•  
  • Betreff

    Transductive reasoning

    Quellen

    Definition: To see false connections between unrelated things.

    VerfasserCC_0 (781106)  27 Jun. 22, 14:10
    Kommentar

    Nach Piaget?

    Etwas mehr Kontext und eine Quellenangabe würden helfen.


    Edit


    Solange keine Quelle genannt wird, sage ich einfach mal


    magisches Denken


    Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform des Denkens, bei der eine Person annimmt, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können. Herkömmliche Regeln von Ursache und Wirkung werden ignoriert. Magisches Denken wird häufig als normaler Teil der kindlichen Entwicklung und im Zusammenhang mit psychischen Störungen beobachtet.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Denken

    #1VerfasserWittGenStein (1323045)  27 Jun. 22, 14:33
    Kommentar

    Mag ja sein, dass Magisches Denken ein Zeichen von Infantilität ist.

    Aber andererseits ist das doch auch die Grundlage aller Religionen. Ob das Zufall ist?

    #2Verfassereineing (771776) 27 Jun. 22, 14:46
    Quellen

    Transduction in general is the transportation or transformation of something from one form, place, or concept to another. In psychology, transduction refers to reasoning from specific cases to general cases, typically employed by children during their development. The word has many specialized definitions in varying fields.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Transduction_(p...


    (Leider keine deutsche Seite dazu)

    Kommentar

    Ich glaube nicht, dass "magisches Denken" richtig passt.

    #3Verfassereastworld (238866)  27 Jun. 22, 15:08
    Kommentar

    Danke, eastworld. Ja, genau, darum geht es - Thema Entstehung von Rassismus. Kinder kennen ein paar Leute einer bestimmen Hautfarbe, die alle die Eigenschaft X aufweisen und nehmen dann schnell mal an, dass alle Leute mit dieser Hautfarbe diese Eigenschaft haben.

    #4VerfasserCC_0 (781106) 27 Jun. 22, 15:16
    Kommentar

    Für Transduktives Denken / Transduktives Schließen gibt es einige Google-Treffer, auch im Zusammenhang mit Piaget.

    #5Verfassereastworld (238866) 27 Jun. 22, 15:25
    Quellen

    The term used by the Swiss psychologist Jean Piaget (1896-1980) to denote the type of thinking characteristic of children during the pre-operational stage of development. It is so called because it focuses on concrete instances and does not follow the principles of either induction (1) or deductive reasoning. . Also called transductive logic, but this is avoided in careful usage, because it is clearly not a form of logic.


    https://www.oxfordreference.com/view/10.1093/...



    La transduction en psychologie du développement est un type de raisonnement typiquement utilisé par des enfants de deux à sept ans, précédant l'apparition du raisonnement par induction et par déduction (Piaget, 1925).


    https://fr.wikipedia.org/wiki/Transduction_(p...






    Kommentar

    Alles klar, bisher kannte ich den Begriff nur in Zusammenhang mit Entwicklungspsychologie (Piaget).


    Wie er im Zusammenhang mit Rassismus ins Deutsche übersetzt wird, weiß ich leider auch nicht.


    Edith sagt, dass ich langsam getippt habe. Sehr langsam...





    #6VerfasserWittGenStein (1323045)  27 Jun. 22, 15:35
    Quellen
    Kommentar

    Hier ist im Zusammenhang mit Piaget von "transduktivem" Schließen die Rede. (Anführungszeichen von mir übernommen.)

    #7VerfasserWittGenStein (1323045) 27 Jun. 22, 15:42
    Kommentar

    Aus dem Link in #7 :



    https://www.psy.lmu.de/epp/studium_lehre/lehr...

     Theorien der kognitiven Entwicklung

     ... Erwerb der Symbolfunktion

     Nachahmung, symbolisches Spiel, Sprache, schlußfolgerndes

    Denken

    Einschränkungen (Altersbereich 2-4 Jahre): idiosynkratischer

    Symbolgebrauch, fehlende Konstanz des bezeichneten

    Gegenstands,

    „transduktives“ Schließen.

    („vorbegriffliches“ Denken) ...


    #8Verfasserno me bré (700807) 27 Jun. 22, 18:29
    Quellen
    Kommentar

    "Vorbegriffliches Denken" ist das nicht. Der Begriff stammt aus dem Bereich der Logik, des maschinellen Lernens und der Philosophie, nicht aus der Entwicklungspsychologie.

    #9VerfasserRominara (1294573) 27 Jun. 22, 20:31
    Kommentar

    Ich bin davon überzeugt, dass es in der Anfrage um (menschliche) Kognition geht.

    In der Psychologie bezeichnet Kognition die geistigen Prozesse und Strukturen eines Individuums, also Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Urteile, Wünsche und Absichten. Kognitionen können als Informationsverarbeitungsprozesse verstanden werden, in denen Neues gelernt und Wissen verarbeitet wird...*

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kognition


    Im Bereich Kognition taucht der Begriff transduktiv überwiegend im Zusammenhang mit Piagets entwicklungspsychologischen Theorien auf (vgl. auch #5):

    Präkonzeptuelles [vorbegriffliches] Denken. Zwischen der Vollendung des zweiten und des vierten

    Lebensjahres kann das Kind Objekte und ihre Zugehörigkeit zu Klassen erkennen.

