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    Quasselzimmer

    RPG Teil 5: "Die Spur führt nach Süden"

    Betrifft

    RPG Teil 5: "Die Spur führt nach Süden"

    Kommentar

    Hereinspaziert und ausprobiert, mitgemacht und mitgelacht! Treten Sie näher, nehmen Sie vor der Tastatur Platz und lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf! Hier gibt es nicht einen, nicht zwei, nicht drei, nein, dreihundert einzelne Gelbkästen warten darauf, von Ihnen mit Inhalt gefüllt zu werden!

    Treten Sie ein in eine faszinierende Welt: erkunden Sie eine Zeit, in der das Wünschen noch hilft und Menschen und Monster mehr oder weniger friedlich unter demselben Himmel leben.


    Ihr Interesse ist geweckt? Dann bestätigen Sie bitte unten stehende Teilnahmebedingungen:


    Sie schreiben nur für Ihren eigenen Charakter. Wenn einer nicht ausreicht, können Sie auf zwei oder mehr Charaktere Ihr eigenen nennen. Hauptsache, Sie behalten den Überblick!

    • Über Verletzungen und den Tod Ihres Charakters können entsprechend auch nur Sie selbst entscheiden
    • Sie können nach belieben NPCs (Non Players Character) erschaffen, um die Geschichte interessanter oder dramatischer zu machen. Handlungen für existierende NPCS können von allen weitergeschrieben werden.
    • Achten Sie auf die Nettiquette und darauf, dass Sprache und Character Ihres Charakters in sich stimmig sind. Befleissigen Sie sich gerne des "geschliffenen Wortes" und lassen Sie Worte wie "Cool, Alter, OK, Dude, Brudi" usw. weiterhin ihrer Entdeckung harren.
    • Sie haben etwas außerhalb der eigentlichen Handlung zu besprechen? Dann kennzeichnen Sie das bitte wie folgt: "OOC (Hier Ihren Text einsetzen) OOC Ende".
    • Wenn Sie einer längeren Abwesenheit entgegen sehen, bitten wir um eine kurze Info. Dann wären wir auch nicht abgeneigt, ggf. Ihren Charakter "mit zu schleppen".


    Wir kommen von hier:

    Teil 1: RPG Role play game *NEU* Kommen se rinn, könn se mitmachen! - Quasselzimmer: Englisch ⇔ Deutsch Forum - leo.org

    Teil 2: Role play game "NEU" Abschnitt 2 - Quasselzimmer: Englisch ⇔ Deutsch Forum - leo.org

    Teil 3: RPG "Abenteuer in den Eisbergen" Teil 3 - Quasselzimmer: Englisch ⇔ Deutsch Forum - leo.org

    Teil 4: RPG "Abenteuer in den Eisbergen" Teil 4 - Quasselzimmer: Englisch ⇔ Deutsch Forum - leo.org


    Was bisher geschah:


    Eine mutige Gruppe unerschrockener Reisender, zusammengeführt von den Winden des Schicksals, ist bis weit in den Norden in die unwirtlichen Eisberge gezogen, um dort ein drohendes Unheil abzuwenden. Der Feuerdrache ist vorerst besänftigt und schläft wieder in den tiefen der Berge, zusammen mit dem Nekromanten wartet er auf seine Wiederauferstehung. Also Ende gut, alles gut? Nun, für einige der Reisenden hat das Abenteuer ihres Lebens gerade erst begonnen.


    Eher zufällig stößt Alrik in Großweinheim auf eine Spur seines vor langer Zeit verschollenen Vaters. Und diese Spur führt nach Süden. Lomma kommt in den Besitz eines merkwürdigen Artefakts, dass anscheindend von Waldelfen stammt - aber wieso ist die Nachricht in einen Stein graviert, den es in dieser Region überhaupt nicht gibt? Grim, eben der Bürde entkommen, der nächste Fürst unter dem Berg zu sein, und Junghexe Aljascha sind ebenfalls mit von der Partie. Anfangs sieht alles nach einer ganz gemütlichen Reise aus, aber schnell überschlagen sich die Ereignisse ...


    Aktuell tragen die Handlung:


    Aljascha, Junghexe - Sands

    Alrik, junger Mensch - Masu

    Fez, Ratte - Shifty_B

    Grim, Zwerg - NPC

    Hubert, zahmes Wildschwein - NPC

    Johanna, junger Mensch - Masu

    Lomma, Waldelfe - häring

    Shifty, junger erwachsener Mensch(?) - Shifty_B

    Verfasserhäring (1359813) 03 Dez. 22, 15:33
    Kommentar

    Ein Heuschober am nächsten Morgen

    Johanna erwachte am Nächten Morgen ausgeruht wie lange nicht. Sie hatte im duftenden, weichen Heu wunderbar geschlafen. So gut wie lange nicht.

    Nachdem sie gefrühstückt und ein paar Schlucke Wasser getrunken hatte, machte sie sich auf den Weg Richtung Gasthaus, um zu sehen in welche Richtung es weiter gehen würde.

    In einiger Ferne sah sie einen Reiter , der nach Süden unterwegs war. Sie lächelte. Ob das ihr gestrigen "Besucher' war?


    So wartete sie verborgen vor den Augen der Gasthofgäste, wann und wohin es weitergehen würde.



    OOC Danke Häring OOC Ende

    #1Verfasser Masu (613197)  04 Dez. 22, 23:18
    Kommentar

    Im Gasthaus zur Goldenen Pastete, kurz nach dem ersten Hahnenschrei


    "Guten Morgen Herr Wirt!" Grüßte Shifty als sie den Gastraum betrat.

    "Macht mir ein paar Eier mit Speck und einem Kanten Brot."


    Die Diebin legte die Zeche der vorigen Nacht, die Bezahlung für das Zimmer und das Frühstück auf den Schanktisch.

    Der Wirt nickte, zählte gewissenhaft nach und bedankte sich für die Bezahlung.

    Shifty lächelte zufrieden.


    Es war ihr ein leichtes mit den Informationen von ihrem Erkunder Fez über die Fenster und Dächer bei der zwielichtigen Dame einzusteigen und ihr den Geldbeutel zu entwenden. Shifty hatte nun genug Geld um sich die restliche Reise nach Auerbach leisten zu können.


    "Sagt Herr Wirt, der junge Mann der gestern nach uns gekommen ist, hat der hier im Gasthaus übernachtet?"

    "Du meinst den jungen, in dem dunklen Gewand der da hinten in der Ecke gesessen hat? Nein, der ist noch vor Mitternacht wieder gegangen".


    Shifty war zufrieden mit dieser Antwort, jedoch blieb ein mulmiges Gefühl.

    Irgendetwas stimmte mit dem Kerl nicht, er war einfach zu interessiert an ihr und ihrer Gesellschaft.

    #2Verfasser Shifty_B (1372990) 05 Dez. 22, 07:00
    Kommentar

    Mit dem ersten Hahnenschrei waren auch Aljascha, Grim, Alrik und Lomma wieder auf den Beinen. Unten im Gastraum trafen sie auf Shifty, die mit bestem Appetit ihr Frühstück verzehrte und augenscheinlich bester Laune war. Aljascha schlug vor, sich dazu zu setzen. Shifty war ihr sympathisch und Aljascha hätte nichts dagegen gehabt, dass ihre gemeinsame Reise fortdauerte.


    Grim drängte zum Aufbruch. Er schlang sein Essen hastig herunter, um sich dann darum zu kümmern, dass ihr Wagen als erster am heutigen Morgen angespannt wurde. Notwendig wäre das nicht gewesen: ihr Wagen war ohnehin der einzige, der heute in Richtung Süden weiterfahren wollte. Die wenigen anderen wollten erst gegen Mittag nach Großweinheim aufbrechen.


    Aljascha erkundigte sich unterdessen beim Wirt nach der weiteren Route bis Auerbach.

    "Eigentlich ist der Weg gut befahrbar, aber die Brücke über den Fluss, den ihr ungefähr gegen Mittag erreichen werdet, ist wohl etwas morsch geworden. So erzählte mir gestern jemand. Sie ist wohl noch passierbar, aber aufpassen muss man schon. Es gibt zwar eine Furt, aber dafür müsste man einen Umweg in Kauf nehmen. Dieser führt durch einen alten Hohlweg. Früher war er gefürchtet, weil dort so oft Reisende überfallen worden sind."

    #3Verfasserhäring (1359813)  05 Dez. 22, 09:31
    Kommentar

    Aljascha dachte nach und wand sich dann an Grim. „Schwer beladen sind wir nicht und wenn wir bei der Brücke sind wird gelaufen und das ein oder anere doch schwere Teil muss man eben tragen. Ich würde die Brücke bevorzugen, mir sagt weder Umweg an sich noch Holwege mit eventuellen Wegelagerern wirklich zu, was meinst du?


    OOC Danke das ihr Aljascha nicht einfach wo vergessen habt *lach* Bin aus dem KH raus und habe wieder PC zugang, alles gut. ende OOC



    #4Verfasser Sands (427472) 05 Dez. 22, 10:19
    Kommentar
    "Ungefähr eine Wegstunde vor dem Fluss kommt ihr an eine Weggabelung, erst dort müsst ihr euch entscheiden. Haltet euch rechts, wenn ihr die Brücke nehmen wollt", sagte der Wirt.
    "Wenn das so ist, dann lass uns erstmal los", grummelte Grim. "Bezahlt haben wir ja bereits."

    Lomma stand draussen vor dem Gasthof und schaute dabei zu, wie der Wagen angespannt wurde. Über Nacht war alles ruhig geblieben.
    Und ich hatte schon vermutet, dass Shifty eine Diebin ist und ihre Ratte zum Stehlen abgerichtet hat, dachte Lomma erleichtert. Aber wenn irgendwem über Nacht etwas abhanden gekommen wäre, hätte derjenige sicher längst ein grosses Geschrei veranstaltet. Apropos, wo ist Shifty eigentlich?

    Lomma kraulte gedankenverloren Hubert, der neben ihr stand, und sah sich suchend um. Sie konnte aber nur Alrik sehen. Er schaute immer noch etwas missmutig drein. Lomma gesellte sich zu ihm.
    "Denkst du immer noch an Johanna?" neckte sie ihn. "Oder bist du so nachdenklich, weil sie dich an früher, an dein Dorf erinnert hat?"

    OOC
    @Sands: ich freue mich, wieder von dir zu lesen!
    Ende OOC
    #5Verfasserhäring (1359813) 05 Dez. 22, 18:03
    Kommentar

    Hubert sah Lomma hinterher, er mochte die kleine Waldelfe aber das er sich immer so ducken musste wenn sie ihn kraulen wollte ging ganz schön auf den Rücken.

    Überhaupt war er gerade sehr zufrieden mit seinem Leben, sein Leben vorher als Goblin Reittier war auch nicht schlecht gewesen aber er war da doch eher selten gekrault worden und mehr Extra Futter steckte man ihm hier auch zu.

    Er überlegte gerade wen er eigentlich am meisten mochte ... kam aber nicht wirklich zu einer Antwort .. als er eine Stimme hörte ... "Na los Hubert, träum nicht ... auf nach Auerbach..." Aljascha gab ihm einen Klapps auf den Rücke und deutetet zum Wagen der sich gerade in Bewegung setzte.

    #6Verfasser Sands (427472) 05 Dez. 22, 20:47
    Kommentar

    Alrik fühlte sich irgendwie unzufrieden. Die Begegnung mit Johanna hatte ihn

    Pah, sie war immer fies zu ihm gewesen, er mochte sie nicht, und jetzt stichelte Lomma auch noch. Wie kam sie überhaupt darauf, dass er an Johanna gedacht hatte? Hmpf.


    Als er hörte das Aljascha Hubert rief, rehte er sich um und lief hinter dem Wagen her. Er drehte sich nochmals um, natürlich nur um zu schauen, ob sie etwas vergessen hatten.


    In einiger Entfernung stand Johanna und beobachtete den Aufbruch. Ah, dort entlang ging es weiter.

    Sie wollte noch mindestens den heutigen Tag auf Abstand bleiben.

    #7Verfasser Masu (613197)  05 Dez. 22, 21:27
    Kommentar

    Vor dem Gasthaus zur Goldenen Pastete


    Shifty sprang, mit Fez auf der Schulter, wieder hinauf auf ihren angestammten Platz hinten am Wagen und ließ wieder die Beine baumeln.

    Als der Wagen losfuhrt sah sie gerade noch wie die diebische Elster vom Vorabend in großem Bogen aus dem Gasthaus geworfen wurde.

    Der Wirt stand im Türrahmen und drohte mit der Faust und mit Schimpf und Schande verjagte er sie aus dem Hof.

    Offensichtlich hatte die Dame kein Geld um ihre Zeche und die Nacht zu bezahlen...


    "Manmal verliert man, und manchmal gewinnen die Anderen." sinnierte Fez vor sich hin als er die Szenerie beobachtete.

    "Hm." gab Shifty als Antwort.

    "Nur kein Mitleid mit ihr...das hättest auch du sein können...du hattest Glück, SIE nicht."


    #8Verfasser Shifty_B (1372990)  06 Dez. 22, 06:53
    Kommentar

    Hauptstadt Abdul’Alal, im Reich der Turak, 6 Jahre zuvor…


    „Keine Widerrede mehr!“ Du wirst Prinz Amal Al’Safri heiraten, Ende der Diskussion!“

    Sultan Mered schlug mit der Faust auf den Tisch vor sich und verschränkte danach seine Arme vor seinem Bauch, unter seinem schneeweißen Bart.

    Seine Brust bebte unter seinem reichlich verzierten Kaftan und er schwitzte unter seinem weißen Turban mit dem großen roten Rubin auf der Vorderseite und auch die lange Pfauenfeder darauf zitterte vor Aufregung während seine Tochter wild aufstampfte und flink davon lief, an den Dienern und der Palastwache vorbei.

    „So eine freche Göre!“ erzürnte er sich.

    „Her mit ihrer Mutter!“ rief er, während er sich auf seinen, mit duzenden Kissen gepolsterten Thron fallen ließ und sich angestrengt die Stirn und die Augen rieb. „Mit den Jungs ist das viel einfacher…“ seufzte er.


    Ein Sklave eilte davon und schon bald kam die Mutter seiner Tochter tief geneigt mit einem halb durchsichtigen Schleier vor dem Mund und wallenden Gewändern herbeigeeilt. Sie verbeugte sich tief vor ihrem Mann und Sultan.

    „Ihr wünscht mein Herr?“ fragte sie unterwürfig.

    „Erhebe dich und komm her…setz dich.“ Er deutete ihr neben ihm auf dem breiten Thron der wohl eher einer Liegebank glich, Platz zu nehmen.

    Sie tat wie ihr befohlen wurde.

    „Asra, meine liebe erste Frau…“, er tätschelte ihren Hintern.

    „Deine Tochter ist…ist…ein Widerborst! Ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll.“

    „Sie interessiert sich nicht für die Künste der Frauen, nicht für die Handarbeit, nicht fürs Weben oder Dichten…sie will nur draußen sein und mit ihren Brüdern spielen.“ Er schlägt die Hände zusammen.

    „Sie ist seit ihrer Geburt Prinz Amal Al’Safiri versprochen und sie hat sich dieser Vereinbarung zu fügen! Einen Skandal einer gescheiterten vereinbarten Ehe können wir uns nicht leisten!“ Der Sultan nickte bedächtig. „Sie ist bereits erblüht und an ihrem vierzehnten Geburtstag wird die Hochzeit stattfinden.“

    „Bring das in Ordnung, sonst werde ich strengere Maßnahmen ergreifen um unsere Ehre zu bewahren.“

    Asra nickt. „Ja mein Herr“. Ihre braunen Augen funkeln dabei, ob wütend oder nicht war wegen dem Schleier vor dem Mund nicht zu erkennen.


    Mit einer flüchtigen Handbewegung deutete er seiner ersten Frau (von 15 weiteren) zu gehen.

    Asra erhob sich, verbeugte sich und eilte mit leise raschelndem Gewand hinaus in den Hof des Palastes wo ein prächtiger, bunter Garten angelegt war.

    Weiße Marmorstatuten zierten die Tore und Wege und überall zwitscherte und summte es.

    Kleine Vögel badeten in Vogeltränken und Bienen gingen unerlässlich und fleißig ihrem Tagwerk in den zahlreichen Blüten der Blumen und Bäume nach. Eine wahre Oase der Ruhe und des Friedens.


    Asra lüftete ihren Schleier nachdem sie sich vergewissert hatte, dass kein fremder Mann abgesehen von der Palastwache oder den Eunuchen anwesend war.

    „Shiftira, wo steckst du wieder?“

    Sie begann an den ihr bekannten Orten im großen Garten zu suchen wohin sich ihre Tochter immer zurückzog wenn es wieder einmal Probleme im Palast mit ihrem Vater oder ihrer Erzieherin gab.

    #9Verfasser Shifty_B (1372990) 06 Dez. 22, 09:30
    Kommentar

    Die Reise verlief bisher ereignislos, oder sollte man sagen langweilig. Grim sass auf dem Kutschbock und erklärte Alrik Feinheiten zum Astrolabium.. „Nein nein, du must diesen Punkt genau auf die Sonne ausrichten und dann kannst du dort.. nein wenn die Sonne nicht scheint dann natürlich nicht, dann richtest du es zum Nordstern aus … oder zum Südstern aber dann liest du hier ab .. nein nicht dort… hier… „

    Aljascha hörte nur mit einem Ohr zu, ja damals hatte eine Schwester auch versucht ihr das Lesen des Astrolabiums beizubringen, allerdings ohne viel Erfolg. „Magie und Wissenschaft gehen Hand in Hand du must beides verstehen, wenn aus die etwas werden soll… „ und dann war wieder die alte Leier gekommen von dem was ihre Mutter alles wusste und konnte und das sie ihren Platz an der Spitze der Schwestern des Wissens davon geworfen hätte für einen Mann und Familie und die ganze Mischpoke. Oh ja ihre Schwester war in die Fußstapfen der Mutter getreten … aber das war eine andere Geschichte und Aljascha mochte nicht wirklich darüber nachdenken.



    Sie hatte unterwegs versucht ein Gespräch mit Shifty zu führen aber diese war zwar freundlich aber kurz angebunden gewesen und so hatte Aljascha es bald aufgegeben.



    In der Ferne sah sie alsbald den Wegweiser von dem der Wirt gesprochen hatte, hier entschioed es sich also, Brücke oder Furt. Sie ging etwas schneller und fand sich schnell neben Grim wieder.

    „Brücke oder Furt, was soll es sein?“

    „Brücke, und wenn wir sie erreicht haben packen wir alles was möglich ist auf Hubert und sehen zu was wir selber schultern können dann wird der Wagen schon nicht zu schwer sein… denke ich….“ er kratzte sich den Bart. „Ach wird schon.. also weiter immer der Nase nach … „



    #10Verfasser Sands (427472) 06 Dez. 22, 10:04
    Kommentar

    Da Johanna die Gegend nicht kannte und der Weg nicht schnurgerade sondern in Windungen verlief hatte sie sich dazu entschieden nicht mehr abseits des Weges durch das Gelände zu gehen, sondern dem Wagen in gebührendem Abstand zu folgen. Da sie natürlich das Gespräch über den Zustand der Brücke nicht gehört hatte ging sie im Wagentempo hinterher. Ab und zu sah sie den Wagen an einer Biegung und hielt sich dann entsprechend etwas zurück.


    Alrik schwirrte der Kopf - Sonne, Nordstern, Abendhimmel, Südstern. Wie sollte er sich das alles merken. Grim hatte echt Humor. "wie lange hast du gebraucht bis du dir das alles merken konntest" fragte er in Richtung des Zwerges, welcher sogleich lachte. "Mein Leben lang, junger Freund. Aber die Jugend lernt schneller als die Alten."

    #11Verfasser Masu (613197) 06 Dez. 22, 10:31
    Kommentar

    Grim lachte. "Mein Leben lang, junger Freund. Aber die Jugend lernt schneller als die Alten.".. dann hielt er inne, „na ja ich bin ja auch noch nicht alt also für einen Zwerg, noch keine 50. Na ja knapp keine 50 ich stand kurz vor meiner Weihe ins Erwachsenenleben, also bevor ihr mich getroffen habt.“ Er dachte nach .. Ob Grum wohl erst durch die Erwachsenenweihe muss bevor er Fürst unter dem Berg werden kann? Es ist schon komisch wie das alles jetzt passiert ist … nachdenklich rieb er sich die Schläfen.



    #12Verfasser Sands (427472) 06 Dez. 22, 11:49
    Kommentar

    Lomma trabte gemütlich neben Hubert her. Die Landschaft hatte sich gewandelt, und es war nun nicht mehr ohne weiteres möglich, einen Abstecher durch die Felder diesseits und jenseits des Weges zu unternehmen. Rechts und links des Wegs erhob sich mal hier ein Hügel, zog sich mal dort ein Graben entlang. Immer öfter ragte die Böschung steil neben dem Wagen auf. Wenn Johanna ihnen weiter ungesehen folgen wollte, dann würde sie wohl oder übel den Weg nehmen müssen, überlegte Lomma.


    Auf einmal kam Leben in Hubert. Er witterte und beschleunigte seinen Schritt.

    Nanu, hat Johanna uns überholt und ist nun vor uns? wunderte sich Lomma. Dann lief sie ebenfalls schneller. Schon waren beide hinter der nächsten Wegbiegung verschwunden.

    Hubert schnaufte wütend und legte noch einen Zahn zu, so dass Lomma jetzt Mühe hatte mitzuhalten.

    Was ist nur in ihn gefahren? So kenne ich ihn gar nicht. Oder Moment ... gestern abend, als wir auf die fremde Spur gestoßen sind ...


    Da hört Lomma auch schon das Trappeln von Pferdehufen. So schnell ist der Reiter gar nicht unterwegs. Aber der Weg ist schmal und er hat weder Hubert noch Lomma kommen sehen. Lomma kann noch zur Seite springen, aber Hubert gerät zwischen die Beine des Pferdes. Glücklicherweise passiert keinem der beiden etwas ernsthaftes. Hubert wird etwas durchgeschüttelt, das Pferd stolpert und scheut. Am schlimmsten trifft es den Reiter, der unsanft aus dem Sattel gehoben wird.

    "Hubert! Bleib sofort stehen!" brüllt Lomma aus Leibeskräften. Dann läuft sie zu dem Fremden, der sich gerade mühsam aufrappelt. Hubert grunzt verwirrt. Das ist doch derselbe Mann wie gestern abend? Aber er bleibt erstmal stehen und schnauft das Pferd böse an. Das tritt daraufhin respektvoll zur Seite und schaute Hubert aus großen Augen fragend an.

    Der Reiter steht nun wieder auf beiden Beinen, schaut aber noch etwas benommen.

    "Ihr scheint es ja sehr eilig zu haben", sagt er. "Aber lasst euch sagen: eure Mühe ist vergebens. Der Fluss steht hoch, und die Brücke ist morsch. Ich habe versucht, sie mit dem Pferd zu überqueren. Dabei wären wir fast ins Wasser gestürzt."

    "Brücke? Wozu braucht ihr eine Brücke?" fragt Lomma erstaunt. "Euer Pferd kann doch wohl schwimmen."

    "Aber das Wasser ... nein, das ist zu kalt. Wie alles in diesem Land viel zu kalt ist", widerspricht der Mann energisch. "Kalt ist dieses Land, kalt und wild. Hier hausen nur Barbaren ..."

    #13Verfasserhäring (1359813) 06 Dez. 22, 12:30
    Kommentar

    Es war wie der Wirt vorhergesagt hatte etwa gegen Mittag als sie an die Brücke kamen.

    Aljascha sah etwas skeptisch auf die Brücke, na gut sah sie wirklich nicht aus. Sie trat näher heran und setzte einen Fuß auf die Brücke und wackelte leicht an dem Geländer.

    Ich denke es müsste gehen, also wenn wir das Gewicht des Wagens soweit wie möglich verringern. Langsam ging sie weiter und sah sich den Boden der Brücke genauer an, also mit einem vollbeladenen Ochsengespann würde ich es wohl nicht wagen aber so?

    „Wir könnten alles was ruhig nass werden kann mit Hubert über den Fluss schicken, das dürfte das meiste sein. Und der Dicke kann ja auch mehrfach schwimmen. Und dann sehen wir was wir tragen können...“

    Grim war inzwischen zu ihr aufgeschlossen „Wenn Herr Schupperich und Dieberthe hier wären sie würden uns ruckzuck über den Fluss helfen.“ lachte er und stampfte testweise auf. Ein Beben ging durch die Brücke, das Knarren wurde lauter und ehe Aljascha sich versah war Grim verschwunden, er war einfach durch die morschen Bodenbretter der Brücke gebrochen und schwamm im Fluss.

    Er tauchte gerade prustend weder auf und schaute etwas unglücklich. „Das wolle ich nicht… „ Während Grim noch Wasser spuckte war Aljascha bereits von der Brücke ans Ufer gerannt und schwamm zu Grim um ihn aus dem Fluss zu helfen.

    Aljascha und Grim saßen Wasser spuckend am Ufer und sahen sich dann an, Grim schaute immernoch unglücklich während Aljascha in lautes Gelächter ausbrach.

    „Besser so als wenn der ganze Wagen im Fluss gelandet wäre. Ich befürchte das heißt zurück und doch zur Furt, wenn die Brücke nicht mal einen Zwerg aushält dann wohl auch nicht Pferd und Wagen selbst wenn wir den Großteil ausgeladen hätten.“



    #14Verfasser Sands (427472) 06 Dez. 22, 20:49
    Kommentar

    Als Hubert Aljascha und Grim im Fluss planschen sah, hielt es ihn auch nicht mehr am Ufer. Merkwürdig war nur, dass die Zweibeiner gleich darauf das Wasser verließen. Hubert machte sich nichts daraus und drehte trotzdem noch eine Runde. So lange brauchte es ohnehin, bis der Wagen gewendet war und die Fahrt weitergehen konnte.


    Auf dem Weg zurück bis zu der Stelle, wo der Weg sich gegabelt hatte schaute Lomma aufmerksam nach den Spuren des Reiters, der vor kurzem an ihnen vorbeigekommen war. Wenn ihre Vermutung richtig war und Johanna ihnen auf dem Weg gefolgt war, waren der Reiter und sie wahrscheinlich aufeinandergetroffen. Und tatsächlich, kurz vor der Weggabelung hatte der Reiter noch einmal angehalten.

    #15Verfasserhäring (1359813) 07 Dez. 22, 09:38
    Kommentar

    Johanna war den Vormittag über dem Wagen mit gehörigem Abstand gefolgt, als ihr überraschend ein Reiter entgegen kam. Sie erkannte ihn sofort. Das war der Reiter, den sie heute Morgen in einiger Entfernung gesehen hatte. Der Reiter zügelte sein Pferd und sprach sie an "Ihr braucht hier nicht weiter gehen, die Brücke ist morsch und könnte jeden Moment einstürzen, da der Fluss Hochwasser führt. Ist solltet den anderen Weg über die Furt nehmen."

    Johanna sah ihn zögerlich an. Woher sollte sie wissen ob er die Wahrheit sagte? Er nahm ihr Zögern wahr und fügte hinzu. "Der Wagen der mir entgegen gekommen ist, wird sicher bald wieder hier sein. Vielleicht vertraut ihr den Leuten mehr als mir."

    Mit diesen Worten trieb er sein Pferd wieder an und trabte davon. Johanna sag ihm nachdenklich nach. Was wenn er die Wahrheit gesagt hätte? Im schlimmsten Fall würde sie dann erstmal einen anderen Weg nehmen und den Wagen sicher vor Auerbach wieder finden können.

    Während sie ihm noch nachblickte sah sie ihn noch von diesem Weg abbiegen. Dort war die Gabelung an der sie den Wagenspuren hier her gefolgt war.


    Plötzlich fuhr sie aus ihren Gedanken auf, da sie hinter sich ein Rumpeln hörte. Das war wohl der Wagen auf dem Alrik mitfuhr. Geschwind lief sie den Weg zurück und bog in Richtung der Furt ab. Mal sehen ob sie vielleicht ein Versteck finden würde in dem sie die Vorbeifahrt des Wagens abwarten konnte.



