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    Wörter, von denen ich im Leben noch nicht gehört habe V

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    Wörter, von denen ich im Leben noch nicht gehört habe V

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    Verfasserlingua franca (48253) 13 Mai 20, 11:00
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    Nur wenige Google-Ergebnisse, die aber eindeutig sind: der von mbshu hier Siehe auch: x - Bitte nennen Sie mir Ihren Standort - #3 erwähnte Popowismus.

    "Daß Lexika in verschiedenen Sprachen Erfindungen überwiegend ihren Landsleuten zuschreiben, nennt man Popowismus (weil die russischen Erfinder häufig schlichtweg Popow heißen)."


    Wie schön!

    #1VerfasserSpinatwachtel (341764) 13 Mai 20, 11:40
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    Hier ein Fall, in dem nicht das Wort neu ist, sondern seine Verwendung.

    Mittwoch Früh war im Morgenjournal von Österreich 1 ein Beitrag zum Thema "Immobilienpreise in Zeiten der Corona-Krise" zu hören.

    Experten waren sich uneinig, ob Wohnungen und Häuser im Kauf bzw. Verkauf billiger oder teurer werden; einhelliger waren die Prognosen bei Mietobjekten.

    Eine der interviewten Maklerinnen, eine Frau Sandra Bauernfeind (ihr Name bleibe wegen der sprachlichen Kreativität nicht ungenannt!) wies darauf hin, dass eine große Zahl von Mietobjekten vor der Fertigstellung stehe. Zu den Konsequenzen hier der O-Ton:

    S. B.: "...sehen wir daher heuer nur eine Seitwärtsbewegung ..."

    Redakteurin: "'Seitwärtsbewegung' heißt, dass die Preise eher stagnieren werden?"

    S. B.: "Ja, wir sehen ein Stagnieren der Mieten."


    Stagnation = Stillstand? Von wegen! Und sie bewegt sich doch...

    #2Verfasserlate bird (666148)  14 Mai 20, 00:49
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    #3VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 14 Mai 20, 08:36
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    late bird, dieser Begriff kommt aus der Börse - wenn sich Kurse über einen längeren Zeitraum nicht oder kaum verändern, spricht man von einer Seitwärtsbewegung:

    https://www.wirtschafts-abc.com/boerse-seitwr...


    Das könnte man durchaus als Stillstand oder eben Stagnation bezeichnen.

    #4Verfasserpenguin (236245) 14 Mai 20, 09:09
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    #3, na, gerade einen Schrebergarten übernommen? Endlich herausgekriegt, warum Salat und Kürbis immer nur so vor sich hinmickern? :-))

    #5VerfasserSpinatwachtel (341764) 14 Mai 20, 10:21
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    Die Chekova zieht Tomaten :-)

    #6VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 14 Mai 20, 12:21
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    Starkzehrer hab ich auch vor ein paar Tagen zum ersten Mal gehört bzw. gelesen, als ich mich mit Hochbeeten beschäftigt habe. :)

    #7VerfasserYarith (877626) 14 Mai 20, 15:49
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    Die kenn ich. Danke für die Erinnerung, dass wir ja noch zwei Zucchinipflänzchen direkt auf den Kompost setzen wollten!

    Ansonsten ist meine Arbeit voll mit unbekannten Wörtern, heute aber etwas besonders Schönes:
    Rattenkolonkothomogenat.
    #8Verfassertigger (236106) 15 Mai 20, 08:22
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    Ui, was für ein Wort! Was ist das denn, tigger? Ratte + Kolon (Dickdarm) + Kot + Zellaufschluß ... aber was ist das?


    Ich bin heut in Unterstögers Sprachlabor erstmals auf Enallage gestoßen:

    [stilbedingte] Versetzung des Attributs (z. B. mit einem blauen Lächeln seiner Augen, statt: mit einem Lächeln seiner blauen Augen)

    https://www.duden.de/rechtschreibung/Enallage

    In der Kolumne ging's um Merkels "demokratische Zumutung".

    #9VerfasserSelima (107)  17 Mai 20, 09:00
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    No. 2 ff.: Die Preise mögen stagnieren, aber die Bewegung findet tatsächlich statt - auf der Zeitachse.

    #10Verfassermbshu (874725) 17 Mai 20, 09:37
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    Euphonium - sieht aus wie eine Tuba, tönt aber eine Oktave höher, weswegen es auxch als tenor tuba bezeichnet wird, jedenfalls im Englischen


    Gelesen in der SZ in einem Artikel über eine familie in diesen Zeiten.

    #11Verfasserbluesky (236159) 17 Mai 20, 16:56
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    Kommt aus einem Patent zur Behandlung von Colitis ulcerosa, ein Tierversuch. Ich muss das nur auf Vollständigkeit der deutschen Übersetzung prüfen, nicht tiefergehend verstehen. Maschinenbau ist mir trotzdem lieber.
    #12Verfassertigger (236106) 18 Mai 20, 06:28
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    Heute über die "Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung über die Anhebung der Höchstgrenzen von Kassenstärkern" gestolpert. Keine Ahnung, was so ein Kassenstärker genau ist. Ich versuche mich von Kameralistik fernzuhalten.

    #13VerfasserCarullus (670120) 18 Mai 20, 07:45
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    #11

    https://www.youtube.com/watch?v=YGi-dAlYPIw

    https://www.youtube.com/watch?v=pcG9vcb3VUI


    Im 96er Film 'Mit Pauken & Trompeten' spielte das Euphonium eine tragende Nebenrolle.

    #14Verfasserjo-SR (238182) 18 Mai 20, 09:03
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    @mbshu, #10:

    Eröffnet eine Seitwärtsbewegung auf der Zeitachse eine neue Dimension?

    Und, wenn ja, die wievielte?


    Ein - mir - neues Wort habe ich auch anzubieten:

    abschlittern

    Aus welchen Komponenten es sich zusammensetzt, ist wohl offensichtlich; zusammengesetzt war es mir gleichwohl unbekannt (ebenso wie z.B. dem online-Duden oder LEO).

    Aber vor wenigen Minuten fragte mich mein Sohn, wie (nämlich ob zusammen oder getrennt) ich es schreiben würde. Ich musste zunächst zurückfragen, wie das Wort laute und entschied mich dann, dass ich es in einem schreiben würde. Wenn überhaupt, denn ich kann mir kaum Zusammenhänge vorstellen, in denen ich es aktiv verwenden wollte.

    Aber ich schlittere ab...

    #15Verfasserlate bird (666148)  18 Mai 20, 22:48
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    cockwomble


    Ich kann für dieses Wort nicht die Hand ins Feuer legen, aber nach einer flüchtigen Google-Suche scheint es zu existieren.

    #16VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 20 Mai 20, 12:31
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    #16

    Es existiert auf jeden Fall* und wird (wahrscheinlich eher von BE als AE speakers) verwendet. Ich frage mich aber, wie viele derjenigen, die es verwenden, die Wombles noch kennen.


    *Im Kern wäre das eine philosophische Frage: ab wann existiert ein Wort und was bedeutet das genau?

    #17VerfasserThirith (1037221)  20 Mai 20, 12:56
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    Im Kern wäre das eine philosophische Frage: ab wann existiert ein Wort und was bedeutet das genau?


    Aber ja! Allerdings impliziert deine Fragestellung bereits eine äußerst fragliche Prämisse: Muss ein Wort überhaupt etwas bedeuten, um ein Wort zu sein?

    #18Verfasserlingua franca (48253) 20 Mai 20, 16:18
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    Darauf gibt es nur eine Antwort: Kräbüph.

    #19VerfasserThirith (1037221) 20 Mai 20, 16:24
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    Polsp!

    #20Verfasserlate bird (666148) 22 Mai 20, 18:17
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    Jussiv ... was'n das ? ... aha :


    https://www.wissen.de/fremdwort/jussiv

     WAHRIG FREMDWöRTERLEXIKON

    Jussiv

    Jus|siv 〈m.; –s, –e [–və]; Sprachw.〉 Modus des Verbs, der keinen direkten Imperativ darstellt, jedoch die sichere Erwartung einer Handlung zum Ausdruck bringt, z. B. »er möge sich beeilen«, »sie soll sich gedulden«

    [< lat. iussum »Geheiß, Verordnung, Befehl«]

    #21Verfasserno me bré (700807) 02 Jun. 20, 11:15
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    *Im Kern wäre das eine philosophische Frage: ab wann existiert ein Wort und was bedeutet das genau?


    Heutzutage: Sobald eine Google-Suche ein Ergebnis liefert ;-).


    Schön fand ich in dem Link aus #16 auch die Bedeutung Nummer 3.

    #22VerfasserJanZ (805098) 02 Jun. 20, 11:18
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    Wurde soeben bei mir beworben: die Baggermatratze


    Ist sogar in LEO.


    

    #23Verfasserjudex (239096)  10 Jun. 20, 08:56
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    Auch mobile Baustraße genannt. 

    #24Verfasserjo-SR (238182) 10 Jun. 20, 09:08
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    pure poetry.

    Was ist das, Jambus? Daktylus? Trochäus? . . . _. ?

    #25VerfasserSpinatwachtel (341764) 10 Jun. 20, 10:13
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    Wenn man schon auf der Matratze ist, braucht man doch nicht mehr zu baggern ;-).

    #26VerfasserJanZ (805098) 10 Jun. 20, 11:41
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    IEEE Spectrum, June 2020, p. 2:

    He built a miniature 3D time-lapse camera that was used for filming an Imax movie, and he is coauthor (with Cameron and others) of a technical publication on the construction of "hadal landers" — oceanographic instruments designed to descend to the bottom of deep-sea trenches.


    https://www.ahdictionary.com/word/search.html...

    hadal

    adj.

    Of or relating to the deepest regions of the ocean, below about 6,000 meters (20,000 feet).

    [French, from Hadès, Hades, from Greek Haidēs; [...]]

    #27VerfasserNorbert Juffa (236158)  12 Jun. 20, 22:51
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    Bookstagrammer


    (Nicht nur das Wort, auch dieser sanft befremdliche Trend war bisher an mir vorbeigegangen.)

    #28VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 18 Jun. 20, 08:47
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    vazieren


    Etwa "arbeitslos umherziehen", wahrscheinlich von Latein "vacare" (frei sein).

    #29Verfasserjudex (239096) 19 Jun. 20, 09:55
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    @29:

    Zu "vazieren" habe ich Schlimmes beizusteuern, wobei ich als Quelle nur meine eigene Erinnerung an einen Radio-Bericht aus (wahrscheinlich) 1995 anzugeben vermag.


    Nach dem Sprengfallen-Attentat auf die Roma-Siedlung in Oberwart (der Anschlag hatte vier Todesopfer gefordert) war eine Zeit lang in der österreichischen Öffentlichkeit eine gewisse Sensibilität für den diskriminierenden Umgang mit dieser Minderheit beobachtbar.

    In diesem Kontext also entstand eine Ö1-Reportage, in der von einem Rom berichtet wurde, der seinen Lebensunterhalt als fliegender Händler bestritt. Sein Pass (oder war es der Personalausweis ?) war abgelaufen, er brauchte einen neuen und wurde daher bei der zuständigen Behörde vorstellig. Damals wiesen in Österreich derartige Dokumente noch die Rubrik Beruf auf, und er hatte im Antragsformular Handelsvertreter angegeben. Das ließ ihm der zuständige Beamte nicht durchgehen; er war erst bereit, den neuen Ausweis auszustellen, als der Antragsteller sich seiner Sprachregelung unterworfen hatte. Und so stand da nun als Berufsangabe vazierender Zigeuner.

    #30Verfasserlate bird (666148)  21 Jun. 20, 18:17
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    Alérion, im deutschen Sprachgebrauch auch bekannt als gestümmelter Adler, zeigt einen Adler ohne Schnabel und Fänge mit seitlich ausgebreiteten Flügeln. (Wikipedia)


    Weder war mir Alérion noch der gestümmelte Adler ein Begriff. Aber die Heraldik hält ja so manche sprachliche Überraschung bereit.

    #31Verfasserjudex (239096) 26 Jun. 20, 20:33
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    Nicht zu verwechseln mit den Ailerons.

    #32VerfasserNorbert Juffa (236158) 27 Jun. 20, 02:30
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    Re #31/32: Watt et nich alle jibt...

    #33Verfasserlingua franca (48253) 27 Jun. 20, 19:05
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    ... allet...

    #34Verfasserlingua franca (48253) 27 Jun. 20, 19:06
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    Ja, wir sollten "gestümmelt" in die aktive Sprache überführen:

    "Mein Chef ist ein gestümmelter Macho"

    #35Verfasserjudex (239096) 27 Jun. 20, 20:34
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    Dazu noch, ebenfalls aus der Heraldik: die Merlette, gestümmelte Amsel (ohne Schnabel und Füße)

    #36VerfasserNorbert Juffa (236158) 27 Jun. 20, 20:51
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    disgusting!

    #37VerfasserMerl (235685) 27 Jun. 20, 21:04
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    Wer kommt auf die Idee, eine fußamputierte Amsel in sein Wappen aufzunehmen?

