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    Vegetarisch und vegan kochen und essen, ein Austauschfaden

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    Vegetarisch und vegan kochen und essen, ein Austauschfaden

    Kommentar

    Angeregt durch den Umweltfaden geht es hier um leckeres vegetarisches und veganes Essen.


    Viel Freude beim Austausch, beim Kochen und beim Essen!


    Hat jemand schon ein Rezept? Dann kann's losgehen!




    VerfasserWittGenStein (1323045)  09 Jun. 22, 20:57
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    Geschockt und zu einem heulenden Häufchen Elend gemacht durch eine Doku von Franz Alt über Tiertransporte, habe ich mich vor ca. 30 Jahren zum Vegetariertum bekannt, esse allerdings Milchprodukte, Eier und (gelegentlich) Fisch. Darüber hinaus fast alles, was der Obst- und Gemüsegarten so hergibt. Für Kartoffeln könnte ich morden ...
    Ich liebe (gutes, am besten selbstgemachtes) Brot mit Butter, Sommertomaten und Kräutern drauf.
    Kochen tue ich nicht gern, das erledigt bei uns der Herr im Haus. (Jippie!)
    #1VerfasserfehlerTeufel (1317098) 09 Jun. 22, 21:06
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    Mein Herr im Haus kann gut backen, setzt seine Fähigkeiten aber selten in die Praxis um. Erlernt hat er es bei seinem besten Freund, der Hobbykonditor ist. Da wir es in Beitrag #1 mit dem Morden hatten, lieber lasse ich mich ermorden, als dass ich backe. Vegane Backmischungen kommen allerdings schon mal in den Backofen.


    Meine Spezialitäten sind Salate, Sommer wie Winter und selbstgemachte vegane Brotaufstriche. Außerdem liebe ich zum Frühstück Müslis mit frischem Obst. Die Salate ziehe ich teilweise auf dem Balkon, wo auch Kartoffeln, Himbeeren, Kräuter und Tomaten wachsen.


    Auf tierische Milchprodukte verzichte ich ganz, weil ich Kasein nicht besonders gut vertrage. An Reis- und Mandelmilch sowie an vegane Joghurts habe ich mich längst gewöhnt.


    Demnächst möchte ich das Fermentieren ausprobieren und freue mich deshalb auf die ersten Fermentierexperimente, die im Umweltfaden angekündigt wurden...

    #2VerfasserWittGenStein (1323045)  09 Jun. 22, 21:45
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    Was ich besonders gerne in meinem Müsli esse, sind gehobelte und trocken geröstete Mandeln.
    #3VerfasserfehlerTeufel (1317098) 09 Jun. 22, 22:33
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    Hört sich lecker an...

    #4VerfasserWittGenStein (1323045)  09 Jun. 22, 22:36
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    Hallo WittGenStein, ich hätte gerne ein Rezept für veganen Brotaufstrich!

    Ich liebe die veganen Pancakes, die meine Tochter macht! Anlässlich ihres Geburtstags gestern gab es Kuchenschlacht mit Schokotorte (2x) und Beerensahnetorte vegan - sehr geil.

    Super einfaches Rezept: Kartoffeln und jede Art von Gemüse 🌶 Fenchel, Zucchini, Möhren, 🧅, Blumenkohl etc. einfach auf dem Backblech backen, Olivenöl, Kräutersalz, Pfeffer und Thymian dazu - fertig ✅
    #5VerfasserNirak (264416) 10 Jun. 22, 00:41
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    Guten Morgen - spannender Faden, ich bin neugierig, was dabei herauskommt.

    Eine rein vegetarische oder gar vegane Ernährung ist zwar nicht mein erklärtes Ziel, aber neuen Ideen bin ich definitiv nicht abgetan, und ich möchte mein Repertoire gerne erweitern.


    Ich habe gestern eine Freundin besucht, und es gab ein vegetarisches Couscous-Gericht mit Ofengemüse, Feta und einem würzigen Joghurt-Dip. Fand ich sehr lecker, das Gemüse kann man ja je nach persönlichen Vorlieben und Saison variieren, den Joghurt mit den Kräutern würzen, die man gerade daheim hat. Das Prinzip Ofengemüse ist ja wie bei Nirak, ich glaube, über so etwas werden wir hier noch häufiger "stolpern".


    Nirak, ich bin zwar nicht WittGenStein, aber ich habe mir mal folgenden veganen Auftstrich ausgedacht:

    Reife Spitzpaprika, Rucola und Cashew-Kerne mit etwas Olivenöl pürieren, mit Salz, Pfeffer, Chili abschmecken, fertig. Man muss aufpassen, dass das nicht zu wässrig wird, aber da ich den Aufstrich noch am selben Abend und den Rest am nächsten Tag verzehrt habe, war es kein Problem. Spitzpaprika waren noch okay, aber eben schon nicht mehr ganz taufrisch.

    Kidneybohnen oder Hülsenfrüchte generell lassen sich auch gut zu Aufstrichen verarbeiten, dasselbe gilt für gegarten Brokkoli, Blumenkohl etc.

    #6Verfasserrufus (de) (398798) 10 Jun. 22, 07:22
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    Ich bin nur Teilzeitvegetarierin: Fleisch und Eier esse ich zwar noch, aber nur wenn ich weiß, wo die Sachen herkommen (regionale Biobauern). In der Kantine oder auch in Restaurants bin ich ganz vegan.

    Meine Tochter allerdings hat sich schon länger umgestellt. Das stellt mich vor Herausforderungen, wenn sie zu Besuch ist, weil ich mich dann natürlich bemühe, nur vegan zu kochen und zu backen. Dazu würde ich gern erfahren, welche Erfahrungen ihr habt mit veganem Ei-Ersatz und Hafermilch zum Backen. Worauf sollte man achten, wenn man Standard-Rezepte mit veganen Produkten kombiniert? Mehr oder weniger Backpulver? Verändert sich die Backzeit?



    #7VerfasserIrene (236484)  10 Jun. 22, 08:36
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    Mit der Dodoschwester hatte ich mal (aus spontanem Muffinbedarf und keine Eier im Haus) nach Ersatz gegooglet. Dabei haben wir auf Chefkoch ein Rezept mit Apfelmus statt Ei gefunden, die ganz gut waren.


    Das könnten die hier gewesen sein: https://www.chefkoch.de/rezepte/2474941389691...

    Aber da bin ich mir nicht sicher, weil wir bei meiner Schwester gesucht hatten.


    Im Prinzip müsste man das nur mit einem normalen Muffinrezept vergleichen und dann müsste das eigentlich für die meisten Rührteige auch in großen Kuchen passen.

    #8VerfasserDodolina (379349)  10 Jun. 22, 08:45
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    #7: Hallo Irene, bei uns ist es ähnlich. Wir verwenden inzwischen kaum noch Standard-Rezepte, sondern suchen nach veganen Rezepten im Internet. Die klappen nach meiner Erfahrung besser als wenn man Ersatzprodukte verwendet.

    #9VerfasserNirak (264416) 10 Jun. 22, 09:06
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    Gut schmeckt auch ein Rote-Bete-Meerrettich-Aufstrich:


    500 g Rote Beete, vorgekocht

    100 g Paranuss

    50-100 ml Wasser

    Saft einer halben Zitrone

    2 EL Apfelessig

    2 TL Meerrettich

    1 TL Meersalz


    Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer cremigen Mousse schlagen. Direkt zum Verzehr bereit. Hält sich über 7 Tage im Kühlschrank. Das Rezept ist von dieser Seite, von der ich mir Anregungen hole, auch weil ich die Frau kenne, die diese Seite betreibt, und manche Ergebnisse ihrer Rezepte auch schon probiert habe.

    #10VerfasserRed Poppy (876587) 10 Jun. 22, 09:24
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    Da misch ich mich doch mal ein - weil die Rede von Bratlingen war, hier welche ohne Grünkern.


    Vegetarische Frikadellen

     

    2 Auberginen

    1 große Gemüsezwiebel

    1-2 Handvoll Haferflocken

    ca. 2/3 Beutel veganer Reibekäse

    1 EL Flohsamenschalen

    1 Ei (Veganer können das Ei auch weglassen, die Frikadellen werden dann nicht ganz so formschön)

    1 EL Speisestärke

    Gewürze nach Geschmack

     

    Auberginen schälen, würfeln und über Nacht salzen. Dann ausdrücken und fein hacken.


    Zwiebel ebenfalls fein hacken.


    Gemüse mit den restlichen Zutaten (bis auf die Stärke) vermischen und gründlich durchziehen lassen.


    Würzen kann man die Frikadellen nach Geschmack, deutsch mit Senf und Paprika, skandinavisch mit Muskat, nahöstlich angehaucht mit Knoblauch und Zhoug o. ä…


    Vor dem Formen noch 1 EL Speisestärke untermischen und Frikadellen oder Klopse formen. Sehr heiß anbraten und nicht versuchen, sie umzudrehen, bis die Unterseite richtig braun ist.

    #11VerfasserSpezialratte (1353234) 10 Jun. 22, 09:39
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    Entschuldigung, ich muss mal ganz von oben herab kommen:


    Ich kann die Suche nach "Ersatz" nicht ganz nachvollziehen. Ich habe vor Jahrzehnten meine Ernährung umgestellt und esse seitdem anders. Ich habe erhebliche Zweifel, ob die ganzen Ersatzprodukte wirklich zu empfehlen sind.


    Nur fleischlos, aber immer noch mit Ei und Milchprodukten ist natürlich deutlich einfacher zu realisieren, als völlig vegan.

    Dennoch würde ich keinen Kuchen mit (vermutlich hochverarbeitetem) Ei-Ersatz-Pülverchen aus dem Chemielabor backen. Wenn ich keine Eier essen will, gibt es zum Kaffee eben Brot mit Fruchtmusaufstrich, ganz anders eben.

    Ich verstehe nicht, warum sich jemand eine Mischung aus Erbsenpüree, Aromastoffen, Farbstoff und Tapetenkleister* in die Pfanne wirft, nur um das "Gefühl" eines Steaks zu haben. Wer Lust auf ein Steak hat, soll sich doch eines braten. Meine Getreidegerichte erinnern oft an Fleisch, aber sie sind für mich kein Fleischersatz, sondern mein anderes Essen.


    *Das ist keine Polemik von mir, Methylzellulose, die auch als Tapetenkleister verkauft wird, ist tatsächlich das bevorzugte Bindemittel in den veganen Fleischimitationen. Mahlzeit 🙂

    #12VerfasserStahlbauer (1259064) 10 Jun. 22, 09:50
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    Wie in dem verlinkten Muffinrezept muss ein Ersatzprodukt nicht aus dem Chemielabor kommen.


    Pürierter Apfel gibt diesen Muffins die nötige Bindung, die man sonst vom Ei bekommt. Dann hat man immer noch einen Muffin oder einen Rührteigkuchen, nur eben vegan. Da gibt es keinen Grund, auf Brot auszuweichen.

    Und ich würde durchaus in diesem Rezept das Apfelmus als "Eiersatz" bezeichnen, weil es eben die gleiche Funktion im Teig übernimmt, die typischerweise das Ei hat.

    #13VerfasserDodolina (379349) 10 Jun. 22, 09:54
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    Ich bin auch kein großer Fan von Ersatzprodukten, aber: es kommt glaube ich auch darauf an, warum man kein Fleisch / keine tierischen Produkte essen möchte. Wenn es wegen des Geschmacks ist: kein Problem. Wenn man Fleisch superduper gerne ist, es aber wegen ethischer Bedenken nicht (mehr) essen möchte, dann sehe ich einen Sinn in Ersatzprodukten. Vielleicht gestalten sie auch einfach nur den Übergang hin zum "anders essen"? Oder sie bleiben als Ersatz bestehen, dann ist das halt so. Sie machen es (einigen) Leuten leichter, auf Fleisch zu verzichten, und wenn das das Ziel ist, haben sie für diese Leute eine Berechtigung. Dass sie stark verarbeitet sind und alle möglichen Inhaltsstoffe haben, ist klar.

    #14Verfasserestrellita (236267) 10 Jun. 22, 10:06
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    Dodo, ich bin mir sehr sicher, dass sich Stahlbauers Aussage nicht auf "Apfelmus statt Ei" bezieht, sondern auf die besagten Pülverchen (Ei-Ersatz, wie Irene vorhin erwähnte).

    Das sind für mich zwei Paar Stiefel.

    Diese diversen "Sieht so aus/fühlt sich so an wie"-Produkte aus dem Chemiebaukasten sind für mich der Hauptgrund für meine Aversion gegen rein vegane Ernährung, wie sie auch in der Werbung propagiert wird. Das finde ich eher abschreckend, weil industriell hochverarbeitet und mit viel Salz und Zucker versehen.

    Ein Produkt jedoch durch ein anderes Naturprodukt zu ersetzen, ist für mich "legitim", ähnliches mache ich ja, wenn ich etwas nicht mag oder vertrage.

    Man kann mit ein bisschen Kreativität viel sehr Leckeres ohne tierische Produkte kochen, auf Anregungen dieser Art würde ich in dem Faden hoffen - gerne auch "statt Ei verwendet man xy, weil Effekt ist ähnlich".

    #15Verfasserrufus (de) (398798) 10 Jun. 22, 10:10
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    Mag sein, rufus, ich habe mich nur an dem "dann eben Brot mit Aufstrich statt Kuchen" gestört.

    Es kann eben trotzdem Kuchen geben und das sogar vegan und ganz ohne Chemie.


    Ein "in Kuchenteig kann man Ei durch Apfelmus ersetzen" ist eben eine Suche nach "Ersatz", weil man die Bindung nun mal braucht. Aber eben Ersatz ohne Chemie ist oft durchaus möglich.

    #16VerfasserDodolina (379349) 10 Jun. 22, 10:19
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    Wie Dodolina: Als Ei-Ersatz wird häufig Sojamehl, Lupinenmehl oder Banana empfohlen - nix Chemielabor.

    #17VerfasserNirak (264416) 10 Jun. 22, 10:22
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    Dann ist es wie so häufig ein Marketing-Problem.

    Warum sagt man dann nicht Banane, Sojamehl, Lupinenmehl etc., warum benennt man es "Ersatz"?

    Der Begriff ist doch bei den wenigsten Menschen positiv belegt, Ersatz-Produkt impliziert doch meistens "2. Wahl, Entbehrung".

    Wenn hingegen im Rezept einfach nur steht "Banane zu Mus verarbeiten und in den Teig mischen" ist das doch sofort alltäglicher, normaler und spricht vielleicht mehr Menschen an.

    #18Verfasserrufus (de) (398798) 10 Jun. 22, 10:31
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    Dass industrielle Lebensmittelproduktion oft aus dem Chemielabor kommt, steht dabei natürlich außer Frage. Das ist bei fleisch- oder eihaltigen Produkten aber auch oft so, dass da viel Chemie bei ist.


    Manchmal wird Ei eben verwendet, weil man den Effekt (Bindung) braucht und nicht unbedingt den Geschmack. Dann finde ich alles einen "Ersatz", das diesen Effekt bringt. Zumal man den Apfel in diesen Muffins auch kaum rausschmeckt, der ist nur für die Bindung da. Genau wie das Ei in normalen Muffins.


    Gerade bei Ei haben eben viele gelernt, dass ein Teig immer Ei braucht für die Bindung. Da muss man dazusagen, womit man diesen Effekt auch ohne Ei erzielen kann. Sonst denken vermutlich viele "das kann doch nicht gehen ohne Ei".

    Und es geht ja meist nicht um ein konkretes Rezept und nicht zu allem passt Banane. Da hilft es, wenn man weiß, dass "Produkte X, Y, und Z" ähnliche Effekte haben und das Ei ersetzen können. Für den konkreten Kuchen / das spezielle Gericht suche ich mir dann nach Geschmack einen dieser "Ersatzstoffe" aus.

    #19VerfasserDodolina (379349)  10 Jun. 22, 10:32
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    Mein Bruder arbeitet als Koch in einem veganen Lokal. Nach seiner Aussage kann man Ei in vielen Fällen durch Stärke ersetzen, um eine Bindung zu bekommen.


    Wir haben vor einer Weile mal sehr leckere vegane Pfannkuchen aus Linsen gemacht.

    • 125 g trockene Linsen (z.B.: schwäbische Alblinsen oder Puy-Linsen); für die schnelle Variante Linsen aus dem Glas
    • 2 TL Dinkelmehl (oder normales Mehl)
    • 1 Bund Schnittlauch
    • 2 EL Joghurt
    • 1/4 TL gemahlener Kümmel
    • Salz, Pfeffer


    Man muss die Linsen sehr lange einweichen (>4h), Einweichwasser abgießen, dabei auffangen, und dann Linsen roh pürieren. Dann gibt man noch von dem EInweichwasser hinzu (im Rezept steht 100ml, aber ich habe deutlich mehr gebraucht), damit ein dickflüssiger Teig entsteht. Dann die restlichen Zutaten dazugeben. Den Teig in die Pfanne geben und platt drücken. Von jeder Seite etwa 2min anbraten.


    Die werden richtig schön kross und lecker, und haben auch meinen Kindern geschmeckt. Dazu kann man Fenchel-Orangen-Salat oder Apfelmus essen.


    Chemie-Pülverchen verwenden wir übrigens alle ab und zu, oder für was halten wir Backpulver? Trotzdem bin ich vor Ei-Ersatz bislang zurück geschreckt und würde eher versuchen, Eiweiß aus anderen natürlichen Quellen zu verwenden. Ich habe aber schon Hackfleischersatz auf Erbsenbasis gegessen. Für eine Lasagne oder ein Chili ist das recht annehmbar. Mir ist nicht aufgefallen, dass es besonders stark gesalzen oder aromatisiert gewesen wäre, es geht ja auch viel um die Haptik. Beim nächsten Einkauf schaue ich nochmal drauf.

    #20Verfassergrinsessa (1265817) 10 Jun. 22, 10:38
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    Und es geht ja meist nicht um ein konkretes Rezept und nicht zu allem passt Banane. Da hilft es, wenn man weiß, dass "Produkte X, Y, und Z" ähnliche Effekte haben und das Ei ersetzen können. Für den konkreten Kuchen / das spezielle Gericht suche ich mir dann nach Geschmack einen dieser "Ersatzstoffe" aus.


    Und nur diese Art von Informationen wollte ich. Kein Tapetenkleister-Bashing provozieren.


    *seufz*

    #21VerfasserIrene (236484) 10 Jun. 22, 10:39
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    Aber wir wollen doch hier nicht über die Sinnhaftigkeit von Ersatzprodukten oder die Wortwahl "Ei-Ersatz etc." diskutieren, oder? Vielmehr interessiert mich, was Eure Lieblingsrezepte sind oder was bisher noch nicht so gut geklappt hat. Die Beeren-Sahnetorte meiner Tochter mit veganer Schlagcreme war z.B. superlecker, wurde aber nicht richtig schnittfest. Mich hat es nicht gestört, die Köchin schon.

