Advertising
LEO

It looks like you’re using an ad blocker.

Would you like to support LEO?

Disable your ad blocker for LEO or make a donation.

 
  •  
  • Forum home

    German missing

    The odds are a million to one.

    Subject

    The odds are a million to one.

    Sources
    "The odds are a million to one that this is a true story."

    Quelle:
    https://teachables.scholastic.com/teachables/...
    Comment
    Meine Frage ist, ob es im Deutschen dann heißen müsste:
    "Die Chance, dass diese Geschichte wahr ist, liegt bei einer Million zu eins."

    ODER

    "Die Chance, dass diese Geschichte wahr ist, liegt bei eins zu einer Million."

    Die zweite Variante erscheint mir im Deutschen geläufiger, ich bin mir bloß nicht sicher, ob das Umdrehen der Zahlen hier sinnbildlich etwas an der Wahrscheinlichkeit ändern würde.
    Oder ist eins zu einer Million quasi das gleiche wie eine Million zu eins? Und im Englischen sind die Zahlen einfach anders herum, die Bedeutung ist aber dieselbe?
    Author ScarletSongs_1 (1245324) 20 Aug 22, 01:48
    Comment

    Edit 3, Einschub: Die Bemerkungen am Anfang dieses Beitrages beziehen sich auf die rein mathematische Definition des Wortes "odds". So gesehen sind sie zwar nicht falsch, aber letztendlich passen sie nicht wirklich zum gegebenen Kontext. Bitte die Edits am Ende des Beitrages beachten!


    "The odds are a million to one that this is a true story."

    Dieser Satz wird übersetzt als:

    "Die Chance, dass diese Geschichte wahr ist, liegt bei einer Million zu eins."


    Die Geschichte ist nach der Aussage dieses Satzes höchstwahrscheinlich wahr.


    Man kann Chance nicht einfach umkehren, ohne dass sich auch die Bedeutung umkehrt:


    "The odds are one to a million that this is a true story."

    Dieser Satz wird übersetzt als:

    "Die Chance, dass diese Geschichte wahr ist, liegt bei eins zu einer Million ."

    Nach diesem Satz ist die Geschichte höchstwahrscheinlich unwahr.


    _______

    Aus Wikipedia-Artilkel "Odds": "Odds can be demonstrated by examining rolling a six-sided die. The odds of rolling a 6 is 1:5."


    _______

    Edit, Nachtrag:


    Ich habe mir Deine Quelle noch genauer angesehen. Anscheinend stimmt da etwas nicht. Auf Seite 4/6 der Story sagt Marvin:

    "You're crazy. The odds of this happening are a million to one."

    M. meint damit offenbar, dass so ein Geschehnis kaum eintreten kann. Dann gibt er die Zahlen aber gerade verkehrt herum an. Es müsste "one to a million" heißen.

    Eigentlich hätte ich an dieser Stelle eher etwas von "chances" und "one in a million" erwartet.


    Edit 2, Berichtigung


    Hier bin ich anscheinend voll in eine Falle gelaufen. Offenbar verwendet Marvin in diesem Text das Wort "odds" nicht in seinem mathematischen Sinn, sondern als das Wort "Gewinnchance" oder "Quote", wie es z. B. bei Sportwetten im Wettbüro verwendet wird. Dann bezeichnet es den möglichen Wettgewinn im Verhältnis zum Einsatz. Hier bedeutet eine Million zu eins, dass ein Einsatz von 1 im Fall des Gewinns eine Auszahlung von 1 Mio erbringt. So etwas könnte aber nur passieren, wenn ein sehr unwahrscheinlicher Fall eintritt, wenn z. B. im Pferderennen ein extremer Außenseiter gewinnt.

    #1Author Harald (dede) [de] (370386)  20 Aug 22, 02:36
    Comment

    Ich würde statt "Chance" "Wahrscheinlichkeit" nehmen: "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschichte wahr ist, liegt bei eins zu einer Million".

    #2AuthorMr Chekov (DE) (522758)  20 Aug 22, 08:59
    Sources

    Diese Meinung wird auch in Quellen aus US vertreten:


    Be careful when using "high" and "low" to describe odds.

    [...]

    To be clear in your writing, to make sure everyone understands what you mean, it’s better to describe the likelihood of something happening in a different way. Instead of saying the odds are high or low, you can say there’s a “good chance” or a “high probability” of something happening if you mean it’s likely. And if you must use odds, it’s better to say they are good or bad, instead of high or low.

    That’s the safest bet.

    Comment

    Ganz meine Meinung, nachdem ich mich zunächt schwer verhalpelt hatte.

    #3Author Harald (dede) [de] (370386) 20 Aug 22, 09:21
    Comment

    Im Deutschen - wenn es nicht auf mathematische Präzision ankommt, sondern umgangssprachlich formuliert wird - geht das auch ohne Substantive wie "Chance", "Wahrscheinlichkeit" oder "Quote" etc. ... es heißt schlicht :


    Es steht eins zu [ganz große Zahl einsetzen], dass ...





