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    Land und Leute

    Boycott a State -- Possible?

    Betrifft

    Boycott a State -- Possible?

    Kommentar
    Everybody (well not everyone) wants to boycott AZ (Arizona), in the USA. Opinion withheld.

    Is it possible even to boycott a country within the EU?

    I hope this isn't too weird.

    I, as an American, find it too hard and difficult to boycott a US State, and I thought to myself, can the EU boycott a member state?

    (Apologize Leo, if this isn't the right category.)
    Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 14:39
    Kommentar
    Wer sollte ein EU-Land in welcher Hinsicht boykottieren?
    Die EU beim Zuweisen von Förderungsmitteln?
    Die anderen Staaten bei der Einladung zu einem Gipfeltreffen?
    Die Bürger bei der Wahl ihres Urlaubsorts?
    Und aus welchem Grund sollte man das wollen?
    #1VerfasserAndreas F.12 Mai 10, 14:43
    Kommentar
    Interesting questions, Andreas F. That's my question: can a state/country really "boycott" another? It's very ... I don't know. CA (and others) in the USA are thinking of boycotting AZ, and I thought: this wouldn't "fly" in the EU. Right?
    #2Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 14:51
    Kommentar
    Ich meine mich zu erinnern, dass es zwischen der EU und Oestereich Irritationen gab. Ich weiss allerdings nicht mehr ganz genau, worum es eigentlich ging. Die Regierungskoalition in Oesterreich oder ein Minister waren der EU nicht ganz koscher und es gab irgendwelche Sitzungen, zu denen die oestereichischen Delegation nicht eingeladen wurde. Aber wie gesagt, die Erinnerung ist etwas vernebelt.
    #3Verfasser Rex (236185) 12 Mai 10, 14:52
    Kommentar
    Das gab es (zumindest in Ansätzen) schon einmal, nach der Bildung der ersten schwarz-blauen Regierung in Österreich 2000.
    #4Verfasser RE1 (236905) 12 Mai 10, 14:53
    Kommentar
    @ opine: Worum geht es denn da bei dem Boykott von Arizona? (Ja, bin zu faul zum Googeln...)
    #5VerfasserZora [de] (593998) 12 Mai 10, 14:58
    Kommentar
    Ich schließe mich Andreas F. an:
    Die Frage ist für mich nicht recht verständlich. Meinst Du , ob es einfach ist?
    Für den einzelnen Bürger ist es insofern möglich, ein Land der EU zu boykottieren, als für viele Waren eine Kennzeichnugspflicht besteht. Da steht dann eben, aus welchem Land die Lebensmittel oder das Gerät kommen - und man kann seine Kaufentscheidung danach richten. Es wird aber in den USA nicht auf jedem Kartoffelsack stehen, ob die Dinger aus Arizona, Kalifornien oder Arkansas kommen, oder doch? Erschwert wird die Sache dadurch, dass große Konzerne meistens nicht nur in einem Land produzieren - da führt der Boykott einer holländischen Firma schnell mal zur Schließung einer französischen Fabrik...
    #6Verfasser Irene (236484) 12 Mai 10, 14:59
    Kommentar
    Aber das war doch kein Boykott. Das war eine diplomatische Verstimmung, weil Schüssel als Wahlverlierer auch noch die Rechten in die Regierung holte, um Kanzler zu werden. (Der Bundespräsident hat damals nicht nur eine Kabinettsliste abgelehnt...)

    Meiner Ansicht nach können sich die EU-Staaten untereinander nicht boykottieren, weil das ja dem Sinn der EU völlig zuwiderläuft. Das wäre genauso dumm bzw. kontraproduktiv wie die Forderung mancher rechts- und linksextremer Parteien, aus der EU wieder auszutreten.
    #7Verfasser tigger (236106) 12 Mai 10, 15:02
    Kommentar
    Auch wenn es kein Boykott im eigentlichen Sinne war, so ist es dennoch eine Massnahme gewesen, um einen EU Mitgliedsstaat zu massregeln. Und das ist auch so ziemlich das Einzige, an das ich mich erinnern kann, das einem Boykott, wenn auch nur entfernt, nahe gekommen ist.
    #8Verfasser Rex (236185) 12 Mai 10, 15:09
    Kommentar
    @opine:
    Deine Frage ist zu allgemein, um sie beantworten zu können.
    Würde ein Boykott technisch funktionieren? -> Hängt davon ab, wie die Boykottmaßnahmen aussehen sollen.
    Wäre ein Boykott rechtlich oder moralisch zulässig? -> Hängt davon ab, wer wen in welcher Form boykottiert.
    Wäre ein Boykott politisch durchsetzbar? Würden genügend viele mitmachen? -> Hängt auch vom Anlass ab, den der "Schuldige" geliefert hat.

