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  • Betreff

    Israelitische Kultusgemeinde

    Quellen
    Isreaelian cultural community?
    Verfassermawido (37140) 02 Mär. 07, 12:00
    VorschlagJewish religious community
    Kommentar
    Israelitisch = jüdisch (im religiösen Sinn)
    Kultus = religiöser Kult
    #1VerfasserMiMo (236780) 02 Mär. 07, 12:03
    VorschlagJewish community
    Quellen
    simply, needs no 'religious'
    #2VerfasserNina10 Mär. 08, 19:37
    Kommentar
    Israeli community
    #3Verfasserwoodelf (421634) 10 Mär. 08, 20:09
    Kommentar
    "Religious" muss rein, die Vorgabe heißt "Kultusgemeinde", d.h. die Gemeinde derjenigen, die einen (religiösen) Kultus (eine bestimmte Art, religöse Handlungen durchzuführen) pflegen.

    Es gibt einen Unterschied zwischen "Israeli" und "Israelit". Die Staatsangehörigen des modernen Israel nennen sich Israeli. Israeliten nannten sich die Juden des geschichtlichen Israel. Ich nehme an, dass "israelitisch" in der Anfrage bedeuten soll, dass es sich um den hebräischen / jüdischen Glauben geht. Damit wäre "Israelite religious community" möglich, aber MiMos Vorschlag #1 scheint mir besser.

    Der Ausdruck "Kultusgemeinde" wird auch von Katholiken benutzt, dann meist "römisch-katholische Kultusgemeinde.
    #4VerfasserAndreasS (251947) 10 Mär. 08, 20:27
    Kommentar
    Isn't Kultus also used in Ministerium fuer Kultus und Erziehung?
    #5Verfasserwoodelf (421634) 10 Mär. 08, 20:35
    VorschlagMinisterium für Unterricht und Kultus
    Kommentar
    ja, denn der Ursprung des Ministeriums für Unterricht und Kultus (jedenfalls in Bayern) war die Bildung einer eigenen Abteilung des Innenministeriums "für kirchliche Angelegenheiten". Diese Abteilung erweiterte Ludwig I. 1847 auf "alle Gegenstände der Erziehung, des Unterrichts, der sittlichen, geistigen und künstlerischen Bildung und die dafür bestehenden Anstalten".
    #6Verfassergila21200 (403037) 10 Mär. 08, 20:54
    Kommentar
    MiMo liefert die richtige Übersetzung;

    israelitisch ist der dt. Amtsgebrauch - aus was für Gründen auch immer: meine Vermutungen können da völlig falsch sein.

    religious ist - wie AndreaS sagt - unbedingt zu berücksichtigen.
    #7Verfasserso ist es10 Mär. 08, 22:42
    Kommentar
    At least in Austria, "Israelitische Kultusgemeinde" is a highly official term, introduced by emperor Francis Joseph to avoid the word "Jewish" and any suspicions of antisemitism (one of the few bad qualities he was not guilty of).
    The "I. K." is a registered association and the official Ansprechpartner for the government. Thus, "Jewish community" is not strong enough, sounding about as informal as "gay community".

    Adding "religious" certainly helps, and may well be the best way out...

    #8Verfasserlate bird10 Mär. 08, 23:38
    Kommentar
    @late bird: Meinst Du, dass es in jedem Land nur eine "Israelitische Kultusgemeinde" gibt, (die der offizielle Ansprechpartner der Regierung ist)? Eine einzige Körperschaft öffentlichen Rechts, wie die Kirchen? Ich glaube das nicht, sondern meine, dass die Israelische Kultusgemeinde die örtliche Gemeinschaft der religösen Juden ist. Dann würde "community" reichen. Ob dabei zwischen dem orthodoxen und dem reformierten Kultus unterschieden wird, weiß ich nicht.
    #9VerfasserAndreasS (251947) 11 Mär. 08, 11:46
    VorschlagJewish congregation
    Kommentar
    Quite simply Jewish congregation. Trust me, I'm just translating a whole encyclopaedia on the subject.
    #10VerfasserSpicegirl (224071) 11 Mär. 08, 11:58
    VorschlagJewish Affairs Council (“IKG”), Hebrew Community Agency (“IKG”), or similar
    Quellen

    It’s crucial to bear in mind that the Israelitische Kultusgemeinde is an INSTITUTION not a POPULATION, so any rendering into English has to have an institutional element such as agency, board, bureau, office, commission, association, society, council, etc. People are understandably drawn to the word community because of “Gemeinde,” and this is fine as long as an institutional element is tacked onto the end.


