Werbung
LEO

Sie scheinen einen AdBlocker zu verwenden.

Wollen Sie LEO unterstützen?

Dann deaktivieren Sie AdBlock für LEO, spenden Sie oder nutzen Sie LEO Pur!

 
  •  
  • Übersicht

    Land und Leute

    Neuigkeiten vom Rest der Welt 7

    Betrifft

    Neuigkeiten vom Rest der Welt 7

    Kommentar

    Wir kommen von Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 6 und derzeit ist natürlich das Geschehen in der Ukraine das vorherrschende Thema ... Hoffentlich kommen auch wieder bessere Zeiten ...


    Als ob wir keine wichtigeren Probleme hätten als die Gebietsansprüche irgendwelcher Despoten.


    Vielleicht kann wupper noch eine Link in seinen letzten Beitrag i #6 einbauen.

    Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  26 Feb. 22, 16:27
    Kommentar

    Gesagt, getan.

    #1Verfasser wupper (354075) 26 Feb. 22, 16:37
    Kommentar
    Thank you both.

    wupper, my suggestion might be to call your parallel thread '7b: Außer der Ukraine', so that people could follow either or both. I agree that it's hard to have both in one thread right now, but also hard to expect us not to talk about the war at all.

    But if the consensus is for something different, we can do whatever the group or Doris wants.

    Thanks to penguin for the answer in 6. #300. One more question:

    >>Нет войне!

    (Is that right?)

    (And why did italics mess it up? Hmm ...)

    Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 6 - #299
    #2Verfasser hm -- us (236141)  26 Feb. 22, 17:05
    Kommentar

    I just requested Doris to delete the other thread. It's up to the people who regularly post here to decide how to proceed. It just seems funny to call the thread "Neuigkeiten vom Rest der Welt" and then have 300 posts about Ukraine.

    #3Verfasser wupper (354075) 26 Feb. 22, 17:32
    Kommentar
    Ich hatte mir schon vor einigen Tagen überlegt, einen Ukraine-Faden zu eröffnen, habe mich aber nicht richtig getraut. Ich bin aif jeden Fall dafür.
    #4Verfasser fehlerTeufel (1317098) 26 Feb. 22, 17:35
    Kommentar

    Es dürfte zwar überall in den Medien erscheinen, aber ich berichte es trotzdem mal. Die Bundesregierung hat sich umentschieden und wird jetzt 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen aus Bundeswehr-Beständen an die Ukraine liefern.


    Ich habe heute in der Straßenbahn, als ich davon noch nichts wusste, darüber sinniert, ob Deutschland jetzt Waffen liefern sollte. Wenn es irgendwelche Aussichten gibt, dass die Waffen wirklich helfen und nicht nur den Kampf etwas verzögern und die Zahl der Toten auf beiden Seiten erhöhen, bevor es dann doch zum gleichen Ergebnis kommt, bin ich - so glaube ich - dafür. Jedenfalls finde ich die Entscheidung nachvollziehbar und ich finde auch nicht, dass es ein Zeichen von Schwäche ist, dass die Regierung sich umentschieden hat. Ein mulmiges Gefühl habe ich trotzdem.


    PS: Ich habe den Link zum Tagesschauartikel vergessen: https://www.tagesschau.de/inland/waffenliefer...


    PPS: Die Bundesregierung hat auch zugestimmt, dass Estland die ehemals deutschen Haubitzen in die Ukraine schicken darf und dass die Niederlande 400 Panzerfäuste aus deutscher Produktion in die Ukraine liefern.

    #5Verfasser harambee (91833)  26 Feb. 22, 21:32
    Kommentar

    Nun ja, Selensky selbst hat sich mehrmals persönlich an Bundeskanzler Scholz appelliert, diese Waffen zu liefern. Hätte Dir das nicht auch ein mulmiges Gefühl bereitet, diese Bitte einfach zu ignorieren? Ich meine, wenn das ukrainische Volk bereit ist, das Risiko auf sich zu nehmen, dann sollten wir auch bereit sein, ihnen wirklich zu helfen. Die Ukrainer sind schließlich diejenigen, die das Risiko tragen bzw. die Last übernehmen müssen. Aus Medienberichten ist deutlich zu erkennen, dass sie bereit sind, alles zu tun, auch sterben, um ihr Land zu verteidigen.


    Übrigens, das auch aus dem Tagesspiegel:

    Darüber hinaus genehmigte die Bundesregierung am Samstag die Lieferung von 14 gepanzerten Fahrzeugen aus Deutschland in die Ukraine. Diese würden für den Personenschutz und gegebenenfalls für Evakuierungen genutzt.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/ist-unser...

    Das würde eben Menschenleben retten, oder? Aber ich weiß, das macht nur einen Teil der Waffenlieferungen an die Ukraine aus.

    #6Verfasser wupper (354075)  26 Feb. 22, 22:23
    Kommentar
    Und gerade kommt die Meldung, dass Russland (endlich!) aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen wird.
    #7Verfasser fehlerTeufel (1317098) 26 Feb. 22, 23:25
    Kommentar

    #6 Die Ukrainer sind schließlich diejenigen, die das Risiko tragen bzw. die Last übernehmen müssen. Aus Medienberichten ist deutlich zu erkennen, dass sie bereit sind, alles zu tun, auch sterben, um ihr Land zu verteidigen.


    Ja, aber ich finde, man darf auch dann ein mulmiges Gefühl haben, wenn Menschen freiwillig in die Katastrophe marschieren. Nicht falsch verstehen, ich bin durchaus der Ansicht, dass Verteidigung mit Waffen notwendig ist. Ich verstehe auch, dass es im Krieg mutige Menschen geben muss und dass es sogar notwendig sein kann, Menschen bewusst zu opfern. Allerdings sollte eine verantwortungsvolle Führung das nur dann in Betracht ziehen, wenn es realistische Chancen gibt, dass wichtige Ziele erreicht werden können. Dabei muss es sich nicht mal um die Chance handeln, den Krieg insgesamt zu gewinnen. Ein solches Ziel kann auch ein wesentlicher Zeitgewinn sein.


    Sollte es aber so sein - ich kann das nicht beurteilen -, dass die ukrainische Armee keine Chance hat, wichtige Ziele zu erreichen, dann erwarte ich von einer verantwortungsvollen Führung auch, dass sie ihre Bürger nicht zur Schlachtbank führt. Wenn es also so wäre - ich kann das nicht beurteilen - dass die jetzt von vielen Ländern gelieferten Waffen bei den Ukrainern völlig unrealistische Hoffnungen auf Erfolge wecken und sich deshalb mehr Ukrainer mit falschem Optimismus in den Kampf stürzen, dann hilft das niemandem. Natürlich müssen die Ukrainer diese Entscheidungen selbst fällen. Deshalb halte ich die Lieferungen ja auch für richtig, aber der Glaube, dass das wirklich hilft, fehlt mir. Ich mag die Romantisierung von Kriegen nun mal nicht.


    Übrigens ist es sicher richtig, dass die Verteidigungsbereitschaft der Ukraine hoch ist, aber auch bei den Ukrainern ist nicht jeder ein geborener Held. Wenn ich höre, dass es jetzt in der Ukraine eine Generalmobilmachung gab und dass männliche Ukrainer zwischen 18 und 60 Jahren ihre Frauen und Kinder nicht auf der Flucht über Ungarn begleiten können, weil sie an der Grenze zurückgeschickt werden, dann bekomme ich auch ein mulmiges Gefühl. Ich habe keine Ahnung, wie gut ukrainische Reservisten ausgebildet sind, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass diese Männer bei der Verteidigung des Landes wichtige Dienste leisten können. Denen die jetzt gelieferten Panzerfäuste in die Hand zu drücken, scheint mir wenig aussichtsreich.


    Zu den SWIFT-Entscheidungen: Ein vollständiger Ausschluss aller russischen Banken scheint es nicht zu sein. Mal sehen, was das wirklich bedeutet.

    #8Verfasser harambee (91833) 26 Feb. 22, 23:57
    Kommentar

    Ich kann deine Bedenken nachvollziehen, sehe aber nicht, was die Alternative ist. Die Ukraine kann ja schlecht Putin einfach den Schlüssel zum Land überreichen und sich zurückziehen. Wenn man angegriffen wird, wehrt man sich, realistische Chance oder nicht, das finde ich nicht romantisierend. Was soll man sonst tun? Beten? Weglaufen geht ja in dieser Situation nicht.

    #9Verfasser Gibson (418762) 27 Feb. 22, 00:18
    Kommentar

    Die Ukrainer kämpfen buchstäblich um ihre Heimat. Das sollte keine Romantisierung sein, aber ich glaube, in so einer Situation rechnet man da nicht so kühl und kalkulierend seine Chancen aus, wie Du das beschreibst. Die Alternative wäre, ein lebenlang unter russischer Herrschaft zu leben, genauer gesagt, unter Putins Herrschaft. Ich meine, für viele Ukrainer ist das eine grausame Vorstellung.

    Aber natürlich hast Du das Recht auf Deine eigenen Gefühle. Ich wollte nicht, dass das so rüberkommt. Ich kann die auch einigermaßen verstehen. Ich selbst habe ein schlechtes Gefühl tatenlos zuzuschauen, während die Ukrainer abgeschlachtet werden. Es ist für mich ein bisschen wie unterlassene Hilfeleistung aber millionenfach.


    Natürlich müssen die Ukrainer diese Entscheidungen selbst fällen.

    Da stimme ich Dir zu, harambee. Das wollte ich eigentlich selbst schreiben, aber jetzt hast Du es schon getan.

    #10Verfasser wupper (354075)  27 Feb. 22, 00:47
    Kommentar
    I'm sorry, harambee; you're right that it's wrong to romanticize such a grim situation. All the reservations and uncomfortable feelings in #8 are certainly justified. Even with a small quantity of weapons that may stop some tanks and some helicopters, the weapons still have to get there, people have to learn to use them, and the Ukrainians still have to choose which few places they want to try to defend, or at least impose a high cost to take. There's also the risk that weapons might only end up falling into the hands of Russia and being used against them in the end, as happened in Afghanistan.

    But, but ... How else can a nation build morale than with some sense of hope? As Gibson says, what's the alternative? Would you have them just surrender with hardly a shot fired, as Putin demanded, and evidently gambled on?

    Of course none of us are generals or analysts. It's all too easy for us to urge courage vicariously from our armchairs. In the end, the Ukrainian people must listen to each other, and their own generals, not to us.

    But how will they know unless they try? If they could even defend a few key locations, like especially a few core government and media buildings in Kyiv and/or Lviv, for a few days, weeks, or months, could it at least be enough to show both Putin and themselves that they will not simply surrender without a fight?

    Above all, how long would it take to let the Russian people show Putin that they don't want their young people to be sacrificed for his ego? It seems to me that that's the real battle -- the fight to get the facts into Russia itself. Isn't it possible that even days, or weeks, of delay might be enough time for Russians at home to begin to realize not only that their young men are being killed for no reason, but that they have suddenly become the pariahs of Europe, shut out not only from banking but from commerce, sports, travel, a general sense of participation and belonging to the civilized world?

    More specifically, how long can Putin hide his own losses? If I heard correctly, Russians recently were still claiming they had zero casualties, while the Ukrainians were reporting something like 2800 Russians killed. Neither of those extremes sounded at all believable, but won't something closer to the truth come out before too long? Don't any of the Russian troops have cell phones, and don't western allies have at least a few ways of getting the real story into Russia? Even though state media are forbidden to report the truth, won't people notice that Aeroflot is no longer flying to Europe, that their soccer team is no longer welcome in World Cup qualifying, etc.?

    Some Russian athletes and celebrities, even Dmitry Peskov's daughter Lisa Peskova, are already sharing the message 'No to war' on public platforms. How many more would it take to make it harder and harder for censors to stop every instance of that simple slogan? If a few more weapons could buy a little more time and space for free speech, why not at least try?

    Partly, that's why I asked about the LEO Ru-De forum, and an easy Russian phrase or two. Is there anything, however small, that any of us could do?
    #11Verfasser hm -- us (236141)  27 Feb. 22, 05:23
    Kommentar

    [Fadenwechseldank an den Herrn Bubb]


    Re NvRdW6, #296: Deshalb geht der "Vormarsch" auch langsamer als von der Generalität geplant/gedacht.


    Ich weiß nicht, was die russssiche Generalität denkt, aber das verstehe ich nicht so ganz, wieso man hier von langsam(er) spricht. Ich halte den Fall Rot (die deutsche Invasion Frankreichs 1940) für einen recht guten Vergleich. Totale deutsche Luftherrschaft. Anfänglich starker Widerstand. Die Invasion begann am 5. Juni. Am 14. Juni war Paris eingenommen. Am 22. Juni war der Feldzug zu Ende. Zu diesem Zeitpunkt war ca. 50% Frankreichs besetzt. Jetzt rollt erst die zweite russische Phase mit viel schwerem Gerät, und zirka 50% der aufgebotenen Truppen befinden sich innerhalb der Ukraine.



    Re #8 Zu den SWIFT-Entscheidungen: Ein vollständiger Ausschluss aller russischen Banken scheint es nicht zu sein. Mal sehen, was das wirklich bedeutet.


    Nirgendwo finde ich etwas definitives dazu. Eine Analystin im TV (weiß nicht mehr welcher Sender), sprach von einem "carve out for the energy sector". Wenn dem so wäre, hieße das: Im Tagesdurchschnitt Transfers von um US$ 300M aus Europa und den USA. Möglicherweise auch deutlich mehr, wenn die Energieträgerverkäufer für Öl, Gas, und Kohle von den momentan hohen Spotpreisen profitieren. Dazu Einnahmen von Verkäufen an China (die Bezahlung läuft meines Wissens nicht über SWIFT; oder war das erst angedacht?).


    Von der Leyen sprach eindeutig von "certain banks", also nicht allen russischen Banken. Was die Möglichkeit offen lässt, dass zum Beispiel über den Finanzplatz Schweiz weitere Transfers stattfinden könnten (angeblich liegen ein Drittel der Oligarchengelder auf Konten dort).


    Ich habe keine Ahnung, wie gut ukrainische Reservisten ausgebildet sind, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass diese Männer bei der Verteidigung des Landes wichtige Dienste leisten können.


    Reservisten haben ja mal bei den Streitkräften gedient. Wenn das Waffensystem sich seit dem nicht geändert hat (Kalaschnikow bleibt Kalaschnikow) müsste das sein wie beim Fahrradfahren. Die Handgriffe wurden ja hunderte Male trainiert, auch auf Zeit, im Dunkeln, und unter erschwerten Bedingungen (z.B. mit Gasmaske). Ganz und gar mulmig wird mir bei den Leuten ohne militärische Ausbildung, wie dem jungen Mann in einem Interview, der angab, in seinem ganzen Leben 16 Schuss abgegeben zu haben. Das halte ich für unverantwortlich. Ich musste sofort an die Hitlerjungen aus dem Film "Die Brücke" denken. Grausam.

    #12Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 07:07
    Kommentar

    zu #12: ....der angab, in seinem ganzen Leben 16 Schuss abgegeben zu haben


    Ich habe vor Jahrzehnten meinen Wehrdienst abgeleistet. Dabei habe ich laut meinem noch existierenden Schießbuch, in dem jeder Schuss festgehalten ist, genau 58 Schüsse mit scharfer Munition abgegeben verteilt auf 19 x Gewehr, 13 x Pistole und 26 x MG.

    Meine ganz reguläre Ausbildung z.B. am Gewehr, das ja für die meisten Soldaten die einzige Waffe ist, die sie verwenden, hatte also ungefähr gerade den Umfang den auch die des zitierten jungen Mannes hatte.


    Ergänzung: In diesem Schießbuch gibt es noch viele leere Seiten, überschrieben mit

    MPi

    Gefechtsschießen des Einzelschützen

    Teilnahme an Gefechtsschießen

    Gewehrgranaten

    Bazooka

    Handgranaten


    d.h. mit diesen Waffen bzw. Trainingsvarianten bin ich nicht in Berührung gekommen.

    #13Verfasser eineing (771776)  27 Feb. 22, 08:51
    Kommentar

    @eineing Ich vermute, dein Wehrdienst dauerte länger als ein, zwei Tage? Und 58 Schuss sind ja schon mal fast viermal so viele wie 16. Ich habe mir bei YouTube angeschaut, wie informell man die vielen Freiwilligen registriert und ausstattet. Von daher vermute ich: Der Junge (dem Aussehen nach mag er 18 gewesen sein, oder vielleicht auch erst 17) hat sich in die Liste eingetragen, seine Waffe und sein gelbes Armband in Empfang genommen, es hat ihm mal kurz jemand gezeigt, wie das Ding funktioniert, und um Munition zu sparen hat man dann ein halbes Magazin zu Schussübungen verwendet.


    Re NvRdW6, #297: Ich möchte gerne feststellen, dass alle (deutschen) Politiker zum Thema Sanktionen immer dazu gesagt haben, dass diese die Invasion nicht stoppen werden, sondern mittelfristig wirken. Daher verstehe ich Norberts Vorwürfe nicht.


    Beispiel: Von der Leyen zu den Sanktionen: "these measures will cripple his war machine". Entspricht das der Realität? Oder ist das eher eine massive Übertreibung?

    #14Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 09:01
    Kommentar

    Ich versuche es nochmal:


    Ich halte die Waffenlieferungen zu diesem Zeitpunkt für richtig und habe trotzdem ein mulmiges Gefühl. Ich fürchte, dass diese Waffenlieferungen dazu beitragen, die Zahl der Toten auf beiden Seiten zu erhöhen, und dass es trotzdem zu einer Situation kommt, in der die Ukrainer für lange Zeit unter russischer Herrschaft leben müssen.


    Ich hoffe, dass die Waffen tatsächlich dazu beitragen, die militärische Situation signifikant zu verändern. Wenn das so ist, dann ist die Lieferung sinnvoll. Ob es so ist, kann ich nicht beurteilen.


    Ich habe keine überzeugende alternative Lösung und stimme ja auch deshalb zu. Allerdings ist es nicht immer ein überzeugendes Argument für eine Entscheidung, dass die Alternativen fehlen. Dazu ein völlkommen abstruser Vergleich, der stark überzeichnet: Es hätte ja auch jemand den Vorschlag machen können, zu Verteidigungszwecken das eigene Land mit einer Atombombe unbewohnbar zu machen und die Menschen einen kollektiven Selbstmord begehen zu lasse, um damit die Ehre zu retten. Wenn Kritik daran mit der Frage gekontert wird, was denn die Alternativen seien, dann überzeugt mich das nicht allzu sehr. Wie gesagt weiß ich, dass der Vergleich in vielfacher Hinsicht hinkt. Ich will nur sagen, dass mich das Argument "alternativlos" nur dann überzeugt, wenn ich Hoffnung habe, dass mit dem aktuellen Vorschlag etwas erreicht werden kann. Auch wenn sie nicht besonders groß ist, habe ich diese Hoffnung jetzt. Deshalb stimme ich ja zu, aber ...


    Wenn aber meine Befürchtungen, dass die ukrainische Armee keine Chance hat, berechtigt sind, dann muss man in der Tat nach Alternativen suchen. Es gibt Alternativen, aber die haben alle ihre Tücken:


    Es hat andere Länder gegeben, die von einem übermächtigen Nachbarn besetzt wurden und sich dann in einem langwierigen Partisanenkampf befreit haben. Für einen solchen Kampf, den ich der Ukraine nicht wünsche, ist es wenig hilfreich, jetzt alle kampffähigen Menschen abschlachten zu lassen.


    Es gibt noch eine andere Alternative: Die NATO könnte entscheiden, aktiv in die Kämpfe einzugreifen und den Weltkrieg zu riskieren. Vermutlich würde das der Ukraine helfen. Komischerweise wird das kaum mit dem Argument "Was ist denn die Alternative?" gefordert. Ich fordere das nicht, aber es wäre schon konsequent oder?


    Zum 467ten Mal: Ich unterstütze die Entscheidung zur Waffenlieferung, aber das Gefühl "Super, jetzt gibt es die Waffen und alles wird gut" will sich bei mir nicht einstellen. Ich fürchte (und glaube), dass die Entscheidung die Zahl der Opfer in diesem Krieg erhöhen wird. Es kann sein, dass damit etwas erreicht wird, was diese Opfer rechtfertigt. Ja, es ist wichtig, dass sich die Menschen nach Beendigung des Krieges sagen können, dass sie alle sinnvollen Versuche unternommen haben, ihr Land zu retten. Sinnlose Versuche helfen dabei nicht und später zu errichtende Heldendenkmäler helfen den Familien nicht, die jetzt ihre Väter (und Mütter, aber die aktuelle Generalmobilmachung gilt halt nur für Männer, so dass deutlich mehr Männer sterben werden) verlieren werden.


    Ich bleibe dabei: Das alles macht nur Sinn, wenn das ukrainische Militär mit diesen Waffen etwas erreichen kann. Ob das so ist, weiß ich nicht. Kann sein, dass die Ukrainer das auch nicht wissen. Dann müssen sie es wohl ausprobieren, wie hm -- us schreibt. Ein mulmiges Gefühl habe ich trotzdem.


    #12 Reservisten haben ja mal bei den Streitkräften gedient. Wenn das Waffensystem sich seit dem nicht geändert hat (Kalaschnikow bleibt Kalaschnikow) müsste das sein wie beim Fahrradfahren. Die Handgriffe wurden ja hunderte Male trainiert, auch auf Zeit, im Dunkeln, und unter erschwerten Bedingungen (z.B. mit Gasmaske).

    Ich weiß eben nicht, ob das wirklich für alle gilt, die jetzt herangezogen werden. Ich habe vor Jahrtausenden auch Wehrdienst geleistet und dabei in Übungen auch eine Panzerfaust durch die Gegend geschleppt, aber ich glaube nicht, dass ich für irgendwas zu gebrauchen wäre. Ich glaube schon, dass regelmäßiges Traing nötig ist.

    #15Verfasser harambee (91833)  27 Feb. 22, 09:03
    Kommentar

    Re #13: *mich wunder* Das Schießbuch war doch wieder abzugeben bei der Entlassung? Ich wurde in der Grundi ausgebildet für Pistole, Sturmgewehr G3, Maschinengewehr, Uzi. Dann habe ich in der Stammeinheit einmal mit der Panzerfaust geschossen (und die Panzerattrappe nicht getroffen; in der Realität wäre ich wohl als nächstes tot gewesen). Zum Schießplatz ging es einmal im Monat. Erst als Reservist Ende der 1980er habe ich scharfe Handgranaten geworfen.

    #16Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 09:07
    Kommentar

    Offensichtlich musste ich das Schießbuch nicht abgeben. Es steckt im Umschlag meines Wehrpasses, der ebenfalls noch existiert.

    #17Verfasser eineing (771776) 27 Feb. 22, 09:12
    Kommentar

    Re #15: Es wird da natürlich individuelle Unterschiede geben. Ich war nach dem Wehrdienst auf zwei Reserveübungen. Das war nun nicht ewige Jahre später, denn nach 28 muss man ja als Mannschaftsdienstgrad nicht mehr antreten. Die Handhabung der Waffen war kein Problem, da ist das motor memory, wie beim sprichwörtlichen Fahrradfahren, das man nie verlernt. Aber als ich beim Funken Authentifizieren sollte, konnte weder ich noch jemand anders aus dem Zug sich erinnern, wie das nun wieder ging. Wenn ich heute zur BW käme, wäre ich allerdings komplett unbeleckt, weil so ziemlich alle Kleinwaffen durch neuere Modelle ersetzt wurden. Auch die Schusshaltung ist eine andere.


    das ukrainische Militär mit diesen Waffen etwas erreichen kann


    Also die neun NVA-Geschütze (Sowjet-Modell) sind ja der gleiche Typ (ich glaube, dieser), wie ihn auch die ukrainische Armee verwendet. Das passt. Fragt sich nur ob sie überhaupt noch bis an die Front kommen. Und so ganz ohne Lufthoheit ist der Einsatz eines Geschützes dieser Größenordnung wohl auch eher ein Himmelfahrtskommando.



    Re #17 Darf ich fragen, wann (grober Zeitraum) du gedient hast?

    #18Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 09:13
    Kommentar

    Norbert zu deinem Vergleich mit der Situation in Frankreich im Jahr 1940 (in #12):


    Ich fürchte allerdings auch, dass die weltweite Sympathie und Solidarität, die der Ukraine jetzt entgegen schlägt, an den Kräfteverhältnissen und den entsprechenden Konsequenzen letztlich wenig ändern wird.

    Für Putin gibt es kein Zurück mehr. Er muss diesen Krieg gewinnen, koste es was es wolle.

    Und wenn die 150000 Soldaten, von denen derzeit die Rede ist, nicht ausreichen sollten, wird man die Truppen weiter verstärken. Ich glaube nicht, dass die Ukraine gegen diese erdrückend Übermacht lange standhalten kann.


    Zu deiner Frage in #18: Anfang der siebziger Jahre. Demnächst ist ein halbes Jahrhundert rum.


    #19Verfasser eineing (771776)  27 Feb. 22, 09:30
    Kommentar

    Ich hatte im letzten Faden gemutmaßt, dass die Invasion nach zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein wird. Das schlimme ist, dass sie bis dahin noch sehr viel blutiger werden wird als in den letzten drei Tagen. Scheiß Krieg.


    In den 1970er Jahren muss die Bundeswehr anders funktioniert haben als ein Jahrzehnt später, denn einen Wehrpass besitze ich ebenfalls nicht.

    #20Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 09:33
    Kommentar

    Der Wehrpass war aber ein Dokument, das man erhielt, wenn man (so im Alter von etwa 18 Jahren) von der Wehrüberwachung (oder so ähnlich) erfasst wurde, d.h. den hatte man auch dann, wenn man gar keinen Wehrdienst leisten musste.

    Der Wehrüberwachung unterlag man auch noch jahrelang nach dem Wehrdienst, ich weiß allerdings nicht mehr wie lange.

    Bei Wohnungswechsel musste die zuständige Behörde (Kreiswehrersatzamt) informiert werden. Ich bin in jungen Jahren häufiger umgezogen und musste einmal 10.-DM Strafe bezahlen, weil ich die Meldung vergessen hatte. Ein schönes Beispiel übrigens wie Bürokratie funktioniert: Das Kreiswehrersatzamt erfuhr von dem nicht gemeldeten Umzug, weil es von den Einwohnermeldeämtern automatisch über Wohnungswechsel von Personen unterrichtet wurde, die der Wehrüberwachung unterlagen.


    #21Verfasser eineing (771776) 27 Feb. 22, 09:47
    Kommentar

    Jetzt wo du es sagst, meine ich mich zu erinnern, dass ich so ein Dokument nach dem Tod meines Vaters in seinen Unterlagen gefunden habe. Der hatte definitiv nicht gedient.


    An die Pflicht, Adressenänderungen dem Kreiswehrersatzamt mitteilen zu müssen, bis man die Altersgrenze für die Reserve überschritten hat (bei mir 28 als Mannschaftsdienstgrad), meine ich mich noch zu erinnern. Aus der Abteilung nutzloses Wissen (warum hat man so etwas noch im Hirn?): Meine Aktivierungskennphrase für den Krisenfall war "Brauner Fuchs".

    #22Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 10:07
    Kommentar
    Hier ein lesenswerter Artikel, wie die Sanktionen gegen die Banken funktionieren:
    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/202...

    Am Ende ist auch dieses „crippling the war machine“ erläutert.
    #23Verfasser Qual der Wal (877524)  27 Feb. 22, 10:27
    Kommentar

    #298 letzter Faden harambee


    die im Gegensatz zu anderen nicht schon immer ganz genau gewusst haben, wie Putin tickt


    Es geht nicht nur darum, wie Putin tikt, es geht auch darum, wie die russische Öffentlichkeit und Gesellschaft sich in den letzten Jahren entwickelt hat, um das Selbstverständnis Russlands und das Verhältnis zur Ukraine.


    Tatsache ist, dass natürlich nicht jeder sich bei jedem Konflikt auskennen muss. Allerdings wäre meine Erwartung an Menschen, die Entscheidungen treffen (Atomausstieg, Gasabhängigkeit, Ölabhängigkeit usw., Sanktionen nach 2014, Schritte vor dem Angriff in 2022 und davor) so, dass sie sich mit Beratern umgeben, die sich auskennen (Höre auf die Wissenschaft sozusagen). Es ist zu leicht, die Warnungen aus dem Baltikum und aus Osteuropa (Polen) und aus der Ukraine (da beteiligte Partei mit eigenen Interessen) als Panik abzutun. Leute, die da warnen (übrigens wie auch auf allen Kanälen oppositionelle russische bzw. ex-russische Stimmen), haben Ahnung davon.


    #299 hm-us


    Нет войне!

    (Is that right?)


    Das ist insoweit richtig, aber...


    Man muss bedenken, dass Russland in der Ukraine nach offizieller russischer Lesart keinen Krieg führt. Das ist eine "militärische Operation zur Verteidigung von Donbass". Ein anderes Zitat aus offiziellen russischen Quellen wäre "Russland startet keine Kriege, Russland beendet Kriege". Wir erinnern uns, es geht um Entnazifizierung und Demilitarisierung der Ukraine.


    I wasn't very impressed by his shortsightedness before the invasion, almost refusing to acknowledge what was happening or really plan for it.


    Ich denke, das ist tatsächlich so, dass er als Präsident keinen richtigen Format hat, eigentlich nicht besonders gut dafür geeignet ist. Aber! Hinter ihm steht ein Ministerkabinet, mit ziemlich fähigen Leuten, und (soweit ich weiß) der Außenminister hatte bisher keine Hemmungen zu sagen, dass der Präsident stuß redet. Außerdem hat er sich in der Präsidentenadministration auch mit nicht ganz unfähigen Menschen umgeben, d. h. das System trägt ihn in dieser Zeit (und ehrlich gesagt, bin ich auch beeindruckt von ihm, da die Erwartungen sehr niedrig waren). Man muss dafür verstehen, dass Ukraine seit 1991 Wahlen und wechselnde Präsidenten hat, es gibt natürlich Manipulationsversuche (durch eigene TV-Sender der konkurrierenden Oligarchen z.B.) aber im großen und ganzen sind diese Wahlen nach den westlichen Standards demokratisch. Und bisher sind sehr viele Präsidenten sehr schnell rausgeflogen.


    Jetzt ein bisschen OT, aber für diejenigen, die das Interessiert (wegen dem guardian Artikel in #299):

    Bereits vor der Unabhängigkeit der Ukraine in 1991, ich denke schon in 1989 (also noch als Pioniere rotte Krawatten trugen) war die Haltung der Sowjet-Führung und danach der russischen Führung zu den Unabhängigkeitsbewegungen im Baltikum und in der Ukraine so, dass diese durch Nazis (Faschisten) getrieben werden und zwar nur durch diese, d. h. die durchschnittliche Erwartung des Konsumenten des russischen TVs auch 30 Jahre danach ist, dass der "normaler Mensch" in der Ukraine (auch in Belarus, Kasachstan, Baltikum usw.) sich nach der Zeit der Sowjetunion sehnt.


    Sprung zum 2014: Ab 2014 gibt es keine Brüdervölker mehr seitens Ukraine. Ukraine hat 2014 die Brüderschaft aufgekündigt. 2014 war für die Ukraine ein Schock, war komplett unerwartet. Mir ist absolut schleierhaft, wieso russische "Strategen" nicht gesehen haben, dass die Ukraine in diesen 8 Jahren sich so weit von Russland entfernt ist, dass absolut mit keinem Durchmarsch 2022 zu rechnen wäre.


    2014 war russisches Narrativ, dass die ukrainische Armee sich ergibt und "Nazis" (Banderowzi - ist das Schimpfwort für nationalistische Ukrainer) gegen das Ukrainische Volk agieren, dass eigentlich von der russischen Armee beglückt werden möchte. Da "Nazis" in 2014 schon ein paar Juden beinhalteten, die sowohl militärisch als auch mit sonstiger Hilfe dabei waren, war die Behauptung etwas schräg. Aber Nazis sind halt alle, die gegen das russische Militär auf dem eigenen Land sind.


    Erklärung von Yidobanderivez


    Fortsetzung folgt...


    #24Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 10:49
    Kommentar

    #23 Thanks for the article, QdW, most informative.

    #25VerfasserBion (1092007) 27 Feb. 22, 10:55
    Kommentar

    #301 wupper


    If what Putin is saying about the Russian and Ukrainian people is true about them being so closely related or being part of the same people/ethnic group, then what he is expecting the Russian people, and more to the point - Russian soldiers, to do is commit fratricide. He's essentially starting a civil war by the invasion by his own terms.


    Die ofizielle Lesart ist, dass sie den "kleinen Bruder" jetzt leider bestrafen müssen, da er sich daneben benimmt (mit falschen Leuten abhängt).


    Anyway, this is a hard sell to the Russian people, hence the need for the fiction that the Russian military is only going into Ukraine to rid the country of Nazis and, well, Americans. It is like he is trying to invoke memories of the end of WWII when brave Russian troops liberated Europe from evil. That lie is particularly repugnant, though, as Zelensky is Jewish and VP has a bounty on his head. Even older Russians, which seem to form a large part of VP's base, must see the inconsistency here.


    Die Frage ist, wie viel wissen die Leute. Jeder, der Internetzugang hat, kann theoretisch alle nötigen Informationen finden. Aber Leute, die nur "offizielle Medien" sehen (ich schreibe bewusst nicht lesen, das meiste geht über TV, das im Volksmund "Zombikasten" heißt), sehen nur ausgewählte Nachrichten, darunter offensichtliche Fakes mit Bildern und Videos (ich bringe später ein aktuelles Beispiel). Wie viel Eigeninitiative kann man verlangen? Viel, finde ich. Jede Person hat einen Kopf auf den Schultern, in den nicht nur gegessen werden soll. Jeder ist dafür verwantwortlich, nach der Wahrheit und richtigen Informationen zu suchen. Russland ist auch nicht Nordkorea, was Informationen angeht.


    #26Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 10:55
    Kommentar

    Re #23 That's an interesting read. I hope they are right. I fear they are not. I can't figure out whether the author's expertise relevant to this matter exceeds mine. Right now I am leaning toward "Probably not".

    #27Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 11:05
    Kommentar

    What gives you grounds to fear they aren’t right? The alternatives open to P.? Potential reprisals?

    #28VerfasserBion (1092007) 27 Feb. 22, 11:13
    Kommentar

    Re #24,


    Thanks for the responses. I confess I was afraid that #299 in the last thread


    Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 6 - #299


    would be largely overlooked, though it seemed important at the time.


    My mind is still boggled by Cyrillic.


    Why is it that


    Нет войне!


    can become


    Нет войне!


    in italics?


    Is that the same letter, and if so, why? How can a T become an M?


    #29Verfasser hm -- us (236141)  27 Feb. 22, 11:13
    Kommentar

    Kurze Rückfrage zum ersten Teil von #24:


    Du beziehst Dich ja auf meinen Verweis auf die Reaktionen aus Finnland. Finnland ist schon lange Russlands Nachbar. Verstehe ich Dich richtig, dass die Tatsache, dass die Finnen überrascht wurden, eindeutig belegt, dass die Finnen keine Ahnung und nur unfähige Berater haben?

    #30Verfasser harambee (91833) 27 Feb. 22, 11:17
    Kommentar

    Ich bin kein Experte in der Entwicklungsgeschichte des kyrillischen Alphabets. Vermutlich sollte man einfach für sich abspeichern, dass das, was wir als kleines "m" lesen, in der kursiven kyrillischen Schrift ein kleines [t] ist. Vermutlich hat das damit zu tun, dass es leichter zu schreiben ist.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kyrillisches_Al...

    #31Verfasser Selima (107) 27 Feb. 22, 11:20
    Kommentar

    #8 harambee


    Sollte es aber so sein - ich kann das nicht beurteilen -, dass die ukrainische Armee keine Chance hat, wichtige Ziele zu erreichen, dann erwarte ich von einer verantwortungsvollen Führung auch, dass sie ihre Bürger nicht zur Schlachtbank führt. Wenn es also so wäre - ich kann das nicht beurteilen - dass die jetzt von vielen Ländern gelieferten Waffen bei den Ukrainern völlig unrealistische Hoffnungen auf Erfolge wecken und sich deshalb mehr Ukrainer mit falschem Optimismus in den Kampf stürzen, dann hilft das niemandem. Natürlich müssen die Ukrainer diese Entscheidungen selbst fällen. Deshalb halte ich die Lieferungen ja auch für richtig, aber der Glaube, dass das wirklich hilft, fehlt mir. Ich mag die Romantisierung von Kriegen nun mal nicht.


    Seit 2014 hat Ukraine eine Armee aufgebaut. Die Zahlen sind natürlich nicht mit Russland vergleichbar, aber:

    1) Ukraine kann alles verwenden, das sie sich auf dem eigenen Territorium verteidigen.

    2) Russland kann nicht alles verwenden, weil Russland auch von "Freunden" umzingelt ist.

    3) Motivationsfaktor, dazu später, wenn ich Zeit habe.

    4) Keine Wahl, die Ukrainer wissen, wass passiert, wenn sie reinkommen (beispiel Donbas mit mehr als 2 Mio Flüchtlingen)


    Seit 2014 ist diese Armee auch eine "kämpfende Armee", mit einem andauernden Krieg auf der Kontaktlinie.


    Übrigens ist es sicher richtig, dass die Verteidigungsbereitschaft der Ukraine hoch ist, aber auch bei den Ukrainern ist nicht jeder ein geborener Held.


    Ich habe bisher keine Infos, dass Leute gegen ihren Willen in die Armee müssen oder auch dass Leute Ü40 einberufen werden (es sei denn, sie gehen freiwillig). Es werden Fachkräfte gesucht und die anderen werden wohl als Heimfront (freiwillige dafür gibt es genug) ausgerüstet.


    #11 hm-us


    But how will they know unless they try? If they could even defend a few key locations, like especially a few core government and media buildings in Kyiv and/or Lviv, for a few days, weeks, or months, could it at least be enough to show both Putin and themselves that they will not simply surrender without a fight?


    Ich denke, dass man oft unterschätzt, was die Ukrainer haben. Es ist ziemlich leicht für die russische Armee Zivilbevölkerung in Syrien bei sonstiger Lufthoheit zu bomben. Die Ukrainer haben aber eine Armee mit Flugzeugen und Luftwabwehr. Sie haben schwere Technik und auch ausgebildete Leute. Aber natürlich wesentlich weniger Luftabwehr und Flugzeugen als die Russen Angrifswaffen. Das ist ein Problem.


    Above all, how long would it take to let the Russian people show Putin that they don't want their young people to be sacrificed for his ego? It seems to me that that's the real battle -- the fight to get the facts into Russia itself.


    Das ukrainische Innenministerium hat eine Internetseite für Russland veröffentlicht, die heißt "Such die Deinen", mit Pässen der Verstorbenen bzw. Gefangegen: https://200rf.com/


    Sie bitten die Russen bzw. das rote Kreuz Leichen von Soldaten zu überführen, damit diese zu ihren Verwandten gelangen.


    Isn't it possible that even days, or weeks, of delay might be enough time for Russians at home to begin to realize not only that their young men are being killed for no reason, but that they have suddenly become the pariahs of Europe, shut out not only from banking but from commerce, sports, travel, a general sense of participation and belonging to the civilized world?


    Es gibt spekulationen darüber, dass Russland nicht genug Waffen für mehr als eine Woche hat, und in diesem Tempo weiterzumachen (das ist sehr spekulativ).


    Don't any of the Russian troops have cell phones, and don't western allies have at least a few ways of getting the real story into Russia?


    Nein, sie haben keine Handys, die Handys werden ihnen abgenommen, so die Infos.


    Even though state media are forbidden to report the truth, won't people notice that Aeroflot is no longer flying to Europe, that their soccer team is no longer welcome in World Cup qualifying, etc.?


    Jetzt zu den Medien (es sind übrigens nicht nur state media, sondern alle medien, die gemäß den staatlichen Vorgaben agieren). Wenn man sich das antut, muss man sich danach gründlich desinfizieren, aber nach ein bisschen recherche kann ich folgendes sagen:


    Sanktionen werden erwähnt

    Militäroperation in der Ukraine wird erwähnt

    Ukrainische Soldaten ergeben sich

    Foto (Reuters mit Namen, super leicht zu finden) mit der Überschrrift: Russisches Verteidigungsministerium teilte mit, dass "Azow" (das sind "Nazis") eine Schule in Mariupol beschossen hat (das Foto findet sich u. a. auf Spiegel.de mit der Überschrift "Schwarzer Rauch steigt nach einem russischen Angriff auf eine Militäreinrichtung in Mariupol"

    Mehr Sanktionen

    Lukaschenko sagt

    Kadyrow sagt

    Irgendwelche Abgeordnete sagen

    Vorteile von Bierverzicht (das ist alles im Ticker!)


    usw.


    Also eine Kombi von Halbinformationen und Fake News. Aber: es kommen öfter Dementis. "Verteidigungsministerium dementiert, dass" (nach dem Motto: protests too much).

    #32Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 11:21
    Kommentar

    #15


    Ich bleibe dabei: Das alles macht nur Sinn, wenn das ukrainische Militär mit diesen Waffen etwas erreichen kann. Ob das so ist, weiß ich nicht. Kann sein, dass die Ukrainer das auch nicht wissen. Dann müssen sie es wohl ausprobieren, wie hm -- us schreibt. Ein mulmiges Gefühl habe ich trotzdem.


    Ja, weniger Tote, schnelleres Ende, weniger Infrastrukturschaden.


    Das Problem ist, wie kommt Russland da wieder raus. Und das ist eine große Frage jetzt.

    #33Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 11:23
    Kommentar

    Re #28: Just take a look at the paragraph that "explains" why Russia's gold reserves are quasi useless to keep the war machine running. A fine example of reductio ad absurdum. The author is a writer of political speeches. It shows.



    Re #26: Jeder ist dafür verwantwortlich, nach der Wahrheit und richtigen Informationen zu suchen.


    Wieviele tun das? Ich habe in der letzten Stunde den Fehler gemacht, mal bei FauxNews zum Thema zu stöbern. Tucker Carlsson hat mich dabei schon zu einem halben Putin-Fan bekehrt. Und Tulsi Gabbard hat erklärt, wenn Biden der NATO gesagt hätte, sie sollte Putin versichern, dass die Ukraine nie Mitglied werden kann, wäre er nie einmarschiert. Wie naiv kann man sein? Tenor der anderen Bespaßer dort: Joe Biden ist Schuld, dass jetzt Krieg in der Ukraine ist. Mir kam das Wort "Fünfte Kolonne" in den Sinn.

    #34Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 11:23
    Kommentar

    Zu SWIFT und Co:


    Der Kommentar https://www.boersen-zeitung.de/banken-finanze... ist von der Wirksamkeit der Maßnahmen nicht so überzeugt und glaubt, dass die unerwünschten Nebenwirkungen groß sein werden. Insbesondere erwarten die Autoren, dass sich der Einfluss Chinas auf internationale Zahlungssysteme deutlich erhöhen wird.

    #35Verfasser harambee (91833) 27 Feb. 22, 11:25
    Kommentar

    #29 OT: Same letter, italics. Why? Search me. It is the same, if you write by hand.

    #36Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 11:25
    Kommentar

    #30


    Du beziehst Dich ja auf meinen Verweis auf die Reaktionen aus Finnland. Finnland ist schon lange Russlands Nachbar. Verstehe ich Dich richtig, dass die Tatsache, dass die Finnen überrascht wurden, eindeutig belegt, dass die Finnen keine Ahnung und nur unfähige Berater haben?


    Überrascht wovon? Von Putins Wesen kaum. Ich bin nicht überrascht, dass DNR und LNR übernommen wurde und dass ein Versucht ein Korridor im Süden zwischen DNR, LNR und Krim herzustellen gemacht wurde. Darauf hat jeder 8 Jahre lang gewartet.


    Was überrascht (ich glaube alle, auch Finnen), ist der Angriff im Norden, weil sie nicht gewinnen können und nicht halten können. Und jetzt auch nicht mehr gesichtswahrend raus können.


    Was mich insbesondere überrascht, ist wieso die Militärs dabei mitmachen. Dass Putin in einer Blase lebt und Informationen aus eigenen von den Wahrheit bereinigten Kanälen kriegt, mit dieser Tatsache habe ich kein Problem. Aber haben sie keine Aufklärung keine Ahnung dort, die höheren Militärs? Sie riskieren teilweise ihren eigenen Arsch, wieso gehen sie rein? Nur Flugzeuge und Raketen, das wäre noch halbwegs nachvollziehbar, und auch da kann das dem eigenen Volks schwer verkaufen.

    #37Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 11:31
    Kommentar

    #33 Ja, weniger Tote, schnelleres Ende, weniger Infrastrukturschaden.


    Nur, um sicher zu sein, dass ich das richtig verstehe: Deine Hypothese ist, dass die zusätzlichen Waffen den Krieg schneller beenden, zu weniger Toten und zu weniger Schäden führen werden? Ich halte das für optimistisch, aber ich wünsche mir, dass Du Recht behältst. Kannst Du gar nicht verstehen, dass man exakt die gegenteilige Befürchtung haben kann, also befürchtet, dass dies den Krieg verlängert und zu mehr Toten und zu mehr Schäden führt?