    #22VerfasserNirak (264416)  10 Jun. 22, 10:40
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    Mein Sohn hat mir gestern die interessante Frage gestellt, ob Käse wirklich vegetarisch ist, wenn er Lab aus Kälbermägen enthält. Ich muss unbedingt mal recherchieren, wie man das Lab aus dem Kälbermagen heraus bekommt, bin aber noch nicht dazu gekommen.

    #23Verfassergrinsessa (1265817) 10 Jun. 22, 10:42
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    grinsessa, dieses Erbsen-Hack habe ich auch mal ausprobiert.

    Der erste Versuch war ein Fehlschlag, aber durch eigene Schuld.


    Ich habe gewürzt und es schmeckte nach nichts. Also nachgewürzt, schmeckte immer noch sehr fade. Das Spiel noch zweimal.

    Offenbar braucht das Zeug eine Weile, bis es Geschmack annimmt, denn am Ende war es viel zu scharf und kaum essbar. Das wurde dann mit viel weiterem Gemüse auf 5 Portionen gestreckt (statt einer) und der Rest eingefroren. Das war dann wieder essbar.

    #24VerfasserDodolina (379349)  10 Jun. 22, 10:42
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    Und es geht ja meist nicht um ein konkretes Rezept und nicht zu allem passt Banane. Da hilft es, wenn man weiß, dass "Produkte X, Y, und Z" ähnliche Effekte haben und das Ei ersetzen können. Für den konkreten Kuchen / das spezielle Gericht suche ich mir dann nach Geschmack einen dieser "Ersatzstoffe" aus.


    Aber genau das schrieb ich doch oben:


    Man kann mit ein bisschen Kreativität viel sehr Leckeres ohne tierische Produkte kochen, auf Anregungen dieser Art würde ich in dem Faden hoffen - gerne auch "statt Ei verwendet man xy, weil Effekt ist ähnlich".


    Vielleicht habe ich auch nur "veganen Ei-Ersatz" generell als das Pülverchen (20 g-Packung) interpretiert, das mir neulich im Supermarkt über den Weg gelaufen ist (Stichwort "Notfall-Vorrat"). Ich weiß nicht mehr genau, was alles drin war, aber mit xxx ml Wasser würde man dann die Menge "Ei" für Rührei oder für Kuchen, Pfannkuchen etc. haben. Wasser und Pulver als Rührei - danke, grausig. (Ähnlich empfinde ich übrigens auch bei Ei-Pulver.) Das erklärt vielleicht meine Reaktion auf die Frage nach dem veganen Ei-Ersatz.

    #25Verfasserrufus (de) (398798) 10 Jun. 22, 10:43
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    ...ich stelle gerade fest, dass die Pfannkuchen oben zwar vegetarisch und ohne Ei, wegen des Joghurts aber natürlich nicht vegan sind...peinlich. Aber man kann sie natürlich vegan machen, indem man Soja-Joghurt o.ä. verwendet.

    #26Verfassergrinsessa (1265817) 10 Jun. 22, 10:46
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    Hackfleischersatz auf Erbsenbasis gegessen. Für eine Lasagne oder ein Chili ist das recht annehmbar. 


    Wenn es einem auch um das Mundgefühl geht, ist grinsessas Variante definitiv eine gute Möglichkeit.

    Ich bastle manchmal eine Lasagne mit einem "Ragout" aus Mangold, Tomatensauce und Walnuss- oder Cashewkernen. Allerdings wird's dann durch den verwendeten Käse nur vegetarisch, nicht vegan. Wenn man will, kann man aber evtl. den Käse durch "Pan grattata" ersetzt, in Olivenöl geröstete, trockene Brotkrümel. Schmeckt anders, aber ich mag's ganz gerne, weil durch die Brotkrümel auch etwas knuspriges dabei ist.

    #27Verfasserrufus (de) (398798) 10 Jun. 22, 10:50
    Kommentar

    Mein Sohn hat mir gestern die interessante Frage gestellt, ob Käse wirklich vegetarisch ist, wenn er Lab aus Kälbermägen enthält.

    Dazu sagte mir mein Haus- und Hofvegetarier: Nein, ist er nicht, wenn er tierischen Lab enthält.

    Es gibt aber auch Käse mit nicht-tierischem Lab. Problem ist wohl, dass der Lab (tierisch) in D nicht deklariert werden muss. Ähnliches gilt z.B. auch für geklärte Säfte (z.B. klarer Apfelsaft), da dort oft tierische Gelatine zum Klären verwendet wird.

    Disclaimer: Ich bin keine Lebensmittel/Chemie-Expertin und gebe nur weiter, wie es mir gesagt wurde (damit ich weiß, was ich einkaufen kann für den Haus- und Hofvegetarier).

    #28Verfasseredoardo_1_4 (1297108)  10 Jun. 22, 10:51
    Kommentar

    Ich würde jetzt nicht sagen, dass die Zutatenliste vom "veganen Ei-Ersatz" (Süßlupinenmehl, Johannisbrotkernmehl, Maismehl, Leinprotein, Sonnenblumenprotein aus kontrolliert biologischem Anbau - von der Drogeriemarkt-Webseite) unbedingt grausig klingt.

    #29VerfasserRed Poppy (876587) 10 Jun. 22, 10:54
    Kommentar

    Dasselbe gilt auch für Wein, daher gibt es mittlerweile auch veganen Wein, weil zum Filtern/Klären tierische Produkte verwendet werden.

    #30Verfasserrufus (de) (398798) 10 Jun. 22, 10:55
    Kommentar

    Ich stelle gerade beschämt fest, dass es "das Lab" und nicht "der Lab" heißt. Da sieht man mal, wie gut ich mich auskenne ;).

    #31Verfasseredoardo_1_4 (1297108) 10 Jun. 22, 10:58
    Kommentar

    Danke, Red Poppy, für #29!


    Meine vegetarische Pastasoße besteht aus sehr fein gewürfelten Möhren und einem anderen etwas herberen Gemüse (z.B. Petersilienwurzel oder Sellerie). Feingeschnittene Zwiebel (wer mag, auch Knoblauch) mit den Gemüsewürfelchen in Öl angedünstet, mit ein bis zwei Esslöffel Tomatenmark verrührt, mit etwas Rotwein abgelöscht, Salz, Pfeffer, Oregano dazu, dann laaaangsam köcheln. Öfter umrühren, nach Bedarf Wasser dazugeben, damit nix anbrennt.


    Edit ergänzt wg. Käse: Bei uns in der Kantine gibt es statt Parmesan zur Pasta geriebenen Blumenkohl. Sieht gut aus und schmeckt auch.

    #32VerfasserIrene (236484)  10 Jun. 22, 11:07
    Kommentar

    Nicht kochen sondern backen, aber diese Bananen-Schoko-Muffins machen wir wirklich häufig:

    In einer Schüssel

    50 g gemahlene Mandeln

    300 g Mehl (meist Dinkel, gerne halb hell halb Vollkorn)

    3 TL Backpulver

    1 Prise Salz

    1 TL Zimt

    1/2 TL Kardamom (ich mag gerne mehr) mischen.

    In einer zweiten Schüssel

    4 gut reife, gematschte Bananen

    80 ml geschmacksneutrales Öl

    120 ml Hafermilch

    mischen, dann mit der Mehlmischungen verühren, zuletzt

    30 g gehackte Kuvertüre (zartbitter; bei vollmilch nicht mehr vegan) unterrühren.

    In 12 Muffinförmchen füllen, bei 175 Grad 20-25 min backen.


    Zuhause habe ich noch ein Rezept für Burgerbratlinge aus Bohnen, das ist total lecker, das liefere ich noch. Es ist aber mit Ei, also nicht vegan. Ob das ohne Ei geht habe ich noch nicht ausprobiert.

    #33Verfasserestrellita (236267) 10 Jun. 22, 11:17
    Kommentar

    @Irene: Tapetenkleister-Bashing liegt mir fern. Der ist völlig unbedenklich und uneingeschränkt für den menschlichen Verzehr geeignet. 🙂

    #34VerfasserStahlbauer (1259064) 10 Jun. 22, 11:18
    Kommentar
    Ich streue anstatt Parmesan auch mal gerne gemahlene Mandeln über die Pastasoße.
    #35VerfasserfehlerTeufel (1317098) 10 Jun. 22, 12:03
    Kommentar

    #23/28: So ist es: Käse mit tierischem Lab ist nicht vegetarisch. Im Bioladen ist meist deklariert, ob Käse tierisches oder mikrobielles Lab enthält.

    Übrigens wird auch Wein und Sekt mit tierischer Gelatine geklärt, hergestellt aus Schweineschwarten oder Knochen. Daher lieber veganen Wein (oder naturtrübes Bier) kaufen.


    #36VerfasserNirak (264416)  10 Jun. 22, 12:20
    Kommentar

    Daher lieber veganen Wein (oder naturtrübes Bier) kaufen.


    Wo sicher auch mein geliebtes Hefeweizen drunter fällt, oder?

    #37VerfasserDaja (356053) 10 Jun. 22, 12:23
    Kommentar

    Wo sicher auch mein geliebtes Hefeweizen drunter fällt, oder?

    Meines Wissens sind deutsche Biere alle vegan (Reinheitsgebot).

    Edith muss sich korrigieren, denn das Netz sagt:

    Bier, gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot, ist häufig (meistens) vegan.

    Quelle:

    #38Verfasseredoardo_1_4 (1297108)  10 Jun. 22, 13:02
    Kommentar

    #39: Soweit ich weiß wird die Gelatine mit den ausgeflockten Schwebstoffen anschließend wieder entfernt, daher gilt sie nicht als Inhaltsstoff.

    AWWDI ;-)

    #39VerfasserNirak (264416) 10 Jun. 22, 14:10
    Kommentar

    Heut gibt's Pellkartofel und Grüne Soße plus grünen Salat (Krauthäuptl, falls den jemand kennt, aus Mutters Garten). Da brauch ich sonst nichts.

    #40VerfasserSelima (107) 10 Jun. 22, 15:15
    Kommentar

    Boah, habt ihr fleißig gearbeitet!


    Habe noch gar nicht alle Beiträge gelesen, mache ich aber noch.


    Zu den veganen Brotaufstrichen und den Pestos, die ich herstelle: Da experimentiere ich ehrlich gesagt ganz schön rum. Was niemals schiefgeht, ist folgender


    Brotaufstrich:

    • Eine Dose/ ein Glas Kichererbsen durch ein Sieb leeren (Alternativ Kidneybohnen oder andere Bohnen)
    • den Saft einer halben oder einer Zitrone hinzufügen
    • Olivenöl hinzufügen
    • Salz, Pfeffer, eine Zehe Knofi
    • mit dem Pürrierstab pürrieren
    • guten Appetit!


    Experimentiert habe ich auch schon mit

    • Rote Beete / Meerrettich*
    • Kürbis / Linsen


    *Edith sagt, dass mein Aufstrich ungefähr so wie der wie von Red Poppy war, nur mit anderen Nüssen...

    #41VerfasserWittGenStein (1323045)  10 Jun. 22, 15:39
    Kommentar

    #41: zum Kichererbsenaufstrich noch etwas Sesampaste (Tahini) und Kreuzkümmel, dann ist das perfektes Hummus. Superlecker!

    (gehe mal meinen Einkaufszettel ergänzen...)

    #42VerfasserZugi (797273) 10 Jun. 22, 16:22
    Kommentar

    Gibt es auch in vegan, hiererorts aber mit Käse ... wenn's schnell gehen soll :


    Von einem Blätterteig (kann man fertig kaufen) ca. 1/4 abschneiden, das Stück in dünne Streifen schneiden ... den Rest mit Löffelchen voll Spinat (oder anderem Gemüse - Hauptsache klein genug für den Löffel, nach Lust gewürzt, gerne auch mit Resten) ... hier sehr beliebt mit Käsewürfelchen gemischt - in Häufchen auf dem Blätterteig verteilen, mit den Streifen gitterförmig garnieren ... in Portiönchen schneiden ... kann auch eingefroren werden ... ca. fünfzehn Min. im Backofen ... fertig ...

    :-)


    ... geht auch als Röllchen oder in Ravioli- bzw. Maultaschen-Form... aber nicht in Wasser kochen ... das mag der Blätterteig nicht ...

    #43Verfasserno me bré (700807)  10 Jun. 22, 19:22
    Kommentar

    #39 Jein. Gelatine wird in diesem Fall als “technischer Hilfsstoff” klassifiziert, und diese Stoffe müssen nicht deklariert werden (das gilt für alle Lebensmittel).

    Bei Wein greift zusätzlich eine Sonderregelung, daß alkoholische Getränke kein Zutatenverzeichnis tragen müssen. Das heißt nicht, dass die Produzenten da irgendwas drauf schreiben dürfen, aber sucht mal das Zutatenverzeichnis bei einer Flasche Wein, Whisk(e)y oder einer Spirituosen eurer Wahl. 🙄


    Lab muß meines Wissens in Käse deklariert werden, aber nicht der Ursprung.

    Wenn aber Käse lose (sprich an der Käsetheke) gekauft wird, entfällt wohl die Pflicht eines Zutatenverzeichnisses (und hier kann ich den Grund nachvollziehen).

    #44VerfasserWik (237414)  10 Jun. 22, 19:46
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    *Faden abonnier*
    #45VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 11 Jun. 22, 05:03
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    Manchmal bestelle ich im Restaurant das vegetarische Gericht. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass es entweder kaum gewürzt ist oder hässlich aussieht oder beides. Ich finde das schade, denn ich möchte nicht immer Fleisch essen und habe auch nicht immer Lust auf Salat.

    #46Verfasserpenguin (236245) 11 Jun. 22, 09:22
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    Das ist mir auch einmal passiert: Pilzrisotto in einem gut bürgerlichen Restaurant. Ein Graus.
    Aber Restaurants mit moderner und/oder internationaler Küche haben in der Regel weit mehr als nur ein Veggie-Gericht auf der Karte. Ich schaue mir bei einem neuen, unbekannten Restaurant meistens vorher die Speisenauswahl im Internet an.
    #47VerfasserfehlerTeufel (1317098) 11 Jun. 22, 11:09
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    Auch in der Türkei gibt es Vegetarier. Die Speisekarten sind darauf aber zumindest auf dem Land abseits der Touristengebiete nicht vorbereitet. Die meisten Gerichte sind fleischlastig, haben aber auch immer gegrilltes Gemüse mit dabei. Man kann aber nicht einfach gegrilltes Gemüse ohne Fleisch bestellen. Wer etwas ohne Fleisch haben will, bekommt Champignons in Tomatensauce. Punkt. Die sind immer extrem langweilig. Ausweg - Fleischgericht bestellen und das Fleisch dem Nachbarn spenden 🙂


    Oder einfach Meze - die sind fast alle vegetarisch und sind mir eh am liebsten.

    #48VerfasserSelima (107)  11 Jun. 22, 11:19
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    Der in #2 genannte junge Herr im Haus hat heute Backzutaten gekauft und löste damit Vorfreude bei mir aus. Aber nein, er flitzt damit morgen ab zu seinem Konditorkumpel und lässt mich allein mit meinem veganen Brotaufstrich. Na ja, die Jugend soll besser backen als koksen und kiffen...


    Demnächst werde ich einen neuen Brotaufstrich kreieren mit

    • Sellerie (gekocht)
    • Walnüssen
    • Petersilie
    • gerösteten Zwiebeln
    • Zitrone
    • Öl
    • Pfeffer und Salz.
    #49VerfasserWittGenStein (1323045)  11 Jun. 22, 13:48
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    #48 Oder die leckeren spanischen Tapas!
    #49 Das erinnert mich ein bisschen an einen Waldorf-Salat ...
    #50VerfasserfehlerTeufel (1317098) 11 Jun. 22, 13:53
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    # 50 Waldorf-Salat herzhaft 😉



    Gestern noch ein Hochbeet zusammengeschraubt und auf dem Balkon aufgestellt, damit der Anbau ausbegaut werden kann. Genug Platz für Holzbank und Holztisch, sogar für die Gartenliege ist noch vorhanden. Es hat schon was, zwischen Salat, Tomaten und Kartoffeln zu liegen und zu lesen...


    Falaffeln für Faule:

    • Eine Packung Fertigfalffeln
    • Gemischter Salat
    • Minzjoghurtsoße (geht auch mit veganem Joghurt)
    • Humus (s. #41 und #42)
    • Guten Appetit!
    #51VerfasserWittGenStein (1323045) 12 Jun. 22, 11:57
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    Ich probiere heute oder morgen ein Rezept für Falaffel aus. Und weil die Pfefferminze meinen Garten förmlich überwuchert, gibt es auch einen Riesenpott Minzsoße dazu.
    #52VerfasserfehlerTeufel (1317098) 12 Jun. 22, 12:09
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    Der/die/das Humus aus dem Jerusalm-Kochbuch von Ottolenghi/Tamimi ist bis jetzt mein absuloter Favorit!


    Mit Pfefferminze kann man mich allerdings jagen, so mit anderen Kräutern in einem Dip, ok, muss aber nicht sein.


    Was ich mir immer wieder gerne mache, ist ein Paprikamus aus gegrillter/gebackener Spitzpaprika.

    Entkernen und in Streifen schneiden, mit Öl einreiben, ab in den Ofen, den Moment abpassen an dem es schon Röstaromen gibt aber die Paprika noch ein bischen bissfest ist, mit Salz, Pfeffer und Essig würzen, pürieren, fertig.


    Und im Sommer, eine schöne erfrischende Gazpacho, da kann man ja auch die Rohkost nach Wahl benutzen. (Ist dann nicht immer die "echte" aber dann eben meine Gazpacho) ;-)

    #53VerfasserLanni (1131571) 12 Jun. 22, 15:42
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    Und hier ein Link aus dem Umweltfaden über umweltfreundliche Ernährung


    https://www.rte.ie/brainstorm/2022/0610/13040...


    @54 Ich sage immer der Gazpacho, weil es el / männlich im Spanischen ist. 😉

    #54VerfasserWittGenStein (1323045)  12 Jun. 22, 19:47
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    #46+47 Ich mag Euch eingeschränkt zustimmen. Im klassischen, traditionellen Restaurant strotzt die Speisekarte gern mal vor lauter Phantasielosigkeit, was vegetarische Gerichte angeht - von vegan haben die dann noch nie was gehört.


    Aber mal ehrlich: In der Gastronomie für jüngere Klientel hat sich in den letzten Jahren unglaublich viel bewegt und dort wird oft eine gute Auswahl angeboten. Weiter sehe ich mich auch bei italienischen, asiatischen + griechischen Restaurants sehr gut versorgt, wenn mir der Sinn nicht nach Fleisch / Fisch steht.


    Gestern in einem traditionellen Biergarten gab's zum Mittagessen eine "Bowl mit Avocadocreme und Reis" . Lecker, Leicht und gut abgestimmt.


    Ich muss dazu sagen, dass ich als genereller Allesfresser Fleisch / Fisch sehr gern esse, aber im Sinne einer ausgewogenen Ernährung dann eben eher selten und wenn schon, dann gern aus mir bekannter Quelle.

