Advertising
LEO

It looks like you’re using an ad blocker.

Would you like to support LEO?

Disable your ad blocker for LEO or make a donation.

 
  •  
  • Forum home

    Customs and culture

    "Helme für Fußgänger 8.0" NEU: Rücksichtnahme im Straßenverkehr – wahrnehmungsbasierter Erfahrungsau…

    Topic

    "Helme für Fußgänger 8.0" NEU: Rücksichtnahme im Straßenverkehr – wahrnehmungsbasierter Erfahrungsaustausch

    Comment

    Wir kommen von da Siehe auch: "Helme für Fußgänger 7.0" NEU: Rücksichtn...


    ... und schimpfen weiterhin rücksichtsvoll und mit freundlichem Augenzwinkern auf die jeweils anderen 😉



    Nochmal zur Info die prima aber eigentlich verbotene Radlaufglocke. Verboten vermutlich deshalb, weil man den Ton mit dem einer Straßenbahn verwechseln könnte. Seit Jahrzehnten hat sie aber noch kein Polizist bemängelt. Die halten das vermutlich für einen Dynamo ;-)

    Author manni3 (305129)  30 Sep 20, 09:20
    Comment

    Danke fürs Weiterführen, manni3.



    Dodolina im alten Faden:

     Vor allem kann man mit einem leisen Driiiinnng nicht aus 20m Entfernung auf sich aufmerksam machen.Auch ein sattes Ding-Dong kommt aus der Entfernung nicht zu laut beim Adressaten an und der kann in Ruhe seine über den Weg gespannte Hundeleine einholen, bevor man da ist.

    Dann muss man nicht mal bremsen und kann einfach im Vorbeifahren ein "Danke" rüberwerfen.


    Ja, genau das sehe ich auch als Vorteil bei den "Ding-Dongs". Ein angenehmer Ton aus ausreichender Entfernung, so dass niemand erschrocken zur Seite springen muss.


    Radlaufglocke - wirkungsvoll ist die sicher, aber ich glaube, ich würde nicht damit angeklingelt werden wollen.

    #1AuthorGaleazzo (259943)  30 Sep 20, 09:33
    Comment

    Eine kleine Dinnng-Klingel hab ich auch für den Stadtpark.


    Die kräftige Radlaufglocke nehm ich für größere Entfernung - s. Dodolinas 20 m mit der Hundeleine. Die aller(!)meisten Fußgänger drehen sich ja auch erst mal langsam um und schauen, was da wohl kommt und ob das wirklich ein Fahrrad ist, bevor sie sich klar werden, auf welche Seite sie ausweichen wollen - wie die Hühner ;-)

    #2Author manni3 (305129)  30 Sep 20, 09:50
    Comment

    Als begeisterte Fußgängerin, die unabwendbar beim Gehen in Gedanken versinkt, bin ich um jeden Radler froh, der aus ausreichend Entfernung mit einem angenehmen Ton kurz plingt und nicht knapp hinter mit plötzlich sturmringgggggggggt.

    #3Author Selima (107) 30 Sep 20, 09:54
    Comment

    manni, hast du zwei Klingeln am Fahrrad? Und Selimas #3 kann ich vollumfänglich unterschreiben :-)

    #4Author Raudona (255425) 30 Sep 20, 10:06
    Comment

    Ja, zwei! Je nach Verkehrssituation und Lärm eine angenehmhöfliche Dinnng und eine StuRRRmRRRinggggggggggklinngggggggel für Selima ;-)

    #5Author manni3 (305129)  30 Sep 20, 10:09
    Comment

    Bloß gut, daß Du dazu quasi keine Schangse hast :-P

    #6Author Selima (107) 30 Sep 20, 10:13
    Comment

    Wenn ich dich (nach Corona) wieder mal besuche, klingle ich extra vor dem Haus ;-)


    Die Laufradklingel hat übrigens zwei Klangschalen - oben und unten. Die sind sauber in der großen Terz gestimmt. Hab ich damals™ sorgfältig im Geschäft so ausgesucht sogar mit der Feile noch etwas nachgestimmt ;-)


    An meinem vorigen Rad hatte ich zwei Ding-Klingeln. Damit konnte ich Ding-Dong in der Feuerwehr-Quarte spielen!


    #7Author manni3 (305129)  30 Sep 20, 10:17
    Comment

    Ich sehe, wir haben hier einen echten Klingel-Enthusiasten. :-)

    #8AuthorGaleazzo (259943) 30 Sep 20, 10:28
    Comment

    Wenn sich das rumspricht, werden Menschen langsam mittig auf dem Weg laufen, nur um mannis Konzerte zu hören.

    #9Author Gibson (418762) 30 Sep 20, 10:45
    Comment

    Dann möchte ich doch anregen, daß er die Fußgänger in Zukunft per Baßklarinette über sein Herannahen informiert. Das wär dann wirklich ein Genuß. Da würd ich sogar freiwillig ihm im Weg rumlaufen.

    #10Author Selima (107)  30 Sep 20, 10:49
    Comment

    Auf mannis Fahrrad kann man ja eine Physikklausur für Musiker aufbauen. Für folgende Fragen benötigt man nicht nur Wissen zum Dopplereffekt, sondern auch zur Definition einer Terz und zum Aufbau einer Laufradklingel:


    manni hat die beiden Klangschalen in der großen Terz gestimmt. Aller Wahrscheinlichkeit waren dabei sowohl das Fahrrad mit Laufradklingel (was immer das sein mag) als auch seine Ohren zueinander und relativ zur Umgebungsluft in Ruhe. Nun ist manni ja bekanntlich ein Bergbewohner und er rast sicherlich mit viel Freude und noch mehr Tempo immer wieder mal die Allgäuer Berge hinunter. Mal angenommen, er erreicht bei seiner Abfahrt eine Geschwindigkeit von 111 km/h. Kommt dann - Windstille vorausgesetzt - bei der langsamen Schrittes bergauf gehenden Selima immer noch eine große Terz an? Ändert sich die Antwort, wenn manni noch in der Beschleunigungsphase ist und zwischen den Tönen der beiden Klangschalen ein Zeitverzug von 200 ms besteht?

    #11Author harambee (91833)  30 Sep 20, 11:17
    Comment

    Obsolet, lieber harambee. Wenn er bergab fährt und ich berauf geh, wird nicht geklingelt. Dann treffen wir uns in der Mitte und er klingelt im Stehen, um mir eine Freude zu machen :-)

    #12Author Selima (107)  30 Sep 20, 11:20
    Comment

    Es bleibt eine Terz, beide Töne werden tiefer, wenn manni vorbeigerast ist.


    Worüber ich bisher nie nachgedacht habe und was ich mit meinen sehr bescheidenen Physikkenntnissen auch nicht selbst herleiten kann:

    Ändert sich das Intervall tatsächlich überhaupt nicht, oder ist die Verschiebung nur so klein, dass es einem "normalen" Gehör nicht auffällt? Würde bei einer extrem hohen Geschwindigkeit aus der großen Terz eine kleine Terz oder eine Quarte?

    #13AuthorEifelblume (341002) 30 Sep 20, 11:37
    Comment

    Zum Verbot der Radlaufglocke hat Wikipedia das verlinkt:

    "Ein Radfahrer aus München-Harlaching gewann vor dem Verwaltungsgericht München einen inzwischen rechtskräftig abgeschlossenen Musterprozeß, der auch für viele andere Radfahrer Bedeutung gewinnen dürfte. Der Radler hatte bei der Regierung von Oberbayern für seine Radlaufglocke und seinen akkugespeisten Scheinwerfer ein Ausnahmegenehmigung beantragt. Er fahre täglich durch den Perlacher Forst, der „unbegreiflicherweise“ nicht beleuchtet sei, zu seiner Diensstelle, und bei schneebedinger Schrittgeschwindigkeit oder bei der Notwendigkeit, vor dem Linksabbiegen sich einzuordnen, gebe der Dynamo nicht genügend Licht her. Die Radlaufglocke brauche er wegen des Verkehrslärmpegels (Straßenverkehr, Autoradio usw.), damit die Autofahrer ihn höhren (sic!) könnten."

    http://www.enhydralutris.de/Fahrrad/Beleuchtu...


    Eine präjudizierende Wirkung und Einfluss auf die Straßenverkehrsordnung hatte das Urteil bisher aber nicht.

    #14Author Reeva (908916) 30 Sep 20, 12:10
    Comment

    Es bleibt eine Terz, beide Töne werden tiefer, wenn manni vorbeigerast ist.


    Ausgenommen natürlich, er klingelt beim Vorbeifahren und der erste Ton ertönt kurz vor, der zweite kurz hinter Selima.

    #15Author Progad (1278851) 30 Sep 20, 12:21
    Comment

    Typisch LEO -

    Startpunkt: die harmlose, banale Bemerkung, man habe eine schöne, neue Fahrradklingel

    Endpunkt: eine Diskussion zu komplizierten physikalischen Fragestellungen.

    :-)

    #16AuthorGaleazzo (259943)  30 Sep 20, 12:51
    Comment

    Ließe sich nicht vielleicht auch eine der leichteren Selbstbau-Klarinetten so am Fahrrad installieren, dass die durch den Fahrtwind angetrieben eine schöne Melodie spielt ?

    #17Author no me bré (700807) 30 Sep 20, 12:54
    Comment

    Oder eine Panflöte?

    #18AuthorGaleazzo (259943) 30 Sep 20, 12:57
    Comment

    Und als Percussion dazu diese quietschbunten Plastikteilchen, die auf die Speichen gesteckt werden?

    #19Author Raudona (255425) 30 Sep 20, 12:59
    Comment

    #13 Ändert sich das Intervall tatsächlich überhaupt nicht, oder ist die Verschiebung nur so klein, dass es einem "normalen" Gehör nicht auffällt?


    Das ist der Teil der Überlegungen, bei denen man genau wissen muss, wann eine Terz eine Terz ist. ich habe das so verstanden, dass eine große Terz eine große Terz ist, wenn das Verhältnis der Frequenzen 5:4 beträgt. Da die Frequenzen beide um den gleichen Faktor vergrößert (oder verkleinert werden), bleibt das Verhältnis der beiden Frequenzen exakt konstant. Eifelblume, Du fragst aber nach dem Intervall. Ich nehme mal an, dass Du damit die Differenz der beiden Frequenzen meinst. Die ändert sich durchaus, aber das ändert - wenn ich die Definition der großen Terz richtig verstanden habe - nichts daran, dass Selima eine große Terz hört.


    Zahlenbeispiele:

    Ich nehme einfach mal an, dass manni seine beiden Klangschalen so gestimmt hat, dass der ruhende Zuhöhrer bei ruhendem Fahrrad e´ und c´ hört, also die Frequenzen 330 Hz und 264 Hz. das Verhältnis 1,25, also 5:4 --> große Terz.


    Nehmen wir jetzt mein Beispiel, in dem manni mit 111 km/h auf Selima zufährt. Da LEO nicht so richtig gut für die Darstellung von Formeln geeignet ist, verzichte ich auf die Formel und nenne nur die Frequenzen, die Selima hört:


    Höherer Ton:

    330 Hz --> 362,91 Hz

    Tieferer Ton

    264 Hz --> 290,33 Hz


    Das Verhältnis der beiden Frequenzen bleibt bei 1,25 (ich habe oben etwas gerundet, deshalb scheint es nicht ganz zu stimmen), aber die Frequenzen in Hz rücken etwas weiter auseinander (von 66 Hz Differenz auf über 72 Hz). Ob man das eine Veränderung des Intervalls nennen würde, weiß ich nicht.


    Nehmen wir als weiteres Beispiel noch einen manni mit Raketenantrieb, also einer Geschwindigkeit von 1080 km/h. Dann würde gelten:


    Obere Frequenz 2805 Hz


    untere Frequenz 2244 Hz


    Das ist immer noch eine große Terz, aber die Frequenzdifferenz ist mit 561 Hz deutlich größer. Ich hoffe, ich habe mich nirgendwo verrechnet oder auf andere Art versehen.


    PS: Die Frequenzen, die Selima hört, wenn der unhöfliche manni an Selima vorbeigefahren ist, darf der geneigte Leser zur Übung berechnen ;-) Sie sind ja nicht relevant, weil manni natürlich anhalten wird. Wenn er seine Bremsen nicht so gut gepflegt hat wie seine Klingel, könnte allerdings danach das Lehrbuchbeispiel mit dem Krankenwagen ins Spiel kommen.

    #20Author harambee (91833)  30 Sep 20, 13:05
    Comment

    Nein, harambee, ein Intervall in der Musik ist z. B. eine große Terz oder eine Oktave usw.


    Der Unterschied der Schwingungen in absoluten Zahlen ist für die Größe des Intervalls unerheblich.

    C-E ist ebenso eine große Terz wie a''-cis''


    Danke für die fachkundigen Antworten :-)



    #21AuthorEifelblume (341002) 30 Sep 20, 13:48
    Comment

    Nein, harambee, ein Intervall in der Musik ist z. B. eine große Terz oder eine Oktave usw.


    Okay, wenn ein Intervall in der Musik so definiert wird, dann lautet die Antwort auf die Frage in #13:


    Das Intervall ändert sich gar nicht, solange sich die Geschwindigkeit der Quelle (also in diesem Fall von mannis Fahrrad) gegenüber dem Zuhörer (in diesem Fall der Zuhörerin Selima) nicht vom ersten Ton zum zweiten Ton ändert.

    #22Author harambee (91833) 30 Sep 20, 15:56
    Comment

    Ja, das Tonintervall wird so definiert.

    Interessant

    große Terz: 5:4

    Quarte: 4:3

    Quinte 3:2

    Oktave 2:1


    Da sag nochmal einer, Musik hätte nichts mit Mathematik zu tun.

    #23AuthorEifelblume (341002) 30 Sep 20, 16:08
    Comment

    Das ergibt dann auf Gitarren etc. logarithmische Abstände der Bünde :-)

    #24Author manni3 (305129)  30 Sep 20, 16:57
    Comment

    Dieses Video macht gerade Schlagzeilen:

    Im Siegerland überholt ein SUV-Fahrer zwei Radfahrer mit viel zu geringem Seitenabstand auf einer Landstraße. Einer von ihnen hebt empört den Arm zum Protest. Daraufhin macht der Autofahrer regelrecht Jagd auf die Radfahrer, er steigt aus, versucht, einen vom Rad zu schubsen (bei fast 30 km/h), drängt ihn auf die Gegenfahrbahn ab, weg von der Straße. Der reißerische Ton von RTL missfällt mir, aber die zeigen am deutlichsten, was da passiert ist.

    https://www.rtl.de/videos/das-sagt-der-fahrra...

    #25Author Reeva (908916) 08 Nov 21, 10:47
    Comment

    Ja, so Nummern kenne ich auch. Irgendsoein Taxler-Horst meinte mal, ich hätte ihm die Vorfahrt genommen (weil ich eingebogen bin, als er noch locker 50 m weg war). Der hat mich ausgebremst, abgedrängt, geschnitten und u.a. gemeint, "Euch Radfahrer müsste man alle totfahren". Leider keine Zeugen und keine Kamera. Da wäre ne Anzeige komplett für den A***h gewesen.


    Oder der Typ im LKW, der es nicht verknusen konnte, dass ich, um einem auf der Radspur parkenden LKW auszuweichen, in die Autospur fuhr, und der mich deshalb ausbremste und ausstieg, um mir Schläge anzudrohen.


    Leider ein nicht untypisches Verhalten.

    #26Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 11:10
    Comment

    Da einer der Radfahrer ein regional bekannter Sportler ist, hat er wohl regelmäßig zur Trainingsanalyse eine Kamera am Lenker. Deshalb muss dieses Mal der Autofahrer wahrscheinlich mit Konsequenzen rechnen. Den Führerschein soll er schon los sein.


    Der Führerschein des 56-jährigen Beschuldigten sei am Freitag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Siegen beschlagnahmt worden, schreibt die "Siegener Zeitung", die zuerst über den Fall berichtete. Demnach war es nicht das erste Mal, dass der Mann im Straßenverkehr auffällig wurde.

    https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/s...

    #27Author Reeva (908916)  08 Nov 21, 11:20
    Comment

    Ja, dass er deswegen schon mal auffällig wurde und das Verfahren dann eingestellt wurde, ist eine Frechheit. Schon schön im Autoschland ...

    #28Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 11:22
    Comment

    Eine neue Überschrift für den Faden : Helmkameras für Fußgänger ...

    #29Author no me bré (700807) 08 Nov 21, 11:28
    Comment

    Das Video ist schwer auszuhalten. Zum Glück war die Kamera an; und richtig, dass der seinen Führerschein los ist. Hoffentlich für lange/immer. Das Video zeigt allerdings nicht die Situation, durch die der Autofahrer so sauer wurde. (Und "SUV" ist übertrieben, oder?)


    Oder der Typ im LKW, der es nicht verknusen konnte, dass ich, um einem auf der Radspur parkenden LKW auszuweichen, in die Autospur fuhr,...

    Hast du den LKW dabei zum Bremsen gezwungen? Dann kann ich seinen Ärger verstehen. Mir geht es in so Situationen (die leider häufig sind) zwar ähnlich, aber eigentlich ist es ja nicht okay, einen LKW zu behindern, weil mich ein anderer LKW behindert.

    Edit: Ich kann seinen Ärger verstehen. Das rechtfertigt kein weiteres Ausbremsen und Gewaltandrohen.

    #30Author Mattes (236368)  08 Nov 21, 11:37
    Comment

    "Hast du den LKW dabei zum Bremsen gezwungen? Dann kann ich seinen Ärger verstehen."


    1. nein, nicht um abrupten Bremsen. Aber ja, der Ärmste musste meinetwegen seine rasende Fahrt kurz verlangsamen. Ist schon schwer auszuhalten ...
    2. Selbst wenn, ist das nicht mal ansatzweise ein Anlass, so dermaßen auszuticken.


    "aber eigentlich ist es ja nicht okay, einen LKW zu behindern"


    Was genau verstehst Du unter "behindern"? Soll ich hinter dem parkenden LKW warten, bis es Mitternacht wird, damit ich sicher keinen der armen psachisch labilen Autofahrer "behindere"? Wenn ich warte, bis eine ausreichend große Lücke frei wird, und dann rüberziehe, dann ist das keine "Behinderung". Bzw. eine, mit der der handelsübliche Autofahrer klarkommen muss. Oder will der bei jeder roten Ampel, und jedesmal, wenn jemand langsamer fährt als er, Amok laufen?


    Ich mein, ich hau auch nicht gleich jeden Fußgänger um, der auf dem Radweg rumwankt. Und auch keinen Autofahrer, der seine Dreckskarre auf dem Radweg abwirft, oder der die Fahrradstraße befährt.

    #31Author B.L.Z. Bubb (601295)  08 Nov 21, 11:42
    Comment
    Es ist ziemlich egal warum er so sauer wurde, solche Heißläufer sollten nie einen Führerschein haben.

    Bei uns in der Gegend gibt es übrigens einen terroristischen E-Bike-Fahrer, der Fußgänger absichtlich knapp überholt, Hunde anfährt und am Gesteig radelt: wenn man den darauf anspricht, fährt er auf Fußgänger los!
    Der fährt doch auch nur E-Bike, weil er den Autoführerschein schon verloren hat...
    #32Author tigger (236106) 08 Nov 21, 11:44
    Comment

    Wer nicht damit klarkommt, dass andere Leute auch die Straßen benutzen und er allenthalben mit "Behinderungen" rechnen und diese sogar aushalten können muss, gehört nicht auf die Straße.


    Und das gilt auch für diesen E-Bike-Terroristen.

    #33Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 11:54
    Comment

    Was genau verstehst Du unter "behindern"? Soll ich hinter dem parkenden LKW warten, bis es Mitternacht wird, damit ich sicher keinen der armen psachisch labilen Autofahrer "behindere"? Wenn ich warte, bis eine ausreichend große Lücke frei wird, und dann rüberziehe, dann ist das keine "Behinderung".


    Na ja , auf der Autobahn ist das ja auch so, habe ich mal gelernt. Wenn ich einmal rechts fahre, um den Schnelleren ihr Weiterkommen zu ermöglichen, darf ich nur nach weiter links wechseln, wenn ich keinen "behindere", d. h. keinen zum Abbremsen zwinge. Heißt, bei einem Unfall habe ich (Haupt)Schuld. Ja, ich muss dann bei dichtem Verkehr eigentlich rechts fahren, bis es Mitternacht wird. Habe ich glaube ich hier bei LEO gelernt.

    Edit: Oder auf einer normalen engen zweispurigen Straße, wo vor mir der DHL-Wagen parkt. Da kann ich auch nicht in den Gegenverkehr rein und sagen: "Dann müssen die halt mal bremsen."


    #34Author Mattes (236368)  08 Nov 21, 12:04
    Comment

    Du darfst niemandem zum abrupten Bremsen zwingen, richtig. Jemanden "zwingen", seine Fahrt zu verlangsamen, ist dagegen erlaubt. Es muss halt sichergestellt sein, dass der von hinten Ankommende die Chance hat, einen Auffahrunfall ohne "Extremmaßnahmen" zu vermeiden.

    #35Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 12:08
    Comment

    #35 Echt? Gut zu wissen. Und dann "darfst" du das von mir aus auch beim LKW :-)

    #36Author Mattes (236368) 08 Nov 21, 12:10
    Comment

    Als Radfahrer würde ich aber schon aus Eigenschutz keinen LKW zum abbremsen oder auch nur zum verlangsamen zwingen.. Weiß ich, ob er das mitbekommt? Ab und an ist zurückstecken die bessere Alternative als "Er hatte Vorfahrt" auf dem Grabstein stehen zu haben..

    #37Author drkimble (463961) 08 Nov 21, 12:26
    Comment

    Das alte "Argument" mit dem Grabstein. Entschuldigung, aber das geht mir echt auf den Sack. Wenn es danach ginge, dürfte sich niemand mehr ohne schweres Gerät im Verkehr bewegen ... Weill es könnte ja jemand kommen ... Soll ich jetzt bei jeder grünen Ampel ne Vollbremsung machen, weil "Eigenschutz" und "Grabstein"?


    Wenn ich mich rechtzeitig vor dem Hindernis umsehe, sehe, dass da nix so nah ist, dass es mich beim Ausscheren gefährden könnte, dann rausziehe, dann der Typ von hinten ankommt und austickt ...


    Echt jetzt? Muss ich mich jetzt dafür rechtfertigen, mich verkehrsgerecht verhalten zu haben?


    #38Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 12:30
    Comment

    Echt jetzt? Muss ich mich jetzt dafür rechtfertigen, mich verkehrsgerecht verhalten zu haben?


    Ich interpretiere drkimbles Einwand nicht als Aufforderung zu einer Rechtfertigung, sondern als eine Information über die eigene Risikobereitschaft. Die ist jedem selbst überlassen. Ich handle auch oft so, dass ich mich den "gewichtigeren Argumenten" schwererer Verkehrsteilnehmer unterordne, obwohl ich recht habe.

