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  • Topic

    Unsere Umwelt 20

    Comment

    Old clothing, dish washing, air conditioning, Klimakleber & tyre extinguishers, "atmosfair", vegetarianism, CO2 compensation, and other topics, more or less or not at all related to our environment.


    Coming from here: Siehe auch: Unsere Umwelt 19 - #300

    Author Martin--cal (272273)  23 Nov 22, 06:58
    Comment

    Danke, Martin--cal, für die Weiterführung.


    Habe ich gerade gelesen: Es ist nicht angeraten, Regenwasser zu trinken.


    Schädliche PFAS-Substanzen weltweit im Regenwasser nachweisbar - [GEO

    ........."Es kann nicht sein, dass einige wenige wirtschaftlich profitieren, während sie das Trinkwasser von Millionen anderen verschmutzen und ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen", wird Jane Muncke vom Food Packaging Forum in Zürich zitiert. Die Organisation untersucht gesundheitliche Auswirkungen von Lebensmittelverpackungen. Muncke fordert, dass die Industrie, die PFAS nutzt, die Maßnahmen für das Entfernen der Substanzen aus dem Trinkwasser übernimmt..................


    Finde ich erschreckend. Was der Artikel nicht verrät ist, was mit den Pflanzen ist, die das Regenwasser aufnehmen.




    #1Author ursus maritimus (1364942) 23 Nov 22, 12:24
    Comment

    @299 letzter Faden: Das habe ich mir nicht ausgedacht. Das steht da.


    Da hast du mich falsch verstanden, ursus. "Gegenseite - mit ihren Taten immer schlimmer wird (Abholzungen, Waldzerstörungen, Alles wird zubetoniert, Auto-Konzerne können relativ beliebig betrügen und teure Umweltverschmutzer auf die Menschheit loslassen ......läßt sich beliebig erweitern)" kommt von dir, nicht von mir, du wirfst es aber mir vor.


    "Also die einen tun das alles, die anderen dürfen es nicht aussprechen." Auch das habe ich nicht gesagt, ich bin kein Jurist, ich weiss nicht, ob die das dürfen. die Grenzen des Sagbaren zu verschieben, finde ich auch nicht prinzipiell schlecht, aber Aussagen wie "Diese Pipelines zu zerstören, ist eigentlich unsere verdammte Pflicht" von Müller oder die East African Crude Oil Pipeline in die Luft zu jagen von Neubauer finde ich halt schon etwas kritisch.


    Werden von dir die Klimaschützer damit in die gleiche Ecke gestellt wie die Kleber? Sollen die alle kriminalisiert werden?


    Wie gesagt, ich habe nur von Neubauer und Müller gesprochen, obige Aussage denkst du dir dazu.

    #2Author mordnilap (835133) 23 Nov 22, 14:32
    Comment

    Ich halte diese Beiden nicht für bombenlegende Terroristen. Sie drücken damit aus, was eigentlich zu tun WÄRE.


    Das scheint dir schlimmer zu sein als das, was getan WIRD.


    Wenn ich mir z.B. vorstelle, daß alle Tiere, ob wild lebende oder auch Haustiere - das o.g. Regenwasser, das mittlerweile so belastet ist, daß vom Trinken dringend abgeraten wird (weltweit, selbst in abgelegensten Gegenden), in sich aufnehmen, wir aber - wenn Fleischesser - das Fleisch zu uns nehmen. Wenn das so weitergeht wird in Bälde gar kein Leben mehr möglich sein, vielleicht außer resistende Bärtierchen oder Kakerlaken. Wie oben erwähnt steht nichts davon da, wie das bei Pflanzen aussieht. Ob man diese Stoffe auch über Pflanzen aufnimmt.


    Mir wird bei dem Gedanken schlecht. Da kann man dann schon mal so einen Satz loslassen.

    Aber klar: Meine Meinung.


    #3Author ursus maritimus (1364942) 23 Nov 22, 14:54
    Comment

    Alles wird gut:


    https://www.theguardian.com/commentisfree/202...


    Da geht's um im Labor erzeugte Lebensmittel, aber nicht das oft zitierte Fleisch, sondern um eine totale

    Änderung. Was dem Artikel nach nicht nur Hungersnöte ausradieren würde, sondern auch Unmassen von Landfläche für Renaturierung zur Verfügung stellen würde, weil man weder Vieh bräuchte noch Getreide, um es zu füttern.

    Ich habe keine Ahnung von den Prozessen und kann daher überhaupt nicht beurteilen, wo auf der Spannbreite zwischen "realistisch" und "Wolkenkuckucksland" diese Idee steht, aber es klingt interessant.

    #4Author Gibson (418762) 24 Nov 22, 19:51
    Comment

    Soylent Green?


    Hab den Artikel noch nicht gelesen ... 😉


    Nein, ernsthaft, klingt spannend, und wäre dringend nötig. Aber ich kann den Spießbürger jeglicher Nation schon wieder hören "DIE WOLLEN MIR MEIN SCHNITZEL WEGNEHMEN; ICH LASS MIR DOCH NOCHT VON DEN LINKSGRÜNVERSIFFTEN ÖKOFUZZIS VORSCHREIBEN, WAS ICH ZU ESSEN HABE1111^!EINSDRÖLF"

    #5Author B.L.Z. Bubb (601295)  24 Nov 22, 20:00
    Comment

    #4 Ich habe die ersten fuenf Absaetze gelesen. Dann aufgehoert, weil das jenseits der wissenschafltichen Wahrheiten ist. Wenn die Autoren die grundlegenden wissenschaftlichen Prinzipien nicht verstehen (wollen?), dann kann ich mir den Rest des Artikels ersparen.

    #6Author Wik (237414) 24 Nov 22, 20:29
    Comment

    Ist doch auch überflüssig. Es würde genügen, wenn deutlich weniger Fleisch konsumiert würde.

    Und das Getreide nicht in den Tanks landen würde.


    Das könnte man mal als erstes anfangen, bevor man Chemiecocktails mixt.

    #7Author ursus maritimus (1364942) 25 Nov 22, 06:26
    Comment

    Laboratory-grown chicken just received approval from the US Food & Drug Administration as being safe for human consumption. It seems to me, if they can make meat that tastes good and that is also substantially less expensive than the traditional butchered meat we grew up on, people will put aside any scruples and objections to Ökofuzzis, and be happy to save a few bucks on their dinner.

    https://singularityhub.com/2022/11/17/in-an-i...

    #8Author Martin--cal (272273) 25 Nov 22, 07:14
    Comment

    Martin, denkst Du wirklich, der Preisvorteil wird an den Endverbraucher weitergegeben werden?

    #9Author Toffifeenstaub (925533) 25 Nov 22, 07:42
    Comment

    Ich denke, das dürfte durchaus passieren, weil die Unternehmen ja Marktanteile erlangen wollen. Wenn der Preis kein Vorteil ist, dürften die Konsumenten eher selten wechseln, weil die Vorbehalte oft zu groß sein werden.

    #10Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 07:55
    Comment

    Nett zu hören, daß man als Vertreter des "Natürlichen" automatisch Ökofuzzi ist.

    Ich gönne jedem, der´s mag, sein Quäntchen Chemie am Morgen.

    #11Author ursus maritimus (1364942) 25 Nov 22, 08:01
    Comment

    Chemie ist auch "natürlich". Jeder Apfel ist "Chemie".

    #12Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 08:08
    Comment

    Ich bin da skeptisch, Bubb. Nach dieser Logik dürfte zum Beispiel Hafermilch auch nur ein Bruchteil des Originals kosten. Oder Analogkäse. Früher war das ein billiger "Verbraucherbeschiss" auf der Tiefkühlpizza. Jetzt ist es eine hippe, vegane Käsealternative und doppelt so teuer wie echter Käse.

    #13Author Toffifeenstaub (925533) 25 Nov 22, 08:10
    Comment

    Da sind die Vorbehalte aber nicht so groß wie bei "Retortenfleisch", denke ich.


    Ich persönlich bin mittlerweile so weit, dass ich so was kaufen würde, einfach, weil ich dann Fleisch ohne Tierleid essen könnte.

    #14Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 08:12
    Comment

    Wie der Tagesspiegel berichtet, wurde in Katar allein für die Fußball-WM 2022 eine Fläche asphaltiert oder betoniert, die etwa 1140 Fußballfeldern entspricht.

    #15Author ursus maritimus (1364942) 25 Nov 22, 09:03
    Comment

    Ich persönlich bin mittlerweile so weit, dass ich so was kaufen würde, einfach, weil ich dann Fleisch ohne Tierleid essen könnte.


    Dito. Und den scharfen Gegensatz zwischen "Chemie" und "künstlich" finde ich auch unhaltbar. Auch Chemie kommt von dieser Erde, und seit Beginn der Sesshaftigkeit werden Pflanzen und Tiere genmanipuliert (vulgo "züchten") . Das ist doch eine völlig willkürliche Einteilung in "gut" und "böse".

    #16Author Gibson (418762)  25 Nov 22, 11:57
    Comment

    Anekdote gefällig?

    Ich habe einen streng vegan lebenden Arbeitskollegen, der ständig gut sichtbar einen großen "Genfood - nein danke!" - Button am Revers stecken hat. Sein Lieblings-Pausensnack? Weintrauben. Aber nur die kernlosen, die mit Kernen mag er nicht......

    #17Author Toffifeenstaub (925533) 25 Nov 22, 12:12
    Comment

    Verstehe die Pointe nicht. Kernlos ist doch rausgezüchtet, nicht im engeren Sinne "genmanipuliert". Es sei denn, man will Züchtungen auch als Genmanipulation bezeichnen ...

    #18Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 12:21
    Comment

    Aber wenn man die Samen der Pflanze wegzüchtet, entfällt damit die Reproduktionsfähigkeit, oder? Wie sollen dann neue Pflanzen entstehen, wenn nicht durch immer wieder erneute genetische Manipulation?

    Anders ausgedrückt: Kernlose Weintrauben werden geklont. Sonst gäbe es sie doch gar nicht.

    #19Author Toffifeenstaub (925533) 25 Nov 22, 12:38
    Comment

    man will Züchtungen auch als Genmanipulation bezeichnen


    Man will. Also ich jedenfalls, wie in #16. Natürlich nicht ganz das Gleiche, aber für mich nah genug dran.

    #20Author Gibson (418762)  25 Nov 22, 12:47
    Comment

    Das ist doch eine völlig willkürliche Einteilung in "gut" und "böse".


    Also eine Einteilung in gutes und böses Essen fände ich etwas befremdlich.


    Jeder darf doch seinen Exxx-Mix essen wie er will. Mich persönlich gruselt es vor Analogkäse oder was an seltsamen Dingen es da geben mag.


    Da lob ich mir doch Grünkohl vom eigenen Acker oder den leckeren Mangold vom Biohof. Der übrigens - ganz gegen die Erwartung der Bio-Hasser - außerordentlich groß, knackig und saftig gewachsen ist. Genauso wie der Feldsalat. Einfach klasse. Und die Bio-Kartoffeln waren auch sehr lecker.


    Ich finde, es gibt Dinge, die schon so übel riechen, daß ich nicht im Traum daran denke, sowas in meinen Gaumen zu lassen. Wie z.B. Red Bull.

    #21Author ursus maritimus (1364942) 25 Nov 22, 13:00
    Comment

    Aber wenn man die Samen der Pflanze wegzüchtet, entfällt damit die Reproduktionsfähigkeit, oder? 


    Nope. Seedless grapes are grown from cuttings (propagation), which is also how most other fruit is grown these days, as a way of keeping the fruit's properties the same across different harvests. So you're right that seedless grapes are 'cloned', but so is pretty much all the other fruit you eat.Aber wenn man die Samen der Pflanze wegzüchtet, entfällt damit die Reproduktionsfähigkeit, oder? 


    Nope. Seedless grapes are grown from cuttings (propagation), which is also how most other fruit is grown these days, as a way of keeping the fruit's properties the same across different harvests. So you're right that seedless grapes are 'cloned', but so is pretty much all the other fruit you eat. Plant propagation is an ancient technique.

    #22Author dulcinea (238640)  25 Nov 22, 13:09
    Comment

    "Anders ausgedrückt: Kernlose Weintrauben werden geklont. Sonst gäbe es sie doch gar nicht."


    Die wachsen doch jedes Jahr an bestehenden Rebstöcken nach und werden nicht einzeln im Labor hingedreht - dachte ich bisher ... Nur neue Stöcke kann man daraus natürlich nicht ziehen ...

    #23Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 13:20
    Comment

    Eeek, sorry about the garbled edit in #22. :-(

    #24Author dulcinea (238640) 25 Nov 22, 13:21
    Comment

    Edith möchte ergänzen, dass sie keine Ahnung hat, was "propagation" ist. Ich schließe mich Edith an.

    #25Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 13:22
    Comment

    Yeah, sorry, 'propagation' is too broad and also includes seeds. I should have stuck to 'cuttings', which is what I meant. Was trying to sound cleverer than I am. :-)

    #26Author dulcinea (238640)  25 Nov 22, 13:33
    Comment

    Leider weiß Edith auch nicht, was unter "cuttings" zu verstehen ist.

    #27Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 13:41
    Comment

    Ableger


    https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/wie-w...

    Wie der Weinbauexperte erklärt, war und ist die Vermehrung von Weinpflanzen auch ohne Samen möglich – und zwar durch vegetative Techniken. Damit ist gemeint, was man landläufig als Stecklinge oder Ableger bezeichnet: Durch die Bewurzelung abgeschnittener Pflanzenteile lassen sich beliebig viele genetisch identische Klone einer Ursprungspflanze erzeugen. Im Weinbau handelt es sich dabei um die Standardmethode: Die Reben, die in den Weinbauregionen der Welt die Hänge bewachsen, sind in der Regel vegetativ vermehrte Kopien bestimmter Rebsorten.

    #28Author dulcinea (238640)  25 Nov 22, 13:43
    Comment

    Tanke fön 🙂

    #29Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 13:51
    Comment

    Ich wollte dir gerade ein gutes Online-Wörterbuch empfehlen für Wörter, die du nicht kennst, habe dann aber gesehen, dass LEO 973 (!) Substantive (!) für "cutting" hat. Ich nehme alles zurück 😂

    #30Author Gibson (418762) 25 Nov 22, 14:21
    Comment

    Also, Du wolltest dies Online-Wörterbuch Edith ans Herz legen, oder wie?


    😉

    #31Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Nov 22, 14:22
    Comment
    Entfernt, da nicht zur guten Diskussionskultur beitragend
    #32Author Wik (237414)  25 Nov 22, 16:45
    Comment

    Ich bedanke mich bei Euch allen über die Informationen zu kernlosen Weintrauben. Da bin ich echt jahrelang auf dem Holzweg gewesen und habe meine Kenntnisse, von denen ich nicht mal mehr weiß, woher ich sie habe, wirklich nie hinterfragt, weil sie mir bis zu Euren Erläuterungen einfach absolut logisch erschienen......

    #33Author Toffifeenstaub (925533) 28 Nov 22, 08:59
    Comment

    Gehirnchips von Elon Musks Firma Neuralink: Chancen und Risiken - [GEO]


    Ist zwar nicht wirklich Umwelt, zeigt aber - in meinen Augen - die Perversität der Menschheit.

    Daß das nur zu Gesundheitszwecken dienen glaubt, wer will.


    Elon Musk will Menschen einen Chip ins Gehirn pflanzen - [GEO]


    Und für alle Freunde der Atomkraft:

    In Frankreich geht das Licht aus

    Geschlossene Schulen, keine Züge und Sorge um die Notfallnummern. Frankreich rechnet mit sechs bis zehn geplanten Stromausfällen diesen Winter – wegen der Atomkraft.

    Stromausfälle: In Frankreich geht das Licht aus | ZEIT ONLINE

    Ein großes Problem dabei: Elektrische Türöffner funktionieren nicht mehr. Also draußen bleiben. Glückwunsch an alle, die ihr Haus vernetzt haben. Weil es so toll ist, wenn der Kühlschrank merkt daß Milch fehlt oder wenn die Rolläden ganz von alleine schließen - oder eben gar nicht mehr wollen.

    Im Sommer war es der Wassermangel. Keine Kühlung gewährleistet.


    Es finden sich aber ganz sicher noch jede Menge gute Argumente FÜR Atomkraft.

