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  • Betrifft

    to realize - realisieren?

    Kommentar
    Das Wort "realiseren" bedeutet ja eigentlich "in die Tat umsetzen".
    Einige Leute benutzen den Begriff aber im Sinne von "begreifen".
    Ist das nur ein Aglizismus oder ist tatsächlich beides richtig?
    VerfasserTomSFox17 Jul. 07, 17:04
    Kommentar
    Beides, - Siehe Wörterbuch: realize

    und wenn Du mal auf der Seite weiter runter scrollst, wirst Du jede Menge ähnlicher Anfragen finden.
    #1Verfasser Electric Barbarella (244879) 17 Jul. 07, 17:06
    Kommentar
    Nun, wenn ich einfach blind den Angaben im Wörterbuch vertrauen würde, würde ich nicht nachfragen.
    Und die anderen Threads hatten nichts mit meiner Anfrage zu tun.
    #2VerfasserTomSFox17 Jul. 07, 18:03
    Kommentar
    @#1: Ja, im Sinne von "begreifen", da ist es ein ganz übler Anglizismus.
    #3VerfasserRudi17 Jul. 07, 18:33
    Kommentar
    #4Verfasser RE1 (236905) 17 Jul. 07, 18:35
    Kommentar
    Beware: "realize" is not usually used in English in the sense of "take in", "register", though it is used in this sense in German (according to Duden Universalwörterbuch).

    But why should "anglicism" and "correct" be mutually exclusive?
    #5VerfasserMikeE (236602) 17 Jul. 07, 19:50
    Kommentar
    because we responsible German speakers hate anglicisms with heart and soul
    #6Verfasser Josua(US) (343310) 17 Jul. 07, 22:56
    Kommentar
    I've met this translation quite often but it is, quite simply, wrong. The verb "to realise" is used as "begreifen" - nothing else.

    Translating "realisieren" as "to realise" is wrong - no english person would say this. Realisieren is "to achieve", "to implement", "to instigate" "to bring about" ...
    #7VerfasserGermanwelsh09 Jan. 08, 11:12
    Kommentar
    Offen gestanden habe ich ein Problem mit kategorischen Äußerungen wie z.B. "...but it is, quite simply, wrong..." ohne dass auch nur ein einziger Beleg mitgeliefert wird.

    Dass "realisieren" auch die Bedeutung "etwas erkennen", "sich einer Sache bewusst werden" haben kann - und damit auch der Bedeutung des englischen Verbs "to realize" gleichkommen kann, entspricht nicht nur meiner persönlichen langjährigen Erfahrung, sondern ist auch belegbar:

    http://www.dwds.de/?woerterbuch=1&kompakt=1&s...
    DWDS:
    "realisịẹren, realisierte, hat realisiert 〈lat.〉
    1. etw. verwirklichen, in die Tat umsetzen: e. Plan, Beschluß, den Vertrag r.; in der Landwirtschaft ist die neue Technik realisiert worden; das Projekt konnte in kürzester Zeit realisiert werden
    2. Neubedeut. etw. erkennen, sich etw. bewußt machen, sich einer Sache bewußt werden: [die Röntgenstrahlen] bargen heilende und zerstörende Kräfte zugleich ... deren volle Gefährlichkeit man erst in neuester Zeit in vollem Umfange realisiert hat Tageszeitung 1958; er brauchte eine geraume Zeit, bis er realisierte, in welcher Gefahr er geschwebt hatte
    3. Wirtsch. einen Wert, eine Ware in bares Geld umwandeln, gegen bares Geld verkaufen: Grundbesitz, Werte r.
    zu 1 u. 3 Realisatiọn, die; -, -en /Pl. ungebräuchl./ "


    http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ser...
    BERTELSMANN Wörterbuch:
    " re|a|li|sie|ren [V.3, hat realisiert; mit Akk.] 1 verwirklichen; einen Plan, ein Vorhaben r. 2 zu Geld machen, gegen Bargeld verkaufen; Immobilien r. 3 verstehen, sich klar machen, einsehen; ich habe erst lange danach realisiert, was dieser Vorfall eigentlich bedeutete [
    #8Verfasser Ulrich05 (236177) 11 Jan. 08, 23:33
    Kommentar
    @Germanwelsh
    doch, kann man sagen zB:

    he didn't live to see his dream realized.
    many people doubt that Dr King's vision of a peaceful future for the world will be realized any time soon.
    etc
    #9Verfasserschwänzer (316066) 11 Jan. 08, 23:40
    Kommentar
    Na ja, irgendwann schleicht sich halt auch ein Anglizismus in die Wörterbücher ein und gilt irgendwann als korrekt.
    Ursprünglich bedeutet "to realize" natürlich etwas anderes als "realisieren".
    Aber wenn genügend Leute oft genug sagen "Ich habe realisiert (= begriffen), daß ...", dann wird das irgendwann zum Bestandteil der deutschen Sprache, ob's uns paßt oder nicht.


    Was mich an Anglizismen nervt, ist zum einen die Tatsache, daß sie im Grunde die Leute beleidigen, die überhaupt kein Englisch können und sie deswegen nicht verstehen, und zum anderen die Tatsache, daß sie oft beide Sprachen verhunzen, nicht nur die deutsche. Denn viele Anglizismen (dieser hier nun gerade mal nicht) gebrauchen ja auch ein lächerliches oder völlig falsches, aber eben vermeintlich modernes Pseudo-Englisch.
    Werbung an einer hiesigen Spielhalle: "Let's have a play!"
    Oder, mein Lieblingsbeispiel, der mobile Kaffeestand auf dem Bremer Hauptbahnhof: "Coffee on Rolls".
    #10VerfasserHillard7 (369669) 12 Jan. 08, 00:18
    Kommentar
    Na, das waren jetzt mehr Beispiele für Denglisch als für Anglizismen, fällt mir gerade auf.
    Aber die Grenzen sind ja manchmal auch fließend, und die Problematik ist dieselbe.
    #11VerfasserHillard7 (369669) 12 Jan. 08, 00:21
    Kommentar
    And just to add one more wrinkle, there is the technical musical term "to realize a bass line". In Baroque music one often reads a "figured bass" line in which the bass line is given with numbers ("figures") denoting the inversions of the chords and any incidentals therein. An accomplished keyboard player can "realize the bass" by playing the given bass line and the indicated harmonies in an appropriate style. This is also called continuo, basso continuo, and thoroughbass.

    See here: http://books.google.com/books?id=-rn0xfIlf9UC...
    #12VerfasserRobert -- US (unplugged)12 Jan. 08, 00:21
    Kommentar
    Ist zwar sicher Ansichtssache - aber 1958 ist doch schon eine ganze Weile her und liegt wohl auch noch vor der Zeit, als die Verwendung englischer Ausdrücke besonders "cool" wurde.

    Anglizismen gibt es schon seit vielen Jahren. An die Couch und den Looping z.B. kann ich mich schon aus meiner frühesten Kindheit (50er Jahre) erinnern. Und die Bedeutung "erkennen" von "realisieren" kenne ich etwa so lange wie die Bedeutung "verwirklichen": ungefähr seit den 60er Jahren...
    #13Verfasser Ulrich05 (236177) 12 Jan. 08, 02:17
    Kommentar
    Ich wunder mich, wieviele Leute hier "realisieren" nicht auch als "erkennen", "etw. merken" auffassen.. das hab ich in der 2. Klasse in Deutsch gelernt und jeder, dem ich bis jetzt begegnet bin, hat mich auch verstanden..
    #14Verfasserbarney29 Sep. 08, 03:53
    Kommentar

    Die Antwort lautet ganz klar: Das deutsche "realisieren" hat mit dem englischen "to realize" nichts aber auch rein gar nichts gemein. Wer "realisieren" - also in die Tat umsetzen - mit der Bedeutung von "to realize" - also bemerken - gleichsetzt outet sich als ungebildet. Beleg: Der große Duden, Rechtschreibung.