    Alrik sass beim wieder getrockneten Grim auf dem Kutschbock und versuchte sich immer mehr Feinheiten des Astrolabiums zu merken. Der Zwerg war eine schier unerschöpfliche Quelle der Informationen. Nicht einmal sein Bad hatte ihn ernsthaft von seiner sich gestellten Aufgabe, Alrik zu unterrichten abgehalten. Wenigstens waren nur Aljascha, Hubert und Grim baden gegangen.

    Grinsend blickte Alrik auf um sich ein wenig zu erholen und ließ seinen Blick über die Gegend schweifen, als er meinte eine Gestalt vor ihnen weglaufen zu sehen.

    Er stupste Grim an "Hast du das auch gesehen? Ist da jemand weggelaufen? Könnte das ein Wegelagerer sein?"

    #16Verfasser Masu (613197)  07 Dez. 22, 11:31
    Kommentar
    "Hast du das auch gesehen? Ist da jemand weggelaufen? Könnte das ein Wegelagerer sein?" fragte Alrik und stupste Grim an.

    Grim schaute rasch in die Richtung, in die Alrik zeigte, und brummte:
    "Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jedenfalls haben sie nur gesehen, dass es bei uns nichts zu holen gibt. Dafür werden sie kein Risiko eingehen wollen. Lomma und Hubert könnten aber trotzdem vorauslaufen - haltet euch seitlich vom Weg und kehrt sofort um, wenn ihr etwas merkwürdiges entdeckt."

    "Na klar, machen wir gerne", erwiderte Lomma erfreut. "Los
    Hubert, dann mal ab durch die Mitte!" Bald darauf waren beide im dichten Gebüsch verschwunden, das rechts und links der Strasse wuchs.

    Dann wandte Grim sich zu Shifty um, die hinten im Wagen saß, mit den Beinen baumelte und zu dösen schien. Die Ratte war nicht zu sehen, sie saß sicherlich in einem Versteck zwischen den Kisten, vermutete Grim.
    "Wie ist es eigentlich bei euch, werte Dame? Seid Ihr in dieser Gegend vielleicht schon einmal unterwegs gewesen? Wenn ich es richtig verstanden habe, seid ihr in der Welt ja schon ganz schön herum gekommen."
    #17Verfasserhäring (1359813) 07 Dez. 22, 18:17
    Kommentar

    Johanna war geschwinden Fußes gen Furt geschritten. In der Ferne sah sie noch wie der Reiter sein Pferd ins Wasser trieb.

    Dieses schien deutlich kämpfen zu müssen. Sie fragte sich wie sie den Fluss überqueren sollte ohne abgetrieben zu werden.

    Am Flussufer angekommen betrachtete sie das Fliessen des Wassers und begann ihr Bündel zu öffnen und zu überlegen wie sie ihr Hab und Gut so packen könnte, das möglichst wenig nass oder sogar weggeschwemmt werden würde.

    Sie verstand nun, warum ihre Mutter ihr ein großes Wachstuch mitgegeben hatte. Sorgfältig sortierte und verpackte sie ihre Sachen bevor sie sich anschicken wollte, die Überquerung zu wagen. Sie musste sich eilen, hörte sie doch schon das Rumpeln des Karrens im Hintergrund.


    #18Verfasser Masu (613197) 11 Dez. 22, 21:37
    Kommentar

    Kurz vor der Furt auf dem Weg nach Auerbach


    "Ja, in dieser Gegend war ich schon Herr Zwerg." antwortete Shifty.

    "Die Furt müsste befahrbar sein wenn man sich zwischen den beiden großen Eichen hält. Weiter Flussabwärts würde ich der Tiefe nicht mehr trauen."

    Shifty war aufgestanden und hantelte sich entlang der Plane nach vor zum Kutschbock wo sie, sich an einer Hand festhaltend, zur Seite lehnte und versuchte die Furt zu erspähen.


    "Da, da vorne, ich sehe schon die Eichen!"

    "Da zwischen durch und dann in gerader Linie durch die Furt."


    Rumpelnd näherte sich das Fuhrwerk dem Fluß


    #19Verfasser Shifty_B (1372990) 12 Dez. 22, 07:39
    Kommentar
    "Da, da vorne, ich sehe schon die Eichen!"

    "Da zwischen durch und dann in gerader Linie durch die Furt."

    "Das geht besser als ich erwartet hatte", brummt Grim zufrieden. "Ein wenig Strömung, aber da werden wir gut durchkommen."
    Auf dem Weg sind die Hufspuren eines Reiters zu erkennen. Und da, auf der anderen Seite des Flusses, gehen sie wohl weiter.
    "Na dann komm mein Guter", ruft Grim und schnalzt mit der Peitsche. "Was so ein zierliches Pferdchen schafft, kriegt ein echtes Ross von Schrot und Korn doch wohl erst recht hin."
    Das Wasser klatscht an die Ladebordwand, ein paar der Kisten bekommen ein paar kalte Spritzer ab, dann ist es geschafft.
    Als der Wagen an der anderen Uferseite das Wasser verlässt, dreht Grim sich noch einmal um und hält Ausschau nach Lomma und Hubert.
    "Da seid ihr ja endlich!" ruft Grim laut, als Waldelfe und Wildschein zwischen den Eichen am jenseitigen Flussufer zu sehen sind. "Wir haben  noch einiges an Weg vor uns und sollten uns besser beeilen."

    Lomma klettert auf Huberts hohen Rücken und gelangt so fast trockenen Fusses ans andere Ufer. In der Hand schwenkt sie aufgeregt einen ledernen Beutel

    "Ihr erratet nie, was wir gefunden haben!" ruft Lomma ausgelassen und klettert geschwinde auf dem Kutschbock. Dort öffnet sie den Beutel und lässt alle einen Blick hinein werfen. "Sind das nicht ausgesucht schöne Glanzsteine? Solche Farben habe ich noch nie gesehen. Und wie sorgfältig sie geschliffen sind. Wir haben sie gut versteckt in einem verlassenen Lager gefunden. Dort war seit Jahren niemand mehr gewsen, aber seinerzeit hat man hier wohl gute Beute machen können. Wer weiss, vielleicht kann man ausfindig machen, wem diese Steine einstmals gestohlen wurden? Hier, dies war auch dabei."
    Lomma holt vorsichtig einen versiegelten Brief hervor. Das Papier  ist vergilbt umd brüchig und die Schrift ist kaum noch zu erkennen.  Lomma hat es nicht gewagt das Siegel zu erbrechen. Sie reicht den Brief an Alrik weiter. Wenn es jemand lesen kann, dann er, überlegt sie. Er war es ja auch, der aus den Strichen der Karten einem Weg herauslesen konnte.

    Ein Fundstück hat Lomma nicht erwähnt. Vielleicht ergibt sich heute Abend eine Gelegenheit, es unauffällig Grim und Aljascha zu zeigen und ihre Meinung dazu einzuholen. Solange bleibt es sorgfältig verwahrt in Lommas Brusttasche. Es ist ein kleines goldenes Medaillon. Das Bild darin hatte Lomma gleich an Shifty denken lassen. So könnte sie vor einigen Jahren ausgesehen haben.
    #20Verfasserhäring (1359813) 12 Dez. 22, 18:54
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    Shiftys Herz schlug schneller als sie die schönen Edelsteine in Lommas Beutel sah.

    "Oh....welch schöne Stücke!" ihre Hand zitterte etwas und tief in ihr erwachte das Verlangen diese Steine zu besitzen...langsam streckte sie ihre Hand aus.


    Sie zog die Hand unbemerkt zurück unter ihren Umhang und umklammerte sie mit der anderen um ihr Zittern zu verbergen.

    Dann wendete sie sich schnell ab und musterte den Wald ringsum.


    "Ich muss mal kurz austreten...bin gleich wieder da!" rief sie und sprang auch schon vom Planwagen.

    Nachdem sie im Dickicht verschwunden war lehnte sie sich an einen Baum.

    Pfuhh...hast du die Edelsteine gesehen? Bringen am Schwarzmarkt sicher einige hundert Goldstücke. Fez klettert aus ihrer Tasche hervor.


    Tja, dann hol sie dir...aber erst in Auerbach, sonst haben wir keine Mitfahrgelegenheit mehr. Meinte die Ratte.

    Hm...antwortete Shifty.

    Vielleicht sollte ich hier über meinen Schatten springen und die Steine in Ruhe lassen. Die Leute sind gut zu mir und hilfsbereit.

    Sie zu bestehlen wäre sogar für mich unehrenhaft.

    Fez lehnte sich mit verschränkten Pfoten neben Shifty die ebenfalls mit verschränkten Armen da stand an den Baum.

    Du bist der Boss....seufzte er.

    #21Verfasser Shifty_B (1372990) 13 Dez. 22, 07:21
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    Aljascha blieb die Spucke weg als sie in den Beutel sah, wenn die Steine wirklich echt waren war das ein Vermögen. Und das sollte einfach so irgendwo versteckt gewesen sein. Dann war es doch mit großer Wahrscheinlichkeit selber Diebesbeute oder so, denn wer würde denn Edelsteine verstecken und dann vergessen? Wahrscheinlich war der eigentliche „Besitzer“ der Steine, warum auch immmer, nicht mehr in der Lage gewesen sie aus dem Versteck zu holen wenn sie dort schon so lange lagen.


    „Darf ich mal sehen?“ sagte sie und nahm Alrik das Papier aus der Hand.

    Sie sah es sich genauer an, es war von aussen nur mit einer Adresse und einem Namen beschriftet, zumindest sah es so aus denn lesbar war es nicht mehr, was man aber noch erkennen konnte war das es in Tulamdiya geschrieben war. Welche Sprache war anhand der Adresse nicht zu erkennen vielleicht war der Brief aufschlussreicher.

    Vorsichtig brach sie das Siegel auf und entfaltete den innen liegenden Brief. Ja ganz unverkennbar es war in Zahori geschrieben, oh weh die Sprache des fahrenden Volkes aus dem Süden sie konnte es zwar ganz gut sprechen und halbwegs lesen aber ob es reichte um das doch sehr vergilbte Schriftstück zu entziffern?


    „Findet meine Tochter .. „ das war ja einfach gewesen, aber nun folgte eine ganze Passage die durch die Knicke im Papier absolut unleserlich war… ..Familie… wir sind, oder hieß es waren?… Aljascha stutzte immer wieder, so viel war nicht leserlich das es schwer sein würde den ganzen Text zusammen zubekommen….

    „Wenn ihr nichts dagegen habt stecke ich den Brief erstmal ein, ich werde mich heute Abend nochmal dran setzen. Wenn er jetzt solange in dem Beutel steckte kommt es auf den ein oder anderen Tag auch nicht an und wir haben ja einen Termin in Auerbach und müssen weiter…


    OOC: Ja dies ist nicht DSA aber statt mir alles selber auszudenken klaue ich da gerne, für alle nicht DSAler der Brief scheint in arabischen Zeichen geschrieben zu sein und die Zahori sind eine Volksgruppe die man mit den Sinti und Roma vergleichen könnte. Ende OOCV

    #22Verfasser Sands (427472) 13 Dez. 22, 08:43
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    Johanna hatte die Furt, die viel flacher war als sie befürchtet hatte, schnellen Fußes überquert und sich einige Strecke dahinter seitlich im Gebüsch versteckt. Es war eine gute Gegend zum Verstecken.

    Nachdem der Wagen vorbeigerumpelt war wollte sie schon aufstehen und ihm folgen, als Zweige knackten. Erschrocken hielt sie die Luft an,

    "Ich muss mal kurz austreten...bin gleich wieder da!" rief Shifty, vom Wagen springend und lief in das Gebüsch in dem Johanna lag


    Johanna war erstaunt, als Shifty sich nur an einen Baum lehnte ohne Anstalten zu machen anderes zu tun. Ihre Ratte kletterte aus ihrer Tasche und Johanna fand, dass der Anblick der beiden wie ein Zwiegespräch wirkte.

    Es gab schon Seltsames.


    Ein paar Augenblicke später, als die beiden den Wagen wieder hinterher gelaufen waren, wagte auch Johanna sich aus ihrem Versteck und schickte sich an dem Wagen wieder zu folgen.

    #23Verfasser Masu (613197)  13 Dez. 22, 12:04
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     Als Grim einen ersten Blick auf die Edelsteine getan hatte, musste er sich ebenfalls sehr zusammennehmen. Zu gerne hätte er Lomma den Beutel aus den kleinen Händen gerissen und an seine Brust gedrückt. Das war mal ein Grundstock für einen Schatz, wie man ihn nicht so schnell ein zweites Mal fand! Einen Moment lang überlegte er, wie es wohl anzustellen wäre, dass ... im nächsten Moment wies er diesen Gedanken brüsk von sich. Soweit kommt es noch, dachte er bei sich. Meine eigenen Freunde zu bestehlen! Unten im Süden gibt es mehr als genug von diesen Steinen, wenn wir nur schon da wären! Grim schnalzte mit der Peitsche und das Pferd, dass sich eben gefreut hatte langsam gehen zu dürfen, verfiel hektisch in Trab.

    "Dieser Beutel war wirklich sehr gut versteckt", erklärte Lomma. "Wenn Hubert nicht nach Pilzen gewühlt hätte, wäre mir der halb verschüttete Eingang nicht aufgefallen, der in einen verlassenen Dachsbau führte. Dort drin habe ich es gefunden."
    Dann betrachtete sie das vergilbte Papier und dachte über die Worte nach, die Aljascha darauf entziffert hatte. "Dieses Siegel ... " Lomma strich vorsichtig mit den Fingern darüber, während sie sprach. "Das habe ich doch schon einmal gesehen ... ja genau! Letzte Nacht, in den Taschen des reitenden Boten!"

    Auf die erstaunten Blicke der anderen hin berichtete Lomma in aller Kürze und ohne Erwähnung von Johanna von ihrer nächtlichen Begegnung und den Dingen, die sie in den zurück gelassenen Satteltaschen ertastet und erschnuppert hatte.
    #24Verfasserhäring (1359813) 13 Dez. 22, 18:24
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    Aljascha sah sich das Siegel genauer an, vorsichtig fuhr sie mit den Fingern darüber. „Ja jetzt wo du es sagst es kommt mir schon irgendwie bekannt vor, aber damals im Kontor hatten wir mit sovielen versiegelten Schriftstücken zu tun...“

    Sie drehte sich zu Shifty um, „Du kommst doch aus dem Süden, sagt dir das Siegel etwas?“

    #25Verfasser Sands (427472) 14 Dez. 22, 07:27
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    Adrenalin durchschoss Shiftys Körper als sie das Siegel erkannte.

    Ein plötzlicher Impuls im Bauchraum breitete sich in ihrem ganzen Körper aus. Sie war sofort auf Flucht eingestellt.


    Es war das Siegel ihrer Familie!


    "Ich ähhh....also....ähhh....nein, dass Siegel sagt mir gar nichts, tut mir leid." Log sie mit hochrotem Kopf.

    Sie drehte sich um, zog die Kapuze über die Stirn herunter und verschränkte die Arme unter ihrem Umhang.


    Verüüüüüückt! nahm sie in ihren Gedanken wahr.

    Sie sind uns auf den Fersen und wir laufen ihnen direkt entgegen.

    In Auerbach muss unser erster Weg zu Loder sein....du brauchst dein Gepäck und deine Ausrüstung!

    Fez hing mit beiden Pfoten an Shiftys Kragen und schüttelte sie energisch (soweit dass halt für eine Ratte möglich war).


    Die Augen der Diebin schienen abwesend in die Ferne zu schweifen.

    Sie nahm das Gezeter von Fez kauf wahr.

    "Wie konnte das möglich sein?" flüsterte sie zu sich.


    Die Edelsteine dürften eine Art Kopfgeld sein, ein Vorschuß für ihre erzwungene Rückkehr?

    Sie musste wissen, was in diesem Brief stand.

    #26Verfasser Shifty_B (1372990) 14 Dez. 22, 07:43
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    „Schade, und es kommt dir auch nicht bekannt vor? Na ja kann man nichts machen, ich werde mir den Text heute abend nochmal näher ansehen“

    ---

    Durch den Umweg von der Brücke zur Furt hatten sie Zeit verloren und statt es bis zum nächsten Gasthof zu schaffen beschlossen sie etwas abseits des Weges zu lagern.

    Schon bald prasselte ein Lagerfeuer und ein Abendmahl war aus ihrem Proviant auch schnell zusammen gestellt.

    Aljascha saß nahe des Feuers und studierte den Brief aus dem Beutel. Langsam taute ihr Zahori etwas auf und auch wenn es viele Passagen gab die durch die Witterung unleserlich geworden waren so gab es auch Stellen die gut zu lesen waren.

    „Findet meine Tochter ….. sie wird ... Familie ... ihr Vater. Beutel wenn ... findet es ist Teil ihres rechtmäßigen Erbes. …. Wenn ihr …. nicht vergessen habe, nie vergessen werde. Ich werde ihr Bild immer vor Augen haben, egal was passiert….. Sie soll …. in Acht nehmen vor Prinz Amal …. wird er ihr vergeben ….. geflohen ….

    Oh meine liebe gute hübsche Shiftira….“ Aljascha stutzte, Shiftira? Shifty? Was für ein merkwürdiger Zufall, wenn es denn einer war?


    Sie nahm dern Brief und trat damit zu Shifty, setzte sich neben sie ans Feuer und reichte ihr den Brief. „Du kommst doch aus dem Süden, sprichts du evtl Zahori und kannst mir beim Verstehen und Lesen helfen?"

    #27Verfasser Sands (427472)  14 Dez. 22, 08:10
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    Am Lagerfeuer, einige Meilen vor Auerbach


    Shifty hat Aljascha die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen als sie endlich den Brief las.


    Als die Hexe sie um Hilfe bei der Entzifferung bat, riss sie ihr den Brief förmlich aus der Hand.

    Fieberhaft entzifferte sie den Text, schließlich rann es ihr kalt über den Rücken hinunter.


    Hier Stand in der Handschrift ihrer Mutter:


    Hochgeehrte Brüder des Stammes der Zahori!


    Vor vielen Jahren wurde meine Tochter Shiftira Amari, Tochter des Sultan Abdul Al'Amari vom Stamme der Turak dem Prinzen Amal Al`Safri vom Stamme der Hutras als Ehefrau versprochen.

    Die Hochzeit fand unter Zwang im Namen der Ehre und des Brauchtums gegen den Willen meiner Tochter statt.


    Noch in der Hochzeitsnacht floh Shiftira aus dem Palast der Al'Safri Familie und verletzte dadruch die Ehre und das Brauchtum der Familie Al'Safri und Al'Amari die sich seither in kriegerisch gegenüber stehen.


    Findet meine Tochter und bringt sie unter allen Umständen zurück! Es scheint, dass die Familie Al'Safri auf der Suche nach ihr ist.


    Ihr Vater verstarb nach kurzer schwerer Krankheit binnen 2 Tagen nach dem Besuch einens Botschafters der Al-Safri Familie, es besteht der Verdacht, dass er einem hinterhältigem Gift-Attentat zum Opfer fiel!


    Der Beutel den ich euch mit dieser Nachricht sende enthält einen Teil ihres rechtmäßigen Erbes. Wenn ihr sie findet, soll euch der Inhalt genügend Mittel zur Verfügung stellen sie unversehrt zu mir zurückzubringen.


    Ich möchte, dass sie weiß, dass ich sie nicht vergessen habe, nie vergessen werde. Ich werde ihr Bild immer vor Augen haben, egal was passiert ist in der Nacht ihrer Flucht. Sie soll sich vor den Schergen von Prinz Amal in Acht nehmen, niemals wird er ihr vergeben, dass sie seine Ehre so gekränkt hat. Auch ich bin aus unserem Palast geflohen um zu verhindern einem Attentat zum Opfer zu fallen und erwarte sehnlichst ihre Rückkehr. Sie findet mich in der nur ihr bekannten Residenz meiner Ahnen. Seid vorsichtig! Der Al'Safri Familie ist alles zuzutrauen!


    Wie ich erfahren habe, hat der Kalif Omar Ben Jussuf inzwischen die Regierungsgeschäfte ihres Vater übernommen und residiert in unserem Palast als ob es seiner eigener wäre. Letzten Meldungen zu Folge macht er vermutlich gemeinsame Sache mit der Al'Safri Familie.


    Traut niemandem, die Situation in unserem Land ist unübersichtlich, haltet euch auf den alten Schmugglerpfaden über das Gebirge.


    Oh meine liebe gute hübsche Shiftira, ich hoffe sie bald unversehrt wieder zu sehen.


    Der Friede sei mit Euch meine Brüder!


    In Liebe, Schwester Esme Al'Amari


    ++++++++++


    Langsam glitt der Brief aus ihrer Hand während ihr eine Träne über ihren zitternden Mundwinkel rann.



    #28Verfasser Shifty_B (1372990)  14 Dez. 22, 09:04
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    OOC Shifty weiß doch noch gar nicht dass Aljascha eine Hexe ist, oder? Aljascha stellt sich ja nicht vor mit "Mein Name ist Aljascha ich bin eine Hexe, genauso wenig wie Shifty sagen würde .. "Ich bin Shiftira eine entlaufende Prinzessin. *g* Ende OOC


    Aljascha beobachtete Shifty ganz genau und als sie Tränen in den Augen der jungen Frau sieht kann sie nicht anders als sie in den Arm zu nehmen.

    "Schlechte Nachrichten? ... und behaupte jetzt bitte nicht ihr könnt es nicht lesen oder es wäre nichts... was steht in dem Brief? .."

    #29Verfasser Sands (427472) 14 Dez. 22, 09:32
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    OOC: Sands, du hast Recht. Wobei man meinen Text auch so interpretieren kann, dass sie nicht weiß, dass sie eine Hexe ist.

    Quasi aus der Sicht des Schreibenden. Shifty persönlich weiß nicht, dass Aljascha eine Hexe ist.

    OOC Ende


    Shifty seufzt tief und lässt die Umarmung zu. Es tut gut die Wärme eines Menschen zu spüren.

    Sie schüttelt trotzig den Kopf und wischt sich die Tränen aus den Augen. Dann fährt sie sich mit dem Ärmel über die Nase und schnieft laut.


    Sie schaut Aljascha tief in die Augen....soll sie sich ihr öffnen? So lange kennt sie die Frau nicht.


    Halt bloß die Klappe! Sags ihr nicht! Denkt Fez zu ihr.


    "Ach halt DU doch die Klappe!" schimpft sie schluchzend und viel zu laut zu ihrer Ratte die sich in ihrer Tasche regt.

    #30Verfasser Shifty_B (1372990)  14 Dez. 22, 09:59
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    Lomma hielt sich etwas abseits der hellen Flammen. Ihr Herz pochte laut in ihrer Brust. In einem Moment wollte sie das Medaillon hervorholen und allen zeigen. Im nächsten Moment krampften sich ihre Finger zusammen und sie nahm all ihre Beherrschung zusammen, um ruhig zu bleiben und nichts dergleichen zu tun.

    Wie lange mochte Shifty wohl schon unterwegs sein, überlegte Lomma. Dem Bild im Medaillon nach zu urteilen - Lomma war inzwischen überzeugt davon, dass dieses Bild die junge Shifty zeigte - waren es schon mehrere Jahre. Und offenbar wurde immer noch nach ihr gesucht. Was immer sie damals getan haben mochte, sie musste doch noch ein Kind gewesen sein. Konnte man da nicht Gnade walten lassen, zumal nach so langer Zeit? Aber so wie Shifty auf den Brief reagiert hatte, stand das wohl für ihre Verfolger nicht zur Debatte, schlussfolgerte die Waldelfe.


    Lomma hatte erst wenige Menschen persönlich kennengelernt, und diese waren eigentlich ganz in Ordnung gewesen. Aber sie erinnerte sich nur zu gut, was andere ihres Volkes durch Menschen zu erdulden gehabt hatten und sie hatte oft genug gehört, wozu Menschen alles fähig waren. Und die Paladine, deren Weg sie zufällig gekreuzt hatten, waren auch alles andere als zimperlich gewesen. Es kam also gar nicht in Frage, Shifty ihren Verfolgern ans Messer zu liefern, beschloss Lomma.


    Hätte ich das nur gestern abend schon gewusst! ärgerte sie sich nun. Dieser Kerl wäre nicht so glimpflich davon gekommen! Wenigstens die Briefe hätte ich mitnehmen sollen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich noch eine Gelegenheit. Der Reiter wird es auch nicht bis zum nächsten Gasthof geschafft haben ... und wenn er Shifty erkannt hat? durchfuhr es Lomma plötzlich siedendheiss.

    Sie trat näher ans Feuer und hielt Ausschau nach Hubert. Der fraß friedlich die Reste des Abendessens. Dieser Anblick erinnerte Lomma daran, dass auch Johanna noch irgendwo da draußen unterwegs war.


    "Ach halt DU doch die Klappe!" schimpft Shifty auf einmal laut los.


    "Also mir gefällt das auch nicht", antwortet Lomma entschieden. "Es ist so ruhig hier. Hubert? Komm mein Guter, tu was für dein Futter! Lass uns ein wenig die Gegend erkunden, ob wir hier auch wirklich allein sind ..."


    OOC

    wir sind jetzt im zweiten Nachtlager und einige Meilen vor Auerbach, d.h. morgen, spätestens übermorgen dort? Der Kaufmann ging von einer Reisezeit von einer Woche aus - mir scheint, wir sind gut vorangekommen ...

    Ende OOC

    #31Verfasserhäring (1359813) 14 Dez. 22, 12:10
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    "Ach halt DU doch die Klappe!" schimpft Shifty schluchzend und viel zu laut 

    Aljascha zuckte zusammen, „Das werd ich nicht, es sieht so aus als ob du Probleme hast und wir würden dir gerne helfen aber dafür musst du ehrlich zu uns sein.“ Sie sah Shifty eindringlich an.



    „Vielleicht war es Zufall vielleicht war es Schicksal das dich zu uns geführt hat, sei es wie es sei, wenn du unsere Hilfe brauchen kannst und willst dann sei ehrlich zu uns.“


    OOC Dann sind wir aber sehr schnell unterwegs, lass den rest der Wegstrecke einfach unwegsam und beschwerlich sein dann kommen wir schon auf die Woche :) Ende OOC

    #32Verfasser Sands (427472) 14 Dez. 22, 12:56
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    "Nein, nein....entschuldige...du bist nicht gemeint, ich habe mit Fez gesprochen."

    Shifty öffnet etwas ihre Tasche und die Ratte kam gleich auf ihre Schulter hochgeklettert.


    "Darf ich vorstellen? Fez, meine Ratte und...tja...Freund und Wegbegleiter."

    Fez verbeugt sich artig vor Aljascha. Seine Körpersprache ist fast menschlich.


    "Wir haben eine gewisse Verbindung, ich kann seine Gedanken wahrnehmen und er meine...wir können sozusagen miteinander in Gedanken reden....ich weiß nicht ob das für dich Sinn macht?" Shifty zuckt mit den Schultern.


    Ohhhh....wie süß...."Freund und Wegbegleiter" ist jetzt neu für mich. Lästerte Fez während er seine Arme verschränkte und Shifty vorwurfsvoll anschaute.

    Ich bin ein knallharter Einschleichdieb und Ganoven-Kumpane! Stell mich nicht als süßes Haustier vor! Zeterte er in Shiftys Kopf


    Sie tätschelte aber nur schweigend seinen Kopf.

    "Er kann manchmal etwas mürrisch sein, der Gute." erklärte Shifty Aljascha.


    "Und der Brief hier...." sie hob das Schriftstück hoch.

    "...ist in Zahori geschrieben wie du vermutet hast."

    "Er ist von meiner Mutter an ihre Stammesbrüder, dem fahrend Volk aus dem Süden."

    "Sie sollen mich zurück in meine Heimat nach Turak bringen wo ich wohl meiner Bestimmung als Frau in einem Harem eines Sultans nachkommen soll, oder so ähnlich...."