    #38Verfasser harambee (91833) 27 Feb. 22, 11:34
    Kommentar

    Re #35: Es wäre interessant, wenn der Autor die Effekte quantifizeren könnte. Das China und Russland and SWIFT vorbei arbeiten wollen, und dazu auch offiziell kooperieren ist bekannt, ebenso das es mehre interessierte Parteien gibt, die den Dollar als global Leitwährung aushebeln wollen, was in Anbetracht unserer enormen Staatsschulden sehr böse für uns enden würde. Dass die Sanktionen diese Vorgänge weiter beflügeln können, ist für mich nachvollziehbar. Aber wie groß ist das Risiko?


    Ich schaue auf hochsanktionierte Ländern wie Nordkorea, Venezuela, und den Iran und stelle fest, dass deren Machthaber immer noch die gleichen sind, die die gleichen Ziele verfolgen wie vorher. Das gemeine Volk darbt (teils im wörtlichen Sinne von hungern).

    #39Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 11:37
    Kommentar

    Mal was Anderes: Die britsche Regierung hat anscheinend den Ukrainern ihre "volle Solidarität" versichert. Visa/Asyl kriegen die Ukrainer aber im UK nicht. Aber sie können sich gern um Visa als Erntehelfer bewerben ...


    https://www.mirror.co.uk/news/politics/minist...


    Die Tories sind so ein [various colourful and harsh expletives deleted] Haufen.

    #40Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 27 Feb. 22, 11:39
    Kommentar

    Re #37: Was mich insbesondere überrascht, ist wieso die Militärs dabei mitmachen.


    Ich stelle mir die Dynamik vor wie beim GröFaz und den Wehrmachtsgenerälen. Inklusive eines potentiellen Stauffenberg, wenn erst einmal die Kacke richtig am dampfne ist. Liege ich da ganz falsch, oder möglicherweise einigermaßen richtig?

    #41Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 11:42
    Kommentar

    #39 Ich schaue auf hochsanktionierte Ländern wie Nordkorea, Venezuela, und den Iran und stelle fest, dass deren Machthaber immer noch die gleichen sind, die die gleichen Ziele verfolgen wie vorher. Das gemeine Volk darbt (teils im wörtlichen Sinne von hungern).


    Ja, und es kann kaum unser Ziel sein, das russische Volk auch noch mehr darben zu lassen. Bevor jemand fragt: Nein, ich habe auch keinen besseren Vorschlag.

    #42Verfasser harambee (91833) 27 Feb. 22, 11:45
    Kommentar

    Norbert, 41: An den GRÖFAZ und seine militärischen Meisterleistungen musste ich auch denken. Er hat ja zu Anfang - WIMRE auch durchaus gegen den Rat seiner Generäle - beachtliche militärische Erfolge verzeichnen können, so dass er da eine gewissermaßen positive Bilanz hatte gegenüber den Ratschlägen der Generäle. Das änderte sich ja erst später. Dürfte hier vermutlich ähnlich sein.

    #43Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 27 Feb. 22, 11:47
    Kommentar

    Bei WION wurde aus Putins Autobiographie zitiert, in der er angeblich schreibt, dass er beim KGB mehrfach eine negative Bewertung erhalten habe, weil er Risiken zu niedrig einschätzte. Das sei gefährlich für den Dienst. Die Kommentatorin dazu: Was ist das für ein oberster Befehlshaber, der öffentlich zugibt, dass er Probleme mit Impulskontrolle hat?

    #44Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 11:52
    Kommentar

    #40

    Former British ambassador to Uzbekistan, Craig Murray, has no illusions about that (whether his view of the sanctions that would "really hurt P." stands up to close scrutiny or not I can't say): You have to understand the realpolitik of the Western elite. They will never damage their own interests. That is why the sanctions that would really hurt Putin, targeting companies like BP and Shell over their Russian interests or the real oligarchs like Usmanov, Deripaska and Abramovic, will never happen because they would damage the interests of the British elite. It is why the UK government fly Ukrainian flags but will not let Ukrainians come without visas. They don’t really care about the ordinary people at all.https://www.craigmurray.org.uk/archives/2022/...

    #45VerfasserBion (1092007) 27 Feb. 22, 11:59
    Kommentar

    #36 Zusatz: Sorry, das war misverständlich. Das ist kein kleines m, weder schriftlich noch mündlich. Ein kleines m im kyrillischen Alphabet sieht anders aus.

    #46Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 12:16
    Kommentar

    #38


    Nur, um sicher zu sein, dass ich das richtig verstehe: Deine Hypothese ist, dass die zusätzlichen Waffen den Krieg schneller beenden, zu weniger Toten und zu weniger Schäden führen werden?


    Ja.


    Kannst Du gar nicht verstehen, dass man exakt die gegenteilige Befürchtung haben kann, also befürchtet, dass dies den Krieg verlängert und zu mehr Toten und zu mehr Schäden führt?


    Aber das kann man nur denken, wenn man der russischen Armee realistische Chancen zugesteht zu gewinnen und zu halten. Und ich denke, objektiv gesehen (ganz ohne jegliche Positivität) ist das unmöglich. Jetzt schon schicken sie OMON, Tschetschenen usw. (das ist kein Militär, das sind "Reste"), oder eben die einzigen, die sich dafür einspannen lassen.


    Briten- oder US-Geheimdienst hat ja gesagt (wenn ich mich richig erinnere), dass sie überrascht sind, dass viel weniger Militärs reingehen als in der nähe stationiert sind. Evtl. sind sie dort teilweise auch nicht scharf darauf.


    Aktuell ist das so, dass sie in einem ziemlich großen Land große Entfernungen überwinden müssen, und über keinerlei Logistik verfügen. D. h. wenn sie Trinken oder Essen wollen, sind sie auf örtliche Bevölkerung angewiesen (Plünderungen gehen natürlich auch, aber auch dafür muss man aus dem Panzer aussteigen). Und das ist ein Problem, sie können sich nicht sicher sein.

    #47Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 12:22
    Kommentar

    #41

    -Was mich insbesondere überrascht, ist wieso die Militärs dabei mitmachen.

    -Liege ich da ganz falsch, oder möglicherweise einigermaßen richtig?


    Dazu müssten wir unseren "Experten" Polko befragen. Mir fällt außer Fehleinschätzung (Blödheit) nichts ein. Es gibt Gerüchte, dass der "Führer" im Bunker ist und dass dort tatsächlich die Fetzen fliegen (Entlassung des Generalstabschefs usw.). Ich glaube das erst, wenn das noch aus anderen Quellen bestätigt wird.


    Aber aktuell sieht es nach "Akela missed his kill" aus.


    Nichtdestotrotz wird es noch mehrere Tage oder sogar Wochen Krieg in der Ukraine mit Opfern geben, da die russische Regierung erstmal darauf kommen muss, wie sie gesichtswahrend wieder raus sind. Und es besteht die Gefahr, dass außer DNR, LNR noch Orte oder Gebiete besetzt werden.

    #48Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 12:28
    Kommentar

    Aktuell ist das so, dass sie in einem ziemlich großen Land große Entfernungen überwinden müssen,


    Die Distanz von der weißrussischen Grenze bis Kiew ist um die 200 km. Die kürzeste Route ist durch die Sperrzone um Tschernobyl, es gibt eine Straße in gutem Zustand von Pripyat nach Süden. Es gibt alternative Routen. Das habe ich alles von Google Maps. Das scheinen mir keine riesig langen Nachschubwege zu sein, wenn ich dass mit dem deutschen Einmarsch im 2. WK vergleiche.


    Die Geheimdienste können sich zwar keinen Reim machen, warum die russichen Truppen nicht schneller herangeführt werden, stellen aber auch fest, dass der Anteil der in der Ukraine befindlichen Truppen von ca. 1/3 auch ca. 1/2 gestiegen ist. Was spricht gegen die Annahme, dass der Rest nicht in den nächsten Tagen nachfolgt?

    #49Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 12:31
    Kommentar

    #43


    er da eine gewissermaßen positive Bilanz hatte


    In diesem Fall aber war ein Blitzkrieg mit Blumen von der Bevölkerung für die russischen Soldaten und roten Flagen von älteren Bewohnern Ukraine erwartet. Und bisher gibt es keine positive Bilanz.


    Ja, es gibt tote Zivilisten und tote Militärs auf der russischen und ukrainischen Seite, das sieht aber nicht nach einer aureichend positiven Bilanz.

    #50Verfasser las. (377311) 27 Feb. 22, 12:32
    Kommentar

    Edit interrupted #49: Was spricht gegen die Annahme, dass der Rest in den nächsten Tagen nachfolgt?

    #51Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 12:34
    Kommentar

    #49


    Die Distanz von der weißrussischen Grenze bis Kiew ist um die 200 km. Die kürzeste Route ist durch die Sperrzone um Tschernobyl, es gibt eine Straße in gutem Zustand von Pripyat nach Süden. Es gibt alternative Routen. Das habe ich alles von Google Maps. Das scheinen mir keine riesig langen Nachschubwege zu sein, wenn ich dass mit dem deutschen Einmarsch im 2. WK vergleiche.


    Aber das Land dahinter ist nicht "besetzt" also feindlich, es ist nicht so, dass sie Ortschaften einnehmen. Sie fahren meistens in Kolonnen durch und schießen später dann auf irgendwas. Hinter ihnen ist alles Feindesland.


    Was spricht gegen die Annahme, dass der Rest nicht in den nächsten Tagen nachfolgt?


    Ich will mich hier nicht zum Militärexperten aufführen, aber so wie das für mich jetzt aussieht, wäre das für die betroffenen Militärs (auf einer Ebene, die Entscheidungen trifft) jetzt sehr kurzsichtig. Weil hinter dieser ganzen Unternehmung keine große Strategie steht, die machbar ist.


    MMn kann es sein, dass in 2 Tagen in Russland Akela nicht mehr der Chef ist, und dann stehen diese Militärs doof da und werden außerdem noch wegen Kriegsverbrechen verurteilt. Es kann sein, dass es unter ihnen eine große Unsicherheit gibt.


    Und wenn sie so viele einsetzen wollten (bzw. könnten), wieso haben sie das nicht gleich gemacht, damit man am Tag 1. oder 2. das Ergebnis hat. Wie gesagt, es war ein Blitz geplannt. Aber die Strategie dahinter ist so hirnrissig, dass das einfach nicht aufgehen kann.


    Edith: Wenn sie DNR, LNR annektiert hätten (und offiziell mit Militär reingegangen wären), gäbe es einen Aufschrei mehr aber auch nicht. Das wäre eine machbare Operation. Blöd, völkerrechtswidrig, unethisch aber militärisch machbar.

    #52Verfasser las. (377311)  27 Feb. 22, 12:39
    Kommentar

    Aber das Land dahinter ist nicht "besetzt" also feindlich, es ist nicht so, dass sie Ortschaften einnehmen.


    Ich sehe bei Google Maps nur wenige Ortschaften und maximal Kleinstädte auf der direkten Route zwischen Weißrussland und Kiewer Umland. Falls es dort Widerstand gibt, der Nachschubkonvois bedroht, kann man dagegen vorgehen. Was übersehe ich?

    #53Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 12:46
    Kommentar

    #53


    Ich bin wahrscheinlich der falsche Ansprechpartner dafür, da militärisch komplett unerfahren. Nachschubkonvois sind einfach Lastwagen mit Fahrern? Bäume, die auf Straßen gefällt werden, entfernte Schilder, "Territoriale Verteidigungskräfte" (ich weiß nicht, wie das auf Deutsch heißt). Die ukrainische Armee wird wissen, wo diese Routen sind, und auch wenn solche Spielzeuge wie Bayraktar aktuell im Süden (Cherson) eher gebraucht werden, spricht nichts dagegen, dass auch im Norden zu tun.


    Edith: Sie haben seit 2014 die UDA in die Streitkräfte integriert, außerdem diese Territoriale Verteidigungskräfte geschaffen, d. h. ich gehe davon aus, dass alle Straßen von Leuten kontrolliert werden, die auch jederzeit Zugang zu Wasser und Nahrung in den eigenen Ortschaften haben, im Unterschied zu den durchfahrenden Konvois.


    Was die russische Armee gut kann, ist auf Distanz schießen oder mit Flugzeugen schießen. Was auch von Belarus aus passiert. Bei Bodentruppen sind sie nicht gut.


    #54Verfasser las. (377311)  27 Feb. 22, 12:57
    Kommentar

    Re #54:


    Russland hat sein eigenes GPS-ähnliches System GLONASS. Braucht man da noch Straßenschilder? Ich weiß, dass die Ukraine alle Schilder abmontieren ließ, und habe mich gewundert, warum etwas, was die Wehrmacht verwirren konnte, im Satellitenzeitalter immer noch funktionieren soll.


    Bei der Bundeswehr wurden Nachschubkonvois aus 10t- und 5t- LKW gebildet plus Fahrzeugen mit Infanterie zu derem Schutz. Ich war aber bei einem Nachschubbataillon Sonderwaffen (für den Transport von Atomsprengköpfen), dessen Konvois eine spezielle Fahrordnung hatten (so speziell, dass jeder Luft- oder Satellitenaufklärer sofort identifizieren konnte, was da fährt; go figure), kenne somit den genauen Aufbau regulärer Nachschubkonvois nicht.


    Die Falle mit den Bäumen funktioniert: So hat uns bei einem Manöver auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne eine Einheit von Fallschirmjägern mit dem Konvoi erwischt, trotz Scout-Fahrzeug vorneweg. Das hat man passieren lassen; erst dann ging ein Baum vorne nieder und ein weiterer hinten dran. Auch herausgefunden haben wir, dass das G3 Sturmgewehr bei Kälte gerne blockiert (es war ein Manöver im Winter; ein bisschen Schnee, ca -5 Grad C). Wenn das Realität gewesen wäre, eher weniger gut. Die Fallschirmjäger haben sogar einige echte Molotowcocktails geworfen. Unser Bataillonskommandeur war entsprechend "begeistert".


    Territoriale Verteidigungskräfte -> Territorialheer, Heimatschutztruppe. Wie es heute offiziell heißt, weiß ich nicht. Dient vor allem dem Schutz von Infrastruktur. Bei der Einheit, in der ich Reservist war, speziell der Schutz einer Pipeline in Süddeutschland, dazu Hochspannungstrassen, Postämter und Telefonzentralen.

    #55Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 13:16
    Kommentar

    Vielleicht wäre ein separater Faden zur Diskussion der militärischen Aspekte wirklich angebracht. Ich bin eigentlich maximal tolerant (oder glaube es jedenfalls), was die Themen in den Neuigkeitenfäden angeht. Aber ich kann militärische Details nicht ertragen - nicht in der Literatur und auch hier nicht. Sie behandeln in einer unfassbar neutralen Sprache Vorgänge, die zu Realitäten führen, die nicht zu ertragen sind. Mir dreht sich der Magen dabei um. Ich hab das Echo der Erzählungen meines Großvaters im Ohr, die Erzählungen meiner Großtante, die in Königsberg war, meiner Urgroßeltern, die in der Ukraine bzw. im heutigen Nordostpolen waren. Von Menschen, die mit Bauchschuss langsam verendeten, von Kindern, die bei ihrer erschlagenen Mutter verhungerten, von bestialisch hingemetzelten alten Männern.


    Oder - ich streiche die "Neuigkeiten aus aller Welt" aus meinem Fokus. Ja. Das werde ich machen, denn, anderen irgendetwas nahelegen, funktioniert eh nie.

    #56Verfasser Selima (107) 27 Feb. 22, 13:30
    Kommentar

    Zur Kenntnis genommen. Ich kenne die wunden Punkte etlicher Forumsteilnehmern, dessen hier war ich mir nicht bewusst. Sorry.

    #57Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 13:34
    Kommentar
    #27 und 34: Du hattest aber schon gelesen, dass der Atlantic-Artikel auf einem Gespräch mit einem Experten basiert, Michael Bernstam, der die Folgen finanzieller Sanktionen seit 2014 erforscht? D.h. was spielt es für eine Rolle, wenn David Frum political analyst ist?
    #58Verfasser Qual der Wal (877524) 27 Feb. 22, 14:05
    Kommentar
    Ich schließe mich Selima uneingeschränkt an. Ich hatte für einen separaten Faden plädiert und werde diesen vorläufig nicht mehr verfolgen. Das liegt aber auch an den spekulativen Behauptungen in einigen Kommentaren, die ich z.T. einfach nicht nachvollziehen kann.
    #59Verfasser fehlerTeufel (1317098) 27 Feb. 22, 14:22
    Kommentar

    Re #58: Es ist leider nicht ersichtlich, was Michael Bernstam dem Autor erzählt hat, und was der Autor davon verstanden, missverstanden, oder selbst dazugedichtet hat. Als ich zu dem Satz mit dem mit Gold beladenen Zug kam, habe ich aufgehört zu lesen. Das ist Rabulistik, die mich an dem ganzen Artikel zweifeln lässt. Ein Interview mit Herrn Bernstam im Wortlaut wäre wahrscheinlich die bessere Lösung gewesen. Wie gesagt, es wäre gut, wenn die Maßnahmen so wirkungsvoll sind, wie der Artikel prophezeit.

    #60Verfasser Norbert Juffa (236158)  27 Feb. 22, 14:30
    Kommentar

    @44 Was ist das für ein oberster Befehlshaber, der öffentlich zugibt, dass er Probleme mit Impulskontrolle hat?

    !!

    Ich muss gestehen, dass ich nicht allzuviel über den Mann weiß, aber je mehr ich erfahre, je mehr ich über ihn und sein Leben lerne, desto mehr denke ich, dass er einer wie DT ist. Manchmal ist das mir recht unheimlich.

    #61Verfasser wupper (354075) 27 Feb. 22, 14:48
    Kommentar
    Und der Mann, der Probleme mit der Impulskontrolle hat, hat jetzt die "Abschreckungskräfte" in Alarmbereitschaft versetzt, weil der Westen so gemein zu ihm ist und ihn nicht in Ruhe die Ukraine besetzen lässt.

    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/puti...

    Und das kann auch Atomwaffen umfassen. Klingt super ...
    #62Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  27 Feb. 22, 15:41
    Kommentar

    Norbert wollte ja schauen, ob in Deutschland ausreichend demonstriert wird (-;


    Wie immer sind Zahlen zu Demoteilnehmern ungenau, aber ich nenne mal einige:


    Schon am Freitag hatte es in Deutschland mehrere Demonstrationen gegeben (laut https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft... Tausende in Hamburg, 3000 in Bremen, 1500 in Hannover ...)


    Samstag: Ich suche jetzt keine Quellen außer https://www.rnd.de/panorama/stoppt-putin-welt..., aber im Radio wurde berichtet, dass es in vielen Städten Deutschlands Demonstrationen mit mehrern hundert bis mehreren tausend Teilnehmern gegeben hat, zum Beispiel 7000 in Frankfurt, 4000 in Düsseldorf, 5000 in München, 3500 in Nürnberg ...


    Sonntag

    Berlin: Wohl deutlich mehr als 100.000 Demonstranten (Die Organisatoren sprechen von 500,000 Teilnehmern, die Polizei von mehr als 100,000)

    Stuttgart: ca. 1000 Demonstranten (https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemb...)

    #63Verfasser harambee (91833)  27 Feb. 22, 17:25
    Kommentar

    Hier ein Foto von der Straße des 17. Juni:

    https://www.tagesspiegel.de/images/whatsapp-i...


    Auch sollen gestern die ersten Flüchtlinge in Berlin-Reinickendorf angekommen sein.

    https://www.rbb24.de/politik/thema/Ukraine/be...

    #64Verfasser wupper (354075)  27 Feb. 22, 17:55
    Kommentar
    Und Zelensky hat wohl Gesprächen zugestimmt. Ich bezweifle aber, dass die von Moskau ernst gemeint sind, ehrlich gesagt.
    #65Verfasser Qual der Wal (877524) 27 Feb. 22, 18:28
    Kommentar

    ... dass er einer wie DT ist (#61)


    Er ist intelligenter und komplexer. DT war wohl schon immer bloß ein gewissenloser Schwachkopf; Putin ist nicht dumm und hat auch eine gewisse Entwicklung hinter sich. Leider keine gute.

    #66VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  27 Feb. 22, 19:17
    Kommentar

    Re #63: Norbert wollte ja schauen, ob in Deutschland ausreichend demonstriert wird (-;


    Ich sehe den Smilie, stelle aber zur Sicherheit noch einmal klar, dass es sich auschließlich um eine Interessensfrage handelte. Auch wenn diese Form der Meinungsäußerung für mich persönlich nicht die passende ist, so respektiere und begrüße ich ausdrücklich, wenn andere sich in friedlichen Demonstrationen aller Art engagieren. Das stärkt unsere Demokratien.

    #67Verfasser Norbert Juffa (236158) 27 Feb. 22, 22:37
    Kommentar

    #66 Dass beide Menschen kein Gewissen haben, steht für mich außer Frage. Ich halte DT aber nicht für dumm oder einen Schwachkopf. Er hätte die Präsidentschaftswahl nicht gewonnen (fast zweimal), wenn er dumm (gewesen?) wäre. Es gibt viele Arten von menschlicher Intelligenz. Das abstrakte Denken ist nur eine davon.

    Sie sind natürlich nicht in jeder Hinsicht gleich, aber in vielen wesentlichen charakterlichen Punkten gibt es Ähnlichkeiten. Persönliche Züge wie mangelnde Impulskontrolle, schlechter Verlierer, nachtragend, rachsüchtig, gierig nach Geld (und Macht, aber bei DT vielleicht nicht so sehr), Verlogenheit als Lebensstil, und vor allem ein riesengroßes Ego.

    Dass WP sich "entwickelt" hat, ist soviel ich weiß, richtig. Dagegen ist DT genauso jetzt, wie er mit 16 war. Oder mit 8. Es kommt auf den Tag an.


    Ach ja, Eitelkeit habe ich vergessen.

    #68Verfasser wupper (354075)  28 Feb. 22, 00:07
    Kommentar

    Der Schlange den Kopf abschlagen. Mit einem Wahnsinnigen kann man nicht verhandeln, man kann ihn nicht einschätzen, er ist unberechenbar.

    #69Verfasser Stony0815 (607758) 28 Feb. 22, 07:03
    Kommentar

    #68 Es gibt viele Arten von menschlicher Intelligenz


    Es gibt auch viele Arten der menschlichen Dummheit!


    Vor allem gibt es viele Arten von idiologischen, machtbesessenen, Wahnideen, bei DT, WP, aber auch AH.


    WP ist offensichtlich der Wahnidee erlegen, das sowjetische Großreich wieder herstellen zu wollen. Damit ist WP ähnlich gestrickt wie AH, es geht um Ausdehnung der Macht.


    Das Fatale daran, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem sich die Menschheit mehrfach selbst vernichten kann. Dessen sind sich die Wahnsinnigen nicht bewußt, wenn sie in ihrer wahnhaften Eskalationsspirale stecken.


    #70Verfasser Stony0815 (607758) 28 Feb. 22, 07:32
    Kommentar

    Russia’s currency fell by more than 30 percent against the dollar as the U.S. and its allies targeted some of the country’s banks.

    Steps by the United States and its allies to target some Russian banks for the country’s invasion of Ukraine jarred Russia’s financial system on Monday, with its currency falling by more than 30 percent against the dollar.

    The fall of the ruble is likely to worsen inflation in Russia, and it has heightened fears of bank runs in the country. Russia’s central bank said over the weekend that it would support Russian financial institutions that had been hit with sanctions and that banks would continue to be able to carry out transactions in rubles and foreign currency.

    https://www.nytimes.com/live/2022/02/27/world...


    As I understand things, and I am not an economist, this is the scenario and strategy laid out by the previously cited article in the Atlantic. It seems like all the financial measures taken together will have the most effect, but cutting off Russia's central bank seems to be key. Also, from my layman's understanding of things, it seems like what the western democracies are doing is basically defaulting on their loans to Russia. I'm not sure how that works, though. Normally this would lead to a drop in a nation's credit rating, and a default of this magnitude would result in a large drop in credit rating for the U.S, for example. But I have seen no mention of this in the press so maybe my understanding of things is flawed.

    #71Verfasser wupper (354075)  28 Feb. 22, 08:45
    Kommentar
    You could call it Bernstam’s law: “Do not fight with countries whose currencies you use as a reserve currency to maintain your own.”

    Aus dem Link in #23.
    #72Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 08:53
    Kommentar

    Ganz offenbar ist Putins Plan nicht aufgegangen, weil er wohl die Kampfkraft seiner Truppen über- und die Kampfkraft der ukrainischen Armee, und besonders den Kampfwillen der ukrainischen Führung und Bevölkerung, schwer unterschätzt hat.

    Durch die Äußerungen (Entnazifizierung des ukrainischen Regimes, etc) kann er sich aber eigentlich nicht leisten, die Invasion ohne einen "Regimesturz" zu beenden.


    Deswegen befürchte ich, dass es in den nächsten Tagen zu deutlich mehr Gewalt der russischen Einheiten gegen die Zivilbevölkerung kommen wird. Erstens steigt der Druck von Putin auf die Armeeführung, weiter vorzurücken. Und zweitens werden die russischen Truppen im Feld anfangen, mehr schwere Waffen zu verwenden, und im Zweifel eher zu schießen als abzuwarten, um ihr eigenes Leben zu schützen.


    Ich sehe aber momenan nicht, wie man das verhindern könnte.

    #73Verfasser Wik (237414) 28 Feb. 22, 09:26
    Kommentar


    I'm sorry to learn that discussions about war, weapons, and defense tactics are traumatic for some to read (#56, #58). That hadn't even occurred to me. In that case, we should of course not continue them in this thread.


    It still would probably be preferable to move the entire topic of Ukraine out of this thread, maybe even to the chat room. Since IIRC harambee and Selima are the founders of Rest der Welt, would it be okay if the rest of us just agreed to abide by their decision?


    In the meantime, I will post a few mostly mild replies here, but with a caution so anyone can skip past the rest of this post (1/2) if in doubt. My next post (2/2) will be safe to read and completely not about Ukraine.


    Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 7 - #75 (skip to next post)


    * * *


    Just as a word of thanks before we leave the subject, I have to say I actually found las.'s ideas encouraging in some respects, with the practical points about how local people can make an invasion more difficult, and details like Turkish drones that I hadn't been aware of.


    Thanks also for the explanation about the Cyrillic letter T, which I now understand looks somewhat like an M in handwriting or italics. I should have looked that up myself, sorry.


    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Cyrilli...

    https://en.wikipedia.org/wiki/Te_(Cyrillic)


    las. #32

    >>Nein, sie haben keine Handys, die Handys werden ihnen abgenommen


    Interesting. In an alternate universe, one could imagine every town and village holding a drive to collect old cell phones for the Russians. Cell phones presented with flowers. Balloons carrying cell phones. Hot sandwiches with cell phones, just so they could see the real news for themselves. *sigh*


    For a brief moment it seemed faintly encouraging to see the news last night. Gestures going around the world, from street protests with Ukrainian flags, to landmarks lit up in blue and yellow, to the Ukrainian choir singing on Saturday Night Live, are probably what harambee would rightly call romantic, and impractical as well.


    But if I were a Ukrainian stuck in Ukraine, huddling in a parking garage with toddlers or grandparents, joining a team to make Molotov cocktails or cook hot soup, maybe those images would make me feel at least slightly better, not worse. I don't know.


    Right now it's very worrisome to hear about the proposal to hold 'negotiations' on the border with Belarus, with only the word of that other lying tyrant psychopath, Lukashenko, that it would be safe. That screams out all the warning signs of a thinly veiled deadly trap. Any Ukrainians would have to be suicidal to attend.


    It's also quite sobering to hear things like this quote on the PBS NewsHour, via Anton Troianovski, Moscow bureau chief of the New York Times, from Russian state TV:


    'We are the only country in the world that can reduce the United States to a heap of radioactive ash.'


    It seems incredibly Orwellian that they don't even mention that the US would strike back! But surely Putin's generals know that. Maybe it's time for Russian athletes and celebrities to add the term 'Mutual Assured Destruction' to their social media posts.


    Нет взаимного гарантированного уничтожения! 


    (Is that the right case? Sorry if not ...)


    In general, I have to agree with the logical observation that using scorched-earth weapons (atomic or any other) in an unprovoked offensive attack, especially against civilian infrastructure and/or in urban areas, would make the country ungovernable by Russia thereafter. It would destroy the myth on which the invasion was founded: namely, that the Ukrainians could ever 'welcome' a pro-Russian government.


    Again, surely Putin's blitzkrieg plan only works if the Ukrainians give in to his threats without much of a fight, handing over the keys to the utilities, the military, and the seat of government. But the more he actually uses unprovoked brutality to gain control, and the more damage he causes, the less real control he can hope to gain.


    Hopefully the sanctions so far will have at least some effect. I'm off to read the rest of the Atlantic article (#23); thanks also for that link.


    (1/2)


    #74Verfasser hm -- us (236141)  28 Feb. 22, 09:30
    Kommentar
    (2/2)

    Meanwhile, in the rest of the rest of the world besides Ukraine ...

    _____________


    China Banished Cryptocurrencies. Now, ‘Mining’ Is Even Dirtier.
    New research shows that China’s Bitcoin ban has sent the process of creating new coins, known as mining, to countries where it uses far less renewable energy.

    https://www.nytimes.com/2022/02/25/climate/bi...

    U.S. Eases Sanctions to Allow Routine Transactions with Afghan Government
    The move allows financial dealings with civil servants at government institutions, even if those ministries are now overseen by Taliban members.

    https://www.nytimes.com/2022/02/25/us/politic...

    Dominican Republic starts work on border wall with Haiti
    Officials claim the controversial barrier will stop migrant crossings, as well as drugs and contraband, from crisis-hit Haiti

    https://www.theguardian.com/global-developmen...

    El Salvador’s former president charged over 1989 massacre of six Jesuit priests
    Alfredo Cristiani and former military officers to face trial in long process to bring killings’ masterminds to justice

    https://www.theguardian.com/world/2022/feb/26...

    #75Verfasser hm -- us (236141) 28 Feb. 22, 09:37
    Kommentar

    Ganz offenbar ist Putins Plan nicht aufgegangen, weil er wohl die Kampfkraft seiner Truppen über- und die Kampfkraft der ukrainischen Armee, und besonders den Kampfwillen der ukrainischen Führung und Bevölkerung, schwer unterschätzt hat.

    Ja, er hat die Risiken zu niedrig eingeschätzt. Genauso wie damals während seiner Karriere als Spion. (#44)

    #76Verfasser wupper (354075)  28 Feb. 22, 09:38
    Kommentar

    https://www.independent.ie/world-news/europe/...

    Desertions, looting and broken supply lines – how the Russian advance in Ukraine has faltered

    Der Artikel berichtet einiges, was hier schon erwähnt wurde, mit einigen Kommentaren und Zitaten von westlichen Militärexperten.


    #77Verfasser Wik (237414) 28 Feb. 22, 10:36
    Kommentar

    For a brief moment it seemed faintly encouraging to see the news last night. Gestures going around the world, from street protests with Ukrainian flags, to landmarks lit up in blue and yellow, to the Ukrainian choir singing on Saturday Night Live, are probably what harambee would rightly call romantic, and impractical as well.


    No, harambee would not do that!


    Ich halte derartige Gesten durchaus für wichtig und in Grenzen sogar für wirksam. Ich schaue jetzt nicht nach, was genau ich geschrieben habe, als ich ich anmerkte, dass ich die Romantisierung des Krieges nicht mag, aber sowas habe ich nicht gemeint.

    #78Verfasser harambee (91833) 28 Feb. 22, 10:41
    Kommentar

    #74 It still would probably be preferable to move the entire topic of Ukraine out of this thread, maybe even to the chat room. Since IIRC harambee and Selima are the founders of Rest der Welt, would it be okay if the rest of us just agreed to abide by their decision?


    harambee möchte auf Siehe auch: Korrekturitos II – Tippfehlerkorrekturfaden - #276 verweisen und wird sich bis zu einer Entscheidung zurückhalten.

    #79Verfasser harambee (91833) 28 Feb. 22, 11:07
    Kommentar

    Ich finde, die beste Lösung zum Thema "Neuigkeiten vom Rest der Welt 7" wäre, diesen Thread hier einfach umzubenennen (in "Krieg in der Ukraine", oder "Krieg in Europa"), und einen neuen Neuigkeiten-Thread zu starten. Denn man kann einen laufenden Krieg und seine Hintergründe schwer diskutieren, ohne "unschöne" Sachen zu erwähnen.

    #80Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 11:08
    Kommentar

    #74 OT: language issues


    Нет взаимного гарантированного уничтожения! 


    (Is that the right case? Sorry if not ...)


    No, as it stands here it would translate: There is no mutually assured distruction. You need another case.


    Нет взаимному гарантированному уничтожению! 


    But I find the slogan a bit ambiguous. "No to mutually assured distruction" could also mean that one has no problems with "one-sided assured distruction", couldn't it?

    #81Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 11:12
    Kommentar

    [DT] hätte die Präsidentschaftswahl nicht gewonnen (fast zweimal), wenn er dumm (gewesen?) wäre. (#68)


    Das ist ein Trugschluss. Die Menschen haben einen Dummkopf gewählt.


    Sie haben das aus verschiedenen Gründen getan, von denen einige sogar nachvollziehbar sind. (Aber weil hier der Faden "Neuigkeiten vom Rest der Welt" ist, schreibe ich ab jetzt kein Wort mehr über DT, versprochen. Falls Bedarf besteht, gibt es ja noch den -- erfreulicherweise verwaisten -- DT-Faden im Quasselzimmer.)

    #82VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  28 Feb. 22, 11:19
    Kommentar

    "Falls Bedarf besteht, gibt es ja noch den -- erfreulicherweise verwaisten -- DT-Faden im Quasselzimmer.)"


    Ich befürchte, der wird über kurz oder lang wiederbelebt werden müssen ...

    #83Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 11:25
    Kommentar

    #34


    Ich will kurz auf das Thema Informationen und Meinungsbildung zurückkommen.


    Es ist common knowledge bei Leuten, die UdSSR miterlebt haben, dass das Fernsehen lügt.


    Das Problem ist, dass ein bestimmter Anteil der Menschen sich dabei sagt "Na und? Die anderen Lügen doch auch. Keiner sagt die Wahrheit."


    Das gleiche Sentiment hört man auch in Deutschland von friedliebenden und ansonsten sich für aufgeweckt und fortschrittlich haltenden Menschen, dass man "beide Seiten anhören muss", "es gibt bestimmt ein Körnchen Wahrheit", "Wo Rauch ist, da ist auch Feuer" (in die gleiche Kerbe schlägt übrigens "ausgewogen berichten" des ÖR TVs in Deutschland, auch bei anderen Konflikten, ich werde jetzt keine Beispiele bringen, weil es zu weit führt, aber eine "Spirale der Gewalt" findet man wahrscheinlich in jeder Tagesschau).


    D. h. bei manchen Leuten ist angekommen, dass keine objektiven nachprüfbaren Tatsachen existieren, oder aber dass es gar nicht wichtig ist, was wirklich ist. Natürlich hat jede Zeitung und jeder Kommentator seine Färbung. Aber wenn man Nachrichten aus einem bestimmten Blickwinkel liest und in einer anderen Zeitung die gleichen Nachrichten aus einem anderen Blickwinkel, muss man als Grundgerüst immer noch den gleichen trockenen Fakten sehen (Blikwinkel und Kommentare sind natürlich zulässig). Ist das nicht so, lügt eine dieser Zeitungen offensichtlich.


    Für ein Beispiel für aufgeweckte, fortschritliche Meinung aus der westlichen Welt zitiere ich mal #92 im Faden Nr. 6 "Ich erlaube es mir nicht, darüber zu urteilen, ob es die übliche, an den Haaren herbeigezogene Erklärung oder in Teilen wahr ist."


    Kein Urteil ist auch ein Urteil. Mit entsprechendem Wahlverhalten, entsprechendem Einfluss auf die Politik (so klein er auch ist) usw. Man kann nicht umhin, als sich eine Meinung zu bilden. Man kann natürlich irren, insbesondere wenn es um Themen geht, die "weit weg" sind. Zu den meisten Konflikten, die "weit weg" sind, habe ich keine Meinung und sage auch, dass ich mich da nicht auskenne. Aber ganz grundsätzlich, unterstelle ich demokratischen Staaten ganz andere Absichten als autoritär regierten Staaten.

    #84Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 12:42
    Kommentar

    Kein Urteil ist auch ein Urteil.


    Richtig, aber dem stelle ich entgegen:


    Ein ohne Prüfung feststehendes Urteil ist ein Vorurteil und kein Urteil.


    Für mich ist an dem Satz "Man muss beide Seiten anhören." nichts falsch, denn "beide Seiten anhören" heißt nicht, dass man beiden Seiten gleich viel glaubt. In #92 ging es um die Frage, ob der Westen versucht hat, Einfluss auf die Unruhen in Kasachstan zu nehmen. In diesem konkreten Fall halte ich das für unwahrscheinlich, aber wenn es Belege geben sollte, würde ich mir die anschauen wollen.


    Auch ich unterstelle demokratischen Staaten andere (und zwar aus meinem Blickwinkel besere) Absichten als autoritären Regimen und ich glaube auch, dass demokratische Staaten bei der Wahl ihrer Mittel ein deutlich besseres Bild abgeben. Ich bin dennoch dagegen, demokratischen Staaten eine Generalabsolution zu erteilen. las., willst Du wirklich bestreiten, dass es in der Vergangenheit zahlreiche Versuche westlicher Staaten gegeben hat, die Innenpolitik anderer Länder auch mit nicht transparenten Methoden zu beeinflussen? Heiligt der Zweck für Dich da in jedem Fall die Mittel?

    #85Verfasser harambee (91833)  28 Feb. 22, 13:35
    Kommentar

    Gerade hab ich gelesen, dass die russische Armee wegen des anhaltenden Widerstands dazu übergegangen sein soll, Wohngebiete mit Streubomben zu bombardieren :-/

    #86Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 14:23
    Kommentar

    #85


    In #92 ging es um die Frage, ob der Westen versucht hat, Einfluss auf die Unruhen in Kasachstan zu nehmen. In diesem konkreten Fall halte ich das für unwahrscheinlich, aber wenn es Belege geben sollte, würde ich mir die anschauen wollen.


    Gibt es für ein Ereignis der Weltgeschichte ausreichend plausible offensichtliche Erklärungen (ein seit 30 Jahren authoritär regierter Staat, Verdoppelung der Preise für Brennstoff, Unzufriedenheit junger Menschen, die freien Zugang zu Informationen haben und einen westlichen Lebensstil anstreben, Machtinteressen von zwei Nachbarn, die einen wesentlichen Einfluss auf das betroffene Land haben), brauche ich keine Hinweise auf mögliche verdeckte Machenschaften der USA, um mir Unruhen zu erklären (siehe auch Maidan, Arabischer Frühling usw.).


    Edith: In einem Land, in dem russische Truppen frei reinmarschieren und genauso schnell wieder rausgehen, wenn der echte große Bruder gesagt hat, dass seiner Meinung nach alles OK ist und der Machthaber bleiben kann, brauche ich keine Amerikaner als Ursache.


    Ebenso wenig brauche ich Reptiloiden dafür zu bemühen, wenn es offensichtlich genug Gründe für Unzufriedenheit gibt. Und nein, Menschen gehen nicht auf die Straßen und lassen sich erschießen, nur weil sie "amerikanische Kekse" dafür bekommen. Solche Hinweise sind eine (bestenfalls unbedachte) Übenahme der Propaganda der jeweiligen Machthaber, gegen welche die Proteste gerichtet sind.


    Ich bin dennoch dagegen, demokratischen Staaten eine Generalabsolution zu erteilen.


    Das hab ich nicht gemacht.


    las., willst Du wirklich bestreiten, dass es in der Vergangenheit zahlreiche Versuche westlicher Staaten gegeben hat, die Innenpolitik anderer Länder auch mit nicht transparenten Methoden zu beeinflussen?


    Je nachdem, was du mit intransparenten Methoden meinst. Natürlich gibt es zahlreiche Versuche westlicher Staaten, Innenpolitik anderer Länder durch Assoziierungsabkommen, Handelsabkommen, NGO-Unterstützung, usw. zu beeinflussen. Manchmal auch in eine Richtung, die ich für falsch oder fragwürdig halte. Ob das als nicht transparente Methoden gilt, weiß ich nicht.


    Heiligt der Zweck für Dich da in jedem Fall die Mittel?


    Wenn du Beispiele bringst, kann ich evtl. besser verstehen, was du meinst, und dann kann ich über diese Frage nachdenken. Außer dem Vorgenannten ist mir bisher noch nichts eingefallen.

    #87Verfasser las. (377311)  28 Feb. 22, 16:02
    Kommentar

    Naja, auch die westlichen Länder haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Irak und seine Massenvernichtungswaffen, die als Vorwand für den Einmarsch und den Sturz des Regimes herhalten mussten? Pinochet und der von der CIA finanzierte und geförderte Militärputsch? Sind nur mal zwei Beispiele, die mir so spontan einfallen. Oder - auch wenn das was anderes war, die Sprengung des Greenpeace-Schiffes durch den französischen Geheimdienst ...


    Das ging über "Versuche westlicher Staaten, Innenpolitik anderer Länder durch Assoziierungsabkommen, Handelsabkommen, NGO-Unterstützung, usw. zu beeinflussen" massivst hinaus.

    #88Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 16:10
    Kommentar

    Das sehe ich ähnlich. Westliche Mächte unterstützen schon seit dem Jahr Schnee die Leute, die ihnen genehm sind, unabhängig davon, ob die Bevölkerung des betreffenden Landes das ähnlich sieht. (Gerne hauen sie ja auch daneben, wenn sich der junge, demokratische, integre Kandidat dann doch wieder in einen Autokraten verwandelt. Und wurde nicht auch Bin Laden vom Geheimdienst ausgebildet, oder ist das Geschwurbel?).


    Ich beziehe mich ausdrücklich nicht auf die Geschehnisse in der Ukraine im Moment, sondern die generelle Diskussion. Aber der Westen ist nicht gar so lauter, wie es bei las. klingt, das finde ich auch.

    #89Verfasser Gibson (418762) 28 Feb. 22, 16:16
    Kommentar

    #71


    Also, from my layman's understanding of things, it seems like what the western democracies are doing is basically defaulting on their loans to Russia. I'm not sure how that works, though. Normally this would lead to a drop in a nation's credit rating, and a default of this magnitude would result in a large drop in credit rating for the U.S, for example.


    Ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler oder Experte, Wissende mögen mich berichtigen. Russland hat seit Jahren einen Haushaltsüberschuss, soweit ich weiß*. D. h. es geht nicht um westliche Kredite an Russland, sondern um russische Einlagen bei den westlichen Zentralbanken (US-Reserven, Euro-Reserven). Daher kein Einfluss auf Credit Rating von USA oder Europa aus diesem Grund.


    *Hängt aber wahrscheinlich mit dem Ölpreis zusammen, seit der Coronakrise und sinkenden Ölpreisen wegen sinkender Nachfrage wegen Lockdown nicht mehr (das würde im Umkehrschluss heißen, dass Lockdown in Europa zu Unruhen in Kasachstan führt, puh.... OK, lassen wir das).


    #90Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 16:18
    Kommentar

    "Und wurde nicht auch Bin Laden vom Geheimdienst ausgebildet, oder ist das Geschwurbel?)."


    Das weiß ich nicht, das würde mich aber nicht wundern. Fakt ist, dass die amerikanischen Regierungen die Taliban massiv unterstützt, ausgebildet und mit Waffen versorgt haben, damit die den Kampf gegen die russische Armee führen können. Das ist ihnen dann ja später grandios auf die Füße gefallen.

    #91Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 16:22
    Kommentar

    Grad geht ein schönes Meme durch's Netz: Putin und Selenskyj on the phone. Selenskyj says "Shall I tell you a joke?" Putin: "Yes." Selenskyj: "Kyiv!" Putin: "I don't get it ..." Selenskyj: "That's right, you don't get it."


    Wollen wir hoffen, dass er Recht hat.

    #92Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 16:28
    Kommentar

    #88


    OK, deine Beispiele leuchten mir ein. Ich war eher auf den "Volksbewegungen" und "Protesten" konzentriert, aber so kann man die "Innenpolitik" auch beeinflussen. Aber im Falle von Irak wäre das wahrscheinlich kein Beispiel für Beeinflussung von Innenpolitik, sondern für einen schlecht begründeten Krieg.

    #93Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 16:32
    Kommentar

    Klar, aber deswegen regen sich manche Leute ja so auf, dass "die Amis es wagen, den Russen Vorwürfe zu machen; die sind ja auch nicht besser ..." Fällt immer schwer, dagegen zu argumentieren.

    #94Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 16:34
    Kommentar

    Das Problem bei der Suche nach Beispielen ist, dass es klare Belege eher bei lange zurückliegenden Fällen findet, und ich mal vermute, dass las. Beispiele aus den 1950er-Jahren nicht anerkennt, weil in der Zwischenzeit alles viel besser geworden ist?!


