Frankreich pro Tag vertilgt wird. Letzteres bedeutet für mich nur "ziemlich viel".


    Bei den Heuschrecken fände ich z.B. hilfreich, wenn da stünde, daß der Schwarm X Millionen Tiere hat und in Zeit Y ein Gebiet der Größe Z (gern auch Paris oder Saarland) kahl frißt.

    #19AuthorSelima (107)  24 Feb 20, 12:32
    Comment

    Ich fürchte, dass bei Heuschrecken eine Volkszählung schwieriger als bei Menschen ist...

    Aber mit "X Millionen" kommt man auf jeden Fall nicht aus. Hier ist die Rede von "hundreds of billions" noch vor der unausweichlichen Vermehrung.


    https://www.bbc.co.uk/news/world-africa-51547573


    Die geniale Idee, selbst die Insekten zu futtern, die einem die Pflanzen weggefressen haben, ist wenig wirkungsvoll und vor allem riskant, wenn man nicht weiß, ob die nicht zuvor besprüht wurden.


    https://observer.ug/news/headlines/63589-kitg...

    #20AuthorAnalphabet (1034545)  24 Feb 20, 13:46
    Comment

    bluesky, #6, das Erdmassenbeispiel oder so ähnliche gab es in der satirischen "Welt im Spiegel" von Gernhardt, Waechter und Bernstein und ist rein als Scherz gemeint. Natürlich ist es völlig egal, ob vor oder nach der Schneeschmelze, das hast du völlig richt erkannt. ;-))


    Und B.L.Z.Bubb (#10) spricht geau das aus, was meine Irritation ausmachte.


    Edit: Wie rechnet man die Masse an Blättern, die von den Heuschrecken gefressen werden, um in Croissants, Cassoulet oder Flammkuchen?


    Danke, Selima, das triffts. :-)


    Doppeledit: Ich war eigentlich auf der Suche nach weiteren, in euren Augen absurden Vergleichen. (Zum OP: Der Kontext steht eigentlich da, es ging in dem Artikel um die Heuschreckenplage in Afrika.)

    #21Authorvirus (343741)  24 Feb 20, 16:13
    Comment

    Da mir "Welt im Spiegel" nichts sagt, konnte ich das nicht als Satire erkennen.

    #22Authorbluesky (236159) 24 Feb 20, 16:30
    Comment

    Das tut mir leid, war natürlich etwas kurzsichtig von mir, das vorauszusetzen. https://de.wikipedia.org/wiki/Welt_im_Spiegel Solltest du mal Gelegenheit haben, in die Reprint-Ausgabe von Zweitausendeins reinzuschauen, viel Spass dabei!

    #23Authorvirus (343741) 24 Feb 20, 16:40
    Comment

    Aber virus, steht denn da wirklich einfach so und ohne weitere Erklärung oder erklärenden Zusammenhang:  "Ein Schwarm in der Grösse von Paris konsumiert an einem Tag so viel wie die Bevölkerung von ganz Frankreich."?

    In dem Fall stimme ich dir zu, das ist kein sinnvoller Vergleich, denn man muss schon klar dazu sagen, was hier konsumiert wird. Wenn es um (Baum-)Blätter geht, glaube ich das ohne Weiteres, denn Menschen konsumieren die eher selten. Und einen ganz generellen Vergleich auf Kilogramm- oder Kalorienbasis aufzustellen, wäre wohl wenig aussagekräftig. Sofern es allerdings um ein ganz bestimmtes landwirtschaftliches Produkt geht, welches von Heuschrecken und Menschen gleichermaßen "konsumiert" wird (und so habe ich das interpretiert), finde ich das durchaus sinnvoll.

    #24Authordirk (236321) 24 Feb 20, 16:44
    Comment

    Das scheint in dem Artikel der NZZ wirklich so zu stehen:

    Ein anderer Vergleich besagt: Ein Schwarm in der Grösse von Paris konsumiert in einem Tag so viel wie die Hälfte der Bevölkerung von ganz Frankreich.

    https://nzzas.nzz.ch/wissen/heuschrecken-in-o...


    Der Vergleich davor besagt, daß auf einem Quadratkilometer bis zu 80 Mio Heuschrecken vorkommen und diese am Tag so viel wie 35.000 Menschen verzehren - jedes Insekt ißt dabei am Tag so viel wie sein Körpergewicht. [Wenn ich nicht ganz verkalkt bin, sind das bis zu 160t am Tag bei 2g Körpergewicht. Ein 40t-LKW hat meist eine Zuladung von 27t. Das wären dann also etwa sechs 40-Tonner pro Tag pro Quadratkilometer.]

    #25AuthorSelima (107)  24 Feb 20, 17:13
    Comment

    Zufällig vorhin im Fernsehen gehört:


    In Aalsmeer, einer kleinen Stadt vor den Toren Amsterdams, steht die weltgrößte Blumenbörse. Hier werden 60 Prozent der weltweiten Blumen gehandelt, 21 Millionen Schnittblumen und drei Millionen Topfpflanzen täglich ...

    ... Die Fläche des Hallenkomplexes ist größer als die der Stadt Monaco.


    https://www.daserste.de/information/wissen-ku...


    Wobei ich das anschaulicher fand als eine Quadratkilometerzahl ... :)

    #26Authorminima (507790)  24 Feb 20, 18:39
    Comment

    Passt vielleicht nicht ganz, aber ein Freund hat mal einen Artikel über Einheiten beim wissenschaftliches Schreiben verfasst. Darin hat er auch erwähnt, dass es nicht immer sinnvoll ist, Einheiten zu kürzen, weil aus der Verbrauchskennzahl Liter pro 100 Kilometer dann 10 hoch minus 8 Quadratmeter werden. Als ich ihn darauf ansprach, meinte er, dass man sich das durchaus intuitiv vorstellen könnte, nämlich als den Durchmesser einer sehr kleinen Benzinsäule, der man quasi entgegenfährt und sie dabei verbraucht.


    Übrigens haben wir mit einem ähnlichen Thema schon einen ganzen Faden vollgeschrieben: related discussion: alberne Maßeinheiten

    #27AuthorJanZ (805098) 24 Feb 20, 19:42
    Comment

    Der aktuell verbreitetste sinnlose Vergleich ist der zwischen der in 8 Wochen in China an Krankheit X gestorbenen Anzahl von Personen mit den in einem Jahr in [egal wo] an Krankheit Y gestorbenen Personen. Dabei gibt es zwei einfache Kennzahlen (Transmissionsrate und Letalität), die man für einen Vergleich nutzen könnte (und auch dann wäre es noch fraglich, ob ein Vergleich viel bringt).


    Aber mit einem tatsächlich aussagekräftigen Vergleich könnte man ja nicht so schön beschwichtigen und abwiegeln...

    #28AuthorNica (de) (236745) 24 Feb 20, 20:48
    Comment

    @dirk, Nr. 24:

    Aus der NZZ am Sonntag (Titel: Warum sich kleine Heuschrecken immer wieder zu gigantischen Schwärmen zusammenfinden):


    "In Äthiopien und Somalia handelt es sich um den heftigsten Ausbruch der Wüstenheuschrecken seit 25 Jahren, in Kenya sogar seit 70 Jahren. Dort wurde ein einzelner Schwarm beobachtet, der ein Gebiet von 60 auf 40 Quadratkilometer befallen hatte.

