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    Englisch gesucht

    nicht zwingend (von zu Hause aus arbeiten) möchten

    Betreff

    nicht zwingend (von zu Hause aus arbeiten) möchten

    Quellen

    ..., da ich nicht zwingend von zu Hause aus arbeiten möchte.

    Kommentar

    Wie würdet Ihr diesen Satz übersetzen?

    Verfasserguhnup (1362958) 05 Aug. 22, 23:02
    Kommentar

    Was willst du damit sagen? "Ich möchte nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss"?

    "Zwingend" sind ja die eigenen Wünsche nie.

    #1VerfasserRominara (1294573) 06 Aug. 22, 00:00
    VorschlagI do not necessarily want to work from home
    Quellen

    1. unbedingt, unerlässlich; notwendigerweise, verpflichtend; dringend, vordringlich

    https://www.dwds.de/wb/zwingend

    Kommentar

    Das ist doch eine völlig idiomatische Formulierung dafür, dass man etwas nicht möchte, aber von anderen Personen/Umständen dazu gezwungen werden könnte -> nicht zwingend = nicht unbedingt -> wenn ich nicht muß, möchte ich lieber nicht zu Hause arbeiten.


    Mal ein erster Vorschlag, denn Leute, die besser Englisch könenn als ich, vielleicht noch kommentieren/verbessern sollten.

    #2VerfasserSelima (107)  06 Aug. 22, 12:29
    Kommentar

    Alternativvorschlag:

    If I don't have to, I'd rather not work from home.


    An Selimas Vorschlag ist aber nichts auszusetzen.

    #3Verfasserpenguin (236245) 06 Aug. 22, 12:37
    Kommentar

    #2, Selima - genau das habe ich auch gedacht; eine Formulierung mit "work in home office" ginge auch.


    Trotzdem bleibt die Frage aus #1. Was soll hier denn gesagt werden?

    1) Eigentlich gehe ich davon aus, dass ich meinen Job von zuhause aus erledigen kann, aber wenn es unbedingt sein muss, komme ich auch woanders hin.

    2) Eigentlich gehe ich davon aus, dass ich normalerweise woanders arbeite, weil ich das zuhause lieber nicht möchte.

    #4Verfasserreverend (314585) 06 Aug. 22, 12:38
    Kommentar

    genau das habe ich auch gedacht; eine Formulierung mit "work in home office" ginge auch.

    Aber nur, wenn man im Innenministerium angestellt ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Home_Office_(Mi...


    ;-)

    #5VerfasserSelima (107)  06 Aug. 22, 12:41
    Kommentar

    Interessant. Mir begegnet die Formulierung mit "home office" zwar häufig, aber tatsächlich nur von Leuten, die entweder hier arbeiten oder enge Arbeitskontakte mit Deutschland haben. Viele davon sind außerdem nicht NES. Offenbar ist das ein Germanismus, der in BE nicht vorkommt.

    Danke für den Hinweis!

    #6Verfasserreverend (314585) 06 Aug. 22, 12:51
    Kommentar

    Ich lese den Teilsatz in der Anfrage recht klar als "Ich möchte von zu Hause aus arbeiten, aber das ist keine notwendige Bedingung für einen Arbeitsvertrag".


    Wie wichtig die Möglichkeit von Heimarbeit ist, geht aus dem Fragment nicht explizit hervor, die Stärke des Wunsches könnte im vorhergehenden Teilsatz abgeschwächt werden. Aber das "zwingend" ruft die Idee eines sehr starken Wunsches nach Heimarbeit herhor.

    #7VerfasserHarald (dede) [de] (370386)  06 Aug. 22, 12:56
    Kommentar

    #6 Ich weiß das auch nur dank LEO.


    #7 Echt? "..., da ich nicht zwingend von zu Hause aus arbeiten möchte" impliziert für Dich, dass die Person den sehr starken Wunsch hat, von zu Hause aus zu arbeiten?

    #8VerfasserSelima (107) 06 Aug. 22, 13:01
    Kommentar

    Ein "home office" ist das häusliche Arbeitszimmer. Die im Englischen übliche Formulierung ist "work from home".


    Harald hat vermutlich das "nicht" überlesen.

    #9Verfasserpenguin (236245)  06 Aug. 22, 13:01
    Kommentar

    Ich lese häufiger auch "to work remotely". Das ist genau genommen natürlich nicht genau das deutsche Arbeiten im home office, weil ja damit nur gesagt wird, dass man nicht von (s)einem Arbeitslatz in einer Firma aus arbeitet. Ob man dabei zu Hause oder auf einer Ferieninsel sitzt, bleibt dabei zunächst mal offen.

    #10Verfassereineing (771776) 06 Aug. 22, 13:20
    Kommentar

    Das ist das Äquivalent zur Telearbeit, die ja auch nicht zwingend von zu Hause aus stattfindet.

    #11Verfasserpenguin (236245) 06 Aug. 22, 13:23
    Kommentar

    Gefühlt ist mir das Wort Telearbeit seit mindestens 25 Jahren nicht mehr begegnet. Das riecht sehr nach den neunziger Jahren.

    #12Verfassereineing (771776) 06 Aug. 22, 13:26
    Kommentar

    Ich habe mit meinem Arbeitgeber eine Vereinbarung zu Telearbeit und eine zur Wohnraumarbeit.

    #13VerfasserSelima (107) 06 Aug. 22, 13:31
    Kommentar

    Juristendeutsch ist ja nicht gerade die Variante des Deutschen, die Veränderungen im Sprachgebrauch umgehend nachvollzieht. Man denke z.B. nur daran, wie lange sich in diesem Dialekt die Kraftdroschken gehalten haben.