    "Die Edelsteine sind...sind...ein Teil des Erbes meines wahrscheinlich ermordeten Vaters, dem Sultan von Turak..."


    Sie ließ diese Worte jetzt mal so stehen....es wird sich wohl jeder selbst erst einmal seine Reime darauf machen müssen.



    #33Verfasser Shifty_B (1372990) 14 Dez. 22, 14:54
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    Halb im Schatten ist Lomma unauffällig zu Hubert hinüber gegangen. Dieser hat sich inzwischen satt gefressen und kümmert sich nun um eine bequeme Schlafkuhle.

    Dass Shifty eine Ratte bei sich trägt und zu dieser eine besondere Verbindung hat, findet Lomma nicht weiter verwunderlich. Aber was sie dann hört, findet sie empörend.

    "Hast du das gehört, Hubert?" flüstert sie. "Das sind ja vielleicht Sitten, beim Wakfels! Zurückbringen soll man sie, als wäre sie ein verloren gegangener Glanzstein. Da kann einem ja Angst und Bange werden. Menschen eben." Die Waldelfe hält nachdenklich inne. "Allerdings darf man Menschen auch nicht immer alles glauben, was sie sagen. Ach, versteh einer die Menschen."

    Ein leises Rascheln schreckt Lomma auf. Der Lagerplatz der Gruppe liegt in einer flachen Senke. Einen Steinwurf entfernt fliesst ein kleiner Bach. Niedriges Gebüsch schirmte den Platz zu zwei Seiten hin vor neugierigen Blicken ab.

    "Na los Hubert, bevor wir uns hier schlafen legen sollten wir noch einmal auf den Busch klopfen", sagt Lomma leise. Hubert antwortet mit einem ebenso leisen Schnaufen und erhebt sich. 
    #34Verfasserhäring (1359813) 14 Dez. 22, 18:36
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    In der Nähe der Lagerstätte

    Johanna war den ganzen Tag dem Wagen in gebührenden Abstand gefolgt. Zum Abend hin hatte sie sich entschlossen sich eine Übernachtungsstelle in der Nähe zu suchen.

    Irgendwas hielt sie davon ab, sich zu weit vom Wagen entfernt nieder zu legen.

    Nun, mit dem Niederlegen konnte sie nochvetwas warten, erstmal wollte sie die Gruppe etwas näher kennenlernen und schlich sich in Sicht- und Hörweite heran.


    "Ach halt DU doch die Klappe!" schimpft Shifty schluchzend und viel zu laut

    Johanna zuckte zusammen als sie dies hörte und sah erstaunt wie Shifty eine Ratte aus der Tasche kletterte.


    Kurz darauf hörte sie ein leises Rascheln von jenseits der Mulde. Lautlos schlich sie in die Richtung und sah mit Erschrecken den Reiter, der wiederum in die Richtung des Lagerplatzes zu schleichen schien. Was sollte das? Wieso schlich er hier rum? Wo war sein Pferd? Sie hatte nichts gehört.

    #35Verfasser Masu (613197) 15 Dez. 22, 21:34
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    Nachts am Lagerplatz kurz nachdem Johanna den fremden „Reiter“ sieht


    „Halt wer da?“ Grim sah einen Schatten in der Nacht, den er leicht als den eines Menschen identifizierte, waren seine Augen doch für das dämmerige Licht in Stollen und dunklen Gängen ausgelegt.

    „Wer seid ihr und was wollt ihr?“ er nahm seine Axt, die er bisher am Gürtel getragen hatte in die Hand und ging einige Schritte auf den Schatten zu.


    „Oh ich bitte um Vergebung, mein Name ist Xamal Vaharada, ich bin Bote des edlen Kalifen Omar Ben Jussuf, ich bringe Nachrichten in den hohen Norden und zurück in den tiefen Süden.“ Xamal lächelte „Ich bin eine menschliche Brieftaube wenn ihr so wollt“

    „So so und was schleicht ihr hier um unsere Lager herum?“

    Aljascha war inzwischen aufgestanden und zu Grim getreten auch sie sah im Halbdunklen ganz hervorragend und begutachtetet den nicht mehr ganz jungen Mann näher.

    „Kann es sein das ihr auch im Gasthof ward die letzte Nacht, nur mit einem Pferd und ohne Karren müsstet ihr uns doch mehr als überholt haben haben also was hält euch auf.“


    „Nun redet schon … Brieftaube...“ Grim trat einen Schritt näher auf den Fremden zu.

    #36Verfasser Sands (427472) 16 Dez. 22, 07:47
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    „Ja also das Pferd … es ist weg … ich meine ich hatte es wohl nur an einen Busch gebunden als ich .. also als ich mal ich meine … und dann war es weg … also ich weiß auch nicht..“ Xamal Vaharada wirkte unsicher und etwas verlegen.


    „Hmmm ein berittener Bote dem so einfach das Pferd abhanden kommt?“ Aljascha schaute unsicher und fand die Ausrede wenig glaubhaft. Und seit sie Shifty getroffen hatten schien der ganze Süden in den Norden gekommen zu sein, Sultane, Kalifen alles sehr merkwürdig. Zufälle? Vielleicht war es normal je weiter man in den Süden kam?

    Aljascha schüttelte kaum merklich den Kopf, so ganz geheuer war ihr das alles nicht.


    „Und jetzt wo eurer Pferd weg ist dachtet ihr ihr fahrt mit uns oder wie?“

    „Nein nein, aber.. also.. ich dachte ich könnte hier am Feuer vielleicht warten bis die Sonne aufgeht und bei Helligkeit nach dem Pferd suchen, es muss ja Spuren geben so im Dunklen ist es wohl recht aussichtslos ..“


    #37Verfasser Sands (427472) 16 Dez. 22, 11:25
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    Unweit des Lagerplatzes im hohen Gras, als der fremde "Reiter" von Grim angesprochen wird


    Lomma stand außerhalb des Lichtscheins des Lagerfeuers. Nur Huberts hoher Rücken war noch als dunkler Schatten im hohen Gras zu erahnen.


    Xamal Vaharada selbst jedoch stand so, dass Lomma ihn gut erkennen konnte. Die Satteltaschen hatte er nicht bei sich, stellte sie schnell fest, und er schien außer seiner Kleidung und einem darunter verborgenen Messer auch sonst nichts bei sich zu tragen. Wenn das ein reitender Bote ist, bin ich ein Felsgnom, dachte Lomma bei sich. Auch wenn er dreimal einige Briefe in seinen Satteltaschen hatte. Aber jetzt wäre die Gelegenheit ...


    "Das ist ein Fall für Johanna!" raunte Lomma Hubert zu. "Wir zwei haben das arme Pferd schon einmal zu Tode erschreckt, und ich allein bin zu klein, um es im Zaum zu halten. Du passt also auf diesen Boten auf. Lass dieses seltsame Täubchen nicht aus den Augen, bis ich wieder zurück bin."


    Lomma schlich in gebückter Haltung, die Nase fast auf dem Boden, durch das hohe Gras davon. Sie beschrieb einen weiten Bogen um die Lagerstelle, kreuzte die Spur, auf der Xamal Vaharada sich ihnen genähert hatte, bis ihr schließlich ein vertrauter Geruch in die Nase stieg. Einige Schritte vor ihr kauerte Johanna im Gras. Von dort wo sie saß musste Johanna gut verfolgen können, was am Lagerfeuer geschah, überlegte Lomma. Sicher hatte auch sie den Fremden wieder erkannt und sich schon gewundert, wo sein Pferd geblieben war.


    "Ich bin's, Johanna", wisperte Lomma leise und zupfte Johanna ganz sacht am Ärmel. "Ich hoffe du hast noch ein wenig Kraft für einen kleinen Spaziergang. Und kennst du dich zufällig etwas mit Pferden aus?"

    #38Verfasserhäring (1359813) 16 Dez. 22, 12:37
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    Johanna zuckte nur leicht zusammen als Lomma sie am Ärmel zupfte. Sie hatte sich doch etwa zu sehr auf den Fremden konzentriert.

    "Hallo Lomma. " flüsterte sie" Das ist er, oder? Schon komisch, ein berittener Bote der sein Pferd verliert. Sehr seltsam.

    Pferde sind meine Leidenschaft. Ich bin schon immer gerne geritten, auch wenn es eher Ackergäule oder Zugpferde waren und nicht so ein edler Renner wie seines.

    Kannst du das Pferd finden? Dann los"

    #39Verfasser Masu (613197)  16 Dez. 22, 13:31
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    Derweil bemerkte Alrik, dass Shifty sich beim Auftauchen des Reiters hinter den Wagen verdrückt hatte.

    Er hatte ungläubig den Ausführungen Shiftys über ihre Herkunft verfolgt. Sollte dieser Fremde ein Verfolger sein, der ihr gefährlich werden konnte?

    #40Verfasser Masu (613197) 16 Dez. 22, 13:36
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    Was sollte sie tun? Den Fremden wieder in die Nacht schicken? Oder ihn ans Feuer bitten? Ihr gefiel beides nicht sonderlich.

    Etwas entfernt auf der kleinen Anhöhe sah sie Hubert stehn wie ein imposantes Wildschwein-Monument. Er rührte sich nicht und das tat er nur wenn es ihm jemand so befohlen hatte, immerhin gab es hier am Feuer sonst immer etwas zu essen und freiwillig blieb Hubert da nicht fern. Sie seufzte.

    Xamal Vaharada folgte ihrem Blick in die Nacht aber er selber konnte nichts erkennen ausser Dunkelheit.


    Sie seufzte erneut, auch sie hatte gesehen wie Shifty sich hinter dem Wagen versteckt hatte und mit einem Achselzucken bat sie Xamal Vaharada näher ans Feuer.

    „Na dann, setzt euch ans Feuer und erzählt, was führt euch in den Norden, woher kommt ihr und was ist euer Ziel.. wir haben Zeit und ich bin Neugierig...“ Aljascha lächelte ihn an.


    #41Verfasser Sands (427472) 16 Dez. 22, 13:53
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    Als Aljascha den Fremden ans Feuer bat, entschloss Alrik sich nach dem Pferd zu suchen. So dunkel, dass es unsichtbar sein würde fand er es nicht.

    Er liess sich vom Wagen auf dem er noch saß leise nach hinten in die Dunkelheit gleiten und schlich in die Richtung aus der der Fremde gekommen war.

    Alrik kam gut voran und hörte bald ein leises Rascheln. Vorsichtig blieb er stehen um zu lauschen. Das klang fast nach Lomma. Nur, mit wem flüsterte sie da?

    Er schlich weiter.

    #42Verfasser Masu (613197)  16 Dez. 22, 15:54
    Kommentar
    "Ach, wisset, meine Reise stand von Anfang an unter keinem guten Stern", sagte Xamal Vaharadu seufzend und ging näher ans Feuer. Für seinen Geschmack war die Nacht noch empfindlich kühl. "Wir hatten kaum den Azhong überquert, als meine Gefährten erkrankten. Ich musste sie schiesslich schweren Herzens in Shar Al Hazd zurücklassen, in der Obhut des dortigen Hospitals und mit der vagen Hoffnung, sie bei meiner Rückkehr in besserer Verfassung anzutreffen. Und das war leider nicht der einzige herbe Schlag des Schicksals ... aber nach langem mühevollen Wochen erreichte ich endlich meinen Bestimmungsort. Doch nur, um festzustellen, dass die Feste verlassen war, wie es aussah, schon seit längerem. Die Spuren deuteten auf einen Kampf hin. Ich fand Leute, die etwas gesehen haben wollten. Sie sprachen von Zauberern und Drachen und dergleichen mehr und dass ein riesiges Feuer alles verschlungen hätte. Nun bin ich auf dem Rückweg in mein geliebtes Heimatland. Mein edler Kalif wird nicht erfreut sein darüber, dass ich mit leeren Händen zurückkehre, aber ..."

    "Ich finde, Ihr interessiert euch allzu auffällig für unseren Wagen und das, was sich auf der Ladefläche befindet", unterbrach ihn Grim. Er spielte geschickt mit der Axt und hieb wie beiläufig einen starken Ast in Scheite zurecht, die er dann ins Feuer legte. Jedes Mal, wenn die blanke Schneide auf das Holz traf und mühelos hindurchglitt zuckte Xamal Vaharadu unwillkürlich zusammen.

    "Ihr missversteht mich. Ich bin nur am Ende meiner Kraft und habe tatsächlich einen Moment darüber nachgedacht, wie schön es wäre, in einem bequemen Wagen zu reisen anstatt zu Pferd. Dieses Land birgt viele Gefahren. Die dunklen Wälder sind voller wilder Tiere und in den Gasthöfen bin ich schon so oft beraubt oder bedroht worden, dass ich es trotzdem vorziehe, unter dem Dach der Sterne zu nächtigen. Gerade letzte Nacht bin ich nur mit knapper Not den scharfen Zähnen eines Untiers entkommen, dass es auf mich abgesehen hatte."

    "So so", murmelt Grim. "Dann mögt Ihr bleiben. Die Gastfreundschaft gebietet es mir, euch diese Nacht im Schutz unseres Feuers verbringen zu lassen."

    "Ich werde euch dafür zu danken wissen", erwidert Xamal Vaharadu, greift in die Falten seines Gewandes und zieht einen goldglänzenden Ring hervor. Dann geht er einen Schritt auf den Zwerg zu und überreicht ihm den Ring mit grosser Geste. "Nehmt das als Geschenk an. Und seid gewiss, dass ich dem edlen Kalifen Omar Ben Jussuf euren Namen berichten werde und Ihr in seinem Hause jederzeit mit einer ebenso freundlichen Aufnahme werdet rechnen können."
    Xamal Vaharadu bemerkt nur zu gut das verräterische Funkeln in den Augen des Zwergs, auch wenn Grim sich alle Mühe gibt, sich nichts anmerken zu lassen.
    #43Verfasserhäring (1359813) 16 Dez. 22, 20:39
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    Johanna war Lomma auf der Suche nach dem Pferd gefolgt. Sie war fasziniert wie zielstrebig Lomma die Gegend absuchte und das Pferd tatsächlich auch fand. Von wegen weggelaufen. Das angesagtesten Pferd stand mit leicht zusammen gebundenen Beinen an einem Busch und döste vor sich hin. Die Bindung erlaubte ihm nur kleine Schritte, so dass es in keinem Fall weit weglaufen konnte.

    Johanna trat vorsichtig an das Pferd heran.

    #44Verfasser Masu (613197)  16 Dez. 22, 22:19
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    Johanna trat vorsichtig an das Pferd heran.

    Lomma hielt sich lieber etwas im Hintergrund. Ein Pferd hat zwar kein Geweih wie Hirsche oder Rehböcke, aber das macht es durch Grösse und Geschicklichkeit sicher wieder wett, vermutete sie. Dieses Pferd hier jedenfalls hat deutlich mehr Temperament als das eher gemütliche Zugpferd unseres Planwagens.
    Am wichtigsten ist es jetzt, das Pferd nicht zu erschrecken, überlegte die Waldelfe weiter. Ich denke, das wird der Grund sein dafür dass Alrik sich noch nicht zu erkennen gegeben hat. Denn er ist ja ganz in der Nähe.

    Als sie mit Johanna zu der Spur zurückgekehrt war, auf der der Fremde sich ihrem Lager genähert hatte, hatte Lomma bemerkt wie sich ein Schatten vom Planwagen löste und sich dann vorsichtig in ihre Richtung bewegte. Mit den Augen hätte sie nicht erkennen können, um wen es sich handelte, aber der Wind stand günstig. Schau an, wir bekommen Verstärkung, hatte Lomma sich gefreut und unauffällig dafür gesorgt, dass Alrik auf sie aufmerksam werden konnte.
    #45Verfasserhäring (1359813) 17 Dez. 22, 10:56
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    Während Johanna mit beruhigendem Singsang auf das Pferd einsprach nutzte Alrik die Gelegenheit sich ihnen leise zu nähern. Er sah wie eine Gestalt nach dem Zaumzeug griff und das Pferd sich dieses gefallen ließ. Er hatte keine Ahnung wer das sein könnte, doch war fasziniert. Die Gestalt konnte anscheinend gut mit Pferden umgehen, sogar mit dem Ross des Fremden.

    Währenddessen schien Lomma sich die daneben liegenden Satteltaschen anzusehen.


    Die Gestalt schien das Pferd fortführen zu wollen. Alrik grinste. Sollte der Fremde doch sein Pferd wie von ihm behauptet suchen müssen. Er fragte sich wohin und wie weit sie gehen - oh, sie stieg auf, also reiten wollte. Als sich die Gestalt zu Lomma herumdrehte und mit ihr sprach fiel Alrik die Kinnlade herunter.


    Johanna? Das konnte doch nicht sein. Wo kam sie her. Hatte sie ihn etwa verfolgt oder war das Zufall? Wieso..

    Die Fragen in seinem Kopf überschlugen sich und vor lauter Aufregung platzte er laut heraus.

    "Johanna, was tust du hier?"

    Im gleichen Moment scheute das Pferd und raste los. Das letzte was Alrik sah, war das sich Johanna, die ohne Sattel ritt sich nur mühevoll halten konnte.


    Johanna hatte sich voll auf das Pferd konzentriert und ihm die Fussfesseln abgenommen weil sie es wie mit Lomma besprochen ein paar Kilometern entfernt verbringen wollte und es dann erschrecken, so dass es noch weiter rannte. Der Fremde sollte Spaß bei der Suche haben.

    Nachdem sie auf das Pferd aufgestiegen war, wandte sie sich Lomma zu.

    Kurz darauf hörte sie den Ausruf "Johanna, was tust du hier?", das Pferd scheute und anstatt gemütlich davon zu reiten musste sie sich darauf konzentrieren sich auf dem Pferd zu halten.

    #46Verfasser Masu (613197)  17 Dez. 22, 18:05
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    Am Lagerfeuer


    Da hörte man in der Nacht ganz deutlich das erschrockene Wiehern eines Pferdes.


    Shifty schaute unwillkürlich in die Richtung des Geräusches.


    Von wegen, dass er sein Pferd verloren hätte...der Schuft führt etwas im Schilde. Wer weiß wie lange er uns schon beobachtet hat und auf der Spur ist! dachte Fez zu Shifty.


    Die junge Südländerin sah, wie Xamal eine Hand unter seinen Mantel gleiten ließ und irgendetwas umklammerte.

    Da rutschte auch der Ärmel des Mannes ein wenig nach hinten und sie sah die Tätowierung die ihr sofort sagte, dass sie es hier mit einer großen Bedrohung zu tun hatten.


    Die Tätowierung zeigte das Symbol der Assassinen vom Auge des Sturms!


    #47Verfasser Shifty_B (1372990)  19 Dez. 22, 08:01
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    Lomma hatte sich gerade an den Satteltaschen zu schaffen gemacht, die Johanna dem Pferd vorsichtig abgenommen hatte, und eben das knisternde Papier gegriffen und in einer Tasche ihres Mantels verstaut.

    "Johanna, was tust du hier?"

    Lomma fuhr zusammen, ebenso erschrocken wie das Pferd. Sie schaffte es aber noch,  sich vor den wirbelnden  Hufen des Pferdes in Sicherheit zu bringen und starrte dann dem davoneilenden Schatten nach, in dem sie nur mit Mühe Johanna auf dem Rücken des Pferdes ausmachen konnte.

    "Beim Wakfels! Wenn Johanna etwas zustösst, dann vergesse ich mich ... !" zischte Lomma. Sie war aber vor allem auf sich selbst wütend und nicht auf Alrik. Er ist eben noch jung, schalt sie sich, ich hätte es besser wissen müssen.
    Das Wiehern musste weit zu hören gewesen sein, überlegte Lomma. Der Fremde musste annehmen, das hungrige Wölfe oder ähnliches Getier sein Pferd entdeckt hatten ... vielleicht würde er noch glauben, das Seil um die Vorderbeine des Tiers so nachlässig geknotet zu haben, dass es sich von selbst gelöst hatte, aber der abgenommene Sattel würde sofort verraten, dass hier etwas anderes am Werk gewesen war.
    Konzentrier dich, forderte Lomma sich auf. Grossmutter konnte ganze Wintervorräte auf einmal in der Erde versinken lassen! Gut, ich habe es bisher immer nur mit ein paar Handvoll Nüssen auf einmal geschafft, aber ... irgendwann ist immer das erste Mal! Lomma legte die Fingerspitzen an die Stirn und konzentrierte sich, bis ihre Fingerspitzen zu knistern begannen.
    Mit einem leisen Flupp versanken Sattel und Taschen im Boden, tief genug, um nicht aus Versehen von Wildschweinen wieder hervorgewühlt zu werden. Die Grasnarbe schloss sich wieder und liess nicht erkennen, dass hier gerade etwas versteckt worden war.
    Um sich wieder zu beruhigen nahm Lomma dann noch eine Handvoll Eicheln aus einer ihrer Taschen, liess sie zu Setzlingen reifen und pflanzte sie dazu.
    Das alles spielte sich innerhalb weniger Minuten ab.

    Dann erst wurde Lomma bewusst, das Alrik sie ja die ganze Zeit über beobachtet hatte. Beim Wakfels, fluchte sie lautlos, auch das noch! Sie hatte vor den Augen eines Menschen ihre Kräfte eingesetzt!

    "Das ist überhaupt nichts besonderes", beeilte Lomma sich zu erklären und dabei harmlos zu tun. "Das ist ein ganz normaler Vorgang in einem Wald. Bäume können sowas, musst du wissen.
    Und überhaupt, musstest du denn gleich so losschreien? Du hast doch erkannt, dass es Johanna ist und kein Waldgeist. Flinke Hufe jetzt, wir müssen sie einholen!"

    Lomma war viel zu aufgeregt, um abzuwarten was Alrik antworten oder wie er reagieren würde. Die Hufspuren waren ihrer Meinung nach deutlich zu erkennen, also lief sie schon mal voran und war bald in der Dunkelheit verschwunden.
    #48Verfasserhäring (1359813) 20 Dez. 22, 09:09
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    Alrik wurde blass als er dem davonstürmenden Pferd hinterher sah. Er war so schockiert, dass er Lomma im ersten Moment gar nicht mehr wahrnahm.

    Erst als sie ausstieß "Beim Wakfels! Wenn Johanna etwas zustösst, dann vergesse ich mich ... !"

    erwachte er aus seiner kurzzeitigen Erstarrung.

    Ungläubig sah er wie Lomma reglos vor dem Sattel stand als dieser urplötzlich mit einem leisen Flupp im Boden versank.

    Alrik blieb - mal wieder - den Mund vor Staunen offen stehen, so das ihm Lommas Worte

    "Das ist überhaupt nichts besonderes"

    vollkommen logisch und glaubhaft erschienen. Genauso logisch und glaubhaft stand außer Frage, das Lomma Johanna kannte.


    Und dass da urplötzlich Setzlinge standen, ja, das war doch auch normal, oder?. Erst ihre Worte

    musstest du denn gleich so losschreien? Du hast doch erkannt, dass es Johanna ist und kein Waldgeist. Flinke Hufe jetzt, wir müssen sie einholen!"

    rissen ihn endgültig aus seiner Erstarrung. Er konnte so gerade eben noch ausmachen wo Lomma im Gestrüpp verschwand.

    Alrik rannte, er rannte so schnell er konnte und wurde dennoch von einem wie es schien wütenden Hubert überholt. Alrik stolperte und stürzte, rappelte sich auf und rannte weiter. Lomma und Hubert waren längst aus seinem Sichtfeld entschwunden, einzig der Pfad den Hubert erschaffen hatte zeigte ihm den Weg.



    Johanna hatte sich zuerst nur schwer, aber mit jeder Minute besser auf dem Rücken des Pferdes halten können. Es war ein temperamentvolles, sehr schnelles, aber gleichzeitig erstaunlich gutmütiges Tier, das kein Mal versucht hatte sie abzuwerfen, sondern sie als Reiterin akzeptiert hatte. Mit jeder Minute machte es ihr mehr Freude die Kraft und Eleganz des Tieres und somit den Ritt zu genießen. Sobald es etwas im Tempo nachließ trieb sie es wieder an, sollte doch der Weg des Fremden nicht allzu bald enden.


    Nach einem herrlichen Ritt kam sie an einen Waldrand, welcher ihr ideal dafür erschien abzuspringen und das Pferd alleine weiter galoppieren zu lassen. Kaum am Boden wurde sie vom wütenden Hubert umrundet, der das sich eben ein wenig beruhigende Pferd wieder komplett erschreckte, so dass es wieder im Höchsttempo davon stürmte.


    Überrascht schnappte Johanna nach Luft. Sie hatte zwar hinter sich etwas durch das Unterholz brechen hören, doch an Hubert hatte sie rein gar nicht gedacht.


    Hubert drehte ab und kam zu ihr und stupste sie an, als ob er fragen wollte ob es ihr gut gehe. Johanna lachte auf und umarmte den schnaufenden Keiler.

    "Hubert, wie schön dich zu sehen. Muss ich doch nicht alleine zurückgehen" Erleichtert darüber in seiner Begleitung zu sein, drückte sie ihm noch einen Schmatz auf die Wange.

    "Lass uns zurück gehen. Mit etwas Glück sollten wir das vor Morgengrauen schaffen können. Aber wir sollten etwas abseits der Spur gehen, damit der Fremde nicht sofort merkt dass wir sein Pferd entführt haben"

    Mit diesen Worten trat Johanna leichten Schrittes und ohne eine Spur zu hinterlassen ins Unterholz und begann, begleitet von einem sehr erleichterten Hubert den Weg zum Lagerplatz zurück zu gehen.

    #49Verfasser Masu (613197)  20 Dez. 22, 11:03
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    Am Lagerfeuer, als das erschrockene Wiehern eines Pferdes erklingt

    In Hubert arbeitet es gewaltig. Auf der einen Seite hat er von der kleinen grünen Frau den Auftrag, diese menschliche Brieftaube im Auge zu behalten. Auf der anderen Seiten hat er von der grossen netten Frau den Auftrag, auf eben jene kleine grüne Frau gut aufzupassen. Hach, das Leben konnte aber auch kompliziert sein! Nun, den Fremden hatten gerade auch die nette Frau und der grimmige Zwerg im Blick und es sah nicht so aus, als ob einer von beiden auch nur einen Moment darin nachlassen würden. Also konnte er jetzt nachschauen, was es mit diesem schrecklichen Schrei auf sich hatte. Der hatte sogar das etwas phlegmatisches Kutschpferd aufgeschreckt. Und Hubert rannte los ...

    Grim schaute kurz auf, als das Wiehern durch die Nacht scholl.
    "Es kam aus dieser Richtung ... etwas muss das Tier erschreckt haben", brummte Grim. "Am Ende Wölfe? Das hätte uns gerade noch gefehlt ..." Dabei liess er den Fremden keinen Augenblick aus den Augen.

    Xamal Vaharada hatte nichts übrig für das Geschwätz des Zwergs. Als er bei der schmalen Gestalt, die im Schatten des Planwagens kauerte, eine Ratte erkannt hatte, war er sich sicher, die gesuchte Person vor sich zu haben.
    Trotzdem blieb er auf der Hut. Es schienen ihm lediglich zwei Gegner gegenüber zu stehen - eine schwächlichen Frau ohne besondere Fähigkeiten und ein behäbiger Zwerg, gierig wie alle seines Volkes. Aber er war nun schon lange genug in den kalten nördlichen Gefilden unterwegs, um auch und gerade scheinbar schwächliche Frauen ohne besondere Fähigkeiten nicht zu unterschätzen.
    "Sagt, eure Reisegefährtin ... aber ist es überhaupt eure Gefährtin, die sich da im Schutz der Schatten vor den ehrlichen Augen der Welt verbirgt? Mir scheint sie eher eine stadtbekannte Diebin und Hochstaplerin zu sein. Noch in Grossweinheim habe ich überall von ihren Untaten sprechen hören und es würde mich nicht Wunder nehmen, wenn sie auch in Auerbach schon einiges auf dem Kerbholz hat."
    #50Verfasserhäring (1359813) 20 Dez. 22, 19:45
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    Lomma hatte, als Hubert sie überholte, kurz inne gehalten. Was mochte im Lager passiert sein? Ob sie besser auf der Stelle zurückkehrte?