    Auf der Fläche eines einzigen Quadratkilometers können bis 40 bis 80 Millionen Wüstenheuschrecken vorkommen, und diese verzehren jeden Tag so viel Nahrung wie 35 000 Menschen - ein einzelnes Insekt frisst dabei so viel wie sein eigenes Körpergewicht.

    Ein anderer Vergleich besagt: Ein Schwarm in der Grösse von Paris konsumiert in einem Tag so viel wie die Hälfte der Bevölkerung von ganz Frankreich."


    Stimmt, JanZ, das war der Faden...

    #29Authorvirus (343741)  24 Feb 20, 21:16
    Comment

    ...ein Gebiet von 60 auf 40 Quadratkilometer ... ? Mit der Angabe kann ich jetzt auch nichts anfangen ... :-)

    #30Authorno me bré (700807) 24 Feb 20, 21:49
    Comment

    40 auf 60 Quadratkilometer wären, wenn überhaupt, 2.400 Quadratkilometer, was in etwa ... dem Saarland entspricht. Gibt es noch einen Zweifel, dass das Saarland das Maß aller Dinge ist?😏


    Nächste Gelegenheit, sich am Kopf zu kratzen:

    Die Fläche des Hallenkomplexes ist größer als die der Stadt Monaco. (minima #26)

    Um wieviel größer? Und überhaupt:

    Das Fürstentum Monaco hat gemäß Tante Wiki eine Fläche von 2.026.976 Quadratmetern und besteht aus sieben Bezirken. Der Bezirk Monaco-Ville belegt davon nur 196.491 Quadratmeter, also weniger als ein Zehntel.


    Die Frage von oben "Welches Paris ist gemeint?" wird jetzt wiederholt "Welches Monaco ist gemeint?"

    Vergleiche, die auslegungsbedürftig sind, tragen ja nicht sonderlich zur Klärung bei.

    #31AuthorAnalphabet (1034545)  25 Feb 20, 01:05
    Comment

    Nica (#28), wieso beschwichtigen und abwiegeln? Die Letalität des neuen Coronavirus ist wohl noch nicht ganz sicher, aber ich habe von 2% und 3-4% gelesen. Diese Hitliste der gefährlichsten Viren hat auf Platz 1 den Marburg-Virus (88%), während der SARS-Virus Platz 8 belegt (15%). Demnach wäre der neue Coronavirus deutlich harmloser als der SARS-Virus.

    Hast Du Zahlen zu Transmissionsraten, damit ich mir dazu ein Bild machen kann? Zahlen sind für Laien jedenfalls nicht so leicht zu finden.


    Erschreckend fand ich die Menge an Sites mit Verschwörungstheorien zum neuen Coronavirus. Da wird eher aufgebauscht denn abgewiegelt.


    Hier eine Glosse zur Referenzgröße "Saarland": Das Saarland ist 2569 Quadratkilometer groß. Das entspricht der Fläche von 359 000 Fußballfeldern oder einmal der Fläche des Saarlands.


    #32AuthorSelima (107)  25 Feb 20, 06:34
    Comment

    Selima, die Glosse zum Saarland ist herrlich! :D


    Nur mal zwei Zitate daraus für diejenigen, die keine Links öffnen dürfen oder können:


    "Was viele nicht wissen: Im Keller der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig liegt ein Ur-Saarland aus Platin-Iridium. In Zweifelsfällen steigt ein Geometer in den Keller hinab und misst nach."


    "Falls Sie keine Vorstellung haben, wie groß das Saarland ist: Es ist umgerechnet etwa so groß wie das Zuständigkeitsgebiet der Dahme-Nuthe Wasser-Abwasserbetriebsgesellschaft in Königs Wusterhausen. Das entspricht zusammengerechnet der Fläche der drei Nationalparks Hohe Tauern, Rieserferner-Ahrn und Zillertaler Hauptkamm. Jetzt dürfte es klar sein."

    #33Authorminima (507790)  25 Feb 20, 07:02
    Comment

    Ja, sehr amüsant das :-)


    Sehr anschaulich finde ich folgenden Vergleich:

    Menge entspricht fünf Badewannen voll Blut

    Auf die stolze Bilanz von insgesamt 750 Litern gespendetes Blut kommen die 28 Spender, die im Gemündener Rotkreuzhaus geehrt wurden.


    #34AuthorSelima (107) 25 Feb 20, 07:31
    Comment

    Das sind etwa 26,8 l Blut pro Spender oder ungefähr genau so vile wie eine halbe Tankfüllung eines normalen Mittelklasseautos.

    #35Authoreineing (771776) 25 Feb 20, 07:53
    Comment

    Das Ur-Saarland im Keller der PTB hab ich noch nicht ganz verkraftet. Hab noch nicht geschafft, vom Boden wieder hochzukommen ...


    Aber im Ernst: Warum gerade das Saarland und nicht der Regierungsbezirk Detmold oder der Nationalpark Kellerwald-Edersee? Ich denke einfach, die Deutschland-Karte mit den Umrissen der Bundesländer hat jeder schon mal gesehen, und zumindest ein Großteil der Deutschen hat eine ungefähre Vorstellung von der Größe des kleinsten Flächenlandes im Verhältnis zu gesamten Bundesrepublik. Mir jedenfalls sagt das mehr als irgendwelche Quadratkilometer- oder Hektar-Angaben.


    Was die Heuschrecken angeht: In dieser Form ist der Vergleich tatsächlich irgendwie absurd. Ich hatte wirklich angenommen, es ginge um irgendein konkretes landwirtschaftliches Produkt. Somit ziehe ich alles zurück, was ich dazu geschrieben habe :-)

    #36Authordirk (236321) 25 Feb 20, 08:16
    Comment

    [Achtung OT]

    #32

    Selima, das hier ist wahrscheinlich nicht der richtige Faden, aber ich versuch's trotzdem mal mit einer Antwort.


    Für die Entwicklung und Auswirkungen einer Epidemie ist es entscheidend, wie gut sie sich eindämmen lässt. Bei Viren, die eine sehr hohe Letalität haben, ist das (meist) ganz gut machbar, weil die infizierten Personen überwiegend sehr krank werden und gut identifizierbar sind, so dass man sie isolieren kann. Das war z.B. bei SARS der Fall - dort wurde erst viel später reagiert als im aktuellen Fall, aber es war trotzdem möglich, die Epidemie einzudämmen, so dass am Ende weniger als 1000 Menschen daran gestorben sind.


    Bei Infektionen, die in einem Teil der Infizierten symptomlos oder mild verlaufen, während diese Personen ansteckend sind, ist es nicht möglich, sie ganz einzudämmen. Das ist bei der aktuellen Epidemie der Fall. Aus diesem Grund gehen Epidemiologen schon seit Wochen davon aus, dass es zu einer globalen Verbreitung kommen wird und dass das Virus sich vermutlich dauerhaft etabliert. Eine der Berechnungen, die ich gelesen habe, geht davon aus, dass sich in der aktuellen Welle 40-70% der Bevölkerung infizieren werden. Solche Berechnungen haben aber natürlich eine hohe Unsicherheit.


