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    Corona die 77. - Erfahrungen, Informationen, Austausch

    Topic

    Corona die 77. - Erfahrungen, Informationen, Austausch

    Comment
    Verzeihung, ich habe mit einem Kommentar zur Veterinärmedizin den vorigen Faden related discussion: Corona die 76. - Informationen, Erfahrungen, ... zum Überlaufen gebracht, hier geht's weiter.
    Authortigger (236106)  01 Sep 21, 02:58
    Comment

    Danke fürs Umfädeln, tigger.


    Zur Auswirkung der relativ hohen Durchimpfungsraten in den Counties der Bay Area mache ich die Beobachtung, dass im Marin County mit einer Vollimpfungsrate von 76,8% der Gesamtbevölkerung der maximale Wert des 7-Tage-Durchschnitts der COVID-Fälle in der zweiten (August 2020), dritten (Januar 2021) und vierten (August 2021) Welle respektive bei 69, 119, und 50 lag: https://coronavirus.marinhhs.org/surveillance. Somit ist die vierte Welle in Marin kleiner als die zweite.


    Für City and County of San Francisco mit 72,0% Vollimpfungsrate der Gesamtbevölkerung liegen die entsprechenden Werte bei 129, 373, und 309: https://sf.gov/data/covid-19-cases-and-deaths. Für Santa Clara County, Vollimpfungsrate 71,7%, sind die entsprechenden Zahlen 269, 1479 und 410: https://covid19.sccgov.org/dashboard-cases-an.... Auch in den anderen Counties (mit niedrigerer Vollimpfungsrate als Marin) liegt das Maximum des Fallzahldurchschnitts in der vierten Welle höher als das in zweiten Welle, aber unter dem der dritten Welle.


    Das ist zwar jetzt nur ein Datenpunkt, deutet aber darauf hin, dass man trotz Delta-Variante nicht nur hohe Krankenhausbelegungen sondern sogar hohe Inzidenzen vermeiden kann, wenn nur ein ausreichend hoher Anteil der Bevölkerung geimpft ist.

    #1AuthorNorbert Juffa (236158)  01 Sep 21, 04:56
    Comment

    Ab morgen gilt in Bayern bei einer Inzidenz > 35 (wir sind solide über 50): 3G und Maskenpflicht in Innenräumen - auch in Supermärkten. Ich bin auf die Umsetzung gespannt.


    #2AuthorSelima (107) 01 Sep 21, 05:57
    Comment

    Täusche ich mich jetzt, oder glänzt Bayern häufiger mit den bundesweit härtesten Regeln, ohne dafür entsprechende Erfolge (also besonders niedrige Fallzahlen im Vergleich zu anderen Bundesländern) vorweisen zu können? Handelt es sich da um politische Manöver, oder steckt medizinische Erkenntnis dahinter?


    3G für den Supermarktbesuch halte ich für übertrieben und Inzidenz 35 ist wegen Delta sehr schnell erreicht. Masken für die Kunden sind hier im Supermarkt seit Beginn der Pandemie vorgeschrieben. Ob Stoff-, OP-, oder N95-Maske ist egal. Auf den Höhepunkten des Infektionsgeschehens gab es zusätzlich eine Beschränkung der Kundenzahl: Eintritt nur mit Wägelchen, Anzahl der im Umlauf befindlichen Wägelchen beschränkt auf den zulässigen Maximalwert. Das scheint bis jetzt gereicht zu haben, von der Blidung von Infektions-Clustern beim Lebensmittelkauf habe ich bisher nichts vernommen.

    #3AuthorNorbert Juffa (236158)  01 Sep 21, 06:35
    Comment

    So ist es, Norbert. Wir sind bei den Regeln immer die schärfsten, aber auch bei den Fallzahlen (Erkrankung, Tod) immer vorne mit dabei. Meist knapp hinter oder vor BW oder NRW. Es ist immer schwer zu sagen, wie sich die Zahlen mit anderen Regeln entwickelt hätten. Wenn aber in BW und NRW die Zahlen trotz weniger harscher Regeln im selben Bereich liegen, scheinen mir die strengeren Regeln nicht unbedingt ausschlaggebend zu sein. Wichtig ist vermutlich, wie sich die Leute im privaten Umfeld verhalten, wo der Staat wenig Eingriffsmöglichkeiten hat.


    Das LGL gibt für Bayern inzwischen auch die Inzidenzen getrennt nach Impfstatus an:

    Ungeimpft 110,55

    Geimpft 9,18

    Ziemlich eindeutig.

    #4AuthorSelima (107)  01 Sep 21, 06:53
    Comment

    #2 Den Satz aus deinem Link: "Ausnahmen von der 3G-Regel gibt es für Privaträume, den Handel, den ÖPNV und Gottesdienste" verstehe ich so, dass die Regel in Supermärkten nicht gilt.


    #4 Die höhere Inzidenz bei Ungeimpften ergibt sich u.a. aus der höheren Inzidenz bei Kindern. Ziemlich eindeutig, ja - eindeutig, dass deren Gesundheit unwichtig ist. Hauptsache, die wichtigste Wählergruppe der ü50 ist geimpft. Ich kenne jemanden mit elfjährigen Zwillingen mit erhöhtem Risiko, die jetzt in NRW verpflichtend in der Schule sitzen müssen (natürlich ohne Luftfilter). Die Inzidenz bei den 10-14-Jährigen in NRW liegt bei 331. Naja, ein Aufenthalt im KH bildet bestimmt den Charakter...

    #5AuthorNica (de) (236745)  01 Sep 21, 07:15
    Comment

    Re "Handel und 3G": Stimmt. Hatte ich übersehen. GsD, das wäre sonst interessant geworden.


    #5 Re Inzidenz bei Ungeimpften:

    Die bayrischen Inzidenzen nach Altersgruppen für letzte Woche:

    0-4: 23

    5-9: 23

    10-14: 38

    15-19: 43

    20-34: 60

    35-59: 67

    60-79: 115

    >80: 129

    Gesamt: 93

    Die Zahlen sprechen für mich eine andere Sprache.

    #6AuthorSelima (107)  01 Sep 21, 07:36
    Comment

    Was forderst Du, um die Inzidenz bei den Jugendlichen zu verringern, Nica? Impfung auch kleiner Kinder ohne Stiko-Empfehlung? Schließung aller Schulen?


    Auch wenn es so ist, dass sich die hohe Inzidenz bei Ungeimpften durch die Kinder erklärt wird, sind die Zahlen doch trotzdem ein Beleg, dass Impfungen wirken oder? Das ist doch vermutlich das, was Selima mit "ziemlich eindeutig" zum Ausdruck bringen wollte.

    #7Authorharambee (91833)  01 Sep 21, 07:36
    Comment

    Was die Kinderimpfung angeht, so schrieb heute mein örtlicher Kongressabgeordneter in seinem elektronischen Rundbrief:


    Rep. Katie Porter and I sent a bipartisan letter of 108 members of Congress to Acting FDA Commissioner Janet Woodcock asking for the FDA to present a clear timeline for Covid-19 vaccines for children ages 2-11. Children under 12 are still not eligible to receive any COVID-19 vaccination. This letter asks the FDA to provide a briefing to members of Congress on this important issue of vaccinations for children under 12. The letter asks the FDA important questions Congress needs to know to be assured that children can get protection from COVID as soon and as safely as possible.


    Zwischen den Zeilen liest sich das für mich ein bisschen nach der Ausübung von Druck auf die FDA, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man dort säumig ist. Die nötigen Daten sind einfach noch nicht zusammen. Letztens las ich, dass die FDA vorausichtlich noch bis Dezember brauchen wird um das grüne Licht zu geben. Ich finde es richtig, dass die Stiko in DE mit der Allgemeinempfehlung für die Teenager gewartet hat, bis ausreichend Daten (vor allem auch aus den USA) da waren, und hoffe, die FDA lässt sich bezüglich Kinderimpfung ebenfalls nicht unter Druck setzen.


    Irgendetwas tut sich da bei der FDA. Heute kam in den Nachrichten die Meldung, dass zwei hochrangige Mitglieder der Vakzin-Abteilung überraschend die FDA verlassen haben.


    https://www.cnn.com/2021/08/31/health/fda-vac...

    Two senior FDA vaccine leaders step down as agency faces decision on boosters

    Two senior leaders in the US Food and Drug Administration's vaccine review office are stepping down, even as the agency works toward high-profile decisions around Covid-19 vaccine approvals, authorizations for younger children and booster shots. The retirements of Dr. Marion Gruber, director of the Office of Vaccines Research and Review at FDA's Center for Biologics Evaluation and Research, and Dr. Philip Krause, deputy director of the office, were announced in an internal agency email sent on Tuesday and shared with CNN by the FDA.

    #8AuthorNorbert Juffa (236158) 01 Sep 21, 07:45
    Comment

    #6 Könntest Du bitte die Quelle dafür angeben? Ich bin mir sicher, dass da ein Fehler vorliegt. Der BR gibt an:

    0-4 57

    5-14 107

    15-34 137

    35-59 68

    60-79 17

    80+ 14

    #9AuthorNica (de) (236745)  01 Sep 21, 07:45
    Comment
    Bayern behauptet immer, die ersten und strengsten zu sein.
    In BaWü gilt aber 3G in Innenräumen (außer Einzelhandel) schon eine Weile, nur haben wir keine FFP2-Pflicht.
    Dafür wird bei uns schon an einer 2G-Verordnung gearbeitet, falls die Krankenhausbelegung zu hoch wird. Genaue Regeln sind noch unklar.

    Und auch letztes Jahr war BaWü schon mehrfach still früher mit ähnlichen Regeln zu denen, mit denen sich Bayern dann als Vorreiter aufgespielt hat.
    #10AuthorDodolina (379349) 01 Sep 21, 07:46
    Comment

    Die Quelle hatte ich in #4 verlinkt: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektio...

    Das ist das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.


    Die zitierten Zahle sind für KW 33, da die für KW 34 nicht vollständig sind.

    #11AuthorSelima (107)  01 Sep 21, 07:47
    Comment

    #11 Dort sehe ich nur eine leere Tabelle. Deine Zahlen können nicht stimmen, sorry. Ich gehe davon aus, dass das die Gesamtzahlen seit Beginn der Pandemie sind. Derzeit ist die Inzidenz bei den 60-79-Jährigen überall niedrig. Wenn Deine Zahlen stimmen würden, würde es bedeuten, dass die ü60 in Bayern die am wenigsten geimpfte Altersgruppe sind. Das ist nicht mit den offiziellen Impfzahlen vereinbar.

    #12AuthorNica (de) (236745)  01 Sep 21, 07:51
    Comment

    #7 Was forderst Du, um die Inzidenz bei den Jugendlichen zu verringern, Nica?

    In erster Linie Verringerung der Inzidenz bei den Erwachsenen. Dazu Maskenpflicht, Luftfilter, umfassendere PCR-Testungen und sinnvolle Quarantäneregelungen an Schulen. Kein Chor etc.

    #13AuthorNica (de) (236745) 01 Sep 21, 07:55
    Comment

    #11 Dort sehe ich nur eine leere Tabelle.


    Auch bei mir ist die Tabelle leer. Vielleicht darf sie nur innerhalb Bayerns gelesen werden? (-;

    #14Authorharambee (91833) 01 Sep 21, 08:13
    Comment

    Na, sauber. Verschwörung. Jetzt ist bei mir auch alles leer bzw. nicht mehr vorhanden (die ganzen Graphiken). Da ist was zwischen halb 8 und 8 gekräscht. Vielleicht dauert's auch nur a wengale (=etwas), weil um 8 Uhr die neuen Daten eingepflegt werden.

    #15AuthorSelima (107) 01 Sep 21, 08:16
    Comment

    Das LGL gibt für Bayern inzwischen auch die Inzidenzen getrennt nach Impfstatus an:

    Ungeimpft 110,55

    Geimpft 9,18

    Ziemlich eindeutig.


    Find ich auch. Aber nur, wenn in beiden Gruppen die Anzahl der erfolgten Tests in Relation zueinander betrachtet wird. Falls das nicht so gehandhabt wird, sind die Zahlen vollkommen wertlos. Geimpfte werden schließlich so gut wie gar nicht mehr getestet, Ungeimpfte dafür umso mehr.


    Das wäre als würden zwei Apfelbäume nebeneinander stehen und man untersucht von dem linken 10 Äpfel und findet 2 Würmer, von dem rechten 100 Äpfel und findet 20 Würmer und die Schlussfolgerung wäre dann, dass der Wurmbefall rechts 10x schlimmer sei als links.

    #16AuthorToffifeenstaub (925533) 01 Sep 21, 08:35
    Comment

    Dieses Problem der unterschiedlichen Grundmengen lässt sich im gegebenen Kontext nicht praktisch lösen, oder? Hier im County sind die Inzidenzen (als 7-Tage-Durchschnitt angegeben) momentan 9,1 für Geimpfte und 37,4 für Ungeimpfte, also ein viel kleinerer Faktor zwischen Ungeimpften und Geimpften als bei euch. Außer der generellen Erkenntnis "geimpft zu sein ist von Vorteil" kann man nicht viel daraus ablesen.

    #17AuthorNorbert Juffa (236158) 01 Sep 21, 08:46
    Comment

    Nochmal zu Ivermectin - was mir nicht in den Kopf will, ist, dass ein Medikament, das eingeschränkt, für bestimmte Indikationen, für Menschen zugelassen ist, von gewissen Schwurbelkreisen als Heilsbringer bejubelt wird, während ein für Menschen nach millionenfacher Anwendung jetzt auch regulär zugelassener Impfstoff als das absolut Böse verteufelt wird, und zwar von offizieller Stelle. Da läuft doch irgendwas gewaltig schief in den Hirnwindungen.

    #18AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Sep 21, 08:50
    Comment

    Norbert, nach welchen Maßstäben wird denn bei euch getestet?


    Selbst wenn man nur bei Symptomen und Kontaktpersonen testet (das dürfte das Minimum sein, was sinnvoll ist), dürfte die Testquote bei den Ungeimpften merklich höher sein als bei den Geimpften, bei denen evtl auch die symptomatische Erkrankung verhindert wird.

    Evtl sind die Inzidenzen sogar vergleichbar bei Geimpften und Ungeimpften, nur wird es bei Geimpften weniger erkannt, weil sich keine Symptome zeigen.

    #19AuthorDodolina (379349) 01 Sep 21, 08:58
    Comment

    Ab morgen gilt in Bayern bei einer Inzidenz > 35 (wir sind solide über 50): 3G und Maskenpflicht in Innenräumen - auch in Supermärkten. Ich bin auf die Umsetzung gespannt.

    Jetzt hast du mich gerade erschreckt*, wir sind auch konstant Ü50.

    Aber ich glaube, du täuschst dich -

    aus deinem Link:

    Ausnahmen von der 3G-Regel gibt es für Privaträume, den Handel, den ÖPNV und Gottesdienste. Wer zum Beispiel mit dem Bus fahren will, muss also auch künftig keinen Impfnachweis oder einen negativen Test vorlegen. Allerdings gilt dort wie fast überall drinnen die Maskenpflicht weiter. Neu ist: Künftig muss nicht mehr unbedingt eine FFP2-Maske getragen werden. Eine sogenannte OP-Maske reicht aus. Neuer Standard sind medizinische Masken.


    *Mein Chip ist noch nicht gültig, erst ab kommenden Sonntag.

    Edith sieht gerade noch, dass das schon in #5 steht.

    #20Authoredoardo_1_4 (1297108)  01 Sep 21, 09:08
    Comment

    Re #18 Es kommt darauf an, wer eine Nachricht überbringt. Überbringt sie der:die richtige, wird fast alles geglaubt.


    Re #19 Norbert, nach welchen Maßstäben wird denn bei euch getestet?


    Darüber kann ich keine gute Auskunft geben. Soweit ich es verstehe, kann sich in Kalifornien momentan noch jede:r kostenlos testen lassen, der:die meint er bräuchte einen Test, ob man sich nun krank fühlt oder nicht. Bei einigen Berufsgruppen besteht jetzt die Pflicht entweder geimpft zu sein oder sich einmal wöchentlich testen zu lassen. Trifft meines Wissens z.B. auf alle Angestellten der Stadt San Jose und alle kalifornischen Lehrer:innen zu. Wenn man die Anzahl der Tests im Gesamtverlauf der Pandemie betrachtet, fluktuiert diese (mehr Tests während der Wellen) aber Kalifornien machte bei 39,5M Einwohner innerhalb der letzten 12 Monate >= 250,000 Tests pro Tag, was mir als ausreichend erscheint. Tageswert heute waren um die 300,000 Tests.

    #21AuthorNorbert Juffa (236158)  01 Sep 21, 09:14
    Comment

    #13


    #7 Was forderst Du, um die Inzidenz bei den Jugendlichen zu verringern, Nica?

    In erster Linie Verringerung der Inzidenz bei den Erwachsenen. Dazu Maskenpflicht, Luftfilter, umfassendere PCR-Testungen und sinnvolle Quarantäneregelungen an Schulen. Kein Chor etc.


    Welcome back bei ZeroCovid, Nica?


    Verringerung der Inzidenz bei Erwachsenen ist ohne Booster-Impfungen nicht möglich. Dazu eine Zahl: bei nicht drittegeimpften jungen Erwachsenen 20-29 mit "alten" Impfungen ist die Relation positiv getestete Geimpfte/Ungeimpfte 1,3 pro 100K In Israel (die Teststrategie ist für Geimpfte/Ungeimpfte ist noch gleich, soweit ich weiß, weil Kontakte, Fluge und Symptomatische Fälle getestet werden, Schnelltests werden erst jetzt eingeführt, vor allem für die Schulen). Bei alten Impfungen geht das nicht ohne einen Lockdown mit den entsprechenden wirtschaftlichen, gesundheitlichen Folgen und auch langfristigen Folgen für die Bildung.


    Sinnvolle Quarantäneregelungen im Sinne von die ganze Klasse wegschließen? Hat man schon versucht, ist sehr nice, wenn so ein gesundes Grundschulkind nicht aus der Wohnung darf und am besten noch nicht mal aus dem eigenen Zimmer (wie die Gesundheitsämter es anfangs haben wollten). England geht, soweit ich weiß, den umgekehrten Weg und verordnet weniger Quarantäne.


    #295 Wik


    Ich habe hier auch 2 Kinder, die nicht geimpft werden können. Maske ist ärgerlich, die Kinder sind aber damit überraschend OK. Meine Erfahrung war aber ab der 3. Klasse. Für Erstklässler ist es superwichtig, dass viel draußen stattfindet und man zumindest in den Pausen maskenfrei sein kann. GsD sind bei uns jetzt Kinder in den Pausen draußen ohne Maske. Wer hätte gedacht, dass man sich über so was freut :-/


    Mache ich mir Sorgen? Mein großer Kleiner (10) ist eigentlich ziemlich gut geschützt (Maske, Tests, geimpfte/getestete Lehrer). Meine kleine Kleine (2,5) ist in einer Gruppe mit 9 Kindern und 4 Erzieherinnen, die Erzieherinnen sind (hoffe ich) alle geimpft. Wir hatten im Frühjahr darüber gesprochen, danach aber nicht mehr. Die Kinder und die Erzieherinnen haben natürlich keine Masken an und halten keinen Abstand ein. Luftfilter sind drin. Es kann also theoretisch sein, dass ein Kind positiv ist.


    Gerne hätte ich, dass meine Kinder zu den 10% gehören, die gar nicht angesteckt werden, weil Herdenimmunität usw. Das wird nicht passieren. Nach allem, was ich weiß, wäre eine Ansteckung für sie ungefähr so wie eine Impfung. Sogar in der Altersgruppe 12-16 ist die Impfung zwar besser als ohne, aber auch da ist eine Ansteckung ohne Impfung nicht besonders gefährlich. Alle Daten deuten darauf hin, dass man sich nicht unbedingt Sorgen machen soll, wenn das Kind nicht vorerkrankt ist.




    #22Authorlas. (377311) 01 Sep 21, 09:27
    Comment
    Diese Warnstufen hat die neue Krankenhausampel:

    STUFE GELB ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils letzten 7 Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Das entspricht einer bayernweiten Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner.

    Sobald Stufe Gelb erreicht ist, beschließt die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen, beispielsweise:

    Anhebung des Maskenstandards auf FFP2.Kontaktbeschränkungen.Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule).Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen.


    Hier mal ein Auszug aus der neuen Verordnung.

    Meine Frage an euch:
    "mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung " ...
    Ich denke/hoffe, dass hier Einweisung WEGEN Covid-Erkrankung gemeint ist, und nicht "Einlieferung wg. Knie-OP, nebenbei Corona-positiv getestet"
    Warum gibt man hier den Schwurblern unnötigerweise die Möglichkeit für neue "an, mit, wegen"-Diskussionen? Warum steht hier "mit" und nicht "wegen"? Versteh ich hier etwas falsch?
    (Allein von "Erkrankten" zu schreiben, reicht nicht, da ja auch "Genesene" nicht zwingend erkrankt gewesen sein müssen. Diese Vermischung von "Infiziert" und "Erkrankt" macht mich wahnsinnig.)
    #23Authorschwäble (951819) 01 Sep 21, 09:37
    Comment

    Norbert, schon klar, aber dass Regierungsmitglieder sich so weit vom wissenschaftlichen Konsens verabschieden und - anders kann man's nicht bezeichnen - letztlich staatszersetzende Propaganda betreiben, find ich bei aller Abneigung gegen Republikaner, Tories und andere Typen ähnlichen Kalibers, absolut erschreckend.

    #24AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Sep 21, 09:39
    Comment

    #23

    Ich denke, es ist genauso gemeint (mit, nicht wegen). Wenn ein Kind mit einem gebrochenen Bein ins KH kommt und positiv getestet wird, wird es, wenn ich es richtig verstanden habe, auf die Covid-Station verlegt (isoliert) und gilt solange als Covid-Patient, bis der Test negativ ist.


    P.S.: Mit Infiziert/Erkrankt hast du vollkommen recht.

    #25Authorlas. (377311)  01 Sep 21, 09:43
    Comment
    Nachtrag #34

    ... Vermischung von "positiv-getestet" und "erkrankt" wäre eigentlich gemeint.
    #26Authorschwäble (951819) 01 Sep 21, 09:44
    Comment
    Dass ein positiv getestetenr Patient isoliert werden muss, ist klar.

    Aber fällt er in die Statistik unter "Covid Hospitalisierung?
    Tatsächlich? Wo steht das?
    #27Authorschwäble (951819) 01 Sep 21, 09:52
    Comment

    Did you know that "booster shot" is spelled "borcestershire shot" in BE?

    #28AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Sep 21, 09:54
    Comment

    Ich habe vor ein paar Tagen (über Firefox-Pocket, daher schwer wieder zu finden) ein Interview mit einem Intensivmediziner gelesen.

    In dessen Krankenhaus hatten sie in dieser vierten Welle bisher einen Fall, wo jemand mit Covid wegen etwas anderem ins Krankenhaus kam. Dieser Patient wurde aber später wegen Covid auf die Intensivstation verlegt.

    Die haben auch schon wieder 5 Covid-Patienten auf der Intensivstation (Maximum und Belastungsgrenze waren 13 in der zweiten Welle).


    So ganz einfach ist die Trennung also nicht. So jemanden nicht zu zählen (bei Einweisung nur mit, nicht wegen), stellt die Situation besser dar als sie ist.

    #29AuthorDodolina (379349) 01 Sep 21, 09:55
    Comment
    Österreich führt sich ja ähnlich auf wie Bayern bei den Regeln, geholfen hat es ähnlich wenig.
    Wirklich ärgerlich ist das Dahintröpfeln der Impfungen, wir sind immer noch unter 60%, Deutschland hat uns abgehängt.

    Am Montag beginnt die Schule, tiggerino wird eingeschult!
    Und es ist bei allem Ärger auch ziemlich witzig, weil es wieder einmal Österreich in einem Satz beschreibt: "Die ersten Klassen gehen nach dem Gottesdienst in den Turnsaal zum PCR-Test."
    #30Authortigger (236106) 01 Sep 21, 09:56
    Comment
    Aktuell schreibt das Infektionsschutzgesetz vor, dass bei Überschreitung des Wertes von über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen neue Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Das gehört künftig offenbar der Vergangenheit an. Vielmehr ernannte Gesundheitsminister Jens Spahn die Hospitalisierungsquote als neues Kriterium.

    Der nun wohl entscheidende Richtwert gibt an, wie viele Menschen aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Aktuell liege dieser Wert laut Bundesgesundheitsministerium bei 1,3. Auf dem Höhepunkt der Pandemie soll dieser über zehn gelegen haben. Zudem werden Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr hinzugezogen. „Wir haben ja Erfahrungswerte aus dem letzten Winter, etwa aus Dezember, Januar, wo wir eine sehr, sehr starke Belastung in den Kliniken hatten. Wir können sie ableiten aus den letzten zwei Wellen“, sagte Jens Spahn am Dienstag der Welt.

    ... grad auf die Schnelle gefunden.
    #31Authorschwäble (951819) 01 Sep 21, 10:01
    Comment

    Wusstet ihr, dass es bei mehreren (allen?) Totimpfstoffen, z.B. den gegen Dipherie und Tetanus eingesetzten Toxoidimpfstoffen, zur ganz normalen Wirkungsweise gehört, dass sie nicht die Infektion selbst, sondern nur deren Symptome und schweren Verlauf verhindern? Und dass auch in diesen Fällen Geimpfte theoretisch die Infektion weitergeben können?


    Das las ich neulich und fand es sehr interessant vor dem Hintergrund, dass der Corona-Impfung ja oft mangelnde Wirksamkeit vorgeworfen wird, da sich auch Geimpfte infizieren können.


    Ich denke mal, die meisten von uns lassen sich die o.g. Impfstoffe seit Jahrzehnten verabreichen ohne zu Murren, das sei keine wirksame Impfung...


    (Ja, ich weiß , dass ein mRNA-Impfstoff eine andere Sorte ist, aber warum bemängelt man bei dem etwas,das man bei anderen Impfstofftypen als ganz normal akzeptiert?)

    #32AuthorMöwe [de] (534573) 01 Sep 21, 10:02
    Comment

    Dodolina, vielleicht dieser hier: https://taz.de/Intensivmediziner-ueber-Inzide... ?

    (Habe ich gerade zufällig gelesen, bevor ich hierher gekommen bin)

    #33Authorestrellita (236267) 01 Sep 21, 10:03
    Comment

    Ich hätte noch gern ein t in die Diphterie in #32 eingefügt.

    #34AuthorMöwe [de] (534573) 01 Sep 21, 10:03
    Comment

    #27

    Ich habe keine Quelle, war in irgendeinem Interview. Sorry.


    Habe jetzt nur gefunden, dass sie in der Verordnung "wird erweitert auf die Aufnahme einer Person in ein Krankenhaus in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019" schreiben. Also "in Bezug auf", was auch immer das ist... Das ist nicht wegen.

    #35Authorlas. (377311)  01 Sep 21, 10:06
    Comment

    Danke, estrellita, den meinte ich.


    Sorry, ich muss auch noch arbeiten und habe keine Zeit, ewig nach Artikeln zu suchen, die mir vor ein paar Tagen über den Weg gelaufen sind.

    #36AuthorDodolina (379349)  01 Sep 21, 10:11
    Comment
    Ja natürlich wusste ich das, Möwe. (Und zwar nicht erst, seit ich bei einem Impfstoffentwickler gearbeitet habe.)
    Es hat mich ziemlich erschreckt, dass das derart vielen Leuten nicht bewusst ist. Da muss man kein Demagoge sein um zu erkennen, warum viele auch vernünftige und gebildete Leute auf Gerüchte hereinfallen.
    #37Authortigger (236106) 01 Sep 21, 10:15
    Comment
    Dodolina, ich gebe dir vollkommen Recht: ein Patient der eine andere Einweisungsdiagnose hatte aber dann später im Krankenhaus zusätzlich wegen Covid behandelt werden muss, sollte natürlich unbedingt in der Hospitalisierungs-Statistik erscheinen, deshalb bemängele ich die schlecht formulierte Verordnung, die Anlass für Schwurbeleien über "gesteuerte" Statistiken gibt.

    (Nebenbei, kürzlich selbst erlebt: Warum man nicht bei einem freiwilligen PCR-Test automatisch abgefragt wird, ob man schon geimpft ist, verstehe ich nicht. Corona = Statistik. Man muss aber die Zahlen auch erheben! Wieder so ein Ärgernis)
    #38Authorschwäble (951819) 01 Sep 21, 10:22
    Comment

    Re #32 Ich vernahm letztens mit Erstaunen (noch nicht selbst nachgeprüft), dass es zur Wirksamkeit der Grippeimpfung zwar Beobachtungsstudien gibt, aber die Wirksamkeit angeblich noch nie mit dem Goldstandard, der doppeltblinden Studie mit Placebokontrolle, geprüft worden ist. Weiß hier jemand, ob das zutreffend ist? Je nach Jahr liest man von einer Wirksamkeit des Grippevakzins zwischen 40% und 60%, je nachdem wie gut man die vier (aus einem Dutzend möglichen) Stämme für den quadrivalenten Impfstoff ausgesucht hat. Da frage ich mich, wie diese Zahlen errechnet werden.

    #39AuthorNorbert Juffa (236158)  01 Sep 21, 10:35
    Comment

    #5


    Kinder


    Ziemlich eindeutig, ja - eindeutig, dass deren Gesundheit unwichtig ist. Hauptsache, die wichtigste Wählergruppe der ü50 ist geimpft.


    Nach meinem Verständnis ist die Gefahr von Covid für Kinder ohne Vorerkrankungen im Bereich der Gefahr für Kinder im Straßenverkehr (je nach Land und Setting auch wesentlich darunter). Also weniger Polemik bitte. Oder ist dir die Gesundheit der Kinder so gleichgültig, dass du Straßenverkehr zulässt?


    Ich kenne jemanden mit elfjährigen Zwillingen mit erhöhtem Risiko, die jetzt in NRW verpflichtend in der Schule sitzen müssen (natürlich ohne Luftfilter). Die Inzidenz bei den 10-14-Jährigen in NRW liegt bei 331. Naja, ein Aufenthalt im KH bildet bestimmt den Charakter...


    Für diesen Fall könnte man Lösungen finden, wenn die Verantwortlichen es denn wollten. Vorerkrankte Elfjährige könnte man auch mit Einverständnis der Eltern impfen (na ja, vielleicht nicht in Deutschland, hier kann man das nicht, so sind halt die Regeln). Man könnte Kinder mit Vorerkrankungen auch von der Präsenzpflicht freistellen.


    Lockdown und Quarantäne für alle ist keine Lösung.

    #40Authorlas. (377311) 01 Sep 21, 10:50
    Comment

    Im folgenden etwas längeren Artikel wird die Frage der Impfung von Kindern meiner Ansicht nach recht sachlich behandelt. Für alle, die bei uns regelmäßig mitlesen, enthält er nicht viel Neues, aber er kann vielleicht doch als Zusammenfassung dienen, auch wenn die Text- und Bildgestaltung der Seite ("Layout") nicht unbedingt überzeugt:


    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/coro...

    #41Authorharambee (91833)  01 Sep 21, 11:08
    Comment

    Mein 8-jähriges Enkelkind hat in der Schule gelernt, dass die Impfung sehr gefährlich ist und schon viele Leute daran gestorben sind.

    Manche Lehrkräfte sollte man wirklich nicht auf Kinder loslassen.

    #42AuthorStahlbauer (1259064) 01 Sep 21, 11:13
    Comment

    Auch wenn Stahlbauer keine Zweifel an Aussagen ihrer Enkelkinder zulässt, bleibt natürlich die Möglichkeit, dass das Enkelkind etwas falsch verstanden hat und die Lehrkraft tatsächlich die Erkrankung und nicht die Impfung gemeint hat. Sollte es aber gesichert sein, dass das in der Schule so gelehrt wurde, sollten die Eltern meiner Ansicht nach schon überlegen, ob sie das nicht mal bei der Schulleitung hinterfragen.

    #44Authorharambee (91833) 01 Sep 21, 11:18
    Comment

    Bubbs #43 gelöscht. Wir dulden keine Kommentare, die Gewalt gegen andere Menschen befürworten. Und sei es verpackt in Ironie.

    #45AuthorDoris (LEO-Team) (33) 01 Sep 21, 11:21
    Comment
    Das gehört offiziell angezeigt, Stahlbauer.

    Und harambee, #41: Danke für den zusammenfassenden Artikel! Den finde ich auch gut.
    Ein 1:1000-Risiko für PIMS macht mir als Mutter von Kindern im Alter von 8 und 7 Jahren schon eine gewisse Angst.
    Vor allem würde ich mich aber wahnsinnig ärgern, wenn sich die Kinder jetzt noch ansteckten, auch bei mildem Verlauf und ohne PIMS: Dann war der ganze Schas mit den Einschränkungen für den Hugo.
    #46Authortigger (236106) 01 Sep 21, 11:22
    Comment

    #41


    Ja, es geht dort aber um 12-15, so verstehe ich das.


    In der Altersgruppe U12 ist ein Gleichgewicht von Effektivität und Nebenwirkungen noch mal schwieriger. Man müsste schon sehr viele Probanden haben, damit man jemanden mit einem schweren Verlauf darunter hat. In der Studie von 12-15 ging es auch nicht darum (Schutz gegen symptomatische Erkrankungen), sondern um die Verträglichkeit und Antikörper.


    Herdenimmunität sollte spätestens jetzt kein Thema mehr sein.

    #47Authorlas. (377311) 01 Sep 21, 11:22
    Comment

    #46


    Vor allem würde ich mich aber wahnsinnig ärgern, wenn sich die Kinder jetzt noch ansteckten, auch bei mildem Verlauf und ohne PIMS: Dann war der ganze Schas mit den Einschränkungen für den Hugo.


    Die Einschränkungen waren doch für die Oma, weißt du das nicht mehr?


    Im Ernst, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung in diesem oder nächsten Jahr ist bei ca. 100% ohne Impfung. Nur muss man auf einen milden oder asymptomatischen Verlauf hoffen (die Zahlen sprechen dafür).

    #48Authorlas. (377311) 01 Sep 21, 11:26
    Comment
    Unter 12 wird auch erwähnt, dass Studien bekanntlich laufen.
    Ich werde die Kleinstreifen jedenfalls impfen lassen.
    #49Authortigger (236106) 01 Sep 21, 11:27
    Comment

    Re U12 Ein Experte drückte das Problem letztens mal so aus: Physiologisch gesehen ist ein Kind kein kleiner Erwachsener. Deswegen müsse man sich ganz vorsichtig von den Älteren zu den Jüngeren vorarbeiten, und das sammeln der nötigen Daten brauche eben Zeit.


    https://www.cnbc.com/2021/08/30/pfizer-direct...

    Pfizer director Dr. Scott Gottlieb says Covid vaccine for kids 5 to 11 could come by winter

    Mon, Aug 30 2021

    Dr. Scott Gottlieb told CNBC on Monday he expects U.S. drug regulators to clear the Pfizer-BioNTech Covid-19 vaccine for emergency use in children ages 5 to 11 in late fall or early winter this year.

    The Pfizer board member said data from the company’s vaccine trials for kids in that age group “should be available in September,” and then submitted to the Food and Drug Administration that month.

    “The application probably isn’t going to be submitted until some point in October,” said Gottlieb, who led the FDA from 2017 to 2019 during the Trump administration.

    #50AuthorNorbert Juffa (236158) 01 Sep 21, 11:29
    Comment

    Mein 8-jähriges Enkelkind hat in der Schule gelernt, dass die Impfung sehr gefährlich ist und schon viele Leute daran gestorben sind.


    Du hattest doch mal erzählt, selber krank gewesen zu sein. Blieb davon etwas zurück? Soweit ich das mitbekommen habe kann sonst hier keiner von der eigenen Krankheit erzählen. Aber kann ja auch sein, dass manche nicht mehr leben, das wäre auch eine Erklärung, nur eben eine ziemlich gruselige.

    Ich hörte jetzt von einer Hausärztin in der Nachbarstsadt, die hat wohl erzählt Impfung und Krankheit unterschieden sich nicht in der Gefährlichkeit und rät deshalb von einer Impfung ab. Es sind also nicht nur Lehrer die fragwürdige Behauptungen verbreiten. Aber selbst wenn das stimmen würde, dann hätte ich mich für eine Impfung entschieden. Weil es lästig ist, sich vor jedem Kinobesuch testen zu lassen oder Schwierigkeiten an einer Grenze zu bekommen wenn man mal verreisen will.