    Wenn ich hier lese, man habe es in der 2. Klasse gelernt, daß "realisieren" auch im Sinne von "bemerken" verwendet werden kann der sollte sich bei seinem zuständigen Kultusministerium beschweren, solche "Lehrer" einzustellen. Wenn man gleichwohl verstanden wurde dann liegt das daran, daß die Menschen zu freundlich und höflich sind, als daß sie auf so einen Fehler aufmerksam machen. Denn das ist schon sehr, sehr peinlich.

    #15Verfasser Toni.Toronto (1367254) 15 Sep. 22, 17:36
    Kommentar
    Uraltfaden...
    Mir gefällt es mangels Sinnhaftigkeit auch nicht, aber
    tempora mutantur et lingua in illis.
    #16Verfasser reverend (314585) 15 Sep. 22, 17:42
    Kommentar

    Beleg: Der große Duden, Rechtschreibung. (#15)


    Ähm...


    Gebrauch

    1. [...]
    2. (in einem Prozess der Bewusstmachung) erkennen, einsehen, begreifen

    https://www.duden.de/rechtschreibung/realisieren


    #17Verfasser Gibson (418762) 15 Sep. 22, 17:42
    Kommentar

    #15: Wer "realisieren" - also in die Tat umsetzen - mit der Bedeutung von "to realize" - also bemerken - gleichsetzt[,] outet sich als ungebildet. Beleg: Der große Duden, Rechtschreibung.


    Wer für apodiktische Aussagen Belege behauptet, die es nicht gibt, und Kommaschwächen offenbart, outet sich als was? 😜

    #18Verfasser otem por aomo res (756563)  15 Sep. 22, 19:04
    Kommentar

    Zu #18

    Nicht nur Kommaschwächen... 😕

    #19Verfasser karla13 (1364913) 15 Sep. 22, 20:57
    Kommentar

    In diesem Fall ist es ja kein reiner Anglizismus, sondern ein Lehnwort aus dem Lateinischen in beiden Sprachen. Insofern finde ich es ein bisschen lächerlich, sich darüber aufzuregen, dass es nicht direkt von den Römern, sondern über die Angelsachsen zu uns kam. Ungefähr so wie die Aufregung über Hallowe'en, das von Irland den Umweg über die USA zu uns genommen hat.

    #20Verfasser tigger (236106) 16 Sep. 22, 09:06
    Kommentar

    Wieso macht es Halloween weniger aufregenswert, weil es von Irland statt von den USA kommt?

    #21Verfasser Gibson (418762) 16 Sep. 22, 09:52
    Kommentar

    Wieso überhaupt darüber aufregen? "Das ist kulturelle Aneignung"? "Das ist ein heidnisches Fest, das in unserer christlich geprägten Kultur nicht zu suchen hat (also so lange, bis das Christentum das genauso annektiert wie die Ostersymbolik oder das Mithrasfest)"? "Ich hab sonst nichts, worüber ich mich aufregen kann, also reg ich mich darüber auf"?

    #22Verfasserm.dietz (780138) 16 Sep. 22, 10:14
    Kommentar

    #21: Weil, glaube ich, viele Leute sich über alles, was aus den USA kommt, besonders aufregen. Weil ja neuerdings alles von da kommt und unsere Kultur verwässert und so.

    #23Verfasser JanZ (805098) 16 Sep. 22, 10:50
    Kommentar

    Richtig, weil sich jede Menge Leute über alles neumodische Kommerz-Zeug aufregen, das aus Ameriga kommt.

    #24Verfasser tigger (236106) 16 Sep. 22, 11:08
    Kommentar

    Aber mit der "Tradition", am 1. Mai wandern zu gehen, haben sie kein Problem, gell.....

    #25Verfasser grinsessa (1265817) 16 Sep. 22, 11:56
    Kommentar

    Re #22: Ich habe erst überlegt, nicht zu antworten, weil ich deine aggressiven Beiträge wirklich anstrengend finde, aber sei's drum.


