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    skirmish - Geplänkel (kein Plural)

    Wrong entry

    skirmish noun - Geplänkel (kein Plural)

    Correction

    skirmish (Pl.: -es)

    noun -

    Geplänkel (Pl.: die Geplänkel)

    noun
    Examples/ definitions with source references





    Singular Plural Nominativ das Geplänkel die Geplänkel
    Genitiv des Geplänkels der Geplänkel
    Dativ dem Geplänkel den Geplänkeln
    Akkusativ das Geplänkel die Geplänkel

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Geplaenkel

    Comment
    -
    Authorwmw (386353) 29 Sep 14, 11:38
    Comment
    Geplänkel ist für mich eher "small talk". Skirmish ist mehr "Streiterei"
    #1AuthorTodd (275243) 29 Sep 14, 21:44
    Context/ examples
    Brockhaus/Wahrig:

    Geplänkel (n., -s, -) 1 (Mil.) leichtes Gefecht, Schießerei hin u. her; außer einigen ~n an der Gremnze wurde der Waffenstillstand bisher eingehalten 2 (fig.) leichtes (heiteres) Wortgefecht, Wort~; [...] zu Beginn der Sitzung gab es das übliche Geplänkel zwischen ...
    Comment
    Todd, es geht wohl darum, dass Geplänkel sehr wohl einen Plural hat. Es hat auch eine wörtliche Bedeutung, nicht nur die übertragene.
    #2AuthorsebastianW (382026) 30 Sep 14, 00:05
    Comment
    Ich bezweifle, dass das Wort heutzutage noch mit dem Militär assoziiert wird. Deswegen braucht der Eintrag eine entsprechende Fachgebietskennzeichnung, denn ein Geplänkel in der allgemein bekannten Bedeutung ist, wie Todd richtig feststellt, eine weitaus harmlosere Auseinandersetzung als ein "skirmish".
    #3AuthorRodos (930149) 30 Sep 14, 02:11
    Comment
    "Geplänkel" wird heutzutage zwar selten, aber gelegentlich dennoch mit Kampf assoziiert. Nachfolgend ein paar Beispiele aus dem Korpus des DWDS:

    "Nun ist nicht jeder Bürgerkrieg, jedes Geplänkel irgendwo in der Dritten Welt für die Sicherheitspolitik der Staaten in Ost und West von Belang."

    "Vor dem Hintergrund der jüngsten kriegerischen Geplänkel Chinas mit Vietnam möglicherweise ein frommer Wunsch."

    "Es ist auch inzwischen in der Mandschurei zu Geplänkel gekommen, die beigelegt werden konnten."

    "»Auf der Thymian-Heide«, berichtete er, »ist noch immer nichts, vereinzeltes Geplänkel, Hauptkampf scheint ganz im Norden am Meer.«"
    #4AuthorMiMo (236780) 30 Sep 14, 06:05
    Context/ examples
    skirmish (ˈskɜːmɪʃ)
    n
    1. (Military) a minor short-lived military engagement
    2. any brisk clash or encounter, usually of a minor nature
    vb
    3. (often foll by: with) to engage in a skirmish
    [C14: from Old French eskirmir, of Germanic origin; related to Old High German skirmen to defend]
    ˈskirmisher n

    Collins English Dictionary – Complete and Unabridged © HarperCollins Publishers 1991, 1994, 1998, 2000, 2003
    Comment
    -
    #5Authorwmw (386353) 30 Sep 14, 09:57
    Suggestions

    skirmish

    fig. -

    Geplänkel (leichtes, oft scherzhaftes Wortgefecht)

    fig.

    skirmish

    -

    Geplänkel



    Context/ examples
    1. Geplänkel

    Alle größeren Wörterbücher, die ich eingesehen habe, verzeichnen beide Bedeutungen von Geplänkel:

    Brockhaus/Wahrig s.o. #2

    Wahrig DWB (verwandt, aber nicht identisch mit Brockhaus/Wahrig):
    Scharmützel, leichtes Gefecht, Schießerei hin und her; (fig.) leichtes, heiteres Wortgefecht, Neckerei, Plänkelei

    Paul DWB verzeichnet beides unter plänkeln und merkt an, dass das Verb selten geworden ist, das Substantiv häufiger

