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    Baerbocks falsche Reibelaute

    Topic

    Baerbocks falsche Reibelaute

    Comment

    Eine schöne Glosse in der SZ (leider hinter der Bezahlschranke), die mir aus der Seele spricht.



    Einige schöne Sätze daraus:


    Wenn es um englische Aussprache geht, sind die Deutschen die gnadenlosesten Sprachpolizisten überhaupt. Das bekam zuletzt auch die neue Außenministerin zu spüren.


    Dabei ging es gar nicht um den Inhalt - Baerbock betonte die Verlässlichkeit Deutschlands -, sondern um ihr Englisch. Im Kompetenzforum Twitter stand zu lesen: "Die Baerbock spricht aber auch das deutscheste Englisch, das ich seit langem gehört habe." "Ihr wollt mir erzählen, die Dame hätte zwei Semester an der London School of Economics studiert und einen Abschluss gemacht? In England? Auf Englisch?" Und: "Wie spricht die eigentlich Englisch? Das ist bestenfalls Hauptschulniveau."


    Mal ganz abgesehen von dieser sehr fragwürdigen Einordnung (wird in Hauptschulen eigentlich falsches Englisch gelehrt?) las Baerbock die Rede ab. Sie war grammatikalisch korrekt. Was die schlauen Kommentatoren bemängelten, war ihr Akzent. Der ist tatsächlich eindeutig deutsch: Keine stimmhaften dentalen Reibelaute ("De" statt "the"), die Vokale alle sehr geschlossen und ausschließlich harte Konsonanten im Auslaut ("ent" statt "and"). Dieser Vorgang ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie viele Deutsche mit Fremdsprachen und speziell mit dem Englischen umgehen: erdrückt von Minderwertigkeitskomplexen und besserwisserisch zugleich.


    Author manni3 (305129)  14 Dec 21, 16:07
    Comment

    Ach Gottchen. Ich hab damals Mitte der 90er in Cambridge eine Vorlesung bei einem Professor Lipstein (Abb. ähnlich) gehabt, der Deutschland Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts aus vermutlich naheliegenden Gründen verlassen musste. Nach 60 Jahren immer noch den harten deutschen Akzent. Und? Dafür waren Wortschatz und Grammatik und Satzbau zum Niederknien.


    Will sagen: Man kann sich über vieles mokieren. Nach- und besser machen!

    #1Author B.L.Z. Bubb (601295) 14 Dec 21, 16:12
    Comment

    Mir gehen diese Besserwisser auch auf die Nerven. Wir hatten vor einigen Jahren einen Englischstammtisch an dem auch 2 Übersetzer teilnahmen. Die Übersetzerin hatte einen sehr starken deutschen Akzent. Ich bin sicher, dass sie trotz allem einen guten Job macht und denke, dass manche dieser Besserwisser ihre eigenen Kenntnisse oft selber überschätzen.


    Bei Annalena Baerbock kommt noch hinzu, dass viele sich auf sie eingeschossen haben. Die Kommentare sind sehr oft herablassend (meistens Männer). Da wird von Annalenchen, Plaudertasche etc. geredet.

    #2Author cassandra (430809) 14 Dec 21, 16:19
    Comment

    Mal ganz abgesehen von dieser sehr fragwürdigen Einordnung (wird in Hauptschulen eigentlich falsches Englisch gelehrt?) las Baerbock die Rede ab. Sie war grammatikalisch korrekt. 


    Das würde ja nicht auf sie, sondern auf ihre Redenschreiber zurückfallen. Darüber könnte man sich dann tatsächlich aufregen, so was darf nicht sein.


    Die Aussprache kann ich nicht so beurteilen, vielleicht spreche ich genau so..

    Aber wer 2 Jahre unter Gleichaltrigen an einer englischen Uni studiert hat, der sollte eigentlich relativ unauffälliges Englisch sprechen können, denke ich mir so.

    #3Authorzacki (1263445) 14 Dec 21, 16:21
    Comment

    Wenn man mal Presseclub schaut, wird man feststellen, dass viele ausländische Journalisten - auch wenn sie gutes Deutsch sprechen - einen Akzent haben. Ich finde es trotzdem toll, wie gut sie unsere Sprache beherrschen.

    #4Author cassandra (430809) 14 Dec 21, 16:29
    Comment

    Zwei Semester, zacki. Und wieviel Zeit davon in der Bib anstatt im Pub gesessen? Denn ich traue ihr Konsequenz, Fleiß und Zielstrebigkeit durchaus zu; das zählt wohl mehr als ein sprachlich trainiertes Ohr und Zungenwerk. Mokiert sich irgendjemand über den "Böör-linner"?

    #5Author Peter <de> (236455) 14 Dec 21, 16:29
    Comment

    Aber wer 2 Jahre unter Gleichaltrigen an einer englischen Uni studiert hat, der sollte eigentlich relativ unauffälliges Englisch sprechen können, denke ich mir so.

    Nicht unbedingt. Es gibt Menschen, die sich mit dem Bilden von Lauten, die der Muttersprache nicht eigen sind, ziemlich schwertun. Ich kenne Amerikaner, Türken, Italiener, Spanier, die selbst nach Jahrzehnten ihren Akzent noch nicht verloren haben, auch wenn sie ansonsten grammatikalisch einwandfreies Deutsch sprechen.