    Ich habe deshalb ein kleines Problem mit Halloween, weil es so dicht an St. Martin liegt und sich beide das Süßigkeiten-bekommen teilen. Ich kann mir vorstellen, dass mittelfristig nicht beide überleben, und ich fände es schade, wenn eine alte deutsche Tradition vor allem für kleine Kinder von einem aus kommerziellen Gründen eingeführten Event verdrängt wird, egal woher.

    #26Verfasser Gibson (418762) 16 Sep. 22, 12:21
    Kommentar

    #18: Ein Blick in den Duden hilft in der Regel: "realisieren (verwirklichen, in Geld umwandeln)" Das war es dann auch schon. Noch Fragen?


    #27Verfasser Toni.Toronto (1367254) 16 Sep. 22, 14:22
    Kommentar

    Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ja, ich hätte noch mehrere Fragen.


    1. Von wann ist dein Duden?
    2. Warum ignorierst du andere Beiträge wie zum Beispiel die #17?
    3. Wieso verwendest du das hässliche englische Wort "outen"?
    4. Reicht dir das als Trollfutter oder bist du noch nicht satt?
    #28Verfasser Jalapeño (236154)  16 Sep. 22, 14:28
    Kommentar

    Volle Zustimmung zu #28


    Ergänzend dazu hätte ich ebenfalls noch eine Freitagnachmittagsfrage:


    • 5. Bei welchem Kultusministerium kann ich mich darüber beschweren, dass Schüler oder Schulabsolventen/-abgänger Sätze wie die folgenden offenbar nicht für „sehr, sehr peinlich“ halten?


    Wenn ich hier lese, man habe es in der 2. Klasse gelernt, daß "realisieren" auch im Sinne von "bemerken" verwendet werden kann der sollte sich bei seinem zuständigen Kultusministerium beschweren, solche "Lehrer" einzustellen. Wenn man gleichwohl verstanden wurde dann liegt das daran, daß die Menschen zu freundlich und höflich sind, als daß sie auf so einen Fehler aufmerksam machen. Denn das ist schon sehr, sehr peinlich.


    (SCNR)


    Und damit jetzt Schluss meinerseits .

    #29Verfasser karla13 (1364913)  16 Sep. 22, 15:05
    Kommentar

    zu ##17, 28, 29:


    1) Die richtige Antwort ergibt sich schon allein aus der Gegenprobe: Das deutsche "realisieren" heißt übersetzt im englischen "to accomplish" etc. und eben nicht "to realize".


    2) "Mein" Duden ist in der Tat schon älteren Datums. Aber zu dieser Zeit war er noch das Maß aller Dinge. Das ist er leider nicht mehr. Wie schreibt der Verein deutscher Sprache auf seiner Webseite so treffend: "Rettet die deutsche Sprache vor dem Duden." Denn der Duden nimmt auch den letzten Blödsinn in sein "Wörterbuch" auf wenn dieser Blödsinn nur häufig genug verwendet wird.


    3) Es gibt in Deutschland 16 Kultusministerien bei denen Sie sich beschweren können.


    4) Und ja: Es ist in der Tat sehr, sehr peinlich, falsches Deutsch zu sprechen bzw. zu schreiben. Warum diese einfache Feststellung gleich so viele "Haßkommentare" auf den Plan ruft ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Ihr könnt gerne alle so sprechen und schreiben wie Ihr möchtet. Beschwert Euch aber nicht, wenn man Kritik übt die im übrigen auch noch gut gemeint ist.

    #30Verfasser Toni.Toronto (1367254) 21 Sep. 22, 14:15
    Kommentar

    Ach,Toni, lass es doch bitte. Ein selbstberufener Sprachwächter mit Rechtschreib- und Interpunktionsschwäche, der Gegenargumente ignoriert und sich an Zirkelschlüssen erfreut, ist nur kurzzeitig amüsant.


    Du schreibst: "Die richtige Antwort ergibt sich schon allein aus der Gegenprobe: Das deutsche "realisieren" heißt übersetzt im [E]nglischen 'to accomplish' etc. und eben nicht 'to realize'."


    Wie übersetzt du dann beispielsweise das Wort in nachfolgendem Dürrenmat-Zitat?


