Advertising
LEO

It looks like you’re using an ad blocker.

Would you like to support LEO?

Disable your ad blocker for LEO or make a donation.

 
  •  
  • Forum home

    Customs and culture

    Neuigkeiten vom Rest der Welt 5

    Topic

    Neuigkeiten vom Rest der Welt 5

    Comment
    Verzeihung, unsere kleine Regierungskrise hat den alten Faden verstopft. Hier gehts weiter.
    Authortigger (236106)  09 Oct 21, 20:34
    Comment

    Damit die, die zum ersten Mal in einen Faden dieser Reihe schauen, etwas Orientierung bekommen, worum es hier gehen könnte, eine kurze Einleitung, bei der ich mich schamlos bei Selimas Eröffung des Urfadens bediene:


    Wir erfahren viel aus den Ländern, in denen die meisten LEOniden leben, i.e., aus den USA, dem UK und Deutschland. Diese Fäden sind für viele ein Gewinn, weil sie oft neue Details, andere Blickwinkel und in unseren Medien übersehene Fakten zu dem hinzufügen, was aus den hiesigen Medien erfahren werden kann.


    Das Interesse an Themen aus dem Rest der Welt ist sicher nicht ganz so groß, aber doch vorhanden. Um die anderen Fäden von Nachrichten aus Afrika, Asien und anderen Ländern Europas zu „entlasten“ und die Geduld anderer nicht zu strapazieren, wurde ein Faden für Nachrichten aus dem Rest der Welt eingerichtet.


    Ob die schwere Krise im Libanon, die Gebietsansprüche Chinas auf die Spratley-Inseln, Waldbrände in Australien, der Krieg und die humanitäre Katastrophe in Tigray, der Avocado-Boom in Kolumbien, die Unterdrückung der Opposition in Myanmar, Kulturfestivals in Marokko... – was beschäftigt Euch neben dem Brexit, der Wahl in USA und der ständigen Coronakonferenz der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten?


    Wie die bisherigen Fäden gezeigt haben, kann sich dieser Faden in recht verschiedene Richtungen entwickeln. Doris hatte sicherlich ein paar Bedenken, als sie ihn zuließ. Deshalb die Bitte: Bei sicherlich nicht ganz zu vermeidenden Meinungsverschiedenheiten bitte immer konstruktiv diskutieren. Wenn es mal zu eskalieren droht, kann es auch sinnvoll sein, sich zurückzuhalten. Es steht ohnehin nicht fest, dass wir in diesem Faden endgültige Wahrheiten finden.


    Der Vorgängerfaden war related discussion: Neuigkeiten vom Rest der Welt 4 Dort ging es am Schluss um die pandora paper, um syrische Kriegsverbrecher, um den Rücktritt des österreichischen Bundeskanzler und um die Parlamentswahlen in Tschechien.

    #1Authorharambee (91833) 09 Oct 21, 21:04
    Comment

    Kurz tritt zurück, aber nur ein bisschen:


    Kurz will die Zügel in der Hand behalten

    Der ÖVP-Chef geht einen Schritt zurück, bleibt aber auf einflussreichen Posten. So sorgt Sebastian Kurz dafür, dass seine Partei die Koalition mit den Grünen fortsetzen kann und nicht in die ungewohnte Opposition muss. Und er kann an einem Comeback arbeiten. FAZ


    #2Authormanni3 (305129)  09 Oct 21, 23:52
    Comment
    Ja das ist schon ein ziemlich kleiner Schritt zur Seite. Mal sehen was sich noch so alles findet in den dreihunderttausend SMS des Herrn Schmid... wirklich ärgerlich ist ja das Gefasel von der "strafrechtlichen Relevanz", während die Unmoral zum Himmel stinkt.

    Der Bundespräsident hat zu "Ibiza" noch gesagt, "so sind wir nicht" - leider doch.
    Das einzige was uns noch von einer Bananenrepublik trennt, ist eine funktionierende Verfassung und ein integrer Bundespräsident, der sich an sie hält. (Nicht auszudenken, wenn es bei der letzten Wahl der andere geworden wäre.)

    Dazu passt ja auch der von hm--us zuletzt im vorigen Faden geteilte Artikel über die unfassbare geheimdienstliche Inkompetenz.
    #3Authortigger (236106) 10 Oct 21, 08:33
    Comment

    Ein weiteres Mal gibt es ein vorzeitiges Aus für Sebastian Kurz als österreichischer Bundeskanzler.

    (Aus der oben verlinkten FAZ)


    Linguistisches Zwischenspiel:

    Hat sich der Nominativ in solchen Konstruktionen mittlerweile generell als richtig eingebürgert? Sätze wie "Er traf sich mit XYZ, ein Abgeordneter der ABC-Partei."; "Sie schrieb einen ausführlichen Brief an Herrn Mustermann, der stellvertretende Direktor der Firma." und ähnliche sind mir in letzter Zeit ziemlich oft untergekommen. Entweder in Zeitungen wie der FAZ oben oder in den Büchern, die ich gelesen habe.

    #4AuthorReeva (908916) 10 Oct 21, 08:50
    Comment
    Nicht direkt "Brexit"-bezogen, daher hier und nicht nebenan:

    https://amp.theguardian.com/uk-news/2021/oct/...

    "Lake District sewage could leave Windermere ‘ecologically dead’

    Campaigners say combination of waste from local plant as well as private septic tanks to blame

    Windermere could become “ecologically dead” because of the amount of sewage being pumped into its waters, campaigners have warned.

    Pictures show algal blooms across the surface of the lake. Campaigners say there is also evidence of dead fish and invertebrates, indicating the waters are not healthy.

    ...

    A Lake District National Park Authority spokesperson said: “We are aware of the lake water quality in Windermere and are working with partners to develop local actions to address this. The strategies set out in our proposed new partnership plan, the management plan for the Lake District, provide a context for this.”

    ...

    An Environment Agency spokesperson said: “The EA take their responsibility to protect the environment very seriously. The regulations are clear and are enforced robustly. Water companies know they have a duty to avoid pollution, and that they must act quickly to address failures and reduce damage if it occurs or face enforcement action.”"

    Die beiden letzten Absätze lassen mich verzweifeln. "Work with partners" klingt für mich nach "wir machen erstmal nix, aber das ganz schnell und dringend", und dass Unternehmen sich an erster Stelle nicht um Gewinnmaximierung, sondern die Einhaltung von Standards kümmern, halte ich bei vielen auch für ein Gerücht.

    Man sollte den Lake District vielleicht noch mal schnell besuchen ...
    #5AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 10 Oct 21, 09:02
    Comment

    Kurzschluss ... und ich krieg das grad erst mit!

    #6AuthorSelima (107) 10 Oct 21, 09:07
    Comment
    Wie was wer?
    #7AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 10 Oct 21, 09:26
    Comment

    Na, der in Österreich ...

    #8AuthorSelima (107)  10 Oct 21, 09:36
    Comment
    Ach so 😂 Ich fürchte aber, mit dem Kurzschluss ist nur kurz Schluss :-/
    #9AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 10 Oct 21, 09:40
    Comment

    Retardierendes Moment im klassischen Dramenmodell - die Katastrophe zeichnet sich schon ab ...

    [Manchmal bin sogar ich noch optimistisch.]

    #10AuthorSelima (107) 10 Oct 21, 09:50
    Comment
    Finde ich grauslich, Reeva. Und falsch.

    Welche Katastrophe? Das geht jetzt munter so weiter. Es ist ja nicht so, dass das was Neues wäre, nur hat man es früher in Hinterzimmern besprochen. Jedes Schriftl ein Giftl...
    #11Authortigger (236106)  10 Oct 21, 09:50
    Comment

    Ich wollte den Sonntag etwas positiver angehen. Ich brauch etwas Elan ... Aber nun gut. Dann halt der alte Frust und kein Licht am Horizont.

    ...........

    Aber:

    Was müßte geschehen, daß sich was ändert?


    Im letzten Faden hatte ich meinen resignativen Moment anläßlich der Pandora-Enthüllungen. In der SZ vom WE ist im Buch Zwei ein Frustausbruch von zwei an der Arbeit an den verschiedenen Leaks und XYZ-Papers beteiligten Journalisten. So viele Daten, so viele Enthüllungen, so viele Worte von Politikern und kaum etwas geschieht. Viel "hätte, sollte, müßte" und kein "¡listo!", kein "basta", kein "Schluß, Aus!" Wieso geht das nicht?

    #12AuthorSelima (107)  10 Oct 21, 10:03
    Comment

    Danke für die Rückmeldung, tigger.


    Da in der # 299 des letzten Fadens die Niederlage Babis' erwähnt wurde und tigger die Rolle des österreichischen Präsidenten Van der Bellen erwähnt hatte hier die Rolle, die der tschechische Präsident spielt:

    "Präsident Zeman hatte in der Vergangenheit mehrmals betont, er werde keiner Koalition, sondern der stärksten Einzelpartei den Regierungsauftrag geben. Das wäre in jedem Fall die populistische ANO von Babis, da Spolu aus den drei Parteien ODS, TOP09 und KDU-CSL besteht./.../Ein Sprecher des Präsidenten kündigte an, dass dieser Babis bereits heute zu einem Gespräch empfangen werde. Der 77-jährige Zeman macht aus seiner Unterstützung für den Politiker keinen Hehl. «Im Grunde respektiert er nicht die Mehrheit im Parlament», sagte der Politologe Tomas Lebeda im Sender CT. Das widerspreche der Verfassung, die darauf abziele, Mehrheiten zu finden.

    Einen Präzedenzfall gibt es bereits: Im Jahr 2013 überging Zeman die Konservative Miroslava Nemcova, obwohl sie die Mehrheit der Abgeordneten hinter sich versammeln konnten. Stattdessen machte er seinen Vertrauten und heutigen Nationalbankchef Jiri Rusnok zum Premier.

    https://www.zeit.de/news/2021-10/10/wahl-in-t...

    #13AuthorReeva (908916) 10 Oct 21, 10:58
    Comment
    Das geht in Österreich grundsätzlich auch, so wurde Wolfgang Schüssel dereinst Kanzler, obwohl die ÖVP nur drittstärkste Kraft war. Allerdings um den Preis, dass Jörg Haider nicht Vizekanzler wurde, und noch ein paar andere allzu Rechte aus der FPÖ nicht Minister wurden.
    Gut getan hat es Österreich trotzdem nicht.

    Weil Anstand keine politische Kategorie ist, Selima. (Höchstens im Kleinen, siehe KPÖ Graz. Oder im ganz Großen, siehe van der Bellen.)
    #14Authortigger (236106)  10 Oct 21, 12:03
    Comment

    https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/20...

    5,5-Minuten-Interview im Deutschlandradio mit der österreichischen Autorin Marlene Streeruwitz. Sie bringt hier sehr interessante Aspekte rein, auch Sprachliches zu seiner Rede (Tonfall, und die Bedeutung dahinter). Auch Bemerkungen über das Mechanisch-Kalte Kurz' Auftritts.

    #15AuthorBraunbärin (757733)  10 Oct 21, 12:23
    Comment

    #14 ... und weil das unverrückbar so ist, zucken wir mit den Schultern und lassen es weiter geschehen?

    #16AuthorSelima (107) 10 Oct 21, 13:14
    Comment

    Zu #14:


    Wenn ich tigger richtig verstanden habe, gibt es aber einen grundsätzlichen Unterschied zwischen der dereinstigen Ernennung von Schüssel und der jetzt geplanten erneuten Ernennung von Babis:


    Schüssel wurde damals - so vermute ich mal, ohne das jetzt nachgeschlagen zu haben - zum Kanzler, weil die damit verbundene Koalition gute Chancen auf eine parlamentarische Mehrheit hatte.


    Zeman will aber Babis selbst dann ernennen, wenn eindeutig feststeht, dass es klare andere Mehrheiten gibt.


    Zum Vergleich: Wenn es der CDU in Deutschland jetzt doch gelingt, eine Jamaika-Koalition zu schmieden, dann wäre es für mich nicht undemokratisch, dass die CDU den Kanzler stellen würde. Man kann das aus anderen Gründen blöd finden, aber undemokratisch wäre es für mich. Die Regel, dass die stärkste Fraktion die Regierung führen muss, gibt es bei uns nicht und ich finde das richtig so. Wenn es die Regel gäbe, dann könnte zum Beispiel folgendes passieren: Die AfD erreicht in Thüringen oder Sachsen die meisten Stimmen. Es will zwar niemand mit ihr koalieren, aber sie müsste trotzdem den Regierungschef stellen? Das würden die AfD-Anhänger zwar so sehen, aber ich hielt das trotzdem für Blödsinn.

    #17Authorharambee (91833) 10 Oct 21, 13:33
    Comment

    Das geht in Österreich grundsätzlich auch, so wurde Wolfgang Schüssel dereinst Kanzler, obwohl die ÖVP nur drittstärkste Kraft war.


    Klar, der Kanzler/Premierminister kann grundsätzlich auch von der bei den Parlamentswahlen zweit- oder drittstärksten Partei gestellt werden, wenn er die Parlamentsmehrheit hinter sich hat (versucht Laschet in Deutschland ja auch noch). Aber bei Zeman hat das noch einmal ein anderes Geschmäckle. Klestil hatte im Vorhinein nicht ankündigt, den Kandidaten nicht akzeptieren zu wollen, der die meisten Stimmen gewonnen hatte. Dabei ist es mMn egal, ob dies der Kandidat einer Partei oder eines Parteienbündnisses ist.


    Aber mal abwarten, wer letztendlich mit wem koaliert und mit der Regierungsbildung beauftragt wird.


    (harambee war beim Abschicken noch nicht da....ich hatte zwischendurch unterbrochen)

    #18AuthorReeva (908916)  10 Oct 21, 14:02
    Comment
    @17:

    Man kann das aus anderen Gründen blöd finden, aber undemokratisch wäre es für mich NICHT

    Oder?
    #19AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 10 Oct 21, 14:11
    Comment

    Man kann das aus anderen Gründen blöd finden, aber undemokratisch wäre es für mich NICHT


    Richtig, Du verstehst mich! (-; Danke für den Hinweis, das war ja ein wirklich blöder Fehler.

    #20Authorharambee (91833) 10 Oct 21, 14:55
    Comment
    Ich hab manchmal lichte Momente ;-)
    #21AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 10 Oct 21, 15:04
    Comment
    Ja stimmt. Der Bundespräsident beauftragt nach der Wahl jemanden mit der Regierungsbildung (und notfalls später noch wen anderen, wenn's der erste nicht schafft) und sagt nicht vorher, was er gerne hätte.
    #22Authortigger (236106) 10 Oct 21, 16:18
    Comment

    Gestern ist die Stromversorgung im Libanon komplett zusammengebrochen, weil die beiden noch arbeitenden Kraftwerke wegen Treibstoffmangels den Betrieb einstellen mussten. Heute wurde der Betrieb wieder aufgenommen, da die Armee den Kraftwerken 6000 Liter zur Verfügung gestellt hat.


    Das wird nur bis zum Mittwoch reichen, aber es soll dann Öllieferungen aus dem Irak geben.


    https://www.bbc.com/news/world-middle-east-58...

    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt...

    #23Authorharambee (91833) 10 Oct 21, 17:25
    Comment

    Selima, Du kennst Dich doch etwas in Chile aus. Wie reagiert man denn da auf die Abschnitte aus den Pandora Papers, die den Präsidenten Sebastian Piñera betreffen?


    https://www.stimme.de/deutschland-welt/politi...


    Ausschnitt:


    Piñera werden Korruption und Steuervergehen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf der Mine «Minera Dominga» im Norden Chiles vorgeworfen, wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervorgeht. «Ich habe volles Vertrauen, dass die Justiz, wie sie es bereits getan hat, bestätigen wird, dass es keine Unregelmäßigkeiten gab und dass ich völlig unschuldig bin», sagte Piñera erneut.

    #24Authorharambee (91833)  10 Oct 21, 17:36
    Comment

    Ach je, Piñera. In Chile wie in vielen Ländern in Südamerika oder Afrika, ist es den Menschen, die es interessiert, absolut bekannt, dass viele in der herrschenden Kaste sich alles Mögliche gönnen und zugestehen (Santos, Bolsonaro etc.). In Chile wundert sich niemand. Die großen Proteste vor Corona hatten ja u.a. genau das zum Thema und die neue Verfassung soll da auch etwas ändern. Piñera hatte pro forma sein Firmenimperium abgegeben, aber dass das nur pro forma war, war eh klar. Jetzt weiß man eben auch noch, dass es nicht einmal ganz pro forma war.


    Was die aktuelle Situation angeht - erst zum 1. Oktober wurde die allgemeine Ausgangssperre aufgehoben - Proteste waren also gar nicht möglich. Allerdings konnte ich nicht herausfinden, ob das Militär damit auch aus den Straßen zurückgezogen wurde. Die Ausgangssperre galt den ganzen Tag. Meine Freunde waren über Monate nur für dringende Arztbesuche außer Haus. Das Militär kontrollierte alle wichtigen Straßen in Santiago. Leider habe ich sie seit Aufhebung der Ausgangssperre noch nicht gesprochen.


    Wer mehr Details dazu will:

    https://chiletoday.cl/pandora-papers-pinera-d... (English)

    https://www.ciperchile.cl/2021/10/04/pandora-...


    Beim Linksuchen bin ich auch darauf gestoßen:

    Finally, in Chile, tensions between locals and police increased last week amid a growing migrant crisis in the northern region of Tarapacá. In the region's capital, Iquique, nearly 3,000 people took to the streets to demand stronger government control of illegal crossing paths across the borders with Peru and Bolivia, to prevent the entrance of Venezuelan migrants (France 24, 25 September 2021). Police intervened to control isolated scuffles provoked by Chilean residents who tried to attack Venezuelan migrants on the streets of Tarapacá. A group of demonstrators also set fire to a small camp of migrants, burning their tents, mattresses, and other belongings, though no injuries were reported.

    https://reliefweb.int/report/colombia/acled-r...

    ...

    Das hatte ich auch noch nicht mitbekommen. Ich weiß, dass in Chile seit einigen Jahren immer mehr Haitianer versuchen sich zu etablieren. Da Chile sehr weiß oder allenfalls indigen ist, fallen sie umso mehr auf. Von den Venezulanern wußte ich auch, aber daß es jetzt zu Übergriffen kommt, war mir unbekannt.


    #25AuthorSelima (107)  10 Oct 21, 18:09
    Comment

    Nochmal zurück zu Österreich: Solche Krisen und Skandale erweitern den Wortschatz. Die deutschen Medien versuchen sich ja jetzt an Erklärungen und behaupten dabei, dass das mir völlig unbekannte Wort Inseraten-Korruption in Österreich jedem geläufig sei. Ist das wirklich so? Es wird auch behauptet, dass die übliche österreichische Praxis in Deutschland als unzulässige Wahlwerbung angesehen würde, während sie in Österreich wohl innerhalb gewisser Grenzen legal ist. Ich gestehe, dass mir der Unterschied nicht so ganz klar ist. Auch in Deutschland gibt es ja Anzeigenkampagnen der Regierung, wie zum Beispiel dieser Artikel zeigt:


    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/regier...

    #26Authorharambee (91833)  11 Oct 21, 10:30
    Comment

    So wie ich das verstehe, geht es nicht um Werbung der Regierung generell, sondern darum, inwiefern bestimmte Medien durch Werbeinserate finanziell belohnt werden und andere nicht. Und was die Regierung deshalb von den Medien einfordern kann. Ich habe keinerlei Ahnung, wie das in Deutschland geregelt ist.

    In Österreich gibt es jedenfalls ein Volksbegehren für Rechtsstaatlichkeit und Antikorruption mit fünf Themenblöcken. Das fünfte ist "Pressefreiheit, Medienförderung und Inseratenkorruption".

    https://antikorruptionsbegehren.at/der-inhalt/#05

    #27AuthorReeva (908916) 11 Oct 21, 17:02
    Comment

    Wenn ich den Herrn Präsidenten der Finanzprokuratur gestern Nacht richtig verstanden habe, sind die finanziellen Verhältnisse folgendermaßen:

    Presseförderung 10 Mio. pro anno

    Bezahlte Regierungsinserate 200 Mio. p.a., darunter auch sachlich gerechtfertigte etwa zur COVID-Information, die im Übrigen europaweit ausgeschrieben wurden.

    Die anstehende Untersuchung bezieht sich auf sachlich nicht indizierte Inserate, geschönte Umfragen und Lobhudeleien ad personam, nicht ausgeschrieben und vom Finanzministerium aus Steuermitteln bezahlt.

    Ein vielleicht nicht unbeabsichtigter Nebeneffekt des Seitenrücktritts von Herrn Kurz ist wohl, dass sein Abgeordnetenmandat Immunität vor derzeit laufenden Untersuchungen der "roten" Staatsanwaltschaft verleiht. Von der angekündigten freiwilligen Aufgabe der Immunität habe ich noch nichts Konkretes gehört.

    #28Authorpppatholog (771904) 11 Oct 21, 18:23
    Comment
    Den Zeitungen entnehme ich, dass die Partei ÖVP für die Aberkennung der Immunität stimmen wird.
    Aber diverse Aussagen haben sich in den letzten Tagen häufig geändert.
    Wir werden sehen.
    #29Authorsenseless.at (777729) 12 Oct 21, 00:41
    Comment
    The recent developments in Austria and the Czech Republic have already fallen out of the news cycle here, so I appreciate all the additional reports, thank you.

    _______________

    Czech president in hospital after shock election defeat for PM
    Fears of a political crisis as Miloš Zeman, an ally of Andrej Babiš, is admitted to intensive care unit

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/10...

    Ethiopian government launches ‘staggering’ new offensive against rebel Tigray forces, group says
    The Ethiopian government has launched a “staggering” ground offensive against rebel Tigrayan forces, according to a spokesman for the Tigray People’s Liberation Front, reigniting a devastating civil war that international humanitarian groups say imperils hundreds of thousands.
    TPLF spokesman Getachew Reda said in an interview that there was active fighting Monday on at least three fronts in the Amhara region against the troops of the Ethiopian army and Amhara regional militias, involving a combination of soldiers, drones, tanks and airstrikes. ...
    Since November, the war has displaced roughly 2 million people and led the United Nations to warn that at least 400,000 people are at risk of famine caused by a “de facto humanitarian blockade.” ...
    Getachew ... said in a tweet that there was fighting in the Amhara-region towns of Wegeltena, Geregera, Wurgessa and Haro.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...

    ‘This Drop Came So Quickly’: Shrinking Schools Add to Hong Kong Exodus
    The Chinese territory is experiencing its biggest population drop in decades as residents flee political repression and a new “patriotic” curriculum. ...
    Last year, Hong Kong experienced a population drop of 1.2 percent, its biggest since the government began keeping records in the 1960s. From July 2020, when China imposed a national security law, through the following July, more than 89,000 people left the city of 7.5 million, according to provisional government data. ...
    The exodus of residents has cut across society. Hong Kong already faced a doctor shortage, and in the 12 months ended in August, 4.9 percent of public hospital doctors and 6.7 percent of nurses had quit, many to emigrate, according to the hospital authority’s chairman. Residents leaving Hong Kong withdrew $270 million from the city’s mandatory retirement plan between April and June, the largest amount in at least seven years, government statistics show. ...
    Beginning this academic year, officials have pledged to instill obedience through mainland-China-style “patriotic education.” Subjects as varied as geography and biology must incorporate material on national security. Kindergartners will learn the offenses under the security law. Teachers accused of sharing subversive ideas can be fired.
    Anne Sze, a teaching assistant at a school, learned about those changes in March, during a staff meeting. The principal described how all subjects going forward would include lessons on loving China, Ms. Sze, 46, said.
    Until then, Ms. Sze, who had grown disillusioned with the political atmosphere in Hong Kong, had taken preliminary steps toward emigration but had no concrete plans. But after that meeting, she imagined her own sons, 8 and 11, going through similar “brainwashing,” as she called it.
    She and her husband hurriedly applied for special visas that Britain is offering to Hong Kongers in response to the security law. In August, they left. ...
    Historically, many Hong Kongers have used investment visas, which can require millions of dollars in assets, he said. The new route requires only that arrivals be able to support themselves for six months.

    https://www.nytimes.com/2021/10/11/world/asia...

    They Were Promised a New Home. Then They Tried to Escape It.
    Bangladesh is relocating Rohingya refugees who fled Myanmar to a vulnerable, environmentally unstable island that is giving some cause to run again. ...
    Bangladesh is struggling to find a long-term solution for more than one million members of the largely Muslim Rohingya minority group who fled persecution in Myanmar.
    The first plan — stick them on an island — looks increasingly difficult to pull off. Growing numbers of migrants are fleeing Bhasan Char, risking drowning in the waters of the Bay of Bengal as well as prosecution if they are caught by the authorities. For human rights groups, the exodus stands as testament to the deplorable conditions on the island. ...
    The Bangladesh government, which hopes to eventually send the Rohingya back to Myanmar, said refugees would be happier once their relatives begin arriving and a local economy develops.
    “A community needs to be developed there, and it requires more people to come to the island,” said Shah Rezwan Hayat, the country’s refugee, relief and repatriation commissioner. ...
    “They won’t be allowed to move outside the camp. And they are served food every day, so it’s not Bangladesh’s responsibilities to arrange jobs for them to earn money.”
    The United Nations and the Bangladeshi government signed an agreement on Saturday for closer cooperation on services and activities to benefit the island’s inhabitants, including major areas like education and skills training, according to a statement. With the accord, the authorities will move forward with a plan to relocate an additional 80,000 Rohingya to Bhasan Char.
    The Bangladeshi government hopes Bhasan Char will help alleviate worsening conditions for refugees elsewhere. At the moment, nearly 890,000 Rohingya live in camps along a coastal region in eastern Bangladesh called Cox’s Bazar, according to the U.N.

    https://www.nytimes.com/2021/10/10/world/asia...

    Who Killed African Icon Thomas Sankara? Trial Opens, 34 Years After His Death.
    The president of the West African nation of Burkina Faso, an anticolonial leader celebrated across the continent, was assassinated in 1987. Now 14 men, including the president who took his place, are on trial.

    https://www.nytimes.com/2021/10/11/world/afri...
    #30Authorhm -- us (236141) 12 Oct 21, 09:55
    Comment
    Die österreichische Staatsanwaltschaft ist nicht "rot". Das ist eine lächerliche Schutzbehauptung der ÖVP.
    Dumm für sie vor allem, dass das Justizministerium "grün" ist und von einer kompetenten Ministerin geleitet wird, die niemandem was schuldig ist.

    Ich war recht erstaunt zu lesen, dass die Inhaberin des verdächtigen Meinungsforschungsinstituts angeblich schon verhaftet wurde.
    https://orf.at/#/stories/3232171/
    Und dass sich die "alten Knacker" (Zitat Kurz) in der ÖVP auf ihre christlichsozialen schwarzen Wurzeln besinnen und der türkisen Kurz-Truppe doch noch widersprechen.
    https://orf.at/stories/3232130/

    Insgesamt glaube ich jederzeit, dass da viel unanständige Absprachen getroffen werden und schon immer wurden. In Österreich nimmt man es nicht so genau mit dem Anstand wie in Deutschland. Aber alles per SMS und WhatsApp zu besprechen ist halt unsagbar dämlich...
    #31Authortigger (236106) 12 Oct 21, 12:00
    Comment

     In Österreich nimmt man es nicht so genau mit dem Anstand wie in Deutschland.


    Dein Wort in Gottes Ohren.

    Ich glaube eher, dass Vorteile, vor allem finanzielle, aber auch andere Privilegien, leider weltweit "politische Kategorien" (s. o.) sind, sie sind einfach zu verführerisch und Moral kann so unvorteilhaft für einen sein. Sicherlich ist dieses Phänomen zeitweilig an verschiedenen Orten unterschiedlich ausgeprägt, kommt aber immer wieder überall zum Vorschein.

    #32AuthorReeva (908916) 12 Oct 21, 12:18
    Comment

    "In Österreich nimmt man es nicht so genau mit dem Anstand wie in Deutschland."


    Och. Lusches Verhalten im Zusammenhang mit Hambi, diverse Maskendeals, Scholz und CumEx, Schröder und Gasprom ... Bei uns müffelt auch so einiges einigermaßen unangenehm ...

    #33AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 12 Oct 21, 12:22
    Comment
    Aber die erreichen dann richtig viel Macht und Geld! Die sind wenigstens böse!

    Das Ärgerlichste ist diese enttäuschende Mittelmäßigkeit. Kurz&Co. haben keinerlei Visionen, nicht einmal bereichern wollen sie sich. Sie wollten nur "an die Macht". Und dann waren sie dort, lächelten sich unsicher an und meinten: äh... und jetzt?
    #34Authortigger (236106) 12 Oct 21, 13:48
    Comment

    Lusche hat doch auch keine Vision; der wollte auch nur "an der Macht" sein. Und Scholz? Keine Ahnung, was den getrieben hat.


    Die Maskenheinis haben sich nur persönlich bereichern wollen, traurig genug.

    #35AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 12 Oct 21, 13:58
    Comment

    Die österreichische Staatsanwaltschaft ist nicht "rot". Das ist eine lächerliche Schutzbehauptung der ÖVP.


    Ich glaube ganz so leicht kann man es sich nicht machen. Wenn alle Akten der Justiz (Beschluss über Hausdurchsuchungen, Vernehmungsprotokolle, natürlich auch die berüchtigten SMS und Nachrichten selbst) quasi ohne Zeitverlust (verbotenerweise, aber ohne Konsequenzen) an die Medien weitergegeben werden, zum Teil noch bevor die Betroffenen selbst Akteneinsicht hatten, und man diese „undichten Stellen“ nicht stopfen kann oder will darf man sich über den Vorwurf der politischen Justiz zumindest nicht beschweren. Ordentliche Strafrechtspflege geht anders. (Disclaimer: Ich bin kein besonderer Fan von Kurz. Das ist ein prinzipielles Problem.)


    Aber alles per SMS und WhatsApp zu besprechen ist halt unsagbar dämlich...


    Ich bin absolut überzeugt, dass das bei den anderen Parteien (namentlich, sagen wir, der SPÖ in Wien) nicht anders läuft. Dort gibt es nur halt bisher keine Handy-Beschlagnahmen.

    #36AuthorCarullus (670120) 12 Oct 21, 14:36
    Comment

    Aber das Durchstechen von Info ist (a) kein Indiz dafür, dass derjenige, der es durchgestochen hat, eine linke Gesinnung hat, noch (b) dass die österreichische StA an sich links ist.


    Es ist nur viel einfacher, sowas zu behaupten, weil "alle gegen uns", und "wir Armen".

    #37AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 12 Oct 21, 14:39
    Comment
    Genau das meine ich. Natürlich herrscht da eine Freunderlwirtschaft ohne Ende, so sind wir eben doch. Aber so einfach kann es schon deswegen nicht sein, weil in der SPÖ intern ja auch schon hunderte unterschiedliche Interessen verfolgt werden, die sich auf die Staatsanwaltschaft auswirken.
    #38Authortigger (236106) 12 Oct 21, 14:50
    Comment

    Ich weiß nicht, ob die Korruptionsstaatsanwaltschaft „links“ ist, sie ist jedenfalls Anti-Kurz. Mir wären derart massive Verletzungen von Beschuldigtenrechten in der zweiten Republik bisher sonst nicht erinnerlich, nicht einmal bei Strache.


    Also: An der Sache mag schon etwas dran sein (und noch einmal: ich bin hier nicht der Apologet Kurz', ich habe ihn auch nicht gewählt), aber wer glaubt, dass einschlägige Ermittlungen und Veröffentlichungen ganz zufällig gerade jetzt, nach mehr als 5 Jahren, ans Tageslicht kommen, der glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann.


    weil in der SPÖ intern ja auch schon hunderte unterschiedliche Interessen verfolgt werden, die sich auf die Staatsanwaltschaft auswirken.


    Das mag schon sein, aber auf „Kurz muss weg“ als kleinsten gemeinsamen Nenner konnten sich wohl alle verständigen (einschl. der F, wie man so hört.)

    #39AuthorCarullus (670120)  12 Oct 21, 14:55
    Comment

    "Ich weiß nicht, ob die Korruptionsstaatsanwaltschaft „links“ ist, sie ist jedenfalls Anti-Kurz."


    Auch diese Verallgemeinerung halte ich nicht für statthaft. Es reicht ein "Anti-Kurz-StA"; das muss nicht die gesamte Staatsanwaltschaft sein.


    Und die "Kritik" von braun war, dass "die alle rot sind" und "keiner uns mag" und "mimimi". Nicht, dass da was durchgestochen wurde. Nein, es muss natürlich "rot" sein.


    Objektiv finde ich es auch nicht richtig; rein persönlich empfinde ich durchaus eine gewisse klammheimliche Freude.


    Was den Zeitpunkt angeht: Für irgendwen ist das immer irgendwie total blöd ...

    #40AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 12 Oct 21, 15:01
    Comment

    Wenn man die Beiträge so liest, ergibt sich:


    Wenn etwas durchsticht an Information, muß das von "links" sein und das ist rot. Und damit schlimm.


    Wenn Dinge vertuscht sind, ist es eher egal von wem, es wird jedenfalls nie als "links" bezeichnet und es ist auch irgendwie nicht so böse wie das Aufdecken.

    #41Authorulinne (894128) 12 Oct 21, 15:05
    Comment

    Und die "Kritik" von braun war …


    Vorsicht mit der Antwort: Es gibt keine braunen Parteien in Österreich.


    Nicht, dass da was durchgestochen wurde.


    Das ist genau das, was ich kritisiere, daneben natürlich auch den Umgang der Medien damit, und die Tatsache, dass das alles als selbstverständlich hingenommen, ja begeistert verteilt wird. Der Zweck heiligt für mich eben nicht die Mittel.


    Was den Zeitpunkt angeht: Für irgendwen ist das immer irgendwie total blöd ...


    Ja, das war sicher total zufällig. Sage ich doch.


    Wenn Dinge vertuscht sind, ist es eher egal von wem, es wird jedenfalls nie als "links" bezeichnet und es ist auch irgendwie nicht so böse wie das Aufdecken.


    Ich weiß nicht, wie es Dir geht, ich möchte meine SMS und dienstlichen Chat-Nachrichten mit Kollegen eigentlich nicht in der Tagespresse seziert finden, völlig losgelöst von irgendeiner strafrechtlichen Relevanz. Gut, ich bin nicht im Umfeld des Bundeskanzlers, aber die rechtlichen Prinzipien sollten eigentlich dieselben sein.

    #42AuthorCarullus (670120) 12 Oct 21, 15:14
    Comment

    Und die "Kritik" von braun war …


    Vorsicht mit der Antwort: Es gibt keine braunen Parteien in Österreich.


    Whatever; von der politischen Ansicht her nehmen die sich nicht viel mit den Braunen, die hier in D blau sind. Pardon my French, but same fu**ing difference.


    Nicht, dass da was durchgestochen wurde.


    Das ist genau das, was ich kritisiere, daneben natürlich auch den Umgang der Medien damit, und die Tatsache, dass das alles als selbstverständlich hingenommen, ja begeistert verteilt wird. Der Zweck heiligt für mich eben nicht die Mittel.


    Ich weiß nicht, ob Du mich absichtlich missverstehen willst. Meine Kritik an der Kritik seitens der Kurz-Apologeten ist nicht, dass die sich an dem Durchstechen hochziehen. Das wäre legitim. Nein, es muss "von der roten Staatsanwaltschaft" durchgestochen worden sein. Weil alle, die gegen uns sind, müssen Kommunisten und schlimmer sein. Mit Angst vor denen kriegt man den Spießbürger immer noch bei Fuß.


    Ich weiß nicht, wie es Dir geht, ich möchte meine SMS und dienstlichen Chat-Nachrichten mit Kollegen eigentlich nicht in der Tagespresse seziert finden, völlig losgelöst von irgendeiner strafrechtlichen Relevanz. Gut, ich bin nicht im Umfeld des Bundeskanzlers, aber die rechtlichen Prinzipien sollten eigentlich dieselben sein.


    Das ist immer noch nicht das eigentliche Thema.

    #43AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 12 Oct 21, 15:20
    Comment

    ulinne, die Vorwürfe würden in ähnlicher Weise (natürlich von anderen Personen mit anderer Bewertung) erhoben, wenn aus der Staatsanwaltschaft Informationen zu Ermittlungen gegen "Linke" bekannt würden. Grundsätzlich bleibt es richtig, dass derartige Informationen nicht von der Staatsanwalt an die Öffentlichkeit gelangen sollten, schon gar nicht in einer Zeit, in der noch Ermittlungen laufen. Nachvollziehbar wäre das für mich nur, wenn es Anlass zu der Vermutung gibt, dass Ermittlungen zu Unrecht eingestellt werden. Auch dann sollte es erstmal andere Wege geben, aber in solchen Fällen kann es moralisch gerechtfertigt sein, etwas durchzustechen. So wie es jetzt in Österreich läuft, ist es Mist, auch wenn es von außen in gewisser Weise unterhaltsam ist.

    #44Authorharambee (91833) 12 Oct 21, 15:24
    Comment
    Maybe there's some European nuance I'm missing, but surely the adjective 'rot' can seem exaggerated and tendentious precisely because part of the criticism of Kurz and others, as I understand it, has been that it's their party that's actually dangerously friendly with Putin etc.! (Was that in the article about Austrian intelligence failures, near the end of the last thread? Sorry, sieve brain ...)

    It seems important to distinguish among (1) the few genuinely 'red' Marxists remaining in any political party, who are surely a small and dwindling faction, as opposed to (2) the European social democrats, who may technically use the color red but are not remotely any kind of Communist menace, and (3) the repressive post-Communist authoritarian oligarchies like Russia, China, and Venezuela, who really could be called brown or black or anything except genuinely socialist, and who may now actually have the most in common with the most aggressively capitalist parties on the Western right. Of all those, it seems to me that the Western center left might still have the purest motives for leaking information about corruption, though of course the memory of Schröder also corruptly kowtowing to Putin was anything but pure in that era.

    But again, maybe I'm missing some key point. I'm still trying to figure out what's going on in the Czech Republic as well.

    ________________


    Czech PM claims gravely ill president promised he could continue in role
    Despite his party losing election, Andrej Babiš says he was Miloš Zeman’s choice to lead next government ...
    Czech politics has been thrown into fresh uncertainty after the billionaire prime minister, Andrej Babiš claimed the president had promised him a shot at heading the next government despite being defeated in a general election.
    In a statement that was met with widespread scepticism, Babiš told journalists thatMiloš Zeman, gravely ill in hospital, told him “repeatedly” that he would choose him to lead a new administration when the pair met on Sunday, a day after the unexpected poll result.
    The men, close allies, reportedly saw each other for 45 minutes at Zeman’s presidential retreat at Lány Castle, outside Prague, shortly before the president was taken by ambulance to Prague’s central military hospital, where he is in intensive care. Doctors say he is being treated for an unspecified chronic illness. ...
    Babiš’s populist Action for Dissatisfied Citizens (ANO) party narrowly lost the popular vote to the centre-right Spolu (Together) grouping in last week’s election but took one more seat, 72 to 71, in the 200-member parliament. Zeman has said the next government should be formed by the leader of the biggest party, in this case ANO.
    However, Babiš has no route to a coalition after Spolu, a three-party bloc led by Petr Fiala, refused to enter government with him and instead opened negotiations with a liberal faction, Pir-Stan, with whom it has a total of 108 seats, enough for a majority administration.
    The prime minister’s assertion drew accusations that he was trying to sow confusion, with some questioning why he had waited more than 48 hours to disclose the unverified conversation after leaving Sunday’s meeting through a side door to avoid journalists.
    It also contradicted some media accounts that the pair had not actually spoken during the encounter, which was brought forward by several hours because of Zeman’s illness and impending hospital admission. Afterwards, the presidential spokesperson, Jiří Ovčáček, said Zeman had not given Babiš his blessing to start coalition talks.
    Miloš Vystrčil, the chair of the Czech senate, the parliamentary upper chamber, has been tasked with establishing the state of Zeman’s health amid criticism that the president’s office has covered up his illness and opposition demands that parliament invoke article 66 of the constitution to declare him unfit to conduct his duties. This would deprive him of the power to choose who is to form a new government.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/12...

    Catholic priests in France ‘must report abuse allegations heard in confession’
    Minister reprimands top bishop for claiming the secrecy of confessional ‘above laws of the Republic’
    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/12...
    https://elpais.com/sociedad/2021-10-12/el-est...

    The Body Collector of Spain: When Migrants Die at Sea, He Gets Them Home
    Martín Zamora, the owner of a funeral parlor near Gibraltar, has found an unusual line of business among the relatives of those who drown trying to reach Europe.

    https://www.nytimes.com/2021/10/12/world/euro...
    Leer en español
    https://www.nytimes.com/es/2021/10/12/espanol...

    Somalia obsiegt in See-Grenzstreit mit Kenia
    Es geht um 100.000 Quadratkilometer im Indischen Ozean, die wegen mutmaßlicher Rohstoffvorkommen heiß begehrt sind. Nairobi reagiert überaus kühl.

    https://www.dw.com/de/somalia-obsiegt-in-see-...
    https://www.nytimes.com/2021/10/12/world/afri...

    Cuba denies opposition permission for march in Havana after July protests
    Letter says protest planned for 15 November has ‘the open intention of changing the political system in Cuba’

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/12...
    https://elpais.com/internacional/2021-10-12/e...

    Sebastián Piñera envía a las Fuerzas Armadas a “la zona roja” del conflicto mapuche en Chile
    El presidente chileno anuncia el estado de excepción “por la grave alteración del orden público”

    https://elpais.com/internacional/2021-10-13/s...
    https://www.dw.com/de/chile-ruft-im-süden-no...

    Opinión
    Cabal, la candidata perfecta de Uribe

    https://elpais.com/opinion/2021-10-12/quien-l...
    Caveat: I had trouble with the whole El País website and never could actually get this article to load at all without crashing the page.

    Cases of ‘Havana Syndrome’ Reported at U.S. Embassy in Colombia
    The State Department is investigating new complaints of mysterious brain injuries before Secretary of State Antony J. Blinken’s visit to the country next week.

    https://www.nytimes.com/2021/10/12/us/politic...

    #45Authorhm -- us (236141) 13 Oct 21, 06:41
    Comment

    @44 Ich gebe dir einerseits recht. Andererseits würden bergeweise Dinge nie ans Tageslicht kommen, wenn nicht unerlaubterweise jemand was aufdecken würde.


    Ich gehe mal davon aus, daß man als einfacher Privatmensch nie die Gelegenheit haben wird, eine gesamte Nation zu betrügen. Das geht als Staatsmann deutlich leichter.


    Genau wie die angeblich "staatsfeindlichen" Offenlegungen von "Spaßerschießungen von Zivilisten" durch amerikanische Streitkräfte. Sowas muß trotz ev. Nicht-Rechtmäßigkeit doch mal das Tageslicht erblicken. Daß man deswegen über die ganze Welt verfolgt wird, ist für mich ein Unding.

    #46Authorulinne (894128)  13 Oct 21, 06:43
    Comment
    *sigh* I apologize for not being able to clean up that post. /-:
    #47Authorhm -- us (236141)  13 Oct 21, 06:46
    Comment

    Andererseits würden bergeweise Dinge nie ans Tageslicht kommen, wenn nicht unerlaubterweise jemand was aufdecken würde.


    Das ist in diesem Zusammenhang aber gerade nicht der Fall. Es geht nicht um wie immer gearteten Enthüllungsjouralismus, es geht bloß darum interne Akten, Protokolle und Ermittlungsergebnisse an die Medien weiterzugeben, einschließlich umfangreicher privater Kommunikation, die als Beifang einer gerichtlichen Beschlagnahme keinerlei rechtliche Relevanz besitzt. Keine Sternstunde des Rechtsstaates. Aber auch sonst und ganz allgemein bin ich, anders als, soweit ersichtlich Du, nicht der Meinung, dass der Zweck die Mittel heiligt.


    … "Spaßerschießungen von Zivilisten" durch amerikanische Streitkräfte.


    Noch einmal: Die Vorgänge um Kurz haben mit „Whistleblowing“ nichts zu tun: die Vorwürfe werden ja bereits geprüft, die Justiz ist damit beschäftigt. Es ist ja gerade jene, oder Teile von ihr, die die Medien (illegalerweise) mit brühwarm mit Informationen versorgen.

    #48AuthorCarullus (670120) 13 Oct 21, 08:03
    Comment

    Naja, auch wenn es vielleicht(!) rechtlich irrelevant ist, können es doch Dinge sein, die moralisch - um's mal vorsichtig auszudrücken - nicht so ganz OK sind, und die die Öffentlichkeit wissen sollte. Sowas wie Panama oder Pandora mag ja unter rechtlichen Gesichtspunkten ok sein, ich hätte aber dennoch ein Problem damit, wenn mein künftiger BuKa oder Minister Geld auf Konten in Steueroasen hortete, und würde meine Wahlentscheidung (auch) davon abhängig machen.



    #49AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 13 Oct 21, 08:14
    Comment

    … surely the adjective 'rot' can seem exaggerated and tendentious


    Nein, das sehe ich nicht so. Es geht hier nicht um Kommunismus, es geht bloß um politische Parteien und ihre Farben. Wenn wir „ein Roter“ sagen, dann meinen wir – in Österreich – ein Mitglied, einen Wähler oder Sympathisant der SPÖ: genauso wertfrei bei einem Grünen, einem Schwarzen bzw. Türkisen etc. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Österreich über viele Jahre de facto eine politische Zweiteilung („Proporz“), bei der „die Roten“ und „die Schwarzen“ politisch Macht, Einflussnahme, Postenbesetzungen usw. untereinander aufgeteilt haben. Man kann noch heute scherzhaft zB von „der roten Reichshälfte“ sprechen, ohne jemandem kommunistische Tendenzen unterstellen zu wollen.


    … European social democrats, who may technically use the color red but are not remotely any kind of Communist menace


    Das hat ja auch niemand gesagt. Ganz allgemein mögen vielleicht Amerikaner bei „rot“ an Kommunismus denken, in Europa (und ganz sicher in Österreich) ist das nicht automatisch der Fall. Wenn es ausnahmsweise wirklich um Kommunismus geht (wie zB unlängst in Graz) dann immer unter dem Adjektiv „kommunistisch“.

    #50AuthorCarullus (670120)  13 Oct 21, 08:16
    Comment

    … können es doch Dinge sein, die moralisch - um's mal vorsichtig auszudrücken - nicht so ganz OK sind, und die die Öffentlichkeit wissen sollte.


    Nein, da geht es um Klatsch und Tratsch, um Lästereien hinter dem Rücken Dritter, um das Welt- und Frauenbild bestimmter höherer Beamten, usw. Ein rechtliches Interesse an diesen Veröffentlichungen ist nicht ersichtlich; was aber natürlich nicht heißt, dass schon fast kupplerisch zu nennende Journalisten die Neugier und Sensationslust einer voyeuristischen Öffentlichkeit nicht gerne befriedigen.

    #51AuthorCarullus (670120) 13 Oct 21, 08:27
    Comment

    Ich weiß nicht im Detail, was da veröffentlicht wird, und wenn es "nur "Klatsch und Tratsch" ist, dann ist es sicher nicht berechtigt, das zu veröffentlichen. Wenn sich dabei aber herausstellt, dass ein Politiker im kleineren Kreis gern mal extrem homosesuellen-, frauen- oder fremdenfeindliche Sprüche loslässt, dann finde ich es gerechtfertigt, das zu veröffentlichen. Auch ohne "rechtliches Interesse".

    #52AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 13 Oct 21, 08:37
    Comment

    Wenn alle Akten der Justiz (Beschluss über Hausdurchsuchungen, Vernehmungsprotokolle, natürlich auch die berüchtigten SMS und Nachrichten selbst) quasi ohne Zeitverlust (verbotenerweise, aber ohne Konsequenzen) an die Medien weitergegeben werden, zum Teil noch bevor die Betroffenen selbst Akteneinsicht hatten, und man diese „undichten Stellen“ nicht stopfen kann oder will darf man sich über den Vorwurf der politischen Justiz zumindest nicht beschweren.


    Zumindest, was die whatsapp-Nachrichten angeht, sind die nach Angeben des Falters, der einiges davon am 6. Oktober veröffentlichte, ihnen NICHT von der Staatsanwaltschaft, sondern von Anwälten zugespielt worden.


    Der „Falter“ hat am 06.10.21 in einem brisanten Artikel einen Whatsapp-Chat von 2018 dokumentiert. Darin tauscht sich der damalige Kabinettschef Thomas Schmid mit dem Pressesprecher des damaligen ÖVP-Finanzministers aus. Es geht um die Frage, wie man „Content“ gegen „Kohle“ bekommen könne – also um die Frage, wie man die Inhalte der Zeitung „Österreich“ kauft und manipuliert./.../Man habe diese Informationen von Anwälten zugespielt bekommen, nicht von der Staatsanwaltschaft, erklärte „Falter“-Redakteurin Konzett.

    https://www.deutschlandfunk.de/ruecktritt-von...


    Lesenswert auch die auf der Seite verlinkten Artikel:

     Rechte Parteien und die Medien

    Österreichs Orbanisierung, u. a.: "Zack, Zack, Zack – mit klaren Worten spricht der damalige Vorsitzende der Österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, im Sommer 2017 darüber, wie er sich einen Umbau bei der wichtigsten Tageszeitung des Landes, der „Kronen-Zeitung“, vorstellt. Unliebsame Journalisten müssten ausgetauscht, andere sollten gefördert werden."


    Österreichs Medienlandschaft

    „Boulevardisierung der Politik“, u. a.: "In der Bundeshauptstadt Wien decken drei Zeitungen über 70 Prozent der Leserschaft ab, sagte Politikwissenschaftler Fritz Plasser im Dlf. Dabei handle es sich um die drei Boulevardblätter „Kronen Zeitung“, „Heute“ und „Österreich“. Deren Marktmacht beeinflusse auch die Politik."


    Wochenzeitung „Falter“, u. a.: "Die Wiener Wochenzeitung „Falter“ hat in den vergangenen Tagen etliche Enthüllungen vorgelegt, die unangenehm werden könnten für Ex-Kanzler und ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz und seine Partei./.../Bemerkenswert ist allerdings auch, dass Boulevardmedien und einige Zeitungen in Österreich die Enthüllungen weitgehend ausblenden. Es steht stattdessen der Vorwurf gegen den „Falter“ im Raum, die Zeitung führe einen Feldzug gegen die ÖVP und verwende zweifelhafte Informationen."

    ÖVP wehrt sich gegen Berichterstattung; usw.


    . Das schien/scheint noch ein einziger Sumpf zu sein.

    #53AuthorReeva (908916) 13 Oct 21, 09:24
    Comment

    "Es ist ja gerade jene, oder Teile von ihr, die die Medien (illegalerweise) mit brühwarm mit Informationen versorgen."


    Da versagt leider mein Begreifen. Die Justiz begeht Justizfehler? Bewußt? Illegale Infos? Wie geht das denn?

    Dann muß man ja annehmen, daß mit der Justiz in Ö irgendwas nicht in Ordnung ist?


    Und Zustimmung zu @52

    #54Authorulinne (894128)  13 Oct 21, 09:25
    Comment

    ...einschließlich umfangreicher privater Kommunikation, die als Beifang einer gerichtlichen Beschlagnahme keinerlei rechtliche Relevanz besitzt.


    Auch da bin ich anderer Meinung. Hat man ein öffentliches Amt als Politiker, sind "private" Gespräche, in denen es darum geht, öffentliche Gelder für dubiosen Machenschaften auszugeben, alles andere als privat, nur weil sie nicht vom Diensttelefon aus geführt worden sind.

    #55AuthorReeva (908916) 13 Oct 21, 09:35
    Comment

    Zumindest, was die whatsapp-Nachrichten angeht, sind die nach Angeben des Falters, der einiges davon am 6. Oktober veröffentlichte, ihnen NICHT von der Staatsanwaltschaft, sondern von Anwälten zugespielt worden.


    Welchen Unterschied macht das? Ich habe ja „der Justiz“ als Institution gar keinen Vorwurf gemacht, nur gesagt, dass „alle“ (viele) ihre Akten quasi ohne Zeitverlust an die Medien weitergegeben werden – von wem auch immer. Dass das nur illegal erfolgt sein konnte hat aber die Medien, insb. auch den Falter, von einer Veröffentlichung nicht abgehalten.


    Die Justiz begeht Justizfehler? Bewußt? Illegale Infos? Wie geht das denn?


    Ernsthaft? Ein Referent oder Sachbearbeiter oder sonst jemand, der Zugriff auf das Dokument hat macht eine Kopie (oder meinetwegen einen Screenshot oder auch nur ein Handyfoto) eines brisanten Dokuments und leitet es an einen seiner journalistischen Kontakte weiter, der es dann, unter Berufung auf seinen „Quellenschutz“ publiziert.