    Ich muß zugeben, daß mir der dt. Akzent in allen Sprachen immer wehtut und da nehme ich mich dezidiert nicht aus. Ich möchte mich selber nicht in einer Fremdsprache sprechen hören. Muß schrecklich klingen. Allein schon deswegen würde ich den Akzent anderer nicht bemängeln (auch wenn mir der nicht gefällt).

    #6Author Selima (107)  14 Dec 21, 16:32
    Comment

    Aber wer 2 Jahre unter Gleichaltrigen an einer englischen Uni studiert hat, der sollte eigentlich relativ unauffälliges Englisch sprechen können, denke ich mir so.


    Ja, so habe ich auch mal gedacht, aber der Prof. Lipstein (Abb. ähnlich) von oben oder auch Albert Einstein, Günther Blobel und einige andere zeigen, dass offenbar nicht jeder innerhalb kurzer Zeit seinen Akzent ablegt. Die Genannten haben/hatten selbst nach Jahrzehnten in englischsprachigen Ländern noch einen harten deutschen Akzent.

    #7Author Mattes (236368)  14 Dec 21, 16:34
    Comment

    Aber wer 2 Jahre unter Gleichaltrigen an einer englischen Uni studiert hat, der sollte eigentlich relativ unauffälliges Englisch sprechen können, denke ich mir so.


    Nö, warum?

    Ich kenne viele Beispiele wie das von Bubb, wo Leute sogar Jahrzehnte im anderssprachigen Land gelebt haben, teilweise mit dort aufgewachsenen Partnern verheiratet sind und trotzdem noch einen deutlichen Akzent des Herkunftslandes haben.

    (Auch andersrum, Briten oder Amerikaner in Deutschland)


    Dem einen fällt es leicht, einen Akzent anzunehmen, dem anderen hört man die Herkunft sein Leben lang an.

    Wem das nicht natürlich zufällt, der könnte das nur mit intensivem Sprechtraining in der Sprache lernen und selbst dann wird nicht jeder akzentfrei.

    Das muss man aber auch gar nicht, solange man sich verständlich ausdrücken kann und mit der eigenen Aussprache verstanden wird.


    Mir fällt das auch nicht so zu und ich hatte auch nach 5 Jahren Studium in den USA noch Mühe, jemandem meinen Namen zu nennen, ohne ihn zu buchstabieren.

    Dabei ist der Name dort bekannt, ich habe nur die englische Aussprache nicht hinbekommen.

    #8Author Dodolina (379349) 14 Dec 21, 16:35
    Comment

    "Wem das nicht natürlich zufällt, der könnte das nur mit intensivem Sprechtraining in der Sprache lernen und selbst dann wird nicht jeder akzentfrei."


    Und wenn er/sie/es das nicht ständig trainiert, geht's auch wieder flöten.

    #9Author B.L.Z. Bubb (601295) 14 Dec 21, 16:38
    Comment

    Von akzentfrei war ja nicht die Rede, das schafft doch kaum jemand. Ich kann ja auch schneoll heraushören aus welcher Gegend in Deutschland jemand stammt. So ganz grob jedenfalls. ich weiß aber jetzt nicht, wie stark ausgeprägt Frau Bärbock einen Akzent hat. Bei dem Öttinger hat man es jedenfalls deutlich gehört.

    #10Authorzacki (1263445) 14 Dec 21, 16:39
    Comment

    "Ich muß zugeben, daß mir der dt. Akzent in allen Sprachen immer wehtut und da nehme ich mich dezidiert nicht aus. Ich möchte mich selber nicht in einer Fremdsprache sprechen hören. Muß schrecklich klingen."


    Das ist so ziemlich das Einzige, das mir nachgeht. Ich würde SO gern Englisch ohne den deutschen Akzent sprechen können. Wie eine Bekannte von mir, die mit einem Kerl aus Birmingham verheiratet war und dessen Akzent angenommen hatte. Was war ich neidisch. Aber die konnte eh fünf Fremdsprachen ziemlich fließend. E-kel-haft ;-)

    #11Author B.L.Z. Bubb (601295) 14 Dec 21, 16:41
    Comment

    Ich hatte mal einen Italienischlehrer aus Sizilien, der sich darüber lustig machte, dass die Leute aus Ferrara Ferrara nicht richtig aussprechen können, d.h. dass man den Unterschied zwischen doppel-R und einfachem R nicht hören würde.

    #12Author cassandra (430809) 14 Dec 21, 16:41
    Comment

    Solange es verständlich ist, ist mir völlig egal, wie stark der Akzent einer Person ist.

    Wenn man will, hört man sich da ein.


    Und auf dem internationalen Parkett ist jeder es gewohnt, dass mit allen möglichen Akzenten Englisch gesprochen wird. Da kommt man auch problemlos mit einer neuen Person zurecht, auch wenn die einen starken Akzent hat.

    Da zählen nur die Inhalte und Umgangsformen. Und solange man die beherrscht (und sich verständlich machen kann), ist der Akzent egal.

