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  • Subject

    Tafelwasser [Gastro]

    Sources

    Unter "Getränke" auf einer Speisekarte: Handelt es sich bei Tafelwasser in der Regel um abgefülltes Mineralwasser irgendeiner Art? Sicherlich ist Leitungswasser nicht gemeint, oder?

    AuthorInzel (1043112) 16 May 22, 11:03
    Comment

    Die EU nennt es schlicht "table water" (s.u.) ...


    ... zur Definition :


    https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/leb...

     ...Wie unterscheiden sich natürliches Mineralwasser, Heil-, Quell- und Tafelwasser?

    Natürliches Mineralwasser muss von ursprünglicher Reinheit sein. Es stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigung geschützten Wasservorkommen. Abgefüllt wird es direkt vor Ort. Mineralwasser zeichnet sich durch seinen typischen Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen oder auch Kohlensäure aus.

    Quell- und Tafelwasser sind keine Mineralwässer. Für sie gelten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.

    Quellwasser stammt aus unterirdischen Quellen. Es muss nicht amtlich anerkannt werden und muss keine gleich bleibende Menge an Mineralstoffen enthalten. Es unterliegt der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) und muss somit den Anforderungen für Trinkwasser entsprechen. An Quellwasser werden nicht dieselben hohen Reinheitsanforderungen gestellt wie an Mineralwasser.

    Tafelwasser ist meist ein aufbereitetes Trinkwasser und kann mit Mineralstoffen und Kohlensäure versetzt werden. Tafelwasser kann an jedem beliebigen Ort, auch aus verschiedenen Wässern, gewonnen werden. Im Gegensatz zu Heil-, Quell- und Mineralwasser darf es auch über Zapfanlagen angeboten werden. ...



    ... die EU-Terminologie-Datenbank hat dazu u.a. (Details im Link, Begriff ggf. neu in Suchmaske eingeben) : 


    https://iate.europa.eu/search/result/16324720...

       AGRICULTURE, FORESTRY AND FISHERIES

       administrative law [POLITICS, executive power and public service]

    de

       Tafelwasser

    en

       table water


    #1Authorno me bré (700807) 16 May 22, 11:08
    Suggestiontable water
    Comment

    Tafelwasser ist eben kein Mineralwasser:

    Tafelwasser – Wikipedia


    (zu langsam ..)

    #2Authordirk (236321)  16 May 22, 11:09
    Comment

    Wird Mineralwasser am Tresen aus der großen Flasche ins Glas gefüllt und so an den Tisch gebracht, ist es nur noch Tafelwasser.


    Erhält der Gast die große Flasche am Tisch, bleibt es Mineralwasser.

    #3Authormbshu (874725) 16 May 22, 11:44
    Comment

    Versteh ich nicht. Mineralwasser ist doch das hochwertigere Wasser, warum sollte man das als etwas anderes verkaufen? (Ich habe überhaupt noch in keinem Restaurant ein offenes Glas Wasser bekommen. Das kenne ich höchstens von Flohmärkten oder ähnlichem.)

    #4AuthorGibson (418762) 16 May 22, 12:00
    Comment

    In der Altstadt habe ich das schon erlebt, dass ich nach einer Flasche Mineralwasser fragen musste, weil ich sonst Sprudel von der Theke im Glas bekommen hätte. Ich würde bei table water bleiben.

    #5Authorpenguin (236245) 16 May 22, 12:07
    Suggestiontable water
    Comment

    (In einem mir eigentlich sympathischen ein ganz wenig teureren Restaurant bekommt man seit einiger Zeit aufgesprudeltes Leitungswasser für 7 Euro. Einen Liter allerdings, und in der Getränkekarte nur als "Wasser (sprudelnd/still)" bezeichnet.)