    Nein, sagte sie sich, Alrik sollte nicht alleine durchs Dunkel tappen. Warum nur war er so erstaunt, Johanna hier zu sehen? Sie ist ja schliesslich kein Baum und also auch nicht in der Erde angewachsen. Ich glaube, ein tatsächlicher Waldgeist hätte ihn weniger aus der Fassung gebracht.

    Lomma wurde langsamer und wartete, bis Alrik sie eingeholt hatte.
    "Pst! Alrik! Du kannst jetzt langsamer laufen. Hubert wird Johanna schon sicher zum Lager zurückführen."
    #51Verfasserhäring (1359813) 20 Dez. 22, 19:58
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    Am Lagerfeuer


    Aljascha beobachtetet den Fremden genau, zwar traute sie auch Shifty noch nicht wirklich und nicht alles was sie erzählte schien ihr der Wahrheit zu entsprechen aber dem fremden traute sie irgendwie noch weniger.

    „Unsere Reisegefährtin? Sie wird schon ihre Gründe haben wenn sie sich nicht mit euch ans Feuer setzen möchte, es steht mir aber nicht zu dieses zu bewerten oder sie zu befehligen.. „ sie spürte wie die Schleiche unter ihrem Hemd immer unruhiger zu werden schien.

    Aus den Augenwinkeln sah sie das Hubert nicht mehr auf dem Hugel stand, er war wohl Alrik, Lomma oder dem Pferd gefolgt. Sie musste unwillkürlich schmunzeln, was eine Nachtruhe, was für ein Hin und Her … und die Nacht war ja noch lange nicht zu ende.

    Wieder fuhr Xamal mit der Hand unter seinen weiten Umhang als suchte er etwas, Aljascha konzentrierte sich völlig auf den Fremden und seine Bewegungen schienen sich zu verlangsamen als er nach einem kleinen goldenen Krummdolch griff den er unter seinem Umhang trug.

    Aljascha konzentrierte sich stärker auf alle Bewegungen des Fremden und sie schienen nicht nur langsamer sie wurden langsamer, es brauchte zwar ihre völlige Konzentration aber es gelang ihr ihn Bewegungsunfähig zu halten. Nur wie lange noch?

    Verdammt sie hätte das vorher mit Grim absprechen sollen, aber jetzt war es zu spät und jede Form der Warnung oder eines Befehls würde ihre Konzentration unterbrechen und der Fremde sah nicht so aus als ob er das was gerade mit ihm geschah mit einem Lachen als Scherz abtun würde.

    Die Schleiche, vioelleicht konnte sie helfen…. aber wie ...

    Grim stand neben ihr am Feuer und plapperte drauf los, was wohl mit dem Pferd sei, ob man es suchen solle oder besser bis zum Morgen warten und ob es dann vielleicht schon von Wölfen gefressen wäre.

    „Was meint ihr Aljascha, sollte ich mal nach dem Pferd sehen, nicht das unser Pferd auch noch zum Wolfsnachtisch wird… Aljascha?“ Grim sah verwundert auf die reglose Aljascha...und dann auf den reglosen Fremden, der sie aus zornig funkelnden Augen anzustarren schien aber sich nicht einen Millimeter rührte.

    „WAS habt ihr mit meiner Freundin gemacht? Ihr Schuft …. was soll das was ist hier los?“

    Er baute sich mit gezogener Axt neben Xamal auf und schrie diesen an, was aber mit absoluter Stille und Bewegunsgunfähigkeit der Beteiligten quittiert wurde.


    Aus den Augenwinkeln sah Grim nun die kleine Goldschleiche die ihren Platz unter Aljaschas Held verließ und zu dem Fremden hinüberkroch, ihn um kreiste und dabei zischte.. Grim verstand das alles nicht. Was war denn nur in alle gefahren?

    Völlig ratlos nahm er seine Axt und haute sie dem Fremden auf den Kopf „Was auch immer ihr mit Aljascha macht, hört auf damit…..“ und wie ein gefällter Baum fiel Xamal zur Seite und er hatte noch nicht ganz den Boden berührt als Aljascha schon aufsprang und ihn entwaffnete und fesselte.


    Dann drückte Aljascha den überraschten Zwerg an sich „Ach ich liebe euch Zwerge und das ihr immer erst zuschlagt wenn ihr etwas nicht versteht.



    #52Verfasser Sands (427472) 21 Dez. 22, 08:11
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    Oh, dieser verdammte Hurensohn! Schimpfte Fez als er die Worte des Assassinen hörte.

    Sei bloß vorsichtig bei dem, der murkst uns alle ab!



    Shiftys Gedanken rasten und ihr Körper wurde von einem Adrenalinschub in höchste Kampfbereitschaft versetzt.

    Natürlich hatte er die Gruppe schon länger beobachtet, natürlich hat er seine Möglichkeiten und Chancen ausgewertet und er hatte es immerhin bis in ihre Mitte am Lagerfeuer geschafft ohne ihren Argwohn zu erwecken.


    "Verfluchte Sturmaugen!" zischte sie als sie sich aus dem Schatten herauslöste und in einem leichten Bogen um den Lagerplatz in die Richtung ihres Gegners sprintete.

    Gerade als er einen Dolch ziehen wollte erkannte Shifty, dass er wie gelähmt sitzen blieb und nur große Augen machte.

    Grimm zog ihm eines mit der flachen Seite seiner Axt über den Schädel und Xamal fiel mit überraschtem Blick bewusstlos zur Seite.


    Das alles geschah in Sekundenbruchteilen und Shifty hat bereits zu einem weiten Sprung angesetzt.

    Einer Raubkatze gleich hechtete sie sich auf ihren Gegner und landete in einer Hocke auf dem Brustkorb des Assassinen. Sie griff unter seinen Mantel und zog den gekrümmten Dolch heraus der mit einer grünlichen, klebrigen Flüssigkeit beschmiert war.


    "Wusst ich es doch, ein Assassine!" zischte sie, noch immer wie ein Raubtier auf der Brust Xamals hockend.


    Des Lagerfeuers Glut loderte gefährlich in ihren Augen als sie hinüber zu Aljascha und Grimm blickte.

    #53Verfasser Shifty_B (1372990) 21 Dez. 22, 08:33
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    „Na na er kann euch nichts mehr tun … also gerade… zumindest nicht…. „ Aljascha sah Shifty irgendwie beruhigend an. Zumindest hoffte sie es würde beruhigend wirken, es war der selbe Blick den sie auch bei durchgehenden Pferden und wütenden Kettenhunden anwand, bei Tieren wirkte es gut aber bei Shifty hatte sie so ihre Zweifel.


    „Aber warum verfolgt euch ein Assassine, er scheint es ja ausdrücklich auf euch abgesehen zu haben und war kein einfacher Wegelagerer der uns überfallen hat um den Wagen zu erbeuten oder so,“

    #54Verfasser Sands (427472) 21 Dez. 22, 08:44
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    Grim hatte ein ganzes Sammelsurium an verschiedensten Dolchen, Messer, Wurfsternen und allerlei anderen Waffen aus der Kleidung von Xamal extrahiert bevor er ihn weiter fachmännisch verschnürte.

    „Und was machen wir nun mit ihm? Mitnehmen? Hier lassen?“ fragte er kopfschüttelnd Aljascha.

    „Was weiß denn ich, solange wir nichts näheres wissen wohl eher mitnehmen.“ Sie schaute zu Shifty, noch immer auf eine Erklärung wartend.

    „Vielleicht klärt sich das ja alles noch auf ansonsten übergeben wir ihn in Auerbach der Obrigkeit.“

    #55Verfasser Sands (427472) 21 Dez. 22, 12:06
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    OOC:

    Ich verabschiede mich in den Weihnachtsurlaub!

    Ich wünsche euch allen Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Shifty und Fez bitte mitschleppen.

    OOC ENDE

    **********************************************************************************************


    Shifty holte schnell einen Lederriemen vom Fuhrwerk und fesselte Xamal so gut es ging.

    "Nehmt euch bloß in Acht vor dem Kerl...das ist ein Assassine vom Auge des Sturms! Eine alte Bruderschaft die für den meistbietenden die Drecksarbeit erledigt."

    Sie zieht dem Assassinen den Ärmel hoch.

    "Seine Tätowierung hat ihn verraten".


    "Prinz Amal scheint doch mehr als nur ein wenig nachtragend zu sein was meine Flucht aus der Zwangsehe mit ihm betrifft".

    Shifty beginnt wütend und nachdenklich um das Lagerfeuer zu stapfen.

    Fez folgt ihr, ebenfalls mit am Rücken verschränkten Pfoten auf dem Schritt.


    "Dass er die Bruderschaft auf mich ansetzt ist unfassbar! Unfassbar!" zischt sie.

    Sie ballt vor Wut ihre Fäuste und bleibt apprupt stehen.

    Fez rennt ihr hinten an der Ferse hinein.


    "Ich muss so schnell wie möglich nach Auerbach meine Habseligkeiten zusammensammeln."

    "Dann weiter nach Trair zum Hafen um dort ein Schiff zu finden dass nach Süden segelt."

    Die ehemalige Prinzessin reibt sich nachdenklich das Kinn.


    "Dann noch ein paar Verbündete finden, einen Kriebstrupp aufstellen, den Kalifen stürzen, die Al`Safris auf ihren Platz verweisen, meine Mutter und meine Brüder finden..."

    Sie stockt mitten im Satz, seufzt und lässt sich neben Aljascha auf den Holzstamm fallen.


    "Wie soll ich das alles alleine schaffen?" fragt sie verzweifelt.

    #56Verfasser Shifty_B (1372990) 21 Dez. 22, 13:20
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    Im Wald

    Johanna folgt Hubert, der zielstrebig quer durch die Büsche lief. Ab und zu stand sie vor einer Wand aus Zweigen und musste ihn rufen, dass er bitte zurückkommen und ihr einen anderen Weg weisen möge. Hubert war großartig. Auch wenn er nicht wirklich verstand warum die Frau mit den Leckerlis da nicht durchkam - er kam doch durch - kam er zurück und zeigte ihr einen anderen Weg.

    So kamen sie schneller als erwartet wieder Richtung Lagerplatz und Wagen zurück.

    Nach einem guten Stück Weg stoppte Hubert, schnupperte, grunzte und lief wieder mit erhöhtem Tempo los. Johanna musste sich eilen.


    Alrik war bei Lomma geblieben und mit ihr gemeinsam weiter gegangen. Plötzlich hielt sie an, so dass er fast über sie gestolpert wäre. "HE" rief er aus, bis er ihre gebietend erhobene Hand sah.

    Kurz darauf brach Hubert aus dem Unterholz und kam grunzend auf sie zu, gefolgt von Johanna.

    Alrik war schon irgendwie erleichtert, aber - und mal wieder sprudelten die Fragen nur so aus ihm heraus

    "Was machst du hier? Wieso bist du nicht bei deinen Eltern?"

    Lomma, Johanna und anscheinend auch Hubert grinsten breit.


    "Nun, ich wollte zurück zu meinem Lagerplatz und hoffe das mein Bündel noch unversehrt dort liegt." antwortete sie lächelnd.

    #57Verfasser Masu (613197) 21 Dez. 22, 13:31
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    Gemeinsam gingen also Johanna, Lomma, Hubert und ein immer noch konsternierter Alrik zurück zum Lagerplatz, fanden Johannas Bündel dort wo sie es abgelegt hatte und gingen zu Lager wo sie staunend hörten, was inzwischen geschehen war.


    Johanna lachte auf. "Sollen wir das Pferd jetzt wieder einfangen?"

    #58Verfasser Masu (613197)  21 Dez. 22, 14:15
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    „Na da hast du aber ein einiges vor, und das ganz alleine, na ja wohl nicht ganz alleine..“ sie schaut zu Fez hinüber.

    „Also ich weiß nicht ob wir als Kriegstruppe durchgehen aber wenn du für den ersten Teil deiner Reise erstmal Gesellschaft und Unterstützung brauchst. Nachdem wir bei unserer letzten Reise unbedingt nach Norden sollten wäre doch jetzt Süden ein verlockendes Ziel, oder?“

    Aljascha sah zu ihren Freunden. „Ich kann natürlich nicht für alle sprechen aber nach Auerbach haben wir ja kein direktes Ziel oder?“

    #59Verfasser Sands (427472) 21 Dez. 22, 17:14
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    Lomma schwirrte etwas der Kopf. Aus gebührendem Abstand betrachtete sie den gefesselten Fremden, der immer noch wie bewusstlos da lag. Die Details waren ihr noch nicht ganz klar, aber es war definitiv hoch hergegangen während ihrer kurzen Abwesenheit.
    Shiftys Pläne klangen auf alle Fälle sehr ehrgeizig und aufregend, dachte Lomma. Und auf alle Fälle waren sie einige Nummern zu gross für eine einsame kleine Waldelfe.
    Bevor man versucht, einen Baum zu fällen, sollte man wissen, wie er gewachsen ist, erinnerte sich Lomma an ein altes Sprichwort ihres Stammes.

    "Ich dachte schon wir hätten ein Ziel", sagte Lomma schüchtern. "Das Astrolabium, welches Alriks Vater gehört hat, ihr erinnert euch? Bei Afurar verliert sich seine Spur. Also, die von seinem Vater, nicht die vom Astrolabium ..."
    #60Verfasserhäring (1359813) 21 Dez. 22, 19:21
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    "Aber liegt nicht  Afurar auf dem Weg nach Trair. Alrik was sagen denn die Karten dazu? Ich sage ja auch nicht lasst uns los ziehen und Kalifen stürzen das ist wohl wirklich eine Nummer zu groß für uns aber wenn wir für eine Zeit den selben Weg haben?"


    Aljascha überlegte "Aber war es nicht auch eine Nummer zu groß Golgolat zu besiegen oder das Wasser zurück zu bringen, keiner hätte gedacht das wird das schaffen und trotzdem waren wir ein Teil davon. Auch für neue Aufgaben werden sich Verbündete finden, Lösungen von denen wir jetzt noch nichts ahnen, ich glaube da ganz fest an uns und an das Schicksal."

    #61Verfasser Sands (427472) 21 Dez. 22, 19:38
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    Alrik hörte seine Stichworte. Vater, Astrolabium, Karten und ging Letztere aus dem Wagen zu holen.
    Afurar, Trair. Mal sehen ob und was er. finden konnte.
    Nach kurzem Stöbern hatte er die richtige Karte gefunden, breitete sie aus und kurz darauf neigten sich mehrere Köpfe darüber.

    "Hier ist Afurar, dort Trair. Es sieht so aus, als ob sie beide auf der gleichen Strecke liegen. So auf den ersten Blick sehe ich da keine grösseren Schwierigkeiten auf uns zukommen. Aber ehrlich gesagt würde ich noch gerne etwas schlafen. Der Tag war lang und unerwartet aufregend. Er sah zu Johanna hinüber. Und du bist jetzt auch noch einen weiten Weg zusätzlich gegangen. Was haltet ihr davon alles weiter morgen früh zu besprechen. Er gähnte herzhaft und so begaben sich alle nach einer sorgfältigen Kontrolle der fesseln zur Ruhe. Nur Grimm schien wach bleiben zu wollen und die erste Wache zu übernehmen.
    #62Verfasser Masu (613197)  22 Dez. 22, 00:08
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    "Ich begleite euch gerne nach Afurar nachdem wir in Auerbach bei meinem Freund Halt gemacht haben um meine Habseligkeiten zu holen." Shifty war bereit ihren Gastgebern entgegenzukommen wenn sie sie dann vielleicht in den Süden begleiten würden.


    Eine Reise alleine als Frau in dieses Gebiet schien ihr zu gefährlich zu sein, noch dazu mit den Schergen von Prinz Amal an den Fersen.

    Fez nickte auch zustimmend.


    OOC:

    Bitte die Beiden gerne mitschleppen!

    OOC Ende

    #63Verfasser Shifty_B (1372990) 22 Dez. 22, 07:22
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    Nach einer ruhigen Restnacht erhoben sich alle ausgeruht und frohgemut von ihrer Lagerstatt. Obwohl, Xamal wirkte weder wirklich ausgeruht geschweige denn frohgemut. Der Duft von Kaffee durchzog die morgendliche frische Luft und so machten sich alle daran den Wagen mit der neuen Fracht zu ergänzen. Johannas Bündel war kein Problem, doch wie sollten sie mit Xamal umgehen? Ihn auf der Ladefläche verschürt mitnehmen oder am Wagen anbinden, so dass er selber gehen musste oder nebenher gehen lassen, so wie alle anderen? Nur die Fesseln zu lösen war keine Option.


    Johanna legte ihr Bündel dass nur noch letzte Reste der Speisen ihrer Mutter enthielt, auf den Wagen. Von diesen letzten Reste gab sie Hubert noch einmal eine paar für ihn köstliche Brocken, genau wie sie dies gestern Abend noch gemacht hatte. Der Keiler schmatzte begeistert und wich ihr vorläufig nicht von der Seite. Sie lächelte. Ihre Mutter hatte Recht gehabt. So entstanden Freundschaften.


    Alrik hatte sich noch einmal die Karten genauer angesehen und kam zu dem Schluss, dass seine gestrige Einschätzung wohl richtig war. Es schienen vorläufig keine unerwarteten Probleme ihrer zu harren.

    Er grinste. So ähnlich hatte er auch vor der Reise in den Norden gedacht.


    Nach einem guten Mahl spannten sie das Zugpferd an, Johanna war inzwischen mit Lomma nach dem Reitpferd suchen gegangen und sie hatten es zu Johannas Überraschung nicht weit entfernt gefunden. Es schien gut abgerichtet und auf seinen Herrn fixiert zu sein. Ob das ein Problem ergeben könnte?


    Und so machte sich ein bunter Haufen wieder auf den Weg. Bis Auerbach waren sie noch mit dem Wagen unterwegs, danach würde sich zeigen, ob sie auf Schusters oder anderen Rappen unterwegs sein würden.

    #64Verfasser Masu (613197)  22 Dez. 22, 11:39
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    Aber bis Auerbach mussten sie erstmal kommen ...

    Unvermittelt war das Wetter umgeschlagen und ein Kälteeinbruch mit Regen und Graupelschauern machte das Reisen nicht gerade zu einem Vergnügen. Tagsüber sass man meist mehr oder weniger dicht gedrängt unter der schützenden Plane des Wagens, während das Pferd sich tapfer vorwärts kämpfte. Nachts sass man meist an derselben Stelle, nur das Zugpferd war ausgespannt.

    Lomma fand Xamal Varahadu von Tag zu Tag unheimlicher.
    "Was murmelt der nur die ganze Zeit vor sich hin?" wunderte sie sich. "Das klingt für mich nicht wie eine Sprache ..."

    Einmal sprach Lomma Grim darauf an. Ob er sich vielleicht einen Reim darauf machen könnte?
    Grim strich sich nachdenklich über den Bart.
    "Der Fremde spricht ständig, sagst du? Nun, immer wenn ich in seiner Nähe bin ist er jedenfalls stumm wie ein Fisch."
    #65Verfasserhäring (1359813) 23 Dez. 22, 15:23
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    Aljascha fiel auf wie Grim und Lomma den Fremden beobachteten und fragte nach den Gründen. Hmmm sie konnte ähnlich wie Grim keinen Laut wahrnehmen, zumal der Fremde ausser gefesselt zu sein auch geknebelt war und sich absolut nicht rühren konnte.

    Aber merkwürdig war es schon, warum sollte Lomma so etwas erfinden und sie war eine Waldelfe sie nahm vielleicht andere Dinge wahr als Zwerge oder Menschen. Vielleicht? Nein sehr wahrscheinlich nahm sie andere Dinge wahr.


    Aljascha beugte sich zu Xamal herunter aber ausser seinem schweren Atmen und ein gelegentliches Schnaufen nehm sie nichts wahr.

    Aber wie hatte ihre Mutter immer gesagt …“Die Wege Hesindes sind unergründlich und geheimnisvoll und wer sind wir sie zu verstehen..“

    Aljascha konzentrierte sich darauf mögliche Magie die der Fremde wirken sollte zu bannen, sie hoffte nur das es sich nicht um starke Magie handelte denn dafür würde ihre Kraft und ihr Wissen wohl nicht reichen.

    Die Schleiche huschte aus ihrem Hemd und schien den Fremden zu umzirkeln und zischte dabei kaum hörbar, ach was wünschte sich Aljascha gerade ihre Mutter wäre hier und könnte ihr soviel erklären und beibringen ..


    Zur selben Zeit weit im Süden in einer gut gesicherten Festung


    „Es ist Xamal, ganz sicher ich kann ihn hören aber ich versteh ihn nicht ...“

    „Wie was.. wenn du ihn hören kannst was sagt er denn? Das muss ein Notruf sein sonst würde er einfach einen Brief schicken, das ist einfacher und zuverlässliger“

    Ein schmächtiger junger Mann steht händeringend neben einem großgewachsenen älteren Mann, der das Auftreten eines Anführers hat.


    „Ich kann nur Bruchstücke verstehen, er sagte Die Hexe passt auf die Hexe auf.. sie wollen nach Auerbach .. die Hexe, das Kind, die Frau. Und ganz ehrlich dann weiß ich nicht ob ich ihn richtig verstanden habe, er redet von einer grünen Frau und einem Schwein und einer Ratte ... vielleicht meint er die Chinesischen Tierkreiszeichen? Na und das wiederholt er alles immer wieder nur mehr versteh ich leider nicht ,,, na und dann empfange ich plötzlich gar nichts mehr.“ Der junge Mann schaut unglücklich.

    „Verdammt das klingt nicht gut, versucht ob ihr seinen Geist wiederfindet.“


    OOC Seufz, da liege ich mit nem positiven Corontest hernieder und denke mir ach bis Auerbach wird schon nix passieren ..... ach ja mir geht sonst gut aber nach Autounfall, OP, Krankenhaus und jetzt Corona .., kann ich bitte ganz schnell ein neues Jahr haben. Ende OOC

    #66Verfasser Sands (427472)  24 Dez. 22, 09:37
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    Farsid ibn Aytan dreht unruhig in der Haupthalle der Festung seine Kreise. Verdammt verdammt verdammt .. Xamal war mit einer ihrer besten Brüder und nicht ohne Grund ausgesucht worden Shiftira saba Amari zu finden und zurück zu bringen. Seine letzten Nachrichten klangen vielversprechend, er schien sie aufgespürt zu haben und nur auf eine günstige Gelegenheit zu warten ihrer habhaft zu werden.


    Die Mitglieder der Bruderschaft konnten zwar zum größten Teil keine Magie wirken aber da war noch Banu, ein Findelkind was Telepathie fähig war und so gedankliche Botschaften, meist Hilferufe, empfangen konnte.

    Wenn Xamal eine telepathische Nachricht statt eines Briefes schickte dann war das schon Grund zur Sorge, wenn diese Nachricht dann aber auch noch abbrach und nicht wirklich gut zu verstehen war … Farsid raufte sich die Haare.

    Sie mussten Shiftira saba Amari einfach finden, es gab keine andere Möglichkeit, Amal Al`Safri würde ein Versagen ganz einfach nicht akzeptieren und Farsid mochte gar nicht daran denken was das für die Bruderschaft vom Auge des Sturms bedeuten würde.


    Er überlegte wer gerade in der Festung war, wen er entbehren konnte und wer andere Aufträge hatte. Nun gut es half alles nichts.. Nurhan und Mordai sollten nach Xamal und der Prinzessin suchen, Auerbach? Das waren von hier selbst bei gutem Wetter und wenn man gut vorran käme mehrere Wochen zu Pferde .. oder würde sogar eine Schiffsreise bedeuten, die aber wohl auch nicht schneller wäre.

    Wütend schob er die Karten zur Seite, und was machte er mit Banu, sollte dieser Nurhan und Mordai begleiten um eine mögliche Nachricht von Xamal direkt zu empfangen? Aber er war doch seit ganzes Leben immer nur in der Festung gewesen wie solte er dort draußen überhaupt klar kommen. Nein wahrscheinlich war Banu hier hilfreicher, oder.. ach oder .. er wusste es nicht....

    #67Verfasser Sands (427472) 25 Dez. 22, 09:36
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     Weiter auf der Reise nach Auerbach

    Lomma war es zufrieden, dass endlich wieder Ruhe herrschte. Dieses pausenlose Zischeln und Murmeln hatte sie fast um den Verstand gebracht. Eigentlich alle Menschen machten von Zeit zu Zeit solche nervigen Geräusche, daran musste sie sich eben gewöhnen wenn sie mit Menschen unterwegs sein wollte.
    Und es hatte ja auch sonst niemanden von der Gruppe gestört, es konnte also so schlimm nicht sein, überlegte Lomma weiter.
    Aber andererseits ... Aljascha hatte einen sehr besorgten Eindruck gemacht, als sie sie darauf angesprochen hatte. Dann war die Lage wohl doch ernster als es den Anschein hatte, schlussfolgerte Lomma. Sie sollten auf jeden Fall Augen und Ohren offenhalten.

    Um sich abzulenken nahm Lomma wieder einmal dem Nachrichtenstein heraus. Sie polierte ihn ein wenig und versuchte erneut, die verkrickelten Linien zu entziffern. So ein Durcheinander auf einer einzigen Nachricht. Als hätte jemand mehrere Nachrichten übereinander in denselben Stein geritzt.
    Lomma pflückte taunasses Gras und rieb damit die Oberfläche ab. Und richtig nahmen einige Linien die Farbe besser auf als andere.
    Von dem Krickelkrackel im Hintergrund hob sich jetzt deutlich ein Bild ab. Lomma blieb vor Überraschung fast die Luft weg.

    Dieses Bild hatte sie doch vor kurzem gerade gesehen - es war das gleiche, das der Fremde als Tätowierung auf dem Arm trug.

    #68Verfasserhäring (1359813) 25 Dez. 22, 10:33
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    Aljasscha sah sich den Stein an den Lomma ihr aufgeregt zeigte. Für sie sah es aus wie viele wilde Linien die in den Stein gekratzt waren.

    Lomma versuchte ihr zu erklären das es sich quasi um zwei Bilder übereinander handelte und das eins davon der Tätowierung auf Xamals Arm glich.

    Aljasscha sah sich das ganze mit magisch verstärktem Hexenblick an und auch wenn sie die ganzen gekritzelten Linien im Hintergrund nicht lesen konnte so sah sie doch was Lomma mit der Tätowierung meinte. Sie kletterte zu Xamal in den Planwagen und schob seinen Ärmel hoch und legte dann den Stein neben seinen Unterarm. Ja das war das gleiche Bild.. warum hatte jemand die Tätowierung der Bruderschaft vom Auge des Sturms auf einen elfischen Nachrichtenstein graviert?

    „Was bedeuten denn die ganzen anderen Linien auf dem Stein?“ fragte sie Lomma nachdem sie wieder aus dem Planwagen geklettert war, auch wenn Xamal durch die Schleiche scheinbar ruhig gestellt war und zu schlafen schein so mochte sie doch nicht in seinem Beisein über die Tätowierung reden.

    #69Verfasser Sands (427472)  25 Dez. 22, 11:08
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    Alrik war neugierig näher gekommen, hatte Grimm seit der Anwesenheit von Damals doch den Unterricht am Astrolabium eingestellt. Er hatte es von "trau ihn nicht" gemurmelt und war seitdem verschlossen wir eine Auster.
    Alrik wusste nicht was eine Auster war, doch hatte seine Mutter das immer über schweigsame Menschen gesagt.
    Als er so über Aljaschas Schulter blickte kamen ihm ein Teil der Linien bezieht vor.
    Grübelnd nahm er eine Karte des Südens zur Hand und begab zu suchen.

    Da! Oder doch nicht? Nachdenklich blickte er wieder zu Aljascha und Lomma.
    Sollte er es sagen?
    #70Verfasser Masu (613197) 25 Dez. 22, 14:20
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    Johanna hatte alle drei interessiert beobachtet, doch konnte sich keinen Reim darauf machen, so dass sie letztendlich nicht umhin konnte zu fragen
    "So wie ich eure Erzählungen verstanden habe sind diese Karten ein Vermächtnis von Alriks Vater. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Karten und den Stein?"