    Keine Antwort möglich ohne konkretere Beschreibung, worum es dir geht.
    #9VerfasserAndreas F.12 Mai 10, 15:10
    Kommentar
    @#5. It's about immigration. Some states want to boycott Arizona because they passed a questionable law ... well, I don't want to go into details. They made a poor decision, IMHO!
    #10Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 15:11
    Kommentar
    @#9, They are subject to possible boycott (and it's happening) due to immigration laws.
    Your breakdown is interesting, and makes me think again: is it really possible to boycott, in the "US of A", or the "EU". All of the members in both cases are part of a "unit" and ... how do you shun a member?
    #11Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 15:16
    Kommentar
    Diese sogenannten Sanktionen waren damals:

    "Die Regierungen der 14 Mitgliedsstaaten werden keinerlei offizielle bilaterale Kontakte auf politischer Ebene mit einer österreichischen Regierung unter Einbindung der FPÖ betreiben oder akzeptieren; Es wird keine Unterstützung für österreichische Kandidaten geben, die Positionen in internationalen Organisationen anstreben; Österreichische Botschafter werden in den EU-Hauptstädten nur noch auf technischer Ebene empfangen."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weisenbericht

    Die Mitarbeit Österreichs in den EU-Gremien hat nach meiner Erinnerung klaglos weiter funktioniert. Im Gegenteil gab es schon einmal eine Situation, wo ein Mitgliedstaaat über längere Zeiträume versucht hat, EU-Gremien zu blockieren ("Politik des leeren Stuhls").

    http://de.wikipedia.org/wiki/Politik_des_leer...
    #12Verfasser Rotweißrot (677789) 12 Mai 10, 15:28
    Kommentar
    @11

    I don't think you can compare the sovereign countries in the EU with the states in the US.
    #13Verfasser Rex (236185) 12 Mai 10, 15:30
    Kommentar
    So ganz genau weiß ich immer noch nicht, was da in den USA geplant ist...

    Mein Antwortversuch:

    Staatliche Behörden müssen sich an gesetzliche Bestimmungen halten und können niemanden willkürlich von der "Bedienung" ausschließen.
    EU-Staaten als ganze müssen sich an die vertraglichen Regelungen der EU halten. Das ließe zwar noch Spielraum zu, weil die Einzelstatten ja noch viele Souveränitätsrechte selbst besitzen ... aber:
    Die EU beruht auf Freiwilligkeit, viele Dinge können nur einstimmig geregelt werden. Da muss man miteinander reden, sich arrangieren, Kompromisse suchen. Eine Zwangsmaßnahme wie ein Boykott würde die dafür nötige vertrauensvolle Atmosphäre für längere Zeit vergiften - das kann niemand wollen.
    Symbolische Aktionen auf diplomatischer Ebene mag es geben, aber viel mehr wohl nicht, oder jedenfalls nicht für lange...

    Anders ist es mit einem Boykott auf privater Ebene (Bürger, Privatunternehmen):
    Bürger können Waren aus einem Land boykottieren, nicht mehr dorthin reisen usw. Die Medien könnten zu einem solchen Boykott aufrufen. Wie viele da mitmachen würden, hinge sicherlich vom Einzelfall ab.
    Privatunternehmen würden wohl zuerst ans Geschäft denken und es sich mit keinen potentiellen Kunden oder Lieferanten verderben wollen. Und die Privatunternehmen sind vielfach EU-weit aktiv und verflochten; dafür wurde die EU ja gemacht. Boykottneigung: kaum.
    #14VerfasserAndreas F.12 Mai 10, 15:32
    Kommentar
    well, I don't want to go into details.
    Warum machst du dann einen Thread dazu auf?
    #15Verfasser tigger (236106) 12 Mai 10, 15:34
    Kommentar
    War das Arizona, wo das neue Gesetz (zur Verhinderung der illegalen Einwanderung) es erlaubt, jeden der ausländisch(sprich spanisch/mexikanisch etc.) aussieht, wahllos zu kontrollieren (drangsalieren) und falls man seine Papiere nicht dabei, hat auch gleich ins Gefängnis zu stecken?
    #16Verfasser Chetara (616991) 12 Mai 10, 15:51
    Kommentar
    OT: Wasn't it about a lady with a slightly confused mind, who passed a law that allows the police to arrest basically any immigrant-looking person just like that off the street?