    Duden UWB: 1. (Milit., veraltend) leichtes Gefecht, unbedeutende militärische Auseinandersetzung (vor od. nach der Schlacht 2. in Rede u. Gegenrede vor sich gehende, harmlose Auseinandersetzung; (scherzhaftes) Wortgefecht

    DWDS: kleines, leichtes Gefecht; übertragen kleiner Wortstreit


    2. Pons/Collins: (gibt ebenfalls den Plural an): skirmish, (fig) squabble

    skirmish

    M/W Collegiate: 1. a minor fight in war usu. incidental to larger movements 2 a. a brisk preliminary verbal conflict 2 b. a minor dispute or contest between opposing parties

    Random House (Portland House) Unabridged: 1. Mil. a fight between small bodies of troops, esp. advanced or outlying detatchments of opposing armies. 2. any brisk conflict or encounter She had a skirmish with her landlord over the rent.


    3. Leo hat: Geplänkel, Wortgeplänkel, Plänkelei und verzeichnet banter, argy-bargy (kann jeder bitte selbst nachschlagen).
    Comment
    ad 1. (deutsche Seite): Nur Duden UWB hat die Markierung "veraltend", was, wie die DWDS-Beispiele belegen, nicht unbedingt heißt, dass das Wort nicht so gebraucht und verstanden wird (außer von Rodos, natürlich). Man beachte auch, dass die Definition bei Duden nicht ganz stimmt: ein Geplänkel muss nicht vor oder nach der Schlacht stattfinden. DWDS hat auch "Grenzgeplänkel".

    Rodos, warum ist wohl das Wort "Wortgeplänkel" entstanden, wenn nicht in Abgrenzung der übertragenen Bedeutung von der wörtlichen?

    MiMo hat Beispiele aus DWDS angeführt (#4). Man beachte bitte, dass das zweite und dritte Beispiel den Plural enthält (das dritte mit einem Fehler: "... zu Geplänkeln gekommen, die ...

    Die Korrektur von wmw bezog sich zunächst nicht auf das E/D-Wortpaar, sondern darauf, dass Geplänkel angeblich keinen Plural hat. Das ist eine völlig berechtigte Korrektur.


    ad 2. (englische Seite): skirmish hat, genau wie Geplänkel, eine wörtliche und eine übertragene Bedeutung. Vielleicht ist es "ernsthafter" als die deutsche Seite (wie das Random-House-Beispiel nahelegt), aber immer noch "minor". Die Übersetzung squabble (Pons) liegt für mich etwas schief. Es geht mir eher in Richtung "Gezänk", durchaus ernsthaft, aber meist um unwichtige Dinge. Vielleicht äußern sich ENS noch dazu?

    Keinesfalls ist Geplänkel, wie Todd sagt, "small talk", und "Streiterei" ist keine gute Entsprechung für skirmish.


    3. Die LEO-Einträge müssen ein wenig aufgeräumt werden. Was sagen Muttersprachler zu banter? Das scheint mir problematisch. Außerdem hat banter (was nicht verzeichnet ist) keinen Plural, Geplänkel sehr wohl.


    Die Auszeichnung "Mil.", falls nötig, habe ich nicht im Leo-Angebot gefunden.
    #6AuthorsebastianW (382026) 30 Sep 14, 23:57
    Context/ examples
    Warum ist wohl das Wort "Wortgeplänkel" entstanden, wenn nicht in Abgrenzung der übertragenen Bedeutung von der wörtlichen?
    Comment
    #6: Ein LEO-Eintrag spiegelt den aktuellen Sprachgebrauch wieder. Da spielt die Sprachgeschichte überhaupt keine Rolle. Entscheidend sind Angaben zum Sprachgebauch wie die Duden-Kennzeichnung "veraltet" (s #6). Dass sie beim DWDS fehlt, heißt nicht, dass sie nicht zutreffend ist (außer für sebastianW natürlich).

    Die Tatsache, dass die Grundbedeutung eines Wortes verschwindet, ist ja kein Einzelfall. Beim sportlich-militärischen Begriff "Stich" weiß heute auch kaum jemand mehr, was er bezeichnet, und trotzdem ist die Redewendung "jemanden im Stich lassen" in übertragener Bedeutung in aller Munde.
    #7AuthorRodos (930149) 01 Oct 14, 02:07
    Suggestions

    Geplänkel

    mil.

