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    Leo liest Convenience Store Woman

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    Leo liest Convenience Store Woman

    Comment

    Unser Motto: Es ist ja eine Schnapsidee, aber ist das ein Grund, es nicht zu probieren?


    Die Idee ist, dass wir gleichzeitig ein Buch lesen und dann hier darüber sprechen. Da es noch nie gemacht wurde, weiß ich nicht, was funktioniert - oder ob es überhaupt funktioniert - da aber da einige Leute Interesse gezeigt haben, sollten wir es versuchen, finde ich.


    Ich würde vorschlagen, dass wir gemeinsam einen Anfangszeitpunkt bestimmen (man muss das Buch ja erst mal besorgen) und von da aus dann einen Tag wählen, an dem wir uns das erste Mal "treffen". Ich fände es ganz schön, das auch während des Lesen zu tun (also nicht erst hinterher), was es aber natürlich noch schwieriger macht, alle im gleichen Zeitplan zu halten. Aber ich stelle es mir etwa so vor:


    26. Juni: Alle haben das Buch. Wir legen fest, bis wohin man bis zum nächsten Mal gelesen haben sollte. Bis dahin passiert hier erst mal nichts

    03. Juli: Wir fangen an, hier zu diskutieren. Jeder kann natürlich so weit gelesen haben, wie er oder sie lustig ist, aber es sollten keine Spoiler kommen über den Teil, der 'offiziell' nicht gelesen wurde.

    10. Juli: Alle haben das Buch beendet, wir können über den Rest reden.


    Wie gesagt, das ist meine grobe Idee. Andere Vorschläge sind willkommen, wie auch bessere Einschätzungen zum Zeitplan (ich brauche z.B. keine 2 Wochen für ein Buch, das mir gefällt, und ich denke, bei vielen von euch ist es ähnlich). Vielleicht ist es auch einfach zu kompliziert gedacht - wie gesagt, Kommentare willkommen.


    Ich finde, wir sollten aus nicht mehr als 10 Büchern wählen, sonst wird es einfach zu zerfasert und man kriegt keine Mehrheit.

    Ich würde gerne lesen:


    Sea of Tranquility von Emily St. John Mandel 

    https://smile.amazon.de/dp/B099DRHTLX/?coliid...

    (Eine Autorin, von der ich ein Buch - Station Eleven - sehr mochte, aber alle anderen viel weniger. Hier hoffe ich, dass es mir wieder gefällt, weil das Thema eher in die gleiche Richtung geht. Ihre Sprache gefällt mir allerdings immer, auch wenn die Geschichten selbst mich nicht umgerissen haben.)


    Convenience Store Woman von Sayaka Murata (in der Übersetzung - das Original ist Japanisch)

    https://smile.amazon.de/Convenience-Store-Eng...

    (Hier weiß ich fast gar nichts, fand es aber reizvoll, von meiner üblichen anglo-amerikanischen Lektüre abzuweichen)


    Bitte weitere Vorschläge machen, aber nicht mehr als einen oder zwei pro Person (wenn wir überhaupt so viele Leser zusammenkriegen... vielleicht wird es ja auch ein Leseclub mit Mitgliederzahl 1...) Aber ich fände es super, wenn es klappen würde.


    Wenn jemand den Faden erst später findet, kann er/sie natürlich gerne jederzeit einsteigen. Und da jemand gefragt hatte: Man kann natürlich auch jederzeit aussteigen. Stille Mitleser sind ebenso willkommen wie aktive, und überhaupt ist alles voll nett und demokratisch ;-)

    AuthorGibson (418762)  16 Jun 22, 14:08
    Comment

    Danke, Gibson.


    Ich stelle mal zwei Bücher zur Diskussion, die ich sowieso gerade lese - das erste fand ich schon vor Jahren gut, das zweite lässt mich etwas ratlos und ambivalent zurück:


    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land

    https://www.amazon.de/Eine-Frau-flieht-einer-...

    https://www.amazon.de/End-Land-David-Grossman...

    Das Buch habe ich schon vor etwa zehn Jahren auf Englisch gelesen und es mir nach einem Mailaustausch mit der Übersetzerin auch auf Deutsch besorgt, vor allem weil sie mir sagte, dass die Exposition in der englischen Ausgabe gekürzt wurde.


    Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum

    https://www.amazon.de/Behind-Scenes-At-Museum...

    Das Buch schlummert seit etwa zehn Jahre auf meinem Kindle, ich habe es zufällig gefunden und festgestellt, dass ich es nie gelesen habe. Ich finde es zäh und warte immer noch auf das Zusammenführen der Handlungsstränge und das versprochene tolle Ende. Da würden mich andere Meinungen interessieren.

    #1Authorpenguin (236245)  16 Jun 22, 15:00
    Comment

    Danke sehr, Gibson, für den ersten Schritt. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Ich bin auch gespannt, ob ich anders lese, wenn ich weiß, dass ich mit anderen über das Buch diskutieren kann (oder muss? (-; ) Kann mir vorstellen, dass ich etwas langsamer lese. Das wäre ja nicht schlecht. Ein Gedanke noch: Es kommen jetzt die Buchvorschläge. Wir werden uns schon einigen, auch wenn die Interessen sicherlich unterschiedlich sind. Vermutlich werden auch Bücher vorgeschlagen, bei denen der eine oder die andere sagt: "Da mache ich nicht mit!" Es fällt sicherlich schwer, dass hier offen auszusprechen, weil man damit ja auch irgendwie die Person kritisiert, die das Buch vorgeschlagen hat. Dennoch fände ich es gut, wenn das hier mit oder ohne Begründung ausgesprochen wird. Damit Ihr das üben könnt (ich bin wirklich nicht beleidigt, wenn meine Vorschläge ausgeschlossen werden und könnte das bei beiden Büchern gut verstehen), mache ich auch mal zwei Vorschläge, die bestimmt nicht jedem zusagen:


    • Vielleicht etwas leichtere Kost als die bisherigen Vorschläge: https://www.amazon.de/-/en/Elly-Griffiths-ebo...
    • Dieses Buch habe ich schon im Faden zu den first lines genannt. Aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht nennen werde, habe ich bislang nur ganz wenige Seiten gelesen, will aber durchaus noch weiter lesen. Vermutlich ist das Buch zu speziell, aber es passt zu Gibsons Wunsch, von der anglo-amerikanischen Lektüre abzuweichen: https://www.amazon.de/-/en/Yvonne-Adhiambo-Ow... Das Buch gibt es auch in deutscher Übersetzung.


    Bei den vier Vorschlägen von Gibson und penguin ist keines dabei, das mich so sehr abschrecken würde, dass ich es ablehnen würde.

    #2Authorharambee (91833) 16 Jun 22, 16:43
    Comment

    Convenience Store Woman von Sayaka Murata würde mich auch interessieren.

    Die Beschreibung klingt gut und ich würde es demnächst sowieso lesen, danke Gibson!

    (Ich habe einen riesen Japan-Fimmel und wollte 2020 eigentlich zum ersten mal hinreisen)


    Ich hatte ja erwähnt, dass ich die "Rivers of London"-Reihe liebe,

    wie wäre es mit dem neusten?

    Amongst Our Weapons / Die Silberkammer in der Chancery Lane

    https://www.hugendubel.de/de/ebook_epub/ben_a...

    hätte den Vorteil auf Englisch und auf Deutsch gelesen werden zu können.

    #3AuthorLanni (1131571) 16 Jun 22, 17:12
    Comment

    Ein Kommentar noch zu


    26. Juni: Alle haben das Buch. Wir legen fest, bis wohin man bis zum nächsten Mal gelesen haben sollte. Bis dahin passiert hier erst mal nichts


    aus dem OP: Grundsätzlich einverstanden, aber ich könnte mir vorstellen, dass in dem einen oder anderen Buch Anspielungen gemacht werden, die ich nicht verstehe, oder Dinge genannt werden, die ich nicht kenne. Natürlich kann ich (und werde ich vermutlich) dann das Internet befragen, aber ich fände es auch nett, wenn ich hier schon vor dem 3. Juli fragen dürfte, was Ihr dazu wisst.


    Ich weiß nicht, ob wir am Schluss über das zu wählende Buch abstimmen wollen. Sollte das erwünscht sein, könnte man Webseiten nutzen, über die man solche Abstimmungen mit hohem Datenschutz organisieren könnte. Ich habe mir gerade eine Seite angesehen, auf der nur der Umfrageautor seine E-Mail-Adresse hinterlassen müsste. Von den Umfrageteilnehmern würden folgende Daten gespeichert:


    • Browsertyp und Browserversion
    • verwendetes Betriebssystem
    • Referrer URL
    • Hostname & IP-Adresse des zugreifenden Rechners
    • Uhrzeit der Serveranfrage


    Da nicht klar ist, ob wir das brauchen und wollen, lass ich das mal so. Bei Bedarf könnte ich es einrichten. Die Adresse für die Abstimmung würde ich dann per PM verteilen. Was ich im Moment nicht weiß, ist, ob dann nur ich oder jeder die Ergebnisse der Abstimmung sehen könnte. Wenn ich es richtig verstehe, würde ich auch nicht sehen, wie Ihr im Einzelnen abgestimmt habt. Wie gesagt nur ein Gedanke und vielleicht unnötig kompliziert.

    #4Authorharambee (91833)  16 Jun 22, 18:01
    Comment

    This was done earlier. (I don't know if I can find the thread; it was maybe ten years ago.) For some reason, the group chose a Japanese novel in its English translation, For me, it was one of the stupidest and least rewarding books I ever looked into. (Oh well, de gustibus etc.)


    But don't you want to set some ground rules before embarking on another attempt at a simultaneous read & discuss? Like, e.g.


    o English original or German? (For god's sake, not another translation!)

    o Should it be available in both, so people can read in their preferred language?

    o Novel? Short stories? Non-fiction? Biography?: Essays?

    #5AuthorMartin--cal (272273)  16 Jun 22, 18:12
    Comment

    Okay, my personal ground rules:


    - fiction

    - I don't have a problem with translations when I don't speak the language (as you can see in #0, I actually suggested a Japanese novel. Sorry if that triggered a traumatic experience ;-)

    - I generally don't read much German so almost all my suggestions will be English, but of course people can read it in German if they want. This might talking about the language a bit more complicated but on the other hand might lead to interesting translation questions. And of course people can suggest German novels, too.


    harambee, I thought we'd just collect 8 or 10 suggestions and then simply wait for comments: yes - maybe - no. Similar to how we arrange NRW-Treffen. So far, my list would be:


    Sea of Tranquility von Emily St. John Mandel -- yes (obviously :-)


    Convenience Store Woman von Sayaka Murata -- yes (auch obviously :-)


    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land - maybe; no strong feelings either way


    Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum - no - like I said in the other thread, I didn't much like any of her books apart from the Jackson-Brody series, and I wouldn't want to read a book that penguin herself says is zäh.


    Elly Griffiths: The Postscript Murders - maybe - might be a bit run-of-the-mill, but I don't know her so can't judge


    Yvonne Adhiambo Owuor: The Dragonfly Sea - yes - sounds interesting


    Ben Aaranovitch Amongst Our Weapons - no - a) I don't think I'd like it and b) I don't think we should start with the last volume of a series



    Edit: aber ich fände es auch nett, wenn ich hier schon vor dem 3. Juli fragen dürfte, was Ihr dazu wisst.


    Not here! ;-) But in all the other forums, of course.

    #6AuthorGibson (418762)  16 Jun 22, 19:28
    Comment

    Wenn alle hier offen aussprechen, ob sie für yes, maybe oder no sind, dann ist das natürlich in Ordnung. Das Abstimmungstool war nur für den Fall gedacht, dass es Anzeichen dafür gibt, dass jemand lieber geheim abstimmt, zum Beispiel, weil sich jemand nicht traut, Gibsons Vorschläge abzulehnen (-;

    #7Authorharambee (91833)  16 Jun 22, 19:45
    Comment

    Die sollen ja auch nicht abgelehnt werden... das wäre ja noch schöner.


    Aber ernsthaft: Ein gewisses Maß an Widerspruch ist für eine lebendige Diskussion unerlässlich. Wenn sich also jemand schon nicht traut, einen Vorschlag abzulehnen, sehe ich keine große Zukunft in dem Faden selbst. (Ich meine natürlich nicht: Autor oder Leser beschimpfen. Aber ein herzhaftes "Das hat mir überhaupt nicht gefallen" muss schon drin sein, finde ich.)


    Ich fände ganz schön, wenn jeder die Liste kopiert und dann mit eigenen Kommentaren versieht (also meine löscht). Ich zähle dann später die Stimmen und präsentiere die reinen Y/N/M in einer übersichtlicheren Liste.

    #8AuthorGibson (418762)  16 Jun 22, 20:30
    Comment

    Okay


    Sea of Tranquility von Emily St. John Mandel -- yes


    Convenience Store Woman von Sayaka Murata -- maybe


    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land - maybe (Ich bin allerdings nicht so sicher, ob ich das Thema "Nachrichten aus dem Krieg" in dieser Zeit vertiefen möchte.)


    Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum - maybe


    Elly Griffiths: The Postscript Murders - maybe


    Yvonne Adhiambo Owuor: The Dragonfly Sea - yes


    Ben Aaranovitch Amongst Our Weapons - no (Ich habe mal eines der Bücher der Reihe gelesen und bei mir ist der Funke nicht so richtig übergesprungen)

    #9Authorharambee (91833)  16 Jun 22, 20:59
    Comment

    Sea of Tranquility von Emily St. John Mandel -- ich glaube nicht


    Convenience Store Woman von Sayaka Murata -- Ich habe die Leseprobe heruntergeladen und entscheide, wenn ich sie gelesen habe


    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land - Das lese ich in jedem Fall weiter. Es ist im übrigen eine Familiengeschichte, eine Geschichte über Freundschaft und handelt nur nachrangig vom Krieg


    Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum - Lese ich weiter und schaue mal


    Elly Griffiths: The Postscript Murders - nein, lieber keine Krimis


    Yvonne Adhiambo Owuor: The Dragonfly Sea - Auch hier habe ich zunächst die Leseprobe heruntergeladen


    Ben Aaranovitch Amongst Our Weapons - Ist nicht meins, nein

    #10Authorpenguin (236245) 16 Jun 22, 22:17
    Comment

    OK, if we have settled on reading a novel, and are drawing up a list of possibilities, let me propose another:


    Maynard & Jennica, by Rudolph Delson. It's a romantic comedy, fun to read, and it's been translated into German as Die Notwendigkeit des Zufalls in Fragen der Liebe (trans. Dirk van Gunsteren).


    Here's the last paragraph of the review in the New York Times (November 11, 2007)


    By the end of the book I was wallowing in a state of pleasure but also suspicion — suspicious because much of the novel is just so damn cute. But looking through its pages again I found one tiny comic gem after another, one pitch-perfect rendering of the modern moment after another. Delson brings a Nicholson Baker-like degree of precision to his descriptions; the book is always alive. I felt the odd elation that occurs when you read fiction that not only confirms your sense of the modern world but enlarges it, even if in a slightly precious way, and makes you laugh. That was my experience of “Maynard & Jennica.” But that’s just me.


    And here's an excerpt from the review of the German edition in FAZ, giving a bit more of the context of the novel:


    Doch gerade, als die permanente Aufgekratztheit von Rudolph Delsons Sprachspiel mit Klischees und Stereotypen beginnt, einem auf die Nerven zu gehen, gebietet die Wirklichkeit der allzu glatt verlaufenden Romanze Einhalt. Die Entscheidung, ausgerechnet den 11. September in diese Komödie einzubauen, die sich ansonsten in ihren witzigen Wendungen allmählich selbst ins Belanglose gesteigert hätte, war nicht ohne Risiko. Doch wie Delson seinen Figuren treu bleibt und aus beider Sicht die zunehmende Entfremdung von Jennica und Maynard schildert, deren unterschiedliche Temperamente in ihrer jeweiligen Reaktion auf die Anschläge bedrohlich deutlich werden - während Maynard angewidert ist über die abgedroschenen Phrasen der Trauer, gibt Jennica sich ganz der Nationalaufwallung hin -, verleiht dem Roman endlich Lebensnähe jenseits der flotten Dialoge, des sprühenden Witzes und der kleinen klugen Beobachtungen des Paarverhaltens, die Delson mit geradezu soziologischem Furor einstreut.


    It's a fun read. Perhaps a bit challenging for non-native speakers who read the English version: first, because the text is written in first person from a large cast of characters, each speaking in their own voice, and very colloquially; and perhaps as well, because of topical references.


    But I can't deny that certainly the main reason for my making this suggestion is that the author is my son, I'm inordinately proud of his work, and I'd welcome a reason to read it again. (Also, if there are questions about the author's intentions or the intended meaning of any passage, I can pass the questions on to him. I expect he'd be happy to respond.)

     

    #11AuthorMartin--cal (272273)  17 Jun 22, 06:39
    Comment

    Gibson, möchtest Du alle Voten (ist das der Plural von Votum?) eines Mitlesers in einem Posting haben (soll ich also #9 wiederholen und mein neues Votum anhängen) oder reicht es, wenn ich hier nur das neue Votum poste?


    Maynard & Jennica, by Rudolph Delson. Maybe (Ich bin etwas hin und hergerissen, Liebesromane sind nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre, aber wenn der Humor passt und das ist hier vielleicht so, dann kann ich darüber hinwegsehen.)

    #12Authorharambee (91833) 17 Jun 22, 08:58
    Comment

    Da möchte ich doch auch noch zwei Bücher vorschlagen, einfach weil ich sie schon habe und sie auf meinem Stapel ungelesener Bücher weit oben liegen:


    Lessons in Chemistry von Bonnie Garmus https://www.amazon.de/Lessons-Chemistry-Debut...

    The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid https://www.amazon.de/Seven-Husbands-Evelyn-H...


    Zu beiden kann ich nicht viel sagen, ich habe auch bisher noch nichts von den Autorinnen gelesen. Beide existieren auch in deutscher Übersetzung, soweit ich weiß.


    Zu den bisherigen Vorschlägen:


    Sea of Tranquility von Emily St. John Mandel - maybe, sagt mir bisher nichts, klingt aber interessant


    Convenience Store Woman von Sayaka Murata - yes, das hatte ich auch schon in der Buchhandlung in der Hand, und ich habe schon Positives davon gehört


    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land - maybe, sagt mir bisher nichts, aber nachdem ich unlängst “Forest Dark” von Nicole Krauss gelesen habe, das auch in Israel spielt, fände ich es interessant, noch etwas zu lesen, in dem es um diese Region geht


    Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum - maybe, ich meine, schon einmal etwas von Kate Atkinson gelesen zu haben, das mir gefiel, aber was ich hier bisher dazu gelesen habe, klingt nicht sooo gut


    Elly Griffiths: The Postscript Murders - maybe, sagt mir bisher nichts, aber Krimis kann ich meist gut lesen


    Yvonne Adhiambo Owuor: The Dragonfly Sea - yes, weil ich bisher sehr wenig von afrikanischen Autor*innen gelesen habe


    Ben Aaranovitch Amongst Our Weapons - no: Ich werde es, wie die bisherigen Bücher aus der Reihe, definitiv lesen, aber ich halte das Genre für die Zwecke dieser Lesegruppe für zu speziell und finde außerdem, wenn, dann sollte man mit Band 1 der Reihe anfangen


    Maynard & Jennica von Rudolph Delson - maybe, ich bin mir nicht so sicher, ob mich die Geschichte anspricht; hier noch ein Link dazu: https://www.amazon.de/Maynard-Jennica-Rudolph...

    #13AuthorDragon (238202) 17 Jun 22, 09:02
    Comment

    Sea of Tranquility von Emily St. John Mandel -- nein


    Convenience Store Woman von Sayaka Murata -- ja


    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land - vielleicht


    Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum - nein


    Elly Griffiths: The Postscript Murders - nein


    Yvonne Adhiambo Owuor: The Dragonfly Sea - ja


    Ben Aaranovitch Amongst Our Weapons - nein


    Rudolph Delson: Maynard & Jennica - ja


    Lessons in Chemistry von Bonnie Garmus - jaa


    The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid - vielleicht

    #14AuthorRed Poppy (876587)  17 Jun 22, 09:04
    Comment

    Dann haben wir ja zehn Vorschläge. Von den letzten drei würde nur Lessons in Chemistry mein Votum bekommen.

    #15Authorpenguin (236245) 17 Jun 22, 09:10
    Comment

    oder reicht es, wenn ich hier nur das neue Votum poste?


    Ja, das reicht. Mache ich jetzt auch:


    Rudolph Delson: Maynard & Jennica - no (so sehr ich verstehe, dass Martin stolz auf seinen Sohn ist, romcoms sind überhaupt nicht meins)


    Lessons in Chemistry von Bonnie Garmus - no (klingt mir eigentlich auch zu lustig-harmlos)


    The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid - maybe



    Ich würde die Vorschlagsliste dann auch schließen, ich denke auch, das sind genug. Mehr Mitabstimmer willkommen! Ich würde sagen, ich warte noch bis morgen Abend - man muss den Faden ja auch erst mal finden* - und zähle dann.


    *Aber man kann, wie gesagt, natürlich auch später einsteigen.

    #16AuthorGibson (418762) 17 Jun 22, 10:31
    Comment

    Eine Stimme aus Goodreads zu Atkinson:

    This is one of those novels that becomes more ingenious the more you think about it. I didn’t always enjoy it while reading it (one problem I had was that my sense of humour doesn’t quite chime with Atkinson’s which can verge on slapstick at times). There’s also so little tenderness in the book. It’s a rather brittle grey heartless world Atkinson depicts.


    Ich gebe das jetzt dran.

    #17Authorpenguin (236245) 17 Jun 22, 11:03
    Comment

    Dann folgen hier meine letzten beiden Voten. Vorweg, da mir gerade auffällt, dass ich erstaunlich selten "Yes" sage. Wie vermutlich wir alle, entscheide ich intuitiv, auch wenn ich hin und wieder Gründe angebe. "Yes" heißt bei mir, dass ich das Buch mit großer Wahrscheinlichkeit mitnehmen würde, wenn ich es bei einem Buchhandlungsbesuch sehe. "No" heißt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ich es mitnehme und "maybe" heißt, dass ich dem Buch vermutlich eine Chance geben würde, wenn in der Bahnhofsbuchhandlung oder am Flughafen unbedingt noch ein Buch für die Reise brauche.


    Lessons in Chemistry von Bonnie Garmus - no (ich habe nur die Hörprobe bei amazon gehört und nirgendwo eine Leseprobe gesehen. Die Hörprobe klingt für mich schrecklich langweilig, ist aber natürlich nur ein kleiner Ausschnitt. Ich fürchte allerdings auch, dass das Buch sehr auf Stereotype setzt, was dann womöglich dazu führen müsste, dass ich als einer der wenigen Männer in unserer Gruppe Kritik an Elizabeth äußern müsste. Ob ich dazu Lust habe, weiß ich nicht. In diesem Fall heißt mein no übrigens nicht, dass ich nicht mitmachen würde, aber ich möchte, dass mein Urteil als no in Gibsons Auswertung eingeht, wie auch immer ihre Spezialformel aussehen wird LOL)


    The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid - no (Die Hollywoodwelt interessiert mich nicht die Bohne.)


    Jetzt redet Dragon kein Wort mehr mit mir (-;

    #18Authorharambee (91833) 17 Jun 22, 11:04
    Comment

    Eine Rezension zu "Lessons in Chemestry" möchte ich euch nicht vorenthalten:


    "I couldn't put this book down. The characters were so good especially the dog."

    [Sehr oft sagen die Rezensionen mehr über den Leser als über das Buch, finde ich]


    --

    Ja, die Auswertung. Daran überlege ich auch schon. Es wäre ja besser, denke ich, wenn wir ein Buch lesen, das vielleicht keine enthusiastischen "yes" bekommen hat, aber alle sich auf "maybe" einigen konnten. Entsprechend sollten kategorische "no" mehr gewichtet werden. Ich probiere mal rum.

    #19AuthorGibson (418762)  17 Jun 22, 11:11
    Comment

    Denis Scheck sagt zu "Eine Frage der Chemie":

    Dieser Debütroman vereinigt Tiefgang mit Witz! "Eine Frage der Chemie" ist ein feministischer Unterhaltungsroman über die Chemikerin Elizabeth Zott, die Anfang der 60er Jahre Moderatorin einer Kochsendung im Fernsehen wird und dort die Molekulargastronomie erfindet. Ein großer, kluger literarischer Spaß – und ein anrührender Familienroman. (Quelle: Daserste.de)

    Was sagt das über den Leser?

    #20AuthorRed Poppy (876587) 17 Jun 22, 11:19
    Comment

    Super Idee, so etwas wollte ich schon immer mal machen!


    Hier mein Votum:


    Sea of Tranquility von Emily St. John Mandel - vielleicht

    Convenience Store Woman von Sayaka Murata - ja

    David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land - nein

    Kate Atkinson, Behind the Scenes at the Museum - nein

    Elly Griffiths: The Postscript Murders - nein

    Yvonne Adhiambo Owuor: The Dragonfly Sea - ja

    Ben Aaranovitch Amongst Our Weapons - nein

    Rudolph Delson: Maynard & Jennica - nein

    Lessons in Chemistry von Bonnie Garmus - ja

    The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid - ja



    #21AuthorGreenhouse (19027) 17 Jun 22, 11:20
    Comment

    Verhindertes Edit zur Auswertung:

    Was spricht dagegen, das Buch zu lesen, das ein "Vielleicht" und sonst nur enthusiastische "Jas" bekommen hat?