    #38Verfassertwocents (460778) 28 Jun. 20, 01:04
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    Mein Vemutung ist, dass beim (Ab-)Malen von Wappen feine Details irgendwann verloren gegangen sind. Amselstelzen und Amselschnäbel sind ja eher zierlich. Irgendwo kam mir mal ein Wappen mit einer menschlichen Figur unter, wo im Laufe der Zeit niemand mehr wusste, was für ein Mensch dargestellt werden sollte, und es durch ungenaue Darstellung zu Fehl- bzw. Uminterpretation der Figur kam. An die Einzelheiten des Falls kann ich mich nicht mehr erinnern.


    [Später:] Ah, hier:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Mohr_(Heraldik)...

    Das Stadtwappen von Pappenheim zeigt einen Mohrenkopf mit gekräuseltem Haar und einer Stirnbinde. Die Pappenheimer Marschälle haben diese Figur in ihre Helmzier aufgenommen. Auf den ältesten (1251) Siegeln der Marschälle findet sich das Haupt wahrscheinlich des Hieron II. von Syrakus. Eine Münze mit diesem Männerkopf aus vorchristlicher Zeit diente wohl als Vorbild. Sie trägt auf einem Stadtsiegel 1335 eine Stirnbinde. Aufgrund einer ungenauen Reproduktion sei aus der ursprünglichen Darstellung, die als Kaiserkopf genommen wurde, und da dessen Farben schwarz auf Gold waren, ein Mohrenkopf geworden, so auf einem Siegel 1378, wobei auf dem recht fratzenhaften Gesicht eine hohe dreizackige Krone sitzt. Interessant ist, dass diesem Kopf im 15. Jahrhundert – in Übereinstimmung mit der oben beim gekrönten Mohren von Lauingen erwähnten Sage – ein weiblicher Oberkörper beigefügt wird, der im 16. Jahrhundert einen Zopf oder zwei abstehende Zöpfe hat und später eine Mohrin wird.



    Bei der Merlette ist nicht sicher, dass es sich um die Abbildung einer Amsel handelt:


    https://www.heraldik-wiki.de/wiki/Amsel_(Wapp...

    In der heraldischen Literatur interpretiert man die Wappenfigur „Merlette“ teilweise als eine „gestümmelte Amsel“. Hintergrund dieser Auslegung ist, dass in der französischen Sprache der Ausdruck „Merlette“ eine Verkleinerungsform von „Merle“ ist, was auf Deutsch „Amsel“ heißt. Da die Figur „Merlette“ in den meisten Fällen aber eher „enten-/schwanförmig“, weniger „amselförmig“ erscheint, ist bislang nicht schlüssig belegt, inwiefern die Figur Merlette tatsächlich eine spezielle Variante der Figur Amsel ist.

    #39VerfasserNorbert Juffa (236158)  28 Jun. 20, 01:15
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    Disgusting! (# 37)


    Warum eigentlich? Es geht doch nicht um die Darstellung von Verstümmelungen, also zugefügten Verletzungen, sondern nur darum, dass man in einer schematisierten Darstellung Teile weglässt. Zeichnungen realer Dinge oder Lebewesen sind immer Reduktionen und Vereinfachungen.

    #40VerfasserCro-Mignon (751134)  28 Jun. 20, 09:46
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    Cro-Mignon, guxtu Nick von #37 ;-)



    edit: verschiedene Theorien zur Entstehung

    #41Verfassermanni3 (305129)  28 Jun. 20, 10:00
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    Aaah ja. Danke für den Schubs vom Schlauch! :-)

    #42VerfasserCro-Mignon (751134)  28 Jun. 20, 10:11
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    Trüge ich den Nick "Merl", fände ich eine Merlette = verstümmelte Wappenamsel auch unschön.

    #43VerfasserSelima (107) 28 Jun. 20, 10:13
    Kommentar

    Danke, Selima, mittlerweile hab ichs kapiert ... :-)

    #44VerfasserCro-Mignon (751134) 28 Jun. 20, 10:15
    Kommentar

    https://www.nzz.ch/zuerich/gammelhaeuser-zuer...

    Dreck, Drogen, Demütigungen: In den sogenannten Gammelhäusern im Zürcher Kreis 4 bezahlten Randständige trotz katastrophalen Zuständen horrende Mieten.


    Ein Helvetismus für "sozial Schwache", vermute ich.

    #45VerfasserNorbert Juffa (236158) 01 Jul. 20, 20:45
    Kommentar

    Du vermutest richtig, Norbert. Hier eine Liste: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Helve...

    Der Randständige ist aber nicht dabei.

    #46Verfasservirus (343741) 02 Jul. 20, 09:02
    Kommentar

    DWDS hat Beispiele aus der Welt, Zeit, Süddeutschen und Bild.

    Eine kurze Googelei lässt mich vermuten, dass es in der Schweiz häufiger und im allgemeineren Sinne gebraucht wird.

    #47Verfassermanni3 (305129)  02 Jul. 20, 10:59
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    technisches Gebrechen


    Beide Worte sind natürlich geläufig ... aber in dieser Kombination sind die mir gerade zum ersten Mal begegnet ... in einer österreichischen Verkehrsmeldung ... :-)

    #48Verfasserno me bré (700807) 02 Jul. 20, 17:01
    Kommentar

    Man lernt nie aus ... Nie und nimmer hätte ich "technisches Gebrechen" als Austriazismus vermutet. Ist quasi die Standarderklärung, wenn etwas nicht funktioniert (Wie sagt man in Deutschland? Störung? Defekt?). Im öffentlichen Nahverkehr nur noch von "Stau in der Zufahrt" (für Straßenbahnen) übertroffen.

    #49VerfasserCarullus (670120) 03 Jul. 20, 08:16
    Kommentar

    Technische Störung - also z.B. bei der Bahn. Im bundesdt. Deutsch haben nur Menschen Gebrechen, meist altersbedingt.

    #50VerfasserSelima (107) 03 Jul. 20, 08:28
    Kommentar
    #51VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 06 Jul. 20, 18:00
    Kommentar
    #52Verfassermanni3 (305129) 06 Jul. 20, 23:47
    Kommentar

    Das erinnert mich an die ostelbischen Junker. Nein, die findet man nicht bei Tolkien.

    #53VerfasserNorbert Juffa (236158) 07 Jul. 20, 00:13
    Kommentar

    zu #51 finde ich aber auch LEOs Vertonerich äußerst ausdrucksvoll: love it :-)

    #54Verfasserlingua franca (48253) 07 Jul. 20, 00:17
    Kommentar

    Charivari


    Steht im Wörterbuch, scheint allerdings mit mehr als dürftigen Belegen irgendwie reingerutscht zu sein.


    Siehe auch: charivari - das Charivari


    Mir kam es noch nie unter, vielleicht bin ich nicht alt genug.

    #55VerfasserHarri Beau (812872) 07 Jul. 20, 13:45
    Kommentar

    Vielleicht bist du nicht bairisch genug...;-)

    https://www.oktoberfest.de/dirndl-tracht/das-...

    #56Verfasserlingua franca (48253) 07 Jul. 20, 13:49
    Kommentar

    Der Begriff wird auch in der Schweizer Fasnacht verwendet. Allerdings bin ich nicht genügend Fasnacht-versiert, um zu wissen, was er dort genau bedeutet.

    #57VerfasserThirith (1037221) 07 Jul. 20, 14:02
    Kommentar

    Ne, bairisch bin ich nicht so sehr. Aber als "Schmuckkette" steht es nicht im Wörterbuch. Vermutlich werden sich Briten wundern, wenn man es so übersetzt.


    In der Schweizer Fasnacht bin ich auch nicht so involviert, gibt es denn wenigstens einen kleinen Hinweis, ob damit eine Kette oder eine Musik gemeint ist?

    #58VerfasserHarri Beau (812872)  07 Jul. 20, 14:11
    Kommentar

    Es ist wohl Musik gemeint: https://www.schneehoehen.ch/artikel/fasnacht-... (bis "Bieler Fasnacht" scrollen).

    #59Verfasserpenguin (236245) 07 Jul. 20, 14:27
    Kommentar

    Vielleicht so etwas wie Guggenmusik, das sagt mir wenigstens etwas.

    #60VerfasserHarri Beau (812872) 07 Jul. 20, 14:35
    Kommentar

    aus der Website wortbedeutung.info

    Charivari (Deutsch)

    Wortart: Substantiv, (sächlich)

    Anmerkungen:

    vergleiche das aus der selben Wurzel stammende deutsche Wort Krawall mit dem erheblich ernsteren Bedeutungsinhalt

    Silbentrennung:

    Cha|ri|va|ri, Mehrzahl: Cha|ri|va|ris

    Aussprache/Betonung:

    IPA: [ʃaʀiˈvaːʀi], Mehrzahl: [ʃaʀiˈvaːʀis]

    Wortbedeutung/Definition:

    1) das DurcheinanderWirrwarrGewirrMischmasch,

    2) die Katzenmusik, die (lärmende) Veranstaltung

    3) der (französische) Polterabend bei einer Wiederverheiratung

    4) der (französische) Kartoffelsalat (kulinarisch)

    Begriffsursprung:

    über das provenzalisch-französische charivari aus dem mittellateinischen: caribaria = Durcheinander, vom griechisch karābaría = Kopfschwere, KopfschmerzVerrücktheit, Katzenmusik

    #61Verfasseremz27 (805689) 07 Jul. 20, 14:42
    Kommentar

    Da lob ich mir das französische Siehe Wörterbuch: [fr-de] Charivari , abgesehen vom fehlenden Kartoffelsalat haben die das da sehr schön aufgedröselt.

    #62VerfasserHarri Beau (812872) 07 Jul. 20, 14:49
    Kommentar

    Okay, inzwischen habe ich nachgeschaut, und zum einen ist Charivari in der Basler Fasnacht der Name, der für ein paar spezifische Vorfasnachtsveranstaltungen verwendet wird, zum anderen ist es laut Wikipedia auch der Begriff für die offene Kleiderordnung am Morgestraich, an dem jede Clique andere Kostüme anhat. (https://de.wikipedia.org/wiki/Basler_Fasnacht)

    #63VerfasserThirith (1037221) 07 Jul. 20, 14:59
    Kommentar

    Also ist ein Charivari immer ein gehöriges Durcheinander, egal ob Salatzutaten oder Fasnachtskostüme.

    #64Verfassertwocents (460778) 07 Jul. 20, 19:27
    Kommentar

    ... oder Elemente der Schmuckketten am Hosenlatz der Trachtenlederhose.

    #65Verfassermanni3 (305129)  07 Jul. 20, 19:38
    Kommentar

    Deesch'd fei au a Duuranand! :-)

    #66Verfassertwocents (460778)  07 Jul. 20, 21:41
    Kommentar

    https://en.wikipedia.org/wiki/Phugoid

    A phugoid or fugoid /ˈfjuːɡɔɪd/ is an aircraft motion in which the vehicle pitches up and climbs, and then pitches down and descends, accompanied by speeding up and slowing down as it goes "downhill" and "uphill".


    https://www.latimes.com/archives/la-xpm-2001-...

    In preparing for the Orange County spelling bee this year, winner Marisa Choy devoured medical terms and names of mammals. She pored over names of colors and Spanish words. She scrutinized scientific terms and literary terms and words from myths and famous speeches. By sheer osmosis, she soaked up words as familiar as pump, pillbox and sundown and as obscure as phugoid, seiche and kamelaukion.


    https://www.merriam-webster.com/dictionary/phugoid

    phugoid

    adjective

    : of, relating to, or representing variations in the longitudinal motion or course of the center of mass of an airplane in flight

    #67VerfasserNorbert Juffa (236158)  08 Jul. 20, 22:14
    Kommentar

    Morganatische Ehe. Von lat. "Matrimonium ad morganaticam", auch Ehe zur linken Hand.


    Vielleicht lese ich beim Friseur zu viel Auto- oder Sportzeitschriften und zu wenig Adelsblatt.


    Hier hörte ich zuerst davon: Siehe auch: Tschiste Tschaste - #20

    #68VerfasserHarri Beau (812872) 10 Jul. 20, 09:11
    Kommentar

    Nebenbemerkung: Ich habe lange gedacht, daß der Name von Artus' Schwester, Morgana, sich davon irgendwie ableitet.

    #69VerfasserSelima (107) 10 Jul. 20, 09:30
    Kommentar

    Ich kannte den Begriff, aber die Etymologie hat mich jetzt doch erstaunt.

    #70Verfasserjudex (239096) 10 Jul. 20, 09:50
    Kommentar

    Die Ehe zur linken Hand kommt mir oft in den Sinn, wenn ich Leute aus Ländern sehe, die den Ehering standardmäßig links tragen ...

    #71Verfassermbshu (874725) 10 Jul. 20, 10:20
    Kommentar

    Ich kenne den Ring zur linken Hand nur als Verlobungsring.


    --


    Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk hatte die Attitüde eines Demiurgen und die Weltsicht des Offiziers als politischer Macher.

    (SZ)


    Attitüde eines - was??


    Demiurg ist ein Begriff der altgriechischen Umgangssprache und – mit Sonderbedeutung – der philosophischen Fachsprache. Als Demiurgen oder Damiurgen wurden im antiken Griechenland spezialisierte Berufstätige bezeichnet, insbesondere gewerbliche Produzenten. Wikipedia


    Aha...

    #72VerfasserHarri Beau (812872)  13 Jul. 20, 00:17
    Kommentar

    #72 - Dann hast du wohl als junger Erwachsener nie Hermann Hesse gelesen, was? :-)

    #73VerfasserRoland-DUES (1290252) 13 Jul. 20, 00:22
    Kommentar

    Ich kenne den Ring zur linken Hand nur als Verlobungsring.


