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    Land und Leute

    Corona die 81. Erfahrungen, Informationen, Austausch

    Betrifft

    Corona die 81. Erfahrungen, Informationen, Austausch

    Kommentar

    Wir kommen von hier,


    Siehe auch: Corona die 80. Erfahrungen, Informationen, Au... - #299


    und wie es aussieht, werden wir alle zwangssterilisiert, wenn uns die Impfung nicht schwanger macht - AUCH DIE MÄNNER!!!!111!!

    Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 22 Okt. 21, 08:41
    Kommentar

    Sicher, dass sie nicht DURCH die Impfung schwanger wurde? Man hört ja so viel Glaubwürdiges heutzutage ...


    Meinst du, einer der Embryonen, aus denen die mRNA extrahiert wurde, ist aus Versehen in die Kanüle geraten? Bei der Dichte an wissenschaftlich belastbaren Fakten, die ich so von JaLeTe gehört habe, erscheint es mir das fast möglich, dass der aus dem Oberarmmuskel irgendwie seinen Weg in die Gebärmutter gefunden hat. Wahrscheinlich wird das Kind mit zwei Köpfen und Hufen geboren.

    #1Verfasser grinsessa (1265817)  22 Okt. 21, 09:01
    Kommentar

    Ich lese grad noch mal die 287 aus dem Vorgängerfaden. Ich weiß wirklich nicht mehr, was man dazu noch sagen soll. Außer Worten, die sicher - und zu Recht - keine Gnade vor Doris finden würden, fällt mir echt nix mehr ein. Das ist nicht mal mehr Disput oder Diskussion. Das ist einfach außerhalb der Bandbreite jeglichen akzeptablen Verhaltens.



    #2Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  22 Okt. 21, 09:26
    Kommentar
    Bubb, aber offenbar darf sich JaLeTe alles erlauben, weil man eine abweichende Meinung ja um jeden Preis tolerieren muss. Doris hatte sich ja gestern zu Wort gemeldet, ohne dass etwas passiert wäre.
    #3Verfasser fehlerTeufel (1317098) 22 Okt. 21, 09:40
    Kommentar

    fehlerTeufel, mit "alles" und "um jeden Preis" schießt Du meiner Ansicht nach deutlich über das Ziel hinaus und/oder Du hast keine Ahnung, was noch alles so geschrieben werden kann (und - da bin ich mir sicher - schnell gelöscht würde). Du bist bei solchen Fragen für schnelle Löschungen und das ist ja auch nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar finde ich aber, dass Du Doris unterstellst, sie mache sich solche Entscheidungen leicht und lasse "alles" zu. Das stimmt einfach nicht. Damit sage ich nichts dazu, ob das genannte Posting gelöscht werden sollte, denn da bin ich tatsächlich hin- und hergerissen.


    PS: Ich weiß nicht, ob die Gefahr besteht, dass ich missverstanden werde, deshalb eine Erläuterung:

    Hin und hergerissen bin ich natürlich nicht bei der Frage, ob das genannte Posting unsäglich ist. Das ist es für mich ohne jede Frage. Hin- und hergerissen bin ich nur bei der Frage, wie man mit sowas umgeht. Bis zu einer gewissen Grenze finde ich es besser, Beiträge stehen zu lassen und ihnen klar zu widersprechen. Allerdings könnte diese Grenze hier überschritten sein.

    #4Verfasser harambee (91833)  22 Okt. 21, 09:54
    Kommentar

    #1 Danke. Hat meinem Zwerchfell sehr gut getan.

    #5Verfasser WittGenStein (1323045) 22 Okt. 21, 10:05
    Kommentar
    harambee, ich habe den letzten Schlagabtausch mit JaLeTe verfolgt, und meiner Ansicht nach ist da sehr wohl Nachsicht des LEO-Teams zu spüren. Ich sage nicht, dass Doris sich die Entscheidung leicht macht, aber dass sie sich solche Sprüche wie in #257 des Vorgängerfadens gefallen lässt - oder das, was danach kam akzeptiert -, kann ich nicht nachvollziehen.
    Aber hey, der User hat doch sein Ziel schon erreicht. Es geht seit Tagen nur noch um ihn und seine verschwurbelten Zahlen. Sinnvolles passierthier soch nicht mehr.
    #6Verfasser fehlerTeufel (1317098) 22 Okt. 21, 10:06
    Kommentar
    Tut mir leid wegen der Tippfehler. Kann nicht mehr editieren.
    #7Verfasser fehlerTeufel (1317098) 22 Okt. 21, 10:07
    Kommentar

    Schön fände ich, wenn die Meta-Diskussionen hier auf ein Minimum beschränkt würden (ich weiß, ich trage gerade auch dazu bei, absurd und schizophren). Bitte denkt zweimal darüber nach, ob ihr eine Wertung über eine anderen Post oder sogar einen anderen User hier wirklich absenden solltet.


    (Ich finde die Diskussion mit JaLeTe sehr interessant. Diese Wochenende werde ich einen alten Freund treffen, einen hochintelligenten Naturwissenschaftler, der offenbar teilweise ähnliche Informationsquellen und in jedem Fall ähnliche Ansichten wie JaLeTe hat. Ich hoffe sehr, dass wir das ganze Wochenende nicht über das Thema sprechen werden, aber falls doch, bin ich jetzt etwas besser vorbereitet.

    Natürlich ist diese Taktik, immer wieder neue Themen anzuschneiden, wenn die bisherigen widerlegt wurden, sehr ermüdend. Und kann von mir eigentlich auch nur als bewusste Taktik verstanden werden, was wiederum bewusste Täuschungsversuche implizieren würde. Aggressivität hat aber im letzten Faden eher die andere Seite in die Diskussion gebracht, finde ich.)

    #8Verfasser Mattes (236368)  22 Okt. 21, 10:18
    Kommentar

    #1: Es gibt noch mehr Möglichkleiten.


    • Der Chip enthält Sperma. Entweder von Bill Gates oder George Soros oder, wenn nur in DE, Angela Merkel. Ziel ganz klar, Machtübernahme einer Armee von Bills, Georges, Angelas um uns alle endgültig zu linksgrünversifften willenlosen Schlafschafen zu machen.
    • Der Messias kommt wieder, Stichwort unbefleckte Empfängnis.
    • Es handelt sich einfach um eine sehr seltene Nebenwirkung, die in den viel zu kurzen und sämtliche Langzeitwirkungen vernachlässigenden Testverfahren zur viel zu frühen Zulassung übersehen (oder noch wahrscheinlicher verheimlicht wurde.


    Quelle? Mein Hirn.

    Pretending to be normal is my Cosplay!

    #9Verfasser traveller in time (589684)  22 Okt. 21, 10:26
    Kommentar
    Ich finde nicht, dass man über alles sprechen und alles zur Kenntnis nehmen muss.
    Daher auch mein ungeduldiger, natürlich haltloser Vorwurf von der russischen Trollfabrik im vorigen Faden, der nobel übergangen wurde.

    Auf jeden Fall habe ich keine Lust, immer neuen RT-Links zu folgen und werde daher in diesem Faden bis auf weiteres auch nicht mehr mitlesen. Vermutlich ist es das Ziel JaTeLes, die Diskussionshoheit durch Ermüdung zu übernehmen.
    #10Verfasser tigger (236106) 22 Okt. 21, 10:28
    Kommentar

    Für mich ist die Grenze zur "Interessantheit" da überschritten, wo Vergleiche mit "Zwangssterilisation" (oder hypothetisch den Juden im 3. Reich) angestellt werden. Da werd ich entweder kiebig und ggf. ausfallend, oder zieh mich zurück. In jedem Fall nervt es ohne Ende.

    #11Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 22 Okt. 21, 10:34
    Kommentar

    Bis zu einer gewissen Grenze finde ich es besser, Beiträge stehen zu lassen und ihnen klar zu widersprechen. 


    Ja, das ist sicher besser. Sonst bestätigt man doch nur was immer vorgeworfen wird, dass eine andere Meinung schnell gelöscht wird damit sie (die Wahrheit) nicht ans Licht kommt.


    Wäre nur schön, wenn eine ehrliche Rückmeldung kommt, danke für die Recherche, ich bin da auf irgendetwas reingefallen, statt schnell wieder andere Zahlen in den Raum zu werfen.


    ich brauche keine Zahlen, ich schaue nach Russland, Brasilien oder Rumänien und denke mir meinen Teil.


    Und manchmal kommen in den Nachrichten interessante Meldungen wie:


    Studie der Uni Bonn: Kamel-Antikörper gegen Corona?

    Eine Forschergruppe der Uniklinik Bonn hat im Blut eines Alpakas und eines Lamas Antikörperfragmente gegen das Corona-Virus entdeckt. 

    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coron...


    Könnte ja sein, dass Impfskeptiker sich lieber mit Lamablut therapieren wollen statt mit etwas, was irgendwie mit neuartiger Gentechnik zu tun hat. Vom Gefühl her jedenfalls. Obwohl mich jetzt wieder eine Spritze voll Lamablut an die Methoden vom Doktor Eisenbarth erinnert 😳

    #12Verfasserzacki (1263445) 22 Okt. 21, 10:37
    Kommentar

    Bei den Impfzahlen in Deutschland tut sich im Moment nicht viel, aber da wieder Freitag ist, gibt es von mir die aktuellen Zahlen:


    In den letzten sieben Tagen wurden in Deutschland 870.944 Dosen verimpft (Vorwoche 916.089). Darunter waren 227.562 Erstimpfungen (Vorwoche 267.679), 362.341 Zweitimpfungen (Vorwoche 403.584) und 281.041 Auffrischungsimpfungen (Vorwoche 244.826).


    Wenn die Nachmeldungen ähnlich hoch sind wie in der Vergangenheit sind, gab es wohl einen kleinen Rückgang bei Erst- und Zweitimpfungen und einen kleinen Anstieg bei den Auffrischungsimpfungen.


    Impfquoten (Dies sind als gesichert anzunehmende Mindestquoten, die tatsächlichen Werte dürften höher liegen, aber die Diskussionen, um wieviel höher sie liegen, gehen ebenso weiter wie die Diskussionen zu der Frage, wie man genauere Zahlen bekommen kann):


    Deutschland gesamt: 69,1 % mindestens einmal geimpft (0,3 Prozentpunkte mehr als vor einer Woche), 66,1 % vollständig geimpft (0,5 Prozentpunkte mehr als vor einer Woche).


    nach Altersgruppen:


    Erwachsene: 79,8 % mindestens einmal geimpft, 76,7 % vollständig geimpft


    Ü60: 86,6 % mindestens einmal geimpft, 85,0 % vollständig geimpft


    18-59: 71,7 % mindestens einmal geimpft, 72,3 % vollständig geimpft (Dass derartige Zahlen nicht korrekt sein können, haben wir ja schon mehrfach diskutiert)


    12-17: 44,9 % mindestens einmal geimpft, 39,7 % vollständig geimpft


    Die Auffrischungsimpfungen werden in der RKI-Tabelle nicht nach Altersgruppen aufgeschlüsselt. Insgesamt haben 1.503.201 Personen eine Auffrischungsimpfung erhalten.


    Meilensteine:

    • 85 % in der Altersgruppe Ü60 vollständig geimpft

    Andere Beobachtung: Wenn man aktuell für die Bundesländer die Impfquote gegen die Inzidenz aufträgt, ergibt sich doch eine deutlich negative Korrelation. Das ergibt sich hauptsächlich (aber nicht nur) durch die hohen Inzidenzen in Sachsen und Thüringen bei gleichzeitig niedrigen Impfquoten. Das ist erstmal eine Korrelation und kein Beweis für einen kausalen Zusammenhang. Vor voreiligen Schlüssen sei gewarnt, denn vor ein paar Wochen sah das anders aus.

    #13Verfasser harambee (91833) 22 Okt. 21, 10:43
    Kommentar

    @12, Kamel-Antikörper gegen Corona:

    Das ist einfach eine andere Methode der Herstellung von Antikörpern. In der Regel werden zur Gewinnung von polyklonalen Antikörpern Kaninchen, Ratten, Mäuse, andere Säugetiere oder Geflügel geimpft. Lamas und Alpakas werden seit einiger Zeit (aber schon mindestens 25 Jahren) manchmal auch verwendet, weil die eine spezielle Antikörperart haben, die sogenannten Nanobodies, die kleiner sind. Das ist für manche Forschungsansätze besser.

    Die Bonner haben also ihre Lamas mit Corona geimpft und dann in deren Blut Antikörper gegen Corona gefunden. So what? Jetzt wollen sie diese Antikörper offenbar biotechnologisch herstellen. Na gut.

    #14Verfasser Mattes (236368)  22 Okt. 21, 10:48
    Kommentar

    "Nanobodies"???? Aaaah, das sind bestimmt so kleine Roboter, die uns alle umbringen und dann gefügig machen sollen!!11!!11einsdrölf

    #15Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 22 Okt. 21, 10:53
    Kommentar
    Du wolltest dich zurückziehen. Zurückhalten? Ein Lama streicheln! Irgendwas anderes machen!?
    #16Verfasser tigger (236106) 22 Okt. 21, 12:28
    Kommentar

    Eine Molkerei besuchen? Ein gutes Buch lesen?

    #17Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 22 Okt. 21, 12:31
    Kommentar

    Können die nicht einmal die armen Viecher in Ruhe lassen!

    #18Verfasser ulinne (894128) 22 Okt. 21, 13:38
    Kommentar

    Und wer denkt an die Kinder?? Die in den Pizzerien natürlich!!!

    #19Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 22 Okt. 21, 13:41
    Kommentar
    In der Impfstoffentwicklung leider noch nicht. Es gibt sehr strenge Regeln und Nachweispflichten in der EU. Man muss begründen, wofür genau man bestimmte gentechnisch veränderte Mäuse braucht, was man mit ihnen anstellt, und wie man sie dann tötet. Das muss minutiös nachgewiesen werden, sonst gibt's Jahre später keine Impfstoffzulassung.
    Aber vegan ist die Forschung nicht gerade.
    #20Verfasser tigger (236106) 22 Okt. 21, 13:45
    Kommentar

    Sind die eigentlich wirklich so dämlich?


    https://www.standard.co.uk/news/uk/sajid-javi...


    "Jacob Rees-Mogg: Tory MPs don’t need to wear masks because ‘we know each other’


    The Commons Leader said Tories do not need to use face coverings because ‘we know each other’.


    Commons Leader Jacob Rees-Mogg has shot down Health Secretary Sajid Javid’s call for Conservative MPs and ministers to wear masks in the crowded Commons chamber.


    Mr Rees-Mogg suggested on Thursday that Tories do not need to wear face coverings in Parliament because with their “convivial, fraternal spirit” they know each other well."


    Oder denken die, die Leut merken's nicht, oder die Leut merken's, es ist ihnen aber egal?








    #21Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 22 Okt. 21, 15:42
    Kommentar
    Oder sie haben sich sowieso längst alle gegenseitig angesteckt und wissen voneinander, dass sie alle ihre Antikörper auf natürlichem Wege bekommen haben. Homegrown, sozusagen.
    #22Verfasser tigger (236106) 22 Okt. 21, 17:11
    Kommentar
    Haha, bei Maskierung denkt er direkt an eine Verbrecherbande, in ihrem Hauptquartier muss die sich auch nicht untereinander verstecken.
    #23Verfasserzacki (1263445) 22 Okt. 21, 17:52
    Kommentar

    Die Nanobodies waren doch Thema im Tatort vom letzten Sonntag. Damit wurde tatsächlich eine 'Frau umgebracht und die Kommissarin vergiftet. Der Drehbuchautor hat allerdings behauptet, das sei "reine Phantasie".

    #24Verfasser bluesky (236159) 22 Okt. 21, 19:19
    Kommentar

    Ich habe ganz verpasst, die letzten ca. 200 Beiträge zu lesen. Aber zumindest eine Stellungnahme:


    "Impfgegner sind Mörder"/"Vater umgebracht"/etc. - darüber kann man heftig debattieren. Und beide Seiten haben ihre Berechtigung. Denn das Zitat "hat ihren Vater umgebracht" impliziert ja noch keine vorsätzliche, geschweige denn eine rechtswidrige oder schuldhafte Tat. Auch ein getöteter Verkehrsteilnehmer wurde vom Unfallverursacher (m/w/d) "umgebracht", zumal "umgebracht" kein Rechtsbegriff ist.


    "Impfgegner sind Mörder", da würde ich mal das "Soldaten-sind-Mörder"-Urteil des BVerfG heranziehen. Eine solche Aussage ist natürlich stark überspitzt und polemisch, aber über die Rechtswidrigkeit dürfte das Verfahren bis nach Karlsruhe gehen und meiner Ansicht nach dürfte hier keine Rechtswidrigkeit vorliegen.

    #25Verfasser BenatarsComrade (1182552) 22 Okt. 21, 21:28
    Kommentar

    #22 Oder sie haben sich sowieso längst alle gegenseitig angesteckt und wissen voneinander, dass sie alle ihre Antikörper auf natürlichem Wege bekommen haben.


    Ich halte es für relativ wahrscheinlich, dass die aktuelle Lage in GB auf genau so eine kurzsichtige Denkweise zurückzuführen ist. Viele denken sich wohl, dass sie ja geimpft sind oder es schon hatten oder beides und dass sie also wahrscheinlich einen leichten Verlauf hätten. Leider bedenken sie dabei nicht, dass es zahlreiche Gründe gibt, warum auch junge, (vorher) gesunde Menschen innerhalb von Stunden bis Tagen im KH und auch auf der ITS landen. Aufgrund der anhaltend hohen Infektions-, Hospitalisierungs- und ITS-Raten schafft es der NHS aber nicht, die extrem langen Wartelisten abzubauen, so dass es wirklich jeden treffen kann. (Die Abgeordneten wissen aber vermutlich, dass VIPs immer sofort und bestmöglich behandelt werden. So zynisch es ist, können sie sich so ein Verhalten also vermutlich tatsächlich leisten.)


    Hier nur ein Beispiel:

    Cancer patients face ‘perfect storm’ as Covid piles pressure on NHS

    Progress in clearing the NHS cancer treatment backlog in England has gone into reverse amid high Covid cases and staff shortages, analysis suggests. With rising coronavirus hospitalisations also now piling pressure on the health service, experts have warned patients should brace themselves for worse to come as a “perfect storm” looms in cancer care.


    The NHS has been striving to catch up with the pandemic backlog of cancer care but the analysis by Macmillan Cancer Support of official data suggests the drive has recently suffered a setback, with growing numbers of potential cancer diagnoses missed.

    Four key cancer measures have fallen back, with two dropping to their worst ever recorded level.

    [...]

    The proportion of patients who began treatment within one month of the decision to treat fell to 93.7% – the lowest percentage ever recorded.

    Data published last week also shows that in August there was a record-high number of patients forced to wait for more than two months after an urgent referral from their GP before they started cancer treatment. According to Macmillan, 4,075 patients only began treatment two months after being referred, the highest figure recorded.

    [...]

    A report by the Institute for Public Policy Research (IPPR) thinktank and the CF health consultancy published this month suggested it could take more than a decade to clear the cancer treatment backlog in England. The pandemic led to a 37% drop in endoscopies, a 25% drop in MRI scans and a 10% drop in CT scans than expected, it said.

    #26Verfasser Nica (de) (236745)  22 Okt. 21, 21:28
    Kommentar

    #24 Die Nanobodies waren doch Thema im Tatort vom letzten Sonntag.


    Laut ARD waren das Nanobots: https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/ta....

    #27Verfasser Mattes (236368) 25 Okt. 21, 14:45
    Kommentar

    Nanobots waren doch schon am Freitag, als Wiederholung: https://www.fernsehserien.de/outer-limits/fol...

    #28Verfasser Progad (1278851) 25 Okt. 21, 15:31
    Kommentar

    Nachtrag zu #21, in dem berichtet wurde, dass Grease-Smug allen Ernstes behauptet hat, die Tories benötigten keine Masken, wegen ihrer "Lebenseinstellung".


    Tja, einer der Tory-Abgeordneten, der letztens mit ohne Maske im Parlament gesehen wurde, Alex Chalk, "MP for Cheltenham and Solicitor General for England and Wales", ist am WE wohl positiv getestet worden. Dumm gelaufen. Karma ist echt gemein ...

    #29Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 25 Okt. 21, 16:32
    Kommentar

    #29 B.L.Z. Bubb: "Dumm gelaufen. Karma ist echt gemein ..."

    Ist es. Aber allein eine gewisse Häme greift zu kurz.


    Es geht nicht wirklich um Karma. Es ist die Grundeinstellung zu Schutzmaßnahmen, die dem Virus seine Chance gibt.


    Anscheinend ist es in GB möglich und legal, selbst auf grundlegende Schutzmaßnahmen wie Masken (zumindest teilweise) nach eigenem Ermessen zu verzichten. Wer oft verzichtet, den erwischt es eben irgendwann. Sogar, wenn er geimpft sein sollte. Das ist pure Statistik, denn der Impfschutz ist nicht absolut.


    [Gedankenfaden bricht hier]


    Die aktuellen Inzidenzen in GB sprechen eine deutliche Sprache. Das Virus grassiert. Und das wird es wohl weiter tun, bis der allergrößte Teil der Bevölkerung immunisiert ist.


    Ich möchte an die These der Virologin Dr. Jana Schroeder erinnern, die ich bereits im vorigen Fadenabschnitt 80 in #176 vorgestellt hatte:


    "Es wird ein anderes 3G geben: geimpft, genesen, gestorben"

    Unter dieser Überschrift die Kernthese des Interviews:

    "

    • Genesen – und das heißt beispielsweise mit Blick auf Long-Covid nicht immer gesund –
    • geimpft oder
    • gestorben.

    Ohne Immunität wird es keine Normalität geben. Damit stellt sich die Frage, wie man diese Immunität erreicht: Über Infektion oder über Impfung. Ich vermute, mit der Delta-Variante wird es zügig so kommen, dass sich die meisten Ungeimpften infizieren."


    (Formatierung als Liste von mir vorgenommen)

    #30Verfasser Harald (dede) [de] (370386)  26 Okt. 21, 10:16
    Kommentar

    Die Häme - wenn es denn eine solche war - bezog sich nicht auf die Infektion. Sondern auf den offensichtlichen Gegensatz zwischen der Überheblichkeit, dass Schutzmaßnahmen bei den Tories nicht erforderlich seien, because with their “convivial, fraternal spirit” they know each other well, und der Infektion. Dann war der "spirit" ja augenscheinlich nicht so richtig "convivial" und "fraternal".

    #31Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 26 Okt. 21, 10:44
    Kommentar

    Auch so ein "Spirit" schützt nicht wirklich. Egal, wie "convivial" und "fraternal" er sein mag.


    Schutz gibt es von Impfungen. Und auch die müssen von vernünftigen weiteren Maßnahmen zur Infektionsvermeidung begleitet sein, damit das verbleibende Restrisiko möglichst nicht eintritt.


    Wer einen solchen "Spirit" im Parlament einer Maske vorzieht, erhöht sein Risiko wohl auch bei anderen Gelegenheiten. Bei aller Häme (zu der ich mich gerne bekenne) wünsche ich dem MP Chalk einen milden Verlauf. Aber den Kopf muss ich trotzdem schütteln, vor einer solchen Haltung.

    #32Verfasser Harald (dede) [de] (370386)  26 Okt. 21, 11:22
    Kommentar

    "Auch so ein "Spirit" schützt nicht wirklich. Egal, wie "convivial" und "fraternal" er sein mag."


    Sag ich doch. Dein Sarkasmus-Detektor muss neu kalibiriert werden ;-)


    "Schutz gibt es von Impfungen. Und auch die müssen von vernünftigen eigenen Maßnahmen zur Infektionsvermeidung begleitet sein, damit das verbleibende Restrisiko möglichst nicht eintritt."


    Full ack

    #33Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 26 Okt. 21, 11:25
    Kommentar

    Irgendwie erinnert mich diese Einstellung ein bisschen an die Rede von George Michael zum Thema HIV-Infektion und Aids anlässlich des Freddie Mercury-Tribute Concerts im April 1992.

    Sinngemäß: Wenn man denkt, es (die Infektion bzw. Krankheit) erwischt nur eine bestimmte Gruppe, dann ist man mit ziemlicher Sicherheit einer der nächsten, die davon betroffen sind.


    Wahre Worte.

    #34Verfasser rufus (de) (398798)  26 Okt. 21, 11:37
    Kommentar

    Ich finde es durchaus "fraternal", wenn man auch die Viren brüderlich miteinander teit...

    #35Verfasser Möwe [de] (534573) 26 Okt. 21, 12:39
    Kommentar

    Morgen gibt es für mich und meine Mutter schon die Booster-Impfung! Ich hatte den Hausarzt eigentlich für Mitte November angefragt, aber spontan gestern hieß es, wir könnten morgen kommen.


    Währenddessen diskutiert Deutschland - auch in seriösen Medien - über die "Kimmich-Affäre"/"Kimmich-Debatte". Die STIKO versucht das zwar, wieder kleinzureden, aber der Schaden ist wohl schon angerichtet. Leider haben sowohl AfD-nahe Accounts als auch der offizielle Linksfraktions-Account des Saarlands, wohl betrieben durch Oskar Lafontaine, Kimmich mit "... kann klar denken und hat Recht" unterstützt, obwohl Kimmich hier einer häufig kursierenden falschen Vorstellung aufgesessen ist:


    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, hält die öffentliche Diskussion um den Impfstatus von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich für überzogen. "Es ist die persönliche Entscheidung von Kimmich und die soll es auch bleiben. Die Debatte um Kimmich ist ein grenzenloser Unfug", sagte Mertens der "Bild". Man würde niemals über private medizinische Entscheidungen von Kimmich diskutieren, "wäre er als Fußball-Profi nicht derart exponiert", erklärte der STIKO-Vorsitzende.





    #36Verfasser BenatarsComrade (1182552) 26 Okt. 21, 16:02
    Kommentar

    Das Gute an der Kimmich-Geschichte ist aber, dass aus diesem Anlass die häufig kursierende falsche Vorstellung, es gebe Spätfolgen, die erst in Jahren auftreten könnten, einmal ausführlich besprochen und widerlegt wird. "Was offensichtlich viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, nämlich dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten." So klar und verständlich, wie das der Immunologe Carsten Watzl jetzt formuliert hat und wie es in den letzten Tagen auch reichlich kommuniziert wird, hatte ich das noch nicht gehört.

    #37Verfasser Funkturm (706177) 26 Okt. 21, 16:16
    Kommentar

    Und was nützt es? Dann kommt Lafontaine um die Ecke, sabbelt irgendwas davon, dass ein Fußballspieler es besser weiß als alle Experten, und die Leut glauben ihm, und nicht dem Experten. Ich bin die Menschheit echt leid. Richtig leid. "Krone der Schöpfung", dass ich nicht lache.

    #38Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 26 Okt. 21, 16:20
    Kommentar

    Das perfide an der Sache Kimmich ist ja, daß er letztes Jahr eine Initiative gestartet hat um die Impfung zu unterstützen und er sich dann selber nicht impfen läßt. Das geht nicht zusammen.

    #39Verfasser bluesky (236159) 26 Okt. 21, 18:36
    Kommentar

    https://www.youtube.com/watch?v=vV3D89BwhJ0


    Hier ein sehr guter Beitrag von Christian Solmecke, versachlicht die Debatte in der Kimmich-Affäre, ohne dabei den Humor vollkommen zu verlieren.

    #40Verfasser BenatarsComrade (1182552) 26 Okt. 21, 19:37
    Kommentar

    #WeKickCorona unterstützt nicht die Impfung, sondern Vereine und soziale Einrichtungen, die sich um bedürftige Erkrankte kümmern: Vereine und soziale Einrichtungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Angefangen von Tafeln über Krankenhäuser bis hin zur lokalen Obdachlosenhilfe oder Blutspendedienste, die auf unkomplizierte Hilfe angewiesen sind. https://www.wekickcorona.com/

    #41Verfasser manni3 (305129) 26 Okt. 21, 19:37
    Kommentar

    In der Zeitung hab ich gelesen, der Verein (oder was immer das ist) habe 500 000€ gespendet zum Kauf von Impfdosen.

    #42Verfasser bluesky (236159) 26 Okt. 21, 19:49
    Kommentar

    Nach 19 Monaten dürfen auch venezoleanische Kinder jetzt wieder in die Schule gehen:


    https://en.mercopress.com/2021/10/26/venezuel...

    #43Verfasser harambee (91833) 26 Okt. 21, 20:21
    Kommentar

    Blauhimmel, wieviel Impfdosen bekommt man dafür? Mit den Euronen kann ich nichts anfangen.

    #44Verfasser renateheinz (1125123) 26 Okt. 21, 20:50
    Kommentar

    Ich hatte gestern Besuch von einem Onkel samt Frau, den sehe ich nur sehr selten. Er ist Kinderarzt mit eigener Praxis. Zuerst wollten wir abends in ein Restaurant, das zerschlug sich aus Termingründen wieder. Jedenfalls bekam ich mit, sie sind nicht geimpft. Die Gründe weiß ich nicht so genau, wollte jetzt auchkeine Diskussion anfangen. Aber solange 3G verlangt wird, ist er fein raus. Er hat Schnelltests in der Tasche dabei und ganz wichtig: Sein Arztstempel für's Zertifikat!

    #45Verfasserzacki (1263445) 27 Okt. 21, 09:52
    Kommentar

    Immerhin macht er die Schnelltests.

    So jemand könnte sich selbst ja auch ein Zertifikat ausstellen, ohne sich zu testen.


    Gerade als Kinderarzt ist das allerdings ein Problem:

    Seine Patienten sind ja alle altersbedingt ungeimpft (und er würde vermutlich auch eher nicht zur Impfung raten, wenn sie zugelassen wird). Also ein toller Umschlagplatz.


    In Dodostadt herrscht unter den 5-14-Jährigen gerade eine Inzidenz von über 600. Da geht das also gerade so richtig um.

    #46Verfasser Dodolina (379349) 27 Okt. 21, 10:02
    Kommentar

    Aber solange 3G verlangt wird, ist er fein raus. Er hat Schnelltests in der Tasche dabei und ganz wichtig: Sein Arztstempel für's Zertifikat!


    Vielleicht verstehe ich das falsch, aber für mich klingt das irgendwie gehässig. Wo ist das Problem? Eine Friseurin schneidet ihrer Familie kostenlos die Haare, ein Masseur behandelt seine Familie, ein Elektriker schließt seinen Backofen selber an, ein Maler renoviert sein Wohnzimmer und ein Automechaniker führt seine privaten Fahrzeuginspektionen selber durch. Niemand käme auf die Idee, darüber die Nase zu rümpfen, weil die Konkurrenz ja nix verdient.

    Wieso soll sich ein Arzt nicht selber seine negativen Tests bestätigen?

    Solange er dabei nicht betrügt ist doch alles bestens.