    #34Author ursus maritimus (1364942)  01 Dec 22, 12:21
    Comment

    Heute gab es ja wieder Aktionen der Letzten Generation auf den Flughäfen München und Berlin. Ich habe mir mal angeschaut, was die Letzte Generation selbst dazu schreibt:


    https://letztegeneration.de/blog/2022/12/flug...


    Ein paar Anmerkungen:


    Die Titelzeile lautet "Flughäfen in Berlin und München blockiert – Im Klimanotfall braucht es Handlungen statt leerer Worte.

    und im Text am Anfang

    Auf zwei der größten deutschen Flughäfen kam der Flugverkehr heute zum Erliegen.


    Blockiert klingt für mich bombastischer als das, was tatsächlich passiert ist, aber wenn man großzügig ist, kann man zumindest für München sagen, dass der Flugbetrieb für wenige Minuten unterbrochen war. Ich würde das nicht "Flugverkehr kam zum Erliegen" nennen. Ich halte es auch gar nicht für sinnvoll, den Flugverkehr für einen längeren Zeitraum zu blockieren.


    Weiter im Text:

    Der Luftverkehr ist das Transportmittel der reichsten 10% der Weltbevölkerung und gleichzeitig der Klimakiller schlechthin. Dabei sind es nicht nur die Milliarden Tonnen CO2, die jedes Jahr durch Flugzeuge verursacht werden: Die klimaschädliche Wirkung von weiteren Luftfahrt-Emissionen und Feinstaub in der Atmosphäre erhöht den verursachten Schaden nochmals um das Dreifache!


    Wie definieren die "den Klimakiller schlechthin"? Es ist sicher richtig, dass die vom Luftverkehr ausgehenden Klimaschäden weit mehr sind als der reine CO2-Ausstoß. Andererseits habe ich jetzt im Internet mehrere Quellen gesehen, die angeben, dass der Luftverkehr ca. 3% des weltweiten CO2-Ausstoßes verursacht. Wenn da noch das Dreifache draufkommt, ist das natürlich ein erheblicher Anteil (eine Zahl kann man hier schwer nennen, denn die rechnerischen 12 % sind sicherlich zu hoch, denn auch andere CO2-Verursacher schaden dem Klima auch durch andere Emissionen). Das ändert nichts daran, dass der Luftverkehr ein Problem für das Klima darstellt, aber ich würde erwarten, dass eine Beendigung der Emissionen durch "den Klimakiller schlechthin" das Klimaproblem weitgehend löst. Das ist aber sicher nicht der Fall. Demonstrationen gegen unnötigen Flugverkehr halte ich ohne jeden Zweifel für angebracht, aber mir erscheint die Argumentationsweise der Letzten Generation recht plakativ und nicht so sachlich, wie ich es mir wünsche. Ja, ich weiß, die Notwehrsituation rechtfertigt angeblich vieles, aber ich wünsche mir trotzdem eine sachlichere Argumentation.


    Zum Vergleich: Nach den gleichen Quellen (zum Beispiel https://de.statista.com/statistik/daten/studi... ) liegt der weltweite Anteil des Straßenverkehrs an den CO2-Emissionen bei ca. 18 %. Natürlich ist das Argument, dass den Straßenverkehr viel mehr Menschen brauchen und nutzen, richtig, aber andererseits ist es so, dass es für den Straßenverkehr bezahlbare technische Lösungen gibt, mit denen der Ausstoß von CO2 sehr schnell sehr drastisch reduziert werden könnte. Ich gebe zu, dass eine konsequente Umsetzung dieses Vorschlags vermutlich einige unerwünschte Nebenwirkungen hätte. Beim Flugverkehr scheint es mir im Moment aber noch keine bezahlbaren Lösungen zu geben. Dennoch gehe ich mit der Forderung "Reduzierung und/oder Verteurung des Flugverkehrs" konform, auch wenn es mir wehtun würde. Die Aussage "Der Flugverkehr ist der Klimakiller schlechthin." scheint mir trotzdem überzogen.


    Im Text steht ja auch, dass der Flugverkehr pro Jahr für Milliarden Tonnen CO2 sorgt. Das ist natürlich keine sehr exakte Zahl, aber ich finde, wenn von Milliarden Tonnen die Rede ist, müssen es mindestens zwei Milliarden sein. Das scheint nach mehreren Quellen nicht der Fall zu sein. So schreibt der Spiegel in https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kl... , dass im Jahr 2018 durch den kommerziellen Luftverkehr 918 Millionen Tonnen CO2 emittiert wurden. Neuere Zahlen habe ich nicht gefunden, aber es würde mich wundern, wenn sich der Ausstoß in so kurzer Zeit mehr als verdoppelt hätte. Auch möglich, dass die Zahlen im Spiegel nicht stimmen, aber ich habe keine höheren gefunden.


    Erneut: ca. 1 Milliarde Tonnen sind natürlich viel, aber sind das Milliarden?

    #35Author harambee (91833) 08 Dec 22, 21:05
    Comment

    @34: In Frankreich geht das Licht aus

    Geschlossene Schulen, keine Züge und Sorge um die Notfallnummern. Frankreich rechnet mit sechs bis zehn geplanten Stromausfällen diesen Winter – wegen der Atomkraft.


    Das ist schon seeehr verkürzt. Das französische Problem ist, dass das neuste AKW mehr als 20 Jahre alt ist (und das älteste noch laufende 43), der stark überwiegende Teil ist von den 80ern. Seit 2007 bauen sie ein neues, das vielleicht 2024 in Betrieb gehen wird. Verzögerungen und Kostenüberschreitungen entsprechen ungefähr denen des BER.


    Die französische Regierung hat es einfach völlig verschlafen, einen Ersatz für die immer häufiger ausfallenden AKWs bereit zu stellen. Frankreich hat doppelt soviel Küstenlinie wie Deutschland, aber nur 30% von dessen Windenergie. Frankreich wird in den nächsten Jahren in einen grossen Strommangel kommen, wenn da nicht gewaltig etwas passiert.

    #36Author mordnilap (835133) 09 Dec 22, 14:34
    Comment

    #35 harambee Interessante Betrachtung, danke!


    Ich hatte diese Woche eine interessante Diskussion bezueglich digitaler Revolution und Energieverbrauch.

    Irland baut die Elektrizitaetserzeugung aus Windkraft konstant aus. Natuerlich ist da noch mehr drin, aber naja.

    Andererseits wurden viele groessere Wind"farmen" von den grossen Tech-Firmen finanziert, die damit riesige Serverkomplexe unterhalten, so dass der Aufbau der Windkraft beim Normalverbraucher praktisch nicht ankommt.

    Die Diskussion drehte sich darum, ob wir (als Gesellschaft, und auch die EU als Institution) nicht viel zuviel Energie (sowohl physikalisch aka Elektrizitaet, als auch gedanklich) fuer die "Digitale Revolution" verwenden.

    Brauchen wir wirklich fuer alles eine App, oder Smart Wear, oder digital dies und das?

    Natuerlich koennen Daten helfen, Vorgaenge effizienter zu machen, aber irgendwann muss man fragen, ob es das im Endeffekt auch wert ist. Sowohl mit bezug auf Ressourcenverbrauch, aber auch fuer das Wohlbefinden der Menschen.

    #37Author Wik (237414) 09 Dec 22, 17:50
    Comment

    Klimawandel und Journalismus: Der Planet kollabiert nicht, er wird zum Kollabieren gebracht | ZEIT ONLINE


    Derzeit noch ohne Bezahlschranke zu lesen. Ausgesprochen guter Artikel.

    #38Author ursus maritimus (1364942) 12 Dec 22, 12:56
    Comment

    Der Artikel ist übrigens vom November 2021. Das macht ihn nicht uninteressant oder schlecht, aber das "derzeit" in #38 könnte den Eindruck erwecken, dass der Artikel ganz aktuell ist.


    Da es im dem Artikel auch um Madagaskar geht, stellte sich mir die Frage, wie es in Madagascar eigentlich weitergegangen ist. Wäre sicher ein Thema für "Nachrichten vom Rest der Welt", aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir das Land da schon diskutiert haben.


    Eine Einschätzung der Lage aus dem Otober 2022:

    https://reliefweb.int/report/madagascar/unice...


    Ausschnitte:


    Nutrition situation improved between January 2022 and September 2022 and compared to the same period last year. However, the situation is still below normal with a high number of children admitted (28,955 children with SAM (14,189 boys and 17,766 girls)) to the Community Management of Acute Malnutrition (CMAM) program compared to the 5 years admission average.

    ...

    However, 12 out of 21 districts are expected to see the nutrition situation deteriorating into IPC phase 3 (severe situation) toward the end of the year and during the lean season up to May 2023. At least 479,044 children would suffer from acute malnutrition in 14 districts of Southern and southeast Madagascar, including 91,990 of severe wasting (38,967 in South-East and 53,023 in the south Madagascar).

    #39Author harambee (91833)  12 Dec 22, 13:11
    Comment

    Ich wusste doch, dass es im letzten Jahr auch Stimmen gab, die der Einschätzung, die Hungerkrise in Madagaskar sei die erste klimabedingte Hungerkatastrophe, widersprochen haben. Vorhin habe ich dazu nichts gefunden, aber jetzt habe ich nochmal gesucht und die Studie gefunden:


    https://www.worldweatherattribution.org/wp-co...


    Ausschnitt:


    Based on observations and climate modeling, the occurrence of poor rains as observed from July 2019 to June 2021 in Southern Madagascar has not significantly increased due to human-caused climate change. While the observations and models combine to indicate a small shift toward more droughts like the 2019-2021 event as a consequence of climate change, these trends remain overwhelmed by natural variability.


    Die Autoren sagen damit natürlich nicht, dass es den Klimawandel nicht gibt und sie bestreiten auch nicht, dass der Klimawandel katastrophale Folgen für die Menschen in Gebieten wie Madagaskar haben wird, wenn die Temperaturerhöhung nicht begrenzt wird. So schreiben sie:


    This result is consistent with previous research, with the IPCC’s Sixth Assessment Report concluding that any perceptible changes in drought would only emerge in this region if global mean temperatures exceed 2°C above pre-industrial levels.


    Sie bestreiten allerdings, dass die Hungersnot der letzten Jahre in Madagaskar hauptsächlich durch den Klimawandel verursacht wurde. Wie immer in solchen Fällen kann ich die Qualität der Veröffentlichung nicht beurteilen. Ich habe bei einer schnellen Suche aber keine Artikel gefunden, die die Methodik und die Schlüsse des Artikels anzweifeln.


    PS: Man merkt es mir sicher überhaupt nicht an, aber es löst bei mir keine große Begeisterung aus, wenn mit schlechten Argumenten für die gute Sache geworben wird. (-;

    #40Author harambee (91833)  12 Dec 22, 13:45
    Comment

    Da es im dem Artikel auch um Madagaskar geht,.....


    Das relativiert natürlich den ganzen Inhalt. Es geht in dem Zeitartikel darum, daß diejenigen, die maßgeblich an der Umweltverschmutzung oder Verseuchung beteiligt sind, diese auch im gleichen Maße mittragen müßte wie die darunter leidende Bevölkerung und daß beim Umgang mit den Verantwortlichen da erhebliche Versäumnisse zu sehen sind.

    Es werden nicht die Verursacher zur Kasse gebeten, sondern die "Opfer" sozusagen.


    Muß man nicht alles erwähnen. Dann ergibt sich natürlich ein ganz anderes Bild. Wahr bleibt es dennoch.


    Tatsache ist auch, daß die Folgen immer erst hinterher zu sehen sind. Vorher spekuliert man über mögliche Folgen. Daher hinkt im Grunde die ganze Erklärerei zum Klimawandel hinterher. Das macht die Sache aber nicht besser, da in der Zwischenzeit die Dinge sich nicht etwa verbessert, sondern eher verschlechtert haben.

    #41Author ursus maritimus (1364942)  13 Dec 22, 06:26
    Comment

    Nun, das wollte ich auch gar nicht anzweifeln. Natürlich ist es so, dass die Verursacher von Umweltschäden nicht ausreichend zur Kasse gebeten werden.


    Deine und meine Reaktion zeigen aber vielleicht, dass beim Lesen von solchen Artikeln sehr verschiedene Aspekte beachtet werden. Deshalb würde ich mir wünschen, dass beim Verlinken eines solchen Artikels auch kurz erläutert wird, warum man den Artikel verlinkt und was einem darin besonders wichtig erscheint. Mache ich natürlich auch oft nicht im gewünschten Umfang. Es ist aber nicht selbstverständlich, dass andere einen solchen Artikel genauso lesen wie Du oder ich. So schreibst Du, dass es ein ausgesprochen guter Artikel ist, begründest das allerdings nicht. Mein Eindruck war etwas gemischt. Einen von mehreren Kritikpunkten habe ich herausgepickt.

    #42Author harambee (91833)  13 Dec 22, 08:33
    Comment

    OK, ich hätte etwas ausholen können. Dachte allerdings, der Titel spricht für sich.

    Viele hier mögen sich mit dem Thema überhaupt nicht auseinandersetzen, dann bleibt ihnen der Inhalt weitgehend erspart. Aber ich kann natürlich etwas mehr inhaltlich rüberbringen.


    Ich sehe die Tatsache, daß Hauptverantwortliche selten bis gar nicht zur Rechenschaft gezogen werden, als ausgesprochen problematisch an. Und da das bislang noch nie thematisiert wurde, fand ich den Artikel sehr interessant.

    Ich bin im Augenblick auch noch nicht wirklich selbst betroffen und könnte daher das Thema auch weitestgehend ignorieren. Ich ticke nur nicht so.

    #43Author ursus maritimus (1364942) 13 Dec 22, 11:15
    Comment

    And Now for Something Completely Different ... hat hier eigentlich schon wr Erfahrungen mit Tibber gemacht, ich hörte das zufällig gestern und Strom nach dem aktuellen Börsenpreis zu zahlen finde ich schon reizvoll. Zumal die Grundgebühr recht gering ist und da wir im Sommer so gut wie keinen Strom aus dem Netz beziehen kommt uns das sehr entgegen.

    Durch die PV gewöhnt man sich eh dran das man große Verbraucher erst anwirft wenn die Sonne scheint also ist der Schritt zur App die einem sagt wann der Strom am günstigsten ist nun wirklich nicht weit.

    Wenn der Weihnachtsmarktstress vorbei ist wollen mein Mann und ich uns mal damit näher beschäftigen aber vielleicht hat ja schon jemand hier Erfahrungen damit gemacht?

    #44Author Sands (427472) 15 Dec 22, 07:39
    Comment

    Eigene Erfahrungen habe ich nicht, aber ich kenne jemanden, der sich dagegen entschieden hat, weil die Preisentwicklung bei Tibber völlig unvorhersehbar ist, denn der aktuelle Börsenpreis kann ja in der aktuellen Situation auch mal deutlich ansteigen. Bei Tibber muss man dann in jedem Fall den aktuellen Börsenpreis zahlen. Bei anderen Versorgern hat man zumindest eine gewisse Vorlaufzeit, weil Preisänderungen dort ja angekündigt werden müssen. Bei Tibber kann es von Monat zu Monat große Schwankungen geben. Es kann eben in einigen Monaten auch sehr teuer werden.


    Mein Bekannter ist allerdings jemand, der ohnehin wenig verbraucht und kein "smart meter" hat. Angeblich, aber ich weiß zu wenig, um das beurteilen zu können, ist ein Wechsel zu Tibber ohne smart meter nicht allzu verlockend.

    #45Author harambee (91833) 15 Dec 22, 08:00
    Comment

    It may interest some people to know that Prince Philip, Duke of Edinburgh, was dismayed by the environmental degradation and species loss in Senegal. Out of basic environmental awareness, he drove an electrically powered Land Rover. Here, in this video from 1985, you can see this car: https://www.youtube.com/watch?v=YtpmyDbmm8k


    The Queen and the Duke drove an electric car around the Chicago International Fair on 6th July 1959, which may have sparked his enthusiasm for this form of propulsion. It is therefore no wonder that he also made his last journey in an environmentally friendly electrically powered hearse. 

    #46AuthorBubo bubo (830116) 20 Dec 22, 11:56
    Comment

    Ich bin im Augenblick auch noch nicht wirklich selbst betroffen und könnte daher das Thema auch weitestgehend ignorieren. Ich ticke nur nicht so.


