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    German missing

    It might be getting the wrong idea.

    Subject

    It might be getting the wrong idea.

    Sources
    In einem Roman wandert eine Gruppe einen steilen Berg hinauf, einer der Männer leidet an Höhenangst. Dass er Höhenangst hat, weiß nur sein bester Freund, die anderen in der Gruppe nicht. Folgendes sagt er zu sich selbst.

    "I've been hugging one side of the trail so hard I think it might be getting the wrong idea. I'm freaked out. I'm concentrating on not falling off the side of the mountain."
    Comment
    Bedeutet "getting the wrong idea", dass er Angst hat, die anderen würden den falschen Eindruck von ihm bekommen oder dass es keine gute Idee war, mit ihnen wandern zu gehen.

    "Ich presse mich so dicht an die Felsen, dass man fast den falschen Eindruck gewinnen könnte. Aber ich drehe bald durch. Ich konzentriere mich nur noch darauf, nicht den Berg hinunter zu stürzen."

    Author J_u_l_i_a (922683) 09 May 17, 09:42
    Comment
    Es ist ein Gag. (Vielleicht eine Art Galgenhumor.) Er hat sich so eng an den Felsen geklammert, dass der Felsen jetzt glauben könnte, er wollte was von ihm.
    #1AuthorMr Chekov (DE) (522758) 09 May 17, 09:46
    Comment
    Danke ... ich habe gerade den Fuß vom Schlauch genommen ... War wohl noch zu früh am Morgen für mich :-)
    #2Author J_u_l_i_a (922683) 09 May 17, 09:51
    Comment
    ... daß es schon zudringlich wirkt ...
    ... daß der Fels bald um Hilfe rufen wird ...
    #3Author mbshu (874725) 09 May 17, 10:17
    Comment
    Gesucht: "I've been hugging one side of the trail so hard I think it might be getting the wrong idea.

    #1 passt super (und #3), aber weitere Ideen:

    Ich habe mich an diese Seite der Wand schon so eng geklammert,
    - dass sie sich wohl fast schon ihren Teil denken muss!
    - ... das ihr das ja schon verdächtig vorkommen muss.

    #4AuthorBraunbärin (757733) 09 May 17, 19:56
    Comment
    Ich habe mich an diese Seite der Wand schon so eng geklammert,
    - dass sie sich wohl fast schon ihren Teil denken muss!

    I think this is on the right track (!), but the double meaning of "hugging" -- a) staying far to one side of the trail and b) embracing -- needs to come through better. Or does ihren Teil denken already contain that sexual connotation?
    #5Author patman2 (527865) 10 May 17, 05:22
    Sources
    http://www.duden.de/rechtschreibung/Teil

    Teil
    (...)
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    sich sein Teil denken (sich seine eigenen Gedanken zu etwas machen, ohne sie jedoch als Kritik laut werden zu lassen)
    Comment
    @4, 5, müsste das nicht heißen "ihr Teil" (Neutrum)?
    #6AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 08:42
    Comment
    Kleine Korrektur für Braunbärin:
    - ... dass ihr das ja schon verdächtig vorkommen muss.

    Weiterer Vorschlag:
    ... dass er/sie [je nachdem wie man den vorigen Teil übersetzt] schon auf falsche Gedanken kommen könnte.
    #7Author Sachs (638558) 10 May 17, 08:55
    Comment
    Danke, Sachs.
    Chekov, kannst recht haben mit 'ihr Teil' (Felsen: 'sein Teil')...

    Ich amüsiere mich nach wie vor über diesen Satz.
    Gerade keine Zeit. Muss arbeiten und danach gleich mal mich an meinen Zahnarztstuhl klammern. (Der ZA wär mir lieber!)
    #8AuthorBraunbärin (757733) 10 May 17, 09:35
    Comment
    Ich hab mich so dermaßen fest an die Wand gedrückt, dass die fast schon auf falsche/dumme Gedanken kommen müsste

    Mal als weiterer Vorschlag
    #9Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 09:37
    Comment
    Schmerzfreie Behandlung, Bärin! Aber nicht dass der Stuhl auf falsche Gedanken kommt.
    #10AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 10:14
    Comment
    Hm, na gut - es handelt sich um ein Roman, und der/die Verfasserin hat hier offensichtlich ganz bewusst eine bildhaft-komische Formulierung gewählt ...

    Aber eine Felswand, die sich "Gedanken" macht, erscheint mir (zumindest im Deutschen) doch ziemlich absurd.