    Geht es jetzt vorrangig um den Infektionsschutz oder doch vielleicht eher darum, Impfskeptiker durch finanzielle Nachteile zu "disziplinieren"?

    #47Verfasser Toffifeenstaub (925533) 27 Okt. 21, 10:21
    Kommentar

    Das sehe ich wie Dodo - immerhin macht er anscheinend die Tests, das ist ja schon mal was.

    Allerdings sehe ich auch wie Dodo, dass er als Arzt ja doch mit sehr vielen Menschen, die sich noch nicht impfen lassen können, zutun hat.


    Zwiespältige Sache, wobei das eine mit dem anderen erst mal direkt nichts zutun hat.

    #48Verfasser rufus (de) (398798)  27 Okt. 21, 10:25
    Kommentar

    Ich sehe tatsächlich 3G sehr skeptisch. Wenn in einer großen Gruppe etwa 20% der Menschen weder genesen noch geimpft sind, sondern "nur" getestet, und einer der Geimpften ist infiziert und ansteckend, dann stecken sich diese 20% an mit einer entsprechenden Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf. Die anderen können sich natürlich auch anstecken, haben aber ein deutlich geringeres Risiko. Wäre jetzt die Veranstaltung mit 2G, könnten sich immer noch alle anstecken, aber kaum einer wird schwer erkranken. Solange bei Großveranstaltungen noch Ungeimpfte dabei sind, müsste man eigentlich alle Anwesenden testen. Oder die Ungeimpften dürfen nicht rein, wegen der potentiellen Belastung fürs Gesundheitssystem. Kinder unter 12 muss man natürlich ausnehmen von solchen Regelungen.

    #49Verfasser grinsessa (1265817) 27 Okt. 21, 10:28
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    Ein mir bekannter Lehrer hat seine Kinder auch bei Bedarf selbst getestet und mit dem Schulstempel das Zertifikat ausgestellt. Zum Beispiel in den Ferien oder beim jüngeren Kind vor der Einschulung.


    Da finde ich nichts bei, solange die Tests wirklich gemacht werden.


    Problematisch finde ich an der Geschichte nur, dass es eben auch sehr wahrscheinlich ist, dass er zum Verbreiter gerade unter ungeimpften Kindern wird. Zum Teil wahrscheinlich sogar bei vorerkrankten Kindern, die es ja wahrscheinlich auch unter seinen Patienten gibt.

    Und dass er sehr wahrscheinlich nicht dazu beitragen wird, dass seine Patienten geimpft werden, wenn es soweit ist, dass es da eine Zulassung und Empfehlung gibt.

    #50Verfasser Dodolina (379349) 27 Okt. 21, 10:30
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    Toffifeenstaub, Deine Vergleiche hinken ein wenig. Zum einen führt keine der von Dir genannten Tätigkeiten zu einer potentiellen Gefährdung anderer (außer vielleicht beim KFZ-Mechaniker), zum anderen geht es nicht um "offizielle" Zertifikate. Dein Vergleich würde zumindest besser passen, wenn der Mechaniker sich selbsrt ein TÜV-Zeugnis ausstellte. Oder wenn ein Mediziner sich selbst die Fahrtüchtigkeit bescheinigte, obwohl er möglicherweise 1 oder 2 über den Durst getrunken hätte ;-)

    #51Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 27 Okt. 21, 10:31
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    Das wollte ich gerade auch sagen: Ein Anstreicher der seine eigene Wohnung verunstaltet, darf sie privat trotzdem als schön und gelungen betrachten und hat viel Geld gespart. Aber das ist doch ganz was anderes!


    Soweit ich weiß, darf ein TÜV-Prüfer noch nicht einmal das Auto von seinen eigenen Eltern überprüfen weil er nicht unparteiisch ist.

    #52Verfasserzacki (1263445) 27 Okt. 21, 10:34
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    grinsessa, auch 2G ist problematisch, denn auch von dort tragen Menschen das Virus weiter. Und dann evtl auch in Altenheime (trotz Impfung noch riskant) oder zu ihren ungeimpften Kindern.


    Wir müssen eben eigentlich alle noch vorsichtig sein. Das wurde gestern auch so im Coronavirus-Update mit Frau Ciesek diskutiert. Eigentlich brauchen wir 2G + Tests.

    #53Verfasser Dodolina (379349) 27 Okt. 21, 10:35
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    Je mehr ich darüber lese, dass sich auch Geimpfte anstecken, desto skeptischer bin ich hinsichtlich der Abschaffung der kostenlosen Tests ...

    #54Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 27 Okt. 21, 10:36
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    Wenn wir aber zu einer "Normalität" übergehen wollen, bei der auch eine Infektion in Ordnung geht, solange ihre Folgen überschaubar sind, müssen wir es auch zulassen, dass sich Leute infizieren und die Infektion weitertragen. Hat nicht sogar Drosten gesagt, dass es für Geimpfte jetzt sogar vorteilhaft wäre, sich anzustecken, sozusagen als Booster? Bei Kindern ist das Risiko nach wie vor nicht groß, auch nicht für Long Covid (was nicht heißen soll, dass es für die Betroffenen nicht trotzdem schrecklich ist). Die Normalität wird verhindert, wenn sich reihenweise Nicht-Immunisierte anstecken und in den Krankenhäusern landen. Bei Kontakt mit Immungeschwächten, bspw. in Altenheimen, wird man weiterhin testen müssen, aber ich denke, das geht auch in Ordnung.

    #55Verfasser grinsessa (1265817) 27 Okt. 21, 10:39
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    Frau Ciesek meinte auch, dass zumindest in Altenheimen und ähnlichen Einrichtungen mit vielen gefährdeten Menschen für jeden Besucher ein Test kostenlos sein müsste.


    Die Podcast-Folge hatte den Titel "the same procedure as last year": Es wird mal wieder in die steigende Welle rein gelockert, die Krankenhäuser füllen sich schon wieder und keiner reagiert.



    grinsessa, diese neue Normalität können wir uns aber erst leisten, wenn die Folgen für genug Menschen überschaubar sind.

    Dafür sind aber Impf- und Genesenenquote in Deutschland noch deutlich zu niedrig. Es ist absehbar, dass wieder Operationen verschoben werden müssen, weil gerade die großen Kliniken voll sind.

    #56Verfasser Dodolina (379349)  27 Okt. 21, 10:40
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    Richtig, aber ich sehe es ehrlich gesagt nicht wirklich ein, auf viel verzichten zu müssen, bloß weil irgendwelche Spinner sich nicht zum Impfen überreden lassen wollen. Also 2G, wenn's nach mir geht, und zwar überall, auch im ÖPNV. Außer im Pflegeheim und Krankenhaus, da gilt am besten 2G+Test.


    Lockerungen müssen kommen, weil man u.a. mir keine weitreichenden Schließungen mehr erklären könnte, wenn für alle eine Impfung verfügbar ist. Um die Gesundheitssysteme zu entlasten, müssen sich halt diejenigen, die sich gegen eine Impfung entscheiden, auch gegen eine Teilnahme an größeren Veranstaltungen oder gegen den Besuch von Restaurants, Schwimmbädern etc. entscheiden.

    #57Verfasser grinsessa (1265817)  27 Okt. 21, 10:46
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    "gegen eine Teilnahme an größeren Veranstaltungen oder gegen den Besuch von Restaurants, Schwimmbädern etc. entscheiden"


    Und dann gehen die asozialen Idioten her und besorgen sich gefälschte Impfzertifikate, weil sie genau das nicht tun wollen ...

    #58Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  27 Okt. 21, 10:53
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    Das machen sie auch jetzt schon. Urkundenfälschung, was ist darauf die Strafe? Jeder, der im Krankenhaus landet wegen eines gefälschten Impfzertifikats kann direkt angezeigt werden. Ich hab echt die Schnauze voll. Ich seh mich schon wieder mit Homeschooling und abgesagtem Jugendsport jonglieren, bloß wegen irgendwelcher Verschwörungsfuzzis.

    #59Verfasser grinsessa (1265817) 27 Okt. 21, 10:55
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    Na von mir aus. Sie gefährden sich selbst doch am meisten damit. Sie landen doch an der Beatmungsmaschine und nicht die Geimpften im Konzert. (Ausnahmen wird es geben)

    Und wenn sie mit falschem Zertifikat erwischt werden, dann ist das so richtig teuer, da droht sogar Gefängnis.

    #60Verfasserzacki (1263445) 27 Okt. 21, 10:57
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    Ich hab letztens gelesen, dass das noch nicht mal Urkundenfälschung sei ...

    #61Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 27 Okt. 21, 10:57
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    60 war 'ne Antwort auf 58, damit das nicht falsch verstanden wird.


    Gefälschter Impfpass:

    Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine in § 73 Absatz 1a Nummer 8 bezeichnete Handlung begeht

    https://www.bleibgesund.de/news/vorsicht-gefa...

    #62Verfasserzacki (1263445) 27 Okt. 21, 11:00
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    zacki, wenn die Krankenhäuser voll sind, Operationen verschoben werden müssen, dann sind nicht nur die Ungeimpften gefährdet, die die Krankenhäuser füllen.


    Dann kann es jeden treffen, der eine Krebs-Diagnose erhält oder einen schweren Schlaganfall oder Verkehrsunfall hat.

    Für die dann mangelnde Versorgung dieser Patienten sind dann auch die Ungeimpften verantwortlich.

    Das kann ich zumindest nicht mehr mit "von mir aus" abtun. Das kann ich erst, wenn das nur noch so wenige sind, dass sie wirklich nicht mehr zu Problemen in den Krankenhäusern führen können.

    #63Verfasser Dodolina (379349) 27 Okt. 21, 11:08
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    zacki, SO einfach scheint das Thema nun doch nicht zu sein:


    https://www.wbs-law.de/allgemein/gefaelschte-...


    Dem Solmecke glaub ich eher als der "bleibgesund"-Seite. "Betrug"? Täuschung im Rechtsverkehr zur Erlangung eines rechstwidrigen Vermögenvorteils? Echt nicht ...

    #64Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 27 Okt. 21, 11:14
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    Dodolina. aber wenn doch Geimpfte auch ansteckend sind, was ändert es denn dann, nur die Ungeimpften nicht ins Restaurant zu lassen?

    #65Verfasserzacki (1263445) 27 Okt. 21, 11:16
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    Mattes hatte hier mal nach größeren Studien gefragt, die Daten zu Long-Covid-Symptomen im Vergleich zu einer Kontrollkohorte liefern. Es gibt jetzt ein Preprint einer deutschen Studie, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eine höhere Inzidenz von 10-13 Symptomkomplexen drei Monate nach der Infektion zeigt. Die Erhöhung der Inzidenz im Vergleich zur Kontrollgruppe war für Kinder und Erwachsene gleich hoch. Da die Kontrollgruppe der Kinder eine niedrigere Inzidenz dieser Symptome aufwies, gilt dies auch für die Post-Infektions-Gruppe - entscheidend ist doch aber auch, wie stark sich das Risiko erhöht, und das war für beide Gruppen gleich stark. Das wird erstaunlich oft übersehen, auch von grinsessa oben. Auch bei der akuten Erkrankung werden immer Kinder mit Erwachsenen verglichen und nicht Kinder mit anderen Kindern. Ein österreichischer Kinderarzt hat darauf hingewiesen, dass Covid im Vergleich zu klassischen Kinderkrankheiten wie Masern/Mumps/Windpocken etc. sogar ein größeres Risko für die Kinder darstellt.


    Hier ein Teil des Abstracts (das Paper habe ich aber nicht gelesen):


    Utilizing comprehensive healthcare data on more than 45 percent of the German population from January 2019 through December 2020, we investigated post COVID-19 in children/adolescents and adults.


    Methods From a total of 38 million individuals, we identified all patients with laboratory confirmed diagnosis of COVID-19 through June 30, 2020. A control cohort was assigned using 1:5 exact matching on age, sex, and propensity score matching on prevalent medical conditions. COVID-19 and control cohorts were followed for incident morbidity outcomes documented at least three months after the date of COVID-19 diagnosis, which was used as the index date for both groups. Overall, 96 pre-defined outcomes were aggregated into 13 diagnosis/symptom complexes and three domains (physical health, mental health, physical/mental overlap domain). We used Poisson regression to estimate incidence rate ratios (IRRs) with 95%-confidence intervals (95%-CI).


    Results The study population included 157,134 individuals (11,950 children/adolescents and 145,184 adults) with confirmed COVID-19. COVID-19 and control cohort were well-balanced regarding covariates. For all health outcomes combined, incidence rates (IRs) in the COVID-19 cohort were significantly higher than those in the control cohort in both children/adolescents (IRR=1.30, 95%-CI=[1.25-1.35], IR COVID-19=436.91, IR Control=335.98) and adults (IRR=1.33, 95%-CI=[1.31-1.34], IR COVID-19=615.82, IR Control=464.15). The relative magnitude of increased documented morbidity was similar for the physical, mental, and physical/mental overlap domain. In the COVID-19 cohort, incidence rates were significantly higher in all 13 diagnosis/symptom complexes in adults and in ten diagnosis/symptom complexes in children/adolescents. IRR estimates were similar for the age groups 0-11 and 12-17. Incidence rates in children/adolescents were consistently lower than those in adults. Among the specific outcomes with the highest IRR and an incidence rate of at least 1/100 person-years in the COVID-19 cohort in children and adolescents were malaise/fatigue/exhaustion (IRR=2.28, 95%-CI=[1.71-3.06], IR COVID-19=12.58, IR Control=5.51), cough (IRR=1.74, 95%-CI=[1.48-2.04], IR COVID-19=36.56, IR Control=21.06), and throat/chest pain (IRR=1.72, 95%-CI=[1.39-2.12], IR COVID-19=20.01, IR Control=11.66). In adults, these included dysgeusia (IRR=6.69, 95%-CI=[5.88-7.60], IR COVID-19=12.42, IR Control=1.86), fever (IRR=3.33, 95%-CI=[3.01-3.68], IR COVID-19=11.53, IR Control=3.46), and dyspnea (IRR=2.88, 95%-CI=[2.74-3.02], IR COVID-19=43.91, IR Control=15.27).

    #66Verfasser Nica (de) (236745) 27 Okt. 21, 11:25
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    #65: Damit die Ungeimpften sich dort nicht anstecken können. Aber jetzt mal ernsthaft: Die, die sich nicht impfen lassen wollen, müssen sich anstecken, damit die Immunisierungsquote hochgeht. Sonst werden wir ewig nicht fertig.

    #67Verfasser grinsessa (1265817)  27 Okt. 21, 11:25
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    Ich hatte für 2G+Test plädiert, damit dürfte man relativ sicher sein.


    Geimpfte sind zwar weniger und kürzer ansteckend, aber zumindest Risikokontakte (auch für Impfdurchbrüche) müssen wir irgendwie zusätzlich absichern. Zumal jeder, der Kinder hat, auch Kontakt zu Ungeimpften hat und die wieder viele Kontakte zu anderen Ungeimpften (Schule).


    Sonst habe ich auch keine Lösung, wie wir verhindern können, dass Ungeimpfte die Krankenhäuser füllen.

    Da muss uns aber irgendwas einfallen, wie wir halbwegs gut durch den Winter kommen, ohne die Krankenhäuser an Grenzen zu bringen.


    #68Verfasser Dodolina (379349) 27 Okt. 21, 11:29
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    Dodolina. aber wenn doch Geimpfte auch ansteckend sind, was ändert es denn dann, nur die Ungeimpften nicht ins Restaurant zu lassen?


    Korrigiert mich, wenn ich mich irre. Aber soweit ich weiß, sind Geimpfte auch weniger infektiös. Sie können zwar auch anstecken, aber die Viruslast, die sie verbreiten, ist nicht so stark wie bei Ungeimpften.

    #69Verfasser rufus (de) (398798) 27 Okt. 21, 11:30
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    Stimmt, grinsessa.

    Wir müssen das nur bei den Ungeimpften so langsam hinkriegen, dass die Krankenhäuser das auch schaffen, die zu versorgen und trotzdem noch Kapazitäten für andere Patienten da sind.

    Also zurück zu "flatten the curve".


    rufus, das ist richtig, Geimpfte haben (etwas) weniger Viruslast und sind kürzer infektiös als Ungeimpfte.

    #70Verfasser Dodolina (379349) 27 Okt. 21, 11:31
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    #67 Sonst werden wir ewig nicht fertig.


    Das ist eben so, da müssen wir durch. Es gibt zu viele Ungeimpfte, als dass man mal eben locker eine Ansteckungswelle zulassen könnte. Wie von Dodolina geschrieben, würde das auch die Geimpften treffen. Ich glaube, den meisten Menschen ist nicht klar, wie nah die großen Kliniken ständig an der Überlastung vorbeischrammen. Das sind aber die Kliniken, die man im Notfall braucht. Und dieser Fall kann jederzeit in jedem Alter eintreten. 2G+ wäre sicherlich hilfreich. Ich teste mich vor jedem Kontakt in Innenräumen selbst (auch bei 2G) und bei Kontakt mit ungeimpften Kindern auch im Freien.

    #71Verfasser Nica (de) (236745)  27 Okt. 21, 11:31
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    Mich ärgert dabei am meisten das soviele alle Massnahmen nie auf sich beziehen. Weiss nicht wie ich es erklären soll.... mein Mann und ich arbeiten (wenn wir dürfen) in einem Entenangeln auf Märkten. Ob 2G 3G Maskenpflicht etc, bestimmt der Veranstalter, die Gemeinde, das Bundesland etc.

    Unser Hauptzielpublikum sind Kinder in einem Alter in dem sie noch gar nicht geimpft sein dürfen. Leider kommen wir den Kindern beim Angeln bzw. Punkte zählen doch recht nahe also haben mein Mann und ich für uns beschlossen Maskenpflicht IM Wagen ob wohl bei uns sie ganze Familie geimpft ist. Ist mir egal ob ich muss oder nicht.. mir tut es nicht weh und ganz ehrlich wenn ich so mitbekomme was da an hustenden schniefenden Kindern rumrennt fühl ich mich hinter einer Maske schon besser.

    Das sollte alles gar kein Problem sein, wie gesagt wir machen das freiwillig und bei allen anderen Vorgaben richten wir uns nach dem Marktmeister .. und trotzdem wird man von Eltern angefeindet ob das Kind etwa Maske tragen muss ... nein muss es nicht ... ob etwa Maskenpflicht ist ... das doch gar keine Maskenpflicht ist ...

    Auf dem Tresen stehen Desinfektionsmittspender.. man kann sich also die Hände desinfizieren aber man muss es nicht.. einige fühlen sich so eben sicherer ... anderer schreien mich an das ihr Kind ne Allergie hat und sich die Hände nicht desinfizieren darf .... muss es ja auch nicht.... *seufz*

    wir hatten schon Kinder am Wagen die sich ganz selbstverständlich die Hände desinfizieren wollten bis dann die keifende Oma dazwischen ging.


    Warum kann man sich und andere nicht freiwillig schützen ohne dafür angeschrien zu werden?

    OK ich müsste mich inzwischen dran gewöhnt haben ... man kann auch kein E-Auto fahren ohne dafür angefeindet zu werden.



    #72Verfasser Sands (427472) 27 Okt. 21, 12:40
    Kommentar

    #70


    Also zurück zu "flatten the curve".


    Das ist nicht schwer zu erreichen, man muss nur (noch) weniger testen. :-/


    #71


    Das einzige, was man vermeiden soll ist eine Überlastung des Gesundheitssystems (war schon immer so). Inwiefern "Kliniken ständig an der Überlastung vorbeischrammen" ist eine sehr interessante Diskussion unter Fachleuten in Friedenszeiten. Ist hier aber nicht relevant. Da hängt so viel von der Organisation des Gesundheitssystems, der Vergütung usw. Das alles ist durchaus manipulierbar und von mir aus kann alles durchdiskutiert und geändert werden. Nur hat das nichts mit Schließungen von Schulen oder Kitas oder dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens zu tun.

    #73Verfasser las. (377311) 27 Okt. 21, 12:45
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    Knapp zwei Dutzend Volksvertreter wollten gestern nicht nachweisen, dass sie entweder genesen, geimpft oder getestet waren und mussten somit auf einer separaten Zuschauertribüne im Reichstag an der gestrigen ersten Sitzung des Bundestags teilnehmen. Sie gehören alle derselben Fraktion an, viele von ihnen kommen aus Sachsen

    .Die Abstimmungen bei der Wahl der Bundestagspräsidentin und ihrer Stellvertreter dauerte ihretwegen etwas länger, da sie dort oben nicht elektronisch abstimmen konnten. Aber das ist mMn das geringste Problem gewesen. Mich beunruhigt eher ihre "Vorbild"funktion.

    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik...


    „Ich persönlich sitze dort, weil ich mich solidarisch erkläre mit allen Menschen da draussen, die sich nicht impfen lassen möchten u. allen, die sich nicht ständig testen lassen möchten o. können. Finde den (indirekten) Zwang zur Konformität für unsinnig, schädlich u. totalitär.“ schrieb eine auf Twitter, ein anderer hatte einen " nicht geimpft"-Button am Revers. https://www.welt.de/politik/deutschland/artic...

    #74Verfasser Reeva (908916) 27 Okt. 21, 12:53
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    Wer "kann sich denn nicht testen lassen"? Frage für eim Freumd ...

    #75Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 27 Okt. 21, 13:04
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    #73, dann nimm eben die Hospitalisierungsinzidenz, die ist nicht so leicht manipulierbar. Und auch die steigt deutlich, wenn man die letzten paar Tage mal außen vor lässt, die wegen ausstehender Nachmeldungen nicht zuverlässig sind.

    Das ist ja auch eigentlich die Kurve, die wir flach halten wollen. Die Kurve entwickelt sich übrigens ziemlich ähnlich wie die der 7-Tage-Inzidenz. So ganz ohne Aussagekraft ist die Inzidenz wohl doch nicht.


    Und ja, man müsste das Gesundheitssystem umbauen, um dem Pflegenotstand entgegen zu wirken. Aber selbst wenn man das vor 1,5 Jahren gemacht hätte, gäbe es heute noch nicht sehr viel mehr gut ausgebildete Pflegekräfte. Die Ausbildung (gerade zum Intensivpfleger) dauert eben ihre Zeit.


    Im Moment müssen wir mit dem leben, was wir haben. Und bei einer ansteckenden Krankheit, die die Intensivstationen füllt, gibt es nur einen Weg, der nicht erst in einigen Jahren, sondern sofort wirkt: Ansteckungen vermeiden. Und das heißt, dass man sich einschränken und das Zusammenleben runterfahren muss, auch durch Schließungen / Personenzahlbeschränkungen / Kontrollen / Testpflichten ....

    Wie stark welche Maßnahme und auf welchem Weg ist dann auch wieder Diskussionssache (bei der wir uns wohl nie einig werden).

    #76Verfasser Dodolina (379349) 27 Okt. 21, 13:06
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    Wer "kann sich denn nicht testen lassen"?


    Hartzer vielleicht? Testen ist teuer...

    #77Verfasserzacki (1263445)  27 Okt. 21, 13:06
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    PCR-Tests sind tatsächlich nicht jederzeit überall ganz leicht zu bekommen in strukturschwachen Gegenden mit Ärzte- und Apothekenmangel.
    Aber es läge eventuell vielleicht möglicherweise in der Verantwortung der für diese Gegenden gewählten Volksvertreter, das Angebot zu verbessern... aber dafür müsste man ja was arbeiten und nicht bloß meckern.
    #78Verfasser tigger (236106) 27 Okt. 21, 13:09
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    Sands, ich wünsche euch, dass die Weihnachtsmärkte stattfinden dürfen. So richtig mit dem Duft von gebrannten Mandeln, Ochse am Spieß und Glühwein..

    Ich freue mich da drauf.

    #79Verfasserzacki (1263445) 27 Okt. 21, 13:11
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    #76


    dann nimm eben die Hospitalisierungsinzidenz, die ist nicht so leicht manipulierbar. Und auch die steigt deutlich, wenn man die letzten paar Tage mal außen vor lässt, die wegen ausstehender Nachmeldungen nicht zuverlässig sind.


    Ja, noch schöner wäre die Hospitalisierungsinzidenz nach Alter und Impfstatus aufgeschlüsselt, aber diese Daten liegen teilweise nicht vor (ich weiß, wir hatten das ja alles durch). Sie wird noch weiter steigen, das ist und war allen klar, solange aber keine Überlastung da ist, muss man sich mit "sanften" Maßnahmen begnügen.


    Und bei einer ansteckenden Krankheit, die die Intensivstationen füllt, gibt es nur einen Weg, der nicht erst in einigen Jahren, sondern sofort wirkt: Ansteckungen vermeiden.


    Nein sorry, es interessiert keine Intensivstation, ob sich ein Zehnjähriger oder sogar die ganze Klasse ansteckt. Es gibt nur einen Weg: Ansteckungen bei potentiellen Kunden der Intensivstation zu vermeiden.


    Und das heißt, dass man sich einschränken und das Zusammenleben runterfahren muss, auch durch Schließungen / Personenzahlbeschränkungen / Kontrollen / Testpflichten ....


    Das glaube ich nicht. Da schon einige das ganze vorgemacht haben und Deutschland glücklicherweise kein Pioniert ist, gibt es anscheinend auch noch andere Wege dahin zu kommen, auch wenn Nica das nicht gerne hören möchte.


    Wie stark welche Maßnahme und auf welchem Weg ist dann auch wieder Diskussionssache (bei der wir uns wohl nie einig werden).


    Da bin ich mit dir ausnahmsweise absolut einer Meinung :-D.


    #80Verfasser las. (377311) 27 Okt. 21, 13:15
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    #80 Da schon einige das ganze vorgemacht haben und Deutschland glücklicherweise kein Pioniert ist, gibt es anscheinend auch noch andere Wege dahin zu kommen, auch wenn Nica das nicht gerne hören möchte.


    Hä? Wie kommst Du auf die Idee, dass ich mich freuen würde, wenn ich wieder nicht schwimmen gehen dürfte und nichts mehr unternehmen dürfte? Ich würde mich sehr freuen, wenn es andere Wege gäbe, durch die (hoffentlich) letzte Phase zu kommen. (Meiner Meinung nach hätten wir vielleicht eine Chance, wenn wir jetzt bald auf 2G+ umstellen würden.) Wer hat es denn vorgemacht und wie?


    Nein sorry, es interessiert keine Intensivstation, ob sich ein Zehnjähriger oder sogar die ganze Klasse ansteckt. Es gibt nur einen Weg: Ansteckungen bei potentiellen Kunden der Intensivstation zu vermeiden.


    Auch hier kann man ja mal auf andere schauen. Fachleute in GB sagen, dass die dortige Erfahrung (übrigens zum x-ten Mal) gezeigt hat, dass die Inzidenz in allen Altersgruppen steigt, wenn man es durch die jüngeren Altersgruppen durchlaufen lässt.


    Ja, noch schöner wäre die Hospitalisierungsinzidenz nach Alter und Impfstatus aufgeschlüsselt, aber diese Daten liegen teilweise nicht vor (ich weiß, wir hatten das ja alles durch).


    Nach Impfstatus gibt es das nicht, aber nach Alter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuarti...

    #81Verfasser Nica (de) (236745)  27 Okt. 21, 13:21
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    Blauhimmel, wieviel Impfdosen bekommt man dafür? Mit den Euronen kann ich nichts anfangen.


    In der Zeitung stand was von um die 125 000.

    #82Verfasser bluesky (236159) 27 Okt. 21, 14:32
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    #81


    Hä? Wie kommst Du auf die Idee, dass ich mich freuen würde, wenn ich wieder nicht schwimmen gehen dürfte und nichts mehr unternehmen dürfte?


    Du mißverstehst mich, ich gehe nicht davon aus, dass du dich freuen würdest. Ich gehe davon aus, dass du nicht daran glaubst, dass es möglich wäre ohne lockdownähnliche Zustände durch den Winter zu kommen.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn es andere Wege gäbe, durch die (hoffentlich) letzte Phase zu kommen. (Meiner Meinung nach hätten wir vielleicht eine Chance, wenn wir jetzt bald auf 2G+ umstellen würden.) Wer hat es denn vorgemacht und wie?


    Ich beziehe mich auf unser Gespräch im Faden 76 IIRC, Post ca. 80 oder so. Über Booster-Impfungen. Nach allem, was ich weiß, neben dem Problem mit Menschen mittleren bis älteren Alters, die nicht geimpft sind (ab 30 eigentlich) und die deswegen das Gesundheitssystem belasten, gibt es tatsächlich ein Problem mit älteren Menschen, die vor längerer Zeit doppelt geimpft wurden, aber bei denen nach einiger Zeit die Impfung nicht mehr so gut wirkt. Wenn man bei der ersten Zielgruppe nicht mehr mit Argumenten durchkommt, muss man die zweite Zielgruppe mit Boostern schutzen (bzw. das Gesundheitssystem vor diesen). Die Auffrischungsimpfungen scheinen auch die Ausbreitung an sich zu bremsen, wenn breit geimpft wird, nicht nur die Hospitalisierungen. MMn ist das wahrscheinlich nicht nötig, um Überlastung zu vermeiden.


    Ich gehe nicht davon aus, dass das irgendeine "letzte Phase" ist, da wir wahrscheinlich im ewigen Corona-Kreislauf sind. Ich denke, man mus diesmal (diesen Winter) noch eng beobachten, aber ansonsten kontrolliert durchlaufen lassen und Impfungen auffrischen.


    Fachleute in GB sagen, dass die dortige Erfahrung (übrigens zum x-ten Mal) gezeigt hat, dass die Inzidenz in allen Altersgruppen steigt, wenn man es durch die jüngeren Altersgruppen durchlaufen lässt.


    Was heißt hier "durchlaufen lässt"? Es gibt keinen Grund "harte" Maßnahmen bei Kindern zu ergreifen, da Erwachsene und Ältere sich sehr effektiv schützen können. Angefangen von Impfung, und bis zu den Schnelltests oder von mir aus sich im Keller einmauern, das alles schützt einen selbst.


    Ich teste mich vor jedem Kontakt in Innenräumen selbst (auch bei 2G) und bei Kontakt mit ungeimpften Kindern auch im Freien.


    Ich teste mich vor Kontakt in Innenräumen mit ungeimpften Ü60-ern, wenn überhaupt.


    Nach Impfstatus gibt es das nicht, aber nach Alter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuarti...


    Das kenne ich. Es wäre interessant zu wissen, ob die Entwicklung für die Gruppen Nicht-Geimpft/2xGeimpft>6Monate/3xGeimpft,bzw.frischgeimpft israelische Daten bestätigen.


    #83Verfasser las. (377311)  27 Okt. 21, 15:49
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    Nica, vielen Dank für die #66. Preprint ohne Peer-Review, aber vom Ansatz her hatte ich mir so etwas gewünscht. Sieht sauber aus, von der Statistik z. B. zur Bildung der Kontrollgruppe verstehe ich aber null.