    #51Authorzacki (1263445) 01 Sep 21, 11:30
    Comment
    Re #48: Ja, natürlich, die Großeltern sind seit Ostern 21 geimpft.
    Aber dann hätten wir ab da schon alle Einschränkungen aufheben können und drauf pfeifen, stattdessen müssen die Kinder Montag wieder mit Maske in die Schule und mindestens 3 Wochen lang 3x wöchentlich testen - de facto wird das natürlich viel länger aufrecht bleiben, wenn die erwachsenen Österreicher zu blöd zum impfen sind.
    - Vielleicht haben wir Glück, in unserer Gemeinde sind überraschenderweise schon 75% geimpft.
    #52Authortigger (236106) 01 Sep 21, 11:32
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    #49


    Unter 12 wird auch erwähnt, dass Studien bekanntlich laufen.

    Ich werde die Kleinstreifen jedenfalls impfen lassen.


    Ich ja auch bei Zulassung, aber es ist nicht klar was früher passiert Zulassung oder Ansteckung, weil die Zulassung eben so lange dauert.


    #52


    Aber dann hätten wir ab da schon alle Einschränkungen aufheben können und drauf pfeifen


    Das ist eine Option. Manche Länder probieren das ja auch aus, siehe UK oder Irland. Mittelfristig wird es so laufen, alles aufheben, beobachten, booster-Impfungen 2x pro Jahr für bestimmte Personen, oder so. Die Voraussetzung ist natürlich, dass genug "Risikogruppen" (ab 40 würde ich sagen) zweitgeimpft sind. Am besten über 90%.

    #53Authorlas. (377311)  01 Sep 21, 11:33
    Comment

    Mir macht der Gedanke an den Schulbeginn vom Mini auch Sorgen, weil ich auch davon ausgehe, dass er sich über kurz oder lang mit dem Virus anstecken wird. Ich probiere mich damit zu beruhigen, dass das Kind "nicht der Normgröße entsprechende Mandeln" hat und die Viren da hoffentlich "kleben" bleiben und nicht nach unten wandern. Als Laie denke ich halt: kleinerer Durchgang = weniger passen durch.

    Andererseits stimmt mich #50 insoweit froh, dass dann vielleicht nächstes Jahr im April auch meine Kinder geimpft worden sein könnten (dann wird der Zwerg 5). Ich hatte mit einer Impfung für den Zwerg frühestens für 2023 gerechnet, aber wenn, sagen wir, die USA eine Notfallzulassung im Winter bekommen könnte es im Frühjahr genügend Daten geben, dass die SiKo oder StiKo eine Empfehlung ausspricht *hoff*

    #54AuthorHugolinchen (464632) 01 Sep 21, 11:53
    Comment

    Echt jetzt, oder war das als Witz gemeint? (Vorfaden #299)

    Schmerzmittel aus der Humanmedizin für Tiere ungeeignet


    Ja, aber der Hund hat nicht mein Iboprufen gekriegt, sondern ich sein vom Tierarzt verschriebenes Novalgin genommen. Das ist für Menschen ebenfalls zugelassen, kriegt man aber nur auf Rezept.

    #55AuthorGibson (418762) 01 Sep 21, 11:54
    Comment

    Zacki, ich weiß Deinen Beruf nicht.

    Wenn Du Arzt/Ärztin bist, kannst Du hier aufhören zu lesen.


    Ich finde es durchaus legitim, dass es auch unter Medizinern unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen an diverse Problematiken gibt. Grundsätzlich begrüße ich die kontroverse Diskussion in Medizinerkreisen, die nur dadurch zustande kommen kann, dass es eben auch welche gibt, die von der "Mainstreammeinung" abweichen. Diese Leute haben ebenfalls erfolgreich studiert und praktizieren unter den Vorgaben des hippokratischen Eids nach bestem Wissen und Gewissen (von einigen schwarzen Schafen, die es auf beiden Seiten geben dürfte mal abgesehen).

    Ich finde es vermessen von nicht-Medizinern, Arztmeinungen, die den eigenen Überzeugungen nicht entsprechen als "fragwürdig" herabzuwürdigen. Noch dazu, ohne die Zusammenhänge zu kennen. Es ist ja durchaus möglich, dass besagte Ärztin grundsätzlich positiv gegenüber den Impfungen eingestellt ist, aber eben in Einzelfällen durchaus abwägt, ob das Nutzen-Risiko-Verhältnis angemessen ist.

    #56AuthorToffifeenstaub (925533)  01 Sep 21, 11:56
    Comment
    Toffifeenstaub,
    Ich bin der Meinung dass Meinungen in Bezug auf Corona überbewertet werden ... man sollte sich an Daten und Fakten halten, und wenn diese Ärztin diese Worte zu einer 18-Jährigen gesprochen hat, sind sie natürlich anders zu bewerten, als wenn sie zu einer 80-jährigen gesprochen hat; aber das sollte abhängig sein von statistischen Daten und Fakten und nicht von Meinungen.

    #57Authorschwäble (951819) 01 Sep 21, 12:11
    Comment

    Ich habe mit ihr persönlich nicht gesprochen sondern nur mit jemanden, der dort in Behandlung ist und bisher nicht geimpft ist. (Die gesamte Familie nicht) Vielleicht wurde die Ärztin ganz falsch verstanden aber das glaube ich eher nicht. (Es geht jetzt um Erwachsene, nicht um Kinder)

    Da finde ich eine Aussage nicht in Ordnung, eine Impfung wäre genau so gefährlich wie die Krankheit. Zumindest bei den Todesfällen stimmt das doch nun wirklich nicht. Und von Leuten die mit Impfschäden drei Wochen lang im Krankenhaus behandelt werden müssen habe ich auch noch nichts gehört. Ich weiß also nicht, was diese Ärztin für eine Begründung hat, aber zumindest konnte sie damit welche überzeugen.

    #58Authorzacki (1263445) 01 Sep 21, 12:11
    Comment
    Nachtrag zu #57

    ... deshalb bin ich ja so erbost über die meiner Meinung nach unzureichende Datenerhebung.
    #59Authorschwäble (951819) 01 Sep 21, 12:17
    Comment

    man sollte sich an Daten und Fakten halten


    Selbst dann sind ja unterschiedliche Interpretationen und Einschätzungen durchaus möglich, je nach Kontext und Blickwinkel. Und die Daten und Fakten dürfen auch hinterfragt werden. Offizielle COVID-Statistiken aller Art sind ja im Grunde nur Zähl- oder Additionsübungen, und trotzdem stellt sich immer wieder heraus, dass das korrekte Zählen und Addieren offensichtlich gar nicht so einfach ist (siehe z.B. momentane Debatte in Deutschland um die Erstimpfrate).

    #60AuthorNorbert Juffa (236158) 01 Sep 21, 12:19
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    ist nicht von mir aber ich hab vergessen von wem ich es gehört habe.

    "Jeder hat ein recht auf eine eigene Meinung aber nicht auf eigene Fakten."


    Und da hat bei mir dann letzte Woche ausgesetzt, bin meinem ersten Schwurbler in freier Wildbahn begegnet (also so ganz in echt nicht via FB oder so) und da war nix mit Meinungen oder Interpretationen.

    Er hatte recht Punkt.

    DIE wollen uns mit genmanipuliertem Impfstipp umbringen.

    Auf meine Frage nach dem "Warum" kam nur "wirst schon sehen....." dann noch ne Tirade warum ich meine armen unschuldigen Kinder vergiften lasse und dann habe ich zum Glück arbeiten müssen und zu wenig Zeit für besagten Bekannten.


    Die armen unschuldigen Kinder haben am Freitag ihren zweiten Impftermin und beide (12 und 15) freuen sich drauf und wollen endlich fertig geimpft sein.

    #61AuthorSands (427472) 01 Sep 21, 12:48
    Comment

    "Die armen unschuldigen Kinder haben am Freitag ihren zweiten Impftermin und beide (12 und 15) freuen sich drauf und wollen endlich fertig geimpft sein."


    Und nach Ansicht der Schwurbelheinis gemeinsam mit ihren geimpften Eltern, Verwandten, Freunden, Schulkameraden und allen anderen geimpften Fehlgläubigen im September den Löffel abgeben. #isso #fakt #mussmanwissen

    #62AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Sep 21, 12:52
    Comment

    Ja Bubb das hab ich ihnen schon gesagt.. also das sie dann auch bald sterben müssen, die Schwurbler wären sich nur nicht sicher ob im September oder in 3 Jahren oder so.


    Sohnemann sagt sei ihm egal er hofft nur, dass er dank Chip dann nicht nur mit Dronentauben sondern auch mit seinem Wellensittichen kommunizieren kann.

    Und Tochterkind gröhlte "Wir müsen alle irgendwann sterben..." und spielte weiter Schlagzeug.

    Also die Angst vor einem plötzlichen Tod hält sich in Grenzen. :D


    #63AuthorSands (427472)  01 Sep 21, 12:59
    Comment

    😳 Wer ist denn DIE? Merkel kann es nicht sein, ihr Arm reicht nicht bis zu den Kremlins. Also die Pharmakonzerne? Warum machen die uns denn tot und nicht Tablettenabhängig, da würden sie doch mehr von haben.

    #64Authorzacki (1263445) 01 Sep 21, 13:01
    Comment

    Wenn Logik da helfen würde, gäbe es solche Gedankengebäude erst gar nicht. Wenn ich die Zeit habe, frage ich gerne mal woher jemand so etwas weiß und warum ihm:ihr das glaubhaft erscheint.

    #65AuthorNorbert Juffa (236158) 01 Sep 21, 13:05
    Comment

    Norbert, das sind GANZ geheime Informationen aus wirklich sicherer Quelle, so wie der Kusine der Friseurin, deren Mann mit jemandem Karten spielt, der Hausmeister bei der örtlichen Polizei ist und das daher ganz genau weiß!!!!111einsdrölf!!!111

    #66AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Sep 21, 13:07
    Comment

    #22 las. Besorgt bin ich nicht, weder wegen einer möglichen Erkrankung noch generell wegen einer Maskenpflicht für Schüler.

    Dieser Vorstoß kommt im hiesigen Kontext einfach zur falschen Zeit. Man kann schlecht (praktisch) alle Restriktionen abbauen, und sagen, dass die Daten den Schulen keine große Rolle in der Ausbreitung von COvid zeigen, und andererseits dann Maskenpflicht für diejenigen fordern, für die praktisch keine Gefahr bei Erkrankung besteht (eben die U12 ohne Vorerkrankung).


    Bei den Impfungen für die U12 warte ich mal erst die Zahlen für die Zulassung ab, und wie die allgemeine epidemiologische Lage ist. Sollten "wir" bis dahin schon eine Covidinfektion durchgestanden haben (was ich für nicht unwahrscheinlich halte), wäre ich eher zurückhaltend mit einer Impfung für die Kleine.

    #67AuthorWik (237414) 01 Sep 21, 13:07
    Comment
    Ich muss endlich Ingrid Brodnigs "Einspruch! Verschwörungsmythen und Fake News kontern - in der Familie, im Freundeskreis und online" lesen.

    Eine sehr kenntnisreiche Journalistin.

    https://www.brandstaetterverlag.com/buch/eins...
    #68Authortigger (236106) 01 Sep 21, 13:10
    Comment

    DIE sind wahlweise DIE Elite, DIE Regierung, DIE Schlafschafe, DIE ,, was auch immer nur nachfragen darf man nicht man bekommt eh nur die Antwort "Das weiß man doch.." "Google selber" und ähnliches.


    DAS macht mich ja immer so wütend, ich möchte es ja gerne verstehn aber solange die Allwissenden ihre Quellen nicht preisgeben bin ich eben gezwungen den Mainstreammedien zu glauben, da gibt es wenigstens Quellenangaben (also meistens) und man bezieht sich auf Wissenschaftliche Erkenntnisse etc.


    Ich bin so verdammt froh das ich in meiner Familie also auch der angeheirateten etc. zwar verschiedene Meinungen zu allem möglichen habe aber zum Glück keine Schwurbler die alles in Frage stellen.

    Da kann man wenigstens ernsthaft reden und diskutieren weil man zumindest die selbe Faktenbasis hat egal was der einzelne draus macht.




    #69AuthorSands (427472) 01 Sep 21, 13:48
    Comment

    Man fragt sich ja auch, warum "die" diesen riesigen Aufwand betrieben haben mit Coronavirus züchten und freilassen; abwarten, bis es sich verbreitet hat; langwierige, teure Entwicklung und Produktion des bösen Stoffs.... - wenn sie ihr Gift doch eigentlich auch ganz einfach in die schon vorhandenen, seit vielen Jahren in Gebrauch befindlichen und weit verbreiteten Impfstoffe hätten einschleusen können (gegen Grippe, Masern, Tetanus, wasweißich...) Oder in Kopfschmerztabletten...

    #70AuthorMöwe [de] (534573)  01 Sep 21, 14:10
    Comment

    "Ich bin so verdammt froh das ich in meiner Familie also auch der angeheirateten etc. zwar verschiedene Meinungen zu allem möglichen habe aber zum Glück keine Schwurbler die alles in Frage stellen."


    Sei froh. Hier geht's munter von "die BRD ist ja gar nocht souverän" über "Impfstoffshedding" bis zu "wir werden alle per Chip kontrolliert". Ich hab schon gar keinen Bock mehr auf Teile der angeheirateten Verwandtschaft ...

    #71AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Sep 21, 14:22
    Comment

    Was machst Du, wenn Du ein Zusammensein nicht vermeiden kannst, Bubb? Aus dem Zimmer gehen? Sie hauen? In wildes Gelächter ausbrechen?

    #72AuthorMöwe [de] (534573)  01 Sep 21, 14:32
    Comment

    Wissend nicken! 😜

    #73Authorzacki (1263445) 01 Sep 21, 14:44
    Comment

    Gewaltanwendung darf ich ja nicht mehr erwähnen ... Ich weiß es nicht; bisher konnte ich es vermeiden. Bzw. das eine Mal, als wir zusammentrafen, wurde es zum Glück nicht Thema ... Ich glaub, ich wäre um des lieben Friedens willen gegangen.

    #74AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Sep 21, 14:44
    Comment

    Wahrscheinlich einfach das Thema meiden oder nichts dazu sagen und versuchen, das Kopfschütteln zu unterdrücken.


    Nach außen nimmt meine Familie das schon ernst, aber vor allem die ältere Generation (Ü70) meint irgendwie, ihre Aktivitäten seien ja alle unproblematisch. Oder sie sagen nur, dass sie sauer auf die Ignoranten sind, weil sie wissen, dass sie von unserer Seite sonst gehörig Kontra kriegen würden. Dass sie selbst genau solche Ignoranten sind, die leben, als gäbe es keine Pandemie (bis auf die erzwungenen Sachen), sehen sie nicht und wollen es nicht sehen.

    Da trifft man sich locker jede Woche mit einer anderen Gruppe, immer schön eine Inkubationszeit weiter von einer Gruppe zur nächsten. Und das auch schon, bevor es Impfungen gab, die immerhin sofort abgeholt wurden, als es endlich Termine gab. Aber sonst war da schon viel die Idee "wir sind ja nicht krank" und "wir tun uns doch alle nichts".


    Da hilft mir auch nur obige Strategie, die auch bei einigen anderen Themen angewandt wird. Führt langsam zu ziemlicher Sprachlosigkeit in der Familie, weil jedes Thema außer ganz Oberflächensmalltalk gemieden wird. Dann schweigt man sich eben an, nervt weniger, ist aber auch anstrengend (und Zeitverschwendung).

    #75AuthorDodolina (379349)  01 Sep 21, 14:45
    Comment

    Es nimmt mich mit, wenn ich mit langjährigen Freunden, mit denen ich mich wirklich blind verstanden habe, kein vernünftiges Gespräch mehr zu Stande bringe.


    Letzens dachte ich, wir hätten uns wieder angenähert, 2 Tage später kommt ne Schwurbelmail.

    Ich finde ja, es ehrt die betreffende Person irgendwie, dass sie nicht will, dass ich an den Impfnebenwirkungen zu Grunde gehe - aber: so schlimm war es nun wirklich nicht, und wenn ich rumfrage waren wir da auch keine Ausnahme....


    Im Radio wurde ein Buch von einem Journalisten vorgestellt, der sich ein Jahr nur von alternativen Fakten / Medien 'ernährt' hat. Ich werde es demnächst wohl lesen.

    Tscha - es hätten mich auch andere Dinge interessiert

    #76AuthorSchw4rzbeere (949126) 01 Sep 21, 15:20
    Comment

    #1 Diese Daten sind sehr interessant. Ich muß mal die Zahlen für Irland raussuchen, aber momentan ist die Inzidenz (wir sind hoffentlich am Scheitelpunkt der vierten Welle) hier deutlich niedriger als bei der dritten Welle im Januar (dank der Impfung), aber leicht höher bei unserer zweiten Welle im Oktober/November.


    Witzigerweise erschien heute ein Artikel, der Impfwilligkeit und aktuelle Inzidenz in den irischen Counties vergleicht. Ist nicht so informativ wie Norberts Zahlen, und sicherlich nur von nationalem Interesse, aber verlinke es trotzdem mal, weil es auch zeigt, wie stark in einem kleinen Land regionale Unterschiede sind:

    https://www.independent.ie/irish-news/health/...

    Mit einigen Ausreißern (die man z.B. mit Bevölkerungsdichte erklären kann, oder größeren Ausbrüchen in den letzten 8 Wochen) ist die Korrelation von hohen Impfzahlen mit niedrigeren Inzidenzen nicht ganz schlecht. Was aber auch deutlich wird ist, dass die Gegenden, die an Nordirland angrenzen (Ausnahme Leitrim, aber das ist bevölkerungsmäßig sehr klein und sehr ländlich) am wenigsten impfwillig sind, und oft auch hohe Inzidenzen haben.

    #77AuthorWik (237414) 01 Sep 21, 18:33
    Comment

    Interessante Zahlen, Wik, wobei ich die 98,5 % Impfquote für Waterford gar nicht so richtig glauben kann, auch wenn es ja "nur" Erstimpfungen sind. Wenn die Zahlen aber doch stimmen, muss Waterford einfach ein Ort sein, an dem man auch Impfdurchbrüche sieht. Allerdings finde ich die Inzidenz angesichts der Impfquote erstaunlich hoch. Wenn unter den infizierten keine Geimpften wären (stimmt natürlich nicht), dann müssten die ca 1500 Ungeimpften pro 100.000 Einwohner bei der aktuellen Inzidenz innerhalb der nächsten sechs Wochen infiziert werden! Dann wären 100% geimpft oder genesen.

    #78Authorharambee (91833) 01 Sep 21, 18:49
    Comment

    #22: Welcome back bei ZeroCovid, Nica?


    Willkommen zurück, wenn es auch eher NoCovid ist als ZeroCovid! Ich habe dich nie wirklich als "untreu geworden" erlebt, du warst immer einer der obersten Niedriginzidenzler, oder? Ich bleibe ebenfalls weiter in dieser Ecke und wähle - als beinahe einzig evidenzbasierte Partei der Republik - Volt.


    #22: Sinnvolle Quarantäneregelungen im Sinne von die ganze Klasse wegschließen? Hat man schon versucht, ist sehr nice, wenn so ein gesundes Grundschulkind nicht aus der Wohnung darf und am besten noch nicht mal aus dem eigenen Zimmer (wie die Gesundheitsämter es anfangs haben wollten). England geht, soweit ich weiß, den umgekehrten Weg und verordnet weniger Quarantäne.


    "nicht aus dem eigenen Zimmer" ist doch vollkommen überholt oder war eh nur eine übertriebenes Angstmach-Szenario aus Schwurblerkreisen, oder? Dazu gab es hier schonmal eine Debatte, irgendwo war ein Körnchen Wahrheit zu finden, aber das war glaube ich nie offizielle deutsche Gesundheitspolitik. Genausowenig "Anwendung des §1666 BGB, wenn sich nicht an die Quarantäneanordnungen gehalten wird", oder?

    #79AuthorBenatarsComrade (1182552)  01 Sep 21, 18:55
    Comment

    #78 Jein, die Inzidenzzahlen sind 14-Tage Inzidenzen, nicht 7-Tage; die Impfquote ist Erstimpfung für die Bevölkerung über 18 Jahre, da hängen sicher noch einige Zweitimpfungen ,). Wir haben eine deutliche jüngere Bevölkerung als z.B. Deutschland (was nicht sonderlich schwer ist).

    Erschwerend kommt hinzu, dass Waterford vor drei oder vier Monaten einen besonders schweren Ausbruch hatte, bei einer Bevölkerung von ca 130k wird das sicher einen Effekt haben.

    Trotzdem gebe ich dir recht, 98.5% ist mehr, als in einem kommunistischen Staat als Wahlergebnis veröffentlicht werden würde. (ich gehe davon aus, dass IMpfungen für Co Waterford gezählt wurden, die von Bewohnern von Co Kilkenny genutzt wurden, das hat eine deutliche niedrigere IMpfquote als zu erwarten wäre)




    #80AuthorWik (237414)  01 Sep 21, 19:13
    Comment

    Jein, die Inzidenzzahlen sind 14-Tage Inzidenzen, nicht 7-Tage


    Das hatte ich mit etwas Rundung berücksichtigt, aber dass das die Quoten Ü18 sind, hatte ich zwar gesehen, aber nicht so ganz bedacht. Also wird es auch in Waterford noch ein paar Infektionen geben können und ich muss das Virus nicht bedauern.

    #81Authorharambee (91833) 01 Sep 21, 19:19
    Comment

    ... 14-Tage Inzidenzen ... Quoten Ü18 ...


    Damunherrn, wir pandemieren jetzt seit rund anderthalb Jahren vor uns hin. Gibt es auf diesem Globus wirklich noch keine Website, die Daten aus aller Welt einsammelt und einigermaßen wochenaktuell in einigermaßen vergleichbarer Form interpoliert?


    (Ich weiß, leichter gesagt als getan. Trotzdem ...)

    #82AuthorKapustiner (1229425) 01 Sep 21, 19:54
    Comment

    Doch, da gibt es einige, worldometers.info/coronavirus zum Beispiel, aber die haben natürlich nicht alle Daten, die einen interessieren könnten.

    #83Authorharambee (91833) 01 Sep 21, 19:56
    Comment

    Und mühsam durchklicken muss man sich auch ... Worldometers zeigt für Irland jedenfalls eine vaccine coverage von rund 70 % an. Das scheint mir doch ein gutes Stück von der Independent-Traumquote entfernt zu sein.

    #84AuthorKapustiner (1229425) 01 Sep 21, 20:27
    Comment

    Das scheint mir doch ein gutes Stück von der Independent-Traumquote entfernt zu sein.


    Nicht unbedingt. Wie Wik schrieb, sind die im Independent genannten Quoten die Quoten für Erwachsene, bei worldometers wird die Quote aber auf die Gesamtbevölkerung bezogen, vermute ich. Beide Werte haben ja ihre Berechtigung.

    #85Authorharambee (91833) 01 Sep 21, 20:30
    Comment

    Aber selbst wenn man die U18 außen vor lässt und großzügigerweise noch die Nur-Erstgeimpften draufschlägt, lassen sich > 90 % nur erreichen, indem man Rollkommandos des Gesundheitsministeriums in Armeebegleitung über die Dörfer schickt. Würd ich mal schätzen. AWWDI. 😉

    #86AuthorKapustiner (1229425)  01 Sep 21, 20:43
    Comment

    Ich war nur einmal in Irland und kann die Iren deshalb nicht so gut wie Du beurteilen.

    #87Authorharambee (91833)  01 Sep 21, 20:50
    Comment

    Ich beurteile doch nicht die Iren. Ich versuche nur meinen gesunden Menschenverstand walten zu lassen.


    Für D gibt das RKI selbst bei den U60 eine Impfquote von gerade mal 83 % an. Bei U18 wäre das natürlich entsprechend weniger, eher im 70er-Bereich.


    In Irland gibt es kein 3G- oder 2G-Modell, wenn ich Wik richtig vestanden habe. Somit eher wenig indirekten Impfzwang. Und auch keine allgemeine Impfpflicht.


    Wo kommen dann die Mondzahlen des Independent her?

    #88AuthorKapustiner (1229425)  01 Sep 21, 21:07
    Comment

    #84 Worldometers zeigt für Irland jedenfalls eine vaccine coverage von rund 70 % an. Das scheint mir doch ein gutes Stück von der Independent-Traumquote entfernt zu sein.

    Wenn ich das jetzt gerade mal anklicke, sagen die Daten:

    Vollständige Impfung: 68%

    Mindestens eine Impfung: 74%


    Rechne mal ganz grob 20% der Bevölkerung U18 (ich schaue nach, was der Zensus dazu sagt), dann kommt man bei 10% Impfverweigerern Ü18 doch ganz gut auf die Zahlen?

    County Dublin allein stellt ungefähr 25% der Gesamtbevölkerung, die ziehen mit 87% Ü18-Impfquote das ganze Land ziemlich runter...


    Ich lege meine Hand nicht für die Zahlen ins Feuer, deswegen auch der Link. Es ist aber ziemlich nachvollziehbar mit den offiziellen Daten der HSE (das ist das staatliche Gesundheitssystem). Lasse mich aber wie immer gerne eines besseren belehren, wenn es auf fundierter Einsicht und definierten Zahlen beruht...


    Edit: #88 Di Zahlen in Frage zu stellen ist legitim, keine Frage. Das basiert aber auf Daten des HSE, die mir dieser Tage mehr up-to-date erscheinen, als die des RKI (weil alles zentral für das Land verwaltet wird). Wir hatten in Irland lange und harte lockdowns, die Menschen in Deutschland schwer nachvollziehen können. Und da man sich nirgendwo "freitesten" konnte, war Impfung einer großen Bevölkerungsmehrheit der einzige Ausweg, um zurück in die "Normalität" zu kommen. Dazu der Schock vom Januar/Februar, wo wir Inzidenzen von über 800 (7-Tage) hatten, und entsprechende Todeszahlen. Deutschland ist im internationalen Vergleich bisher eher weniger betroffen, deswegen ist die Impfbereitsschaft eher geringer?


    So wenig ich mit allen Maßnahmen zur Coronaeinschränkung in Irland einverstanden bin, die offiziellen Zahlen sind ziemlich gut nachvollziehbar, und ich habe wenig Gründe, sie anzuzweifeln.

    #89AuthorWik (237414)  01 Sep 21, 21:19
    Comment

    Ich würde mir ja wünschen, dass nur noch die Zahlen der Prozentzahl der Menschen mit abgeschlosserner Impfserie publiziert würden, denn nur darauf kommt es im Kontext der Delta-Variante an. Vielerorten klafft immer noch eine große Lücke zwischen der Anzahl der Angeimpften und der Anzahl der Fertiggeimpften, die sich auch im Laufe der Zeit nur minimal zu verkleinern scheint.


    In unserem County lassen die Impfzahlen vermuten, dass man entweder jetzt verstärkt hinter den Angeimpften hinter her ist, um ihnen ihre zweite Dosis zu verabreichen, oder dass sich die Angeimpften angesichts der erschreckenden Siutation in den Südstaaten zur Abholung der zweiten Dosis bequemen. Auf jeden Fall zeigt sich ein langsamer kontinuierlicher Anstieg der verabreichten Zweitdosen über die letzten Wochen.

    #90AuthorNorbert Juffa (236158) 01 Sep 21, 21:46
    Comment

    Danke, Wik. So kann ich die Zahlen in der Tat nachvollziehen.


    Und Deutschland steht im Vergleich dazu echt schlapp da. Ich fürchte, das wird sich in den nächsten Monaten noch rächen.

    #91AuthorKapustiner (1229425) 01 Sep 21, 21:46
    Comment

    Re #91 Ich fürchte, das wird sich in den nächsten Monaten noch rächen.


    Es ist zwar noch etwas früh für Analogieschlüsse, da in Kalifornien der Scheitelpunkt der Krankenhaus- und ITS-Auslastung in der vierten Welle noch nicht erreicht ist, aber diese Kurven scheinen bereits abzuflachen. Was sich in Kalifornien abzeichnet, ist, dass in Counties mit niedrigen Impfraten die Auslastung in der vierten Welle etwa gleich ist mit der Auslastung der dritten Welle vom Januar, in Counties mit hoher Impfrate die Auslastung aber deutlich unter der der dritten Welle bleibt. Gleichzeitig ist die Anzahl der verfügbaren Betten etwas gesunken, vermutlich da weniger Personal zur Verfügung steht. Die Situation in Deutschland inklusive Variabilität der Regionen sieht für mich recht vergleichbar mit Kalifornien aus, von daher würde ich vermuten, dass sich die Situation in DE ähnlich entwickeln wird.

    #92AuthorNorbert Juffa (236158)  01 Sep 21, 21:58
    Comment

    Re #13: In erster Linie Verringerung der Inzidenz bei den Erwachsenen.


    Der folgende Bericht bei CNN legt nahe, dass man das noch präzisieren kann: Die Eltern der Kinder U12 müssen geimpft sein, da viele Ansteckungen im häuslichen Bereich erfolgen.


    https://www.cnn.com/2021/09/01/us/us-covid-ki...

    What the data reveals about children and Covid-19 in the US

    [...]

    As the pandemic continues, and vaccine eligibility remains on hold, children are increasingly experiencing the ramifications. Available data shows that child hospitalizations as a share of all hospitalizations are on the rise. This can be attributed in part to vaccine availability in people 12 and older, but in cities like San Francisco, where vaccination rates are 19.6% points higher than the national average of 52.4%, children admitted to hospitals fit a consistent profile. "We are finding that our older pediatric patients have not been vaccinated. In the case of younger pediatric patients, their parents have not been vaccinated," said Suzanne Leigh, a representative at UCSF Benioff's Children Hospital.

    #93AuthorNorbert Juffa (236158)  01 Sep 21, 22:10
    Comment

    Re #91 Ich fürchte, das wird sich in den nächsten Monaten noch rächen.


    Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, Andreas Gassen, ist da weniger pessimistisch. Sein Interview geht ja gerade durch die deutschen Medien. Unter anderem hat er gesagt (Quelle https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-kasse... ):


    Gassen sagte, zwar würden die Infektionszahlen im bevorstehenden Herbst noch einmal ansteigen. Dennoch sehe er in der Ärzteschaft keine großen Sorgen, dass das Gesundheitssystem kollabieren könnte. Die Zahl schwerer Erkrankungen werde deutlich unter dem Niveau des letzten Winters bleiben.


    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist Gassen allerdings schon in den letzten Monaten immer wieder mal durch vergleichsweise optimistische Lagebeurteilungen aufgefallen und hat auch Zweifel an der Notwendigkeit von harten Maßnahmen geäußert. Er gehört sicher nicht mal in die Nähe der Coronaleugner, wurde aber im letzten Jahr hin und wieder von ihnen nach einigen Kommentaren zum Lockdown als vermeintlicher Kronzeuge aufgerufen. Ich könnte mir vorstellen - weiß das aber natürlich nicht -, dass Nica nicht unbedingt zur Gründung eines Fanclubs für ihn aufrufen wird.

    #94Authorharambee (91833)  02 Sep 21, 07:25
    Comment

    #94 ;) Du liegst ganz richtig. Gassen lag im Verlauf der Pandemie so konsistent falsch (und hat durch seine Aussagen durchaus Schaden verursacht), dass man vermutlich eine überzufällig hohe Trefferquote hat, wenn man einfach immer das Gegenteil seiner Aussage annimmt. Er hat auch einfach keine Kompetenz, sich ständig zu solchen Themen zu äußern. Man kann doch jetzt überhaupt nicht sicher sein, wie sich die Situation entwickeln wird. Ich sehe jedenfalls keine äußeren Faktoren, die den Verlauf bremsen würden, so dass man auf intrinsische Eigenschaften von Pandemiewellen setzen muss (s.u.). In NRW war die Verdopplungszeit der ITS-Belegung in den letzten Wochen ungefähr gleich wie im letzten Herbst. Es bleiben weniger als 1,5 Verdopplungen bis zum bisherigen Maximum, das regional durchaus einer Überlastung entsprochen hat. Ich würde zwar nicht unbedingt davon ausgehen, dass der Anstieg genauso weitergeht, aber auch bei einer Verlangsamung oder bei einer Pause, die später im Herbst/Winter von einem erneuten Anstieg gefolgt ist, kann man doch nicht eindeutig ausschließen, dass der kritische Bereich noch erreicht wird.


    Zur Frage, ob / wann / warum eine Infektionswelle von alleine endet:

    When will the Delta surge end? (frei zugänglicher Link)

    The variant retreated unexpectedly in Britain and India, but has begun to rebound. The United States may take an even bumpier path, scientists said.

    [...]

    Scientists are struggling to understand why Delta outbreaks in [the UK and India] dissipated, even if temporarily, and what that may mean for similar surges, including the one in the United States.


    Ermutigend finde ich dieses Paper aus The Lancet Infectious Diseases, weil es u.a. ein deutlich verringertes Risiko für Long Covid (in diesem Fall definiert als Symptome mind. vier Wochen nach Infektion) bei vollständig Geimpften zeigt.

    #95AuthorNica (de) (236745) 02 Sep 21, 09:52
    Comment

    Grob überschlagen (nach den SZ-Zahlen) hat sich in Deutschland in letzter Zeit die Inzidenz etwa in 2 Wochen verdoppelt. Die Intensivbelegung scheint dem gerade zu folgen, denn zwischen 500 (am 15.8.) und 1000 (am 30.8.) liegen auch ungefähr zwei Wochen.


    Die Zahlen sind also nicht entkoppelt, sondern passen (mit der zeitlichen Verzögerung) noch gut zusammen.

    Wenn es mit der Verdoppelungszeit so weiter geht, haben wir in 4-5 Wochen ein sehr großes Problem. Immerhin scheint der Anstieg der Inzidenz gerade gebremst, aber ob das reicht, bezweifle ich irgendwie.


    Spannend ist, dass wir damit so ungefähr um den Wahltag herum den Punkt erreichen könnten, an dem wieder strengere Maßnahmen nötig werden.

    Leider werden vermutlich viele Politiker versuchen, bis zur Wahl noch viel locker zu lassen, um keine Wähler zu verschrecken. Das wird Folgen haben, ähnlich wie im letzten Herbst, als auch zu lange geschlafen und dann nur halbherzig gehandelt wurde.

    #96AuthorDodolina (379349) 02 Sep 21, 10:09
    Comment

    Danke sehr, Nica! Ich hoffe, Du hast Dich durch meine #94 nicht zu sehr provoziert gefühlt. Ich hatte aber tatsächlich gehofft, dass Du das etwas einordnest. Inwieweit man Dein Urteil übernimmt, muss jeder für sich entscheiden. Ich hatte aber auch in Erinnerung, dass ich in der Vergangenheit einige Male bass erstaunt war, was Herr Gassen so von sich gibt. In seiner Position entsteht ja schnell der Eindruck, als sei das eindeutige Mehrheitsmeinung der Ärzte, aber das ist wohl nicht unbedingt so. Im konkreten Fall traue ich mir selbst kein Urteil zu, auch wenn ich natürlich hoffe, dass er dieses Mal Recht behält. Man kann ihm vielleicht zugute halten, dass er auch vor Leichtsinn gewarnt hat (ich habe keine Quelle, aber so wurde es heute im Radio gesagt, wie gesagt zieht das Interview mit Gassen seine Kreise).

    #97Authorharambee (91833) 02 Sep 21, 10:10
    Comment

    #96


    Das wird Folgen haben, ähnlich wie im letzten Herbst, als auch zu lange geschlafen und dann nur halbherzig gehandelt wurde.


    Verweis auf meine 253 im letzten Faden. (Nur damit man sieht, dass ich auch der Meinung bin, dass die Intensivstationen in nächster Zeit voll werden und wieso).


    Die Frage an euch (Maßnahmen-Befürwörter) ist aber: Welche Schulen muss man schließen, damit sich die "Rentner" (alle ab 40 eigentlich) endlich impfen lassen? Die Intensivstationen werden ja nicht von Schülern und Kita-Kindern belegt.

    #98Authorlas. (377311) 02 Sep 21, 10:42
    Comment

    The figure of 'two months' has been bandied about as some kind of natural ebb in the rise of the Delta variant. It seems clear that after a surge or wave, there is typically a slower period; but is it really two months, and what else causes it or affects it?

    For a contrarian view, I include a Wall Street Journal editorial by Holman W. Jenkins, Jr., who seems to suggest that we should just let the most vulnerable get sick and die sooner, in order to spread natural immunity faster. That's of course similar to the position taken last year by Texas lieutenant governor (and ex–talk show host) Dan Patrick, who volunteered, magnanimously, to let senior citizens die off. Whether it would be morally wrong to let more deliberately unvaccinated people -- Trump voters, evangelicals, libertarians, dimwits -- die off sooner to promote natural immunity is perhaps another question. Maybe evolution is already at work.