    Alrik seufzte auf " die Karten haben uns schon bei der Reise nach Norden mehrfach weiter geholfen. Ich kann kaum glauben dass wir wieder so ein Glück haben und die uns wieder so gut weiter helfen kann. Ja, du hast Recht. Es könnte da einen Zusammenhang geben" OOC. gute Genesung Sands. Das wird wieder. *Krällchendrück*. OOC Ende
    #71Verfasser Masu (613197)  25 Dez. 22, 14:26
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    "Diese Nachricht ist in so vieler Hinsicht merkwürdig", sagt Lomma und fährt mit den Fingern einige der Linien nach. "Es widerspricht allen Regeln: Stein statt Holz, neue Nachrichten über alten Nachrichten, und nicht zuletzt war es nicht in einem Nachrichtenbaum hinterlegt, sondern bei einem Händler auf dem Markt in der Auslage ... trotzdem bin ich sicher, das Waldelfen das geschrieben haben, wenigstens die unterste, älteste Botschaft. Wenn ich alles richtig deute, steht hier 'Sind gut angekommen und haben einen Ort zum Bleiben gefunden'.
    Das könnte die Gruppe sein, die damals unseren Wald verlassen hatte um nach Süden zu ziehen. Und darüber steht eine weitere Nachricht. 'Zu Hilfe!', das ist gut zu erkennen, aber der Rest ist kaum zu lesen. Als wären sie in grosser Eile gewesen. Sie haben andere Werkzeuge genutzt als vorher, die Linien sind viel feiner. Und sie verwenden Wörter, die keinen Sinn ergeben, so wie sie hier zusammengesetzt sind. Kann man denn riesige Türme aus Sand bauen? Und gibt es himmelhohe Bäume ohne Äste? Und fliesst irgendwo das Wasser so tief unter der Erde, dass man danach graben muss wie die Zwerge nach Glanzsteinen? Den Regeln folgend müsste es eigentlich eine Wegbeschreibung sein, dorthin, wo die Hilfe gebraucht wird ...
    Und noch später dann hat jemand dieses scheussliche Bild über alles gekrakelt. Das, glaube ich, haben Menschen gemacht."
    #72Verfasserhäring (1359813) 25 Dez. 22, 21:39
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    Aljascha hörte Lomma zu und nickte dann. „Ja seltsam ist es alles schon .. aber jeder Zufall oder wie man es nennen will jede merkwürdige Sache ist für sich ist leicht zu erklären.. aber alles zusammen? Ich meine vielleicht mussten die Elfen die Nachricht auf Stein schreiben weil sie in der Wüste kein Holz fanden. Und wenn sie in einem Nachrichtenbaum war aber in Ermangelung von Bäumen einer Nachrichtenhöhle und dann später von jemand anderem gefunden wurde der den Stein dann als Schmuckstück einem Händler anbot? Hohe Bäume ohne Äste hab ich schon auf Bildern gesehen und warum sollte man dann nicht auch Säulen aus Sand bauen können...“ sie sah fragend zu Shifty, doie nur gedankenverloren nickte.

    „Es ist sehr vieles sehr fremd und merkwürdigt wenn man es nicht kennt und kommt anderen ganz normal vor.“


    „Aber wie das alles zusammen hängt? Warum finden wir das Astrolabium von Alriks Vater beim selben Händler wie Lomma den Nachrichtenstein. Warum ist auf dem Stein eine Zeichnung der Tätowierung des Verfolgers von Shifty? Entschuldigt aber das versteh ich alles nicht. Es ist als ob irgendwer uns krampfhaft in eine Richtung schicken möchte. … die Richtung scheint klar zu sein… aber der Grund?“

    #73Verfasser Sands (427472) 26 Dez. 22, 12:01
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    "Na, es gibt sicher genug Geheimnisse in dieser Welt, aber hier sehe ich keine geheimnisvollen Kräfte am Wirken", mischte sich Grim ein, der bis jetzt geschwiegen hatte. "Seit Jahrhunderten treiben die Völker des Nordens und des Südens miteinander Handel. Und natürlich sind schon immer Abenteurer und Wagemutige dabei gewesen, neben den vielen die ihren Unterhalt als Träger oder Wagenlenker verdienten. Und jeder von ihnen hat nicht nur Waren und Handelsgüter transportiert, sondern auch Geschichten, Legenden und kleine Andenken ... ich würde mich eher wundern, wenn niemals Artefakte aus dem Süden den Weg zu uns nach Norden gefunden hätten.
    Und was dieses Bild angeht, da würde ich nicht zuviel Bedeutung hineinlesen. Es kann genauso bedeuten, dass der Stein mal als Amulett gedient hat. Das kann irgendein magischer Firlefanz sein, wenn ihr mich fragt.
    Über eines müssen wir uns klar sein: eine Reise in den Süden wird kein Spaziergang werden. Alriks Vater war ein erfahrener Mann, der den Weg schon viele Male erfolgreich zurückgelegt hatte, bevor er und seine Leute spurlos verschwanden. Vielleicht können wir herausfinden, was ihnen zustiess - aber ob sie überhaupt noch am Leben sind? Und wie dann weiter? Shifty spricht von Krieg und von Umsturz. Keine verlockenden Aussichten, wenn ihr mich fragt."
    Allerdings war es auch nicht gerade verlockend, der nächste Fürst unter dem Berg zu werden, fügt Grim still für sich hinzu. Um Abenteuer zu erleben, war er ja überhaupt erst losgezogen.

    OOC
    @sands: you made my day 😁
    "Es ist als ob irgendwer uns krampfhaft in eine Richtung schicken möchte. … die Richtung scheint klar zu sein… aber der Grund?"
    😊
    #74Verfasserhäring (1359813) 26 Dez. 22, 18:25
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    Völlig OOC Damals vor 100 Jahren in unserer DSA Runde am Esstisch hatten wir mal den Fall das der Meister uns wegen des Abenteuers nach X schicken wollte.. und die Gruppe fand die ganze Zeit Nebenkriegsschauplätze .. Kneipenschlägerei, Katzen um die sich wer kümmern wollte, der Hund meiner Hundeführerein lief weg .. etc. Fazit egal wie viele Gründe uns serer Meister uns gab nach X zu reisen, wir kamen immer wieder vom Wege ab. Und immer wieder gab er uns dann noch einen Grund und noch einen und … unser Zuckerbäcker fand einen Backwettbewerb einfach wichtiger. Irgendwann ist der Herr Meister dann echt sauer geworden.. hier kommt es mir gerade umgekehrt vor .. wir sind doich schon auf de Weg und bekommen trotzdem noch X verschiedene Gründe hinterher geworfen. :D Ende OOC

    #75Verfasser Sands (427472) 26 Dez. 22, 18:42
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    Währenddessen hatten Alrik und Johanna die Köpfe gemeinsam über die Karte gebeugt und schauten mal da, mal dort was es zu entdecken gab.

    An einer Stelle stutzte Johanna und fragte Alrik was die Symbole bedeuten würden. Aus etwas Entfernung betrachtet schienen ein paar Linien wie ein Baum auszusehen, an einer Stelle schien so etwas wie ein Punkt zu sein.

    Alrik brummte nur was von Wüste und Täler, so dass Jobanna, der der Begriff Wüste fremd war nachfragen musste was das den sei.

    "Eine Wüste ist eine Landschaft voller Sand, in der nichts oder nur kaum etwas wächst, weil kein Regen fällt. Wenn wir den großen Stausee im Norden nicht gefunden hätten, und die Felder und Wälder weiter vertrocknet wären, würde es hier auch irgendwann so aussehen."

    "Also gibt es dort meine Bäume?"


    Alrik hatte durch Johannas Unterbrechung den Focus auf die Karte verloren und als er sich ihr wieder erneut zuwand, schnappte er plötzlich nach Luft.

    Er blickte auf und rief Lomma und Aljaschazu sich her.

    "Seht her! Da. Schaut" und deutete dabei auf seinem Unterarm auf die Stelle, auf der bei Xamal die Tätowierung prangte.

    Johanna sah Alrik überrascht an. Nein, von dem kleinen schüchternen Jungen den sie einst kannte war nicht mehr viel übrig.


    Gleichzeitig zog Alrik das Astrolabium aus seinem Gewand, drehte es mehrfach durch seine Hände und schien etwas zu suchen, als Johanna es ihm abnahm. " He, was soll das?" fragte er ungehalten um im gleichen Moment zu verstehen dass sie gefunden hatte wonach er suchte.

    Direkt neben dem Zeichen der Tätowierung waren ein paar Linien, die das Astrolabium in einer bestimmten Position darstellten. Nicht so wie er es nutzte sondern auf eine Spitze gestellt. Er schnappte nach Luft.

    #76Verfasser Masu (613197)  27 Dez. 22, 14:11
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    Aljascha schaute aber verstehen tat sie gar nichts. Ob Alrik und Johanna verstanden was sie so spannend fanden und unbedingt den anderen zeigen wollten? Sie hoffte es sehr.


    Sie kannte Tätowierungen von den Norbaden nur zu gut, sie hatten auch immer einen Grund aber der war meist in der persönlichen Geschichte einer Person zu finden oder zeigte seinen Famuilienstand an, seinen Status in der Gesellschaft oder war einfach nur "schön" wie die Tätowierung des Fremden, das Astrolabium und der Schmuckstein von Lomma zusammen hinhingen? Sie verstand es einfach nicht ... also machte sie einige fragende "Hmmm" Laute und guckte Interessiert und hoffte die anderen wären schlauer.

    #77Verfasser Sands (427472) 28 Dez. 22, 09:33
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    Lomma hatte interessiert zugehört als Alrik berichtete, was er von Wüsten wusste. Kein Wasser, keine Bäume, überlegte sie. Das heisst auch kein Ort für ihresgleichen. Eigentlich. Denn die Nachricht war ja klar und deutlich gewesen.
    Dann bemerkte sie wie Alrik aufgeregt auf etwas deutete. Johanna schien verstanden zu haben worauf Alrik hinauswollte, aber für Lomma waren Landkarten immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. All die Linien, Punkte und Schraffuren ergaben für sie keinen Sinn. Und warum tippte Alrik sich auf den Arm?
    Lomma schaute erneut angestrengt auf die Karte. Irgendetwas hatten die beiden da entdeckt. Aber was?

    "Nun sprich es schon aus, mein Junge", brummte Grim. "Mir scheint, auch dein Vater hat schon Bekanntschaft geschlossen mit  jenen ...." Grim blickte vielsagend hinüber zu Xamal, der zu schlafen schien. "Und er hielt das für wichtig genug, um es in seinen Karten einzuzeichnen. Ich wüsste zu gerne, was damals passiert ist. Schade, dass das Täubchen es vorzieht, nicht mit uns zu sprechen "
    #78Verfasserhäring (1359813) 28 Dez. 22, 19:00
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    Alrik starrte das auf der Spitze stehende Astrolabium an. Und wieder war es Johanna, die ihn auf etwas aufmerksam machte.

    "Schau hier. So wie das Licht jetzt darauf fällt sind hier Linien sichtbar. Hattest du sie vorher schon gesehen?"

    Alrik schüttelte den Kopf. Wieso war ihm das nicht aufgefallen?

    Er drehte sich zu Lomma. "Magst du bitte mal schauen, könnten das eventuell Nachrichten von deinen Leuten sein?

    Sie sind so fein, dass ich sie kaum sehen kann. Und viel feiner als alles andere auf dem Astrolabium."


    Er drehte sich wieder zur Karte und schaute ob er irgendwas finden konnte, das genauso fein gezeichnet war.

    Und siehe da - warum 2ar ihm das nicht viel früher aufgefallen - diese Linien schienen das Zeichen für eine Burg zu sein, fast unsichtbar unter dem Zeichen für Gefahr.

    Er stöhnte auf

    "Leute, ich fürchte wir sind wieder auf dem Weg zum Ärger" Er schauderte. Ob da sein Vater verschwunden war und dies ein Hinweis sein könnte?

    Er ergriff die Karte um sie Grim, Lomma und Aljascha zu zeigen und seine Gedanken erzählen.

    Als er am Wagen und somit an Xamal vorbei ging schauderte ihm. Hatte er sich bewegt? Sollte er doch nicht so fest schlafen wie es schien?

    #79Verfasser Masu (613197)  28 Dez. 22, 21:00
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    Lomma wollte erst kopfschüttelnd ablehnen, nahm dann aber doch das Astrolabium von Alrik und begutachtete die feinen Linien, die er darauf entdeckt haben wollte.
    Das kann unmöglich eine Nachricht sein, dachte sie bei sich. Kein Waldelf würde soetwas tun, das ist völlig ausgeschlossen. Der Junge hat vielleicht verrückte Ideen! Aber gut, schauen wir mal ...
    Lomma quieckte vor Überraschung auf, als sie feststellen musste, wie sehr sie sich geirrt hatte.

    "Hütet euch vor den Augen des Sturms. Hütet euch vor der Mitternachtssonne. Sucht uns im Schatten des abnehmenden Mondes. Geschrieben von Zaskan. Gesprochen von Alrik, Mensch aus Grundelwald."
    Lomma liess das Astrolabium sinken. "Den Namen Zaskan kenne ich. Das ist einer der Waldelfen, die damals nach Süden gezogen sind."

    "Wer die Augen des Sturms sind, ist klar", stellte Grim fest. "Aber die Mitternachtssonne? Wer soll das sein?"
    "Die Mitternachtssonne muss jemand sein ..." Lomma überlegte. Wie sollte sie diesen einfachen Begriff bloss richtig übersetzen? "Also, Mitternachtssonne, die gibt es nur weit oben im Norden. Nicht aber dort, wo wir hinwollen. Es ist also jemand dort, der eigentlich nicht dort sein sollte. Der sich für jemanden ausgibt, der er nicht ist."

    "Ach so ja ja", brummte Grim und winkte ab. Wenn diese Waldelfen sich doch bloss einmal verständlich ausdrücken würden, dachte er seufzend.
    "Da, schaut, unser Täubchen regt sich wieder", sagte er dann und deutete auf Xamal. "Aljascha, wirst du aus ihm schlau? Ich für meinen Teil bin bloss froh, dass wir morgen Auerbach erreichen, und unseren Weg dann mit leichterem Gepäck fortsetzen können."
    #80Verfasserhäring (1359813) 29 Dez. 22, 20:09
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    Aljascha sah zu Grim. „Also zusagen ich würde das alles verstehen wäre doch sehr übertrieben. Also wie ich es verstanden habe hat Alrik auf dem Astrolabium Texte oder Hinweise gefunden das sein Vater zusammen mit den Waldelfen unterwegs war. Und irgendwen vor den Augen des Sturms und der Mitternachtssonne warnt… „ sie schüttelt den Kopf. „Aber warum auf dem Astrolabium, was haben Markierungen auf der Karte damit zu tun? Zumal er die Karte ja gar nicht bei sich hatte, die lag doch unterm Bett in Grundelwald? Warum war er mit Waldelfen unterwegs wo Lomma doch sagte es gäbe kaum Kontakt zwischen Elfen und Menschen… und was ist mit Schatten des abnehmenden Mondes gemeint?“

    Aljascha schüttelte den Kopf, „Nein verstehen tu ich das alles nicht.“

    Ohne ein weiteres Wort kletterte sie in den Planwagen, versorgte Xamal und die Schleiche mit frischem Wasser und kam dann wieder raus zu den anderen. „Er schläft ganz ruhig und die Schleiche wirkt auch ganz ruhig. Ich bin aber auch froh das iwr balöd nach Auerbach kommen, aber was dann … was machen wir mit Xamal. Händigen wir ihn einfach den Wachen aus?“

    #81Verfasser Sands (427472) 30 Dez. 22, 12:25
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    "Mir macht das Pferd auch ein wenig Sorgen. Sollen wir es verkaufen oder behalten. Was ist wenn Xamal in irgendeiner freikommt? Mit diesem Pferd ist er uns um Längen überlegen." Wandte Johanna ein

    #82Verfasser Masu (613197)  30 Dez. 22, 20:13
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    "Die Karten stammen von den früheren Reisen von Alriks Vater", führte Lomma Aljaschas Überlegungen fort. "Aber das Astrolabium hatte er auf seiner letzten Reise bei sich. Und es stimmt zwar, das wir Menschen lieber aus dem Weg gehen, aber das Wasser zu verschwinden drohte, da haben wir schnell gemerkt, wir kommen alleine nicht weit. Wenn dieser Zaskan also Kontakt zu Alriks Vater, einem Menschen, aufgenommen hat, dann ..."
    "Weil er in Schwierigkeiten geraten war", beendete Grim den Satz. "Not macht euch gesprächig, scheint mir. Aber wie nun weiter mit unserer menschlichen Brieftaube? Wir sollten ihn so schnell wie möglich den Wachen übergeben, wie man es mit jedem Wegelagerer tun würde. Sollen die in Auerbach sich um ihn kümmern. Das Pferd jedoch scheint ganz tüchtig zu sein. Wie wäre es, wenn Johanna es vorerst behält? Dann brauchen wir nur noch für uns andere ein Reittier erstehen."
    #83Verfasserhäring (1359813) 30 Dez. 22, 21:23
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    Alrik grübelte. "Es kann sein, dass Vater von manchen oder gar allen seiner Karten mehrere Exemplare hatte. Wie sonst hätte ein Satz daheim liegen können, wo er doch unterwegs war als er verschwand."

    #84Verfasser Masu (613197) 03 Jan. 23, 07:18
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    „Ich wäre auch dafür das Pferd zu behalten… Xamal den Wachen zu übergeben ist wohl die einzige Möglichkeit denn mitnehmen wollen wir ihn wohl kaum und beseitigen ist wohl auch keine Lösung.“ sagt Aljascha.

    Grim öffnet den Mund um was zu sagen als Aljascha ihn tadelnd anschaut. „Ich sag ja nichts, ich mein ja nur … schad wäre es wohl nicht um ihn. Aber wie ihr meint… dann übergeben wir ihn eben den Wachen.“

    „Reittiere, ja da kommen wir wohl nicht drum rum. Na wir werden mal sehen was es in Auerbach zu kaufen gibt….“


    #85Verfasser Sands (427472) 03 Jan. 23, 09:23
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    Nurhan strich sich die lange Haare aus dem Gesicht und sah in Richtung Süden. „Auerbach das liegt am Ende der Welt sagt die Karte. Bis wir dort sind wer weiß was bis dann mit Xamal ist und vor allem wo er bis dahin ist oder ob er dann noch lebt. Ich weiß wirklich nicht was sich Farsid von dieser Aktion verspricht.“

    „Er wird sich schon was dabei denken!“ Brummte Mordai. Schlechte Unterkunft, schlechtes Essen und schlechte Gesellschaft, er schaute kurz zu Nurhan herüber. Er wünschte er hätte in der Feste bleiben können.

    Die zwei Personen die auf ihren Pferden sitzend Richtung Süden starrten hätten unterschiedlicher nicht sein können, Nurhan eine junge Frau die voller Elan und Ungeduld wirkte und dann Mordai schon etwas in die Jahre gekommen und in seiner Jugend war er auch wohl schon mal fitter gewesen. Nun hatten sie den Auftrag Xamal in Auerbach aufzuspüren oder wo auch immer es ihn von dort geführt hatte.

    ….

    Ein weiterer Tag brachte die Gruppe um den Planwagen bis an die Stadtmauern von Auerbach und es war sogar noch fast heller Tag.

    „Na dann werden wir mal Johannes aufsuchen und die Wagenladung abgeben, dann brauchen wir eine Unterkunft und Reittiere und Xamal muss zur Stadtwache gebracht werden und wir müssen überlegen was wie es dann weiter gehen soll.“


    #86Verfasser Sands (427472) 03 Jan. 23, 17:51
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     Noch bevor sie das Stadttor passierten, hatten die Gefährten Xamal an die Stadtwachen übergeben können.
    "Ein gefährlicher Bursche. Tut wie ein harmloser Reisender, aber man sollte ihm kein Wort glauben", erklärte Grim und übergab auch einige der Waffen, die Xamal bei sich getragen hatte.
    "Ja, das passiert in letzter Zeit leider wieder häufiger. Wir werden ein wachsames Auge auf ihn haben."

    Dann liessen sie sich den Weg zum Handelskontor beschreiben.
    Lomma schien es, als sei Auerbach noch ein Stück grösser als Grossweinheim.
    Es sind jedenfalls noch mehr Menschen hier unterwegs, stellte sie fest. Und es gibt weniger Bäume. Wieviele Menschen werden wohl erst unten im Süden wohnen, wo es gar keine Bäume mehr gibt? Für einen kurzen Moment wurde der kleinen Waldelfe etwas schwindlig.
    #87Verfasserhäring (1359813) 03 Jan. 23, 20:37
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    „Wer seit ihr und was wollt ihr hier?“ Ein hagerer Mann kam ans Tot als Grim gerade an selbiges klopfen wollte.

    Grim erzählte in wenigen Worten wer sie wären und was sie wollten.


    „Oh ja, ich habe noch gar nicht mit euch gerechnet, da war Markus aber schnell damit Fahrer zu finden. Wunderbar, fahrt den Wagen auf den Hof, ich werden ihn gleich abladen lassen. Mein Name ist Johannes, und alles weitere können wir gerne bei einem Tee in der Küche besprechen.. kommt rein kommt rein… „ der Mann bat sie alle, bis auf Hubert der nach einem mehr als skeptischen Blick in den Stall gelassen wurde, ins Haus.

    Er ließ Tee und Erfrischungen auftragen und setzte sich dann auf die Eckbank in der Küchenecke und bat auch alle anderen sich zu setzen.

    „Greift zu greift zu …. „ bat er mit einer Geste zu den gut gefüllten Tellern.

    „Sehr freundlich Herr Johannes…. „

    „Oh Johannes reicht. Und wenn ihr wollt könnt ihr direkt einen Anschlussauftrag für eine Fahrt zurück nach Großweinheim haben, Gewürze und Weine aus dem Süden.. „

    Aljascha unterbrach ihn „Lieber wäre uns eine Fahrt in Richtung Süden, in die Richtung ist unsere weitere Reise gedacht und und nicht zurück in den Norden.“

    Johannes sah sie nachdenklich an, „Hmmm wenn wir Waren aus aus dem Süden beziehen dann nehmen die Fuhrwerke und Fahrer direkt Waren aus dem Norden wieder mit in den Süden, mit leer fahrende Wagen ist ja keinem gedient. Will sagen in den nächsten Tagen ist wieder mit Fuhrwerken aus dem Süden zu rechnen die dann die heute von euch gelieferten Waren zusammen mit anderen weiter gen Süden bringen. Bei Afurar wird die Ware dann auf Kamele verladen und mit Karawanen weiter befördert...“

    Aljascha nickte, ja das machte Sinn wahrscheinlich waren für ihre Fahrt von Grossweinheim hierher auch nur keine Fahrer vorhanden gewesen weil der Handeln in Richtung Eisberge solange „auf Eis lag“ sie musste innerlich schmunzeln.


    „Da kann man wohl nichts machen. Aber wisst ihr vielleicht wo wir Reittiere für unseren weiteren Weg erstehen können?“


    Johann nickte und erklärte ihnen den Weg zum Viehmarkt. Was wann dort angeboten wird entzieht sich meiner Kenntniss, so oft brauchen wir keine neuen Kutschpferde. Sind ja keine Pferde für nur einen Weg … Einwegpferde...“ er lachte über seinen eigenen Witz.

    „Aber erwähnt ruhig Markus, er hat einen guten Ruf unter den Pferdehändlern und diese werden es sich mehrfach überlegen einen Freund von Markus übers Ohr zu hauen... mehrfach .. Mehrweg … „ er lachte .. „Mehrweg .. Einweg ,… ja es sind Mehrwegpferde keine Einwegpferde ,,, ihr versteht …. .?“

    Während er noch über seinen eigenen Witz lachte kam einer seiner Arbeiter in die Küche und tuschelte ihm etwas ins Ohr. „Ach wunderbar, man sagte mir gerade das die ganze Ware vollständig und unversehrt ist.“ Er zählte den vereinbarten Betrag ab und legte lachend noch etwas drauf … „Markus sagte für schnellere Lieferung zahlt er gerne auch einen besseren Preis.“

    Mit einem sehr gut gefüllten Geldbeutel undter Aljaschas Hemd machten sie sich auf den Weg zum Viehmarkt um nach Reittieren zu schauen.


    #88Verfasser Sands (427472)  05 Jan. 23, 09:33
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    Alrik und Johanna, die sich in den letzten Tagen und durch die Ereignisse stärker befreundet hatten, freuten sich darauf den Markt gemeinsam zu erkunden.

    "Lomma, wir wollen etwas den Markt erkunden, magst du mit uns mitkommen oder lieber mit Aljascha nach Pferden schauen? Wir wollen speziell die Händler mit den ungewöhnlichen Angeboten ansehen."

    #89Verfasser Masu (613197)  05 Jan. 23, 13:22
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    "Wartet, ich kenn mich mit Pferden doch so gar nicht aus? Da könntet ihr auch Hubert schicken nach Reittieren zu sehen. Ich dachte du Johanna und Grim könnten da eher nach schauen? Oder alle... " sagt sie mit einem Blick zu Alrik.


    Der Markt an sich läuft unś ja nicht weg, da wird schon noch genug Zeit bleiben sich umzusehen.


    #90Verfasser Sands (427472) 05 Jan. 23, 13:35
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    "Äh, ja, also ... ich denke, Reittiere sind das wichtigste. Die können wir dann in einer kleinen gemütlichen Herberge schon mal unterstellen, und dann schauen wir uns den Markt an. Wenn es dann noch hell genug ist. Ansonsten ist Morgen ja auch noch ein Tag", erklärte Lomma. "Und Johanna, du hast ja wie mir scheint ein Händchen für Pferde. Und für meinen Geschmack sind alle Angebote auf den Märkten der Menschen ungewöhnlich. Also, was ich sagen will: gehen wir erstmal zusammen zum Viehmarkt."

    Auf dem Tiermark herrschte trotz der vorgerückten Stunde noch reges Treiben. Rinder, Schafe, Ziegen, Hühner und Kaninchen wechselten die Besitzer. Lomma wunderte sich nur, das nirgendwo lebende Hasen, Rehe oder Hirsche zu sehen waren.
    Reitpferde oder Ponys gab es einige wenige. Im schlimmsten Fall würde man wohl mit einem Esel vorlieb nehmen müssen.

    Shiftys Erscheinung zog viele Blicke auf dem Markt auf sich.
    "Hei, ho, die Herrschaften!" lobten die Händler ihre Waren. "Suchen Sie ein Kutschpferd, die Damen? Darf es auch ein Karosse dazu sein? Ich verschaffe Ihnen beides, eine bequeme Weiterreise und einen günstigen Preis!"
    #91Verfasserhäring (1359813) 05 Jan. 23, 19:34
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    "Oh, an die Pferde hatte ich nicht gedacht. Irgendwie hatte ich gedacht Aljascha und Grim würden sich darum kümmern. "lachte Johanna. Alrik hielt sich zurück. Viel hatte er mit Pferden nicht zu tun gehabt. Bei Zugochsen wäre das was anderes gewesen.


    #92Verfasser Masu (613197) 05 Jan. 23, 22:38
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    Aljascha überlegte, eine Kutsche? Sie war immer von Pferden ausgegangen, dabei waren sie bisher nur in Karren und Wagen unterwegs gewesen. War eine Kutsche oder ein Wagen nicht vielleicht sogar besser? Die meisten Pferde waren ja eher zu groß für Grim und Lomma würde eh auf Hubert reiten müssen. Sie selber war auch nicht so die begnadete Reiterin.. zumindest nicht auf Pferden dachte sie insgeheim.

    Wäre da ein Fuhrwerk wirklich langsamer als Pferde? Sie könnten auch mehr Proviant mitnehmen und wären nicht so arg auf Gasthöfe angewiesen was die Versorgung anging. Und sie bräuchten auch nur 1-2 Kutschpferde statt 4 Reitpferden.