    Meine Zusammenfassung nach Überfliegen:

    Bei Kindern und Jugendlichen, die im ersten Halbjahr 2020 Covid-19 bekamen, litten mehr als drei Monate nach der Diagnose etwa doppelt so viele an Müdigkeit wie ihre Altersgenossen, die 2020 kein Covid hatten. Das war die am stärksten gestiegene Diagnose. Andere Diagnosen, bei denen das Risiko etwa zwischen 40 und 70 % erhöht war: Husten, Hals/Brustschmerzen, verschiedene psychische Diagnosen inkl. Depression*, Kopfschmerzen, Fieber, Bauchschmerzen.

    Bei Erwachsenen waren Geschmacksstörungen mehr als drei Monate nach der Diagnose gegenüber Altersgenossen ohne Covid 2020 etwa versiebenfacht, Fieber, Atemnot und Husten verdreifacht, Atemprobleme, Hals/Brustschmerzen, Haarverlust, Müdigkeit und Schluckstörungen verdoppelt.

    Die Daten stammen von den Patienten in sechs gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Man hat sich die abgerechneten Diagnosen angeschaut.


    *Das mit der Depression (ca. 1,5-mal häufiger in der Gruppe der Kindern und Jugendlichen nach Covid, d. h. ca. 1,2 % vs. 0,8 % pro Jahr) fand ich besonders interessant, weil ich gerade am Wochenende die Diskussion hatte, dass Müdigkeit und Depression ja auch Folgen der Schutzmaßnahmen sein könnten. Hier wird das durch die Kontrollgruppe ausgeschlossen, bzw. es wird klar, dass Covid jedenfalls auch einen Einfluss darauf hat.


    (Danke auch für den RKI-Link in #81.)

    #84Verfasser Mattes (236368)  27 Okt. 21, 16:21
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    Danke, Blauhimmel, fürs ausrechnen!

    #85Verfasser renateheinz (1125123) 27 Okt. 21, 16:30
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    #84

    "Hier wird das durch die Kontrollgruppe ausgeschlossen, bzw. es wird klar, dass Covid jedenfalls auch einen Einfluss darauf hat."

    Kann, muss aber nicht sein, oder? PCR-diagnostiziertes Sars-Cov-2 bedeutete ja auch 14 Tage Quarantäne (mindestens) + die Angst vor der Krankheit + die Angst, andere anzustecken (alle drei kann man mit etwas Phantasie zu Folgen der Maßnahmen erklären), die Kontrollgruppe hatte das alles nicht. Natürlich können das auch Folgen des Virus selbst sein, es ist aber immer noch schwer, das auseinander zu halten.
    #86Verfasser las. (377311) 27 Okt. 21, 16:36
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    #86, Klar, es muss nicht das Virus an sich verantwortlich sein, das können auch "Nebenwirkungen" der Erkrankung und/oder der Quarantäne sein. Aber für diesen Effekt sind jedenfalls nicht die auch für Uninfizierte geltenden Maßnahmen - also z. B. die Maskenpflicht und die generell stark eingeschränkten Kontakte - verantwortlich.

    #87Verfasser Mattes (236368)  27 Okt. 21, 16:53
    Kommentar

    #83 Ich beziehe mich auf unser Gespräch im Faden 76 IIRC, Post ca. 80 oder so.


    Ich fange jetzt nicht an, alte Fäden zu durchsuchen. Mir ist jedenfalls kein Land bekannt, in dem die Immunität der ü40 nachweislich so hoch ist, dass keine Gefahr für das Gesundheitssystem mehr besteht.

    #88Verfasser Nica (de) (236745) 27 Okt. 21, 20:45
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    Für mich gab's heute die Drittimpfung. Ein drittes Mal Biontech/Pfizer, und es ging ganz unbürokratisch ohne erneute Aufklärung etc.


    Versichertenkarte einlesen, Warten, sich impfen lassen, 15 min. abwarten und dann konnten wir schon wieder nach Hause. Und sind deutlich besser geschützt als mit nur zwei Impfungen.

    Überraschend war der spontane Termin heute, den wir am Montag per E-Mail vom Hausarzt erhielten, weil unsere Zweitimpfungen (21. Mai?) noch nicht sechs Monate her sind.


    Bisher wieder nur sehr leichte Impfreaktionen in Form eines leichten Spürens der Einstichstelle.

    #89Verfasser BenatarsComrade (1182552) 27 Okt. 21, 23:27
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    In der oben geführten Debatte muss ich - wohl zum wiederholten Male - Dodolina und Nica und evtl. anderen "Hardlinern", wie las. sie wohl nennen würde, beispringen. Moderate Maßnahmen wie in #76 gefordert (Maskenpflicht, 2G+T, evtl. Kontakt- und Personenzahlbeschränkungen) stellen nicht, wie in #83 behauptet, "lockdownähnliche Zustände" dar. "Schließungen von Schulen und Kitas" (vor allem als erste Maßnahme) hat auch niemand ins Spiel gebracht, geschweige denn propagiert (oder befürchtet ihr, las. und grinsessa, dass dies sozusagen die erste Amtshandlung eines Gesundheitsministers Lauterbach sein könnte?)


    Was ein echter Lockdown ist, zeigen beispielsweise die Städte Ejin und Lanzhou in China oder bis vor einigen Wochen(?) Melbourne in Australien.

    Solche Zustände brauchen wir echt nicht, aber im äußersten Fall einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems Schließungen von Freizeiteinrichtungen ins Spiel zu bringen, würde ich - auch als nunmehr Drittgeimpfter - immer noch als moderat bezeichnen.


    Und: Auch wenn das Gesundheitssystem durch Gesundheitsreformen, den Kapitalismus an sich, die Einführung von Fallpauschalen, chronischen Fachkräftemangel o.Ä. und nicht direkt bzw. ausschließlich durch COVID-19 überlastet sein sollte, so wäre es doch überlastet. Die anderen Ursachen kann man eben nicht durch ein Gesetz oder eine Reform "mal eben so" beheben. COVID-19 natürlich auch nicht, klar, aber COVID-19 lässt sich durch Maßnahmen eindämmen. Macht man aber beispielsweise Gesundheitsreformen/eine bestimmte Gesundheitsreform als Ursache aus, so kann man diese zwar gesetzlich rückgängig machen, dies wird aber nicht innerhalb von wenigen Wochen den Ärzte- und Pflegekräftemangel beheben.

    #90Verfasser BenatarsComrade (1182552)  27 Okt. 21, 23:53
    Kommentar

    Außerdem wurden von dir, las., auch keine "sanften Maßnahmen" ins Spiel gebracht, sondern (sarkastisch gemeint?) nur die Idee eines ehemaligen Präsidenten der USA, noch weniger zu testen.


    EDIT: In #80 wird - diffus und offenbleibend - auf "andere" Länder verwiesen. Wahrscheinlich ist dies auf das (nicht allzu) Vereinigte Königreich gemünzt. Dort gelten erstens nicht etwa "sanfte Maßnahmen", sondern überhaupt keine mehr, und zweitens forderte neulich noch eine Expertengruppe, dringend wieder Maßnahmen wie Maskenpflichten und Impfnachweise einzuführen. Auch gibt es schon Gerüchte bzw. Befürchtungen, dass Weihnachten dort ein zweites Mal gecancelt werden muss - was natürlich niemand so recht wil, aber was angesichts der sehr hohen Infektions-, Hospitalisierungs- und Todeszahlen erforderlich sein könnte.


    Sollten andere Länder gemeint sein, kläre uns bitte auf, las.

    #91Verfasser BenatarsComrade (1182552)  28 Okt. 21, 00:07
    Kommentar
    Mein schöner langer Beitrag war plötzlich weg (grrrr), und jetzt will ich nicht noch mal alles neu schreiben. Deshalb die Kurzform: Ich habe es satt, auf unsolidarische Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Wenn es nach mir ginge: 2G, bis auf lebensnotwendige Dienstleistungen. Impfpflicht durch die Hintertür? Von mir aus gerne! Ich und alle, die ich kenne, wollen ihr Leben zurückhaben. Carpe Diem, wer weiß denn, ob ich nächstes Frühjahr noch da bin, verdammt noch mal, wenn die Sache (angeblich) dann durchgestanden ist. Jeder einzelne Tag ist kostbar. Und ich will nicht noch mehr meiner Lebenszeit verschwenden, weil Impfskeptiker querschießen.
    Edit: Ich nöchte ausdrücklich diejenigen ausnehmen, die sich nicht impfen lassen können. Deren Schutz muss oberste Priorität haben.
    #92Verfasser fehlerTeufel (1317098)  28 Okt. 21, 00:31
    Kommentar
    Ergänzung von mir zu BCs #91:

    Vor allem haben meines Wissens alle Länder, die durch Infektionen eine hohe Immunitätsquote erreicht haben, bitter dafür bezahlt.
    Da gab es doch überall Triage, Menschen mit Atemnot konnten in keiner Klinik aufgenommen werden…..

    Diesen gesellschaftlichen Preis bin ich nicht bereit zu zahlen. Auch nicht für meine Freiheit, einfach ohne Tests und Einschränkungen zum Infektionsschutz zu leben.
    Ich hoffe, mit 2G, Tests und Personenzahlbeschränkungen gut durch den Winter zu kommen. Aber wir werden sehen, welche Regeln kommen und wie sich die Lage entwickelt. Die aktuellen Regeln werden nicht reichen.

    Wenn es da wirklich Länder gibt, die das geschafft haben, dann gib doch bitte mal entsprechende Nachrichten an.
    GB ist es jedenfalls nicht.

    Und die hohen Impfquoten zum Beispiel in Spanien und Portugal kommen auch daher, dass die Menschen dort echte Lockdowns mit harten Ausgangssperren erlebt haben. Dagegen waren selbst die härtesten Maßnahmen in Deutschland sehr leicht.
    Eine Wiederholung davon zu vermeiden ist offenbar eine hohe Motivation, aber ebenfalls zu einem hohen Preis erreicht.
    #93Verfasser Dodolina (379349) 28 Okt. 21, 02:17
    Kommentar

    @92


    Dem würde ich zustimmen. Es ist nicht nachvollziehbar, daß 80% darunter leiden sollen, daß 20% keine Lust haben. Zumal nach der mittlerweile ins Land gegangenen Zeit erkennbar sein dürfte, daß die Nebenwirkungen sich in Grenzen halten, das Infiziertwerden aber durchaus böse Folgen haben kann.


    Da lobe ich mir nach wie vor Frankreich: Egal wie und wo: 2G und fertig.


    Im Übrigen soll die Impfung ja nicht unbedingt die Ansteckung verhindern, sondern schwere Verläufe. Und wir werden solche Viren nie los. Heißt im Umkehrschluß: Wenn man das nicht endlich akzeptiert, hört der ganze Mist NIE auf.

    #94Verfasser ulinne (894128) 28 Okt. 21, 09:23
    Kommentar

    Da lobe ich mir nach wie vor Frankreich: Egal wie und wo: 2G und fertig.


    Ist das so? Ich dachte, habe mich aber nicht genau informiert, dass oft 3G gilt.

    #95Verfasser harambee (91833) 28 Okt. 21, 09:29
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    ...und Italien erst!

    Corona in Italien: 3-G-Nachweis sogar im Homeoffice (faz.net)

    (stimmt zwar so nicht ganz, liest sich aber schön)

    #96Verfasser jo-SR (238182)  28 Okt. 21, 09:34
    Kommentar

    In BaWü wird vermutlich ab nächster Woche auch draußen überall 3G gelten und drinnen 3G(PCR). Drinnen dürfte das de facto auch 2G sein.


    "Vermutlich" deswegen, weil es daran hängt, dass wir von der Basisstufe in die Warnstufe wechseln werden.

    Die Corona-Verordnung hat hier drei Stufen, Basisstufe, Warnstufe und Alarmstufe. Als Kriterium gelten die Hospitalisierungsinzidenz (5 Tage über 8 bzw über 12) und die Intensivbelegung ( 2 Tage mindestens 250 bzw 390). Ist eines der Kriterien erfüllt, geht es in diese Stufe.


    Aktuell sind 248 Intensivbetten belegt, die Warnstufe ist also absehbar.

    In der Alarmstufe gilt dann weitreichend 2G, ich fürchte, das dauert auch nur noch maximal einen Monat, bis wir da sind.

    #97Verfasser Dodolina (379349) 28 Okt. 21, 10:16
    Kommentar

    Volle Zustimmung zu #92: 2G, 2G+ wo nötig. Maskenpflicht im Klassenzimmer und Büro, gerne. Meine Kinder werden geimpft sobald sie die Möglichkeit haben. Aber ich möchte keine Schließungen mehr hinnehmen, wegen unsolidarischer Deppen. Die sollte man einfach konsequent ausschließen. Oder ihre Krankenkassenbeiträge erhöhen. Oder beides.


    (Ich teste mich übrigens auch jeden 2. Tag, wenn ich ins Büro gehe, trotz Impfung. Selbsttests halte ich für sehr zumutbar)


    "Schließungen von Schulen und Kitas" (vor allem als erste Maßnahme) hat auch niemand ins Spiel gebracht, geschweige denn propagiert (oder befürchtet ihr, las. und grinsessa, dass dies sozusagen die erste Amtshandlung eines Gesundheitsministers Lauterbach sein könnte?)

    Meine Befürchtung ist, dass wir an einen Punkt kommen werden, an dem eine symbolische Maßnahme gefordert ist, um die Menschen zur freiwilligen Zurückhaltung zu bewegen. Diese symbolische Maßnahme war in der Vergangenheit immer eine Schließung der Schulen, Verlängerung der Ferien o.ä. Ob das Herr Lauterbach oder jemand anderes macht, ist mir ehrlich gesagt egal. Letztes Jahr um diese Zeit hieß es auch noch, dass es keine Schulschließungen geben würde, und am Ende waren 11jährige von Weihnachten bis Ostern zu Hause, wenn sie das Glück hatten, nicht in einem der Hotspots zu leben. In Nürnberg oder Hof waren sie bis Pfingsten zu Hause.

    Edit: Oder wir erreichen die Zahl der belegten Intensivbetten, bei denen die Ampel auf rot springt. Dann sind m.W. Schulschließungen auch eine der möglichen Maßnahmen.


    #98Verfasser grinsessa (1265817)  28 Okt. 21, 10:17
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    Ich habe von einer Statistikerin gelesen die rein nach mathematischen Gesetzen vorging um Deutschland zu berechnen. Die meinte, wenn alles so läuft wie zur Zeit und keine Einschränkung kommt, alles einfach so weiter laufen lassen, dann wären wir zu Weihnachten bei einem Wert von 1200. Das wird ja niemand wollen, daher gehe ich von irgendwelchen Maßnahmen aus. Merkel und Spahn haben jetzt nichts mehr zu melden, das ist im Augenblick nicht so gut, die Situation. Das kann dann höchstens an den Länderchefs hängen bleiben.


    (Wobei die Zahl 1200 viel weniger dramatisch ist als letztes Jahr. Wer positiv getestet wird, landet ja nicht automatisch schwer krank auf der Intensivstation, das war vor den ganzen Impfungen noch anders)

    #99Verfasserzacki (1263445)  28 Okt. 21, 10:29
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    Merkel und Spahn haben jetzt nichts mehr zu melden,


    Eine eigenartige Interpretation der aktuellen Situation. Merkel ist so lange Bundeskanzlerin, bis ein Nachfolger gewählt ist.

    #100Verfasser eineing (771776) 28 Okt. 21, 10:53
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    Spahn ist entlassen, führt aber sein Amt kommissarisch weiter. Wenn man so will, kann er so unbeliebte Maßnahmen durchpeitschen, wie er lustig ist, und die dann seinem Nachfolger anlasten.

    #101Verfasser grinsessa (1265817) 28 Okt. 21, 10:58
    Kommentar

    Auch wenn sie rein rechtlich dürften, sie wollen sich nicht noch unbeliebt machen. Ich glaube, ohne die Wahl jetzt hätten sie schon längst reagiert. Und wäre die SPD jetzt schon an der Macht, würde der Lauterbach dafür sorgen, dass ganz viel eingeschränkt wird. Wir sind da im Augenblich in einer ganz blöden Lage.

    #102Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 11:02
    Kommentar

    In den USA nennt man Leute, die am Ende ihrer Amtszeit stehen, "lame ducks". Eigentlich könnten die auch etwas "durchpeitschen", aber normalerweise "tut man das eben nicht".

    #103Verfasser Harald (dede) [de] (370386) 28 Okt. 21, 11:10
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    "Hat nichts mehr zu sagen" bedeutet nach meinem Sprachverständnis, dass jemand nicht mehr das Recht hat, "etwas zu sagen", nicht dass er / sie sich vornehm zurückhält.

    #104Verfasser eineing (771776) 28 Okt. 21, 11:21
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    Abgesehen davon haben wir noch 16 Landesgesundheitsminister.

    #105Verfasser grinsessa (1265817) 28 Okt. 21, 11:23
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    .... die meines Wissens darauf drängen, dass der Bund für möglichst einheitliche Regeln sorgt, um den berühmten Flickenteppich zu vermeiden.

    Von der Bundeskanzlerin wird deshalb - so denke ich - doch eher erwartet, dass sie aktiv wird / bleibt und eben nicht ihre Zeit bis zum endgültigen Ausscheiden aus dem Amt passiv aussitzt.

    #106Verfasser eineing (771776) 28 Okt. 21, 11:38
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    #88


    Ich fange jetzt nicht an, alte Fäden zu durchsuchen.


    Na dann...


    Mir ist jedenfalls kein Land bekannt, in dem die Immunität der ü40 nachweislich so hoch ist, dass keine Gefahr für das Gesundheitssystem mehr besteht.


    Keine Gefahr für das Gesundheitssystem bei was? Bei einem Atomkrieg?


    Das Gesundheitssystem in Israel war im Höchstpunkt der letzten Corona-Welle (die jetzt abklingt) bei ca. 60% des Höchstwertes der höchsten Winterwelle und somit nicht überlastet, obwohl diese Welle höher war (Inzidenzen von ca. 800 in der Spitze). Am Anfang gab es in den Fachkreisen anscheinend richtig Panik wegen des hohen Anteils von Ü60ern, die doppelt geimpft waren, deren Impfungen aber alt waren. Die Schweren Verläufe zu dieser Zeit (Peak der 2xGeimpften) zeigen pro 100.000 einen Schutzfaktor 1,5 gegenüber von Nichtgeimpften für Ü60 (das ist etwas verzerrend, da dort wahrscheinlich viele Ü80 oder sonstige Immungeschwächte sind), das schien ein großes Problem zu sein.


    Eventuell haben sie überreagiert, sie haben aber durch die Boosterimpfungen andere "harte" Maßnahmen (Schul- und Kitaschließungen) nicht treffen müssen.


    Ich versuche in Deutschland im RKI-Wochenbericht diese Zahlen rauszufinden, man sieht hier natürlich nicht per 100.000. Letzte Woche waren Impfdurchbrüche Ü60 bei Hospitalisierungen 42% (d. h. wenn ca. 80% geimpft sind, ist der Schutzfaktor immer noch ca. 6, wenn ich richtig rechne). Es kann aber durchaus sein, dass die Situation sich jede Woche verschlimmert und man etwas schneller handeln muss. Also schneller Booster-Impfungen an jüngere Altersgruppen (ab 60, ab 50) anbieten, wenn man keinen Lockdown will, denke ich.


    Es wäre schon wichtig, zu wissen, wie schwer der vergleichsweise große Anteil der Ungeimpften und wie schwer die alten Impfungen wiegen, so könnte man entsprechend danach vorgehen.


    #90, 91


    "Schließungen von Schulen und Kitas" (vor allem als erste Maßnahme) hat auch niemand ins Spiel gebracht, geschweige denn propagiert (oder befürchtet ihr, las. und grinsessa, dass dies sozusagen die erste Amtshandlung eines Gesundheitsministers Lauterbach sein könnte?)


    BenatarsComrade, nenn mir eine Zahl, ab wann du zu Schul- und Kitaschließungen ja sagst, Inzidenz von 300, 400, 500, 600? Das ist doch bloss eine Frage der Zeit, bis das gefordert wird (ob von Lauterbach oder von wem auch immer, mir ist noch nicht ganz klar, ob Bundesgesundheitsminister dann das Sagen hätte, wegen epidemischen Notlage und so. Mir wäre es immer noch lieber, man würde vor Ort (Bundesland) entscheiden).


    COVID-19 natürlich auch nicht, klar, aber COVID-19 lässt sich durch Maßnahmen eindämmen.


    Nicht ganz, Covid-19 lässt sich nur dann durch Maßnahmen eindämmen, wenn Leute mitmachen.

    Edith: Wenn Leute mitmachen, lässt sich Covid-19 aber auch ohne Maßnahmen eindämmen ;-)


    Außerdem wurden von dir, las., auch keine "sanften Maßnahmen" ins Spiel gebracht.


    Doch, sehr ausführlich sogar. Masken im ÖPV, Masken in Geschäften, sogar Masken in Schulen, schnellere Booster-Impfungen, ggf. 3G oder 2G wären je nach Zeitpunkt "weiche" bzw. "angemessene" Maßnahmen. Mit 3G und 2G soll man nicht übertreiben, denn wenn Leute nicht mitmachen, machen sie natürlich woanders Party.


    Wahrscheinlich ist dies auf das (nicht allzu) Vereinigte Königreich gemünzt. Dort gelten erstens nicht etwa "sanfte Maßnahmen", sondern überhaupt keine mehr, und zweitens forderte neulich noch eine Expertengruppe, dringend wieder Maßnahmen wie Maskenpflichten und Impfnachweise einzuführen. Auch gibt es schon Gerüchte bzw. Befürchtungen, dass Weihnachten dort ein zweites Mal gecancelt werden muss - was natürlich niemand so recht wil, aber was angesichts der sehr hohen Infektions-, Hospitalisierungs- und Todeszahlen erforderlich sein könnte.


    UK habe ich zwar nicht gemeint, aber dort ist das Gesundheitssystem immer noch nicht überlastet, trotz aller Befürchtungen. UK kriegt aber jetzt auch das gleiche Problem wie Deutschland, mit alten Impfungen. Californien schlägt sich tapfer, vielleicht kann Norbert die Situation für uns beleuchten.


    Sollten andere Länder gemeint sein, kläre uns bitte auf, las.


    Siehe oben. Ich bin mir zwar auch nicht 100% sicher, dass das hier auch aufgeht, aber so sieht es für mich jetzt aus. Und wir hatten schon im Frühling die Diskussion über die Impfdosen für Booster, ihr erinnert euch sicherlich.


    #107Verfasser las. (377311)  28 Okt. 21, 11:42
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    2 G galt in Frankreich überall in den Gaststätten und Museen oder sonstigen Innenräumen (wie Aquarium, Speisebereich in Tankstelle etc.) Nicht in den Supermärkten, da gab´s nur die Masken.


    Jedenfalls an allen Stellen, die ich in letzter Zeit besucht habe. Ich wohne dicht an Frankreich. Und in der Bretagne sowie auf dem Weg dorthin ebenfalls, also mehrere Orte und Städte. Überall das Gleiche.



    Heute Morgen hat im Deutschlandfunk ein Virologe klar gesagt, daß es beim Impfen nicht darum geht, das Virus auszurotten, sondern die Verläufe so glimpflich wie möglich zu machen oder ganz zu unterbinden.

    Es ist ein Virus, keine Bazillen, das wird erhalten bleiben wie Grippe und Herpes.

    Wenn sich manche Menschen gerne für den Rest des Lebens maskieren, meinetwegen. Ich würde, sobald angeboten, die 3. Impfung machen und ansonsten gerne leben wie zuvor.

    #108Verfasser ulinne (894128)  28 Okt. 21, 11:55
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    #93


    Vor allem haben meines Wissens alle Länder, die durch Infektionen eine hohe Immunitätsquote erreicht haben, bitter dafür bezahlt.

    Da gab es doch überall Triage, Menschen mit Atemnot konnten in keiner Klinik aufgenommen werden…..


    Meinst du jetzt westliche Länder, wie UK, USA, Portugal, Schweden, Israel mit vergleichsweise hoher offiziellen "Durchseuchungsrate" (10 bis 15 Prozent)?


    Falls ja, dann würde ich sagen, dass du dich irrst, wegen "überall Triage" und so.


    Oder meinst du andere Länder?

    #109Verfasser las. (377311)  28 Okt. 21, 12:06
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    #107: BenatarsComrade, nenn mir eine Zahl, ab wann du zu Schul- und Kitaschließungen ja sagst, Inzidenz von 300, 400, 500, 600?


    Letztes Jahr gingen die Schulen bei einer Inzidenz von 200,5 am 16. Dezember zu. Die Impfquote betrug damals 0 %. Nun schützen die Impfungen mindestens 66,5 % der Bevölkerung zu ca. 90 % vor schweren Verläufen.

    Somit bezieht sich eine heutige Inzidenz auf ca. 40 % der Bevölkerung (Ungeimpfte+durch Impfung nicht Geschützte). Die 200,5 von letztem Dezember bezog sich auf 100 % der Bevölkerung. Somit wäre heute eine Inzidenz von ca. 500 der Wert, ab dem Maßnahmen ergriffen werden müssten, die letztes Jahr bei 200 ergriffen wurden.

    Allerdings waren mir damals schon die Maßnahmen zu spät ergriffen worden, deswegen werde ich hiermit ab einer Inzidenz zwischen 350 und 400 für Schulschließungen plädieren. "Ja sagen" würde ich dazu schon ab 200.


    Doch, sehr ausführlich sogar. Masken im ÖPV, Masken in Geschäften, sogar Masken in Schulen, schnellere Booster-Impfungen, ggf. 3G oder 2G wären je nach Zeitpunkt "weiche" bzw. "angemessene" Maßnahmen. Mit 3G und 2G soll man nicht übertreiben, denn wenn Leute nicht mitmachen, machen sie natürlich woanders Party.


    Ah, das habe ich dann überlesen.



    #110Verfasser BenatarsComrade (1182552)  28 Okt. 21, 12:28
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    Also spätestens in 2 Wochen. Na super. Zum Glück darfst du nichts entscheiden.


    Hast du vergessen, dass Schüler die am besten überwachte Gruppe schlechthin ist? So viele Tests werden sonst nirgends gemacht, Infektionen werden schnell gefunden und können nachverfolgt werden. Das ist ein Beitrag zur hohen Inzidenz in diesen Gruppen, es gibt quasi keine Dunkelziffer. Schließt du die Schulen, treffen sich die Kinder anderswo, da die Akzeptanz unter Eltern und Schülern gegen 0 gehen wird. Das heißt, die stecken sich trotzdem an, nur dass es dann keiner mehr mitbekommt. Wenn diese Maßnahme ergriffen werden sollte, ist sie rein symbolisch und meiner Meinung nach nicht hilfreich. ABgesehen von den Nebenwirkungen der Schließungen und dem marginalen Einfluss von Infektionen unter Kindern auf Krankenhäuser.


    Edit bevor die Anmerkung kommt: Mir ist bewusst, dass Kinder Erwachsene anstecken. Dann sollen sich diese Erwachsenen mit Kontakt zu Kindern gefälligst impfen lassen, evtl. ein drittes Mal. Alle anderen können zu Hause bleiben.

    #111Verfasser grinsessa (1265817)  28 Okt. 21, 12:36
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    #110


    "Ja sagen" würde ich dazu schon ab 200.


    Danke für deine Antwort. Damit hat sich das hier


    "Schließungen von Schulen und Kitas" (vor allem als erste Maßnahme) hat auch niemand ins Spiel gebracht, geschweige denn propagiert


    schon mal erledigt. Zumal du sicherlich nicht der Einzige bist, der so denkt. Und genau deswegen will ich mich präventiv dagegen wehren. Auch bei einer Inzidenz von 400 oder 600. Ich gehe davon aus, dass man auch bei solchen Inzidenzen ohne Kita- oder Schulschließungen auskommen kann bzw. soll und wird.

    #112Verfasser las. (377311) 28 Okt. 21, 12:55
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    #111: Also spätestens in 2 Wochen. Na super.


    In 2 Wochen schon eine Inzidenz von 350 bis 400? Aber auch wenn es in vier Wochen wäre, bleibt ja deine Argumentation bestehen.


    Wenn diese Maßnahme ergriffen werden sollte, ist sie rein symbolisch und meiner Meinung nach nicht hilfreich. ABgesehen von den Nebenwirkungen der Schließungen und dem marginalen Einfluss von Infektionen unter Kindern auf Krankenhäuser.


    Edit bevor die Anmerkung kommt: Mir ist bewusst, dass Kinder Erwachsene anstecken. Dann sollen sich diese Erwachsenen mit Kontakt zu Kindern gefälligst impfen lassen, evtl. ein drittes Mal. Alle anderen können zu Hause bleiben.


    Drittgeimpft bin ich ja nun, aber wie würdest du denn auf die steigenden Inzidenzen und auch die steigenden Hospitalisierungs- und Intensivstationsbelegungszahlen reagieren, wenn Schul- bzw. Kitaschließungen auch bei Inzidenzen von 350-400 "nicht hilfreich" sind? Die Argumentation mit den Tests ist ja schließlich nachvollziehbar


    https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-...


    Die Hospitalisierungsrate liegt mittlerweile bei 3,31, wie das RKI weiter mitteilte. Am Vortag betrug der Wert 3,07. Die Zahl gibt an, wie viele von 100.000 Menschen innerhalb einer Woche wegen einer Covid-19-Erkrankung zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Allerdings werden die aufgenommenen Patienten von den Kliniken teils mit Verzug gemeldet.


    Doch obwohl die Hospitalisierungsrate niedrig erscheint, warnt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dass binnen einer Woche deutlich mehr Corona-Patienten in Kliniken eingewiesen worden seien. "Wenn diese Entwicklung anhält, haben wir schon in zwei Wochen wieder 3000 Patienten auf Intensivstation", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Das könnten die Kliniken zwar leisten, jedoch nicht ohne Einschnitte im Regelbetrieb.

    ...

    Doch nicht nur in den Kliniken, auch in der Pflegebranche droht sich die Lage mit den steigenden Corona-Zahlen erneut zuzuspitzen. Der Druck auf die Mitarbeiter nehme wieder zu, kritisierte SPD-Gesundheitspolitikerin Claudia Moll, selbst ausgebildete Altenpflegerin, ebenfalls im ARD-Morgenmagazin. Oft funktioniere die Arbeit nur, indem eine Überlastung der Beschäftigten in Kauf genommen werde, die oft früher kämen und länger blieben, um alle Aufgaben bewältigen zu können.


    Natürlich sollte man auch die im Artikel bzw. im Interview angesprochenen Arbeitsbedingungen und die Bezahlung in Angriff nehmen, aber ob dadurch schnell Pflegekräfte zurück in ihren Beruf kommen, weiß ich nicht.