    Sofern derart "schräge" Formulierungen in diesem Roman nicht gerade durchgehend als charakteristisches, prägendes Stilmerkmal auftreten, würde ich hier etwas freier, aber durchaus sinngemäß sagen/schreiben:

    "klammerte/schmiegte mich so eng/innig an die Felswand, dass es fast schon anzüglich/unanständig wirkte / dass man beinahe auf dumme Gedanken kommen konnte"
    #11Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 10:14
    Comment
    Wenn Du damit Probleme hast, dass eine Wand Gedanken (noch dazu dumme oder falsche) haben könnte, würde ich eher den "falschen Eindruck" vorschlagen. Wobei ich mich frage, warum man sich krampfhaft von dem absurden Bild entfernen muss.
    #12Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 10:18
    Comment
    @12:

    Dass man sich von dem absurden Bild entfernen müsse, habe ich doch nicht behauptet ...

    und wenn meine Vorschläge auf dich "krampfhaft" wirken, darfst du sie selbstverständlich gerne wieder vergessen.

    Aber vielleicht bin ich hier doch nicht der Einzige, der das so sieht ...
    #13Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 10:22
    Comment
    ...klammerte/schmiegte mich so eng/innig an die Felswand, dass es fast schon anzüglich/unanständig wirkte

    Interessante Idee, aber wenn wir schreiben, wie es "wirkt", verändern wir ja die ganze Situation. Man erinnert sich: Die Bergkameraden wissen nichts von der Höhenangst. Und nun werden sie plötzlich Zeugen eines scheinbar anzüglichen Aktes mit der Felswand?
    #14AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 10:25
    Comment
    @14:

    Okay - den Einwand lasse ich gelten ...

    Es geht darum, wie die Person selbst es empfindet.

    Dann eben die Variante "... dass man fast schon / beinahe ... Eindruck gewinnen konnte"

    oder z. B. auch:

    "... dass man sich sein Teil hätte denken können"

    (Nur eben m. E. nicht unbedingt mit der "denkenden Felswand" - man kann ja einen entsprechend komischen Effekt beim Leser durchaus auch erzielen, ohne "Wort für Wort" zu übersetzen ...)

    Das ist aber selbstverständlich nur meine Meinung - d. h. so würde ich es evtl. machen, wenn ich den Roman zu übersetzen hätte ...
    Wobei es, wie gesagt, auch auf den Gesamteindruck ankommt - wir haben hier ja nur diesen einen Ausschnitt, der auf mich, wie gesagt, für sich allein genommen in der wortgetreuen Übersetzung eher "unfreiwillig komisch" wirkt.)
    #15Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 10:31
    Comment
    Wieso eigentlich "Felsen" oder "Wand"? Im Original steht "trail", also eher "Pfad". Es muss sich ja nicht unmittelbar ein Felsen oder eine Wand daneben befinden.

    ****

    "Ich klammerte mich derart an die eine Seite des Pfads, dass er sich schon fast belästigt vorkommen musste."
    #16Author Jalapeño (236154) 10 May 17, 10:56
    Comment
    Äh, pardon - wie "klammert" man sich denn bitteschön an einen Pfad, bzw. an dessen "Seite", wenn sich dort nicht eben z. B. eine Felswand oder Ähnliches befindet? Und wie kann ein Pfad sich "belästigt" (oder vielleicht doch eher "belustigt"?) fühlen?

    Für mich wird das Bild hier immer schiefer - als Leser würde ich da im Extremfall das Buch zur Seite legen und mir denken: "So ein Schmarrn!"

    Im OP steht doch, die Gruppe wandere "einen steilen Berg hinauf" - ich habe da unwillkürlich (auch) Felswände vor Augen ... und an die kann man sich m. E. wesentlich leichter klammern/schmiegen/drücken als an einen "Pfad" ...

    Wie gesagt - es muss doch nicht immer alles "wort-wörtlich" übersetzt werden ... viel wichtiger finde ich, dass der Leser ein lebhaftes, in sich stimmiges und nachvollziehbares Bild vor Augen hat.

    Aber mancher Übersetzer klammert sich eben auch gerne mal ans Original - und hangelt sich behutsam Wort für Wort durch den Text, in der Angst, vom "rechten Pfad" abzukommen oder gar abzustürzen ...
    #17Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 11:27
    Comment
    ... vermutlich an ein Geländer oder Seil ...
    #18Author penguin (236245) 10 May 17, 11:35
    Comment
    Das wäre natürlich grundsätzlich denkbar - sollte dann aber m. E. auch so formuliert werden ...
    #19Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 11:49
    Comment
    Also, ich finde ja immer noch, wenn dem Felsen im Englischen "ideas" angedichtet werden, darf er die im Deutschen auch haben. (Gleich wird Woody schreiben: "Darf, aber muss nicht", und wird Recht damit haben.)
    #20AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 11:50
    Comment
    Na gut, meinetwegen - jedem (Übersetzer-)Tierchen sein Pläsierchen, jedem Kind seinen Luftballon, und jedem Fels seine Gedanken ...

    Von mir aus dann eben auch einem Pfad, einem Seil oder einem Geländer.