    #39Author Reeva (908916) 08 Nov 21, 12:40
    Comment

    Danke, dass mir endlich mal einer den Tip gibt, dass LKW gefährlich sind ...


    Sorry, aber solchen Dingen reagiere ich echt allergisch. Da ist es dann nicht mehr weit zu "warum muss der Radfahrer auch seinen Vorrang durchsetzen" und zu "selbst schuld".

    #40Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 12:42
    Comment

    Ja, der Grundsatz des "vorausschauenden Fahrens" ... das ist wohl das erste, was die meisten sofort vergessen, wenn sie den Lappen (das Kärtchen) in der Tasche haben ... zusammen mit der Benutzung des Blinkers ... aber die werden heutzutage wohl gar nicht mehr serienmäßig in Autos eingebaut ...

    #41Author no me bré (700807) 08 Nov 21, 13:00
    Comment

    Da ist es dann nicht mehr weit zu "warum muss der Radfahrer auch seinen Vorrang durchsetzen" und zu "selbst schuld".


    Nicht mehr weit vielleicht, aber noch nicht so weit.


    "Bei selbst schuld" bekomme ich auch allergische Reaktionen. Bei "ich würde/halte es für besser, aus Eigenschutz (zu) verzichten" nicht.


    Ähnlich wie bei Vergewaltigungsopfern bedacht mit "Warum musst du auch allein im Dunkeln...?/was ziehst du auch solche Klamotten an? -> selbst (mindesten teil)schuld!".

    #42Author Reeva (908916) 08 Nov 21, 13:22
    Comment

    "Bei "ich würde/halte es für besser, aus Eigenschutz (zu) verzichten" nicht."


    Ich schon, weil es impliziert, dass der Radfahrer es drauf angelegt hat.

    #43Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 13:25
    Comment

    Gaaaanz ruhig....

    *Bubb ein After Eight-Täfelchen zur Beruhigung reich*


    Wir wissen doch alle, dass Du weder selbstmörderisch veranlagt, noch ein Verkehrsrowdy bist.

    #44Author Möwe [de] (534573) 08 Nov 21, 13:41
    Comment

    Deine Interpretation. Meine ist, dass der andere ängstlicher ist als ich.


    Aber wir sollten uns darauf einigen, dass wir uns nicht einig sind.

    #45Author Reeva (908916) 08 Nov 21, 13:43
    Comment

    Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei LKWs bin ich mega-vorsichtig. Bei uns im Rhein-Main-Gebiet sterben regelmäßig Radfahrer und Fußgänger, weil abbiegende LKWs sie nicht sehen. Und wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, behalte ich LKWs immer ganz genau im Auge. Wie oft habe ich es erlebt, dass ein LKW - warum auch immer - mal einfach so auf die benachbarte Spur ausschert oder mit Karacho auf ein Stauende fährt. Nichts gegen LKW-Fahrer im Allgemeinen, die sind oft überlastet, übermüdet, überreizt, aber meinem Empfinden nach stellen LKWs tatsächlich das größte Risiko im Straßenverkehr dar.

    Und noch mal kurz auf die geschilderte Situation zwischen Bubb und dem LKW: Nichts rechtfertigt eine Reaktion, wie sie der LKW-Fahrer gezeigt hat, egal ob er sich ärgert oder nicht. Wenn überhaupt, hätte er halt mal hupen sollen, um sein Missfallen auszudrücken. Das war's aber auch schon. Jeder hat im Verkehr so zu fahren, dass er jederzeit abbremsen kann. Und ich vermute mal, der Fahrer des LKWs hat den geparkten LKW gesehen und hätte damit rechnen müssen, dass der Radfahrer ausschert. Da passt man seine Geschwindigkeit gefälligst an.

    #46Author fehlerTeufel (1317098) 08 Nov 21, 13:49
    Comment

    Es gibt noch eine Gruppe Verkehrsteilnehmer, bei denen ich schon schwitzige Hände kriege, wenn ich sie von Weitem sehe (also als Radfahrer).

    *Klischeemodus an*

    Träumende, hakenschlagende, ohrbestöpselte Fußgänger mit Hund an Ausziehleine.

    Aber möglicherweise liegt das nur daran, dass ich vor vielen Jahren mal einen Abflug über einen solchen (besser gesagt über sie Ausziehleine) gemacht habe. Ich bin immer ganz beeindruckt, wie die größte Teil der Radfahrer (m/w/d) mutig an denen vorbei fährt, ich fahre dann immer einen extra Bogen (soweit möglich) oder bremse gar.

    #47Author edoardo_1_4 (1297108)  08 Nov 21, 13:58
    Comment

    Hier mal ein Beispiel für ein positives Miteinander, das ich neulich erleben durfte:


    Der Belag eines stark von Radfahrern frequentierten Forst- und Radweges hier in der Gegend musste auf einer Strecke von ca. 1 km Länge an mehreren Stellen erneuert werden.

    Früher wurde bei solchen Maßnahmen kurzerhand die Strecke gesperrt und der Radverkehr über diverse unbefestigte Waldwege umgeleitet, was für die zu ihrem Arbeitsplatz pendelnden Radler mit erheblichen Unbequemlichkeiten und Zeitverlust verbunden war. Diesmal hatte man sich dazu entschlossen, die Instandhaltungsarbeiten im laufenden Betrieb/Verkehr vorzunehmen - und es hat tadellos funktioniert, dank gegenseitiger Rücksichnahme und guter Planung seitens der Bauleitung:


    • Zu Beginn der Strecke deutliche, beleuchtete(!) Beschilderung für "Baustelle" und "Bodenunebenheiten" plus Hinweis "Fräskanten 4 cm".
    • Beginn und Ende der Abschnitte, wo der Belag fehlte, mit Leuchtbaken klar markiert.
    • Fräskanten, solange nicht neu geteert wurde, mit Erdaushub abgeschrägt, so dass holperfreies Fahren möglich war

    Während der neue Belag aufgebracht wurde, schob man als Radler das Fahrrad drum herum; und die Bauarbeiter machten, wo es möglich war, ihrerseits Platz mit ihren Fahrzeugen und ließen die Radfahrer passieren, man grüßte sich gegenseitig, konnte sogar ein paar nette Worte wechseln... Nach zwei Tagen war alles erledigt, ohne dass jemand zu Schaden gekommen oder nennenswert behindert worden wäre.


    So kann es also auch laufen, wenn jeder Rücksicht auf den anderen nimmt (und sich "die da oben" mal trauen, sich auf den gesunden Menschenverstand aller Beteiligen zu verlassen und darauf zu vertrauen, dass keiner den anderen umnietet und auch jeder vernünftig genug ist, seine Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen.)


    #48Author Möwe [de] (534573) 08 Nov 21, 14:00
    Comment

    Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, einen Autofahrer anzuzeigen, der noch gasgebend über die weiße Querlinie fuhr, als die Fußgängerampel schon auf grün geschaltet hatte. Glücklicherweise hatte ich meiner Tochter noch was zugerufen, sodass sie nicht Richtung Fußgänger-/Radampel geschaut hat, den Beginn der Grünphase verpasst und auch noch nicht losgefahren war, sonst hätte das böse ins Auge gehen können. Das war gegen Mittag bei guter Sicht. Rote Ampeln werden zumindest hier zunehmend als Empfehlung wahrgenommen.


    Nicht dass ich mir große Hoffnungen machen würde, aber ich hoffe, der AUtofahrer bekommt zumindest einen Brief von der Polizei. Vermutlich kann er nicht belangt werden, wenn er einfach behauptet, dass er nicht am Steuer saß.

    #49Author grinsessa (1265817) 08 Nov 21, 14:12
    Comment

    Und wenn Deine Tochter ange- oder gar überfahren worden wäre, dann wäre garantiert so ein "Schlaukopf" daher gekommen und hätte gesagt "man legt sich ja auch nicht mit einem Auto an; warum musst Du auch Deinen Vorrang durchsetzen??!???!?!?"


    Oder noch "besser": "Die(!) Radfahrer fahren ja auch alle(!) immer(!) bei rot" 🤬


    Das geilste ist dann immer noch der Verweis auf § 1 StVO - der gälte ja schließlich auch für Radfahrer und Fußgänger ...


    Die Anzeige wird genau nix bringen. Nada. Niente. Zilch. Sweet Fanny Adams.

    #50Author B.L.Z. Bubb (601295)  08 Nov 21, 14:17
    Comment

    Die Anzeige wird genau nix bringen.


    Das weiß ich nicht. Ich denke immer, dass sich so jemand ja nicht nur zufällig an dem Tag so verhält, und wenn die Polizei die fünfte Anzeige kriegt, sieht es vielleicht schon anders aus.

    #51Author Gibson (418762) 08 Nov 21, 14:35
    Comment

    Ich lasse mich gern eines besseren belehren ...


    Ein Pessimist ist allerdings nur ein Realist mit Lebenserfahrung ...

    #52Author B.L.Z. Bubb (601295) 08 Nov 21, 14:40
    Comment

    @grinsessa (#49), re "Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, einen Autofahrer anzuzeigen...". Can I ask, just exactly what is this "Anziege"? How do you report someone? (e.g. with a photograph of the license plate?) Who gets the report? Is the reported misbehavior verified in any way? (There is clearly something about this situation that I am not understanding.)

    #53Author Martin--cal (272273) 08 Nov 21, 18:24
    Comment

    Hier ist erklärt, was eine Anzeige ist:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Strafanzeige


    Wenn man eine Anzeige erstattet, tut man das in der Regel bei der Polizei. Aber wie ich beim Überffliegen des Wikipediaartikels gelernt habe, kann man das auch bei der Staatsanwaltschaft tun.

    Man kann einfach erklären, worauf sich die Anzeige bezieht. Wenn man Beweismittel hat (z.B. Photos), ist es sicher sinnvoll, diese bei der Polizei vorzulegen.

    Wie genau das abläuft, weiß ich nicht, denn ich habe, wie wahrscheinlich die meisten Leute, noch nie jemanden angezeigt.

    Bei vielen kleinen Delikten (sogenannten Bagatelldelikten) darf man sich allerdings keine allzu großen Hoffnungen machen, dass die Behörden sehr aktiv werden. Dabei haben Behörden und Betroffene in aller Regel deutlich unterschiedliche Auffassungen zu der Frage, was ein Bagatelldelikt ist und was nicht.

    #54Author eineing (771776) 08 Nov 21, 18:42
    Comment

    Thanks, eineing - I'll take a look at that Wikipedia article. The situation in Germany then is very different from that here in California. Here only a police officer can anzeigen - i.e. issue someone a "ticket" for a traffic violation. A few years ago several cities installed traffic cameras to document cars that drove through red lights, but a motorist who was issued a ticket generated by the camera challenged that in court, and the courts ruled that such a ticket was invalid since the infraction was not seen by a traffic officer.

    #55Author Martin--cal (272273) 08 Nov 21, 18:47
    Comment

    Man sollte gute Angaben machen können (Nummernschild, Beschreibungen, Beweise ...) und vielleicht auch noch einen Zeugen haben. Anzeigen kann man aber bestimmt auch ohne gute Beschreibung und zeugen stellen. Zumindest lese ich immer wieder von Unfällen, die die Polizei aufnimmt, bei der aber ein Beteiligter Unfallflucht begangen hat. Da wird dann gegen Unbekannt ermittelt, auch wenn wenig Aussicht besteht und das ganze dann schnell eingestellt wird.

     

    Mir hat jemand berichtet, dass es durchaus sinnvoll sei, Verkehrsrowdys zu melden. Wenn die Person identifiziert werden kann (Nummernschild), dann wird das auch aktenkundig - und bei Häufungen macht das dann doch was aus. Angeblich.


    Nachtrag:

    Einen Strafzettel ausstellen kann in Deutschland auch nur die Polizei. Muß beim Blitzen (Geschwindigkeitskontrolle) nicht auch immer ein Zeuge das bestätigen?

    #56Author Selima (107)  08 Nov 21, 18:52
    Comment

    Martin, ich denke, du hast das nicht richtig verstanden.

    Anzeigen bedeutet nur, dass man bei den Behörden (z.B. bei der Polizei) einen Sachverhalt anzeigt, d.h. meldet, von dem man glaubt, dass damit ein Gesetzt verletzt wird.

    Der Beschuldigte (wenn es überhaupt einen definierten Beschuldigten gibt) ist damit aber schließlich noch nicht schuldig.

    Es ist also keineswegs so, dass der Mensch dann automatisch einen Strafzettel bekommt, wenn er nach Meinung des Anzeigenden gegen Verkehrsregeln verstoßen hat.

    Die Polizei wird vielmehr prüfen, ob die Anzeige hinreichend begründet ist. Oft wird sie zu dem Schluss kommen, dass das nicht so ist (s. #54). Dann passiert nichts weiter.

    #57Author eineing (771776) 08 Nov 21, 18:58
    Comment

    Thanks, but let's assume, for argument's sake, that the person making the complaint has adequate proof that a violation has indeed taken place: perhaps a full video recording with clear identification of the driver causing the issue, perhaps even with sworn statements of witnesses. If the evidence were deemed sufficient and persuasive, could the police then proceed to issue a ticket, or some violation?


    edit - sorry, I just noticed that Selima had answered my question affirmatively (in #56). Interesting - that is a difference to practice here in the US - or at least in California.

    #58Author Martin--cal (272273)  08 Nov 21, 19:02
    Comment

    Wenn es ein schwereres Vergehen ist, wird die Polizei das an die Staatsanwaltschaft weitergeben, und wenn die auch zu dem Schluss kommt, dass man das sanktionieren müsse, wird es zu einem normalen Prozess kommen.

    Wie das Verfahren bei minder schweren Fällen ist, die die Polizei aber nicht wegen Geringfügigkeit einstellen will, weiß ich nicht.

    Vielleicht kann sich dazu der eine oder andere Leonide äußern, der einer etwas solidere juristische Grundlage hat als ich.

    #59Author eineing (771776)  08 Nov 21, 19:13
    Comment

    Zum Thema: Welche Chancen hat eine Anzeige ohne Beweise? Ich habe jüngst bei einem Prozess gedolmetscht, bei dem ein Busfahrer angeklagt war wegen gefährlichem Verhalten im Straßenverkehr. Es wurden zwei Zeug:innen gehört (die eine Zeugin hatte die Anzeige erstattet).

    Gut, am Ende wurde der Autofahrer nicht verurteilt (aus mehreren Gründen), aber die Sache ist nicht nur vor Gericht gelandet: Zunächst war der Busfahrer in einem Strafbefehlsverfahren zu einer Geldstrafe verurteilt worden, aber dagegen hatte er Einspruch eingelegt, weshalb es zur Hauptverhandlung kam.

    Also: Man kann und sollte Anzeige erstattet, das hat Chancen und eine Wirkung, ist allerdings auch ein bisschen Aufwand.

    #60Author Nirak (264416) 08 Nov 21, 21:15
    Comment

    Ich habe die genaue Uhrzeit, das Kennzeichen und eine Beschreibung des Wagens... das wird nicht zu einem Verfahren reichen, weil ich den Fahrer nicht gesehen habe und auch keine weiteren Zeugen habe. Ich hoffe aber, dass der Halter des Fahrzeugs einen Brief bekommt, in dem seine Stellungnahme als Zeuge zu dem Vorfall erfragt wird. Einen solchen Brief bekommt man z.B., wenn das eigene Auto geblitzt wurde (= bei einer Geschwindigkeitskontrolle ein Foto des Fahrers und des Kennzeichens gemacht wurde), und der Fahrer auf dem Bild eindeutig nicht der eingetragene Fahrzeughalter sein kann, weil bspw. das Geschlecht nicht übereinstimmt. Ich bin aber auch realistisch genug, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass die Polizei dem gar nicht nachgehen wird, wenn die Beweise absehbar nicht ausreichen. Das wäre schade, aber auch dann hat die Polizei immerhin einen Hinweis, dass es einen Vorfall an der Kreuzung gegeben hat. An derselben Ampel sind schon öfter Autos bei rot gefahren, und ich weiß, dass auch schon mindestens ein Vorfall gemeldet worden ist, bei dem ein Kind gestreift wurde. Vielleicht installieren sie dann wenigstens irgendwann einen Blitzer.

    #61Author grinsessa (1265817) 08 Nov 21, 22:56
    Comment
    Ja richtig, so läuft das. Ich habe mal einen Brief bekommen von der deutschen Polizei, dass ich am... um... in... laut eines Zeugen beim Ausparken das Auto hinter mir angefahren und sein Nummernschild abgefahren hätte.

    Genau besehen stimmt das, es ist aber kein Schaden entstanden. Und so konnte ich mit vagen Ausreden, das müsse mir erst mal wer beweisen, die Angelegenheit einstellen lassen. Zumal ich schon nach Österreich gezogen war.

    Also kontaktiert wird man, und grundsätzlich anständigen Bürgern macht das wohl auch was aus.
    #62Author tigger (236106) 08 Nov 21, 23:11
    Comment

    Thanks, grinsessa, and other contributors. I agree, even if reporting an offense doesn't lead to a citation, nevertheless, receiving a letter from the police can well lead to a change in behavior. As tigger says, grundsätzlich anständigen Bürgern macht das wohl auch was aus. (If only more motorists were "anständig"!)

    #63Author Martin--cal (272273) 09 Nov 21, 00:12
    Comment
    Mir kann das nicht mehr passieren, unser jetziges Auto hat einen Biep zum Rückwärtsfahren. 😊
    #64Author tigger (236106) 09 Nov 21, 10:36
    Comment

    Zu #60 und folgende: Meiner Erfahrung nach hat so eine Anzeige keine große bis gar keine Chance. Meinem Mann und mir ist sowas ähnliches wie die Geschichte mit den beiden Radfahrern und dem SUV in Siegen oder Umgebung auch schon passiert:

    Wir fahren hintereinander auf einer schmalen "Promillestraße". Diese Straße ist deutlich schmaler als eine "normale" zweispurige Straße, ein Auto kann an einem Radfahrer nur vorbeifahren, wenn er voll in die Gegenspur reinfährt. Wir waren nicht sehr schnell, unter 25 kmh, von hinten hören wir ein Auto ranfahren, von vorne kommt Gegenverkehr an. Es ist klar, dass das Auto uns erst überholen kann, wenn der Gegenverkehr durch ist. Gut übersichtliche Strecke, der Autofahrer hinter uns kann das entgegen kommende Auto sehen und kann auch sehen, dass es nur ein einziges Auto ist, das er abwarten muss. Ich fahre vorn, mein Mann hinter mir. Das Folgende habe ich daher nicht gesehen, weiß es nur von meinem Mann:

    Da wir solche Situationen kennen und aus Erfahrung wissen, dass einige Autofahrer gern trotzdem überholen, auch wenn es eigentlich zu knapp ist, und damit uns Radfahrer gefährden, fährt mein Mann ein bisschen weiter nach links in die Fahrbahn und signalisiert mit der Hand dem hinter ihm fahrenden Autofahrer "warten, Gegenverkehr". Der fühlt sich davon jedoch provoziert, ärgert sich, überholt uns (nachdem der Gegenverkehr durch ist) und bremst meinen Mann mit Absicht aus, so dass er auf den Grasseitenstreifen muss und anhalten muss (die Bremsen haben gequietscht, ich habe das gehört; außerdem gab's einen Bremsstreifen auf dem Teer). Mein Mann steigt vom Rad, kocht bereits und macht Anstalten, auf den Autofahrer loszugehen. Ich bleibe erstaunlich ruhig (normal kann ich mich bei sowas nur schwer beherrschen, schließlich ist das potentiell lebensgefährlich) und versuche, die beiden von Tätlichkeiten abzuhalten (es bleibt beim Schimpfen und ordentlichen Fluchen), das gelingt nur mit Mühe. Als ich dann zu meinem Mann sage, fotografiere doch mal das Kennzeichen, steigt der Autofahrer schnell wieder ein und macht sich davon. Das Kennzeichen haben wir aber im Handy. Ebenso fotografieren wir noch die Bremsspur auf der Straße.

    Wir sind dann zur Polizei gefahren (waren eh auf dem Weg in die Stadt) und haben dem diensthabenden Beamten die Situation geschildert, mittlerweile wieder mit normalem Puls. Er hat aus meiner Sicht sehr gut gehandelt: er hat uns in Ruhe angehört und gefragt, ob wir Anzeige erstatten wollen? Wir: nicht unbedingt, eigentlich nicht, bringt das denn was? Er: vermutlich nicht. Es gab keine Zeugen (die Ehefrau des Autofahrers saß zwar im Auto, aber die ist ja nicht unvoreingenommen, das zählt wohl nicht als Zeugin, oder? Genauso wenig, wie mein Mann und ich gegenseitig den Vorfall bezeugen könnten, vermutlich; interessanterweise hat die Frau keinen Mucks gemacht, eher den Kopf eingezogen und ihren Mann rumschreien lassen). Also haben wir keine Anzeige erstattet.

    Aber der Beamte hat den Herrn angerufen (dank Kennzeichen war der schnell ermittelt) und wir durften dem Gespräch zuhören. Der Autofahrer hat erst versucht, alles abzustreiten, dann hat der Beamte aber erwähnt, dass er ein Foto mit einer Bremsspur gesehen hätte und ob sein Bremsverhalten nicht evtl. doch ein wenig unangebracht und auch nicht ganz ungefährlich gewesen sein könnte, und dann hat der Herr sogar eingelenkt und eingeräumt, dass das wohl so war. Er hat sich sogar entschuldigt.


    Eine Anzeige hätte hier wohl sicher nichts gebracht, aber dass der Beamte der Sache soweit nachgegangen ist, dort anzurufen und zum Vorfall zu befragen, fand ich klasse. Das hat ja vielleicht auch schon eine gewisse Wirkung auf den Autofahrer, wer weiß.


    Diese Situation hätte übel ausgehen können, mein Mann hätte stürzen und sich verletzen können. Der Autofahrer war vermutlich durch die "Bleib-hinter-mir-Geste" meines Mannes provoziert oder aber er kann grundsätzlich Radfahrer nicht leiden (einer seiner Sätze war "die Radfahrer fahren immer nebeneinander, letztens waren da auch mal 15 Rennradfahrer im Pulk" - wir waren nur 2 und fuhren hintereinander!!!), er hätte in keinem Fall so ein Bremsmanöver machen und einen Radfahrer von der Straße drängen dürfen.

    Aber eine Anzeige hätte trotzdem keine Chance gehabt, Aussage gegen Aussage.


    Wir denken jedes Mal, wenn wir die Strecke fahren, an diese Episode. Der Autofahrer vielleicht auch, wer weiß.


    #65Author Juke (DE) (743880) 09 Nov 21, 14:33
    Comment

    "Diese Situation hätte übel ausgehen können, mein Mann hätte stürzen und sich verletzen können."