    Ich nenne trotzdem mal die Operation Ajax im Jahr 1953 ( https://en.wikipedia.org/wiki/1953_Iranian_co... ) oder den Sturz des Präsidenten von Guatemala 1954 ( https://en.wikipedia.org/wiki/1954_Guatemalan... ) und die amerikanische Einmischung in Nicaragua um 1980 ( https://en.wikipedia.org/wiki/Nicaragua_v._Un... ).

    #95Verfasser harambee (91833) 28 Feb. 22, 16:45
    Kommentar

    auch Bin Laden vom Geheimdienst ausgebildet, oder ist das Geschwurbel?

    Du meinst sicher die CIA und nein, das ist kein Geschwurbel. Das wollte ich gerade als Beispiel aufführen, aber jetzt ist das zu spät.

    #96Verfasser wupper (354075) 28 Feb. 22, 17:00
    Kommentar

    #95


    Du hast aber schon Das hab ich nicht gemacht in #87 gesehen, oder? Aber du vermutest trotzdem, dass ich deine Beispiele nicht anerkenne. Sie werden wahrscheinlich alle unter Kalter Krieg oder Auswüchse davon laufen, oder? Genauso wie Afghanistan oder Iran-Irak Krieg. Aber ich erkenne deine Beispiele durchaus an.


    Ich denke nicht, dass US-Regierung oder CIA einen Heiligenschein verdienen.


    #94


    Klar, aber deswegen regen sich manche Leute ja so auf, dass "die Amis es wagen, den Russen Vorwürfe zu machen; die sind ja auch nicht besser ..." Fällt immer schwer, dagegen zu argumentieren.


    Ich bin mir sicher, dass "die" (US) besser als das aktuelle autoritäre System in Russland bzw. alles was davor in Form von UdSSR existiert hat, sind. Auch Anbetracht der ganzen unschönen Beispiele und Interventionen.


    An der Argumentation wieso ich mir sicher bin muss ich noch arbeiten...

    #97Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 17:06
    Kommentar
    #98Verfasser Wik (237414) 28 Feb. 22, 17:06
    Kommentar

    Noch mal ein Link im Zusammenhang mit


    #71 und #90


    obwohl es hier um SWIFT geht und nicht um Einfrierung der Gelder durch Zentralbanken.


    https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-...


    Aber ich muss zugeben, dass ich das nicht verstehe.


    #99Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 17:08
    Kommentar

    Klar, aber deswegen regen sich manche Leute ja so auf, dass "die Amis es wagen, den Russen Vorwürfe zu machen; die sind ja auch nicht besser ..." Fällt immer schwer, dagegen zu argumentieren.


    Ich bin mir sicher, dass "die" (US) besser als das aktuelle autoritäre System in Russland bzw. alles was davor in Form von UdSSR existiert hat, sind. Auch Anbetracht der ganzen unschönen Beispiele und Interventionen.


    las: ICH ja auch, aber es fällt eben schwer, diese "Argumentation" zu entkräften. Meine Aussage war ein Zitat, nicht meine eigene Meinung. Deshalb die Tüddelchen.

    #100Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 17:09
    Kommentar

    #98

    Fucking hell, das ist echt unglaublich!


    Das ist ein Traktat, im letzten Teil auch darüber dass Europa sich von der "angelsächsischen" Vorrherrschaft befreien wird und dass "Angelsachsen" Europa von China fernhalten wollen usw...


    #101Verfasser las. (377311) 28 Feb. 22, 17:15
    Kommentar

    Ich denke nicht, dass US-Regierung oder CIA einen Heiligenschein verdienen.


    Okay, wenn wir das noch auf die eine oder andere westliche Regierung und deren Geheimdienste ausweiten können, dann sind wir uns doch nahezu einig. Das ist für mich aber ein ausreichender Grund, zumindest mal hinzuhören, wenn dem Westen eine Beteiligung unterstellt wird. Ich gehe davon aus, dass das in den allermeisten Fällen haltlose Propaganda ist, aber das kann ich dann ja immer noch entscheiden.

    #102Verfasser harambee (91833) 28 Feb. 22, 17:23
    Kommentar

    #98 Wenn das kein Fake ist, dann ist es wirklich "cool".

    #103Verfasser harambee (91833) 28 Feb. 22, 17:25
    Kommentar

    Die Ukraine »zurück zu Russland zu bringen« wäre »mit jedem Jahrzehnt schwieriger« geworden, aufgrund einer »Umkodierung« und »Entrussifizierung« der Ukrainer.

    Das ist ja echtes Geschwurbel. Umkodierung? Wie bitte? Ist das wie bei der Borg, oder wie soll man sich das vorstellen?

    #104Verfasser wupper (354075)  28 Feb. 22, 18:16
    Kommentar
    Noch eine Perle aus dem Artikel:

    "Wladimir Putin nahm - ohne jegliche Übertreibung - eine geschichtliche Verantwirtung auf sich, indem er beschloss, die Lösung der ukrainischen Frage nicht den zukünftigen Generationen zu überlassen."

    Lösung der ukrainischen Frage...

    Und ich glaube nicht dass das ein Fake ist. Diese Person schreibt Kommentare für dieses Medium.
    Das Medium Ria Novosti gehört zu Russia Segodnja, RT ist ein staatseigenes Unternehmen (hervorgegangen aus Sovinfornbüro), es sind Staatsmedien.
    #105Verfasser las. (377311)  28 Feb. 22, 18:50
    Kommentar
    #106Verfasser WittGenStein (1323045) 28 Feb. 22, 19:00
    Kommentar

    Ob das ein Fake ist, kann ich nicht beurteilen, und da ich kein Russisch kann, möchte ich die zitierten Phrasen auch nicht beurteilen.

    Ich denke schon, dass entsprechende Meldungen schon vorformuliert werden, um das für den Zeitpunkt der Veröffentlichung nur anpassen zu müssen.

    #107Verfasser Wik (237414) 28 Feb. 22, 19:06
    Kommentar

    AFAIK this is historic. Swiss "neutrality" and their no-questions-asked approach to banking is well known. They appear to be doing this on their own, without any coercive measures from abroad.


    Switzerland says it will freeze Russian assets, setting aside a tradition of neutrality.

    Feb. 28, 2022, 10:26 a.m. ET

    Nick Cumming-Bruce

    GENEVA — Switzerland, a favorite destination for Russian oligarchs and their money, announced on Monday that it would freeze Russian financial assets in the country, setting aside a deeply rooted tradition of neutrality to join the European Union and a growing number of nations seeking to penalize Russia for the invasion of Ukraine.

    After a meeting with the Swiss Federal Council, Switzerland’s president, Ignazio Cassis, said that the country would immediately freeze the assets of Russia’s president, Vladimir V. Putin, Prime Minister Mikhail V. Mishustin and Foreign Minister Sergey V. Lavrov, as well as all 367 individuals sanctioned last week by the European Union.

    Switzerland said it was departing from its usual policy of neutrality because of “the unprecedented military attack by Russia on a sovereign European state,” but expressed a willingness to help mediate in the conflict. It also joined European neighbors in closing its airspace to Russian aircraft, except for humanitarian or diplomatic purposes. But said it would evaluate whether to join in subsequent E.U. sanctions on a case-by-case basis.

    Mr. Lavrov, who was scheduled to be in Geneva on Tuesday to address the United Nations Human Rights Council, will no longer make the trip because of the flight ban, Russia’s mission to the United Nations in Geneva said on Twitter.

    Swiss national bank data showed that Russian companies and individuals held assets worth more than $11 billion in Swiss banks in 2020. As a hub for the global commodities trade, Switzerland also hosts numerous companies that trade Russian oil and other commodities.

    The decision came amid mounting condemnation of Russia’s invasion of Ukraine, which saw thousands of antiwar protesters march in Bern, Switzerland’s capital, over the weekend. Demonstrators chanted for an end to “Putin’s war” and criticized the government’s initially cautious response to the crisis.

    Switzerland cherishes a reputation for neutrality that has established Geneva as a home to the United Nations and a host to peace talks in numerous conflicts, including the wars in Korea and Vietnam. Recently, Geneva was the venue for last year’s summit between President Biden and Mr. Putin.

    Mr. Cassis expressed concern that the Alpine nation’s credibility as a neutral diplomatic intermediary would suffer if it automatically followed suit with E.U. sanctions. Initially, Switzerland said last week that it would enforce travel bans against Russians on the E.U. sanctions list and stop Swiss banks from accepting new Russian money — but stopped short of cutting off the individuals’ access to their bank accounts.

    Since then, images of bloodied Ukrainian civilians and apartments damaged by shelling have fueled popular anger against Russia, Switzerland has adopted a tougher tone as well. Mr. Cassis told the United Nations Human Rights Council on Monday that Russia’s attack on Ukraine was a flagrant violation of international law.

    “There has been no provocation which could have justified such an intervention,” he said.

    https://www.nytimes.com/2022/02/28/world/euro...


    @#45

    That is why the sanctions that would really hurt Putin, targeting companies like BP and Shell over their Russian interests or the real oligarchs like Usmanov, Deripaska and Abramovic, will never happen because they would damage the interests of the British elite.


    It appears that BP has felt the heat and responded accordingly. See here for example:

    British energy giant BP announced Sunday it was offloading its 19.75% stake in Rosneft, a Russian-controlled oil company.

    BP CEO Bernard Looney and former exec Bob Dudley are also resigning from Rosneft's board, effective immediately. Looney had been a director of Rosneft as one of two BP-nominated directors since 2020. Dudley had been a director since 2013, the company said.

    BP has worked in Russia for more than 30 years, but the Russian invasion of Ukraine has forced the company to reevaluate its holding.

    "This military action represents a fundamental change," BP chair Helge Lund said in a statement. "It has led the BP board to conclude, after a thorough process, that our involvement with Rosneft, a state-owned enterprise, simply cannot continue."

    BP had been facing surmounting pressure from the British government to exit its stake in the company, The Wall Street Journal reported last week. British officials were accusing Rosneft of fueling the Kremlin's advance into Ukraine, the paper said.

    https://www.cnbc.com/2022/02/27/bp-offloads-s...


    Things are happening in the world that have never happened before...

    Ich frage mich nur, ob und wann diese Zeitenwende Herrn Schöder erreichen wird.

    #108Verfasser wupper (354075)  28 Feb. 22, 20:01
    Kommentar
    250.000 Leute bei der Friedensdemo heute in Köln. Danke.
    #109Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 28 Feb. 22, 20:11
    Kommentar

    ...and Shell Oil as well. Events are moving so swiftly it's hard to keep up, so I'll just stop.


    Oil giant Shell says it intends to ‘exit’ its ventures with Russia’s Gazprom

    By Jeanne Whalen 1:22 p.m.

    Oil giant Shell said Monday that it intends to dump its joint ventures with Russian gas giant Gazprom over Russia’s invasion of Ukraine.

    It’s the third major oil company to announce that it planned to exit Russia over the war in Ukraine. On Sunday, Britain’s BP and Norway’s Equinor both announced they were ending investments in Russia’s oil industry.

    Shell put the long-term value of its stakes in these ventures at $3 billion.

    Among other projects, Shell said it will “exit” a 27.5 percent stake in a natural gas project on Sakhalin Island in eastern Russia.

    “We are shocked by the loss of life in Ukraine, which we deplore, resulting from a senseless act of military aggression which threatens European security,” Shell CEO Ben van Beurden said in an emailed statement. “We cannot — and we will not — stand by.”

    He added that Shell is “in discussion with governments around the world” to work through the implications that the move would have on Shell’s business and energy supplies to Europe and other markets.

    https://www.washingtonpost.com/world/2022/02/...

    #110Verfasser wupper (354075) 28 Feb. 22, 20:43
    Kommentar

    Ich frage mich nur, ob und wann diese Zeitenwende Herrn Schöder erreichen wird.


    wupper, ich bitte Dich: Wovon soll denn so ein armer Schlucker wie Herr Schröder seine nächste Cohiba bezahlen, wenn er seinem Soldherrn, dem lupenreinen Autokraten, die Gefolgschaft aufkündigte?!

    #111Verfasser Peter <de> (236455) 28 Feb. 22, 21:26
    Kommentar
    #112Verfasser no me bré (700807) 28 Feb. 22, 21:40
    Kommentar

    Tja, der arme Schlucker kriegt noch ein "r" von mir.

    Ich wusste nicht, dass der Altkanzler so gerne Zigarren raucht. Er sollte sich mit Rudy Giuliani zusammensetzen. Der ist ein Kenner.

    Schön Dich zu lesen, Peter!

    #113Verfasser wupper (354075) 28 Feb. 22, 22:03
    Kommentar

    Du hast Recht, wupper, GS und RG - das könnte noch so eine richtig gute Männerfreundschaft werden ...

    Und danke für Deine Begrüßung!

    #114Verfasser Peter <de> (236455) 01 Mär. 22, 00:40
    Kommentar

    Was werden die nächsten Schachzüge von Putin sein...?


    Ich hoffe, dass ich mich irre...


    Zunächst einmal eine Rekapitulation:


    Putin hatte rund 150 - 200.000 Soldaten rund um die Ukraine in Stellung gebracht; Soldaten, die größtenteils zum Kriegsdienst gezwungen werden und keine eigene innere intrinsische Motivation haben, gegen ihre ehemaligen Landsleute (Brudervolk) zu kämpfen. Warum sollten sie auch?

    Auf ukrainischer Seite sieht das ganz anders aus; zwar hört man, dass die Truppenstärke der regulären ukrainischer Truppen auch "nur" bei 200.000 Mann liegen soll, aber die Leute sind hochmotivirt. Hinzu kommen noch die vielen freiwilligen Soldaten; Die Ukraine, das ist eine Bevölkerung vo 40 Mio! Die Hälfte davon sind Frauen, die wohl ien der Mehrzahl eher nicht zu den Kombatanten gerechnet werden können; verbleiben weitere 20 Mio potentielle Kämpfer; wenn man jetzt einmal grob die Hälfte davon abzieht, die entweder zu alt, zu jung oder keine Lust haben, dann verbleibt ein Heer von 10.200.000 hochmotivierten ukrainischen Kämpfern gegen "lächerliche" 200.000 teilweise demotivierte, zwangsverpflichte Kämpfer auf russischer Seite, also ein Verhältnis von 10,2 : 0,2 zugunsten der Ukraine.


    Und jetzt fangen die Spekulationen an; auf normalem Wege kann Putin den Krieg niemals gewinnen, nicht wenn die ukrainischen Kämpfer mit Waffen und Nahrung versorgt werden...


    ... und jetzt kommen wir an den Punkt, wo mir Angst und Bang wird...


    P + seine Verbrecherbande werden es ganz bald feststellen, dass sie diesen Krieg so nicht gewinnen können und werden mit Massenvernichtungswaffen ein Blutbad ungeahnten Ausmaßes anrichten. Die westliche Welt wird ein solches Blutbad nicht unbeantwortet lassen und damit befinden wir uns in einer Eskalationsspirale aus der es keinen Ausgang gibt :-°(°°°°


    Ich hoffe, die Russen haben einen Staufenberg mit mehr Erfolg.

    #115Verfasser Stony0815 (607758) 01 Mär. 22, 00:57
    Kommentar

    I don't suppose Russian oligarchs like it much when the ruble tumbles 30% and the stock market is closed in Russia. Or when they can't fly to Zurich for a get-away-vacation.


    Two Russian oligarchs call for an end to Putin's war

    By Charles Riley, CNN Business

    Updated 0344 GMT (1144 HKT) March 1, 2022

    London (CNN Business) Russian billionaires Mikhail Fridman and Oleg Deripaska have broken ranks with the Kremlin and called for an end to Russia's war in Ukraine.

    Fridman, who was born in western Ukraine, wrote in a letter to staff that he wanted the "bloodshed to end."

    "My parents are Ukrainian citizens and live in Lviv, my favorite city. But I have also spent much of my life as a citizen of Russia, building and growing businesses. I am deeply attached to Ukrainian and Russian peoples and see the current conflict as a tragedy for them both," wrote Fridman.

    "This crisis will cost lives and damage two nations who have been brothers for hundreds of years. While a solution seems frighteningly far off, I can only join those whose fervent desire is for the bloodshed to end," he added in the letter, which was provided by his office. The Financial Times was first to report the letter.

    Fridman is chairman of Alfa Group, a private conglomerate operating primarily in Russia and former Soviet states that spans banking, insurance, retail and mineral water production. Fridman has a net worth of $11.4 billion, according to the Bloomberg Billionaire's Index.

    The billionaire is also chairman of Alfa Bank, Russia's fourth biggest financial services firm and its largest private bank. Alfa Bank was hit last week by sanctions that will prevent it from raising money through the US market.


    Russian businessman Mikhail Fridman, left, and businessman Viktor Vekselberg talk during a conference in Moscow on September 17, 2019.

    Fridman's call for peace was echoed by Deripaska, a billionaire who made his fortune in the aluminum business.

    "Peace is very important! Negotiations need to start as soon as possible!" Deripaska said Sunday in a post on Telegram.

    He also addressed the economic situation in a series of posts on Monday as the ruble collapsed and Russia's stock market failed to open for trading.

    "I really want clarifications and intelligible comments on the economic policy for the next three months," Deripaska said, adding that the central bank's decision to dramatically hike interest rates and force companies to sell foreign currency are the "first test of who will actually be paying for this banquet."

    "It is necessary to change the economic policy, [we] need to put an end to all this state capitalism," he added.

    Deripaska emerged from the chaotic scramble for assets following the collapse of the Soviet Union with a massive fortune, which Forbes estimated at $28 billion in 2008. In 2018, he was sanctioned by the United States, which noted that the oligarch "does not separate himself from the Russian state."


    Russia's oligarchs face economic chaos and punishment by the West after President Vladimir Putin ordered his troops into Ukraine last week. The United States and allies including the United Kingdom have responded by targeting wealthy individuals who are close to the Kremlin with sanctions.

    The United States is even targeting the families of oligarchs — a new step aimed at eroding support for Putin among Russia's elite. Last week, the US Treasury sanctioned the sons of two of Putin's closest officials.

    "Elites close to Putin continue to leverage their proximity to the Russian President to pillage the Russian state, enrich themselves, and elevate their family members into some of the highest positions of power," the Treasury Department said in announcing the sanctions.

    — Anna Stewart contributed to this article.

    https://edition.cnn.com/2022/02/28/business/o...

    #116Verfasser wupper (354075) 01 Mär. 22, 08:51
    Kommentar

    Die Tories mal wieder. Man MUSS sie einfach lieben


    Fleeing from war does not merit enough points for a UK visa, says Priti Patel - LCD Views


    "Fleeing from war does not merit enough points for a UK visa, says Priti Patel


    WHAT IS THE POINT: The UK has taken back control of its borders. Even the one across Ireland. They did this by copying and pasting a points based system developed by unelected bureaucrats on the opposite side of the globe. 


    This means you can only get into the UK if certain conditions are met. It’s like collecting Nectar points in order to buy a Rolls-Royce. 


    It’s the ultimate loyalty card scheme. You earn points by purchasing British goods, by waving British Union Jacks, by disseminating gushing support of Boris Johnson indiscriminately across all social media platforms. Once you have accumulated enough points (this can take several lifetimes), then you are entitled to join the Visa Lottery. If you win this – at the incredibly favourable odds of 14,000,000-1 against, then you may apply for a Blue British Passport." 


    Und sie jubeln den gegen Putin demonstrierenden Russen in Russland zu und wollen genau diese Art von Protest durch ihre komische "Police & Borders Bill" im UK unmöglich machen. Healthy dose of hypocrisy anyone?


    #117Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 01 Mär. 22, 09:23
    Kommentar

    It’s the ultimate loyalty card scheme. You earn points by purchasing British goods, by waving British Union Jacks, by disseminating gushing support of Boris Johnson indiscriminately across all social media platforms.


    Auch wenn das wieder nur bedingt "Rest der Welt" ist, zur Sicherheit die Nachfrage: Das ist Satire oder?

    #118Verfasser harambee (91833) 01 Mär. 22, 09:52
    Kommentar

    Leider nicht komplett, harambee, leider nicht komplett. S. #40 ...

    #119Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 01 Mär. 22, 09:55
    Kommentar

    Is this now the Brexit thread? I understand that all these touchy topics bleed into each other, but ...


    Please forgive me if I'm not really in the mood for satire, or anything to do with Boris Johnson or Priti Patel.


    I was actually very tempted to post a very long excerpt from last night's one-hour interview program with Christiane Amanpour, on CNN International and PBS. The content of that particular episode was unusually serious and disturbing.


    The guests were

    • US general David Petraeus, former CENTCOM commander and CIA director

    • former Lithuanian president Dalia Grybauskaite

    • US sanctions expert Bill Browder, the impetus behind the Magnitsky Act, in memory of Sergei Magnitsky, a martyr tortured and killed by Putin

    • François Heisbourg, former adviser to French president Macron

    https://transcripts.cnn.com/show/ampr/date/20...

    https://edition.cnn.com/shows/amanpour


    Once again, the original videos are still, a day later, not even up on the CNN website (why is CNN International so lame?!), and the transcripts are unedited and hard to read. (Hint: 'post hue mouse' —> posthumous. *aargh*) But for anyone interested, I would really recommend reading the transcript anyway, or at least, checking back in a couple of days when the video may be available. (Or if anyone wants a better-quality edited transcript, I could send it in a PM.)


    As I understand it, the upshot is that, because this first stage is going worse for Putin than expected, he seems to be losing control over his already angry, volatile, vindictive personality. His complete disregard for human life, and his other irrational weaknesses, may actually make him more likely to commit worse atrocities sooner rather than later. And he is not likely to back down from threats, however insane, because his ego is so fragile that he would see any concession as a loss of face.


    So that was pretty sobering. If I were Olaf Scholz, or anyone else in Berlin, I might be making plans now to move to another location, for at least a few weeks, or months. That is, Scholz was evidently the last person who apparently irritated Putin the most, by speaking firmly and then arming Ukraine. And Berlin seems to be one of the nuclear targets closest at hand, apart from Kyiv. /-:


    In a recent interview with Kati Marton on C-Span, from October when her book about Angela Merkel was recently out, she said something about how Merkel had in effect managed to keep Putin from completely blowing up, going crazy, the entire time she was in office, by whatever method -- talking calmly and soberly to him, pointing out where his own interests lay, generally not taking his bait.


    I wonder if that was partly why Merkel decided to hand over the reins last year, now that Putin is evidently less and less willing to listen to anyone at all, including his own diplomats and generals. Yes, a few of his vassal oligarchs may belatedly try to speak to him, but it seems a little late for that now. I don't actually think he's going to listen to Valery Gergiev or the Russian soccer team. Maybe prayer is our best hope, along with resistance.


    Putin and his apologists will likely say that all this could have been avoided if Ukraine had 'just' given in to his demands. From the way he has behaved in every other case, though, it seems clear that if Ukraine had given him an inch, he would now have taken a mile, or a thousand miles -- i.e., another three or four vulnerable countries that he could devastate, but not govern.


    Giving in to bullies may be easier in the short term, but surely it's always worse in the longer term. War is not always the greatest evil.



    #120Verfasser hm -- us (236141)  01 Mär. 22, 12:43
    Kommentar

    Wisst ihr noch, wie wir diskutiert haben, was US-Soldaten in Polen bringen?


    EU (in Form von Polen, Bulgarien und Slowakei) gibt der Ukraine 70 Flugzeuge, die von ukrainischen Fliegern geflogen werden (das sind gleiche Modelle, die Ukraine schon hat) und die, falls nötig, von Polen (!!!) aus starten können.


    D. h. das Polen theoretisch unter Beschuss geraten kann. In Polen stehen aber US Soldaten. Und US Soldaten sollte man nicht beschießen, da sonst USA reagieren müssen.



    #121Verfasser las. (377311) 01 Mär. 22, 13:04
    Kommentar

    Und dann hätten wir den Bündnis-Fall, und es geht in die Grütze. Der nächste Krieg wird dann wieder mit Keulen und Steinen geführt :-/ Wir sind echt am Arsch.

    #122Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 01 Mär. 22, 13:37
    Kommentar

    #121 "und die, falls nötig, von Polen (!!!) aus starten können."

    Ist das eine (belegte) Zusage der polnischen Regierung an die Ukraine?


    Damit würde sich Polen bewußt zum Kriegsteilnehmer machen (selbst wenn die Piloten den ukrainischen Streitkräften angehörten), und damit auch zum Angriffsziel der russischen Streitkräfte. Und das würde nicht automatisch einen Natoverteidigungsfall auslösen.

    Diplomatisch seeeeehr risque

    #123Verfasser Wik (237414) 01 Mär. 22, 13:39
    Kommentar

    Ich habe nur eine Zeitungsmeldung zu bieten, ich weiß nicht, wo man das nachprüfen kann. Als Quelle wurde Facebook von Air Force Command of UA Armed Forces. Das ist "halboffiziell" aber halt von der ukrainischen Seite.


    https://de-de.facebook.com/kpszsu


    Наші партнери передають нам Міг-29 та Су-25! У разі потреби, вони зможуть базуватись на польських аеродромах з яких українські пілоти виконуватимуть бойові завдання.


    Übersetzung: Bei Bedarf, können sie polnische Flughäfen als Basis nutzen


    Ich kann mir schwer vorstellen, dass sie das ohne Zusage von Polen so posten.

    #124Verfasser las. (377311)  01 Mär. 22, 13:50
    Kommentar

    Ein langer Artikel, der daran zweifelt, dass die Geschichte so stimmt, lässt sich auf https://www.thedrive.com/the-war-zone/44501/r... finden.


    Anmerkung: Ich habe keine Ahnung, wer hinter der Webseite steckt und ob das vertrauenswürdig ist. Ich bin nur über eine Googlesuche dahin gekommen. Vieles klingt für mich logisch, aber wirklich beurteilen kann ich es nicht.


    PS: Die Bulgaren, von denen ja angeblich ein Teil der Flugzeuge kommen sollte, haben dementiert:

    https://www.euractiv.com/section/politics/sho...

    #125Verfasser harambee (91833)  01 Mär. 22, 14:14
    Kommentar
    Ok, ich sehe, dass in den Facebook comments Leute auch schreiben, dass Bulgarien dementiert und evtl Polen auch (aber dieser Comment war auf Polnisch, und ich bin mir nicht sicher, dass ich es verstanden habe).

    Falls ja, dann wäre das Wunschdenken oder in einem anderen Umfang oder zeitlichen Rahmen zugesagt. Und wahrscheinlich ohne Beteiligung des polnischem Bodens. Nicht sehr klug von Leitung der ukrainischen Luftwaffe das so schnell zu posten, ohne sich abzusichern.
    #126Verfasser las. (377311) 01 Mär. 22, 14:38
    Kommentar

    Es gab eine Pressekonferenz mit dem NATO-Generalsekretär Stoltenberg und dem polnischen Präsidenten Duda (https://www.nato.int/cps/en/natohq/opinions_1... ) Ausschnitt:


    President of Poland Andrzej Duda: Gentlemen, as Secretary General has now said, we are not sending any jets to Ukraine because that would open a military interference in the Ukrainian conflict. We are not joining that conflict. NATO is not a party to that conflict. However as I said, we are supporting Ukrainians with humanity aid. However, we are not going to send any jets to the Ukrainian airspace.

    #127Verfasser harambee (91833) 01 Mär. 22, 14:40
    Kommentar

    #124 Übersetzung: Bei Bedarf, können sie polnische Flughäfen als Basis nutzen


    Die Übersetzung möchte ich nicht bezweifeln, aber das Problem bleibt:

    Wer seine Flughäfen für operative Flüge (sei es Aufklärungsflüge oder Jagdflugzeuge oder Bomber oder was auch immer) in einem Konflikt bereitstellt, macht sich automatisch zur Konfliktpartei, und Polen hätte damit nicht automatisch Anspruch auf Verteidigung durch die Nato.

    In etwa so, wie wenn ein (theoretischer) US Carrier im Schwarzen Meer den Fliegern aus der Ukraine (ich weiß, die sind nicht kompatibel, aber im Prinzip) eine Angriffsplattform auf Russland bieten würde. Da könnte sich der Flugzeugträger auch nicht darauf verlassen, dass man ja keine Konfliktpartei sei.


    #125 Danke für die Quellen. Man muss also auf allen Seiten genau schauen, welche Meldungen richtig oder falsch sind.


    Habe zulange über meinem Beitrag gebrütet, #126 und 127 blasen ins gleiche Horn

    #128Verfasser Wik (237414)  01 Mär. 22, 14:47
    Kommentar

    Mexiko scheint auch zu den Ländern zu gehören, die sich nicht an Sanktionen gegen Russland beteiligen wollen: https://www.reuters.com/world/mexicos-preside...


    Kommt das überraschend oder war das zu erwarten? Ich weiß über die politische Situation in Mexiko so gut wie gar nichts.

    #129Verfasser harambee (91833)  01 Mär. 22, 16:47
    Kommentar

    Es ist schön, dass der Präsident von Mexiko sich gute Handelsbeziehungen mit allen Ländern der Welt wünscht, aber was meint er über die Lage jetzt in der Ukraine? Dazu hat er sich nicht geäußert, zumindest nicht in der verlinkten Meldung. Darüber würde ich gern mehr erfahren. Hat er eine Lösung parat?


    Lopez Obrador's comments came in response to a question about the interest in Mexico of Russia's second-largest oil producer Lukoil (LKOH.MM) and Russian airline Aeroflot (AFLT.MM).

    Lukoil said on Friday it has completed its acquisition of a 50% operator interest in an offshore oil project in Mexico, part of its drive to expand its global reach

    [auch aus dem Link in #195]


    Vielleicht hat seine Abneigung gegen Sanktionen damit zu tun? Sanktionen würden vermutlich das lukrative Geschäft mit Russland verderben.

    Ich weiß auch kaum etwas über Herrn López Obrador außer, dass er Sozialist ist. Die Sozialisten in Mittel- und Südamerika pflegten in der Vergangenheit immer gute Kontake zu der Sovietunion, aber die SU gibt es längst nicht mehr und Russland ist etwas anderes. Hm--us weißt wahrscheinlich viel mehr.

    #130Verfasser wupper (354075)  01 Mär. 22, 18:55
    Kommentar

    Ein japanischer Schüler erzählte mir heute, dass die Regierung 1 Milliarde Yen an die Ukraine schickt, aber als ich das gerade mit einem Link unterfüttern wollte, stellte ich fest, dass das mitnichten die Regierung ist, sondern ein Privatmann:


    Japanese Billionaire Hiroshi Mikitani Donates $8.7 Million To Ukraine

    https://www.ndtv.com/world-news/japanese-bill...


    Dafür hat die Regierung einer Japanerin, die mit Mann und Kindern in Kiew lebt, die Einreise verweigert, weil der dafür erforderliche Coronatest positiv ausfiel. Sie twittert jetzt aus dem Schutzkeller. (Ich kann dazu nichts finden, spreche aber auch kein Japanisch und denke nicht, dass die Geschichte es in die internationalen Medien geschafft hat. Aber mein Schüler folgt ihr selbst auf Twitter, es scheint sie also zumindest zu geben.)

    #131Verfasser Gibson (418762) 01 Mär. 22, 18:58
    Kommentar
    Here is some information on how Latin America is responding to the invasion. Mexico is not mentioned specifically, but you can get a general picture of the region. Before the invasion full-throated support of Russia; since the war started, pretty much silence.

    Some of Putin’s staunchest allies in Latin America are distancing themselves from Russia.

    Russia’s Latin American allies have distanced themselves from President Vladimir V. Putin’s war in Ukraine, underscoring how even his staunchest diplomatic supporters appear concerned about the consequences of the cataclysmic invasion of a neighbor.

    The governments of Cuba, Nicaragua and Venezuela have all blamed the United States and NATO for stoking tensions in Ukraine and disregarding Russia’s security interests. But none has yet voiced direct support for Russia’s incursion.

    Cuba, Bolivia and Venezuela, in official statements, have called for a diplomatic resolution to the crisis. Bolivia’s former president, Evo Morales, who continues to play an important role in his country’s pro-Russian government, tweeted after the fighting began last Thursday, “War is never the solution.”

    Similarly cautious diplomatic stances were taken by President Nicolás Maduro of Venezuela and his Nicaraguan counterpart, Daniel Ortega, both of whom spoke to Mr. Putin by telephone in the days before the invasion.

    Mr. Maduro and Mr. Ortega had both voiced strong support for Mr. Putin’s decision to recognize Ukraine’s Russian-backed breakaway republics on Feb. 21.

    “Russia is simply defending itself,” Mr. Ortega said that day.

    “All my support for President Vladimir Putin and his people,” Mr. Maduro said last Tuesday.

    But both leaders have been silent since the invasion began.

    The governments of Cuba, Nicaragua and Venezuela have all relied on Russian support in their defiance of the United States, becoming some of Mr. Putin’s most ardent international allies. All three have touted Russian investment as an antidote to the economic pain inflicted on them by American sanctions.

    Cuba has long relied on Russian tourism for foreign revenue, which is likely to fall dramatically following the collapse of Russia’s currency and international restrictions on Russian flights.

    And Mr. Maduro has used Russia’s banking system to bypass American sanctions and continue exporting oil and importing basic goods to Venezuela, allowing him to stay in power. Russia’s dramatic exclusion from the international financial system will likely complicate this trade, wrote the Venezuelan economist Asdrúbal Oliveros.

    Earlier this year, Mr. Putin sought to further expand Russia’s influence in Latin America, building ties in the region to countries like Brazil and Argentina that have traditionally been close to Washington.

    President Jair Bolsonaro visited Moscow just days before the invasion, and said Brazil stood in “solidarity” with Russia, though he didn’t clarify what that meant.

    But in a news conference on Sunday, Mr. Bolsonaro said Brazil must remain neutral in the conflict because of the potential economic fallout, including Brazil’s dependence on Russia for fertilizers.

    “We want peace, but we cannot bring consequences here,” he said.

    President Alberto Fernández of Argentina also visited Mr. Putin in Moscow last month, but after the invasion, his government denounced the attacks, issuing its “strongest rejection of the use of armed force.”

    https://www.nytimes.com/live/2022/03/01/world...
    #132Verfasser wupper (354075)  02 Mär. 22, 00:50
    Kommentar


    Here are the belated video links to the interviews from February 28 that I mentioned in #120 above. Again, several of the points seemed to me to be really worth paying attention to.


    Ret. Gen. Petraeus: Ukraine invasion 'going terribly' for Putin

    Retired General David Petraeus talks to Christiane Amanpour about Vladimir Putin's invasion of Ukraine.

    https://edition.cnn.com/videos/tv/2022/02/28/...

    Putin's madness is 'increasing,' says former Lithuania leader Dalia Grybauskite

    https://edition.cnn.com/videos/tv/2022/02/28/...

    Analyst François Heisbourg: Putin 'does not play the bluffing game'

    https://edition.cnn.com/videos/tv/2022/02/28/...


    Unfortunately there is no link to the segment with Bill Browder about how to bring oligarchs to justice, but the transcript does include it.


    https://transcripts.cnn.com/show/ampr/date/20...




    As for López Obrador, I can't add a great deal. He seems to be just a populist, a lifelong politician who will apparently say anything to try to keep up his approval ratings, but usually lacks the courage to take any concrete action, and certainly is not willing to oppose any powerful interests, whether the Mexican oligarchs and media owners, or the drug cartels.


    When he was first elected, there was some hope that he would be an improvement, because he claimed to be so modest and unassuming and did things like flying commercial airlines and giving up the presidential jet. (Though he never found anyone to buy it, so in the end he had to try to raffle it off at a big loss.) He first came across as generally mild-mannered and optimistic, someone who at least gave off a positive vibe and said encouraging things, unlike, say, Trump, Bolsonaro, Xi, or Putin, who are nearly always always angry, stern, criticizing, picking fights.


    But the longer he has been in office, the less he has accomplished. In fact, he hit a serious low point already with Covid, in the face of which he essentially threw up his hands for two years and did little to nothing, including explicitly not urging Mexicans to wear masks or keep social distance.


    What Mexico really needs is to battle corruption and passivity in the police and the judiciary, and to work harder to protect vulnerable groups like journalists, of whom six (!) have already been murdered in 2022. But instead, AMLO (his initials) has actually weakened the rule of law, failing to protect journalists, refusing to confront cartels, and even ending cooperation with all United States law enforcement (!) after a high government official was charged with a crime when he traveled to the US.


    Indeed, in recent weeks he has been very touchy with journalists at his press conferences, explicitly refusing to speak out against the murders of journalists, and instead getting very irritated with the journalists in the room, some of whom are now asking him pointed questions about his efforts to return power to the state oil and gas industry, including some deals that involve members of his own family, and possibly also deals with dubious actors like, indeed, Russia.


    It's true that he doesn't appear to be a radical or autocratic leftist in the mold of Cuba or Venezuela, so that there have been times when he has seemed in a position to at least talk to leaders from those countries in a kind of mediating role. But he was so friendly with Trump, and has been so prickly toward Biden, that he doesn't actually seem cooperative on many regional issues, except that he does seem willing to help discourage the flow of migrants from Central America to the US somewhat, and even grant some of them work permits, as long as he doesn't have to spend much money to do it.


    _________________


    So reagiert Lateinamerika auf Putins Feldzug

    Kuba, Nicaragua und Venezuela stehen zu Kremlchef Putin, Brasilien und Mexiko ringen um jedes Wort. Viele Länder in Lateinamerika zögern, die Invasion zu verurteilen, weil sie von einem russischen Exportgut abhängig sind.

    https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-...


    The fear and lawlessness behind Mexico's journalist murders

    A spate of journalist murders shows that Mexico isn’t just failing to protect its reporters but that lawlessness is a systemic problem and a legacy of the failed "war against drugs," experts warn

    https://www.dw.com/en/the-fear-and-lawlessnes...


    Mexico grapples with crisis of 95,000 missing persons

    A senior government human rights official said 52,000 unidentified bodies have been buried in mass graves, with tens of thousands still missing.

    https://www.dw.com/en/mexico-grapples-with-cr...


    Mexico’s Leftist Leader Rejects Big Spending to Ease Virus’s Sting

    President Andrés Manuel López Obrador rejects huge stimulus packages, even as millions of Mexicans risk falling into poverty.

    https://www.nytimes.com/2020/06/08/world/amer...

    Leer en español

    https://www.nytimes.com/es/2020/06/08/espanol...


    https://en.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9s_Man...


    #133Verfasser hm -- us (236141)  02 Mär. 22, 01:50
    Kommentar
    For several days, all the news from Ukraine seemed to be largely the same, but now there are more perspectives that might be different from just the standard wire-service updates. For instance, I haven't really seen anything at all in the U.S. media about aircraft possibly flying out of Poland, even though that rumor evidently got the attention of some of you in Europe.

    One of the reasons I appreciate this thread is the opportunity to see which angles relating to current events are emphasized in journalism in different countries.

    There is some content about casualties that could be disturbing, so again, here is a link to skip to the next post if preferred.

    Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 7 - #135

    ________________


    Russian Troop Deaths Expose a Potential Weakness of Putin’s Strategy
    Videos and photos show the bodies of soldiers left behind on the battlefield, officials say, and the charred remains of tanks and armored vehicles. ...
    When Russia seized Crimea in 2014, President Vladimir V. Putin was so worried about Russian casualty figures coming to light that authorities accosted journalists who tried to cover funerals of some of the 400 troops killed during that one-month campaign.
    But Moscow may be losing that many soldiers daily in Mr. Putin’s latest invasion of Ukraine, American and European officials said. ...
    No one can say with certainty just how many Russian troops have died since last Thursday, when they began what is turning into a long march to Kyiv, the capital. Some Russian units have put down their arms and refused to fight, the Pentagon said Tuesday. ...
    American officials had expected the northeastern city of Kharkiv to fall in a day, for example, but Ukrainian troops there have fought back and regained control despite furious rocket fire. The bodies of Russian soldiers have been left in areas surrounding Kharkiv. Videos and photos on social media show charred remains of tanks and armored vehicles, their crews dead or wounded.
    Neither side’s claims have been independently verified, and Biden administration officials have refused to discuss casualty figures publicly. But one American official put the Russian losses as of Monday at 2,000, an estimate with which two European officials concurred.
    Senior Pentagon officials told lawmakers in closed briefings on Monday that Russian and Ukrainian military deaths appeared to be the same, at around 1,500 on each side in the first five days, congressional officials said. But they cautioned that the figures — based on satellite imagery, communication intercepts, social media and on-the-ground media reports — were estimates.
    For a comparison, nearly 2,500 American troops were killed in Afghanistan over 20 years of war. ...
    In particular, Pentagon officials and military analysts said it was surprising that Russian soldiers had left behind the bodies of their comrades.
    “It’s been shocking to see that they’re leaving their fallen brethren behind on the battlefield,” said Evelyn Farkas, the top Pentagon official for Russia and Ukraine during the Obama administration. “Eventually the moms will be like, ‘Where’s Yuri? Where’s Maksim?’”
    Already, the Ukrainian government has begun answering that question. On Sunday, authorities launched a website that they said was meant to help Russian families track down information about soldiers who may have been killed or captured. The site, which states it was created by Ukraine’s Ministry of Internal Affairs, says it is providing videos of captured Russian soldiers, some of them injured. The pictures and videos change throughout the day. ...
    The name of the site, www.200rf.com, is a grim reference to Cargo 200, a military code word that was used by the Soviet Union to refer to the bodies of soldiers put in zinc-lined coffins for transport away from the battlefield; it is a euphemism for troops killed in war.
    The website is part of a campaign launched by Ukraine and the West to counter what American officials characterize as Russian disinformation ... Information and the battle for public opinion around the world have come to play an outsize part in a war that has come to seem like a David vs. Goliath contest.
    On Monday, Ukraine’s ambassador to the United Nations, Sergiy Kyslytsya, read out before the General Assembly what he said were the final text messages from a Russian soldier to his mother. They were obtained, he said, by Ukrainian forces after the soldier was killed. “We were told that they would welcome us and they are falling under our armored vehicles, throwing themselves under the wheels and not allowing us to pass,” he wrote, according to Mr. Kyslytsya. “They call us fascists. Mama, this is so hard.”
    The decision to read those texts, Russia experts and Pentagon officials said, was a not-so-veiled reminder to Mr. Putin of the role Russian mothers have had in bringing attention to military losses that the government tried to keep secret. In fact, a group now called the Union of Committees of Soldiers’ Mothers of Russia played a pivotal part in opening up the military to public scrutiny and in influencing perceptions of military service, Julie Elkner, a Russia historian, wrote in The Journal of Power Institutions in Post-Soviet Societies. ...
    ( https://journals.openedition.org/pipss/243 )
    On Monday, Ukraine’s defense minister, Oleksiy Reznikov, offered Russian soldiers cash and amnesty if they surrendered.
    “Russian soldier! You were brought to our land to kill and die,” he said. “Do not follow criminal orders. We guarantee you a full amnesty and 5 million rubles if you lay down your arms. ...”

    https://www.nytimes.com/2022/03/01/us/politic...

    U.K. Moves to Tighten Laws on Oligarchs. Critics Say It’s Too Late.
    With most of the Western world uniting against Russia’s invasion of Ukraine, Britain is trying to plug loopholes for wealthy Russians to which it has long turned a blind eye. ...
    Now, with most of the Western world uniting against Mr. Putin’s aggression, Britain is moving to plug an embarrassing loophole to which it has long turned a blind eye.
    On Tuesday, the government introduced new legislation in Parliament to try to curb the gusher of dirty money into Britain. Under the law, known as the Economic Crime Bill, foreign companies that own property would have to declare the true owners or could ultimately risk confiscation of their assets.
    “They are beginning to feel the heat,” Misha Glenny, author of “McMafia,” a book on organized crime that inspired a popular TV series, said of the oligarchs. But he said of the plans to tighten the rules, “There is an element of shutting the stable door after the horse has bolted.”
    The new legislation is targeted directly at elite Russians, who have hired battalions of lawyers, bankers and accountants to help them hide their wealth, much of which was amassed through cronyism. Many shield their identities behind shell companies that own property in London’s gilded neighborhoods.
    Transparency International, which campaigns against corruption, estimates that 1.5 billion pounds ($2 billion) of British real estate has been bought by Russians accused of corruption or of having links to the Kremlin. Of that, almost 430 million pounds of property is in Westminster, near the heart of government, while 283 million pounds is in affluent Kensington and Chelsea.
    The new legislation also aims to strengthen the use of “unexplained wealth orders,” a legal tool allowing the government to seize assets owned by people who cannot prove they were bought with legitimate funds. Since 2018, such orders have been invoked only nine times in four cases. Prosecutors have been reluctant to press cases because they can incur huge legal costs if the prosecutions fail.
    “This is a significant step forward in terms of tackling Russian money,” said Rachel Davies, head of advocacy at Transparency International U.K. “These are long overdue promises from the government which are finally coming to fruition.” But she added, “there are gaps that the government needs to address.”
    Among them is an exemption for real estate purchased more than 20 years ago. And there would be an 18-month transition period before the law came into effect, giving wealthy owners ample opportunity to sell out.
    In an interview with ITV on Tuesday, Mr. Johnson, striving to claim the higher ground on this issue, said of those oligarchs who had not spoken out about Ukraine that their “silence is inexplicable.”
    To critics, Britain’s action is too little, too late. The government first committed to making these changes six years ago. Yet before Russia moved against Ukraine last week, Mr. Johnson had been expected to push off the measures until at least 2023.
    “The flow of dirty money into the U.K. and U.S. has been undermining our national security for years,” said Tom Tugendhat, a Conservative who is chairman of the foreign affairs committee in the House of Commons. “Since 2018, I’ve been warning that we’re paying for our enemies’ weapons.”
    Mr. Tugendhat, whose name has surfaced in recent weeks as a potential successor to Mr. Johnson, has said Britain needs to move away from targeting individuals with “vague” sanctions. Instead, he said, it must impose penalties with teeth, like barring Russian companies from British markets and expelling family members of Russians linked to Mr. Putin.
    Skeptics wonder how hard the government will push, not just because legal, financial, and other firms have benefited hugely from Russian cash, but also because donations have flowed to Mr. Johnson’s Conservative Party.
    Since he became prime minister in 2019, the party, or its individual constituency associations, have received 1.93 million pounds ($2.5 million) from donors who are either Russian or who made money from Russia, according to calculations by the opposition Labour Party, based on disclosures to the Electoral Commission. ...
    For those who have inveighed against dirty money for years, it is hard to shake a sense of cynicism that things will ever change.
    “There is a reason that London is the money laundering capital of the world,” said William F. Browder, an American-born British financier who worked in Russia and has campaigned against corruption and human-rights abuses there. “This is the land of grand announcements and shockingly bad implementation.”
    Still, Mr. Browder said he believed that the harrowing images from Ukraine would shift the ground under the oligarchs, making life uncomfortable for them in ways that no previous conflict had done. On Tuesday, a Conservative lawmaker, Bob Seely, read out in Parliament the names of lawyers who represent oligarchs.
    ( https://twitter.com/jimwaterson/status/149871... )

    https://www.nytimes.com/2022/03/01/world/euro...