    #13Author Dodolina (379349) 14 Dec 21, 16:45
    Comment

    Hier spricht sie frei im Interview (unten auf der Seite; von der Rede), vor einigen Monaten. Mit deutschem Akzent und mit so einigen Fehlern. Ich schätze, ich würde mich schlechter schlagen, und denke, dass sie auf dem Niveau problemlos mit internationalen Spitzenpolitikern kommunizieren kann.

    https://www.atlanticcouncil.org/news/transcri...

    ("2004" spricht sie aus wie Arnold Schwarzenegger, finde ich.)


    Edit: Völlig unauffällig, die Stelle, auf die hier bei Twitter hingewiesen wurde. Halt Akzent. So what? https://ostbelgiendirekt.be/netz-spottet-uebe...

    #14Author Mattes (236368)  14 Dec 21, 16:56
    Comment

    "2004" spricht sie aus wie Arnold Schwarzenegger, finde ich.


    Echt?? Ich hätte es irgendwie so wie Tutausend-for ausgeprochen. 😅

    #15Authorzacki (1263445) 14 Dec 21, 17:06
    Comment

    #11 Ich kenn einen Briten, der neben akzentfreiem Deutsch akzentfreies Rheinländisch und Berlinerisch spricht (dazu noch eine orientalische und eine andere indoeuropäische Sprache) ... find ich auch gemein.

    #16Author Selima (107) 14 Dec 21, 17:10
    Comment

    Die Kommentare auf der von mir in #14 verlinkten ostbelgischen Seite gehen genau in die Richtung, die wohl auch im SZ-Artikel kritisiert wird. Die meisten Kommentatoren ordne ich in die Kategorie "auf Baerbock eingeschossen" ein (s. #2) und das Niveau ist das eines typischen Internetforums. Insofern frage ich mich, ob der SZ-Autor dem nicht viel zu viel Aufmerksamkeit widmet.

    #17Author Mattes (236368) 14 Dec 21, 17:15
    Comment

    Die Kritik an Baerbock ist völlig albern.


    Ein Aspekt, der glaube ich noch nicht erwähnt wurde: Wann wart ihr das letzte Mal an einer englischen Uni? Ein Großteil der Studenten und Professoren sind keine englischen Muttersprachler. Laut Website der LSE, an der Baerbock studiert hat, sind knapp 60 Prozent "international students". Man kann (insbesondere in einem international ausgerichteten Studiengang) wunderbar zwei Jahre in England studieren, ohne allzu viel Kontakt mit muttersprachlichem Englisch zu haben.

    #18Author Jalapeño (236154) 14 Dec 21, 17:32
    Comment

    Ich muß zugeben, daß mir der dt. Akzent in allen Sprachen immer wehtut und da nehme ich mich dezidiert nicht aus. Ich möchte mich selber nicht in einer Fremdsprache sprechen hören. Muß schrecklich klingen. Allein schon deswegen würde ich den Akzent anderer nicht bemängeln (auch wenn mir der nicht gefällt).


    Danke, das unterschreibe ich für mich exakt genauso (bzw. wäre ich mal neugierig, wie stark mein Akzent eigentlich ist). Aus demselben Grund korrigiere ich auch ungefragt keine sprachlichen Fehler bei anderen, außer wenn sie wirklich zu Missverständnissen führen (z.B. als mein Reisebegleiter zu zwei Britinnen irgendwas mit „drive the train“ sagte und sie dachten, er habe den Zug tatsächlich selber gefahren).

    #19Author JanZ (805098) 14 Dec 21, 19:05
    Comment

    Zu "internationalem Englisch" hatte wir hier auch schon mehrfach Diskussionen ... darunter Siehe auch: Internationales Englisch am Arbeitsplatz



    PS : und ein eindeutiges Ja zu "Die Kritik an Baerbock ist völlig albern." ...

    #20Author no me bré (700807)  14 Dec 21, 19:05
    Comment

    Aus der Glosse: Kompetenzforum Twitter - hihi, das finde ich wunderschön, wird geklaut und in meinen aktiven Wortschatz überführt!


    Im Übrigen: Wenn Baerbock "de" statt "the" sagt, ist sie doch in allerbester muttersprachlicher Gesellschaft, manche regionale Varietäten sparen sich doch die Reibung, während die "deutsche" Aussprache ja eher "se" wäre.

    #21Author Raudona (255425) 14 Dec 21, 19:31
    Comment

    Ich hatte sogar eine englische Tutorin, die ausdrücklich empfahl, 'de' zu sagen, wenn man das th nicht aussprechen kann. Das klänge noch am natürlichsten, meinte sie.


    Ich schließe mich allen an - einen perfekten Aktzent zu erwarten ist arrogant und dämlich. Englisch als lingua franca ist eben nicht muttersprachliches Englisch irgendwelcher Art, sondern das, was jeder halt so hinkriegt. Es ist ja auch nicht so, als klängen alle anderen Staatsoberhäupter wie Obama oder Hugh Grant.

