•  
  • Betrifft

    international names

    Kommentar

    männliche Namen, wie Pierre oder Olaf, sind geografisch eingeschränkt


    ein weibliche Name wie Victoria ist dagegen - mit geringfügigen Schreibabweichungen - auf der ganzen Welt zu finden


    ich frage mich was der Grund dafür ist


    Verfasserchristopher H (265481) 20 Jun. 22, 22:29
    Kommentar

    Und da fällt dir kein männliches Beispiel ein, CHRISTOPHER?

    #1VerfasserRaudona (255425) 21 Jun. 22, 00:05
    Kommentar

    Was bedeutet "geografisch eingeschränkt"?


    Pierre: kommt u.a. vor in Frankreich, Monaco, Schweiz, Belgien, Niederlande, Kanada, USA, Deutschland, Österreich, Schweden, Côte d'Ivoire, Haiti, Mexiko, Australien, Liberia, Gabun, Gambia, Mauritius, Trinidad & Tobago, St. Lucia, Dominikanische Republik, Brasilien, Libanon, Armenien, Japan, Indonesien;


    Olaf: kommt u.a. vor in Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, England, Isle of Man, Irland, USA, Niederlande, Polen


    Victoria: kommt u.a. vor in Spanien, Italien, Portugal, Argentinien, Mexiko, GB, Irland, Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, Griechenland, Schweden, Norwegen, USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Simbabwe, Sambia, Uganda, Südafrika, Schweiz, Ungarn, Bulgarien, Russland, Ukraine, Slowakei, Lettland


    Kim (als männlicher Vorname): Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, USA, Kanada, Australien, St. Kitts & Nevis, Schweiz, Luxemburg, Belgien, Albanien, GB, Italien, Korea, Brasilien, Ghana, Philippinen


    ("Geografisch eingeschränkt" sind Namen wie Xiaoping (China), Kunihiko (Japan), Ashvinikumar (Indien) ...)

    #2VerfasserMiMo (236780) 21 Jun. 22, 02:57
    Kommentar

    Ich denke nicht, dass das irgendetwas mit männlich oder weiblich zu tun hat. Jeder Vorname hat seinen Ursprung in irgendeiner Sprache, und je nachdem, wie er sich in andere Sprachen einfügt und wie sein Klang dort empfunden wird, breitet er sich eben mehr oder weniger aus. Vielfach spielen dabei auch -- zumindest ursprünglich -- religiöse Motive eine Rolle. Ich glaube auch nicht, dass Namen wie Victor/Victoria "auf der ganzen Welt vorkommen", dass Chinesen, Japaner oder Vietnamesen so heißen, dürfte eher selten sein.

    #3Verfasserdirk (236321) 21 Jun. 22, 06:11
    Kommentar

    Volle Zustimmung für #3.

    Ergänzen möchte ich noch, dass gerade das Beispiel „Pierre“ aus dem OP doch einfach nur die französische Entsprechung von „Peter“ ist, Dass sich Vornamen, wie alle anderen Wörter, in unterschiedlichen Sprachen unterschiedlich entwickeln, ist ja eigentlich klar, gerade bei alten Namen, die z.B. schon in der Bibel vorkommen, aber sie deswegen als „geographisch eingeschränkt“ zu bezeichnen, erscheint mir falsch.

    #4VerfasserDragon (238202) 21 Jun. 22, 06:59
    Kommentar
    Der geographisch am weitesten verbreitete Vorname ist vermutlich ein männlicher, nämlich Mohammed (in allen Schreibweisen).
    Edit: hab's nachher gegoogelt, es stimmt.
    #5Verfassertigger (236106)  21 Jun. 22, 08:20
    Kommentar

    Den Ausführungen in #3 kann ich auch zustimmen ...

    #6Verfasserno me bré (700807) 21 Jun. 22, 09:00
    Kommentar

    No. 1: Christopher ist zumindest religiös eingeschränkt. No. 5 natürlich auch.