    Well I thought people want to move away from AZ (or not to AZ anymore) if the law isn't revoked, not sure though.

    Please enlighten us, opine.
    #17VerfasserAsdf (481171) 12 Mai 10, 15:56
    Kommentar
    So, da hab ich eben doch selber gegooglt:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,...
    #18VerfasserZora [de] (593998) 12 Mai 10, 15:56
    Kommentar
    @#14. Well-put, and thanks. That's my topic. In the EU, it's against the interest(s) of the members to boycott. It's just counter-productive for the good of the whole, due to the various regions. Volumes could be written, but as you said at the end: Boykottneigung: kaum.

    In the US, to boycott a State is just so "foreign" to begin with. I was thinking that we need to take a page out of the EU playbook and say: Hmmm, no, we're in this together.

    @13, Rex. Good point. It's sovereign countries vs. united states (sic). Interesting.

    @15, I didn't mean it that way, when I wrote that.
    #19Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 15:57
    Kommentar
    #16-18. Sorry I was writing, and didn't see posts.

    Yes, a law that is passed and will eventually go into effect.

    It's caused a stir in the USA. Other states want to boycott Arizona.

    The details are difficult to describe. But, maybe Zora's link helps.
    #20Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 16:03
    Kommentar
    Das Gesetz, welches der Staat Arizona letztendlich in Kraft gesetzt hat, wurde textlich so geaendert, dass die Sprache eindeutiger war als die, die zu den Protesten gefuehrt hat.
    Das Gesetz besagt m.W., dass die Strafverfolgungsbehoerden Arizonas, also zB State Troopers, bei "gerechtfertigten" Kontrollen die betreffende Person nach ihrem Immigrationsstatus fragen duerfen bzw die per US Gesetz jederzeit mitzufuehrenden Ausweise/Papiere verlangen koennen.

    Der Protest ergab sich vordergruendig deshalb, weil aus dem urspruenglichen Text das "gerechtfertigt" nicht hervorging.
    Hintergruendig geht es allerdings um die Immigrationspolitik insgesamt und den Umgang der Obama Regierung mit dem Thema.
    #21Verfasser Rex (236185) 12 Mai 10, 16:04
    Kommentar
    NY Times: The law, which proponents and critics alike said was the broadest and strictest immigration measure in generations, would make the failure to carry immigration documents a crime and give the police broad power to detain anyone suspected of being in the country illegally.

    So basically even if you are an American citizen but unfortunately do not carry your passport, you can be arrested for looking hispanic. HOw do they want to know whether you are immigrant without papers or American citizen without your passport?!
    #22VerfasserAsdf (481171) 12 Mai 10, 16:18
    Kommentar
    @Asdf, Exactly. It's a slippery slope. It makes everyone "vulnerable". It's well ... again, I don't want to go into details. So, other U.S. States, want to boycott, since the law is bizarre, and well ... cut to the chase ... can you really boycott a State nowadays? It's very difficult, due to the interrelatedness of ... everything.

    Sometimes in boycotting, you bite the hand that feeds you. What do you do?
    #23Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 16:25
    Kommentar
    @ #19
    It's just counter-productive for the good of the whole

    Das habe ich nicht gesagt.
    Stimmt zwar meist; aber manchmal kann es dem Gemeinwohl dienen, wenn man einem einzelnen Land drastisch verdeutlicht, dass es in einem bestimmten Punkt falsch liegt.

