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    New entry for LEO

    keyboardist - der Keyboarder, die Keyboarderin

    New entry

    keyboardist mus. - der Keyboarder, die Keyboarderin

    Examples/ definitions with source references

    https://www.wissen.de/fremdwort/keyboarder

    Keyboarder 〈[ki:bɔ:–] m.; –s, –; Musik〉

    Musiker, der das Keyboard spielt


    https://www.wissen.de/rechtschreibung/keyboarder

    Keyboarder 〈 [ki:bɔ:–] m. 5 ; Mus.〉

    Musiker, der (professionell) Keyboard spielt


    https://www.duden.de/rechtschreibung/Keyboarder

    Keyboarder, der

    Bedeutung: männliche Person, die Keyboard spielt


    https://www.merriam-webster.com/dictionary/ke...

    keyboardist noun

    a person who plays a keyboard musical instrument


    https://www.macmillandictionary.com/dictionar...

    keyboardist NOUN COUNTABLE

    a musician who plays an instrument with a keyboard, especially an electric piano


    https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/us...

    keyboardist noun

    a person who plays an electronic musical instrument with a keyboard


    https://dictionary.cambridge.org/dictionary/e...

    keyboardist noun [ C ]  MUSIC

    a person who plays an electronic musical instrument that has a keyboard

    Authortoneskind (1327557) 21 Sep 22, 23:08
    Comment

    In der vorliegenden Form und Zuordnung - definitiv nein!

    Das Problem zeigt sich hier in einem Detail: "der (das) Keyboard spielt" vs. "plays an instrument with a keyboard".


    Fangen wir mit dem Wort "keyboard" an, wörtlich "Schlüsselbrett". Als Bezeichnung für die Tastatur eines muikalischen Instruments, bei dem jeder Taste genau ein Ton (und umgekehrt) zugeordnet ist, ist es im 16. Jahrhundert als Lehnübersetzung des französischen "clavier", Schlüsselring, Schlüsselhalter, Schlüsselbrett ins Englische übernommen worden. Im Französischen bezeichnet es bis heute die Tastatur eines Tasteninstruments, sei es Orgel, Klavier, Synthesizer etc. Ebenso ist die Verwendung von "keyboard" im Englischen; bei Cembali (harpsichords) und Orgeln spricht man normalerweise von "manuals" (dt.: Manuale), wobei das Bauteil bzw. die Konstruktionseinheit dennoch als "keyboard" bezeichnet wird.


    Ein "keyboardist" spielt also Tasteninstrumente. In Bandbesetzungen, wo der "Tastenspieler" (kein gängiges Wort!) z.B. auf der Aufnahme eines ganzen Albums verschiedene Tasteninstrumente spielt, wird auf dem Cover gern "keyboards" (Plural) angegeben, oft auch bei deutschen Veröffentlichungen. Da steht manchmal aber auch entweder "Tasten" oder eine genauere Benennung aller verwendeten Instrumente.


    Das "Keyboard" als Fremdwort, das im Deutschen ein Instrument bezeichnet, ist etwas anderes, auch wenn es auf Englisch ebenfalls oft einfach "keyboard" heißt. Auf Deutsch ist damit definitiv und ausschließlich ein einmanualiges, elektronisches Instrument, typischerweise mit eingeschränktem Tonumfang (meist vier oder fünf Oktaven) und einer Tastatur ohne mechanisch ausgeführte Anschlagsdynamik ("Gewichtung").


    Der deutsche "Keyboarder" spielt eben nicht unbedingt auch Klavier, Spinett, Orgel etc., sondern erst einmal nur "das Keyboard".

    Eine deutsche Bezeichnung für einen Musiker, der mehrere oder auch alle Tasteninstrumente spielt, ist nicht (mehr) etabliert. Im 19. Jahrhundert begegnet noch häufiger der "Klavierist" oder "Clavierist", eben im französischen Sinn von "clavier". Das Wort wird manchmal wiederbelebt, gilt aber als veraltet und ungebräuchlich. Im Bereich der klassischen Musik gibt es kein zusammenfassendes Substantiv, im Bereich vieler Arten von Bandmusik wird im Musikerjargon aber gern von "Taster" gesprochen.


    Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, gibt es im Englischen auch das Wort "keyboarder". Der oder die spielt aber kein Instrument, sondern tippt Daten oder Texte an einer Tastatur.


    Für all dies die entsprechenden Belege zu suchen und hier einzustellen, war mir zu aufwändig.

    Dennoch: nicht unterstützt


    OT 1) Ich bin selbst "Taster", eher populär als klassisch, aber doch öfter an Pfeifenorgeln.

    OT 2) Sehr amüsant ist der garantiert nicht haltbare Eintrag im Urban Dictionary. Er stammt noch aus der Zeit, als man dort ohne Überprüfung oder vorhergehende Anmeldung Einträge produzieren konnte. Ich habe damals auch einen absichtlich falschen "verbrochen", den ich heute nicht mehr ändern kann und der peinlicherweise sogar hie und da zitiert wrd.

    Soviel zur Verlässlichkeit dieses Internet-Wörterbuchs.

    #1Authorreverend (314585) 22 Sep 22, 00:26
    Context/ examples
    Comment

    Re keyboardist - Tastenintstrumentspieler: Die Bildersuche zeigt aber schon fast ausschließlich Menschen an elektronischen Keyboards.


    Wenn nicht der Vorschlag im OB, was wäre Dein Vorschlag? [Schließlich haben wir im Dt. ja aus gutem Grund das konstruktive Mißtrauensvotum mal eingeführt ;-]

    #2AuthorSelima (107)  22 Sep 22, 08:18
    Comment

    Nichts gegen konstruktive Misstrauensvoten, aber schon die angeführten Belege zeigen den Unterschied deutlich, siehe die 2. Zeile in meiner #1.

    Einen Gegenvorschlag zu machen, kann nicht gelingen, wenn es kein entsprechendes deutsches Wort gibt.

    "Tasteninstrumentspieler" ist ja nur eine nette Beschreibung, kein etabliertes Wort.

    #3Authorreverend (314585) 22 Sep 22, 09:14
    Comment

    Auch im Englischen wird keyboarder für den Musiker benutzt und beschränkt sich nicht auf Texte oder Daten. Ich kann am Handy aber nicht kopieren; ich reiche Belege später nach.

    #4AuthorGibson (418762) 22 Sep 22, 09:47
    Comment

    Mein Tasteninsturmentenspieler war eigentlich kein Vorschlag.


    Es kommt ja durchaus häufiger vor, dass ein Wort in einer Sprache mehrere Entsprechungen in der anderen Sprache haben kann. Einfach keinen Eintrag aufnehmen, weil - zu schwierig, ist ja auch keine Lösung. Warum also nicht zwei oder mehr Vorschläge? Zum Beispiel:


    keyboardist - electronic piano - Keyboarder - elektronisches Keyboard

    keyboardist - Musiker, der ein Tasteninstrument spielt

    #5AuthorSelima (107)  22 Sep 22, 10:01
    Comment

    #3: Einen Gegenvorschlag zu machen, kann nicht gelingen, wenn es kein entsprechendes deutsches Wort gibt.


    zu #1 u. 3: Au contraire! Dass englischer u. deutscher Begriffe nicht 100%, sondern nur in bestimmten Zusammenhängen/Verwendungen/Bedeutungen übereinstimmen, ist doch ein gängiger Fall - und kein Grund, die nachweisbare Übereinstimmung dem Wörterbuch vorzuenthalten (oder sich passende Neubegriffe aus den Fingern zu saugen).


    Zwei simple Lösungen, die sich viellfach im WB finden:

    1) ein Eintrag im WB, in dem auf der Sprachseite mit geringerem Bedeutungsumfang diese Bedeutung kursiv vermerkt wird.

    2) die umfassendere (oder speziellere) Bedeutung der einen Sprache, für die es in der anderen keine Entsprechung gibt wird ebenfalls als kursive Erläuterung eingetragen.