    The scientific question about natural immunity, though, seems worth pursuing. And sadly, basically useless, as long as there is so little testing of unsymptomatic people in the US. /-:

    _______________________


    When Will the Delta Surge End?
    The variant retreated unexpectedly in Britain and India, but has begun to rebound. The United States may take an even bumpier path, scientists said. ...
    The United States has entered the fourth wave of the pandemic — or fifth, depending on which expert you ask. As the vaccination campaign lags and the contagious Delta variant spreads, cases and hospitalizations are at their highest since last winter. Covid-19 deaths, too, are on a steady incline.
    After every other peak has come a trough, however, often for reasons that were not immediately obvious. In Britain, where the variant is also the dominant form of the coronavirus, daily cases fell from a peak of 60,000 in mid-July to half that within two weeks, though they have since been climbing again.
    In India, the numbers spiked to more than 400,000 daily cases this spring; experts estimated that the true figure could be more than 20 times greater. The unimaginable toll shocked many who had declared that the country had successfully eluded the virus. But then, in June, infections fell drastically.
    Scientists are struggling to understand why Delta outbreaks in those countries dissipated, even if temporarily, and what that may mean for similar surges, including the one in the United States. ...
    “I don’t think that means that everybody who was susceptible has been infected,” she said. “I think people tend to have a false sense of security about that.”
    As schoolchildren and some office workers begin mixing in greater numbers this fall, for example, resurgences may appear, she said.
    Other epidemiologists said that they were encouraged by trends in Southern states where schools had already opened, noting that while infections were growing among children, they were also falling off among adults.
    It is important “not to overly extrapolate” from Delta’s course through Britain and India, Dr. Gounder added. The three countries vary greatly in the percentage of population vaccinated, the ages of the vaccinated, the embrace of large gatherings and open schools, and the prevalence of mask-wearing and other precautions.
    Even the weather may be playing a role. Britain’s infections thinned in the summer, while the United States is heading into fall with a huge burden of cases. More people gathering indoors will mean more opportunities for the virus to spread.
    Delta’s path across the United States has depended heavily upon vaccination rates, social behaviors, the weather and various levels of precautions, epidemiologists said. Week on week, cases are now falling in a number of Southeastern states and California, but rising across much of the Midwest and Northeast. ...
    In the Netherlands, where 62 percent of the population is fully inoculated, cases went up by 500 percent after the country removed restrictions. That forced the government to reintroduce some measures, including closing nightclubs and limiting the hours for indoor dining, leading to a rapid decline in new cases.
    By mid-June, three weeks into Britain’s Delta surge, cases stopped climbing as quickly as they had been, said Paul Hunter, a professor of medicine at the University of East Anglia and an adviser to the World Health Organization on Covid-19.
    One major event changed all that: the European soccer championships, a monthlong series of matches featuring an unusually strong England team that filled pubs and living rooms beginning in mid-June. Cases soared among the young and unvaccinated, especially among men.
    “Because Delta is so much more infectious, it tends to move through communities much more quickly,” Dr. Hunter said. “And if it’s more infectious, it’s going to gobble up the remaining susceptible people more quickly.” ...
    After daily new cases in Britain halved from mid- to late July, they began climbing again. In recent weeks, Dr. Hunter said, the rise has been driven by outbreaks in regions that had seen relatively few cases earlier in the pandemic and, therefore, had less naturally acquired immunity, including southwest England and rural parts of Scotland and Northern Ireland.
    The variant took a different course in largely unvaccinated India. In the months before the second wave, as cases dropped and hospitals emptied out, life had gone back to near normal in many parts of India.
    In early March, the government declared that the country was in “the endgame of the pandemic” ... In the weeks that followed, millions of people fell sick and thousands died. Hospitals in several major cities were overwhelmed as oxygen and other critical supplies ran out. But the cases dropped nearly as rapidly as they began, especially in the worst hit states.
    Although the official tally of cases in India is likely to be an underestimate, the plunge cannot be attributed to a decrease in testing, said Bhramar Mukherjee, a biostatistician at the University of Michigan.
    “We always predicted the second wave to be tall and skinny,” Dr. Mukherjee said. “If you rise that fast, the decline is also steep as you burn through the susceptible population quickly.”
    Antibody testing suggested that the proportion of Indians who had been infected rose to 67 percent in July from 21.5 percent in January. Antibody tests can be unreliable, but if those numbers are close to accurate, natural immunity may help the country stave off another horrific wave. ...
    Britain rolled out vaccines by age, and 90 percent of adults have received at least one shot. The strategy yielded benefits, limiting hospitalizations even as cases swelled. In the United States, the distribution of vaccines is patchier — and Delta’s rise and fall will be, too ...
    About 10 million adolescents in the country are immunized, which may blunt the impact of school reopenings in particular, and more children may be vaccinated this fall.
    Schools did not turn out to be hotbeds of infection in previous waves, but school districts have fewer restrictions in place now.
    “A lot of schools across the country are just not taking this very seriously this year,” Dr. Gounder said. “So you will see transmission from schools back into the community.”
    Americans should expect to see surges over Thanksgiving, Christmas and New Year’s, as they did last year, she added — although none as bad as they were last winter.
    “I don’t think we’re really going to turn the corner until next spring,” Dr. Gounder said.

    https://www.nytimes.com/2021/09/01/health/cov...
    (cited more briefly, with a less clear link, in #95)

    Opinion
    Show Me the Data!
    A lack of systematic evidence has kept scientists one step behind in the pandemic.
    By Zeynep Tufekci ...
    These days, some experts grapple for answers on Twitter. They might be trying to figure out the effect of a vaccine booster shot by reverse engineering a bar chart in a screenshot from Israel’s Ministry of Health, or arguing with one another about confounding factors or statistical paradoxes.
    Why this stumbling in the fog? It may seem like we’re drowning in data: Dashboards and charts are everywhere. However, not all data is equal in its power to illuminate, and worse, sometimes it can even be misleading.
    Few things have been as lacking in clarity as the risks for children. Testing in schools is haphazard, follow-up reporting is poor and data on hospitalization of children appears to be unreliable, even if those cases are rare. The Food and Drug Administration has asked that vaccine trials for children aged 5 to 11 be expanded, which is wise, but why weren’t they bigger to begin with? ...
    Without sufficient and timely high-quality data, many scientists have had to try to decipher whatever data is available.
    For example, much of the debate over whether vaccine efficacy is waning and boosters are needed has centered on Israel’s experience because it started vaccinating earlier than many other countries and is now administering boosters. Many charts and graphics from its Health Ministry about vaccine efficacy and booster effects have been floating around recently, leading to a lot of discussion among scientists and consternation on social media, as well as substantial media coverage.
    Unfortunately, no raw data, let alone a research paper, was released until weeks after some figures started appearing. That led to scientists squinting at screenshots, trying to reverse engineer graphs. Needless to say, this is less than ideal, not the least because the vaccine and booster data from Israel suffers from confounding. After early reports and charts caused a lot of concern by suggesting the Pfizer vaccine’s efficacy may have fallen by as much as 40 percent, an actual preliminary report released weeks later showed that figure was too confounded to be reliable.
    In another example, a recent Israeli chart appears to show that a booster shot provides a great deal of protection even a single day after it has been administered — which is essentially impossible. Many things could be going on, including behavior change among those first in line for the booster.
    Such confounding can lead to misleading interpretations. It’s not that scientists doubt that efficacy can wane over time; the question is one of timing, degree and cause. If vaccination occurred at higher rates, earlier, in Israeli urban areas, and if Delta also had hit urban areas first, a rise in cases might be because of the earlier appearance of the Delta variant in some places, waning protection from vaccination, or a combination of both. If the government responds with boosters, as it is doing, and cases start dropping, is it because of the booster, Delta’s natural course, or both? ...
    It’s not surprising that some of the best data has come from Britain. Britain has a national health care system that makes bigger trials and systematic data collection easier. This epidemiological rigor also speaks to the vision of British scientists who started planning early. It’s sadly not a coincidence that the United States, with our fractured, privatized, bureaucratic and bloated health care systems, is so lagging.

    https://www.nytimes.com/2021/08/27/opinion/co...

    Has Delta Peaked?
    We investigate Covid’s mysterious two-month cycle.
    By David Leonhardt ...
    Since the pandemic began, Covid has often followed a regular — if mysterious — cycle. In one country after another, the number of new cases has often surged for roughly two months before starting to fall. The Delta variant, despite its intense contagiousness, has followed this pattern.
    After Delta took hold last winter in India, caseloads there rose sharply for slightly more than two months before plummeting at a nearly identical rate. In Britain, caseloads rose for almost exactly two months before peaking in July. In Indonesia, Thailand, France, Spain and several other countries, the Delta surge also lasted somewhere between 1.5 and 2.5 months.
    And in the U.S. states where Delta first caused caseloads to rise, the cycle already appears to be on its downside. Case numbers in Arkansas, Florida, Louisiana, Mississippi and Missouri peaked in early or mid-August and have since been falling ...
    We have asked experts about these two-month cycles, and they acknowledged that they could not explain it. ... But two broad categories of explanation seem plausible ...
    One involves the virus itself. Rather than spreading until it has reached every last person, perhaps it spreads in waves that happen to follow a similar timeline. How so? Some people may be especially susceptible to a variant like Delta, and once many of them have been exposed to it, the virus starts to recede — until a new variant causes the cycle to begin again (or until a population approaches herd immunity).
    The second plausible explanation involves human behavior. People don’t circulate randomly through the world. They live in social clusters, Jennifer Nuzzo, a Johns Hopkins epidemiologist, points out. Perhaps the virus needs about two months to circulate through a typically sized cluster, infecting the most susceptible — and a new wave starts when people break out of their clusters, such as during a holiday. Alternately, people may follow cycles of taking more and then fewer Covid precautions, depending on their level of concern. ...
    We want to emphasize that cases are not guaranteed to decline in coming weeks. There have been plenty of exceptions to the two-month cycle around the world. In Brazil, caseloads have followed no evident pattern. In Britain, cases did decline about two months after the Delta peak — but only for a couple of weeks. Since early August, cases there have been rising again, with the end of behavior restrictions likely playing a role. (If you haven’t yet read this Times dispatch about Britain’s willingness to accept rising caseloads, we recommend it.) ...
    ( https://www.nytimes.com/2021/08/28/world/euro... )
    In a few countries, vaccination rates have apparently risen high enough to break Covid’s usual two-month cycle: The virus evidently cannot find enough new people to infect. In both Malta and Singapore, this summer’s surge lasted only about two weeks before receding.

    https://www.nytimes.com/2021/09/01/briefing/d...

    Is Vaccine Immunity Waning?
    It may not really be waning much — which means universal booster shots may do little good. ...
    By David Leonhardt ...
    ... the real story about waning immunity is more complex than the initial headlines suggested. Some scientists believe that the Israeli data was misleading and that U.S. policy on booster shots has gotten ahead of the facts. The evidence for waning immunity is murky, these scientists say, and booster shots may not have a big effect. ...
    One of the main messages I’m hearing from the experts is that conventional wisdom about waning immunity is problematic. Yes, the immunity from the Covid vaccines will wane at some point. But it may not yet have waned in a meaningful way.
    “There’s a big difference between needing another shot every six months versus every five years,” Dr. David Dowdy, an epidemiologist at Johns Hopkins University, told me. “So far, looking at the data we have, I’m not seeing much evidence that we’ve reached that point yet.” ...
    At first glance, the Israeli data seems straightforward: People who had been vaccinated in the winter were more likely to contract the virus this summer than people who had been vaccinated in the spring.
    Yet it would truly be proof of waning immunity only if the two groups — the winter and spring vaccine recipients — were otherwise similar to each other. If not, the other differences between them might be the real reason for the gap in the Covid rates.
    As it turns out, the two groups
    were different. The first Israelis to have received the vaccine tended to be more affluent and educated. By coincidence, these same groups later were among the first exposed to the Delta variant, perhaps because they were more likely to travel. Their higher infection rate may have stemmed from the new risks they were taking, not any change in their vaccine protection.
    Statisticians have a name for this possibility — when topline statistics point to a false conclusion that disappears when you examine subgroups. It’s called Simpson’s Paradox.
    ( https://towardsdatascience.com/simpsons-parad... )
    This paradox may also explain some of the U.S. data that the C.D.C. has cited to justify booster shots. Many Americans began to resume more indoor activities this spring. That more were getting Covid may reflect their newfound Covid exposure (as well as the arrival of Delta), rather than any waning of immunity over time.
    Sure enough, other data supports the notion that vaccine immunity is not waning much.
    The ratio of positive Covid tests among older adults and children, for example, does not seem to be changing, Dowdy notes. If waning immunity were a major problem, we should expect to see a faster rise in Covid cases among older people (who were among the first to receive shots). And even the Israeli analysis showed that the vaccines continued to prevent serious Covid illness at essentially the same rate as before.

    https://www.nytimes.com/2021/08/30/briefing/v...

    Opinion
    Delta’s Gift Is Hybrid Immunity ...
    By Holman W. Jenkins, Jr.
    One senator at a time, a new variant is bracing up our vaccinated immune systems against new Covid. ...
    From the start, our mistake has been our strange reticence to recognize the reality of mild or symptomless Covid. It began on day one with the World Health Organization and certain experts choosing to exaggerate Covid’s deadliness by ignoring mild and unseen cases. The same myopia continues to play havoc today with our ability to answer a crucial question: How rampant is the Delta variant among the vaccinated? The U.S. is hopelessly trying to draw conclusions from unrepresentative data. ...
    This chosen myopia about unseen spread has proved costly but in ways that hint at its political utility. In January 2020, we could tell ourselves Covid wasn’t here because we hadn’t detected any cases. Later, when the pandemic was in full swing, overplaying the death risk and underplaying natural immunity helped to rally support for lockdowns, masking and vaccine rollout compliance.
    Still, why would scientists like Anthony Fauci and CDC leaders be satisfied with inadequate data? One reasonable presumption is that people don’t ask questions they don’t want the answers to. From the start, our public-health experts were realistic, not to say fatalistic, about the virus. The CDC on its webpage for months advised that every American should expect to be infected eventually. This advice disappeared only as political messaging became paramount. Accentuating how much viral spread remained unobserved and unmeasured apparently did not fit the agenda. ...
    The coming surprise for Americans is that hybrid immunity, or vaccination plus inevitable exposure to an evolving virus, is our new way out. As much as it was right to try to soften this adjustment, look at Japan today, with Tokyo hospitals near collapse under the weight of a Delta outbreak. Look at New Zealand, an entire nation locked down over what was initially a single Delta case. These countries have yet to find a way to make peace with the virus and allow natural immunity to play its role in domesticating a new and unwelcome guest that won’t be going away. China will be the ultimate case study: facing Delta with a billion-plus people who are immunologically naive or reliant on inferior vaccines.
    If you think nongovernment scientists were immune to the motivated myopia about unseen spread, read a Washington Post op-ed from just last week by two Boston University epidemiologists. They engage in otherwise interesting herd immunity math based on the garbage-in, garbage-out assumption that only 35 million Americans (the official number) have so far been infected. ...
    Even the CDC has long since emerged from its fog. Its official “tracker” may still emphasize such “reported” cases, but the agency quietly estimates that 120 million Americans had been infected.

    https://www.wsj.com/amp/articles/covid-19-cor...
    Cited at
    http://adam.curry.com/art/1629630816_AexBBRv6.html

    Breakthough infections are less likely to lead to long Covid, a study suggests.
    Vaccination halves the odds of experiencing long-term symptoms after infection.

    https://www.nytimes.com/2021/09/01/health/bre...

    Another Hidden Covid Risk: Lingering Kidney Problems
    In a study of veterans, Covid survivors were 35 percent more likely than other patients to have long-term kidney damage or declines in kidney function.

    https://www.nytimes.com/2021/09/01/health/cov...

    Two Top F.D.A. Vaccine Regulators Are Set to Depart During a Crucial Period
    The announcement that Dr. Marion Gruber and Dr. Philip Krause will leave this fall comes as the agency conducts sensitive reviews of coronavirus vaccines for children and booster shots. ...
    One reason is that Dr. Gruber and Dr. Krause were upset about the Biden administration’s recent announcement that adults should get a coronavirus booster vaccination eight months after they received their second shot, according to people familiar with their thinking.
    Neither believed there was enough data to justify offering booster shots yet, the people said, and both viewed the announcement, amplified by President Biden, as pressure on the F.D.A. to quickly authorize them.

    https://www.nytimes.com/2021/08/31/us/politic...
    #99Authorhm -- us (236141) 02 Sep 21, 10:53
    Comment

    Danke für die Ausschnitte, hm -- us!


    Die Frage, ob Booster-Impfungen aktuell wirklich hilfreich sind, scheint mir selbst dann noch weitgehend unbeantwortet, wenn man das moralische Problem, dass der Impfstoff woanders dringender gebraucht wird, erstmal ignoriert.

    #100Authorharambee (91833) 02 Sep 21, 11:00
    Comment
    You're very welcome. I always hope that at least one or two people might find some of the links and excerpts helpful.

    Re booster shots, I agree that it seems too early to know. But I remain hopeful that, even if I don't get one, my T-cells and B-cells will still be at work, and if they slip up, I could still get a monoclonal antibody infusion, or dextramethasone (sp?), or whatever.

    Bubb #28
    >>Did you know that "booster shot" is spelled "{B}orcestershire shot" in BE?

    (((-:

    That's currently my all-time favorite pandemic joke. (-:




    #101Authorhm -- us (236141)  02 Sep 21, 11:11
    Comment

    #99


    After early reports and charts caused a lot of concern by suggesting the Pfizer vaccine’s efficacy may have fallen by as much as 40 percent, an actual preliminary report released weeks later showed that figure was too confounded to be reliable.


    Das stimmt nicht. Die Effektivität gegen die Infektion hat deutlich nachgelassen, das hat man auch damals so geschrieben und auch damals so in Daten gesehen, nicht gegen schwere Verläufe.

     

    If the government responds with boosters, as it is doing, and cases start dropping, is it because of the booster, Delta’s natural course, or both? ...


    Die Fälle gehen nicht allgemein zurück. Es kann sogar passieren, dass der Peak der KH-Belegung erreicht wird, und die Fälle trotzdem noch weitergehen. Die Fälle gehen nicht in allen Gruppen zurück. (Es wird in Dashboard unterschieden nach U60 und Ü60 und nach Ungeimpft, Erstgeimpft, Vollgeimpft (hier sind auch Drittimpfungen drin, man sieht das in Dashboard nicht). Für Ü60 pro 100K (dunkelgrün Vollgeimpft, einschl. Drittimpfungen ab 01.08.2021, blau Ungeimpft). Für U60 pro 100K (das ist eine doofe Gruppierung, da hier auch nicht geimpfte und nicht impfbare U12 drin sind). Man sieht hier deutlich, dass die Fälle nur in dieser (Vollgeimpften, jetzt ca. 70% Drittimpfungen der Ü60) Gruppe zurückgehen. Wichtig: wir sprechen über Fälle, nicht über Hospitalisierungen!

     

    The first Israelis to have received the vaccine tended to be more affluent and educated.


    Das stimmt eindeutig nicht. Das Kriterium war zuerst Ü60, danach wurde wie in UK das Altersschnitt alle paar Tage gesenkt, aber wesentlich schneller.


    Edith: ich sehe, dass die Links so nicht funktionieren. Dashboard, dritte Zeile rechts, danach muss man auswählen 60+ und 100K.

    #102Authorlas. (377311)  02 Sep 21, 11:22
    Comment

    Re #99: At last some news as to why the two FDA vaccine experts quit.


    Re #98: Die Intensivstationen werden ja nicht von Schülern und Kita-Kindern belegt.


    In some parts of the US where vaccination rates are low, there are currently issues with pediatric ICU beds filling up at an alarming rate due to COVID. I don't know how these are different from regular ICU beds (maybe it's the staffing that is different rather than the actual beds?), but it seems we don't have very many of them.


    https://www.beckershospitalreview.com/patient...

    Number of US children hospitalized with COVID-19 hits record; Dallas out of pediatric ICU beds

    More than 1,900 children in the U.S. were hospitalized with COVID-19 as of Aug. 14 — a record high since the start of the pandemic, CNBC reported. At the same time, Dallas County's pediatric intensive care units have no beds, CBS News reported. "In Dallas, we have zero ICU beds left for children," Clay Jenkins, Dallas County judge, said during an Aug. 13 news conference. "That means if your child's in a car wreck, if your child has a congenital heart defect or something and needs an ICU bed, or more likely if they have COVID-19 and need an ICU bed, we don't have one. Your child will wait for another child to die."


    I don't know the data for Dallas County, but the percentage of the population that is vaccinated in Texas as a whole is slightly lower than in Saxony.

    #103AuthorNorbert Juffa (236158)  02 Sep 21, 11:39
    Comment

    I don't know how these are different from regular ICU beds (maybe it's the staffing that is different rather than the actual beds?), but it seems we don't have very many of them.

    At least if I a) heard correctly, b) understood correctly, and c) recall correctly, a guest on one of my two MSNBC podcasts from Wednesday evening (The Rachel Maddow Show or The Last Word), who I believe may have been a hospital administer at a major hospital in one of the southern states that is basically out of pediatric ICU beds, said that the issue wasn't the actual beds, but was the shortage of skilled pediatric ICU nurses and physicians. Basically, given the extra equipment, any hospital bed can be turned into a pediatric ICU bed, but those extra beds that could be created can't be staffed appropriately, so they are of little value.

    #104Authorhbberlin (420040) 02 Sep 21, 15:05
    Comment

    Ich bin übrigens gespannt, wie sich diesen Winter die Grippewelle entwickeln wird. Jetzt wo auf einmal verschärftes Engtanzen in den 2G-Schuppen angesagt ist, nachem man ein Jahr lang einen großen Bogen um jedes Virus gemacht hat. Dagegen wird auch ein Borcestershot nicht viel helfen.

    #105AuthorKapustiner (1229425) 02 Sep 21, 15:50
    Comment
    Anekdotisch:
    Eine Freundin zuckt gerade aus, dass sie am allerersten Schultag ihr Kind nicht in die Klasse begleiten darf. Davor zum Gottesdienst sind alle
    - unkontrolliert - eingeladen.
    Ich sagte ja schon, das ist Austria in a nutshell, aber wenn ich nicht gerade am Meer in der Sonne sitzen würde, würde ich mich höchstwahrscheinlich auch sehr darüber ärgern.

    Ihr habt mich schon ernüchtert mit den Kommentaren zur Kinderansteckung, ich versuche mich damit anzufreunden, dass es auch meine Kinder nicht bis zur Impfzulassung <12 schaffen werden.
    #106Authortigger (236106) 02 Sep 21, 16:53
    Comment

    Vor einer Woche schrieb ich unter related discussion: Corona die 76. - Informationen, Erfahrungen, ... - #270 :


    Jetzt sind wir eine Woche weiter, deshalb die neuen Zahlen aus dem UK (Quelle https://coronavirus.data.gov.uk/ ):


    26.8.2021

    Todesfälle in den letzten 7 Tagen: 770

    Neuaufnahmen Krankenhäuser in den letzten 7 Tagen: 6186

    Anzahl der Covid-Patienten im Krankenhaus: 6906

    Patienten an Ventilator: 974


    Jetzt sind wir wieder eine Woche weiter und ich verfolge das britische Experiment weiter, deshalb neue Zahlen:


    2.9.2021

    Todesfälle in den letzten 7 Tagen: 777

    Neuaufnahmen Krankenhäuser in den letzten 7 Tagen: 6529

    Anzahl der Covid-Patienten im Krankenhaus: 7596

    Patienten an Ventilator: 1030


    Wie in der letzten Woche weiß ich nicht, was ich von diesen Zahlen halten soll. Richtig beruhigend finde ich sie nicht, aber auch nicht so dramatisch, wie ich es befürchtet hatte.

    #107Authorharambee (91833) 02 Sep 21, 17:09
    Comment

    #103 Das hatte ich anderswo gelesen und mich ein bisschen gewundert. Warum hat eine relative hohe Anzahl an Kindern in den USA schwere Covid-Verläufe, aber in Europa sieht man da kaum etwas von?

    Einige Kommentare in dem verlinkten Artikel meinen, dass die Kinder vielleicht Covid positiv seien, das Problem aber der RS-Virus sein könnte, bei dem es doch gelegentlich zu lebensbedrohlichen Verläufen kommt. Ich kann nicht sagen, ob das richtig oder falsch ist, aber entweder ist Delta in den USA für Kinder bedrohlicher als anderswo, oder es gibt andere Faktoren, die de Lage in Europa von der in den USA unterscheiden.


    #99 Your article collections are always welcome, although I rarely have time to read them all and comment.


    #91 ein bißchen OT, ich hab mir die Zahlen für Irland nochmal angeschaut. Laut offiziellen Statistiken sind 16% der Bevölkerung jünger als 12, also nicht impfberechtigt. Weitere 7,4% sind 12-17, von denen sind meinen letzten Daten nach 65% (also 5% der Gesamtbevölkerung) in den letzten Wochen angeimpft worden und warten auf die zweite Dosis. Die Erwachsenen sind demzufolge dann 76,5% der Gesamtbevölkerung, davon sind nach meinem letzten Stand ungefähr 90% vollständig geimpft, (macht ca 69% der Gesamtbevölkerung).

    Das trifft die Zahlen von Worldometer auf den Punkt (die hatten 68% vollständig, bei mir sind's nach Rundung dann 69%, plus die 5% aus der Gruppe der Jugendlichen, die angeimpft sind, macht 74%).

    Zeigt aber auch, dass es selbst bei sehr guter Impfannahme wahnsinnig schwer ist, die Gesamtbevölkerung zu deutlich mehr als 75% oder 80% zu impfen, bis die U12 freigegeben sind.

    #108AuthorWik (237414) 02 Sep 21, 17:12
    Comment

    Warum hat eine relative hohe Anzahl an Kindern in den USA schwere Covid-Verläufe, aber in Europa sieht man da kaum etwas von?


    I can only speculate, but one reason could be a higher prevalence of co-morbidities due to higher rates of childhood obesity?


    https://www.cdc.gov/obesity/data/childhood.html

    Obesity prevalence was 13.4% among 2- to 5-year-olds, 20.3% among 6- to 11-year-olds, and 21.2% among 12- to 19-year-olds. Childhood obesity is also more common among certain populations.

    #109AuthorNorbert Juffa (236158) 02 Sep 21, 17:21
    Comment

    Amtrak (the US passenger rail service) just announced that they will require that all of their employees be vaccinated by November 1, 2021 -- nothing about customers, however (apart from masking requirements aboard trains when not in private compartments (sleepers) or actively eating at a table in a dining/cafe car or in their coach seat).

    While they didn't mention it in their release, I suspect now that the Pfizer/BioNTech vaccine has been fully approved by the FDA, they feel that they can do so without risk of lawsuits.Many folks have been speculating that mandates would become more common once vaccines are fully approved.

    #110Authorhbberlin (420040) 02 Sep 21, 17:24
    Comment

    Re #108 Zeigt aber auch, dass es selbst bei sehr guter Impfannahme wahnsinnig schwer ist, die Gesamtbevölkerung zu deutlich mehr als 75% oder 80% zu impfen, bis die U12 freigegeben sind.


    Looking at my standard example of a well-vaccinated county, for Marin County we have ( https://coronavirus.marinhhs.org/vaccine/data ):


    Total population: 256,317

    Eligible population (12+): 223,313

    Population with at least one dose: 214,837

    Fully immunized: 197,108


    So while 89.1% of the currently eligible population are fully immunized, that corresponds to only 76.9% of the total population.

    #111AuthorNorbert Juffa (236158) 02 Sep 21, 17:31
    Comment

    Warum hat eine relative hohe Anzahl an Kindern in den USA schwere Covid-Verläufe, aber in Europa sieht man da kaum etwas von?


    Ist das wirklich so? Zumindest der Anteil der hospitalisierten Kinder scheint nicht höher als in Deutschland zu sein:

    Der von Norbert in #103 zitierte Artikel nennt 1900 hospitalisierte Kinder mit Covid in den USA am 14. August (Woche 37). Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt laut ourworldindata 78500 Patienten in den USA mit Covid hospitalisiert. Die Kinder machten danach einen Anteil von 2,4 % der Covid-Krankenhauspatienten in den USA aus.

    Für Deutschland habe ich beim RKI keine neueren Daten als für Woche 33 gefunden, und nicht ganz das Gleiche (Link). Aber der Anteil der gemeldeten Neuinfektionen mit Hospitalisierung für Kinder allein im Alter von 0-14 Jahren an den insgesamt gemeldeten Neuinfektionen mit Hospitalisierung lag da bei 8 % (96/1266) in Deutschland. (Er ist von 1 % [105/11292] Anfang des Jahres recht stetig auf diesen Wert gestiegen).

    #112AuthorMattes (236368) 02 Sep 21, 18:18
    Comment

    Die errechneten 2,4% finden sich auch in der hiesigen Berichterstattung. Das Problem in einigen Regionen der USA momentan sind also die begrenzten Kapazitäten in der pädiatrische Intensivversorgung im Verhältnis zum Patientenaufkommen. Wie es um Kinder-ITS in Deutschand im Vergleich mit den USA bestellt ist, weiß ich nicht.


    https://www.reuters.com/world/us/children-hos...

    Children currently make up about 2.4% of the nation's COVID-19 hospitalizations. Kids under 12 are not eligible to receive the vaccine, leaving them more vulnerable to infection from the new, highly transmissible variant

    #113AuthorNorbert Juffa (236158)  02 Sep 21, 18:29
    Comment

    #112: Danke, das hatte ich so nicht mitbekommen.

    Ich muß mal schauen, was die Daten hierzulande sagen.


    Edit: daß der Prozentsatz der U12 an den Hospitalisierung ansteigt ist eigentlich zu erwarten, weil ja die Hospitalisierungsrate der älteren Bevölkerungsanteile durch die Impfung stark zurückgegangen sein sollte.


    Edit 2: Irland ist einfach zu klein. Stand gestern Abend waren von 322 hospitalisierten Fällen landesweit gerade mal 2 in den Kinderkrankenhäusern. Dazu kommen dann wahrscheinlich noch ein paar Fälle in den "normalen" Krankenhäusern, aber das kann ich den Daten nicht so schnell einsehen.

    Im ganzen Land gibt es momentan nur 29 ICU Betten speziell für Kinder, davon sind 28 belegt (kein COVID-Fall darunter). Trotzdem, viel Luft ist da nicht...

    #114AuthorWik (237414)  02 Sep 21, 18:31
    Comment

    Wenn ich es richtig verstehe, ist bei den ITS sowieso nie viel Luft. Aus dem Kopf: Die Kapazitäten sind hier in den USA so ausgelegt, dass im Durchschnitt eine 80%-ige Belegung angestrebt ist, alles andere wäre zu teuer. Was man in den Coronawellen macht ist (1) all nicht-essentiellen Operationen absagen, die voraussichtlich zur Belegung eines ITS-Bettes führen (2) temporäre Aufstockung mit Material, Räumlichkeiten und Personal. Vor vielen Gelbkästen zitierte ich einmal das Beispiel einer "Wanderkrankenpflegerin", der man in der Pandemie als "Springer" viel Geld anbietet und die sich ihre Jobs aussuchen kann. Immer mehr Krankenpfleger:innen aber geben ihren Job auf: sie sind ausgebrannt.


    Dr Campbell berichtete aus dem VK, dass sich dort durch Maßnahme (1) ein massiver Stau von aufgeschobenen Operationen beim NHS aufgebaut hat, und es noch nicht klar ist, wie und wann der abgebaut werden kann.

    #115AuthorNorbert Juffa (236158)  02 Sep 21, 19:04
    Comment


    Wenn ich es richtig verstehe, ist bei den ITS sowieso nie viel Luft. Aus dem Kopf: Die Kapazitäten sind hier in den USA so ausgelegt, dass im Durchschnitt eine 80%-ige Belegung angestrebt ist, alles andere wäre zu teuer. 


    Das ist in Deutschland ähnlich. Ein durchschnittliches Krankenhaus hat 10-12 Intensivbetten. Davon muss immer mindestens eins frei sein, falls jemand mit Schlaganfall oder ein Unfallopfer eingeliefert wird und sofort intensiv versorgt werden muss.

    Das ist eng gerechnet, damit sich der Betrieb der Station lohnt und gleichzeitig eine Reserve für akute Notfälle da ist. Mehr als 2 freie Intensivbetten kann sich ein Krankenhaus normalerweise kaum leisten, jedenfalls nicht auf Dauer.


    Deswegen ist ja auch eine der ersten Maßnahmen der Krankenhäuser, alle größeren Operationen abzusagen, die man irgendwie noch verantworten kann. Und das führt dann in den Corona-Pausen zwischen den Wellen ebenfalls zu Atress auf Intensivstationen, weil dann so viel wie möglich aufgeholt wird, bevor die nächste Welle kommt. So eine richtige Atempause hatten die seit 1,5 Jahren gar nicht.

    #116AuthorDodolina (379349) 02 Sep 21, 21:11
    Comment

    #112


    Deutschland:


    8% sieht unplausiebel aus, ich weiß nicht, woran das liegt. Vielelicht daran, dass nicht alles gemeldet wird oder nicht alles sofort gemeldet wird oder so.


    Intensivregister gibt jetzt Altersstruktur an, dort steht 1% für 0-17.


    Schwere Fälle in Israel (in etwa vergleichbar mit ITS):


    Im letzten Monat für die Altersgruppe 0-19: 1% (die Altersgruppe ist etwas anders, das ist wichtig). Insgesamt ab Beginn der Pandemie in der Altersgruppe 0-19%: 0,8%

     

    #117Authorlas. (377311)  03 Sep 21, 10:39
    Comment

    Es gab schon Zeiten, in denen es mehr Spaß gemacht hat, die aktuellen Impfzahlen zu verkünden, aber es ist Freitag und "Wat mutt, dat mutt" (https://de.wikipedia.org/wiki/Wat_mutt,_dat_mutt ). Hier also die Zahlen der letzten Woche:


    Bei den pro Woche verimpften Dosen haben wir jetzt die 1.5 Millionen unterschritten. Ich bin gespannt, wie lange die Million noch hält. Ich habe wenig Hoffnung, dass das Ferienende eine große Hilfe sein wird. In den letzten sieben Tagen (bis gestern) wurden in Deutschland 1.388.518 Impfdosen (45,5 % Erstimpfungen) verimpft. Das sind knapp. 368.000 weniger als eine Woche zuvor. Vor einem Monat waren es noch doppelt so viele. Bis zur Vorwoche war ja noch ein Anstieg bei den Erstimpfungen zu beobachten, aber in dieser Woche ging auch diese Zahl um ca. 95.000 zurück.


    Impfquoten


    Deutschland gesamt: 65,6 % mindestens einmal geimpft (0,8 Prozentpunkte mehr als vor einer Woche), 61,0 % vollständig geimpft (1,1 Prozentpunkte mehr als vor einer Woche).


    nach Altersgruppen:


    Ü60: 85,4 % mindestens einmal geimpft, 82,9 % vollständig geimpft (bei diesen Zahlen muss es in der Vorwoche einen Fehler oder im Laufe der Woche eine Korrektur gegeben aber, aber ich bin zu faul, nach den Gründen zu suchen)

    18-59: 67,4 % mindestens einmal geimpft, 65,7 % vollständig geimpft

    12-17: 33,2 % mindestens einmal geimpft, 22,2 % vollständig geimpft


    Ich habe die Diskussion über die möglicherweise zu geringen Zahlen bei den Erstimpfungen auch gesehen, aber ich habe keine anderen Zahlen und zitiere nur das RKI (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuarti... )


    Erreichte Meilensteine:


    • mehr als 50 Millionen Einwohner vollständig geimpft
    • mehr als 60 % aller Einwohner vollständig geimpft
    • in der Altersgruppe 18-59 mehr als 65 % vollständig geimpft
    • Altersgruppe 12-17: Mehr als 20 % vollständig geimpft, mehr als 30 % mindestens einmal geimpft


    Sonstiges: Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den Impfquoten in der Altersgruppe 12 bis 17 finde ich frappierend. Bei den Erstimpfungen in dieser Altersgruppe liegen Schleswig-Holstein (47,6 %), Niedersachsen und NRW über 40 %, während Sachsen und Sachsen-Anhalt noch unter 20 % liegen.


    Internationaler Vergleich, wobei ich heute nur auf Europa schaue und mich auf die Daten von https://ourworldindata.org/covid-vaccinations verlasse. Wir hatten ja schon festgestellt, dass die mit etwas veralteten Bevölkerungszahlen arbeiten, was die Quoten etwas verfälschen kann:


    Nach diesen Zahlen liegt Portugal in Europa deutlich vorne. 75 % der Bevölkerung sind komplett geimpft, 85 % haben mindestens eine Dosis erhalten. Auch Spanien liegt mit 72 % / 78 % ebenso wie Dänemark (73 % / 76 %) deutlich vor Deutschland. Deutlich bessere Impfquoten als Deutschland haben zudem Irland (68 % / 74 %) und Belgien (70 % / 72 %). Weitere Länder, die vor Deutschland liegen, sind Belgien, das UK und die Niederlande, aber hier ist der Vorsprung nicht allzu groß. Nicht so eindeutig ist der Vergleich mit Finnland (51 % / 73 %), Frankreich (60 % / 72 %). In beiden Ländern ist der Unterschied zwischen Erstgeimpften und vollständig Geimpften besonders groß.