    Bei einem Seil oder Geländer ginge aber m. E. das Bild vom "zweideutig-anzüglichen Anschmiegen" doch eher verloren, oder?
    #21Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 11:55
    Comment
    Interessant wäre ja vielleicht, was davor steht. Ist das Ganze in der Ichform geschrieben? Und wenn nicht, fangen die Überlegungen der Person genau mit diesem Satz an oder kommt da dennoch vorher etwas, das für ein bisschen mehr Klarheit sorgen könnte, was hier tatsächlich mit "it" gemeint ist.
    #22Author Sachs (638558) 10 May 17, 11:56
    Comment
    Es muss sich ja nicht unmittelbar ein Felsen oder eine Wand daneben befinden.
    Ich denke doch:
    Wenn sich jemand aus Höhenangst eng an eine Seite eines Weges hält, ist anzunehmen, das auf der anderen Seite der Abgrund lauert... Und Wege führen doch nur eng an einem Abgrund entlang, wenn auf der anderen Seite ein unüberwindbares Hindernis, z.B. eine Felswand ist.
    Es sei denn, der Weg führt über einen Felsgrat, aber da wäre es ja sinnlos, sich an eine Seite zu halten, oder?

    #23AuthorSpinatwachtel (341764) 10 May 17, 11:57
    Sources
    ... was hier tatsächlich mit "it" gemeint ist
    Comment
    Steht doch da: "one side of the trail".
    #24AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 11:57
    Comment
    Korrektur @23:

    "... ist anzunehmen, dass ..."
    #25Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 12:09
    Comment
    @6,8: Durch "das Teil" käme zwar die sexuelle Zweideutigkeit des "hugging" vom Originalsatz rüber, aber wenn man "Teil" als Fraktion eines Ganzen ansieht, ist es im Deutschen maskulin.

    Der 7. Teil = 1/7 oder der 3. Teil einer 8-teiligen Filmreihe.
    Da bei der Redewendung ja dahinter steht, dass jeder nur einen Teil der Gesamtsituation überblicken kann, also nur einen Teil aller Informationen kennt, denkt man sich natürlich auch nur seinen Teil.

    Das Teil ist eher, wenn "das Teil" alleine steht ohne als Teil eines Ganzen betrachtet zu werden, als z.B. das Teil = das Werkstück. Oder halt auf den Schritt des Mannes bezogen: "Was für ein Teil."
    #26Authorm.dietz (780138) 10 May 17, 12:13
    Comment
    Da bei der Redewendung ja dahinter steht, dass jeder nur einen Teil der Gesamtsituation überblicken kann, also nur einen Teil aller Informationen kennt, denkt man sich natürlich auch nur seinen Teil.

    Glaube ich nicht. Es ist eine idiomatische Wendung, da gilt solche Logik normalerweise nicht.
    #27AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 12:15
    Comment
    Gut, ich habe die Quelle aus der ich das habe nie überprüft, diese Herkunft klang für mich aber durchaus logisch nachvollziehbar, als ich das gehört hatte. Ist so was ähnliches wie "Fisimatenten" als von "visite ma tente" bei der napoleonischen Besatzung abgeleitet anzusehen, obwohl die Verwendung schon so viel früher nachweisbar ist, als dass Teile von Deutschland jemals unter französischer Besatzung waren (auch durch vorherige Kriege).

    Nichtsdestotrotz: auch als idiomatische Wendung hat "seinen Teil zu etwas denken" ihren Ursprung als "Teil" = "Fraktion eines Ganzen", und damit muss Teil maskulin verwendet werden.

    Wenn man einen männlichen Akt ohne Geschlechtsmerkmal zeichnet, weil sich der Betracher "sein Teil dazudenken kann" ist es neutrum, dann ist dazudenken aber auch in einem Wort zu schreiben.
    #28Authorm.dietz (780138) 10 May 17, 12:38
    Comment
    @24:

    Ja, "trail" steht da. Aber "trail" ist nicht Felsen, Hang sonstwas, sondern Weg, Pfad etc. und ergibt somit mE genausoviel oder -wenig Sinn wie wenn man sich auf Deutsch an eine Seite des Weges klammert, um die Interpretation des nachfolgenden Satzteiles sinnvoll werden zu lassen.

    Daher meine Überlegung, ob nicht davor etwas stehen könnte, was dem Ganzen mehr Sinn - oder vielleicht auch eine ganz andere Bedeutung - gibt.
    #29Author Sachs (638558) 10 May 17, 13:02
    Comment
    Der Fels (Hang, Latschenkiefern, was auch immer) wird eben als Teil des "trail" wahrgenommen, so schmal ist der. Aber erschwert das wirklich das Verständnis?
    #30AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 13:27
    Comment
    "klammerte/schmiegte mich so eng/innig an die Felswand, dass es fast schon anzüglich/unanständig wirkte / dass man beinahe auf dumme Gedanken kommen konnte"

    Für mich persönlich ist Woody 1s Übersetzung in #11 von allen Vorschlägen bei weitem die beste Lösung!

