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    Vor- oder Nachname in den USA

    Comment
    Ich gucke gerade "Dr. House" im Fernsehen, wobei mir aufgefallen ist, dass alle im Team ihre Kollegen mit Nachnamen anreden ("Foreman, machen Sie...") und auch mit Nachnamen über die Kollegen reden ("Wo ist Kutner?"), wohingegen sie über die Patienten mit Vornamen reden ("Vielleicht kann Eddy noch gerettet werden").
    Ist das... normal? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Ich käme mir ziemlich doof vor, wenn meine Kollegen, die ich recht gut kenne, mich mit Nachnamen (und ohne 'Frau' davor) anreden würden.
    AuthorLena (de) (507850) 17 Nov 09, 22:02
    Comment
    Habe ich auch schon öfters drüber nachgedacht, da House nicht das einzige Beispiel ist - ich rede meine Kollegen nur mit Vornamen an und sie machen es genauso und wenn ich so um mich herum sehe, ist ähnlich. (Allerdings reden wir über andere häufig mit deren Email-Namen, auch nicht immer hübsch.) Aber ich glaube, es ist nicht so unhöflich wie im Deutschen, nur den Nachnamen zu verwenden. Allerdings habe ich es noch nie so penetrant gehört, wie in den TV Shows.
    #1Authordixie17 Nov 09, 22:20
    Comment
    Das stimmt, das ist mir noch gar nicht so direkt aufgefallen (schaue aber auch nie House, aber das gibt es ja wirklich in einigen Serien). Den Nachnamen verwendet zumindest in meinem Umfeld hier sowieso niemand, wenn es sich nicht absolut vermeiden laesst und schon gar nicht ohne den Vornamen.
    In den Serien kommt es mir aber immer ein bisschen wie so ein Maenner/Jungsding vor, also vielleicht merke ich das nur deshalb nicht. Wenn mich jemand so ansprechen wuerde, wuerde ich nichtmal reagieren, faende ich irgendwie sehr daneben.
    #2Authorpluginbaby18 Nov 09, 02:28
    Comment
    Ich habe einen Arbeitskollegen, der bewusst mit dem Nachnamen angesprochen werden möchte. Er meint, er wäre verwirrt, wenn man ihn beim Vornamen nennen würde. Seine Begründung war, dass er bei der Army über 10 Jahre lang so genannt wurde und er sich daran gewöhnt hat. Man muss aber auch erwähnen, dass sein Nachname locker als (sehr schöner, m.M.n) Vorname durchgehen würde.
    #3AuthorGermknödel (Ö) (427811) 18 Nov 09, 02:32
    Comment
    Ich arbeite (als Deutsche) an einer amerikanischen Schule, und ich find es sehr irritierend, dass sich (und mich) viele Kollegen mit Nachnamen anreden. Selbst unser Vizedirektor ruft nach mir mit Nachnamen, wenn er am anderen Ende des Gangs ist. Ich find es sehr unangenehm, und einige Kollegen sagen mir, dass sie es auch als unhöflich empfinden, aber es scheint normal zu sein, und ich muss mich halt dran gewöhnen...
    #4AuthorSuquita0118 Nov 09, 06:25
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    An meiner australischen Schule (60er-Jahre) haben wir ausschließlich den Nachnamen verwendet: "Hey, Robinson! Franklin's an absolute dag!" Auch heute reden mich ein paar amerikanische und sogar deutsche Kollegen (eher etwas scherzhaft) mit meinem Nachnamen an. Das erinnert mich an meine Schulzeit; so was hält jung.
    #5AuthorStravinsky (637051) 18 Nov 09, 06:50
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    >>In den Serien kommt es mir aber immer ein bisschen wie so ein Maenner/Jungsding vor

    I think that's exactly right, and that's also exactly why Suquita01 and others might (very rightly) find it disrespectful in a work environment where colleagues are supposed to be treated as adults and as peers.

    Suquita01, if you don't like it, I think you should speak up. If the vice principal is a jerk, go to the principal. And if no one in authority will back you up, simply practice nonviolent resistance on your own part, answering every time with an offended-sounding 'I beg your pardon?!' If they seem (or pretend to be) surprised, you can say, 'It doesn't matter to me whether you call me Suquita or Ms. Müller, but I really find it disrespectful when you just call me Müller, and I wish you would stop doing that.'

    The atmosphere of Dr. House is like a stress situation and a young-male-bonding situation, like young men in the army on a mission, or young men on a football team or in a fraternity or something. (re #5: Or indeed, young men, or boys, at school.) But using only people's last name is also distancing. If they really knew each other well or cared about each other, they would use first names. If they really respected each other and did not know each other well, they would use last names and titles. But then that would no longer be a system that privileges the values of spoiled 20-something young Anglo males.



    #6Authorhm -- us (236141) 18 Nov 09, 06:55
    Comment
    Das überrascht mich jetzt doch.
    Ich habe bei meinen (Arbeits-)aufenthalten in den USA(North Carolina, Washington und Pennsylvania) ganz andere Erfahrungen gemacht: Vom kleinen Angestellten bis zum CEO hat sich üblicherweise jeder mit Vornamen angesprochen.