    #55VerfasserLa chatte (823589)  13 Jun. 22, 10:18
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    #55 Na ja, genau das sagte ich doch ...
    #56VerfasserfehlerTeufel (1317098) 13 Jun. 22, 10:28
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    Entschuldige bitte, sollte ich Dich mit meiner Meinungsäußerung wiederholt haben.

    #57VerfasserLa chatte (823589) 13 Jun. 22, 10:31
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    Nein, ich wunderte mich nur, dass du mir "eingeschränkt" zustimmst. Ich denke, wir stimmen zu 100% überein ;)

    #58VerfasserfehlerTeufel (1317098) 13 Jun. 22, 10:53
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    Ich bin übrigens ein Fan davon, das Gemüse zum Star auf dem Teller zu machen. Fleischersatzprodukte sind mir ein Graus, nicht nur aufgrund des hohen Verarbeitungsgrades, sondern auch weil ich mich für Gemüse entscheide und dann dieses "so tun als ob" unpassend finde.


    Also darf gern Süßlupinen-Bolognese sein oder Spargellasagne. Schwarzwurzeln paniert finde ich super fein begleitet mit einer leichten, zitronigen Sauce und Pasta, oder ein Lauch-Pilz-Ragout mit darauf gesetzten Buchteln aus dem Ofen und wenn ich gekräuterte grüne Bohnen mit Kartöffelchen als Beilage bekomme, brauche ich doch gar keinen Fleischersatz.


    #59VerfasserLa chatte (823589) 13 Jun. 22, 11:58
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    @59 Würde mich gern mal von dir bekochen lassen, außerdem von Irene und von grinsessa. Von Niraks Tochter würde ich mich sofot bebacken lassen.




    Bohnensalat für heiße Tage



    • 1 Dose weiße Bohnen
    • Je nach Grüße der Bohnendose 4 bis 6 Tomaten
    • 1 Bund Peterslie (hacken)
    • 1 Zwiebel (gewürfelt)
    • abschmecken mit Pfeffer, Salz, Zitronensaft und Olivenöl
    • dazu Weißbrot (oder anderes Brot) und Humus, s. #41 und #42
    • Guten Appetit!




    #60VerfasserWittGenStein (1323045) 13 Jun. 22, 12:06
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    Ich benutze Fleischersatz auch höchstens mal zum Grillen, obwohl ich auch super-gerne Gemüse und Pilze (lecker mariniert) auf den Grill lege.

    Spargellasagne gibt's bei uns in der Saison auch ziemlich oft. Oder Spargelrisotto.

    #61VerfasserfehlerTeufel (1317098) 13 Jun. 22, 12:07
    Kommentar

    "Humus (lateinisch humus ‚Erde', ‚Erdboden') bezeichnet in der Bodenkunde die Gesamtheit der fein zersetzten organischen Substanz eines Bodens."

    Bestimmt meint Ihr Hummus / Hommus / Hommos :--)

    Ok, es heißt wohl im Türkischen: humus

    Wie auch immer: Ich hab's mit Hummus bzw. Kichererbsen + Sesam nicht so sehr, aber mal ein, zwei Teelöffel voll, pur, oder auf ein Stück Weißbrot, Cracker ... passt schon.


    Nach einem Ausverkauf von Dosen mit roten und weißen Bohnen und mit Linsen in einem Bioladen, stapeln sich jetzt so einige im Schrank.

    Entzücken konnte ich eine Verwandte, als es noch etwas kälter war, mit einer eigentlich easy-peasy zu machenden vegetarischen Bohnensuppe .... mit


    roten und weißen Bohnen

    roten Zwiebeln, vorher angebraten,

    Dosentomaten

    Pfeffer, Salz, Senf*, Räucherpaprikapulver, Lorbeerblätter

    *Ich habe erst seit kurzem Senf entdeckt als Zugabe zu Gerichten, die gewürzt gehören.

    -------------


    Die Firma Taifun aus Freiburg bezieht übrigens, lt. Firmeninfo, ihr Soja aus Bio-Anbau am Oberrhein. 3000 Hektar aktuell. Seit nunmehr 25 Jahren. Gentechnikfrei. Den "Tofu Rosso" mag ich seit bestimmt schon 5 Jahren, als Ersatz für Sauce à la Bolognese, in jeder Konsistenz, d.h. verlängert mit Tomaten oder auch einfach zerstoßen und zerkrümelt mit Karotten- oder Lauchstreifen, egal was, und mit Couscous dazu oder Hirse oder Kartoffeln.... dito den "Curry Mango".

    #62VerfasserBraunbärin (757733)  13 Jun. 22, 12:24
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    Danke für die Korrektur. In einem syrischen Restaurant las ich es auch schon mit einem -m-, aber fehlerhafte Speisekarten sind ja keine Seltenheit.

    #63VerfasserWittGenStein (1323045) 13 Jun. 22, 12:31
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    Hier aus dem Kochbuch "Biokistenkochbuch - Gemüsegenuss für alle Jahreszeiten" eine Variante zum "Chili-Rhabarber", der zu einem Fleischgericht serviert wird.


    Erdbeerpesto

    100 g vollreife Erdbeeren

    50 g gehackte Pistazien oder Pinienkerne

    2 EL Olivenöl

    1 TL Honig

    ... pürieren

    2 EL frisch geriebenen Parmesan

    1 EL feingehackten Bärlauch oder Rucola (oder ...?)

    ... untermischen.

    Salz und Pfeffer dazu


    (und was einem noch so einfallen könnte: Ingwer vielleicht?)


    Für diesen Vegetarisch-Faden passt von den Angaben her (u.a. gegrillter Fisch) das Erdbeerpesto zu: Spargel.

    #64VerfasserBraunbärin (757733) 13 Jun. 22, 18:18
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    Passt voll zur Jahreszeit. Danke. 🙂

    #65VerfasserWittGenStein (1323045) 13 Jun. 22, 18:45
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    Heute abend gebratener grüner Spargel mit Zitrone, Schafskäse und gerösteten Kürbiskernen + Reis. Salz. Pfeffer natürlich.

    Wenn's mein Rhabarber im Garten noch hergäbe, hätte ich statt Schafskäse und Kürbiskernen tatsächlich nochmal Rhabarber mit angebraten.


    Re Erdbeerpesto - der Bärlauch erstaunt mich etwas. Bei mir ist der schon längst verblüht.

    #66VerfasserSelima (107)  13 Jun. 22, 19:02
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    Ich schmeiße gerne "was grad da ist" kreativ zusammen ... heute ist es eine wirklich besonders feine Gemüsepfanne geworden:


    Blumenkohlröschen und gewaschene rote Linsen in kräftiger Gemüsebrühe (ohne Deckel) bissfest kochen, dabei die Brühe reduzieren lassen.

    mit Sahne aufgießen und ggf. zum Eindicken mit Mehl bestäuben.

    Geriebenen Parmesan einrühren

    Fleischtomaten in "mundgerechte" Stücke geschnitten einrühren

    Frischen Salbei, Oregano, Petersilie, und etwas Minze kleingeschnitten zugeben.


    Guten Appetit!

    #67Verfasserschwäble (951819) 13 Jun. 22, 19:58
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    #66 Bärlauch gibt's auch tiefgefroren.

    Heute Abend hatten wir eine sehr leckere, sehr cremige Spargellasagne mit einer knusprigen Käsekruste. (Hab 3 Portionen verputzt.)

    #67 Das klingt gut. Würde ich auch mal probieren. Allerdings nicht unbedingt mit Blumenkohl, den mag ich nicht so ...

    #68VerfasserfehlerTeufel (1317098)  13 Jun. 22, 20:04
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    Seit meine Tochter vor ein paar Jahren den Entschluss fasste sich nur noch vegetarisch zu ernähren, habe auch ich meinen Fleischkonsum drastisch eingeschränkt. Hier eines unserer Lieblingsrezepte. Man kann hier schön variieren und neben den für uns beinahe schon obligatorischen Auberginen natürlich alles mögliche an Gemüse verwenden. Auch bei den Gewürzen ist nichts in Stein gemeißselt, wenn meine Tochter kocht, verwendet sie lieber Kardamom und Nelke wo ich Koriandersaat und Sternanis nehme.


    Linsen-Auberginen-Curry

     

    250 g rote Linsen

    1-2 Zwiebeln, gehackt

    1 l Gemüsebrühe

    400 ml Kokosmilch

    2-3 Auberginen, geschält und gewürfelt

    500 g Tomaten, gewürfelt oder 1 Packung stückige Tomaten

    1-2 EL Tomatenmark

    2-3 EL Öl

    2 TL Salz

     

    Gewürze:

     

    2 Tl Senfkörner

    2 Tl Fenchelsamen

    2 Tl Koriandersamen

    1 Sternanis

    1-2 Tl Cumin ganz, oder gemahlen

    1 daumengroßes Stück frisches Kurkuma geraspelt oder 1 guter Tl gemahlenes Kurkuma

    ½ Zimtstange

     

    Die Zwiebeln mit den Gewürzen in dem Öl anbraten bis sie anfangen zu duften und zu knacken, dann Tomatenmark + Linsen zufügen, kurz mit anschwitzen und mit der Gemüsebrühe ablöschen.

    Die gewürfelten Auberginen und Tomaten zufügen und alles aufkochen lassen. Mit der Kokosmilch auffüllen und auf kleiner Flamme köcheln lassen bis Linsen und Auberginen weich sind.

    Immer mal umrühren, die Linsen setzen gerne mal an.

     

    Dazu essen wir gerne Naturjoghurt und Pfannenbrot. Ach ja, frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle darf bei uns auch nicht fehlen. Wer Lust auf ungewöhnliche Pfeffersorten hat, mag vielleicht mal Timut Pfeffer probieren. Er hat eine erstaunlich zitrusartige Note die stark an Limette erinnert.

     

    #69VerfasserGreenhouse (19027) 14 Jun. 22, 11:14
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    Bärlauch hält sich auch wunderbar in Öl gemixt mit etwas Salz versetzt - Pesto mache ich kaum noch daraus, weil ich dann durch die Nuss+Käse-Anteile geschmacklich fixiert bin.


    Gestern: Polenta-Taler mit griechischem Kräutermix + geriebenem Ziegenkäse

    Polenta nach Anleitung ansetzen, aber schon bei der Gemüsebrühe den getrockneten, griechischen Kräutermix beigeben. Formen, etwas abtrocknen lassen und dann angebraten mit geriebenem Käse bestreut servieren.

    Dazu passen ein paar gebratene Tomaten oder ein Salat und schon ist der Polenta-Taler der Star auf dem Teller.

    #70VerfasserLa chatte (823589) 14 Jun. 22, 11:46
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    Ich kann mir nicht gut vorstellen, dass gefrorener oder in Öl eingelegter Bärlauch im Erdbeerpesto gut kommt. Aber sei's drum. Rucola hört sich eh besser an. Bärlauch stell ich mir zu dominant vor, wohingegen die Schärfe des Rucola vermutlich ein spannender Kontrast ist.

    #71VerfasserSelima (107)  14 Jun. 22, 11:50
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    Eines meiner neueren vegetarischen Lieblingsrezepte habe ich aus einem Kroatien-Urlaub mitgebracht. Genau genommen ist es eine Beilage zu Fisch oder Grillfleisch, kann aber auch leicht zum Hauptgericht gemacht werden. Das Gericht heißt "Blitva" und ist im Endeffekt gehackter Mangold mit Kartoffeln.


    Zwiebel, Knoblauch kleinhacken. Mangold in Blätter und Stiele trennen, alles kleinhacken.

    Kartoffeln (optimalerweise vorwiegend festkochende, mehlig kochende wären wohl noch besser) schälen, würfeln, in Salzwasser garen.

    Zwiebel, Knoblauch (Menge nach Geschmack) und gehackte Mangoldstiele in Olivenöl andünsten, mit Salz, Pfeffer würzen. Irgendwann gehackte Mangoldblätter dazugeben, das ganze wie Spinat zusammenfallen lassen, evtl. etwas Wasser oder Gemüsebrühe dazu geben, aber nicht viel, es soll nicht suppig werden.

    Kartoffeln abgießen, etwas andrücken, zum Mangold geben, durchmischen.

    Mit Salz, Pfeffer, Chili und Kräutern nach Belieben abschmecken.

    Man kann es evtl. mit Paprikastücken noch anreichern oder ganz zum Schluss Feta oder anderen Schafskäse reinbröseln. Nochmal einen Schuss Olivenöl drüber - fertig.


    Wie gesagt, das ist eigentlich eine Beilage, aber mit der entsprechenden Menge lässt sich das bequem zur eigenen Hauptmahlzeit aufbohren.

    #72Verfasserrufus (de) (398798)  14 Jun. 22, 12:08
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    #69, 72 lecker!


    An alle, die sich für meine vegane Woche interessieren. Klappt nicht. Der Kühlschrank wird nicht nur von mir genutzt, deshalb sind da auch Tote-Tier-Produkte drin. Was abläuft, muss gegessen werden. Bevor ich etwas wegschmeiße, mache ich lieber keine rein vegane Woche.

    #73VerfasserWittGenStein (1323045) 14 Jun. 22, 20:13
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    Okok Hummus und das Gazpacho, schmeckt auch...

    Oder Auberginenpaste, oder Kartoffelbrei mit Olivenöl und Knoblauch zubereitet, wer es mag kann auch noch Basilikum mit einrühren.

    Ich esse weder vegetarisch noch vegan aber es muss nicht immer Fleisch sein.

    Mangold liebe ich! Oder Blattspinat.

    Gerne als Auflauf mit Kartoffeln im Ofen, allerdings kommt bei mir dann meist noch Parmesan oder Blauchschimmelkäse dazu.


    Ein schnelles Essen sind gerne mal Nudeln (und ich nehme da immer die ohne Eier) mit Knofi und Chilliflocken/Pepperoni also aioli e olio.

    Zum Bärlauch, ich habe im Kühlschrank ein Glas mit gehacktem Bärlauch einfach mit Öl und etwas Salz vermischt.

    Solange das Öl die Masse abschließt, hält das eine Weile und kann zum Pesto weiterverarbeitet werden oder in den Kartoffelbrei eingerührt oder zum Feta gereicht werden.

    Mir schmeckt es auch zu einem guten Stück Fleisch nur als Akzent

    #74VerfasserLanni (1131571) 15 Jun. 22, 00:35
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    In der indischen Küche gibt es sehr viele vegetarische und vegane Gerichte. Da könnte ich mich reinsetzen. Entweder Curry wie oben von Greenhouse beschrieben, ich nehme da auch gern Garam Masala als Gewürz. Eine Basis aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürz, dann eine Hülsenfrucht (Linsen oder Kichererbsen meistens) und Blattspinat oder Mangold. Ganz am Schluss noch irgendwas milchiges dazu. Superlecker, am besten mit selbst gemachtem Naan-Brot. Auch richtig gut sind verschiedene Varianten gewürzter Reis (Pfefferkörner, Kreuzkümmel, Nelken, Zimtstange, Kardamomsamen, grüne Chili, Zwiebeln in Ghee (oder Butterschmalz oder Öl) anbraten, den Reis dazu, ebenfalls mit anrösten, dann Gemüse dazu und zum Schluss mit Wasser und Salz ansetzen und fertig garen lassen. Super empfenhlenswert, und man muss danach nur einen Topf spülen :-). Wenn man etwas mehr Zeit hat, gibt es die tollsten Varianten an Fladen/gefüllten Teigtaschen/Chutneys/gewürzten Joghurts, mit denen man jedes Gericht aufpeppen kann.


    In der Kantine gab es neulich eine vegane Woche. Dabei stört mich auch dieses Bedürfnis, noch ein "Hauptgericht" auf dem Teller zu haben, das ist dann ein völlig übersalzener Tofu oder irgendwelche veganen Cevapcici, die keiner braucht. Das gleiche beobachte ich in den althergebrachten Lokalen, die sich gezwungen fühlen, ein vegetarisches Gericht anzubieten. Man macht ein Fleischgericht und ersetzt das Fleisch durch Omelett, Bratling oder Pilze, fertig. Aber, wie oben schon von anderen angemerkt, in den letzten 10 Jahren hat sich da in Sachen Kreativität einiges getan.

    #75Verfassergrinsessa (1265817) 15 Jun. 22, 10:50
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    Ja, grinsessa, vegetarisch heißt für viele ein paar lieblos und phantasielos in Salzwasser zerkochte Beilagen und irgendein Notbehelf statt Fleisch.

    Vegetarier sein beginnt im Kopf. Kartoffeln, Kräuterquark und Salat sind für den Vegetarier eine vollständige Mahlzeit, während der Carnivore fragt: "OK für die Beilagen, aber was gibt es zu ESSEN?"


    Als ich vor Jahrzehnten zufällig festgestellt habe, dass meine lebenslangen, ständigen und heftigen Krämpfe und Schmerzen durch Fleisch verursacht werden, gab es diese veganen Schnitzel noch nicht, sonst wäre ich womöglich auch in diese Schiene gerutscht.


    Ich habe mich damals so gut ich konnte kundig gemacht, wie man eine fleischlose Ernährung möglichst ohne Mangelerscheinungen gestaltet, und bin auf Vollwertkost gekommen. Darüber wird zwar auch eine Menge ideologischer Quatsch veröffentlicht, aber grundsätzlich ist das Prinzip "alles so naturbelassen wie möglich und als Hauptbestandteil jeder Mahlzeit Pflanzliches" mein Ding geworden.


    Deshalb lehne ich für mich die ganzen "Ersatz"produkte ab.


    Ich meide die sogenannten raffinierten Kohlehydrate (also hauptsächlich Zucker und weißes Mehl). Wenn Kohlehydrate, dann echtes Vollkorn. Bitte kein Weißmehlbrot mit Zuckercouleur und ein paar eingebackenen Alibikörnchen, sondern wirklich ganze Körner mit Schale und Keimling zu Mehl vermalen.


    Ich kaufe keine fettreduzierten Produkte. Bei Jogurt, Quark und Käse gibt es bei mir nur die Vollfettstufe.

    Ich streiche mir die Butter dick aufs Vollkornbrot, nehme bei Schlagsahne immer eine extragroße Portion, kippe einen Schuss Olivenöl in die fertige Minestrone (lecker) - und passe, ohne dass ich mich in irgendeiner Form kasteien müsste, in Größe 36.

    #76VerfasserStahlbauer (1259064) 15 Jun. 22, 14:36
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    In den Palak Paneer den mein Vater kocht könnte ich mich reinlegen!

    Auch eine indische Spinatvariante.


    Ich mache mir manchmal eine schnelle Linsensuppe, mit angeschmorten Zwiebeln, wen man mag auch Knoblauch, Linsen mit andünsten, mit einer Brühe nach Wahl auffüllen und mit einer Currymischung/Currypaste würzen.

    Weiters würzen dann je nach Geschmack und Schärferesistenz.

    Kochen und, wenn gewünscht, pürieren, fertig. Ab und an gebe ich noch Birne mit hinein.


    Oder was ganz was einfaches, im Ofen gebackener Blumnkohl.

    Eine Freundin berichtete von einer, im ganzen gebackenen, Sellerieknolle.