    Ich weiß nicht«, sagte er, »ich kann das alles noch nicht recht realisieren. Ich wußte gar nicht, daß die Engländer so sozial aufgeschlossen sind und ihren Dienstmädchen einfach ein Schloß schenken.«"

    https://books.google.de/books?id=SIB7EAAAQBAJ...


    All das als gut gemeinte Hinweise.

    #31Verfasser Achim Almschreck (1359109) 21 Sep. 22, 14:56
    Kommentar

    (edit. Steht schon in #31)

    #32Verfasser Gibson (418762)  21 Sep. 22, 16:17
    Kommentar

    Dem in #31 zitierten Herrn Dürrenmatt (Friedrich D., 1921-1990) fehlt dort bedauerlicherweise das zweite "t".

    #33Verfasser Achim Almschreck (1359109) 21 Sep. 22, 18:40
    Kommentar

    Zu #31: Es gibt drei Möglichkeiten. 1. Herr Dürrenmatt war selber der deutschen Sprache nicht vollständig mächtig. 2. Herr Dürrenmatt läßt den Protagonisten bewußt falsches Deutsch sprechen oder 3. Der Verlag bzw. das Lektorat hat das Wort (falsch) verwendet. Dafür spricht, daß ein Schweizer kein "ß" kennt und gleichwohl steht dort "weiß" und nicht "weiss". Wie auch dem: Weder bin ich Sprachwächter noch ignoriere ich Gegenargumente. Aber offenbar gibt es bei Ihnen immer nur eine richtige Meinung. Sie mögen es amüsant finden oder auch nicht. Aber glauben Sie mir: Es bringt dauerhaft keinen Spaß, falsches Deutsch lesen oder hören zu müssen.

    #34Verfasser Toni.Toronto (1367254) 28 Nov. 22, 16:55
    Kommentar

    Mein Großvater hat sich auch furchtbar aufgeregt, als er laut Duden Tat statt That schreiben musste ;-)

    #35Verfasser manni3 (305129) 28 Nov. 22, 18:43
    Kommentar

    Ich weiß nicht«, sagte er, »ich kann das alles noch nicht recht realisieren. Ich wußte gar nicht, daß die Engländer so sozial aufgeschlossen sind und ihren Dienstmädchen einfach ein Schloß schenken.«

    In English, "realise" would not work here; maybe "grasp", if anything. You don't say "I can't realise X".


    (Just found the translation, and indeed "grasp" is used.)

    #36Verfasser CM2DD (236324) 28 Nov. 22, 19:02
    Kommentar

    Ein falsch realisierter Anglizismus sozusagen? Dieser Dürrenmatt war aber auch voll der Stümper!!elf

    #37Verfasser Kapustiner (1229425) 28 Nov. 22, 19:37
    Kommentar

    The book "English in Contact with Other Languages: English Loans in German after 1945 - which was originally published in 1992, i.e. 30 years ago, says:

    "Realisieren, which in German was for a long time only used for 'to make possible', is now often used in its English sense of 'to understand clearly, become aware of".

    How long does it take for a new meaning to be accepted? More than 30 years, but less than 300 years (as in the French etymology of realisieren)? So maybe 100 years? Or how long should it be?


    The "Verein deutsche Sprache", mentioned in #30, is not pro German, but purely anti English, and thus impossible to take seriously.

    #38Verfasser CM2DD (236324) 28 Nov. 22, 19:52
    Kommentar

    #37 An Anglicism taken over and made into something totally new, in a lovely creative process that is annoyingly hard to keep up with, especially if the new meanings are not mentioned in dictionaries :)

    #39Verfasser CM2DD (236324)  28 Nov. 22, 19:54
    Kommentar
    (OT: Ach, bringt Sankt Martin Süßigkeiten? Das wusste ich gar nicht, ist ganz unüblich in meiner Ecke des Waldes. Hier muss man auf den Nikolaus warten. LEO bildet! :-))
    #40Verfasser tigger (236106) 29 Nov. 22, 06:04
    Kommentar

    (Even further OT): Rather than complaining about the Americanization of German culture through the widespread adoption of Halloween, Germans should work towards having Americans adopt St. Martin's Day as a folk holiday here in the U.S. (Right now I have to inform people about my namesake's day.) It would be so cool to see those lanterns on the American streets.