    #6AuthorMattes (236368)  16 May 22, 12:16
    Sources

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bonaqa

    Bonaqa war ein Getränk, das von 1988 bis 2018 in Deutschland verkauft und aus Leitungswasser hergestellt wurde.[1][2] Die Marke Bonaqa ist Eigentum der Coca-Cola Company. Es war sowohl als Tafelwasser (Classic, Medium, Still) als auch als stilles Wasser (Silver; nur bei McDonald’s) erhältlich.

    Comment

    Ich habe die Coca-Cola-Company wo es ging boykottiert, so auch Bonaqa. ...

    #7AuthorBraunbärin (757733) 16 May 22, 12:52
    Comment

    #3: Hast du für diese Behauptung einen Beleg? Laut der Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser (Mineral- und Tafelwasser-Verordnung) gilt:


    Natürliches Mineralwasser ist Wasser, das folgende besondere Anforderungen erfüllt:

    1. Es hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und wird aus einer oder mehreren natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen;

    2. es ist von ursprünglicher Reinheit und gekennzeichnet durch seinen Gehalt an Mineralien, Spurenelementen oder sonstigen Bestandteilen und gegebenenfalls durch bestimmte, insbesondere ernährungsphysiologische Wirkungen;

    3. seine Zusammensetzung, seine Temperatur und seine übrigen wesentlichen Merkmale bleiben im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant; durch Schwankungen in der Schüttung werden sie nicht verändert.


    Da steht nichts davon, dass es nicht mehr als Mineralwasser bezeichnet werden darf, wenn es im Glas an den Tisch gebracht wird, und sowas hab ich auch noch nie gehört.

    #8Authordirk (236321) 16 May 22, 13:16
    Sources

    Heilwasser wird wie natürliches Mineralwasser gewonnen, besitzt aber heilende oder lindernde Wirkung. Es ist rechtlich betrachtet kein Lebensmittel, sondern muss nach dem Arzneimittelrecht zugelassen werden.

    Die Anforderungen an Quellwasser sind niedriger als für Mineral- und Heilwasser – es stammt zwar auch aus unterirdischen Wasservorkommen, braucht aber weder eine amtliche Anerkennung noch eine Zulassung.

    Tafelwasser ist kein reines Naturprodukt und kann eine beliebige Mischung aus mehreren Wasserarten sein. Mineralstoffe und Kohlensäure dürfen nachträglich zugesetzt werden. Tafelwasser wird mitunter als künstliches Mineralwasser bezeichnet.

    Mineralwasser im Test: Mineralwasser, Biowasser, Heilwasser | Stiftung Warentest

    Comment

    #3 scheint mir auch ziemlich abwegig. Die Wassersorte muss ja in der Speisekarte mit Preis festgelegt sein.

    #9AuthorRominara (1294573) 16 May 22, 14:51
    Comment


    mbshu macht des öfteren Wortspielwitze (falls das hier der Fall war); ggfs. irritiert oder verwirrt das aber nur.

    #10AuthorBraunbärin (757733)  16 May 22, 15:35
    Comment

    Dass das ein Witz war, ist mir schon klar, nur verstehen tu ich ihn nicht. "In der Flasche ist es Champagner, im Glas an den Tisch gebracht nur Sekt"? Welcher Gastwirt würde das machen und warum?

    #11AuthorGibson (418762) 16 May 22, 15:39
    Comment

    Um die Sache weiter zu komplizieren: Ich erinnere mich dunkel an eine „deutsche“ Werbung the queen of table waters für ein Mineralwasser. Vielleicht ist diese Einteilung der Wässer ja eine deutsche Angelegenheit und in anderen Ländern gänzlich irrelevant?


    #7: Ich habe mir häufiger erlaubt, bei Anlieferung von Bonaqa nach Bestellung von Mineralwasser die jeweilige Servicekraft auf diese Wissenslücke aufmerksam zu machen.

    #12AuthorC3PO (877869) 16 May 22, 15:49
    Comment

    #7: Ich habe mir häufiger erlaubt, bei Anlieferung von Bonaqa nach Bestellung von Mineralwasser die jeweilige Servicekraft auf diese Wissenslücke aufmerksam zu machen.