    (Und ich bin sicher, dass ich bei 99% der Kommentatoren zu ihrer Überraschunng sofort hören würde, dass sie Deutsche sind. Vor allem Männer überschätzen ihre Aussprache oft gnadenlos.)


    manni trifft es ganz gut: erdrückt von Minderwertigkeitskomplexen und besserwisserisch zugleich.

    #22Author Gibson (418762)  14 Dec 21, 19:56
    Comment

    Gibson, die Formulierung stammt aus dem SZ-Artikel, nicht von manni.

    Aber das ändert nichts daran, dass es sehr treffend ist und manni das Zitat ausgewählt hat.


    Ich habe mir mal ein Video aus #14 angeschaut. Sie spricht dort zwar mit deutlichem Akzent, aber flüssig und natürlich.


    Und weil hier ja auch Herrn Oettinger erwähnt wurde, über dessen Englisch auch sehr gelästert wurde, habe ich da mal nach einem Vergleich gesucht.

    Gefunden habe ich von ihm ein Video, in dem er nur auf sein Blatt und nie in die Kamera schaut und bei jedem längeren Wort ins Stottern geriet. Dem waren Aussprachen offenbar völlig unklar (und vorbereitet war er offenbar auch nicht).


    Das Auftreten von Frau Baerbock war um Längen besser.


    #23Author Dodolina (379349) 15 Dec 21, 08:30
    Comment

    ... oder auch Albert Einstein (#7)


    https://www.youtube.com/watch?v=aNuuYKieHRY

    #24Author Stravinsky (637051) 15 Dec 21, 09:26
    Comment

    Ich habe heute Morgen im Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“ gehört, dass man inzwischen auch Christian Lindner habe Englisch sprechen hören und dass dies ganz schnell von Baerbocks vermeintlich schwacher Aussprache ablenken dürfte. Ich glaube, Micky Beisenherz (der Moderator des Podcasts) nannte Lindners Englisch „Oettingeresk“…


    Mir war Baerbocks Englisch nicht als übertrieben schlecht aufgefallen - klar hat sie einen deutschen Akzent, aber warum auch nicht? Sie ist Deutsche und lebt in Deutschland, wo sie vermutlich überwiegend Deutsch spricht. Auch ein paar Auslandssemester helfen da nur bedingt, wenn man nicht gerade ein Ausnahmetalent ist, und die Auslandssemester sind ja inzwischen auch schon wieder ein paar Tage her. Ich habe auch viele Kolleg*innen, die Auslandssemester, Postdocs im Ausland, Entsendungen durch die Firma etc. hatten und trotzdem nach wie vor Englisch mit deutlichem Akzent sprechen. In der Regel ist ihr Englisch (genau wie das der Kolleg*innen, die nicht im Ausland gelebt haben) um Längen besser als das Deutsch ihrer englischen/amerikanischen Gesprächspartner*innen, und die Kommunikation funktioniert. Und nur darauf kommt es an.

    #25Author Dragon (238202) 15 Dec 21, 09:44
    Comment

    Meine englische Aussprache klingt leider auch nicht so doll, aber das th muss schon sein. ;)

    #26Author eastworld (238866) 15 Dec 21, 09:54
    Comment

    Auf dem internationalen politischen Parkett sind die Englisch-Muttersprachler ja auch in der Minderheit.

    Die Franzosen, Spanier, Italiener …. Haben doch auch alle ihre eigenen Akzente. Warum sollten die deutschen da eine Ausnahme machen?


    Ich kann das th, aber wenn ich mich sehr auf mein Gegenüber und evtl Körpersprache und Inhalt konzentriere, ist das wahrscheinlich auch oft nicht korrekt.

    #27Author Dodolina (379349)  15 Dec 21, 09:54
    Comment

    Es kann auch nicht jeder jeden Laut bilden, selbst wenn er theoretisch weiß, wie es geht. Ich kann z.B. kein vorne im Mund gebildetes, rollendes R sprechen. Die Zunge weigert sich einfach. Folglich werde ich in jeder Sprache, die diesen Laut erfordert, einen Akzent haben, egal wie gut ich sie ansonsten sprechen mag.

    #28Author Möwe [de] (534573) 15 Dec 21, 10:01
    Comment
    #28 + 1

    Surely most diplomats appreciate the efforts of the many European politicians who have come to use English as a lingua franca, whether or not they've had the opportunity to practice by living in Brussels or elsewhere overseas for years at a time. Baerbock will at least now be able to surround herself with more aides and interpreters who can help her improve her delivery if she wants to focus on that, or take the burden away from her if she doesn't, which would be an equally valid choice.

    Dragon's point is well taken that surely many fewer British and American speakers achieve comparable fluency in German (or French or whatever), especially without having lived overseas for several years. I expect Baerbock's conversational English will improve with more use, but at the same time, I'm sure she has many more important things to work on when it comes to serious negotiation.


    #29Author hm -- us (236141) 15 Dec 21, 10:14
    Comment

    https://www.youtube.com/watch?v=35RsY18QbkA


    Finde ich eigentlich gar nicht so schlecht.

    #30Author Stravinsky (637051) 15 Dec 21, 10:28
    Comment

    but at the same time, I'm sure she has many more important things to work on when it comes to serious negotiation


    hm-us bringt es gut auf den Punkt, meiner Meinung nach.