    Natürlich kennen wir den Stil des Romans nicht - vielleicht passt es tatsächlich besser, wenn die Felswand / der Pfad sich hier "angemacht" fühlt, aber im Zweifelsfall plädiere ich in diesem Fall auch für eine freiere Übersetzung. Und das komische Element kommt dadurch trotzdem noch rüber, wie ich finde.

    Just my two cents ...


    #31Author Fragezeichen (240970) 10 May 17, 13:34
    Comment
    Da bin ich wieder, alles gut! Der Zahnarztsessel hat mich freundlichst aufgenommen und umgekehrt.

    ----

    #30 Mr Chekov, sehe ich alles genauso. Felswand auf einer Seite, an der der Mann sich angstvoll entlanghangelt (mit der Vorderseite an die Wand) schmaler trail, und dann der Abgrund, hinter ihm.

    Edit: Fragezeichen sehe ich jetzt erst jetzt.
    #32AuthorBraunbärin (757733) 10 May 17, 13:35
    Comment
    Ich plädiere für Nr. 9 (unwesentlich abgewandelt):

    Ich hab mich so dermaßen fest an die Wand gedrückt, dass die fast schon auf falsche/dumme Gedanken kommen musste

    oder eine vergleichbare Lösung, die den englischen Gag mitnimmt. Allerdings soll man über Humor bekanntlich ebenso wenig streiten wie über Geschmack.
    #33AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 13:39
    Comment
    Ich plädiere für #1. Ist alles gesagt und alle Bedeutungen zum Interpretieren drin.
    #34Author squid (762289) 10 May 17, 13:42
    Comment
    Edit, ein bisschen OT, und die Erfahungen liegen schon sehr lange zurück:

    Ich leide selbst unter Höhenangst, und das hat mir die eine oder andere wunderschöne Wanderung schon gründlich versaut. Ich kenne also das Gefühl, wenn man sich voll Angst an die Felswand presst. :(

    Allerdings wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, wie die Felswand sich dabei fühlen mag - mir war eher peinlich, was die anderen wohl von mir denken würden ... Aber meistens klebten auf solchen steilen Pfaden außer mir noch einige Wanderer an der Felswand! Geteiltes Leid ist halbes Leid! ;)
    #35Author Fragezeichen (240970) 10 May 17, 13:49
    Comment
    #30:
    Der Fels (Hang, Latschenkiefern, was auch immer) wird eben als Teil des "trail" wahrgenommen, so schmal ist der. Aber erschwert das wirklich das Verständnis?

    Es geht nicht ums Verständnis, sondern um die Sprache. Im Englischen klammert er sich - nach dem was wir wissen - an den Pfad, nicht an einen Felsen, eine Latsche wasauchimmer. Vielleicht wäre das aber zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich.

    Sonst vielleicht noch ein Vorschlag, der dem Original näher kommt:
    Ich hatte mich derartig an einer Seite des Weges festgesaugt, dass diese schon auf falsche Gedanken kommen könnte.
    [wenn eine Felswand auf Gedanken kommt, dann kann das ja wohl eine Wegseite auch .... ;-) ]


    #36Author Sachs (638558) 10 May 17, 13:49
    Comment
    Ich finde ja, 33 hat absolut recht ;-)

    Sachs: Er klammert sich an EINE SEITE des Pfades, nämlich vermutlich die, an der es nicht steil nach unten geht. Das ist dann erfahrungsgemäß diejenige, an der es steil nach oben geht, sprich da ist eine Felswand. Und an die drückt er sich ;-)

    Dass ein "Festsaugen" zu dummen Gedanken führen kann, seh ich grad nicht so direkt ;-)
    #37Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 13:52
    Comment
    Erfahrene Bergsteiger raten vom Festsaugen ab, wenn man kein Blutegel oder Seestern ist :-)
    #38AuthorMr Chekov (DE) (522758) 10 May 17, 13:55
    Comment
    Na nu komm mal, Belzebubb, du enttäuschst mich .... ;-)
    #39Author Sachs (638558) 10 May 17, 13:56
    Comment
    Inwiefern? Wenn ich mich festsauge, dann HABE ich schon dumme Gedanken - und der, der das Festsaugen geschehen lässt, ebenfalls ;-)
    #40Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 13:57
    Comment
    Hm, sich festsaugen bei Höhenangst? Wie und woran? Mit den Füßen auf dem Boden? Sicher nicht, so viel weiß ich noch. Seinen eigenen Beinen traut man in einer solchen Situation am wenigstens - die sind nämlich meist ziemlich wacklig. Man sucht sich einen festen Gegenstand, an dem man sich festhalten, festklammern kann!