    Please don’t use Israelite for the israelitisch part: the Israelites haven’t walked this earth in a couple thousand years. Jewish is the most obvious choice but one could also make a case for Hebrew (consider the HIAS, Hebrew Immigrant Aid Society); it’s got a slightly old-fashioned flavor, but then so does Kultusgemeinde.


    Also avoid “religious.” Not only is it not necessary, it’s misleading since a “religious Jew” is one who actively practices the Jewish religion. It is synonymous in this context with practicing or observant. “Congregation” is simply wrong; it means the group of people who attend or are members of a given place of worship. A city with five synagogues has five Jewish congregations.


    My personal choice is Jewish Community Agency (“IKG”); it comes up frequently in the family history documents I translate.

    #11Verfasserrdr713 (366223) 01 Aug. 22, 22:44
    Quellen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Israelitische_K...

    "Israelitische Kultusgemeinde ist ein Synonym für den Ausdruck jüdische Gemeinde (Kehillah). Er wird vor allem in Österreich, aber auch in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz benutzt.

    Oft wird das Wort mit „israelisch“ verwechselt, das Wort „israelitisch“ umschreibt jedoch den jüdischen (mosaischen) Glauben und die Kultur. Die Bezeichnung geht auf Kaiser Franz Joseph I. zurück, der in einer Ansprache am 3. April 1849 die Worte: „Israelitische Gemeinde von Wien“ verwendete. Seither ist in Österreich der Ausdruck Israelitische Kultusgemeinde (IKG) der amtliche Name für jüdische Gemeinden."


    https://www.ikg-wien.at/en

    "Welcome to the Jewish community

    The Jewish Community of Vienna (Israelitische Kultusgemeinde) coordinates all efforts in Vienna to support Jewish refugees from Ukraine."

    Kommentar

    Von #11 bin ich nicht so überzeugt.

    Ich kenne mich nicht gut aus, aber beim Googlen findet man schnell, dass die "Israelitische Kultusgemeinde Wien" sich z.B. selber "Jewish Community of Vienna" nennt.

    Aber es gibt viele andere Israelitische Gemeinden in Deutschland und Österreich. Andere Gemeinen nennen sich "Jüdische Gemeinde", z.B. die Jüdischen Gemeinden in Bochum, Düsseldorf oder Köln.

    #12VerfasserNirak (264416) 01 Aug. 22, 23:27
    Kommentar

    The problem with all the sources mentioned in #12 is that none of them was created by a native speaker of English (or, if they were translated by a native speaker, the translator took the easy way – what is commonly called a “literal translation” – and didn’t think it through). I completely believe that they all make sense to German speakers – but that’s not the target readership of an English translation.


    In the IKG-Wien example above, for instance, I have to assume that “Welcome to the Jewish community” is supposed to be a rendering of “Herzlich willkommen bei der Israelitischen Kultusgemeinde” (strictly speaking, “beim Internetauftritt der IKG”). That’s not what the English means, however. It means, “Herzlich willkommen bei der jüdischen Bevölkerung” or “Wiens Juden heißen Sie willkommen” – a pleasant notion, to be sure, but not the same meaning.

    #13Verfasserrdr713 (366223)  02 Aug. 22, 00:43
    Kommentar

    Ich kann mir aber auch vorstellen, daß der Bedeutungsunterschied gewollt ist. Statt zu erklären, was der formale Begriff genau bedeutet, spricht die Gemeinde im Englischen für die jüdische Bevölkerung.

    #14Verfassermbshu (874725) 02 Aug. 22, 07:45
    Kommentar

    Fortführung von #1:


    Eine "Israelitische Kultusgemeinde" ist

    eine Gemeinschaft von Juden zur Ausübung der mosaischen Religion. Diese Bezeichnung ist ein Synonym für den Ausdruck jüdische Gemeinde (Kehillah) und wird vor allem in Österreich, aber auch in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz benutzt. Daneben gibt es Bezeichnungen (je nach Gemeinde) wie Synagogengemeinde, Jüdische Gemeinde, Israelitische Gemeinde, Israelitische Religionsgemeinde, Israelitische Religionsgemeinschaft, Israelitischer Tempel.