    Was ich gesagt (bzw. gemeint) habe:
    Eine Zwangsmaßnahme wie etwa ein Boykott macht es in der EU denen schwerer, die in Zukunft eine Regelung über Dieses oder Jenes herbeiführen müssen, weil das nur mit dem Wohlwollen aller Beteiligten geht.
    Je fester man verbunden ist, desto heftiger kann man sich streiten: Wenn sich die Mitglieder einer Band zoffen, geht vielleicht die Band in die Brüche; das riskiert man nicht so gerne. Geschwister dagegen bleiben Geschwister, egal wie sehr man sich fetzt.
    #24VerfasserAndreas F.12 Mai 10, 16:31
    Kommentar
    @tigger (#7): Sicher, es war wie gesagt nur in Ansätzen, die erwähnten Sanktionen, das Schneiden österreichischer Politiker, ein belgischer Politiker, der ankündigte, nicht mehr in Österreich Urlaub zu machen, die Aufrufe zum Boykott österreichischer Produkte etc. (Das selbe, noch etwas schwächer, gibt es ja auch jedesmal, wenn Herr Berlusconi wieder einmal Ministerpräsident wird.) Insofern sehe ich schon starke Parallelen zum Fall Arizona.
    #25Verfasser RE1 (236905) 12 Mai 10, 16:32
    Kommentar
    Sorry if this isn't an answer to the question, but are you sure, opine, that other states are planning to boycott Arizona? I've heard about several boycotts and calls for boycotts; for example, a coalition of civil rights and labor groups announced a nationwide boycott, meaning e.g. they will not hold conventions there, and a New Jersey senator has called on Major League Baseball to boycott Arizona -- normally, some 15 teams hold their spring training there. But I haven't heard anything about states boycotting another state. What form would that take? Do you have any details or links? Now I'm very curious.
    *edit*
    Senator Robert Menendez of New Jersey called on Major League Baseball players to boycott the 2011 All-Star game.
    #26Verfasser Liz (ae in de) (583627) 12 Mai 10, 16:46
    Kommentar
    @#24, I agree with your viewpoints. I was not trying to put any words in your mouth. Sorry if it sounded like that. Your thoughts/statements are very wise, IMHO.
    @#26, No, no links. It's in the press. I don't want to "link" too much! There's talk about this and that, and well, my OP, is about can a Union/Entity truly/really boycott a single (member) state? Next step ... secession! JOKE! It's complicated.
    #27Verfasseropine (680211) 12 Mai 10, 17:07
    Kommentar
    @#27: Don't worry, I didn't feel offended at all - just wanted to avoid misunderstanding.

    Noch ein Gedanke:
    Ein Boykott ist ursprünglich ein Mittel des wirtschaftlichen Machtkampfs, um jemanden (z. B. ein Unternehmen) in die Knie zu zwingen. Das geht nur, wenn der Boykottierte von den Boykotteuren in ihrer Gesamtheit wesentlich abhängiger ist als umgekehrt.
    Staaten sind meist gegenseitig abhängig (jedenfalls die Mitglieder der USA bzw. der EU), und das auf den unterschiedlichsten Gebieten, so dass ein echter Kampf nicht in Frage kommt.

    Eine andere Sache ist ein politischer oder symbolischer Boykott: Ich setze bestimmte Formen der Zusammenarbeit für eine Weile demonstrativ aus, um dem anderen deutlich zu zeigen, wie ernst es mir mit der Kritik an seinem Verhalten ist. Das kann auch in der Sache ein wenig weh tun, geht aber selten an die Substanz. Man muss ja viele Dinge trotzdem gemeinsam oder gegenseitig am Laufen halten, und man muss hinterher auch wieder miteinander reden können. Letztlich ist das eine Form der politischen Demonstration, und das geht auch zwischen Staaten.
    Der klassische Mini-Boykott (Eskalationsstufe 0.1): Ein Land beruft seinen Botschafter aus dem anderen Land ab. (Das übrige Botschaftspersonal bleibt und stellt weiter Pässe und Visa aus, damit die Menschen reisen können.) Alles rein atmosphärisch.
    Das kann man ausweiten, bis der erwünschte Grad an Aufmerksamkeit beim Rest der Welt (und damit genügend öffentlicher Druck auf den Boykottierten) erreicht ist.
    #28VerfasserAndreas F.12 Mai 10, 17:37
    Kommentar
    I don't want to get into the rest of the considerations surrounding this thing (though I have myself been pondering how a private individual is supposed to boycott a state with which she has little to do in the first place), but Rex's No. 21 moves me to write:

    >> die per US Gesetz jederzeit mitzufuehrenden Ausweise/Papiere 

    This is exactly the problem. I don't know what ID legal residents are required to carry, but U.S. citizens are precisely not required to carry identification at all times. This is exactly why the debate over national ID cards has met with such strong pushback among the populace, whatever their political persuasion. If you're just walking down the street minding your own business, you don't even have to produce a driver's license or state ID, much less proof of citizenship (birth certificate, certificate of naturalization, passport). That's why the Fourth Amendment ("unreasonable search and seizure") is being thrown around in the debate.
    #29VerfasserKatydid (US) (694445) 12 Mai 10, 18:05
    Kommentar
    @ #29

    http://www.uscis.gov/portal/site/uscis/menuit...

    A green card is issued to all permanent residents as proof that they are authorized to live and work in the United States. If you are a permanent resident age 18 or older, you are required to have a valid green card in your possession at all times.

    Ich weiss allerdings nicht, wie die Regelung fuer Inhaber von Visa ist. Ich weiss nur, dass ich meine green card staendig bei mir haben muss.



    Aufgrund der vielfaeltigen "Missinterpretationen" und "Fehlinformationen" seitens diverser Interessengruppen auf beiden Seiten des Spektrums, ist es relativ schwierig sich ein Bild von der Gesetzeslage in Arizona zu machen, ohne dabei in das Gesetz selbst zu schauen. Hier mal eine link zwecks Uebersicht:
    http://www.cis.org/announcement/AZ-immigratio...

    Hier ein Ausschnitt:
    The new Arizona law mirrors federal law, which already requires aliens (non-citizens) to register and carry their documents with them (8 USC 1304(e) and 8 USC 1306(a)). The new Arizona law simply states that violating federal immigration law is now a state crime as well. Because illegal immigrants are by definition in violation of federal immigration laws, they can now be arrested by local law enforcement in Arizona. 

    Zuvor war der Verstoss gegen die Pflicht zum Tragen einer ID in AZ, wie in vielen Bundesstaaten, lediglich ein 'misdemeanor'.

    Und dann das, was m.E. den groessten Aufruhr verursacht hat:
    The law only allows police to ask about immigration status in the normal course of “lawful contact” with a person, such as a traffic stop or if they have committed a crime.

    Hier wurde nach den Protesten und vor Unterzeichnung der Terminus "lawful contact" eingefuegt.

    Mir faellt gerade der Fachbegriff nicht ein, aber in einigen Bundesstaaten ist es ja verboten, am Steuer ein cellphone zu benutzen. Dennoch koennen in einigen Staaten die Fahrer nicht belangt werden, weil sie nicht nur wegen des cellphones angehalten werden duerfen. Gleiches gilt in einigen Staaten auch immer noch fuer die Anschnallpflicht. Erst wenn man wegen eines anderen "wichtigeren" Verkehrsvergehens angehalten wird, darf der Officer auch die "minderen" Vergehen ahnden.

    Die neue Sprachregelung des Gesetzes in AZ sagt nun also im Prinzip, dass law enforcement eben nicht einfach nur so jemanden nach seiner ID als Immigrant fragen darf, nur weil er zB wie ein Mexikaner aussieht.

    Und hier, wie es im o.g. link steht:
    # Before asking a person about immigration status, law enforcement officials are required by the law to have “reasonable suspicion” that a person is an illegal immigrant. The concept of “reasonable suspicion” is well established by court rulings. Since Arizona does not issue driver's licenses to illegal immigrants, having a valid license creates a presumption of legal status. Examples of reasonable suspicion include:
    * A driver stopped for a traffic violation has no license, or record of a driver's license or other form of federal or state identification.
    * A police officer observes someone buying fraudulent identity documents or crossing the border illegally.
    * A police officer recognizes a gang member back on the street who he knows has been previously deported by the federal government.
    # The law specifically states that police, “may not solely consider race, color or national origin” when implementing SB 1070.
    #30Verfasser Rex (236185) 12 Mai 10, 18:41
    Kommentar
    Q: "Ich weiss allerdings nicht, wie die Regelung fuer Inhaber von Visa ist. Ich weiss nur, dass ich meine green card staendig bei mir haben muss"