    #113Verfasser BenatarsComrade (1182552)  28 Okt. 21, 12:57
    Kommentar

    #111


    dass Schüler die am besten überwachte Gruppe schlechthin ist


    Präzisierung: die nicht geimpften Schüler (vor allem U12) sind die am besten überwachte Gruppe schlechthin. Daher ist die Inzidenz bei 5-14 höher als bei 14+ (was bisher nicht der Fall war, das sieht man auch in der Heatmap). Geimpfte Schüler werden nicht getestet.

    #114Verfasser las. (377311) 28 Okt. 21, 12:59
    Kommentar

    Info:


    DIVI hat jetzt neues Feature "Neuaufnahmen ITS" eingeführt (was wir vor Ewigkeiten besprochen haben). Ist auch für einzelne Bundesländer verfügbar.

    #115Verfasser las. (377311) 28 Okt. 21, 13:03
    Kommentar

    #112: Okay, ich habe Schul- und Kitaschließungen nun ins Spiel gebracht, vielleicht sogar "propagiert", aber sicher nicht als erste Maßnahme. Nur hat das letzte Jahr gezeigt, dass der Lockdown Light die Zahlen nicht oder nur unwesentlich gesenkt hat.

    Im "harten Lockdown" waren natürlich auch noch andere Maßnahmen als Schul- und Kitaschließungen enthalten, das stimmt auch wieder. Somit: Welche Maßnahmen würdet ihr ergreifen, um solch hohe Zahlen zu senken?


    Maskenpflicht gilt im ÖPNV ja schon (könnte noch besser kontrolliert werden?), 2G+T überall dort, wo bisher 3G gilt, wäre sicher auch eine Möglichkeit. Veranstaltungen könnten wieder abgesagt werden etc., was ist von Arbeitsplatzschließungen/mehr Home Office vor Schul- und Kitaschließungen zu halten?

    #116Verfasser BenatarsComrade (1182552) 28 Okt. 21, 13:06
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    Drittgeimpft bin ich ja nun, aber wie würdest du denn auf die steigenden Inzidenzen und auch die steigenden Hospitalisierungs- und Intensivstationsbelegungszahlen reagieren, wenn Schul- bzw. Kitaschließungen auch bei Inzidenzen von 350-400 "nicht hilfreich" sind? Die Argumentation mit den Tests ist ja schließlich nachvollziehbar


    Das ist genau mein Problem, dass kaum einer auf eine andere Idee kommt. "Das hat doch das letzte Mal funktioniert udn die wehren sich ja nicht" kann's doch nicht sein. Außerdem hab ich es schon gesagt. Konsequent 2G. Kommunizieren, dass wenn es zu Triage kommen muss, eher Geimpfte behandelt werden, weil die eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit haben. Impfpflicht in bestimmten Berufen, 2-3G am Arbeitsplatz ohne Lohnfortzahlung. Und wer einen Impfnachweis fälscht, bezahlt seine Covid-Behandlung privat.

    Ok, letzteres könnte etwas übertrieben sein, wenn sie nur 25% der Behandlung bezahlen müssen, reicht das vielleicht. Aber es kann doch nicht sein, dass eine Handvoll Verschwörungsmystiker und eine etwas größere Gruppe von Leuten, die derentwegen ihre letzten Zweifel nicht überwinden können, hier 80% der Bevölkerung vor sich hertreiben.

    #117Verfasser grinsessa (1265817) 28 Okt. 21, 13:08
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    Also deine Maßnahmen, grinsessa, wären:


    • Überall konsequent 2G (oder 2G+T?)
    • 2G oder wenigstens 3G am Arbeitsplatz ohne Lohnfortzahlung (wie in Italien)
    • Impfnachweisfälschung führt zu selbst zu zahlender Behandlung! (finde ich gar nicht übertrieben)

    #118Verfasser BenatarsComrade (1182552) 28 Okt. 21, 13:21
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    Ich würde noch ergänzen: 2G + PCR-Test - die normalen Schnelltests sind einfach zu unzuverlässig. Wenn man weggehen will, muss man halt vorher planen.


    Ich habe früher auch eher gedacht, dass es jedem überlassen sein sollte, ob er/sie sich impfen lässt oder nicht und die Entscheidung zu persönlich ist, um sie mit Druck durchzusetzen. Ich hätte aber auch nicht gedacht, dass es so viele Zögernde gibt, die auch einfach nicht an Daten und Fakten interessiert sind, und inzwischen sehe ich es weit mehr wie grinsessa in #117:


    Aber es kann doch nicht sein, dass eine Handvoll Verschwörungsmystiker und eine etwas größere Gruppe von Leuten, die derentwegen ihre letzten Zweifel nicht überwinden können, hier 80% der Bevölkerung vor sich hertreiben.


    Wenn es mit Überzeugung nicht geht (und Daten gibt's ja nun wirklich mittlerweise genug), dann braucht es eben doch Druck. Und ganz nebenbei würden damit ja auch die Leute geschützt, die wirklich nicht geimpft werden können.


    Mein Leben ist inzwischen, vom Maskentragen abgesehen, nicht mehr sonderlich von Covid eingeschränkt, ich arbeite auch wieder voll. Aber wenn ich Kinder hätte, würde ich auch auf die Barrikaden gehen bei erneuten Schulschließungen. Das scheint mir auch einfach der Weg des geringsten Widerstandes zu sein.


    #119Verfasser Gibson (418762) 28 Okt. 21, 13:54
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    In 2 Wochen schon eine Inzidenz von 350 bis 400? Aber auch wenn es in vier Wochen wäre, bleibt ja deine Argumentation bestehen.


    BenatarsComrade, es gibt Landkreise, in denen liegt die Inzidenz jetzt schon in diesem Bereich.

    Für ganz Deutschland sind wir davon noch etwas entfernt, aber einige Gegenden sind schon seit einer Weile da.

    #120Verfasser Dodolina (379349) 28 Okt. 21, 14:00
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    Ich habe früher auch eher gedacht, dass es jedem überlassen sein sollte, ob er/sie sich impfen lässt oder nicht und die Entscheidung zu persönlich ist, um sie mit Druck durchzusetzen. Ich hätte aber auch nicht gedacht, dass es so viele Zögernde gibt, die auch einfach nicht an Daten und Fakten interessiert sind, und inzwischen sehe ich es weit mehr wie grinsessa in #117:


    Unterschreib ich mal so bei Gibson.


    Ich kenne inzwischen etliche geimpfte fast Schwurbler die immer propagierten das Masken unsere Kinder schädigen, Covid ja nur ein "Schnuppen" ist und ähnliches.. aber inzwischen sind sie doch geimpft weil sie sonst teilweise nicht arbeiten könnten oder eben nur mit ständigen und aufwendigen Test.

    Es verbleiben ein paar ungeimpfte Zauderer die Angst vor Spätfolgen haben und meinen man höre ja soviel von möglichen Folgen (hmm ich höre eher von Folgen des sich nicht impfen lassens aber ich gebe zu ich bewege mich auch eher in einer anderen "Blase") und 1-2 denen angeblich von ihren Ärzten wegen Vorerkrankungen abgeraten wurde. Kenne aber weder die angeblichen Vorerkrankungen und auch nicht die Ärzte um das bewerten zukönnen ..


    Fazit mit Argumenten und Aufklärung wurden nur die erreicht die eh nie Impfunwillig waren, die anderen haben sich nur impfen lassen durch den Druck durch Arbeit und/oder Geldbeutel.



    #121Verfasser Sands (427472) 28 Okt. 21, 14:05
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    Die Inzidenz sagt doch gar nichts aus, wenn die Leute deswegen nicht mehr krank werden. Mich hat noch nie jemand gefragt, ob ich (im Großraumbüro) ein paar Grippeviren abbekommen habe oder nicht. Hauptsache ist, die Grippe bricht nicht aus. Dafür die Impfung. Auch bei Grippe.


    Das wurde öffentlich noch nie anders behandelt. Und auch hier galt immer, Leute, die besonders empfindlich oder gefährdet trotz allem sind, müssen sich eben auch besonders schützen. Aber nicht Gott und die Welt.

    Im Gegenteil. Das Immunsystem sollte schon noch was zu tun haben, sonst funktioniert es überhaupt nicht mehr (siehe Allergien bei "klinischen reinen " Haushalten).

    Die Ärzte empfehlen, daß Kinder im Dreck spielen. Das geht in die gleiche Richtung. Immunisieren.

    #122Verfasser ulinne (894128) 28 Okt. 21, 14:09
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    wenn die Leute deswegen nicht mehr krank werden

    Werden sie aber. Erst gestern mit einem Bekannten gesprochen, der UK Mediziner ist. 16 Patient*innen auf Intensiv wegen Covid-19.

    Aber nicht Gott und die Welt. Gott können wir nicht schützen, nur unsere Mitmenschen, die im Notfall gute Intensivpflege aufgrund anderer Erkrankungen benötigen.

    Leute, die besonders empfindlich oder gefährdet trotz allem sind, müssen sich eben auch besonders schützen. Auf gut Deutsch wir alle. Es hat sich gezeigt, dass auch jüngere Menschen mit gesundem Immunsystem und ganz ohne Vorerkrankungen und schweren Verläufen von Covid-19 leiden bzw. unter Long Covid.



    #123Verfasser WittGenStein (1323045) 28 Okt. 21, 14:21
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    Werden sie aber. Erst gestern mit einem Bekannten gesprochen, der UK Mediziner ist. 16 Patient*innen auf Intensiv wegen Covid-19.


    Eine wichtige Information fehlt bei dieser Aussage aber..

    #124Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 14:23
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    editus interruptus

    wenn die Leute deswegen nicht mehr krank werden

    Werden sie aber. Erst gestern mit einem Bekannten gesprochen, der UK Mediziner ist. Derzeit 16 Patient*innen auf Intensiv wegen Covid-19.


    Aber nicht Gott und die Welt. Gott können wir nicht schützen, nur unsere Mitmenschen, die im Notfall gute Intensivpflege benötigen.


    Leute, die besonders empfindlich oder gefährdet trotz allem sind, müssen sich eben auch besonders schützen. Auf gut Deutsch wir alle. Es hat sich längst gezeigt, dass auch jüngere Menschen mit gesundem Immunsystem und ganz ohne Vorerkrankungen unter schweren Verläufen von Covid-19 leiden bzw. unter Long Covid.

    #125Verfasser WittGenStein (1323045) 28 Okt. 21, 14:25
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    #124 Lässt sich leicht herausfinden. Vermutlich verhält es sich ähnlich wie in anderen Kliniken und Krankenhäusern auch; der überwiegende Teil wird ungeimpft sein.

    #126Verfasser WittGenStein (1323045) 28 Okt. 21, 14:27
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    Die Kurven der Infketionsinzidenz und der Hospitalisierungsinzidenz sehen sich sehr ähnlich.

    Offenbar sagt also die Inzidenz sehr wohl etwas aus, oder glaubt ihr da an Zufall, dass jeder Knubbel der einen Kurve auch in der anderen ist?


    Es wird ein geringerer Anteil (schwer) krank als im ungeimpften Zustand der Bevölkerung, aber die Zahlen sind nicht komplett entkoppelt.

    Deswegen können wir uns auch höhere Inzidenzen leisten als vor einem Jahr, aber die sind ja auch schon höher und steigen gerade deutlich. Und da auch die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbelegung steigt, können wir das nicht einfach laufen lassen.


    Gerade Bayern und BaWü haben ziemlich hohe Zahlen und da füllen sich auch die Intensivstationen deutlich.

    #127Verfasser Dodolina (379349) 28 Okt. 21, 14:31
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    Vermutlich verhält es sich ähnlich wie in anderen Kliniken und Krankenhäusern auch; der überwiegende Teil wird ungeimpft sein.


    Genau darum geht es doch: Was sind das für Leute? Waren sie geimpft, wie alt sind sie, haben sie starkes Übergewicht, Diabetes oder nehmen sie seit Jahren Herztabletten oder so?


    Ich habe dann mal mehr, mal weniger Verständnis dafür, dass die da eingeliefert wurden. Aber das ist doch so: Warum müssen sich normalgesunde und geimpfte Leute wie ich zum Beispiel noch ein weiteres Jahr mit Einschränkungen herumplagen nur für die 10 oder 20 % die es darauf ankommen lassen? Wenn sie sich mit teuren gefälschten Ausweisen irgendwo einschleichen und krank werden, dann ist das doch ihr Pech. Nur leider das von überarbeitetem Krankenhauspersonal auch und das finde ich ärgerlich.

    Aber Kinder sollen das auf keinen Fall ausbaden müssen, die haben schon genug einstecken müssen die letzten 18 Monate.

    #128Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 14:36
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    "Wenn sie sich mit teuren gefälschten Ausweisen irgendwo einschleichen und krank werden, dann ist das doch ihr Pech."


    Und wenn ich mich anstecke und trotz Impfung einen mittleren oder gar schweren Verlauf haben sollte, auch mein Pech. Und das Pech der Leute, die ich - vielleicht unwissend - auch anstecke ...

    #129Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Okt. 21, 14:39
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    Und wenn ich mich anstecke und trotz Impfung einen mittleren oder gar schweren Verlauf haben sollte, auch mein Pech.


    Ja nun, das hatten wir schon. man kann sich auch an Geimpften anstecken. Also auch in einem Raum mit lauter 2G-Personen. Aber wenn man selber geimpft ist, merkt man es vielleicht gar nicht. Oder man bekommt einen Husten, das war aber schon immer so in jedem Winter. Große Angst vor der Intensivsation habe ich daher nicht.

    #130Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 14:44
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    Große Angst vor der Intensivsation habe ich daher nicht.

    Ich persönlich auch nicht, aber es geht nicht nur um dich und mich. Es geht um die, die unfreiwillig ungeimpft sind, um die, die einen schweren Unfall haben, um die, die einen Herzinfarkt erleiden, etc. Sie alle benötigen gute Intensivpflege und die dürfen wir ihnen aufgrund unsolidarischen Denkens nicht schmälern.

    #131Verfasser WittGenStein (1323045) 28 Okt. 21, 14:54
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    Für im vergangenen halben Jahr Geimpfte ist eine Ansteckung jetzt laut Herrn Drosten sogar von Vorteil, weil sie wie ein Booster wirkt. Gerade deshalb ist die jetzige Kausalkette so unglaublich ärgerlich: reihenweise Ungeimpfte füllen die Krankenhäuser, in denen sonst die wenigen schweren Verläufe bei Impfdurchbrüchen gelandet wären. Um die Versorgung der zweiten Gruppe zu gewährleisten (und von Menschen mit ganz anderen Krankheiten), müssen dann wieder Maßnahmen ergriffen werden, die diese Booster-Infektionen vermeiden. Ich glaube auch, wir Geimpften sollten uns an den Gedanken gewöhnen, dass eine Ansteckung ärgerlich, aber nicht mehr zwangsläufig gefährlich ist, damit wir wieder normal miteinander umgehen können.


    Edit: Wer ist nach deiner Meinung nach jetzt unsolidarisch, Wittgenstein?

    #132Verfasser grinsessa (1265817)  28 Okt. 21, 14:55
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    Neben dem überarbeiteten Krankenhauspersonal haben aber bei zu vielen infizierten Ungeimpften auf den Intensivstationen auch diejenigen Pech, die Verkehrsunfälle oder Schlaganfälle oder Blinddarmentzündungen kriegen.

    Die werden dann nämlich auch nicht mehr so versorgt, wie es eigentlich nötig wäre. Gerade die ersten beiden Fälle brauchen auch ganz schnell einen Platz auf einer Intensivstation in einem großen Klinikum, das kann nicht jedes kleine Krankenhaus. Genauso wenig wie die richtig schweren Covid-Fälle.


    Und da Geimpfte auch Überträger sein können (wenn auch weniger als Ungeimpfte) landet auch von Geimpfte fast jede Infektionskette irgendwann bei einem Ungeimpften. Bei einem Arbeitskollegen oder den Eltern von Klassenkameraden der Kinder oder Nachbarn über Aerosole in Aufzug oder ungelüftetem Treppenhaus, ....


    Solange die Immunitätsquote nicht so hoch ist, dass sicher für jedes Opfer eines Verkehrsunfalls ein Intensivplatz da ist, können wir da nicht einfach sagen "nicht mein Problem". Das kann sehr schnell "mein Problem" werden, wenn ich aus irgendeinem Grund ein Intensivbett brauche.


    Für mich habe ich bei Covid keine Angst, dass ich geimpft einen schweren Verlauf kriegen werde.

    Aber vor "Intensivstationen voll" habe ich schon noch Angst, das würde ich gerne irgendwie verhindert wissen.

    #133Verfasser Dodolina (379349) 28 Okt. 21, 14:57
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    #131: Deswegen ist meine Motivation eher, die Krankenhäuser zu entlasten als dass ich die Ungeimpften schützen möchte. Natürlich hängt alles mit allem zusammen, das ist ja klar.

    #134Verfasserzacki (1263445)  28 Okt. 21, 14:59
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    Ich sage nicht: NIcht mein Problem, im Gegenteil. Die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, weil Deppen sich nicht impfen lassen, sind voraussichtlich auch mein Problem. Aber deswegen machen sie mich so unfassbar wütend. Und ich möchte mich nicht wegen dieser Wut auf Impfzögerer als unsolidarisch bezeichnen lassen.

    #135Verfasser grinsessa (1265817) 28 Okt. 21, 15:01
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    @ 132: in erster Linie die, die ein Impfangebot haben und es nicht annehmen.


    @ 134 Es gibt aber auch unfreiwillig Ungeimpfte, dazu zählt die Mehrzahl der Kinder. Außerdem gibt es einige wenige Menschen, die aufgrund von multiplen Erkrankungen zu den Nicht-Impffähigen zählen. Letzteren wird von der UK nach eingehenden Untersuchungen ein entsprechendes Zertifikat ausgestellt. All jene gilt es zu schützen.

    #136Verfasser WittGenStein (1323045)  28 Okt. 21, 15:05
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    Es ist doch so: Die Impfverweigerer tragen ihre Verbohrtheit auf dem Rücken derjenigen aus, die sich fürsorglich verhalten (in Bezug auf sich und andere), nämlich der Geimpften, sowie auf dem Rücken derjenigen, die sich nicht impfen lassen können (Kinder, Kranke). Otto Normalverbraucher kann sich darüber nur empören, handeln könnten allerdings Politik und Wirtschaft. Dass sie es nicht tun - oder falls doch und die Maßnahmen betreffen wieder hauptsächlich Kinder und Jugendliche -, ist schlichtweg rückgratlos. Man knickt vor der Minderheit ein.
    #137Verfasser fehlerTeufel (1317098) 28 Okt. 21, 15:12
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    Man knickt vor der Minderheit ein.

    Doch das darf nicht sein.

    #138Verfasser WittGenStein (1323045) 28 Okt. 21, 15:14
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    Heute in der Zeit https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-...

    Wer jetzt nicht geimpft ist, will es auch nicht mehr nachholen.

    Das ist das Fazit einer Forsa-Umfrage. Die große Mehrheit der Ungeimpften werde sich voraussichtlich nicht mehr von einer Immunisierung gegen das Coronavirus überzeugen lassen, lautet das Ergebnis der bisher größten Befragung Ungeimpfter.

    #139Verfasser manni3 (305129) 28 Okt. 21, 15:18
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    unfreiwillig Ungeimpfte, dazu zählt die Mehrzahl der Kinder.


    Aber da sieht es doch so aus, dass nur ganz wenige Fälle von Kindern schwer erkranken. In Deutschland jedenfalls, in Amerika ist es etwas anders. So sagt die Statistik.


    Und die Leute mit einer Immunschwäche, die mussten schon immer auf sich gut aufpassen, die hätte jede Wintergrippe ins Grab gebracht. Ich kann doch nicht (womöglich jahrelang) ständig Rücksicht nehmen nur weil es der Zufall will, dass neben mir in der Kassenschlange ein Immungeschwächter steht? Vielleicht auch nur einmal pro Woche, ich weiss nicht von wieviel Betroffenen wir reden, denen man im täglichen Leben begegnen kann.


    Wenn ich im Altenheim jemanden besuche, dann muss man eben Maske tragen, warum nicht. Vor Corona gab es nur die Vorschrift sich am Eingang die Hände zu desinfizieren aber das haben auch nicht alle gemacht und keinen hat es groß gestört.

    #140Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 15:19
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    @139: Dann geht es nur noch über Druck. Ohne Impfung kein Zutritt zu Veranstaltungen, kein ÖPNV, kein Einkauf außer dem Lebensnotwendigen. Echt, es nervt.

    #141Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  28 Okt. 21, 15:20
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    edit zu #139 https://www.zeit.de/gesundheit/2021-10/forsa-...


    @ 141 Methode Majestix: der heißt Im Origial Abraracourcix ;-)

    #142Verfasser manni3 (305129)  28 Okt. 21, 15:23
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    #107 Das Gesundheitssystem in Israel war im Höchstpunkt der letzten Corona-Welle (die jetzt abklingt) bei ca. 60% des Höchstwertes der höchsten Winterwelle und somit nicht überlastet


    Hatte ich mir schon gedacht, dass du auf Basis der Vergangenheit argumentierst und nicht auf Basis von Daten. Die letzte Welle sagt leider nichts über die nächste Welle aus. In der Sommerwelle in Israel lag die Anzahl der Todesfälle übrigens bei 81% der Zahl aus der Sommerwelle des Vorjahres (jeweils von 1.8.-27.10. gerechnet). Ich kann daraus nicht ableiten, dass die nächste Welle kein Problem sein wird. Für eine solche Vorhersage müssten wir Immunitätsdaten haben. Übrigens ist der letzte Satzteil ("und somit nicht überlastet") keine logische Schlussfolgerung aus dem ersten Teil. Wenn das System im Winter überlastet war, kann es auch bei geringerer Zahl im Sommer überlastet sein.


    UK habe ich zwar nicht gemeint, aber dort ist das Gesundheitssystem immer noch nicht überlastet, trotz aller Befürchtungen.


    Ach so, ich hatte ja ganz vergessen, dass du zur darwinistischen Fraktion gehörst. Wer krank ist, ist entweder selbst schuld oder hat schlechte Gene, deshalb zählt er nicht. Die nicht behandelten Krebspatienten? Egal, die sind ja eh schon krank. Jemand braucht eine Notfallbehandlung? Selbst schuld, der soll froh sein, wenn überhaupt ein Krankenwagen kommt, früher hätte es sowas nicht gegeben...


    #109 Meinst du jetzt westliche Länder, wie UK, USA, Portugal, Schweden, Israel mit vergleichsweise hoher offiziellen "Durchseuchungsrate" (10 bis 15 Prozent)?

    Falls ja, dann würde ich sagen, dass du dich irrst, wegen "überall Triage" und so.


    Mit Israel kenne ich mich nicht aus, aber in allen anderen genannten Ländern gab es Triage. Das ist nicht erst dann der Fall, wenn die Leute wie in Indien auf der Straße sterben.


    #132 Für im vergangenen halben Jahr Geimpfte ist eine Ansteckung jetzt laut Herrn Drosten sogar von Vorteil, weil sie wie ein Booster wirkt.


    Das hat er so nicht gesagt und das ist auch Blödsinn. Eine Infektion soll als Booster vor einer Infektion schützen? Das macht keinen Sinn. Auch bei Geimpften kann es zu Post-Covid-Symptomen kommen. Besser ist es, auf eine Booster-Impfung im nächsten Jahr zu warten. Ich habe diese Folge des Podcasts noch ungefähr im Kopf. Er hat gesagt, dass sich Infektionen langfristig nicht vermeiden lassen und dann von Jahr zu Jahr zu steigendem Immunschutz führen. Er hat aber genauso gesagt, dass er gerne vorher noch eine weitere Impfung hätte.


    #139 Wer jetzt nicht geimpft ist, will es auch nicht mehr nachholen.

    Das ist das Fazit einer Forsa-Umfrage.


    Diese Meldung hatte ich auch gesehen. Ich vermute aber, dass diese Umfrage dasselbe Problem hat wie die anderen Impf-Umfragen auch: Die nicht-deutschsprachigen Ungeimpften werden nicht befragt. Meines Wissens gibt es da noch viele, die mit gezielten Bemühungen erreicht werden könnten.

    #143Verfasser Nica (de) (236745)  28 Okt. 21, 15:30
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    Nica, ich kann auch morgen überfahren werden, weil mal wieder ein Autofahrer nicht an der roten Ampel hält, mit ein paar Restrisiken muss man leben. Ich gehe jetzt nicht zu einer Coronaparty, ich würde eine Quarantäne einhalten, ich teste mich regelmäßig und plädiere für 2G, im Zweifelsfall auch für 2G + Test. Ich bin nicht dafür, unkontrolliert die Infektionen durchlaufen zu lassen. Aber wir müssen schon ein wenig aus dem Alarmismus-Modus rauskommen. Stand jetzt, mit relativ frischen Impfungen sind die meisten Geimpften vor einem schweren Verlauf geschützt. Das große Problem sind (und haben) nicht ungeimpfte Kinder (das ist nicht gleichbedeutend mit Risiko = 0, aber Fahrradfahren im Straßenverkehr ist für Kinder auch gefährlich), sondern ungeimpfte Erwachsene. Ich sage nicht, wir brauchen keine Maßnahmen, ich bin nur der Meinung, die Maßnahmen sollten gezielt die ungeimpften Erwachsenen betreffen.


    Die Aussage von Drosten habe ich vermutlich ungenau formuliert. Dass man durch eine INfektion vor INfektion geschützt wäre, hätte ich nicht behauptet, ich bin aber auch mit einer dritten Impfung nicht vor einer Infektion geschützt. Eine Infektion würde bei mir voraussichtlich im Moment keinen schweren Krankheitsverlauf bedeuten und das Immunsystem weiter trainieren. Mehr wollte ich nicht sagen.

    #144Verfasser grinsessa (1265817) 28 Okt. 21, 15:49
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    #144 Ich kann auch morgen überfahren werden, weil mal wieder ein Autofahrer nicht an der roten Ampel hält, mit ein paar Restrisiken muss man leben.


    Das ist aber etwas anderes als zu behaupten, dass es vorteilhaft und wünschenswert wäre, sich als Geimpfte(r) anzustecken. Von Alarmismus kann ich in meinem Beitrag nichts erkennen. Natürlich hat man ein geringeres Risiko für einen schweren Verlauf, aber deswegen ist es trotzdem kein Vorteil, sich anzustecken.

    #145Verfasser Nica (de) (236745) 28 Okt. 21, 16:03
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    Im Radio kam gerade, dass in NRW die Maskenpflicht am Platz in den Schulen künftig wegfällt (auf den Gängen etc. weiterhin), u.a. auch mit der Begründung, dass die Gefährdung nicht extrem ist [meine Formulierung, ich weißt nicht mehr, welche Worte sie benutzt hat] und dass nirgendwo so viel getestet wird wie in Schulen.

    #146Verfasser Gibson (418762) 28 Okt. 21, 16:04
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    #146 Ja, das war schon vor einiger Zeit angekündigt und wird jetzt trotz steigender Inzidenz umgesetzt. Meine Bekannte mit den zwei elfjährigen Risikokindern hat es jetzt endlich nach langem hartnäckigem Kampf geschafft, Impftermine für sie zu bekommen. Ich hoffe, dass sie sich nicht vorher noch anstecken.


    Was die Maßnahmen nur für Ungeimpfte angeht: Solange es keine Impfpflicht am Arbeitsplatz gibt und keine Impfpflicht für Eltern, werden solche Maßnahmen wohl nicht reichen. Und selbst wenn es eine solche Pflicht gäbe, würde sie wohl nur diejenigen treffen, die sich die gefälschten Impfausweise nicht leisten können...

    #147Verfasser Nica (de) (236745) 28 Okt. 21, 16:08
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    Ich hätte ehrlich gesagt auch nichts dagegen, wenn in Bayern die Maskenpflicht am Platz in der Schule wieder eingeführt würde, in der derzeitigen Lage.

    #148Verfasser grinsessa (1265817) 28 Okt. 21, 16:26
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    Na ganz toll:


    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-osn...


    "Vorzeigen eines gefälschten Impfausweises nicht strafbar


    Einen gefälschten Impfausweis in einer Apotheke vorzuzeigen, um ein digitales Impfzertifikat zu erhalten, ist nicht strafbar. Das LG Osnabrück geht von einer Strafbarkeitslücke aus. Sichergestellt werden dürfe die Fälschung allerdings.


    Einen gefälschten Impfausweis in einer Apotheke vorzulegen, um an ein digitales Impfzertifikat zu gelangen, ist nicht strafbar. Die Sicherstellung des vermeintlichen Impfausweises durch die Polizei ist aber möglich. Dies hat das Landgericht (LG) Osnabrück entschieden (Beschl. v. 26.10.2021)."



    #149Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Okt. 21, 16:33
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    Klasse, dann kann sich der Impfpassfälscher hier auf LEO ja wieder melden... *Ironiemodus aus*

    #150Verfasser WittGenStein (1323045)  28 Okt. 21, 16:36
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    Einen Impfpass zu fälschen, ist doch baby: Wenn man einen bereits hat, jedenfalls, dann fehlt nicht mehr viel: Die kleinen Aufkleber kann man sich zurecht schneiden und "Arztstempel" kann man sich online bestellen genau wie jeden anderen Stempel mit meiner Adresse drauf. Völlig unauffällig und absolut legal. Unterschrift drauf und fertig.

    #151Verfasserzacki (1263445)  28 Okt. 21, 16:43
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    Wenn für die Fälschungshandlung selbst nicht unter 277 StGB fällt (was ich nicht weiß), und die Urkundenfälschung nach 267 StGB aber durch 277 verdrängt wird, dann haben wir uns da echt ein richtig dickes Ei gelegt.

    #152Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Okt. 21, 16:51
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    Kann denn ein Apotheker überhaupt eine Fälschung erkennen? Wenn ja, kann er sich doch weigern und die Strafverfolgungsbehörde einschalten.


    Zu #151: So ein Schriftstück zu verfassen, ist vielleicht nicht illegal - aber doch wohl seine Verwendung, oder? Oder kann wirklich jeder legal behaupten, er sei Arzt und habe etwas geimpft, wenn weder das erste noch das zweite stimmt, und damit so einen Impfnachweis sich ausstellen lassen?

    #153Verfasser Selima (107)  28 Okt. 21, 16:56
    Kommentar

    Ich glaube, der kann eine Fälschung nicht erkennen. Woran denn? Die Aufkleberchen haben kein Hologramm oder so und eine Unterschrift von einem Arzt aus der Gegend lässt sich doch leicht nachmachen. Er könnte zwar bei dem Arzt anrufen und sich genau erkundigen ob ich an dem Tag auch da war aber wenn es im Impfzentrum war, welche Telefonnummer soll das denn sein, wo er sich erkundigen kann? Ein Apotheker ist Apotheker, da stehen Leute in der Warteschlange, da will der sich nicht noch als Detektiv betätigen.

    #154Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 17:00
    Kommentar

    Selima: in 149 ist ein Artikel verlinkt, der über ein Urteil berichtet, dass die Verwendung eben nicht, bzw. nur unter bestimmten Umständen strafbar ist.