    Damit sind wir bei dem Vergleich, der mich in den Medien schon seit Wochen stört: Sehr häufig wird die bisherige Zahl an Toten mit der Zahl an Grippetoten pro Jahr verglichen. Wenn man aber unbedingt vergleichen will, müsste man die Kennzahlen vergleichen. Die Transmissionsrate liegt mit 2-3 etwa 1,5-2x so hoch wie bei der durchschnittlichen Grippe. Die Letalität beträgt mit 1-2% bisher ungefähr das Zehn- bis Zwanzigfache. Für die zu erwartenden Auswirkungen spielt zudem eine Rolle, wie viele so krank werden, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, denn das belastet nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch die Wirtschaft. Schwer krank werden nach bisherigen Zahlen ca. 14%, lebensgefährlich erkranken ca. 5%. Natürlich kann man nicht wissen, wie sich das entwickeln wird, aber man muss ja mit den aktuellen Zahlen rechnen.


    Deshalb wird vor allem Risikogruppen empfohlen, sich darauf vorzubereiten und möglichst zu schützen (Kontakte einschränken). Im Gegensatz zur Grippe können sich diese Personen gegen das neue Virus ja nicht impfen lassen. Aus meiner Sicht sind Artikel, die den Eindruck erwecken, dass es nicht schlimmer wäre als die Grippe, deshalb problematisch, weil die Menschen dann entsprechende Maßnahmen (wie derzeit in Italien) nicht nachvollziehen können und sich weniger daran halten.

    [OT Ende]

    #37AuthorNica (de) (236745)  25 Feb 20, 09:41
    Comment

    Nica, danke für die Aufklärung. Das ist - egal wie OT - echt interessant.

    #38AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 25 Feb 20, 10:01
    Comment

    In der Tat! Vielen Dank, Nica.

    #39AuthorSelima (107) 25 Feb 20, 10:02
    Comment

    Danke auch von mir! Kannst du noch erklären, was genau die Transmissionsrate ist?

    #40AuthorJanZ (805098) 25 Feb 20, 10:23
    Comment

    Vielleicht die Zahl der Personen, die ein Infizierter im Mittel ansteckt. Ist aber nur Vermutung, kein Wissen.

    #41Authoreineing (771776) 25 Feb 20, 10:27
    Comment

    Interessant wäre auch ein Vergleich der Zahlen der schwer und lebensgefährlich Erkrankten.

    #42AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 25 Feb 20, 10:32
    Comment

    #40 Genau, #41 hat es schon erklärt. Die Transmissionsrate beim neuen Virus ist zum Glück nicht irre hoch (bei den Masern liegt sie mit 12-18 viel höher), aber sie ist leider hoch genug, dass es sich weit verbreiten kann.

    #43AuthorNica (de) (236745) 25 Feb 20, 10:37
    Comment

    Nica, exakt die gleiche Diskussion hatten wir hier auf der Arbeit auch gerade. Auch von mir danke!

    #44Authorvirus (343741) 25 Feb 20, 10:40
    Comment

    Recht viele Zahlen, darunter auch von Nica genannte, gibt es auf https://www.worldometers.info/coronavirus/

    #45Authorharambee (91833) 25 Feb 20, 11:13
    Comment

    Wobei (ohne das hier vertiefen zu wollen) sämtliche Zahlen äußerst unsicher sind. Exakte Zahlennennung und Kommawerte täuschen einen Erkenntnisstand vor, den es so (noch) nicht gibt. Weder ist ggw. klar, wo und wieviele Menschen tatsächlich infiziert sind, noch wie ansteckend und tödlich das Virus ist. Die lokalen Transmissions- u. Mortalitätsraten unterscheiden sich enorm...

    #46Authorlingua franca (48253)  25 Feb 20, 11:45
    Comment

    Noch ein wichtiger Fakt aus dem Link in #32 :


    ... Das Gesamtvermögen aller deutschen Millionäre in Höhe von rund 2,7 Billionen Euro ergibt, in Zehn-Euro-Scheinen auf dem Boden ausgelegt, genau die Fläche des Saarlands. Das geht natürlich nur bei Windstille. In D-Mark wäre die Fläche doppelt so groß, also zweimal das Saarland oder umgerechnet sechsmal Madeira. ...


    Danke Selima !



    PS, Luxemburg ist noch nicht mal ein halbes Fußballfeld größer als das Saarland ... damit könnte man etwas Abwechslung in die Größenvergleichsmaßstäbe bringen ...

    #47Authorno me bré (700807) 25 Feb 20, 11:59
    Comment

    The UK press likes to use the following:

    • London Double-Decker Buses
    • Swimming Pools
    • Football Pitches and
    • Wales...!
    #48AuthorJ. Paul Murdock (845032) 25 Feb 20, 12:02
    Comment

    Luxemburg ist noch nicht mal ein halbes Fußballfeld größer als das Saarland


    Da hast du wohl Quadratmeter mit Quadratkilometern verwechselt. Luxemburg ist 16,7 km² größer als das Saarland. Wenn das ein halbes Fußballfeld wäre, würde der aktuelle Weltrekordhalter im Marathon ca. 25 Minuten brauchen, um einmal diagonal von einer Ecke bis zur anderen zu laufen.

    #49Authordirk (236321) 25 Feb 20, 12:39
    Comment

    dirk 😂 👍🏻

    #50Authorvirus (343741) 25 Feb 20, 12:47
    Comment

    @48 J.Paul Murdock



    Dann ist Wales also das britsche Saarland. Es ist zwar achtmal größer und hat dreimal soviele Einwohner, aber die Gemeinsamkeiten sind frappierend (Kohlebergbau, im Norden unverständliche Sprache🤐).

    #51AuthorAnalphabet (1034545) 25 Feb 20, 15:04
    Comment

    #51 @Analphabet  Very good!

    #52AuthorJ. Paul Murdock (845032)  25 Feb 20, 15:33
    Comment

    "im Norden unverständliche Sprache"


    Nur im Norden? Das gilt für das gesamte Saarland ...

    #53AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 25 Feb 20, 16:05
    Comment

    Ei johe, isch sans ja nur!

    #54AuthorJanZ (805098) 25 Feb 20, 16:06
    Comment

    Ei johe, isch sans ja nur!


    Schon ganz gut, JanZ. Das ist aber die rheinfränkische Variante im südlichen Saarland.

    Die mit dem Letzebuergesch (Luxemburgisch) verwandte moselfränkische Abart im nördlichen Teil geht etwa (ohne gemütliches "Ei jo) Aisch senn daat nua.

    Häscht dau eppes annerschtes gesinn? (Hast du etwas Anderes gesehen?)


    Wer den Wikipedia-Artikel zu Luxemburg vollständig versteht, bekommt eine öffentliche Belobigung 👨‍🎓

    https://lb.wikipedia.org/wiki/L%C3%ABtzebuerg...


