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    English missing

    *seufz* and *nochmehrseufz*

    Subject

    *seufz* and *nochmehrseufz*

    [thea.]
    Context/ examples
    the two words (related, obviously) came to me in an e-mail message, and I cannot discover the meaning. The author used the asterisks in both cases, so I fear that i am simply not "getting" the intention or the meaning. Is it phonetic?

    "und den beruf stewardess hat meine mutter mir damals ausgeredet *nochmehrseufz*
    Authorpeter21 Apr 04, 18:18
    Suggestion*seufz*
    Comment
    *sigh* and *more sighing* - used in Internet language and now seeping into our culture...
    #1Authorgromit21 Apr 04, 18:22
    Suggestion*sigh* and *sigh_even_more"
    Comment
    seufzen = to sigh
    "seufzen", if it ever was common, has grown uncommon in German. You will rarely read it, let alone hear someone saying it. It obviously is just easier to actually sigh than saying "seufz", which sounds awkward.
    #2AuthorNanoBot21 Apr 04, 18:26
    Comment
    >"seufzen", if it ever was common, has grown uncommon in German

    Das Wort seufzen wurde in der nichtförmlichen Internetkommunikation (z.B. Chats)in der letzten Jahren wieder äußerst populär (man begegnet auch *soifs*). Der Grund könnte sein, daß man einfach keinen anderen Ausdruck zur Verfügung hat, um ein Seufzen vorm PC mitzuteilen.

    Die Asteriske dienen als Umrahmung für die Beschreibung einer momentan durchgeführten Handlung (wie z.B. das Seufzen).
    #3AuthorGerd *glasmineralwasserrunterkipp*21 Apr 04, 22:52
    Suggestiongulp
    Comment
    also Gerd, glassmineralwasserrunterkipp brachte mich total zum Lachen !! Also dann: Schluckmerlotrotweinsipp ...
    Gruß aus Jamaika
    #4Authorkc22 Apr 04, 03:45
    Comment
    Diese Konstruktion wird "Erikativ" genannt.
    Definition (von syl-de):
    Erikativ (nach Erika Fuchs) ist eine scherzhafte Bezeichnung für den als Interjektion gebrauchten Verbstamm (auch Inflektiv gennant). Den Verbstamm erhält man i.d.R. durch entfernen der Infinitivendung "-en". Endet das Verb auf "-eln" oder "-ern", ist nur das "n" zu entfernen. Verben auf "-men" oder "-nen", denen im Laufe der Zeit ein "e" verloren gegangen ist, wird dieses "e" bei des Erikativs wieder eingefügt (z.B. zeichnen-> *zeich/e/n*). Objekte, Bestimmungswörter, etc. werden vorangestellt und direkt mit dem Verb verbunden (z.B. *aufdenputzhau*, *schnellwegduck*). Die gesamte Erikativform wird klein geschrieben und in Sternchen gesetzt.

    weitere Informationen:
    http://forum.leo.org/cgi-bin/dict/forum.cgi?a...
    http://forum.leo.org/cgi-bin/dict/forum.cgi?a...
    #5AuthorMarkus<de>22 Apr 04, 09:10
    Suggestion*sigh* *more sigh*
    #6AuthorQuark22 Apr 04, 10:43
    Comment
    Markus: Bitte nicht schlagen *bibber*, aber ich bin auch nur ein armer Forums-Neuling (ich hätte schon viel früher einen Blick hier reinwerfen sollen *seufz*) und hab mir die Erikativrätsel noch nie näher angesehen ... Jetzt weiß ich wenistens, was ein Inflektiv ("Erikativ) ist. Die Erklärung ("Das Kleingedruckte") am Anfang des Diskussionsfadens hinter Deinem ersten Link leuchtet mir auch völlig ein.

    Ich habe mich darüber vor ein paar Jahren mal in einem Chat mit einer Bekannten (die Germanistik studiert) gestritten, nach welchen Regeln diese Interjektionen (die in Chats ja allgenwärtig sind und an denen man neben Smileys auch die privaten E-mails von Leuten erkennt, die sich auch zum Spaß im Netz rumtreiben) "korrekt" gebildet werden.

    Weinrich, Textgrammatik der deutschen Sprache, 1993 behauptet nämlich (unter 8.1.5 (3), S. 861), dass es sich bei diesen "gattungstypischen Interjektionen" in Comics um verkürzte Imperative handelt (seine Beispiele: *ächz!* 'Stöhnen', *würg! 'Ekel', *seufz!* 'Klage', *röchel!* 'dem Tode nahe'), die "im jugendsprachlichen Register gelegentlich auch mündlich [sic!]" gebraucht werden. 1993 kannte man in Deutschland halt noch keine Chats, Newsgroups, WWW-Foren, Email und SMS als Kommunikationsmedien.

    Dass *aufdembodenrollundmirdenarschweglach* (ROTFLMAO) eine Art Imperativ sein soll, hat mir noch nie eingeleuchtet (wo ist da die befehlende Bedeutung? es ist doch eine Aussage) - und eben auch nicht, dass solche Formen von der Imperativform abgeleitet sind statt direkt vom Verbstamm im Infintiv (jedenfalls meistens, manchmal eher im Indikativ (*aufsklomuss*, *gleichwiederdabin*).

    Gibt es denn dazu eine fundierte sprachwissenschaftliche Untersuchung? Ich habe schon öfters was über internettypische Akronyme und SMS-typische Abkürzungen gelesen, aber noch nie, dass sich jemand systematisch mit Inflektiven beschäftigt hat. Bitteee *aufknieenrutsch*! Das Thema treibt mich schon seit ein paar Jahren um ... x-/ *ächz*
    #7AuthorFrank FMH22 Apr 04, 22:54
     
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