    #155Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Okt. 21, 17:09
    Kommentar

    Den gelben Ausweis komplett zu fälschen ist natürlich schwieriger. Aber die meisten Leute haben doch bereits einen wegen Masern oder Tetanus. Höchstens so ganz hartgesottene Impfgegner nicht.

    #156Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 17:11
    Kommentar
    Ich habe mir gerade im Redaktionsnetzwek Deutschland die Info bzgl der Forsa-Umfrage angeschaut. Und da lese ich unter anderem: "89 Prozent der Befragten gaben beispielsweise an, es habe keinerlei Einfluss auf die eigene Impfbereitschaft, wenn die Intensivstationen erneut an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen."
    Tut mir leid, aber da geht mir das Messer in der Tasche auf ...
    #157Verfasser fehlerTeufel (1317098) 28 Okt. 21, 17:12
    Kommentar

    Bubb: Wenn ich micht selber als Arzt ausgebe und mir womöglich noch einen Dr-Titel zulege? Ich hätte gedacht, dass es nicht strafbar sei, einen gefälschten Impfpass vorzulegen, wenn jemand anderes die nicht erfolgte Impfung mit Unterschrift und Stempel bezeugt. Wenn ersteres geht, dann kann ich auch eine Praxis aufmachen und vorne hinschreiben, dass ich Arzt für Allgemeinbeschwerden bin.

    #158Verfasser Selima (107)  28 Okt. 21, 17:33
    Kommentar
    #159Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 17:44
    Kommentar

    Selima, ich stell noch mal den Link aus 64 hier ein:


    https://www.wbs-law.de/allgemein/gefaelschte-...

    #160Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Okt. 21, 17:48
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    Danke. Den habe ich jetzt sogar gelesen, was für mich eine große Leistung ist. Ich krieg von solchen Texten immer so unwilliges Knistern im Kopf ;-)


    Wenn das Knistern nicht irgendwas überdeckt hat, dann geht es darin überwiegend um das Verwenden einer gefälschten Urkunde, aber nicht darum, dass sich jemand (wie in zackis Beitrag oben) selbst als Arzt in dieser Urkunde ausgibt. Ist nicht die Tatsache, dass sich jemand als Arzt ausgibt nochmal was anderes? Dann könnte doch das verfolgt werden, wenn schon nicht die Verwendung der gefälschten Urkunde.

    #161Verfasser Selima (107) 28 Okt. 21, 17:58
    Kommentar

    Na, ich will doch hoffen, das das bestraft wird wenn das auffällt, aber sicher bin ich mir da nicht. Weil wir hier in einem Rechtsstaat leben, wo das trickreiche Ausnutzen von Gesetzeslücken nicht verboten ist.

    #162Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 18:11
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    Nachtrag zu #161: Ich meinte "sorgfältig gelesen". Den Link aus der #149 hatte ich nämlich nicht ganz konzentriert durchgelesen, sondern nur quergelesen. Wie gesagt, ich tu mir mit solchen Texten echt schwer.

    #163Verfasser Selima (107) 28 Okt. 21, 18:21
    Kommentar

    Apotheker prüfen jeden Tag ständig, ob ihnen eine Fälschung vorgelegt wird oder nicht.

    Nämlich bei jedem Rezept, mit dem jemand ein Medikament kaufen möchte, dass nicht frei ohne Rezept verkauft werden darf.

    Da Rezepte keiner äußeren Form genügen müssen, ist das mindestens so schwierig wie die Prüfung eines Impfausweises.


    Diese Erfahrung bei der Prüfung war übrigens ein Argument, warum sich die Apotheker angeboten haben, um die Zertifikate auszustellen.

    #164Verfasser Dodolina (379349)  28 Okt. 21, 19:51
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    Da Rezepte keiner äußeren Form genügen müssen


    Gibt es tatsächlich noch Ärzte, die Rezepte auf einen Notizblock krakeln, anstatt sie von der Sprechstundenhilfe durch den Formulardrucker jagen zu lassen?


    Ich glaub, die Apotheker sind da etwas aus der Übung. ^^

    #165Verfasser Kapustiner (1229425) 28 Okt. 21, 20:15
    Kommentar

    Noch einfacher zu fälschen sind die Rezepte damit aber doch auch.

    So Rezeptformulare kann ich mir auch bestellen (gerade spaßeshalber mal bei Amazon nach gesucht) und einen Drucker habe ich auch zu Hause.

    Da ist eine Rezeptfälschung bestimmt nicht schwerer als die eines Eintrags im Impfpass.

    #166Verfasser Dodolina (379349) 28 Okt. 21, 20:20
    Kommentar

    Mag sein, aber bei einem Rezept hat der Apotheker denn doch andere Anhaltspunkte. Bei "Heroin, unverdünnt" wird er sicher hellhörig.


    "Comirnaty" hingegen hat vermutlich inzwischen jeder Dritte im Impfpass. Wenn der Einkleber nicht ganz dilettantisch gemacht ist und der Apotheker keine Möglichkeit hat, die Chargennummer mit der verabreichenden Institution abzugleichen, seh ich da eher schwarz.

    #167Verfasser Kapustiner (1229425) 28 Okt. 21, 20:44
    Kommentar

    wenn der Apotheker keine Möglichkeit hat, die Chargennummer mit der verabreichenden Institution abzugleichen, seh ich da eher schwarz.


    Der Fälsccher hätte mehrere Stunden Zeit, sich eine passende Nummer rauszusuchen. Er muss doch nur einen Arbeitskollegen bitten, ihm diese Nummer zu zeigen, wenn der inn der gleichen Stadt wohnt, wird sie wohl passen. (Falls der nicht selbst einen blöd gefälschen Aufkleber hat, versteht ich..)

    #168Verfasserzacki (1263445) 28 Okt. 21, 20:49
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    Im Faktenfuchs gibt es eine lange Erläuterung zur Übersterblichkeit im September:

    https://www.br.de/nachrichten/wissen/was-stec...


    Ich hab sie mir durchgelesen und finde das auch sehr gut argumentiert - sehr detailliert und ausgewogen. Ich frage mich aber, welcher Impfskeptiker/-gegner so viele Fakten und Argumente überhaupt liest oder z.B. von mir erzählt bekommen möchte. Die Arbeit der Faktenfuchsrecherchierer ist absolut toll. Aber bringt das wirklich was? Ich hab auch kein Problem damit, wenn das Statistische Bundesamt eine Übersterblichkeit von 10% nicht sofort erklären kann. Wenn die Übersterblichkeit dann konkret ausgewertet werden kann, interessiert sich vermutlich kaum noch jemand dafür. Aber was tun? Die Zahlen erst veröffentlichen, wenn man auch die Todesursachen auswerten konnte - dann heißt es gleich wieder, dass da was verheimlicht wird. Teilt man die Zahlen so nackt mit, kann jeder alles in sie hineinlesen.

    #169Verfasser Selima (107) 28 Okt. 21, 21:50
    Kommentar

    #148: Das ist schon geschehen.


    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    Schülerinnen und Schüler müssen in Bayern nach den Herbstferien - also ab 8. November - voraussichtlich auch im Unterricht wieder Masken tragen. Endgültig soll dies in einer Sondersitzung des Kabinetts in der kommenden Woche beschlossen werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München an.

    #170Verfasser BenatarsComrade (1182552) 28 Okt. 21, 22:03
    Kommentar

    Den gelben Ausweis komplett zu fälschen ist natürlich schwieriger.


    Nö, kannste beim südamerikanischen Fluss soviele Blankoausweise bestellen, wie Du lustig bist..

    #171Verfasser drkimble (463961) 29 Okt. 21, 09:14
    Kommentar
    Nica erwähnt oben das Risiko, dass man sich als Geimpfte ansteckt und dann Long Covid bekommt. Das würde mich mal interessieren - ich habe (zugegeben schon vor einiger Zeit) mal ein bisschen rumgesucht und nur Artikel gefunden, wo es darum geht, ob die Impfung gegen Long Covid hilft, aber nicht darum, ob Geimpfte Long Covid bekommen können. Wenn das so wäre, und nicht selten, möglicherweise sogar mit derselben Häufigkeit wie bei einem sonstigen erst einmal milden Verlauf bei Ungeimpften, der dann zu Long Covid wird, dann wäre das aber ein Riesenproblem. Hast Du irgendwelche Hinweise darauf, dass Geimpfte, die sich anstecken, in relevanter Zahl Long Covid entwickeln?
    #172Verfasser Lunda (254456) 29 Okt. 21, 09:15
    Kommentar

    Fälschung von Impfpässen. Ich kann als Laiin absolut nicht nachvollziehen, wie Apotheken, die im Auftrag des BGM die digitalen Impfpässe ausstellen, als Privatpersonen angesehen werden wie z. B. Restaurantbesitzer oder Betreiber von Fitnessstudios, für die der Nutzer den Impfpass ja letztlich zur Vorlage haben will. Die Apotheker sind ja nur eine quasi behördliche Zwischenstation für sie, um ihre gefälschten Gesundheitszeugnisse bei Privatpersonen vorzeigen zu können.

    Ebenso ist mir nicht klar, warum die §§ 75 a und 74 Abs. 2 IfSG nicht zum Zuge kommen können, die ja erst im Juni 2021 eingeführt wurden, um diese angebliche Strafbarkeitslücke zu schließen. Was genau bedeutet "zur Vorlage im Rechtsverkehr"? Ist ein Impfpass nur eine Urkunde oder die spezielle Urkunde "Gesundheitszeugnis"? Fragen über Fragen...



    Nicht alle Juristen sehen die Strafbarkeitslücke so wie die Richter am OLG Osnabrück. Das sagt ja auch RA Solmecke. Im Netz finden sich noch etliche andere.

    Ich hoffe, dass in Osnabrück Berufung eingelegt wird (wenn die möglich ist), dass andere Richter die Rechtslage anders sehen und vor allem, dass die Gesetzgeber zügig handeln, wenn die Rechtslage wirklich so lückenhaft ist und teilweise auf Paragraphen aus dem 19. Jahrhundert basiert, die den heutigen Lebensumständen in keiner Weise gerecht werden.


    An der heutigen Situation trägt auch Herr Spahn eine Mitschuld, der zunächst auf dem gelben Impfheftchen beharrte, statt frühzeitig auf den digitalen Impfausweis zu setzen. Die nachträgliche Digitalisierung der zig Millionen vorher Geimpften durch die Apotheken machte die Sache eher noch schlimmer. Einmal mit dem QR-Code ausgestattet, ist man doch auf der sicheren Seite.


    #173Verfasser Reeva (908916)  29 Okt. 21, 09:53
    Kommentar

    Man kann aber auch Impfzertifikate von jedem Beliebigen auf sein Handy laden und dann am Eingang vorweisen. Solange sich der Kontrolleur nicht einen Ausweis zum Namensabgleich zeigen lässt, ist das alles andere als sicher. Trotzdem halte ich die Kontrollen im jetzigen Zustand für besser als nichts. Schließlich hat nicht jeder Impfgegner ein signifikantes Maß an krimineller Energie.

    #174Verfasser grinsessa (1265817)  29 Okt. 21, 09:57
    Kommentar

    §75a I IfSG lautet ja:


    (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer wissentlich entgegen § 22 Absatz 5 Satz 1, Absatz 6 Satz 1 oder Absatz 7 Satz 1 die Durchführung einer Schutzimpfung oder die Durchführung oder Überwachung einer dort genannten Testung zur Täuschung im Rechtsverkehr nicht richtig bescheinigt.


    Strafbar macht sich also derjenige, der entgegen §22 V, VI oder VII handelt.


    Nun bezieht sich aber §22 auf "Die zur Schutzimpfung berechtigte Person", mithin wird §75a IfSG dadurch zu einem Sonderdelikt (=einem Delikt, welches nur bestimmte Personen - hier: zur Schutzimpfung berechtigte Personen - begehen können). Da hat wirklich Herr Spahn, aber auch der Bundestag, geschlampt. Für eine impfberechtigte Person ist das Fälschen so eines Impfzertifikats eine Straftat, für Otto Normalverbraucher aber nicht.


    §22 V 1 IfSG lautet

    (5) Zusätzlich zu der Impfdokumentation ist auf Wunsch der geimpften Person die Durchführung einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in einem digitalen Zertifikat (COVID-19-Impfzertifikat) durch folgende Personen zu bescheinigen:

    1. durch die zur Durchführung der Schutzimpfung berechtigte Person oder

    2. nachträglich von jedem Arzt oder Apotheker.

    Die Verpflichtung nach Satz 1 Nummer 2 besteht nur, wenn dem Arzt oder Apotheker eine Impfdokumentation über eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 vorgelegt wird und er sich zum Nachtrag unter Verwendung geeigneter Maßnahmen zur Vermeidung der Ausstellung eines unrichtigen COVID-19-Impfzertifikats, insbesondere, um die Identität der geimpften Person und die Authentizität der Impfdokumentation nachzuprüfen, bereit erklärt hat. [...]

    #175Verfasser BenatarsComrade (1182552)  29 Okt. 21, 10:03
    Kommentar

    Wenn das nur die betrifft, die offiziell berechtigt sind, den Impfpass auszustellen, also ein Gesundheitszeugnis nach StGB § 277, dürfte dann nach meinem Laienverständnis der nicht mehr gelten, wenn der Aussteller kein Arzt oder Apotheker war. Und somit hätte Otto Normalverbraucher eine Urkundenfälschung nach StGB § 267 begangen. Otto Normalverbraucher kann ja kein Gesundheitszeugnis ausstellen.



    Aber vertiefen will ich das jetzt nicht weiter. Paragraphenreiten ist mitunter ganz interessant für mich, bereitet mir aber Kopfschmerzen, wenn ich es übertreibe. Ich wollte nur mein Unverständnis über das Urteil des OLG Osnabrück ausdrücken und meine Hoffnung darauf, dass diese unsolidarischen und kriminellen Egozentriker demnächst nicht mehr mit Straffreiheit rechnen können, weil findige Juristen da was entdeckt haben, was nicht eindeutig ist.

    #176Verfasser Reeva (908916) 29 Okt. 21, 10:34
    Kommentar

    Der folgende Link hat nichts mit dem Thema zu tun und wenn man nur wegen Corona hier mitliest, gibt es auch keinen Grund, ihn anzuklicken. Auch sonst vermutlich nicht, denn das Youtube-Video, zu dem verlinkt wird, kennt vermutlich außer mir ohnehin schon jeder, da es angeblich viral gegangen ist (also gibt es doch einen Zusammenhang zum Thema?!):

    https://www.youtube.com/watch?v=1AnG04qnLqI&t=0s

    Jedenfalls weist das Video darauf hin, dass heute wieder Freitag ist und Ihr Euch auf neue Impfzahlen aus Deutschland freuen könnt. Diese sind aber eher etwas langweilig und ernüchternd, so dass ich beschlossen habe, die Verkündung etwas aufzupeppen.


    In den letzten sieben Tagen wurden in Deutschland 984.027 Dosen verimpft (Vorwoche 895.006). Darunter waren 222.389 Erstimpfungen (Vorwoche 235.455), 354.386 Zweitimpfungen (Vorwoche 369.987) und 407.252 Auffrischungsimpfungen (Vorwoche 290.564).


    Die Gesamtzahl der verimpften Dosen ist also um ca. 100.000 gestiegen - und mit den zu erwartenden Nachmeldungen könnten wir sogar wieder die Millionenmarke überschreiten -, aber die Zunahme ist ausschließlich auf Boosterimpfungen zurückzuführen. Die Zahl der Erst- und Zweitimpfungen ist mehr oder weniger konstant.


    Impfquoten:


    Deutschland gesamt: 69,3 % mindestens einmal geimpft (0,2 Prozentpunkte mehr als vor einer Woche), 66,6 % vollständig geimpft (0,5 Prozentpunkte mehr als vor einer Woche).


    nach Altersgruppen:


    Erwachsene: 80,1 % mindestens einmal geimpft, 77,2 % vollständig geimpft


    Ü60: 86,7 % mindestens einmal geimpft, 85,2 % vollständig geimpft


    18-59: 72,1 % mindestens einmal geimpft, 72,9 % vollständig geimpft (Hier gibt es weiterhin die svermutlich auf johnson zurückzuführende Inkonsistenz bei den Zahlen.)


    12-17: 45,9 % mindestens einmal geimpft, 41,2 % vollständig geimpft


    Die Auffrischungsimpfungen werden in der RKI-Tabelle nicht nach Altersgruppen aufgeschlüsselt. Insgesamt haben 1.932.647 Personen eine Auffrischungsimpfung erhalten.


    Meilensteine:

    • Mehr als 80 % der Erwachsenen mindestens einmal geimpft
    • Mehr als 40 % in der Altersgruppe 12-17 vollständig geimpft
    #177Verfasser harambee (91833) 29 Okt. 21, 10:38
    Kommentar

    Danke für das Video. Ich kannte es noch nicht, und es macht definitiv Laune!

    #178Verfasser grinsessa (1265817) 29 Okt. 21, 10:55
    Kommentar

    @ harambee


    Danke für die wöchentlichen Infos zur Impfquote. Gibt es die Vergleiche zur Vorwoche eigentlich auch bei den Altersgruppen? Das Video schaue ich mir jetzt erst an.


    Edith sagt: Es hat ja wirklich nichts mit Corona zu tun.

    #179Verfasser Reeva (908916)  29 Okt. 21, 11:06
    Kommentar

    Gibt es die Vergleiche zur Vorwoche eigentlich auch bei den Altersgruppen?


    Könnte ich ab nächster Woche einführen. Letzte Woche lauteten die Zahlen:


    -----------------------------------------------

    nach Altersgruppen:


    Erwachsene: 79,8 % mindestens einmal geimpft, 76,7 % vollständig geimpft


    Ü60: 86,6 % mindestens einmal geimpft, 85,0 % vollständig geimpft


    18-59: 71,7 % mindestens einmal geimpft, 72,3 % vollständig geimpft (Dass derartige Zahlen nicht korrekt sein können, haben wir ja schon mehrfach diskutiert)


    12-17: 44,9 % mindestens einmal geimpft, 39,7 % vollständig geimpft

    #180Verfasser harambee (91833) 29 Okt. 21, 11:10
    Kommentar

    Der Artikel hier hat mich ein bißchen fassungslos gemacht. Impfzertifikat für Adolf Hitler. Sag mir mal einer, die Welt drehe nicht komplett am Rad.

    #181Verfasser Chaja (236098) 29 Okt. 21, 11:15
    Kommentar

    Danke für die Vergleichszahlen:

    Erwachsene: 80,1/79,8 % mindestens einmal geimpft, 77,2/76,7 % vollständig geimpft (+0,3 bzw. 0,5%)

    Ü 60: 86,7/86,6 % mindestens einmal geimpft, 85,2/85,0 % vollständig geimpft

    (+ 0,1 bzw. 0,2%)

    18-59: 72,1/71,7 % mindestens einmal geimpft, 72,9/72,3 % vollständig geimpft

    (+ 0,4 bzw. 0,6%)

    12-17: 45,9/44,9 % mindestens einmal geimpft, 41,2/39,7 % vollständig geimpft

    (+ 1,0 bzw. 1,5%)

     





    #182Verfasser Reeva (908916) 29 Okt. 21, 11:35
    Kommentar

    #172 Hast Du irgendwelche Hinweise darauf, dass Geimpfte, die sich anstecken, in relevanter Zahl Long Covid entwickeln?


    Es gibt dazu bisher unterschiedliche Ergebnisse. Bei einer größeren Studie vor ein paar Monaten war das Risiko für persistierende Symptome bei Geimpften, die sich angesteckt hatten, halbiert. Dazu muss man aber natürlich noch einbeziehen, dass sie sich ja zusätzlich auch seltener anstecken. Eine andere aktuelle Studie, die ich erst vor ein paar Tagen irgendwo verlinkt gesehen hatte, fand keinen Unterschied, aber ich erinnere mich nicht mehr an die Details. Ich würde aber eigentlich schon erwarten, dass die Wahrscheinlichkeit geringer ist, alleine schon von der Logik her.

    #183Verfasser Nica (de) (236745)  29 Okt. 21, 11:43
    Kommentar

    #181: Schlimmer als "es ist ein Impfzertifikat auf den Namen Adolf Hitler im Umlauf" ist hier die Befürchtung, das EU-System könnte kompromittiert worden sein:


    Adolf Hitler wurde mit Biontech geimpft, er bekam die zweite Dosis am 1. Oktober. Und er hat ein gültiges, von der französischen Regierung signiertes Impfzertifikat. Klingt wie Unsinn, ist auch Unsinn – aber möglicherweise gefährlicher. Denn mit dem Impfzertifikat, das in mehreren Internetforen und Telegram-Gruppen kursiert, wirbt ein Fälscher für seine Dienste. Und dieser Fälscher besitzt womöglich Zugang zu einem hochgeheimen Schlüssel, mit dem die QR-Codes erzeugt werden, die jeder EU-Staat ausgibt. Dann müssten alle Impfpässe, die damit erstellt wurden, neu ausgegeben werden. 

    ...


    Gemäß dem Bericht hat das niederländische Gesundheitsministerium in dem Fall Ermittlungen aufgenommen. Es gehe dabei auch dem Verdacht nach, dass ein Schlüssel entwendet worden sein könnte. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Fälscher mit Personen zusammenarbeitet, die befugt sind, selbst Impfpässe auszustellen. Dieser Kreis ist in jedem Land unterschiedlich groß. Während in Deutschland Apotheker dazu gehören, darf in Frankreich allein die gesetzliche Krankenversicherung solche Zertifikate ausstellen.

    ...

    Der Datenanalytiker Denys Vitali, der für Swisscom arbeitet, schrieb dort in einer ersten Analyse, dass die Wahrscheinlichkeit eher gering sei, dass ein Schlüssel gestohlen worden sei. Denn es kämen in der Regel Sicherheitsmodule zum Einsatz, die den Schlüssel auch für Administratoren verbergen.


    Plausibler sei, dass ein autorisierter Ersteller von Zertifikaten gehackt worden sei oder mit Fälschern kooperiere. Um den Nachweis eines gestohlenen Schlüssels zu erbringen, so Vitali, müsste ein Impfzertifikat auf einen Termin vor Beginn der Pandemie datiert werden – denn dies würden die Systeme normalerweise nicht zulassen. Ein solches Zertifikat ist bisher nicht aufgetaucht.


    Also: Es ist immer noch wahrscheinlicher, dass ein autorisierter Zertifikateausgeber (z.B. eine Apotheke in Deutschland) gehackt wurde und/oder mit Fälschergruppen kooperiert, als dass das EU-System völlig kompromittiert ist.

    Aber es gilt auch: Es sind etliche als echt anerkannte gefälschte Impfzertifikate im Umlauf, beispielsweise auch von Mickey Maus oder Spongebob.

    #184Verfasser BenatarsComrade (1182552) 29 Okt. 21, 12:17
    Kommentar

    Fassungslos war ich nicht wegen AHs sondern wegen der Fälschungs-/Betrugs-Dimensionen dahinter. Das hätte ich vielleicht präzisieren sollen.

    #185Verfasser Chaja (236098) 29 Okt. 21, 12:27
    Kommentar

    Vermutlich eine blöde Frage, aber ich komme wirklich nicht dahinter: Schaden die Besitzer von gefälschten Impfnachweisen nicht ausschließlich sich selbst? Für Kinder und Geimpfte stellen sie keine besondere Gefahr dar.

    Gehen die Impfpassfälscher alle davon aus, der jeweils einzige auf einer 2G-Veranstaltung zu sein? Rechnen die nicht damit, dass noch ein paar Dutzend von ihresgleichen da sind, bei denen sie sich anstecken können?

    #186VerfasserStahlbauer (1259064) 29 Okt. 21, 13:34
    Kommentar

    Schaden die Besitzer von gefälschten Impfnachweisen nicht ausschließlich sich selbst?


    Das meine ich ja auch. Aber die denken nicht an eine Gefährdung von sich oder anderen, ist ja nur ein Grippchen. Die wollen einfach mal ins Schwimmbad oder Restaurant, ganz einfach.

    #187Verfasserzacki (1263445) 29 Okt. 21, 13:37
    Kommentar

    "Schaden die Besitzer von gefälschten Impfnachweisen nicht ausschließlich sich selbst? Für Kinder und Geimpfte stellen sie keine besondere Gefahr dar."


    Ja nein. Vielleicht keine besondere Gefahr, aber doch die Gefahr, dass die infiziert werden und das Virus dann unwissentlich weiterverbreiten.


    "Rechnen die nicht damit, dass noch ein paar Dutzend von ihresgleichen da sind, bei denen sie sich anstecken können?"


    Die Infektion gibt's doch gar nicht, also womit sollen sich diese egoistischen [expletive deleted] denn anstecken können?

    #188Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 29 Okt. 21, 13:39
    Kommentar

    Danke, Kristina Vogel:


    https://www.tagesspiegel.de/wissen/corona-in-...


    "Olympiasiegerin Vogel sieht Impfung als Bürgerpflicht - und kritisiert Kimmich


    Die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel wünscht sich, dass die Menschen in Deutschland Impfen als „Bürgerpflicht“ verstünden. „Ich bin überzeugt davon, dass wir nur durch das Impfen unser altes Leben zurückbekommen“, sagt die ehemalige Bahnradfahrerin in einem Interview mit dem „Spiegel“. Die Impfung sei der „Weg zurück in die Freiheit“, sagte die 30-Jährige.


    Vogel kritisierte zudem die Äußerungen des Fußball-Nationalspielers Joshua Kimmich. „Zunächst einmal war ich erschrocken, weil ich fest davon ausgegangen war, dass er längst geimpft ist. Denn 99 Prozent der Athleten, die ich kenne, sind inzwischen geimpft. Ich fand Kimmichs Bekenntnis schwierig, weil er als Fußballer eine Vorbildfunktion hat“, sagte die elffache Weltmeisterin, deren sportliche Karriere, im Sommer 2018 mit einem schweren Sturz ein tragisches Ende fand.


    „Auf mich hat er immer einen sehr intelligenten Eindruck gemacht. Insofern war ich erstaunt, dass ihm beispielsweise mögliche Langzeitfolgen durchs Impfen Sorgen bereiten, obwohl sich renommierte Wissenschaftler einig sind, dass es die nicht gibt.“ Hätte sich „Joshua für die Impfung ausgesprochen, hätte das hierzulande vermutlich den gleichen positiven Effekt gehabt wie die öffentliche Impfung von Joe Biden in den USA“.


    Jedoch erklärte sie, Kimmich habe Mut bewiesen. „Es wird ja oft kritisiert, dass wir nur so geleckte Athleten haben, die nie mal Kante zeigen, keine Meinungen vertreten. Dazu zählt er nicht.“ Er hätte sich nur besser ein anderes Thema aussuchen sollen, „denn an diesem hängen nun mal Menschenleben und Existenzen“, sagte Vogel, die in Anfang der Woche ein Studium an der Trainerakademie in Köln begonnen hat.


     Die Erfurterin stört sich zudem an den Vorbehalten einiger Leute: „Was mir in der ganzen Debatte immer zu kurz kommt: Wir machen so viel Mist mit unserem Körper: rauchen, trinken, stopfen so viel Müll in uns rein, Fleisch für einen Euro das Kilo, ich übertreibe jetzt bewusst mal. Sobald es aber um die Impfung geht, da sorgen sich plötzlich viele um ihre Gesundheit. Das steht in keinem Verhältnis.“"


    Schönes Statement.

    #189Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 29 Okt. 21, 13:57
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    Primär schaden sie sich selbst, da sie sich dem erhöhten Risiko eines schweren Verlaufs inkl Tod aussetzen.

    Sekundär schaden sie aber auch dem Rest der Gesellschaft: durch erhöhtes Infektionsaufkommen, Weiterverbreitung der Seuche an unimpfbare (Kinder, immunsupprimierte Personen) sowie besonders vulnerable (Menschen mit Autoimmunerkrankungen, potentielle Impfversager) Leute, Reservoir für weitere Mutationen, Überlastung des Gesundheitssystems etc etc etc.

    #190Verfasser Chaja (236098) 29 Okt. 21, 13:59
    Kommentar

    #186 wie Chaja sagt. Leute mit AI haben häufig einen geringeren Schutz durch die Impfungen und wissen das nicht (oder selten). Heißt, sie haben leichter einen Impfdurchbruch. Inzwischen sind auch Menschen mit Impfdurchbruch wieder im KKH. Insofern sind Impfbetrüger nicht nur eine Gefahr für sich selbst. Außerdem sorgen sie dafür, dass dieser Mist sich immer noch länger hinzieht. Ich hoffe nur, dass sie, wenn sie sich dann mal angesteckt haben, ordentlich krank werden, so dass sie sich dann wenigstens beim nächsten Mal impfen lassen.

    Mich machen diese Corona-Impfunwillingen sehr ratlos. Ich kenne Leute, die gerade unterwegs sind - langzeitunterwegs; die haben sich gegen alles impfen lassen, bevor sie los sind. Gelbfieber - kein Problem, ist ja Pflicht in vielen Ländern, Malariaprophylaxe - kein Problem, die pfeifen sie sich gerne rein - X-Fieber, Y-Fieber, Z-Fieber, Typhus, her damit ... etc. Aber Corona? Auf! gar! keinen! Fall! Verstehe ich nicht. Muss ich wohl auch nicht verstehen.

    #191Verfasser Selima (107) 29 Okt. 21, 14:18
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    Dabei ist Malaria-Prophylaxe, v.a. die für längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten, echt ein Brett. Nicht selten verursacht sie psychische Nebenwirkungen bis hin zur Suizidgefahr. Nachgewiesen, steht im Beipackzettel.

    #192Verfasser grinsessa (1265817) 29 Okt. 21, 14:48
    Kommentar

    Nicht selten verursacht sie psychische Nebenwirkungen bis hin zur Suizidgefahr. Nachgewiesen, steht im Beipackzettel.


    Wir sollten vorsichtig sein, Menschen hier Angst vor derartigen Vorsorgemaßnahmen zu machen. Mit Sicherheit sollte man sich gut beraten lassen. Ich habe auch nichts gegen die Aussage, dass Nebenwirkungen bei Malariaprophylaxe sehr viel wahrscheinlicher sind als bei einer Impfung gegen Covid-19. Die allgemeine Aussage, dass Malaria-Prophylaxe nicht selten zu psychischen Nebenwirkungen führt, ist aber meiner Ansicht nach zu einfach. Beim Wirkstoff Mefloqin ist das bekannt, aber es gibt auch Mittel (ich nenne bewusst keine Namen, weil das nicht im Ansatz wie eine Empfehlung aussehen soll), bei denen psychische Nebenwirkungen nicht im Beipackzettel stehen.


    Vermutlich haben Selima und grinsessa es auch nicht so allgemein gemeint, aber man kann insbesondere #192 so interpretieren.