    Wenn mir bei Serien die Art und Weise wie Leute sich ansprechen negativ aufgefallen ist, habe ich das meist auf die Schwierigkeit zurückgeführt, you angemessen mit Du/Sie zu übersetzten bzw. den Wechsel zum richtigen Zeitpunkt zu bewerkstelligen.

    Man lernt nie aus... Auf der anderen Seite muss ich ja auch male bonding als Frau nicht unbedingt verstehen ^^
    #7AuthorChetara (616991) 18 Nov 09, 09:07
    Comment
    Public School and Army...
    ist zwar GB, aber kann man nicht oft genug sehen -
    http://www.youtube.com/watch?v=FiWJWLCoH2M
    #8Authorspinatwachtel18 Nov 09, 09:28
    Comment
    Das war bei "Akte X" auch so . Die beiden Hauptdarsteller reden einander per Nachnamen an (Mulder/Scully), und zwar ohne vorangestelltes Missis/Mister. Ichhabe das damals für eine Schrulle der beiden Charaktere gehalten.
    #9AuthorChris (AT) (237739) 18 Nov 09, 11:12
    Comment
    Das finde ich jetzt witzig.
    Früher wurde uns beigebracht
    "In Amerika reden sich alle mit Vornamen an" (in Kontrast zur deutschen Situation),
    jetzt sind es Deutsche, die es seltsam finden,
    dass man sich in einem beruflichen Umfeld mit Nachnamen anredet.
    P.S.: In meinem Umfeld reden sich auch alle mit Vornamen an.
    #10AuthorxMx (559255) 18 Nov 09, 11:32
    Comment
    Um die Verwirrung in Deutschland zu steigern: Ich kenne einen Arbeitskollegen, der einige Zeit in USA arbeitete und nach seiner Rückkehr nach Deutschland seither darauf Wert legt, dass er mit Vornamen angesprochen möchte, aber danach "per Sie". ("Hans, könnten Sie...")
    #11AuthorWeiss der Geier18 Nov 09, 11:39
    Comment
    @xMx: Das Problem ist, dass der Nachname verwendet wird, ohne dass ein Mr., Mrs., oder Ms vorangestellt wird.
    #12AuthorRämpftl (263958) 18 Nov 09, 11:51
    Comment
    Das Problem bei Ärzten ist wahrscheinlich,
    dass man nicht nur Mr., sondern den vollen Titel sagen müsste.

    "Dr. med. Rämpftl , was meinen sie dazu ?
    - Dr. med. xMx, ich denke , da müssen wir etwas tun."
    #13AuthorxMx (559255) 20 Nov 09, 13:11
    Comment
    "Dr. med. House" würde in den USA wirklich sehr seltsam klingen! ;-)
    #14AuthorHouse M.D.20 Nov 09, 13:43
    Comment
    Naja, aber ist das wirklich nur ein Jungs-Dingens? Ich glaube nicht. Ich mein Cuddy von der House-Serie fragt ja auch immer "Where is House" und nicht "Where is Gregory".

    Außer das war ein unbewusster Bock des männlichen Script-Writers. In dem Fall... alle Emmys wieder aberkennen. :)
    #15AuthorDr. med. Evil20 Nov 09, 14:15
    Comment
    Muss ich mir da jetzt Sorgen machen?
    Auch in Deutschland ist das wohl "unternehmens"-abhängig.
    Bei uns gibt es einen bunten Mix aus Vorname oder Nachname (ohne Anrede).
    Aber es ist durchaus üblich zu sagen: "Kannst du Müller mal ausrichten ..."
    Das stellt aber in keinster Weise eine Abwertung der Person dar.
    In einer Abteilung mit 30 Leuten und zig Michaels und Annas ist das dann eindeutig.
    Für mich ist es einfach nur ein lockerer Umgang und "normal". Dabei kenne ich das nicht nur aus einer Firma.
    #16AuthorLiette unpl20 Nov 09, 18:54
    Comment
    "Kannst du Müller mal ausrichten ..."
    Ja, so redet man in Deutschland - aber nur über abwesende Dritte!
    Wenn du Müller direkt anredest, wirst du immer Herr / Frau dazusagen.
    #17Authordr. dark20 Nov 09, 19:06
    Comment
    @#13: Ich habe zwar nie in einem amerikanischen Krankenhaus gearbeitet - aber oft genug gehört, wie Doktoren (der Medizin) angesprochen werden (wenn sie nicht ohnehin mit dem Vornamen angesprochen werden): "Dr. Miller", "Dr. Walker" - ganz sicher nicht "Dr. med. Miller" oder "Dr. med. Walker" (und auch nicht "Emm-di Miller", "Emm-di Walker", auch wenn "MD" auf der Visitenkarte steht)

    Ich habe außerdem die leise Vermutung, dass das Weglassen der Titel (in Dr. House und anderen Krankenhausserien) etwas damit zu tun hat, dass da "Doktoren unter sich" sind.
    #18Authorpraitt21 Nov 09, 23:15
    Comment
    Erinnert mich an den Chevy Chase Film ("Spione wie wir", glaube ich, hieß er), in dem sich Chevy Chase und Dan Aykroyd als Doktoren ausgeben und dann schließlich auf zwei andere Doktoren treffen... da haben sie sich gegenseitig händeschüttelnt wie folgt einander vorgestellt:

    - "Doktor"
    - "Doktor"
    - "Doktor"
    - "Doktor"
    - "Doktor"
    - "Doktor"
    ...

