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    Sprachlabor

    achtgeben oder Acht geben???

    Betrifft

    achtgeben oder Acht geben???

    Kommentar
    Und gleich noch eine Frage hinterher;-)
    ... etwas, worauf man gut achtgeben soll oder Acht geben soll?
    Im Regelwerk habe ich gefunden, dass "sehr achtgeben" ausschließlich zusammengeschrieben wird. Inhaltlich wäre doch "gut achtgeben" so ziemlich das Gleiche, oder?
    Verfasserda die Frage unbeantwortet blieb31 Mär. 10, 17:01
    Kommentar
    Deutsch schreibt man "achtgeben", so wie man auch "radfahren" schreibt. Die Sprachverhunzer haben daraus aber "Rad fahren" und "Acht geben" gemacht ("ich fahre Rad", "ich gebe allergrößte Acht". Nach Protesten haben sie bei "achtgeben" wieder einen "Callback" gemacht und lassen beide zu (Oder teilweise? Ich kann leider nicht nachschauen).

    Wie verquert diese kaputten Typen denken, glaubt man gar nicht. So darf man jetzt auch "Brust schwimmen" schreiben und auch "ich schwimme Brust"! Tanzenlernen ist ein weiteres Beispiel. Weil man ja auch sagen kann: "ich lerne Tanzen", soll man nun "Tanzen lernen" schreiben, statt "tanzenlernen". Aber das mal konsequent zu Ende (zuende?) gedacht: mach das bitte mal mit "kennenlernen". Ich lerne kennen?

    Kaputt, oder?

    #1Verfasserda die Frage unbeantwortet blieb31 Mär. 10, 17:02
    Kommentar
    http://www.duden-suche.de/suche/abstract.php?...
    acht|ge|ben [zu siehe →Acht]: a) auf etw. achten, aufpassen: gib gut ...

    achtgeben - ich gebe acht, du gibst acht, er gibt acht,...

    man muss gut/sehr/schön achtgeben, dass ....
    #2Verfasser Rex (236185) 31 Mär. 10, 17:05
    Kommentar
    Was wäre denn an "Acht geben" so furchtbar? Das sieht doch nur deshalb merkwürdig aus, weil man es vielleicht nicht gewohnt ist und bei "Acht" an 8 denkt.

    Und was soll falsch an "Tanzen lernen" sein? Es heißt ja auch "Schreiben lernen". Wann soll denn bitte "tanzenlernen" ein Wort gewesen sein?

    Und zum "Rad fahren" sei nur ans "Auto fahren" erinnert, das schon immer so geschrieben wurde. Nur "Brust schwimmen" ist zugegebener Weise etwas befremdlich. Man kann Schenkel braten, aber Brust schwimmen?

    #3VerfasserHenk31 Mär. 10, 18:43
    Kommentar
    Acht geben ist - für mein ganz persönliches, nicht linguistisch-wissenschaftliches Sprachgefühl - deswegen befremdlich, weil es das Substantiv 'Acht' (im Gegensatz zum Fahrrad oder den substantivierten Verben) außerhalb dieser Konstruktion praktisch nicht gibt. Das auseinanderzerren (aus einander zerren, grhrg) eines Ausdrucks, der eigentlich nur noch als Einheit existiert, find ich blöd. Isso
    #4Verfasser Miss Take (399408) 31 Mär. 10, 19:34
    Kommentar
    @Henk: Wenn du Acht geben kannst, dann kannst auch Neun oder Zehn geben :-> (cnr)
    #5Verfasser Stony0815 (607758) 31 Mär. 10, 19:44
    Kommentar
    @#4: Wie schreibst Du dann "Nimm Dich in Acht"? - "nimmdichinacht"? ;-)

    Und das Verb wäre dann "inachtnehmen"?
    #6Verfasser10040101 Apr. 10, 00:23
    Kommentar
    100401: Ich passe :))
    #7Verfasser Miss Take (399408) 01 Apr. 10, 00:37
    Kommentar
    #4 und #5: Ok, das Wort "Acht" gibt es außerhalb der Konstruktion "Acht geben/achtgeben" nicht als Substantiv, außer in der (wohl eher nicht gemeinten) historischen Bedeutung wie in "Reichsacht" oder eben als Zahl.