    Das wäre hier dann so etwas wie:

    keyboardist Mus. --- der Keyboarder | die Keyboarderin - elektronische Keyboards

    keyboardist Mus. --- Person, die irgendwelche Tasteninstumente spielt

    (Abb. ähnlich;-)


    Edith sagt, dass ich zulange telefoniert habe und wir deshalb die Synchronpunkte verpasst haben;-)

    #6AuthorAchim Almschreck (1359109)  22 Sep 22, 10:25
    Comment

    Die Vorschläge und Argumentation in #5 und #6 finde ich sehr vertretbar. Es sind ja keine Übersetzungen, sondern erklärende Umschreibungen. Die stehen einem Wörterbuch (nicht nur wie LEO) gut zu Gesicht, denn es gibt im Englischen schließlich das etablierte Wort keyboardist im weiteren Sinn.


    #6 kein Grund, die nachweisbare Übereinstimmung dem Wörterbuch vorzuenthalten

    Bisher liegt kein einziger Beleg für diese Übereinstimmung vor!


    Auf die Belege für keyboarder im musikalischen Sinn (#4) bin ich gespannt. Ich habe das noch nie zu hören bekommen und auch nicht gelesen. In wechselnden Besetzungen, meist sehr gemischt international und häufig mit ENS, bin ich schon oft keyboardist genannt worden. Selbst wenn wir mit zwei Tasteninstrumenten beteiligt waren, meist ich am E-Piano und jemand anders nur am Keyboard im deutschen Sinn (mit verschiedenen Funktionen: Piano zur Rhythmusgruppe, Keyboard spielt "Fläche" und enge "Voicings"), hat noch niemand die Person am Keyboard Keyboarder genannt, das Instrument selbst allerdings schon als keyboard. Im Kontext mit zwei oder mehr "Tasten" ist das auch unmissverständlich.


    Im Deutschen gibt es unter MusikerInnen verschiedene Antworten auf die Frage "und was spielst du" oder "wer bist du denn"? Die meisten "Taster" entscheiden sich da für ihr Lieblingsinstrument, auf das sie oft auch spezialisiert sind, oder wenigstens auf das gerade geforderte. Also: ich spiele Klavier (niemand sagt da Flügel) / Orgel / Cembalo / das Virginal / das Regal etc. Und wenn die Runde mit "-isten"-Bezeichnungen anfängt - ich bin Cellistin, Hornist, Timpanist, Oboistin, Pipapoist - dann sagen im klassichen Kontext die Taster eben die abgeleitete Instrumentenbezeichnung, Organistin, Pianist, Cembalistin. Andere Instrumente wie Spinett, Clavichord, Klavizimbel, Regal, Virginal etc. haben dafür keine spezifischen Instrumentalistenbezeichnungen, sind aber Tasteninstrumente. Und die werden von keyboardists gespielt, nicht von Keyboardern.

    #7Authorreverend (314585) 22 Sep 22, 11:28
    Comment

    #6 kein Grund, die nachweisbare Übereinstimmung dem Wörterbuch vorzuenthalten

    #7: Bisher liegt kein einziger Beleg für diese Übereinstimmung vor!


    Doch, doch. Neben der grundsasätzlichen Aussage bezog ich mich lediglich auf

    keyboardist - electronic piano - Keyboarder - elektronisches Keyboard

    als nachgewiesene u. m.E. unbestrittene Bedeutungsschnittmenge. (Während beim engl. keyboarder die Diskussion natürlich noch nicht abgeschlossen ist.)

    #8AuthorAchim Almschreck (1359109) 22 Sep 22, 11:42
    Comment

    Die letzten beiden Belege in der #0 belegen doch, dass ein keyboardist ein "electronic musical instrument that has a keyboard" spielt. Oder meinst Du etwas anderes?

    #9AuthorSelima (107) 22 Sep 22, 12:00
    Context/ examples

    Shearer said. “We went in about seven in the evening as they were closing up and our keyboarder managed to get us in for a private viewing, the sun was just going down it was the most perfect visit.”

    https://www.geplus.co.uk/news/spinal-tap-star...

    cf. https://www.dailymail.co.uk/news/article-6651...


    Comment

    FWIW: Ich habe versuchsweise zweieinhalb Suchmaschinen-Anfragen verglichen:


    1) Suche nach "our keyboarder" auf uk-Seiten. Von den gerade einmal 5 Treffern gehen drei auf deutschsprachige Muttersprachler zurück. Die übrigen 2 Pressemeldungen (siehe oben) zitieren einen Amerikaner. Demgegenüber scheinen die britischen Musiker eindeutig "our keyboardist" (241 Treffer) zu bevorzugen.