    #41Verfasser Martin--cal (272273) 29 Nov. 22, 06:40
    Kommentar

    (Weiter OT):

    Wo ist Sankt Martin 2023 ein Feiertag?

    Deutschland kein Feiertag

    Österreich kein Feiertag - Burgenland (AT) Ruhetag nach Landesrecht, übrige Bundesländer kein Feiertag

    Schweiz kein Feiertag


    Wir haben immer noch recht viele kirchlich begründete Feiertage. Die Tendenz ist, sie abzuschaffen. In meiner Kindheit waren Josefi und Peter und Paul im traditionell katholischen Bayern Feiertage. Mariä Himmelfahrt ist in Teilen Deutschlands und anderen Ländern gesetzlicher Feiertag. https://de.wikipedia.org/wiki/Mari%C3%A4_Aufn...

    Vor einigen Jahren wurde der in überwiegend evangelischen Gegenden geltende Buß- und Bettag (Bet-Tag, gell) als Feiertag abgeschafft.

    Irgendwann sollen die Deutschen, die sowieso so viel Ferien und Feiertage haben, auch arbeiten, meinten die Politiker.

    Die Chancen für St. Martin stehen also schlecht ;-)

    #42Verfasser manni3 (305129)  29 Nov. 22, 10:59
    Kommentar

    (Ebenfalls OT): Ich kann Gibson verstehen, was den Konflikt Sankt Martin/Halloween angeht. Ich fand Sankt Martin immer das schönste Fest im Jahr: Basteln, singen, Laternenumzug (im Dunkeln), rumgehen und Süßigkeiten schnorren (aber dafür muss gesungen werden!), und wenn man Glück hat sogar ein Martinsfeuer. Und alles war auch noch verbunden mit der Idee des Teilens und der Barmherzigkeit Schwächeren, Ärmeren gegenüber. Rundum perfekt!

    Aber ich kann auch Halloween etwas abgewinnen - verkleiden macht immer Spaß. Nur leider kommen praktisch keine Kinder mehr zum Singen am Martinstag...

    #43Verfasser Nirak (264416) 29 Nov. 22, 11:52
    Kommentar

    Einmal an Sankt Martin hatte ich Mandarinen für die Kinder. Einer der Knirpse wollte die aber nicht, meinte, das dürfe er nicht essen, er dürfe nur Schokolade und Bonbons ... Sehr eloquent für einen vielleicht Vierjährigen :-)

    #44Verfasser penguin (236245) 29 Nov. 22, 11:58
    Kommentar
    Der wird mal Anwalt. Oder Jesuit.

    Haben wir aber auch zu Halloween beobachtet: echt unheimlich verkleideter Riesenzombie kommt aus seiner Garage und grollt, "was wollt ihr?" Vierjährige legt den Kopf in den Nacken und piepst völlig unbeeindruckt: "Süßigkeiten!!"
    #45Verfasser tigger (236106) 29 Nov. 22, 12:39
    Kommentar

    #43

    Evtl. ist das 'Räbeliechtlifest' bzw. der 'Räbeliechtliumzug' die Schweizer Version. Allerdings weiss ich nicht, ob diese Tradition noch aufrechterhalten wird, und ich kann mich auch nicht daran erinnern, ob sie damals in den '80ern irgendeinen religiösen Touch hatte.

    #46Verfasser Thirith (1037221) 29 Nov. 22, 13:01
    Kommentar

    Re 42: Wieso Feiertag? Hat das jemand gesagt? Halloween ist doch auch keiner.

    #47Verfasser Gibson (418762)  29 Nov. 22, 14:07
    Kommentar

    In #41 war die Rede von "folk holiday", aber vermutlich bedeutet das nicht "gesetzlicher Feiertag".

    #48Verfasser JanZ (805098) 29 Nov. 22, 14:17
     
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