    Ich bin mal von einem Autofahrer, der meinte, der Radweg sei ein SUPER Parkplatz, und außerdem könne er mich gern schneiden, zu Fall gebracht worden. Ich bin komplett ausgetickt, hab mit der flachen Hand auf den Lieferwagen eingeschlagen und was von "das ist kein verschissener Parkplatz" gebrüllt. Kommt so'n Plattfuß (Streifenpolizist ohne Auto) des Wegs und fragt, was ich mich denn so aufrgen würde. Ich verweise auf den die fehlende Ausweisung des Radwegs als Parkplatz. Der Bullemeint, ich solle mich nicht so aufregen, es sei ja nichts passiert. Da ist mir echt die Spucke weggeblieben. "Die Bullerei, dein Freund und Helfer" - wenn Du im Auto sitzt, ja. Ansonsten eher nicht so.

    #66Author B.L.Z. Bubb (601295) 09 Nov 21, 14:47
    Comment

    Das ist mir auch schon aufgefallen, dass die eigentlich als Hilfe gemeinte Geste mit der flachen Hand nach hinten - Pass auf, du kannst noch nicht überholen - als provokant aufgefasst wird. Vielleicht auch, weil man am ehesten so reagiert, wenn ein Auto zu schnell kommt oder zu eng auffährt, da sitzen dann schon die eher ungeduldigen Fahrer drin. Schade, denn grundsätzlich würde mehr derartige Kommunikation durchaus das Leben aller erleichtern. Genauso oft nutze ich die Hand nämlich zum winken, wenn sich an unübersichtlichen oder engen Stellen eine Möglichkeit zum Überholen ergibt.

    #67Author grinsessa (1265817) 09 Nov 21, 14:48
    Comment

    Ich hätte mit der Geste vermutlich auch nichts anfangen können - ist mir auch noch nie begegnet, genauso wenig wie das Vorbeiwinken. Das vermutlich auch nicht aggressiv gemeinte Klingeln von Fahrradfahrern erschreckt mich meist und führt eher zu schlechten Reaktionen (Bewegung in die falsche Richtung).

    #68Author Selima (107) 09 Nov 21, 14:54
    Comment

    Ich gestehe, dass ich die Geste nicht kannte und auch nicht verstanden hätte. Vielleicht ist da ein Teil des Problems? Klassische Misskommunikation? ich verstehe aber auch die Geste nicht so ganz - als Autofahrer sehe ich doch, ob mir jemand entgegenkommt oder nich. Und vor einer Kurve würde ich sowieso nicht überholen, mit oder ohne Geste.


    ( nicht, dass eine noch so provokante Geste die Reaktion des Autofahrers rechtfertigen würde.)

    #69Author Gibson (418762) 09 Nov 21, 14:57
    Comment

    Ich fahr in solchen Situationen auch gern weiter links als notwendig. Alter, wie sich einige Autofahrer da aufregen können ...


    Wenn ich weiter rechts fahre, kommt garantiert so ein Idiot auf die glorreiche Idee, sich mit <30 cm Abstand vorbeizuzwängen ... Ich hab einen mal gebeten, das doch nicht zu tun, weil "gefährlich". Antwort: "Soll ich etwa Rücksicht auf dich nehmen?"</p>


    Und bevor wieder einer was sagt: Mir gehen Radfahrer, die rote Ampeln ignorieren und Fußgänger nerven oder gar gefährden, fast genauso auf die Eier.

    #70Author B.L.Z. Bubb (601295) 09 Nov 21, 14:58
    Comment

    Ziehst Du asoziale Autofahrer eigentlich magnetisch an? Oder gibt's in Berlin grundsätzlich keine normalen, freundlichen, bemühten, mitdenkenden Kfz-Lenkenden?

    #71Author Selima (107)  09 Nov 21, 15:02
    Comment

    Genau Bubb, es kommt leider sehr oft vor, dass Autofahrer trotz zu geringem Platz und sichtbarem Gegenverkehr überholen und einen dann an den Rand drängen. Dumm, wenn da ein hoher Bordstein oder eine Mauer oder ein Stacheldrahtzaun ist... Ich fahre grundsätzlich ziiiieeehmlich weit links in meiner Spur, wenn ich mit dem Rad auf der Straße fahre, einfach damit ich nicht so einfach eng überholt werden kann. Das empfinden auch wieder viele Autofahrer als Provokation, dient aber lediglich meiner Sicherheit. Sich sehr weit rechts an den Rand zu drücken, verstehen leider viele als Aufforderung zu überholen.


    So eine Geste ist doch nicht misszuverstehen? Versteh ich nicht... 😉

    #72Author Juke (DE) (743880) 09 Nov 21, 15:06
    Comment

    Inzwischen wird so etwas wie in #66 geschildert teuer für den Autofahrer: Auf dem Radweg parken und andere dabei gefährden kostet jetzt 80 Euro plus einen Punkt in Flensburg (falls meine Infos stimmen - im Netz findet man etwas widersprüchliche Angaben).



    Vielleicht sollten wir doch alle zusammenlegen und dem Bubb eine Jahreskarte für den ÖPNV kaufen, ehe er uns noch unter die Räder kommt...

    #73Author Möwe [de] (534573)  09 Nov 21, 15:08
    Comment

    ...war eben zu spät für Edit:

    Es war nicht der Mittelfinger und auch sonst keine provozierende Geste. Es war eher so ein beschwichtigendes Auf-und-Ab mit der flachen Hand, leicht nach hinten, um anzudeuten "hey, mach langsam, da kommt was".

    Klar sieht man auch als Autofahrer, ob da was von vorn kommt. Aber für viele heißt das halt nicht, dass ich den Radfahrer nicht trotzdem überholen kann. Wird dann halt ein bisschen enger für den Radfahrer...

    #74Author Juke (DE) (743880) 09 Nov 21, 15:10
    Comment

    #69 u.a.: Das ist doch selbsterklärend, oder? Ich strecke die linke Hand raus und zeige mit der Handfläche nach hinten. Das ist doch eine universelle Abwehrgeste. Ich mache das in manchen Situationen deshalb, weil das Gefühl für einen ausreichenden Abstand für denjenigen, der schneller fährt, anders ist, als für den langsameren. Deswegen fühlen sich Fußgänger häufig durch Radfahrer bedrängt und Radfahrer durch Autos. Manche Autofahrer neigen dazu, insbesondere in Straßen, in denen auf beiden Seiten geparkt wird und eigentlich auch für das Überholen eines Radfahrers nicht ausreichend Platz ist, sich trotzdem noch vorbei zu quetschen. Vielleicht sind das auch Menschen, die selten Rad fahren und es deshalb nicht anders wissen, keine Ahnung. Bei diesen Exemplaren nutze ich die Geste. Tut sich dann eine Lücke zwischen den parkenden Autos auf, mache ich Platz und winke.


    Weil Selima es erwähnt: Mit dem Klingeln kann man es fast nur falsch machen. Manche Leute erschrecken durch das Klingeln, ich wurde aber auch mal von jemandem zur Schnecke gemacht, weil ich nicht geklingelt hatte und er sich dann erschreckt hat. Ich war langsam von hinten an ihn rangefahren und wollte im Schritttempo hinter ihm bleiben, bis kurz dahinter mein Abzweig kam. Inzwischen versuche ich, schon von weit weg zu klingeln, damit sich das nicht so nah und laut anhört. Das überhören aber viele.....

    #75Author grinsessa (1265817)  09 Nov 21, 15:10
    Comment

    Bildergooglen nach "Poolnudel Fahrrad": Geile Idee, aber ich fürchte, wenn man allein so unterwegs ist, gibt's schnell was auf's Maul...

     

    Ansonsten: Radfahrer mit zu wenig Abstand überholen geht gar nicht.

    #76Author Zugi (797273) 09 Nov 21, 15:14
    Comment

    Ich glaube, ich habe das schon mal geschrieben. Hier gibt es einen, den ich oft auf meinem "Arbeitsweg" treffe, der sich eine Poolnudel aufs Rad (also quer auf den Gepäckträger) geklemmt hat.

    Das erste Mal habe ich ihn im ersten Lockdown 2020 gesehen und dachte mir noch: Na, man kann's aber auch echt übertreiben mit 1,50m Abstand wegen Corona :D. Später dämmerte es mir dann, dass es vermutlich nicht wegen Corona war.

    #77Author edoardo_1_4 (1297108)  09 Nov 21, 15:18
    Comment

    Wo "zu wenig Abstand" anfängt, scheint aber für manche Fahrer schwer zu beurteilen zu sein. Genauso wie die Frage, ob ich den Radfahrer 30m vor meiner Abzweigung noch überholen, dann vor ihm einscheren und abbremsen muss. Oder ob ich die kaum 5 Sekunden dafür spendieren kann, die 30m hinter dem Radler zu bleiben. Ich habe mal gelesen, der Mensch sei nicht dafür gebaut, die Strecken und Geschwindigkeiten beim Autofahren realistisch einzuschätzen. Er bezieht einen Streckengewinn immer auf die Zeit, die er zu Fuß benötigen würde, um die Strecke zurückzulegen. Wie wenig Zeit man verliert, wenn man im Stadtverkehr ein paar hundert Meter hinter einem Radler herfahren muss (oder auf der Autobahn hinter einem Laster, oder als Radler ein paar Meter hinter einem Fußgänger) muss man sich bewusst ausrechnen. Dann kann man in den Situationen gelassener reagieren.

    #78Author grinsessa (1265817)  09 Nov 21, 15:22
    Comment

    Selima, es gibt ja genug nicht-aso Idioten. Die asozialen Idioten bleiben halt im Gedächtnis haften ...

    #79Author B.L.Z. Bubb (601295) 09 Nov 21, 15:27
    Comment

    #77: edoardo: ist das zufällig in Schaffhausen? :-) Dann isses ein Freund von mir...

    #80Author Juke (DE) (743880) 09 Nov 21, 15:27
    Comment

    Nein, ganz andere Gegend. Nürnberg.

    #81Author edoardo_1_4 (1297108) 09 Nov 21, 15:30
    Comment

    #79 - na wenigstens sind nicht alle Idioten (aka Kfz-Fahrer) asozial. Das beruhigt mich jetzt schon.

    #82Author Selima (107) 09 Nov 21, 15:32
    Comment

    Ich fahre auch gerne etwas weiter links. Früher bin ich innerorts immer im Schnittgerinne gefahren, aber das verleitet wirklich einfach nur dazu, dass man mit minimalem Abstand überholt wird.

    Und die Handgeste mache ich an unübersichtlichen Engstellen auch (bei uns Landstraße mit Teich und großen Eichen - meine einzige Ausweichmöglichkeit wäre zu beiden Seiten sehr nass und mit einem Salto über die Leitplanke verbunden).


    Man darf doch jetzt auch nebeneinander fahren, wenn man mit weniger als 16 Leuten unterwegs ist, oder hab ich da was falsch in Erinnerung? Ich mache das jedenfalls, wenn ich mit der Meute unterwegs bin. Wir haben zwischen unserem und dem Nachbardorf 300m Landstraße ohne Fuß- oder Radweg, und da die Autofahrer dort aus mir unerfindlichen Gründen beschleunigen müssen (ist ja Landstraße!!!, dass man dann theoretisch gleich wieder abbremsen müsste, ist da wohl unerheblich...) und das mit dem Abstand ja meistens leider nicht klappt (man sieht da echt, wer Kinder hat und wer nicht), bin ich lieber als Puffer zwischen dem Vierjährigen und dem Auto.

    #83Author Hugolinchen (464632)  09 Nov 21, 15:34
    Comment

    Ein weiterer "Trick", Autofahrer zum Abstandhalten zu bewegen: scheinbar unsicher fahren. Zu sportliches Fahren verleitet anscheinend zu engem Überholen. Wie man es schafft, unsicher zu wirken und nicht provokant schlenkernd, ist mir aber unklar. Bei einem wackeligen Kind würde ich jedoch vermuten, dass selbst hartgesottene Fahrradhasser mehr Abstand halten.

    #84Author grinsessa (1265817) 09 Nov 21, 15:39
    Comment

    Die Kinder sind beide sicher auf dem Rad, sonst würde ich mit denen nicht auf der Straße fahren. Unsere übliche Runde besteht aus 500m Dorfstraße, dann 4km Feld-/ Wald- und Wiesenwege, und dann halt die 300m Landstraße. Hinterm Ortseingangsschild müssen wir dann gleich wieder abbiegen und sind fast schon in der Einfahrt.

    Aber ein Kind kann auch mal erschrecken und wird dann wackelig. Und da bin ich derzeit noch lieber neben dem Zwerg (je nach Tagesverfassung auch neben dem Mini).

    #85Author Hugolinchen (464632) 09 Nov 21, 15:44
    Comment

    Das wollte ich dir gar nicht unterstellen. Aber wenn ein Autofahrer ein 4jähriges Kind auf dem Rad sieht - würde ich mal annehmen - hält er mehr Abstand, schon allein, weil die meisten 4jährigen auf dem Fahrrad wackelig sind.

    #86Author grinsessa (1265817) 09 Nov 21, 15:49
    Comment

    Der Trick ist gut, den merk ich mir - mal sehen, ob ich überzeugend wankend auf der Straße fahren kann. :)

    Ich bemühe mich aber ohnehin, soweit möglich, den Autos aus den Weg zu gehen und Wege in der Pampa oder wenig befahrene Straßen zu benutzen - dafür fahre ich auch Umwege. Alles anderes ist mir (zumindest in der Früh) selbst zu stressig.

    Man darf doch jetzt auch nebeneinander fahren, wenn man mit weniger als 16 Leuten unterwegs ist, oder hab ich da was falsch in Erinnerung?

    Bin nicht sicher, ich dachte, das gilt nur für Fahrradstraßen? Kann sich bestimmt jemand Wissendes noch zu äußern.


    #87Author edoardo_1_4 (1297108) 09 Nov 21, 15:51
    Comment

    Grinsessa, wie gesagt, man sieht, wer Kinder in der näheren Verwandtschaft hat und wer nicht. Die einen fahren auf die Gegenfahrbahn bzw warten, bis frei ist, die anderen... haben sehr kurze anderthalb Meter.


    Zum Nebeneinanderfahren:


    Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden ist ausdrücklich erlaubt! Mit der Novelle der StVO ist die Regelung klar formuliert: Sofern anderer Verkehr nicht behindert wird, darf man auf dem Rad generell zu zweit nebeneinander fahren.


    https://www.adfc.de/artikel/stvo-novelle-in-k...


    Tja. Behindere ich den hinter mir fahrenden Autofahrer, der mich aber eigentlich eh nur dann überholen dürfte, wenn der Gegenverkehr vorbei ist (sonst ist der Abstand zu kurz), wenn ich neben dem Zwerg radel? Er müsste ja theoretisch so oder so abbremsen, wenn Gegenverkehr kommt.

    #88Author Hugolinchen (464632)  09 Nov 21, 15:58
    Comment

    86: Das wäre schön. Ich bin mit dem Fraßschädling vor mir auf der Radspur gefahren und wurde vom LKW mit 50 cm Abstand überholt. Ja, geht's denn noch?

    #89Author B.L.Z. Bubb (601295)  09 Nov 21, 16:09
    Comment

    Ja, weil Du Dich so breit gemacht hast, dass er das Kind nicht sah! 😕

    #90Author manni3 (305129) 09 Nov 21, 17:46
    Comment

    Vermutlich. Diese LKW-Fahrer sind ja teilweise eh optisch herausgefordert :-/

    #91Author B.L.Z. Bubb (601295) 09 Nov 21, 17:51
    Comment

    dass die eigentlich als Hilfe gemeinte Geste mit der flachen Hand nach hinten - Pass auf, du kannst noch nicht überholen (#67)

    Ich strecke die linke Hand raus und zeige mit der Handfläche nach hinten. Das ist doch eine universelle Abwehrgeste. (#75)


    Abgesehen davon, dass 'das ist doch selbsterklärend' immer erfreulich ist, wenn man etwas nicht versteht :-), gibst du auch selbst zwei völlig verschiedene Interpretationen an. Erst ist es Hilfe für die Autofahrer, dann heißt es 'Bleib mir vom Leib'. Was denn jetzt?


    #92Author Gibson (418762) 09 Nov 21, 18:27
    Comment

    Das schließt sich doch nicht gegenseitig aus? Meiner Meinung nach ist es eine Geste, die man direkt als "Stop" erkennen kann. Das will ich ja auch sagen: stop, du kannst noch nicht vorbei. Viel differenzierter kann ich hinter meinem Rücken nicht gestikulieren. Das heißt ja nicht, dass ich es nicht als sinnvolle Kommunikation ansehe, wenn ich einem Autofahrer signalisiere, dass nicht genug Platz zum Überholen ist. Jedenfalls sinnvoller, als ihn eng überholen zu lassen und dann den Stinkefinger zu zeigen.

    #93Author grinsessa (1265817) 09 Nov 21, 20:50
    Comment

    Ich sehe einen großen Unterschied zwischen "Vorsicht, da ist Gegenverkehr, wenn Sie jetzt überholen, wird es für Sie gefährlich" (so hatte ich die Erklärung erst verstanden) und "Kommen Sie mir bloß nicht näher, sonst wird es für mich gefährlich" (wie ich die zweite verstehe). Letzteres kann natürlich schon als aggressiv empfunden werden, ersteres nicht - allerdings wage ich zu bezweifeln, dass es viele Leute auch so fürsorglich verstehen würden.

    #94Author Gibson (418762)  09 Nov 21, 21:07
    Comment

    Aber wie soll ich deiner Meinung nach den Unterschied in meiner Intention fahrradfahrend mit einer Hand hinter meinem Rücken darstellen? "Achtung, da kommt noch Gegenverkehr" ist ein bisschen kompliziert - auch wenn ich das so meine, ist halt "Stopp, gefährlich" das einzige, was ich rüberbringen kann. Irgendwie habe ich das Gefühl, du hängst dich an meiner verbalen Beschreibung auf, die vielleicht etwas unglücklich war. Wobei ich das Problem immer noch nicht ganz verstehe. Es ist es nur eine flache Hand. Kein Wedeln, kein Drohen, nichts, nur die flache Hand. "Abwehr" ist ja per se auch nicht aggressiv, sondern defensiv.

    Aber mal die Gegenfrage: wie würdest du dich denn verhalten, wenn jemand hinter dir nah rankommt, der Motor heult immer mal wieder auf, wenn er zum Überholen ansetzt, und du weißt, dass es sehr eng werden würde? In die Mitte fahren wirkt meiner Erfahrung nach auf die Ungeduldigen noch provozierender.


    Edith: Fürsorglich will ich nicht sein. Nur kommunizieren. Ich fahre weiter vorne und sehe mehr. Und ich kann eventuell mitteilen, dass mir die Situation Angst macht.

    #95Author grinsessa (1265817)  09 Nov 21, 21:17
    Comment

    Aber wie soll ich deiner Meinung nach den Unterschied in meiner Intention fahrradfahrend mit einer Hand hinter meinem Rücken darstellen?


    Das verlange ich ja gar nicht. Mir geht es einzig um die Beschreibung in #65 ("fährt mein Mann ein bisschen weiter nach links in die Fahrbahn und signalisiert mit der Hand dem hinter ihm fahrenden Autofahrer "warten, Gegenverkehr".) und eben deiner Bestätigung in #68. Selima und ich haben dann gesagt, dass wir das so nicht kennen, und ich habe dann vermutet, dass die Autofahrer das vielleicht auch nicht kennen und die Geste falsch verstehen - als 'bleib weg'. Das ist für mich eine elementar andere Aussage.


    Juke schreibt "Gut übersichtliche Strecke, der Autofahrer hinter uns kann das entgegen kommende Auto sehen" und soweit ich das verstehe, hatte er da auch noch keinerlei Anstalten gemacht, zu eng auf- oder vorbeizufahren. Dann kam die Geste, die - leicht als 'fuck off' misszuverstehen - zu dem Zeitpunkt eigentlich unangebracht war (in der zweiten Lesart). Also fühlt sich der Autofahrer angegriffen, obwohl er noch gar nichts gemacht hatte, regt sich seinerseits auf und alles läuft völlig aus dem Ruder.*


    Und deshalb habe ich mich gewundert, dass die Geste so empfohlen wird. Ich halte das wirklich nicht für deeskalierend.


    Eine gute Lösung habe ich auch nicht. Ich tendiere dazu, mehr links zu fahren, damit der potentielle Depp eben nicht überholen kann, aber ich wüde die Stimmung nicht noch mit zweideutigen Gesten aufheizen. Das hilft nicht, glaube ich, aber ich hatte nach dem Faden hier den Eindruck, dass überhaupt nicht klar ist, wie die Geste verstanden werden kann und vermutlich oft auch wird.


    (*Nochmal: Ich finde die Reaktion nicht gerechtfertigt.)


    Ich habe ähnliche Probleme manchmal beim Ausreiten, wenn auf den engen Wirtschaftswegen jemand vorbei will. Dann reite ich wirklich in der Mitte, die Leute müssen dann einfach leider warten, bis ich irgendwo ausweichen kann. Manche kriechen mir dann fast auf den Schoß, und dann überlege ich immer, ob ich ein Handzeichen geben soll zum Abstandhalten. Aber ich tu es nie, weil die Leute, die dicht auffahren, auch genau die sind, die dann noch beleidigter sind.

    #96Author Gibson (418762)  09 Nov 21, 21:37
    Comment

    Okay, meine Variante und die von Jukes Mann sind verschieden. Zu dem Zeitpunkt als ich die Geste aufgriff, hatte Juke nur geschrieben "gestikulierte mit der Hand", ich schrieb "Geste mit der flachen Hand" - und ich mache das hauptsächlich in engen und schwer einsichtigen Stellen im Stadtverkehr. Mit weiter links fahren habe ich keine besonders guten Erfahrungen gemacht. Bei den wirklich Ungeduldigen führt das nur dazu, dass sie dann noch enger überholen oder dichter auffahren, um mich zum Ausweichen zu bewegen. Meine ausgestreckte linke Hand kann ich schneller wieder einziehen als mich mit dem Fahrrad aus der Schusslinie nehmen.

    #97Author grinsessa (1265817)  09 Nov 21, 21:47
    Comment

    Dann hat sich wahrscheinlich einfach einiges vermischt hier im Faden, was simple Gemüter wie mich dann verwirrt :-)


    Leicht anderes Thema: die Strafen fürs Parken auf dem Radweg sind ja jetzt deutlich angezogen. Weiß jemand, ob es sinnvoll ist - oder überhaupt erlaubt - Autos zu fotografieren, die mich blockieren, und dann anzuzeigen? Kriegen die dann ein Knöllchen? Oder bringt es nichts, wenn Privatpersonen das melden? Ich fänd's schon ganz schön, wenn der bloße Anblick des Telefons in meiner Hand die Parkenden fluchtartig zur Freigabe des Radwegs bewegen würde.

    #98Author Gibson (418762)  09 Nov 21, 22:33
    Comment

    One of the biggest repeat offenders in that regard here (San Jose, but surely not only here) are the delivery trucks from Amazon, UPS, and FedEx, along with the regular US Mail trucks. It is just SOOO convenient to park in the bike lane "just for a minute" to make a delivery. I once emailed UPS with a photo of their truck in the bike lane, and I got a very polite apology and a promise not to do it again. But the very next day they were at it again.