    #7Verfassermbshu (874725)  21 Jun. 22, 09:39
    Kommentar

    #5: In einer The-Big-Bang-Theory-Folge fragt jemand Sheldon: "Weißt du, wen ich heute getroffen habe?" und er antwortet spontan: "Mohammed Lee?"


    Auf die allgemeine Verwunderung folgt die Erklärung: Mohammed sei weltweit der häufigste Vorname und Lee/Lie der häufigste Nachname. Wenn man ohne weitere Information raten müsse, sei folglich die Wahrscheinlichkeit, richtig zu liegen, bei Mohammed Lee am höchsten.


    Das liebe ich so an dieser Serie ...

    #8Verfasserdirk (236321) 21 Jun. 22, 09:45
    Kommentar
    Naheliegend. :-D

    Obwohl Google behauptet, der häufigste Nachname sei Chen, aber das ist ja für den Witz egal.
    #9Verfassertigger (236106) 22 Jun. 22, 14:05
    Kommentar

    Finde ich gar nicht naheliegend. Nur weil Vorname und Nachname für sich häufig sind, heißt das ja lange nicht, dass die Kombination auch üblich ist... Ich würde sogar behaupten, dass Mohammed Lee/Chen ein unüblicher Name ist.

    #10VerfasserBe_Ge (845437) 22 Jun. 22, 15:15
    Kommentar

    Be_Ge, das ist ja gerade der Witz daran 😀

    #11Verfasserdirk (236321) 22 Jun. 22, 16:26
    Kommentar

    Ich würde gerne etwas Sinnvolles beitragen, habe aber keinen Schimmer, welches Anliegen der OP verfolgt.

    #12VerfasserGibson (418762) 22 Jun. 22, 16:32
    Kommentar

    Den haben wir wohl alle nicht, Gibson ...

    #13Verfasserdirk (236321) 22 Jun. 22, 16:36
    Kommentar

    Ich habe es so verstanden: Der OP meint, bei männlichen Namen seien die Unterschiede zwischen den Varianten in verschiedenen (wohl meist europäischen) Sprachen größer als bei weiblichen und will wissen, warum das so ist. Auch wenn mich nicht alle genannten Gegenargumente überzeugen, habe ich ebenfalls meine Zweifel, dass die Prämisse überhaupt richtig ist. Die Frage ist aber auch, was als "größerer" und "kleinerer" Unterschied gilt und wie viele Sprachen überhaupt beteiligt sein sollen. Für alles wird man Beispiele finden, wenn man lange genug sucht.

    #14VerfasserJanZ (805098) 22 Jun. 22, 16:45
    Kommentar

    Schimmerlos - aber das ist ein Familienname 😢

    #15Verfassermanni3 (305129) 22 Jun. 22, 16:56
    Kommentar

    Ich nehme mal an, dass der OP die westliche Welt meinte, sonst funktioniert es ja schon überhaupt nicht. Aber auch das fallen mir spontan Martin, Tom, Richard, Robert ein - wirklich ohne jedes Nachdenken, - die in den meisten Westeuropäischen Ländern + US existieren ohne große Veränderung. Es würde mich wirklich überraschen, wenn es einen großen Unterschied zwischen Männer- und Frauennamen gäbe.

    #16VerfasserGibson (418762) 22 Jun. 22, 16:58
    Kommentar

    Na gut, wenn das der Witz ist bzw. sein sollte, ist ziemlich klar, warum mir diese Serie nie gefallen hat...

    #17VerfasserBe_Ge (845437) 22 Jun. 22, 17:08
    Kommentar

    Da alle europäischen Sprachen zur Indoeuropäischen Sprachfamilie gehören (außer Finnisch, Ungarisch, Baskisch und einige andere), sind Ähnlichkeiten der Namen nicht verwunderlich. Bei Pierre/Peter hat der TE den gesamten slawischen Raum vergessen mit Petr/Petre und ähnlichen Schreibweisen.