    Mein Visum setzt sich aus mehreren Teilen zusammen; einmal ein Aufkleber im Pass, dann meine Papiere zum Aufenthalt, und ein separates Visum zum Arbeiten (freelance). Ich muss alle Teile immer bei mir haben (ist also nicht nur bei der Greencard so), allerdings werde ich selbst am Flughafen (domestic flights versteht sich) nicht danach gefragt, Pass reicht. Ich werde bei der Immigration immer darauf hingewiesen, dass es illegal wäre, die Papiere nicht bei mir zu haben, und es Ärger geben könnte.

    Ich fühle mich nicht speziell unfair behandelt deshalb.
    #31Verfasser Anna_10022 (683244) 12 Mai 10, 19:03
    Kommentar
    @ 30 - That's not exactly my point. OK, visa and green card holders have to prove their legal status at any time. But U.S. citizens don't, and I think it's extremely unlikely that law enforcement will hold off on asking the rest of a vehicle's occupants, or the rest of a bunch of guys standing around the street with a suspected gang member, about their legal status. There have already been reported cases of people put in immigration detention without a proper opportunity to actually get their citizenship papers.

    As for the notion that police won't be looking at race or ethnicity as the primary factor in asking about legal status, I think that's just laughable. I guess it will end up in the courts soon enough, though. Sigh.
    #32VerfasserKatydid (US) (694445) 13 Mai 10, 01:05
    Kommentar
    @Liz #26: California, at least, is seriously looking into the possibility. Primarily the boycott - and this has already been adopted by various cities including West Hollywood and Los Angeles - means that no public employee may travel to Arizona on official business, and the cities will enter into no new contracts with businesses having their primary place of business/place of incorporation in Arizona or with the State of Arizona itself. It makes no attempt to regulate private behavior. The next step is to see what existing contracts may be cancelled without doing financial harm to the California entity. As has already been mentioned in the thread, the interconnectedness of economies makes any true boycott nearly impossible.
    #33Verfasser Robert -- US (328606) 13 Mai 10, 03:43
    Kommentar
    This became way more interesting (and informative) than I thought was possible.

    Thanks Rex for providing such detailed info, it much enriched the thread.

    @Andreas F., You're an expert "boycott-analyzer". Really. The way you write makes me think deeply about the issue.

    This struck me as interesting from #12: "Politik des leeren Stuhls". I read a little about it, and thought hmmm. There are other ways to "get your point across". But, each issue has its own hot-button points, so to speak. It's difficult to figure out the way to show one's own, a city's, a state's, or even a government's protest.

    There are several parallels to the situation in Austria back at that time, that many contributors have mentioned.

    I was happy to have a mix of American and European opinions/voices here.

    I think #32, Katydid (US) breaks it down well ... i.e., the reality of the evolving situation.
    #34Verfasseropine (680211) 13 Mai 10, 10:23
    Kommentar
    #33 Robert: Thanks very much for the information. Wow, that's amazing! I'd be willing to bet that this is the first time one state has even considered boycotting another.

    #32 Katydid: You're quite right, it is sure to wind up in the courts before long -- one way or another. One of the most worrying things about the new law, according to some, is that it permits any citizen in Arizona to sue any government entity if said citizen has a feeling that there are government employees in Arizona (police, prosecutors, etc.) who are not doing all they can to harass brown people -- oops, I mean, to enforce immigration laws.

    "Pima County Sheriff Clarence Dupnik said yesterday he planned not to enforce the law when it goes into effect -- barring possible constitutional challenges -- this summer, calling it "racist" and "disgusting." [Arizona law professor Mark] Miller said he thinks it's not unlikely that Dupnik's office could face lawsuits from hundreds of Pima County supporters of the law."

