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  • Betreff

    in quanto poi

    Quellen
    Se e in quanto poi gli sia stato dato di profittare dei consigli del Singor N. cio poteva e doveva dipendere dalla natura delle questioni e dal prudente consiglio di entrambi; ma è certo che in cosi difficili contingenze, se Signor S. ha curato i necessari contatti, data anche la sua indole e la docibilitá, difficilmente avra pototo mancargli il prezioso ausilio di direttive e norme di si autorevole fonte.
    Kommentar
    Tut mir leid, ist ein ein etwas längerer Text (mit kleinen Fehlern), doch ich komm hier einfach nicht weiter. Ich habe es selbst probiert, aber ich glaube nicht, dass diese Übersetzung sehr brauchbar ist. Aber bitte seht selbst:

    Wenn und inwiefern ihm dann die Ratschläge des Signor N. zuteil wurden, dies konnte und musste abhängen vom umsichtigen Rat beider; es ist aber sicher, dass in solch schwierigen Umständen, wenn Singor S. die nötigen Kontakte gepflegt hat, was sein Wesen und Folgsamkeit gebietet, er schwierig hätte fehlen können die genauen Hilfsvorgaben und Normen von maßgeblicher Quelle.

    Danke im Voraus!
    VerfasserLambertini (679013) 06 Aug. 10, 19:37
    Kommentar
    Se e in quanto poi gli sia stato dato di profittare dei consigli del Signor N. ciò poteva e doveva dipendere dalla natura delle questioni e dal prudente consiglio di entrambi; ma è certo che in cosi difficili contingenze, se Signor S. ha curato i necessari contatti, data anche la sua indole e la docibilitá, difficilmente avrà potuto mancargli il prezioso ausilio di direttive e norme di si autorevole fonte.

    Ob und inwiefern ihm dann die Ratschläge des Signor N. zuteil wurden, dies konnte und musste abhängen von der Natur der Fragen und vom umsichtigen Rat beider; es ist aber sicher, dass in solch schwierigen Umständen, wenn Signor S. die nötigen Kontakte gepflegt hat (zumal angesichts seines Wesens und Folgsamkeit), ihm schwer hätte fehlen können die unbezahlbare Hilfe der Führung und Anweisung einer so autoritativen Quelle. 

    Wenn er aber die richtigen Leute kannte, sicherlich hat er bekommen ("ihm schwer hätte fehlen können") Rat und Führung durch eine kompetente und erfahrene Person (Wer?), zumal jeder sehen konnte, das seine Lage schwierig war und dass er freundlich und dankbar ist ("Wesen und Folgsamkeit"), drei Faktoren, die einem motivieren, ihm nach Kräften zu helfen.

    - "se gli sia stato dato di profittare dei consigli" kann zweierlei bedeuten:
    - Ob er von N. überhaupt Ratschläge bekommen hat? (zuteil wurden)
    - Er hat welche bekommen. Ob er davon Nutzen ziehen konnte? (nutzlich wurden)
    Up to you. Die erste ist übertrieben blumig, ich tippe auch auf sie.

    - Ich weiss selber nicht, wer "beide" in "beider Rat" ist.

    - "la sua indole e la docibilitá": das könnte eine Konstruktion wie im Englischen sein (wie heisst sie wohl?) die als "la sua docibile indole" zu lesen ist. Jedenfalls ein Charakter der dankbar ist und immer bereit gute Ratschläge zu befolgen.

    - "Autorevole" = "kompetent und erfahren" (und wahrscheinlich auch "einflussreich"). Kann man "Autoritativ" sagen?

    #1VerfasserMarco P (307881) 07 Aug. 10, 00:36
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    Es war so klar, dass wieder einmal Marco diesen Knoten lösen würde. Ich bin froh, dass es dich noch immer in diesem Forum gibt. Aber Du musst zugeben, dieser absatz war nicht ohne, oder? :)

    Ich möchte nicht unverschämt erscheinen, doch um diesen Text endgültig kapieren zu können, gehen dem ebem übersetzten Absatz noch zwei Sätze voraus, die ich bereits übersetzt habe (ich glaube auch richtig), aus deren Sinn ich aber nicht besonders schlau werde. Darf ich den Nativspeaker um eine Interpretation bitten? Danke vielmals.