    Schlechter als Deutschland schneiden unter anderem ab:


    Österreich (58 % / 61 %)

    Schweiz (51 % / 57 %)

    Polen (50 % / 51 %)

    Kroatien (40 % / 42 %)


    Alle Zahlen natürlich ohne Gewähr!

    #118Authorharambee (91833)  03 Sep 21, 11:14
    Comment

    Ein Zitat, von mir Zustimmung in den Antworten.


    "Aber es ist doch eine Art Strafe, wenn ein ungeimpfter Mensch keinen Zugang mehr zu bestimmten öffentlichen Räumen hat.


    Das ist keine Strafe, sondern eine logische Konsequenz. Bestrafen würde man ihn, wenn man ihm eine Freiheitsstrafe oder Geldstrafe aufbrummt. Ungeimpften den Zugang zu verwehren, das ist nur logisch. Wer keinen Führerschein machen will, hat auch keinen Zugang zum Autofahren. Jemand, der keinen Impfpass hat, hat keinen Zugang zu bestimmten Massenveranstaltungen. Das ist eine logische Konsequenz aus dem Infektionsschutz.


    Viele Leute empfinden das durchaus als Bestrafung.


    Wenn ich ungeimpft bin, dann bin ich eine größere Gefahr für andere. Auch wenn ich getestet bin, ist das nur eine Momentaufnahme, und die ist auch nicht immer sicher. Zudem schütze ich mich mit dem Test nicht selbst, sondern nur andere. Dann kann ich eben bestimmte Dinge nicht tun, die Geimpfte tun können. Das ist aber wie gesagt keine Strafe. Eine Strafe steht nicht unmittelbar mit der Sache im Zusammenhang. Wenn ich zu schnell fahre, ist die Geldstrafe dafür keine logische Konsequenz."


    Corona-Pandemie: Ärztin Elke Ender über Impfgegner (faz.net)

    #119Authorjo-SR (238182) 03 Sep 21, 11:42
    Comment

    Kinder mit Corona im Krankenhaus in DE:


    #117: 8 % sieht unplausibel aus, ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht daran, dass nicht alles gemeldet wird oder nicht alles sofort gemeldet wird oder so.

    Intensivregister gibt jetzt Altersstruktur an, dort steht 1% für 0-17.


    Ich habe zwei Erklärungen für den Unterschied, die sich wahrscheinlich addieren:

    1. Vielleicht müssen weniger hospitalisierte Kinder als Erwachsene auf Intensiv. Wenn der Verlauf abhängig vom Alter tendenziell schwerer wird, ist das plausibel.

    2. Die 8 % sind Neumeldungen pro Woche. Wenn Erwachsene länger im Krankenhaus bleiben als Kinder, wird der Anteil von 8 % Neuaufnahmen nicht zu 8 % Belegung führen. Auch hier: Wenn der Verlauf abhängig vom Alter tendenziell schwerer wird, ist das plausibel.

    #120AuthorMattes (236368)  03 Sep 21, 11:52
    Comment

    #120


    Vielleicht, ist aber trotztdem zu viel. Ich dachte eher an so was wie "38 % mit Angaben zu Hospitalisierung, davon...", wenn du weißt, was ich meine. Sind die Gesamtzahlen in der Tabelle denn plausibel, oder sind sie nur ein Teil der Gesamtmenge der hospitaliserten Fälle?


    Es könnten aber auch alle "mit Corona" Fälle (das sprichwörtliche gebrochene Bein) mit dabei sein.


    Aber ich habe das bisher auch so verstanden (auch aus anderen Ländern), dass Kinder tendentiell "sicherheitshalber" stationär aufgenommen werden. D. h. ganz kleine Babies oder Kleinkinder auch schon bei positivem Coronatest und Fieber ohne sonstige Komplikationen für ein paar Tage, für den Fall, dass sich der Zustand verschlechtert.

    #121Authorlas. (377311)  03 Sep 21, 12:10
    Comment

    #121 Aber ich habe das bisher auch so verstanden (auch aus anderen Ländern), dass Kinder tendentiell "sicherheitshalber" stationär aufgenommen werden. D. h. ganz kleine Babies oder Kleinkinder auch schon bei positivem Coronatest und Fieber ohne sonstige Komplikationen für ein paar Tage, für den Fall, dass sich der Zustand verschlechtert.

    Das halte ich für sehr wahrscheinlich, und auch #120 scheint mir plausibel.


    #115 Dr Campbell berichtete aus dem VK, dass sich dort durch Maßnahme (1) ein massiver Stau von aufgeschobenen Operationen beim NHS aufgebaut hat, und es noch nicht klar ist, wie und wann der abgebaut werden kann.

    Ist in Irland im HSE nicht anders. Und das ist nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Der Effekt von verspäteten Behandlungen und abgesagten Vorsorgeuntersuchen, z.B. Cancer Screenings wird sich erst in den kommenden Jahren wirklich bemerkbar machen.


    #119 Wenn man sich auf Strafe/Bestrafung im eigentlichen Sinn bezieht, Zustimmung.

    Vor allem bei der zweiten Antwort geht es aber ein bißchen logisch durcheinander:

    "Wenn ich ungeimpft bin, dann bin ich eine größere Gefahr für andere. Auch wenn ich getestet bin, ist das nur eine Momentaufnahme, und die ist auch nicht immer sicher. Zudem schütze ich mich mit dem Test nicht selbst, sondern nur andere. Dann kann ich eben bestimmte Dinge nicht tun, die Geimpfte tun können."

    Die Argumentation, dass ein getesteter Ungeimpfter eine größere persönliche Gefahr einer schweren Erkrankung hat (entsprechender Satz, der das impliziert ist oben fett markiert), kann meiner Meinung nach nicht dazu führen, der Person Zugang zum öffentlichen Raum zu verbieten, solange keine zusätzliche signifikante Gefahr für andere (i.e., Geimpfte) besteht.

    #122AuthorWik (237414) 03 Sep 21, 12:51
    Comment

    #122: "solange keine zusätzliche signifikante Gefahr für andere (i.e., Geimpfte) besteht"


    Naja, jeder Ungeimpfte, der mit Impfung u. U. nicht auf der Intensivstation gelandet wäre, nimmt anderen (vielleicht geimpften Unfallopfern) theoretisch den Platz weg. Wenn die ITS an ihre Grenzen kommen, empfinde ich das sehr wohl als für die Gemeinschaft schädlich...

    #123AuthorZugi (797273)  03 Sep 21, 13:05
    Comment

    Es gibt eine Modellierung des Robert-Koch-Instituts zum Herbst, auf das in diesem Interview mit Christian Drosten verwiesen wird:

    Darin wird vorausgesagt, dass im Oktober in der Bevölkerung die Kontakte um 10 Prozent und im November um 30 Prozent gesenkt werden müssten.

    Wir müssen bei den unter 60-jährigen Erwachsenen eine 85-prozentige Impfquote haben, bei den über 60-Jährigen eine über 90-prozentige Impfquote.


    Herr Drosten spricht auch den Vergleich mit Großbritannien an. Hier sieht er vor allem einen Unterschied, weil die Wellen in GB sehr viel höher waren als in Deutschland:

    Aber darüber [über die vielen Infektionen in GB] haben wir jetzt doch in den Erwachsenen eine Seroprävalenz, entweder genesen oder geimpft, von knapp 95 Prozent. Das ist natürlich eine gute Aussicht. In England hat man durchaus die Chance jetzt auf einen Herbst, der ganz anders aussehen wird als der letzte, und davon sind wir in Deutschland wirklich weit entfernt.


    Die Vorhersagen mit 10% benötigten Einschränkungen im Oktober und 30% im November nehmen eine deutlich höhere Impfquote an als die, die wir in Deutschland haben.

    Da muss also entweder die Impfquote noch deutlich steigen oder wir werden größere Einschränkungen nochmal nötig werden.


    Damit bin ich absolut der Meinung von Zugi: Jeder Ungeimpfte, der sich der Infektionsgefahr aussetzt, ist ein gesellschaftliches Problem, denn das sind die, die wieder dazu führen werden, dass Operationen verschoben werden müssen, weil die Krankenhäuser sonst wieder an ihre Grenzen kommen.

    #124AuthorDodolina (379349) 03 Sep 21, 13:48
    Comment

    Ich gestehe, dass ich grad wirklich nicht mehr weiß, was ich denken soll. Man wird zugeschüttet mit Aussagen von (überspitzt ausgedrückt) "Alle Kinder, die Präsenzunterricht haben, werden unweigerlich in diesem Schuljahr sterben oder schlimmeres" bis hin "macht Euch nicht ins Hemd, es werden 3,5 Kinder einen leichten Corona-Schnupfen bekommen und das war's".


    Wie soll jemand, der sich halb sagen mal drittelwegs intellent und viertelwegs interessiert und gebildet einschätzt (vermutlich auch das zu Unrecht), hier noch irgendeine rationale Beurteilung treffen können?

    #125AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 03 Sep 21, 14:30
    Comment

    #118 (bei diesen Zahlen muss es in der Vorwoche einen Fehler oder im Laufe der Woche eine Korrektur gegeben aber, aber ich bin zu faul, nach den Gründen zu suchen)


    Bis Ende letzter Woche wurde die Impfquote auf den Bevölkerungsstand vom 31.12.2019 bezogen, seit Montag dieser Woche auf die Daten vom 31.12.2020. Dadurch ist die Quote bei ü60 nach unten und die bei 18-59 nach oben gesprungen, denn die Bevölkerungsstruktur in D verschiebt sich jedes Jahr ins höhere Alter.


    #125 Bei dieser Einschätzung teilen viele Ärzte und pädiatrische Fachgesellschaften ungefähr das, was Herr Drosten im von Dodolina verlinkten Interview sagt:

    "Dieser Begriff – da wird ja auch von Durchseuchung gesprochen und so weiter. Es ist ganz klar, das kann man nicht machen, schon alleine aus einer Vorsichtsüberlegung heraus. Man kann sich auch die wissenschaftlichen Daten zu der direkten Infektionsfolge, aber auch zu anderen Dingen, zu inflammatorischen Syndromen und so weiter anschauen. Man kommt schon zu dem Ergebnis, es ist nicht so, dass es irgendeinen wissenschaftlichen Beweis dafür gäbe, dass das nicht in nennenswerter Zahl auftritt. Diese Sicherheit bräuchten wir ja, um die Kinder im Prinzip, wenn man das so salopp sagen möchte, freizugeben für eine Durchinfektion. Das kann man auf keinen Fall machen."


    Es ist nun mal so, dass eine ganze Reihe von verschiedensten Viren eine ganze Reihe verschiedenster Spätfolgen in verschiedensten Organen auslösen kann. Und wir sind in einer Situation, wo man schon weiß, dass der Impfstoff in einigen Monaten eingesetzt werden kann. Da spricht einfach nichts dafür, jetzt gegen Ende hin so wenig gegen die Infektionen zu tun.

    #126AuthorNica (de) (236745) 03 Sep 21, 15:04
    Comment

    #124: Mal wieder so ein Modell mit vielen Annahmen, also einer sehr hohen Unsicherheit. Aber vor allem: Der von Dodolina zitierte erste Absatz vom Deutschlandfunk gibt Herrn Drosten nicht richtig wieder. Denn Folgendes zum Modell stimmt nicht: "Darin wird vorausgesagt, dass im Oktober in der Bevölkerung die Kontakte um 10 Prozent und im November um 30 Prozent gesenkt werden müssten".


    Es handelt sich vielmehr um eine, wie Drosten sagt, "Nebenannahme" der Modellierung, auf deren Basis das Modell berechnet wurde. Verläufe ohne diese Kontaktreduzierungen stellt das RKI in dieser Veröffentlichung gar nicht vor.* Das RKI sagt also nur: Wenn im Oktober in der Bevölkerung die Kontakte um 10 Prozent und im November um 30 Prozent gesenkt werden, dann sagen wir die folgende Entwicklung der Zahlen voraus. Mit diesen Annahmen schätzt das RKI-Modell eine Intensivbelegung von maximal ca. 2300, 1200 bzw. 800 Patienten im Jan/Feb 2022 bei einer Impfquote von 75 %, 85 % bzw. 95 %.


    * Edit: Und Drosten nimmt das als Indiz, dass das RKI (und damit die Politik?) erwartet, dass im Herbst neue Einschränkungen kommen.


    Edit 2: Und das RKI betont, dass es sich nicht um Vorhersagen handelt: "Die Szenarien in den Modellrechnungen sollten nicht als Vorhersage interpretiert werden, sondern dienen der Illustration möglicher Szenarien [...]".

    #127AuthorMattes (236368)  03 Sep 21, 15:20
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    #126

    Bis Ende letzter Woche wurde die Impfquote auf den Bevölkerungsstand vom 31.12.2019 bezogen, seit Montag dieser Woche auf die Daten vom 31.12.2020. Dadurch ist die Quote bei ü60 nach unten und die bei 18-59 nach oben gesprungen, denn die Bevölkerungsstruktur in D verschiebt sich jedes Jahr ins höhere Alter.


    Danke, Nica, das passt!

    #128Authorharambee (91833) 03 Sep 21, 16:04
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    #125 Hah, ich schätze mich als viertelwegs intell[ig]ent und fünftelwegs interessiert und gebildet ein, finde es aber immer schwieriger, mir eine halbwegs fundierte Meinung zu bilden.


    #123 Naja, jeder Ungeimpfte, der mit Impfung u. U. nicht auf der Intensivstation gelandet wäre, nimmt anderen (vielleicht geimpften Unfallopfern) theoretisch den Platz weg. Wenn die ITS an ihre Grenzen kommen, empfinde ich das sehr wohl als für die Gemeinschaft schädlich...

    Ja, das gilt auch für extrem Übergewichtige, die sich nicht um Gewichtsreduzierung bemüht haben; Kettenraucher, die keine Bemühungen zur Verringerung des Zigarettenkonsums unternommen haben; Nichtsportler, deren Herzfunktion darunter leidet....


    Versteh mich nicht falsch, ich unterstütze Impfungen ausdrücklich dann, wenn der Nutzen größer ist als das Risiko. Und das sehe ich (als medizinischer Laie) momentan für die erwachsene Bevölkerung definitiv als gegeben an.

    Trotzdem muß die Einschränkung von persönlichen Freiheiten besser begründet werden als: "du hast eine höhere Warscheinlichkeit schwer zu erkranken und die Krankheit weiterzuverbreiten."

    Ich habe nichts dagegen, dass ein Konzertveranstalter oder eine Disko sagt: "Nur Geimpfte oder Genesene", das ist Hausrecht. Aber bitte nicht von Seiten des Gesetzgebers. Mit so einer unspezifischen Begründung könnten dann auch Mitbürger, die in die Gruppe fallen, für die Grippeimpfungen ausdrücklich empfohlen werden, diese aber nicht wahrnehmen, pauschal von Veranstaltungen ausgeschlossen werden.


    #126 "Dieser Begriff – da wird ja auch von Durchseuchung gesprochen und so weiter. Es ist ganz klar, das kann man nicht machen, schon alleine aus einer Vorsichtsüberlegung heraus. Man kann sich auch die wissenschaftlichen Daten zu der direkten Infektionsfolge, aber auch zu anderen Dingen, zu inflammatorischen Syndromen und so weiter anschauen. Man kommt schon zu dem Ergebnis, es ist nicht so, dass es irgendeinen wissenschaftlichen Beweis dafür gäbe, dass das nicht in nennenswerter Zahl auftritt. Diese Sicherheit bräuchten wir ja, um die Kinder im Prinzip, wenn man das so salopp sagen möchte, freizugeben für eine Durchinfektion. Das kann man auf keinen Fall machen."

    Diese Aussage ist ziemlich an der Wirklichkeit vorbei. Die Frage ist doch, welche Maßnahmen kann man treffen, damit Kinder, die nicht geimpft werden können (U12), z.B. in der Schule aber auch anderswo ein verringertes Risko einer COVID-Infektion haben. Und dann, welchen Effekt auf das Wohlergehen der Kinder haben diese Maßnahmen im Vergleich zum Risiko einer möglichen Infektion?

    Ich möchte sicher keine Corona-Parties, um die Durchseuchung voranzutreiben. Aber ein organisierter Schulbetrieb, bei dem alle vernünftigen (wissenschafltch belegte) Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, ist meiner Ansicht nach besser, als erst mal zu sagen, dass man keine Beweise hat, dass z.B. Schulöffnung keine Auswirkung auf die Fallzahlen bzw ernsthafte Verläufe unter Kindern hat, weil eine "Durchseuchung" stattfinden könnte.

    Natürlich ist es nicht Prof Drostens primäre Expertise, die Folgen von Schulschließungen, Maskenpflicht oder anderes auf Schulkinder zu beurteilen, außer wenn es um epidemiologische Fragen geht.

    Aber so langsam müssen wir uns auch mit der Frage beschäftigen, welche Auswirkungen (epidemiologisch sicher vorteilhafte) Coronamaßnahmen haben, verglichen mit den gesamtgesellschaftlichen Folgen, wenn diese Maßnahmen nicht ergriffen würden.

    #129AuthorWik (237414)  03 Sep 21, 17:18
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    Das Interview hatte ich gehört und wundere mich gerade über die hier eingefügten Zitate, da sie den Tenor irgendwie nicht so wiedergeben, wie ich ihn verstanden hatte.


    Zum Thema "Schulbetrieb" folgte auf den in #129 zitierten Abschnitt:

    Schulz: Wie müssten die Kinder geschützt werden?

    Drosten: Ich denke, man braucht gleichzeitig natürlich einen Schulbetrieb. Das ist ganz klar. Man kann das jetzt nicht noch mal wieder den Kindern zumuten und diesen Schaden auch gesellschaftlich auf sich nehmen. Man muss in irgendeiner Art und Weise jetzt einen Schulbetrieb hinkriegen, der nicht dazu führt, dass es zu einem exponentiellen Anstieg der Infektionstätigkeit in dieser nicht geschützten Altersgruppe führt, und das ist natürlich eine Kombination von Maßnahmen, die man da erwägen muss und tatsächlich jetzt auch möglichst bald umsetzen muss.



    Und dass es sich bei den Ergebnissen der RKI-Modellierung um Szenarien und nicht um Vorhersagen handelte, wurde auch gesagt.

    Drosten: Ich glaube, die Referenz für viele öffentliche Diskussionen, die in den letzten Wochen geführt wurden, ist ja die Annahme des Robert-Koch-Instituts, die im Juli veröffentlicht wurde. Das ist eine Modellierung des Robert-Koch-Instituts, die drückt sich da sehr klar aus und auch sehr differenziert. Das ist natürlich jetzt keine Voraussage über die Zukunft, sondern das sind Szenarien.


    Die "schlampige" Aussage (#127), in der es anders klang, hatte ich tatsächlich beim Anhören nicht mitbekommen.

    #130AuthorHe-le-na (743297)  03 Sep 21, 17:34
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    Die "schlampige" Aussage (#127), in der es anders klang, hatte ich tatsächlich beim Anhören nicht mitbekommen.


    Das war vom Deutschlandfunk verfasster Text zum Interview auf der Webseite, eben kein Zitat von Drosten.

    #131AuthorMattes (236368)  03 Sep 21, 17:47
    Comment

    Danke, He-le-na, ich hatte mir das Interview auch wie in #124 verlinkt im Ganzen durchgelesen.

    "Man muss in irgendeiner Art und Weise jetzt einen Schulbetrieb hinkriegen, der nicht dazu führt, dass es zu einem exponentiellen Anstieg der Infektionstätigkeit in dieser nicht geschützten Altersgruppe führt, und das ist natürlich eine Kombination von Maßnahmen, die man da erwägen muss und tatsächlich jetzt auch möglichst bald umsetzen muss."


    in irgendeiner Art und Weise, ...eine Kombination von Maßnahmen [nicht näher definiert]...tatsächlich jetzt auch möglichst bald umsetzen muss

    Das sind Allgemeinplätze. Hilfreich wären Aussagen, welche Maßnahmen nach Meinung von Prof Drosten hilfreich wären. Virologe/Epidemiologe, Wasauchimmer, nach mehr als 18 Monaten wären ein paar konkrete Vorschläge (vielleicht in Zusammenarbeit mit Koryphäen aus anderen Fachbereichen) sehr willkommen.

    #132AuthorWik (237414) 03 Sep 21, 17:56
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    Aber die Vorschläge für einen Präsenzbetrieb liegen doch auf dem Tisch:

    Lüften hilft, Testen hilft (da gibt es noch Diskussionen um Testart und -häufigkeit), Luftfilter helfen, Masken helfen, die Impfung der Erwachsenen hilft

    Alles zusammen hilft besser, als z. B. nur Lüften.

    Etwas polemisch: Wenn es halt nicht so viel kosten darf, wie die Lufthansaunterstützung (wobei der Staat wohl beim Verkauf der ersten Anteile durchaus Gewinn gemacht hat), dann ist das eine politische Entscheidung.


    #133AuthorHe-le-na (743297) 03 Sep 21, 18:10
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    Die britische Impfkommission hat übrigens entschieden, vorläufig keine Impfempfehlung für die Altersgruppe 12-15 auszusprechen:


    https://orf.at/stories/3227286/


    Zur Begründung hieß es heute in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Public Health England, die gesundheitlichen Vorteile einer Impfung seien für gesunde Menschen dieser Altersgruppe marginal. Bisher lautete die Empfehlung der Kommission, Zwölf- bis 15-Jährige nur zu impfen, wenn sie in die Gruppe der besonders durch Covid-19 gefährdeten Menschen fallen. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.


    Ich bin gespannt, wie die Regierung damit umgehen wird.

    #134Authorharambee (91833)  03 Sep 21, 18:10
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    Danke fürs Vom-Schlauch-Schubsen, Mattes!

    #135AuthorHe-le-na (743297)  03 Sep 21, 18:18
    Comment

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-09/c...

    Nach Angaben der WHO hat die internationale Covax-Initiative im August 21 Millionen Impfdosen an afrikanische Staaten geliefert. Das entsprach der Menge der vier vorherigen Monate. Doch in 26 Ländern wurden demnach weniger als die Hälfte der Impfdosen tatsächlich verabreicht.

    #136AuthorNorbert Juffa (236158)  04 Sep 21, 06:16
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    Ein gut verständlicher Artikel zum Thema Impfdurchbrüche, die dennoch gute Schutzwirkung der Impfungen und die Frage, ob Boosterimpfungen für Risikogruppen sinnvoll sind:


    https://www.spektrum.de/news/nachlassende-imm...


    Da doch einiges im Artikel steht, fällt mir eine kurze Zusammenfassung schwer. Hier stattdessen drei Ausschnitte:


    Für die meisten Geimpften ist eine Ansteckung ungefährlich und vielleicht sogar hilfreich. Allerdings nicht für alle. Manche Menschen brauchen die dritte Impfdosis eben doch.

    ...

    Aber der Körper ist trotzdem nach einer Impfung oder einer Infektion mit Sars-CoV-2 weitaus besser gewappnet gegen eine neuerliche Episode von Covid-19 – und zwar wegen der so genannten reaktiven Immunantwort. Dieses kann durch Gedächtniszellen ausgelöst werden, die im Blut patrouillieren. Bei Kontakt mit ihrem spezifischen Antigen werfen sie die Antikörperproduktion schnell wieder an. Das ist wohl einer der Gründe, warum Durchbruchinfektionen meist schnell eingedämmt werden dann mild verlaufen, ein anderer ist die zelluläre Immunabwehr durch zytotoxische T-Zellen.

    ...

    Das sieht auch Andreas Radbruch so: »Ich erwarte durch die mRNA-Impfstoffe eine jahrzehntelang anhaltende Immunität«, sagt der Immunologe. »Wenn Geimpfte oder Genesene eine hohe Dosis Virus abbekommen, können sie sich noch mal anstecken, werden aber nur milde oder gar symptomlos erkranken.« Das sei bei anderen Impfungen genauso. »Ich wette, wenn man bei einem Masernausbruch unter Ungeimpften in deren Umfeld PCR-Tests machen würde, würde man auch milde und asymptomatische Maserninfektionen bei Geimpften entdecken«, sagt Radbruch.

    #137Authorharambee (91833) 04 Sep 21, 15:22
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    Auch das sind Impfgegner...


    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    Bei einer Corona-Impfaktion in Gera ist ein mobiles Impfteam angegriffen worden. Dabei seien zwei Mitglieder des Teams verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich am Nachmittag in einem Einkaufszentrum ereignete.


    Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hatte der Mann am Nachmittag eine Impfbescheinigung verlangt, wollte sich aber nicht impfen lassen. Als die Mitarbeiter ihm sagten, dass es ohne Impfung keine Bescheinigung gebe, sei der Mann "ausgetickt". Er habe eine medizinische Fachangestellte und einen Helfer verletzt. Sie wurden in einem Krankenhaus behandelt, aber nach KV-Angaben bereits wieder entlassen. Der Angreifer habe sich bei der Impfaktion registrieren lassen, sodass seine Daten bekannt waren. Die Polizei stellte ihn nach Angaben eines Sprechers in einem Parkhaus, gegen ihn laufe eine Anzeige.


    #138AuthorBenatarsComrade (1182552) 04 Sep 21, 22:35
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    Ich würde ja schon gern wissen, was in solchen Köpfen vorgeht. Gehen die auch in die Pommesbude und sagen: "Eine Currywurst bitte, aber bezahlen werde ich die nicht?" Oder zum Schwimmverein: "Die Freischwimmerbescheinigung bitte, aber ohne, dass ich ins Wasser muss?" Wie weit muss man in seiner eigenen Welt leben, um überhaupt auf so eine Idee zu kommen?

    #139AuthorGibson (418762) 04 Sep 21, 22:56
    Comment

    Nun ja, ganz abstrakt und theoretisch kann ich den Gedankengang ein kleines bisschen nachvollziehen:


    Diesen Menschen wurde eingeredet, dass ihnen ohne Impfbescheinigung sämtliche Freiheiten eines anständigen Lebens verloren zu gehen drohen. Gleichzeitig wissen sie, dass sie sich mit einer Impfung in höchste Lebensgefahr bringen. Aus diesem Dilemma kommt man auch als friedliebender und gesetzestreu lebender Bürger nur raus, indem man alle Möglichkeiten nutzt, eine Impfbescheinigung ohne Impfung zu bekommen. Jedes unabhängige Gericht muss anerkennen, dass dies zulässige, ja moralisch gebotene Notwehr ist.

    #140Authorharambee (91833) 04 Sep 21, 23:09
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    Der Druck auf "ungeimpfte " nimmt zu. Mancher trägst mit Fassung, mancher tickt aus. Ich habe 2 mir wichtige Personen in meinem Umkreis, die sich nicht Impfen lassen, damit muss ich zurecht kommen


    #141Authorrenateheinz (1125123) 04 Sep 21, 23:14
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    Dass Ivermectin nicht gerade harmlos und dazu noch völlig ohne Wirksamkeitsbeleg gegen COVID-19 ist, wussten wir ja, und ich hätte ohnehin nie ein Mittel genommen, welches für Cetartiodactyla und/oder Perissodactyla gedacht ist - zu diesen Ordnungen gehören wir ja nun mal nicht -, aber dass Ivermectin gleich derart gefährlich ist... Puh!


    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/...


    In den USA geht die Falschnachricht um, das Medikament Ivermectin helfe gegen Corona. Im Bundesstaat Oklahoma blockieren Opfer dieser Selbstbehandlung jetzt die Krankenhäuser.

    Eigentlich ist Ivermectin dafür gedacht, Parasiten in Pferden zu töten, nur in geringen Dosen wird es auch bei Menschen eingesetzt. Nun aber ist es in Teilen der USA ein beliebtes Anti-Covid-Medikament geworden – ohne jeden Beweis, dass es überhaupt wirkt.

    ..

    Laut McElyea nehmen die späteren Patienten Dosen des Mittels, die eigentlich für Pferde gedacht sind – erleiden also eine Überdosis und müssen in Krankenhäuser. Die Folgen seien teilweise schlimmer, als wenn man Covid hätte, so McElyea. Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Muskelschmerzen, Erbrechen und Krämpfe. "Das furchterregendste, das ich gesehen und gehört habe, sind Menschen, die mit Sehverlust kommen", sagte McElyea.

    ...

    Selbst die bundesweite Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA sah sich genötigt, zu reagieren: "Sie sind kein Pferd. Sie sind keine Kuh. Ernsthaft, hören Sie auf damit", twitterte die Behörde und stellte weitere Erklärtexte dazu.

    #142AuthorBenatarsComrade (1182552) 05 Sep 21, 00:45
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    Gleichzeitig wissen sie, dass sie sich mit einer Impfung in höchste Lebensgefahr bringen


    Wie kann man diese Illusion jetzt noch aufrecht erhalten, angesichts der Tatsache, dass zwei Drittel der Bevölkerung mindestens angeimpft sind und die daraus angeblich resultierenden Toten nirgends auftauchen?



    Re #142: Ich weise noch einmal auf meine Auführungen in Corona die 76. #296 hin. Dort Links zu zwei seriösen Metaanalysen von Studien zur unterstützenden Wirkung von Ivermectin by COVID-Erkrankung, die jedoch zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen.


    Aspekte des Wirkstoffs selbst sind sauber zu trennen von dem aktuellen Problem der Selbstbehandlung mit Veterinärmedikamenten, die diesen Wirkstoff enthalten. Zu Nebenwirkungen bei korrekter Dosierung bei Menschen schreibt die Wikipedia: "Bei der Anwendung in der Humanmedizin sind Nebenwirkungen meist mild und vorübergehend." Das gleiche vernahm ich von Dr. Campbell, der diesbezüglich mit Aspirin verglich. Signifikantes Risiko liegt also nicht im Wirkstoff selbst, sondern in der Überdosierung (wie bei vielen Arzneimitteln).


    Die Entdecker von Ivermectin (Satoshi Ōmura von der Kitasato Universität und William C. Campbell von Merck) haben 2015 den Nobelpreis für Medizin erhalten, weil es ein wichtiges Medikament bei der Bekämpfung parasitärer Erkrankungen bei Menschen ist, z.B. Onchozerkiasis (Flussblindheit).


    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC...

    Andy Crump and Satoshi Ōmura, "Ivermectin, ‘Wonder drug’ from Japan: the human use perspective", Proc Jpn Acad Ser B Phys Biol Sci. 2011 Feb 10; 87(2): 13–28.

    [...]

    It was quickly discovered to be ideal in combating two of the world’s most devastating and disfiguring diseases which have plagued the world’s poor throughout the tropics for centuries. It is now being used free-of-charge as the sole tool in campaigns to eliminate both diseases globally. It has also been used to successfully overcome several other human diseases and new uses for it are continually being found.


    Die Nobel-Vorlesung von William C. Campbell "Ivermectin: A Reflection on Simplicity" findet man hier:

    https://www.nobelprize.org/prizes/medicine/20...

    #143AuthorNorbert Juffa (236158)  05 Sep 21, 00:46
    Comment
    "Wie kann man diese Illusion jetzt noch aufrecht erhalten, angesichts der Tatsache, dass zwei Drittel der Bevölkerung mindestens angeimpft sind und die daraus angeblich resultierenden Toten nirgends auftauchen?"

    Die Toten werden natürlich von "denen" verschwiegen und die Wahrheit würd unterdrückt. Wüsstest Du auch, wenn Du kein regierungstreues Schlafschaf wärst!!!!11!1!!1!einsdrölf!
    #144AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 05 Sep 21, 07:30
    Comment

    Das SIE soweit gehen, hätte ich dann doch nicht von IHNEN erwartet. BTW, wahrscheinlich eher regierungshöriges Schlafschaf, oder?

    #145AuthorNorbert Juffa (236158) 05 Sep 21, 07:49
    Comment
    treu UND hörig!
    #146AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 05 Sep 21, 08:27
    Comment

    Was sagt Ihr eigentlich denen, die an dem Sinn der Impfungen zweifeln und darauf hinweisen, dass aktuell die Inzidenzen in den Bundesländern mit den niedrigsten Impfraten am niedrigsten sind?

    #147Authorharambee (91833) 05 Sep 21, 09:23
    Comment
    Ich würde sagen, dass die Impfquoten in Dtl. noch nirgendwo so hoch sind, dass man einen Zusammenhang zwischen Inzidenz und Impfquote herstellen könnte. Bremen zählt nicht, da zu klein.
    #148AuthorQual der Wal (877524) 05 Sep 21, 09:33
    Comment

    In Analogie mit kalifornischen Verhältnissen stimme ich der #148 zu. Dass Bremen zu klein für statistiche Schlüsse ist, würde ich allerdings nicht sagen. Ich habe eher Bedenken, dass Statistiken da durch Mitzählen von Patienten aus dem Umland verfälscht sein könnten. Korrektes Zählen und Zuordnen scheint ja sowohl in DE als auch USA bisweilen schwierig zu sein.


    Was man aber in zirka einem Monat sehen können sollte (wiederum in Analogie zu Kalifornien) ist eine inverse Korrelation zwischen Intensivstationbelegung und Impfquote.

    #149AuthorNorbert Juffa (236158)  05 Sep 21, 10:04
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    Ja, so ähnlich habe ich auch zu argumentieren versucht. Ich fürchte aber, dass ich nicht allzu überzeugend war.

    #150Authorharambee (91833) 05 Sep 21, 10:31
    Comment
    With regard to ivermectin, I don't see how it matters one way or the other if the developers won the Nobel prize, if there's no reason to suppose that the drug has any effect on
    Covid-19 in the first place.

    Does anyone have any detailed background that might show how anyone came to try the drug for this purpose in the first place, and why, in terms of chemistry, it might be expected to have any effect on the disease?

    __________________

    Health experts keep warning against using ivermectin as a Covid treatment. Some Americans refuse to listen.
    Ivermectin was introduced as a veterinary drug in the late 1970s, and then approved for use in humans infected with parasites. Since 1987, its U.S. maker, Merck & Co., has donated billions of doses that have spared hundreds of millions of people from river blindness in Africa and other parasitic diseases. Two scientists shared a Nobel Prize in 2015 for their work in developing the drug. But in the United States, it has limited human applications, like treating lice and rosacea, and has been primarily used to deworm horses, cows and pets — until now.
    On Twitter last month, the Food and Drug Administration warned that the drug was not approved for use against Covid and that taking large doses could cause serious harm. “You are not a horse,” its tweet read. “You are not a cow. Seriously, y’all. Stop it.” ...
    Though it has not been shown to be effective in treating Covid-19, people are still clamoring to get the drug, trading tips in Facebook groups and on Reddit. Some physicians have compared the phenomenon with last year’s surge of interest in hydroxychloroquine, though ivermectin has undergone more clinical trials,
    ( https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04920942 )
    which have so far repeatedly shown that it failed to help Covid patients.
    One of the largest trials, called the Together Trial,
    ( https://www.togethertrial.com/news )
    was halted last month because the drug had been shown to be no better than a placebo at preventing hospitalization. In July, a research paper
    ( https://www.nature.com/articles/d41586-021-02081-w )
    showing that the medicine reduced Covid deaths was withdrawn after questions arose about plagiarism and data manipulation.

    https://www.nytimes.com/2021/09/04/world/iver...

    #151Authorhm -- us (236141) 05 Sep 21, 12:38
    Comment
    Ich würde fragen, ob die Inzidenzen wirklich so niedrig sind oder bloß die, die sich nicht impfen lassen, auch nicht testen gehen.
    In Belarus gibt es ja gleich überhaupt kein Corona, so als Extrembeispiel... aber auch Zahlen aus Demokraturen wie Ungarn zweifle ich grundsätzlich an.

    Und sonst würde ich auch darauf hinweisen, dass die Impfquote sich ganz offensichtlich auf die Belegung der ICUs auswirkt.
    #152Authortigger (236106)  05 Sep 21, 15:18
    Comment

    Und sonst würde ich auch darauf hinweisen, dass die Impfquote sich ganz offensichtlich auf die Belegung der ICUs auswirkt.


    Dazu habe ich keine Zahlen. Es geht mir natürlich um Sachsen und Sachsen-Anhalt, die in Deutschland die niedrigsten Impfquoten und aktuell die niedrigsten Inzidenzen haben. Davon, dass die Intensivbettenbelegung in diesen Bundesländern überdurchschnittlich ist, habe ich noch nichts gehört.