    Sie nahm die Freunde beiseite und liess sie an ihren Gedanken teilhaben, Pferde oder Fuhrwerk, das konnte sie nicht einfach so allein entscheiden.

    #93Verfasser Sands (427472) 06 Jan. 23, 08:19
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    Grim hatte sich die Reitpferde betrachtet und die Ponies. Vor seinem inneren Auge hatte er schon Aljascha, Shifty, Johanna und Alrik auf einem dieser so stolzen wie hochbeinigen Geschöpfe gesehen und sich selbst auf einem kleinen Pony hinterzuckelnd. Andererseits hatten sie die Zwergenponies in Grossweinheim nur allzu gerne gegen einen Wagen eingetauscht. Allzu viel schien ihnen am Reiten also nicht zu liegen, schlussfolgerte Grim.

    "Also, solange euch nicht gerade eine hochherschaftliche Kutsche vorschwebt, mit livrierten Dienern und was sonst noch dazu gehören mag, dann bin ich einverstanden", sagte Grim. "Ein kleines wendiges Fuhrwerk, dazu zwei flinke Pferde, das könnte ich mir vorstellen."

    Lomma war von der Aussicht zuerst nicht so angetan. Ein Fuhrwerk hiess, auf den von Menschen angelegten Wegen bleiben zu müssen. Aber andererseits musste sie auch zugeben, dass die anderen wirklich keine begnadeten Wanderer waren, jedenfalls im Vergleich mit ihr oder auch mit Hubert.

    "Auf einem Wagen könnten wir auch all die nützlichen Kleinigkeiten verstauen", sagte Lomma. "Kaffee und Brot und weiche Decken und was man sonst so braucht." Und von dem ich bis vor kurzem noch nicht einmal gewusst habe, dass es das gibt, setzte sie in Gedanken dazu.
    #94Verfasserhäring (1359813) 06 Jan. 23, 20:23
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    Johannas Augen erstrahlten. "In einer Kutsche können wir viel besser miteinander sprechen. Wie Aljascha sagt, wenn jeder getrennt reitet gehen uns viele Möglichkeiten verloren. Das Pferd Xamals können wir ja behalten und so nicht komplett auf die Kutsche angewiesen sein. So kann eine oder einer bei Bedarf voraus reiten und nach einem Lagerplatz Ausschau halten. Und, wenn ich mich nicht irre, bekommen wir bessere Preise für benötigte Waren wenn Shifty nicht direkt bei den Vorgespräch zu sehen ist."

    Sie lachte. "Sei mir nicht böse, aber ich fand es schon sehr deutlich, wie die Händler bei deinem Anblick plötzlich wach wurden und teurere Ware feilboten"

    #95Verfasser Masu (613197)  06 Jan. 23, 20:29
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    Aljascha nickte und trat zu den Händlern die sie kurz zuvor angesprochen hatten.

    „Wie der Zufall es will wären wir wirklich an einem Wagen interessiert, nicht zu klein nicht zu groß, wendig aber auch für lange Strecken tauglich. Und natürlich sollte er nicht zu viel kosten,“ Sie fixierte den Händler und lächelte ihn dabei freundlich an.

    „Ja also meine Dame … wir haben Kutschen und Fuhrwerke, Ochsengespanne … alles was ihr wollt und was wir nicht haben können wir besorgen….“

    Aljascha winkte ab „Ja ja .. können wir uns ansehen was ihr habt und dann sehen wir weiter?“

    Der schmächtige Händler umschwänzelte Aljascha und führte sie zu einem Platz hinter den Stallungen auf dem diverse Fuhrwerke standen.

    „Zu gross, zu unhandlich .. hmmm .. zu klein … also diesen in großer..“ sie lachte „oder diesen hier in kleiner. Also einen kleinen Planwagen am besten mit lenkbarer Vorderachse, das würde ihn wendiger machen … und 2 Kutschpferde dazu, keine schweren Ochsen oder Kaltblüter.. „ dafür das Aljascha eigentlich keine Ahnung von Pferden oder Kutschen hatte machte es ihr großen Spaß, besonders da ihr Grim die ganze Zeit zu raunte was er von den angebotenen Wagen hielt und was er sich vorstellte.

    Der Händler bemühte sich redlich aber nichts was er Aljascha anbot schien ihr zu gefallen, zugegeben die angebotenen Wagen waren eher große klobige Fuhrwerke oder kleine Kutschen die eher für kurze Wege in der näheren Umgebung taugten als für eine weite Reise mit mehreren Personen.

    Der Händler nuschelte das es ihm leid täte und das er alles besorgen könnte .. also fast alles.. aber es würde etwas dauern…..

    Aljascha sah ihn streng an, „Dann bemüht euch, wenn ihr das richtige für uns findet es soll euer Schaden nicht sein ….“ die Schleiche wand sich um ihre Handgelenke und sie sah den Händler noch eine ganze Zeit konzentriert an.

    #96Verfasser Sands (427472) 07 Jan. 23, 15:11
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    Aljascha ging mit Grim zurück zu den anderen.

    „Ich denke wir sollten uns erstmal um eine Unterkunft kümmern ..“ sie drehte sich zu dem Händler um der gerade hektisch mit seinen Kollegen sprach.


    „Aber wenn ich es doch sage ich brauche sowas wie das Gespann was damals die Reichensteins gekauft haben, Weiß von euch einer ob es das noch gibt und ob sie es wieder verkaufen würden? Jetzt wo man sie eher Armensteins nennen könnte..?“ er grinste säuerlich.

    Das weitere Gespräch konnte Aljascha nicht verfolgen aber es reichte ihr auch zu wissen das der Händler sich scheinbar kümmerte und hoffte das würde so bleiben.



    #97Verfasser Sands (427472) 09 Jan. 23, 08:26
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    Lomma war erleichtert, als Aljascha vorschlug erstmal nach einer Unterkunft zu schauen. Sie hatte es sehr anstrengend gefunden, vor und zurück über den Pferdemarkt zu hetzen und hier etwas zu begutachten und dort etwas zu betrachten. Was für ein Gerenne! Wenn sie Hubert nicht gehabt hätte, der sich ohne Probleme einen Weg zu bahnen gewusst hatte ... Und es sah ganz so aus, als sei alles, was noch fahrtüchtig war, längst auf den Straßen unterwegs. Vieles von dem, was die Händler noch da hatten, war aus uraltem und schlecht gepflegtem Holz. Damit wären sie nicht weit gekommen.


    Bei Unterkunft dachte sie dann spontan an den Brunnen, den sie vor den Stadttoren gesehen hatte. Dort, im Schatten einer uralten Eiche, könnte man sicher hervorragend rasten ... doch schnell fiel ihr ein, wie wichtig ihren Gefährten ein festes Dach über dem Kopf war.


    "Ich habe da etwas gesehen, das ganz gastlich aussah. Als Türschild hatten sie eine goldene Schlange." Lomma führte die Gruppe zu der Gastwirtschaft, die tatsächlich ganz solide aussah. Die Schlange allerdings entpuppte sich als goldene Brezel.

    #98Verfasserhäring (1359813) 09 Jan. 23, 08:59
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    Auf dem Markt


    Antonio sah der jungen Frau und dem Zwerg nach und begann gleich darauf alle Hebel in Bewegung zu setzen um das gewünschte Gespann zu finden. Er wusste genau was die Frau meinte, ja er hatte es selber schon gesehen. Es war klein und wendig, geeignet für die Stadt aber auch für Überlandfahrten. Die Größe reichte für ein paar Personen oder die Wocheneinkäufe aber da es war weder ein vollwertiges Fuhrwerk für den Handel noch eine wirkliche Personenkutsche und das beides waren die gefragtesten in und um Auerbach.

    Er meinte sich zu erinnern etwas in der Art vor langer Zeit an die Familie Reichenstein verkauft zu haben… man müsste sehen ob sie das Gefährt noch besaßen wenn ja in welchem Zustand es war und ob sie es wieder veräußern würden.

    Seine Kollegen waren keine Hilfe, er würde es wohl selber in Erfahrung bringen müssen.

    Er hielt kurz inne und fragte sich selber warum es ihm so wichtig war, egal er musste diese Kutsche beschaffen. Er musste einfach.....

    #99Verfasser Sands (427472) 09 Jan. 23, 09:03
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    Die Familie Reichenstein trug diesen Namen nicht von ungefähr. Fast alle Mitglieder dieser Familie von Kobolden zeichneten sich durch Risikofreude und einen untrüglichen Instinkt für ein gutes Geschäft aus.

    Und so führen sie ein zwar risikoreiches, unstetes, aufregendes und manchmal auch sehr früh endendes Leben, schaffen es aber trotz aller Widrigkeiten immer, auf die Butterseite des Lebens zu fallen. Das weckte oft den Neid ihrer menschlichen Nachbarn, besonders in den Zeiten, in denen die Kobolde mal wieder in Saus und Braus lebten.


    Aktuell sah die Familie eher trüben Zeiten entgegen. Alle Kinder der jungen Generation hatten darauf bestanden, ordentliche Berufe zu erlernen und ihr Geld im Schweiße ihres Angesichts zu verdienen. So, wie es auch die ehrbaren Menschen in Auerbach taten, erklärten sie einhellig. Die alte Koboldin Leopoldine, die Urgroßmutter und älteste der Familie, schüttelte nur den Kopf über so viel Unverstand. Keines der Kinder wollte in die Welt ziehen, seufzte sie fast täglich. Keines wollte seine Kräfte erproben, keines sich den Wind um die Nase wehen lassen!


    "Und darüber soll ich auch noch froh sein", lamentierte Leopoldine gerade wieder einmal. "Als ob ich nicht für mich selbst sorgen würde. Sie haben ja ohnehin nie Zeit, noch nicht einmal für ein gemeinsames Mittagessen. Von Morgens bis Abends denken sie nur daran möglichst viel Geld zu verdienen. So ein Unsinn. Und dabei rinnt ihnen das Glück und das Geld gleichermaßen durch die Finger. Ach, da müsste schon ein Wunder geschehen!"


    In diesem Moment klopfte es. Leopoldine ging langsam zur Tür und öffnete.

    "Ach, euch kenne ich doch", begrüßte sie Antonio. "Ihr verkauft Pferde und Wagen, nicht wahr?" Antonio nickte und wollte etwas sagen, aber Leopoldine sprach schon weiter: "Ein ganz wunderbares Wägelchen, dass Sie mir damals verkauft haben. Ich selbst habe schon einige Meilen damit zurückgelegt, aber ich bin alt und werde bald zu ganz anderen Gestaden aufbrechen. Dann wird es den Kindern gehören, aber glaubt Ihr, eines der Gören hätte mal einen Blick darauf geworfen? Nein, wobei, das stimmt nicht ... Friwi war anfangs ganz interessiert gewesen. Aber es fand sich dann niemand, der mitwollte ... ach, was erzähle ich euch das. Ihr könnt mir da ja auch nicht helfen. Kommt erstmal herein. Darf ich euch etwas zu trinken anbieten?"


    OOC:

    Ich stelle mir die Kobolde hier als menschenähnliche Wesen vor, vielleicht etwas kleiner als ein Mensch. Auf jeden Fall rote Haare, lange spitze Ohren, ansonsten vom Aussehen und vom Temperament so irgendwo zwischen Leprechaun und Pumuckl und manchmal Stollentroll ;-)

    Sie verfügen definitiv über magische Kräfte, aber über welche? Weiß ich gerade noch nicht. Sie sind den Menschen im Grunde wohlgesonnen, wenn man sie nicht gerade stört. Diese Koboldfamilie legt eher wenig Wert darauf, anderen Streiche zu spielen, das heisst aber nicht, dass sie es nicht trotzdem regelmäßig versuchen, einfach weil es ihnen Spaß macht.

    Und Friwi hat glaube ich Ambitionen, die Gruppe zu begleiten. Näheres weiß ich aber noch nicht 🙂

    Ende OOC

    #100Verfasserhäring (1359813) 09 Jan. 23, 12:01
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    Antonio folgte Leopoldine ins Haus, alles wirkte etwas herunter gekommen aber zeigte das es mal sehr luxuriös gewesen sein musste. Allerdings war davon nichts mehr so viel zu sehen, die Vorhänge waren zwar aus edlem Samt aber verschlissen und staubig, der Marmorboden stumpf und die ganze Einrichtung wirkte unvollständig, so als seien schon diverse Einrichtungsgegenstände und Bilder verkauft worden.

    Antonio wollte sich nicht zu früh freuen aber er er glaubte seine Chance das Fuhrwerk zurück zu kaufen und dann mit Gewinn weiter zu verkaufen stand gar nicht mal so schlecht.


    OOC: Würdest du Friwi spielen wollen? Oder brauchen wir noch nen NPC? Ende OOC

    #101Verfasser Sands (427472) 09 Jan. 23, 14:33
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    Leopoldine plauderte ein wenig mit Antonio und hatte bald heraus, was ihn hierher geführt hatte.
    Das Wägelchen also, dachte sie. Zurückkaufen möchte er es. Hm. Möchte zu gerne wissen, wem er es dann anzubieten gedenkt.

    "Also, es ist ja so, ich brauche das Wägelchen wirklich nicht mehr und könnte es gut verkaufen, ohne ihm eine Träne nachzuweinen. Aber ... nun, es ist so: einer meiner Urenkel, Friwi, er wollte schon so lange einmal auf eine Reise gehen. Vielleicht ist es morgen schon soweit, wie kann ich das wissen? Und dann würde er das Wägelchen ja selbst brauchen ..."

    "Aber sagtet ihr nicht, er hätte keine Reisegefährten gefunden?" Fragte Antonio, der seine Chance gekommen sah. Er musste es schaffen, dass die junge Frau mit der Schlange mit genau diesem Wagen ihren Weg fortsetzen konnte! Der Wagen entsprach genau ihren Vorstellungen, und auch der grimmige Zwerg würde damit zufrieden sein. 

    "Ihr meint, ihr kennt solche Leute?" Fragte Leopoldine ganz harmlos. "Das wäre ja eine Fügung des Schicksals ..."

    "In der Tat kenne ich solche Leute", platzte Antonio heraus. "Sie brauchen genau so einem Wagen, wie ihr einen habt, und in der ganzen Stadt gibt es kein zweites solches Exemplar."

    "Dann sag ihnen, sie können fest damit rechnen", erklärte Leopoldine. Das war alles, was Antonio hören wollte. Hastig verabschiedete er sich und machte  sich auf den Weg nach der Herberge, wo die Fremden abgestiegen waren. Das würde ein gutes Geschäft werden, freute er sich. Die letzten Worte von Leopoldine hörte er nur mit einem Ohr: "Und sag ihnen, dass mein Urenkel Friwi sie begleiten wird!"

    Antonio war schon den halben Weg bis zur Herberge gelaufen, als ihm die Bedeutung dieser Worte aufging. Das wird überhaupt kein Geschäft, seufzte er lautlos und blieb stehen.
    Da rempelte ihn jemand von hinten an und warf ihn beinahe um. Es war ein junger Kobold mit buschigen roten Haaren und ebensolchen Augenbrauen. Beim Zusammenstoss hatte der Kobold seine Mütze verloren.

    "Hei, nicht trödeln! Du wolltest mich meinen neuen Reisegefährtem vorstellen, schon vergessen?" rief Friwi fröhlich. "Hier, eine Goldmünze wenn du es vor Mitternacht schaffst!" sagte Friwi und schnippte etwas golden glänzendes in Antonios Richtung. Gerade als der danach schnappen wollte, löste sich der Zauber in Rauch auf und Antonio musste einsehen, das er auf einen der ältesten Koboldscherze herein gefallen war.

    OOC
    Ja, ich würde Friwi dann spielen. Hab allerdings im Moment nur seinen Namen und ein wenig wie er aussieht vor Augen. Will sagen, das Character Sheet muss ich mir noch basteln ...
    Ende OOC
    #102Verfasserhäring (1359813) 09 Jan. 23, 18:37
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    Shifty hat sich mit Fez am Abend von der Gruppe getrennt um ihren Freund Abi aufzusuchen der ihre Habseligkeiten für sie aufbewahrte.


    Sie zweigte vom belebten Hauptplatz in eine stillere Seitengasse ab, schlüpfte dann durch eine noch engere Gasse ein paar Stufen und einen Hügel hinunter, dorthin wo die ärmeren Leute wohnten. Die in der Oberstadt noch bunten Kleider wichen einem eintönigen Brei aus Brauntönen, ob so gefärbt oder einfach nur dreckig blieb zu vermuten.


    Endlich erreichte sie das flache Gebäude dass sie gesucht hatte. Abi hatte sein Haus ganz in der Art der Südländer gebaut: Holz, Lehm, Stroh....2 Ebenenen, unten zum Essen und Arbeiten, oben zum Schlafen und am Flachdach darüber mit einer hüfthohen Brüstung die vor fremden Blicken schützt und zumindest im Sommer zum Ausrasten und Faulenzen einlädt.


    Sie klopft an die Holztür und sogleich öffnet sich ein kleines Loch mit einem Schuber aus dem sie zwei braune Augen anblicken.

    Der Riegel der Tür öffnet sich und sie wird von Abi mit einer einladenden Geste herein gebeten.


    Abi verbeugt sich tief vor Shiftira...

    "Meine Prinzessin..." raunt er ihr zu.

    "Danke Abdul."


    Abdul war um die 50 Jahre alt, schmächtiger Statur, braun gebrannt und hatt auf seinem Glatzkopf einen roten Fez.

    "Ich habe euch schon vor zwei Wochen erwartet...gab es Schwierigkeiten?"

    Shifty nickte, während Fez verschlafen aus ihrer Tasche kroch.


    "Aiiii Feeeeez!" jubelte Abdul als er die Ratte sah.

    Fez sprang in Abduls Hand hinüber und kletterte seinen Ärmel über die Schultern hinauf.

    Dort schüttelte die Ratte Abduls Ohrläppchen während dieser kicherte.


    "Fez freut sich auch dich zu sehen!"

    Shifty lächelte.


    "Setz dich doch Shiftira...Tee?"

    Abdul deute auf die Pölster die neben einem niedrigen Tisch lagen.

    Shifty setzte sich und nahm den frisch aufgebrühten schwarzen Tee entgegen.


    "Abdul, ich habe ein Problem..." Abi setzte sich ihr gegenüber und nahm ebenfalls eine Tasse Tee.

    "Vor einigen Tagen ist ein ein Fremder bei mir aufgetaucht...wie sich herausstellte ein Assassine vom Auge des Sturms."

    Abdul stellte nachdenklich seinen Tee auf den Tisch.

    "Mhm..." brummte er.


    "Weiters ist ein Brief von meiner Mutter aufgetaucht in dem sie mich darüber unterrichtete, dass mein Vater ermordet wurde und der Kalif Omar Ben Jussuf die Macht übernommen hätte. Weiters scheint Prinz Al Safri nach mir suchen um mich für meine Flucht vor ihm zu bestrafen."

    "Das klingt gar nicht gut" antwortete Abi nachdenklich.


    "Der Assassine sitzt im Kerker hier in Auerbach, wobei ich mir nicht sicher bin wie lange....er wird vielleicht befreit oder freigekauft."


    "Das sind schlechte Nachrichten...und es scheint gefährlich zu werden...Rache, Ehre, Machtkämpfe, Assassinen ich wünschte du würdest hier im Norden bleiben."

    Abdul erhebt sich und geht still in den Nebenraum.

    Er kommt mit einem großen Beutel zurück.


    "Ich weiß, dass du deine Entscheidung bereits getroffen hast." sagt er mit väterlicher Ruhe.

    "Ich kenne dich bereits zu lange."

    "Sei nur vorsichtig auf deiner Reise und versuche dich zu den Zahoris durchzuschlagen!" seine Augen werden etwas glasig.

    "Hier, ich habe gut auf eure Sachen aufgepasst."


    Er legt ihr den Beutel zu Füßen.

    "Ich habe dir deine Ausrüstung wie gewünscht umgebaut...dass wird dir gefallen!"

    "Heute Nacht kannst du bei mir schlafen, ich richte dir eine Liegestatt her...."


    Mit diesen Worten verließ Abdul Shiftira und ging die schmale Treppe hinauf in die Schlafräume.


    Shifty seufzte...Abi hatte Recht, ihre Entscheidung war schon gefallen.

    Morgen Früh würde sie sich aus dem Haus schleichen um dem traurigen Abdul beim Abschied nicht in die Augen schauen zu müssen.


    Sie öffnete den Beutel und legte ihre andere Kleidung und ihre Waffen auf den niedrigen Tisch.


    Alles war noch da, und alles war verbessert, geschmiert, geschärft und verstärkt.

    Shifty war sehr zufrieden mit Abduls Arbeit.


    Auch Fez fand seine kleine Pumphose, seine weinrote ärmellose Weste und seinen kleinen Roten Fez den er erleichtert aufsetzte.

    Alles passte noch, nur die Hose schien etwas eingegeangen zu sein...sie drückte um den Bauch herum ein wenig.

    #103Verfasser Shifty_B (1372990) 10 Jan. 23, 14:18
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    OOC Brauch mal wieder Zeiteinordnung: Antonio ist direkt am Tag als wir nach nem Wagen gefragt haben zu den Reichensteins, dort war dann das Gespräch mit Leopoldine und auf dem Rückweg rannte ihm Friwi bereits nach? Antonio weiß doch gar nicht wo unsere Gruppe abgestiegen ist oder wie er sie finden kann, ich dachte sie gehen am nächsten Tag zum Markt und fragen mal was bzw. ob sich was in Sachen Wagensuche ergeben hat… tja muss Friwi eben warten ;) … Hihi oh weh ein Kobold in der Gruppe, nun weiß ich wieder wie man damals über meine Schelmin dachte :D

    ----

    Die Nacht verbrachten sie ereignislos in einem Schlafraum des „Goldenen Brezels“, direkt nach dem Frühstück wollte Aljascha nochmal bei Antonio nachfragen ob sich etwas neues ergeben hätte. Er würde sich redlich bemühen dem war sie sich sicher aber herzaubern konnte er auch kein Fuhrwerk wenn denn wirklich nichts brauchbares zu finden wäre. Na ja sie würden sonst ein anderes Fuhwerk nehmen müssen, der eine Planwagen hatte zumindest einen halbwegs soliden Eindruck gemacht auch wenn Aljascha ihn doch als viel zu groß empfunden hatte…..mehr was für behäbige Ochsen als für Pferde und weit weg von wendig.

    Nun denn erstmal Kaffee. Und wo Shifty wohl war sie hätte ja gedacht sie würde bei der Gruppe bleiben, hatte sie nicht gesagt sie wolle mit nach Süden fahren? Sollte sie sich Sorgen machen?



    #104Verfasser Sands (427472) 11 Jan. 23, 08:09
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    Noch am Abend vorher


    Antonio seufzte tief.

    "Deine neuen Reisegefährten?" bellte er unfreundlich.

    "Aber natürlich. Ich habe alles mitangehört, was du mit meiner Urgroßmutter besprochen hast. Also, wo sind sie denn nun?" fragte Friwi freundlich.

    "Sie sind ... äh ..." Antonio kratzte sich nachdenklich den Kopf. Er hatte zur Herberge zum Goldenen Ochsen laufen wollen, aber nun war er gar nicht mehr sicher, ob die Fremden ihm überhaupt gesagt hatten, wo sie abgestiegen waren. Alles, was er wusste, war, dass es dringend war. Aber Auerbach war groß und es gab viele Herbergen ...

    "Du hast es vergessen", sagte Friwi joval und klopfte Antonio auf die Schulter. "Macht nichts. Der Morgen ist klüger als der Abend."

    "Aber ... ich muss doch ..." stotterte Antonio. Dann straffte er sich und machte sich wieder auf den Weg.

    Bis Mitternacht lief er tapfer von einer Herberge zur anderen und fragte nach, ob bestimmte Gäste abgestiegen seien. Es ginge um eine dringende Angelegenheit. Manchmal sagte tatsächlich ein Wirt: ja, solche Leute sind heute angekommen, oder auch gestern, oder vorgestern, und Antonio bat dann jedesmal ganz aufgeregt darum, mit ihnen sprechen zu können. Und jedesmal stellte sich heraus, dass es nicht die Gesuchten waren. Friwi amüsierte sich köstlich und lobte Antonios ausgefallen Humor. Antonio selbst konnte sich kaum noch auf den Beinen halten und wurde immer mutloser. Friwi machte sich nun doch Sorgen um seinen neuen Bekannten. Mit Hilfe einiger Krüge Zwergenbier schaffte er es schliesslich, den rastlosen Antonio zu einer Pause zu überreden.


    Am nächsten Morgen


    Mit dem ersten Hahnenschrei war Antonio wieder auf den Beinen und drängte darauf, weiterzusuchen.

    "Wenn es so dringend ist, wie du sagst, dann wäre es doch am besten, jetzt zum Markt zu gehen", sagte Friwi nachdenklich. "Dort werden sie dich aufsuchen."

    "Nein nein nein", beharrte Antonio. "Und ad vorne ist ja auch schon die nächste Herberge. Zur Goldenen Brezel."

    "Was für ein schöner Name. Da bekomme ich gleich Hunger. Ich lade dich auf ein Frühstück ein, was sagst du dazu?" schlug Friwi gut gelaunt vor.


    Die Gaststube war so früh am Morgen noch recht leer. Antonio spähte in die Runde, und juchzte leise auf. Endlich, endlich hatte seine Suche ein Ende! Da saßen ja die junge Frau und der Zwerg und frühstückten.

    "Hej ho, ich habe gute Nachrichten!" rief Antonio freudestrahlend und eilte auf den Tisch der beiden zu. Erschöpft und erleichtert setzte er sich zu ihnen. "Ich habe einen Wagen für Sie gefunden, der genau ihren Anforderungen entspricht!"

    Friwi trat nun auch an den Tisch heran und betrachtete die Fremden genauer. Wie schön, sie sind ungefähr in meinem Alter, freute er sich. Dann strich er sein Wams glatt, nahm er seine Mütze ab, so dass sein ungebändigtes Haar in alle Richtungen vom Kopf abstand, und deutete einen Verbeugung an.

    "Ich wünsche einen wunderschönen guten Morgen und eine gute Reise. Mein Name ist Friwi, Kobold, vom Katzenbuckel herkommend mütterlicherseits, vom Gleichenstein herkommend väterlicherseits. Das Wägelchen, vom dem der Mensch hier spricht, ist eben dasselbe, mit dem ich meine erste große Reise anzutreten gedenke. Und da ich nun hörte, euch fehle just ein Wägelchen und siehe - mir fehlen just ein paar lustige Mitfahrer, da dachte ich mir: Ihr kennt den Weg und ich weiß den Wagen zu lenken - tun wir uns doch zusammen, und es soll uns unser aller Schaden nicht sein."


    OOC

    Friwi ist so groß wie ein kleiner Mensch, ist kräftig gebaut und trägt Wams und Hosen aus festem braunen Samt, dazu ein weites weißes Hemd aus Leinen, auf dem Kopf eine Zipfelmütze aus braunem Samt. An den Füßen trägt er stabile Lederschuhe. Seine Kleidung ist schon alt und lange getragen, aber gepflegt und gut in Schuß.

    Er hat grüne Augen, dichte rote lockige Haare, buschige rote Augenbrauen und seinem jugendlichen Alter entsprechend noch eher wenig Bart, den er sich als Backenbart stehen lässt. Er hat Sommersprossen und helle Haut. Seine Ohren sind nur zu sehen, wenn er die Mütze abnimmt. Sie sitzen recht weit oben am Kopf, laufen nach oben spitz zu und erinnern an Katzenohen. Er kann sie ein wenig bewegen, um besser hören zu können.



    #105Verfasserhäring (1359813) 11 Jan. 23, 10:13
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    Aljascha und Grim sahen sich fragend an bevor sie sich wieder Antonio und Friwo zuwandten.