    #193Verfasser harambee (91833) 29 Okt. 21, 15:04
    Kommentar

    Allerdings - eine ehemalige Kollegin hat ihren Thailandurlaub vor Jahren komplett in Depressionen verbracht und ein anderer Bekannter hat einmal Lariam genommen und sagt: Nie wieder, dann lieber nach Nordnorwegen.


    Nachtrag: Klar gibt's andere Malariaprophylaxe und auch Leute, die Lariam und verwandte Stoffe vertragen. Es geht hier aber um die Risiken, die einen erwarten. Die Risiken von diversen Impfungen und der Malariaprophylaxe wird einfach hingenommen - aber bei Covid ...? Niemals. Die Leute, von denen ich oben sprach, erzählen uns dann immer von zwei Personen, von denen ihnen von anderen Personen berichtet wurde, dass die nach der Covid-Impfung direkt verstorben seien. Zwei Personen. Verstorben seien. Zwei Personen, die sie selber gar nicht persönlich kennen.

    #194Verfasser Selima (107)  29 Okt. 21, 15:04
    Kommentar

    Ihr vergleicht jetzt trotzdem Äpfel mit Birnen. Der Wirkstoff in Lariam ist Mefloquin und wie man zum Beispiel auf https://tropeninstitut.de/malaria/schutz-vor-... nachlesen kann, gibt es für Lariam seit 2016 in Deutschland keine Zulassung mehr.

    #195Verfasser harambee (91833)  29 Okt. 21, 15:13
    Kommentar

    #193: Guter Hinweis. Ich plane keine Reisen in entsprechende Risikogebiete und benötige daher keine Malariaprophylaxe (obwohl sich das durch den Klimawandel auch leicht ändern könnte, soweit ich gehört habe?), aber wenn sich diese heftige Nebenwirkung ausschließlich auf Mefloquin bezieht, ist dies ein wichtiger Hinweis.

    #196Verfasser BenatarsComrade (1182552) 29 Okt. 21, 15:19
    Kommentar

    Ja, natürlich ist es schwer verständlich, dass Leute, die völlig unkritisch Malariaprophylaxe nehmen, solche Bedenken bei der Covid-Impfung haben.


    Dennoch meine ich: Wer heute (noch vor zehn Jahren war das anders) Lariam nimmt, ohne sich da ganz genau beraten zu lassen (in Deutschland geht es wie gesagt kaum), ist für mich eher vergleichbar mit denen, die Desinfektionsmittel zur Covid-Vorsorge nehmen.

    #197Verfasser harambee (91833) 29 Okt. 21, 15:19
    Kommentar

    Und nochmal zur Sicherheit: Ich sage nicht, dass andere Arten der medikamentösen Malariaprophylaxe frei von Nebenwirkungen sind. Ich möchte nur nicht, dass hier bei einigen im Hinterkopf hängen bleibt, dass Malariaprophylaxe in jedem Fall gefährliches Teufelszeug ist. Wer in ein Gebiet mit hoher Malaria-Infektionsgefahr reist, muss sich gut beraten lassen.

    #198Verfasser harambee (91833) 29 Okt. 21, 15:25
    Kommentar

    Es geht doch nicht um die tatsächlichen Auswirkungen irgendeines Wirkstoffes, sondern darum, dass Leute keinerlei Fragen stellen und Bedenken haben, sondern alles mögliche in Kauf nehmen, wenn sie irgendwohin in Urlaub (oder für einen Langzeitaufenthalt) fahren wollen, aber in einem Fall, in dem es darum geht, vielleicht auch andere zu schützen - da geht das dann gar nicht.


    In der SZ vom letzten Wochenende war ein interessanter Artikel (Oh wie schön ist Paraguay) von einer Familie, die wegen Covid und der Impfungen etc. nach Paraguay ausgewandert ist, weil da eh alles viel freier ist und weniger Bürokratie und Deutsche gelten da noch was. Für die Einreise brauchten sie aber einen Impfnachweis für den Hund. Das war dann absolut ok. Die wohnen jetzt in einem Haus in der Provinz, was etwas länger gedauert hat, weil das mit den Papieren ... Bürokratie. Das Haus haben sie von Deutschen übernommen, die wegen ihrer Zwillinge und deren Behinderung wieder nach Deutschland zurück sind.


    Auch nochmal zur Sicherheit: Wer in Malariagebiete fährt, MUSS Malariaprophylaxe betreiben - um seiner selbst willen. Malaria ist eine schreckliche Krankheit - ich kenne Leute, die das mal hatten. Malariaprophylaxe kann aber auch Nebenwirkungen haben. Wer die nicht in Kauf nehmen will, sollte nicht in Malariagebiete reisen. Ganz einfach.

    #199Verfasser Selima (107)  29 Okt. 21, 15:26
    Kommentar

    Ich denke, wir sind uns hundertprozentig einig.

    #200Verfasser harambee (91833) 29 Okt. 21, 15:34
    Kommentar

    Doch noch eine Ergänzung: Wenn man mit Menschen diskutiert, die sich bedenkenlos auf jede beliebige Malariaprophylaxe einlassen, aber die Impfung verweigern, sollte man folgende scheinbare Widerlegung im Hinterkopf behalten:


    Eine Reaktion könnte ja sein, dass das Gegenüber sagt:


    Ja, Du hast Recht, ich hätte keine Malaria-Prophylaxe machen sollen. Aber gut, dass Du das Beispiel mit dem Lariam bringst, denn es zeigt ja, dass späte schwerwiegende Nebenwirkungen möglich sind, zum Beispiel die Depressionen, die grinsessa genannt hat. Da sieht man doch, wie wichtig es ist, erstmal Langzeitstudien abzuwarten. Das gilt bei der Covid-Impfung genau so!


    Da muss und kann man dann erklären, dass Impfungen etwas ganz anderes sind als die wiederholte Einnahme eines Medikamentes über einen Zeitraum.

    #201Verfasser harambee (91833) 29 Okt. 21, 15:58
    Kommentar

    Re #184: In München wurden Personen festgenommen, die mit Hilfe der IT ihrer Apotheke gefälschte Impfzertifikate ausgestellt haben.


    https://www.br.de/nachrichten/bayern/gefaelsc...

    #202Verfasser bluesky (236159) 29 Okt. 21, 15:59
    Kommentar

    #199: In der SZ vom letzten Wochenende war ein interessanter Artikel (Oh wie schön ist Paraguay) von einer Familie, die wegen Covid und der Impfungen etc. nach Paraguay ausgewandert ist, weil da eh alles viel freier ist und weniger Bürokratie und Deutsche gelten da noch was.


    Das ist ja interessant! Paraguay habe ich immer wieder mal als beworbenes Auswanderungsziel auf diversen rechtsoffenen/reichsbürgernahen Seiten gefunden, und jetzt ist wieder von Paraguay die Rede. Warum ist gerade Paraguay in dieser Szene so "beliebt"? Vor nunmehr über 30 Jahren hat ein Deutschstämmiger namens Alfredo Stroessner dort diktatorisch regiert, aber... ist es in Paraguay wirklich so viel "freier" in deren Sinne?

    Ich weiß auch, dass vor Hunderten von Jahren sich dort deutschsprachige Mennoniten ansiedelten (vor allem, soweit ich weiß, im westlichen/nördlichen Teil, also quasi "mitten im Urwald") - aber mittlerweile? Weiß jemand etwas über Bestimmungen in Paraguay, ist es wirklich alles so lax, wie behauptet wird? Warum wandern solche Leute gerne mal nach Paraguay aus?


    EDIT: Schon 2012 fand die FPÖ Paraguay schön:


    https://www.profil.at/home/fpoe-strache-oh-pa...


    Nun ist ruchbar geworden, dass auch paraguayische Rechtspolitiker und deutschstämmige Siedler in Paraguay dazugehören.

    Schon zum dritten Mal innnerhalb von zwölf Monaten begibt sich am 2. März 2012 eine freiheitliche Delegation nach Lateinamerika. Und wieder sind Paraguay und Chile die Sehnsuchtsorte. An der kommenden Reise wird auch Heinz-Christian Strache teilnehmen.


    EDIT2: Und 2021 wurde eine weitere Paraguayfahrt zum politischen Zankapfel - und FPÖ-Spitzenmänner lobten plötzlich Paraguays Coronapolitik:


    https://www.derstandard.de/story/200012585708...


    Drei prominente FPÖ-Mitglieder weilen derzeit im südamerikanischen Paraguay. Außensprecher Axel Kassegger, der ehemalige Dritte Nationalratspräsident Martin Graf sowie Ex-Generalsekretär Christian Hafenecker wollen sich bei der, wie sie betonen, lange geplanten Reise einen Überblick über die Erfolge des Landes in der Pandemiebekämpfung verschaffen.

    Dem parteinahen Medium "Unzensuriert" sagte Hafenecker, in Paraguays Hauptstadt Asunción blühe das Leben, in Gaststätten und Kaufhäusern gebe es "ein einfaches Hygienesystem, das gut funktioniert".

    ...

    ÖVP-Bundesratsfraktionsvorsitzender Karl Bader verurteilte die Reise der drei FPÖ-Politiker als "unzumutbares" Verhalten während der Pandemie, das sei "verantwortungslos". Er bezeichnete die Reise als "Schlag ins Gesicht jener Menschen, die seit einem Jahr alle Maßnahmen im Lockdown mittragen". "Hierzulande kämpfen wir mit der schwersten Pandemie seit 100 Jahren, und Hafenecker fliegt mit zwei Kollegen in ein Land, für das es aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus eine Reisewarnung des Außenministeriums gibt."


    Also scheinen "Ausflüge" nach Paraguay in bestimmten Kreisen sehr beliebt zu sein. Nur warum? Hat jemand Zugriff hinter die SZ-Paywall?

    #203Verfasser BenatarsComrade (1182552)  29 Okt. 21, 16:01
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    Ich denke, dass Paraguay bei einer gewissen Sorte Deutscher so beliebt ist, weil es dort bereits eine recht große Gemeide dieser gewissen Sorte Deutscher gibt. Also bekommt man Sonne, "Freiheit" und die Abwesenheit von deutschen Regeln, aber trotzdem muss man keine fremde Sprache lernen, komisches Essen esssen oder sich zu sehr mit den Einheimischen herumschlagen.


    (Ein Bekannter von mir will da auch mal hin auswandern und war bei seinem Besuch in 2019 ganz begeistert, dass es von Anwalt bis Beerdigungsinstitut alles auf Deutsch gibt.)

    #204Verfasser Gibson (418762) 29 Okt. 21, 17:22
    Kommentar
    Ich hab den Artikel auch gelesen. Nach meiner Erinnerung wurden die Erwartungen stark enttäuscht. Bürokratie, Sprachprobleme (von wegen Deutsch reicht...), Maskenpflicht im Supermarkt...
    #205Verfasser Funkturm (706177) 29 Okt. 21, 17:37
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    #205 Re Auswanderer nach Paraguay:

    Ich glaub, der Bericht war noch zu früh angesetzt für die komplette Ernüchterung - sie sind noch zu sehr überzeugt, dass sie den richtigen Entschluss gefasst haben (ist ja eh schwer zuzugeben, dass so ein weitreichender Entschluss falsch ist). Das nervige Maskentragen im Supermarkt wurde wohl halt mal hingenommen, das mit der lästigen Bürokratie war noch nicht lästig genug und Spanischen haben sie ja angefangen zu lernen. Aber im Moment lebt die Familie noch von ihrem Geld. Interessant wird es dann, wenn das zur Neige geht und ihre Geschäftsidee (Restaurant mit deutsch-ungarischer Küche) nicht aufgehen wird - dort in der Provinz nahe der Grenze zu Argentinien. Da gibt's dann nämlich keine Unterstützung für Unternehmensgründer, kein Arbeitslosengeld, kein Kindergeld etc. Dann wird das richtig interessant.


    Chile ist ja auch ein sehr deutschenfreundliches Land - in Teilen. Chile ist aber extrem teuer - Lebenshaltungskosten deutlich über den deutschen ... dort Fuß fassen ist nicht einfach - außer man lebt ganz bescheiden und auf dem Land oder hat eh einen Haufen Geld. Wenn man ausreichend Geld hat, kann man vermutlich in allen südamerikanischen Ländern gut leben. Aber jemand, der in einer dt. Firma als Angestellter ein gutes Auskommen hatte (der Fall aus dem genannten Artikel), der wird sich in den meisten südamerikanischen Ländern extrem strecken müssen, wenn er nicht eine sehr gute Geschäftsidee hat. Als Hundeausbilder könnte man in diesen Ländern ein gutes Auskommen finden - ich kenn so einen. Und für alle Länder gilt: Bloß nicht krank werden. Das kann man sich da einfach nicht leisten. [Siehe die Familie im Paraguay-Bericht, die wegen ihrer behinderten Kinder zurück nach Deutschland ist.]


    Was viele Deutsche auch komplett ausblenden, ist die Kriminalität. In dem Artikel war ein Kriminalitätsindex erwähnt (Morde, wenn ich mich recht erinnere) - der ist in Paraguay sehr viel höher als in den USA und noch sehr viel höher als in der Bundesrepublik.

    #206Verfasser Selima (107)  29 Okt. 21, 18:14
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    Im Jahr 2020 wanderten offiziell 352 Deutsche nach Paraguay aus und 270 kamen wieder in ihre Heimat zurück. Innerhalb der 10 Jahre von 2010 bis 2019 emigrierten offiziell 3.963 Deutsche nach Paraguay und 3.716 zogen nach Deutschland zurück.

    https://auswandern-info.com/paraguay-2


    Wenn die Infos stimmen, scheint es sooo paradiesisch doch nicht zu sein, vor allem auf längere Sicht.


    Wenn es die Impfgegner dann trifft, haben viele eine späte Einsicht, aber auch nicht alle seltsamerweise. Dem Mainzer Professor, der in Darmstadt lag, ging es wohl noch nicht dreckig genug. https://auswandern-info.com/paraguay-2


    Im KH in Schwabing lag/(liegt immer noch?) ein Ehepaar um die 70, beide ungeimpft aus Überzeugung.

    Die Intensivstation des Schwabinger Krankenhauses behandelt derzeit nur Covid-Patienten. Keiner der Patienten, die dort wegen Atemnot und anderen schweren Problemen um ihr Leben kämpfen, hatte eine Corona-Impfung./...Hubert Maier werden 150 bpm angezeigt. 150 Mal schlägt sein Herz in der Minute. Das ist so ziemlich die maximale Herzfrequenz, die ein Mann in seinem Alter beim Sport haben sollte. Für Hubert Maiers Herz ist Sprechen nun Leistungssport/.../Während des Gesprächs mit den Maiers und Oberarzt Niklas Schneider wird in der Notaufnahme des Schwabinger Krankenhauses ein Patient intubiert. Eigentlich müsste er auf die Intensivstation. Da dort aber immer ein Bett für einen Covid-Patienten freigehalten werden muss, wird der Patient auf die Intensivstation eines anderen Münchner Krankenhauses verlegt./.../

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/ich-war-...


    Egal, was die große, große Mehrheit der Ärzte sagt, egal, welche Bilder von Intensivstationen im Fernsehen gezeigt werden, wichtiger ist, was eine Bekannte sagte, die Nebenwirkungen hatte. Dann blockieren sie wochenlang die Intensivbetten und die der Isolierstation für andere Patienten.




    #207Verfasser Reeva (908916) 29 Okt. 21, 18:23
    Kommentar

    Ein Bekannter den ich immer für normal intelligent gehalten habe, schickt mir ab und zu so Hinweise zu lehrreichen Filmen wie:

    Covid-19-Impfstoffe sind Massenvernichtungswaffen – und könnten die Menschheit auslöschen

    oder Doctors and Nurses Giving the Covid-19 Vaccine Will Be Tried as War Criminals Autor des Videos ein Arzt Dr. Coleman. Ich kann zum Inhalt nichts sagen, habe es nicht angeschaut. Aber es gibt Leute die glauben das!
    Dann das Gejammer, YouTube löscht sowas, daher müsste man auf alternative Medien ausweichen. Komplettes Paralleluniversum dort. Unglaublich.
    #208Verfasserzacki (1263445)  29 Okt. 21, 19:32
    Kommentar
    Ich kenne inzwischen (bzw habe gehört von) mehr Leuten, die trotz Impfung symptomatisch erkrankt (und nicht nur mit einem kleinen Halskratzen) sind als ich - zu Zeiten vor der Impfung - je Fälle von Covid-Infektionen kannte.

    Zum Glück bin ich clever genug, um zu verstehen, dass das an der doch recht hohen Impfquote liegt und daran, dass wir alle wieder recht viele Kontakte haben.

    Schön ist das aber nicht. Und trotz der geringen Wahrscheinlichkeit, dass es gerade mich auch so arg trifft, macht es mich schon nachdenklich, von diesen Fällen zu hören. Ich will nämlich nicht wochenlang kurzatmig in der Wohnung sitzen. Eigentlich hatte ich gedacht, es ist quasi vorbei mit der Pandemie, nur noch ein klitzekleines Risiko dank Impfung, aber jetzt bin ich mir gerade nicht mehr so sicher.
    #209Verfasser Lunda (254456) 29 Okt. 21, 20:33
    Kommentar

    #209 Das liegt auch daran, dass Delta infektiöser ist und zu schwereren Verläufen führt. Grob gesagt, ist die Wahrscheinlichkeit, sich bei Kontakt mit einer infektiösen Person anzustecken, für Geimpfte ungefähr gleich hoch wie vor einem Jahr (und für Ungeimpfte jetzt ungefähr doppelt so hoch wie vor einem Jahr). Falls man mit einer Einzeldosis J&J geimpft wurde, ist die Wahrscheinlichkeit auch für Geimpfte etwas höher als vor einem Jahr. Und dann kommt eben dazu, dass es mehr Kontakte gibt und viele sich jetzt auch weniger an die verbliebenen Maßnahmen halten bzw. diese Maßnahmen zu locker sind. Hier in der Stadt besetzt die Innen-Gastro bei 2G die Räume bis zum Maximum, und niemand (außer mir...) trägt eine Maske. Ich gehe aber trotzdem hin (bei der derzeitigen Inzidenz mit FFP2), was ich vor einem Jahr nicht gemacht habe.


    Die Wahrscheinlichkeit, eine KH-Behandlung zu benötigen, ist stark reduziert (bzw. bei J&J moderat reduziert), aber man kann sich natürlich trotzdem ziemlich krank fühlen (auch die Wahrscheinlichkeit dafür ist zum Glück moderat reduziert). Das Problem bleibt aber in erster Linie, dass sich dadurch Infektionsketten ergeben, die dann eben auch bei Ungeimpften ankommen. Und dann entsteht eben ein Problem in den Kliniken.

    #210Verfasser Nica (de) (236745)  29 Okt. 21, 21:02
    Kommentar
    Die FDA hat Comirnaty die Notfallzulassung für Kinder ab 5 erteilt.
    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa...
    #211Verfasser tigger (236106)  30 Okt. 21, 03:07
    Kommentar
    I had mostly given up following this thread for a while, but now that vaccines are soon to be available for younger children in the US, I found this article interesting about the UK.

    _________________


    Children Drive Britain’s Longest-Running Covid Surge
    Britain is once again at the peak of a coronavirus surge, just over three months after all coronavirus restrictions were lifted on what Prime Minister Boris Johnson hailed as “Freedom Day.”
    Cases have stayed at high levels since then, with more than 20,000 new cases recorded each day. There are almost 9,000 Britons hospitalized with Covid-19 — the highest level since March, when the United Kingdom was in the midst of a long national lockdown.
    Unlike the rises and falls of previous periods of infection, the most recent wave shows the positive impact of Britain’s vaccination rollout: Far fewer Covid hospital admissions and deaths have followed the rise in cases than in previous waves. Still, health experts contend that the ongoing hospitalizations and deaths are burdening overstretched hospitals and could be reduced with basic measures. ...
    England has some of the loosest coronavirus protections in Europe since July 19, when it lifted all legal restrictions, including mandatory mask-wearing. In a recent survey by YouGov and Imperial College London, 21 percent of Britons said they rarely or never wear a face mask in public — about four times as many as in Italy and Spain. ...
    The current surge is being primarily driven by high levels of infection in school-age children, with more than a third of all recent cases being reported in those under 15 years old.
    Unlike most of Europe, the U.K. was slow to approve vaccines for adolescents. The recommendation of a single dose of the Pfizer-BioNTech vaccine for 12- to 15-year-olds was not announced until mid-September — weeks after many students had returned to school from summer vacation. So far, just 21 percent of 12- to 15-year-olds are vaccinated in England, compared with 80 percent of adults. ...
    These infections have started to spread into older age groups in recent weeks, and overall in England, about 20 percent of beds in intensive care units are filled with Covid patients. Experts warn that the National Health Service could face intense pressure this winter.
    Modeling conducted by Airfinity, an analytics firm, shows that a double hit of Covid and flu cases could overwhelm U.K. hospitals by early 2022, with a severe flu season leading to over 6,000 hospitalizations per week for flu alone. In addition, the N.H.S. is trying to clear a growing backlog of 5.7 million [surgical operations], many of which were cancelled during the pandemic. ...
    Experts agree that Covid vaccine booster doses — an additional shot given once the protection from the initial inoculation starts to decline — are going to be essential to reduce demand on hospitals in the coming months. A recent study from Public Health England found that protection against symptomatic infection drops significantly in the five months following a second vaccine dose.
    The study found the Pfizer-BioNTech vaccine’s effectiveness at preventing symptomatic infection from the Delta variant dropped to 70 percent after five months from 90 percent two weeks after full immunization. Waning immunity was more severe for those who received the Oxford-AstraZeneca vaccine; five months after being administered, its effectiveness dropped to 47 percent from 67 percent. ...
    Booster doses are currently being rolled out to everyone aged 50 and above in Britain, as well as health care workers and the clinically vulnerable, six months after their second doses. So far, 6.7 million booster doses, or enough to cover 10 percent of the total population, have been administered. ...
    The British government has so far resisted calls to invoke its “Plan B” for suppressing infections over the winter. That protocol would include vaccine passes for nightclubs and concerts, mandatory face coverings and a push for those who can to work from home. ...
    The latest data shows that almost one in four confirmed cases in England are first caught with a lateral flow test, which experts say is an important tool to find asymptomatic infections. Millions of these rapid tests are conducted in homes, schools and workplaces across the country each week, but only a fraction of the results are reported to the government.

    https://www.nytimes.com/interactive/2021/10/2...

    #212Verfasser hm -- us (236141) 30 Okt. 21, 10:17
    Kommentar

    Ich könnte mich (mein Arbeitgeber bietet es an und ich falle aus zwei Gründen in die Gruppe, der es hier empfohlen wird) jetzt für eine Boosterimpfung anmelden und ich denke, ich werde es tun, auch wenn ich es immer noch lieber sehen würde, dass meine dritte Dosis in die Arme eines ungeimpften Menschen hier in Deutschland oder woanders auf der Welt gelangen würde. Ich denke aber, dass mein Verzicht niemandem helfen würde und zudem habe ich das Gefühl, dass die Zahl der Fachleute zunimmt, die glauben, dass mehr Boosterimpfungen auch (etwas) helfen, die Pandemie einzudämmen. Nica, Du warst ja am Anfang sehr skeptisch gegenüber Boosterimpfungen (außer bei Hochrisikogruppen). Bist Du es immer noch? Natürlich verstehe ich, wenn Du darauf nicht antworten magst, und Du musst auch keine Angst haben, dass Deine Meinung für meine Entscheidung essentiell ist. (-;

    #213Verfasser harambee (91833) 30 Okt. 21, 10:36
    Kommentar

    Ich werde meine dritte Impfung im Januar bekommen und denke auch, dass das kein Problem ist, weil eh mehr als genug Impfstoff da ist (zumindest hieß es das in den letzten Wochen immer).


    Heute früh habe ich in der Zeitung gelesen, dass die Auffrischimpfungen bei den Über-70jährigen nur sehr stockend vorankommt, weil es keine mobilen Impftrupps gibt und weil die niedergelassenen nicht nachkommen. Wie kann das eigentlich sein?! Personen über 70 müssen doch alle naslang zum Arzt. Kann man da nicht einfach noch die Covid-Impfung anschließen?


    Nachtrag: Eine technische bzw. sprachliche Frage - ist das jetzt fast ausschließlich verwendete "Boostern/Boosterimpfung" etwas anderes als eine Auffrischung? Hießen solche Impfungen nicht bislang so? Für die Tetanus ist nach 10 Jahren eine Auffrischung notwendig. Wäre das jetzt auch eine Boosterimpfung?

    #214Verfasser Selima (107)  30 Okt. 21, 10:45
    Kommentar

    FYI: Ich würde niemandem von einer Malaria-Prophylaxe abraten, der sich wegen einer Reise einer entsprechenden Gefährdung aussetzt.

    #215Verfasser grinsessa (1265817) 30 Okt. 21, 10:57
    Kommentar

    Zum Teil ist das schleppende Tempo bei den HÄ darauf zurückzuführen, dass die Spritze nicht eben mal kurz bei einem Besuch erfolgen kann, der eh stattfindet. In der Tagesschau erklärten sie es auch damit, dass der Inhalt eines einmal geöffneten B/T-Fläschchens dann auch unmittelbar an sechs bis sieben Patienten verimpft werden soll. Das Bündeln und Organisieren der Termine sei zeitaufwändig.


    Edith sagt, dass es aber auch nicht auf den Tag genau ankommt.


    "Die "Booster"-Impfung sei zwar wichtig, so ein Sprecher. Es sei aber nicht nötig, diese exakt ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung bekommen. Es gebe keinen Grund, nervös zu werden. Der Impfschutz verschwinde nicht auf Knopfdruck.Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle erst seit Anfang des Monats eine "Booster"-Impfung für Senioren./.../Die Vorlaufzeit, um Impfstoffe zu bestellen, betrage zwei Wochen. Daher bekämen die Praxen erst jetzt neue Lieferungen. Außerdem müssten die Dosen, die beispielsweise aus einer Ampulle mit dem Wirkstoff von Biontech gezogen werden können, dann auch innerhalb weniger Stunden verbraucht werden. Da sei eine gute Logistik nötig, heißt es von der KVN. Außerdem hätten die Arztpraxen gerade ohnehin viel zu tun, weil die Infektzeit beginne. 

    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/...


    Reedit.: Mich wundert es nicht, dass "Auffrischungsimpfung" das selbe Schicksal ereilt wie so viele andere Wörter. Die Amerikaner sagen halt "booster injection". Teilweise wurde es auch schon vor Covid 19 für andere Vakzine benutzt, was mMn bestimmt noch zunehmen wird.

    #216Verfasser Reeva (908916)  30 Okt. 21, 11:25
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    Bei meinem Vater hat das mit der dritten Impfung genau so spontan geklappt. Er hatte beim Hausarzt bescheid gesagt, dass er eine dritte Impfung möchte und sie gebeten, ihn zu informieren, wenn sie Impfstoff haben.
    Das ist zwar wohl untergegangen, aber als er vorletzte Woche wegen eines Rezepts dort war hat er nachgefragt und hat dann sofort seine Impfung bekommen.
    Glück gehabt!
    #217Verfasser SusanneElisabeth (769561) 30 Okt. 21, 12:04
    Kommentar
    Mein Vater (83) hat schon vom Gesundheitsamt eine Erinnerung für die dritte bekommen. Die Online-Anmeldung hat er aber nicht hingekriegt, ich muss ihn noch einmal erinnern, dass er einfach zur Hausärztin geht.

    Ich warte auf die EMA - und dann werden meine Kinder geimpft. Weil wir es satt haben. (Der Bildungsminister sagte kürzlich, die Eltern bräuchten sich nicht wegen erneut geschlossener Schulen zu sorgen. Das hat für mich eher den Beiklang von "niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen".)
    #218Verfasser tigger (236106)  30 Okt. 21, 12:32
    Kommentar

    Die ganzen Bildungsminister*Innen, KMKs und ähnliche Institutionen klingen mir schon seit geraumer Zeit nach "Niemand hat die Absicht, deutsche Schulen zu schließen!" - und irgendwann sind deutsche Schulen dann eben doch wieder zu (oder zuer als einem lieb sein kann)...

    #219Verfasser BenatarsComrade (1182552) 30 Okt. 21, 13:09
    Kommentar

    #213 Nica, Du warst ja am Anfang sehr skeptisch gegenüber Boosterimpfungen (außer bei Hochrisikogruppen). Bist Du es immer noch?


    Es hat sich leider genau bewahrheitet, was schon vorher absehbar war: Die reichen Länder trampeln weiterhin auf dem Rest der Welt herum. Natürlich straflos. Es wurden bis jetzt schon doppelt so viele Auffrischungsimpfungen verabreicht wie Erstimpfungen in benachteiligten Ländern. Auf dem G20-Gipfel gibt es wieder viele große Worte, aber keine festen Verpflichtungen. Nach Aussagen der Fachleute sind die Impfstofflieferungen bis Dezember schon fest verplant und gehen für Booster an die Industrienationen.


    Zumindest in Deutschland ist es aber tatsächlich so, dass die Impfstofflieferungen an die Menge gekoppelt sind, die tatsächlich verimpft wird, bei BNT wird z.B. immer noch ca. 95% der Liefermenge verimpft, weil letztere an den Bedarf angepasst wird. Wenn man also auf eine Auffrischung verzichtet, wird auch weniger geliefert, so dass zumindest die Hoffnung besteht, dass das gespendet wird oder Covax geht. Ich bleibe deswegen dabei, dass vor allem die ü80 und die stark Immunsupprimierten eine Auffrischung bekommen sollten. Natürlich sagen jetzt viele, man soll alle Altersgruppen boostern. Das wird als einfachster / billigster Weg gesehen, und dass (fast) alle nur an sich selbst denken, ist mittlerweile ja nichts Neues mehr. (Das wäre übrigens gar nicht möglich, ohne die Impfzentren wieder zu öffnen.) Ich werde da zunehmend resignierter.

    #220Verfasser Nica (de) (236745)  30 Okt. 21, 13:13
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    Millionen Impfdosen droht Vernichtung

    Deutschland verfügt über mehr Corona-Impfstoff als nötig. Im Rahmen der Covax-Initiative will die Bundesregierung Vakzine an ärmere Länder spenden. Doch das Vorhaben droht an den Herstellern zu scheitern.

    Die Verträge, die die EU-Kommission mit den Impfstoffherstellern im vergangenen Jahr geschlossen hat, bieten den Firmen de-facto ein Vetorecht bei der Weitergabe von Impfstoffen an Drittländer. Die Hersteller müssen nämlich in entsprechende Abgabeverträge einwilligen.

    Diese Konstruktion nutzen einige Firmen offenbar hemmungslos aus: Hersteller würden "Mindestpreise diktieren" oder von den Empfängern "überzogene Ausgleichszahlungen" verlangen, kritisiert Staatssekretär Steffen. "Inakzeptabel" sei auch, dass versucht werde, die Verteilung der Impfstoffe durch internationale Organisationen zu verbieten. In afrikanischen Empfängerländern sind internationale Organisation wie etwa "Ärzte ohne Grenzen" an der Impfkampagne beteiligt.

