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    Quasselzimmer

    “Helme für Fußgänger 12.0" NEU: Rücksichtnahme im Straßenverkehr – wahrnehmungsbasierter Erfahrungsa…

    Betrifft

    “Helme für Fußgänger 12.0" NEU: Rücksichtnahme im Straßenverkehr – wahrnehmungsbasierter Erfahrungsaustausch

    Kommentar

    Wer darf auf Radwegen parken bzw. trifft dabei auf Verständnis? Dürfen im Gegenzug Radfahrer auf Gehwegen fahren?


    Wir kommen von hier


    Siehe auch: “Helme für Fußgänger 11.0" NEU: Rücksic... - #300


    und klären weiterhin existentielle Fragen des Zusammenlebens.


    Vielleicht kann Dodolina noch einen Link in ihren Beitrag editieren.

    Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 03 Jun. 22, 09:21
    Kommentar

    Zum Radspurparken. Ich finde es schwierig. Natürlich können gestresste Arbeitnehmer (Pflegepersonal, Paketzusteller) theoretisch Verständnis dafür verlangen, Radwege zuzuparken. Aber es ist eben nicht zu bestreiten, dass davon eine massive Gefahr für Radfahrer ausgeht. Mir persönlich ist das einigermaßen egal; ich zeig rechtzeitig an, dass ich meine Spur verlasse, zieh, wenn frei ist, raus, und wenn's wem nicht passt, ist das sein Problem. Es gibt aber auch andere, unsicherere Verkehrsteilnehmer (ältere Menschen, Kinder), die das nicht so überblicken, und für die ist das Verlasse der Radspur keine wirkliche Option, weil einfach zu riskant.


    Letztes Jahr ist hier in B wegen einer solchen Situation eine Frau getötet worden; inwieweit da ihr eigenes Verhalten (nicht schauen, nicht warten, sondern einfach rausziehen), kann ich nicht sagen. Aber es gibt doch einige Autofahrer, die dem Radfahrer gar keine Chance lassen auszuweichen.


    Nicht zu vernachlässigen ist auch die unterschiedliche Geschwindigkeit (Auto 50 km/h, Rad 15 km/h), die schon eine erhebliche Gefährdung verursacht.


    Dann sollen die Pflegekräfte, Paketdienste und was weiß ich, was noch alles "Sonderrechte" haben will, doch einfach in der Autospur parken und die Radspuren freihalten. "ABER DAS BEHINDERT DEN AUTOVERKEHR!!" - ja, und?

    #1Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 03 Jun. 22, 09:30
    Kommentar

    Dass ich verstehe, warum sie das tun, heißt nicht, dass ich das gut finde.

    Es ist und bleibt illegales Verhalten, zweite Reihe und Radspurparken dürfen selbst die mit dem Erlaubnisschein für Gehwegparken nicht.


    Unter dem beruflichen Druck bleibt denen aber leider nur die Wahl zwischen diesem illegalen Verhalten und dem Jobverlust.

    Das sind eben wirklich arme Schweine und das Problem liegt in den Vorgaben der Arbeitgeber bzw bei Pflegekräften auch der Krankenkassen, die nur diese viel zu kurzen Zeiten abrechenbar machen.

    #2Verfasser Dodolina (379349) 03 Jun. 22, 09:35
    Kommentar

    doch einfach in der Autospur parken


    Eben. Viele Paketzusteller machen das inzwischen auch (was ich als Autofahrer auch in Ordnung finde, ich möchte den Job auch nicht haben). Aber der Radweg ist einfach ein No-No. Viel zu gefährlich.


    In einer idealen Welt könnte man den Pflegekräften ja vielleicht einfach mehr Zeit geben* und den Paketboten weniger Pakete. Die Sachen, die ich bestelle, brauche ich in 98% der Fälle nicht innerhalb der nächsten 2 Tage.


    *Das ist ja auch ohne Parkplatzsuche viel zu wenig.

    #3Verfasser Gibson (418762)  03 Jun. 22, 10:48
    Kommentar

    In einer idealen Welt könnte man den Pflegekräften ja vielleicht einfach mehr Zeit geben* und den Paketboten weniger Pakete. Die Sachen, die ich bestelle, brauche ich in 98% der Fälle nicht innerhalb der nächsten 2 Tage.


    Und wovon träumst Du nachts, Gibson?


    Sowohl die Pflegedienste als auch die Zusteller machen ihren Profit auf dem Rücken ihrer Mitarbeiter und der Allgemeinheit, wenn ihre Mitarbeiter auf Harz IV angewiesen sind, wie dies bei einigen Zustellern der Fall ist.

    #4Verfasser AGB (236120) 03 Jun. 22, 11:13
    Kommentar

    Einen Kommentar dieser Art hatte ich erwartet. Alle wissen es, die wenigsten finden es gut, alle machen es mit. Erhofft hatte ich mir deshalb irgendwelche Hinweise oder Links, wie man vielleicht etwas ändern könnte, wenn ich auch keine Ahnung habe, was das sein könnte - Petitionen? Fund-me-Lobbyarbeit? Faire Alternativen, wenn man selbst etwas verschicken muss? Wie gesagt: keine Ahnung. Aber LEOs Schwarmintelligenz überrascht ja öfter mal.

    #5Verfasser Gibson (418762)  03 Jun. 22, 11:26
    Kommentar

    Meine erste Lösung wäre Beschränkung von Hartz IV für Beschäftigte auf Beschäftigte in Teilzeit und in privaten Haushalten. Dazu eine Beschränkung von 450€-Jobs auf private Haushalte und auf maximal einen solchen Job pro Firma.


    Wer Vollzeit arbeitet und Harz IV braucht, hat entweder sehr eigene Lebensumstände oder Hartz IV ist eine Lohnsubvention für den Arbeitgeber. In den meisten Fällen dürfte letzteres der Fall sein. Diese versteckten Lohnsubventionen sind eine üble Pest und zwingen letztlich die Konkurrenz zu ähnlichem Verhalten.


    Bei den Pflegediensten wären regelmäßige Überprüfung der angesetzten Wegezeiten vs. der tatsächlich genrauchten Wegzeiten sinnvoll, um realistische Wegzeiten zu ermitteln. Und dann wären auch die Zeitvorgaben für Pflegeaufgaben zu überprüfen :

    wie lange braucht eine Pflegekraft für diese Aufgabe,

    • wenn die Empfänger des Dienstes/Patienten mithelfen
    • wenn die Empfänger des Dienstes/Patienten nicht mithelfen
    • wenn die Empfänger des Dienstes/Patienten aktiv Widerstand leisten

    Und dann diese Zeiten tatsächlich einplanen abhängig vom Patientenverhalten. Dazu sollten immer noch zusätzlich 5 bis 10 Minuten für Kommunikation aufgeschlagen werden. Und dann sollten die entsprechenden Dienstpläne bei Bedarf von Amtswegen überprüft werden.


    Aber das führt jetzt doch sehr weit weg vom Thema.

    #6Verfasser AGB (236120) 03 Jun. 22, 12:26
    Kommentar

    Dazu eine Beschränkung von 450€-Jobs auf private Haushalte und auf maximal einen solchen Job pro Firma.


    Das würde viele Studierende treffen, die nebenbei ein paar Stunden die Woche in der Gastronomie oder im Freizeitbereich arbeiten (Theke oder Trainer im Fitnessstudio oder sowas).

    Für die finde ich flexible 450-Euro-Jobs eigentlich ein gutes Modell neben Bafög und/oder Elternunterstützung.


    Und warum soll ein Haushalt nicht eine Putzhilfe und einen Gärtner haben dürfen?

    Gerade Ältere tun sich sowohl mit Gartenarbeit als auch mit Fensterputzen schwer. Da wird man nicht eine Hilfskraft für beides finden.

    #7Verfasser Dodolina (379349)  03 Jun. 22, 12:30
    Kommentar

    AGB, danke, aber das meinte ich nicht. Ich würde gerne wissen, was ICH tun kann.

    #8Verfasser Gibson (418762) 03 Jun. 22, 12:35
    Kommentar

    Der Einzelne kann da kaum etwas machen. Wer eine pflegebedürftige Oma im Haus hat, kann für sie eine Vollzeitkraft zu fairem Lohn mit Überstunden-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschlägen und allen Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung engagieren.


    Gegen die Ausbeutung der Lieferfahrer kann man wenig machen, außer so viel wie möglich selbst im Einzelhandel vor Ort kaufen.


    Mir ist vor Jahren aufgefallen: Die Paketdienstfahrer hatten immer Pkws, aus denen Sitze ausgebaut waren. Als der Mindestlohn kam, hatten sie plötzlich Transporter. Mein Verdacht: Vorher haben sie für 4 oder 5 € pro Stunde einen Pkw voller Pakete ausgeliefert, was 8-9 Stunden dauerte. Für den Mindestlohn müssen sie einen Transporter voller Pakete ausliefern und, wenn sie um 21.00 Uhr fertig sind, unterschreiben, dass sie seit 17.00 Uhr im Feierabend sind.

    Eine Restaurantküchenhilfe hat mir selbst erzählt, dass ihr Chef kurzerhand erklärt hat, den Mindestlohn kann er sich nicht leisten. Sie bekam weiter 5 € und musste Stundenzettel unterschreiben, auf denen nur die Hälfte der Stunden angegeben war.

    #9VerfasserStahlbauer (1259064)  03 Jun. 22, 13:27
    Kommentar

    Bei den Lieferfahrten müssen aber auch die Lenkzeiten am Steuer dokumentiert werden. Spätestens, wenn da mal einer spät in einen Unfall mit Polizeieinsatz verwickelt ist, fliegt das auf.

    Und gegen den Betrug, dass man falsche Stundenzettel unterschreiben soll, kann man vorgehen. Wenn das vor ein Arbeitsgericht kommt, hat der Chef schlechte Karten.

    #10Verfasser Dodolina (379349) 03 Jun. 22, 13:35
    Kommentar

    Naja, aber die Frage ist halt auch, wie viele Verbraucher bereit bzw. (bei der Pflege) in der Lage sind, die höheren Endverbraucherpreise mitzutragen. Ich habe vor einigen Jahren (deutlich vor Corona) ein Interview mit einem Gastronomen im Radio gehört. Er meinte, dass ein Schnitzel über 40 € kosten würde, wenn er seinen MitarbeiterInnen die Löhne zahlen müsste, die Arbeiter in der Automobilindustrie (vergleichbar ausgebildet) bekommen.


    Gleiches gilt analog für Paketbringer, Lieferdienste und Pflegepersonal.

    #11Verfasser bavarianna (1035365) 03 Jun. 22, 15:14
    Kommentar

    Theoretisch hast du Recht, Dodolina. Aber in den Transportern sind keine Fahrtenschreiber vorgeschrieben, also ist die Lenkzeit gleich der in den Stundenzetteln dokumentierten Arbeitszeit. Und wenn einer nach 17.30 Uhr einen Unfall hat, ist er angewiesen, als Fahrtbeginn 10.00 Uhr oder später anzugeben.


    Küchenhilfe: Wenn sie die Fake-Stundenzettel nicht unterschreibt, kann sie zwar dem Chef viel Ärger machen, aber die dringend benötigten 450 € bekommt sie nicht mehr.

    #12VerfasserStahlbauer (1259064) 03 Jun. 22, 15:43
    Kommentar

    Um den Mindestlohnbetrug zu unterbinden, müssten die zuständigen Behörden abends um 9.00 Uhr und morgens um 4.00 Uhr bei den Paketdiensten stehen und die Start- und Ankunftzeiten der Fahrer festhalten. Gastronomiepersonal hat gegen 2.00 Uhr Feierabend.


    Zu diesen Zeiten ist kein Beamter im Dienst, um vor Ort mal über die Schulter zu schauen, wenn der Stundenzettel unterschrieben wird...

    #13VerfasserStahlbauer (1259064) 03 Jun. 22, 15:54
    Kommentar

    Er meinte, dass ein Schnitzel über 40 € kosten würde, wenn er seinen MitarbeiterInnen die Löhne zahlen müsste, die Arbeiter in der Automobilindustrie (vergleichbar ausgebildet) bekommen.


    Ja, aber die Autoindustrie zahlt extrem gut - das ist auch so ein Scheinargument. Es gibt ja auch was dazwischen. Niemand sollte für 5 Euro/Stunde arbeiten müssen, und wenn das Schnitzel dann teurer wird, dann ist das halt so. Das ist ja nicht lebensnotwendig. (Und wenn ich sehe, was die Leute im Restaurant für Getränke, speziell Alkohol, ausgeben, ist da noch Luft nach oben.)


    Gerade in der Gastronomie funktioniert die Querfinanzierung allerdings ja auch übers Trinkgeld, das ist noch mal was anderes. Die Frauen, die ich persönlich kenne, verdienen alle ziemlich gut, unterm Strich.


    Und wenn Pakete teurer wären, würde man vielleicht auch nicht jeden Kappes bestellen und dann wieder zurückschicken. Ist auch gut für die Umwelt :-)


    Bei der Pflege sieht die Sache anders aus, aber auch da gäbe es vermutlich Möglichkeiten, das vorhandene Geld anders zu verteilen (wurde hier z.B. der Homöopathie-Hokuspokus angesprochen, oder war das in einem anderen Faden?). Ich möchte auch nicht wissen, was Krankenkassenvorstände und Klinikchefs verdienen. Diese beiden Dinge fallen mir spontan ein, aber es gibt vermutlich Hunderte Stellschrauben.


    #14Verfasser Gibson (418762)  03 Jun. 22, 16:07
    Kommentar

    Mal ehrlich, Servicekräfte und Spülkräfte und Küchenhilfen sind sehr oft nicht top ausgebildet und kriegen sicher keine Spitzengehälter.

    Und wie viel Arbeitszeit geht wirklich in ein Schnitzel?


    Ein Koch bereitet ja viele Gerichte gleichzeitig zu und ein Kellner bedient mehrere Tische parallel (und mehrere Gerichte pro Tisch). Da muss man die gesamte Zubereitungszeit entsprechend nur teilweise für dieses Gericht rechnen. Genauso auch die Anwesenheitszeit des Gastes ist nicht gleich der Bedienzeit.


    25 Euro für ein Gericht (10 Euro für den Koch, ca 10-15 Minuten Arbeitszeit, 10-15 Minuten Bedien plus Spülzeit für 6-7 Euro, bleiben also 8 Euro für Räume, Material und Energie) für wäre völlig ok für einfache Gerichte wie ein Schnitzel. Damit hätte der Koch einen Stundenlohn von 40-60 Euro, die Bedienung und Spülkraft immer noch deutlich über Mindestlohn.

    In Großküchen für Mensen und Kantinen braucht man wegen der Massenproduktion viel weniger Arbeitszeit pro Teller, das geht billiger.

    Restaurants sind dann eben Luxus. Damit bin ich aufgewachsen, mal auswärts essen gab es nur im Urlaub und als Zeugnisfeier zweimal im Jahr.



    Im Pflegesektor kann man gesetzlich steuern, was die Sätze und vorgesehenen Zeiten für welche Tätigkeiten sein sollen. Das muss nicht auf dem Kundenrücken sein, wenn da die Bedingungen vernünftig werden. Dann gäbe es vermutlich auch wieder ausreichend Pflegekräfte, wenn diese brauchbare Arbeitsbedingungen kriegen.

    #15Verfasser Dodolina (379349)  03 Jun. 22, 16:20
    Kommentar

    Einen kleinen Haken hat deine Kalkulation, Dodolina: Du hast den Wareneinsatz vergessen, dein Schnitzel besteht aus Luft.

    #16VerfasserStahlbauer (1259064) 03 Jun. 22, 16:36
    Kommentar

    Nein, Stahlbauer, die hatte ich bei den 8 Euro für Material mit eingerechnet, die Verschleißkosten sind verschwindend gering, also ist "Material" nur die verwendeten Lebensmittel (inklusive Öl zum Braten etc).

    Und auch Raummiete, Licht etc müssen ja auf alle Gäste umgelegt werden, für den einzelnen Gast kostet das nicht viel.


    Und selbst wenn ein Schnitzel (in den Mengen, in denen ein Restaurant die kauft) mal 2-3 Euro mehr kostet, sind wir immer noch unter 30 Euro Gesamtkosten.

    Woher die Zahl von über 40 Euro kommt, ist mir immer noch ein Rätsel.

    #17Verfasser Dodolina (379349)  03 Jun. 22, 16:43
    Kommentar

    Habe versucht, das Interview zu finden, aber leider ohne Erfolg. Dafür habe ich ein paar Seiten gefunden, wie in der Gastronomie kalkuliert wird und muss auf dieser Basis Dodolina Recht geben, dass die 40 Euro nicht stimmen. Gleichzeitig hat die Recherche aber auch ergeben (was eher nicht in diesen Faden gehört), dass 25 Euro für ein Schnitzel (hier wäre noch zu unterscheiden, ob es sich um ein Schweineschnitzel oder um ein Kalbsschnitzel handelt) im Durchschnitt wohl nicht zu erzielen wäre.


    Insgesamt ist die Kalkulation in der Gastronomie eine interessante Geschichte - bei den Beispielen, die ich gefunden habe, wären wir bei ca. 1 Euro Personalkosten pro Schnitzel (bezogen auf den Wareneinsatz, der in diesen Beispielen für ein Schnitzel Wiener Art bei ca. 2,60 Euro liegt).

    #18Verfasser bavarianna (1035365) 04 Jun. 22, 09:12
    Kommentar

    Nicht zu vergessen, dass der Koch auch Lohn bekommt, wenn niemand im Restaurant sitzt, und auch das kommt gelegentlich vor.

    Ich glaube, Gastronomie ist ein schwieriges Thema, ich kenne keinen Gastwirt der Millionär damit geworden ist und selbst Sterneköche machen gelegentlich zu, weil sie nicht über die Runden kommen.

    #19Verfasser BlackFrank (1093052) 07 Jun. 22, 13:22
    Kommentar

    "ich kenne keinen Gastwirt der Millionär damit geworden ist"


    Von Jürgen Gosch, dem "Erfinder" von Fisch Gosch, ging schon vor 40 Jahren das Gerücht um, dass der abends das Geld in Müllsäcken wegschleppte. Angeblich soll ein solcher Müllsack mal versehentlich tatsächlich beim richtigen Müll gelandet sein, was angeblich dazu führte, dass Jürgen mit dem KFZ über den Hindenburgdamm ballerte, um den auf dem Autozug befindlichen Müllwagen noch vor der Deponie abzufangen ...


    Inwieweit das jetzt eine "urban legend" ist, weiß ich nicht.

    #20Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 07 Jun. 22, 13:26
    Kommentar

    Ich wollte noch Ketten und exponierte Standorte ausschließen. Gosch ist mir auch als Gegenbeispiel eingefallen.

    Ronald McDonald ist ja auch ziemlich reich....

    #21Verfasser BlackFrank (1093052)  07 Jun. 22, 13:31
    Kommentar

    Was auf jeden Fall stimmt, urban legend oder nicht, ist, dass sich die Branche für Schwarzgeld (in beide Richtungen) sehr anbietet. Deshalb ist es vermutlich auch schwer nachzuvollziehen, was tatsächlich als Gewinn übrigbleibt.


    Aber selbst wenn die Gastwirte alle knapp am Bankrott vorbeischrappten: Das wäre ja immer noch kein Grund, Hungerlöhne zu zahlen.

    #22Verfasser Gibson (418762) 07 Jun. 22, 13:33
    Kommentar

    Klar gibt es Zeiten, in denen mal keine Gäste da sind. Der Koch wird ja auch für Vorbereitungsarbeiten wie Schippeln oder Brühe kochen als Grundlage für Suppen und Saucen bezahlt.

    Aber dafür gibt es auch Zeiten, in denen so viel los ist, dass bei mehreren Steaks oder Schnitzeln in der Pfanne die Aufmerksamkeitszeit für jedes Einzelne sehr viel geringer ist als meine oben angesetzten 10-15 Minuten.

    Genauso beim Servicepersonal: Mal ist wenig los, mal rennen sie von Tisch zu Tisch und verbringen sicher keine 10 Minuten mit einem einzigen Gast.

    Das sollte sich ausgleichen und die vollen Zeiten die Lehrlaufzeiten / Hintergrundarbeiten ausgleichen. Die von mir gerechneten Zeiten sind schon ziemlich großzügig für ein einzelnes Gericht.

    Wenn nicht, dann hat der Gastonom zu viel Personal oder macht sonst irgendwas falsch.

    #23Verfasser Dodolina (379349)  07 Jun. 22, 13:34
    Kommentar

    Frank, das war noch bevor Gosch zur Kette expandierte ;-)

    #24Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 07 Jun. 22, 13:36
    Kommentar

    Dem Auto kann das nicht besonders gutgetan haben. (Wenn's denn wahr ist.)

    #25Verfasser Möwe [de] (534573) 07 Jun. 22, 13:41
    Kommentar

    Aber Sylt war halt auch damals schon Sylt?

    Der Aufstieg von Sylt fällt in die 70er, 80er Jahre, da passt das schon, dass auch mal einer richtig reich wird.


    Aber das führt am Thema vorbei und ich finde die schlechte Bezahlung von vielen Berufen auch nicht gut.

    Und ich halte den Mindestlohn auch für richtig, um Lohndumping speziell bei Ungelernten etwas einzudämmen.


    #26Verfasser BlackFrank (1093052) 07 Jun. 22, 13:47
    Kommentar

    Mit dem Auto auf dem Bahndamm sind wir immerhin wieder beim Thema Verkehr, wenn auch nur am Rande.


    #27Verfasser Dodolina (379349) 07 Jun. 22, 13:49
    Kommentar

    Wer eine pflegebedürftige Oma im Haus hat, kann für sie eine Vollzeitkraft zu fairem Lohn mit Überstunden-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschlägen und allen Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung engagieren.


    Wer kann sich das denn mehr als ein paar Monate lang leisten? Die meisten Leute sind vor ihrem Tod etwa 2 Jahre lang vollzeitpflegebedürftig - mit Ausreißern nach oben. Und Pflegeheimplätze wachsen auch nicht auf Bäumen.

    #28Verfasser Daja (356053) 07 Jun. 22, 16:40
    Kommentar

    Daja, ich hatte das ironisch gemeint. Natürlich hat so gut wie niemand monatlich 5000 €, die so eine Pflegekraft mit allen Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung kostet.

    #29VerfasserStahlbauer (1259064) 08 Jun. 22, 09:13
    Kommentar

    Diese sozialen Fragen sind zwar auch eine Diskussion wert, aber könnten wir allmählich wieder zum eigentlichen Thema des Fadens zurückkehren? Also zu Fragen wie:


    Wenn ein verzweifelter Fischhändler in seinem Kleinstwagen (muss ja zwischen die 1,43 m Schienenspurweite passen, ne?) auf dem Bahndamm einen Autozug verfolgt und vor ihm ein Mountainbiker über die Schwellen hoppelt oder zwei Rennradler rechts und links auf den Schienen balancieren - darf er die dann anhupen und zwingen, Platz zu machen (weil dringende Notlage und so), oder muss er brav hinter ihnen bleiben?

    #30Verfasser Möwe [de] (534573)  08 Jun. 22, 09:38
    Kommentar

    In seiner dringenden Notlage ist ihm selbstverständlich einfaches Durchbrettern ohne Hupen erlaubt. Da müssen schon die Radler hinhorchen, ob hinter ihnen auf den Schwellen wer rumpoltert, und sich ggf. mit einem beherzten Sprung den Bahndamm hinunterretten. (-;

    #31Verfasser Silberfisch (836633)  08 Jun. 22, 10:07
    Kommentar

    Heutzutage wäre das ja eh ein SUV mit eingebauter Vorfahrt.

    Und bei Flut fällt man ja auch ins Wasser und tut was für die Gesundheit. Aquaspinning ist doch (immernoch?) Trend.


    #32Verfasser traveller in time (589684) 08 Jun. 22, 10:24
    Kommentar

    Ok, zurück zum Thema:

    Ich hätte letzte Woche beinahe einen Radfahrer umgerannt. Ja, ich zu Fuß.

    Meine Fußgängerampel war aber definitiv grün und aus Sicht des Radfahrers hinter der Kreuzung. Der muss also sicher bei Rot gefahren sein, um mir dann vor die Füße zu fahren.

    #33Verfasser Dodolina (379349) 08 Jun. 22, 10:25
    Kommentar

    Mein Sonntagserlebnis mit einer Radlertruppe:

    Vor mir steht ein Auto, das links abbiegen will und den Gegenverkehr abwartet. Ich warte hinter ihm, um geradeaus weiterzufahren. Von hinten kommen Radler. Rechts kommen sie nicht zwischen mir und der Leitplanke durch, also überholen sie links und ziehen dann zwischen mir und dem Linksabbieger nach rechts - und das genau in dem Moment, als der Linksabbieger losfährt.

    In meiner Wahrnehmung kamen diese beiden Irren aus dem Nichts quer vor meinen Kühler geschossen.

    #34VerfasserStahlbauer (1259064)  08 Jun. 22, 10:46
    Kommentar

    Du musst jetzt ganz stark sein, aber m.W. war das absolut korrekt. Wenn was passiert wäre, wäre der abbiegende Autofahrer höchstwahrscheinlich zumindest überwiegend schuld gewesen. Der muss nämlich schauen, bevor er abbiegt. Auch wenn's nicht in Dein Weltbild vom immer bösen und blöden Radfahrer passt.


    Und selbst wenn; was genau willst Du damit "beweisen"? Dass alle Radfahrer böse und blöde sind? Danke, wissen wir schon.

    #35Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Jun. 22, 10:56
    Kommentar

    #34, #35: Ich habe das so verstanden, dass die Radfahrer Stahlbauer überholt haben und hinter dem Linksabbieger wieder eingeschert sind. Damit hätte der Linksabbieger nichts mit dem Geschehen zu tun, ist ja hinter ihm. Als Radfahrer würde ich niemals so fahren, wäre mir zu gefährlich. Ausser vielleicht, es ist noch elend viel Gegenverkehr, aber selbst dann könnte der Linksabbieger sich anders entscheiden und geradeaus weiterfahren. Selbe saugefährliche Situation...