    Den Satz im OP würde ich im Deutschen eher so formulieren

    :

    Das glaubt doch kein Mensch / kein Schwein, dass das wahr sein kann / ... dass das stimmen kann / ... dass an der Geschichte etwas dran sein könnte


    #4Author no me bré (700807)  20 Aug 22, 09:55
    Comment

    Die beiden Varianten bedeuten jeweils exakt das GEGENTEIL:


    1 Mio. zu 1 = praktisch sicher


    1 zu 1 Mio. = fast unmöglich

    #5Author ad.joe (236303)  20 Aug 22, 11:31
    Comment

    Gut, aber spricht im Alltag wirklich jemand von "einer Million zu eins", wenn er eine hohe Wahrscheinlichkeit angibt? Ich kenne nur den umgekehrten Fall. "Dass der Mackowiak montags mal pünktlich ist, da stehen die Chancen eins zu einer Million."

    #6AuthorMr Chekov (DE) (522758)  20 Aug 22, 11:48
    Comment

    Erst einmal Danke für die ganzen Antworten!

    Wie es scheint, sind sich aber so ziemlich alle von euch einig, dass mit "a million to one" im Englischen Sprachgebrauch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit gemeint ist? Was dann wiederum im Deutschen "eins zu einer Million" entsprechen würde. Sehe ich das richtig?


    Also:

    "The odds are a million to one that this is a true story." = "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschichte wahr ist, liegt bei eins zu einer Million."


    #7Author ScarletSongs_1 (1245324) 23 Aug 22, 14:32
    Comment

    Ich halte es im Laiengebrauch, also außerhalb von mathematischen Kontexten, inhaltlich für identisch und "eins zu einer Million" im Deutschen für idiomatisch.

    #8Author Gibson (418762) 23 Aug 22, 14:37
    Comment

    "Eine Million zu eins" kenne ich nur als Wettangebot, wenn der Sprecher sich ganz sicher ist. (Ich setze eine Million und Du musst nur 1 Euro/Dollar/Pfund/wasauchimmer setzen). Insofern stimme ich den Vorrednern zu, dass "sehr geringe Erfolgschancen" als "1 zu einer Million" bezeichnet werden, und eben nicht andersherum.


    Möglicherweise bin ich durch meinen IT-Beruf zu sehr im mathematischen Denken verankert, aber im Gegensatz zu Gibson halte ich es, auch für den Laiengebrauch, nicht für inhaltlich identisch, ob "eins zu einer Million" oder "eine Million zu eins" gesagt wird. Normalerweise wird bei solchen Wahrscheinlichkeiten das, worauf man sich bezieht, als erstes genannt, und dass würde hier bedeuten, dass 1 Million Fälle dem angesprochenen Fall ähneln und nur einer nicht. Der Laiengebrauch unterscheidet sich meiner Erfahrung nach vom Expertengebrauch hauptsächlich darin, dass bei den Nennungen die Summe den Gesamtumfang angibt ("Die Chancen liegen bei 1 zu 2" ist eben nicht fifty-fifty, sondern nur ein Drittel) während bei den Experten Wahrscheinlichkeiten immer bezogen auf alle angegeben werden.

    #9Authorm.dietz (780138) 29 Aug 22, 13:38
    Comment

    auch für den Laiengebrauch, nicht für inhaltlich identisch


    Ich verstehe die Wendung "a million to one" als äquivalent zu "eins zu einer Million", auch wenn die Wahrscheinlichkeit genau umgedreht ist. Fürs Idiom ist das aber egal, finde ich,

    #10Author Gibson (418762) 29 Aug 22, 14:01
    Comment

    I've never heard of "one to a million"; only "one in a million" or "a million to one".

    #11Author CM2DD (236324) 29 Aug 22, 14:20
    Comment

    Ich versuche mal, die ganze Geschichte aufzudröseln. Zur Erinnerung: Der angefragte Text lautete vollständig:

    "The odds are a million to one that this is a true story."

    Gemeint war damit: "Die Story ist fast sicher nicht wahr"

     

    Im Deutschen sind Sätze wie die folgenden üblich und gleichbedeutend:

     

    a. (Ich wette) eine Million zu Eins, dass X nicht passieren wird. (Ein rein rhetorisches Angebot zu einer Wette.)

     

    b. Die Wahrscheinlichkeit dass X tatsächlich passieren wird, ist Eins zu einer Million.

     

    Zwischen den beiden Sätzen (a und b) habe ich nicht nur die Reihenfolge der Zahlen, sondern auch die Bedingung umgedreht. (Wenn im Kontext klar ist, dass X nach Meinung des Sprechers sehr unwahrscheinlich ist, geht übrigens auch eine versehentliche Falschformulierung glatt runter.)

     

    Dabei handelt es sich jeweils nicht um wörtlich zu nehmende Sätze, sondern um Metaphern. Insbesondere ist die "Million" eine beliebig hohe Zahl, die nach Erika Fuchs auch eine Phantastillion/Phantastilliarde heißen könnte.