    Sich an einem Pfad festklammern (oder sogar festsaugen ;)) stelle ich mir nun auch schwierig vor - dazu müsste ich mich schon auf alle Viere begeben ...
    #41Author Fragezeichen (240970) 10 May 17, 14:10
    Comment
    Ist ja auch nicht "am Pfad / Weg" sondern "an einer Seite des Pfades / Weges".

    Gilt fürs Englische eine andere Logik, dass hier der "trail" bzw. "one side of the trail" stehen kann, das im Deutschen aber als nicht akzeptabel angesehen wird?

    Und wenn das Ansaugen nicht gefällt, gäbe es ja auch noch
    Ich hatte mich derart an einer Seite des Weges festgekrallt ...
    Ich klebte so an einer Seite des Pfades ....
    Ich hing wie eine Klette an der einen Wegseite ....
    #42Author Sachs (638558) 10 May 17, 14:17
    Comment
    Sachs, wenn die eine Seite des Pfades, an der er "klebt", nicht mehr oder weniger senkrecht aufragen würde, würde er liegen, wenn er sich an der Seite des Pfades festkrallen oder was auch immer würde. Ich halte die Felswand immer noch für eine durchaus valide Übersetzung.
    #43Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 14:20
    Comment
    Dann sind wir uns aber zumindest einig, dass wir uns nicht einig sind, oder? :-)

    Ich möchte halt, wenn da im Original keine Felswand ist, auch in der Übersetzung keine. Schließlich wissen wir nicht, ob da eine ist. Vielleicht sind da nur Sträucher, vielleicht hat der Weg nur auf einer Seite irgendwelche Seile zum Festhalten, vielleicht klebt er auch nur bildlich und nicht buchstäblich am äußersten inneren (sic!) Rand des Weges weil daran anschließend eine steile Erdböschung ansteigt  ....
    #44Author Sachs (638558) 10 May 17, 14:28
    Comment
    Du hast recht; "to hug" kann sinnbildlich "kleben" bedeuten. Dann hält er sich wirklich nur am äußersten Rand des Pfades auf und ist da nicht wegzubekommen.

    Hm.
    #45Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 14:32
    Comment
    Woody hat schon Recht, dass "klammern" im Deutschen etwas schief ist. "to hug" im Englischen ist in dem Kontext dagegen völlig idiomatisch.

    M-w.com hat zum Beispiel:

    :  to stay close to - the road hugs the river


    ****
    Dennoch, Woody. Im Englischen entsteht der Witz ja gerade daraus, dass der Pfad personalisiert wird. Genau die Tatsache, *dass* ein Pfad nichts empfinden kann, soll komisch sein. Ob das tatsächlich komisch ist, darüber kann man streiten. Aber wenn man Personalisierungen und dichterische Freiheit einfach von vornherein ablehnt, wird's mit der Literatur ein bisschen schwer.

    ************

    @Spinatwachtel und Bubb: IMHO muss da mitnichten ein Fels auf der anderen Seite sein, damit man die eine Seite des Pfads "huggt". Da kann auch ein Bachlauf sein, ein Latschenkiefernwald, eine Brennesselwiese, eine Kuhweide oder was auch immer. Der Sprecher geht halt einfach möglichst weit vom Abgrund entfernt. Ich sehe aus dem Textauszug und aus dem Verb "to hug" keine Notwendigkeit für eine Felswand. So lange es keinen weiteren Kontext gibt, aus dem man völlig ausschließen kann, dass da eine Felswand ist, kann man sie natürlich auch einbauen. Aber auf der sicheren Seite wäre man, wenn man sie nicht dazudichtet.

    ********

    Unter Berücksichtung all dessen:

    Ich quetschte mich derart auf die eine Seite des Pfads, dass er sich schon fast belästigt vorkommen musste.
    #46Author Jalapeño (236154) 10 May 17, 14:36
    Comment
    Pfefferchen, müsste es in Deinem Vorschlag nicht heißen "sie sich"? Gemeint ist doch, dass die Seite des Pfades, an die er sich quetscht, sich belästigt vorkommen müsste, und nicht der Pfand allgemein.
    #47Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 14:45
    Comment
    Stimmt.
    #48Author Jalapeño (236154) 10 May 17, 15:08
    Comment
    @46:

    Mir ist schon klar, dass man gerade als Literaturübersetzer nicht einfach pauschal und ohne Not das Original (bzw. den individuellen Stil des Autors) "verfälschen" oder "zensieren" sollte ...

    Es ist halt letztendlich immer auch eine Gratwanderung bezüglich Stil und Idiomatik - die eine oder andere sprachliche oder stilistische "Glättung" hier und da ist aber m. E. durchaus legitim ;-)
    #49Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 15:22
    Comment
    Aber die "Personalisierung" einer Sache ist doch nun auch im Deutschen nicht "undiomatisch". Oder würdest Du z.B. "die Wände haben Ohren" als unidiomatisch bezeichnen?
    #50Author B.L.Z. Bubb (601295) 10 May 17, 15:33
    Comment
    Nein, natürlich nicht - dennoch sind solche etablierten, feststehenden Wendungen m. E. immer noch ein etwas anderer Fall als x-beliebige, willkürliche Personalisierungen, die eben nicht idiomatisch sind.