    Die wird mit Öl eingerieben un mit einer Gabel rundum eingestochen, es muss auch Flüssigkeit dazu, ich kann mich nur nicht mehr erinnern was, denn im Laufe des Garprozesses, gerne stundenlang, muss immer wieder Flüssigkeit über die Knolle gegossen werden.

    Am Ende soll es wohl ganz köstlich sein.

    #77VerfasserLanni (1131571) 16 Jun. 22, 18:03
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    Solange ich mit Fett und Kohlenhydraten verschwenderisch sein "darf", finde ich es nicht allzu kompliziert, leckere vegane Gerichte zu kochen. Es gibt so ein paar Zauberzutaten, die fast immer helfen (Blätterteig, dunkle Schokolade, Erdnussbutter, Kokosmilch, geröstete Cashew-Kerne, Sojasauce, Ahornsirup, Mango-Chutney, weißer Portwein [der Knaller in fast allen Saucen!] ...). Den Schritt von vegetarisch zu vegan finde ich auch nicht sooo schwierig, weil ich kein echter Käse-Fan bin. Aus Gründen versuche ich im Alltag aber, mit Fett und KH eher sparsam zu sein, und bisher habe ich noch keine vegane Eiweißquelle gefunden, die mich wirklich glücklich macht. Tofu und Seitan kann ich ab und zu mal essen, andere Fleischersatz-Varianten schmecken mir nicht. Mein Enthusiasmus für Hülsenfrüchte ist absolut überschaubar (Kirchererbsen noch am ehesten, ab und zu Linsen sind auch ok, aber alles nur in bestimmten Varianten und auf keinen Fall täglich).


    Noch ein paar konkrete Vorschläge:

    - Eine Suppe mit Süßkartoffeln, Paprika und Kichererbsen, Chili, Ingwer, Gemüsebrühe, etwas (!) Kokosmilch und einem dicken Löffel Erdnussbutter.

    - Blätterteig oder Yufka-Blätter mit einer Mischung aus gewürfelten Pellkartoffeln, Paprika, Zwiebeln, Petersilie, Minze, Chili, Kreuzkümmel und ein bisschen Olivenöl füllen.

    - Milchreis mit Kokosmilch kochen und am besten kalt mit Ananas essen.

    #79Verfasserkikært (236250) 23 Jun. 22, 10:12
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    Die Blätter- oder Yufka-Teig-Füllung kann man auch noch gut mit Mangold oder Spinat füllen, generell gibt es auch genug herzhafte Strudel-Rezepte ...

    Strudelteig aus Mehl, Wasser, Öl und etwas Salz selber herstellen, dünn ausrollen. (Strudelteig schmeckt mir persönlich besser als Blätterteig beim Strudel, vor allem, wenn der Blätterteig ohne Butter ist).

    Relativ dünne Tomaten- oder Paprikasauce herstellen.

    Fülle herstellen mit allem möglichen Gemüse, das man mag und mit Restgemüse ergänzen, nach Geschmack würzen.

    Teig belegen, rollen. Auflaufform mit etwas Olivenöl einfetten, Sauce reingießen, so dass der Boden bedeckt ist (nicht hoch), Strudel einlegen, mit Öl einpinseln, bei 180 ° im Ofen garen.

    Wenn nicht vegan, kann man zwischen Teig und Fülle noch eine kleine würzige Quarkschicht streichen und/oder die Fülle mit Schafs- oder Ziegenkäse ergänzen.


    WittGenStein, ich weiß, es ist dein Thread, aber soll es um die Vor- und Nachteile bestimmter Ernährungsformen gehen, oder ist das hier eine Rezeptesammlung und evtl. Beschreibung, wie man Umstellungen geschafft hat? Ich finde Aussagen wie den verlinkten Titel schwierig.

    #80Verfasserrufus (de) (398798) 23 Jun. 22, 10:25
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    #82

    Ich dachte, ich verlinke es einfach mal. In erster Linie geht's um Rezepte. Wenn mal auf bestimmte Nahrungsmittel und deren Wirkung / Nachteile / Vorteile eingegangen wird, halte ich persönlich das für nicht tragisch, solange es nur am Rande geschieht.

    Kurzbeschreibungen, wie man Umstellungen geschafft hat, halte ich auch für interessant, solange genügend Rezepte für eine solche Umstellung zusammenkommen. 😉

    #81VerfasserWittGenStein (1323045)  23 Jun. 22, 15:09
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    Ich scheue nur ein bisschen die "Gesundheitskeule", das ist alles. (Komme aber in Frieden, wirklich.) Wie gesagt, ich bin Allesesser und habe auch keine Bestrebungen, das zu ändern, nur die Häufigkeit von vegetarischen Mahlzeiten gerne zu erhöhen.

    Ich halte dem Artikel allerdings zu gute, dass zumindest am Schluss auch darauf eingegangen wird, dass vegane Ersatzprodukte nicht der Weisheit letzter Schluss bzgl. gesunde Ernährung sind, weil sie eben auch stark verarbeitet und häufig viel Salz und Zucker enthalten und hier auch Augenmaß und Hirn beim Verbraucher nötig ist.

    Darum fände ich hier Anregungen sehr, sehr interessant.

    #82Verfasserrufus (de) (398798)  23 Jun. 22, 15:30
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    und einem dicken Löffel Erdnussbutter.

    Ui. Der halbe Satz hat mich jetzt richtig gerissen. Mmmhh!


    So wie ich entdeckt habe, dass Senf vielen Gerichten den Kick gibt, könnte ich mal wieder peanut butter - mit der ich, nebst Marmite, aufwuchs - kaufen und vegetarische Gerichte damit aufpeppen.

    #83VerfasserBraunbärin (757733) 23 Jun. 22, 15:35
    Kommentar

    Auch ich bin (noch) Allesfresserin und komme in Frieden. Ich dachte, ein kurzer Hinweis, weshalb es sich nicht nur der Umwelt zuliebe lohnt, den Fleischkonsum zu reduzieren, kann nicht schaden. Bitte weder als Gesundheits- noch als Moralkeule missverstehen...


    Edit


    Erdnussbutter klingt wirklich sehr fein...

    #84VerfasserWittGenStein (1323045)  23 Jun. 22, 15:35
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    Kennt hier jemand von der Freiburger Firma Taifun den "Tofu Rosso"? (mit Soja aus Europa) ... Diese Mischung bzw. wie es gemacht ist, stimmt einfach. Die von andere Marken schmeckten mir nicht halb so gut. Gestreckt mit weiteren Zutaten wie gebratenen Zwiebeln und Tomatenmark/Tomatensoße ist Tofu Rosso schon seit Jahren für mich/uns eine Alternative zu Hackfleischbolognese (die ich zzt nur noch 2x im Jahr mache, meist mit wg. MHD 50% rabattiertem Biofleisch). Oder ich zerkrümle es in der Pfanne, in Olivenöl, und mache es etwas knusprig. Dazu passt alles, einfach nur getoastetes Weißbrot, oder Polenta oder Hirse (Reis langweilt mich), Kartoffeln, oder einfach pur.

    Ich bin zwar noch kein altes Weiberl, aber esse nur noch die halben Mengen verglichen mit früher. Sprich, so ein Päckchen Rotes Tofu (war kürzlich noch ca. 2,50 Euro) mit bisschen was dazu reicht mir meist.


    Bin halt auch nicht so eine "Köchin" - sprich, es ist eine Art Fertigprodukt. Aber ein angenehmes :)

    #85VerfasserBraunbärin (757733)  23 Jun. 22, 15:53
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    Die Taifun-Produkte wurden mir schon mal empfohlen, vielleicht sollte ich denen noch mal eine Chance geben.


    Nicht gerade ein hochsommerliches Gericht, aber https://www.jamieoliver.com/recipes/vegetable... kann ich empfehlen. (Ich habe die Gewürze etwas angepasst und statt Thymian Majoran und gemahlenen Kümmel genommen - Senf* kann man bestimmt auch reinrühren ...).


    *warum unterstreichen wir Senf?


    Fürs Protokoll möchte ich noch ergänzen, dass ich tatsächlich relativ weit vom veganen Leben entfernt bin, aber schon seit einiger Zeit weniger und bewusster tierische Produkte konsumiere. Ich war schon mehrfach mit einer veganen Freundin im Selbstversorger-Urlaub, danach war die Motivation auch immer sehr hoch, noch konsequenter zu werden. (...) Hm.

    #86Verfasserkikært (236250)  23 Jun. 22, 16:41
    Kommentar

    Zum Thema Erdnussbutter....ich mag die auch, aber.... leider enthalten die meisten Sorten Erdnussbutter (und die allermeisten anderen Nuss-Muse) Palmöl. Ich vermute, man entzieht den pürierten Erdnüssen Öl, um das Erdnussöl für mehr zu verkaufen als das Palmöl im Einkauf kostet. Selbst im Bioladen habe ich schon lange keine palmölfreie Erdnussbutter mehr gefunden.


    Wenn jemand eine kennt (und wo man sie her bekommt) bin ich sehr dankbar über einen Tipp.

    #87Verfassergrinsessa (1265817)  23 Jun. 22, 17:07
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    #86 *warum unterstreichen wir Senf?


    Weil es eines der häufigen Allergene ist, und als solches in Zutatenangaben hervorgehoben werden muss?

    #88VerfasserWik (237414) 23 Jun. 22, 17:20
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    Für aufs Brot finde ich es nicht ideal, aber zum Kochen eignet sich Erdnussmus m.E. genauso gut wie Erdnussbutter. (Ich weiß nicht, ob es immer völlig "clean" ist, aber bei allen Biomarken, die ich kenne, sind keine Zusatzstoffe drin.)

    #89Verfasserkikært (236250) 23 Jun. 22, 17:25
    Kommentar

    Wirklich? Unser Biomarkt hat ein Regal mit mindestens 10 Varianten Erdnussbutter, und jede einzelne enthält Palmöl. Biologisch angebautes. Genauso sieht es beim regulären Supermarkt aus, im konventionellen wie im Bioregal.

    #90Verfassergrinsessa (1265817) 23 Jun. 22, 17:29
    Kommentar

    #87 Zum Thema Erdnussbutter....ich mag die auch, aber.... leider enthalten die meisten Sorten Erdnussbutter (und die allermeisten anderen Nuss-Muse) Palmöl. Ich vermute, man entzieht den pürierten Erdnüssen Öl, um das Erdnussöl für mehr zu verkaufen als das Palmöl im Einkauf kostet. Selbst im Bioladen habe ich schon lange keine palmölfreie Erdnussbutter mehr gefunden.

    Könnte sein, es geht möglicherweise eher darum, dass sich das Erdnußöl gerne absetzt und der Verbraucher dann denkt, dass das Produkt verdorben ist.

    Wir kaufen Erdnußbutter der Marke Meridian, da ist kein Palmöl enthalten. Kommt aus dem UK, wird aber auch in Irland verkauft. Vielleicht kannst du im Internet schauen, ob die auch in Deutschland verkaufen.

    #91VerfasserWik (237414)  23 Jun. 22, 17:32
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    Grinsessa, ich kaufe meine Erdnussbutter bei Rossmann. Sie besteht aus 99% gerösteten Erdnüssen und 1% Mehrsalz. Sonst nicht. Das Glas kostet knapp 4 Euro. Man muss sie öfters umrühren, da sich das Öl sonst oben absetzt. Ich finde sie gut für asiatische Gerichte. Es gibt sie glatt und crunchy. Die Marke heißt "Whole Earth".

    #92Verfassercassandra (430809)  23 Jun. 22, 17:48
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    Grinessa, wirklich, aber es ist dann eben Erdnussmus, nicht -butter.

    Nur ein Beispiel, keine explizite Empfehlung: https://www.dm.de/dmbio-erdnussmus-p405817251...
    #93Verfasserkikært (236250)  23 Jun. 22, 18:28
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    Danke euch allen :-)


    PS: kikært, wenn du meinen Nick noch grinsen lässt, bin ich sogar noch dankbarer.

    #94Verfassergrinsessa (1265817)  23 Jun. 22, 19:11
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    😱 grinsessa, das dritte "s" hab ich tatsächlich noch NIE wahrgenommen. Wie peinlich! Danke für das sanfte Überbraten des Zaunpfahls.
    #95Verfasserkikært (236250) 23 Jun. 22, 19:29
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    Ich habe vor ca. 3 Jahren zuletzt Erdnussbutter gekauft - im Biosupermarkt. Auf Palmöl habe ich nicht geachtet. Will ich aber, in Zukunft. Obwohl: Rapunzel versucht es wie immer besser/gut zu machen: https://www.rapunzel.de/faires-bio-palmoel-ef...


    Aber eigentlich ist das ja nicht das Fadenthema.


    KurzL: Ich habe geg°°gelt und gefunden, dass man Erdnusscreme natürlich auch selbermachen kann. Etwa so:

    400 g gesalzene Erdnüsse, 50 ml Erdnussöl oder neutrales Sonnenblumenöl, 2-3 EL

    Zucker (geht auch ohne). Erdnüsse in einer Pfanne 2-3 Minuten rösten. Nüsse in einen Alleszerkleinerer geben. Öl und Zucker zugeben und die Zutaten fein pürieren. Soll die Konsistenz weicher sein, noch Öl zufügen. In 3 Gläser (à 150 ml) füllen. (Bei weniger Bedarf, Mengen dritteln.) Kühlstellen.

    #96VerfasserBraunbärin (757733) 23 Jun. 22, 19:37
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    Nochmal zu Meridian-Erdnussbutter: In Deutschland gibt es die in einigen dm-Drogeriemärkten. Wenn ich es richtig sehe, wird das Palmöl in dieser Erdnussbutter auch nicht durch andere Pflanzenöle ersetzt. In solchen Fällen ist es sicher sinnvoll, die palmölfreie Variante zu wählen.


    Ich möchte aber wieder mal auf die Studie des WWF aus dem Jahr 2016 verweisen, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, Palmöl durch Kokosöl oder Sojaöl zu ersetzen:


    https://www.wwf.de/2016/august/kein-palmoel-i...


    Ausschnitt:

    Der simple Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle löst die Probleme nicht, sondern kann sie sogar verschlimmern“, fasst Ilka Petersen vom WWF Deutschland zusammen. „Das gilt insbesondere dann, wenn Palmöl durch Soja- oder Kokosöl ersetzt wird. Es führt daher kein Weg daran vorbei, den Anbau von Ölpflanzen ausnahmslos umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten. Gleichzeitig muss unser Bedarf drastisch gesenkt werden.

    #97Verfasserharambee (91833) 23 Jun. 22, 20:29
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    #97 Wird zwar jetzt eher OT, aber ich stimme dir da weitgehend zu.

    Die Meridian Erdnussbutter, die ich hier habe, listet 100% Erdnüsse als Zutat. Das sollte, meiner Meinung nach, auch für andere (hochwertige) Nusspasten/buttern gelten.


    Ich bin eigentlich ein Unterstützer von Palmöl, weil es als höchst ertragreiche Permakultur potentiell* deutlich umweltverträglicher angebaut werden kann als andere Öle/Fette, und weil es sehr positive Eigenschaften für viele Lebensmittel/Verarbeitungsmethoden hat.


    *vorausgesetzt, es werden für den Anbau keine Naturgebiete zerstört.


    Aber das war ja weder die Frage noch das allgemeine Thema dieses Fadens.

    #98VerfasserWik (237414) 23 Jun. 22, 21:10
    Kommentar

    Aber das war ja weder die Frage noch das allgemeine Thema dieses Fadens.


    Angeregt durch den Umweltfaden steht ja in #0. Insofern kann man sich über Umweltaspekte durchaus austauschen, wobei ich einen vertieften Austausch im Umweltfaden für sinnvoller halte, sprich:


    Hier Rezepte in erster Linie Rezepte austauschen; im Umweltfaden Aspekte von Anbau, Verarbeitung und Transport vertiefen. Sonst laufen die Rezepte Gefahr, zu wenig Raum in diesem Faden zu bekommen.


    #99VerfasserWittGenStein (1323045)  23 Jun. 22, 21:36
    Kommentar

    Ja, sehe ich ein. Ich habe auch genau deswegen etwas gezögert, als ich #97 schrieb. Bei einigen der vorherigen Beiträge sah ich aber die Gefahr, dass sie die These "Hauptsache kein Palmöl" verbreiten. Diese These ist mir zu einfach und ich halte es für wichtig, zu widersprechen. Das ist aber in der Tat ein Thema für den Umweltfaden.

    #100Verfasserharambee (91833) 23 Jun. 22, 21:41
    Kommentar

    Kein Problem, sind ja auch wichtige Themen. Deshalb können beide Fäden regelmäßig miteinander verknüpft werden:


    Hier geht es bei Bedarf zur vertieften Diskussion von pflanzlichen Fetten:


    Siehe auch: Unsere Umwelt 19 - #57

    #101VerfasserWittGenStein (1323045)  23 Jun. 22, 22:09
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    Ich liebe Macadamia-Nuss-Mus :-)

    Und von Nudossi gibt es eine "Ohne Palmöl" Variante.

    Erdnuss kann ich leider nur in kleinen Mengen genießen... :-(

    Sagt mal, gibt es gute alternativen zu Avocado?

    Mein Magen-Darm-Trakt mag die nämlich garnicht und will Avocado in jeglicher Form, immer möglichst schnell loswerde... *hüstel*

    Ich habe jetzt von eine Guacamole aus Erbsen gelesen, klang gut!

    Bin auch noch Allesfresserin, versuche aber bei Fleisch und Eiern möglichst tiergerecht zu kaufen.

    Dazu eine Frage, ich nehme lieber Eier von freilaufenden Hühnern statt Bio,

    denn ich habe mal einen Bericht gesehen, da hatten die Biohühner nur einen überdachten Freilauf ohne Gras, waren aber Bio weil sie das entsprechende Futter bekamen.

    Die Eier vom Marktstand meines Vertrauens, ich habe den Obsthof schon besucht, sind definitv von freilaufenden Hühnern, dürfen aber nicht Bio genannt werden, wegen fehlendem Zertifikat.

    Wie haltet ihr das so?

    #102VerfasserLanni (1131571) 23 Jun. 22, 22:54
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    Lanni, das ist keine einfache Frage.

    Ich kaufe Bio-Eier, aber ich kenne auch keinen der Höfe.


    Viele "freilaufende Hühner" haben zwar Zugang zu großen Wiesenflächen, nutzen diese aber als Wald- und Fluchttier nicht, weil sie zu offen sind. Hühner brauchen immer einen Schutz von oben in der Nähe, entweder Gebüsch oder eben Schutzhütten oder Überdachung.

    Auf offenen Wiesen drängen sich dann oft doch alle in der Nähe des Stall-Wagens/Unterstands. Ist das besser als ein großer, überdachter Unterstand mit scharrgeeignetem Boden und guten Bio-Futter, aber eben ohne Gras?


    Wenn du den Hof und die Haltungsbedingungen kennst, ist das sicher das beste Kriterium, dich für diesen Hof zu entscheiden.

    Aber so pauschal ist "freilaufend" sicher nicht immer besser als "bio" und andersrum auch nicht, dafür gibt es bei beiden Formen zu große Haltungsunterschiede.