    Just for a little more background: Dupnik also said that all points of the new law that directly have to do with effectively combating illegal immigration are already covered and enforced under existing laws, and the new law would switch a huge financial burden for enforcement from the US Border Patrol to local AZ counties, which surely the AZ taxpayers would actually not want.
    #35Verfasser Liz (ae in de) (583627) 13 Mai 10, 12:49
    Kommentar
    Das Gesetz ist sowas von undurchdacht, dass es schwer vorstellbar ist, dass es durchgekommen ist.
    1. Die USA ist ein Einwanderungsland und will es auch sein.
    2. In den USA sind Menschen sehr verschiedener Ethnien Staatsbürger.
    3. In den USA gibt es keine allgemein gültige ID, und Staatsbürger sind keineswegs verpflichtet, eine ID zu besitzen oder gar mit sich zu führen.
    4. Legale Einwanderer oder Besucher sind dagegen verpflichtet, eine ID und Nachweis ihres legalen Statusses mit sich zu führen.

    Ergo können nur legale, nicht naturalisierte Einwanderer und "Gäste" ihren Status jederzeit nachweisen.

    Mit diesem Gesetz wird man also diverse Staatsbürger einsperren, weil sie sich Ihren Rechten gemäß verhalten.

    Und vielleicht erwischt man auch hier und da einen illegalen Einwanderer. Aber vermutlich die seltener als die Staatsbürger, weil sie wissen, was für Situationen sie vermeiden müssen.

    Die einzigen, die nicht von diesem Gesetz betroffen sind, sind die eindeutig Weißen.

    Fällt jemanden eine effektiver Methode ein, vorhandene (pseudo-ethnische) Konflikte eskalieren zu lassen?
    #36Verfasser CJ de (236383) 13 Mai 10, 13:22
    Kommentar
    (OT: Off my own "boycott" topic.)

    @CJ de, It does seem an ill-conceived law that exacerbates/escalates a pre-existing (already existing) condition/conflict, as it were.
    It seems silly, to say the least. I doubt great minds were behind it!
    #37Verfasseropine (680211) 13 Mai 10, 14:34
    Kommentar
    CJ, #36: "Fällt jemanden eine effektiver Methode ein, vorhandene (pseudo-ethnische) Konflikte eskalieren zu lassen?"

    Right. Exactly. In this, you practically contradict yourself -- I mean, how much more "durchdacht" can you get?

    (partly for opine, #37:) I don't think it would be wise to say, or to hope, that this law was created by a handful of dumb-heads who somehow got lucky getting it through. Racism can't be effectively countered by trivializing it or pretending it's not there.
    #38Verfasser Liz (ae in de) (583627) 13 Mai 10, 21:32
    Kommentar
    @Liz: Meinst Du wirklich, ihr Ziel ist die Eskalation? Was bringt denen die Eskalation?

    Ich halte es für wesentlich wahrscheinlicher, dass sie denken, die Betroffenen werden schon kuschen, aber das ist Wunschdenken im Extrem.
    #39Verfasser CJ de (236383) 13 Mai 10, 21:43
    Kommentar
    Maybe the goal is not exactly escalation, but certainly fomenting discomfort, at the very least. Basically forcing everyone "Hispanic-looking" (i.e., brown), whether citizen or not, to carry around papers that citizens by law actually do not have to carry around is pretty extreme.

    It will make Hispanics (and others, I'm sure) feel like second class citizens. Proponents of the law could hardly have been unaware of that as a fairly certain outcome, and thus I cannot believe that it just is an accidental by-product of the law.

    Was das bringt? Whatever it is that racists get out of racism, I guess. Is it about trying to get brown people to leave the country, and those already outside to not want to, not try to, get in? Is it about having a scapegoat for the problems in your life that you can't otherwise understand? Is it about raising your own feeling of self-worth by convincing yourself that someone else is worth less?

    NB: I'm sure you realize that "your" and "you" don't refer to you, CJ! :)

    *edit*
    opine: I'm sorry if you feel like your thread has been hijacked!
    #40Verfasser Liz (ae in de) (583627) 13 Mai 10, 22:01
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    I can't speak for lawmakers in Arizona, but I do know that many people, especially people in some of the states that border Mexico, are extremely frustrated at the way in which the U.S. government enforces or doesn't enforce immigration laws. I consider it possible that the people "Arizona" hopes to provoke are the people in Washington who could reform immigration policy.

    Thanks to Rex for providing the information about the law.