    Weitestgehend akzentfreie Aussprache einer Fremdsprache erwarte ich vor allem von den Menschen, die beruflich mit Fremdsprachen arbeiten, soll heißen, Dolmetscher oder Lehrer. Bei Übersetzern wäre es sehr wünschenswert, aber für mich auch nicht so wichtig wie für Dolmetscher.

    Bei der gesamten Diskussion fühle ich mich ein bisschen an den ersten Auftritt von Guide Westerwelle als Außenminister erinnert, der auf einen Dolmetscher bestand, weil er selber zugab, Englisch nicht ausreichend gut zu beherrschen. Und auch da ging es vermutlich in erster Linie um die Aussprache, denn die Rede ist bestimmt von Redenschreibern geschrieben und evtl. von Profis übersetzt worden. Wie ist damals über ihn hergezogen worden - ein Außenminister, der keine Rede in einer Fremdsprache halten will.


    Soll heißen - ich bin kein großer Fan der aktuellen Außenministerin, aber es gibt wirklich wichtigere außenpolitische Themen als ihren Akzent beim Sprechen.

    #31Author rufus (de) (398798) 15 Dec 21, 10:31
    Comment

    Weitestgehend akzentfreie Aussprache einer Fremdsprache erwarte ich vor allem von den Menschen, die beruflich mit Fremdsprachen arbeiten, soll heißen, Dolmetscher oder Lehrer. 


    Wer bitte spricht auf den Britischen Inseln denn bitte ohne Akzent? Die Königin? Hat den Akzent der britischen Oberschicht! Was erwartest du also?

    #32Author ghost_4 (1278168)  15 Dec 21, 10:47
    Comment

    Touché. ;-)


    Ich erwarte, dass Dolmetscher weitestgehend nicht mit dem Akzent ihrer Muttersprache sprechen, wenn sie in die Fremdsprache dolmetschen. Und diese Fremdsprache in der dortigen Hochsprache sprechen (du könntest mir jetzt noch das Thema BE/AE um die Ohren hauen).

    Ich erwarte ja auch nicht, dass ein englischer Dolmetscher, wenn er für einen Münchner dolmetscht, bayrisch redet, oder dass er in Dresden sächselt.


    Ich bin nur der Meinung, dass der Akzent der Außenministerin bei der Rede sowas von wurschtegal ist, solange sie verständlich ist.

    Verhandlungssicher in einer Fremdsprache bezieht sich für mich auf Konversation, Verhandlung und auf Schriftstücke. Nicht auf astreine Aussprache.


    Ich bin übrigens selber ursprünglich Übersetzerin und Dolmetscherin und habe lange in diesen Bereichen gearbeitet. Da ich seit mittlerweile zwei Jahrzehnten nicht mehr dolmetsche, sondern in 95 % der Fälle nur noch übersetze, hat sich meine Aussprache auch wieder sehr verändert und man hört mir meinen deutschen Akzent mittlerweile wieder deutlich an, wenn ich Englisch rede, vor allem längere Sätze am Stück.

    #33Author rufus (de) (398798) 15 Dec 21, 11:05
    Comment

    Kann es sein, dass Baerbock immer noch besser Englisch spricht als die meisten Sachsen und Thüringer Hochdeutsch - von Bayern und Baden-Württembergern ganz zu schweigen?

    Aber so ist es halt: Wenn einem die Argumente zu ihrer Arbeit ausgehen, mäkelt man an Nebensächlichkeiten rum.

    #34Author Analphabet (1034545) 15 Dec 21, 11:17
    Comment

    From that clip in #30 she sounds fine; you can understand what she's saying perfectly well, and she isn't hesitant or mumbly. Compared to some of Boris's speeches, her pronunciation is clear as a bell.


    What always strikes me when I hear her speak German (and it's the same in her English) is that she has a young-sounding voice, and doesn't sound as if she has tried to change it to sound more stateswoman-like. I rather like that, though.

    #35Author CM2DD (236324) 15 Dec 21, 11:36
    Comment

    Compared to some of Jonson's speeches, everbody's pronunciation is clear as a bell and what they say coherent.

    #36Author B.L.Z. Bubb (601295) 15 Dec 21, 11:43
    Comment

    Quite! John Culshaw does a good impression of Boris, but the scary thing is that it isn't even exaggerated.

    #37Author CM2DD (236324) 15 Dec 21, 11:48
    Comment

    Ich habe kein Problem mit Boris Johnsons Aussprache, ich finde die Inhalte seine Reden oftmals ziemlich schräg, z.B. die Peppa Pig-Rede.

    #38Author cassandra (430809) 15 Dec 21, 13:34
    Comment

    Ich habe jetzt auch in Baerbocks Rede reingehört und gebe zu, dass ich mich nicht ganz frei machen kann, etwas überrascht zu sein, weil ich unbewusst davon ausgegangen bin, dass sie außergewöhnlich gut Englishc sprechen würde. Stattdessen fand ich ihr Englisch "nur gut", also tatsächlich wie hier gesagt wurde verständlich und ohne Grammatikfehler, aber eben hörbar deutsch geprägt.