    #153Authorharambee (91833) 05 Sep 21, 15:36
    Comment

    #147 Was sagt Ihr eigentlich denen, die an dem Sinn der Impfungen zweifeln und darauf hinweisen, dass aktuell die Inzidenzen in den Bundesländern mit den niedrigsten Impfraten am niedrigsten sind?

    Ich rate mal, weil ich zu faul bin die Zahlen nachzuschlagen, um meine Hypothese zu belegen: Wie hoch waren vor 6 Wochen die Inzidenzen in der Tschechischen Republik, ein den westlichen Regionen Polens? Wie hoch in der Schweiz, Frankreich, Benelux? Wäre doch schön wenn die momentan höheren Inzidenzen in NRW, BW etc im Vergleich zu Sachsen und Thüringen mit der Nachbarschaft zu Ländern mit hohen Inzidenzen wenigstens teilweise erklärt werden könnten. Und gab es nicht mal eine Phase, als Sachsen und Thüringen und Bayern die höchsten Inzidenzen aufgewiesen haben, weil viel von Grenzpendlern aus der Tschechischen Republik etc weiterverbreitet wurde?

    Die geographische Lage ist vielleicht nicht die alleinig richtige Antwort, aber spielt sicher eine Rolle.

    #154AuthorWik (237414) 05 Sep 21, 18:03
    Comment
    Andersrum, harambee: Geimpfte kommen nicht auf die Intensivstation.
    Das dürfte ein wirksames Argument für viele Zauderer sein.
    #155Authortigger (236106) 05 Sep 21, 19:18
    Comment

    Re #151: With regard to ivermectin, I don't see how it matters one way or the other if the developers won the Nobel prize, if there's no reason to suppose that the drug has any effect on Covid-19 in the first place.


    There was a false narrative "Ivermectin is medication for animals" which also appeared in some media outlets. Which, since incorrect, was eventually followed up with "Oh, right, it also has some minor uses in humans". It is actually an important medication against various parasitic diseases in humans and has been widely used in this capacity. So important that the people who discovered it won a Nobel prize. I would like the media to get the facts straight.


    As to the repurposing of Ivermectin, from what I gather as a lay person, the hypothesized supportive effect with regard to COVID is due to anti-inflammatory action, while incorrect beliefs that it can cure COVID are likely due to a misunderstanding / misinterpretation of the following facts laid out in the Wikipedia:


    https://en.wikipedia.org/wiki/COVID-19_drug_r...

    In vitro, ivermectin has antiviral effects against several distinct positive-sense single-strand RNA viruses, including SARS-CoV-2.[115] Subsequent studies found that ivermectin could inhibit replication of SARS-CoV-2 in monkey kidney cell culture with an IC50 of 2.2–2.8 μM.[95][116] Based on this information, however, doses much higher than the maximum approved or safely achievable for use in humans would be required for an antiviral effect.

    #156AuthorNorbert Juffa (236158)  05 Sep 21, 19:47
    Comment

    Re #153: Es geht mir natürlich um Sachsen und Sachsen-Anhalt, die in Deutschland die niedrigsten Impfquoten und aktuell die niedrigsten Inzidenzen haben. Davon, dass die Intensivbettenbelegung in diesen Bundesländern überdurchschnittlich ist, habe ich noch nichts gehört.


    Die vierte Welle ist in Deutschland doch noch gar nicht durch. Deswegen schlug ich vor, einen Monat zu warten, um sich dann die Situation in den ITS anzuschauen. Da Wellen sich mit einer endlichen Geschwindigkeit ausbreiten, hat es wenig Sinn, einen Zeitpunkt (statt Zeitraum) herauszugreifen, bei dem eine Ecke (z.B. Sachsen) im Wellental ist und die andere (z.B. Nordrhein-Westfalen) am Wellengipfel.

    #157AuthorNorbert Juffa (236158) 05 Sep 21, 20:04
    Comment

    I just noticed on the NIH website that there is actually a phase 3 study of Ivermectin either planned or already ongoing (can't tell which) in the US:


    https://www.nih.gov/research-training/medical...

    COVID-19 Therapeutics Prioritized for Testing in Clinical Trials

    [...]

    The ACTIV-6 master protocol is designed to test the effectiveness of repurposed drugs (drugs that are FDA-approved for non-COVID-19 indications and have known safety profiles) in reducing the duration and severity of symptoms associated with mild-to-moderate COVID-19. The large, randomized, placebo‑controlled Phase 3 trial will enroll participants who are at least 30 years old, have tested positive for SARS-CoV-2 infection and show two or more mild-to-moderate symptoms of COVID-19 for no more than seven days. Drugs that demonstrate efficacy in reducing symptoms of mild-to-moderate COVID-19 will be further evaluated for effects on clinical outcomes (hospitalization, mortality) and long-term COVID-19 symptoms.


    Ivermectin Phase 3 [...]

    Fluvoxamine Phase 3 [...]

    Fluticasone Phase 3 [...]

    #158AuthorNorbert Juffa (236158)  05 Sep 21, 20:37
    Comment

    #154 Ich entschuldige mich bei allen Thüringern und Sachsen-Anhaltinern für die Verwechslung 😳.


    Ansonsten sagt #157 ziemlich genau, was ich ausdrücken wollte, aber viel schöner formuliert.

    #159AuthorWik (237414) 05 Sep 21, 21:11
    Comment

    Es ist immer wieder verblüffend, wie kurz doch das Gedächtnis vieler Menschen ist. Letztes Jahr war es doch genau das Gleiche: Viele Menschen im Osten haben gehöhnt, dass die im Schnitt strengeren Maßnahmen in den westlichen Bundesländern ja nichts brächten, weil die Inzidenz dort zu Beginn der Herbst-/Winterwelle höher war als im Osten. Einige Monate später waren die östlichen Bundesländer (fast) die einzigen mit einer hohen Übersterblichkeit. Diesen Winter wird der Unterschied wegen der unterschiedlichen Impfraten leider noch größer sein.

    #160AuthorNica (de) (236745)  05 Sep 21, 21:29
    Comment

    Auch das Konzept des exponentiellen Wachstums will einfach nicht in die Köpfe rein. "Ach was, vierte Welle. Guck mal, da ist doch nur ein ganz sanfter Anstieg der Fallzahlen, kein Grund zu Aufregung, es sind doch genug Leute geimpft". Sechs Wochen später: "Sch***e, die ITS bei uns sind bis auf das letzte Bett belegt, wir suchen für die COVID-Patienten jetzt schon Betten in benachbarten Bundesstaaten".

    #161AuthorNorbert Juffa (236158)  05 Sep 21, 21:43
    Comment

    Ein Bekannter von mir, Impfskeptiker, ist schwer an Covid erkrankt. Das macht mich wütend und traurig, weil es so unnötig ist; er ist knapp über sechzig und hätte längst geimpft sein können. Aber er hat eh eine leichte Tendenz zu den Aluhüten und hat lieber Magnesium genommen. Es ist frustrierend, dass man viele eigentlich gebildete und intelligente Menschen einfach nicht erreicht, wenn die Echokammer erst mal aufgebaut ist.

    #162AuthorGibson (418762) 05 Sep 21, 22:25
    Comment

    Ich habe das schon einmal geschrieben: meine Reisekameradin und mein Schwiegersohn lassen sich nicht impfen. Sie werden ihre Gründe haben. Ich kenne 3 Personen gut, die an Kinderlähmung erkrankt sind und im Rollstuhl sitzen, 2 davon mussten in ihrer Jugendzeit in ein Pflegeheim.

    #163Authorrenateheinz (1125123) 05 Sep 21, 23:20
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    Re #162: Traurige Sache das. Hoffen wir auf eine vollständige Genesung deines Bekannten ohne Long-COVID Folgen.


    Ich erkläre mir das so, dass der Hang zum irrationalen Glauben bei Menschen im Durchschnitt stärker ausgeprägt ist als das rationale Denken (siehe z.B. Entstehung religiöser Gedankengebäude in allen -- oder fast allen -- Kulturen). Neuere Forschung zeigt angeblich (Quelle müsste ich suchen), dass viele vordergründig rationale Entscheidungen eigentlich emotionale Entscheidungen sind, die anschließend rationalisiert werden. Im großen und ganzen scheint die Menschheit mit Bauchentscheidungen so gut gefahren zu sein, so dass der evolutionäre Druck, rationalere Wesen zu werden, relativ gering ist.

    #164AuthorNorbert Juffa (236158)  05 Sep 21, 23:23
    Comment

    @158: Es freut mich, dass jetzt nicht nur auf die Impfstrategie gesetzt wird, sondern auch auf Medikamente. Besser spät als nie. Der Wirkstoff Ivermectin ist, soviel ich weiss, dreckbillig (nicht zwingend auch das Medikament). Der ist ja schon mehr als ein Jahr im Gespräch.


    Die Impfung alleine scheint einfach nicht ausreichend zu sein, um COVID-19 zurückzudrängen.

    #165Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 00:10
    Comment

    #165 Es freut mich, dass jetzt nicht nur auf die Impfstrategie gesetzt wird, sondern auch auf Medikamente.


    Das war bereits von Anfang an so.


    Die Impfung alleine scheint einfach nicht ausreichend zu sein, um COVID-19 zurückzudrängen.


    Sie wäre es, wenn sich mehr Menschen impfen lassen würden. Wir sind da leider in der tragischen Situation, dass wir zwar eine Lösung haben, aber Schwierigkeiten damit, diese umfassend einzusetzen.

    #166AuthorNica (de) (236745) 06 Sep 21, 00:20
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    Danke, Norbert. Ich hoffe natürlich auch, dass es einigermaßen gut ausgeht.

    #167AuthorGibson (418762) 06 Sep 21, 00:28
    Comment

    Re #165:


    Es geht in der von mir zitierten Passage um existierende Medikamente, die möglicherweise bei einer COVID-Erkrankung unterstützend eingesetzt werden könnten, nicht um antivirale Medikamente. Momentan kommt zum Beispiel Dexamethason zum Einsatz, welches aber den Nachteil hat, dass es den Blutzucker erhöht, was bei Menschen mit unerkannter Diabetes oder Prädiabetes zu Komplikationen führen kann. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist auch ein contributing factor bei der in Indien bei COVID-Patienten auftretenden gefährlichen Erkrankung Mucormycosis (black fungus disease). Weitere Alternativen mit möglichst geringen Nebenwirkungen zur unterstützenden Behandlung von COVID-Kranken wären daher nützlich.


    Zum Stand der Forschung bezüglich antiviraler Medikamente mit Wirkung gegen COVID hatten wir hier vor einigen Monaten schon mal Berichte gesammelt. Es gibt offensichtlich nur wenige aussichtsreiche Kandidaten und bereits etliche herbe Rückschläge, so dass ein Durchbruch mit einem effektiven Medikament in naher Zukunft unwahrscheinlich scheint.

    #168AuthorNorbert Juffa (236158)  06 Sep 21, 00:30
    Comment

    Das war bereits von Anfang an so.


    Kann sein, dass es einzelne Studien gibt, aber die Staaten haben auf medizinischer Seite praktisch ausschliesslich auf Impfungen gesetzt (plus Masken, Lockdowns etc bei den nichtmedizinischen Interventionen).


    Na ja, eigentlich immer noch. Das sind mehr so Einzelkämpfer, die die Forschung der Behandlung betreiben. Ich habe nie gehört, dass die Regierungen da massiv Projekte vorangetrieben und Geld reingebuttert hätten.

    #169Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 00:36
    Comment

    Mein Laienverständnis dazu ist, dass wirksame Impfungen gegen Viruserkrankungen deutlich einfacher zu entwickeln sind als wirksame antivirale Medikamente. Von daher ist es schon verständlich, dass man erst einmal den Pfad verfolgt, der den schnellsten Erfolg verspricht.


    Und wie Nica sagt, wären wir mit den jetzt existierenden Vakzinen schon bald am Ziel, wenn wir (1) die Altersgruppe 5-11 abdecken können, und (2) genug Produktionskapazität für den Bedarf der Weltbevölkerung aufbauen können, und (3) genug Leute dazu bewegen können, sich impfen zu lassen. Es sieht momentan so aus, als ob (1) und (2) bis zum Jahresende erreicht sein werden, während es zu (3) bisher keinen wirksamen Lösungsansatz zu geben scheint.


    Es würde schon mal helfen, Impfdosen nicht verfallen zu lassen:


    https://www.nbcnews.com/news/us-news/america-...

    15 million Covid vaccine doses thrown away in the U.S. since March, new data shows

    Sept. 1, 2021

    Pharmacies and state governments in the United States have thrown away at least 15.1 million doses of Covid-19 vaccines since March 1, according to government data obtained by NBC News — a far larger number than previously known and still probably an undercount.

    #170AuthorNorbert Juffa (236158)  06 Sep 21, 00:45
    Comment

    Auf der Webseite des Verbands der Forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland gibt es einen Artikel zum Thema "Medikamente gegen Covid-19":


    https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/...


    Ausschnitte:


    Derzeit werden laut US-Verband BIO mehr als 600 verschiedene Medikamente darauf erprobt, ob sie auf die eine oder andere Weise hilfreich gegen Covid-19 sein können. Die meisten sind schon gegen eine andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung. Sie umzufunktionieren ("Repurposing") ist in der Regel schneller möglich als eine grundständige Neuentwicklung. Zunehmend finden sich unter den Medikamenten in Studienerprobung aber auch solche, deren Entwicklung erst 2020 begonnen wurde.


    Zu einigen der Medikamente in Erprobung sich nachfolgend weitere Informationen. Auf alle einzugehen, ist wegen der großen Zahl nicht möglich.


    Auch Ivermectin wird im Artikel erwähnt.

    #171Authorharambee (91833)  06 Sep 21, 07:27
    Comment
    # 169 Ich bin mir sicher, dass nicht nur „Einzelkämpfer“ Medikamente gegen Covid suchen und ich bin mir auch sicher, dass es - falls nötig - dafür auch staatliche Unterstützung gibt (pharmazeutische Unternehmen sind ja meist nicht so liquiditätsschwach).

    Hier auch nachzulesen:
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/p...

    Das BMBF hat die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten bereits seit dem Frühjahr 2020 gefördert und zu Beginn dieses Jahres die Unterstützung auf dem Gebiet auch auf die Prüfungen in den klinischen Testphasen I und II ausgeweitet. Ich freue mich daher, dass wir nun die Forschung und Entwicklung auch auf die finale Testphase und die Herstellungskapazitäten ausdehnen können. Unser Ziel ist, dass damit wirksame und sichere Arzneimittel gegen COVID-19 möglichst rasch bei den Patientinnen und Patienten ankommen.
    #172AuthorQual der Wal (877524)  06 Sep 21, 08:26
    Comment

    #169 Ich habe nie gehört, dass die Regierungen da massiv Projekte vorangetrieben und Geld reingebuttert hätten.


    Das scheint Dir entgangen zu sein. Nur drei, die mir spontan aus drei Ländern einfallen:

    https://www.recoverytrial.net/

    https://www.nih.gov/research-training/medical... darunter aktuell folgende https://covid19.nih.gov/treatments-and-vaccin...

    https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/pressemit...

    clinicaltrials.gov meldet: 3674 Studies found for: Interventional Studies | Covid19, davon 747 bereits abgeschlossen (Wahnsinn, in so kurzer Zeit)


    Die ganzen Meldungen, die es ständig über Behandlungsmethoden gibt, kommen ja irgendwo her. Dass die meisten untersuchten Behandlungen keinen Effekt haben, ist nicht ungewöhnlich.

    #173AuthorNica (de) (236745)  06 Sep 21, 08:45
    Comment

    Dass die meisten untersuchten Behandlungen keinen Effekt haben, ist nicht ungewöhnlich.


    Genau, aber das macht Entscheidungen, in welche Forschungs- und Entwicklungsprojekte (viel) Geld gesteckt werden soll, auch schwierig.


    War es nicht im letzten Jahr so, dass die Regierungen einige vielversprechende Medikamente "aufgekauft" haben (Remdesevir zum Beispiel)?

    #174Authorharambee (91833)  06 Sep 21, 09:03
    Comment

    #162: Das macht mich wütend und traurig, weil es so unnötig ist


    Das würde mir auch so gehen. Hämisch sein ist nicht angebracht, aber fehlendes Mitleid hätte ich schon bei Personen, die immer und immer wieder eine Impfung ablehnen wiel sie auf ihr starkes Immunsystem vertrauen oder Knoblauch.

    #175Authorzacki (1263445) 06 Sep 21, 09:03
    Comment

    Nein, Häme sicher nicht, aber auch kein Mitleid. Mitleid hätte ich mit Leuten, die sich bei derartigen Typen unwissentlich infizieren.

    #176AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 06 Sep 21, 09:07
    Comment

    Derzeit werden laut US-Verband BIO mehr als 600 verschiedene Medikamente darauf erprobt, ob sie auf die eine oder andere Weise hilfreich gegen Covid-19 sein können.


    Der Interviewpartner vfa-Forschungssprecher Dr. Rolf Hömke spricht von "mehr als 200 Medikamenten weltweit" und sagt auch, dass die Forschung bei den Impfstoffen eindeutig schneller vorangekommen sei als bei den Therapeutika. (Ein guter Journalist sollte so eine Diskrepanz nicht einfach stehen lassen, sondern das abklären.)


    "Einzelkämpfer" war etwas untertrieben, aber es ist doch klar, dass die letzten anderthalb Jahre der Fokus auf Impfstoffen war.


    Mein Laienverständnis dazu ist, dass wirksame Impfungen gegen Viruserkrankungen deutlich einfacher zu entwickeln sind als wirksame antivirale Medikamente. Von daher ist es schon verständlich, dass man erst einmal den Pfad verfolgt, der den schnellsten Erfolg verspricht.


    Mein Laienverständnis ist auch, dass antivirale Medikamente notorisch schwierig zu entwickeln und einzusetzen sind, aber es müssen ja nicht nur solche sein und auch nicht Neuentwicklungen. Es können auch bestehende Wirkstoffe sein, die gegen andere Krankheiten entwickelt wurden.


    pharmazeutische Unternehmen sind ja meist nicht so liquiditätsschwach


    Schon nicht, die werden sich aber hüten, ein günstiges Medikament zu testen, wenn man auch ein teures nehmen kann.


    Das BMBF hat die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten bereits seit dem Frühjahr 2020 gefördert und zu Beginn dieses Jahres die Unterstützung auf dem Gebiet auch auf die Prüfungen in den klinischen Testphasen I und II ausgeweitet. 


    Das wird zwar keine Falschaussage sein, ist aber doch auch Eigenwerbung der Regierung. "Gefördert" und "unterstützt" ist etwas schwammig. Das kann irgendwas von normaler Forschungsförderung auf Antrag der Geförderten sein, die das BMBF sowieso ständig macht bis zu einem grossangelegten Programm für solche Medikamente. Das letztere ist es wahrscheinlich eher nicht.

    #177Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 09:20
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    Re #171 War es nicht im letzten Jahr so, dass die Regierungen einige vielversprechende Medikamente "aufgekauft" haben (Remdesevir zum Beispiel)?


    Ich denke, es ist zu unterscheiden zwischen bereits präpandemisch existierenden Medikamenten wie Remdesivir und solchen, die sich noch in Entwicklung befinden. Bei letzteren wird nach meinem Verständnis die gleiche Strategie verfolgt wie bei den Vakzinen: In dem vom Staat große Mengen vielversprechender Kandidaten schon vorab mehr oder weniger fest bestellt werden, gibt man den entwickelnden Unternehmen ein solide Grundlage und Anreiz für die Fortsetzung der Entwicklungsarbeit.



    Re #177 die werden sich aber hüten, ein günstiges Medikament zu testen, wenn man auch ein teures nehmen kann.


    Das sehe ich ebenfalls als ernsthaftes Problem. Dem kann man nur von staatlicher Seite abhelfen, weswegen ich es gut finde, dass sich die NIH des Problems annimmt. Interessanter Weise steht dann dabei, wer das Medikament zu den Studien spendet, z.B: Ivermectin, donated by Ingenus, [...] Heißt das, ohne Arzneimittelspende keine NIH-Studie?

    #178AuthorNorbert Juffa (236158)  06 Sep 21, 09:21
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    #177 dass die Forschung bei den Impfstoffen eindeutig schneller vorangekommen sei als bei den Therapeutika


    Das liegt doch schlicht daran, dass es wesentlich schwieriger ist, wirksame Medikamente zu finden. Es wurde von Anfang an beides versucht - schon ganz früh letztes Frühjahr wurden reihenweise bereits existierende antivirale Medikamente durchgetestet, schon früh auch Plasma von Genesenen und verschiedene Entzündungshemmer, später monoklonale Antikörper. Ich habe jedenfalls fast im Wochentakt von entsprechenden Studien und auch von Ergebnissen gehört.


    "Gefördert" und "unterstützt" ist etwas schwammig. Das kann irgendwas von normaler Forschungsförderung auf Antrag der Geförderten sein, die das BMBF sowieso ständig macht bis zu einem grossangelegten Programm für solche Medikamente. Das letztere ist es wahrscheinlich eher nicht.


    Doch, genau letzteres wurde gemacht. Schon im letzten Frühling oder Frühsommer wurde hierzu in D eine große Forschungsallianz von Universitätskliniken vorgestellt. Genauso auch das Recovery-Trial in GB und die Activ-Förderung in den USA. Da wurden riesige Verbünde / Studien in kürzester Zeit organisiert und gestartet, das ist wirklich beeindruckend, was da an Arbeit und auch Geld aufgewendet wurde. Wenn man weiß, wie lange es normalerweise dauert, um selbst wesentlich kleinere Forschungsverbünde zu organisieren, kann man nur den Hut ziehen.


    #178 Ich würde davon ausgehen, dass das NIH auch die Kosten für ein Medikament übernehmen würde (bei nicht-klinischer Grundlagenforschung ist es jedenfalls so), dass es aber für das Image der Unternehmen gut ist, wenn sie es spenden.

    #179AuthorNica (de) (236745)  06 Sep 21, 09:44
    Comment

    Doch, genau letzteres wurde gemacht. Schon im letzten Frühling oder Frühsommer wurde hierzu in D eine große Forschungsallianz von Universitätskliniken vorgestellt. 


    Stimmt schon, im März 2020 haben sie was angekündigt und 150 Mio EUR gesprochen. Fast 2 EUR pro Einwohner.


    https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/


    Es ist aber schwer zu sagen, was die eigentlich machen. Von Medikamenten sehe ich gar nix.


    Echtzeit-Versorgungsforschung, Evidenz-Ökosystem zur Verbesserung von Wissensmanagement und Translation, Data Exchange Platform, mobile pandemic apps best practice and solution sharing, regional adaptive Versorgungsstrukturen und Prozesse für ein evidenzgeleitetes Pandemiemanagement und ähnliche Sachen geben sie an.

    #180Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 10:47
    Comment

    Was ist denn "Echtzeit-Versorgungsforschung" anderes als Forschung über die Behandlung von Erkrankten?

    Da dürfte alles drunter fallen, verschiedene Beatmungsarten und ganz sicher auch Medikamente, die verabreicht werden.


    Im Gegensatz zu Medikamenten war bei Impfstoffen war von Anfang an klar, dass wir ganz neue Impfstoffe brauchen und nicht einfach den Grippeimpfstoff nehmen können.


    Bei Medikamenten ist es oft so, dass sie gegen verschiedene Krankheiten wirken, vor allem wenn die Symptome ähnlich sind. Da lag die Hoffnung erstmal darauf, ein bestehendes Medikament zu finden, das auch gegen Covid hilft.

    Und da wurden ja wirklich einige Medikamente gefunden, die im Labor vielversprechend aussahen und dann klinisch getestet wurden. Das ist durchaus Medikamentenforschung zur Behandlung von Covid, die stattgefunden hat. Es hat sich nur leider herausgestellt, dass zumindest noch kein bestehendes Medikament zum durchschlagenden Erfolgsbringer wurde.


    #181AuthorDodolina (379349)  06 Sep 21, 11:16
    Comment

    Was ist denn "Echtzeit-Versorgungsforschung" anderes als Forschung über die Behandlung von Erkrankten?


    Da dürfte alles drunter fallen, verschiedene Beatmungsarten und ganz sicher auch Medikamente, die verabreicht werden.


    Nein, weit gefehlt, darum geht es kein bisschen. Es geht um ein bestehendes Notaufnahmeregister, das um weitere 29 Notaufnahmen erweitert werden soll (wurde?) und noch etwas COVID-spezifisch angepasst.


    "Vorgesehen ist der Ausbau des aus einem früheren BMBF-Projekt hervorgegangenen AKTIN-Notaufnahmeregisters um weitere 29 Notaufnahmen, sowohl universitär als auch nicht-universitär, zu einer flächendeckenden Infrastruktur für Echtzeit-Versorgungsforschung in Notaufnahmen.


    Analysen von Routinedaten aus der aktuellen Pandemie werden dazu beitragen, Erkenntnisse über die Inanspruchnahme zentraler Notaufnahmen zu erhalten. Zudem werden kontinuierlich tagesaktuelle Daten aus den Notaufnahmen für epidemiologische Auswertungen automatisiert bereitgestellt und COVID-19-spezifische Forschungsfragen in diesem Zuge bearbeitet."

    #182Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 11:31
    Comment

    Ein weiterer Artikel aus dem Mai 2021, der zur aktuellen Diskussion passt:


    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123793...


    Der Bund investiert weitere 300 Millionen Euro in die Entwicklung von Medikamenten gegen COVID-19. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) soll vor allem die klinische Entwicklung von versorgungsnahen COVID-19-Arzneimitteln und den Aufbau von Herstellungskapazitäten voranbringen, wie Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) heute in Berlin bekannt gab.Das Programm soll dabei helfen, in den klinischen Phasen I und II erfolgreich getestete Kandidaten für neue Therapeutika schnellstmöglich bei Patienten in Deutschland zur Anwendung zu bringen.

    #183Authorharambee (91833) 06 Sep 21, 12:28
    Comment

    aber auch kein Mitleid.


    Doch, sicher habe ich Mitleid. Das ist ein netter, großzügiger, hilfsbereiter, freundlicher Mensch, der diese Krankheit ebensowenig verdient hat wie jemand, der sich trotz Impfung ansteckt. Die Leute glauben ja, was sie glauben. Sie sagen nicht: Ich weiß es besser, hab aber gerade keinen Bock, vom Sofa aufzustehen und zum Impfzentrum zu fahren. Sie sind überzeugt, das Richtige zu tun, weil sie die Impfung auch für gefährlich halten. Ich halte obige Einstellung für ebenso unangemessen wie Häme.

    #184AuthorGibson (418762) 06 Sep 21, 13:44
    Comment

    "Sie sagen nicht: Ich weiß es besser, hab aber gerade keinen Bock, vom Sofa aufzustehen"


    Nein, sie sagen, ich weiß es besser als alle anderen und mache deshalb nix. Egal, was die Experten sagen. Von daher: Nein, Mitleid wirklich nicht.


    Und nein, ich habe nicht behauptet, er habe die Erkrankung "verdient". Ich sage nur "selbst schuld". Genauso, wie wenn iner behauptet, er wisse, dass es keine Schwerkraft gibt und aus dem dritten Stock springt. Dann hat der die Verletzung auch nicht "verdient". Aber Mitleid auch nicht.

    #185AuthorB.L.Z. Bubb (601295)  06 Sep 21, 13:50
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    Egal, was die Experten sagen.


    Nein - ihre Experten sagen ja etwas anderes. Er sagt nicht, er weiß alles besser. Er sagt, x und y und z, die alle auch Doktortitel haben, warnen vor der Impfung.


    Und wenn jemand überzeugt ist, es gäbe keine Schwerkraft, aus dem Fenster springt und hinterher im Rollstuhl sitzt, tut er mir auch leid. Wieso nicht?

    #186AuthorGibson (418762) 06 Sep 21, 13:56
    Comment

    Wenn jemand aus Überzeugung nicht geimpft ist, tut er oder sie mir vor allem Leid, weil er auf die falschen "Experten" reingefallen ist.

    Dass es dann zu einer Ansteckung kommt, war zu erwarten und dass das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, war auch bekannt. Im Einzelfall tut mir dann auch jeder Leid, den es mit einem schweren Verlauf erwischt.

    Es hätte ja auch ohne Impfung gimpflich ausgehen können mit einer kaum oder gar nicht bemerkten Infektion. Und die Chance auf einen harmlosen Verlauf ist wesentlich größer als die, einen Sprung aus dem dritten Stock unverletzt zu überstehen.

    #187AuthorDodolina (379349) 06 Sep 21, 14:12
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    #180, 182 Das ist Cherrypicking. Von Anfang der Pandemie an wurde die Forschung an Medikamenten und sonstigen Therapien vorangetrieben. Jedes Land hat in der Forschung eigene Exzellenzbereiche und fördert sinnvollerweise diese Bereiche. In GB gab es eben eine besondere Stärke im betreffenden Bereich, so dass das Recovery-Trial exzellent verlief. In D scheint es andere Schwerpunkte zu geben, das ist aber normal. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass jedes exzellente Forschungsteam, das eine gut begründete Studie zur Covid-Behandlung durchführen wollte, dafür auch Forschungsmittel bekommen hat.

    #188AuthorNica (de) (236745) 06 Sep 21, 14:23
    Comment

    @166: 'Die Impfung alleine scheint einfach nicht ausreichend zu sein, um COVID-19 zurückzudrängen.'


    Sie wäre es, wenn sich mehr Menschen impfen lassen würden. Wir sind da leider in der tragischen Situation, dass wir zwar eine Lösung haben, aber Schwierigkeiten damit, diese umfassend einzusetzen.


    @170: Und wie Nica sagt, wären wir mit den jetzt existierenden Vakzinen schon bald am Ziel, wenn wir (1) die Altersgruppe 5-11 abdecken können, und (2) genug Produktionskapazität für den Bedarf der Weltbevölkerung aufbauen können, und (3) genug Leute dazu bewegen können, sich impfen zu lassen. Es sieht momentan so aus, als ob (1) und (2) bis zum Jahresende erreicht sein werden, während es zu (3) bisher keinen wirksamen Lösungsansatz zu geben scheint.


    Das scheint schlicht und einfach falsch zu sein, Fake News, eine Urban Legend, der ihr aufgesessen seid.


    Kekulé (hat auch einen Doktortitel, glaube ich) meint


    https://youtu.be/ea5wd-cl8WY?t=1320


    zum Impfversprechen (wenn genügend geimpft, dann haben wir Herdenimmunität): "Das war ja von Anfang an eine Falschaussage. Also, jeder Fachmann wusste, dieses Virus wird sich verändern, es wird keine Herdenimmunität geben. Trotzdem ist diese Wurst immer vor der Nase gewesen ..."


    Die Wurst kann man sogar ganz wörtlich nehmen ...

    #189Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 14:24
    Comment

    #189 Von Herdenimmunität hatte ich nichts geschrieben. Es geht darum, ob man aus der Pandemiesituation heraus und zu einem endemischen Zustand kommt. Wenn sich genug Menschen impfen lassen würden, dann wäre das der Fall.

    #190AuthorNica (de) (236745) 06 Sep 21, 14:54
    Comment

    Ich habe gehört, das wäre erst nach einer Generation der Fall. Die heute noch sehr gefährdeten Alten leben dann von Natur aus nicht mehr und die Kinder stecken sich schon früh an, das macht denen dann aber nichts aus und haben trotzdem einen guten Schutz für später, wenn sie sich nochmal anstecken.

    #191Authorzacki (1263445) 06 Sep 21, 14:57
    Comment

    Wenn die Älteren alle geimpft sind, dann sind sie nicht mehr so stark gefährdet. Deshalb ist eine hohe Impfquote so wichtig.

    #192AuthorNica (de) (236745) 06 Sep 21, 15:17
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    Es sind aber nicht alle Älteren geimpft und werden es in drei Monaten immer noch nicht sein. Manche wollen nicht und andere dürfen von ihrem Arzt her nicht. Aber sie werden ständig weniger, man stirbt auch aus ganz natürlichen Gründen, ohne Corona.

    #193Authorzacki (1263445)  06 Sep 21, 15:21
    Comment

    It seems to me as though there may still be an open question about immunity through infection vs. immunity through vaccine.

    In southern US states whose governors insisted on letting infection spread without mask mandates, rates now seem to be decreasing, even though it has come at a steep cost for those who contracted serious illness requiring hospitalization, and of course those who died.

    In places like India, or various countries in South America, the ebbing of the latest wave may have been partly due to more people catching the virus, but surviving.

    Even in the difference between Germany and England, all the stupid soccer games in the latter may have contributed to simply exposing more people to the virus, and getting it over with.

    And haven't there been some studies that suggest that naturally acquired immunity may actually be more effective than vaccine-acquired immunity?

    I don't mean to say that all the conservatives who insisted on keeping businesses open without masks were right. If they knew or suspected how many vulnerable people would die, their decisions were all the more unconscionable.

    But I do wonder if allowing the virus to spread faster 'naturally' among the younger and less intelligent might eventually better protect the older and wiser.

    ___________________


    Covid Ravaged South America. Then Came a Sharp Drop in Infections.
    South America was the epicenter of the Covid-19 pandemic early this year. Experts are trying to find out why new infections and deaths are falling so fast. ...
    New infections have fallen sharply in nearly every nation in South America as vaccination rates have ramped up. The reprieve has been so sharp and fast, even as the Delta variant wreaks havoc elsewhere in the world, that experts can’t quite explain it. ...
    There have been no new sweeping or large-scale containment measures in the region, although some countries have imposed strict border controls. A major factor in the recent drop in cases, experts say, is the speed with which the region ultimately managed to vaccinate people. Governments in South America have generally not faced the kind of apathy, politicization and conspiracy theories around vaccines that left much of the United States vulnerable to the highly contagious Delta variant. ...
    In Brazil, which had a slow, chaotic vaccine rollout, nearly 64 percent of the population has received at least one dose of a vaccine, a rate that exceeds that of the United States. ...
    In Chile and Uruguay, more than 70 percent of the population has been fully vaccinated. ...
    In Argentina, more than 61 percent of the population has received at least one dose of a vaccine. ...
    Jairo Méndez Rico, a viral diseases expert advising the World Health Organization, said the Delta variant may have been slow to gain traction in South America because so many people in the region have natural immunity from having had the virus. But he said the variant could still lead to new surges.
    “It’s not easy to explain,” he said. “It’s too early to say what is happening.”

    https://www.nytimes.com/2021/09/05/world/amer...

    For a Second Year, Jews Mark the High Holy Days in the Shadow of Covid
    Many synagogues are holding in-person services, but some are requiring worshipers to show proof of vaccination and to wear masks. ...
    The High Holy Days begin on Monday evening with Rosh Hashana, the Jewish New Year of 5782. They end next week with Yom Kippur, a day of atonement that is the most sacred day of the year in Judaism.
    Many are planning to go ahead with in-person services, although with pandemic-era rules that include limits on the number of attendees, mandatory vaccines or masks or both and services held in outdoor spaces like parks or rooftops. ...
    The pandemic has had a deep impact on the Jewish community in New York. It arrived in the region on the eve of another holiday, Purim, and since then has exacted a heavy toll among ultra-Orthodox Jews.
    After the first wave of cases last year, in-person gatherings at houses of worship were banned by health officials and then later were heavily regulated to keep religious services from turning into superspreader events.
    In November, the Supreme Court overturned Gov. Andrew M. Cuomo’s restrictions on houses of worship, and since then, neither the city nor the state has moved to impose any new restrictions. ...
    Community leaders say pandemic-related precautions are inspired not just by public health guidance but by a fundamental tenet of the Jewish faith itself —
    pikuach nefesh, the idea that protecting human life is the most important religious value of all.
    “In my opinion, the mask is more important than the prayer book this year,” said Jeffrey Cahn, the executive director of Romemu, a popular synagogue with branches in Manhattan and Brooklyn. He said synagogue officials bought 1,000 masks at just under $1 each to hand out to worshipers who may arrive without one.
    “The rabbi may not like me saying that, but he would probably agree with me at the end of the day,” he said. “Protection of life is always more important than any other commandment or ritual in Judaism.”

    https://www.nytimes.com/2021/09/06/nyregion/n...