     

    Im Englischen (mit AE) funktioniert das zunächst mal genau so. Das "odds" steht auch dort für Wahrscheinlichkeiten. (Bzw. genau genommen für Wahrscheinlichkeitsverhältnisse, die als Verhältnis zweier ganzer Zahlen angegeben werden.) Hohe Zahlenverhältnisse wie 1000:1 oder 100:1 stehen für hohe Wahrscheinlichkeiten eines Ereignis. Auch hier sind Verhältnisse mit glatten (und hohen) Zahlen rein rhetorisch zu verstehen.

     

    Aber im Angelsächsischen gibt es noch einen zusätzlichen "twist" und genau mit diesem sind wir in dieser Anfrage konfrontiert:

     

    Der Satz in der Anfrage ist der Titel eines pädagogischen Übungstextes, in dem "Idiome mit Zahlen" das Thema sind. (High five, fifty-fifty, the third degree, two bricks shy of a load,...)

     

    Der Übungstext besteht aus einer Geschichte, in der ein Schüler während der Hausaufgaben von seinem Taschenrechner unversehens in ein Gespräch verwickelt wird. In diesem Dialog kommt das Idiom erneut vor. Der Rechner ist mit seinem Leben unzufrieden und möchte lieber auf dem Land eine Farm bewirtschaften. Auf den Einwand des Schülers, ein Taschenrechner habe noch nicht einmal Beine, entwickelt der Rechner die Idee, er könne einen hübschen Roboter ehelichen. Der Schüler antwortet: "You're crazy. The odds of that happening are a million to one." Das hört sich zunächst einmal danach an, als wäre eine hohe Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen dieser seltsamen Hochzeit gemeint.

     

    Hier haben wir also ein sehr unwahrscheinliches Ereignis (der Rechner spricht und der Rechner heiratet), das durch das Idiom "odds are a million to one" als unwahrscheinlich gekennzeichnet werden soll. Bei dieser Verwendung von odds gehen hohe Zahlenverhältnisse gerade nicht mit hohen Wahrscheinlichkeiten einher. Im Gegenteil.

     

    Das liegt daran, dass - abweichend vom anfänglich gesagten - die odds, die ein Buchmacher zu seinen Wettangeboten nennt, genau umgekehrt zu der mehrheitlichen Einschätzung der Wetter für die Gewinnwahrscheinlichkeit funktionieren. Bietet ein Buchmacher zu einer Wette hohe odds (eine hohe Quote) von z.B 100:1, so bedeutet das: Die meisten Kunden wetten gerade nicht auf diesen Ausgang, sondern halten ihn für unwahrscheinlich. Hoch ist hier nicht die (Einschätzung der) Wahrscheinlichkeit des Ereignisses, sondern es geht um die hohe Auszahlung (gemessen am Einsatz) für den Fall, dass etwas unwahrscheinliches entgegen der allgemeinen Erwartung dennoch eintritt.

     

    Dieser Gebrauch von odds (aus dem Kontext von Buchmachern) ist in dem angefragten Text offenbar gemeint.

     

    Im Deutschen können wir diese beiden gegensätzlichen Verwendungszwecke von "odds" relativ leicht eindeutig wiedergeben, indem wir bei den Zahlenangaben von Buchmachern nicht von Wahrscheinlichkeiten, sondern von (Auszahlungs-)Quoten sprechen.


    Im Englischen müssen wir die gemeinte Bedeutung gelegentlich aus dem Kontext "erraten", wenn das "odds" ohne sonst erkennbaren Unterschied für die Angabe von Quoten (statt Wahrscheinlichkeiten) verwendet wird. In Wörterbüchern findet man für "odds" übrigens beide Bedeutungen erklärt, ebenso in der en-Wikipedia.

    #12Author Harald (dede) [de] (370386) 05 Oct 22, 22:06
    Comment

    I think you're overthinking this. "chances" and "odds" are used interchangeably, e.g.


    -What do you reckon the chances are of this happening?

    -Our meeting like this? A million to one.

    -Makes you think, doesn't it?


    aus Border Crossing von Pat Barker, das ich gerade lese.

    #13Author Gibson (418762) 06 Oct 22, 19:31
    Comment

    I have no idea what you are arguing about, I'll admit. But this is how I understand the phrases in English:


    When you say "one in a million", you imagine a big pile of a million tickets (for instance), one of which is your winning lottery ticket. It's one ticket in a pile of a million tickets. You're imagining how unlikely it would be to happen to pick that ticket out. What a stroke of luck if you did!


    When you say "a million to one", you are thinking of the million chances/odds/whatever that oppose your winning. On one hand, a million chances of other horses winning - facing them, on the other hand, your little horse. You're imagining how many things stand in the way of you winning. What an amazing victory if you did!


    They're both describing how unlikely something is, but the flavour is slightly different.


    Are you saying that in German, people talk about things being extremely likely to happen, using this type of language? Or what is the fuss about?

    #14Author CM2DD (236324) 07 Oct 22, 09:54
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
  automatisch zu   umgewandelt