    #99Author Martin--cal (272273) 09 Nov 21, 23:08
    Comment

    Da muss ich sagen, dass die Zusteller hier inzwischen oft auf der rechten Fahrspur halten und die Radspur daneben freilassen. Beim ersten, der das gemacht hat, habe ich noch angehalten und mich bedankt, dass er die Autos blockiert und nicht mich - er hat mich ganz misstrauisch angeguckt, ob ich das sarkastisch meinte. Ich meinte es aber ehrlich. Inzwischen mache ich das nicht mehr, weil es fast Standard ist. Ob der Sinneswandel am Geld, am Image oder schlicht daran liegt, dass die Gefahr erkannt wurde, weiß ich nicht, ist mir aber auch egal ;-)

    #100Author Gibson (418762) 09 Nov 21, 23:16
    Comment
    Ich bedanke mich bei denen öfter.
    #101Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 Nov 21, 01:39
    Comment

    Hmm, gilt ein Fahrradfahrer nicht auch als Strassenverkehrsteilnehmer und muss beim Überholen von Fahrrädern die 1,5m Abstand einhalten? Dann dürfte sich das Nebeneinanderherfahren erledigt haben, weil das linke Fahrrad dann ja schon fast auf der Gegenspur fahren muss..

    Auch das Rechtsvorbeifahren des Fahrradfahrers an der Autokolonne wäre dann nicht mehr möglich bei 1,5m Abstandhalten müssen..

    #102Author drkimble (463961) 10 Nov 21, 08:39
    Comment

    Beim Rechtsvorbeifahren gelten die 1,5 m laut Rechtsprechung, soweit ICH weiß, ausdrücklich nicht. Ist ja auch sinnvoll, weil es einen Unterschied macht, ob ich mit <100 kg gegen >1.500 dotze, oder >1.500 kg gegen <100 kg fahren. Auch die Sogwirkung des Radfahrers dürfte um ein weniges geringer sein als die des Autos.</p>


    Beim Nebeneinanderfahren von Radfahrern weiß ich's nicht. Dürfte aber ähnlich sein.

    #103Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 Nov 21, 08:43
    Comment

    #102, 103 Das wird hier ganz anschaulich erklärt:

    https://cyclingclaude.de/2020/02/16/stvo-nove...

    #104Author Selima (107) 10 Nov 21, 08:53
    Comment

    Die 1,5m Regel gilt nicht für stehenden Verkehr. D.h. an stehenden Autos kann man mit deutlich weniger Abstand vorbeifahren. Da das Vorfahren an der Ampel am stehenden Verkehr vorbei ist, gilt die 1,5m Regel nicht.

    #105Author AGB (236120) 10 Nov 21, 08:59
    Comment

    #104 interessant


    Ich behaupte mal, dass nur eine Minderheit der Verkehrsteilnehmer folgende aus den expliziten Regeln abgeleitete implizite Regel verinnerlicht hat:


    Straßenbreite innerorts unter 4,50 Meter: Radfahrer dürfen nebeneinander fahren

    Straßenbreite innerorts zwischen 4,50 und 6 Meter: Radfahrer dürfen nicht nebeneinander fahren

    Straßenbreite innerorts über 6 Meter: Radfahrer dürfen nebeneinander fahren


    Mit Erläuterungen ist das durchaus nachvollziehbar, aber für den weniger kenntnisreichen Mitbürger wirkt das erstmal antiintuitiv.

    #106Author harambee (91833) 10 Nov 21, 09:42
    Comment

    Ich habe auch eher selten ein Maßband dabei, um die Straßenbreite zu messen. Es gibt hier eine Fahrradstraße, in der man explizit nebeneinander fahren darf, das steht sogar auf einem Schild. Überall sonst würde ich es lassen.


    Heute morgen hatte ich passenderweise einen überaus rücksichtsvollen Autofahrer hinter mir - der Radweg war durch Baustellenmarkierungen über etwa 50m nicht befahrbar. Das Auto ist schon hinter mir geblieben, bevor ich auf die Fahrbahn schwenken musste und über die gesamte Länge der Baustelle. Sogar, als ich ihm gewunken habe, dass es vorbei kann. Leider war es noch dunkel, da konnte ich mich nicht so gut bedanken.

    #107Author grinsessa (1265817) 10 Nov 21, 09:48
    Comment

    #96 Gibson: (entschuldige, ich bin erst jetzt wieder online)

    Die Geste meines Mannes (die ich selber in solchen Situation auch mache) kann man definitiv nicht als "Fuck off" verstehen, das will ich nur nochmal klarmachen. Sie ist in keiner Weise aggressiv, sie bedeutet einfach nur "bleib hinter mir, überholen ist jetzt eine ganz schlechte Idee". Ja, bei unserem Erlebnis hat der Autofahrer definitiv den Gegenverkehr auch sehen können, aber wir kennen es leider aus unzähligen solcher Episoden, dass Autofahrer eben trotz bester Sicht auf Gegenverkehr überholen und es dann eng wird. Das ist für Radfahrer potentiell lebensgefährlich, und ich glaube einfach, dass es vielen Autofahrern gar nicht klar ist, wie gefährlich das ist. Ich bin mir auch sicher, dass es in der Regel keine böse Absicht ist seitens des Autofahrers, es ist ihm/ihr einfach nicht bewusst. Diese Autofahrer sitzen vermutlich nie auf einem Rad und wissen es schlicht nicht aus eigener Erfahrung. Es wäre wirklich super, wenn alle Fahrschüler mal auf dem Rad durch eine größere Stadt fahren müssten, und zwar zu Stoßzeiten. Sie würden möglicherweise eine andere Sicht auf Radfahrer bekommen.

    Wenn ein Autofahrer sich durch eine defensive Geste provoziert fühlt und dann deshalb einen "Angriff" fährt wie in unserem Fall und noch viel schlimmer in dem Fall der beiden Radler da im Siegener Land, dann hat dieser Autofahrer ein Problem. So jemand dürfte meines Erachtens gar nicht (mehr) Auto fahren, denn der benutzt sein Auto bewusst und willentlich als eine Art Waffe. Wir machen alle Fehler im Straßenverkehr aus Unachtsamkeit, Unwissen, was weiß ich. Niemand ist dagegen gefeit. Aber willentlich, vorsätzlich einen Radfahrer mit dem Auto abzudrängen geht einfach unter überhaupt gar keinen Umständen.

    #108Author Juke (DE) (743880)  10 Nov 21, 09:59
    Comment

    Ich wars nicht, wars einer von euch? 😀

    Roth: Rabiater Radler wirft Bike auf Auto

    [...]

    Durch die Kollision stürzte der Radler und geriet derart in Rage, dass er sein Fahrrad auf die Motorhaube des Autos warf und auf den Pkw einschlug

    #109Author edoardo_1_4 (1297108) 10 Nov 21, 12:55
    Comment

    Und hat's ihm der Autofahrer mit gleicher Münze heimgezahlt und ihn mit seinem Auto beworfen?

    #110Author eineing (771776) 10 Nov 21, 12:58
    Comment

    Nee, ich war's nicht. Meine Räder sind alle zu schwer für mich zum Schmeißen 😉.

    #111Author Juke (DE) (743880) 10 Nov 21, 13:06
    Comment

    Weiter heißt es in dem Artikel:


    Am Pkw entstand ein Sachschaden von ca. 1000 Euro. Die Polizeiinspektion Roth hat die Ermittlungen wegen Verkehrsunfallflucht und Sachbeschädigung aufgenommen. Hinweise zu dem bislang unbekannten Radfahrer werden unter der Tel. (09171) 97440 entgegengenommen.


    Ich bin nach wie vor für eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder.

    #112AuthorStahlbauer (1259064) 10 Nov 21, 13:24
    Comment

    Ja, da würde ich Dir definitiv zustimmen, Stahlbauer. Aber dann hätte die Autofahrerin dieses Kennzeichen sehen/fotografieren/irgendwie aufnehmen müssen.


    Habe das grade mal nachgelesen. Da steht, dass die Frau nach links abbiegen wollte und vorfahrtberechtigt war. Kennt jemand diese Stelle? Wieso ist die Autofahrerin vorfahrtberechtigt gewesen, wenn sie links abbiegen wollte? Abknickende Vorfahrt? Oder kam der Radfahrer vielleicht gar nicht entgegen, sondern kam ihr anders in die Quere? Steht da nicht im Artikel.


    Egal, man wirft sein Rad genauso wenig auf Autos wie man mit Autos Radfahrer von der Straße fegt.

    #113Author Juke (DE) (743880) 10 Nov 21, 13:58
    Comment

    Jetzt war ich neugierig und hab auf Maps nachgesehen. Ich glaube, im Text hätte "rechts abbiegen" stehen müssen. Der Radfahrer kam aus einer Nebenstraße (auch wenn die Hauptstraße heißt) und hätte definitiv warten müssen.



    #114Author Hugolinchen (464632) 10 Nov 21, 14:07
    Comment

    Habs mir auch angesehen. Links abbiegen stimmt schon. Der Radfahrer kam von vorn, allerdings aus einer Einbahnstraße, die zumindest für Autos nur in die andere Richtung befahrbahr ist. Darum kann es gut sein, dass eine Vorfahrtsregelung für die Frau trotz Linksabbiegen galt. Keine Ahnung, wie und ob so etwas ausgeschildert wäre. Allerdings würde ich da auch nicht unbedingt mit rechnen als Geradeausfahrer (müsste ich aber, klar).


    (Mein Rad auf ein Auto geschmissen habe ich schon öfter - in Gedanken.)

    #115Author Mattes (236368) 10 Nov 21, 14:24
    Comment

    Das Problem ist ein anderes - *Ortskundigenmodus an*

    Die Hauptstraße ist Einbahnstraße - da hätte der Radfahrer gar nicht rauskommen dürfen - außer es wäre für Radfahrer frei gegeben, aber dann ist er vermutlich nicht verfahrtsberechtigt?

    Das mit "links abbiegen" stimmt schon.

    Edith sagt noch, da war einer schneller....

    Und Edith zwei sagt noch: Hier gibt es wie vermutlich überall einige Einbahnstraßen, die für Radfahrer frei gegeben sind. Ich muss aber gestehen, dass ich gar nicht weiß, was dann am Ende für den Radfahrer gilt bzw. ob und welches Schild dort stehe. Ich benutze die meisten nicht - die einzige, die regelmäßig nutze, endet in einem Fuß/Radweg.

    #116Author edoardo_1_4 (1297108)  10 Nov 21, 14:24
    Comment

    Normalerweise sollte am "falschen" Ende einer "Radfahrer frei"-Einbahnstraße die normale Regelung gelten: Also u.a. "rechts vor links", also muss derjenige, der sich dem Ende der Einbahnstraße von links nähert, dem Radfahrer die Vorfahrt lassen.


    https://www.stern.de/auto/service/rad-gegen-a...


    Das hieße aber auch, wenn ich dem aus der Einbahnstraße kommenden Radfahrer entgegenkomme und links abbiegen will, muss ich warten.


    Da verlass ich mich aber nicht drauf. Never ever.

    #117Author B.L.Z. Bubb (601295)  10 Nov 21, 14:31
    Comment

    Noch eine Ergänzung zu meiner #116:

    Bevor sich jemand wundert, wie das geht.

    Die Straße ist ein U - Am Bogen geht der Weg für die Radler geradeaus weiter und für die Autos gehts weiter am U entlang.

    #118Author edoardo_1_4 (1297108) 10 Nov 21, 14:34
    Comment

    Erg.: Polizeimeldungen sind eh mit Vorsicht zu genießen. Was stimmt an dieser Meldung nicht?


    "Zwölfjähriger Fahrradfahrer bei Unfall schwer verletzt


    Ein zwölf Jahre alter Fahrradfahrer ist bei einem Unfall in Perleberg (Landkreis Prignitz) schwer verletzt worden. Eine 41-jährige Autofahrerin habe einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern können, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Junge hatte offenbar den Verkehr beim Queren der Straße nicht beachtet. Die Frau blieb bei dem Unfall am späten Dienstagnachmittag unverletzt. (dpa)"


    Schön, dass die Rennleitung das schon so genau weiß, nicht? Autofahrer "übersehen", Radfahrer und Fußgänger "missachten" oder "beachten offensichtlich nicht".

    #119Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 Nov 21, 14:37
    Comment

    In Forio / Ischia (Provinz Neapel) habe ich einmal am Ende einer Einbahnstraße ein Stoppschild für die, die falschherum unterwegs waren, gesehen. Fand ich sehr pragmatisch 🙂

    #120AuthorStahlbauer (1259064) 10 Nov 21, 14:37
    Comment

    Einspruch. Wenn die Einbahnstraße für Radfahrer frei ist, gibt es kein "falschherum".

    #121Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 Nov 21, 14:40
    Comment

    Wenn Bubb recht hat, ist das doch eine extrem gefährliche Situation, die Unfälle geradezu provoziert.

    Der Radler kommt aus der aufgrund der Ausnahmeregelung gestatteten Richtung aus einer Einbahnstraße. Der Verkehrsteilnehmer*, der die Straße entlang fährt, in der Radler richtig aus der Einbahnstraße abbiegt oder die er quert, rechnet im ersten Moment nicht mit einem aus der Einbahnstraße, weil eben Einbahnstraße nicht bedeutet "Hach, ich fahre ja nur in die eine Richtung".

    Da wäre es meiner Meinung nach auf alle Fälle sinnvoll, am "Geisterfahrer-Ende" der Einbahnstraße ein Vorfahrt achten-Schild anzubringen.


    Dabei ist es völlig wurscht, ob Auto, Fahrrad oder Motorrad.

    Du bist darauf geeicht, dass Einbahnstraßen nur eine Richtung bedienen. Wenn jemand aus der unerwarteten Richtung NICHT falsch rauskommt, erschrickt erst mal jeder.

    #122Author rufus (de) (398798) 10 Nov 21, 14:46
    Comment

    Ach, ich bin von der Stiebener in die Münchner Str abgebogen - mein Fehler!


    Aber so wie das aussieht, sind die Straßen dort doch nicht gleichrangig. Als Radler mit normalem Menschenverstand hält man da doch an und guckt, ob frei ist?

    #123Author Hugolinchen (464632) 10 Nov 21, 14:46
    Comment

    Ich finde nicht, dass man aus #120 schließen kann, dass die Einbahnstraße für Radfahrer in beiden Richtungen frei befahrbar war. Allerdings kann es natürlich sein, dass Stahlbauer dem gleichen Irrtum erlegen ist wie die Solinger in diesem Artikel:


    https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/st...

    #124Author harambee (91833)  10 Nov 21, 14:47
    Comment

    Edit ergänzt - ich meinte mein "Geisterfahrer-Ende" nicht provokant, aber wie will es sonst benennen?

    "Anfang der Einbahnstraße" gilt doch nur für motorgetriebene Fahrzeuge.

    #125Author rufus (de) (398798) 10 Nov 21, 14:49
    Comment

    #123 Als Radler mit normalem Menschenverstand schlägt man auch nicht mehr auf den PKW ein, nachdem man das Fahrrad auf den Wagen geworfen hat (-;

    #126Author harambee (91833) 10 Nov 21, 14:50
    Comment

    Würde ich nie tun. Mein schönes Fahrrad!

    #127Author Hugolinchen (464632) 10 Nov 21, 14:53
    Comment

    Radfahr-Rage in Roth:

    Wie die Polizei berichtet, fuhr eine 20-Jährige mit ihrem Fiat auf der Münchener Straße in Roth und wollte nach links in die Stieberstraße einbiegen. Ein Radfahrer fuhr auf der Hauptstraße und wollte die Kreuzung in Richtung Münchener Straße queren. Die vorfahrtsberechtigte Pkw-Fahrerin bemerkte dies zu spät und es kam zum Unfall.

    https://www.ingolstadt-today.de/news/radfahre...


    Hier die Kreuzung. Rechts die Spielstraße, aus der der Radfahrer kam, links die Münchner Str., aus der die Frau kam.

    https://www.google.de/maps/@49.2442147,11.090...


    Die Frau kam aus dieser Straße, und ich sehe da rechts und links je ein dreieckiges Schild, das doch nur "Vorfahrt achten" bedeuten kann:

    https://onlinestreet.de/strassen/M%C3%BCnchen...

    #128Author Mattes (236368) 10 Nov 21, 14:54
    Comment

    Der Unfall ereignete sich gegen 0.30 Uhr - die hatten doch sicher beide Licht an.

    In der Spielstraße gilt Schrittgeschwindigkeit - war der Radfahrer blind, dass er trotz Schrittgeschwindigkeit gegen das Auto gefahren ist?


    #129AuthorStahlbauer (1259064) 10 Nov 21, 15:07
    Comment

    War denn die Autofahrerin blind, dass sie den Radfahrer trotz dessen geringer Geschwindikgeit anfahren musste? Frage für eim Freumd.

    #130Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 Nov 21, 15:11
    Comment

    Aus dem zweiten Link schließe ich, dass die Einbahnstraße auch noch ein verkehrsberuhigter Bereich ist, den der Radfahrer verlassen hat.


    PS: Okay, hat Stahlbauer schon geschrieben.

    #131Author harambee (91833)  10 Nov 21, 15:12
    Comment

    zu #130: Bubb, Du musst jetzt ganz stark sein, denn ich sage Dir im Vertrauen, dass Stahlbauer den ungeheuerlichen Verdacht hegt, dass der Radfahrer gar nicht Schrittgeschwindigkeit gefahren ist und somit Verkehrsregeln verletzt hat!

    #132Author harambee (91833) 10 Nov 21, 15:15
    Comment

    Unter diesen Generalverdacht werden ja grundsätzlich immer alle Radfahrer gestellt. Natürlich in 147,93 % aller Fälle zu Unrecht.

    #133Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 Nov 21, 15:18
    Comment

    Wann hast du das letzte Mal einen *fahrer in der Spielstraße Schrittgeschwindigkeit fahren sehen? Noch dazu nachts? Da spielt doch dann keiner mehr.


    * beinhaltet KfZs jeder Natur und menschenkraftbetriebene Fahrzeuge jeder Natur.


    Ich habe 2 Jahre an einer Spielstraße gewohnt.

    #134Author grinsessa (1265817)  10 Nov 21, 15:19
    Comment

    ---

    #135Author rufus (de) (398798)  10 Nov 21, 15:22
    Comment

    Die Straße, aus der der Radfahrer kam, hat einen "abgesenkten Bürgersteig", oder? Wer aus solchen Straßen kommt, muss meines Wissens grundsätzlich warten, z.B. auch wenn sonst rechts vor links gilt. Aber ich hätte nicht gewusst, dass man dann auch links abbiegenden Gegenverkehr durchlassen muss. Ich hätte gedacht, beim Linskabbiegen hat der Gegenverkehr immer Vorrang, egal aus welcher Straße er kommt, außer bei einer abbiegenden Vorfahrt.

    #136Author grinsessa (1265817) 10 Nov 21, 15:26
    Comment

    Ach herrje, was habe ich da nur angerichtet? 🤔🙈

    Ich fand einfach diese Vorstellung, wie man sein Rad in die Hand nimmt und auf Auto oder irgendwas eindrischt irgendwie ungewöhnlich - deswegen habe ich auch nur die zwei Zeilen aus dem Artikel rauskopiert.

    Sollte ich in nächster Zeit mal wieder nach Roth kommen, mache ich eine Ortsbegehung der Straßenkreuzung, schaue mir alles genau an und werde berichten.

    #137Author edoardo_1_4 (1297108) 10 Nov 21, 15:27
    Comment

    grinsessa: Ganz ehrlich, keine Ahnung. Mir geht nur dieser Reflex "Der Radfahrer hat Schuld" oder "Der Autofahrer hat Schuld" durchaus und massiv auf die Nüsse. Insbesondere bei so Situationen wie der hier, wo wir alle durch die Tüte reden, und keiner weiß, was Phase ist.

    #138Author B.L.Z. Bubb (601295)  10 Nov 21, 15:28
    Comment

    Dann aber bitte auch nachts, um zu gucken, ob die Ampeln an oder aus sind.


    (Und ich liebe Leo für solche Diskussionen!)

    #139Author Hugolinchen (464632) 10 Nov 21, 15:29
    Comment

    edoardo, so einfach kommst Du nicht davon. Wir erwarten, dass Du Dich sofort auf den Weg machst und noch vor dem Wochenende Deinen Bericht ablieferst!

    #140Author harambee (91833) 10 Nov 21, 15:29
    Comment

    Aber klar doch *notier*: am Wochenende mit dem Rad nach Roth in der Nacht und aus der Hauptstraße rausschießen - Notiz 2: Pumpgun nicht vergessen... ;).

    #141Author edoardo_1_4 (1297108) 10 Nov 21, 15:30
    Comment

    Bevor ich mich noch wichtigeren Dinge widme, eine Frage an den Bubb:


    Wärst Du in diesem Fall eventuell bereit, dem Radfahrer für den Wiederholungsfall einen leichten Tadel anzukündigen und ihm nahezulegen, entweder das Fahrrad auf das Auto zu werfen oder auf das Auto zu schlagen, nicht aber beides? Das alles natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Geschichte so halbwegs stimmt und dass der Radfahrer nicht gerade in einem die Schuldfähigkeit einschränkenden Stimmungstief war.

    #142Author harambee (91833) 10 Nov 21, 15:35
    Comment

    Dann aber bitte auch nachts, um zu gucken, ob die Ampeln an oder aus sind.

    (Und ich liebe Leo für solche Diskussionen!)


    ... und ob es eigene Linksabbieger-Ampeln gibt ...

    (bei Hugo unterschreib).


    Und danke an grinessa, denn ich hatte auch dumpf im Hinterkopf, dass es für Spielstraßen irgendeinen Sonderstatus gibt.

    #143Author rufus (de) (398798) 10 Nov 21, 15:37
    Comment

    Ich finde es auch faszinierend, dass Stahlbauer davon ausgeht, der Fahrradfahrer sei gegen das AUto gefahren. Das steht ja in dem Artikel nicht drin. Ich hätte angenommen, das Auto hat das Fahrrad entweder am Vorder- oder Hinterrad erwischt, was den Sturz verursachte*.


    So interpretiert jeder den sehr knapp beschriebenen Vorfall im Rahmen seines beschränkten Erfahrungshorizonts.


    *So ist es nämlich mir mal passiert, als ein links abbiegendes KFZ die vorfahrtsberechtigte, vorschriftsmäßig beleuchtete und nicht schnell fahrende entgegenkommende Radlerin übersah. Der war aber sehr zerknirscht.

    #144Author grinsessa (1265817)  10 Nov 21, 15:37
    Comment

    #142 ... dass der Radfahrer nicht gerade in einem die Schuldfähigkeit einschränkenden Stimmungstief war.


    Also, wenn mich einer an-/umfährt, bin ich grundsätzlich in einem die Schuldfähigkeit einschränkenden Stimmungstief...

    #145Author Möwe [de] (534573) 10 Nov 21, 15:39
    Comment

    Wenn jemand noch Wünsche hat, was ich bei der Ortsbegehung alles beachten soll, wie lang der Bericht werden soll, welche Kleidung ich tragen soll oder welches Rad ich nehmen soll - gerne PM an mich. ;)

    Ach ja, Schminktipps werden auch angenommen :P.