    Unterschiede zwischen Rhein- und Moselfränkisch sind hier aufgeführt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dialekte_im_Saarland

    #55AuthorAnalphabet (1034545) 25 Feb 20, 21:02
    Comment

    re #49 : oooh ... 'tschuldigung und danke für die Richtigstellung ... :-)


    re #55 : im südlichen und südöstlichen Saarland ...


    Waä awwa das mooselfränggische faschdeen duud, däa kommd medd dämm luggsebuagische ganns gudd ßeräschd ... :-)

    #56Authorno me bré (700807)  25 Feb 20, 21:28
    Comment

    Wer aber das Moselfränkische versteht, der kommt mit dem Luxemburgischen ganz gut zurecht.

    Ach, Bréle, du armes Saarlandwesen.

    *mitfühlend aus RLP guck*

    (*unauffällig ganz leicht schauder* ;-P)


    Analphabet, ich hab nur kurz angelesen, aber das sieht nicht unverständlich aus. - Wie erbringe ich den Nachweis für die öffentliche Belobigung?

    #57AuthorIgelin DE (467049) 26 Feb 20, 00:21
    Comment

    Gestern in einem Fernsehbericht:

    "Der Baikalsee ist [...] ungefähr so groß wie Belgien."

    Naaaja ...:-/


    Baikalsee: 31.722 km²

    Belgien: 30.688 km²


    Da hätte ich mir schon gewünscht:

    ... ungefähr so groß wie Belgien plus ein gutes halbes Saarland.


    Der Baikalsee ist übrigens mit 1642 m auch eeetwas tiefer als Belgien.

    ;)

    #58Authorminima (507790)  26 Feb 20, 06:22
    Comment

    Wie? Fehlt da was zwischen Erdkern und Belgiens Unterkante? ;-)

    #59AuthorSelima (107) 26 Feb 20, 06:45
    Comment

    Re saaarlänischer Dialekt: Das erinnert mich an die "Heimat" von Edgar Reitz. Da wird die Hauptperson in der Münchner Musikhochschule aufgerufen und er brüllt zurück: " Aisch! Des san aisch!". Der Hunsrück ist da ja nicht weit weg.

    #60Authorbluesky (236159) 26 Feb 20, 06:55
    Comment

    Belgiens Unterkante - gnihihi... ;-)

    #61Authorvirus (343741) 26 Feb 20, 07:04
    Comment

    #58: Wir wollen doch genau sein, minima!


    Baikalsee = 1 Belgien, 510 Monaco, 32 Fußballfelder und 3040 Handtücher.

    #62Authordirk (236321) 26 Feb 20, 08:46
    Comment

    Dafür ist Belgien genau 700 Meter hoch. Eigentlich 694, aber man hat mit einem künstlichen Hügel noch etwas nachgeholfen: https://de.wikipedia.org/wiki/Botrange


    #55: Danke für die Erläuterung! Die Belobigung kann ich mir wohl abholen, aber ich habe mit Luxemburgisch auch ein bisschen Erfahrung. Unter anderem habe ich meine Diplomarbeit über den ÖPNV in Luxemburg und von dort in die Nachbarländer geschrieben.

    #63AuthorJanZ (805098)  26 Feb 20, 09:34
    Comment

    @dirk #62: Genau? Pffff ... Handtücher!

    Was denn für welche? So kleine, die in Gästetoiletten an Handtuchhaltern in Schwanenhalsoptik hängen und mit denen man gerade mal die Fingerspitzen trocken kriegt?

    Oder solche mit Palmen-am-Südseestrand-Aufdruck, mit denen man am Pool sein Revier markiert?

    Und jetzt komm mir nicht mit "ist doch egal bei dieser Fläche"!

    Das läppert sich!

    *ernstnick*


    *ruf* Korinthen! Frische Korinthen! :)

    #64Authorminima (507790) 26 Feb 20, 13:13
    Comment

    #57,63:


    Dann haben sich JanZ und Igelin DE (Kein Wunder: "Uff die Bääm, die Pälzer kumme!") lang anhaltenden Applaus verdient: 👏👏👏👏👏👏


    Sitzt Du, JanZ, schon an einem Update Deiner Diplomarbeit, weil doch ab nächsten Sonntag der gesamte ÖPNV in Luxemburg (Großherzogtum, nicht Stadt) in der 2. Klasse kotzenlos ist?

    #65AuthorAnalphabet (1034545) 26 Feb 20, 14:31
    Comment

    ... weil doch ab nächsten Sonntag der gesamte ÖPNV in Luxemburg (Großherzogtum, nicht Stadt) in der 2. Klasse kotzenlos ist?


    War das nun ein Typo, Satire oder Lëtzebuergesch???? ;-)

    #66Authortraveler in time (757476) 26 Feb 20, 14:38
    Comment

    Ist doch schön, wenn den Leuten künftig im Bus nicht mehr schlecht wird. ;-)

    #67AuthorMöwe [de] (534573) 26 Feb 20, 14:39
    Comment

    Du hast's erfasst, Möwe [de]!


    In Deutschland gibt es Verkehrsverbünde, die für Fahrscheine schwindelerregende Preise verlangen.


    In Luxemburg gibt es aber nicht nur Busse, auch Straßenbahnen und richtige Züge verkehren dort. Alles gratis!

    #68AuthorAnalphabet (1034545)  26 Feb 20, 14:53
    Comment

    Hehe, ich hatte den Analphabeten (in dem Fall passt der Name ja ;-)) schon per PN aufmerksam gemacht, aber wohl zu spät.


    Meine Diplomarbeit ist 15 Jahre alt, insofern darf sich der oder die Nächste gerne mit dem Thema befassen, dann wahrscheinlich eher als Bachelor- oder Masterarbeit. Ich habe aber auf meiner Website eine Seite zum Thema ÖPNV in Luxemburg, die ich selbstverständlich regelmäßig aktualisiere.

    #69AuthorJanZ (805098) 26 Feb 20, 15:04
    Comment

    Paris kann man vom Flugzeug sehen, wenn man von Spanien nach Deutschland fliegt. Es ist also ein Bild/eine Größe, die ich mir vorstellen kann.


    *heul* Ich bin noch nie über Paris hinweg nach Spanien geflogen. Bin ich jetzt bar jeder Vorstellungskraft?

    #70AuthorMasu (613197) 27 Feb 20, 05:19
    Comment

    OT (ein Trostpflästerchen für Masu bastel):

    Hier eine Aufnahme vom Satelliten bei Nacht. Ganz so siehts aus dem Flieger nicht aus (zumindest sieht man London nicht gleichzeitig... ;-))


    Gestern Abend kam übrigens das Saarland wieder in den Tagesthemen oder so vor! (Zusammenhang vergessen, leider...) Es war diesmal gar nicht so absurd, soviel weiss ich noch.

    #71Authorvirus (343741)  27 Feb 20, 06:37
    Comment

    (zumindest sieht man London nicht gleichzeitig... ;-))

    Doch, doch – zumindest schielende Japaner/innen:

     

    ロンパリ ronpari

    (from London-Paris, i.e. "One eye looks at London, one eye looks at Paris"), squint, divergent strabismus 

    https://www.japandict.com/%E3%83%AD%E3%83%B3%...