    Sie sind meist Körperschaften des öffentlichen Rechts, unterhalten eine Synagoge zur Ausübung des mosaischen Kults und einen Rabbiner zur Unterrichtung über religiöse und rechtliche Fragen.


    Die in #11 aufgeführten Bezeichnungen treffen für "Israelitsche Kultusgemeinde" nicht zu. Eine Kultusgemeinde wird von Juden gebildet, die an einem bestimmten Ort leben und gemeinsam ihre Religion ausüben wollen. Sie hat mit "Affairs Council" und "Community Agency" nichts zu tun.


    Auf Englisch wird das Leben in einer jüdischen Kultusgemeinde sehr schön geschildert in den Krimis von Harry Kemelman um den Rabbi David Small, "Friday the Rabbi Slept Late" und weitere 9 Bände ...

    #15VerfasserMiMo (236780) 02 Aug. 22, 08:11
    Kommentar

    Die Frage ist, wie so oft, was die Übersetzung will. Wenn es darum geht, die gängige Wiedergabe in der Zielsprache zu verwenden, stellt sich immer noch die Frage nach zwei Kontexten, nämlich dem der Herkunft und dem des Ziels.

    Es gibt geschichtliche Gründe, warum die jüdischen Gemeinden (so die einigermaßen allgemeinverständliche Formulierung ggf. abseits der Namensgebung) sich auch in ihrer englischsprachigen Selbstdarstellung verschieden bezeichnen. Das liegt nicht daran, dass vermeintliche Germanismen die Wahl des englischen Begriffs beeinflusst haben. Oft ging und geht eine ausführliche Beratung zur Begriffsfindung voraus, und ich würde mich scheuen, um der Übersetzung willen die eigene Wortwahl der jüdischen Gemeinde(n) zu "korrigieren".


    Dennoch ist festzustellen, dass die englische Selbstbezeichnung sich z.B. zwischen den jüdischen Gemeinden im deutschsprachigen und denen im niederländischsprachigen Raum unterscheiden, obwohl es nach der Bezeichnung in der Landessprache eigentlich keinen Unterschied geben dürfte. Die Gemeinden im deutschsprachigen Raum übersetzen durchweg "Jewish community" (und sicher bewusst kleingeschrieben), die im niederländischsprachigen (fast) durchweg "Jewish congregation".


    Ohne die zugrundeliegende Diskussion im geschichtlichen Detail zu kennen, ist diese Begriffswahl aber naheliegend. Im deutschsprachigen Raum war die nicht nur gottesdienstliche Selbstorganisation des örtlichen Judentums (Jewry) Grund genug, diese begrifflich fassbar zu machen. Nur war es v.a. in den deutschen Ländern mit ihrer mühsamen christlichen Konfessionsgeschichte und der begriffsliebenden k.u.k.-Monarchie undenkbar, dass es dazu nicht auch einer Organisationsform und damit Rechtsform bedurfte. Zeitlich anzusetzen ist das in etwa ab dem Wiener Kongress, der ja auch massive Auswirkungen auf die Gestaltung nationalen Rechts in vielen Ländern Europas hatte.


    So war den deutschsprachigen nicht-jüdischen Mitmenschen geradezu undenkbar, dass man Religion auch anders als in Parochien, zu denen man gehörte, ja "Mitglied war", organisieren könnte. Die Behörden brauchten zudem klare rechtliche Subjekte (juristische Personen), mit denen man kommunizieren konnte und bei denen klar war, wer sie rechtlich vertritt.


    Diese Denkweise ist dem Judentum eigentlich fremd. Jüdisch ist, wer eine jüdische Mutter hat. Punkt. Alle Juden an einem Ort bilden die jüdische Gemeinde, die eigentlich aber nur eine halachische (wenn man so will, religionsrechtliche) Bedeutung hat, nämlich die Frage des Minjan - können zehn jüdische Männer (unter der Einhaltung des sog. Sabbatweges) zum Synagogengottesdienst erscheinen? Wenn nicht, dann hat der Ort keine eigene jüdische Gemeinde. So ist es Brauch, aber keine rechtliche Regelung.


    Die israelitischen Kultusgemeinden sind daher eigentlich keine von jüdischer Seite nötige noch betriebene rechtliche Organisationsform, sondern ein Erfordernis der jeweiligen staatlichen Ordnung. Mit der arrangierte man sich halt, indem der Form Genüge getan wurde.