    #22AuthorRed Poppy (876587) 17 Jun 22, 11:20
    Comment

    Was spricht dagegen, das Buch zu lesen, das ein "Vielleicht" und sonst nur enthusiastische "Jas" bekommen hat?


    Überhaupt nichts. Wieso sollte es?


    Was sagt das über den Leser?

    Dass der Mann das beruflich macht :-)

    #23AuthorGibson (418762)  17 Jun 22, 11:27
    Comment

    Ich glaube, dass Gibsons Gedanken sich nicht auf die spezielle Situation beziehen. Es ging ihr eher um die grundsätzliche Frage, wie man werten soll, wenn es knapp wird. Ein einfacher Gedanke wäre ja:


    Ein Buch bekommt einen Punkt für ein Ja, 0 Punkte für ein vielleicht und minus 1 Punkte für ein nein. Das würde Jas und Neins gleich gewichten. Gibson möchte aber die Neins höher wichten und würde dafür vielleicht minus 2 geben. In so einem Fall wie von Dir beschrieben, Red Poppy, ist das genaue Verfahren egal, da führt (fast) alles zum gleichen Ergebnis. Aber es steht ja noch nicht fest, dass es dabei bleibt. Wenn jetzt die nächsten beiden, die abstimmen, das gemeinte Buch ablehnen, dann wird es spannend.

    #24Authorharambee (91833)  17 Jun 22, 11:28
    Comment
    Keine Sorge, harambee, ich komme gut damit klar, wenn jemand nicht meinen Literatur- oder auch meinen sonstigen Geschmack teilt :o)
    Und ich finde es auch nicht schlimm, wenn meine Vorschläge nicht genommen werden - immerhin stoßen sie ja schon nicht komplett auf Ablehnung, was mich freut.
    #25AuthorDragon (238202) 17 Jun 22, 11:32
    Comment

    Ich habe keine Erfahrung mit Leserunden und frage mich, wie die das lösen, wenn sich (wie hier) herausstellt, dass die Lesegeschmäcker doch sehr unterschiedlich sind. Sagt man sich dann einfach, warum nicht mal ein Buch lesen, das ich sonst nicht lesen würde (wie Dragon mit ihrem Überraschungspaket)?

    #26Authorpenguin (236245) 17 Jun 22, 11:33
    Comment

    Sagt man sich dann einfach, warum nicht mal ein Buch lesen, das ich sonst nicht lesen würde.


    Ja, ich werde das in den meisten Fällen sagen und es probieren. Es mag aber Fälle geben, in denen mich der erste Eindruck zu sehr abschreckt und andere, wo ich den Autor schon gelesen habe und nicht begeistert war. Für solche seltenen Fälle behalte ich mir vor, das Buch nicht zu lesen, aber grundsätzlich bin ich offen.

    #27Authorharambee (91833) 17 Jun 22, 11:39
    Comment

    Mir wäre es tatsächlich wichtig, ein Buch zu wählen, dass nicht auf viel Ablehnung gestoßen ist. mMn ist es besser, eins zu nehmen, dass fast alle vielleicht nicht toll, aber akzeptabel finden, als eins, dass die Leser sauber in "großartig" und "schrecklich" trennt.


    So in Richtung harambee habe ich auch gedacht: 0 für maybe, 1 für yes, -2 für no. Ob das Sinn macht, kann ich aber erst sehen, wenn die Tabelle vor mir habe, ich kann so was nicht gut abstrakt. Aber ich hätte halt ungern ein Buch, dass viele gar nicht möchten.

    #28AuthorGibson (418762) 17 Jun 22, 11:40
    Comment
    @26: Guter Punkt, penguin. Ich habe zwar noch nicht alle Bücher aus meinem Überraschungsabo bei Shakespeare & Company gelesen, aber fast alle, die ich schon durch habe, waren positive Überraschungen für mich, auch wenn ich sie wohl nie in der Buchhandlung in die Hand genommen hätte und auch die Klappentexte mich nicht unbedingt angesprochen haben.
    Dank dieser Erfahrung würde ich auch hier auf jeden Fall auch die „maybe“- Bücher lesen (oder zumindest anlesen) und wie harambee allenfalls bei einem „no“ Buch auf die Lektüre verzichten.
    #29AuthorDragon (238202) 17 Jun 22, 11:48
    Comment

    Ich war schon in einer Leserunde im richtigen Leben. Wir trafen uns alle vier Wochen und jedes Mal schlug ein anderer Teilnehmer zwei Bücher vor, von denen eines nach dem Mehrheitsprinzip ausgewählt wurde. Da habe ich so manches Buch gelesen, das ich sonst nicht in die Hand genommen hätte; oft war ich positiv überrascht.

    #30AuthorRed Poppy (876587) 17 Jun 22, 11:52
    Comment

    Das kann funktionieren, wenn es eine lesemäßig halbwegs homogene Gruppe ist; meine - begrenzte - Erfahrung ist anders. Ich bin mal von ehemaligen Schülern zu einem englischen book club eingeladen worden, und da hat mir eigentlich keins der Bücher gefallen. (Oder vielleicht habe ich auch nur einen seltsamen Geschmack.)

    #31AuthorGibson (418762) 17 Jun 22, 12:33
    Comment

    Es fehlen übrigens noch die Stimmen von Lanni, Martin und penguin. Es ist ja noch Zeit, aber als kleine Erinnerung.

    #32AuthorGibson (418762) 17 Jun 22, 12:35
    Comment

    Nein, schau mal in #10 und #15, da sind meine Stimmen.

    #33Authorpenguin (236245) 17 Jun 22, 12:41
    Comment

    Was ist denn mit denen, wo du Probelesen wolltest? Und wie werte ich "ich glaube nicht"? Als no oder doch als maybe? Deutsche Gründlichkeit, es kann nicht jeder seine eigenen Formulierungen nehmen ;-))

    #34AuthorGibson (418762) 17 Jun 22, 12:48
    Comment

    Sorry ;-)

    Emily nein, die Proben ja.

    #35Authorpenguin (236245) 17 Jun 22, 12:51
    Comment

    Thanks :-)

    #36AuthorGibson (418762) 17 Jun 22, 12:53
    Comment

    I'll be back later today with my votes...

    #37AuthorMartin--cal (272273) 17 Jun 22, 16:36
    Comment

    Hallo zusammen, Martin hat recht, mit den Darcys haben wir vor Jahren "Train Man" gelesen und es war wirklich ein selten dämliches Buch! Schon damals hat er übrigens auch "Maynard & Jennica" empfohlen und ich habe es auf seine Empfehlung hin nicht nur gekauft, sondern auch gelesen (Vielleser wissen: das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge). Das war 2008** also könnte ich es durchaus noch einmal lesen und mit anderen darüber austauschen. Als "Romcom" habe ich es allerdings nicht so sehr in Erinnerung, vielmehr als einen sehr skurrilen Episodenroman. So wie "Short Cuts..." von Robert Altman als Film, aber ohne den vielen Zuckerguss, den andere Episodenfilme wie "Love...Actually" haben. Mehr sage ich dazu nicht, und auch dies nur für diejenigen, die das Buch nur deshalb nicht lesen würden, weil sie keine romantischen Komödien mögen.


    Damit spreche mich mich mit "ja" für Maynard und Jennica" aus und würde auch "Eine Frage der Chemie" lesen. Ich bitte aber, diese Wertung "außer Konkurrenz" zu betrachten. Wie gesagt, das eine der beiden Bücher besitze ich bereits, das andere wäre das einzige, das ich kaufen würde. Wenn die Wertung für eines der anderen Bücher entscheidet, wäre ich raus, nicht, weil mich nichts anderes interessiert, sondern weil der Stapel ungelesener Bücher so hoch ist, dass ich dann doch dem Stapel den Vorzug geben würde und vielleicht bei der nächsten Runde einsteigen und vielleicht einen Vorschlag bringen würde.


    **Keine Angst, ich habe jetzt keine 14 Jahre Leo-Fäden ausgewertet.

    In Bücher, die ich nach dem Lesen nicht weitergebe, schreibe ich hinten rein, wann ich sie gelesen habe, deshalb weiß ich das.

    #38AuthorB_Elanna (240251) 17 Jun 22, 17:52
    Comment

    Emily St. John Mandel: Sea of Tranquility - vielleicht

    Sayaka Murata: Convenience Store Woman - ja

    David Grossman: Eine Frau flieht vor einer Nachricht / To the End of the Land - nein

    Kate Atkinson: Behind the Scenes at the Museum - ja

    Elly Griffiths: The Postscript Murders - ja

    Yvonne Adhiambo Owuor: The Dragonfly Sea - vielleicht

    Ben Aaranovitch: Amongst Our Weapons - lese ich auch allein ;-)

    Rudolph Delson: Maynard & Jennica - nein

    Bonnie Garmus: Lessons in Chemistry - ja

    Taylor Jenkins Reid: The Seven Husbands of Evelyn Hugo - nein



    #39AuthorLanni (1131571) 17 Jun 22, 18:24
    Comment

    @B_Elanna: right! It was the Darcy thread which chose "Train Man", "ein selten dämliches Buch!". I hope Leo liest makes a happier choice. (And thanks for the positive evaluation of M&J.)


    To the topic: One thing I like about the Amazon website is that it lets you read the first few pages of each book they have on offer. Which I've done with our list. So here are my picks (talk about snap judgements!):


    Sea of Tranquility  - No

    Convenience Store Woman - OK

    Eine Frau flieht vor einer Nachricht - OK

    Behind the Scenes at the Museum - OK

    The Postscript Murders - OK

    The Dragonfly Sea - No

    Amongst Our Weapons - No

    Maynard & Jennica - Yes (of course!)

    Lessons in Chemistry - OK

    The Seven Husbands of Evelyn Hugo - OK

     

    #40AuthorMartin--cal (272273)  17 Jun 22, 18:36
    Comment

    Martin, Du wirst Dich nicht beschweren dürfen, wenn wieder ein aus dem Japanischen übersetztes Buch gelesen wird LOL

    #41Authorharambee (91833) 17 Jun 22, 18:39
    Comment

    Agreed, as long as the book turns out to be worth reading. If not, well then, I reserve the right to complain. 😉

    #42AuthorMartin--cal (272273)  17 Jun 22, 23:25
    Comment

    Nee nee nee, der einzige, der sich dann beschweren darf, bin ich, denn ich habe als bislang einziger nicht für das Buch gestimmt. Ich will zwar Gibsons Auswertung nicht vorgreifen, aber wenn morgen nicht noch überraschend viele weitere Leseinteressenten kommen und ganz anders abstimmen, dürfte die Entscheidung über das zu lesende Buch gefallen sein. (-:

    #43Authorharambee (91833) 18 Jun 22, 00:02
    Comment

    Interessanter Ansatz. Leider bin ich in nächster Zeit viel unterwegs und werde daher besser gar nicht erst mitmachen. Aber vielleicht gibt es ja mal eine zweite Runde.

    Die Ladenhüterin/Convenience Store Woman und den Aaronovitch habe ich eh schon gelesen. Dragonfly sea steht eh auf meiner Leseliste. Mal sehen, vielleicht kann ich Euch ja auch hinterherlesen.

    #44AuthorSelima (107) 18 Jun 22, 14:55
    Comment

    So, ich denke, alle, die sich äußern wollten, haben das getan.


    Wenn ich mich nicht vertan habe, ist es eher knapp.


    Das einzige Buch, das überhaupt keine Nein-Stimme bekommen hat (was mir wichtig war, weil ich nicht wollte, dass jemand sich überwinden muss, das Buch zu lesen), ist "Convenience Store Woman" mit 7 Ja- und 2 Vielleicht-Stimmen. Das wäre deshalb mein Vorschlag für diesen ersten Faden.


    "The Dragonfly Sea" ist allerdings sehr knapp dahinter, mit 6 Ja-, einer Vielleicht- und einer Nein-Stimme. Wenn Martin es sich also in letzter Minute noch anders überlegt, können wir auch gerne das nehmen ;-) Das müsste er uns aber relativ zügig wissen lassen, damit man sich daran begeben kann, das Buch (welches auch immer) zu besorgen.


    Da ich auf dem Kindle lese, dauert die Beschaffung bei mir nur 30 Sekunden, aber das ist vermutlich nicht bei allen so. Ist es realistisch, bis nächsten Samstag davon auszugehen, dass alle das Buch haben?


    (Selima, du hättest dann sozusagen vorgearbeitet und könntest dich immer mal einklinken :-)

    #45AuthorGibson (418762) 18 Jun 22, 19:40
    Comment

    Dann ändere ich ganz schnell noch meine Stimme für Dragonfly in Nein, dann wäre Convenience Store Woman eindeutig, oder?

    #46Authorpenguin (236245) 18 Jun 22, 19:57
    Comment

    Ja - 2 Nein-Stimmen sind eindeutig zu viel.


    Wenn jetzt allerdings alle schnell ihre Meinung ändern, sind wir wieder bei #0 ;-) Deshalb verfüge ich jetzt der Einfachheit halber als Fadeneröffnerin, dass wir Convenience Store Woman lesen. So! (Aber es war ja tatsächlich eindeutig. Nur eben knapp.)

    #47AuthorGibson (418762) 18 Jun 22, 20:13
    Comment

    Gibson, von wem ist denn die zweite vielleicht-Stimme für "Convenience Store Woman"?


    Und wer ist überhaupt die Nummer 9, die außer Gibson, harambee, penguin, Dragon, Red Poppy, Greenhouse, Lanni und Martin noch mitmacht? Und warum hat Convenience Store 9 Stimmen, Dragon Fly aber nur 8?


    Ich habe dann mal gekauft. Bis wann sollen wir wieweit gelesen haben?


    #48Authorharambee (91833)  18 Jun 22, 20:48
    Comment

    die zweite vielleicht-Stimme


    ist von Martin


    Und warum hat Convenience Store 9 Stimmen


    Weil ich nicht zählen kann. Es sind 6x ja, 2x vielleicht.


    [Dragonfly hat 6x ja und (jetzt) 2x nein (vorher 6x ja, 1x nein, 1x maybe - wie gesagt, knapp, aber wie auch gesagt, finde "nein"s entscheidend.)]

    #49AuthorGibson (418762) 18 Jun 22, 22:05
    Comment

    Ich bin ja wie gesagt mit der Entscheidung völlig einverstanden, aber ich wäre eben gerne der einzige, der etwas meckern kann, wenn das Buch sich als nicht so toll erweist. Ich rätsele also weiterhin, wo Du bei Martin ein vielleicht siehst. Ich zitiere mal aus seiner #40:



    Sea of Tranquility  - No

    Convenience Store Woman - OK

    Eine Frau flieht vor einer Nachricht - OK

    Behind the Scenes at the Museum - OK

    The Postscript Murders - OK

    The Dragonfly Sea - No

    Amongst Our Weapons - No

    Maynard & Jennica - Yes (of course!)

    Lessons in Chemistry - OK

    The Seven Husbands of Evelyn Hugo - OK


    Ist ok für Dich ein vielleicht? Wie gesagt nicht wirklich wichtig, aber rätselhaft finde ich Deine Zählung weiterhin LOL


    Da Du meine Schlussfrage in #48 noch nicht beantwortet hast, nehme ich, dass du darüber noch nachdenken willst?

    #50Authorharambee (91833)  18 Jun 22, 22:36
    Comment

    Da Martin Yes, No und Okay benutzt und ja-nein-vielleicht zur Auswahl stehen, habe ich okay als vielleicht gelesen, in der Tat. Wie verstehst du es denn? [Da ich das Buch nicht kenne, könnte es ja auch sein, dass ich selber einiges zu meckern habe ;-)]


    Re Schlußfrage: Genau. Ich habe es noch nicht heruntergeladen und weiß deshalb noch nicht, wie dick das Buch ist, und, wichtiger, ich warte auch noch auf Einschätzungen, bis wann Papierbuchleser ihr Exemplar bekommen können.

    #51AuthorGibson (418762)  18 Jun 22, 22:46
    Comment

    Dann ist es ja prima, dass ich heute, als ich eh in der Buchhandlung war, die “Convenience Store Woman” auf Verdacht mitgenommen habe :o) Ich kann also jederzeit loslegen. Das ist auch ein schmales Büchlein, meine Ausgabe hat 163 Seiten, sollte also schaffbar sein.

    #52AuthorDragon (238202) 18 Jun 22, 23:10
    Comment

    Ich hatte es auch bereits heruntergeladen, weil ich es eh lesen wollte.

    #53Authorpenguin (236245) 18 Jun 22, 23:13
    Comment

    Sorry if my "OK" didn't exactly fit any of the criteria. It means "yes, although it's not my first choice." So I guess, once again, we will read a translation from the Japanese. One thing in its favor, though: it surely can't be worse than "Train Man"....


    @Gibson: What is our schedule for reading it? Chapter by chapter, or the whole work? And should early readers refrain from discussing it until a certain date?

    #54AuthorMartin--cal (272273)  19 Jun 22, 02:05
    Comment

    So, ich habe das Buch jetzt bestellt. Allerdings gebraucht, so dass es keine Von-heute-auf-morgen-Lieferung geben wird. Ich gehe davon aus, dass das Buch gegen Ende nächster Woche eintrifft.

    #55AuthorRed Poppy (876587) 19 Jun 22, 07:40
    Comment

    #2 Ich bin auch gespannt, ob ich anders lese, wenn ich weiß, dass ich mit anderen über das Buch diskutieren kann (oder muss? (-; ) Kann mir vorstellen, dass ich etwas langsamer lese. Das wäre ja nicht schlecht.


    Hmm, zumindest bei diesem Buch ist meine Erwartung nicht eingetreten. Wie andere schon geschrieben haben, ist es kein besonders umfangreiches Werk. Ich habe am Abend schon mal angefangen und war ruckzuck bei ungefähr der Hälfte. Natürlich schreibe ich jetzt noch nichts und ich werde erstmal nicht weiterlesen, bis Gibson die Erlaubnis gibt (-; . Leider hat meine Kindleversion für dieses Buch keine Kapitelnummern und keine Kapitelüberschriften, so dass es schwierig ist, anzugeben, wie weit ich gelesen habe. (*) Ich war bei Position 666 und das sind 49 %. Keine Ahnung, ob man auf anderen Versionen des Kindle mit der Angabe was anfangen kann. Auf "richtige" Bücher kann man das natürlich sowieso nicht übertragen.


    Natürlich kann und will ich nicht festlegen, dass Ihr bis zur ersten Diskussionsrunde genau bis zur diesen Stelle lesen sollt, aber vielleicht passt es ja. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich nicht sagen kann, ob das inhaltlich ein guter Moment ist, denn um das zu wissen, müsste ich ja weiterlesen. Mein Gefühl ist aber, dass ungefähr an dieser Stelle ein Wendepunkt der Geschichte liegen muss. Da liegt was in der Luft!


    (*) Ich habe gerade in die Leseprobe geschaut, zu der Gibson im OP verlinkt hat. Da scheint es auch keine Kapitel zu geben.

    #56Authorharambee (91833)  19 Jun 22, 07:50
    Comment

    Oops - das ging mir jetzt allles etwas zu schnell, und ich möchte sehr gerne mitmachen. Es ist definitiv eine neue Erfahrung für mich!


    Ich gehöre zu denjenigen, die ein unbekanntes Buch auch als Erfahtung verbuchen würden und hätte somit keine Probleme damit.


    Habe ich das richtig verstanden, dass Convenience Store Women jetzt die Entscheidung ist? Wäre ok für mich, und als mittelgroßer Fan japanischer Literatur und ganz großer von Murakami habe ich Etliches schon gelesen, das aus dem Japanischen ins Englische übersetzt wurde.

    #57AuthorJesse_Pinkman (991550)  19 Jun 22, 10:28
    Comment

    Ja, hast Du richtig verstanden :o)


    Ich freue mich schon auf die Leserunde!

    #58AuthorDragon (238202) 19 Jun 22, 11:24
    Comment

    Da es so ein kurzes Buch ist, würde ich vorschlagen, gleich alles zu lesen. Jesse, du bist herzlich willkommen. Es hängt jetzt eigentlich nur davon ab, dass es alle haben - das Lesen selbst sollte ja nicht lange dauern. Vielleicht kann Red Poppy uns auf dem Laufenden halten und dann den "Startschuss" geben? Oder braucht jemand länger, um das Buch zu besorgen?


    Ich denke, wir peilen nächstes Wochenende an, oder?

    #59AuthorGibson (418762) 19 Jun 22, 12:09
    Comment

    Ich habe es direkt runtergeladen und bin somit startbereit.

    #60AuthorJesse_Pinkman (991550) 19 Jun 22, 12:25
    Comment

    #59 Da es so ein kurzes Buch ist, würde ich vorschlagen, gleich alles zu lesen.


    Können wir natürlich so machen, aber ich fände es tatsächlich spannender, wenn wir mittendrin schon mal eine erste Einschätzung geben und eine Prognose für die weitere Entwicklung des Buches geben würden. Da kann man sich bestimmt gut "blamieren". (-:


    Wie gesagt kann ich auch damit leben, dass wir schon jetzt alles lesen dürfen, aber dann bin ich vermutlich spätestens morgen durch.

    #61Authorharambee (91833) 19 Jun 22, 12:30
    Comment

     aber ich fände es tatsächlich spannender, wenn wir mittendrin schon mal eine erste Einschätzung geben 


    Fine by me, aber das Inhaltsverzeichnis zumindest gibt keine Kapitel oder sonstige Zäsuren an. Du müsstest uns also sagen, bis wohin der erste Teil gehen soll.

    #62AuthorGibson (418762) 19 Jun 22, 12:49
    Comment

    Fine by me, aber das Inhaltsverzeichnis zumindest gibt keine Kapitel oder sonstige Zäsuren an. Du müsstest uns also sagen, bis wohin der erste Teil gehen soll.


    Das habe ich ja in #56 am Schluss des zweiten Absatzes versucht, aber auch gleichzeitig bezweifelt, dass das hilft. Ich könnte noch den letzten Satz zitieren, den ich gelesen habe, aber das hilft auch nicht oder?

    #63Authorharambee (91833)  19 Jun 22, 12:55
    Comment

    Ich dachte, dass war nur ein Berichten des aktuellen Standes und nicht notwendigerweise deine Empfehlung.


    Der letzte Satz wäre praktisch, dann kann man den suchen. Und im Papierbuch findet man ihn dann auch, wenn man weiß, es ist ungefähr die Hälfte.

    #64AuthorGibson (418762) 19 Jun 22, 13:00
    Comment

    Wir müssen das wie gesagt nicht so machen, aber wenn doch:


    Pos. 666, 49 %:


    Finally I understood why my family had tried so hard to fix me.

    #65Authorharambee (91833) 19 Jun 22, 13:02
    Comment

    @harambee, if I may make the suggestion, could you find the sentence that is at the end of the paragraph that is 50.00% of the way to the end and let us choose that as our first stopping point.

    #66AuthorMartin--cal (272273) 19 Jun 22, 18:19
    Comment

    Das wäre nicht am Ende eines Abschnitts, wenn ich das richtig sehe. Was ist an 50 % besser als an 49 %? Da das komplizierter zu sein scheint als ich dachte, sollten wir die Idee einfach vergessen und gleich bis zum Schluss lesen. Gibson entscheidet (-:

    #67Authorharambee (91833) 19 Jun 22, 18:39
    Comment

    Wenn mir das Buch gefällt, will ich wahrscheinlich wissen, wie es weitergeht, aber wir könnten am Samstag Teil 1 besprechen, dann im Bett den Rest lesen und am Sonntag weitermachen. How does that sound?

    #68AuthorGibson (418762) 19 Jun 22, 20:12
    Comment

    Keine Einwände, aber wenn ich der einzige bin, der damit nervt (-; , dass er gerne zwischendurch "reden" möchte, dann bestehe ich darauf bestimmt nicht. Warten wir mal ab, ob noch jemand eine Meinung äußert. Allerdings ist mir nach Martins Reaktion nicht klar, ob es ein Problem mit den 49 % und meiner Angabe in #65 gibt oder nicht.

    #69Authorharambee (91833) 19 Jun 22, 21:02
    Comment

    Ich habe es jetzt auf Deutsch (übersetzt aus dem Japanischen) geladen, da günstiger.

    Ich bin mal gespannt, inwiefern sich da Unterschiede herauskristallisieren.

    Und gerne irgendwo mittig eine kleine Besprechungspause einlegen.

    #70AuthorLanni (1131571) 19 Jun 22, 21:05
    Comment

    Fadenverfolgungsbeitrag 🙂


    Das, was ich über das Buch eurer Wahl gelesen habe, ist so gar nicht meins - gerade darum versuche ich es vielleicht.

    #71AuthorRaudona (255425) 19 Jun 22, 21:09
    Comment

    #70: Und gerne irgendwo mittig eine kleine Besprechungspause einlegen.


    Daumen hoch.


    #71: Mir gefällt Deine Einstellung!