    Auch ist mir keine Redensart geläufig, die etwa generell besagen würde "eine Felswand ist auch nur ein Mensch" oder "auch Bergpfade haben Gefühle" ...

    Man kann, wie gesagt, die hier gewählte Formulierung als individuelles Stilmittel des Autors betrachten und als solches im Deutschen entsprechend nachbilden - man kann es aber auch lassen.
    #51Author Woody 1 (455616) 10 May 17, 15:38
    Comment
    Eigentlich ist das ein sehr schönes Beispiel dafür, wie literarisches Übersetzen abläuft, und dafür, dass in gewisser Weise doch jeder Übersetzer einem Werk seinen persönlichen Stempel aufdrückt.

    Ich plädiere hier nach wie vor für eine freiere Übersetzung, wie Woody 1 sie vorgeschlagen hat, also ohne den Pfad oder den Felsen zu personalisieren.

    Hätte ich das Buch gelesen und würde den Stil des Autors besser kennen, würde ich vielleicht anders urteilen. Mehr können wir darüber anhand eines einzigen Satzes nicht sagen, oder?


    #52Author Fragezeichen (240970) 10 May 17, 17:31
    Comment
    Als Autor würde mich ein Vorgehen, wie das von Woody 1 vorgeschlagen wird, ziemlich wütend machen. Ich finde ehrlich gesagt bei einem literarischen Text nicht, dass der Übersetzer im eigenen Ermessen entscheiden sollte, ob ein (auch im Original etwas ungewohntes) Sprachbild nun deplaziert ist oder nicht. Es ist etwas anderes, wenn das nicht adäquat übersetzt werden kann, aber hier geht es darum, dass der Übersetzer *ohne guten übersetzungstechnischen Grund* seinen literarischen Geschmack über den des Originalschriftstellers setzt.

    Ich finde das als persönliche Meinung absolut legitim (mir gefällt auch nicht jede Formulierung von jedem Schriftsteller), als Grundlage für Übersetzungsarbeit aber ziemlich jenseits.
    #53Author Thirith (1037221) 10 May 17, 17:44
    Comment

    Genau diese Personalisierung der Felswand (glaube immer noch, die ist gemeint, und kein Geländer oder Sträucher) gefiel mir auf Anhieb. So wenig Satz wir auch in #0 haben - ich finde das Bild stimmig.
    Vorschlag in #11 ist zwar nicht jenseits, aber entspricht nicht der Vorlage... .
    #54AuthorBraunbärin (757733) 10 May 17, 17:51
    Comment
    Ich finde das als persönliche Meinung absolut legitim (mir gefällt auch nicht jede Formulierung von jedem Schriftsteller), als Grundlage für Übersetzungsarbeit aber ziemlich jenseits.

    Aha, Thirith, dann würdest du sicher meine Übersetzungsarbeit als ziemlich jenseits bezeichnen! (In vielen Fällen und in sehr vielen Büchern!) Vielen Dank auch! ;)

    Ich respektiere jeden Autor, dessen Werk ich übersetzen darf, und versuche, seine Intention nicht zu übergehen, sondern möglichst gut rüberzubringen, das musst dir mir jetzt einfach unbesehen glauben, aber ich bin als Literaturübersetzerin auch dazu angehalten, einen Roman gut lesbar für die deutsche Leserschaft aufzubereiten.

    Wir haben es hier nicht mit einem bedeutungsschwangeren Gedicht zu tun, wenn ich das richtig sehe.

    Und ich betone noch einmal, dass uns hier allen eigentlich kein Urteil darüber zusteht, ob diese Stelle nun freier oder textgetreuer und wörtlicher zu übersetzen ist, da wir das gesamte Buch nicht kennen.

    So, und nun muss mich wieder - in meiner ziemlich jenseitigen Art- an mein derzeitiges Werk machen ... ;)
    #55Author Fragezeichen (240970) 10 May 17, 18:13
    Comment
    Mit deinem Argument bin ich 100% einverstanden; in diesem Fall passt es meiner Meinung einfach nicht. Gibt es hier berechtigte Zweifel daran, dass die "Schrägheit" des Bildes gewollt ist? Ich habe bisher kein überzeugendes Argument dafür gefunden. Wenn ein Übersetzer das Bild stilistisch nicht mag, dann ist das sein gutes Recht - aber "mir gefällt eine bewusst gewählte Stilfigur nicht" ist meiner Meinung eine denkbar schlechte Voraussetzung, diese Stilfigur abzuändern. Und darum geht es hier zumindest teilweise: Woody 1 hat gesagt, dass ihm die Personifizierung des Pfades nicht passt, und das hat nun wirklich sehr wenig damit zu tun, ob man das übersetzen kann oder nicht, sondern mit Woodys literarischem Geschmack. Und da behalte ich mir vor, eine Entscheidung des Übersetzers als anmassend zu empfinden, wenn dieser aus Gründen des persönlichen Geschmacks die Textintention abändert.