    #36Verfasser Zugi (797273)  08 Jun. 22, 11:11
    Kommentar

    "Als Radfahrer würde ich niemals so fahren, wäre mir zu gefährlich."


    Würde ich auch nicht machen, aber das ändert nix.


    "selbst dann könnte der Linksabbieger sich anders entscheiden und geradeaus weiterfahren"


    Dann wären sie wieder rechts von ihm ...


    Und wenn die den Linksabbieger nicht überholt haben, weiß ich nicht, worüber SB sich aufregen will. Außer natürlich über die Existenz des Radfahrers im Allgemeinen und im Besonderen.

    #37Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Jun. 22, 11:17
    Kommentar

    Mal spaßeshalber:


    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldunge...


    "In Karow ereignete sich gestern Abend ein Verkehrsunfall, in dessen Folge insgesamt fünf Personen leicht verletzt wurden. Gemäß Zeugenaussagen befuhr eine 60-Jährige kurz nach 20 Uhr mit ihrem PKW den Hubertusdamm in Richtung Röländer Straße. Da vor ihr ein Radfahrer in dieselbe Fahrtrichtung unterwegs gewesen sei, fuhr sie etwas langsamer als auf diesem Fahrbahnabschnitt möglich. Kurz hinter der Einmündung Am Danewend hatte die Autofahrerin die Absicht, nach links in eine Grundstückseinfahrt abzubiegen. In dem Moment, in dem sie ihren Abbiegevorgang startete, stieß ein Linienbus der Berliner Verkehrsbetriebe, der sich zuvor noch hinter der 60-Jährigen befunden hatte, mit dem Fahrzeug der Frau zusammen, als er zum Überholen ansetzte. Durch die Kollision stürzten mehrere Personen im Bus. Drei von ihnen – allesamt Frauen im Alter von 76, 56 und 31 Jahren – wurden durch Rettungskräfte in umliegende Krankenhäuser gebracht, die sie jeweils nach ambulanten Behandlungen wieder verlassen durften. Eine 37-jährige Mutter – ebenfalls leicht verletzt – lehnte wiederum eine ärztliche Behandlung für sich und ihren einjährigen Sohn ab. Der 65-jährige Busfahrer und die 60-jährige Autofahrerin blieben unverletzt. Nun ermittelt das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord)."


    Na, SB, ist da auch der Radfahrer schuld? Weil "isso"?


    Ich frag mich echt, was die "Info" über den Radfahrer für eine Relevanz hat ...

    #38Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Jun. 22, 11:28
    Kommentar

    #33

    Diese Situation hatte ich als Fußgängerin auch mal mit einem Auto. Zum Glück war das Auto so schnell, dass ich nicht gegen die Front, sondern gegen die Seite gedonnert bin, die wie ein Trampolin nachgab und mich dann auf die Straße neben dem Auto warf. Kaputte Hose, blaue Flecken am Knie und Schürfwunden an den Händen, aber nichts wirklich schlimmes.


    #38

    Offensichtlich gab sich die Autofahrerin die Schuld am Überholvorgang des Busses und brauchte einen Ersatzschuldigen.

    #39Verfasser Daja (356053)  08 Jun. 22, 11:33
    Kommentar

    Ach, eine schöne Autogeschichte von gestern habe ich auch noch.

    Ich überquere eine Kreuzung (zu Fuß) mit einer Verkehrsinsel zwischen den beiden Fahrtrichtungen. Die Linksabbiegerspur ist gerade wegen einer Baustelle gesperrt.


    Eine Autofahrerin kam für mich hinter der Verkehrsinsel von links, fuhr also genau in diese gesperrte Linksabbiegerspur ein (von der Kreuzung aus, also falschrum, deswegen auch nicht mit Baken abgesperrt) und dann hinter der Verkehrsinsel auf die Spuren für ihre Fahrtrichtung.

    Die habe ich auch erst kurz vor knapp gesehen, weil ich hinter der Verkehrsinsel ja normalerweise nur nach rechts schaue und nicht mit einem Geisterfahrer rechne.


    #40Verfasser Dodolina (379349) 08 Jun. 22, 11:56
    Kommentar

    Och, dass *die* Autofahrer die Regeln nur als lose Empfehlung ansehen, die man einhalten kann, wenn man Lust hat, ist doch nix Neues. Wer hält sich denn schon an Tempo 30 oder an Schritttempo im verkehrsberuhigten Bereich, oder fährt Strich 50? Aber klar, *die* Radfahrer sind die, die sich nicht an die Regeln halten.


    *nerv*

    #41Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Jun. 22, 12:04
    Kommentar

    The code is more what you'd call "guidelines" than actual rules.

    #42Verfasser traveller in time (589684) 08 Jun. 22, 12:12
    Kommentar

    Ich wundere mich gerade, wie viele es hier offenbar für völlig selbstverständlich (und selbstverständlich erlaubt) halten, einen Linksabbieger kurz vor dem Abbiegen oder sogar mehr schon währenddessen links zu überholen. Im Beispiel aus #38 kann die Frau allenfalls eine Mitschuld bekommen, wenn sie nicht geblinkt hat vor dem Abbiegen; der Radfahrer hat mit der Sache lediglich insofern zu tun, als dass er der Grund für die Autofahrerin war, langsamer zu fahren als an der Stelle erlaubt. Damit entlastet er die Autofahrerin sogar noch zusätzlich, weil er Vorwürfe entkräftet, die Fahrerin hätte durch unangemessen langsame Fahrt den Überholvorgang provoziert (mal ganz abgesehen davon, dass die allermeisten nicht auf zwei Rädern in die Einfahrt schießen, sondern vorher abbremsen).

    #43Verfasser Pottkieker (871812) 08 Jun. 22, 12:13
    Kommentar

    Lies mal:


    https://www.verkehrslexikon.de/Module/Ueberho...


    Dass ich das nicht tun würde, habe ich schon gesagt.

    #44Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  08 Jun. 22, 12:23
    Kommentar

    Ich wundere mich gerade, wie viele es hier offenbar für völlig selbstverständlich (und selbstverständlich erlaubt) halten, einen Linksabbieger kurz vor dem Abbiegen oder sogar mehr schon währenddessen links zu überholen.


    Woraus schließt du das? Ich meinte lediglich, die Autofahrerin könnte selbst befürchten, dass man ihr Vorwürfe wegen des langsamen Fahrens macht, und diese "Schuld" vorsorglich auf jemand anderen abwälzen.


    #45Verfasser Daja (356053) 08 Jun. 22, 12:25
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    Daja, das las sich für mich aus der Gesamtheit der Posts, auch zu dem vorher geschilderte Fall mit den überholenden Radlern, so raus.

    #46Verfasser Pottkieker (871812) 08 Jun. 22, 12:33
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    Linksabbieger überholen ist nur was für Selbstmörder. Punkt.

    Das Verhalten der Radfahrer in #34 auch. Noch ein Punkt.


    Bei dem Fall aus #38 müsste zunächstmal geklärt werden, ob die Autofahrerin geblinkt hat. Falls nicht, wäre dem Busfahrer schon mal ein Teil der Schuld genommen. Falls ja, dann siehe oben. Wobei da der suidzidale Gedanke etwas in den Hintergrund tritt (Bus vs. PKW) und eher von Mordlust ausgegangen werden müsste...

    Achja, der Radfahrer: hat mit dem Vorfall nichts zu tun. Da die Autofahrerin ja ohnehin abbiegen wollte, könnte ich mir vorstellen, dass sie sich in etwa dachte "Da vorne ist ja schon die Einfahrt, da lohnt sich überholen nicht."


    Ist aber alles reine Spekulation meinerseits. War ja nicht dabei...

    #47Verfasser Zugi (797273) 08 Jun. 22, 13:35
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    Die Frage, die sich bei mir in #38 stellt, ist die, warum die Autofahrerin sich nicht zum Abbiegen links eingeordnet hat.

    Wenn die Straße breit genug ist, dass ein Bus überholen kann, dann gehört doch ein Linksabbieger auf die linke Spur. Und dann wäre der Unfall nicht passiert, sondern der Bus hätte auf der rechten Spur hinter dem Radfahrer gehangen (oder diesen zu eng überholt) oder sich ebenfalls links hinter dem Auto eingeordnet.


    Oder ist der Bus für den Überholvorgang auf die (hoffentlich freie) Spur des Gegenverkehrs gefahren?

    Das ist der einzige Fall, der mir einfällt, wo ein Bus links von einem Linksabbieger noch Platz hat und auch nur auf die Idee kommen könnte, zu überholen.

    #48Verfasser Dodolina (379349)  08 Jun. 22, 13:45
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    Zugi hat es richtig verstanden. Die Radler sind links an mir vorbeigeschossen und dann mit kühnem Schwenk vor mir und hinter dem Linksabbieger nach rechts geschwenkt.


    Genau in diesem Moment ist der Linksabbieger angefahren. Ich hatte in diesem Moment nur abzuwarten, bis das Auto vor mir abbiegen kann, um dann geradeaus weiterzufahren. Es gab für mich also keinen Anlass, ausgiebig in die Spiegel und über die Schulter zu schauen, da in dieser Situation (ich ganz rechts, vor mir das Auto ziemlich weit links, Blinker links gesetzt, Gegenverkehr) niemand überholen konnte. Ich bin auch angefahren - und in dem Moment schießen die zwei Helmträger aus dem Nichts vor meinen Kühler.

    #49VerfasserStahlbauer (1259064) 08 Jun. 22, 13:52
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    Dodo: Oder es handelt sich um eine eigene Busspur in der Straßenmitte - diese Art Spuren dienen z. B. in München dazu, dass Öffis nicht im normalen Stau steckenbleiben, sondern freie Weg habe. Dennoch müssen sie aber hin und wieder auf die regulären Spuren, weil dort Haltestellen sind oder es keine eigene Busspur in der Mitte der Straße gibt.

    In diesem Fall würde ein Linksabbieger beim Abbiegen die Busspur queren müssen.

    #50Verfasser rufus (de) (398798)  08 Jun. 22, 13:54
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    #48: da gibt es keine Linksabbiegerspur. Zum einen ist da kein Platz, und zum anderen wäre eine eigene Spur für eine Einfahrt eher ungewöhnlich, ausser bei Einfahrten zu Supermärkten, Parkplätzen etc. Da stehen aber nur Wohnhäuser.


    #49: habe ich ja geschrieben, saugefährliche Fahrweise, würde ich nicht tun. (Und Bubb ja wohl auch nicht...)

    #51Verfasser Zugi (797273) 08 Jun. 22, 13:59
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    In diesem Fall würde ein Linksabbieger beim Abbiegen die Busspur queren müssen.


    Solche Busspuren haben i.d.R. durchgezogene Linien. Das heißt, die Autofahrerin durfte an der Stelle gar nicht links abbiegen, sondern hätte einen Umweg in Kauf nehmen müssen, um von der anderen Seite zu kommen.

    #52Verfasser Daja (356053) 08 Jun. 22, 14:41
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    #52: die Autofahrerin durfte an der Stelle gar nicht links abbiegen

    Nein, da gibt es auch keine Busspur. Anders als man bei dem Straßennamen "Hubertusdamm" vermuten könnte, ist das eine einfache, nicht besonders breite Straße. Eine Spur in jede Richtung.


    Und nein, ich kenne mich da nicht aus, habe bloß auf Guhgel Maps nachgesehen. Ist leicht zu finden und ziemlich eindeutig.

    #53Verfasser Zugi (797273) 08 Jun. 22, 14:47
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    Rechts kommen sie nicht zwischen mir und der Leitplanke durch


    Die Situation wäre gar nicht erst entstanden, wenn du so halten würdest, dass die Radfahrer, wie es ihnen erlaubt ist, rechts am stehenden Verkehr vorbeikommen. Zu viel verlangt?


    Der Radfahrer in der Bus-Geschichte muss erwähnt werden, weil der Busfahrer durch die Dame, die langsam fuhr, die wiederum wegen des Radlers langsam fuhr, quasi gezwungen wurde, die Dame zu überholen (bzw. es zu versuchen). Es war Notwehr, sonst hätte er ja 0,376 Minuten Lebens- und Buszeit verloren.

    #54Verfasser Gibson (418762)  08 Jun. 22, 15:44
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    #54: Rechts kommen sie nicht zwischen mir und der Leitplanke durch

    Ich muss zugeben, das passiert mir als Autofahrer auch (und als Radfahrer ärgere ich mich über solche Leute).

    Ist aber keine Absicht, sondern eher schlechte Abschätzung: ui, da passe ich noch durch, och nee, Mist, doch nicht... Es gibt ja auch Linksabbieger, die nochmal ein wenig nach rechts rücken, wenn im Gegenverkehr ein LKW oder Bus auftaucht.

    Und schon habe ich Radfahrer, die vorbei dürften, blockiert. Ist mir dann auch peinlich.

    Aber wenn ich sehe, dass ich nicht vorbeikomme, dann lasse ich rechts von mir Platz.


    #55Verfasser Zugi (797273) 08 Jun. 22, 15:56
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    Gibson, der hat vor mir den Blinker gesetzt und angehalten. Ich habe ganz normal in der Mitte meiner Spur auf der relativ schmalen Straße angehalten. Die Radler waren da noch gar nicht in Sichtweite (beim Anhalten schaue ich selbstverständlich in den Spiegel). Um Platz für plötzlich auftauchende Radler zu machen, hätte ich mich in den Gegenverkehr stellen müssen.

    #56VerfasserStahlbauer (1259064) 08 Jun. 22, 16:10
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    Dann ist mir das Layout nicht ganz klar. Es war also neben dir zu wenig Platz für ein Rad, wenn du mittig stehst, aber beim Auto vor dir genug*? Komische Straße.


    (*sonst hätte der Radler ja nicht wieder nach rechts ziehen können, um am Abbieger vorbeizufahren.)

    #57Verfasser Gibson (418762) 08 Jun. 22, 16:15
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    Ich habe keine Ahnung, was diese beiden Kamikazefahrer vorhatten. Vielleicht wollten sie meinen Vordermann trotz Blinker auch noch überholen und haben es sich anders überlegt, als er losfuhr.

    Es ist mir auch egal. Ich habe noch schnell genug reagiert und mein Auto vor Beschädigungen bewahren können.



    #58VerfasserStahlbauer (1259064) 08 Jun. 22, 16:28
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    #58: und mein Auto vor Beschädigungen bewahren können

    Echt ernst gemeint? 🙄

    #59Verfasser Zugi (797273) 08 Jun. 22, 17:18
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    Hast Du was anderes erwartet?

    #60Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 08 Jun. 22, 17:22
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    Ich weiß. DFTT...

    #61Verfasser Zugi (797273) 08 Jun. 22, 17:27
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    Heut auf dem Nachhauseweg haben sich *die* Autofahrer wieder selbst übertroffen. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug auf die rote Ampel zufährt, sondern lieber hinter den Radfahrern bleibt. Ohne zu schauen auf die Radspur ziehen, dann rechts blinken und einen U-Turn nach links machen. Links blinken und dann unvermittelt nach rechts auf die Radspur ziehen. 3 Mal Vorfahrt genommen bekommen. Echt, alles Idioten.

    Ach ja, Radfahrer überholen trotz entsprechenden Verbots dreimal ... Auf 200 m.
    #62Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  08 Jun. 22, 19:08
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    *kurz die Stille-Mitleserin-Zone verlass*


    10 Jahre habe ich meine tägliche Arbeitsstrecke entweder als Beifahrer oder Bahnfahrer zurückgelegt. Seit fast einem Jahr fahre ich täglich die 70 km hin und zurück (Landstraße + plus Durchfahrt durch diverse Kleinstädte). Und glücklicherweise hatte ich noch keine unangenehme Begegnung mit Radfahrern.


    Dafür sind aber die meisten Autofahrer der Meinung, 50 km/h innerorts sind nur eine Empfehlung, Überholverbotsschilder stehen nur zur Zierde da und Fahrradfahrer wie gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer zu behandeln geht ja sowieso gar nicht. Da wird man (ich) wütend überholt, wenn ich an einer nicht einsehbahren Stelle (weil Anstieg und direkt dahinter eine Kurve) mal eine Minute einem Radfahrer hinterher fahre und auf einen riskanten Überholvorgang verzichte. Ach und 30 fahren in einer 30er Zone weil Schulgelände + Haltstelle für Schulbusse??? Wo kommen wir denn da hin.


    Diese Überheblichkeit so vieler Autofahrer tagtäglich ist einfach nur anstrengend. Für Fahranfänger sowieso. Ich weiß, dass es viele eilig haben, besonders morgens. Dafür kann ich aber nichts. *shrug*

    #63Verfasser Nachteule (463921) 09 Jun. 22, 09:14
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    In meiner Aufzählung vergaß ich noch die beiden SUV-Trottel, die zunächst unvermittelt abbremsten, dann im Schritttempo halb auf die Radspur zogen (blinken unnötig), und als ich links dran vorbeifahren wollte, unvermittelt wieder beschleunigten. Kaum waren sie dann vor mir, bremsten sie wieder ab.


    Manche Leute sollten echt nur im Kettcar auf die Menschheit losgelassen werden.


    Das alles auf 5 km Nachhauseweg. Fünf! (5)! Kilometer!

    #64Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 09:19
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    Ach ja, Nachteule, ich weiß, wovon du sprichst. Seit ich im letzten Herbst einen teuren Strafzettel bekommen habe, versuche ich mich zu disziplinieren, indem ich mit Navi bzw. mit Landkarte fahre und jedes Gebot beachte. Das kommt natürlich bei anderen Autofahrern nicht immer gut an.


    Letztens zum Beispiel hielt ich mich an alle vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen und wurde prompt von einem LKW-Fahrer genötigt und mit Lichthupe belästigt. Als ich dann in einer geschlossenen Ortschaft, in der nur 30 km/h erlaubt sind, auch genau 30 km/h fuhr, hat dieser LKW mich doch tatsächlich laut hupend überholt.


    Ein weiteres Beispiel von gestern Abend: Ich fuhr hinter einem Fahrschulfahrzeug, das langsam und vorsichtig unterwegs war, was meinen Hintermann natürlich nicht kümmerte und er trotzdem dicht auffuhr. Als der Fahrschulwagen weg war, konnte ich auf ein wenig Abstand zu dem Auto hinter mir gehen. Nach wenigen Minuten musste ich zum sichtlichen Bedauern des Fahrers wieder abbremsen, weil ein Dreiradfahrzeug, das max. 25 fahren durfte, vor mir fuhr. Als die durchgezogene Mittellinie endete wollte ich zum Überholen ansetzen, schaute in den Rückspiegel und sah im letzten Moment, dass der Wagen, der eben noch hinter mir war, plötzlich neben mir fuhr. Ich möchte ihm ja zu Gute halten, dass er das langsame Fahrzeug vor mir nicht gesehen oder nicht als solches erkannt hat. Aber unverschämt ist es trotzdem.


    Das sind nur zwei Beispiele aus mehr als 30 Jahren Pendlererfahrung. Glaubt mir, ich bin froh, wenn ich das morgens und abends nicht mehr erleben muss.

    #65Verfasser Red Poppy (876587) 09 Jun. 22, 09:30
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    Bubb, hast Du mal geschaut, ob Du irgendwo einen verborgenen Aufkleber "Idioten bitte alle zu mir!" kleben hast? Oder haben sie Dir einen Chip eingepflanzt, der Deppen anzieht?

    #66Verfasser Möwe [de] (534573) 09 Jun. 22, 09:31
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    Naja, es stehen leider an jeder Ecke Kisten mit Idioten, die einer nicht richtig zugemacht hat ...

    #67Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  09 Jun. 22, 09:36
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    Aber warum hüpfen sie immer dann raus, wenn du vorbeikommst? Da ist doch irgendwas faul... ;-)


    @Euli, viel Freude kannst Du auch haben, wenn Du auf der durch eine Autobahnbaustelle führenden einspurigen Behelfsspur die vorgeschriebenen 80 oder 60 zu fahren versuchst.

    #68Verfasser Möwe [de] (534573) 09 Jun. 22, 09:42
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    Ich wohne in einer 30er Zone. Wird auch selten beachtet. Deshalb schalte ich sehr gern den Tempomaten ein, wenn ich nach Hause komme, auf 29. Vor allem dann, wenn wieder einer meint, er müsste kontrollieren was ich im Kofferraum habe. Da werde ich echt zum Oberlehrer...

    #69Verfasser Zugi (797273) 09 Jun. 22, 10:21
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    Bei meinem Fahrzeug läßt sich der Tempomat erst ab 50 km/h aktivieren.. soll vielleicht den Sinn haben, dass man nicht zu automatisiert durch 30er-Zonen rauscht und jederzeit aufmerksam ist?

    #70Verfasser drkimble (463961) 09 Jun. 22, 11:06
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    Wir sollten der guten Ordnung halber, und damit SB keinen Anfall bekommt, zwischendurch aber mal ausdrücklich festhalten, dass ausschließlich *die* Radfahrer keine Regeln kennen, bzw. die ihnen bekannten Regeln bewusst und bösartig ignorieren, und insgesamt sowieso der Inbegriff des Bösen unter der Sonne sind. Wohingegen Regelverstöße von Autofahrern bedauerliche Einzelfälle sind, die keinesfalls auf die Allgemeinheit der Autofahrer übertragen werden können!!

    #71Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 11:11
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    Das hast Du schön gesagt. *Bubb ein Leckerli reich*

    #72Verfasser Möwe [de] (534573) 09 Jun. 22, 11:16
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    Bei meinem Fahrzeug läßt sich der Tempomat erst ab 50 km/h aktivieren.. 

    Echt?

    Ich hätte ja jetzt gewettet, dass meiner das auch bei "weniger" kann - allerdings habe ich das noch nie probiert. Ich verwende den überwiegend auf der Autobahn. Aufgabe: Mal ausprobieren!

    Und ich bekenne mich schuldig, gestern als ein Individuum der Menge der Radfahrer einen Regelverstoß begangen zu haben - es war aber schon dunkel, mich hat keiner gesehen in meinen schwarzen Klamotten ohne Licht :P. (Ok, das war ein Witz, bevor ich verprügelt werde).

    #73Verfasser edoardo_1_4 (1297108) 09 Jun. 22, 13:22
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    #71

    Das waren dann sicher Gewohnheitsradfahrer, die ausnahmsweise mal Auto gefahren sind 😉

    #74Verfasser Daja (356053) 09 Jun. 22, 13:32
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    "Gewohnheitsradfahrer" = "Gewohnheitstäter" kwarsi?

    #75Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 13:37
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    Genau. So richtig verdorbene Charaktere eben.

    #76Verfasser Daja (356053) 09 Jun. 22, 14:32
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    Was haltet ihr von "Rafis"? Also radfahrende Intensivtäter?

    #77Verfasser Zugi (797273) 09 Jun. 22, 14:37
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    Cool

    #78Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 14:41
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    Bei Tandem wärs also schon bandenmäßiges Radfahren?

    #79Verfasser drkimble (463961) 09 Jun. 22, 14:45
    Kommentar

    Bei meinem Fahrzeug läßt sich der Tempomat erst ab 50 km/h aktivieren..

    Bei mir schon unter 30 km/h. Die genaue Schwelle müsste ich ausprobieren...

    #80Verfasser Zugi (797273) 09 Jun. 22, 14:50
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    Bei Tandem wärs also schon bandenmäßiges Radfahren?

    Nein. Auch Rennradfahren im Pulk ist Bandenkriminalität. Vielleicht sogar Bildung einer terroristischen Vereinigung? Man müsste mal einen Juristen fragen... 😜


    Edith meint es wäre ganz gut dass wir nicht mehr in "Land und Leute" sind...

    #81Verfasser Zugi (797273)  09 Jun. 22, 14:53
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    Ich habe nach den Vorwürfen gestern, ich hätte den Radlern rechts von mir Platz machen müssen, einmal gegoogelt und das gefunden:


    Paragraf 5, Absatz 8 fest: „Ist ausreichender Raum vorhanden, dürfen Rad Fahrende und Mofa Fahrende die Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen warten, mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht rechts überholen.“


    In dem Artikel, der diesen STVO-Paragrafen zitiert heißt es weiter unten: Zudem gibt es keine Vorschrift, nach der Autofahrer in einem Stau oder vor einer Ampel ausreichend Platz für Radfahrer lassen müssen. Wer sich vorbeiquetscht und Schäden am Auto verursacht, muss dafür aufkommen.


    Es gibt also kein Recht der Radfahrer, immer und überall durchzusausen und erst recht kein Recht auf einen freien Fahrstreifen rechts, auch sie müssen wenn nötig anhalten und warten.


    Ach hoppla, vergessen, die fahren ja StVO-befreit, immer.

    #82VerfasserStahlbauer (1259064) 09 Jun. 22, 15:42
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    Rücksichtnahme ist für Dich auch was, was anderen Leuten zustößt, oder?

    #83Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  09 Jun. 22, 16:01
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    Ich bremse jedesmal, wenn so ein StVO-befreiter Plagegeist angerast kommt. Was willst du noch?

    #84VerfasserStahlbauer (1259064) 09 Jun. 22, 16:02
    Kommentar

    Aber nach eigener Aussage nur, weil Du Angst um Dein heilig's Blechle hast, also erzähl nix.


    Sprüche wie "StVO-befreiter Plagegeist" kannst Du Dir übrigens gern dahin stecken, wo die Sonne nicht hinscheint. Dämliches Gesabbel.

    #85Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 16:06
    Kommentar

    Och, Leute... *augenroll*

    #86Verfasser Möwe [de] (534573) 09 Jun. 22, 16:07
    Kommentar

    Lass sie einfach spielen, Möwe.

    Die beiden haben offenbar Spaß daran, den jeweils anderen (und alle in dessen Verkehrsmittel) zu hassen.

    #87Verfasser Dodolina (379349) 09 Jun. 22, 16:14
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    #82: ...ich hätte den Radlern rechts von mir Platz machen müssen...

    Müssen hat niemand geschrieben...