    In deutschen Landen vielleicht; in vielen anderen Ländern (USA, Schweiz, überhaupt im Süden) ist es genau umgekehrt. Ich glaube sogar, dass Ehering-Rechtsträger weltweit in der Minderheit sind, ohne über belastbare Zahlen zu verfügen.


    Der Demiurg kam mir das erste Mal bewusst bei Umberto Eco unter.

    #74VerfasserCarullus (670120) 13 Jul. 20, 06:29
    Kommentar

    Als ich mit meiner (jetzigen) Frau, damals noch Verlobte, in den 60er-Jahren in Großbritannien war, hatten wir als Unverheiratete keinerlei Schwierigkeit mit gemeinsamen Zimmern (damals waren die Sitten noch ziemlich streng), weil wir an der linken Hand unseren Verlobungsring trugen - für die Briten ein Zeichen, dass wir verheiratet waren.

    #75VerfasserPeterK. (599041) 13 Jul. 20, 09:15
    Kommentar
    Bagasse, die
    Subst., fem.

    Pressrückstand bei der Zuckergewinnung aus Rohrzucker.

    o.O
    #76Verfassertigger (236106) 14 Jul. 20, 09:37
    Kommentar

    Ein bißchen OT:

    Ich habe gerade herausgefunden, dass es für Nesthäkchen, folgt man Leo, kein Ä'quivalent gibt. Dabei ist es ein so schönes, warmes Wort.

    #77Verfasserjudex (239096)  14 Jul. 20, 22:27
    Kommentar

    Noch mehr OT:

    Wir waren nie verlobt und tragen Ehering erst seit unserer Verehelichung. Das aber, spontan und ohne Absprache, beide links. „Nun steck ihr/ihm […] diesen Ring an die Rechte“ Hä? Davon war doch nie die Rede? Wir haben einander jeweils die Linke hingehalten. Das ist dem Publikum natürlich nicht entgangen und führte später zu einer nicht repräsentativen Umfrage. Ergebnis: Der Rhein scheint (für Deutsche) die Grenze zu sein. Die „Linksträger“ sind mehrheitlich linksrheinischer Herkunft. Das Phänomen wurde dann zum Relikt napoleonischer Administration erklärt 😁

    #78VerfasserC3PO (877869) 15 Jul. 20, 12:18
    Kommentar
    Gerade las ich in der Hessenschau-App: "Laufhäuser wollen wieder öffnen". Ich hielt das für einen Tippfehler, bis ich mir den Artikel näher angeschaut habe. "Laufhaus" habe ich wirklich noch nie gehört!
    #79VerfasserLaughaire (1296627) 15 Jul. 20, 19:29
    Kommentar

    zum #78 OT:

    Als Verhehelichungsverächter kommt man um manch interessante Frage herum... Als kulturhistorisch Interessierter stößt man dann auf angeblich eindeutige kulturelle Prägungen und Tendenzen:

    • "In Deutschland und Österreich sowie in Polen, Bulgarien, Norwegen und Russland wird der Ehering traditionell am Ringfinger der rechten Hand getragen. In den meisten anderen Ländern ist dies nicht der Fall: dort trägt man den Ehering an der linken Hand. So zum Beispiel in südlichen Ländern, den USA und auch der Schweiz." Q, "In mediterranen Ländern wie etwa Frankreich, die Türkei, Kroatien, Portugal oder Zypern kann man generell behaupten, dass der Ehering an der linken Hand getragen wird." Q)
    • "die Deutschen rücken nach links – zumindest bei der Eheringfrage. Immer mehr verheiratete Paare tragen ihren Trauring an der linken Hand, auch wenn sich die Mehrheit in Deutschland noch für die rechte entscheidet." Q)
    #80Verfasserlingua franca (48253)  15 Jul. 20, 20:25
    Kommentar

    #79: Ich bin an einem solchen Etablissement schon einige Male vorbeigekommen, in einem Gewerbegebiet. Das Wort war mir bis dahin auch völlig unbekannt, aber die Funktion ließ sich aus dem Erscheinungsbild der Fassade ableiten.


    Zurück zum Thema: Angare.

    Eine Definition habe ich bisher nicht finden können, aber aus dem Kontext geht hervor, daß es sich entweder um den Angehörigen eines historischen Volkes der Angaren oder um einen Meldereiter handelt. Oder beides in Personalunion, natürlich.

    #81VerfasserC3PO (877869) 15 Jul. 20, 20:53
    Kommentar

    ovovivipar – ein Zwischending zwischen eierlegend und lebendgebärend. Das deutsche Wort klingt nicht minder verwirrend: eilebendgebärend.

    #82VerfasserJanZ (805098) 16 Jul. 20, 20:47
    Kommentar

    Kuld – Wenn ich nicht von Euch gelernt hätte, daß Kolder „Decke“ bedeutet, wäre ich wohl ratlos gewesen. Diese Bedeutung paßte aber perfekt zum Kontext.

    #83VerfasserC3PO (877869) 20 Jul. 20, 20:19
    Kommentar

    https://en.wikipedia.org/wiki/Growler_(jug)

    A growler is a glass, ceramic, or stainless steel bottle (or jug) used to transport draft beer in the United States, Canada, Australia, Brazil and other countries. They are commonly sold at breweries and brewpubs as a means to sell take-out craft beer.


    https://www.ahdictionary.com/word/search.html...

    growl·er 

    n. 

    [...]

    4. A container used for carrying draft beer, especially a half-gallon or gallon glass jug with a gasket or screw cap.

    #84VerfasserNorbert Juffa (236158) 24 Jul. 20, 02:35
    Kommentar

    Blackfishing: Wenn man schwarze Fische fängt.


    Ah, nein, Entschuldigung, ich habe mich vertan. Das ist, wenn man ohne entsprechende Lizenz angelt. Verflixt, schon wieder falsch. Also, es geht darum, dass man (oder meistens frau) sich (nicht jedoch seinem Fisch) mit Hilfe kosmetischer Produkte einen dunkleren Teint gibt. Jetzt stimmts aber. Ganz ehrlich.

    #85Verfassermordnilap (835133) 25 Jul. 20, 23:07
    Kommentar

    gefriendzoned


    war mir im Deutschen bisher unbekannt :-)


    Siehe auch: I got friend-zoned

    #86VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 26 Jul. 20, 08:56
    Kommentar

    Leutausrichten


    Der Kontext läßt vermuten, daß es “Klatsch und Tratsch“, „über Abwesende herziehen“ oder Ähnliches bedeutet.

    #87VerfasserC3PO (877869) 26 Jul. 20, 16:34
    Kommentar

    So ist es. Bei uns war das absolut üblich - nicht das Leuteausrichten, sondern der Begriff.

    Jetzt hear abr auf so d'Leit ausz'richten.


    Im Dt. WB der Grimms:

    6 hieran reiht sich ein früher ganz häufiges, jetzt erloschnes ausrichten mit dem acc. der person und der bedeutung von expedire, abfertigen oder berichten: nit darumb, das du umb woltest laufen von ainer zuͦ der andern und iederman auszrichten (aburtheilen). Keisersb.has im pf. Bb 3ᵃ;

    https://www.dwds.de/wb/dwb/ausrichten


    ... wobei sie sich da irren. Im Schwäbischen zumindest, also in meinem jedenfalls, ist das noch lang nicht erloschen.

    #88VerfasserSelima (107)  26 Jul. 20, 16:49
    Kommentar

    Danke, Selima!


    Ich hab es aus einem 2014 erschienen Regionalkrimi, der im Raum Regensburg spielt.

    #89VerfasserC3PO (877869) 26 Jul. 20, 17:21
    Kommentar

    Ich würde sogar sagen, das ist im gesamten bairischen Raum verbreitet. Franken weiß ich nicht.

    #90Verfasserbluesky (236159) 26 Jul. 20, 17:33
    Kommentar

    Für Österreich kann ich es bestätigen: ausrichten + akk., als tuscheln, hinter seinem Rücken über ihn reden.

    #91VerfasserCarullus (670120) 27 Jul. 20, 07:49
    Kommentar

    Sieht so aus, als sei es grob gesprochen im oberdeutschen Raum noch geläufig.


    #90 Da, wo ich herkomm, spricht man kein Bairisch.

    #92VerfasserSelima (107) 27 Jul. 20, 08:07
    Kommentar

    #90 Da, wo ich herkomm, spricht man kein Bairisch

    Das könnte dann auch München & weite Teile Oberbayerns sein.

    #93Verfasserjo-SR (238182) 27 Jul. 20, 08:26
    Kommentar

    Mei Jo ...

    So schön wie in Straubing natürlich nicht, aber Selima (und ich auch) stammen aus einer Region, die nicht zum bairischen Sprachraum gehört, wohl aber zum oberdeutschen.

    Und dort werden Leute ausgerichtet.

    #94Verfassertwocents (460778) 27 Jul. 20, 08:57
    Kommentar

    Hier™ habe ich es noch nicht gehört, aber hier ist auch gerade noch kein oberdeutscher Sprachraum. Könnte also die Theorie bestätigen.

    #95VerfasserJanZ (805098) 27 Jul. 20, 09:04
    Kommentar

    Ich, elterlich Berlin/Hessen, kenne es nicht. Erst bei ausrichten = aburteilen hat es bei mir überhaupt geklingelt. "Ausrichten" kenne ich nur im Sinne von "einem Dritten eine Nachricht weitergeben". "Ich soll Dir ausrichten, du sollst die Brötchen nicht vergessen!". Umgangssprachlich übrigens meist mit Indikativ, als quasi direkte Rede/ wörtliche Wiedergabe.

    #96Verfasserjudex (239096) 27 Jul. 20, 09:48
    Kommentar

    Von einem Österreicher - Sebastian Kurz - hörte ich auch folgendes Wort zum ersten Mal: frugal


    In einem Fernsehbeitrag - natürlich ging es um die Sparsamen Vier.

    #97Verfasserhansmartin (817546) 27 Jul. 20, 10:09
    Kommentar

    Wie war denn der ganze Satz, in dem Kurz das Wort sagte? Meine deutschen Eltern sprechen auch gerne von einem „frugalen Mahl“, was ich früher an „Frucht“ angelehnt und es daher genau umgekehrt von der eigentlichen Bedeutung verstanden habe. Aktuell gibt es auch die Bewegung des Frugalismus: Sparsam leben und dann sehr früh in Rente gehen.

    #98VerfasserJanZ (805098) 27 Jul. 20, 10:49
    Kommentar

    *gg* *aufzeig* Ich hab auch lange damit gekämpft, frugal als sparsam, einfach zu verstehen. Frugal klingt nach Frucht und üppig.

    #99VerfasserSelima (107) 27 Jul. 20, 10:56
    Kommentar

    Kurz hat das wohl aus dem Englischen abgeleitet, da heißen die Sparsamen Vier ja auch "Frugal Four".

    #100Verfasserpenguin (236245) 27 Jul. 20, 10:58
    Kommentar

    Natürlich ist frugal im Englischen weiter verbreitet, aber ein false friend ist es nicht. Als Fremdwort kennt es sogar der Duden. Die Ableitung von "Frucht" (Nur Früchte, also v.a. kein Fleisch = ärmlich bzw. sparsam) erscheint jetzt auch nicht so weit hergeholt.

    #101VerfasserCarullus (670120)  27 Jul. 20, 11:23
    Kommentar

    DWDS: Entlehnung (18. Jh.) von frz.frugal ‘mäßig, einfach’ bzw. unmittelbar aus lat. frūgālis ‘nutzbar, wirtschaftlich, sparsam’,


    #100 halte ich trotzdem für naheliegend

    #102Verfassermanni3 (305129)  27 Jul. 20, 12:27
    Kommentar

    Duden und Wiktionary führen es beide auf frux, frugis zurück. Das DWDS-Zitat mag aber erklären, wie sich die Bedeutung entwickelt hat, von „fruchtbringend“ zu „sparsam“.

    #103VerfasserJanZ (805098) 27 Jul. 20, 12:48
    Kommentar
    tropopause

    When the earth warms in the spring and summer months, hot wet air rushes upward in columns, where it collides with cool dry air, forming volatile cumulus clouds that can begin to swell against the top of the troposphere, at times carrying as much as a million tons of water. If one of these budding cells manages to punch through the tropopause, as the boundary between the troposphere and stratosphere is called, the storm mushrooms, feeding on the energy-rich air of the upper atmosphere. As it continues to grow, inhaling up more moisture and breathing it back down as rain and hail, this vast vertical lung can sprout into a self-sustaining system that takes on many different forms.
    https://www.nytimes.com/interactive/2020/07/2...

    virion

    Viruses are quite conniving for things that are not alive. A bacterium is a living cell that can survive and reproduce on its own. By contrast, a virion, or virus particle, can do nothing alone; it reproduces only by co-opting the cellular machinery of its host. Each virion consists of nothing more than a piece of DNA or RNA encased in protein, sometimes surrounded by a lipid membrane. When it gets itself sucked into a cell, it manipulates the host into building the proteins necessary for viral replication—in essence, turning it into a virus factory. Some of the proteins start to work on duplicating the virus’s genome; others form a new viral coat. Those components get bundled into entirely new virions, produced by the thousands, which then pop out of the cell and make their way to other cells, within the same body or in a new one, happy to sail on the winds of a sneeze.
    https://www.newyorker.com/magazine/2020/04/13...