    #103VerfasserDodolina (379349) 24 Jun. 22, 10:23
    Kommentar

    Ich kaufe nur Bio-Eier. Von den in Normalo-Lebensmitteln versteckten Eiern spreche ich nicht, obwohl ich auch mal, sagen wir, eine unbio Quarktasche u.v.m. kaufe. Und seit einigen Monaten greife ich (meist) zu denen, wo die männlichen Küken nicht gleich getötet/geshreddert werden. Die 10 oder 15 c pro Ei mehr - kein Ding. Dafür sitze ich seit einiger Zeit nicht mehr in Kneipen, Bars, Clubs, Tanzstätten, wo ein einziges Bier (je nachdem) 3,80 Euro, 4,20 oder 5 Euro kostet (mit/ohne Trinkgeld).

    ------


    Zum Fadenthema:


    Vegetarisch gegessen bei einer Freundin:


    Hauchdünne Pfannkuchen mit einer sauleckeren, gut gewürzten Linsencremefüllung. Nicht zu viel Füllung, nicht zu wenig - es war genau richtig. Die kleine Beigabe obendrauf gestreut: karamellisierte Zwiebelstückchen.

    #104VerfasserBraunbärin (757733) 24 Jun. 22, 10:37
    Kommentar

    Ich kaufe meist Eier von einem mir bekannten Demeter Hof direkt im Hofladen - will heißen, ich hab den Wohnort der Hühner natürlich schon gesehen und weiß auch, dass die Bruderküken nicht geschreddert werden.

    Alternativ, falls ich dort mal nicht hinkomme, kaufe ich kommerzielle Bio-Eier, bei denen ebenfalls die Bruderküken nicht geschreddert werden.

    Den Mehrpreis kann ich gut verkraften, da ich keinen hohen Konsum an Eiern habe.


    Freilaufend = nicht im Käfig, aber auch nicht draußen, sondern im Stall.

    Freilaufend Bio ist für mich in den Phasen akzeptabel, in denen aufgrund der Vogelgrippe Stallpflicht verordnet ist.


    Vor veganen Rezepten schrecke ich oft noch zurück, weil ich nicht die entsprechenden Lebensmittel vorrätig habe, die Bindungen hinbekommen oder Geschmäcker zaubern. Und auf Hülsenfrüchte, die ja in der veganen Küche viel verwendet werden, hab ich leider auch kaum mal Lust.

    #105VerfasserLa chatte (823589) 24 Jun. 22, 11:54
    Kommentar

    Freilaufend = nicht im Käfig, aber auch nicht draußen, sondern im Stall.


    Stimmt, ich hatte den richtigen Fachbegriff "Freilandhaltung" nicht im Kopf, bitte oben überall "freilaufend" durch "Freiland" ersetzen.

    Korrekt wäre das andere "freilaufend" wohl "Bodenhaltung", das hatte ich nicht im Sinn (und Käfighaltung wird schon gleich gar nicht gekauft).


    Und natürlich, auf "Bruder Hahn" oder Angaben in dieser Richtung achte ich auch beim Einkauf.

    #106VerfasserDodolina (379349)  24 Jun. 22, 11:59
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    Ich kaufe auch Fleisch von einem Hof aus der näheren Umgebung, der nicht bio-zertifiziert ist. Aber ich war schon dort und hatte einen guten Eindruck von den Haltungsbedingungen. Die Chefin hat mir mal erzählt, dass sie vor gut 30 Jahren mal überredet werden sollten, den Betrieb zu vergrößern, aber das wollten sie nicht. Sie seien stattdessen in die Direktvermarktung eingestiegen, damit das ganze Unterfangen rentabel ist.


    Ein Ersatz für Avocado fällt mir nicht ein - Erbsen erinnern ja nur von der Farbe an Avocado. Ich würde dann wohl eher zur Salsa greifen ...

    #107Verfasserkikært (236250) 24 Jun. 22, 15:36
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    Ich kaufe Eier meistens im Bekanntenkreis, also von Privatleuten, die im Garten Hühner halten und dann die Eier verkaufen. Die Hühner können draußen scharren und picken und bekommen (wie man mir sagte) Biofutter.

    #108VerfasserRed Poppy (876587) 24 Jun. 22, 15:38
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    Erbsenguacamole habe ich schon gemacht. Nicht schlecht, ist aber geschmacklich und auch von der Konsistenz deutlich anders als Avocado.


    #109VerfasserWik (237414) 25 Jun. 22, 07:00
    Kommentar

    Guten Morgen Wik,

    hast Du für die Erbsenguacamole ein Rezept, das Du mit uns teilen kannst? Mich würde das interessieren.

    #110VerfasserLa chatte (823589) 25 Jun. 22, 07:41
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    Immer gerne, La chatte:


    450 g Erbsen (gefroren ist ok)

    2 Esslöffel Olivenöl

    2 Esslöffel Limettensaft

    2 Esslöffel fein gehackte Korianderblätter

    2 Esslöffel fein gehackte Petersilie

    1/2 chilli, fein gehackt (ohne Samen!)

    1/2 Teelöffel gemahlener Koriander

    1 Prise gemahlener Kreuzkümmel

    Salz


    Erbsen für 3-4 min in Salzwasser kochen, dann in kaltem Wasser abschrecken.

    In einer Küchenmaschine Olivenöl, Limettensaft, Korianderblätter und Chilli zu einer glatten Paste mischen. Dann den Rest der Zutaten zugeben (+ 1/2 Teelöffel Salz) und bis zur gewünschten Stückigkeit weitermischen.


    Soweit das Rezept.

    Hat sich bei mir im Haus nicht wirklich durchgesetzt. Ich fand es auch eher zu süß und habe das mit mehr Limettensaft und zusätzlich noch schwarzem Pfeffer etwas aufgehübscht.

    #111VerfasserWik (237414) 25 Jun. 22, 11:05
    Kommentar

    So richtig viel zu tun hat das aber nicht mit Guacamole - mal von der Farbe und der Konsistenz vielleicht abgesehen. Oder macht Ihr normalerweise auch Kreuzkümmel in die G.? Oder überhaupt Kräuter? Ich mein, das kann ja gut schmecken und kann man eventuell auch gut zu Gebratenem verwenden, aber warum dann G. nennen?

    #112VerfasserSelima (107) 25 Jun. 22, 11:30
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    Die Gewürze und der Koriander haben mich auch überrascht - das geht sicherlich geschmacklich etwas Richtung Orient/Asien.

    Aber ich sag dennoch Dank, denn so habe ich mal die Mengenverhältnisse als Basis und werde sicher in den nächsten Tagen mal Abends experimentieren.

    #113VerfasserLa chatte (823589) 25 Jun. 22, 11:50
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    Vollkommen richtig. Sieht halt grün aus, und irgendwie breiig, und Limettensaft ist drin… und die Gewürze erinnern irgendwie an Mexiko. Soweit der Gedankengang, denke ich mal.

    Richtige Guacamole ist für mich Avocado, Frühlingszwiebeln, Limettensaft, Salz und Pfeffer. Keine Kräuter oder andere Gewürze

    #114VerfasserWik (237414) 25 Jun. 22, 12:04
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    Gestern einen erfrischenden Brotaufstrich kreiert:


    Eine Dose gemischte Bohnen püriert, mit Zitronensaft, Knoblauch, Öl, frischer Petersilie, Pfeffer, Salz und zwei kleinen Tomätchen. Das war so lecker, dass ich die Paste an einem Abend verputzt hatte...

    #115VerfasserWittGenStein (1323045) 25 Jun. 22, 12:10
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    Kartofffelpfannkuchen / Kartoffelpuffer / Rösti / Grommbäapannekieschelschah ... mit jeder Menge Kräutern im Teig ... und heute mal mit ganz klein geschippelter roter Paprika ... (gehen statt mit Ei als Bindemittel auch vegan) ... dazu Apfelmus ...

    #116Verfasserno me bré (700807)  25 Jun. 22, 12:28
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    Das Prinzip Kartoffelpuffer lässt sich unendlich variieren.

    Als Basis geht alles, was man reiben kann, sehr gut zum Beispiel auch Karotten oder Zucchini, eben jedes feste Gemüse, das groß genug ist, es auf der Reibe zu halten.


    Ein gewisses Maß an stückigen Zutaten geht auch, wie die erwähnte fein geschnittene Paprika, auch geriebener Käse ist im Teig eine Option, wenn es nicht vegan sein muss (nicht vegetarisch auch Schinkenwürfel).


    Wenn es etwas vollwertiger sein soll, kann man auch einen Teil des Mehl/Stärkeanteils durch Haferflocken ersetzen oder irgendein Basismüsli, auch Sonnenblumenkerne oder so sind lecker und geben was zum Beißen in den Puffern.


    Würzen kann man auch nach Geschmack, mit Kräutern und Tomatenmark eher mediterran oder mit Currry. Diese dann eher nicht mit Apfelmus servieren, ich friere sowas gerne auch ein und nehme sie nach und nach als Fingerfood mit auf Wanderungen ohne irgendeinen Dipp.

    Da kann man sehr viel ausprobieren

    #117VerfasserDodolina (379349) 25 Jun. 22, 13:15
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    Ich hatte mal vor Jahren eine irre Apfelschwemme, eine Kollegin brachte Eimer um Eimer... weil ich so viel pures Apfelmus gar nicht brauchen konnte, habe ich damals die Hälfte der Äpfel so verarbeitet:

    Zwiebeln grob gehackt angeschmort, mit scharfem Curry abgestäubt und dann etwas Zitronensaft und die Apfelstücke mit hinein zu einem würzigen Curry-Mus verkocht. In sterilisierten Gläsern hielt sich das locker 2-3 Jahre, auch wenn ich keinerlei Zucker oder sonstige Zusätze hinein gegeben habe.

    Passte wunderbar zu gebratenem Fisch und auch zu Puffern aller Art.

    #118VerfasserLa chatte (823589) 25 Jun. 22, 19:55
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    Zu 115: Hört sich lecker an! Die Tomaten hast Du auch mitpüriert?
    #119VerfasserNirak (264416)  25 Jun. 22, 20:34
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    #79 von kikaert: Es ist immer günstig, verschiedene Eiweißquellen zu kombinieren, habe ich gelesen, also z.B. Kartoffeln mit Quark (ist natürlich nicht vegan) oder Reis mit Erbsen etc. (Reis enthält aber nicht soo viel Eiweiß). Ich mache eine leckere Tomatensoße mit Linsen und einem guten Schuss Rotwein, auch andere Gemüse passen dazu. Tiefkühl-Erbsen und grüne Bohnen sind immer im Haus und kommen u.a. ins Curry oder in die Gemüsesuppe. Wenn Du Hülsenfrüchte nicht so gerne isst, dann schmuggel sie doch in kleiner Menge mit dazu. Ich mag auch grüne Bohnen aus dem Glas mit Salatsoße und ein wenig Zwiebel angemacht. Und natürlich Hummus, aber mag aber auch nicht jeder.
    #120VerfasserNirak (264416) 25 Jun. 22, 21:05
    Kommentar

    Großes Ja zu #117.

    #121VerfasserBraunbärin (757733) 25 Jun. 22, 21:27
    Kommentar

    Moin oder so. Ich bin überwiegend vegetarischer Allesfresser. Heute Mittag gab es junge Pellkartoffeln mit Salz, Pfeffer und ein wenig Butter.

    Held hatte noch etwas Kräuterquark. Wir waren einfach nur glücklich.


    Um mich mal mehr mit dem Thema vegan auseinander zu setzen, habe ich in letzter Zeit mehrere verschiedene veganen Fertigprodukte ausprobiert.

    Jessas. Das wird freiwillig gegessen? Die "Cevapcici" schmeckten nach Erbsen (die ich liebe). Keine Chance das als vollwertigen Fleischersatz anzusehen.

    Von den Mini-Frikadellen mit der Mühle hatte ich mir weit mehr erwartet. Hinterher erst las ich was von Soja. Kein Wunder dass mir davon komisch wurde. Diverse Versuche mit Soja haben mich davon überzeugt mich nicht davon zu ernähren.


    Bis auf weiteres werde ich meine Finger von Ersatzprodukten lassen.

    Jede Form von Bohnen und Linsen bringen die Innereien meines Helden in massiven Aufruhr. Soviel Bohnenkraut wie ich da benötigen würde passen nicht in den Topf. Und geschmacklich wäre das ein Offenbarungseid, keine Offenbarung.


    P.S. Morgen gibt es Apfelstrudel ohne Würmer, dafür mit etwas Sauerrahm und einem Milchguss

    #122VerfasserMasu (613197)  25 Jun. 22, 21:36
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    Es gibt wirklich viele Fertigprodukte, z.B. Würstchen, No-Beef-Burger oder Lax, die mir auch gar nicht schmecken. Meine Tochter probiert ab und zu mal etwas aus, aber ich esse da lieber gelegentlich ein Fleischwürstchen oder etwas ganz anderes. Kartoffeln in jeder Form z.B. Püree oder Gratin geht auch vegan, Bratkartoffeln natürlich sowieso oder eben die besagten Pellkartoffeln. Ein bunter Salat dazu oder Gemüse der Saison - yammy!
    #123VerfasserNirak (264416) 25 Jun. 22, 23:39
    Kommentar

    Nirak, Kartoffeln, Reis und grüne Bohnen (mag ich alles) zähle ich nicht zu den eiweißreichen Lebensmitteln, leider. Dabei fällt mir auf, dass noch niemand das klassische vegane Gericht "Pommes mit Ketchup" erwähnt hat ;-). Und weil wir gerade bei ungesundem Zeuch sind: Schoko-Nuss-Aufstrich geht prima vegan, verschenke ich gerne:


    150 ml Milch nach eigener Wahl mit 100 g Zucker aufkochen, 80 g Margarine (oder Butter, wenn es nicht vegan sein soll) darin schmelzen lassen, dann nach und nach 150 g Schokolade einrühren und ebenfalls schmelzen lassen. Zum Schluss noch 100 g gemahlene Haselnüsse (gerne geröstete) einrühren und den ganzen Schlonz in ein Glas abfüllen und kühl stellen.


    (Über die Art der verwendeten Schokolade lässt sich die Süße gut steuern, für mich passt es mit einer "normal" zarbitteren [normal = nicht so eine Hardcore-95%ige] perfekt. Nach Geschmack kann man auch noch Vanille oder lösliches Espressopulver hinzufügen.)

    #124Verfasserkikært (236250)  26 Jun. 22, 19:54
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    Thema Hirse


    Was habt ihr damit schon alles so angestellt?

    #125VerfasserWittGenStein (1323045) 28 Jun. 22, 18:05
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    Meine Erfahrung mit mir bekannten Veganern bzw. Vegetariern ist seltsamerweise, daß wenig Kräuter verwendet werden. Ich liebe Kräuter und habe fast alles, was geht, im Garten.


    Eine Ofenkartoffel mit Kräuterquark ist zum Niederknien.


    Wir waren vor Kurzem mal in einem Hotel, das ausschließlich veganes Frühstück angeboten hat. Die Ersatzprodukte wie künstlicher Käse usw. fand ich furchtbar. Aber alles, was vegan produziert wurde, z.B. mit Hilfe von Algen oder Bohnen oder Mandeln oder was immer, fand ich ausgesprochen lecker. Dafür gibt es noch keine speziellen Namen, es waren einfach Salate oder Brotaufstriche, super abgeschmeckt und einfach ein neuer Geschmack. Für den Kaffee gab´s Hafermilch. Auch prima.

    #126Verfasserulinne (894128) 29 Jun. 22, 06:35
    Kommentar

    @ WittGenStein: Hirse mit kurz angeschmorten Pfirsichen (oder anderen Früchten) finde ich zum Frühstück eine gute Alternative zu den allgegenwärtigen Haferflocken (auf die mein Körper leider mit Übelkeit reagiert).



     

    #127VerfasserGreenhouse (19027) 29 Jun. 22, 09:00
    Kommentar

    #124: Ich dachte bislang nicht, dass Proteine das große Problem bei vegetarischer/veganer Ernährung sind. Nüsse und Vollkorngetreide sollten viel liefern.

    Ich habe mich letztens informiert, weil meine 6jährige sich vegetarisch ernähren will. Die größten Themen sind Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren und, bei veganer Ernährung, Vitamin B12. Die vorgenannten kommen in allen möglichen verschiedenen Getreiden, Kernen und Nüssen vor. Vitamin B12 muss man wohl künstlich zuführen, weil es wirklich nur in tierischen Produkten vorkommt.

    #128Verfassergrinsessa (1265817)  29 Jun. 22, 09:07
    Kommentar

    grinsessa, das ist vermutlich kein allgemeines Problem. Allerdings kenne ich es auch von einer Veganerin, dass sie sich unwohl fühlt, wenn sie über mehrere Tage "nur" Gemüse und Getreide und Nüsse ist, und von sich selbst sagt, sie brauche dringend mal wieder Tofu oder Bohnen ... [Das Problem ist nicht die Angst vor einem Eiweißmangel, sondern die gute Sättigung durch Eiweiß. Wie immer bei Ernährungsfragen reagiert/empfindet wohl jeder anders, bei mir trifft es aber definitiv zu.]


    Hirse habe ich vor ca. 25 Jahren mal relativ oft zu einem Auflauf mit Champignons und Lauch verarbeitet (plus Sahnesauce plus Käse) - den gab es mal in London in einem vegetarischen Café, und die Nostalgie verklärte den beigen Pampf ein wenig 😉. Heute greife ich eher zu Couscous, die Zubereitung ist so unschlagbar schnell und einfach ...

    #129Verfasserkikært (236250) 29 Jun. 22, 09:30
    Kommentar

    grinsessa, ich glaube, beim Eiweiß spielt auch mit rein, wie gut der menschliche Körper das zugeführte Eiweiß verwerten kann. Daher ist wohl gerade dieses Thema wichtig bei veganer Ernährung, weil der menschliche Körper tierisches Eiweiß besser verarbeiten kann (damit meine ich nicht Fleisch oder Fisch, sondern auch Milchprodukte und Eier). Ovo-Lacto-Vegetarier haben das Eiweißproblem theoretisch nicht, dito, wenn man auch noch auf Eier verzichtet, aber Milchprodukte konsumiert.

    Aus dem Grund ist vegetarische Ernährung von jungen Kindern kein Problem, weil sie alle Makronährstoffe, die der Körper fürs Wachstum (Knochenbildung etc.) benötigt, in ausreichender und für den Körper verwertbarer Menge bekommen können. Die DGE sieht das auch nicht kritisch.

    Schwierig ist in dem Kontext vegane Ernährung, soweit ich weiß, wird für Kinder im Wachstum davon abgeraten.


    Mit Hirse habe ich noch nie gekocht, aber man sieht es jetzt immer häufiger in Rezepten. Meine erste Assoziation bei WGS' Frage war auch: Ich habe sie meinem Wellensittich in den Käfig gehängt;-)

    Daher - null Erfahrung, aber kikaert Kommentar zum Thema Couscous unterstütze ich völlig.