    Africans Say Ukrainian Authorities Hindered Them from Fleeing
    Africans and other foreigners in Ukraine say border guards made them endure long waits and even beat them, while letting Ukrainians through quickly. Ukraine denied discriminating. ...
    Africans who had been living in Ukraine say they were stuck for days at crossings into neighboring European Union countries, huddling in the cold without food or shelter, held up by Ukrainian authorities who pushed them to the ends of long lines and even beat them, while letting Ukrainians through. ...
    Africans have also reported being barred from boarding trains headed to the border.

    https://www.nytimes.com/2022/03/01/world/euro...

    Ukraine Invasion Increases Friction Between Erdogan and Putin
    The Turkish and Russian leaders have found themselves on opposite sides of a host of armed conflicts. In Ukraine, the stakes may be higher than ever. ...
    Turkey is a NATO member, but so much distrust has built up because of Mr. Erdogan’s flirtations with Russia that it was not invited into at least one of the alliance’s leadership-level meetings before the Russian invasion, according to Asli Aydintasbas, a senior fellow with the European Council on Foreign Relations.
    At the same time, Mr. Putin and Mr. Erdogan have in recent years found themselves on opposite sides of conflicts in Azerbaijan, Libya and Syria.
    Russian troops in Syria have long threatened to press their offensive against the last rebel-held area in that country, which could force up to four million Syrians to flee into Turkey. And since 2020, the Russian military has expanded its footprint in the Caucasus region.
    Now Russia looks poised to dominate the northern shores of the Black Sea with its advances in Ukraine, where Mr. Erdogan has irritated Russia by selling Turkish-made drones, some of which have been used to strike Russian armored convoys since the invasion began, according to Ukrainian officials. ...
    ... there is a sense of anger in Mr. Erdogan’s presidential circle that Mr. Putin lied to them about his intentions in Ukraine, Ms. Aydintasbas said.
    “Turkey was late in taking action and evacuating its people,” Ms. Aydintasbas wrote in a text message, adding, “They never believed the U.S. scenario of a full-scale invasion and dismissed U.S. warnings.”
    “I suspect Erdogan trusted his relationship with Putin and thought it would be a minor incursion,” she added. “Turkey also failed to evacuate its citizens based on that belief. That’s proving to be a huge miscalculation.”
    The situation seemed to have inspired a shift in Turkey’s stance toward Russia on Sunday, when both the Turkish foreign minister and head of presidential communications described Moscow’s intervention against Ukraine for the first time as an act of war.

    https://www.nytimes.com/2022/03/01/world/euro...

    Many nuclear power reactors in Ukraine are no longer producing electricity.
    Six of the 15 reactors in the country appear to be offline at the moment, with one site close to Russian troop movements reporting half of its reactors are down. ...
    The reduction in output might result from the war’s interference with operation of the plants, which require a wealth of industrial supplies and care. The cutbacks, Western experts say, may spiral into rolling blackouts that could further cripple the beleaguered country. ...
    Ukraine has four sprawling complexes in different parts of the country that host its 15 operational reactors. The disconnections from the nation’s power grid are being reported by the State Nuclear Regulatory Inspectorate of Ukraine, which is in Kyiv and files daily updates.
    ( https://snriu.gov.ua/en/timeline?&type=posts )
    The Zaporizhzhia nuclear power facility in eastern Ukraine is the site with the most reactors offline. It lies north of Crimea astride one of Russia’s main invasion routes. The site is the largest nuclear reactor complex in not only Ukraine but Europe, and three of its six reactors are currently generating no electricity.
    On Monday, the International Atomic Energy Agency, which sets safety standards for the world’s nuclear reactors, reported that Russian forces “were advancing close” to Zaporizhzhia but had not entered the complex.

    https://www.nytimes.com/2022/03/01/world/euro...

    Could Putin be exploring cryptocurrencies to bypass western sanctions?
    Debate rages over whether Russian banks could use crypto such as bitcoin as an alternative currency exchange

    https://www.theguardian.com/business/2022/mar...

    Teen who tracked Elon Musk’s jet turns his attention to Russian oligarchs
    Jack Sweeney has amassed 162,000 Twitter followers on a new account monitoring the private jets of billionaires and tycoons

    https://www.theguardian.com/technology/2022/m...

    Nasa explores how to keep international space station in orbit without Russian help
    Space agency says Northrop Grumman and SpaceX could assist after Russia raises prospect of pulling out over sanctions punishing its invasion of Ukraine

    https://www.theguardian.com/science/2022/mar/...

    #134Verfasser hm -- us (236141) 02 Mär. 22, 05:36
    Kommentar

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort auf meine Mexikofrage, hm -- us!


    Auch wuppers #132 fand ich sehr interessant.

    #135Verfasser harambee (91833) 02 Mär. 22, 07:50
    Kommentar

    In an appeal, I read a request to randomly rate Moscow restaurants and hotels with a review to brand the war criminal in the Kremlin. 

    Is this a good idea to reach the population?

    #136VerfasserBubo bubo (830116) 02 Mär. 22, 09:15
    Kommentar

    #136


    I think everybody using internet in Russia knows what's going on. It is not cut off from the internet completely like North Korea.


    The people who get their information from TV (state or otherwise - there is no independent TV in Russia now, as far as I know), cannot be influenced by restaurant or hotel reports on the internet.


    Edith: But maybe this would be important as a support gesture or just to encourage the resistance within Russia.

    #137Verfasser las. (377311)  02 Mär. 22, 09:21
    Kommentar

    Soweit ich das mitbekommen habe, hat Russland (a) den letzten beiden unabhängigen Sendern den betrieb untersagt, (b) bestimmte negative Berichterstattungen untersagt, und (c) auch diverse Websites abgeschaltet. Es scheint wirklich nicht mehr einfach zu sein, an der Staatspropaganda vorbeizukommen.

    #138Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Mär. 22, 09:24
    Kommentar

    Or perhaps a reference to the soldiers killed and captured


    ‘Where’s Yuri? Where’s Maksim?’”

    If you miss your friends or sons, please search here: 

    www.200rf.com

    #139VerfasserBubo bubo (830116) 02 Mär. 22, 09:28
    Kommentar

    #138


    Die Frage ist, ob man von Russland aus, ausländische (z. B. Ukrainische) Portale, Facebook, Wikipedia usw. akutell öffnen kann. Ich kann das nicht beantworten. Ich denke ja (aber ich muss zugeben, ich finde das nicht, oder ich google falsch), auf jeden fall mit diesen VPN oder wie das heißt.

    #140Verfasser las. (377311) 02 Mär. 22, 09:33
    Kommentar

    #139


    Das haben sie in RF am gleichen Tag blokiert, soweit ich weiß.

    #141Verfasser las. (377311) 02 Mär. 22, 09:34
    Kommentar

    "mit diesen VPN oder wie das heißt"


    Und wieviele Leute haben sowas bzw. sind in der Lage, das einzurichten?

    #142Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 02 Mär. 22, 09:36
    Kommentar

    OK, ich finde jetzt, dass Roskomnadzor bestimmte Seiten gezielt blokiert (Portale in Russland, in der Ukraine usw.), aber nicht dass es grundsätzlich keinen Zugang zu ausländischen Medien gibt.


    Tor am 08.12.2021 auch blockiert.


    Facebook, Twitter teilweise blockiert bzw. nur durch VPN zugänglich.


    Hier Blacklist der Medienaufsicht (Roskomnadsor)

    https://reestr.rublacklist.net/?status=all&go...


    Fazit: nicht ganz Nord Korea aber nah dran. Es gab ja auch früher Stimmen für ein "Autonomes Runet".

    #143Verfasser las. (377311)  02 Mär. 22, 09:49
    Kommentar

    Admittedly, posting critical comments in reviews of Moscow restaurants and hotels is amateurish armchair hacktivism. 

    But what can you do, it's hopeless. Kiev will not win the fight and the many millions in support will go into the pockets of the Russian government. 

    #144VerfasserBubo bubo (830116)  02 Mär. 22, 10:03
    Kommentar
    "Kiev will not win the fight and the many millions in support will go into the pockets of the Russian government."

    I don't think so. Russia is risking very much now.

    Best case would be "regime change" scenario with a kind of perestroyka, and in 5 years "standing up from knees" again, worst case desintegration of Russian Federation.
    #145Verfasser las. (377311) 02 Mär. 22, 10:16
    Kommentar

    5,w=993,q=high,c=0.bild.jpg (993×559)

    Gut, ok, aus der Bild aber gefällt mir.

    #146Verfasser jo-SR (238182) 02 Mär. 22, 15:21
    Kommentar

    Laut Tagesschau berichtet die Ukraine bereits von 2000 zivilen Opfern. Mist-Krieg.


    Heute morgen stand ebenfalls in der Tagesschau, dass Experten davon ausgehen, dass die Russen in den angegriffenen Städten mit einem erbitterten Häuserkampf rechnen müssen. Der kann sich ewig ziehen.

    #147Verfasser grinsessa (1265817) 02 Mär. 22, 17:57
    Kommentar

    5,w=993,q=high,c=0.bild.jpg (993×559)

    Gut, ok, aus der Bild aber gefällt mir.


    Geht's vielleicht ein wenig deutschlicher?


    #148Verfasserzacki (1263445) 02 Mär. 22, 18:02
    Kommentar

    Mit einem Komma nach Bild wird es deutlich deutschlicher (-:

    #149Verfasser harambee (91833) 02 Mär. 22, 18:14
    Kommentar

    Die Moral vieler russischer Soldaten, insbesondere der Wehrpflichtigen, ist wohl ziemlich am Boden https://m.independent.ie/world-news/europe/ru...

    Und die Versorgungslage ist wohl auch nicht gut.

    Es wurde berichtet, dass die Russen wohl gezielt Umspannwerke zerstört haben, das spricht dafür, dass entweder eine Belagerung oder Nachtangriffe geplant sind.

    Es wird wohl noch deutlich schmutziger werden, befürchte ich.

    #150Verfasser Wik (237414) 02 Mär. 22, 18:27
    Kommentar

    Die UN-Vollversammlung hat die Resolution gegen die russische Invasion mit 141 Stimmen bei 35 Enthaltungen und 5 Gegenstimmen angenommen. Ich bin gespannt, ob und wie das in russischen Medien berichtet wird. Es hat ja keine bindende Wirkung und es wird keinen Einfluss auf den Kriegsverlauf haben, aber ich finde eine derartig deutliche Zustimmung trotzdem erfreulich.

    #151Verfasser harambee (91833) 02 Mär. 22, 18:46
    Kommentar
    #151

    "Ich bin gespannt, ob und wie das in russischen Medien berichtet wird."

    Wird berichtet. Länder namentlich erwähnt, die dagegen gestimmt haben. Ansonsten: nicht bindend, alle gegen Russland, nur militärische Ziele, Entnazifizierung, Genozid der Ukraine in Donbass, keine Besatzung beabsichtigt, usw.

    Es wird ja auch von Sanktionen berichtet.

    Teilweise gibt es aber solche absurde Sachen, wie die Ausrufung der Föderative Republik Ukraine, ehemalige Ukraine, usw.

    Zum ersten Mal wird von Toten RF Soldaten berichtet, mit einer Zahl, die 10 mal niedriger als ukrainische Meldungen liegt. Es wird darauf hingewiesen, dass entgegen der "Desinformation" durch westliche Medien und einige russische Medien, keine Wehrdienstleistende an der "Operation in Donbass" teilnehmen. Es wird eine wesentlich höhere Zahl der Verluste der Ukrainer genannt. Da sie sich hier so gut darstellen wollten, haben sie leider nicht darüber nachgedacht, wie es beim Leser ankommt, da doch die ukrainische Bevölkerung sich so auf die russische Armee freut und die ukrainische Armee sich ergibt. Werden schon alles Nazis gewesen sein.
    #152Verfasser las. (377311) 02 Mär. 22, 19:22
    Kommentar

    Danke sehr!


    Die 5 Länder, die gegen die Resolution gestimmt haben, sind übrigens Russland, Belarus, Syrien, Nordkorea und Eritrea. Eine Liste der 35 Länder, die sich enthalten haben, habe ich noch nicht gesehen. China, Pakistan, Indien und Südafrika sind jedenfalls einige dieser 35 Länder.

    #153Verfasser harambee (91833)  02 Mär. 22, 19:25
    Kommentar

    In der Jerusalem Post (https://www.jpost.com/breaking-news/article-699136 ) habe ich eine komplette Übersicht über das Abstimmungsverhalten gefunden. Enthalten haben sich:


    Algerien, Angola, Armenien, Bangladesh, Bolivien, Burundi, Zentralafrikanische Republik, China, Kongo, Kuba, El Salvador, Äquatorialguinea, Indien, Iran, Irak, Kasachstan, Kirgisien, Laos, Madagaskar, Mali, Mongolei, Mozambique, Namibia, Nicaragua, Pakistan, Senegal, Südafrika, Südsudan, Sri Lanka, Sudan, Tadschikistan, Uganda, Tansania, Vietnam und Zimbabwe


    Es gibt noch weitere Länder, die nicht abgestimmt haben:

    Aserbeidschan, Burkina Faso, Kamerun, Eswatini, Äthiopien, Guinea, Guinea-Bissau, Marokko, Togo, Turkmenistan, Usbekistan und Venezuela.


    Zumindest bei Venezuela ist es wohl so, dass sie nicht abstimmen durften, weil sie mit den Beiträgen zu sehr im Rückstand sind.

    #154Verfasser harambee (91833) 02 Mär. 22, 20:16
    Kommentar

    Als Betrachter von Flightradar24 habe ich feststellen müssen, daß nicht nur Tanker & Horch'nGuck Flieger unterwegs sind, sondern heute, zum ersten mal von mir bemerkt, auch fliegende Kommandostände zur Gefechtsfeldüberwachung (alles NATO, natürlich).

    Flightradar24: Live Flight Tracker - Real-Time Flight Tracker Map


    #155Verfasser jo-SR (238182)  03 Mär. 22, 12:26
    Kommentar

    Dilbar, die größte, teuerste und luxiröseste Yacht der Welt wurde in Hamburg beschlagnahmt, sie gehörte dem Putin-Kumpel Alischer Usmanow, der als Plastiktütenfabrikant die ersten Rubel verdiente.


    Was macht man denn jetzt mit so einem 800-Millionen-Dollar-Schiff? Schwimmende Unterkunft für Flüchtlinge, das wäre mein Vorschlag.

    #156Verfasserzacki (1263445)  03 Mär. 22, 12:40
    Kommentar

    Etwas sarkastisch formuliert: Es gibt auch gute Nachrichten für Russland, wie der folgende Artikel mit dem Titel "Sudan has 'no problem' allowing Russian naval base on its coastline, general says" zeigt:


    https://www.thenationalnews.com/mena/2022/03/...

    #157Verfasser harambee (91833) 03 Mär. 22, 13:25
    Kommentar

    Das Flightradar sieht ja unheimlich aus. Wenn ich dran denke, dass ich vor nicht mal 2 Wochen dort eine Kollegin "verfolgt" habe, die in den Urlaub flog ...

    #158Verfasser ilex (764482)  03 Mär. 22, 13:30
    Kommentar
    Zynischer geht's wohl nicht:
    Lavrov claimed -- without evidence -- that the Ukrainian side had deliberately delayed their arrival, and suggested that the Ukraine is a puppet state of the United States.

    Also on Thursday, Kremlin spokesperson Dmitry Peskov said a Russian delegation was in Belarus waiting for their Ukrainian counterparts.

    "Our delegation was in place last night. It was expecting Ukrainian negotiators last night, all night, then in the morning. They are still waiting," he said. "

    "But as you know, the talks have not started. Ukrainian negotiators are clearly in no hurry. Let's hope they arrive today," added Peskov.
     
    https://edition.cnn.com/europe/live-news/ukra...
    #159Verfasser wupper (354075) 03 Mär. 22, 14:03
    Kommentar

    Ein weiterer Nebenaspekt der aktuellen Krise: Es gibt Gründe für die Annahme, dass die Enthaltung vieler Länder im Süden Afrikas (insbesondere auch von Südafrika selbst) bei der gestrigen Abstimmung der UN-Vollversammlung auch darauf zurückzuführen ist, dass viele Südafrikaner sich mit Symathie daran erinnern, dass die damalige UDSSR den Kampf gegen das Apartheitsystem sehr unterstützt hat. Dass die Ukraine auch Teil der UDSSR war, geht da mitunter unter.


    Zumindest sieht das der ukrainische Botschafter in Südafrika so:


    https://www.africanews.com/2022/03/03/russia-...

    #160Verfasser harambee (91833) 03 Mär. 22, 14:05
    Kommentar

    Interesting that you mention Africa.

    Watching the BBC world news just an hour or two ago, a British representative speaking in Estonia called attention to a speech made February 21 before the UN by a representative from Kenya. I completely missed it when it happened, but apparently it has received well-deserved attention. I don't know if I found the best link, but maybe with this much, some of you can track it down.

    Has anyone seen anything of Analphabet? He (?) used to be so steadfast in following the BBC. I hope he hasn't gotten Covid or disappeared behind a Russian firewall. /-:

    ______________________

    Yes, Russia is acting as a colonial power towards Ukraine
    Kenya is right: Vladimir Putin is a colonialist with his eye on a new empire. ...
    The United Nations Security Council isn’t generally the place to hear works of great oratory. Speeches delivered there are more likely to inspire a nap than global action. But on Monday night [Feb. 21], Martin Kimani, Kenya’s ambassador to the U.N., gave a barnburner about Russian threats against Ukraine that has rightly gone viral.
    [ https://www.youtube.com/watch?v=ZxZlaiuicYM ] (?)
    At the last meeting held on Ukraine in late January, Kenya and the other African nations on the council were more muted about Russia’s role in the crisis than the U.S. and European members would have liked. But during the council's rare late-night emergency session Monday, Kimani was in no mood to downplay Russia’s aggression.
    Kimani called out Russia for acting toward Ukraine in a way that’s all too familiar to countries born out of colonialism. Any security concerns in the eastern Ukrainian regions of Donetsk and Luhansk “cannot justify” Russia recognizing them as independent states, he said. He went on to compare the birth of his country to Ukraine’s founding and the “ending of empire” that their new nations represented. ...
    Kimani’s sentiment was echoed by the ambassadors from Gabon and Ghana, the two other African countries currently serving on the Security Council. Given the usual comity between Moscow and the African Group at the U.N., this direct opposition from Kenya, Gabon and Ghana counts as a huge break against Russia. ...
    Putin’s repeated justification is that he wants to the reunite the Russian-speaking people who live in Donetsk and Luhansk and protect them from a “genocide” by the Ukrainian government. Since 2014, the Russian armed forces have provided military support to the rebels in those regions, propping up the separatist governments and basically occupying the territory. His government has issued passports granting Russian citizenship to some of these Ukrainians, whom the Russian “peacekeepers” now being deployed will supposedly protect.
    Kimani in his speech Monday night empathized with that position, before outright rejecting it as a good reason to start a war:

    We believe that all states formed from empires that have collapsed or retreated have many peoples in them yearning for integration with peoples in neighboring states. This is normal and understandable. After all, who does not want to be joined to their brethren and to make common purpose with them?
    However, Kenya rejects such a yearning from being pursued by force. We must complete our recovery from the embers of dead empires in a way that does not plunge us back into new forms of domination and oppression. We rejected irredentism and expansionism on any basis, including racial, ethnic, religious, or cultural factors. We reject it again today.
    It can be all too easy at times to frame empire and colonialism as a uniquely Western pursuit. That mindset has driven a large swath of the opposition on the American left to Washington’s attempts to dissuade Russia from invading Ukraine. In truth, all five permanent members of the Security Council have subjugated others in pursuit of national glory and power. Kimani didn’t ignore that fact in his speech, calling out that “multilateralism lies on its deathbed,” having “been assaulted, as it has by other powerful states in the recent past.”
    But Kimani didn’t use the West’s past imperialism as an excuse to condone violating Ukraine’s sovereignty. Instead, he was rightly willing to place the blame for any war in Ukraine squarely where it belongs, on Moscow’s neocolonialism and Putin’s need to go down in the history books as the man who tried restore Russia to its imperial greatness.

    https://www.msnbc.com/opinion/msnbc-opinion/k...

    Ukraine: Why so many African and Indian students were in the country
    The Russian invasion of Ukraine has caused a mass exodus of civilians, including thousands of international students from Africa, Asia and the Middle East.
    Ukraine was home to over 76,000 foreign students, according to government data from 2020.
    Nearly a quarter of the students were from Africa, with the largest numbers coming from Nigeria, Morocco and Egypt.
    India easily accounts for the highest portion with over 20,000 students.
    The students - studying medicine, engineering and business - are an important part of the country's economy.
    But, as Russia launches the biggest European invasion since the Second World War, thousands of them have fled, hundreds are still trapped, and many remain uncertain about the fate of their education.
    Ukraine has long appealed to foreign students, which can be traced back to the Soviet era, when there was a lot of investment in higher education and a deliberate attempt to attract students from newly independent African countries.
    Now, Ukrainian universities are seen as a gateway to the European job market, offering affordable course prices, straightforward visa terms and the possibility of permanent residency.

    https://www.bbc.com/news/world-africa-60603226

    Mariupol under siege: 'We are being completely cut off'
    Residents of the Ukrainian port city of Mariupol have told the BBC they are trying to survive a relentless barrage of Russian shelling that has smashed residential districts and cut off power and water supplies. ...
    Mariupol, a city of 400,000, is a key strategic target for Russia, because seizing it would allow Russian-backed separatist forces in eastern Ukraine to join forces with troops in Crimea, the southern peninsula annexed by Russia in 2014.
    Russia's defence ministry urged civilians on Thursday to evacuate the city by a humanitarian corridor, but residents said there had been no break in the shelling to allow people to move. ...
    Speaking to the BBC on Thursday morning, the city's deputy mayor Sergiy Orlov said the whole city was now without power, water, or its sanitation system.

    https://www.bbc.com/news/world-europe-60601235

    Ukraine conflict: Kharkiv family desperate to treat daughter's cancer
    Three-year-old Polina has neuroblastoma - a rare type of childhood cancer.
    Her expensive treatment is running out. Her mother faces a dilemma - should the family stay in their basement for safety, or risk going outside to try and flee Kharkiv and get help for their daughter?

    https://www.bbc.com/news/av/world-europe-60596789

    15,000 Are Sheltering in Kyiv’s Subway
    People sleep three or four to a mattress and plastic food bags litter the scene, while mothers search endlessly on their phones for news of the war.

    https://www.nytimes.com/2022/03/02/world/euro...

    A War the Kremlin Tried to Disguise Becomes a Hard Reality for Russians
    Moscow posted a death toll from its attack on Ukraine for the first time, and Russians who long avoided politics are now grappling with the fact that their country is fighting a deadly conflict.

    https://www.nytimes.com/2022/03/02/world/euro...

    Russian forces surround Ukraine’s biggest nuclear plant, sparking UN concerns
    Nuclear watchdog chief pleads with invading troops to allow workers to carry on ‘providing safety and monotoring radiation’ at Zaporizhzhia

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/03...

    ICC launches war crimes investigation over Russian invasion of Ukraine
    International criminal court inquiry has been expedited by unprecedented number of countries backing move

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/03...
    #161Verfasser hm -- us (236141) 03 Mär. 22, 14:19
    Kommentar

    hm -- us, darf ich Dich mit leichtem augenzwinkerndem Tadel auf Siehe auch: Neuigkeiten vom Rest der Welt 6 - #222 hinweisen? (-;

    #162Verfasser harambee (91833)  03 Mär. 22, 14:28
    Kommentar
    Und während die westliche Welt eifrig dabei ist, Sanktionen gegen Russland und Putin-nahe Personen zu verhängen und Vermögenswerte einzufrieren, lässt sich die Torie-Regierung mal wieder Zeit. Man will ja seine Gönner und Spender nicht verärgern ...

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/03...

    Ich kann die Bande nicht leiden, sagte ich vielleicht schon mal ...
    #163Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 03 Mär. 22, 15:29
    Kommentar

    Ich weiß, dass es schwer ist, über irgendwas im Zusammenhang mit einem Krieg zu lachen, aber ich finde diesen Humor trotzdem bemerkenswert:


    No need to declare captured Russian tanks, other equipment of invaders as income

    (Quelle https://en.interfax.com.ua/news/general/80444... )

    #164Verfasser harambee (91833)  03 Mär. 22, 15:37
    Kommentar

    Das habe ich heute morgen im Guardian auch gelesen und musste auch lächeln.

    #165Verfasser Gibson (418762) 03 Mär. 22, 15:59
    Kommentar

    Noch etwas zum schmunzeln:


    In Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, gibt es eine Sackgasse, die zur russischen Botsschaft führt. Die hieß Latviu-Straße und soll jetzt umbenannt werden. Die Post, die für die Botschaft gerichtet ist, geht jetzt an die "Straße der ukrainischen Helden".


    Ob die Botshaftsmitarbeiter jetzt wohl neue Visitenkarten drucken? 😊

    #166Verfasserzacki (1263445) 03 Mär. 22, 21:44
    Kommentar

    @ hm -- us #161:


    Das ist aber nett, dass Du Dich um mein Wohlergehen sorgst. Aber keine Angst: Mich gibt's noch und auch ohne Corona; nachdem ich dreifach geimpft bin und die Wohnung nur mit Maske verlasse, bin ich auf der sicheren Seite. Zwar bin ich tatsächlich zur Zeit etwas lädiert, das wird aber ein Orthopäde wohl bald beheben können.


    Dass ich hier zeitweise verstummt bin, hat verschiedene Gründe:


    Zum einen gefällt auch mir die Richtung nicht, die der Faden genommen hat und zu einem Debattierclub über den Krieg in der Ukraine geworden ist. Ich habe nichts dagegen, wenn über einen Sachverhalt diskutiert wird, das geht hier eindeutig zu Lasten von Nachrichten aus anderen Regionen - abgesehen davon, dass mir die Zeit dafür fehlt, mich im Minutentakt an der Diskussion zu beteiligen, und ich als Kriegsdienstverweigerer die Lage nicht aus der Feldherrenperspektive betrachten kann.


    Zum anderen ist auch die BBC an meiner Zurückhaltung schuld, weil die Meldungen zur Ukraine derart zahlreich sind, dass sie sich gegenseitig und die wenigen anderen Nachrichten aus der Startseite heraus in einen Bereich verdrängen, in dem sie nicht mehr verlinkt werden können.


    Deshalb noch ganz schnell, solange der Bericht greifbar ist:


    In Przemysl, einer polnischen Grenzstadt zur Ukraine, haben offenbar unter den Augen der Polizei Hooligans eine Bürgerwehr gegründet, die Jagd auf dunkelhäutige Flüchtlinge macht. Auch ein Team der BBC, bestehend aus zwei PoC und einem Bleichgesicht, ist von denen belästigt worden.


    https://www.bbc.co.uk/news/live/world-africa-...


    Dazu passt die Einrichtung einer Hotline von ukrainischer Seite für flüchtende Afrikaner


    https://www.bbc.co.uk/news/live/world-africa-...


    Bei den Verhandlungen (oder besser Gesprächen) zwischen den beiden Kriegsparteien scheint wenigstens Einvernehmen darüber erzielt worden zu sein, dass Bedarf nach einem humanitären Korridor besteht:


    https://www.bbc.com/news/world-europe-60611470



    Nachtrag:


    "...Analphabet? He (?)..."


    Meines Wissens ist Analphabet ein Er.😁


    Nachtrag II:


    Jetzt kann's einem mulmig werden:


    https://www.bbc.com/news/live/world-europe-60...


    #167Verfasser Analphabet (1034545)  04 Mär. 22, 02:48
    Kommentar

    Zu Zaporižžja: Jetzt wüsste ich aber gerne, ob den Soldaten klar war, was sie da taten, ob sie vielleicht auch Befehl dazu hatten -- oder einfach mal auf irgendwas gefeuert haben, was technisch und wichtig aussah.


    Das wäre natürlich höchst unprofessionell, liegt also im Bereich des Wahrscheinlichen.

    #168VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  04 Mär. 22, 06:58
    Kommentar

    Ich teile Analphabets Unbehagen, dass dieser Faden fast vollständig vom Ukrainethema übernommen wurde, aber im Moment müssen wir der Bitte von Doris folgen, zu dem Thema keine neuen Fäden zu eröffnen. Gleichzeitig ist es sehr schwer, das Thema ganz zu ignorieren.


    Ein immer mal wieder genannter Aspekt ist die öffentliche Meinung in Russland. Schach ist wichtig in Russland und Schachspieler genießen ein hohes Ansehen. Da ist der Friedens-Appell von zahlreichen führenden russischen Schachspielern schon bemerkenswert:


    https://de.chessbase.com/post/friedens-appell...


    Ausschnitte:


    Wir lehnen Militäraktionen auf dem Gebiet der Ukraine ab und fordern einen baldigen Waffenstillstand und eine friedliche Lösung des Konflikts durch Dialog und diplomatische Verhandlungen. Es tut uns unendlich weh, die Katastrophe zu sehen, die unseren Völkern in diesen Tagen widerfährt.

    ...

    Wir sind für den Frieden. Stoppt den Krieg!


    Natürlich ist das nur eine kleine Aktion, die erstmal nichts ändern wird. Es haben sich sehr viele führende Schachspieler russische Schachspieler beteiligt. Einige wenige fehlen, wobei von zweien bekannt ist, dass sie Putin unterstützen. Andere haben nicht unterschrieben, aber sich auf andere Weise eindeutig gegen den Krieg ausgesprochen.


    Ich denke schon, dass diese Spitzenspieler mit dieser Aktion Mut zeigen, auch wenn es wohl so ist, dass einige (viel??) von ihnen zurzeit gar nicht in Russland leben.

    #169Verfasser harambee (91833) 04 Mär. 22, 07:13
    Kommentar

    >Bei den Verhandlungen (oder besser Gesprächen) zwischen den beiden Kriegsparteien scheint wenigstens Einvernehmen darüber erzielt worden zu sein, dass Bedarf nach einem humanitären Korridor besteht:<</i>

    Als das letzte mal, in Georgien, ein humanitärer Korridor eingerichtet wurde, kams zum Scheibenschießen durch die russische Luftwaffe.


    #170Verfasser jo-SR (238182)  04 Mär. 22, 08:03
    Kommentar

    Zu #169 (geklickt): Man hat aus dem sicheren Westen leicht kritisieren, und vermutlich gilt es hier zwischen den Zeilen zu lesen, aber auf mich wirkt dieser Appell doch sehr, sehr vorsichtig. Da wird nicht erwähnt, wer wo einmarschiert ist und wer um Leib und Leben zu fürchten hat, stattdessen wird in bester "both sides"-Haltung zum Ende der Kämpfe aufgerufen und von "der Katastrophe, die unseren Völkern (...) widerfährt" geredet, als handelte es sich um eine Art Tsunami und nicht um einen militärischen Überfall. Wahrscheinlich muss aber sowas im heutigen Russland zu Recht schon als mutig gelten.

    #171VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  04 Mär. 22, 08:04
    Kommentar

    Brexit oder nicht Brexit? Spielt im UK, hat aber mit Brexit nix zu tun. Also man möge mir verzeihen, dass ich es hier einstelle:


    Gavin Williamson ist in den Adelsstand (wenn ich "knighthood" richtig übersetze) versetzt worden. Als Verteidigungsminister wegen undichter Stellen in seinem Ressort geschasst, wurde er Bildungsminister (den Job verlor er dann auch wieder). Und jetzt eben geadelt. Man fragt sich, wofür. Böse Zungen behaupter, er habe Info über Johnson und solle mit dieser Ernennung ruhig gestellt werden. Man weeß et nüsch, aber zutrauen würde ich Johnson und seinen Spießgesellen.

    #172Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 04 Mär. 22, 08:26
    Kommentar

    https://www.rte.ie/brainstorm/2022/0302/12838... Um mal wieder eine sprachliche Komponente einzubringen, hier ein Beitrag über die politische Bedeutung von “Kiev” und “Kyiv”, zumindest im Englischen. Hatte ich mir so noch keine Gedanken gemacht, aber in Irland ist ja Derry vs Londonderry auch problematisch.


    #173Verfasser Wik (237414)  04 Mär. 22, 08:29
    Kommentar

    Vielen Dank, Wik, für #173! Das ist wirklich ein sehr interessanter Artikel.

    #174Verfasser Irene (236484) 04 Mär. 22, 09:40
    Kommentar

    # 169, harambee


    Nicht nur Schachspieler oder andere Sportler, auch Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten. Die FAZ berichtete am 25.02., den offenen Brief* hätten seit der Veröffentlichung am 24. bereits mehr als 380 Personen unterschrieben.


    Focus heute berichtet von 6900 Unterschriften.


    *Der Text hier lässt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig (vgl. # 171):

    "Wir, russische Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten, erheben entschiedenen Protest gegen die von den Streitkräften unseres Landes begonnenen kriegerischen Handlungen auf dem Territorium der Ukraine./.../Die Verantwortung für die Entfesselung eines neuen Kriegs in Europa liegt vollständig bei Russland.

    Für diesen Krieg gibt es keinerlei vernünftige Rechtfertigungen. Die Versuche, die Situation im Donbass als Anlass für die Entfesselung einer militärischen Operation auszunutzen, erwecken keinerlei Vertrauen. Es ist ganz offensichtlich, dass die Ukraine keine Bedrohung der Sicherheit unseres Landes darstellt. Der Krieg gegen sie ist ungerechtfertigt und offensichtlich sinnlos...."

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/offene...


    https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-...


    Lässt Putin all diese Wissenschaftler nun 15 Jahre (wird wohl gerade als Gesetz gegen nicht genehme Äußerungen zum Krieg vorbereitet) in Gefängnisse sperren, steht zu befürchten, dass dann in den Wissenschaftsbetrieben einiges nicht mehr so richtig rund läuft.


    Es gibt auch eine langsam wachsende Liste von lokalen Abgeordneten aus ganz Russland, die sich in einem offenen Brief gegen den Krieg ausspricht. Vor einigen Tagen waren es noch um die hundert, heute sehe ich 276.

    https://docs.google.com/document/d/1RQwoxg7tk...


    Hier noch lesenswerte persönliche Kommentare von einigen der Wissenschaftler, die unterschrieben haben.

    https://www.derstandard.de/story/200013382149...

    #175Verfasser Reeva (908916)  04 Mär. 22, 09:41
    Kommentar

    Das ist alles sehr schön, wenn sich Wissenschaftler und Schachspieler gegen den Krieg aussprechen. Wird das Putin interessieren? Ich glaube nicht. Wird die Bevölkerung in Russland davon Kenntnis bekommen? Bis auf wenige (die sich aktiv alternativ informieren), wohl kaum.

    Irgendwann werden die Menschen in Russland sicher mitbekommen, was nebenan los ist. Aber das wird dauern. Und dann ist nicht gewiss, ob nicht die Mentalität "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" die Oberhand gewinnt. Und wie auch immer: Für die ukrainische Bevölkerung wird dieses "Erwachen" zu spät kommen.

    #176Verfasser fehlerTeufel (1317098) 04 Mär. 22, 10:42
    Kommentar
    Vielen, vielen Dank, Wik. Hoch interessant! Ähnlich wie im Deutschen mit "der Irak" und "der Iran" usw. Da gab es schon einen Faden dazu im Sprachlabor, glaub ich.
    #177Verfasser wupper (354075) 04 Mär. 22, 10:44
    Kommentar

    Zu #171: Ich verstehe, was Du meinst, aber ich finde doch, dass der Appell recht eindeutig ist. So wird - wenn denn die Übersetzung stimmt - in dem Appell das Wort "Krieg" verwendet, was in russischen Medien ja verboten ist. Möglicherweise führt allerdins schon das dazu, dass dieser Appell in russischen medien nicht veröffentlicht werden kann.


    In die Richtung hat auch ein anderer russischer Schachgroßmeister argumentieret (Grischuk). Er hat das Wort "Krieg" bewusst nicht genutzt, damit die russischen medien eine Chance haben, seine Stellungnahme zu veröffentlichen. Grischuk, der mit einer Ukrainerin verheiratet ist, hat sich meiner Ansicht nach dennoch sehr eindeutig gegen das russische Borgehen ausgeprochen. Es läuft gerade ein wichtiges Schachturnier in belgrad, an dem auch Grischuk teilnimmt. Man merkt ihm in Pressekonferenzen etc. an, wie sehr ihn die Situation belastet.


    Ich habe gerade versucht, zu verifizieren, dass viele der genannten Spieler nicht in Russland wohnen, aber eine schnelle Recherche hat keine klaren Ergebnisse gebracht. Einige haben wohl noch ihren Hauptwohnsitz in Moskau, aber es ist nicht klar, wie häufig sie da sind.

    #178Verfasser harambee (91833) 04 Mär. 22, 10:46
    Kommentar

    Mir fällt auf, dass in den russischen, regimetreuen Medien die Bezeichnung Ukraine möglichst vermieden wird.

    RT hat als Schlagzeile "Sonderoperation im Donbass".

    Die russische Zeitung "Argumente und Fakten" (Аргументы и факты) hat in der Ausgabe für diese Woche auf der Titelseite ein formatfüllendes Bild mit Menschen (vor allem Frauen und Kinder), die auf der Flucht sind mit der Überschrift "127000 Flüchtlinge im Donbass" und dem Untertitel "Wie kann man ihnen helfen?".

    Zumindest auf der Titelseite gibt es keine Hinweis darauf, dass es in der übrigen Ukraine Ereignisse gibt, die auf die Titelseite müssten.

    Man will wohl den Eindruck erwegen, dass der Krieg, der nicht so heißen darf, einzig und allein dazu dient, den russischsprachigen Teil der Bevölkerung im Donbass von dem angeblich seit acht Jahren andauernden Genozid zu retten.

    #179Verfasser eineing (771776) 04 Mär. 22, 10:46
    Kommentar

    https://twitter.com/WeeliyumF/status/14995095...


    "The Entire staff of the Russian TV channel “the rain” resigned during a live stream with last words: “no war” and then played “swan lake” ballet video (just like they did on all USSR tv channels when it suddenly collapsed)"


    Der letzte unabhängige Sender in Russland hat zugemacht.


    Tja, man darf gespannt sein, in welchem Gulag die sich jetzt wiederfinden :-/

    #180Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 04 Mär. 22, 11:11
    Kommentar
    Bitte keine Links zu Twitter, Facebook, Tiktok, usw. hier einstellen. Das Forum war bisher GsD weitgehend frei davon.
    Du bist mir sympathisch, Bubb, aber das verdirbt mir wirklich den Appetit.
    #181Verfasser wupper (354075) 04 Mär. 22, 11:43
    Kommentar

    OK, aber das wir einzige Quelle, dieh selber bekommen hab ...


    Aber zänks for ze flauers, geb ich gern zurück 🙂

    #182Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  04 Mär. 22, 11:51
    Kommentar
    Not only Rain TV, but also Echo radio ceased operations, citing censorship. The BBC had reports yesterday, along with rumors that martial law may be introduced soon in Russia. Those two last independent Russian media outlets will be making some efforts to continue online, or as one editor or producer said grimly, they can always pass around USB sticks (like in Cuba, he didn't say).

    But many of the people the BBC interviewed on the Moscow street didn't seem to follow (or wouldn't admit to following) any sources except state media anyway. I have the feeling only young people and the most educated, urban class are making efforts to seek out independent news.

    Thanks from me also to Wik for the RTE article on 'na' and 'v,' and to harambee and Reeva for the news of protests from groups of Russians. ( And to harambee again for whatever I missed the first time about the Kenyan's speech.)

    Re Mr. C. #168 re the nuclear plant, yes, I had similar thoughts. There have been so many reports that many of the young Russian soldiers are bullied and harassed and kept uninformed as a matter of course by their army, and in some cases weren't even told where they were going in advance, presumably lest they balk. Surely many don't want to follow orders to kill women and children in civilian housing, or indeed, to cause a nuclear catastrophe that could kill themselves too.

    A video of the Russian soldiers carrying grenades to protect themselves while walking through a Ukrainian crowd to the mayor's office in Mariupol was striking, as was another clip of a single Russian soldier trying to break into what the reporter said was a cell phone store (TechHouse, TechnoHouse), something like that.

    Again, I wonder if these mayors who are forced to sit down with the Russians couldn't help matters at all by giving them working cell phones -- *edit* or shortwave radios --and links to sober, neutral Russian-language reporting, like from the BBC or somewhere. Or xerox some articles for them to pass around when they get back to their tanks, including the UN resolution, and the Ukrainian offer of complete amnesty and protection if they just choose not to fight. It couldn't hurt, could it?

    The idea of the 'humanitarian corridors' seemed faintly hopeful, but since Putin has lied about everything else ... I didn't remember that something like that had already been tried without much success in Georgia (#170).

    ________________

    Russian TV staff walk off set after final broadcast
    One of Russia’s last independent news outlets, TV Rain, has stopped broadcasting indefinitely after coming under pressure for its coverage of Ukraine.
    The channel, also know as Dozhd, ended its final broadcast by showing staff walking off set on Thursday.
    Russia's telecommunications regulator accused the channel of "inciting extremism, abusing Russian citizens, causing mass disruption of public calm and safety, and encouraging protests".

    https://www.bbc.com/news/av/world-europe-60615753

    Medien in Russland: Unabhängige Stimmen "werden täglich weniger"
    Der Krieg gegen die Ukraine darf in russischen Medien nur "Spezialoperation" heißen. Journalisten, die unabhängig berichten, drohen harte Konsequenzen. Jetzt musste selbst ein Radiosender mit Sonderrolle schließen.

    https://www.dw.com/de/medien-in-russland-unab...

    BBC website ‘blocked’ in Russia as shortwave radio brought back to cover Ukraine war
    Website reportedly available at only 17% of normal levels in Russia, hours after broadcaster revives radio technology to reach Ukraine and parts of Russia

    https://www.theguardian.com/media/2022/mar/04...

    #183Verfasser hm -- us (236141)  04 Mär. 22, 11:57
    Kommentar

    # 176 fehler Teufel


    Für die ukrainische Bevölkerung ist es schon zu spät. Jetzt geht es darum, wie der Krieg möglichst früh beendet werden kann.

    Je mehr Zuversicht und Optimismus diesbezüglich verbreitet werden kann, desto mehr Leute sind höchstwahrscheinlich dazu bereit, sich der Bewegung anzuschließen - den zu erwartenden Repressalien zum Trotz.


    Es macht mich optimistischer, wenn ich neue Berichte dazu lese. Natürlich könnte deine pessimistische Sicht darauf eher zutreffen als meine und der Widerstand treibt Putin sowie die "Leningrader Falken" in seiner engen Entourage zu immer schlimmeren Gräueltaten an. Ich möchte aber aktuell noch an meiner festhalten.