    Context/ examples
    Politik im Vorfeld von Irak-Krieg und Zweitem ... - Seite 50
    books.google.de/books?isbn=383665475X
    Martin Weiá - 2007
    ... man sich auf Grund der bedrohlichen Lage im Heimatland damals nicht wirklich effektiv um Makedonien „kümmern“ konnte, der Erste Makedonische Krieg war eher ein jahrelanges Geplänkel auf niedrigem Niveau, waren 195 196 Livius 31.

    Die Unvollendete - Seite 257
    books.google.de/books?id=W-1wAAAAIAAJ
    Juan Maler - 1991
    Indien ersuchte den UN-Sicherheitsrat, ein Schiff mit Lebensmitteln nach Irak senden zu dürfen. „Nicht der Nato ... Vor den Toren Kuwaits, in Jahra, kam es auch zu einem Geplänkel nach alter Beduinenart, mit Kavallerie und Vorderladern.

    Die neue Epoche - Seite 30
    books.google.de/books?isbn=3938686103
    Manfred Schelzel - 2005
    Der Westen mutmaßte damals, dass der Irak in die Hände der Kommunisten fallen könnte. ... nutzte der Iraker einige Geplänkel zwischen den Kurden auf beiden Seiten der Grenze, um dem östlichen Rivalen 1 980 den Krieg zu erklären.

    Der Kriegsverlauf - Seite 527
    books.google.de/books?id=eYlCAAAAYAAJ
    1916
    Stellenweise Artilleriekämpfe und Geplänkel. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Tätigkeit der italienischen Artillerie ...

    Die "Süddimension" des Ost-West-Konfliktes: - Seite 23
    books.google.de/books?id=EpiFAAAAIAAJ
    Rudolf Hamann - 1986
    C. Bertram zufolge »ist nicht jeder Bürgerkrieg, jedes Geplänkel irgendwo in der Dritten Welt für die Sicherheitspolitik der ...

    Widerstand der Besiegten - Guerillakrieg oder ... - Seite 101
    books.google.de/books?isbn=3728130451
    Albert A. Stahel - 2006
    ... so beispielsweise durch Hinterhalte:165 „Durch kleine Geplänkel nach und nach die Kräfte des Feindes zermürben, ... Antipersonenmine), welche die Russen später in Afghanistan gegen die Nachschubwege der Mujaheddin einsetzten.

    Atlas zur Zeitgeschichte: Asien, Afrika und Amerika im 20. ... - Seite 70
    books.google.de/books?id=h9ELAAAAYAAJ
    Manfred Scheuch - 1993
    Libanon Ein verheerender Bürgerkrieg machte von 1975 bis 1990 aus dem einst als „Schweiz des Nahen Ostens" ... Nach anfänglichem Geplänkel, Schießereien und Entführungen und der zunehmenden Furcht der Maroniten vor einer ...
    Comment
    Was die Verwendung des Wortes "Geplänkel" in seiner militärischen Bedeutung angeht, so unterstütze ich hier MiMo (# 4) und sebastianW (# 6): Es ist nicht wahr, dass das Wort in diesem Sinne wirklich "veraltet" ist, wie Rodos (# 7) behauptet. Es mag zwar selten sein, vielleicht sogar "veraltend" (wer will das beurteilen?) aber das liegt m.E. eher daran, dass es für das nicht-kriegführende moderne Deutschland und seine pazifistisch angehauchten Journalisten einfach selten Gelegenheit gibt, diese Vokabel in diesem Sinne bezogen auf aktuelle Kampfhandlungen zu verwenden.

    Ich habe mir mal erlaubt, ein paar halbwegs aktuelle Texte herauszusuchen, die die moderne Wortverwendung belegen.
    #8Authormad (239053) 01 Oct 14, 11:08
    Comment
    Danke, mad, für die zusätzlichen Belege (einige ja auch im Plural!)


    Natürlich ist nicht jeder Einwand/jede Unterstützung, der oder die in dieser Forumsrubrik vorgetragen wird, in sich schon stichhaltig. Es gibt aber auch solche, die eher einer allgemeinen Spielverderberlaune zu entspringen scheinen, sauertöpfische Sturheit verbreiten und, wenn überhaupt, nur durch idiosynkratisches Halbwissen gedeckt sind. Manchmal fällt das nach einer Weile auf und führt zu Missbehagen.