    #130Verfasserrufus (de) (398798) 29 Jun. 22, 10:58
    Kommentar

    Hirse, Couscous - ja... Hirse hat mehr Gutes drin, meine ich. Kieselsäure für Haut, Haar, Nägel! Ich hab daher Hirse gern gemacht fürs Kind und mich - mit gebratenen Zwiebeln + Erbsen + z.B. Karottenwürfelchen oder Lauch, egal was. Und v.a.Thunfisch. Letzteres kaufe ich aber praktisch nie mehr. [Bei mir kommen ab und an Bio-Landjägerstückchen rein. Aber das ist in diesem Faden ja nicht das Thema.]

    #131VerfasserBraunbärin (757733) 29 Jun. 22, 11:01
    Kommentar

    Hirse habe ich gelegentlich probiert, bin aber kein großer Fan, da ziehe ich Quinoa oder Couscous vor. Meine Mutter macht gelegentlich Hirsotto, also wie Risotto, aber Hirse statt Reis, das mögen meine Eltern beide gern.

    #132VerfasserDragon (238202) 29 Jun. 22, 11:07
    Kommentar

    Wichtig zu diesen Hirsegerichten fand ich sowas wie (gutes) Ketchup, frische Minz-Joghurtsauce, Chutneys ... am Rand... Sowas Kühles zum Mitlöffeln bzw. Mitgabeln.

    #133VerfasserBraunbärin (757733)  29 Jun. 22, 11:12
    Kommentar

    Hirse habe ich für mein Kleinkind damals auch verwendet, es soll viel Eisen enthalten (er mochte kein Fleisch in seinem Brei).

    #134Verfasservirus (343741) 29 Jun. 22, 12:33
    Kommentar

    #128 & #130

    Nein, die absolute Menge der Makro-Nährstoffe und auch deren Qualität ist meines Wissens nach weder bei vegetarischer noch veganer Ernährung prinzipiell ein Problem .

    Ja, viele pflanzliche Protein sind etwas weniger günstig zusammengesetzt als die meisten tierischen (auch da gibt es Unterschiede), aber die Mischung machts, und da gibt es auch ganz gute Hilfestellungen im Internet.

    Je nach den Lebensumständen kann es aber Schwierigkeiten mit dem Verhältnis von Protein zu Kohlenhydrate und Fett (und Ballaststoffe) geben. Eine vorwiegend auf Getreide und Gemüse basierende Ernährung hat viel Stärke und im Vergleich dazu wenig Protein und Fett.

    Je nachdem, was da noch an Hülsenfrüchten oder proteinangereicherten Produkten (Seitan, Tofu oder ähnliches) dazu gegessen wird und wie körperlich aktiv die jeweilige Person ist, kann das auch vegan recht gut funktionieren.


    Bei den Mineralstoffen bin ich da immer ein bisschen vorsichtiger, weil die vielfach in Pflanzen deutlich weniger für die menschliche Ernährung verfügbar sind als in tierischen Produkten. Das hängt auch von der Verarbeitung ab, ist aber schwer einzuschätzen.


    Zusätzlich haben viele Pflanzen noch weitere Bestandteile, die sich positiv oder negativ auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen auswirken können.


    Alles nicht so einfach, aber mit dem, was für uns in der westlichen Welt an Zutaten verfügbar ist, ist eine ausgewogene vegetarische Ernährung relativ problemlos möglich.


    Vegan kann ich schlecht einschätzen, aber einige Bekannte und Familienmitglieder haben trotz großem Einsatz und viel Aufwand damit keine guten Erfahrungen gemacht.

    #135VerfasserWik (237414) 29 Jun. 22, 14:54
    Kommentar
    #124: Nochmal zum Eiweiß: Kartoffeln erhalten viel hochwertiges Eiweiß, also solches, dass der Mensch auch zu eigenem Eiweiß verwerten kann. In Kombination mit Ei oder Quark soll es besonders wertvoll sein.

    #128: Ja, bei veganer Ernährung unbedingt Vitamin B12 zu sich nehmen. Omega3-Fettsäuren brauchen eigentlich alle, die nicht regelmäßig Meeresfische essen. Ist ebenfalls sehr wichtig für das Gehirn.
    #136VerfasserNirak (264416)  29 Jun. 22, 23:26
    Kommentar

    Omega-3 ist auch in fetten Süßwasserfischen, z.B. Karpfen, vorhanden. Ich bin generrll etwas skeptisch, was diese Omega-3-Mode angeht.


    Der Eiweißgehalt von Kartoffeln ist eher gering. Kartoffeln haben 2g Eiweiß/100g, weiße Bohnen 21g/100g, Fleisch zw. 16 und 30g/100g.

    #137VerfasserSelima (107)  30 Jun. 22, 05:14
    Kommentar

    Gestern hatte meine Tochter gefüllte Paprika auf Kartoffelpüree gemacht. Fand ich super lecker und wollte ich kurz teilen.


    Kartoffelpüree machen

    Gemüse nach Wahl anbraten

    halbierte Paprika mit Knoblauch und Öl im Ofen vorgaren


    Das Kartoffelpüree in eine ofenfeste Form geben, die halbierten Paprika in das Püree drücken und mit dem angebratenen Gemüse füllen. Passierte Tomaten an das Kartoffelpüree gießen, das Ganze und mit (veganem) Käse überstreuen und kurz in den Ofen schieben, bis der Käse soweit geschmolzen ist, wie man es gerne mag.

    #138VerfasserGreenhouse (19027) 30 Jun. 22, 10:02
    Kommentar

    Mein Lieblingsgericht, das in die Kategorie “Vegan” fällt:

    1 Zwiebel, in dünne Halb- oder Viertelringe geschnitten

    1 Knoblauchzehe, gehackt

    1 Dose Cannelini Bohnen

    150g Cocktail oder Piccolo Tomaten

    ca 15 g frische gehackte Rosmarinblätter

    3 große Scheiben Brot (kann älter sein)

    Olivenöl, Salz, Schwarzer Pfeffer


    In Olivenöl die Zwiebel glasig braten, dann die Tomaten und den Knoblauch zugeben. Eine Minute später die Bohnen zugeben, und ca 5 min bei mittlerer Hitze kochen. (Zwischenzeitlich das Brot im Toaster oder im Backofen bräunen, auf Teller legen und mit Olivenöl beträufeln.) Die Bohnen mit Salz und Pfeffer abschmecke, und die Rosmarinblätter zugeben, dann auf das Brot verteilen.

    Sollte für 3 Personen als Lunch reichen (gerne mit grünem Salat).


    #139VerfasserWik (237414) 30 Jun. 22, 16:12
    Kommentar

    Habt ihr bereits Kokosmehl für vegane Waffeln ausprobiert oder für Pfannkuchen? Falls ja, freue ich mich auf Rezepte, die taugen.

    #140VerfasserWittGenStein (1323045) 01 Jul. 22, 22:02
    Kommentar

    Zu Kokosmehl kann ich nichts sagen, aber zu den Omega-3-Fettsäuren:

    Die sind auch in Leinöl, Rapsöl, Sojaöl, Walnüssen und Leinsamen, Fisch muss also nicht sein. Der Körper benötigt auch Omega-6-Fettsäuren, die in Sonnenblumenöl enthalten ist.

    Quelle: Artikel in einer Zeitschrift, der sich auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beruft.

    Auf deren Webseite gibt es auch eine kostenlose Broschüre (Download) zur veganen Ernährung.

    Vegan essen (dge.de) 

    #141VerfasserIrene (236484) 02 Jul. 22, 08:36
    Kommentar

    Leinöl - genau. Eine ganz alte Kulturpflanze, der Lein. Ich habe immer eine Flasche da und rühre es in Quark (dazu Kartoffeln; Kresse dazu). Da brauche ich kein Fisch. Leinöl auf keinen Fall erhitzen und immer dunkel stellen.

    #142VerfasserBraunbärin (757733) 02 Jul. 22, 09:04
    Kommentar
    #143VerfasserWittGenStein (1323045)  02 Jul. 22, 22:26
    Kommentar

    Ein Was-Wäre-Wenn-Rezept mit Hirse


    Frühlingszwiebeln, Rote Beete, Staudensellerie und vegane Pfefferminzsoße mussten unbedingt verwertet werden nach dem Motto "was wäre, wenn man hier wie in Frankreich, Spanien und Italien für Lebensmittelverschwendung zur Kasse gebeten würde?". Ich habe Hirse gekocht und alles zu einem Salat miteinander vermischt. Nicht, dass man dieses Rezept unbedingt nachahmen müsste, aber bevor man Lebensmittel wegschmeißt, wirft man lieber alles zusammen...

    #144VerfasserWittGenStein (1323045)  03 Jul. 22, 17:33
    Kommentar

    Ich bin immer noch auf der Suche nach einer veganen Alternative für Milch. Nachdem ich mich schon durch Soja-, Mandel- und Hafermilch probiert habe und die alle ekelhaft fand, habe ich gestern Milch aus Lupinensamen ausprobiert.

    Die Milch kommt recht gelb daher, also eher wie eine fette Dosenmilch früher.

    Der Geschmack ist etwas anders als "echte" Milch, aber wenig aufdringlich und vor allem komplett ohne einen widerlichen Nachgeschmack, der z.B. bei Hafermilch für mich vorhanden ist.

    Insgesamt schmeckte der Kaffee mit der Lupinenmilch etwas malziger. Aber durchaus trinkbar.

    Ich habe jetzt noch einen Liter Reismilch zum Ausprobieren im Kühlschrank. Mal sehen, wie die schmeckt.

    #145VerfasserHassos Frauchen (270200) 04 Jul. 22, 08:57
    Kommentar

    Ich fand ja Rapsöl immer etwas eigen, habe aber jetzt eines gefunden, das sehr neutral schmeckt. Leinöl hatte ich noch nie.

    #146Verfassergrinsessa (1265817) 04 Jul. 22, 12:23
    Kommentar

    Noch mal zu den Omega-3-Fettsäuren: Das Thema ist leider recht kompliziert, denn es gibt verschiedene Fettsäuren, die in einem bestimmten Verhältnis zugeführt werden sollten. Fisch scheidet aus, wie schon erwähnt ist Fisch generell problematisch wegen Überfischung etc. Leinöl, Walnüsse und andere Ölpflanzen sind nicht verkehrt, haben aber nicht die richtige Zusammensetzung. Die Alternative, die wir gefunden haben, ist Omega-3 aus Algen (vegan). Die kann man nämlich kultivieren.

    #147VerfasserNirak (264416) 04 Jul. 22, 12:24
    Kommentar

    Kultivierst du sie selbst oder gibt es die in irgendwelchen Spezialläden? Und was machst du mit den Algen? In den Salat schnipseln?

    #148Verfassergrinsessa (1265817) 04 Jul. 22, 12:27
    Kommentar

    Rapsöl schmeckt mir auch überhaupt nicht, ebenso Leinöl. Da mag das noch so gesund sein. Ich kann's nicht im Essen haben.


    Nirak, wie gesagt, Karpfen aus dem Teich im Aischgrund oder in der Oberpfalz z.B. sind kein Problem. Es gibt auch unglaublich leckere Karpfenspezialitäten in Franken.


    Mein neuer Sommerlieblingssalat: Quinoa (aus Bayern) mit Gurken, Radieschen, Schafskäse, Dill, Minze.

    #149VerfasserSelima (107)  04 Jul. 22, 12:33
    Kommentar

    Selima, das Rapsöl, was ich gerade habe, hat wirklich keinen Eigengeschmack. Ich habe mich schon gefragt, ob es sich um Etikettenschwindel handelt.

    #150Verfassergrinsessa (1265817)  04 Jul. 22, 12:35
    Kommentar

    Also an einem nicht nach Rapsöl schmeckenden Rapsöl hätte ich durchaus Interesse.

    #151Verfasserestrellita (236267) 04 Jul. 22, 12:40
    Kommentar

    Wenn man der Diskussion


    https://www.chefkoch.de/forum/2,14,580897/Wel...


    glauben kann, sind heißgepresste Rapsöle weitgehend geschmacksneutral, kaltgepresste haben aber den typischen nussigen Geschmack.

    #152Verfasserharambee (91833) 04 Jul. 22, 12:59
    Kommentar

    Nussig? Echt? Scharf-ranzig.


    grinsessa, ist Deines so ein heißgepresstes, wie harambee sagt? Dann werd ich mal darauf achten. Momentan gibt's ja sogar wieder mein normales Färberdistelöl, das im Frühjahr für bestimmt zwei Monate nicht zu bekommen war. Wenn überhaupt, gab's Rapsöl und das hab ich stehen lassen. Falls mal wieder so eine Situation sich bietet, werd ich mal das heißgepresste probieren.

    #153VerfasserSelima (107)  04 Jul. 22, 13:40
    Kommentar

    Also ranziger Geschmack kann andere Gründe haben, insbesondere bei Leinöl.


    Im übrigen hat harambee nichts behauptet, sondern nur eine Diskussion gefunden, in der andere etwas behaupten. Beurteilen kann ich das nicht.

    #154Verfasserharambee (91833) 04 Jul. 22, 13:44
    Kommentar

    #148 grinsessa: Nee, das mit dem Kultivieren war mehr so allein gemeint. Man kann entsprechende Ölkapseln kaufen, was ich tue.


    #149 selima: Abgesehen davon, dass ich auch Fisch einfach nicht wirklich mag, enthält Karpfen als nicht so fetter Süßwasserfisch deutlich weniger Omega-3 als fettige Meeresfische, aber wahrscheinlich mehr als die meisten Lebensmittel. Für mich ist das nichts, aber muss ja jede/r selber entscheiden.

    #155VerfasserNirak (264416) 04 Jul. 22, 13:47
    Kommentar

    Das ist etwas anderes, wenn man Fisch generell nicht mag. Dann hilft der beste Karpfen oder Waller nicht.


    Die Aufnahme von was auch immer durch die normale Nahrung ist immer irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln vorzuziehen. Warum meinst Du denn zusätzliches Omega-3 zu brauchen?


    Übrigens stammt das Omega-3 in den Fischen letztlich auch aus Algen.

    #156VerfasserSelima (107) 04 Jul. 22, 14:04
    Kommentar
    @145: ich trinke zuhause vorwiegend schwarzen Tee mit Milch, und da bin ich auch sehr empfindlich und kann mir die meisten pflanzlichen Alternativen nicht gut vorstellen. Für Kaffee habe ich mich dagegen mal in einem veganen Café durch alle möglichen Cappuccinovariationen durchgetestet, da war Hafermilch einer meiner Favoriten. Im Tee will ich die dagegen nicht haben. Ich habe aber mal eine „Milch“ von Harvest Moon aus dem Bioladen mitgenommen, die geht für mich auch im Tee. Das ist eine Mischung aus drei verschiedenen Milchen (Milchs?), ich glaube, Kokos, Reis und Cashew. Ist leider sehr viel teurer als Kuhmilch, so um 3€/l. Da ich Milch pur nie trinke, kann ich nicht sagen, wie sie ansonsten schmeckt.
    #157VerfasserDragon (238202) 04 Jul. 22, 14:13
    Kommentar

    #156: Omega-3-Fettsäuren sind sehr wichtig für die Funktion des Gehirns, und wer keinen Fisch isst, nimmt nicht genügend, nicht die richtigen Fettsäuren zu sich. Studien sagen, dass Omega 3 ein Faktor bei der Bekämpfung oder Vorbeugung von Depressionen und anderen "psychischen" Erkrankungen sind. Da das Omega 3 eigentlich aus Algen stammt, kann ich es ja auch direkt als Algenprodukt zu mir nehmen, ohne den Umweg über den Fisch.


    Die Aufnahme von was auch immer durch die normale Nahrung ist immer irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln vorzuziehen.

    Ja, aber ... Bei bestimmten Erkrankungen ist auch eine zusätzliche Versorgung mit bestimmten Nährstoffen erforderlich oder eben bei einer bestimmten Ernährungsformen.

    #158VerfasserNirak (264416) 04 Jul. 22, 14:43
    Kommentar

    Achtet ihr tatsächlich systematisch auf ... was ist denn da der richtige Oberbegriff? Mikronährstoffe? Ich muss zugeben, dass ich das seltenst tue und meist nur diffus registriere, wenn ich sowieso irgendwas kaufe (so à la "wie gut, dass ich mir die leckeren, aber fetten Walnüsse schönreden kann"). Gezielt gehe ich eigentlich nur vor, wenn sich ein Mangel bemerkbar macht, was alle Jubeljahre mal vorkommt (wie z.B. Eisenmangel nach einer OP). Als einziges Nahrungsergänzungsmittel habe ich mal Magnesium ausprobiert (als Migräneprophylaxe und gegen Wadenkrämpfe), das habe ich schnell wieder gelassen, weil meine Verdauung das nicht mochte.

    #159Verfasserkikært (236250) 05 Jul. 22, 10:14
    Kommentar

    Im Normalfall ist es nicht nötig, Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen, wenn man sich ausgewogen ernährt. Das gilt auch für eine ausgewogene vegetarische Ernährung.

    Sonderfälle wie Krankheiten oder Veranlagungen gibt es immer, da brauchen wir aber gar nicht erst anfangen zu diskutieren, denn Betroffene werden immer anders urteilen als nicht betroffene.

    Eine rein vegane Ernährung ist aber wohl für den menschlichen Körper eine so spezielle Ernährungsform, dass es Ergänzungsmittel braucht, um auf Dauer Mangelerscheinungen vorzubeugen.


    grinsessa - wenn du an Selima eine PM geschickt hast wg. des Rapsöls, dann wäre ich auch interessiert, denn mir geht es wie Selima: Ich mag das Zeug einfach nur nicht und empfinde den Geschmack als ausgesprochen penetrant.

    #160Verfasserrufus (de) (398798) 05 Jul. 22, 10:26
    Kommentar

    Die Veganerinnen, die ich kenne, nehmen alle Vitamin B12, sonst aber nix. Mir ging es eher um die hier Versammelten, die - meinem Eindruck nach - mehrheitlich "nur" vegetarisch oder "selektiv omnivor" leben. Mich interessiert wirklich, wie stark ihr eure Ernährung plant, einfach aus Neugierde.


    Kleiner Kalauer zur Aufheiterung: Als eine vegan lebende Freundin berichtete, dass ihr Hausarzt demnächst mal ein Blutbild machen wolle, fragte eine andere Freundin spontan "Will der deinen Chlorophyll-Spiegel messen?".

    #161Verfasserkikært (236250)  05 Jul. 22, 10:44
    Kommentar

    Ich plane da gar nichts. Da bei mir bislang kein Mangel an irgendwas festgestellt wurde, dürfte das auch in Ordnung gehen. Ausnahmen: Eisen in der Schwangerschaft und Vitamin-D wegen meiner Dauermedikation.

    #162VerfasserSelima (107) 05 Jul. 22, 11:04
    Kommentar

    Wenn man sich halbwegs ausgewogen ernährt und auf den Körper hört, sollten die Mikronährstoffe kein Problem sein. Nur wenn man viele Produktgruppen aus der Ernährung ausschließt, sollte man sich dessen bewusst sein.