    Dann muß man ja annehmen, daß mit der Justiz in Ö irgendwas nicht in Ordnung ist?


    Das wird im Einzelfall wohl auch so sein. Wobei die Frequenz, Menge und Qualität der Dokumente schon eine gewisse Systematik vermuten lässt. Und wenn man „der Justiz“ schon sonst nichts vorwerfen kann: ernsthafte Bestrebungen gegen diese systematische Verletzung des Datenschutzes und Amtsgeheimnisses vorzugehen sind nicht erkennbar.


    … als Politiker, sind "private" Gespräche, in denen es darum geht, öffentliche Gelder für dubiosen Machenschaften auszugeben, alles andere als privat, nur weil sie nicht vom Diensttelefon aus geführt worden sind.


    Hast Du gelesen, was ich geschrieben habe? Es geht konkret um (peinliche) Details aus dem Privatleben, parteiinterne Intrigen usw. Rechtlich gesehen völlig irrelevant. (Was die Verwendung öffentlicher Gelder ja gerade nicht wäre.)

    #56AuthorCarullus (670120)  13 Oct 21, 09:36
    Comment

    "Rechtlich gesehen völlig irrelevant"


    Nochmal. Auch Dinge, die rechtlich gesehen OK sind, sind für eine Urteilsbildung wichtig. Wenn der Kanzlerkandidat einer Partei in einer privaten Chatgruppe schreibt "N****er sind alle dumm und stinken", dann ist das rechtlich gesehen völlig wurscht. So einen Typen würde ich aber selbst dann nicht im Amt sehen wollen, wenn seine sonstigen Ansichten mit meinen völlig übereinstimmten.

    #57AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 13 Oct 21, 09:56
    Comment

    Welchen Unterschied macht das? Ich habe ja „der Justiz“ als Institution gar keinen Vorwurf gemacht, nur gesagt, dass „alle“ (viele) ihre Akten quasi ohne Zeitverlust an die Medien weitergegeben werden – von wem auch immer. Dass das nur illegal erfolgt sein konnte hat aber die Medien, insb. auch den Falter, von einer Veröffentlichung nicht abgehalten.


    Anwälte sind nicht "DIE (rote) Staatsanwaltschaft". Zudem glaube ich immer noch an Menschen, die völlig unabhängig von ihrer politischen Heimat moralisch integer sind und gewisse Dinge einfach nicht mehr mitmachen wollen. Weißt du, wer letztendlich die Informationen zugespielt hat? Dass die Medien sie veröffentlichen ist doch klar. Du sprachst davon, "dass schon fast kupplerisch zu nennende Journalisten die Neugier und Sensationslust einer voyeuristischen Öffentlichkeit nicht gerne befriedigen." Dass du sowas im Besonderen den Medien vorwirfst, die über die "privaten" Nachrichten von Politikern über die fragwürdige Beeinflussung der Medienlandschaft mit öffentlichen Geldern berichten und nicht den von denselben Politikern geförderten Boulevard- und/oder kostenlosen Zeitungen, wundert mich. Politiker haben sich nicht nur der Justiz gegenüber zu verantworten, sondern auch gegenüber ihren Wählern.


    Würde es keine Whistleblower geben, blieben so einige Schweinereien unentdeckt. Was da an wirklich privater Kommunikation veröffentlicht wurde/wird, interessiert mich nicht, darüber habe ich auch nichts gelesen. Alles, was der Öffentlichkeit gegenüber rechenschaftspflichtig ist, ist nicht privat, so zum Beispiel, inwieweit Regierungsgeld dafür verwendet werden kann, das Ansehen von Kurz und der ÖVP (oder auch der FPÖ) zu steigern: Geld gegen Content.

    #58AuthorReeva (908916)  13 Oct 21, 09:57
    Comment

    Auch Dinge, die rechtlich gesehen OK sind, sind für eine Urteilsbildung wichtig.


    Mag sein. Ich halte es trotzdem für einen kleineren Skandal, wenn der Staatsanwalt ein Handy beschlagnahmt, und dessen Inhalt dann umgehend in den Medien seziert wird. Informationsgehalt etwa in der Größenordnung von (Abbildung ähnlich) „Der X ist so ein Depp“ und „Die Y würde ich auch nicht von der Bettkante stoßen.“


    Wenn der Kanzlerkandidat einer Partei in einer privaten Chatgruppe schreibt "N****er sind alle dumm und stinken", dann ist das rechtlich gesehen völlig wurscht.


    Das wäre schon recht nahe an der Verhetzung, abhängig von weiteren Details. Und eine gänzlich andere Kategorie als die Nachrichten, um die es hier geht.


    Zudem glaube ich immer noch an Menschen, die völlig unabhängig von ihrer politischen Heimat moralisch integer sind und gewisse Dinge einfach nicht mehr mitmachen wollen.


    Ich will Dir Deinen Glauben nicht nehmen, und es wird solche Leute sicher geben, sie mögen sogar die Mehrheit sein, aber es gibt auch die anderen … und da reichen ja schon ein paar, im Extremfall eine gut positionierte Einzelperson.


    Weißt du, wer letztendlich die Informationen zugespielt hat?


    Mitarbeiter „der Justiz“, weil nur diese die Informationen legal besitzen (dürfen). („Anwälte“ ist eine nette Theorie, aber die eigenen Anwälte werden Informationen, die ihrem Mandant schaden, nicht an die Medien weitergeben, und gegnerische Anwälte gibt es im Strafrecht an sich nicht, bzw. muss auch hier der Datenschutz eingehalten werden. Dass man mal eben so die beschlagnahmten Nachrichten en bloc weitergibt ist jedenfalls nicht vorgesehen.)


    Politiker haben sich nicht nur der Justiz gegenüber zu verantworten, sondern auch gegenüber ihren Wählern.


    Sicher. Aber Wähler haben kein Recht darauf, die privat getätigten Äußerungen aller Politiker zu erfahren. Vor allem dann nicht, wenn diese Nachrichten rechtswidrig erlangt wurden und keine rechtliche Relevanz aufweisen. Du darfst das gerne anders sehen.


    Würde es keine Whistleblower geben, blieben so einige Schweinereien unentdeckt.


    Wir reden aneinander vorbei (oder Du willst mich nicht verstehen): es geht hier gerade nicht um Whistleblowing, schließlich sind die Daten der Justiz ja bekannt. Der Rechtspflege dient das jedenfalls nicht.


    Und damit für mich EOD. Ich bin, ich wiederhole mich, nicht Kurz' Apologet und hielte das bei jedem anderen Politiker für gleichermaßen unerträglich.

    #59AuthorCarullus (670120)  13 Oct 21, 10:31
    Comment

    "„Die Y würde ich auch nicht von der Bettkante stoßen.“"


    Kontext ist wichtig. Ist der Absender ein berühmt-berüchtigter "Frauenheld" (Gott, was für 1 Wort), d'accord. Ist der Absender ein bekannter Puritaner/strenggläubiger Katholik, der normalerweise jeden Fehltritt mit dem ewigen Fegefeuer bestrafen will und die entsprechenden "Sündenböcke" bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit öffentlich geißelt, würde ich schon gern wissen wollen, was für ein verlogenes Stück [expletive deleted] er ist.


    Oder wenn ein öffentlich homophober und dies auch bei jeder Gelegenheit betonende Politiker (so Marke "AfD") in einer bekanten Schwulensauna gesehen wird. Gut, bei denen weiß man eh, dass sie lügen, wenn sie den Mund aufmachen. Wie die Tories.


    Wenn es nur um Tratsch geht, habe ich Dir so sogar schon zugestimmt.


    In einer privaten Chatgruppe kann man üblicherweise keine Verhetzung betreiben.


    "Und eine gänzlich andere Kategorie als die Nachrichten, um die es hier geht."


    Deshalb schrieb ich extra, dass ich nicht "im Detail [weiß], was da veröffentlicht wird".

    #60AuthorB.L.Z. Bubb (601295)  13 Oct 21, 10:44
    Comment

    Irgendwie, finde ich, kommt es auch hier sehr auf den Zusammenhang an.


    Wenn wie im amerikanischen Wahlkampf Privates dazu dient, den Gegner unmöglich zu machen, ekelt mich das an. Eine Lewinsky oder sowas interessiert mich nicht.

    Wenn es um Doppelmoral geht, ist das sicher was Anderes. Wasser predigen und Wein saufen. Das sollte m.E. doch deutlich werden.

    Wenn bei dem "Privaten" auch politische Themen ausgetauscht werden - wie bei Stracke - dann geht das die Öffentlichkeit insofern an, als dort konkrete Eingriffe in das öffentliche Leben diskutiert wurden. Dann sind wir beim Whistleblowing.

    #61Authorulinne (894128) 13 Oct 21, 10:53
    Comment

    Ich sehe, ulinne und ich scheinen auf einer ähnlichen Wellenlänge zu sein ;-)

    #62AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 13 Oct 21, 10:58
    Comment

    In #45 hat hm -- us auch das Thema Seegrenze zwischen Kenia und Somalia abgesprochen. In Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 4 - #293 hatte ich ja geschreiben, dass Kenia das Urteil nicht anerkennen würde. So ist es jetzt auch und wie der folgende Artikel zeigt, sieht sich Kenia da in guter Gesellschaft zum Beispiel mit dem UK und den USA, die ähnliche Gerichtsentscheidungen in der Vergangenheit auch ignoriert haben:


    https://nation.africa/kenya/news/kenya-joins-...


    Auch dieser Artikel wird in ca. 1 Woche hinter einer Bezahlschranke verschwinden.


    Verwiesen wird unter anderem auf den Fall der Chagos-Inseln, von denen ich noch nie gehört hatte. Ein Artikel dazu: https://www.derstandard.de/story/200012372777...


    Internationale Gerichte sind schon ein schwieriges Thema. Ich halte sie einerseits für wichtig, kann aber auch verstehen, wenn insbesondere in Afrika argumentiert wird, dass sie nicht für die Gleichbehandlung aller Länder sorgen.

    #63Authorharambee (91833)  13 Oct 21, 11:17
    Comment

    #61: eine Lewinsky wird dann interessant, wenn der amtierende Präsident das Parlament anlügt....

    #64Authorgrinsessa (1265817) 13 Oct 21, 11:20
    Comment


    Ich will Dir Deinen Glauben nicht nehmen, und es wird solche Leute sicher geben, sie mögen sogar die Mehrheit sein, aber es gibt auch die anderen … und da reichen ja schon ein paar, im Extremfall eine gut positionierte Einzelperson.


    Mitarbeiter „der Justiz“, weil nur diese die Informationen legal besitzen (dürfen).


    Am Anfang dieser Diskussion ging es um "DIE (rote oder nicht rote Staatsanwaltschaft). Ich wiederhole mich.

    Aus welchem Grund, ob aus politischem Kalkül, Sensations- oder Geldgier, Rache, Rechtschaffenheit, wegen moralischer Bedenken oder sonstwas) welche Person(en) was hat durchsickern lassen, weiß niemand. Anwälte der Verteidigung wäre dies rechtlich untersagt. Aber weißt du mit Sicherheit, ob es keiner von ihnen ist?

    Auch Banker, die zum Teil gesetzeswidrige "Bankgeheimnisse" preisgeben, werden strafrechtlich verfolgt, sobald ihre Identität bekannt wird. Edward Snowdon, Daniel Ellsberg oder Julian Assange. Ich bin froh, dass ans Licht kommt/gekommen ist, was sie wussten.


    Wer wen von der Bettkante stößt, ist mir schnurzpiepenegal. Erfährt man z. B., wie wenig einen Politiker die eigene Moral kümmert, der öffentlich den rigiden Moralapostel spielt, sagt das allenfalls etwas über seine Glaubwürdigkeit aus.


    Wir reden aneinander vorbei (oder Du willst mich nicht verstehen): es geht hier gerade nicht um Whistleblowing, schließlich sind die Daten der Justiz ja bekannt. Der Rechtspflege dient das jedenfalls nicht.


    Ersetz meinetwegen den Whistleblower durch Hinweisgeber oder Informant, zunächst an die Staatsanwaltschaft. Ich kann nicht glauben, dass diese ganz ohne Hinweise aus informierten Kreisen dazu in der Lage war, die Ermittlungen in Gang zu bringen. Dann ein weiterer Hinweisgeber von den dort Involvierten an die Medien. Über die Gründe beider siehe oben. Sie sind dir und mir unbekannt.

    Die Reihenfolge und der genaue Terminus der Informanten sind mir nicht so wichtig. Aber die Tatsache, dass zunächst Informationen aus einem Zirkel herauskommen, der wegen der Gefahr bei einer Aufdeckung streng vertraulich und geheim bleiben sollte.


    Und damit für mich EOD.

    Genau das wollte ich auch vorschlagen. Wir werden uns sicher nicht mehr einig. Und jeder Leser kann mittlerweile den einen oder den anderen Rückschluss aus unserer Diskussion ziehen, ohne dass sie fortgeführt wird.






    #65AuthorReeva (908916) 13 Oct 21, 11:21
    Comment

    Re #63: Verwiesen wird unter anderem auf den Fall der Chagos-Inseln, von denen ich noch nie gehört hatte


    Aber Diego Garcia ist ein Begriff, oder? Kam bei Nachrichten über den Irakkrieg häufiger vor, wenn ich mich richtig erinnere. Was den Verweis auf andere Fälle angeht, das ist witzlos: Einem Knöllchen entgeht man ja auch nicht, in dem man darauf verweist, dass andere Verkehrsteilnehmer auch gegen die Straßenverkehrsordung verstoßen haben.

    #66AuthorNorbert Juffa (236158)  13 Oct 21, 11:33
    Comment

    Aber Diego Garcia ist ein Begriff, oder?


    Stimmt, davon hatte ich gehört, aber ich musste auch erst nachschlagen, um mich genauer zu erinnern.


    Einem Knöllchen entgeht man ja auch nicht, in dem man darauf verweist, dass andere Verkehrsteilnehmer auch gegen die Straßenverkehrsordung verstoßen haben.


    Stimmt, aber die Situation ist hier insofern anders, als bei Knöllchen eine große Gefahr besteht, dass die Strafe eingetrieben wird und eine Nichtzahlung langfristig die Kosten erhöht. Ein solches Risiko scheint es bei Entscheidungen des internationalen Gerichtshofs nur dann zu geben, wenn man ohnehin schon ein schwaches Land ist.

    #67Authorharambee (91833)  13 Oct 21, 12:06
    Comment

    Wie so ein Konflikt letzendlich ausgeht ist schwer vorherzusagen. Marokko halte ich zum Beispiel nicht für ein speziell starkes Land. Es hat sich trotzdem die Westsahara gekrallt und gibt sie nicht wieder her wegen der dortigen weltgrößten Phosphatvorkommen. Die Sahrauis sitzen derweil seit einem halben Jahrhundert in Flüchtlingslagern in Algerien und es interessiert sich so ziemlich niemand für sie.

    #68AuthorNorbert Juffa (236158) 13 Oct 21, 13:07
    Comment

    Auch wieder wahr, aber kein Widerspruch zu meiner These, dass internationale Gerichte oft ein stumpfes Schwert sind. Du hast ja auch nichts anderes behauptet.

    #69Authorharambee (91833) 13 Oct 21, 13:19
    Comment

    Einem Knöllchen entgeht man ja auch nicht, in dem man darauf verweist, dass andere Verkehrsteilnehmer auch gegen die Straßenverkehrsordung verstoßen haben.


    Wenn man allerdings nachweisen kann, dass dieses Vergehen für die anderen Verkehrsteilnehmer völlig folgenlos geblieben ist, sieht es schon anders aus, denke ich. Dann müsste die Gerichtbarkeit erst mal erklären, warum das so unterschiedlich gehandhabt wird. (harambee geht in die gleiche Richtung, glaube ich)

    #70AuthorGibson (418762) 13 Oct 21, 18:59
    Comment

    Wenn man allerdings nachweisen kann, dass dieses Vergehen für die anderen Verkehrsteilnehmer völlig folgenlos geblieben ist, sieht es schon anders aus, denke ich.


    Und ich denke, da denkst du falsch.

    Es gibt (zumindest bei uns) keinen Anspruch auf "Gleichbehandlung im Unrecht". Das mag das gesunde Rechtsempfinden stören, aber alles andere würde über kurz oder lang dazu führen, dass kein Gesetz mehr durchgesetzt werden könnte, weil es immer Leute geben wird, die für ein Vergehen zu unrecht nicht bestraft wurden.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichbehandlun...

    #71Authoreineing (771776) 13 Oct 21, 19:13
    Comment

    Ja, da hast Du grundsätzlich Recht, eineing, aber wenn es immer so wäre, dass nur arme Leute ein Knöllchen bekommen, während Reiche das umgehen können, dann würde das dem Rechtsstaat auch nicht gut tun.

    #72Authorharambee (91833) 13 Oct 21, 19:19
    Comment

    dann würde das dem Rechtsstaat auch nicht gut tun.


    .... dann wäre er keiner mehr.

    #73Authoreineing (771776) 13 Oct 21, 19:32
    Comment

    Genau! Und das ist meine sicher hinkende Analogie: Wenn einige Staaten Urteile internationaler Gerichte ungestraft ignorieren können, während das bei anderen zu Sanktionen führt, dann könnte es Leute geben, die das für ungerecht halten.

    #74Authorharambee (91833) 13 Oct 21, 19:43
    Comment

    Ich will keine juristische Diskussion lostreten, schon allein deshalb, weil ich keine Ahnung habe, aber ganz so simpel ('Der Staat kann beim gleichen Vergehen die Strafe immer nicht durchsetzen, außer bei mir') ist es wohl nicht. Ebenfalls aus Wikipedia:


    Der Staat darf nicht willkürlich wesentlich Gleiches ungleich bzw. wesentlich Ungleiches gleich behandeln. Es muss hierfür ein Differenzierungskriterium vorliegen. Dieses fehlt nach einer vielfach verwandten Formel der Rechtsprechung, wenn sich ein vernünftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonst sachlich einleuchtender Grund für die staatliche Maßnahme nicht finden lässt.


    So ist es willkürlich, wenn die Behörde bei der Anwendung einer Norm von selbst gesetzten Entscheidungskriterien aus der Vergangenheit in einem Einzelfall abrücken will. Die Verwaltungspraxis der Vergangenheit bei der Ausfüllung von Handlungsspielräumen (Ermessen) bindet die Verwaltung auch für die Zukunft. Aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz resultiert für den einzelnen Bürger ein Anspruch auf gleiche Behandlungsweise gemäß diesen Entscheidungskriterien. Sein Fall darf nicht anders gehandhabt werden als der bzw. die vorherigen Fälle.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichheitssatz


    Und speziell in Bezug auf internationale Gerichte, die ja eigentlich über keinerlei praktische Gewalt verfügen, muss das Rechtsempfinden stimmen, sonst nimmt es niemand mehr ernst. Deshalb finde ich durchaus, dass 'die anderen machen auch (nicht) x, und niemanden juckt es' ein Argument ist.

    #75AuthorGibson (418762)  13 Oct 21, 20:23
    Comment

    Tauscht man Verkehr mit Finanzen, wird schon eher ein Schuh draus.

    Es weiß in Deutschland praktisch jeder, daß eine Verkäuferin, die eine halbe Semmel aufißt, die übriggeblieben ist, deswegen angezeigt werden und ihren Job verlieren kann.

    Je größer aber die gestohlene Summe, desto kulanter wird es. Man räumt von Seiten der Politik dann sogar Steuerbetrügern belastende Gesetze weg. Dann kann man natürlich sagen, CumEx sei legal. Ist es aber nur deswegen, weil es legal gemacht wurde. Die Banken hatten früher deutlich mehr Einschränkungen.

    Und ja, das ist ungerecht und nein, das hat mit Rechtsstaat nicht allzuviel zu tun.

    #76Authorulinne (894128) 14 Oct 21, 06:35
    Comment

    Schon der Volksmund weiß: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Das scheint eine Naturkonstante der Menschheit quer durch alle Epochen und Gesellschaftssysteme zu sein. Und bisweilen lässt man die Großen nicht nur laufen, man belohnt sie sogar. Quod licet Jovi, non licet bovi: Was Jupiter sich leisten kann, steht noch lang nicht jedem Ochsen an.

    #77AuthorNorbert Juffa (236158)  14 Oct 21, 07:07
    Comment

    😉

    #78Authorulinne (894128) 14 Oct 21, 09:18
    Comment
    Das war ja jetzt eine sehr interessante kulturelle Beobachtung:

    Wie schon erläutert wurde, bedeutet "rot" in Österreich "der SPÖ zuzurechnen". Nota bene, das S steht für "sozialdemokratisch", nicht für "sozialistisch".
    Die Amerikanerin hm--us versteht das natürlich historisch anders und fragt, ob das quasi ein Schimpfwort wäre um jemanden als Kommunisten zu diskreditieren.
    Wie unterschiedlich die Wahrnehmung einer Farbe sein kann! :-)

    ---
    Im Übrigen kann ich Carullus nicht ganz zustimmen, dass das hauptsächlich peinliche aber harmlose Interna wären. Wie der Chefredakteur des "Falter" getwittert hat, er weiß jetzt warum die ÖVP vor 2 Jahren schwere Geschütze gegen den Falter aufgefahren hat:
    Bereits damals veröffentlichte der Falter Hinweise auf falsche Parteibilanzen und eine absichtliche massive Überschreitung der eigentlich gedeckelten Wahlkampfkosten.

    Sooo neu und überraschend kommt das alles also nicht für die geneigte Leserin unabhängiger Presse.
    #79Authortigger (236106) 14 Oct 21, 09:46
    Comment

    Wie unterschiedlich die Wahrnehmung einer Farbe sein kann!


    Andererseits kennen ja auch die Amerikaner rote und blaue Bundesstaaten und denken bei den roten Staaten wohl kaum an Kommunisten.

    #80Authorharambee (91833)  14 Oct 21, 10:11
    Comment

    So hysterisch, wie sie sich gegenüber Kommunismus immer geben, ist vermutlich alles, was links von den Republikanern ist, schon Kommunismus.

    #81Authorulinne (894128) 14 Oct 21, 10:25
    Comment

    Mag sein, aber selbst dann sind die roten Staten keine kommunistischen Staaten, denn das sind ja die von den Republikanern beherrschten. Ich hoffe, ich bringe da nichts durcheinander.

    #82Authorharambee (91833)  14 Oct 21, 10:30
    Comment

    Schließlich ist ja auch eine allgemeine Krankenversicherung ein untrügliches Zeichen für kommunistische Verhältnisse.

    #83Authoreineing (771776) 14 Oct 21, 10:31
    Comment

    Mag sein, aber selbst dann sind die roten Staten keine kommunistischen Staaten, denn das sind ja die von den Republikanern beherrschten. Ich hoffe, ich bringe da nichts durcheinander.


    Das stimmt schon so, aber diese Farbensymbolik (Democrats = blau, Republicans = rot) ist recht jung, ca. 20 Jahre oder so (zufälligerweise nahe dem Zeitpunkt, an dem sich die „Sozialisten“ in ganz Europa in „Sozialdemokraten“ umbenannt haben), „the Red Scare“ viel älter.

    #84AuthorCarullus (670120)  14 Oct 21, 10:34
    Comment
    Etwas mehr Differenzierung bitte, ulinne und eineing. Ich glaube hier im Forum wissen alle grundsätzlich Bescheid über die kulturhistorischen Unterschiede. Es war ja hier nur ein Beispiel dafür.
    #85Authortigger (236106)  14 Oct 21, 10:44
    Comment
    Sorry if I misunderstood, but complaining about leaking instead of complaining about corruption did indeed remind me of the tone of right-wing propaganda that is quick to accuse the left or even center-left of anything that can be linked to socialism-or-communism, which they tend to conflate. My impression was that type of pseudo-populism had been spreading fast in Europe, including particularly in Austria; but if Carullus wasn't taking sides in that way, it's good to know.

    In the thread on the US, people have just asked about the 'Havana syndrome,' which is evidently a problem now in various places in the world. I hadn't posted on it because I thought it was relatively old news and relatively widely reported, sorry. But it's true that there have been new reports recently, including in Berlin and Colombia. The Washington Post article has links at the end summarizing what experts have acknowledged so far, which seems to be mainly that it is indeed a real problem, not just imagined or melodramatized by the sufferers.

    Given that the first reported incidence was in Cuba, and given the known vicious behavior of poisoners and hit squads from the GRU and FSB already, it would certainly seem likely that Russia is the number-one suspect, but of course catching any of the criminals and preventing future attacks is another question.

    ____________________

    What to know about ‘Havana Syndrome,’ the mysterious illness affecting U.S. officials around the world ...
    The mysterious illness now known as “Havana Syndrome” began afflicting U.S. diplomats and intelligence officers in Cuba’s capital, Havana, in late 2016. Victims reported the sudden onset of a range of symptoms such as headaches, nausea, memory loss and other cognitive difficulties. The initial cluster of cases confounded medical experts.
    Now, nearly five years later, as many as 200 incidents have been reported among U.S. personnel in a list of countries that includes Russia, China, Colombia, Uzbekistan and even the United States itself.
    The president of Colombia said he is aware of reports of Havana Syndrome cases at the U.S. Embassy in Bogotá, affecting at least five families with links to U.S. staff in the last few weeks. President Iván Duque said Tuesday that the investigation will be left in the hands of U.S. authorities ahead of a trip scheduled to the country by Secretary of State Antony J. Blinken.
    Last month, a member of CIA Director Bill Burns’s team reported experiencing symptoms consistent with Havana Syndrome while traveling to India. In August, two U.S. personnel in the Vietnamese capital, Hanoi, reportedly suffered from “unexplained health incidents” just before the arrival of Vice President Harris. Germany has also recently confirmed an investigation into an “alleged sonic attack” against U.S. Embassy staff in Berlin.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/09/...

    Chile opposition tries to impeach president over Pandora Papers revelations ...
    Lawmakers have homed in on documents detailing the 2010 sale of a mining company owned in part by Piñera’s children. The company, Dominga, was sold for $138 million to an offshore firm controlled by the president’s close friend, Chilean businessman Carlos Delano.
    Last week, Chile’s public prosecutor also announced an investigation into the deal, citing possible tax violations and bribery-related offenses. ...
    Chile is holding presidential and legislative elections in November. Piñera is not running and his second term ends in March.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...

    Routes out of Afghanistan dwindle as Pakistan cancels flights ...
    A key route out of Taliban-controlled Afghanistan was cut off Thursday when Pakistan canceled its national carrier’s flights between Islamabad and Kabul, citing disagreements with the Taliban.
    Taliban authorities interfered with flight operations by repeatedly changing regulations, muddling permissions and limiting the number of people allowed on each flight, said Abdullah Khan, a spokesman for the Pakistani carrier. ...
    Pakistan International Airlines was one of two international carriers regularly flying in and out of Kabul airport. The other is Kam Air, a private Afghan airline with multiple flights a week to Islamabad. Qatar Airways also operates occasional flights between Kabul and Doha.
    Khan said the decision to keep flying into Kabul had been a purely humanitarian one made “against all odds.” He also said the high insurance rates required to land in Kabul made it difficult to keep the flights viable without increasing ticket prices.
    A Taliban statement earlier Thursday demanded that Pakistan International Airlines and Kam Air drop ticket prices to rates seen before the militant group’s takeover. Flights between Islamabad and Kabul that cost around $300 earlier this year now cost well over $1,300.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...

    ‘A lull not a loss’: Islamic State is rebuilding in Syria, say Kurdish forces
    Those who fought the so-called caliphate fear a US withdrawal could help the terrorist group to rise again ...
    Kurdish officials say their primary concern, for now, remains Deir ez-Zor province, an area that remains nearly impossible to tame even with the regular contribution of US and French special forces. With US forces due to leave Iraq and the debacle of the Afghanistan withdrawal still vivid, there are increasing concerns that Washington may also order the departure of its troops from Syria.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/14...

    Court suspends Giulio Regeni murder and kidnapping trial
    Decision follows hours of deliberation over whether it is fair for four Egyptian security officials to be tried in absentia ...

    Regeni, a 28-year-old doctoral student, went missing in Cairo on 25 January 2016 while researching Egypt’s unions. His body was discovered on an outlying Cairo highway nine days later, displaying signs of extreme torture and abuse.
    Prosecutors argued fiercely that the four defendants, all current or former employees of Egypt’s National Security Agency, should be tried in absentia in Rome, after Egyptian authorities blocked efforts to officially notify the four men about trial proceedings.
    A lower court will now resume attempts to contact the four defendants. Observers fear that suspending trial proceedings could effectively annul the trial due to Egypt’s unwillingness to cooperate. ...
    Egyptian officials, the prosecutors said, ignored more than 30 official requests through diplomatic channels and years of repeated requests by the Italian prosecution to provide the men’s addresses, required to officially inform defendants of trials under Italian law.
    https://www.theguardian.com/global-developmen...

    LinkedIn to Shut Down Service in China, Citing ‘Challenging’ Environment
    The Microsoft-owned service had censored posts in China, in compliance with the country’s laws, to operate there. ...
    LinkedIn, which is owned by Microsoft, said it would offer a new app for the Chinese market focused solely on job postings. It will not have social networking features such as sharing posts and commenting, which have been critical to LinkedIn’s success in the United States and elsewhere.
    LinkedIn’s action ends what had been one of the most far-reaching experiments by a foreign social network in China, where the internet is closely controlled by the government. Twitter and Facebook have been blocked in the country for years, and Google left more than a decade ago. ...
    The shutdown cleaves apart one of the last social media bridges that linked China’s cloistered internet to the rest of the world, even if in a censored fashion. That may matter little to Chinese officials, who have cleverly used foreign social media blocked in China. In recent years, the government has been linked to a series of disinformation campaigns run on sites like Twitter and Facebook. Government and state media also advertise heavily on the sites.
    LinkedIn also has served a separate purpose, as a recruitment ground for spies. Chinese intelligence services are among the most active at using it for that purpose, according to American officials.

    https://www.nytimes.com/2021/10/14/technology...

    One in five of Europe’s bird species slipping towards extinction
    Exclusive: ‘Red list’ report finds 30% of native species in decline due to loss of habitat, intensive farming and climate crisis ...
    The common swift, common snipe and rook are among species slipping towards extinction in Europe, according to the continent’s latest “red list” report, which finds that one in five bird species is now at risk.
    From the Azores in the west to the Ural mountains in the east, birds that have been the cornerstones of European ecosystems are disappearing, according to the BirdLife International analysis, which is based on observations of 544 native bird species. Three species have become regionally extinct in Europe since the last report in 2015 – Pallas’s sandgrouse, common buttonquail and pine bunting.
    In total, 30% of species assessed are showing population decline, according to observations from thousands of experts and volunteers working in 54 countries and territories. At a European level, 13% of birds are threatened with extinction and a further 6% are near threatened. ...
    The findings – which were collected in 2019 – are based on the IUCN red list categories and criteria applied at regional level. They corroborate conclusions from the State of Nature in the EU 2013-2018 report, which found only a quarter of species have good conservation status.

    https://www.theguardian.com/environment/2021/...

    #86Authorhm -- us (236141) 15 Oct 21, 02:54
    Comment

    @85


    Amerika duldet in keinem Land der Welt, wenn "das Volk" die Macht übernimmt. Da ist dann jedes Mittel recht, um es wieder rückgängig zu machen. Wenn Intrigen nicht helfen, wird eben irgendein Krieg angezettelt. In der Regel funktioniert das auch. Das ist nicht undifferenziert, sondern leider gängige Praxis.

    Aufgedeckt wird sowas in der Regel dann 20 Jahre später. Dann ist es ungefährlich.

    #87Authorulinne (894128) 15 Oct 21, 07:45
    Comment

    Re #87 Bevor ich lospoltere, frage ich lieber erst zwecks Kalibrierung der verwendeten Einschätzungsskala:


    Hat in Deutschland "das Volk" die Macht?

    #88AuthorNorbert Juffa (236158) 15 Oct 21, 08:04
    Comment

    ulinne, #87 ist an Undifferenziertheit nicht zu überbieten - hie die bösen USA, da die unschuldigen Anderen. So einfach ist die Welt nicht.

    Dieser Faden ist eigentlich dafür da, die Nuancen sichtbar zu machen, von den Details zu berichten, die leicht untergehen - ohne die aber die Welt und, was in ihr vorgeht, nicht zu verstehen ist.

    ------------------

    In diesem Sinne - wir haben kürzlich länger mit unseren Freunden in Chile gesprochen:

    In Chile sind bald Wahlen. Pinera (zu faul nach dem enje zu suchen) darf nicht nochmal antreten. Es stehen vier Kandidaten zur Auswahl:

    Gabriel Boric ist momentan der aussichtsreichste Kandidat, "kommunistisch", aber sehr unabhängig, wenn seine Themen von seinen Parteigängern nicht unterstützt werden (z.B. hat er gegen seine Partei mit den Konservativen gestimmt, um den Prozess für die neue Verfassung zum Laufen zu bekommen). Er kommt aus dem Tiefen Süden Chiles (Punta Arenas) - seine wichtigsten Themen sind die Umwelt, soziale Gerechtigkeit und gegen kommunistische Betonköpfe wie Maduro und Ortega.

    José Antonio Kast ist rechts, für mehr Sicherheitskräfte und gegen die neue Verfassung.

    Yasna Provoste, die einzige Frau und mit indigenen Vorfahren, ist eher mitte-links, für vorsichtige Reformen bei den Sozialsystemen und den Sicherheitskräften.

    Sebastián Sichel ist mitte-rechts, für den neuen Verfassungsprozess und ziemlich liberal für einen Konservativen (pro gleichgeschlechtliche Ehe, für Sozialreformen).


    https://www.elmostrador.cl/noticias/multimedi... (zur letzten TV-Debatte, spanisch)

    https://www.as-coa.org/articles/explainer-who... (englisch)

    #89AuthorSelima (107) 15 Oct 21, 08:10
    Comment

    Selima kennt sich in Südamerika viel besser aus als ich, aber ich wage trotzdem eine klitzekleine Korrektur: Wenn sich in den letzten Tagen nichts geändert hat, gibt es noch drei weitere Kandidaten, denen aber wohl kaum Chancen eingeräumt werden, siehe auch https://www.wikiwand.com/de/Pr%C3%A4sidentsch...

    #90Authorharambee (91833) 15 Oct 21, 08:44
    Comment

    Danke für den Hinweis, harambee. Meine Freunde sprachen nur von den vieren, also hab ich nur nach den vieren geschaut.

    #91AuthorSelima (107) 15 Oct 21, 10:50
    Comment

    #87 ist ja wohl lächerlich und eines auf Austausch bedachten Sprachforums nicht würdig.

    hm--us, es tut mir leid dass du so etwas lesen musst. Mir ist völlig klar, warum du die Frage nach "rot" gestellt hast und es war auch für mich interessant zu lesen, wie deine Wahrnehmung dazu ist.

    #92Authortigger (236106) 15 Oct 21, 10:52
    Comment

    Na toll. Vor ein paar Wochen hätte Griechenland Regen gut gebrauchen können.

    Jetzt kommt er gleich in ungesunden Mengen.

    Unwetter-Alarm in Griechenland: Lebensgefährliche Wetterlage


    Eine Katastrophe bahnt sich in Griechenland und Albanien an. Am Donnerstag fallen dort bis zu 300 Liter Regen auf den Quadratmeter - in nur 24 Stunden. Durch den Extremregen kommt es zu massiven Überschwemmungen an kleinen, mittleren und großen Flüssen. Eine Flutkatastrophe ist die Folge.

    Flut droht am Mittelmeer: Extremregen in Griechenland und Albanien - Meteorologie - FOCUS Online

    #93AuthorMasu (613197)  15 Oct 21, 13:41
    Comment

    #79 Wie schon erläutert wurde, bedeutet "rot" in Österreich "der SPÖ zuzurechnen". Nota bene, das S steht für "sozialdemokratisch", nicht für "sozialistisch".


    Auch erst seit 30 Jahren, wobei im Übrigen die de facto Jugendorganisation der SPÖ bis heute als "Sozialistische Jugend" und nicht etwa als "Sozialdemokratische Jugend" firmiert.

    #94AuthorRedRev (1220251) 16 Oct 21, 12:31
    Comment
    Na und? Weder die SPÖ noch die SJÖ sind irgendwie im amerikanischen McCarty-Sinne "kommunismusverdächtig".
    #95Authortigger (236106) 16 Oct 21, 21:55
    Comment
    For anyone who wasn't around at the time, there is now a thread just on the issue of Austrian leaks, corruption, etc., including sources on the legal angle.

    related discussion: Info Österreich: Wieso haben die Medien Unte...

    Meanwhile elsewhere ...

    ______________________

    How the Nobel Peace Prize Laid Bare the Schism in Russia’s Opposition
    Dmitri A. Muratov, a new laureate, engages with the Kremlin, while Aleksei A. Navalny, the most high-profile Putin critic, resists all compromise. The Kremlin capitalizes on the fault line. ...
    f you lived in Putin’s Russia, what compromises would you make?
    Dmitri A. Muratov, a Moscow newspaper editor, has made his choice. He accepts donations from a business tycoon with Kremlin connections, refuses to publish articles about the personal lives of the Russian elite, and has petitioned President Vladimir V. Putin to help children in need of expensive drugs.
    By contrast, Aleksei A. Navalny, Russia’s most prominent opposition leader, wrote a letter to his supporters published on Wednesday urging them to resist any form of compromise: “We don’t negotiate with terrorists who take hostages.”
    Mr. Navalny is in the ninth month of a yearslong prison sentence, while Mr. Muratov shared the Nobel Peace Prize last week with the journalist Maria Ressa of the Philippines for their “efforts to safeguard freedom of expression.” Many of Mr. Navalny’s fans, who had been hoping that the jailed politician would get the prize, reacted with outrage, deriding Mr. Muratov for a willingness to engage with the authorities that they claimed only strengthened Mr. Putin’s power. ...
    Mr. Muratov co-founded Novaya Gazeta in 1993, with funding from Mikhail S. Gorbachev, the last Soviet leader. Six journalists working for Novaya have been murdered; their black-and-white portraits in black frames hang in a row in a corner of a conference room at the newspaper’s Moscow headquarters.
    As other media outlets either shut down under pressure or were co-opted by the authorities, Novaya maintained its independence and often criticized Mr. Putin. Its 2017 reporting on the torture and killings of gay men in the Caucasus republic of Chechnya prompted a global wave of outrage. After a Novaya exposé last year about an oil spill in the Arctic, a Russian court ordered the mining giant Norilsk Nickel — run by one of the country’s richest men — to pay a $2 billion fine.
    But Mr. Muratov acknowledges that he holds back on what has become a particularly explosive sort of investigative journalism in today’s Russia: exploring the hidden wealth of Mr. Putin and his inner circle. Much of that wealth, reporters at other publications have found, is held by family members or suspected extramarital partners and their children. Mr. Muratov says that though his reporters also pursue corruption investigations, “we don’t get into people’s private lives.”

    https://www.nytimes.com/2021/10/15/world/euro...

    After Iraqi Election, a Shiite Leader Emerges as an Unlikely U.S. Ally
    The U.S. once threatened to kill Muqtada al-Sadr as his militia battled occupying forces. Now, the powerful cleric is helping Washington by keeping Iran at bay. ...
    In the 18 years since he formed the Mahdi Army militia to battle occupying U.S. forces, the onetime firebrand has refined his delivery. His formal Arabic is more proficient, and his voice more assured. Looking up to address the camera, he raised a finger in emphasis in remarks carefully crafted to send messages to both the United States and Iran after his party picked up seats in last week’s parliamentary election. ...
    In his remarks, the cleric made a pointed reference to Iranian-backed militias, some of which have grown more powerful than Iraq’s official security forces and pose a threat to the United States in Iraq.
    “From now on, arms must be restricted in the hands of the state,” he said in the address, broadcast on Iraqi state television. “The use of weapons shall be prevented outside of the state’s framework.” Even for those claiming to be the “resistance” to the U.S. presence, he said, “it is time for the people to live in peace, without occupation, terrorism, militias, kidnapping and fear.”
    The self-styled resistance groups are the same Iranian-backed militias that launched drone and rocket attacks on the American Embassy and U.S. military bases after the U.S. killing of a leading Iranian commander, Maj. Gen. Qassim Suleimani, and a senior Iraqi security official in Baghdad last year.
    An aide to the Shiite cleric said disarming groups that are not under government control would also apply to Mr. al-Sadr’s own militia forces. ...
    The United States has agreed to withdraw all combat troops from the country by Dec. 31, although Washington does not consider its troops there currently to be on a combat mission. Under that agreement, the number of U.S. forces — about 2,000 in Iraq at Baghdad’s invitation — is expected to remain the same. ...
    Once a fierce sectarian defender of Iraq’s Shiite majority, Mr. al-Sadr has expanded his reach in recent years, reaching out to Sunnis, Christians and other minorities. After telling his followers to protect Christians, young men from Mr. Sadr’s stronghold in the mostly Shiite neighborhood of Baghdad’s Sadr City began wearing large crosses around their necks in a sign of solidarity. In a previous election, the Sadrists formed an alliance with the Communist Party, which is officially atheist.
    Externally, he has fostered relations with Saudi Arabia and the United Arab Emirates at a time when those countries’ Sunni Arab rulers were hostile to Iraq’s Shiite-led government. Domestically, one of his main demands is to clean up Iraq’s dysfunctional and deeply corrupt political system, which appoints people to senior government posts on the basis of party loyalty rather than competence.
    https://www.nytimes.com/2021/10/16/world/midd...

    U.S. Extradites Key Financial Ally of Venezuela’s President, Inciting Retaliation
    Alex Saab, a Colombian businessman, is accused in the U.S. of siphoning millions from programs intended to help the needy in Venezuela....
    The extradition of Alex Saab, a Colombian businessman and financial fixer for President Nicolás Maduro of Venezuela, to face money laundering charges on American soil was supposed to be a victory for the U.S. government, whose efforts to topple Mr. Maduro have faltered in recent years.
    Mr. Saab was detained more than a year ago by law enforcement officials in the West African island nation of Cape Verde. ...
    But just hours after Mr. Saab was put on a plane to the United States on Saturday, the Venezuelan government re-apprehended six oil executives, including 5 American citizens, who had been under house arrest in Venezuela ...
    That same evening, the Venezuelan government also called off negotiations with the American-backed opposition in Venezuela to discuss the conditions necessary to hold free and fair elections. ...
    Mr. Maduro’s government has maintained that Mr. Saab’s detention is illegal, saying he is a diplomatic envoy and cannot be prosecuted ...
    But Cape Verde’s Constitutional Court rejected the diplomatic immunity argument last month ...
    In 2019, U.S. prosecutors indicted Mr. Saab in connection with a bribery scheme that siphoned an estimated $350 million from a Venezuelan government housing project.
    Washington has also accused Mr. Saab of “profiting from starvation” through his involvement in a scheme in which he and others are accused of making off with large sums of government funds meant to feed Venezuela’s hungry.
    According to investigators, Mr. Saab and a business partner bribed top Venezuelan officials to obtain contracts to import food meant for citizens enrolled in a food subsidy program known by its Spanish acronym, CLAP. But Mr. Saab brought in “only a fraction of the food” he was supposed to import, while he “reaped substantial profits,” according to the U.S. Treasury Department.

    https://www.nytimes.com/2021/10/16/world/amer...

    In Venezuela, a Rum Maker Offers Gangsters a Life Outside of Crime
    In the process, the family running the company, Ron Santa Teresa, has gone from bankruptcy to exporting an award-winning vintage rum. ...
    They once used the house to hide their kidnapping victims as they awaited ransom. Now they are converting it into an office for a rum distribution business.
    The drastic shift by the crime boss Luis Oropeza and his gang is part of an unusual social reintegration project that has brought relative calm to the town of Sabaneta as lawlessness engulfs much of Venezuela.
    ... the program has also helped its founder, the rum maker Ron Santa Teresa, to survive — and even thrive — in a country where the economy has been caught in a downward spiral for years and the authoritarian government has systematically quashed dissent.
    Instead of joining the scores of businessmen fleeing the country to escape kidnappings, arrest or financial ruin, the aristocratic Vollmer family that runs Santa Teresa chose to stay and engage with Sabaneta’s criminal gangs and with the socialist government that had once promised to destroy the country’s elite. ...
    Mr. Vollmer’s leadership has also helped break the vicious cycle of murder and revenge that had made Sabaneta one of the most violent towns in the country. ...
    When the project, known as Alcatraz, began in 2003, the county surrounding Sabaneta recorded 174 homicides per 100,000 residents, on par with the capital of El Salvador in the mid-2010s, when the Central American country had the highest murder rate in the world. ...
    Santa Teresa contends that 70 percent of 216 gang members that went through Alcatraz — a two-year re-education program that includes rugby games, psychology sessions and vocational training — no longer pursue a life of crime. More than 100 of them have been employed by the company. ...
    In 2000, when hundreds of poor families invaded the company estate with the government’s support, Mr. Vollmer voluntarily provided part of his land for a social housing initiative.
    The offer helped the company escape expropriation and allowed Mr. Vollmer to build important relationships with the government of Hugo Chávez, who was then president.

    https://www.nytimes.com/2021/10/16/world/amer...
    Leer en español
    https://www.nytimes.com/es/2021/10/16/espanol...

    #96Authorhm -- us (236141) 17 Oct 21, 05:20
    Comment

    Aus der SZ am WE:

    Frankreichs rechtsextremer Fernsehstar

    Er ist zu einem ernsthaften Konkurrenten für Präsident Emmanuel Macron geworden: Éric Zemmour dominiert Frankreichs politische Debatten. Wer sind eigentlich die Leute, die sich so einen Präsidenten wünschen? Ein Treffen.

    Über einen neuen Politiker in Frankreich, der als fremdenfeindlicher, extrem nationalistischer Fernsehkommentator angefangen hat und jetzt wohl relativ erfolgreich in die Politik geht als Konkurrent für Macron. Er ist ein aus Algerien stammender Jude und deshalb für seine Anhänger des Rassismus überhaupt nicht fähig. Seine Maxime ist "Frankreich zuerst". Er zieht Anhänger aus dem Le-Pen-Lager und aus dem Republikanerlager.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/frankreic... [leider: €]

    #97AuthorSelima (107)  17 Oct 21, 09:53
    Comment
    Fortunately the Guardian is still available without charge.


    ______________


    French far right’s new face: the meteoric rise of Éric Zemmour
    The controversial TV pundit recently overtook Marine Le Pen in presidential election opinion polls ...
    He has been convicted for inciting racial hatred, attacked by historians for claiming the Nazi collaborator Marshal Philippe Pétain saved French Jews rather than aiding their deportation to death camps, and was this week described by the French justice minister as a dangerous racist and Holocaust denier.
    But Éric Zemmour, a far-right French TV pundit, is rising so fast in opinion polls for president that one survey this week found he could make the final round of the April election and take 45% of the vote against the centrist Emmanuel Macron.
    Rights groups have expressed outrage and leftwing politicians declared themselves “nauseated” by Zemmour being handed vast amounts of airtime on primetime TV and radio in the past two weeks to promote his latest book,
    La France N’a Pas Dit Son Dernier Mot (France Hasn’t Had Its Last Word), which claims that immigration and Islam will destroy the country and warns of a “war of races”. At book signings across the country, he has argued that the “white, heterosexual male” is under threat from ethnic minorities and a so-called “gay lobby”. He claims foreigners have taken over whole neighbourhoods in France and, unless immigration is stopped, France will become an “Islamic republic”. ...
    His political ambitions are in part aimed at the far-right Le Pen dynasty. For the last 47 years, a far-right candidate from the Le Pen family has stood in every French presidential election except 1981: first it was the ex-paratrooper, Holocaust-denying provocateur, Jean-Marie Le Pen; and more recently his daughter Marine Le Pen, now on her third run.
    But while the anti-immigration Marine Le Pen tried to broaden her voter base by sanitising her Front National’s image, shifting it away from the racist, jackbooted imagery of the past and changing its name to Rassemblement National, Zemmour argues she has gone too soft, could never win the election and that France wants a more radical take on what he calls a “war of civilisations”. Zemmour has no party and no election experience, but this week – thanks largely to his many media appearances where he often presents his views unchallenged – he overtook Le Pen in the polls. ...
    Zemmour, 63, is the Paris-born son of Jewish Berbers who emigrated from Algeria in the 1950s. He grew up in the Paris suburbs and became a political reporter for Le Figaro newspaper, covering the right and the far right. He rose to fame after a deliberately provocative 2006 book on the dangers of what he called “feminist ideology” and his promotion of men’s inherent “need to dominate”. On the back of it, he was hired as TV chatshow pundit – a provocateur whose outrageous views would bring in big ratings. He aimed to shock what he called the leftwing “politically correct consensus”.
    Convictions for incitement to racial hatred did not stop Zemmour’s meteoric TV career. In 2011, he was convicted of inciting racial hatred for telling a TV chatshow that drug dealers were mostly “blacks and Arabs” and was fined for telling another channel that employers “had a right” to turn down black or Arab candidates. ...
    The investigative website Mediapart published accusations this spring by women who said Zemmour had forcibly kissed or touched them in the past. Zemmour and his lawyer have refused to comment and no legal investigation has been opened.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/08...

    #98Authorhm -- us (236141) 17 Oct 21, 10:07
    Comment
    "the “white, heterosexual male” is under threat from ethnic minorities and a so-called “gay lobby”"

    Gott, dieses Mimimi kann ich allmählich echt nicht mehr hören. Ich fühle mich weder von irgendwelchen ethnischen noch von irgendwelchen anderen Minderheiten bedroht. Was für armselige Schneeflöckchen diese Typen sind.
    #99AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 17 Oct 21, 10:17
    Comment

    Vermutlich merken wir es nur nicht, wie bedroht wir sind.

    #100AuthorJesse_Pinkman (991550) 17 Oct 21, 10:20
    Comment
    Vielleicht sollte der "white hererosexual male" seine Daseinsberechtigung mal überdenken, wenn er sich so leicht verunsichern lässt.
    #101AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 17 Oct 21, 10:25
    Comment

    The French comedian Yassine Belattar said Zemmour’s recent TV soundbites about a war of civilisations and Muslims taking over France were extremely damaging. “On French TV, the more you broadcast someone, the more popular they are.


    Da hat die Dame recht. Ich rege mich schon seit Wochen über die Dauerpräsenz dieses ekelhaften Mannes im Fernsehen auf, vor allem in den Sendern mit Dauernachrichten, weil ich genau derselben Meinung bin. Er darf seine polemischen Dinge herausposaunen, als wären sie unwiderlegliche Wahrheiten und Fakten. Er wird nicht kritisch dazu befragt, ihm wird nicht widersprochen. Man "berichtet", was er sagt und tut. Und die Umfragewerte klettern. Zuerst war er hauptsächlich auf dem Sender CNews zu sehen, der auch französische "Fox News " genannt wird. Mittlerweile fast überall. Und nicht nur ihn sieht man allerorten, sondern selbst auch der Sprecher der "Les Amis d'Eric Zemmour", darf seinen Schmarren viel zu oft verbreiten, ohne das hinterfragt wird, was er sagt.


    . Zumindest vorläufig ein gute Nachricht: "Liebe Freunde" Zemmours wie der Bürgermeister von Béziers, Robert Ménard, baten ihn flehentlich, sich doch mit Marine Le Pen zusammen zu tun, um gemeinsam Macron auf den zweiten Platz zu weisen. Das weisen im Moment beide von sich. Die über 33% für beide zusammen, die ich gestern in einer der andauernd veröffentlichten Meinungsumfragen gesehen habe, sind trotzdem beschämend.


    Natürlich ist Zemmour für alles Mögliche, was so von der extremen Rechten gefordert wird. Egal, ob es verfassungsrechtlich machbar ist oder nicht. Das kennt man schon.


    Neu ist bei ihm u. a., dass er ein Gesetz von 1803 wieder reaktivieren will, dass die Vergabe von Vornamen bei Neugeborenen in der Republik regeln soll. Sie müssen alle im Kalender mit den Namenstagen stehen oder in Frankreich als Name historisch belegt sein.Vornamen wie "Mohammed", die Frankreich kolonisierten, seien so unmöglich, sagte er im September.

    https://www.rtl.fr/actu/politique/polemique-s...



    #102AuthorReeva (908916)  17 Oct 21, 12:40
    Comment

    Danke für die Details aus erster Hand, Reeva.

    Auf die Sache mit den Vornamen ging der SZ-Artikel auch ein und dass es eine Website gibt, die andere Vornamen vorschlägt, wenn man muslimische eingibt. Angeblich fanden das viele aus allen politischen Lagern lustig und machten munter mit, teilten die alternativen Vorschläge mit smileys. Leider bemerkten wohl viele nicht, dass sie damit die Werbetrommel für Zemmour rührten. Die Site war von Zemmour-Anhängern programmiert und online gebracht worden.

    #103AuthorSelima (107) 17 Oct 21, 14:01
    Comment

    Re #101: Vielleicht sollte der "white hererosexual male" seine Daseinsberechtigung mal überdenken, wenn er sich so leicht verunsichern lässt.