    #146Author edoardo_1_4 (1297108) 10 Nov 21, 15:40
    Comment

    Aber so oder so ist es recht faszinierend, dass wir hier alle mit Theorien rumstochern und die meisten beim Thema Spielstraße ins Straucheln kommen.

    Da war doch irgendein Sonderstatus ... Ich schätze, wir haben alle einen Führerschein und müssten uns eigentlich auskennen. Egal, auf welche Art wir am Verkehr teilnehmen ...

    #147Author rufus (de) (398798) 10 Nov 21, 15:42
    Comment

    Wohnt vielleicht noch jemand in der Gegend und hat vielleicht einen Fiat? Dann könntet Ihr das alles nachstellen.


    Jetzt muss ich wirklich was anderes machen, aber ich werde nachlesen!

    #148Author harambee (91833) 10 Nov 21, 15:43
    Comment

    Für die Rolle des radlschwingenden, motorhaubenkloppenden Radlers gibt es hier doch auch eine Idealbesetzung *fg* - ich schaue auch niemanden an....:).

    #149Author edoardo_1_4 (1297108) 10 Nov 21, 15:45
    Comment

    #149 Ja stimmt, da hatte doch schon mal jemand an einem Lieferwagen trainiert.... *auch niemanden anguck*


    Allerdings bin ich sicher, dass auch Du, edo, das gut hinbekommen wirst. Musst nur ein Rad nehmen, das leicht genug zum Werfen ist.

    #150Author Möwe [de] (534573)  10 Nov 21, 15:47
    Comment

    Ich hätte das mit der Spielstraße gewusst (weil wir derzeit überlegen, ob man nicht mal anfragt und Aufgrund der Kinderdichte unsere Straße als solche ausweist). Aber ob ich 0:30 Uhr in Schrittgeschwindigkeit da durch gefahren wäre??? Ich bezweifle das jetzt ehrlicherweise mal...

    #151Author Hugolinchen (464632) 10 Nov 21, 15:50
    Comment

    #147: Habe das jetzt grade mal nachgeschaut: eine Spielstraße ist das im vorliegenden Fall streng genommen nicht, sondern eine verkehrsberuhigte Straße. In einer echten Spielstraße ist nämlich jeglicher Verkehr verboten. Das große blaue Schild, das allgemein häufig als "Spielstraßenschild" verstanden wird, ist das eben in Wahrheit nicht, die Spielstraße ist ein Verkehrszeichen mit rotem rundem Kreis (das normale Verbotsschild) und ein Schild mit einem spielenden Kind darunter. Hätte ich jetzt auch nicht gewusst, so ein richtiges Spielstraßenschild (oder richtiger die beiden Schilder) habe ich glaub ich noch nie gesehen, das Schild "verkehrsberuhigte Zone" dagegen schon oft. Ich weiß allerdings auch, dass man in diesen verkehrsberuhigten Straßen max. 7 kmh (andere sagen 10 kmh), jedenfalls "Schrittgeschwindigkeit" fahren muss und die gesamte Straße ausdrücklich für den Aufenthalt von Kindern und Erwachsenen da ist.

    Beim Ausfahren aus so einer verkehrsberuhigten Straße auf eine normale Straße gilt immer dasselbe wie beim Ausfahren aus einem Grundstück, also auf jeden Fall Vorfahrt gewähren, egal ob man jetzt als Radfahrer erlaubterweise entgegen der Einbahnstraße da herausfährt oder als Kfz-Fahrer in richtiger Richtung.

    Im konkreten Fall weiß ich trotzdem nicht, ob der Radfahrer dort dann gegenüber der linksabbiegenden Autofahrerin Vorfahrt gehabt hätte. Wahrscheinlich eher nicht, oder? *ratlos guck*

    #152Author Juke (DE) (743880) 10 Nov 21, 16:01
    Comment

    Edith hat festgestellt, dass Juke es besser wusste.


    Hugo: Bei uns hat es geklappt, die Stadt hat nach etwa einem Jahr Bearbeitungszeit Spielstraßenschilder angebracht. Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass das irgendwas an der Fahrweise der durchfahrenden Fahrzeuge geändert hätte. Insbesondere der Handwerker-Lieferwagen kannte keine Gnade. Wenn er ein Kind umgenietet hätte, wäre seine Strafe allerdings vermutlich etwas höher ausgefallen als bei einer normalen schmalen Straße.

    #153Author grinsessa (1265817)  10 Nov 21, 16:03
    Comment

    weil wir derzeit überlegen, ob man nicht mal anfragt und Aufgrund der Kinderdichte unsere Straße als solche ausweist


    Ist "eure Straße" eine kleine Nebenstraße oder eine Durchgangsstraße, eine Hauptstraße? Ich glaube, dieser Status spielt auch immer in die Beurteilung mit rein, nicht nur die Kinderdichte.

    #154Author rufus (de) (398798) 10 Nov 21, 16:20
    Comment

    Es wäre wirklich super, wenn alle Fahrschüler mal auf dem Rad durch eine größere Stadt fahren müssten, und zwar zu Stoßzeiten.


    Das ist eine unglaublich gute Idee. Und eigentlich müsste das doch machbar sein - es gibt Nachtfahrten, Autobahnfahrten, extra Parkunterricht, warum also keine verpflichtende Radstunde? Kennt sich jemand mit Petitionen aus?

    Und danke für die Erklärung, Juke.

    #155Author Gibson (418762) 10 Nov 21, 17:08
    Comment

    In Ergänzung zu Juke:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsberuhig...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Spielstra%C3%9F..."

    "Schrittgeschwindigkeit ist eine hochkomplizierte Angelegenheit und reicht bei bei manchen Richtern bis zu 15 km/h, aber deutlich unter 20 km/h.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schrittgeschwin...


    edoardo, bitte noch überprüfen, ob der Radfahrer derjenige ist, der Ähnliches schon einmal 2007 in Graz gemacht hat. Sollte dies der Fall sein, droht ihm als Wiederholungstäter eine höhere Strafe als als Ersttäter, falls man ihn jemals schnappt.


    Radschmeißen scheint gar nicht so unbeliebt zu sein, von den Radlern auf das Auto oder an den Kopf von Autofahrern oder auf Fußgänger, doch auch von denen auch wird Radlers Radl in einen Kanal befördert. Bei einem Autofahrer aus den USA reichte die angeblich Bedrohung, Radfahrer könnten ihr Rad auf sein Auto werfen, schon aus, um einen in voller Fahrt umzunieten.

    https://www.mz.de/deutschland-und-welt/radfah...

    https://www.metropolnews.info/mp515627/franke...

    https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/...

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.in-...

    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/muench...

    https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshai...

    https://www.tz.de/auto/mann-faehrt-radfahrer-...


    #156Author Reeva (908916) 10 Nov 21, 17:22
    Comment

    https://www.arag.de/rechtsschutzversicherung/...

    (keine Werbung für die Versicherung)


    Zitat (Unterstreichung von mir):

    Das sind die Regeln der Straßenverkehrsordnung für Fahrradfahrer in der Einbahnstraße

    Einbahnstraßen dürfen auch von Radfahrern grundsätzlich nur in der vorgegebenen Richtung befahren werden. Halten Sie sich nicht an das Gebot, droht Ihnen ein Bußgeld von bis zu 35 Euro.


    Zum Glück der Radler in der Stadt geben viele Kommunen aber mittlerweile Einbahnstraßen für den Fahrradverkehr frei. Und es sollen immer mehr werden.


    An ihrem Anfang wird das blaue Einbahnstraßenschild durch ein kleines Fahrradsymbol mit zwei Pfeilen ergänzt. Am Ende hängt unter dem roten Verbotsschild für Autos das Symbol „Radfahrer frei“.


    Damit eine Einbahnstraße für entgegenkommende Radler freigegeben werden kann, sollte sie einige Bedingungen erfüllen:

    • zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h
    • ausreichende Fahrbahnbreite, besonders, wenn dort Linienbusse und Lkws unterwegs sind
    • übersichtliche Verkehrsführung im Streckenverlauf und an Kreuzungen

    Wichtig für Radfahrer, die eine freigegebene Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung für Autos benutzen: Fahren Sie rechts und beachten die Vorfahrt. Es gilt die Vorfahrtregel „rechts vor links“ – ganz nach dem Grundsatz aus Paragraf 8, Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO).

    #157Author BlackFrank (1093052) 11 Nov 21, 08:13
    Comment

    "Wichtig für Radfahrer, die eine freigegebene Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung für Autos benutzen: ... beachten die Vorfahrt. Es gilt die Vorfahrtregel „rechts vor links“


    Hm, das sollte man vielleicht, also ganz vielleicht, auch den Autofahrern sagen, die das nicht auf die Reihe kriegen und ständig versuchen, mich umzubringen, weil ihnen augenscheinlich sch***egal ist, ob da rechts vor links herrscht. Zum Glück weiß ich das und rechne damit. Gleiches für die eine Kreuzung Fahrradstraße - normale Straße, die ich jeden Tag überqueren darf. Da hält sich kein einziger Autofahrer dran, dass die Radfahrer wegen "rechts vor links" Vorfahrt haben ...

    #158Author B.L.Z. Bubb (601295) 11 Nov 21, 08:21
    Comment

    Ja, das mit rechts vor links ist eine einigermaßen erfolgversprechende Selbstmordoption für Radfahrer. Dazu braucht man nicht mal eine große Stadt, es reichen Wohngebiete in kleinen Käffern. Von denen habe ich auf meinem täglichen Arbeitsweg immerhin 4 zu durchfahren. Ich habe in den letzten Jahren aufgerüstet und bin mittlerweile so grell gelb angezogen und ordentlich beleuchtet und mit Speichenreflektoren und Packtaschenreflektoren ausgerüstet, dass ich echt nicht mehr übersehen werden kann.

    Das hilft aber immer noch nicht, da ich zwar gesehen werde, das aber nicht dazu führt, dass ich auch als Verkehrsteilnehmerin mit gleichen Rechten behandelt werde. Ich habe meist sogar Augenkontakt mit den Autofahrern (wenn es nicht grade wie jetzt morgens und abends stockfinster ist, wenn ich unterwegs bin), und trotzdem fahren sie einfach durch, häufig dann mit sichtbarem Schrecken oder zumindest Erkennen im Gesicht, dass sie mir grade die Vorfahrt nehmen. Vielleicht merken sie sich das dann für's nächste Mal 😉 .

    Ich schätze, solche Erlebnisse hat Bubb viiieel häufiger, weil Großstadt. Glückwunsch, dass Du trotzdem noch lebst...

    #159Author Juke (DE) (743880) 11 Nov 21, 08:55
    Comment

    Bubb, das Dreirad Deines Kindes mitnehmen und dem Autofahrer vor den Kühlergrill schubsen!

    #160Author manni3 (305129)  11 Nov 21, 08:59
    Comment

    "Glückwunsch, dass Du trotzdem noch lebst..."


    Im Zweifel brems ich halt, bevor ich Matsch bin.


    manni, das Video ist klasse.

    #161Author B.L.Z. Bubb (601295)  11 Nov 21, 09:04
    Comment

    Rechts vor links gibt es nur in Deutschland und ist meiner Meinung nach großer Mist.


    Ich hatte mal vor Jahren dienstlich zwei Spanier zu Gast und bin bei den beiden mitgefahren zum Mittagessen.

    Schön quer durchs Wohngebiet ohne mit dem Bremsfuß zu zucken.


    Auf meine Hinweis, dass man hier an jeder Kreuzung anhalten muss, bekam ich den Hinweis: "Wo nichts steht, hat man Vorfahrt."


    Ist fast überall in Europa und anderen Ländern so.

    #162Author BlackFrank (1093052) 11 Nov 21, 09:14
    Comment

    #158

    Mein rauskopiertes Zitat in #157 sollte übrigens nicht auf die Rücksichtnahme anspielen, das hätte ich auch weglassen können.

    Mir ging es darum zu zeigen, dass es Schilder gibt, die einem Autofahrer zeigen, dass aus einer Einbahnstraßeneinfahrt ein Radfahrer herauskommen kann.

    Das Schild ist aber ziemlich klein, und dann muss der Autofahrer auch rechts vor links beachten, wenn da "eigentlich" keiner kommen kann.

    #163Author BlackFrank (1093052) 11 Nov 21, 09:24
    Comment

    Rechts vor links gibt es nur in Deutschland


    Ich habe gerade keine Zeit zu ausführlicher Recherche, aber diese Behauptung scheint mir nicht mal im Ansatz korrekt.

    #164Author harambee (91833)  11 Nov 21, 09:25
    Comment

    Es ist vollkommener Unsinn. Selbstverständlich gilt die Regel auch in Österreich, der Schweiz und Schweden - vermutlich im gesamten EU Raum übrigens. Sie gilt ebenso in den USA, wo an Kreuzungen sogar oft vier Stopschilder stehen und keiner das als Problem empfindet. Ohne gewisse Regeln herrscht absolutes Chaos im Straßenverkehr und dann kommen erst recht die Radfahrer unter die Räder. *Kopf schüttel*

    #165Author Pinscheline (1070141) 11 Nov 21, 09:30
    Comment

    Die 4 Stoppschilder in den USA sind aber nicht gleichbedeutend mit rechts vor links. Alle müssen erst mal anhalten, und dann fährt derjenige als erster, der zuerst an der Kreuzung war, oder? "Running a stop sign" wird m.W. auch mit Bußgeldern belegt. In Deutschland habe ich noch nie erlebt, dass kontrolliert wird, ob am Stoppschild wirklich die Räder stillstanden, zumindest nicht nach der Fahrprüfung. Evtl. spielt es eine Rolle bei Unfällen, wenn die Schuldanteile berechnet werden.

    #166Author grinsessa (1265817) 11 Nov 21, 09:37
    Comment

    Zu den USA: Ja, ich denke, grinsessa hat Recht. Rechts vor links gilt aber wohl dann, wenn zwei Autos gleichzeitig gekommen sind, aber da bin ich nicht sicher.


    Ein weiteres Land mit der Regel "Rechts vor Links" ist Neuseeland. Ich bin mir auch recht sicher, dass sie offiziell in Kenia gilt, auch wenn das in der Praxis nicht immer so aussehen mag.

    #167Author harambee (91833)  11 Nov 21, 09:45
    Comment

    # 162:

    Zu rechts vor links:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vorfahrt

    Auf den Straßen gilt in den meisten Ländern mit Rechtsverkehr die Grundregel rechts vor links. Derjenige, der von rechts kommt, hat Vorfahrt (D), Vortritt (CH/FL) bzw. Vorrang (A), der andere ist wartepflichtig.


    Und Spanien:

    https://www.mallorcamagazin.com/service/urlau...

    Auch in Spanien gilt rechts vor links

    Gibt es keine anders lautende Beschilderung, gilt in Spanien rechts vor links.

    #168Author Nirak (264416) 11 Nov 21, 09:52
    Comment

    In England gilt es nicht, oder, wie in Spanien, niemand weiß es. Meine englischen Freunde finden die Regel auch völlig blöd, und ich erkläre dann immer, dass es gerade in Wohngebieten den Verkehr langsamer macht, wenn man jederzeit damit rechnen muss, dass einer von der Seite kommt. Was gut ist. Der Nachteil der Regel ist, dass an Hauptstraßen ununterbrochen Schilder stehen müssen, dass die Regel nicht gilt. Das finde ich nicht sonderlich efffektiv.

    #169Author Gibson (418762)  11 Nov 21, 09:57
    Comment

    Gibson, ist denn die Aussage richtig, dass es in England praktisch keine Kreuzung oder Einmündung gibt, an der die Vorfahrt nicht durch ein Verkehrsschild geregelt ist oder ein Kreisverkehr das Problem löst?

    #170Author harambee (91833)  11 Nov 21, 10:01
    Comment

    Ich meine, es ist mindestens eine weiße durchgezogene Linie, an der man halten muss. Ohne Schild und Linie kann man fahren.

    #171Author BlackFrank (1093052) 11 Nov 21, 10:05
    Comment

    Stimmt, Haltelinien sind auch eine Möglichkeit. Dann ändere ich meine Frage mal ab:


    Gibson, ist denn die Aussage richtig, dass es in England praktisch keine Kreuzung oder Einmündung gibt, an der die Vorfahrt nicht durch ein Verkehrsschild oder eine Haltelinie geregelt ist oder ein Kreisverkehr das Problem löst?

    #172Author harambee (91833) 11 Nov 21, 10:07
    Comment

    zu #159: Ich habe meist sogar Augenkontakt mit den Autofahrern


    Ich habe mal zu einem anderen Land (vielelicht Frankreich, aber ich bin nicht sicher) die These gehört, dass man auf Augenkontakt verzichten soll, denn dann weiß der Autofahrer, dass man ihn gesehen hat und er geht davon aus, dass man ihn durchlässt. Besser sei es, so durch die Gegend zu schauen, dass der Autofahrer nicht wissen könne, ob man ihn gesehen hat. Scheint mir eine riskante Strategie, aber es könnte was dran sein.

    #173Author harambee (91833) 11 Nov 21, 10:12
    Comment

    #173

    Hab ich als Fußgänger in China so gelernt. Augen geradeaus und gleichmäßig über die Straße gehen.

    Die Mopeds weichen schon aus. Wenn man selber reagiert, stiftet man nur Chaos.


    Hab ich aber nicht so häufig selber ausprobiert. Ich habe dann lieber eine Ampel (auch ohne Gewähr) oder eine Unter-/Überquerung gesucht.

    #174Author BlackFrank (1093052) 11 Nov 21, 10:17
    Comment

    Stimmt, in Vietnam war das sogar extrem so und man musste sich an die Regel gewöhnen, wenn man sein Ziel am gleichen Tag erreichen wollte.

    #175Author harambee (91833) 11 Nov 21, 10:20
    Comment

    Am geilsten find ich immer den Tip "Wenn Du auf ne Kreuzung zufährst und hinter Dir fährt ein Ellkahweh, dann halte Augenkontakt mit dem Fahrer, damit Du sicher sein kannst, dass er Dich beim Abbiegen nicht ummangelt!"


    Klar, und während ich nach hinten schauend Augenkontakt mit dem Fahrer halte, ramme ich drei Fußgänger, bevor's mich in den nächsten Laternepfahl drischt.

    #176Author B.L.Z. Bubb (601295) 11 Nov 21, 10:30
    Comment

    Meine Kollegin hat ein paar Jahre in Zürich gelebt. Nach ihrer Erzählung halten dort Autofahrer beim Überholen eines Radfahrers deutlich weniger Abstand. Sie sei mehrmals von Außenspiegeln gestreift worden. Mittelfranken erscheint ihr deshalb geradezu paradiesisch für Radfahrer.

    #177Author grinsessa (1265817)  11 Nov 21, 10:57
    Comment
    In Vietnam fahren aber fast nur Mopeds, da kann man auch große Straßen wirklich beherzt und zügig überqueren.
    Nur auf der "Stadtautobahn" von Hanoi ist das nicht lustig, da fahren nämlich doch viele Autos.
    #178Author tigger (236106) 11 Nov 21, 11:03
    Comment

    In Vietnam fahren aber fast nur Mopeds, da kann man auch große Straßen wirklich beherzt und zügig überqueren.


    Ja, man kann und sollte, aber für ängstliche Charaktere ist das nicht so ganz einfach

    #179Author harambee (91833) 11 Nov 21, 11:09
    Comment

    #173: Seit ich das als auf dem Bürgersteig und in Fußgängerzonen den Augenkontakt vermeide, habe ich viel weniger Beinahe-Zusammenstöße mit anderen Fußgängern. Im Straßenverkehr habe ich das noch nicht gewagt. Da habe ich auch das Gefühl, dass Augenkontakt funktioniert. Nicht immer: Von dem LKW, der mir nach Augenkontakt (vgl. #176) beim Rechtsabbiegen den Geradeausweg auf dem Fahrradweg abgeschnitten hat, habe ich hier bestimmt schon mal berichtet.

    #180Author Mattes (236368) 11 Nov 21, 11:16
    Comment

    #180 Das stimmt. Als ich mich mal bei einem Mitpendler beklagte, dass immer ich es bin, die beim Weg vom Zug zur U-Bahn und beim Wechsel der U-Bahnlinie den Entgegenkommenden ausweicht, riet mir dieser Mitpendler, den Blick auf Stirnhöhe bzw. knapp über den Kopf der Entgegenkommenden zu richten, dann weichen idealerweise beide ein wenig aus. Funktioniert perfekt.

    #181Author Selima (107)  11 Nov 21, 11:18
    Comment

    Gibson, ist denn die Aussage richtig, dass es in England praktisch keine Kreuzung oder Einmündung gibt, an der die Vorfahrt nicht durch ein Verkehrsschild oder eine Haltelinie geregelt ist oder ein Kreisverkehr das Problem löst?


    Oft sind auch Dinge auf die Fahrbahn gemalt, "Yield" bzw. Dreiecke zum Beispiel. Und ja, überall Kreisverkehre. Ob das allerdings auch bei kleinen Stichstraßen in Wohngebieten immer so ist, kann ich gar nicht sagen; meist bin ich nur Beifahrer, und wenn ich fahre, muss ich mich so darauf konzentrieren, links zu bleiben, dass ich nicht auch noch Ausschau nach Schildern halten kann ;-))

    #182Author Gibson (418762)  11 Nov 21, 11:40
    Comment

    Mal ein anderes Thema:


    https://www.tagesspiegel.de/berlin/alle-ander...


    "Alle anderen egal im Verkehr in Berlin?

    Wenn Autos blockiert sind, ist die Polizei sofort da

    Der Wind weht ein Dixiklo auf die Straße und dann geht alles ganz schnell. Warum eigentlich nur, wenn die Autofahrerei stockt? Ein Kommentar.


    Es sind stürmische Zeiten und das meine ich wörtlich. Bei uns in der Straße wurde eines böigen Abends ein Dixiklo umgeweht. Da lag es nun, quer auf der Fahrbahn. Autostau, helle Aufregung, man kommt nicht mehr durch! Auf vier Rädern jedenfalls nicht.


    Dass man eigentlich gar nicht durch muss durch so eine enge Nebenstraße im Wohngebiet, weil es drumherum genug Hauptstraßen zum Weiterkommen gibt, interessiert keinen der wild gestikulierenden Menschen. Einige hupen, das hilft."

    #183Author B.L.Z. Bubb (601295) 11 Nov 21, 16:51
    Comment

    Nun ja, das ist für mich eher Whataboutism, der das Diskussionsklima nur wenig verbessert. Die berechtigten Anliegen der Radfahrer würden ja nicht dadurch erfüllt, dass man so ein Dixieklo weiter vom Wind durch die Straßen wehen lässt. Wenn man es liegen ließe und es einen Fahrradfahrer verletzen würde, dann wäre das natürlich der Beweis dafür, dass sich niemand um die Radfahrer kümmert.