    Ich denke auch nicht, dass selbst der interessierte Laie die vielen Variablen überblicken kann, weil es so viele individuelle Unterschiede gibt.

    Mein Schwager hat sich da vor Jahren ziemlich reingesteigert, ist aber trotz relevanter Qualifikationen daran gescheitert vegan zu leben. Trotz nominell ausreichender Zufuhr von einigen Verbindungen wollte der Körper das so nicht annehmen. Vielleicht auch, weil er es zu verkopft angegangen ist?


    #163VerfasserWik (237414) 05 Jul. 22, 12:28
    Kommentar

    Zum Rapsöl: Ich habe auf dem Etikett nachgelesen. Das Rapsöl ist kaltgepresst und "mit Wasserdampf behandelt, damit es neutral schmeckt". Was das für die Vitamine bedeutet, ist mir nicht klar, aber die Fettsäuren sollte das nicht beeindrucken, oder? rufus, Selima, ihr kriegt eine PM mit der Marke.


    Mikro-Nährstoffe: Grundsätzlich achte ich nicht darauf. Ich neige allerdings zu Eisenmangel und musste deshalb auch schon behandelt werden. Deswegen habe ich ein gewisses Interesse daran, welche Nahrungsmittel Eisen enthalten und wie man es am besten aufnimmt. Bei pflanzlicher Ernährung ist das aber einigermaßen kompliziert: Rote Beete bspw. enthält ordentlich Eisen, allerdings auch Oxalsäure, die die Eisenaufnahme hemmt, auch Milchprodukte hemmen die Eisenaufnahme. Das heißt, Vollkornbrot dann ohne Käse. Aber so richtig Spaß macht mir das nicht, also bleibe ich dabei, auch Fleisch zu essen, wenn auch nach Möglichkeit nur einmal pro Woche. Wurst versuche ich weitestgehend zu vermeiden.

    #164Verfassergrinsessa (1265817) 05 Jul. 22, 13:21
    Kommentar

    @grinsessa - ich kaufe oft getrocknete Aprikosen (nicht geschwefelt). Die haben relativ viel Eisen, heißt es. Und die sind ein nahrhafter Snack. Dahinter kommen m.W. mit Abstand: getrocknete Feigen.

    #165VerfasserBraunbärin (757733) 05 Jul. 22, 13:35
    Kommentar

    Ha - grinsessa, danke für deine PM, dein Post hier relativiert auch meine Gedanken bzgl. Wärme und Öl.


    So richtig achte ich nicht auf Mikro-Nährstoffe - ich achte ja noch nicht mal genug auf die Makro-Nährstoffe, sondern würde ich nicht so viel bei den Schlankquasslern mitschreiben;-) Aber manchmal nehme ich in der Erkältungszeit Vitamin C-Retard-Kapseln, und wenn ich beim Sport stark schwitze, dann auch mal Magnesium-Brausetabletten.

    Zumindest im Kontext Eisentabletten habe ich auch mal gehört, dass man die nicht Orangensaft zu sich nehmen soll, weil das auch die Aufnahme hemmt, aber die Erinnerung ist alt, und ich kann nicht sagen, ob das immer noch "Stand der Technik" ist.


    Ich glaube aber auch, dass die Versorgung mit allen wichtigen Mineralstoffen bei einer ausgewogenen Ernährung kein grundlegendes Problem bei einem gesunden Menschen ist oder wird, denn häufig braucht es ja nur winzige Mengen davon, die man mehr oder minder regelmäßig über den Tag zu sich nimmt. Man baut ja auch meistens nicht sofort ab, wenn alle Speicher mal nicht zu 100 % gefüllt sind, so dass ein behandlungsbedürftiger Mangel nicht sofort entsteht.


    Allerdings unterscheide ich wohl für mich zwischen "ausgewogener Ernährung, die auch vegetarische Ernährung einschließt" und "Doktorarbeiten zur optimalen Bioverfügbarkeit bei rein veganer Ernährung" - ich schaffe es ja leider nicht mal, komplett wertungsfrei zu schreiben. Ich hätte wohl schlicht keine Lust, mich mit den kleinsten Details auseinanderzusetzen, um ja alles für mich "vegan richtig" zu machen, das widerspricht für mich dem Genuss und ist mir zu verkopft.

    #166Verfasserrufus (de) (398798)  05 Jul. 22, 14:29
    Kommentar

    Umgekehrt. Man nimmt die Eisentabletten mit Orangensaft, weil Vitamin C die Aufnahme fördert. Und mit möglichst großem zeitlichen Abstand zum letzten Essen. Eisenmangel ist eine hervorragende Gelegenheit zum Abnehmen, weil man 2 Stunden nach dem Abendessen nichts essen darf, dann nur die Eisentablette mit Vitamin C dazu, und dann wieder nichts bis zum Frühstück :-)

    #167Verfassergrinsessa (1265817)  05 Jul. 22, 14:32
    Kommentar

    Danke, dann habe ich das verwechselt.


    Eisenmangel ist bei mir auch ein Thema, aber ich habe nur "eigentlich" Eisenmangel. Soll heißen, mein Körper produziert eigentlich ausreichend, aber da die zuständigen Blutkörperchen viel zu früh absterben, habe ich trotzdem Eisenmangel. Aber dann Eisentabletten zu nehmen, ist auch nicht gut, weil eben zu viel ...

    #168Verfasserrufus (de) (398798) 05 Jul. 22, 14:37
    Kommentar

    veganes Wassereis


    • Lieblingssaft in Eisformen gießen
    • ab ins Eisfach, warten und genießen
    #169VerfasserWittGenStein (1323045)  22 Jul. 22, 19:41
    Kommentar

    Im aktuellen Ökotest-Magazin ist ein Test über Tofu sowie ein Artikel, wie Tofu die Welt retten kann. Sehr empfehlenswert!

    Meine persönliche Quintessenz: Oft steht der Sojaanbau in der Kritik, weil dafür "der Regenwald abgeholzt wird". Das ist zwar leider nicht falsch, aber nur ca. 6 % der Sojaernte landen als Edamame, Tofu oder Sojaschnitzel auf dem Teller - der Rest dient als Futtermittel für Schweine und Hühner etc. Außerdem wird Biotofu heute schon überwiegend in Europa hergestellt und "enthält" natürlich auch keine Gentechnik.


    Aber Euch muss ich ja gar nicht mehr bekehren 😉


    Und morgen schicke ich ein tolles Rezept für ein Risotto mit Zucchini-Lauch-Creme. Ein bisschen aufwendig, aber es hat sich gelohnt.

    #171VerfasserNirak (264416)  27 Jul. 22, 22:15
    Kommentar

    Auf das Rezept freue ich mich. Passt in die Jahreszeit...

    #172VerfasserWittGenStein (1323045) 27 Jul. 22, 22:48
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    Gemüserisotto mit Lauch-Zucchini-Creme

    Das Rezept stammt ursprünglich aus dem Süddeutschen Magazin und heißt dort Reis-Gemüse-Quenelle.

    Ich weiß nicht, ob ich den Link hier posten darf. Wir haben es sowieso etwas abgewandelt.

    Ich kürze aber die Beschreibung etwas ab, sonst brauche ich 3 Seiten :-)

    Für die Creme:

    200 g Lauch

    ca. 4 Zucchini (je nach Größe)

    8 EL Olivenöl

    1 Knoblauchzehe

    1 Zweig Thymian (eventuell auch frische Minze)

    Salz und Pfefer

    2 mittelgroße Kartoffeln

    100 g vegane Schlagcreme oder Sahne

    (50 g Hartkäse: kein Parmesan, weil der nicht vegetarisch ist. Wir haben ihn weggelassen)

    1 kl. Zweig Basilikum


    Für das Risotto

    2 Zucchini

    1 gelbe oder rote Paprika

    100 g Erbsen (TK)

    150 g Kirschtomaten

    2 Zweige Thymian

    5 EL Olivenöl

    1 EL brauner Zucker

    2 Möhren

    15 g Petersilie

    1 mittelgroße Zwiebel (gehackt)

    1 Knoblauchzehe

    400 ml Gemüsebrühe

    100 ml trockener Weißwein

    1 Zweig Rosmarin

    200 g Risotto-Reis (wir hatten nur Milchreis im Haus)

    40 g veganes Streichfett

    80 g Hartkäse


    Für die Creme:

    Lauch blanchieren und Sud auffangen

    Lauch, Knoblauch, Kräuter, dann Zucchini, dann Kartoffeln (kleine Würfel) anbraten und mit dem Sud garkochen, Salz und Pfeffer.

    Im Mixer fein pürieren, Sahne/Schlagcreme dazu abschmecken


    Für das Risotto:

    Zucchini und Paprika fein schneiden,

    Kirschtomaten kleingeschnitten mit Thymian, Öl und dem Zucker in einer Schüssel ziehen lassen

    Möhren fein würfeln

    Petersilie fein hacken

    Gemüse anbraten (Abweichung vom Rezept)

    Zwiebel fein hacken, mit Knoblauch leicht anbraten

    Reis dazugeben und 5 Minuten rösten

    Dann nach und nach Wein und Brühe hinzugeben

    Kirschtomaten dazu

    Zum Ende hin Margarine/Butter, Käse (wenn gewünscht) und Petersilie unterrühren und alles noch 5 Minuten ziehen lassen.


    Zucchini-Lauch-Creme auf den Tellern verteilen. Das Risotto hübsch daraufsetzen, eventuell mit Kräutern, Olivenöl, Tomaten oder Paprikaspalten dekorieren.


    Das Risotto kann man natürlich variieren und eventuell anderes Gemüse verwenden. Aber die Creme war der Star des Gerichts, wie immer von meiner Tochter mit reichlich Kräutern abgeschmeckt.

    #173VerfasserNirak (264416)  28 Jul. 22, 12:00
    Kommentar

    Das hatte ich auch im SZ-Magazin gsehen und mir vorgemerkt.


    Stand das mit dem nicht-vegetarischen Parmesan auch drin? Ist das wegen des Kälberlabs?

    #174VerfasserSelima (107) 28 Jul. 22, 12:04
    Kommentar

    Das mit dem Parmesan stand nicht drin, das habe ich aus anderer Quelle. Dieser italienischen Köchin ist es vermutlich auch egal, dass da Kälberlab drin ist, schließlich kocht sich sonst auch nicht vegetarisch.

    Parmesan enthält soweit ich weiß immer Kälberlab. Man findet aber z.B. im Bioladen auch anderen Hartkäse mit mikrobiellem Lab.

    #175VerfasserNirak (264416) 28 Jul. 22, 12:23
    Kommentar

    Danke für das Rezept, hört sich gut an. (Abgesehen vom Käse, den ich nicht vertrage.)



    #171 hat mich inspiriert, beim Discounter europäischen Tofu mitzunehmen.

    Morgen gibt es vegane Grillspieße mit Tofu, Pilzen, Tomaten und Zucchini...


    Zusatz zu #169

    Ich meine die Eisformen für Eis am Stiel...

    #176VerfasserWittGenStein (1323045)  28 Jul. 22, 15:06
    Kommentar

    @173 (et al.)

    Gibt es eine Alternative zum Hartkäse? Gibt es veganen Hartkäse?

    #177VerfasserWittGenStein (1323045) 28 Jul. 22, 15:48
    Kommentar

    Der Käse kann problemlos weggelassen werden. In der Creme haben wir auch keinen verwendet, im Risotto sicher weniger als angegeben. Wer will kann ein paar Hefeflocken unter das Risotto rühren. Hefeflocken werden oft anstelle von Käse verwendet, z.B. für vegane Macaroni and Cheese.

    #178VerfasserNirak (264416) 28 Jul. 22, 15:56
    Kommentar

    Hinweis zum Thema vegane Ernährung:


    Auf Youtube gibt es eine in vielerlei Hinsicht interessante Diskussion einer Veganerin mit Dr. Karsten Brensing. Brensing ist ein Biologe, Verhaltensforscher und Tierschützer, den ich sehr schätze. Auch wenn die Veganerin viele überzeugende Argumente pro Veganismus anbringt, diskutiert sie für mein Empfinden nicht durchgehend fair. Deshalb verlinke ich die Diskussion auch nicht, weil sie den Rahmen des Rezeptefadens thematisch sprengen würde. Wer Interesse hat, wird sie auf Youtube finden.


    #178 Hefeflocken. Gute Idee!

    #179VerfasserWittGenStein (1323045)  28 Jul. 22, 15:59
    Kommentar

    Hallo,

    bin eigentlich stille Leserin, aber hier kann und möchte ich auch mal etwas beisteuern.


    Bananenbrot ganz einfach und vegan

    300g Mehl

    4 sehr reife Bananen

    80 - 100g Zucker (je nach Geschmack und Reifegrad der Bananen)

    1 Pck. Backpulver


    Bananen mit dem Stabmixer pürieren, restliche Zutaten dazugeben, rühren, in eine Kastenform füllen und bei 180 Grad C 40 Minuten backen.

    Ich mache auch gerne Bananen-Marmor-Brot daraus (Backkakao an eine Hälfte des Teiges), oder gebe noch Schokodrops/Walnüsse mit in den Teig.


    Das ist mein „Süßhunger aber nix im Haus“ Favorit. Die Zutaten habe ich eh immer da (Bananen eingefroren) und einfacher geht es kaum.



    #180VerfasserCamiK (1334668) 29 Jul. 22, 11:37
    Kommentar

    Heute gibt es hier mal wieder - und die wurden noch gar nicht erwähnt - gefüllte Champignonköpfe ... also die großen, damit auch was reinpasst ... :-)


    Füllung : Kräuterquark ... heute aufgepeppt mit kleingeschippelter Paprika und Lauchzwiebeln ... alles ordentlich im Quark untergerührt, dann kurz überbacken ...

    #181Verfasserno me bré (700807) 02 Aug. 22, 11:34
    Kommentar

    @173 (et al.)

    Gibt es eine Alternative zum Hartkäse? Gibt es veganen Hartkäse?


    In Italien gibt es (ursprünglich) als "Arme Leute"-Variante "pan grattata", soll heißen, altes Weißbrot als Semmelbrösel, in Olivenöl angebraten und dann statt des Hartkäses über das Gericht gestreut. Die Konsistenz ist natürlich eine andere als bei Käse, aber das ist sie bei Hefeflocken auch. Durch das Anrösten bekommt das alte Brot nochmal richtig gut Geschmack, und man muss auch schon wieder ein Teil weniger wegschmeißen.


    Bei mir gibt es heute Abend einen Brokkoli-Süßkartoffel-Auflauf mit geräucherter Burrata. Eigentlich wollte ich Auberginen mit Kartoffeln, Kräutern und dem Käse füllen und überbacken, aber da die Auberginen schimmlig geworden sind, muss ich umdisponieren.

    #182Verfasserrufus (de) (398798) 02 Aug. 22, 11:41
    Kommentar

    @ #180 wegen Bananenbrot:

    Du schreibst, dass Du die (über)reifen Bananen einfrierst. Wie machst Du das? In der Schale, oder geschält im Stück, oder schon fürs Backen zermatscht und abgewogen?


    #183VerfasserIrene (236484) 02 Aug. 22, 11:55
    Kommentar

    @180 Ich liebe einfache Rezepte. Ich probiere es mal ohne Zucker, denn reife Bananen sind mir süß genug.


    @183 Ich nehme an pürriert, bin aber auch gepannt, wie C. es macht.

    #184VerfasserWittGenStein (1323045) 02 Aug. 22, 12:01
    Kommentar

    Bananen friere ich halbiert und geschält ein. Für Bananenbrot lasse ich sie auftauen, je nach Süßhunger, komplett oder bis der Stabmixer durchkommt.

    Ich würde davon abraten Bananen mit Schale einzufrieren. Das gibt ne Sauerei, die aus der Schale zu bekommen. Fragt mich nicht woher ich das weiß :D

    (Bei Zimmertemperatur) aufgetaute Bananen sind fast schon Bananenbrei.

    Habe inzwischen gelesen, aber noch nicht ausprobiert, dass bei langsamem Auftauen im Kühlschrank die Konsistenz erhalten bleiben soll.

    Meistens verwende ich die eingefrorenen Bananen für Smoothies:


    ca 1 Cup zarte Haferflocken mit ca doppelter Menge kochendem Wasser aufgießen und ein paar Minuten quellen lassen

    2 gefrorene Bananen und 1/2 Packung TK Himbeeren in den Standmixer geben,

    heißen, flüssigen Haferbrei dazugeben und mixen.

    Mit Wasser (im Sommer kaltes, im Winter auch mal warmes) verdünnen, bis der Smoothie gewünschte Konsistenz hat.

    Müsste ungefähr ein Liter rauskommen.


    #185VerfasserCamiK (1334668) 02 Aug. 22, 13:40
    Kommentar

    Danke, Cami, der Smoothie klingt gut. Den werde ich bald mal ausprobieren!

    #186VerfasserIrene (236484) 02 Aug. 22, 15:42
    Kommentar

    Arte Doku für Interessierte. Fleischkonsum reduzieren ist sinnvoll:


    Siehe auch: Unsere Umwelt 19 - #97

    #187VerfasserWittGenStein (1323045) 02 Aug. 22, 15:56
    Kommentar

    Nachtrag zu #180,

    Das Bananenbrot wird mit gefrorenen Bananen noch feuchter als normalerweise, also dann lieber etwas mehr Mehl verwenden. Generell ist es eh schon recht fest, saftig und feucht.


    @ #184 Den weggelassenen Zucker würde ich mit Mehl oder Backkakao, vielleicht auch gemahlenen Mandeln ersetzen.


    Nachtrag zu # 185

    Nach dem Rezept hier schreiben, schaute ich heute beim einkaufen auch nach TK Himbeeren. War nicht in „meinem“ Supermarkt und ganz erstaunt, dass da in der Packung nur 300g drin sind.

    Die 1/2 Packung TK Himbeeren für den Smoothie bezieht sich auf 500g Packungen.


    Und jetzt hör ich auf zu tippen, bevor mir noch 20 weitere Sachen auffallen, die ich „verschlimmbessern“ muss (-;

    #188VerfasserCamiK (1334668) 02 Aug. 22, 22:46
    Kommentar

    Ich bin gerade über ein veganes Zucchini-Rezept gestolpert (und habe gestern einen herrlichen Tweet gelesen, in dem davor gewarnt wird, aktuell Augenkontakt mit Gartenbesitzern aufzunehmen - ZACK! hat man eine Zucchini am Backen ...), das ich am Wochenende wohl mal ausprobieren werde (vermutlich etwas wilder gewürzt, Zucchini haben ja doch nicht so rasend viel Eigengeschmack):


    2-3 Zucchini, je nach Größe

    1 Zwiebel

    130 g Mehl

    45 g Maisgrieß

    240 ml Wasser

    1 TL Salz

    1/2 TL Pfeffer

    1 EL Olivenöl

    Etwas frischer Basilikum

    Öl für die Form

     

    Zucchini und Zwiebeln in dünne Ringe schneiden und zusammen mit etwas Salz in einer heißen Pfanne ca. 10 Minuten lang anbraten (die Zucchini sollte weich sein). Aus Mehl, Maisgries, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Wasser einen Teig zusammen rühren. Die angebratene Zucchini mit dazugeben und alles gut vermischen. Die Masse auf ein gefettetes Backblech oder Backpapier geben und mit 2 EL Maisgries und Olivenöl beträufeln. Klein geschnittener Basilikum kommt auch noch mit obendrauf. Ca. 35 Minuten bei 200°C backen.