    Gefällt mir.

    #13AuthorBraunbärin (757733) 16 May 22, 15:53
    Comment

    #12: Ich hab mich immer gefragt, warum man nicht versucht hat, das betreffende Mineralwasser dem britischen Königshaus zu verkaufen. Dann hätte man den Slogan doch wunderschön zu einem Wortspiel erweitern können:

    The Queen of Table Waters - The Water of Queen's Table.

    #14Authordirk (236321)  16 May 22, 16:00
    Comment

    Nochmal zu meiner No. 3 und den Kommentaren dazu. Es ist tatsächlich ganz ohne Wortwitz und Spielerei so, wie ich es geschrieben habe.


    Mineralwasser darf in der Gastronomie nur in der geschlossenen Flasche serviert werden. Wird dem Gast ein am Tresen eingeschenktes Glas an den Tisch gebracht, ist es (auch wenn das Wasser aus einer Mineralwasserflasche stammen mag), nur noch Tafelwasser. Und wenn der Wirt auf der Getränkekarte Mineralwasser stehen hat, handelt er nicht korrekt.


    Nachzulesen hier:


    https://www.experto.de/praxistipps/in-der-gas...

    https://www.gesetze-im-internet.de/min_tafelw...

    #15Authormbshu (874725)  16 May 22, 16:03
    Comment

    Well, blow me down with a feather. Danke, dass hätte ich nun gar nicht erwartet.


    (Das kommt davon, wenn man immer Witze macht ;-) Du bist nicht the boy who cried wolf sondern the boy who makes puns)

    #16AuthorGibson (418762) 16 May 22, 16:06
    Comment

    Hmm. Na, der Experto wird es wohl wissen. Aus dem Gesetzestext lese ich das nicht so heraus. Da geht es ja um das In-den-Verkehr-Bringen und nicht um das Servieren am Tisch.

    #17Authordirk (236321) 16 May 22, 16:18
    Sources

    Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser (Mineral- und Tafelwasser-Verordnung)

    § 7 Abfüllung und Verpackung

    (1) Natürliches Mineralwasser, das nicht unmittelbar nach seiner Gewinnung oder Bearbeitung verbraucht wird, muß am Quellort abgefüllt werden. Es darf gewerbsmäßig nur in zur Abgabe an Verbraucher im Sinne des § 3 Nr. 4 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches bestimmten Fertigpackungen in den Verkehr gebracht werden.

    (2) Die zur Abfüllung von natürlichem Mineralwasser verwendeten Fertigpackungen müssen mit einem Verschluß versehen sein, der geeignet ist, Verfälschungen oder Verunreinigungen zu vermeiden.

    § 9 Min/TafelWV - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)


    Comment

    #15: Im fraglichen Verordnungstext lese ich kein einziges Wort über die Gastronomie oder eine Regelung wie im Artikel des ersten Links beschrieben. Wenn das also nicht noch irgendwo in einem Kommentar oder in Erläuterungen zum Verordnungstext stehen sollte, dann ist das als reine Interpretation zu werten. Reine Interpretation scheint es auch zu sein, dass sich natürliches Mineralwasser - eine solche Regelung vorausgesetzt - in einem Glas auf dem Weg vom Tresen zum Tisch wie durch ein Wunder in gemixtes Tafelwasser verwandelt. Es mag dann vielleicht rechtswidrig serviert worden sein, aber es bleibt, was es bei der (rechtskonformen) Abfüllung war.

    #18AuthorRominara (1294573)  16 May 22, 16:24
    Comment

    No. 17: Experto bezieht sich ausdrücklich auf den Gesetzestext; ich verstehe es so, daß An-den-Tisch-Bringen eine Form des Inverkehrbringens ist ...