     "Eine russischsprachige Online-Petition des Aktivisten und Oppositionspolitikers Lew Ponomarjow gegen den Krieg in der Ukraine haben bislang mehr als 1,1 Millionen Menschen unterzeichnet. Unter anderem wird ein sofortiger Rückzug der russischen Streitkräfte vom "Territorium des souveränen Staates Ukraine" verlangt./.../In einem Tweet hat Fedorov (ukrainischer Vize-Premierminister) zum Beispiel ganz offen jeden dazu aufgerufen, sich einer "IT-Armee" anzuschließen. Dem extra für diesen Zweck eingerichteten Kanal auf Telegram folgen bereits über 270.000 Menschen aus aller Welt. Hier werden allerlei Strategien diskutiert und mögliche Maßnahmen besprochen. Insbesondere sogenannte "Denial of Service"-Attacken (DDoS), die Online-Dienste lahmlegen können. Dabei werden bestimmte Server mit einer nicht mehr zu bewältigenden Anzahl gleichzeitiger Anfragen heillos überfordert. Sie gehen durch den Ansturm in die Knie – und sind dann für die Öffentlichkeit nicht mehr erreichbar. Betroffen von solchen Angriffen waren und sind die Webseite des Kreml, aber auch die Onlineangebote der Sberbank, des Staatssenders Russia Today sowie das Gasunternehmen Gazprom. Auch die deutsche Webseite des Konzerns ist aktuell nicht erreichbar.

    Die hohe Bereitschaft, an solchen Angriffen mitzuwirken, lässt sich auch mit dem offiziellen Aufruf des Hacker-Kollektivs "Anonymous" erklären. Der hat vor wenigen Tagen Russland in einer Videobotschaft quasi offiziell den Krieg erklärt.

    https://www1.wdr.de/nachrichten/digitale-prot...


    Dabei soll aber

    "unbedingt vermieden werden, dass relevante digitale Infrastruktur in Russland zerstört wird oder sogar Menschenleben fordert. Denn das wäre nicht nur unvertretbar, sondern würde Putin die nötige Rechtfertigung liefern, ungehemmt zurückzuschlagen – wozu die gut trainierten und finanziell bestens ausgestatteten Hackertruppen aus Russland zweifellos in der Lage sind."


    Angegriffen werden sollen Ziele der Regierung und welche, die zu Putins Machtbereich gehören. Zudem sei die russische Hackerelite dadurch damit beschäftigt, Angriffe abzuwehren und könne sich infolgedessen weniger um eigene Angriffe kümmern.

    #184Verfasser Reeva (908916) 04 Mär. 22, 12:08
    Kommentar
    Reeva, ich versuche auch nach Kräften, optimistisch zu sein, aber im Moment will es mir einfach nicht gelingen ...
    #185Verfasser fehlerTeufel (1317098) 04 Mär. 22, 12:28
    Kommentar

    Es ist natürlich schwierig zu beurteilen, in wie weit diese Haltung die ganz Armee betrifft, aber (einige) russische Soldaten sind wenig begeistert von ihrem Einsatz:


    “Frankly speaking, they tricked us,” the officer replies, referring to his military superiors sitting in Moscow. “Everything we were told was a fake. I would tell my guys to leave Ukrainian territory. We’ve got families and children. I think 90% of us would agree to go home.”

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/04...

    #186Verfasser Gibson (418762) 04 Mär. 22, 12:36
    Kommentar

    Auch am Mittwoch gab es trotz der drohenden Festnahmen wieder Demonstrationen in 25 russischen Städten. Wieder wurden rund 720 Personen verhaftet. Darunter eine 77-jährige Künstlerin und Aktivistin.

    https://www.br.de/nachrichten/kultur/putin-la...


    Meldungen über die schlechte Moral unter den russischen Soldaten gab es schon öfter. Es sollen vor allem sehr junge Männer sein, die, eben erst eingezogen und kaum ausgebildet, schon nach ganz kurzer Zeit 'überredet" wurden, einen Zweijahresvertrag zu unterschreiben, fast unmittelbar danach auch schon nach Belarus und dann in die Ukraine geschickt wurden. Das Gehalt,das ihnen bei Vertragsabschluss zugesichert wurde, sei nie in der Höhe ausgezahlt worden. https://www.ruhrnachrichten.de/ueberregionale...


    Das Komitee russischer Soldatenmütter bekommt zunehmend Anfragen, die Mütter werden unruhiger und fordernder.


    Angeblich soll Putin zunächst eine Art B-Mannschaft in die Ukraine geschickt haben, schlecht ausgebildet, mit zu wenig Munition, zu wenig Treibstoff, zu wenig zu essen, weil er annahm, die Invasion sei ein Kinderspiel. Den Soldaten wurde erzählt, sie würden mit offenen Armen empfangen.



    #187Verfasser Reeva (908916)  04 Mär. 22, 13:06
    Kommentar

    If I could, I would write in white paint in big letters on the road at every crossroads: "Comrade soldier, what would your mother say?"

    #188VerfasserBubo bubo (830116) 04 Mär. 22, 14:24
    Kommentar

    Sooo harmlos sind die innerrussischen Proteste gegen den Krieg wohl doch nicht für die Regierung und Putin.


    "Der Kreml hat die russische Bevölkerung angesichts der Proteste gegen den Ukraine-Krieg auch im eigenen Land aufgerufen, sich hinter Präsident Wladimir Putin zu vereinen./.../Peskow reagierte damit auf Aufrufe von Persönlichkeiten aus russischer Kultur und Wissenschaft, die sich gegen den Krieg in der Ukraine richteten. Zudem protestieren immer wieder Menschen gegen den Einmarsch, obwohl ihnen harte Strafen drohen.

    https://www.stern.de/news/kreml-ruft-russen-w...


    "Ja, es gibt erhitzte Debatten unter Kulturschaffenden", gestand Peskow ein. "Es gibt jene, die den Präsidenten unterstützen, die den Präsidenten ernsthaft unterstützen. Und es gibt jene, die absolut nicht begreifen, was gerade passiert."

    https://de.yahoo.com/nachrichten/kreml-ruft-r...

    #189Verfasser Reeva (908916) 04 Mär. 22, 17:36
    Kommentar

    Und gleichzeitig beschließt das russische Parlament noch mehr Repressalien gegen kritische Stimmen:


    Das russische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das lange Haftstrafen und hohe Geldbußen für die Veröffentlichung von "Falschnachrichten" über die russischen Streitkräfte vorsieht.

    Angesichts des Ukraine-Kriegs will Russland die Verbreitung angeblicher Falschinformationen über die russischen Streitkräfte mit drastischen Strafen belegen. Das Parlament stimmte in Moskau für eine entsprechende Gesetzesänderung.

    Das Gesetz sieht Geld- und Haftstrafen bis zu 15 Jahre vor. Unter Strafe stehen laut Gesetzestext konkret das Verbreiten vermeintlicher Falschinformationen über russische Soldaten, das Diskreditieren russischer Streitkräfte und auch Aufrufe zu Sanktionen gegen Russland.

    https://www.tagesschau.de/ausland/russland-ge...

    #190Verfasser fehlerTeufel (1317098) 04 Mär. 22, 17:46
    Kommentar

    Ja, das hatte ich in der # 175 schon angedeutet. Dass es durchkommt, war klar.


    Das vorsichtige Aufkeimen hoffnungsvoller Gedanken wird durch solche Meldungen natürlich immer wieder nieder getrampelt.


    Auch durch sowas:

    https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-nato-w...

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/i...

    #191Verfasser Reeva (908916)  04 Mär. 22, 18:09
    Kommentar
    Hier ein Transskript eines für mich sehr interessanten Berichts im Deutschlandfunk über die OVKS, ein Verteidigungsbündnis zwischen Russland und fünf weiteren Staaten: Es sind dies Russland und Belarus, Armenien, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan. Die Existenz dieses Bündnisses war mir neu. Und man bekommt den Eindruck, als ob sich nicht alle Mitglieder so richtig wohlfühlen in diesem Bündnis.

    https://www.deutschlandfunk.de/wie-russland-s...
    #192Verfasser Qual der Wal (877524) 04 Mär. 22, 20:32
    Kommentar

    Wasn't especially Armenia IIRC basically forced into that, after losing the war to defend its own Armenian-language enclaves? That whole conflict got a few brief mentions at the time, but largely brought little response from those in the West for whom Realpolitik was a convenient excuse to use the ostrich method and hope for the best.


    As for any forced agreement between Ukraine and Russia, sure enough, there is now already a disagreement over how to define 'humanitarian aid,' with Russia obviously eager to generate images of its own army as the source of relief, even though the aid would need to come from Ukrainian sources who stand ready to deliver it. Smash schools and hospitals and kill women and children with one hand, then pretend to dole out food and water that you have just stolen with the other. The evil cynicism is breathtaking.


    I thought some of you might find the range of opinion columns in the Washington Post, er ... interesting. Bonus points for picking which are farthest right and farthest left. They all seem fairly unbelievable and unrealistic to me.


    ___________________


    Russland sperrt Seiten der Deutsche Welle

    Moskau behauptet, die Deutsche Welle und mehrere andere Medien würden Falschnachrichten verbreiten – und sperrt deren Internetseiten. Doch es gibt Wege, die Blockade zu umgehen.

    https://www.dw.com/de/russland-sperrt-seiten-...


    Russia not cooperating on proposed humanitarian corridor in Kherson, Ukrainian officials say ...

    Leaders from Ukraine and Russia announced Thursday they had agreed to temporary cease-fires to support “humanitarian corridors” for civilians to be evacuated and so food and medicine could be delivered. But local Ukrainian officials in the Kherson region say that the Russian military is not working with them and is instead pushing a plan to distribute its own aid unilaterally.

    Regional governor Gennady Laguta wrote on Facebook on Friday that the “occupiers” had not given the go-ahead to send humanitarian aid to the Kherson region through the proposed corridor. Laguta said that Ukrainian authorities had readied 19 trucks, but they were not yet being allowed to go in. The Russians "say that they will provide humanitarian aid themselves,” Laguta wrote. ...

    The city, which lies on the Dnieper River, is considered strategically important, as its occupation could help Russia cut off Ukrainian forces from the Black Sea coast. Russian forces have also targeted Mariupol, another southern port city, and many expect Russian troops to move on Odessa in the west soon. ...

    The mayor of Mariupol said Thursday that a Russian siege and hours of shelling that battered rail links and bridges had cut off water, power and food supplies. The mayor of Odessa said the population was preparing to mount a defense amid unverified reports that a large fleet of Russian warships was heading toward waters off the coast.

    https://www.washingtonpost.com/world/2022/03/...


    Opinion

    Putin has a huge advantage in the kind of nuclear weapon he would be most likely to use ...

    ... a nuclear conflict won’t necessarily be World War III — and that could be to the Russians’ advantage. If Putin ever does go nuclear, he is more likely to authorize a limited use of smaller, “nonstrategic” nuclear weapons, whether in desperation if his Ukraine invasion continues to sour, or against NATO countries in some future confrontation.

    Such non-strategic, or tactical, nukes might not end the world, but they could end a battle — or even a war — by taking out the 160 tanks in an armored division, for example. Russia could be emboldened to take such a step because it has more tactical nuclear weapons than all of its rivals, including the United States. This imbalance deserves immediate American attention.

    Russia has only a modest lead over the United States in long-range, strategic nuclear warheads regulated by the 2010 New Start treaty — 1,456 vs. 1,357 of the high-payload weapons. But when it comes to unregulated, shorter-range and lower-payload tactical nuclear weapons, according to a 2021 Congressional Research Service report, the United States has only 230, “with around 100 deployed with aircraft in Europe.” Russia has up to 2,000.

    Four years ago, the Trump administration’s Nuclear Posture Review presciently raised the prospect that in a conflict near Russia’s borders, Moscow might “rely on threats of limited nuclear first use, or actual first use, to coerce us, our allies, and partners into terminating a conflict on terms favorable to Russia.” ...

    ... Russia’s nonstrategic nuclear weapons are not only more numerous but also more versatile than America’s, many of which can be delivered only from the air (making their credibility partly dependent on Western air superiority). Russia is building an arsenal including not just ground-to-ground missiles but also “antiship and antisubmarine missiles, torpedoes, and depth charges,” according to 2019 congressional testimony from the director of the Defense Intelligence Agency. Last weekend, Russia fired conventionally armed Iskander missiles, which can also be armed with nuclear warheads, into Ukraine from Belarus.

    The Biden administration is contemplating policies that could widen Russia’s nonstrategic nuclear advantage. The Interim National Security Strategic Guidance last March promised to “reduce the role of nuclear weapons in our national security strategy.” ...

    The war in Ukraine could be an opportunity for the handful of hardheaded strategists in the Biden administration to prevail against the arms-control idealists, who believe that, given the destructiveness of these weapons, a quantitative advantage provides little practical edge. But nuclear deterrence is about perception and will. Arms-control advocates have long maintained U.S disarmament would be met with Russian reciprocity, but that faith is badly undermined by Moscow’s nuclear threats amid the fighting in Ukraine.

    Jason Willick writes a regular Washington Post column on legal issues, political ideas and foreign affairs. Before coming to The Post in 2022, he was an editorial writer and assistant editorial features editor for the Wall Street Journal ...

    https://www.washingtonpost.com/opinions/2022/...


    Opinion

    The West doesn’t want to push Putin toward using nuclear weapons. It might not matter.

    Deterrence won’t be enough for a Russian leader who has never lost a war ...

    Western euphoria over the early Ukrainian resistance to the Russian invasion has somewhat masked the approaching grim reality. Russia has now introduced some of its most devastating weapons, curiously held back during the initial assault. Putin’s forces are indiscriminately hammering civilian targets in Kharkiv and Kyiv. The war has entered an uglier and bloodier phase ... The next chapter for Ukraine will not end well; it’s more likely to feature a repeat of the horrors Russia unleashed on the Chechen capital Grozny in 1999 and the Syrian city Aleppo in 2016 — two broadcasts the West tuned out. After all, Putin has never lost a war.

    But it’s crucial to consider what would happen if he did. It would not be a “victory.” ...

    When in trouble, Russia and its Soviet forerunners have always employed threats of nuclear war. This Sword of Damocles stokes fear at home and abroad, among officials and the public, and slows down the decision cycle of the United States and its allies. The knee-jerk reaction invokes the old Cold War paradigm: We should do nothing more to help the Ukrainians lest it trigger World War III. ...

    The West has convinced itself that if it refrains from taking further military action, Putin will refrain from destroying Ukraine. During more than two decades as president of Russia, Putin has been consistent about his desire to retake former Soviet territories while persistently lying about his willingness to use force to achieve his goals. To Putin, the lives of Russian soldiers come cheap. Each war he’s won has been followed by another in his quest to be remembered in history as the one who reasserted Russia’s glory as a world power. What happens if Putin thinks he will lose in Ukraine? ...

    Fast forward a month from today and consider what the situation might look like in both Ukraine and Russia. The Ukrainians — likely hungry, undersupplied, lacking an air force and wearied from sustained bombing campaigns — may hold the line in hollowed-out Lviv or Kyiv, the West cheering them on while perhaps assisting foreign fighters trickling across the border. Inside Russia, reality will overtake domestic Russian disinformation as possibly 10,000 or more Russian men vanish on the front lines, and crippling sanctions lead to unrest.

    Russian oligarchs and Kremlin leaders already know that their president has overplayed his hand, and Putin may need a swift victory in Ukraine. Why wouldn’t he use a nuclear strike to bring Ukraine to its knees and compel the West to succumb to his demands? The question that should terrify us is not just whether Putin will use nuclear weapons if the West does something, but also whether Putin would use them even if the West does nothing.

    There’s no deterring a madman, particularly one who has already lost much of his fortune, and possibly his grip on reality. Reports suggest that Putin is isolated and angry; images from his meetings with foreign leaders and aides reinforce that notion. He publicly dressed down his foreign intelligence chief in a staged broadcast, and in every meeting he is positioned bizarrely far from other attendees. Rumors of his failing health, impossible to verify, have swirled the past couple of years, which might explain the intensity of his push to reclaim the historical seat of the Rus empire in Kyiv. These rumors would normally be dismissed, but Western leaders have echoed concerns that there’s something amiss. “I wish I could share more,” Sen. Marco Rubio (R-Fla.) tweeted, “but for now I can say that it’s pretty obvious that something is off with [Putin].”

    The West must help repel the Russian invasion of Ukraine, but that might mean providing an exit strategy for Putin that falls somewhere between exposing him to world humiliation and a coup inside Russia — both of which could bring about unprecedented scenarios involving nuclear strikes. ...

    Information that specifically connects with the Russian people inside Russia offers an opportunity for the West to de-escalate the situation. ... The West should use every digital means available to send the truth about the needless violence Putin has waged.

    The United States and its allies should obviously avoid triggering a nuclear exchange, but we should also prepare for the possibility that such an outcome may not be in our control. ... The West should aggressively assess what a Russian civil war or coup might look like and dramatically increase communication with Russia’s most Western-oriented business executives in the conduct of parallel negotiations to better understand the risk of political collapse in Moscow.

    Clint Watts is a distinguished research fellow at the Foreign Policy Research Institute and president of Miburo.

    https://www.washingtonpost.com/outlook/2022/0...


    Opinion

    How to beat Putin, for real

    President Biden has rallied not just the West but also much of the world. He has announced sanctions that are more far-reaching than any ever inflicted on a major economy. The results are already evident. Russia’s stock market and the ruble are in tatters.

    But despite all this, economic sanctions have rarely forced a country to reverse its path, let alone caused regime change. In the few cases where they do appear to have had some effect — South Africa with apartheid, Iran with its nuclear enrichment — sanctions were usually widely enforced and comprehensive. Because key countries including China, India and the Gulf states are unlikely to boycott Russia, sanctions will lack that long-term bite.

    There is one path to changing Russian President Vladimir Putin’s calculus: sanctioning Russia’s oil and gas industry. This is Putin’s golden goose, the source of the state’s wealth and the reason he might believe that he can weather any storm. So far, not only have these been left untouched, but the financial sanctions have been carefully designed to allow Russia room to continue to sell energy to the world.

    The conventional wisdom is that the West cannot sanction Russian energy because it would trigger an energy crisis along the lines of the 1970s episode, which would cause deep discontent at home. But the situation is not analogous to the 1970s predicament at all. Today, the United States is the largest producer of oil and gas in the world. It can ramp up production and exports and help open the spigots in other countries. ...

    Biden should announce that he is going to respond to this massive challenge to the international order by expediting as much production and export of U.S. petroleum as possible to replace Russian energy. With natural gas, he should urge his regulators to facilitate production and he should help more with the financing of liquefied natural gas, so that it can be sent to Europe. He should also encourage countries such as Japan and South Korea to divert more of their liquefied natural gas to Europe. (They have alternative energy sources.) ...

    Biden should also ... suspend former president Donald Trump’s sanctions on Venezuela and Iran. If possible, Washington should work with Iran to close the few remaining gaps and reenter the nuclear deal, which would bring all of Iran’s oil back on the market. And Biden should personally reach out to Mohammed bin Salman of Saudi Arabia and Mohammed bin Zayed of the United Arab Emirates (both of whom feel unloved by Washington these days) ...

    I can hear all the objections from right and left. ... Much of this oil and gas will simply be substituted for (banned) Russian energy, so it is unlikely to cause net-higher emissions. ... U.S. gas leaks less methane than Russian gas, and U.S. oil production is also less environmentally harmful than Russian production. In many places, the increase in natural gas could mean countries like Germany could use less coal, a dirtier fuel in nearly every way. In fact, the best way to cut carbon emissions in the short term — with current technologies and at scale — is to replace coal with natural gas.

    All of these measures have downsides — some symbolic, some real. But to govern is to choose, and to govern in a crisis is to make hard, painful choices. The country that has best understood this is Germany. It has suspended its Nord Stream 2 gas pipeline, announced plans to build two new terminals to receive liquefied natural gas, and acknowledged that it might have to use more coal and extend the life of its nuclear plants that were scheduled to be shuttered. These policies are coming from a coalition government whose second-most-important partner is the Green Party, which has historically been tenacious in its environmental goals.

    Fareed Zakaria writes a foreign affairs column for the Post. He is also the host of CNN’s Fareed Zakaria GPS and a contributing editor for the Atlantic.

    https://www.washingtonpost.com/opinions/2022/...


    #193Verfasser hm -- us (236141)  04 Mär. 22, 22:15
    Kommentar

    https://m.independent.ie/world-news/europe/am...

    Der russische Botschafter in Irland fühlt sich und die Russen in Irland bedroht. Die Stimmung im Land ist sicher pro-Ukraine, und leider kann ich nicht ausschließen, dass es in einzelnen Schulen Probleme für russische Schüler gab (habe keine Berichte dazu gesehen). Aber wenn der russische Botschafter in einem neutralen europäischen Land so eine Stimmung bemerkt, sollte er sich schon fragen, ob die Aktionen seines Landes nicht vielleicht ein bisschen dazu beigetragen haben.

    Wenn schon die Beziehungen zu einem irrelevanten Land ohne NATO-Anschluss so kaputt sind, wie muß es dann in Berlin, Paris, Rom etc aussehen?


    Edit: von der Situation in Polen, den baltischen Staaten, und den anderen direkten Nachbarn ganz abgesehen.


    Edit2: und hier normal, ein bisschen ausführlicher und ausgewogener von RTE

    https://www.rte.ie/news/ireland/2022/0304/128...


    #194Verfasser Wik (237414)  04 Mär. 22, 22:56
    Kommentar

    Auf der Mediathek vom Sender Arte läuft jetzt eine Serie, wie Selensky im Film plötzlich ohne es zu wollen zum Präsident wird. Er ist da ein geschichtslehrer, der im Unterricht gegen Korruption wettert. Ein Schüler macht heimlich ein Video und macht damit Wahlkampf.


    https://www.arte.tv/de/videos/104351-002-A/di...

    #195Verfasserzacki (1263445) 05 Mär. 22, 00:21
    Kommentar

    Hier ein Bericht, wie ein Reporterteam von skynews etwa 30 km vor Kiew in den Kugelhagel von russischen Heckenschützen gerät .


    https://news.sky.com/story/sky-news-teams-har...


    Den älteren von uns fällt dabei vielleicht die berüchtigte sniper alley in Sarajevo im "Jugoslawienkrieg" ein.

    #196Verfasser Analphabet (1034545) 05 Mär. 22, 00:48
    Kommentar

    I doubt there are a whole lot of Russians or Ukrainians who speak German, but there might be German speakers who still have contact to people about to lose access to independent online content.


    Anyway, DW has tips for that, as well as for nuclear catastrophe. )-:


    *f5*


    And there is now a plea to contact Russian speakers via any medium -- I would guess, privately if possible? Or publicly? Would it help to post


    Нет войне


    from sites based outside Russia?


    _________________


    Messenger Kommunikation in der Ukraine auch ohne Internet

    Die russische Armee will gezielt auch die Kommunikations- und Internet-Infrastruktur der Ukraine zerstören. Mit diesen Tools ist eine Kommunikation auch ganz ohne Internet möglich ...

    Briar ist eine Android App, die eine sogenannte Peer to Peer (P2P) Kommunikation ermöglicht. Zwei Smartphones verbinden sich direkt über Bluetooth oder über Wifi, ohne dabei auf eine vorhandene Infrastruktur wie Netzwerk Router, Mobilfunk usw. zuzugreifen.

    Der Nachteil ist die geringe Reichweite. Bei Bluetooth liegt sie etwa bei zehn Metern und bei Wifi kann sie bis zu 100 Meter betragen. Der große Vorteil ist aber die direkte Verbindung, welche durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgesichert wird. Feinde, Geheimdienste, Mobilfunkprovider oder Hacker können also nicht mitlesen. ...

    Diese Technologie nennt man Mesh-Network. Besitzt eine Person in diesem Mesh-Network noch eine funktionierende Verbindung zum Internet, weil sie zum Beispiel eine ausländische Sim-Karte nutzt, kann sie ihren Internetzugang mit allen Menschen teilen, mit denen sie verbunden ist.

    Die Verbindung in das Internet erfolgt dann üblicherweise anonymisiert über Tor. Auch an dieser Stelle kann also niemand mitlesen. ...

    Bridgefy verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Briar und erlaubt Kommunikation über ein Mesh-Network, welches ebenfalls mittels Bluetooth und Wifi aufgebaut wird.

    Bridgefy lässt sich neben Android auch auf iOS-Geräten nutzen, was ein Vorteil gegenüber Briar ist. Vermutlich hat auch die Protestbewegung in Hong Kong aus diesem Grunde Bridgefy stark genutzt.

    Solange Telefonie und klassische SMS-Nachrichten noch funktionieren, das Internet aber abgeschaltet wurde, kann die App Silence für sichere Text-Kommunikation sorgen.

    Klassische SMS-Kommunikation ist unverschlüsselt und einfach für Dritte mitzulesen. Silence schließt diese Sicherheitslücke und verschlüsselt SMS-Nachrichten.

    Geschützt vor der Überwachung ist allerdings nur der Inhalt der Kommunikation. Metadaten, also mit wem und wann man Nachrichten austauscht, können nicht verschlüsselt werden.

    Weil Apple keine 3rd Party Apps für SMS-Dienste zulässt, gibt es Silence aktuell nur für Android. Silence ist kostenlos und Open Source. Die Entwicklung wird durch Spenden finanziert. ...

    Ist ... eine Internetverbindung verfügbar, diese wird aber stark zensiert oder bestimmte Webseiten werden blockiert, können Tools zur Zensurumgehung weiterhelfen. Dazu gibt es zum Beispiel Psiphon oder Tor.

    Zugriff auf das DW Programm mit dem Tor-Browser

    1) Tor-Browser download unter:

    www.torproject.org

    2) Diese URL im Tor-Browser verwenden:

    ( https://dwnewsgngmhlplxy6o2twtfgjnrnjxbegbwqx... )

    [Ohne Gewähr, von Hand getippt]

    https://www.dw.com/de/messenger-kommunikation...


    Die Gefahren radioaktiver Strahlung

    Nach den russischen Angriffen auf AKWs in der Ukraine steigt bei vielen die Angst vor einer hohen Strahlenbelastung. Jodtabletten vorbeugend einzunehmen, ist aber sinnlos und gefährlich.

    https://www.dw.com/de/die-gefahren-radioaktiv...




    *** Eminent writers urge Russian speakers to tell truth of war in Ukraine

    Use ‘all possible means of communication’ to directly contact Russian citizens, 17 signatories say ... ***

    The Russian writers say: “We are appealing to everyone who speaks the Russian language. To people of all nationalities. To those who are native speakers. To those for whom Russian is their second or third language.

    “Today the Russian language is being used by the Russian state to ignite hatred and justify the shameful war against Ukraine. In Russian, the official media keep repeating endless lies that are creating a smoke screen around this aggression. ...

    “You speak Russian. It matters. Please, use all possible means of communication. Phones. Messengers. Emails.

    “Reach the people you know. Reach the people you don’t know. Tell the truth. If Vladimir Putin is blind and deaf, maybe the Russians will listen to those who speak the same language. This wrongful war should be stopped.”

    As well as Alexievich, the Russian authors are: Vladimir Sorokin, one of the most popular writers in modern Russian literature; Lyudmila Ulitskaya, the 2014 winner of the Austrian state prize for European Literature; the science fiction writer Dmitry Glukhovsky; the satirist Victor Shenderovich; the poet Maria Stepanova; Alexander Ilichevsky, who won the Russian Booker prize in 2007 for his novel Matisse; Mikhail Shishkin, who won the Russian Booker in 2000; Maxim Osipov, a cardiologist as well as a writer; Sergei Lebedev; Liza Alexandrova-Zorina; Sascha Filipenko; Alisa Ganieva; Viktar Martinovich; Alexander Genis; Lev Rubinstein; and Boris Akunin.

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/05...



    #197Verfasser hm -- us (236141)  05 Mär. 22, 02:54
    Kommentar

    Mittlerweile ist überraschend für die Städte Mariupol und Volnovakha ein Waffenstillstand ausgerufen worden, um die Bevölkerung evakuieren zu können.


    https://www.bbc.com/news/live/world-europe-60...


    In Serbien, das vor der Tür zur EU mit den Hufen scharrt, erfreut der Krieg indessen Teile der Bevölkerung, die Putin ihre Solidarität versichern.


    https://www.fr.de/politik/ukraine-krieg-serbi...


    #198Verfasser Analphabet (1034545)  05 Mär. 22, 10:59
    Kommentar

    Zum letzten Link in #197:


    Das ist sicher ein sinnvoller Aufruf, aber bei mir ist die Hoffnung, dass Russen, die der offiziellen Linie glauben, durch Fremde zum Nachdenken gebracht werden können, sehr gering, wenn ich Artikel wie https://www.bbc.com/news/world-europe-60600487 lese. In dem Artikel geht es um in der Ukraine lebende Russen, denen ihre eigenen in Russland lebenden Eltern nicht glauben, wenn sie über Angriffe der russischen Armee auf zivile Ziele berichten.


    Irgendwann wird dieser schreckliche Krieg mit welchem Ergebnis auch immer zu Ende sein, aber wie man dann die Köpfe und das Herz der Russen erreichen soll, weiß ich nicht. Ich finde das sehr frustrierend.


    Zu #198: Das ist nur zum Teil Freundschaft zu den Russen, der Hauptpunkt ist wohl die Abneigung gegen die NATO, die man nach den Ereignissen 1999 teilweise verstehen kann.

    #199Verfasser harambee (91833)  05 Mär. 22, 11:09
    Kommentar

    Die Times schreibt, drei Anläufe, Selenskyi zu ermorden, seien gescheitert. Kriegs- und/oder Putingegner im FSB könnten die Pläne verraten haben.


    "Sowohl die berüchtigte russische Söldnereinheit „Gruppe Wagner“ als auch tschetschenische Spezialeinheiten seien gescheitert. „Wagner“ habe zudem „Verluste“ erlitten - Mitglieder der Truppe seien alarmiert über die akkurate Reaktion der Ukraine auf ihre Bemühungen. Aus einer Quelle sei verlautet, es sei „schaurig“, wie gut unterrichtet Selenskyjs Sicherheitsleute seien."

    https://www.merkur.de/politik/ukraine-krieg-s...


    https://www.thetimes.co.uk/article/zelensky-s...


    Wäre ja zu schön, wenn die Geheimdienstclique selbstunterwandert worden wäre. Sollte es stimmen, bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht enttarnt und umgehend selbst getötet werden.

    Falls nicht, und es nur eine gezielte Falschmeldung der Ukrainer war, sät es auf jeden Fall ordentlich Misstrauen und Zwietracht.



    #200Verfasser Reeva (908916) 05 Mär. 22, 14:21
    Kommentar
    Reeva, was ist FSB?
    #201Verfasser fehlerTeufel (1317098) 05 Mär. 22, 14:29
    Kommentar

    FSB

    Geheimdienst fsb.ru Der FSB ist der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation. Der russische Name Федеральная служба безопасности Российской Федерации Federalnaja sluschba besopasnosti Rossijskoi Federazii bedeutet „Föderaler Dienst für Sicherheit der Russischen Föderation".Wikipedia (DE)

    #202Verfasser Harald (dede) [de] (370386)  05 Mär. 22, 14:32
    Kommentar

    Vielen Dank, Reeva.

    Auch aus der Merkur (Link s. oben):


    Wolodymyr Selenskyj: Ukraine-Präsident sieht sinkende Kampfbereitschaft russischer Truppen

    Update vom 3. März, 12.52 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommuniziert über soziale Medien mit seinem Volk - fortdauernd. In einer seiner jüngsten Botschaften attestierte er den Putin-Truppen eine stark sinkende Kampfbereitschaft, und warf ihnen Plünderungen vor.

    Mehr und mehr der Soldaten würden aus dem Land wieder fliehen, übersetzte der US-Sender CNN aus einem Facebook-Post Selenskyjs vom Mittwochabend. Überdies würden sie ukrainische Supermärkte auf der Suche nach Nahrung durchkämmen: „Das sind keine Kämpfer einer Supermacht, das sind verwirrte Kinder, die missbraucht wurden“, urteilte Selenskyj laut dem CNN-Bericht.


    Ich weiß, die Geschichte ist aus dritter Hand und stammt eigentlich vom Facebook-Account Selenskys. Ich habe aber aus anderen Quellen das Gleiche gelesen, nämlich, dass russische Soldaten in ukrainischen Supermärkten nach Essen "suchen", also plündern. Wenn ich eine zuverläßige Quelle finde, werde ich einen Link posten.

    #203Verfasser wupper (354075)  05 Mär. 22, 14:51
    Kommentar

    Nicht nur Afrikaner berichten von Problemen*** bei ihrer Flucht aus der Ukraine, auch Deutsche, die russische Wurzeln haben, berichten von Ausgrenzung und Anfeindungen. Die Leute interessiere nicht einmal, dass sie gegen diesen Krieg sind.


    Die Direktorin der Universitätsklinik in München soll angekündigt haben, keine Russen mehr zu behandeln, Scheiben russischer Geschäfte wurden eingeschlagen, Kindergartenkindern wurde verboten, sich mit russischstämmigen Freunden zu treffen. In Mailand soll die Universität einen Kurs über Tolstoi abgesagt haben. Einem LKW-Fahrer im Saarland wurde mit Verweis auf seine Herkunft gekündigt.


    Der hessische Sozial- und Integrationsminister sah sich genötigt, einen Aufruf gegen die Ausgrenzung von Russen zu machen.


    Ich habe es ales in den letzten Tagen irgendwo gelesen und würde die Quellen wahrscheinlich auch alle wiederfinden, lasse es aber jetzt erstmal so lückenhaft stehen und vertraue darauf, dass man mir den Rest auch glaubt.


    In München distanzierte sich das KH, der AG der Frau, die Annullierung des Tolstoi-Seminars wurde wieder aufgehoben, im Kindergarten mahnte eine Mutter, doch bitte nicht über das Ziel hinaus zu schießen, die eingeschlagene Schaufensterscheibe wurde damit erklärt, dass vorher irgendein Kunde des Geschäfts sich pro-russisch geäußert habe.



    https://www.fr.de/politik/ukraine-krieg-diskr...


    https://www.migazin.de/2022/03/04/ausgrenzung...


    https://de.nachrichten.yahoo.com/kommentar-wi...



    ***Das mit der Bürgerwehr in polnischen Grenzstadt halte ich für gut möglich, auch unter den Augen der Polizei. Meldungen über Zurückweisungen aus rassistischen Gründen beim Grenzübertritt wurden auch laut, das wurde aber von polnischen und ukrainischen Grenzbeamten entschieden dementiert. Lediglich Personen, die sich in keiner Weise ausweisen könnten, würden zunächst einmal zurückgehalten und näher überprüft. https://www.zeit.de/news/2022-02/28/polnische...


    Was nun stimmt? "Wir können die Berichte weder bestätigen, noch dementieren", sagte ein Sprecher der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR gegenüber tagesschau.de." https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ukrain...

    Sind es Einzelschicksale bzw. Verfehlungen einzelner Beamter, die als überwiegend zutreffend dargestellt werden? Und auch hier gibt es Vorwürfe, es seien Un- und Halbwahrheiten der "Gegenseite" aus strategischen Gründen. Man könnte schier verrückt werden in dieser postfaktischen Zeit!


    ***Im Spiegel las ich ein Interview mit Daniel Thym, Professor für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Uni Konstanz, stellvertretendem Vorsitzenden des Sachverständigenrats für Integration und Migration. Er gilt als Migrationsexperte. Seinen rechtlichen Ausführungen darüber, was legitime Ungleichbehandlung, Diskriminierung oder Rassismus ist, kann ich als juristischer Laie nicht in allen Punkten nachvollziehen.

    https://www.spiegel.de/panorama/fluechtlingsp...


    Ach ja, auch viele Russen verlassen fluchtartig das Land. "Gemäss Google Analytics wuchs die Zahl der Suchen mit dem Wort «Emigration» in jüngster Zeit stark an. Seit Beginn des Krieges sei der Zug von St. Petersburg nach Helsinki täglich voll und Tage vorher ausgebucht, berichtet Euronews.com. Laut dem Vizechef der finnischen Eisenbahn, Topi Simola, sind es keine Touristen, die nach Finnland reisen: «Wir sehen, dass ihr Gepäck ganz anders aussieht. Sie sind nicht auf Besuch, sie kommen, um zu bleiben», wird er zitiert./.../Wie der «Tagesspiegel» berichtet sind es insbesondere gebildete Russinnen und Russen, die ihr Land verlassen wollen: Journalisten, Schriftstellerinnen, Theaterleute, Künstler oder IT-Fachleute, die ihre Heimat, mit ihrem repressiven System und dem vergifteten Klima, verlassen wollen. Bereits werde von einem «Exodus der Elite» gesprochen, heisst es. Andrej Koslenikow, Wissenschaftler beim Thinktank Carnegie Endowment, spricht angesichts der Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte von einer «Abwertung des Landes».

    https://www.20min.ch/story/jetzt-verlassen-vi...


    Ob Putin das wohl gefällt?




    #204Verfasser Reeva (908916)  05 Mär. 22, 17:11
    Kommentar

    Der deutsche Biathlet Erik Lesser hat vor einigen Wochen einem russischen Kollegen, der in Corona-Quarantäne musste, unter die Arme gegriffen, u. a. mit einem Ergometer. Diese spontane Aktion hat ihm bei den russischen Biathlon-Fans viel Sympathien eingebracht - und ungefähr 30.000 russische Follower auf seinem Instagram-Account generiert.

    Nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine und der Ankündigung, dass das ukrainische Biathlon-Team an keinem weiteren Weltcup-Rennen der Saison mehr teilnehmen würde, hat sich Lesser mit den ukrainischen Biathleten per E-Mail kurzgeschlossen und ihnen sein Instagram-Account für Mitteilungen und Meldungen aus dem Krieg zur Verfügung gestellt. Dort können sie nun mit ihren Posts auch Menschen in Russland erreichen und möglicherweise einigen die Augen öffnen.

    Zum Hintergrund: Biathlon ist in Russland eine sehr beliebte Sportart, und die russischen Biathleten gehören zur Weltspitze. Während der Saison finden fast jede Woche Wettkämpfe statt, meistens drei oder vier Tage hintereinander, und aufgrund der Wettkampfausrichtung lernt man relativ schnell auch die SportlerInnen der anderen Nationen gut kennen (und schätzen). Darüber hinaus ist Biathlon bei allem Konkurrenzkampf traditionell von einer eher "familiären" Atmosphäre geprägt. Diese Aktion könnte also Menschen in Russland erreichen, die einen sportlichen Nationalstolz pflegen und gleichzeitig aufgrund der (meist langjährigen) persönlichen Fan-Erfahrung auch die Schilderungen der ukrainischen SportlerInnen nicht von vornherein als Propaganda abtun.

    Der Weg, den Lesser beschreitet, wäre vielleicht tatsächlich eine Möglichkeit, durch die Mauer aus Lügen und Repressalien zu dringen, die das russische Regime aufgebaut hat. Vielleicht lassen sich andere Personen des öffentlichen Lebens davon inspirieren.

    #205Verfasser fehlerTeufel (1317098) 05 Mär. 22, 19:26
    Kommentar

    @Reeva #204:


    ... und vertraue darauf, dass man mir den Rest auch glaubt.


    Ein Schuft, wer Dir nicht glaubt, Reeva.😀


    Lassen wir einfach Betroffene zu Wort kommen:


    https://www.bbc.com/news/world-africa-60606595


    https://www.bbc.com/news/world-africa-60631533


    https://www.bbc.com/news/world-africa-60573719


    https://www.bbc.com/news/world-africa-60627042



    #206Verfasser Analphabet (1034545)  05 Mär. 22, 19:28
    Kommentar

    The source for the article in #200 in The Times itself is behind a paywall, but the podcast below seems to be freely accessible. The podcast is a week old now, but it has a lot of background information on the ongoing assassination efforts of VP which began at least back in January. Special agents (mercenaries) were taken out of Africa and injected into the "Donbass" region; from there they spread all over Ukraine, including to Kyiv with a list of key figures in Ukraine to assassinate. Zelensky, his family, the prime minister of Ukraine, and the mayor of Kyiv head the list. The dark and scary music is a little much, but generally it has some good info.


    Direct link to mp3 file,

    (Feb 28, 2022; The Russian mercenaries stalking President Zelensky):

    https://sphinx.acast.com/p/acast/s/storiesofo...


    Other podcasts from The Times:

    https://www.thetimes.co.uk/podcasts/stories-o...



    Israels Premier nach Treffen mit Putin in Berlin angekommen

    Am Samstagmorgen flog Naftali Bennett heimlich nach Moskau. Der Anlass: Ein Gespräch mit Putin zum Ukraine-Konflikt. Nun geht es weiter nach Berlin.


    Israels Ministerpräsident Naftali Bennett ist in Berlin angekommen. Die Journalistin Noga Tarnopolsky teilte ein Bild des israelischen Premiers auf seiner Flugreise in die deutsche Hauptstadt auf Twitter. Nach seinem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau wird Bennett nun Kanzler Olaf Scholz zu einem Gespräch treffen. Aus Regierungskreisen in Berlin verlautet, Scholz werde Bennett noch am Abend im Kanzleramt empfangen. Bennett habe bereits mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen, sagt ein israelischer Regierungssprecher weiter.

    Der israelische Premier war überraschend zu einem Gespräch mit Putin nach Russland gekommen. Bennett halte sich zu einem kurzen Arbeitsbesuch in Moskau auf, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstagabend nach Angaben der Agentur Interfax. „Die Situation rund um die Ukraine wird diskutiert.“ Das Gespräch sei bereits beendet, es werde aber keine Kreml-Mitteilung dazu geben.


    Das Büro Bennetts bestätigte den Besuch ebenfalls und gab an, das Treffen habe zweieinhalb Stunden gedauert. Aus Regierungskreisen in Jerusalem hieß es, das Gespräch habe drei Stunden lang gedauert. Bennett habe sich mit den USA, Deutschland und Frankreich abgestimmt und sei „in ständiger Kommunikation mit der Ukraine“. Er habe mit Putin auch über die Lage der Israelis und der jüdischen Gemeinden angesichts des Konflikts gesprochen.


    Im Ukraine-Konflikt ist Israel als Vermittler im Gespräch. Nach Medienberichten soll der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bennett vor einer Woche gebeten haben, in Israel Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine auszurichten.

    Nach Angaben von Bennetts Büro war bei dem Treffen mit Putin auch der israelische Wohnungsbauminister Seew Elkin zugegen, der bei der Übersetzung helfe. Elkin stammt aus der ukrainischen Stadt Charkiw und gilt als Putin-Kenner. Er hatte auch stets bei den Treffen von Bennetts Amtsvorgänger Benjamin Netanjahu mit Putin teilgenommen.


    Bennett sei am Samstag in den frühen Morgenstunden nach Moskau geflogen, im Anschluss an ein Gespräch mit Putin am Mittwoch, teilte sein Büro ferner mit. Als religiöser Jude darf Bennett nach seinen Glaubensgrundsätzen am jüdischen Ruhetag Sabbat nur dann reisen, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht.

    Bennett hatte am Mittwoch auch mit Selenskyj telefoniert. Selenskyj, selbst jüdischer Herkunft, hatte sich zuletzt enttäuscht über seiner Ansicht nach mangelnde Unterstützung von Seiten Israels geäußert. Nach Medienberichten hatte Bennett Bitten Selenskyjs um Waffenlieferungen abgelehnt.


    Israel hat gute Beziehungen zu beiden Ländern, befindet sich daher aber auch in einem Zwiespalt. Es will seinen wichtigsten Bündnispartner, die USA, nicht verärgern, ist aber gleichzeitig aus strategischen Gründen vom Wohlwollen Moskaus abhängig, unter anderem in den Konflikten mit Syrien und dem Iran. (dpa, Reuters, AFP)

    https://www.tagesspiegel.de/politik/moegliche...


    Mehr dazu aus der SZ:

    ...

    Zugleich steht die israelische Regierung jedoch auch vor der Aufgabe, dass die Beziehungen zu Russland nicht die Freundschaft zu den USA belasten dürfen. Schließlich hängt Israels Stärke und Sicherheit nicht zuletzt von einer jährlichen Militärhilfe der USA in Milliardenhöhe ab. In der aktuellen Krise war der Druck aus Washington bereits spürbar geworden, als Israel Mitte der Woche in der UN-Generalversammlung für eine Verurteilung Russlands gestimmt hatte. Wenige Tage zuvor noch hatte man den USA die solidarische Unterstützung für eine ähnliche Resolution im Sicherheitsrat versagt. Bennetts Reise nach Moskau, so hieß es in Israel, sei mit Washington abgesprochen und werde dort unterstützt.

    Die ukrainische Führung hatte sich über eine mangelnde Unterstützung Israels zuletzt sehr enttäuscht gezeigt . Zwar hat die Regierung in Jerusalem humanitäre Hilfe geschickt, auch ein Feldlazarett für die Verwundeten der Kämpfe wurde zugesagt. Doch der Ruf nach Waffenlieferungen wurde ignoriert. Via Telegram hatte sich Selenskij sogar auf Hebräisch geäußert: "Seht ihr nicht, was gerade passiert?", schrieb er in seinem Aufruf. " Es ist wichtig, dass Millionen von Juden weltweit nicht mehr länger schweigen."