    #72AuthorJesse_Pinkman (991550)  19 Jun 22, 21:21
    Comment

    Re #65, 66, 67, 69: Sorry! I messed up -- I read #65 as "66.49%" (not as simply 49%) and therefore suggested that we read half-way through rather than two-thirds of the way.


    I retract that suggestion of #66, and quite agree now with harambee (#65), viz. that we initially discuss only as far as the sentence "Finally I understood why my family had tried so hard to fix me."

    #73AuthorMartin--cal (272273) 19 Jun 22, 23:17
    Comment

    I think we've got it ;-)

    #74AuthorLanni (1131571) 19 Jun 22, 23:29
    Comment

    #73 Gut, dass das jetzt geklärt ist. Ich gebe zu, dass ich etwas verwirrt war (-;


    PS: Vielleicht noch als Erklärung für die, die immer noch verwirrt sind: Mein Kindle ist so eingestellt (war schon immer so und ich habe daran nichts geändert), dass beim Lesen unten angezeigt wird, bei welcher "Position" ich bin und wieviel Prozent des Werkes damit geschafft sind. An der Stelle, für die ich eine Besprechungspause (Copyright Lanni) vorschlage, bin ich bei Position 666 (keine Ahnung, was das für Einheiten sind und ob das auf anderen Geräten auch Position 666 entspricht) und es sind 49 % geschafft. An der Stelle steht wie gesagt der Satz "Finally I understood why my family had tried so hard to fix me."

    Bei mir ist das das Ende eines Abschnitts.

    #75Authorharambee (91833)  20 Jun 22, 06:17
    Comment

    Oh, ich war ein paar Tage nicht da und habe den Anfang dieser sehr interessanten Aktion verpasst. Darf ich auch noch mitlesen?

    #76AuthorAnglophil (1104026) 20 Jun 22, 13:00
    Comment

    Sicher kannst du noch mitlesen, Anglophil, wir haben noch nicht angefangen (und warten auf das gebrauchte Buch, das ich bestellt habe). Das Buch jedenfalls liegt schon fest.

    #77AuthorRed Poppy (876587) 20 Jun 22, 13:13
    Comment
    #75 …bin ich bei Position 666..

    Oh-oh. The number if the beast.
    #78AuthorJesse_Pinkman (991550)  20 Jun 22, 13:45
    Comment

    #78 Ich musste die Suchmaschine befragen. Für den Fall, dass das auch anderen so geht:


    https://musikguru.de/iron-maiden/songtext-the...

    #79Authorharambee (91833) 20 Jun 22, 14:05
    Comment

    Ich denke, Jesse dachte eher an


    Let him that hath understanding count the number of the beast: for it is the number of a man; and his number is six hundred and sixty-six." Revelation 13:18 


    Immer diese Atheisten ;-))

    #80AuthorGibson (418762) 20 Jun 22, 14:07
    Comment

    Super, ich freu mich drauf!

    #81AuthorAnglophil (1104026) 20 Jun 22, 14:24
    Comment

    #80: Genau 🙂

    #82AuthorJesse_Pinkman (991550) 20 Jun 22, 14:57
    Comment
    I'm in! I downloaded it last night and read up to the sentence indicated by harambee.
    #83Authordulcinea (238640) 21 Jun 22, 06:48
    Comment

    Das kann man auch als Atheist wissen, wenn man gewisse Musiktitel kennt ;-)

    #84AuthorSelima (107) 21 Jun 22, 07:01
    Comment

    Old-fashioned as I am, I prefer a physical book to an electronic version, and found harambee's sentence on page 81.

    #85AuthorMartin--cal (272273) 21 Jun 22, 07:56
    Comment

    Apart from the English book I also downloaded the German sample (which, apparently, was translated from Japanese, not from English, although the translator seems to work from both languages) and found this discrepancy:

    The first customer of the convenience store buys „a choux crème, a sandwich, and several rice balls“, while in German she chooses „Schuhcreme, Sandwiches und mehrere Onigiri“. Also, the German correctly calls it a Konbini which is a Japanised version of "convenience".

    I have actually finished the book already but will wait for everyone else to catch up.


    #86Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 08:03
    Comment

    #86 Die Schuhcreme in der deutschen Übersetzung ist völlig daneben oder?


    Wer ausprobieren will, ob das besser zum Essen taugt oder doch auf die Schuhe gehört, findet hier ein Rezept:


    https://princessbamboo.com/how-to-make-cream-puff/


    Sieht ganz lecker aus und passt farblich nicht zu meinen Schuhen. (-;


    PS: Ausschnitt aus dem Rezept:


    Wrap in a piece of plastic and shape into a cylinder of 2 inches in diameter.


    Was bedeutet das?

    #87Authorharambee (91833)  21 Jun 22, 08:45
    Comment

    Ich würde auch noch gerne mitmachen, habe mir das Buch gestern heruntergeladen und angefangen zu lesen. Bei 666 bin ich noch nicht ganz.


    Penguin, das mit der Schuhcreme ist ja herrlich!

    #88Authorcaissa (225192) 21 Jun 22, 08:48
    Comment

    Falls die Frage in #87 ernst gemeint war:

    Man soll den Teig in Frischhaltefolie wickeln und zu einer etwa 5 cm dicken Wurst rollen (damit man hinterher Stücke abschneiden kann, so wie man Plätzchenteig formt).


    Die deutsche Leseprobe sagt, das Buch sei aus dem Japanischen übersetzt. Ich kann kein Japanisch, aber ich vermute mal, dass die Dinger auch auf Japanisch so ähnlich heißen wie Cream Puffs oder Choux Creme. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Übersetzerin das nicht kannte und einfach etwas genommen hat, was ähnlich klingt, oder dass sie sich (was wohl durchaus üblich ist) mit der englischen Übersetzerin kurzgeschlossen hat.

    Andererseits verkaufen diese Läden ja nicht nur Lebensmittel, insofern ist es theoretisch ja sogar möglich, dass sie Schuhcreme brauchte.

    #89Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 09:34
    Comment
    „PS: Ausschnitt aus dem Rezept:

    Wrap in a piece of plastic and shape into a cylinder of 2 inches in diameter.

    Was bedeutet das?“


    In ein Stück Klarsichtfolie wickeln und zu einer Rolle mit 5 cm Durchmesser formen.
    Die Reihenfolge ist etwas komisch, ich würde erst die Rolle formen und dann die fertige Rolle in Klarsichtfolie wickeln und kalt stellen, aber ansonsten ist das nichts Unübliches.

    PS: Kann man in der Handy-App nichts markieren und kursiv setzen?

    #90AuthorDragon (238202) 21 Jun 22, 09:35
    Comment

    Die Übersetzerin des Buches ist eigentlich ziemlich bekannt und erfahren, daher würde es mich wundern, wenn sie wirklich Schuhcreme mit Choux Crème verwechselt hat.

    #91AuthorRed Poppy (876587) 21 Jun 22, 09:47
    Comment

    Danke für die Erläuterungen zur Frischhaltefolie. Ich hatte mir das auch so gedacht, wunderte mich aber über die Formulierung mit "piece of plastic". Sagt man das so oder ist das eher eine non-native-Formulierung?


    PS zu #91: Tja, dann "müssen" unsere Japanischkenner (MiMo?) wohl das japanische Original besorgen und die Frage klären (-;

    #92Authorharambee (91833)  21 Jun 22, 09:50
    Comment

    Vermutung:

    Die Übersetzerin hat den Text nicht eigenhändig getippt, sondern einem anderen Menschen oder einer Sprachsoftware diktiert. Wegen des gleichen Klangs wurde das unbekannte Choux Crème dann zum geläufigeren Schuhcreme - und beim Korrekturlesen (evtl. durch eine mit dem Originaltext nicht vertraute Person) wurde es übersehen.

    #93AuthorMöwe [de] (534573) 21 Jun 22, 10:03
    Comment

    Möwes Vermutung klingt plausibel und tatsächlich ist es für die Geschichte ja auch ziemlich irrelevant, was die erste Kundin gekauft hat, denn, wie penguin schrieb, gibt es in diesen Läden beides zu kaufen.

    #94Authorharambee (91833)  21 Jun 22, 10:06
    Comment

    Können wir hier bitte noch nicht über Inhalte im Buch sprechen?

    #95AuthorGibson (418762)  21 Jun 22, 10:14
    Comment

    Sei nicht so streng mit uns, Gibson! 🙂

    #96AuthorRed Poppy (876587) 21 Jun 22, 10:18
    Comment

    Immerhin hat Gibson statt gefälligst das komische Wort "bitte" benutzt. Ist bestimmt der japanische Einfluss. Im Ernst: Was wir jetzt diskutiert haben, hat meiner Ansicht nach keine Spoilergefahr, aber ich werde mich trotzdem zurückhalten. Red Poppy hingegen darf alles verraten, was sie im Buch gelesen hat.

    #97Authorharambee (91833) 21 Jun 22, 10:23
    Comment

    Einer muss sich opfern und für Disziplin sorgen ;-)

    #98AuthorGibson (418762) 21 Jun 22, 10:24
    Comment

    Red Poppy hingegen darf alles verraten, was sie im Buch gelesen hat. - Ich werde alles erzählen! So!










    Sobald ich das Buch erhalten haben.....

    #99AuthorRed Poppy (876587) 21 Jun 22, 10:26
    Comment

    keine Spoilergefahr


    Doch, für mich schon. Ich weiß fast nichts über das Buch, was auch so gedacht ist, und wenn ich hier random bits lese, gibt es mir einen Einblick, den ich noch nicht haben möchte. Mir war eigentlich der "Bis hierher lesen"-Satz schon zu viel, aber der war technisch notwendig. Aber wie schon ganz oben irgendwo geschrieben: Verständnisfragen und ähnliches gerne im Forum, aber lieber nicht hier. Sonst fangen wir eben an, es zu diskutieren, aber das fände ich unfair gegenüber denen, die es noch nicht haben.

    #100AuthorGibson (418762) 21 Jun 22, 10:29
    Comment

    Was wir jetzt diskutiert haben, hat meiner Ansicht nach keine Spoilergefahr


    Eben deshalb habe ich es jetzt schon zur Diskussion gestellt, das ist ja eine Sprachfrage, keine Inhaltliche, und Möwes Vermutung klingt plausibel.

    #101Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 10:30
    Comment

    Hmm, das würde ich jetzt gerne im Hinblick auf die nächsten tausend Bücher, die wir zusammen lesen werden, ausdiskutieren. Ich hätte nämlich Verständnisfragen und Ähnliches gerne hier im Faden und nicht irgendwo sonst im Forum. Über den Zeitpunkt, wann man sowas fragt, kann man sicher streiten und natürlich sollte man große Spoiler vermeiden.


    Ich denke, die meisten von uns haben vor der Abstimmung über das zu lesende Buch mal in eine Vorschau oder eine Beschreibung geschaut und wissen über das Buch schon viel mehr als das, was Diskussionen wie die gerade laufende verraten können. Ich sehe da keine praktische Gefahr, dass die Diskussion eines einzigen Wortes oder einer Formulierung ein Problem wäre. Wenn da ein Problem wäre, dann würde es nicht dadurch gelöst, dass man im Sprachlabor eine Anfrage stellt, denn auch da gibt man Kontext und wir würden erkennen, dass die Anfrage zum Buch gehört.


    Ich bin schon dafür, auf Spoiler zu verzichten und eher vorsichtig zu sein, aber auch für etwas Pragmatismus. Natürlich würde ich mich daran halten, wenn derartige Sprachfragen zu einem Tabu erklärt würden. im Moment ist das aber nur Gibsons Meinung und die hat ja leichtsinnigerweise Demokratie versprochen ...


    Das Problem mit dem "bis hier lesen"-Satz verstehe ich eher. Deshalb habe ich den ja auch erst nicht rausgerückt.

    #102Authorharambee (91833) 21 Jun 22, 10:45
    Comment

    Ich schließe mich harambees Ausführungen an.


    Da ich das Buch nicht kenne, ja, noch nicht einmal in Händen halte, kann ich die Spoilergefahr dessen, was bereits gesagt wurde, beurteilen. Ich fühle mich weder durch den "bis hier lesen"-Satz noch durch die Schuhcreme in meinem kommenden Lesevergnügen beeinträchtigt.

    #103AuthorRed Poppy (876587)  21 Jun 22, 10:49
    Comment

    Meine Meinung:

    Das Buch heißt "Convenience Store Woman", dass es dabei um ein Geschäft geht, in dem man etwas kaufen kann, ist unzweifelhaft. Deshalb war die Anmerkung für mich auch kein Spoiler, zumal weder der Warenkorb noch sein Inhalt für die Story entscheidend sind.

    Verständnisfragen, die Rückschlüsse auf den Inhalt erlauben, sollte man meiner Meinung nach nicht vor Beginn der eigentlichen Diskussion stellen. Wenn es Sprachfragen sind, könnte man beispielsweise das Original und die deutsche Übersetzung nebeneinander lesen, wenn es um Inhaltliches geht, sollte man erst recht bis zur Diskussion warten.

    #104Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 10:51
    Comment

    Über den Zeitpunkt, wann man sowas fragt


    Ich hätte das dann gerne ein oder zwei Tage vor dem offiziellen Start, aber nicht fast eine Woche.


    hat ja leichtsinnigerweise Demokratie versprochen ...


    Das meinte ich auch ernst. Wenn die Mehrheit Fragen schon jetzt hier besprechen möchte, dann verlasse ich den Faden eben bis Freitag oder Samstag. Mich stört das wirklich, auch wenn es Kleinigkeiten sind. Ich meinte #6 durchaus ernst, wenn das auch offenbar nicht so verstanden wurde.


    Edit: Oder vielleicht könntet ihr die Beiträge mit etwas wie "Zum Buch direkt" oder so was anfangen, als Warnung für Mimosen wie mich.

    #105AuthorGibson (418762)  21 Jun 22, 10:54
    Comment

    Mir ist noch etwas eingefallen.


    Ich wüsste für künftige Leserunden gern, warum ihr das diskutierte Buch mochtet oder auch nicht. Das würde es für mich einfacher machen, ein neues Buch vorzuschlagen. Geht ihr nach dem Inhalt? der Sprache? Muss das Thema euch ansprechen oder ihr mit dem Beschriebenen persönlich etwas anfangen können? Für die unter euch, die auch Fantasy lesen, wird Plausibilität eher weniger wichtig sein.

    #106Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 11:06
    Comment

    Ich habe mich noch nicht gemeldet, finde die Idee eines virtuellen Buchclubs aber auch interessant und würde gern mitmachen, wenn es klappt (wenig Zeit im Moment). Ob ich beim anstehenden Buch schon dazu komme, weiß ich noch nicht, aber zum Diskutieren von Fragen habe ich trotzdem eine Meinung 😉 Wenn ich mitlese, würden mich solche Fragen/Überlegungen wie mit der Schuhcreme natürlich auch interessieren, und ich würde vielleicht auch gern mitüberlegen und mitraten. Wenn das aber schon vor dem "offiziellen" Lesestart diskutiert wird, habe ich die Gelegenheit verpasst.

    #107AuthorDello (de) (769768) 21 Jun 22, 11:09
    Comment

    Ich habe keine Zusammenfassung oder Beurteilung im Netz gelesen (das fände ich kontraproduktiv) und bin im Buch bisher bei ca. einem Drittel.


    Ich fände es besser, sämtliche Fragen, also auch Verständnisfragen, bis zum half-time break aufzuschieben; deshalb haben wir den ja auch eingefügt.


    Zu #106, penguin: Ich wüsste für künftige Leserunden gern, warum ihr das diskutierte Buch mochtet oder auch nicht.


    Das erscheint mir selbstverständlich, sonst hätte das gemeinsame Lesen ja wenig Sinn. Allerdings finde ich nicht unbedingt, dass man die künftige Auswahl weiterer Bücher darauf basieren sollte, es sei denn, zwei Drittel der Mitmachenden schreiben etwas wie: "Nein, also so ein Quatsch - mittelalterliche Horrorstories sind gar nicht meins."


    Ich lasse mich gerne auch durch völlig neue Genres überraschen, die ich bisher noch nicht explizit "gut" gefunden habe.


    Allerdings hätte ich den Antrag, dass sich auch künftige Bücher auf den m.M.n. sehr angemessenen Umfang der Convenience Store Women beschränken. Schon um öfter mal etwas Neues anfangen zu können.

    #108AuthorJesse_Pinkman (991550) 21 Jun 22, 11:31
    Comment

    Ein Vorschlag, den vermutlich die meisten ablehnen, weil er auf den ersten Blick kindisch wirkt:


    Wie gesagt bin ich auch dafür, auf echte Spoiler zu verzichten. Offensichtlich gehen aber die Ansichten auseinander, ab wann Spoilergefahr besteht. Wenn man eine Frage stellen oder eine Anmerkung machen möchte, bei der man selbst kein Spoilerrisiko sieht, bei der man aber erkennt, dass andere das vielleicht für einen Spoiler halten, könnte man seinen Text auf einfachste Weise verschlüsseln, zum Beispiel mit ROT 13. Natürlich müssten die, die dann darauf antworten, auch verschlüsseln. Das hätte den Vorteil, dass man seine Frage doch stellen könnte und würde vermutlich auch dazu führen, dass sowas nicht oft gemacht wird. Der Aufwand wäre gering, denn für ROT 13 gibt es zahlreiche Webseiten, die die Verschlüsselung und Entschlüsselung (bei ROT 13 identisch, deshalb wird ROT 13 ja gerne genommen) übernehmen, zum Beispiel:


    https://gc.de/gc/rot13/


    Hier mal ein Bespieltext, der keinen Spoiler enthält:


    Jvr trfntg trur vpu qniba nhf, qnff qnf rvavtra iba Rhpu haögvt haq mh nyorea refpurvag. Nyfb jreqra jve qnf irezhgyvpu avpug znpura.


    ------------------------------

    Zu #106, penguin: Beziehst Du Dich auf die Einschätzung in der Auswahlphase, also bevor ein Buch gelesen wurde, oder auf einen Zeitpunkt nach der Lektüre?

    ------------------------------

    Zu #108, Jesse:

    Allerdings hätte ich den Antrag, dass sich auch künftige Bücher auf den m.M.n. sehr angemessenen Umfang der Convenience Store Women beschränken. Schon um öfter mal etwas Neues anfangen zu können.

    Da möchte ich uns nicht festlegen. Sicherlich werden Wälzer mit über 1000 Seiten nur selten einstimmig gewählt werden, aber wenn es so ist, spricht da für mich auch nichts dagegen. Das aktuelle Buch finde ich schon sehr kurz.

    #109Authorharambee (91833) 21 Jun 22, 12:03
    Comment

    Rf znpug nore Fcnß. (Jborv vpu wn ru rvar iba qrara ova, qvr rf tne avpug yrfra jbyyra ;-)


     auf den m.M.n. sehr angemessenen Umfang der Convenience Store Women beschränken.

     

    Das finde ich auch ein zu große Einschränkung, denn vor dieser Länge - oder eher Kürze - wird es nicht viele Bücher geben. Ich lese auch generell gerne etwas länger.


    Das erscheint mir selbstverständlich, sonst hätte das gemeinsame Lesen ja wenig Sinn


    Das denke ich auch. Ich kann mir nicht vorstellen, über ein Buch zu diskutieren, ohne zu erklären, was ich daran mag und was nicht.

    #110AuthorGibson (418762) 21 Jun 22, 12:13
    Comment

    Es geht mir darum, keine Vorschläge zu machen, die von vorn herein nur auf Ablehnung stoßen würden. Wir scheinen ja doch generell eher unterschiedlich an unsere Lektüre heranzugehen.


    Convenience Store Woman ist schon sehr kurz.

    #111Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 12:43
    Comment

    Bei Büchern, die ich nicht kenne, kann ich nur davon ausgehen, was auf dem Waschzettel bzw. dem Buchrücken steht (oder Rezensionen lesen, was aber nicht unbedingt Sinn der Übung ist). So kann es also durchaus sein, dass mir ein Buch von der Beschreibung her gefällt, ich nach dem Lesen aber trotzdem sage, nö, das hätte ich nicht lesen müssen.


    Damit will ich sagen, dass es meiner Meinung nach nichts bringt, wenn ich nur Bücher vorschlage, die vermeintlich allen gefallen. Oder für die wir eine eindeutige Zustimmung schaffen, indem eine Stimme im Nachhinein geändert wird.


    Ich würde beim nächsten Mal ein Buch vorschlagen, das ich schon immer gern lesen wollte, mit dem ich aber aus unterschiedlichen Gründen nie weit gekommen bin und zu dem ich mir durch die Diskussion mit euch einen besseren Zugang erhoffe.

    #112AuthorRed Poppy (876587)  21 Jun 22, 12:50
    Comment

    Ich weiß schon, welche beiden Bücher ich für die nächste Runde vorschlagen möchte. Beides Bücher, die ich sehr mochte, und sogar zum gleichen Thema (und Jesse, superdick sind sie auch nicht ;-))

    #113Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 13:03
    Comment

     Oder für die wir eine eindeutige Zustimmung schaffen, indem eine Stimme im Nachhinein geändert wird.


    Das stimmt nicht. CSW war das einzige Buch ohne eine Nein-Stimme. Es war auch ohne die Änderung eindeutig.


    Edit: penguin, wenn alle Nicks hier in der nächsten Rund mitmachen, darfst du nur einen Vorschlag machen. Du kannst also schon anfangen, dich zu entscheiden ;-)

    #114AuthorGibson (418762)  21 Jun 22, 13:04
    Comment

    Ich muss sagen, ich freue mich schon sehr auf diese Runde und die folgenden.


    Ich lese viel, allerdings habe ich in meinem Freundeskreis niemanden, mit dem ich mich darüber austausche und wenig Zeit, mich in Buchläden herumzutreiben oder Bestsellerlisten & Rezensionen zu studieren.


    Daher bin ich überhaupt nicht auf dem Laufenden, was es so gibt und greife immer zum gleichen. Ich freue mich sehr, etwas Neues auszuprobieren und bin daher offen für alle Vorschläge, werde selber aber keine machen (können).

    #115Authorcaissa (225192) 21 Jun 22, 13:20
    Comment

    Es war auch ohne die Änderung eindeutig. - Richtig, deswegen habe ich die Änderung auch nicht verstanden.

    #116AuthorRed Poppy (876587) 21 Jun 22, 13:20
    Comment

    Nur kurz dazu:

    Gibson hatte gesagt: Wenn Martin es sich also in letzter Minute noch anders überlegt, können wir auch gerne das nehmen.

    Dem wollte ich durch meine Nein-Stimme für Dragonfly Sea nach Lesen der Leseprobe zuvorkommen.

    #117Authorpenguin (236245) 21 Jun 22, 13:35
    Comment

    Ich finde es schon mal toll, dass so viele verschiedene Leute mitmachen wollen. Selbst wenn der eine oder die andere aussteigen sollte, werden wir wohl eine klar zweistellige Teilnehmerzahl haben. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das entwickelt. Einen Nachteil hat die große Teilnehmerzahl aber: Es wird wohl in Zukunft sehr schwer werden, Bücher vorzuschlagen, die ganz ohne Gegenstimme bleiben. Ich finde aber, dass das auch nicht das Ziel sein muss. Wenn mal jemand eine Runde aussetzt, weil ihm das Buch gar nicht gefällt, dann ist das ja keine Katastrophe. Falls es sich nicht um einen Griesgram handelt, der sowieso alles ablehnt (noch macht keiner mit, denke ich), dann kann jemand, der aussetzen "musste", in der nächsten Runde vielleicht so eine Art Vetorecht haben. Es sollte dann also kein Buch genommen werden, das jemand, der in der letzten Runde aussetzen "musste", nicht will. Aber vielleicht sind alle diese Gedanken ohnehin hinfällig, weil wir nach der ersten Diskussion beschließen, dass die Idee und ausnahmslos alle anderen Teilnehmer total blöd sind und dass es auf keinen Fall eine zweite Runde geben soll. Ich habe aber das Gefühl, dass wir so schnell nicht aufgeben werden.

    #118Authorharambee (91833) 21 Jun 22, 13:45
    Comment

    Einen Nachteil hat die große Teilnehmerzahl aber: Es wird wohl in Zukunft sehr schwer werden, Bücher vorzuschlagen, die ganz ohne Gegenstimme bleiben.


    Das ist ja auch nur das Ideal. Auch wenn es in der kleinen ersten Runde hier für alle Bücher "Auf gar keinen Fall"-Stimmen gegeben hätte, hätte wir am Ende eins genommen - dann eben das mit den wenigsten Nein-Stimmen.


    Das war ja aber sowieso nur meine persönliche Gewichtung. Die nächste Runde darf und soll gerne jemand anders 'leiten', und dann kann er/sie ja auch die Parameter ändern. Ich glaube nicht, dass der Faden ausgerechnet daran eingeht, dass sich niemand auf ein Buch einigen kann ;-)

    #119AuthorGibson (418762) 21 Jun 22, 13:50
    Comment

    Darf ich zum Thema Schuhcreme noch was sagen?

    Es kommt da nämlich ganz daruf an, wie es da im Originaltext steht.

    Ich versuche mich momentan am Japanischem und Worte die aus Fremdsprachen übernommen wurden, und bei denen kein eigenes japanisches Wort existiert, werden ja lautmalerisch in Katakana geschrieben, da kann es schon mal zu Verwechslungen kommen.