    Eine nähere Erläuterung wäre nett, was damit gemeint ist. Es scheint mir hier ein veraltetes männliches Rollenverständnis mitzuschwingen, aber vieleicht missverstehe ich.

    #104AuthorNorbert Juffa (236158)  17 Oct 21, 14:11
    Comment
    Glückwunsch @tigger


    Kickl: Pandemie ist beendet - 26. Oktober muss Freiheitstag werden


    https://amp.nachrichten.at/politik/innenpolit...

    Endlich hört mal ein Politiker nicht auf Wissenschaftler, sondern weiß mehr als diese.
    #105AuthorMasu (613197)  17 Oct 21, 15:35
    Comment

    #95 Warum denn so schnippisch? Hab ich damit irgendwas unterstellt? Die SPÖ hat ihre besten Tage ohnehin hinter sich. Mit oder ohne sozialistische Thesen.

    #106AuthorRedRev (1220251)  17 Oct 21, 17:10
    Comment

    Halbwahrheit? Na, wenn Du¹ meinst … Schließlich ging es ja um die SPÖ, nicht um ihre – durchaus auch in anderen Bereichen etwas radikalere – mehr oder weniger lose assoziierte Jugendgruppe.


    __

    ¹ Nur der guten Ordnung halber: Wir sind hier im Forum grundsätzlich per du. Wenn das ausdrücklich nicht erwünscht ist, wird man sich danach richten; es lässt aber gewisse Rückschlüsse.

    #107AuthorCarullus (670120) 17 Oct 21, 17:17
    Comment
    Re #106: Im Gegenteil. Die schnippische Antwort bedeutet "erzähl uns was Neues". #94 ist allgemein bekannt.
    (Ich wähl die auch nicht. Die KPÖ übrigens auch nicht, obwohl ich früher in Graz wahlberechtigt war. Zu EU-feindlich.)
    #108Authortigger (236106) 17 Oct 21, 17:42
    Comment

    Erläuterung zu #106 und 107: in der #106 stand zunächst ein Satz, in dem tigger mit "Sie" angesprochen wurde. Der wurde aber gelöscht, bevor die #107 erschien.

    #109AuthorSelima (107) 17 Oct 21, 17:43
    Comment

    #107 Welche Rückschlüsse lässt das denn zu?

    #110AuthorRedRev (1220251) 17 Oct 21, 17:49
    Comment
    Re #104: Genau darum gehts wohl. Dass sich die Gesellschaft verändert und pluralisiert und daher einige veraltete weiße männliche Heteros Machtverlust befürchten.

    Als normalem weißem männlichem Hetero fällt einem das vielleicht am wenigsten auf, weil man gar nicht auf die Idee gekommen ist, was Besseres zu sein.
    #111Authortigger (236106) 17 Oct 21, 17:49
    Comment

    #106: Mir ist prinzipiell gleich, was andere wählen. Was mich eher stört, dass man bei politischen Themen immer gleich auf Angriff schaltet und selbst eine schlichte Richtigstellung als nicht kongruente Meinung deutet. Vielleicht ist mir auch deshalb ein distanzierteres "Sie" mittlerweile lieber. Aber ich will nicht weiter stören. Auf Wiedersehen!

    #112AuthorRedRev (1220251) 17 Oct 21, 18:01
    Comment
    Zum dritten Mal, die Information von vor 30 Jahren tut nichts zur aktuellen Sache. Es kann als bekannt vorausgesetzt werden, dass sich sozialdemokratische Parteien meistens aus sozialistischen Parteien entwickelt haben. Nur deswegen habe ich ungeduldig reagiert.
    Wer das persönlich nimmt, bist du. Ob ich gesiezt werde ist mir egal, ich ziehe daraus keine Rückschlüsse.
    #113Authortigger (236106) 17 Oct 21, 18:10
    Comment
    104/111: genau das, diese Gruppe hat ein ganz bestimmtes Männlichkeitsbild, das sie durch Abweichungen von ihrer "Norm" (nicht-weiß, nicht-hetero) grundlegend in Frage gestellt bzw. bedroht sehen. Nur: wenn das so gefährdet wird, kann's irgendwie nicht allzu weit damit her sein, oder?
    #114AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 17 Oct 21, 18:51
    Comment
    The Guardian now has an Observer article about French politics, with several other names I hadn't heard of, and some I had, like Michel Barnier, though I hadn't realized he was so anti-immigration.

    I have to confess that, while I know there was a president or general named Charles de Gaulle during or after WW2, for whom the really annoying airport was evidently named, I'm not really clear on what 'Gaullist' means in terms of politics.

    *heading to Wikipedia to remedy that Wissenslücke*

    ______________

    Macron and the ‘French Trump’ trap Gaullism’s heirs in a political vice
    With just months to go before presidential polls, the centre-right Les Républicains, under pressure from both flanks, are scrambling for a suitable candidate ...
    Six months before a presidential election and France’s mainstream right finds itself squeezed – between the hammer and the anvil as they say here – without a candidate and facing an existential threat from either side.
    On one flank are the far-right Marine Le Pen and Éric Zemmour, a polarising television pundit who wants to talk about immigration, identity and Islam – the three i’s – and ban “non-French” names such as Mohamed.
    On the other is Emmanuel Macron, a self-declared “centrist” president who, nearing the end of a five-year mandate marked by the Covid epidemic, needs to woo centre-right voters to stay in power.
    As Zemmour, who has been nicknamed the French Trump, dominates the airwaves hammering home his message, polls suggest if he stands either he or Le Pen will be facing Macron in the second round run-off.
    Where does this leave the mainstream Les Républicains (LR), the traditional heirs of General de Gaulle and his “certain idea of France”, now faced with Zemmour’s accusations it has betrayed its hero and become a party of chochottes or French “snowflakes”? ...
    Jean-Yves Camus, director at the Observatoire des Radicalités Politiques of the leftwing Jean-Jaurès foundation, told the Observer: “For decades in France the right has given the image of unity but behind this are old fractures. In Les Républicains there are people who are true Gaullists and those who are conservative, even reactionary, but are with the LR because it’s a big party, has a hegemony on the right and because it’s complicated to be elsewhere.” ...
    Last week LR’s hopes were boosted when the popular ex-minister, Xavier Bertrand, seen as the conservative right’s best chance, announced he would participate in the party vote after months of vowing to go it alone. Bertrand and his closest LR rival Valérie Pécresse, president of the Île-de-France (Paris region) council, who are largely unknown outside of France, are also facing a challenge from Michel Barnier, the EU Brexit negotiator.
    But the “Zemmour meteor” is highlighting LR fault lines between moderate small-c conservatives like Bertrand and Pécresse, who would prefer to drag the discourse back to economic and social issues, and those like Barnier and former Fillon acolyte Éric Ciotti, following Zemmour down the populist path. ...
    Polls show Macron with a clear lead in the first-round vote, with Le Pen and Zemmour up to 10 points behind. Hidalgo, officially selected to represent the PS last Thursday, trails Yannick Jadot of Europe Écologie Les Verts (Europe Ecology/Greens) and the hard left’s Jean-Luc Mélenchon of La France Insoumise (France Unbowed).
    LR must win back the voters it lost to Macron five years ago to get anywhere near the second round – the same voters Macron, who has yet to declare his candidacy, will also court.
    Perrineau says LR must “reconquer its traditional electorate” if it is to exist, a warning echoed by Etienne Criqui, professor of political science at Nancy university. “If LR doesn’t make the second round next April, the party will explode,” he said. “LR ticks all the elements of a predicted defeat.”

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/17...

    ‘Are We Human?’ Modi’s Use of Antiterror Law Draws Scrutiny From Courts
    India’s government under Prime Minister Narendra Modi has jailed thousands of people through a statute that critics say is aimed at silencing dissent. ...
    Under Prime Minister Narendra Modi, those charged through the antiterrorism law, called the Unlawful Activities Prevention Act, have typically spent years languishing in jail before their trials have even begun. Thousands of people — including poets, political organizers and even a Catholic priest — have been jailed. The law is increasingly being challenged by the courts, which say it is an abuse of power.
    The law “makes you guilty unless and until you are able to prove yourself innocent,” said Ms. Narwal, a founder of the women’s student collective Pinjra Tod, or Break the Cage.
    “Coming out of jail in one year,” she added, “is a miracle.”
    Mr. Modi’s government has developed a playbook to police dissent and free speech, criminal justice experts have said. Since taking office in 2014, Mr. Modi has increasingly relied on laws that give the authorities greater powers to detain people and act against those accused of inciting hatred against the government.
    The Modi government in 2019 gave itself greater access to people’s online data. Last year, it proposed a law that would make encrypted messages “traceable,” prompting a lawsuit from the messaging service WhatsApp, which said it violated Indians’ constitutional right to privacy. ...
    Of the people detained under the antiterror law, the case of the Rev. Stan Swamy has stoked particular outrage. Father Swamy, a Jesuit priest and activist with Parkinson’s disease, died in July at 84 while in custody. He was accused of using inflammatory speech and supporting a Maoist rebel insurgency that has been active in Indiafor decades. He was the oldest person in India accused of terrorism.
    Father Swamy’s death came after his repeated requests for bail on medical grounds were denied. An independent investigation by a digital forensics firm suggested that his computer, which Indian investigators had seized, had been hacked and planted with files. But neither his poor health nor the conclusions of that report was enough to win him bail.
    After Father Swamy’s death, Justice Deepak Gupta, a former Supreme Court judge, said that the antiterrorism law was being misused, and that courts should draw up clear guidelines.

    https://www.nytimes.com/2021/10/12/world/asia...

    A woman won a million-euro Spanish literary prize. It turned out that ‘she’ was actually three men. ...
    The work of one woman was, it turned out, the equivalent of the labors of three men.
    That was at least the case for Spain’s top writer of crime thrillers, a professor and mother who wrote under the pseudonym Carmen Mola, supposedly to maintain her anonymity.
    But on Friday night, at a ceremony to award the 1 million euro (about $1,160,000) Planeta literary prize to Mola for her historical thriller “The Beast,” three men ascended the podium and claimed the award instead.
    Mola’s gripping, often-gory novels starring strong female protagonists have been likened to the work of Elena Ferrante, a pseudonym for a widely popular Italian writer.
    Mola is best known for a trilogy starring a “peculiar and solitary” female police inspector “who loves grappa, karaoke, classic cars and sex in SUVs,” according to publisher Penguin Random House. That trilogy has been translated into 11 languages and is being adapted for television.
    Last year, a branch of Spain’s Women’s Institute listed Mola’s “The Girl,” a part of the trilogy, as one of the must-read books and films by women that “help us understand the reality and the experiences of women.”
    Mola’s latest work, “The Beast,” is a historical thriller centered on the murder of children in Madrid during a cholera outbreak in 1834.
    ... the writers spinning these tales were really Jorge Díaz, Agustín Martínez and Antonio Mercero — established Spanish television scriptwriters in their 40s and 50s. ...
    It hasn’t escaped anyone’s notice that the idea of a university professor and mother of three who taught algebra classes in the morning then wrote ultraviolent, macabre novels in scraps of free time in the afternoon made for a great marketing operation,” Spain’s El Mundo newspaper wrote in an interview with the authors.
    ( https://www.elmundo.es/cultura/literatura/202... )
    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...
    #115Authorhm -- us (236141) 17 Oct 21, 23:13
    Comment

    Re Carmen Mola: Funny twist of history. Vielleicht haben die Feminismus-Geängstigten dieser Welt doch recht: Inzwischen kann Mann nur noch im Triumvirat und als angebliche Frau Literaturpreise gewinnen! Soweit ist es schon gekommen mit dieser Welt!

    (Ja. Das war Ironie.)

    #116Authortalla (314655) 18 Oct 21, 03:10
    Comment

    Re #114: Mir war die Formulierung "seine Daseinsberechtigung mal überdenken" übel aufgestoßen. Ich finde ein Überdenken der Daseinsberechtigung von Menschen jedweder "Rasse"/Ethnie, Alters, oder sexueller Orientierung unakzeptabel.

    #117AuthorNorbert Juffa (236158) 18 Oct 21, 03:11
    Comment
    Das war auf das Konzept bezogen, das sollte doch wohl klar sein.
    #118AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 18 Oct 21, 06:29
    Comment

    The various NGOs and foundations working on the issue of solar power in Puerto Rico seem to be trying to get out some publicity, perhaps timed to match the climate conference.

    I was surprised to see quite a long article in the Guardian today, the same day as we had seen a short film on post-hurricane Puerto Rico that also featured the group called Casa Pueblo, which seems to be doing good things. The Guardian article also covers the environmental problem of disposing of large quantities of coal ash, and the resistance of the fossil fuel companies and business interests.

    _______________

    ‘We want sun’: the battle for solar power in Puerto Rico
    Many people suffered following power cuts in the aftermath of two hurricanes, but advocates say solar power will withstand future disasters ...
    Puerto Ricans pay more than twice as much for electricity as Americans on the mainland[,] yet earlier this month power cuts to hundreds of thousands of homes and businesses caused widespread anger and misery. Traffic lights failed, hospitals used expensive diesel generators to keep dialysis machines and ventilators running, and fires broke out due to fluctuations in voltage.
    Despite the abysmal service, electricity rates have increased four times so far this year.
    ... while Puerto Rico gets enough sunlight to meet its residential electricity needs at least four times over, less than 3% of the island’s energy comes from renewable sources. The rest is generated from imported fossil fuels: 49% from petroleum and 29% from natural gas, while coal accounts for 19%. ...
    Hurricane Maria was a wake-up call: it not only exposed Puerto Rico’s vulnerability to extreme weather events linked to global heating, but also focused attention on the economic and environmental ramifications of the island’s dependence on fossil fuels for local communities and greenhouse gas emissions.
    This gave rise to a social movement that came up with a plan called Queremos Sol, or we want sun –
    ( https://www.queremossolpr.com/ )
    an evidence-based roadmap to make Puerto Rico’s energy system self-sufficient by swapping fossil fuels for onsite small solar grids distributed throughout the island.
    The concept is simple: a localized system that doesn’t require moving electricity from centralized power plants along overhead wires ...

    https://www.theguardian.com/environment/2021/...

    'The Good Road' World Channel (PBS) series, episode 203
    For weeks after Hurricane Maria devastated the island of Puerto Rico in September of 2017, many families were left without any communication. ... Casa Pueblo in the mountain town of Adjuntas is a community organization famous for winning the coveted Goldman Environmental Prize. ... They support the town of Adjuntas through their farms, radio station, medical labs and solar cinema. After Hurricane Maria hit, Casa Pueblo was one of the only places on the island that didn't lose power because of their solar infrastructure.
    https://worldchannel.org/press/article/the-go...
    https://www.goodroad.tv/

    https://yaleclimateconnections.org/2018/04/pu...
    http://casapueblo.org/

    #119Authorhm -- us (236141) 19 Oct 21, 05:55
    Comment

    Vielen Dank für die Artikel zu Puerto Rico. Ich weiß so wenig über Puerto Rico. Ich kann mich noch erinnern, dass nach dem Hurrikan auch in unseren Medien Berichte kamen, die v.a. darauf abhoben, wie vernachlässigt und arm P. R. ist. Dann ist da natürlich noch die West Side Story ... und dann nicht mehr viel.

    Ich habe gerade den neuesten Roman (The Night watchman) von Louise Erdrich zu Ende gelesen, in dem der Vorfall aus dem Repräsentantenhause von 1954 eine Nebenrolle spielt: Ein Gruppe von puertoricanischen Nationalisten feuern ein paar Schüsse ab und verletzten 5 Personen ... noch ein Puzzlestück.

    https://history.house.gov/Oral-History/Events...

    #120AuthorSelima (107) 19 Oct 21, 07:28
    Comment

    Ist zwar partiell aus den USA, passt aber nicht so recht in einen Biden- oder Trump-Faden:

    Brittney Poolaw, then 19 years old, showed up at the Comanche County Memorial Hospital in Oklahoma last year after suffering a miscarriage at home. She had been about 17 weeks pregnant. According to an affidavit from a police detective who interviewed her, she admitted to hospital staff that she had recently used both methamphetamine and marijuana/.../Poolaw was arrested on a charge of manslaughter in the first degree, and because she couldn’t afford a $20,000 bond, jailed for a year and a half awaiting trial.

    The trial finally took place this month and lasted one day. According to a local television station, an expert witness for the prosecution testified that methamphetamine use may not have been directly responsible for the death of Poolaw’s fetus. Nevertheless, after deliberating for less than three hours, a jury found her guilty, and she was sentenced to four years in prison.

    https://www.nytimes.com/2021/10/18/opinion/po...


    Ich konnte es erst nicht glauben! Ungefähr ein Drittel aller Schwangerschaften endet durch eine Fehl- oder Totgeburt. Und bei all denen soll nun auf verdächtige Dinge ermittelt werden? Und das wahrscheinlich zum Teil schlampig? Nach einer kurzen Suche zu dem Gesetz fand ich aber Folgendes:

    Neue Abtreibungsgesetze: Was Frauen in Georgia nun nach einer Fehlgeburt droht

    https://www.stern.de/politik/ausland/abtreibu...

    US-Politiker will Fehlgeburten mit Todesstrafe ahnden

    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/abtrei...


    Dass in El Salvador Frauen nach Fehlgeburten zu 30 (Höchststrafe 40) Jahren Haft verurteilt wurden, wusste ich auch bis jetzt nicht.

    30 JAHRE HAFT WEGEN FEHLGEBURT

    https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/el...

    m Oktober 2012 war Sara Rogel, damals hochschwanger, beim Wäschewaschen gestürzt. Die 20-Jährige aus El Salvador wurde ohnmächtig, ihr ungeborenes Kind starb. Zeit zum Trauern blieb nicht. Ein Gericht verurteilte die junge Frau wegen Mordes zu 30 Jahren Gefängnis, weil sie die Fehlgeburt angeblich selbst herbeigeführt habe.

    https://www.rtl.de/cms/el-salvador-30-jahre-h...


    Fallbeispiele (mir wird übel, wenn ich die lese) und zusätzliche Infos:

     https://www.ai-el-salvador.de/abtreibungsverb...

    #121AuthorReeva (908916)  19 Oct 21, 11:56
    Comment

    Schwierig zu beurteilende Entwicklungen im Sudan:


    Seit einigen Tagen gibt es Proteste gegen die Regierung. Wenn ich es richtig verstehe, fordern die Demonstranten die Ablösung der Übergangsregierung und einen größeren Einfluss des Miltärs:


    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/17...


    Die Regierung behauptet, dass Anhänger des Bashir-Regimes hinter den Protesten stecken. Ich vermute mal, kann es aber natürlich überhaupt nicht einschätzen, dass - wenn da überhaupt was dran ist - die wirtschaftlichen Probleme im Land dazu führen, dass die Menschen nach Alternativen suchen und dass deshalb auch Bashir-Anhänger mobilisieren können. Bei Inflationsraten von mehreren hundert Prozent dürfte es sehr schwierig sein, die Ruhe im Land zu bewahren.


    Bisher ist wohl alles weitgehend friedlich geblieben - vereinzelte Überreaktionen von seiten der Polizei zum Beispiel mit Tränengaseinsatz wurden berichtet -, aber es ist schwer zu beurteilen, was (Quelle https://www.africanews.com/2021/10/19/sudan-g... )


    The Sudanese government warned pro-military and civilian supporters against any "escalation" on Monday in Khartoum after the dispersal of a demonstration calling for his downfall, a new episode in the "worst crisis" of the post-Bashir era, according to the Prime Minister.


    bedeuten kann. Von außen recht positiv wirkt die Einrichtung einer "cisis cell":


    This cell is composed of two senior army officers and four representatives of the demonstrators, like the transitional authorities jointly led by military and civilians, said a government source to AFP.

    Two of the four representatives of the protesters are pro-civilian, coming from the revolt that ended in 2019 the 30-year dictatorship of Omar al-Bashir, while the other two come from a seditious faction of this bloc that now wants to hand over power to the military.


    Ob das reichen kann, den Frieden zu erhalten, bleibt abzuwarten. Ich hoffe, dass es friedlich bleibt.


    #122Authorharambee (91833) 19 Oct 21, 20:21
    Comment

    The meaning of events, and the path forward, is hard to figure out from afar in quite a few places.

    I wonder if any of you have any better idea of what's going on in Hungary and the Czech Republic, and whether there really is a reasonable prospect of replacing Orban and/or Babiš with someone who would actually be an improvement.

    _________________

    In Hungary’s Heartland, Orban Faces a Unified Challenge to His Rule
    The country’s normally fractious opposition has rallied around a conservative mayor who just might be able to oust the authoritarian prime minister after more than a decade. ...
    A devout Catholic, he abhors abortion as “murder” and once voted for Viktor Orban, Hungary’s pugnacious populist leader, impressed by his promises to root out corruption and end the disarray left by years of leftist rule.
    On Sunday, however, Peter Marki-Zay, the mayor of [a] town in Hungary’s conservative rural heartland, became the most potent threat yet to the decade-long stranglehold on the country by Mr. Orban and his combative brand of far-right nationalism.
    Mr. Marki-Zay, 49, victorious in a primary election that brought together six previously squabbling opposition parties, is now the standard-bearer for a rickety political alliance that will challenge and, according to opinion polls, perhaps defeat Mr. Orban and his political machine, Fidesz, in legislative elections next year.
    Previous challengers hoping to unseat Mr. Orban, who has been prime minister since 2010, mostly channeled the frustrations and anger of a liberal elite in Budapest. This time, the mayor is fighting Fidesz on its own terms and home turf — small towns and villages where many voters, Mr. Marki-Zay included, once found comfort in Mr. Orban’s conservative message but grew disenchanted with what they see as his corruption, hypocrisy and authoritarian tendencies.

    https://www.nytimes.com/2021/10/18/world/euro...

    Czech politics in crisis as police called in over ill president’s aide
    Police investigating possible ‘crimes against republic’ as senate prepares to vote on transferring Miloš Zeman powers ...
    The Czech Republic is facing a full-blown political crisis after the prime minister, Andrej Babiš, demanded the resignation of the chief aide to the country’s gravely ill president and police said they were investigating possible “criminal offences against the republic”.
    It came as the senate’s constitutional committee voted on Tuesday unanimously in favour of suspending the powers of the president, Miloš Zeman. ...
    Zeman’s diagnosis has not been made public but Czech media, citing well-placed medical sources, have reported that he may be suffering from hepatic encephalopathy, a condition associated with liver failure that is said to impair intellectual functioning. Reports said he was being treated in the anaesthesiology and resuscitation department, which provides the highest level of intensive care and vital organ support.
    Zeman, 77, was admitted to hospital on 10 October, a day after the election was won by two opposition blocs, the centre-right Spolu (Together) and the liberal PirStan alliance, who immediately opened negotiations to form a new coalition.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/19...

    U.N. to launch a polio vaccination campaign in Afghanistan with Taliban permission
    The campaign, slated to start Nov. 8., will mark the first polio immunization drive since the Taliban took control of the country in August — and the first in more than three years to reach all children in Afghanistan, according to a news release from UNICEF, the U.N. children’s agency.
    The U.N. said that the Taliban leadership had also agreed to a second nationwide polio vaccination campaign, to be synchronized with neighboring Pakistan’s immunization drive in December.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...

    Amid Flames and Gunfire, They Were Evicted [f]rom Where They Called Home
    Critics say an Indian state’s campaign to expel longtime residents on government land marks the ruling party’s latest campaign against Muslims. ...
    Narendra Modi and his ruling Bharatiya Janata Party have rallied their Hindu nationalist base in part by pressing initiatives that put the country’s more than 200 million Muslims at a disadvantage.
    In December 2019, India passed an immigration law that fast tracked citizenship for undocumented migrants from nearby countries as long as they were Hindu or one of five other religions, but not Muslim. Party leaders in a number of Indian states have pushed laws to ban religious conversion through marriage, using a term — “love jihad” — that leaves little doubt whom the measures are aimed at.
    Some of the toughest measures have focused on Assam, where about one-third of the population is Muslim. In the summer of 2019, a review of citizenship left more than two million of Assam’s 33 million people, many of them poor and Muslim, stateless.
    Now, under Himanta Biswa Sarma, Mr. Modi’s top official in the state, the government has forcibly evicted hundreds or perhaps thousands of people whom they call suspected foreigners — a group that human rights groups and local residents say is predominantly Muslim. His government recently announced plans to redistribute land to the state’s Indigenous people. Party leaders are already asking Mr. Sarma to order more evictions and build more agricultural projects on inhabited land. ...
    The forced evictions have been going on for decades, but the clash on Sept. 23 gave them a national and global audience.
    Security forces used sticks to break up the protest in Dholpur, in western Assam ... When minors among the group were targeted, they said, protesters fought back by hurling bamboo sticks. The police responded by firing on the protesters. They also burned homes and razed mosques and madrasas, according to residents.
    The death of the adult man, Moinul Haque, provided the image that much of India saw. A video showed him vastly outnumbered and charging at a group of officers with a stick in his hand. Seconds later, amid the sound of gunfire, Mr. Haque falls to the ground. Police officers continue beating him with sticks. Then, a photographer working for the local government stomps on Mr. Haque’s body twice as blood spread from his chest.
    The family showed The Times his government-issued identification cards, which showed Mr. Haque was an Indian national. ...
    Mr. Haque’s relatives said the security personnel threatened to shoot them if they dared come near or touch his body. They tied his body to a bulldozer, they said, and dragged it along before sending it for post-mortem. ...
    The local residents interviewed were mostly Muslims who spoke Assamese and Bengali, sometimes intermixed, and said they had lived and farmed on the land for decades. Mr. Haque’s family and others provided documents showing that they had paid taxes on the land they inhabited.

    https://www.nytimes.com/2021/10/17/world/asia...

    Ecuador’s President Declares State of Emergency to Battle Crime
    (AP) Guillermo Lasso said the military and the police would patrol the streets to provide security to confront drug trafficking and other crimes. ...
    This year, there have been violent revolts in the country’s prisons because of drug violence, especially in Guayaquil. The clashes have ended in bloody massacres by inmates of rival mafia gangs linked to Mexican drug cartels. About 230 people have been killed in the prison compounds. ...
    The province of Guayas has seen a 70 percent increase in homicides, with 641 so far this year.

    https://www.nytimes.com/2021/10/19/world/amer...

    Colombia is responsible in kidnapping and rape of female journalist, rights court says ...
    Jineth Bedoya had planned to spend the morning of May 25, 2000, interviewing a paramilitary leader outside a prison in Bogotá.
    Instead, the Colombian journalist was kidnapped at gunpoint and taken to a nearby warehouse, where she was beaten by a group of men who said they had been sent to “clean up the media.” As night fell, the men drove her hours outside of town, gang-raped her and abandoned her on the side of the road.
    Bedoya, a reporter for El Espectador, a Colombian newspaper, spent the next two decades seeking justice from the Colombian government for the attack, even pursuing her own investigations when the authorities did not do their own. It took 19 years for three paramilitary leaders to be convicted in the journalist’s kidnapping, a case that grew to symbolize a pattern of sexual violence against women during Colombia’s civil war. Authorities have still not identified the intellectual authors behind the attack.
    On Monday, the Inter-American Court of Human Rights found the Colombian state responsible for violating Bedoya’s rights, saying it found “serious evidence” of state participation in the attack, which it described as “torture.” The court condemned Colombian officials, saying they delayed the investigation of the kidnapping, did not properly address the threats Bedoya received leading up to the assault and discriminated against the journalist on the basis of her gender.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...

    Hello? This Is Colombia’s Antimachismo Hotline.
    A new hotline in Bogotá takes calls from men struggling with jealousy, control and fear — and challenges long-held assumptions about masculinity. ...
    The shift is simple, but profound. The idea of the Calm Line, as it is called, is not just to prevent violence, but to address what many experts say is one of its root causes: machismo, the often ingrained belief that men must be dominant.

    https://www.nytimes.com/2021/10/18/world/amer...
    Leer en español
    https://www.nytimes.com/es/2021/10/18/espanol...
    #123Authorhm -- us (236141) 19 Oct 21, 23:47
    Comment

    Danke, harambee. "Meine" sudanesische Zeitung hat seit August keine neuen Artikel mehr - da habe ich total den Anschluss verloren.


    hm--us, bei Ungarn bin ich einigermaßen pessimistisch, was einen Abgang von Orbán in allernächster Zeit angeht. Es ist zwar etwas Bewegung in die politische Landschaft gekommen. Sechs Parteien haben sich auf eine Zusammenarbeit verständigt und damit besteht erstmals der Hauch einer Chance gegen Orban:


    Außenseiter Péter Márki-Zay fordert 2022 Viktor Orbán heraus

    Der konservative politische Neuling Péter Márki-Zay gewinnt die Stichwahl. Er soll im April 2022 als Spitzenkandidat von sechs Parteien gegen Orbán antreten.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/vorwahl-d...


    Wie in Ungarn ist auch in Tschechien die Zersplitterung der Parteienlandschaft und die Uneinigkeit der Opposition das große Problem - wenn ich das richtig überblicke. Nach den Wahlen kürzlich scheint sich auch in Tschechien die Opposition gegen Babis zusammenzutun.


    Für mich bergen diese Oppositionsbündnisse in beiden Ländern die Gefahr des frühen Scheiterns. Es steht zu befürchten, dass sich die Einigkeit bald in Luft auflöst.


    Apropos Kolumbien: Eine Geo-Reportage - oberflächlich ein ganz anderes Thema. Es geht um die Hippos im Río Magdalena. Vier Weibchen und ein Männchen hatte Pablo Escobar sich einst einfliegen lassen. Die haben sich ordentlich vermehrt und verursachen jetzt viel Freude (bei Städtern, die zum Gaffen kommen, und bei den Leuten, die Touren für sie organisieren) und viel Ärger (bei vielen Landbewohnern, die z.B. schwer verletzt werden; bei Naturschützern, weil sie das Ökosystem umkrempeln). Eine Tierärztin möchte ohne anzuecken (der Aufschrei bei Abschuss wäre ähnlich heftig wie bei uns, wenn überzählige Giraffenmännchen in Zoos getötet werden sollen *augenroll*) die Zahl der Hippos begrenzen)

    https://www.arte.tv/de/videos/101139-008-A/ge... [noch bis Anfang Dezember]

    Ich fand's spannend.

    #124AuthorSelima (107)  20 Oct 21, 05:46
    Comment

    Nicht nur für Selima eine längere Analyse zum Sudan:


    https://www.bbc.com/news/world-africa-58970193


    Ich traue mir keine kurze Zusamenfassung zu, da das ein ziemlich komplexes Thema ist.


    #125Authorharambee (91833) 20 Oct 21, 14:23
    Comment
    Yes, Escobar's hippos made headlines here too. Funny how obscure stories like that appear at a certain time and publications everywhere seize on them all at once, because at least it's new news and there's video.

    Re Hungary, Péter Márki-Zay was interviewed on Christiane Amanpour's show and I was surprised to learn that he and his (large) family lived in the US and Canada for several years and he's very fluent, both in English and in making a positive sales pitch. Who knows, maybe there's a little hope in that situation yet.

    On reading Thomas Friedman's column, I thought maybe there was a little hope for Taiwan, but the Washington Post was more sobering.

    _______________

    Márki-Zay: ... according to my views, there is nothing Christian about Orban or Szijjarto.
    They also started -- they are the ultimate pragmatists. They started their -- Orban started his political activity in the communist youth movement.
    Then he was for a long time a very liberal, a harsher radical liberal. He was also the vice president of the Liberal International.
    Then he became somebody I also supported when he was an anti-Putin, pro- Europe, pro-E.U. conservative. Then he also changed after 2009-2010. And now he's strongly against the E.U. and supporting Putin. So I don't think he's very consistent on ideology.
    The one thing that really outrages all Christians is corruption. Corruption is the biggest problem. And there is nothing Christian about corruption. ...
    ... you know, no matter how hard people tried, and some people tried, of course, in the last few years to change the rules of democracy in the United States, it is still a working state of law with the rule of law and freedom of the press. Hungary's very different.
    You know, Orban really managed to switch off all the checks and balances in the former constitution. Now, he has a basic law, not even called a constitution, and this allows him to do anything he wants with the two- thirds majority in the parliament. He can change the constitution. He can change electoral law overnight. You know, he pretty much can decide one thing today and it happens tomorrow. If he decides to put the next election date 130 years from now, he can technically do it. So it's a very different situation. And I pretty much envy the United States that they have a very stable system and very stable government compared to ours.

    https://transcripts.cnn.com/show/ampr/date/20...

    https://www.bbc.com/news/world-europe-58954012
    https://www.independent.co.uk/independentprem...
    https://www.reuters.com/world/europe/outsider...
    https://www.dw.com/de/peter-marki-zay-wird-op...
    https://www.welt.de/politik/ausland/article23...

    China’s Bullying Is Becoming a Danger to the World and Itself ...
    By Thomas Friedman ...
    Everything Xi is doing today is eroding trust among Chinese and foreign entrepreneurs about what the rules of business are now inside China, while at the same time eroding trust abroad that China — having swallowed Hong Kong — won’t soon move on Taiwan, which could trigger a direct conflict with the U.S.
    While I don’t want Xi’s hard-line strategy to succeed — that would pose a danger to every free country and economy in the Pacific — I also don’t want China to fail or fracture. We’re talking about a country of 1.4 billion people whose destabilization would affect everything from the air you breathe to the cost of your shoes to the interest rate for the mortgage on your house. It’s a real dilemma. Alas, though, I don’t think Xi realizes just how much uncertainty his recent behavior has injected — inside and outside China. ...
    ... if China has a Steve Jobs equivalent it’s Jack Ma, the co-founder of the e-retail giant Alibaba. Has anyone seen Ma lately? ...
    Although news reports said that Ma had surfaced briefly in Hong Kong, there has also been talk that he may have been under some kind of house confinement during the last year. Ever since Ma gave a speech in October 2020 that criticized China’s financial regulators, Xi has cracked down on Alibaba’s global empire and blocked what would have been a record initial public offering of an affiliate company set to have taken place last November. ...
    More than a few young Chinese innovators have to be asking themselves: “What’s my future here? What are the new rules?” ...
    ... two weeks ago, China sent 150 People’s Liberation Army aircraft to probe the airspace near Taiwan, just the latest reminder that China is seriously laying the groundwork to seize Taiwan by force. You should be afraid.
    But so should Beijing. Because this bullying behavior could be a huge miscalculation by Xi — for many reasons, but none more than this: semiconductors. ...
    Taiwan is an austere rock in a typhoon-laden sea with 24 million people. But this little island has — by universal acclaim — the most sophisticated microchip manufacturer in the world, Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, or TSMC.
    About 100 miles away, across the straits, is mainland China, with 1.4 billion people. They are the same ethnicity, speak the same language and eat the same food as the people of Taiwan. But they have never been able to master the manufacture of the most advanced logic chips that TSMC makes.
    TSMC is the world’s largest contract manufacturer of microchips, owning some 50 percent of the market, though Dan Wang, a technology analyst at research firm Gavekal, said in March of TSMC’s market share, “I think that still understates how important it is, because these are some of the most advanced chips out there.”
    Indeed, TSMC and its South Korean rival Samsung have the only foundries in the world able to make the most advanced 5-nanometer chips, and TSMC is expected to begin next-generation 3-nanometer chips in 2022. The smaller the chip’s transistors, the more brain power you can pack onto it. China’s biggest chip maker, Semiconductor Manufacturing International Corporation, is not even close. It is mainly competing at 28 nanometers and just starting to produce some 14-nanometer chips.
    I recently spent time in Silicon Valley asking U.S. chip designers what is the secret of TSMC’s sauce that China cannot replicate.
    Their short answer: trust.
    TSMC is a semiconductor foundry, meaning it builds the chips that lots of different companies design — particularly Apple, Qualcomm, Nvidia, AMD and even Intel. Over the years, TSMC has built an amazing ecosystem of trusted partners that share their intellectual property with TSMC to build their proprietary chips. At the same time, leading tool companies — like America’s Applied Materials and the Netherlands’ ASML — are happy to sell their best chip-making tools to TSMC. This ensures that the company is always on the cutting edge of the material science and lithography that go into building and etching the base of every semiconductor. ...
    ... if China thinks it can get around that by seizing Taiwan just to get hold of TSMC, that would be a fool’s errand. Many of the key machines and chemicals TSMC uses to make chips are from America and the European Union, and that flow would immediately be shut down.

    https://www.nytimes.com/2021/10/19/opinion/ch...

    China’s test of hypersonic vehicle is part of a program to rapidly expand strategic and nuclear systems ...
    China is in the midst of a rapid expansion of its strategic and nuclear weapons systems, and its progress has alarmed U.S. national security officials.
    Most recently, in August, China tested a nuclear-capable hypersonic vehicle that partially orbited the globe before hurtling toward earth. It also has constructed hundreds of new missile silos. And it is building a new generation of strategic ballistic missile submarines. ...
    China’s demonstration of hypersonic and orbital capabilities, first reported by the Financial Times, was shocking less for the technology, which its military has been developing for years, than for the fact that Beijing decided to test it at all, analysts say.
    These technologies enable states to deliver weapons, potentially with a nuclear warhead, against a target in a way that is difficult to track — unlike intercontinental ballistic missiles.
    “It’s amazingly provocative,” Mark J. Lewis, a former deputy undersecretary of defense for research and engineering who left in January, said while commenting on media reports of the test, which sources said involved launching a hypersonic vehicle into orbit before it descended into the atmosphere toward its target. ...
    Pentagon spokesman John Kirby, like spokespeople at the White House and the Office of the Director of National Intelligence, declined to confirm the hypersonic test. ...
    The U.S. intelligence community in its annual threat assessment this year stated that Beijing will continue “the most rapid expansion and platform diversification of its nuclear arsenal in its history.” China intends to at least double the size of its nuclear stockpile during the next decade and to field a “nuclear triad,” referring to air-, sea- and land-based weapons systems, ODNI said.
    “Beijing is not interested in arms control agreements that restrict its modernization plans and will not agree to substantive negotiations that lock in U.S. or Russian nuclear advantages,” ODNI said. “China is building a larger and increasingly capable nuclear missile force that is more survivable, more diverse, and on higher alert than in the past,” including systems designed to ensure an intercontinental second-strike capability. ...
    ... the Bulletin of Atomic Scientists said in a report last month ...
    “The number of apparent missile silos under construction is similar to the total number of nuclear warheads in the current Chinese stockpile; it exceeds the number of missile silos operated by Russia; it is approaching the number of silos operated by the United States; and it constitutes the largest silo construction since the United States and Russia established their ICBM forces during the Cold War” ...
    China has also tested a new submarine-launched ballistic missile for a quieter class of nuclear submarines it is planning to build. It is developing a strategic stealth bomber, antisatellite weapons, and lasers that can blind U.S. reconnaissance satellites, according to Dean Cheng, a senior research fellow at the Heritage Foundation. ...
    “The scary thing is not only how quickly the Chinese have been able to catch up with us” in hypersonics, “but also in some cases to exceed our capabilities,” said Lewis, the former Pentagon official, who is now executive director of the emerging technologies institute at the National Defense Industrial Association.
    He said it was his fear that the United States was falling behind in hypersonics that led him to return to the Pentagon in 2019. That was the year that the Chinese in a military parade showed off a hypersonic boost vehicle attached to a missile. The United States has yet to field such a weapon, he said, adding that the Army hopes to deploy its first system in 2023.
    The Washington Post in April reported that China was using sophisticated American software to design semiconductors for supercomputers that enable hypersonic weapons advances. The Biden administration applied export controls to a Chinese firm that designs those chips, Phytium. But a Taiwanese company reported this year that it was still able to use American software to help Phytium make the chips in a Taiwanese foundry full of American equipment — apparently taking advantage of loopholes in the export control rules.

    https://www.washingtonpost.com/national-secur...

    (1/2)
    #126Authorhm -- us (236141) 21 Oct 21, 07:41
    Comment

    Sorry, those were too long. These are shorter.


    ___________________


    Turkey Sours on Syrians, but Not in This Sleepy Town, Jolted Awake

    As calls increase in Turkey for Syrian refugees to go home, Kilis, a border town transformed by the newcomers’ energy, has embraced the change. ...

    Slumbering amid olive and pistachio groves on a hot plain near the Syrian border, Kilis, Turkey, was for many decades a quiet backwater, surviving, but hardly prospering, on cross-border trade and smuggling.

    Then 10 years ago, war broke out in Syria, refugees began fleeing across the border and Kilis was changed beyond all recognition. Over the next decade, 3.6 million Syrians settled in Turkey, and Kilis doubled in size, to about 200,000 people. ...

    Opposition parties have started openly to call for sending home Syrian refugees, and recently warned Mr. Erdogan against admitting a wave of Afghan refugees fleeing the Taliban takeover. ...

    Kilis is a notable exception to the increasingly toxic tone, a beacon of ethnic harmony where Turks and Syrians speak well of each other, and men from the two groups settled a minor traffic accident in the city center recently with smiles.

    One reason for the warmth of the welcome here is geographic. Many people in this region, just 30 miles north of the Syrian city of Aleppo, had relations with Syrians before the war.

    Kilis’s own history of ethnic diversity, hardship and dislocation may also have fostered an openness to the refugees. It has a large number of Kurds, whose culture and political aspirations have long been suppressed in Turkey. The local population was mainly Jewish and Armenian until the upheavals of the 20th century led to an exodus and decimation of both communities, some of the oldest residents recalled. ...

    One of the first cultural shifts to emerge was in food. Syrians opened bakeries making the flat bread they ate back home and introduced roast chicken restaurants. Turks, who have always favored grilled meat, kebabs and meatballs, abstained at first but now have adopted the new fare as their own. Syrian favorites such as hummus and falafel have expanded Turkish menus. ...

    Syrians renovated much of the old city center, opening small shops and businesses, and greatly expanding the open-air markets for fruit and vegetables and livestock. ...

    A key turning point came five years ago, when the government integrated Syrian children into Turkish schools, said Omar al-Haji, administrator of the Kilis branch of an educational charity.

    https://www.nytimes.com/2021/10/20/world/euro...


    Fall Kavala: Türkei bestellt deutschen Botschafter ein

    Seit vier Jahren sitzt der türkische Menschenrechtsaktivist Osman Kavala in U-Haft. Zehn Länder fordern nun seine Freilassung. Die Türkei lädt als Antwort die diplomatischen Vertreter der Staaten vor.

    https://www.dw.com/de/fall-kavala-t%C3%BCrkei...


    Am Abgrund: Libyen zehn Jahre nach dem Tod Gaddafis

    Vor zehn Jahren wurde der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi getötet. Seitdem kommt das Land aus der Krise nicht mehr heraus. Selbst die für Dezember angesetzten Parlamentswahlen wurden verschoben

    https://www.dw.com/de/am-abgrund-libyen-zehn-...


    Milizanführer getötet: Kommt Mosambik jetzt zur Ruhe?

    Mosambiks Sicherheitskräfte haben den Anführer einer bewaffneten Miliz in der Provinz Sofala getötet. Auch wenn die Miliz dadurch geschwächt ist, bedeutet das nicht, dass der Konflikt in Zentralmosambik beigelegt ist.

    https://www.dw.com/de/milizanf%C3%BChrer-get%...


    Eswatini: pro-demokratische Proteste eskalieren

    Erneut eskalieren gewalttätige Pro-Demokratie-Proteste in Afrikas letzter absoluter Monarchie Eswatini. Wer steckt dahinter und wie könnte eine Lösung aussehen? DW-Korrespondent Adrian Kriesch aus Mbabane.

    https://www.dw.com/de/eswatini-pro-demokratis...


    Queere Royals gab's schon immer

    Holländische Royals dürfen nun gleichgeschlechtlich heiraten und behalten ihre königlichen Ansprüche. Wir blicken in die queere Geschichte der Königshäuser.

    https://www.dw.com/de/queere-royals-gabs-scho...


    (2/2)

    #127Authorhm -- us (236141)  21 Oct 21, 07:44
    Comment

    Südkorea startet erste selbstgebaute Weltraumrakete. Zum ersten Mal hat eine mehrstufige Rakete aus Südkorea eine Nutzlast in eine Erdumlaufbahn gebracht. NZZ 21.10.2021

    https://www.nzz.ch/international/suedkorea-st...


    Cool. Willkommen im Club :-)

    #128Authormad (239053) 21 Oct 21, 12:06
    Comment
    Mal was Schönes: Gudrun Penndorf, die Übersetzerin von "Lucky Luke" und "Asterix" wurde heute im Rahmen der Verleihung zum Deutschen Jugendliteraturpreis mit dem Sonderpreis Gesamtwerk Übersetzung ausgezeichnet. Aus der Jurybegründung:

    <<„Die spinnen, die Römer!“ – Wissen Sie, wem wir diesen Spruch, den vielleicht berühmtesten der Nachkriegsliteratur, verdanken? Sagen wir es so: Die richtige Antwort lautet weder „Obelix“ noch „René Goscinny“. Aus deren eher konventionellem „Ils sont fous, ces Romains“ hat erst Gudrun Penndorf, Goscinnys kongeniale deutsche Übersetzerin, diesen perfekten, fast schon lautmalerisch das energische Vogelzeigen nachahmenden Parallelismus gemacht. Im französischen Original geht da doch einiges verloren.>>
    www.jugendliteratur.org

    Herzlichen Glückwunsch an eine großartige Übersetzerin, die die Sprache meiner Jugend prägte.
    #129AuthorfehlerTeufel (1317098)  23 Oct 21, 01:48
    Comment

    Heute in der Süddeutschen ein Artikel zu Flüssen, die in immer mehr Ländern als juristische Subjekte anerkannt werden und damit entsprechend vor Gericht auftreten können. Der erste Fall: Der Atrato im Chocó, der pazifischen Urwaldregion Kolumbiens. Indigene und afrokolumbianische Gemeinden hatten das 2016 vor Gericht erfochten, um die völlig Zerstörung ihres Flusses zu verhindern (durch Wasserkraftwerke und Minen). Damit setzt sich die Justiz Kolumbiens dafür ein, das zu richten, wobei die Politik versagt. Diesem Beispiel folgend wurden auch in Bangladesh und in Neuseeland Flüsse als Lebewesen anerkannt. Ähnliches soll nun auch für die Isar erreicht werden.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/natur-rec... [leider €]


    Auf derselben Seite etwas, das meinen Blutdruck frühmorgens schon in unschöne Höhen treibt: Die Nilpferde im Río Magdalena (siehe oben #125 und #126) wurden von einem Gericht in Ohio (USA!) als interessierte Personen anerkannt, um sie in Kolumbien zu unterstützen. Dahinter steckt eine Tierschutzorganisation (Animal Legal Defense Fund), die mal wieder ein hervorragendes Beispiel dafür ist, daß die Betreiber so mancher Tierschutzorganisation keine Ahnung von Ökologie und den Gesetzen der Natur haben. Da sollen 100 Nilpferde im Río Magdalena geschützt werden und die Millionen von anderen Lebewesen im Río Magdalena sind völlig wurscht. Kippt der Fluß um - wurscht. Hauptsache, den süßen Hippos geht's gut. Aber Fische, Insekten, Würmer ... pffffffffffff. Für die krümmt keiner dieser Tierstreichler in fernen Ländern auch nur einen Finger.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/nilpferde... [derzeit noch ohne €]

    #130AuthorSelima (107)  23 Oct 21, 08:36
    Comment

    @ "keine Ahnung von Ökologie": Neobiota sind offenbar schützenswert *GRRRR*

    Letzter Abschnitt in der SZ:

    Die Tierschützer wollen verhindern, dass Kolumbiens Regierung etwa 100 wild lebende Nilpferde tötet, die im Río Magdalena leben. Diese stammen von vier Tieren ab, die der berüchtigte Drogenboss Pablo Escobar einst illegal für seinen Privatzoo importiert hatte und die nach seinem Tod 1993 freigelassen wurden.

    #131Authormanni3 (305129)  23 Oct 21, 09:51
    Comment

    Doch schon hinter der Bezahlschranke bei mir.

    Von diesen Nilpferden hatte ich noch nie gehört, obwohl sie schon ziemlich lange durch die Medien geistern und um ihre Daseinsberechtigung in Kolumbien gestritten wird. Sogar darüber, ob sie als invasive Art das Ökosystem zerstören, wird zu meiner Verwunderung gestritten.

    "Viele Forscher betrachten sie als invasive Art, die nichts in Kolumbien verloren hat. Ein internationales Forscherteam stellt diese Sicht nun infrage."

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pab...


    Die Tiere könnten ein Ökosystem renaturieren, das einst von heute ausgestorbenen Großsäugern im Gleichgewicht gehalten wurde. Folglich könnten Escobars Nilpferde Kolumbiens Umwelt näher an ihren ursprünglichen Zustand zurückführen, sie würden die Funktionen von Riesenlamas und Notoungulatas erfüllen, weil sie sich sehr ähnlich ernähren wie ihre ausgestorbenen Verwandten.

    Doch, was ist das, der „natürliche Zustand“ - und wann existierte er? Bevor der Mensch durch seine weltweite Expansion in den vergangenen 100.000 Jahren viele große Säugetiere ausgerottet hat? Oder als er angefangen hat, sich wissenschaftlich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen und ihren Zustand zu dokumentieren?

    Denn die Nilpferde bringen das momentan existierende Ökosystem, in dem sie angesiedelt wurden, durchaus aus dem Gleichgewicht: Ihre Extremente könnten Gewässer verunreinigen und zur Algenblüte führen.

    https://www.geo.de/natur/tierwelt/22789-rtkl-...

     

    Geliebt werden sie, klar, von dieser und wahrscheinlich auch anderen Tierschutzorganisationen, aber auch von Touristen, die ihretwegen anreisen.

    Doch sie greifen auch Anwohner an und zertrampeln bestellte Felder. Die Sterilisation einiger Tiere ist teuer, aufwendig und nicht effektiv genug, weil die Tiere sehr vermehrungsfreudig sind.Zertrampelte Felder, Angriffe auf Menschen und die fortschreitende Zerstörung des jetzige Ökosystems wurden dadurch auch nicht verhindert.



    #132AuthorReeva (908916) 23 Oct 21, 10:38
    Comment

    Ein - wie ich finde - treffender und "netter" Cartoon zum Thema "free education" in Kenia, der sich sicher auch auf viele andere Länder übertragen lässt:


    https://nation.africa/kenya/blogs-opinion/car...

    #133Authorharambee (91833) 23 Oct 21, 12:38
    Comment

    The huge ball and chain of 'school fees' could also represent student loans in the US, a terribly underregulated business. /-:

    I swore I wasn't going to post another word about Colombian hippos, but they seem to be unstoppable.

    ____________________

    ‘I was terrified’: the vet sterilizing Pablo Escobar’s cocaine hippos
    The progeny of animals brought illegally to Colombia and kept in the drug lord’s private zoo must now be put on birth control

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/22...

    Why is the idea of ‘gender’ provoking backlash the world over?
    Increasingly, authoritarians are likening ‘genderism’ to ‘communism’ and ‘totalitarianism’

    https://www.theguardian.com/us-news/commentis...

    Nicaraguan business leaders arrested in Ortega’s pre-election crackdown
    Ortega has detained 39 opponents ahead of November election

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/22...

    Assad regime ‘siphons millions in aid’ by manipulating Syria’s currency
    Government pockets half of donations as central bank forces UN agencies to use lower exchange rate

    https://www.theguardian.com/global-developmen...

    Aid to Haiti sent by sea to bypass rising gang violence
    WFP carried out 18 voyages this month from Port-au-Prince to Miragoane, bypassing violent neighborhoods ...
    The World Food Programme (WFP) is now using seafaring barges to ship supplies to earthquake victims in southern Haiti, after escalating gang violence made overland journeys unsafe for aid convoys.

    https://www.theguardian.com/global-developmen...

    UN fears new atrocity in Myanmar as troops gather in restive northern states
    UN special rapporteur on Myanmar, Tom Andrews, says the world should be prepared for ‘even more mass atrocity crimes’

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/23...

    Ethiopian government airstrike on Tigray forces UN to abort flight in midair
    UN says government was aware of plane carrying 11 aid workers as year-long conflict with TPLF escalates in Tigray and Amhara

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/23...
    #134Authorhm -- us (236141) 23 Oct 21, 13:25
    Comment

    hm -- us, Dein zweiter Link in #134 hat mich zu einem Eintrag in related discussion: Wörter, von denen ich im Leben noch nicht ge... - #37 veranlasst. (-:

    #135Authorharambee (91833) 23 Oct 21, 16:33
    Comment


    Happy to be of service. 'Phantasmagoric' is a great word for Halloween. (-;


    Am also trying to keep an eye out for news from Colombia, Africa, and other regions of interest. This curating, such as it is, can get complicated ...


    _______________



    Colombia’s most-wanted drug lord, Otoniel, captured in jungle hideout

    The leader of the powerful Clan del Golfo, who had a $5m bounty on his head, was seized in a raid by military and police ...