    #14Verfassereineing (771776) 06 Aug. 22, 13:35
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    @ #8, #9:


    Nun bin ich doch ehrlich verblüfft, dass drei Muttersprachler das Fragment genau gegensätzlich deuten.


    [Zitat OP]:

    ..., da ich ***** von zu Hause aus arbeiten möchte.


    Hier könnten z.B. von "unbedingt (ja ich will)" bis "auf gar keinen Fall(nein, ich will nicht)" alle Ausprägungen des Wunsches zur Heimarbeit eingetragen werden.


    So habe ich das ganz spontan gelesen. Vielleicht habe ich mich verrannt, aber im Moment komme ich von dieser Lesart nicht weg.

    #15VerfasserHarald (dede) [de] (370386)  06 Aug. 22, 13:37
    Kommentar

    Aber im OP steht:

    da ich nicht zwingend von zu Hause aus arbeiten möchte.


    #16Verfasserpenguin (236245) 06 Aug. 22, 13:44
    Kommentar

    Kontext: Mit diesem Satz möchte ich die Ablehnung einer Stelle begründen, welche ausschließlich "remote" angetreten werden kann. Alternative Übersetzungen für "remote [arbeiten]" sind ebenfalls sehr willkommen.

    #17Verfasserguhnup (1362958)  06 Aug. 22, 14:01
    Kommentar

    Da hättest du z.B. "....da ich nicht zwingend ausschließlich von zu Hause aus arbeiten möchte" schreiben können.

    Diese Beschäfigungsvariante (ausschließlich remote) ist in der Softwareentwickling inzwischen weite verbreitet. Da liest man dann auch kaum mal etwas von home office und schon gar nichts von Telearbeit.

    #18Verfassereineing (771776) 06 Aug. 22, 14:24
    Kommentar

    @ penguin, #16:


    Das unterschiedliche Verständnis liegt hier offenbar darin, wie man die Bezüge im Satz sieht.


    Du versteht den Satz wie: da ich nicht (zwingend von zu Hause aus) arbeiten möchte.


    Nach Haralds Lesart ist der Bezug da ich (nicht zwingend) von zu Hause aus arbeiten möchte.


    Nach #17 ist deine Interpretation hier die gemeinte, aber ich gebe Harald Recht, dass jedenfalls in der geschriebenen Form, wo die Betonung keine Hilfe gibt, auch die andere Interpretation möglich ist.



    #19VerfasserRheiner (762589) 06 Aug. 22, 14:47
    Kommentar

    Alternative Übersetzungen für "remote [arbeiten]" sind ebenfalls sehr willkommen.


    "work from home" wurde doch jetzt schon mehrmals erwähnt. ("work in home office" ist Denglisch)


    I don't want to/ I'd rather not / I'd prefer not to work mainly/exclusively from home/remotely.

    #20VerfasserGibson (418762) 06 Aug. 22, 14:58
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    Es war dann doch gut, dass Rominara unmittelbar gefragt hat. Wie sich zeigt, ist der Satz nicht wasserdicht.

    Mit der Information aus #17 finde ich den (deutschen!) Verbesserungsvorschlag hin zu ausschließlich sehr unterstützenswert.

    Ein englisches exclusively scheint mir aber dafür zu kantig, unnötig und leicht übertrieben, only würde mir da vollauf reichen: I do not want to work from home only / I do not only want to work from home. Die erste Formulierung ist präziser (ginge auch noch mit ... work only from..., die zweite ließe sich leicht fälschlich fortsetzen (but) I would also require some leisure time there or elsewhere.

    #21Verfasserreverend (314585) 06 Aug. 22, 15:05
    Kommentar

    Mir ist nicht ganz klar, was du mit "kantig" meinst, aber "exclusively" entspricht ziemlich genau "ausschließlich", was nicht nur die Wortwahl des OP ist, sondern von dir auch unterstützt wird. Deshalb verstehe ich #21 nicht recht.


    I do not want to work from home only 

    halte ich hier übrigens für eine weniger idiomatische Wortstellung.

    #22VerfasserGibson (418762)  06 Aug. 22, 15:09
    Kommentar

    Hmmm ... vielleicht ist das an der Stelle* etwas aus dem Fenster gelehnt ... aber ich würde da gerne etwas positiver formulieren wollen ... z.B. :

    Um größtmögliche Effektivität / Prokuktivität erzielen zu können, bevorzuge ich es, im Team zu arbeiten, im direkten Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen.


    Da wären jede Menge weitere Varianten denkbar ...



    *wenn ich das recht verstanden habe, geht es um die Fomulierung eines eigenen Schreibens, nicht um die Übersetzung eines gegebenen Textes ...

    #23Verfasserno me bré (700807) 06 Aug. 22, 17:45
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    Eine Absage ist kein Bewerbungsschreiben. Die nüchterne, höfliche Feststellung, dass man die fragliche Stelle nun doch nicht haben will, reicht. Begründungen für eine solche Entscheidung, und die auch noch möglichst schonend formuliert, erwartet niemand.

    #24Verfassereineing (771776) 06 Aug. 22, 18:32
    Kommentar

    Eure Kommentare haben mich nachdenklich gemacht. Der deutsche Satz ist suboptimal, weshalb ich ihn umformulieren werde. Vielen Dank für Eure Unterstützung.

    #25Verfasserguhnup (1362958) 07 Aug. 22, 01:35
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    Spät, aber ich möchte auch noch meinen Senf dazugeben, denn ich habe es wie Harald verstanden.
    #26VerfasserNirak (264416) 07 Aug. 22, 22:24
     
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