    #104Verfasserhm -- us (236141) 27 Jul. 20, 13:17
    Kommentar

    Re Tropopause. Es gibt auch noch die Stratopause, die Mesopause und die Thermopause. Alles Grenzschichten in der Atmosphäre.

    #105Verfasserbluesky (236159) 27 Jul. 20, 15:50
    Kommentar

    Die Menopause ist allerdings in einem andereren Kosmos.

    #106Verfasserjudex (239096) 27 Jul. 20, 16:29
    Kommentar

    Und die Kaffeepause erst mal.

    #107VerfasserJanZ (805098) 27 Jul. 20, 16:50
    Kommentar

    Gibt es eigentlich Lichtpausen und Blaupausen noch?

    #108VerfasserMiMo (236780) 27 Jul. 20, 17:49
    Kommentar

    Aus einem Brief von Golo Mann an Klaus Mann (1936): "An seiner Stelle wäre ich a) nicht so naiv auf die kommunistischen Fadaisen [Duden: Albernheiten, Geschmacklosigkeiten] hereingefallen und b) ... ".

    #109VerfasserBraunbärin (757733)  28 Jul. 20, 13:55
    Kommentar

    News: (Person XX) at the helm of the YY


    'helm' ... Erstaunlich, was ich in all den Jahrzehnten definitiv noch nie gelesen habe.

    #110VerfasserBraunbärin (757733) 29 Jul. 20, 12:06
    Kommentar

    Ich hätte das auch nicht gekannt, wenn ich nicht Hobbyseglerin wäre...


    (Und evtl. wird es auch in den englischen Originalfilmen von Star Trek & Co gebraucht.)

    #111Verfasservirus (343741) 29 Jul. 20, 17:20
    Kommentar

    https://www.merriam-webster.com/dictionary/ei...

    eisegesis

    noun

    : the interpretation of a text (as of the Bible) by reading into it one's own ideas

    #112VerfasserNorbert Juffa (236158)  30 Jul. 20, 20:43
    Kommentar

    Auf dem Etikett einer Speiseölflasche steht: "Die kalte Extraktion bewahrt am besten den Reichtum der organoleptischen Eigenschaften dieses Öls".


    organoleptisch = die sensorisch beurteilbaren Eigenschaften

    #113VerfasserLeseratz (238114) 30 Jul. 20, 21:20
    Kommentar

    Besammlung


    https://www.duden.de/rechtschreibung/Besammlung


    >Der Kubaner war einfach nicht zur Besammlung erschienen.<</p>


    Das Wort ist derart hässlich, daß ich auf einen weiteren Verbleib in der Schweiz hoffe.


    #114Verfasserjo-SR (238182) 03 Aug. 20, 09:24
    Kommentar

    #112

    That's a nice one. I wish I'd known it while I was teaching literature.

    #115VerfasserThirith (1037221) 03 Aug. 20, 10:49
    Kommentar

    Der Illativ ist ein grammatikalischer Lokalkasus, der die Bewegung „hinein“ ausdrückt. Er tritt in der litauischen Sprache und in den Sprachen der finno-ugrischen Sprachfamilie auf.

    (Wikipedia)



    #116Verfasserjudex (239096) 03 Aug. 20, 13:12
    Kommentar

    Siehe auch: Leeches in language learning

    Siehe auch: Wörter, von denen ich im Leben noch nicht ge...


    Steht untereinander,

    Passt untereinander - ich hab leeches noch nie gehört

    #117VerfasserMasu (613197)  03 Aug. 20, 17:10
    Kommentar

    #116: Oh, da wirst du beim Blick in eine finnische Grammatik vermutlich noch mehr Wörter finden, die du bisher nicht kanntest: Allativ, Elativ, Inessiv, Adessiv, …


    Übrigens sind die Finnen genauso „in jemanden“ verliebt wie wir, d.h. sie stellen das Objekt der Begierde in den Illativ, so wie sie bei „Ich gehe ins Haus“ das Haus in den Illativ stellen. Ich finde das ein schöneres Bild als im Englischen, wo man „mit“ jemandem verliebt ist, obwohl er/sie das vielleicht nicht mal weiß.

    #118VerfasserJanZ (805098)  03 Aug. 20, 17:19
    Kommentar

    Komorbidität

    Den Anführer der freien Welt so zu bezeichnen is scho a bissl bös!


    >Trumpf ist eine Komorbidität der COVID-19-Pandemie. Er ist nicht allein für das Fiasko Amerikas verantwortlich, aber er steht im Mittelpunkt des Geschehens.<</p>

    #119Verfasserjo-SR (238182) 06 Aug. 20, 11:47
    Kommentar

    Aus Belgien: Die Herren Paul Magnette & Bart De Wever sind Vorregierungsbildner.

    Was man mit der deutschen Sprache so alles bilden kann.


    #120Verfasserjo-SR (238182) 13 Aug. 20, 13:00
    Kommentar
    #121VerfasserHarri Beau (812872) 13 Aug. 20, 13:03
    Kommentar

    Letzten Winter erklärten unsere Verkehrsbetriebe, dass wegen eines Personalunterbestands einige S-Bahnen ausfallen müssten. ("viele Mitarbeiter krank" hätte wohl zu poplig geklungen)

    #122VerfasserMöwe [de] (534573) 13 Aug. 20, 13:05
    Kommentar

    Na ja, eine Schwangerschaft ist ja auch keine Krankheit.

    #123VerfasserHarri Beau (812872) 13 Aug. 20, 13:06
    Kommentar

    Oder wenn man einfach zu wenig Leute eingestellt hat. Der normale Ausdruck dafür wäre schlicht und einfach „Personalmangel“.

    #124VerfasserJanZ (805098) 13 Aug. 20, 13:11
    Kommentar
    Wird aber von vielen Arbeitgebern so behandelt. Egal wie früh die Frauen mitteilen, dass sie schwanger sind, 6 Wochen vor dem errechneten Termin bricht ga-ran-tiert Panik aus, weil man ga-ran-tiert nicht rechtzeitig für eine Vertretung gesorgt hat, für deren Suche man ja nur mehr als ein halbes Jahr Zeit hatte. Und die Mitarbeiterin ganz plötzlich in Mutterschutz geht.
    #125Verfassertigger (236106) 13 Aug. 20, 13:11
    Kommentar

    Nein, Harri, keine Krankheit und daher auch nicht ansteckend genug, um als Grund für den zeitgleichen Ausfall zahlreicher Straßenbahnfahrerinnen in Frage zu kommen.


    (Aus anderen Quellen konnte man dann erfahren, dass damals tatsächlich hoher Krankenstand + Winterurlaube der Mitarbeiter/innen für den Engpass verantwortlich waren.)


    Tja, tigger, die Kinder kommen einfach immer so arg plötzlich und überraschend zur Welt...

    #126VerfasserMöwe [de] (534573)  13 Aug. 20, 13:33
    Kommentar

    Husse, Stehtischhusse Bild 1 Bild 2

    #127Verfassermanni3 (305129)  14 Aug. 20, 20:39
    Kommentar

    RE: Husse


    Da mußte ich auch erst 60+ werden, um diesem Wort zu begegnen ;-)

    #128Verfasserjudex (239096) 14 Aug. 20, 21:42
    Kommentar

    Das ist einfach die eingedeutschte Schreibweise des französischen Worts Siehe Wörterbuch: [fr-de] housse

    #129Verfasserpenguin (236245) 14 Aug. 20, 23:12
    Kommentar

    Das französische Wort kannte ich erst recht nicht ;-)

    Aber schön: eingedeutscht und mal kein Anglizismus ...

    #130Verfassermanni3 (305129)  14 Aug. 20, 23:56
    Kommentar

    "Husse" ist in Deutschland die gebäuchliche Schreibweise eines ungebräuchlichen Wortes, in der Schweiz ist es tatasächliich "Housse"..

    Für Sitzgelegenheiten wie Stühle, Sessel und Sofas gibt es schon lange Hussen aus festem, nicht dehnbarem Stoff. Die dehnbaren Strümpfe für Party-Stehtische sind erst seit relativ kurzer Zeit üblich.


    Nicht zu verwechseln mit Hutze. :-)

    #131Verfassertwocents (460778)  15 Aug. 20, 07:07
    Kommentar

    Zur Etymologie fand ich im CNRTL

    De l'a. b. frq. *hulftia « couverture » (devenu de très bonne heure *hultia) que l'on peut restituer d'apr. l'a. h. all. hulft,

    a. b. frq. - ancien bas francique, Altfränkisch

    a. h. all. - ancien haut allemand, Althochdeutsch


    Zu Husse, Housse und dem vermutlich verwandten Hutze (Automobilbau) fand ich nichts.

    Zu einer möglichen Verbindung zu Hut, behüten fand ich nichts.

    #132Verfassermanni3 (305129)  15 Aug. 20, 09:10
    Kommentar

    Die Husse kannte ich wohl, über ihre etymologische Herkunft hatte ich mir aber noch nie Gedanken gemacht. Ist ja ein interessantes dt.-frz. Pingpong.

    Das habe ich im Lexer (Mhd WB) gefunden:

    hulst stf. (BMZ I. 680b) decke, hülle Mart. (50,104). hulft Nib. Bit. 2309; holfte, hulfe, hulfter corytus, köcher Dfg. 151b. gt. hulistr, nhd. hülle, schleier, zu ahd. huljan. vgl. hülse.

    http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgu...

    #133VerfasserSelima (107) 15 Aug. 20, 11:06
    Kommentar

    Danke für den Link, Selima!


    Mich hatte das H am Anfang stutzig gemacht, weshalb ich eine altfränkische Wurzel fürs Französische vermutete.

    #134Verfassermanni3 (305129)  15 Aug. 20, 11:24
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    Dein Bild1 ist ja ... lustig. Man öffnet und denkt sich - der Laschet ist eine Husse? Eine Hülle für einen möglicherweise etwas herabgewirtschafteten Stehtisch? Hmmmmm :-)

    #135VerfasserSelima (107)  15 Aug. 20, 11:28
    Kommentar

    Kabotage


    Nie gehört.

    #136Verfasserjudex (239096) 23 Aug. 20, 11:47
    Kommentar

    Da bin ich als Logistiker mal wieder im Vorteil :-).

    #137VerfasserJanZ (805098) 23 Aug. 20, 12:04
    Kommentar

    Einemsen - weder vom aktiven noch vom passiven hatte ich bisher gehört.

    #138Verfasserkikært (236250) 25 Aug. 20, 10:54
    Kommentar

    Und natürlich auch in LEO: Siehe auch: anting - Einemsen :-)

    #139VerfasserSelima (107) 25 Aug. 20, 11:08
    Kommentar

    :-) Wobei Einemsen auch einfach ein fabelhaftes Buchstabenbild hat, da kommt anting nicht ran ...

    #140Verfasserkikært (236250) 25 Aug. 20, 11:13
    Kommentar

    Definitiv! Emsig emste sich die Meise ein. Schöner geht's nicht.

    #141VerfasserSelima (107) 25 Aug. 20, 11:19
    Kommentar

    Duden und DWDS kennen das Wort auch nicht ;-)

    #142Verfassermanni3 (305129) 25 Aug. 20, 11:30
    Kommentar
    #143Verfasserbluesky (236159) 25 Aug. 20, 14:51
    Kommentar

    Grimm hat Emse als Ameise, aber kein Verb dazu.

    #144Verfassermanni3 (305129)  26 Aug. 20, 15:00
    Kommentar

    barmen

    https://www.zeit.de/kultur/index


    Um den Song "WAP" von Cardi B und Megan Thee Stallion ist in den USA eine wilde Diskussion entbrannt. Konservative barmen, Gynäkologinnen danken für die Sexualaufklärung.


    DWDS

    bar·men

    /bármen/

    1. 1.
    2. landschaftlich•veraltet
    3. mit Mitgefühl erfüllen
    4. "die frierenden Kinder barmten ihn"
    5. 2.
    6. besonders norddeutsch
    7. jammern, lamentieren
    8. "die Frau barmte um das Kind/wegen des Kindes"


    Ngram Viewer

    jammern 1900

    barmen    10




    barmen 1 ist mir aus dem Dialekt bekannt.

    barmen 2 wie im Artikel der Zeit ist mir neu



    #145Verfassermanni3 (305129)  27 Aug. 20, 20:54
    Kommentar

    Ja, wenn es jemanden barmt, ob der Zustände, dann sollte er sich erbarmen. Letzteres ist wohl noch lebendige Sprache.

    #146Verfasserjudex (239096) 27 Aug. 20, 22:31
    Kommentar

    https://www.duden.de/rechtschreibung/Lampassen

    Lampassen, die

    breite Streifen an [Uniform]hosen


    I originally encountered the English word, and was wondering what lamp-asses might be:


    https://en.wiktionary.org/wiki/lampasse#English

    lampasse (plural lampasses)

    1. A colored cloth stripe sewn along the outer seam of uniform trousers

    #147VerfasserNorbert Juffa (236158)  29 Aug. 20, 00:42
    Kommentar

    Das war mir auch total unbekannt.

    Zum Spaß ein bisschen geguhgelt, woher es kommt:


    wikipedia

    Das Wort Lampas kommt aus dem Französischen, wo es ein schweres seidenes oder damastartigesGewebe bezeichnet.