    „Es ist gut das ihr einen Wagen gefunden habt Antonio“ began Aljascha „sehr gut, Aber was soll das mit einem Mitfahrer, das habe ich doch wohl falsch verstanden?“

    Sie drehte den Kopf nun zu Friwi, „Es ist nichts persönliches .,. aber wir haben einen Wagen gesucht und keine weitere Reisebegleitung, da muss es sich um einen Irrtum handeln.“

    Antonio wand sich und rieb sich die Hände, „Ja ja einen Wagen und den hab ich …. einen ganz wundervollen Wagen. Wendig und geräumig aber nicht zu groß, fast wirkt er innen größer als von Außen er ist genau was ihr sucht ich bin mir sicher … allerdings...“

    Grim unterbrach ihn bevor er das allerdings weiter ausführen konnte.- „Das ist doch ganz wunderbar, wir können ihn uns gleich ansehen und wenn er wirklich so ist wie ihr sagt dann könnt ihr ihn schon als gekauft betrachten. Zugpferde für den Wagen habt ihr nicht zufällig auch..? Wir können ihn ja schlecht selber ziehen… „

    Aljascha hoffte Grims offensichtliche Begeisterung würde sich nicht negativ auf den Preis auswirken wobei da hatten sie und die Schleiche ja auch noch ein Wort mitzureden.

    #106Verfasser Sands (427472) 11 Jan. 23, 12:30
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    Johanna, Lomma und Alrik beobachteten Grim, Aljascha und die beiden Fremden amüsiert. Grims Abneigung gegen einen weiteren Mitreisenden war so offensichtlich wie es deutlicher kaum ging. Umgekehrt war die Begeisterung des einen, Friwi hieß er wohl, umso offensichtlicher.

    Kichernd steckten sie die Köpfe zusammen und warteten darauf, wann Grim sich würde geschlagen geben müssen.

    Jetzt fehlten nur noch Shifty und Fez, dass sie wieder aufbrechen könnten. Wo die beiden wohl steckten?

    #107Verfasser Masu (613197)  11 Jan. 23, 16:12
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    "Natürlich gehören zum Wägelchen auch die passenden Pferdchen, ihr lieben Leute", plauderte Friwi fröhlich weiter als hätte er Aljaschas Einwand gar nicht gehört. "Sie sind wunderbar in Form, mit bestem Hafer gefüttert, handzahm, bunt gescheckt und so wunderschön, wie zwei Pferde nur sein können."
    Dann schaute er zu Antonio, der immer noch nervös schien.
    "Aber bitte, bevor wir uns das Wägelchen ansehen - es ist doch ein arg langer Weg gewesen für den armen Antonio, und gegessen hat er heute auch noch nichts. Herr Wirt! Ein Frühstück für zwei Hungrige, wenn's beliebt."
    Als der Wirt diensteifrig erschien, warf er zwei klimpernde Goldmünzen auf den Tisch und amüsierte sich köstlich darüber, wie der Wirt sich aus Versehen beinahe auf die Zunge biss im eifrigen Bemühen, die Münzen auf Echtheit und tatsächliches Vorhandensein zu prüfen.

    Nach dem Essen erhob man sich. Shifty war noch nicht wieder aufgetaucht. Auch Grim wunderte sich, wo sie wohl abgeblieben war. Sie hatte nur gesagt, dass sie Freunde besuchen wolle ... Nun ja. Sie war sicherlich selbst in der Lage, auf sich aufzupassen, dachte Grim. Trotzdem sollte ich beim Wirt eine Nachricht für sie hinterlassen, falls sie doch weiter mit uns reisen möchte.

    "So, Johanna, Alrik, ihr wolltet doch gerne auf den Markt? Lomma, würdest du die beiden begleiten?" fragte Grim. "Aljascha und ich, wir werden unterdessen mal dieses 'Wägelchen' in Augenschein nehmen. Und wehe, es ist nur einer eurer Scherze."

    "Mein Angebot war kein Scherz", erwiderte Friwi mit plötzlichem Ernst. "Es ist alles so, wie wir es beschrieben haben. Noch vor dem Mittagsläuten können wir die Mauern dieser Stadt weit hinter uns gelassen haben."
    Er hatte nun alle seine neuen Mitreisenden gesehen, wie er glaubte, und die kleine Gruppe gefiel ihm ganz ausserordentlich. Deswegen würde er sich mit ihnen ganz sicher keine Scherze erlauben. Also, vorerst wenigstens.
    #108Verfasserhäring (1359813) 11 Jan. 23, 19:43
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    Nach einem ausgiebigen Frühstück machten sie sich auf de Weg zum Haus der Reichensteins um sich das „Wägelchen“ und auch die Pferder mal anzusehen.

    Weder Grim noch Aljascha waren wirkklich begeistert einen neuen Reisegefährten zu haben aber machte es wirklich einen Unterschied ob jemand unbedingt mit wollte oder ob man quasi zufällig über ihn stolperte wie bei Shifty oder er einem quasi verfolgte wie Johanna?

    Der Wagen stand in einer alten Scheune hinter dem Haus, ja er war alt aber gut in Schuß. Grim überprüfte die Radnaben und fand sie sauber und gut geölt. Der Wagen machte wirklich einen guten Eindruck, nur fand Grim das der Begriff Wägelchen nun wirklich nicht passte, es war schon ein ausgewachsene Wagen aber eben wendig und nicht so riesig wie die Fuhrwerke die hauptsächlich dem Warentransport dienten.

    Aljascha bekam Tränen in den Augen zu sehr erinnerte sie der Wagen an die Fuhrwerke der Sippe in denen sie groß geworden war., bis sie denn aus Geldnot nach Festum gezogen waren.

    Sie schniefte ganz leidse und unauffällig „Und die Pferde?“ fragte sie Friwi.

    Hinter der Scheune war eine kleine Koppel auf der diverse Pferde, Ponies und auch Esel standen und Aljascha sah fragend zu Friwi und Antonio.

    2 Schwarzweiß gefleckte Pferde, kleiner als das grosse Zugpferd was den Wagen au dem Weg nach Auerbach gezogen hatte aber auch um einiges größer als die Bergponies der Zwerges, kamen ans Gatter und bettelten direkt nach Futter. „Diese, etwa?“ Fragte Aljascha und kaulte eines der Pferde am Schopf, auch wenn sie nicht gerne ritt so mochte sie doch Pferde und diese Zwei machten einen freundlichen Eindruck. Und da sie ihr fast wie die Zugpferde ihrer Kindheit im klein vorkamen hatte sie schon wieder Tränen in den Augen.

    Grim sah mit weniger Sentimentalität auf die Pferde aber auch er schien ganz zufrieden, „ Na an Wagen und Zugpferden ist nichts auszusetzen …. aber wir wollten Wagen und Pferde kaufen und waren nicht auf der Suche nach einem weitere Reisegefährten… „ sagte er streng und sah ernst zu Antonio und Friwi. „Was soll der Wagen kosten wenn wir ihn kaufen?“


    Aljascha kraulte weiter eines der Pferde während das andere versuchte ihren Stiefel zu essen.



    #109Verfasser Sands (427472) 12 Jan. 23, 07:56
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    "Wie, kaufen?" fragte Friwi verwundert an Antonio gewandt. In seinen Augen funkelte es.

    "Ja, also ..." Antonio flatterten die Augenlider, so nervös war er, und auch seine Lippen zitterten. "Also ... ihr solltet doch eigentlich froh sein, die alte Karre loszuwerden", stammelte er. "Ich bekomme eine kleine Provision, sagen wir ... fünfzig Prozent ... und ihr habt wieder etwas Bargeld im Haus ... und sagen wir ... über die Schulden eurer Familie beim Schuster und beim Schneider, darüber könnten wir auch reden ... es ist ja nicht so, dass eure Familie das Geld nicht dringend bräuchte."

    Friwi atmete zischend aus.

    "So ist das", sagte er schließlich leise. Vor Verlegenheit nahm er seine Mütze ab und begann, sie mit den Händen zu kneten.

    "Dann habe ich leider eine schlechte Nachricht für euch", wandte er sich an Aljascha und Grim. "Das Wägelchen steht nicht zum Verkauf, ebenso wenig wie die Pferdchen. Sicher, das Geld ist knapp in unserer Familie. Aber ... ich weiß nicht, ob ihr das verstehen könnt ... wir würden eher unser Haus verpfänden, barfuss laufen und uns Kleider aus Blättern flechten, als unser Allerliebstes zu verkaufen." Jedenfalls, solange Großmutter Leopoldine noch lebt, fügte er in Gedanken hinzu und kraulte einem der Pferde gedankenverloren den Hals.

    "Es tut mir leid für die Umstände, die ich euch gemacht habe. Ich war auf der Suche nach Reisegefährten, nicht nach einem Käufer. Vielleicht ... in welche Richtung wollt ihr denn? Ich werde fahren, wohin der Wind mich weht. Und wenn ihr mögt, nehme ich euch mit bis zum nächsten größeren Markt, wo ihr dann hoffentlich ein passendes Wägelchen für euch finden werdet."

    #110Verfasserhäring (1359813) 12 Jan. 23, 09:39
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    Aljascha und Grim sahen sich an, was hatten sie zu verlieren?

    „Hmmm der Markt an Wagen oder Pferden hier scheint recht leer gefegt und bevor wir notgedrungen irgendetwas kaufen, vielleicht ...“ Grim strich sich den Bart. „Wir wollen nach Süden ...“ mehr wolte Grim dem Fremden erstmal nicht sagen...für den Weg bis zum nächsten Ort bis zur Gelegenheit nach einem eigenen Wagen zu sehen sollte die Info wohl reichen.

    Dann schaute er Antonio an „Wenn ihr nichts verkaufen könnt dann könnt ihr ruhig gehen.“ Er winkte den schnmächtigen Händler weg,

    „Aber ich habe euch bekannt gemacht .. ohne mich wüßtet ihr nichts von dem Wagen und der junge Reichenstein nichts von euch .. ich denke mir steht schon eine Belohnung …..“ unterbrach er den Zwerg.

    Aljascha drehte sich zu ihm um und sah ihn konzentriert an „Habt ihr nicht gehört ihr könnt gehen...“ Antonio nahm die Beine in die Hand und sah zu das er davon kam und mit jedem Schritt den er sich vom Haus der Reichensteins entfernte fühlte er sich besser und wie befreit.

    #111Verfasser Sands (427472) 12 Jan. 23, 10:20
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    Shifty und Fez hatten Abduls Haus bereits im Morgengrauen verlassen. Beide waren neu eingekleidet:

    Fez in seiner violetten Pumphose mit der roten Weste und dem roten kleinen Fez.

    Shifty trug nun schwarze, kniehohe Stiefel, eine schwarze Samthose und eine beige, weit ausladende Bluse unter einem eng anliegenden schwarzen Samtmantel mit golden vernähten Knopflöchern und einem schwarzen Zwickel mit goldenen Knöpfen der ihre weiblichen Rundungen betonte. Eine schwarze Kapuze hing am Kragen des Mantels. Um ihren Hals trug sie eine goldene Kette mit einem schwarz-grau schimmernden Edelstein in der Mitte eines goldenen Medaillions.


    Am Rücken trug sie schräg über die Schulter ein schwarzes Bündel mit einer Decke und allerlei Habseligkeiten darin.

    Auf der Schulter trug sie an einem Riemen eine Armbrust die so gar nicht dem üblichen Modell entsprach:


    Die Armbrust war deutlich kleiner als üblich, weiters verfügte sie über einen aus kunstvoll verziertem, skeletierten Metall gefertigten Schaft. Das spezielle an dieser Armbrust war der Knickmechanismus der das spannen der Sehne über eine gefinkelte Hebelwirkung in Sekunden ermöglichte. Das verblüffendste an dieser Waffe war aber das oben aufgesetzte, federbelastete Magazin aus ebenfalls kunstvoll verziertem leichten Metall, dass bis zu sechs Bolzen fassen konnte. Abdul hatte hier all sein Können als ehemaliger Waffenmeister ihres Vaters hineingelegt.


    So ausgerüstet und mit den Edelsteinen aus dem Fund ausgestattet machten sie sich auf den Weg um ihre Freunde beim Kauf des Wagens und der Zugpferde zu unterstützen.


    Beim Wirt zur Goldenen Brezel angekommen richtete ihr der Wirt aber aus, dass die Gefährten schon gegangen waren und sie am Anwesen der Reichensteins erwarten würden.


    So machten die Beiden sich auf den Weg dort hin.


    Auf halbem Weg traf sie auf Antonio der ihr recht aufgelöst entgegen geeilt kam.

    Sie wechselten kurz ein paar Worte und Shifty steckte ihm ein paar Münzen für seine Mühen und noch einen Edelstein für sein Schweigen über die Gruppe zu.


    Entzückt über die plötzliche Wendung in diesem Geschäft bedankte er sich vielmals bei Shifty und entspang, die Hacken seiner Schuhe zusammenschlagend, in Richtung Marktplatz.


    Der hält niemals die Klappe....dachte Fez zu Shifty als er dem Händler hinterher schaute.

    Wir werden sehen. Antwortete Shifty.


    #112Verfasser Shifty_B (1372990)  12 Jan. 23, 11:09
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    Friwi hatte die Enttäuschung schnell verkraftet und zu seiner unverwüstlichen Fröhlichkeit zurückgefunden. Sie werden ihre Gründe haben, sagte er sich. Und wer weiss, vielleicht sind sie auch gar nicht so harmlos, wie sie auf den ersten Blick wirkten.
    "Nach Süden. Zur Sonne, ans Meer ... ja, da nehme ich euch gerne ein Stück mit", erklärte er zufrieden. "Dann sollten wir jetzt anspannen."
    Sprach's und schnippte dreimal mit den Fingern. Beim ersten Schnipp verschwand das Pferd, das gerade Alajschas Stiefel für sich entdeckt hatte. Beim zweiten Schnipp verschwand das andere Pferd, das Friwi für die Reise ausgewählt hatte. Beim dritten Schnipp verschwand er selbst.
    "Koboldmagie", knurrte Grim verächtlich. "Möchte bloss wissen ..."
    In diesem Moment hörten sie Friwis Stimme von der Scheune her und das Klappern von Pferdehufen. Grim stiefelte missmutig den kurzem Weg zurück. Friwi war gerade dabei, die Pferde anzuspannen.
    "Möcht wissen, wozu ihr einen Wagen braucht, wo ihr doch eine viel bequemere Art des Reisens kennt", brummte Grim.
    "Möcht wissen, wozu Zwerge ihre Spitzhacken brauchen, wo sie doch auch mit blossen Händen im Fels wühlen könnten", erwiderte Friwi augenzwinkernd. Dann sah er Shifty den Weg zum Haus heraufkommen. Sieh an, noch mehr Besuch, wunderte er sich, merkte aber schnell, das Shifty zur Reisegesellschaft von Aljascha und Grim gehörte.

    Am selben Vormittag auf den Markt

    "Na, dann wollen wir mal schauen, welche Merkwürdigkeiten hier in Auerbach feilgeboten werden! Der Markt ist ja riesig ..." Lomma blieb überwältigt mitten auf dem Weg stehen und wurde prompt von hinter ihr gehenden Passanten angerempelt.
    "Na sowas. Keine Augen im Kopf oder was?" blaffte jemand sie an.
    Lomma beeilte sich, wieder wie gestern auf Huberts breiten Rücken zu klettern. "Also, ihr zwei beiden: welchen Bereich schauen wir uns zuerst an? Dort drüben, von wo es so gut duftet? Oder da hinten, wo diese liebliche Musik spielt vielleicht?"
    #113Verfasserhäring (1359813) 12 Jan. 23, 20:57
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    „"Koboldmagie" Ja davon hatte sie bei den Schwestern und auch von ihrer Mutter gehört. Die Meinung der Schwestern darüber war nicht hoch gewesen sie hatten es als hauptsächlich Illusionen und Scharlatanerie abgetan ihre Mutter hatte die Meinung vertreten „Magie sei Magie“ und so genau wusste eh keiner mehr wo welcher Spruch ursprünglich herkam.

    Vielleicht konnte sie von Friwi noch das ein oder andere lernen aber vorerst wollte sie weder ihn noch Shifty mit der Nase drauf stoßen was sie war, sie würden es schon noch früh genug merken.


    „Oh direkt los? Aber wir müssen wir wohl noch Vorräte oder so besorgen.. oder kannst du auch knurrende Bäuche mit einem Schnipps satt machen, sei es Mensch, Zwerg oder Pferd? Und willst du nichts mitnehmen? Decken, Kleidung, Geschirr, was auch immer ... oder zauberst du dir alles wie du es brauchst?“ Aljascha sah etwas überrascht zu Friwi.


    Dann sah sie Shifty näher konmmen, begrüßte diese und stellte sie Friwi als weitere Mitreisende vor

    #114Verfasser Sands (427472) 13 Jan. 23, 09:16
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    "Also, ihr zwei beiden: welchen Bereich schauen wir uns zuerst an? Dort drüben, von wo es so gut duftet? Oder da hinten, wo diese liebliche Musik spielt vielleicht?"

    "Hm" Alrik überlegte kurz "am liebsten würde ich ja bei den Händler schauen, die Kleinigkeiten anbieten" er verschwieg, dass er insgeheim darauf hoffte - so unwahrscheinlich es auch war - erneut ein oder mehrere 'interessante Stücke' zu finden.

    Ohne seine Gedanken wirklich zu wissen, sprang Johanna ihm bei. "Habt ihr nicht rein zufällig auf einem Markt wie diesem den Stein und das Astrolabium gefunden?"

    Alrik sah sie dankbar an und Lomma schien den Gedanken ebenfalls gut zu finden, so dass sie weder den Düften, noch den fröhlichen Klängen folgten und sich wie ferngesteuert den Bereichen der Händler mit den kleinen Angeboten zuwandten.

    #115Verfasser Masu (613197) 13 Jan. 23, 11:11
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    "Guten Tag Herr Friwi." begrüßte Shifty den Kobold.


    Sie reichte ihm höflich die Hand.

    Mit der anderen deutete sie auf Fez der auf ihrer Schulter saß.

    "Das ist Fez, meine Ratte und Reisebegleiter."


    Fez verbeugte sich höflich.

    Ein Kobold? Naja...sie sollen ja recht gerissen und spaßig sein...da passen sie ja gut zu uns. Meinte Fez

    Mir ist jede Hilfe recht um in den Süden zu gelangen...also sei höflich zu ihm! Dachte Shifty.


    "Hab auf jeden Fall Dank, dass du uns in den Süden begleitest und uns dein Fuhrwerk zur Verfügung stellst. Es soll dein Nachteil nicht sein."


    Gekonnt schnippte sie dem Kobold eine goldene Münze mit der Prägung ihres Vaters auf der Vorderseite zu.


    Den anderen Mitreisenden überreicht sie kleine Beutel mit Münzen und Edelsteinen.

    "Als Dank für eure Gastfreundschaft und eure Hilfe bei meiner Reise hierher."

    #116Verfasser Shifty_B (1372990)  13 Jan. 23, 13:18
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    Aljascha schaut verdutzt als sie in den Beutel schaute.

    „Hmm.. was wird denn das jetzt? Wenn du für die Fahrt bezahlen möchtest such dir ne Postkutsche, Geld genug dafür scheinst du ja zu haben, Ich bin kein Fuhrunternehmer.“ Sie schüttelt den Kopf, sowas aber auch … hätte Shifty einen Teil des Reiseproviants bezahlt, die ein andere Unterkunft, sie heute zum Frühstück eingeladen .. alles wunderbar und nett und sehr willkommen aber jetzt gerade war Aljascha eher sauer.

    Wenn sie wirklich zusammen nach Süden reisen wollten, dann als Freunde, oder zumindest auf einer Ebene, gerade aber gab Shifty ihr das Gefühl sich die Mitfahrgelegenheit erkaufen zu wollen.

    #117Verfasser Sands (427472) 13 Jan. 23, 13:59
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    Friwi fing die Münze auf und liess sie in einer Westentasche verschwinden. Da schau an, dachte er, sie scheint aus sehr vornehmem Hause zu stammen, einem Palast gar, wo man im Laufe der langen Tage nur auf den Herrscher oder die Angestellten trifft ...  Nun ja, für die Herkunft kann ja niemand etwas. Wenn mir ihre Allüren zuviel werden, werde ich ihr schon ein wenig den Kopf waschen. Aber diese Aljascha ist ganz gewiss nicht als ihre Kammerjungfer hier - und das muss wohl heissen, die vornehme Dame reist inkognito. Nachgerade geradezu auffällig unauffällig ...
    Dann wandte Friwi sich zu Grim und Aljascha.

    "Nun, Koboldmagie hat doch ihre Grenzen", erklärte er treuherzig. "Und es ist ja nicht immer ein freigiebiger Wirt in der Nähe, den ich mit den Groschen aus seiner ureigenen Geldbörse bezahlen kann ..." Hach, wie dem Zwerg die Gesichtszüge entgleiten, freute sich Friwi insgeheim. Und wie er unwillkürlich nach seiner Börse tastet. Und nun wartet er sicher ungeduldig auf eine Gelegenheit um nachzuzählen ob etwas daraus fehle. Ob er wohl enttäuscht sein wird, wenn er merkt, es ist noch alles da? Hach, was die Leute einem nicht alles zutrauen ... Friwi hätte sich ausschütten können vor Lachen bei der Vorstellung, nach aussen aber wahrte er ein unbewegtes Gesicht.

    "Aber da ich mich schon lange mit den Plänen für eine grosse Reise trage, habe ich meine Vorbereitungen schon treffen können", fuhr Friwi fort. "Was ich brauche, habe ich bereits im Wägelchen verstaut. Der Schreiner, welcher es einst erbaute, verstand sein Handwerk, darin wenigstens hat Antonio sich an die Wahrheit gehalten. Es ist von innen grösser als von aussen, wie ihr euch unschwer überzeugen könnt. Seht ihr die kleinen Knäufe und Griffe in den Wänden? Sie gehören zu meinen Kistchen und Kästchen, darin habe ich alles verstaut was ich brauche."
    Grim schaute skeptisch auf die Wände des Wagens, in die an manchen Stellen von innen kleine Türen eingelassen waren. Würde man diese Türchen öffnen, würde wohl ein kleines Bild dahinter zum Vorschwein kommen, mutmasste Grim. Kobolde waren schon komische Gesellen ...

     "Ihr könnt also getrost alles auf dem Markt besorgen, was ihr für die Reise braucht. Und damit ihr es nicht so weit tragen müsst, fahre ich euch bis auf den Brunnenplatz, dort pflegen auch die Wägelchen der anderen Marktbesucher zu stehen."
    #118Verfasserhäring (1359813) 13 Jan. 23, 20:18
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    Hubert sei Dank hatte sich die kleine Gruppe recht entspannt an verschiedenen Ständen umsehen können. Die anderen Marktbesucher starrten den imposanten Keiler irritiert bis empört, aber immer aus respektvollem Abstand an und so hatten Lomma, Alrik und Johanna sich die ausgelegten Waren gut ansehen können. Bisher hatten sie keine weiteren Hinweise finden können, aber an einem Stand gute Decken, am einem anderen diverse Werkzeuge gefunden. Sobald Aljascha und Grim zum Markt kämen konnten sie diese schnell und zeitsparend zu den entsprechenden Ständen führen.
    #119Verfasser Masu (613197) 14 Jan. 23, 08:43
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    Nachdem sie Alrik Johanna und Lomma über alles was passiert war informiert hatten und ihnen erklärt hatten wie sie zu dem Wagen inkl. Friwi gekommen waren bezahlte Aljascha die Zeche im Gasthaus und sie gingen auf den Markt um das nötigste zu kaufen.

    Sie benutzte dazu das Geld aus dem Beutel den Shifty ihr gegeben hatte.Grim hingegen hatte den Beutel schnell eingesteckt, er wäre ein schlechgter Zwerg wenn er Edelsteine so schnell hergeben würde.

    Friwis Wagen war wirklich sehr praktisch nach Verladung aller Vorräte passten auch wirklich noch alle Mitreisenden bequem in den Wagen, nur Hubert lief nebenher, freiwillig würde er nie wieder in einem Wagen fahren.

    #120Verfasser Sands (427472) 16 Jan. 23, 07:48
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    Am Marktplatz von Auerbach


    "Die Kosten für die Reise in den Süden übernehme ich!" kündigte Shifty an.


    "Der Fund der Edelsteine die zu meinem Erbe gehören sollen traf mich mitten ins Herz. Gold und Edelsteine können meinen Verlust nicht aufwiegen."


    Die Südländerin warf ihr Bündel auf den Wagen.


    "Ich möchte nur so schnell wie möglich in den Süden um meine Familie zu finden und um herauszufinden was geschehen ist."

    "Also bitte nehmt mein Angebot an für die Reise aufzukommen...es ist genug da um uns alle zu versorgen und um uns eine angenehme Reise zu bescheren!".



    #121Verfasser Shifty_B (1372990)  16 Jan. 23, 07:49
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    Endlich lag die Stadt hinter ihnen und Lomma atmete erleichtert auf. Immer wieder sprang sie vom Wagen herunter und lief ein Stück durch die angrenzenden Wiesen und Felder. An der nächsten Wegbiegung holte sie den Wagen dann wieder ein. Hubert folgte ihr stets getreulich. Er hatte seinen Auftrag nicht vergessen, auf die kleine grüne Frau gut aufzupassen. Und diese achtete ja auch stets darauf, dass auch Hubert unterwegs den einen oder anderen Leckerbissen aus der Erde wühlen konnte.

    Die buntgescheckten Pferdchen und auch der neue Mitreisende waren ganz nach Lommas Geschmack. Doe Pferdchen, die Friwi mit 'Schneckelchen' und 'Pumpelchen' rief, schienen sehr verständig zu sein und genau zu wissen, was von ihnen erwartet wurde. Anstatt die Zügel fest in der Hand zu halten und ab und an die Peitsche knallen zu lassen, brauchte Friwi ihnen nur zuzurufen, wenn sie etwas langsamer oder auch schneller laufen und an der nächsten Gabelung links oder rechts abzubiegen sollten.

    Lomma war auch neugierig genug gewesen, eines der Türchen zu öffnen, die innen an der Wagenwand angebracht waren. Zu ihrer Überraschung hatte sich dahinter tatsächlich ein Raum aufgetan, so groß wie eine mittlere Truhe. Er war vollgestopft mit allerlei Decken und ähnlichem. Da der Wagen in dem Moment gerade etwas ruckelte, wäre Lomma fast hineingefallen. Erschrocken schloss sie das Türchen wieder.


    Friwi hatte es sich auf dem Kutschbock bequem gemacht und genoss die vorüberziehende Landschaft. Grim, der anfangs immer wieder die Zügel in die Hand nehmen wollte, hatte endlich irgendwann aufgegeben und eingesehen, dass aktuell keine lenkende Hand notwenig war. Stattdessen versuchte Friwi andauernd, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Aus verschiedenen Andeutungen hatte er sich zusammengereimt, dass die Gruppe schon länger zusammen reiste und schon einige Abenteuer erlebt hatte, und davon hätte er nur zu gerne mehr erfahren, denn er liebte gute Geschichten.

    #122Verfasserhäring (1359813) 16 Jan. 23, 10:39
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    Shifty schwang sich seitlich nach vor zum Kutschbock und hing lässig mit einer Hand neben Friwi.

    Mit einer Hand schützte sie ihre Hand vor der Mittagssonne während sie auf den Weg vor ihnen schaute.


    "Sieht gut aus...desto weniger Reiseverkehr, desto besser kommen wir voran." Sie lächelte dem Kobold zu.

    "Was führt euch auf die große Reise Herr Kobold?" Ihre brauenen Augen zwinkerten freundlich.

    "Das Abenteuer? Die Liebe? Oder gar die Neugierde auf ferne Länder?"



    #123Verfasser Shifty_B (1372990)  16 Jan. 23, 10:47
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    Obwohl Friwi nun schon lange mit Menschen gemeinsam an einem Ort lebte, fand er ihre Umgangsformen immer noch drollig.