    #18Verfasserbluesky (236159) 22 Jun. 22, 17:35
    Kommentar

    Ich glaube, die genetische Verwandtschaft der Sprachen spielt hier längst nicht so eine große Rolle wie die kulturelle Nähe. Die meisten Namen dürften lange nach der Trennung der einzelnen Unterfamilien entstanden sein. Hier ist Sprachkontakt entscheidender. Beispielsweise gibt es die Namen Viktoria, Maria und Peter auch im Ungarischen, dafür sind Namen in Indien oder im Iran (wo ja auch indoeuropäische Sprachen gesprochen werden) ganz anders.

    #19VerfasserJanZ (805098) 22 Jun. 22, 18:25
    Kommentar

    Peter und Maria in Ungarn ist jetzt nicht verwunderlich, stammen die Namen doch aus der Bibel und wenn mich nicht alles täuscht, sind die Ungarn gute Christen.

    #20Verfasserbluesky (236159) 22 Jun. 22, 18:39
    Kommentar
    Ja, aber in die anderen Sprachen sind die Namen auch nicht anders gekommen. Mir fällt kein Name ein, für dessen Verbreitung die indogermanische Verwandtschaft eine Rolle gespielt haben sollte.
    #21VerfasserJanZ (805098) 22 Jun. 22, 19:47
    Kommentar
    # 20: Aber weder Peter noch Maria wurden m. W. in den Urtexten so geschrieben.
    #22VerfasserNirak (264416)  23 Jun. 22, 00:38
    Kommentar

    @JanZ #21


    Mir fällt kein Name ein, für dessen Verbreitung die indogermanische Verwandtschaft eine Rolle gespielt haben sollte.


    Wenn "Katze" im Albanischen "mice" (gesprochen wie Mieze) heißt, könnte der skandinavische Frauenname Astrid zum albanischen Männernamen Astrit mutiert sein. Ist aber vielleicht doch zu weit hergeholt.


    #23VerfasserAnalphabet (1034545)  23 Jun. 22, 01:45
    Kommentar

    -> #23


    Laut dem Albanisch-Wörterbuch von Armin Hetzer (Helmut Buske Verlag, Hamburg 1991) heißt "Katze" auf Albanisch mace, "Kater" heißt daci bzw. maçoku.


    astrit heißt "gelbe Schlange; Held".


    #24VerfasserMiMo (236780)  23 Jun. 22, 02:24
    Kommentar

    Ich halte die Prämisse auch für falsch.

    Sie stimmt höchstens für den erwähnten Mohammed, weil das Arabische anscheinend ziemlich wenige Männernamen bereit hält. Ein Sohn der Familie heißt immer Mohammed/Muhammad/Mahmood/Mehmet etc., weil es gar nicht so viel Möglichkeiten gibt.

    Jedenfalls, sofern die Landessprache eines mehrheitlich muslimischen Landes nicht mehr Namen bietet, wie z.B. Türkisch oder Albanisch.

    #25Verfassertigger (236106)  23 Jun. 22, 09:49
    Kommentar

    Ein Sohn der Familie heißt immer Mohammed/Muhammad/Mahmood/Mehmet etc., weil es gar nicht so viel Möglichkeiten gibt.


    Ist das wirklich (noch) so? Ich kenne einige muslimische Familien aus verschiedenen Herkunftsländern, in denen es in der jüngeren Generation keinen einzigen Mohammed gibt. Wir sind mit einer palästina-stämmigen Familie eng befreundet, da haben die Kinder alle Namen, die keiner Kultur eindeutig zuzuordnen sind. (Der Vater heißt allerdings, ähem, Mohammed.)


    Was die unterschiedliche Schreibung von Namen in verschiedenen Sprachen betrifft, so passt schon das Beispiel "Victoria" nicht - das sind nicht nur "geringfügige Schreibabweichungen":

    Vittoria (it.)

    Victoire (frz.)

    usw.

    #26VerfasserRaudona (255425)  23 Jun. 22, 12:01
    Kommentar

    @MiMo #24:


    Das Lehrbuch der albanischen Sprache von Martin Camaj (Verlag Otto Harrasowitz, 1969) gibt für Katze = mice (mit Trema auf dem e).