    Das heißt, auch Doktoren unter sich können sich mit dem Titel anreden...
    #19AuthorLang ists her21 Nov 09, 23:56
    Comment
    Re #19: ... ja, aber sicherlich nur in der deutschen Version, oder?
    #20AuthorWolfman (236211) 22 Nov 09, 00:18
    Comment
    http://www.entertonement.com/clips/rmczxxhyvs...

    Anscheinend auch in der englischen Variante (siehe Link) :)
    #21AuthorLang ists her22 Nov 09, 00:26
    Comment
    Das Problem bei Ärzten ist wahrscheinlich, dass man nicht nur Mr., sondern den vollen Titel sagen müsste. (#13)

    In Australien werden Chirurgen (mein Vater war nämlich einer) wieder mit "Mr. XYZ" (dann ohne "Dr.") quasi als Ehrenbezeichnung angeredet!

    Vor einigen Wochen gab es hier schon eine sehr lebhafte Diskussion zur ganzen Thematik "Dr." bzw. "MD" als Titel - finde ich aber auf die Schnelle nicht mehr.

    #22AuthorStravinsky (637051) 22 Nov 09, 07:23
    Comment
    #19 "Das heißt, auch Doktoren unter sich können sich mit dem Titel anreden..."

    Ich habe ja nicht gesagt, dass sie das nicht können - ich habe lediglich angemerkt, dass die etwas seltsam anmutende Anrede mit Nachnamen (untereinander) in den einschlägigen Serien etwas damit zu tun haben könnte, dass ... siehe #18 (und das halte ich nach wie vor für eine plausible Möglichkeit)
    #23Authorpraitt22 Nov 09, 09:22
    Comment
    In ER Carter was called by his surname from the day he got there right til the show stopped running. Very few people called him by his first name. Same with Weaver - she was Weaver to most people until she left.

    Mark, on the other hand, was always either Dr Greene or Mark, never just Greene.
    #24AuthorER fan23 Nov 09, 10:39
    Comment
    Also was ich beobachtet habe, ist, dass in den USA alles haeufig vorkommt:

    Arbeitskollegen sprechen sich mit Vornamen an, schon ab der ersten Begegnung (allerdings werden eventuell besonders hochrangige Personen mit Mr. / Mrs. angesprochen).....

    oder alle reden sich mit Nachnamen an wie bei House M.D. (und die hochrangigen Leute werden u.U. auch hier mit Mr. / Mrs. angesprochen) ....

    oder einfach gemischt beides ohne erkennbares Muster....

    und im Militaer Nachname und/ oder Rang (und wenn der Gegenueber den hoeheren Dienstgrad hat noch mit Sir)....


    Ich denke also, es gibt da kein allgemeingueltiges Rezept, ich kann es nichtmal auf gewisse Berufsfelder unterteilen (ausser bei der Army). Es waere moeglich, dass das ein regionales Phaenomen ist, wie man die Leute anspricht, aber ich weiss es wirklich nicht. Meine Herangehensweise ist deshalb, einfach erstmal gucken, wie die Leute miteinander reden, wo man gerade ist, und anpassen.
    #25AuthorCharlie Waffles (633962) 23 Nov 09, 13:21
    Comment
    Dr. House

    Soweit ich mich erinnern kann, werden die jeweiligen Charaktäre auch in allen 4 Staffeln (die ich bisher gesehen habe) auch in der Originalfassung (engl.) lediglich mit Nachnahmen angesprochen, e.g Cuddy: "Where's House?"

    Auch bei mir damals in meiner Klasse im Gymnasium sprachen sich die Jungs nur mit Nachnahmen an - das hat irgendwie ein Klassenkamerad in der 6.Klasse eingeführt und das hat sich bis Ende auch so gehalten. Wir reden uns auch heute noch so an - über 20 Jahre später
    ==> Jungen's Ding
    #26AuthorThinkingTwice ...almost (647614) 23 Nov 09, 14:11
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    Die meisten Jungs in meiner Klasse und in der meines Bruders sprachen sich auch nur mit Nachnamen an. Wir Mädchen hatten das dann so übernommen.
    Im Bekanntenkreis meines Freundes ist mir das auch aufgefallen. Scheint echt ein Jungen's Ding zu sein.
    #27AuthorCristini24 Nov 09, 14:23
     
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