    Dairo Antonio Úsuga, known as Otoniel, Colombia’s most sought after drug trafficker and leader of the Clan del Golfo, has been captured at his jungle hideout by the country’s armed forces. ...

    After stints as a leftwing guerrilla and later paramilitary, Otoniel, 50, rose to become the leader of the criminal gang Clan del Golfo, or Gulf Clan, a drug trafficking group. The gang has about 1,200 armed men – most of them former members of far-right paramilitaries – and is present in 10 of Colombia’s 32 provinces.

    Authorities said intelligence provided by the US and UK led more than 500 soldiers and members of Colombia’s special forces to Otoniel’s jungle hideout, which was protected by ... rings of security. ...

    In 2017, he showed his face for the first time on occasion of Pope Francis’[s] visit to the country, publishing a video in which he asked for his group be allowed to lay down its weapons and demobilise as part of the country’s peace process with the much-larger Revolutionary Armed Forces of Colombia (Farc), but the plan never came to fruition. ...

    Land dedicated to the production of coca – the raw ingredient of cocaine – jumped 16% last year to a record 245,000 hectares, a level unseen in two decades of US eradication efforts, according to a White House report. ...

    In March, Colombian police and the US Drug Enforcement Agency captured Otoniel’s sister, Nini Johana Úsuga, who was extradited to the US to face charges connected to drug trafficking and money laundering.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/24...

    https://www.nytimes.com/2021/10/23/us/ototoni...


    How the U.S. terrorist list is getting in the way of peace in Colombia

    The former rebel commander once sat across a table from Secretary of State John F. Kerry. He signed the historic peace deal that ended Colombia’s 52-year internal conflict. He accepted responsibility for kidnappings and killings by his guerrillas, apologized to the victims, became a member of a legal political party and was elected a senator in the country’s Congress.

    But to the U.S. government, Pablo Catatumbo is still a terrorist.

    Five years after the Revolutionary Armed Forces of Colombia turned in its weapons and committed to peace, the United States continues to list the group as a Foreign Terrorist Organization. Catatumbo and dozens of his former comrades remain “specially designated nationals” — people connected to terrorism, drug trafficking or countries that have been targeted with sanctions by the U.S. Treasury.

    As a result, he was forced to step down as legal representative of his political party and to withdraw from a coffee start-up that helps former combatants reintegrate into society.

    U.S. officials in Colombia are prohibited from working with former FARC combatants such as Catatumbo — and sometimes, from being in the same room with them.

    The impact is far-reaching. The FARC’s inclusion on the State Department’s list of Foreign Terrorist Organizations restricts U.S. officials from funding programs aimed at advancing the peace accords in which former combatants participate or benefit. The United States has poured hundreds of millions of dollars of aid to support the peace accords, but none of it goes toward a cornerstone program to incentivize replacement crops for coca — the base ingredient of cocaine — or a formerly FARC-led effort to destroy land mines.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...


    Matteo Salvini objects to Richard Gere as witness in kidnap trial

    Italy’s far-right former interior minister goes on trial for refusing to let Spanish rescue ship dock in Sicily ...

    As the trial began on Saturday, the Palermo judge Roberto Murgia said all witnesses submitted by the parties would be allowed to testify, including the actor Richard Gere, who went on board the NGO ship Open Arms in August 2019 in a show of solidarity with the 147 stranded migrants. The next hearing has been set for 17 December.

    Salvini, who was interior minister at the time, barred the ship from docking on the Sicilian island of Lampedusa as part of his tough immigration policies. The migrants were kept on the ship for 19 days in poor sanitary conditions before eventually being allowed to disembark. Some people threw themselves overboard in desperation.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/23...


    Climate change is turning the cradle of civilization into a grave

    Villages go empty in the expanse between the Tigris and the Euphrates ...

    Carved from an ancient land once known as Mesopotamia, Iraq is home to the cradle of civilization — the expanse between the Tigris and Euphrates rivers where the first complex human communities emerged.

    But as climate change produces extreme warming and water grows scarcer around the Middle East, the land here is drying up. Across Iraq’s south, there is a sense of an ending. ...

    Dozens of farming villages are abandoned, but for an isolated family here and there. The intrusion of saltwater is poisoning lands that have been passed for generations from fathers to sons. The United Nations recently estimated that more than 100 square miles of farmland a year are being lost to desert.

    Years of below-average rainfall have left Iraqi farmers more dependent than ever on the dwindling waters of the Tigris and Euphrates. But upstream, Turkey and Iran have dammed their own waterways in the past two years, further weakening the southern flow, so a salty current from the Persian Gulf now pushes northward and into Iraq’s rivers. The salt has reached as far as the northern edge of Basra, some 85 miles inland.

    https://www.washingtonpost.com/world/interact...


    Otters are taking over Singapore ...

    Pollution and deforestation drove away Singapore’s otter population in the 1970s. But as the country cleaned up its waters and reforested land in recent years, otters came back in full force, integrating into urban spaces and learning to navigate one of the world’s most cosmopolitan cities.

    Today, to the annoyance of some and the joy of others, the island is home to more than 10 otter romps, or families.

    https://www.washingtonpost.com/world/asia_pac...


    Western monarch butterflies have been vanishing. This week, a sanctuary saw thousands return.

    Before the sun was up Thursday, a team from the Pacific Grove Museum of Natural History arrived at its monarch sanctuary, with binoculars and data sheets in hand. Last year, no butterfly clusters were observed at this site in Northern California ...

    Two weeks ago, the team observed a single butterfly fluttering in the outdoor space filled with eucalyptus trees. Less than week later, there were more than 1,300. On Thursday ... They found more than 2,500 monarchs.

    ... the counts at the sanctuary — one of the primary locations for the butterflies that stop along the California coast during their winter migration — happen in the early morning because butterflies are more active after the temperature warms up to around 55 degrees.

    https://www.washingtonpost.com/climate-enviro...


    Burkina Fasos stille Flüchtlingskrise

    Über eine Million Menschen sind vor Terror und Gewalt in Burkina Faso auf der Flucht. Und die Zahl steigt. Viele sind auf sich allein gestellt und kämpfen um das Überleben.

    https://www.dw.com/de/burkina-fasos-stille-fl...


    Schmutzige Kampagne gegen Angolas Opposition

    Ein Jahr vor den Wahlen zwingt Angolas Verfassungsgericht den Chef der größten Oppositionspartei zum Rücktritt. Beobachter wittern dahinter einen Angriff der Regierungspartei. Denn die ist aus gutem Grund nervös.

    https://www.dw.com/de/schmutzige-kampagne-geg...


    1,000 Years of Joys and Sorrows by Ai Weiwei review – a life of dissent

    The artist’s memoir reveals a rebellious spirit, inherited from his persecuted poet father, which sustained him through detention by Chinese authorities

    https://www.theguardian.com/books/2021/oct/24...


    (1/2)


    #136Authorhm -- us (236141)  24 Oct 21, 11:03
    Comment

    Turkish Opposition Begins Joining Ranks Against Erdogan

    With an eye on elections, six parties are working on a plan to end a powerful presidency and return to a parliamentary system. ...

    As they negotiate a broad alliance among themselves, the leaders of six opposition parties appear to have agreed on turning the next election into a kind of referendum on the presidential system that Mr. Erdogan introduced four years ago and considers one of his proudest achievements.

    His opponents say that presidential system has allowed Mr. Erdogan to concentrate nearly authoritarian power — fueling corruption and allowing him to rule by decree, dictate monetary policy, control the courts and jail tens of thousands of political opponents.

    By making the change back to a parliamentary system a centerpiece of its agenda, Mr. Erdogan’s opposition hopes to shift debate to the fundamental question of the deteriorating health of Turkey’s democracy.

    The forming of a broad opposition alliance is a strategy being employed in an increasing number of countries where leaders with authoritarian tendencies — whether President Vladimir V. Putin of Russia or Prime Minister Viktor Orban of Hungary — have enhanced their powers by exploiting fissures among their opponents. Most recently, the approach worked in elections in the Czech Republic, where a broad coalition of center-right parties came together to defeat Prime Minister Andrej Babis. ...

    Mr. Erdogan has long planned a year of celebrations for 2023, the 100-year anniversary of the founding of the Turkish Republic in 1923 from the ashes of the Ottoman Empire and allied occupation after World War I. ...

    Yet Mr. Erdogan, who has always prided himself on winning at the ballot box, has been sliding steadily in the opinion polls, battered by an economic crisis, persistent allegations of corruption and entitlement and a youthful population chafing for change. ...

    Among those lining up to do battle are Mr. Davutoglu and a former finance minister, Ali Babacan, both former members of Mr. Erdogan’s conservative Justice and Development Party, or A.K.P., who have set up new parties.

    Emerging from five years in the cold after falling out with Mr. Erdogan and resigning as prime minister and leader of the party, Mr. Davutoglu is hoping to chip away at the president’s loyal support base and help bring down his onetime friend and ally.

    Alongside them, the strongest players in the six-party alliance are the center-left Republican People’s Party and the nationalist Good Party, headed by Turkey’s leading female politician, Meral Aksener. 

    The largest pro-Kurdish party, the Democratic People’s Party, or H.D.P. — whose charismatic former leader, Selahattin Demirtas, is in prison — is not part of the alliance, nor are smaller left-wing parties.

    https://www.nytimes.com/2021/10/23/world/midd...


    In India, Facebook Grapples With an Amplified Version of Its Problems

    Internal documents show a struggle with misinformation, hate speech and celebrations of violence in the country, the company’s biggest market. ...

    On Feb. 4, 2019, a Facebook researcher created a new user account to see what it was like to experience the social media site as a person living in Kerala, India.

    For the next three weeks, the account operated by a simple rule: Follow all the recommendations generated by Facebook’s algorithms to join groups, watch videos and explore new pages on the site.

    The result was an inundation of hate speech, misinformation and celebrations of violence, which were documented in an internal Facebook report published later that month. ...

    With 340 million people using Facebook’s various social media platforms, India is the company’s largest market. And Facebook’s problems on the subcontinent present an amplified version of the issues it has faced throughout the world, made worse by a lack of resources and a lack of expertise in India’s 22 officially recognized languages.

    The internal documents, obtained by a consortium of news organizations that included The New York Times, are part of a larger cache of material called The Facebook Papers. They were collected by Frances Haugen, a former Facebook product manager who became a whistle-blower and recently testified before a Senate subcommittee about the company and its social media platforms. References to India were scattered among documents filed by Ms. Haugen to the Securities and Exchange Commission in a complaint earlier this month.

    https://www.nytimes.com/2021/10/23/technology...


    As Hong Kong’s Civil Society Buckles, One Group Tries to Hold On

    Unions and other organizations have dissolved after facing pressure under a new security law. The Hong Kong Journalists Association is hoping it can avoid that fate.

    https://www.nytimes.com/2021/10/24/world/asia...


    Long Arm of Russian Law Reaches Obscure Siberian Church

    The arrest of the leader of a small religious group reveals that Russian repression reaches even to the depths of the Siberian forest ...

    ... a cluster of small bells rang out from a spindly wooden gazebo. They belonged to the Church of the Last Testament, founded in 1991 by Vissarion. Except then his name was Sergei Torop, and he was just a former police officer and an amateur artist.

    These days, Mr. Demidov and thousands of other church members consider Vissarion a living god. The Russian state, however, considers him a criminal.

    https://www.nytimes.com/2021/10/24/world/euro...


    A C.I.A. Fighter, a Somali Bomb Maker, and a Faltering Shadow War

    The hunt for an elusive Somali militant illustrates why Al Shabab, despite a decade of American covert action, are at their strongest in years. ...

    ... in Somalia, as in countries like Yemen and Syria, the U.S. turned to a different playbook, eschewing major troop deployments in favor of spies, Special Operations raids and drone strikes. Private contractors and local fighters were recruited for risky tasks. The mission was narrow at first, a hunt for Qaeda fugitives, only later expanding to include fighting Al Shabab and building up Somali security forces.

    Now that playbook is also failing. As in Afghanistan, the American mission has been stymied by an alliance with a weak, notoriously corrupt local government, an intractable homegrown insurgency and the United States’ own errors, such as drone strikes that have killed civilians.

    As a result, Al Shabab are at their strongest in years. They roam the countryside, bomb cities, and run an undercover state, complete with courts, extortion rackets and parallel taxes, that netted at least $120 million last year, by American government estimates.

    Al Shabab also appear to have designs on the United States, with the arrest in 2019 of a militant while taking flying lessons in the Philippines, allegedly to commit another 9/11-style attack on the U.S. But critics of the American approach in Somalia, including some military officers, say the threat to the homeland has been exaggerated, and that Washington’s own policies only boost the extremists they seek to defeat.

    https://www.nytimes.com/2021/10/24/world/afri...


    Heavy Is the Burden on Japan’s Royal Women

    A princess who will soon marry represents the third generation to suffer intense emotional distress in a country that often consigns women to rigid roles. ...

    Nearly three decades ago, Empress Michiko lost the ability to speak after public carping about her supposed shortcomings as the wife of Emperor Akihito. Ten years later, Michiko’s daughter-in-law, the current Empress Masako, retreated from public duties to cope with depression after the media harangued her for failing to produce a male heir.

    Earlier this month, the imperial household revealed that Michiko’s granddaughter, Princess Mako, 30, had suffered from post-traumatic stress disorder because of unrelenting public disapproval of her choice of a fiancé, Kei Komuro, a recent law school graduate whom she will marry on Tuesday.

    https://www.nytimes.com/2021/10/24/world/asia...


    (2/2)

    #137Authorhm -- us (236141)  24 Oct 21, 11:35
    Comment

    Nach dem Putschversuch im September - jetzt wieder einer:

    Internet blocked in Sudan amid coup reports

    Global internet monitor NetBlocks reports of a significant disruption of internet in Sudan, where there are reports of a possible coup attempt.


    Soldiers besiege Sudan PM's house - reports

    Reports are coming in of a possible coup attempt in Sudan.

    Local media say unidentified military forces have besieged the home of Prime Minister, Abdallah Hamdok.

    https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47...


    #138AuthorSelima (107) 25 Oct 21, 07:17
    Comment

    Der Artikel https://www.africanews.com/2021/10/25/sudan-c... enthält kaum weitere Informationen, aber ich verlinke ihn trotzdem mal wegen der Schlussbemerkung:


    Analysts say recent mass demonstrations show strong support for a civilian-led democracy, but street protests may have little impact on powerful factions pushing for a return to military rule.

    #139Authorharambee (91833) 25 Oct 21, 09:26
    Comment

    *s i g h*


    The news from Sudan last week was already looking ominous, with counter-'protests' consisting of supporters of the military, presumably paid by authoritarians to show up.


    It also reminds me of Myanmar, and Egypt, and Turkey, and Belarus, and Hong Kong, and Nicaragua, and Cuba, where there seems to have been a certain strategic element in giving pro-democracy groups a certain amount of rope in the early stages, letting them continue to make public statements, communicate by social media, and gather where they can be filmed, just long enough to expose themselves as much as possible, with the ultimate goal of gathering information against them in order to crack down and lock them up in the end.


    The Guardian has also started a series on Nigeria, which also looks relatively shaky. )-:


    ______________


    Sudan’s Military Detains Prime Minister in Apparent Coup

    The armed forces took the prime minister to an undisclosed location. Sudan had been preparing to transition to civilian leadership for the first time in three decades. ...

    The Sudanese Ministry of Culture and Information said in a Facebook post that the joint military forces had placed Prime Minister Abdalla Hamdok under house arrest and pressured him to release a “pro-coup statement.” After refusing to “endorse the coup,” the ministry said, Mr. Hamdok was then moved to “an unknown location.”

    The military also detained several top cabinet members and civilian members of the Transitional Sovereignty Council, the ministry said.

    The detentions came about one month after the authorities said they had thwarted a coup attempt by loyalists of the deposed dictator Omar Hassan al-Bashir.

    As news of the arrests spread, protesters filled the streets of the capital, Khartoum, early Monday. Television stations showed people burning tires in Khartoum, with plumes of smoke filling the skies. The information ministry also said that internet connections had been cut and that the military had closed bridges. ...

    The Sudanese Professionals Association, the main pro-democratic political group, had warned on social media that the military was preparing to seize power. The association urged residents on Monday to take to the streets to resist what they called a “military coup.” ...

    The army chief of staff had been expected to hand over leadership of the transitional cabinet to Mr. Hamdok in November, which would have given him a largely ceremonial post, but one that would have signified full civilian control of Sudan for the first time in decades.

    https://www.nytimes.com/live/2021/10/25/world...


    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/25...

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/10/...

    https://www.dw.com/de/erneuter-umsturz-im-sud...


    Failed state? Why Nigeria’s fragile democracy is facing an uncertain future

    In the first in a series on Africa’s most populous state, we look at the effects of widening violence, poverty, crime and corruption as elections approach[/i

    https://www.theguardian.com/global-developmen...


    Saudi crown prince a ‘psychopath’, says exiled intelligence officer

    Saad Aljabri says Mohammed bin Salman boasted he could kill former ruler King Abdullah ...

    A former senior Saudi intelligence officer has claimed that Crown Prince Mohammed bin Salman is a “psychopath with no empathy” who once boasted that he could kill the kingdom’s ruler at the time, King Abdullah, and replace him with his own father.

    In an interview on US television, Saad Aljabri, who fled Saudi Arabia in May 2017 and is living in exile in Canada, also said he had been warned by an associate in 2018, after the murder of journalist Jamal Khashoggi in the Saudi consulate in Istanbul, that a Saudi hit team was heading to Canada to assassinate him.

    Aljabri told 60 Minutes on CBS he was warned “don’t be in a proximity of any Saudi mission in Canada. Don’t go to the consulate. Don’t go to the embassy.” When he asked why he said he was told “they dismembered the guy, they kill him. You are on the top of the list.” ...

    He also spoke of the plight of his two youngest children, Sarah and Omar, who were arrested and are in prison in Saudi Arabia in what is widely seen as an attempt to force their father back to Saudi Arabia.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/25...


    #140Authorhm -- us (236141)  25 Oct 21, 11:07
    Comment

    Da ich persönlich (dienstlich) Helium brauche, fand ich folgenden Artikel interessant:


    https://www.africanews.com/2021/10/20/helium-...


    Es könnte sein, dass Südafrika bald zu den wenigen großen Heliumförderern der Welt aufsteigt.

    #141Authorharambee (91833) 25 Oct 21, 12:31
    Comment

    Im Sudan ist jetzt wohl klar, dass das Militär (Teile des Militärs?) erstmal die Macht übernommen hat. General Abdel Fattah al-Burhan hat die Übergangsregierung und den "Souveränen Rat" (in dem verschiedene Gruppen die füre 2023 geplanten Wahlen vorbereiten sollten) für aufgelöst erklärt und den Ausnahmezustand verhängt. Der General erklärte, dass er an dem Plan, 2023 Wahlen durchzuführen, festhält. In der Bevölkerung scheint es nicht unerheblichen Widerstand gegen die Machtübernahme zu geben, so dass die nächsten Tage sehr gefährlich werden können. Hoffentlich eskaliert die Situation nicht.


    Alle großen Nachrichtenagenturen berichten ähnlich, hier mal der Link zur Tagesschau:


    https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/suda...

    #142Authorharambee (91833)  25 Oct 21, 14:39
    Comment

    Ich war gerade bei der BBC, um mir die Neuigkeiten aus dem Sudan anzusehen (werde ich nicht berichten - zu deprimierend). ABer dann bin ich auf das gestoßen:


    Barbados elects first president for post-Queen era

    Dame Sandra Mason, governor general of Barbados, after she was made a Dame Grand Cross of the Order of St Michael and St George on 23 March 2018

    The Caribbean nation is set to become a republic, removing Queen Elizabeth as its head of state.

    https://www.bbc.com/news/world/latin_america

    #143AuthorSelima (107) 26 Oct 21, 18:55
    Comment

    Noch etwas lediglich Interessantes: Es werden immer mehr Elefanten ohne Stoßzähne geboren. Das ist die Folge von starker Bejagung wegen Elfenbein - die hat einen ziemlich schnellen evolutionären Schritt veranlasst ... wie es scheint. Spannend.

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/mensch-bee...

    #144AuthorSelima (107) 28 Oct 21, 17:36
    Comment

    The news out of Sudan, and Ethiopia, continues to be discouraging, and the Middle East is also not encouraging. I'm sorry, maybe I shouldn't even link to it, but I'm just not finding much in the way of happy or distracting news lately.


    I keep wondering if there is now something like a global alliance of authoritarian governments, to support each other so that they can all stay in power indefinitely and keep on using resources for the benefit of their own oligarchs. So many coups in Africa, so many steps backward in the Middle East, so many suppressions of protest and crackdowns on independent journalism in so many places.


    The irony is that it makes global megacorporations like Facebook look slightly less harmful by comparison, if they're not actively supporting the police states, 'only' making it easier for populists to carry on spreading lies and propaganda. I wonder if there's any chance that this global minimum 15% tax on the largest corporations will really (a) happen and (b) make any positive difference.


    ______________


    ‘They Lied.’ Inside the Frantic Days Leading to Sudan’s Coup

    The American envoy, Jeffrey Feltman, was given assurances that seemed to head off a military takeover. Hours later, Lt. Gen. Abdel Fattah al-Burhan made his move. ...

    a frantic series of meetings in the Sudanese capital of Khartoum last weekend, Jeffrey Feltman, the U.S. envoy to the Horn of Africa, sought to narrow the differences between the army chief, Lt. Gen. Abdel Fattah al-Burhan, and the civilian prime minister, Abdalla Hamdok, who had been sharing power since the 2019 ouster of the longtime autocrat Omar Hassan al-Bashir.

    At a final meeting late Sunday afternoon, General al-Burhan argued that Sudan’s cabinet should be dismissed and replaced with technocrats, but gave no indication he was preparing to seize power.With that reassurance, the American diplomat wrapped things up and caught a flight to Qatar where, on landing, his phone lit up: A coup was underway in Sudan.

    “They lied to him,” said Nureldin Satti, Sudan’s ambassador to the United States, referring to his country’s military leadership. ...

    In a series of interviews with analysts and multiple American, Sudanese and European officials, a picture emerged of a military that had grown frustrated with its civilian partners and was intent on maintaining its privileged position and avoiding any investigations into its business affairs or human rights abuses during Mr. al-Bashir’s three decades of rule. ...

    Some also faulted the civilian opposition for failing to assuage the generals’ fears of prosecution while the transition to democracy was still underway, while one U.S. official said that Russia had encouraged the coup in hopes of securing commercial advantages and a port on the Red Sea. ...

    Little known before 2019, General al-Burhan, 61, rose to power in the tumultuous aftermath of the military-led coup that ousted Mr. al-Bashir. Then the inspector general of the armed forces, he played a role in sending Sudanese troops, including children, to fight in Yemen’s civil war. He had also served as a regional army commander in Darfur, when 300,000 people were killed and millions of others displaced in fighting between 2003 and 2008. ...

    Thrust into the public eye following a popular uprising against the strongman ruler, he proved a reluctant leader, unaccustomed to the international stage. Under the long decades of isolation and international sanctions under Mr. al-Bashir, his sphere of travel had been limited to a handful of Middle Eastern countries, including Egypt and the United Arab Emirates.

    By contrast, Prime Minister Hamdok, 65, an economist by training, had spent much of his career working at international financial institutions and consulting firms.

    The two leaders remained amicable in the beginning, with Mr. Hamdok’s government overseeing a raft of reforms that succeeded in removing Sudan from the U.S. list of countries that sponsor terrorism, banned female genital cutting and scrapped apostasy laws. He also signed a peace agreement with rebel groups. ...

    Another divisive issue was whether to hand over Mr. al-Bashir to the International Criminal Court, where he has been charged with crimes against humanity and other offenses. Neither General al-Burhan nor Lt. Gen. Mohamed Hamdan, also known as Hemeti, the head of the paramilitary Rapid Support Forces that were accused of genocidal violence in Darfur, have been indicted by the court, and analysts say they are keen to maintain the status quo. ...

    The armed forces and intelligence services have also resisted efforts to rein in their extensive financial power.

    Together they control hundreds of state-owned enterprises dealing in the production and sale of minerals including gold, imports and exports of livestock, construction materials and pharmaceuticals. Rife with corruption, the companies rarely contribute their profits to the national budget, said Suliman Baldo, a senior adviser at The Sentry, a Washington-based group that seeks to expose corruption in Africa. ...

    Analysts said that General al-Burhan would not have undertaken the coup without at least the tacit approval of powerful allies in the Middle East. Two of those, Egypt and the United Arab Emirates, have yet to criticize the coup, while Saudi Arabia has condemned it, the U.S. State Department said in a statement.

    https://www.nytimes.com/2021/10/29/world/afri...


    By banning six Palestinian NGOs, Israel has entered a new era of impunity

    I founded al-Haq in 1979. Israeli now considers it to be a terrorist group, along with other vital humans rights organisations ...

    Israel’s charge against the six NGOs, which include groups that offer legal support to prisoners and a women’s rights organisation, is based on a supposed connection to the Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP). Over the years, this claim has been used by Israeli officials to justify their refusal to permit travel for Al-Haq staff. The claim was that Al-Haq was not a genuine human rights organisation, but a PFLP front. Yet this unfounded and patently untrue accusation was never followed by issuing such a devastating order as happened last Tuesday. ...

    Al-Haq’s standing over the past 40 years proves its significance as a major defender of human rights. Its most important work during the past year has been the assistance it has given to the international criminal court in The Hague in its investigation into alleged Israeli war crimes. That the ICC might end up charging any Israelis with such crimes greatly worries Israel. For us Palestinians, it would herald an end to Israeli immunity from prosecution for its grave breaches of international law.

    https://www.theguardian.com/commentisfree/202...


    Huge restored mosaic unveiled in Jericho desert castle

    Restoration effort at Hisham’s Palace in occupied West Bank was launched five years ago ...

    Resembling a fine carpet, the vast mosaic covers 836 sq metres (8,998 sq ft) at Hisham’s Palace, an Umayyad Islamic desert castle dating from the eighth century.

    The images, seen on dozens of panels, include a lion attacking a deer to symbolise war, and two gazelles that symbolise peace, as well as delicate floral and geometric designs.

    The palace had lain forgotten for centuries until it was rediscovered in the 19th century and explored in the 1930s. It was then that the mosaic was uncovered beneath the dust.

    But it remained neglected until five years ago, when the site was closed to visitors as a $12m (£8.7m) Japan-funded restoration effort was launched.

    https://www.theguardian.com/world/2021/oct/28...


    ‘Apocalypse soon’: reluctant Middle East forced to open eyes to climate crisis

    Northern Oman has just been battered by Cyclone Shaheen, the first tropical cyclone to make it that far west into the Gulf. Around Basra in southern Iraq this summer, pressure on the grid owing to 50C heat led to constant blackouts, with residents driving around in their cars to stay cool.

    Kuwait broke the record for the hottest day ever in 2016 at 53.6, and its 10-day rolling average this summer was equally sweltering. Flash floods occurred in Jeddah, and more recently Mecca, while across Saudi Arabia average temperatures have increased by 2%, and the maximum temperatures by 2.5%, all just since the 1980s. In Qatar, the country with the highest per capita carbon emissions in the world and the biggest producer of liquid gas, the outdoors is already being air conditioned.

    In Tehran, air pollution kills 4,000 people each year, while in the south-west province of Khuzestan citizens blocked roads and burned tyres to protest against droughts caused by a combination of mismanagement, western sanctions and killer heat. In the United Arab Emirates it is estimated that the climate crisis costs £6bn a year in higher health costs. The salinity of the Gulf, caused by proliferating desalination plants, has increased by 20%, with all the likely impact on marine life and biodiversity.

    And it is, of course, going to get much worse, as temperatures, humidity and waters rise. The Middle East is warming at twice the rate of the rest of the world. By the end of the century, if the more dire predictions prove true, Mecca may not be habitable .... Large tracts of the Middle East will resemble the desert in Ethiopia’s Afar ... The gleaming Gulf coastal cities by the end of the century could find themselves inundated as waters rise. ...

    Jim Krane, an energy research analyst at Rice University Baker Institute in Houston, said: “It is a really tough issue because the interests of the ruling elites run contrary to the interests of citizens. The ruling elites are all dependent on oil rents for the survival of their regimes.” ...

    In truth, the region has been told for at least a decade that it needs to make the transition out of oil. The precise point oil demand will peak has been contested ... many people say demand will peak in about 2040, and then decline.

    But the International Energy Association’s report Net Zero by 2050, by contrast, proposed oil demand fall from 88m barrels a day (mb/d) in 2020, to 72 mb/d in 2030 and to 24 mb/d in 2050, a fall of almost 75% between 2020 and 2050. It argued that the Gulf has all three elements needed to switch to renewables: capital, sun and large tracts of vacant land. ...

    Opec’s own projections suggest oil demand will rise in absolute terms through to 2045, and oil’s share of world wide energy demand will fall only from 30% to 28%. Hardly a green revolution.

    And looking at the current energy crunchspiralling price of oil and predicted demand for oil this year, the case for a fast transition is harder to make than a year ago.

    https://www.theguardian.com/environment/2021/...


    A Global Tax Deal Is at Hand. Here’s How It Would Work.

    President Biden will sign on to an international pact aimed at ending profit-shifting by large companies. Here’s a look at what it means. ...

    Leaders of the Group of 20 nations are set to sign off on the most sweeping overhaul of the international tax system in a century when they gather in Rome this weekend, ushering in a 15 percent global minimum tax and changes to how governments can impose levies on large, profitable multinational companies. ...

    The most prominent feature of the deal is the 15 percent global minimum tax, which is expected to be enacted by each country that has agreed to the deal. That rate will apply to multinational corporations with annual revenues of more than $867 million. The idea is to discourage companies from being able to avoid paying taxes by finding havens with low rates. Companies that do park money in a country that is not part of the deal would be required to pay the difference between that nation’s rate and the 15 percent minimum rate to their home country.

    Governments will apply the tax on a country-by-country basis, so that companies cannot lower their tax bill simply by seeking out tax havens and “blending” their tax rates. That will ensure that companies actually pay the 15 percent minimum rate regardless of where they locate within the 136 countries that are part of the deal. ...

    Another crucial part of the agreement involves a shift in how governments can tax companies in the digital era. ... the deal will update rules for the 21st century and allow countries to levy taxes on some large and profitable companies based on where their goods and services are sold.

    The agreement was a response to an attempt by European countries to impose digital services taxes on American technology giants such as Google and Facebook, which operate all over the world ...

    The global pact reached a compromise that allows countries to impose an additional tax on some of the profits of about 100 of the world’s richest companies based on where their sales are. The right to tax a total of $125 billion of profits will be reallocated among countries around the world. The taxes will be applied to companies with global sales of more than $23 billion and profit margins of at least 10 percent. A quarter of a company’s profit above that threshold will be taxed, with the revenue divvied up around the world. ...

    The Organization for Economic Cooperation and Development estimates that the agreement will raise $150 billion a year globally from companies that have parked their operations in low-tax nations, avoiding a higher tax bill.

    The Biden administration hopes that the agreement will make American companies more competitive globally while reducing incentives for them to move jobs abroad. ...

    In some respects, reaching the agreement was the easy part. Now 136 countries must enact it. That will be easier in some countries than others.

    It could be most challenging in the United States, which took a leading role in brokering the deal this year.

    https://www.nytimes.com/2021/10/29/us/politic...


    #145Authorhm -- us (236141)  30 Oct 21, 10:07
    Comment

    I wonder if there's any chance that this global minimum 15% tax on the largest corporations will really (a) happen and (b) make any positive difference.


    Ich glaube, die Fragen kann ich beantworten: a) ja b) nein


    Die Mosaikbilder in Jericho sind ja wirklich faszinierend (gingen in den letzten Tagen auch durch deutsche Medien), auch wenn mir nicht klar ist, wieviel Original man da sieht. Weitere Bilder kann man auf https://www.dw.com/en/restored-ancient-mosaic... sehen. Selima lächelt jetzt sicherlich mit ihrer jugendlichen Milde, wenn ich gestehe, dass ich noch nie von Umayyaden gehört hatte.

    #146Authorharambee (91833) 30 Oct 21, 10:26
    Comment

    Da komm ich doch meiner Pflicht nach: *mildesalterslächelnüberharambeeausbreit*


    Die Jugend kann nicht milde lächeln!


    Nachtrag: Mit den Umayyaden und ihren Hinterlassenschaften kenne ich mich nur sehr marginal aus. Also habe ich etwas im Internet gesucht. Dimitri Baramki, palestinensischer Archäologe, hat die wirklich sehr beeindruckenden Mosaiken in den 30ern entdeckt und wie mir scheint, sind sie in der Tat weitgehend unversehrt auf uns gekommen (siehe z.B. https://www.google.de/books/edition/Quarterly... - Plate LXI oder hier: https://www.google.de/books/edition/The_Quart... Plate LXXXVI)

    Moderne Restauration macht eigentlich auch immer Ergänzungen sichtbar, wenn überhaupt noch ergänz wird.

    #147AuthorSelima (107)  30 Oct 21, 10:40
    Comment

    Ich habe heute gelesen, dass ein Großteil der Vertreter der am meisten betroffenen Staaten auf der Südhälfte es gar nicht zum Cop 26 schaffen werden, weil eine Mischung aus Coronabeschränkungen, Visaverweigerungen und einer generell nicht hilfreichen Attitüde der britischen Regierung verhindert, dass sie nach UK einreisen können. Diese Arroganz und Eurozentrik hat mich so frustriert, dass ich mich Stunden später immer innerlich noch aufrege, deshalb schreibe ich es jetzt hier.


    (Ich weiß nicht mehr, wo es stand, ich muss mal suchen. Spiegel oder Guardian, nehme ich an)


    Edit: Hier:

    https://www.theguardian.com/environment/2021/...

    #148AuthorGibson (418762)  30 Oct 21, 14:25
    Comment
    "Attitüde der britischen Regierung" vs. "Eurozentrik"

    Schließen die sich nicht grad direkt gegenseitig aus?
    #149AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 30 Oct 21, 15:08
    Comment

    Stimmt schon - ich meinte eigentlich eher 'weiße priveligierte Nordhalbkugelgesellschaften', aber das war so lang.

    #150AuthorGibson (418762) 30 Oct 21, 18:31
    Comment

    In Ergänzung zu # 145, auch ohne Netanjahu geht die Siedlungspolitik weiter:

    Vor wenigen Tagen war über die geplante Billigung von Bauplänen für mehr als 3000 Wohnungen in israelischen Siedlungen sowie von 1300 Wohnungen in palästinensischen Dörfern im Westjordanland berichtet worden. Bereits im August hatten die Behörden die Genehmigung von 2000 Wohneinheiten in Siedlungen im Westjordanland genehmigt./.../Die israelische Organisation Peace Now sprach nach Angaben der Zeitung "Jerusalem Post" von einem "Beweis, dass dies keine Regierung des Wandels ist". Sie setze vielmehr die Politik einer "De-Facto-Annektierung" des Vorgängers Netanyahu fort. Ein Abgeordneter der linksliberalen Meretz-Partei sagte der Zeitung, die Jamina-Regierung sei zehn Grad weiter rechts als die vorherige Regierung.

    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israe...


    Die US-Regierung hatte die israelische Siedlungspolitik am Dienstag heftig kritisiert. Washington lehne den Ausbau der israelischen Siedlungen "entschieden" ab, da dies die Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung gefährde, erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Mit diesem Lösungsmodell für den Nahost-Konflikt ist die friedliche Koexistenz des von den Palästinensern angestrebten eigenen Staates und des Staates Israel gemeint.

    Es war das erste Mal seit Jahren, dass die USA öffentliche und harte Kritik an der israelischen Siedlungspolitik üben. US-Präsident Joe Biden setzt sich damit scharf von dem Kurs seines Amtsvorgängers Donald Trump ab. Unter Trump hatten die USA die israelischen Siedlungsaktivitäten auf besetztem palästinensischen Gebiet pauschal gebilligt.

    https://www.arte.tv/de/afp/neuigkeiten/israel...



    #151AuthorReeva (908916) 31 Oct 21, 09:35
    Comment

    David Beasley, der "Direktor des UN-Welternährungsprogramms. Beasley hatte in der CNN-Sendung „Connect the World“ erklärt, dass eine Spende von sechs Milliarden US-Dollar von Milliardären wie Musk und Jeff Bezos 42 Millionen Menschen helfen könnte, die sonst „buchstäblich sterben werden, wenn wir sie nicht erreichen“."


    Darauf hin twitterte Elon Musk, "wenn das Welternährungsprogramm der UN seine Berechnungen öffentlich machen und darlegen könne, wie sechs Milliarden Dollar die Welthungerkrise lösen, würde er „sofort Tesla-Aktien verkaufen“ und das Geld spenden. Allerdings forderte er eine für die Öffentlichkeit einsehbare Buchhaltung, die genau darlege, wie das Geld ausgegeben werden soll."



    Beasley antwortete, ebenfalls per Twitter: „Ich kann Ihnen versichern, dass wir die Systeme für Transparenz und Open-Source-Buchhaltung haben. Ihr Team kann das überprüfen und mit uns zusammenarbeiten, um sich dessen absolut sicher zu sein.“

    Er stellte allerdings auch klar, das UN-Welternährungsprogramm habe nie gesagt, die sechs Milliarden würden das Welthungerproblem lösen, sondern sie seien "eine einmalige Spende, um 42 Millionen Menschenleben während dieser beispiellosen Hungerkrise zu retten./.../Die 400 größten Milliardäre in den Vereinigten Staaten haben im vergangenen Jahr ihr Nettovermögen um 1,8 Billionen Dollar erhöht. Alles, worum ich Sie bitte, sind 0,36 Prozent ihres Nettovermögenszuwachses. Ich bin dafür, dass die Menschen Geld verdienen, aber Gott weiß, ich bin auch dafür, dass Sie den Menschen helfen, die jetzt in großer Not sind.

    https://www.businessinsider.de/politik/elon-m...


    Irgendwas läuft gehörig schief in der Welt.


    #152AuthorReeva (908916)  01 Nov 21, 16:39
    Comment

    "Irgendwas läuft gehörig schief in der Welt."


    You. Don't. Say.

    #153AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Nov 21, 16:43
    Comment

    Am Dienstag wurde Musk um schlappe 37 Milliarden Dollar reicher, an einem einzigen Tag, weil die Tesla-Aktien um 13% stiegen. Grund: ein Auftrag der Autovermietung Hertz.


    "Am selben Tag berichteten US-Medien über Pläne der Demokraten, die reichsten US-Amerikaner, darunter auch Musk, Amazon-Gründer Bezos und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, stärker zu besteuern. Die Demokraten fordern laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass Milliardäre künftig jährlich Steuern auf ihr Vermögen bezahlen sollen, auch wenn sie die Unternehmensanteile, die sie besitzen, nicht verkaufen. Bisher gilt, dass nur realisierte Kapitalerträge besteuert werden – also man zahlt nur dann die Kapitalertragssteuer, wenn man mit Aktienverkäufen Gewinne realisiert.Weil der Großteil des Vermögens der Superreichen in Unternehmensanteilen steckt, die sie lange Zeit halten, zahlen Milliardäre wie Bezos oder Musk praktisch keine Einkommenssteuer"




    Gabriel Zucman, Ökonom und Steuerexperte der Universität in Berkeley rechnete aus, dass, würden die Pläne der Demokraten realisiert und die Superreichen müssten beispielsweise "23,8 Prozent Steuern auf ihre nicht realisierten Gewinne bezahlen, würde der Staat jährlich alleine von den zehn Reichsten 275 Milliarden US-Dollar (237 Milliarden Euro) einnehmen. Rechnet man die Steuereinnahmen von allen US-Milliardären, würde der Staat auf Mehreinnahmen von über 500 Milliarden US-Dollar kommen. Zucmans Rechnung zufolge müsste Elon Musk 50 Milliarden US-Dollar an den Fiskus zahlen. Die Summe entspricht in etwa den Ausgaben der US-Regierung für Schulen in Gegenden mit hoher Armut und für Kinder mit Behinderungen im Jahr 2022.

    https://de.yahoo.com/finance/news/us-milliard...


    Mit "Sozialneid" wird oft die Einstellung derer bezeichnet, die sich über diese Verhältnisse beklagen. Kritik darüber, dass Ausgaben für Soziales in diesen Dimensionen von Lust, Laune und gutem Willen privater Superreicher abhängen, halte ich nicht für Sozialneid.

    #154AuthorReeva (908916) 01 Nov 21, 17:02
    Comment

    Das ist doch Sozialismus, oder Kommunismus, oder irgendwas noch VIEL schlimmeres :-/

    #155AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 01 Nov 21, 17:04
    Comment

    Weiß jemand, was in dem in #154 genannten Plan passieren soll, wenn die Aktienpakete der Superreichen an Wert verlieren?

    #156Authorharambee (91833) 01 Nov 21, 18:02
    Comment

    Wenn sie Steuern für das vergangene Jahr zahlen, wie es üblich ist, dann weiß man doch, was die Aktien in dem Jahr wert waren. Wenn es in einem Jahr weniger ist, sind die Steuern entsprechend niedriger. Oder verstehe ich mal wieder die Frage falsch?

    #157AuthorGibson (418762) 01 Nov 21, 18:46
    Comment

    Ich hatte es so verstanden, dass der Betrag schwankt und zwar mitunter stark schwankt. Insofern ist Planung damit schwierig.

    Das ist aber natürlich kein Grund eine Besteuerung von vorne herein ad acta zu legen.

    #158AuthorSelima (107) 01 Nov 21, 19:04
    Comment

    Oder verstehe ich mal wieder die Frage falsch?


    Ich glaube ja, aber es kann auch sein, dass ich den Vorschlag falsch verstanden habe, denn ganz eindeutig ist #154 nicht und ich habe nicht weiter recherchiert. So wie ich es verstanden habe, sollen nach dem Vorschlag nicht realisierte Wertzuwächse, aber keineswegs das Vermögen selbst besteuert werden.


    Beispiel:


    Gibson kauft sich am 1. Januar 2022 1000 Aktien der aufstrebenden Übersetzungsagentur AllLanguages zum Preis von 100 Euro pro Aktie. Der Einfachheit halber nehmen wir einen Steuersatz von 25 % an. Wie von Gibson erhofft, entwickeln sich die Aktien gut. Ein Jahr später kosten die Aktien schon 150 Euro pro Stück. Gibson hat also einen nichtrealisierten Gewinn von 50.000 Euro gemacht. Beim jetzigen System müsste sie erst Steuern zahlen, wenn sie Aktien verkauft, den Gewinn also realisiert. Nach dem neuen Vorschlag müsste sie aber Anfang 2023 auf den Buchgewinn von 50.000 Euro Steuern in Höhe von 12.500 Euro zahlen.


    Im nächsten Jahr gibt es leider Probleme mit AllLanguages, da die Maschinenübersetzer so gut geworden sind, dass niemand mehr menschliche Übersetzer benötigt. AllLanguages meldet Konkurs an. Die Aktien fallen entsprechend auf 0,01 Euro pro Stück.


    Im bestehenden System müsste Gibson überhaupt keine Steuern zahlen, wenn sie die Aktien Ende 2023 verkauft, denn sie hat ja insgesamt ein Minus gemacht (sie hat ihr eingesetztes Vermögen komplett verloren). Im neuen System hätte sie aber die Steuern für die Buchgewinne im Jahr 2022 schon gezahlt. Wenn sie dann die Aktien verkauft, bekommt sie nur noch 10 Euro. Zudem hat sie zwischendurch 12,500 Steuern gezahlt. Gibson hat also nicht nur ihren ursprünglichen Einsatz von 100.000 Euro komplett verloren (das ist ein Risiko, das Aktienkäufer eingehen), sondern insgesamt 12.490 Euro (plus Gebühren) draufgezahlt.


    Nun kann man ja argumentieren, dass Superreiche wie Gibson und Bezos das wegstecken können, aber das gleiche Regelwerk müsste dann ja auch für Kleinanleger gelten, für die sich das Risiko einer Aktienanlage nochmal deutlich erhöhen würde.


    Man kann auch argumentieren, dass Bezos die Aktien nicht gekauft, sondern als Gehaltszulage oder was auch immer bekommen hat. Auch da gilt aber, dass es Menschen mit viel geringerem Einkommen genauso treffen kann, denn Aktienoptionen sind ja in gar nicht so wenigen Firmen (insbesondere Startups) Teil der Vergütung. Gerade bei Startups kann der Aktienkurs erheblich schwanken, so dass dieses Risko real ist.

    #159Authorharambee (91833) 01 Nov 21, 19:17
    Comment

    für die sich das Risiko einer Aktienanlage nochmal deutlich erhöhen würde.


    Dann ist das eben so. Man könnte ja durchaus großzügige Freibeträge vorsehen, aber es kann nicht sein, dass jemand auf Milliarden (!) von Euro Vermögen sitzt und keine Steuern zahlt. Wenn Besos oder Zuckerberg im Jahr 2023 120 Millionen Buchgewinn machen und darauf 40 Mio Steuern zahlen müssen, bietet es sich an, die entsprechende Menge an Aktien zu verkaufen und davon die Steuern zu bezahlen. Am Stichtag sind sie das ja noch wert. Oder gleich von der Dividende.


    ---

    Es ist mir wirklich vollkommen unbegreiflich, wieso nach dem Statement von Beasley in #152 nicht innerhalb einer Stunde das Geld da war. Das ist doch Spielgeld für die Weltreichsten. Selbst wenn die Hälfte davon irgendwo versickert, würde es doch keinen Unterschied machen. Aber die Reaktion ist typisch Elon Musk.

    #160AuthorGibson (418762)  01 Nov 21, 19:56
    Comment

    Ja, das kann man so machen und ich sage auch nicht, dass ich dagegen bin. Die Frage, ob man für Leute wie Bezos und Zuckerberg andere Regeln als für Kleinaktionäre einführt oder nicht, muss man aber beantworten. Freibeträge sind da sicher eine Lösung.


    Ich möchte nur gerne verhindern, dass jemand, der seine Altersversorgung zum Teil auf Aktien aufbaut, gleich mehrfach in die Röhre schaut. Unschön finde ich auch, dass dabei so viel vom Stichtag abhängt.


    Man nehme als Beispiel den Einbruch der Aktien nach dem Terroranschlag vom 11.September oder auch die Einbrüche nach Beginn der Coronakrise. Wenn sowas kurz vor dem Stichtag passiert und die Aktien zum Beispiel um 40 % einbrechen, dann hat man vielleicht einen hohen Buchverlust und muss dann keine Steuern zahlen, bekommt aber für seine Verluste auch keinen Ausgleich. Wenn sich die Aktienkurse dann bis zum nächsten Stichtag so weit erholen, dass sie wieder auf dem Ursprungswert sind, dann ist das in dem neuen Zeitraum ein Buchgewinn von 67%. Wenn man auf diesen Gewinn 25 % Steuern muss, dann hat man in zwei Jahren etwa 16 % seines Vermögens verloren, obwohl sich die Aktienkurse im Saldo gar nicht geändert haben. Wirklich Freude macht das für den Kleinanleger nicht, wobei man natürlich definieren müsste, was ein Kleinanleger ist.

    #161Authorharambee (91833)  01 Nov 21, 20:15
    Comment

    Ausnahmeregeln für Kleinanleger finde ich sinnvoll, ebenso wie gewissen Schutzmechanismen bei unvorhersehbaren Katastrophen - z.B. könnte man bei Vorgängen, die die Weltwirtschaft abstürzen lassen, eine andere Periode zur Bewertung heranziehen. Ich bin zuversichtlich, dass den Finanzexperten etwas einfallen würde. Wichtiger ist der Wille, das System zu ändern, denke ich. Und es vielleicht zur Abwechslung mal simpel zu gestalten, auch wenn es vielleicht in machen Bereichen dann härter zuschlägt, weil eben nicht für alles eine Sonderregelung gilt. Aber je komplexer das System, desto eher finden sich Schlupflöcher, und da die reichsten Menschen meist auch die besten (lies: ruchlosesten) Berater haben, finden sie die auch am ehesten.

    #162AuthorGibson (418762) 01 Nov 21, 21:06
    Comment

    Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich gar nicht so gut in die Situation von Multimilliardären hineinversetzen kann. So frage ich mich, ob es nicht eher das Problem ist, dass einige Vertreter dieser Zunft auch dann keine Steuern zahlen, wenn sie ihre Aktien mit Gewinn verkaufen.


    Ich habe mir auch noch nie Gedanken darüber gemacht, ob es für Einzelpersonen überhaupt möglich ist, Aktienpakete im Milliardenwert zu verkaufen. Ich würde es ja gerne mal ausprobieren (nee, möchte ich gar nicht) und würde dann auch die Steuern zahlen, aber dummerweise finden sich derartige Werte in meinem Depot gar nicht.


    Im übrigen ist es auch mir unverständlich, wie eine Einzelperson zu einem Milliardenvermögen kommen kann

    #163Authorharambee (91833) 01 Nov 21, 21:40
    Comment

    Auch wenn es schon spät ist: das frage ich mich auch. Ich habe als Kleinaktionär ein paar Belegschaftsaktien, die anstatt Weihnachtsgeld angeboten wurden. Heute, als Rentner, muss ich die Depotgebühren selbst bezahlen, die Dividende deckt manchmal nicht diese Gebühren, und davon soll ich im Alter leben.

    #164Authorrenateheinz (1125123) 01 Nov 21, 22:51
    Comment

    Heute, als Rentner, muss ich die Depotgebühren selbst bezahlen, die Dividende deckt manchmal nicht diese Gebühren,...


    Das klingt so, als solltest du dringend deine Bank wechseln. Depotgebühren muss man nun wahrhaft nicht zahlen.

    #165Authoreineing (771776) 02 Nov 21, 06:55
    Comment

    Ich werde mal nachfragen. Das Depot habe ich nämlich geerbt, davor hatte die Firma meines nicht mehr lebenden Mannes die Gebühren übernommen, und eben dieser wurde auch noch fristlos gekündigt, kein Grund , um irgendetwas Gutes zu tun!!

    #166Authorrenateheinz (1125123) 02 Nov 21, 09:26
    Comment

    Aktien, die Entwicklung des Aktienmarkts in den letzten ca. zehn Jahren, das Aktienrecht in unterschiedlichen Ländern, Gewinnmaximierung für die Aktionäre, Unternehmens-, Gemeinwohl- und Arbeitnehmerinteressen... es wird zu kompliziert für mich, da noch durchzusteigen. Ein Gutachten, das Gerald Spindler, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Göttingen für die Hans-Böckler-Stiftung erstellt hat, ist diesbezüglich vielleicht interessant für diejenigen, die intelligenter und/oder hartnäckiger sind als ich bei dem Versuch, das alles ohne allzu viel Zeitaufwand zu verstehen. Ich behalte nur mein Gefühl, dass da einiges im Argen ist und man es gerechter gestalten muss:

    https://www.boeckler.de/pdf/mbf_gutachten_spi...



    Bei der Suche spuckte Google mir eine ARTE-Reportage mit dem Titel "China: Milliardäre verschwinden einfach…aus, der mich neugierig machte. Stimmt es, was darin berichtet wird, ist es einfach unfassbar!


    "In China ist das Thema tabu, allerdings berichtet die westliche Presse seit gut 2 Jahren über das Verschwinden von Millionären und Milliardären, den Ikonen des Wachstums in der Volksrepublik – mindestens dutzende sollen es sein, nach Einschätzung einiger NGOs möglicherweise bis zu 400."


    Ein Unternehmer, den die Reporter getroffen hatten, Hu Kexin, begann auch in Frankreich zu investieren. Dann war er plötzlich von der Bildfläche verschwunden, weder in Frankreich noch in China auffindbar. Der chinesiche Milliardär Guo Wangui, der in New York lebt, bezeichnet sich als "Überlebenden und wird in China offiziell wegen Korruption gesucht.

    'In seinem 40 Millionen Dollar Appartement mit Blick über den Central Park erzählte er unseren Reportern, dass nahe Familienangehörige von ihm in China getötet wurden und er bis heute verfolgt wird, von den Häschern der Regierung. Er sagt, Chinas KP habe die Unternehmer jahrelang gewähren lassen, um die Wirtschaft aufzubauen und nun wolle sie die wieder loswerden, weil sie Angst vor ihrem Einfluss hätte. Über die sozialen Medien versucht er, seine reichen Kolleginnen und Kollegen in China zu warnen."

    https://www.arte.tv/de/videos/083456-000-A/ch... 

    #167AuthorReeva (908916) 02 Nov 21, 09:50
    Comment

    Ich muss auf Aktien, die ich vom Unternehmen bekomme, durchaus Steuern zahlen (geldwerter Vorteil oder so ähnlich). Wenn mir mein Arbeitgeber also aus welchem Grund auch immer 3 Aktien schenkt oder als Bonus übereignet, muss ich 0,8 Aktien (oder so ähnlich, den Prozentsatz weiß ich nicht mehr) Steuern zahlen, mein Depot erhöht sich also nur um 2,2 Aktien, unabhängig von deren Wert. Eigentlich stelle ich mir vor, wenn ein Unternehmer anstelle eines Gehalts die Zahl seiner Aktien erhöht, müsste auch ein Anteil als Steuern fällig werden. Der Wertgewinn der einzelnen Aktie über die Zeit spielt dann, wie harambee ja schon erläutert hat, erst mal keine Rolle, bis ich sie wieder verkaufe.