    #72AuthorStravinsky (637051)  27 Feb 20, 06:56
    Comment

    Auch wenn ich spät komme, der Post über die Größe und Höhe Belgiens brachte mich auf den Gedanken der Unsicherheit, die Länder als Maßeinheiten mit sich bringen. Man bräuchte nämlich zusätzliche Maßeinheiten, um das Ganze abzusichern. Die Größe eines Landes nimmt mit der Tiefe ab, bis jedes Land am Erdmittelpunkt eine Größe von 0km² erreicht. Um die Größe eines Landes als Maßstab zu verwenden, braucht man also die Kenngröße Höhe über Erdmittelpunkt, aber die wurde noch nie mit angegeben.


    Aber nehmen wir einmal an, wir einigen uns darauf, immer Normalnull zu nehmen und die Varianten, die es davon gibt, zu vernachlässigen. Dann müssten wir, um die Fläche eines Landes sauber zu berechnen, jene Flächen rausrechnen, die es auf dieser Höhe gar nicht gibt, weil sie unterhalb des Meeresspiegels liegen, ein Problem, mit dem sich die Niederländer, aber auch die Anrainer des Toten Meeres rumschlagen.

    #73AuthorPottkieker (871812) 08 Jun 22, 09:13
    Comment

    Was auch immer vernachlässigt wird, ist die Ungenauigkeit durch die Projektion der Oberfläche auf den Grundriss. Die Flächen der Berghänge, im Extremfall die senkrechten Wände, tauchen in den Berechnungen nie auf. Zum Beispiel werden Flächen wie Eigernordwand oder Watzmannostwand bei gebirgigen Ländern völlig ignoriert! Auch deshalb gelten die Schweiz und Österreich als so kleine Länder - und Nepal auch!!

    #74Authormanni3 (305129)  08 Jun 22, 09:46
    Comment

    Und wie groß erst Manhattan ist, wenn man die ganzen senkrechten Flächen der Hochhausfassaden berücksichtigt!

    #75Authordirk (236321) 08 Jun 22, 10:10
    Comment

    Und das Ruhrgebiet und das Saarland sind selbstverständlich auch viel größer, wenn man die Bergbaustollen und -schächte mitrechnet.

    #76AuthorJanZ (805098) 08 Jun 22, 10:14
    Comment

    Und Niedersachsen bei Ebbe!

    #77Authormanni3 (305129) 08 Jun 22, 10:24
    Comment

    Wenn der nicht hier hergehört, weiß ich ja auch nicht:


    Asteroid half the size of a giraffe strikes Earth off the coast of Iceland – just two HOURS after it was discovered by astronomers

    Daily Mail

    #78AuthorYarith (877626) 08 Jun 22, 16:40
    Comment

    Dürfte ungefähr einem Islandpferd entsprechen. Also wenn man den Hals abzieht. ^^

    #79AuthorKapustiner (1229425) 08 Jun 22, 17:27
    Comment

    Ganz frisch aus der SZ:


    Habeck will Bremser ausbremsen:


    Mit Größenvorstellungen ist das so eine Sache. Vielleicht hilft es deshalb, die in diesem Fall benötigte Fläche in die wunderbar anschauliche Einheit "Saarland" umzurechnen. Zwei Prozent der bundesdeutschen Landesfläche, so steht es im Koalitionsvertrag der Ampelregierung, sollen künftig für Windenergie ausgewiesen werden. 0,02 mal 357 582 Quadratkilometer sind gleich 715o Quadratkilometer. Teilt man das durch die Fläche des Saarlandes, 2570 Quadratkilometer, dann ergibt es am Ende ein Gebiet, das knapp dreimal dem Saarland entspricht. Beim Blick auf eine Deutschlandkarte klingt das nicht nach viel. Aber es hat längst viel Konfliktpotenzial entwickelt.

    #80Authormanni3 (305129)  08 Jun 22, 19:05
    Comment

    Asteroid half the size of a giraffe (#78)


    LOL!

    #81AuthorStravinsky (637051) 08 Jun 22, 22:40
    Comment

    Im Anbeginn der Computerzeit wurde Speicherplatz mit A4-Blättern verglichen.


    Heute hat sich das glücklicherweise gegeben, denn ein Bild in unterschiedlicher Auflösung geknipst, lässt sich schlecht mit dem A4-Vergleich fassen.


    Die Dateien von Textverarbeitungen haben inzwischen so viele Informationen, die auf ein A4-Blatt gar nicht gepasst hätten.


    Oder gibt es diese Vergleiche noch? 1 TeraByte entspricht einem Stapel x A4-Seiten? Der Text eines A4-Blattes hat grob genommen 4 KiloByte.

    #82AuthorBaltijosJura (1354436) 09 Jun 22, 14:21
    Comment

    Die letzten Größen, die ich in dem Bereich gelesen habe, gingen alle in die Richtung "x Stunden Filme in HD oder y Stunden Musik".

    #83AuthorPottkieker (871812) 09 Jun 22, 15:21
    Comment

    Ich erinnere mich noch dunkel, dass irgendein historisches Windows so groß war, dass der Rechner beim Booten einen Papierstapel so hoch wie ein vierstöckiges Haus abarbeiten musste.

    #84Authormanni3 (305129)  09 Jun 22, 15:42
    Comment

    Der Text eines A4-Blattes hat grob genommen 4 KiloByte


    Das gilt natürlich nur bei einfachem Text (1 Byte pro Zeichen, etwa ASCII). Ein Stapel von 500 Blatt A4-Papier ist etwa 5 cm dick. Ich finde solche Vergleiche auch heute noch ganz hübsch, die veranschaulichen doch viel besser als die abstrakten Vorsatzsilben, wie sich die Speicherkapazitäten entwickelt haben.


    Der erste IBM-PC hatte 1981 in seiner Grundkonfiguration 16 kB Arbeitsspeicher -> 4 Seiten -> Stapelhöhe 0,4 mm.

    Eine 5,25-Zoll-Diskette konnte 1984 bis zu 1,2 MB speichern -> 300 Seiten ->Stapelhöhe 3 cm.

    Mein erster USB-Stick (79,- DM, ca. 1998) speicherte 256 MB -> 64000 Seiten -> Stapelhöhe 6,40 m.

    Eine CD (eingeführt 1981!) fasste anfangs 650 MB ->ca. 160000 Seiten -> Stapelhöhe 16 m.

    Eine typische Festplatte um 2000 war ca. 10 GB groß -> 2,5 Mio. Seiten -> Stapelhöhe 250 m.

    Eine winzige Micro-SD-Karte für < 10 Euro fasst heute 64 GB -> 16 Mio. Seiten -> Stapelhöhe 1,6 km.

    Eine heutige 2,5-Zoll Festplatte für ca. 100 € speichert 5 TB -> 1,25 Mrd. Seiten -> Stapelhöhe 125 km (unterer Weltraum).

    Die geschätzte Speicherkapazität des Internets betrug 2015 ca. 10 EB -> 2,5 Brd. Seiten -> Stapelhöhe 250 Mrd. km (ca. 1/40 Lichtjahr). Zum Vergleich: Voyager I, das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen gebaute Objekt, ist derzeit ca. 23 Mrd. km entfernt.