    Mir sagte der Begriff Choux Crème, bis jetzt jedenfalls nichts *duck*

    Ich sitze bei meinen Übungen manchmal einige Minuten an einem Wort und spreche es, mit verschiedenen Betonungen laut aus, bevor der Groschen fällt.

    #120AuthorLanni (1131571) 22 Jun 22, 01:30
    Comment

    OK, ich bin an der angegebenen Stelle im Buch angekommen (ist tatsächlich ein eher kurzes Buch). Sehe ich das richtig, dass ich jetzt bis 3. Juli meine Füße still halte und die Sleepwalkers weiter lese?

    #121AuthorJesse_Pinkman (991550) 22 Jun 22, 08:06
    Comment

    Sehe ich das richtig, dass ich jetzt bis 3. Juli meine Füße still halte und die Sleepwalkers weiter lese?


    Ich habe es so verstanden, dass wir darauf hoffen, dass Red Poppy ihr Buch vor dem Wochenende bekommt und dass sie als Schnellleserin am Wochenende auch an der Stelle sein kann. Wenn das so ist, dann kann am Wochenende oder zu Beginn der nächsten Woche diskutiert werden.

    #122Authorharambee (91833) 22 Jun 22, 08:12
    Comment

    Also wir (oder Einige von uns) haben den Überblick, wer alles dabei ist und wessen "ok" im Sinne meiner #121 wir abwarten müssen?


    Weil - ich habe diesen Überblick nicht mehr.

    #123AuthorJesse_Pinkman (991550) 22 Jun 22, 08:26
    Comment
    Als stille Teilnehmerin, die das aktuelle Buch schon komplett gelesen hat, schlage ich vor, schon jetzt in der "Schweigezeit" eine Auswahl für das zweite Buch zu treffen, um dadurch einen einheitlicheren Starttermin zu erreichen. Was haltet Ihr davon?
    #124Authorschwäble (951819) 22 Jun 22, 08:59
    Comment

    #123 Also wir (oder Einige von uns) haben den Überblick, wer alles dabei ist und wessen "ok" im Sinne meiner #121 wir abwarten müssen?


    Ich denke, wir haben diesen Überblick, aber zur Sicherheit frage ich in die Runde:


    Gibt es außer Red Poppy noch jemanden, der das Buch noch nicht hat? Gibson hat ja als Diskussionsbeginn das kommende Wochenende ins Auge gefasst (das ist ja ein komischer Ausdruck, wie mir gerade auffällt). Offensichtlich werden wir das verschieben, wenn Red Poppy ihr Buch später bekommt. Wie sieht es bei den anderen aus: Reichen verfügbare Zeit und angestrebtes Lesetempo dafür aus, dass ihr bis zum Wochenende die erste Hälfte gelesen habt oder möchte jemand schon jetzt mehr Zeit?

    #125Authorharambee (91833)  22 Jun 22, 10:00
    Comment

    #124 Bei der Frage bin ich leidenschaftslos. Ich habe nichts dagegen, das jetzt schon zu bereden, sehe aber auch Gründe, erstmal die Entwicklung beim ersten Buch abzuwarten. Ich schließe mich der Entscheidung der Mehrheit an.

    #126Authorharambee (91833) 22 Jun 22, 10:04
    Comment

    Mein Buch ist verschickt worden und müsste in den nächsten Tagen eintreffen: von daher bin ich noch im angedachten Zeitrahmen. Aber, harambee hat recht, da ich recht schnell lese, werden wir wohl am Wochenende starten können. Ich halt euch auf dem Laufenden.

    #127AuthorRed Poppy (876587) 22 Jun 22, 10:06
    Comment

    *aus dem Off als stille Mitleserin melde*

    Convenience Store Woman haben wir im Japanisch-Kurs als Podcast angehört, uns hat es sehr gefallen! Daher freue ich mich schon, später eure Meinungen dazu zu lesen. Eventuell melde ich mich auch mal zu Wort.

    *wieder still bin*

    #128AuthorNachteule (463921) 22 Jun 22, 10:13
    Comment

    #125: Reichen verfügbare Zeit und angestrebtes Lesetempo dafür aus, dass ihr bis zum Wochenende die erste Hälfte gelesen habt oder möchte jemand schon jetzt mehr Zeit?


    Oha - das fällt mir erst jetzt auf. Wir sind übers Wochenende auf unserem Lieblingscampingplatz in der Pfalz, und zwar erstens mit lieben Freunden und zweitens gibt es dort wenig bis kein Internet. Einer der Gründe für "Lieblings...".


    Beides führt aber dazu, dass ich mich erst ab Montag (höchstens Sonntagabend) wieder einklinken könnte, wo, wie ich euch kenne, der Hauptteil der Diskussion schon durch sein dürfte. Aber gut, ich schreibe dann einfach trotzdem was ich auf dem Schirm habe.

    #129AuthorJesse_Pinkman (991550) 22 Jun 22, 10:33
    Comment

    Ich glaube, dass es noch andere gibt, die am Wochenende wenig online sind. Die müssen dann eben den Rest dieses Fadens und die Nachfolgefäden lesen, bevor sie erklären, warum alles, was bis dahin geschrieben wurde, völlig falsch ist.

    #130Authorharambee (91833) 22 Jun 22, 10:41
    Comment

    Wenn LEO nichts dagegen hat, fände ich es sinnvoll, für jedes Buch einen eigenen Faden zu eröffnen. Dann können auch Leser, die erst später dazustoßen, sich noch einbringen, wenn sie finden, ihre Sicht sei noch nicht vertreten, und man müsste kein offizielles Ende bestimmen.


    schon jetzt in der "Schweigezeit" eine Auswahl für das zweite Buch zu treffen

    Keine schlechte Idee, im Moment warten wir ja im Prinzip nur. Wer möchte das denn übernehmen?

    #131AuthorGibson (418762) 22 Jun 22, 12:35
    Comment
    „Wenn LEO nichts dagegen hat, fände ich es sinnvoll, für jedes Buch einen eigenen Faden zu eröffnen.“

    Dachte ich auch schon. Dann auch das Suchen nach dem neuen Buch schon im neuen Faden? Hätte den Nachteil, dass der Titel des Buchs nicht im Fadentitel aufscheinen kann. Aber irgendwas ist ja immer
    #132AuthorJesse_Pinkman (991550) 22 Jun 22, 13:03
    Comment

    Hätte den Nachteil, dass der Titel des Buchs nicht im Fadentitel aufscheinen kann. Aber irgendwas ist ja immer


    Theoretisch - aber ich bin noch nicht sicher, ob ich das für eine gute Idee halte - könnten wir einen Faden haben, in dem immer wieder beschlossen wird, welches Buch als nächstes gelesen wird und dann, wenn die Entscheidung gefallen ist, einen Faden für das auserwählte Buch eröffnen, in dem der Buchtitel aufscheint (wobei ich das Wort aufscheinen nicht kenne).

    #133Authorharambee (91833)  22 Jun 22, 13:06
    Comment

    Ich schlage jetzt mal Folgendes vor - hier könnte im jeweils aktuellen Faden eine Liste der hoffentlich langen Liste der behandelten Bücher auftauchen:

    Bei Nichtgefallen einfach wieder löschen.


    related discussion: Leo liest das 2. Buch (Juli 2022)

    #134Authorschwäble (951819)  22 Jun 22, 13:13
    Comment
    „(wobei ich das Wort aufscheinen nicht kenne)“

    Mhm… scheint „Österreichisch, sonst landschaftlich“ zu sein. Mir war es geläufig, obwohl ich keine engere Verbindung zu Österreich habe. Vielleicht weil ich schöne Landschaften mag.
    #135AuthorJesse_Pinkman (991550) 22 Jun 22, 13:18
    Comment

    Ich wollte etwas ähnliches Vorschlagen wie harambee - wir nehmen einen separaten Faden NUR für die Buchsuche (der dann durchläuft, bis er voll ist) und machen dann einen eigenen Faden pro Buch auf, in dessen Titel dann der Titel steht (nein, dass ist keine Tautololgie ;-))


    schwäble, ich würde dich deshalb bitten, den Titel deines Faden in so was wie "Buchsuchfaden" umbenennen, ginge das? Wenn der Faden heißt wie der Buchtitel, fände ich das schon schön. (Ich werde Doris bitten, diesen auch umzubenennen.)

    #136AuthorGibson (418762)  22 Jun 22, 13:38
    Comment
    (Hervorragend. Wir werden immer besser. )
    #137AuthorJesse_Pinkman (991550) 22 Jun 22, 13:52
    Comment

    Ich schlage vor, jeweils im OP in jedem einzelnen Buch-Faden den Buchsuchfaden zu verlinken.


    related discussion: Leo liest ein Buch - Buchsuchfaden

    #138Authorschwäble (951819) 22 Jun 22, 14:02
    Comment

    schwäble, ich möchte irgendwann in Deinem Faden antworten, nehme aber an, dass die Zeile


    Dies aber in einem Extra-Faden pro Buch. Das Nachfolgende wird demnächst gelöscht.


    noch modifiziert werden soll. Irre ich mich da? Wenn ich mich irre, dann liegt es daran, dass ich die Zeile nicht verstehe.

    #139Authorharambee (91833) 22 Jun 22, 14:11
    Comment

    Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, was denn nun in dem Buchsuchfaden alles stehen soll.


    In welchem Faden sollen die nächsten Vorschläge zusammengesucht werden?

    1. In einem neuen Faden, der dann nach Auswahl des Buches den Titel des Buches erhält?
    2. Oder im Buchsuchfaden, der aber dann unübersichtlich wird.
    3. Oder im Vorgängerfaden, also jetzt z.B. im Convenience-Faden?


    #140Authorschwäble (951819) 22 Jun 22, 14:26
    Comment

    Ich bin klar für 2. und sehe nicht, wieso der Faden dann übersichtlich wird. Was sonst sollte denn in dem Faden stehen?


    Nach Punkt 1 geht es nicht, denn dann müssten wir Doris immer bitten, den Titel zu ändern.

    #141Authorharambee (91833) 22 Jun 22, 14:31
    Comment

    Ich hatte es als 2. verstanden - ich zitiere Gibson aus #136 - und deshalb dort auch schon den ersten Vorschlag gemacht: "wir nehmen einen separaten Faden NUR für die Buchsuche (der dann durchläuft, bis er voll ist"

    Steht das Buch fest, eröffnen wir einen neuen Faden mit dem Buchtitel im Betreff.

    #142Authorpenguin (236245) 22 Jun 22, 14:35
    Comment

    Na, da hatten wir ein Missverständnis - für mich war der Buchsuchfaden dazu gedacht, eine Liste der schon besprochenen Bücher anzubieten.


    Jetzt sehe ich, dass ich da auf der Leitung stand. Hab den Fuß mittlerweile angehoben.


    Wenn mal mehr als 2 Bücher besprochen wurden, kann man ja einen Extra-Verzeichnis-Faden erstellen ... also eine Link-Liste der "Leo-liest ..."-Fäden aufmachen.

    #143Authorschwäble (951819)  22 Jun 22, 14:44
    Comment

    Ich arbeite übers Wochenende.

    Und habe jeweils lange Anfahrten mit dem ÖPNV.

    Da ich recht schnell lese, werde ich während der Fahrt schmökern und nachmittags oder abends zur Diskussion beitragen.

    Ich freue mich wirklich darauf!

    #144AuthorLanni (1131571) 22 Jun 22, 16:16
    Comment

    Re the choux crème issue (I hope it's OK to discuss it now that it has already been mentioned): シュークリーム (shūkurīmu, sometimes also ‘shu cream’) are apparently very popular in Japan, inspired by choux à la crème, but by now a Japanese culinary staple in their own right*. Not wanting to be accused of being a Wikipedia warrior, I undertook some fieldwork earlier this week in the form of a scientific expedition to SeShu (https://windbeuterei-seshu.business.site/), where I selflessly sampled several flavours. My scientific conclusion is that they are very nice indeed. You’re welcome. *burps*


    *You may be interested to learn that German Baumkuchen has taken on a similar life of its own in Japan. Written バウムクーヘン (baumukūhen) in katakana, it comes in flavours never seen in Germany, including matcha!


    It seems likely that this is what is meant in the novel, so I would be inclined to agree with Lanni that the German translator probably misinterpreted the katakana. If cream puffs are really so popular in Japan, it does seem like a surprising mistake for an experienced translator who is familiar with Japanese culture to make, though.

    #145Authordulcinea (238640)  23 Jun 22, 14:16
    Comment

    Mein Buch ist da! Ich also mitlesen und später mitreden!

    #146AuthorRed Poppy (876587) 23 Jun 22, 17:58
    Comment

    Hurra!


    Ich fange dann jetzt auch an, bis zur Stelle, die harambee beschrieben hat. Dann könnten wir ja eigentlich morgen Abend schon drüber reden, oder?

    #147AuthorGibson (418762) 23 Jun 22, 18:05
    Comment

    Von mir keine Einwände. Es könnte aber sein, dass Lanni erst am Wochenende auf ihren Fahrten lesen will, aber das scheint mir nicht ganz klar.

    #148Authorharambee (91833) 23 Jun 22, 18:08
    Comment

    Als stiller Mitleser (des Fadens, nicht des Buches):

    „PS: Ausschnitt aus dem Rezept:

    [...]

    In ein Stück Klarsichtfolie wickeln und zu einer Rolle mit 5 cm Durchmesser formen.

    Die Reihenfolge ist etwas komisch, ich würde erst die Rolle formen und dann die fertige Rolle in Klarsichtfolie wickeln und kalt stellen, aber ansonsten ist das nichts Unübliches.

    Kommt drauf an, wie matschig oder fest die Creme ist. Bei Sache wie z.B. Fleischmousse oder Butter bei 20 Grad sollte man erst in Folie wickeln, dann auf die gewünschten Dimensionen formen, und anschließend kühlen (oder beim Fleischmousse auch brühen), sonst wird das schwierig...


    Viel Spaß weiterhin beim Lesen und Diskutieren :)


    #149AuthorWik (237414) 23 Jun 22, 18:20
    Comment

    Ich lese jetzt auf den Fahrten, arbeite aber morgen und Samstag.

    Morgen könnte ich so ab 17-18 Uhr dazustoßen.

    Am Samstag gehe ich direkt nach der Arbeit auf eine Flower-Power-Scheunen-Party,

    und werde erst irgendwann am Sonntag, nachmittags, ansprechbar sein ;-)

    Aber morgen Abend, gerne!

    #150AuthorLanni (1131571) 23 Jun 22, 23:00
    Comment
    Wer noch Buchvorschläge für die zweite Runde hat, bitte bis heute Mittag im Buchsuchfaden präsentieren.

    :-)
    #151Authorschwäble (951819) 24 Jun 22, 07:12
    Comment

    Startpunkt der Diskussion zur ersten Hälfte also heute ungefähr um 17:49 Uhr?

    #152Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 12:07
    Comment

    Ich bin erst um 7 zu Hause.

    #153AuthorGibson (418762) 24 Jun 22, 12:13
    Comment

    Und wie lange brauchst Du dann fürs Abendessen und das kühle Bad, Gibson? Es dürfte aber ohnehin so sein, dass wir nicht alle gleichzeitig anfangen, also Beginn um 19 Uhr?

    #154Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 12:16
    Comment

    Ich bin noch nicht soweit mit Lesen.... Also werde ich erst morgen dazustoßen.

    #155AuthorRed Poppy (876587) 24 Jun 22, 12:28
    Comment

    Ich kann essen und tippen :-)

    #156AuthorGibson (418762) 24 Jun 22, 12:30
    Comment

    Wie ist eigentlich der Ablauf bei solchen Diskussionen? Postet erstmal jeder, der es will, seine "Rezension" und es gibt erst dann Erwiderungen, wenn die erste Runde durch ist oder darf es auch wild durcheinander gehen? Ich bin für letzteres, habe aber keinerlei Erfahrung mit solchen Lesegruppen.

    #157Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 13:04
    Comment

    Ich würde es nicht sehr regulieren. Wie oben schon mal angesprochen, funktioniert das Durcheinander bei den Rad- und Umweltfäden ja auch. Jeder kann posten, was und wann er/sie will, mit drei Vorgaben:


    • bitte unbedingt zitieren, worauf man sich bezieht bzw. die Beitragsnummer angeben oder den Nick direkt ansprechen. Dann dürfte es auch kein Problem sein, quer zu diskutieren
    • bitte alle Beiträge lesen. Man muss ja nicht auf jeden reagieren, aber ich finde Beiträge unhöflich, die mit "ich habe nicht alles gelesen, aber..." anfangen, und es ist für alle anderen ja auch langweilig, das Gleiche noch mal zu lesen, was oben schon stand.
    • bitte nicht allzu sehr OT gehen. Wenn sich Mikrodiskussionen über Rezepte, Urlaube oder sonst was ergeben, bitte einen eigenen Faden aufmachen, wenn es absehbar ist, dass es länger dauert.


    Fehlt was?

    #158AuthorGibson (418762)  24 Jun 22, 13:27
    Comment

    Ich hab mein Buch noch nicht, kommt frühestens morgen oder Montag. Aber fangt ruhig schon mal an, ich muss ja nicht reinklicken, ehe ich nicht gelesen habe.


    Aber jetzt noch mal für Doofe: lesen wir das ganze Buch oder bleibt es bei einer Stopp-Stelle?

    #159AuthorAnglophil (1104026) 24 Jun 22, 14:24
    Comment

    Ich habe jetzt bis zur Stopp-Stelle gelesen und extra zu einem anderen Text gewechselt, obwohl noch Fahrzeit übrig war :-)

    #160AuthorLanni (1131571) 24 Jun 22, 18:00
    Comment

    Good girl!


    So. Some random thoughts:


    It's not what I expected (though I'm not sure what I expected). I can relate to Miss Furukura quite well, but most of the other characters don't entirely come to life for me - but I'm not sure if that's because of the translation. I don't think the translation is bad, but I there are often moments when something doesn't quite work and plucks me out of the story.


    On the whole, I like the slightly sterile style because it goes well with Furukura's detachment, and there are some descriptions I loved, like "[his skin] felt strangely soft, like stroking a blister" - completely surprising me because I expected a different comparison, and then making me laugh,

    or "He really was just like me, uttering words that sounded human when really he wasn't saying anything at all."


    I'm kind of waiting for something awful to happen, like her killing somebody or something. But I'm also wondering if something awful has already happened, because her sister says at some point, "But anyway, you're being rehabilitated, so it's not like you're lying exactly." What is that all about??


    Anyway, I think it's a strange book but I'm enjoying it so far. What do you think?

    #161AuthorGibson (418762) 24 Jun 22, 18:50
    Comment

    Ich weiß zwar nicht so genau, was man in so einer Diskussion schreiben "darf", aber ich nehme an, das darf jeder so halten, wie er es mag. Ich halte es so:

    -----------------------------------------


    Rein sprachlich hatte ich mit der ersten Hälfte des Buches keine Probleme. Ich behaupte deshalb mal, dass die Sprache nicht übermäßig anspruchsvoll ist. Das einzige Wort, das ich im Wörterbuch nachgeschaut habe, war cog im Satz "I actually became a normal cog in society." Das heißt nicht, dass ich alle anderen Wörter kannte, denn ich schaue nur nach, wenn ich nicht glaube, dass ich die Bedeutung erahnt habe.


    Das Buch werde ich auf jeden Fall weiterlesen, es gehört also nicht zu denen, die so schrecklich sind, dass ich sie schnell weglegen muss. Allerdings glaube ich auch nicht, dass es dieses Buch auf meine ohnehin nicht existierende Empfehlungsliste schaffen wird. Ich finde, das Buch lässt sich gut lesen, aber auch nicht mehr. Bücher kann man ja aus recht verschiedenen Gründen mögen. So kann es ein sprachlich interessantes Werk mit tollen Wortspielen etc. sein. Derartige sprachliche Feinheiten sind mir nicht aufgefallen.


    Was ich an manchen Büchern auch mag, sind kleine Denkanstöße, die gar nicht so viel mit der Hauptgeschichte zu tun haben müsse. Davon gab es im Buch ein paar, erwähnen möchte ich den Gedanken, dass man seine Mitmenschen glücklich macht, wenn man sich über die gleichen Dinge aufregt wie sie. Das ist sicher richtig, aber so explizit ausgesprochen hatte ich das noch nicht gesehen.


    Bei Büchern, die in anderen Ländern spielen, kann der Reiz auch darin liegen, dass man mehr über die Kultur und das Leben in diesen Ländern erfährt. Ich finde aber, dass diese Geschichte in ähnlicher Weise auch in Europa oder Amerika spielen könnte.


    Ein möglicher Grund, ein Buch zu mögen, ist auch, dass man sich mit Personen im Buch identifiziert oder auch, dass man jemanden gar nicht mag (wobei ich das meistens schwieriger finde). Zum Sympathisieren kommt in diesem Buch bislang nur Miss Furukura, die (Anti-?) Heldin in Frage. Ich wünsche ihr nichts Böses, aber dass ich so richtig mit ihr zittere, kann ich nicht behaupten. Ich bin da mehr oder weniger neutraler Beobachter, was natürlich an meiner Herzlosigkeit liegen kann.


    Ein Hauptgrund, ein Buch zu mögen, ist sicher, dass man gespannt ist, wie es weiter geht. Ich bin tatsächlich gespannt, was in der zweiten Hälfte passieren wird und versuche hier mal, mich mit Vermutungen zu blamieren:


    Ich würde mich sehr wundern, wenn Frau Furuka und Herr Shiraha im zweiten Teil des Buches nicht heirateten. Ich weiß nicht, ob sie das ihrer Umwelt nur vortäuschen werden oder ob es eine "echte" Ehe wird. Wir wissen zwar noch recht wenig über Herrn Shiraha, aber ich bin trotzdem der Ansicht, dass eine derartige Ehe nicht funktionieren kann, auch wenn Bücher gerne die These vertreten, dass sich Gegensätze anziehen und Verbindungen zwischen sehr unterschiedlichen Menschen besonders gut funktionieren. Allerdings sind Furuja und Shiraha vermutlich gar nicht so verschieden.


    Ich hoffe aber sehr, dass die beiden keine Kinder bekommen, denn dann wäre der von Frau Furuka mal beim Anblick eines Messers auf dem Tisch ausgelöste Gedanke, dass es sehr einfach wäre, das Kind ruhigzustellen, doch ziemlich beunruhigend.


    Allerdings kann ich mir bei der Kürze des Buches nicht vorstellen, wie da die Hochzeit, eine Schwangerschaft und die ersten Monate eines Kindes untergebracht werden sollen, also wird es wohl keine Kinder geben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es ein allzu grausames Ende gibt. Das passt zum bisherigen Stil nicht, aber wer weiß?


    Gespannt bin ich auch, wie es beruflich mit Frau Furuka weiter geht. Vorstellen könnte ich mir, dass ihr der Posten eines Ladenmaagers angeboten wird, sie den annimmt und dann grandios scheitert, obwohl sie ja eigentlich alle Fähigkeiten und Kenntnisse hat.


    Und jetzt erhoffe ich mir viel wütenden Widerspruch von Euch (-; und lese mal, was Gibson geschreiben hat.

    #162Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 18:58
    Comment

    I’ve forced myself not to read the second half yet, because I didn’t want to miss the opportunity to ‘sich blamieren’ (as harambee put it in #61) with predictions and interpretations that turn out to be completely off the mark! :-)


    So far this has been a quick, easy, and overall enjoyable read for me. I agree with many of Gibson and harambee’s observations.


    Keiko is an intriguing character, undoubtedly odd, but also oddly relatable in some ways. It seems to me that she is not neurotypical, and in that sense this novel sits alongside other works of fiction with first-person narrators who display traits of autism spectrum disorder (ASD) or other neurodiversity. The convenience store suits her because it is a place with clear rules and routines, where she knows and understands exactly what is expected of her. Keiko’s strategy of mimicking other people’s behaviour in order to appear ‘normal’ could be an example of masking, which is typical of women with ASD in particular, and her sensitivity to sensory input (in her case, sound) would also be consistent with my armchair diagnosis. Then again, the violent tendencies she displayed as a child – which still appear to be there under the surface, judging by the thought that flashes through her mind in the scene with her sister – perhaps point in a different direction. (Incidentally, I want to know what happened to the boy who ‘stopped moving’ after she hit him with the spade. She didn’t actually kill him, did she? The fact that it either doesn’t occur to her or she doesn’t feel it necessary to relate this is revealing in itself. Perhaps we will hear more about this incident later in the book.)


    But if Keiko herself is undeniably strange, it is less clear to me whether this is also true of her workplace. The uncompromisingly high standards expected of employees, the daily chanting of pledges and of phrases to shout out when addressing customers, the fact that future employees spent two weeks practising every detail of the store’s operation before it even opened – presumably these things are less unusual in Japan than they appear to the Western reader. Creepy Shiraha remarks on these cultish aspects of the convenience store, which he describes as being akin to a religion. He intends it as a criticism, but of course the convenience store is a religion to Keiko, in that it gives meaning to her life. At one point, the door chime when a customer comes in sounds like ‘church bells’ to her, she says she has ‘faith’ in the convenience store, she describes herself as a ‘faithful disciple’ to the store, and of course she says she was ‘reborn’ when she started working there, 18 years prior to the time the story is set. 