    #168Authorgrinsessa (1265817) 02 Nov 21, 09:57
    Comment

    Ich muss auf Aktien, die ich vom Unternehmen bekomme, durchaus Steuern zahlen (geldwerter Vorteil oder so ähnlich).


    Ja, das hatte ich auch bei Bezos und Genossen (-; vorausgesetzt. Sollte das bei denen nicht so sein, gibt es ein ganz anderes Problem im System. Um diese Steuern schien es mir aber in #154 nicht zu gehen, sondern nur um nicht realisierte Gewinne durch Wertsteigerungen. Die gleiche Regelung müsste man - nach Gewährung von großzügigen Freibeträgen und/oder Ausnahmen für Immobilien, die man selbst bewohnt - dann wohl auch für Immobilienbesitzer treffen. Wer sich also ein Haus für 1 Million Euro kauft, muss dann Steuern zahlen, wenn sich der Wert des Hauses erhöht. Bisher musste er auch das nur, wenn er das Haus verkauft hat.

    #169Authorharambee (91833) 02 Nov 21, 10:23
    Comment

    Das könnte aber durchaus schwierig werden. Ich schätze, daß die Häuser im Ahrtal einiges Wert waren, schon aufgrund der Lage.

    Dieser Wert hat sich im Handumdrehen in Null Komma Nichts aufgelöst in einigen Fällen. Bekommen die die Steuern dann wieder zurück?

    Welche Werte werden rangezogen? Es ist noch völlig unklar, welche Gegenden zukünftig hochgefährdet sind und welche nicht.

    Ich kenne einen Fall, bei dem es 2 völlig konträre Gutachten gibt, nur weil man die Unwägbarkeiten noch nicht kennt.


    #170Authorulinne (894128) 02 Nov 21, 10:35
    Comment

    Genau das ist ja mein Punkt. Zeitweise Wertzuwächse, die sich in Luft auflösen können, zu besteuern, ist ein zweischneidiges Schwert. Wie gesagt kann man versuchen, das mit Freibeträgen und Sonderregelungen für selbstbewohnte Immobilien abzufedern, aber es kommt immer sehr viel Willkür ins Spiel. Völlig andere Regeln für Superreiche sind für mich auch nicht zu rechtfertigen. Das heißt natürlich nicht, dass alles so bleiben sollte, wie es ist. Mir gefällt nur der Gedanke der Besteuerung von reinen Buchgewinnen nicht.

    #171Authorharambee (91833) 02 Nov 21, 10:59
    Comment

    Aber schon mal drüber nachgedacht, was passiert, wenn die 100 reichsten Menschen der Welt es satt haben, sich hochgradig besteuern zu lassen und sich mit dem Deal fifty-fifty (Hälfte für mich, Hälfte an den Staat) zur Ruhe setzen?

    Selbst bei 10:90 hätten die meisten davon genug für ein luxuriöses Leben bis zum Tod, nur wieviel Millionen Berufstätige werden durch die Schließung der Konzerne arbeitslos werden und die kurzfristig eingenommenen Milliarden gibt der Staat wieder zur Deckung von Arbeitslosengeld und Hartz4 aus?? Problem ist nur, da kommt nix mehr nach, während die Kosten weiterhin da sind..

    #172Authordrkimble (463961) 02 Nov 21, 11:19
    Comment

    Ist #172 an mich gerichtet? Wenn ja, verstehe ich nicht, warum, aber ich bin jetzt ohnehin erstmal offline.

    #173Authorharambee (91833) 02 Nov 21, 11:23
    Comment

    #172 - man sollte aber schon zwischen Privatperson und Firma/Firmenimperium unterscheiden. Microsoft gibt's ja auch noch, obwohl Bill Gates schon lang nicht mehr mitmischt. Ein guter Anfang wäre, wenn die Heerscharen von kleinen Angestellten (Paketboten, Logistiker, Lageristen etc.) einfach gut genug verdienten. Da wär sehr vielen geholfen und Bezos und Konsorten und deren oberstes Management müßte nicht am Hungertuch nagen.

    #174AuthorSelima (107) 02 Nov 21, 11:29
    Comment

    zur Ruhe setzen?


    Dann würde es jemand anders machen. Der Markt ist ja da. Das ist auch so ein Schauermärchen der Raubtierkapitalismusverfechter.


    Im Übrigen glaube ich nicht, dass sich jemand in dieser Liga wegen Geld oder nicht zur Ruhe setzt. Das sind andere Gründe.



    Heerscharen von kleinen Angestellten

    Ich habe letztens wo gelesen, dass es in Hollywood rumort, weil die (meisten) Leute hinter der Kamera so schlecht bezahlt werden. Da habe ich auch mal wieder gedacht: Einer kriegt 30 Millionen, der Rest Mindestlohn.

    #175AuthorGibson (418762)  02 Nov 21, 11:48
    Comment

    Eben. Wenn sich der Hauptaktionär zur Ruhe setzt, wird ja nicht automatisch der Betrieb geschlossen.

    Diese Drohungen sind schon uralt, Betriebe ins Ausland verlagern, schließen, selbst auswandern ...

    Zum Glück gibt es auch einige Milliardäre und Millionäre, die sich für eine höhere Besteuerung ihresgleichen aussprechen.

    Bill Gates z. B. in den USA https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/micros... oder die Initiatoren von taxmenow aus Österreich und Deutschland https://www.tagesschau.de/inland/appell-milli...


    Schon lange vor Corona hatte es auch schon solche Anstöße gegeben, u. a.:

    https://m.focus.de/finanzen/news/millionaer-f...

    https://www.sueddeutsche.de/geld/reden-wir-ue...



    Die Gewerkschaft ver.di hat "Antworten auf Argumente gegen mehr Steuergerechtigkeit" ausgearbeitet, die mMn lesenswert sind für die, die Steuer(un)gerechtigkeit interessiert. Ähnliches gilt in Teilen sicherlich auch für die USA:

    https://wipo.verdi.de/publikationen/argumente...



    #176AuthorReeva (908916) 02 Nov 21, 12:06
    Comment
    Many of these headlines are probably running on all the news services, but maybe not all.

    _________________

    Ethiopia declares state of emergency as Tigrayan rebels gain ground
    PM urges citizens to arm themselves as US clears way for further economic sanctions

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/02...

    Sudanese bankers stage ‘revolutionary’ strike after military coup
    Severe cash shortages, fluctuating prices and protests rife after dissolution of civilian government

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/02...

    Civilian casualties grow as battle for Yemeni city intensifies
    At least 29 people killed on Sunday in rebel missile strike in escalating fight for control of Marib

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/02...

    Bosnia is in danger of breaking up, warns top international official
    Exclusive: high representative says threat by Serb separatists to create their own army risks return of conflict

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/02...

    Czech parties agree coalition deal as president remains in hospital
    No new details about president Miloš Zeman’s condition as centrist and centre-right parties reach power-sharing agreement

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/03...

    Warum Afrika der Mindeststeuer skeptisch gegenübersteht
    Die globale Mindeststeuer sollte etwas Steuergerechtigkeit bringen. Doch nicht einmal jedes zweite afrikanische Land ist an Bord. Zuletzt sind Kenia und Nigeria abgesprungen - denn die Reform hat ihre Tücken.

    https://www.dw.com/de/warum-afrika-der-mindes...

    Kirgisistan: Fragile Demokratie in Zentralasien
    Im Osten China, im Norden Russland, im Süden Afghanistan: In dieser geopolitischen Umgebung sucht das seit 1991 unabhängige Land seinen Weg - und tut sich schwer damit.

    https://www.dw.com/de/kirgisistan-fragile-dem...

    What If Everything You Learned About Human History Is Wrong?
    In “The Dawn of Everything,” the anthropologist David Graeber and the archaeologist David Wengrow aim to rewrite the story of our shared past — and future. ...
    Even before the Occupy movement made him famous, Graeber had been hailed as one of the most brilliant minds in his field. But his most ambitious book also turned out to be his last. A month after his Twitter announcement, Graeber, 59, died suddenly of necrotizing pancreatitis, prompting a shocked outpouring of tributes from scholars, activists and friends around the world.
    “The Dawn of Everything: A New History of Humanity,” out Nov. 9 from Farrar Straus and Giroux, may or may not dislodge the standard narrative ...
    The Big History best-sellers by Harari, Diamond and others have their differences. But they rest, Graeber and Wengrow argue, on a similar narrative of linear progress (or, depending on your point of view, decline).
    According to this story, for the first 300,000 years or so after Homo sapiens appeared, pretty much nothing happened ... until the sudden invention of agriculture around 9,000 B.C. gave rise to sedentary societies and states based on inequality, hierarchy and bureaucracy.
    But all of this, Graeber and Wengrow argue, is wrong. Recent archaeological discoveries, they write, show that early humans ... self-consciously experimented with “a carnival parade of political forms.” ...
    Wengrow, 49, an Oxford-educated scholar ..., spoke with awe of Graeber’s brilliance (as a teenager, a much-repeated story goes, his hobby of deciphering Mayan hieroglyphics caught the eye of professional archaeologists), as well as what he described as his extraordinary generosity. ...
    Most recent big histories are by geographers, economists, psychologists and political scientists, many writing under the guiding framework of biological evolution. (In a cheeky footnote assessing rival Big Historians’ expertise, they describe Diamond, a professor of geography at the University of California, Los Angeles, as the holder of “a Ph.D on the physiology of the gall bladder.”)
    Graeber and Wengrow, by contrast, write in the grand tradition of social theory descended from Weber, Durkheim and Levi-Strauss. ...
    The European Enlightenment, they argue, rather than being a gift of wisdom bestowed on the rest of the world, grew out of a dialogue with Indigenous people of the New World, whose trenchant assessments of the shortcomings of European society influenced emerging ideas of freedom. ...
    “The Dawn of Everything” sees pervasive evidence for large complex societies that thrived without the existence of the state, and defines freedom chiefly as “freedom to disobey.”

    https://www.nytimes.com/2021/10/31/arts/dawn-...

    How the ‘Green Wave’ Movement Did the Unthinkable in Latin America ...
    While access to safe abortion is threatened from the United Statesto China, the “Marea Verde,” or Green Wave, women’s movement has helped deliver groundbreaking reforms and progress on reproductive health and rights in Latin America.
    Abortions were legalized up to 14 weeks of pregnancy in Uruguayin 2012, in Argentina in 2020 and in several states in Mexico since 2007 — and in Baja California as recently as Oct. 29. In September, Mexico’s Supreme Court decriminalized abortion in the state of Coahuila and limited the circumstances in which medical professionals can refuse to provide care on the grounds of religious or personal belief. ...
    The movement arose from the #NiUnaMenos (Not One Woman Less) movement, which started in Argentina in 2015 to demand an end to the sickeningly high rate of murdered women. It got its name in 2018, after more than a million activists, many wearing green scarves, occupied the streets of Argentina to support the legalization of abortion.
    The use of green scarves in women’s rights mobilizations soon spread in Latin America and elsewhere. In January 2021, many activists in Poland rallying against new abortion restrictions wore green scarves. ...
    In 2016, Planned Parenthood Globaland others began the Niñas, No Madres (Girls, Not Mothers) campaign to inform and engage the public about the consequences of sexual violence and forced motherhood for young girls. In Bolivia, the recent case of an 11-year-old raped by her 61-year-old step-grandfather and forced to carry the pregnancy to term has reopened this debate.

    https://www.nytimes.com/2021/11/01/opinion/ab...
    #177Authorhm -- us (236141) 03 Nov 21, 10:29
    Comment

    Besteht eigentlich die Aussicht, dass diese unsägliche Bolsonaro-Regierung abgelöst wird? Ich kenne mich mit Südamerika nicht so gut aus, habe aber gerade diesen Artikel gelesen, in dem es um das Leiden der Indigenen durch die Pandemie geht. https://taz.de/Indigene-im-Amazonas-Regenwald...


    Nun hat ja Bolsonaro auch irgendwelche (verzeiht den saloppen Ausdruck) Klimaziele mit unterzeichnet, ohne dass er auch nur einen Finger krümmen wird - meiner Ansicht nach. *rantend*

    #178Authorvirus (343741)  03 Nov 21, 11:24
    Comment
    Bolsonaro is, sadly, a vexed topic.


    related discussion: [pt-de] Coronavirus

    #179Authorhm -- us (236141) 03 Nov 21, 11:27
    Comment

    https://www.cnn.com/2021/11/06/us/uc-hastings...

    California law school, named for a man who funded the killing of Native Americans, moves to change its name

    A San Francisco law school named for a man who orchestrated a massacre of Native Americans is moving to change its name. The University of California Hastings College of the Law does not have the power to change the name, which is written in state law. But the board of directors voted unanimously Tuesday to allow the dean to work with the Legislature and Gov. Gavin Newsom to introduce legislation required to do so.

    [...]

    The college -- the state's first law school, which boasts notable alumni including Vice President Kamala Harris -- was founded by and named after Serranus Hastings, the first chief justice of California.

    [...]

    Hastings, with the support of the state, funded the forced removal of the Yuki people from the Round Valley that led to the killing of many members of the tribe.

    [...]

    The state might need to pay descendants of Hastings the $100,000 he donated to found the school, with interest, as the enactment requires if the college "ceases to exist." But whether changing the name is the same as the college ceasing to exist would be up to a court to decide if a lawsuit were filed. While one of Hastings' descendants sits on the board and has voted in favor of moving forward with the change, Faigman said neither the college nor the descendant has been in touch with all of the family to determine how likely a lawsuit is.


    Background information can be found in Benjamin Madley, "An American Genocide -- The United States and the California Indian Catastrophe," Yale University Press 2016 (emphasis mine):


    Whites in the Round Valley region had killed at least 550 Indians between November 1858 and April 1859. On May 1, 1859, US Army major Edward Johnson, commanding the military district including Round Valley, explained: "The whites have waged a relentless war of extermination against the Yukas [Yuki] ... They have ruthlessly massacred men, women, and children ... some six hundred have been killed within the last year." He continued, "I have endeavored to put a stop to the aggressions of the whites against the Indians, but without effect."

    [...]

    Meanwhile, the powerful local ranch owner and former California state Supreme Court chief justice Serranus C. Hastings gave Governor Weller a petition drawn up by Round Valley colonists. It requested militia support against local Yuki Indians. Weller responded by commissioning a US Army investigation. On May 1, Major Johnson reported to Weller that "the Yukas have not been, for the last two years, nor are they now, at open war with the whites; But the whites have waged a relentless war of extermination against the Yukas."

    [...]

    As Weller pondered his options, stockman Walter S. Jarboe organized "the Eel River Rangers." Jarboe engaged men to hunt Indians, promising them payment from the state, or if Sacramento failed to pay, from the operation's extremely wealthy mastermind, Judge Hastings, who owned an Eden Valley ranch and may have wanted to eliminate the Yuki in order to protect his stock. On July 11, 1859, sixteen men elected Jarboe captain. On August 10, his "Rangers" massacred sixteen Yuki near Round Valley. Johnson reported that by August 21, Jarboe's men had slain at least sixty-four Yuki

    [...]

    Even then, Weller thanked "the volunteers for the manner in which the campaign was conducted," an operation that had killed perhaps as many as 400 or more Indian people.


    Also in Wikipedia (emphasis mine):


    https://en.wikipedia.org/wiki/Round_Valley_Se...

    The Round Valley Settler Massacres of 1856–1859 were a series of attacks committed by early white settlers of California against the Yuki people of Round Valley, Mendocino County, California as they moved west.

    [...]

    In fact, US Army Lieutenant Edward Dillon implicated California Superintendent of Indian Affairs Thomas Henley, current ranch owner and former California Supreme Court Judge Serranus Clinton Hastings, and Hastings's ranch manager H.L. Hall in a plot to build hatred towards the Indians by holding town-hall style public gatherings where settlers aired their grievances against them, real or imagined. In this manner they would be able to create community buy-in to their campaign of atrocities which could then drive the Indians off the land and allow them to have the valley entirely to themselves.

    #180AuthorNorbert Juffa (236158)  06 Nov 21, 21:19
    Comment
    Interesting, Norbert, thank you. Maybe indigenous cultures do indeed represent the rest of the world, even if they come from the US, which is technically OT here.

    At any rate, it's good to hear about people or groups who actually seem to be making progress against the dominant culture.

    ___________________


    China increasing nuclear arsenal much faster than was thought, Pentagon says
    A US defense department report says Beijing could have 700 warheads within six years and more than 1,000 by 2030

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/03...

    Nine Ethiopian factions to form alliance against government
    Bloc includes Tigray People’s Liberation Front, which has been fighting Abiy Ahmed’s forces for a year

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/05...

    Poland’s abortion law under scrutiny after pregnant woman dies in hospital
    The woman, who was 22 weeks pregnant, is the first person to die as a result of a court ruling last year that made it illegal to abort a fetus with congenital defects. ...
    The 30-year-old woman, identified as Izabela, died at a Polish hospital in September after suffering septic shock ...
    Doctors at the hospital in southern Poland did not give Izabela an abortion, a lawyer representing the family said, despite the fact that her fetus lacked amniotic fluid, which can cause abnormalities or malformations in the womb.
    Instead, the lawyer said, medical staff told her she would only be treated after the fetus died.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/11/...

    Venezuela faces landmark ICC investigation over alleged crimes against humanity
    Inquiry opened into claims of torture and extrajudicial killings under Maduro’s rule, a first for a Latin American country

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/04...

    Top Hong Kong court rules against government bid to expand riot prosecutions
    Lawyers say ruling is ‘highly significant’ and likely to impact future prosecutions amid intensifying national security crackdown ...
    Hong Kong’s top court has quashed attempts by the city’s government to prosecute people for rioting or illegal assembly even without being present at the scene – a ruling lawyers described as a landmark.
    The five-judge panel in Hong Kong’s court of final appeal, headed by chief justice Andrew Cheung, unanimously rejected an earlier ruling by a lower appeal court that people, such as supporters, could be criminally liable without being actually present under the common law doctrine of “joint enterprise”.

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/04...

    Torn from Parents in the Belgian Congo, Women Seek Reparations
    Belgium has apologized for the kidnapping and deportation of thousands of mixed-race children under its colonial rule. Survivors say that reparations should be the next step. ...
    The victims of a segregationist policy of the Belgian authorities who ruled a vast territory in Africa that now includes Burundi, the Democratic Republic of Congo and Rwanda, they kept their childhoods a secret for decades, even from their own families. Now women in their 70s, they listened to their stories being told in public by their lawyers on a recent morning in a small courtroom in Brussels packed with dozens of spectators. ...
    The five plaintiffs grew up together in a Catholic school in Katende, in what is the province of Kasai in the Democratic Republic of Congo today.

    https://www.nytimes.com/2021/11/03/world/euro...

    U.S. Blacklists Israeli Firm NSO Group over Spyware
    The ban is the strongest step an American president has taken to curb abuses in the global market for spyware. ...
    In a remarkable breach with Israel over one of its most successful technology companies, the Biden administration on Wednesday blacklisted the NSO Group, saying the company knowingly supplied spyware that has been used by foreign governments to “maliciously target” the phones of dissidents, human rights activists, journalists and others.
    The firm, and another Israeli company, Candiru, acted “contrary to the national security or foreign policy interests of the United States,” the Commerce Department said, a striking accusation against a business that operates under the direct supervision of the Israeli government. ...
    While Israeli officials insisted they were unprepared for the move, which prohibits the firm from acquiring American technology, the Israeli government had received a string of official and private warnings from Washington. ...
    NSO’s technology emerged from Unit 8200, Israel’s highly secretive cyberunit, which has partnered with the United States around the globe, including in cyberoperations to disable Iran’s nuclear facilities. ...
    Candiru, another Israeli firm, was sanctioned based on evidence that it supplied spyware to foreign governments. Positive Technologies of Russia, which was targeted with sanctions last April for its work with Russian intelligence, and Computer Security Initiative Consultancy of Singapore were added to the list for trafficking in hacking tools ...

    https://www.nytimes.com/2021/11/03/business/n...
    https://www.theguardian.com/us-news/2021/nov/...

    #181Authorhm -- us (236141) 07 Nov 21, 09:34
    Comment

    #177 hm--us, thank you for the article about “The Dawn of Everything” by David Graeber and David Wengrow .

    I enjoyed reading books by, e.g., Jared Diamond or Niall Ferguson, a lot, as they provide an attempt to "explain" human history, and how it was shaped by natural and societal factors. Granted, some of the hypotheses are rather debatable, but that's half of the fun for me. I'll put the book onto my Santa list, hoping for some good reading and new perspectives.

    If you come across more books on this topic, I'd be thankful if you could let me know.


    #180 Norbert Very interesting, but also depressing in many ways. Thank you for sharing.

    #182AuthorWik (237414) 07 Nov 21, 10:52
    Comment

    #182, 177: Danke an Wik, mich zum Scrollen zu bringen, und danke an hm--us für den Buchtip. Bestell ich gleich am Montag. Klingt interessant. Harari zu lesen hatte ich bislang keine Lust - irgendwie fand ich die Buchbeschreibungen nie besonders ansprechend. Von Jared Diamond habe ich einiges gelesen und darin einige spannende Denkanregungen gefunden.


    Wik, kennst Du Michael Shermer? Ich fand sein Buch "The Science of Good and Evil: Why People Cheat, Gossip, Care, Share, and Follow the Golden Rule" sehr spannend. Ist mittlerweile schon etwas angejahrt, aber er hat ja auch danach noch interessantes geschrieben - sollte ich mir auch mal auf die Liste schreiben.


    #183AuthorSelima (107)  07 Nov 21, 12:58
    Comment

    Re Poland’s abortion law under scrutiny after pregnant woman dies in hospital


    Gerade im Radio wurde gesagt, dass (leider habe ich vergessen, von wem - Regierung? Oberstes Gericht?) klargestellt wurde, dass Abtreibungen legal sind, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist. Zumindest bei der absoluten Mini-Mindestanforderung haben sie also nachgegeben.

    #184AuthorGibson (418762) 07 Nov 21, 17:18
    Comment

    (leider habe ich vergessen, von wem - Regierung? Oberstes Gericht?)


    Die Aussage kam aus dem polnischen Gesundheitsministerium.

    #185Authorharambee (91833) 07 Nov 21, 21:08
    Comment

    Nicaragua


    Vom Befreier von der Somoza-Diktatur zum Autokraten: Diese Entwicklung hat Daniel Ortega genommen, der sich heute um eine weitere fünfjährige Amtszeit als Präsident bewirbt. Das Ergebnis stand schon vor Öffnung der Wahllokale fest, weil alle ernsthaften Gegenkandidaten ins Ausland geflüchtet sind oder verhaftet wurden.


    https://www.bbc.com/news/world-latin-america-...


    Indien


    Wer sich in einem Cricket-Länderspiel über den Sieg des Gegners (des Erzrivalen Pakistan) freut, kann ebenfalls im Knast landen.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-india-59130556


    Indonesien


    Kaum ist in Glasgow die Vereinbarung getroffen worden, bis 2030 die Abholzung des Regenwaldes zu beenden, meldet sich Umweltministerin Siti Nurbaya Bakar zu Wort und sagt, dass das nicht machbar sei.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-59169547


    (Hätte ich eher von Großmaul Bolsonaro erwartet. Kommt aber bestimmt noch.)

    #186AuthorAnalphabet (1034545) 07 Nov 21, 23:03
    Comment

    Sudan

    Demonstranten im Sudan mit Tränengas beschossen

    Khartum: Im Sudan haben Sicherheitskräfte zahlreiche Demonstranten mit Tränengas beschossen. (...) Über Nacht errichteten sie in der Innenstadt von Khartum Barrikaden und erklärten, die Proteste würden morgen weitergehen. Mehrere Menschen wurden festgenommen. (...) Inzwischen sind Vermittler der Arabischen Liga im Sudan angekommen - sie wollen mit General Al-Burhan über eine Entschärfung der Krise beraten.

    https://www.br.de/nachrichten/meldung/demonst...

    #187AuthorSelima (107) 08 Nov 21, 06:21
    Comment

    Lukaschenkos Pläne - noch mehr Migranten gezielt anlocken und sie dann ihrem Schicksal überlassen:

    Laut den neuesten Landeplänen des Minsker Flughafens seien bis März wöchentlich rund 40 Flüge aus Istanbul, Damaskus und Dubai geplant./.../mehr als doppelt so viele Flugverbindungen aus der Region nach Minsk als noch im Winter 2019/2020. Damals landeten dem Bericht zufolge rund 17 Maschinen von diesen und weiteren Flughäfen im Nahen Osten in Minsk. Diese Zahl habe sich seit Beginn der Corona-Pandemie nochmals verringert../.../

    Derzeit landen täglich etwa 1.000 Migranten in Belarus

    /.../

    Für Migranten, die im polnisch-belarussischen Grenzgebiet gestrandet sind, ist die Lage auch angesichts der zunehmend winterlichen Temperaturen verheerend. Viele der Menschen geben an, von belarussischen Sicherheitskräften zum Grenzübertritt nach Polen gezwungen zu werden. Polnische Grenzschützer schicken Migranten demnach teils gewaltsam zurück nach Belarus. Mehrere Menschen waren in den vergangenen Monaten im Grenzgebiet gestorben.

    https://de.yahoo.com/nachrichten/bericht-bela...


    #188AuthorReeva (908916) 08 Nov 21, 12:34
    Comment

    In wieweit geht es Lukaschenko und seinen Handlangern schlicht darum, mit Menschenhandel Geld zu verdienen? Irgendwo schnappte ich auf, dass pro Migrant $3000 bis $4000 kassiert werden, was bei tausend Migranten pro Tag ja hübsche Summen ergibt, und dazu kommentierte jemand anders, dass sei lukrativer als mit Drogen oder Waffen zu handeln. Gibt es zu diesem Aspekt irgendwo eine belastbare Analyse?

    #189AuthorNorbert Juffa (236158) 08 Nov 21, 20:39
    Comment

    Lukaschenko bzw. Belarus bekommt im Gegensatz zu anderen Staaten kein Geld für Migranten, er holt sie, um die EU für die Sanktionen gegen sein Land zu bestrafen, die diese nach seiner gefälschten Wiederwahl erlassen hatte.


    Neulich las ich irgendwo einen Artikel darüber, wie die Migranten mehr und mehr als "Ware" behandelt werden denn als Menschen. Keine "Ware" , für die man bezahlt, wenn man sie bekommt, wie sonst üblich, sondern dafür, dass man sie nicht bekommt. Vielleicht finde ich ihn noch.

    #190AuthorReeva (908916) 09 Nov 21, 09:58
    Comment

    Lukaschenko bzw. Belarus bekommt im Gegensatz zu anderen Staaten kein Geld für Migranten,


    Bist du da sicher? Ich hätte jetzt mal ganz einfach vermutet, dass Belaruss von den Transitmigranten Eintrittsgeld verlangt. Schleußer arbeiten ja selten um Gotteslohn.

    #191Authoreineing (771776)  09 Nov 21, 10:03
    Comment

    Schleuser meinte ich nicht. Ich nahm an, Norbert meinte so etwas wie etwa die Gelder der EU an die Türkei dafür, dass sie die Migranten aufnehmen, die eigentlich nach Europa wollten. Keine Ahnung, ob Lukaschenko Geld von den Schleusern, sprich von den Migranten, verlangt, die ihrerseits ja schon die Schleuser und wahrscheinlich den Flug und vielleicht auch den Bustranfer von Minsk zur polnischen oder litauischen Grenze bezahlen mussten. Lukaschenkos Hauptziel ist jedenfalls eine Bestrafung der EU bzw. versucht er, die Flüchtlinge als Druckmittel zu benutzen.

    https://www.deutschlandfunk.de/gefluechtete-a...


    Den Artikel habe ich gefunden, er war in der Zeit, ist aber jetzt nicht mehr frei einsehbar:

    Ob in Afghanistan, der Türkei oder an der Grenze zu Belarus: Geflüchtete werden längst gehandelt wie Waren. Ihr Preis ergibt sich daraus, dass niemand sie haben will.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-10/f...


    Bei der Suche fand ich noch einen anderen Artikel, in dem Migranten als "Ware" bezeichnet werden:


    „Agadez ist das Zentrum von Niger. Die Kreuzung zwischen Schwarzafrika und Nordafrika.“ /.../Agadez als Kreuzung zwischen Schwarzafrika und Nordafrika. Das ist der zentrale Punkt. Früher sind von hier aus Kamelkarawanen Richtung Nordafrika gezogen. Beladen mit Salz, damals ein kostbares Gut. Heute ziehen nicht mehr Kamele durch die Wüste. Jetzt sind es Lastwagen, Pick-up-Transporter und Busse. Heute wird nicht mehr Salz transportiert. Jetzt sind es Migranten. Menschen aus Westafrika vor allem, die weiter Richtung Norden, nach Libyen, manche auch nach Algerien, wollen – ans Mittelmeer. In der Hoffnung, von dort aus ins reiche Europa zu kommen. Sie kommen in Bussen nach Agadez. Aus dem Senegal, aus Gambia, Burkina Faso oder aus Mali./.../Vor dem Busbahnhof hätten sich die neu angekommenen Migranten erzählen lassen können, was ihnen auf der Route durch die Wüste Richtung Algerien oder Libyen blühen kann.

    /.../

    Der blühende Handel mit den Migranten/.../ist die lukrativste Einkommensquelle in der Stadt. Neben dem Schmuggel von Marihuana, Kokain oder Waffen. Und diese Geschäfte, die seien natürlich mit dem Migrantentransport verknüpft 

    /.../

    Immer schon seien Migranten durch Agadez gekommen, sagt der Bürgermeister, das sei gar nichts Neues. Nur, dass ihre Zahl ungeheuer angestiegen sei auf etwa 120.000 pro Jahr. Für Agadez ist das eine neue Einkommensquelle./.../Den hat die Zentralregierung von Niger jetzt verboten. /.../

    Der Bürgermeister weiß natürlich genau, dass die Europäische Union mit auf dieses Gesetz gedrängt hat. Weil die EU davon träumt, die Migration aus Westafrika Richtung Europa einzudämmen, wenn nicht gar zu stoppen. Deshalb unterstützt die Europäische Union Aufnahmezentren für Migranten in Agadez.

    https://www.deutschlandfunk.de/migranten-als-...

    #192AuthorReeva (908916) 09 Nov 21, 10:39
    Comment
    In addition to other annoyances, LEO has logged me out 8 or 10 times just this morning. Ah well.

    Lukashenko does indeed seem to be doing it on purpose, and so far, succeeding in disrupting many neighboring countries, at the cost of the lives and health of helpless migrants, with winter fast approaching. What a vile man.

    _________________

    Belarus migrants: Poland fears armed border escalation ...
    Poland has warned of a possible "armed" escalation on its border with Belarus, fearing its neighbour may try to provoke an incident with hundreds of migrants seeking to cross into the EU.
    Extra troops have been deployed after desperate crowds tried to cut a barbed-wire border fence.
    Poland, the European Union and Nato say Belarus is orchestrating the problem, a claim denied by its disputed leader. ...
    Activists say [migrants] are being used as pawns in a political game between non-EU Belarus, run by authoritarian leader Alexander Lukashenko, and its neighbours. EU officials complain of a continuing hybrid attack by Belarus.

    https://www.bbc.com/news/world-europe-59215769

    Jailed Wuhan journalist Zhang Zhan nominated for RSF press freedom award
    Chinese citizen journalist recognised for her reporting in early weeks of pandemic in face of threats ...
    The detained Chinese journalist Zhang Zhan has been nominated for a Reporters Without Borders (RSF) press freedom award for courage, recognising her work reporting from Wuhan in the early weeks of the pandemic, as calls grow for her release.
    The former lawyer turned citizen journalist was convicted in December of “picking quarrels and causing trouble”, a ubiquitous catch-all accusation frequently used against journalists, lawyers and dissidents in China.
    Zhang was sentenced to four years in jail. She had already been in detention since her initial arrest in May 2020, and has been on hunger strike. Last week, her family said the 38-year-old was “close to death”, amplifying global calls for her immediate release. ...
    Zhang was nominated for the prize for courage, one of three press freedom prizes, alongside Kay Zon Nway, a Myanmar journalist who was jailed for 124 days after she was arrested in February while livestreaming an anti-coup protest; Patricia Devlin, who has faced personal threats while reporting on organised crime and paramilitary activities in Northern Ireland; and the Nicaraguan weekly newspaper Confidencial, which has been repeatedly raided and its journalists targeted by authorities under Daniel Ortega’s government.

    https://www.theguardian.com/media/2021/nov/08...

    ‘I was always scared’: inmate who exposed systemic Russian prisoner abuse
    Sergei Savelyev, now seeking asylum in France, spent years secretly storing videos of rape and torture

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/08...

    Gardens of Eden: the church forests of Ethiopia – a photo essay
    Seen by their guardians as sacred, Ethiopia’s church forests are protected and cared for by their priests and their communities.

    https://www.theguardian.com/environment/2021/...

    Intimate Portraits of Mexico’s Third-Gender Muxes
    On the Isthmus of Tehuantepec in southern Mexico, a community of the local Zapotec people has long accepted — and celebrated — gender nonconformity. ...
    Estrella and her family live near the town of Juchitán de Zaragoza, on the Isthmus of Tehuantepec, in the southern Mexican state of Oaxaca. As Zapotecs, an Indigenous people of Mexico, they are part of a community that has long accepted — and celebrated — the muxes (pronounced MOO-shays), who are broadly considered a third gender.

    https://www.nytimes.com/2021/09/27/travel/mex...

    Antarctica Was Once a Land of Fire and Not Ice
    Charcoal recovered from a dig near the southern continent shows that the region wasn’t spared from the era scientists call a “super fire world.” ...
    Imagine the forests of Chilean Patagonia: wet and cold, dense with monkey puzzle trees and other hardy conifers. Now imagine it with dinosaurs walking around. And on fire.
    This is what Antarctica was like 75 million years ago during the Cretaceous period, an era known by researchers as a “super fire world.” A paper published last month in Polar Research by Flaviana Jorge de Lima of the Federal University of Pernambuco and other scientists in Brazil proves that these conflagrations did not spare any continent, even one that is today notorious for its dry, inhospitable climate and largely vegetation-free landscape.
    Although research on prehistoric wildfires — properly called “paleofires” — has been going on for decades, much of it has concentrated on the Northern Hemisphere. Antarctica was “first considered a region without high fires, but that changed,” said André Jasper of the University of Taquari Valley in Brazil. He’s an author on the paper and part of a group of researchers around the globe
    ( https://ipn.paleofire.org/ )
    seeking evidence of fires that burned between 60 million and 300 million years ago.

    https://www.nytimes.com/2021/11/07/science/an...

    As Earth Warms, Old Mayhem and Secrets Emerge from the Ice
    Climate change is revealing long-frozen artifacts and animals to archaeologists. But the window for study is slender and shrinking. ...
    For the last 12 years, Rick Knecht has led an excavation at a site called Nunalleq, about 400 miles west of Anchorage. “When we began, the hope was to learn something about Yup’ik prehistory by digging in an average village,” said Dr. Knecht, an archaeologist at the University of Aberdeen in Scotland. “Little did we know that we were digging in something approaching the Yup’ik equivalent of Troy.”
    Their most astonishing discovery was the charred remnants of a large communal sod house. The ground was black and clayey and riddled with hundreds of slate arrow points, as if from a prehistoric drive-by shooting. In all, the researchers and native Yup’ik people who live in the area unearthed more than 100,000 well-preserved artifacts, as well as the singed carrion of two dogs and the scattered bones of at least 28 people, almost all women, children and elders. Several of them had evidently been dragged out of the house, bound with grass rope and killed — some beheaded. “It is a complex murder scene,” Dr. Knecht said. “It is also a rare and detailed archaeological example of Indigenous warfare.”
    Until recently, the site had been deepfrozen in the subsoil known as permafrost. As global temperatures gather pace, permafrost and glaciers are thawing and eroding rapidly across vast areas of Earth, releasing many of the objects that they had absorbed and revealing aspects of life in a once inaccessible past. ...
    Glacial archaeology differs from its lowland cousin in critical ways. G.A.P. researchers usually conduct fieldwork only within a short time frame from mid-August to mid-September, between the thaw of old snow and the arrival of new. ... Glacial discoveries tend to be limited to what archaeologists can glean on the previously ice-locked ground. ...
    Norway has more than half of the prehistoric and medieval finds from the ice globally. A freshly unfrozen alpine pass at Lendbreen — in use from about 600 to 1,700 years ago — yielded evidence of the tradespeople who traversed it: horseshoes, horse dung, a rudimentary ski and even a box filled with beeswax. ...
    About 10 percent of the planet’s land mass is covered with glacial ice, and as the world defrosts, ancient creatures great and small are being unburied as well. In southern Chile, dozens of nearly complete skeletons of ichthyosaurs were disgorged near the Tyndall Glacier. ...
    Three-million-year-old insect fossils have been recovered in eastern Alaska ... and the western Yukon Territory ...
    The flashiest archaeological finds in Yakutia, a republic in northeastern Siberia, have been the carcasses of woolly mammoths, woolly rhinos, steppe bison and cave lions — big cats that once roamed widely across the northern hemisphere. ...
    In 2018, a perfectly intact 42,000-year-old foal — a long-gone species known as the Lena horse — was found entombed in the ice of Siberia’s Batagaika Crater ...
    That same year, in other parts of Yakutia, mammoth hunters chanced upon the severed head of a vanished subspecies of wolf, and researchers dug up an 18,000-year-old puppy that looked like nothing alive today. “The canine may have been an evolutionary link between wolves and modern dogs,” said Love Dalén, a Swedish geneticist who has sequenced the creature’s genome. “It is named Dogor, which means ‘friend’ in the Yakut language and is also a clever play on the question ‘dog or wolf.’”
    Dogor was exhumed in an icy lump of mud near the Indigirka River. Ice patches turn out to be where most discoveries are made. The basic difference between a glacier and an ice patch is that a glacier moves. An ice patch does not move much, which makes it a more reliable preservationist. ...
    It’s a grim inside joke among glacial archaeologists that their field of study has been one of the few beneficiaries of climate change. But while retreating ice and snow makes some prehistoric treasures briefly accessible, exposure to the elements threatens to swiftly destroy them.
    Once soft organic materials — leather, textiles, arrow fletchings — surface, researchers have a year at most to rescue them for conservation before the items degrade and are lost forever.

    https://www.nytimes.com/2021/11/02/science/cl...
    Leer en español
    https://www.nytimes.com/es/2021/11/02/espanol...
    阅读简体中文版
    https://cn.nytimes.com/science/20211104/clima...

    Young Women Are Leading Climate Protests. Guess Who Runs Global Talks?
    There’s a clear gender and generation gap at the Glasgow talks, and the two sides have very different views on how to address global warming. ...
    The week began with more than 130 presidents and prime ministers posing for a group photo in a century-old Baroque museum crafted from red sandstone. Fewer than 10 were women. Their median age, as their host at the climate summit, British Prime Minister Boris Johnson, reminded them, was over 60.
    The week ended with boisterous protests of thousands on the streets of Glasgow. A march on Friday was led by young climate activists, some barely old enough to vote in their countries. They accused the world leaders of wasting what little time remains to safeguard their future.
    These bookends to the first week of this watershed international climate summit in Scotland reveal a widening divide that threatens to grow larger in the weeks and months ahead.
    Those with the power to make decisions about how much the world warms in the coming decades are mostly old and male. Those who are angriest about the pace of climate action are mostly young and female.

    https://www.nytimes.com/2021/11/06/climate/cl...


    #193Authorhm -- us (236141) 09 Nov 21, 13:06
    Comment

    Re #192 Ich nahm an, Norbert meinte so etwas wie etwa die Gelder der EU an die Türkei dafür, dass sie die Migranten aufnehmen, die eigentlich nach Europa wollten.


    Nein, darauf bezog ich mich nicht. Die Frage war bezüglich der Schleusertätigkeit selbst ("Menschenhandel" wie ich schrieb). Die Migranten drücken pro Kopf angeblich $3000 bis $4000 ab, um bis an die polnische Grenze zu kommen und noch mehr, wenn sie bis auf deutsches Gebiet gebracht werden wollen. Das ist eine Dienstleistung bereitgestellt mittels organisierter Kriminalität, und in einem autokratischen System wie Belarus (Lukaschenko hatte schon vor vielen Jahren den Spitznamen "der letzte Diktator Europas") ist zu vermuten, dass ganz oben kräftig mitverdient wird.

    #194AuthorNorbert Juffa (236158) 09 Nov 21, 18:43
    Comment

    Ok. Das habe ich dann falsch verstanden.

    Wenn Menschen wie Ware gehandelt werden, halte ich es, vor allem nach dem Lesen des Artikels "Wenn ich ein Turnschuh wäre" in der Zeit, allerdings auch für Menschenhandel, wenn erhebliche Geldsummen dafür bezahlt werden, sie sich vom Leibe zu halten.


    Gleichwohl, ich habe bis jetzt keine einzige Quelle gesehen, nach der Lukaschenkos vorderstes Ziel bei seiner Migrantenpolitik (mit dem Wort "schlicht" verstehe ich das Geldverdienen in deiner Frage als Lukaschenkos Hauptinteresse) ein finanzielles ist , allerorten spricht man von Druckmittel, Erpressung, Bestrafung, Machtpoker, Machtdemonstration usw. Er will die Wirtschaftssanktionen*** weg haben. Ein finanzieller Gewinn wäre das indirekt natürlich auch.


    ***Die suspekte Wiederwahl hatte ich erwähnt, aber vergessen zu sagen, dass der Auslöser der Sanktionen dann die Inhaftierung eines oppositionellen Bloggers war, indem Belarus das Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius zur Landung nötigte.


    Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, wie viele Leute, wen genau und für welche einzelnen "Dienste" die Migranten mittelbar oder unmittelbar bezahlen. Wenn für Belarus was abfällt, ist das nicht das eigentliche Ziel gewesen.


    Gestern war die Situation an der Grenze zu Polen in allen Medien ein Hauptthema. Mittlerweile befinden sich dort Hunderte von Migranten, die von der belarussischen Seite nach Polen gedrängt werden, von Polen zurück gedrängt und dann wieder von vorn. Auf beiden Seiten wird den Leuten das Nötige an Essen, Trinke, Kleidung und medizinischer Versorgung verwehrt. Tausende sollen noch auf dem Weg sein.

    #195AuthorReeva (908916) 10 Nov 21, 08:47
    Comment

    I'm still 5 or 6 weeks behind in the New Yorker. I found the article on the oil tanker threatening Yemen and Saudi Arabia long, and depressing, but also ... astonishing.

    ____________________

    The Ship That Became a Bomb
    Stranded in Yemen’s war zone, a decaying supertanker has more than a million barrels of oil aboard. If—or when—it explodes or sinks, thousands may die. ...
    Soon, a vast, decrepit oil tanker in the Red Sea will likely sink, catch fire, or explode. The vessel, the F.S.O. Safer—pronounced “Saffer”—is named for a patch of desert near the city of Marib, in central Yemen, where the country’s first reserves of crude oil were discovered. In 1987, the Safer was redesigned as a floating storage-and-off-loading facility, or F.S.O., becoming the terminus of a pipeline that began at the Marib oil fields and proceeded westward, across mountains and five miles of seafloor. The ship has been moored there ever since, and recently it has degraded to the verge of collapse. More than a million barrels of oil are currently stored in its tanks. The Exxon Valdez spilled about a quarter of that volume when it ran aground in Alaska, in 1989. ...
    Before the war, the Yemeni state-run firm that owns the ship—the Safer Exploration & Production Operations Company, or sepoc—spent some twenty million dollars a year taking care of the vessel. Now the company can afford to make only the most rudimentary emergency repairs. More than fifty people worked on the Safer before the war; seven remain. This skeleton crew, which operates with scant provisions and no air-conditioning or ventilation below deck—interior temperatures on the ship frequently surpass a hundred and twenty degrees—is monitored by soldiers from the Houthi militia, which now occupies the territory where the Safer is situated. The Houthi leadership has obstructed efforts by foreign entities to inspect the ship or to siphon its oil.

    https://www.newyorker.com/magazine/2021/10/11...

    Ethiopian Civil War Sparks Rancorous Debate over Immigration to Israel
    Thousands of relatives of the remnants of Ethiopian Jewry are waiting to be airlifted to Israel. For now, the Israeli government sees no urgency. ...
    Israel has vaunted its rescues of Ethiopian Jews in the past. The last major operation, in 1991, brought in 14,000 of them from camps in Gondar Province and Addis Ababa in a secret airlift over 36 hours. Officials say that about 5,000 Ethiopians with Jewish lineage are now slated for immigration, but that there could be thousands more.
    Opponents of further family reunifications say the original Jews of Ethiopia and their descendants, many of whom were converted to Christianity by European missionaries in the late 18th century, already left long ago. ...
    Many Ethiopian-Israelis and their supporters say that large numbers of those who converted to Christianity did so under duress, and that they remained in separate communities in Ethiopia and maintained their traditions. They accuse their critics and the Israeli government of racism and discrimination, actively encouraging Jewish immigration, known in Hebrew as Aliyah, from wealthier countries.

    https://www.nytimes.com/2021/11/12/world/midd...

    How a Dispute over Groceries Led to Artillery Strikes in Ukraine
    In a sign of volatile East-West relations, a dispute over shopping in the Ukrainian conflict zone spiraled into fighting that sent war jitters rippling through Europe and the U.S. ...
    HRANITNE, Ukraine — Artillery shells fired by Russian-backed separatists shrieked into this small town deep in the flatlands of eastern Ukraine, shearing branches from trees, scooping out craters, blowing up six houses and killing one Ukrainian soldier.
    It was an all-too-common response to the smallest of provocations — a dispute over grocery shopping for a hundred or so people living in the buffer zone between the separatists and Ukrainian government forces. But in the hair-trigger state of the Ukraine war, minor episodes can grow into full-fledged battles.
    Hunkered down in a bunker, the Ukrainian commander, Major Oleksandr Sak, requested a counterstrike from a sophisticated new weapon in Ukraine’s arsenal, a Turkish-made Bayraktar TB2 armed drone.
    Deployed for the first time in combat by Ukraine and provided by a country that is a member of the North Atlantic Treaty Organization, the drone hit a howitzer operated by the separatists. Things quickly escalated.
    Across the border, Russia scrambled jets. The next day, Russian tanks mounted on rail cars rumbled toward the Ukrainian border. Diplomacy in Berlin, Moscow and Washington went into high gear.
    The sudden spike in hostilities last month underscored the tenuous nature of the cease-fire that exists along the 279-mile front in the Ukraine war. It set off a new round of ominous warnings from Moscow, and highlighted President Vladimir V. Putin’s willingness to escalate what is known as hybrid conflict, a blend of military and other means for creating disruption — including exploiting humanitarian crises like the current one on the Polish-Belarusian border.

    https://www.nytimes.com/2021/11/15/world/euro...

    The ‘new’ Drug War and how the U.S. aided the capture of Colombia’s most wanted man ...
    “You beat me,” Dario Antonio Úsuga, Colombia’s most dangerous drug lord better known as Otoniel, reportedly said when Colombian authorities descended on his hideout in a rural part of Antioquia province last month. Colombia’s Defense Minister Diego Molano told me in a recent interview that his country’s forces alone didn’t beat him.
    The United States and Britain, Molano said, provided key assistance through satellite imagery and signal tracking. Colombian authorities scored a breakthrough in the multiyear manhunt by tracing shipments of Úsuga’s prescription medicines and specialized, sugar-free food — harboring echoes of the tracking of a courier used to uncover the whereabouts of al-Qaeda leader Osama bin Laden.
    Molano described Úsuga’s capture as part of the broader assault on the Clan del Golfo, the cartel he headed and which has helped fuel record cocaine production in the South American nation of 50 million. Over the course of an hour-long discussion in Miami, he shed light on the Biden administration’s new approach to the drug war, the links between combating drug trafficking and fighting climate change, and offered fresh insights into the investigation into the assassination of Haiti’s president, Jovenel Moïse, in which nearly two dozen Colombian nationals, mostly ex-military personnel, have been charged or detained.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/11/...

    Cuba braces for unrest as playwright turned activist rallies protesters
    The Communist party has banned the planned string of pro-democracy marches, saying they are an overthrow attempt

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/12...

    Cuba harasses and detains activists on eve of planned protest
    Several government critics reported that security forces were preventing them from leaving their homes.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/11/...

    A New Source of Fuel in an Aging Japan: Adult Incontinence
    Waste from adult diapers is growing by tens of thousands of tons a year in Japan. One town may have a solution: recycle it into fuel pellets. ...
    In rapidly aging Japan, more diapers are used by older, incontinent people than by babies. As the country groans under the weight of ever-rising mountains of this waste, the town of Houki has become a pioneer in trying to reduce it. By recycling the diapers, which represent about a tenth of the town’s trash, it has diverted garbage that would otherwise be dumped in incinerators and add emissions to the atmosphere.
    With many other nations facing a similar demographic implosion, adult diaper waste is a stealthy challenge that looms alongside labor shortages in nursing homes and insufficiently funded pension systems.

    https://www.nytimes.com/2021/11/15/world/asia...

    ‘Super rare’: Antarctic penguin washes up in New Zealand, 3,000km from home  
    Expert say the bird’s presence is a reminder of the threats penguins face due to warming waters and changing habitats ...
    The Adélie penguin in question, affectionately named “Pingu” by locals, was spotted looking somewhat lost at Birdlings Flat, a small settlement on New Zealand’s south island.
    It’s only the third recorded instance of a live Adélie penguin – a species that makes its home on the Antarctic peninsula – making it to New Zealand. Its arrival is a reminder of the threats the birds face from warming waters, increased competition over food supplies, and changed habitats.

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/12...

    #196Authorhm -- us (236141) 16 Nov 21, 10:36
    Comment

    Turkey arrests suspect in assassination of Haitian president
    Businessman Samir Handal detained at Istanbul airport on flight from US to Jordan early on Monday

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/16...

    Argentina’s far right and far left make big gains in congressional elections
    Ruling Peronist party lost majority as Javier Milei turned notoriety into votes and a Trotskyist party got third largest vote share

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/15...

    Nigeria’s army and police killed unarmed protesters, says leaked report
    Judicial report on Lekki toll gate killings in October last year finds 11 unarmed people were killed and further four are missing

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/16...

    Mexican environmental campaigner missing after attack on villagers
    Irma Galindo Barrios, a member of the Mixtec people, was defending indigenous lands from illegal logging

    https://www.theguardian.com/global-developmen...

    Mysterious neurological illness haunts remote Canadian region
    The cases have prompted a row between health officials who deny the sicknesses form a true ‘cluster’ and medical experts looking for a link.

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/16...

    Fast spreading bird flu puts Europe and Asia on alert
    Animals slaughtered and restrictions introduced in response to outbreaks of the virus in a number of countries

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/15...
    #197Authorhm -- us (236141) 16 Nov 21, 11:52
    Comment

    Danke insbesondere zum Artikel über die argentinischen Wahlergebnisse. Allerdings - das ist aber nicht Deine Schuld, hm -- us - ist der für meinen Geschmack sehr schlecht geschrieben. Ohne weitere Quellen kann man kaum herausfinden, wie die Wahl eigentlich ausgegangen ist. Die Konzentration auf diesen militaristischen Corona- und Klimaleugner scheint mir etwas alarmistisch, auch wenn ein Stimmenanteil von 17 % in Buenos Aires natürlich beunruhigend ist.

    #198Authorharambee (91833) 16 Nov 21, 12:20
    Comment

    Die heutigen Bombenanschläge in Kampala gehen sicherlich durch viele Medien, so dass hier nicht zu Berichten verlinkt werden muss. Deshalb nur ein Link zur Wikipediaseite https://en.wikipedia.org/wiki/Allied_Democrat...


    In dem Artikel geht es um die "Allied Democratic Forces", die möglicherweise hinter den Anschlägen stecken und die zumindest für einen kleineren Anschlag in Kampala vor einigen Wochen verantwortlich gemacht werden. Sollten sich die ADF wieder mehr in Ostafrika ausbreiten, wäre das für mich ein Grund zur Besorgnis, auch wenn unter Fachleuten umstritten ist, wie eng sie wirklich mit dem IS zusammenarbeiten.

    #199Authorharambee (91833) 16 Nov 21, 13:30
    Comment

    Die ÖVP hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das Ex-Kanzler Sebastian Kurz von jeder Verantwortung in der Korruptionsaffäre entbindet.