    Ich meinte nur, dass ich durchaus auch mal in ähnlicher Situation Radfahrer blockiere. Aber nicht mit Absicht, schon gar nicht mit Schadenfreude. Wenn es passt, lasse ich Platz.

    Kostet nichts, dann nicken, lächeln und gut. So möchte ich schließlich auch behandelt werden.

    Ist doch für alle Beteiligten angenehmer, oder?

    #88Verfasser Zugi (797273) 09 Jun. 22, 16:15
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    Fühlen sich die Motorradfahrer eigentlich langsam etwas diskriminiert?


    Immer nur die Auto- und Fahrradfahrer. 😀

    #89Verfasser traveller in time (589684) 09 Jun. 22, 16:28
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    "Kostet nichts, dann nicken, lächeln und gut. So möchte ich schließlich auch behandelt werden.

    Ist doch für alle Beteiligten angenehmer, oder?"


    Tja, wenn man nicht Stahlbauer heißt, dann mag das zutreffen.

    #90Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 16:32
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    Och, über Motorradfahrer, die meinen, mit ihren Stinkegefährten über Rad- und Fußradwege brettern zu müssen (ohne Abstand an Fußgängern vorbei), könnte ich mich auch zur Genüge aufregen.

    Die müssen nicht meinen, sie wären perfekt, nur weil sie hier nicht als Hassobjekt auftauchen.

    #91Verfasser Dodolina (379349) 09 Jun. 22, 16:39
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    Komisch, ich habe keine Hassobjekte, nur einige Verkehrsteilnehmer, die mir unfassbar auf den Sack gehen. Aber da ist vermutlich jede(r) anders, ich will nicht sagen einfach, gestrickt, und schert lieber alle Nutzer einer bestimmten Verkehrsart über einen Kamm.

    #92Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 16:46
    Kommentar

    Das dürften dann eher Roller/Mopeds sein.

    #93Verfasser traveller in time (589684) 09 Jun. 22, 16:47
    Kommentar

    Fühlen sich die Motorradfahrer eigentlich langsam etwas diskriminiert?


    Och, solange SB und Konsorten sich bei Stau brav nach rechts an den Rand stellen, damit ich auf dem Mittelstreifen an Allen vorbeiknistern kann, ist für mich die Welt in Ordnung 😀

    #94Verfasser Icky Bob (1233677) 09 Jun. 22, 16:59
    Kommentar

    Stahlbauer, falls sich das auf mich bezog - ich hatte geschrieben:


    wenn du so halten würdest, dass die Radfahrer, wie es ihnen erlaubt ist, rechts am stehenden Verkehr vorbeikommen. Zu viel verlangt?


    Nirgendwo ist die Rede davon, dass du musst. Nirgendwo ist die Rede davon, dass die Radler das Recht haben, dass du dich in den Gegenverkehr quetschst, damit sie vorbeikommen. Es ging mir schlicht um Höflichkeit und Rücksichtnahme, so wie ich z.B. Autos aus Seitenstraßen hereinlasse, wenn ich auf eine Ampel zufahren. Es ging mir gerade nicht um Gesetze, sondern ein freundliches Miteinander. Ich erlebe es ab und zu, dass mich jemand auf dem Rad kommen sieht und extra nach rechts fährt, damit ich bloß nicht vorbeikomme (auch gern gesehen bei Staus auf der Autobahn, wenn ein Motorradfahrer sich zwischen den stehenden Autos durchschlängelt. Ich mache immer extra Platz, weil ich nicht erkennen kann, inwieweit es meine Situation verbessert, wenn der Motorradfahrer ebenfalls im Stau steht. Aber für manche Leute ist es eindeutig zu viel, dass sie selbst leiden müssen und jemand in ihrer Umgebung nicht.). Ich wollte gern das gegenteilige Verhalten anregen.

    #95Verfasser Gibson (418762) 09 Jun. 22, 17:04
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    "Die beiden haben offenbar Spaß daran, den jeweils anderen (und alle in dessen Verkehrsmittel) zu hassen."


    Noch mal dazu: Habe ich irgendwo allen Ernstes behauptet, ich würde alle Autofahrer hassen? Ich würde alle Autofahrer ernsthaft über einen Kamm scheren, wie SB das bei "den Radfahrern" macht?

    #96Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 17:24
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    Gibson, ich überhole Radfahrer mit genügend Seitenabstand. Wenn das nicht geht, bleibe ich dahinter.

    Ich halte an, wenn ein Radfahrer Vorrang hat.


    Ich bin bremsbereit, wenn ich an der für Rechtsabbieger grünen Ampel rechts abbiegen will und auf dem Radweg daneben ist ein Radler, der geradeaus Rot hat. Meist muss ich da auch bremsen. Und JA - ich bleib da auch stehen, weil dieser verdammte Bei-Rot-Einfachdurchfahrer meinen heißgeliebten Mercedes beschädigen würde, aber auch, weil mir die Vorstellung eines Verletzten vor mir auf der Straße ziemlich unangenehm ist.


    Die beiden Kamikaze-Radler am letzten Sonntag waren noch nicht in Sichtweite, als ich wegen des Linksabbiegers anhalten musste. Es handelte sich nicht um ein längere Schlange stehenden Verkehrs, nur ich und der Linksabbieger. Die kamen mit Maximaltempo angeschossen und anstatt bei diesem kurzen, verkehrsbedingten Stopp mit anzuhalten, haben sie sich mit Gewalt irgendwo durchgezwängt.


    Übrigens: Ich habe noch nie bewusst mitbekommen, dass sich ein Motorrad mit Gewalt auf Teufel komm raus durchdrängt. Theoretisch ist es Motorrädern zwar verboten, sich im Stau durchzuschlängeln, aber wenn es umsichtig und vorsichtig geschieht, wird es geduldet, weil der Motorradfahrer bei längerem Stehen in der prallen Sonne im Hochsommer in seiner Schutzkleidung sonst ziemlich schnell kollabiert.


    Wozu muss ein Radfahrer an der roten Ampel bis ganz nach vorne ziehen, Aufstellung mittig vor dem vordersten Auto nehmen und bei Grün den gesamten Verkehr hinter sich aufhalten? Kann der nicht in der Reihe bleiben und wenigstens die, die vor ihm sind, losfahren lassen? Er kommt kein bisschen schneller voran, wenn er noch 10 Autos zusätzlich ausbremst. Ist das rücksichtsvoll?


    Übrigens ist laut dem Artikel mit dem Paragrafen, den ich vorhin verlinkt habe, ausdrücklich verboten, als Radler rechts neben einem bereits rechts blinkenden Fahrzeug Aufstellung zu nehmen. Da muss er dahinter stehen bleiben.

    #97VerfasserStahlbauer (1259064) 09 Jun. 22, 18:52
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    Gibson, ich überhole Radfahrer mit genügend Seitenabstand. Wenn das nicht geht, bleibe ich dahinter. Ich halte an, wenn ein Radfahrer Vorrang hat.

    Das musst du ja auch und zählt somit nicht unter "Rücksicht".


    Ich bin bremsbereit, wenn ich an der für Rechtsabbieger grünen Ampel rechts abbiegen will und auf dem Radweg daneben ist ein Radler, der geradeaus Rot hat. 

    Das ist rücksichtsvoll, vor allem, weil dieser Radler ja tatsächlich gegen das Gesetz verstößt, wenn er weiterfährt. Und ein Idiot ist. (Wir scheinen uns einig zu sein, dass das allein noch kein Grund ist, jemanden umzubringen.)


    Wenn 2 oder 3 Autos vor mir sind, bleibe ich im Allgemeinen dahinter. Wenn es 10 sind, sehe ich zu, dass ich möglichst nach vorne komme, weil die Ampel sonst wieder rot ist, bis ich bei ihr ankomme. Und da wäre es eben nett, wenn die Autos mich auch bereitwillig vorbeiließen. Das ist ja auf normalbreiten Straßen eigentlich kein Problem. Wenn dann jemand den Rand zumacht, ist das reine Nickeligkeit, denn normalerweise fahren die wenigstens Autos so eng rechts.

    #98Verfasser Gibson (418762) 09 Jun. 22, 19:29
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    Wozu muss ein Radfahrer an der roten Ampel bis ganz nach vorne ziehen, Aufstellung mittig vor dem vordersten Auto nehmen und bei Grün den gesamten Verkehr hinter sich aufhalten? Kann der nicht in der Reihe bleiben und wenigstens die, die vor ihm sind, losfahren lassen? Er kommt kein bisschen schneller voran, wenn er noch 10 Autos zusätzlich ausbremst. Ist das rücksichtsvoll?


    Normalerweise beschleunigt ein Radfahrer aus dem Stand erstmal schneller als ein Auto. Wenn ich (auf einem Radstreifen) gleichzeitig mit den Autos grün kriege, bin ich mindestens halb über die Kreuzung, bis das erste Auto wieder neben mir ist. Je nach Breite der Straße auch oft schon ganz rüber.

    Und das eben auch dann, wenn sich mein Weg und der des Autos nicht berühren und wir an der Ampel nebeneinander an der gleichen Haltlinie standen, also vollkommen unabhängig voneinander nebeneinander stehen und auf der gleiche Signal losfahren.


    Da bremsen also eher die Autos den Radfahrer aus, wenn der sich hinten anstellt. Vor allem kommen wahrscheinlich nur sehr selten weniger Autos durch eine Ampelphase, nur weil vorne ein Radfahrer stand.

    Auf einer längeren Strecke (10 Autolängen + Abstände) passiert es aber sehr schnell, dass der hinten stehende Radfahrer dann nicht mehr bei grün vorne ankommt. Auf dieser längeren Strecke merkt man dann doch die meist niedrigere Normalgeschwindigkeit des Radfahrers. Und dann bremst er Auto Nummer 11 und alle dahinter aus, die sonst auch diese Grünphase noch erwischt hätten.


    Ein Radfahrer, der einigermaßen fit ist und ordentlich anfährt, bremst wahrscheinlich weniger Autos aus, wenn er vorne steht als wenn er sich in der Schlange einreiht. Und dann nicht um wenige Sekunden Fahrzeit, sondern gleich eine ganze Ampelphase.

    Daher ist vorne hinstellen insgesamt rücksichtsvoller.

    #99Verfasser Dodolina (379349)  09 Jun. 22, 19:45
    Kommentar
    "Daher ist vorne hinstellen insgesamt rücksichtsvoller."

    Und man muss nicht die Abgase der Stinkekisten einatmen.
    #100Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 09 Jun. 22, 19:51
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    Stimmt, das kommt auch noch dazu, dass es einfach unangenehm und ungesund ist, ohne Luftfilter zwischen den Autos (fast alle mit laufendem Motor) zu stehen.

    #101Verfasser Dodolina (379349) 09 Jun. 22, 20:06
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    Am Sonntag ist wieder Fahrrad-Sternfahrt und die Autler-Fraktion ist im Gejammer-Overdrive 😂


    https://www.tagesspiegel.de/berlin/fahrrad-st...

    #102Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 10 Jun. 22, 13:45
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    Ich habe heute in der Früh festgestellt, dass ich ein ganz entschiedenes Feindbild im Straßenverkehr entwickelt habe. Und zwar sind das diese E-Roller. Hier, wo ich wohne, begegne ich ihnen meistens abgestellt auf Gehwegen, wo sie in fast allen Fällen mehr als blöd im Weg stehen (wenn ich in der Innenstadt unterwegs sind, nerven sie aber auch in Bewegung). Die Dinger sind doch wirklich völlig unnötig. Wenn wir schon denken, dass wir den Verbrennermotor in gut 10 Jahren in Rente schicken können, sollten wir dann nicht die Rohstoffe, die man für Akkus braucht, für Wichtigeres aufheben als für diese Erwachsenenspielzeuge?

    #103Verfasser bavarianna (1035365) 10 Jun. 22, 15:10
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    Die Idee war wohl ursprünglich (aus Städte- nicht unbedingt aus Firmensicht), dass sich damit der Autoverkehr reduzieren lässt, weil man stattdessen mit dem Zug oder der Bahn kommt und die letzten Kilometer zur Arbeitsstelle (oder die ersten zur Bahn) mit den Rollern fährt. Nur leider sind gerade in ÖV-Wüsten auch die Roller nicht vertreten, und für den täglichen Gebrauch sind sie auch viel zu teuer.


    Ich bin ja dafür, Neues auszuprobieren, aber wenn das Experiment scheitert, sollte man es halt auch beenden. Ich sehe es daher ganz wie bavarainna.

    #104Verfasser Gibson (418762) 10 Jun. 22, 15:18
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    Diese E-TRETroller? Ja, die sind unfassbar nervig und eigentlich überflüssig. Abgesehe davon, dass man mir Geld dafür geben müsste, mich da drauf in der Öffentlichkeit sehen zu lassen ...

    #105Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 10 Jun. 22, 15:25
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    E-Roller? Schlimmer als Fahrräder sind sie auch nicht.

    #106VerfasserStahlbauer (1259064) 10 Jun. 22, 15:29
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    I think they're great. People obviously enjoy using them, and surely, at least for a certain number, the alternative would be driving. And I don't mind sharing the bike lane with them -- as long, that is, as they call out or ring before passing me (which admittedly, only the fewest do.) And as long as I don't meet them going the wrong way in the bike lane (which cyclists do as well, though.)

    #107Verfasser Martin--cal (272273)  10 Jun. 22, 16:46
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    Schlimmer als Fahrräder sind sie auch nicht.


    Doch. Die meisten Radler beherrschen ihr Gefährt. Die meisten Radler lassen ihr Rad nicht mitten auf dem Bürgersteig stehen. Und, trotz der leicht selektiven Wahrnehmung der Autofahrer, die meisten Radfahrer halten sich mehr oder weniger an die Regeln, während E-Roller in meiner Erfahrung wirklich völlig ohne Bewusstsein für ihre Umgebung (inklusive anderer Leute, Ampeln, Fahrtrichtungen, Untergrund und Vorschriften) unterwegs sind. Wenn man das dann mit der Unsicherheit des Fahrers (oder noch besser, der beiden Fahrenden) kombiniert, ist es ein Wunder, dass überhaupt jemand heil nach Hause kommt.


     and surely, at least for a certain number, the alternative would be driving. 

    Das scheint eben überhaupt nicht der Fall zu sein. Ich geh mal suchen, ob ich Daten dazu finde.

    #108Verfasser Gibson (418762) 10 Jun. 22, 17:13
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    Vom Gedanken her (fast überall verfügbare Alternative für die letzte Meile, wie Gibson schon schrieb) finde ich die E-Roller gut, aber wenn ich mir ansehe, wie mit den Geräten umgegangen wird (kreuz und quer im Weg abgestellt, wenn sie denn wenigstens noch stehen und nicht im Baum hängen oder im Fluss liegen, der Fahrstil einiger Kunden), dann ist die Menschheit noch nicht reif dafür. Das steckt auch in den Preisen mit drin, weil das Zusammensuchen, Reparieren und Ersetzen der Roller die Kosten in die Höhe treibt.

    #109Verfasser Pottkieker (871812) 10 Jun. 22, 17:20
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     Schon seit Längerem ist bekannt, dass die Nutzung von E-Scootern vor allem zulasten des öffentlichen Nahverkehrs geht. Laut einer Studie aus Oslo, die vor Ausbruch der Corona-Pandemie durchgeführt wurde, würden 60 Prozent der Nutzer lieber zu Fuß gehen, wenn kein E-Scooter am Straßenrand bereitsteht. Ein Viertel würde den ÖPNV nutzen. Nur drei Prozent wiederum hätten auf das eigene Auto zurückgegriffen. Die Zahlen decken sich mit anderen Erhebungen aus den USA.


    [...]


    Allerdings unterscheidet sich die Nutzungsart stark, wenn man sich einen E-Scooter selber zulegt, anstatt einen zu mieten. Eine Studie aus Wien kam zu der Erkenntnis, dass Besitzer von E-Scootern sehr wohl das Auto durch einen Scooter ersetzen.

    [Anmerkung von mir: Da hätte ich auch überhaupt kein Problem mit. Alles, was ich oben geschrieben habe, träfe dann sehr wahrscheinlich nicht mehr zu. Mir geht es um die Mietroller]

    https://www.businessinsider.de/gruenderszene/...



    Das sagt der BUND:


    Angesichts der bisherigen Erfahrungen kann man noch nicht sagen, dass E-Scooter im Verleih einen positiven Nutzen für unsere Mobilität haben. "Als nachhaltig kann man den Einsatz solcher Roller zumindest im Verleihbetrieb nicht bezeichnen", so die Einschätzung von Jens Hilgenberg, "Sie ersetzen oft nicht das Auto, sondern ziehen Nutzer*innen an, die sonst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Nahverkehr unterwegs wären. So ist der Umwelt nicht geholfen."

    https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-...

    #110Verfasser Gibson (418762) 10 Jun. 22, 17:21
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    In Berlin, I mostly see them used by tourists (inexperienced, unaware of rules) and pre-teens/teens (not old for a driver's license).


    Ridden on the footpath, they endanger pedestrians and, in my experience, they impede traffic when ridden on the street or in bike lanes.


    I've never used one, but my sister tells me that they're also poorly maintained. The brakes in particular... :(

    #111Verfasser covellite (520987) 10 Jun. 22, 17:26
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    Darf man blind fahren? Manche Leute anscheinend schon...


    "Tschuldigung, hab nichts gesehen, weil der Kofferraum voll ist." Ja, ist das ein Grund, mir das Auto anzuspitzen? Gibt immer noch die Außenspiegel, und wenn's immer noch nicht reicht, dann hast Du Dir gefälligst jemanden zu suchen, der Dich einweist. Ganz toll übrigens auch der Typ hinter mir, der mir mit seinem Kopfschütteln mitteilte, ich hätte ja nicht da stehen bleiben müssen (sodass er auch noch warten musste) - ich wollte rückwärts einparken, und der *zensiert* hat ziemlich anschaulich bewiesen, welche Vorteile das hat. Zum Glück kein Blech- oder sonstiger Schaden, weil nur 20cm Anlauf.

    #112Verfasser Pottkieker (871812) 11 Jun. 22, 19:38
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    Back to a theme that we recently covered - blocked bicycle lanes. It's not just a nuisance when motor vehicles are parked in bike lanes. Today I read of this utterly avoidable tragedy:


    "A 3-year-old girl out riding with her mother in Uptown was killed Thursday when the woman tried squeezing around a ComEd truck illegally parked in a bike lane and was hit by a passing semi." More here:


    https://www.nbcchicago.com/news/local/3-year-...


    Bike lanes must be kept free of all obstacles. Penalties for violators must be high enough to truly deter blocking the lane. Inaction will lead to further similar tragedies.


    #113Verfasser Martin--cal (272273) 11 Jun. 22, 22:00
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    Zitat Gibson:

    Und, trotz der leicht selektiven Wahrnehmung der Autofahrer, die meisten Radfahrer halten sich mehr oder weniger an die Regeln

    Ende

    Hmm bei der Ampel (Druckbetätigt) bei der ich mitzähle wieviele Radfahrer anhalten und wie viele bei Rot fahren komme ich auf 40 zu 20. Es fuhren 40 bei Rot und nur 20 hielten an. Für mich sehr enttäuschend und auch beängstigend. Es gab übrigens keinen einzigen Autofahrer der bei Rot fuhr.


    #114Verfasser Hawkace (237330) 13 Jun. 22, 08:48
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    Die Art der Regelübertretungen sind, wie glaub ich schon des öfteren erwähnt, andere. Bei Radfahrern ist es anscheinend eher die Rotlichtmissachtung und das Fahren auf dem Gehweg, bei Autofahrern ist es eher die Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit, Nicht-Blinken, Abbiegefehler und fehlender Schulterblick. Nur fallen diese Regelmissachtungen weniger auf, bzw. sind eben sozial akzeptiert ...


    Da gab's letztens ein Urteil, nachdem ein Autofahrer einen Radfahrer wegen zu hoher Geschwindigkeit zermanscht hat. Der Richter meinte (aus dem Gedächtnis zitiert) mehr oder weniger "Ja, ist zu schnell gefahren, passiert, machen wir doch alle mal". Den Aufschrei möcht ich hören, wenn das gesagt wird, nachdem ein Radfahrer an einer roten Ampel einen Fußgänger erlegt hat.


    Und bitte immer im Kopf behalten: Dass andere Verkehrsteilnehmer durch Radfahrer schwer verletzt oder getötet werden, ist immer noch eine große Ausnahme.

    #115Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 08:55
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    Bubb, du hast Parkverstöße vergessen.

    Vor allem "mal eben"-Verstöße vorm Bäcker oder Paketshop oder Glascontainer oder ...


    Am Wochenende war ich ausnahmsweise mit Besuch mal viel im Auto unterwegs. An einer Stelle jemand einfach vor dem Glascontainer gehalten und die halbe Spur blockiert. Da war nur gerade eben noch Platz, dass unser Auto daran vorbei kam, ohne auf der Radspur zu fahren (die frei war, kein Radfahrer in Sicht).


    Aber man kann schlecht die Kunden eines Paketshops zählen, die mit dem Auto kommen und regelkonform um die Ecke parken. Daher kann man da keinen Vergleich zwischen Richtigparkern und Falschparkern am Paketshop anstellen. Ich würde vermuten, dass auch da die Bilanz eher in Richtung Falschparker geht.

    #116Verfasser Dodolina (379349) 13 Jun. 22, 09:13
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    Das ist doch kein Regelverstoß, Dodolina, oder wenn es denn doch einer sein sollte, dann ist der gerechtfertigt. Übergesetzlicher Notstand oder sowas ;-)


    Danke für die Vervollständigung :-)

    #117Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 09:16
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    Eine Stelle auf meinem Arbeitsweg ist prädestiniert für Blinkverstöße.

    Das ist eine Rechtsabbiegespur zwischen dem Gehweg und der Verkehrsinsel mit den Ampeln, es gibt aber keine Fußgängerampel für die Rechtsabbiegespur. Als Fußgänger muss man also schauen, ob frei ist und man gehen kann.

    Wenn ich da einfach losgehen würde, wenn kein kommender Autofahrer blinkt, dann wäre ich da schon mehrmals platt gewesen. Zählen (erst Recht über mehrere Tage) ist mir zu aufwändig, aber ich würde schätzen, dass da mindestens die Hälfte der Abbieger nicht blinkt.

    #118Verfasser Dodolina (379349) 13 Jun. 22, 09:26
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    Mich regen die Raser auch unsäglich auf - auf der BAB, aber noch mehr innerorts (bei uns im Dorf), vor allem die mit den geschwollenen Keimzellenbehältern, bei denen ohne Vroooooooom offensichtlich nichts geht. Sonntags dann gern auf dem motorisierten Zweirad und mit entsprechend aufbereitetem Gefährt, damit man das Vrooom auch noch hinterm Haus hört. Lästig, nervig, unnötig.


    Aber wenn wir mal wieder bei den Anekdoten sind:

    In den letzten Wochen hatte ich so einige Vorfälle mit Radlern in der benachbarten Kleinstadt, die mir heftiges Herzklopfen bereitet haben, z.B. beim urplötzlichen Einfahren vom Gehsteig auf die Straße ohne Schauen oder Handzeichen oder die Radlerin, die plötzlich stark abbremst und dann in einem weiten Bogen ausholend über den Zebrastreifen auf den Gehsteig fuhr oder besonders gern die Schüler an der Schule, die vom Gehsteig ohne Innehalten einfach über den Zebrastreifen fahren - wenn man da nicht vorausschauend einfach schon mal anhält, wenn man Radler auf dem Gehsteig heranfahren sieht, ist man verratzt. Auch schön: Radler, die in den Kreisverkehr einfahren, obwohl da grad ein Auto vorfahrtberechtigt schon fährt, offensichtlich der Meinung, dass so ein schmales Fahrrad ganz am Rand schon noch geht - gern auch rechts am korrekt dem Kreisverkehr Vorfahrt gewährenden Auto vorbei, so dass man den Radler auch z.T wirklich erst sieht, wenn er neben einem reingeigelt. Von dem Hirsch, der mich, als ich gerade von der Straße über den Gehsteig auf einen Parkplatz fahren wollte, rechts überholte und zack vors Auto fuhr, hab ich schon erzählt. Warum machen die das? Die gefährden sich damit doch vor allem selber. Kennen sie die Regeln nicht, wollen sie sie nicht kennen?

    Ich weiß nicht, ob solche Sachen der Grund sind, dass in dieser Kleinstadt kaum ein Autofahrer schneller als 30 fährt, obwohl es keine entsprechende Einschränkung gibt. Anfangs dachte ich, die sie seien einfach ganz generell a wengale langsamer. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Hauptverkehrsachse der besagten Kleinstadt einen baumbestandene Grünstreifen mit Bordstein in der Fahrbahnmitte hat. Das macht die Fahrspuren schmaler und trägt vielleicht auch dazu bei, dass langsamer gefahren wird - und gibt Fußgängern bessere Gelegenheit zum Überqueren der Straße.


    Dass die Regelverletzungen von Autofahrern weniger auffallen, glaube ich nicht. Dieser Faden beweist doch das Gegenteil. In Bayern finden derzeit auch wieder verstärkt Geschwindigkeits- und Fahrzeugausstattungskontrollen statt. An Feiertagen muss man sogar davon ausgehen besonders bei Schnellstraßen mit Blitzern rechnen. Von Fahrradkontrollen habe ich außerhalb der Großstädte noch nie etwas mitbekommen.


    Nachtrag: Gefühlt rege ich mich allerdings als Autofahrerin häufiger über andere Autofahrer auf als über Radfahrer.

    #119Verfasser Selima (107)  13 Jun. 22, 09:27
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    Dass Radfahrer am Zebrastreifen keinen Vorrang haben (der gilt nämlich nur für Fußgänger und Radschieber), wissen tatsächlich wenige. Das ist ein Riesenproblem.


    Gefressen hab ich auch die Radfahrer, die ohne zu schauen oder die Hand rauszutun einfach mal im 90°-Winkel nach links abbiegen. Vollidioten.


    "Dass die Regelverletzungen von Autofahrern weniger auffallen, glaube ich nicht."