    The Masks Were Working All Along
    Now we have definitive proof that masks really are effective.
    ... the trials that proved the effectiveness of the COVID-19 vaccines used the gold standard of scientific research, by randomly assigning people to treatment and control groups and then carefully measuring the effect of the medical intervention. If only we had something almost like this for, say, masking: a careful, randomized, real-world experiment on the effect of masks.
    Well, now we have it. This week, a group of scientists from Yale, Stanford, UC Berkeley, and other institutions published the final results of a randomized study of community-wide masking behavior in Bangladesh. The study encompassed roughly 350,000 people in 600 villages. The researchers randomly selected certain villages for an intervention that included giving out free masks, paying villagers to remind people to cover their face, and having village leaders and religious figures such as imams emphasize the importance of masks. The researchers also paid villagers to count properly worn masks in public places, including markets and mosques. To gather data on coronavirus transmission, the team asked about symptoms and conducted blood tests to determine who came down with COVID-19 over the course of the study.
    Their conclusion? Masks work, period. Surgical masks are particularly effective at preventing coronavirus transmission. And community-wide mask wearing is excellent at protecting older people, who are at much higher risk of severe illness from COVID-19. ...
    The study also found clear evidence that surgical masks are better at reducing the spread of symptomatic COVID-19 than cloth masks. In focus groups, Bangladeshi participants said they preferred cloth masks because they seemed to be more durable. But the researchers found that, on the one hand, surgical masks were more efficient, even after being washed 10 times with soap and water. ...
    Creating a social norm is hard work. The pro-masking intervention in this study was aggressive, extensive, and expensive. In all, the researchers distributed more than 1 million masks. Free distribution of masks was important. But of all the interventions, mask promotion—that is, paying individuals to remind people on the street to cover their face—seemed to have the biggest effect. “Reminders from people in the village almost acted as booster shots for masking,” Abaluck told me. The research team is currently working on scaling up its intervention in countries including Pakistan, India, and Nepal.
    Subtler efforts to change behavior failed to do much in the Bangladeshi study. Texting reminders made little difference. Talking about altruism and protecting the community made little difference. Offering cash rewards made little difference. Asking people to post pro-mask signs or to verbally commit to wearing masks in the future made little difference. The behavioral nudges failed to nudge behavior.

    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/202...

    Delta’s Gift Is Hybrid Immunity
    One senator at a time, a new variant is bracing up our vaccinated immune systems against new Covid. ...
    From the start, our mistake has been our strange reticence to recognize the reality of mild or symptomless Covid. It began on day one with the World Health Organization and certain experts choosing to exaggerate Covid’s deadliness by ignoring mild and unseen cases. The same myopia continues to play havoc today with our ability to answer a crucial question: How rampant is the Delta variant among the vaccinated?

    https://www.wsj.com/articles/covid-19-coronav... ($)

    #194Authorhm -- us (236141) 06 Sep 21, 15:49
    Comment

    Even in the difference between Germany and England, all the stupid soccer games in the latter may have contributed to simply exposing more people to the virus, and getting it over with.


    Das dürften vor allem die Infektionswellen gewesen sein, die in GB sehr viel höher waren als in Deutschland. Das waren aber auch schon die letzten Winter- und Frühlingswellen, nicht nur die letzte, die von der Fußball-EM befeuert wurde.

    Letztens hat Herr Drosten mal beziffert, dass in GB schon deutlich über 90% Immunität sein könnte, durch Impfungen und Infektion. Damit wären die schon sehr nah an der endemischen Situation. Deutschland ist davon weit entfernt. Aber die Briten haben auch mit vielen Toten dafür bezahlt, eine so hohe Immunitätsquote zu haben.



    And haven't there been some studies that suggest that naturally acquired immunity may actually be more effective than vaccine-acquired immunity? 


    Das würde mich nicht wundern, denn bei der natürlichen Infektion bildet man Antikörper gegen alle möglichen Teile des Virus, nicht nur gegen das Spike-Protein. Damit dürfte diese Immunität deutlich robuster sein, insbesondere in Bezug auf weitere Mutationen. Denn wenn das Virus im Spike-Protein mutiert, wirkt sich das auf die Wirkung der Impfung aus, nicht aber auf die Reaktionen, die sich auf andere Proteine aus einer vorigen Infektion richten.


    Eigentlich ist es wünschenswert, dass sich die Geimpften auch infizieren, denn damit verstärken und verbreitern sie ihre Immunität. Das darf nur nicht so schnell und mit so niedriger Impfquote passieren, dass es wieder das Gesundheitssystem an die Grenzen bringt.

    Über kurz oder lang werden wir das sowieso alle mal kriegen (wenn kein Unfall oder bei Älteren eine andere Todesursache dazwischen kommt). Wie jeden anderen Erreger alle paar Jahre mal wieder.

    Das hätte ich am liebsten jetzt, wo der Impfschutz noch frisch ist und es sehr wahrscheinlich harmlos vorbei geht. Und dann weiter immer so, dass noch ausreichend Immunität vom letzten Mal da ist.

    #195AuthorDodolina (379349) 06 Sep 21, 16:14
    Comment

    And haven't there been some studies that suggest that naturally acquired immunity may actually be more effective than vaccine-acquired immunity? 


    Ja, das sagt auch Kekulé im Link von #189 bei Minute 18. Genesene haben die bessere Immunität als Geimpfte. Das zeigten die Daten.


    But I do wonder if allowing the virus to spread faster 'naturally' among the younger and less intelligent might eventually better protect the older and wiser.


    Ich würde sagen, all die Masken und Lockdowns verlangsamen das Geschehen, man kauft sich Zeit, nicht mehr und nicht weniger. Man schiebt aber auch das Ende hinaus. Die Fussballspiele beschleunigen alles, auch das Ende der Pandemie kommt näher. Die older and wiser sind sowieso schon geimpft, sie brauchen nicht mehr viel Schutz. Was Boris J. gesagt hat, die Durchseuchung der Gesellschaft, halte ich für völlig unvermeidlich, die Frage ist nur, wie schnell.


    Virologe Stöhr meinte im April, auf den nächsten Jahreswechsel komme die endemische Phase.

    #196Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 17:27
    Comment

    #196 Ich würde sagen, all die Masken und Lockdowns verlangsamen das Geschehen, man kauft sich Zeit, nicht mehr und nicht weniger. Man schiebt aber auch das Ende hinaus. Die Fussballspiele beschleunigen alles, auch das Ende der Pandemie kommt näher. Die older and wiser sind sowieso schon geimpft, sie brauchen nicht mehr viel Schutz. Was Boris J. gesagt hat, die Durchseuchung der Gesellschaft, halte ich für völlig unvermeidlich, die Frage ist nur, wie schnell.


    Dieses Vorgehen bedeutet, über einen längeren Zeitraum immer wieder nur knapp an der Überlastung des Gesundheitssystems vorbeizuschrammen oder diese sogar immer wieder kurz zu erreichen. Die damit verbundenen Maßnahmen belasten sowohl die Wirtschaft als auch die Gesundheit der Bürger (weil die medizinische Versorgung schlechter ist und die Maßnahmen auch psychische Folgen haben). Ich bin nicht der Meinung, dass alle schon geimpft sind, die potentiell erreichbar wären. Ich denke, wenn die Anstrengungen auf lokaler Ebene verstärkt werden, kann noch eine deutlich höhere Impfquote erreicht werden.

    #197AuthorNica (de) (236745) 06 Sep 21, 18:26
    Comment

    Dieses Vorgehen bedeutet...


    Mit "Durchseuchung" habe ich kein Vorgehen bezeichnet, sondern den Zustand, den wir sowieso erreichen werden.

    #198Authormordnilap (835133)  06 Sep 21, 19:04
    Comment

    Repurposing

    Kettenraucher, die keine Bemühungen zur Verringerung des Zigarettenkonsums unternommen haben ...

    können jetzt aufatmen; das seit Pandemiebeginn häufiger beobachtete Raucherparadox scheint experimentell aufgelöst:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC...

    BMC Pulm Med. 2021; 21: 275.

    Darauf eine Selbstgedrehte und eine Bloody Mary (mit einem Shot Borcestershire, versteht sich).

    Ivermectin bis zur nächsten Krätze zurück in die Hausapotheke.

    #199Authorpppatholog (771904) 06 Sep 21, 19:05
    Comment

    Re #190 Von Herdenimmunität hatte ich nichts geschrieben. Es geht darum, ob man aus der Pandemiesituation heraus und zu einem endemischen Zustand kommt. Wenn sich genug Menschen impfen lassen würden, dann wäre das der Fall.


    Um Missverständnissen vorzubeugen: Genau so hatte ich es auch verstanden.



    Re #194: And haven't there been some studies that suggest that naturally acquired immunity may actually be more effective than vaccine-acquired immunity?


    According to Dr. Campbell, that is potentially true based on first principles: Vaccines present one or a few proteins from the virus to the immune system. An infection presents naturally all of the different proteins and therefore provides more varied training to the immune system. The ideal scenario for an endemic state would therefore be vaccination followed by a mild infection. I am reasonably certain he linked to relevant literature when he explained that, but it was a while ago and I don't want to go digging through weeks of videos to find it.


    [Edith points out that Dodolina said much the same in #195. Sorry for the redundancy.]

    #200AuthorNorbert Juffa (236158)  06 Sep 21, 19:33
    Comment

    The ideal scenario for an endemic state would therefore be vaccination followed by a mild infection.

    Und das wird mbMn in absehbarer Zeit für die allermeisten Geimpften eintreten, bis auf die unglücklichen Impfdurchbrüche mit schwerem Verlauf und die Immunsupprimierten. Die angenommene höhere

    Immun-Effektivität gegen alle Virus-induzierten Proteine bei natürlicher Infektion hat leider den Nachteil einer ebenfalls höheren Autoimmunität durch Kreuzreaktionen mit körpereigenen Proteinen, die sich sowohl bei der Akuterkrankung als auch bei long COVID zeigt. Selbst die Impfung mit lediglich einem Protein bzw. dessen mRNA kann ja derartiges, zum Glück nur selten, auslösen. Aber natürlich machen wir's der blinden Evolution in ihrer Heimtücke schwerer, wenn wir mit einer natürlichen polyklonalen Immunreaktion möglichst viele Schlupflöcher schließen.

    #201Authorpppatholog (771904) 06 Sep 21, 21:37
    Comment

    @190, 200: Danke für die Aufklärung. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass ihr etwas anderes meinen könntet als die Herdenimmunität.

    #202Authormordnilap (835133) 06 Sep 21, 22:03
    Comment

    #198 Mit "Durchseuchung" habe ich kein Vorgehen bezeichnet, sondern den Zustand, den wir sowieso erreichen werden.


    Ich wiederum hatte mit "Vorgehen" auch nicht den Begriff Durchseuchung in dem von mir zititerten Absatz gemeint, sondern "all die Masken und Lockdowns verlangsamen das Geschehen", also die Idee, dass man als Gesellschaft so lange abwarten und Maßnahmen erhalten kann, bis die Ungeimpften durch Infektion eine gewisse Immunität erworben haben. (Darauf hatten sich die von mir in #197 beschriebenen negativen Auswirkungen bezogen. Man wird die Impfquote erhöhen müssen.) Obwohl die Infektionsimmunität wohl auf Dauer robuster gegenüber Veränderungen des Virus ist, ist sie übrigens oft nicht besonders stark ausgeprägt und somit deutlich schwächer als die Immunität durch Impfung.

    #203AuthorNica (de) (236745)  07 Sep 21, 08:25
    Comment

    Danke, Nica! Ich war gestern etwas verblüfft, als hier viele schrieben, dass die Immunität durch Erkrankung stärker sei als die durch die Impfung, hatte aber keine Zeit für eine Recherche.


    Anscheinend muss man ganz genau sagen, was man genau mit stärkerer Immunität meint.

    #204Authorharambee (91833) 07 Sep 21, 09:06
    Comment

    Is there reason for concern because of this new variant? What's the German perspective?


    https://www.newsweek.com/mu-covid-variant-tha...

    Mu COVID Variant That May Resist Vaccines Found in 49 U.S. States

    9/6/21

    [...]

    California has reported the highest number of Mu variant samples, at 384 cases, but that only accounts for 0.2 percent of the total samples sequenced in the state. As of Friday, Los Angeles County had identified 167 Mu variant cases, according to the Department of Public Health. The cases were found in samples sequenced between June 19 and August 21, with the bulk of the cases being found in July.

    [...]

    Florida's had the second-highest number of samples, at 384 of the 60,475 samples that were sequenced being of the Mu variant.

    [...]

    The World Health Organization labeled Mu a variant of interest on August 30 because its characteristics could make it more transmissible or resistant to vaccines. However, the Centers for Disease Control and Prevention (CDC) has yet to make the same classification.



    Re #204 etwas verblüfft, als hier viele schrieben, dass die Immunität durch Erkrankung stärker sei als die durch die Impfung


    Note the important word "potentially" in #200.

    #205AuthorNorbert Juffa (236158)  07 Sep 21, 09:13
    Comment

    Kurzer Zwischenbericht vom großen Schulexperiment in Irland.

    Seit Anfang letzter Woche sind die Schulen nach den Sommerferien wieder geöffnet. Verdachtsunabhängige Tests oder regelmäßige Schnelltests in den Schulen sind nicht vorgesehen. Bei einer 7-Tage Inzidenz von ca 250 also nur eine Frage der Zeit, bis es gehäuft zu Fällen kommt, das war auch mehr oder weniger so angekündigt.


    Innerhalb der ersten Woche wurden dann auch Fälle in 1200 Schulen gemeldet und die close contacts (insgesamt wohl 12.000 Schüler) zum Testen und in Selbstisolation geschickt.

    https://www.independent.ie/irish-news/health/...

    Zur Einordnung, die Gesamtzahl der Schüler im Land liegt bei ungefähr 900.000.


    In unserer Schule (Primary) mit ca 500 Schülern wurden gestern 2 Fälle gemeldet.

    Bin gespannt, wie die Zahlen sich weiter entwickeln. Innerhalb der ersten Schulwoche ist die 7-Tage-Inzidenz in der Gesamtbevölkerung von 250 auf 205/100k gesunken. Scheint, dass wir endlich den Scheitelpunkt der vierten Welle überschritten haben.




    #206AuthorWik (237414) 07 Sep 21, 10:19
    Comment

    Hier im County sind die Schulen jetzt seit einem Monat auf, und noch immer vernehme ich nichts von Infektionsclustern in Schulen, noch ist ein negativer Einfluss der Schulöffnungen auf die Inzidenz der Gesamtbevölkerung zu bemerken. In Schulen gilt Maskenpflicht für alle, und Lehrer müssen entweder geimpft sein oder einmal die Woche eine negative Test vorweisen. Von Tests in den Schulen selbst lese ich nichts. Ich kann nach einem Monat nicht glauben, dass wir einfach Glück haben. Wird der Beitrag von Schulöffnungen zum Infektionsgeschehen möglicherweise überschätzt?

    #207AuthorNorbert Juffa (236158)  07 Sep 21, 10:35
    Comment

    Wie ist das eigentlich, nun fangen einzelne Landkreise oder sogar Bundesländer an, zwei verschiedene Inzidenzwerte bekannt zu geben. Die von geimpften und die von ungeimpften. Aber das kann doch nur sehr ungenau sein, es werden doch fast nur noch ungeimpfte getestet. Mein letzter Test liegt nun schon mehrere Wochen zurück un dich wüsste keinen Grund nochmal einen machen zu lassen, dafür habe ich doch das Zertifikat zum Vorzeigen. Wie soll man da vergleichbare Ergebnisse bekommen?

    #208Authorzacki (1263445) 07 Sep 21, 10:38
    Comment

    Wir hatten hier schon diskutiert, dass diese Zahlenvergleiche wenig bis gar nicht aussagekräftig sind, solange man keine vergleichbare Berechnungsbasis hat (worauf du auch hinweist), und die existiert meines Wissens in keinem deutschen Landkreis und keinem amerikanischen County.

    #209AuthorNorbert Juffa (236158)  07 Sep 21, 10:42
    Comment

    #208 Ich bin seit Mitte Juni im vollständigen Impfschutz und weiß, wofür ich mich weiterhin teste.

    Ich mache allerdings Selbsttests (3 x pro Woche - zwei davon spendiert der Arbeitgeber)


    Diese Tests werden zwar nicht in die Statistiken eingehen, sollte aber doch eine Durchbruchsinfektion stattfinden, wäre ich ja mit einem positiven Selbsttestergebnis ziemlich zackig beim PCR Test, der dann in die Statistik eingeht.

    Norbert mag ich beipflichten - es gibt keine Festlegung, was in welcher Form errechnet wird und daher viele Köche und viel Brei.


    Ich hab mich übrigens impfen lassen, um eine Erkrankung zu vermeiden und das Risiko andere anzustecken möglichst gering zu halten und nicht, um ein Zertifikat zum Vorzeigen zu haben ; -)

    #210AuthorLa chatte (823589) 07 Sep 21, 11:13
    Comment

    Ich hab mich übrigens impfen lassen, um eine Erkrankung zu vermeiden und das Risiko andere anzustecken möglichst gering zu halten und nicht, um ein Zertifikat zum Vorzeigen zu haben ; -)


    Kannst du deine Motive so klar abgrenzen, La chatte?


    Ich habe mich auch in erster Linie impfen lassen, um mich zu schützen und meinen Teil zur Bekämpfung der Pandemie beizutragen. Ich hatte auch ein Gefühl freudiger Erleichterung, als ich die zweite Spritze bekommen habe.

    Aber ich war auch verdammt froh dass ich den zweiten Impftermin noch rechtzeitig 3 Wochen vor Urlaubsbeginn bekommen habe... 🙂



    #211AuthorStahlbauer (1259064) 07 Sep 21, 16:01
    Comment

    Ja, Stahlbauer, das kann ich.


    Und Urlaub habe ich nur kurz gemacht und nur hier in D zu Zeiten, als die Infektionszahlen niedrig waren und das obwohl ich zu diesem Zeitpunkt vollständig geimpft war.

    #212AuthorLa chatte (823589) 07 Sep 21, 16:06
    Comment

    @211: Aber als sogenannter "Genesener" hättest du doch dieses Attest sowieso gehabt, das gilt 6 Monate soweit ich das weiß. Bisher gilt für Urlaubsreisende noch 3G 🙂

    #213Authorzacki (1263445)  07 Sep 21, 16:09
    Comment

    Jeder, der sich trotz Impfung noch regelmäßig testet, wird sicher sagen können, dass das Zertifikat nicht die Motivation für die Impfung war. Denn mit den Tests würde man ja auch alles machen können, wofür man jetzt eben das Impfzertifikat nimmt.

    Ok, dann könnte man keine (selbst bezahlten) Selbsttests nehmen, sondern es müssten offizielle Tests sein, aber sonst macht das keinen Unterschied. Je nach Aktivitätshäufigkeit vielleicht noch etwas weniger Tests, wenn man öfter als 1-2 Mal die Woche einen Nachweis braucht.


    #214AuthorDodolina (379349) 07 Sep 21, 16:11
    Comment

    Jeder, der sich trotz Impfung noch regelmäßig testet, wird sicher sagen können, dass das Zertifikat nicht die Motivation für die Impfung war.


    Mit privaten Tests aus dem Aldi für 0,80 € arbeiten die hier bestimmt nicht. Abgesehen davon werden die test ja gar nicht erfasst, wer meldet denn sein privates Testergebnis?


    Das Bundesland Hessen und die Stadt Stuttgart haben am Montag erstmals die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Fällen getrennt nach Geimpften und Ungeimpften ausgewiesen.

    https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-he...


    Die Unterschiede sind ziemlich groß aber wenn das mit zweifelhaften Methoden ermittelt wird, dann freuen sich nur die Impfskptiker über diese Fake-Statistik.

    #215Authorzacki (1263445) 07 Sep 21, 16:22
    Comment

    Es geht mir ja gar nicht um die Meldung, sondern darum, dass weiter getestet wird. Die Schnelltests gehen meines Wissens alle nicht in die Inzidenz ein, sondern nur PCR-Tests.

    Das Impfzertifikat verhindert also nur, dass ich zum Testzentrum muss, um ein Schnelltestzertifikat zu kriegen, wenn ich mich privat weiter teste. Wenn ich mich auch trotz Impfung weiter teste, habe ich die Wahl zwischen kostenfrei in Testzentren oder auf eigene Kosten alleine. Hat beides seine Vor- und Nachteile.


    Außerdem gehe ich davon aus, dass das Verhalten bei einem positiven Schnelltest unabhängig davon ist, ob das von einem Testzentrum kommt oder privat ist. Das sollte in beiden Fällen zu einem PCR-Test führen. Und bei allen, die sich trotz Impfung weiter testen, kann man das wohl als gesichert annehmen, dass die dann auch zum PCR-Test gehen.

    Auf die letztendlich gemeldete Inzidenz hat es also auch keinen Einfluss, ob ich mich privat selbst trotz Impfung weiter teste oder das im Testzentrum machen lasse.

    #216AuthorDodolina (379349) 07 Sep 21, 16:32
    Comment

    #207 Wird der Beitrag von Schulöffnungen zum Infektionsgeschehen möglicherweise überschätzt?

    Mmmmmh, das wäre in 2 Wochen mit entsprechenden Daten meine Schlußfolgerung gewesen. Ich persönlich finde die Schulschließungen in Deutschland und auch die ständige Testerei ein bisschen paranoid, aber lassen wir eín ein paar Wochen die Zahlen sprechen :)


    #210 Ich bin seit Mitte Juni im vollständigen Impfschutz und weiß, wofür ich mich weiterhin teste.

    Ich mache allerdings Selbsttests (3 x pro Woche - zwei davon spendiert der Arbeitgeber)

    Ok, ich finde da irgendwie schon bewundernswert. Aber trotzdem erscheint mir das ein bisschen "over the top". Vielleicht arbeitest du in einem Berich mit viel Kundenkontakt, oder hast im privaten Bereich viele Kontakte, oder jemand im engen persönlichen Umfeld muß beschützt werden.

    Aber für die große Mehrheit der Bevölkerung erscheint mir das doch eher weniger zielführend.



     

    #217AuthorWik (237414) 07 Sep 21, 16:39
    Comment

    Seit meiner gültigen Zweitimpfung teste ich mich etwas unregelmäßig, so etwa einmal die Woche. Öfter, wenn es besondere Anlässe gibt (Gruppenevent mit Kundenbesuch oder Familienbesuch oder sowas).

    Und ganz aktuell täglich, weil jemand in meinem Umkreis einen positiven Schnelltest hatte. Da steht das PCR-Ergebnis noch aus, solange gilt für mich (selbstgewählte) Quarantäne.


    Von April bis zur Zweitimpfung habe ich das zweimal die Woche gemacht.

    #218AuthorDodolina (379349) 07 Sep 21, 16:48
    Comment

    #218 Seit meiner gültigen Zweitimpfung teste ich mich etwas unregelmäßig, so etwa einmal die Woche. Öfter, wenn es besondere Anlässe gibt (Gruppenevent mit Kundenbesuch oder Familienbesuch oder sowas).

    Das kann ich nachvollziehen, Selbsttest bei aktuellem Anlass.


    Und ganz aktuell täglich, weil jemand in meinem Umkreis einen positiven Schnelltest hatte. Da steht das PCR-Ergebnis noch aus, solange gilt für mich (selbstgewählte) Quarantäne.

    Wenn du dich eh schon für ein paar Tage selbst isolierst, bis das PCR Ergebnis da ist, warum der tägliche Test, solange du keine Symptome fühlst??? Wenn dein Kontakt ein positives Ergebnis bekommt, dann ist eh ein PCR Test fällig (meiner Meinung nach), aber solange du nicht Gefahr läufst, andere aktiv zu infizieren, sehe ich die Notwendigkeit täglicher Tests nicht.


    Ich bin gemipft, und distanziere mich sozial so weit wie es geht, aber ich finde es schwer, die in Deutschland anscheinend verbreitete Testmanie zu verstehen...

    #219AuthorWik (237414)  07 Sep 21, 17:59
    Comment

    die in Deutschland anscheinend verbreitete Testmanie zu verstehen...


    Allerdings ist ja auch LEO eine Blase - ich glaube nicht, dass die Testbereitschaft (also freiwillig, eigenständig) generell in Deutschland so hoch ist.


    und nicht, um ein Zertifikat zum Vorzeigen zu haben (#210)

    Kannst du deine Motive [warum man sich testen lässt] so klar abgrenzen, La chatte? (#211)


    Ich halte den Grund auch für völlig egal. Wenn er oder sie einfach nur wieder ins Fußballstadion will, bitte. Warum sich jemand hat impfen lassen, hat weder einen Einfluss auf die persönliche noch auf die Volksgesundheit, deshalb verstehe ich sowieso nicht, warum obiger Grund lobenswert ist.

    #220AuthorGibson (418762)  07 Sep 21, 18:59
    Comment

    Wik, ich hatte ja bis gestern noch Kontakte. Wenn heute mein Selbsttest positiv gewesen wäre, hätte ich die Information gleich weitergeben können. Das wäre deutlich schneller und würde mehr Infektionsketten durchbrechen als wenn ich darauf warte, dass ich auf das Testergebnis meines Kontaktes warte. Und dann dauert es ja nochmal ca 24 Stunden, bis mein eigenes Ergebnis da ist. In der Zeit können meine Kontakte von gestern schon wieder jemanden angesteckt haben.


    Wenn ich höre, dass meine Kontaktperson PCR-positiv ist, werde ich mich natürlich sofort bei meinem Hausarzt melden und den Verdacht äußern. Ich erwarte eigentlich, dass ich dann auch zum PCR-Test einbestellt werde.


    Schnelltests als "Eintrittskarte" alle paar Wochen mal für einen Anlass sind relativ nutzlos, weil die im ersten Drittel der infektiösen Zeit noch nicht anschlagen. Die bringen nur regelmäßig was (einmal die Woche ist schon grenzwertig wenig) oder zumindest müsste man besondere Anlässe nicht nur vorher, sondern auch nochmal 3 Tage später absichern. Im Fall der Fälle war man dann evtl am Anlass unerkannt infektiös, kann aber zumindest die Kontakte früh informieren, damit die niemanden weiteren mehr anstecken.


    #221AuthorDodolina (379349) 07 Sep 21, 19:12
    Comment

    Irgendwie hab ich dieser Tage auch vermehrt gelesen, dass Schnelltests bei Geimpften nicht so toll anschlagen, wegen geringerer Virenlast oder so.


    Belastbare Zahlen natürlich mal wieder Fehlanzeige. :-/

    #222AuthorKapustiner (1229425) 07 Sep 21, 19:14
    Comment

    Re #215: Die Unterschiede sind ziemlich groß aber wenn das mit zweifelhaften Methoden ermittelt wird


    Die Methoden, mit denen diese separaten Inzidenzen ermittelt werden, sind meines Wissens die gleichen wie bei der bisheringen Inzidenz der Gesamtbevölkerung und unterliegen somit dem bereits bekannten Problem, dass Inzidenz auch von der Anzahl der Tests abhängig ist (weshalb man am besten immer gleich auch auf die Testpositivität schaut).


    Die Methodik der Ermittlung ist somit nicht zweifelhaft. Aber die ermittelten Zahlen haben eigentlich keine Aussagekraft, die über "Geimpfte haben ein geringeres Ansteckungsrisiko als Ungeimpfte" hinausgeht. Das ist aber bereits aus diversen Studien bekannt und quantifiziert. Der Unterschied beträgt (aus der Erinnerung!) zirka Faktor vier.


    Von daher stimme ich zu, dass es nicht weise ist, mit diesen Zahlen an die Öffentlichkeit zu gehen, weil man die Publikation primär als eine PR-Maßnahme einordnen könnte, was sie einfach angreifbar und somit potentiell kontraproduktiv macht.

    #223AuthorNorbert Juffa (236158)  07 Sep 21, 20:46
    Comment

    #219 ich finde es schwer, die in Deutschland anscheinend verbreitete Testmanie zu verstehen

     

    Regelmäßige Tests leisten, wenn sie im Fall eines positiven Ergebnisses von Isolationsmaßnahmen begleitet werden, einen guten Beitrag zur Eindämmung der Übertragung. Das liegt daran, dass das Virus auch präsymptomatisch übertragen wird. Die präsymptomatisch infektiöse Zeit ist bei Delta ca. 2-3x so lang wie vorher, d.h. ein frühes Erkennen der Infektion ist jetzt noch wichtiger geworden. Es gibt viele Modellierungen, die den Beitrag regelmäßiger Tests gezeigt haben. Hier nur ein Link, den ich gerade zur Hand hatte: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.... Auch in den USA wird das von vielen Fachleuten gefordert, dort hakt es nur an der Umsetzung...


    #222 Irgendwie hab ich dieser Tage auch vermehrt gelesen, dass Schnelltests bei Geimpften nicht so toll anschlagen, wegen geringerer Virenlast oder so.


    In den ersten Tagen der Infektion müssten sie eigentlich trotzdem funktionieren, weil die Viruslast da auch bei Geimpften hoch ist. Anekdotisch hat ein Hausarzt auf Twitter neulich von einem Geimpften berichtet, bei dem der Schnelltest so schnell und so stark positiv geworden ist, dass es ihm gleich auffiel. Der anschließende PCR-Test hatte den niedrigsten Ct-Wert (also die höchste Viruslast), die in seiner Praxis bisher vorgekommen ist.


    Was die Angabe einer getrennten Inzidenz angeht, verstehe ich auch nicht, was das soll. Warum reichen denn die zuverlässiger erhobenen Daten nicht, nach denen sich das Risiko für eine Infektion bei Geimpften etwa halbiert? (Ich glaube, ich hatte diese Zahl von hier, kann aber auch ein anderer Datensatz gewesen sein.)

    #224AuthorNica (de) (236745)  07 Sep 21, 21:44
    Comment

    Auch in den USA wird das von vielen Fachleuten gefordert, dort hakt es nur an der Umsetzung...


    We don't need no stinkin' tests! 🙂 Ich glaube, ich habe das schon einmal gesagt, aber mir geht es da wie Wik. Modellierung ist gut und schön, aber weil ich etwas Einblick in das Gebiet "Modellierung" habe, traue ich allenfalls einem Modellensemble. Überzeugen würde mich ein praktischer Vergleich des Pandemieverlaufs zwischen Ländern mit und ohne "Testmanie", der zeigt das letzteres statistisch signifikante Vorteile hat. Gibt es eine Studie in dieser Richtung?


    Ich bin in dieser Pandemie im übrigen bisher null-mal getestet (außer Temperaturcheck). Ich vertraue neben der vollständigen Impfung weiterhin auf Kontaktminimierung, Maske, Lüftung, Handdesinfektion (grob in der Reihenfolge).

    #225AuthorNorbert Juffa (236158)  07 Sep 21, 22:04
    Comment

    #225 Dass sehr unterschiedliche Modelle verschiedener Teams zu einem weitgehend gleichen Ergebnis kommen, berücksichtigst Du nicht? Ich kann mir nicht helfen, mich erinnert das an das Misstrauen von manchen anderen gegenüber Masken - "ist ja nur Theorie, zeig mir eine Studie...". Mittlerweile gibt es eine randomisierte Studie, aber man wartet doch nicht ewig, wenn es einen nachvollziehbaren logischen Zusammenhang gibt. Den Pandemieverlauf zwischen Ländern kann man nicht als Basis nehmen, weil es da zu viele konfundierende Faktoren gibt, die man nicht alle herausrechnen kann, genau wie damals bei den Masken.

    #226AuthorNica (de) (236745)  07 Sep 21, 22:28
    Comment

    Re #226: Der Unterschied ist, mein Misstrauen erwächst nicht aus der blauen Luft sondern aus praktischer Erfahrung mit Modellierung (in Szenarien wo man die Modelle anschließend mit der Realwelt validieren kann) und der Benutzung von und Einsicht in Modelle anderer. Wo man dann ins Grübeln kommt, wenn schon die Benutzung eines anderen Compilers beim Compilieren des Programms andere Reaktortemperaturen ergibt. Oder wo Leute Excel benutzen, ohne zu merken, dass in dessen statistischen Funktionen hanebüchene Fehler versteckt sind (das mag in heutigen Versionen nicht mehr der Fall sein). Fool me once, ....


    Bezüglich der Masken habe ich schon ganz am Anfang der Pandemie auf deren Nutzen hingewiesen, aufgrund der praktischen positiven Erfahrung damit in Asien (Korea, Hongkong, Taiwan, etc.), als mir hier im Faden noch erzählt wurde, dass Masken nichts bringen. Die diesbezüglichen Fehlaussagen westlicher Wissenschaftler verzeihe ich ihnen bis heute nicht.

    #227AuthorNorbert Juffa (236158)  07 Sep 21, 22:41
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    #227 Ich vertraue da ganz schlicht auf die Logik. Infizierte erkennen und isolieren, die man sonst nicht erkannt und isoliert hätte -> senkt die Übertragung. (Erfahrung mit Modellierungen habe ich in einem ganz anderen Fachgebiet und wüsste nicht, was das mit der Logik von Infektionskontrolle zu tun haben soll.) Auch bei den Masken war mir die plausible biologische Nachvollziehbarkeit wichtiger als Studien, die es damals nicht gab. Anekdotische Erfahrung aus asiatischen Ländern war ja ganz nett, aber jedenfalls nicht ausreichend.

    #228AuthorNica (de) (236745) 07 Sep 21, 23:07
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    #228 Ich denke, die Aussagen der asiatischen Wissenschaftler waren durch Studien zu SARS-1 fundiert, nicht nur rein anekdotisch. Nein, ich habe keine Studien zum Zitat parat, dass zu belegen. Und es ist ein Unterschied zu sagen, "Zur Nützlichkeit einer Bemaskung der Bevölkerung können wir noch keine Aussagen machen" anstatt (wie geschehen) zu behaupten eine Bemaskung sei unnötig.



    Infizierte erkennen und isolieren, die man sonst nicht erkannt und isoliert hätte


    Richtig, in der Theorie. Wo in der westlichen Welt gibt es denn Isolation und Quarantäne, die diese Namen auch verdienen? Selbst im strengen Australien scheint es nur so halbwegs mit Quarantäne und Kontaktverfolgung zu funktionieren, wenn mal mehr als einige Dutzend Fälle akut sind.

    #229AuthorNorbert Juffa (236158)  07 Sep 21, 23:21
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    #229 Ich denke, die Aussagen der asiatischen Wissenschaftler waren durch Studien zu SARS-1 fundiert, nicht nur rein anekdotisch.


    Das würde mich überraschen, wir reden hier ja nicht über Studien, die zeigen können, dass eine Maske infektiöse Tröpfchen abhält, sondern über Studien, die in einer größeren Bevölkerung zeigen, dass das einen Effekt auf den Epidemieverlauf hat. Wenn ich Dich richtig verstehe, hättest Du also in dem Fall, dass die asiatischen Wissenschaftler nicht über solche Studien verfügen, ebenfalls gesagt, dass Du das Tragen von Masken ablehnst, weil das ja alles nur Theorie ist?


    Richtig, in der Theorie. Wo in der westlichen Welt gibt es denn Isolation und Quarantäne, die diese Namen auch verdienen? Selbst im strengen Australien scheint es nur so halbwegs mit Quarantäne und Kontaktverfolgung zu funktionieren, wenn mal mehr als einige Dutzend Fälle akut sind.


    Es muss doch gar nicht hundertprozentig funktionieren, um einen Effekt zu haben. Wenn sich 20% der positiv Getesteten isolieren, wird die Übertragung doch auch reduziert. Meinst Du wirklich, dass 0% der positiven Schnelltests zu einer Isolation der Infizierten führen?

    #230AuthorNica (de) (236745)  07 Sep 21, 23:33
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    Wenn ich Dich richtig verstehe, hättest Du also in dem Fall, dass die asiatischen Wissenschaftler nicht über solche Studien verfügen, ebenfalls gesagt, dass Du das Tragen von Masken ablehnst, weil das ja alles nur Theorie ist?


    Da verstehst du mich miss 🙂 Meine Rangreihenfolge ist: Ordentliche wissenschaftliche Studie > kollektive praktische Erfahrung relevanter Fachleute > Modellierung > Theorie. Bei den Masken waren die asiatischen Mediziner hier also (mindestens) auf Rang 2, die Aussagen der westlichen Wissenschaftler, die sagten "Keine Masken" waren noch nicht einmal durch Theorie gedeckt, sondern entweder aus der dünnen Luft gegriffen oder bewusste Lügen. Für so ein Verhalten habe ich null Verständnis, es wird einigen Menschen das Leben gekostet haben.



    Meinst Du wirklich, dass 0% der positiven Schnelltests zu einer Isolation der Infizierten führen?


    Ich denke, mit "Isloation" ist "wirksame Isolation" gemeint, nicht "ich bleibe zu Hause, wo noch drei weitere Haushaltsangehörige herumspringen". Ich kenne belastbare Zahlen dazu nicht, kennen die Modellierer sie? Wenn die Modelle öffentlich verfügbar sind, könnte man mal schauen, was für "magische Konstanten" diesbezüglich dem Modell gefüttert werden.



    Ich halte Diskussionen über Tests (außer PCR zur Diagnose) im Übrigen für Ablenkung vom wichtigsten Ziel: Die Impfquote erhöhen. Hier in der Bay Area scheint das recht gut zu klappen (es sind zum Beispiel in Santa Clara County mittlererweile Weiß/Schwarz/Latinx gleichauf), in Gesamtkalifornien und in Deutschland eher weniger. Da ist kollektives Brainstorming gefragt. Noch immer vermisse ich zum Beispiel die Youtube-Influenzer zu dem Thema, aber vielleicht sind die einfach nicht in meinem Feed drin?