    /.../

    Der Strafrechtler Peter Lewisch, so Kurz, habe ein Gutachten erstellt, aus dem hervorgehe, dass die Vorwürfe der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen seine Person jeder Grundlage entbehrten./.../

    Die ÖVP hatte das 17-seitige Papier, das in Österreich als Versuch der Beeinflussung von Justiz und öffentlicher Meinung durch Pressearbeit gewertet wird, zahlreichen Medien dem Vernehmen nach für die Veröffentlichung zu Wochenbeginn angeboten.

    /.../

    Lewisch arbeitet neben seiner Tätigkeit an der Universität Wien auch als Berater für eine Kanzlei, aus der eine Partnerin unlängst zur Chefin der Staatsholding Öbag berufen wurde. Diese ist damit die Nachfolgerin des wegen seiner peinlichen Chatnachrichten und der Inseratenaffäre in Verruf geratenen Ex-Öbag-Chefs Thomas Schmid. Das Privatgutachten, das in einem künftigen Gerichtsverfahren keine Rolle spielt, hatte der Staatsrechtler mitsamt dem Logo der Universität Wien veröffentlicht, das gut sichtbar auf jeder Seite abgedruckt ist. Die Hochschule distanzierte sich umgehend von dieser Vereinnahmung und wies darauf hin, dass diese eine private Initiative und nicht die einer Institution sei./.../

    Wenige Tage vor der Sitzung jenes Ausschusses im Nationalrat, der die Immunität des Abgeordneten Kurz aufheben soll, damit die Ermittlungen fortgesetzt werden können, präsentierte die ÖVP damit quasi einen Freispruch in eigener Sache. Parteinahe Medien wie die vom Großspender Alexander Schütz finanzierte Plattform Exxpress schrieben daraufhin von "Panikreaktionen" bei "ORF-Redakteuren und Linksaktivisten", die den Ruf des Juristen beschädigen wollten. Auch das Online-Medium Zur Sache, das von der ÖVP-Fraktion betrieben wird, jubilierte, Kurz sei eindeutig entlastet. 

    https://www.sueddeutsche.de/politik/oesterrei...


    Wie im Text gesagt, das private Gutachten spielt in einem Gerichtsverfahren keine Rolle und die Ermittlungen gehen natürlich weiter.


    #200AuthorReeva (908916) 16 Nov 21, 20:19
    Comment

    Indien


    Zusammen mit der VR China hat Indien dafür gesorgt, dass die Abschlusserklärung bei COP26 verwässert wurde.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-india-59286790


    Darüber hat sich die Kohle so gefreut, dass sie für die Schließung von Schulen in Neu-Delhi gesorgt hat.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-india-59258910



    Bulgarien


    Bei der dritten Parlamentswahl innerhalb kurzer Zeit hat sich überraschenderweise eine neu gegründete Anti-Korruptionspartei durchgesetzt. Ob es ihr gelingt, eine regierungsfähige Koalition zu bilden, bleibt abzuwarten.


    https://www.bbc.com/news/world-europe-59302595



    Armenien / Azerbaijan


    Weil Krieg doch ein lustiger Zeitvertreib ist, sind die Kämpfe zwischen den beiden Hitzköpfen trotz Waffenstillstandsvereinbarung wieder aufgeflammt. Wer hat damit angefangen? Natürlich immer die Anderen - halt Kindergartenniveau.


    https://www.bbc.com/news/world-europe-59308602



    USA


    Gewalt gegen Frauen wird zu recht angeprangert. Es geht aber auch umgekehrt:


    https://www.bbc.com/news/newsbeat-59306656


    Dass sich ein tougher Rapper von einer "bitch" verhauen lässt, dürfte seiner street credibility nicht sonderlich förderlich sein. 😂


    #201AuthorAnalphabet (1034545) 17 Nov 21, 14:51
    Comment
    The news just keeps coming. Sorry for the length.

    _____________________

    Afghan College Students Find a New Life, and Safety, in Iraq
    Regarded as infidels by the Taliban, over 100 students from the American University in Kabul have found an unlikely refuge in the Iraqi Kurdish city of Sulaimaniya. ...
    ... the American University of Iraq, Sulaimani ... is located in the Kurdish city of Sulaimaniya, a liberal metropolis dotted with parks, filled with cafes and restaurants, and considered the safest major city in Iraq.
    The students said they realized as much when they arrived, welcomed in the middle of the night by the university’s president and professors with bouquets of flowers to a campus with no high walls or security patrols.
    So far, 109 young Afghans are studying in Sulaimaniya, a portion of the 300 American University students that are ultimately expected to relocate there. ...
    The president of the Afghan university, Ian Bickford, said 106 students other had been sent to the American University of Central Asia in Kyrgyzstan, and about 200 to other countries, including Pakistan and the United States.
    Another 375 American University students are still in Afghanistan, along with many more staff and hundreds of alumni, Mr. Bickford said. Many are in hiding.
    Students in Afghanistan still have access to online courses led by teachers now living outside the country. But many of those students no longer have reliable access to the internet or feel safe to connect, their former classmates said.

    https://www.nytimes.com/2021/11/14/world/midd...

    Why Fox TV gives me hope for democracy — in Turkey ...
    Except for a few small pro-opposition networks, YouTube channels and budding online journals, the bulk of mainstream Turkish media today is “sanitized.” Criticism is rare; dissent is discouraged; the Kurdish issue is a no-go area. Whenever the president speaks, most news outlets broadcast his remarks live. Anti-terrorism laws and hefty fines by the Radio and Television Supreme Council hang over the media like a sword of Damocles. For mainstream channels, there is said to be a list of analysts, journalists and opposition figures approved to be invited as studio guests.
    But Fox TV in Turkey has long been a thorn in Erdogan’s side. It has by far the highest news viewership among television networks — largely because it is not regarded a government mouthpiece. Gingerly and carefully, Fox covers untouchable subjects such as Turkey’s price hikes, economic woes, rule-of-law deficit, and the government’s efforts to strong-arm opposition parties and municipalities. The network doesn’t necessarily have an oppositional tone, but in today’s Turkey, even “fair and balanced” is an act of bravery. ...
    Partial foreign ownership probably makes it easier for the network to resist government pressure. A subsidiary of Rupert Murdoch’s News Corp. acquired over 50 percent ownership of the network in 2006, but the shares were later transferred to Disney when Murdoch sold 21st Century Fox. CNN Turk, on the other hand, is owned by a Turkish businessman with close ties to Erdogan; it has a licensing agreement with CNN.
    “Our real strength comes from the fact that we are only in the news business,” Dogan Senturk, the editor in chief of Fox News in Turkey, told me. “Our stars are ordinary people, and we are a profitable company.” This isn’t the case in the rest of media. Most media owners chase government contracts or have businesses in construction, tourism or finance, making them vulnerable to pressure from the top — not just now, but also in pre-Erdogan Turkey.
    Full disclosure: I was recently a guest on Fox’s morning show to talk about the state of Turkish-U.S. relations (bad) and Erdogan’s recent meeting with President Biden (good). Ismail Kucukkaya calls his show a “democracy arena” and has recently hosted the likes of opposition leader Ali Babacan; Ayse Bugra, the wife of Osman Kavala, an imprisoned civil society leader; and Basak Demirtas, the wife of imprisoned Kurdish politician Selahattin Demirtas.

    https://www.washingtonpost.com/opinions/2021/...

    They bought houses in Italy for 1 euro — and are using them to give back to the community
    Meet the people turning the crumbling homes into businesses and social projects in aging towns ...
    If someone said you could buy a house for a dollar, your reaction might be disbelief. That was how Rubia Andrade felt when she read a news article in 2019 about towns in Italy selling properties for one euro.
    “Obviously, your first thought is that this can’t be true. I needed to see it in person,” said Andrade, a Brazilian American who works in California’s solar industry.
    Andrade booked a flight three days later and drove to Mussomeli, Italy, a hilly town in central Sicily with about 11,000 residents that had recently launched a program selling hundreds of properties in the run-down historical center.
    Of course, as Andrade discovered, the houses sell for the price of an espresso for a reason. There’s always a catch.
    The 1-euro housing program was first proposed over a decade ago by TV personality Vittorio Sgarbi. Then the mayor of Salemi in southern Sicily, Sgarbi proposed the idea as a way to save the town’s crumbling old quarter. The idea has since caught on in 34 municipalities across Italy. ...
    While some houses sold through these programs are livable upon purchase, most are little more than four medieval-era walls. Roofs are caved in, and floors are torn up. Many are filled with dead pigeons or other vermin. Prospective buyers who haven’t done research are usually surprised by the conditions, said Tito Nigrelli, the deputy mayor of Mussomeli. ...
    Though the official cost is 1 euro (around $1.14), fees and closing costs can typically run up to 3,500 euros (or almost $4,000). Then, you are required to renovate it within a designated time frame — typically three to five years — or forfeit a sizable deposit, usually around 5,000 euros (or $5,709). According to Nigrelli, towns use the deposit to ward off speculators and ensure buyers renovate the properties instead of letting them sit. Renovations cost anywhere from 5,000 to 100,000 euros, depending on the house’s size and condition and the renovation style. Most end up spending 20,000 euros to 40,000 euros, Nigrelli said. ...
    While Andrade first saw the 1-euro program as a cheap way to own a vacation home, she now has bigger plans: to help revive the town. Andrade and her son are converting their three properties into an art gallery, a wellness center and a restaurant. She plans to move to Mussomeli permanently.
    She’s far from the only one.
    Danny McCubbin is one of about a dozen foreigners who bought 1-euro houses in Mussomeli and now lives there full-time. McCubbin, an Australian who worked for celebrity chef Jamie Oliver for 17 years, bought a 1-euro house with the intention of converting it into a community kitchen to provide meals to vulnerable people. He crowdfunded over $30,000 last March for the project.

    https://www.washingtonpost.com/travel/2021/11...

    Greece to Put Aid Workers Who Helped Migrants on Trial on Espionage Charges
    The country’s conservative government is toughening its stance on migration and on groups working with migrants, aligning itself with a hardening climate across Europe. ...
    A Greek trial for two dozen aid workers, some of them foreigners, is set to open on Thursday, charging them with espionage over their role in helping migrants who arrived in the country between 2016 and 2018.
    The case will be heard in a court on Lesbos, the Greek island that was at the forefront of the European migration crisis that began in 2015. ...
    The defendants include 17 foreign nationals, some of them well-known activists such as Syrian refugee Sarah Mardini, the sister of the Olympic swimmer Yusra Mardini. The siblings captured international attention in 2015, at the peak of the migration crisis, after dragging their refugee boat to safety.
    Ms. Mardini and the 23 other aid workers on trial could face up to eight years in prison if found guilty on charges of espionage, forgery and the unlawful use of radio frequencies. A police investigation alleged that they monitored Greek Coast Guard radio channels and used a vehicle with fake military license plates to enter restricted access areas on Lesbos.
    The defendants are still under investigation over a number of suspected felonies, including human smuggling and money laundering, which could carry 20-year prison terms.
    Their lawyers say all of the charges are trumped up. ...
    A similar trial on Lesbos in 2018 — of Spanish and Danish workers — led to the rescuers’ acquittal.

    https://www.nytimes.com/2021/11/17/world/euro...

    Hungary’s law targeting asylum seekers violates E.U. rules, top European court finds
    The court ruled Tuesday that the law passed in 2018 violated E.U. law by criminalizing people who help migrants and refugees apply for asylum. ...
    The European Union’s highest court ruled Tuesday that a Hungarian law passed in 2018 — which the government calls the “Stop Soros” act — violated E.U. law by criminalizing people who help migrants and refugees apply for asylum.
    The European Court of Justice ruling does not annul the legislation backed by far-right Hungarian Prime Minister Viktor Orban, but the Luxembourg-based court could impose financial penalties if the law is not amended “without delay.” ...
    The 2018 law in question outlawed helping immigrants who had entered Hungary illegally to apply for asylum. Violators faced up to one year in prison. The legislation also tightened Hungary’s rules around who can apply for asylum inside the country. ...
    While Hungary’s law sparked international outrage, countries across Europe have used anti-trafficking laws and passed legislation to criminalize and discourage aid for migrants and asylum seekers since the height of the continent’s migration crisis in 2015.
    On Sunday, Poland’s Parliament passed a law that advocates for refugees say legalizes the country’s pushback against migrants and asylum seekers being encouraged to cross from Belarus amid it’s standoff with the European Union. ...
    A 2019 report by British-based OpenDemocracy found that at least “250 people across 14 countries who have been arrested, charged or investigated under a range of laws over the last five years for supporting migrants.”
    Most cases were from Britain, Denmark, France, Germany, Greece, Italy and Spain, according to the report. (The site has received grants from Soros charities.)
    In one high-profile case going to trial Thursday in Greece, 24 people affiliated with a search-and-rescue nonprofit, including a Syrian refugee, face a litany of charges that carry sentences of as much as 25 years in prison. They face accusations of spying, disclosing state secrets, people smuggling, money laundering and belonging to a criminal group, Reuters reported.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/11/...

    Chinese vessels use water cannon to block Philippines vessels from disputed shoal
    Philippines voices its ‘outrage and condemnation’, saying actions by coastguard in South China Sea were illegal

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/18...

    An Indigenous Women’s Softball Team Beats Opponents, and Machismo
    A Mayan team from a small community on the Yucatán Peninsula has caused a sensation by excelling as its athletes play barefoot and wear traditional dresses, breaking barriers with every game. ...
    HONDZONOT, Mexico — Playing barefoot and wearing traditional Mayan dresses known as huipiles, the Little Devils softball team smashes hits, snags line drives and dashes around the bases in the sweltering heat of a Yucatán Peninsula jungle town.
    The team recently delivered a 22-2 thumping to its opponents, the Felines, for another triumph in a season that has made the Little Devils a national sensation, for not only their style of play but also who they are: a group of Indigenous women from a traditional community that once discouraged women from pursuing sports, which were seen as the province of men.
    And the Little Devils now have company, the Yaxunah Amazonas, who also play shoeless and in traditional attire and have helped upend sports culture in the Yucatán.
    “Here a woman serves the home and is not supposed to go out and play sports,” said Fabiola May Chulim, the team captain and manager of the Little Devils, known here as Las Diablillas, their name in Spanish. “When a woman marries, she’s supposed to do chores and attend to her husband and kids. We decided a few years ago that’s not going to impede us anymore from playing a sport when we want.”

    https://www.nytimes.com/2021/11/17/sports/mex...
    Leer en español
    https://www.nytimes.com/es/2021/11/17/espanol...

    The Mennonites of Liviney, Colombia – a photo essay
    In Colombia’s eastern flood plains, a group from the dry northern states of Chihuahua and Tamaulipas have started a new colony called Liviney, beginning a new chapter in Mennonite history. Photojournalist Luca Zanetti spent some time with the community in the Meta region.

    https://www.theguardian.com/artanddesign/2021...

    ‘A fairer Chile’: ex-student leader bids to reshape country in divisive election
    Gabriel Boric wants to overhaul Pinochet’s economic model – but his far-right opponent holds a narrow polling lead
    The former student leader Gabriel Boric, 35, has a serious chance of becoming the country’s next president, on a pledge to overhaul the neoliberal economic model left behind by the dictatorship of Gen Augusto Pinochet.
    “The ‘Chilean miracle’ was just for the outside world, not for us,” says Boric sternly, the tattooed band around his forearm flashing beneath his sleeve. “But when you talk to people in low-income neighbourhoods, they will look around and ask you where this progress can actually be found.”
    If he claims victory in this Sunday’s election, Boric would be Chile’s youngest president in more than two centuries. But standing in his way is José Antonio Kast, his far-right opponent who is an enthusiastic advocate of the Pinochet dictatorship and its economic legacy – and who holds a narrow lead in the polls.
    The two men offer antithetical agendas: Kast has centred his campaign on conservative social values, security and migration, while Boric espouses an egalitarian, feminist and ecological future for Chile.
    While Kast proudly declares himself politically incorrect and opposes marriage equality, Boric pushes inclusivity and progressive social values. ...
    He is fiercely proud of his hometown, Punta Arenas, a tiny city far below the Patagonian icefields at South America’s southernmost tip, and regularly calls for Chile’s regions to be incorporated further into the political process.
    In 2013, fresh from leading the University of Chile’s formidable student union, Boric was elected to congress at 27, promising to bridge the gap between protest and politics.
    Alongside him, three other youthful faces took the fight from faculty hallways to the very top of the public agenda, helping to define a decade of leftwing politics.
    Camila Vallejo and Karol Cariola rose to lead their student unions before going on to serve in congress for Chile’s Communist party.
    The other, Giorgio Jackson, led the union at the Pontifical Catholic University and was later elected to congress. He is now Boric’s top political adviser.
    A decade on, this influential cohort find themselves bound together once more, this time in a coalition that has a realistic shot at sweeping into government.

    https://www.theguardian.com/world/2021/nov/18...
    #202Authorhm -- us (236141) 18 Nov 21, 13:12
    Comment

    Selima, lies bitte mal weg, denn Du weißt es sicher schon und es ist zu frustrierend, aber ich finde, hin und wieder gehört ein Update zum Sudan in diesen Faden:


    Die Proteste im Sudan gegen die Machtübernahme des Miltärs gehen weiter und die Antworten der neuen Führung werden zunehmend brutaler. Am Mittwoch war der blutigste Tag mit mindestens 15 Toten, zahlreichen Verletzten und vielen Verhaftungen:


    https://www.africanews.com/2021/11/18/15-shot...


    Für die nächsten Tage sind weitere Demonstrationen geplant. Ich blicke auf derartige Entwicklungen immer mit völliger Hilflosigkeit. Ich bewundere den Mut so vieler Menschen und ich weiß, dass ohne ein derartiges Engagement gar keine Chancen auf die schnelle Rückkehr einer zivilen Regierung bestehen. Teile von mir wollen den Demonstranten aber zurufen: Haltet ein, Ihr habt in der aktuellen Situation keine Chance und das Land braucht nicht noch mehr tote Helden. Ja, das ist feige und wenn alle so denken würden, hätten Diktatoren noch leichteres Spiel. Wie gesagt fühle ich mich völlig hilflos, weiß aber natürlich, dass meine theoretischen Überlegungen für die Situation der Menschen im Sudan (oder auch in Belarus) völlig irrelevant sind.

    #203Authorharambee (91833) 20 Nov 21, 11:11
    Comment

    Nach dem Frustausbruch mal wieder ein Ausflug in die Kunst:


    In Lagos wurde eine Ausstellung mit Werken des Pop-Art-Künstlers (irgendwas an dem Begriff klingt falsch - Art-Künstler?? -, aber wie sagt man es richtiger?) Fred Ebami eröffnet. Über das in den Artikel https://www.africanews.com/2021/11/19/african... eingebundene Video kann man einige Werke, insbesondere Portraits von afrikanischen Berühmtheiten sehen. Hier die Anfangszeilen aus dem Artikel:


    Inspired by Andy Warhol's pop-art movement, Franco-Cameroonianartist Fred Ebami is exploring African and African-American icons with colourful, digitally drawn portraits.

    Whether it is singer Nina Simone, boxing legend Muhammad Ali, Nigerian afrobeat star Fela Kuti or Nobel winner Wole Soyinka, his works cut across the worlds of music, sports and literature.

    Even his homage to Warhol's famed 1962 "Campbell's Soup Cans" painting brings the taste closer to home with his own "Pepper Soup", a spicy dish popular in Nigeria and Cameroon.

    "African versions though... a bit more spicy!" he says jokingly, in an interview with AFP.

    #204Authorharambee (91833) 20 Nov 21, 11:24
    Comment

    Nicht nur Millionäre/Milliardäre verschwinden in China spurlos, auch international bekannte Sportler (von den vielen Unbekannten wird erst gar nicht oder kaum berichtet):


    Es war, als hätten alle nur darauf gewartet, dass sich endlich jemand zu Wort meldet. „Peng Shuai und alle Frauen verdienen es, angehört und nicht zensiert zu werden“, sagte Steve Simon, Chef der Damentennis-Organisation WTA, am Sonntagabend./.../Die Solidaritätsbotschaften mit der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai sind eindeutig, doch sie kommen reichlich spät. Bereits zu Beginn des Monats hatte die 35-jährige Peng Shuai auf der chinesischen Onlineplattform Weibo ihre Affäre mit dem ehemaligen Vize-Premierminister Zhang Gaoli öffentlich gemacht./.../Seither wird der Vorfall im chinesischen Netz vollständig zensiert. Doch wesentlich besorgniserregender: Auch Peng selbst ist nicht mehr auffindbar./.../Die Zensur geht so weit, dass selbst Nutzer ihre Social-Media-Accounts gesperrt bekamen, nachdem diese sich in rein privaten Chats über den Vorfall Peng Shuai ausgetauscht hatten.

    https://taz.de/Tennisprofi-in-China-verschwun...


    Ich habe gestern Abend in den Nachrichten zum ersten Mal davon gehört.

    #205AuthorReeva (908916) 20 Nov 21, 11:40
    Comment

    Ja, die Geschichte mit Peng Shuai geht seit ein paar Tagen durch die Medien. Besonders bemerkenswert ist, dass die WTA nicht kuscht und angeblich sogar bereit ist, auf erhebliche finanzielle Unterstützung aus China zu verzichten, wenn der Fall nicht aufgeklärt wird. Mal sehen, ob sie das durchhalten oder ob Leute wie Steve Simon abgesägt werden. Aus anderen Sportverbänden gibt es ja Beispiele, dass sie schnell einknicken, wenn China mit Mittelentzug droht.

    #206Authorharambee (91833) 20 Nov 21, 11:45
    Comment

    Die Sache mit Peng Shuai wird kompliziert:


    Nach dem von Reeva verlinkten Bericht der taz vom 15.d.M. hat sich Shuai angeblich selbst per E-Mail gemeldet und erklärt, dass es ihr gut gehe.

    Mittlerweile hat ein Journalist der Staatsmedien einen Clip veröffentlicht, der sie als Gast eines Junioren-Tennisturniers zeigen soll.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-china-59363156


    Inzwischen sind auch Kolleginnen (z.B. Serena Williams, Naomi Osaka) und Kollegen (z.B. Novak Djokovic. Andy Murray) aufmerksam geworden und fordern Aufklärung.



    Chile


    Großwahltag in Chile, wo neben einem neuen Präsidenten als Nachfolger von Sebastián Pinera auch eine neue Deputiertenkammer und der halbe Senat bestimmt werden sollen.

    Die größten Chancen, die Stichwahl zu erreichen, werden unter den sieben Kandidaten José Antonio Kast vom äußersten rechten Rand (Pinochet-Anhänger, "chilenischer Bolsonaro") und dem ehemaligen Studentenführer Gabriel Boric eingeräumt.


    https://www.bbc.com/news/world-latin-america-...

     

    #207AuthorAnalphabet (1034545) 21 Nov 21, 14:36
    Comment

    Leicht überraschende Entwicklungen im Sudan:


    Der abgesetzte Prime Minister Abdalla Hamdok hat eine Vereinbarung mit dem Miltär getroffen und kehrt ins Amt zurück. Nach der Vereinbarung soll Hamdok eine Expertenregierung zusammenstellen. Es ist unklar, wie unabhängig Hamdok agieren kann und wie die Demonstranten auf diese Entwicklungen reagieren werden:


    https://www.africanews.com/2021/11/21/south-a...


    Ich fürchte, dass der Link nicht mehr lange so funktioniert. Er führt zwar im Moment zum Artikel über den Sudan, aber der Linkname ist offensichtlich falsch und wird möglicherweise korrigiert.


    Deshalb hier ein BBC-Artikel zum gleichen Thema:

    https://www.bbc.com/news/world-africa-59364349

    #208Authorharambee (91833)  21 Nov 21, 22:20
    Comment

    Peng Shuai


    Die Angelegenheit scheint (wegen der Reaktion der Sportswelt?) ein "glückliches" Ende zu nehmen, da der Präsident des IOC, Thomas Bach, mit ihr per Video-Schaltung ein halbe Stunde lang gesprochen hat.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-china-59368774



    Afghanistan


    Die Taliban lässen so langsam die Katze aus dem Sack, wie sie sich die Rollen der Frauen in der Gesellschaft vorstellen.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-5936848



    DR Congo


    Bei einem Gefängnisausbruch sind etwa 300 der 737 Insassen entfleucht. Kein Wunder - ist doch die Anstalt auf nur 150 Personen ausgelegt, war also fünffach überbelegt.


    https://www.bbc.co.uk/news/live/world-africa-...



    USA


    Untergegangen ist die historische Nachricht, dass die Supermacht erstmals von einer Frau regiert wurde - zwar für nur 85 Minuten, aber der Anfang ist gemacht. Da hatte Kamala Harris das Zepter von Joe Biden übernommen, während er sich einer ärztlichen Untersuchung unterzog.


    https://www.bbc.com/news/world-us-canada-59352170


    #209AuthorAnalphabet (1034545) 22 Nov 21, 01:37
    Comment

    In Chile haben sich bei der Präsidentenwahl wie erwartet Jose Antonio Kast und Gabriel Boric für die Stichwahl am 19. Dezember qualifiziert:


    https://www.reuters.com/world/americas/chilea...


    https://www.tagesschau.de/ausland/chile-praes...


    Eine Kurzbeschreibung der Kandidaten hatte Selima in Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 5 - #89 gegeben. Man könnte also sagen, dass sich die Vertreter vom rechten und linken Rand durchgesetzt haben. Solche Kategorisierungen sind natürlich immer gefährlich. Allerdings scheint bei Kast weitgehend Einigkeit zu bestehen, dass er recht weit rechts steht. Bei Boric ist das Bild etwas komplizierter. Im ersten Wahlgang hat Kast etwa 28 % der Stimmen bekommen, Boric kam auf knapp 26 %. Die Stichwahl scheint völlig offen, auch wenn Reuters dem Rechtsaußen Kast etwas bessere Chancen einräumt. Wenn man weiter im Schema rechts-links denkt, dann liegen die von Selimas Bekannten als Mitte-rechts und Mitte-links eingeschätzten Kandidaten mit jeweils 12 % weit hinter den Führenden. Etwas überraschend liegt ein fünfter Kandidat sogar vor den beiden, ich zitiere aus dem Reuters-Artikel:


    In a surprise, economist Franco Parisi, who is living in the United States and did not set foot in Chile during the campaign, was in third place as of the late evening with some 13% of the vote. That could bode well for Kast, who, while more to the right on social and cultural issues, shares many of Parisi's conservative economic beliefs.

    #210Authorharambee (91833)  22 Nov 21, 07:15
    Comment

    Re #209: Untergegangen ist die historische Nachricht, dass die Supermacht erstmals von einer Frau regiert wurde


    Untergegangen? Keineswegs! War im Faden Biden-Ära II vermerkt worden. Hier ja eher off topic.

    Eigentlich wollte ich mit Neuigkeiten aus Chile aufwarten, aber harambee ist mir zuvorgekommen ...

    #211AuthorNorbert Juffa (236158) 22 Nov 21, 08:26
    Comment

    Eigentlich wollte ich mit Neuigkeiten aus Chile aufwarten, aber harambee ist mir zuvorgekommen ...


    Bestimmt hättest Du andere Aspekte in den Vordergrund gestellt, also keine falsche Scheu (nur richtige?!)!

    #212Authorharambee (91833) 22 Nov 21, 08:40
    Comment

    @Norbert Juffa #211:


    Danke. Das wusste ich nicht. (Gehöre zu den bedauernswerten Geschöpfen, deren Tag nur 24 Stunden hat *grein*)


    Übrigens, Norbert: Ich kann mich erinnern, dass auch Du die Einstellung des Fischer Weltalmanachs bedauert hast. Wusstest Du, dass es einen Nachfolger gibt?


    https://www.sueddeutsche.de/politik/nachschla...



    Peng Shuai


    Die WTA ist von der Entwicklung zum Guten noch nicht überzeugt.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-china-59372058

    #213AuthorAnalphabet (1034545) 22 Nov 21, 11:16
    Comment

    Deine Erinnerung trügt nicht. Ich habe mir den Fischer Weltalmanach entweder in der Buchhandlung geholt, wenn ich in Deutschland war, anderenfalls haben meine Eltern das Buch geschickt. Danke für den Hinweis. Ob ich mir ein Examplar bestelle, muss ich mir noch überlegen: eigentlich wollte ich ja meinen CO₂-Fußabdruck weiter verkleinern.

    #214AuthorNorbert Juffa (236158) 22 Nov 21, 13:12
    Comment

    Ich weiß kaum, was ich dazu sagen soll.


    In Afghanistan haben die regierenden radikalislamischen Taliban weitreichende Einschränkungen für Fernsehinhalte verhängt. TV-Sender dürften keine Filme oder Serien mehr zeigen, in denen Frauen eine Rolle spielten oder die der islamischen Scharia oder afghanischen Werten widersprechen. So heißt es in einer Anweisung des Ministeriums für die Förderung der Tugend und Verhütung des Lasters, die am Sonntag an Fernsehsender ausgegeben wurde.

    Die Ausstrahlung heimischer oder ausländischer Filme, die fremde Kulturen und Traditionen in der afghanischen Gesellschaft verbreiteten und Sittenlosigkeit verursachten, müssten gestoppt werden, heißt es in der Anweisung. In Unterhaltungsprogrammen solle zudem niemand beleidigt werden. Weiter erlaubt ist der Auftritt von Moderatorinnen oder Reporterinnen, allerdings müssten diese den islamischen Hidschab tragen.

    In Afghanistan sind vor allem türkische, indische und iranische Seifenopern beliebt, seltener wurden US-Serien oder Filme gezeigt. Bereits zuvor gab es von Konservativen oder Klerikern in dem Land immer wieder Kritik an diesen Programmen, in denen etwa Frauen ihre Ehepartner selbst wählten. Die Serien verführten die Jugend, hieß es. Auch Satireprogramme sind in Afghanistan sehr beliebt. Wöchentliche Sendungen etwa verunglimpften die ehemalige Regierung von Aschraf Ghani, korrupte Beamte oder das Militär.


    Afghanistan: Taliban verbieten "unmoralische" Filme mit Frauen (t-online.de)

    #215AuthorMasu (613197) 23 Nov 21, 15:33
    Comment

    Du könntest dazu sagen: "Der Islam gehört zu Deutschland".


    Aber wahrscheinlich hatten die Exponenten, die diese Meinung äusserten, eine andere Version vom Islam im Kopf. Hätten sie besser mal präzisiert, welche Art von Islam zu Deutschland gehöre, anstatt eine Pauschalaussage zu machen. Islam kann unterschiedlich aussehen. Man sollte nicht konsterniert sein, sondern wissen, dass auch das Islam ist.

    #216Authormordnilap (835133) 23 Nov 21, 18:09
    Comment

    Ebenso, wie evangelikale Kirchen, Teufelsaustreibung und Konversionstherapien zum Christentum gehören. Alle großen Religionen sind komplex und haben zahlreiche Strömungen.


    Ich möchte weder nach dem biblischen Frauenbild noch unter dem talibanischen Frauenbild leben. Ich kann nie so recht nachvollziehen, was an den extremen Auswüchsen des Islam anders ist als an denen anderer Kirchen. Ich kann mit nichts davon etwas anfangen, aber deshalb muss ich ja nicht in Zungen redende, mit Schlangen hantierende Millionäre mit der oberhausenser Gemeinde meiner Mutter in einen Topf werfen.

    #217AuthorGibson (418762) 23 Nov 21, 21:23
    Comment
    Was Gibson sagt.
    #218AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 23 Nov 21, 21:36
    Comment

    Ich möchte weder nach dem biblischen Frauenbild noch unter dem talibanischen Frauenbild leben.


    In der Bibel hat es durchaus starke Frauen. Man könnte fast sagen, alle Frauen, die in der Bibel vorkommen, sind stark.


    Ich kann nie so recht nachvollziehen, was an den extremen Auswüchsen des Islam anders ist als an denen anderer Kirchen.


    Das meine ich ja, man sollte mehr darüber wissen, nicht einfach nur konsterniert sein. Ein grundlegender Unterschied ist das Verhältnis Religion zu Staat. Wir haben die Vorstellung, dass die unabhängig voneinander sind, das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, die islamische Vorstellung ist eher, dass der Staat Teil der Religion ist, ebenso Rechtsprechung, Unterricht, Ernährung, ...


    Was an den extremen Auswüchsen des Islam anders ist als an denen anderer Kirchen, ist deshalb, dass die gleich einen ganzen Staat bilden oder übernehmen, siehe Afghanistan, siehe IS.


    Deshalb ist der Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" auch schlicht unwissend bis dumm. Für einen fundamentalistischen Muslim (von denen es schon ein paar gibt) ist der Satz unsinnig. Er müsste heissen "Deutschland gehört zum Islam" oder "Deutschland muss islamistisch werden".

    #219Authormordnilap (835133) 23 Nov 21, 22:45
    Comment
    Der Satz wurde aber nicht gesagt, um von ein paar hirnverbrannten Fundamentalisten falsch verstanden zu werden, sondern um von den nicht fundamentalistischen Moslems richtig verstanden zu werden. Und da hat er seine absolute Berechtigung.
    #220AuthorB.L.Z. Bubb (601295)  23 Nov 21, 23:14
    Comment

    Re #219: Darf ich präzisieren? Wir haben heute die Vorstellung, dass die weitgehend unabhängig voneinander sind. Ich erinnere an Kirchensteuer und Kruzifixe in bayrischen Amststuben. Die Zivilehe gibt es seit 1874, die Territorien der geistlichen Herrscher sind im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 aufgehoben worden. Alles noch nicht so lange her. Was den Islam meines Wissens auch von Christentum und Judaismus unterscheidet, ist das Fehlen der Aufklärung (enlightenment). In der christlichen Welt gab es Kant und Voltaire, in der jüdischen Spinoza und Mendelssohn (und natürlich noch viele andere).

    #221AuthorNorbert Juffa (236158)  23 Nov 21, 23:24
    Comment

    mordnilap, gibt es Deiner Ansicht nach irgendwas, was an den Anfang des Satzes


    ... gehört zu Deutschland.


    gesetzt werden dürfte, ohne banal oder nach Deinen Kriterien angreifbar zu sein?

    #222Authorharambee (91833) 23 Nov 21, 23:25
    Comment

    Schwierig; Gauck hat vorgeschlagen "die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland". Er hat aber auch gemeint, „Ein-Satz-Formulierungen“ über Zugehörigkeit seien immer problematisch, besonders wenn es um „so heikle Dinge“ gehe, wie die Religion.

    #223Authormordnilap (835133) 23 Nov 21, 23:33
    Comment
    "Was den Islam meines Wissens auch von Christentum und Judaismus unterscheidet, ist das Fehlen der Aufklärung (enlightenment)."

    Ich bin sicher, dass das auch da kommen wird. Ging im Christentum ja auch nicht von heut auf morgen, sondern eher "kicking and screaming".
    #224AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 23 Nov 21, 23:34
    Comment

    In der westlichen Welt war die Aufklärung definitiv ein Prozess und kein Ereignis. Das macht es mMn, rein praktisch gesehen, noch problematischer, dass dieser Prozess (nach meinem Informationsstand) im Islam noch nicht im Gange ist.

    #225AuthorNorbert Juffa (236158) 23 Nov 21, 23:39
    Comment

    #223 Ich hatte meine Frage gar nicht auf den Islam oder Moslems beschränken wollen. Ich dachte auch an Sätze wie


    Das Christentum gehört zu Deutschland.

    Schützenvereine gehören zu Deutschlanf

    Schulpflicht gehört zu Deutschland.


    All diese Sätze sind richtig und zugleich irgendwie auch angreifbar. Ich mag den Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" auch nicht so sehr, aber vermutlich aus anderen Gründen als du. Für micht ist es einfach eine Selbstverständlichkeit, dass Moslems und ihre Religion zu Deutschland gehören. Das heißt natürlich nicht, dass man alle Auswüchse islamischer strömungen tolerieren soll, aber das soll man bei Auswüchsen christlicher Strömungen ja auch nicht.


    Ich mach jetzt aber den Rechner aus..

    #226Authorharambee (91833) 23 Nov 21, 23:44
    Comment
    "Für micht ist es einfach eine Selbstverständlichkeit, dass Moslems und ihre Religion zu Deutschland gehören."

    +1

    Aber auch Selbstverständlichkeiten müssen ab und zu ausgesprochen werden.
    #227AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 23 Nov 21, 23:53
    Comment

    ... eine Selbstverständlichkeit, dass Moslems und ihre Religion zu Deutschland gehören.


    und ihre Religion läuft mMn darauf hinaus, dass Deutschland islamisch wird, soweit die Aussage überhaupt Sinn macht. Wie gesagt, das islamische Konzept ihrer Religion ist völlig anders, neben dem Staat nebenbei auch so ziemlich jeden Aspekt des Lebens umfassend. Das Umfassende kann nicht Teil des Teils sein. Grundlegende Mengenlehre.


    Das Christentum gehört zu Deutschland.

    Schützenvereine gehören zu Deutschlanf

    Schulpflicht gehört zu Deutschland.


    gehört zu als Zustandsbeschreibung stimmen die obigen Aussagen sicher. gehört zu als Wunsch- oder Zielvorstellung für die einen ja, für die anderen nein. Wenn man die obige Selbstverständlichkeit nimmt, muss man sich halt erst mal klar machen, was der Islam überhaupt ist und was die Konsequenzen für Schulen, Rechtsprechung und noch tausend andere Sachen sind. Kann man so wollen, aber für selbstverständlich halte ich das nicht.

    #228Authormordnilap (835133) 24 Nov 21, 13:44
    Comment

    "und ihre Religion läuft mMn darauf hinaus, dass Deutschland islamisch wird, soweit die Aussage überhaupt Sinn macht."


    Oooooh, wir werden alle islamisiert. Ganz bestimmt ...

    #229AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Nov 21, 13:46
    Comment

    Oooooh, wir werden alle islamisiert. Ganz bestimmt ...


    Nein, wirklich komplett falsch verstanden. Aber sowas von. Das ist keine Prognose, sondern das was ist, wenn der Islam zu Deutschland gehört (oder genauer Deutschland zum Islam, weil das andere gar keinen Sinn ergibt). Bitte versuche, sinnerfassend zu lesen.

    #230Authormordnilap (835133) 24 Nov 21, 13:53
    Comment

    Was denn jetzt? "Deutschland WIRD islamisch" ist keine "Prognose"?


    Bitte versuche, so zu schreiben, dass ein "sinnerfassendes Lesen" möglich ist.


    Inwiefern die Tatsache, dass "der Islam zu Deutschland gehört", zwingend dazu führen muss, dass "Deutschland islamisch" wird (ganz Deutschland? Nein, ein kleines tapferes Dorf am Westrand des Saarlandes leistet tapferen Widerstand), hast Du auch nicht mal ansatzweise "belegt".


    Zum Obstsalat gehören Äpfel. Das führt aber nicht dazu, dass es ein Apfelsalat wird.

    #231AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Nov 21, 14:00
    Comment

    Meine Güte, Bubb, natürlich ist das keine Prognose, sondern eine Bedingung.


    Wenn du deinen Fernseher aus dem Fenster wirfst, wird er nicht mehr funktionieren. Das ist keine Prognose, sondern beschreibt, was geschieht, wenn du was bestimmtes machst.


    Übe das nochmals mit dem sinnerfassenden Lesen.


    Wie schon ein paar mal erwähnt, macht der Satz "der Islam zu Deutschland gehört" keinen Sinn.

    #232Authormordnilap (835133) 24 Nov 21, 14:16
    Comment

    Whatever. Auf Leute, die augenscheinlich nicht in der Lage sind, verständliche Sätze zu formulieren, aber andere dann blöde anmachen, sie könnten nicht "sinnerfassend lesen", hab ich keinen Bock.

    #233AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Nov 21, 14:29
    Comment

    Darüber, ob das Problem jetzt im sinnerklärenden Schreiben von mordnilap oder im sinnerfassenden Lesen von Bubb (und mir, denn auch für mich macht der Satz Sinn, auch wenn ich ihn nicht sonderlich mag) liegt, werden wir keine Einigkeit erzielen. Das ist bei dem Thema und Diskussionen mit mordnilap auch nicht neu, also verzichte ich auf weitere Versuche. Die ganze Diskussion passt ja ohnehin nicht so richtig zum Fadenthema.

    #234Authorharambee (91833) 24 Nov 21, 14:30
    Comment

    Nach diesen wunderbaren Sätzen


    In der Bibel hat es durchaus starke Frauen. Man könnte fast sagen, alle Frauen, die in der Bibel vorkommen, sind stark.


    bin ich jetzt auch raus. Was soll man dazu noch sagen?

    #235AuthorGibson (418762) 24 Nov 21, 18:24
    Comment

    Bis Ende der 60er spielte der Islam in diesen Ländern (in den arabischen) kaum eine Rolle im öffentlichen Leben. Dort haben Linke und arabische Nationalisten die Politik geprägt. Erst danach wurde der Islamismus stärker./.../Die Islamisten sind nicht vom Himmel gefallen, sondern ein Produkt dieser Entwicklungsblockade. Die arabischen Staaten wurden immer repressiver und ökonomisch schwächer. Die islamistischen Parteien entwickelten sich zu einer Gegenmacht und haben dann in der Tat die humane Entwicklung gehemmt, weil der Islamismus auch Ängste in den Ländern selbst ausgelöst hat. Die andere Möglichkeit, nämlich eine liberal-bürgerliche Opposition, haben die arabischen Regime bewusst bekämpft. Über die Islamisten machten sie sich nicht so viele Sorgen, weil sie wussten, dass der Westen sich im Zweifelsfall für sie entscheiden würde. Schon Mubarak hat immer gesagt: "Ich oder das islamistische Chaos". Darum hat der ägyptische Präsident al-Sisi am meisten Angst vor jungen linken Studenten. Er könnte es nur schwer vor dem Westen rechtfertigen, gegen eine junge Frau ohne Kopftuch vorzugehen.


    Widersprechen sich Demokratie und Islam?


    Mudhoon Nein. Aus den islamischen Quellen heraus lässt sich kein bestimmtes politisches System ableiten. Der Gottesstaat ist eine historische Fiktion, eine Erfindung von Islamisten.



    https://rp-online.de/politik/ausland/warum-si...


    M.E. sollte mordnilap zumindest mal eine andere Meinung als seine gehört haben.

    #236AuthorReeva (908916) 24 Nov 21, 19:00
    Comment

    In Johannesburgs Geschichte wurde erstmals eine Frau ins Bürgermeisteramt gewählt:

    https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/joha...


    Den Tagesschauartikel finde ich ziemlich chaotisch geschrieben (kann auch an meinen Lesefähigkeiten liegen), aber ich lese heraus, dass sie im Stadtparlament keine eigene Mehrheit hat, so dass es, unabhängig von ihrem Geschlecht, nicht einfach für sie wird. Ist sicher keine überragend wichtige Meldung, aber ich finde es erfreulich, dass Frauen in Südafrika in wichtige Ämter kommen können. Auch in anderen afrikanischen Ländern sind ja Frauen in hohe Ämter (bis hin zur Präsidentschaft) gelangt, aber Alltag ist es sicherlich in den meisten Ländern nicht. In Kenia, wo ich mich ja etwas besser auskenne, gibt es auch nur wenige Beispiele. Die Kenianer, die ich kenne - egal ob männlich oder weiblich - glauben nicht, dass es in absehbarer Zeit eine Präsidentin geben wird.

    #237Authorharambee (91833) 24 Nov 21, 22:24
    Comment

    https://en.wikipedia.org/wiki/Nomaindia_Mfeketo

    Diese Frau hatte in Kapstadt das Bürgermeisteramt 2x inne, wenn ich das richtig nachlese. Da ich schon 35 Jahre lange weg bin, war mir das nicht bewusst. ... (Zumal ich, anders als harambee, auch einfach sehr selten aktiv nach Nachrichten aus S.A. schaue.) Von Helen Zille hatte ich aber schon gehört. ...

    #238AuthorBraunbärin (757733) 25 Nov 21, 08:24
    Comment

    Mal wieder Äthiopien und gleich zwei Entwicklungen, die mir Sorge bereiten:


    • Wir werden in Zukunft wohl nicht viel aus den Konfliktregionen hören, denn die äthiopische Regierung arbeitet intensiv daran, die Berichterstattung zur militärischen Lage zu verhindern: https://nation.africa/kenya/news/africa/ethio... (Der Artikel wird in einer Woche hinter einer Bezahlschranke verschwinden). Es wird aber sicherlich von allen Seiten Propagandaberichte geben, die mit der Wahrheit nur selten was zu tun haben werden.
    • Das folgende Interview, das natürlich nur die Meinung einer einzigen Äthiopierin widergibt, zeigt eine andere typische Entwicklung in derartigen Konflikten: Polarisierungen nehmen immer weiter zu und es fällt Menschen, die sich für eine friedliche Lösung aussprechen, immer schwerer, darüber zu reden, weil sie dann als unpatriotisch oder ähnliches eingestuft werden. Der Link führt zu einer Audio-Datei von der BBC. Keine weltbewegenden Neuigkeiten, aber es ist doch gerade der Alltag von einfachen Leuten, der unter solchen Konflikten leidet: https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47...
    #239Authorharambee (91833)  26 Nov 21, 17:14
    Comment

    Abiy Ahmed scheint Wort zu halten, dass er an der Front die Kämpfe selbst leiten will:


    https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47...


    Inzwischen ist die Meldung auf eine andere Seite verschoben worden, so dass der Link nicht mehr greift.

    Dann selbst gucken nach der Überschrift


    Ethiopia PM appears in combat gear after vowing to fight



    #240AuthorAnalphabet (1034545)  26 Nov 21, 17:47
    Comment

    A few NYT articles, and a few more current ones from DW, which seems to be putting out more news this week, while US media are apparently sleeping off their turkey dinners.


    _______________


    Where Afghanistan’s New Taliban Leaders Went to School

    Darul Uloom Haqqania in Pakistan argues that the madrasa and its graduates have changed. Some worry they could be the source of new radicalism. ...

    Darul Uloom Haqqania madrasa, one of Pakistan’s largest and oldest seminaries, has educated more Taliban leaders than any school in the world. Now its alumni hold key positions in Afghanistan.

    The school’s critics call it a university of jihad and blame it for helping to sow violence across the region for decades. And they worry that extremist madrasas and the Islamist parties linked to them could be emboldened by the Taliban’s victory, potentially fueling further radicalism in Pakistan despite that country’s efforts to bring more than 30,000 seminaries under greater government control.

    The school says it has changed and has argued that the Taliban should be given the chance to show they have moved beyond their bloody ways since they first ruled Afghanistan two decades ago. ...

    Sirajuddin Haqqani, 41, who led much of the Taliban’s military efforts and carries a $5 million bounty from the American government on his head, is the new acting interior minister of Afghanistan and an alumnus. So is Amir Khan Muttaqi, the new foreign minister, and Abdul Baqi Haqqani, the higher education minister. ...

    Many of the alumni adopt the name Haqqani as a symbol of pride. The Haqqani Network — the Taliban’s military wing, responsible for hostage taking of Americans, complex suicide attacks and targeted assassinations — is named after the madrasa and retains connections there.

    More than 4,000 students, mostly from poor families, attend the sprawling seminary, a collection of multistory concrete buildings in a small, riverside town just east of the city of Peshawar. Courses range from the memorization of the Quran to Arabic literature. ...

    Meanwhile, the usefulness of the madrasas has declined as Pakistani officials have more recently taken a more direct role in Afghanistan’s affairs, said Muhammad Israr Madani, an Islamabad-based researcher focusing on religious affairs.

    Amid those pressures, Pakistan’s government has tried a mix of financial support and behind-the-scenes prodding to dial down radicalism within the seminaries.

    The government of Prime Minister Imran Khan gave the Haqqania seminary $1.6 million in 2018 and $1.7 million in 2017 for “mainstreaming” it. The funds helped the madrasa construct a new building, a badminton court and a computer lab, among other projects. ...

    Haqqania has broadened its curriculum to include English, math and computer science. It demands full documentation from foreign students, including those from Afghanistan, and administrators said it adopted a zero-tolerance policy for anti-state activities.

    https://www.nytimes.com/2021/11/25/world/asia...


    Sex Ed, One Instagram Post at a Time

    Activists are using social media to do what Arab countries have failed to do: teach women about their bodies. They are aiming for nothing less than a cultural awakening. ...

    When Nour Emam decided to devote herself to educating Arab women about their bodies, the subject was so taboo that one of her first challenges was figuring out how to pronounce the word “clitoris” in Arabic.

    “I had never heard it,” said Ms. Emam, 29, a women’s health activist from Cairo. “No one uses it, so there’s nowhere to find the right way to say it.”

    After careful research, now she knows, and so do her hundreds of thousands of followers on social media, where she hosts one of the leading platforms for sex education in the Arab world.

    With formal schooling on sexuality minimal to nonexistent in much of the Middle East, and a patriarchal culture that has left many Arab women ignorant and ashamed of their own bodies, Ms. Emam and a growing number of activists have built online platforms to try to fill the gap.

    Using the internet to circumvent social taboos and government censorship, they are educating Arab women about their bodies, shattering myths and misinformation, and in some cases changing women’s lives.

    In Cairo, Ms. Emam, known by the web handle “motherbeing,” has posted hundreds of videos on Instagram and TikTok in which she discusses intimate subjects in a deliberately casual manner, sometimes while she’s cooking. She started a podcast on sexual and reproductive health in March; the first episode, on orgasms, drew tens of thousands of listeners.

    The website Mauj — a pan-Arab project run by women in several countries — publishes educational posts on sexual and reproductive health and sells mail-order vibrators, which are banned in many Arab countries.

    “Sex Talk in Arabic,” produced by a group of Arab women in the Middle East and expatriates, has drawn tens of thousands of followers on Instagram and Facebook for its sex ed graphics and videos and L.G.B.T.Q. advocacy. “Our main goal is to break down taboos and break down myths,” says its founder, Fatma Ibrahim, 32.

    Physicians like Dr. Sandrine Atallah, a sexologist in Beirut, Lebanon, and Dr. Deemah Salem, an OB-GYN in Dubai, United Arab Emirates, are taking to YouTube and Instagram to debunk myths and stereotypes about sexuality that are common throughout the region, like the belief that using a tampon takes away a woman’s virginity. ...

    The new social media platforms are stepping in to provide factual information and a woman’s point of view in an arena where patriarchal traditions, conservative religious doctrine and, more recently, online pornography have set the tone.

    While their approaches vary, most focus on education about female anatomy, sex and dismantling mores seen as harmful to women.

    One primary target is the religious belief that women have a duty to oblige their husbands’ every sexual desire, a duty rooted in the saying attributed to the Prophet Muhammad that “the angels curse” a woman who refuses her husband. The activists seek to replace this notion with a consent-based approach.

    Another bubble they aim to burst is the popular conception in the Middle East that attaches family honor to a woman’s virginity.

    https://www.nytimes.com/2021/11/18/world/midd...


    Protests Rock Solomon Islands: Here’s What’s Behind the Unrest

    Protesters tried to storm the prime minister’s residence, and he blamed the central government’s 2019 decision to switch allegiances to Beijing from Taipei for the violence.

    https://www.nytimes.com/2021/11/25/world/asia...

    阅读简体中文版

    https://cn.nytimes.com/asia-pacific/20211126/...


    3 Bodies Found Amid Violence in Solomon Islands

    The police were trying to determine if the charred remains found in the capital’s Chinatown district were linked to the protests, in which demonstrators set fire to buildings.

    https://www.nytimes.com/2021/11/27/world/asia...


    Idlib: Furcht vor dem Verfall der türkischen Lira

    Die türkische Lira ist im freien Fall - mit verheerenden Folgen für die Menschen in der syrischen Region Idlib, wie Khadija: Sie hat gleich zwei Jobs. Und die braucht sie auch, um die Familie versorgen zu können.

    https://www.dw.com/de/idlib-furcht-vor-dem-ve...


    Wie Ai Weiwei die Inhaftierung überlebte

    Ai Weiwei gilt als einer der berühmtesten lebenden Künstler. Seine Memoiren handeln nicht nur von seinem eigenen Leben, sondern auch von Chinas Geschichte

    https://www.dw.com/de/ai-weiwei-memoiren-berl...


    Chinesische Baustelle" in Serbien: Aktivisten sprechen von "Sklavenarbeit"

    Rund 500 vietnamesische Arbeiter bauen in Serbien die erste chinesische Reifenfabrik in Europa - unter unmenschlichen Bedingungen, sagen Aktivisten. Kein Geld, keine Pässe, kein warmes Wasser. Die Regierung widerspricht.

    https://www.dw.com/de/chinesische-baustelle-i...


    Armenien und Aserbaidschan nähern sich an

    Russlands Präsident Putin hat im Konflikt zwischen den verfeindeten Kaukasusrepubliken Armenien und Aserbaidschan vermittelt. Und das durchaus erfolgreich, wie es heißt.

    https://www.dw.com/de/armenien-und-aserbaidsc...


    Norwegischer Werbespot: Der Weihnachtsmann ist schwul

    In einem Werbespot der norwegischen Post trifft ein Mensch namens Harry den Weihnachtsmann. Sie verlieben sich. Die Geschichte hat einen ernsten Hintergrund.

    https://www.dw.com/de/schwuler-weihnachtsmann...