    Lampas wird mit einer Hauptkette in Leinwand-, Köper- und Atlasbindung und einer Bindekette für die Bildmusterung (Figurschüsse) gewebt, tritt in italienischen, spanischen und französischen Geweben des späten Mittelalters bzw. der Renaissance auf und wird heute für schweren Möbelstoff oder für Paramente eingesetzt.


    Elle est sans doute originaire de Chine, ou de Perse, et connue en Europe à partir du Xe siècle.


    CNRTL

    var. nasalisée de lape, de même sens, ces formes n'étant attestées que dans les dial., v. FEW t. 16, p. 432 b. Lape vient de l'a. b. frq. labba « bout d'étoffe, lambeau » (v. lambeau).


    1480 « morceau d'une étoffe déchirée » (G. Coquillart, Droitz nouveaulx, 516 ds Œuvres, éd. M. J. Freeman, p. 153). Dér. de l'a. b. frq. *labba « morceau d'une étoffe déchirée », cf. l'a. h. all. lappa « pan de vêtement, lambeau », all. Lappen, m. b. all. lappe « lambeau ».


    LEO

    lambeau - Fetzen, Lumpen


    [m. b. all. - moyen bas allemand est une langue germanique occidentale issue du vieux saxon et à l’origine du bas allemand moderne.]

    #148Verfassermanni3 (305129)  29 Aug. 20, 09:08
    Kommentar
    In Kärnten gibts Überschwemmungen, die Draubermen werden gesperrt. Häää?!
    Ach das Dingsda hat einen Namen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Berme?wprov=sfla1
    #149Verfassertigger (236106) 30 Aug. 20, 22:43
    Kommentar

    Ich habe „Berme“ natürlich auch nicht gekannt, deshalb „Drauberme“ gerade als einziges, nicht zusammengesetztes Wort gelesen, wie „Lederne“.

    Wiki hilft: Drau-Berme

    #150Verfassertwocents (460778)  31 Aug. 20, 06:49
    Kommentar

    Als Basküle bezeichnet man bei Schusswaffen mit Kipplauf das kastenförmige Werkstück aus Metall welches den Lauf bzw. die Läufe mit dem Hinterschaft verbindet.

    #151VerfasserCarullus (670120)  31 Aug. 20, 08:06
    Kommentar
    #152Verfasserjo-SR (238182) 31 Aug. 20, 09:29
    Kommentar

    Ich kenne das Wort schon seit einer Weile, gesehen habt ihr sie sicher alle schon mal, aber kennt ihr auch den Ausdruck Gabione?

    #153VerfasserSerendipity_4 (677936) 31 Aug. 20, 09:38
    Kommentar

    Nachdem die jetzt überall rumstehen und nerven - ja.

    #154VerfasserSelima (107) 31 Aug. 20, 09:41
    Kommentar

    In (Vor)gärten finde ich sie auch grauenhaft.


    Auf Gewerbeflächen mögen sie ja OK sein; allerdings denke ich immer: ist heute noch jemand in der Lage, eine anständige Trockenmauer zu errichten? So wie Menschen das schon vor Hunderten von Jahren konnten?


    #155VerfasserSerendipity_4 (677936) 31 Aug. 20, 09:49
    Kommentar

    Und bei Gabione denke ich gleich an Rigole, weil ich mir beides lange Zeit nicht merken konnte.

    #156Verfasserjudex (239096) 31 Aug. 20, 10:16
    Kommentar

    Gabionen kenne ich hier eigentlich nur als Befestigung im Straßenbau, noch nie habe ich so ein Ding in einem Garten gesehen. Ich kannte zwar das Rigolen (dreimaltiefes Umgraben) aber nicht die Rigole, dafür seit einigen Jahren ihr englisches Pendant: (bio)swale.

    #157VerfasserNorbert Juffa (236158) 31 Aug. 20, 12:41
    Kommentar

    Gabionen grenzen doch auch gerne diese Schottergärten des Grauens ein, oder? *schüttel*


    Ich hab' gerade auch was neues gelernt, wisst ihr, welche Technik "Ochi" (auch Schiffchenarbeit oder Frivolité) ist?

    "Occhi (italienisch ‚Augen‘),... , ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels des auf ein Schiffchen aufgewickelten Fadens Spitzen hergestellt werden. Da die einzelnen Glieder der Spitze wie kleine Augen aussehen, wird diese Technik „Occhi“ genannt."

    (engl: tatting)

    Sieht sehr schön aus.

    #158VerfasserSpinatwachtel (341764) 31 Aug. 20, 12:42
    Kommentar

    Gabionen im privaten Bereich sind seit Jahren im Trend. Preiswerter wird ein Heimwerker kaum einen Hang befestigen können. Mit Pflanzringen aus Beton vielleicht, aber die sind nicht so stabil und dazu potthässlich.

    #159VerfasserHarri Beau (812872)  31 Aug. 20, 12:52
    Kommentar

    Potthässlich sind Gabionen auch. Umnd sie tragen zur Bodenversiegelung bei.

    #160VerfasserSerendipity_4 (677936) 31 Aug. 20, 13:01
    Kommentar

    Ich bin zwar kein Gabionenfan, aber den Versiegelungsaspekt kann man vernachlässigen. Nicht alle Gabionenarten brauchen ein Betonfundament, und selbst wenn, ist dieses kaum breiter als die Gabione selbst. Sie "versiegelt" den Boden also nicht mehr als eine normal gemauerte Mauer. Innerhalb des Drahtkorbes sind die Steine locker geschüttet, auch da versiegelt nichts.


    Die grauenhaften Schotter"gärten" mit ihren großflächig verlegten Folien unter den Steinen sind da ein viel größeres Problem (wobei es auch da durchlässige Folien gibt.)


    In BW werden die übrigens jetzt verboten! :-)


    #161VerfasserGaleazzo (259943)  31 Aug. 20, 13:11
    Kommentar

    Sie tragen zur Bodenversiegelung bei?? Wie das denn, sie stützen einen Hang, damit er nicht auf Straße oder Garten rutscht. Wasserdicht sind sie nicht, belegen auch kaum Fkäche. Ich finde jedenfalls, es gibt nichts hässlicheres als Pflanzringe aus Beton. Natürlich sind Trockenmauern aus heimischen Bruchstein wesentlich ansehnlicher, aber das muss man sich leisten können und können auch nur bis in eine begrenzte Höhe realisiert werden.

    #162VerfasserHarri Beau (812872) 31 Aug. 20, 13:14
    Kommentar

    Harri, in die Pflanzringe muss man natürlich etwas pflanzen, das diese überwuchert. ;-)

    Auch Gabionen kann man mit Pflanzen beranken lassen oder die Lücken zwischen den Steinbrocken mit kleinen, Mauerfugen liebenden, Pflanzen bestücken. Dann sieht das schon besser aus und ist ökologisch wertvoller.

    #163VerfasserGaleazzo (259943) 31 Aug. 20, 13:20
    Kommentar

    Könnt Ihr die Diskussion über Schönheit und Nützlichkeit von Gabionen bitte verlagern?

    Ich freue mich sonst jesdesmal vergeblich, hier ein neues Wort zu finden ...

    #164Verfassertwocents (460778)  31 Aug. 20, 13:26
    Kommentar

    Dann nur für dich das Wort: Dackelzug 😘

    #165VerfasserJayVienna (1269945) 31 Aug. 20, 17:03
    Kommentar

    Nicht zu verwechseln mit dem Zugluftdackel ;-)

    #166Verfasserjudex (239096) 31 Aug. 20, 17:42
    Kommentar

    Siehe auch: Brötchendrücker


    Kein Beruf und kein Schimpfwort. :-))

    #167VerfasserSpinatwachtel (341764) 01 Sep. 20, 10:16
    Kommentar

    Und Brötchenverdrücker ist ein Vielfraß ;-)

    #168Verfassermanni3 (305129)  01 Sep. 20, 10:59
    Kommentar

    Das Verb noppen. Es bedeutet laut DWDS-Eintrag "Gewebe mit Noppen weben" und laut diverser Wörterbücher aus dem 19. Jahrhundert bedeutete es früher "Noppen aus einem gewebten Stoff entfernen". Was direkt zum nächsten Wort führt: Zwar kannte ich das Wort "Noppen" als vorstehende Dinger bei Lego, Kondomen usw., aber dass Noppe ursprünglich für Knubbel im Stoff stand, wusste ich nicht.


    Auch hier gibt es, je nachdem ob die Noppen stehen blieben oder aufgeschnitten wurden, plüschartige und ripsartige Erzeugnisse.

    Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 108

    Beim Herausziehen der Ruten werden die Noppen zerschnitten, und die zerschnittenen Faserenden bilden den plüschartigen Flor.

    o. A.: Lexikon der Kunst - T. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 45610

    (maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora)


    #169VerfasserMattes (236368)  01 Sep. 20, 12:26
    Kommentar

    lehenrührig / Lehenrührigkeit und kurmedig/kurmedepflichtig


    Wer einem König oder Kurfürsten oder sonstigen Landesherren lehenrührig, kurmedepflichtig und/oder zinspflichtig war, hatte an denjenigen Abgaben und/oder Dienste zu leisten.



    #170VerfasserLeseratz (238114) 02 Sep. 20, 21:09
    Kommentar

    https://en.wikipedia.org/wiki/Inspissation

    Inspissation is the process of thickening by dehydration

    #171VerfasserNorbert Juffa (236158)  03 Sep. 20, 07:42
    Kommentar

    Auf der Suche nach der Antwort, ob es "Figur 2 zeigt dasselbe" oder "Dasselbe" heißen muss, fand ich im Duden das mir bis dato völlig unbekannte Wort selbdritt, veraltet für "zu dritt miteinander".

    #172VerfasserYarith (877626) 03 Sep. 20, 12:19
    Kommentar

    Guxtu Leonardos Anna selbdritt :-)

    Ein beliebtes Motiv in der christlichen Ikonographie.

    #173Verfassermanni3 (305129)  03 Sep. 20, 12:39
    Kommentar

    Das Gfrast, pl die Gfraster.

    Kam in nem österreichischen Krimi vor und bezeichet ein ungezogenes Kind bzw. einen pubertär blöden Jugendlichen,.

    #174Verfassertwocents (460778) 06 Sep. 20, 23:22
    Kommentar

    Gastgeberei. Erschließt sich sich ja problemlos, aber heute erstmals auf einem Hinweisschild gelesen.

    #175VerfasserC3PO (877869) 06 Sep. 20, 23:35
    Kommentar

    Das würde ich als pseudo-originelle Eigenkreation einordnen, schnelles Guhgln führt zu "Gastgeberei und Kreativhaus".


    #176Verfassertwocents (460778)  06 Sep. 20, 23:38
    Kommentar

    ich tachinier'





    (natürlich nicht)

    #177VerfasserSerendipity_4 (677936)  07 Sep. 20, 09:26
    Kommentar

    #176: Es war aber nicht das eine, das die erste Trefferseite füllt. (Nicht alle Treffer; einer der ersten bietet sinnigerweise „Luxustoilettenwagen“ an 😁).

    #178VerfasserC3PO (877869) 07 Sep. 20, 09:32
    Kommentar

    Und Edith sagt noch: Eher Dachbodenfund als Eigenkreation: https://www.dwds.de/r/?corpus=dtaxl;q=Gastgeberei

    #179VerfasserC3PO (877869) 08 Sep. 20, 18:14
    Kommentar

    Akrostichon


    Ein Leistengedicht, aber was ist das??

    #180Verfasserjudex (239096) 08 Sep. 20, 22:19
    Kommentar

    Wenn, so kommt es vor

    eine Zeile

    reimlos bleibt

    liegt so hin und wieder

    in manchen Fällen aber auch

    ein Reim kann ja nicht schaden

    stets kann man nicht sagen

    trotzdem kommt es vor

    dass einige es wagen

    aus Jux und Dollerei

    sozusagen



    Das ist eins :-)

    #181Verfasserno me bré (700807)  08 Sep. 20, 22:30
    Kommentar

    Ein bekanntes Akrostichon findet sich in der niederländischen Nationalhymne, dem Wilhelmus, in der die Anfangsbuchstaben der fünfzehn Strophen in Originalschreibweise den Namen "Willem van Nassov" bilden (durch Änderung der Rechtschreibung ist es heute Willem van Nazzov). Gewöhnlich wird nur die erste oder die erste plus die sechste Strophe gesungen.


    Wilhelmus van Nassouwe ...

    In Godes vrees te leven ...

    Lijdt u, mijn onderzaten ...

    Lijf en goed al te samen ...

    [...]

    #182VerfasserNorbert Juffa (236158)  08 Sep. 20, 23:26
    Kommentar

    Was ihr alles wisst *staun* (181, 182)...

    #183Verfasservirus (343741) 09 Sep. 20, 11:55
    Kommentar

    Ein bekanntes Kirchenlied von Paul Gerhardt ist "Befiehl du deine Wege". Die Anfangswörter der zwölf Strophen bilden als Akrostichon den Psalmvers 37,5

    #184VerfasserPuppengesicht (807439)  09 Sep. 20, 12:12
    Kommentar

    Wilhelmus von Nassawe

    bin ich von teutschem blut,

    Sowas müssen Holländer singen!  :o)

    #185Verfasserjo-SR (238182) 09 Sep. 20, 12:16
    Kommentar

    @virus


    Nach meinem Geschmack ist die niederländische Nationalhymne eine der besten der Welt. Ich verstehe und spreche auch genug Niederländisch, dass ich da (im stillen Kämmerlein) mitsingen kann. Daher habe ich mich mal vor Jahren einen halben Tag (es mag auch ein ganzer gewesen sein :-) ausgiebig mit dem Wilhelmus auseinandergesetzt.