    Vermute, dass unsere unterschiedlichen Wörter verschiedenen Dialekten angehören (Gegisch / Elbasanisch / Toskisch).

    #27VerfasserAnalphabet (1034545) 23 Jun. 22, 12:20
    Kommentar

    Re #26: Naja, ist natürlich ein bisschen übertrieben und kommt darauf an, wie viele Söhne es gibt in einer Generation. Mir hat das mal ein Palästinenser namens Mahmud erklärt, der im gleichen Studentenheim wohnte wie ich: es gäbe so viele Mohammeds, dass sie sich schon mit Nachnamen anredeten... :-)

    #28Verfassertigger (236106) 23 Jun. 22, 12:27
    Kommentar

    Nicht ganz vergleichbar, aber in meiner Schulzeit gab es immer mindestens zwei, eher vier Thomas (Thomasse?) und ebenso viele Franks in einer Klasse. Thomas Göckel war Gallus (Lateinklasse), Frank Heitmüller hieß Heidi usw. Und die Sabines in meinem Freundinnenkreis haben alle einen Beinamen, wenn wir über sie sprechen.

    #29VerfasserRaudona (255425) 23 Jun. 22, 12:37
    Kommentar

    O ja, ich glaube, Thomas und Sabine sind immer noch die häufigsten Namen in Deutschland, wenn auch nur über die Gesamtbevölkerung und nicht mehr bei Neugeborenen. Zu meiner Schulzeit war die Welle auch schon abgeflaut, allerdings heißt ein gleichaltriger Freund von mir Thomas (genannt Tommy). Das ist übrigens auch ein Männername, den es in ziemlich vielen Sprachen gibt, in dieser Schreibweise oder ohne h.

    Mein Vater hatte übrigens auch den Spitznamen Gallus, der hatte aber rein gar nichts mit seinem Namen zu tun 🙂.

    #30VerfasserJanZ (805098)  23 Jun. 22, 12:42
    Kommentar

    Ergänzend bezüglich Viktoria:

    Es ist die weibliche Form von Viktor - das sollten wir nicht vergessen


    Tatsächlich vermute ich im Fall Viktoria/Viktor, dass die weibliche Variante vor der männlichen da war... bin aber zu sehr Laie um es beweisen zu können.


    Und gerade bei den christlichen Namen lief es vermutlich oft andersrum: Irgendwann wurde es chique "neue" weibliche Versionen von Männer- /Heiligennamen zu verwenden.

    Manche Klöster/Orden zelebrierten (oder zelebrieren noch?) mindestens bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die Regel, dass ein Name nur einer Schwester des Ordens zugeornet sein darf (ab Gründung!), so durfte es eben keine zweite Katharina oder Renata oder ... geben... es wurden notfalls Männer- / Heiligennamen adaptiert. Ich kannte eine Schwester M. Ehrenfrieda, eine Schwester M. Isidora, eine Schwester M. Medarda, eine Schwester M. Ildefonsa ... und ich glaube, diese Namen waren in der normalen Bevölkerung nicht verbreitet - auch wenn der Heilige Medardus vielleicht schon bekannt war.

    #31VerfasserRapunella (417758) 23 Jun. 22, 12:49
    Kommentar

    Nicht ganz. Victor ist das lateinische Wort für "Sieger", Victoria bedeutet "Sieg". Die beiden Namen stehen nebeneinander.


    Bei Namen wie Petra, Martina, Simone war hingegen sicherlich die männliche Form zuerst da, die weibliche ist eine Ableitung.

    #32VerfasserRaudona (255425) 23 Jun. 22, 12:56
    Kommentar

    -> #31


    Den Namen "Isidora / Isadora" haben (laut Wikip.) immerhin 13 prominente Nicht-Ordensschwestern getragen, unter anderem die Tänzerin Isadora Duncan. Ildefonsa kam gelegentlich im spanischen Hochadel vor - aber der gehörte ja auch nie zur "normalen Bevölkerung".