    Und was ist die konkrete Folge davon? Inwiefern hilft deine Betroffenheit Madagaskar?


    Ich finde diesen Faden interessanter, wenn es um konkrete Situationen, Erfahrungen und Tipps geht. Nur, weil die Weltlage hier nicht so oft diskutiert wird, heißt es nicht, dass die größeren Zusammenhänge niemanden interessieren. Es ändert bloß überhaupt nichts, die bösen Verursacher in einem LEO-Faden zu diskutieren. Vielleicht liegt es auch daran, dass "Viele hier .. sich mit dem Thema überhaupt nicht auseinandersetzen [mögen]"?

    (Was nach 20 Fäden sowieso eine etwas zweifelhafte Behauptung ist.)

    #47Author Gibson (418762)  20 Dec 22, 13:25
    Comment

    Ein Podcast über u.a. ein Buch von Wu Ming-Yi: «Der Mann mit den Facettenaugen». Umweltverschmutzung und Klimawandel, Plastik in den Weltmeeren.


    Ab 13:10

    https://www.srf.ch/audio/buchzeichen/eine-jun...

    #48Author mordnilap (835133) 25 Dec 22, 14:17
    Comment
    Mir fehlen gerade die richtigen Worte:

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayerns-... "Bayerns Städte beseitigen so viel Silvester-Müll wie noch nie Trauriger Rekord zum neuen Jahr: Nach Silvester muss der Müll von Feuerwerk und Böllern aufgesammelt werden - in vielen bayerischen Städten so viel wie nie zu vor. Warum das so ist und wie die Aufräumarbeiten laufen."
    #49Author WittGenStein (1323045)  04 Jan 23, 11:17
    Comment

    Wenn man die vergangenen 3 Jahre zusammenzählt, liegt man wahrscheinlich unter dem Schnitt. Dass im ersten Jahr ohne Beschränkungen haufenweise Leute das Feiern nachholen, finde ich nicht sonderlich überraschend oder verwerflich.


    Mich haben die Berichte über Angriffe auf Rettungsleute aufgeregt, aber das ist ja leider nicht sylvestersprezifisch und auch eigentlich kein Umweltthema.

    #50Author Gibson (418762) 04 Jan 23, 14:40
    Comment

    Ich frage mich immer, warum man zu Silvester abgeschwächte Formen von Handgranaten durch die Gegend werfen muss und damit Verletzungen Unbeteiligter stillschweigend in Kauf nimmt. Diese Böller, Kanonenschläge und ähnliches gehören meiner Meinung nach, wie oben schon genannt, verboten.

    Gegen ein farbenprächtiges Feuerwerk am Silvesternacht-Himmel haben aber doch die wenigsten etwas einzuwenden (sicherlich ist auch hier Mißbrauch möglich..)


    Daher sollte man Böller von Feuerwerk strikt trennen und nicht generell alles abschaffen.

    #51Author drkimble (463961)  04 Jan 23, 14:55
    Comment

    Ich finde schon, dass die Diskussion um Feuerwerk, Böller & Co einen Umweltaspekt hat. Lt. Umweltbundesamt verursachen Feuerwerke 1% der gesamten Feinstaubbelastung in Deutschland. Und das an nur einem Tag.

    https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/lu...

    Auch den gemischten Müll, der teilweise irgendwo in der Landschaft landet, braucht es meiner Meinung nach nicht. Für was? Feiern könnte man sehr gut auch ohne die Schießerei.

    Ich bin tatsächlich für ein generelles Verbot von Feuerwerken und Böllern, könnte mich aber auch für einen Kompromiss, wie ihn drkimble vorschlägt, erwärmen. 🙂

    #52Author bavarianna (1035365) 04 Jan 23, 17:01
    Comment

    Ich finde schon, dass die Diskussion um Feuerwerk, Böller & Co einen Umweltaspekt hat.


    Ich finde das auch (ebenso, wie ich Feuerwerk auch von Böllern trennen würde) . Ich fand es nur nicht überraschend oder gar spracheverschlagend, dass es dieses Jahr viel war.

    #53Author Gibson (418762) 04 Jan 23, 18:29
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    Ich bin für die Einführung von Böller- und Feuerwerksteuer, die dem Tierschutz und Kriegstraumatisierten zugute kommen soll.

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2022/12... In obigem Link ist im Detail nachzulesen, wie sehr Wild- und Haustiere darunter leiden müssen. Grausam! Leider kann ich den Text daraus nicht kopieren.
    #54Author WittGenStein (1323045)  04 Jan 23, 18:34
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    Jetzt hat es geklappt mit kopieren... "Auch der BUND Berlin fordert erhebliche Einschränkungen für das private Abbrennen von Pyrotechnik: "Das massenhafte Zünden von Böllern und Raketen zu Silvester bedroht Mensch und Umwelt und ist eine massive Ressourcenverschleuderung". Für Wild- und Haustiere sei die Silvesternacht zudem ein "Horror".

    Panische Flucht vieler Vögel
    Weitestgehend schutzlos sind Wildtiere in der Stadt den Böllern und Raketen ausgeliefert. Vor allem in der Silvesternacht, aber auch schon in den Tagen davor. "Vögel fliegen oftmals bis zur Erschöpfung und fallen dann vom Himmel", erklärt die Berliner Tierschutz-Beauftragte Kathrin Herrmann. Vor allem sorgen demnach Lichtblitze und Knallgeräusche für panisches Fluchtverhalten. Rauch sorge zusätzlich noch für Orientierungslosigkeit.Vögel würden zudem bei der panischen Flucht gegen Glasscheiben und Stromleitungen prallen und dann verenden, betont der Naturschutzbund (NABU). Darauf einstellen können sich die Vögel nicht. Sie haben zwar ein Gespür für Jahreszeiten, nicht aber für menschliche Feiertage, an denen tonnenweise Pyrotechnik in die Luft gesprengt wird. "


    Aus obigem Link.
    #55Author WittGenStein (1323045)  04 Jan 23, 18:40
    Comment

    #54:


    Ich bin für die Einführung von Böller- und Feuerwerksteuer, die dem Tierschutz und Kriegstraumatisierten zugute kommen soll.


    Warum Kriegstraumatisierten? Wo ist der Zusammenhang?

    #56Author mordnilap (835133) 04 Jan 23, 22:29
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    Na ja, dass lautes Knallen und Explosionen ein Kriegstrauma zurückbringen, ist ja nicht unwahrscheinlich, denke ich mir als Laiin.

    #57Author Gibson (418762) 04 Jan 23, 23:28
    Comment
    Und viele Expertinnen und Experten sehen das ähnlich:

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemb... "Man könnte sich überlegen, auf die lauten Feuerwerkskörper zu schreiben: "Wenn du diesen Feuerwerkskörper kaufst, hast du eine Wahrscheinlichkeit, dass das Gehör geschädigt wird, dass dein geflüchteter Nachbar in Angst und Schrecken versetzt wird und dass die Vögel noch in fünf Kilometer Entfernung so geängstigt werden, dass sie tagelang ihren Schlafplatz verlassen." Thomas Elbert, Professor für klinische Psychologie und Verhaltensforschung Uni Konstanz.
    #58Author WittGenStein (1323045)  04 Jan 23, 23:35
    Comment
    Und hier noch ein Beitrag vom NABU


    https://www.nabu-leipzig.de/aktuelles/

    "Silvester-Feuerwerk ist ein Schockerlebnis für Tiere NABU Leipzig bittet um Rücksichtnahme Bunte Feuerräder, zischende Raketen und krachende Böller: Feuerwerk gehört für viele Menschen zu Silvester und anderen Festen dazu – doch mehr und mehr wird auch vielen Menschen bewusst, dass mit dieser Tradition zahlreiche negative Auswirkungen verbunden sind – auf Tierwelt, Umwelt und Gesundheit. Und nicht zuletzt handelt es sich auch um eine große Geldverschwendung. Feuerwerk bringt vor allem zu Silvester jedes Jahr starke Feinstaubbelastung und enorme Müllmengen mit sich, zudem hat es schädliche Auswirkungen auf Wildtiere. Der NABU fordert darum ein Verbot privater Silvesterknallerei und eine Beschränkung auf zentral organisierte Feuerwerke. Mit dieser Forderung wandte sich der NABU-Bundesverband Ende November 2022 an die Öffentlichkeit. Seit 2014 hatte zuvor bereits der NABU Leipzig jedes Jahr für einen Verzicht auf Silvesterfeuerwerk geworben." -> Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang GG Artikel 20a https://de.m.wikipedia.org/wiki/Artikel_20a_d... "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."
    #59Author WittGenStein (1323045)  04 Jan 23, 23:46
    Comment

    Und nicht zuletzt handelt es sich auch um eine große Geldverschwendung.


    Den Satz hätten sie allerdings besser rausgelassen. Das ist genauso viel oder wenig Geldverschwendung wie ein z.B. Kinobesuch. Ich halte das Argument 'Geldverschwendung' generell für dumm, weil alles, was nicht zum Überleben notwendig ist, unter Verschwendung fallen kann, und den Autor nur calvinistisch und verbissen klingen lässt. Überzeugungstechnisch unklug.

    #60Author Gibson (418762) 05 Jan 23, 00:00
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    Es kann aber auch vorkommen, dass die Kriegstraumatisierten die Angriffe durchführen:


    Es handelt sich bei diesem oft migrantischen Mob um eine sehr kleine Minderheit


    Wie auf der Hermannstraße, wo 25 vermummte Gewalttäter ein Löschfahrzeug der „Freiwilligen Feuerwehr“ angriffen – Asoziale gegen Ehrenamtler, so war in der Silvesternacht auf der Neuköllner Magistrale die asymmetrische Schlachtordnung. Migranten sagen lachend in laufende Kameras, sie kämen aus einem Krieg, was sie hier erlebten, sei damit nicht zu vergleichen.  


    #61Author mordnilap (835133) 05 Jan 23, 00:01
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    Ach ja super. Den in #61 verlinkten Artikel werde ich kommendes Silvester als Legitimation hernehmen, um mit meinen ukrainischen Freunden ordentlich Böllerspaß zu haben.

    Gute Nacht!


    https://www1.wdr.de/nachrichten/fluechtlinge/...

    "Plötzlich heult eine Silvester-Rakete Die Kinder haben großen Spaß und freuen sich über jeden angezündeten Böller - bis auf einmal eine Rakete mit einem lauten Heulen losgeht. Vasyl, der neben mir steht, zuckt plötzlich zusammen. Sein Gesichtsausdruck verändert sich. Dann sagt er mir auf Russisch: Das ist kein gutes Geräusch, das kenne ich aus meiner Heimat." (Vasyl, zwölf Jahre alt) Mit einem Mal weicht die Freude einer tief sitzenden Angst. Und ich spüre, wie die traumatischen Ereignisse im Kriegsgebiet bei diesem Kind plötzlich wieder präsent sind. Auch Anna zuckt zusammen Als später am Abend immer mehr Knaller und Raketen gezündet werden, fühlt sich auch Vasyls Mutter unwohl. Nach einer heftigen Explosion eines Böllers zuckt Anna ebenfalls zusammen... Tränen laufen ihr über das Gesicht. Sie muss an ihre Schwestern denken, bei denen ähnliche Geräusche und Explosionen den Tod bedeuten können. Ich nehme sie in den Arm und drücke sie. Sie wischt ihre Tränen weg und sagt leise, dass sie die Geräuschkulisse an ihre Flucht erinnere."
    #62Author WittGenStein (1323045)  05 Jan 23, 00:19
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    Ja, eben, da ist jeder anders und jeder verarbeitet Kriegserlebnisse anders.

    Manche überstehen das gut und haben kein bleibendes Trauma, andere zucken bei Böllern und wieder andere bei dem Raketenzischen. Und noch andere auf Hubschraubergeräusche, auch wenn es in Deutschland weit überwiegend Rettungshubschrauber sind.


    Ok, Rettungshubschrauber kann man schlecht abschaffen, privates Feuerwerk, vor allem über Tage hinweg schon.

    Warum kann man sich nicht auf die eine halbe Stunde nach Mitternacht beschränken?

    Dann können die, die schlafen wollen (Alte, Kranke, Kleinkinder), das einigermaßen tun und werden nicht stundenlang wach gehalten. Und wer mit den Geräuschen ein Problem hat, macht Rolläden zu und die halbe Stunde Musik an, um sich dem nicht auszusetzen. Danach ist es vorbei und erledigt und jeder kann wieder in Ruhe leben.


    Niemand behauptet, die Krawalle und Angriffe auf Rettungskräfte wären mit einen Krieg vergleichbar. Furchtbar sind sie dennoch.

    Diese Angriffe, gerade so gehäuft und massiv wie Silvester, können sehr leicht Menschenleben kosten, weil ein Notarzt oder die Feuerwehr nicht rechtzeitig vor Ort ist. In Berlin gab es sogar einen Fall, wo ein Feuerwehrmann seinen Posten verlassen und unter dem Auto Schutz suchen musste. Der hat dadurch seine Kollegen in Gefahr gebracht, aber es ging nicht anders.


    Das ist sehr viel massiver als evtl ein Stau durch Klimaaktivisten, denn die kündigen den Ort an (Feuerwehr kann Umleitungen fahren) und lassen immer eine Rettungsgasse frei (Rettungsdienst könnte durch, wenn die Autos im Stau auch eine Rettungsgasse bilden würden).



    #63Author Dodolina (379349) 05 Jan 23, 09:39
    Comment
    Ich finde diese Angriffe durchaus mit Krieg vergleichbar, weil unschuldige Menschen angegriffen werden.

    Wir stellten uns um 24 Uhr mit Sekt auf die Terrasse, um wie (fast) jedes Jahr das Feuerwerk mit genügend Abstand anzusehen. Als dabei etwas Glühendes geradewegs auf mich zuflog und ich mich davor rettete, indem ich reflexartig mein Gesicht schützte und einen Schritt zurück tat, hat das etwas mit mir gemacht. Das Geschoss kam von Nachbarn, weißen Männern mittleren Alters. Ich frage mich wirklich, wie wir Menschen, die an Silvester jeglichen Respekt vor ihren Mitmenschen und Mitwesen verlieren, in unsere Gesellschaft integrieren können.
    #64Author WittGenStein (1323045)  05 Jan 23, 10:09
    Comment

    Ich finde diese Angriffe durchaus mit Krieg vergleichbar, weil unschuldige Menschen angegriffen werden.


    Das trifft aber auf so gut wie jedes Gewaltverbrechen zu, nicht nur, wenn es so gehäuft vorkommt.


    Ich kann mir einen echten Krieg mit Bomben und den Geschossen aus Panzern und Flugzeugen nicht vorstellen, aber Übergriffe von kleinen Gruppen oder einzelne alkoholisierte Idioten sind doch sicher einige Hausnummern kleiner. Da muss niemand wochenlang in U-Bahn-Stationen oder Kellern ausharren, ohne Strom und ohne Versorgung mit dem Nötigsten, wie es in einem echten Krieg häufig vorkommt.

    Und gerade jetzt, wo in Europa ein brutaler Krieg tobt, sollte man das Wort nicht leichtfertig für jede Art von Gewalt verwenden.

    #65Author Dodolina (379349) 05 Jan 23, 10:32
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    Ich glaube auch nicht, dass es sonderlich viele Menschen gibt, die in der Silvesternacht rücksichtslos werden und sonst brave Bürger sind. Rücksichtslose Menschen sind es eben auch zu Silvester; die anderen sind es nicht. Und wenn mir unvermittelt im Park jemand eine reinhaut (einer Freundin von mir vor vielen Jahren geschehen), dann würde das auch was mit mir machen. Ich verstehe den Fokus auf Silvester hier nicht ganz.


    Unabhängig davon würde ich es auch sehr begrüßen, wenn a) Silvester sich auf Feuerwerk beschränken würde und b) vor allem tatsächlich nur von Mitternacht bis meinetwegen 1 Uhr nachts stattfände. Tage vorher finde ich für die Tiere auch sehr problematisch (und ganz egoistisch ärgert mich, dass ich zwei Tage nicht ausreiten kann - gerade dann, wenn man mal richtig Zeit hätte -, weil man eben nie weiß, ob irgendwo im Wald ein Idiot Böller zündet)

    #66Author Gibson (418762) 05 Jan 23, 10:39
    Comment

    #65 Und gerade jetzt, wo in Europa ein brutaler Krieg tobt, sollte man das Wort nicht leichtfertig für jede Art von Gewalt verwenden.