    1) Né è a dire, che in una lotta cosi decisiva circa beni supremi, Signor S. abbia potuto contare sull’aiuto del suo Capo, evitando anche da questo lato l’isolamento, che opprime e sconforta.
    (Auch kann man nicht sagen, dass Herr S. in einem so entscheidenden Kampf um die höchsten Güter mit der Hilfe seines chefs hätte rechnen können, um auch hier eine bedrückende und entmutigende Isolation zu vermeiden.) Der Sinn ist mir hier nicht klar

    2) Signor S. , integro e indefesso, salvó piu volte il partito e la situazione, ma, o perche non abbastanza sicuro della compattezza dei suoi, e molto meno degli alleati del momento, o perché il suo carattere mite ed ottimista lo induceva ad evitare nuovi conflitti, ed a blandire piuttosto che a mortificare gli avversarii, si limetava alla difesa delle posizioni e del programma quando sarebbe stato opportuno concedere alla vivacitá degli elementi giovanili piu ampia libertá d’azione, sia pure all’infuori del Parlamento e dei partiti.
    (Herr S., einwandfrei und unermüdlich, rettete schon viele Male die Partei und die Situation aber oder weil er sich im Moment aufgrund der mangelnden Festigkeit seiner Parteigänger und noch weniger durch die der Verbündeten sicher sein kann, oder weil sein weiser und optimistischer Charakter ihn dazu geführt haben weitere Konflikte zu vermeiden, und um den Gegner eher zu schmeicheln als zu demütigen, beschränkte er sich darauf die Positionen und das (Partei)porgramm zu halten; wenn es von Vorteil gewesen wäre, den jüngeren voll Energie strotzenden Elementen Aktionen, sei es außerhal des Parlaments oder der Partei, zu erlauben.
    #2VerfasserLambertini (679013) 07 Aug. 10, 09:19
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    Ja, dieser Autor hier liebt den werwickelten Satzbau. Also:

    1) Né è a dire, che in una lotta così decisiva circa beni supremi, Signor S. [non] abbia potuto contare sull’aiuto del suo Capo, evitando anche da questo lato l’isolamento, che opprime e sconforta. 
    (Auch kann man nicht sagen, dass Herr S. in einem so entscheidenden Kampf um die höchsten Güter [nicht] mit der Hilfe seines Chefs hat rechnen können, um auch hier eine bedrückende und entmutigende Isolation zu vermeiden.)

    Ohne dieses [non] widerspricht sich der Satz, ich gehe davon aus, dass da ein "non" steht. Es kann auch sein, dass der Schreiber sich in seiner eigenen Konstruktion verheddert und in der Hitze des Gefechts das "non" vergessen hat.

    "Abbia" ist korrekt im Konjunktiv, die Bedeutung ist "ha", nicht "avrebbe". Dieser S. scheint ein Seelchen zu sein, der permanent am Rand einer Depression steht und schon beim Naseputzen auf die Hilfe und Unterstützung mächtiger Freunde angewiesen ist. Er ist aber so freundlich und guten Willens und so offensichtlich lebensunfähig, dass jeder, dem er über den Weg läuft, sich verpflichtet fühlt, ihm unter die Arme zu greifen. So auch hier, wo "es war zu erwarten und ist nicht ausgeblieben, dass auch sein Chef ihn tatkräftig unterstützt hat."

    Oder es heisst ohne [non], dass der arme S. sogar von seinem Chef im Regen stehen gelassen wurde, instinktiv neige ich aber zur ersten Interpretation.

    2) Signor S. , integro e indefesso, salvò piu volte il partito e la situazione, ma, o perché non abbastanza sicuro della compattezza dei suoi, e molto meno degli alleati del momento, o perché il suo carattere mite ed ottimista lo induceva ad evitare nuovi conflitti, ed a blandire piuttosto che a mortificare gli avversarii, si limitava alla difesa delle posizioni e del programma quando sarebbe stato opportuno concedere alla vivacitá degli elementi giovanili piu ampia libertá d’azione, sia pure all’infuori del Parlamento e dei partiti.
    (Herr S., unbestechlich/anständig und unermüdlich, rettete schon viele Male die Partei und die Situation; aber
    - sei es, weil unsicher über die Zuverlässigkeit/das Zusammenhalten seiner Parteigänger (und noch mehr über die der Verbündeten des Moments)
    - sei es, weil er seines nachgiebigen/friedliebenden und optimistischen Charakters wegen dazu neigte
    -- einerseits weitere Konflikte zu vermeiden, und
    -- andererseits den Gegner eher zu schmeicheln als zu demütigen,
    beschränkte er sich jedenfalls darauf, rein defensiv Positionen und Programm zu halten; obwohl es von Vorteil gewesen wäre, der vitalen Energie der jüngeren Elementen einen breiteren Betätigungsrahmen zu gönnen, und zwar selbst außerhalb des Parlaments oder der Partei.)