    #186VerfasserNorbert Juffa (236158)  09 Sep. 20, 12:22
    Kommentar

    Zu Akrostichon hätt' ich noch folgendes: Uwe Kolbe, Kern meines Romans

    dazu noch: https://bos-scheyern.de/sz/?p=1068

    Das FAZ Archiv reicht nicht soweit zurück.

    Zur Einschätzug der damaligen Lage:https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18...

    Wer auf Robert Gernhardts 'Was ein Gedicht alles kann? Alles!' Zugriff hat kann dort die poetologischen (Ab-)Gründe nachschlagen oder -hören.

    #187Verfasserjo-SR (238182)  09 Sep. 20, 14:11
    Kommentar

    Oh, Metrik, Versmaße und rhethorische Figuren - genau mein Thema! :-))


    Fangen wir an mit dem Anapäst


    Schön auch das Homoioteleuton und die Synekdoche.


    Ich liebe sie alle.

    #188VerfasserSerendipity_4 (677936) 09 Sep. 20, 14:25
    Kommentar

    Stampfmelis


    Gestern für den Rezeptefaden in der Davidis-Holle gestöbert und dieses Wort entdeckt. Es muß sich um eine Darreichungsform von Zucker handeln, Melis ist wohl Melasse, aber „Stampf-"?

    #189VerfasserC3PO (877869) 13 Sep. 20, 11:29
    Kommentar

    Kein Zuckerhut, sondern Streuzucker:


    "werden auch häufig als gemahlene Waare (Stampfmelis) in den Handel gebracht. "

    https://books.google.de/books?id=dA10DwAAQBAJ...

    #190Verfasserpenguin (236245) 13 Sep. 20, 11:45
    Kommentar

    Ah. Bei Melasse denke ich an Sirup, da ist Stampfen wohl eher nicht vonnöten 😀. Und die Präzisierung verwundert mich, da sonst im selben Werk meist nur „Zucker“ angegeben ist.

    #191VerfasserC3PO (877869) 13 Sep. 20, 12:14
    Kommentar

    Das Anti-Müller-Hormon steuert nicht etwa die Abneigung gegen Menschen, die Müller heißen, sondern die weibliche Fruchtbarkeit.

    #192VerfasserJanZ (805098) 14 Sep. 20, 16:10
    Kommentar

    wood-wide web

    Den Begriff gibt es wohl schon länger, aber erst jetzt höre ich davon in einer Rezension eines Sachbuches, Autor ist ein erst 28-jähriger Biologe, über Pilze und das wundersame Mycel. Macht wohl gerade Furore, dieses Buch.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/merlin-s...


    -------------------

    Ein altes Buch über Verhaltensforschung bringt schon auf den ersten Seiten so Schönheiten wie


    Rami und Radii


    oder


    die Genitalarmatur einer Art

    #193VerfasserBraunbärin (757733)  16 Sep. 20, 11:21
    Kommentar

    „Genitalarmatur“ finde ich charmant. Sollte man als Gegenpol zu all den unschönen Ausdrücken dafür etablieren.



    Gerade in der Werbeeinblendung eines Hausgeräte-Herstellers: Dialoggarer. Was für Dialoge finden da wohl statt?

    – Ey, wie weit bist du denn schon mit meinem Steak?

    – Mach dich mal locker, dauert noch zwanzig Minuten!

    #194VerfasserJanZ (805098) 21 Sep. 20, 20:13
    Kommentar

    Und der Gynäkologe ist dann der Genitalspengler ;-)

    #195Verfasserjudex (239096) 21 Sep. 20, 21:08
    Kommentar
    ...und misst das Anti-Müller-Hormon. Das fand ich in der nicht so lustigen Zeit des Kinderwunsches auch sehr lustig, immerhin!
    Derzeit finde ich die Tequila- äh, T-Killer-Zellen auch noch spaßig.
    #196Verfassertigger (236106) 21 Sep. 20, 23:16
    Kommentar

    #195: Eigentlich ganz logisch, wenn es auch schon Zahn- und Seelenklempner gibt.


    Heute auf der Wiki-Startseite:

    Opistophthalmus ist eine im südlichen Afrika und mit zwei Arten in Ostafrika verbreitete Gattung der Familie Scorpionidae innerhalb der Ordnung Skorpione. … Darüber hinaus haben manche Arten eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Trichobothrien auf den Pedipalpen, …


    Das könnten auch Regionen sein: Erst war ich in Trichobothrien und dann auf den Pedipalpen.

    #197VerfasserJanZ (805098) 22 Sep. 20, 18:14
    Kommentar

    Pedip-Alpen - ist das ein Kletterpark für Kinder?

    #198VerfasserLutz B (319260) 23 Sep. 20, 08:53
    Kommentar

    Ne, da darf man nur zu Fuß drüber.

    #199VerfasserYarith (877626) 23 Sep. 20, 11:39
    Kommentar

    Und nur in Dippelschritten, gell!

    #200Verfassermanni3 (305129)  23 Sep. 20, 15:23
    Kommentar

    Gabeltyrann ist kein aggressiver Mitesser, sondern eine Vogelart in Südamerika.

    #201Verfasserbluesky (236159) 26 Sep. 20, 12:18
    Kommentar

    Heute wurde mir Werbung für eine Wildschweinborstenhaarbürste eingeblendet; dass es sowas tatsächlich gibt (und nicht nur als Gag im Asterix-Universum), war mir neu.

    #203VerfasserLeseratz (238114) 27 Sep. 20, 19:32
    Kommentar

    Ratzli, die ist bestimmt gut zu gebrauchen für Rattenschwänzchen :-)

    #204Verfassertwocents (460778) 27 Sep. 20, 22:59
    Kommentar

    Eine Wildschweinborstenhaarbürste besitze ich seit vielen Jahren, sie ist unverwüstlich. Ich habe auch einen wasserfesten Hut aus Hasenhaarfilz, das Wort hörte ich damals von der Verkäuferin zum ersten Mal, ebenso von ihrem Beruf: Sie nannte sich Putzmacher-Meisterin.

    #205VerfasserHarri Beau (812872) 28 Sep. 20, 09:08
    Kommentar

    Ratzli, die ist bestimmt gut zu gebrauchen für Rattenschwänzchen :-)

    Das probiere ich gerne aus, vielleicht wird das 'Pelzchen' dadurch seidiger... :-)


    Harri Beau, danke für den Tipp.

    #206VerfasserLeseratz (238114) 28 Sep. 20, 21:58
    Kommentar

    Es gab sogar einen Hasenhaarschneider. Dazu auch einen Witz, der darauf hinauslief, dass ein Beamter bezweifelte, dass viele Hasen sich bei ihm die Haare würden schneiden lassen.

    #207Verfasserjudex (239096) 29 Sep. 20, 09:18
    Kommentar

    Heute früh in der Zeitung gelesen: Paraphe

    Eine Paraphe (mittelfrz. Abwandlung von gr. παραγράφειν [paragráphein] „hinzuschreiben“; siehe auch Paragraph) ist ein auf wenige Zeichen (Initialen) verkürztes Namenszeichen oder ein Namensstempel.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paraphe

    #208VerfasserSelima (107)  03 Okt. 20, 11:49
    Kommentar

    Verträge werden paraphiert: jeweils ein Vertreter der beteiligten Parteien setzt seine Paraphe auf jede Seite des Textes.

    Auch während der Unterzeichung eingefügte handschriftliche Änderungen werden durchs Paraphieren gültiger Vertragstext. Das Vorgehen ist üblich bei größeren (privaten/privatwirtschaftlichen) Veträgen, die nicht ratifiziert werden. Ich habe z.B. Bauverträge paraphiert.




    Schon mal gehört, aber zwischdendurch wieder vergessen: Krida - die östereichische Bezeichung für Konkurs.

    Grade noch was: Scheibtruhe - anderswo Schubkarre(n)

    #209Verfassertwocents (460778)  03 Okt. 20, 12:08
    Kommentar

    Paraphieren war mir auch bekannt. Insofern war's nicht schwer zu erschließen.

    #210VerfasserSelima (107) 03 Okt. 20, 12:32
    Kommentar

    Sorry, dann habe ich das missverstanden.

    Gewundert hatte ich mich allerdings schon ... .:-)

    #211Verfassertwocents (460778)  03 Okt. 20, 12:51
    Kommentar

    Lèse-majesté - die Majestätsbeleidigung

    #212Verfasserbluesky (236159) 12 Okt. 20, 18:39
    Kommentar

    Siehe auch: vif - lively - #4


    vif kannte ich ja, aber Vifzack habe ich eben erstmals gelesen.

    #213VerfasserC3PO (877869) 12 Okt. 20, 18:41
    Kommentar
    Besonders schön war die "fahrlässige Krida", die aber aus dem Strafrecht verschwunden ist. Zu blöd sein zum Handeltreiben ist nicht strafbar. Die "betrügerische Krida" bleibt.
    #214Verfassertigger (236106) 13 Okt. 20, 07:58
    Kommentar
    #215VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 14 Okt. 20, 08:52
    Kommentar

    #215

    Mit derart kurzen Beiträgen setz' ich mich immer der Verfolgung durch gewissenhafte Forumshilfssheriffs aus.

    #216Verfasserjo-SR (238182) 14 Okt. 20, 10:17
    Kommentar

    Ich habe jetzt eine Bratpfanne mit "Allherdboden".


    

    #217Verfasserjudex (239096) 14 Okt. 20, 11:04
    Kommentar

    Aus einem Zeitungsbericht über einen Polizeieinsatz:

    "Die Festgenommenen hatten in dem Gebäude vandaliert."

    Bisher kannte ich nur randalieren.

    #218VerfasserLeseratz (238114) 25 Okt. 20, 17:04
    Kommentar

    Allherdboden ist wichtig für uns, seit wir einen Induktionsherd haben ... Das Wort kannte ich aber noch nicht, das heißt doch sonst "für alle Herdarten (geeignet)".


    Ich habe gerade ein Handy-Spiel mit Kreuzworträtseln entdeckt (da sich hier die Zielgruppe tummelt: Es heißt "One Clue" und ist auf Deutsch und Englisch spielbar), da lerne ich viele neue Wörter. Zum Beispiel Phytophage (Pflanzenfresser).

    #219VerfasserRaudona (255425) 25 Okt. 20, 17:23
    Kommentar

    Mugwump please find out for yourself what that is! :-)

    #220VerfasserRoland-DUES (1290252) 25 Okt. 20, 20:00
    Kommentar

    Beim Quizduell habe ich gelernt, dass ein Koch, den man sich nach Hause bestellt, und der dort dann in der Kücher der Gastgeber kocht, als "Störkoch" bezeichnet wird.


    Muss direkt mal ausprobieren, ob Guhgel Translate da womöglich sturgeon chef draus macht ;-))

    #221VerfasserSerendipity_4 (677936) 26 Okt. 20, 12:34
    Kommentar

    Ein schönes Schweizer Wort habe ich heute gelernt: "traktandieren" - auf die Tagesordnung (die "Traktandenliste") setzen.

    #222VerfasserLunda (254456) 26 Okt. 20, 12:54
    Kommentar

    Mir unbekannt war der Kataphrakt, ein "schwer gepanzerter Reiter der antiken und frühmittelalterlichen Kavallerie": https://de.wikipedia.org/wiki/Kataphrakt

    Dank geht an Gart, der den Begriff hier verwendet hat.

    #223VerfasserYarith (877626) 26 Okt. 20, 13:14
    Kommentar

    Ich muss zugeben, ich hätte dabei zunächst an eine Augenkrankheit gedacht (die aber Katarakt heisst)...

    #224Verfasservirus (343741) 26 Okt. 20, 13:25
    Kommentar

    #222: traktandieren finde ich großartig, ebenso die Traktandenliste. Die zu behandelnden Punkte - das ist viel schöner als die Agenda, bei denen ich immer zusammenzucke, wenn sie im Singular Femininum verwendet werden. (Jaja, ich weiß, dass das "alle" so verwenden und dass das so im Duden steht. Ich finde es trotzdem falsch.)

    #225VerfasserRaudona (255425) 26 Okt. 20, 17:02
    Kommentar

    Werden öffentliche Bedienstete in Österreich eigentlich noch pragmatisiert? Und falls ja: Unterscheidet sich die Pragmatisierung von der Ernennung zum Beamten (Richter) auf Lebenszeit - ggf. wodurch?


    Und beziehen sie nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ("Pensionierung"?) noch einen Ruhegenuß?

    #226VerfasserKurt A. (1313470)  26 Okt. 20, 17:35
    Kommentar

    Zu #221, Störkoch:

    Der ist wohl analog zu anderen Störhandwerkern (z.B. Störnäherin) entstanden. Die Stör bezeichnet die Ausübung des Berufs außer Haus, beim Kunden. De Näherin z.B. machte regelmäßige Runden/Rundreisen und blieb jeweils einige Tage bei den einzelnen Kunden.