    Danke, Dodolina!


    Mich hat der Satz


    Ich finde diese Angriffe durchaus mit Krieg vergleichbar, weil unschuldige Menschen angegriffen werden.


    auch etwas erschreckt. Natürlich ist es schlimm und eine persönliche Katastrophe, wenn unschuldige Menschen angegriffen werden, aber ich fürchte, dass ein Krieg, den die meisten von uns zum Glück noch nicht erlebt haben, noch ganz andere fast unvorstellbare Grausamkeiten mit sich bringt.


    Wir haben es wohl mal wieder geschafft, uns ziemlich weit vom eigentlichen Fadenthema zu entfernen. (-;

    #67Author harambee (91833)  05 Jan 23, 10:45
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    Silvester kommt es eben geballt, dass überall Gruppen teils stark alkoholisierter Menschen sich draußen aufhalten und sich dabei zwangsläufig begegnen. Das ist immer eine brisante Situation, wenn die dann noch durch die Böller eben gefährliche Gegenstände dabei haben, eskaliert das auch leicht oder eine dumme Idee wird leichtfertig aus Gruppendynamik gewalttätige Realität.

    Erst Recht, wenn die Stimmung sowieso durch Unzufriedenheit (Inflation und Geldsorgen, Coronafrust aus 3 Jahren ..) aufgeheizt ist.


    Ich fürchte, das ist die erschreckend einfache Erklärung für solche Übergriffe und warum die zu Silvester und gerade dieses Jahr häufiger vorkommen als sonst.

    Was natürlich nicht heißt, dass ich das in irgendeiner Form rechtfertigen möchte.



    Sowohl für die Traumatisierten als auch für Umwelt und Wild- und Haustiere unterschreibe ich bei Gibson:

    Eine Stunde oder auch nur eine halbe mit Feuerwerk, mehr sollte es nicht sein.

    Diese eine Stunde Stress können auch Wildtiere überstehen, Menschen und Haustiere können durch Rolläden oder Musik und Raumbeleuchtung größtenteils davor geschützt werden, davon zu viel mitzukriegen, wenn man das nicht will.

    #68Author Dodolina (379349)  05 Jan 23, 11:01
    Comment
    Dodolina, ich muss dir widersprechen. Viele Wildtiere überstehen die Silvesternacht eben nicht und verenden. Vgl. Verlinkung RBB und NABU weiter oben. Edit: Du schreibst von einer Stunde. Okay, durch eine Verkürzung der Böllerei würde sich die Überlebenschance erhöhen...

    Auf zwei Dinge würde ich gerne noch hinweisen:
    1. Ich habe an keiner Stelle Silvester mit Krieg gleichgesetzt.
    2. Ich habe gelesen, ich würde den Begriff Krieg in diesem Kontext leichtfertig verwenden. Das verunsichert mich und macht mich traurig, denn ich habe ein Bedürfnis, ernst genommen zu werden. Vor ein paar Jahren erlebte ich eine ähnliche Situation an Silvester nur noch krasser und an einem anderen Ort. Ich möchte die Szenen bewusst nicht im Detail schildern. Nur soviel: um mich herum knallte und heulte es, der Qualm nahm mir die Sicht und ich musste dabei permanent Geschossen ausweichen. Dadurch geriet ich in Angst und Panik und schwor mir, diesen Ort zu dieser Zeit nie wieder aufzusuchen. Ich fühlte mich tatsächlich an Krieg erinnert und bitte darum, mir nicht leichtfertig Leichtfertigkeit zu unterstellen. Danke für euer Verständnis.

    Un nun Fokus wieder auf Umweltschutz und Tierschutz. Aufgrund einer Zwischenfrage weiter oben kam es zu einer Themenverschiebung. Wie schon erwähnt, halte ich eine Umwelt- und Tierschutzsteuer auf Feuerwerkskörper und einen entsprechenden Aufdruck wie weiter oben vom Verhaltenspsychologen aus Konstanz vorgeschlagen für angebracht.
    #69Author WittGenStein (1323045)  05 Jan 23, 11:25
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    Ich habe an keiner Stelle Silvester mit Krieg gleichgesetzt.


    Das hat auch keiner gesagt. Ich habe Stellung genommen zu der Aussage über "Menschen, die an Silvester jeglichen Respekt vor ihren Mitmenschen und Mitwesen verlieren", weil ich das nicht für silvesterspezifisch halte.


    Zum Krieg hast du gesagt:

    Ich finde diese Angriffe [die Krawalle und Angriffe auf Rettungskräfte] durchaus mit Krieg vergleichbar, weil unschuldige Menschen angegriffen werden.


    Und das finden manche, auch ich, unangemessen, weil ein Krieg doch mehr ist, als generell unschuldige Menschen in einer Form anzugreifen.


    Dein Schilderung aus #69 gab es da noch nicht. Und so sehr ich deine Gefühle in der Situation respektiere, sehe ich trotzdem einen Unterschied zwischen einer Panikreaktion in einer auch objektiv beängstigenden, aber grundsätzlich eher nicht tödlichen Situation und dem Beschuss durch echte Raketen, bei dem Freunde und Familie getötet wurden. Das kann man nur bedingt vergleichen IMO.

    #70Author Gibson (418762)  05 Jan 23, 11:46
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    Umwelt- und Tierschutzsteuer auf Feuerwerkskörper

    Soll das lediglich durch Verteuerung helfen? Oder soll das Geld konkret eingesetzt werden (also zweckgebunden sein ... falls das bei Steuern überhaupt geht)? Wenn ja, wie?

    #71Author Selima (107)  05 Jan 23, 11:52
    Comment
    Gibson, hier ist ja noch genügend Platz im Umweltfaden, euch darauf zu einigen, in welcher Art, in welcher welcher Form und zu welchem Anlass Kriegs- und Terrorvergleiche erlaubt sind. In "betrifft Leo" wäre eine solche Diskussion allerdings thematisch besser platziert.

    Ich habe mich bereits zum Thema positioniert.
    #72Author WittGenStein (1323045) 05 Jan 23, 11:56
    Comment
    # Selimas Beitrag war eben noch nicht da. Das ist ein Thema, worauf ich zu einem anderen Zeitpunkt eingehen kann. Jetzt fehlt mir die Zeit.
    #73Author WittGenStein (1323045) 05 Jan 23, 12:01
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    Wenn man an den Tagen vor Silvester die gefüllten Einkaufswagen mit Feuerwerk in den Märkten an den Kassen sieht und was dafür so ausgegeben wird, scheint das Zeug noch viel zu billig zu sein.

    Ein Sonderpostenmarkt öffnete sogar zu Mitternacht des 27.12. um als erster seine Ware loszuwerden..


    Warum keine 100% Aufschlag als Umwelt- und Tierschutzsteuer, wobei in der Umweltsteuer auch die beschriebenen anschliessenden Aufräumarbeiten finanziert werden?

    Und wem das zu teuer ist, der läßt es halt bleiben, lebensnotwendig ist es nun wirklich nicht..

    #74Author drkimble (463961)  05 Jan 23, 12:02
    Comment
    Gibson, du hast Recht. Meine Angst war objektiv betrachtet unbegründet. Wir wissen doch alle, dass es sich bei den Nachrichten über verlorene Gliedmaßen und Todesfälle an Silvester nur um Fake News handelt, die von militanten Tierschützern verbreitet werden. ;-)

    #63 Sehe ich ähnlich, bin jetzt aber mal weg...
    #75Author WittGenStein (1323045) 05 Jan 23, 12:09
    Comment

    Nur mal so am Rande: Steuern werden nie "zweckgebunden" erhoben. Alle Einnahmen aus allen Steuern gehen in den grossen Topf, aus dem dann die allgemeinen Ausgaben bestritten werden.

    Gebuehren koennen zur Deckung gewisser Unkosten erhoben werden.

    #76Author Wik (237414) 05 Jan 23, 12:10
    Comment
    In der #75 sollte es #74 heißen. Bis später.
    #77Author WittGenStein (1323045) 05 Jan 23, 12:11
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    Ich habe keine Ahnung, was das Zeug kostet, weil ich mir noch nie welches gekauft habe. Ich halte das generell für verzichtbar und wäre dafür, dass pro Gemeinde zentral ein Feuerwerk (FW) organisiert wird.


    Allerdings befürchte ich, dass es vielen Feuerwerksfreunden nicht um das FW an sich geht, sondern darum, das Zeug zu zünden, also Handelnde zu sein. Denen wird mit einem organisierten FW nicht gedient sein.


    Ein anderer Punkt, der mir wichtig erscheint: Die Knallerei zu beschränken, indem es stark verteuert wird, erscheint mir asozial, weil es ganz bestimmten Gruppen ihr Vergnügen nimmt. Wenn, dann ganz und allen verbieten.


    Nachtrag: Danke, Wik, das hatte ich dunkel in Erinnerung. Ein Argument gegen so eine Steuer, denn sie hilft v.a. den Tieren 0,0 gar nicht.

    #78Author Selima (107)  05 Jan 23, 12:13
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    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die Thematik eher weniger beruehrt, weil ich seit (auf den Tag genau) 17 Jahren in Laendern wohne, in denen private Feuerwerke zu Silvester nicht erlaubt sind. Das heisst nicht, dass man nicht ab und an die einzelne Rakete sieht oder Boeller hoert. Aber nach all diesen Jahren empfinde ich es nicht als Verlust.

    Meiner Meinung nach ist das Tierschutzargument wichtig, obwohl ich die Auswirkungen nicht beurteilen kann. Unser Hund hat die (zugegebenermassen) wenigen Boellerschlaege interessiert verfolgt, aber wenn es lauter und laenger gewesen waere, haette das anders aussehen koennen.

    Ich habe auch kein Problem damit, Feuerwerkskoerper staerker zu besteuern. Im Endeffekt ist das ein Luxusgut, dass Umweltschaeden verursacht, was eine Besteuerung meiner Meinung nach rechtfertigt.


    Meiner Auffassung nach ist es aber nicht moeglich zu sagen, dass eine "Feuerwerksteuer" erhoben wird, um das Aufraeumen zu bezahlen. Erstens sind meinem Verstaendnis nach Steuereinnahmen niemals zweckgebunden. Andererseits ist das Aufraeumen von Feuerwerksmuell Aufgabe der lokalen Behoerden, aber es waere ziemlich unmoeglich, Feuerwerkssteuern lokal oder regional zu erheben.

    #79Author Wik (237414) 05 Jan 23, 12:39
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    #76: Nur mal so am Rande: Steuern werden nie "zweckgebunden" erhoben. Alle Einnahmen aus allen Steuern gehen in den grossen Topf, aus dem dann die allgemeinen Ausgaben bestritten werden.


    Das ist falsch. Es gibt (vielleicht nicht in Deutschland, keine Ahnung, aber es gibt ja noch andere Länder) durchaus zweckgebundene Steuern, zB die Mineralölsteuer in der Schweiz.


    Siehe Tabelle (lässt sich nur schlecht hier reinkopieren).

    #80Author mordnilap (835133) 05 Jan 23, 12:47
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    Dann nennt man es halt nicht Steuer sondern Feuerwerksabgabe, erhebt es durch die Gemeinden bei den jeweiligen Händlern zusammen mit der Gewerbesteuer, und fertig ist die Zweckbindung für die Müllabfuhr.


    Hilft aber weder den Tieren noch meinem Schlaf. Seufz.


    Nachtrag: Das Steuerfindungsrecht ist im Grundgesetz verankert, Länder oder auch Gemeinden könnten also eine Feuerwerkssteuer einführen.

    #81Author Irene (236484)  05 Jan 23, 12:47
    Comment

    #80 Danke, das ist richtig. In Deutschland und in Irland, wo ich wohne, sind Steueraufkommen aus einzelnen Quellen meines Wissens nach nicht zweckgebunden, sondern fliessen in den Gesamthaushalt ein.

    Das kann natuerlich in der Schweiz oder Oesterreich oder anderswo unterschiedlich gehandhabt werden.

    #82Author Wik (237414) 05 Jan 23, 12:55
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    Länder oder auch Gemeinden könnten also eine Feuerwerkssteuer einführen.


    Wenn das auf Gemeindeebene passiert, entstehen aber schnell praktische Probleme. Die Steuer wird ja vermutlich beim Verkauf erhoben. Wenn ich ein Böllerliebhaber bin und meine Gemeinde die Steuer erhebt, die Nachbargemeinde aber nicht ... Die Geschäftsleute in meiner Gemeinde werden jubeln.

    #83Author harambee (91833) 05 Jan 23, 13:02
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    Warum sollte die Nachbargemeinde verzichten? Die hat doch das gleiche Müllproblem.

    #84Author Irene (236484) 05 Jan 23, 13:09
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    Das passiert doch aktuell auch schon, wenn man die starken Böller, die in DE schon verboten sind, auf dem kleinen Grenzweg im benachbarten Polen einkauft

    #85Author drkimble (463961) 05 Jan 23, 13:10
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    In Deutschland gibt es zB die Feuerschutzsteuer.


    Die Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer werden nach einem im Feuerschutzsteuergesetz definierten Schlüssel auf die einzelnen Bundesländer aufgeteilt. Sie sind zweckgebunden und kommen dem Brandschutz zugute.

    #86Author mordnilap (835133) 05 Jan 23, 13:16
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    Ich weiß nicht, wie du von "auch objektiv beängstigend" zu "Meine Angst war objektiv betrachtet unbegründet" kommst. Da das aber nicht das erste Mal ist, dass du irgendwie Dinge liest, die da so nicht stehen, finde ich auch, dass wir die Diskussion hier beenden können.


    (Wobei ich auch ein beim Feuerwerk verlorenes Auge nicht mit einem Krieg vergleichen würde. Aber ganz offenbar haben wir da ja verschiedene Ansichten. Ist ja erlaubt.)

    #87Author Gibson (418762) 05 Jan 23, 13:51
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    Und ich kann deinen linguistischen Betrachtungen nicht folgen. Worin ich dir uneingeschränkt folgen kann, ist dass es erlaubt sein darf, unterschiedliche Erfahrungen gemacht zu haben und unterschiedliche Sichtweisen zu haben. Das betrachte ich als gelungenes Ende der Diskussion.


    Selima, als asozial würde ich jetzt solche Steuern bzw. Gebühren nicht einstufen, eher als ähnlich unsozial wie die Mehrwert- die Tabak- und die Energiesteuer. Zum Thema Steuern und Gebühren kamen zwischenzeitlich ein paar Beiträge. Bei mir steht jetzt noch Möbelaufbau und Großeinkauf an und schon sind wir wieder bei der Mehrwertsteuer...
    #88Author WittGenStein (1323045)  05 Jan 23, 14:05
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    #86 mordnilap: Das widerspricht aber der Definition von Steuer: Steuer – Wikipedia "Als Steuer wird eine Geldleistung ohne Anspruch auf Gegenleistung bezeichnet, die ein öffentlich-rechtliches Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt, die einen steuerpflichtigen Tatbestand verwirklichen. Die Gruppe der Steuerpflichtigen umfasst sowohl natürliche als auch juristische Personen. Die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein. Gebühren und Beiträge werden hingegen aufgabenbezogen und zweckgebunden verwendet." (Meine Hevorhebung).  

    #89Author Wik (237414) 05 Jan 23, 14:50
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    Zum Thema Steuern: Auch in anderen Bereichen nutzt der Staat Steuern und Abgaben dafür, das Verhalten der Bürger in die gewünschte Richtung zu steuern, deswegen heißen sie ja auch "Steuern". :-) Spaß beiseite: Das nennt sich Lenkungswirkung, zum Beispiel dient die Tabaksteuer (unter anderem) einem Lenkungszweck.