    Das zeigt sich vor allem an den verschiedenen Ausrichtungen oder örtlichen Aufteilungen (nicht: Trennungen) des Judentums. So gab es in Prag zu Habsburger (also k.u.k.-) Zeiten zwar eine ganze Reihe von Synagogen, die sich teils im sozialen Stand, teils in der Herkunft ihrer BesucherInnen, teils in der Zugehörigkeit zu einem Stadtviertel und wahrscheinlich nach 23 anderen Kriterien unterschieden. Man suchte sich halt eine aus und gehörte dort zur Gemeinschaft, trat aber nicht formell einer "Synagogengemeinde" bei, sondern gehörte eben zum Judentum, der Jewish community.


    Mir ist nur aus Wien bekannt, dass in frühen englischen (Selbst-)darstellungen an einem Ort verschiedene "Jewish communities" genannt werden, offenbar eine assimilierte Denkweise in Anlehnung an die katholischen Pfarr- oder evangelischen Kirchengemeinden.


    Im niederländischen Sprachraum ging die Selbstbezeichnung der jüdischen Gemeinden eher von den (nördlichen, sozusagen nicht-spanischen) Niederlanden als dem 1830 selbstständigen Königreich Belgien aus. Daher wurde dort, wohl um für die christiche Bevölkerung verständlich zu bleiben, in englischsprachigen (Selbst-)Darstellungen eher von "Jewish congregation(s)" gesprochen, wobei der innerörltliche Plural wohl auch am ehesten in Amsterdam verwendet wurde, wo es mindestens aufgrund der ursprünglichen Herkunftsgebiete zwei unterschiedliche Riten gab, den sephardischen und den aschkenasischen.


    All das hat sich weitestgehend bis heute gehalten. Im deutschsprachigen Raum (D,A,CH) bezeichnen sich die Gemeinden als "community", sogar wenn es z.B. eine orthodoxe und eine Reformgemeinde gibt. Jede spricht dann von sich als "Jewish community". In den Niederlanden und Belgien bezeichnen sich die Gemeinden auf Englisch als "Jewish congregation".


    Aus den in diesem Faden schon genannten Gründen wird "israelitisch", das in diesen beiden Sprachgebieten in der Amtssprache verwendet wird bzw. wurde, im Englischen durchweg als "Jewish" wiedergegeben.


    Drei letzte Beobachtungen:

    1) In den USA bezeichnen sich jüdische Gemeinden praktisch überall als "Jewish congregation", was angesichts der vielen Religionen, Kirchen, Konfessionen etc. verständlich ist. So ist mir öfters begegnet, dass Menschen "Jewish" auch eher als "denomination" beschrieben haben, was inhaltlich und begrifflich nicht sinnvoll ist.

    2) Die jüdische Gemeinde Prag schreibt auf ihrer Seite: The Jewish Community of Prague (JCP) unites persons of Jewish religion, nationality or lineage who have a permanent residence in the sphere of JCP´s territorial authority or are in other kind of relation to Prague and who are not members of any other religious denominations or non-Jewish religious communities.

    3) Dass die Selbstauffassung einer religiösen Gemeinschaft und das mitteleuropäische (zumal deutschsprachige) Rechtsdenken nicht automatisch zusammenpassen, erfahren in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch Muslime massiv. Natürlich gibt es auch da verschiedene "Riten" in nationaler oder Lehrausprägung und weltweit an vielen Orten eben auch verschiedene "Moscheegemeinden". Allein diese Beschreibung braucht aber Hilfsbegriffe, die dem christlichen und staatsrechtlichen Denken entlehnt sind und eigentlich gänzlich an der muslimischen Realität vorbeigehen.


    Nach dieser langen Erklärung ist sicher verständlich, warum ich die Einlassungen in #11 und #13 nicht hilfreich, sondern bedenklich finde. Die Diskussion aus 2008 war eigentlich hinreichend und #10 zu Recht der Abschluss, auch wenn die Sache halt noch ein paar mehr Facetten hat.

    #16Verfasserreverend (314585)  02 Aug. 22, 09:24
    Kommentar

    Nichts für ungut, aber ich finde die Kommentare in #13 und 14 bedenklich. Für mich schwingt da etwas Arroganz mit. Ich denke, eine große, alte und bedeutende Gemeinde wie die IKG wird sich bei der selbstgewählten Bezeichnung auf Englisch schon etwas gedacht haben.