    "Bin weder Herr noch Knecht", erwiderte er fröhlich. "Friwi ist mein werte Name. Kobold nennen die Menschen mich und meinesgleichen, um mich von ihnen selbst unterscheiden zu können. Ach, und diese Reise ..." Friwi lehnte sich kurz zurück und streckte sich zufrieden. "Kann man denn auch nicht unterwegs sein? Gewiss, auch unter unseresgleichen ist es inzwischen sehr in Mode, sich feste Häuser zu bauen und dann dort auch zu bleiben, wo man schon einmal soviel Mühe darein investiert hat. Also, wie soll ich es ausdrücken ... nicht das Reisen bedarf eines Grundes, sondern das vor Ort bleiben, findet Ihr nicht auch? Ich war ... wie ein Vogel, der wartet, bis sich ein Schwarm zusammenfindet, um dann gemeinsam zu ziehen. Hat der Vogel denn ein Ziel? Oder folgt er nicht nur dem inneren Sehnen, dass er dunkel pochend in der Brust spürt? Tut er also, was er tun muss, weil er es nicht lassen kann?" ergänzte Friwi augenzwinkernd.

    #124Verfasserhäring (1359813) 16 Jan. 23, 12:36
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    Shiftys Blick schweift gegen Süden als sie die Worte Friwis hört.

    "Manchmal zieht es den Wandervogel aber auch in die heimischen Gefielde zurück, nicht wissend was ihn dort erwartet."


    "Gut zu wissen euch dabei zu haben Herr Friwi!"

    "An euch scheint ein wahrer Poet verloren gegangen zu sein." lächelt sie ihn an.


    Der Wagen rumpelt durch ein Schlagloch und Shifty wäre fast abgeworfen worden.

    Kurz hält sie sich an Friwis Schulter fest um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

    #125Verfasser Shifty_B (1372990) 16 Jan. 23, 13:29
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    Aljascha war froh, dass es weiter ging und sie musste zugeben das Fahren im Wagen war doch bequemer als zu laufen, besonders da sie noch eine weite Strecke zurück zulegen hatten.


    Sie dachte über die letzte Zeit nach. An die ganze Zeit nach den Eisbergen.

    War es ein Zufall gewesen das Shifty zu ihnen gestoßen war und nun Friwi? Mutter sagte immer es gäbe keine Zufälle, alles sei vorher bestimmt. Aber man dürfe es nie als Ausrede benutzen denn das Ende sei nie vorherbestimmt sondern ein Resultat aus den eigenen Entscheidungen. Mutter hatte zu allem eine Meinung gehabt dachte Aljascha.

    Was sie wohl über Friwi gedacht hätte?

    Aljascha beneidete ihn, die Selbstverständlichkeit mit der er das zauberte was er gerade brauchte oder wollte, Kobolde gingen eben sehr viel offener mit ihrer Magie um als wir Hexen es gelernt haben.

    Seit sie denken konnte hatte man ihr gesagt sie müsse ihre Fähigkeiten geheim halten, nur im Verborgenen Zaubern. Nicht umsonst zauberten Hexen mehr durch Flüche und Gesten und damit meinte sie kein auffälliges Fingerschnipsen.

    Auch wenn sie diesen Wagen mit seinen Komfort und den Staumöglichkeiten mit dem Fliegen auf dem Stab, oder klassisch Besen, sie grinste, als ob alle Hexen bucklicke alte Weiber mit Besen und Katze wären, verglich hatte so ein Koboldsein schon Vorteile.

    #126Verfasser Sands (427472) 18 Jan. 23, 07:58
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    Friwi hatte, kaum dass die Stadt hinter ihnen ausser Sichtweite war, seine Mütze abgenommen und unter seinem Sitz verstaut. Als keiner der Mitreisenden darauf irgendwie merkwürdig reagierte, atmete er erleichtert auf. Mit sichtbarem Behagen ließ er sich nun den sanften Wind um die hochstehenden spitzen Ohren und durch die Haare wehen. Diese Reise ließ sich wirklich gut an, fand er.


    Als es dämmerte, begann man nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit Ausschau zu halten. Es war schon fast vollständig dunkel, als in der Ferne die Lichter eines Dorfes auftauchten.

    Dort würde man sicher auch einen Gasthof finden, überlegte Grim gerade, als Friwi den beiden Pferden einen Wink gab, woraufhin die beiden ungerührt den Weg verließen und erst mitten auf einer Wiese zum Stehen kamen. Friwi sprang auch sogleich vom Bock und nahm die Gegend in Augenschein.

    "Alles da", verkündete er fröhlich. "Wasser - dort hinten, bei den Weiden. Feuerholz in dem Wäldchen dort, und der Boden hier ist eben genug, um das Zelt darauf aufschlagen zu können."

    "Und ein warmes Abendbrot gibt es wo?" fragte Grim etwas ungehalten. "Du erwartest doch nicht, dass ich ein paar Kaninchen aus ihrem Bau hole?"

    "Du erwartest doch nicht, dass sie dir von allein in die Pfanne springen?" fragte Friwi lachend zurück. "Aber vielleicht ist Lomma geneigt, dir beim Kaninchenjagen zu helfen. Oder bevorzugen Waldelfen Eichhörnchen?"

    "Ich fürchte, von einem Eichhörnchen wird Grim nicht satt", erwiderte Lomma. "Aber so schwer sind Kaninchen nun wirklich nicht zu fangen. Doch wartet mal ... hier in der Nähe wachsen Trüffel! Ich kann es ganz deutlich riechen ..." Und sie schloss die Augen, hob die Nase in die Luft und schnupperte. Darauf hatte Friwi nur gewartet.

    "Das dachte ich mir doch auch gleich, dass es hier nach Pilzen riecht", sagte er und tat harmlos, während er eine große weiche Feder aus seinem Wams zog und damit Lomma unversehens an der Nase kitzelte, so dass sie heftig Niesen musste. Friwi fand das ungeheuer lustig, aber Lomma war das sehr peinlich.


    Grim, der gleich neben den beiden stand, staunte nicht schlecht. Vor Lomma flufften plötzlich Pilzhüte aus dem Boden, mit jedem Nieser wurden es mehr.

    "Na, das hast du wohl noch nicht gewusst, was?" sagte Friwi und knuffte Grim in die Seite. "Wenn du Appetit auf Pilze hast, frag die Waldelfen."

    "Also ... das ist doch ..." begann Lomma empört. Zum Glück war es schon dunkel, dachte sie, und so bemerkten die anderen ihre Verlegenheit nicht. Waldelfen glaubten fest daran dass es Unglück bringt, wenn Nicht-Waldelfen von ihren magischen Fähigkeiten erfahren.


    "Sie können auch Wurzeln ausgraben, selbst wenn der Boden hart wie Fels ist. Und sogar im tiefsten Winter können sie den süßen Saft der Bäume trinken", fuhr Friwi ungerührt fort. "Und ... und man sollte sie niemals ärgern", ergänzte Friwi plötzlich ernst. "Sonst verwandeln sie einen bei lebendigem Leib in einen Baum. Und dann muss man sehen, wie man damit zurecht kommt. Bitte Lomma, es tut mir leid. Kommt nicht wieder vor. Versprochen." Und zum Zeichen dass er es wirklich ernst meinte zog Friwi einige Haselnüsse aus einer Tasche seines Wamses und reichte sie ihr.

    "Na gut", sagte Lomma zerknirscht. Wenigstens scheint er nicht zu wissen, dass es wenigstens drei Waldelfen auf einmal braucht, um ihn zum Baum werden zu lassen, tröstete sie sich und nahm die Nüsse an.

    #127Verfasserhäring (1359813) 18 Jan. 23, 11:11
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    Aljascha betrachtet das Treiben amüsiert. Sie hat nichts gegen ein Lagern außerhalb des Ortes und macht sich dran den anderen beim herrichten des Lagers zu helfen.

    „Wer kocht Fragt sie auf die Pilze deutend.

    „Der Koch ist Gasthof..“ brummt Grim, er fand eine Gaststube mit Zwergenbier, Musik und vielleicht einem ordentlichen Schweinebraten sehr viel verlockender als eine Lagerstätte draußen wo sich selber um Speis und Trank kümmern mussten.

    „Ach stell dich nicht so an… Friwi has du in den unendlichen Weiten deines Wägelchens auch einen großen Topf? Machen wir Pilzeintopf mit allem was wir sinst noch so finden können?“

    #128Verfasser Sands (427472) 20 Jan. 23, 07:55
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    "Ich erkunde ein wenig die Umgebung und vielleicht erwische ich ja ein Wildhuhn!"


    Shifty schulterete ihre Armbrust und schlich auf leisen Sohlen in Dickicht. Als es dunkler wurde, schimmerte ihr Stein in ihrem Medaillion als würden schwarze Wolken durch ihn hindurch ziehen. Desto dunkler es wurde, desto weniger schimmerte auch der Stein. Als der Schimmer schließlich aufhörte, wusste sie, dass sie in ihrem schwarzen Gewand fast unsichtbar war.


    Einige Minuten vom Lager entfernt kniete sie sich beim Bach hin um ein paar Schluck vom klaren Wasser zu nehmen.


    Da hörte sie ein Knacken eines Ästchens und ein leises Gurren auf der anderen Bachseite, nicht unweit einer mächtigen Eiche.

    Langsam nahm sie ihre Armbrust von der Schulter und spannte sie über den Knickhebel fast lautlos. Ein Bolzen rutsche vom Magazin auf die Sehne...


    Sie lauschte in die Dunkelheit hinaus.

    #129Verfasser Shifty_B (1372990) 20 Jan. 23, 12:43
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    Johanna und Alrik hatten den Treiben des Kobolds amüsiert erstaunt zugesehen. Während Alrik so ein bisschen sehnsüchtig nach dem Dorf und möglichen Gasthof schaute war Johanna von dem Lagerplatz sehr angetan.
    Sie half gerne dabei die Pilze und Sonstiges welches Lomma Mal eben so herbei brachte zu putzen und klein zu schneiden. Alrik schickte sie derweil zum Bach eine Kanne frisches Wasser für den großen Topf zu holen.
    #130Verfasser Masu (613197) 20 Jan. 23, 20:00
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    Shifty erkannte den ausgewachsenen Truthahn und hörte auch sein gleichmäßiges, Klickern und Gurren.

    Sie legte an, atmete tief ein und aus, und konzentrierte sich auf den Schuß.


    *Tong* schon schoß der Bolzen von der Sehne und der doppelt geschliffene kräftige Bolzenkopf durchschlug die Brust des Tieres.

    Helles Blut schoß vorne und hinten aus den Wunden und nach kurzem geflatter und einem sehr kurzen Todeskampf war es vorbei.

    Die Diebin repetierte ihre Armbrust leise und legte wieder an.


    War da noch eine Bewegung im Schatten?

    #131Verfasser Shifty_B (1372990) 23 Jan. 23, 07:58
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    Zur selben Zeit in Auerbach


    Xamal hatte gehofft, mit der Stadtwache leichtes Spiel zu haben. Aber da hatte er sich zu seinem Leidwesen geirrt. Auch wenn Auerbach immer noch tiefste Provinz war, eine unbedeutende Stadt mit nur einer handvoll Ratsmitglieder, hatte man dort doch die Zeichen der Zeit erkannt: Wenn die Stadt prosperieren sollte, musste der Handel florieren. Und damit der Handel florierte, mussten die Händler unbehelligt ihrer Wege ziehen können. Daher hatte man die Anschuldigungen der Reisenden auch sehr ernst genommen und Xamal in sicherem Gewahrsam untergebracht. In zwei Wochen wurde der Landgerichtshof in Auerbach erwartet. Dann würden die Umstände genau geprüft und ein Urteil gesprochen werden.

    Alle Versuche Xamals, seine Wärter zu bestechen oder anderweitig außer Gefecht zu setzen waren fehlgeschlagen. Er konnte nur hoffen, dass die Bruderschaft seine Nachricht erhalten und verstanden hatte ...


    Zur selben Zeit etliche Tagesreisen weiter südlich


    Nurhan und Mordai waren gut vorangekommen, aber noch immer lag ein Großteil des Weges vor ihnen.

    "Wir hätten Banu mitnehmen sollen", schimpfte Mordai wieder einmal. "Er ist der einzige, der eine Nachricht empfangen könnte." Mordai spuckte in weitem Bogen aus, bevor er weitersprach und eine neue Prise Kautabak zwischen seine Zähne steckte. "Wir hingegen schlagen uns die Tage und die Nächte um die Ohren, und wer weiß, wofür. Xamal ist seinen Hirngespinsten nachgejagt. Warum sollen wir ihn da wieder rausholen? Soll er doch im Norden verrotten."

    Nurhan blickte verächtlich auf ihren Begleiter.

    "Es ist schon schwer genug, dass ich dich mitnehmen musste", sagte sie dann. "Wie wäre das erst mit Banu geworden? Wo du doch schon ständig am Jammern bist über die 'anstrengende Reise'. Und wage es nicht, noch einmal über Xamal zu lästern. Ich bin sicher, dass er diese vermaledeite Prinzessin aufgespürt hat. Die Frucht ist reif, wir brauchen sie nur noch zu pflücken. Also weiter!"

    Nurhan gab ihrem Pferd die Sporen und preschte davon. Mordai murmelte etwas unverständliches und setzte ihr schließlich widerstrebend nach.

    #132Verfasserhäring (1359813) 24 Jan. 23, 09:24
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    Noch ein Auerhahn watschelte gurrend des Weges und *Tong* war auch er erledigt.

    Er zappelte noch ein wenig herum bis er schließlich verblutet war.


    Zufrieden durchquerte Shifty, gekonnt über die glitschigen Steine springend den Fluß.

    Sie rupfte die Vögel und steckte die schönsten Federn für den Bau von ihren Armbrustbolzen ein.

    Jeweils zwei Federn stabilisierten den Flug der tötlichen Geschoße.


    Mit einem Grinsen im Gesicht betrat sie den Lagerplatz.

    "Hat jemand Lust auf einen guten Truthan-Eintopf?" fragte sie zufrieden in die Runde.

    #133Verfasser Shifty_B (1372990) 24 Jan. 23, 11:20
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    „Wunderbar, … aber der Eintopf köchelt schon ne Weile,… Vielleichjt kann man die Vögel lieber über dem Feuer grillen .. „ überlegte Aljascha und lächelte Shifty an.

    Das würde ein ganz vorzügliches Abendessen werden...



    #134Verfasser Sands (427472) 24 Jan. 23, 12:12
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    Johanna hatte noch ein paar Kräuter vom Eintopf übrig gehalten. Sie wären dort drin zuviel geworden doch würden sie eine perfekte Füllung der Truthahn sein.

    Flink putzte sie die Kräuter, nahm die bereits gerupften Vögel aus und bereitete alles zum Grillen vor.

    #135Verfasser Masu (613197) 24 Jan. 23, 22:39
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    Aljascha lehnte sich zurück und seufzte „Ich glaube ich habe selten so gut gegessen. Da soll nochmal wer sagen viele Köche wären keine gute Idee. Da freu ich mich ja schon auf die weitere Fahrt wenn wir dann immer so gut essen.“

    Grim schaute auf „Ja das Essen war gut, aber wenn wir im Gasthof abgestiegen wären gäb es jetzt noch einige Krüge Zwergenbier und vielleicht ein Würfelspiel und Musik, na das übliche Treiben in einem Gasthof eben… und später ein vernünftiges Bett und … ach was nicht ist das ist eben nicht. Und immerhin sind wir nicht auf einer reinen Vergnügungsreise. Alrik, Meister der Karten..“ er lachte „wie weit is es denn eigentlich bis Afurar. Ein oder zwei Wochen? Oder gar noch länger?“

    Aljascha sah über Alriks Schulter auf die Karte. „Noch ein ganz schönes Stück aber noch scheint die Gegend recht nett zu sein, Wüste und so kommt wohl erst später wenn ich die Zeichnungen auf der Karte richtig deute.“ Fragend sah sie in die Runde.

    #136Verfasser Sands (427472) 25 Jan. 23, 08:38
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    "Ja Alrik, da hast du Recht." Shifty schaute auf die detaillierte Karte.

    "Das ist eine ausgezeichnete Karte mein Lieber....wo hast du die denn her?"


    Sie deute mit dem Zeigefinger auf die Straße in Richtung Süden.

    "Wir befinden uns hier und müssen hier runter." Ihr Finger erreicht den krakeligen Schriftzug Afurars.


    "Es geht natürlich nicht so schnell voran wie Heute, in 3 Tagen erreichen wir den Kirgis-Pass...hier die windet sich der Weg hinauf durch

    Geröll , Felsen und vielleicht ein paar Büsche....und Berglöwen."

    "Oben am Pass gibt es eine kleine Spelunke mit dem Namen "Gasthaus zum Südblick", wenn wir dort angekommen sind, dann geht es wieder einen Tag hinunter über den Pass in die südliche Tiefebene ins Reich der Tschurten, dem Reitervolk."

    #137Verfasser Shifty_B (1372990) 25 Jan. 23, 10:26
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    Grim schaute auch auf die Karte, "na viele Gasthöfe oder Herbergen scheint es ja auf dem Weg nicht zu geben wenn wir keinen Umweg über größere Ortschaften einplanen .." er schaute hoffnungsvoll hoch.

    "Nicht? Na dann ... " er seufzte leise und streckte die Beine aus.

    #138Verfasser Sands (427472) 25 Jan. 23, 12:27
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    Alrik war hochgeschreckt, als Aljascha ihm über die Schulter blickte. Er war so versunken in die Karte, dass er nicht mal bemerkt hätte, wenn die anderen weitergefahren wären.

    "Was?" er blickte verständnislos auf und wunderte sich, warum alle um ihn herum in Gelächter ausbrachen.

    "Die Karte? Die habe ich von meinem Vater. Er war Fuhrmann und bereiste die Gegend von unserem Heimatdorf aus sowohl nach Norden, als auch nach Süden. Mir war nie klar, dass er wirklich so weit unterwegs gewesen war." Nachdenklich blickte er wieder auf die Karte. "und ich frage mich, welche Dinge wir noch erleben werden und vor allem, ob ich den Verbleib meines Vaters klären kann."

    #139Verfasser Masu (613197) 25 Jan. 23, 14:52
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    "Ach, Menschen verschwinden nicht so schnell", sagte Lomma leichthin. "Noch nach Jahren findet man ... äh ..." Lomma verstummte, weil ihr klar wurde, dass Alrik vielleicht hoffte, seinen Vater noch lebend anzutreffen und dass es ihn eher nicht aufmuntern würde zu erfahren, wie lange sterbliche Überreste erhalten bleiben konnten. "Also, was ich sagen wollte, ich habe mal von einem Menschenkind gehört, das war im Wald verloren gegangen, und erst Jahre später ist es zu den Menschen zurückgekehrt. Man hat es dann wohl zuerst nicht erkannt, aber dann haben sich alle gefreut. Ja, so war das."

    Dann widmete sie sich interessiert der Karte.

    "So so, also über einen Gebirgspass müssen wir. Na, schlimmer als in den Eisbergen wird das auch nicht werden. Hoffe ich. Und dort in der Ebene leben dann diese Reiter-Tschurten? Hach, das wird sicher interessant. Ein ganzes Volk aus Reitern? Wie die wohl aussehen?" Vor Lommas innerem Auge nahm eine Art Mischwesen zwischen Pferd und Mensch Gestalt an.


    #140Verfasserhäring (1359813) 26 Jan. 23, 08:49
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    OOC Wie lange ist es denn her das Alriks Vater verschwand, er selber ist um die 12-13 ? Der Vater ist verschwunden als Alrik noch zu jung war um mit zureisen aber alt genug um einiges zu verstehen und sich bewusst an seinen Vater zu erinnern .. oder wurde es sogar schon irgendwo gesagt?

    Ende OOC

    #141Verfasser Sands (427472) 26 Jan. 23, 10:35
    Kommentar

    OOC Falls wir darüber gesprochen habe ist es mir entfallen. Aber ich schätze, dass Alrik so um die 9-10 Jahre alt war.

    Das hieße er wäre vor ca 3 Jahren verschwunden. Ich setze mal voraus, dass seine letzte Fahrt nach Süden ging, weil der Norden zu ungemütlich und zu wenig ertragreich geworden war. Und dann ist er ja nicht sofort verschwunden, sondern erst einige Monate später.

    OCC Ende

    #142Verfasser Masu (613197)  26 Jan. 23, 11:12
    Kommentar

    OOC:

    Wenn es euch nichts ausmacht, dann würde ich mal einen Zeitsprung Richtung Süden machen...

    OOC Ende


    #143Verfasser Shifty_B (1372990) 27 Jan. 23, 07:32
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    OOC 1 Klar können wir springen, dachte nur die ersten Tage könnte uns Gelegenheit geben Friwi etwas kennen zu lernen, den ganzen Weg jeden >tag ausspielen haben wir ja auch auf dem Weg in die Eisberge nicht gemacht, sondern eher wenn es nen Grund gab.

    Solange wir nicht über Afurar hinwegspringen :)

    OOC 2 3 Jahre kommt mir recht kurz vor wenn man bedenkt das Reisen damals ja noch länger dauerten, irgendwie in meinem Hinterkopf bin ich davon ausgegangen das Alrik noch viel jünger war als sein Vater verschwand. Einen 9-10 jährigen hätte man damals wohl eher mitgenommen als bei der Großmutter zu lassen zumal der Ort ja damals schon etwas "wunderlich" war. Für die Story ist es wohl nicht wichtig .. er verschwand als Alrik noch klein war .. KInder können Alter ja eher nicht einschätzen.

    Ende OOC

    #144Verfasser Sands (427472) 27 Jan. 23, 07:43
    Kommentar

    OOC:

    @shifty_b: wohin möchtest du denn springen?

    die drei Tage bis zum Gebirgspass passiert vielleicht nichts spannendes, aber die Schenke klang interessant und die angekündigten Berglöwen würde ich auch nicht einfach links liegen lassen wollen

    Ende OOC

    #145Verfasserhäring (1359813) 27 Jan. 23, 09:23
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    Ganz wie Shifty vorhergesagt hatte wurde der Weg nach etwa 3 Tagen sehr viel beschwerlicher, steiniger, felsiger und nach dem geruhsamen dahin Rollen in der Ebene mussten die beiden kleinen Pferde nun was tun für ihr Gras, von dem es hier aber immer weniger gab.

    Berglöwen hatten sie noch keine gesehen oder gehört. Aljascha war inzwischen vom Wagen geklettert und ging lieber neben dem Wagen her, sie hatte das Gefühl der Weg bestand nur noch aus Löchern und Steinen und da kam ihr selber gehen wesentlich bequemer vor als fahren.


    Grim sass weiter neben Friwi auf der Kutschbock und schien in Gedanken, "Denkt wohl an die angekündigte „Spelunke“ dachte Aljascha und grinste vor sich hin.

    Obwohl sie zugeben musste das sie selber auch nichts gegen ein Bier oder so hätte aber was man hier in der Einöde von einem Gasthof zu erwarten hatte lies das Grinsen schnell wieder verschwinden.

    #146Verfasser Sands (427472)  27 Jan. 23, 09:40
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    Friwi bemerkte, wie die beide Pferde etwas unsicher wurden. Beim jedem herabrieselndem Steinchen schauten sie sich erschrocken und witterten Gefahr.
    "Na, euch muss ich wohl mal die Ohren langziehen", brummte Friwi. Das eine Pferd blieb auch gleich stehen und schaute erwartungsvoll, während das andere den Kopf hängen liess.
    "Ach, das arme Pumpelchen", sagte Friwi und tätschelte dem Pferd den Kopf. "Das sind verständige Leute, siehst du? Brauchst dir keine Sorgen machen." Mit diesen Worten strich er Pumpelchen über die Ohren, Kopf und Hals. Unter Friwis Händen wurden die Pferdeohren länger und das Fell grau. Die gleiche Verwandlung nahm Friwi auch mit dem anderen Pferd vor.
    "So kommen sie besser durch die Berge", erklärte er.
    "Als Esel?!" fragte Lomma. "Solche Pferde habe ich noch nie gesehen."
    "Im Gebirge ein Eselchen, in der Ebene ein Pferdchen. Wie es am besten passt. Glaubst du jetzt, dass ich mich gut auf meine Reise vorbereitet habe? Solche Tierchen wie Schneckelchen und Pumpelchen findet man nur alle hundert Jahre einmal. Und ich habe gleich zwei. Nun kannst du ermessen, was für ein Glückspilz ich bin."
    "Pah, Glückspliz", brummte Grim leise. "Koboldmagie. Nein, ich weiß wirklich  nicht, was ich davon halten soll." Nach Meinung der Zwerge gingen Kobolde nicht mit dem gebührenden Ernst an das Leben heran. Dass Kobolde sich die Gier der Zwerge nach Schätzen gerne mal zu nutze machten um diese gründlich zu foppen, spielte sicherlich auch eine Rolle.
    Friwi zog es nun auch vor, neben dem Wagen her zu gehen.
    "Wie ist es, müssen wir auf irgendwelche Wegzeichen achten?" wandte Friwi sich an Shifty.
    #147Verfasserhäring (1359813) 27 Jan. 23, 20:04
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    Aljascha sah wie sich die beiden gescheckten Pferde langsam in Esel zu verwandeln schienen. Was sie aber mehr beeindruckte als dieVerwandlung der Tiere an sich war mal wieder die Selbstverständlichkeit mit der Friwi dieses zu veranlassen schien.

    Irgendwie war sie fast ein wenig neidisch auf diese Selbstverständlichkeit musste sie zugeben, ob sie wollte oder nicht.

    Sie erinnerte sich an ihre Mutter und wie sie auch Sachen zu sich herzauberte statt sie zu holen, ihren Besen die Stube alleine fegen lies, der Löffel den Eintopf umrührte wähend Mutter strickend im Schaukelstuhl saß .. aber das tat sie nur wenn sie unter sich waren, niemals wenn es auch fremde Augen gesehen hätten.


    Sie war gespannt wie die weitere Reise mit Friwi sein würde.

    #148Verfasser Sands (427472) 27 Jan. 23, 22:42
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    Als sie Friwi bei der Verwandlung der Pferdchen in Esel sahen, sprangen auch Johanna und Alrik beschämt vom Wagen und begannen den weiteren Weg zu Fuß in Angriff zu nehmen.

    Sie hatten überhaupt nicht darüber nachgedacht wie mühsam es für die beiden Zugtiere sein musste, den Wagen samt Waren und Reisegruppe den immer schlechter werdenden Weg hinan zu ziehen.

    #149Verfasser Masu (613197) 29 Jan. 23, 15:13
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    Der steinige Weg schlängelte sich durch eine enge Klamm und dann in südöstlicher Richtung hinauf auf den Pass. Immer wieder kollerte irgendwo loses Geröll zu Tale und nicht nur einmal mussten die Gefährten aufpassen, nicht von einem daherspringenden Stein getroffen zu werden.

    Was konkret die Rutschungen auslöste war nicht zu entdecken. Shifty beobachtete die Gegend genau, allerdings reichte auch ihr Blick nicht weiter als bis zur nächsten Anhöhe oder zum nächsten Rücken eines Hügels.


    Einmal kamen sie zu einer kleinen Quelle am Wegesrand wo ein ganz zart dahintröpfelndes Wässerchen ihre Wasservorräte auffüllte und die Esel getränkt wurden.


    Alles in Allem kann man sagen, dass in diesem Gebirge der trockene Süden seine erste Aufwartung machte. Karge, vom Wind hinweggeschliffene Berge, Geröllhalden, kleine, knorrige Büsche und nur noch niedrige, meist in Furchen geduckte Nadelbäume prägten die Landschaft.


    Schließlich erreichte die Gruppe am Beginn der Abenddämmerung den Kirgis-Pass. Der Weg führte nun schnurstracks gegen Süden und wenn man den Blick über die kleine Hochebene schweifen ließ, konnte man eine kleine Ansammlung von Steinhütten erkennen die schon beleuchtet waren.


    "Seht dort, das Gasthaus von dem wir in der Karte gesehen haben!"

    Sie deutete in Richtung Süden, wo dicht an den rechten Rand einer, wie von einem riesigen Beil in den Fels geschlagene Kerbe, eine kleine Ansiedlung gebaut war.

     

    Wieder einmal hat sich Alriks Karte als wertvoller Wegweiser erwiesen.

    #150Verfasser Shifty_B (1372990) 30 Jan. 23, 07:55
     
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