    Konkret zur Zweckbindung: In Deutschland gilt das Gesamtdeckungsprinzip. Das besagt, dass alle Einnahmen der Deckung aller Ausgaben dienen. Ausnahmen sind aber möglich, außerdem werden Steuern manchmal als Zwecksteuern ausgewiesen, auch wenn keine gesetzlich geregelte Zweckbindung im engeren Sinn besteht. Das ist im Grunde eine Willensbekundung zur Verwendung des Aufkommens für einen bestimmten Zweck.
    #90Author dulcinea (238640) 05 Jan 23, 14:55
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    #89: Nein, das ist absolut kein Widerspruch. "Anspruch auf Gegenleistung" ist etwas völlig anderes als "zweckgebunden". "Anspruch auf Gegenleistung" bedeutet, dass du für deine Zahlung eine bestimmte staatliche Leistung bekommen musst, zB eine Bescheinigung. Entspricht ungefähr dem Einkauf im Supermarkt. "Zweckgebunden" bedeutet, dass sie die Knete nicht für irgendwas raushauen dürfen, sondern zB nur für Strassenbau oder Feuerschutz.

    #91Author mordnilap (835133)  05 Jan 23, 15:02
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    #91 Natuerlich ist das ein Widerspruch.

    Wenn die Regierung einen bestimmten Geldbetrag (z.B. den Ertrag aus der Feuerschutzversicherungsteuer) nur zweckgebunden (fuer Feuerschutz) verwenden duerfte, bedeutete dass, dass 100% der relevanten Steuereinnahmen eben in den Brandschutz investiert werden. Daraus resultiert ein gewisser Anspruch der Buerger auf staatlichen Brandschutz. Andernfalls gaebe es keine legitime Grundlage fuer die Steuer in dieser Form.

    Wenn allerdings die Einnahmen aus der "zweckgebundenen" Steuer systematisch nur einen Teil der anfallenden Kosten (im Beispiel fuer die staatlichen Ausgaben des Brandschutzes) decken, dann ist der Zusatz "zweckgebunden" irrelevant und irrefuehrend, da die (hoeheren) realen Kosten eh vom Staat getragen werden.

    #92Author Wik (237414)  05 Jan 23, 16:02
    Comment

    Nein. Du konstruierst da einen Anspruch der Buerger, Anspruch auf Gegenleistung ist aber etwas völlig anderes. Das ist eine 1:1-Beziehung von zB Bürger Wik, der einen neuen Pass braucht, eine Gebühr zahlt und dadurch Anspruch auf die Gegenleistung Ausstellung des Passes erhält, was du nötigenfalls einklagen kannst. Klar definierte Leistung für klar definierte Zahlung.


    Dir schwebt so ein diffuser Anspruch der Buerger auf staatlichen Brandschutz vor.

    1. ist das eine viele:1-Beziehung

    2. ist das keine klar definierte Leistung nur an die Zahler, sondern eher eine staatliche Leistung an die gesamte Bevölkerung.

    #93Author mordnilap (835133) 05 Jan 23, 16:53
    Comment

    Keineswegs.

    Ausstellung eines Reisepasses, das ist eine klare Gebuehr, keine Steuer. Ich, als Buerger, beanspruche eine Dienstleistung, und bezahle dafuer. Keine Frage.


    Ich (Wik) als Buerger, verlange auch keine Feuerschutzsteuer per se. Aber wenn der Staat Geld (eine Steuer) verlangt, um zweckgebunden Brandschutzmassnahmen zu foerdern, denke ich schon, dass ich (als betroffener Zahler) damit einen gewissen Anspruch habe.


    #94Author Wik (237414) 05 Jan 23, 17:50
    Comment

    Ich habe versucht, dir das Konzept "Anspruch auf Gegenleistung" ausführlich und eindeutig zu erklären. Mehr kann ich nicht. Wenn ich gescheitert bin, tut es mir leid.

    #95Author mordnilap (835133) 05 Jan 23, 17:56
    Comment

    Ich habe versucht, dir das Konzept "Anspruch auf Gegenleistung" ausführlich und eindeutig zu erklären. Mehr kann ich nicht. Wenn ich gescheitert bin, tut es mir leid.

    Entschuldige, aber wo denn? Bitte, wo ist mein Diskussionsmaterial?

    #91 und #93 sind fuer mich in keiner Weise bedeutsam, da

    #91 vollkommen irrelvant ist und

    #93 gar nicht versucht, mein Argument zu betrachten.


    #96Author Wik (237414) 05 Jan 23, 18:24
    Comment

    #92 Wenn allerdings die Einnahmen aus der "zweckgebundenen" Steuer systematisch nur einen Teil der anfallenden Kosten (im Beispiel fuer die staatlichen Ausgaben des Brandschutzes) decken, dann ist der Zusatz "zweckgebunden" irrelevant und irrefuehrend, da die (hoeheren) realen Kosten eh vom Staat getragen werden.


    Das sehe ich nicht ganz so. Dein Satz ist natürlich richtig, aber das "zweckgebunden" impliziert für mich doch, dass dem Steuerzahler garantiert wird, dass Dein einleitendes "wenn" erfüllt ist. Wenn nämlich die Einnahmen aus der zweckgebunden Steuer höher sind als die Ausgaben für den angeblichen Zweck, spätestens dann ist der Begriff "zweckgebunden" nicht mehr zu halten.

    #97Author harambee (91833) 05 Jan 23, 18:56
    Comment

    Deine 89 machte deutlich, dass du "Anspruch auf Gegenleistung" nicht verstanden hast und offenbar eine unklare Vorstellung von "zweckgebunden" hast. In 91 habe ich das versucht klarzustellen, was das ist, deshalb sehr relevant.


    Dein Argument ist im Wesentlichen Als Steuer wird eine Geldleistung ohne Anspruch auf Gegenleistung bezeichnet, was du als Widerspruch zur Feuerschutzsteuer

    Die Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer werden nach einem im Feuerschutzsteuergesetz definierten Schlüssel auf die einzelnen Bundesländer aufgeteilt. Sie sind zweckgebunden und kommen dem Brandschutz zugute.

    betrachtest. Hättest du eine klare Vorstellung, was "Anspruch auf Gegenleistung" und "zweckgebunden" genau bedeuten, könntest du das nicht als Widerspruch betrachten.


    Da du offenbar noch nicht eine ausreichende Klarheit der Begriffe erreicht hast und du den Sinn meiner Erklärungen nicht erkennen kannst, kommen wir hier nicht weiter.

    #98Author mordnilap (835133) 05 Jan 23, 19:02
    Comment
    Huch, brauchen wir einen neuen Faden mit dem Titel

    Steuer, Abgaben und Gebühren? - neuer Absatz - #71 Wie ich mir das konkret vorstelle? Bis ins Detail kenne ich mich als Laiin mit Abgaben, Gebühren und Steuern nicht aus. Irenes Vorschläge erscheinen mir sinnvoll. Und dass durch eine Verteuerung "gesteuert" wird (dulcinea), halte ich für sinnvoll, weil dadurch der Kauf mehr "weh tut" (drkimble). Wird durch Steuern / Abgaben / Gebühren mehr eingenommen, ist mehr vorhanden, das verteilt werden kann. Ein Teil des zu Verteilenden sollte meiner Meinung nach verpflichtend in den Umwelt- und Tierschutz fließen. Wie das sozial vollkommen gerecht geregelt werden kann, weiß ich auf Anhieb leider nicht. Persönlich wäre mir ein Verbot auch am liebsten, doch das wird sich nicht problemlos durchsetzen lassen.
    #99Author WittGenStein (1323045)  05 Jan 23, 19:53
    Comment

    Ich fürchte, das sich mit einem wie auch immer genanntem Preisaufschlag gar nicht so viel steuern lässt, wie gehofft.

    Vielleicht kaufen und knallen die einen weniger - nur sind das die vernünftigen, die am Ende wenigstens ihren Dreck wegräumen. Die anderen - also die, die den 20 Cent teurer gewordenen Käse (Wucher!) im Supermarkt stehen lassen und lieber mit Feuerwerk für 150€ heimgehen - haben dann ja schon für Tier- und Umweltschäden bezahlt und führen sich noch unvernünftiger auf.

    Mal abgesehen davon, das der Müll zu großen Teil ja trotzdem liegenbleibt, weil der ja so verstreut liegt, das man den erstmal finden muss um ihn einzusammeln.


    #100Author Schw4rzbeere (949126) 06 Jan 23, 06:46
    Comment

    (OT, gebe ich ja zu)

    mordnilap, bei weiterer Betrachtung deiner #93 fange ich langsam an zu begreifen, was du mir erklaeren willst. Danke! Manchmal dauerts halt zwischen meinen Ohren ein bisschen laenger.

    Also ist, im Falle der Feuerschutzsteuer, der Staat verpflichtet, die Einnahmen aus dieser in Feuerschutz zu investieren. Der Steuerzahler erwirbt mit der Zahlung aber keinen Anspruch auf eine "konkrete" Gegenleistung (also kein kostenloses Brandschutztraining oder was auch immer), sondern lediglich eine Zusage, dass der Staat etwas hoffentlich Sinnvolles mit dem Geld fuer Feuerschutz tut.

    Frage: Wuerdet ihr (als Steuerzahler) erwarten, dass mit diesem Geld Dinge getan werden, die nicht unbedingt Kernaufgabe des Staates sind?

    (/OT)


    Und jetzt zur Umwelt: In Irland kommt Bewegnung in den bisher straeflich vernachlaessigten Ausbau von Off-Shore Windparks. Gestern im Radio gehoert, dass Genehmigungen fuer 5 grosse Anlagen bald zur Entscheidung anstehen.

    Aerglich ist, dass es immer noch einen starken Anstieg nach elektrischer Energie gibt, der ueberwiegend von grossen Datenzentren und zunehmend auch Elektroautos verursacht wird.

    Trotzdem soll bis 2030 mindestens 80% der Elektrizitaetserzeugung aus erneuerbaren Quellen kommen.


    Ein paar Hintergruende: Ireland’s Offshore Wind Pipeline - Council.ie


    #101Author Wik (237414) 06 Jan 23, 17:24
    Comment

    Gerade erzählt bekommen:

    In London gab es keinerlei kleine private Feuerwerke und Böller. Nur 1 großes zentral organisiertes öffentliches Feuerwerk.


    Aus dem hohen Norden ist zu hören: Wenn dort geböllert wird und die Wildtiere, insbesondere die Vögel (Vogelschutzgebiete) aufschrecken, verlieren diese wertvolle Energien, die sie sich für den Winter angefuttert haben. Viele sterben daran.

    #102Author ursus maritimus (1364942) 09 Jan 23, 07:04
    Comment
    Hiermit möchte ich ausdrücklich klarstellen, dass mein Vergleich von Böllerei und Krieg weiter oben keineswegs als Bagatellisierung echter Kriege gemeint war. So eine zynische Geschmacklosigkeit liegt mir absolut fern.
    Im Nachhinein kann ich auf rein sprachlicher Ebene besser nachvollziehen, weshalb ich von einigen missverstanden wurde. Hätte ich den Begriff "kriegerischer Angriff" anstelle eines totum pro parte gewählt, wäre es vermutlich nicht zu derartigen Missverständnissen gekommen. Kommunikativ und zwischenmenschlich betrachtet hat es mich verwundert, dass man diesen Vergleich derart falsch verstehen und mir so hässliche Gedanken zuschreiben kann. Deshalb wünsche ich mir, dass nachgefragt wird, wie eine Aussage gemeint ist, bevor vorschnell geurteilt wird. Auch ich bin bemüht, nicht vorschnell zu urteilen.
    #103Author WittGenStein (1323045)  10 Jan 23, 22:35
    Comment
    Unwort des Jahres 2022

    Klimaterrorist
    #104Author WittGenStein (1323045) 11 Jan 23, 14:13
    Comment

    #104:

    Kann ich verstehen. Ohne Gender* ist das sowas von letztes Jahrtausend. Patriarchal und überhaupt nicht inklusiv.

    #105Author mordnilap (835133) 11 Jan 23, 14:28
    Comment
    Das kommt noch dazu.
    #106Author WittGenStein (1323045) 11 Jan 23, 14:38
    Comment

    #103 Deshalb wünsche ich mir, dass nachgefragt wird, wie eine Aussage gemeint ist, bevor vorschnell geurteilt wird.


    Für mich ist genau das hier passiert. Ein Hinterfragen muss doch nicht zwingend in einen Fragesatz mit Fragezeichen am Ende gepackt werden. Die Darstellung, wie ein Satz verstanden wurde, kann auch als implizite Frage, ob das wirklich so gemeint war, verstanden werden, und gibt dem Gegenüber die Chance, etwas klarzustellen. Viel schlechter wäre es doch, wenn der Satz kritisch gesehen und nicht kommentiert würde, denn dann bliebe das Urteil ja auf jeden Fall bestehen.

    #107Author harambee (91833) 11 Jan 23, 15:43
    Comment

    Ich glaube, es geht mehr darum, dass WittGenStein sich in der Schilderung seiner Angst nicht ernst genommen fühlte, weil wir alle sofort auf das Wort "Krieg" angesprungen sind.


    Sicher ist so eine Situation beängstigend und ich kann auch verstehen, dass man da in Panik geraten kann, wenn im Gedränge von allen Seiten Böller geworfen werden.

    Ist ja auch nicht ungefährlich.


    Nur ist Krieg (und auch kriegerischer Angriff) für mich eben noch einige Größenordnungen schlimmer, weil wesentlich weniger örtlich und zeitlich begrenzt (und damit unvermeidbar) und mit wesentlich stärkeren Sprengsätzen.

    Im Krieg ist der Verlust von Hand oder Auge noch "Glück", dass man mit dem Leben davon gekommen ist. Bei Feuerwerkskörpern ist das so ziemlich das schlimmste, was die anrichten könnten. Feuerwerskkörper können Sachschäden verursachen, aber nicht mein Wohnhaus zum Einsturz bringen, wie es Kriegswaffen tun.

    Deswegen finde ich Kriegsbegriffe auch für Gewalt mit Hilfe von Feuerwerkskörpern unangebracht, auch wenn ich verstehe, dass diese nicht harmlos sind. Nur eben im Vergleich zu Kriegswaffen harmlos wegen wesentlich geringerer Sprengkraft.


    Vielleicht haben wir uns da zu sehr auf diesen Punkt gestürzt und damit den Eindruck erweckt, die Schilderung und die empfundene und berechtigte Angst nicht ernst zu nehmen oder eben diese zu bagatellisieren.

    Das tut mir Leid. Ich hatte ein paar Mal angesetzt, sowas in der Art wie oben zu schreiben, hatte aber immer das Gefühl, damit die verhärteten Fronten noch weiter anzuheizen. Deswegen habe ich das nie abgeschickt. War vielleicht auch ein Fehler.

    #108Author Dodolina (379349) 11 Jan 23, 16:10
    Comment
    In diesem Zusammenhang würde ich gar nicht von Fehlern sprechen, überhaupt nicht! Ich finde es tatsächlich spannend, wie unterschiedlich Reaktionen auf ein Stilmittel, wenn man es so nennen möchte, ausfallen können. Ich hatte nur den Wunsch nach Nachfragen geäußert, damit es erst gar nicht zu Unbehagen, auf welcher Seite auch immer kommt, zu "Fronten" oder Kommunikationsbarrieren. Ich gehe mal davon aus, dass jeder Mensch das Bedürfnis nach Leichtigkeit in der Kommunikation hat. Danke jedenfalls, dass ich meinem Wunsch nach mehr Leichtigkeit Raum geben durfte. Wir können das mit dem Nachfragen ja öfter mal ausprobieren und gleichzeitig unterschiedliche Sichtweisen und Ansichten haben.

    Und nun zurück zu den Klimaterrorist*innen.
    #109Author WittGenStein (1323045)  11 Jan 23, 19:27
    Comment

    Und nun zurück zu den Klimaterrorist*innen.


    Was genau möchtest du denn zu den genannten Personen sagen?

    #110Author ursus maritimus (1364942) 12 Jan 23, 06:28
    Comment
    Ich würde ihnen folgenden Witz erzählen, den ich heute gehört habe:

    Treffen sich Venus und Erde.
    Venus: Siehst aber schlecht aus!
    Erde: Hab Homo Sapiens.
    Venus: Geht vorbei!
    #111Author WittGenStein (1323045)  12 Jan 23, 11:44
    Comment

    Ölkonzernchef wird Präsident der nächsten UN-Klimakonferenz

    COP28: Ölkonzernchef wird Präsident der nächsten UN-Klimakonferenz | ZEIT ONLINE


    Der Ölmagnat, der uns retten soll

    UN-Klimakonferenz: Der Ölmagnat, der uns retten soll | ZEIT ONLINE

    Der nächste Weltklimagipfel findet in Dubai statt. Und wird ein fossiles Festspiel werden: Sein Präsident ist CEO eines Ölkonzerns. Viel absurder geht es nicht mehr.