    Vielleicht erklärt das ein bisschen die Reaktionen, dass es vielen ähnlich ging wie muir.


    Diese hohen Erwartungen haben, wie ich zugeben muss, so richtig keine Grundlage. Ihr Lebenslauf mit Auslandsaufenthalten und dem Umstand, dass sie wesentlich jünger ist (und vielleicht noch jünger wirkt, @ CM2DD, #35) weicht ja von den meisten bisherigen Außenpolitikern ab und hat da vielleicht Erwartungen geweckt.


    Richtig ist aber, dass bei vielen der Kritiker, und da nehme ich mich ausdrücklich ein, das eigene Englisch sich im Zweifelsfall keinesfalls besser, sondern eher viel schlecht und "deutscher" anhören würde.

    #39AuthorRheiner (762589) 15 Dec 21, 13:54
    Comment

    rufus, ich fand eindeutig, was du mit 'akzentfrei' gemeint hast.


    (Edit: Hirnknoten. Ich war bei Simultanübersetzern.)


    Rheiner, ich denke, da hast du recht: Ihr Alter, ihr Hintergrund und ihr Lebenslauf haben die Erwartungen sehr hochgeschraubt, und ihr Akzent ist schon ziemlich deutsch ("schlimmer" als der Durchschnittsdeutsche ihrer Blase, würde ich nach meiner Erfahrung sagen). Aber es ist eben auch völlig schnuppe.

    #40Author Gibson (418762)  15 Dec 21, 19:31
    Comment
    #40: OT: Es gibt keine Simultanübersetzer, aber KonferenzdolmetscherInnen, die simultan dolmetschen. (-:
    #41Author Nirak (264416) 15 Dec 21, 20:49
    Comment

    Diese Information ist nicht dazu angetan, meinen Hirnknoten zu entwirren...

    #42Author Gibson (418762) 15 Dec 21, 21:11
    Comment
    #41

    Simultanübersetzer sind Leute, die 5 Word-Dateien und 8,5 PDF-Dateien gleichzeitig aufhaben und zwischen den Aufträgen hin und her springen, weil es sonst zu langweilig wird. 😂
    #43Author las. (377311) 15 Dec 21, 21:14
    Comment

    Re "deutscheste Englisch, das ich seit langem gehört habe"


    Entweder hört der Kommentator selten Deutsche Englisch sprechen, oder es ist bewusst übertrieben. Ein guter Testfall ist zum Beispiel die Aussprache von Germany. Das geht deutscher als bei Frau Baerbock. Für jemanden, der nur kurze Zeit im englischsprachigen Ausland wohnte, finde ich an der Aussprache nichts auszusetzen.


    Wichtiger als die perfekte Aussprache ist doch auch, ob die Fremdsprache in Bezug auf Grammatik, Vokabular, Sprachebenendifferenzierung und kulturellen Kontext so beherrscht wird, dass auch sehr komplexe Sachverhalte ohne Missverständnisse situationsgerecht erörtert werden können. Sonst lieber auf Dolmetscher zurückgreifen, bevor eine diplomatische Krise droht.


    San Jose ist voll von Menschen, die Englisch als zweite Sprache sprechen, da 40% der Bevölkerung im Ausland geboren sind. Und es ist eindeutig so, dass bei den allermeisten auch nach jahrzehntelangem Aufenthalt in den USA ein fremdländischer Akzent zu bemerken ist, obwohl sich der dann oft nicht mehr genau einem Land zuordnen lässt. Ich lebe schon dreißig Jahre hier und wurde z.B. schon gefragt, ob ich ursprünglich aus Schweden käme. Nein, aber da ganz in der Nähe ...

    #44Author Norbert Juffa (236158) 15 Dec 21, 21:57
    Comment

    Kann das auch damit zu tun haben, dass wir etwas mit unserem Akzent hadern? Hätte Annalena Baerbock einen französischen Akzent, würde man ihn wahrscheinlich sympathisch finden. Ich habe auch auf FB einen Beitrag zu AB gefunden. Die gehässigen Kommentare kamen meistens von Männern und waren einfach nur penlich..

    #45Author cassandra (430809) 15 Dec 21, 22:30
    Comment

    Gehässigkeit am besten einfach ignorieren. Wenn ich das nicht täte, müsste ich mich als "alter Sack" bzw. "alter weißer Mann" mit "toxischer Männlichkeit", und "OK, Boomer"-Rezipient, dem die meisten Teenager an Durchblick klar voraus sind, mindestens einmal die Woche an irgendeiner Kommentarspalte im Internet abarbeiten. Lohnt nicht.

    #46Author Norbert Juffa (236158) 15 Dec 21, 23:19
    Comment

    Norbert, mich haben diese Kommentare ja nicht betroffen. Aber mir fällt schon die Herablassung ihr gegenüber auf. Als würde es sich bei ihr um ein kleines Mädchen handeln. Bei Olaf Scholz kämen die wenigsten auf die Idee vom "Olaf" zu schreiben. Dass man bei Annalena Baerbock von der "Annalena" oder "Annalenchen" schreibt, ist in den Foren fast schon üblich. Von daher vermute ich, dass das spielt bei den Kommentaren um ihren Akzent auch eine Rolle. Hinzu kommt natürlich die grandiose Selbstüberschätzung derjenigen, die sich so äußern. Annalena Baerbock wird sich eine harte Schale zulegen müssen.