    #33VerfasserMiMo (236780) 23 Jun. 22, 16:11
    Kommentar

    #25 Ein Sohn der Familie heißt immer Mohammed


    Die alten Römer hingegen pflegten ihre Blagen pragmatischerweise durchzunummerieren, sobald ihnen nix mehr einfiel: Quintus, Sextus, Septimus ...

    #34VerfasserKapustiner (1229425) 23 Jun. 22, 20:52
    Kommentar
    Ähnliches "Problem", es gab sehr wenige Vornamen und man unterschied sich mit dem middle name, sofern man einen hatte. :-)
    #35Verfassertigger (236106) 24 Jun. 22, 05:16
    Kommentar

    Der middle name bei den Römern* war der Familienname - Männer der oberen Schichten hatten Praenomen, Nomen gentile und Cognomen. Die Unterscheidung geschah dann eher durch den Beinamen (Cognomen): Wikipedia listet allein 10 bedeutende Römer namens Gaius Iulius (+ Cognomen).


    *kein generisches Maskulinum - die Mädchen bekamen zwar auch einen Vornamen, der aber nicht rechtsgültig sein musste und in Schriften oft nicht erwähnt wurde. Meist wurden sie einfach durchnummeriert. (S. auch #34 - das Durchnummerieren gab es "natürlich" auch bei den Jungen, aber die hatten eher eine Chance auf einen richtigen Vornamen.)

    #36VerfasserRaudona (255425)  24 Jun. 22, 10:02
    Kommentar

    #2 Olaf isn't a common name in the UK, and Kim is predominantly a girls' name.

    #37Verfasserpapousek (343122) 24 Jun. 22, 11:26
    Kommentar

    -> #37


    Olaf

    #2 sagt nicht, dass Olaf "a common name in the UK" sei, sondern "kommt u.a. vor". Immerhin kennt man zwei englische Autoren mit diesem Namen:

    Olaf Pooley (1914 – 2015), English actor, screenwriter and painter

    Olaf Stapledon (1886 – 1950), British philosopher and author of science fiction.


    Überdies trugen zwei Könige der Isle of Man den Namen Olaf; der schottische Vorname Aulay ist die gälische Variante von Olaf und die schottischen Clans Macaulay of Uig und Clan MacAulay gehen auf Olafs zurück.


    Kim

    Von den 100 Persönlichkeiten mit dem Vornamen "Kim", die en.Wiki aufzählt, sind 44 Männer. "predominantly a girls' name" ??

    #38VerfasserMiMo (236780)  24 Jun. 22, 14:33
    Kommentar

    Ja. Vermutlich gab es irgendwann auch mal einen Briten, der Siegfried hieß (ich durchsuche jetzt nicht die Wikipedia danach), trotzdem würde ich das aber nicht als Namen zählen, der "(auch) in Großbritannien üblich ist". Das zeigt aber umso mehr, wie unbestimmt die Frage aus dem OP ist. Denn dass Namen auch ohne nennenswerte Anpassung in andere Sprachen übernommen werden, kommt ja immer mal wieder vor. Sind sie dann automatisch auch der Zielsprache zuzuordnen oder erst ab X Namensträgern oder unter irgendeiner anderen Bedingung?

    #39VerfasserJanZ (805098)  24 Jun. 22, 17:27
    Kommentar

    Nochmals ein kleiner Hinweis: Ich habe nicht behauptet, dass Olaf "in Großbritannien üblich ist", sondern "kommt u.a. vor". Ich nehme im übrigen an, dass die beiden Olaf-Schriftsteller nur die Spitze des Eisberges sind, dass also noch mehr Leute diesen Namen tragen, der in der Geschichte Schottlands, Irlands und der Isle of Man durchaus einmal eine bedeutsame Rolle gespielt hat. Leider ist mir keine Website bekannt, die Statistiken der Vornamen im UK anbietet. Kennt jemand solche Portale?


    Edit: "Hat ihn schon, den Macmahon!" https://www.ukbabynames.com/boys/olaf


    "Is Olaf a common name?