    Naja, den Rotlichtverstoß des Radfahrers oder das Gehwegbefahren sieht man mit dem bloßen Auge. Ob ein Auto jetzt 50, 55, 60 oder 65 fährt, kann man ohne Hilfsmittel nicht festellen. Da gibt es schon mal ne Diskrepanz.


    Ich rege mich über alle Idioten auf, aber in erster Linie über die, die mein Leben und meine Gesundheit gefährden. Das passiert durch andere Radfahrer eher selten.

    #120Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 09:39
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    Bei den meisten Autoverstößen sind solche Privatstatistiken wie die Rotlichtradler bei Hawkace einfach nicht möglich.

    Tempo oder auch Abstände kann man schlecht ohne Geräte messen. Bei Parkverstößen findet man keine passende Vergleichsgruppe, die regelkonform um die Ecke oder 100m weg parken. (Wer zu Fuß am Paketshop ankommt, muss ja nicht unbedingt überhaupt irgendwo da ein Auto stehen haben.)


    Deswegen kann man solchen Aussagen über Radfahrer, die zumindest dort zu 2/3 bei Rot fahren, schlecht mit ähnlichen Daten über Autofahrer entgegentreten. Denn bei den Autofahrern geht es eben meist nicht um Rotlichtverstöße, sondern um andere Verstöße, wo man eben die Daten nicht als Privatbeobachter hat.


    Mir ist es zu aufwändig, über mehrere Tage zu zählen, aber an der oben geschilderten Rechtsabbiegespur würde ich auch schätzen, dass maximal die Hälfte der Abbieger blinkt.

    Und wie gesagt: der Blinker ist dort für die Fußgänger wichtig bei der Frage, ob sie die Spur überqueren können oder ob ein Auto kommt. So steht man da nämlich oft länger, bis man sicher ist, dass alle Autos wirklich geradeaus fahren.

    #121Verfasser Dodolina (379349)  13 Jun. 22, 09:55
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    "Und wie gesagt: der Blinker ist dort für die Fußgänger wichtig bei der Frage, ob sie die Spur überqueren können oder ob ein Auto kommt. So steht man da nämlich oft länger, bis man sicher ist, dass alle Autos wirklich geradeaus fahren."


    Wobei die Autofahrer ja grundsätzlich wartepflichtig wären, wenn ein Fußgänger erkennbar queren will. Aber das ist leider auch einem nicht unerheblichen Teil der autofahrenden Bevölkerung unbekannt oder wurscht. Oder hab ich die Situation missverstanden?

    #122Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  13 Jun. 22, 09:58
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    Da ist kein Zebrastreifen oder so, daher sehe ich da tatsächlich die Fußgänger als wartepflichtig an.

    Eben wie sonst auch, wenn man ohne jede Markierung irgendwo eine Straße überqueren will.

    #123Verfasser Dodolina (379349)  13 Jun. 22, 10:02
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    Meine persönliche Wochenendstatistik:

    2 Notbremsungen wegen verkehrswidrig die Fahrbahn querenden Radfahrern.

    80 % der ausdrücklich als Motorradstellplätze ausgewiesenen Plätze am Baggersee von Fahrrädern blockiert.


    Besonders vorbildlich: Kind auf dem Fahrrad setzt zum Anhalten an, weil die Fahrradampel rot ist, die erwachsene Begleitperson ruft ihm von hinten zu "Fahr zu!" - und beide brettern über die Straße genau in dem Moment, als die Ampel für die Autos grün wird.

    #124VerfasserStahlbauer (1259064) 13 Jun. 22, 10:06
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    Meine Statistik (ohne konkrete Zahlen):

    Mehrere Autofahrer, die in waghalsigen Manövern überholen. Mehrere Motorradfahrer und Autofahrer, die auf schmalen Landstraßen die Kurven schneiden (trotz Gegenverkehr).

    Mehrere Autofahrer, die sich ziemlich schnell durchquetschen, obwohl die Straße nur so gerade breit genug für 2 Autos nebeneinander ist.


    Ein Autofahrer, der so schlampig im Parkhaus einparkt, dass er halb auf dem daneben liegenden Behindertenparkplatz steht. Wir haben da den Platz dringend benötigt, denn wir wollten mit einem Gehbehinderten im Fahrzeug genau diesen breiten Behindertenparkplatz nutzen, mit Berechtigung natürlich.


    Schon erwähnt die Glascontainerparkerin, die die einzige Geradeausspur blockiert, so dass man fast nur auf der Linksabbiegerradspur an ihr vorbeifahren kann.

    Und das sind nur die Fälle, die mir so ganz spontan einfallen.

    #125Verfasser Dodolina (379349) 13 Jun. 22, 10:13
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    Und, hast Du die Rotlichtsünder wenigstens durch ein unaufdringliches Dauerhupen auf ihre Verfehlung aufmerksam gemacht?

    #126Verfasser drkimble (463961) 13 Jun. 22, 10:13
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    #121/122 Diejenigen, die abbiegen, müssen generell Fußgängerinnen Vorrang gewähren, die die Straße überqueren, in die die Motorisierten etc. abbiegen wollen.
    #127Verfasser Nirak (264416) 13 Jun. 22, 10:13
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    Wenn da ein Zebrastreifen oder Fussgängerüberweg wäre - ja.. Sonst nicht..

    #128Verfasser drkimble (463961) 13 Jun. 22, 10:15
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    Nirak, ich quere an der Stelle aber nicht die Straße, in die sie einfahren, sondern nur die Rechtsabbiegespur.

    Als Fußgänger steht man da auf der Verkehrsinsel der Kreuzung, wo auch die Ampeln stehen, die die Geradeausspuren regeln. Also wirklich so, dass man keine der beiden Straßen wirklich quert.


    Oft gibt es an solchen Stellen einen Zebrastreifen oder gleich noch eine Fußgängerampel. An dieser Stelle aber nicht. Es ist also nicht klar, welche Straße man da überquert.

    Die Straße, in die die Autofahrer einfahren, ist übrigens eine Kraftfahrstraße ohne Fußwege. Die Straße, aus der die Autofahrer kommen, ist eine normale Stadtstraße mit Gehwegen.

    #129Verfasser Dodolina (379349) 13 Jun. 22, 10:17
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    Mein Fahrlehrer sagte mal ganz plastisch:

    Wenn Du pleite bist und zumindest Deine Familie retten willst: Hohe Lebensversicherung abschließen und Dich dann an einem Zebrastreifen vor ein heranfahrendes Auto werfen, da hat der Autofahrer immer schuld..

    #130Verfasser drkimble (463961)  13 Jun. 22, 10:18
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    #127 genau (außer es ist anders geregelt), allerdings gilt das nicht nur für die Motorisierten.

    #131Verfasser Selima (107) 13 Jun. 22, 10:19
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    #128 Nein, auch ohne Ampel oder Zebrastreifen.

    # 131 Gilt natürlich für alle, die abbiegen - Autos, Fahrräder, den Mann mit dem Handkarren etc. Daher auch im ersten Beitrag das etc.
    #132Verfasser Nirak (264416)  13 Jun. 22, 10:39
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    Wenn ich das recht recht verstehe, überquert man die Straße, bevor die Autos abgebogen sind. Blöde Situation.

    #133Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 10:47
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    Ja, genau, man quert da quasi diagonal, von der Verkehrsinsel auf den Gehweg in der Kurve.

    Also weder richtig die eine Straße noch die andere. Für jede Straße gibt es jeweils eine Ampel, nur diese Rechtsabbiegerspur ist eben zwischen der Verkehrsinsel und dem Gehweg.


    An den meisten solchen Stellen gibt es einen Zebrastreifen oder eine eigene Ampel, auch an 3 Ecken dieser Kreuzung, nur an dieser einen Ecke eben nicht.

    #134Verfasser Dodolina (379349)  13 Jun. 22, 10:55
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    @128???

    Wenn man abbiegt (und dabei den Blinker setzen müsste) dann hat der Fußgänger Vorrang.

    Gleiches gilt für aus dem Kreisverkehr rausfahren.


    #135Verfasser Hawkace (237330) 13 Jun. 22, 11:06
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    @126: drkimble, ich hupe die grundsätzlich nicht an - die Anwohner können schließlich nichts dafür. In diesem speziellen Fall hätte die Begleitperson dem Kind vermutlich noch eingeredet, dass Hupen ein unzulässiger Einschüchterungsversuch ist. Zudem fassen die Plagegeister eine Hupe sowieso nur als Bestärkung auf "Ich wurde gesehen, jetzt MUSS der andere warten"

    Außerdem ist es im Umgang mit Radfahrern viel effektvoller, wenn man ein klein wenig später, dafür um so stärker bremst.

    #136VerfasserStahlbauer (1259064)  13 Jun. 22, 11:18
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    @Stahlbauer, und wenn Du dabei den Radfahrer erwischt, weil's dann doch nicht mehr reicht, bist Du ganz schnell an einem Ort, wo die Bewegungsfreiheit sich auf so wenige Quadratmeter erstreckt, dass Du nicht mehr über irgendwas mit Rädern nachzudenken brauchst. Aber selbst wenn nicht, kann Dir die unnötige Vollbremsung als Nötigung oder Bedrohung ausgelegt werden.

    #137Verfasser Pottkieker (871812)  13 Jun. 22, 11:23
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    Ach ja, gehupt habe ich am Wochenende auch mal.

    Da stand ein Typ (zu Fuß) mitten auf der Straße und wollte die Landschaft fotografieren. Den habe ich (aus Abstand) mal darauf aufmerksam gemacht, dass er im Weg stand. Er ging dann an den Straßenrand und hat mich durchgewunken.

    #138Verfasser Dodolina (379349) 13 Jun. 22, 11:25
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    Aus dem Beitrag 136 erkennt man ganz deutlich, wes Geistes Kind SB ist. Ich stelle mir vor, wie SB reagieren würde, wenn ich zugäbe, mit Vollkaracho auf Fußgänger zuzufahren, die auf der Radspur rumtorkeln ... Aber irgendwas von "Rücksicht" faseln.

    #139Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 11:32
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    Moment, pottkieker: Ein Radfahrer donnert mir unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln quer vor den Kühler, ich muss eine Vollbremsung machen und dann hätte in deinen Augen ich den Regelbrecher genötigt?

    Das erinnert schon fast an die Logik von Herrn Putin.


    @139: Radfahrer fahren doch immer Vollkaracho. Fußgänger werden mit Klingeln und "Weg da - wäääääg" verscheucht, Autos zur Vollbremsung genötigt.

    #140VerfasserStahlbauer (1259064) 13 Jun. 22, 11:46
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    "Außerdem ist es im Umgang mit Radfahrern viel effektvoller, wenn man ein klein wenig später, dafür um so stärker bremst."


    Du hast also mit Absicht verspätet gebremst. Das ist was anderes, als eine Vollbremsung zu machen, und ja, das kann man als Nötigung ansehen.


    "@139: Radfahrer fahren doch immer Vollkaracho. Fußgänger werden mit Klingeln und "Weg da - wäääääg" verscheucht, Autos zur Vollbremsung genötigt."


    Aber unnötiges Hupen ist OK, ja?

    #141Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 11:52
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    Stahlbauer, ich erinnere Dich an den letzten Satz Deines letzten Posts. Du wirbst ausdrücklich dafür, später und dafür stärker zu bremsen.


    Tauschen wir doch mal einen Protagonisten: Stell Dir vor, eine Person, die nicht gut zu Fuß ist, müht sich über die Fußgängerampel. Sie geht bei Grün los, schafft es aber nicht innerhalb der Grünphase auf die andere Seite. Du kommst mit dem Auto, siehst Deine Ampel auf Grün springen. Du hättest genug Spielraum, um normal runterzubremsen. Stattdessen gibst Du Gas und steigst zehn Meter vor der Ampel voll in die Eisen, damit die Person lernt, die Straße schneller zu räumen. Dummerweise hast Du den Nässefleck auf der Fahrbahn übersehen, schlitterst weiter, und Dein Opfer wird nie wieder eine Straße überqueren. Mit "Ich hatte aber grün" wirst Du da keinen Richter finden, der Dich freispricht.


    Und jetzt zurück zum Radfahrer: Auch da gilt, dass Du zu reagieren hast, sobald Du die Situation erfasst. Das absichtlich zu verzögern, macht Dich zum Schuldigen an allem, was nicht passiert wäre, hättest Du nicht mutwillig abgewartet und dann eine ursprünglich vermeidbare Vollbremsung gemacht. Mal ganz davon abgesehen, dass es nicht Deine Aufgabe ist, Fehlverhalten anderer im Straßenverkehr zu sanktioneren, dafür gibt es staatliche Organe.

    #142Verfasser Pottkieker (871812) 13 Jun. 22, 12:05
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    Radfahrer fahren doch immer Vollkaracho.


    Nein, nur wenn sie es wirklich eilig haben, denn Vollkarachofahren ist vollanstrengend im Gegensatz zu motorisiert Vollgasfahren.

    #143Verfasser Daja (356053) 13 Jun. 22, 12:06
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    pottkieker

    1. Kann ich zwischen einem blindlings rasenden, egoistischen Radler und einem gehbehinderten Fußgänger ohne weiteres unterscheiden.
    2. Sprach ich von Radlern, die bereits Rot haben, wenn sie quer vorbeiziehen, nicht von Fußgängern, die die bei Grün begonnene Überquerung noch beenden.
    3. Wäre es für jemanden, der sein Kind ausdrücklich AUFFORDERT "Fahr zu", wenn längst rot ist, recht heilsam, wenn er ein oder zwei Sekunden nur noch hoffen kann, dass das Auto rechtzeitig zum Stehen kommt.


    Im übrigen fände ich es weit wichtiger, diese Radler, die sich immer und überall darauf verlassen, dass die anderen ihnen schon Platz machen und bremsen werden, einmal auf die Folgen aufmerksam zu machen, wenn das Auto über eine Ölpfütze rutscht, oder der Fahrer nicht ständig das Gebüsch am Rand im Auge hat.


    Und was heißt hier "sanktionieren" - wer weist mir nach, wann ich den Regelbrecher erstmals gesehen habe?

    #144VerfasserStahlbauer (1259064)  13 Jun. 22, 13:32
    Kommentar

    #144: "Im übrigen fände ich es weit wichtiger, diese Radler, die sich immer und überall darauf verlassen, dass die anderen ihnen schon Platz machen und bremsen werden, einmal auf die Folgen aufmerksam zu machen, wenn das Auto über eine Ölpfütze rutscht, oder der Fahrer nicht ständig das Gebüsch am Rand im Auge hat."


    Das hätte ich gern näher erläutert...

    #145Verfasser Zugi (797273) 13 Jun. 22, 13:36
    Kommentar

    "Wäre es für jemanden, der sein Kind ausdrücklich AUFFORDERT "Fahr zu", wenn längst rot ist, recht heilsam, wenn er ein oder zwei Sekunden nur noch hoffen kann, dass das Auto rechtzeitig zum Stehen kommt."


    Was für eine Aussage (wenn ich das schreibe, was ich denke, dann sind bestimmt wieder einige Leute beleidigt). Wenn sich das Kind erschrickt, stürzt und zu Schaden kommt - oder Du doch nicht rechtzeitig bremsen kannst und das blöde Gör vor den Augen seines Vaters zermanschst, ist das bestimmt eine super Verteidigung vor Gericht.


    Du bist nicht als Erzieher unterwegs. Ich finde es unfassbar, mit welcher Selbstgerechtigkeit Du hier unterwegs bist, Hoffentlich nimmt man Dir bald die Pappe ab.

    #146Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 13:37
    Kommentar

    Egal wie arschig sich manche Fahrradfahrer benehmen (Zustimmung: das Verhalten des Elternteils ist nicht in Ordnung): es ist deine PFLICHT, angemessen zu fahren und zu reagieren! Ganz nach dem Motto "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt".


    Du bewegst mind. 3 t mit einer leichten Bewegung deines Fußes und hast damit niemanden zu erziehen!! Was ist denn los mit dir?!


    Wenn ein Fußgänger süffisant über die rote Fußgängerampel spaziert, ärgere ich mich aber bleibe natürlich stehen, fahre nicht bis auf wenige Zentimeter heran und/oder ziehe mit aufheulendem Motor an ihm vorbei. Damit der auch ja merkt, wie sehr ich mich geärgert hab.

    #147Verfasser Nachteule (463921) 13 Jun. 22, 13:50
    Kommentar

    "diese Radler, die sich immer und überall darauf verlassen, dass die anderen ihnen schon Platz machen und bremsen werden"


    Ich frage mich wirklich, woher Du diesen wirklich unfassbaren Schwachsinn, ach was, diese gequirlte Scheiße, anders kann man es wirklich nicht mehr bezeichnen, her hast.


    Darf ich Dich daran erinnern, dass dieser Faden das Wort "Rücksicht" im Titel führt? Ein Konzept, das Dir komplett fremd zu sein scheint.

    #148Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 13:55
    Kommentar

    Ihr Lieben, SB ist sehr weit von euch entfernt und scheint nicht die Absicht zu hegen, Euch auch nur ein wenig entgegenzukommen. Ihr werdet ihn also kaum erreichen in dem Ihr Euch echauffiert. Manchmal muss man eben die Nutzlosigkeit einsehen und aufgeben. Es sei denn, Ihr habt einfach Lust auf dieses sinnlose Geplänkel.

    #149Verfasser lyri (236943) 13 Jun. 22, 13:59
    Kommentar

    Ich kann so einen grenzenlosen Schwachsinn aber nicht einfach so unwidersprochen stehen lassen. Sorry.

    #150Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 14:03
    Kommentar

    Dito.


    Andere Frage - Warum setze ich den Fadentitel "Helme für Fußgänger" eigentlich im Kopf immer fort mit "und alle, die es werden wollen?"


    @Stahlbauer: Es ist völlig egal, ob Du eine Person vor Dir hast, die nicht schneller kann, oder eine, die gedanken- oder rücksichtslos ist; Du hast schlicht und ergreifend das Deine zu tun, damit nichts passiert.

    #151Verfasser Pottkieker (871812)  13 Jun. 22, 14:06
    Kommentar

    Ich habe das schon mal hier geschrieben, aber es sind ja viele lange Fäden und nicht jeder liest jeden Beitrag:


    Hawkace, bei mir ist eine Anforderungsampel, bei der ich bereits mehrmals fast überfahren worden wäre, weil die Autofahrer, die um die Kurve kommen, grün erwarten und viel zu spät - oder auch gar nicht - sehen, dass die Ampel rot ist. Inzwischen fahre ich bei Rot - ich muss sowieso genauso aufpassen, als gäbe es keine Ampel, also fahre ich, wenn die von meiner Warte aus gut einsehbare Straße frei ist, egal, was die Ampel gerade sagt.


    --

    Was Stahlbauer im Moment hier schreibt, finde ich auch überhaupt nicht lustig. Ein bisschen Provokation ist ja ganz nett als Würze für den Faden, aber eigentlich müsste ihr jemand, der hier mitliest und die Macht dazu hat, den Lappen wegnehmen wegen solcher Einstellungen. Vielleicht sollte es neben der theoretischen und der praktischen Führerscheinprüfung auch eine psychologische Untersuchung geben, ob der zukünftige Autofahrer emotional reif genug ist, eine potentielle Mordmaschine zu bedienen (womit sich der Kreis zu den School Shootings nebenan schließt.)

    #152Verfasser Gibson (418762) 13 Jun. 22, 14:17
    Kommentar

    lyri, du hast ja Recht. :)

    Aber dieser Kommentar war unterste Schublade. In dem Szenario war ein Kind involviert und SB phantasiert darüber, das Elternteil mit einer späten Bremsung zu "heilen". Das ist schon ein sehr ekliger Gedankengang.


    A propos Schublade: In meinem Kopf landet SB nun in der Schublade "Troll". Nuff said.


    #153Verfasser Nachteule (463921) 13 Jun. 22, 14:21
    Kommentar

    Ich frage mich, was SB sagen würde, wenn ich allen Ernstes behauptete, dass alle Autofahrer rücksichtslose Raser wären, und es nur richtig und gut wäre, wenn sich öfter mal einer um nen Baum wickeln würde.

    #154Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 14:35
    Kommentar

    Gibson, ich fahre seit über 40 Jahren unfallfrei und hatte ein einziges Mal einen Punkt in Flensburg wegen zu schnell Fahrens auf der Autobahn, der nach 2 Jahren automatisch gelöscht wurde. Ich habe noch niemandes Spiegel zerstört, weder versehentlich noch vorsätzlich. Ich beschmutze fremdes Eigentum auch nicht auf die ekelerregendste Art, so wie andere in diesem Faden dies tun. Ich beschimpfe andere nicht auf unflätigste Weise, womit andere in diesen Fäden sogar noch angeben.


    Edit: Andere vorsätzlich behindern und dann auch noch ganz scheinheilig verkünden "Das dient nur meiner Sicherheit" tue ich natürlich auch nicht.


    Bei einer psychologischen Untersuchung hätte ich natürlich verloren, während die Spiegelabtreter weiterrasen würden. Warum? Weil Psychodiagnosen praktisch immer falsch sind.

    #155VerfasserStahlbauer (1259064)  13 Jun. 22, 15:14
    Kommentar

    Hach, Du guter, missverstandener Mensch ...


    "hatte ein einziges Mal einen Punkt in Flensburg wegen zu schnell Fahrens auf der Autobahn, der nach 2 Jahren automatisch gelöscht wurde" - nur noch nicht erwischt worden, denke ich mal.


    "Ich habe noch niemandes Spiegel zerstört, weder versehentlich noch vorsätzlich." - dafür gefährdest Du andere leichtfertig und vorsätzlich. Das ist natürlich VIEL besser.


    "Bei einer psychologischen Untersuchung hätte ich natürlich verloren, während die Spiegelabtreter weiterrasen würden." - Yoda würde sagen "das Mimimi stark ist in diesem"


    "Edit: Andere vorsätzlich behindern und dann auch noch ganz scheinheilig verkünden "Das dient nur meiner Sicherheit"" - was meinst Du? Dass man als Radfahrer einen gewissen notwendigen Sicherheitsabstand zum Fahrbahnrand einhält? Das ist keine "vorsätzliche Behinderung. Ganz einfach.

    #156Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  13 Jun. 22, 15:21
    Kommentar

    Würde ich gewohnheitsmäßig andere gefährden und/oder mich als Erzieher von eigenen Gnaden aufspielen, wäre ich längst Radfahrer. Alle Radfahrer in meinem Bekanntenkreis haben sich als untragbar im motorisierten Verkehr erwiesen.

    Als Radler sind sie nicht besser, aber da gefährden sie hauptsächlich sich selbst. Es ist nur sehr ärgerlich, dass man als richtiger Verkehrsteilnehmer ständig in Gefahr lebt, unfreiwillige Beihilfe zum Selbstmord zu leisten.

    #157VerfasserStahlbauer (1259064) 13 Jun. 22, 15:31
    Kommentar

    "Würde ich gewohnheitsmäßig andere gefährden und/oder mich als Erzieher von eigenen Gnaden aufspielen, wäre ich längst Radfahrer."


    Ausgerechnet von Dir das.


    "Alle Radfahrer in meinem Bekanntenkreis haben sich als untragbar im motorisierten Verkehr erwiesen."


    Natürlich, alle. Ausnahmslos. Merkst Du eigentlich, was für einen unfassbaren Unfug Du zusammensabbelst?


    "als richtiger Verkehrsteilnehmer" - was sind denn "unrichtige Verkehrsteilnehmer"? So Leute, die auf andere Verkehrsteilnehmer zu rasen, um sie zu erziehen?

    #158Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  13 Jun. 22, 15:33
    Kommentar

    Bitte nicht, wie immer, alle in einen Topf werfen.


    Die zu schnellen Motorradfahrer aber der zu schnelle Autofahrer. Es gibt in jeder Verkehrsteilnehmergruppe Idioten. Manche sind größere Idioten manche kleinere. Die meisten sind aber (hoffentlich) eher normal.


    @ Stahlbauer: Ich würde mir das nie verzeihen, wenn ich absichtlich später bremse (um irgendwen zu erschrecken) und aus welchen Gründen auch immer (Ölspur, nasses Laub, Matsch an den Reifen [gerade auf Youtube gesehen] oder oder oder ...) es dann nicht reicht.

    #159Verfasser Hawkace (237330) 13 Jun. 22, 15:50
    Kommentar

    Deswegen mache ich sowas ja auch nicht, Hawkace. Ich finde es aber recht interessant, welche Wut der bloße Gedanke bei den Radfahrern auslöst.


    Die sollten sich wirklich einmal Gedanken machen, was ihnen passieren kann, wenn ein Auto auf einen Ölfleck, nasses Laub usw. gerät. Sie kalkulieren schließlich mit optimalen Bedingungen, wenn sie anderen einfach vor den Kühler fahren.


    Als typisch Radler empfinde ich auch, dass sich hier niemand über die Person echauffiert, die dem Kind bei Rot "Fahr zu" zuruft. Für mich ist diese Person eine typische Radfahrerin, die noch dazu die nächste Generation typische Radfahrer heranzieht. Ach stimmt, deshalb regen sich die Radfahrer hier auch nicht auf. - So etwas ist für sie normal.

    #160VerfasserStahlbauer (1259064) 13 Jun. 22, 16:00
    Kommentar

    Hör einfach mal auf zu trollen und ständig diesen pauschalisierenden Unfug zu verzapfen.

    #161Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jun. 22, 16:06
    Kommentar

    Als typisch Radler empfinde ich auch, dass sich hier niemand über die Person echauffiert, die dem Kind bei Rot "Fahr zu" zuruft.


    Da hat sich niemand echauffiert, weil hier niemand so ein Verhalten gut oder auch nur gerechtfertigt findet und somit verteidigen will. Du hast die Person ja schon verurteilt, und da sind wir alle bei dir. Nur nicht bei deinen folgenden Pauschalisierungen und Gewaltfantasien.


    Und wie bist du jetzt plötzlich auf Spiegelabtreter gekommen? Glaubst du, das sind Radfahrer? Und glaubst du, das ist ein Volkssport unter allen Radfahrern?