    Ich selbst habe letztens auf der Seite von MDR Investigativ auf FB geäußert, dass ich mich ungerne von ungeimpften Personal behandeln lassen würde. Die Empörung war groß, die Beschimpfungen auch. Getroffene Hunde bellen. Ich habe deshalb aber keine schlaflosen Nächte. Und ich gebe dir Recht, dass es sich nicht lohnt, sich aufzuregen. Bei FB wundert es mich, was da manchmal an Kommentaren durchgeht.



    #47Author cassandra (430809) 15 Dec 21, 23:40
    Comment
    Bei Farcebuch wundert mich gar nix mehr.
    #48Author B.L.Z. Bubb (601295) 16 Dec 21, 05:17
    Comment

    Wenn man sich wegen muttersprachlicher Akzente in einer Fremdsprache aufregt, wie denkt man dann über Baiern, Franken und Schwaben, die Hochdeutsch (für sie eine Fremdsprache) mit ihren bairischen, fränkischen oder schwäbichen Akzenten sprechen?

    #49Author MiMo (236780) 16 Dec 21, 05:43
    Comment

    Das kannst du in #34 nachlesen. Spätestens bei Süddeutschen hat die Toleranz ein Ende. Irgendwo muss man ja mal eine Grenze ziehen.

    #50Author eineing (771776) 16 Dec 21, 05:57
    Comment

    Baiern, Franken und Schwaben, die Hochdeutsch (für sie eine Fremdsprache)

    Für Sprecher niederdeutscher Varianten des Deutschen ist Hochdeutsch eher eine Fremdsprache, für Oberdeutschsprecher eigentlich nicht.

    #51Author Selima (107) 16 Dec 21, 06:25
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    Das war so, als Niederdeutsch noch in nennenswertem Umfang gesprochen wurde, ja.

    #52Author JanZ (805098) 16 Dec 21, 08:48
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    Hochdeutsch (bzw. Standarddeutsch) war für süddeutsche Dialektsprecher (und bestimmt auch für mitteldeutsche) auch maximal Mitte des letzten Jahrhunderts noch eine "Fremdsprache". Das sind halt so Stereotype, die da gepflegt werden - ebenso wie die reflexhafte Ablehnung alles Süddeutschen ... oder wahlweise Mitteldeutschen. Ja, mei.

    #53Author Selima (107)  16 Dec 21, 09:42
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    Ja, so sind sie halt, die Leute, die Stereotype pflegen, aber völlig frei von Vorurteilen jeder Art sind.


    Das erinnert mich immer an einen angehenden Germanisten, der mir mit der vorweggenommen Komeptenz des erst noch zu absolvierenden Studiums nach kurzem, tiefsinnigen Überlegen erklärte, dass Dialektfärbungen ein untrügliches Zeichen für mindere Intelligenz seien. Eine derartige, auf wissenschaftlicher Grundlage erzielte Einschätzung, wird man kaum als Vorurteil missverstehen können.

    Traurig aber wahr: Der Süden und der Osten der Republik, ein Land der Dödel.

    Edit: Von Österreich und der Schweiz wollen wir gleich gar nicht reden.

    #54Author eineing (771776)  16 Dec 21, 10:02
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    Ich sehe gerade im Fernsehen den Historiker Ian Kershaw. Er spricht flüssig und grammatisch perfekt Deutsch, hervorragend verständlich, aber mit deutlichem britischem Akzent. Dieser Akzent ist das genaue Gegenteil eines typischen deutschen Akzents im Englischen: weiche Konsonanten, wo sie hart sein müssten, englisches R, dynamischere "Vokalqualitäten", andere Satzmelodie. Das stört mich überhaupt nicht, man hört ihm eben seine Herkunft an. Warum sollten Briten über Baerbocks Englisch anders denken?

    #55Author dirk (236321) 16 Dec 21, 14:08
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    [@ 54 - edit, weil zu spät]

    #56Author manni3 (305129)  16 Dec 21, 14:19
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    Edit wegen Edit bei 56 ...

    Spielverderber, manni3;-)

    #57Author rufus (de) (398798)  16 Dec 21, 14:22
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    # 55: Naaa, so kleinlich sind nur wir Deutschen (wo wir doch eh bei Stereotypen sind). Ich kenne jedenfalls keinen Anglophonen, der sich jemals über den Akzent anderer mokiert hätte.

    #58Author Selima (107) 16 Dec 21, 14:55
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    Ich glaube, da schenken sich die einzelnen Völker nichts, Selima. Franzosen und Belgier, französischsprachige Schweizer, französischsprachige Kanadier sind nur ein Beispiel.

    Eine belgische Bekannte von mir ist mal halb ausgeflippt, als sie in einer provenzalischen Bäckerei auf ihren "seltsamen französischen Akzent" angesprochen wurde.