    As for the implementation, it is problematic at best. As Katydid pointed out, many Americans do not carry identification that would prove their legality. For example, the other day I went for a bike ride and debated about taking my wallet (containing my driver's license) with me. In the end I did, but many people probably wouldn't. I do have my voter I.D. card in my wallet, which proves my citizenship, but many citizens aren't registered voters. I only carry my passport when traveling out of the country. Again, many citizens don't have a passport.

    As others have pointed out, it is impossible to judge from skin color or English skills whether someone is a citizen or legal resident. I know people who would be considered highly suspect were they to be in Arizona. Despite their national origin and accented English, they are citizens or long-time legal residents.

    Whatever the intentions of the lawmakers, it is nearly certain that some citizens will be wrongly suspected, unable to prove their status and wrongly detained. I am reminded of a time I went to the movie theater when I was 14. I was part of a group of girls from my class, some of whom were older than I. The oldest was 16, had a driver's license and had, in fact, driven us to Des Moines. My very short, petite friend bought her ticket first, asking for the reduced "14 and under" ticket price. Others asked for "14 and under". No problem. When it was my turn, the cashier frowned. She didn't believe I was 14 and asked me for I.D. I stood there with my mouth open. To begin with, I was insulted: I wouldn't have lied. Second of all, despite being the tallest in the group, I was the youngest, and really was 14. Exactly what I.D. did the cashier think I would have on me? How did she expect me to "prove" that I was a kid? She did eventually let me buy the 14 and under ticket, but she also sold one--without batting an eyelash--to the 16-year-old driver, who happened to the second shortest in the group.

    I'm pretty sure things will work the same way in Arizona. No I.D.? Dark skin? Spanish accent? You'll get hauled off. Undocumented immigrant from Poland? You may not even be asked for your I.D. (Please note, I have nothing against Poles. I just happen to know a Pole who came to the U.S. on a short-term visa with the goal of ditching his job as dishwasher at a church camp, traveling to Chicago, disappearing into the immigrant community and living there illegally. Within a week of arriving in Michigan, he did just that.)

    #41Verfasser Amy-MiMi (236989) 13 Mai 10, 23:59
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    I hate to awaken a dead thread ... but, it's Sunday.

    @Liz, #40, yeah, a tad bit hijacked. But, no foul committed. It's an interesting topic. It has many levels though.

    It's racism/racial-profiling/amnesty/whitey-stupidity/illegal immigrants all combined into a state. Oops. It's precarious.

    What I do think is that "boycotting" is ineffective. The solution? Heaven knows. I think the topic is broader than racism, though. *headduck*

    @Amy, you're right. I've experienced/heard/seen stories like that. Skin color. But I think this issue is about human rights, and civil rights, and dignity for everyone? No? And yes, Poles are the salt of the earth. (Have some of that blood running through my veins.)
    #42Verfasseropine (680211) 16 Mai 10, 16:27
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    Consideration has already been given to boycotting Hungary and Poland by cutting off EU subsidies or freeze aids, known as 'cohesion funds.'

    #43VerfasserBubo bubo (830116) 21 Apr. 22, 13:40
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    Aber das ist kein Boykott. Die Mittel der Kohäsionsfonds erhalten Mitgliedsstaaten zur Unterstützung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Das ist eine freiwillige Leistung der EU. Die Mittel zu kürzen für Länder, die sich nicht an die Unionsverträge halten, ist eine Sanktion der EU, aber kein Boykott.
    #44Verfasser Qual der Wal (877524) 22 Apr. 22, 08:27
    Kommentar

    Uraltfaden


    Da gab es mal etwas gegen Österreich A.D. 2000, das in Ansätzen einem Boykott ähnelte, aber nur in einem eng begrenzten Bereich: Die vierzehn Regierungen [der EU-Mitgliedsstaaten ] beschlossen, die bilateralen Beziehungen zur österreichischen Bundesregierung auf Regierungs- und diplomatischer Ebene auf das notwendigste Mindestmaß zu reduzieren. Außer dieser ausdrücklich auf die Reduzierung der Kontakte mit der ÖVP-FPÖ-Regierung und ihre Vertreter beschränkten Maßnahmen gab es keinerlei Vorgehen gegen Österreich. 


    https://de.wikipedia.org/wiki/Sanktionen_der_...

    #45Verfasser mbshu (874725)  22 Apr. 22, 10:07
     
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