    2a) Suche nach "the keyboarder with" auf uk-Seiten ergibt 2 Treffer: ein EDV-Kompendium und ein (nicht direkt ansteuerbares) Posting auf einem Messageboard. Demgegenüber ergab "the keyboardist with" 216 Treffer. 2b) Bei der Suche ohne Artikel beziehen sich 4 der 10 "keyboarder with" Treffer auf Datenverarbeitung gegenüber 2.560 Treffer für "keyboardist with" auf uk-Seiten.

    #10AuthorAchim Almschreck (1359109)  22 Sep 22, 12:03
    Comment

    Hier ein paar native UK-Treffer:


    Smith is the lead singer, lyricist, guitarist and keyboarder for the Birmingham-based band. 

    https://www.thesun.co.uk/tv/14598129/edith-bo...


     Famous for his music documentaries, he is also a keyboarder, vocalist, composer and producer. 

    https://www.wowhd.co.uk/david-minasian-sound-...


    Magne Furuholmen, keyboarder of the Norwegian band a-ha

    https://inews.co.uk/news/a-ha-star-sings-lone...


    THE Hampshire music community is in mourning after the death of one of its leading lights. Tributes have been pouring in for keyboarder player, singer, songwriter and former entertainment agent ...

    https://www.dailyecho.co.uk/news/8765853.trib...


    A year on, he has completed recording his first album, which has seen him working with an illustrious cast of fellow musicians including the ubiquitous keyboarder Ruben Taylor, vocalist Faith Eliott and drummer Liam Chapman

    https://borntobewide.co.uk/under-the-radar


    Hier habe ich gleich noch ein ganz besonderes Exemplar gefunden ;-):

    [This is not a serious example]


    On Easter Sunday, we played a 4 hour set, no breaks (apart from a small, one song break where the singist and keyboarder did a quiet one.

    https://www.thefretboard.co.uk/discussion/153...


    "keyboardist" ist zweifellos weit verbreitet und idiomatisch, aber es gibt eben auch den "keyboarder" in dieser Bedeutung.

    #11AuthorGibson (418762) 22 Sep 22, 13:49
    Context/ examples

    https://dictionary.cambridge.org/de/worterbuc...

    keyboarder noun [ C ]

    someone whose job is to put information into a computer using a keyboard


    https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/de...

    keyboarder noun

    ​a person whose job is to type data into a computer


    https://www.macmillandictionary.com/dictionar...

    keyboarder NOUN COUNTABLE

    someone whose job is to type information into a computer

    Comment

    Ich unterschreibe gerne den Kommentar von #6.


    Zu #11: Da muss man aber dann auch unbedingt [MUS.] o. eine kurze kursive Erklärung beifügen, um Fehlübersetzungen zu vermeiden (s. Quellen-Kasten).


    OT: Wie nennt man denn einen keyboarder in diesem Fall im Deutschen? Ist das auch ein Keyboarder?

    #12Authortoneskind (1327557)  22 Sep 22, 18:51
    Comment

    Ich habe gerade zwei englische Freunde gefragt, "what do you call the guy at the keyboards, keyboarder or keyboardist?" und sie haben im Chor geantwortet:


    keyboard player


    ;-)

    #13AuthorGibson (418762)  22 Sep 22, 19:50
    Comment

    Datenerfasser?


    Nachtrag: Antwort aufs OT in #12 ... nicht auf die #13 ;-)

    #14AuthorSelima (107)  22 Sep 22, 20:54
    Comment

    Kleine Bemerkung zu einem in Deutschland allgemein verbreiteten Irrtum, hier besonders deutlich in #8 (Achim A.)


    Neben der grundsasätzlichen Aussage bezog ich mich lediglich auf

    keyboardist - electronic piano - Keyboarder - elektronisches Keyboard

    als nachgewiesene u. m.E. unbestrittene Bedeutungsschnittmenge.