    #241Authorhm -- us (236141)  27 Nov 21, 14:08
    Comment

    Honduras


    Heute bzw. gestern ist / war über die Nachfolge des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernandez zu entscheiden, dessen Amtszeit von Korruptionsskandalen, wirtschaftlichen Fehlentscheidungen und schlechtem Corona-Management geprägt sind. Er wurde auch in Gerichtsverfahren wegen Drogenhandels, etwa gegen seinen Bruder, in den USA als Mittäter bezeichnet und muss, wenn die "falsche" Person die Wahl gewinnt, mit seiner Auslieferung rechnen.


    Beste Aussichten, seine Nachfolge anzutreten, hat Xiomara Castro, Ehefrau des 2009 gestürzten Präsidenten Mel Zelaya, die für einen demokratischen Sozialismus eintritt.

    Ein Konkurrent, Yani Rosenthal, hat schon drei Jahre in einem US-Knast verbracht wegen Geldwäsche aus Drogengeschäften.


    https://www.bbc.com/news/world-latin-america-...



    Neuseeland


    Toughe Politikerinnen gibt's dort.

    Jacinda Adern war erst als zweite Regierungschefin (nach Benazir Bhutto in Pakistan) während ihrer Amtszeit Mutter geworden, ohne die Regierungsgeschäfte zu vernachlässigen.

    Jetzt ist die hochschwangere Parlamentsabgeordnete Julie Anne Genter schnurstracks zum Kreißsaal geradelt.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-59450168


    Mexico


    In einer Lotterie, deren Gewinne an Einrichtungen der Kinderbetreung gingen, hatte ein Dorf das große Los gezogen: Für seine Kita gab es 20 Millionen Pesos / 950.000 US$, die allerdings von der örtlichen Mafia beansprucht wurden. Sie wollte damit Waffen kaufen, um sich gegen die Gang aus dem Nachbarort durchsetzen zu können.

    Die Druck auf die Familien wurde so groß, dass einige geflüchtet sind.


    https://www.bbc.com/news/world-latin-america-...



    DR Congo


    Die BBC hat entdeckt, dass Millionen US-$ an öffentlichen Geldern auf den Konten von Verbündeten des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila landeten.


    https://www.bbc.com/news/world-africa-59436588



    Barbados


    @Selima #147:


    Heute ist es soweit: Als Staatsoberhaupt wird Queen Elizabeth durch Queen Rihanna ersetzt.😄 Nein, die Amtsgeschäfte übernimmt in Gegenwart von Prince Charles die gewählte Präsidentin Sandra Mason.

    Ein Austritt aus dem Commonwealth of Nations ist aber nicht geplant.


    https://www.bbc.com/news/uk-59458431

    #242AuthorAnalphabet (1034545)  29 Nov 21, 01:52
    Comment

    Frankreich


    Fast fünfzig Jahre nach ihrem Tod ist Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Josephine Baker wegen ihrer Verdienste in der Résistance im Zweiten Weltkrieg und ihres bürgerrechtlichen Engagements in den Panthéon aufgenommen worden.


    https://www.bbc.com/news/world-europe-59468682


    Die Jüngeren unter uns, die mit dem Namen nichts anfangen können, bekommen eine fast 100 Jahre alte Aufnahme auf die Ohren, naja eher Augen:


    https://youtu.be/jEH6eDpjgRw


    China


    Geheimdokumente bestätigen die Vermutung, dass die Verfolgung der Uighuren und anderer Muslime durch Umerziehungslager und Zwangsarbeit auf die Staatsführung zurückgeht.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-china-59456541



    Botswana


    Freude in der LGBT-Community: Nach zwei Jahren hat ein Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil bestätigt, dass ein bereits verabschiedetes Gesetz nicht gegen die Verfassung verstößt. Dabei geht es um die Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Rechtsmittel gegen die ursprüngliche Entscheidung hatte die Regierung eingelegt!


    https://www.bbc.co.uk/news/live/world-africa-...

    #243AuthorAnalphabet (1034545) 30 Nov 21, 16:57
    Comment

    #242 Analphabet: Das habe ich heute früh auch mit Freude vernommen. Dass Rihanna aus Barbados kommt, weiß ich seither auch :-) Sie ist jetzt sogar ein "National Hero": https://www.theguardian.com/music/2021/nov/30...



    #244AuthorSelima (107) 30 Nov 21, 17:50
    Comment
    Thanks for the encouraging report from Botswana. Good news seems scarce these days.

    __________________


    Amanpour (CNN/PBS),
    11/30/21
    Christiane Amanpour:
    "We will repel, destroy and eliminate the enemy." Those are the stark words today from Ethiopia's Prime Minister Abiy Ahmed, the Nobel Peace Prize winner who's now on the war front, literally. His government is accusing U.S.-based terrorists and Western diplomats of conspiring to overthrow him.
    Since fighting broke out last year between government and rebel forces, thousands have been killed or pushed into famine-like conditions. Many others have fled to neighboring Sudan, which is mired in its own turmoil. Protesters there were met by tear gas today, amid the ongoing fallout from last month's military coup.
    Ethiopia and Sudan were once sources of hope in the Horn of Africa, but their sudden unraveling is threatening to destabilize the region and American-backed democracy projects. President Biden is taking notice. His secretary of state, Antony Blinken, was just in the region. And his longtime ally, Senator Chris Coons, who's focused on African issues, has met with Abiy.
    The Delaware Democrat joins me now from Washington. ...
    Sen. Chris Coons:
    President Biden ... renewed his personal direct message to me that he really hopes those of us in Congress who are actively engaged in supporting democracy and to trying to defend human rights will continue our efforts to pressure, frankly, both the coup leaders in Sudan and the combatants in Ethiopia to step back from the brink.
    I have introduced a bipartisan piece of legislation here that would sanction individuals in Ethiopia who are accelerating what is an increasingly ethnic-based conflict.
    And, Christiane, one of my great concerns, to look back at history, is that the Federal Republic of Ethiopia, a large nation of 110 million people, a multifaith, multilingual, multiethnic republic, may disintegrate the same way Yugoslavia did, with the same sort of tragic impacts in terms of human rights, hunger, and even possibly genocide.

    https://transcripts.cnn.com/show/ampr/date/20...
    https://edition.cnn.com/shows/amanpour

    ‘Like Fresh Meat’: Detailing Rampant Sex Harassment in Australia’s Parliament
    A sweeping report lays out a cloistered, alcohol-fueled environment where powerful men violated boundaries unchecked. ...
    Men strutting down corridors looking women up and down. Women carrying fake binders to block unwanted advances. Forcible touches, kisses, comments about appearance. Fears of speaking out.
    A sweeping review of the workplace culture in Australia’s Parliament paints a damning picture of widespread sexual harassment, with employees sharing harrowing stories of an alcohol-soaked atmosphere where powerful men blurred lines and crossed boundaries with impunity.
    The report, released on Tuesday,
    ( https://www.smh.com.au/interactive/hub/media/... )
    was commissioned by the Australian government in March, shortly after a former staffer’s account of being raped in Parliament House sent shock waves through Australia’s halls of power. It found that one-third of parliamentary employees — 40 percent of women — had experienced sexual harassment. About 1 percent of the more than 1,700 people who participated in the review said they had been the victim of attempted or actual sexual assault.

    https://www.nytimes.com/2021/11/30/world/aust...

    ‘Our Money Has No Value’: Frustration Rises in Turkey at Lira Crisis
    President Recep Tayyip Erdogan’s insistence on directing monetary policy and sticking with low interest rates is draining confidence, economists say. ...
    Lines outside bread stores and gas stations; farmers defaulting on loans; impromptu street demonstrations. The signs of economic distress in Turkey are all too clear as the lira continues a dizzying slide.
    Sporadic protests have broken out around Turkey and the opposition parties have called for a series of rallies to demand a change of government after the lira crashed sharply last week. The latest week of turmoil follows months of worsening economic conditions for Turkish citizens. The currency has lost more than 45 percent of its value this year, and nearly 20 percent in the last week, continuing its downward trend on Tuesday. ...
    Scores of people have been detained for joining street protests. The police detained 70 people in several districts of Istanbul last Wednesday ...
    Opposition parties have renewed their call for the government to resign and for Mr. Erdogan or Parliament to call early elections. Yet they are in a bind, without the seats in Parliament to force a vote for early elections and wary of triggering unrest that could prompt Mr. Erdogan to impose a state of emergency, which would suspend normal democratic procedures.
    Mr. Erdogan, who is sliding in the polls, will not call elections before they are scheduled in June 2023, a political ally, Devlet Bahceli, leader of the Nationalist Movement Party, said last week. In the meantime, Mr. Erdogan ratcheted up the pressure on his opponents by detaining Metin Gurcan, a military and political analyst and a leading member of an emerging opposition party, DEVA, on charges of espionage.

    https://www.nytimes.com/2021/11/30/world/euro...

    In a Nonbinary Pronoun, France Sees a U.S. Attack on the Republic
    When a French dictionary included the gender-nonspecific “iel” for the first time, a virulent reaction erupted over “wokisme” exported from American universities. ...
    Le Petit Robert, rivaled only by the Larousse in linguistic authority, chose to add “iel” — a gender-neutral merging of the masculine “il” (he) and the feminine “elle” (she) — to its latest online edition. Jean-Michel Blanquer, the education minister, was not amused. ...
    France, a country where it is illegal for the state to compile racial statistics, is particularly on edge over the rise of American gender and race politics. President Emmanuel Macron has warned that “certain social science theories entirely imported from the United States” may be a threat. Mr. Blanquer has identified “an intellectual matrix” in American universities bent on undermining a supposedly colorblind French society of equal men and women through the promotion of identity-based victimhood. ...
    Neologisms like “antivax” and “passe sanitaire” (health pass) do enter the lexicon with some regularity, but the Académie française,founded in 1634 to protect the French language, remains a vigilant guardian of linguistic purity against what one member called “brainless Globish” a couple of years ago.

    https://www.nytimes.com/2021/11/28/world/euro...

    Small children are climbing 60-foot trees to harvest your açaí ...
    To pick the sought-after fruit, Brazilians ascend trees equipped with nothing more than knives and swatches of burlap to protect their bare feet. Because the trunk is tall and thin, and because the weight of an adult can snap it, often those who make the climb are children. ...
    The injuries that befall açaí pickers — known here as “peconheiros” — are routine and serious: bone fractures, accidental knife wounds, venomous snake and spider bites. Some end up paralyzed. Others are killed. Some peconheiros go out and never return — such as two boys, ages 13 and 14, lost this year in the forests of Amapá state. All in pursuit of a rock-hard, fibrous fruit that’s known here as “black gold.”
    Fueled by claims of extraordinary health benefits, slick marketing and influential promoters, açaí has in recent years become one of the trendiest foods in the world. Pitted and pulped, the fruit is the deep-purple fixture of smoothies most everywhere. It has become especially popular in the United States, the largest açaí consumer outside of Brazil, where it’s a viral star on Instagram and celebrated by health and wellness enthusiasts. Analysts predict the global market, valued at $720 million in 2019, could exceed $2 billion by 2026. ...
    The fruit the boy collects forms the base of his diet and that of everyone he knows. For centuries, families like his have scurried up açaí trees to wrest free thickets of dripping berries. The skin of the fruit — the only edible part — is removed and processed with river water to yield a nutrient-dense pulp, which accompanies just about every meal. If they haven’t eaten açaí, people here say, they haven’t eaten.
    Unusually rich in antioxidants and healthy fats, the fruit migrated to Brazilian cities, where it became popular among athletes. Then it spread further ...
    Açaí spoils almost immediately. It ideally needs to be transported, processed and frozen within two days of its harvest. That leaves farmers with little negotiating power. They often must sell to the first middleman, which lowers the price to a few cents per kilo and makes it nearly impossible for farmers to harvest their way out of poverty.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/11/...

    Tel Aviv overtakes Hong Kong, Paris and Zurich as most expensive city to live in
    Surge up the table partly due to the strength of the national currency against the dollar, as well as increases in prices for transport and groceries

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/01...

    #245Authorhm -- us (236141) 01 Dec 21, 11:15
    Comment

    Indien


    Keine Ausrede mehr für Analphabeten, wenn selbst Leoparden von Bildungshunger erfasst sind.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-india-59503874



    (The) Gambia


    Einmalig ist die Stimmabgabe bei politischen Wahlen: Für jede:n Partei / Kandidaten:in wird eine Büchse aufgestellt, in die der / die Wahlberechtigte einen Klicker wirft. Gewonnen hat der- / diejenige, in dessen / deren Büchse sich die meisten Murmeln befinden.


    https://www.bbc.com/news/world-africa-59476637


    Wäre vielleicht eine Alternative für den sonst üblichen Wahlvorgang, der Unmengen an knappem und teurem Papier beansprucht.

    #246AuthorAnalphabet (1034545) 02 Dec 21, 12:02
    Comment
    Ach kuck ma, schon wieder ein neuer Kanzler. Ein Drei-Kanzler-Jahr...

    https://orf.at/stories/3238799/

    "NACH KURZ-RÜCKZUG
    Kanzler Schallenberg stellt Amt zur Verfügung
    Alexander Schallenberg (ÖVP) stellt sein Amt als Bundeskanzler zur Verfügung. Das kündigte er am Donnerstagabend an, nachdem sein Kanzler-Vorgänger Sebastian Kurz (ÖVP) den Rückzug aus der Politik bekanntgegeben hatte. Nun stellt sich die Frage, wer neuer Kanzler wird, im Gespräch ist unter anderen Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)."

    Also dann brauchen wir einen neuen Innenminister, und sicher bald einen neuen Finanzminister. Denn Kurz-Freund Blümel wird sich nicht mehr lange halten.
    #247Authortigger (236106) 02 Dec 21, 20:22
    Comment

    2019 hatten wir auch schon eines …

    #248AuthorCarullus (670120) 02 Dec 21, 20:34
    Comment
    Und zack, zack, zack ist Blümel auch zurückgetreten.
    #249Authortigger (236106) 02 Dec 21, 20:57
    Comment

    Meine Güte, tigger, carullus , nehmt eure Politiker doch mal bissel in acht. Den Job will doch sonst keiner.

    ;-)

    #250AuthorSchw4rzbeere (949126) 02 Dec 21, 21:05
    Comment
    Ja was können wir denn dafür, dass die sich dauernd selbst demontieren.
    Alexander van der Bellen hat sich das auch anders vorgestellt mit dem Bundespräsidentenamt!
    #251Authortigger (236106) 02 Dec 21, 22:09
    Comment

    Felix Austria, Abb. ähnlich

    #252Authorrenateheinz (1125123) 02 Dec 21, 23:20
    Comment
    Noch 3 Bundeskanzler dann ist Weihnachten😇



    Ist Van Der Bellen der führende Bundespräsident in Bezug auf Anzahl an Ministervereidigungen?
    #253Authorsenseless.at (777729)  03 Dec 21, 15:37
    Comment
    In der 2. Republik bestimmt...
    In der Ära Merkel hatten wir also 10 Bundeskanzler, davon einen doppelt, und eine Frau.
    Bemerkenswert übrigens auch die Anzahl der Kinder, die Ministerinnen und Minister in letzter Zeit bekommen haben.
    #254Authortigger (236106)  03 Dec 21, 20:05
    Comment
    Most of our foreign news the last few days has focused on border tensions in Ukraine and Omicron in southern Africa, but other news is still happening elsewhere, sadly.

    _______________

    Ethiopia closes schools to boost civil war effort ...
    Ethiopian authorities have closed all secondary schools so pupils can harvest crops for those on the frontline of the civil war, state-affiliated media says.
    The closure will last for one week, according to the education minister.
    More than 2 million pupils were already out of school due to the war which started in the northern region of Tigray last year, the government says.
    As the fighting intensifies, government troops say they are taking towns from the Tigray rebels.
    On Wednesday state forces announced they had recaptured the historic town of Lalibela, which contains churches that are Unesco world heritage sites.

    https://www.bbc.com/news/world-africa-59524707

    The drought ravaging East African wildlife and livestock ...
    At least 26 million people are struggling for food following consecutive poor rainfall seasons in the Horn of Africa.
    Drought conditions in northern Kenya, much of Somalia and southern Ethiopia are predicted to persist until at least mid-2022, putting lives at risk.
    The situation is already so bad that wild animals are dying in their hundreds and herders are reporting losses of up to 70% of their livestock.
    The BBC’s senior Africa correspondent Anne Soy reports from Wajir in northern Kenya.

    WARNING: This video contains images of dead animals which some people may find distressing.
    https://www.bbc.com/news/av/world-africa-59513118

    Migrant crisis: The Channel beaches that host a lethal trade in human hope ...
    The brutal journeys migrants make across the Channel are book-ended with beaches that tell the story of the crisis: from guerrilla-style smuggling operations among the French dunes to streams of soaking passengers washing ashore in Kent.
    Hidden in the scrubby sand of the dunes of northern France are the calling cards of an international criminal industry: a discarded life-jacket, a rucksack, a petrol canister.
    It is an industry that is sophisticated enough to commission specially-made boats and transport them across EU borders, but crude enough to hide clients for hours in scrubland before packing them on board.
    On Wednesday, 27 people were confirmed dead after their inflatable boat capsized - by far the worst tragedy since these crossings began. But the very next morning, more vessels left France's northern shores for England, packed with people undeterred by the horror of what had happened the day before.

    https://www.bbc.com/news/world-europe-59419963

    In Afghanistan, ‘Who Has the Guns Gets the Land’
    A decades-long fight over land has been reinvigorated as Taliban leaders look to reward their fighters with property, even if that means evicting others. ...
    For decades, roughly a thousand families called the low-slung mud-walled neighborhood of Firqa home. Some moved in during the 1990s civil war, while others were provided housing under the previous government.
    Soon after the Taliban takeover on Aug. 15, the new government told them all to get out.
    Ghullam Farooq, 40, sat in the darkness of his shop in Firqa last month, describing how armed Taliban fighters came at night, expelling him at gunpoint from his home in the community, a neighborhood of Kandahar city in southern Afghanistan.
    “All the Taliban said was: ‘Take your stuff and go,” he said.
    Those who fled or were forcibly removed were quickly replaced with Taliban commanders and fighters.
    Thousands of Afghans are facing such traumatic dislocations as the new Taliban government uses property to compensate its fighters for years of military service, amid a crumbling economy and a lack of cash. ...
    The country is slightly smaller in land area than Texas, with a population that has grown in past decades to around 39 million people. Yet, only one-eighth of Afghanistan’s land is farmable and shrinking under a crippling drought and changes wrought from climate change.
    Today’s land disputes in Afghanistan can be largely traced to the Soviet-backed regime that came to power in the late 1970s, which redistributed property across the country. This quickly fueled tensions as land was confiscated and given to the poor and landless under the banner of socialism.
    Land redistribution continued to play out, first during the civil war in the early 1990s, and then under the rise of the Taliban. After the U.S. invasion in 2001, those same commanders who were once defeated by the Taliban went about distributing and stealing landonce more, this time with the backing of the newly installed U.S.-supported government. American and NATO military forces contributed to the problem by seizing property for bases and doing little to compensate landowners. ...
    “The greatest issue for the Taliban going forward will be to deal with land documentation and legalization,” said Fazal Muzhary, a former researcher at Afghanistan Analysts Network, a policy research group, who focused on land ownership in Afghanistan. “So when the Taliban want to legalize or demarcate lands, they will also need to take back the lands from people who grabbed them in any period, in the 70s, 80s, 90s, 2000s and so on. This will be very challenging for them.”
    In central Afghanistan, property disputes of another nature are playing out: the marginalization and displacement of ethnic minorities in order to seize their arable land. Taliban leaders have long persecuted and antagonized the Hazaras, a mostly Shiite minority, and in recent months, the new government has watched as local strongmen evicted hundreds of families. ...
    Such displacements have upended more than a dozen villages in central Afghanistan, affecting more than 2,800 Hazaras, according to a Human Rights Watch report.
    In recent weeks, local courts have overturned some seizures, allowing some families to return. But for most, the evictions have been traumatic.

    https://www.nytimes.com/2021/12/03/world/asia...

    A Slow-Motion Climate Disaster: The Spread of Barren Land
    Brazil’s northeast, long a victim of droughts, is now effectively turning into a desert. The cause? Climate change and the landowners who are most affected. ...
    ... local residents, faced with harsh economic realities, have also made short-term decisions to get by — like clearing trees for livestock and extracting clay for the region’s tile industry — that have carried long-term consequences. ...
    Desertification is a natural disaster playing out in slow motion in areas that are home to half a billion people, from northern Chinaand North Africa to remote Russia and the American Southwest.
    The process does not generally lead to rolling sand dunes that evoke the Sahara. Instead, higher temperatures and less rain combine with deforestation and overfarming to leave the soil parched, lifeless and nearly devoid of nutrients, unable to support crops or even grass to feed livestock.
    That has made it one of the major threats to civilization’s ability to feed itself. ...
    Brazil’s northeast, the world’s most densely populated drylands, with roughly 53 million people, is among the most at risk. The region is known for droughts and poverty, inspiring novels about destitute field workers forced to abandon the land, as well as a genre of music, Baião, in which accordion-backed lyrics tell of the difficult life here.
    But things are becoming worse. The region had its longest drought on record from 2012 through 2017, and this year, another drought desiccated much of Brazil.
    In August, the United Nations’ latest major report on climate change said Brazil’s northeast faces rising temperatures, a sharp decline in groundwater, and more frequent and intense droughts. Satellite images and field tests show that 13 percent of the land has already lost its fertility, while nearly the rest of the region is at risk. ...
    In the Seridó region, a collection of dusty towns, family farms and industrial factories, the residents’ own impact on the land is most clearly illustrated by the rise of the ceramics industry.
    In the early 1980s, local businessmen saw an opportunity in the frequent droughts. When reservoirs and rivers evaporated, they exposed the nutrient-rich clay at the bottom, perfect for manufacturing the red roof tiles popular in much of the country.
    Those entrepreneurs began paying landowners for their mud, and in a few years, dozens of ceramics plants employed hundreds of people. Parelhas, population 21,000, built a metal arch over the main road into town, announcing it as the “Tile Capital.” ...
    For an area long dependent on crops and livestock, ceramics were an economic jump start. But in time, the consequences became clear. Factories make the tiles by mixing water with clay, and then firing the result in a wood-burning oven. All those ingredients — water, wood and clay — are in short supply here. ...
    Aldrin Perez, a Brazilian government scientist who tracks desertification, said it takes 300 years to deposit one centimeter of soil, while ceramics companies take three to five feet of soil each time they extract clay. “In seconds, they destroy meters of depth that were formed over millions of years,” he said.

    https://www.nytimes.com/2021/12/03/world/amer...


    #255Authorhm -- us (236141) 04 Dec 21, 04:27
    Comment

    Nochmal Äthiopien:


    Es kann kaum überraschen, dass China fest hinter der äthiopischen Regierung steht und sich gegen jegliche Einmischung in die internen Angelegenheiten des Landes ausspricht:


    https://www.theeastafrican.co.ke/tea/rest-of-...


    Ausschnitt:


    “China’s confidence in the government of Ethiopia to stabilise situations in the country is demonstrated through my visit to Ethiopia today and China’s restraint from blindly accepting the alarmist calls of the evacuation of citizens from Addis Ababa,” the readout added.

    The Ethiopian government sees Wang’s visit as a crucial rubber-stamp to its authority, given the latest pressures from the West, including the European Union, for PM Abiy to sit down with the TPLF and talk.


    Recht haben die Chinesen sicherlich, wenn sie fordern, dass nicht nur auf die äthiopische Regierung, sondern auch auf auf die TPLF Druck ausgeübt werden soll. Ein gewisser harambee schrieb schon im Juli in related discussion: Neuigkeiten vom Rest der Welt 4 - #5 :


    Wie so oft ist die Rolle der wirklich Guten auch in diesem Konflikt vermutlich unbesetzt.

    #256Authorharambee (91833) 04 Dec 21, 11:41
    Comment

    harambee, Dir haben ziemlich sicher am Donnerstag die Ohren geklingelt. Da kam ein ganzer Bericht über Dich in einer Reihe von Beiträgen zum Thema Freigiebigkeit in anderen Ländern.

    ###############

    In der SZ war am WE ein Artikel zu den Unabhängigkeitsbestrebungen in Neukaledonien. Zwei Abstimmungen waren noch für den Verbleib bei Frankreich. Die dritte und letzte Abstimmung ist für den 12.12. angesetzt. Die Befürworter der Unabhängigkeit, hauptsächlich Nachkommen der Ureinwohner (Kanaken), haben nach letzten Umfragen nur noch knapp ein paar Prozente zu wenig und waren sehr hoffnungsfroh, dieses Mal erfolgreich zu sein. Allerdings ist der kommende Termin für sie extrem ungünstig, weil weil Covid vor 3 Monaten auf Neukaledonien ankam und v.a. diese Bevölkerungsgruppe betroffen ist. Sie fordern deshalb eine Verschiebung des Termins und drohen mit Boykott. Frankreich hält am festgesetzten Termin fest.

     

    https://www.sueddeutsche.de/politik/frankreic... (leider €)

    https://www.derstandard.at/consent/tcf/story/...

    #257AuthorSelima (107)  05 Dec 21, 12:07
    Comment

    harambee, Dir haben ziemlich sicher am Donnerstag die Ohren geklingelt. Da kam ein ganzer Bericht über Dich in einer Reihe von Beiträgen zum Thema Freigiebigkeit in anderen Ländern.


    Ich stehe komplett auf dem Schlauch. Wovon schreibst Du?? Wo kam ein solcher Bericht?

    #258Authorharambee (91833) 05 Dec 21, 12:40
    Comment

    Die Ostafrikakorrespondentin berichtete über "harambee" dorten, wenn sich alle, wenn auch vielleicht nur mit einem minimalen Beitrag beteiligen, wenn für irgendwen oder irgendwas in der Gemeinschaft gesammelt wird. Also nicht über Deine Person, sondern Deinen hiesigen nick name.

    #259AuthorSelima (107)  05 Dec 21, 12:54
    Comment

    Ach so, jetzt verstehe ich (-: War es wieder Antje Diekhans? Der Bericht ist völlig an mir vorbeigegangen.

    #260Authorharambee (91833)  05 Dec 21, 13:01
    Comment

    Vermutlich. Es war auch nur ein kleiner Beitrag im morgendlichen Magazin des BR. Daher gab's dazu keine Ankündigung.

    #261AuthorSelima (107) 05 Dec 21, 13:10
    Comment
    Always nice to hear good news of harambee, or of Africa for that matter. (-:

    I have been dismayed that the plight of the Haitian migrants in Mexico and South America has largely dropped out of the news. That made recent reports like these all the more moving.

    I'm at least a little relieved that the Biden administration, whether through Harris or other intermediaries, at least seems to have negotiated a way to get Mexican work permits granted to at least some Haitians.

    __________________

    Haitians begin a new life in Mexico, as a makeshift border shelter near Del Rio closes ...
    For two months, a former dance hall in Acuña, Mexico — one mile from the Del Rio International Bridge — served as a concrete makeshift shelter for hundreds of Haitians who decided not to risk crossing into the United States for fear of being sent home.
    Armed guards once stood outside the shelter where Haitians, including many small children, ate, suffered disease and slept in tents while deciding what was next for their families. Many had traveled thousands of miles and spent their entire savings in an effort to reach the United States, but decided not to cross into the country after hearing that families were being flown back to Haiti by U.S. officials.
    The makeshift shelter shut down in late November, but for some Haitians that stayed there, its closure has led to new doors opening in Mexico: they’ve been given temporary work visas by officials and the opportunity to seek asylum in Mexico.
    “When the Americans rejected us, they (Mexicans) took us in,” said Quettlie Fanfan, a Haitian asylum seeker in Spanish, “I don’t have words to express my gratitude.”
    She and her husband were in chipper moods as they tended to their two young children on their last day in the Acuña migrant shelter. They were headed to Torreón, Mexico where they planned to look for housing and jobs, with the support of the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) and local groups. ...
    The United States had flown 8,898 people back to Haiti since Sept. 19 on 85 different incoming flights, according to figures from late November compiled by the International Organization for Migration statistics. Nearly 20 percent of the people returned are children.
    U.N. human rights experts have condemned the Biden administration’s mass expulsion of Haitians as a likely violation of international refugee and human rights law.
    The U.S. is sending Haitians back to their home country under Title 42, a public health law that has been used to deny people of many nationalities the opportunity to plead their asylum case based on the argument that migrants pose a health threat during COVID-19. The policy originated under then-President Donald Trump and has continued under President Joe Biden, though the Biden administration did allow some Haitians to temporarily enter the U.S. to seek asylum.
    On a separate track, the Biden administration this week moved to put back in place the Trump-era “Remain in Mexico” policy requiring migrants to stay in that country as they await immigration hearings. Biden has sought to end the policy, but a federal judge appointed by Trump ordered that it be reinstated, subject to an agreement with Mexico.
    Tens of thousands of Haitians, after living in Chile and Brazil, decided to make their way for the United States during 2021, a dangerous journey that includes traveling on foot through the mountainous forest of northern Colombia and Southern Panama.
    Panamanian immigration officials counted more than 75,000 Haitians crossing their southern border without authorization through October 2021. More Haitians have been apprehended while crossing north into Panama this year than in the entire previous decade, indicating a remarkable influx of Haitian migrants heading toward the U.S. ...
    In October 2021, the number of Haitians encountered by U.S. Customs and Border Protection at the Southwest border plummeted to around 900, compared to the more than 17,000 people found in September, when a massive camp with squalid conditions quickly developed underneath the Del Rio International Bridge. Images of Customs and Border Protection officers on horseback attempting to contain migrants as they stepped ashore prompted outrage among Democrats and a promise from President Joe Biden that “there will be consequences.”
    Despite that drop, in October, authorities in Panama clocked more than 17,000 Haitians crossing their southern border headed north, according to officials. ...
    Now, through a reintegration program supported by the UNHCR, buses have taken willing Haitians to the Mexican cities of Saltillo and Torreón to be issued temporary work visas, start their asylum cases and start working.

    https://www.houstonchronicle.com/news/houston...

    'Never did I face a struggle like that': Haitian migrant escapes Del Rio border crisis ...
    John Lafontant had lost his wallet.
    Gone were his last 500 pesos, or roughly $25 in cash; a Border Patrol-issued number that held his place in what he thought was a line to seek asylum in the U.S.; and a tiny card with his brother’s address in West Palm Beach, Florida.
    Despair welled up in the most desperate of places.
    Lafontant, 33, had spent the last 48 hours in a sprawling migrant encampment in Del Rio, Texas, in mid-September. Thousands of Haitians had found safe passage and a chance at a life in the United States through Del Rio in previous months; their success spurred Lafontant and others to try, as well. ...
    Nothing prepared him for the welcome he found: more than 14,000 people, including families with children, waiting outdoors for days or weeks without adequate shelter, food or potable water but with Border Patrol tickets in hand.
    “I thought the U.S. would receive a migrant another way,” he said. “But receive us like a dog, like a pig? Not like that. Not like that.”
    He had arrived too late. Corralled in squalid conditions on U.S. land between the Rio Grande and the border wall, the encampment flew in the face of the Biden administration's promise that the country could have "an orderly, secure, and well-managed border while treating people fairly and humanely."
    The national political uproar — a mix of anger from the left over the treatment of Black migrants and frustration from the right at the number of migrants seeking entry — drove the administration to crack down, hard.
    They would send the Haitian migrants back to Haiti, a country plunged deep into political chaos and violence. U.S. Customs and Border Protection reported processing more than 6,800 Haitians in September and October under the Title 42 pandemic rule that allows the government to return migrants to Mexico or their country of origin. ...
    After two nights sleeping on cardboard in the camp, sleeping in the Texas humidity, he woke up trembling with a fever.
    Still, he lined up for another Border Patrol number and held on to the new red-and-white ticket like something in a raffle to be lost or won. Agents were calling up more people each day, pulling them out of the camp and into custody. To what end, he didn't know.
    Then his brother called with an urgent message.
    “He told me, ‘They are deporting people! Get back to Mexico,’” Lafontant said.
    “I went back so they didn’t deport me, too," he said. "But all of the friends I knew in the camp were deported to Haiti with their women, their children, everyone.”
    Lafontant, gentle and gregarious, had left Haiti nearly a decade before.
    He learned Spanish in the Dominican Republic: “I’m no professor,” he said, “but I can defend myself.” He worked a grueling job in Chile, pouring the preservative sulfur dioxide into vats of wine. He had crossed 10 countries overland to reach the U.S. border and still could laugh about the many indignities on the journey — a survival instinct.
    It was while working at the Chilean winery, alongside dozens of other Haitian laborers, that he first heard about the border crossing between Ciudad Acuña and Del Rio in 2020 in the middle of the COVID-19 pandemic.
    He had worked the job for three years and believed the sulfuroso, a chemical listed as sulfites on bottles of wine, “damages the lungs, it damages everything. If you smell it, it can kill you. If it gets in your eye, you can lose your eye. It’s dangerous.” ...
    Briefly a South American land of opportunity for Haitians, life in Chile had become harder. The right-wing government of Sebastián Piñera was cracking down on immigrants, refusing to renew visas and work permits granted under the previous, left-leaning administration of Michelle Bachelet. The pandemic dried up many of the jobs available to the newcomers.
    Word spread person to person, on Facebook and WhatsApp that there were opportunities in Mexico — and potentially in the U.S.
    Dozens, eventually hundreds and then thousands, of Haitian people began trying their luck at the crossing between Ciudad Acuña and Del Rio. Many were granted an opportunity to make their case to stay in the U.S. ...
    A few of his 19 brothers and sisters had emigrated to the U.S. in years past; one brother reached the U.S. border but decided to make a life in Tijuana, at Mexico's northwestern frontier. Lafontant and his brother in Tijuana shared a religion as Seventh Day Adventists, but Lafontant was quick to say that he has never left his fate entirely in God's hands. ...
    On May 23, he got on a bus to Bolivia. The route he would take north to Ciudad Acuña had been mapped in
    mensajitos, in messages over social media, by an ever-growing network of migrants who had made the journey before him.
    Nine countries later, he arrived in Tapachula, Chiapas — Mexico's own Ellis Island.
    What it took to get there: More buses than he can remember. Walking four days through mountainous jungle linking Colombia to Panama. Facing criminals who robbed him and did worse to many others. 
    “I spent a month on the road,” he said. “It is truly dangerous. When someone can’t walk anymore, the river takes them. I only lost two toenails, but many people die. Many people die.”
    Through the spring and summer, thousands of Haitians were making the journey from Chile to Mexico at great financial and personal sacrifice. Tapachula was full of those who had survived the journey, everyone in need of the same things at once: shelter, a job and legal documents to work and travel in Mexico. ...
    In September, when Lafontant successfully made it out of Tapachula, the U.S. reported encountering 17,638 Haitians at the Southwest border. The majority of them, including Lafontant, had gone to Del Rio.
    He arrived at the Ciudad Acuña bus station just after dawn on Thursday, Sept. 16, and took a taxi to the river's edge.
    On the other side he found a city in the dust.
    People were wading by the hundreds through the Rio Grande to the U.S. They built lean-to shelters with stalks of Carrizo cane, an invasive species growing wild. They draped blankets and clothes to fashion roofs and laid cardboard for the floor. Those with means and foresight popped up nylon tents. There wasn’t enough food or fresh water. People were bathing in the river and going to the bathroom on the ground, before the U.S. government eventually brought in portable toilets and potable water.
    “Never in my life did I face a struggle like that — never,” he said.
    Those on a migrant's journey often say they go with God, that their faith gives them the endurance to survive adversity. Haitians came fortified, too, with the power of their history, hailing from a country founded by former slaves who liberated themselves. They rebelled against a colonial power, won and founded their own nation. 
    Lafontant held onto a belief that the U.S. would greet Haitians as a people who had fought for their independence, as Americans had.
    “We may be the poorest nation but the greatest history of Haiti, everyone knows,” Lafontant said. “The U.S. should receive us for the history we made.”
    Lafontant dove into the encampment’s makeshift economy, crisscrossing to Mexico for food, bottled water and diapers to sell in the encampment for a fee ― earning the 500 pesos tucked in the wallet he lost. ...
    The Biden administration began sealing off the route that had drawn so many to the rural Texas crossing.
    The Department of Homeland Security shut down the Del Rio port of entry on Friday, Sept. 17, closing the international bridge to traffic. On Saturday, Sept. 18, the agency issued an advisory: It would "accelerate the pace and increase the capacity of removal flights to Haiti" over the next 72 hours. The administration drew on the powers afforded it under Title 42, the rule still in effect that allows the government to quickly expel migrants, including asylum seekers.
    Multiple repatriation flights began departing daily, leaving El Paso, San Antonio and other Texas airports.
    “I can’t go back to Haiti,” he said.
    Things weren't getting better in his country, which had plunged into chaos following the July assassination of President Jovenel Moïse. The government at every level had disintegrated. Gangs were running the streets of the capital city of Port-au-Prince. The State Department in November would issue a dire security alert urging U.S. citizens to leave the country and warning them that the government would be unable to help them if they stayed.
    “There is no security," he said. "If they can kill the president of the country, with all his armed guards, what of regular men?” ...
    Lafontant called friends in Chile and relatives in the U.S. to scrounge up the bus fare to Mexicali via Monterrey, a regional transportation hub. The ticket cost 2,362 pesos, or $115, plus another 330 pesos, or $16, for the last leg to Tijuana. He spent everything he had on the bus tickets. It was Tuesday, Sept. 21. He hadn't eaten in three days.
    A bus driver took pity on him, gave him money for a meal — the low point, Lafontant said. He can't forget what it felt like to be that hungry.
    One week later, he had a place to sleep in a room off a Seventh Day Adventist Church undergoing a messy remodeling in a hilly working class neighborhood on the city's east side. He found a job at a
    maquiladora factory polishing metal for automotive and industrial parts.
    He worked 5:45 a.m. to 3:45 a.m. five days a week for 2,000 pesos, or about $100.
    He burst out laughing at the absurdity: $400 for a month's work in a city where rent easily runs that much and more.
    But no one in Tijuana bothered him or called attention to the color of his skin. Mexico's perennial immigration crackdowns — focused on preventing migrants from reaching the U.S. border — often exempted Tijuana, which had become something of a safe haven. Thousands of Haitians before him had set down roots in the city ...
    Lafontant organized his papers to present again to COMAR. For now, he was starting life over in Mexico.

    https://www.elpasotimes.com/in-depth/news/202...
    #262Authorhm -- us (236141) 06 Dec 21, 05:05
    Comment

    Ruanda


    Nomen est omen - manchmal aber auch nicht.


    Der ehemalige Leiter des Knasts in der Hauptstadt Kigali wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er mit seinem Stellvertreter und einem Insassen das Kreditkartenkonto eines anderen Häftlings geplündert hatte.


    Der Mann heißt Innocent Kayumba.


    https://www.bbc.co.uk/news/live/world-africa-...



    Sudan


    Die Spannungen zwischen den Volksgruppen in der Provinz Darfur haben in letzter Zeit wieder zugenommen, wobei kein Anlass zu gering ist, sich in die Haare zu geraten. Jetzt gab es bei einem Streit um ein Handy 50 Tote.


    https://www.bbc.co.uk/news/live/world-africa-...


    Gambia


    Inzwischen liegen die Ergebniss der Präsidentschaftswahl vor. Gewonnen hat der Titelverteidiger Adama Barrow.


    https://www.bbc.com/news/world-africa-59542813


    Myanmar


    Während des Prozesses gegen Aung Sang Suu Kyi haben die Proteste gegen die Militärjunta wieder an Fahrt gewonnen.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-59540695


    Suu Kyi ist inwischen zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-59544484


    Kanada


    Entsetzen pur: Weil Ahornsirup knapp wird, muss jetzt sogar die eiserne Reserve angezapft werden.


    https://www.bbc.com/news/world-us-canada-59555141


    #263AuthorAnalphabet (1034545)  07 Dec 21, 01:17
    Comment

    Angie has left the building.

    #264Authorjo-SR (238182) 08 Dec 21, 13:39
    Comment

    ... those are her footprints, right there?


    Du meinst, sie gehört jetzt zum Rest der Welt?

    #265AuthorSelima (107) 08 Dec 21, 13:46
    Comment

    Ja ab sofort. Elder Statesmen, Ehrendoktorate, Lectures, rund um den Globus. Es gilt der Rentnergruß.

    #266Authorjo-SR (238182) 08 Dec 21, 13:50
    Comment

    Kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das machen wird. Ich glaub, sie wird was ganz Unerwartetes tun. Vielleicht auch einfach nichts.

    #267AuthorSelima (107) 08 Dec 21, 13:52
    Comment

    Und ihr 9-Mitarbeiter-Büro? Wimmelt dann einfach alle Anfragen ab und dreht Däumchen?

    #268AuthorCarullus (670120) 08 Dec 21, 15:11
    Comment

    Stimmt. Aber ganz ehrlich: Mich bewegt das nicht sehr, welche Zukunftspläne Frau Merkel hat. Es gibt Wichtigeres.

    #269AuthorSelima (107) 08 Dec 21, 16:02
    Comment
    There have been several articles in the NYT on Merkel and Scholz, but I assume little of it would be new to German readers. (If not, someone could always start a Scholz-Ära-Faden. (-: )

    I mostly admire Merkel, am concerned about her health, and think she deserves a rest, a tropical island, or a lecture tour or book deal or all of the above. But I also agree that she's escaping just at the moment when things are probably going to get worse on many fronts before they get better, and she's no longer the story, for better or worse.

    In the meantime, there keeps being news in the rest of the world, and I keep finding it hard to quote only a little.

    ______________

    Chile Legalizes Same-Sex Marriage at Fraught Political Moment
    The legalization of same-sex marriage in Chile comes as the country grapples with sweeping demands for social change. ...
    By overwhelming majorities in both chambers, lawmakers put the unions of same-sex couples on par with others, making Chile the 31st nation
    ( https://www.hrc.org/resources/marriage-equali... )
    to allow gay marriage and taking a significant step toward consolidating it as the norm in Latin America.
    The vote comes as Chile, long seen as a stable and conservative country in the region, grapples with an urgent demand for sweeping social change from various sectors of society. Millions of Chileans took to the streets in 2019 in protests that culminated in a vote to scrap the Constitution, a document inherited from Gen. Augusto Pinochet’s dictatorship, and rewrite the laws that frame the nation. ...
    President Sebastián Piñera, a longtime opponent of same-sex marriage, startled the political establishment in June by coming out in favor of such unions. He urged Congress to prioritize passing a bill that had languished for years, ensuring the legislation will be among the last achievements of a turbulent presidency.
    The measure will be signed into law at the final stretch of Chile’s polarized presidential race. The vote is on Dec. 19, and the leading candidates — Gabriel Boric, a leftist former student activist, and José Antonio Kast, a far-right former congressman — are bitterly at odds on a vast array of issues, including same-sex marriage. ...
    While the movement for same-sex marriage has advanced slowly in much of the world in recent years, the vast majority of Latin Americans now live in countries where those unions are legal. In some large nations, including Brazil and Mexico, the right has been conferred by the courts. ...
    Gay rights activists in Latin America had been emboldened by Argentina, which became the first nation in the region to legalize same-sex marriage with a congressional vote in July 2010.
    At the time, neighboring Chile, which was more politically conservative, was far from ready to follow suit. A law outlawing sodomy was only repealed in 1999. Divorce became legal in 2004. ...
    In addition to Argentina, same-sex marriage is legal in Latin America in Brazil, Colombia, Ecuador, Uruguay, Costa Rica and 24 of Mexico’s 32 states.

    https://www.nytimes.com/2021/12/07/world/amer...

    Chilean presidential candidate’s father was member of Nazi party
    Revelations appear at odds with José Antonio Kast’s own statements about his father’s military service ...
    German officials have confirmed that an ID card in the country’s federal archive shows that an 18-year-old named Michael Kast joined the National Socialist German Workers’ party, or NSDAP, in September 1942, at the height of Hitler’s war on the Soviet Union.
    While the federal archive couldn’t confirm whether Kast was the presidential contender’s father, the date and place of birth listed on the card matches that of Kast’s father, who died in 2014. A copy of the ID card, identified with the membership number 9271831, was previously posted on social media on 1 December by Chilean journalist Mauricio Weibel. ...
    A fervent Roman Catholic and father of nine, Kast has deep family ties to the military dictatorship of Gen Augusto Pinochet that came to power following a coup in 1973. His brother Miguel served as the dictator’s central bank president. ...
    The latest opinion polls give a slight edge in the runoff to Boric, who has pivoted to the center to galvanize support from voters fearful of a return to the country’s tumultuous past. ...
    There is no evidence the elder Kast had a role in wartime atrocities such as the attempt to exterminate Europe’s Jews. But while military service was compulsory, membership in the Nazi party was voluntary.

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/08...

    Sundays Off: U.A.E. Changes Its Weekend to Align with West
    The United Arab Emirates, in a nod to global markets, has changed its workweek, declaring that Sunday, a work day in much of the Arab world, is now part of the weekend. Fridays will be half days.

    https://www.nytimes.com/2021/12/07/world/midd...

    Assad’s tightening grip
    In an escalating campaign, the Syrian leader and his financially strapped regime have raided and seized dozens of businesses, even targeting those that stuck by him during a decade of war ...
    Companies that had survived the war have been raided by teams of regime “auditors” and agents, who scour their accounts for supposed tax and customs violations or other pretexts for hefty fines. Business leaders who stuck by Assad have been detained and pressured to cough up money to supposed charities that are widely seen as Assad slush funds.
    The moves are part of what one Dubai-based Syrian executive called a “mafia-style money grab.”
    The most brazen cases amount to corporate decapitations in which top executives are forced out under duress and replaced by Assad loyalists. ...
    Against this backdrop, an endgame has begun to unfold. U.S. officials and Syria experts said that Assad has so effectively consolidated his control over the country’s security apparatus and economy that he is poised to emerge from the war with a firmer grip on power than when it started. But after a decade of conflict, he is left in charge of a dismembered and decimated state where nearly half of Syria’s territory is beyond his government’s reach, entire towns lie in ruins and the currency has lost 85 percent of its value since the start of the war. ...
    The Syrian regime has also become an alleged drug trafficker, accused by U.S. and Western officials of producing mass quantities of the amphetamine Captagon at facilities in loyalist areas along Syria’s coast. ...
    The regime is also accused of diverting tens of millions of dollars in humanitarian aid intended for impoverished Syrians.
    A recent study by the Center for Strategic and International Studies, for instance, documented how the Assad government has pocketed more than half of every dollar brought into the country by aid organizations — charging ... artificially inflated exchange rates for Syrian pounds that aid groups need to buy supplies and operate.

    https://www.washingtonpost.com/world/interact...

    Sri Lanka’s Plunge into Organic Farming Brings Disaster
    The economically troubled country banned chemical fertilizers without preparing farmers, prompting a surge in food prices and worries about shortages.

    https://www.nytimes.com/2021/12/07/world/asia...

    How Nairobi’s ‘road for the rich’ resulted in thousands of homes reduced to rubble
    40,000 people in one of the largest slums in the Kenyan capital have had their homes demolished to make way for works for a Chinese-backed toll road, with some asking: ‘This is development for who?’ ...
    Amnesty International Kenya
    ( https://www.amnestykenya.org/ )
    says it believes the roadworks have created a humanitarian crisis, as schools, businesses and 13,000 homes spread across nearly 40 hectares (100 acres) of the Mukuru Kwa Njenga slum have been demolished since October, clearing land for a link to the Nairobi expressway.
    The first round of demolitions in Mukuru Kwa Njenga, which were publicly announced on 8 October,
    ( https://www.kenyans.co.ke/news/69213-govt-ann... )
    started only three days later. Heavy road-building machinery, some bearing government logos and flanked by Kenyan police, flattened homes and businesses along a 30-metre-wide strip of Catherine Ndereba Road.
    Named after a Kenyan world champion marathon runner, the road connects Mukuru to the industrial area to the north, the airport to the east and the route of the new expressway to the west. In November, buildings on a large area of adjacent private land were also razed, with people living there telling the Guardian that they had no warning. This land, owned by a private firm, Orbit Chemical Industries, had been at the centre of several complex court disputes. ...
    The 17-mile (27km) expressway will link the international airport to the central business district and plusher residential areas. It is designed to ease the congestion on the city’s A8 main artery, so notorious that it is said to cost the country millions in lost business. As Kenya’s election in August 2022 nears, the race to complete the road is seen as President Uhuru Kenyatta’s wish to complete his legacy project before his term ends.

    https://www.theguardian.com/global-developmen...

    He lost his best friend in a mudslide. Now he’s using coconuts to fight deforestation in West Africa.
    At 12 years old, Alhaji Siraj Bah was living on the streets. A decade later, his business in Sierra Leone employs nearly three dozen people as they work to create an alternative to wood-based charcoal. ...
    Heaps of shells and husks discarded by juice sellers around Freetown provide an energy source that requires no chopping.
    His enterprise, Rugsal Trading, has now produced roughly 100 tons of coconut briquettes, which, studies show, burn longer for families who do most of their cooking on small outdoor stoves. One report in the Philippines found that a ton of charcoal look-alikes fashioned from natural waste was equivalent to sparing up to 88 trees with 10-centimeter trunks.

    https://www.washingtonpost.com/climate-soluti...

    Visual story
    Record floods tied to climate change create a crisis in the world’s newest nation
    Flooding this year displaced more than 700,000 people — about 1 in every 15 residents of South Sudan. Among the most vulnerable are villagers in the vast wetland of the Sudd, where the White Nile and its tributaries swelled to levels people said they had never seen.

    https://www.washingtonpost.com/world/interact...

    Camels enhanced with Botox barred from Saudi beauty contest
    Dozens of animals disqualified after owners manipulate their looks with hormones, fillers and facelifts

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/08...

    #270Authorhm -- us (236141) 09 Dec 21, 10:43
    Comment
    Sorry. These are all shorter.

    _____________

    Dozens die and thousands flee in West Darfur tribal fighting
    Deadly clashes erupt in three separate areas with poor medical facilities as wider Darfur region slides into violence

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/10...

    Gewalt im Sahel: Die Einschläge kommen näher
    Vom Zentralsahel ziehen bewaffnete Gruppierungen weiter Richtung Süden, etwa nach Benin, um auch dort Anschläge zu verüben. Das schwächt die ganze Region.

    https://www.dw.com/de/gewalt-im-sahel-die-ein...

    Burkina Faso im Würgegriff des Terrors
    Nach Protesten hat Präsident Kaboré einen verbesserten Kampf gegen den Terrorismus angekündigt. Viele Menschen empfinden das als leere Worte und fordern den Rücktritt des Staatschefs.

    https://www.dw.com/de/burkina-faso-im-würgeg...

    US hopes to walk Bosnia ‘back from the cliff’ as Serbs step up secession threat
    As Bosnian Serb assembly prepares to vote on opting out of Bosnian institutions, US officials plan a diplomatic offensive

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/10...

    EU-Staaten wollen Afghanen Schutz gewähren
    Nach der Machtübernahme der Taliban fürchten Zehntausende Menschen in Afghanistan um ihr Leben. 40.000 besonders Schutzbedürftige sollen nach Europa kommen dürfen. Deutschland nimmt mehr als die Hälfte von ihnen auf.

    https://www.dw.com/de/eu-staaten-wollen-afgha...

    Deutsche Hilfe für afghanische Wissenschaftler und Studierende
    Mit speziellen Stipendien will Deutschland afghanischen Studierenden und Wissenschaftlern in Not helfen. Längerfristig sind kreative Ansätze gefragt

    https://www.dw.com/de/deutsche-hilfe-für-afg...

    Opium-Boom auch unter Taliban-Regierung?
    Armut und Arbeitslosigkeit in Afghanistan treiben noch mehr Menschen in die Opiumproduktion. Ein Verbot können und wollen die Taliban nicht durchsetzen. 

    https://www.dw.com/de/opium-boom-auch-unter-t...

    How a terrorism law in India is being used to silence Modi’s critics
    The BJP government is exploiting a terrorism prevention law to intimidate dissenters from lawyers, journalists, priests, poets to Kashmiri civilians

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/10...

    ‘This is our voice’: The Uyghur traditions being erased by China’s cultural crackdown
    Ancient shrines, oral folklore and hip-hop cyphers are all part of a rich artistic heritage being ‘hollowed out’ in Xinjiang, say Uyghur exiles and scholars

    https://www.theguardian.com/artanddesign/2021...

    ‘His struggle is ours’: biopic of slain 60s rebel hailed in Brazil with anti-Bolsonaro chants ...
    The CIA considered him Che Guevara’s successor when it came to igniting new guerrilla movements in Latin America.
    Brazil’s military dictatorship, whose security agents ambushed and killed him in São Paulo in 1969, called him public enemy No 1.
    Now, more than five decades after his slaying, the communist revolutionary and poet Carlos Marighella has been reborn as a symbol of political resistance to Jair Bolsonaro’s far-right administration thanks to a new film about his life.