    In fact, she has spent exactly half her life as a convenience store worker. To someone of Keiko’s somewhat mathematical bent – she has calculated that the convenience store has been open continuously for 157,800 hours, and she hilariously describes her current self as being made up of ‘30% Mrs Izumi, 30% Sugawara, 20% the manager and the rest absorbed from past colleagues’ – this point in time is likely to be meaningful on a conscious or subconscious level. I won’t be surprised if it turns out to mark some sort of crisis or turnaround in her life, be it self-inflicted or precipitated by an outside event, or a combination of both.


    This could be any number of things – Keiko seems vulnerable on many fronts. Her emotional reliance on the convenience store makes me fear for her mental state if she loses her job or is told that the store is closing down, for example. Her past displays of socially unacceptable behaviour might foreshadow some act on her part that is horrifying to those around her. Even if that doesn’t occur, she’s still vulnerable to being misunderstood by others in a way that may have consequences for her. She has a strong desire to appear ‘normal’ (the strongest emotion she displays in the first half of the book is, ironically, alarm when Sugawara praises her for never getting worked up about things, which Keiko interprets as a sign that she may have been rumbled), but is finding it increasingly difficult to explain her life choices to her social circle. I fear she may sacrifice her present contentment in pursuit of a path that seems more normal or acceptable to others, but which may not be right for her. Specifically, I had the same thought as harambee about a possible marriage to Shiraha, right down to hoping they don’t have children. I agree that this would probably not be a good idea, to put it mildly.


    Like Gibson, I was struck by her sister’s comment, near the end of the first half, that Keiko is ‘being rehabilitated’? She can’t still be in some rehabilitation programme after whacking that boy with a spade several decades ago, can she? So what else could it be?


    One minor question for those of you who are more familiar with Japanese culture:Keiko is described as a part-time worker, but she works very long hours, five days a week. Is this ‘part-time’ by Japanese standards? Or is the word used to reflect the difference between the more casual workers and the ‘regular staff workers sent from head office’, rather than having anything to do with actual working hours (in which case perhaps ‘part-time’ is a poor choice in the translation, or is used in a broader sense than I would use it)? How does the term ‘freeter’ fit in here (Wikipedia tells me freeters are unemployed or underemployed people in low-paid jobs) – is it synonymous with whatever term was used in the Japanese original for ‘part-time’? It’s used once, just under a quarter of the way through the book.


    Anyway, I’m looking forward to the second half. I’m afraid I too have other commitments this weekend and don’t know how much time I’ll be able to spend on LEO. I apologise in advance for dumping this lengthy essay here and then (maybe) going AWOL.

    #163Authordulcinea (238640) 24 Jun 22, 19:15
    Comment

    Alsoo,

    um ganz ehrlich zu sein, manchmal kann ich Frau Furukura gut verstehen.


    Mir sind zuviele Menschen auf einmal eher mit Stress verbunden, und ich war als Kind auch eher eine, die nebenher mitlief und wenige wirkliche Freunde hatte.

    Mitschüler mit Schaufeln zu schlagen um einen Streit zu beenden, gehörte allerdings nie zu meinen Gedankengängen.


    Die kleine Welt eines Konbinis, mit seinen regeln und festen Abläufen, scheint wirklich wie geschaffen für unser Protagonistin, doch ich glaube, dass sie nicht auf ewig mit anpassen und kopieren von Verhaltensweisen weiterkommt.


    Und da sie ja jetzt denkt, dass der nächste Schritt "normal" zu sein der ist, einen Mann kennenzulernen, sie den für sie einzig erreichbaren nimmt, Herrn Shiraha.

    Dessen Vorstellung von einer "normalen" Frau ist aber eine doch recht rückständige.

    Ich bin gespannt, ob sich Frau Furukura anpasst oder eine wirkliche Eigenständigkeit entwickelt.


    Es war bis jetzt leicht zu lesen und ich möchte unbedingt wissen wie es weitergeht!

    #164AuthorLanni (1131571) 24 Jun 22, 19:17
    Comment

    #164 Die kleine Welt eines Konbinis, mit seinen regeln und festen Abläufen, scheint wirklich wie geschaffen für unser Protagonistin, doch ich glaube, dass sie nicht auf ewig mit anpassen und kopieren von Verhaltensweisen weiterkommt.


    Warum eigentlich nicht? Wären da nicht die Reaktionen des Umfeldes, wäre sie doch auf ihre Art glücklich oder?

    #165Authorharambee (91833)  24 Jun 22, 19:23
    Comment

    @harambee

    Anscheinend wird ja der Druck von Außen erhöht.

    Es scheint immer schwieriger zu sein, ihren Bekannten zu erklären, warum sie immer noch Aushilfe ist und keinen Mann hat. Es ist ja nur mein Gefühl, vielleicht schafft sie es ja auch in ihrer kleinen Welt zu bleiben.


    @dulcinea

    Im Deutschen ist es nicht als "part-time" sondern mit "Aushilfe" übersetzt, also einer Person die zwar keine Fachkraft ist aber durchaus Vollzeit arbeitet.

    #166AuthorLanni (1131571) 24 Jun 22, 19:30
    Comment

    Auch #164: Ich bin gespannt, ob sich Frau Furukura anpasst oder eine wirkliche Eigenständigkeit entwickelt.

    Ich finde ganz ohne Ironie, dass ihr bisheriges Leben ein hohes Maß an Eigenständigkeit aufweist. So gesehen müsste sie das nur beibehalten und einen Weg finden, das Unverständnis des Rests der Welt zu ignorieren. Das ist natürlich leichter gesagt als getan.

    #167Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 19:33
    Comment

    Um #167 zu vertiefen: Ich kann mir zwar nur schwer vorstellen, dass alles so weiter geht (und für ein Buch wäre das auch irgendwann langweilig), aber ich frage mich ernsthaft, ob man Frau Furukura nicht genau das wünschen sollte.

    #168Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 19:35
    Comment

    #168

    Ich wünsche es ihr.

    Sie sollte ignorieren was die anderen von ihr wollen,

    auf der anderen Seite ist es aber genau dass, was sie dazu veranlasst hat, sich anzupassen, weil ihre Eltern und die Gesellschaft wollten, dass sie etwas "normales" tut und sich nicht auffällig verhält.


    Vielleicht endet das Buch ja damit, dass sie, nach einigen Abenteuern mit Herrn Shiraha,

    die ersten Kunden ihrer Schicht, mit einem lauten "Herzlich Willkommen!" begrüßt.


    Ja, dies würde ich ihr wirklich wünschen.

    #169AuthorLanni (1131571) 24 Jun 22, 19:46
    Comment

    Re Heirat: stimmt, gestern Abend beim Lesen hatte ich auch noch den Gedanken, dass sie sich vielleicht einen Mann sucht, damit sie dem gesellschaftlichen Ideal wieder entspricht, nachdem sie als Singlefrau ohne Karriere die letzten Jahre noch einigermaßen akzeptiert wurde, das sich jetzt aber zunehmend ändert. Aber heute hatte ich den Aspekt schon wieder vergessen.


    To someone of Keiko’s somewhat mathematical bent – she has calculated that the convenience store has been open continuously for 157,800 hours, and she hilariously describes her current self as being made up of ‘30% Mrs Izumi, 30% Sugawara, 20% the manager and the rest absorbed from past colleagues’ – this point in time is likely to be meaningful on a conscious or subconscious level.

    Thanks - I didn't pick up on that at all, but now that you say it, it's obvious.


     presumably these things are less unusual in Japan than they appear to the Western reader. 

    I'm going to ask my Japanese students when I have the chance.

    But the detailed workings of the shop apart, I did think the people a bit strange too, although I find it hard to describe how. But that's what I was getting at with "don't come to life".


    erwähnen möchte ich den Gedanken, dass man seine Mitmenschen glücklich macht, wenn man sich über die gleichen Dinge aufregt wie sie. 

    Yes, that was a "oh yes, how true. Never thought of it like that" moment :-)


    Edit: Alles nach #165 ist neu.

    #170AuthorGibson (418762)  24 Jun 22, 19:51
    Comment

    @Lanni

    Yes, that makes sense. I can't think of a good term in English right now. 'Temporary worker', 'casual worker', 'semi-skilled worker' – none of them work at all. But 'part-time' also seems misleading to me. (And of course any translation would have to be based on the original Japanese...)


    @harambee (#168)

    I agree. I hope she stays in her job and learns to ignore the opinions of those around her. There is a flash of that spirit at one point (I think it's when she is talking to her sister and says that other people's reactions to anything they perceive of as 'strange' make her want to hit them with a shovel to shut them up), so I hope she finds that strength within her. (Erm, not to actually hit them with a shovel; that would perhaps be going a bit far. :-))

    #171Authordulcinea (238640) 24 Jun 22, 19:56
    Comment

    #171 I agree. I hope she stays in her job and learns to ignore the opinions of those around her.


    Und jetzt stellen wir uns mal vor, das wäre unsere Tochter. Würden wir dann wirklich der Versuchung widerstehen können, ihr etwas "Besseres" zu wünschen, damit sie glücklich wird? Zu der Einsicht zu kommen, dass es so für die Tochter am besten sein könnte, ist im realen Leben schwieriger als beim Lesen eines solchen Buches, zumal wir ja im normalen Leben nicht so genau erfahren, was die Tocher denkt.

    #172Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 20:11
    Comment

    Ich kann nicht viel Neues beitragen, was nicht schon gesagt worden wäre.


    Das Buch liest sich leicht und schnell, aber man hat den Eindruck, als unbeteiligter Fremder einen Film zu schauen. Ähnlich erging es mir übrigens mit der "Vegetarierin" von Han Kang, die 2016 den International Booker Prize gewonnen hat.


    Ob es gut übersetzt ist, kann ich mangels Japanischkenntnissen nicht beurteilen. Auch für mich war recht schnell klar, dass Keiko vermutlich Autistin ist, weshalb sie sich in der geregelten Welt des Konbinis so gut zurechtfindet. Ihre Arbeitszeiten hängen ja mit der Schichtverteilung zusammen, anderswo stand, glaube ich, auch, dass sie schon am frühen Nachmittag zu Hause ist, das müsste ich aber nochmal nachlesen.


    Da ich schon bis zum Ende gelesen habe, beteilige ich mich nicht an den Spekulationen. Alles in allem ein gelungenes kleines Buch über eine mir fremde Welt.

    #173Authorpenguin (236245) 24 Jun 22, 20:20
    Comment

    Ich möchte noch anmerken, dass der deutsche Titel eine schöne Doppeldeutigkeit ausdrückt.

    Sie hütet den Laden, und wird von ihm behütet.

    In den Augen der anderen ist sie eine Ladenhüterin, also etwas das schwer an den Mensch zu bringen ist.

    #174AuthorLanni (1131571) 24 Jun 22, 20:40
    Comment
    Guten Abend zusammen,
    ich habe das Buch nicht gelesen, aber den Faden verfolgt. Mich hat die Sache mit Choux Creme / Schuhcreme interessiert. Eine Guhgel-Suche hat ergeben, dass diese Verwechslung wohl nicht ungewöhnlich ist. Vielleicht interessiert es euch ja:

    https://books.google.com/books/about/Irrgarte...

    https://books.google.com/books/about/Japan_is...
    #175AuthorfehlerTeufel (1317098) 24 Jun 22, 20:44
    Comment

    Danke übrigens dafür, dass ihr ausgesprochen habt, dass Frau Furukura autistisch ist. Es klingt im Nachhinein mekwürdig, aber so explizit habe ich mir das nicht klar gemacht.


    Ich habe deshalb mal etwas recherchiert und eine Rezension des Buches gefunden, die ein autistischer Autor geschrieben hat:


    https://www.theguardian.com/commentisfree/202...


    Ich habe die Rezension nicht gelesen, da sie vielleicht Spoiler enthält, aber ich werde hoffentlich daran denken, wenn ich das Buch komplett gelesen habe und wenn sich unsere Diskussion dem Ende nähert.

    #176Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 20:48
    Comment

    Ich finde Mrs. Furukara ziemlich verstörend, eigentlich schon gruselig. Das Fehlen von Emotionen, ihr vollkommenes Unverständnis für die Situation mit dem Vogel, oder der Sache mit dem Jungen, dem sie die Schaufel auf den Kopf schlägt, hat für mich schon beinahe psychopatische Züge. Zu keinem bisherigen Zeitpunkt im Buch finde ich bei ihr überhaupt Verständnis für die emotionalen Zustände von ihren Mitmenschen. Sie versucht sich zwar anzupassen, aber letztendlich gelingt ihr das nur durch Perfektion in ihrem Job und Nachahmung von menschlichen Verhaltensweisen. Sie kann zwar durch Beobachtung erkennen wie das menschliche Miteinander funktioniert, aber sie kann es einfach nicht fühlen.

    Ich bin mir nicht sicher, was ich von dem Buch halten soll. Es nimmt mich seltsam gefangen und stößt mich gleichermaßen ab. Ständig habe ich die Befürchtung, dass etwas wirklich schlimmes passiert, wenn die Menschen noch weiter auf sie eindrängen, doch bitte zu heiraten, einen besseren Job zu finde, schlicht ein normales Leben zu führen. Sie wird es nicht können, egal wie sehr sie es auch versuchen mag.

    #177AuthorGreenhouse (19027) 24 Jun 22, 20:52
    Comment

    (Edit, schon wieder neue Beiträge: Dies bezieht sich auf #175)

    Lanni, penguin, ihr habt ja (auch) die deutsche Version gelesen - wie wurden denn generell die japanischen Begriff bezeichnet? Weiter oben werden Onigiri und Konbini erwähnt, was ja eigentlich näher am Original ist (als das engl. rice balls und convenience store). Vielleicht fand die Übersetzerin, dass niemand mit choux creme etwas anfangen können würde, eine Erklärung aber entweder zu weit weg führen würde oder zu umständlich wäre. Und da es für die Geschichte tatsächlich egal ist, hat sie einfach "Schuhcreme" draus gemacht. Und sich eins gelacht ;-) (Vielleicht ist es unter Japankennern ja ein Insider-Witz, siehe #175)


    --

    Ähnlich erging es mir übrigens mit der "Vegetarierin" von Han Kang

    Und mir mit The Sympathizer von Viet Thanh Nguyen, which I didn't finish because in the end I didn't care enough. Wie gesagt, ich finde eine gewisse Distanz hier sehr passend, frage mich aber jetzt, ob es tatsächlich nur an der neuro-untypischen Protagonistin liegt

    - oder einfach an einem generell kühleren Stil (ich werfe hier großzügig halb Asien in einen Topf, ich weiß...)

    - oder sogar einfach an der Übersetzung (ich habe das gleiche Problem nämlich mit vielen skandinavischen Büchern, die ich ja auch nicht im Original lesen kann.)

    #178AuthorGibson (418762)  24 Jun 22, 21:03
    Comment

    Allerdings frage ich mich, ob es wirklich realistisch ist, dass bei der Therapie, zu der sie nach dem Schaufelvorfall geschickt wurde, kein Autismus diagnostiziert wurde. Okay, die Therapeutin oder der Therapeut hat sehr schnell Schlüsse gezogen, sich also gar nicht ernsthaft mit Keiko beschäftigt. Ist das realistisch?


    Kennt sich jemand damit aus, ob die Autismus-Diagnose bei Kindern schwierig ist und Autismus oft übersehen wird? Mir ist klar, dass die Symptome vielfältig sind und dass es im autistischen Spektrum eine große Bandbreite gibt.


    Und ich frage mich auch, ob die Schwester und die anderen Bekannten außerhalb des convenience stores nicht auch erkennen müssten, dass Frau Furukara autistisch ist. Dann würden sie aber anders reagieren oder?

    #179Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 21:05
    Comment

    Kennt sich jemand damit aus, ob die Autismus-Diagnose bei Kindern schwierig ist und Autismus oft übersehen wird?


    Ist wohl nicht selten. Ich habe eine Bekannte, die an einer Studie mitgearbeitet hat, deren Ergebnis war, dass Autismus vor allem bei Erwachsenen, aber auch bei Kindern unterdiagnostiziert ist. (Leider keinerlei Links, weil sie das nur mal bei einem Treffen erzählt hat)


    Ich denke auch, dass die Autorin bewusst keine konkrete Diagnose stellen wollte, weil das Miss Furukara in eine Schublade stecken würde und die Auseinandersetzung direkt in eine gewisse Bahn lenkt. Ich glaube, sie will uns einfach mit jemandem konfrontieren, der anders ist, ohne Erklärung, ohne Kategorisierung.

    #180AuthorGibson (418762) 24 Jun 22, 21:08
    Comment

    Gibson, ich habe nur 10% auf Deutsch gelesen, die Leseprobe, und da wurden die Lebensmittel nicht übersetzt, aber beispielsweise die Grußformel im Gegensatz zur englischen Fassung.


    harambee, lies den Artikel ruhig, kein Spoiler drin.

    #181Authorpenguin (236245)  24 Jun 22, 21:12
    Comment

    Ich bitte um Entschuldigung für meine wiederholte Falschschreibung des Namens der Protagonistin! )-:


    Und gleich noch eine Ergänzung (aber keine Entschuldigung) zur Klarstellung: Die in #176 verlinkte Rezension wurde von einem weiblichen Autor geschrieben. Hätte ich das beim Schreiben von #176 schon gewusst, hätte ich natürlich Autorin geschrieben. Auch so habe ich nicht behaupten wollen, dass es ein Mann war, aber heutzutage wird mein Satz wohl von vielen so verstanden. Naoise sieht wie ein wirklich schöner Name aus. Natürlich weiß ich nicht, wie man das ausspricht, da sind die Iren ja besonders (-:


    Ich werde mich gleich mal für heute ausklinken.


    PS: Ohje, jetzt habe ich mich völlig in die Nesseln gesetzt: Laut Wikipedia ( https://en.wikipedia.org/wiki/Naoise_Dolan ) bezeichnet sich Naoise Doan als queer.

    #182Authorharambee (91833)  24 Jun 22, 21:15
    Comment
    Kennt sich jemand damit aus, ob die Autismus-Diagnose bei Kindern schwierig ist und Autismus oft übersehen wird?

    It's underdiagnosed in girls and women in particular. ASD presents differently in girls and women, precisely because they tend to find social strategies to 'mask' their behaviour. (And until fairly recently, this wasn't on the radar of medical professionals, who tended to focus only on the typical male presentation. ) I find it entirely believable that the therapist and those around her didn't pick up on it.
    #183Authordulcinea (238640) 24 Jun 22, 21:30
    Comment

    harambee, wenn du noch da bist (und alle anderen): Wann lesen wir denn weiter? Ich würde gerne spätestens Sonntag das Ende kennen :-)

    #184AuthorGibson (418762) 24 Jun 22, 21:40
    Comment

    Re #161. That one sentence, "[his skin] felt strangely soft, like stroking a blister" stood out to me as well. But that was literally the only sentence worthy of note. I'm finding the book rather tiresome, especially from the point of view of the style. If it weren't for Leo liest, I'd put this away and read something more rewarding.


    Re #162: I agree, there's nothing that aims to establish any sympathy for any of the characters, or interest in what becomes of them.


    Re #163: Yes, it seems to me as well that Furukurasan is more or less autistic (as seen also in #173 & elsewhere). And the nature of her "rehabilitation" and "rebirth" remains to be clarified. OT, dulcinea certainly has the traits of a genuine book critic. J


    Re #166: That's a useful clue, that in German she is not called a "part-time" worker, but "Aushilfe".


    #185AuthorMartin--cal (272273)  24 Jun 22, 21:51
    Comment

    Martin, one question, if I may:

    What's your absolute favourite book, the best book you ever read?

    #186Authorpenguin (236245) 24 Jun 22, 22:09
    Comment

    ?

    #187AuthorMartin--cal (272273) 24 Jun 22, 22:45
    Comment

    I am trying to find out what type of book you like.

    #188Authorpenguin (236245) 24 Jun 22, 22:48
    Comment

    I couldn't answer that question. Too many books I loved, or still love, for too many different reasons.

    #189AuthorGibson (418762) 24 Jun 22, 23:17
    Comment

    #184 harambee, wenn du noch da bist (und alle anderen): Wann lesen wir denn weiter? Ich würde gerne spätestens Sonntag das Ende kennen


    Ich war schon weg, schaue aber gerade nochmal vorbei. Meiner Ansicht nach kannst Du weiterlesen, Gibson, wann immer Du willst. Nur solltest Du, wenn Du dann hier weiter mitdiskutierst, darauf achten, dass erstmal keine Kenntnisse aus der zweiten Hälfte in Deine Postings einfließen. Das ist möglicherweise nicht einfach.


    Es gibt noch einige, die die erste Hälfte an diesem Wochenende oder erst zum Wochenbeginn lesen werden und die sich dann hoffentlich auch hier über das Gelesene austauschen wollen. Damit ich eventuell mitdiskutieren kann, werde ich den zweiten Teil an diesem Wochenende noch nicht anfassen. Das mache ich erst, wenn klar ist, dass zum ersten Teil nicht mehr so viel gesagt werden wird.


    Diskussionsbeginn zum zweiten Teil des Buches sollte meiner Ansicht nach nicht vor nächstem Freitag sein. Ob das auch noch zu früh ist, müssen die entscheiden, die noch den ersten Teil abschließen müssen.

    #190Authorharambee (91833) 24 Jun 22, 23:47
    Comment
    Ich halte mich zurück, da ich (was ja ein gutes Zeichen für mich bedeutet) das Buch, auch aufgrund seiner Kürze, in einem Rutsch durchgelesen habe.
    Ich hab jetzt den Beitrag im Guardian gelesen und war sehr berührt davon ... wie auch von dem ganzen Buch.
    Die wenigen negativen Eindrücke dann später.
    #191Authorschwäble (951819) 25 Jun 22, 01:10
    Comment

    Mich beschäftigt das Buch... und die Tatsache, dass hier ziemlich schnell die Vermutung Autismus auf den Tisch kam (inkl. des Kommentars von Naoise Dolan).

    Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Autismus mit dem Fehlen von Emotionen in Verbindung zu bringen. Wahrscheinlich weil es in meiner Familie Menschen mit autistischen Störungen gibt, die zwar schwer Zugang zu anderen Menschen finden und Probleme haben, die Emotionen anderer zu verstehen, aber selbst doch ziemlich emotional sind.

    Aber vielleicht bin ich dadurch, dass wir eine gewisse Form von Autismus in der Familie haben, auf eine gewisse Weise zu nah dran, um... ach ich weiß auch nicht. Autismus ist per se ein schwieriges Feld, es gibt einfach so viele Ausrichtungen dieser Krankheit.


    Momentan fühle ich mich gerade ziemlich seltsam. Ist schon interessant, wie das Leben manche Themen wieder und wieder an einen herantragen kann. Ich habe mich so sicher gefühlt was dieses Thema angeht, das wird gerade auf den Prüfstein gestellt. Wirklich seltsam.

    #192AuthorGreenhouse (19027) 25 Jun 22, 04:07
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    Interessant zu lesen, was die anderen denken. Da ich das Buch schon vor einiger Zeit gelesen habe, ist nicht mehr alles bei mir präsent - mehr so ein Gesamteindruck. Daher kann ich schwerlich mitdiskutieren, v.a. auch weil ich natürlich nicht auch schon Dinge verrraten will, die später geschehen.


    Die Idee, dass Autismus eine Rolle spielt, ist mir beim Lesen nicht gekommen. Im Rückblick und eingedenk der wenigen Autisten, die ich besser kenne, könnte das aber durchaus zutreffen. Insgesamt gesehen fand ich das Buch interessant und gut lesbar. Es hat mir aber gezeigt, wie fremd mir Japan und seine Gesellschaft ist.

    #193AuthorSelima (107)  25 Jun 22, 05:29
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    Greenhouse, es tut mir leid, dass auch meine Bemerkungen dazu beigetragen haben, dass Du Dich gerade nicht uneingeschränkt wohlfühlst. Es ist ja eine Sache, darüber zu philosophieren, dass Bücher, die einen aufwühlen, gute Bücher sind. Wenn man selbst nicht betroffen ist, hat man da gut reden. Wenn Aspekte des Buches das eigene Leben betreffen, ist das nicht so einfach.


    Ich möchte trotzdem auf Deine #177 eingehen, verstehe aber völlig, wenn Du darauf nicht reagierst. Du schreibst:


    Ich finde Mrs. Furukara ziemlich verstörend, eigentlich schon gruselig. Das Fehlen von Emotionen, ihr vollkommenes Unverständnis für die Situation mit dem Vogel, oder der Sache mit dem Jungen, dem sie die Schaufel auf den Kopf schlägt, hat für mich schon beinahe psychopatische Züge. Zu keinem bisherigen Zeitpunkt im Buch finde ich bei ihr überhaupt Verständnis für die emotionalen Zustände von ihren Mitmenschen. Sie versucht sich zwar anzupassen, aber letztendlich gelingt ihr das nur durch Perfektion in ihrem Job und Nachahmung von menschlichen Verhaltensweisen.