    #184Author harambee (91833)  11 Nov 21, 17:21
    Comment

    Was ist an dem Thema anders? Hier geht es doch fast durchgehend nur darum, dass fast all Autofahrer und ein paar wenige Fahrradfahrer böse Mitmenschen sind.

    #185Author Selima (107)  11 Nov 21, 17:28
    Comment

    Ja, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich das für gut befunden hätte (-; Ich hoffe sogar, das hin und wieder kritisiert zu haben.

    #186Author harambee (91833) 11 Nov 21, 17:34
    Comment

    Wieso "fast"? Natürlich alle ...


    Und nein, ich finde, er legt da durchaus berechtigt den Finger in die Wunde: Ist eine Autospur blockiert, wird freigeräumt, bevor Du "Blaubeerpfannkuchen" mit französischem Agsong sagen kannst. Auf Radspuren steht der Mist dagegen teilweise Tage rum; kümmert keine Sau.

    #187Author B.L.Z. Bubb (601295) 11 Nov 21, 17:36
    Comment

    Ich glaube dieser Faden steht kurz vor der Verschiebung in den Chatroom.

    #188Author Doris (LEO-Team) (33) 11 Nov 21, 17:38
    Comment

    harambee, ich bezog mich auf die #183.

    #189Author Selima (107) 11 Nov 21, 17:41
    Comment

    Keine Einwände, Doris ;-)

    #190Author B.L.Z. Bubb (601295) 11 Nov 21, 17:49
    Comment

    Ich denke, Dich trifft in diesem Fall gar keine Schuld, Bubb. Es waren wohl eher unsere Ausschweifungen zum Vorfall von Roth gestern. Vielleicht auch alles zusammen (-;

    #191Author harambee (91833) 11 Nov 21, 17:58
    Comment

    Responding to an earlier open point (if anyone still cares, and before this whole thread gets moved to "chat"), harambee wrote (in #167):


    Zu den USA: Ja, ich denke, grinsessa hat Recht. Rechts vor links gilt aber wohl dann, wenn zwei Autos gleichzeitig gekommen sind, aber da bin ich nicht sicher.


    That is correct. At intersections where there is no stop sign, or four stop signs, the first one at the intersection has right of way, but if two vehicles (bikes included) reach the intersection at the same time, then "right before left" applies.


    Often though, in suburban neighborhoods around here, a car that reaches an intersection before I get there on my bike will wait for me and wave me through.

    #192Author Martin--cal (272273) 11 Nov 21, 18:40
    Comment

    Ich glaube dieser Faden steht kurz vor der Verschiebung in den Chatroom.


    Dieser Faden wäre zum Beispiel ein guter Kandidat für die 10. Rubrik :-)

    #193Author Gibson (418762) 11 Nov 21, 18:57
    Comment

    #192 Often though, in suburban neighborhoods around here, a car that reaches an intersection before I get there on my bike will wait for me and wave me through.


    Diese entspannte Höflichkeit ist mir in Nordamerika in der Tat oft begegnet. Fand ich sehr angenehm.


    Deutsche Verkehrsteilnehmer sind da irgendwie anders gepolt. Selbst in den suburban neighborhoods.

    #194Author Kapustiner (1229425) 11 Nov 21, 19:32
    Comment

    On the other hand, I've also been honked at innumerable times for slowing someone's progress, called names that would make a sailor blush, and been hit by cars, or more accurately, tapped -- never hard enough to bring down the bike. I try to accentuate the positive, though.

    #195Author Martin--cal (272273)  11 Nov 21, 22:47
    Comment

    I try to accentuate the positive, though.


    🙂

    #196Author Selima (107) 12 Nov 21, 06:40
    Comment

    Kleine Geschichte vom täglichen Wahnsinn:

    Steht ein Auto geparkt auf Geh- und Radweg - offensichtlich einer Rechtsanwaltskanzlei, denn es waren riesige Schriftzüge drauf:

    "Strafrecht - anwaltskanzleiwirhauendichraus.de"

    Zum Glück machen die kein Verkehrsrecht ;).

    #197Author edoardo_1_4 (1297108) 12 Nov 21, 07:57
    Comment

    Schreib sie doch nächstes mal an ob sie dir Rechtsberatung zu Aussichten auf eine Anzeige gegen einen Radwegblockierer (am besten natürlich mit Nummernschild/Photo ihres Autos) geben können... ;-D

    #198Author traveller in time (589684) 12 Nov 21, 08:38
    Comment

    Edo: Foto machen und mit genauem Tag/Uhrzeit und Position ans Ordnungsamt schicken, reicht für ein 55-EUR-Ticket, die machen das schon..

    oder noch einfacher über www.weg.li

    #199Author drkimble (463961)  12 Nov 21, 08:41
    Comment

    Prinzipiell hast du Recht - aber leg dich nie mit einem Anwalt an - ich weiß das, ich habe sowas in der Familie ;).

    Nein, im Ernst: meine Verwunderung, dass jemand mit derart plakativer Aufschrift so dämlich parkt, war so groß, dass ich da gar nicht drüber nachgedacht hab.

    #200Author edoardo_1_4 (1297108) 12 Nov 21, 08:53
    Comment

    Das finde ich eine interessante Geschichte:


    Ein Bekannter hat mit seinem Chef ein "Rennen" von ca. 700 km gefahren; der Chef im schnellen Oberklasseauto, wo immer möglich mit Höchstgeschwindigkeit, der Kollege im voll beladenen Sprinter mit maximal Tempo 100.

    Bei der Ankunft des Kollegen am vereinbarten Treffpunkt war der Chef total verblüfft: Was machst du denn schon hier?


    Die Zeitersparnis auf 700 km für betrug gerade einmal 20 Minuten.

    #201AuthorStahlbauer (1259064) 12 Nov 21, 11:31
    Comment

    #201 Das lag wahrscheinlich daran, dass der Chef nach 500 km Raserei vor lauter Stress einen Herzinfarkt bekommen hat und im Straßengraben wiederbelebt werden musste, bevor er seine Fahrt fortsetzen konnte. (Wäre mir jedenfalls so gegangen ...)

    *scherzmodusaus*

    #202Author fehlerTeufel (1317098) 12 Nov 21, 11:33
    Comment

    ...und sie reduziert sich ganz schnell auf 10 min, wenn der Oberklassewagen nur einmal tanken muss. Pro 10km/h mehr verbraucht man etwa 10% mehr Sprit, das geht irgendwann schnell.

    #203Author grinsessa (1265817) 12 Nov 21, 11:35
    Comment

    Das haben Freunde von mir auch mal gemacht, ungeplant: Sie fuhr in ihr Büro, er musste in das gleiche Gebäude, weil er da ein Meeting hatte. Sie konnten aber nicht zusammen fahren, weil er nach dem Meeting ja wieder weg war. Sie sind gleichzeitig los, er ist der ungeduldige Typ, der jede Lücke nützt und auch mal bei gelb fährt, sie ist entspannt und lässt eher jemanden rein, als sich noch wo zwischenzuquetschen. Ich weiß die Kilometer nicht, aber es war quer durch die Stadt und dauerte etwa 30 Minuten. Er war 6 Minuten schneller, und interessant fand ich die Wahrnehmung der beiden: Er fand, 6 Minuten von 30 wäre eine Riesenersparnis, sie fand, sich für 6 Minuten den Stress anzutun wäre völlig überflüssig.

    #204Author Gibson (418762) 12 Nov 21, 12:04
    Comment

    Besonders amüsant finde ich es ja, dass ich teilweise mit dem Rad schneller bin, als ich mit dem Auto wäre. Die Autofahrer stehen sich auf meiner Strecke an bestimmten Abschnitten über mehrere hundert Meter die Räder viereckig, während ich höhnisch grinsend und unter Absingen schmutziger Lieder auf der Radspur dran vorbeikuller 🤣😎😝

    #205Author B.L.Z. Bubb (601295) 12 Nov 21, 12:13
    Comment

    Was denn für schmutzige Lieder? Das finde ich eine feine Sache.

    #206Author ulinne (894128) 12 Nov 21, 12:42
    Comment

    Was denn für schmutzige Lieder?

    "Dieser Weg wird ein weiter sein.... dieser Weg ist steinig und schwer"

    Noch amüsanter finde ich, wenn hier der erste Schnee fällt - und es sich einmal um den kompletten Ring um die Stadt staut, freundlich winkend (als Fußgänger) an den Autos vorbeizulaufen. Man findet zwar keine neuen Freunde, aber mal lernt Leute kennen ;).

    #207Author edoardo_1_4 (1297108)  12 Nov 21, 12:49
    Comment
    Ihr wisst aber schon, dass
    a) es sich nicht alle Leute aussuchen können, ob sie Auto, Öffis oder Rad fahren (ich z. B.), und
    b) jeder Stau für Umwelt und Atemluft noch schlechter ist als rollender Verkehr und daher nicht unbedingt ein Grund zur Freude, oder?
    #208Author fehlerTeufel (1317098) 12 Nov 21, 15:17
    Comment

    Nicht alle, aber durchaus viele. Und ja, Stau ist scheiße, aber vielleicht kapiert's der eine oder andere Autofahrer dadurch, dass Autofahren in der Stadt in vielen Fällen einfach Unfug ist.

    #209Author B.L.Z. Bubb (601295) 12 Nov 21, 15:19
    Comment

    #195 called names that would make a sailor blush


    Immer gut, wenn man seinen Wortschatz erweitern kann. Da kriegt man auch gleich Inspiration für schmutzige Lieder.


    (Just trying to accentuate the positive.)

    #210Author Kapustiner (1229425) 12 Nov 21, 15:40
    Comment

    Ja, das weiß ich. Wenn aber sehe, dass viele von denen das KFZ-Kennzeichen der Stadt habe, frage ich mich schon, ob das nicht auch anders gehen würde.

    Ich freue mich ja auch bloß, dass ich schneller bin, nicht, dass die Umwelt mehr verpestet wird.

    Ich habe einige Kollegen, die m. M. problemlos ohne Auto in die Arbeit kommen könnten, aber

    • Öffis sind eklig, da fahren sowieso nur Asis mit
    • Öffis sind gefährlich, da fahren eh nur Asis mit
    • Rad ist nur für Öko-Terroristen
    • Zu Fuß geht nicht, weil zu warm, zu kalt, zu nass, zu trocken

    Ich verlange von keinem, der jwd wohnt, dass er zu Fuß, mit dem Rad oder Öffis zu fahren hat.

    Im ländlichen Raum sind Öffis ein echtes Problem, selbst hier in der Stadt gibt es Stadtteile, in denen die Öffis nicht regelmäßig fahren oder man x mal umsteigen muss, um z.B. die Innenstadt oder den Bahnhof zu erreichen.

    Mich würde mal der folgender Test interessieren:

    Wie hoch wäre das Verkehrsaufkommen, wenn alle diejenigen, die wirklich alternativ problemlos und in vergleichbarer Zeit*, nicht das Auto für die Arbeit nehmen würden?


    *Öffis nicht weit weg von daheim und nicht ewig umsteigen oder gar Rad oder zu Fuß

    #211Author edoardo_1_4 (1297108)  12 Nov 21, 15:41
    Comment

    "Mich würde mal der folgender Test interessieren:

    Wie hoch wäre das Verkehrsaufkommen, wenn alle diejenigen, die wirklich alternativ problemlos und in vergleichbarer Zeit*, nicht das Auto für die Arbeit nehmen würden?"


    Mich würde eher der umgekehrte Test interessieren: Jeder, der normalerweise mit dem Rad fährt, fährt mal eine Woche lang kompromisslos mit Auto. Hei, das wäre ein Spaß - nicht. Vermutlich wäre man Mittwochs immer noch für den Weg zur Arbeit am Montag unterwegs.

    #212Author B.L.Z. Bubb (601295) 12 Nov 21, 15:52
    Comment

    #211 edoardo...:

    Ja, das steht oft "eigentlich" hinter dem Nicht-aufs-Auto-verzichten-Wollen oder -Können!


    Zudem:

    Ich hatte früher mal eine Kollegin, die zugab, dass sie psychische Probleme bekommt, wenn sie U-Bahn fährt. Wahrscheinlich war sie auch klaustrophobisch oberirdisch, also in Bussen und Trambahnen, egal wie leer oder voll. So fuhr sie die paar km in die Arbeit, mitten in der Stadt.

    Das (Angststörungen aller Art) gibt es wahrscheinlich x-1000-fach, und schon hat man x-1000+ Fahrten mehr pro Tag.


    ---------


    Eine griechischstämmige Familie, Mann, Frau und Tochter (ca. 20) wohnen hier im Block. Sie haben drei Autos. - Drei fette Autos, für jeden eins. Er arbeitet im Security-Sektor, die Frau im Drogeriemarkt, 2 km weiter. Der Bus (4 min zu Fuß von hier, er fährt alle 8 - 10 min) hält wirklich direkt vor ihrer Arbeitsstelle. Sie fährt lieber, parkt am Hintereingang. Die U-Bahn ist 50 m weiter.... Nie, wirklich nie sah ich sie in diesem Vierteljahrhundert, die ich hier wohne, zum Bus laufen, den ÖPNV nehmen. Und Töchterchen wurde immer gefahren: zur Grundschule (wohin man gut durch den Park in Schülergruppen laufen oder radeln konnte, kann, immer an Wohnblocks / Häusern entlang) und später ins Gymnasium. Jetzt hat's halt sein eigenes Auto - das nunmehr zweite strahlendweiße große Auto, wie das von Mami. Mami holt aber auch wenn es passt die Tochter ab vom Sport. Dann muss sie nur noch 30 Schritte zum Hauseingang laufen. Papa hat sein schwarzes Auto - kein SUV, aber ähnliches Kaliber. Man ist ja "arriviert"... Sie sind sicher stolz darauf: Sie erarbeiteten sich das. Es ist ihr Zeichen von deutschem Wohlstand.

    Fahrräder, so schick und top sie auch wären, sind für sie nicht. Das deutsche Gestrampel - ach nein...


    Ich versuche das zu verstehen - diese Haltung Autos = wir haben es geschafft.


    ----

    Ihre Nachbarn zwei Balkons weiter: Ein eher gutsituiertes Rentnerpaar, arriviert, wenn auch hier kein Akademiker-Background. Zwei Autos. Sie einen Smart, er ein größeres. Warum nicht nur eines? Auch diese beiden sieht man niemals im Bus oder auf Fahrrädern. (Ihre 6-packs mit 1,5 Literflaschen Cola müssen halt im Auto gefahren werden.)


    Es ist so schade. Die vielen vielen Kinder hier könnten die zusätzlichen 2-mal xx Quadratmeter gut gebrauchen (es ist eine Art Sackgassenstraße mit Bäumen und Holz-Häuschen, aber eben auch 25 Stellplätzen und reinrasende Anwohner:innen und Lieferanten).


    Alle o.g. Fälle müssen Stellplatzgebühren an die Hausverwaltung zahlen. Pro Stellplatz 50 Euro im Monat. Die Griechen also 1850,- im Jahr allein fürs Hingestelle ihrer drei Autos...!

    -----

    Ich sagte bisher noch nie etwas. Ändern kann ich die nicht; dazu ist deren Verhalten zu krass.

    -----

    Merke gerade, dass dies auch in den Umweltfaden gepasst hätte.

    -----

    Noch ein edit: Ich lese diese Fäden nicht regelmäßig. Bei eventuellen Bemerkungen und Fragen, lieber mir eine PM schicken.

    #213AuthorBraunbärin (757733)  12 Nov 21, 16:52
    Comment

    Ich hatte mal einen Nachbarn, junger Mensch unter 25. Der fuhr mit dem Auto zum nächstgelegenen Zigarettenautomaten. Und zwar immer. Entfernung etwa 70 m.

    #214Author eineing (771776) 12 Nov 21, 18:35
    Comment

    Heute waren die Verkehrsteilnehmer wieder in Höchstform. Autofahrer fahren in die Kreuzung, obwohl sie sehen, dass sie nicht wieder rauskommen. Querverkehr bekommt grün und fährt los, obwohl die anderen die Kreuzung noch nicht geräumt haben. Es wurde fröhlich "gekeilt", und natürlich nicht die leiseste Lücke für Fußgänger gelassen.


    Essenskuriere auf diesen lächerlichen E-Scootern stehen im Klumpen auf der Fahrradspur, Ausweichen ist nicht.


    Radfahrer halten am Zebrastreifen nicht an, obwohl da ersichtlich wer rüber will. Ich halte an, an anderer knallt mir fast hinten rein.


    KÖNNEN DIE SICH NICHT EINFACH VON MEINER STRASSE VERPISSEN, DIE GANZEN IDIOTEN???


    Wieder optischer Tinnitus - ich seh nur Pfeifen ...

    #215Author B.L.Z. Bubb (601295) 12 Nov 21, 19:37
    Comment

    Da ist es wohl an der Zeit, ein schmutziges Liedchen zu pfeifen ...

    #216Author Kapustiner (1229425) 12 Nov 21, 19:50
    Comment

    Heut hab ich nich jefiffen, nur jeschümpft ...

    #217Author B.L.Z. Bubb (601295) 12 Nov 21, 20:02
    Comment

    Och, det hätt ick sooo jerne im Delphi uff die jroße Leinwand jesehn ...


    B.L.Z. BUBB

    meets

    STAHL BAUER

    in

    PFEIF MIR DAS LIED VOM TOD


    Aufgrund jugendgefährdender Dissonanzen strikt

    AB 18

    freigegeben

    #218Author Kapustiner (1229425)  12 Nov 21, 20:49
    Comment

    OT: a linguistic question (yes, I could put it in "Englisch gesucht"):

    Öffis sind eklig, da fahren sowieso nur Asis mit (#211)


    Asis = Asozialen, or Asis = Asylanten? (Or something else?)

    #219Author Martin--cal (272273) 12 Nov 21, 22:11
    Comment

    #219, ersteres

    #220Author no me bré (700807) 12 Nov 21, 22:25
    Comment

    Thanks, nmb. Echoing the experience of my son-in-law, who could have taken the subway (or Metro) to work, but would not because he found it disgusting - evil smells and garbage and worse. He would drive instead. A true pity from the point of view the environment (to say nothing of the social circumstances) -- I wonder how many others made the same decision. And then, of course, once covid hit, ridership on public transportation plummeted, and has still not fully recovered to pre-covid levels.

    #221Author Martin--cal (272273)  13 Nov 21, 00:03
    Comment
    Das Aegu8, wegen der Ansteckungsgefahr nicht den ÖPNV zu nehmen, kann ich sogar nachvollziehen.
    #222Author B.L.Z. Bubb (601295) 13 Nov 21, 04:10
    Comment

    Ich kenne auch so jemand. Eine Bekannte hat (diagnostizierte) Hochsensibilität. Die kann auch nicht S-Bahn oder Zug oder Bus fahren. Nicht mal betreten, weil sie durch den Geruch bereits eine Panikattacke bekommt. Aufgrund der Erkrankung - sie kann nicht mehrere Sinneseindrücke gleichzeitig verarbeiten - konnte sie aber auch keinen Führerschein machen. Sie fährt die knapp 20 Kilometer zur Arbeit mit dem Rad. Immer.

    So etwas gibt es durchaus. Nicht jeder, der behauptet "Ich kann nicht Öffis fahren!" stellt sich nur an. Aber vermutlich die meisten, darum geraten Leute wie meine Bekannte gleich mit in Verruf.

    #223Author Toffifeenstaub (925533) 13 Nov 21, 08:03
    Comment

    Deshalb braucht es ja bessere Öffis. Ich fühle mich in richtig vollen Bahnen auch ausgesprochen unwohl, ich mag generell kein dichtes Gedränge (ich bin auch relativ klein und damit auch immer von einer Mauer umgegeben - bei Leute über 1,80 mag es anders sein). Ich musste auch vor Covid zum Glück fast nie zu Stoßzeiten fahren, aber ich glaube, ich hätte dann auch lieber das Auto genommen, statt mir das jeden Morgen anzutun. Wenn man Leute zum Umsteigen bewegen will, muss es logischerweise eine attraktive Alternative sein. Man muss keine Hochsensibilität haben, um sich vollen, lauten, schlecht riechenden Bussen zu verweigern. (Zumindest Letzters ist seit Covid besser, weil die kleinen Fenster offen sind und bei jedem Halt alle Türen geöffnet werden.)


    Ich habe eh noch nie verstanden, warum die Bahnen zwischen 7 Uhr morgens und 8 Uhr abends den gleichen Takt fahren. Es ist doch das logischste von der Welt, zur Rush Hour den Takt zu erhöhen, hätte ich gedacht. Dafür kann es zwischen 11 und 3 dann vielleicht auch ein Bus weniger sein (sag ich als jemand, der ja nicht zu Stoßzeiten fährt. Aber in größeren Städten gibt es meist 2 oder 3 Routen, irgendwo hin zukommen, so dass man auch bei 20-Minuten-Intervallen ganz gut wegkommt).


    Edit dachte, sie wäre im Umweltfaden. Egal. Die Teilnehmer bilden vermutlich eh eine Schnittmenge ;-)

    #224Author Gibson (418762)  13 Nov 21, 13:44
    Comment

    @212: Mich würde eher der umgekehrte Test interessieren: Jeder, der normalerweise mit dem Rad fährt, fährt mal eine Woche lang kompromisslos mit Auto.


    Ich tippe: Wenn nur die Führerscheininhaber aufs Rad verzichten, ist der Effekt gleich Null. Wenn wirklich alle Radler wegbleiben, entfallen die durch Radler verursachten Staus - und der ÖPNV bricht unter der Mehrbelastung zusammen.

    #225AuthorStahlbauer (1259064) 15 Nov 21, 09:28
    Comment

    Stahlbauer, durch Radler verursachte Staus? Wo? Das hätte ich gern schriftlich, wo Radfahrer Staus verursachen.


    Davon ab: Ich meinte nicht, zugunsten des ÖPNV auf's Rad verzichten oder gar nicht fahren, sondern statt des Fahrrads das Auto nehmen.

    #226Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 09:37
    Comment

    Da wären dann aber sehr viele ohne Führerschein unterwegs.

    #227AuthorStahlbauer (1259064) 15 Nov 21, 09:45
    Comment

    Natürlich, klar ... Kann ja gar nicht anders sein.

    #228Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 09:52
    Comment

    Stahlbauer, wie passen so viele Vorurteile in ein einziges Hirn? Praktisch alle meiner Arbeitskollegen, die überwiegend bis gelegentlich mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren, besitzen einen gültigen Führerschein. Die fahren zum Teil 15km durch den Wald, weil ihnen das lieber ist als Autofahren und sie die Bewegung schätzen. Der Arbeitgeber stellt Duschen zur Verfügung, falls das jetzt dein nächster Einwand gewesen wäre. Ich fahre mit dem Fahrrad, weil ich schneller bin als mit dem Auto (5km durch die Stadt), keinen Bock auf Parkplatzsuchen habe und besser auf Arbeit/Feierabend umstellen kann. Bus mag ich nicht und dauert noch länger. Schlechtes Wetter oder Schnee macht mir normalerweise nichts.