    Merke: "der vitalen Energie der jüngeren Elementen einen breiteren Betätigungsrahmen zu gönnen" bedeutet normalerweise, dass man mit verständnisvollem, väterlichem Kopfsschütteln zusieht, als die lieben Jungs mit grossem Enthusiasmus sozialistische Einrichtungen anzünden und notorischen Sozialisten mithilfe eines Trichters literweise Rizinusöl verabreichen.
    #3VerfasserMarco P (307881) 07 Aug. 10, 16:02
    Kommentar
    danke danke danke, du bist einsame spitze. ich hoffe, ich geh dir mit meinen problemen noch nicht auf die nerven. lg, lambertini

    p.s. aber du musst, zugeben, dass ich schon besser werde :)
    #4VerfasserLambertini (679013) 07 Aug. 10, 16:49
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    wie kommst du darauf, dass man gegen die sozialisten vorgegangen sei?
    #5VerfasserLambertini (679013) 07 Aug. 10, 16:53
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    Aus rein statistischen Erwägungen. Sprache, Wortwahl und Ton (lotta decisiva, beni supremi, il partito, elementi giovanili) passen gut zum Anfang der 1920er in Italien, da gab es schwarze und rote Gruppen die aufeinender gehauen haben, nur haben die schwarzen Gruppen schnell oberhand bekommen.
    Und ein Euphemismus wie "concedere alla vivacitá degli elementi giovanili più ampia libertà d’azione" klingt einfach mehr nach Mussolinis Seite als nach Gramscis.

    Ich wollte aber keine Politik machen, die Sozialisten habe ich nur kontingent erwähnt. Soweit ich zu wissen glaube, haben die Idee, dass man der gerechten, vitalen Wut der Jugend gegen den bestialischen Gegner gegenüber machtlos ist und sein sollte, genauso auch Hitler, Stalin und Castro breitgetreten.

    Aber und für sich könnte dein Text auch aus den 1890er stammen.

    Erlöse mich von der Verzweiflung: Waren es die Sozialisten?
    #6VerfasserMarco P (307881) 07 Aug. 10, 18:20
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    ja, du hattest vollkommen recht. der text (und auch meine restlichen) stammen aus dem antisozialistischen lager. allerdings handelt es sich dabei nicht um faschisten, sondern um klerikale kreise. die volksmeinung tendiert zwar dazu, faschisten und klerikale immer in einen topf zu werfen, doch das stimmt so nicht ganz. Die schrecklichen verbrechen des deutschen faschismus haben auch in der geschichtsforschung dazu geführt, dass der blick auf das politische spektrum rechts der mitte dermaßen unscharf wurde. Dadurch sind Ungenauigkeiten entstanden die der Realität einfach nicht gerecht werden. Bei genauerer Betrachtung merkt man, dass sich klerikale und faschisten genug grabenkämpfe geliefert haben, allerdings hatten sie was besitzstand, gesellschaftliche konventionen und staatsautorität angeht, ähnliche vorstellungen. ihre große gemeinsamkeit war allerdings der antisozialismus. deshalb gab es zwischen klerikalen und faschisten auch berührungspunkte.die damaligen sozialisten waren im gegensatz zu heute, wirklich revolutionär und z.T. auch idealistisch. doch irgendwie habe ich das gefühl, dass du das ohnehin weißt. bist du philologe oder historiker? handelt sich um das antisozialistische milieu
    #7VerfasserLambertini (679013) 07 Aug. 10, 20:55
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    p.s.: falls ich nicht mehr antworte bin ich bereits in den urlaub gefahren. du kannst dir vielleicht vorstellen wohin es geht. ich möchte meine italienischkenntnisse aufbessern, um dich nicht mehr so oft bemüßigen zu müssen.
    #8VerfasserLambertini (679013) 07 Aug. 10, 20:58
     
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