    #162Verfasser Daja (356053) 13 Jun. 22, 16:31
    Kommentar

    Für mich ist diese Person eine typische Radfahrerin, die noch dazu die nächste Generation typische Radfahrer heranzieht. 


    Was genau der Grund ist, warum niemand sich dazu geäußert hat. Fast alle Radfahrer hier sagen in regelmäßigen Abständen, dass es natürlich Idioten unter den Radlern gibt und die uns ebenso auf den Sack, so vorhanden, gehen wie den Autofahrern. Natürlich hat die Mutter ein Rad ab und sollte vielleicht ebenfalls einer Eignungsprüfung unterzogen werden. Du wirst niemanden finden, der glaubt, das wäre ein gutes und kluges Verhalten gewesen. Aber das macht sie nicht zu einer typischen Radlerin. Und wie Daja schon sagt, ist es viel seltener, dass sich Leute äußern, wenn sich alle einig sind. 14 Beiträge, in denen im Wesentlichen steht "Es ist nicht ideal, wenn Mütter ihre Kinder gefährden und ihnen beibringen, sich selbst zu gefährden" hätten mich überrascht.

    #163Verfasser Gibson (418762)  13 Jun. 22, 16:52
    Kommentar

    Picturing Steelbuilder how she "laughs into her little fist".

    Die Faust sehe ich tatsächlich auch vor mir, bildlich und metaphorisch.

    #164VerfasserBraunbärin (757733)  13 Jun. 22, 18:11
    Kommentar

    In Chile muss man als Autofahrer alle ... 5? Jahre ... eine Eignungsprüfung ablegen. Meine Freundin nervt das sehr, aber eigentlich finde ich das gut. Bei so manchem geraten Verkehrsregeln, die man in der Fahrschule lernt, völlig ohne böse Absicht in Vergessenheit. Da wäre so eine regelmäßige Nachschulung doch super. Und am besten für alle Verkehrsteilnehmer. Denn auch Fußgänger und Radfahrer haben nicht immer alle Regeln wirklich präsent.

    #165Verfasser Selima (107) 13 Jun. 22, 19:09
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    Hätte ich überhaupt nichts gegen. Es zeugt schon von einem gewissen Optimismus, dass der Staat einmal eine Prüfung mit 18 verlangt und man dann die nächsten 70 Jahre eine Maschine bedienen darf, die problemlos Menschen umbringen kann. Und es ist ja auch nicht so, dass sich nie etwas ändert (nicht nur die Regeln gelegentlich, sondern auch das Verkehrsaufkommen und neue Verkehrsteilnehmer wie Lastenräder, e-Bikes, e-Roller, e-Autos etc.).


    Und eine Schulung für Nicht-Autofahrer wäre auch nicht blöd, gute Idee.

    #166Verfasser Gibson (418762) 13 Jun. 22, 22:02
    Kommentar

    Oh ja, und dann auch noch ein Praktikum für das korrekte Nutzen von Bus und Bahn, gekrönt von einer Einweisung zum Schuhe zubinden.. es kann ja nicht sein, dass einem das nur einmal im Kindergarten gezeigt wurde und dann nie wieder..

    Scherz beiseite, gibt es denn überhaupt keine Eigeninitiative mehr bzw. traut Ihr den Leuten es nicht mehr zu, dass sie sich aus eigenem Antrieb, Selbstschutz, Interesse oder Neugier über neue Trends und Richtungen wie Lastenräder, e-Bikes, e-Roller, e-Autos etc. selbst informieren?

    Hat denn auch nur eine(r) der anwesenden Schreiber außer mir sich mal solch einen vielgescholtenen E-Roller ausgeliehen und Erfahrungen damit gesammelt, damit man dessen Verhalten und Fahreigenschaften selbst beurteilen kann und diese Erfahrungen in die eigene Beurteilung der anderen Verkehrsteilnehmer einfliessen können? Neee, bloß nicht, auf solch ein Affenteil stell ich mich doch nicht..

    Aber dann würde man zum Beispiel feststellen, dass man diese Dinger ständig mit beiden Händen am Lenker fahren muss und Handzeichen zum Abbiegen und sich dabei Umsehen sehr anspruchsvoll sein kann..


    Auch eingefleischte Radfahrer (soll es hier geben, habsch gehört..) sollten vielleicht mal 2-3h mit einem grossen LKW als Fahrer unterwegs sein, damit sie selbst erleben, wie unübersichtlich so ein Gefährt beim Fahren und Abbiegen ist, auch bei neuestem Standard immer noch tote Winkel besitzt und man dann als Folge darauf etwas achtsamer im Strassenverkehr mit dem Rad unterwegs ist als zu meinen, "der muss mich doch sehen, ich fahr einfach weiter, weil ich Vorfahrt habe"


    Nur mal so als Denkanstoß..

    #167Verfasser drkimble (463961) 14 Jun. 22, 08:03
    Kommentar

    Aber dann würde man zum Beispiel feststellen, dass man diese Dinger ständig mit beiden Händen am Lenker fahren muss und Handzeichen zum Abbiegen und sich dabei Umsehen sehr anspruchsvoll sein kann..


    Fahrtrichtungen anzeigen zu können und sich umschauen zu können, gehört zur Fahrzeugbeherrschung und die muss gegeben sein, wenn man am Verkehr teilnimmt. Dann muss man das eben üben, bevor man sich damit in den Straßenverkehr begibt.


    Es können auch immer mehr Kinder nicht einhändig radfahren.

    Wenn die Kleinen mit 4 vom Laufrad auf Pedale umsteigen ist das noch zu schwierig und später denkt keiner dran, bis es vor der Fahrradprüfung in der Grundschule plötzlich gekonnt werden soll.

    Da achtet wenigstens noch jemand drauf, dass die dann auch ihr Rad beherrschen, weil es in der Schule Thema wird und geübt wird.

    Eine Entschuldigung ist "kann nicht einhändig fahren" da auch nicht, wenn man keine Handzeichen gibt.


    Das gilt genauso für die E-Roller.

    Entweder muss man Handzeichen geben können oder Blinker einbauen, sonst darf man damit nicht in den Verkehr. Und Umschauen muss sowieso gekonnt werden, das ist Grundvoraussetzung im Straßenverkehr, dass man seine Umgebung im Blick behalten kann.

    #168Verfasser Dodolina (379349) 14 Jun. 22, 08:20
    Kommentar

    "wie unübersichtlich so ein Gefährt beim Fahren und Abbiegen ist, auch bei neuestem Standard immer noch tote Winkel besitzt"


    https://de.wikipedia.org/wiki/Toter_Winkel


    Es gibt keinen "toten Winkel" mehr. Es gibt LKW-Fahrer, die die Spiegel nicht im Blick haben.


    "man dann als Folge darauf etwas achtsamer im Strassenverkehr mit dem Rad unterwegs ist"


    Warum ist "der LKW-Fahrer", der ja um seinen angeblichen "toten Winkel" wissen muss (nicht "müsste" oder "sollte", sondern "muss"), nicht etwas achtsamer im Straßenverkehr, statt zu meinen "ich hab ja nen toten Winkel, sollen eben die anderen aufpassen"? Diese Schuldumkehr finde ich schwer erträglich. Vor allem, weil eine Aussage wie "ich fahr einfach weiter, weil ichman dann als Folge darauf etwas achtsamer im Strassenverkehr mit dem Rad unterwegs ist Vorfahrt habe" unterstellt, dass das Opfer des Verkehrsunfalls mehr oder weniger absichtlich in den LKW gefahren ist.


    #169Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 08:21
    Kommentar

    Aus dem Wikipedia-Artikel von Bubb:

    2007 hat die EU eine Ausstattung von neu zugelassenen LKW mit Spiegeln für die lückenlose Rundumsicht vorgeschrieben. Seit März 2009 müssen auch bestehende LKW mit den Spiegeln nachgerüstet sein. Seitdem befinden sich zusätzlich zu den Hauptaußenspiegeln an allen LKWs ein Frontspiegel, ein Rampenspiegel und zwei Weitwinkelspiegel


    Demnach müssen LKW-Fahrer ihre Spiegel richtig einstellen und haben dann wirklich keine toten Winkel mehr.


    Ich habe mir übrigens noch keinen Roller ausgeliehen und werde das auch nicht tun.

    Nur um das mal auszuprobieren gebe ich denen nicht meine Daten (inklusive Kreditkarte oder Kontodaten).

    #170Verfasser Dodolina (379349)  14 Jun. 22, 08:23
    Kommentar

    Manche Mitbürger bräuchten tatsächlich eine Nachschulung im Fach Schuhebinden.


    Das Problem ist, dass genau die, die's nötig haben, eben keine entsprechende Initiative entwickeln werden. Wenn das so schwierig ist mit den Dingern, dann wäre es doch umso wichtiger, wenn man die nur nach Einweisung fahren dürfte. So, wie es derzeit gehandhabt wird, darf jeder Suffkopf sich auf so ein Ding stellen und seine Umwelt gefährden. Es kann ja auch nicht sein, dass ein Gefährt bauartbedingt es nicht zulässt, eine Richtungsänderung anzuzeigen. Aber vielleicht hat man sich gedacht, dass es das nicht braucht, schließlich gerät das Blinken bei Autofahreren und das Handzeichengeben bei Fahrradfahrern zunehmend in Vergessenheit (ganz anders bei den Motorradfahrern, die ihre Blinker generell an lassen).


    Da wäre es doch hervorragend, wenn man ein umfassendes Verkehrstraining bekäme, bei dem einem die verschiedenen Vehikel zur Verfügung gestellt werden. Wird nicht passieren. Wo kämen wir denn da hin, wenn man sowas verlangte! Gar vorschriebe!

    [Einen LKW (7.49t) habe ich übrigens schon gefahren. Interessante Erfahrung.]


    [Den Widerspruch zwischen Deinem "Scherz" und dem danach ist Dir nicht aufgefallen?]

    #171Verfasser Selima (107) 14 Jun. 22, 08:25
    Kommentar

    Nachtrag e-Roller: Das wollte ich noch fragen: Kann man die überhaupt ohne Mobiltelephon anmieten? Wenn nicht, dann bin ich eh draußen.


    B.L.Z.Bubb, Dein Sichtfeld ist aber schon etwas eingeschränkt. Na klar, muss der LKW-Fahrer das tun. Aber wäre es nicht ganz wunderbar, wenn beide sich in die Lage des anderen versetzten. Und sich hernach alle besser verhalten könnten?

    #172Verfasser Selima (107) 14 Jun. 22, 08:30
    Kommentar

    P.S.: Ja, große LKW bin ich beim Bund auch schon gefahren, damals(tm). Und seitdem weiß ich "wenn nix sehen, dann nix fahren". Das beherzige ich auch, wenn ich - ausnahmsweise - mal mit dem PKW unterwegs sein sollte. Die modernen Mistdinger sind wegen irgendeiner C-Säule (glaub ich) teilweise so dermaßen unübersichtlich, dass man beim Schulterblick rein gar nix sieht. Ergo: in weniger als Schritttempo um die Ecke tasten, um nicht doch irgendjemanden zu übersehen und zu zermanschen. Sollen die hinter mir eben hupen.


    Selima, klar, sollten. Aber die Hauptverantwortlichkeit liegt eben beim LKW-Fahrer als dem, der eh wartepflichtig ist und - weil größer und stärker - vorrangig Rücksicht zu nehmen hat.

    #173Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  14 Jun. 22, 08:30
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    Sehr schön..dann fahr mal bei Regen.. solls ja geben in unseren Breitengraden.. und Du siehst nix mehr in diesen Spiegeln. Lückenlos ist die Rundumsicht sowieso nicht, der Bereich hinter dem LKW kann überhaupt nicht eingesehen werden und gerade beim Abbiegen gibt es den Moment, wo der LKW schon einschwenkt, ab dann über die Spiegel nichts mehr neben sich sehen kann (jetztb ist nur noch die Plane im Spiegel zu sehen) und durch das Beifahrerfenster noch nicht Sicht auf den Radweg nebenan hat. Zusätzlich kann man beim Fahren nicht alle Spiegel jederzeit zu 100% beobachten, weil vielleicht Gegenverkehr oder anderes zu beachten ist und dann freut sich jeder LKW-Fahrer über mitdenkende Radfahrer, die ihn abbiegen lassen und auf ihre Vorfahrt verzichten.

    Was viel wichtiger ist als diese 6 verschiedenen Spiegel, die man ja nicht alle jederzeit im Blick hat:

    Es gibt inzwischen elektronische Annäherungssensoren, die dem Fahrer akustisch alarmieren, dass sich da jemand im Gefahrenbereich befindet, dies schützt gegen Unfälle, bei denen ein Radfahrer oder Fussgänger rechts neben dem LKW steht. Diese Systeme helfen aber nicht gegen Radfahrer, die mit Tempo 25 und mehr über den eigentlich vorfahrtsberechtigten Radweg brettern.


    Auch Autofahrer, die sich schon immer über herausziehende LKWs auf der Autobahn ärgern, sollten mal den Platz tauschen und sehen dann, wieviel man nur in den Spiegeln sehen kann und besonders bei Regen nur Gischtfahnen zu sehen sind und ein silbergraues Auto ohne Licht so gut wie garnicht zu erkennen ist. Da klappt überholen auch nur eher nach dem Motto: Blinker setzen, 2-3 Sekunden warten, dass die Fahrzeuge auf dem Überholstreifen abbremsen können, rausziehen und hoffen, dass da keiner mit 250 angeschossen kommt..

    #174Verfasser drkimble (463961) 14 Jun. 22, 08:45
    Kommentar

    "blinken und hoffen"? Was ist das denn für ein Prinzip? Noch mal: Wenn nix sehen, dann nix fahren.


    "Diese Systeme helfen aber nicht gegen Radfahrer, die mit Tempo 25 und mehr über den eigentlich vorfahrtsberechtigten Radweg brettern."


    Nur komisch, dass nach dem, was ich so mitbekomme, genau diese Radfahrer nicht vom LKW zermanscht werden, sondern die (mittel-)alte Dame, bei der man sicher nicht von "brettern" reden kann.


    Zudem gilt für LKW mittlerweile Schrittgeschwindigkeit beim Abbiegen. Hält sich auch fast keiner dran.

    #175Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 08:49
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    wie war die Statistik zu diesen gewissen Verkehrsteilnehmern, die bei Rot über die Ampel fahren und hoffen, dass da nix kommt? Nochmal; Wenn Rot, dann STOP

    #176Verfasser drkimble (463961) 14 Jun. 22, 08:52
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    Whataboutism in Reinform. Oder willst Du sagen, weil es Radfahrer (und auch, oh Gott, Autofahrer) gibt, die rote Ampeln missachten, dürfe der LKW-Fahrer fahren, obwohl er nix sieht?

    #177Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 08:56
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    Auch einen Radfahrer mit 25 oder 30 km/h hat man als LKW-Fahrer erst kurz vor der Kreuzung überholt. Wer rechts abbiegen will, der muss vorher schon darauf achten, was auf dem Radstreifen los ist.

    Und wenn ich einen Radfahrer überhole, dann kann ich auch dessen Geschwindigkeit einschätzen. Dass der sich nicht in Luft aufgelöst hat, wenn er nicht mehr im Spiegel zu sehen ist, sollte man sich denken können.


    Das ist mir schon so oft (vor allem in den USA mit PKWs) passiert, dass ich als Radfahrer überholt werde und dann plötzlich das Auto einschwenkt und ich fast in die Seite fahre.

    Wenn ich abbiegen muss, dann überhole ich kurz vorher keinen Radfahrer mehr. Oder bleibe dann so stehen, dass ich die Radspur noch sehe, bis alle weg sind.

    #178Verfasser Dodolina (379349) 14 Jun. 22, 08:56
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    Autofahrer haben immer und überall damit zu rechnen und darauf zu achten, ob andere Verkehrsteilnehmer sich regelwidrig verhalten und deren Fehler auszugleichen. Vor allem müssen sie jederzeit innerhalb der Sichtweite anhalten können.


    Gilt diese Verpflichtung wirklich nur für Autofahrer?

    #179VerfasserStahlbauer (1259064) 14 Jun. 22, 09:01
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    Nein, natürlich nicht.


    Aber es kann auch innerhalb des Sichtfeldes plötzlich etwas Unerwartetes passieren, wo man eben nicht mehr rechtzeitig anhalten kann. Es gibt eben sowas wie Reaktionszeit und Bremsweg (auch für Radfahrer) und wenn 5m vor mir einer abbiegt, dann habe ich als Radfahrer mit 20km/h keine Chance.


    Das ist genauso, wie wenn plötzlich 5m vor dem Auto ein Kind zwischen den parkenden Autos vorgerannt kommt. Da hat der Autofahrer auch keine Chance, weil man diese Strecke locker in der Reaktionszeit fährt.


    Solche Ereignisse haben mit der Sichtweite nichts zu tun, weil sie sich im Nahbereich abspielen.

    Und damit sie nicht passieren, müssen Eltern (oder Fußgänger allgemein) eben aufpassen, bevor sie auf die Straße treten. Und genauso müssen Auto- und LKW-Fahrer aufpassen, wenn sie abbiegen und dabei die Fahrradspur kreuzen.


    Wenn man sowas wirklich per Regel verhindern will, dann ist nur noch Schrittgeschwindigkeit erlaubt, immer und überall.

    Sollen wir wirklich zurück dazu, dass vor jedem Auto ein Fahneschwenker her gehen muss? Dann würde der Autofahrer nämlich wirklich nur Schrittgeschwindigkeit fahren.

    #180Verfasser Dodolina (379349)  14 Jun. 22, 09:13
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    Warum gehst Du auf die scheinheilige Fragerei eigentlich noch ein?


    An einer ernsthaften Erwiderung ist SB doch eh nicht interessiert.

    #181Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  14 Jun. 22, 09:26
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    Keine Ahnung, manchmal lasse ich mich eben doch hinreißen.


    Ich bremse übrigens sogar für Vögel.

    Da war am Wochenende so eine lebensmüde Amsel, die in 50cm Höhe knapp vor dem Auto über die Straße flog. Wenn ich nicht gebremst hätte, wäre die vermutlich vor der Stoßstange gelandet.

    #182Verfasser Dodolina (379349) 14 Jun. 22, 09:28
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    1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

    #183Verfasser Irene (236484) 14 Jun. 22, 09:39
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    Einen Radfahrer überholen nur um sofort darauf quer vor ihm rechts abzubiegen würde ich niemals.


    Ich bestreite aber, dass es allein Schuld des Kfz-Führers ist, wenn ein Radler trotz bereits rechts gesetztem Blinker sich in seinen toten Winkel gestellt hat. Ich bin der Meinung, rechts am stehenden Verkehr vorbeifahren sollte grundsätzlich verboten werden, um Klarheit zu schaffen. Radfahrern ist nicht klar, dass ihnen lediglich erlaubt ist, bei genügend Platz mit äußerster Vorsicht am stehenden Verkehr vorbeizufahren. Sie missinterpretieren den Paragrafen als grundsätzliche Berechtigung, immer und überall rechts zu überholen, auch wenn der Überholte bereit mitten im Abbiegevorgang ist.


    Ich bestreite, dass Radfahrer nur "ihr Recht" wahrnehmen, wenn sie volle Möhre auf dem von der Straße aus nicht oder nur schlecht einsehbaren Radweg über die Kreuzung rasen. Das ist für mich eine Situation, in der der Radfahrer die Geschwindigkeit reduzieren und den übrigen Verkehr beobachten muss.

    #184VerfasserStahlbauer (1259064) 14 Jun. 22, 09:41
    Kommentar

    Blablabla.

    #185Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 09:47
    Kommentar

    Ich bestreite, dass Radfahrer nur "ihr Recht" wahrnehmen, wenn sie volle Möhre auf dem von der Straße aus nicht oder nur schlecht einsehbaren Radweg über die Kreuzung rasen. Das ist für mich eine Situation, in der der Radfahrer die Geschwindigkeit reduzieren und den übrigen Verkehr beobachten muss.


    Dann ist aber vom Radweg aus die Straße genauso wenig oder nicht einsehbar. Verkehr beobachten geht in diese Richtung genauso schlecht wie die Beobachtung des Radwegs in die andere Richtung.

    Beide Seiten müssen hier aufpassen, aber vor allem der abbiegende Verkehr, denn dieser muss Vorfahrt gewähren und ist als erster verantwortlich, dass er rechtzeitig anhält.

    Wenn der Bereich neben der Straße schlecht einsehbar ist, muss man sich da beim Abbiegen eben rantasten, bis man den Radweg einsehen kann. Und das ist nicht erst dann der Fall, wenn die Motorhaube schon mitten drauf steht.


    Nur mal so am Rande:

    Wen ich nicht (gut) sehen kann, der kann mich höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht (gut) sehen.

    Bei Autos und LKWs gilt das für den Fahrer: Wenn ich als Fußgänger oder Radfahrer den Fahrer in einem seiner Spiegel sehen kann, dann kann der mich auch sehen. Und wenn er mich übersieht, dann hat er nicht aufgepasst.

    #186Verfasser Dodolina (379349)  14 Jun. 22, 09:49
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    "Wenn ich als Fußgänger oder Radfahrer den Fahrer in einem seiner Spiegel sehen kann, dann kann der mich auch sehen."


    Da würd ich mich NIE drauf verlassen, NIE.

    #187Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 09:57
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    Drauf verlassen würde ich mich auch nie.

    Aber dann ist die Verantwortung, wenn doch was passiert, beim Fahrer und er kann sich nicht mit "war nicht im Sichtfeld" rausreden.


    Eigentlich sollte man das andersrum formulieren:

    Wenn ich nur das Auto, aber nicht den Fahrer in den Spiegeln sehe, dann kann der mich auch nicht sehen. Und da es keine toten Winkel geben darf, hat er dann seine Spiegel falsch eingestellt.

    #188Verfasser Dodolina (379349) 14 Jun. 22, 10:03
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    "er kann sich nicht mit "war nicht im Sichtfeld" rausreden"


    Aber natürlich; *die* Radfahrer (immer alle) kommen schließlich immer ausnahmslos(!) rücksichtslos und überraschend "herangerast" (also mit MIN-DES-TENS Lichtgeschwindigkeit), da kann so ein armer überforderter LKW-Fahrer doch nix für, wenn er mal wieder einen davon zermanscht.

    #189Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 10:05
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    der LKW-Fahrer hat beim Abbiegen aber noch mehr zu tun als die ganze Zeit in die Spiegel zu gucken. Mit Anhänger muss das Zugfahrzeug zum Beispiel weit ausholen, bis in den Gegenverkehr hinein, der ja ebenfalls beachtet werden muss. Dabei schaut der Fahrer ganz woanders hin als in die rechten Spiegel. Macht man das nicht, dann rollt die Hinterachse des Anhängers quer über den Gehweg, schneidet die Kurve und gefährdet dort die wartenden Passanten und Radfahrer, die angehalten haben.

    Sowas ist den meisten nicht bewusst, weil sie eben noch nie LKW gefahren sind und Realsatire-Sendungen im TV wie z.B. "Truckerbabes" ein völlig falsches Bild vom Abenteuer LKW vermitteln.

    #190Verfasser drkimble (463961) 14 Jun. 22, 10:06
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    Und das ist nicht erst dann der Fall, wenn die Motorhaube schon mitten drauf steht.


    Das kommt leider vor. Auf meinem Arbeitsweg ist so eine Stelle, da sehe ich wirklich oft erst, wenn mein Auto schon in den Radweg hineinragt, ob da wirklich keiner kommt. Schuld sind parkende Autos bzw. die Ausweisung von Parkplätzen, so dass das vorderste parkende Auto eben die Sicht stark behindert (v.a. natürlich wenn es sich um SUVs oder VW-Busse etc. handelt), aber auch tatsächlich, dass einige Radler an dieser Stelle sehr schnell sind. Das heißt, dass ich wirklich weit retour schauen muss, um nicht doch einen schnellen Radler zu übersehen und das kann ich nur, wenn ich schon einen Teil des Radweges blockiere. Ich hasse diese Stelle.

    Schwierig ist auch an dieser Stelle, wenn ich von dieser Straße auf die größere ausfahren will, der entlang dieser Radlschnellstraße verläuft, dass man hinterm Radweg warten muss beim Vorfahrtachtenschild. Wegen der Reihe parkender Autos ist wirklich extrem schwierig zu sehen, wann von links nichts mehr kommt. Da ist verkehrsplanerisch noch einiges zu verbessern, z.B. den Radweg so anlegen, dass man vor dem Radweg stehen bleiben kann oder an der Stelle keine Parkplätze ausweisen.

    #191Verfasser Selima (107) 14 Jun. 22, 10:09
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    "der LKW-Fahrer hat beim Abbiegen aber noch mehr zu tun als die ganze Zeit in die Spiegel zu gucken."


    Ergo: Dann darf er nur weniger als Schrittgeschwindigkeit fahren. Ist eigentlich nicht so schwer.



    #192Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 10:13
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    Bubbx, Du schriebst doch, dass Du LKW gefahren bist. Mit ein klein wenig physikalischem Verständnis müsstest Du doch eigentlich zugeben, dass so ein 40-Tonner an einer Kreuzung maximal mit Schrittgeschwindigkeit abbiegen kann, weil die eigene Masse ihn sonst geradeaus drückt oder umschmeisst. Da biegt keiner mit 20 km/h oder mehr ab..

    #193Verfasser drkimble (463961) 14 Jun. 22, 10:18
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    Der Lkw-Fahrer sollte davon ausgehen dürfen, dass keiner mehr versucht, rechts an ihm vorbeizuziehen, wenn er zum rechts abbiegen bereits angefahren ist.


    Ich bleibe übrigens mehrere Meter hinter der Haltelinie stehen, wenn ein Lkw einbiegen will. Ich finde es nicht sehr rücksichtsvoll, dass eigentlich vorfahrtberechtigte Lkw ewig nicht links einbiegen können, weil in der Nebenstraße einer nach dem anderen bis nach vorne vorrückt und den Radius für den Lkw zu klein macht.