    Auch innenpolitisch birgt der Angriff Russlands auf die Ukraine für Israel manche Herausforderung. Es leben rund eine Million Einwanderer aus der früheren Sowjetunion im Land, darunter viele aus Russland und viele aus der Ukraine. In beiden Staaten gibt es zudem noch relativ starke jüdische Minderheiten. Bennett sprach allein von 200 000 Ukrainern, die das Recht auf eine israelische Staatsbürgerschaft hätten. Innenministerin Ajelet Schaked erwartet angesichts eines ausufernden Konflikts bereits eine neue Einwanderungswelle von Hunderttausenden - nicht nur aus der Ukraine, sondern auch aus Russland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/israel-uk...


    EDIT And here is the sequel:


    Kriegsdiplomatie: Auch Israels Premier stößt bei Putin auf taube Ohren

    6. März 2022, 16:59 Uhr

    Mit breiter Unterstützung reiste Premier Bennett nach Moskau - und hatte wie viele vor ihm keinen Erfolg. Umsonst war die Reise, an deren Ende ein Besuch in Berlin stand, dennoch nicht.

    Von Daniel Brössler, Berlin, und Peter Münch, Tel Aviv

    Am Tag nach seiner Überraschungsreise nach Moskau und Berlin hat Israels Premierminister Naftali Bennett gleich wieder volles Programm. Am Sonntagmorgen versammelte er in Jerusalem die Minister seiner komplizierten Koalition zur wöchentlichen Kabinettsitzung. Am Nachmittag eilte er zum Tel Aviver Ben-Gurion-Flughafen, um dort ukrainische Flüchtlinge willkommen zu heißen. Eingehendere Erklärungen zu seiner Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg hat er sich dabei gespart. Nur so viel ließ er sich entlocken: Dies sei für Israel eine "moralische Pflicht".

    Drei Stunden hatte Bennett am Samstag mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Kreml gesprochen. Er erschien dort als erster Politiker eines demokratischen Staats seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Anschließend flog Bennett noch nach Berlin zu Kanzler Olaf Scholz (SPD). Unterwegs telefonierte er mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Die vorab streng geheim gehaltene Reise sei, so heißt es in Israel, zudem noch mit den USA abgesprochen gewesen. Er habe "den Segen und die Ermunterung aller Mitspieler" gehabt, erklärte Bennett zu Beginn der Kabinettssitzung.

    Mit fliegenden Rockschößen ist Israels Premier damit als Vermittler in ein weltpolitisches Vakuum vorgestoßen, und er hat so zumindest fürs Erste alle Kritik daran vom Tisch gewischt, dass er sich bislang öffentlich nicht eindeutig auf Seiten des Westens positioniert hat. Zunehmend enttäuscht über Bennett, der jegliche Verurteilung Russlands tunlichst vermieden hat, hatte sich in den vergangenen Tagen auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij geäußert. Rund um den Moskau-Besuch hat Bennett nun binnen 24 Stunden gleich dreimal mit Selenskij telefoniert. Der Inhalt blieb geheim.

    ...

    Scholz und Bennett auf einer Wellenlänge

    Die für einen israelischen Ministerpräsidenten ungewohnte Rolle eines zumindest potenziellen Friedensvermittlers ergibt sich nach Berliner Einschätzung aus einer besonderen Konstellation. Wiewohl Israel zwar dem Putin verhassten Westen zuzurechnen ist, komme Bennett eben weder als Europäer noch als Amerikaner. Für ein Gespräch mit Putin von Vorteil sei auch Bennetts militärischer Hintergrund. Hinzu komme der starke russischsprachige Bevölkerungsanteil - und ein guter Draht zum ukrainischen Präsidenten Selenskij. Zumindest theoretisch also eine perfekte Mittlerposition. Überdies funken Scholz und Bennett offenbar auf einer Wellenlänge. Das war schon in Jerusalem zu spüren.

    In Berlin wurde Bennett am Samstagabend dann auch deshalb mit Spannung erwartet, weil jeder Kontakt zu Putin, jeder Hinweis auf seine aktuelle Befindlichkeit derzeit als extrem wichtig gilt. Jedes Detail könnte einen Hinweis darauf geben, welchen Eindruck die scharfen Wirtschaftssanktionen auf Putin machen, was seine nächsten Schritte sind und wie weit er in seinem Angriffskrieg zu gehen bereit ist. Nach den Telefonaten von Frankreichs Präsident Emanuel Macron und Kanzler Scholz mit dem Kremlchef scheint die Sorge jedenfalls nicht kleiner geworden zu sein, dass Putin zu fast allem bereit sein könnte, um den militärischen Widerstand in Kiew zu brechen.

    Zum Zwischenstopp in Berlin traf Bennett mit einiger Verspätung ein. Putin hatte ihn in Moskau, seiner Gewohnheit folgend, erst einmal warten lassen. Kurz vor 23 Uhr begann dann das Treffen im Kanzleramt. Gesprochen wurde im kleinsten Kreis 90 Minuten lang. "Man vereinbarte, in der Angelegenheit weiterhin eng in Kontakt zu bleiben - gemeinsames Ziel bleibe es, den Krieg in der Ukraine so schnell wie irgend möglich zu beenden", teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit daraufhin trocken mit. Einen Plan für einen Waffenstillstand hat Bennett jedenfalls nicht mitgebracht.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-ukr...

    #207Verfasser wupper (354075)  05 Mär. 22, 22:59
    Kommentar

    Thanks for #207, wupper. (Which I see became longer after I thought I had read it; sorry for any repetition.)

    At the time you posted, we hadn't even heard about the Bennett visit here yet. In fact, the issue of providing Polish fighter jets to Ukrainian pilots is also just now coming up in headlines.

    On the one hand, it seems like a naive mistake for decent Western leaders like Scholz and Macron to give Putin the time of day, much less the satisfaction of haranguing them in person or on the phone. They know he is always going to lie to their face, never going to negotiate in good faith, and only going to use every chance to sow dissension and fear in the West. In fact, it seems likely that Putin views their repeated contacts as merely courting his favor, enhancing his status.

    So I don't see how it could have helped Ukraine for Bennett to kowtow to him either, unless the Israelis were able to deliver credible threats privately, or gain information by seeing the situation in the Kremlin at first hand.

    Sadly, though, it now appears that Israel is actually seeking Russian support against the renewal of the nuclear deal with Iran, which might even free up some Iranian oil. Unbelievable, if the Israelis can't see that Iranian tyranny and Russian tyranny are both evil.

    But then, speaking of tyranny and oil, the US seems to be suddenly much friendlier with Venezuela and Saudi Arabia. )-:

    The news reads more and more like sheer dystopia. In a way it feels voyeuristic to just sit at home and consume shocking videos on CNN, while the sun shines and soccer games go on, now with displays of Ukrainian flags and colors.

    But it would also feel wrong to look away.

    ___________________

    Israeli Prime Minister Bennett says brokering between Ukraine and Russia is ‘moral obligation’
    Israel has strained to balance its support for Ukraine, the ancestral home of many Israelis and the only other country besides Israel with a Jewish leader, with its reluctance to provoke Russia, which backs the Syrian regime on Israel’s northern border and has quietly allowed Israel to carry out strikes against Iran-backed militant groups there.

    https://www.washingtonpost.com/world/2022/03/...

    Iran nuclear talks rocked by Russian demand for sanctions exemption
    Moscow seeks guarantees regarding trade with Iran that would undermine west’s response to Ukraine invasion ...
    After months of negotiations in Vienna, a revised deal was expected to be reached within days under which US sanctions would be lifted in return for Tehran returning to full compliance with the 2015 nuclear nonproliferation deal.
    But diplomatic efforts have been sent into a tailspin by Russia’s unexpected demand for written guarantees that its economic trade with Iran will be exempted from US sanctions imposed on Russia since its invasion of Ukraine. ...
    The Vienna talks have for months been an oasis of diplomatic cooperation between Russia and the west as they painstakingly crafted a compromise acceptable to both Iran and the US. Russia’s chief negotiator at the Vienna talks, Mikhail Ulyanov, has been an indefatigable intermediary but now risks seeing his work being undone ...
    Russia also has a short-term strategic interest in scuppering or postponing the deal. Iran produces more than 2m barrels of oil a day, and if these supplies were able to reach the markets, the upward surge in prices would be slowed.
    Russia, a large-scale oil producer, wants to drive the oil price up to turn the screw on western economies but also to boost its own revenues.
    Israel, a fierce opponent of a revived nuclear deal, will be the only major country privately welcoming Russia’s actions.

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/06...

    Big swath of Ukraine cut off from natural gas after damage to pipeline, operator says
    About a million consumers in southeastern Ukraine will be cut off from natural gas after Russian shelling damaged a main pipeline, according to the country’s Gas Transmission System Operator. ...
    A huge swath of people in southeastern Ukraine — in the regions of Donetsk and Zaporizhzhia — “will be left without a gas supply” ...
    It also said “gas distribution stations” in the regions of Kharkiv, Donetsk, Zaporizhzhia, Kyiv, Luhansk, Mykolaiv and Kherson are shut down.

    https://www.washingtonpost.com/world/2022/03/...

    U.S. intelligence weighs Putin’s two years of extreme pandemic isolation as a factor in his wartime mind-set.
    Analysts are debating whether the Russian leader’s ambitions and appetite for risk have been altered by his long-held Covid bubble, or by his urgency to secure a legacy, or both.

    https://www.nytimes.com/2022/03/05/world/puti...

    U.S. Officials Travel to Venezuela, a Russia Ally, as the West Isolates Putin
    The trip is the highest-level visit by American officials to Caracas in years, driven by a desire to separate Russia from its remaining Latin American allies.

    https://www.nytimes.com/2022/03/05/world/amer...
    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/06...

    Arming Ukraine: 17,000 Anti-Tank Weapons in 6 Days and a Clandestine Cybercorps
    The United States has walked to the edge of direct conflict with Russia in an operation that is reminiscent of the Berlin airlift of 1948-49, but far more complex. ...
    In less than a week, the United States and NATO have pushed more than 17,000 antitank weapons, including Javelin missiles, over the borders of Poland and Romania, unloading them from giant military cargo planes so they can make the trip by land to Kyiv, the Ukrainian capital, and other major cities. So far, Russian forces have been so preoccupied in other parts of the country that they have not targeted the arms supply lines, but few think that can last.
    But those are only the most visible contributions. Hidden away on bases around Eastern Europe, forces from United States Cyber Command known as “cybermission teams” are in place to interfere with Russia’s digital attacks and communications — but measuring their success rate is difficult, officials say.
    In Washington and Germany, intelligence officials race to merge satellite photographs with electronic intercepts of Russian military units, strip them of hints of how they were gathered, and beam them to Ukrainian military units within an hour or two. As he tries to stay out of the hands of Russian forces in Kyiv, President Volodymyr Zelensky of Ukraine travels with encrypted communications equipment, provided by the Americans ...

    https://www.nytimes.com/2022/03/06/us/politic...

    U.S. and allies quietly prepare for a Ukrainian government-in-exile and a long insurgency ...
    A United Nations resolution this past week condemning the invasion, which drew 141 votes, is one element of “laying the groundwork” to recognize Zelensky’s administration as Ukraine’s legitimate government and to keep it afloat even if it no longer controls territory, said a senior European diplomat.

    https://www.washingtonpost.com/national-secur...

    A Poem (and a Painting) About the Suffering That Hides in Plain Sight
    With war looming, W. H. Auden stood in a museum and was inspired. The resulting poem, “Musée des Beaux Arts,” is one of the most famous ever written about art.

    https://www.nytimes.com/interactive/2022/03/0...

    #208Verfasser hm -- us (236141) 07 Mär. 22, 04:16
    Kommentar

    * * * Other news (not Ukraine) * * *

    (1/2)


    Since Doris has asked that there not be a new thread specifically about Ukraine, here are some more items from elsewhere in the world.


    I think I'll try to link to them separately, though, for people who prefer not to read too much else in this thread during the time that it is understandably mostly about Ukraine.


    Previously I might have posted the Brazilian ones in the Portuguese forum, but it is sadly no longer welcoming for discussion-type items.


    ________________



    Venezuela’s Leader Trades Old Guard for Slick Technocrats to Keep Power

    A new generation of cosmopolitan Venezuelan officials has allowed President Nicolás Maduro to halt the economic collapse and remain in power, at the cost of fostering potential future challenges to his rule. ...

    ... when he ran for re-election as governor of his state in Venezuela in November, he won in a landslide.

    The governor, Rafael Lacava, is a new breed of apparatchik in Venezuela’s governing Socialist Party: younger, more cosmopolitan and more willing to ditch ideology for practical measures that improve people’s lives. ...

    The younger politicians were elevated by Mr. Maduro, 59, after he sidelined the septuagenarian comrades of his predecessor and mentor, Hugo Chávez.

    Among this generation, Mr. Lacava, 53, is a rising star. He won re-election by ditching the party’s anti-imperialist slogans and its usual attacks on the moneyed elites. Instead, he bet on his reputation for managerial competence and support for free enterprise — and for building colorful public works around his dilapidated state of Carabobo, decorated with life-size statues of dinosaurs, fantasy creatures, sports legends and even himself. ...

    The crowds he attracts during his morning jogs are extraordinary in a country where just 16 percent say they support the ruling party, and where the president has largely stopped appearing in public after being booed, pelted with a mango and targeted with several assassination plots. ...

    Mr. Chávez’s chief lieutenants mostly came from humble provincial backgrounds and studied primarily in Venezuela’s military academy. Mr. Maduro is a former bus driver who rose through the ranks of a transportation union. In contrast, most members of his economic and political strategy team had a comfortable upbringing and a privileged education.

    Mr. Lacava comes from a wealthy business family; he once lived in Manhattan and studied at Rutgers University, in New Jersey. The economic czarina Delcy Rodríguez, 52, lived in France and the United States and Hector Rodríguez, the 39-year-old governor of important Miranda state, grew up in Sweden. The foreign minister, Félix Plasencia, has a master’s degree from Oxford University, while central bank chief Calixto Ortega, 38, has a degree from Rice University, in Houston. ...

    The country’s economy grew for the first time in eight years in 2021 ... Hyperinflation has subsided, and oil production has modestly recovered as the government gave private partners more control of the oil fields.

    https://www.nytimes.com/2022/03/02/world/amer...


    Venezuelans despair at smears, stigmatization and arbitrary arrests

    Amnesty International decries ‘systematic policy of repression’ as Maduro clamps down on enemies real and imagined

    https://www.theguardian.com/global-developmen...


    How Caetano Veloso Revolutionized Brazil’s Sound and Spirit

    The musician’s political persecution pushed him into a career he was never sure he wanted. ...

    On December 13, 1968, the military introduced Institutional Order No. 5, which shut down Congress and authorized the government to detain and torture anyone it considered subversive of the public order. Veloso, who was then twenty-six, was writing songs such as “É Proibido Proibir” (“It’s Prohibited to Prohibit”), with his leftist detractors in mind. He had no idea that he was the subject of a thick government file, dating to 1966, with a list of his putative crimes, such as attending protests and cultural events. An appendix included the typed-out lyrics of his songs. ...

    In 2018, when the Brazilian presidential elections were approaching, Veloso saw his police file from the dictatorship years for the first time. It was three hundred pages, written in a bureaucratic style. One block of text narrated an interrogation in which military officers asked Veloso if he had ever mocked the national anthem by putting it to the melody of his song “Tropicália.” (He said that it would have been impossible: the national anthem has ten-syllable lines, whereas his song has eight.) Fifty years after Veloso’s imprisonment, the document might have seemed anachronistic, even risible. But the conservative candidate for the Presidency was Jair Bolsonaro, a congressman and a former Army captain, who faulted the military dictatorship for not going far enough. Its biggest mistake, he liked to say, “was to torture and not to kill.” ...

    When Veloso returned to the country in 1971, the dictatorship was still in power, and government censors kept journalists from describing his and Gil’s ordeal in prison. It remained an open secret until democracy was restored, in 1985. Since then, Veloso had taken political positions as an artist and a public intellectual, but they tended to shift and evolve. He was wary of both the left and the right. The left-wing Workers’ Party, which governed the country from 2003 to 2016, had the support of most artists, including Veloso. But he came to regard it as sclerotic and corrupt. He could be critical of Luiz Inácio Lula da Silva, or Lula, the Party’s overwhelmingly popular leader, who served two consecutive terms as President. (Once, after Veloso called Lula “an illiterate” in an interview, his mother, then a hundred and two years old, issued a public apology, clarifying that her son’s views didn’t reflect those of the family.)

    The 2018 campaign, however, overshadowed Veloso’s earlier misgivings. In March, a Black city councilwoman in Rio named Marielle Franco, who was widely admired for her outspokenness about extrajudicial killings carried out by the police, was assassinated. Her alleged murderers had ties to Bolsonaro’s family. Bolsonaro survived a stabbing at a campaign event the following September, a month before the vote. As the voting began, a political argument broke out in Bahia, and one of Bolsonaro’s supporters stabbed a friend of Veloso’s to death. By then, Veloso was giving interviews and posting videos expressing his opposition to Bolsonaro. “I am an old man now, but I was young in the 60s and 70s, and I remember. So I have to speak out,” he wrote in an op-ed. “I want my music, my presence, to be a permanent resistance to whatever anti-democratic future may come.” ...

    During the first year of the pandemic, while Bolsonaro flouted public-health protocols and sabotaged a deal to secure doses of the Pfizer vaccine for Brazilians, two filmmakers released a documentary that Lavigne had conceived a few years before. In it, Veloso narrates the full story of his imprisonment in 1968, and he reads from his old police file. One of the directors, Renato Terra, told me, “Caetano is part of a generation that thought that Brazil could influence all of the world. He personalizes the idea. Bolsonaro represented all the people who arrested Caetano. Caetano did not speak the name Bolsonaro once in the film, but the message was clear.”

    https://www.newyorker.com/magazine/2022/02/14...


    Brazil, Land of the Thong, Embraces Its Heavier Self

    A country known for beach bodies is confronting soaring obesity rates with new laws that enshrine protections for people who are overweight. ...

    Over the past 20 years, Brazil’s obesity rate has doubled to more than one in four adults. In response, activists in Brazil have fought to make life less difficult for overweight Brazilians — and the success of their efforts stands out globally for changing not just attitudes, but laws.

    Measures across the country now entitle the obese to preferential seats on subways, priority at places like banks and, in some cases, protection from discrimination. ...

    Like many countries, Brazil has recently begun confronting racism, sexism and homophobia. But in a nation where the body is often front and center — think plastic surgery, thongs on the beach and a carnival that features perhaps more feathers than fabric — a national conversation is also now emerging over how Brazil treats overweight people.

    “Gordofobia,” or the term for weight-based discrimination in Portuguese, has become a buzzword in Brazil. ...

    In 2020, nearly 29 percent of Brazilians older than 20 were obese, up from roughly 15 percent in 2000, one of the largest increases of any country over that period, according to the Institute for Health Metrics and Evaluation at the University of Washington. Among the 10 most populous nations, only Mexico, the United States and Russia had higher obesity rates, ranging between 31 percent and 37 percent, according to the data.

    https://www.nytimes.com/2022/02/27/world/amer...


    Groundbreaking female composer’s lost madrigals to be heard for first time in 400 years

    Maddalena Casulana’s newly rediscovered songs will feature on BBC Radio 3 to mark International Women’s Day ...

    Sixteenth-century madrigals written by an Italian Renaissance female composer are to be performed for the first time in 400 years after the discovery of missing parts of the original music.

    Maddalena Casulana became the first female composer to publish her own music at a time when such creativity was far from encouraged in women. She believed that men were making a “futile error” in assuming that women could not compose as well as they could and she brought out three books of madrigals under her name between 1568 and 1583, although only one of those collections has survived complete.

    Now a further 17 madrigals have been added to her small surviving repertoire and 12 of those will be premiered on 8 March as part of BBC Radio 3’s special programming for International Women’s Day.

    https://www.theguardian.com/music/2022/mar/05...


    As Women’s Marches Gain Steam in Pakistan, Conservatives Grow Alarmed

    What began in 2018 as a single march for International Women’s Day has become an annual event in multiple cities. Opposition is rising, and threats are, too.

    https://www.nytimes.com/2022/03/06/world/asia...


    #209Verfasser hm -- us (236141)  07 Mär. 22, 04:58
    Kommentar

    * * * Other news (not Ukraine) * * *

    (2/2)


    Sorry, these are older, but for a few days there, it seemed uncertain where to post them. Hope this is right.


    ________________


    Libyen hat wieder zwei Regierungen

    Die Zeichen in Libyen stehen mehr denn je auf Spaltung. Nach den geplatzten Wahlen in dem Bürgerkriegsland ist jetzt wieder eine zweite Regierung im Amt.

    https://www.dw.com/de/libyen-hat-wieder-zwei-...


    In an Uneven Fight with China, a Tiny Country’s Brand Becomes Toxic

    After Lithuania dared to seek closer ties with Taiwan, China cut off trade — even blocking imports of products from other countries with Lithuanian parts.

    https://www.nytimes.com/2022/02/21/world/euro...

    阅读简体中文版

    https://cn.nytimes.com/world/20220222/china-l...


    Palestinians Threatened with Eviction Can Stay in Their Homes — for Now

    Israel’s high court stayed the eviction of four Palestinian families from their East Jerusalem homes. The eviction threat had stoked tensions that led to war in Gaza. ...

    After years of legal struggles, Israel’s highest court accepted the main argument of the families, allowing them to remain in their homes in the Sheikh Jarrah neighborhood until the dispute over the ownership of the property is settled — a process that experts said could take years, if it gets settled at all.

    https://www.nytimes.com/2022/03/01/world/midd...


    ‘For our grandchildren’: the man recording the lives of Paraguay’s vanishing forest people

    Mateo Sobode Chiqueno’s lifelong project compiling cassettes of the Ayoreo people’s stories, songs and struggles to survive is now the subject of an award-winning film, Nothing but the Sun

    https://www.theguardian.com/global-developmen...


    USA wollen Konsulat in Kuba wieder öffnen

    2017 ist das amerikanische Konsulat in dem Karibikstaat geschlossen worden - nach der mysteriösen Erkrankung von Diplomaten am "Havanna-Syndrom". Nun sollen dort schon bald wieder Einwanderungsvisa ausgestellt werden.

    https://www.dw.com/de/usa-wollen-konsulat-in-...


    World leaders agree to draw up ‘historic’ treaty on plastic waste

    UN environment assembly resolution is being hailed as biggest climate deal since 2015 Paris accord

    https://www.theguardian.com/environment/2022/...



    #210Verfasser hm -- us (236141)  07 Mär. 22, 05:09
    Kommentar

    Trotz der gerade in Kraft getretenen harten Gesetze gegen diejenigen, die gegen den Krieg demonstrieren oder nicht regierungskonforme Nachrichten darüber verbreiten, gehen in Russland weiterhin mutige Menschen auf die Straße:


    Von landesweit rund 5.200 Teilnehmern seien bei den nicht genehmigten Kundgebungen insgesamt mehr als 3.500 festgesetzt worden, meldete die Staatsagentur Tass unter Berufung auf das Innenministerium./.../

    Die Nichtregierungsorganisation Owd-info sprach am Abend von Kundgebungen in rund 60 Städten und insgesamt 4.400 Festnahmen. Maria Kusnezowa von Owd-info sagte: "Wir sehen heute ziemlich große Proteste, selbst in Sibirien." Anti-Kriegs-Aktionen haben es von St. Petersburg bis Wladiwostok gegeben.


    https://www.br.de/nachrichten/deutschland-wel...

    #211Verfasser Reeva (908916) 07 Mär. 22, 09:26
    Kommentar

    ... und wenn sie es tun, droht ihnen dieses


    https://www.bbc.com/news/world-europe-60641749


    Dass die Stadt Cherson vom russischen Militär eingenommen wurde, hält die Einwohner nicht davon ab, gegen die Besatzer zu protestieren.


    https://www.bbc.com/news/world-europe-60632587


    Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat das russische Fernsehen gekapert und zeigt den für dumm verkauften Sehern Bilder aus dem Krieg.


    https://www.fr.de/politik/ukraine-krieg-russl...

    #212Verfasser Analphabet (1034545) 07 Mär. 22, 11:50
    Kommentar

    Danke, Analphabet. Der letzte Bericht ist besonders schön. Ich denke seit einigen Tagen darüber nach, wie man Information und Bilder vom Ukraine-Krieg in Russland selbst verbreiten könnte. Die Zensur in Russland ist ein großes Problem. Anscheinend denken viele Leute darüber nach, und einige haben eine Lösung gefunden.


    Arming Ukraine: 17,000 Anti-Tank Weapons in 6 Days and a Clandestine Cybercorps

    The United States has walked to the edge of direct conflict with Russia in an operation that is reminiscent of the Berlin airlift of 1948-49, but far more complex.

    On a snowy tarmac at Amari Air Base in northern Estonia on Sunday morning, pallets of rifles, ammunition and other weapons were being loaded onto one of the largest cargo planes in the world, an Antonov AN-124, belonging to the Ukrainian air force. It is an artifact of the Cold War, built and purchased when Ukraine was still part of the Soviet Union.

    Now it is being turned back against the Russian invasion of Ukraine, part of a vast airlift that American and European officials describe as a desperate race against time, to get tons of arms into the hands of Ukrainian forces while their supply routes are still open. Scenes like this, reminiscent of the Berlin airlift — the famed race by the Western allies to keep West Berlin supplied with essentials in 1948 and 1949 as the Soviet Union sought to choke it off — are playing out across Europe.

    In less than a week, the United States and NATO have pushed more than 17,000 antitank weapons, including Javelin missiles, over the borders of Poland and Romania, unloading them from giant military cargo planes so they can make the trip by land to Kyiv, the Ukrainian capital, and other major cities. So far, Russian forces have been so preoccupied in other parts of the country that they have not targeted the arms supply lines, but few think that can last.

    But those are only the most visible contributions. Hidden away on bases around Eastern Europe, forces from United States Cyber Command known as “cybermission teams” are in place to interfere with Russia’s digital attacks and communications — but measuring their success rate is difficult, officials say.

    In Washington and Germany, intelligence officials race to merge satellite photographs with electronic intercepts of Russian military units, strip them of hints of how they were gathered, and beam them to Ukrainian military units within an hour or two. As he tries to stay out of the hands of Russian forces in Kyiv, President Volodymyr Zelensky of Ukraine travels with encrypted communications equipment, provided by the Americans, that can put him into a secure call with President Biden. Mr. Zelensky used it Saturday night for a 35-minute call with his American counterpart on what more the U.S. can do in its effort to keep Ukraine alive without entering into direct combat on the ground, in the air or in cyberspace with Russian forces.

    Mr. Zelensky welcomed the help so far, but repeated the criticism that he has made in public — that the aid was wildly insufficient to the task ahead. He asked for a no-fly zone over Ukraine, a shutdown of all Russian energy exports and a fresh supply of fighter jets.

    It is a delicate balance. On Saturday, while Mr. Biden was in Wilmington, Del., his National Security Council staff spent much of the day trying to find a way for Poland to transfer to Ukraine a fleet of well-used, Soviet-made MIG-29 fighter jets that Ukrainian pilots know how to fly. But the deal is contingent on giving Poland, in return, far more capable, American-made F-16s, an operation made more complicated by the fact that many of those fighters are promised to Taiwan — where the United States has greater strategic interests.

    Polish leaders have said there is no deal, and are clearly concerned about how they would provide the fighters to Ukraine and whether doing so would make them a new target of the Russians. The United States says it is open to the idea of the plane swap.

    “I can’t speak to a timeline, but I can just tell you that we’re looking at it very, very actively,” Secretary of State Antony J. Blinken said on Sunday, during a trip that has taken him to Moldova, another non-NATO country that American officials fear may be next on Russian President Vladimir V. Putin’s hit list of nations to bring back into Moscow’s sphere of influence.

    And in downtown Washington, lobbying groups and law firms that once charged the Ukrainian government handsomely for their services are now working for free, helping Mr. Zelensky’s embattled government plead for more sanctions on Russia.

    The Ukrainians are also asking for more money for weapons, though they reject the idea that Washington is manipulating Mr. Zelensky’s image to present him as Churchill in a T-shirt, rallying his country to war. Covington & Burling, a major law firm, filed a motion pro bono on behalf of Ukraine in the International Court of Justice.

    It is, in many ways, a more complex effort than the Berlin airlift three-quarters of a century ago. West Berlin was a small territory with direct air access. Ukraine is a sprawling country of 44 million from which Mr. Biden has pulled all American forces in an effort to avoid becoming a “co-combatant” in the war, a legal term that governs how far the United States can go in helping Ukraine without being considered in direct conflict with a nuclear-armed Russia.

    But as the weapons flow in and if efforts to interfere in Russian communications and computer networks escalate, some U.S. national security officials say they have a foreboding that such conflict is increasingly likely. The American legal definitions of what constitutes entering the war are not Mr. Putin’s definitions, one senior American national security official warned over the weekend, speaking on the condition of anonymity because of the sensitivity of the American overt and covert efforts to aid Ukraine.

    Mr. Putin warned on Saturday that any nation that attempted to impose a no-fly zone over Ukraine would be “participating in the armed conflict.” On Sunday the Russian ministry of defense issued a statement warning NATO countries like Romania against allowing their bases to be used as a safe haven for the remaining planes in the Ukrainian air force. If they do so, it said, any “subsequent use against the Russian armed forces can be regarded as the involvement of these states in an armed conflict.”

    Two decades ago this month, as American forces began to flow into Iraq, Gen. David H. Petraeus famously asked, “Tell me how this ends.” In the case of Ukraine, a senior American official said, the question resonating around the White House is more like: “Tell me how we don’t get sucked in to a superpower conflict.”

    A Flow of Arms Becomes a Torrent

    To understand the warp-speed nature of the arms transfers underway now, consider this: A $60 million arms package to Ukraine that the U.S. announced last August was not completed until November, the Pentagon said.

    But when the president approved $350 million in military aid on Feb. 26 — nearly six times larger — 70 percent of it was delivered in five days. The speed was considered essential, officials said, because the equipment — including anti-tank weapons — had to make it through western Ukraine before Russian air and ground forces started attacking the shipments. As Russia takes more territory inside the country, it is expected to become more and more difficult to distribute weapons to Ukrainian troops.

    Within 48 hours of Mr. Biden approving the transfer of weapons from U.S. military stockpiles on Feb. 26, the first shipments, largely from Germany, were arriving at airfields near Ukraine’s border, officials said.

    The military was able to push those shipments forward quickly by tapping into pre-positioned military stockpiles ready to roll onto Air Force C-17 transport planes and other cargo aircraft, and flying them to about half a dozen staging bases in neighboring countries, chiefly in Poland and Romania.

    Still, the resupply effort faces stiff logistical and operational challenges.

    “The window for doing easy stuff to help the Ukrainians has closed,” said Maj. Gen. Michael S. Repass, a former commander of U.S. Special Operations forces in Europe.

    U.S. officials say Ukrainian leaders have told them that American and other allied weaponry is making a difference on the battlefield. Ukrainian soldiers armed with shoulder-fired Javelin anti-tank missiles have several times in the past week attacked a mileslong convoy of Russian armor and supply trucks, helping stall the Russian ground advance as it bears down on Kyiv, Pentagon officials said. Some of the vehicles are being abandoned, officials said, because Russian troops fear sitting in the convoy when fuel-supply tanks are being targeted by the Ukrainians, setting off fireballs.

    The convoy has also come under attack several times at different places along the column from another weapon supplied by a NATO member state. Armed Turkish Bayraktar TB2 drones, which the Ukrainian military used for the first time in combat against Russian-backed separatists in eastern Ukraine last October, are now hunting Russian tanks and other vehicles, U.S. officials said.

    “All of us have been tremendously impressed by how effectively the Ukrainian armed forces have been using the equipment that we’ve provided them,” Laura Cooper, the Pentagon’s top Russia policy official, said. “Kremlin watchers have also been surprised by this, and how they have slowed the Russian advance and performed extremely well on the battlefield.”

    Even the elements have sided with the Ukrainian military in the war’s early days. Bad weather in northern Ukraine has grounded some Russian attack planes and helicopters, a senior Pentagon official said. Many Russian vehicles that have driven off the main roads to avoid the stalled convoy have gotten stuck in the mud, making them more vulnerable to attack, officials said.

    But the U.S. intelligence also has its limits. Mr. Biden’s ground rules forbid flying surveillance aircraft over Ukraine, so they have to peer in over the border, much as surveillance is often conducted over North Korea. There is reliance on new, small satellites — providing images similar to those that commercial firms like Maxar and Planet Labs are providing.

    A War in Cyberspace That Has Barely Begun

    One of the odd features of the conflict so far is that it runs the gamut of old and modern warfare. The trenches dug by Ukrainian soldiers in the south and east look like scenes from 1914. The Russian tanks rolling through the cities evoke Budapest in 1956. But the battle of the present day that most strategists expected to mark the opening days of the war — over computer networks and the power grids and communications systems they control — has barely begun.

    American officials say that is partly because of extensive work done to harden Ukraine’s networks after Russian attacks on its electric grid in 2015 and 2016. But experts say that cannot explain it all. Perhaps the Russians did not try very hard at the outset, or are holding their assets in reserve. Perhaps an American-led counteroffensive — part of what Gen. Paul M. Nakasone, the head of Cyber Command and the National Security Agency, calls a doctrine of “persistent engagement” in global networks — explains at least some of the absence.

    Government officials are understandably tight-lipped, saying the cyberoperations underway, which have been moved in recent days from an operations center in Kyiv to one outside the country, are some of the most classified elements of the conflict. But it is clear that the cybermission teams have tracked some familiar targets, including the activities of the G.R.U., Russia’s military intelligence operations, to try to neutralize their activity. Microsoft has helped, turning out patches in hours to kill off malware it detects in unclassified systems.

    All of this is new territory when it comes to the question of whether the United States is a “co-combatant.” By the American interpretation of the laws of cyberconflict, the United States can temporarily interrupt Russian capability without conducting an act of war; permanent disablement is more problematic. But as experts acknowledge, when a Russian system goes down, the Russian units don’t know whether it is temporary or permanent, or even whether the United States is responsible.

    Similarly, sharing intelligence is perilous. American officials are convinced that Ukraine’s military and intelligence agencies are populated with Russian spies, so they are being careful not to distribute raw intelligence that would reveal sources. And they say they are not passing on specific intelligence that would tell Ukrainian forces how to go after specific targets. The concern is that doing so would give Russia an excuse to say it is fighting the United States or NATO, not Ukraine.

    The Lobbyists Fight, Too

    Ukraine has been receiving lobbying, public relations and legal assistance free of charge — and it is paying off. Mr. Zelensky held a Zoom call with members of Congress on Saturday, pushing for tougher sanctions on Russia and urging specific types of arms and other support.

    An ad hoc team includes Andrew Mac, an American lawyer who has been volunteering as a lobbyist and nonstaff adviser to Mr. Zelensky since late 2019, and Daniel Vajdich, a lobbyist who had been paid by the Ukrainian energy industry and a civil society nonprofit group, but is now working for free. But American lobbyists are a sensitive topic in Ukraine, after Paul Manafort, later President Trump’s campaign chairman, worked for a pro-Russian president who was ousted in 2014, and after Mr. Trump tried to make military aid to Kyiv dependent on its willingness to help find dirt on then-candidate Biden and his son, Hunter.

    Mr. Vajdich said he hoped his clients would redirect any funds they would have paid his firm to military defenses and humanitarian aid for Ukrainians forced from their homes by the fighting, drawing a comparison to early Nazi military aggression.

    “Knowing what we know today, if we were living and operating in 1937 to ’39, would we have asked the Czechoslovaks for compensation to lobby against Neville Chamberlain and his policies?” he asked, referring to the British prime minister who ceded part of Czechoslovakia to Nazi Germany in the Munich Agreement of 1938.

    “No,” he said, “certainly not.”

    David E. Sanger reported from Wilmington, Del., and Eric Schmitt, Julian E. Barnes and Kenneth P. Vogel from Washington. Helene Cooper reported from Amari Air Base, Estonia.

    https://www.nytimes.com/2022/03/06/us/politic...


    Eigentlich wundert es mich, dass solche Infos veröffentlicht werden dürfen.


    EDIT Sorry, hm--us. I see now that you already posted the beginning of this article in #208. Since the whole article is interesting (David Sanger is well-informed about intelligence matters) I'm just going to leave it up.


    I heard the Ukrainian Ambassador to Germany speak on German political talk show "Anne Will" the other night and he claimed that Ukrainians had shot down more Russian aircraft and destroyed more Russian tanks now since the fighting began than are in the entire German army and air force. I was astonished. I forget the numbers he cited, but it must be true because there was a retired NATO general on the show who nodded approvingly and no one else on the panel disagreed with the ambassador. The general later went on to say that is partly because the number of tanks and aircraft in Germany has dwindled so much over the years that it is now only a fraction of what it once was. This just echoes what was earlier bemoaned in an earlier installment of this thread.

    #213Verfasser wupper (354075)  07 Mär. 22, 20:03
    Kommentar

    wupper, I respect David Sanger too and am curious about the details of strategy and tactics, what's working so far for each side and what isn't.


    It's just that I would also like to be sensitive to those who are concerned about too much depressing detail about war; too much content about Ukraine vs. the rest of the world; too many daunting, indigestible large blocks of text; etc. I try to strike a reasonable balance, and I personally appreciate at least a sentence or two as an excerpt, not just a link; but I already worry that I may post too much sheer quantity for many people's taste.


    Perhaps we could agree that if anyone wants a complete article, we could share longer texts via PM on request, to avoid putting the forum in a bad position with regard to copyright? Just an idea.


    ______________________



    Großbritannien: Ukraine-Flüchtlinge unerwünscht

    In der EU erleben ukrainische Flüchtlinge eine Welle der Hilfsbereitschaft, sie werden unbürokratisch bis zu drei Jahre aufgenommen. Großbritannien dagegen bleibt extrem restriktiv - bislang wurden nur 50 Visa erteilt.

    https://www.dw.com/de/gro%C3%9Fbritannien-ukr...


    Italian City Tied to Russia by a Revered Saint Feels the Sting of War in Ukraine ...

    The relics believed to be of St. Nicholas were brought from present-day Turkey by sailors 1,000 years ago, and his bones have been entombed in Bari ever since. Though the basilica that houses them is Roman Catholic, once a week it invites the Orthodox faithful to hold their own service using the crypt. ...

    In 2009, Italy returned ownership to Russia of an Orthodox church named after St. Nicholas to fortify ties with Moscow.

    Years earlier, Mr. Putin donated a statue of the saint that stands in the square in front of the basilica, along with a signed plaque honoring “friendship and cooperation” ...

    But Mr. Putin’s invasion of Ukraine has now made the ancient crypt, and the city around it, an unexpected satellite for the pain and bitterness of the conflict. ...

    Local people recently petitioned for the removal of the plaque bearing Mr. Putin’s dedication. Though Bari’s mayor, Antonio Decaro, brought yellow and blue flowers last month to the foot of the statue of St. Nicholas in sympathy with Ukraine, he has opposed removing the dedication, saying that to do so would cancel a piece of history. ...

    Last week in the basilica’s crypt, Father Bachin swung incense around the tomb, hung with lanterns and icons, and Bishop Gedeon, a prominent Orthodox bishop from Kyiv whose given name is Yuriy Kharon, led the prayer. It seemed to send a message of reconciliation. But the bishop is a member of the Russian Patriarchate’s Orthodox church in Ukraine.

    In 2019, amid increased tensions with Russia, Ukraine established its own, autonomous Orthodox Church, altering a centuries-old religious tradition under which the Kyiv church answered to Moscow. That year, Ukraine’s government deported Bishop Gedeon and revoked his citizenship for actively supporting Russia’s armed aggression in the country.

    Part of Mr. Putin’s rationale for the war has been to accuse the Ukrainians, without evidence, of planning the “destruction” of the Moscow Patriarchate’s church in Kyiv. The breakaway Ukrainian Orthodox Church has vehemently denounced the Russian invasion as fratricide.

    https://www.nytimes.com/2022/03/07/world/euro...


    Trauer und Verzweiflung: Ukrainische Katholiken in Deutschland

    Nach der Invasion in die Ukraine sind sie fassungslos und traurig. Aber dafür bleibt keine Zeit. Rund 50 Gemeinden der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in Deutschland helfen, wie sie nur können.

    https://www.dw.com/de/trauer-und-verzweiflung...


    Once Victims in Southeast Europe, Jews Come to Aid Fleeing Ukrainians

    Today, as in the early 1900s, Jews are once again escaping violence in southeast Europe. But the context is radically different — cathartically so for the many Israelis who have come here to join the relief effort. ...

    A century ago, Jews fled widespread antisemitic attacks in cities like Chisinau and Odessa — pogroms that helped spur early Zionists to emigrate independently to Palestine. Today, the violence is not antisemitic. And this time around, representatives of the Jewish state, as well as an unusually high number of independent Israeli aid organizations, are now waiting at Ukraine’s borders to shepherd Ukrainian Jews to Israel. ...

    The Israeli government expects 20,000 Ukrainian Jews to emigrate to Israel, 10 percent of the estimated Jewish population in Ukraine, and says it is also seeing a rise in applications from Russian Jews. More than 2,000 Ukrainians have already been flown to Israel since the start of the war, nearly 500 of whom have at least one Jewish grandparent. ...

    Hurrying to and fro, the chief rabbi of Moldova, Pinhas Zaltzman, complained about a shortfall in funding from international donors ...

    At least half the people the rabbi was sending by bus to Romania had no documents that could prove their Jewish roots, he said. ...

    For some Jews in Israel, this fact has prompted unease — both because of fears that it could dilute Israel’s Jewish character, and because it is a laissez-faire approach that some feel has not been granted to would-be immigrants from other Jewish backgrounds, including Ethiopian-born Jews. ...

    Others argued that Israel should, in fact, do even more to welcome non-Jewish Ukrainians. And many also warned that for all the fanfare with which the Israeli state was now welcoming Ukrainian Jews, it had not made life easy for earlier waves of Ukrainian and other Russian-speaking Jews who arrived in the 1990s.

    About a million Russian-speaking Jews emigrated to Israel following the collapse of the Soviet Union, many of whom qualified for Israeli citizenship through their Jewish ancestry but are not considered Jewish by Israel’s religious establishment because they do not have a Jewish mother or had not converted to Orthodox Judaism. That makes it harder for them to marry or receive a religious burial. ...

    To Palestinians, the prospect of a new wave of Jewish immigrants raises the possibility that some will settle in the occupied West Bank, making it even harder to establish a Palestinian state on that territory. Thousands of Russian speakers from earlier waves of immigration now live in the West Bank, including the current finance minister.

    https://www.nytimes.com/2022/03/07/world/euro...


    Anti-Russian hate in Europe is making chefs and school children out to be enemies ...

    Russian chef Alexei Zimin is donating part of his London restaurant’s revenue to support Red Cross work with Ukrainian refugees. He has been singing songs by a Russian dissident poet on Instagram, posting messages such as: “Stop the war. Withdraw troops. Bring our soldiers home.” He knows that in speaking out this way, he may never be able to return to Russia, where he has been credited with leading a gastronomic revolution and owns two more restaurants.

    And yet angry messages are filling his restaurant’s voice-mail inbox. “Russians are killers,” one declared. “You’re Putin’s Russians,” another accused.

    Zimin, 50, is among those who have been hit by a sudden and rapidly rising tide of anti-Russian sentiment in Europe. While governments have moved to punish Russian President Vladimir Putin and sanction oligarchs, while societies have been calling for cultural figures — from hockey stars to opera singers — to denounce the war, Russian expats who have never had sympathy for Putin and who are horrified by what’s happening in Ukraine say they are facing a wave of generalized hostility.

    https://www.washingtonpost.com/world/2022/03/...


    Belarus conducted widespread phishing campaigns against Ukraine, Poland, Google says

    The campaign indicates that the Russia ally has done more in the war against Ukraine than serve as just a staging area for Russian troops ...

    Belarus conducted widespread phishing attacks against members of the Polish military as well as Ukrainian officials, security researchers said Monday, providing more evidence that its role in Russia’s invasion of Ukraine has gone beyond serving as a staging area for Russian troops.

    Google’s threat-hunting team released details of the tricks deployed against the Polish military, which a spokeswoman said appeared to be the first report of its kind. Google said it had warned hundreds of Ukrainian residents about government-backed hacking attempts in the past year, most of them from Russia. ...

    In the past two weeks, the attack group known as Fancy Bear, which is associated with Russia’s GRU military intelligence unit, launched several large phishing campaigns against users of Ukr.net, a Ukrainian media organization, Google said. The emails came from compromised accounts and led targets to fake log-in pages.

    Even more recently, in the days since Russia invaded Ukraine with logistical help from Belarus, a hacking group in Belarus known as Ghostwriter has used phishing to try to get credentials of Ukrainian government officials and members of the Polish military, Google said.

    https://www.washingtonpost.com/technology/202...


    Why has 'Z' become a Russian pro-war symbol?

    In Russia, the "Z" is fast becoming seen as a staunchly pro-war symbol of President Putin's invasion of Ukraine. It has been sported by politicians, seen on the sides of cars, vans and advertising hoardings - as well as daubed on bus shelters. It has even been used by Serbs at pro-Russian demonstration in Belgrade. Photographs have been widely shared on social media. ...