    Moderna stimmt Weitergabe bisher nicht zu


    Nach Recherchen von Kontraste stellt sich derzeit offenbar vor allem das US-Unternehmen Moderna quer: Während die Rahmenverträge zwischen Covax und BioNTech/Pfizer sowie zwischen Covax und Johnson&Johnson nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums mittlerweile unterzeichnet seien, werde der Abgabevertrag mit Moderna noch immer verhandelt.

    -----------------

    Apropos Impfstoffspenden für ärmere Länder

    #221Verfasser Selima (107)  30 Okt. 21, 13:51
    Kommentar
    Ich las gestern auf tagesschau.de, dass die Hersteller die (kostenlose) Weitergabe von nicht benötigtem Impfstoff durch die EU wohl vertraglich untersagt haben. Wirtschaftlich verständlich, moralisch ein Sauerei.

    OK, Selima hat genau das ausführlich gepostet.
    #222Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  30 Okt. 21, 13:53
    Kommentar

    Sauerei? Defintitiv.


    Abgesehen davon sollte man das halt auch wissen, wenn man über das Herumtrampeln der reichen Länder spricht. Das wird ja nicht nur Deutschland so gehen mit der Abgabe von Impfstoff.

    -----------------

    Zum Beispiel USA:


    Tensions grow between Moderna, White House over vaccine production

    The Biden administration has urged Moderna for months to increase its production domestically.

    Moderna, which developed its shot with scientific and financial help from the government, has shied away making additional commitments, the two sources said. The company has cited worries about its ability to balance its domestic and international responsibilities.

    https://www.politico.com/news/2021/10/07/bide...

    #223Verfasser Selima (107)  30 Okt. 21, 14:03
    Kommentar

    Nicht, dass es die moralische Sauerei irgendwie verringern würde oder die Pharmafirma aus ihrer Verantwortung lassen, aber


    Die Verträge, die die EU-Kommission mit den Impfstoffherstellern im vergangenen Jahr geschlossen hat, bieten den Firmen de-facto ein Vetorecht bei der Weitergabe von Impfstoffen an Drittländer.


    Wer unterschreibt so was? Es geht den Verkäufer doch einen feuchten Kehricht an, was ich mit meinen legal erworbenen Produkt mache. Ist das üblich in der Pharmabranche? Und wenn ja, wieso wird das akzeptiert? Ich fasse es manchmal nicht.

    #224Verfasser Gibson (418762)  30 Okt. 21, 14:33
    Kommentar

    Doch, die reichen Länder trampeln auf den anderen herum. Es geht ja nicht nur um die Abgabe überzähliger Dosen - in Deutschland ist das z.B. bei Biontech gar kein Problem, weil ja die Liefermengen entsprechend reduziert wurden. Und wie oben steht, gibt es ja mit allen Unternehmen außer Moderna eine Übereinkunft. In Deutschland wurde zudem gar nicht viel Moderna verimpft, das ist also nicht das Hauptproblem. Wer unbedingt nach seinem Booster giert, kann sich ja ethisch bedenkenlos mit Moderna impfen lassen, weil diese Dosen ja im Moment nicht weitergegeben werden dürfen.


    Es geht aber auch darum, dass die Lizenzen schon vor Monaten hätten freigegeben werden können. Zum Glück gibt es wenigstens ein südafrikanisches Unternehmen, das daran arbeitet, den Moderna-Impfstoff zu kopieren. Ich wünsche ihnen schnellen Erfolg. Und es geht auch darum, dass die reichen Länder durch ihre Bestellungen von Boosterdosen die Bestellungen von anderen wie Covax blockieren. Die Unternehmen liefern natürlich bevorzugt an die zahlungskräftigen Industrieländer, die ihrer Bevölkerung vermutlich die fünfte Dosis reinpfeifen werden, bevor andere Länder mit der ersten versorgt sind. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass es zehn (!) Jahre dauert, bevor die Welt versorgt wird.


    Dazu kommt noch eine ganz naive Frage von mir: Wenn die reichen Länder ja so übel geknechtet werden, dass sie gar nichts spenden dürfen, wieso haben sie dann schon vor Monaten große Ankündigungen gemacht, die nicht eingehalten wurden? Wieso läuft es jetzt beim G20-Gipfel genauso? Wenn sie wirklich nichts abgeben könnten, hätten sie doch die perfekte Ausrede.


    Edit:

    Auswärtiges Amt: Mit Stand 20. Oktober wurden 17.077.980 Dosen an 21 Drittstaaten ausgeliefert, davon 7.660.700 bilateral und 9.417.280 über die Impfinitiative COVAX. Rund 3,3 Millionen Dosen befinden sich aktuell in Auslieferung über COVAX. [...] die USA spendeten bislang circa 192 Millionen Dosen.


    Ach, es geht also doch?

    #225Verfasser Nica (de) (236745)  30 Okt. 21, 14:45
    Kommentar


    Wer unterschreibt so was? Es geht den Verkäufer doch einen feuchten Kehricht an, was ich mit meinen legal erworbenen Produkt mache. Ist das üblich in der Pharmabranche? Und wenn ja, wieso wird das akzeptiert?

    Das findet der Verkäufer aber gar nicht, dass ihn dies einen feuchten Kehrricht angeht, denn "jede Dosis, die unentgeltlich von Deutschland beispielsweise nach Afrika gespendet wird, kann dort nicht mehr verkauft werden, auch nicht zu einem niedrigeren Preis."

    https://www.tagesschau.de/investigativ/kontra...


    Und die Länder haben es unterschrieben, weil sie den Impfstoff für die eigene Bevölkerung schnell und dringend wollten.


    Schäbig, das Ganze. Und politisch ist das Ganze auch, denn die Politik der jeweiligen Länder schützt die Pharmakonzerne im eigenen Land, wenn es hart auf hart darum geht, ihnen gewisse Privilegien zu entziehen und eine stärkere Kontrolle auszuüben. So gehört in einer Reportage auf ARTE am Dienstag letzter Woche, glaube ich.

    https://www.arte.tv/de/videos/085428-000-A/bi...



    Interessant auch, wie die pharmazeutische Forschung in letzter Zeit kaum noch in den Pharmaunternehmen betrieben oder finanziert wird, sondern an Universitäten und anderen Forschungsinstituten, bezahlt in nicht unerheblichem Maße mit öffentlichen Geldern. Die Profiteure sind trotzdem die Pharmakonzerne.


    Die Schweizer NGO Public Eye berichtet wie das gemacht wird:

    • "Public Eye zeigt im Report «Big Pharma takes it all», wie die Strategien von Pharmakonzernen zur Profitmaximierung funktionieren und wie Big Pharma damit die Krise zu ihrem Vorteil ausnutzt, obwohl ihre Produkte massiv durch öffentliche Gelder finanziert wurden. Reiche Länder wie die Schweiz schützen die Interessen ihrer Pharmaindustrie, indem sie internationale Bestrebungen für einen gerechten Zugang verhindern. Doch Gesundheit ist ein Menschenrecht; die Staaten sind verpflichtet, dieses zu schützen und den Privatsektor entsprechend zu regulieren. /.../
    • 1) Forschung und Entwicklung nach den Gewinnaussichten ausrichten
    • - Details anzeigen
    • 2) Patente missbrauchen
    • - Details anzeigen
    • 3) Das Geschäft auf die Bedürfnisse der reichen Länder ausrichten
    • - Details anzeigen
    • 4) Transparenz und öffentliche Rechenschaft verweigern
    • - Details anzeigen
    • 5) Klinische Studien zum eigenen Vorteil designen
    • - Details anzeigen
    • 6) Risiken sozialisieren – Gewinne privatisieren
    • - Details anzeigen
    • 7) Steuergelder ohne Gegenleistung einstecken
    • - Details anzeigen
    • 8) Nicht zu rechtfertigende und unanfechtbare Preise verlangen
    • - Details anzeigen
    • 9) Riesige Summen an Aktionäre auszahlen statt in neue Medikamente investieren
    • 10) Mit intensivem Lobbying die Rahmenbedingungen beeinflussen"

    Kann alles noch ausgeklappt werden.

    https://www.publiceye.ch/de/themen/medikament...



    #226Verfasser Reeva (908916)  30 Okt. 21, 18:35
    Kommentar

    denn "jede Dosis, die unentgeltlich von Deutschland beispielsweise nach Afrika gespendet wird, kann dort nicht mehr verkauft werden, auch nicht zu einem niedrigeren Preis."


    Das ist aber doch immer und bei jedem Produkt so. Wenn ich zehn Bücher kaufe, um sie zu verschenken, kann der Verlag sie nicht mehr an die Beschenken verkaufen. Bezahlt wurden sie ja trotzdem - von mir. Wenn ich meinen Wagen verkaufe, wird der Produzent keinen Neuwagen los. Das ist doch völlg normal. Auch die verschenkten Dosen sind ja bezahlt worden. Nach wie vor ist mir nicht klar, wieso ein Verkäufer vorschreiben kann, was mit seinem verkauften Produkt passiert.


    Edit: Der Unmut in meiner 'Stimme' gilt natürlich den Pharmaleuten, nicht Reeva.

    #227Verfasser Gibson (418762)  30 Okt. 21, 19:55
    Kommentar

    Nun ja, grundsätzlich kann ich schon verstehen, dass es eine solche Möglichkeit in manchen Situationen geben sollte. Man sehe es umgekehrt: Die Entwicklungsländer bekommen die Impfstoffe ja zu einem günstigeren Preis. Wenn die jetzt das Recht hätten, die Impfstoffe an die Industrieländer zu verkaufen und dabei einen Preis zu nehmen, der über ihrem Einkaufspreis und unter dem Einkaufspreis der Industrieländer liegt, wäre das nicht so ganz im Sinne des Erfinders. Ist natürlich ein völlig anderer Fall, aber grundsätzlich ist in der freien Wirtschaft niemand verpflichtet, an jeden zu verkaufen, und grundsätzlich hat jede Firma das Recht, Vertragsbedingungen vorzuschreiben.

    #228Verfasser harambee (91833) 30 Okt. 21, 21:33
    Kommentar

    und grundsätzlich hat jede Firma das Recht, Vertragsbedingungen vorzuschreiben.


    Ja, allerdings ist niemand verpflichtet, die anzunehmen. Ich weiß auch nicht, ob das so stimmt (was sagen unsere Anwälte?). Kann Volkswagen mir beim Neuwagenkauf wirklich untersagen, das Fahrzeug später weiterzuverkaufen, sondern kann mich verpflichten, es zu verschrotten? Das kann ich mir kaum vorstellen.


    Und in der Tat ist das ein anderer Fall: Wenn man vergünstigte Exemplare wegen besonderer Umstände anbietet, finde ich es legitim, die Weitergabe zu regulieren. Auch kostenlose Leseexemplare z.B. dürfen nicht von den Journalisten weiterverkauft werden. Aber darum geht es hier ja nicht.

    #229Verfasser Gibson (418762)  30 Okt. 21, 21:39
    Kommentar

    Ich denke, dass man Dir solche Vorschriften nicht machen kann, solange Du als Privatperson agierst. Zwischen Unternehmen dürften derartige Bestimmungen häufig sein. Wie es aussieht, wenn der Käufer ein Staat ist, weiß ich nicht.

    #230Verfasser harambee (91833) 30 Okt. 21, 21:58
    Kommentar

    Bei Büchern oder Autos geht man auch nicht von der Annahme aus, dass genau diese Produkte dringend von Hunderten von Millionen Menschen in aller Welt benötigt werden und deshalb eine gewisse Verkaufsgarantie besteht.


    Vermutlich wird das Spenden- und Weitergabeverbot (mit hohen Ausgleichszahlungen gleichwohl möglich) in keinem der Verträge (allesamt vertraulich und intransparent***) so formuliert. Nicht "Wir wollen schließlich auch in den armen Ländern noch verkaufen.", die Kontrolle des Angebots auf dem Markt, sondern Haftungsfragen werden angegeben.


    Rechtliche Hürden der Hersteller-

    Gesundheitsministerium untersagte Impf-Spende


    Impfstoff-Hersteller wollen Haftungsrisiken ausschließen

    Die Hersteller möchten so vermeiden, dass sie für mögliche Gesundheitsschäden in den neuen Empfängerländern Haftungsrisiken eingehen.

    "[Die Zustimmung] kann von bestimmten Bedingungen abhängig gemacht werden, etwa dem Vorliegen einer Marktzulassung oder der Übernahme finanzieller Verpflichtungen im Haftungsfall durch den Empfängerstaat", schreibt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ZDFheute.

    Auch für Deutschland kann die Weitergabe rechtliche Folgen haben: Gibt die Bundesrepublik überschüssige Dosen an andere Staaten weiter, gilt Deutschland als Inverkehrbringer - und könnte bei Problemen verklagt werden. Um das zu verhindern, werden Haftungsfragen aufwändig zwischen Spender, Empfänger und Hersteller ausgehandelt.


    _________________________________________


    ***Gegen welche Szenarien sich die Hersteller genau absichern, ist unbekannt. "Die Inhalte der Verträge im Einzelnen unterliegen der Vertraulichkeit, soweit sie nicht von der Kommission veröffentlicht wurden", so das BMG./.../Selbst Abgeordnete des EU-Parlaments hätten von der Kommission Verträge nur geschwärzt vorgelegt bekommen, so Wulf gegenüber ZDFheute. "Durch die Intransparenz behalten die Hersteller ihr Monopol auf die Preis- und Lieferbedingungen."


    https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona...

    #231Verfasser Reeva (908916) 31 Okt. 21, 08:11
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    Unschön, das alles. Dass Big oder sonstwie Pharma keine Heiligen sind, ist bekannt. Dass sich die Politik damit oft dumm anstellt (oder halt bezahlt wird), auch.

    Aber kann das ein Grund sein, ungeimpft zu bleiben? Das Argument hört man ja immer wieder von Verweigerern, dass sie sich komplett raushalten wollen. Um den Preis der eigenen und anderer Leute Gesundheit? Es fällt mir schwer, dagegen vernünftig anzudiskutieren.

    Im Übrigen verschlechtert sich die Lage in Österreich wieder massiv. Mehrere Bezirke (=Landkreise), besonders ländlichere, müssen Ausreisekontrollen machen. Das heißt man darf nur rein und raus mit 2,5G. Ob's was hilft...
    Ich frage mich wie in schlecht geimpften Gegenden die Infektionszahlen immer noch so hoch sein können: müssten die nicht schon alle genesen sein? Die Alten sind ja geimpft und geschützt, es betrifft wieder Mittlere, und Junge <25.
    #232Verfasser tigger (236106) 31 Okt. 21, 08:14
    Kommentar

    Bayern ist auch mal wieder ganz vorne mit dabei. Bei uns sind es v.a. die Kinder und Jugendlichen, die betroffen sind: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektio... ... es gehen aber die Zahlen bei allen Altersgruppen hoch. Die Zahlen sind jetzt schon weit über dem, was wir in der dritten Welle am Scheitelpunkt hatten. Merkwürdig, dass da kaum einer was dazu sagt. Das einzige, was wohl kommen wird, ist die Maskenpflicht für Schüler im Klassenzimmer.

    #233Verfasser Selima (107)  31 Okt. 21, 08:59
    Kommentar


    Aber kann das ein Grund sein, ungeimpft zu bleiben?


    Auf keinen Fall. Ebenso sollte man nicht auf notwendige Medikamente verzichten. Beides ist kein guter Weg, um die bestehenden Verhältnisse zu verändern. Ich hoffe nicht, dass du aus meinen Beiträgen zur Pharmaindustrie eine Impfverweigerung herausgelesen hast.


    Aber es gäbe m. E. schon politische Maßnahmen, die entgegen steuern könnten.


    In Deutschland ist es ja ähnlich wie in Deutschland: stetige Zunahme von Fallzahlen und Inzidenzen. Spitzenreiter ist "der oberbayerische Landkreis Mühldorf am Inn mit einem Wert von 648,2 (Stand: 30. Oktober, 10 Uhr). Dahinter folgen der Landkreis Miesbach mit 623,9 und der Landkreis Traunstein mit 573,6. In ganz Bayern liegt der Wert bei bei 230,7/.../ und damit höher als je zuvor in dieser Pandemie. Ein ähnlich hohes Niveau hatte es zuletzt im vergangenen Dezember gegeben./.../Die Gründe für diese hohen Infektionszahlen sind nicht ganz klar. Grenzpendler könnten eine Rolle spielen, aber auch der Tourismus. Und ein Grund könnte auch die Impfquote sein. So beträgt sie in Rosenheim beispielsweise derzeit rund 57 Prozent (vollständige Impfungen). Zum Vergleich: Der bayernweite Durchschnitt liegt aktuell bei 64,5 Prozent. Bundesweit sind 66,7 Prozent vollständig geimpft."

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/inzidenz...


    P.S.: Selima war noch nicht da, als ich anfing zu schreiben. Gedankenübertragung zu Bayern.

    #234Verfasser Reeva (908916)  31 Okt. 21, 09:16
    Kommentar
    Auf keinen Fall, Reeva! Die Impfstoffschacherei ist da, das müssen auch Impfbefürworter zur Kenntnis nehmen.

    Selima, wir haben zwar Herbstferien - ihr ja jetzt auch - aber die Fälle bei Kindern sind trotzdem hoch.
    Was natürlich nicht mehr so extrem mitsteigt, sind die Todesfälle. Anstatt froh drüber zu sein, wird das von Skeptikern auch wieder gegen die Impfung ins Feld geführt, widersinnigerweise. Bis sie sich dann mit Mitte 40 auf der Intensivstation wiederfinden. Womöglich neben einem doppelt geimpften Hochbetagten, der leider trotzdem stirbt.
    #235Verfasser tigger (236106) 31 Okt. 21, 09:28
    Kommentar

    :-)

    Was wird denn in anderen Bundesländern getan? Auch nichts? Da die Zahlen v.a. bei schulpflichtigen Kindern so hoch sind - welche Maßnahmen sind denn außer der Ausweitung der Maskenpflicht noch möglich? Rückkehr zum Distanzunterricht will ja keiner mehr.


    Nachtrag - der Smiley bezieht sich auf Reevas P.S. Tiggers #235 hatte ich noch nicht gesehen. Wird es bei Euch, tigger, auch keine zusätzlichen Maßnahmen geben?

    #236Verfasser Selima (107)  31 Okt. 21, 09:29
    Kommentar

    Schallenberg und Mückstein haben ja wenigstens bei 600 belegten Intensivbetten einen Quasi-Lockdown für Ungeimpfte angekündigt. Das würde ich nicht als "keine zusätzlichen Maßnahmen" bezeichnen. In Schulen aber wird tatsächlich nichts gemacht.

    #237Verfasser BenatarsComrade (1182552) 31 Okt. 21, 11:16
    Kommentar

    So wie ich das mitbekommen habe, wird erstmal Maskenpflicht für Schulkinder eingeführt, der Beschluss dazu kommt im Lauf der Woche.

    #238Verfasser renateheinz (1125123) 31 Okt. 21, 11:41
    Kommentar

    #238: In Deutschland leider nur in Bayern.

    #239Verfasser BenatarsComrade (1182552) 31 Okt. 21, 17:10
    Kommentar

    Hey, ich schneie kurz rein, weil hier Long Covid und ME bereits thematisiert wurden. Noch ca. eine Woche ist Zeit, eine wichtige Petition zu unterschreiben (und weiterzuleiten):



    Petition zu ME/CFS an den Deutschen Bundestag


    Versorgung, Forschung und politische Unterstützung für ME/CFS-Betroffene

    Ziel der neuen Kampagne „Sign for ME/CFS“ ist, innerhalb von vier Wochen 50.000 Unterschriften für eine Petition an den Deutschen Bundestag zu sammeln.

    Die Petition „Angemessene Versorgung von ME/CFS-Erkrankten“ ist seit dem 12. Oktober zum Mitzeichnen freigeschaltet. Die Forderungen sind Versorgung, Forschung und politische Unterstützung für ME/CFS-Betroffene. Konkret werden insbesondere die Aufnahme von ME/CFS in den Katalog von § 116b Abs. 1 SGB V zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung, Investitionen in die biomedizinische Erforschung von ME/CFS und die Benennung eines parlamentarischen Beauftragten oder die Einrichtung einer interfraktionellen Arbeitsgruppe gefordert.

    Begleitend gibt es eine eigene Webseite mit allen Informationen, Materialien und Links zur Petition.

    Die Petition kann von Menschen aus allen Ländern und in jedem Alter unterzeichnet werden – online oder auf ausgedruckten Unterschriftenlisten. Viele Erkrankte, Angehörige und Unterstützer:innen nutzen derzeit die Listen, um auch in ihrem Umfeld Unterschriften zu sammeln. Außerdem wird die Petition auf Social Media geteilt und wurde schon von Patientenorganisationen, Ärzt:innen, Wissenschaftler:innen, Politiker:innen, Journalist:innen und Künstler:innen weltweit unterstützt.

    Das Ziel ist, innerhalb von 28 Tagen – bis zum 9. November – 50.000 Unterschriften zu sammeln. Gelingt dies, findet eine öffentliche Anhörung statt und die Petent:innen können ihr Anliegen persönlich vor den Mitgliedern des Petitionsausschusses vorbringen. Sollte das Quorum nicht erreicht werden, wird die Petition zwar nicht öffentlich beraten, aber dennoch vom Petitionsausschuss inhaltlich geprüft. Eine möglichst hohe Anzahl von Unterschriften zeigt ein öffentliches Interesse, verleiht den Forderungen Nachdruck und kann auch bei der weiteren politischen Arbeit als Argument genutzt werden.

    Die Petition, Webseite und begleitende Kampagne „Sign for ME/CFS“ wurde von vier Personen mit ME/CFS – Sonja Kohl, Daniel Loy, Claudia Schreiner und Kevin Thonhofer – ins Leben gerufen. Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS unterstützt die Petition.


    Auf Social Media können Neuigkeiten über das Hashtag #SignforMECFS verfolgt werden.



    https://www.mecfs.de/petition-zu-me-cfs-an-de...



    Danke.

    #240Verfasser WittGenStein (1323045) 31 Okt. 21, 17:30
    Kommentar

    In BaWü gibt es auch entsprechende Bestrebungen, die Maskenpflicht im Unterricht wieder einzuführen.

    Nach aktueller Verordnung kommt die in der Alarmstufe (ab Hospitalisierungsinzidenz 12 oder Intensivbelegung über 390). Ab Mittwoch gilt voraussichtlich die Warnstufe (Hospitalizierungsinzidenz 8 bzw Intensivbelegung 250).


    Es gibt Hochrechnungen im Tagesbericht des Landes von Freitag, dass die Intensivbelegung so steigt, dass die Alarmstufe in spätestens 2 Wochen erreicht wird.

    Also gilt relativ schnell nach den Herbstferien wohl Maskenpflicht im Unterricht.

    #241Verfasser Dodolina (379349)  31 Okt. 21, 17:38
    Kommentar

    Was ist ME/CFS?

    #242Verfasser Gibson (418762) 31 Okt. 21, 18:29
    Kommentar

    Was ist ME/CFS?


    Aber einen Link anklicken kannst du schon, oder? Den in #240.

    #243Verfasser bluesky (236159) 31 Okt. 21, 19:07
    Kommentar

    Aber einen Link anklicken kannst du schon, oder? Den in #240.


    Ja, kann ich, und Gibson wohl auch. Aber trotzdem ist in dem Link nicht sofort klar erkennbar, worum es geht.


    Also, was ist, in deinen eigenen Worten, oder in einem Text, den man nicht erstmal suchen muß, ME/CFS? Danke :)

    #244Verfasser Wik (237414) 31 Okt. 21, 19:15
    Kommentar

    #238,239. In meinem Bundesland wurde die Maskenpflicht in der Schule niemals aufgehoben. (HH)

    #245Verfasser solkar_0 (947488) 31 Okt. 21, 19:16
    Kommentar

    WittGenStein, ich hoffe, Du nimmst mir meine Antwort nicht übel, aber Du hast hier dazu aufgerufen, die Petition zu unterschreiben und dann musst Du meiner Ansicht nach auch mit skeptischen Reaktionen leben.


    Ich bin sogar jemand, der den Begriff Chronic Fatigue Syndrome (CFS) kennt, aber ich fühle mich trotzdem außerstande, eine solche Petition sinnvoll zu beurteilen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es sehr wünschenswert wäre, wenn Betroffene mehr Unterstützung erfahren würden und ich wünsche der Initiative grundsätzlich möglichst großen Erfolg. Dennoch bin ich nicht davon überzeugt, dass eine Petition hier der sinnvolle Weg ist. Ich glaube gerade nicht, dass die Zahl der unterschreibenden Befürworter große Aussagekraft besitzt. Ich finde, es wird der Ernsthaftigkeit des Thema nicht gerecht, wenn über soziale Medien und andere Kanäle für Unterschriften von Leuten geworben wird, die von dem Thema nur sehr wenig wissen.


    Diese Skepsis habe ich allerdings gegenüber recht vielen Petitionen. Manchmal wirkt das für mich so wie die unsäglichen Wettbewerbe, in denen gemeinnnützige Vereine einen Preis gewinnen, wenn möglichst viele Menschen diesen Verein "wählen". Ich tue immer alles, damit "mein" Verein an solchen Wettbewerben nicht teilnimmt.


    Wie gesagt weiß ich, dass das genannte Krankheitsbild für Betroffene und ihr Umfeld sehr belastend ist. Wenn etwas getan werden kann, sollte das geschehen. Ob die Benennung eines parlamentarischen Beauftragten oder die Einrichtung einer interfraktionellen Arbeitsgruppe sinnvolle Schritte sind, kann ich überhaupt nicht beurteilen.

    #246Verfasser harambee (91833)  31 Okt. 21, 19:25
    Kommentar

    Wurde zwar schon einmal diskutiert, aber noch einmal verlinken schadet nicht.


    ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die oft zu einem hohen Grad der körperlichen Behinderung führt. ME/CFS-Erkrankte haben oft eine sehr niedrige Lebensqualität. Ein Viertel aller Patienten kann das Haus nicht mehr verlassen, viele sind bettlägerig und schätzungsweise über 60 Prozent arbeitsunfähig. In Deutschland sind etwa 250.000 Menschen betroffen, darunter 40.000 Kinder. Weltweit sind es ca. 17 Millionen.

    ME/CFS-Erkrankte leiden unter einer ausgeprägten Zustandsverschlechterung ihrer Symptome nach geringer körperlicher und geistiger Belastung (sogenannte Post-Exertional Malaise). Dazu gehören eine schwere Fatigue (krankhafte Erschöpfung), kognitive Störungen, ausgeprägte Schmerzen, eine Überempfindlichkeit auf Sinnesreize und eine Störung des Immunsystems sowie des autonomen Nervensystems.

    https://www.mecfs.de/petition-zu-me-cfs-an-de...




    Leider entwickeln auch einige Covid-19-Patienten ME/CFS, ohne dass sie einer Risikogruppe angehören. Hierzu etwas vom WDR vom vergangenen Mai und vom BR von vergangenem April:


    Am 12. Mai ist Internationaler ME/CFS Tag. Myalgische Enzephalomyelitis bzw. Chronisches Fatigue-Syndrom ist eine Krankheit - von der WHO 1969 anerkannt -, aber schwer zu diagnostizieren und zu heilen. Forschungsergebnisse zu Long Covid machen jetzt ME/CFS Erkrankten Hoffnung.


    Betroffene des Chronischen Fatigue-Syndrom fühlen sich unsichtbar. Bislang gibt es nur wenig Forschung, kaum Therapien und Anlaufstellen. Dabei sind allein in Deutschland wohl gut 250.000 Menschen an ME/CFS erkrankt. Viele sind bettlägerig, Betroffene haben eine Vielzahl von Symptomen, unter anderem chronische Fatigue, also eine krankhafte Erschöpfung und Muskelschmerzen. Schon nach geringer Anstrengung verstärken sich die Symptome. Danach können sich schwerst Erkrankte oft tagelang nicht bewegen, selbst Licht kann zu anstrengend sein. Manche liegen 23 Stunden am Tag im Dunkeln.

    An der Berliner Charité leitet Carmen Scheibenbogen das Fatigue-Zentrum und untersucht schon seit Jahren ME/CFS-Patientinnen und Patienten. Nach ersten Schätzungen könnten ein bis zwei Prozent, der Menschen mit einem milden Covid-Verlauf, auch an ME/CFS erkranken, so schätzt die Berliner Expertin den Anteil, wenn noch sechs Monate nach einer Covid-19-Infektion Symptome auftreten. Die Neurologen der Post-Covid-Ambulanz der Uniklinik Essen haben darauf aber bisher keine Hinweise. Wie die Krankheit ME/CFS und Long Covid zusammenhängen, wird sich wahrscheinlich erst in einigen Jahren klären.


    https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neug...



    Das "Chronische Fatigue Syndrom" oder ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom) ist eine relativ häufige Krankheit, die aber vielen Ärztinnen und Ärzten kaum bekannt ist.

    Sie betrifft vor allem junge Menschen, häufig Frauen unter 40 Jahren. Sie bekommen einen Infekt, zum Beispiel eine Grippe oder das Pfeiffersche Drüsenfieber, und werden einfach nicht mehr gesund. Jetzt wird klar: Das trifft auch auf Covid-19-Erkrankte zu. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Charité Berlin, einem der wenigen Zentren, die zum Chronischen Erschöpfungssyndrom forschen und es auch behandeln. Die Studie wurde noch nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht.


    https://www.br.de/wissen/corona-post-covid-lo...


    #247Verfasser WittGenStein (1323045)  31 Okt. 21, 19:25
    Kommentar

    Danke @247


    bluesky, wenn jemand damit dafür wirbt, eine Petition zu unterschreiben, liegt die Bringschuld der Information schon beim anderen, finde ich. Ja, ich kann auf einen Link klicken. Ich möchte mir die Informationen aber nicht selbst zusammensuchen müssen, und es gibt Millionen von Links, die die nicht zielführend sind. Statt der #243 hättest du einfach eine Antwort geben können, wenn du sie kennst.

    #248Verfasser Gibson (418762) 31 Okt. 21, 19:37
    Kommentar

    Und hier Einblicke in das Leben von ME/CFS-Erkrankten.


    #MilionsMissing


    Arte Doku


    Bleibt gesund, stay safe!

    .

    WittGenStein, ich hoffe, Du nimmst mir meine Antwort nicht übel

    Nein. Und sollte es mir jemand übel nehmen, dass ich darauf aufmerksam mache, kann ich damit leben. Diese Menschen zu unterstützen, ist mir ein Herzensanliegen. Ich werde es weiterhin tun und nehme skeptische Reaktionen in Kauf.

    #249Verfasser WittGenStein (1323045)  31 Okt. 21, 19:42
    Kommentar

    #240: Ich habe die Petition mitgezeichnet!