    #194VerfasserStahlbauer (1259064) 14 Jun. 22, 10:23
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    drkimble, ich sehe jeden verdammten Tag LKW, die genau das nicht tun. Keine 40-Tonner, aber andere große LKW. Die knallen um die Ecke, als gäbe es keine Fliehkräfte. Schleppkurve ist auch egal.

    #195Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 14 Jun. 22, 10:29
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    traut Ihr den Leuten es nicht mehr zu, dass sie sich aus eigenem Antrieb, Selbstschutz, Interesse oder Neugier über neue Trends und Richtungen wie Lastenräder, e-Bikes, e-Roller, e-Autos etc. selbst informieren?


    Ernsthaft? Man begibt sich abends ins Internet und recherchiert die technischen Spezifikationen und physikalischen Besonderheiten von Lastenrädern? In welcher Welt lebst du? Und wann hast du dich das letzte Mal einfach so informiert, was es Neues an Verkehrsregen gibt?


    Wenn deine Theorie des verantwortlichen und interessierten Bürgers stimmt, kann man ja auch die ganzen Gesundheits- und sonstige Prüfungen sowie verpflichtende Betriebsschulungen abschaffen, die es für manche Berufe gibt. Die werden doch sicher selbst darauf achten.



    Hat denn auch nur eine(r) der anwesenden Schreiber außer mir sich mal solch einen vielgescholtenen E-Roller ausgeliehen 

    Habe ich. Und?

    #196Verfasser Gibson (418762) 14 Jun. 22, 10:40
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    Lese ja schon eine ganze Zeit amüsiert mit.

    Bin selbst Jahre LKW gefahren und schon in der Fahrschule wird eingebläut, beim Rechts abbiegen IMMER auf Fussgänger und Radfahrer zu achten. Natürlich weiss ich, dass wenn ich einen Radfahrer kurz vor dem Abbiegen überhole, der dann nicht "plötzlich" verschwunden ist nur weil er nicht im Seitenspiegel auftaucht. Die Spiegel ansich sind auch ein Hinderniss, da diese recht gross sind und so eine eingeschränktes Sichtfeld verursachen. Deshalb geht man langsam aber sicher zu "mirror cams" über https://mbpassion.de/2018/09/mercedes-benz-tr...

    Mit 18m Länge und 40T Gewicht kann man nur mit max. Schrittgeschwindigkeit abbiegen... Mit einem LKW abbiegen ist etwas umfangreicher als mit einem PKW. Ausholen bis in die Gegenfahrbahn rein, damit Ampeln, Schilder und Fussgängerabsperrungen rechts nicht mit dem Heck "mitgenommen" werden. Wartende Autos an der roten Ampel in die einfahrende Strasse, die über die Haltelinie fahren und jetzt den Weg für den LKW blockieren sind auch keine Seltenheit. Und vieles, vieles mehr. Zu guter Letzt, rücksichtslose Idioten habe ich in LKW Kabinen, auf Fahrrädern und PKWs (ja und auch zu Fuss) genug gesehen, sehe aber auch, dass der Grossteil der o.g. Gruppen sich meist recht zivil verhält.

    #197Verfasser mike.be_1 (1283251)  14 Jun. 22, 10:46
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    40 T == 40 Tesla? Oder meinst du 40 t?


    #198Verfasser eineing (771776) 14 Jun. 22, 11:18
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    stimmt, bei 18 Metern passen doch gar nicht 40 Teslas auf den Autotransporter.. 😉

    #199Verfasser drkimble (463961) 14 Jun. 22, 11:20
    Kommentar

    Nein nein, 40Tesla ist schon richtig, etwas anderes gibt der Kontext ja gar nicht her... 🙄 *Hilfe*

    #200Verfasser mike.be_1 (1283251) 14 Jun. 22, 11:24
    Kommentar

    Hier im Sprachforum weiß niemand, was 'Kontext' ist. Du erwartest zu viel ;-)

    #201Verfasser Gibson (418762) 14 Jun. 22, 11:32
    Kommentar

    Seit wann braucht man zu Interpretation richtig verwendeter physikalischer Einheiten einen speziellen Kontext?

    #202Verfasser eineing (771776) 14 Jun. 22, 11:39
    Kommentar

    Der Punkt ist, dass im Sprachforum physikalischen Einheiten nicht bei vielen oben auf der Liste der wichtigen Dinge stehen, die man unbedingt wissen muss. Und da im Kontext klar war, worum es geht, war ein sich dumm stellendes #198 nicht zwingend notwendig IMO.

    #203Verfasser Gibson (418762) 14 Jun. 22, 11:50
    Kommentar

    Zwingend notwendig sicher nicht. Aber es hat lustige Antworten provoziert...

    🙂


    #204Verfasser Irene (236484) 14 Jun. 22, 11:54
    Kommentar

    Ich finde es nicht sehr rücksichtsvoll, dass eigentlich vorfahrtberechtigte Lkw ewig nicht links einbiegen können, weil in der Nebenstraße einer nach dem anderen bis nach vorne vorrückt und den Radius für den Lkw zu klein macht.


    Jedes Mal, wenn ich an der Haltelinie für Linksabbieger stehe, die ein gutes Stück weiter von der Ampel entfernt ist, als die für Geradeausfahrer und Rechtsabbieger, und sehe, wie weit der von link kommende, nach rechts abbiegende Linienbus ausholen muss, um nicht mit der Hinterachse über den Bordstein zu fahren, wird meine Erinnerung an meine Erfahrung als Traktorfahrerin mit 2-achsigen Anhängern aufgefrischt, die ich vor einem halben Jahrhundert (nur wenig übertrieben) machen durfte.

    #205Verfasser Daja (356053) 14 Jun. 22, 12:08
    Kommentar

    Klasse Daja, genau daran sieht man, wie selbst gemachte Erfahrungen das eigene Verhalten im Strassenverkehr beeinflussen, oft sogar positiv 😉

    Daher traut Euch, auch mal die Blickweise der bislang gehassten Parteien einzunehmen, Fahrradfahrer sollten mal im LKW mitfahren,falls sie keinen Schein dafür haben, Autofahrer sich auch mal aufs Rad schwingen oder mit einem E-Roller die Stadt durchqueren.. hilft alles mit für ein besseres Miteinander statt Gegeneinander im Strassenverkehr

    #206Verfasser drkimble (463961) 14 Jun. 22, 12:34
    Kommentar

    @165 Eignungsprüfung alle 5 Jahre:


    In unserem deutschen Beamtenstaat hätte ich Angst vor diesem bürokratischen Monster.

    #207Verfasser Hawkace (237330) 15 Jun. 22, 08:59
    Kommentar

    Zumindest LKW-Fahrer müssen sich alle fünf Jahre untersuchen lassen, ob sie denn noch die nötige Sehschärfe haben oder andere körperliche Mängel, die das Fahren beeinträchtigen könnten. Die Straßenverkehrsordnung wird allerdings nicht abgefragt und es wird auch kein psychologischer Eignungstest gemacht.


    Für Sensoren/elektronischen Abbiegeassistenten am LKW, die den Fahrer durch Blinken und/oder akustische Signale warnen, ist eine verpflichtende europaweite Einführung im Moment lediglich vorgesehen. Sie sind etlichen Transportunternehmen derzeit schlicht und einfach zu teuer, obwohl laut ADAC "Bis zu 1500 Euro (maximal 80 Prozent der Kosten) erhält, wer seinen Lkw nachrüstet." (Die realen Kosten mit Material, Einbau etc. für das ADAC-Testfahrzeug beliefen sich auf 2100 Euro für das günstigste System und rund 4650 Euro für das teuerste.) Da fragt man sich, wie teuer ihnen ein Menschenleben ist.


    Leider werden auch die Warnsysteme gefördert, die im ADAC-Test durchgefallen sind, immerhin vier von neun erhielten die Note "mangelhaft".

    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/a...


    "Tote Winkel gibt es nicht mehr" müsste eigentlich auch für Frankreich und Spanien gelten, sie sind schließlich in der EU, und dennoch müssen Fahzreuge über 3,5 t in F seit letztem Jahr nun verpflichtend eine Warnplakette in grellen Farben mit "Angles Morts" an ihren Vehikeln anbringen, sonst droht ein Bußgeld. Gilt auch für ausländische Fahrzeuge, auch Wohnmobile und Campinganhänger.

    https://www.adac.de/news/wohnmobil-frankreich/

    https://www.pfseguridadvial.com/senal-angulos...


    In Spanien ist es wohl nur dringend empfohlen. Ziel ist in beiden Ländern, Fußgänger, Rollstuhl-, Rad-, Roller-, Inlinefahrer etc. für die Gefahr stärker zu sensibilisieren, der sie ausgesetzt sind, wenn sie einzig und allein auf ihre Vorfahrtsberechtigung setzen.


    Ich bin gespannt, ob es die Unfälle wegen der größeren Vorsicht der schwächeren Verkehrsteilnehmer reduziert oder ob die stärkeren sich wegen dieser Warnhinweise eventuell rücksichtsloser verhalten.


    Ich achte als Radfahrerin jedenfalls schon ewig auf Rechtsabbieger, immer bereit, unverzüglich auf meine Vorfahrt zu verzichten, und genauso lange auf querende Fußgänger/Radfahrer etc., wenn ich im Auto rechts abbiege, jederzeit bereit anzuhalten.


    #208Verfasser Reeva (908916) 15 Jun. 22, 10:38
    Kommentar

    "Ich achte als Radfahrerin jedenfalls schon ewig auf Rechtsabbieger, immer bereit, unverzüglich auf meine Vorfahrt zu verzichten"


    Bitte, wer tut das denn im Zweifelsfall nicht? In den letzten 20 Jahren meines Radfahrer-Daseins habe ich das vielleicht fünf Mal erlebt, dass irgendso ein Vollhorst meinte, er müsse noch am bereits im Abbiegevorgang befindlichen Bus vorbei.


    Nur: wenn (wie letztens mal wieder) Dich so ein Autotrottel kurz vor der Kreuzung noch überholt und dann ohne zu blinken knapp vor Dir rechts abbiegt, dann hat das mit "auf Vorfahrt nicht verzichten" nix zu tun. Dann ist es eine Frage der Reflexe, des ständigen Beobachtens und einer Menge Glück, da unbeschadet rauszukommen.

    #209Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 15 Jun. 22, 10:51
    Kommentar

     Bitte, wer tut das denn im Zweifelsfall nicht?


    Im Zweifelsfall all die Toten und Verletzten, die entweder ihr Bewusstsein für die Gefahr (noch) nicht genügend geschärft hatten.

    #210Verfasser Reeva (908916) 15 Jun. 22, 10:55
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    Sorry, aber mit dieser Aussage implizierst Du, dass die Opfer mit Absicht "draufgehalten" haben. Finde ich echt unerträglich. So, wie sich mir die meisten Unfälle, von denen ich so lese, darstellen, sind die Opfer mehr oder weniger "kalt erwischt" worden. Die hatten gar keine Chance zu entscheiden, ob sie "verzichten" wollen oder nicht, weil sie schon Matsch waren.

    #211Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 15 Jun. 22, 11:01
    Kommentar

    Sorry, aber mit dieser Aussage implizierst Du, dass die Opfer mit Absicht "draufgehalten" haben. Finde ich echt unerträglich.


    Auch sorry, aber deine Theorie ist völliger Quatsch. Wenn das Bewusstsein für die Gefahr nicht geschärft ist, bei Kindern und Jugendlichen oder auch Erwachsenen z. B. die noch nie von toten Winkeln gehört haben oder davon, dass rechtsabbiegende LKWs sie u. U. nicht sehen können, ist ist das sorglose Wahrnehmen der Vorfahrt absolut keine Absicht.


    Ich selbst wusste erst mit ca. 21 davon, als eine Ex-Klassenkameradin auf ihrem Mofa überfahren worden ist.

    #212Verfasser Reeva (908916) 15 Jun. 22, 11:08
    Kommentar

    Ich selbst wusste erst mit ca. 21 davon, als eine Ex-Klassenkameradin auf ihrem Mofa überfahren worden ist.


    Das ist aber hoffentlich nicht der Regelfall. Verkehrserziehung sollte schon im Kindergarten einsetzen, und da sollte auch frühzeitig das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass andere Verkehrsteilnehmer einen nicht unbedingt sehen. Ich muss aber gestehen, ich kann mich auch nicht entsinnen, wann mir zum ersten Mal jemand den toten Winkel erklärt hat, wahrscheinlich, weil es schon sehr früh war. Dass man Kindern früh beibringt, nicht zwischen parkenden Autos auf die Straße zu treten, weil sie wegen mangelnder Sicht und Sichtbarkeit leicht überfahren werden können, ist aber meines Wissens die Regel, und das ist ja eigentlich fast die gleiche Chose.

    #213Verfasser Pottkieker (871812) 15 Jun. 22, 11:30
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    Ich hoffe, dass die Abbiegeassistenten in LKWs ausgereifter sind als der Spurwechselassistent, den ich beim letzten Gebrauchtwagenkauf unbewusst miterworben habe. Bei meinem Auto sind das Warnleuchten in den Rückspiegeln (keine Ahnung, wie so etwas u.U. in anderen Autos aussieht, kenne nur meinen eigenen Spurwechselassistenten).


    Als ich das erste Mal darauf aufmerksam geworden bin, bin ich zunächst erschrocken, weil in meiner Sichtperipherie plötzlich was aufgeleuchtet hat. In der nächsten Sekunde kam dann die Erklärung in Form eines Autos, das links an mir vorbeigefahren ist (ich war auf einer zweispurigen Straße in der Stadt unterwegs - ich wollte die Spur nicht wechseln, weshalb ich das Auto auch nicht wahrgenommen habe).


    Da dachte ich noch: Ui, das ist ja praktisch.


    Leider hat das "ui" nur bis zum nächsten stärkeren Regen vorgehalten: Regentropfen lösen die Warnleuchte auch aus bis hin zum Dauerleuchten, wenn es stärker regnet.


    Aus meiner Sicht ist ein solcher Assistent überflüssig. Wenn ich im Prozess des Spurwechsels noch die Schleifen "regnet es?" und "fallen Blätter von den Bäumen?" (fallende Blätter lösen die Warnleuchte auch aus) in meinen Algorithmus einbauen muss, wende ich lieber traditional und analog immer den Schulterblick an.

    #214Verfasser bavarianna (1035365)  15 Jun. 22, 11:30
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    Natürlich sollte man gerade Kinder und Jugendliche darauf hinweisen, aber in erster Linie müssen diejenigen, von denen die Gefahr ausgeht, dafür noch mehr sensibilisiert werden. Dass es daran unverständlicherweise immer noch hapert, sieht man ja an diesen Aufklebern "Achtung, toter Winkel". Verdammte Sch+++, wenn ich als Fahrzeugführer weiß, dass ich nen toten Winkel habe, dann muss ich mich beim Fahren entsprechend verhalten, und fünf, sechs oder zehn Mal schauen, bevor ich fahre.



    #215Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 15 Jun. 22, 11:35
    Kommentar

    Und hier noch ein Artikel aus der SZ, der beschreibt, was passieren kann, wenn sich VerkehrsteilnehmerInnen gegenseitig erziehen wollen:

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersber...

    Kurz zum Inhalt: Autofahrer setzt Linksblinker nicht, schneidet Motorradfahrerin, Motorradfahrer aus der gleichen Gruppe will Autofahrer erziehen, Autofahrer will Motorradfahrer zurück erziehen, glücklicherweise nur leichte Verletzungen beim Motorradfahrer, wichtige Bundesstraße eine halbe Stunde gesperrt, Analyse der jeweils begangenen Straftaten/Ordnungswidrigkeiten dauert noch an, Zeugen gesucht.

    #216Verfasser bavarianna (1035365) 15 Jun. 22, 11:38
    Kommentar

    Aus meiner Sicht ist ein solcher Assistent überflüssig. Wenn ich im Prozess des Spurwechsels noch die Schleifen "regnet es?" und "fallen Blätter von den Bäumen?" (fallende Blätter lösen die Warnleuchte auch aus) in meinen Algorithmus einbauen muss, wende ich lieber traditional und analog immer den Schulterblick an.


    Diese ganzen Assistenten sollten sowieso nie den traditionellen und analogen Schulterblick ersetzen, sondern nur ergänzen und aufmerksam machen, wenn man da was übersieht.


    Sorry, aber da habe ich ein der Familie ein paar ältere Herrschaften, die auch den Einpark-Piepser so verwenden, dass sie ich beim Einparken und rückwärts fahren nicht mehr umschauen, sondern nur darauf verlassen.

    Da wird nämlich auch gerne mal bis auf Dauerpiepsen (ca 30cm) auf einem Supermarktparkplatz rangiert. Und da kann das "Hindernis", wegen dem gepiepst wird, auch mal ein Kinderwagen sein.


    Deswegen ist das so ein Hassphänomen von mir, dass sich blind auf solche Systeme verlassen wird.

    #217Verfasser Dodolina (379349) 15 Jun. 22, 11:55
    Kommentar

    Wenn man "Assistent" und "Erziehen" zusammenbringt, landet man beim Auto eines Bekannten, das ich mal gefahren bin. Wir waren auf einer fast leeren Autobahn, vor mir ein sehr langsames Auto, also habe ich zum Überholen angesetzt - es piepte. Irritiertes Nachfragen, Antwort: Du hast nicht geblinkt. Stimmte auch, es war außer diesen beiden Autos niemand da (und ja, ich weiß, das ist kein Grund...). Jedenfalls piept das Auto, wenn du deine Spur verlässt, weil es denkt, du bist betrunken oder eingeschlafen. Außer du blinkst. Dann weiß es, du machst das bewusst. Das fand ich mal ein richtig gutes Feature.

    #218Verfasser Gibson (418762) 15 Jun. 22, 11:57
    Kommentar

    Aus meiner Sicht ist ein solcher Assistent überflüssig.


    Wenn der Assistent wie in deinem Fall nicht zuverlässig funktioniert, ist das natürlich ärgerlich Das macht solche technische Hilfsmittel aber nicht generell überflüssig. Meinen (gut funktionierenden) möchte ich nicht vermissen, ich finde ihn eine gute Ergänzung zum Spiegel- und Schulterblick.

    #219Verfasser covellite (520987) 15 Jun. 22, 11:58
    Kommentar

    Naja, wenn Autos dann irgendwann mal autonom fahren sollen, müssen die Assistenten auch grundständig funktionieren.


    Und solange sie noch nicht 100%ig ausgereift sind, sollten sie auch nicht verbaut werden. Erstens weil sich die FahrerInnen unangemessen weitgehend darauf verlassen (#217). Und zweitens weil das nur wieder zusätzlicher Schnickschnack ist, zusätzliche (offensichtlich zu wenig getestete) Software, was für die Langlebigkeit der zugrundeliegenden Maschine beileibe nicht förderlich ist.

    #220Verfasser bavarianna (1035365) 15 Jun. 22, 12:04
    Kommentar

    Tote Winkel haben übrigens nicht nur LKWs, sondern auch normale Autos.

    Ich glaube, die Sendung mit der Maus hat da mal (auf einem Parkplatz bei stehendem Auto) eine ganze Schulklasser "versteckt".


    Naja, wenn Autos dann irgendwann mal autonom fahren sollen, müssen die Assistenten auch grundständig funktionieren.


    Richtig. Und genau deswegen gibt es noch keine vollständig autonomen Autos, die für den öffentlichen Verkehr zugelassen sind.

    #221Verfasser Dodolina (379349)  15 Jun. 22, 12:04
    Kommentar

    Ich habe jetzt den Artikel aus #216 gelesen und fand das mal eine erfreulich wenig manipulative Beschreibung der Situation. Da wird der Motorradfahrer klar "abgedrängt" statt "gegen das Auto zu kommen" oder ähnlicher Blödsinn.


    Dass die Motorradfahrer ebenfalls die nötige Reife vermissen lassen, ist unbestritten, aber solche Reaktion sind genau der Grund, warum ich gerne eine umfassendere Prüfung vor dem Führerscheinerwerb hätte:


    Der Motorradfahrer wollte erneut seinen Unmut kundtun und überholte erneut das Auto. Dieses zog aber während des Überholvorgangs kurzzeitig ein Stück nach links, sodass er die Maschine des 59-Jährigen in deren Heckbereich touchierte.


    Der Autofahrer ist also sauer und riskiert deshalb mal eben das Leben eines Menschen. Solche Leute dürfen einfach nicht fahren. Es gibt immer auch Idioten im Verkehr. Wenn man damit so wenig umgehen kann, darf man sich nicht hinters Steuer setzen.

    #222Verfasser Gibson (418762) 15 Jun. 22, 12:06
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    Solange der Spurhalteassistent nur blinkt oder piept, wenn er meint, ich wäre neben der Spur, lasse ich mir das noch gefallen. Wenn er mir ins Lenkrad greift, werde ich allerdings sauer, vor allen Dingen, wenn es dadurch fast zu einem Unfall kommt.


    Ich habe letztens in einem Leihwagen zum ersten Mal so ein Ding erlebt, und solange ich eine Wahl habe, kommt mir so ein Ding nicht in die Karre. Autobahnbaustelle, ich bin auf der rechten Spur, die auf dem eigentlichen Standstreifen verläuft. Dass ich sehr weit nach rechts ziehe, auch ein Stück über die Linie raus, merkt der Assistent natürlich - dass ich das ganz bewusst mache, weil links von mir einer mit der engen Baustellenspur nicht zurechtkommt und mich spontan mit zwei Rädern auf meiner Spur besucht, merkt der §$%&/ "Assistent" natürlich nicht. Durch sein Eingreifen wäre um ein Haar der Unfall passiert, den ich vermeiden wollte, ich konnte gerade noch den Lenker gegen den Widerstand wieder nach rechts drehen. Das ist eine Sache, die darf nicht passieren, und so lange so etwas passieren kann, dürfte so ein Ding keine Zulassung kriegen.

    #223Verfasser Pottkieker (871812)  15 Jun. 22, 12:31
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    Vor Jahren erlebt: Ein Freund mit 7 1/2 Tonner war so freundlich, mich zur Abholung der neuen Couch-Garnitur in den Möbelmarkt zu fahren. An der Laderampe hat er die Lkw-Ladefläche ausgefahren und ist zurück ins Führerhaus. Währenddessen ist eine junge Frau von der anderen Seite her hinter den Lkw gelaufen, um auf ihre Ware zu warten. Ich habe ihr zugerufen, sie muss da weg, der Lkw köpft sie sonst gleich mit der Ladeflächenkante. Sie darauf: Der muss mich doch sehen, der hat doch einen Spiegel.

    Der Lkw rollte bereits rückwärts. Schließlich habe ich sichergestellt, dass der Fahrer MICH im Spiegel sieht, und bin auch hinter den Lkw gegangen. Die Frau hätte sich sehenden Auges köpfen lassen.

    Mein Freund kam ziemlich ärgerlich angelaufen: Was rennst du mir hinter den Wagen? - und machte Riesenaugen, als er sah, dass da zwei hinter dem Auto sind.

    #224VerfasserStahlbauer (1259064) 15 Jun. 22, 13:05
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    @208

    Zumindest LKW-Fahrer müssen sich alle fünf Jahre untersuchen lassen, ob sie denn noch die nötige Sehschärfe haben oder andere körperliche Mängel, die das Fahren beeinträchtigen könnten. Die Straßenverkehrsordnung wird allerdings nicht abgefragt und es wird auch kein psychologischer Eignungstest gemacht.

    Da stimmt nicht ganz, denn es geht tatsächlich über den Gesundheitscheck hinaus: Es gibt den Code 95 für Berufskraftfahrer, der alle 5 Jahre erneuert werden muss. Diese Kurse umfassen neben Ladungssicherung, erste Hilfe, ökonomisches Fahren auch einen Kurs in Verkehrssicherheit, inkl. StVO. Einen psychologischen Eignungstest halte ich nur dann für angebracht, wenn der Fahrer extrem negativ auffällig ist, eben so wie es bereits ist.

    @224

    Echt? Na, das ist ja eine hanebüchene Geschichte, denn normalerweise wird die Bühne ganz runter gelassen und verschwindet beim Zurücksetzen in einer dafür vorgesehene Öffnung unter der Laderampe, oder aber ich fahre so dicht an die Rampe und lasse dann die Bühne erst runter. So habe ich die gesamte Rückseite des LKW im Blick. Aber mit halb abgelassener Bühne rückwärts fahren.... Das ist schon sehr grenzwertig. Fährt dein Freund öfter LKW? Da rate ich dringend eine Code 95 Schulung an...

    #225Verfasser mike.be_1 (1283251) 15 Jun. 22, 14:46
    Kommentar

    "hanebüchene Geschichte"


    😂


    Ist ja nu auch nix Neues ...

    #226Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 15 Jun. 22, 14:57
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    mike.be, da hast du etwas missverstanden. Wie kommst du auf eine "halb heruntergelassene Bühne"?


    Der Fahrer war rückwärts so nahe wie möglich an die Rampe herangefahren. Er kannte diesen Möbelmarkthof nicht, sodass er den Abstand zur Rampe nicht bis auf 10 cm genau kalkulieren konnte, wie im Depot der eigenen Spedition. Er hat die Bühne heruntergelassen und ist zurück ins Führerhaus, um dann die Bühne ganz vorsichtig bis an die Rampe zu fahren. Das geht nur mit Tastsinn, sehen kann man das nicht.


    Sein Verhalten war völlig vorschriftsmäßig. Er hat die Bühne ganz heruntergelassen, sich überzeugt dass kein Hindernis hinter dem Auto war und ist wieder ins Führerhaus. Er hätte diese ahnungslose Frau nur bemerken können, wenn er sich zweigeteilt hätte und gleichzeitig an beiden Seiten des Autos entlang rückwärts zum Führerhaus gegangen wäre.

    #227VerfasserStahlbauer (1259064) 15 Jun. 22, 15:01
    Kommentar

    Sein Verhalten war völlig vorschriftsmäßig.