    Ich hatte das vor Jahrzehnten mal irgendwo gelesen, und unnützes Wissen kann man sich erfahrungsgemäß besonders gut merken.


    No. 18: Hier noch ein weiterer Beleg von kundiger Seite. Und dort noch einer.

    #19Authormbshu (874725)  16 May 22, 16:27
    Comment

    Wenn Experto und die anderen zitierten Artikel außer §7 der Verordnung nichts zu bieten haben, dann ist diese "Regelung" als reine Interpretation entlarvt. Dass An-den-Tisch-Bringen eine Form des Inverkehrbringens ist, müsste ja auch irgendwo festgelegt sein (Judikatur, Erläuterungen).

    #20AuthorRominara (1294573)  16 May 22, 16:33
    Comment

    Aus dem kundigen Beleg:

    Das schreibt die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung vor, in der geregelt ist, dass Mineralwasser nur in verschlossenen Fertigpackungen zum Verbraucher gelangen darf.


    Sorry, aber das stimmt doch einfach nicht. Wo soll das in den in #18 zitierten Paragraphen stehen?

    #21Authordirk (236321) 16 May 22, 16:34
    Comment

    § 7 (1) Satz 2.


    Wer darauf besteht, daß dies nur eine Interpretation ist und diese für nicht zwingend oder nicht plausibel hält, der muß auch glauben, daß sich die Gastronomie das Leben ganz unnötig schwer macht - denn sie praktiziert es nun einmal so wie in einer ganzen Reihe von Artikeln in Publikums- und Fachpresse beschrieben.

    #22Authormbshu (874725) 16 May 22, 16:44
    Comment

    Dass An-den-Tisch-Bringen eine Form des Inverkehrbringens ist, müsste ja auch irgendwo festgelegt sein (Judikatur, Erläuterungen).


    Ja, aber das erscheint plausibel. Unplausibel erscheint allerdings auch mir, dass das Wasser sich verwandelt.

    #23AuthorMattes (236368)  16 May 22, 16:48
    Comment

    With a beer, the guest expects the name of the brewery and the type of beer to be recognisable on the label of the bottle or on the glass. 

    Perhaps it is the same with water. A certain mineral water is not brought to the table in a neutral glass, but the bottle is placed on the table. 

    #24AuthorBubo bubo (830116) 16 May 22, 16:55
    Comment

    Es hängt eben daran, was unter "in den Verkehr bringen" zu verstehen ist. Nach meinem Verständnis ist das der Moment, in dem der Hersteller das Produkt an den Handel abgibt, und das darf er eben nur in "zur Abgabe an Verbraucher [...] bestimmten Fertigverpackungen" tun. Das bedeutet dem Wortlaut nach aber nicht, dass es tatsächlich bis zum Endverbraucher in dieser Verpackung bleiben muss. Das mag man hineininterpretieren, aber es steht nicht da.


    Klar, es mag sein, dass die Gastronomie das so deutet, und sei es auch nur "sicherheitshalber" (allerdings bin ich nahezu sicher, dass kleine Wasserflaschen üblicherweise zumindest bereits geöffnet an den Tisch gebracht werden).


    Natürlich kann der Wirt vor dem Servieren hineinspucken oder überhaupt etwas anderes servieren als er behauptet. Das kann er aber mit allen anderen Speisen und Getränken ebenso tun, und es gibt ausreichend Gesetze, die so etwas ahnden. Wozu dann nochmal eine Sonderregelung bei Mineralwasser?


    Aber letztendlich gehört das auch zu den weniger wichtigen Dingen im Leben.

    #25Authordirk (236321) 16 May 22, 17:02
    Comment

    @ Wichtigere Dinge im Leben:


    Ist ein Bier vom Fass noch ein Bier oder nur eine Art Tafelgetränk? Jetzt habt ihr mich total verunsichert, Leutz. 😉

    #26AuthorKapustiner (1229425) 16 May 22, 20:33
     
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