    Das ist keineswegs unbestritten! Es sind zwei grundverschiedene Instrumente, allerdings mit technisch eng verwandter oder sogar gleicher Tonerzeugung. Das genügt aber nicht für die Gleichsetzung. Sonst wären die bretonische Bombarde und die Oboe oder gar die Cornamuse auch das gleiche Instrument. Sie unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten, die hier nichts zur Sache austragen.


    Ein E-Piano im heutigen Sinn hat eine Tastatur mit 88 Tasten, eine halb- oder vollgewichtete Tastatur (also nicht nur Federn unter den Tasten, sondern einen echten Anschlag, der durch kleine Hämmer simuliert wird, die die Bewegung einer Klaviermechanik imitieren. Es spielt sich daher auch ähnlich wie ein Klavier. Die Klänge beschränken sich bei den Grundmodellen auf zwei gesampelte Klavierklänge (oft von Konzertflügeln) und vielleicht sechs weitere Klänge, die oft mit dem Instrument gar nicht gut zu spielen sind, obwohl auch sie professionell gesampelt sind.


    Ein Keyboard im heutigen deutschen Sinn hat eine Tastatur mit 61 Tasten (seltener 49), keine irgendwie gewichtete Tastatur, sondern nur eine Federmechanik und verfügt nur dann über eine Anschlagsdynamik, wenn ein zusätzlicher Sensor pro Taste verbaut wird. Dieser reagiert in viel weniger Stufen als die Signalabnehmer am E-Piano, so dass das Spielgefühl ein völlig anderes ist, etwa wie das einer elektronischen Orgel. Die Tonerzeugung erfolgt z.T. künstlich (d.h. elektrisch synthetisierte Klänge, oft von sehr guter Qualität) und z.T. ebenfalls mit gesampelten Klängen.


    Schon aufgrund der Bauweise lassen sich auf einem E-Piano besser perkussive Instrumente nachmachen, wie eben das Klavier, aber z.B. auch Zupfinstrumente. Mit dem Keyboard können besser nicht-perkussive Instrumente wie die Orgel (Pfeifen, Hammond/Wurlitzer etc.) oder Streicher dargestellt werden.


    Daher kann jemand, der Klavier (oder E-Piano) spielt, noch lange kein Keyboard spielen, und umgekehrt.

    Ich habe es aufgegeben, wenn ich z.B. irgendwo nur einen Liederabend zum Mitsingen gestalte, nach dem Vorhandensein eines Klaviers oder E-Pianos zu fragen, es sei denn, es gibt jemanden dort, der hauptberuflich Musik macht. Sicherheitshalber habe ich dann immer ein E-Piano mit vollem Equipment dabei. Zu oft stand ich schon vor einem Billigkeyboard vom Discounter, mit eingebauten 2*0,5 Watt - Lautsprechern. Aber auch schon vor einem damals sehr professionellen Yamaha PSR-3000, dass irgendein Schwiegersohn verliegen hat, nur leider keine Anlage dazu. Dann kann man es noch mit Kopfhörer spielen...


    Wer also selber weder E-Piano noch Keyboard spielt, sollte hier vorsichtig sein. Der zitierte Beleg beweist hier genau das Gegenteil dessen, was vermutet wurde, nämlich dass die beiden Begriffe eben nicht gleichbedeutend sind.


    So hat sich an meiner Bewertung in #7 nichts geändert. es liegt bisher kein Beleg für die Entsprechung der Begriffe vor.

    Deswegen kann ich den vorgeschlagenen Eintrag auch nicht unterstützen. Er ist irreführend. Die Vorschläge in #5 und #6 dagegen sind gut und sinnvoll. Aber das sagte ich schon.


    Danke, Gibson, für die Belege. Ich finde mindestens zwei davon fraglich - den ersten (The Sun), weil die Zeitung nicht gerade für ihr Beharren auf fachlich informierter Korrektheit bekannt ist. Vielleicht hatte einfach der Journalist oder die Journalistin keine Ahnung vom Thema. Der zweite fragliche Fall ist der Bericht über den norwegischen "Tastenspieler". Der wird sich im Interview sehr wahrscheinlich als "keyboarder" bezeichnet haben. Das ist in Norwegen genauso wie hier in D einfach der Begriff für jemanden, der Keyboard spielt. Und wie gut der Herr mit den Unterschieden der englischen Bezeichnungen vertraut war, wissen wir nicht.