    Und man sagt auch nicht "ich gebe besondere Acht", sondern "ich gebe besonders Acht", was zeigt, das "Acht geben" ein feststehender Ausdruck ist. Ich halte die Großschreibung trotzdem für verkraftbar, weil der Bestandteil "Acht" in "Acht geben" für mich vom Sprachgefühl her trotzdem durchaus substantivischen Charakter hat. Oder geht "acht" für euch als Adjektiv/
    Adverb durch - gibt es etwa "achter" und "am achtesten"? Man kann es meinetwegen so sehen, ich fände das aber jedenfalls auch nicht stichhaltiger als die Interpretation als Substantiv.
    #8VerfasserHenk01 Apr. 10, 08:30
    Kommentar
    Nur der Vollständigkeit halber, "brustschwimmen" gibt der Duden als ein Wort an, und "Acht" ist auch noch in alten Wendungen wie "habe Acht" (kenne ich aus Liedtexten) vorhanden.
    #9Verfasserfirefly (de)01 Apr. 10, 08:33
    Kommentar
    Und lernen gehört mW noch [obwohl langsam im Wandel] wie auch gehen zu den Modalverbähnlichen Verben [+ Infinitiv], deshalb ist auch

    tanzen gehen/ tanzen lernen

    schwimmen lernen/ schwimmen gehen

    richtig.
    #10VerfasserIngeborg01 Apr. 10, 09:43
    Kommentar
    ...in LEO we trust: Siehe Wörterbuch: acht*+*geben . . .
    #11VerfasserDaddy . . . (533448) 01 Apr. 10, 10:41
    Kommentar
    Dann gäbe es da auch noch "außer Acht lassen" ...
    #12Verfasser10040101 Apr. 10, 18:41
    Kommentar
    ... und auch das kennt LEO: Siehe Wörterbuch: acht* *lassen . . .

    ... war wohl wegen Überschreitung der 100er Treffermarke in der Liste in #11 rausgefallen . . .
    #13VerfasserDaddy . . . (533448) 01 Apr. 10, 20:01
    Kommentar

    Im Österreichischen Wörterbuch steht "Acht geben" an erster Stelle (ist wohl eine unserer Sonderformen, einsehbar in besagtem Buch oder nach Buchkauf mittlwerweile auch online mittels Zugangscode). Sonst ist (z.B. in Deutschland) die Variante "achtgeben" richtig.

    #14Verfasser A.W.1989 (1369189) 06 Okt. 22, 09:56
    Kommentar

    Amtliches Regelwerk, § 34, E6:

    "

    In den nachstehenden Fällen ist bei den nicht näher bestimmten oder ergänzten Formen sowohl Zusammen- als auch Getrenntschreibung möglich, da ihnen eine Zusammensetzung oder eine Wortgruppe zugrunde liegen kann:

    achtgeben/Acht geben (aber nur: sehr achtgeben, allergrößte Acht geben), achthaben/Acht haben, haltmachen/Halt machen, maßhalten/Maß halten

    "

    #15Verfasser Lutz B (319260) 06 Okt. 22, 13:40
    Kommentar

    FWIW ... und da der alte Faden gerade wieder da ist : noch nicht erwähnt wurde, dass man auch über jemanden eine "Acht verhängen" bzw. jemanden damit "belegen" kann :


    https://www.duden.de/rechtschreibung/Acht_Ban...

     Acht, die

    Wortart:      Substantiv, feminin

    Gebrauch:      Geschichte

     ... Bedeutung   Ausschluss einer Person vom Rechtsschutz, wodurch sie vogelfrei wird

    Beispiele

           über jemanden die Acht verhängen

           jemanden mit der Acht belegen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

           jemanden in Acht und Bann tun (1. Geschichte; aus der weltlichen und kirchlichen Gemeinschaft ausschließen. 2. gehoben; aus einer Gemeinschaft ausschließen, verdammen.) ...


    #16Verfasser no me bré (700807) 06 Okt. 22, 13:52
     
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