    Ich finde nicht, dass Frau Furukara keine Emotionen hat. Es stimmt, dass es ihr nicht gelingt, die Emotionen der anderen nachzuvollziehen und zu verstehen, aber sie erkennt sie teilweise schon und sie sind wichtig für sie. Das sieht man zum Beispiel am Verhältnis zu ihrer Schwester, der sie auf keinen Fall wehtun möchte, so dass sie auf Äußerungen und Handlungen verzichtet, die der Schwester wehtun würden. Für mich ist das ein Zeichen für durchaus tiefe Emotionen, gerade weil sie nicht versteht, warum ihre Schwester so reagieren würde. Emotional reagiert sie auch, wenn Dinge im Laden nicht so laufen, wie sie laufen sollten. Für mich hat und zeigt sie Emotionen (letzteres nicht unbedingt in ihren Handlungen, aber in der Erzählung).

    #194Authorharambee (91833)  25 Jun 22, 10:16
    Comment

    Ich habe das Buch jetzt auch bis zum genannten Satz gelesen.


    Für mich macht das Buch einen recht unterkühlten Eindruck, der zu meinem Eindruck / Vorurteil passt, den/das ich von Japan habe: Morgenappelle, Wohntürme mit Einzimmerwohnungen für Angestellte, die vor lauter Arbeit täglich den Weg zum eigentlichen Zuhause nicht schaffen , einsame Menschen, starre Traditionen und Regeln ….


    Die Schuhcreme im Warenkorb ist mir nicht negativ aufgefallen, wäre nicht hier davon gesprochen worden, hätte ich von einer Fehlübersetzung nichts gemerkt.


    Irritiert hat auch mich die Berufsbezeichnung „Aushilfe“ oder „Chefaushilfe“. Eine Aushilfe ist für mich jemand, der gerufen wird und aushilft, wenn Not am Mann ist, aber nicht jemand, der seit Jahren Vollzeit arbeitet. Aber vielleicht gibt es in Japan ein anderes hierarchisches System in der Beschäftigung.

    Weshalb ihre Bekannten und Familie ihre Arbeit nicht schätzen und wollen, dass sie etwas „Ordentliches“ lernt, kann ich nur zum Teil nachvollziehen. Schließlich ist Frau Furukura zufrieden mit ihrer Arbeit, die ihr den geregelten Rahmen gibt, den sie anscheinend braucht, um zu leben und, vor allem, um nicht aufzufallen; sie, kann sich eine Wohnung leisten hat ihr Auskommen und verdient ihren Lebensunterhalt.

    Dass sie eine Autistin sein könnte, kam mir auch in den Sinn.


    Es ist wohl wirklich schwer, Autismus richtig zu diagnostizieren. Ich kenne zwei Familien, bei deren (für die Lehrer) „verhaltensauffälligen“ Kindern Autismus zumindest vermutet wurde. Bei dem einen Kind wollte man differentialdiagnostisch herausfinden, ob es unter einer leichten Form von Autismus leidet oder, bedingt durch die Coronaeinschränkungen, unter einer Angststörung und ob das eine das andere vielleicht bedingt hat. Je nach Diagnose gibt es dann unterschiedliche Therapieansätze, die unterschiedliche Folgen für das Kind haben. In diesem Fall haben die Ärzte nun entschieden, zunächst die Angststörung zu behandeln in der Hoffnung, dass – mit der Lockerung der Coronamaßnahmen – sich auch die autistischen Züge sich wieder verringern.


    So langsam müsste im Buch jetzt etwas passieren und wahrscheinlich wird es das auch. Zumindest wird dies für mich in den Sätzen des drittletzten Abschnitts deutlich.

    #195AuthorRed Poppy (876587) 25 Jun 22, 12:03
    Comment

    harambee # 194 - Es ist schon alles OK so wie es ist, Dir braucht nichts leid zu tun. Mich hat das Buch einfach überrascht und mir eine persönliche Baustelle noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt.

    Ja vielleicht zeigt Mrs. Furukura in einem gewissen Sinn Emotionen, aber doch sehr subtil und eher in dem Bestreben, sich anzupassen, nicht aufzufallen. Weit entfernt von den Wutausbrüchen oder Leidenszuständen, die ich in diesem Zusammenhang bisher erlebt habe. Aber Autismus ist ja letztendlich nur ein Oberbegriff und kann recht unterschiedliche Gesichter haben.





    #196AuthorGreenhouse (19027) 25 Jun 22, 14:08
    Comment

    Eine Aushilfe ist für mich jemand, der gerufen wird und aushilft, wenn Not am Mann ist, aber nicht jemand, der seit Jahren Vollzeit arbeitet. [...]

    Weshalb ihre Bekannten und Familie ihre Arbeit nicht schätzen und wollen, dass sie etwas „Ordentliches“ lernt, 


    Für mich ist eine Aushilfstätigkeit eine ungelernte Arbeit und ein "zuarbeiten" zu den komplexeren Aufgaben, unabhängig vom Umfang der Stunden. Jemand, der Vollzeit im Supermarkt die Regale auffüllt, fällt bei mir unter "Aushilfe" (Nicht viele Leute machen das in Vollzeit, glaube ich, aber das ist ja etwas anderes). Unabhängig davon, was sie in der Realität aufgrund ihrer Erfahrung inzwischen macht, ist Miss* Furukuras Status eben immer noch Ungelernte/Aushilfe, und dass ihre Familie das nicht begeistert, finde ich nicht ungewöhnlich. (Ich persönlich finde, jeder sollte machen, was ihn oder sie glücklich macht, aber auch in Deutschland wollen Eltern ja meist, dass ihre Kinder einen guten Job haben/ Karriere machen. Ich denke schon, dass es in Japan extremer ist - mehr noch für Männer - aber generell ist mir die Einstellung vertraut.)


    --

    *Ich finde 'Miss' irritierend. Im Japanischen, nehme ich an, wird sie Furukura-san heißen, deshalb frage ich mich, warum die Übersetzerin zu dieser veralteten Anrede gegriffen hat.


    --

    Re Autismus: Wie oben schon gesagt, finde ich die Figur ohne ein medizinisches Label interessanter. Sie ist einfach anders (und einige Züge finde sich sicherlich im Autismus wieder), aber gerade dass man an Leser mit jemandem konfrontiert wird, der anders tickt, ohne dass eine Einordnung vorgenommen wird, finde ich gut.

    #197AuthorGibson (418762)  25 Jun 22, 14:47
    Comment

    Ich finde das Buch sehr interessant zu lesen. Auch wenn sie wohl ein psychisches Problem hat, zu das es eine Diagnose gibt, ist doch sehr viel von dem, was sie beschreibt, recht normal.


    Jeder von uns passt sich doch an seine Umgebung an, oder? Ich schau auch auf den Kleidungsstil der Kolleginnen und bemerke, wie sich Freunde oder Kollegen bestimmte Redewendungen oder Arten zu sprechen aneignen, die sie sich irgendwo abgeschaut haben.


    Andererseits muss es sehr anstrengend sein, sich immer zu verstellen, also zum Beispiel sich über den Neuen aufzuregen, nur weil alle es tun. Ich frage mich, warum sie sich das überhaupt antut. Um ihren Job zu behalten?

    #198Authorcaissa (225192) 25 Jun 22, 23:22
    Comment

    Um akzeptiert zu werden, um für normal gehalten zu werden, denke ich.

    #199AuthorGibson (418762) 25 Jun 22, 23:44
    Comment

    (A) Re Part-time / Aushilfe. In the case of this word it would be very useful if we had someone knowledgeable in Japanese and familiar with Japan to tell us Furukura-san's professional status. I imagine that she is a contract worker, without any guaranteed long-term contract or benefits, in contrast to an employee.


    (B) Re "Miss" Furukura. Although I found a number of places where I was unhappy with the translation, nevertheless, in contrast to Gibson (#197), I don't see anything wrong with calling her Miss Furukura in the English. That, in fact, would probably be what someone in her position would be called in the US, unless she insisted on "Ms". ("Mrs." would not work).


    (C) Re my amateurish diagnosis of autism, I grant I'm not personally familiar with the characteristics of anyone autistic, and so could really be off-base in that respect. I actually wouldn't be surprised -- given the clues about her "rebirth" etc. -- if, at the end of the book, Furukura-san turned out to be a robot.

    #200AuthorMartin--cal (272273)  26 Jun 22, 03:26
    Comment

    unless she insisted on "Ms".


    Interesting. I had the impression that "Ms" ist completely standard now, without any need for insistence. At least in BE, I would be surprised to hear a 30-something woman to be addressed as "Miss" (unless in a class room).


    Furukura-san turned out to be a robot.

    Even more interesting :-) That hadn't occurred to me, even though from the brief description I read before I read the actual book, I had expected something like the set up of "Klara and the Sun", where a woman in a store watches the world outside - and Klara actually IS a robot, as far as a I understood (haven't read the book yet). Let's see if you're right. We've got quite a few theories now.

    #201AuthorGibson (418762) 26 Jun 22, 11:56
    Comment

    I imagine that she is a contract worker


    That is very likely in my opinion.

    #202Authorpenguin (236245) 26 Jun 22, 16:31
    Comment

    Ich bin gerade erst von fast 3 Wochen Leo-Abstinenz zurück (zwischendurch mal im Zählzimmer ein Lebenszeichen gegeben), und ich finde die Idee genial. Ich konnte jetzt aber auf die Schnelle nicht herausfinden, auf welches Buch ihr euch letztendlich geeinigt habt, mag mich jemand erhellen?


    Und - bei der nächsten Runde bin ich sicher gerne dabei, ich finde das so spannend! Ich bin die totale Schnellleserin, normalerweise Krimis (was ja oft intellektuell nicht grad übermässig anspruchsvoll ist), gerne 250-400 Seiten, sowas schaffe ich in einer Woche. Bücher wie "Alles ist relativ und anything goes" - zugegeben, auf Deutsch gelesen, finde ich auch klasse.


    Also, weiter im Text! 😉

    #203Authorvirus (343741) 26 Jun 22, 17:03
    Comment

    virus, wir lesen Convenience Store Woman. Doris hat den Fadentitel entsprechend geändert. Außerdem gibt es einen Buchsuchfaden, da haben wir schon das nächste Buch ausgewählt (Passing von Nella Larsen), aber bis heute abend kannst du auch noch abstimmen.

    #204Authorpenguin (236245) 26 Jun 22, 17:08
    Comment

    Nun virus, da musst Du als Japanexpertin (-; noch schnell einsteigen. Die Frage nach der schmackhaftesten japanischen Schuhcreme ist zwar schon beantwortet, aber vielleicht willst Du noch was zum Thema Aushilfskraft sagen?!

    #205Authorharambee (91833) 26 Jun 22, 17:22
    Comment

    *gnihihi* Ich bin definitiv keine Japanexpertin, ich profitiere da nur von meinem Sohn (bei dem es auch immer mehr verblasst).

    Abstimmen muss ich nicht (mach ich hierzulande 3x pro Jahr), ich richte mich da nach euch. Man kann ja mal den Blick über den Tellerrand lenken...

    Den Buchsuchfaden habe ich auch entdeckt, ich guck einfach mal, auf was es hinausläuft. Freu mich!

    #206Authorvirus (343741) 26 Jun 22, 17:28
    Comment

    (Ich könnte jetzt wieder mitdiskutieren, aber das Wichtigste ist wohl schon durch. So lese ich einfach fröhlich weiter und steige zum Ende wieder ein. Was allerdings vermutlich wieder an einem Wochenende liegt, an dem ich beschäftigt bin. Mit den vorgeschlagenen Daten aus dem OP hat der bisherige Verlauf ohnehin praktisch nichts mehr gemein, oder?)

    #207AuthorJesse_Pinkman (991550) 26 Jun 22, 17:32
    Comment

     Mit den vorgeschlagenen Daten aus dem OP hat der bisherige Verlauf ohnehin praktisch nichts mehr gemein, oder?


    Mir ist im Moment auch nicht ganz klar, was wir wann machen. Von mir aus können wir das Buch gern heute zu Ende lesen, ich würde gerne wissen, wie es weitergeht (kann mich aber zusammenreißen, wenn wir noch warten wollen).


    OOOOOT: Ich bin gerade an einem Plakat vorbeigekommen, auf dem stand:


    Sofort die Wirklichkeit abschaffen! Sie ergibt keinen Sinn mehr!


    ;-)

    #208AuthorGibson (418762)  26 Jun 22, 18:00
    Comment

    OT - Re "I had the impression that 'Ms' is completely standard now, without any need for insistence" (#210).


    Actually (and I believe this is the case in the UK as well as America), her coworkers would surely address a woman in her 30's working in a convenience store by her first name. However her customers, not knowing her name but wanting to attract her attention, would likely address her simply as "Miss".

    #209AuthorMartin--cal (272273)  26 Jun 22, 18:37
    Comment

    #208: Mir ist im Moment auch nicht ganz klar, was wir wann machen. Von mir aus können wir das Buch gern heute zu Ende lesen, ich würde gerne wissen, wie es weitergeht (kann mich aber zusammenreißen, wenn wir noch warten wollen).


    Meiner Ansicht nach sollten wir zumindest noch warten, bis Anglophil sich zurückgemeldet hat (siehe #159).


    Weiterhin denke ich, dass dieses Mal einige vom doch schnell zunehmenden Tempo überfahren wurden. Da müssen wir in Zukunft bessere Absprachen treffen, wenn wir nicht einige Mitleser verlieren wollen.

    #210Authorharambee (91833) 26 Jun 22, 19:17
    Comment

    her coworkers would surely address a woman in her 30's working in a convenience store by her first name. However her customers, not knowing her name but wanting to attract her attention, would likely address her simply as "Miss".


    I agree with the first names. But since in Japan it's customary to use the last name and the translator decided to keep it that way, I do find "Miss Furukura" jarring. IF an adult woman went by her last name in the UK, for whatever reason, she'd be Ms or Mrs, not Miss, I'm relatively sure.

    #211AuthorGibson (418762) 26 Jun 22, 19:42
    Comment

    (#210 gar nicht gesehen)


    Weiterhin denke ich, dass dieses Mal einige vom doch schnell zunehmenden Tempo überfahren wurden.


    Das hier ist ja auch sozusagen der Übungsfaden. Wir gucken gerade, was gut funktioniert und was nicht so gut.

    Reichlich Vorlauf bis zum nächsten Buch ist mir recht, was immer für euch passt. Aber lange Pausen zwischen den Teilen/ Kapiteln finde ich eher unschön. Wenn ich anfange zu lesen, will ich auch weiterlesen. Ich finde Kommentare und Voraussagen nach einem Teil des Buches spannend, möchte aber dann eher nicht jedes Mal eine Woche warten, bis ich weiterlesen 'darf'. Wie geht's den anderen?

    #212AuthorGibson (418762) 26 Jun 22, 20:45
    Comment

    Mir geht es da wie dir.

    Dann könnte man ja Kommentare bis zur vereinbarten Stelle in einem Word-Dokument sammeln, oder sich Stichpunkte auf Papier notieren, und dann zum vereinbarten Zeitpunkt posten.

    Lest ihr denn generell eher schnell oder eher langsam?

    #213Authorpenguin (236245) 26 Jun 22, 22:09
    Comment

    Ich halte mich für einen schnellen Leser, aber natürlich hängt das Lesetempo davon ab, wie kompliziert die Sprache ist (insbesondere bei englischen Büchern, denn mein Englisch ist sicherlich schlechter als bei den meisten anderen hier), und wie interessant das Buch für mich ist. Ein langweiliges Buch mit komplizierter Sprache dauert natürlich länger, aber das dürfte bei jedem so sein. Wie gesagt halte ich mich trotzdem für einen schnellen Leser, ich denke mal, dass ich für die zweite Hälfte des aktuellen Buches höchstens zwei Stunden brauchen werde.


    Ich denke aber, dass es bei dieser Frage keine Mehrheitsentscheidung geben solte. Meiner Ansicht nach sollten wir uns darauf einigen, dass die, die langsamer lesen, das Tempo bestimmen, denn die Langsamleser können vermutlich nicht schneller lesen, die Schnellleser können aber Pausen einlegen und sollten diese Rücksicht auch nehmen.


    Ich verstehe natürlich, dass man ungeduldig wird, wenn man wissen will, wie es weiter geht. Ich möchte jetzt auch wissen, wie es mit Keiko weiter geht, aber es ist doch eine gute Übung, sich zu gedulden.

    #214Authorharambee (91833) 26 Jun 22, 22:27
    Comment
    Ich scheine ja hier öfter als sonst auf dem Schlauch zu stehen, aber ich sehe das Problem nicht.

    Wenn wir beim nächsten Buch, Lesedauer wohl ca. 3 Stunden (?), einen Termin für die 50%-Besprechung angeben, z.B. 20.Juli, dann kann jeder entsprechend seinem Lesetempo rechtzeitig anfangen, diskutiert am Termin mit, und kann danach weiterlesen bis zur Endbesprechung. z.B. am 27.7.

    Wer schon am 21. ganz durch ist, kann sich ja tatsächlich Notizen nachen.

    So hab ichs zumindest geplant.
    #215Authorschwäble (951819) 26 Jun 22, 22:44
    Comment

    Das "Problem", das natürlich ein Luxusproblem ist, sieht man zum Beispiel an der aktuellen Situation. Viele haben hier im Faden jetzt schon mitdiskutiert, aber einige stoßen vielleicht morgen noch dazu. Damit ich auf deren Ideen und Fragen noch reagieren kann, habe ich bislang die zweite Hälfte nicht gelesen. Wenn ein Langsamleser das auch handhaben möchte, dann besteht die Gefahr, dass er beim Beginn der Endbesprechung noch nicht so weit ist. Wenn man aber jetzt schon liest, dann muss man sich bei Diskussionen zur ersten Hälfte zurückhalten. Alles keine große Geschichte, aber ...

    #216Authorharambee (91833) 26 Jun 22, 23:01
    Comment
    Die aktuelle Situation wurde ja zur Übung ein bisschen verwirrend gestaltet ;-) - zukünftig werden ja mit genügend langem Vorlauf alle am Stichtag gleichzeitig diskussionsbereit sein. So wird es sein!
    #217Authorschwäble (951819) 26 Jun 22, 23:13
    Comment

    z.B. 20.Juli, dann kann jeder entsprechend seinem Lesetempo rechtzeitig anfangen, diskutiert am Termin mit, und kann danach weiterlesen bis zur Endbesprechung. z.B. am 27.7.


    Das "Problem" ist eben, dass eine Woche für mich viel zu lang ist. Ich würde idealerweise gerne anfangen, am z.B. 20. Juli über das halbe Buch zu sprechen und am z.B. 22. Juli über den Rest.


    Es geht also nicht darum, am Stichtag diskussionsbereit zu sein, sondern um den Folgetermin. Kein Riesenproblem, natürlich nicht, aber mich reißt so eine Woche Pause schon sehr aus der Geschichte (und doppelt, wenn ich dann zwischendurch ein anderes Buch lese, was bei einer ganzen Woche warten nicht ausgeschlossen ist).


    Wer schon am 21. ganz durch ist, kann sich ja tatsächlich Notizen machen.


    Das habe ich nicht verstanden. Notizen zu was?

    #218AuthorGibson (418762)  26 Jun 22, 23:24
    Comment

    #213: Lest ihr denn generell eher schnell oder eher langsam?


    Mittelnormalschnell.

    #219AuthorJesse_Pinkman (991550) 26 Jun 22, 23:36
    Comment

    Edit wollte noch sagen: Nicht bei 1000 Seiten natürlich. Aber beide Bücher bisher sind ja eher kurz.


    Jesse, sehr hilfreich ;-))

    #220AuthorGibson (418762) 26 Jun 22, 23:46
    Comment

    Gibson #218: Das habe ich nicht verstanden. Notizen zu was?


    wie penguin in #213 schrieb.

    Die frischen Eindrücke sammeln, würde ich sagen.


    auch #213: Lest ihr denn generell eher schnell oder eher langsam?

    Eher schnell.

    #221Authorschwäble (951819)  26 Jun 22, 23:46
    Comment

    Also etwa so?


    Wir fangen am Tag X an, lesen bis Z, reden 3* Tage, lesen dann bis Tag X+3 den Rest und diskutieren dann so lange, wie wir lustig sind.


    Langsame Leser fangen früh genug an, dass sie bis Tag X+3 durch sind, machen sich aber zwischendurch Notizen zu allem, was vor Z liegt, und reden ab Tag X bis Tag X+3 dann nur über diese Vor-Z-Themen.


    *Je nach Dicke des Buchs variabel


    Das müsste funktionieren, ja.


    (Ich hoffe, da ist kein logischer Fehler drin. Ich fühle mich gerade wahnsinnig schlau, meine Gedanken in mathematische Formeln gepackt zu haben ;-)



    #222AuthorGibson (418762) 27 Jun 22, 00:10
    Comment

    Wir fangen am Tag X an, lesen bis Z, reden 3* Tage, lesen dann bis Tag X+3 den Rest und diskutieren dann so lange, wie wir lustig sind.

    Langsame Leser fangen früh genug an, dass sie bis Tag X+3 durch sind, machen sich aber zwischendurch Notizen zu allem, was vor Z liegt, und reden ab Tag X bis Tag X+3 dann nur über diese Vor-Z-Themen.


    Dachte, bisschen anders:

    Wir fangen selbstbestimmt rechtzeitig so an, dass wir an Tag X bei Punkt Z sind. Alle diskutieren 1 oder 2 Tage über "Buch bis Z" und lesen ggf. schon weiter. Damit die schnellen Leser bis Tag X+3(?) nicht schon wieder alles vergessen haben, was nach Z kommt, machen sie Notizen zu allem, was nach Z liegt. Ab Tag X+3(?) diskutieren wir so lange über das restliche Buch, wie wir lustig sind.


    Ich glaub, ich geh jetzt lieber ins Bett, sonst such ich noch ne Möglichkeit, eine Quadratwurzel in das Gleichnis einzuflechten.


    #223Authorschwäble (951819) 27 Jun 22, 00:33
    Comment

    Thanks to all who are trying valiantly to fix the rules for when discussion of subsequent books should start. That topic, however, is not at all relevant to this thread, Leo liest Convenience Store Woman.


    May I be so bold as to suggest that further discussion (algebraic or not) of reading schedules please be moved to a new, separate thread, which I have set up for just that purpose: Siehe auch: Leo liest

    #224AuthorMartin--cal (272273)  27 Jun 22, 01:06
    Comment

    Als ganz stille Mitleserin möchte ich mich mal für diesen Buchtipp bedanken. Als das Thema aufkam, habe ich mir eine Leseprobe angeschaut und fand sie schön skurril, und Gibsons erste Erläuterungen zum Buch haben gerade dazu geführt, dass ich mir meine eigene Ausgabe bestellt habe;-)

    Ich lese zu langsam, um hier mithalten zu können - aber ich hoffe auf ein paar Buchinspirationen in Zukunft.

    Danke für die Thread-Idee!

    #225Authorrufus (de) (398798) 27 Jun 22, 08:04
    Comment

    Unabhängig von den laufenden Diskussionen zum optimalen Ablauf einer Buchdiskussion im anderen Faden sollten wir wohl so langsam mal entscheiden, wann denn hier die Schlussdiskussion beginnen soll. Ich hatte zwar irgendwo geschrieben, dass das nicht vor Freitag sein sollte, aber für mich selbst ist ein früherer Beginn auch kein Problem. Ich habe jedenfalls vor, die zweite Hälfte am Abend zu lesen. Wie kommen wir jetzt zu einer Einigung?

    #226Authorharambee (91833) 27 Jun 22, 10:32
    Comment

    Ich gestehe die zweite Hälfte schon gelesen zu haben, da ich am Wochenende die meiste Zeit zum Lesen haben.

    #227AuthorRed Poppy (876587) 27 Jun 22, 10:35
    Comment

    Ich lese es dann heute auch zu Ende. Bisher hat sich ja auch noch niemand gemeldet und gebeten, noch auf sie/ihn zu warten.


    Ich lese zu langsam, um hier mithalten zu können


    rufus, aber für das nächste Buch sollte es doch klappen, oder? Das ist ja viel weniger spontan entstanden.

    #228AuthorGibson (418762)  27 Jun 22, 12:43
    Comment

    Ich kriege mein Buch hoffentlich heute

    #229AuthorAnglophil (1104026) 27 Jun 22, 12:55
    Comment

    rufus, aber für das nächste Buch sollte es doch klappen, oder? Das ist ja viel weniger spontan entstanden.


    Und es ist erneut ein sehr kurzes Buch!

    #230Authorharambee (91833) 27 Jun 22, 13:01
    Comment
    Gibson/harambee:
    Danke für die Einladung, aber ... Kommt Zeit, kommt Muse zum Lesen. Es tobt zur Zeit noch zu viel Alltag durch mein Leben, so dass ich nur im Schneckentempo selbst mit den "anspruchvollsten" Büchern (sprich Niveau Eberhofer-Krimi) vorankomme, weil mir einfach der Nerv und die innere Ruhe fehlt.
    Aber vielleicht klinke ich mich mal ein ... neugierig bin ich allemal.
    #231Authorrufus (de) (398798)  27 Jun 22, 18:55
    Comment

    So, ich bin jetzt durch mit CWS und es lässt mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurück. Reden wir schon drüber, oder warten wir noch?