    #15Authorreverend (314585) 22 Sep 22, 21:38
    Comment

    weil die Zeitung nicht gerade für ihr Beharren auf fachlich informierter Korrektheit bekannt ist.


    Aber für den Sprachgebrauch "vom Volk" ist sie unschlagbar IMO. Es kommt so selten ja nicht vor, dass ein falscher Begriff benutzt wird.


    Wie gesagt: Ich bestreite gar nicht, dass "keyboardist" richtig und idiomatisch ist und auch verbreiteter als "keyboarder" (wie übrigens auch der hier noch nicht einbezogene "keyboard player".) Aber "keyboarder" scheint ja benutzt zu werden, unter anderem eben von einer Zeitung mit Millionenauflage, streng genommen falsch oder nicht.

    #16AuthorGibson (418762) 22 Sep 22, 21:53
    Comment

    Wie sind dann die korrekten Wortpaare für die beiden Tasteninstrumente?

    electronic piano - ????????

    ???????????? - elektronisches Keyboard

    #17AuthorSelima (107) 22 Sep 22, 21:54
    Comment

    Reverend, ich werde demnächst deine #15 ganz genau rezpieren. Beim Überfliegen überkommt mich der Verdacht, dass hier ein unlösbares Schraubendreher-Problem vorliegt - ich meine eine fachsprachliche Differenzierung, die gefühlte 95% der Sprachanweder weder kennen noch beachten...

    #18AuthorAchim Almschreck (1359109) 22 Sep 22, 23:41
    Comment

    Gerade noch nur zu #18, Rest morgen:

    Das Problem kann unlösbar sein. Es ist ein false friend, den ein Wörterbuch nicht noch fördern muss, wenn er doch bisher gar nicht verbreitet ist.

    Sonst glauben noch mehr Eltern, dass ihr Kind Klavier spielt.


    ***

    Ein Hubschrauber hat als Steuerelemente so eine Art Joystick, eine Art Handbremshebel (aber links) und zwei Pedale. Fahrerfahrung im Automatik-Pkw am PC hilft aber leider trotzdem nicht weiter, wenn man Helikopter fliegen will. Der Joystick ist noch nah dran. Im Hubschrauber ist das der "Cyclic" und steuert Vor-, Rück- und Seitbewegung. Die vermeintliche Handbremse, der "Collective" steuert die Bewegung nach oben oder unten und die beiden Pedale steuern den Heckrotor, drehen also den Hubschrauber links- oder rechtsherum um die senkrechte Achse.

    Das als eklatantes Beispiel, dass ähnliche Bedienelemente an verschiedenen Geräten sogar völlig unterschiedliche Funktionen haben können.


    Ich halte das daher nicht für ein "Schraubendreher"-Problem. Es sind nicht nur verschiedene Namen und Bezeichnungen in Fach- und Allgemeinsprache, also nicht Schraubenzieher und Schraubendreher, sondern eher Schraubenzieher und Maulschlüssel. Immerhin drehen sie beide etwas, nämlich Schrauben. Dennoch würde ich screw driver weder als "Schraubwerkzeug" noch als "Maulschlüssel" übersetzen. Das ist die Art von Fall, die hier vorliegt, nicht kongruente oder nicht existente Begriffe.

    #19Authorreverend (314585)  23 Sep 22, 01:29
    Comment

    Vorschlag unterstützt


    @reverend:

    • Den aktuellen Sprachgebrauch kann man nicht von der Sprachgeschichte oder von Drittsprachen ableiten (#1)
    • Wie kommst du darauf, dass Englischsprachige mit „keyboardist“ oder „keyboarder“ auch klassische Pianisten, Organisten und Spinettspieler bezeichnen (#1)? Die einsprachigen Definitionen von „keyboard“ verneinen eindeutig einen nichtelektronischen Bezug. "keyboard" als Einzelinstrument ist auch nicht dasselbe wie die Kategorie "keyboard instruments" (wo keyboard Klaviatur bedeutet). Damit liegen sehr wohl Belege für die englisch-deutsche Entsprechung der vorgeschlagenen Begriffe vor.
    • Dass auch "keybordist" und "keyboarder" (im allgemeinen Sprachgebrauch) Synonyme sein können, ist mit den Zitaten in #11 belegt.
    • Somit erübrigen sich all die ausgedehnten Überlegungen zum Unterschied von Tasteninstrumenten und deren Beherrschung.
    #20AuthorRominara (1294573)  23 Sep 22, 10:38
    Comment