    Ein solches Missbehagen habe ich bei Rodos' # 7:

    Ein LEO-Eintrag spiegelt den aktuellen Sprachgebrauch wieder. Da spielt die Sprachgeschichte überhaupt keine Rolle.

    Aktueller Sprachgebrauch ist die Summe der Bedeutungen, die zeitgenössische Leser in Texten aller Art vorfinden können und zu verstehen suchen. Das ist nicht beschränkt auf den Wortschatz, den 20jährige in ihren E-Mails verwenden, sondern schließt (auch ältere) Literatur, Umgangssprache, Soziolekte und Fachsprachen ein. Jedes vernünftige Wörterbuch enthält sogar einen kleinen Bestand an Wörtern, die obsolet sind, also gar nicht mehr im aktiven Gebrauch. Wo jedes Wörterbuch die Grenze zieht, ist unterschiedlich. Sicherlich muss nicht jede Vokabel der Lutherbibel oder jedes Wort der Barockliteratur eingetragen sein, die heute nur von Spezialisten im Original gelesen werden. Aber Vokabeln, die etwa in einem Roman des 19. Jahrhunderts üblich waren, sind nicht Sprachgeschichte, sondern Teil der gegenwärtigen Sprachwirklichkeit. Das LEO-Team mag mich korrigieren, wenn hier eine andere Auffassung zugrunde liegt.

    Der nächste Denkfehler ist, dass Sprachgeschichte im Sinne von etymologischer/semantischer Herleitung zwar in LEO nicht abgedeckt wird, Du aber glaubst, dass die wörtliche Bedeutung von "Geplänkel" nur eine solche rein sprachgeschichtliche Bedeutung hat, also praktisch vergessen ist. Eben weil Du davon ausgehst, dass es auf der gleichen Stufe steht wie erstarrte Redewendungen wie "im Stich lassen", folgerst Du, dass es nicht zur "Gegenwartssprache" gehört. Das ist ein vollendeter Zirkelschluss.


    Entscheidend sind Angaben zum Sprachgebauch wie die Duden-Kennzeichnung "veraltet" (s #6).

    Wunschdenken. Lesen! Der Duden schreibt "veraltend".


    Dass sie [diese Kennzeichnung] beim DWDS fehlt, heißt nicht, dass sie nicht zutreffend ist.

    Selektive Wahrnehmung. Duden UWB ist die einzige zitierte Quelle, die überhaupt diese Kennzeichnung hat. Sie fehlt nicht etwa bei DWDS, Wahrig, Brockhaus/Wahrig, Pons/Collins, sondern sie ist bei Duden zusätzlich. (Und das scheint mir eher Ausdruck einer für mich sehr fragwürdigen "Modernisierungspolitik" im Hause Duden als eine linguistische Notwendigkeit, aber das kann man an anderer Stelle diskutieren.)

    Übrigens ist auch die wörtliche Bedeutung von skirmish in den englischen Wörterbüchern nicht als "veraltend" oder gar "veraltet" gekennzeichnet.


    Der Gegensatz bei "Geplänkel" ist der zwischen wörtlicher und übertragener Bedeutung, nicht der zwischen "veraltet" und "im Gebrauch". Gegen die Kennzeichnung des wörtlichen Gebrauchs als "Milit." habe ich, wie offenbar auch andere hier, durchaus nichts.
    #9AuthorsebastianW (382026) 01 Oct 14, 16:48
    Comment
    Sehr gute Analyse in # 9.

    Zurück zum Ausgangsthema: Ja, ich finde die von wmw im OP monierte Markierung "(Kein Plural)" auch missverständlich. Gemeint ist ja wohl, dass im Deutschen die Pluralform der Singularform des Wortes gleicht. Eine Mehrzahl von "Geplänkeln" ist tatsächlich durchaus denkbar (siehe ein paar der Beispiele in # 8). Aus Gründen der Klarstellung würde ich den Vorschlag von wmw also unterstützen.
    #10Authormad (239053) 01 Oct 14, 21:57
     
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