    #16 Vielen Dank, reverend, für die umfangreiche Erklärung.

    #17VerfasserNirak (264416) 02 Aug. 22, 10:13
    Kommentar

    Ich finde es generell unpassend und unhöflich, eine Selbstbezeichnung zu bekritteln. Sie zu hinterfragen ist sicher erlaubt, aber diese Diskussion würde ich dann mit dem Subjekt der Selbstbezeichnung nur direkt führen, dem aber die letzte Entscheidung der Wortwahl bleiben muss.


    Also: wer will, kann ja die Israelitischen Kultusgemeinden anschreiben. Ich bin sicher, jemand wird genügend Humor aufbringen, mit einer Beracha zu antworten, vielleicht gelobt sei Gott, der uns einen immerwährenden Strom von Belehrung(en) schenkt.


    Aus eigener Erfahrung kann ich z.B. sagen, dass ich meine Selbstbezeichnung als deutsch auch dann nicht zur Disposition stelle, wenn jemand meint, mir das Deutschsein nicht ansehen zu können. Das ist nicht mein Problem, sondern seins. Und wenn ich mich auf Spanisch als "pastor alemán" vorstelle, sorgt das regelmäßig für Heiterkeit. Es heißt halt auch deutscher Schäferhund. Dennoch habe ich mir etwas dabei gedacht, es oft diskutiert und begrüße ausdrücklich das Schmunzeln und die Rückfragen, die der Begriff hervorruft.

    #18Verfasserreverend (314585) 02 Aug. 22, 11:07
    Kommentar

    #14: Entschuldigung mbshu: Meine Kritik ziehe ich zurück, ich hatte den Beitrag leider nicht richtig gelesen.


    #18: Ich finde es generell unpassend und unhöflich, eine Selbstbezeichnung zu bekritteln.

    So sehe ich es auch. Ansonsten: 🙂

    #19VerfasserNirak (264416) 02 Aug. 22, 11:18
    Kommentar

    No. 19: Danke, Nirak!


    Leicht OT zu No. 18: So generell als Regel erkenne ich das nicht an. Manche Selbstbezeichnungen sind recht lächerlich, besonders zu Reklamezwecken gewählte (die diversen World Trade Centers in der hinterletzten Provinz, oder manche Metropolregionen ohne wirkliche Großstadt).


    Voll OT zu No. 18: Reverend, Du hättest mein Rätsel sofort gelöst ...

    #20Verfassermbshu (874725)  02 Aug. 22, 11:41
    Kommentar
    Ich lese nur mit und verspürte auch ein gewisses Unbehagen bei den neuen Kommentaren von 2022.
    Insofern auch meinen herzlichen Dank für den lehrreichen Beitrag #16, reverend! Schön, dich wieder mehr im Forum zu haben!
    #21Verfassertigger (236106) 02 Aug. 22, 12:11
    Kommentar

    I still await disagreement with #11 or #13 from any native speaker of English.

    As some commenters have pointed out, the Israelitische Kultusgemeinde is a corporation: a legal entity. The English word community does not, cannot refer to a legal entity. To be sure, a legal entity can have the word community in its name: an organization wishing to incorporate itself as "Jewish Community of Vienna, Inc." could certainly do so. But that doesn't change the meaning of the word community.

    #22Verfasserrdr713 (366223) 10 Aug. 22, 01:15
    Kommentar
    I haven't felt like following the entire discussion in great detail, but yes, rdr, your #11 and #13 do make sense to me, so perhaps your suggestion will be a useful addition to the archive. Thanks for taking the time.

    If it helps, I agree that in English, 'community' refers to all the people who share an ethnicity or other identification with a group, but is not usually used for an organization or agency; and that 'congregation' usually refers to the members of a particular synagogue.

    However, if those don't have convenient equivalents in German, and if the organization or agency in question has already chosen just 'community' as the English translation it uses, however long ago, I don't suppose we can really expect them to backtrack.

    Maybe it's just one more case of Denglish that mainly serves the purpose of German speakers and is only secondarily intended for English speakers. It reminds me a little of how useless it eventually seemed to protest against using, say, University of Applied Sciences for Technische Hochschule or whatever. We evidently just aren't the intended audience.