    Tolle Idee. Wie macht man den Bock zum Gärtner?

    #112Author ursus maritimus (1364942)  13 Jan 23, 06:32
    Comment

    @111: Den kennen die schon lange…


    Also ICH muss mich ja nicht mehr in die Niederrungen des Klimaterrorismus begeben. Ich habe nämlich DIE Möglichkeit entdeckt ein wahrer Grüner zu sein UND etwas zu bewirken.*1


    Hach, wie schön grün könnte diese Welt sein, wenn diese Klimaterroristen doch endlich einsehen würden, wie wenig dieser ganze nervige Protest bringt und stattdessen still und friedlich den Müll der anderen wegräumen würden. Erfolgserlebnisse wären endlich garantiert und die Arbeit ginge auch nie aus.

    Stattdessen nerven sie mit ihrem Klimakatastrophen- und CO2-Geschrei und behindern dafür freie Bürger in ihrer freien Fahrt. Wer weiß denn schon, was die Zukunft bringt. Wir können unser Leben doch nur im Hier und Jetzt genießen. Das ist schließlich unser gutes Recht.


    *1: Hab beim Müllsammeln einen Jogger getroffen. Am 1.Januar.

    hier Sarkasmusdisclaimer einfügen


    edit: #112 gerade erst gelesen. Vielleicht gar nicht mal die dümmste Idee. Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit vermutlich wesentlich größer.


    #113Author Schw4rzbeere (949126)  13 Jan 23, 06:44
    Comment

    Wer weiß denn schon, was die Zukunft bringt. Wir können unser Leben doch nur im Hier und Jetzt genießen. Das ist schließlich unser gutes Recht.


    Gerade in Bezug auf die Klimakatastrophe und die Folgen des übermäßigen CO2-Ausstoßes gibt es wissenschaftliche Prognosen schon seit den 70ern und die ersten Folgen sind auch schon nicht mehr zu übersehen.

    Es ist eben nicht unser gutes Recht, weiter die Atmosphäre zu verpesten und die Probleme der steigenden Tempraturen, des Anstiegs der Meere und des Artensterbens einfach unseren Kindern und Enkeln zu überlassen. Die werden nämlich schon ganz massiv mit diesen Problemen leben müssen.


    Das Argument "ich lebe im Hier und Jetzt" ist arg kurzsichtig, wenn die Probleme schon in 50-80 Jahren ganz massiv offensichtlich sein werden.

    Die Wissenschaftler können nämlich durchaus die Folgen vorherberechnen und realistische Prognosen erstellen, was passiert, wenn wir einfach so weiter machen und immer mehr CO2 in die Luft pusten. Gerade der Verkehr ist da ein großes Problem, wo sich bisher viel zu wenig tut.

    #114Author Dodolina (379349) 13 Jan 23, 07:39
    Comment

    Ich wünsche mir einen "gefällt mir"-Button für Beiträge wie Dodolinas.


    Hier hat's um 7.00 grad 9-10° gehabt. Normal ist das nicht 🙁

    #115Author B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jan 23, 07:42
    Comment

    *rotwerd*

    Diese Woche werde ich hier aber mit Lob überhäuft (auch per PM, obwohl ich da noch nicht zum Antworten gekommen bin).


    Tut gut, danke.

    #116Author Dodolina (379349) 13 Jan 23, 07:45
    Comment

    Für mich klang Schw4rzbeeres Beitrag nach purem Sarkasmus. Aber ich mag mich täuschen.


    Gestern gelesen: Die Forscher der Ölkonzerne hatten schon in den 70er/80er Jahren genau belegt, wie sich der Ölverbrauch auf das Klima auswirken wird. Die Konzernchefs haben den Bericht unterdrückt und öffentlich das Gegenteil behauptet - also: schlicht und einfach gelogen.


    Auch schön:

    Millionen Tonnen Treibhausgase durch Privatjets

    Die Zahl der Privatjet-Flüge in Deutschland ist auf Rekordniveau gestiegen. Damit wurden auch mehr klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen - vor allem durch viele Kurzstreckenflüge. Das zeigen Recherchen von NDR und SZ.

    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/pr...

    #117Author Selima (107)  13 Jan 23, 07:55
    Comment

    Da hast du hoffentlich Recht.

    Den Hinweis auf den Sarkasmusdisclaimer in der Fußnote, der sich hoffentlich auf den ganzen Beitrag bezieht, habe ich übersehen.

    #118Author Dodolina (379349) 13 Jan 23, 08:01
    Comment

    Ich möchte Dodolinas Beitrag ergänzen:


    Einige Inselstaaten haben bereits riesige Probleme, weil der Meeresspiegel steigt.

    Von der Vermüllung gar nicht zu reden.

    #119Author ursus maritimus (1364942) 13 Jan 23, 08:18
    Comment

    Ja, eben, wir haben schon nicht übersehbare Folgen.

    Nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die Häufung von Dürren und Waldbränden, von schweren Stürmen und Starkregenfällen mit Überschwemmungen sind heute schon sichtbare Folgen der Klimakatastrophe.


    Auch im "Hier", denn Waldbrände waren in Deutschland bisher nicht üblich und die Flut im Ahrtal bleibt hoffentlich auch unvergessen.

    Es gibt vermutlich kaum ein Land, das noch nicht auf die eine oder andere Art bereits betroffen ist.

    #120Author Dodolina (379349) 13 Jan 23, 08:26
    Comment

    😉 Eigentlich wollte ich "Wer hier nur Spuren von Sarkasmus entdeckt, sollte meinen Beitrag besser nochmal lesen." darunterschreiben, hab's mir aber verkniffen.

    #121Author Schw4rzbeere (949126) 13 Jan 23, 08:34
    Comment

    Ich würde vorschlagen, Herrn Oliver Blume (CEO VW) als nächsten Verkehrsminister einzusetzen.

    #122Author ursus maritimus (1364942) 13 Jan 23, 08:42
    Comment

    Hier noch der Link zu den bereits sehr frühzeitig erfolgten Forschungen zu den Klimafolgen - beauftragt von den Ölkonzernen:

    Schwere Vorwürfe gegen Exxon

    Der Ölkonzern Exxon Mobil hat seit den 1970er-Jahren eigene Studien zur Klimafolgenforschung betrieben. Laut einer Forschungsgruppe waren die Ergebnisse eindeutig, wurden vom Management aber bewusst verschwiegen.

    https://www.tagesschau.de/wissen/klima/exxon-...

    #123Author Selima (107) 13 Jan 23, 08:45
    Comment

    Interessanter Bericht dazu im Spiegel von 1974, da gab es noch Planungen, die Erdtemperatur künstlich zu erhöhen, um nicht in eine neue Eiszeit zu geraten..

    https://www.spiegel.de/politik/katastrophe-au...

    #124Author drkimble (463961) 13 Jan 23, 09:06
    Comment

    Lützerath: „Viele Tiere liegen ahnungslos im Winterschlaf”

    Welche Schäden der Braunkohletagebau in Garzweiler für Tier- und Umwelt vor Ort konkret bedeutet – ein Gespräch mit Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND Nordrhein-Westfalen.

    Lützerath: „Viele Tiere liegen ahnungslos im Winterschlaf” | National Geographic

    #125Author ursus maritimus (1364942) 13 Jan 23, 09:16
    Comment
    @116 Falls meine gemeint war - hat Zeit. Gut Ding will Weile haben.

    @125 😢
    #126Author WittGenStein (1323045)  13 Jan 23, 10:05
    Comment

    #121 Danke, dann muss ich meine Sarkasmusdetektoren doch nicht neu kalibrieren.


    #125 Interessantes Interview, danke fuer den Link. Mir erschliesst sich noch nicht ganz, was du damit sagen moechtest?

    #127Author Wik (237414) 13 Jan 23, 10:31
    Comment

    Ich fand es interessant.


    Jetzt haben wir eine "grüne" Mitregierung.

    Wir setzen aber Prioritäten.

    Wichtig ist es, die Braunkohle wegzubaggern, obwohl wir den Ausstieg aus Kohle predigen.

    Wichtig ist es, Klimaaktivisten als Terroristen zu beschimpfen anstatt deren Anliegen sich zu eigen zu machen. Will damit keine Diskussion um die Art der Proteste auslösen.

    Völlig egal ist es, ob Flora oder Fauna oder Umwelt oder Klima leidet, Hauptsache die "Wirtschaft" in Form von RWE wird glücklich. Artenschwund muß warten, hat leider keine Prio.

    Wir wissen, daß Abholzung dem Klima abträglich ist und eine Wiederaufforstung in maximal ca. 50 Jahren Früchte tragen könnte. Trotzdem holzen wir fleißig ab und forcieren weiteren Straßenbau.

    Wir erklären, wir hätten einen Gasmangel und erklären, daß das Gas auf alle Fälle teurer werden muß, kaufen fleißig Flüssiggas, dabei haben wir die Speicher jetzt so voll, daß wir es weiterverkaufen müssen. Wir bauen dafür schleunigst Terminals, damit wir das sehr teure Gas auch ins Land holen können.

    Wir erklären, daß wir auf keinen Fall mehr von Rußland Gas beziehen wollen und bezichtigen dann Rußland, uns kein Gas mehr liefern zu wollen. Deals mit Saudi Arabien erklären wir aber für vertretbar.

    Wir liefern Waffen und Kampfpanzer (gerade genehmigt durch Habeck) ins ukrainische Kriegsgebiet, obwohl wir wissen, daß noch NIE ein Krieg mit Waffen gewonnen wurde. Immer nur durch Diplomatie. Man kann natürlich versuchen, eins der Länder komplett platt zu machen, das kann man dann auch als Sieg sehen. Ich spreche nicht von Verteidigung.

    Natur, Umwelt und Klima scheinen den Grünen als Wert gänzlich abhanden gekommen zu sein.


    Macht Macht korrupt?

    #128Author ursus maritimus (1364942) 13 Jan 23, 11:00
    Comment

    daß noch NIE ein Krieg mit Waffen gewonnen wurde. Immer nur durch Diplomatie.


    Das halte ich für eine steile These.

    #129Author Gibson (418762) 13 Jan 23, 12:26
    Comment

    Quod erat expectandum.

    #130Author ursus maritimus (1364942) 13 Jan 23, 12:43
    Comment

    #129 Nicht nur diese Aussage im vorhergehenden Beitrag kann diskutiert werden. Idealismus ist toll, aber die Realitaet sieht oft anders aus.

    #130 Warum?

    #131Author Wik (237414) 13 Jan 23, 12:55
    Comment

    #128


    Wir setzen aber Prioritäten.

    Dass Prioritäten gesetzt werden, ist eine Notwendigkeit. Vielleicht sind es die falschen, aber ohne Prioritäten geht es nicht. Die Forderung, dass was auch immer allem anderen untergeordnet werden muss, ist meiner Ansicht nach so gut wie nie realistisch und in der Strenge auch so gut wie nie erstrebenswert. Es gibt fast immer mehrere anzustrebende Ziele, die nicht gleichzeitig gleich gut verwirklicht werden können. Deshalb setzen wir Prioritäten. Vielleicht sind es die falschen, aber ...


    Wichtig ist es, die Braunkohle wegzubaggern, obwohl wir den Ausstieg aus Kohle predigen.

    Kaum jemand behauptet, dass das Wegbaggern der Braunkohle ein Selbstzweck ist und nur deshalb wichtig ist, weil die Braunkohle weggebaggert werden muss. Die, die jetzt für das Wegbaggern der Braunkohle sind (ich bin es nicht), geben dafür andere Gründe an. Diese Gründe sind möglicherweise falsch, aber in den meisten Fällen sind sie nicht absurd und ich sehe auch nicht, dass immer Bösartigkeit dahintersteht. Ja, es wird der Ausstieg aus der Kohle gepredigt, aber nur von wenigen wird der sofortige Ausstieg gefordert. Vielleicht (ja sogar wahrscheinlich) sollte und könnte er schneller erfolgen. Wenn die, die hinter dem Kompromiss in NRW stehen, darauf verweisen, dass mit dem Kompromiss immerhin erreicht wurde, dass der Kohleausstieg in NRW von 2038 auf 2030 vorgezogen wurde, haben sie damit doch recht. Ich gehe auch ziemlich fest davon aus, dass NRW bis 2030 tatsächlich aus der Kohle aussteigt. Dass Sachsen und Sachsen-Anhalt es bis 2038 schaffen, scheint mir keineswegs gesichert.


    Wichtig ist es, Klimaaktivisten als Terroristen zu beschimpfen anstatt deren Anliegen sich zu eigen zu machen. Will damit keine Diskussion um die Art der Proteste auslösen.

    Ich habe schon mal erwähnt, dass der Begriff Klima-RAF meines Wissens zuerst von einem Klimaaktivisten ins Spiel gebracht wurde. Nun, auch unter denen gibt es kluge und nicht ganz so kluge Menschen. Deine Zusammenfassung steht unter der Überschrift "grüne" Mitregierung, aber ich kann nicht erkennen, dass die Grünen das Gerede von den Klimaterroristen aufgegriffen haben.


    Wir erklären, wir hätten einen Gasmangel und erklären, daß das Gas auf alle Fälle teurer werden muß, kaufen fleißig Flüssiggas, dabei haben wir die Speicher jetzt so voll, daß wir es weiterverkaufen müssen. 

    Ist es so, dass wir jetzt Gas weiterverkaufen müssen? Hast Du dafür eine Quelle?


    Wir bauen dafür schleunigst Terminals, damit wir das sehr teure Gas auch ins Land holen können.

    Wir erklären, daß wir auf keinen Fall mehr von Rußland Gas beziehen wollen und bezichtigen dann Rußland, uns kein Gas mehr liefern zu wollen. Deals mit Saudi Arabien erklären wir aber für vertretbar.

    Ja. das ist ziemlich problematisch. Wie würdest Du vorgehen?


    Wir liefern Waffen und Kampfpanzer (gerade genehmigt durch Habeck) ins ukrainische Kriegsgebiet, obwohl wir wissen, daß noch NIE ein Krieg mit Waffen gewonnen wurde. Immer nur durch Diplomatie. Man kann natürlich versuchen, eins der Länder komplett platt zu machen, das kann man dann auch als Sieg sehen.

    Hmm, wenn Du sagen würdest, dass es noch nie einen Krieg gab, der für Mensch und Natur gut war, würde ich Dir vermutlich zustimmen. Wenn Du das nicht meinst, kann ich Deine Aussage nicht nachvollziehen. Ich glaube, dass leider die allermeisten Kriege der Geschichte dadurch entschieden wurden, dass eine Seite deutlich überlegen war.


    Ich spreche nicht von Verteidigung.

    Du bist also nicht der Ansicht, dass die Ukraine sich gerade verteidigt? Was denn dann?

    #132Author harambee (91833) 13 Jan 23, 12:59
    Comment

    Falsch verstanden. Ich meine damit, daß wir die Ukraine bei der Verteidigung unterstützen sollten.

    #133Author ursus maritimus (1364942) 13 Jan 23, 13:05
    Comment

    #130 Warum?


    Ich nehme an, dass ursus maritimus der frühere Nutzer ulinne ist, und der/die fand schon immer, dass er/sie aus Prinzip Gegenstimmen bekam (aus welchen Gründen auch immer, das wurde nie klar), und nicht, weil es um die Sache ging.


    Re #129 wollte ich noch hinzufügen, dass auch die Diplomatie nur funktioniert, wenn der Aggressor die Unterhändler ernst nimmt, und das ist selten der Fall, wenn dahinter keine militärische Macht steht. Speak softly and carry a big stick.

    #134Author Gibson (418762) 13 Jan 23, 13:05
    Comment

    Falsch verstanden. Ich meine damit, daß wir die Ukraine bei der Verteidigung unterstützen sollten.


    Und doch, der Begriff Terroristen wurde von den Grünen übernommen. Gesehen und gehört in einem Interview mit einer Grünen-Abgeordneten, deren Name mir im Augenblick aber leider nicht einfällt. Muß ich nachschauen.