    #250Verfasser BenatarsComrade (1182552) 31 Okt. 21, 20:29
    Kommentar

    #250

    Danke, BC. Das ist super! Ich werde es auch noch tun. Ich muss es tun, denn ich kann diese Menschen nicht mit ihrem Schicksal alleine lassen.

    Ich erkrankte selbst am Pfeifferschen Drüsenfieber und leide seither an ME/CFS (zu Viren als Auslöser für ME/CFS s. Infos in #247 und Arte Doku in #249). Zwar habe ich 'nur' eine 'moderate' Ausprägung der Erkrankung, allerdings bedeutet 'moderat', dass ich meinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben kann. Dazu habe ich keine körperliche Kraft mehr. Zu Hause am Schreibtisch sitzen und tippen ist möglich, zeitweise tippe ich in der Horizontalen, d.h. auf dem Sofa oder im Bett liegend. Auf Pflege bin ich nicht angewiesen, aber in schlechten Phasen auf gute Nachbarschaftshilfe, wenn ich Einkäufe benötige. Von meiner alten Joggingstrecke konnte ich zunächst nur träumen. Am Stück werde ich sie nie mehr laufen können, nur Teile davon, gemächlich. Fahrradfahren ist noch drin, doch phasenweise geht selbst das nicht. Warum schreibe ich das hier öffentlich? Weil ich als 'moderat' Betroffene Glück im Unglück habe. Von diesem Glück, dieser noch vorhandenen Energie, möchte ich jenen etwas abgeben, die überhaupt keine Energie mehr zum Leben haben, nur noch zum Liegen und Leiden. Diese Menschen müssen gesehen und ernst genommen werden. Sie benötigen medizinische Forschung, Medikamente, Pflege und Anerkennung. Deshalb mache ich auf ihre Lage aufmerksam und bitte um Unterschriften.


    Von Beginn der Pandemie an isolierte ich mich selbst, traf mich nur noch zum Spazieren mit Freunden und Bekannten. Zum einen war es mir wichtig, dass sich mein eigener Zustand nicht verschlechtert, zum anderen wollte ich keinesfalls dafür verantwortlich sein, dass jemand anders Covid-19 bekommt oder gar Long Covid bzw. ME/CFS entwickelt. Seit meiner Impfung lebe ich nicht mehr isoliert, bin aber nach wie vor sehr an gegenseitigem Schutz interessiert. Covid-19 braucht niemand und ME/CFS erst recht nicht!

    #251Verfasser WittGenStein (1323045)  31 Okt. 21, 21:09
    Kommentar
    Well, that seems to have killed off the discussion. /-:

    Witt, I am sorry to hear of your ongoing health problems. Thank you for sharing that with us. Still, I hope you will understand if that remains tangential to the discussion about the pandemic. (Though the similarities between other long-term viral illnesses and long Covid are indeed well worth noting.)

    Speaking of killing the discussion, I seem to have done that in the Portuguese forum.

    Siehe auch: [pt-de] Coronavirus - #28

    Was I so off base?

    #252Verfasser hm -- us (236141) 01 Nov. 21, 13:19
    Kommentar

    Was I so off base?


    Nein - ich denke, Carioca hat dich wirklch einfach falsch verstanden.

    #253Verfasser Gibson (418762) 01 Nov. 21, 13:38
    Kommentar

    Das denke ich auch.

    #254Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 01 Nov. 21, 13:40
    Kommentar

    killed. Liegt wohl im Auge des Betrachters. Ich hatte das Gefühl, dass nach meinem letzten Beitrag innegehalten wurde.


    (Though the similarities between other long-term viral illnesses and long Covid are indeed well worth noting.) In diesem Zusammenhang erscheint es mir sinnvoll, den zentralen Satz aus dem BR-Link in #247 zu zitieren:

    "Die Hälfte der Long-Covid-Betroffenen hat auch ME/CFS."


    I hope you will understand if that remains tangential to the discussion about the pandemic.

    Keinesfalls habe ich Interesse daran, dass der Diskussionsfokus ab jetzt auf ME/CFS liegen soll. Dass sich die Anzahl der ME/CFS-Erkrankten seit der Pandemie erhöht und wie ME/CFS das Leben verändert, ist durch meine Beiträge dem ein oder anderen hoffentlich klarer geworden, mehr habe ich nicht zu diesem Thema beizutragen.


    Bleibt alle gesund!





    #255Verfasser WittGenStein (1323045) 01 Nov. 21, 13:53
    Kommentar
    #255 Ich habe überhaupt nichts dagegen, in der Corona-Diskussion, in der man sich ja oft genug bis zum Abwinken im Kreis dreht, mal auszuscheren und über andere, verwandte/verbundene Themen zu reden.
    Ich hatte vor kurzem mal gefragt, ob irgendjemand Infos hat, wie es Obdachlosen in dieser Zeit geht (weil ich mir das ungeheuer problematisch vorstelle, angefangen bei Beratung/Information über die Frage nach Hygiene, Vorerkrankungen bis zu Impfung, ärztliche Versorgung etc. Und wo waren diese Menschen während des Lockdowns, wenn keiner in der Fußgängerzone unterwegs war und ihnen etwas gespendet hat ...) Es hat aber leider keiner reagiert, weil wohl niemand etwas zu erzählen hatte. Umso schöner finde ich es, an anderer Stelle mal über den Tellerrand zu gucken.
    #256Verfasser fehlerTeufel (1317098) 01 Nov. 21, 14:10
    Kommentar

    @256 Dazu gibt es eine SWR-Doku. Wenn ich sie finde, verlinke ich sie.

    edit

    Da ist sie. Älteren Datums und trotzdem sehenswert:

    https://youtu.be/QY-chVJxgHs

    #257Verfasser WittGenStein (1323045)  01 Nov. 21, 14:12
    Kommentar
    #257 Dankeschön ;) Den Dr. Trabert kannte ich schon, der ist in Mainz - zu Recht - eine Institution. Trotzdem ist der Bericht sehr interessant!
    #258Verfasser fehlerTeufel (1317098) 01 Nov. 21, 14:35
    Kommentar

    Interessant fand ich heute, dass durchaus auch einige ärmere Länder eine hohe Impfquote haben:


    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    Kambodscha hat eine Impfkampagne für fünfjährige Kinder gestartet. Ministerpräsident Hun Sen erklärte, die Kinder sollten immunisiert werden, bevor sie im Alter von sechs Jahren eingeschult würden. Der Regierungschef verkündete außerdem eine langsame Öffnung der Grenzen für ausländische Touristen. Mehr als 85 Prozent der Kambodschaner haben mindestens eine Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten, seit die Kampagne im Februar begann. Meistens wurden dabei die chinesischen Impfstoffe von Sinovac und Sinopharm verwendet. Die Kampagne zur Impfung von zwei Millionen Kindern zwischen sechs und elf Jahren begann am 17. September und ist fast abgeschlossen. Die rund 300.000 fünfjährigen Jungen und Mädchen sollen das Vakzin von Sinovac bekommen.


    Das Problem des ständigen Impfstoff- und Spritzenmangels scheint vor allem in Afrika zu herrschen, nicht so sehr in ärmeren Ländern Asiens oder Lateinamerikas. Oder werden Kambodscha und ähnliche Länder einffach von Indien bzw. China mit Impfstoff versorgt/"zugeschüttet"?

    EDIT: Selbst wenn hier geopolitische, kommerzielle oder andere Interessen aus Beijing oder auch mal Neu-Delhi eine Rolle spielen, so bleibt die hohe Impfquote natürlich erhalten. Und jede Impfung zählt!

    Neulich (mittlerweile schon vor zwei Wochen oder so) war ich auch überrascht, dass in Sri Lanka 60 % der Bevölkerung geimpft seien. Auch das stand im Tagesschau-Liveblog.


    Bei der Partei DIE LINKE ist mittlerweile ums Impfen Streit ausgebrochen, nachdem sich Sahra Wagenknecht auf Kimmichs Seite geschlagen hatte:


    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    Nach dem Auftritt von Sahra Wagenknecht bei "Anne Will" hat die Linken-Spitze die Haltung der Partei zum Thema Corona-Impfungen bekräftigt. "Es gibt eine Beschlusslage, die heißt, dass wir Impfkampagnen unterstützen", sagte Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow in Berlin. Wagenknecht hatte in der Sendung gestern Abend unter anderem gesagt, sie lasse sich nicht gegen das Coronavirus impfen, weil sie kein Vertrauen in die bislang zugelassenen Impfstoffe habe. Hennig-Wellsow sagte, Impfen sei "auch die Verantwortung für andere". Die Linken-Vorsitzende fügte hinzu: "Insofern ist es nicht banal, das Impfen abzulehnen oder vom Impfen abzuhalten."


    Will Sahra sich vielleicht in Transnistrien Sputnik V abholen? Oder wartet sie auf Novavax, Valneva, oder auf welche Impfstoffe wartet sie denn? Oder müsste man sie nach Kuba schicken, um sich dort bei Genosse Diaz-Cañel mit Abdala (oder dem anderen kubanischen Impfstoff) impfen zu lassen?

    #259Verfasser BenatarsComrade (1182552)  01 Nov. 21, 16:30
    Kommentar
    Valneva-CEO Lingelbach wird nicht müde zu betonen, dass man nicht auf "seinen" Stoff für die Erstimpfung warten soll. Das ist insofern bemerkenswert, als er kein Virologe ist, sondern Geschäftsmann.
    #260Verfasser tigger (236106) 01 Nov. 21, 17:10
    Kommentar

    Ob Aiwanger oder Wagenknecht, die politische Absicht ist zu riechen, stinkt sie doch gewaltig.

    #261Verfasser jo-SR (238182) 02 Nov. 21, 07:30
    Kommentar

    Hier ein recht einfach (zu einfach??) gehaltener Tagesschau-Artikel, der erläutert, warum viele Menschen in Israel und bei uns glauben, dass die frühen Boosterimpfungen in Israel entscheidend dazu beigetragen haben, dass die Infektionszahlen in Israel nach der letzten Welle deutlich zurückgedrängt werden konnten:


    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israe...


    Ausschnitt:


    Etwa zehn Tage, nachdem die sogenannten Booster-Impfungen in einer Altersgruppe verfügbar waren, sei in diesen Gruppen auch die Zahl der Infektionen gesunken. Das geht aus einer Studie hervor, an der der Forscher beteiligt war. Auch diese Zahl soll den Sinn der Drittimpfungen belegen: Nur sieben Prozent aller Patienten mit schweren Verläufen hatten bereits eine dritte Impfdosis bekommen. Alle anderen waren nicht oder seltener geimpft.

    #262Verfasser harambee (91833) 02 Nov. 21, 07:58
    Kommentar

    Wagenknecht und Lafontaine sind schon seit langer Zeit als Impfgegner bekannt. Eine laute (war es das nun wirklich? Laut und gut vernehmbar?) Distanzierung von der Parteispitze war längst überfällig.***

    Schon im August tönte Sahra:

    dass die Regierung dann (nachdem so viel Druck auf Ungeimpfte ausgeübt werde) „konsequenterweise auch das Rauchen oder das Trinken von Alkohol verbieten“ müsse.

    https://www.berliner-zeitung.de/news/sahra-wa...

    Ich hätte sie für intelligenter gehalten. Sind Trinken und Rauchen ansteckend? Inwiefern gefährden sie (Rauchen ist ja mittlerweile im öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz nicht mehr in Gegenwart anderer erlaubt) die Gesundheit anderer?


    *** Die TAZ spricht diesbezüglich vom "lauten Schweigen der Linken".

    https://taz.de/Wagenknechts-Impfskepsis/!5809058/

    #263Verfasser Reeva (908916)  02 Nov. 21, 10:28
    Kommentar

    Seit heute (vielleicht auch schon seit gestern, da habe ich nicht geschaut), gibt das RKI jetzt auch für die Auffrischungsimpfungen nach Altersgruppen getrennte Zahlen an (Achtung: Der Link führt direkt zu der Excel-Datei: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuarti... )


    Impfquote Auffrischungsimpfung gesamt: 2,5 %

    Erwachsene: 3,0 %

    Ü60: 6,3 %

    18-59: 1,2 %

    12-17: 0,2 %

    #264Verfasser harambee (91833) 02 Nov. 21, 10:40
    Kommentar
    Seit heute kann sich in Wien jeder Mensch 6 Monate nach der zweiten Impfung die dritte holen. (Und die für Influenza 2021.)

    Wie ein Virologe gestern im ORF sagte: Es ist wie bei anderen dreiteiligen Impfungen Nr. 3 von 3. Bei FSME macht man das ja auch. (Frühsommermeningoenzephalitis ist sehr verbreitet in österreichischen Zecken, man lässt sich daher impfen, obwohl es nicht einmal ganz gratis ist.)
    #265Verfasser tigger (236106) 02 Nov. 21, 14:26
    Kommentar

    Das Land Baden-Württemberg empfiehlt das wohl auch schon so, die Stiko rechnet in wenigen Wochen mit einer entsprechenden Empfehlung, da wird noch dran gearbeitet, wann man das wem empfiehlt.


    Allerdings sollte man das wahrscheinlich wieder schrittweise freigeben, denn selbst Ü80 bekommen im Moment nur Termine für Dezember. Wenn denen jetzt auch noch alle Jüngeren mit Impfungen im Mai und Juni die Termine wegschnappen, wird das nie was Vernünftiges.

    Oder wirklich die Impfzentren wieder aufmachen, damit das etwas schneller geht. Vielleicht kriegt man dann ja sogar den Großteil der Impfdosen noch verimpft, der bald vernichtet werden muss, weil er nicht gespendet werden darf.

    #266Verfasser Dodolina (379349) 02 Nov. 21, 14:44
    Kommentar

    @Reeva:

    Sind Trinken und Rauchen ansteckend? Inwiefern gefährden sie (Rauchen ist ja mittlerweile im öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz nicht mehr in Gegenwart anderer erlaubt) die Gesundheit anderer?

    Überleg mal: Straftaten aller Art unter Alkoholeinfluss sind massiv, schaden massiv. Dass Frauen, Männer, Kinder verprügelt werden unter Alkoholeinfluss, dass Alkoholiker/innen Schaden anrichten, z.B. bei den eigenen Kindern, ist doch klar. Denk an Verkehrstote und Schwerverletzte und Verletzte nach Autounfällen (alle Verkehrsteilnehmer!, Radfahrer, Fußgängerinnen), gerade auch durch Bekiffte und Besoffene.

    (Bisschen off-topic; und ich bin nicht für Wagenknechts Impfskepsis. Aber man kann ja was in Relation setzen.)

    #267VerfasserBraunbärin (757733) 02 Nov. 21, 15:09
    Kommentar

    Dr. Robert Malone, der ursprüngliche Erfinder der mRNA-Präparate als "Impfstoffe" (1998), vertritt heute die Meinung, dass "Geimpfte" die "Superspreader" des Coronavirus sind, da sie oft an eine "sterile" Immunität glauben (was sogar der Hersteller Pfizer verneint) und sich daher ziemlich sorglos verhalten.

    Schon im März hatte eine Studie der Uni Tel Aviv ergeben, dass "Geimpfte" Mutanten (variants) runf 7 x häufiger verbreiten als "Ungeimpfte". Zudem vergleicht Malone die "Impfkampagnen" mit den med. Experimenten der Nazizeit, weil der Nürnberger Kodex von 1947 massiv verletzt werde.

    Hier das Interview:

    https://childrenshealthdefense.org/defender/j...

    #268Verfasser Graf von Saint Germain (1313658) 02 Nov. 21, 15:12
    Kommentar

    Mal wieder Desinformation verbreiten?


    https://en.wikipedia.org/wiki/Children%27s_He...


    "Children's Health Defense is an American activist group mainly known for anti-vaccine activities and has been identified as one of the main sources of misinformation on vaccinesGeneral information"



     

    #269Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Nov. 21, 15:16
    Kommentar

    Der Typ kommt in immer neuen Gewändern...

    #270VerfasserBraunbärin (757733) 02 Nov. 21, 15:17
    Kommentar

    Das Interview mit Dr Robert Malone ist echt und dagegen gibt es KEINERLEI Einwände!!!

    #271Verfasser Graf von Saint Germain (1313658) 02 Nov. 21, 15:20
    Kommentar
    1. Satzzeichen sind keine Rudeltiere.
    2. Entgegen landläufiger Meinung wird eine Aussage nicht dadurch belegt, dass man viele viele Ausrufezeichen hintendranklebt.
    3. Gleiches gilt für unmotivierte Großschreibung.
    4. Ich werde keine Anti-Vaccer-Seite öffnen.
    5. Wenn das Interview echt sein sollte, dann gibt es das sicher auch aus anderen Quellen.
    6. Ich habe keine Ahnung, wer Herr Malone ist (ich kenne nur seine Schwester, die von den Eltern vor dem Urlaub vergessen wurde; sie heißt Ho Malone), und welche Ansichten er vertritt. Bruder im Geisten von Bakschisch, oder wie der Kerl heißt?
    #272Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  02 Nov. 21, 15:23
    Kommentar

    Harvard Epidemiologe Prof. Martin Kulldorf fordert dazu auf, ungeimpftes , genesenes Gesundheits- und Pflegepersonal gezielt dazu einzusetzen, um das Ansteckungsrisiko für Patienten zu minimieren. Der Prof. erklärt schon seit langem die wesentliche Bedeutung des natürlichen Immunsystems.


    https://report24.news/harvard-epidemiologe-un...

    #273Verfasser Graf von Saint Germain (1313658) 02 Nov. 21, 15:25
    Kommentar

    https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_W._Malone


    "Den Bewertungen von Malone wurde von der FDA und Wissenschaftlern widersprochen, unter anderem in einem Faktencheck der Nachrichtenagentur Reuters und der Faktencheck-Website Politifact.[11][12] In den Artikeln widersprachen Experten der von Malone aufgestellten Behauptung, die von den mRNA-Impfstoffen erzeugten Spike-Proteine seien zytotoxisch (zellschädlich) und würden außerhalb der Impfstelle selbst „biologisch aktiv“."


    Na dann ...

    #274Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Nov. 21, 15:26
    Kommentar
    #275Verfasser Graf von Saint Germain (1313658) 02 Nov. 21, 15:26
    Kommentar

    Und zu Martin Kulldorf schreibt die englischsprachige Wikipedia:


    https://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Kulldorff


    Kulldorff is one of the three authors, along with Sunetra Gupta and Jay Bhattacharya, of the 2020 Great Barrington Declaration, which advocated letting COVID-19 spread in lower-risk groups to promote herd immunity while advocating "focused protection" of older, high-risk groups.[7][8] The World Health Organization (WHO) and many other academic and public-health bodies said the declaration's strategy lacked a sound scientific basis,[9][10] and warned that it could cause many unnecessary deaths and could result in recurrent epidemics.[11][12]


    Kulldorff has opposed lockdownscontact tracing and mask mandates during the COVID-19 pandemic, and has appeared at media events to support the Great Barrington Declaration.[13][14][15][16][17][18] He has spoken out against COVID-19 vaccine passports,[19] but supports COVID-19 vaccinations.[20] In 2021, Kulldorff questioned the strategy of vaccinating younger people, citing scarcity of vaccines to more vunerable older people in developing countries.[20][non-primary source needed]



    #276Verfasser BenatarsComrade (1182552) 02 Nov. 21, 15:30
    Kommentar

    FDA + CDC, sprich die obersten Bundesbehörden, die für die öffentliche Gesundheit in den USA zuständig sind, drängen die Bevölkerung mit Nachdruck experimentelle Gentherapie auf, auch bekannt als Covid Impfstoffe, deren Daten äußerst unvollständig sind und nicht einmal den Mindeststandards für Sicherheit entsprechen.

    Aber hey Bubble, glaub ruhig alles. Passt schon!

    #277Verfasser Graf von Saint Germain (1313658) 02 Nov. 21, 15:32
    Kommentar

    "experimentelle Gentherapie"


    Und Du schreibst mir "glaub ruhig alles". Ist klar. Was. für. ein. unfassbarer. Schwachsinn.

    #278Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Nov. 21, 15:34
    Kommentar

    #268: Herr Malone hat als Doktorand Ende der 80er bahnbrechende Experimente gemacht, die schließlich zu den heutigen mRNA-Impfstoffen führten. Heutzutage ist er wissenschaftlich offenbar recht unbedeutend (Wikipedia-Eintrag erst seit Juni 2021 [englisch seit Juli 2021], hat ein Beratungsunternehmen) und scheint etwas verrückt zu sein: https://www.rnd.de/wissen/robert-malone-wie-e...


    Edit: Herrn Kulldorf dagegen kann man schon ernstnehmen, glaube ich. Allerdings dann auch erkennen, dass der wissenschaftliche Konsens ein anderer ist.

    #279Verfasser Mattes (236368)  02 Nov. 21, 15:34
    Kommentar

    Es reicht, wenn solche Menschen (Malone) Borderliner und/oder Narzissten sind - eine gefährliche Spezies.

    #280VerfasserBraunbärin (757733)  02 Nov. 21, 15:41
    Kommentar

    Die meisten Punkte aus #268 können wir damit wohl zur Ruhe betten. Gibt es eventuell noch weitere Angaben zu der Studie, die ergeben soll, dass "Geimpfte" Mutanten (variants) rund 7 x häufiger verbreiten als "Ungeimpfte"?


    Ich habe keine Lust, danach zu suchen, aber unabhängig davon wäre es wünschenswert, die Einzelheiten zu der Studie gleich mitzuliefern. Falls ich die Einzelheiten auf der verlinkten Interviewseite verstecken: Dem Link bin ich nicht gefolgt, denn die gelieferte Zusammenfassung zeigt für mich eindeutig, dass die Lektüre sich nicht lohnt.

    #281Verfasser harambee (91833)  02 Nov. 21, 15:54
    Kommentar

    Überleg mal: Straftaten aller Art unter Alkoholeinfluss sind massiv, schaden massiv. Dass Frauen, Männer, Kinder verprügelt werden unter Alkoholeinfluss, dass Alkoholiker/innen Schaden anrichten, z.B. bei den eigenen Kindern, ist doch klar. Denk an Verkehrstote und Schwerverletzte und Verletzte nach Autounfällen (alle Verkehrsteilnehmer!, Radfahrer, Fußgängerinnen), gerade auch durch Bekiffte und Besoffene.


    Das ist mir sehr wohl bekannt, Braunbärin. Ich finde aber, dass du dadurch den Vergleich Nüchterne/Betrunkene vs. Geimpfte/Ungeimpfte ein wenig verlagerst.

    #282Verfasser Reeva (908916) 02 Nov. 21, 15:57
    Kommentar

    denn selbst Ü80 bekommen im Moment nur Termine für Dezember.


    Das geht auch anders, meine Eltern sind beide ü80, haben keine speziellen Risikokrankheiten und doch letzte Woche ihren Termin zur dritten Impfung, der auch stattfand, Bundesland Hessen.

    Sicherlich muss man sich selbst kümmern, bzw beim Arzt den Bedarf anmelden oder einen Onlinetermin nachfragen, es gibt ja mehrere Wege, an den "Stoff" zu kommen..

    #283Verfasser drkimble (463961) 02 Nov. 21, 16:06
    Kommentar

    Schon im März hatte eine Studie der Uni Tel Aviv ergeben, dass "Geimpfte" Mutanten (variants) runf 7 x häufiger verbreiten als "Ungeimpfte".


    Ich habe danach gesucht. Stimmt nicht. Das bezieht sich auf eine Studie, wo der Anteil der südafrikanischen Variante bei Impfdurchbrüchen 7-mal höher war als bei ungeimpften Infizierten. Das wird von entsprechenden Seiten dann halt falsch verstanden und dargestellt. Die Studie besagt in Wirklichkeit: Der Impfstoff ist gegen die Varianten weniger wirksam. Aber immer noch sehr wirksam. Müsste die hier sein: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021....

    #284Verfasser Mattes (236368) 02 Nov. 21, 16:08
    Kommentar

    Ich hoffe, dass dieser Beitrag nicht als unerwünschte Werbung gelöscht werden muss: Im Buch Projekt Lightspeed wird die Wirkweise des Impfstoffs in einer für Nichtmediziner sehr anschaulichen Weise erklärt. Gleichzeitig wird jeder einzelnde Schritt der Entwicklung beschrieben und genau gezeigt, warum die Entwicklung und Zulassung so schnell gehen konnte.

    #285VerfasserStahlbauer (1259064) 02 Nov. 21, 16:33
    Kommentar

    "warum die Entwicklung und Zulassung so schnell gehen konnte"


    ist doch ganz klar. Die Echsenmenschen haben zusammen mit Soros und Bill Gates (oder sind die beiden die Anführer der Echsenmenschen? Man kommt so schnell durcheinander) alle Entscheider gekauft (wahlweise gehirngewaschen) (WELTWEIT!!!!!!!!) und so die Zulassung durchgedrückt, damit mittels der verimpften Chips (Chio, die Guten!!) die Menschen endlich unterdrückt werden können.

    #286Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Nov. 21, 16:39
    Kommentar

    Bubb, manchmal nervst Du und manchmal langweilst Du. Manchmal sogar beides! (-;

    #287Verfasser harambee (91833) 02 Nov. 21, 16:41
    Kommentar

    That is my super power ;-)

    #288Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Nov. 21, 16:44
    Kommentar

    denn selbst Ü80 bekommen im Moment nur Termine für Dezember.


    Wow! The situation seems to vary greatly from state to state. It's not necessarily a problem here in Berlin. What was once a larger testing center (in a closed ice cream parlor) in my local mall is now both a smaller testing center and a walk-in, no appointment necessary, vaccination site (usually using Moderna). While it may be difficult for some over-80s to get to such a place, it is possible in theory. My doctor also said that she's vaccinating people, but said nothing about a wait for appointments. My six months will be over in early January. I'll be happy when I get the third shot in my arm.



    #289Verfasser hbberlin (420040) 02 Nov. 21, 17:11
    Kommentar

    Das ist mir sehr wohl bekannt, Braunbärin. Ich finde aber, dass du dadurch den Vergleich Nüchterne/Betrunkene vs. Geimpfte/Ungeimpfte ein wenig verlagerst.


    Du nimmst mir die Buchstaben von der Tastatur. Was Braunbärin beschreibt, ist der Missbrauch von Alkohol, was ein völlig anderes Thema ist. Aber mir fällt nicht ein, was eine analoge Situation zu einem braven Bürger ist, der abends auf der Terrasse ein Glas Wein trinkt. Jemand, der nur ein kleines bisschen infiziert ist und die Kontrolle über seine Viren hat?

    #290Verfasser Gibson (418762) 02 Nov. 21, 17:47
    Kommentar

    #290: Vielleicht jemand, der durchaus infiziert ist, aber sich dessen bewusst ist und sich daher an die Quarantäne hält?

    #291Verfasser BenatarsComrade (1182552) 02 Nov. 21, 17:53
    Kommentar

    Heute kam ein Hörergespräch im Radio, in dem ein Herr berichtet hat, wie verdammt schwer es mittlerweile sein kann, als symptomatische Person einen (kostenlosen) Coronatest zu bekommen. Der ist vom Testzentrum an das Unikrankenhaus verwiesen worden, von dem an den niedergelassenen Arzt, der keine Kapazitäten mehr hatte, weil das Wartezimmer voll war. Am Ende bekam er gar keinen Test. Irgendwie war keiner zuständig, v.a. nicht für kostenlose Test, wie das angeblich sein soll, wenn man Symptome hat.

    #292Verfasser Selima (107) 02 Nov. 21, 17:58
    Kommentar

    WIe schon gesagt, ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob die Abschaffung der kostenlosen Tests und damit die Schließung zahlreicher Teststationen so eine super Idee war.

    #293Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Nov. 21, 18:02
    Kommentar

    BC, das weiß man oft aber eben nicht, das ist ja das Problem. Die wenigsten Leute trinken Alkohol, ohne es zu merken, aber viele Infizierte habe keine Ahnung, dass sie infiziert sind. Und deshalb hinkt der Vergleich immens.

    #294Verfasser Gibson (418762) 02 Nov. 21, 18:08
    Kommentar

    Ist ja gut, Gibson, ist ja gut.

    Ich hatte auf eine bestimmte Aussage von Reeva auf meine eigene Art reagiert.


    Die wenigsten Leute trinken Alkohol, ohne es zu merken,

    ? Wie bitte?


    Egal - ich ziehe mich aus dieser Fadenserie lieber wieder komplett zurück.

    #295VerfasserBraunbärin (757733)  02 Nov. 21, 18:15
    Kommentar

    Währenddessen haut Griechenland mal ordentlich auf den Tisch! Und ich würde eine solche Regelung durchaus unterstützen!


    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog...


    In Griechenland dürfen ungeimpfte Bürger ab Samstag Einrichtungen wie Behörden, Banken, Geschäfte und Friseure nur noch mit einem aktuellen negativen Corona-Test betreten. Das teilte Gesundheitsminister Thanos Plevris im Staatsfernsehen mit. Ohne Test zugänglich bleiben lebensnotwendige Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken. Zudem können sich ab Freitag dem Minister zufolge alle vollständig geimpften Bürger ab 18 Jahre eine Auffrischungsimpfung verabreichen lassen. Ungeimpfte Berufstätige müssen bei der Arbeit künftig zwei Mal pro Woche und auf eigene Kosten einen negativen Test vorlegen.



    #296Verfasser BenatarsComrade (1182552) 02 Nov. 21, 18:21
    Kommentar

    Ist ja gut, Gibson, ist ja gut.

    Ich hatte auf eine bestimmte Aussage von Reeva auf meine eigene Art reagiert.


    Und ich habe auf eine Aussage von dir reagiert. Was man halt so macht in den Fäden. Was, bitte, meinst du mit 'ist ja gut, Gibson'?

    #297Verfasser Gibson (418762) 02 Nov. 21, 18:37
    Kommentar

    (That is my super power. 🤣)

    #298Verfasser WittGenStein (1323045) 02 Nov. 21, 18:51
    Kommentar

    #292, wie verdammt schwer es mittlerweile sein kann, als symptomatische Person einen (kostenlosen) Coronatest zu bekommen.


    In die Schnelltestzentren, die ich hier in unserer Großstadt während der "Schnelltestzeit" besucht habe, durfte man mit Symptomen gar nicht rein. Da wäre eh' nur der Hausarzt infrage gekommen. Der aber vermutlich direkt PCR gemacht hätte.


    Edit: Ich zieh mal um, Moment.

    #299Verfasser Mattes (236368)  02 Nov. 21, 18:52
    Kommentar

    So, jetzt bin ich auch mal dran. Bitte weitergehen, hier gibt es nichts mehr zu sehen.


    Dort aber bald: Siehe auch: Corona die 82. Erfahrungen, Informationen, Au...

    #300Verfasser Mattes (236368) 02 Nov. 21, 19:58
    Die Diskussion zu diesem Artikel ist geschlossen.
     
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