    #231AuthorNorbert Juffa (236158)  08 Sep 21, 00:03
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    I find it really disappointing that we aren't seeing more local doctors, judges, county health supervisors, etc. here promoting vaccines at all, much less air filters etc. We do have free testing in our county again, this week and next week at various mobile locations, but it's hardly being publicized at all that I can detect, at least not on billboards or in the local paper. The local TV station has mentioned the drive once or twice, but on the whole, they report the county Covid statistics fast at the beginning of the broadcast and then hurry to move on.

    We also still can't tell if anyone has researched whether the large numbers of VA patients and military families in our county might be artificially lowering our vaccination count, because they were all able to get the vaccine from the federal government rather than from the state or county, and apparently that data is kept separately.

    I haven't been tested at all yet either; my mom was tested when she was hospitalized briefly over a year ago. Our family friends are flying in this month from South America, but they're fully vaccinated and also have to present a negative PCR test before boarding the plane, so hopefully that won't be a problem. I suppose we might all get tested at some point again, just to be sure they weren't exposed to the Mu variant at the airport or on the plane, but I hope that won't be necessary, and right now I'm not even sure it is.

    We did belatedly try to order some N95 masks online, but a lot of the sellers didn't have any at the moment. So I guess if we need to go indoors anywhere, the next time we might double-mask. We've been very sniffy for a few weeks now, but we keep assuming that's just dust or pollen.

    I'm a few days behind on reading national news, but the following article was syndicated in one of the regional papers and it caught my eye. A little unsettling for those of us over 50 and vaccinated in January–February with Pfizer, but I'm still hopeful that the T cells and B cells might step up to make antibodies if needed, and/or that we might get permission to mix and match vaccines eventually.

    _________________

    One Vaccine Makes More Antibodies Than Another. Does it Matter? ...
    Older people don’t respond as well to Pfizer shot, studies say
    More subtle differences emerging between Pfizer, Moderna shots ...
    Ten months ago, the results of large clinical trials appeared almost too good to be true: Two messenger RNA vaccines reduced symptomatic Covid-19 cases by more than 90% in almost every group that got them. 
    Now, subtle differences between the Pfizer Inc.-BioNTech SEand Moderna Inc. vaccines are emerging across patient groups over time. One small U.S. study found waning levels of antibodies with Pfizer’s vaccine, particularly in an older group of people. And a larger study from Belgium found that Moderna’s shot may generate more antibodies than Pfizer’s.
    ( https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-... ) ...
    The Food and Drug Administration will hear public arguments on Sept. 17 about whether or not to go ahead with booster shots of Pfizer’s vaccine. 
    Much of the focus has been on levels of antibodies, which serve as one of the immune system’s front-line defenses. One theory about Moderna’s vaccine is that it creates more of those antibodies because it uses a larger dose and the two doses are administered over a one-week longer period than Pfizer’s. 
    But antibodies are just one component of immunity, and it isn’t clear if they are the most important one, especially over the long-term. ...
    Along with shorter-lasting antibodies, Covid vaccines also trigger what’s essentially a long-term memory in the immune system. That memory appears to increase and become better at making variant-fighting antibodies over time. That longer-term protection, which includes what are known as T cells and memory B cells, is harder to measure in the lab than antibodies. But it’s thought to play an important role in preventing severe illness and hospitalizations. ...
    A small U.S. study examined a group of nursing-home patients and staff who got two doses of the Pfizer vaccine. It found antibody levels in both groups waned over time. But the 120 residents in the study, who had a median age of 76, started out with a much lower level of antibodies than the younger staff did.
    Over a number of months, “they end up in an even worse spot,” said David Canaday, an infectious disease physician and professor of medicine at Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, who led the study, which was released as a preprint before publication in late August. 
    Two weeks after a second inoculation, neutralizing antibodies had fallen below the level of detection in 16% of nursing home residents who hadn’t had Covid before their immunizations. Six months post-vaccination, 70% had extremely low levels. By contrast, only 16% of the 64 younger care-givers had such meager antibodies six months out, the research found.
    “Definitely the protection will drop a fair amount with these levels of antibody loss,” Canaday said. But it’s unlikely such a loss will mean zero protection.
    A second study compared antibody levels in 167 University of Virginia health system staff immunized with either the Moderna or Pfizer vaccine. Antibodies levels after the second vaccine were about 50% higher in people who got the Moderna shot, the researchers said Thursday in a letter in Jama Network Open. 
    ... when the researchers dug further, they found that the difference was mostly explained by an inferior response to the Pfizer vaccine in people 50 and older, says Jeffrey Wilson, an immunologist at the University of Virginia and co-author on the study. With the Moderna vaccine, the antibody response after two shots didn’t differ dramatically by age group. ...
    The University of Virginia finding is broadly consistent with a bigger study of more than 1,600 workers at a hospital in Belgium that found people who got the Moderna vaccine had, on average, double the antibody levels of those who got Pfizer. But the Belgian study, which was published Monday in the Journal of the American Medical Association, found Moderna produced higher antibody levels in all age groups.
    None of the studies measured whether fewer antibodies results in less protection over time. But as the delta variant has taken over, emerging data increasingly show a deteriorating level of protection from immunizations, leading to more reports of breakthrough infections where a vaccinated person becomes ill. 
    Protection against severe disease and hospitalization — the most important public-health benefit of vaccination — has generally remained strong.

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-... ($)
    https://tamilnaatunadapu.in/2021/09/06/one-va...
    https://www.ndtv.com/world-news/coronavirus-o...

    #232Authorhm -- us (236141) 08 Sep 21, 06:38
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    Re #232 they found that the difference was mostly explained by an inferior response to the Pfizer vaccine in people 50 and older


    I am not amused. Given that Moderna's vaccine seems to be at least as efficacious as Pfizer's, I wonder why we seem be using the latter more frequently in the US. The CDC stats show that 86.7% of the Pfizer doses delivered have been administered but only 80.9% of the Moderna doses.



    I find it really disappointing that we aren't seeing more local doctors, judges, county health supervisors, etc. here promoting vaccines at all, much less air filters etc.


    I have to say I am quite satisfied with my local officials. The county health department seems hard at work to get more shots into arms. At the county level we have been administering about 3000 doses per day over the past three months, at a pretty even pace. The county health department has put up quite a bit of billboard advertising which I noticed driving around our part of town.


    My local city council member has organized two vaccine clinics in an underserved part of our district so far. His weekly district email newsletter always has the latest information on testing and vaccination resources.

    #233AuthorNorbert Juffa (236158)  08 Sep 21, 07:10
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    Interessante Diskussion gestern am Abend (das ist nicht ironisch gemeint!). Ich frage mich schon lange, ob die Wissenschaft wenigstens nach dem Ende der Pandemie klare und gut belegte (und am besten quantitative) Aussagen dazu machen kann, wie gut verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung beigetragen haben. Ich fürchte, das wird trotz der Vielzahl der Publikationen schwierig werden, da man vermutlich doch wieder auf Modellierungen zurückgreifen muss.


    Insbesondere würde ich mir auch eine bessere Datenlage zur Wirksamkeit der verschiedenen Maskentypen erhoffen. Zu der Frage, was für Studien es denn (auch früher) gab, ein Ausschnitt aus https://www.pnas.org/content/118/4/e2014564118 (RCT steht für ranomized control trial) :


    Cochrane (7) and the World Health Organization (8) both point out that, for population health measures, we should not generally expect to be able to find controlled trials, due to logistical and ethical reasons, and should therefore instead seek a wider evidence base. This issue has been identified for studying community use of masks for COVID-19 in particular (9). Therefore, we should not be surprised to find that there is no RCT for the impact of masks on community transmission of any respiratory infection in a pandemic.


    Ich habe gerade mal eine schnelle Recherche gemacht und festgestellt, dass nicht überraschend in den letzten Monaten viele Publikationen zu den Masken herausgekommen sind. Sie scheinen mir nicht so klar, wie ich es mir wünschen würde. Damit will ich den Nutzen der Masken keineswegs in Zweifel stellen, aber ich hätte gerne noch bessere Aussagen dazu, welche Maskentypen welche Schutzwirkung haben, wie wichtig die Kombination mit anderen Maßnahmen ist, wie wichtig das korrekte Tragen ist etc. Zu all diesen Thenen gibt es Ansätze, aber wie überzeugend sind sie?


    Zum Thema richtiges Tragen:


    Ich bin ja gerade in Stettin und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die hier in öffentlichen Verkehrsmitteln geltende Maskenpflicht eine Wirkung hat. Soweit ich weiß drohen durchaus empfindliche Strafen, aber die Umsetzung ist trotzdem noch etwas anders als mir aus Deutschland bekannt. Etwas sarkastisch formuliert mein sehr subjektiver Eindruck nach einer Fahrt von einem Ende der Stadt zum anderen gestern außerhalb der Rush Hor (es war also nicht allzu voll)


    • Mindestens 80 % haben eine Maske dabei
    • Das Abdecken des Kinns gilt wohl als notwendig, denn ca. 70 % halten die Kinnbedeckungspflicht ein.
    • Bei der Frage, ob man auch den Mund bedecken solle, gibt es noch keine Einigkeit, gut 50 % tun es.
    • Verpönt ist das Bedecken der Nase. Nur die Mutigsten 20 % trauen sich das.
    • Es gibt wichtige Sonderregelungen: Wenn man während der Fahrt ein Telefonat führt, muss die Maske abgenommen oder zumindest unters Kinn geschoben werden. Der Gesprächspartner soll einen ja verstehen.
    • Die Masken müssen allem Anschein nach nur getragen werden, wenn sich die Straßenbahn oder der Bus bewegt. An Haltestellen wird sie gerne mal abgenommen.
    • Es gilt als unfein, die Maske schon vor dem Betreten des Verkehrsmittels aufzusetzen. Vorbildlich handelt, wer das Verkehrsmittel ohne aufgesetzte Maske betritt, sich in Ruhe einen Platz sucht, sich hinsetzt und dann in aller Ruhe nach der Maske sucht. Daraus folgt auch, dass Leute, die stehen bleiben, auf eine Maske verzichten können.

    Ich habe etwa übertrieben, aber nur etwas. Ich bin hier zu Gast und muss akzeptieren, wies es die Menschen hier machen. Ich trage meine FFP2-Maske trotzdem. Ganz anders ist es ja auch in Deutschland nicht, aber mir fiel es trotzdem auf.


    Ich habe mich gestern auch mit Polen darüber unterhalten. Die meinten, dass die Maskenpflicht vor ein paar Monaten besser befolgt wurde, dass die niedrigen (aber auch ansteigenden) Infektionszahlen die Menschen aber in falscher Sicherheit wiegen.

    #234Authorharambee (91833) 08 Sep 21, 08:59
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    Ich habe das als sehr unterschiedlich beobachtet in der Großstadt:
    In der S-Bahn morgens nach Wien tragen die Pendler ihre FFP2-Masken korrekt. Nur manche Brillenträger erlauben sich unkorrekte Lüftungsöffnungen.
    In der U-Bahn in die Randbezirke nachmittags tragen die Einwohner ihre maskenartigen Fetzen hauptsächlich wie von harambee beschrieben. Kein Kinn in Wien wird jemals Corona kriegen, so viel ist sicher.
    #235Authortigger (236106) 08 Sep 21, 09:16
    Comment

    Von einer wissenschaftliche Studie über Masken habe ich kürzlich gehört un dmusste ein wenig suchen weil ich das Land vergessen hatte wo man das machte.


    Eine groß angelegte Studie aus Bangladesch bestätigt, dass das Tragen von medizinischen Masken dabei hilft, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

    https://www.rnd.de/gesundheit/corona-medizini...


    Die Forscher nahmen fast 350.000 Menschen aus 600 Dörfern im ländlichen Bangladesch in die Studie auf. Die Dörfer wurden nach dem Zufallsprinzip einer Reihe von Maßnahmen zur Förderung des Tragens von chirurgischen Masken zugewiesen.

    https://www.doccheck.com/de/detail/articles/3...


    Methods: We conducted a cluster-randomized trial of community-level mask promotion in rural Bangladesh from November 2020 to April 2021

    The Impact of Community Masking on COVID-19


    Das steht auch was über den Unterschied von medizinischen und selbstgenähten Modellen. Ob die Maskenhersteller die Studie finanziert haben, weiss ich jetzt nicht 😉

    #236Authorzacki (1263445)  08 Sep 21, 09:22
    Comment

    #231 Meine Rangreihenfolge ist: Ordentliche wissenschaftliche Studie > kollektive praktische Erfahrung relevanter Fachleute > Modellierung > Theorie


    Der Plural von Anekdoten ist nicht Daten. Der plausible biologische Wirkmechanismus ist für mich wesentlich überzeugender als irgendwelche subjektiven Beobachtungen.


    Deine Antwort "Ich kenne belastbare Zahlen dazu nicht" auf die Frage nach einem Nulleffekt des Testens interpretiere ich so, dass Du diesen auch für unwahrscheinlich hältst. (Mal ganz davon abgesehen, dass Dir ja sowieso die subjektive Beobachtung von Fachleuten reichen würde.) Wer subjektive Beobachtungen mag, kann ja mal die Massentests in Ländern mit guter Pandemiekontrolle anschauen. Ich finde es überzeugend, in einer Pandemie alles einzusetzen, was einen logisch nachvollziehbaren Effekt haben kann. Wenn man da erst ein paar Jahre auf Daten wartet, kann man bestimmt bei der nächsten Pandemie ganz super agieren ;) Lebewesen sind keine Produkte, die man erst mal ein paar Jahre auf belastbarer Zahlenbasis optimieren kann, bevor man sie auf den Markt bringt.

    #237AuthorNica (de) (236745) 08 Sep 21, 09:52
    Comment

    Danke zacki! Das ist auf jeden Fall schon mal ein Schritt in die Richtung, die ich mir wünsche. Die nur sehr schwer zu lösenden Probleme auch dieser Studie werden ja in den Artikeln genannt. So wurde in den Orten, in denen die Masken verteilt wurden, durch die damit verbundene Aufklärung auch erreicht, dass die Leute etwas mehr Abstand hielten. Was genau "Physical distancing increased from24.1% in control villages to 29.2% in treatment villages" bedeutet, habe ich auf die Schnelle nicht herausgefunden. Man kann jetzt natürlich nicht eindeutig sagen, ob die beobachteten Ergebnisse auf die Masken oder auf das bessere "social distancing" zurückzuführen sind, aber die Autoren haben schon versucht, Indizien zu finde. Ich habe das nur überflogen und habe bestimmt was übersehen, aber ich will gleich raus, habe schließlich Urlaub (-; Zum Unterschied zwischen Stoffmasken und "surgical masks":


    In einigen Dörfern wurden Stoffmasken verteilt, in anderen "surgical masks". Ergebnisse:


    Intervention Effect on Symptomatic Seroprevalence: Verringerung um 11,2 % in surgical mask villages und um 5,0 % in cloth mask villages


    Effect on WHO-Defined COVID-19 Symptoms: Verringerung um 13,6 % in surgical mask villages und um 8,5 % in cloth mask villages


    Wie die Autoren selbst schreiben, sind die Effekte nicht riesig, was sie darauf zurückführen, dass auch in den intervention villages nur 41,3 % Masken getragen haben.

    #238Authorharambee (91833)  08 Sep 21, 10:04
    Comment

    Hallo Wik, ich mag Dir nochmal antworten.


    Schau, wenn ich trotz vollständiger Impfung die regelmäßigen Schnelltests mache, habe ich keine super zuverlässige, aber dennoch eine gewisse Chance der Früherkennung, sollte mich Delta irgendwo erwischt haben. Wir andere schon betonten: Dadurch ist die Möglichkeit einer früheren Isolation und damit Durchbrechung der Infektionskette gegeben und diese Chance möchte ich nutzen.


    In den Zeiten vor den Testmöglichkeiten isolierte ich mich massiv, um durchgängig meine Mutter mitversorgen zu können. Das hat mich über die psychische Belastungsgrenze hinaus gebracht und sehr gefordert. Jetzt kommen in meinem Privatleben wieder Vereinsaktivitäten auf mich zu, die mich vermehrt mit Menschen zusammen bringen. Das brauche ich um psychisch zu gesunden / gesund zu bleiben. Aber parallel sind da noch ein paar alte Menschen (die Mama und auch andere), denen ich keine Ansteckung ins Haus tragen möchte. Also bohr ich in der Nase, bevor ich zu diesen Menschen aufbreche und fahr nur los, wenn der Selbsttest negativ ist. Der Aufwand ist gering im Vergleich zur Belastung der Isolation, die ansonsten auf mich zukäme.

    #239AuthorLa chatte (823589)  08 Sep 21, 11:50
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    In Österreich wird der Druck auf Ungeimpfte (aber Impfbare) erhöht. Bei den Maßnahmen gilt neuerdings die Auslastung der Intensivstationen als Maßstab:
    https://orf.at/stories/3227809/

    Von der vierfarbigen Ampel hat man dafür nichts mehr gehört.
    #240Authortigger (236106) 08 Sep 21, 13:23
    Comment

    #239 La chatte:

    Ich hoffe, du hattest dich von meiner Bemerkung nicht persönlich angegriffen gefühlt, so was es sicher nicht gemeint. Und danke für deine Antwort hier. Ich kann deinen Gedankengang durchaus nachvollziehen, auch wenn ich mich selbst anders verhalte (und auch meine Gründe dafür habe). Wichtig ist, dass es für dich und deine Situation passt. Alles Gute weiterhin!

     

    Und mehr zurück zur gestrigen Testdiskussion: Ich bin durchaus für verdachtunabhängiges Testen in bestimmten Situationen.

    Aber je mehr ich hier lese (und speziellen Dank mal wieder an Dodolina und Nica für die Erklärungen und Antworten), desto kritischer sehe ich die Schnelltests. Auch wenn sie "nur" als screening tool benutzt werden, die methodenbedingten (hoffentlich habe ich das richtig verstanden) falsch negativen Ergebnisse in den ersten infektiösen Tagen bedeuten doch eine deutliche Gefahr. Weniger für die Gutinformierten und Vorsichtigen, die sich z.B. hier im Forum tummeln, aber für viele Menschen gilt sicher mehr oder weniger: negativer Test bedeutet kein Covid. Das hat sicher auch Auswirkungen auf das Verhalten.

    Das Argument, man müsse regelmäßig testen ändert leider auch nichts dran, dass der positive Test zu spät kommt, nämlich nachdem schon mehre Tage Gelegenheit bestand, das Virus zu verbreiten. Ich kann mich an die Erklärung erinnern, dass z.B. in den Schulen die Infektion vielleicht nicht beim ersten Mal erkannt würde, aber dann halt beim nächsten Test eine halbe Woche später. Dann ist das Virus aber potentiell schon schön weiterverbreitet. Wäre es nicht sinnvoller, PCR Tests zu machen, und die Proben zu poolen, je nach Inzidenzlage in größeren oder kleineren Gruppen? Da kann man dann mit viel größerer Sicherheit nach 24h sagen, ob es in einer bestimmten Gruppe einen Fall gibt, und kann die Gruppe schon mal isolieren, während die Einzeltests laufen.


    Anderes Thema, der Anteil von Kindern an Krankenhauseinweisungen, das wir vor kurzem diskutiert haben:

    https://www.independent.ie/irish-news/health/...

    In den letzten 14 Tagen waren 10% der Covid-Neueinweisungen in irischen Krankenhäusern U18, und es gibt eine kleine Anzahl an Intensivpatienten bei den 13-17jährigen (wenn es weniger als 5 Fälle gibt, werden aus Datenschutzgründen die genauen Zahlen nicht genannt).

    Ich denke inzwischen, dass der Anteil an Kindern (also, der nicht-Impfbaren 0-12-jährigen) an den schweren Fällen negativ mit der Impfquote der Gesamtbevölkerung korreliert sein könnte. Je mehr Erwachsene geimpft sind, desto geringer ist deren Gefahr für einen schweren Verlauf. Natürlich spielen da noch andere Faktoren rein.

    #241AuthorWik (237414) 08 Sep 21, 17:17
    Comment

    Wäre es nicht sinnvoller, PCR Tests zu machen, und die Proben zu poolen, je nach Inzidenzlage in größeren oder kleineren Gruppen?


    Das machen die in manchen Schulen so, nennt sich Lollitest Wenn dort ein Treffer ist, machen die Kinder zu Hause jeder noch einen Test damit es geheim bleibt wer infiziert ist.


    Die neue PCR-Pool-Methode: So funktioniert der Lolli-Test

    https://www.rnd.de/gesundheit/die-neue-pcr-po...

    #242Authorzacki (1263445)  08 Sep 21, 17:24
    Comment

    Re #237: Der Plural von Anekdoten ist nicht Daten. Der plausible biologische Wirkmechanismus ist für mich wesentlich überzeugender als irgendwelche subjektiven Beobachtungen.


    "Tja, Herr Semmelweis, solange sie uns keinen biologischen Wirkmechanismus benennen können, sollten sie ihre Hirngespinste bezüglich der Vorteile des Händewaschens schnellstens vergessen." Der Unterschied zwischen praktischer Erfahrung im Felde und Theorie ist oft, dass verschiedene Nebenbedingungen in die Praxis einfließen, die von der Theorie nicht berücksichtigt werden. Und praktische Erfahrung kann durchaus auch mit Datensammlung und Statistik einhergehen, die aber nicht den Qualitätanforderungen einer wissenschaftlichen Studie genügen würden.



    Deine Antwort "Ich kenne belastbare Zahlen dazu nicht" auf die Frage nach einem Nulleffekt des Testens interpretiere ich so, dass Du diesen auch für unwahrscheinlich hältst


    Die Interpretation ist nicht zutreffend. Ich meinte es genau so, wie ich es sagte. Ich kann den Effekt des Testens in real existierenden Kontexten nicht beziffern. Dass er größer als 0 ist, sehe ich als gegeben an. Aber ist der Koeffizient eher 0,1 oder eher 0,9? Ich weiß es nicht, bin auch noch keinen Daten dazu begegnet. Ich habe aber auch noch nicht dediziert danach gesucht. Ich frage mich allerdings, woher die Modellierer ihre Zahl(en) dazu nehmen.

    #243AuthorNorbert Juffa (236158)  08 Sep 21, 19:57
    Comment

    Sorry, ich habe jetzt die letzten Tage nicht komplett verfolgt... was haltet ihr denn von 2G-Plus in Rheinland-Pfalz?


    EDIT: Und auch das könnte, zumindest mittelfristig, interessant werden:

    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    Das US-Biotechunternehmen Novavax startet eine frühe klinische Studie mit einem kombinierten Impfstoff gegen saisonale Grippe und Covid-19. An der Studie der Phase 1/2 in Australien sollen 640 Erwachsene zwischen 50 und 70 Jahren teilnehmen, die bereits mit dem Coronavirus infiziert waren oder die mindestens acht Wochen zuvor einen zugelassenen Covid-19-Impfstoff erhalten haben. Die Studienergebnisse erwartet Novavax im ersten Halbjahr 2022.


    Ich habe mir - ohne vertiefte Kenntnisse in diesem Bereich zu haben - auch schonmal gedacht, ob man nicht gleichzeitig gegen COVID-19 und Anderes impfen könnte?

    #244AuthorBenatarsComrade (1182552)  08 Sep 21, 22:06
    Comment

    Schon aus logistischen Gründen (die Grippeimpfung ist bei meinem Gesundheitsversorger jeweils eine den ganzen Monat Oktober andauernde Großaktion, weil die Impfquote ziemlich hoch ist [*]), ist eine hypothetische Kombi-Impfung gegen Grippe und COVID schon vielfach und vielerorten angedacht worden, aber die Nachricht bezüglich Novavax ist das erste Konkrete, dass mir dazu untergekommen ist. Danke für den Hinweis.


    Ein potentielles praktisches Problem sehe ich momentan noch darin, dass die Grippeimpfung in den USA für Kinder ab eine halbem Jahr empfohlen ist, die Impfstoffe für COVID aber noch nicht für U12 freigegeben sind. Aber ich finde den Ansatz gut, vor allem wenn man einen preiswerteren Impfstoff als den von Pfizer/BioNTech dazu nehmen könnte.


    [*] https://usafacts.org/articles/how-many-americ...

    During the 2018-2019 flu season, 49.2% of people ages six months and older got a flu vaccine, according to the Centers for Disease Control and Prevention (CDC). That’s the highest level since the 2009-2010 flu season, but well below the 70% target that the Department of Health and Human Services set in 2010 for the entire population.

    #245AuthorNorbert Juffa (236158)  08 Sep 21, 22:19
    Comment

    Und hier etwas zu 2G+:


    Wir haben in Rheinland-Pfalz ein „2G+“-System entwickelt und führen dies nun ein. Für Geimpfte und Genesene bleibt es bei einem sehr großen Stück Normalität. Es werden für diese Gruppe unbegrenzte Zusammenkünfte möglich sein, zu denen ein gewisses Kontingent an nicht-immunisierten Personen hinzukommen können.

    ...

    An die Warnstufen knüpften differenzierte Maßnahmen an; da die Infektionsgefahr unter geimpften und genesenen Personen wesentlich geringer ist als unter „nur getesteten“ Personen, bestehe für den Betreiber einer Veranstaltung oder in der Gastronomie künftig die Möglichkeit, mehr Personen den Zutritt zu gestatten, wenn darunter nur eine sehr geringe Anzahl von lediglich getesteten Personen ist. In allen Warnstufen sei ein „Kontingent“ von Personen vorgesehen, für die eine Testung ausreiche, um insbesondere dem Rechnung zu tragen, dass ein sehr geringer Prozentsatz sich aus medizinischen Erwägungen nicht impfen lassen kann. Da die Impfung aktuell erst ab 12 Jahren durch die STIKO empfohlen wird, zählten im Sinne der Verordnung Kinder bis einschließlich elf Jahren als geimpft und fielen damit unter die 2G-Regel. Teilhabe sei durch diese Regelung gewährleistet.


    Das letztere ist zwar epidemiologischer Kokolores (auch die Sache mit "Schülerausweis gilt als Test" in NRW etc., wofür Gebauer mal wieder heftige Kritik und den Hashtag #GebauerRuecktritt einstecken musste), aber ansonsten ist die Idee eines Zwischendings zwischen 2G und 3G gar nicht so schlecht, sozusagen 2,5G...

    #246AuthorBenatarsComrade (1182552) 08 Sep 21, 22:26
    Comment
    Weiß nicht mehr, ob wir das hier schon hatten, aber ich habe mich vorhin bei den Nachrichten (ZDF heute) mal wieder über die Zahleninkompetenz von Journalisten aufgeregt, die mir in dieser Pandemie schon häufiger sehr unangenehm auffiel.
    Die neue Hospitalisierungsrate wurde erklärt: Die Rate, wieviele Covid-Erkrankte im Krankenhaus liegen pro 100.000 Einwohner. Schön. Dann kam, dass diese Rate nun aktuell bei 1,7 liegt. Auch schön.
    Aber was BEDEUTET 1,7 nun? Ist das viel oder wenig? Was ist die Referenz? Sowas muss man doch dazu sagen, wenn ein neuer Indikator eingeführt wird. Warum kann man Journalist sein und so was einfach in die Welt setzen, ohne nachzufragen?

    (Ich habe dann selber gegoogelt. Zum Höhepunkt der letzten Welle lag die Rate wohl bei 10.)
    #247AuthorQual der Wal (877524) 08 Sep 21, 23:39
    Comment

    Re #247: Darf ich fragen, wo du zur Zahl der Hospitalisierungen fündig geworden bist? Für die Zahl der COVID-Patienten auf Intensivstationen ziehe ich immer die Grafiken der "Zeit" heran (https://www.zeit.de/thema/coronavirus). Dort sehe ich momentan:


    1 .Welle, Gipfel 17. April 2020, 2.895

    2. Welle, Gipfel 2. Januar 2021, 5.762

    3. Welle, Gipfel 26. April 2021, 5.063

    4. Welle, 7. September, 1.388


    Also bisher nur zirka ein Viertel der "Wellenhöhe" der letzten beiden Wellen.


    In Kalifornien fängt sich jetzt der Gipfel der Intensivstationbelegung an zu runden. Wenn es keine negativen Überraschungen gibt, wäre der Gipfel der vierten Welle dann am 2. September 2021 mit 2.131 Patienten erreicht worden, gegenüber dem Spitzenwert von 4.971 am 10. Januar 2021 in der dritten Welle. Das heißt, eine generelle Überlastung des Gesundheitssystems ist in Kalifornien in der vierten Welle nicht eingetreten (zu einzelnen Counties werde ich demnächst recherchieren).


    Da Deutschland insgesamt eine leicht höhere Impfquote aufweist als Kalifornien, lässt das vermuten, dass Deutschland im allgemeinen glimpflich durch die vierte Welle kommen wird, und sich mögliche Überlasterscheinungen auf einige Kreise mit besonders niedrigen Impfquoten beschränken werden.

    #248AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 01:21
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    Die 10 als bisher höchste Hospitalisierungsinzidenz hatte ich auch irgendwo gelesen. Leider weiß ich auch nicht mehr genau, wo das war, wahrscheinlich in irgendeinem Zeitungsartikel.

    Scheint mir auch nicht ganz unplausibel, denn allein die 5700 Intensivpatienten machen bei 83 Millionen Einwohnern schon 6,8 pro 100 000 aus. Dazu kommen dann noch die auf den Normalstationen.


    Im Augenblick liegt R in Deutschland wieder ungefähr bei 1, aber ob das wirklich schon der Gipfel der Welle ist, bezweifle ich.

    Immerhin gehen in einigen bevölkerungsreichen Bundesländern gerade erst die Ferien zu Ende, da wird noch einiges von Reiserückkehrern kommen.

    #249AuthorDodolina (379349) 09 Sep 21, 08:18
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    In Kalifornien sind momentan von ingesamt 8.025 COVID-Patienten in den Krankenhäusern 2.088 in einer Intensivstation, also zirka ein Viertel. Kann das Verhältnis Hospital / ITS - Belegung in Deutschland soviel anders sein? Daher wäre es nett, wenn jemand eine Quelle für die Zahl der Hospitalisierungen in DE angeben könnte; mein Google-fu scheint heute ausgesprochen schlecht zu sein.

    #250AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 08:27
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    Danke für die Mühe, Selima. Direkt ist bei keinem der beiden Links das Gesuchte dabei. Vorausgesetzt, ich habe jetzt keine Tomaten auf den Augen. Beim zweiten Link könnte man es vielleich mühsam ausrechnen, wenn man "Anteil COVID-19 Betten" kombiniert mit "Betten gesamt" und das über zig Zeilen summiert?


    Gesucht ist: "Total number of hospitalized COVID-19 patients across all of Germany on any given day of the pandemic". Am besten als Grafik mit Slider, bei dem man dann die Gipfel ansteuert und Tag und Zahl angezeigt bekommt. So wie bei der "Zeit" eben, oder auf dem Dashboard des Staates Kalifornien.


    Ich habe jetzt noch mal selbst probiert, und finde immer noch keine Daten zu den in DE hospitalisierten COVID-Patienten.


    Für die USA insgesamt sind die Daten im COVID-Tracker des CDC, wo momentan der 7-Tage Durchschnitt der mit COVID-19 Hospitalisierten mit 92.545 angegeben wird, gegenüber 123.863 auf dem Gipfel der dritten Welle Anfang Januar 2021. Auch landesweit scheint sich in dne USA die Kurve der Hospitalisierungen jetzt zu einem Gipfel zu runden, so dass die vierte Welle landesweit wohl etwas kleiner werden wird als die dritte. (aber mit örtlicher Überlastung, momentan z.B. Idaho).

    #252AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 08:42
    Comment

    #241 Auch wenn sie "nur" als screening tool benutzt werden, die methodenbedingten (hoffentlich habe ich das richtig verstanden) falsch negativen Ergebnisse in den ersten infektiösen Tagen bedeuten doch eine deutliche Gefahr. Weniger für die Gutinformierten und Vorsichtigen, die sich z.B. hier im Forum tummeln, aber für viele Menschen gilt sicher mehr oder weniger: negativer Test bedeutet kein Covid. Das hat sicher auch Auswirkungen auf das Verhalten.


    Dasselbe Argument gab es auch schon für viele andere Gesundheitsinterventionen (Gurtpflicht, Helmpflicht, Maskenpflicht), aber Belege gibt es keine bzw. teils Belege, dass das nicht stimmt.


    #243 Die Interpretation ist nicht zutreffend. [...] Dass er größer als 0 ist, sehe ich als gegeben an.

    Ähem, genau das war ja meine Interpretation...


    #244 Die Studie von Novavax bezieht sich nur auf Auffrischungsimpfungen (und die erste Impfung nach Infektion), hilft also bei der Erhöhung der Impfquote nur sehr bedingt. (Das hattest Du auch nicht geschrieben, aber ich wollte es noch ergänzen.) Ob man überhaupt so regelmäßige Auffrischungen bei Covid braucht, ist ja noch völlig unklar.


    #246 2G+ halte ich für keine gute Idee. Sollen die Veranstalter jetzt auch noch verpflichtet werden, eine Liste zu führen, wie viele getestete Gäste gerade anwesend sind? Und wenn ein Getesteter das Restaurant verlässt, muss er sich abmelden?


    #247 Die neue Hospitalisierungsrate wurde erklärt: Die Rate, wieviele Covid-Erkrankte im Krankenhaus liegen pro 100.000 Einwohner.

    Soweit ich weiß, ist das nicht die richtige Erklärung. Richtig wäre: Es ist die Rate, mit der Menschen in den letzten sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus aufgenommen wurden.

    #253AuthorNica (de) (236745)  09 Sep 21, 09:09
    Comment

    .

    #254AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 09:24
    Comment

    Eine weitere Quelle für die Hospitalisierungsraten findet sich hier:

    https://www.corona-in-zahlen.de/hospitalisierung/

    Die Statistik wird allerdings nur monatlich aufgefrischt.


    Und die Werte sind abweichend zu #248


    1 .Welle, Gipfel 17. April 2020, 2.895 | 06. April 2020, 7,35

    2. Welle, Gipfel 2. Januar 2021, 5.762 | 21. Dezember 2020, 15,19

    3. Welle, Gipfel 26. April 2021, 5.063 | 26. April 2021, 9,62

    4. Welle, 7. September, 1.388 | 30. August 2021, 2,01


    Die Rate wird auf der Seite folgendermaßen erklärt:

    Die Hospitalisierungsrate gibt die Zahl der zur Behandlung aufgenommenen COVID-19 Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an...

    #255Authorpetewald_DE (1202508)  09 Sep 21, 10:14
    Comment

    #255: Die ersten Zahlen sind die jeweils tagesaktuellen Belegungen, die zweiten Zahlen die wochenaktuellen 7-Tage-Neuaufnahmeraten. Darum ist es kein Wunder, dass die Lage der Scheitelpunkte voneinander abweicht.

    #256AuthorMattes (236368)  09 Sep 21, 10:20
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    Ich hatte ja angekündigt, die Quote der Vollgeimpften in den Counties der Bay Area zu der Zahl der Hospitalisierten in der dritten und vierten in Bezug setzen zu wollen, wenn die vierte Welle den Gipfel überschritten hat. Ich habe noch Sacramento County mit dazu genommen als ein großes County mit relativ niedriger Impfquote. Die Spalten sind Name, Prozent der Vollgeimpften an der Gesamtbevölkerung, Gipfel der Hospitalisertenzahl in der 3. und 4. Welle, Quotient Hospitalisierte 4.Welle/3.Welle. Quellen:


    https://data.news-leader.com/covid-19-vaccine...

    https://public.tableau.com/views/COVID-19Hosp...


    Marin          75.49%  39/20   0.51

    San Francisco  73.43%  259/128 0.49

    Santa Clara    73.12%  726/253 0.35

    San Mateo      70.99%  196/62  0.31

    Alameda        69.97%  454/232 0.51

    Contra Costa   69.79%  296/227 0.77

    Sonoma         65.02%  110/83  0.75

    Solano         53.60%  180/163 0.91


    Sacramento     55.02%  518/449 0.87


    Eine schöne glatte Kurve kommt nicht heraus (zum Teil ist die Grundmenge auch ein wenig klein), aber als ganz groben Trend kann man ausmachen: je höher die Impfquote in einem County, desto kleiner fiel die 4. Welle aus im Vergleich zur 3. Welle. Extrapolierend deutet sich noch an, dass eine Impfquote von 50% auf gleich hohe 3. und 4. Welle hinausläuft. In vielen Counties gab es nur noch geringe Reserven während der 3. Welle. Man könnte also hypothetisieren, das ca. 50% Vollgeimpfte das Minimum darstellt, bei dem gerade so eben keine Überlastung des Gesundheitssystems eintritt.