    Olaf might be an uncommon name, but that doesn't mean it doesn't have any famous bearers."

    https://www.thebump.com/b/olaf-baby-name

    #40VerfasserMiMo (236780)  24 Jun. 22, 21:11
    Kommentar

    #38, sorry, yes, I should have specified, Kim is predominantly a women's name nowadays. It's been a long time since it was commonly used for boys, which presumably reduces its likelihood of being used for boys again ("you've called your baby Kim...but that's a girls' name!").


    The Wikipedia page says that "from the 1900s to the 1960s, the name Kim was mainly given to boys" (https://en.wikipedia.org/wiki/Kim_(given_name)), with the implication that since 1960 -- and that's a long time ago now -- it's been more common as a girls' name, mostly as a short form for Kimberley.


    If you type in 'Kim' and 'Kimberley' into this chart for the UK (https://www.mirror.co.uk/lifestyle/family/how...) you'll see just how low the figures for Kim (male) have been for the last 20 years .


    Also, this site for the US: https://babynames.com/name/kim

    And this for the constituent parts of the UK: https://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-51673123

    #41Verfasserpapousek (343122) 28 Jun. 22, 11:25
    Kommentar

    Slightly OT: Meine Frau hatte mal einen sizilianischen Klienten namens Karl-Heinz. Dessen Vater war eine Weile als Gastarbeiter in Deutschland gewesen, und da war ein Karl-Heinz sein bester und hilfreichster Freund geworden.

    #42VerfasserJesse_Pinkman (991550) 28 Jun. 22, 12:02
    Kommentar

    Noch eine Randbemerkung: In Dänemark wurden zumindest früher männliche Vornamen viel radikaler "verweiblicht", als es mir aus dem deutschen Sprachraum bekannt ist. Wenn man über einen älteren Friedhof geht, findet man nicht nur Paulines und Josefines, sondern auch die ein oder andere Hansine und Abline. (Beide Vornamen werden inzwischen als "selten" und "sehr selten" im dän. Namensverzeichnis geführt.)

    #43Verfasserkikært (236250) 28 Jun. 22, 12:18
    Kommentar

    #42: Auf Mauritius hatten wir einen Taxifahrer namens Karl-Heinz. Dessen Vater war ein Riesenfan von Rummenigge 🙂.

    #44VerfasserJanZ (805098) 28 Jun. 22, 13:45
    Kommentar

    Ausgerechnet Karl-Heinz! So heißt doch der spießige, bierbäuchige, mallorcaurlaubende deutsche Mittvierziger schlechthin!

    #45Verfasserdirk (236321) 28 Jun. 22, 13:51
    Kommentar

    Mittvierziger? Echt? Der jüngste Karl-Heinz, den ich kenne, ist so um die 60.

    #46Verfasserkikært (236250) 28 Jun. 22, 14:10
    Kommentar

    Als das Klischee entstanden ist, waren die Karl-Heinze noch Mittvierziger *scnr*.

    #47VerfasserJanZ (805098) 28 Jun. 22, 14:31
    Kommentar

    Auch ein anderer Fußballer mit Vornamen Karl-Heinz wurde verewigt:

    K.-H. Riedle stand Pate für den Spitznamen von Bote Nzuzi BAKU nur ohne erstes "e". Ridle Baku, wie er inzwischen offiziell heißt, ist mittlerweile selbst Fußballnationalspieler.

    Sein Zwillingsbruder Makana Nsimba BAKU hat vom fußballverrückten Vater den Spitznamen Rudi nach Völler erhalten, hat es aber nicht in die Nationalelf geschafft und den Rudi auch nicht in den Pass eintragen lassen.

    #48VerfasserAnalphabet (1034545)  28 Jun. 22, 14:34
    Kommentar

    #46: Für mich sind Karl-Heinze eben immer Mitte Vierzig. Das war schon immer so und wird auch in 50 Jahren noch so sein.