    #227Verfassertwocents (460778) 26 Okt. 20, 18:54
    Kommentar

    @#209

    @#214


    Wir bleiben in Österreich: Die Krida ist nicht etwa der Konkurs (Insolvenz, Bankrott) als solcher, sondern die Herbeiführung der Zahlungsunfähigkeit (genau: Vermögensverringerung, durch die die Befriedigung der Gläubiger oder wenigstens eines von ihnen vereitelt oder geschmälert wird) durch in § 156 des (österr.) StGB im Einzelnen beschriebene Handlungen.


    Anders als offenbar nunmehr in Österreich (#214) kann in Deutschland der Bankrott (weiterhin) auch durch fahrlässige Handlungen oder Unterlassungen begangen werden (§ 253 Abs. 4 des [dt.] StGB) - felix Austria?

    #228VerfasserKurt A. (1313470) 26 Okt. 20, 19:08
    Kommentar

    Die Kotze ist ein ponchoartiger Überwurf.


    #229Verfassermordnilap (835133) 26 Okt. 20, 20:03
    Kommentar
    RichterInnen und andere Beamte werden natürlich weiter pragmatisiert. LehrerInnen allerdings im Gegensatz zu Deutschland schon längst nicht mehr.
    #230Verfassertigger (236106) 26 Okt. 20, 20:05
    Kommentar

    @#229


    Auch diese Bedeutung dieses Wortes war mir bekannt, obgleich ich selbst es (mit dieser Bedeutung) eigentlich nicht verwende; es ist wohl ebenfalls (s. #226 und #228) eher österreichisch bzw. süddeutsch. Es wird meines Wissens gleichermaßen mit einem kurzen offenen „o“ ausgesprochen – im Gegensatz zu dem bairischen Begriff für „Mund“, „Gesicht“ oder „Ohrfeige“, das mit einem langen geschlossenen „o“ gesprochen wird.


    Bekanntlich kann man (auch) in Italien cozze (mit kurzem, offenem „o“) essen.


    Eine weitere (oder vielmehr die hauptsächliche) Bedeutung des Wortes Eierkratzen dürfte gleichfalls weniger bekannt sein: Dieser u. a. in der Lausitz sowie in der aus dem Lied „Fürstenfeld“ der österreichischen Musikgruppe S.T.S. bekannten burgenländischen Marktgemeinde Stinatz (kroatisch: Stinjaki, ungarisch: Pásztorháza) gepflegte slawische Brauch scheint allerdings vom Aussterben bedroht zu sein, weil nurmehr wenige (zuvörderst ältere) Frauen diese Technik des Verzierens von Ostereiern beherrschen.


    Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=C9_PgZ1MnRY


    @#230:


    „Natürlich“ werden „Beamte“ und Richter (die freilich – in Deutschland – keine „anderen Beamte“, sondern – wie Soldaten – etwas „anderes“ als Beamte sind [deshalb hatʼs übrigens sowohl Richter- wie auch Beamtengesetze {des Bundes und der Länder – Soldatengesetz nur als Bundesgesetz; die deutschen Bundesländer haben keine eigenen Heere mehr}] – der wesentliche Unterschied besteht darin, daß Richter im Gegensatz zu Beamten keinen Weisungen unterliegen bzw. nicht „gehorchen“ müssen!) „pragmatisiert“ – sonst wären sie ja keine „Beamte“, sondern „Vertragsbedienstete“. Meine – vielleicht nicht klar genug formulierte – Frage zielte darauf, ob die für die Republik Österreich oder deren öffentliche Körperschaften (Länder, Gemeinden, andere) Schaffenden auch heutzutage noch (oder zu einem großen Teil) in „öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse“ berufen (vulgo pragmatisiert) werden oder ihre Aufgaben als „Vertragsbedienstete“ (augenscheinlich nicht in einem „öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis) erfüllen – wie offenbar (Fach-)Lehrerinnen, deren Unterricht deswegen sicherlich nicht schlechter ist.


    Trifft denn mein Eindruck zu, daß die Pragmatisierung der deutschen Berufung in ein Beamten- (oder Richter-)verhältnis (zunächst „auf Probe“) entspricht und die deutsche „Ernennung auf Lebenszeit“ (nach Bewährung in der Probezeit) der Definitivstellung?


    #231VerfasserKurt A. (1313470) 28 Okt. 20, 09:11
    Kommentar

    *Edit* Ach was, egal. Gelöscht.

    #232VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  28 Okt. 20, 09:30
    Kommentar

    Aus einer Filmkritik: "Here’s where it’s important to point out that True Story is a true story, so watching the reporting that goes into writing the book True Story is a something of a truth-seeking ouroboros."


    Wikipedia:

    "The ouroboros or uroboros...  is an ancient symbol depicting a serpent or dragon eating its own tail."


    Und damit verbunden der Armadillo girdled lizard, who..." possesses an uncommon antipredator adaptation, in which it takes its tail in its mouth and rolls into a ball when frightened". Der lateinische Name dieses Tiers: Ouroborus cataphractus

    #233VerfasserSpinatwachtel (341764) 03 Nov. 20, 10:15
    Kommentar

    lo·ku·li·zid

    /lokulizíd/


    AdjektivBotanik

    entlang der Mittellinie der Fruchtblätter aufspringend (von Kapselfrüchten)


    #234Verfasserjudex (239096) 12 Nov. 20, 11:37
    Kommentar

    Die Amüsette ...


    ... ein leichtes Feldgeschütz!

    #235Verfassermbshu (874725) 12 Nov. 20, 20:54
    Kommentar

    Im verlinkten Wiki-Artikel ist noch eine Protze erwähnt, ein einachsiger Karren, der mit der Geschützlafette zu einem zweiachsigen Gefährt zusammengekuppelt wird.

    #236Verfassertwocents (460778) 12 Nov. 20, 22:36
    Kommentar

    In dem Artikel kommen auch die mir bis dato unbekannten Dragoner vor, "ursprünglich berittene Infanterie, die ihre Pferde primär zum Transport, nicht aber für den Kampf verwendete". Von denen kommt wohl das schöne Verb to dragoon.


    (Die Kavallerie verfolgt mich. In der #223 gings auch schon drum. :D)

    #237VerfasserYarith (877626) 13 Nov. 20, 11:57
    Kommentar

    Im verlinkten Wiki-Artikel ist noch eine Protze erwähnt,... (@ twocents, #236).

    Für Interessierte: 'Protze' kommt ursprünglich von ital. birazzo / birozzio = zweirädriger Karren; auch protzig, auf- und abbprotzen hängen hängen damit zusammen.


    @Yarith (#237): Im Bairischen bezeichnet man harte, herrische, strenge oder 'giftelnde' Frauen auch als Dragoner (z.B. Kuchl-Dragoner) oder Drach' (daher auch Hausdrach(en)). Sowohl Drach(e) als auch Dragoner gehen auf das lateinische draco zurück.


    Gestern zum ersten Mal etwas über einen Lepidepterologen gelesen; bisher kannte ich diesen Berufsstand nur als Schmetterlingskundler oder Falterfachleute.


    #238VerfasserLeseratz (238114) 15 Nov. 20, 16:00
    Kommentar

    Leseratz, wirklich Falterfachleute?



    #239VerfasserSerendipity_4 (677936)  16 Nov. 20, 10:22
    Kommentar

    Die Umleitung erfolgt kleinräumig über die Anschlussstelle Erlangen-Bruck auf der A73 und wird ausgeschildert.

    Ich kenne natürlich bei Umleitung "großräumig", und das Gegenteil davon ist logischerweise "kleinräumig".

    Aber tatsächlich habe ich noch nie "kleinräumig" gehört.

    #240Verfasseredoardo_1_4 (1297108)  16 Nov. 20, 13:17
    Kommentar

    Mehr zu "kleinräumig" siehe https://www.dwds.de/wb/kleinr%C3%A4umig

    #241VerfasserMiMo (236780) 16 Nov. 20, 14:25
    Kommentar

    #226: Werden öffentliche Bedienstete in Österreich eigentlich noch pragmatisiert?


    Ja. Wieso »noch«?


    Und beziehen sie nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ("Pensionierung"?) noch einen Ruhegenuß?


    Ja. Hier ist ein Falscher Freund zu den juristischen Ausdrücken in der BRD versteckt:


    AT: Pension → DE: Rente

    AT: Ruhegenuss → DE: Pension


    Umgangssprachlich wird in Österreich der Ruhegenuss ebenfalls als »Pension« bezeichnet. Die Bezeichnungen »Rentner« und »Pensionäre« gibt es in Österreich nicht, das sind »Pensionisten«.

    #242VerfasserChris (AT) (237739)  16 Nov. 20, 14:58
    Kommentar

    Ja. Wieso »noch«?


    Weil es ja hätte sein können, dass das inzwischen anders heißt. Mehr war mit der Frage meines Erachtens nicht impliziert.

    #243VerfasserJanZ (805098) 16 Nov. 20, 15:24
    Kommentar

    Leseratz, wirklich Falterfachleute?


    Dipi, die Bezeichnung 'Falterfachleute' war scherzhaft gemeint. :-)

    #244VerfasserLeseratz (238114) 16 Nov. 20, 22:19
    Kommentar

    Ein funkelnder und gleißender Helvetismus: der Veloverlad.


    Die SBB führen eine Reservationspflicht für den Veloverlad im Fernverkehr ein. Ab dem März 2021 ist sie in allen Intercity-Zügen obligatorisch. Der Fahrradboom macht den Bundesbahnen zu schaffen.

    https://www.nzz.ch/schweiz/die-sbb-fuehren-ei...

    #245VerfasserGart (646339)  20 Nov. 20, 08:35
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    Passend zu


    Autoverlad, der

    Wortart: Substantiv, maskulin

    Gebrauch: schweizerisch

    Bedeutung: Verladung von Autos

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Autoverlad


    Der Autoverlad tönt aber dermaßen suspekt, der hat es noch nicht ins Wörterbuch geschafft, trotz Versuch:


    Siehe auch: car shuttle train - der Autoverlad


    Möchte man mit einem motorisierten Zweirad die Alpen unterqueren, so erkundige man sich nach einem Töffverlad.

    #246VerfasserHarri Beau (812872) 20 Nov. 20, 08:49
    Kommentar

    Kalsarikännit - finnisch für "das Gefühl, wenn man sich allein zu Hause, nur mit Unterwäsche bekleidet, betrinkt – ohne jegliche Absicht, noch auszugehen".

    https://www.nzz.ch/feuilleton/fehlende-worte-...

    #247VerfasserGart (646339) 21 Nov. 20, 14:59
    Kommentar

    Gerade im Kalenderblatt gelernt: Angstlok. Das ist keine panische Kollegin von Thomas, der kleinen Lokomotive, sondern:


    Die Bereitstellung kann auch dadurch geschehen, dass die Lokomotive im Zug mitgeführt wird. Bereitgestellt wird die Angstlok dann, wenn man schon bei Planung von Fahrten damit rechnet, dass ein Zug liegenbleiben kann, weil es sich z. B. um Versuchsfahrten handelt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Angstlokomotive

    #248VerfasserSelima (107)  26 Nov. 20, 16:03
    Kommentar

    #248: Angstlok kannte ich auch nicht, nur Angstmeter (Kabel lieber länger lassen) bzw. Angsteisen (Bewehrung: Machen wir lieber noch ein bisschen Eisen mehr in den Stahlbeton, hält die Decke besser).

    #249Verfasseredoardo_1_4 (1297108) 26 Nov. 20, 16:19
    Kommentar

    Ich kenne die Angstlok in Zusammenhang mit besonders langen Strecken, die durch unwegsames Gelände führen. Wenn dort eine Lok aus welchen Gründen auch immer liegen bleibt, kann es sonst enorm lange dauern, bis eine neue eingetroffen ist und die Fahrt fortgesetzt werden kann

    #250VerfasserGart (646339)  26 Nov. 20, 16:31
    Kommentar

    Ich kenne einen alten Lokführer, der musste 1965 mit einer Lok die Strecke abfahren, die Queen Elizabeth II bei ihrem ersten Deutschlandbesuch fuhr. Hätte ja ein Attentäter die Schienen entfernen oder eine Bombe installieren können.

    Auch so eine Art Angstlok.

    #251VerfasserHarri Beau (812872) 26 Nov. 20, 16:44
    Kommentar

    #247: Meine finnische Kollegin bestätigt, dass es das gibt. Muss wohl aber nicht unbedingt in Unterwäsche sein.

    #252VerfasserProgad (1278851) 26 Nov. 20, 17:04
    Kommentar

    Ah, endlich mal eine muttersprachliche Bestätigung dieses durchs Netz geisternden Wortes :-). Wobei "kalsarit" schon die Unterhose ist. Vielleicht hat das Wort inzwischen eine übertragene Bedeutung.

    #253VerfasserJanZ (805098)  26 Nov. 20, 17:12
    Kommentar
    Sehr amüsant finde ich, dass das auf Wiki als Entspannungstechnik bezeichnet wird. 😄
    #254Verfasseredoardo_1_4 (1297108) 26 Nov. 20, 18:12
    Kommentar

    Bogheadkohle


    Duden erklärt es als "dunkelbraune Abart der Kännelkohle". Na dann.... weiß ich ja Bescheid.