    #229Author grinsessa (1265817)  15 Nov 21, 10:01
    Comment

    Radfahrer sind halt alle dumm und ungebildet. Aber dafür rücksichtslos bis zum Erbrechen ... Aber klar, wer nicht lesen kann, kann auch die Regeln nicht kennen.

    #230Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 10:03
    Comment

    In meiner Blase (ländliche Gegend mit völlig unzureichendem ÖV) gibt es 2 Sorten Radfahrer:

    1. Die Freizeitspaßfahrer, die nach Feierabend noch eine Runde drehen und am Wochenende das Rad auf dem Dachgepäckträger ins Grüne transportieren. Die würden aber niemals eine zweckgerichtete Fahrt mit dem Rad machen.
    2. Die notgedrungenen Radler, die entweder nie einen Führerschein hatten (und deren Kenntnis der StVO entsprechend lückenhaft ist), oder die ihn wegen schwerer Verfehlungen abgeben mussten (die scheren sich als Radfahrer auch nicht um die Regeln, die sie schon als Autofahrer chronisch missachtet haben).


    Selbstverständlich ist in Großstädten die Gruppierung eine andere. Studenten radeln, weil sie sich weder ÖV noch ein Auto leisten können.

    Bei 15 km ebenerdig durch den Wald kann, wer gerne radelt, seine Spaßfahrt zur Arbeit machen. Bei 40 km mit 300 m Höhenunterschied wird sich das keiner mehr antun.

    #231AuthorStahlbauer (1259064) 15 Nov 21, 10:22
    Comment

    "Bei 40 km mit 300 m Höhenunterschied wird sich das keiner mehr antun."


    Wieder mal schön verallgemeinert. Ich keine einge Leute, die das tun.


    "Studenten radeln, weil sie sich weder ÖV noch ein Auto leisten können."


    Und noch eine ...


    Außerdem ging es nicht um "ländliche Gegend mit völig unzureichendem ÖPNV. Dass da die Leute zum großen Teil auf's Auto (leider) angewiesen sind, hat niemand bestritten.


    Es ging daraum, dass immer auf "die Radfahrer" geschimpft wird, aber jeder, der hier motzt, gern übersieht, dass fast jeder Radfahrer die Straßen der Stadt nicht mit einer stinkenden Blechkiste verstopft. Wenn alle Radfahrer mal eine Woche nicht das Rad, sondern das Auto nähmen, und zwar konsequent, dann wär in vielen Städten verkehrstechnisch Matthäi zum Letzten. Und wenn nur die Hälfte das Auto nähme, und die andere Hääfte den ÖPN, dann wäre im Autoverkehr und im ÖPNV Matthäi zum Letzten.


    Aber ja, motz gern weiter über "alle Radfahrer".

    #232Author B.L.Z. Bubb (601295)  15 Nov 21, 10:37
    Comment

    Ich (Autofahrer, der alle anderen Verkehrsteilnehmer vorurteilsfrei toleriert) würde Radfahrer gerne besser sehen. Sowohl im ländlichen Raum (wo ich lebe), als auch in der Stadt (die sich in der Nähe befindet), muss man, finde ich, höllisch aufpassen, um Radfahrer nicht zu übersehen. Das liegt natürlich daran, dass in der Stadt ohnehin ein hektisches Gewusel herrscht und man ein (still und leise) heranrauschendes Zweirad erst mal ausmachen muss, auf dem Land daran, dass es sich oft um ältere Herrschaften handelt, die u. U. tatsächlich nie einen Führerschein hatten (Bauersfrauen) oder schon ewig kein Auto mehr gefahren sind und aufgrund ihres Alters sowieso meinen, die Vorfahrt gepachtet zu haben. Wie gesagt, ich habe dafür Verständnis (wer weiß, wie ich in dem Alter bin ...), aber ich finde es beängstigend, dass Radfahrer so unscheinbar daherkommen. Mein Wunsch wäre entweder Pflicht zum Einschaltern der Lampe auch tagsüber und/oder eine gelbe Weste über der Kleidung.

    #233Author fehlerTeufel (1317098) 15 Nov 21, 10:45
    Comment

    Weil mich so Nummern wie "ohne Licht fahren" unfassbar nerven, achte ich verstärkt darauf. Nach meiner Erfahrung haben mindestens 19 von 20 Radfahrern Licht am Rad, wenn nicht sogar noch mehr.


    Wobei weder Licht noch Clownsklamotten einen davor schützen, dass ein blinder Autofahrer einen zermanscht.

    #234Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 10:49
    Comment

    Wenn alle Radfahrer mal eine Woche nicht das Rad, sondern das Auto nähmen, und zwar konsequent, dann wär in vielen Städten verkehrstechnisch Matthäi zum Letzten.


    Ich glaube, da überschätzt Du den Anteil der Radfahrer etwas. Es mag seitdem Verschiebungen gegeben haben und die Verteilung ist natürlich regional verschieden, aber laut https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbe... nutzen in Deutschland etwa 10 % der Arbeitnehmer das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, 68 % nutzen PKWs. Wenn alle Radfahrer auf PKWs umsteigen würden, dann würde sich der PKW-Verkehr rechnerisch also um ungefähr 14 % erhöhen. Schwer zu sagen, wie sehr man das merken würde, aber dass dadurch der Straßenverkehr zusammenbrechen würde, glaube ich nicht.


    Etwas anders sähe es vielleicht aus, wenn alle Radfahrer aüf ÖPNV umstiegen, denn dann wären Busse und Bahnen etwa doppelt so voll wie jetzt.

    #235Author harambee (91833) 15 Nov 21, 10:56
    Comment

    Licht alleine reicht ja auch noch nicht, die Lautlosigkeit ist das Problem.. Wenn der Gesetzgeber jetzt schon den Elektroautos ein elektronisches Fahrgeräusch vorschreibt, sollte Fahrädern ähnliches blühen.. Wäscheklammer mit Pappe an die Speichen steck und schon wird man nicht mehr überhört.. /ironie off

    #236Author drkimble (463961) 15 Nov 21, 10:56
    Comment

    "Schwer zu sagen, wie sehr man das merken würde, aber dass dadurch der Straßenverkehr zusammenbrechen würde, glaube ich nicht."


    Ich schon. Die Straßen sind doch eh schon am Limit, da noch mal eine nicht unerhebliche Menge an Radfahrern obendrauf - viel Spaß.


    @drkimble: Dazu müsste man erstmal die Autofahrer zwingen, kein Radio zu hören und immer die Fenster offen zu haben. Das fänd ich klasse. Bei Schnee und Regen und sonstigen Scheißwetter immer mit aufem(!) Fenster ...

    #237Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 10:59
    Comment

    Aber täusche ich mich, oder ist das mit der Beleuchtung besser geworden? Es sind jetzt deutlich mehr Radler auf meiner Strecke unterwegs als noch vor 5-10 Jahren. Aber bis auf sehr wenige Ausnahmen alle gut beleuchtet.

    #238Author Hugolinchen (464632) 15 Nov 21, 11:01
    Comment

    Grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn Fahrräder ausreichend Beleuchtung haben. Was mich aber immer wieder stört: Manche dieser modernen LED-Leuchten sind so hell (und oft leider falsch eingestellt), dass sie mich beim Entgegenkommen eines Radfahrers blenden (wir haben Radwege links und rechts der Strasse, abgetrennt, da darf man in jeder Richtung fahren. D.h. mir kann auch ein Radfahrer auf der rechten Seite entgegenkommen, und der blendet mich dann).

    #239Author virus (343741)  15 Nov 21, 11:03
    Comment

    Ich denke nicht, dass 14 % mehr eine erhebliche Menge sind, aber ich habe natürlich vergessen, dass alle Radfahrer, die aufs Auto umsteigen, schlechte Autofahrer sind und jeder von denen durch seine Unfähigkeit einen Stau verursacht. Ich muss Dir also Recht geben, Bubb.


    Zur Sichtbarkeit von Radfahreren: Vielen Radfahrern ist nicht klar, dass Reflektoren, insbesondere Seitenreflektoren, mindestens so wichtig sind wie das Licht selbst.

    #240Author harambee (91833) 15 Nov 21, 11:04
    Comment

    https://de.wikipedia.org/wiki/Modal_Split


    Laut der Tabelle betrug der Rad-Anteil in Berlin 2018 18%, der KFZ-Anteil 26%. Sprich, wenn alle Radfahrer auf's Auto umsteigen, bedeutet das fast eine Verdoppelung des KFZ-Verkehrs. Gute Nacht, Marie.

    #241Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 11:10
    Comment

    Aber täusche ich mich, oder ist das mit der Beleuchtung besser geworden? Es sind jetzt deutlich mehr Radler auf meiner Strecke unterwegs als noch vor 5-10 Jahren. Aber bis auf sehr wenige Ausnahmen alle gut beleuchtet.


    Ich habe mal bei Google nach "Radfahrer Kontrolle Licht" gesucht. Die von Bubb genannten 95 % mit korrektem Licht (wobei Bubb nicht von korrektem Licht schrieb, sondern nur davon, dass Licht am Rad ist) sind vermutlich Wunschdenken, denn bei den meisten Aktionen (es gibt ja auch viele Aktionen, bei denen erwischte Radfahrer gerade nicht bestraft werden, sondern nur Hinweise und ein Stück Schokolade bekommen) ist die Quote der Beanstandungen doch deutlich höher als 5 %. Hier zum Bespiel bei gut 12 %: https://rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/met... Grundsätzlich scheint aber auch die Polizei der Ansicht zu sein, dass es in den letzten Jahren Verbesserungen gab.

    #242Author harambee (91833) 15 Nov 21, 11:11
    Comment

    Wo wir schon bei der Beleuchtung sind: Warum sind eigentlich Herbst- und Winterklamotten fast immer dunkel? Ich habe neulich, im Dunkeln und bei Sturzregen, fast eine Fussgängerin auf dem Fussgängerstreifen (!) umgenietet, weil sie echt nicht zu sehen war. Zum Glück ist nichts passiert. Nun kann man mir sicher vorwerfen, nicht dem Wetter entsprechend gefahren zu sei - was aber nicht stimmt. Und da bei uns gefühlt alle 50 m ein Fussgängerstreifen ist, ist auch nicht jeder davon ausreichend beleuchtet...

    #243Author virus (343741) 15 Nov 21, 11:11
    Comment

    #241 Okay, aber Berlin ist da schon ein Sonderfall.

    #244Author harambee (91833) 15 Nov 21, 11:13
    Comment

    Das Problem ist häufig die falsche Einstellung der Scheinwerfer. Ich kenne das Thema von virus auch - es ist immer wieder eine helle Freude, wenn einem Radler oder Geisterradler entgegenkommen, und man selber kommt sich vor wie ein Reh im Autolicht.

    Ich kriege aber auch immer einen Flocki, wenn einem Radler völlig unbeleuchtet begegnen. Vor allem seit vor ein paar Jahren die Bedingung abgeschafft wurde, dass Fahrradleuchten fest montiert sein mussten, kann wirklich jeder - ohne sich beim Treten mehr anstrengen zu müssen - für eine vernünftige Beleuchtung auf seinem Rad sorgen. Allein schon das Umrüsten von auf einen Nabendynamo (statt meines uralten Reifendynamos - wie heißen die Biester richtig?) hat das Leben erheblich erleichtert. Vorteil des Reifendynamos: Du hast mich schon von weitem hören können wegen der Geräuschkulisse, die der Dynamo veranstaltet hat.

    Manche haben noch nicht mal irgendwelche Reflektoren montiert. Soweit ich weiß, ist das doch eigentlich Vorschrift? Entweder Katzenaugen oder reflektierende Reifen?

    Da macht man sich doch als Radler das Leben mit aller Gewalt schwer, und das hat nun wirklich nichts mit dem ewigen Krieg zwischen Radlern und Autofahren zu tun.

    #245Author rufus (de) (398798) 15 Nov 21, 11:15
    Comment

    harambee, klar, aber auch in den anderen Städten ist das Verhältnis bei weitem nicht 10/68; sprich in jeder Stadt würde der KFZ-Verkehr zusammenbrechen, wenn alle Radfahrer Auto führen.


    Was Licht angeht: Mein Eindruck ist natürlich nicht repräsentativ, aber auch der Artikel über Mettmann widerlegt eindeutig, dass immer(!) alle(!) Radfahrer ohne Licht unterwegs sind. Noch nicht mal ein überwiegender Teil. Und inwieweit jetzt "junge Radfahrer" repräsentativ sind, darf jeder für sich selbst ausmachen.

    #246Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 11:19
    Comment

    Ich weiß nicht, ob die Anzahl der Radfahrer, die mit Licht fahren, zugenommen hat. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Räder heute Nabendynamo (bzw. Akkulichter) haben und diese zuverlässiger Licht produzieren als die alten Dinger, die am Reifen hingen und bei denen grundsätzlich das hintere Licht nicht ging.

    Ich kann aus meiner Stadt sagen, dass es "einige" (Prozentzahl kann ich nicht sagen) Radfahrer gibt, die ohne Beleuchtung fahren - ein Teil davon auch in Tarnfarbe, dass man sie bloß nicht sieht. Mich nervt das auch, obwohl ich selbst Rad fahre. Als Autofahrer habe ich dann echt Schiss, dass ich so ein Exemplar mal über den Haufen fahre, weil ich es schlicht und ergreifend nicht sehe.

    Ich weiß auch nicht, was in dem Hirn der Leute vorgeht, wenn ich ehrlich bin. Die haben offensichtlich so großes Gottvertrauen - erinnert mich ein bisschen an Autofahrer, die im Nebel oder vor Kurven auf der Landstraßen überholen müssen - bisschen Nervenkitzel.

    Anderes Problem hier ist, dass Menschen jeden Alters hier gerne den Bürgersteig benutzen, weil sie auf der Straße Schiss haben (und ja, es gibt auch die, die es tun, weils schneller geht, bequemer ist, was weiß ich). Ein paar von denen auch recht penetrant - dicht vorbeifahren, klingeln, sich aufführen.


    #247Author edoardo_1_4 (1297108)  15 Nov 21, 11:30
    Comment

    Ich schließe ja auch nicht völlig aus, dass es irgendwo in der Republik ein Fahrrad mit vorschriftsmäßiger Beleuchtung gibt (-;


    Ich habe mit Euskirchen/Mettmann bewusst kein besonders negatives Beispiel gewählt. Schließlich hätte ich auch auf diesen etwas älteren Artikel verweisen können, in dem der ADAC als sicherlich völlig unparteiiische Institution (-; höhere Zahlen ermittelt hat: https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Ueb...


    Aber mal im Ernst: Ich hoffe doch sehr, dass die allermeisten Radfahrer schon aus Eigeninteresse für ordentliche Ausstattung sorgen. Mängelquoten von 10 bis 20 % scheinen mir aber realistisch.


    Nochmal zurück zu den auf PKWs umsteigenden Radfahrern: Ich weiß ohnehin nicht, wofür oder wogegen es ein Argument wäre, wenn der Straßenverkehr dadurch zusammenbrechen würde. Ich nehme an, Du willst Dich damit für einen besseren Ausbau der Infrastruktur für PKWs aussprechen, denn es kann ja nicht sein, dass die so knapp geplant wird. Lobenswert, aber Du solltest die Radfahrer und die Fußgänger bei Deinen Plänen nicht völlig unter den Tisch fallen lassen. Meiner Ansicht nach haben die auch Rechte!

    #248Author harambee (91833)  15 Nov 21, 11:34
    Comment

    "Mich nervt das auch, obwohl ich selbst Rad fahre"


    Versteh ich nicht. Mich nervt das, WEIL ich Rad fahre. Genau so, wie mich Radfahrer nerven, die - am besten noch schwungvoll - rote Ampeln oder an Zebrastreifen querende Fußgänger missachten. Oder Gehwegradler. That's what give cycling a bad name, guv!


    Wenn einer ein paar m im Schritttempo auf den Gehweg kullert - geschenkt. Aber genau die Spezies, die die ansprichst, edoardo, die mit Schmackes und Drängeln den Gehweg befahren, die gehen mir gewaltig auf die Eier.

    #249Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 11:36
    Comment

    harambee: MIr geht es darum, dass immer wieder behauptet wird, "Radfahrer würden den Verkehr aufhalten". 1. Sind auch Radfahrer "Verkehr", können ihn also nicht aufhalten. 2. würde ohne Radfahrer der Verkehr noch viel mehr "aufgehalten", weil die Fahrbahnen ständig mit KFZ verstopft wären.


    Also sollten die Fahrradhasser froh sein, dass es Radfahrer gibt, weil die dazu beitragen, dass die Fahrradhasser überhaupt noch vorankommen.

    #250Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 11:41
    Comment

    MIr geht es darum, dass immer wieder behauptet wird, "Radfahrer würden den Verkehr aufhalten".


    Du kennst komische Leute. Ich kann mich nicht erinnern, eine solche ernst gemeinte Behauptung in derart allgemeiner Form je gehört zu haben. Natürlich gibt es Radfahrer, die in Einzelsituationen den Verkehr aufhalten, aber das ist ja was anderes.

    #251Author harambee (91833) 15 Nov 21, 11:46
    Comment

    Versteh ich nicht. Mich nervt das, WEIL ich Rad fahre. 

    Ok, dann so :).

    Hier hat die Stadt in den letzten 2 Jahren viele Radfahrstreifen und sogar ein paar wenige Radfahrstraßen angelegt. Manches war nicht bis zum Ende durchdacht, z.B. gibt es eine Radfahrstraße durch ein Wohngebiet (meine Meinung: da hätte man es jetzt nicht dringend gebraucht), dazu wurde die rechts-vor-links-Regelung aufgehoben. Das führt jetzt dazu, dass jeder Autofahrer, der sich auskennt, jetzt da durch fährt (Umfahrung einer stauträchtigen Kreuzung) und jetzt auch schneller ist, da er nicht mehr an sieben Recht-Vor-Links-Straßen anhalten muss. Hm, ich denke, das war nicht so gedacht ;). Die Anwohner schreien jetzt natürlich wegen der Zunahme des Verkehrs.


     Natürlich gibt es Radfahrer, die in Einzelsituationen den Verkehr aufhalten, aber das ist ja was anderes.

    Die kenne ich, das sind die, die an Radweg/Feldwegkreuzungen mitten in der Pampa erst mal ihr Navi fragen müssen, wo es lang geht und das geht am besten, wenn man sich mit dem Rad quer mitten auf die Kreuzung stellt. Richtig, vor Autos muss man da keine Angst haben, nur vor schimpfenden anderen Radfahrern ;).

    #252Author edoardo_1_4 (1297108)  15 Nov 21, 11:48
    Comment

    harambee, dann lies mal die Foren jeder beliebigen Tageszeitung. Da wird dieser und ähnlicher Unfug (ich erspare mir stärkere Worte) allen Ernstes behauptet. Und lies noch mal 225 ...

    #253Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 11:50
    Comment

    Natürlich behindern Fahrräder den Verkehr - was aber schlicht daran liegt, dass sie sich die Straße mit Autos teilen müssen. Sobald vernünftige Fahrradspuren eingerichtet sind, gibt es keinerlei Behinderung mehr.

    #254Author Gibson (418762)  15 Nov 21, 13:12
    Comment

    @ Natürlich behindern Fahrräder den Verkehr - ganz im Gegenteil!

    Sie verflüssigen den Verkehr. Schließlich brauchen sie wesentlich weniger Platz als Autos, die durchschnittlich mit 1,4 Personen besetzt sind. Aber natürlich behindern Fahrräder den Autoverkehr. Sie nehmen diesem eine Spur weg und erwarten von dem Fahrer auch noch, dass er beim Rechtssabbiegen vorsichtig ist - und der Beifahrer beim Türenaufreißen!!

    #255Author manni3 (305129)  15 Nov 21, 14:52
    Comment

    Der Beifahrer?

    #256Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 15:05
    Comment

    Der Beifahrer, wenn der Radweg rechts neben dem Parkstreifen verläuft.

    Sonst natürlich gerne der Fahrer.

    #257Author Nirak (264416) 15 Nov 21, 15:18
    Comment

    Mein ich doch - wenn der "Radweg" rechts von den parkenden Autos verläuft, kann der Radverkehr dem Autoverkehr schon denklogisch keine Spur wegnehmen ;-)


    Zum Glück sind diese Todesfallen schon weitesgehend abgeschafft.

    #258Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 15:22
    Comment

    Ich schrieb: dass er (der Fahrer) beim Rechtssabbiegen vorsichtig ist - und der Beifahrer (vorsichtig ist ) beim Türenaufreißen!!


    Aber wer unbedingt will, kanns natürlich missverstehen:

    "To be really wortkarg one must know every Wort", Samuel Beckett


    #259Author manni3 (305129)  15 Nov 21, 15:30
    Comment

    Das hatte ich schon verstanden, Manni, nur verlaufen die Radspuren heut meistens (oft) nicht rechts der parkenden Autos, sondern links, also zwischen Fahrspur und parkenden KFZ. Da kann der Beifahrer tun, was er will ;-) Der Fahrer muss beim Türenaufreißen aufpassen.

    #260Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 15:33
    Comment

    Mein ich doch - wenn der "Radweg" rechts von den parkenden Autos verläuft, kann der Radverkehr dem Autoverkehr schon denklogisch keine Spur wegnehmen ;-)


    Zum Glück sind diese Todesfallen schon weitesgehend abgeschafft.


    So unterschiedlich können Ansichten sein. Ich fühle mich als Radler erheblich sicherer, wenn der Radweg so von der Straße getrennt ist. Zum Glück gibt es hier in München noch jede Menge separate Radwege, die von der Straße getrennt verlaufen. Radwege, die zwischen Autospur und parkenden Autos verlaufen, halte ich für erheblich gefährlicher. Links vom Radler fahrende Autos, Busse und LKW, rechts vom Radler Autotüren, die geöffnet werden können (wo man instinktiv nach links ausweicht). Nota bene auf die Spur mit Autos, Bussen und LKW.


    #261Author rufus (de) (398798) 15 Nov 21, 15:45
    Comment

    Das Problem bei baulich abgetrennten Radwegen ist, dass man tatsächlich einigermaßen unsichtbar ist für den Autoverkehr. Und an der Stelle, wo die beiden Spuren wieder zusammenlaufen (und irgendwo tun sie das unweigerlich, spätestens an den Einmündungen), wird es gefährlich. An so einer Stelle hätte mich mal beinahe ein Bus mitgenommen, der war schon halb vorbei, als die bauliche Trennung endete, und kam dann immer näher, weil er die Radspur kreuzen musste um an der Bushaltestelle zu halten. Ich hab es rechtzeitig gemerkt und angehalten, aber das kann man von einem Kind oder Jugendlichen ohne Führerschein nicht erwarten.


    Das ist übrigens meiner Ansicht nach ein Problem: Man muss als Radfahrer eigentlich wissen, was Autofahrer sehen und wie sie ticken, sonst kann man nicht sicher reagieren. Deswegen checken Jugendliche auch oft nicht, wie wichtig die Radbeleuchtung für den Eigenschutz ist. Ich kann mich noch erinnern, dass ich meine Eltern gefragt habe, wozu ich das Licht anmachen soll, ich seh doch auch so was.