    #85Authordirk (236321)  09 Jun 22, 16:28
    Comment

    Sehr schön, dirk. Vielen Dank für diese sehr eindrucksvolle Fleißarbeit :-)

    #86Authormanni3 (305129)  13 Jun 22, 18:10
    Comment
    Dem schließe ich mich gerne an.
    #87AuthorJesse_Pinkman (991550) 13 Jun 22, 22:39
    Comment

    From this room, Western allies have already helped deliver nearly $8bn (£6.6bn) worth of weapons and ammunition to Ukraine's armed forces. That's 66,000 tonnes - the equivalent of 5,000 London double-decker buses, as one British officer worked out.


    Gerade im Ukraine-Faden gelesen und an diesen Faden gedacht. Ich kann mir 66000 Tonnen ebenso wenig als konkretes Bild vorstellen wie 5000 Doppeldeckerbusse.

    #88AuthorReeva (908916) 16 Jun 22, 07:26
    Comment

    Ungefähr das Gewicht der Titanic bei voller Beladung (~53.000 Tonnen Eigengewicht + 13.000 Tonnen Zuladung). Klarer? 🙂

    #89AuthorPottkieker (871812) 16 Jun 22, 09:31
    Comment

    Danke. Eine vage Vorstellung habe ich schon. Aber generell ist mein kleines Hirn für solche Dimensionen nicht gemacht. Ich müsste jetzt vor der Titanic stehen, Menschen an Deck und Busse vor ihr.


    Eben gelesen: Australier haben ein neues Schwarzes Loch entdeckt, dessen Masse drei Milliarden Sonnen entspricht und das pro Sekunde die Masse einer Erde verschlingt.


    Das lese ich, staune ob der Zahlen und hake es ab.

    #90AuthorReeva (908916) 16 Jun 22, 10:15
    Comment

    Dir kann geholfen werden. Einen Menschen findest Du zum Vergleich (und notfalls mit einer Lupe) mittig am unteren Bildrand, auf dem Kai (rechter Bildrand) steht auch noch eine Lok.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/common...

    #91AuthorPottkieker (871812) 16 Jun 22, 11:18
    Comment

    5000 Londoner Doppeldeckerbusse entsprechen 56 km, das ist etwa die Entfernung

    Saarbrücken - Homburg und zurück, oder

    Saarbrücken - Metz einfach.

    #92Authormanni3 (305129)  16 Jun 22, 11:57
    Comment

    Danke, manni.

    Du hast mal wieder bewiesen, dass ein Vergleich ohne Bezugnahme auf das Saarland nicht der Rede wert ist.


    Noch einer:

    Bei 982.348 Einwohnern (amtlich Ende 2021), die ein Durchschnittsgewicht von 67 Kilo (Schätzung von mir) auf die Waage bringen, entsprechen die 66.000 Tonnen Waffen für die Ukraine in etwa dem Gesamtgewicht aller Saarländer.

    #93AuthorAnalphabet (1034545)  16 Jun 22, 13:24
    Comment

    Das Durchschnittsgewicht aller Deutschen liegt bei 77,0 kg, s. den folgenden link:


    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaf...


    Demnach muss man annehmen, dass im Saarland Hungersnot herrscht.

    #94Authoreineing (771776) 16 Jun 22, 13:34
    Comment

    Korrektur für Analphabet:

    66.000 Tonnen Waffen für die Ukraine entsprechen in etwa dem Gesamtgewicht aller hungrigen Saarländer.

    #95Authormanni3 (305129) 16 Jun 22, 17:17
    Comment

    ... bzw. nach dem Toilettengang 🤐


    @ eineng #94:


    Die Saarländer*innen haben halt trotz Lyoner und Dibbelabbes mit ihren Waagen ein Stillhalteabkommen geschlossen.

    #96AuthorAnalphabet (1034545) 16 Jun 22, 21:48
    Comment

    Danke, ab der 91 schaffe ich es, mir ein konkreteres Bild vorzustellen.


    Vor allem nach der 95 u. 96. ;~)

    #97AuthorReeva (908916) 17 Jun 22, 10:16
    Comment
    "Der „Halo“ muss dem Weltverband FIA zufolge dem Gewicht von rund zwölf Tonnen, das sind zwei Afrikanische Elefanten, sowie der Wucht eins voll gepackten Koffers, der mit 225 km/h abgefeuert wird (125 kN), standhalten."
    https://sport.orf.at/stories/3097617/

    Warum müssen Formel-1-Fahrer vor zwei Elefanten geschützt werden? Und wer bewirft sie mit Koffern? Und wo bleibt das e von eines? Fragen über Fragen.
    #98Authortigger (236106) 04 Jul 22, 13:00
    Comment

    Man versthet es einfach besser, wenn physikalische Größen an Hand von Alltagserfahrungen anschaulich gemacht werden. Also z.B. wie das halt so ist, wenn man einen voll gepackten Koffer mit 225 km/ abfeuert.

    #99Authoreineing (771776) 04 Jul 22, 13:14
    Comment

    Auch wenn man sich ohne jeden Zweifel sofort in die Situation des Koffers hineinversetzen kann, frage ich mich, was das Wort abgefeuert hier zu suchen hat und wie man physikalisch von den 225 km/h auf die 125 kN kommt, wenn man nicht weiß, auf welcher Strecke oder in welcher Zeit der Koffer zum Stillstand oder auf Geschwindigkeit gebracht wird.

    #100Authorharambee (91833) 04 Jul 22, 13:27
    Comment

    ... frage ich mich, was das Wort abgefeuert hier zu suchen hat und wie man physikalisch von den 225 km/h auf die 125 kN kommt ...


    Schätze, dass das dem Koffer egal ist.

    In der Praxis bedeutet das doch, dass bei einer Bahnreise der mit Schmackes geworfene Koffer früher am Zielbahnhof ist als man selbst. Die Zielgenauigkeit lässt sich immer noch verbessern.

    #101AuthorAnalphabet (1034545) 04 Jul 22, 14:31
    Comment

    Impuls, Kraft, Energie, Masse ist ja ohnehin alles irgendwie das gleiche. Ganz besonders dann, wenn auch die Geschwindigkeit noch mit ins Spiel kommt.

    Hauptsache ist, du weißt, dass es ordentlich rumms macht, wenn du einen vollen (unbedingt einen vollen!) Koffer mit 225 km/h abschießt. Nur Dilletanten verschießen halb volle oder gar leere Koffer.

    #102Authoreineing (771776) 04 Jul 22, 14:31
    Comment

    Woher weißt Du, dass meine Tanten nicht genug Dill im Garten haben, um damit einen Koffer anständig zu füllen?

    #103Authormanni3 (305129) 04 Jul 22, 16:42
    Comment

    Bei den Afrikanischen Elefanten und dem abgeschossenen Koffer grübele ich immer noch, ob das ernst gemeint gewesen sein kann ...


    Eigentlich gar nicht so blöd ist "banana for scale": Man legt eine (normale?!) Banane neben den zu fotografierenden Gegenstand, um so die Größe zu veranschaulichen. Dass das ein Meme geworden ist, versteht sich von selbst.