    Weiterer Datenpunkt: Ich hörte heute in den Fernsehnachrichten, dass jetzt die Krankenhäuser in Kern County überlastet sind. Das hat nur 40.06% Vollgeimpfte.

    #257AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 11:15
    Comment
    Juhu, die Buschtrommel sagt, das erste Kind in der Schule ist schon (wirklich) positiv.
    Obwohl beide Schulen im Ort keine Ergebnisse für die PCR-Tests von Dienstag bekommen haben, das Labor hat offenbar 500 Proben verschustert...
    #258Authortigger (236106) 09 Sep 21, 11:18
    Comment

    #257 finde ich beeindruckend. Danke, Norbert!

    #259AuthorMattes (236368) 09 Sep 21, 11:21
    Comment

    Das es COVID-Fälle in den Schulen geben wird, ist nicht anders zu erwarten. Meist bereits in der ersten Woche des neuen Schuljahres; so war es zumindestens bei den Schulen hier in der Gegend.


    Die interessante Frage ist: Was sagen die momentanen Vorschriften, was in diesem Fall passieren soll (z.B. wer muss dann zu Hause bleiben)?

    #260AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 11:24
    Comment
    Die Kinder <12 testen 3x pro Woche in der Schule, sonst dürfen sie nicht kommen.<br/>Sobald ein Kind beim Schnelltest positiv ist, wird es abgesondert und heimgeschickt. Dort wird die Familie von einem mobilen Team PCR-getestet und bleibt bis zum Ergebnis in Quarantäne.
    Ist das Kind wirklich positiv, wird die ganze Klasse PCR-getestet. Ab 2 positiven Kindern muss die ganze Klasse 10 (oder 14? weiß ich grad nicht) Tage in Quarantäne. Und da kommt dann auch die Polizei nachschauen, ob das Kind zu Hause ist, ob positiv oder nicht. Negativ getestete Familienmitglieder, auch ungeimpfte Geschwister, dürfen allerdings raus.

    Das ist also alles halbwegs vernünftig, funktioniert aber natürlich nicht, wenn die PCR-Tests verloren gehen und/oder so viele ungeimpfte Erwachsene positiv sind, dass zu viele symptomlose Infektionen bei Kindern unerkannt bleiben und plötzlich unzählige positiv sind.

    Immerhin wurde vermeldet, dass 82% der Bundeslehrer:innen geimpft sind, das ist ja schon sehr ordentlich.
    #261Authortigger (236106) 09 Sep 21, 12:07
    Comment

    #257 Der Zusammenhang zwischen Impfquote und Hospitalisierung sieht wie erwartet ganz schön aus, aber ich wäre vorsichtig, eine Sommerwelle mit einer Winterwelle zu vergleichen und daraus auf den weiteren Verlauf zu schließen. Im Winter kann es trotzdem auch bei einer höheren Impfquote zu einer Überlastung kommen.

    #262AuthorNica (de) (236745) 09 Sep 21, 12:15
    Comment

    @261: Kann man denn so pauschal sagen "die Kinder"? Ich habe das ganz anders gehört, da werden nur die Sitznachbarn in alle Richtungen nach Hause geschickt in Isolation, also rechts, links, vorhe und hinten. Wenn man Pech hat, also die halbe Klasse. Aber es kann sein, dass jede Schule da andere Vorschriften hat.

    #263Authorzacki (1263445) 09 Sep 21, 12:21
    Comment

    zacki, jede Schule wohl nicht, höchstens jedes Bundesland.

    Und bei tigger in Österreich sieht es nochmal anders aus.


    Die SZ schrieb letztens:

    Künftig sollen für Kinder bundesweit einheitliche Quarantäneregeln "mit Augenmaß" gelten. Vor allem sollen keine ganzen Schulklassen mehr in Quarantäne geschickt werden....

    In dem Beschluss der Gesundheitsminister heißt es wörtlich: "Gibt es einen Infektionsfall in einer Schulklasse, soll grundsätzlich nicht mehr der gesamte Klassenverband eine Quarantäneanordnung erhalten." Die Anordnungen sollten mit Augenmaß erlassen werden, abhängig davon, ob die allgemeinen Hygienemaßnahmen eingehalten wurden, also lüften, testen und Masken. Schüler, die keine engen Kontaktpersonen des infizierten Kindes sind, sollen zudem "für eine gewisse Zeit" intensiver getestet werden.


    Das klingt dann doch wieder sehr individuell, aber wahrscheinlich definiert wieder jeweils eine Landesverordnung, wer genau jetzt als Kontaktperson gilt.

    #264AuthorDodolina (379349) 09 Sep 21, 12:47
    Comment

    #255: Die Zahlen zur Lage der verschiedenen Peaks erinnern mich daran, dass ich etwas Ähnliches vor einiger Zeit schon für DE bemerkt habe:

    Laut #255 betrug der Abstand zwischen dem Krankenhausneuaufnahmewochenpeak (sorry!) und dem ITS-Belegungspeak bei den ersten beiden Wellen 11-12 Tage, bei der dritten Welle aber 0 Tage. Ähnlich hatte ich die Abstände zwischen den Fallzahlpeaks und den ITS-Belegungspeaks bzw. Todesfallpeaks abgeschätzt und kam für die erste Welle auf 12 bzw. 15 Tage, für die zweite Welle auf 4 bzw. 14 Tage, aber für die dritte Welle auf -1 bzw. 5 Tage.

    Gibt es eine Erklärung dafür, warum diese Abstände in der dritten Welle so viel kürzer waren? Oder gar ein Modell, das das vorhergesagt hat?

    #265AuthorMattes (236368) 09 Sep 21, 12:56
    Comment

    Gibt es eine Erklärung dafür, warum diese Abstände in der dritten Welle so viel kürzer waren? Oder gar ein Modell, das das vorhergesagt hat?


    Die dritte Welle kam, als noch viele aus der zweiten Welle auf den Intensivstationen waren.

    Das verschiebt den Peak nach vorne, weil die ja auch irgendwann verschwinden (entlassen oder gestorben), während die dritte Welle weiterläuft.

    #266AuthorDodolina (379349) 09 Sep 21, 13:00
    Comment
    Schulbildung ist in Österreich glücklicherweise Bundes- und nicht Ländersache, daher gelten diese Regeln in ganz Österreich.
    Bei den Kindergärten kocht aber jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen, denn sie sind Ländersache... wenigstens dem sind wir seit letzter Woche entkommen. Was Dodolina zitiert, finde ich zum Fürchten, natürlich muss die ganze Klasse in Quarantäne... Aber das wird sicher schwierig bei älteren Kindern in Kurssystemen, da muss man dann K1/2 unterscheiden.
    #267Authortigger (236106)  09 Sep 21, 13:26
    Comment

    Bei uns an der Grundschule wird in den ersten zwei Wochen auch dreimal getestet (da Inzidenz über 10), danach zweimal. Außerdem herrscht in den ersten beiden Wochen Maskenpflicht, die dann an der Grundschule entfällt.

    Die Quarantäne-Anordnungen sind mW so, wie Dodolina in #264 beschrieben hat. Ich finde nur keine offizielle Quelle dazu. Ansonsten gilt Schulpflicht mit Präsenzunterricht, erst bei Erreichen der Überlastungsstufe tritt Wechselunterricht ein (auch hier finde ich nirgends eine Angabe dazu, wie die eigentlich aussieht, im Januar waren es 3.000 belegte KH-Betten).

    #268AuthorHugolinchen (464632) 09 Sep 21, 13:40
    Comment

    Es hieß doch mal, dass die Aerosole sowieso von einer infizierten Person zumindest ohne Maske innerhalb von 15 Minuten überall in einem Raum von Klassenzimmergröße verteilt sind.

    Daher ist das einzig sinnvolle ist also, die ganze Klasse (und eigentlich auch alle Lehrer) in Quarantäne zu schicken.


    Aber die Beurteilung, was als "Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration an Aerosolen" gilt (Kriterium des RKI für "enge Kontaktperson" lässt Spielraum. Im Endeffekt entscheidet da irgendwer im Gesundheitsamt.


    #269AuthorDodolina (379349) 09 Sep 21, 13:57
    Comment

    @265: Je steiler die Ansteckungen zurückgehen und je flacher der Anstieg war, desto näher liegen die Peaks beieinander

    #270Authormordnilap (835133) 09 Sep 21, 14:56
    Comment

    #265, 266, 270: Danke Dodolina, das ergibt Sinn für mich. Und mordnilap, das auch, solange die Wellen überlappen.

    #271AuthorMattes (236368) 09 Sep 21, 16:10
    Comment

    Uiuiui, there will be much wailing and gnashing of teeth:


    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    "Wer in Rheinland-Pfalz nicht geimpft ist und eine behördliche Anweisung zur Quarantäne erhält, hat ab Oktober keinen Anspruch mehr auf Lohnfortzahlung. Zur Begründung teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mit, dass ab dem 1. Oktober grundsätzlich davon auszugehen sei, "dass alle Bürgerinnen und Bürger in den Altersklassen, in denen die Impfung öffentlich empfohlen wurde und soweit ihnen die Impfung medizinisch möglich ist, ein Angebot für die Corona-Schutzimpfung erhalten haben".


    Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne haben Arbeitnehmer laut Infektionsschutzgesetz Anspruch auf Entschädigung. Dies sei aber nach dem Infektionsschutzgesetz nicht mehr gegeben, wenn durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung eine Absonderung oder ein Tätigkeitsverbot hätte vermieden werden können, erklärte die Sprecherin."

    #272AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 09 Sep 21, 16:43
    Comment

    #272

    ...dass ab dem 1. Oktober grundsätzlich davon auszugehen sei, "dass alle Bürgerinnen und Bürger in den Altersklassen, in denen die Impfung öffentlich empfohlen wurde und soweit ihnen die Impfung medizinisch möglich ist, ein Angebot für die Corona-Schutzimpfung erhalten haben.

    Da wird es dann hoffentlich zu einem Ansturm auf die Arztpraxen und IMpfzentren kommen, von denen, die in den letzten wievielen Monaten "nicht dazugekommen sind, sich impfen zu lassen."


    Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne haben Arbeitnehmer laut Infektionsschutzgesetz Anspruch auf Entschädigung. Dies sei aber nach dem Infektionsschutzgesetz nicht mehr gegeben, wenn durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung eine Absonderung oder ein Tätigkeitsverbot hätte vermieden werden können, erklärte die Sprecherin."

    Also werden vollständig Geimpfte oder Genesene grundsätzlich nicht in Quarantäne geschickt? Scheint mir nach den bisherigen Diskussionen hier wahrscheinlich.


    Was sagen die geschätzten Rechtsgelehrten hier bezüglich möglicher Klagen gegen diese Vorgehensweise? Ganz ehrliche Frage ohne Hintergedanken.

    #273AuthorWik (237414)  09 Sep 21, 17:03
    Comment
    Puh, das ist aber ganz schön steil.
    Ich fände langsam eine ausdrückliche Impfpflicht besser, diese euphemistischen Hintertüren werden ja immer ärger. Da würde ich mich als Impfskeptiker eher verarscht fühlen als mit einer Pflicht.
    #274Authortigger (236106) 09 Sep 21, 17:26
    Comment

    Also werden vollständig Geimpfte oder Genesene grundsätzlich nicht in Quarantäne geschickt?


    Zumindest vollständig Geimpfte müssen nicht in Quarantäne.

    Betrifft mich gerade, denn ich bin Kontaktperson eines Infizierten und diese Woche deswegen im Homeoffice. Ich lebe das trotzdem als Quarantäne, bis mein PCR-Ergebnis da ist.

    #275AuthorDodolina (379349) 09 Sep 21, 17:26
    Comment

    Scheint so zu sein.


    Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

    "§ 56 Entschädigung

    (1) Wer auf Grund dieses Gesetzes als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld. Das Gleiche gilt für eine Person, die nach § 30, auch in Verbindung mit § 32, abgesondert wird oder sich auf Grund einer nach § 36 Absatz 8 Satz 1 Nummer 1 erlassenen Rechtsverordnung absondert. Eine Entschädigung in Geld kann auch einer Person gewährt werden, wenn diese sich bereits vor der Anordnung einer Absonderung nach § 30 oder eines beruflichen Tätigkeitsverbots nach § 31 vorsorglich abgesondert oder vorsorglich bestimmte berufliche Tätigkeiten ganz oder teilweise nicht ausgeübt hat und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, wenn eine Anordnung einer Absonderung nach § 30 oder eines beruflichen Tätigkeitsverbots nach § 31 bereits zum Zeitpunkt der vorsorglichen Absonderung oder der vorsorglichen Nichtausübung beruflicher Tätigkeiten hätte erlassen werden können. Eine Entschädigung nach den Sätzen 1 und 2 erhält nicht, wer durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung oder anderen Maßnahme der spezifischen Prophylaxe, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder im Bereich des gewöhnlichen Aufenthaltsorts des Betroffenen öffentlich empfohlen wurde, oder durch Nichtantritt einer vermeidbaren Reise in ein bereits zum Zeitpunkt der Abreise eingestuftes Risikogebiet ein Verbot in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit oder eine Absonderung hätte vermeiden können. Eine Reise ist im Sinne des Satzes 4 vermeidbar, wenn zum Zeitpunkt der Abreise keine zwingenden und unaufschiebbaren Gründe für die Reise vorlagen.


    ..."


    So macht man sich Freunde.

    #276Authormordnilap (835133) 09 Sep 21, 17:44
    Comment

    "So macht man sich Freunde."


    Das Leben ist halt kein Ponyschlecken.

    #277AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 09 Sep 21, 17:53
    Comment

    Does anyone know when Section 56 of IfSG was adopted? It doesn't have a direct connection to this pandemic, so I suspect it's older, which could mean that it's already been through some challenges (just guessing).


    OT: In relation to another thread: "Ponyschlecken" could be turned into a pet name "Ponyschleckchen" = My sweet little pony lick. 😉

    #278Authorhbberlin (420040)  09 Sep 21, 18:10
    Comment

    Re #274 Ich fände langsam eine ausdrückliche Impfpflicht besser


    Ich hatte ja ausgegraben, dass in Großbritannien während der Zeit der Pockenpflichtimpfung die maximal erzielte Impfquote 85% betrug. Selima ergänzte mit einer Quelle, die für Deutschland für die gesetzlich vorgeschrieben Pockenimpfung maximal 80% Impfquote angab. Wenn ich auf die momentanen COVID-Impftstatistiken für Europa schaue, so scheint mir eine vergleichbare Impfquote auch ohne Impfpflicht erreichbar. Die NYT gibt die Quote der Komplettgeimpften in der Gesamtbevölkerung wie folgt an:


    https://www.nytimes.com/interactive/2021/worl...

    Portugal 78%

    Spain 74%

    Denmark 73%

    Iceland 73%

    Belgium 72%

    Ireland 70%


    Das zu einem Zeitpunkt, an dem die U12 noch nicht impfbar sind. Da geht also noch was. Im Santa Clara County (73% vollgeimpft) finden sich immer noch Menschen, die zum Impfen bereit sind, aber aus den verschiedensten Gründen noch keine Impfung erhalten haben. Oft sind es sozial Benachteiligte. So effizient, wie es mit großen Impfzentren der Fall war, zu denen die Leute hinkamen, ist es allerdings nicht mehr. Jetzt muss die Impfung zu den Menschen kommen (pop-up clinics, Impfmobile), das ist aufwändig. Man muss sich intensiv kümmern.

    #279AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 19:07
    Comment

    Man muss sich intensiv kümmern.


    Wer, der Staat? Ich bin ja ganz allgemein der Meinung, sehr viel mehr als einen unkomplizierten Zugang anbieten (und das ist mit Pop-Up Impfbussen udgl. übererfüllt) kann man eigentlich nicht tun. Eine echte Impfpflicht wäre sowieso ehrlicher als der aktuelle Eiertanz.

    #280AuthorCarullus (670120) 09 Sep 21, 19:20
    Comment

    In Afrika ist die Impfquote eher bei 2%, das könnte noch ein Weilchen dauern, bis es zweistellig wird.



    #281Authormordnilap (835133) 09 Sep 21, 19:38
    Comment

    Re #280 Public-private partnership. Also eine Zusammenarbeit staatlicher Stellen mit Organisationen, über die man die Ungeimpften erreichen kann und denen sie Vertrauen schenken. Hier in der Gegend waren es zum Beispiel Kirchengemeinden, Gewerkschaften, neighborhood associations. Das Stadtratsmitglied für meinen Bezirk hat bisher zwei pop-up clinics organisiert und dafür $50.000 von einer Stiftung eingeworben. Aus einer anderen Stadt wurde berichtet, wie sich "die Impfer" mit den örtlichen Barbershops zusammen getan haben, weil die (über das reine Haareschneiden hinaus) eine wichtige soziale Position in afroamerikanischen Vierteln einnehmen.


    Man kann es natürlich so sehen, dass Leuten die Impfung auf dem goldenen Tablett hinterhergetragen wird. Meine Einstellung ist eher "You've got to do what you've got to do".



    Re #238: In Afrika ist die Impfquote eher bei 2%, das könnte noch ein Weilchen dauern, bis es zweistellig wird.


    Wobei das nicht ausschließlich eine Frage der Impfstofflieferungen zu sein scheint, sondern auch ein logistisches Problem der Verteilung nach Lieferung. Wir hatten dazu (Verteilungsproblematik) schon einige Nachrichtenmeldungen hier im Faden. Allerdings wurden daraus nicht die spezifischen Gründe klar, die die Verteilung so schwierig machen. Fehlt es an geeignetenTransportmitteln, gibt es Probleme mit Kühlketten?


    Klar ist, das COVAX nicht die Anzahl der Impfdosen bekommt, die geplant waren. Die USA hatten diesbezüglich großzügige Versprechungen gemacht, es ist mir aber nicht klar, ob diese auch eingehalten werden. Müsste ich mal recherchieren. Es wird hier in den Medien ab und zu berichtet, welches Land des "globalen Südens" dank der USA eine Lieferung von Impfstoffen erhalten hat. Ich erinnere mich spezifisch an Haiti, das vorher noch überhaupt keine Vakzine bekommen hatte, und einige westafrikanische Länder. Aber einen Überblick habe ich nicht. Für Süd- und Mittelamerika fand ich einige Daten zu amerikanischen Spenden hier:


    https://www.paho.org/en/covax-americas

    El Salvador 188,370 25-Aug-2021 Pfizer

    Honduras   188,370 25-Aug-2021 Pfizer

    El Salvador 1,500,100 22-Jul-2021 Moderna

    El Salvador 1,500,100 22-Jul-2021 Moderna

    Haiti      500,000 14-Jul-2021 Moderna

    Bolivia    1,008,000 11-Jul-2021 Janssen

    El Salvador 1,500,100 05-Jul-2021 Moderna

    Honduras   1,500,100 27-Jun-2021 Moderna


    Zu Afrika finde ich bisher keine Übersicht, sondern nur einzelne Nachrichtenmeldungen, wie z.B. diese:


    https://www.reuters.com/world/africa/us-shipp...

    WASHINGTON, Sept 3 (Reuters) - The United States will ship more than 1.2 million doses of COVID-19 vaccines to four African countries through the global COVAX distribution program on Friday, a White House official said. The shipments include 250,320 doses of the Moderna vaccine for the Democratic Republic of Congo, 657,080 Moderna doses for Uganda, 302,400 doses of the Johnson & Johnson vaccine for Guinea; and 35,100 doses of the vaccine made by Pfizer and BioNTech for Seychelles.

    #282AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 19:38
    Comment

    Auch in Afrika gibt es Fortschritte, hier ein paar Informationen zu Kenia:


    Nachdem es lange hieß, dass bis Mitte 2022 40% der Kenianer geimpft werden sollen (aus dem Gedächtnis und deshalb vielleicht im Detail falsch), hieß es im Juni, dass bis Ende 2022 alle Erwachsenen geimpft werden sollen ( https://allafrica.com/view/group/main/main/id... ). In dieser Woche habe ich gelesen, dass das kenianische Gesundheitsministerium jetzt plant, bis Juni 2022 allen über 18 ein Impfangebot zu machen: Ich kann die Quelle aber gerade nicht finden


    Da wieder eine Woche um ist und ich natürlich auch im Urlaub keine Mühen scheue. um Euch mit Zahlen zu überhäufen, hier die letzten Entwicklungen zum britischen Experiment. Vor einer Woche schrieb ich:

    ----------------------------------------------

    2.9.2021

    Todesfälle in den letzten 7 Tagen: 777

    Neuaufnahmen Krankenhäuser in den letzten 7 Tagen: 6529

    Anzahl der Covid-Patienten im Krankenhaus: 7596

    Patienten an Ventilator: 1030


    Wie in der letzten Woche weiß ich nicht, was ich von diesen Zahlen halten soll. Richtig beruhigend finde ich sie nicht, aber auch nicht so dramatisch, wie ich es befürchtet hatte.

    ---------------------------------------------------------

    Aktualisierung:

    9.9.2021

    Todesfälle in den letzten 7 Tagen: 921

    Neuaufnahmen Krankenhäuser in den letzten 7 Tagen: 6748

    Anzahl der Covid-Patienten im Krankenhaus: 8085

    Patienten an Ventilator: 1060


    Die Zahl der Todesfälle innerhalb einer Woche ist deutlich gestiegen, liegt aber immer noch um den Faktor 9 unter dem Peak vom Januar, der allerdings auch erschreckend hoch war. Die anderen genannten Zahlen steigen auch noch, aber vielleicht etwas langsamer (insbesondere die Neueinweisungen).

    #283Authorharambee (91833) 09 Sep 21, 20:57
    Comment

    Nochmal zu amerikanischevn Vakzin-Spenden. Ich fand diese Liste, von der ich momentan aber nicht weiß, ob sie kontinuierlich gepflegt wird. Die Summe von 111M Dosen entspricht in etwa dem, was man zum jetzigen Zeitpunkt erwarten würde (angekündigt waren 200M bis Ende 2021, dann 300M im ersten Halbjahr 2022). Aber die verteilt sich auf sehr viele Länder in allen Erdteilen. Lieferungen in afrikanische Länder scheinen eher klein zu sein, lediglich Nigeria erhielt 4 Millionen Dosen und Südafrika 5,66 Millionen.


    https://www.whitehouse.gov/briefing-room/stat...

    To date, the U.S. has donated COVID-19 vaccines as follows:

    [...]

    Total 111,701,000

    #284AuthorNorbert Juffa (236158)  09 Sep 21, 21:07
    Comment

    COVAX deliveries to a whole bunch of countries are being tracked by GAVI, the Vaccine Alliance at https://www.gavi.org/covax-vaccine-roll-out. For example, for Kenya it says:


    (https://www.gavi.org/covax-vaccine-roll-out/kenya)

    COVAX vaccine roll-out

    Kenya

    Doses received

    SII-AstraZeneca (COVISHIELD) vaccine*: 1,020,000

    AstraZeneca (AZD1222) vaccine**: 1,048,740

    (donated by: UK 407,040 | France 407,040 | Canada 459,300)

    Moderna vaccine (donated by USA): 880,460

    #285AuthorNorbert Juffa (236158)  10 Sep 21, 07:15
    Comment

    Bereits ab Mitte Oktober könnten in Deutschland die ersten Kinder unter zwölf Jahren mit dem Impfstoff von Biontech geimpft werden.

    »Wir werden schon in den kommenden Wochen weltweit den Behörden die Ergebnisse aus unserer Studie zu den Fünf- bis Elfjährigen vorlegen und eine Zulassung des Impfstoffes für diese Altersgruppe beantragen, auch hier in Europa«, sagte die Biontech-Chefmedizinerin Özlem Türeci dem SPIEGEL.


    ( https://www.spiegel.de/wissenschaft/corona-pa... )


    Oh ich hoffe sehr, dass das klappt. Dann könnte der Mini in den Herbstferien seine erste Impfung bekommen und hätte dann Mitte Dezember ungefähr den vollständigen Impfschutz (also zwei Impfungen + zwei Wochen). Wenn man davon ausgeht, dass sich die Zahlen der vierten Welle hier im impfmuffeligen Sachsen so entwickeln wie letztes Jahr, dann wäre das ein guter Zeitpunkt, um vollständig geimpft zu sein (Mitte Dezember '20 lag die Inzidenz hier bei knapp 600).

    #286AuthorHugolinchen (464632) 10 Sep 21, 09:37
    Comment

    Forgive me if this has already been discussed, but does anyone know if there is any information out there linking vaccination rates in different countries with the way in which the rollout is organised, specifically the question of whether people have to arrange to get vaccinated or whether they are contacted directly with the offer of an appointment?


    I don’t know much about how different countries have handled this, but based on a small number of anecdotal accounts, it seems to me that countries in which people are actively approached (UK, Spain, Israel, possibly Ireland?) have achieved higher vaccination rates than those in which people are expected to sort it out themselves (Germany, Austria?), no matter how easy it is made for them.


    This is in line with my understanding of nudge theory. Incredible as it may seem to those of us who were desperate to get vaccinated, there may be a significant number of people who would not attend a pop-up clinic three blocks away from their home, but would agree to get vaccinated if someone actually called them to make arrangements.


    I am perfectly aware of the difficulties/impossibility of implementing this in a country without centralised health records; I’m just interested to know if anyone has looked at it from a behavioural science point of view.

    #287Authordulcinea (238640)  10 Sep 21, 09:39
    Comment
    @Hugolinchen: Ach das würde ich mir auch wünschen. Ich lasse die Kleinstreifen (7, 8) angesichts der frustrierenden Zahlen in Österreich sicher auch gleich drankommen.
    #288Authortigger (236106) 10 Sep 21, 10:05
    Comment

    Re #287:


    I am not aware of a relevant publication. Anecdotally I observe that the counties in California which seem to be doing the most extensive outreach have the highest vaccination rates. I was surprised to see that one of the counties with the lowest vaccination rates doesn't even seem to have a vaccination dashboard on the website of their health department (they do have a COVID dashboard).


    San Francisco in particular seems to leave no stone unturned, not only working with myriad community organizations of all kinds, but even having vaccination teams going door to door in some neighborhoods and approaching pedestrians in the street (I linked a relevant media report here several weeks ago).


    In my county, Santa Clara County (high vaccination rate), small neighborhood-centric one-day pop-up vaccination clinics advertised by flyers delivered to every house in the neighborhood seem to meet a pretty good response and there is much co-operation with community organizations. In interviews, it seems that some people in underserved communities with poor access to healthcare that show up at these clinics are motivated to come by the fact that someone (finally) cares about them. We do have mobile vaccination teams as well, but I am not aware that they are currently going door to door like they do in San Francisco.


    From what I can tell, doing all this outreach and vaccinating at "retail level" doesn't come cheap, with the cost per dose delivered on the order of $100 (personal guesstimate based on some numbers I have seen). This suggests that poorer counties will not be able to boost vaccination rates as much as richer counties. And it is probably no coincidence that the highest vaccination rate of any county in California has, as of now, been achieved by wealthy Marin County, closely followed by some well-off counties in the Bay Area.

    #289AuthorNorbert Juffa (236158)  10 Sep 21, 10:19
    Comment

    #287 & #289

    Actively approached is a bit of a debatable term in Ireland, but I had hypothesized in this place a few weeks back, that a straight forward, understandable vaccination process is beneficial for uptake.


    In Ireland, the groups actively approached to be vaccinated were the most vulnerable groups, i.e., residents of care homes and Ü80s, (maybe also the Ü70s, but I'm not absolutely sure about this), as well as people deemed to be especially vulnerable due to conditions already known*. As a consequence, this cohort is according to official numbers 98%+- vaccinated.

    (*we have a state-run health system here, with the very desirable option to get additional private coverage, but pretty much all serious and chronic conditions are eventually recorded and re-embursed by the public system, hence data and names are easily available.)


    After that, roll-out was by age groups, asking people in a specific age group to register online (a 2 or 3 min procedure) or via a phone hotline.

    As numbers per age group are rather limited in a small country, there was never any issue with waiting times on hot-lines, or the online-registration breaking down. Vaccination appointments typically were issued within 2 weeks from registration (and then the first appointment taking place within a week).

    Only in the last while, when there was a slight hesitation in take-up by the age groups younger than, say 35, pop-up vaccination centres and the possibility to "jump the official queue by registering for vaccination with a GP or pharmacy" were introduced. And those options were basically overrun by the number of people attending


    Fundamentally, in my opinion, the high take up in Ireland (latest information, 90% of 16 years and older are fully vaccinated, 65% of 12-15 year olds have received at least their first shot) are down to easy access to vaccination, a clear role-out process, and the positive messaging from the government, combined with the high incidences and death rate Ireland had before March 2021.

    #290AuthorWik (237414)  10 Sep 21, 10:53
    Comment
    Tja, eigentlich ist es im auch nicht viel größeren Österreich auch so abgelaufen.
    Trotzdem eine viel niedrigere Impfquote. Muss doch einfach Dummheit sein.
    #291Authortigger (236106) 10 Sep 21, 11:10
    Comment

    In Ö kommt aber dazu, dass es niemals eine einheitliche Strategie gab und jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht (in D wohl nicht anders). Der Föderalismus war hier eindeutig ein negativer Faktor. nicht alle Bundesländer waren gleich, nun ja, kompetent mit ihrem rollout oder ihrer Strategie, Priorisierungen etc. Gerade das Vorgehen Wiens mit seinem extremen Kastenwesen (diese Woche impfen wir leider nur Kellner, Friseure und Fußpfleger (jew. m/w), Schwangere ab dem 2. Trimester waren letzte Woche dran) muss man schon fast erratisch nennen. In Österreich und ganz besonders in Wien wird mE dem Testen, im Vergleich zum Impfen, (noch immer) ein zu hoher Stellenwert eingeräumt.

    #292AuthorCarullus (670120) 10 Sep 21, 12:34
    Comment

    #292 Ich denke, dass du damit zwei wichtige Punkte ansprichst.

    1.) leicht verständliches Vorgehen: warum ist das in den Bundesländern deutlich unterschiedlich? In Irland gab's ein Verfahren, eine Behördenmitteilung für's ganze Land. Das altersbasierte Zulassungssystem (Ausnahmen waren ausschließlich medizinisch begründet, und natürlich Gesundheitspersonal) scheint weniger anfällig zu sein als "Berufsgruppe A und B, aber nicht C"

    2.) Testen. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass Testen sinnvoll ist. Das "Nicht-Testen" in Irland (im Vergleich mit Deutschland) wurde mit längeren Schließungen von Gastronomie etc kompensiert, was einen dramatischen Effekt auf viele Pubs und Geschäfte hatte.Andererseits macht dieses Szenario es für die Bevölkerung natürlich "attraktiver", sich impfen zu lassen, anstatt auf Tests zu hoffen.


    Und natürlich, Irland ist eine Insel (mal abgesehen von Nordirland, das sich gerne als Covidverbreitungsregion inszeniert), aber natürlich hatten wir weniger Verkehr und Austausch mit anderen Ländern als z.B. Österreich.

    #293AuthorWik (237414) 10 Sep 21, 12:55
    Comment

    Das Impfen als solches wurde und wird in Österreich von den Bundesländern organisiert, der Bund beschränkt sich im Prinzip auf die Beschaffung und Verteilung des Impfstoffs. Das hat dazu geführt, dass jedes Bundesland ein eigenes Vormerk- und Vergabesystem verwendet hat, mit eigenen Kriterien, Modalitäten usw. Zwar gab es von Nationalen Impfgremium (vergleichbar der Ständigen Impfkommission in D) die klare Vorgabe nach Vorerkrankungen und Alter zu priorisieren, aber insb. Wien ist davon doch deutlich abgewichen, durch die Bevorzugung besonders gefährdeter Berufsgruppen, usw. Das hat dazu geführt, dass etwa im benachbarten Niederösterreich sich, anders als in Wien, längst „jedermann“ zu einer Impfung anmelden konnte. Noch jetzt, wo man sich jederzeit auch ohne Anmeldung in einer „Impfbox“ impfen lassen kann, steht die Anmeldung für eine Impfung aktuell nur für folgende Personengruppen zur Verfügung:

    • Genesene ab 12 Jahren – Erkrankung liegt mindestens 4 Wochen zurück
    • (Hoch-)Risikopatienten und Personen mit psychiatrischen Erkrankungen ab 18 Jahren
    • Schwangere ab der 15. Schwangerschaftswoche laut Mutter-Kind-Pass und stillende Mütter

    Das kann aber nächste Woche wieder anders sein …Alles in allem jedenfalls recht chaotisch.


    Ja, Testen war wichtig, aber es ist kein Ersatz für eine Impfung. Es war eine gute Strategie in einer Zeit, als noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stand. Das ist längst nicht mehr der Fall. Nachdem jeder PCR-Test mehr kostet als eine Impfung (und Österreich testet zB alle Schüler 3× die Woche) ist das auf Dauer auch (volks-)wirtschaftlich nicht vertretbar.

    #294AuthorCarullus (670120)  10 Sep 21, 13:07
    Comment

    Impfquote von 83 Prozent. Dänemark hebt alle Corona-Beschränkungen auf.

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/i...


    Das Erfolgsrezept kenne ich jetzt nicht aber ich glaube, man lässt sich gerne mitreißen und anstecken. Entweder in die eine, oder die andere Richtung.


    Ich weiß auch nicht was da los ist, aber in den Nachrichten wurde gesagt, die Stadt mit der niedrigsten Quote in Deutschland wäre Wuppertal, die liegen da bei 55%. Ich hätte da eher auf Stuttgart getippt, da kommen doch so viele Coronagegner her.

    #295Authorzacki (1263445) 10 Sep 21, 13:12
    Comment

    #295 Das ist aber eine ziemlich irreführende Überschrift, weil sich die 83% nur auf die ü12 beziehen. Dänemark liegt bei einer (vollständigen) Impfquote von ca. 73% der Bevölkerung. Das sind natürlich beides gute Werte, aber mich nervt die unpräzise Berichterstattung.

    #296AuthorNica (de) (236745)  10 Sep 21, 13:19
    Comment

    Es geht doch um die Aufhebung der Beschränkungen. Vielleicht denken die sich, Kinder unter 12 gehen nicht in Kulturveranstaltungen oder ins Restaurant. Worauf die die Quote von Wuppertal bezog, wurde gestern nicht gesagt.

    #297Authorzacki (1263445) 10 Sep 21, 13:23
    Comment

    Übrigens sind die westdeutschen Bundesländer im Schnitt gar nicht so weit von Dänemark weg, die Erstimpfquote bei den Erwachsenen liegt bei fast 80%. NRW liegt z.B. bei 82,2% Erstimpfungen. Die 12-17-Jährigen liegen mit 44% Erstimpfungen noch darunter, aber die dürften wegen der kleinen Anzahl nicht so stark ins Gewicht fallen.

    #298AuthorNica (de) (236745) 10 Sep 21, 13:24
    Comment

    #295 Mal wieder ein bisschen mißverständlich, die 83% im Titel sind dem Artikel folgend 83% der Über 12 Jährigen, also der impfbaren Bevölkerung.

    In Irland (Impfquote sollte in 4 Wochen ähnlich der dänischen in dieser Bevölkerungsgruppe sein, wenn nicht höher) werden die letzten "echten" Maßnahmen nach Plan bis zum 22. Oktober schrittweise zurückgenommen. Und auch hier spricht die Regierung vom Ende der Corona-Notfall-Situation, man geht einfach dazu über, das Leben mit Corona als neuen Normalfall anzunehmen.

    Edit: zu spät, Nica war schneller.


    Und hier geht's weiter: related discussion: Corona die 78. - Erfahrungen, Informationen, ...

    #299AuthorWik (237414)  10 Sep 21, 13:25
    Comment

    Zacki #295

    Ich weiß auch nicht was da los ist, aber in den Nachrichten wurde gesagt, die Stadt mit der niedrigsten Quote in Deutschland wäre Wuppertal, die liegen da bei 55%


    Da liegen Leipzig und Dresden aber drunter mit 54,4% und 50,4%: https://www.coronavirus.sachsen.de/ueberblick...

    #300AuthorHugolinchen (464632) 10 Sep 21, 13:47
    Comment

    #299:


    Was sind "unechte" Maßnahmen in Irland?


    Heute habe ich tatsächlich drei Wahlplakate der Partei dieBasis im Ort gefunden:

    • "Freiheit - Keine Impfpflicht!" (obwohl die offiziell niemand fordert)
    • "Schützt unsere Kinder!"
    • "Machtbegrenzung - Corona-Wahnsinn stoppen!"
    #301AuthorBenatarsComrade (1182552) 10 Sep 21, 18:43
    This thread has been closed.
     
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