    [Assoziativ fällt mir ein, dass sich sowohl gewürfelte Tomaten (mit Zwiebeln und Petersilie) als auch Kimchi zu recht leckeren Gemüsepfannkuchen ohne Ei verarbeiten lassen. Die Tomaten gesalzen einen Moment stehen lassen, vom Kimchi nicht die ganze Lake abgießen, sodass beide Male der "Gemüsesaft" einen Teil der Flüssigkeit stellt. Einfach Mehl, Gewürze und kaltes Wasser dazu, bis die Konsistenz stimmt, etwas stehen lassen und braten. Das sind übrigens zwei verschiedene Rezepte, für eine Kombi übernehme ich keine Garantie ;-).]

    #189Verfasserkikært (236250)  05 Aug. 22, 10:57
    Kommentar

    Dank der üppigen Auberginen Gabe einer Freundin an meine Mutter gibt es am WE orientalisches, das auch noch vegan daher kommt, schau an:


    Baba Ganoush - ein Auberginenmus (wird ein erster Versuch sein)

    Imam Bayildi - geschmorte Auberginen mit einer Tomatenfüllung (göttlich lecker)


    Mal schauen, ob ich meine Mutter davon überzeugen kann, dass Auberginen doch schmecken können und nicht zwingend fetttriefender Kartonage ähneln.

    #190VerfasserLa chatte (823589) 05 Aug. 22, 15:13
    Kommentar

    Mhmmm, Babaganoush - mit Joghurt? Oder mit Granatapfel? Auf jeden Fall mit Tahini ;-)


    Ich war zu langsam ... kürzlich ... und wurde mit Zucchini beglückt. Die gibt's heute abend mit Tomaten und Aubergine, die ich in allen Variationen mag, gebraten plus Oliven und Schafskäse,

    #191VerfasserSelima (107) 05 Aug. 22, 15:34
    Kommentar

    #190

    Hast du erprobte Rezepte dafür?

    #192VerfasserWittGenStein (1323045) 05 Aug. 22, 15:39
    Kommentar

    https://schrotundkorn.de/rezepte?search=Auberginen


    Hier

    "Schrot und Korn" hat ein riesiges Rezeptarchiv (nicht dass ich es je nutze, aber ich blättere die Zeitschrift immer durch). Und so schöne Fotos dazu. Man kann auch filtern, z.B. nach Zutaten oder nach vegan/vegetarisch uvm, siehe auch hier,

    https://schrotundkorn.de/rezepte/rezeptkategorien


    Und anders als bei Chefkoch.de oder ähnlichen Websites stimmt die Rechtschreibung. Ich mag das :)


    Ich backe ja nicht gern, esse aber gern Kuchen, und diesen hier fand ich gerade unter Rezeptzutat "Zucchini":

    https://schrotundkorn.de/rezepte/zucchini-kuc...

    Zucchinikuchen mit Mandeln

    Falls ihr eine Zucchinischwemme habt!

    #193VerfasserBraunbärin (757733)  05 Aug. 22, 15:52
    Kommentar

    #192 für die geschmorte Aubergine habe ich ein Rezept in einem türkischen Familienkochbuch, koche das aber inzwischen so aus der Lamaing.

    Wenn ich das hier mal aufschreiben soll, gerne, aber frühestens Mitte kommender Woche, vorher geht es zu turbulent zu.


    Das Auberginenmus habe ich noch nie zubereitet, mir aber erstmal ein Rezept aus dem Netz herausgesucht, in dem kein Tahin verwendet wird, da ich im ersten Versuch der Aubergine die volle Chance geben möchte, uns zu überzeugen.




    #194VerfasserLa chatte (823589) 05 Aug. 22, 17:17
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    Spontane Erfindung: Salat aus Belugalinsen (wie Risotto gekocht, damit sie dunkel bleiben - Wasser und Balsamico), gebratenen knackigen Zwetschgen und Rauke.

    #195VerfasserSelima (107) 07 Aug. 22, 20:09
    Kommentar

    Auberginenmus ohne Tahin ...es war zu weich, zu feucht, zu fließend...

    Also habe ich letztlich Sonntag zur Vorspeise eine kalte Suppe daraus gemacht, in dem ich etwas Flüssigkeit zugab, einen Rest Sahne mit hineingeschüttet habe, nochmal abgeschmeckt und dann ab in den Teller. Ein wenig Olivenöl drübergeträufelt + gehackte Petersilie drauf. Fertig.

    War sehr, sehr lecker. Und Veganer würden sicher eine Alternative für die Sahne/Milch finden, um eine gewisse milde Cremigkeit herzustellen.


    Und auch die geschmorte Aubergine konnte gut überzeugen. Auch dieses Gericht ist vegan... obwohl es aus Zeiten stammt, in denen noch kein Mensch laut über vegane Ernährung nachgedacht hat : -)

    #196VerfasserLa chatte (823589) 08 Aug. 22, 06:23
    Kommentar

    In meiner Mensa gibt es jeden Tag neben zwei Vollkostgerichten (merkwürdiger Name, finde ich) ein vegetarisches Gericht und ein veganes Gericht. Ich bin weder Veganer noch Vegetarier, brauche aber auch nicht regelmäßig Fleisch. Ich schaue also durchaus interessiert auf die fleischlosen Gerichte und wähle sie, wenn immer sie so aussehen, als könnten sie schmecken. Wie es in Mensen so üblich ist, wiederholen sich Speisepläne, so dass ich meistens weiß, wann ich zugreifen will und wann ich besser verzichte. Leider gibt es eine nicht kleine Anzahl von veganen und vegetarischen Gerichten, die die Chance, die ich ihnen bereitwillig gegeben habe, nicht zu nutzen wussten. Verblüffend finde ich allerdings, wie häufig die veganen Gerichte die meisten Kalorien haben oder in der Rubrik zumindest auf Platz 2 der Tagesrangliste stehen.

    #197Verfasserharambee (91833) 08 Aug. 22, 11:12
    Kommentar

    harambee, kannst du beispielhaft ein paar Gerichte nennen, die so "reinhauen"? Ich kenne eine Art Kantine, da besteht das vegetarische Gericht meist aus einem frittierten Irgendeingemüse-Käse-Bratling, dazu gibt es dann die Beilagen des Fleischgerichts. Eigentlich ist die Küche dort wirklich nicht schlecht, aber vegetarisch UND kreativ scheint nicht zu klappen.

    #198Verfasserkikært (236250) 08 Aug. 22, 11:51
    Kommentar

    Ich war seit Studentenzeiten in keiner Kantine/Mensa mehr (fast jedenfalls), daher mag ich unterinformiert sein: Gibt es zu den Gerichten jetzt Nährwertangaben?

    #199VerfasserSelima (107) 08 Aug. 22, 11:57
    Kommentar

    Re Kalorien/Nährwerte: Nimm doch mal Falafel. Die werden aus Kichererbsen hergestellt und frittiert. Dazu vielleicht noch ein, zwei Dips als Beilage, gerne auch mit Ölivenöl geschmeidig gemackt - auch diverse pflanzliche Alternativen zu Sahne sind gerne Kalorienbomben aufgrund des Energiegehalts von Mandeln, Hafer etc.

    Außerdem wird bei veganen Gerichten genauso gesüßt wie bei vegetarischer Kost oder Mischkost.

    Vegetarisch sind zum Beispiel auch jede Menge Mehlspeisen, die hier im Süden gerne als Hauptgericht auf der Karte stehen, oder Kasspatzn, und das ist alles, nur nicht kalorienarm.


    "Vollkost" kommt aus der Ernährungswissenschaft und bedeutet zumindest im Krankenhaus***-Kontext "Essen ohne jede Einschränkung bei der Zusammensetzung". Wenn man z. B. aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen will, fällt das schon nicht mehr unter Vollkost, obwohl man vielleicht trotzdem Lamm, Rind, Wild, Geflügel etc. isst.

    "Schonkost" kann z. B. auch bedeuten, dass das Essen salzarm ist oder nicht scharf, aber durchaus Mischkost aus tierischen und pflanzlichen Bestandteilen.


    ***Edit meint, vermutlich generell im Großküchen-Kontext, egal ob Krankenhaus, Pflegeheim, Mensa, Kantine etc. ...

    #200Verfasserrufus (de) (398798)  08 Aug. 22, 12:03
    Kommentar

    zu #199:


    Ja, bei uns gibt es zu jedem Gericht folgende Angaben:

    kcal, KH in g, Fett in g, Ballaststoffe in g, EW in g, Salz in g und dazu Angaben zu Allergenen


    #198 Beispiele (Ich versuche, Schreibfehler unverändert zu übernehmen und keine neuen einzubauen):


    Soja-Gyros mit veganen Tzatziki, Krautsalat und Fladenbrot (1299 kcal)

    Sellerieschnitzel an veganen Kartoffelsalat (890 kcal)

    Karotten-Lauchpasta (788 kcal)

    4 gebackene Gemüsepuffer mit Kräuter-Dip und Salatbeilage (974 kcal)

    BBQ-Geschnetzeltes mit Gemüsespaghetti (720 kcal)

    Rosmarin-Kartoffeln vom Blech mit Porree, Champignon und Tomaten, dazu Soja-Dip (745 kcal)

    #201Verfasserharambee (91833)  08 Aug. 22, 13:48
    Kommentar

    Danke für die Beispiele!


    Insbesondere das Soja-Gyros finde ich verwunderlich, da müssen irgendwo Öl-Reserven gebunkert sein (Tzatziki auf Mayo-Basis??). Auch bei den Rosmarin-Kartoffeln wurde wohl nicht mit Öl gegeizt. Der Rest kommt mir nicht so unplausibel vor, zumindest nicht, wenn "gebacken" auch "frittiert" heißen kann.

    #202Verfasserkikært (236250) 08 Aug. 22, 14:13
    Kommentar

    @ Bärin Danke für die Schrot und Korn Seite.

    Ich habe gerade eine Zucchini Schwemme in Form einer einzelnen 400gr Zucchini

    Perfekt für den Zucchini Mandel Kuchen


    Held fragte gestern nach einem Mandelkuchen. *lach*

    #203VerfasserMasu (613197) 08 Aug. 22, 14:46
    Kommentar

    Hey, toll :) - *masu-bewink*

    #204VerfasserBraunbärin (757733)  08 Aug. 22, 16:35
    Kommentar

    Durch den Thread "Wörter, die ich noch nie gehört habe" erinnert ...


    Samosas kann man mit allem füllen, was man mag - mit Fleisch oder Gemüse. Hervorragend zur Resteverwertung, und in der vegetarischen Variante so:

    Strudelteig aus Mehl, Wasser, Salz herstellen (manche machen in den Strudelteig auch noch ein Eigelb rein, muss aber nicht sein). Füllung aus Blumenkohl, Kartoffeln, Erbsen zubereiten, etwas anquetschen, abschmecken und "indisch" würzen.

    Teigtaschen ausschneiden, Füllung draufgeben, verschließen, in Öl oder Butterschmalz ausbacken oder ggf. im Ofen backen.

    Dazu (nicht ganz original) Salat und / oder Dips.

    #205Verfasserrufus (de) (398798) 10 Aug. 22, 09:47
    Kommentar

    Ich habe sowas ähnliches mal mit Blätterteig (?) gemacht, gefüllt mit Erbsen, Zitronensaft und Kreuzkümmel, und im Backofen gebacken statt frittiert. Wahr zum reinsetzen lecker.

    #206Verfassergrinsessa (1265817)  10 Aug. 22, 09:56
    Kommentar

    Im Prinzip könnte man damit auch einen Gemüsestrudel füllen, siehe weiter oben. Oder eine vegetarische "Leftover-Pie" machen mit Blätterteig, wenn man will, sogar mit Blätterteighaube.


    Am Samstag erst bei TV-Köchen gesehen: Kartoffel-Lauch-Kuchen. Blätterteig in Quiche-Form, Kartoffeln hobeln und auf den Blätterteig schichten, Lauch in Ringen drüber, ggf. noch mit Käse bedecken. Blätterteigdeckel drüber legen, einen kleinen Kamin ausstechen und bei 190 °C Umluft ca. 40 Minuten in den Ofen. Die haben zwar noch Speck hinzugefügt, aber den kann man ja weglassen.

    #207Verfasserrufus (de) (398798) 10 Aug. 22, 10:02
    Kommentar

    Imam Bayıldı – geschmorte Aubergine – für 2 Personen

    2 nicht allzu große Auberginen

    2 mittelgroße Tomaten

    1 Zitrone

    1 kl. Zehe Knoblauch

    Olivenöl, Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz

    glatte Petersilie

    Die Auberginen der Länge nach halbieren und in der Schnittfläche auch wieder der Länge nach mehrere Schlitze einschneiden, die nicht bis durch in die Haut gehen. Dann die Auberginenhälften in eine große Schüssel mit gesalzenem Wasser für eine halbe Stunde baden (Bitterstoffe gehen dadurch raus).

    In dieser Zeit die Tomaten klein würfeln (Kerne+Glibber entfernen), den Knoblauch und 2/3 der Petersilie fein hacken und unter die Tomaten mischen. Mit Pfeffer und Kreuzkümmel würzen.

    Von der Zitrone hauchdünn etwas Schale abnehmen und dann den Saft auspressen.

    Dann die Auberginenhälften aus dem Salzwasser herausnehmen und etwas trocken tupfen. Nun erst die Tomatenwürfel salzen und dann direkt so viel als möglich von der Tomatenmischung in die Schlitze der Auberginen hineindrücken.

    Nun brauchen wir eine große, tiefe Pfanne oder einen Bratentopf, in den die Auberginenhälften mit der Hautseite nach unten hinein passen. In diese Pfanne zuerst die Zitronenzesten, den Zitronensaft und 4 EL Olivenöl geben. Dann die Auberginenhälften hinein setzen und den Rest Tomatenwürfel auf die Auberginenhälften verteilen. Nun die Pfanne mit einem Pergamentpapier oder Backpapier abdecken und den Deckel darauf setzen.

    Auf dem Herd zum Starten bei großer Hitze und sobald die Flüssigkeit blubbert heruntergeschaltet auf kleiner Hitze ca. 30 Minuten schmoren lassen. Im Zweifelsfall mal vorsichtig hinein schauen und falls notwendig ein wenig Wasser nachgießen. Zum Ende der Garzeit sollte möglichst wenig Flüssigkeit am Pfannenboden verbleiben.

    Vor dem Servieren die Auberginenhälften noch mit dem Rest gehackter Petersilie bestreuen.

    Dazu kann man Reis oder Fladenbrot essen. Wenn ich Reis nehme, wird dieser mit der Restflüssigkeit aus der Pfanne beträufelt und bekommt auch ein wenig gehackte Petersilie aufgestreut.


    Apropos Imam Bayıldı: dieses bayıldı bedeutet wohl sowohl „in Ohnmacht fallen“, als auch „entzückt sein“, was darauf schließen ließ, dass der Imam vor lauter Genuss bei diesem Gericht hin und weg war.


    mit schönen Grüßen an rufus =^.^=

    #208VerfasserLa chatte (823589) 10 Aug. 22, 11:23
    Kommentar

    #205 Samosas habe ich noch nie gemacht, esse ich aber sehr gerne. Das Gemüse muss man aber etwas vorkochen, oder?

    #209VerfasserNirak (264416) 10 Aug. 22, 16:05
    Kommentar

    Ja, das Gemüse muss gegart sein. Ich bin von Resteverwertung ausgegangen, daher habe ich das nicht extra erwähnt.

    Wenn ich das Gemüse extra zubereite, aber ganz faul bin, schmeiße ich die zerkleinerten Blumenkohlröschen zu den Kartoffelwürfeln in einen Topf, irgendwann dann auch noch die TK-Erbsen dazu. Dann abgießen, ausdampfen lassen und z. B. mit Kreuzkümmel, Koriandersaat, Fenchelsamen, Chili ... würzen. Dann mit einem Kartoffelstampfer etwas zerstampfen, nicht gar so fein wie für Kartoffelbrei, aber eben etwas anquetschen.


    Edit meint: Das Gemüse hat nach dem Stampfen etwa die Konsistenz von sehr stückigem Kartoffelstampf - man darf schon noch einzelne Stücke erkennen, aber es so trotzdem eine Masse sein.

    #210Verfasserrufus (de) (398798)  10 Aug. 22, 16:26
    Kommentar

    Ach so, ja, klar. Muss ich echt mal ausprobieren. Mein Lieblingsinder hat zugemacht :-(

    #211VerfasserNirak (264416) 10 Aug. 22, 16:30
    Kommentar

    Es ist zwar gerade nicht unbedingt Suppen-Zeit, aber das ist eine meiner Lieblingssuppen, die auch sehr sättigen.


    Kichererbsen-Lauch-Suppe (Mengenangaben pro relativ hungrige Nase:)


    60 gr. getrocknete Kichererbsen (über Nacht einweichen)

    1 kl. Kartoffel, geschält und in kleine Stücke geschnitten

    1 kleine Stange Lauch

    1 kleine Zwiebel

    1 Knoblauchzehe

    Muskatnuss, getr. Ingwer, Rosmarin, Salz, Pfeffer, Chili, frische glatte Petersilie

    Olivenöl


    Eingeweichte Kichererbsen abgießen, zusammen mit der Kartoffel in frischem Wasser aufsetzen und kochen, bis sie weich sind. Das dauert ca. 1 Stunde. NICHT salzen, weil sonst die Hülsenfrüchte nicht weich werden.

    In der Zwischenzeit Zwiebel, Knoblauch, Lauch kleinschneiden, andünsten. Kichererbsen dazu, mit ca. 500 ml Wasser (pro Nase) aufgießen und nochmal aufkochen lassen. Einen Teil pürieren, je nachdem, wie dickflüssig die Suppe sein soll. Würzen, ganz zum Schluss die gehackte Petersilie dazugeben.

    Wenn man die Suppe in die Teller getan hat, einen Schuss Olivenöl drübergießen.

    Ist leider nichts Spontanes, weil man die Kichererbsen einweichen und dann so lange kochen muss. Ich habe sie noch nie mit Kichererbsen aus dem Glas gemacht, das verkürzt das natürlich ungemein.


    Nicht-vegetarisch: Man kann auch Speck kross auslassen und nach dem Pürieren in die Suppe bröseln. Oder evtl. Wienerl oder evtl. Lachs oder oder oder. Eigentlich alles, was man allgemein so in Erbsen- oder Kartoffelsuppen als Tier packen kann ... Wenn also Mitesser partout ein Tier dazu möchten, kann man das ja sehr gut separat reichen, und jeder packt sich dann in seine Suppe, was er möchte.

    #212Verfasserrufus (de) (398798)  11 Aug. 22, 08:37
     
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