    Gnaz bestimmt nicht. B.L.Z. Bubb hat es schon mehrfach geschrieben, die Vorschrift, die da greift, ist ganz einfach: Wenn ich nichts sehe, fahre ich nicht. Auch nicht nur ein paar Zentimeter, auch nicht, wenn ich ausgestiegen bin und geguckt habe und dann wieder einsteige. Im Zweifelsfall muss ich mir jemanden suchen, der mich einweist.

    #228Verfasser Pottkieker (871812) 15 Jun. 22, 15:08
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    https://dejure.org/gesetze/StVO/9.html


    "(5)Wer ein Fahrzeug führt, muss sich ... beim Rückwärtsfahren darüber hinaus so verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls muss man sich einweisen lassen."


    Da man beim Rückwärtsfahren mit einem LKW eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer quasi nie ausschließen kann, hätte er sich einweisen lassen müssen.

    #229Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 15 Jun. 22, 15:12
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    Zumal ja mit Stahlbauer offenbar direkt eine zweite Person dabei war, mit der man ein Zeichen hätte vereinbaren können, wie auf mögliche Personen hinter dem Wagen aufmerksam gemacht werden sollte.

    Dann hätte Stahlblume sich nicht ebenfalls hinter den Wagen begeben müssen, sondern einfach nur das verabredete Zeichen gewunken und er hätte angehalten.


    Eine ganz heruntergelassene Ladebühne ist aber doch auch nur wenige Zentimeter über dem Boden. Da läuft doch keiner mehr rum und köpfen tut man damit auch niemanden.

    Diese Bühne war offenbar auf Höhe der Ladefläche des LKW und damit eben nicht "ganz unten".

    #230Verfasser Dodolina (379349)  15 Jun. 22, 15:14
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    # 213, Pottkieker


    Heutzutage ist das sicherlich so, zu meiner Zeit gab es keine Verkehrserziehung in Kindergarten und Schule, außer vielleicht den Basisregeln, die Straße erst dann zu überqueren, wenn man vorher nach links und rechts geschaut hat.


    Radfahrunterricht gab es in meiner Stadt für meine Kinder im vierten Schuljahr. Zwar waren da die wichtigsten Verkehrszeichen aufgemalt, die auch erklärt wurden, erstaunlich viele Kinder mussten aber auch erst noch die Technik des Fahrens erlernen, die viel Aufmerksamkeit absorbierte. Von rechtsabbiegenden LKWs wurde auch da nicht großartig gesprochen.


    Und dann gibt es noch den Faktor, dass man etwas weiß, dieses Wissen aber in besonderen Situationen einfach blockiert ist.

    Ich kann mich erinnern, dass eine Freundin noch mit 16 einfach blind über die Straße gerannt und einem entgegen kommenden Auto nur knapp entkommen ist, weil sie unbedingt einem auf der anderen Straßenseite abbiegendem Auto bzw. dessen Fahrer nachlaufen wollte. Ihre Eltern hatten ihr aufgetragen, zu Hause auf diesen Fahrer zu warten und ihm etwas auszurichten. Sie aber hatte das Haus verlassen und Angst vor ihren Eltern.

    Eine Bekannte, die in der Vorschulerziehung tätig war, hatte schon zig Mal mit ihren Zöglingen geübt, beim Ballspielen auf dem Hof nahe einer kaum befahrenen Straße nicht hinter dem Ball herzulaufen, wenn dieser dorthin gerollt ist oder gerade rollt. Auch beim zigsten plus einem Mal gab es immer wieder Kinder, die es trotzdem taten.


    Psychische und emotionale Ausnahmesituationen, Abgelenkt sein und mit den Gedanken woanders, gibt es auch bei Erwachsenen. Man weiß im Prinzip genau, wie es richtig ist, und verhält sich trotzdem anders. Dagegen hilft nur, sich das Problem immer wieder neu ins Gedächtnis zu rufen, damit es irgendwann richtig fest verankert ist.


    Ich bin jedenfalls die Letzte, die Radfahrern eine Schuld unterschieben will, wenn sie vorfahrtsberechtigt von rechtsabbiegenden LKWs überfahren werden.


    P.S.: Der Schulterblick, sehr sinnvoll und ausreichend, um dem toten Winkel ein Schnippchen zu spielen, ist beim Abbiegen nach rechts bei vielen LKWs nicht ausreichend. Man sitzt zu hoch und die Verkehrsteilnehmer rechts vom LKW sind zu nah und zu niedrig. Die drei Seitenspiegel sind fast zwei Meter vom Fahrer entfernt und bieten auch keine perfekte Rundumsicht. Weiß ich von einem nahen Verwandten, der seit 40 Jahren 40-Tonner fährt (unfallfrei) und das sagt auch dieser LKW-Fahrlehrer:

    https://www.saechsische.de/wie-kann-man-solch...


    Wenn die Abbiegeassistenten bei PKWs auch entbehrlich sind, so halte ich sie bei LKWs für sinnvoll. Wenn es zu viele gibt, die den hohen Anforderungen nicht entsprechen, muss dies ja nicht heißen, dass sie nicht weiterentwickelt werden können bzw. es auch bereits welche gibt , die "gut" abgeschnitten haben. Die schlechten sollten allerdings umgehend ihre Zulassung verlieren und aus dem Förderprogramm der Regierung ausgeschlossen werden, solange sie Mängel nicht behoben wurden.

    #231Verfasser Reeva (908916) 15 Jun. 22, 15:17
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    Also den Möbelmarkthof muss ich nicht kennen, egal ob Laderampe, Wand oder sonst was. Ich sollte aber sehr wohl die Länge meines LKWs kennen und so dicht wie möglich ran zu fahren und erst dann (!!!) die Ladebühne öffnen. Und wer auf 10cm Abstand nicht an ein Hinderniss ranfahren kann (ist tatsächlich ein k.o. Kriterium bei der Führerscheinprüfung), der sollte besser kein LKW fahren.

    "Er hat die Bühne ganz heruntergelassen, sich überzeugt dass kein Hindernis hinter dem Auto war und ist wieder ins Führerhaus."

    Wenn die Bühne ganz unten war, wie hätte er da jemanden "köpfen" können? Und Tastsinn? Beim LKW fahren? Sorry da habe ich wohl tatsächlich so ziemlich alles missverstanden...

    #232Verfasser mike.be_1 (1283251) 15 Jun. 22, 15:24
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    Ich gebe es auf.

    OK, wer sich sehenden Auges mittig hinter einen auf geschlossenem Gelände rückwärts rangierenden Lkw stellt, ist völlig unschuldig und im Recht, ebenso wie Radfahrer immer und überall Vorfahrt haben, selbst wenn sie rechts an erkennbar rechts abbiegenden Fahrzeugen sich noch irgendwie vorbeizudrängeln versuchen.

    #233VerfasserStahlbauer (1259064) 15 Jun. 22, 15:28
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    Und Dein LKW-Fahrer, für den es eine ausdrückliche Vorschrift in der StVO gibt, hat natürlich NICHTS falsch gemacht. Klar.

    #234Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 15 Jun. 22, 15:31
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    Nein, natürlich ist so jemand nicht unschuldig und hätte sich da nicht hinstellen sollen. Und nach der Warnung sofort da verschwinden müssen.

    Trotzdem ist es in der Verantwortung des LKW-Fahrers, dafür zu sorgen, dass er sieht oder von einem Helfer sehen und sich warnen lässt, wenn es in seinem Fahrbereich eine Gefahrensituation gibt.


    Und eben nicht mit Laderampe auf Kopfhöhe blind rückwärts zu fahren, sondern höchstens mit Rampe ganz unten und vorher so nah dran wie möglich (nach offenbar erfahrenen Angaben von mike unter 10cm muss gekonnt werden).

    Dann hätte die Dame sich da nicht hinstellen können, weil der einzige Ort hinter dem LKW auf der Laderampe gewesen wäre. Und selbst, wenn es nur 20 oder 30cm gewesen wären, stellt sich da doch keiner mehr hin, weil man dann quasi schon mit der Fußspitze unter der Laderampe steht.

    Und selbst 50cm (bis zur Wand) sind noch so nah, dass man den rollenden LKW nicht mehr hätte aufhalten können, bevor er die Person berührt.

    Da muss ja wirklich großzügig Abstand gewesen sein und damit unverantwortliches Verhalten, da die vorhandene Begleitperson nicht zum Einweisen aufgefordert wurde. Sonst hätte ja einmal Winken gereicht und Stahlbauer nicht selbst in den Gefahrenbereich gehen müssen.

    #235Verfasser Dodolina (379349) 15 Jun. 22, 15:39
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    selbst wenn sie rechts an erkennbar rechts abbiegenden Fahrzeugen sich noch irgendwie vorbeizudrängeln versuchen.


    Ich habe einen Unfall aus einem Bus (Fahrtrichtung geradeaus, Ampel rot) heraus beobachtet, wo rechts von meinem Platz ein ganz vorschriftsmäßig bei Grün im Schritttempo rechts abbiegender LKW mit Spiegeln an allen möglichen Stellen um Haaresbreite einen Fußgänger überfahren hätte, der auch ganz vorschriftsmäßig die Straße überqueren wollte, in die der LKW gerade einbog. Auf den LKW hatte der Passant wohl überhaupt nicht geachtet, nur auf seine grüne Ampel und die ihm entgegenkommenden Passanten von der anderen Seite geguckt (dabei hatte er nicht einmal auf ein Handy geschaut!). In allerletzter Sekunde hat der LKW-Fahrer bremsen können. Einen Unfall gab es trotzdem, weil der Fußgänger erschrocken zurücksprang und sich dabei verletzte.

    #236Verfasser Reeva (908916)  15 Jun. 22, 15:43
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    Wie kann denn eine Fußgängerampel grün sein und gleichzeitig die Rechtsabbiegerampel auch?

    Die Richtungsampeln sind normalerweise so geschaltet, dass dann auch die Fußgänger rot haben, wenn die Rechtsabbieger grün haben.


    Rechtsabbieger und Fußgänger haben nur dann gleichzeitig grün, wenn die Straßenampel nicht richtungsgebunden ist. Wenn die Geradeausampel aber rot war, dann muss der LKW wohl eine ausdrückliche Rechtsabbiegerampel gehabt haben. Das aber heißt, dass entweder die Ampel fehlgeschaltet war oder der Fußgänger bei rot gegangen ist.

    #237Verfasser Dodolina (379349) 15 Jun. 22, 15:50
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    Hei, wie gut ihr alle Lkw rückwärts rangieren könnt. Ich werde diesem langjährigen Berufskraftfahrer eure guten Ratschläge übermitteln.

    #238VerfasserStahlbauer (1259064) 15 Jun. 22, 15:51
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    Ich könnte das nicht und fahre genau deswegen auch keine LKW. Ich habe aber auch gar nicht den entsprechenden Führerschein.

    Aber mike tut das offenbar und weiß, dass diese Rangierfähigkeit in der LKW-Führerscheinprüfung Pflicht ist. Demnach muss das jeder können, der so ein Gefährt steuert.


    Heute zumindest, früher durfte man ja bis 7,5t fahren, wenn man nur einen normalen Autoführerschein gemacht hatte.

    #239Verfasser Dodolina (379349)  15 Jun. 22, 15:56
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    @238: Noch jemand, der es schafft, sich aus dem ernsthaften Diskurs rauszuschießen.


    Was ist so schwer daran, die geltenden Regeln einzuhalten?

    #240Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 15 Jun. 22, 15:57
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    ZU #237: Wie kann denn eine Fußgängerampel grün sein und gleichzeitig die Rechtsabbiegerampel auch?


    Wir haben an der zentralen Kreuzung in unserem kleinen Städtchen genau so eine Ampelschaltung. Die Fußgänger haben in diesem Fall Vorrang. Für die Autofahrer gibt es zusätzlich eine gelb blinkende Lampe, die darauf aufmerksam machen soll, dass mit querenden Fußgängern zu rechnen ist, obwohl der Autofahrer grün hat. Diese Konstellation ist mir aber auch schon in anderen Städten begegnet.

    #241Verfasser eineing (771776) 15 Jun. 22, 16:12
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    Ja, ich bin tatsächlich einige Jahre gefahren (und tue es als "Rentner" immer noch gerne ab und zu). Und ich kenne keinen Kollegen, der die Basics - rückwärts rangieren ist absolut Basics - nicht beherrscht. Selbst Neulinge, frisch von der Prüfung, können dies, da es in der Fahrschule bis zum Abk*tzen geübt wird, ähnlich dem Parken bei der PKW Prüfung. Wer dies nicht beherrscht wird nie einen C oder CE Schein bekommen.

    Insofern bezweifele ich, dass dein Freund Berufskraftfahrer ist, falls doch, dann sicher kein langjähriger. Ich würde ja auch keinen Zimmermann einstellen, der nicht mit einem Zollstock umgehen kann....

    #242Verfasser mike.be_1 (1283251) 15 Jun. 22, 16:13
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    Eineing, diese Regelung kenne ich, wenn es keine richtungsgebundene Ampel gibt. Dann haben normalerweise in der gleichen Richtung sowohl die Autos (Abbieger und geradeaus) als auch die Fußgänger grün und die Fußgänger Vorrang vor den Abbiegern.

    Aber eine grüne Pfeilampel, bei der zeitgleich auch die Fußgänger grün haben, kenne ich nicht.

    Und es muss ja eine Pfeilampel gewesen sein, denn sonst hätte der Bus für geradeaus ja nicht rot gehabt (oder ich habe die Situation nicht verstanden, wer wo stand).


    Aber es gab ja in der Schilderung auch entgegenkommende Fußgänger. Diese hätte der LKW-Fahrer sowieso sehen und vorlassen müssen, denn die kamen ja auch dem LKW entgegen.

    #243Verfasser Dodolina (379349) 15 Jun. 22, 16:17
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    An der Stelle gibt es (für die Autofahrer) drei Richtungsspuren mit jeweils zugeordneter Ampel: links, geradeaus, rechts. d.h. die Rechtsabbieger haben ihre eigene Spur und ihre eigene Ampel.

    #244Verfasser eineing (771776) 15 Jun. 22, 16:21
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    Interessant.

    Ich habe mal irgendwo gelernt, dass bei einer grünen Pfeilampel immer alle relevanten anderen Ampeln rot sind, auch die Fußgänger.

    Dann scheint das zumindest nicht überall zu stimmen.


    Hier ist gerade erst vor ein paar Monaten eine unfallträchtige Kreuzung so entschärft worden, dass Geradeausradler und Rechtsabbieger ihre eigene Ampel bekommen haben.

    Da haben jetzt alle Fußgänger und Radfahrer rot, wenn die Rechtsabbieger grün haben.

    #245Verfasser Dodolina (379349)  15 Jun. 22, 16:23
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    Re Rechtsabbiegerampel: Das kenne ich aber auch so wie eineing, Rechtsabiegerampel grün, Fußgänger grün, gelbes Blinklicht, das auf Fußgänger aufmerksam macht.

    #246Verfasser Selima (107) 15 Jun. 22, 16:31
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    Ich kenne mindestens eine Ampelanlage wie die von eineing beschriebene, auch mit diesem gelb blinkenden Warnlicht.


    Eine andere Anlage, an der ich regelmäßig vorbeikomme, hat bei grün für den rechtsabbiegenden Verkehr für die entsprechenden Fußgänger und Radfahrer rot. Beim Umschalten wird es dann gefährlich: grün geht aus, die Fußgänger- und Radfahrerampel wird grün, und dann schaltet die Hauptampel für alle Richtungen (!), also auch für die Rechtsabbieger, auf grün. Und das mit ziemlich kurzen Verzögerungen dazwischen. Eigentlich ist die Situation eindeutig, aber viele Rechtsabbieger scheinen nicht zu wissen, dass Fußgänger und Radfahrer bei eigenem grün Vorrang haben. Es wird häufig gebremst und gehupt...

    #247Verfasser Zugi (797273)  15 Jun. 22, 16:34
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    Dieses Blinklicht kenne ich nur bei der Allgemeinampel für alle Richtungen.

    Dass eine ausgewiesene Rechtsabbiegerampel gleichzeitig mit den Fußgängern grün haben kann, ist mir komplett neu.


    Ich habe das mal gegooglet und das hier gefunden.

    Pfeile in Lichtzeichen

    1. 

    Solange ein grüner Pfeil gezeigt wird, darf kein anderer Verkehrsstrom Grün haben, der den durch den Pfeil gelenkten kreuzt; auch darf Fußgängern, die in der Nähe den gelenkten Verkehrsstrom kreuzen, nicht durch Markierung eines Fußgängerüberwegs Vorrang gegeben werden.


    Quelle: https://www.verwaltungsvorschriften-im-intern...

    Punkt 18 im Abschnitt Zu § 37 Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil


    Demnach darf eine durch Pfeillicht für Abbieger geschaltete Ampel nicht grün sein, wenn kreuzende Fußgänger ebenfalls grün haben.

    So hatte ich es auch mal gelernt und nur so kenne ich Abbiegeampeln.

    #248Verfasser Dodolina (379349)  15 Jun. 22, 16:37
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    Sonst kann man sich den grünen Pfeil ja auch sparen - das wäre ja nichts anderes, als eben generell ein grüne Ampel zu haben. Pfeil kenne ich auch nur so, dass ich dann auch wirklich fahren kann, weil alle anderen rot haben.

    #249Verfasser Gibson (418762) 15 Jun. 22, 20:10
    Kommentar

    Sehe ich auch so, aber eineing, selima und zugi behaupten ja, anders geschaltete Ampeln zu kennen, bei denen Rechtsabbieger und Fußgänger gleichzeitig grün haben, obwohl es eine eindeutige Rechtsabbiegerampel ist.


    Entweder haben wir da aneinander vorbei geredet oder es gibt wirklich Ampeln, die dieser Vorschrift nicht genügen.

    #250Verfasser Dodolina (379349)  15 Jun. 22, 20:15
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    Zu #224 ... und Folgende ...
    Sorry, vlt albern, aber muss mal raus...

    Liebe Leute, Ihr verkennt völlig, was Stahlbauer - gutmütiger Softie, zu dem Ihr, speziell Bubb, sie jetzt aufgrund zahlloser wohlmeinender LEO-Rückmeldungen erzogen habt - eigentlich sagen wollte, aber komplett geschönt hat:
    So wars wirklich:
    Die Frau kam nicht angelaufen.
    Sie, langjährige Grünenwählerin, kam natürlich nicht angelaufen, sondern auf einem Lastenfahrrad, in dem sie 5 Kinder transportierte (obwohl nur für 2 zugelassen) und wollte, desorientiert, wie sie nun mal ist, als Öko, ihre Flug-Bio-Erdbeeren fürs FFF-Meeting, das aufgrund inkompetenter Planung schon morgen in einem per ÖPNV- unerreichbarem Luxus-Wellness-Resort auf den bisher touristisch unerschlossenen Xylotl-Inseln stattfinden soll, spenden wollte.
    Deshalb die Hetze.
    Wer will da schon schauen, ob man geköpft wird, von einem Berufs-LKW-Fahrer, der so gutherzig ist, dass er sich nicht mal traut, seine liebe Freundin zum vorschriftsmäßigen Einweisen zu bitten.
    Ihr seid echt fies.
    Stahlbauer, du warst a Schätzle. . ... nur leider vermisse ich zunehmend das Augenzwinkern. Oder habe ich das gutmütig immer hineininterpretiert? Das Mitlesen eurer Geplänkel macht keinen Spaß mehr, es inspiriert nicht mehr zum Nachdenken, es ist nur noch ...plump, vor allem von deiner Seite. Schade...
    #251Verfasser schwäble (951819)  16 Jun. 22, 01:18
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    Meine persönliche Bilanz von 5 km Heimweg gestern Abend:


    2 x Linksabbiegerverstöße (ich wollte einmal geradeaus, einmal nach rechts abbiegen), die nur durch Gefahrenbremsungen (und lautes Brüllen meinerseits) verhindert werden konnten, sonst wäre ich jetzt Matsch. Das Geilste: Die dusslige Kuh in dem einen Auto, die mich dann noch beschimpfte ...


    3 x Rechtsabbiegerverstöße (Schulterblick scheint bei Autofahrern echt genauso out zu sein wie jegliche Erinnerung an die Radfahrer, die man vor wenigen Sekunden überholt hat)


    3 x Vorfahrtsverstöße (2 x Seitenstraße, 1 x Ausfahrt). Der Grundsatz "erst schauen, dann fahren" scheint sich ins Gegenteil verkehrt zu haben.


    Rotlichtverstöße von Radfahrern: Unzählige. An manchen Ampeln bin ich mit ein oder zwei anderen echt der einzige Radfahrer, der bei rot anhält. Nervig, aber eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer war bei keinem zu erkennen. Trotzdem wäre es schön, wenn mehr Radfahrer die Ampeln beachten würden. Allein schon deshalb, weil einige Autofahrer jeden ihrer Verkehrsverstöße damit "rechtfertigen", dass "die Radfahrer" doch eh "alle" bei rot fahren.

    #252Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 16 Jun. 22, 08:14
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    Nochwas zum Thema Rückwärtsfahren des LKW an die Rampe:

    Es ist höchstgradig unprofessionell, wie bereits von mike.be genannt, dies in der von Stahlbauer beschriebenen Art zu tun. Schafft es der Fahrer tatsächlich, mit der offenen Klappe die Laderampe zu treffen, so ist dann mit Sicherheit nicht nur ein dazwischenstehender Mensch geköpft/verletzt/eingeklemmt/wasauchimmer, aber auf jeden Fall die teure Mechanik und Hydraulik beschädigt. Wenn man eine Ladebordwand hat, fährt man mit geschlossener Klappe bis 20-50 cm Abstand an die Rampe und macht DANN erst die Klappe auf, bis sie auf der Rampe zum Beladen aufliegt.

    Sattelzüge in grossen Umschlagzentren fahren aber wirklich rückwärts per Tastsinn bis zum Vollkontakt an die Rampe heran, da diese keine Ladebordwand haben. Hier verhindern Gummipuffer an Trailer und Rampe mögliche Beschädigungen. Da wird auch ohne Einweiser rückwärts gefahren bis zum Kontakt, da der Aufenthalt in diesen Bereichen strengstens verboten ist. Inzwischen helfen dem Fahrer auch Kameras beim "Andocken", da hier Zeit=Geld ist..

    Wer das mal beobachten möchte, bestellt sich beim nächsten Mal was mit Abholung im GVZ und schaut sich das live vor Ort an 😉


    #253Verfasser drkimble (463961)  16 Jun. 22, 08:34
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    "Wer das mal beobachten möchte"


    das seh ich des Öfteren bei uns beim örtlichen Lidl oder auch beim Edeka. Ich find das ziemlich beeindruckend, wie die Fahrer es schaffen, ihre Riesen-LKW in eine Öffnung reinzuzirkeln, die gefühlt auf jeder Seite 5 mm Platz lässt.

    #254Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 16 Jun. 22, 08:43
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    stimmt, und da klatscht kein Kunde Beifall wie bei der Landung des Touristenbombers auf Mallorca 😉

    #255Verfasser drkimble (463961) 16 Jun. 22, 08:51
    Kommentar

    Ich kann da nicht klatschen, weil ich beim Track-Stand-Üben beide Hände am Lenker brauch ;-)

    #256Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 16 Jun. 22, 08:56
    Kommentar

    Hmm, die Profis haben die Hände frei 😉

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradkurier#/...

    #257Verfasser drkimble (463961) 16 Jun. 22, 09:13
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    Ei weiß. Ich krieg's nicht mal midde Hände am Lenker sauber hin :-/

    #258Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 16 Jun. 22, 09:15
    Kommentar

    ich schaff das problemlos.. nur ohne Fahrradständer wird et schwierig..

    #259Verfasser drkimble (463961) 16 Jun. 22, 09:20
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    🤣😂😅

    #260Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 16 Jun. 22, 09:26
    Kommentar

    @ 254

    Das sieht beeindruckender aus als es tatsächlich ist. Meist hat es vor der Rampe dicke Stahlrohre als Radführungen. https://www.directindustry.de/prod/hidrotilta...

    Da LKWs Standardbreiten haben, muss man diese Radführungen "einigermassen" treffen, danach kann man gar nicht anders als exakt vor der Laderampe zum Stehen zu kommen. Den Könner erkennt man dann daran, wenn er wenige cm vor der Rampe stoppt, ohne die von dr.kimble erwähnten Gummipuffer zu benutzen und sein Ankommen mit einem lauten, dumpfen "Plopp" mitzuteilen. Quasi Kontaktlandung!

    #261Verfasser mike.be_1 (1283251) 16 Jun. 22, 12:15
    Kommentar

    Ich meine eher, dass die den Anfang der Einfahrt zur Laderampe so dermaßen treffen. Ich find das ziemlich beeindruckend.

    #262Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 16 Jun. 22, 12:27
    Kommentar

    Der Könner muss dann aber aussteigen und seine Ankunft mitteilen, während nach dem "Plopp" das Segmenttor meist schon von den Lagerarbeitern hochgefahren wird 😉

    #263Verfasser drkimble (463961) 16 Jun. 22, 12:48
    Kommentar

    Re: #252

    Out of curiosity a Berlin resident, Bubb, is it always the same intersections? Where approximately is your route?


    My commute is primarily Gneisenaustr. -> Mehringdamm -> Tempelhofer Damm, which happily means that the bike paths/lanes are pretty good (and have improved significantly in the last approx. 5 years). I've still had enough close calls, but it's miles better than the previous commute through Gleisdreieck -> Bülowstr. -> Tauentzienstr. -> Ku'damm. Taxi drivers and racers were a constant problem on Ku'damm.

    #264Verfasser covellite (520987) 16 Jun. 22, 12:51
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    @263 Stimmt auch wieder!

    Aber meist wissen die Damen und Herren mit den Staplern, wer an welchem Tor ankommt, da man vor dem Andocken sich anmeldet und ein Tor zugewiesen bekommt. Ganz toll, wenn nur 5 Tore vorhanden, aber bereits 10 LKWs auf dem Hof rumstehen und ebenfalls auf "ihren" slot warten. Das sind dann laaange Zigarettenpausen...