    #255VerfasserHarri Beau (812872) 27 Nov. 20, 11:22
    Kommentar

    Afterwissenschaft


    Pseudowissenschaft (altgriechischψεύδωpséudō, deutsch ‚ich täusche vor‘), auch Afterwissenschaft, Scheinwissenschaft oder Pseudolehre, ist ein Begriff für Behauptungen, Lehren, Theorien, Praktiken und Institutionen, die beanspruchen, wissenschaftlich zu sein bzw. scheinbar wissenschaftlich sind, aber die Ansprüche an Wissenschaftlichkeit, insbesondere das Kriterium der Nachprüfbarkeit, nicht erfüllen. Der Begriff wird sowohl analytisch-deskriptiv[1] als auch abwertend[2] benutzt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudowissenschaft

    #256VerfasserStravinsky (637051)  06 Dez. 20, 11:08
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    Ich komme jetzt nicht dazu, mit der gehörigen Geduld und Sorgfalt nachzulesen, aber ich erinnere mich, bei Adalbert Stifter auf mehrere After-Komposita (u.a. Afterkunst) gestoßen zu sein.

    #257Verfasserlate bird (666148) 06 Dez. 20, 11:49
    Kommentar

    Die Ludologie ist die Wissenschaft vom Spielen. (Eine Erforschung der Zuhälterei oder liederlicher Frauenzimmer erfolgt in dieser Disziplin nicht.)

    #258VerfasserGart (646339)  07 Dez. 20, 08:57
    Kommentar

    No. 256: Es gibt entsprechend auch die Afterphilosophie.


    No. 258: Das möchte sich Ludo Bagman auch ausgebeten haben. Er ist dementsprechend im Zaubereiministerium für magische Spiele und Sportarten zuständig.

    #259Verfassermbshu (874725) 07 Dez. 20, 09:11
    Kommentar

    Bei uns gibt es Ludotheken, wo man Spiele und Spielsachen ausleihen kann. Homo ludens ist der spielende Mensch.

    #260Verfasservirus (343741) 07 Dez. 20, 09:15
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    Und nicht etwa das Luder.

    #261Verfassermbshu (874725) 07 Dez. 20, 09:30
    Kommentar

    Auch nicht der Lude.

    #262Verfassermanni3 (305129) 07 Dez. 20, 10:31
    Kommentar

    Noch nicht einmal die Ludditen.

    #263VerfasserGart (646339) 07 Dez. 20, 10:58
    Kommentar

    Schwedenkuss, anderes Wort für Kopfstoß zum Nasenbein. Spricht wahrscheinlich für mich, dass ich das Wort bisher nicht kannte.


    Die Ludothek heißt in meiner Heimatstadt übrigens Spieliothek, mit sehr wichtigem zweitem i.

    #264VerfasserJanZ (805098) 07 Dez. 20, 15:27
    Kommentar

    In einem neuen Interview hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit Blick auf eine Kanzlerkandidatur erneut sehr zurückhaltend gezeigt. Er halte sich bereits für „ausbefördert“.

    (welt.de)

    #265VerfasserStravinsky (637051) 13 Dez. 20, 11:00
    Kommentar

    "Die beiden kleinsten Anstalten, Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen, und dann auch der Hessische Rundfunk würden in besondere Verdrückung kommen. Dann kann man auch von Not sprechen."


    Der nicht notleidende ARD-Vorsitzende Tom Buhrow über die verdrückende (?) Situation, wenn sie nicht schleunigst mehr Knete bekommen.

    #266Verfassermordnilap (835133) 13 Dez. 20, 12:18
    Kommentar

    In Westdeutschland ist das eine ganz normale umgangssprachliche Floskel, wenn jemand in Bedrängnis / in Schwierigkeiten gerät. Wahrscheinlich kommt die Metapher aus dem Bergbau, wo eine Engstelle in einem Stollen als Verdrückung bezeichnet wird.

    #267Verfasserghost_4 (1278168) 13 Dez. 20, 18:02
    Kommentar

    Schalander

    lt. Duden Raum in einer Brauerei, in dem sich die Arbeiter während der Pausen aufhalten, sich umziehen und essen

    Zum ersten Mal gehört, als bei uns eine Brauerei abgerissen werden sollte, aber der Schalander nicht.

    #268VerfasserWurzelzieher (976130) 13 Dez. 20, 18:48
    Kommentar

    Schalander kannte ich auch nicht, gefällt mir aber deutlich besser als Sozialraum.

    Andererseits: Muss Anziehen und Essen unbedingt (und gleichzeitig) in ein und dem selben Raum stattfinden?

    #269Verfassereineing (771776) 13 Dez. 20, 22:54
    Kommentar

    mentee

    A person at the receiving end of mentoring

     

    In a similar vein: in an interview in the mid-80s, the Australian football coach Alan Jeans spoke of a “taggee – if the word exists”. To tag an opponent means to keep very close to him, restricting his freedom of movement; the exponent of this practice is a tagger.

    #270VerfasserStravinsky (637051)  15 Dez. 20, 07:20
    Kommentar

    #270: Im Deutschen (ich beziehe mich mal auf Fußball) wäre das ohne Weiteres möglich - der Manndecker und der Gedeckte(?)/Bewachte 

    #271VerfasserBenatarsComrade (1182552) 15 Dez. 20, 18:43
    Kommentar

    Der cordwainer. Ich las gerade von jemandem, der vom Pferdeknecht zum "cordwainer" geworden war, und kurz danach von einem gewissen Cordwainer Smith (hatte das Wort noch nie gehört, aber dann gleich zweimal in einer Stunde). Da sah ich dann doch nach, und so erfuhr ich, dass das ein Schuhmacher ist, der im Gegensatz zum "cobbler" neue Schuhe herstellt und nicht alte repariert.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Cordwainer

    #272Verfasserimaginary woman (398289)  19 Dez. 20, 22:20
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    Ein Yachtschal ist nicht etwa ein Stück Stoff, das man sich gegen die Brise auf dem Boot umwickelt, sondern ein traditioneller Kühlraum in Persien.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Yachtschal

    #273VerfasserJanZ (805098)  20 Dez. 20, 23:06
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    Einen Kummerbund bindet sich der Smokingträger nicht um den Bauch, weil er etwa Kummer mit seiner Wampe hat ;-)


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kummerbund

    #274Verfassermanni3 (305129) 21 Dez. 20, 00:18
    Kommentar
    Puzzolan, das

    "a) aus Italien stammender, poröser vulkanischer Tuff
    b) hydraulisches Bindemittel für Zement aus Puzzolan, Ton o.Ä."
    https://www.duden.de/rechtschreibung/Puzzolan

    Eigentlich hab ich es hier gerade adjektivisch benutzt gelesen, das steht aber nicht im Duden.
    #275Verfassertigger (236106) 21 Dez. 20, 12:41
    Kommentar

    Aus Wiki:

    Der Name stammt vom italienischen Ort Puteoli (heute Pozzuoli) in den Phlegräischen Feldern westlich Neapels, wo bereits im Altertum große Mengen puzzolanischer Vulkanasche gewonnen wurden.


    Duden a) ist also nicht ganz richtig, da Tuff ≠ Asche.

    #276Verfasserjudex (239096)  21 Dez. 20, 13:44
    Kommentar

    Von "remislisch" höre bzw. lese ich heute wohl auch erstmalig ... Siehe auch: drawish - remislich

    #277Verfasserno me bré (700807) 21 Dez. 20, 14:04
    Kommentar

    275/ 276

    https://www.3sat.de/dokumentation/natur/im-sc...

    Informative Doku über die dortige Gegend

    #278Verfasserjo-SR (238182)  21 Dez. 20, 16:36
    Kommentar

    Was für ein schönes Wort für eine häßliche Sache: sockpuppetry! Mehrfach-/Parallelnicks - Betrifft LEO: Englisch ⇔ Deutsch Forum - leo.org

    #279Verfassermbshu (874725) 22 Dez. 20, 21:38
    Kommentar

    A current LEO thread Siehe Profil: Eukalyptus introduced me to thixotropy (= Thixotropie), "the property of becoming less viscous when subjected to an applied stress, shown for example by some gels which become temporarily fluid when shaken or stirred."

    #280VerfasserMartin--cal (272273) 29 Dez. 20, 18:06
    Kommentar

    Doch Martin--cal, das ist ein gängiges Phenomen. Nicht tropfende Farbe und Tomatenketchup sind gängige Beispiele aus dem Alltag. Treibsand und Quickton sind weniger erfreulich.

    #281Verfasserjudex (239096)  29 Dez. 20, 20:25
    Kommentar

    I knew the property, of course, (although just with ketchup; not with quicksand) -- just not the word.

    #282VerfasserMartin--cal (272273) 29 Dez. 20, 21:27
    Kommentar

    Someone who has Italian as his mother tongue just wrote me a message including the phrase "2020 was a nefastous year in many ways". I'd never heard the word nefastous before but apparently it is a real English word that can mean (at least according to https://en.wiktionary.org/wiki/nefastus) contrary to the sacred rites or to religion; irreligious, impious; wicked, profane, abandoned; unlucky, inauspicious; hurtful.

    #283Verfasseramw (532814) 30 Dez. 20, 19:43
    Kommentar

    @ #283


    Von lat. nefas, Verstoß gegen göttliches Recht.


    #284Verfasserjudex (239096) 31 Dez. 20, 09:24
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    Latin per fas et nefas - by fair means or foul

    #285Verfassermbshu (874725) 31 Dez. 20, 09:40
    Kommentar
    Is that related to nefarious?
    #286Verfasserhm -- us (236141) 31 Dez. 20, 09:47
    Kommentar

    Höchstwahrscheinlich.


    #287Verfasserjudex (239096)  31 Dez. 20, 10:13
    Kommentar
    #288VerfasserStravinsky (637051) 01 Jan. 21, 23:09
    Kommentar

    reichstagging


    ... as in "This isn't just saving face -- it's reichstagging, setting up a rationale for martial law."

    #289VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  07 Jan. 21, 05:13
    Kommentar

    Felsschlag ???


    Ich dachte das ist ein Steinschlag (klein) oder ein Bergsturz (groß).

    #290Verfasserjudex (239096) 07 Jan. 21, 10:38
    Kommentar
    Felssturz heißt das größenmäßig zwischen Steinschlag und Bergsturz, würde ich sagen.
    (Der Duden sieht das auch so.)
    #291Verfassertigger (236106)  08 Jan. 21, 11:01
    Kommentar

    FWIW - Google Ngram Viewer


    310 Steinschlag

    086 Bergsturz

    077 Felssturz

    001 Felsschlag


    Felsschlag scheint ein Fehlschlag zu sein :-)

    #292Verfassermanni3 (305129) 08 Jan. 21, 11:19
    Kommentar

    Felslawine, Bergsturz.... Schiller im Wilhelm Tell nennt es: Ein Ruffi ist gegangen.

    #293VerfasserHarri Beau (812872) 08 Jan. 21, 11:26
    Kommentar

    Dieses Wort steht als Rüfe, Rüfi im https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id6.htm#!p...

    #294Verfassermanni3 (305129)  08 Jan. 21, 11:53
    Kommentar
    Alpenvölker haben 387 Wörter für herabfallende Steine. *ernstnick*
    #295Verfassertigger (236106) 08 Jan. 21, 14:38
    Kommentar

    Münzverruf (auch Münzverrufung) war im Mittelalter und der Neuzeit eine Erklärung des Münzrechtsinhabers, dass seine Münzen oder ein Teil des umlaufenden Metallgeldes ab einem bestimmten Zeitpunkt ungültig bzw. abgewertet werden. (Wikipedia)


    In gewisser Weise war also mit der Einführung des Euro-Bargelds ein Münzverruf verbunden.

    #296VerfasserGart (646339) 08 Jan. 21, 14:47
    Kommentar

    Und ein Scheinverruf. Echt jetzt. Kein Schein-Scheinverruf!

    #297Verfassermbshu (874725) 08 Jan. 21, 18:01
    Kommentar

    Ein Burgstall beherbergt keine edlen Schlachtrösser, sondern ist eine Burgstelle: von der Burg ist noch weniger übrig als bei einer Ruine.

    #298Verfassermbshu (874725) 09 Jan. 21, 17:39
    Kommentar


    Fachtext durchgelesen.... Über 'Virione' und 'amphiphil' gestolpert ('amphiphile Peptide').

    -----

    In einem Agatha-Christie-Krimi, den ich (nur) durchblätterte, gab es wieder englische Wörter, die ich noch nicht bewusst gelesen oder gehört habe. Etwa:


    the exactions  - "...fresh from the exactions of hotels in Jerusalem and Egypt"


    to blench at ("... hotel prices even the foreigners blenched at") - wohl ein normales Wort für (Leo) "vor etwas zurückschrecken"

    #299VerfasserBraunbärin (757733)  11 Jan. 21, 15:30
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    zu 298

    https://de.wikipedia.org/wiki/Burgstall_(Begr...

    hier besonders: geographische Objekte.

    Mir ist nicht bekannt ob diese Burg'ställe' mit den abgegangenen Burgen zusammenhängen. Mir sind Burgstall als Einöden oder Kleinstweiler (2-3 Höfe) bekannt die immer einer Gemende zugehörig waren. Ähnlich Ortsteilen namens 'Gern'.

    Bauernhöfe die aus Schloss- oder Burggebäulichkeiten hervorgingen sind mich auch einige bekannt. Die heissen aber, in meiner Gegend, nicht Burgstall.


    Hier der Pfad zu VI.




    #300Verfasserjo-SR (238182)  11 Jan. 21, 18:34
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    Ich wollte schon immer mal eine 301 haben.... 😉

    #301Verfasservirus (343741) 11 Jan. 21, 18:49
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