    #104AuthorRaudona (255425) 04 Jul 22, 17:21
    Comment

    ... oder Zündholzschachtel oder X-Cent/Penny/Pfennig-Stück.

    #105AuthorSelima (107) 04 Jul 22, 17:37
    Comment

    @100: wenn man nicht weiß, auf welcher Strecke oder in welcher Zeit der Koffer zum Stillstand oder auf Geschwindigkeit gebracht wird.


    Eigentlich muss man nur wissen, wie schwer der Koffer ist, dann folgt das andere. Damit ein 20 kg schwerer Koffer mit 225 km/h 125 kN erzeugt, muss sein "Bremsweg" bei konstanter BeEntschleunigung gut 31 cm lang sein. Der Weg skaliert quadratisch mit der Geschwindigkeit und proportional mit der Koffermasse, also @102: leere Koffer halten bei dieser Bremskraft einfach früher an.


    Aber entspricht diese Strecke nun der Kofferdicke oder der Knautschzone am Wagen? Ah, der Halo soll "standhalten" - also ist das, was verknautscht, offenbar nur der Koffer.

    #106Authorp2mg (807573)  04 Jul 22, 17:56
    Comment

    So langsam dämmert mir, weshalb es den Kofferraum in Autos gibt.

    #107AuthorAnalphabet (1034545) 04 Jul 22, 22:04
    Comment

    Die englische Originalversion sagt übrigens "sturdy enough to deflect a large, full suitcase at a speed of 225 kph".


    https://inews.co.uk/sport/formula-one/halo-wh...

    #108AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 05 Jul 22, 08:50
    Comment

    Der Vergleich mit dem fliegenden Koffer scheint direkt von der FIA zu kommen. Es bleibt aber völlig im Dunkeln, wie der Erfinder desselben aus 125 kN diesen Geschwindigkeitswert abgeleitet hat. Man kann nur raten: Wenn ein Koffer von 20 kg Gewicht und 31,25 cm Dicke mit einer Geschwindigkeit von 225 km/h mit der Breitseite voran auf eine solide Mauer trifft und beim Aufprall auf die Dicke null komprimiert wird, dann wirkt auf die Mauer gerade diese Kraft.


    Warum gerade ein Koffer, das weiß wohl nur die FIA. Man könnte auch ein Federkissen nehmen, das mit 1000 km/h fliegt. Oder einen Elefanten, der mit 60 km/h gegen die Mauer rennt.

    #109Authordirk (236321)  05 Jul 22, 09:09
    Comment

    Abgefeuerte Koffer, gegen Mauern rennende Elefanten, fliegende Federkissen ...Ich werde nur noch mit Helm auf die Straße gehen!!

    #110AuthorRaudona (255425) 05 Jul 22, 13:04
    Comment

    #104: Bananen als Größenmesser? Ich kenne Bananen mit mindestens einem Faktor 3 Unterschied in der Länge....aber vermutlich ist das sowieso nicht ganz ernst gemeint, oder?

    #111Authorgrinsessa (1265817) 05 Jul 22, 14:11
    Comment

    Das mit den unterschiedlichen Bananen ist tatsächlich der Witz - oder zumindest ein Teil davon. Vollends schräg wird es, wenn die Banane auf einen Fernseher oder einen Dackel gelegt wird. Suchbegriff "banana for scale" - teils seeeehr lustig.

    #112AuthorRaudona (255425) 05 Jul 22, 15:25
    Comment
    Ich fürchte, deine Schultern sind nicht so stark wie die Verankerung des Halo, und da hilft der Helm dann auch nicht mehr gegen Elefanten. Aber man kann sie mit Bananen weglocken. Möglicherweise auch mit Dill.
    #113Authortigger (236106)  05 Jul 22, 16:15
    Comment

    Und wenn dann erst die Elefanten im Koffer sind ... oder im Rennwagen ... Bin verwirrt ...

    #114AuthorRaudona (255425) 05 Jul 22, 20:58
    Comment

    Niedrige Flussstände in Deutschland: Es passt jetzt nur noch eine Getränkekiste zwischen Schiffskiel und Flussbett. (heute-journal)

    #115AuthorStravinsky (637051) 28 Jul 22, 22:42
    Comment

    Die, die die Universal-Webseite für bequeme Umrechnungen von Flächenmaßen vorbereiten, sollten Helgoland nicht vergessen. Zumindest in der sächsischen Schweiz wird nämlich die von Waldbränden betroffene Fläche in Helgolands gemessen, wie ich heute im Radio gehört habe.

    #116Authorharambee (91833) 01 Aug 22, 10:56
    Comment

    Wer sich in das Thema noch weiter einarbeiten will: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Gr%C3...


    Übrigens, der Tiergarten in Berlin ist größer als Monaco.

    Und den Tiergarten nicht mit dem Berlinert Tierpark verwechseln, letzterer ist 94 Helgolande groß, einfach gesagt 160 ha, was einer Fläche von 256000 Blatt A4 entspricht.

    Die wieder übereinander gelegt - ich glaube ich habe mich vom Sujet wegtragen lassen. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Gr%C3...

    #117AuthorBaltijosJura (1354436) 01 Aug 22, 16:42
    Comment

    Aus Berlin gibt es auch noch weiter interessante Vergleiche. Es geht dabei um ein großen (den größten?) Heißwasserspeicher:

    https://www.bz-berlin.de/berlin/spandau/das-i...


    Fassungsvermögen: 56 Millionen Liter Wasser – 350.000 Badewannen.

    Wenn man sich 56 Millionen Liter Wasser nicht vorstellen kann, wird mit 350000 Badewannen doch gleich alles klar.

    Wobei ich mich natürlich frage, weshalb man nicht einfach 56 Tausend Kubikmeter schreibt.


    #118Authoreineing (771776) 01 Aug 22, 17:23
    Comment

    Weshalb? Weil ... , hast Du einen Kubikmeter in Deiner Wohnung rumstehen? 😏

    #119Authormanni3 (305129)  01 Aug 22, 18:20
    Comment

    Das nicht, aber einen Würfel mit 1 m Kantenlänge kann man sich - denke ich - auch dann vorstellen, wenn man kein entsprechdnes Anschaungsobjekt zu Hause rumliegen hat.

    #120Authoreineing (771776) 01 Aug 22, 18:28
    Comment

    Dass so ein kleiner Würfel den Inhalt von rund 111 Mineralwasserkästen fasst, erfordert dann aber schon wieder gehöriges Abstraktionsvermögen. 😛

    #121AuthorKapustiner (1229425) 01 Aug 22, 20:55
    Comment

    Eben. Darum finde ich das mit den Kubikmetern auch am besten. (Bei Flächen meinetwegen Fußballfelder oder Berlin oder Deutschland.)

    #122AuthorMattes (236368) 01 Aug 22, 21:03
    Comment

    Dass man zur Befüllung des Heißwasserspeichers gut 6 Mio. Mineralwasserkästen bräuchte, find ich aber wesentlich beeindruckender als die popligen 56.000 m³. ^^


    Der pfiffige Berliner kann das auch gleich runterrechnen: "2 Kästen pro Bürger, das ist ja kaum ein Fußbad für jeden. Und für so wat zahl ick Steuern?"