    Edit: Bei einem bedeutungsschwereren Gedicht würde ich von Übersetzern sogar freiere Arbeit erwarten, da Gedichte gewöhnlich auf mehreren formalen/sprachlichen Ebenen arbeiten und diese nicht alle gleichermassen berücksichtigt werden können. Da ist man beim Übersetzen gezwungen, Kompromisse in gewissen Beziehungen einzugehen, um in anderen Belangen das Original besser wiederzugeben. Wie gesagt fände ich das Argument nicht überzeugend, dass hier ein ähnlicher Fall vorliegt. Die Personifizierung selbst ist sprachlich klar, gefällt einfach nicht.
    #56Author Thirith (1037221) 10 May 17, 19:05
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    Sehr vergnüglicher Faden, den ich bislang nur still mitgelesen habe :-)

    Ich möchte mal etwas strukturieren:
    Fakten:
    - Es geht um eine Bergwanderung.
    - Einer der Wanderer hält einen inneren Monolog, in dem er seiner eigenen Angst durch Ironie die Spitze nimmt.
    - Es gibt möglicherweise eine Felswand an der Seite des Pfades, möglicherweise aber auch nicht.
    - Die Doppelbedeutung von "hugging" (sich an etwas anschmiegen; parallel zu etwas verlaufen) ist im Deutschen nicht gegeben.
    - Im Originaltext werden der "side of the trail" menschliche Gedanken zugeschrieben.

    Fundierte Spekulation:
    - Julia sucht gar keine Übersetzung, sondern wollte die Stelle nur verstehen (das war spätestens bei #2 erledigt).

    Übersetzungsvorschlag:
    Ich halte mich so eng an eine Seite des Pfades, dass sie auf dumme Gedanken kommen könnte.
    #57Author Raudona (255425) 10 May 17, 19:46
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    #46, Jalapeno: meine Argumentation war nicht, dass da eine Felswand sein muss, weil er sich an diese Seite klammert, sondern dass da eine Felswand sein muss, weil auf der anderen Seite ein Abgrund ist. Welche Pfade führen denn in den Bergen ohne Not so eng an einem Abgrund entlang? Welche Bachläufe verlaufen in 3 Meter Abstand parallel zu einem Abgrund? Wer verlegt einen Pfad direkt entlang eines Abgrundes, wenn auf der anderen Seite eine schöne Wiese verläuft? Zumal dann die von Höhenangst Geplagten ja auch einfach auf der Wiese laufen könnten...
    #58AuthorSpinatwachtel (341764) 11 May 17, 08:35
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    Vielleicht liegt's daran, dass ich regelmäßig in den Bergen in Bayern und Tirol unterwegs bin, während du weiter im Norden wohnst.

    Ein paar willkürlich gegooglete Beispiele:



    Da muss man auf dem Pfad laufen, es ist aber trotzdem keine Felswand daneben.
    #59Author Jalapeño (236154) 11 May 17, 08:51
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    Raudonas Übersetzungsvorschlag ist
    Ich halte mich so eng an eine Seite des Pfades, dass sie auf dumme Gedanken kommen könnte.

    'sich halten an etwas' - ? - führt hier auf eine falsche Fährte, sozusagen...
    Auch würde ich diese Übersetzung nicht verstehen. Eine Seite eines Weges (= der Boden) kann nicht auf dumme Gedanken kommen...
    Das 'hugging', und damit der Sinn im Satz, funktioniert ja nur mit einer Felswand, an die sich der Angstvolle mit seinem ganzen Körper klammert.

    #60AuthorBraunbärin (757733) 11 May 17, 09:05
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    Das 'hugging', und damit der Sinn im Satz, funktioniert ja nur mit einer Felswand, an die sich der Angstvolle mit seinem ganzen Körper klammert.

    Im Englischen nicht, IMHO. Man kann zum Beispiel auch "the side of the road" huggen, das bedeutet dann einfach, dass man ganz rechts/links fährt. Ohne, dass da irgendeine Begrenzung sein muss.

    Ich habe vielmehr ein Problem mit dem "auf dumme Gedanken kommen", denn das ist im Deutschen zu unspezifisch, da wird nicht klar, dass es um eine "körperliche Liebesbeziehung" gehen soll.
    #61Author Jalapeño (236154) 11 May 17, 09:12
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    @61:

    Hältst du denn die englische Formulierung "get the wrong idea" für "spezifischer"?