    #23Verfasserhm -- us (236141) 10 Aug. 22, 05:46
    Kommentar

    Die audrückliche Benennung der Rechsform mag insbesondere in den USA für nötig gehalten werden, in Deutschland und Österreich ist sie es nicht für alle Formen, ebenso in UK. Anders als #9 annimmt, haben in D z.B. die Kirchen nicht nur als jeweils abgeschlossene Organisationen/Einheiten (Sonderfall r.-kath. wg. der Einbindung in die Weltkirche) den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, sondern jede Landeskirche/jedes Bistum und sogar jede Kirchengemeinde/Pfarrgemeinde. Das ist in Österreich etwas anders rechtlich aufgehängt, aber im Kern genauso.

    Das betrifft auch die Israelitischen Kultusgemeinden in diesen beiden Ländern.


    Entsprechende Formen sind wohl im UK die NDPBs (non-departmental public body) und executive NDPBs,, in den USA die statutory corporations. Soweit ich weiß, führen die auch alle normalerweise nicht ihre Rechtsform im Namen, auch dann nicht, wenn der selbst gar keine solche Form suggeriert - wie Historic England, English Heritage bzw. in den USA die Federal Reserve Banks oder (als Kuriosum) die Boy Scouts of America. All diese haben Namen, die den Status nicht nahelegen, führen ihn aber z.B. im Briefkopf nicht auf.


    Warum also sollten die IKG(en) es dann "müssen"? Das ist, wie hm -- us zu Recht anmerkt, eher eine Frage der Adressat*innen der Übersetzung. Nicht alles ist eben ins US-amerikanische Rechtssystem zu transportieren bzw. adäquat wiederzugeben. Das beginnt doch schon beim hier ganz gewöhnlichen "e.V." incl.. etwaiger Gemeinnützligkeit oder Mildtätigekeite (beides rechtlich geregelte Zuerkennungen). Im übrigen sind diejenigen religiösen Organisationen, die nicht von irgendwoher den historischen Status einer K.d.ö.R. (Körperschaft des öffentlichen Rechts) erben, ja tatsächlich erst einmal gehalten, sich nach dem Vereinsrecht zu organisieren. Die Anerkennung als K.D.ö.R. kann dann durchaus beantragt werden, ist aber alles andere als leicht zu erhalten.

    #24Verfasserreverend (314585) 10 Aug. 22, 14:00
    Quellen

    https://en.wikipedia.org/wiki/AIJAC

    "The Australia/Israel & Jewish Affairs Council (AIJAC[4]), represents the interests of the Australian Jewish community to government, politicians, media and other community groups and organisations through research, commentary and analysis."


    https://www.sp2.upenn.edu/wp-content/uploads/...

    "Jewish Community Centers (JCC) serve as a combination of recreational facilities, cultural center, educational center, and social service agency in many Jewish communities."


    Kommentar

    #22/#11 Jewish Affairs Council (“IKG”), Hebrew Community Agency (“IKG”), or similar


    Hier meine unmaßgebliche, ungefragte Meinung zu den Vorschlägen in #11:


    Hebrew Community Agency - kein Eintrag bei Google


    Jewish Affairs Council - 88 Einträge bei Google, alle beziehen sich auf die Australia/Israel & Jewish Affairs Council (AIJAC)


    Der AIJAC ist die politische Interessenvertretung der australischen Juden.

    "Israelitische Kultusgemeinde" bezeichnet nach meinem Verständnis das, was bei Christen die Kirchengemeinde, Pfarrgemeinde oder Pfarrei ist. (Das stimmt sicher nicht 100 %, aber es gibt einige Ähnlichkeiten.): Gemeinsam beten, leben und Gutes tun.

    MiMo in #15 und Reverend in #16 haben es etwas genauer ausgeführt.


    Ich muss nicht englische Muttersprachlerin zu sein, um zu sehen, dass diese Begriffe nicht geeignet sind.


    Bleibt noch "Jewish Community Agency": 111 Einträge bei Google (also insgesamt sehr wenige), viele davon aus den USA

    Für Jewish Community Center (nicht Agency) findet sich die o.g. Definition.

    Ich finde nicht, dass das passt, aber schließe nicht aus, dass es jüdische Gemeinden gibt, die sich so nennen.

    #25VerfasserNirak (264416) 10 Aug. 22, 14:16
     
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