    Das mit ulinne stimmt, ich habe den Namen auch nicht gewechselt, um mich zu verstecken.

    Da jetzt aber wieder das Personenbashing losgeht anstatt sich mit Themen zu befassen, werde ich mich mal wieder nicht mehr hier beteiligen.

    #135Author ursus maritimus (1364942)  13 Jan 23, 13:07
    Comment

    Und doch, der Begriff Terroristen wurde von den Grünen übernommen. Gesehen und gehört in einem Interview mit einer Grünen-Abgeordneten, deren Name mir im Augenblick aber leider nicht einfällt. Muß ich nachschauen.


    Wenn das so ist, dann gilt mein Hinweis aus #132: Auch unter denen gibt es kluge und nicht ganz so kluge Menschen. Jedenfalls scheint mir diese Wortwahl nicht typisch für Politiker der Grünen.

    #136Author harambee (91833) 13 Jan 23, 13:21
    Comment
    Ich denke, niemand hätte etwas einzuwenden, wenn das Thema hier weiter diskutiert würde:
    related discussion: Ukraine VI
    #137Author WittGenStein (1323045) 13 Jan 23, 13:31
    Comment

    ursus maritimus, wenn es dir ums Thema geht, was sollen denn Kommentare wie #130? Du hast doch damit angefangen, das Thema ins Persönliche zu ziehen. Ich wollte lediglich den Hintergrund erklären, denn eigentlich kann jemand, der relativ neu ist, ja gar keine Erwartungen dieser Art haben. (Und gebashed wurde sowieso nicht.)


    , ich habe den Namen auch nicht gewechselt, um mich zu verstecken.

    Ich halte es für unfair, wenn man sich als vorgeblicher Neuling in eine lang existierende Gruppe begibt. Das erzeugt ein Ungleichgewicht, weil du alles über unsere Nicks weißt, wir aber nichts über deinen. Ein echter Neuling würde uns ja auch nicht kennen, da gleicht es sich aus. Wenn es also nicht darum geht, sich "zu verstecken", verstehe ich nicht, warum man dann nicht sagt, wer man war bzw. dass man schon eine ganze Weile dabei ist.


    (Meist funktioniert es ja eh nicht sehr lange, weil der alte Nick mehr oder weniger durchscheint.)

    #138Author Gibson (418762) 13 Jan 23, 13:39
    Comment
    Ich denke, niemand hat etwas einzuwenden, wenn ich nochmals verlinke. Durch den langen Kommentar über mir ist die Verlinkung vielleicht übersehen worden:
    Siehe auch: Ukraine VI
    #139Author WittGenStein (1323045)  13 Jan 23, 13:43
    Comment

    #137 Ich denke, niemand hätte etwas einzuwenden, wenn das Thema hier weiter diskutiert würde: Siehe auch: Ukraine VI


    WittgenStein, Du irrst, denn ich fände es völlig unpassend, Diskussionen über Prioritäten im Klimakampf, das Abbaggern von Braunkohle und den Begriff Klimaterroristen in den Ukrainefaden zu verlegen. Hier in den Umweltfaden gehören diese Themen meiner Ansicht nach aber durchaus hin.

    #140Author harambee (91833)  13 Jan 23, 13:52
    Comment
    @harambee, Besten Dank dafür, dass du mich darauf aufmerksam machst, dass ich irre.-
    #141Author WittGenStein (1323045)  13 Jan 23, 14:03
    Comment

    Ich fürchte, Du irrst schon wieder, denn ich bin keineswegs dagegen, den Ukrainekonflikt hier nicht in der Breite zu diskutieren. Der gehört nämlich meiner Ansicht nach hauptsächlich in den Ukrainefaden!


    PS: Mein Posting ist jetzt nicht mehr zu verstehen, denn WittGenStein hatte sich erst bei mir dafür bedankt, dass ich dagegen bin, den Ukrainekonflikt hier nicht in der Breite zu diskutieren, hat das dann aber gestrichen.

    #142Author harambee (91833)  13 Jan 23, 14:07
    Comment
    Ja, richtig gesehen, harambee. WittGenStein hat etwas Unzutreffendes gestrichen. Dazu dient die Editierfunktion.
    😉
    #143Author WittGenStein (1323045) 13 Jan 23, 14:16
    Comment

    Die Grünen sind genau deswegen gerade im Aufwand, weil sie zeigen, dass sie schmerzhafte Kompromisse eingehen müssen.

    Die FDP macht das Gegenteil und pocht auf ihren Positionen. Das Ergebnis ist, dass sie bei den letzten Wahlen überall deutlich verloren haben. Die Grünen gewinnen dagegen, auch seitdem sie Kompromisse eingehen. Vermutlich genau deswegen, weil sie zeigen, dass es ihnen weh tut, sie es aber leider für notwendig halten.


    Diese Kompromisse sind nötig, sowohl in der Koalition als auch wegen der Inflation und Energieknappheit, weil Russland die Gaslieferungen eingestellt hat (früher als wir keins mehr abgenommen hätten).

    Da muss man eben auch Gas woanders her bekommen. Denn viele Wohnungen haben nun mal Gasheizungen und auch viel Industrie ist auf Gas angewiesen.

    Langfristig müssen wir davon weg, aber kurzfristig können wir die Menschen nicht frieren lassen.


    Dass die Gasspeicher noch so voll sind, dürfte auch daran liegen, dass der Oktober und auch die letzten paar Wochen viel wärmer sind als für die Jahreszeit normal.

    Da wird eben weniger Gas verheizt als in anderen Jahren. Aber das konnte niemand vorhersehen als die Geschäfte abgeschlossen wurden und die Gaslieferungen an Flüssiggas auf den Weg geschickt wurden.

    #144Author Dodolina (379349) 13 Jan 23, 14:16
    Comment
    #142
    Diesmal irrst du, denn d a s stand dort nicht.
    😉
    #145Author WittGenStein (1323045) 13 Jan 23, 14:21
    Comment

    Gerade frisch reingekommen:


    Exxon made 'breathtakingly' accurate climate predictions in 1970 and 80s


    The oil giant Exxon privately "predicted global warming correctly and skillfully" only to then spend decades publicly rubbishing such science in order to protect its core business, new research has found.


    A trove of internal documents and research papers has previously established that Exxon knew of the dangers of global heating from at least the 1970s, with other oil industry bodies knowing of the risk even earlier, from around the 1950s. They forcefully and successfully mobilized against the science to stymie any action to reduce fossil fuel use.


    Aus dem heutigen Guardian, aber ohne Link, weil ich es als Push-Nachricht aufs Handy kriege.


    Das sind so Momente, in denen ich wünschte, ich würde an Gott glauben.

    #146Author Gibson (418762)  13 Jan 23, 19:58
    Comment

    #113 ff

    Heute ist ja mal richtig was los hier... Schön!


    Ich möchte die Aufregung von heute morgen nutzen, um mich mal vorzustellen.

    Ich lese nämlich hier schon lange mit und kenne euch deshalb ganz gut. Wenn ich dann etwas schreibe, denke ich ihr müsstet mich auch kennen...


    Hallo, ich bin Schwarzbeere,

    bei Leo bin ich, weil ich jetzt schon seit 20 Jahren Spanisch lerne und hier im Englisch-Forum und speziell in diesem Faden bin ich gelandet, weil mich besonders die Rubrik Land und Leute interessiert hat und hier unterschiede Meinungen und Erfahrungshintergründe zusammenkommen und offen und zivilisiert diskutiert wird.

    Unser Haus stand 200m vom Waldrand entfernt in einem kleinen Dorf im südlichsten Zipfel Sachsens. Die Natur ist mir allein schon deshalb sehr wichtig. Ich war vor Jahren mal Pilze sammeln, hab an dem Tag nichts gefunden außer Büchsenpilse und aus Verzweiflung hab ich halt die mitgenommen. Zack Körbchen voll. Seitdem mache ich das öfter. Inzwischen hab ich auch viele nette Gespräche gehabt. Und viele sehr seltsame. Wie die mit dem Jogger am Neujahrstag.

    Ich halte die Klimakatastrophe (mit all ihren Folgen für die Menschen und Gesellschaften) für eine der größten Gefahren / Herausforderungen, die uns in den nächsten Jahrzehnten bevorstehen werden. Nur habe manchmal ich das Gefühl, in meinem Umfeld die einzige zu sein. (Sachsen. Dorf. Erwähnte ich schon, oder?) Dann werde ich gerne sarkastisch.

    Nicht unbedingt hilfreich, ich weiß. Ich versuche dran zu arbeiten.


    Ich hoffe ihr seht es mir nach.


    Um nochmal auf die Klimaterroristen zuschreiben zu kommen: Ich habe das Gefühl, dass sich hier (siehe oben) viele Leute von den 'bösen Grünen' gestört fühlen, weil der Lebensentwurf, der kleine Wohlstand, der Urlaub, das Auto, ohne das man ja nirgends hinkommt, usw. in Frage gestellt werden und reagieren deshalb extrem ablehnend. Ganz egal, ob Herr Habeck was sagt, FfF demonstrieren oder sich Leute vor Autos festkleben.


    PS: Aber dass der Bubb keinen Sarkasmus mehr erkennt... Alles ok bei dir?

    #147Author Schw4rzbeere (949126) 13 Jan 23, 20:20
    Comment

    Re #146: Sorry, gerade wurde ich aufmerksam gemacht, dass Selima das oben auch schon verlinkt hat, aber jetzt kann ich nicht mehr editieren.

    #148Author Gibson (418762) 13 Jan 23, 20:26
    Comment
    Hallo Schw4rzbeere,
    wie schön, dass du dich vorstellst.

    Ich bin ganz gerne in diesem Faden, weil ich mir manchmal neue Infos und Anregungen holen kann.

    Mein Interesse ist so groß, weil ich mit meinen Oberstufenklassen immer auch "green topics" durchgenommen habe. (Der Lehrplan schreibt es vor, bestimmte Themen durchzunehmen. Green Topics gehören dazu.) Irgendwann fiel mir auf, dass bei diesem Thema reden alleine nicht viel hilft. Hier ist umdenken angesagt, alte Gewohnheiten aufgeben und handeln.

    Kurz nachdem ich anfing, mein Leben klimafreundlicher auszurichten (Lastenanhänger fürs Fahrrad zugelegt, Balkongarten mit Obst und Gemüse angelegt, bewusstere Ernährung mit weniger Fleisch und Milchprodukten, Urlaub mit der Bahn statt mit Auto oder Flugzeug gemacht, etc.) fing es an mit FFF. Von Anfang an stand ich hinter diesen jungen Menschen und ging mit ihnen und vielen anderen in meinem Alter auf die Straße.

    Niemand, den ich dort kennengelernt habe, würde ich in irgendeiner Form mit Terrorismus in Verbindung bringen. Dass kürzlich in Lützerath ein paar Steine flogen, bedrückt mich und ich wünsche mir, dass Derartiges nicht wieder vorkommt. Speziell Menschen, wie du sie in deinem sächsischen Dorf schilderst, neigen dazu, den menschengemachten Klimawandel in Frage zu stellen und Klimaaktiistinnen und -aktivisten zu diskreditieren. Deshalb passt es ihnen gut in den Kram, wenn einzelne aus der Gruppierung etwas tun, was sie ihrer Ansicht nach zu "Terroristen" macht.

    Ich könnte noch mehr schreiben, aber mit dem Handy ist das sehr beschwerlich. Die vielen Tippfehler sehe man mir großzügig nach.



    Bis zum nächsten Mal. Edit: Übrigens fehlen mir Norbert Juffas Beiträge sehr. Auch Martin-cal war hier früher aktiver. Es würde mich freuen, wenn er sich hier mal wieder sehen ließe.
    #149Author WittGenStein (1323045)  13 Jan 23, 20:53
    Comment
    Und hier noch Artikel 1 des BayEUG. Er ist mir Ansporn, weiterhin im Bereich Klimaschutz (und nicht nur dort) aktiv zu bleiben und vor allem junge Menschen zu unterstützen, die sich für unsere Umwelt engagieren:


    https://www.gesetze-bayern.de/Content/Documen... "Art. 1 Bildungs- und Erziehungsauftrag (1) 1Die Schulen haben den in der Verfassung verankerten Bildungs- und Erziehungsauftrag zu verwirklichen. 2Sie sollen Wissen und Können vermitteln sowie Geist und Körper, Herz und Charakter bilden. 3Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung, vor der Würde des Menschen und vor der Gleichberechtigung von Männern und Frauen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur, Umwelt, Artenschutz und Artenvielfalt. 4Die Schülerinnen und Schüler sind im Geist der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Heimat und zum deutschen Volk und im Sinn der Völkerversöhnung zu erziehen."
    #150Author WittGenStein (1323045)  13 Jan 23, 21:39
    Comment

    Weil weiter oben mehrfach das Thema Anstieg der Meeresspiegel genannt wurde, habe ich dazu mal etwas gelesen und habe dabei gemerkt, wie wenig ich weiß. Hier mal ein kleines Quiz:


    Um wieviele cm ist der durchschnittliche Meeresspiegel auf der Erde zwischen 1880 und 2016 gestiegen?


    Wie groß war der Anstieg in der ersten Hälfte dieser Periode (also etwa 1880 bis 1950) und wie groß war er in der zweiten Hälfte (also ungefähr 1950 bis 2016)?


    Wie groß war der Anstieg von 1993 bis 2022?


    Welcher Meeresspiegelanstieg wird bis zum Jahr 2050 erwartet, wenn a) die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden (Szenario RCP2.6., siehe https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/in... ) oder b) Szenario RCP8.5 (Temperaturanstieg von etwa 5° C bis 2100, gleiche Quelle) eintritt. Differenzen jeweils zum Jahr 2000.


    Gleiche Frage für das Jahr 2100


    Wie lange wird der Meeresspiegel noch ansteigen, wenn es gelingt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen?


    PS: Die Zahlen lassen sich natürlich leicht ergoogeln und Ihr sollt Eure Vermutungen hier nicht unbedingt hinschreiben (dürft es aber natürlich), aber mich interessiert, ob Euch einige Zahlen auch überraschen. Ich schreibe die Antworten irgendwann am Wochenende in den Faden.

    #151Author harambee (91833)  13 Jan 23, 22:20
    Comment

    Die Klimaaktivist*innen geben sich ja alle Mühe, als Klimaterrorist*inn wahrgenommen zu werden:


    Proteste gegen Räumung von Lützerath

    Rund 200 Vermummte randalieren in Berlin

    In der Nacht zu Freitag haben mutmaßliche Linksradikale Schaufenster in Berlin-Mitte zerstört. Zudem wurden Parteibüros der Grünen attackiert.


    In der Nacht zu Freitag sollen rund 200 Personen durch Berlin-Mitte gezogen sein und unter anderem Schaufensterscheiben mit Pflastersteinen attackiert haben. Anlass ist offenbar die derzeit laufende Räumung des Braunkohledorfes Lützerath in Nordrhein-Westfalen.


    Laut Angaben der Polizei alarmierte ein Zeuge gegen 1.15 Uhr die Einsatzkräfte und gab an, dass eine Gruppe vermummter Menschen in der Oranienburger Straße Mülltonnen anzünden würde. Laut weiteren Zeugenaussagen sollen später bis zu 200 Personen durch die Rosenthaler und Neue Schönhauser Straße gezogen sein. Aus der Gruppe heraus sollen insgesamt 26 Geschäfte mit Pflastersteinen und mit Farbe gefüllten Christbaumkugeln beworfen worden sein. Auch das Polizeigebäude in der Brunnenstraße sei mit Pyrotechnik attackiert worden.

    ...

    #152Author mordnilap (835133) 13 Jan 23, 23:09
    Comment
    Gell, nordilapp*in, wenn du die als Klimaaktivisten bezeichnest, bist du entweder Roger Köppel oder du kommst auch aus schw4rzbeeres Dorf! ;-)
    #153Author WittGenStein (1323045)  13 Jan 23, 23:33
    Comment

    Keine Ahnung, wie RK die Racker nennt, und besagtes Dorf kenne ich nicht.....