    #232AuthorGibson (418762) 27 Jun 22, 21:48
    Comment

    Ich bin auch durch und denke, dass wir noch warten müssen, denn ich habe den Eindruck, dass es mehrere gibt, die gerne noch etwas mehr Zeit hätten. Vielleicht können die, die noch nicht fertig sind, bis morgen 18 Uhr schreiben, wann sie voraussichtlich für die Schlussbesprechung bereit sein werden. Dabei sollte sich niemand scheuen, Zeitbedarf anzumelden. Andererseits gilt sicher auch: Wer jetzt nichts schreibt, kann sich kaum beschweren, wenn es schon wieder schnell los geht.

    #233Authorharambee (91833) 27 Jun 22, 22:47
    Comment

    D'accord.

    #234AuthorGibson (418762) 27 Jun 22, 23:39
    Comment

    Ich habe das Buch durch.

    #235AuthorRed Poppy (876587) 28 Jun 22, 08:34
    Comment

    Auch ich bin mit dem Buch durch

    #236AuthorGreenhouse (19027) 28 Jun 22, 10:17
    Comment

    Bin auch fertig.


    #232, Gibson: und es lässt mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurück


    Das ist nach meiner Erfahrung nicht untypisch für japanische Literatur.

    #237AuthorJesse_Pinkman (991550) 28 Jun 22, 12:00
    Comment

    Buch ist da! Ich kann nur heute Abend nicht viel lesen, aber das ist ja wirklich ein schmales Bändchen. Was haltet Ihr von Donnerstag?

    #238AuthorAnglophil (1104026) 28 Jun 22, 13:34
    Comment

    Ich bin schon länger fertig, habe aber nicht ständig Internet und klinke mich ggf. ein. Macht ihr mal.

    #239Authorpenguin (236245) 28 Jun 22, 16:10
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    Donnerstag ist mir recht. Anglophil, du kannst ja dann den zweiten Teil dieses Fadens eröffnen, indem du deinen Kommentar zum Buch schreibst, als Anschubser sozusagen. Sonst kriegen wir noch eine Runde Kommentare "Ich wäre dann jetzt soweit" ;-)

    #240AuthorGibson (418762) 28 Jun 22, 18:56
    Comment

    OK, vielen Dank! Was ich bis jetzt gelesen habe, ist tatsächlich rätselhaft... Ich bin gespannt, wie es weitergeht und wie Ihr dieses Buch verstanden habt. Bis morgen!

    #241AuthorAnglophil (1104026) 29 Jun 22, 11:00
    Comment

    Ein schräges Buch. Bei mir auf dem Einband stehen lauter Pressezitate wie "hilarious" - das finde ich nun gar nicht. Ich bin gespannt auf Eure Gedanken und schütte mal meinen Eimer an Eindrücken aus:


    Das Buch kommt mir vor wie eine überzeichnete, gesellschaftskritische "Laborbetrachtung": Unter der Laborlupe ist Keiko. Sie braucht einen Plan und eine Anleitung, wie sie zu funktionieren hat. Sonst kann sie sich nicht benehmen wie ein Mensch und passt nirgendwo rein. Nur der Convenience Store hat ihr bisher diese festen Leitplanken geliefert und dort funktioniert sie auch.


    Nun ist "funktionieren" anscheinend Keikos einziger Daseinszweck, sie scheint wenig menschlich angelegt. Ihre eigenen Bedürfnisse scheinen nicht da zu sein oder nicht besonders häufig/intensiv befriedigt werden zu müssen: (gutes) Essen, Gesellschaft oder gar körperliche Nähe, Körperpflege/Hygiene ... alles nicht wichtig, solange es nicht der Erhaltung der Arbeitskraft dient.


    Mit ihrer Erfahrung und Schulbildung und einem (angefangenen?) Studium liegt es auf der Hand, dass sie sich um die Stelle des Managers in ihrem Laden bewerben könnte - sie hat schon acht kommen und gehen sehen. Aber sie tut es nicht, sie zieht die Teilzeitstelle als Aushilfe mit schlechter Bezahlung und keiner offiziellen Führungskompetenz vor, obwohl sie doch an mindestens fünf Tagen die Woche arbeitet und sich alle einig sind, dass sie ein sehr wertvolles Mitglied der Belegschaft ist.


    Was mir sonst noch aufgefallen ist, worüber ich mich wundere und worüber mich Eure Meinung ganz besonders interessiert:

    • Diese ganz akribische Beschreibung der Geräuschkulisse am Anfang (die Keiko ja auch braucht, um sich in den Schlaf zu wiegen) - soll sie auf eine bestimmte, sehr einseitige Sensibilität hinweisen? Visuelle Eindrücke werden wesentlich weniger eindringlich beschrieben.
    • Keikos sehr aktive Eigenart, die Sprechweisen und Kleidungsstile ihrer Kolleg:innen zu imitieren - ist das nur einer dieser Mechanismen, die sie sich angeeignet hat, um nicht aufzufallen oder ist das auch eine weitere "Tonspur" dieses Buches?
    • Diese Handvoll sehr krasser "Lösungen", die sie bereits ausgeführt hat oder sich vorstellt, um Störungen abzustellen (Mitschüler eine Schaufel auf den Kopf schlagen, Messer an den Säugling legen, damit endlich Ruhe ist). Warum funktionieren bei ihr die grundsätzlichen Prinzipien nicht, die ihre Eltern ihr durch liebevolle Erziehung mitgegeben haben dürften?
    • Ihr Umgang mit Shiraha: Keiko könnte sich über seine steinzeitliche Einstellung und sein Verhalten als Parasit ärgern, aber für sie überwiegen die Vorteile. Sie "hält ihn" wie ein Haustier und betrachtet die Mahlzeiten mit ihm als "Fütterung". Ist sie krass berechnend oder kann sie nicht anders?


    Ich glaube, meine Grundfrage ist: Ist Keiko zu bemitleiden oder ist sie ein psychopathisches Monster?


    Was habt Ihr im Kopf?

    #242AuthorAnglophil (1104026) 30 Jun 22, 10:04
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    Ich meine in einer Rezension gelesen zu haben, dass Keiko im Autismussprektrum liegt, wahrscheinlich Asberger-Syndrom hat.


    Diese Einschränkung ihrer Person gepaart mit bzw. im Gegensatz zu den strengen Mustern, in denen man sich in der japanischen Gesellschaft bewegt (bewegen muss), macht wahrscheinlich den Charme des Buches aus.


    Nun müsste ich mich mehr zu Asperger belesen aber ganz grob im Hinterkopf habe ich das Wissen, dass Betroffene einen fest gesteckten Rahmen benötigen, um im Alltag zu funktionieren.


    Keiko lebt lieber mit einem unangenehmen Mann mit parasitären Zügen zusammen (welcher ebenfalls nicht in gesellschaftliche Konventionen passt) als noch mehr "aus der Reihe zu tanzen" und endlich Ruhe vor den Kommentaren von Familie, Kollegen und Freunden zu haben.


    Keiko ist insofern zu bemitleiden, als dass sie mit ihrem abweichenden Verhalten trotzdem in einer Gesellschaft funktionieren muss, wo Individualität schwierig ist und wo vielleicht auch mentale Krankheiten (hier ist mir kein besseres Wort eingefallen) nicht gesehen/gesellschaftlich nicht anerkannt sind/ignoriert werden.


    Randnotiz: Ich habe das Buch nicht gelesen sondern im Rahmen meines Japanisch Kurses als Hörspiel auf Spotify angehört.

    #243AuthorNachteule (463921) 30 Jun 22, 10:46
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    Re Autismus: Siehe #163, #173 und besonders 176 ff.

    #244AuthorSelima (107) 30 Jun 22, 10:54
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    Oh, danke. Ich hab nur sporadisch hier reingeschaut und bin anscheinend sehr spät wieder eingestiegen. Ich habe nur grob 30 Beiträge hochgescrollt und überwiegend Terminabsprachen gesehen. :)

    *geht nachlesen*

    #245AuthorNachteule (463921) 30 Jun 22, 11:06
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    Ich glaube nicht, dass Keiko zu bemitleiden ist, sie ist vielmehr am Schluss glücklich und zufrieden, fühlt sich sicher. Ich habe gelesen, dass die Autorin selbst in einem Konbini arbeitet, insofern wird sie sich dort auskennen. Und Keiko ist ja intelligent genug, um zu erkennen, dass sie sich anpassen muss. Dazu bietet ihr der Laden die Möglichkeit.

    #246Authorpenguin (236245) 30 Jun 22, 11:06
    Comment

    Ich bin auch der Meinung, dass Keiko nicht zu bemitleiden ist. Es gibt Menschen, die einen festen Rahmen brauchen oder, wie Anglophil es nennt, Leitplanken, um nicht aus der Spur zu geraten. Und das bietet ihr der Supermarkt mit allen Regeln, Standards und vorgeschriebenen Floskeln. Und wenn Keiko wirklich unter einer Art Autismus leidet, dann ist es bestimmt der richtige Weg, auch um ihre psychopathischen Züge unter Kontrolle zu behalten.


    Immerhin hat sie erkannt, dass eine Ehe mit einem Mann wie Shiraha für sie nicht geeignet ist, ja, dass sie sich nicht anpassen muss und ihr Leben leben kann.

    #247AuthorRed Poppy (876587) 30 Jun 22, 11:15
    Comment

    Warum meinst du, dass sie sich nicht anpasst? Für mich sind die Regeln oder Leitplanken des Konbini gerade der Rahmen für ihre Anpassung, selbst wenn sie Shiraha rauswirft (was ja nicht explizit gesagt wird).

    #248Authorpenguin (236245) 30 Jun 22, 11:26
    Comment

    Ich habe es so verstanden, dass sie sich von Shiraha trennt und von daher auf Anpassung durch Beziehung zu einem Mann verzichtet. Sie lebt dann das Leben, das sie sich ausgesucht hat, als Hilfskraft in einem Konbini weiter.

    #249AuthorRed Poppy (876587) 30 Jun 22, 11:29
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    Das stimmt, aber die Anpassung durch ihre Arbeit, auch als Voraussetzung für alles andere (Essen, Schlaf, Körperpflege), ist ja nach wie vor gegeben. Sie merkt eben, dass ihr das als Anpassung reicht.

    #250Authorpenguin (236245) 30 Jun 22, 11:36
    Comment

    Meine nach der ersten Hälften gemachten Prognosen sind teilweise eingetreten, aber schon in anderer Form, als ich gedacht hatte.


    Interessant fand ich ziemlich am Anfang der zweiten Hälfte, dass Keiko die Gedankenwelt von Shirara ganz treffend analysiert hat. Dass er ein derartiger Schmarotzer sein würde, konnte ihr da aber noch nicht bewusst sein. Als das dann später klar wurde, hat es sie aber auch kaum gestört (davon abgesehen, dass die "Fütterung" finanziell nicht einfach war).


    Ebenfalls überrascht hat mich das Verhalten von Shiraha, als Keikos Schwester zu Besuch war, als er mit eigentlich absurden Darstellungen Keiko in gewisser Weise gerettet hat.


    Ich weiß aber gar nicht, was ich von dem Ende halten soll. penguin schreibt, dass sie am Schluss glücklich und zufrieden ist. Ist sie das? Okay, sie ist Shiraha los, was vermutlich Grund genug ist, zufrieden zu sein. Gibt es aber irgendwelche Hinweise, dass sie mit den Erwartungen der Umwelt in Zukunft besser zurecht kommen wird? Da die Umwelt sie weiterhin nicht verstehen wird, muss sie diese Erwartungen verdrängen, was ihr in letzter Zeit immer schlechter gelungen ist. Kann sie es jetzt oder wird alles noch viel schlimmer? Die Erkenntnis, dass sie in dem convenience store am besten "funktioniert", ist ja auch ihr nicht neu. Reicht das aus, um mit neuen Problemen besser zurechtzukommen? Sie hat ja jetzt noch deutlicher gelernt, dass ihre Schwester sie nicht versteht. Vorher war die Schwester schon wichtig für sie. Ist das Tischtuch zur Schwester damit zerschnitten? Wird sie jetzt außer ihrer neuen Arbeitsstelle, die sie vermutlich finden wird, noch weniger soziale Kontakte haben als früher? Natürlich muss sie selbst wissen, ob das richtig für sie ist, aber ist es für Euch einfach und klar, dass das genau das ist, was sie braucht? Ich weiß es nicht.


    Anglophil fragt:


    Ich glaube, meine Grundfrage ist: Ist Keiko zu bemitleiden oder ist sie ein psychopathisches Monster?


    Ein Monster ist sie für mich nicht, denn sie scheint für ihre Mitmenschen keine Gefahr darzustellen. Ist sie zu bemitleiden? Da bin ich etwas unsicher.

    #251Authorharambee (91833) 30 Jun 22, 11:41
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    I have very mixed feelings. 


    As suspected, the second half sees a return of Shiraha. To me, the novel’s main weakness is the excessive space given to Shiraha’s world view, to which I was completely indifferent, primarily because the novel does little to earn our interest in his inner life. Shiraha sees himself as a step above Keiko in his stone-age pecking order for reasons that, as far as I can tell, are based on nothing but misogyny and make no sense even on their own terms – if we accept his premise that society values people entirely according to their usefulness to ‘the village’, then surely Keiko sits well above him, as someone who is at least able to hold down a job at a convenience store.


    To me, Shiraha is interesting only in relation to Keiko. She lets him into her life in order to deflect attention from her strangeness, but ultimately achieves the opposite by attracting her coworkers’ interest in her private life. She initially wants to be seen as more ‘normal’ and more human, but in practice, being seen as human feels like a devaluation to her (‘it felt like he’d downgraded me from store worker to female of the human species’). And by the end, Keiko has given up on her desire to be – and be seen as – a normal person or even human at all.


    In fact, Keiko and Shiraha dehumanise each other. Shiraha calls Keiko ‘the lowest of the low’ and ‘the dregs of society’. The way he talks to her would be upsetting if she weren’t constitutionally incapable of taking offense, which I found kind of amusing and impressive. In turn, Keiko sees Shiraha as a pet – she says she has ‘adopted’ him and brings him ‘his feed’ when it is ‘feeding time’. (I found this pretty funny, too.) 


    I liked the ending very much. Keiko is reborn yet again – in the final few paragraphs, she sees her own reflection in a glass window and is reminded of seeing her newborn nephew through the hospital window. The final scene ties in with the religious flickers seen earlier in the novel. Keiko finds redemption, achieving spiritual transcendence and communion with the convenience store (‘channeling its revelations from on high’). You could see her as a nun of sorts. (She’s even virginal and celibate.) It was interesting and somewhat surprising to me that Keiko’s feeling of belonging is evidently not tied to the particular convenience store in which she worked for so many years, but extends to other convenience stores, too. Perhaps it’s the convenience store as a concept, the archetypal convenience store, that is the subject of her devotion.


    Most of the questions I had after the first half were left unanswered. We still don’t know what happened to the poor boy after Keiko hit him with the spade, and I’m still not entirely sure what the sister’s reference to Keiko’s rehabilitation was about. But we do learn that, as I suspected, Keiko’s workplace is not really as strange as it seemed when seen through the prism of her eyes – the other workers and the manager gossip, they socialise outside work, and (to Keiko’s bafflement and annoyance) they do not put the deep-fried chicken skewer promotion at the very top of their priority list.


    All in all, I don’t think anything I wrote in #163 was completely off the mark, but for me, the novel didn’t live up to the promise of the first half.


    Ist Keiko zu bemitleiden oder ist sie ein psychopathisches Monster?

    I agree with penguin and Red Poppy: neither. Because her mind works in a very different way from most other people’s minds, she is not well suited to society, or society is not well suited to her. This could very easily have made her a tragic figure in any number of different ways, but Keiko manages to find her place and the strength to follow her own path. I don’t pity her; I admire her.


    liegt es auf der Hand, dass sie sich um die Stelle des Managers in ihrem Laden bewerben könnte

    That’s an interesting question. There appears to be a very clear division between ‘part-time workers’/’casual workers’ (yes, ‘contract workers’ is probably the better term) and ‘regular staff workers sent from head office’, and I imagine it’s difficult or even impossible to progress from the former to the latter. However, Mrs Izumi is also a casual worker and has nevertheless been put in charge of the day shift. Why Mrs Izumi and not Keiko, when Keiko has so much more relevant experience? I imagine Keiko is simply seen as too weird to be given that responsibility, which seems like a shame from the outside, but it doesn’t even occur to her to question it. 


    selbst wenn sie Shiraha rauswirft (was ja nicht explizit gesagt wird)

    I had the same terrible thought: does she let Shiraha continue to live with her as a parasite? I initially assumed he would move out, but the relevant passage is actually ambiguous. ('For the human me, it probably is convenient to have you around, Shiraha, to keep my family and friends off my back. But the animal me, the convenience store worker, has absolutely no use for you whatsoever.') I really hope she gets rid of him.

    #252Authordulcinea (238640) 30 Jun 22, 11:44
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    Du hast aber recht, dass nicht ausdrücklich gesagt wird, dass sie diesen Mann hinauswirft. Was ich aber für sie hoffe.


    Die Geschichte um Shiraha, seine raumgreifende Präsenz sowohl in Keikos Leben als auch im Buch war mir fast zu viel. Im Grunde war "Pos. 666" als Mitte des Buches gut gewählt, hier findet ein richtige Zäsur statt: das Erzähltempo nimmt zu, die Ereignisse überschlagen sich fast. Warum hat die Erzählerin die Schwägerin von Shiraha ins Spiel gebracht? Um weiteren Druck auf Keiko auszuüben? Hätte die Geschichte nicht auch so funktioniert?

    #253AuthorRed Poppy (876587) 30 Jun 22, 11:46
    Comment

    Das hat mich gestört, dass das nicht abschließend geklärt ist, ob sie diese Zecke wirklich los ist. Wenn er wenigstens eine sympathische Zecke wäre. Die gibt's ja auch. Dann könnte ich mir ein für beide vorteilhaftes Arrangement vorstellen. Aber so?

    #254AuthorSelima (107) 30 Jun 22, 11:47
    Comment

    #253 Warum hat die Erzählerin die Schwägerin von Shiraha ins Spiel gebracht?


    Ja, das habe ich mich auch gefragt. Eigentlich spielt sie für die Geschichte keine Rolle, denn wenn es ein Versuch war, Shiraha als Opfer der Schwägerin darzustellen, ist das zumindest bei mir nicht gelungen, auch wenn diese Schwägerin es ebensowenig auf die Liste der sympathischen Figuren der Geschichte schafft wie eigentlich fast jeder andere.

    #255Authorharambee (91833)  30 Jun 22, 11:55
    Comment

    I think the sister-in-law’s function is to illustrate how much of a parasite Shiraha is. He has burned all his bridges and has no one left who is willing to support him financially.

    #256Authordulcinea (238640) 30 Jun 22, 12:08
    Comment

    Die beiden Schwestern (Keikos eigene und die Schwester des Bruders von Shiraha) spielen für mich beide eine wichtige Rolle.


    Mami ist "die Normale", die aber gleichzeitig immer auf Keikos Seite war und ihr Ausreden geliefert hat und jahrzehntelang versucht hat, Keiko zu "heilen" und zu integrieren.


    Die Schwägerin knallt völlig unangemeldet in die Geschichte rein und spricht drastische Worte, sie ist verletzend (wäre Keiko imstande, verletzt zu werden). Aber sie gibt Keiko auch wertvolle Informationen, die andere aufgrund ihrer Höflichkeit nicht wagen auszusprechen, bspw. dass es nicht sinnvoll ist, dass sich Keiko und Shiraha fortpflanzen.


    Die Schwestern sind zwei (völlig unterschiedliche, aber dennoch) Ratgeberinnen.

    #257AuthorAnglophil (1104026) 30 Jun 22, 12:09
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    Aber sie gibt Keiko auch wertvolle Informationen - was von Sirahas Schwägerin schon ziemlich übergriffig ist; sie kennt Keiko nicht und maßt sich Ratschläge an, die schon umverschämt sind.

    Von Keikos Schwester sollte man wenigstens annehmen, dass sie Keiko kennt und hoffen, dass sie Keiko versteht.

    #258AuthorRed Poppy (876587) 30 Jun 22, 12:20
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    Auch ich finde nicht, dass Keiko zu bemitleiden ist.

    Sie hat erkannt, dass die Arbeit als Mitarbeiterin in einem Konbini, mit den klaren Regeln und Strukturen, genaus das ist, was sie braucht um ein eigenständigens Leben führen zu können.

    Und sie hat erkannt, dass sie ihren Weg gehen muss, egal was die anderen sagen.

    So wird sie hoffentlich besser damit zurecht kommen, wenn ihr wieder mal gesagt wird, sie solle doch ihr Leben ändern, denn sie weiß jetzt ganz genau, dass dies für sie nicht in Frage kommt.


    Dazu gehört dann eigentlich auch, die endgültige Trennung von Shiraha, denn er behindert sie ja darin, sich für den Konbini zu pflegen und einsatzbereit zu halten.


    #252 Das der Konbini, und die Arbeit darin, Keikos Religion ist, finde ich einen guten Gedanken.

    In Klöstern, egal welchen Glaubens, gibt es ja auch feste Strukturen und Tagesabläufe, feste Regeln und Gebete. Sie ist eben ein Teil der Glaubensgemeinschaft Konbini.


    Ich sehe es so, dass Keiko ihren Platz gefunden hat und nicht mehr daran zweifelt, nur weil andere es anders sehen.

    Sie weiß jetzt wohin sie gehört und kann mit der Welt ihren Frieden schließen.

    #259AuthorLanni (1131571) 30 Jun 22, 12:40
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     dass sie am Schluss glücklich und zufrieden ist. Ist sie das?


    Ja, das glaube ich ziemlich sicher. dulcinea hat oben auch schon auf den letzten Absatz hingewiesen (den Vergleich mit ihrem neugeborenen Neffen) und ich hatte den Eindruck, dass der Store hier mit ihrem eigenen Kind (=Erfüllung, Lebenssinn) gleichgesetzt wird. In sich - also aus Sicht der Protagonistin - ist es ein Happy End.


    Als Leserin fand ich es aber auch unbefriedigend. Ich weiß immer noch nicht, was in ihrer Kindheit passiert ist, und die Referenz zu "rehabilitation" wird nicht aufgelöst. Was mir auch nicht ganz klar ist: warum hat sie gekündigt? Sie sollte ja einen besseren Job finden, aber würde man nicht erst kündigen, wenn man den hat? Diese arbeitslose Intermezzo, in dem sie beginnt, völlig zu verwahrlosen, war ja eigentlich gar nicht nötig (für die 'innere' Geschichte des Buch. Um den Lesern zu zeigen, was mit ihr passiert, war es natürlich wichtig.)


    Ich bin auch mit dem Ende nicht ganz glücklich. Ich weiß nicht, was ein gutes Ende gewesen wäre, aber obwohl man es als Plädoyer für Toleranz lesen könnte - jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden, Menschen sind verschieden und das ist in Ordnung - ist ein Leben, das sich ziemlich buchstäblich als Teil eines Geschäfts versteht und nur so existieren kann, schon irritierend. Sie schläft nur, sie isst nur gesund, sie pflegt sich nur, weil es die Arbeit verlangt, und ganz am Schluss wird es noch mal überdeutlich formuliert: "My hands, my feet - the exited only for the store! For the first time, I could think of the me in the window as a being with meaning". Ich finde das grotesk und frage mich, ob das Buch nicht einfach eine böse Kritik an der japanischen Gesellschaft ist, in der die Arbeitswelt den Einzelnen dermaßen vereinnahmt. Weiß jemand etwas über die japanische Rezeption?


    Aber interessant war es auf jeden Fall für mich. Ich habe nicht bereut, es zu lesen.

    #260AuthorGibson (418762)  30 Jun 22, 12:47
    Comment

    Ihr seid alle so optimistische Menschen (-;


    Meiner Ansicht nach lässt das Ende völlig offen, ob sie es schaffen wird, glücklich zu bleiben/werden.


    Ich finde, dass Ihr diese Stelle mit dem rehabiltated überbewertet. Ich habe da nur gelesen, dass sie in der Ausrede, die sie gibt, nicht mehr akut krank ist, sondern sich von einer Krankheit erholt und weitgehend erholt hat. Es mag aber sein, dass solch eine Interpretation gar nicht zum Wort "rehabilitated" passt. Falls die, die die Geschichte auf Deutsch gelesen haben, die Stelle schnell finden (bei ca. 34%, Keiko ist gerade bei ihrer Schwester zu Besuch), wäre es interessant zu erfahren, welches deutsche Wort in der Übersetzung gewählt wurde.


    PS für die Korinthenausscheider: Es ist natürlich unabhängig davon, ob die Leser der deutschen Übersetzung die Stelle schnell finden, interessant, welches deutsche Wort verwendet wird, aber es ist eben auch nicht so wichtig, dass Ihr das Buch jetzt nochmal lesen müsst. (-;

    #261Authorharambee (91833)  30 Jun 22, 13:15
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     Ich finde das grotesk und frage mich, ob das Buch nicht einfach eine böse Kritik an der japanischen Gesellschaft ist, in der die Arbeitswelt den Einzelnen dermaßen vereinnahmt.


    Das findest du optimistisch? ;-)


    Das Ende ist für mich pure rapture. In einem christlichen Buch hätte ich erwartet, dass die Wolken sich teilen und eine Hand aus dem Himmel kommt :-)


    #262AuthorGibson (418762) 30 Jun 22, 13:40
    Comment

    #261 Ich habe die Textstelle im deutschen Taschenbuch auf Seite 54 gefunden. Hier sagt Keiko:


    "Ach, Asami, da fällt mir ein, neuerdings gucken die Leute immer so misstrauische, wenn ich das mit meiner chronischen Krankheit sage. Fällt dir vielleichtnoch etwas Besseres für mich ein?"