    #59Author rufus (de) (398798) 16 Dec 21, 15:08
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    Stimmt. In Frankreich reagieren die Leute auch merkwüdig, wenn man kein astreines Frz. spricht. Aber von Anglophonen habe ich noch nie ein Rumgemäkel am Akzent von Nichtmuttersprachlern gehört.

    #60Author Selima (107) 16 Dec 21, 15:11
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    "Aber von Anglophonen habe ich noch nie ein Rumgemäkel am Akzent von Nichtmuttersprachlern gehört."


    *unterschreib* Im Gegenteil, man sagt "hello, how are you?" und die Reaktion ist "your English is gorgeous!"

    #61Author B.L.Z. Bubb (601295) 16 Dec 21, 15:13
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    Vor allem - "definiere astrein", denn du hast ja - wie bei AE und BE - auch teils unterschiedliche Vokabeln. Da kannst du noch so fließend und mit wenig deutschem Akzent sprechen, wenn du in FR "novante" statt "quatre-vingt dix" für 90 sagst, bist du als Nicht-Franzose enttarnt;-)


    Bei Briten kann ich es auf Anhieb nicht sagen, aber ich habe es in den USA auch so kennengelernt, wie Norbert es weiter oben schon geschildert hat. Das Land ist ein Schmelztiegel mit Einwanderern aus aller Herren Länder, wenn da jemand noch irgendeinen fremden Akzent beim Sprechen hat, wird höchstens erst einmal gefragt, woher man denn kommt, oder das Gegenüber rät drauflos (würde ich durchaus auch machen). Direktes Meckern habe ich da auch nie mitgekriegt.

    #62Author rufus (de) (398798)  16 Dec 21, 15:17
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    Euer Vergleich humpelt - die Frankophonen müssten sich über das "H" der Deutschlernenden in Frankreich lustig machen und die Anglophonen über die verhunzten Umlaute ihrer Landsleute.

    #63Author kikært (236250) 16 Dec 21, 15:20
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    Direktes Meckern habe ich da auch nie mitgekriegt.


    Die machen sich höchstens ein wenig lustig und betonen es extra stark mit deutschem oder indischen Akzent. In Filmen zum Beispiel.

    #64Authorzacki (1263445) 16 Dec 21, 15:21
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    Dänen habe ich definitiv schon über jemanden mit starkem deutschen Akzent "lästern" hören - nicht wirklich gehässig, aber ausdauernd. Und Anglophone, die einen deutschen Akzent wenig schmeichelhaft imitieren (bevorzugt mit "Nazi-Vokabular"), sind auch nicht soooo selten anzutreffen.


    #65Author kikært (236250) 16 Dec 21, 15:24
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    kikaert - mein Vergleich mag humpeln, aber ich stehe zu meinem Kommentar, dass sich die unterschiedlichen Sprecher nichts schenken.

    "Typisch deutsch" ist das Rummeckern also nicht.

    #66Author rufus (de) (398798) 16 Dec 21, 15:26
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    Das wollte ich auch nicht anzweifeln - ich bin generell eine Verfechterin der These, dass alle Menschen ungefähr gleich bekloppt sind, nur die Art, wie es sich zeigt, kann in Abhängigkeit von der Umgebung variieren 😉.

    #67Author kikært (236250) 16 Dec 21, 15:33
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    Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, usw. ... ;-)

    #68Author rufus (de) (398798) 16 Dec 21, 15:37
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    "Aber von Anglophonen habe ich noch nie ein Rumgemäkel am Akzent von Nichtmuttersprachlern gehört."


    Ich kenne auch diverse Briten, die bei nichtmuttersprachlichen Akzenten ein Gesicht ziehen. Ich kenne auch viele, die es nicht tun. Ich halte jede Generalisierung - auf alle Völker und Sprachen bezogen - für sinnlos.

    #69Author Gibson (418762) 16 Dec 21, 15:59
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    Ich finde es mittlerweile befremdlich, dass den Medien die Kommentare von ein paar tausend Nutzern eines Lästerdienstes eine Nachricht wert sind. Die Anzahl dieser Leute ist so bedeutend wie ein Schreier in einem Saal mit 10000 Leuten. Nach etwas ignorieren wird der ruhig.

    Man findet immer die Nachricht: "Das Internet tobt, weil...."; "Das Netz sendet einen Shitstorm an.....".

    Und bei näherem Hinsehen geben ein paar hundert Leute eine Meinung zu etwas Belanglosem ab, und die Hälfte der Kommentare ist meist auch noch dafür.


    Der Schreier hat halt jetzt ein Megafon.....

    #70Author BlackFrank (1093052) 16 Dec 21, 16:03
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    Da kannst du noch so fließend und mit wenig deutschem Akzent sprechen, wenn du in FR "novante" statt "quatre-vingt dix" für 90 sagst, bist du als Nicht-Franzose enttarnt 😉


    Und auch sonst als Nicht-Muttersprachler, denn der würde wenn, dann "nonante" sagen 😉.

    #71Author JanZ (805098) 16 Dec 21, 16:31
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    Autsch! Ich muss dringend mal wieder dorthin in den Urlaub ...
    Zuviel mit Italienisch und Spanisch vermischt ... ;-)
    #72Author rufus (de) (398798) 16 Dec 21, 16:50
     
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