    Ich bin zwar nicht der reverend (wenn auch zufällig gleicher Konfession...), aber ein Hinweis:


    Gary Cooper is an English conductor and classical keyboardist who specialises in the harpsichord and fortepiano. He is known as an interpreter of the keyboard music of Bach and Mozart, and as a conductor of historically informed performances of music from the Renaissance, Baroque, Classical and Romantic periods.

    Gary Cooper - Buy recordings | Presto Music


    Irish-born Peter Whelan is among the most exciting and versatile exponents of historical performance of his generation, with a remarkable career as a conductor, keyboardist and solo bassoonist. He is Artistic Director of the Irish Baroque Orchestra and founding Artistic Director of Ensemble Marsyas.

    About – Peter Whelan – Director


    Satoko Doi-Luck takes pleasure in a diverse career as a historical keyboardist and a composer

    Baroque Week music summer school 2022 (baroque-week.org.uk)


    -Die Baroque Week steht, das am Rande, unter der Schirmherrschaft von Trevor Pinnock, einem der berühmtesten Barockspezialisten unserer Zeit. Er dürfte auch die Terminologie beherrschen.



    Die Behauptung in #20, Punkt 2, ist einfach nicht richtig.

    #21Authorwienergriessler (925617)  23 Sep 22, 11:21
    Comment
    #13: Sind deine englischen Freunde Musiker?

    Deutsche Nichtmusiker sagen ja bei unbekannteren Musiker-Bezeichnungen (z.B. Oboist) auch eher Oboespieler o. dass jemand beruflich/professionell Oboe spielt.

    Bei gängigen Bezeichnungen ist das natürlich seltener oder gleichwertig synonym, je nach Stand des Sprechers

    Manchmal wird aber auch deutlich zwischen laienhaftem ****-Spieler und professionellem ****-isten unterschieden.
    #22Authortoneskind (1327557) 23 Sep 22, 11:48
    Comment

    #13: Sind deine englischen Freunde Musiker?


    Nein, aber jahrzehntelange Fans von Synthipop-Bands wie Duran Duran. Ich gehe davon aus, dass sie einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Jugend damit verbracht habe, in Musikzeitschriften über Keyboarder zu lesen und zu reden.


    Ich habe "keyboard player" daraufhin übrigens ebenfalls gegoogelt. Ich bin zu faul zum zitieren, hier der Link, aber es gibt genug Beispiele:

    https://www.google.co.uk/search?q=%22keyboard...

    https://www.google.co.uk/search?q=%22keyboard...


    #23AuthorGibson (418762)  23 Sep 22, 11:55
    Context/ examples

    #21 Die Behauptung in #20, Punkt 2, ist einfach nicht richtig.

    Comment
    #24AuthorRominara (1294573)  23 Sep 22, 12:00
    Comment

    Ja; die Musiker wissen jedenfalls , wie ihre eigene Berufsbezeichnung lautet.


    P.S. und völlig OT:

    Die Oxforder bezeichnen sich ja selbst noch als learners 🙂 🙂

    #25Authorwienergriessler (925617)  23 Sep 22, 12:35
    Comment

    And you "read" English in Oxbridge. Deshalb würde ich aber nicht das Paar "study - studieren" streichen ;-)

    #26AuthorGibson (418762) 23 Sep 22, 12:45
    Comment

    bitte die gendergerechte variante ins wörterbuch


    keyboarder*in

    #27AuthorLGBTQIAplus (1368021) 24 Sep 22, 19:19
    Comment

    Bitte korrekte Groß- und Kleinschreibung benutzen. Im Übrigen bist du in diesen Fäden falsch für dein Anliegen.

    #28AuthorGibson (418762) 24 Sep 22, 20:04
     
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