    #265Verfasser mike.be_1 (1283251) 16 Jun. 22, 13:12
    Kommentar

    Und da steht dann an jedem Tor einer seitlich hinter dem Lkw und passt auf, dass nicht auf den letzten paar Zentimetern irgendein Idiot zwischen Lkw und Tor springt?

    #266VerfasserStahlbauer (1259064) 16 Jun. 22, 13:29
    Kommentar

    covellite, it's more or less Spandauer Brücke, Franzöissche Straße, Wilhelmstraße, Großbeerenstraße. And no, it differs.

    #267Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 16 Jun. 22, 13:37
    Kommentar

    #266 nö, da wird höchstens Bescheid gesagt, dass irgendjemand die Reste des Idioten beseitigt..


    Im Ernst, diese Bereich sind Gefahrenbereiche und jeder Zutritt strengstens verboten. Aber es gibt auch immer wieder Idioten, die eine Autobahn zu Fuss überqueren -> Darwin-Award..

    #268Verfasser drkimble (463961) 16 Jun. 22, 13:44
    Kommentar

    @266

    Genau. 😂Die sogenannten Torwarte. Die müssen allerdings recht oft ausgetauscht werden. Der Verschleiss an Torwarten ist doch extrem hoch. Ein undankbarer Beruf!

    #269Verfasser mike.be_1 (1283251) 16 Jun. 22, 14:03
    Kommentar

    Hier übrigens noch Beispiele von Darwin-Award-Preisträgern, diskriminierugsfrei für mehrere Fahrzeugarten ;-)

     

    Ein 25-jähriger Fahrradfahrer überquerte das Rollfeld eines brasilianischen Flughafens, ohne das landende Flugzeug zu bemerken, weil er Musik auf seinem Walkman hörte. Als das Flugzeug ihn erfasste, befand er sich noch immer mitten auf dem Rollfeld. Am Flugzeug entstanden Luftschrauben- und Tragflächenschäden.


    Zwei Studenten aus Taiwan wollten ihre Rangordnung ermitteln und um die Gunst ihrer Herzensdame kämpfen. Um festzustellen, wer mutiger sei, fuhren sie mit ihren Motorrollern aufeinander zu, wobei derjenige, der zuerst ausweichen würde, verlieren sollte. Da keiner nachgeben wollte, starben beide an den Folgen des frontalen Zusammenpralls. Nach ihrem Favoriten befragt, gab die junge Frau an, sie sei an keinem der beiden interessiert gewesen.


    Ein Autofahrer, der sich während eines Staus erleichtern wollte, sprang über eine Leitplanke. Er übersah, dass sich direkt dahinter eine Schlucht befand.

    #270Verfasser drkimble (463961) 16 Jun. 22, 14:10
    Kommentar

    Hier übrigens noch Beispiele von Darwin-Award-Preisträgern, diskriminierugsfrei für mehrere Fahrzeugarten


    Einstein muss wohl Pendler gewesen sein...

    #271Verfasser Pottkieker (871812) 16 Jun. 22, 14:31
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    #271 verstehe ich nicht.

    #272Verfasser Gibson (418762) 16 Jun. 22, 14:33
    Kommentar

    "Nur zwei Dinge sind wirklich unendlich: Das Weltall und die menschliche Dummheit. Beim Weltall bin ich mir aber nicht ganz sicher." (Einstein) drkimbles Beispiele erklären, wie er zu dieser Schlussfolgerung kam...

    #273Verfasser Pottkieker (871812) 16 Jun. 22, 14:41
    Kommentar
    Man sollte bei der ganzen LKW-Rangier-Diskussion nicht vergessen, dass es etwas anderes ist, ob man im Ladehof einer Spedition oder in der Lieferzufahrt von irgendwas ist oder im öffentlichen Raum.

    Zum reinen Lade- oder Lieferbereich haben nur Betriebsangehörige Zugang, die wissen, wo man sich aufhalten darf und wo nicht. Dan kann man halbwegs sicher sein, dass da kein Idiot hinter den Wagen rennt.
    Genauso, wie man auf der Autobahn halbwegs sicher sein kann, dass da nicht 30m vor einem plötzlich ein Fußgänger oder Radfahrer auftaucht.

    Im öffentlichen Raum (auch im Abholbereich von Möbelhäusern, wo jeder Kunde hin darf) muss man jederzeit mit allen Idioten rechnen. Hier kann man nur fahren, wenn man den kompletten Rangierbereich überblicken kann. Ist das nicht möglich, braucht man einen Helfer, der darauf achtet, dass alles frei ist.
    #274Verfasser Dodolina (379349) 16 Jun. 22, 15:00
    Kommentar

    Ach so, danke. Einstein hat ja durchaus mehrere Dinge gesagt und ist bei vor allem unter "Physiker" abgelegt, nicht so sehr "Aphoristiker" ;-)

    #275Verfasser Gibson (418762) 16 Jun. 22, 15:01
    Kommentar

    Den in #247 unten beschriebenen Fall haben wir in meiner Stadt auch an einer Ampel, die ich regelmäßig passiere. Erst haben die Rechtsabbieger grün und die Fußgänger rot. Dann haben alle rot. Jetzt springt zuerst die Fußgängerampel auf grün, dann die nicht richtungsgebundene Autofahrerampel. Da es kein extra Rot für Rechtsabbieger gibt, dürfen sie unter Beachtung der Fußgänger also auch fahren.

    #276Verfasser Daja (356053) 17 Jun. 22, 11:13
    Kommentar

    Ich finde es immer wieder faszinierend, dass in diesem Faden scheinbar davon ausgegangen wird, das jeder auf einem Radweg fahrende Verkehrsteilnehmer in der Lage ist, beispielsweise die Schleppe eines Sattelzugs oder auch nur die Reaktionen eines Autofahrers einzuschätzen. Wer auf dem Radweg unterwegs ist, muss nicht notwendigerweise im Besitz eines Führerscheins sein. Wenn ein 14jähriger bei Grün über die Ampel fährt und von einem Rechtsabbieger erfasst wird, hat er nicht notwendigerweise "auf seiner Vorfahrt bestanden", sondern vermutlich einfach die Gefahr nicht wahrgenommen.


    Ich habe mich heute morgen ein bisschen mit dem Thema befasst, und bin auf diese nicht Radfahrlobby-verdächtige Quelle gestoßen (https://www.autohaus.de/nachrichten/autoherst...), die zum Thema Abbiege-Unfälle mit getöteten Radfahrern unter anderem folgendes zu vermelden hat:

    Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Zwei Drittel der Radfahrer, die mit rechtsabbiegenden schweren Lkw kollidierten, waren Frauen. 40 Prozent der beteiligten Radler waren 65 Jahre oder älter. Fast alle dieser Unfälle fanden bei Tag und trockener Witterung statt. Die Radler waren in der Regel weniger als 15 km/h schnell


    Ich habe mich noch durch andere Quellen geklickt, in denen auch häufig zu lesen war, dass die verunglückten Fahrradfahrer bei Abbiegeunfällen häufig nicht riskant fahren, oft älter sind und überproportional oft Frauen. Man mag über Frauen im Straßenverkehr lästerliche Kommentare gewohnt sein, aber typischerweise fallen sie nicht durch Raserei auf. Ein Problem mit LKW scheint zu sein, dass diese relativ lang scheinbar geradeaus fahren, bevor sie einschlagen. Bleibt man dann stehen, erfasst einen der Schlepper. Rückwärts zu hechten gelingt mit einem Rad zwischen den Beinen nicht so leicht, besonders den Älteren und ganz Jungen nicht.


    Ich fahre ja viel Rad und auch oft mit Kindern. Es ist sehr schwer, ihnen die Gefahren mit Rechtsabbiegern zu erklären, solange sie keine eigene Erfahrung mit dem Auto haben. Man ist nämlich nicht nur dann gefährdet, wenn man besonders schnell fährt, sondern auch dann, wenn man zu zögerlich unterwegs ist. Dann bildet sich ein Autofahrer ein, der Radler würde warten und fährt weiter. Außerdem haben Kinder noch nicht den Überblick, neben der Ampelschaltung auch noch auf den Blinker, das Anfahrverhalten und die Radstellung des neben ihnen fahrenden oder stehenden Fahrzeugs zu achten, geschweige denn die Blickrichtung des Fahrers. Und mit Kinder meine ich hier alles bis mindestens 16. Adoleszente Hirnschrumpfung hilft nämlich auch nicht unbedingt. Ich bin inzwischen der Ansicht, dass die trügerische Sicherheit von baulich von der Fahrbahn abgetrennten Radwegen eines der größten Probleme überhaupt ist. Nicht nur der Autofahrer nimmt dann nämlich den Radfahrer nicht als Verkehrsteilnehmer wahr, sondern auch die Kinder die Autos nicht. Die Variante, die mir am sichersten erscheint, ist immer noch der leuchtrot markierte Streifen auf der Fahrbahn, auf dem ich vor der Ampel am stehenden Verkehr vorbei kann, um dann vor den Autos Aufstellung zu nehmen. Dann kann mich nämlich kein Rechtsabbieger übersehen, weil ich vor ihm über die Kreuzung bin. Glücklicherweise wird das hier inzwischen an vielen Kreuzungen genau so markiert. Blockiert ein Bus den Radweg, habe ich Pech und bleibe hustend dahinter, rollt der Verkehr an, muss ich auch aufpassen.


    #277Verfasser grinsessa (1265817) 17 Jun. 22, 11:49
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    Danke, grinsessa.

    #278Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 17 Jun. 22, 12:02
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    Das mit langsamen Fahrradfahrern scheint tatsächlich eine gute Annahme zu sein. Wenn ich an einer Kreuzung neben einem LKW stehe (passiert auch wirklich sehr, sehr selten), bin ich längst über die Kreuzung hinaus, ehe der LKW die Stelle überquert, an der ich kurz zuvor gewesen bin, da ich ja schneller losfahren kann als so ein schwerfälliger LKW.

    #279Verfasser Progad (1278851) 17 Jun. 22, 12:04
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    Heilige Scheiße :-/


    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldunge...


    "Gestern Nachmittag erlitt eine Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall in Niederschöneweide schwerste Verletzungen. Angaben von Zeugen zufolge soll der 32-jährige Fahrer eines Sattelzuges gegen 17 Uhr die Köpenicker Landstraße in Richtung Marggraffbrücke befahren haben und nach rechts in die Minna-Todenhagen-Straße abgebogen sein. Dabei erfasste er mit seinem Fahrzeug eine auf dem Radweg der Köpenicker Landstraße geradeausfahrende 22-jährige Radfahrerin. Bei dem Zusammenstoß geriet die junge Frau unter das Fahrzeug, wobei ihr ein Arm abgetrennt und ein Bein schwer verletzt wurde. Zeuginnen und Zeugen sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei versorgten die Verletzte. Anschließend brachten alarmierte Rettungskräfte sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der 32 Jahre alte Fahrer erlitt einen Schock und wurde in einem Krankenhaus ambulant versorgt. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme war die Minna-Todenhagen-Straße in Fahrtrichtung Nalepastraße für den gesamten Straßenverkehr gesperrt. Das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3 (Ost) hat die Unfallbearbeitung übernommen."

    #280Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 17 Jun. 22, 12:31
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    Könnte es sein, dass Sattelzüge eigentlich überhaupt nicht in den Stadtverkehr gehören?


    Ich habe mal beobachten dürfen, wie ein Sattelzug, der aus welchen Gründen auch immer durch eine Anwohnerstraße gefahren war (parkende Autos auf beiden Seiten, verbleibende Fahrbahn noch ausreichend breit für ein KFZ oder zwei Fahrräder), versucht hat, von dort aus rechts in eine zweispurige Straße abzubiegen. Er blieb schließlich mit der hinteren linken Ecke des Aufliegers im Seitenfenster eines VW-Busses hängen und mit der vorderen linken an einem Straßenschild auf der gegenüberliegenden Seite der zweispurigen Straße. Er kam nicht vorwärts und nicht rückwärts, es war das absolute Chaos, alle vier Straßen waren komplett blockiert, Busse mussten warten usw usf. Ich als glückliche Radlerin konnte den Bereich natürlich leicht weiträumig umfahren...

    #281Verfasser grinsessa (1265817)  17 Jun. 22, 12:39
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    "Könnte es sein, dass Sattelzüge eigentlich überhaupt nicht in den Stadtverkehr gehören?"


    Manchmal lässt es sich leider nicht vermeiden. Ich hab mir grad mal die Stelle bei Gurgel-Mäpps angesehen - die lädt so richtig dazu sein, mit richtig Karacho um die Ecke zu fahren :-(


    Und dann die Kommentare zu der Polizeimeldung bei Farcebuch. Da krieg ich Gewaltphantasien - "die Radfahrer fahren ja eh alle bei rot und wie sie wollen ..." Sowas mit "Geschmeiß" zu bezeichnen, ist noch viel zu nett.

    #282Verfasser B.L.Z. Bubb (601295)  17 Jun. 22, 12:41
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    Was grinsessa anfangs der # 277 schreibt, entspricht genau dem, was ich in der # 210 (und danach) vermitteln wollte, aber offensichtlich für Bubb nicht deutlich machen konnte.


    Wenn Radfahrer/Fußgänger bei grün losfahren/-gehen, um eine Straße zu überqueren, wenn gleichzeitig ein LKW in besagte Straße einbiegt und es zu einem Unfall kommt, kann es u. U. sein, dass der LKW-Fahrer sich im Schritttempo vorgetastet hat und der Radfahrer/Fußgänger sein Vorrecht nicht unbedingt erzwingen wollte. Genauso war es in dem Fall mit der Ampel, die es eigentlich nicht geben dürfte.


    "Gefahr ist nicht im Bewusstsein" bedeutet nicht "absichtlich draufhalten". Es reicht auch nicht, Kinder ein paar Mal auf die Gefahr hinzuweisen, bei der Verkehrserziehung in der Schule z. B. oder bei seltenen Ausflügen mit den Eltern. Es muss häufig und in der Praxis geschehen. Besonders wirksam ist es, wenn der rechtsabbiegende LKW und das Fahrverhalten des Fahrzeugs dabei beobachtet werden kann.

    Und ich bleibe auch bei meiner Meinung, dass es durchaus viele Erwachsene gibt, die die Gefahr nicht so internalisiert haben, dass sie auch an JEDER Kreuzung darauf achten, egal, wo sie gerade mit ihren Gedanken waren.

    Deshalb finde ich die grellen "Toten Winkel/Angles morts"-Aufkleber auch nicht per se schlecht. Schlecht wäre nur, wenn die LKW-Fahrer dadurch erwiesenermaßen weniger vorsichtig würden.


    Von meinem Berufskraftfahrer in der Verwandtschaft habe ich gehört, dass Riesen-LKWs in Situationen wie in der # 281 beschrieben gar nicht sooo selten sind. Einer seiner Kollegen befand sich im Zentrum einer Stadt, weil er von seinem Disponenten zu der Büro- statt der Lieferadresse der Firma geschickt worden war. Die Polizei musste eine Einbahnstraße evakuieren und dann sperren, weil er nur so weiterkam.

    Ein anderer hatte ein PKW-Navi und befand sich dann mit gut 30 Tonnen vor einer Brücke, die bis 3,5 Tonnen befahrbar war. Ähnliches Chaos.


    Navis, so nützlich sie sind, sind aber auch ein Problem. Sie schicken PKWs in ruhige Wohngebiete und LKWs so oft in die Irre, dass "rund 60 Prozent der Kommunen in Deutschland über eklatante Verkehrsprobleme auf innerörtlichen Straßen (klagen), die durch Lkw verursacht werden."

    https://www.focus.de/auto/ratgeber/zubehoer/a...


    Manchmal schickt es die Fahrer auch in den Tod.

    https://www.koeln.de/koeln/tod_im_rhein_durch...

    #283Verfasser Reeva (908916) 18 Jun. 22, 11:24
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    Navis sollten niemals dazu verleiten, den gesunden Menschenverstand zu Hause zu lassen.


    Als LKW- oder Busfahrer ein PKW-Navi zu benutzen, finde ich grob fahrlässig. Ich fürchte aber, das dürfte gar nicht so selten vorkommen, spezielle Navis für größere Fahrzeuge gibt's nun mal nicht für 70 oder 80€ im Verbrauchermarkt.

    #284Verfasser Pottkieker (871812) 18 Jun. 22, 17:05
    Kommentar
    Zu dieser Meldung mit dem Typen, der seinen Laster in den Rhein gelenkt hat: wer so wenig in der Lage ist zu gucken, wo er hinfährt ... Da kann man froh sein, dass er nicht web flachgemangelt hat ...
    #285Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 18 Jun. 22, 17:10
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    Nun ja, das war im November. Da ist es ab 5 Uhr dunkel - im Artikel stand nicht, wann der Mann in den Rhein gefahren ist, aber im Dunklen kann ich mir das nur allzu leicht vorstellen. Die Zufahrt zur Fähre sieht aus wie eine Straße und ist ja auch erst mal eine. Bis sie dann plötzlich keine mehr ist, aber bis man das als Autofahrer kapiert, sind zumindest die Vorderräder schon im Wasser, und das Ding ist abschüssig*. Es wundert mich eigentlich, dass nicht mehr Leute in den Rhein fahren. Eigentlich gehört da eine Schranke hin, oder zumindest sehr deutliche Bodenwellen.


    *Hier bei mir jedenfalls, und nehme mal an, dass das Layout überall ähnlich ist.

    #286Verfasser Gibson (418762)  18 Jun. 22, 17:15
    Kommentar

    Es war kurz vor sieben Uhr morgens, neblig dazu.


    Die Ausschilderung soll seltsam gewesen sein - die erste Warnung sei ca. 50 m vorher nur auf der linken Seite angebracht. Die zweite unmittelbar an der Wasserlinie.


    Und es war nicht der erste Unfall dieser Art.

    https://www.report-k.de/koeln-langel-supermar...

    Sogar ein Taxi ist schon einmal im Rhein gelandet, Ende Oktober, früher Morgen, Nebel. Dem Fahrer hatte nicht das Navi, sondern der betrunkene Fahrgast gesagt, er solle weiter geradeaus fahren, da sei sein Haus.

    https://www.rundschau-online.de/taxifahrer-fa...


    Nach dem Tod des LKW-Fahrers hat die Stadt ein paar zusätzliche Schilder aufgestellt und irgendwann glitschige, tellerartige Erhöhungen kurz vor dem Anleger angebracht. Die wiederum wurden, vor allem bei Regen, zu einer Unfallstelle für Radfahrer.

    https://www.welt.de/regionales/koeln/article1...

    https://www.ksta.de/koeln/chorweiler/koeln-la...


    Keine Ahnung, wie es 2022 dort aussieht.

    #287Verfasser Reeva (908916) 19 Jun. 22, 11:03
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    Rein theoretisch weiss ich schon, dass so ein LKW eine Schleppkurve hat. Aber wenn man so ein Landei ist wie ich, in dessen kleinem Städtchen mit knapp 10000 Einwohnern quasi nie ein Sattelschlepper auftaucht, hat man nie eine Möglichkeit zu "üben", und man bekommt das auch nicht ständig vor Augen geführt. Ich wüsste jetzt auch nicht, wie und wo ich das meinen Kindern beibringen sollte... Insofern ist dieser Faden eine gute Erinnerung, das vielleicht mal in Angriff zu nehmen.

    #288VerfasserHäklerin (1349231) 19 Jun. 22, 11:08
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    Sattelschleppern begegne ich auch eher selten, aber Bussen. Mit denen hatte ich aber noch keine Probleme an Rechtsabbiegerstellen, nur bei Bushaltestellen rechts vom Radweg, wenn der Bus in den Radweg fährt, auf dem ich mich befinde, da war ich auch schon neben ihm. Und nein, ich habe auf nichts bestanden, der Bus hat mich überholt bevor er wieder abgebremst und nach rechts gezogen hat. Autos sind gefährlich beim Rechtsabbiegen.


    Reeva, es gibt schon einen Unterschied zwischen deiner und meiner Meinung: Ich denke, Kinder können auch bei mehrmaligem oder regelmäßigem Üben bzw. Belehren nicht zuverlässig lernen, wie mit Rechtsabbiegern umzugehen ist. Das geht frühestens dann, wenn sie einen Führerschein haben. Sie haben weder das räumliche Verständnis noch die Erfahrungswerte, um die Situation einzuschätzen, und wenn sie es eilig haben, nehmen sie nur noch die Hälfte wahr, wenn überhaupt. Deswegen ist es die Verantwortung des Kraftfahrers, auf Radfahrer zu achten.

    #289Verfasser grinsessa (1265817) 20 Jun. 22, 11:00
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    "Deswegen ist es die Verantwortung des Kraftfahrers, auf Radfahrer zu achten."


    Und deshalb heißt es in der StVO, § 3 Abs. 2a:


    "(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist."


    Nicht "möglichst reduziert" oder so, sondern eine Gefährdung muss "ausgeschlossen" sein. Das scheinen etliche Verkehrsteilnehmer nicht zu wissen.

    #290Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 20 Jun. 22, 11:05
    Kommentar

    Grade verreckte vor mir auf der Fahrradstraße ein alter Transit-Diesel und versperrte den Weg auf (fast) voller Breite. War der jetzt rücksichtsvoll, weil er uns seine Dieselabgase ersparte und die Einfahrt anderer Autos verhinderte? Ich passte auf jeden Fall so grade noch durch und konnte die Fahrradstraße ganz ohne drängelnde Autofahrer genießen.

    #298Verfasser Daja (356053) 21 Jun. 22, 10:03
    Kommentar

    Heute habe ich zum ersten Mal das klassische fragile Männerego auf dem Rad erlebt: vor mir radelte gemütlich ein Mann, ein bisschen langsamer als ich, also holte ich mit der Zeit auf und fuhr dann neben ihn, um zu überholen. Da gab er plötzlich Gas (bzw. Pedale). War mir auch recht, ich wollte ja lediglich meine Geschwindigkeit fahren können. Nach einer Weile wurde er allerdings wieder langsamer und wir haben exakt das gleiche Spiel wiederholt. Offenbar war es ihm unerträglich, von mir überholt zu werden ;-)

    #299Verfasser Gibson (418762) 21 Jun. 22, 10:11
    Kommentar

    Mal wieder zwei Erlebnisse zum Thema "Es gibt auch nette Leute":


    Am Wochenende ein Autofahrer, der an einer Fahrbahnverengung anhielt und mir freundlich signalisierte, durchzufahren, obwohl das Hindernis auf meiner Seite war und ich schon Platz gemacht hatte.


    Gestern zweimal Hundehalter, die, als sie mich kommen sahen, unaufgefordert mit ihren Tieren dicht bei Fuß am Wegrand stehenblieben, bis ich vorbei war.

    #300Verfasser Möwe [de] (534573) 21 Jun. 22, 10:18
    Kommentar

    @284:

    Als LKW- oder Busfahrer ein PKW-Navi zu benutzen, finde ich grob fahrlässig.


    Absolut einverstanden. Die meisten (!!!) Speditionen haben ein System im LKW integriert, dass ein LKW Navi beinhaltet, also Innenstädte, tiefe Brücken, Strassen nicht zugelassen für LKWs usw. werden bei der Routen planung berücksichtigt. Dieses System erlaubt auch eine direkte Kommunikation mit dem Dispatcher bei Problemen, z.B. Kunde nicht anwesend, beschädigte Ware bei Abholung usw. Es beinhaltet auch ein Tracking System, bei dem der Dispatcher auf einer Karte den Standort von jedem LKWs sehen kann. Nix mehr mit "ich war im Stau", wenn die Kaffeepause um 1,5h verlängert wird. Ach ja, und die tägliche Route ist eigentlich voreingestellt, man drückt morgens lediglich auf "Start" und los gehts! Sollte ich bei einer Spedition vorstellig werden wegen einer offenen Fahrestelle und die haben diese "Hilfsmittel" nicht, würde ich mich höflich mit einem "Danke, aber nein danke" verabschieden. Diesen Luxus kann man sich als qualifizierter Fahrer mittlerweile leisten, da Berufskraftfahrer händeringend gesucht werden.

    #301Verfasser mike.be_1 (1283251) 21 Jun. 22, 10:40
    Kommentar

    bald zu:


    hier gehts weiter:

    Siehe auch: “Helme für Fußgänger 13.0" NEU: Rücksic...


    Stimme mike zu

    Es ist übrigens auch schon billiger, wenn der LKW nirgendwo länger braucht, weil das Auto Navi ihn falsch geschickt hat (wenn man die Zeiten nachrechnet und dann mit dem Stundensatz multipliziert; von zu spät kommen möchte ich gar nciht anfangen).



    #302Verfasser Hawkace (237330)  21 Jun. 22, 11:48
    Kommentar

    Manchmal frag ich mich ja. Ich steh an der Ampel, hinter(!) mir 1 Bus. Ampel wird grün, ich fahr los, und nachdem ich ein paar am Rand parkende Autos passiert habe und der Fahrbahnrand für knapp 150 m oder so nicht vollgeparkt ist, zieh ich an den rechten Rand, um den Bus vorbeizulassen. Der fährt neben mich, so dass die vordere Tür kurz vor mir ist. An der nächsten Querstraße biegt er nach kurzem Blinken rechts ab ... Ich bin notgedrungen mit rechts abgebogen. Was jemand macht, der weniger gute Reaktionen hat als ich? Als Polizeimeldung 15 Minuten Ruhm haben, frei nach Andy Warhol???


    Scheiße.


    Vom Auto, das trotz rot in meinen Weg reinfuhr, will ich gar nicht reden ...

    #303Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 21 Jun. 22, 12:02
    Kommentar

    Damit die Diskussion

    #304Verfasser Pottkieker (871812) 21 Jun. 22, 14:19
    Kommentar

    nicht auseinanderdriftet,

    #305Verfasser Pottkieker (871812) 21 Jun. 22, 14:20
    Kommentar

    mache ich hier

    #306Verfasser Pottkieker (871812) 21 Jun. 22, 14:20
    Kommentar
    #307Verfasser Pottkieker (871812) 21 Jun. 22, 14:21
    Die Diskussion zu diesem Artikel ist geschlossen.
     
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