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/10...

    Mpho Phalatse: Eine Ärztin will Johannesburg heilen
    Die COVID-19-Infektionen in Südafrika steigen rasant. Das Epizentrum: Johannesburg. Die Metropole hat gerade ihre erste Schwarze Bürgermeisterin gewählt, eine Ärztin.

    https://www.dw.com/de/mpho-phalatse-eine-ärz...

    Okavango-Delta: Weltnaturerbe in Gefahr
    Im südlichen Afrika pflegen fünf Staaten rund um das Okavango-Delta das größte grenzüberschreitende Naturschutzgebiet der Welt. Doch nun wird dort nach Öl und Gas gebohrt. Umweltorganisationen schlagen Alarm.

    https://www.dw.com/de/okavango-delta-weltnatu...

    Tropical forests can regenerate in just 20 years without human interference
    Study finds natural regrowth yields better results than human plantings and offers hope for climate recovery

    https://www.theguardian.com/environment/2021/...

    #271Authorhm -- us (236141) 10 Dec 21, 14:23
    Comment

    Im nächsten Jahr soll in Kenia wieder gewählt werde. Was die Spatzen schon von den Dächern pfiffen, hat sich heute bewahrheitet. Raila Odinga tritt erneut an, nachdem er schon viermal beim versuch, Präsident zu werden, gescheitert war:


    https://www.africanews.com/2021/12/10/veteran...


    Sein Hauptgegner wird der aktuelle Vizepräsident William Ruto sein. Insgesamt ist das eine etwas merkwürdige Situation, denn der bisherige Präsident Kenyatta, der nicht mehr antreten darf, unterstützt keineswegs seinen Vizepräsidenten (obwohl das vermutlich eine Vereinbarung bei der letzten Wahl war, bei der Ruto Kenyatta unterstützt hat), sondern eben Raila Odinga. Ruto wird jetzt sicherlich die Karte spielen, dass er im Gegensatz zu Odinga und Kenyatta kein Vertreter einer alten kenianischen Dynastie ist.


    Persönlich ist mir Odinga deutlich sympathischer, aber ich finde ja, dass ein 76-jähriger sich nicht mehr um ein Präsidentenamt bewerben sollte.

    #272Authorharambee (91833) 10 Dec 21, 21:38
    Comment

    #270 Das mit den gebotoxten Kamelen ist ja schräg. Aus was für ... merkwürdige Ideen die Menschheit immer wieder kommt!


    In der SZ vom Wochenende ist eine kurze Notiz über Unruhen in Kamerun. Da die SZ-Artikel meist hinter einer Bezahlschranke sind, hier eine andere Quelle:

    Deadly clashes over scarce resources in Cameroon force 30,000 to flee to Chad

    [...] Clashes broke out in the border village of Ouloumsa following a dispute between herders, fishermen and farmers over dwindling water resources. Violence then spread to neighbouring villages. Ten villages in total have been burned to the ground.

    On 8 December, fighting broke out in the Cameroonian city of Kousseri – a commercial hub with some 200,000 inhabitants. Kousseri’s cattle market was destroyed in the fighting. At least 10,000 people have fled Kousseri to Chad’s capital N’djamena, located a few kilometres across the Chari and Logone Rivers, which mark the border with Cameroon.

    Eighty per cent of the new arrivals are women – including many who are pregnant – and children. They have found refuge in N’Djamena and villages along Chad’s bank of the Logone River.

    https://www.unhcr.org/news/briefing/2021/12/6...


    ... wieder ein Beweis dafür, dass das knappe Gut "Wasser" uns im fortschreitenden Klimawandel mit immer neuen Konflikten bescheren wird, wenn da nicht endlich klug agiert wird. Aber damit ist eher nicht zu rechnen.

    #273AuthorSelima (107) 12 Dec 21, 11:39
    Comment
    Haiti’s Leader Kept a List of Drug Traffickers. His Assassins Came for It.
    In the months before his murder, President Jovenel Moïse took a number of steps to fight drug and arms smugglers. Some officials now fear he was killed for it.

    https://www.nytimes.com/2021/12/12/world/amer...

    From Hungary to China, Germany’s toughest challenges lie to the east
    The new government headed by Chancellor Olaf Scholz has a plan – and it is already being put to the test

    https://www.theguardian.com/commentisfree/202...

    Racists and Taliban supporters have flocked to Twitter’s new audio service after executives ignored warnings
    Employees who complained about the lack of moderation say they were sidelined

    https://www.washingtonpost.com/technology/202...

    India’s Latest Religious and Cultural Flashpoint: Eggs
    Food-cart rules spurred by conservative beliefs draw a backlash, showcasing the tensions around the country’s rising Hindu nationalist movement. ...
    The raid came just after sunset. Plainclothes municipal workers swarmed into the busy neighborhood, seizing contraband. The dealers ran or watched helplessly as the authorities took their illicit goods.
    And with that, the government had conducted a successful crackdown on eggs.
    Not just the eggs themselves, though city officials had confiscated hundreds of trays of those, too. The authorities grabbed everything — gas canisters, bread, vegetables, plates, glasses, stools — that one might need to run a food cart to sell eggs scrambled, fried or wrapped in a fragrant breading. On the curb, only broken shells remained. ...
    Many Hindus are vegetarian, particularly among the elite within India’s traditional caste system, and some of them consider eggs to be meat products.
    Citing complaints from Hindus as well as health concerns, local officials in Ahmedabad, Gujarat’s largest city, and at least four other cities in mid-November banned the sale and display of meat, fish and eggs on the street. As the mayor of one city, Rajkot, told the local news media: “Carts with nonvegetarian food can be seen everywhere in the city. The religious sentiments of the people are hurt by this.” ...
    With Hindu nationalism on the rise, food has drawn more headlines. Hundreds of people lost their jobs when one of the B.J.P.-led states in northern India began shutting down slaughterhouses. Muslims accused of slaughtering cows have been lynched by mobs. In the southern state of Karnataka, one Hindu leader has vowed to protest a plan by some local officials to provide eggs for school lunches.
    Those beliefs can run counter to India’s economic goals and changing social mores. Consumption of eggs in India has grown substantially in recent years as more families have entered the middle class. They now eat 81 per person per year on average. (Americans average more than twice that.)
    The central government hopes eggs will become a growing source of protein. Higher egg consumption could help the country’s troubled farm sector. Government forecasters have called for increased chicken and egg consumption, enough to double farmers’ income and prevent child malnutrition. ...
    The anti-egg campaign amounts to a pushback by conservative Hindus, particularly among the upper caste, who believe that consuming them isn’t conducive to spiritual progress.

    https://www.nytimes.com/2021/12/13/world/asia...

    #274Authorhm -- us (236141) 13 Dec 21, 15:01
    Comment

    Wie ein Hedgefonds Medien aufkauft - und beerdigt (deutschlandfunk.de)


    Es geht um die Pressefreiheit in den USA, die durch die im Podcast genannten Gründe immer weiter beschnitten wird.

    Ich fand es sehr interessant. Politik durch die Hintertür.

    #275Authorulinne (894128) 17 Dec 21, 07:24
    Comment
    Ein erschreckendes Fazit:

    "Fast ein Viertel der über 80-Jährigen lebt in Armut
    Mehr als jeder fünfte hochbetagte Mensch in Deutschland gilt laut einer Studie als arm. Frauen sind demnach deutlich häufiger betroffen als Männer."

    https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-12/alte...
    #276AuthorfehlerTeufel (1317098) 17 Dec 21, 08:01
    Comment

    Ich appelliere an alle mitlesenden Frauen, etwas für ihre Altersvorsorge zu tun, sich einen gut bezahlten Job zu suchen, nicht in Teilzeit zu arbeiten, und die Kindererziehung in andere Hände zu geben, wie auch immer das gehen soll!!

    #277Authorrenateheinz (1125123) 17 Dec 21, 09:23
    Comment

    Tja, wie auch immer das gehen soll.


    Aber vielleicht können wir zum Rest der Welt zurückkehren. Wir haben eigentlich genug Fäden zu allem Möglichen aus Deutschland, UK und USA.


    In der SZ ist heut früh ein Profil des linken Kandidaten für die Präsidentschaftswahl in Chile. Die Stichwahl findet am Wochenende statt. Das Fazit der SZ ist insgesamt sehr positiv. Sein Gegner Antonia Kast ist Sohn eines Wehrmachtsoffiziers, erzkonservativ, erzkatholisch, ein Verehrer Pinochets. Ich drück den Chilenen die Daumen.


    https://www.sueddeutsche.de/meinung/boric-kas... [derzeit ohne €]

    #278AuthorSelima (107) 17 Dec 21, 09:31
    Comment
    #278 "Wir haben eigentlich genug Fäden zu allem Möglichen aus Deutschland, UK und USA."
    Wirklich? Wo ist denn der Deutschland-Faden?
    #279AuthorfehlerTeufel (1317098)  17 Dec 21, 11:23
    Comment
    Regardless, this thread is for other news. Not Germany, not central Europe, not UK, not US. That was the original point.

    ____________________


    Aung San Suu Kyi appears in Myanmar court in prison uniform
    Nobel laureate sentenced to four years in jail for incitement and breaching Covid regulations

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/17...

    ‘Very worrying’: is a far-right radical about to take over in Chile?
    As election run-off looms, José Antonio Kast’s opponents sound the alarm

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/16...

    ‘Time We Can’t Get Back’: Stolen at Birth, Chilean Adoptees Uncover Their Past
    Hundreds of Chileans adopted abroad have learned that they were trafficked. Investigators believe thousands of children may have been taken from their parents during Chile’s dictatorship.

    https://www.nytimes.com/2021/12/17/world/amer...

    ‘All I can think about is the children’s future’: drought devastates Kenya
    Nomads’ herds are dying along with rare wildlife as the longest dry spell in memory edges pastoralists ever nearer starvation

    https://www.theguardian.com/global-developmen...

    Green-Energy Race Draws an American Underdog to Bolivia’s Lithium
    Chinese and Russian industrial giants seek to tap mineral deposits vital to electric cars. A Texas entrepreneur has his own strategy: the long game. ...
    Evaporation ponds run by the state lithium company at a vast area of salt flats in Bolivia. An American entrepreneur says he has a better way to extract lithium there.

    https://www.nytimes.com/2021/12/16/business/e...

    In Turkey, critics say the sultan has no clothes. Erdogan’s advisers won’t tell him.
    In Turkey, the lira is falling, and so is the sky. Prices at supermarkets are changing almost daily. Lines for subsidized bread are growing. Turks are unable to make ends meet as the costs of potatoes, flour and chicken soar. Almost universally, pundits blame one man: President Recep Tayyip Erdogan.
    The autocratic Erdogan — who ascended to power during George W. Bush’s first term as U.S. president — has effectively declared war on financial orthodoxy, throwing fuel on the fire of a currency crisis by lowering interest rates when economists argue he should be doing exactly the opposite: jacking them up to defend the lira.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/12/...

    Russia-Ukraine crisis: where are Putin’s troops and what are his options?
    A visual guide to recent troop deployments, as tensions escalate

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/17...

    The Nobel Peace Prize That Paved the Way for War
    This is the story behind how Ethiopia’s prime minister, Abiy Ahmed, won a Nobel Prize for making peace with his country’s longtime enemy — and then used the alliance to plan a war. ...
    Secret meetings with a dictator. Clandestine troop movements. Months of quiet preparation for a war that was supposed to be swift and bloodless.
    New evidence shows that Ethiopia’s prime minister, Abiy Ahmed, had been planning a military campaign in the northern Tigray region for months before war erupted one year ago, setting off a cascade of destruction and ethnic violence that has engulfed Ethiopia, Africa’s second most populous country. ...
    The Nobel win stemmed largely from the unlikely peace deal Mr. Abiy struck with Isaias Afwerki, the authoritarian leader of Eritrea, within months of coming to power in 2018. That pact ended two decades of hostility and war between the neighboring rivals, and inspired lofty hopes for a transformed region.
    Instead, the Nobel emboldened Mr. Abiy and Mr. Isaias to secretly plot a course for war against their mutual foes in Tigray, according to current and former Ethiopian officials who spoke on the condition of anonymity to avoid reprisals or protect family members inside Ethiopia.
    In the months before fighting erupted in November 2020, Mr. Abiy moved troops toward Tigray and sent military cargo planes into Eritrea. Behind closed doors, his advisers and military generals debated the merits of a conflict. Those who disagreed were fired, interrogated at gunpoint or forced to leave. ...
    Recently, the pendulum has swung back, with government forces retaking two strategic towns that had been captured by the Tigrayans — the latest twist in a conflict that has already cost tens of thousands of lives and pushed hundreds of thousands into famine-like conditions.
    Analysts say that Mr. Abiy’s journey from peacemaker to battlefield commander is a cautionary tale of how the West, desperate to find a new hero in Africa, got this leader spectacularly wrong.
    “The West needs to make up for its mistakes in Ethiopia,” said Alex Rondos, formerly the European Union’s top diplomat in the Horn of Africa. “It misjudged Abiy. It empowered Isaias. Now the issue is whether a country of 110 million people can be prevented from unraveling.” ...
    Speaking at the World Economic Forum in Davos, Switzerland, in February 2019, Mr. Abiy advocated an effective merger of Ethiopia, Eritrea and Djibouti — a suggestion that dismayed Ethiopian officials who saw it as straight from the playbook of Mr. Isaias. ...
    Mr. Abiy purged ethnic Tigrayans from his security detail and created the Republican Guard, a handpicked unit under his direct control, whose troops were sent for training to the United Arab Emirates — a powerful new ally also close to Mr. Isaias ...
    The unexplained killing of the Ethiopian military chief, Gen. Seare Mekonnen, an ethnic Tigrayan who was shot dead by a bodyguard in June 2019, heightened tensions. ...
    Within weeks of the Nobel Prize decision, Mr. Abiy created the Prosperity Party, which incarnated his vision of a strong, centralized Ethiopian government.
    But that vision was anathema to the millions of Ethiopians who yearned for greater regional autonomy — in particular the Tigrayans and members of his own ethnic group, the Oromo.

    https://www.nytimes.com/2021/12/15/world/afri...

    Ethiopian refugees say they escaped ‘final stage of ethnic cleansing’ in western Tigray
    ... in western Tigray, a long-disputed expanse of farm fields dotted with towns that is now fully under Amhara control, battles have given way to a campaign of revenge against Tigrayans that has reached what Samson called the “final stage of ethnic cleansing.” ...
    Half a dozen people who fled in recent days told [the] Washington Post of arbitrary detentions, torture and extortion by armed Amhara locals, who they said have mostly taken over security from the Ethiopian and Eritrean militaries that had occupied the area in the war’s early stages.
    All spoke of witnessing killings and seeing places where multiple corpses had been left to rot. They said that the Tigrayans who remained in western Tigray were either in detention facilities or had disappeared. All asked not to be photographed. ...
    Human Rights Watch and Amnesty have also recently released reports that contain allegations against Tigrayan forces of mass rapes, summary executions of civilians and the use of human shields in the Amhara and Afar regions, some of which could constitute war crimes.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/12/...

    The elite East African runners whose American dreams hang in the balance
    East African runners are known worldwide, but competition for the elusive sponsorships that will help them compete and support their families is fiercer than ever in the age of Covid

    https://www.theguardian.com/sport/2021/dec/17...


    #280Authorhm -- us (236141) 17 Dec 21, 12:16
    Comment
    Und wer bestimmt das? Wenn kein Deutschlandfaden da ist, gehört Deutschland für mich zum Rest der Welt, jenseits von Trump und Brexit. Aber bitte, wie hm wünscht.
    #281AuthorfehlerTeufel (1317098) 17 Dec 21, 12:20
    Comment

    fehlerTeufel, das ist nicht nur der Wunsch von hm -- us. Wenn Du die #1 in diesem Faden oder die Einleitung zum allerersten Faden dieser Reihe ( related discussion: Neuigkeiten vom Rest der Welt ) liest, dann wirst Du sehen, dass von Anfang an beabsichtigt war, diese Fäden allen Ländern außer den USA, UK und Deutschland zu widmen. Das wird nicht konsequent eingehalten, aber der Wunsch ist schon bei vielen da. Ich war am Morgen über #275 und #276 auch nicht besonders glücklich.

    #282Authorharambee (91833) 17 Dec 21, 13:22
    Comment

    fehlerTeufel, bei LEO bestimmt niemand was - abgesehen von den LEO-Betreibern. Wenn Du hier Deutschlandbeiträge einstellen willst, kann Dich keiner daran hindern. Es wird dann aber unter Umständen nicht mit viel Verve darüber diskutiert. Du könntest aber auch einfach einen Deutschlandfaden aufmachen, wo dann alle, die gern über deutsche Themen neben Wahl und Corona sprechen wollen, beitragen können.

    -------------


    Re Türkei: Da bin ich auch gespannt, wie das weiter geht. Leider konnte ich ja auch dieses Jahr wieder nicht vor Ort sein. Hoffentlich klappt das nächstes Jahr, damit ich mal wieder mit eigenen Augen sehen und erleben kann, wie die Leute damit zurecht kommen - unsere türkischen Kollegen, die Händler auf dem Markt, unsere Helfer etc. Eigentlich muß die Wirtschaft doch bald größere Risse zeigen, so extrem wie das System überdehnt wird.


    Was mich etwas nervt: In wenigen Wochen beginnen die Winterspiele in China, was zu immer mehr Reportagen, Diskussionen und Interviews im Radio führt - nicht aber zu sportlichen Themen, sondern zum Drumherum (Boykott, Behandlung von Sportlern und Bevölkerung, etc.). Mir sind Sportveranstaltungen generell eher egal, ganz besonders wenn die großen Sportverbände (IOC, FIFA) federführend sind. Da steht so sehr der Kommerz im Vordergrund und der Sport und alles andere im Hintergrund. Ich mag das dann am liebsten gar nicht mehr hören. Aber man entkommt ihm nicht.

    #283AuthorSelima (107)  17 Dec 21, 14:01
    Comment
    Edit. Nachdem ich harambees Beitrag gelesen habe (das hatte ich vorher versäumt), lasse ich es gut sein und diskutiere Themen aus Deutschland in einem anderen Forum. Deutschlandfäden bei LEO haben erfahrungsgemäß keine Zukunft.
    #284AuthorfehlerTeufel (1317098)  17 Dec 21, 15:34
    Comment
    Zur Türkei ein Artikel aus der FAZ:

    https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/brief-au...

    "Vor fünf Jahren wurde in der Türkei auf ewige Sommerzeit umgestellt. Das Ergebnis: höhere Energiekosten, die niemand bezahlen kann. Reporter, die Bürger dazu befragen, erhalten Hausarrest.

    Vielleicht wissen Sie noch nichts davon, weil Sie in den letzten Jahren seltener in der Türkei waren. Das heißt, womöglich haben Sie es auch gar nicht bemerkt, obwohl Sie hier waren, da Sie ja in der Regel im Sommer kommen: In den letzten fünf Jahren erwachen wir in einer weitaus finstereren Türkei als früher. Das Wort „finster“ steht hier nicht etwa metaphorisch, weil unsere Demokratie von Tag zu Tag weiter bröckelt. Nein, wir wachen im wahrsten Sinne des Wortes im Finstern auf, dank Berat Albayrak, Erdoğans Schwiegersohn, den dieser 2015 zum Energieminister gemacht hatte."

    Klingt mal wieder nur bedingt spaßig :-/
    #285AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 17 Dec 21, 18:06
    Comment
    Re #281, not that the decision is up to me, but just for the record, I actually have nothing against topics about Germany. I would find them interesting, precisely because I don't read German newspapers. (I get far enough behind in English already. /-: )

    But I suspect many reports that would be news to me would be things that the majority of the forum, living in Germany, had already heard or read multiple times, so the reaction would likely fall out along existing political lines and quickly get heated, much like the comment sections on the news websites. I could see why the LEO team might be skeptical that we could keep it civil and information-focused.

    So if anyone wants to make an attempt, perhaps in the chat room for safety, I might even be interested. But in the meantime, it just seemed reasonable to remind occasional visitors of what's on topic in this particular thread, as 'The rest of the world' is at least usually a less contentious field, and one with more opportunities simply to share otherwise underreported stories.

    We don't always achieve that aim, and actually, a little more discussion would probably be a good thing. But it's hard to know if many people are even reading along, if only a few of us usually post.


    _____________________

    ‘Time We Can’t Get Back’: Stolen at Birth, Chilean Adoptees Uncover Their Past
    Hundreds of Chileans adopted abroad have learned that they were trafficked. Investigators believe thousands of children may have been taken from their parents during Chile’s dictatorship. ...
    Investigators looking into coercive adoptions in Chile since the first cases came to light in 2014 have come to a stunning conclusion: The practice was widespread during the rule of Gen. Augusto Pinochet, who actively encouraged overseas adoptions to reduce poverty in the 1970s and 1980s. The process was abetted by a vast network of officials — including judges, social workers, health professionals and adoption brokers — who forged documents and are widely assumed to have taken bribes.
    More than 550 adoptees have reconnected with their birth families in recent years. But investigators say the scheme, which is still being uncovered, most likely involved many more children.
    Judicial officials in Chile are investigating roughly 650 cases of irregular adoptions, a phenomenon the Ministry of Justice called in a statement “extremely serious.”
    Mario Carroza, a Chilean judge who opened a criminal inquiry into the adoptions in 2018, said investigators were looking into the circumstances of about 8,000 overseas adoptions that took place from 1970 to 1999. Judge Carroza said the number of cases under scrutiny could reach 20,000. ...
    The abusive practice came under scrutiny in 2014 after the Chilean investigative news agency CIPER published an article
    ( https://www.ciperchile.cl/2014/04/11/los-nino... )
    on a handful of coercive adoptions, documenting the roles played by a priest and a doctor. In the years that followed, as scores of adoptees raised in Chile and abroad set out to trace their roots, many using DNA ancestry tests, a disturbing pattern came into sharper focus.

    https://www.nytimes.com/2021/12/17/world/amer...
    Leer en español
    https://www.nytimes.com/es/2021/12/17/espanol...

    Green-Energy Race Draws an American Underdog to Bolivia’s Lithium
    Chinese and Russian industrial giants seek to tap mineral deposits vital to electric cars. A Texas entrepreneur has his own strategy: the long game. ...
    The mission was quixotic for a small Texas energy start-up: Beat out Chinese and Russian industrial giants in unlocking mineral riches that could one day power tens of millions of electric vehicles.
    A team traveled from Austin to Bolivia in late August to meet with local and national leaders at a government lithium complex and convince them that the company, EnergyX, had a technology that would fulfill Bolivia’s potential to be a global green-energy power. On arriving, they found that the conference they had planned to attend was canceled and that security guards blocked the location.
    Still, the real attraction was in plain sight: a giant chalky sea of brine high in the Andes called the Salar de Uyuni, which is rich in lithium, among several minerals with growing value worldwide because they are needed in batteries used in electric cars and on the power grid. ...
    With a quarter of the world’s known lithium, this nation of 12 million people potentially finds itself among the newly anointed winners in the global hunt for the raw materials needed to move the world away from oil, natural gas and coal in the fight against climate change.
    Eight foreign companies have been competing in recent months to establish pilot lithium projects here, including four from China and one from Russia, countries that have had friendlier relations with Bolivia’s government than the United States has. ...
    Bolivia’s governing party, the Movement for Socialism, is led by former President Evo Morales, who tried to draw the country closer to China before protests and the military forced him from power two years ago.
    The current president, Luis Arce, who was Mr. Morales’s economy minister, heads a coalition of social democrats and more doctrinaire leftists. He faces challenges from local movements that object to the socialist government and are wary of foreign interests, seeing them as exploiters of Bolivia’s mineral wealth going back to the 17th century.
    Only two years ago, a lithium deal between Mr. Morales and a German company led to protests that eventually spread around the country. Mr. Morales was forced to scrap a contract only a week before he fled the country. ...
    In August, about 80 protesters took over two roads, blocking Mr. Arce from visiting government lithium facilities and demanding that he fire the new head of the state-owned lithium company and give local residents greater say in decisions about lithium production. The protest forced the cancellation of the conference that Mr. Egan and his EnergyX team were scheduled to attend. ...
    Of the 20 companies in competition at the start of the year, the government has named eight to carry out pilots, including one other small American company, Lilac Solutions of California.

    https://www.nytimes.com/2021/12/16/business/e...
    Leer en español
    https://www.nytimes.com/es/2021/12/16/espanol...

    Russia-Ukraine crisis: where are Putin’s troops and what are his options?
    A visual guide to recent troop deployments, as tensions escalate

    https://www.theguardian.com/world/2021/dec/17...

    The Island Paradise near the Front Line of Tensions over Taiwan
    New missile batteries planned for the Japanese island of Ishigaki reflect a drastic shift in Japan’s views on China. ...
    Over the past year, as China has carried out ever more overt displays of military force around Taiwan, Japan has grown increasingly concerned about the possibility of being drawn into a superpower conflict in its own backyard.
    The missile installation going up on Ishigaki is intended to protect Japan. But if Beijing were ever to invade Taiwan, the anti-ship and antiaircraft systems could in theory be turned on Chinese military fleets. That could make the Japanese garrison a tempting target for China ...
    The long-planned missile batteries on Ishigaki, part of a larger package of military upgrades to Japan’s remote southwestern islands, reflect a shift in Japanese views on China that has accelerated with the recent discord over Taiwan. ...
    Across the political spectrum, Japanese politicians now express concern about China’s human rights violations in Hong Kong and Xinjiang. They worry about China’s dominance of the world’s supply chains. And they see a security challenge from a growing military power that is not only threatening Taiwan but also encroaching on the Senkakus — uninhabited islets, known as the Diaoyu in Chinese, administered by Japan but claimed by Beijing. ...
    The front line is a familiar position for inhabitants of the Ryukyu Island chain, of which Ishigaki is part.
    China and Japan spent centuries jostling for control of the archipelago, once an independent kingdom. During World War II, the islands endured some of the Pacific theater’s bloodiest infantry battles. Once U.S. forces arrived, they never left: The main island, Okinawa, continues to host a large American military installation.

    https://www.nytimes.com/2021/12/16/world/asia...
    阅读简体中文版
    https://cn.nytimes.com/asia-pacific/20211217/...

    ‘I Didn’t Look Like a Human’: Journalist Tells of Myanmar Torture
    When Ko Aung Kyaw erased his cellphone contacts to protect his sources, he knew his interrogators would make him pay a horrific price. He did it anyway. ...
    Nearly all of the 11,000 people arrested by the junta in a vicious crackdown have been tortured to some degree, according to the advocacy group, Assistance Association for Political Prisoners. At least 184 have been tortured to death, the group said, including a journalist, Ko Soe Naing, who was arrested on Dec. 10 while covering a protest in Yangon.
    Mr. Aung Kyaw, a video journalist for the independent Democratic Voice of Burma, was a prime target. Even before the coup, he had reported extensively on the military’s corruption, its land grabs and its practice of stealing from the public.
    Some of his online reports received millions of views. The military was especially angered by his 2019 story that led to the arrest of a close ally of the military, the nationalist monk Ashin Wirathu, for sedition. ...
    Since the coup, the regime has killed more than 1,340 people, and more than 8,000 opponents remain behind bars, according to the A.A.P.P. Myanmar has at least 26 journalists in detention because of their reporting, second only to China, according to the Committee to Protect Journalists.
    The regime announced in October that it would free 5,600 prisoners, but released only a few hundred. One of them, to his great surprise, was Mr. Aung Kyaw.
    Knowing that he was likely to be rearrested, he and his family escaped across the border to Thailand.

    https://www.nytimes.com/2021/12/17/world/asia...

    Last seen in … birdwatchers asked to join hunt for world’s 10 rarest birds
    Search for Lost Birds project is asking birdwatchers everywhere to help track down species sometimes not seen for centuries ...
    The global Search for Lost Birds, launched today,
    ( https://www.rewild.org/lost-species/lost-birds )
    presents researchers, conservationists and the global birdwatching community with a Top 10 Most Wanted list of birds that have been lost to science ...
    The Most Wanted list, a joint effort between Re:wild, American Bird Conservancy and BirdLife International, also includes the South Island kōkako in New Zealand, Peru’s Vilcabamba brush-finch and the Himalayan quail in northern India. The 10 birds are an extension of Re:wild’s Search for Lost Species programme, which was launched in 2017.
    There has not been a documented sighting of any of the 10 birds in the wild for at least a decade. ... But none are classified as extinct on the IUCN red list of threatened species. ...
    Birdwatchers are being encouraged to register any sightings of the 10 species on the eBird platform
    ( https://ebird.org )
    of Cornell University’s Lab of Ornithology.

    https://www.theguardian.com/environment/2021/...
    #286Authorhm -- us (236141) 18 Dec 21, 10:23
    Comment

    In der SZ von diesem Wochenende:


    Dänemark will Gefangene exportieren

    In dänischen Haftanstalten ist kaum noch Platz. Jetzt mietet das Land Gefängniszellen in Kosovo an. Kritiker sind fassungslos.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/daenemark... [Derzeit noch ohne €]

    ... und das von einer sozialdemokratichen Regierung. Ausgelagert werden sollen Abschiebehäftlinge. Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei DF jubelt.


    ----------------------

    Im Corona-Faden haben ich auf einen Artikel in der SZ vom WE verwiesen, in dem es um das Paraguay - Paradies für Corona-Diktaturflüchtlinge aus D geht: Siehe auch: Corona die 90. - Informationen, Erfahrungen, ... - #300

    #287AuthorSelima (107)  19 Dec 21, 10:17
    Comment

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-12/u...


    Die US-Regierung dürfte bei ihren Drohneneinsätzen in den vergangenen Jahren entgegen eigenen Darstellungen von Präzisionsschlägen bewusst Tausende zivile Opfer in Kauf genommen haben, berichtet die New York Times. Die Zeitung beruft sich auf über 1.300 vertrauliche Regierungsdokumente über zivile Opfer, darunter zahlreiche Kinder. In nur wenigen Fällen seien die militärischen Einschätzungen dazu öffentlich gemacht worden, heißt es in den Civilian Casualty Files.


    Die Tötungen zogen wohl auch kaum Sanktionen mit sich: "Kein einziger Bericht enthält eine Feststellung eines Fehlverhaltens oder eine Disziplinarmaßnahme. Weniger als ein Dutzend Beileidszahlungen wurden geleistet, obwohl viele Überlebende mit Behinderungen zurückblieben, die eine teure medizinische Versorgung erfordern. Dokumentierte Bemühungen, die Ursachen zu ermitteln oder Lehren daraus zu ziehen, sind selten."



    Die 1.300 Militärberichte stünden in einem starken Kontrast zum Bild der amerikanischen Regierung von einem Krieg, der mit alles sehenden Drohnen und Präzisionsbomben geführt werden sollte. Stattdessen beruhten viele Einsätze auf "zutiefst mangelhaften Geheimdienstinformationen" sowie "überstürzte und oft ungenaue Zieleinstellungen". Die Transparenzversprechen der Obama-Regierung seien der "Undurchsichtigkeit und Straflosigkeit" gewichen.

    ..............................


    Kampfdrohnen: Die zynischen Regeln des Drohnenkrieges

    Autonome Waffen: Internationale Gemeinschaft scheitert mit Ächtung von Killerrobotern

    Krieg in Afghanistan: Pentagon will Opfer von US-Drohnenangriff entschädigen


    Ich stelle mir vor, Rußland oder China würde sich das erlauben.

    #288Authorulinne (894128) 19 Dec 21, 12:02
    Comment

    Das ist leider nichts Neues.

    In den vergangenen Jahren gab es immer wieder kurze Nachrichten von Drohnenangriffen der US-Armee auf Hochzeitsgesellschaften mit vielen Toten. Klar: Kinder, die Verstecken spielen, sind per se die kommenden Terroristen.


    Entgegen den Beteuerungen beim Abzug aus Afghanistan, die Bundeswehr habe dem Land nur Gutes gebracht, war sie selbst auch an der Tötung von Zivilisten beteiligt. Erinnert sei nur an den von Bundeswehroberst Georg Klein angeforderten Luftangriff bei Kundus:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_bei...


    Georg Klein ist, wie sollte es anders sein, die Karriereleiter hochgeklettert


    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Klein_(Ge... ,


    während die juristische Aufarbeitung des Geschehens ausging, wie das Hornberger Schießen.



    #289AuthorAnalphabet (1034545) 19 Dec 21, 17:52
    Comment
    Good news from South America for a change -- it looks like the constitutional assembly can go ahead, with the far-right candidate losing the presidency. I was worried that that might not happen, with democracy backsliding in so many other places around the world, but maybe there's still reason to hope. (-:

    _____________

    Leftist Gabriel Boric wins Chile presidential election
    ... after an early concession from his far-right rival, José Antonio Kast.
    Mr Kast conceded defeat barely an hour and a half after polls closed, and with around half of ballots counted.
    Early results show Mr Boric leading with 56% of the vote, and Mr Kast trailing with 45% in the run-off race.
    The election has been one of the most polarised in recent decades and comes after mass anti-government protests.
    At 35 [years old], Mr Boric will become one of the world's youngest political leaders.

    https://www.bbc.com/news/world-latin-america-...

    #290Authorhm -- us (236141) 20 Dec 21, 00:37
    Comment

    Ganz Deiner Meinung, hm - us.

    Statt einen Wiedergänger von Augusto Pinochet bekommt Chile einen Präsidenten, der an Michelle Bachelet erinnert, die inzwischen Hohe Kommissarin für Menschenrechte bei den UN ist.


    Zentralafrikanische Republik


    Es hat lange gedauert, bis die EU auf die Kriegsverbrechen der russischen Söldnertruppe Wagner aufmerksam geworden ist und letzte Woche Sanktionen gegen sie verhängt hat.


    https://www.bbc.com/news/world-africa-59699350


    Wie die etwa in Libyen wüten, ergibt sich aus dem Clip ganz zu Anfang dieses Links:


    https://www.bbc.co.uk/news/world-africa-58009514

    #291AuthorAnalphabet (1034545) 20 Dec 21, 01:13
    Comment

    In der Tat - die einzig wirklich gute Nachricht heute früh. Ich freu mich riesig.

    #292AuthorSelima (107) 20 Dec 21, 05:01
    Comment
    I'm afraid this thread, like the Corona thread, is becoming physically so long that some people who use small screens to access the forum may find it just offputting to load. Maybe we should have started a new one much sooner, like at 150 or 200. Oh well.

    Anyway, I'm splitting this into two parts, in case it helps at all.

    _________________


    Foreign Drones Tip the Balance in Ethiopia’s Civil War
    Prime Minister Abiy Ahmed pulled off a stunning reversal in the year-old conflict with the help of armed drones supplied by the United Arab Emirates, Turkey and Iran. ...
    After Ethiopia’s embattled prime minister pulled off a stunning military victory earlier this month, reversing a rebel march on the capital that threatened to overthrow him, he credited the bravery of his troops. ...
    In reality, the reason for the reversal in Mr. Abiy’s fortunes was hovering in the skies above: a fleet of combat drones, recently acquired from allies in the Persian Gulf region and elsewhere who are determined to keep him in power.
    Over the past four months, the United Arab Emirates, Turkey and Iran have quietly supplied Mr. Abiy with some of the latest armed drones, even as the United States and African governments were urging a cease-fire and peace talks ...
    ... the impact of the drones was striking — pummeling Tigrayan rebels and their supply convoys as they pushed down a major highway toward the capital, Addis Ababa. The rebels have since retreated roughly 270 miles by road to the north, erasing months of battlefield gains.
    On Sunday, the Tigray leader, Debretsion Gebremichael, told the United Nations he had ordered an immediate withdrawal of all forces to the borders of Tigray, citing, among other factors, “the drones provided by foreign powers.” ...
    Mr. Abiy’s drone army remains modest: By several estimates, he has no more than a few dozen combat drones at his disposal, and they can be expensive to run, repair and supply with weapons. But they remain a potent threat to the Tigrayan forces, which themselves have no access to drones.
    Mr. Singer, the drone expert, said the experimentation with drone warfare in Ethiopia and Libya has parallels with the Spanish Civil War in the 1930s, when outside powers used the fight to test new military technologies and to gauge international reaction to determine what they could get away with. “It’s a combination of war and battle lab,” he said.
    But, he added, technology is no guarantee of victory. “The U.S. had drones in Afghanistan, yet the Taliban managed to hold out for 20 years,” he said. “Human will is what determines the outcome of war.”

    https://www.nytimes.com/2021/12/20/world/afri...

    Taliban recruits flood into Afghanistan from neighboring Pakistan as the group works to consolidate control ...
    The Taliban is estimated to have about 75,000 fighters in its ranks. The size of the recent influx from Pakistan is believed to range between 5,000 and 10,000, according to Taliban commanders, as much as 10 times higher than an average fighting season.

    https://www.washingtonpost.com/world/2021/12/...

    Exil-Projekt: Afghanische Online-Universität
    Angesichts der desolaten Lage des Hochschulbereichs unter den Taliban haben Exil-Afghanen das Projekt einer Online-Universität in Deutschland lanciert.

    https://www.dw.com/de/exil-projekt-afghanisch...

    Mein Europa: Tauziehen um Bosnien
    Die bosnischen Serben werden sich nicht abspalten, und es wird auch keinen neuen Krieg um Bosnien und Herzegowina geben. Trotzdem muss die EU-Westbalkanpolitik endlich wieder auf die Beine kommen.

    https://www.dw.com/de/mein-europa-tauziehen-u...

    Amanpour (CNN, PBS), December 17 ...
    Christiane Amanpour:
    ... tonight with a check on peace and democracy and a major threat to the survival of the Bosnian state in the Balkans. Its Serb Parliament has voted to start pulling out of key joint institutions, like the military, judiciary and the tax system. Since the end of the war and the U.S.-brokered Dayton accords in 1995, Bosnia has been divided into two semiautonomous regions that are linked by a three-person presidency.
    And the Serb leader, Milorad Dodik, is stepping up his campaign to secede altogether. The Bosnian war in the 1990s was a major humanitarian and geopolitical disaster for the region and for the West. And, surely, the United States and Europe don't want to repeat the same mistakes a whole quarter-century later.
    Gabriel Escobar is the U.S. special envoy for the Western Balkans, and he met with the Serb leader, Milorad Dodik, last week. ...
    Gabriel Escobar:
    If you look at the story of the former Yugoslavia, the seven -- of the seven countries, two are members of the European Union, four are members of NATO, and most of them are enjoying tremendous economic success.
    If you look at the Western Balkan states, that's the six countries of the Balkans that are not members of the European Union, four are making good progress toward European Union membership. In all of this, Bosnia is a complete outlier. Its corruption is the worst in Europe, with the exception of Belarus and Azerbaijan.
    It has 10 times the youth emigration that Serbia does. It has so much negative foreign direct investment that its public sector is now 70 percent of the economy. And this is all being driven by deep-rooted corruption. People are leaving the country not because they don't want to live in a multiethnic state, but because they cannot get jobs without corrupt connections.
    This is a context in which the current crisis, which is masked as an ethnic crisis, is occurring. But you're right. There are some real threats to Dayton, most of them coming from Milorad Dodik. So, if our efforts in Bosnia fail, it will put into question all of the success that the region is enjoying right now. ...
    But I think we have to bring back a European perspective to the region. And this is important. ...
    We're encouraging all of our partners, that is, U.K., European Union, bilateral partners, to start looking at sticks, in addition to carrots.
    That is not just sanctions, but additional financial measures that will compel people to step away from the brink and compel them to respect the Dayton Agreement.

    https://edition.cnn.com/videos/tv/2021/12/17/...
    https://transcripts.cnn.com/show/ampr/date/20...

    (1/2)
    #293Authorhm -- us (236141) 21 Dec 21, 07:41
    Comment
    I found that last interview, with the special envoy to the western Balkans, interesting, if only as another story that had previously gone underreported in the US media I see. (Not unlike the Chilean protests and elections.) I'm not at all sure I share Mr. Escobar's confidence that the US and Europe can or will do much about Bosnia, but he at least seemed like a pretty firm character who might get people's attention when he talks to them.

    Positive stories are still fewer and farther between, so perhaps I was a little naive to find the one about the Disney film set in Colombia hopeful. But nevertheless, it sounded hopeful. (-:

    _________________

    A Plan Forms in Mexico: Help Americans Get Abortions
    Mexican activists plan to provide women in Texas and other U.S. states with information, support — and abortion-inducing pills. ...
    Abortion restrictions have been multiplying across the United States for years, including just over Mexico’s border in Texas. Now the Supreme Court is considering a case that could diminish or completely overrule Roe v. Wade, the 1973 ruling that established a constitutional right to abortion. That would likely set off new restrictions in at least 20 states.
    But in much of Latin America, where access to abortion has long been severely limited, highly organized feminist groups have distributed abortion-inducing drugs for years, making it harder for governments to enforce bans on the procedure. ...
    On Thursday, the Food and Drug Administration said that abortion drugs can be delivered by mail, making permanent a measure enacted because of the pandemic and broadening access for women who find it difficult to travel to a provider to end their pregnancies.
    But several states ban the delivery of these pills by mail, or still require that the drugs be dispensed by providers in person, on top of other restrictions on their use.
    In Texas, a new law bars doctors from providing pills to induce abortions after seven weeks of pregnancy, and adds penalties of jail time and a fine of up to $10,000 for anyone who mails or delivers the medication.
    Legal experts say such laws may be challenged after the F.D.A. decision, but for now, these state measures could discourage American doctors from sending pills to parts of the country with restrictive regulations. ...
    Anti-abortion groups acknowledge that criminally punishing activists who distribute the pills, especially if they are from Mexico, may prove difficult. They would have to be caught and arrested in Texas, or extradited, experts say. ...
    Dr. Rebecca Gomperts, the leader of Aid Access, an Austria-based group that provides abortion pills to women across the world, confirmed she has been prescribing the medication to women in Texas — who then receive the drugs by mail from a pharmacy in India — even after the state’s law went into effect this month.

    https://www.nytimes.com/2021/12/20/world/amer...

    I Watched ‘Encanto’ With My Dad. It Brought Him Back Home.
    The animated Disney movie is set in Colombia, where my father is from — a place he rarely talks about. ...
    The first time I saw the teaser trailer for Disney’s “Encanto” — an animated musical set in Colombia — two feelings flooded me. First came a surge of excitement for what it could be. Then, almost instantly, a shift to the defensive. “They’d better not mess this up,” I thought. ...
    Directors Jared Bush and Byron Howard, it turns out, had a close relationship with the Colombian filmmakers Juan Rendon and Natalie Osma, with whom they traveled on a research trip to Colombia. A group of Latino Disney Animation employees called Familia shared their experiences and perspectives to help shape the film. Charise Castro Smith, who wrote the screenplay with Bush and is a co-director, is Cuban American. ...
    “Encanto” means “enchantment” or “spell” in Spanish, and the movie lives up to its name: Years ago, Alma Madrigal fled her home while escaping armed conflict. She saved her three infant children, Julieta, Pepa and Bruno, but lost her husband, Pedro. Devastated, Alma clung to the candle she was using to light her way, which became enchanted. Its magic imbues each member of the Madrigal family with a fantastical gift when they come of age — except for Julieta’s youngest daughter, Mirabel. ...
    My father ... is from Cali; he emigrated to the United States when he was around my age, at 25. He was born a year after a five-decade-long armed conflict began in Colombia ...
    I had just started college in 2016 when the peace agreement between the Colombian government and the Revolutionary Armed Forces of Colombia (FARC) was signed. Growing up, I was fascinated by the mysterious land where my dad was from, where my grandmother, aunt, uncle and cousins lived. But with my fair skin, red hair and mangled Spanish, I would stand out like a sore American thumb. It was deemed too dangerous for me to visit.
    Once the peace agreement was signed, though, my incessant wheedling began. Finally, my father caved: We embarked on a tour of his homeland. We stayed with my grandmother in Cali, nestled comfortably between the mountains. We drank in the sun in Cartagena, on the Caribbean coast. And we hiked through Cocora Valley in the Zona Cafetera, where the wax palm trees stretched impossibly tall, through the mist toward the sky. ...
    On Thanksgiving weekend, I dragged him to a theater. Maybe 20 minutes in, his glasses came off and the tissues came out. I had only ever seen him cry once, when his father died. ...
    Abuela Alma, the fiercely protective matriarch of the family in the movie, bore a strong resemblance to his mother, who passed away this year. Later, I found out that she looked a lot like my grandfather’s mom, too. Even my dad — who usually kept Colombia tightly sealed in a box — had told me plenty of stories about that tough old woman who lived in the mountains, tending to her finca and her family — much like Alma. ...
    When I asked him later what felt familiar in the film, he said the family dynamics. He said vallenato and salsa and marimba and alpargatas and Tejo. He reveled in the flora and fauna, the food and the tiniest, most intricate details. “Whoever made this,” he said, “they made it right.” They’d done the country, its people, its culture and its customs justice.
    The soundtrack transfixed him. “Colombia, Mi Encanto,” a “love letter” to the land sung by the Colombian singer Carlos Vives, plays during the credits over a steaming bowl of sancocho — the soup my family once welcomed me home with. “Colombia, te quiero tanto,” goes the chorus. “Que siempre me enamora tu encanto.”

    https://www.nytimes.com/2021/12/15/movies/enc...

    Nonbelievers across Africa risk freedom and family support ...
    Muhammad Mubarak Bala was held incommunicado in police custody for so long — eight months — that his wife was sure he was dead. ...
    More than a year passed before Bala, an ex-Muslim and president of the Humanist Association of Nigeria, would be charged. Bala is an outspoken atheist in a deeply religious country. His alleged crime: Posting blasphemous statements online.
    Bala’s lengthy detention and its traumatic effect on his young family illustrate the risks of being openly faithless in African countries where religious belief pervades social life and challenging such norms is taboo.
    “It is generally accepted that to be African is to be religious,” said David Ngong, a Cameroon-born professor of religion who researches African theology and culture at Stillman College in Alabama. “It requires a lot of courage” to opt out.
    Atheists are among a growing global group who have no religious affiliation. Also known as “nones,” they include agnostics and those who don't profess any religion. By 2050, the Pew Research Center estimates, there could be 1.3 billion nones worldwide — about the size of the global Roman Catholic population today.
    According to the United States Commission on International Religious Freedom, 25 African nations — nearly half the continent's sovereign states — have statutes outlawing blasphemy, or offensive behavior against a deity or idea considered sacred.
    Punishment can be severe. In Mauritania, for example, Muslims convicted of ridiculing or insulting God face a mandatory death sentence and those renouncing Islam have a three-day window to repent or face capital punishment.
    The stiffest penalty in Nigeria's secular courts is a two-year prison sentence; in the country's Islamic courts, active in the majority Muslim north, it is death. Shariah law doesn't apply to non-Muslims without their consent. ...
    Nigeria's patchwork criminal justice and legal systems are notorious for lengthy pre-conviction detentions. Only 28% of prison inmates have been tried and convicted of a crime, according to the Nigerian Correctional Service.
    Bala has already spent almost two-years in pre-trial detention - the maximum secular court sentence for blasphemy charges. ...
    The faithless often keep a low profile even in African countries where laws against blasphemy and renouncing religion are not on the books or are rarely enforced, such as Malawi in southeast Africa. ..
    To counter the social isolation, Africa's nones have begun connecting on social media and building support communities, with active online humanist groups in Ghana, Liberia, South Africa, Uganda and Zambia, among others.
    In Nairobi, a 21-year-old ex-Muslim woman found the Atheists in Kenya Society on Twitter. The government suspended the group's legal registration in 2016, saying its activities “generated great public concern which is prejudicial and incompatible with the peace, stability and good order of the republic.” A judge reversed the suspension in 2018.

    https://www.houstonchronicle.com/news/article...
    https://www.usnews.com/news/world/articles/20...

    (2/2)

    #294Authorhm -- us (236141) 21 Dec 21, 07:49
    Comment

    Habt Ihr schon mal was vom Blutschnabelweber (englisch Red-billed quelea) gehört? Mir ist dieser Vogel heute zum ersten Mal bewusst über den Weg gelaufen. Im Artikel https://nation.africa/kenya/counties/tana-riv... (wird in einer Woche hinter einer Bezahlschranke verschwinden) wird berichtet, dass Schwärme dieser Vögel in kenianische Reisfarmen eingefallen sind und einen Großteil der Ernte vernichtet haben.


    Ich habe dann noch etwas gesucht und festgestellt, dass dieser Vogel in einigen afrikanischen Ländern großen Schaden anrichtet, hier zum Beispiel ein Bericht zu großen Weizenverlusten in Zimbabwe aus dem August:


    https://www.herald.co.zw/quelea-birds-invade-...


    Dort und anderswo werden die Vögel mit Chemie bekämpft. Angeblich ist ein Verzehr der mit Chemie getöteten Vögel unbedenklich. Es fällt mir schwer, das zu glauben.


    Im Wikipedia-Artikel https://en.wikipedia.org/wiki/Red-billed_quelea wird dieser Vogel auch als "Africa's feathered locust" bezeichnet.

    #295Authorharambee (91833) 21 Dec 21, 13:13
    Comment

    Nein, kannte ich nicht. Das sind dann quasi die Spatzen Afrikas. Ich kann mir auch nciht vorstellen, dass die vergifteten Vögel unbedenklich im Verzehr sind.


    OT: Ich finde das immer wieder frappierend, welche Arten Linné bereits in seinem Werk abgehandelt hat. Der Mann war wirklich erstaunlich.

    #296AuthorSelima (107) 21 Dec 21, 13:28
    Comment

    Zur Abwechslung mal wieder was mit geringem Nachrichtenwert, aber einer gewissen in diesem Fall vergänglichen Schönheit:


    Eisskulpturen-Festivals gibt es einige auf der Welt, wobei es da gewisse geografische Randbedingungen zu geben scheint. Ich denke immer zumächst an das chinesische Harbin, aber wie das folgende kleine Video zeigt, wissen die Menschen im russischen Tomsk auch, was man mit überkaltem Wasser machen kann:


    https://www.euronews.com/2021/12/20/ice-sculp...

    #297Authorharambee (91833)  21 Dec 21, 14:10
    Comment

    Das UNICEF-Foto des Jahres 2021 kann man auf https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/f... ansehen. Weiter unten kommt man auch zu den weiteren ausgezeichneten Fotos und zu denen mit ehrenvollen Erwähnungen und über "Der Wettbewerb" zu den Siegerfotos der Vorjahre. Insgesamt sind diese Fotos aber wenig geeignet, Weihnachtsstimmung zu verbreiten, also vielleicht erst nächstes Jahr ansehen.


    Ich habe noch nicht entschieden, was ich von dem Bild, das den ersten Preis gewonnen hat, halte. Es kommt mir zu gestellt vor:

    #298Authorharambee (91833) 21 Dec 21, 15:35
    Comment
    Re #295-296, the quelea:

    I had never heard of the bird either until recently, but sure enough, we actually saw a few of them on PBS not long ago, in a 'Nature' episode about an African watering hole. The premise was a little fake, because IIRC they built this watering hole artificially with a big blind right next to it for filming. But it was still watchable, and the full episode does seem to still be available via the website, though I never know about access for overseas users.

    The 'locust' reference seems to have come up in a much older episode, for which I could only find descriptions.

    __________________


    Nature (PBS) Season 40 Episode 3
    The Elephant and the Termite
    November 3, 2021
    Witness the creation of the waterhole, one of Africa’s greatest wildlife meeting places manufactured by giant elephants and tiny termites. From baboons to dung beetles to chameleons, an entire community of creatures call the waterhole their home. ...
    Ten million red-billed quelea rest at the waterhole during their migration. These small birds are prey for larger birds, including steppe eagles. One quelea escapes the jaws of a terrapin only to be spotted by an eagle and must hide in a log before making a quick escape.

    https://www.pbs.org/wnet/nature/elephant-and-...

    Nature (PBS) Season 4 Episode 9
    The Feathered Swarm
    January 26, 1986
    The huge mating flocks of the East African quelea, feared by farmers almost as much as they fear locusts ...
    The red-billed quelea, a tiny weaver bird found primarily in East Africa. The quelea is said to be the world's most populous bird, often flying in flocks of a million or more.


    https://www.tvguide.com/tvshows/nature/episod... (?)


    https://www.pbs.org/wnet/nature/
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Nature_...
    #299Authorhm -- us (236141) 22 Dec 21, 01:10
    Comment

    Vielen Dank für die weiteren Informationen zu den Queleas, hm -- us. Ich werde mir die Links noch genauer ansehen.


    Jetzt eröffne ich erstmal einen Nachfolgefaden.


    PS: Hier geht es weiter: related discussion: Neuigkeiten vom Rest der Welt 6

    #300Authorharambee (91833)  22 Dec 21, 08:24
    This thread has been closed.
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
  • Pinyin
     
  • Keyboard
     
  • Special characters
     
  • Lautschrift
     
 
:-) automatisch zu 🙂 umgewandelt