    #262Author grinsessa (1265817) 15 Nov 21, 15:51
    Comment

    Ich fahre immer relativ weit links auf der Radspur, und die meisten Autofahrer respektieren das und überholen mit ausreichend Abstand,


    Hinter parkenden Autos versteckt existiert der Radfahrer nicht für den Autofahrer (aus den Augen, aus dem Sinn), und es ist wohl erwiesen, dass diese Art von Radwegen wesentlich gefährlicher ist für Radfahrer als die fahrbahnbegleitenden Radspuren. Vor allem die Gefährdung durch Rechtsabbieger ist enorm.


    Nachteil: Für viele Autofahrer ist die fahrbahnbegleitende Radspur willkommener zusätzlicher Parkplatz ("nur schnell zum Bäcker"). Aber irgendwann werden das auch die letzten Hornochsen lernen.

    #263Author B.L.Z. Bubb (601295)  15 Nov 21, 15:51
    Comment

    Ich kenne diese Studien auch, dass die fahrbahnbegleitenden Spuren sicherer sind. Gefühlt fühle ich mich auf abgetrennten Wegen sicherer - und ja, ich weiß, dass das Problem erst am Ende des Radwegs existiert.

    Ich habe hier in unmittelbarer Nähe zwei solche Stellen, die sogar für jeden Blinden markiert sind - man kommt also nicht plötzlich aus der Deckung, sondern es ist deutlich eine "Auslaufspur" für Radler auf die Straße gepinselt - funktioniert nur mittelgut, man muss trotzdem immer schauen, dass nicht wieder so ein Schlauschlumpf gaaaaanz weit rechts fährt, weil er nicht kapiert, was die durchgezogene weiße Linie mit dem Rad drauf bedeutet.

    #264Author edoardo_1_4 (1297108) 15 Nov 21, 16:01
    Comment

    Deswegen find ich die "Protected Bikelanes", die hier in Berlin eingerichtet werden, einigermaßen geil. Neben den Autos, direkt in deren Blickfeld (wenn man denn gucken will), aber abgetrennt, damit keiner der Volltrottel die als Parkfläche missbraucht.


    Hauerha, kotzen die Autofahrer da teilweise 😂

    #265Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 16:03
    Comment

    So unterschiedlich können Ansichten sein. Ich fühle mich als Radler erheblich sicherer, wenn der Radweg so von der Straße getrennt ist. Zum Glück gibt es hier in München noch jede Menge separate Radwege, die von der Straße getrennt verlaufen. Radwege, die zwischen Autospur und parkenden Autos verlaufen, halte ich für erheblich gefährlicher.


    Rufus, dazu gibt es leider Untersuchungen, die das Gegenteil zeigen.

    Durch die bauliche Trennung nehmen Autofahrer die Radfahrer noch weniger wahr und entsprechend passieren mehr schweren Unfälle, wenn die Radfahrer dann an der Kreuzung auftauchen.


    Ohne bauliche Trennung nehmen die meisten Autofahrer noch wahr, wenn sie einen Radfahrer überholen. Und wenn der dann beim Abbiegen im toten Winkel ist, weiß man "irgendwo muss da ein Radfahrer sein". Bei der baulichen Trennung bemerkt der Autofahrer den Überholvorgang nicht und der Radfahrer kommt evtl aus dem Nichts.

    #266Author Dodolina (379349) 15 Nov 21, 16:04
    Comment

    Aber die gefühlte Gefahr spielt leider eine nicht unerhebliche Rolle beim Verhalten im Straßenverkehr. Wie oft seh ich Leute mit Minimalabstand zu den parkenden Autos daherradeln, weil sie Angst davor haben, knapp überholt zu werden. Die Gefahr durch "dooring" sehen sie nicht, und wenn man sich klein macht, ist man für einige Autofahrer willkommenes "Opfer". Da wird dann in derselben Fahrspur überholt, weil grad Gegenverkehr ist ...

    #267Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 16:08
    Comment

    Hinter parkenden Autos versteckt existiert der Radfahrer nicht für den Autofahrer (aus den Augen, aus dem Sinn), und es ist wohl erwiesen, dass diese Art von Radwegen wesentlich gefährlicher ist für Radfahrer als die fahrbahnbegleitenden Radspuren. Vor allem die Gefährdung durch Rechtsabbieger ist enorm.


    Ich kenne hier in München auch ein paar dieser Situationen, wie edo sie geschildert - es gibt mittlerweile einige bauliche Hindernisse, die Autos und LKW klar und deutlich auf die einmündende Radspur hinweisen. Dennoch musst du als Radler extrem aufpassen. Aber ich persönlich nähere mich niemals einer Kreuzung oder Einmündung, ohne auch nach links und rechts zu schauen, selbst wenn ich geradeaus radle und der abbiegende Verkehr Vorfahrt gewähren muss. Ich fühle mich einfach sicherer auf den herkömmlichen Radwegen, denn ich verbringe mehr Zeit auf den Radwegen als mit der Konfrontation mit dem restlichen Verkehr.

    So ist jeder anders, und gegen das subjektive Gefühl kommt man schlecht an.

    #268Author rufus (de) (398798) 15 Nov 21, 16:10
    Comment

    "gegen das subjektive Gefühl kommt man schlecht an"


    Sag ich doch - 267 ;-)

    #269Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 16:13
    Comment

    Ich hab zu langsam getippt!


    Edit spendiert noch ein Grinsen ;-)

    #270Author rufus (de) (398798)  15 Nov 21, 16:20
    Comment

    :-)


    Ich mach den Quatsch jetzt seit 30 Jahren, in ständig größer werdenden Städten - erst Regensburg, dann München, jetzt Berlin. Da kriegt man irgendwann ein dickes Fell.

    #271Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 16:24
    Comment

    Super - nicht - finde ich auch die Radspuren, die hier in Düsseldorf viel auf die Straße gepinselt werden, wo dann einfach 50 cm breit ein Streifen durch eine weiße Linie abgeteilt wird. Das führt dann dazu, dass die Autofahrer erst recht keinen Abstand halten, weil ja jeder seine eigene Spur hat und das Auto keinen Bogen mehr fahren muss. Dass das Auto dann in Armlänge an mir vorbei fährt, ist leider niemandem bei der Planung aufgefallen. (Allerdings wir mir jetzt immerhin zugestanden, dass ich ein Recht habe, die Straße zu benutzen.)

    #272Author Gibson (418762)  15 Nov 21, 16:27
    Comment

    +1, Gibson.

    #273Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Nov 21, 16:31
    Comment

    Gibson: Noch besser mit gestrichelter Linie, die von Autofahrern jederzeit überfahren werden darf, wenn es die Verkehrssituation "erfordert".

    #274Author grinsessa (1265817) 15 Nov 21, 16:37
    Comment

    Ich habe gerade mal Bilder zu 'protected bike lanes' gegoogelt; die sind mir völlig neu. Das ist doch mal eine vernünftige Lösung, sowas hätte ich auch gern.


    Ich halte es auch durchaus für möglich, dass die Reduzierung der Straße auf eine Spur den Verkehrsfluss eher fördert. Zum einen wird sich niemand mehr trauen, einfach anzuhalten, um die Brötchen zu kaufen, weil damit die einzige Spur blockiert wäre, und das plötzliche Nadelöhr, das dann zu Rückstau führt, fiele weg. Um zum anderen könnte man nicht mehr zwischen den Spuren hin- und herspringen, damit man 17 Sekunden schneller ist, aber dafür alle anderen langsamer macht. Bei einer Spur fahren alles geradeaus und fertig. Es gibt viel weniger Anlass, plötzlich zu bremsen, und mit Sicherheit auch weniger Unfälle.


    grinsessa, so eine habe ich hier auch, habe es aber nicht so verstanden, dass die Linie überfahren werden darf, wenn sich gerade ein Radfahrer dort befindet...

    #275Author Gibson (418762)  15 Nov 21, 16:51
    Comment

    Besonders schön: Die Straße ist gerade mal breit genug, dass zwei Autos aneinander vorbeikommen. Und jetzt werden solche gestrichelten Radwege eingepinselt.

    Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Autofahrer nicht auf den Radweg fährt, wenn ihm ein anderes Auto entgegenkommt?

    0%

    Das eine Auto muss ja das andere Auto vorbeilassen.

    #276Author AGB (236120) 15 Nov 21, 16:51
    Comment

    In California, when we have a situation as described by AGB (Die Straße ist gerade mal breit genug, dass zwei Autos aneinander vorbeikommen. Und jetzt werden solche gestrichelten Radwege eingepinselt), the traffic engineers sometimes paint so-called sharrows on the pavement. This is a symbol with a pair of chevrons and a bike icon, and it is intended to mean that bicycles are to be expected and they have the right to use the full lane.


    The trouble is, many motorists (perhaps most) are ignorant of the meaning of the sharrow.


    It is better, when in addition to the painted sharrows, signs are put up that say “BIKE MAY USE FULL LANE”. Even that is no guarantee that the sign will be seen, much less respected, and I have been beeped at various times for occupying a full lane and slowing down motorized vehicles even when riding on such a sharrowed street. Or cars pass me (crossing a double line to do so), swerving in front of me when they encounter on-coming traffic.

    #277Author Martin--cal (272273)  15 Nov 21, 23:31
    Comment

    Re sharrows: I had not come across the name, symbol, or concept until just now.

    #278Author Norbert Juffa (236158) 16 Nov 21, 00:05
    Comment

    My point, precisely. I’m sure you driven over roads with sharrows painted on the surface innumerable times, and never even noticed that they were there.


    There was actually an amusing thread on the word back in 2010 related discussion: sharrow

    Amusing, that is, just for the block-headed responses of the original poster.

    #279Author Martin--cal (272273) 16 Nov 21, 04:58
    Comment

    I’m sure you driven over roads with sharrows painted on the surface innumerable times


    I can't prove a negative, but I quite sincerely doubt it. I will pay extra attention to street markings from now on and report back here as soon as I spot sharrows somewhere.

    #280Author Norbert Juffa (236158)  16 Nov 21, 05:34
    Comment

    Mittlerweile(?) gibt es auch einen deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag zu "sharrows":


    https://de.wikipedia.org/wiki/Anteilig_genutz...


    "Eine offizielle deutsche Bezeichnung fehlt bislang, weil diese Straßengestaltung in den Regelwerken der deutschsprachigen Länder noch nicht vorkommt."


    Ich halte das Ding für ne Mogelpackung. "shared bike space" gibt es überall, und in der Theorie ist Auto- und Radverkehr natürlich "gleichberechtigt". Aber wie wir wissen, ist alle Theorie grau, und in der Praxis denken leider immer noch zu viele Autofahrer, dass sie das bessere Recht zur Nutzung der Fahrbahn haben.

    #281Author B.L.Z. Bubb (601295) 16 Nov 21, 08:32
    Comment

    Eure Protected Bike Lanes gefallen mir gut. Sowas hätte ich auch gern für Möwenhausen.


    Obwohl nicht allen Autofahrern klar zu sein scheint, wofür sie da sind. Beim Bildersuchen habe ich einen Twitter- Beitrag aus B-Lichtenberg gefunden mit Foto von einem Auto, das fett und breit eine solche PBL befährt; Kommentar dazu: "Unsere Protected Bike Lane wird super angenommen."


    *g*



    Anderes Thema - mangelnde Rücksichtnahme unter Radlern:

    An Ampeln, wo sich der Radverkehr staut, achten jetzt in Coronazeiten viele Radfahrer, darunter auch ich, auf genügend Abstand zu den anderen Wartenden (schließlich wird hier maskenlos heftig geschnauft). Aber je-des-mal gibt es irgend einen Idioten (ja, bisher immer Männer ca. zwischen 40 und Mitte 50), der meint, sich noch in oder durch eine der absichtlich freigelassenen Lücken quetschen zu müssen, oft auch, ohne das Tempo zu drosseln. Ja, meinen die, wir anderen wären zu doof, uns nebeneinander zu stellen oder was?!


    #282Author Möwe [de] (534573)  16 Nov 21, 08:44
    Comment

    Es gibt unter den Radfahrern genauso viele Vollpfosten wie unter den Autofahrern. Nur wird bei vollpfostigem Verhalten eines Radfahrers eher selten jemand so nachhaltig zermanscht wie häufig bei dem eines Autofahrers.

    #283Author B.L.Z. Bubb (601295) 16 Nov 21, 09:05
    Comment

    Es gibt noch ein anderes Modell "dämlicher Radfahrer" an roten Ampeln.

    Wartebereich der Ampel steht voller Radfahrer, Ampel wird grün. Die schon stehenden Radfahrer müssen logischerweise erst antreten, während die von hinten herannahende Meute mit Geschwindigkeitsüberschuss wild klingelnd oder schimpfend versucht, sich durch die entstehenden Lücken zu quetschen.

    Da hab ich auch manchmal Lust, einen an seinem schicken Trikot zu ziehen ;).

    #284Author edoardo_1_4 (1297108)  16 Nov 21, 09:17
    Comment

    Edo, haste etwa keine Poolnudel aufm Gepäckträger? 😉

    #285Author drkimble (463961) 16 Nov 21, 09:23
    Comment

    Nö, mit so weichen Waffen gebe ich mich nicht ab :D.

    #286Author edoardo_1_4 (1297108) 16 Nov 21, 09:26
    Comment

    Naja, klingeln und schimpfen tu ich nicht, aber wenn Ihr ncht aus dem Quark kommt ...


    Ich kenn meine Ampeln mittlerweile ziemlich genau und kann gut abpassen, wie schnell oder langsam ich fahren muss, um genau beim Umspringen auf grün anzukommen und nicht stoppen zu müssen. Da überhol ich die, die mich vorher überholt hatten und dann anhalten mussten, natürlich gnadenlos. Genau deswegen fahr ich ja so, wie ich fahre ...

    #287Author B.L.Z. Bubb (601295) 16 Nov 21, 09:27
    Comment

    #284 Das ist genau die Sorte, die als Autofahrer dann licht- und akustikhupend an der Stoßstange ihres Vordermanns klebt.


    #287 Gegen (seitlich zivilisiert) überholen hat ja keiner was. Aber volle Kanne in einen wartenden (oder gerade anfahrenden) Pulk reinbrettern ist nicht okay.

    #288Author Möwe [de] (534573)  16 Nov 21, 09:27
    Comment

    Mittendurch wäre mir einfach zu riskant, so wie einige beim Anfahren durch die Gegend mäandern - die haben ja teilweise seitliche Amplituden von 1,5 m in jede Richtung ...

    #289Author B.L.Z. Bubb (601295) 16 Nov 21, 09:32
    Comment

    Ich gebe zu, dass diese Stellen, von denen ich rede, auch ziemlich dämlich konstruiert sind. Die befinden sich auf hoch frequentierten Radwegen und am "Ampelstop" ist gerade mal Platz für 5-6 Räder, dann wirds aber schon kuschelig. Links oder rechts vorbei ist eher schwierig, dann muss man sich vorne wieder reindrängeln oder über die Rabatten hüpfen.

    In der Stadt, wo die Möwe so rumflattert, gibt es eine bestimmte Straße, da denkt man als Autofahrer immer, die Radfahrer verabreden sich, sobald die Ampel grün wird, und kommen aus allen Richtungen angeflogen *haha*. Steht man als Autofahrer an der roten Ampel - den Radweg rechts davon im Blick, man will ja rechts abbiegen - nix los... Dann springt die Ampel auf Grün und plötzlich tauchen aus dem Nichts Millionen von Radfahrern auf, wenn nicht noch mehr - fasziniert mich jedes Mal :).

    #290Author edoardo_1_4 (1297108)  16 Nov 21, 09:57
    Comment

    Das Problem hat man im Prinzip auch im Auto: Man nähert sich einer Ampel, die gerade auf Grün geschaltet hat, und die Fahrzeuge vor einem fahren erst an. Trotz grüner Ampel muss man abbremsen.

    Warum ist das für Autofahrer eine Selbstverständlichkeit, während Radfahrer quasi erwarten, dass sich alles vor ihnen dematerialisiert?


    ...am "Ampelstop" ist gerade mal Platz für 5-6 Räder... Für Autofahrer ist es selbstverständlich, dass sie nicht an jeder Ampel ganz vorne stehen können. Warum können Radler sich nicht auch hintereinander anstellen?

    #291AuthorStahlbauer (1259064) 16 Nov 21, 10:24
    Comment

    Für Autofahrer ist es selbstverständlich, dass sie nicht an jeder Ampel ganz vorne stehen können. Warum können Radler sich nicht auch hintereinander anstellen?

    Du hast mich falsch verstanden bzw. ich habe es schlecht erklärt. Da steht man in der Mitte zwischen zwei Straßen. Da ist kein Platz hinten. Für "normale" Straßen reicht das üblicherweise - hier ist es aber ein sehr hochfrequentierter Weg - deswegen hätte man den Platz auch noch etwas weiter in die Breite bauen können - statt gleich Rabatten nebendran zu machen (keine Pflanzen, sondern Abgrenzungen gepflastert.

    Ich hoffe, es ist jetzt verständlich, was ich meine.

    #292Author edoardo_1_4 (1297108) 16 Nov 21, 10:28
    Comment

    "Radfahrer quasi erwarten, dass sich alles vor ihnen dematerialisiert?"


    Wer behauptet das?


    "Warum können Radler sich nicht auch hintereinander anstellen?"


    Tun sie doch; keine Ahnung, was Du willst. Autofahrer stehen doch auf mehrspurigen Straßen auch nebeneinander; warum sollten Radfahrer das nicht dürfen? Die nehmen nun mal weniger Platz ein als ein Auto.

    #293Author B.L.Z. Bubb (601295) 16 Nov 21, 10:28
    Comment

    Sorry, edoardo_1_4, ich verstehe dich immer noch nicht.

    Was meinst du mit "in der Mitte zwischen 2 Straßen"?

    #294AuthorStahlbauer (1259064) 16 Nov 21, 10:43
    Comment

    Ich meine: das ist eine große Kreuzung mit einer vierspurigen Straße in jede Richtung zwei Spuren und in der Mitte noch die Straßenbahn. Um die Straße zu queren, um wieder auf den Radweg zu gelangen, muss man insgesamt 4 Ampeln passieren. Nach der Überquerung des 1. Teilstücks gibt es einen kleinen Platz, wo man dann warten kann. Dieser ist recht knapp bemessen für das Verkehrsaufkommen, was da herrscht. Der "Warteplatz" hat die Länge von einem durchschnittlichen Rad und die Breite für maximal 5 oder 6 Räder. Links und rechts wäre noch Platz, jedoch ist der Platz mit hohen Bordsteinkanten abgegrenzt - daneben Pflastersteine wie auf einer Verkehrsinsel.

    Wars jetzt verständlich ;)?

    #295Author edoardo_1_4 (1297108) 16 Nov 21, 10:54
    Comment

    So etwas kennen AUtofahrer nicht: Man muss zwei Straßen in kurzem Abstand (wenige Meter) queren oder aber der Radweg führt über eine Verkehrsinsel und die Ampeln zur Überquerung der ersten Fahrbahn schaltet früher auf grün als die für den zweiten Fahrstreifen. Manchmal ist auch eine echte Wartezeit in der Ampelschaltung eingeplant. AUf der Verkehrsinsel ist normalerweise Platz für 4 Radler, auf einer größeren auch mal für 6. Ist viel los oder jemand hat einen Fahrradanhänger, wird's schnell eng.


    Wüsste mal gern, was Stahlbauer davon halten würde, wenn sie nach Überquerung der ersten Fahrspur nochmal an einer roten Ampel warten müsste, bevor die nächste grün wird.

    #296Author grinsessa (1265817) 16 Nov 21, 10:56
    Comment

    Nun, wenn die Ampelschaltung den Verkehr insgesamt in Fluss hält, wie zum Beispiel bei den 3 Ampeln auf ca. 150 m Strecke außerorts auf meinem täglichen Arbeitsweg, dann ist mir zweimal warten lieber, als bis zum Ende des Berufsverkehrs auf eine Lücke warten.


    Solche Verkehrsinseln stellen tatsächlich ein Problem dar.

    Es ist auch bei Grün ausdrücklich verboten, in eine Kreuzung einzufahren, wenn man auf der anderen Seite nicht hinauskommt. Darf man sich als 7. Radler aufmachen zu einer Verkehrsinsel, die für maximal 6 wartende Radler Platz bietet? Gilt da keine Regelung analog zum Kreuzungseinfahrverbot?

    #297AuthorStahlbauer (1259064) 16 Nov 21, 11:12
    Comment

    Keine Ahnung. Vor der Entscheidung stand ich zum Glück noch nie. Ich stand aber schon auf Verkehrsinseln, die zu kurz für Fahrrad+Anhänger waren. Ohne auf der Verkehrsinsel stehen zu bleiben (oder in die Auto-Fahrspur zu wechseln) kommt man aber nicht über die Kreuzung. Und das Problem mit Ampelschaltungen ist typischerweise, dass der Verkehrsfluss der KFZ berücksichtigt wird, aber nicht der der Radfahrer. Würde man letzteres berücksichtigen, würde man keine Ampelquerung mit Zwischenstopp bauen. Dass eine grüne Welle für Radler schwer zu realisieren wäre, weil sie so unterschiedlich schnell sind, ist mir aber auch klar.

    #298Author grinsessa (1265817) 16 Nov 21, 11:33
    Comment

    wenn sie nach Überquerung der ersten Fahrspur nochmal an einer roten Ampel warten müsste, bevor die nächste grün wird.


    Das ist einer der Punkte, die ich meine, wenn ich von 'auto- statt menschenfreundlicher Stadt' rede. Ich habe einen Kunden, da muss ich über eine große Kreuzung, und zu Fuß oder mit dem Rad muss ich insgesamt 6 mal halten, wenn ich rechts abbiegen will. Das würde kein Verkehrsplaner einem Auto zumuten.



    Warum ist das für Autofahrer eine Selbstverständlichkeit, während Radfahrer quasi erwarten, dass sich alles vor ihnen dematerialisiert?


    Das sehe ich allerdings auch so. Wenn vor einer roten Ampel welche warten, muss man halt auch bremsen, ob als Autofahrer oder Radfahrer. (Ich schimpfe natürlich trotzdem, aber nur für mich.)


    Re 'doofe Radfahrer': Gestern Abend im Dunklen hat es auch fast einen Zusammenstoß gegeben, weil ich den Anderen im Park (also wenig Licht) viel zu spät gesehen habe - keinerlei Beleuchtung am Rad und von Kopf bis Fuß schwarz angezogen. Der Darwin-Award winkt schon von Ferne.

    #299Author Gibson (418762)  16 Nov 21, 17:00
    Comment

    I wanted to check the thread to see what’s new and found we’re at #299. Time for a new thread! So here it is: related discussion: “Helme für Fußgänger 9.0" NEU: Rücksich...

    #300Author Martin--cal (272273) 19 Nov 21, 01:20
    This thread has been closed.
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
  automatisch zu   umgewandelt