    Die Assoziation zu einer "körperlichen Liebesbeziehung" ergibt sich doch hier allemal primär aus dem Kontext.
    #62Author Woody 1 (455616) 11 May 17, 09:42
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    Ja, halte ich. Und da wir den Kontext im Deutschen nicht durch ein Äquivalent zu "hugging" widerspiegeln können, müssen wir beim zweiten Teil deutlicher werden.
    #63Author Jalapeño (236154) 11 May 17, 09:53
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    Ergänzung: Besser wäre auf Deutsch IMHO "auf FALSCHE Gedanken kommen" statt auf "DUMME".
    #64Author Jalapeño (236154) 11 May 17, 09:54
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    Ich glaube nicht, dass "wir" (?) das "müssen" - und klinke mich hier aus ...

    Dass es zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen gibt, liegt wohl in der Natur der Sache und ist auch durchaus legitim - für zielführend (im Sinne eines allgemeinen Konsens, was hier "richtig" oder "falsch" sein soll) halte ich diese Diskussion aber nicht.
    #65Author Woody 1 (455616) 11 May 17, 10:00
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    #64: Ich halte *"auf falsche Gedanken kommen" für Denglisch, auf Deutsch kommt man m.E. idiomatisch "auf dumme Gedanken".

    Ich stimme aber zu, dass "getting the wrong idea" eine etwas andere Nuance enthält als "auf dumme Gedanken kommen" - letztere können durchaus von dem, der sie verursacht, beabsichtigt sein.
    #66Author Raudona (255425) 11 May 17, 11:05
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    https://books.google.de/books?id=SpvqdTkHKVIC...

    "auf falsche Gedanken kommen" von 1852. Ich sehe da keinen Anglizismus.

    "auf dumme Gedanken kommen" heißt in meinem Sprachgebrauch in ewta Quatsch machen, einen Streich spielen, aus Langeweile ein Fahrrad klauen, was auch immer.

    "auf falsche Gedanken kommen" heißt in meinem Sprachgebrauch "etwas falsch interpretieren und darauf anders reagieren, als es gemeint war".


    #67Author Jalapeño (236154) 11 May 17, 11:13
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    #66
    Würde "auf dumme Gedanken kommen" aber nicht bedeuten, dass die Person (oder der personifizierte Gegenstand) mit diesen Gedanken kurz davor steht, anzüglich zu werden, während der Sprecher im Originalsatz sich eher Sorgen macht, dass "the path/the side of the path" seine Nähe als eindeutig zweideutigen Annäherungsversuch interpretieren könnte (d.h. "getting the wrong idea [, namely that I was coming onto it]")? Oder verstehe ich "auf dumme Gedanken kommen" falsch?
    #68Author Thirith (1037221) 11 May 17, 12:17
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    Ich habe so bei #15 aufgehört zu lesen - #1 ist super, IMO (idiomatisch, witzig, trifft die Situation und den Ton) und die Diskussion, soweit ich sie verfolgt habe, hat daran nix geändert.
    #69Author Gibson (418762) 11 May 17, 14:28
    Comment
    #1 ist super, IMO (idiomatisch, witzig, trifft die Situation und den Ton)
    Das finde ich auch.
    :-)
    #70AuthorBraunbärin (757733) 11 May 17, 14:40
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    Einverstanden. Ob im Original Felsen mitgedacht sind oder nicht, ist sekundär (und tut nichts zur wesentlichen Bedeutung); der Fels ermöglicht hier eine Übersetzung, die meiner Meinung den Geist des Originals einfängt.
    #71Author Thirith (1037221) 11 May 17, 14:53
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    Der trail, um den es hier geht, wird in den Alpen auch als Saumpfad bezeichnet. Das lässt folgendes Wortspiel zu:

    I've been hugging one side of the trail so hard I think it might be getting the wrong idea.

    "So dicht war ich auf den Saum des Pfads getreten, dass ich dachte, er käme vielleicht schon auf abwegige Gedanken."

    jemandem auf den saum treten; übertragen mit bezug auf ein frauenzimmer, sich nahe zu ihr halten, ihr den hof machen

    (Und ja: Ich bin mir bewusst, dass der Saumpfad eine andere Etymologie hat, auch wenn er manche Felswand säumt.)
    #72Author Cuauhtlehuanitzin (1009442) 13 May 17, 20:06
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    #72, Cuahtl...
    das funktioniert m.E. nicht, weil da der Grund des 'huggings', Klammerns, Entlanghangelns nicht rauskommt (Höhenangst, Angst), und was hieße denn "so dicht war ich auf den (Saum) getreten"? Das was in der Def. steht, ist für mich unverständlich oder weit hergeholt. Würde der normale Leser nicht verstehen.

    unplugging...
    #73AuthorBraunbärin (757733) 13 May 17, 20:34
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    Ich würde #72 auch nicht verstehen.
    #74Author Gibson (418762) 13 May 17, 21:10
     
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