    #154Author mordnilap (835133) 14 Jan 23, 00:23
    Comment

    Ich wollte zu dem Thema eigentlich einen Faden in Land und Leute eröffnen, habe mich aber nicht getraut, denn ich weiß immer noch nicht so recht, ob das im Sinne von LEO ist. Also schreibe ich es mal hierhin, auch wenn zu Recht darauf hingewiesen werden kann, dass es nicht so ganz zum Thema passt:


    Gestern hatten wir ausländische Kooperationspartner zu Besuch und beim Mittagessen kam das Gespräch auch auf das Thema Lützerath. Dabei zeigten sich gleich mehrere der Gäste erstaunt darüber, wie rücksichtsvoll (nach ihrem Eindruck) die Sicherheitskräfte mit den Besetzern/Aktivisten/Demonstranten umgingen. Bei der Frage, ob sie das gut fanden oder nicht, gingen die Meinungen weit auseinander, aber fast alle waren der Ansicht, dass das in ihrem Land (konkret USA, UK und Portugal) so kaum möglich wäre und dass die Aktivisten dort viel härter angefasst würden. Ich frage mich jetzt, ob sie damit wirklich Recht haben. Wie sehen das die "ausländischen" LEOs? Ist dieser Umgang mit den Aktivisten vielleicht sogar Thema in ausländischen Medien?


    Wenn irgendwie möglich, würde ich die Frage, welcher Umgang in diesen Fällen angemessen ist, gerne aus dieser Diskussion heraushalten. Da werden die Meinungen weit auseinander gehen (von "unangemessene Polizeigewalt" über "genau richtig" bis "Verhöhnung des Rechtsstaats") und es ist mehr als unwahrscheinlich, dass eine Diskussion daran was ändert. Mich interessiert viel mehr, wie das Vorgehen der Polizei zum Beispiel in Lützerath im Ausland gesehen wird und ob es dort überhaupt ein Thema ist.

    #155Author harambee (91833) 14 Jan 23, 11:03
    Comment

    Re #150: Ich glaube, das würde in NRW aus dem Landtag gelacht werden. ROFL.

    #156Author Gibson (418762) 14 Jan 23, 13:08
    Comment
    🤣
    #157Author WittGenStein (1323045) 14 Jan 23, 15:44
    Comment

    Wie sehen das die "ausländischen" LEOs? Ist dieser Umgang mit den Aktivisten vielleicht sogar Thema in ausländischen Medien?


    Not only is it not a theme, I had not even heard of Lützerath, and I am sure I'm better informed about German affairs than the average American.


    Although it's not currently in the news, we have had occasions where protesters against development have staged illegal protests against a project. The most newsworthy protest that comes to mind is that against the building of the Keystone XL pipeline. To my knowledge (but I hadn't followed the news very closely), the authorities tread rather lightly with the activists.

    #158Author Martin--cal (272273)  14 Jan 23, 19:53
    Comment

    In Irland wird nichts über Lützerath berichtet.

    Ich würde die irische Polizei als eher zurückhaltend einschätzen, wenn es um physische Gewalt geht, weil in erster Linie “policing by consent” betrieben wird. Proteste von Klimaaktivisten mag es immer mal wieder geben, aber an größere Aktionen wie Hambacher Forst oder Lützerath kann Ich mich spontan nicht erinnern.

    #159Author Wik (237414)  14 Jan 23, 20:45
    Comment
    Schön, dich auch mal wieder hier zu lesen, Martin.

    Weiter oben ging es um das Unwort des Jahres 2022 "Klimaterrorist", welches insbesondere von Menschen, die den menschengemachten Klimawandel leugnen, geringschätzig als Synonym für "Klimaaktivisten" verwendet wird. Meine persönliche Definition von "Klimaaktivist" ist so weit gefasst, wie hier :
    https://de.m.wiktionary.org/wiki/Klimaaktivis...
    Verwendet man also das Unwort synonym für diese weite Definition, macht man Menschen wie mich dadurch zum Terroristen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Nun zu den allerneuesten Entwicklungen in Lützerath. Die Mehrheit ist friedlich. Dass ein paar nicht davor zurückschrecken, Pyrotechnik gegen Polizeibeamte einzusetzen, ist schockierend und geht überhaupt nicht!


    Leider werden gesellschaftliche Bewegungen gerne zur Unterwanderung aus extremistischen Lagern aus beiden Richtungen missbraucht. Derzeit mischen sich überwiegend einige aus dem linksextremistischen Spektrum unter Klimaschützer. Allerdings habe ich persönlich miterlebt, wie sich Personen unter Klimaaktivisten gemischt haben, die z. B. leidenschaftliche Anhänger von Daniele Ganser sind. Auch das gibt es in dieser heterogenen Bewegung.

    Wer unbedingt möchte, kann ja das Unwort des Jahres 2022 synonym für Klimaaktivist verwenden, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass er dadurch Menschen wie mich zum Terroristen macht. Na besten Dank dafür!
    #160Author WittGenStein (1323045) 14 Jan 23, 20:51
    Comment
    Ich weiß auch nicht, weshalb das mit dem Editieren mal wieder nicht funktioniert.

    Ergänzung zum obigen Beitrag:
    ... dass er dadurch Menschen wie mich und andere in diesem Forum zu Terroristen macht.
    #161Author WittGenStein (1323045)  14 Jan 23, 22:40
    Comment

    Hier die versprochenen (angedrohten?) Antworten zum Quiz aus #151. Vorweg: Ich habe von diesen Dingen nicht viel Ahnung. Gerade deshalb habe ich ja nachgelesen. Ich verlasse mich bei meinen Ausführungen natürlich auf Fundstellen im Internet. Ich habe zwar versucht, die Seriosität der Quellen zu prüfen und habe auch geschaut, ob verschiedene Seiten ähnliche Aussagen machen, aber die schreiben natürlich auch voneinander ab, so dass ich nicht ausschließen kann, dass ich unseriösen Quellen aufgesessen bin. Im Zweifelsfall also selbst recherchieren!

    ------------------------------------------------------

    Um wieviele cm ist der durchschnittliche Meeresspiegel auf der Erde zwischen 1880 und 2016 gestiegen?


    Wie groß war der Anstieg in der ersten Hälfte dieser Periode (also etwa 1880 bis 1950) und wie groß war er in der zweiten Hälfte (also ungefähr 1950 bis 2016)?

    ------------------------------------------------------

    Für diese Fragen ziehe ich die Seite https://www.klimareporter.de/erdsystem/sintfl... und insbesondere das Diagramm https://www.klimareporter.de/images/karo3imgm... heran. Daraus folgt:


    Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels von 1880 bis 2016: ca. 23 cm


    1880 bis 1950: ca. 9 cm

    1950 bis 2016: ca. 14 cm


    Ich war etwas überrascht, dass der Meeresspiegel schon seit mindestens 1880 kontinuierlich ansteigt. Weiß jemand, ob der frühe Anstieg mit der industriellen Revolution in Verbindung gebracht wird oder ob hauptsächlich andere Ursachen diskutiert werden? Ich weiß auch nicht, warum ausgerechnet der Zeitraum ab 1880 diskutiert wird. Zur Sicherheit: Selbst wenn für den ersten Zeitraum nicht der Einfluss des Menschen verantwortlich gemacht wird, ist das für mich kein Anlass, den Einfluss des Menschen in späteren Zeiten zu leugnen. Die schon hier zu sehende Beschleunigung des Anstiegs, die ja noch zunimmt, ist für mich ein starkes Indiz und in Verbindung mit anderen Modellen und Erkenntnissen mehr als nur ein Indiz. Dazu auch die folgenden Fragen.


    -----------------------------------------------------------

    Wie groß war der Anstieg von 1993 bis 2020?

    -----------------------------------------------------------

    Dazu https://upload.wikimedia.org/wikipedia/common...

    Der Anstieg in den knapp 20 Jahren von 1993 bis 2020 lag danach bei ca. 10 cm und damit höher als in den 70 Jahren von 1880 bis 1950.


    ------------------------------------------------------------

    Welcher Meeresspiegelanstieg wird bis zum Jahr 2050 erwartet, wenn a) die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden (Szenario RCP2.6., siehe https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/in... ) oder b) Szenario RCP8.5 (Temperaturanstieg von etwa 5° C bis 2100, gleiche Quelle) eintritt?

    Gleiche Frage bis zum Jahr 2100

    ------------------------------------------------------------

    Prognosen sind immer mit Unsicherheiten verbunden, aber was den Zeitraum bis 2050 betrifft, scheint es recht große Einigkeit zu geben.


    Verwendete Quelle https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/in...


    Anstieg von 2000 bis 2050: 24 cm bei RCP2.6. (Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommns, was ja leider nicht sonderlich wahrscheinlich ist), 32 cm bei RCP8.5

    Auf den ersten Blick erscheint der Unterschied nicht besonders groß, aber 8 cm sind auch nicht nichts. Es ist aber auch bei vielen anderen Kennzahlen (z.B. Temperturerhöhung) so, dass sie erst nach 2050 deutlich auseinandergehen. Wenn ich noch sarkastischer wäre als ich es ohnehin bin, könnte ich also sagen, dass es für mein Leben somit keinen großen Unterschied machen wird.


    Beim Anstieg von 2000 bis 2100 haben die Prognosen große Unsicherheiten, deshalb folgen Vorhersagebereiche: 29 bis 59 cm (Mittelwert 44 cm) bei RCP2.6, 61-110 cm (Mittelwert 85 cm) bei RCP8.5


    -----------------------------------------------------------

    Wie lange wird der Meeresspiegel noch ansteigen, wenn es gelingt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen?

    -----------------------------------------------------------

    Wenn ich https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/in... richtig interpretiere, wird der Meeresspiegel selbst bei der sehr optimistischen Annahme, dass die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden, noch Jahrtausende ansteigen. Man kann und soll ihn natürlich verlangsamen, aber für Länder wie die Malediven und Bangladesh wird man auch sehr intensiv in Küstenschutz investieren müssen. Das ist Fachleuten schon lange klar und ich habe es eigentlich auch gewusst. Wenn ich es richtig verstehe, hätte man selbst mit einem sehr frühen Eingreifen nicht verhindern können, dass der Meeresspiegel weiter steigt, aber man hätte den Anstieg verlangsamen können. Das kann und darf natürlich keine Ausrede sein, jetzt aufzugeben und nichts zu tun. Man kann noch viel erreichen und der Meeresspiegel ist ja nur ein Symptom der Klimakrise, möglicherweise eines, das besonders schwer zu mildern ist.

    #162Author harambee (91833) 15 Jan 23, 11:14
    Comment

    Danke harambee, interessante Zahlen und Gedanken.


    Das Jahr 1880 scheint ziemlich willkürlich zu sein, vielleicht hängt das aber mit der Verfügbarkeit an konkreten Daten zusammen?


    Ich meine gelesen zu haben, dass der Meeresspiegel tendenziell (mit leichten Schwankungen) seit dem Ende der letzten Eiszeit durch das Abschmelzen der Eisschilde langsam aber stetig ansteigt. Regional wurde das durch andere Effekte überlagert, z.B. hebt sich Skandinavien etwas an, weil es nicht mehr durch die Eismassen belastet wird.


    Aber insgesamt, je mehr Schmelzwasser, desto höher der Meeresspiegelanstieg.


    Dazu kommt natürlich noch die Volumenausdehnung von Wasser bei Temperaturanstieg, und dass sich die Temperaturen (durch die Menschheit verursacht) gerade in den letzten Jahrzehnten extrem stark angestiegen sind kann man nun wirklich nicht bezweifeln.


    Mir fehlt es gerade an Ideen, wie die Menschheit damit in den nächsten Jahrzehnten umgehen wird.

    #163Author Wik (237414) 15 Jan 23, 15:47
    Comment

    Briefly interrupting the discussion to add a note to #158, where I had written, "I had not even heard of Lützerath, and I am sure I'm better informed about German affairs than the average American."


    Today's local newspaper did have a prominent article on the protests at Lützerath.

    #164Author Martin--cal (272273)  15 Jan 23, 18:39
    Comment
    Und was wird darüber berichtet?


    Hier noch ein Vorschlag aus dem EU Parlament von Nico Semsrott, wie das Klimaproblem gelöst werden könnte: https://youtu.be/AqbBQAYw8Y0
    #165Author WittGenStein (1323045) 15 Jan 23, 21:14
    Comment

    harambee, vielen Dank für die Recherche. Hatte ich auch alles nicht gewußt.


    Passend dazu konnte man Ende letzter Woche bei/in/auf diversen Medien vom Weltuntergangsgletscher, dem Thwaites-Gletscher, lesen:

    „Weltuntergangsgletscher“ hält sich „nur noch mit den Fingernägeln fest“

    https://www.rnd.de/wissen/thwaites-gletscher-...

    #166Author Selima (107) 16 Jan 23, 07:48
    Comment

    @Wittgenstein ("Und was wird darüber berichtet?")


    I could post a link to the article in the San Jose Mercury News, but I think you'll need a subscription to have access. But I did find an article on-line that, except for the absence of one or two short paragraphs, is identical to the article I had referred to. I don't think you'll find anything new here, but, if you're interested:

    https://abcnews.go.com/Business/wireStory/tho...

    #167Author Martin--cal (272273)  16 Jan 23, 19:25
    Comment
    Danke dir.


    - - -

    In die #166 habe ich noch nicht reingeschaut. Kürzlich habe ich einen Artikel über das Verschwinden bayerischer Gletscher gelesen. Werde ich bei Gelegenheit verlinken.
    #168Author WittGenStein (1323045)  16 Jan 23, 19:32
    Comment

    Jetzt auch Lützerath in der irischen Presse:

    https://www.rte.ie/news/world/2023/0115/13468...


    #169Author Wik (237414) 16 Jan 23, 20:18
    Comment

    Warum man seinen Pfeffer selber mahlen sollte: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku...


    ... zumindest. Aber am besten keinen billigen Pfeffer im Supermarkt kaufen.

    #170Author Selima (107)  17 Jan 23, 20:58
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    @170: Schmeckt halt auch wesentlich besser als dieses Nießpulver. Obwohl mir die Internetbeschaffung von Kampotpfeffer auch nicht so ganz behagt. Aber mein Mann macht schon meine vegetarischen Ambitionen zu weiten Teilen mit, da lasse ich ihm halt die Freude. Immerhin ist er der beste vegetarische Koch der ganzen Stadt. (Wenn er nicht gerade Kalbsbäckchen schmort.)


    @WittGenStein (149): Ich finde deine Konsequenz und deinen Einsatz bewundernswert.

    Der Umstieg aufs Fahrrad ist bei mir leider nicht möglich. Mein Arbeitsweg ist viel zu weit. Ja. Ich weiß. Nicht mal der Umstieg auf Öffis ist drin, wenn ich jeden Tag zu Hause schlafen will... 23 Jahre (bitte nicht in CO2 umrechnen) und ich hab die Firma quasi mit aufgebaut.

    Dafür höre ich im Auto viel zu Klima und Umweltthemen. @Dodolina: Das war ein Versuch witzig zu sein ;-)


    Heute war das Thema in der Weltzeit im Deutschlandfunk Kultur der Abbau von Rohstoffen in Südamerika (Kupfer, Lithium), die vor allem für die Energiewende gebraucht werden. Natürlich geht's nicht ohne Schäden an Menschen und Umwelt ab.

    Hier der Link: Kupfer aus Peru - Hoher Preis für unsere Kabel (Weltzeit) | deutschlandfunkkultur.de


    Das wir in D seit Neujahr ein Lieferkettengesetz (Bundesgesetzblatt BGBl. Online-Archiv 1949 - 2022 | Bundesanzeiger Verlag)*1 haben, war mir an mir vorbeigegangen. Auf europäischer Ebene (oder sogar weltweit - vormichhinträum) wäre es natürlich wesentlich effektiver, nur ist es noch in Arbeit.


    Dafür hat die EU beschlossen, weniger Müll in Drittstaaten zu exportieren. Himmelherrgott, sollte das nicht selbstverständlich sein, dass jedes Land versucht, seinen Dreck selbts zu beseitigen recyclen und ihn nicht in der Weltgeschichte umherschickt.


    PS: Mein spanischer Kontakt war über die Vorgänge von Lützerath informiert und fand das Vorgehen der Polizei hart. Aber das liegt vermutlich auch daran, welche Medien sie konsumiert.


    *1) Muss ich mir mal durchlesen...

    #171Author Schw4rzbeere (949126)  17 Jan 23, 21:47
     
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