    While zed in the Russian Cyrillic alphabet is written differently - and looks like a 3 - most Russians recognise Latin letters. ...

    Initially, it was thought that the "Z" was in fact a number "2" - representing the 22 February (22/02/2022). That was the day Russia ratified an agreement on "friendship, cooperation and mutual assistance" with the self-proclaimed breakaway regions in eastern Ukraine - Donetsk and Luhansk.

    But it is now believed the symbol is simply a way for Russia's military to identify its own forces.

    Last week, viewers to a news programme on Russia's state-controlled Channel One were told that a "Z" was a common marking on Russian military equipment. The Orthodox Christian pro-Putin website Tsargrad told readers the simple marking could "avoid friendly fire" and couldn't be "mixed up with anything else". ...

    The letter "V" for instance - also not in the Cyrillic alphabet - appears in posts on the official Instagram account of the Russian department of defence, alongside images of "Zs".

    There are written captions. "Za PatsanoV" reads one, meaning "for the lads" - while another says "Sila V pravde", which translates into English as "strength in truth".

    One theory is that the two Latin letters might stand for "vostok", meaning east, and "zapad", meaning west. But on social media, it has also been suggested that the Ukrainian military believes the "Z" refers to Russia's "Eastern Forces" - and the "V" to the "Naval infantry".

    https://www.bbc.com/news/world-europe-60644832


    Blue and yellow flowers as Queen meets Trudeau

    The Queen posed in front of blue and yellow flowers, the national colours of Ukraine, as she held her first in-person meeting at Windsor Castle since falling ill with Covid.

    On whether this was a symbolic show of support, a Royal source indicated it was unlikely to be accidental.

    The 95-year-old monarch was pictured smiling warmly at the Canadian PM as he held her right hand in both of his.

    https://www.bbc.com/news/uk-60650285


    #214Verfasser hm -- us (236141)  08 Mär. 22, 08:18
    Kommentar

    One theory is that the two Latin letters might stand for "vostok", meaning east, and "zapad", meaning west. But on social media, it has also been suggested that the Ukrainian military believes the "Z" refers to Russia's "Eastern Forces" - and the "V" to the "Naval infantry".


    Ich habe gehört, das 'Z' stehe für den Kampfauftrag DenaZifizierung.


    Unglaublich, was manche Russen glauben, sich leisten zu dürfen:


    Iwan Kuliak: Russen-Turner zeigte „Z“ als Kriegssymbol

    Russe provoziert mit "Z"-Symbol Unerträgliche Entgleisung bei Turnweltcup

    https://www.focus.de/sport/mehrsport/iwan-kul...


    Die Entschlüsselung des mysteriösen russischen Militärsymbols

     Im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird unter Putin-Anhängern immer wieder der weiße Buchstabe „Z“gesichtet.

    https://www.businessinsider.de/politik/die-en...

    #215Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 09:02
    Kommentar

    Papst Franziskus ruft ja fast täglich - und immer dringlicher und verzweifelter - zum Frieden auf, hat sich sogar selbst zum russischen Botschafter bemüht, statt diesen - wie üblich einzubestellen. https://www.katholisch.de/artikel/33283-papst...


    Nun habe ich mich gefragt, was denn Kirill, der Patriarch der Ostkirche, dazu sagt. - Zunächst einmal hat er geschwiegen: https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/.... Nun aber hat er eine Erklärung für den Krieg in der Ukraine gefunden:


    In seiner Sonntagspredigt spricht der Moskauer Patriarch Kyrill I. davon, dass der Angriff auf die Ukraine Gläubige vor Gay-Pride-Paraden schützen solle.

    Moskau – Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat in einer Ansprache am Sonntag (06.03.2022) in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale den russischen Angriff auf die Ukraine legitimiert. Ein Grund für den Angriff sei der Schutz seiner Kirchenmitglieder vor Menschen, deren sexuelle Orientierung nicht den Werten seines Glaubens entspricht, der LGBTQ-Personen systematisch ausschließt.

    So behauptete der Patriarch in seiner Predigt, dass es in der südostukrainischen Region Donbass, die seit 2014 von pro-russischen Separatisten kontrolliert wird, „eine grundsätzliche Ablehnung der so genannten Werte“ gebe, „die heute von denen angeboten werden, die die Weltmacht beanspruchen“. Gegenüber dieser Macht gebe es einen „Test der Loyalität“, bei dem es sich nach Ansicht des russisch-orthodoxen Patriarchen um „Gay-Pride-Paraden“ handle, vor denen man die Menschen schützen https://www.fr.de/politik/ukraine-krieg-russl...

    ... Herr im Himmel ...

    #216Verfasser fehlerTeufel (1317098) 08 Mär. 22, 09:09
    Kommentar

    OT:

    Nach Angaben der Ukrainischen Armee haben die unterschiedlichen Symbole folgende Bedeutungen


    Z - Streitkräfte West der RF

    Z in einem Quadrat - Streitkräfte der RF aus Krim

    O - Streitkräfte aus Belarus

    V - Marineinfanterie

    X - Tschetschenen

    A - Sondereinheiten (SOBR, ALFA, SSO)

    #217Verfasser las. (377311) 08 Mär. 22, 09:11
    Kommentar
    Bei solchen Aussagen wie von diesem Kirchenoberhaupt krieg ich Gewaltfantasien.
    #218Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  08 Mär. 22, 09:12
    Kommentar

    #217 Edith


    Edith: ich muss hier klarstellen, dass unter "Tschetschenen" eindeutig nicht das Volk der Tschetschenen gemeint ist, der, wie allen bekannt ist, sehr viel unter den Kriegen von Moskau gelitten hat, sondern die militärischen Kadyrow-treue Einheiten, die meinstens mit bestimmten Intentionen eingesetzt werden.

    #219Verfasser las. (377311) 08 Mär. 22, 09:14
    Kommentar
    las, ich glaub, das bedurfte keiner Klarstellung
    #220Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Mär. 22, 09:21
    Kommentar

    zu #218: Ja gell, ist schon erstaunlich, was man alles mit einem christlichen Glauben unter einen Hut bringen kann.

    #221Verfasser eineing (771776) 08 Mär. 22, 09:37
    Kommentar
    Angeblich christlich. War da nicht mal was mit einer Prostituierten? Und dem geringsten meiner Brüder?
    #222Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Mär. 22, 09:48
    Kommentar

    Das würde ich auch sagen, das hat mit christlich nichts zu tun, war nur eine Ausrede weil er sonst um sein Amt fürchten muss.


    Russland möchte seine Schulden jetzt nicht mehr in Dollar oder Euro zurück zahlen, nur noch in Rubel. Was macht Deutschland mit so viel Rubel? Aufbewahren für später? Oder in Eritrea und Syrien irgendwelche Sachen einkaufen? Wahrscheinlich muss man das komplett abschreiben, Russland ist absolut insolvent.

    Hoffentlich gehen Russlands Rentner bald mal auf die Straße, die sind eine riesige Macht.

    #223Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 09:58
    Kommentar

    Das Folgende passt noch weniger zum Thema dieses Fadens, aber ich würde es gerne irgendwo unterbringen und ich möchte mich an Doris Bitte halten, zum Thema Ukraine keine neuen Fäden zu eröffnen. Ich hoffe allerdings, dass LEO in absehbarer Zukunft eine Entscheidung fällen wird, wie es denn mit solchen Themen weitergeht. Kann natürlich sein, dass wir sowas hier dann gar nicht mehr diskutieren sollen.


    Ich ahne zudem, dass ich mich mit den folgenden Fragen etwas ins Abseits stellen werde. Da wird es wohl auch nicht helfen, wenn ich sage, dass es Fragen sind, auf die ich keine Antworten habe:


    In der Vergangenheit wurde immer wieder - meiner Ansicht nach zu Recht - kritisiert, dass Sportverbände, insbesondere auch olympische Verbände, rigoros durchgegriffen haben, wenn einzelne Sportler bei Siegerehrungen politische Symbole gegen Unterdrückung, für den Freiheitskampf ihres Volkes etc. gezeigt haben. Die Bestrafung dieser Sportler wurde immer wieder als Angriff auf die Meinungsfreiheit gesehen.


    Der im ersten Link in #215 genannte russische Sportler zeigt jetzt auch ein Symbol und das wird als unerträgliche Entgleisung bezeichnet, die hart bestraft werden muss. Ich finde es ja auch schwer erträglich, aber ich bin nicht so sicher, dass es jetzt richtig ist, diesen Sportler mit aller Härte zu bestrafen. Dass er eine Meinung vertritt, die für uns völlig unverständlich ist, ist ja kein ausreichender Grund, ihm die Meinung zu verbieten. Wie in vielen anderen Fällen stellt sich mir die Frage, wieviel man ertragen muss. Eine Antwort habe ich wie gesagt nicht.

    #224Verfasser harambee (91833) 08 Mär. 22, 10:03
    Kommentar

    Über Kyrill hatte ich schon am 26. Februar den Kopf geschüttelt.


    "Am Vorabend der Invasion lobte der Patriarch gegenüber Putin die Kühnheit, den Mut und die Opferbereitschaft all jener, die die Wehrhaftigkeit und die nationale Sicherheit des Vaterlands durch ihren Dienst in der Truppe stärkten. Der Patriarch ließ wissen, dass die russisch-orthodoxe Kirche im Kriegsdienst eine Bekundung von „Nächstenliebe nach dem Evangelium“ erblicke und ein Beispiel der Treue zu den hohen sittlichen Idealen des Wahren und Guten. Dem Präsidenten wünschte Kirill Seelenfrieden und Gottes Hilfe bei seinem hohen Dienst am russischen Volk./.../In größtem Gegensatz dazu stand der Appell des dem Patriarchat unterstellten Metropoliten von Kiew und der Ukraine, Onufrij, der dazu aufrief, den „Bruderkrieg“ zwischen dem ukrainischen und dem russischen Volk unverzüglich zu beenden./.../Dieser Krieg sei weder vor Gott noch vor den Menschen zu rechtfertigen, erklärte der Metropolit, der an Putin gewandt betonte, seine Kirche verteidige die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine."


    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatt...

    Laut diesem Artikel ist der ukrainische Metropolit dem russischen Patriarchen kirchenrechtlich unterstellt. Seltsam, da ich bisher immer glaubte, vor einigen Jahren habe sich die ukrainisch-orthodoxe Kirche von der russischen gelöst. Aber vielleicht habe ich da auch was missverstanden beim schnellen Überfliegen der Artikel zur Orthodoxen Kirche der Ukraine, der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Kiewer Patriarchat) und der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat). Vielleicht gibt es ja noch mehr, aber mir fehlte die Lust, mich da weiter einzulesen.


    Ich sehe bei Oberhäupten verschiedenster Religionsgemeinschaften keine prinzipiell anderen Haltungen als bei weltlichen Personen auch: Realpolitik und eigene Interessen sind u. U. weitaus wichtiger als die Moral.

    #225Verfasser Reeva (908916) 08 Mär. 22, 10:03
    Kommentar

    Sportfunktionäre sind genauso bigott wie Kirchenoberhäupter oder Politiker. Es wird so gebogen, wie es gerade passt.


    Ob es nun um Bestrafungen, Boykotts, Austragungsorte oder sonst was geht.




     

    #226Verfasser Reeva (908916) 08 Mär. 22, 10:09
    Kommentar

    harambee, der Sport ist längst politisch geworden; diese Regel ist überholt.

    Ich möchte dir allerdings widersprechen: Der russische Sportler hat kein politisches Symbol gezeigt, sondern eins für den Krieg. Das ist m. E. etwas anderes. Zudem neben ihm auf dem Siegerpodest ein Ukrainier stand, der sein Volk vertreten hat, dem dieser Krieg erklärt und aufgezwungen wurde.

    Ich glaube nicht, dass wir in Zukunft Parteienwerbung bei Großereignissen sehen werden, aber politische Äußerungen (wie jüngst im Fußball die Regenbogenfarben) wird es immer wieder geben.

    #227Verfasser fehlerTeufel (1317098) 08 Mär. 22, 10:09
    Kommentar

    zacki, wer in Russland auf die Straße geht, wird verhaftet, ob Kinder, die nur mit ihren Müttern Blumen ablegen wollten (https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/i...) oder alte Frauen, die für den Frieden demonstrieren (https://www.tagesspiegel.de/politik/sie-prote...)

    Sobald man die Nase zur Tür hinaussteckt, wird man weggesperrt. Das Volk hat keine Macht in einem Polizeistaat.

    OT: Ich bitte um Entschuldigung für die zwei Fäden hintereinander. Ich war mir ziemlich sicher, dass jemand "dazwischenfunkt".

    #228Verfasser fehlerTeufel (1317098)  08 Mär. 22, 10:12
    Kommentar

    Es müssen nur genug Rentner sein, so viele Gefängniszellen haben die nicht um die alle wegzusperren. Und soweit mir bekannt ist, haben die in Russland in ihrer Kultur noch großen Respekt vor alten Leuten und besonders vor Kriegsveteranen und Kriegerwitwen.


    Genosse Polizist, es könnte auch deine Oma sein..

    #229Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 10:15
    Kommentar

    Der russische Sportler hat kein politisches Symbol gezeigt, sondern eins für den Krieg. Das ist m. E. etwas anderes.


    Das ist aber doch genau das Problem, fehlerTeufel. Wer entscheidet, wie ein gezeigtes Symbol zu bewerten ist? Wenn der Sportler einen guten Berater hat, wird er sicherlich erklären können, dass das Z für ihn den Wunsch nach Frieden und nach Befreiung der Bürger in der Ukraine ist. Du und ich finden das zynisch und verlogen, aber wo setzen wir die Grenze? Wenn es ein Rohingya jemals zu Olympia schafft und er dort ein Symbol der Befreiungsbewegung Arsa zeigt, dann wird das von den Olympiamachern verfolgt werden und viele werden das nicht gut finden. Die Regierung von Myanmar wird behaupten, dass diese Befreiungsbewegung einen Krieg gegen das Land führt, andere werden auf die Unterdrückung der Rohingya hinweisen. Du kannst jetzt argumentieren, dass es dabei nicht um einen Krieg zwischen zwei Ländern geht, aber den Unterschied finde ich künstlich. Letzendlich halten auch wir uns bei der Einschätzung an die grauenvolle Unterscheidung gerechtfertigte Gewalt vs. ungerechtfertigte Gewalt. Die ist aber nun mal subjektiv.


    Ich will ja nicht, dass der Sport Menschen eine Plattform für Hetze gibt, aber ich will eben auch nicht, dass Sportlern legitime Meinungsäußerungen verboten werden. Im konkreten Fall wünsche ich mir auch, dass es nicht zu solchen Aktionen wie bei der Siegerehrung kommt. In anderen Fällen finde ich es beschämend, wenn das Zeigen von Symbolen unterdrückt wird. Ich frage mich, nach welchen Kriterien ich entscheide und ob diese Kriterien gerecht sind.


    PS: Ich gebe Dir aber Recht, dass das in diesem konkreten Fall eine besondere Provokation gegenüber dem Goldmedaillengewinner aus der Ukraine war, was eine Bestrafung auch für mich rechtfertigt.

    #230Verfasser harambee (91833)  08 Mär. 22, 10:26
    Kommentar

    Das Kriterium bei mir wäre, ob jemand dabei hämisch grinst oder sonstwie eine Geste oder Äußerung macht. Ein stiller Protest gegen irgendwas sieht nämlich ganz anders aus.

    #231Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 10:35
    Kommentar

    harambee, ich denke, da können wir ruhig mal auf unseren Instinkt vertrauen. Symbole für den Frieden - dagegen kann ja niemand etwas haben, jedenfalls glaube ich nicht, dass jemand ein Argument gegen das Peace-Zeichen finden könnte. Und wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden, fällt es wohl auch schwer zu begründen, wieso dies nicht öffentlich angeprangert werden soll.

    Symbole, die eindeutig nationale/nationalistische Bedeutung haben (z. B., wenn ein Deutscher mit einem Hakenkreuz zur Siegerehrung erscheinen würde), oder eben unmissverständlich (und das ist dieses Z m. E.) eine kriegerische Handlung feiern, zählen für mich nicht unter "freie Meinungsäußerung im Rahmen eines sportlichen, sprich: kameradschaftlich konkurrierenden Ereignisses". Nicht umsonst gibt es ja den "olympischen Frieden".

    Die russischen Sportler von internationalen Ereignissen auszuschließen, ist sicher für einzelne Personen schlimm. Aber diese Sportler repräsentieren ihr Land. Und dieses Land hat einen Angriffskrieg auf einen unschuldigen Nachbarn begonnen. Ein Ausschluss der Nation ist m. E. absolut gerechtfertigt. (Abgesehen davon, dass mich mir nicht vorstellen will, was außer diesem "Flaggezeigen" bei den Turnwettkämpfen noch alles passieren würde, wenn russische Sportler mit denen anderer Nationen "wettstreiten".)

    #232Verfasser fehlerTeufel (1317098)  08 Mär. 22, 10:37
    Kommentar

    Es müssen nur genug Rentner sein, so viele Gefängniszellen haben die nicht, um die alle wegzusperren #229


    Das ist (leider!!) gar nicht nötig, es reicht völlig, die ohnehin schmale Rente solange zu pfänden, bis die 15 Jahren entsprechende Summe erreicht ist ...

    Es fällt schwer, nicht zum Zyniker zu werden.

    #233Verfasser Peter <de> (236455)  08 Mär. 22, 10:44
    Kommentar

    Ach, und unseren Urgroßeltern wird vorgeworfen, feige und stille Mitläufer gewesen zu sein weil sie nicht gegen den "österreichischen Gefreiten" protestierten.

    #234Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 10:47
    Kommentar

    Damit unterstellst Du mir etwas, was ich weder gesagt noch gemeint habe, zacki.

    Ich habe nichts und niemandem etwas vorgeworfen. Ich weise lediglich darauf hin, daß sich ein Rentner mit schmalem Geldbeutel eben nicht auf Gefängnis, sondern auf den Entzug seiner Existenzgrundlage einstellen muß. Von keinem Menschen kann man Heldentum verlangen bzw. ihm den Mangel daran vorwerfen, zeigt er es, hat er meinen höchsten Respekt. Und das gilt für unsere (Ur)Großeltern genauso wie für russische Rentner und -innen.

    #235Verfasser Peter <de> (236455)  08 Mär. 22, 10:56
    Kommentar

    * * * Other news (not Ukraine) * * *


    Mining Secrets: Data Leak Reveals Aggressive Tactics of Mining Giant in Guatemala

    From drafting proposals to spread rumors about and “buy” community leaders to transferring money to the national police, Solway Group, which owns the Fénix mine in El Estor, Guatemala, wields its money and power to influence decisions across the country. A massive data leak accessed by Forbidden Stories and shared with 65 journalists around the world gives unprecedented insight into how this secretive multinational operates. [...]

    The decision followed a consultation between the Guatemalan government, community leaders in El Estor, and representatives of Solway Group, a conglomerate headquartered in Switzerland whose management staff is mostly made up of Russian and Estonian businesspeople. Press statements from Solway Group, which bought the mine in 2011 and runs it through local Guatemalan subsidiaries CGN and Pronico, and the government depict a harmonious and inclusive process.[...]

    But behind the scenes, it turns out, Solway was quietly pulling the strings. Through a foundation called Raxché, which is almost entirely financed by Solway’s subsidiaries, the company had been regularly donating money to community leaders involved in the consultation since at least October 2020 – one year before the process even started – according to bank records and invoices seen by Forbidden Stories.[...]

    The community’s strategic location has long posed a major challenge for Solway’s subsidiaries CGN and Pronico. Starting in 2014, these two local subsidiaries authored dozens of reports about Las Nubes – with an escalating range of tactics envisioned to gain access to the valuable land below their homes.[...]

    A February 2020 “work plan” aimed at achieving the resettlement of the Las Nubes community included proposals such as firing workers who refuse to give up their land and contaminating cardamom crops with agrochemicals.

    In an email from the same month, sent by the local subsidiary’s community relations expert to administrative director Marvin Méndez with the subject line “Complementary Proposition Las Nubes,” ideas for displacing Las Nubes residents were even more radical: spreading rumors of an HIV epidemic among community leaders, paying local criminals to set off intentional fires to destroy cardamom crops, and starting a rumor that one community leader was given his home as a bribe. The authors of the report note the “pros” and “cons” of each possible strategy. In the section on hiring criminals to set off crop fires, for example, the authors write that the advantage is the “destruction of their methods of subsistence,” but note in the disadvantages column that the criminals might reveal who paid them. The proposed methodology for achieving these different strategies was consistent: “payment of a bribe.”[...]

    https://forbiddenstories.org/mining-secrets-d...


    Mir war bewusst, dass es bei der Förderung von Rohstoffen extrem zugeht, aber diese Details haben mich dann doch schockiert. Besonders auch der gezielte Einsatz von Desinformation, der weit über Lobbyarbeit, PR und das übliche white-, green- und alles-hübsch-washing hinausgeht. Übrigens: "headquartered in Switzerland" bedeutet hier konkret in Zug.

    #236Verfasser talla (314655) 08 Mär. 22, 10:59
    Kommentar

    Ich weiß nicht, wer es gesagt hat, aber die Frankfurter Rundschau erinnert in jeder Ausgabe an das Zitat:


    "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit."


    In diesem Sinne muss man alle offiziellen Verlautbarungen der beteiligten Parteien kritisch beäugen.


    Das russische Verteidigungsministerium hat nun behauptet, dass humanitäre Korridore aus den Städten Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Mariupol und Kiew heraus geöffnet wurden.

    Hinsichtlich Sumy (und dem nicht genannten Irpin) ist dies offenbar sogar der Fall. (Die Meldungen der BBC lassen sich nicht verlinken.)

    #237Verfasser Analphabet (1034545) 08 Mär. 22, 11:49
    Kommentar

    Das Problem mit den Korridoren ist, wenn die dann wieder zu sind wird gesagt: Alle die jetzt noch in der Stadt sind, sind keine Zivilisten mehr sondern Kämpfer. Dann kann man fröhlich Bomben werfen und begeht kein Kriegsverbrechen.

    #238Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 11:54
    Kommentar

    1968 wurden Tommie Smith und John Carlos für eine schwarz behandschuhte Faust bestraft, die sie während der Siegerehrung in den Himmel streckten, um damit die Menschenrechtsorganisation Olympic Project for Human Rights zu unterstützen.

    Sie wurden hart kritisiert und mussten die olympischen Stätten sofort verlassen.


    Der damalige Präsident des IOC, Brundage, war ein bekennender Rassist und Antisemit. Er  stufte das Verhalten der Sportler als eine „üble Demonstration gegen die amerikanische Flagge durch Neger“ ein.[


    Das sind die ersten Bestrafungen, die ich als Kind am Fernsehen erlebt und überhaupt nicht verstanden hatte. Brundage soll aber schon 1936 zwei jüdische Sprinter aus der amerikanischen Mannschaft verbannt haben, weil er befürchtete, sie könnten bei einer Siegerehrung gegen Hitler protestieren.


    1906 in Athen erklomm der irische Leichtathlet Peter O'Connor bei der Siegerehrung einen Flaggenmast und schwenkte die irische Flagge. Iren sollten damals unter britischer Flagge starten.


    Die amerikanische Kugelstoßerin Saunders demonstrierte 2021 bei der Siegerehrung für die Queer-Bewegung. Ob sie letztendlich dafür sanktioniert wurde oder nicht, weiß ich gar nicht. es wurden aber Ermittlungen eingeleitet.


    Mit der BLM-Bewegung lockerten viele Sportverbände die Regeln, die politische Meinungsäußerungen verboten, nur das IOC bestand weiterhin auf die Einhaltung der der Regel 50 seiner Charta, die  Proteste und Demonstrationen unter anderem an allen olympischen Wettkampfstätten inklusive des Olympischen Dorfes, während der Medaillenzeremonien und während der Eröffnungs- und Schlussfeier untersagt.


    Bei den Panamerikanische Spielen 2019 wurden noch amerikanische Sportler bestraft, die sich auf dem Podest hinknieten.


    Es geht aber nicht nur um die Aktionen der Sportler, was ist mit den Entscheidungen der Funktionäre? Sie tun so, als hätte die Vergabe von wichtigen Austragungsorten nichts mit Politik zu tun, ebenso wenig die Tatsache, dass man sich von diktatorischen Regimes kräftig sponsern (korrumpieren) lässt.


    In der Zeit las ich vor einigen Tagen, wie sehr Putin auf lange Sicht von den letzten Aktionen der Sportverbände getroffen wird. Ist nun leider hinter der Paywall. Auch wenn die Isolation Russlands und Putins leider momentan gar nichts dazu beitragen können, den Krieg zu beenden.


    https://www.zeit.de/sport/2022-03/russische-s...

    Vergleichbares wie in der Zeit fand ich bei Watson:

    https://www.watson.de/sport/analyse/495051916...

    #239Verfasser Reeva (908916) 08 Mär. 22, 11:59
    Kommentar

    Das IOC ist doch eh eine korrupte, verlogene Bande. Nicht besser als die FIFA.

    #240Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Mär. 22, 12:07
    Kommentar

    Sport und Krieg gehören für Putin zusammen, das ist irgendwie auffällig: Direkt nach der Olympiade in Peking 2008 marschierte er in Georgien ein, der Krim-Klau fand 2014 nur wenige Tage nach den Olympischen Spielen in Sotchi statt und jetzt wieder direkt nach den Winterspielen von Peking.

    #241Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 12:12
    Kommentar
    Re #237, I agree that initial reports from the parties themselves should be taken with more than a grain of salt.

    For example, the Ukrainians put out reports yesterday that they had shot down two Russian planes near / over Kiev, but videos with distant, unidentifiable fireballs are understandably hard to confirm. (Although between their Turkish drones and their antiaircraft missiles, it's certainly possible, and I hope it was true.)

    But in general, we already know which of the two sides has already shown itself to lie shamelessly every time it opens its mouth: namely, Russia!

    The 'humanitarian corridors' are a particularly evil and cynical example. First the exit corridors and temporary ceasefires were promised in Mariupol and a smaller town in the southeast; but for two days, every time the cities tried to arrange buses for civilians, the Russian forces never stopped shelling. It was clearly a trap, as was the 'offer' to let Russian troops bring in food and water. (In order, obviously, to generate video footage of Russian soldiers playing the role of protectors and saviors -- after their own vicious attack had created the dire, inhuman conditions in the first place.)

    Then the Russians 'offered' exit corridors for four cities -- but only back in the direction of Russia and Belarus, where the civilians would obviously have been persecuted and held prisoner! Unsurprisingly, hardly any Ukrainians accepted that cruel offer.

    I haven't seen the latest about the foreign students stuck in Sumy, near the northern border; but I assume they, unlike Ukrainians, might indeed accept the offer to go to Russia or Belarus. They're not in the same danger of being conscripted into the Russian army, forcibly resettled, or placed in a concentration camp; indeed, they might just be flown back to India or Africa, since Russia wants to curry favor with third-world nations in the U.N. anyway. But that's not remotely comparable with how the Russians treat the Ukrainians themselves -- 'offering' corridors while continuing to shell civilian neighborhoods, destroy infrastructure, and indiscriminately kill women, children, and the elderly.

    Re #238: Yes, that is a very real fear. Once only men of fighting age are left in a city, they can more easily be killed, or, say, deported to Siberia -- thus actually completing the genocide of an entire generation / ethnicity that was falsely used as the excuse for the brutal invasion in the first place.

    Re #241: Yikes.

    #242Verfasser hm -- us (236141)  08 Mär. 22, 12:28
    Kommentar

    Es erstaunlich lange gedauert, bis der abgedrehte Teil der Menschheit reagiert hat: Dieser verbreitet jetzt die "Wahrheit", dass der Krieg gar nicht stattfindet, sondern lediglich eine Inszenierung ist:


    https://www.bbc.com/news/60589965

    #243Verfasser Analphabet (1034545) 08 Mär. 22, 12:31
    Kommentar

    Then the Russians 'offered' exit corridors for four cities -- but only back in the direction of Russia and Belarus, where the civilians would obviously have been persecuted and held prisoner! Unsurprisingly, hardly any Ukrainians accepted that cruel offer.


    Pech für Russland, es hätte gut in die Abendnachrichten gepasst, wenn Tausende ins rettende Reich geflüchtet wären, den brutalen Ukrainern mit knapper Not entkommen.

    #244Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 12:40
    Kommentar

    In diesem Sinne muss man alle offiziellen Verlautbarungen der beteiligten Parteien kritisch beäugen.


    Es kommen ja nicht nur Nachrichten und Bildmaterial von den beiden Kriegsparteien, Analphabet. Auch nicht nur von akkreditierten Journalisten. Über die sozialen Medien kommt eine wahre Flut von Lügen, manipulierten Bildern und Videos, falschen "Beweisen" usw. Ungeprüft werden sie dann weiter verbreitet und erreichen mehr und mehr Personen.


    https://www.tagesschau.de/faktenfinder/krieg-...

    https://www.tagesschau.de/faktenfinder/angrif...


    Gezielte Falschinformation aus strategischen Gründen ist alles andere als neu - und das nicht nur, wenn offen Krieg geführt wird. Aber ich habe persönlich den Eindruck, dass diese Strategie seit Trumps alternativen Wahrheiten sehr stark zugenommen hat. Wie ich weiter oben schon sagte - es ist schier zum Verrücktwerden!

    #245Verfasser Reeva (908916)  08 Mär. 22, 13:15
    Kommentar


    Apparently now there is supposed to be a corridor, with buses, from Sumy to Poltava, though it's not clear if there will be a safe route farther south after that.

    There has also been mention of a corridor between Mariupol and Zaporizhzhia, though I'm not sure how that's supposed to help at all, if both cities are already occupied or under siege.

    And it remains to be seen whether the shelling really stops. /-:

    __________________

    https://www.theguardian.com/world/live/2022/m...

    Buses begin leaving two Ukrainian cities in fresh evacuation effort
    News comes as number of people fleeing country passes 2 million and WHO says vital medical supplies are running out

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/08...

    #246Verfasser hm -- us (236141) 08 Mär. 22, 13:22
    Kommentar

    #246


    There has also been mention of a corridor between Mariupol and Zaporizhzhia, though I'm not sure how that's supposed to help at all, if both cities are already occupied or under siege


    Not Zaporizhzhia, as of today morning in the Zaporizhzhia region there are occupied cities though (most notably Energodar (ZAES), Melitopol, Berdyansk etc.), but not the Zaporizhzhia city itself.

    #247Verfasser las. (377311) 08 Mär. 22, 13:34
    Kommentar
    Hier noch ein Artikel über die schwierige und ungeschickte Reaktion der chinesischen Botschaft in der Ukraine auf den Kriegsbeginn.
    Da China ja irgendwie auf Russlands Seite ist, haben sie vor dem Überfall auch nichts unternommen, dass Chinesen das Land verlassen. Und nach Kriegsbeginn war die Botschaft offenbar eher ungeschickt.
    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/08...

    It came too late’: Chinese students who fled Ukraine criticise embassy response
    While Chinese state media praises efficiency of diplomatic mission, stranded citizens tell a very different story
    #248Verfasser Qual der Wal (877524) 08 Mär. 22, 13:37
    Kommentar

    #247 Edith

    There are evacuation trains from Zaporizhzhia scheduled for 8 March, so they are not completely cut off, not like Mariupol.

    #249Verfasser las. (377311) 08 Mär. 22, 13:43
    Kommentar
    Thanks, las. As usual, you seem to be following very detailed sources. (-:

    But the nuclear plant near Zaporizhzhia is occupied? And couldn't it actually be a greater burden for the city's defenders to have to take care of tens of thousands of refugees at the same time, with supplies already running low? I still don't see that ending very well. /-:

    One other much less vital question: Why is the Guardian now writing 'Odesa' for Odessa? Is that a symbolic choice too?

    #250Verfasser hm -- us (236141) 08 Mär. 22, 13:48
    Kommentar

    Donald Trump hätte Douglas Macgregor gern zum US-Botschafter in Deutschland gemacht. Im Sommer 2020 schlug er den pensionierten Oberst für die Nachfolge Richard Grenells auf dem Posten in Berlin vor. Doch der Senat blockierte. Nun macht Trumps Mann für Deutschland mit Äußerungen zum Ukraine-Krieg von sich reden. Er bezeichnete Russlands Vorgehen gegen die Ukraine als „zu sanft“. Den ukrainischen Präsidenten Wolodomyr Zelenskyj nannte er eine "Marionette".


    https://www.businessinsider.de/politik/donald...

    #251Verfasser Reeva (908916) 08 Mär. 22, 13:52
    Kommentar

    #251


    Odesa - yes, symbolic

    Odesa - Ukrainian spelling, Odessa - Russian spelling


    But the nuclear plant near Zaporizhzhia is occupied?


    ZAES - occupied (as of 7 March), with Ukrainian staff working there. The reports are, that they will have there Russian journalists and the staff will be reporting on camera (with weapons directed at them behind the camera) how thankful they are to the Russian military, etc.


    And couldn't it actually be a greater burden for the city's defenders to have to take care of tens of thousands of refugees at the same time, with supplies already running low? I still don't see that ending very well. /-:


    Sie haben keine Wahl, Mariupol ist eine komplette humanitäre Katastrophe (Wasserversorgung usw.). Wasserversorgung funktioniert in Saporischschja sicherlich. Ich denke, die Idee ist, dass sie von dort weiterfahren können (wenn der Zug durchkommt), wenn nicht, ist es dort immer noch besser als in Mariupol.

    #252Verfasser las. (377311) 08 Mär. 22, 14:02
    Kommentar

    hm -- us #242


    Then the Russians 'offered' exit corridors for four cities -- but only back in the direction of Russia and Belarus, where the civilians would obviously have been persecuted and held prisoner! Unsurprisingly, hardly any Ukrainians accepted that cruel offer.


    Dennoch ist ausgerechnet Russland der Staat, der das viertgrößte Kontingent an Flüchtlingen aus der Ukraine aufgenommen hat:


    The UN says that so far:

    • Poland has welcomed over 1,204,000 refugees
    • Hungary 191,000
    • Slovakia 141,000
    • Moldova 83,000
    • Romania 82,000
    • Russia 99,300
    • Belarus 453

    And the UN says more than183,000 people have moved on from these countries to others in Europe.


    (Kopiert aus Meldung der BBC.)


    Allerdings ist die Liste nicht alphabetisch, sondern weitgehend zahlenmäßig geordnet. Das könnte bedeuten, dass die Zahl für Russland nicht stimmt. Mit einer 9 weniger würde die zahlenmäßige Ordnung vollständig eingehalten.

    #253Verfasser Analphabet (1034545) 08 Mär. 22, 14:42
    Kommentar

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Russen wirklich daran interessiert sind, große Mengen an Flüchtlingen aufzunehmen. Die kosten eine Menge Geld und das sind alles Augenzeugen von Gräueltaten die nicht schweigen werden.

    #254Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 14:57
    Kommentar
    Re #253:

    It might not be surprising if many Russian speakers in Donetsk and Luhansk, already occupied and in the middle of a brutal war zone since 2014, had fled to Russia. There don't seem to be many people still trying to live in those wastelands, understandably.

    However, I also would not believe any numbers provided by Russia, without independent confirmation. Since we already know that they lie, repeatedly and shamelessly, without compunction.

    Have you not noticed that? Do you not perceive any qualitative difference in the truthfulness of the two sides?

    #255Verfasser hm -- us (236141)  08 Mär. 22, 14:57
    Kommentar

    #254 Die würden jubeln, lauter russische Geschwister die sich vor den Kiewer Nazis an Mama Russlands Brust geflüchtet sind/ wären. So sind das aber viel zu wenig zum auf die Pauke hauen.

    #256Verfasser jo-SR (238182)  08 Mär. 22, 15:05
    Kommentar

    #255 Wenn ich die von Analphabet verlinkte Seite richtig verstehe, gibt es zusätzlich zu den aufgelisteten Flüchtlingen noch ca. 96.000 Personen, die aus den von Russland jetzt anerkannten Regionen nach Russland geflohen sind, diese 96.000 sind also wohl nicht in den 99.300 in #253 enthalten:


    An additional 96,000 people moved to the Russian Federation from the Donetsk and Luhansk regions between 18 and 23 February.

    #257Verfasser harambee (91833) 08 Mär. 22, 15:07
    Kommentar

    An additional 96,000 people moved to the Russian Federation from the Donetsk and Luhansk regions between 18 and 23 February.


    Soweit ich mich erinnern kann, ist zu diesem Datum kein Mensch geflohen, sie wurden aufgefordert zu gehen, Sie wurden in Busse gesteckt und sollten "für ein paar Tage" ihr Dorf verlassen. Die wurden also betrogen oder irgendein Idiot hat geglaubt, der ganze Spuk dauert wirklich nur 2-3 Tage.

    #258Verfasserzacki (1263445) 08 Mär. 22, 15:13
    Kommentar

    #255 It's just very important to not equal "Russian speaker in Ukraine" with "somebody who might sympathise with the Russian government". I know, you are not doing that, but just to keep in mind. I let a well-known Russia-speaker from Ukraine take the word:https://www.independent.ie/sport/soccer/of-co...


    Auch anderweitig gibt es in Europa viele "Aktionen gegen Russland", die für mich einfach zu weit gehen. Zum Beispiel:

    https://www.independent.ie/irish-news/courts/...

    Ein Mann hat einen Lastwagen durch das Tor der Russischen Botschaft in Dublin gefahren.


    Eher erheiternd, aber trotzdem ein Zeichen, dass manche erst denken und dann handeln sollten: https://www.foodandwine.com/news/poutine-chai...

    Eine Restaurantkette, die das Quebecoise Gericht "Poutine" anbietet, wurde angefeindet, weil der Name mit "Putin" in Verbindung gebracht wurde.


    #259Verfasser Wik (237414) 08 Mär. 22, 17:38
    Kommentar

    Wik, that was actually part of my point; sorry if I didn't make it clear. I only meant to say that, if tens of thousands of Ukrainians have been evacuated to Russia, for which we only have Russia's word which is not likely to be true in any case, then I would expect it to be mostly those Russian speakers who were already in the disputed areas very near the Russian border, or indeed, already behind the Russian front line. Or, as zacki said, those who were bundled onto buses, with little choice, in the days just before the war started.


    But yes, it's very clear that Russian speakers in most of the rest of the country, including key cities like Odessa, now consider themselves more Ukrainian than Russian, by an overwhelming margin of something like 90% -- in stark contrast to previous polls, before Putin's brutality forced them to choose sides more soberly.


    It's hard to know what to think about the Polish MIGs, except that Poland should have had the nerve to just send them itself and not try to shift the responsibility.


    The food crisis and the wheat supplies seem to be the huge underreported story. A CNN interview with David Beasley of the UN World Food Program was very, very sobering; sorry I don't have a direct link.


    _______________


    Ernährungskrise durch Ukraine-Krieg

    Der Krieg in der Ukraine führt zu Kollateralschäden in der Ferne: Weil die Preise für Weizen und andere Grundnahrungsmittel explodieren, sind arme Menschen in Entwicklungsländern von Hunger bedroht.

    https://www.dw.com/de/ern%C3%A4hrungskrise-du...

    https://www.dw.com/de/weizen-warum-er-weltwei...


    Clash between Poland and US over MiG-29s reveals tensions in escalating war

    Analysis: the public spat over planes is a setback and the upshot of this mini-debacle is that Russia retains air superiority

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/09...

    https://www.dw.com/de/polens-migs-bringen-usa...

    [Strangely, there is still no New York Times story on this, and the Washington Post website is currently not responding. Stay tuned ...]


    Amanpour (CNN/PBS)

    March 8, 2022 ...

    [13:35:00] ...

    Michel Martin:

    Lieutenant Colonel Vindman, ... in your latest piece in Foreign Affairs, you make a case that while Ukraine has certainly fought valiantly against the Russians, they are going to run out of fuel, ammunition, weapons, aircraft, et cetera. You propose that the U.S. and its allies should implement a lend-lease program modeled on one that provided arms and assistance to U.S. allies in Europe during World War II. ...

    Vindman:

    ... we need to establish depots. And these are basically forward positions of logistics to, on demand, serve Ukraine's interests.

    It is too late for us to wait for Ukraine to request supplies and then, ship it in and then figure out how to distribute it. We need it right there. ... That's basic things like water, fuel, food, medical supplies for enormous civilian casualties right on the spot. It's also military supplies, ammunitions, bullets, again, fuel for military vehicles and some more Javelins, these anti-tank systems. It's more Stingers. But it is also more capable systems that really get to the heart of Russia's advantages. ...

    [13:40:00]

    ... the most important thing is air power. Russia has a massive advantage in terms of air power and long-range fire. These are the ballistic missiles that have been raining fire down on Ukrainian cities from many, many kilometers away, hundreds of kilometers away, in fact. ... we could arm the Ukrainians with these legacy planes from Eastern Europe. That's -- we're overthinking that one. We're now bogged down on how do you get them across the border. You put Ukrainian pilots in and you have them fly across the border. That is not going to trigger a third World War that we're giving them planes and letting the Ukrainians fly across the border.

    https://transcripts.cnn.com/show/ampr/date/20...

    https://edition.cnn.com/shows/amanpour


    To evacuate or not? In Odessa, some older residents cannot flee war ...

    Unlike some other major Ukrainian cities that have been under near-constant bombardment since Russia launched its first strikes on Feb. 24, people in the Black Sea port of Odessa have had nearly two weeks to safely evacuate west. The Moldovan and Romanian borders, considered less congested with refugee traffic than Poland’s, are conveniently close, too.

    And if Ukrainians in the country’s western and central cities, such as Lviv and Dnipro, are optimistic Russian forces won’t launch an attack there, those in Odessa are under no such illusions. This is one of the Black Sea’s largest ports, making it economically critical for Ukraine and a no-doubt target of Russia. After seeing the destruction and bloodshed in Kharkiv and around Kyiv, why not leave Odessa for safer ground knowing what is likely coming for this city?

    https://www.washingtonpost.com/world/2022/03/...


    Kinder des Krieges: Geburten in ukrainischen Kellern und Bunkern

    In der Ukraine werden Entbindungskliniken und Krankenhäuser mit russischen Granaten und Raketen beschossen. Einige sind bereits völlig zerstört. Wie kommen unter diesen Bedingungen Kinder zur Welt?

    https://www.dw.com/de/kinder-des-krieges-gebu...


    Vitaly Gerasimov: second Russian general killed, Ukraine defence ministry claims ...

    The intelligence arm of the Ukrainian defence ministry said Maj Gen Vitaly Gerasimov, chief of staff of the 41st Army, had been killed outside the eastern Ukrainian city of Kharkiv, along with other senior officers.

    The ministry also broadcast what it claimed was a conversation between two Russian FSB officers discussing the death and complaining that their secure communications were no longer functioning inside Ukraine.

    The investigative journalism agency Bellingcat said it had confirmed Gerasimov’s death with a Russian source. Its executive director, Christo Grozev, said they had also identified the senior FSB officer in the intercepted conversation.

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/08...


    Could Putin Have Been Stopped?

    Taking cues from the 1990 invasion of Kuwait ...

    There are certainly differences between Saddam Hussein’s Iraq in 1990 and Vladimir Putin’s Russia in 2022. Some of those differences make Russia harder to confront, especially its nuclear arsenal. But other differences suggest that Putin’s aggression toward Ukraine should have been more likely than Hussein’s takeover of Kuwait to inspire an international military coalition.

    For one thing, the Iraqi invasion was shockingly swift. It began in the middle of the night, and Iraq controlled Kuwait within 48 hours. Putin’s invasion, by contrast, required months of buildup, accurately analyzed by U.S. intelligence agencies, giving the world enough notice at least to try to prevent it. Second, Kuwait is a small authoritarian emirate, representing few grand political ideals, in a war-torn region. Ukraine is a democracy of more than 40 million people, on what was a largely peaceful continent home to major democracies.

    These factors make it possible to envision a very different series of events over the past few weeks. Once Putin’s mobilization inside Russia began, a Western coalition could have sent troops to Ukraine. ...

    Yes, such a showdown would have carried big risks. Confronting a nuclear power is not easy. But there is a long history of successfully doing so, dating to the Cold War. (Otherwise, any country with a nuclear weapon could simply annex any country without one.) And of course the lack of a military response also carried big risks — which have now turned into terrible costs. ...

    Given all of this, it’s striking that Western allies gave so little consideration to a bolder attempt to stop Putin. ...

    The meekness of the initial Western response stems from two recent realities: the European Union’s wishful pacifism and the U.S.’s failed belligerence. Together, they created a power vacuum that Putin exploited. ...

    The American part of this story will be familiar to many readers. The U.S. has spent much of the past two decades fighting wars it did not need to fight. It continued a war in Afghanistan long afterOsama bin Laden was gone and invaded Iraq long after Hussein was contained. Both decisions turned into tragic failures that “undermined the world’s confidence in American intentions and competence,” as my colleague Damien Cave has written.

    The two wars also affected U.S. politics. Many Americans grew wary of foreign intervention. Public opinion has become so dovish that not one prominent U.S. politician called for defending Ukraine with troops. It was a rare example of bipartisan consensus in a polarized country.