    #49Verfasserdirk (236321) 28 Jun. 22, 16:15
    Kommentar

    https://en.wiktionary.org/wiki/Appendix:Trans...


    https://en.wiktionary.org/wiki/Appendix:Trans...


    danke an alle, Ihr habt mir geholfen meine Gedanken klarzustellen


    'auf der ganzen Welt' war im Nachhinein eine Übertreibung


    'westlichen Welt' wäre besser gewesen, wie Gibson sagt, wenn nur das Mohammed-Gegenbeispiel zuvorzukommen


    man könnte theoretisieren, Pierre oder Olaf fahrt in der Fremd, um Arbeit zu suchen


    dem Einheimischen fällt seinen Namen schwer, und er übernimmt ihre Aussprache


    so stand es später - vermutlich war er Analphabet - beispielsweise auf einer Heiratsurkunde


    vergleichen wir mal


    Henry/Heinrich/Enrico

    Charles/Karl/Carlos

    John/Johannes/Giovanni


    mit


    Barbara

    Amelia

    Pauline


    aber wie JanZ mich erinnert hat, 'für alles wird man Beispiele finden, wenn man lange genug sucht'


    und weiter


    'Das zeigt aber umso mehr, wie unbestimmt die Frage aus dem OP ist. Denn dass Namen auch ohne nennenswerte Anpassung in andere Sprachen übernommen werden, kommt ja immer mal wieder vor. Sind sie dann automatisch auch der Zielsprache zuzuordnen oder erst ab X Namensträgern oder unter irgendeiner anderen Bedingung?'


    gute Argumente


    als Ingenieur denke ich eher an die Olaf-Dichte pro Quadratkilometer, aber egal, die Oberfläche weist eine scharfe Diskontinuität auf


    #50Verfasserchristopher H (265481) 12 Jul. 22, 12:15
    Kommentar

    man könnte theoretisieren, Pierre oder Olaf fahrt in der Fremd, um Arbeit zu suchen

    dem Einheimischen fällt seinen Namen schwer, und er übernimmt ihre Aussprache

    so stand es später - vermutlich war er Analphabet - beispielsweise auf einer Heiratsurkunde


    vergleichen wir mal


    Henry/Heinrich/Enrico

    Charles/Karl/Carlos

    John/Johannes/Giovanni


    --------------


    Ich denke, der Weg war eher der, dass es eine ursprüngliche Version des Namens gab, die noch etwas anders lautete, und sich dieser Ursprungsname dann in den verschiedenen Sprachen unterschiedlich entwickelt hat.


    So scheinen zum Beispiel "Henry" und "Heinrich" vom urgermanischen "Haimarik" (oder so ähnlich) abzustammen, das dann, wie gesagt, in beiden Sprachen verschiedene Entwicklungswege eingeschlagen hat.


    Mehr dazu findest Du, wenn Du im Netz nach der Etymologie (Wortherkunft) eines Namens suchst.

    #51VerfasserJesse_Pinkman (991550)  12 Jul. 22, 12:23
    Kommentar

    Ich denke, der Weg war eher der, dass es eine ursprüngliche Version des Namens gab, die noch etwas anders lautete, und sich dieser Ursprungsname dann in den verschiedenen Sprachen unterschiedlich entwickelt hat.


    So ist es, sonst wären die Veränderungen nicht gar so stark. "Karl" beispielsweise wäre für Französischsprachige nicht schwieriger auszusprechen als für Deutschsprachige, aber es gab eine Zeit, in der der K-Laut vor a generell zu einem Sch-Laut (ch geschrieben) geworden ist (vergleiche Katze-chat). So wurde dann Charles daraus. Nennt sich Lautgesetz.

    #52VerfasserJanZ (805098)  12 Jul. 22, 12:38
    Kommentar

    Außer, man geht nach Israel. Da wir dann aus Ferenc* Ephraim ;-)


    (Sonderzeichen bitte dazudenken.)

    #53VerfasserGibson (418762) 12 Jul. 22, 12:44
    Kommentar

    (Sonderzeichen bitte dazudenken.)


    In diesem Fall nicht nötig 😀.

    #54VerfasserJanZ (805098) 12 Jul. 22, 12:51
    Kommentar

    Oh - ich hätte spontan "Ferentsch" oder so was gesagt. Wieder alles falsch...