    #123AuthorKapustiner (1229425)  01 Aug 22, 21:23
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    Nach meiner Erfahrung wird aber von vielen Menschen unterschätzt, wieviel ein Kubikmeter sind. Fragt mal Freunde, wieviele Kubikmeter Wasser in eine Badewanne passen.

    #124Authorharambee (91833) 01 Aug 22, 21:41
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    Dass so ein kleiner Würfel den Inhalt von rund 111 Mineralwasserkästen fasst, erfordert dann aber schon wieder gehöriges Abstraktionsvermögen. 😛(#121)

     

    … and one of them gets stuck under the keel of a boat (see #115).

    #125AuthorStravinsky (637051) 01 Aug 22, 23:05
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    Danke für den Link in #117. Interessant, dass Moskau nur um 1 Manhattan kleiner als das Saarland ist. Und Monaco nur um eine Binnenalster und ein Pentagon größer als Helgoland. Wieder was gelernt.

    #126Authordirk (236321) 02 Aug 22, 07:51
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    #126 (-: So ähnliche Spielereien habe ich gestern auch veranstaltet.

    #127Authorharambee (91833) 02 Aug 22, 07:58
    Comment

    "That 400m depth represents almost six Wrest Point Casinos stacked on top of each other, or three Sydney Harbour Bridges," said Ms Smart.


    https://www.abc.net.au/news/2022-08-01/explor...

    #128AuthorStravinsky (637051) 02 Aug 22, 08:44
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    re #124: Nach meiner Erfahrung wird aber von vielen Menschen unterschätzt, wieviel ein Kubikmeter sind.


    Stimmt, aber trotzdem: Ich kann mir große Flüssigkeitsmengen eher räumlich als Anzahl von Würfeln vorstellen als als Anzahl von Badewannen oder Bierkästen. In den letzteren Fällen kommt da doch nie mehr raus als "Boah, ist das viel!".


    Edit: Eineing und Kapustiner haben ja schön ähnliches geschrieben/angedeutet: Wenn diese Alltagsvergleiche angeblich so anschaulich sind, müsste man intuitiv in etwa richtig beantworten können, wie viele Mineralwasserkästen in eine Badewanne passen oder wie viele Helogolands ins Saarland. Ist das so?

    #129AuthorMattes (236368)  02 Aug 22, 09:18
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    -> Helgoland und Saarland sind dann griffige und alltagstaugliche Vergleiche, wenn ich mir etwas vorstellen kann.

    Am ehesten kann ich es mir bei einem Fußballfeld vorstellen, weil ich es "ergehen" kann.

    Helgoland oder Saarland sind "erfahrbar".

    Die Reduktion auf das Wahrnehmbare geht dann bei den hohen Zahlen für Mineralkästen (meinen die das Brutto-Volumen oder nur den Flascheninhalt) oder Badewannen geht doch dann verloren.


    Meine These ist: Ein Vergleich ist dann gut, wenn die genannte Anzahl auch irgendwie vorstellbar ist.

    2874 Mal um den Äquator ist einfach nicht vorstellbar, schon die Grundmenge fehlt. Da ist es aus meiner Sicht sinnvoller 115 Millionen km zu schreiben.

    #130AuthorBaltijosJura (1354436) 02 Aug 22, 10:02
    Comment

    re ##121,123,129 et.al.

    Bei der Bezeichnung "Mineralwasserkästen" frage ich mich immer, ob es um die Größe der Kiste geht (355 mm × 270 mm x 345 mm, das klassische Maß der GDB Deutscher Brunnen mit 12 Flaschen à 0,75 l) oder die 9 Liter Inhalt in den Flaschen ...

    #131Authorno me bré (700807) 02 Aug 22, 10:03
    Comment

    Fragt mal Freunde, wieviele Kubikmeter Wasser in eine Badewanne passen.


    Oder lasst mal jemanden schätzen was ein 1x1x1-Meter-Block Styropor wiegt. Die meisten denken, praktisch gar nichts und man könne so einen Block ohne Weiteres ein paar Meter weit werfen. Tatsächlich können es je nach Sorte bis zu 50 kg sein.

    #132Authordirk (236321) 02 Aug 22, 10:03
    Comment

    Nochmals zu dem Berliner Heißwasserspeicher. Ich zitiere mal noch einen Satz mehr aus dem Zeitungsartikel, den ich in #118 verlinkt hatte:

    45 Meter hoch, mit einem Durchmesser von 43 Metern. Fassungsvermögen: 56 Millionen Liter Wasser – 350.000 Badewannen.

    Unter 45 m Höhe und 43 m Durchmesser kann sich jeder etwas vorstellen. Dass man auch das Volumen angibt halte ich für vernünftig. Dass man da Liter und nicht Kubikmeter angibt, ist nur dem kindischen Drang geschuldet, möglichst große Zahlen zu nennen. Kubikmeter wäre hier die sehr viel näher liegende Einheit.

    Dass die Badewannen hier zur Klärung oder Verdeutlichung beitragen, kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Es ist - wie der Titel dieses threads sagt - ein absurder Vergleich.

    #133Authoreineing (771776) 02 Aug 22, 10:14
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    Raummaße sind für mich schwer vorstellbar. Ein Wasserglas, eine Milchpackung oder ein 10-Liter-Eimer, dann hört es so ziemlich auf. Es ist schon immer faszinierend, wie wenige Millimeter Wasserstand ein heftiger Regen bewirkt.

    Höhen sind aber auch nicht so einfach. Die 45 Meter des Heißwasserspeichers könnte ich mir als x-stöckiges Gebäude leichter vorstellen.

    #134Authorgrinsessa (1265817) 02 Aug 22, 10:22
    Comment

    Es ist schon immer faszinierend, wie wenige Millimeter Wasserstand ein heftiger Regen bewirkt.


    related discussion: Liter pro Quadratmeter

    1 litre of water spread out over 1 square metre is 1 millimetre deep. (#0 in this link)

    #135AuthorStravinsky (637051) 02 Aug 22, 13:57
    Comment

    Quadratmeter sind trickreich. Mir passiert es, dass ich die Fläche im Ergebnis halbiere, wenn sich die Seitenlänge halbiert. Doch: 0,5 m * 0,5 m = 0,25 m².


    Nebenbemerkung - Schön, dass in der Quelle wenigstens auch das metrische System genutzt wird.

    Spannend ist es, wenn Texte maschinell übersetzt werden und das imperiale System einfach erhalten bleibt. Glück hast du nur, wenn du es noch an Maßeinheiten erkennst.

    #136AuthorBaltijosJura (1354436) 03 Aug 22, 08:07
    Comment

    Mir passiert es, dass ich die Fläche im Ergebnis halbiere, wenn sich die Seitenlänge halbiert.


    Ich kann mir noch nicht einmal vorstellen, dass mir das passieren könnte. Dafür ist die Grundtatsache, dass Flächen nicht proportional zu ihren linearen Abmessungen sind, wohl zu tief in meinem Bewusstsein verankert,

    #137Authoreineing (771776) 03 Aug 22, 11:50
     
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