    Es ignoriert dagegen oft abweichende Eigenschaften von Mitgliedern einer Klasse.

    Alle ähnlichen Objekte werden so behandelt, als ob sie völlig identisch wären. Das

    Denken ist vorwiegend transduktiv: Schlussfolgerungen werden unreflektiert von

    einem Spezifikum auf das andere übertragen.

    Quelle: S. 9 http://digitale-objekte.hbz-nrw.de/storage/20...


    Ähnlich dem egozentrischen Denken präoperationaler Kinder ist ihre Strukturierung von Ursache-Wirkungs- Beziehungen. Piaget prägte den Begriff "präkausale Denkweise", um die Art und Weise zu beschreiben, in der präoperationale Kinder ihre eigenen bestehenden Ideen oder Ansichten verwenden, um wie im Egozentrismus Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu erklären. Drei Hauptkonzepte der Kausalität, wie sie von Kindern in der präoperativen Phase gezeigt werden, umfassen: Animismus , Künstlichkeit und transduktives Denken. Im Gegensatz zum deduktiven oder induktiven Denken (allgemein zu spezifisch oder spezifisch zu allgemein) bezieht sich das transduktive Denken darauf, wenn ein Kind von spezifisch zu spezifisch argumentiert und eine Beziehung zwischen zwei separaten Ereignissen herstellt, die ansonsten nicht miteinander verbunden sind. Wenn ein Kind zum Beispiel den Hund bellen hört und dann ein Ballon platzt, würde das Kind schlussfolgern, dass der Ballon platzt, weil der Hund bellt. Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung Quelle: https://de.abcdef.wiki/wiki/Piaget's_theory_o...


    Die Stadientheorie

    Piaget beschreibt vier Hauptstadien, die Kinder innerhalb ihrer Entwicklung durchlaufen (genauer gesagt beschreibt er Kinder in jedem der vier verschiedenen Stadien). [...]


    Präkonzeptuelles (vorbegriffiches) Denken: 2-4 Jahre

    Dieses Stadium ist hauptsächlich durch die Unfähigkeit des Kindes, sämtliche Eigenschaften von Klassen zu verstehen, charakterisiert. Nachdem es die Fähigkeit erworben hat, Objekte internal (mental) zu repräsentieren und sie auf der Grundlage ihrer Klassenzugehörigkeit zu identifizieren, fährt es fort, auf alle ähnlichen Objekte so zu reagieren, als seien sie identisch. So sind für einige Zeit alle Männer "Papa", alle Frauen "Mama", alle Tiere sind "Wauwau" und die Welt ist einfach. Wenn ein Kind im Hause seines Freundes einen Teddy erblickt, der so aussieht wie sein eigener, weiß es, daß dies sein Teddy ist - und das Dreirad im Laden ist klarerweise auch seins. Das Kind versteht etwas von Klassen, da es Objekte identifizieren kann; sein Verständnis ist jedoch unvollständig, da es noch nicht zwischen scheinbar identischen Mitgliedern derselben Klasse unterscheiden kann - daher der Terminus "vorbegrifflich". Diese Art des Denkens hat gelegentlich Vorteile für die Eltern: der Nikolaus bleibt weiterhin das einzige Individuum seiner Art, selbst wenn er an einem Tag an zehn verschiedenen Orten gesehen wird. Ein anderes Merkmal des kindlichen Denkens in diesem Stadium ist, daß es transduktiv ist, im Gegensatz zu induktiv oder deduktiv. Die beiden letzten Arten des Denkens sind "logisch"; induktives Denken beginnt mit Spezifika und geht bis zur Generalisation, während deduktives Denken mit der Generalisation beginnt und mit Spezifika endet.

    Transduktives Denken hingegen überträgt Schlußfolgerungen von einem Spezifikum auf das andere. Z. B. ist das Kind, das folgert: "Mein Hund hat Haare; das Ding da hat Haare, auch wenn sie nur ein kleines rosa Büschel sind; das Ding ist also ein Hund." Das Ding hätte gut ein Hund sein können, wobei das transduktive Denken dann zu einer richtigen Schlußfolgerung geführt hätte. In diesem Fall war das Ding jedoch ein Stinktier. Quelle, Uni Potsdam:

    http://ddi.cs.uni-potsdam.de/Lehre/Unterricht...




    *vgl. Definition in #3 und #4 darum geht es.




    =>transductive reasoning -> transduktives Denken, (transduktives Schließen)


    #10VerfasserWittGenStein (1323045)  27 Jun. 22, 20:58
    Kommentar

    -

    #11VerfasserWittGenStein (1323045)  27 Jun. 22, 23:35
     
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