    #55VerfasserGibson (418762) 12 Jul. 22, 13:01
    Kommentar

    Das wird Färänz ausgesprochen, Betonung wie immer auf der ersten Silbe.

    #56Verfassermbshu (874725) 12 Jul. 22, 13:52
    Kommentar

    Ungarisch c bleibt c. Für (t/d)sch haben sie s, cs, zs, dzs und weiß der Geier. 🙂

    #57Verfassertigger (236106) 12 Jul. 22, 14:03
    Kommentar

    als Ingenieur denke ich eher an die Olaf-Dichte pro Quadratkilometer


    christopher H - kannst du das mal erläutern? Steht der Vorname 'Olaf' typischerweise für Ingenieure, oder wie? Oder ist 'Olaf' sowas wie ein 'Horst'??

    #58VerfasserBraunbärin (757733) 12 Jul. 22, 16:08
    Kommentar

    Ich glaube, Olaf war nur ein Beispiel, es ging ja darum, was es generell bedeutet, dass ein Name irgendwo "üblich" ist.

    #59VerfasserJanZ (805098) 12 Jul. 22, 16:23
    Kommentar

    Was ist denn das IPA-Zeichen für "weiß der Geier"? ;-)

    #60VerfasserGibson (418762) 12 Jul. 22, 18:19
    Kommentar

    Hm?

    #61VerfasserJesse_Pinkman (991550) 12 Jul. 22, 18:54
    Kommentar

    @ Gibson #60:


    Vielleicht das hier

    ɤ


    🤓

    #62VerfasserAnalphabet (1034545)  12 Jul. 22, 18:56
    Kommentar
    Sehr hybsch, bestimmt dieses!
    #63Verfassertigger (236106) 12 Jul. 22, 19:10
    Kommentar

    Mein Reisegeyer meint: Zu kleyn!

    #64VerfasserJesse_Pinkman (991550) 12 Jul. 22, 19:37
    Kommentar

    So besser ɣ (da fehlen leider die Schwingen)?



    #65VerfasserAnalphabet (1034545) 12 Jul. 22, 20:17
    Kommentar

    #62 ist schön.

    #66VerfasserGibson (418762) 12 Jul. 22, 20:23
    Kommentar
    Bin mir nicht sicher.
    #67VerfasserJesse_Pinkman (991550) 12 Jul. 22, 20:25
    Kommentar

    Das macht nichts, es ist ja für mich :-)

    #68VerfasserGibson (418762) 12 Jul. 22, 20:28
    Kommentar
    Dann passt das :-)
    #69VerfasserJesse_Pinkman (991550) 12 Jul. 22, 20:38
    Kommentar

    𓅐


    ... auch weder groß noch IPA ... aber geirig ... :-)




    PS : ein Geier ohne sichtbare Schwingen ist ein Geier (im) Sturzflug !

    #70Verfasserno me bré (700807) 12 Jul. 22, 21:04
    Kommentar

    Auch im Sturzflug ändert sich nichts an der Anatomie:


    https://youtu.be/tJCK0-grj2o

    #71VerfasserAnalphabet (1034545) 13 Jul. 22, 10:42
    Kommentar

    Zurück zu den Namen :-)

    Ein besonders schönes Beispiel für die unterschiedliche Entwicklung ist

    Wilhelmus - Wilhelm - William - Guillaume -Guillermo

    #72VerfasserAGB (236120) 13 Jul. 22, 10:56
    Kommentar

    #63, 64: Ist es schon Freytag?

    #73VerfasserStravinsky (637051) 13 Jul. 22, 10:57
    Kommentar

    Nein, aber gewisse Ausdrycke mit y gehören zum ältesten LEO-Inventar des Quasselzimmers.

    #74Verfassertigger (236106) 13 Jul. 22, 11:58
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
  • Pinyin
     
  • Tastatur
     
  • Sonderzeichen
     
  • Lautschrift
     
 
 
:-) automatisch zu 🙂 umgewandelt