    This new isolationism probably won’t disappear anytime soon. For both better and worse, the U.S. is unlikely to be the world’s police officer in the coming decades. ...

    The obvious candidate to share the burden of democratic leadership is Western Europe. The region is both large enough and rich enough ... Yet it has so far refused to do so. The E.U.’s economic output is similar to that of both the U.S. and China — but China spends 50 percent more on its military than the E.U. does, while the U.S. spends three times more.

    Military spending isn’t the only issue. Western Europe still had enough combined military strength to alter the balance of power between Russia and Ukraine. But the E.U. never seemed to consider sending troops to Ukraine as a deterrent. European leaders have spent so long deferring to the U.S., effectively outsourcing protection of their own continent, that they could not fathom the alternative.

    Putin, as a result, assumed that Ukraine was his for the taking. It was a modern-day version of appeasement. ...

    “So far in the geopolitical landscape, you’ve had one passive actor, which is Europe,” Fareed Zakaria told The Times’s Ezra Klein. “It would be deeply ironic if the result of what Vladimir Putin has done has been to arouse the sleeping giant of Europe.”

    “If we get lucky,” Zakaria said, “what we may see is the emergence of a powerful, strategically minded, national security-minded Europe that is willing to defend the liberal order, which is a huge shift in international politics.”

    https://www.nytimes.com/2022/03/07/briefing/r...


    Before Invasion, Ukraine’s Lithium Wealth Was Drawing Global Attention

    Chinese and Australian investors had been lining up to explore for lithium, a metal that is critical to batteries and the world’s transition to clean energy.

    https://www.nytimes.com/2022/03/02/climate/uk...


    Russlands Finanzbranche hofft auf China

    Mit dem Ausschluss russischer Banken aus Swift wird es für russische Unternehmen immer schwerer, internationale Geschäfte abzuwickeln. Viele Unternehmen reagieren, indem sie auf chinesische Bezahlsysteme umschwenken.

    https://www.dw.com/de/russlands-finanzbranche...


    The Syrian White Helmets are ready to help Ukraine

    Syrians have spent the past seven years learning how to survive Russia's brutal tactics. ...

    Since 2015, when Putin dispatched his troops to Syria to help President Bashar al-Assad maintain his hold on power, the Russian military has been attacking civilians in opposition-held areas, reportedly committing war crimes on a regular basis by targeting hospitals, schools and critical infrastructure. Those tactics are now being used in several Ukrainian cities, complete with attacks on fleeing families and credible reports of illegal weapons such as cluster bombs. Last week, the International Criminal Court said it would “immediately proceed” with an investigation into alleged Russian war crimes in Ukraine.

    The Syrian Civil Defense force, known as the White Helmets, has been working to rescue, evacuate and give emergency care to civilians under attack since 2014. The all-volunteer force says it has saved more than 100,000 civilian lives and that at least 252 of its members have been killed in the process. Now, the White Helmets are turning their attention to Putin’s latest victims. ...

    The White Helmets are preparing a series of videos to help Ukrainian civilians learn civil defense tasks, such as how to handle unexploded rockets or how best to evacuate a building under attack. They are also preparing lists of supplies and equipment Ukrainian rescue and evacuation teams will need. They’re even ready to send in staff.

    Meanwhile, Ukrainians can learn from the White Helmets’ experience. Saleh recommends, for example, that the Ukrainians organize their civil defense forces inside each city by separating them into small teams of four or five people, dispersed geographically with small, quick vehicles that can easily speed to an attack site. Don’t establish any large or permanent headquarters, he warned, because they, too, will become targets for Russian bombs. ...

    Short-range walkie-talkies are best for communications, he said, rather than cellular or Internet communications, which can be tracked by the Russians and might not work in an attack zone anyway. Also, some team members should be deployed to monitor the skies for planes, because that’s often a better early warning system than radars or sirens.

    Understanding the Russian military’s cruel tactics can also save lives, Saleh said. For example, the Russian air force is notorious for what are called “double tap” strikes. Russian planes attack civilians, wait for first responders to arrive and then attack the first responders.

    “One thing that we learned is, after the initial attack, you’ve got about seven to nine minutes, tops, to be able to do anything in that area, before they can hit it again,” Saleh said. “So, those seven to nine minutes are really important.”

    The Ukrainians should establish small medical outposts around the city that can handle minor injuries and take the pressure off larger hospitals, Saleh said. But keep those secret and move them often, he warned, or they will be targeted by the Russian military as well. ...

    Saleh said Putin hates them not just because they save lives, but because they document Russian war crimes in the process.

    “The GoPro camera is the best way to fight Russian disinformation,” he said. “Remain truthful. Report the reality on the ground.” ...

    There are some things the Syrians have learned not to do. Do not give GPS locations of medical facilities to the United Nations, which may claim it needs the information to keep them safe. The Russians will use that information to target them. Never let Moscow have any say or control over how humanitarian aid is distributed, even when it’s a U.N. program. The Kremlin will use that power to starve out civilian populations, as it is doing in Syria now.

    https://www.washingtonpost.com/opinions/2022/...


    EU-Erweiterung: Geht jetzt alles schneller?

    Die Ukraine, Georgien und Moldau wollen so schnell wie möglich in die EU. Macht der Krieg Russlands einen schnellen Beitritt wahrscheinlich? Darüber wird nun ein EU-Gipfel beraten.

    https://www.dw.com/de/eu-erweiterung-geht-jet...


    #260Verfasser hm -- us (236141)  09 Mär. 22, 14:50
    Kommentar

    Neuigkeiten aus dem Südpolarmeer:


    Wrack vor Antarktisküste: Shackletons "Endurance" entdeckt

    https://www.tagesschau.de/ausland/endurance-s...

    #261Verfasserzacki (1263445) 09 Mär. 22, 16:13
    Kommentar

    hm--us Yes, we are in total agreement about the Russian speakers, it appears. I just found it important to stress the point, and I just had read the interview with Mr Rebrov.


    With regards to the food situation... the big picture is rather disheartening.

    From today, Ukraine has paused exports of barley, rye, wheat and other grains with Serbia also banning exports of wheat, corn, flour and cooking oil as of tomorrow.

    https://www.rte.ie/news/ireland/2022/0309/128...

    While the EU (and also the US, Canada) are more than self-sufficient in wheat, there still will be a massive effect on everybody. In addition to the reduced amounts available from Ukraine (and Russia as effect of sanctions), input costs for farmers (fuel, fertilizers etc) are rising massively. And since grains are for some functions more or less interchangable (primarily as biofuel, but also for feeding purposes) shortage of wheat will trigger higher costs of maize, rice and so on.

     

    The article linked above might give some insight in the concerns in Ireland, a very agricultural country. Farmers here are now encouraged to consider growing grains as a matter of urgency. The grain grown here isn't suitable for baking bread (due to the climate), this needs to be imported regardless, but grain as animal feed will be short in supply and very expensive.


    I usually buy 25kg bags of flour for baking my own bread, and will go through a bag in, maybe 3 months. My next order probably will be 50 kg, it might save me a good bit of money.

     

    #262Verfasser Wik (237414) 09 Mär. 22, 17:02
    Kommentar

    Es gibt hier ja zahlreiche Kenner der klassischen Musik. Ich vermute mal, dass die Stücke, die das "Kyiv Classic Orchestra" heute auf dem Maidan gespielt hat, mit Bedacht und einer gewissen Botschaft ausgewählt wurden. Kann und mag jemand sagen, was da gespielt wurde:

    https://www.youtube.com/watch?v=ubCUbllvOUM

    Das ab ca. 6:55 erkenne sogar ich Banause, aber beim Rest habe ich keine Ahnung.

    #263Verfasser harambee (91833)  09 Mär. 22, 19:59
    Kommentar

    Vielen Dank, harambee! Das wärmt einem das Herz (nach den vielen Schreckensmeldungen). Du hast mal geschrieben, dass nicht jeder ein Held sein kann. Da stimme ich Dir zu. Einige sind Musiker.


    Bis auf das Beethoven haben alle Werke einen deutlichen slawischen Einschlag, würde ich sagen. Laut YT-Kommentaren ist das erste Stück die ukrainische Nationalhymne - ein feierlicher Marsch. Vielleicht sind die anderen auch von ukrainischen Komponisten. Mehr weiß ich leider auch nicht.

    #264Verfasser wupper (354075)  09 Mär. 22, 21:40
    Kommentar
    harambee, I confess I don't know the Ukrainian national anthem, but it seems to be what many people there have been singing or playing lately, including at the orchestra appearance. Could that be it?

    It's worrisome that Putin is evidently willing to raze to the ground buildings that have no symbolic value to him, like residential neighborhoods, maternity hospitals, apartment blocks, and downtown areas of smaller cities full of tens of thousands of people. He obviously does not value any other human life except his own. But so far, he seems to want to preserve the historic sites in central Kyiv. Surely if he used chemical or biological weapons to empty them of people, they wouldn't be safe for him to use as a scenic backdrop for his own fantasy scene of conquest later?

    I wonder if the historic churches mean anything to him, besides a convenient stage for his own power.

    ________________

    Orchestra plays national anthem in central Kyiv as Russians advance
    KYIV, March 9 (Reuters) - On a Kyiv square where recent popular uprisings have scuppered Moscow's ambitions in Ukraine, an orchestra assembled before a small crowd on Wednesday to play the national anthem as Russian forces advanced on the city.
    The Kyiv-Classic Symphony Orchestra also performed an excerpt from Beethoven's "Ode to Joy", on which the European Union's anthem is based ...

    https://www.reuters.com/world/europe/orchestr...

    https://en.wikipedia.org/wiki/Shche_ne_vmerla...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schtsche_ne_wme...

    Britain fears Russia could be setting stage to use chemical weapons
    Western officials say they have ‘good reason’ to be concerned about possible use of non-conventional weapons in Ukraine

    https://www.theguardian.com/world/2022/mar/09...

    #265Verfasser hm -- us (236141) 09 Mär. 22, 21:54
    Kommentar

    Before the opening night performance of Verdi's Don Carlos, the audience observed a moment of silence, followed by the Ukrainian national anthem, performed by the Met Orchestra and Chorus and conducted by Music Director Yannick Nézet-Séguin.

    https://www.youtube.com/watch?v=mUfwy3f3R4s

    #266VerfasserBubo bubo (830116) 09 Mär. 22, 22:10
    Kommentar

    So kann's auch gehen:


    Dirigent zum Ukraine-Krieg: Zutiefst entrüstet, extrem traurig

    Der Dirigent Vladimir Jurowski ändert in Berlin spontan das Programm: Statt des Slawischen Marschs Tschaikowskys lässt er in der Berliner Philharmonie die ukrainische Nationalhymne spielen.

    Von Wolfgang Schreiber

    Nicht jeder Kapellmeister aus Russland, der in München Chefdirigent geworden ist, muss Wladimir Putin dankbar und dazu noch dessen Freund sein. Wie Valery Gergiev, Chef der Münchner Philharmoniker, der durch seine Nähe zum russischen Präsidenten jetzt in den Konflikt geraten ist. Die Rede ist von Vladimir Jurowski, dem Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, geboren 1972 in Moskau. Der Sohn eines Dirigenten lebt seit Jugendtagen in Berlin und bleibt neben seiner neuen Tätigkeit in München Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Für sein Konzert in der Berliner Philharmonie hat Jurowski sich jetzt zu einer Programmänderung mit Erklärung entschieden - im Fokus die ukrainische Nationalhymne.

    "Den Beginn der militärischen Aggression seitens der Russischen Föderation gegen die Ukraine", kommentiert Jurowski, "habe ich bis zuletzt nicht für möglich gehalten." Er sei "zutiefst entrüstet über diese Aktion, aber auch extrem traurig, weil ich durch meine Familiengeschichte mit beiden Ländern verbunden bin".

    Das Berliner Publikum wirkt beklemmt, als die ukrainische Hymne erklingt

    Jurowski dirigierte, sichtlich berührt, ein russisches Programm. Zu Beginn - statt des Slawischen Marschs Tschaikowskys - die siegesgewiss aufrauschende Ukraine-Hymne ("Noch sind der Ukraine Ruhm und Freiheit nicht gestorben") auf eine Melodie des hierzulande kaum bekannten Michailo Werbizki. Danach die Sinfonische Ouvertüre Nr. 1 in D-Dur desselben Komponisten, sauber aufgebaut, mit rossinihaft heiterem Charakter. Das melodienselig verzweigte Cellokonzert in d-Moll des Russen Anton Rubinstein (Solist: Alban Gerhardt) bestätigte romantische Hörmuster, das Concerto piccolo für Cello und Orchester, genannt "Geschichte Russlands in 4 Hymnen", des 2020 gestorbenen Komponisten Dmitri Smirnow klang nach Neuland. Tschaikowskys fünfte Symphonie brachte den finalen Emotionsschub.

    Wer aber war der Komponist der ukrainischen Hymne? Michailo Werbizki (1815-1870), ein griechisch-orthodoxer Priester und Musiker, ist der Schöpfer von Chor- und Instrumentalmusik, Operetten, sogar Varietés, er komponierte um 1863 die Melodie zu dem von Pawlo Tschubinski verfassten Gedicht "Die Ukraine ist noch nicht tot". Davon wurde damals gleich eine Orchesterfassung erstellt, heute die Nationalhymne der Ukraine. Das Publikum in der Berliner Philharmonie vernahm sie, in stehender Haltung, mit Beklemmung.

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/ukraine-kr...


    Ich habe die Tochter von Jurowski übrigens kennengelernt. Ihr Vater ist ein Genie.

    #267Verfasser wupper (354075) 09 Mär. 22, 22:44
    Kommentar

    Here the anthem is sung by children, quite lovely. But what are these instruments, what do they call these huge guitars?


    https://www.youtube.com/watch?v=-hmE02eRU2c


    #268VerfasserBubo bubo (830116) 09 Mär. 22, 23:17
    Kommentar
    #269Verfasser Analphabet (1034545) 10 Mär. 22, 02:01
    Kommentar

    @ hm --- us #260


    EU-Erweiterung: Geht jetzt alles schneller?


    Es stellt sich schon die Frage, ob sich die EU wirklich die territorialen Probleme der Neu-Antragsteller ans Bein binden will, die darin bestehen, dass sich Gebiete von der Zentralregierung abgespalten haben: bei der der Ukraine die "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk, bei Moldawien Transnistrien und bei Georgien Abchasien und Südossetien.

    Ganz abgesehen davon, dass aller Voraussicht nach die Ukraine den Krieg verliert und entweder von Russland absorbiert oder von einer Marionettenregierung von Putins Gnaden regiert werden wird.


    Eigentlich gibt es mit Polen und Ungarn schon genug Mitgliedsstaaten, die vor dem Beitritt Kreide gefressen und danach die Maske falllen gelassen haben - sprich die Überweisungen aus Brüssel gern einsacken, aber nicht im Traum daran denken, ihren Verpflichtungen nachzukommen.



    Guatemala


    Fast pünktlich zum Internationalen Frauentag hat das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das - gegen den weltweiten Trend - die gleichgeschlechtliche Ehe verbietet und die Strafe für Abtreibung erhöht. Von den 160 Abgeordneten haben nur acht dagegen gestimmt. Dafür waren offenbar auch eine ganze Menge Frauen: bei der Wahl von 2017 waren von 158 Abgeordneten 30 Frauen (die Ergebnisse der jüngsten Wahl 2019 habe ich nicht gefunden).


    https://www.bbc.com/news/world-latin-america-...



    Südkorea


    Die Südkoreaner*innen haben sich einen neuen Präsidenten gegönnt: In einem Kopf-an-Kopf-Rennen hatte zum Schluss der Kandidat der Oppositionspartei, Yoon Suk-yeol, die Nase vorn.


    https://www.bbc.com/news/world-asia-60685141


    (Beim Schreiben hat sich wieder mal bestätigt, wie wichtig Zeichensetzung ist: Ohne Kommata wäre Yoon Suk-yeol der Name der Partei.)

    #270Verfasser Analphabet (1034545)  10 Mär. 22, 02:35
    Kommentar

    Beim lesen hat sich wieder mal bestätigt, daß ideologische Schreibweisen ein Ärgernis sind.

    #271Verfasser jo-SR (238182) 10 Mär. 22, 07:44
    Kommentar

    @269: Thanks. Never seen or heard a bandura before. Seems to be the Ukrainian national instrument, like Scotland's bagpipes and the alphorn in Switzerland.

    #272VerfasserBubo bubo (830116) 10 Mär. 22, 08:41
    Kommentar

    271: Können wir uns auf "für Dich ein Ärgernis darstellen" einigen? Es hat sich nämlich wieder bestätigt, dass es mir gar nicht aufgefallen wäre, und ich aktiv suchen musste, um dieses gefühlte "Ärgernis" überhaupt zu entdecken. Danke, gants liep.

    #273Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 10 Mär. 22, 08:45
    Kommentar

    #263


    Ich hab zwar keine Ahnung von Musik, aber mein google sagt folgendes:


    Außer der beiden Hymnen:


    Aus dem Balett Lileya von Dankewitsch

    Kosatschok aus der Oper Saporoschez za Dunajem von Hulak-Artemowskij

    Nitsch jaka Misjatschna *(überall als Volkslied genannt, ich dachte bisher auch, dass ein Volkslied ist, aber anscheidend ist das von Lyssenko)

    Ouverture zur Oper Taras Bulba von Lyssenko


    *Eine etwas ungewöhnliche Darstellung

    #274Verfasser las. (377311) 10 Mär. 22, 09:04
    Kommentar

    #270


    Es stellt sich schon die Frage, ob sich die EU wirklich die territorialen Probleme der Neu-Antragsteller ans Bein binden will, die darin bestehen, dass sich Gebiete von der Zentralregierung abgespalten haben: bei der der Ukraine die "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk, bei Moldawien Transnistrien und bei Georgien Abchasien und Südossetien.


    Da das alles Ereignisse der neuesten Zeitgeschichte sind, könnte man erwarten, dass sie auch den tatsächlichen Fakten entsprechend hier widergegeben werden. In keinem dieser "Konflikte" haben sich "Gebiete von der Zentralregierung abgespalten". In allen dieser Konflikte ist russische Armee in verdeckter Form oder offen einmarschiert. Das gehört zum Allgemeinwissen von gebildeten Europäern, da das uns/euch auch irgendwann direkt betrifft.


    Ganz abgesehen davon, dass aller Voraussicht nach die Ukraine den Krieg verliert und entweder von Russland absorbiert oder von einer Marionettenregierung von Putins Gnaden regiert werden wird.


    Das wird sicherlich nicht passieren. Das sage ich auch nicht aus Gründen des Wunschdenkens. Eine Marionettenregierung werden die Ukrainer nicht akzeptieren (daher war auch schon der Plan an sich hirnrissig schnell Kiew zu erobern und eine neue "Regierung" einzusetzen). In der Ukraine geht es nicht um die ukrainische Regierung, die ist komplett austauschbar. Ukraine funktioniert anders und die Machthaber in Russland haben das noch nicht verstanden (obwohl alle diese Informationen komplett offen sind und man spätestens 2014 sehen müsste dass Ukraine nicht wie Russland ist). Absorbiert werden kann sie auch nicht, weil die russische Regierung nicht genug motivierte Soldaten dafür hat, um zwei davon neben jedem Bauer mit der Mistgabel und drei davon neben jeder Oma mit Molotowcocktail zu stellen.


    Die Frage in diesem Konflikt ist, wie viele Zivilisten wegen russischer Bomben sterben werden. Und wie viel Schaden die russischen Truppen bei Atomkraftwerken oder durch Verwendung von verbotenen Waffen anrichten werden.


    Und ganz nebenbei, ist auch die Frage, wie das für Russland endet: ob Regime Change oder kompletter Zerfall in Teilrepubliken ist noch nicht klar.

    #275Verfasser las. (377311) 10 Mär. 22, 09:16
    Kommentar

    Und ganz nebenbei, ist auch die Frage, wie das für Russland endet: ob Regime Change oder kompletter Zerfall in Teilrepubliken ist noch nicht klar.

    Weder noch. Putin bleibt bis zu seinem Tod & bis dahin spuckt er weiter Gift & Galle & werden von seinem Atombombenarsenal bedroht. Der Mann ist auf einer Mission & wird dabei von weiten Teilen seiner Bevölkerung unterstützt: den verhassten Westen zu bekämpfen & die imperiale Selbstverständlichkeit Russlands wieder herstellen. Dabei tut er das gute Werk, das ukrainische Brudervolk aus den Klauen des Westens (aka Neonazis) zu erretten. Ukrainer die das nicht wollen sind gekaufte Agenten & Volksverräter. Man sollte sich keine Illusionen machen.

    Nach dem Ableben dieses Zwergerlstalins wirds ein neues Mausoleum auf dem Roten Platz geben.


    #273 Nöö

    #276Verfasser jo-SR (238182) 10 Mär. 22, 10:34
    Kommentar

    #274 Danke für die Recherche, las. Also tatsächlich, wie schon von wupper vermutet, alles ukrainische Komponisten. Ich hätte mir vorstellen könne, dass man auch bewusst ein russisches Werk mit klarer Friedensbotschaft auswählt. Ich will keineswegs kritisieren, dass man das nicht getan hat, denn ich nehme an, dass sowas auch zu kontroversen Diskussionen bei den Zuhöreren geführt hätte, die man im Moment nicht haben möchte. Zurzeit ist Einigkeit extrem wichtig. Es wäre halt eine andere Herangehensweise gewesen.

    #277Verfasser harambee (91833) 10 Mär. 22, 10:48
    Kommentar

    jo-SR's #276 vereinfacht die Sache schon arg. Ich denke nicht, dass "der Westen" in "weiten Teilen" der russischen Bevölkerung "verhasst" ist. Schlecht informiert sind halt viele, nicht aus freien Stücken, sondern dank massiver Unterdrückung der Pressefreiheit.

    #278VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  10 Mär. 22, 11:20
    Kommentar

    #277


    Ich muss sagen, ich wundere mich oft über die "Ausgewogenheit" mancher Ideen oder Werte.


    Diese Leute sitzen meistens unter der Erde, weil Städte gebombt werden. Sie machten dieses Konzert, damit (wer auch immer) UNO/NATO den Himmel über der Ukraine schließt. Kleine Erklärung dafür: das würde bedeuten, dass man eine Flugverbotszone ausruft und dann ggf. ein Natoflugzeug (ein US-Flugzeug, ein deutsches Flugzeug usw.) in die Luft steigt und ein russisches Flugzeug über der Ukraine abschießt.


    Angesichts dessen: Findest du es angebracht, dass diese Musiker ein "russisches Werk mit einer klaren Friedensbotschaft" auswählen? Für wen? Für das russische Publikum, das sie nicht sehen kann (youtube wird teilweise inoffiziell blockiert bzw. gebremst, soweit ich weiß) bzw. will? Für europäische Zuschauer? Für dich, damit du dich überzeugen kannst, dass sie genauso ausgewogen denken, wie du?


    Diese Menschen sind aktuell persönlich physisch bedroht.

    #279Verfasser las. (377311) 10 Mär. 22, 11:43
    Kommentar

    There will be just as many proud nationalists in Ukraine as there are a thousand kilometres to the east. 

    #280VerfasserBubo bubo (830116) 10 Mär. 22, 11:57
    Kommentar

    Ist die Verwendung des Kaufmanns-& und die verdrehte Grammatik in #276 eine Rache für ein einzelnes Asterisk ein paar Posts drüber? Hatte außer mir noch jemand Schwierigkeiten, den Post inhaltlich zu erfassen?


    Flugverbotszonen scheint die NATO tatsächlich sehr selten eingesetzt zu haben und die Bewertungen sind ambivalent. Bereits in Syrien hat man es nicht gemacht, um keine Zwischenfälle mit russischen und NATO-Flugzeugen zu riskieren. Die Gefahr, dass der Krieg sich ausbreitet, wird zu hoch bewertet. In Kosovo soll die Flugverbotszone den Serben sogar als Vorwand zu weiteren Greueltaten gedient haben. (Quelle: Wikipedia)


    Dass diese Argumente für die Ukrainer in der jetzigen Situation kein Trost sind, ist mir klar.

    #281Verfasser grinsessa (1265817) 10 Mär. 22, 12:02
    Kommentar

    @las #275:


    "Da das alles Ereignisse der neuesten Zeitgeschichte sind, könnte man erwarten, dass sie auch den tatsächlichen Fakten entsprechend hier widergegeben werden. In keinem dieser "Konflikte" haben sich "Gebiete von der Zentralregierung abgespalten". In allen dieser Konflikte ist russische Armee in verdeckter Form oder offen einmarschiert. Das gehört zum Allgemeinwissen von gebildeten Europäern, da das uns/euch auch irgendwann direkt betrifft."


    Vielen Dank für das kostenlose Attest, dass ich ein ungebildeter Europäer bin. Wikipedia kann Dir allerdings zumindest bei Transnistrien nicht beipflichten:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien-K...


    In Kurzform: Im Zuge des Verfalls der Sowjetunion hatte sich Moldawien für unabhängig erklärt. Wegen zunehmenden Spannungen hatte sich ebenfalls innerhalb von Moldawien das Gebiet Transnistrien für unabhängig erklärt:

    "In Transnistrien rief man ebenfalls die Unabhängigkeit aus – sowohl von der Sowjetunion als auch von Moldau.

    Der daraus resultierende Krieg zwischen moldawischen Truppen und denen des abtrünnigen Gebietes wurde durch Vermittlung der russischen Armee beigelegt:

    "Die Kämpfe forderten über 500 Todesopfer und endeten erst durch die Vermittlung von General Alexander Lebed, der die dort stationierte 14. Armee Russlands befehligte."


    Die russische Armee war noch aus Sowjetzeiten dort stationiert und ist nicht wegen des Konflikts einmarschiert, wie Du es darstellst.

    #282Verfasser Analphabet (1034545)  10 Mär. 22, 12:08
    Kommentar

    Mittlerweile wurden schon mehrere Luxusyachten im Hafen festgesetzt, in Deutschland, in Frankreich, Italien. Manchmal weiß man gar nicht, wem die genau gehören.


     Die Luxus-Yacht „Scheherazade“ gilt als eine der größten und teuersten der Welt – um den Eigentümer ranken sich wilde Gerüchte. 

    https://www.focus.de/panorama/welt/640-millio...


    Der Thüringer Ministerpräsident Ramelow hat jetzt vorgeschlagen, die Schiffe zur Seenotrettung im Mittelmeer einzusetzen. Vom 80-Dollar-Schlauchboot auf eine 800-Millionen-Yacht, da wird so mancher afrikanische Flüchtling glauben er träumt das alles.

    #283Verfasserzacki (1263445) 10 Mär. 22, 12:30
    Kommentar

    las., so wie Du Dich über meine Gedanken wunderst, wundere ich mich über Deine Unterstellungen in #279, die ich als Beleidigung empfinde und die ja vermutlich auch so gemeint waren. Auch wenn Du es nicht glaubst: Ich weiß sehr wohl, wer hier der Aggressor ist und wer nicht. Dennoch eine kurze Antwort:


    Ich habe nicht gefordert, dass sie ein solches Werk aussuchen. Ich habe nur geschrieben, dass das eine Möglichkeit gewesen wäre.


    Ich habe auch erst jetzt gelesen, dass das Konzert unter dem Motto "Free Sky" stand und dass damit in der Tat die Forderung nach einer Flugverbotsszene verbunden war. In anderen Berichten hatte ich nur gelesen, dass das Konzert ein Friedensaufruf sein solle. So wird der Dirigent so zitiert: "Conductor Herman Makarenko told reporters that the concert was a call for peace." Zu einem solchen "call for peace" hätte auch eine Geste passen können, die verdeutlicht, dass es nicht um Ukraine gegen Russland geht, sondern um Freiheit gegen Unfreiheit, und dass viele Russen die gleichen interessen haben oder haben sollten wie die Ukrainer. Wen eine solche Geste hätte erreichen können, weiß ich nicht und, um es nochmal zu sagen, ich sage auch nicht, dass eine solche Geste sinnvoll oder gar nötig gewesen wäre. Ich stimme aber auch nicht Deiner Meinung zu, dass eine solche Geste völlig unangebracht wäre.

    #284Verfasser harambee (91833)  10 Mär. 22, 12:34
    Kommentar

    #279 Diese Leute sitzen meistens unter der Erde, weil Städte gebombt werden. Sie machten dieses Konzert, damit (wer auch immer) UNO/NATO den Himmel über der Ukraine schließt. Kleine Erklärung dafür: das würde bedeuten, dass man eine Flugverbotszone ausruft und dann ggf. ein Natoflugzeug (ein US-Flugzeug, ein deutsches Flugzeug usw.) in die Luft steigt und ein russisches Flugzeug über der Ukraine abschießt.


    Und jetzt atme tief durch und überlege, was das für Konsequenzen haben würde.

    UNO wird keine Flugverbotszone ausrufen können, weil Russland ein VETO-Recht hat. Ist besch...en, ist aber so.

    Wobei das eher irrelevant ist, weil UNO keine eigenen Truppen hat.


    Bei NATO liegt das Problem anders: Man könnte theoretisch (auf Einladung der ukrainischen Regierung) eine Flugsverbotszone ausrufen und, höchstwahrscheinlich unter Opfern, durchsetzen. Allerdings würde sich dann NATO zur Konfliktpartei erklären, was bisher tunlichst vermieden wurde. Warum? NATO ist ein Verteidigungsbündnis, und eine Kriegserklärung (und das genau wäre eine unilaterale Einrichtung einer Flugsverbotszone) an Rußland, um ein Drittland zu schützen, hätte möglicherweise fatale Folgen für Bündnismitglieder.


    Klingt hart, ist aber leider Realität.

    #285Verfasser Wik (237414) 10 Mär. 22, 12:49
    Kommentar

    UNO wird keine Flugverbotszone ausrufen können, weil Russland ein VETO-Recht hat.


    Ich habe noch nie verstanden, warum denen das nicht schon längst gestrichen wurde und bei China gleich mit. Wie konnte die UNO sich denn damit so ein Bein stellen, als man das eingeführt hat?

    #286Verfasserzacki (1263445) 10 Mär. 22, 12:54
    Kommentar

    #285


    Genau, und deswegen ist so ein Konzert eigentlich ein "Hilft uns!" und keins "Wir sind alle friedliebende Menschen, sind für den Frieden und gegen Krieg, lasst uns Händchen halten".


    #282


    Die russische Armee war noch aus Sowjetzeiten dort stationiert und ist nicht wegen des Konflikts einmarschiert, wie Du es darstellst.


    (Hervorhebung von mir, finde den Fehler).


    Ich kann auch beliebige Armee zu meiner eigenen Erklären, wie RF (Jelzin) das damals im Falle Teiler der 14. Armee gemacht hat, vorausgesetzt ich habe genug Leute, die für mich egal wen töten werden.


    Danke, ich finde selbst raus...

    #287Verfasser las. (377311) 10 Mär. 22, 13:11
    Kommentar

    Die UN hat zum Ziel, Frieden zu schaffen bzw. zu erhalten. Zumindest war das mal so. Es erscheint mir durchaus sinnvoll, entweder beiden Seiten ein Veto einzuräumen oder keiner. Sonst wäre es ein "der Westen bestimmt über den Rest der Welt" - Verein, und den braucht keiner. Auch wenn mir die Ideen von CHina und Russland überhaupt nicht behagen, hielte ich es für falsch, sie in der UN zu schwächen.

    #288Verfasser grinsessa (1265817) 10 Mär. 22, 13:14
    Kommentar

    Nur China und Russland das Vetorecht zu nehmen, halte ich auch für falsch. Grundsätzlich fände ich es gut, wenn überhaupt kein einzelnes Land ein Vetorecht hat. Das muss nicht gleich heißen, dass es reine Mehrheitsentscheidungen gibt. Sperrminoritäten oder Ähnliches könnten ein Weg sein, aber wie man da hinkommen soll, weiß ich auch nicht.

    #289Verfasser harambee (91833) 10 Mär. 22, 13:19
    Kommentar

    Gut, OK. Nur Russland und China wäre unfair. Mir ging es um das ganze Prinzip mit diesem Veto. Das sollte wohl so funktionieren wie in einer Familie wo die Kinder aussuchen dürfen wohin es in den Urlaub geht aber Papa und Mama haben ein Vetorecht. Weil sie das besser überblicken können und schließlich auch bezahlen müssen.


    So muss das jetzt in der UNO anders ausgearbeitet werden, zum Beispiel wer nicht den internationalen Gerichtshof anerkennt, darf auch kein Veto machen oder so. Das verkommt doch sonst nur zu einem Witz. Oft weiß ich vorher schon was bei so einer Besprechung herumkommt, jeder weiß das. Da kann man sich die also auch sparen.

    #290Verfasserzacki (1263445) 10 Mär. 22, 13:29
    Kommentar

    Analphabet, 282


    Tröste dich, mir hat sie auch schon unterstellt, dass ich propagandistische Narrative verbreite, dass ich eine Strategie verfolge, wenn ich mir über eine Sache noch kein Urteil erlaube, dass ich keine Hygiene bei den Quellenangaben habe, Putinversteher bin und sie "absolut nicht nachvollziehen (kann), wie gebildete (immerhin das wird mir zugestanden, macht mich aber deshalb wahrscheinlich noch gefährlicher!) im Westen solzialisierte Menschen auf so was reinfallen können."


    Gut, dass wir jemanden hier haben, der uns sagt, wie wir zu denken und zu urteilen haben. Der uns sagt, wann wir bereits vom richtigen Weg abweichen und eventuell sogar der Gegenseite zuzuordnen sind.


    "sich abspalten" bedeutet nicht, dass Gebiete, die sich für unabhängig erklären, international als solche anerkannt werden. Es spielt auch rein sprachlich keine Rolle, ob sie sich ohne oder mit Hilfe ausländischer Kräfte vom Rest des Landes gelöst haben.

     

    Analphabet hat insofern recht, als die EU höchstwahrscheinlich keine Länder mit Grenzstreitigkeiten aufnehmen will. Ebenso wie Serbien und den Kosovo nicht, solange deren Grenzkonflikte nicht gelöst sind.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-03/e...


    "wiedergeben" schreibt man übrigens mit "e", Ukraine mit bestimmtem Artikel und das "in" bei "Da "Nazis" in 2014" sowie "vor dem Angriff in 2022" ist überflüssig.

    #291Verfasser Reeva (908916)  10 Mär. 22, 13:30
    Kommentar

    Gerhard Schröder (77, SPD) ist in Moskau, um Russlands Diktator Wladimir Putin (69) zu treffen.

    https://www.rnd.de/politik/gerhard-schroeder-...


    Warum fällt der Schröder nicht unter den Bann und ihm werden seine Konten gesperrt wie bei dem Abramawitsch? Dem sein Fußballverein darf keine Einrtittskarten mehr verkaufen.

    #292Verfasserzacki (1263445) 10 Mär. 22, 16:10
    Kommentar
    Und das war vorher weder mit der Bundesregierung noch mit der SPD-Spitze abgesprochen!

    Bericht über Reise des Altkanzlers
    Schröder offenbar zu Gesprächen bei Putin - Bundesregierung nicht informiert

    Laut einem „Politico“-Bericht ist der 77-Jährige in Moskau, um dort bei Wladimir Putin zu vermitteln. Aber nicht in Absprache mit der Bundesregierung.
    https://www.tagesspiegel.de/politik/bericht-u...
    #293Verfasser wupper (354075)  10 Mär. 22, 16:26
    Kommentar

    Schröder meint vielleicht von sich, er könne als guter Kumpel von Putin, mit dem er Bier trinkt, in die Sauna geht, mit dem er Geburtstag feiert und den er auf seine Hochzeit einlädt, diesen mal eben überzeugen, den Krieg zu beenden, ohne unbedingt auf all seinen Forderungen zu bestehen, und dann in der Welt als Friedensbringer gefeiert werden.


    Schröders Frau zufolge (steht in wuppers Link) sollen sie ja viele gefragt haben, ob ihr "Mann nicht mit Herrn Putin über die Ukraine-Krise reden könnte. Das ginge nur, wenn die Bundesregierung das ernsthaft wollte. Davon ist aber nicht auszugehen“.


    Am Samstag schrieb sie bei Instagram:

    Mich entsetzt, mit welcher Eilfertigkeit die SPD in der Führung aber auch in vielen Grundorganisationen eine Kampagne vor allem des Springer-Verlages gegen meinen Mann meint, unterstützen zu sollen.


    Nur nebenbei sei bemerkt, dass der Vorstandsversitzende Döpfner dieses Verlages den öffentlichen Rat, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet, gegeben hat, die NATO solle in der Ukraine militärisch intervenieren, offenbar sich aber wenig Gedanken gemacht zu haben, welche Folgen das unter Umständen für eine atomare Auseinandersetzung und damit den Weltfrieden hätte. „Wehrhaft? Nein, Wahnsinn.“ schreibt selbst die NZZ. (***)


    Da war die Bitte des ukrainischen Botschafters in Deutschland nach einer Vermittlung zur Beendigung des Krieges durch meinen Mann bei weitem rationaler.


    Ihr könnt sicher sein, was auch immer mein Mann tun kann, um zur Beendigung des Krieges beizutragen, wird er tun und zwar unabhängig von Ultimaten der SPD oder anderen Organisationen wie etwa dem DFB.


    Nun ist er entgegen der früheren Aussage seiner Frau offenbar doch als Privatmann losgezogen um zu tun, "was immer er tun kann, um zur Beendigung des Krieges beizutragen".


    So kann er schön verpacken, dass erst das Geld kommt und dann die Moral.



    ***Einer Meinung bin ich allerdings mit Frau Schröder, was die Idee von Döpfner betrifft.

    #294Verfasser Reeva (908916)  10 Mär. 22, 17:45
    Kommentar

    Greenpeace rechnet vor, wie viel der Rohölimporte aus Russland man durch welche Energiesparmaßnahmen einsparen könnte: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/oelembar...

    #295Verfasser grinsessa (1265817) 10 Mär. 22, 18:06
    Kommentar
    Greece is flying in the refugees:

    Niki Kitsanton is Reporting from Athens

    Greece’s migration minister, Notis Mitarachi, said that Greece will send aircraft to Poland to collect Ukrainian refugees, a striking announcement for a nation that has been accused of harsh treatment of refugees from the Middle East and Africa during previous waves of migration that strained its resources. Mr. Mitarachi gave no details about when Greece would send the aircraft, nor how many refugees the country would take in. Some 7,000 Ukrainians have reached Greece so far, he said.

    https://www.nytimes.com/live/2022/03/10/world...
    #296Verfasser wupper (354075) 10 Mär. 22, 18:41
    Kommentar

    #287 las. Genau, und deswegen ist so ein Konzert eigentlich ein "Hilft uns!" und keins "Wir sind alle friedliebende Menschen, sind für den Frieden und gegen Krieg, lasst uns Händchen halten".

    Schön und gut, diese Forderung oder Bitte um eine "No-Flight-Zone", oder wie auch immer das richtig genannt wird, ist in der momentanen Situation einfach unrealistisch, aus oben genannten Gründen.


    #290 zacki Gut, OK. Nur Russland und China wäre unfair. Mir ging es um das ganze Prinzip mit diesem Veto. Das sollte wohl so funktionieren wie in einer Familie wo die Kinder aussuchen dürfen wohin es in den Urlaub geht aber Papa und Mama haben ein Vetorecht. Weil sie das besser überblicken können und schließlich auch bezahlen müssen.


    Die Wahl, die die UNO hat, ist folgendermaßen: entweder haben Rußland und China und auch die USA (das UK und Frankreich sind im Jahr 2022 natürlich ein Anachronismus) ein Veto, oder man hat eben eine UNO ohne Rußland, China und USA.


    So muss das jetzt in der UNO anders ausgearbeitet werden, zum Beispiel wer nicht den internationalen Gerichtshof anerkennt, darf auch kein Veto machen oder so. Das verkommt doch sonst nur zu einem Witz. Oft weiß ich vorher schon was bei so einer Besprechung herumkommt, jeder weiß das. Da kann man sich die also auch sparen.


    Siehe oben. "Diplomatie" auf dieser Ebene ist eben (leider immer noch) die Frage, wer seinen Standpunkt durchsetzen kann. Sei es mit militärischen Mitteln (oder der entsprechenden Drohung) oder mit wirtschaftlichen Mitteln (Zugang bzw kein Zugang zu essentiellen Rohstoffen oder Technologie, oder Finanzierung).

    Wenn sich manche Staaten (unter anderem Deutschland) von höheren Prinzipien (Menschenrechte, Fairness, Pazifismus...) leiten lassen, ist das meiner Meinung nach bewundernswert. Aber leider ist das nur realistisch, wenn sie genug Einfluß haben (militärisch, wirtschaftlich, etc), um diese Position auch durchzusetzen.

    #297Verfasser Wik (237414) 10 Mär. 22, 18:42
    Kommentar
    Ich muss sagen, dass ich den Kommentar von harambee, dass man doch auch was von einem russischen Komponisten hätte spielen sollen - gefolgt von einem „das soll keine Kritik sein“ auch etwas schräg fand. Was sollte es dann sein, wenn nicht Kritik? Und ich hatte emotional die gleiche Reaktion wie .las: Das Leben der Ukrainer wird zerstört von heute auf morgen durch Krieg und nackte Gewalt, die Ukrainer versuchen, dem ihre Kultur entgegenzusetzen und wir meinen „Schön und gut, aber ihr hättet auch was Russisches spielen können.“
    Das ist mit auch zu viel, offen gestanden.
    Etwas völlig anderes ist, dass eine No-fly-zone natürlich von NATO-Flugzeugen durchgesetzt werden müsste und ein Krieg zwischen Russland und NATO so ziemlich das Letzte ist, was man sich wünschen sollte,

    Zum Thema Vetorecht: Die UNO ist keine Weltregierung, sondern eine Organisation, auf die sich die Staaten der Welt freiwillig geeinigt haben. Da braucht man immer Konsens, wenn man die Regeln ändert. D.h., auch wenn man das Vetorecht abschaffen will, braucht man Konsens.
    #298Verfasser Qual der Wal (877524) 10 Mär. 22, 22:19
    Kommentar

    Ich nehme zur Kenntnis, dass mein Gedankengang nicht verstanden wird, möchte aber nochmal betonen, dass ich


    dass man doch auch was von einem russischen Komponisten hätte spielen sollen


    nicht geschrieben und nicht gemeint habe. Können und sollen sind verschiedene Dinge.


    PS: Vielleicht zur Historie meines Postings: In #263 hatte ich nur die Ode an die Freude erkannt und gefragt, was denn die anderen Stücke sind. Ich habe vermutet, dass es hauptsächlich Stücke von ukrainischen Komponisten sind. Da die Ode an die Freude dabei war, waren es offensichtlich nicht nur ukrainische Werke. Die Auswahl der Ode an die Freude war eine recht deutliche Aussage, dass man sich Europa zugehörig fühlt. Nun wird aber kaum jemand bestreiten können, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen Russen und Ukrainern gibt. Bevor ich wusste, was gespielt wurde, habe ich mir vorstellen können, dass man auch diese Gemeinsamkeiten betont, um dem Wunsch Ausdruck zu verleihen, dass die Menschen aus Russland und der Ukraine in der Zukunft friedlich zusammenleben können, und dass man deshalb auch ein russisches Stück neben einem europäischen und mehreren ukrainischen spielt. Ich habe nicht geschrieben und auch nicht gedacht, dass man das hätte tun müssen. Ich finde auch nach Euren Reaktionen, nicht, dass das ein völlig unpassender Gedanke ist, aber ich kann verstehen, dass der Zeitpunkt als unpassend eingeschätzt wird.

    #299Verfasser harambee (91833)  11 Mär. 22, 06:42
    Kommentar

    Seit dem Beginn des Krieges wendet sich die Ukraine an Russen in der Absicht, den Krieg schneller beenden zu können, an russische Soldaten, an russische Soldatenmütter an die russische Opposition .Mithilfe von allerlei technischen Schnickschnack wird möglich gemacht, dass zumindest zeitweise und partiell Fernsehansprachen von Selenskyi von ihnen gesehen werden können, die russische Zensur umgangen werden kann, Soldatenmütter ihre Söhne suchen und evtl. mit ihnen telefonieren können.


    Was wäre unter diesem Aspekt - vorausgesetzt man hat das Motto "Free sky" übersehen - so ungewöhnlich daran anzunehmen, dass das Orchester in Kyjiv beispielsweise ein Stück von Schostakowitsch spielen könnte, um damit zu betonen, dass friedliebende Russen und Ukrainer die Gräueltaten des Krieges ablehnen?


    Hat man das Motto gesehen, ändert sich das natürlich. Ich habe aber auch Zweifel, inwiefern "Free sky", also eine direkte Beteiligung der Nato am Krieg, und die Bezeichnung "Aktion für den Frieden" zusammen passen können.


    #300Verfasser Reeva (908916) 11 Mär. 22, 09:33
    Die Diskussion zu diesem Artikel ist geschlossen.
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
  automatisch zu   umgewandelt