    Die Antwort der Schwester:


    "Aber dass du nicht so fit bist, ist ja nicht gelogen. Schließlich bist du in einer Genesungsphase. Da brauchst du dich doch nicht zu schämen."


    Doch die Frage ist, wovon sie genesen muss. Von ihrem Verhalten? Eine andere Krankheit als der mutmaßliche Autismus ist nicht erwähnt worden.


    Für mich bleiben nach der Lektüre offene Frage. Und ich weiß nicht, ob ich das Buch weiterempfehlen würde.

    #263AuthorRed Poppy (876587) 30 Jun 22, 22:41
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    Danke, Red Poppy! Ich finde weiterhin nicht, dass man in diesem Satz nach tiefsinnig versteckten Botschaften suchen muss.


    #263 Für mich bleiben nach der Lektüre offene Frage. Und ich weiß nicht, ob ich das Buch weiterempfehlen würde.


    Schon nach der ersten Hälfte hatte ich geschrieben, dass das Buch vermutlich nicht auf meine Empfehlungsliste kommt und dabei bleibt es. Das heißt nicht, dass ich die mit dem Buch verbrachte Zeit für vergeudet halte. Es war interessant genug (und zudem eben sehr kurz), aber für eine Empfehlung wäre mehr nötig.

    #264Authorharambee (91833) 01 Jul 22, 07:31
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    zur "Krankheit":

    Bei 7%, kurz bevor sie von der Eröffnung des Konbini erfährt, heißt es in der englischen Ausgabe: And so, believing I had to be cured, I grew into adulthood.

    Die deutsche Leseprobe hat dazu:

    Ich fand überhaupt keinen Anschluss und wuchs in der Vorstellung heran, „unheilbar" zu sein.


    Sie hat also bemerkt, dass sie anders ist, unangepasst, versteht es allerdings selbst nicht.


    Ich fand die Einblicke in die japanische Gesellschaft interessant.

    #265Authorpenguin (236245) 01 Jul 22, 07:42
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    Das von penguin genannte Zitat findet sich ganz am Anfang des Buch, da ist Keiko noch ein Kind. Das andere Gespräch mit der Schwester ist ca. dreißig Jahre später. Weshalb sagt die Schwester dann, Keiko sei nicht so fit? Alles merkwürdig.


    Ich fand die Einblicke in die japanische Gesellschaft interessant. - Ich auch. Und fühlte mich an die kalte Atmosphäre erinnert, von der ich gelesen habe, als die japanische Prinzessin geheiratet hat. Da sie einen Bürgerlichen geheiratet hat wurde sie aus der Familie verstoßen und musste das Land verlassen.


    Einen guten Einblick in die japanische Gesellschaft gibt es auch von Haruki Murakami (zum Beispiel in seiner Erzählung "Schlaf"). Oder, aus europäischer Sicht, in den Bücher der Belgierin Amélie Nothomb: "Der japanische Verlobte" (ein Blick in das japanische Privatleben) und "Mit Staunen und Zittern" (Arbeit in einem japanischen Unternehmen).

    #266AuthorRed Poppy (876587) 01 Jul 22, 09:16
    Comment

    Interessant, dass wir die Frage, ob uns das Buch Einblicke in die japanische Gesellschaft gegeben hat, so unterschiedlich beantworten. Ich sehe nämlich so gut wie gar keine derartigen Einblicke und finde weiterhin, dass diese Geschichte auch in Castrop-Rauxel oder Dessau hätte spielen können.

    #267Authorharambee (91833) 01 Jul 22, 10:37
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    Ich glaube, ich habe "rehabilitate" vielleicht einfach falsch gelesen: Ich bin von der strafrechtlichen/ politischen Bedeutung ausgegangen: jemanden rehabilitieren. An schlichtes "Genesen" habe ich überhaupt nicht gedacht. Das würde in der Tat Sinn ergeben, da sie ja nach wie vor ihre Krankheit als Ausrede benutzt, in ihrem dead-end job zu bleiben.


    Re #267: Ich denke schon, dass die Wichtigkeit von Work-Life-Balance in Japan eher unterentwickelt ist, jedenfalls im Vergleich zu Castrop-Rauxel. Und auch der Wunsch, ein gut funktionierendes Rädchen im Getriebe zu sein, erscheint mir für Deutsche ungewöhnlich. Hier* ist das ja eher ein Ausdruck der Frustration.


    (*in Deutschland, nicht im Buch. Ich fand es im Nachhinein unklar.)

    #268AuthorGibson (418762)  01 Jul 22, 14:43
    Comment

    Re #268 Schon, aber das trifft doch im Buch nur für Keiko zu. Viele der anderen scheinen sich doch viele Freiheiten zu nehmen und gar nicht so großes Interesse daran zu haben, ein gut funktionierendes Rädchen im Getriebe zu sein. Wie wenig einige der Mitarbeiter am Erfolg des Convience Store interessiert sind, ist doch geradezu shocking oder? (-;


    Also ist Keiko eher die Ausnahme und ich schließe nicht aus, dass es solche Ausnahmen auch in Castrop-Rauxel gibt.

    #269Authorharambee (91833) 01 Jul 22, 19:44
    Comment

    Stimmt - Keiko ist für mich praktisch "das Buch", weil die anderen Charaktere so blass bleiben und vorwiegend den Hintergrund bilden, vor dem Keiko lebendig wird, deshalb habe ich "Keiko" tatsächlich als "die Gesellschaft" gelesen. Dazu kommt das, was ich von meinen japanischen Schülern höre, die alle liebend gerne länger in Deutschland bleiben würden als die normalen 3 Jahre, weil das (Arbeits-) Leben hier so viel angenehmer ist. Aber das ist quasi externe Information, die in meine Interpretation mit einfließt, da aber nicht unbedingt etwas zu suchen hat. Du hast recht, dass es im Buch eigentlich nur diese eine Person ist.


    Ich bin beim Browsen über die Beschreibung "a love story between a woman and a store" gestolpert und kann mich nicht entscheiden, ob ich CWS als schwarze Satire auf das Bestreben, völlig in der Arbeit aufzugehen, lesen will oder als Hohelied auf eine radikal individuelle Lebensgestaltung. Jedenfalls wird es für mich zu einem jener Bücher, die im Nachhinein eher interessanter werden als verblassen. Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr Sachen entdecke ich.

    #270AuthorGibson (418762)  01 Jul 22, 20:59
    Comment

    Für mich gab es in der Mitte des Buches nur zwei mögliche Richtungen:

    1. Keiko begeht tatsächlich einen Totschlag (was sich ja in den Episoden mit der Schaufel und mit dem Messer andeutet) und kommt ins Gefängnis, wo sie vielleicht sogar glücklich wird, weil sie dann eine Rolle zugewiesen bekommt (die der Psychopathin), in der keine gesellschaftlichen Ansprüche mehr an sie gestellt werden, und weil im Gefängnis klare, explizite, nachvollziehbare Regeln herrschen.
    2. Sie macht sich frei von den Ansprüchen, die die Gesellschaft an sie heranträgt, und wird als Convenience Store Worker glücklich.

    Ich hatte sehr auf Option 2 gehofft und bin zufrieden, dass dieser Wunsch erfüllt wurde.


    Bereits ziemlich am Anfang hatte ich mehrere echte Menschen vor Augen, die gemessen an gesellschaftlichen Standards "nichts aus ihrem Leben" gemacht haben und trotzdem sehr zufrieden sind, weil sie ihre Nische gefunden haben, in der sie einen guten Job machen.


    Dass Keiko autistische Züge hat, kam mir gleich in den Sinn. Und als Parabel auf den Umgang mit Menschen, die nicht den "neuro-normativen Standards" entsprechen, finde ich das Buch großartig. Keiko sieht die Welt anders, hat für sich selbst nicht die Ziele, die die Gesellschaft ihr aufdrängen will - so geht es doch vielen Menschen, und erst allmählich setzt sich der Gedanke durch, dass es verschiedene Wege zum Glücklichsein gibt (ich bin gerade viel mit Berufsorientierung befasst, und es scheint mir gar nicht so "japanisch", dass junge Menschen einem hohen gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sind, "etwas aus ihrem Leben zu machen".)


    Für mich ist das Ende des Buches auch überhaupt nicht offen: Keiko stellt sich ihrer wahren Bestimmung und wird sich bewusst, dass sie die Anforderungen der Gesellschaft nicht erfüllen muss.


    Dass sie Shiraha rausschmeißt, ist für mich gesetzt. Die Legitimation dazu wurde von Shirahas Schwester geliefert. Und Keiko hat Shiraha zwar benutzt, aber umgekehrt war es viel heftiger, denn er hat sie nicht nur benutzt, sondern ausgenutzt und beleidigt. Dadurch bleibt Keiko (für mich) die sympathische Figur, denn Shiraha muss mir nicht leidtun.


    Insgesamt kann ich alles unterschreiben, was Lanni in #259 geschrieben hat.

    #271AuthorRaudona (255425) 02 Jul 22, 19:02
    Comment

    Karriere-Partner-Kinder, alle gehen davon aus, dass das die obersten Lebensziele eines jeden sind. Keiko ist anders, glaubt aber, sie muss so tun also ob, um nicht unangenehm aufzufallen. Die Gesellschaft baut sehr viel Druck auf und das ist nicht Japan-spezifisch, sondern bei uns genauso. Im Buch wird sie mehrmals direkt darauf angesprochen und sie muss sich eine "Ausrede" einfallen lassen. Schwieriger, aber noch lebensnaher ist es, dass man NICHT direkt darauf angesprochen wird, und auch keine Gelegenheit bekommt, sich zu rechtfertigen. Man spürt es nur durch bestimmte Bemerkungen, Blicke oder dadurch, dass man ausgegrenzt wird. Das finde ich noch schwieriger als wenn Keiko darauf angesprochen wird.


    Die Frage, die hier im Forum im Vordergrund zu sein scheint, ist die, warum Keiko so ist wie sie ist. Wenn jemand von der Norm abweicht, wird eine Erklärung gesucht.


    Für mich ist das in dem Fall gar nicht so wichtig. Die Botschaft, die ich mitnehme, ist, dass jeder so glücklich werden soll, wie er möchte. Dass man nicht das tun soll, was andere von einem erwarten, sondern das, was man selber möchte, denn nur so kann man zufrieden leben.

    #272Authorcaissa (225192)  04 Jul 22, 10:51
    Comment

    Wenn die Umsetzung des Prinzips "Ich mache nur das, was ich selber möchte" das Leben der anderen immer so wenig beeinträchtigen würde wie im Falle Keikos, dass wäre das sicher ein völlig unproblematisches Lebensmotto.


    Interessant finde ich, wie unterschiedlich unsere Prophezeiungen für das weitere Leben Keikos sind.

    #273Authorharambee (91833) 04 Jul 22, 11:18
    Comment

    Ich sehe Keikos Zukunft nicht ganz so positiv, wie in meinem Beitrag vielleicht rübergekommen ist, denn die Probleme, die sie bisher hatte, werden ja nicht verschwinden. So bleiben einige Fragen offen:


    Was passiert, wenn sie zu alt ist und ihre Kraft nachlässt?

    Wie wird ihr Verhältnis zu ihrer Schwester und das zu ihren Freunden sein?

    Wie wird sie künftig im Convenience Store wahrgenommen und wie wird sie sich verhalten (z.B. bezüglich dem Imitieren von Kleidungs- und Sprachstilen)?

    #274Authorcaissa (225192) 04 Jul 22, 11:48
    Comment


    Ich habe "Convenience Store Woman" nicht gelesen, sehe aber gerade, dass das ca. 10, 11 getan und kommentiert haben (als dann endlich alles feststand). Ich hätte gedacht, dass der Faden dann mit 300 posts locker voll wird, und nun sehe ich so ein fast unbefriedigendes Aushauchen bei post #274, obwohl Kommentare erst spät angefangen wurden (?bei #230?)


    Wenn ihr euch entscheiden müsstet: Was gäbt ihr jeweils dem Buch spontan für eine Note (dt. Schulnote 1 - 6) oder Kategorie (A - C) ... so alles in allem?

    #275AuthorBraunbärin (757733) 05 Jul 22, 18:28
    Comment

    Von mir bekommt das Buch eine 2-3. Eher eine 2 denn eine 3.

    Ich werde es nochmal sorgfältiger lesen und genauer auf Formulierungen achten.

    Außerdem fand ich es spannend, ein weiteres Fitzelchen des japanischen Alltags kennenzulernen.

    Allerdings finde ich das Thema Japan und seine Kultur, sowieso spannend und freue mich sehr, über Leo, dieses Buch entdeckt zu haben.

    #276AuthorLanni (1131571) 05 Jul 22, 18:45
    Comment

    Ich bin auch bei einer 2-3: kurios, neuartig, anders als alles, was ich bisher gelesen habe, aber irgendwie zu unterkühlt.

    #277Authorcaissa (225192) 05 Jul 22, 21:32
    Comment

    Ja, unterkühlt trifft es gut, auch für mich. Ich empfand durchaus Empathie für Keiko, ein bisschen jedenfalls, aber es ist kein Buch, das mich wirklich emotional tief berührt hat. Es war interessant, sprachlich und inhaltlich, aber eher ein Buch fürs Hirn als fürs Herz. Und damit für mich kein neues Lieblingsbuch - das geht bei mir nur, wenn ich in ein Buch reinfalle und nur rauskomme, wenn ich muss.


    (Büchern Noten geben mag ich nicht.)

    #278AuthorGibson (418762)  05 Jul 22, 21:55
    Comment

    6: Paper-thin characters of little interest, trivial story, no literary merit.

    #279AuthorMartin--cal (272273) 06 Jul 22, 00:12
    Comment

    Unterkühlt und distanziert, so würde ich das Buch beschreiben. Auch Keiko blieb für mich auf Distanz, dennoch versuchte ich zu verstehen, weshalb sie handelt wie sie handelt. Aber warm geworden bin ich mit ihr und der Geschichte nicht.

    #280AuthorRed Poppy (876587) 06 Jul 22, 09:14
    Comment

    Ich finde, dass sowohl die Sprache als auch die blassen Charaktere zu der neuro-untypischen Hauptperson passen und ihre Welt und Gefühlslage beschreiben. Das muss man nicht mögen, ist aber etwas anderes als einfach ein schlecht geschriebenes Buch - die Distanz ist ja vermutlich beabsichtig. Ich finde #279 etwas harsch.

    #281AuthorGibson (418762) 06 Jul 22, 09:47
    Comment

    Auf Youtube gibt es hier eine Lesung und ein Gespräch mit Murata Sayaka aus dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin. Bislang hatte ich noch keine Zeit, das gesamte Video anzusehen, hoffe aber auf eine Gelegenheit am Wochenende.

    #282AuthorRed Poppy (876587) 06 Jul 22, 10:09
    Comment

    Ich hatte letzten Freitag nach Beendigung der Lektüre einen längeren Kommentar verfasst, diesen aber anscheinend gelöscht statt abgeschickt.

    Mich ließ das Buch zunächst etwas ratlos zurück. Aber es hat mich dann doch etwas länger beschäftigt. Ich weiß aber nicht, ob ich es irgendwem empfehlen würde.


    #279 erscheint auch mir etwas harsch. Ja, die meisten Charaktere sind etwas blass, aber vielleicht sind sie das auch, weil wir sie aus Keikos Perspektive sehen und sie sich aufgrund ihrer etwas anderen Sichtweise für manche Details entweder nicht interessiert oder sie schlicht nicht wahrnimmt. Wenn die Quintessenz des Buches nur sein soll „leb nicht das Leben, das Andere für Dich wollen, sondern mach dein Ding“ dann erscheint das tatsächlich etwas trivial. Ich bin nicht gut im Interpretieren, glaube, aber dass da noch einiges mehr an Themen aufgemacht wird, z.B. Kritik an der japanischen Gesellschaft und ihren rigiden Vorstellungen oder auch Verständnis und Toleranz für nicht-neurotypische Menschen (mir kam auch der Gedanke an Autismus, aber da ich davon keine Ahnung, sondern nur popkulturelles Viertelwissen habe, würde ich mich darauf nicht festlegen wollen). Vielleicht auch nicht wahnsinnig tiefsinnig, aber auch nicht völlig trivial, finde ich. Über den literarischen Wert mögen sich dahingehend bewandertere Leoniden äußern, ich würde sagen, ich habe schon bedeutend Schlechteres gelesen.


    Es ist halt fremd und mir auch fremd geblieben, „unterkühlt“ trifft es gut. Ich bin schon froh, es gelesen zu haben, einfach, weil es etwas Anderes war, aber es hat nicht unbedingt den Wunsch in mir geweckt, noch mehr von dieser Autorin zu lesen.


    #283AuthorDragon (238202) 06 Jul 22, 10:22
    Comment

    Mich hat vor allem der Aspekt gereizt, dass ich mein eigenes, gesellschaftlich geprägtes Verhalten hinterfragen musste. Keiko sieht die Welt rein rational, ohne unseren sozial-moralischen Überbau. Ganz am Anfang wird das in der Szene mit dem toten Vogel sehr deutlich: Ihr Vater isst gern Geflügel = tote Vögel. Einen toten Vogel sollte man also essen, nicht begraben. Und was soll das, auf den toten Vogel auch noch abgerissene Pflanzen zu legen, die dann auch sterben müssen?


    Aus Keikos Sicht es es also auch vernünftig, einen randalierenden Schüler mit einer Schaufel zu schlagen oder einer hysterischen Lehrerin Rock und Unterwäsche herunterzuziehen - beides hat ja durchaus den gewünschten Effekt.


    Keiko musste aber erfahren, dass ihr Verhalten aus Gründen, die sie nicht versteht, "falsch" ist. Und sie versucht sich äußerlich anzupassen, folgt klaren Regeln und Anweisungen, wo sie sie findet. Daher betrachtet sie die Aufforderung von Shiharas Schwester, sich auf keinen Fall fortzupflanzen, auch nicht als Beleidigung, sondern als Anweisung.


    Den Perspektivwechsel - welche Normen nehmen wir als gegeben hin, ohne sie jemals zu hinterfragen? - finde ich sehr spannend.

    #284AuthorRaudona (255425) 06 Jul 22, 11:33
    Comment

    Ich habe in der Mittagspause mal in den Link aus #282 reingehört bzw. geschaut und mich dabei auf die Leserfragen am Schluss beschränkt. Gelernt habe ich:


    Beim Schreiben hat die Autorin nicht an Autismus gedacht. Nachdem das Buch in andere Sprachen übersetzt wurde, wurde ihr diese Frage häufig gestellt und sie hat erst dadurch gelernt, dass Keiko autistische Züge hat.


    Die Frage, ob das Buch ein happy end hat oder nicht, lässt sie (natürlich?) offen und sagt stattdessen, dass beides zutrifft.


    Ebenso wird nicht klar beantwortet, ob das Buch eine Hymne auf Individualität und/oder eine Kritik am japanischen Arbeitsalltag ist. Es war aber nicht ihre Absicht, eine solche Kritik zu schreiben, aber sie versteht die chemischen Reaktionen in den von ihr geschaffenen Aquarien selbst oft nicht.


    Das Buch ist auch eine Liebeserklärung an Konbinis (oder doch nicht?). Sie selbst hat als Zwanzigjährige ihren ersten Job in einem solchen Laden begonnen, der dann aber pleite gegangen ist. Im zweiten gab es eine Schießerei ...


    Nach Ansicht der Autorin würde Keiko als Filialleiterin nicht funktionieren.


    ...

    #285Authorharambee (91833)  06 Jul 22, 13:24
    Comment

    An ein Aquarium habe ich zwischendurch auch gedacht. (Wird das im Buch nicht auch erwähnt?) Ich schaue von außen wie durch eine Scheibe auf das Geschehen in Laden, in die Wohnung, in die Familie. Die Stimmen werden leise, eine Nähe ist nicht gegeben und durch die Scheibe auch nicht erwünscht.


    Das Interview scheint mehr Fragen aufzuwerfen als zu beantworten.


    Ich bin auch der Meinung, dass Keiko nicht Filialleiterin sein könnte, auch nicht Chef-Aushilfe; dafür müsste sie ja Verhaltensweisen vorgeben, was sie augenscheinlich nicht kann.

    #286AuthorRed Poppy (876587) 06 Jul 22, 13:55
    Comment

    Ich finde #279 auch sehr harsch. Das hat weder Keiko noch die Autorin verdient. Man kann ein Buch mögen oder nicht, das Fremdartige verstehen oder nicht, aber ich finde nicht, dass man Convenience Store Woman in Bausch und Bogen verdammen muss. Japanisch und die japanische Kultur sind so anders, so uneuropäisch, dass das Buch deshalb meiner Meinung nach wieder interessant ist. Den literarischen Wert kann man wohl nur beurteilen, wenn man auch Japanisch kann, und vielleicht sind ja auch die etwas schlichten Sätze Ausdruck von Keikos Persönlichkeit. Wenn man versucht, zwischen den Zeilen zu lesen, erfährt man doch so einiges über die Gesellschaft und die Normen dort.

    #287Authorpenguin (236245) 06 Jul 22, 14:11
    Comment

    I don't agree with the statement, "Den literarischen Wert kann man wohl nur beurteilen, wenn man auch Japanisch kann". I remember, for example, having read Proust's "Remembrance of Things Past" (À la recherche du temps perdu), and being alternatively enchanted and amazed by the power and beauty of the language -- and that in English translation. Similarly with several other French and Russian novels. So -- assuming a competent translation (which I can't judge) -- I think it is perfectly reasonable to form a judgement about the literary value of a work in translation.

    #288AuthorMartin--cal (272273) 06 Jul 22, 20:51
    Comment

    Ich gestehe, dass "literarischer Wert" eine Kategorie ist, in der ich beim Lesen nicht denke. Mir ist es wichtig, ob mich die Geschichte gefesselt hat, ob sie mich zum Lachen gebracht oder traurig gemacht hat, ob ich etwas gelernt habe, ob die Sprache interessant war, ob es Charaktere gab, die ich besonders mochte oder besonders nicht mochte ... Ob irgendeines meiner Kriterien mit dem literarischen Wert korreliert, weiß ich nicht.

    #289Authorharambee (91833) 06 Jul 22, 21:14
    Comment

    Ich meine, dass man einen "literarischen Wert" auch bei einer Übersetzung beurteilen können muss, sollte das denn erforderlich sein für Schulunterricht, Quartette, Kritiken usw.


    Meinen Lesestoff suche ich nach anderen Kriterien aus: Autoren, die mir schon gefallen haben, Waschzettel, die mich neugierig machen, Bücher, die gute Freunde und Bekannte, die einen ähnlichen Geschmack haben wie ich, mir empfehlen, Titelbilder, die mich ansprechen, Zeitungsrezensionen, die mich ansprechen. Während des Studiums habe ich Bücher gelesen, die mit meinem Studienfach zu tun hatten und auch hier waren viele dabei, die mich begeistert haben.

    #290AuthorRed Poppy (876587) 07 Jul 22, 09:14
    Comment

    Wir sollten allerdings den literarischen Wert (oder das Fehlen desselben) in einem japanischen Roman nicht nach europäischen Maßstäben beurteilen.


    Proust ist wunderbar, vor allem auf Französisch!

    #291Authorpenguin (236245) 07 Jul 22, 09:22
    Comment

    Ich denke schon, dass eine Übersetzung einen relativ großen Unterschied machen kann. Und je unterschiedlicher die Sprache, desto schwieriger, stelle ich mir vor, ist es, die Balance zwischen textnah und idiomatisch zu finden, weil die Lücke eben einfach viel größer ist.


    Im vorliegenden Fall fand ich die Übersetzung schon als solche erkennbar - weniger an konkreten Sätzen, die mir seltsam vorkamen, denn als allgemeiner Eindruck. Ich gehe schon davon aus, dass das japanische Original flüssiger und eben idiomatischer ist. Aber der prinzipielle Stil wird wohl wiedergegeben sein. Wenn also jemand die Sprache des Buchs überhaupt nicht mochte, wird ihn auch das Original vermutlich nicht glücklich machen.

    #292AuthorGibson (418762) 07 Jul 22, 16:16
    Comment

    Ich habe gerade einen meiner japanischen Schüler nach dem mysteriösen "part-time worker" gefragt, und er meinte, es gäbe 3 verschiedene Modelle: Angestellte, die "belong to the company", Leute, die einen festen Vertrag haben, aber nicht Teil der Firma sind, und Leute, die von einer Leiharbeitsfirma kommen. Das ist aber völlig unabhängig von den Stunden, die gearbeitet werden. Er vermutet, dass Keiko zu Variante 2 gehört, also voll arbeitet, aber unter "arbeito*" fällt (das japanische Wort für eher unqualifizierte Jobs, soweit ich das verstanden habe). Und das wurde in der Übersetzung zu 'part time' bzw. 'Aushilfe'.


    (*Ein schönes Beispiel für die Bedeutungsverschiebung bei Lehnwörtern.)

    #293AuthorGibson (418762) 18 Jul 22, 13:35
     
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